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Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT

2017

KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER Veränderung
inkl. aufgegebener Geschäftsbereiche zum Vorjahr 2016 2017
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Tsd. Euro 5% 137.955 144.844
EBITDA Tsd. Euro 25% 23.725 29.744
Abschreibungen Tsd. Euro –1% 8.737 8.645
EBIT Tsd. Euro 11% 14.988 21.099
EBIT-Marge % 34% 11% 15%
Steuerquote % 3% 30% 31%
Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten Tsd. Euro 54% 9.550 14.701
Ergebnis pro Aktie Euro 54% 1,81 2,78
Kapitalfluss
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. Euro 35% 19.832 26.851
Liquide Mittel zum 31.12. Tsd. Euro 58% 36.567 57.707
Bilanz
Eigenkapital Tsd. Euro 7% 110.077 117.517
Bilanzsumme Tsd. Euro 9% 199.465 216.987
Eigenkapitalquote % –2% 55% 54%
Netto-Finanzbestand (Liquidität-Finanzverbindlichkeiten) Tsd. Euro 125% 24.909 55.974
Mitarbeiter
Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt Personen 16% 638 740
Anzahl der Mitarbeiter zum Jahresende Personen 14% 668 764
Kennzahlen Aktie
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien Tsd. Stück 0% 5.293 5.293
Buchwert pro Aktie zum 31.12. Euro 7% 19,87 21,22
Dividende* Euro 21% 0,66 0,80

*Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 30. Mai 2018

UMSATZENTWICKLUNG NACH SEGMENTEN in Mio. Euro

UMSATZVERTEILUNG NACH SEGMENTEN in %

INHALTSVERZEICHNIS

MANAGEMENT
BRIEF AN UNSERE AKTIONÄRE 2
DIE KONZERNLEITUNG 4
BERICHT DES AUFSICHTSRATES 6
DER AUFSICHTSRAT 9
UNSERE SEGMENTE 10
UNTERNEHMEN
JAHRESRÜCKBLICK 2017 18
DIE AKTIE 20
UMWELT UND SICHERHEIT 22
SOZIALES ENGAGEMENT 24
UNSERE PRODUKTE 26
KONZERNLAGEBERICHT 31
1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 32
2. WIRTSCHAFTSBERICHT 36
3. CHANCEN- & RISIKOBERICHT 48
4. PROGNOSEBERICHT 57
5. SONSTIGE ANGABEN 60
FINANZTEIL 68
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGEN 69
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG 70
KONZERNBILANZ 71
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 72
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 74
KONZERNANHANG 75
KONZERNANLAGENSPIEGEL 140
BESTÄTIGUNGSVERMERK 142
EINZELABSCHLUSS DER ECKERT & ZIEGLER AG 150
WEITERE ANGABEN
GLOSSAR 152
FINANZKALENDER IMPRESSUM KONTAKT 154

UMSCHLAG

KENNZAHLEN STANDORTE UND UMSATZVERTEILUNG WELTWEIT VIERJAHRESÜBERSICHT BETEILIGUNGEN

UMSÄTZE NACH REGIONEN

Amerika

67

Mio. Euro*

5

6

3

4

2 1

NORD-/SÜD-AMERIKA

  • 1 Los Angeles, Kalifornien, USA
  • 2 Atlanta, Georgia, USA
  • 3 Hopkinton, Massachusetts, USA
  • 4 Mount Vernon, New York, USA
  • 5 Fortaleza, Brasilien
  • 6 São Paulo, Brasilien

Europa 55 Mio. Euro*

Asien, Afrika & Australien

18

17

Mio. Euro*

EUROPA

13

12 11

8 9 10 7

17 15

16

14

  • 7 Berlin, Deutschland (Hauptsitz)
  • 8 Braunschweig, Deutschland
  • 9 Düsseldorf, Deutschland
  • 10 Dresden, Deutschland
  • 11 Leipzig, Deutschland
  • 12 Seneffe, Belgien (Hauptsitz Eckert & Ziegler BEBIG)
  • 13 Paris, Frankreich
  • 14 Didcot, Großbritannien
  • 15 Pfäffikon, Schweiz
  • 16 Madrid, Spanien
  • 17 Prag, Tschechien

ASIEN UND RESTLICHE WELT

18 Neu-Delhi, Indien

Produktionsstandort

Vertriebsstandort

BRIEF AN UNSERE AKTIONÄRE

für die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG war 2017 ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr. Zum 31. Dezember stand ein Konzernergebnis aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen von über 15 Mio. Euro in den Büchern, ein Rekordwert. Zum 14. Mal in Folge erwies sich die Gruppe in sämtlichen Ertragskategorien als profitabel, selbstfinanzierend und ausschüttungsfähig. Mit einer Dividendenempfehlung von 0,80 Cent pro Aktie werden die Aktionäre, sofern die Hauptversammlung Ende Mai dem zustimmt, mehr als je zuvor von den glänzenden Ergebnissen profitieren.

Am 2017er Erfolg sind keinesfalls nur Sonderfaktoren Schuld. Obwohl der Großteil des Gewinnanstiegs auf die Bereinigung des Produktportfolios und damit auf aufgegebene Geschäftsbereiche zurückgeht, stieg die Ertragskraft der fortgeführten Geschäftsbereiche ebenfalls erheblich. Ihre Gewinne wuchsen von im Vorjahr 1,93 Euro pro Aktie um 26 Cent oder 13% auf 2,19 Euro an. Die Gruppe hat damit ihr Etappenziel erreicht, im Fünfjahresdurchschnitt in den Kernbereichen beständig über 2 Euro pro Aktie zu verdienen. In absoluten Werten sind dies mehr als 10 Mio. Euro jährlicher Nettogewinn.

Nach vorn heraus sieht die Lage, bei aller Unsicherheit und allen Herausforderungen, günstig aus. Dem Therapiesegment gelang 2017 die Sanierung, es konnte erstmals wieder einen Gewinn ausweisen. Zwar entsprechen Kapital- und Umsatzrendite noch nicht den Erwartungen, aber die Weichen für eine bessere Zukunft sind gestellt. Mehrere Akquisition in 2017 und strategische Schritte in neue Tätigkeitsgebiete haben die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass dem neuen Management der Ausbruch aus der Festkostenfalle gelingt. Bei den Tumorbestrahlungsgeräten scheint die Talsohle durchschritten, bei den Implantaten und Augenapplikatoren sind die Erträge stabil. Das Management muss sich nicht mehr nur um Brandherde kümmern, sondern kann sich auf Wachstumspotenziale konzentrieren.

Auch das Industriesegment hat seine Position verbessert, obwohl es 2017 wegen des anhaltend niedrigen Ölpreises unter einem nunmehr fast vollständigen Rückgang der Nachfrage nach Komponenten für Explorationsanwendungen litt. Ein lebhafter Bestelleingang bei Quellen zur medizinischen Qualitätssicherung konnte den Ertragsausfall kompensieren. Auch andere Hauptproduktgruppen reüssierten. In der Summe wuchs das Geschäftsvolumen in den fortgeführten Geschäftsbereichen vor Akquisitionen um 2 Mio. Euro oder 3% auf 78 Mio. Euro. Der Kauf der sächsischen Gamma-Service Gruppe im Mai 2017 brachte zusätzlich ca. 11 Mio. Euro an Geschäftsvolumen, so dass die Umsätze in der Summe auf knapp 90 Mio. Euro kletterten. Mit dem steigenden Geschäftsvolumen kommen zusätzliche Ertragspotenziale, um die sich die Spartenleitung in den nächsten Jahren bemühen wird.

Steigende Jahresüberschüsse im verbleibenden Kerngeschäft vermeldete 2017 auch das Pharmasegment, das von zweistelligen Umsatzanstiegen bei Generatoren und bei pharmazeutischen Radioisotopen profitierte, während der Geräteverkauf stagnierte. Der Umsatzanstieg in den drei fortgeführten Geschäftsbereichen um 23 % oder 5 Mio. Euro auf 26,6 Mio. Euro führte zu einer überproportionalen Steigerung der Erträge. Unter Ausklammerung der aufgegebenen Geschäftsbereiche ergab sich eine Steigerung des Segmentjahresüberschusses um 81 % von 2,2 auf 4,0 Mio. Euro, beim EBIT von 4,4 auf 6,1 Mio. Euro. Aus diesen Werten errechnet sich eine EBIT-Marge von etwa 22 %. " Die G ruppe ist nunmehr fast schuldenfrei und hat die Nettoliquidität auf eine Rekordmarke von fast 60 Mio. Euro treiben können. Damit ist sie in ihrer Nische in der Lage, sämtliche sich ihr bietenden Chancen aktiv aufzugreifen."

DR. ANDREAS ECKERT Vorstandsvorsitzender

Nach vorn heraus ist die Lage günstig, die Nachfrage nach Radiopharmaka hoch. Ein umfangreiches Investitionsprogramm sollte in den kommenden Jahren die Lieferengpässe bei den pharmazeutischen Radioisotopen beseitigen und die Position des Segments stärken.

Die Erfolge in den Marktpositionen der Segmente werden durch eine radikale Verbesserung der Bilanzrelationen abgesichert. Schon immer bewegen sich die Eigenkapitalquote, die Eigenkapitalrendite, die Schuldtilgungsdauer und ähnliche Kenngrößen der Gruppe deutlich über dem Durchschnitt der deutschen börsennotierten Gesellschaften. Jetzt hat sich der Handlungsspielraum weiter vergrößert. Die Gruppe ist nunmehr fast schuldenfrei und hat die Nettoliquidität auf eine Rekordmarke von fast 60 Mio. Euro treiben können. Damit ist sie in ihrer Nische in der Lage, sämtliche sich ihr bietenden Chancen aktiv aufzugreifen.

Konkurrenten im Markt waren in der Vergangenheit dabei nur selten ein Problem. In keinem der Segmente hat die Gruppe Anhaltspunkte dafür, dass sie in den letzten Jahren im größeren Umfang Marktanteile an aggressivere Wettbewerber verloren hätte. Rückgänge im Geschäftsvolumen haben im gleichen oder stärkeren Maße stets auch Konkurrenten getroffen. Die größte Herausforderung bleibt seit Jahrzehnten die Identifikation und Eroberung neuer Geschäftsfelder, mit denen der Konzern die gelegentlich immer wieder wegbrechenden Sparten ersetzen und Wachstum finden kann. Hierfür gibt die Gruppe erhebliche Summen aus, die nicht immer als Entwicklungskosten bilanziert werden. Auch der Kauf von Firmen und/oder Beteiligungen dient dem Zweck, dem Konzern neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Im Moment richten sich die Hoffnungen auf die Gamma-Service Gruppe, die wir profitabler zu gestalten hoffen, auf Brasilien, wo bereits große Fortschritte in Richtung Profitabilität erzielt wurden und auf eine Reihe von Akquisitionen im Therapiesegment. Organisches Wachstum im klassischen Sinne erwarten das Unternehmen dagegen vor allem im Radiopharmaziesegment, wo im großen Maße in den Ausbau von Produktionskapazitäten investiert wird.

Sie sehen, selbst wenn die Isotopenbranche nicht zu den Industrien gehört, in denen über Nacht Einhörner entstehen, es gibt viele Möglichkeiten für weiteres profitables Wachstum. Wir werden sie angehen und würden uns freuen, wenn wir Sie dabei weiter als Aktionär an unserer Seite fänden.

Mit herzlichen Grüßen

DR. ANDREAS ECKERT Vorstandsvorsitzender

DIE KONZERNLEITUNG

Dr. Andreas Eckert Vorstandsvorsitzender

Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Heidelberg, New York und Berlin. Mehrjährige Tätigkeit als Information Officer für das Generalsekretariat der Vereinten Nationen. Nach der Wiedervereinigung selbstständiger Unternehmensberater in Berlin. Gründer der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG sowie mehrerer Technologieunternehmen, vorwiegend im Bereich der Lebenswissenschaften.

Dr. André Heß Mitglied des Vorstands, Segment Radiopharma

Nach seiner Promotion in Chemie und einem Zusatzstudium als Wirtschaftsingenieur war Dr. Heß mehrere Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1996 kam er zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Radiochemiker, später als Entwicklungsleiter und Geschäftsführer verschiedener Tochtergesellschaften. Seit März 2008 Vorstandsmitglied.

Dr. Harald Hasselman Mitglied des Vorstands, Segment Strahlentherapie

Nach seiner Promotion in Betriebswirtschaftslehre war Dr. Hasselmann für große und mittelständische Gesundheitsunternehmen tätig. Unter anderem leitete er bei Bayer Pharma das Controlling für die Region Europa, für Schering die ungarische Tochtergesellschaft sowie das Berliner Biotechnologieunternehmen metaGen. Er verfügt über langjährige Erfahrung in internationalen Pharmaunternehmen und eine ausgewiesene Expertise im Vertrieb, Controlling sowie der Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen. Seit Januar 2017 Vorstandsmitglied.

Dr. Gunnar Mann Mitglied der Konzernleitung, Zentrale Konzerndienstleistungen

Studium und Promotion in Physik, Ergänzungsstudium MBA. Nach Tätigkeiten an der TU Dresden und bei der TÜV Energie- und Systemtechnik GmbH kam Dr. Mann 1998 zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Physiker, später als Entwicklungsleiter. Seit 2000 ist Dr. Mann in verschiedenen Tochterunternehmen und Beteiligungen der Eckert & Ziegler AG als Geschäftsführer tätig.

Frank Yeager Mitglied der Konzernleitung, Segment Isotope Products

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre (MBA) und Maschinenbau war Herr Yeager in führenden Positionen internationaler Industrieunternehmen tätig. Ende 2001 kam er als Geschäftsführer zum amerikanischen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. und verantwortet seitdem das Segment Isotope Products.

Die Konzernleitung besteht aus den Leitern der wichtigsten Segmente. Sie ist zum Teil mit dem Vorstand personenidentisch, umfasst aber auch Führungskräfte größerer Tochtergesellschaften. Zu den Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Konzernleitung gehören die gegenseitige fortlaufende Unterrichtung über Geschäftsentwicklungen und Geschäftsvorfälle, die Erörterung strategischer Fragen sowie die Vorbereitung von Vorstandsentscheidungen.

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns unterrichtet.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Zudem fand ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden zu Fragen der Strategie, der Planung, der allgemeinen Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens statt. Insgesamt fanden im Berichtszeitraum fünf Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Zustimmungen auch im schriftlichen Verfahren erteilt. Beschlüsse von grundlegender Bedeutung erfolgten entweder auf der Basis aussagekräftiger Unterlagen oder einer direkten Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht. Mit Ausnahme von drei Mitgliedern, die jeweils bei einer Sitzung nicht persönlich anwesend sein konnten, nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrates an allen Aufsichtsratssitzungen teil. Die Gesamtteilnahmequote der Aufsichtsratsmitglieder betrug 91%.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates in den einzelnen Sitzungen standen die folgenden Schwerpunktthemen:

In der Sitzung am 17. Januar 2017 informierte der Vorstand im Wesentlichen über die vorläufigen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2016 und die wirtschaftliche Lage Des Weiteren wurde im Rahmen dieser Sitzung der Risikobericht der Gesellschaft, in dem die wichtigsten Risikopositionen sowie das Risikomanagement im Konzern beschrieben sind, vorgelegt und besprochen. Wesentlicher Gegenstand der Sitzung am 21. März 2017 bildete die Prüfung der Jahresabschlüsse und der Lageberichte für den Konzern und die Gesellschaft sowie die im Rahmen der Corporate Governance abgegebenen Erklärung zur Unternehmensführung. Auf der Sitzung vom 31. Mai 2017 standen vor allem die Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2017, die Integration der neu erworbenen Gamma-Service Gruppeund die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung im Fokus. Auf der Aufsichtsratssitzung vom 31. Juli 2017 wurden insbesondere die Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2016 und mögliche Akquisitionen besprochen. Schwerpunkt der Sitzung am 20. Oktober 2017 war die Vorstellung und Verabschiedung des Budgets für das Geschäftsjahr 2018 sowie die Vorstellung der Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2017. Ein weiteres Thema war die strategische Ausrichtung in den Segmenten Strahlentherapie, Radiopharma und Isotope Products.

PROF. DR. WOLFGANG MAENNIG Aufsichtsratsvorsitzender

Leitlinien der Unternehmensführung

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im Berichtsjahr mit der Weiterentwicklung der Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Corporate Governance) und berücksichtigte dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 7. Februar 2017. Am 1. Dezember 2017 wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat eine neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und in einer aktualisierten Version am 20. März 2018 beschlossen. Weitere Details zur Corporate Governance finden Sie im Corporate-Governance-Bericht des Konzerns, der im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Webseite veröffentlicht ist. Um die Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats zu steigern, beauftragte der Aufsichtsrat den Vorstand in mehreren Fällen mit der Überarbeitung von Vorlagen.

Im Berichtsjahr bestanden keine Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrates.

Prüfung des Jahresabschlusses 2017

Der Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe sowie die Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017 bestellten Abschlussprüfer BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. In Bezug auf den vom Vorstand vorgelegten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) hat der Abschlussprüfer bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und dass bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an den Bilanzsitzungen des Aufsichtsrates am 20. und 29. März 2018 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen und den Abhängigkeitsbericht einschließlich der Schlusserklärung des Vorstandes zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG und den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe. Der Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu.

Änderungen im Vorstand

Mit Ablauf des 31. Mai 2017, dem Tag der Hauptversammlung, legte Herr Prof. Dr. Nikolaus Fuchs sein Aufsichtsratsmandat nieder. Als Nachfolger wählte die Hauptversammlung Herrn Albert Rupprecht (MdB). Der Aufsichtsrat spricht Herrn Prof. Dr. Fuchs für seine langjährige Tätigkeit und seine Verdienste um die Eckert & Ziegler AG seinen Dank aus.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung sowie allen Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2017.

Berlin, im März 2018 Für den Aufsichtsrat

PROF. DR. WOLFGANG MAENNIG Vorsitzender des Aufsichtsrates

DER AUFSICHTSRAT

Prof. Dr. Wolfgang Maennig

Vorsitzender Berlin

Prof. Dr. Nikolaus Fuchs (bis 31. Mai 2017)

stellvertretender Vorsitzender Berlin

Prof. Dr. Helmut Grothe

stellvertretender Vorsitzender (seit 31. Juli 2017) Wandlitz

Dr. Gudrun Erzgräber Birkenwerder

Prof. Dr. Detlev Ganten Berlin

Hans-Jörg Hinke Berlin

Albert Rupprecht, MdB (seit 31. Mai 2017)

Waldthurn

segment isotope products

Eckert & Ziegler zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Strahlenquellen für bildgebende Verfahren, Messungen und Analysen, Qualitätssicherung und Umweltüberwachungen. Das Portfolio reicht von Kalibrierquellen für PET-Kameras in Krankenhäusern bis hin zu Strahlenquellen für radiometrische Füllstandmessungen.

35%

Kursperformance Eckert & Ziegler Aktie in 2017

2,2%

Dividendenrendite

segment radiopharma

Eckert & Ziegler ist einer der führenden Hersteller von Produkten für die Nuklearmedizin. Dazu gehören Geräte für Radiosynthesen und Qualitätskontrolle sowie Radiopharmazeutika für die Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Darüber hinaus ist Eckert & Ziegler kompetenter Partner für Lohndienstleistungen in der pharmazeutischen Industrie.

Weltmarktführer-Champion 2018 in der Branche »Elektronik & Elektrotechnik« Segment »Isotopentechnische Komponenten für Medizin, Industrie und Wissenschaft«*

*gelistet im Weltmarktführer Index der Universität St. Gallen/Wirtschaftswoche

18 Standorte weltweit

segment strahlentherapie

764 Mitarbeiter

kurz und gut

Die Eckert & Ziegler Gruppe gehört zu den weltweit größten Herstellern für isotopentechnische Komponenten für medizinische, wissenschaftliche und messtechnische Zwecke. Das Unternehmen konzentriert sich auf Anwendungen in der Krebstherapie, der nuklearmedizinischen Diagnostik und der industriellen Radiometrie. In einigen seiner Arbeitsgebiete ist der Konzern weltweit führend.

54% Eigenkapitalquote

5.292.983 EUR Grundkapital

segment radiopharma

BEI ÜBER 50 NICHT-INVASIVEN DIAGNOSTIK-UND THERAPIEMÖGLICHKEITEN

KÖNNEN UNSERE NUKLEARMEDIZINISCHEN SYNTHESEGERÄTE VERWENDET WERDEN

Dr. Johanna Seemann, Leiterin chemische Entwicklung Eckert & Ziegler Eurotope GmbH

»Für die Diagnose von Krebs werden dem Patienten häufig radioaktiv markierte Peptide injiziert. Unsere Synthesegeräte sorgen dafür, dass diese Peptide höchste Qualitätsstandards erfüllen und sicher hergestellt werden können. Und weil unsere Geräte so einfach in der Handhabung und platzsparend sind, finden sie sich weltweit in vielen Krankenhäusern oder Forschungseinrichtungen. Damit möglichst viele Patienten von unseren intelligenten Lösungen profitieren, arbeite ich mit meinem Team ständig an neuen Entwicklungen, die neue Krankheitsbilder diagnostizieren und behandeln können.«

segment strahlentherapie

IN MEHR ALS 20 LÄNDERN

ENTSCHEIDEN SICH PROSTATA-KREBSPATIENTEN FÜR SEEDS »MADE IN GERMANY«

Dirk Warmuth, Geschäftsführer Eckert & Ziegler BEBIG GmbH

»Mit der Brachytherapie lassen sich wirkungsvoll verschiedene Krebsarten behandeln. Insbesondere bei Patienten mit Prostatakrebs im Frühstadium empfehlen Ärzte häufig die minimalinvasive Seed-Behandlung. Bei dieser Therapieform werden winzige, schwachradioaktive Implantate in das erkrankte Organ platziert. Im Gegensatz zu den gängigen Therapien ist diese Methode deutlich kürzer und schonender für den Patienten. Unsere in Berlin hergestellten Seeds, bestehend aus Iod-125 gefüllten Titaniumkapseln, werden europaweit in Kliniken und ambulanten Behandlungszentren eingesetzt. Mehr als ein Drittel der Ärzte entscheiden sich aufgrund hoher Qualität und kurzen Lieferzeiten für Seeds von Eckert & Ziegler BEBIG. Das ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich. «

segment isotope products

MEHR ALS 1.000 PRODUKTE

UND WELTMARKTFÜHRER IN VIELEN INDUSTRIEBEREICHEN

Joe Hathcock, Chief Operation Officer, Eckert & Ziegler Isotope Products Inc.

»Mit der Übernahme von Gamma-Service haben wir in 2017 unsere Position als einer der weltweit führenden Isotopenspezialisten gestärkt und unser Produkt- und Kundenportfolio im Segment Isotope Products erweitert. Durch die starke Geschäftstätigkeit von Gamma-Service in Regionen, in denen Eckert & Ziegler bisher weniger aktiv ist, können wir nun unsere Stellung im Markt weiter ausbauen. Die neu hinzugekommenen Produkte erweitern die Bandbreite unseres Angebotes und unsere Wertschöpfungstiefe. In vielen bedeutenden Anwendungen, wie zum Beispiel Kalibrierquellen für die nuklearmedizinische Bildgebung sind wir unangefochtener Marktführer.«

JAHRESRÜCKBLICK 2017

JAHRE ECKERT & ZIEGLER

Mit einem Festakt, an dem der Regierende Bürgermeister von Berlin und rund 300 Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Mitarbeiter teilnahmen, feierte Eckert & Ziegler am 11. Juli 2017 seine 25-jährige Erfolgsgeschichte.

REISEPREIS FÜR NUKLEARMEDIZINISCHE NACHWUCHSFORSCHER

Auf der Jahrestagung der European Association of Nuclear Medicine (EANM) in Wien wird zum zehnten Mal der "Eckert & Ziegler Reisepreis" an herausragende Nachwuchswissenschaftler in der Nuklearmedizin verliehen.

GROSSAUFTRAG IN FINNLAND

Für das führende skandinavische Forschungsinstitut VTT (Helsinki) wurde ein Spezialsystem zur Materialprüfung radioaktiv bestrahlter Metalle entwickelt. Die hochautomatisierte Anlage konnte im August erfolgreich installiert und an den Kunden übergeben werden.

ÜBERNAHME EINES HERSTELLERS VON RÖNTGENTHERAPIEGERÄTEN

Mit dem Kauf der thüringischen WOLF-Medizintechnik GmbH (WOMED) erweitert Eckert & Ziegler sein Produkt- und Kundenportfolio im Segment Strahlentherapie. Das WOMED Röntgentherapiesystem ioRT-50 zur Behandlung von Tumorerkrankungen hat vor kurzem erst die Zulassung erhalten.

KAPAZITÄTSAUSBAU DER GALLIAPHARM® PRODUKTLINIE

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN | KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2017 | Eckert & Ziegler 19

Um den steigenden Bedarf an pharmazeutischen Generatoren zu decken, wird die Produktionskapazität für den Germanium-68/Gallium-68-Generator GalliaPharm® erweitert.

ÜBERNAHME VON GAMMA-SERVICE

Mit der Übernahme wesentlicher Teile des Wettbewerbers Gamma-Service stärkt Eckert & Ziegler seine Position als einer der weltweit führenden Isotopenspezialisten und erweitert sein Produkt- und Kundenportfolio im Segment Isotope Products.

VERKAUF DER ZYKLOTRONSPARTE

Der Verkauf der Zyklotronsparte erfolgte im Zuge einer Neuausrichtung der Radiopharmaziesparte auf global skalierbare Produkte und Dienstleistungen.

NEUES AUFSICHTSRATSMITGLIED

Die Hauptversammlung am 31. Mai 2017 wählte Albert Rupprecht als neues Aufsichtsratsmitglied. Herr Rupprecht ist bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.

DIVIDENDE

Auf der Hauptversammlung am 31. Mai 2017 wird eine Dividende in Höhe von 0,66 Euro beschlossen.

CE-ZULASSUNG FÜR BRACHYTHERAPIE ZUBEHÖR

Der CT/MR M.A.C. interstitielle GYN Applikator erhielt die CE-Zulassung für den Einsatz in Europa. Mit Hilfe dieses Applikators wird die Behandlung eines großen Spektrums gynäkologischer Tumore ermöglicht. Der Applikator wird kurzzeitig in das Behandlungsfeld eingeführt und eine miniaturisierte Strahlenquelle bestrahlt den Tumor lokal.

DIE AKTIE

BASISINFORMATIONEN ZUR ECKERT & ZIEGLER-AKTIE

International Securities Identification Number (ISIN) de0005659700

Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565 970

Zulassungssegment Prime Standard, Frankfurt

Börsenkürzel und -symbole

EUZ (Deutsche Börse) EUZ (Bloomberg) EUZG (Reuters)

Streubesitz

67,7%

Zugehörigkeit zu Indizes der Deutschen Börse

CDAX DAX International Mid 100 DAXplus Family Index DAXsector All Pharma & Healthcare DAXsector Pharma & Healthcare DAXsubsector All Medical Technology DAXsubsector Medical Technology Prime All Share Technology All Share

IR-KONTAKT

Karolin Riehle Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin

Tel. +49 30 941084-138 Fax +49 30 941084-112 [email protected] www.ezag.de

im Geschäftsjahr 2017 im Vorjahr: 27,28€

25,02 € TIEFSTKURS im Geschäftsjahr 2017

im Vorjahr: 17,27€

ECKDATEN ZUR ECKERT & ZIEGLER-AKTIE

31.12.2016 31.12.2017 in %
Schlusskurs im Geschäftsjahr * in Euro 26,75 36,11 35
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 11,00 11,50 5
Ergebnis pro Aktie (EPS) in Euro 1,81 2,78 54
Cashflow je Aktie in Euro 3,75 5,07 35
Buchwert je Aktie in Euro 19,87 21,22 7
Durchschnittlich im Umlauf
befindliche Aktien in Stück 5.288.165 5.288.165 0
Anzahl der Aktien zum Stichtag in Stück 5.288.165 5.288.165 0
Marktkapitalisierung in Mio. Euro 142 191 34
Durchschnittliches
Handelsvolumen pro Tag in Stück 6.408 9.913 55

* Xetra

Entwicklung der Aktie

Das Börsenjahr 2017 kann sich sehen lassen: In den USA eilten die Indizes von Rekord zu Rekord und auch der Dax erzielte nach einem neuen Allzeithoch einen Jahresgewinn von etwa 13 Prozent. Beflügelt wurde die positive Entwicklung von geringen Inflationsraten, einer expansiven Geldpolitik und niedrigen Zinsen. Politische Risiken wurden von den Märkten scheinbar ausgeblendet. Der SDAX hat das Jahr 2017 mit einem Kursgewinn von fast 25 Prozent beendet.

Die Eckert & Ziegler Aktie verzeichnete im Berichtszeitraum ein Plus von rund 35% und entwickelte sich damit besser als der DAX, MDAX und SDAX. Nach einer stabilen Seitwärtsbewegung erreichte die Aktie Anfang Mai ihren Jahrestiefststand mit 25,02 Euro.

Nach einer stabilen Seitwärtsbewegung reagierte die Eckert & Ziegler Aktie auf die Bekanntgabe des Verkaufs der Zyklotronsparte Anfang Mai mit einem deutlichen Kursanstieg. Die Ankündigung der Übernahme von Teilen der Gamma Service Gruppe honorierte die Aktie mit einem erneuten Anstieg. Nach einer weiteren Seitwärtsbewegung und der Veröffentlichung der positiven Q3-Zahlen erreichte die Aktie am 27. November mit 41,10 ihren Jahreshöchststand. Zum Ende des Geschäftsjahres schloss die Aktie bei einem Kurs von 36,11 Euro mit einem deutlichen Plus von rund 35%. Das Handelsvolumen betrug zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres im Durchschnitt pro Tag 9.913 (Vorjahr: 6.408 Stück).

Ergebnis je Aktie von 2,78 Euro

Im Berichtsjahr erzielte die Eckert & Ziegler Gruppe ein Konzernergebnis pro Aktie aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 2,78 Euro. Das Ergebnis pro Aktie wird berechnet, indem der Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird.

Dividende von 0,80 Euro

Das Unternehmen mochte seine stetige Dividendenpolitik aus den vergangenen Jahren fortsetzen und rund ein Drittel des Konzernergebnisses als Dividende ausschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung deswegen am 30. Mai 2018 die Ausschüttung einer Dividende von 0,80 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 vorschlagen. Gemessen am Jahresschlusskurs von 36,11 Euro errechnet sich hieraus eine Dividendenrendite von 2,2% Im Vergleich dazu liegt die durchschnittliche Dividendenrendite der sieben TecDAX-Werte, die der Gesundheitsbranche zugehören, bei nur 0,6%.

Analystenempfehlungen

Hauck & Aufhäuser und die DZ-Bank berichten regelmäßig über Eckert & Ziegler. Im Berichtsjahr wurden von diesen Instituten insgesamt zehn Studien und Kurzanalysen zu Eckert & Ziegler veröffentlicht.

Aktionärsbetreuung

(Investor Relations)

Ziel unserer Investor Relations Arbeit ist es, Privataktionäre, institutionelle Investoren, Finanzanalysten und die Presse umfassend, offen und zeitnah über das Unternehmen zu informieren. Wesentliche Bestandteile der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt sind Börsenpflicht- und Pressemeldungen, Quartalsberichte, Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Auf der Analystenkonferenz im März, der DVFA-Frühjahrskonferenz im Mai, der Hauptversammlung im Juni, und dem Eigenkapitalforum im November präsentierte der Vorstand zudem neue Entwicklungen persönlich. Er stand darüber hinaus zusammen mit Mitarbeitern der Abteilungen Unternehmenskommunikation und Finanzen das ganze Jahr über für Anfragen oder Besuche interessierter Kreise zur Verfügung. Studien von Aktienanalysten sowie weitere Informationen zum Unternehmen veröffentlichen wir auf unserer Internetseite www.ezag.de > Investoren. Um Börsenpflicht- und Pressemeldungen regelmäßig per E-Mail zu erhalten, können sich Interessenten auf den IR-Verteiler setzen lassen. Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail dazu genügt.

UMWELT UND SICHERHEIT

Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Prioritat bei Eckert & Ziegler.

Arbeitssicherheit

Unsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Priorität bei Eckert & Ziegler. Betriebe mit industriellem Einsatz ionisierender Strahlung oder mit Einsatz von Radionukliden haben zwar mit 0,65 die niedrigste Gefahrklasse aller Gewerbezweige der Branche Chemische Industrie (Quelle: BG RCI, Jahresbericht 2016), dennoch wollen wir die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter vermindern. Daran arbeiten wir gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Berufsgenossenschaften. Die Zahl der Arbeitsunfälle lag im Berichtsjahr konzernweit mit 9 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollbeschäftigten (Vorjahr: 3) deutlich unter vergleichbaren Werten, die etwa die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) laut Jahresbericht 2016 für Deutschland und das Jahr 2016 bei etwa 18 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollarbeiter sieht. Der Vergleichswert der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) liegt laut ihrem Jahresbericht 2016 ebenfalls bei rund 18. Beim Strahlenschutz kam es im Berichtsjahr konzernweit zu keinem radiologischen Vorfall (Vorjahr: 0), wobei anzumerken ist, dass es sich bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf handelte. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant. Entsprechend der Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide wurden die zuständigen Aufsichtsbehörden darüber informiert. Obwohl weder Personen noch die Umwelt Schaden genommen haben, wurde jeweils die Ursache genauestens geprüft und in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass sich ähnliche Vorfälle in der Zukunft wiederholen. Bei den getroffenen Vorkehrungen handelt es sich im Wesentlichen um organisatorische und administrative Änderungen bei den jeweiligen Arbeitsabläufen.

ARBEITSUNFÄLLE UND RADIOLOGISCHE VORFÄLLE
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Arbeitsunfälle (in absoluten Werten)
meldepflichtige Arbeitsunfälle 5 4 3 5 3 2 7
meldepflichtige Wegeunfälle 6 5 4 2 4 3 0
Arbeitsunfälle (pro 1.000 Beschäftigte)
meldepflichtige Arbeitsunfälle 9,1 6,7 5,2 9,8 4,3 3,0 9,1
meldepflichtige Wegeunfälle 10,9 8,4 6,9 2,8 5,8 4,5 0
Strahlenschutz
radiologische Vorkommnisse * 3 2 0 0 0 0 0

* meldepflichtige Ereignisse entsprechend Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide. Bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren handelte es sich lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant.

Umwelt

Die Betriebe der Eckert & Ziegler Gruppe sind der metallverarbeitenden Branche oder der chemisch-pharmazeutischen Industrie zuzurechnen. Wie alle Betriebe des produzierenden Gewerbes unterliegen sie umfangreichen Regelwerken, die Vorgaben hinsichtlich der Umweltauswirkungen enthalten.

Sie schreiben oft nicht nur vor, welche Grenzwerte für Emissionen gelten, sondern auch, wie diese zu überwachen sind. Meist sind die Vorschriften so gefasst, dass die Messwerte von unabhängigen Dritten oder gar Behörden erfasst sind. Die Qualität der Daten kann daher als sehr hoch eingeschätzt werden. Im Berichtsjahr gab es keine Vorfälle, bei denen Messwerte überschritten wurden. Auch hinsichtlich des Qualitätsmanagementsystems ( DIN EN ISO 9001:2015; DIN EN ISO 13485:2012; CMDCAS; FDA; cGMP; GMP; PAL, u. a.) wurden im Berichtsjahr keine schwerwiegenden Abweichungen von den Vorgaben festgestellt.

Bei Neubauten und Gebäudemodernisierungen setzen wir auf eine energiesparende Bauweise. Das Paradebeispiel ist die im Jahr 2012 bezogene Konzernzentrale in Berlin-Buch. Dort kombiniert das nachhaltige Bau- und Betriebskonzept unterschiedliche Verfahren: Erhöhter Dammstandard der Gebäudehülle; Fernwärme, die durch Kraft-Wärmekopplung erzeugt wird; solare Warmwasserbereitung zur Brauchwassererwärmung; solareingespeister Strom aus einer Photovoltaikanlage; Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung. Durch diese Maßnahmen liegt der berechnete spezifische Primärenergiebedarf von 154 kWh/m2 a des Gebäudes um 25% niedriger als es die ohnehin strengen Auflagen der Energieeinsparverordnung (EnEV) fordern.

Mit der Rücknahme gebrauchter Quellen und der Aufarbeitung für neue Produkte leistet Eckert & Ziegler einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz. Diese Wiederverwertung ist für alle Beteiligten äußerst sinnvoll und ressourcenschonend.

SOZIALES ENGAGEMENT

An seinen Standorten engagiert sich Eckert & Ziegler in Projekten und Initiativen – durch finanzielle Unterstützung und das persönliche Engagement der Mitarbeiter. Dafür wurden strategische Schwerpunkte festgelegt. Das Unternehmen unterstützt insbesondere Initiativen für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie weitere Projekte im lokalen Umfeld einzelner Firmenstandorte. Zur Stärkung der naturwissenschaftlichen Bildung hat Eckert & Ziegler gemeinsam mit dem Gläsernen Labor in Berlin-Buch und der Friedrich-Fröbel-Schule für Sozialpädagogik vor einigen Jahren den "Forschergarten" (www.forschergarten.de) ins Leben gerufen. Diese Initiative macht Naturwissenschaften und Technik für Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen erlebbar, baut Schwellenängste ab und erhöht die Qualität der frühkindlichen und schulischen Bildung. Der Forschergarten stößt auf große Resonanz und erreichte im Jahr 2017 in der Metropolregion Berlin knapp 20.000 Kinder. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurde das Angebot weiterentwickelt und speziell für Physikklassen ausgebaut. Unter dem Motto "Atome zum Anfassen" werden Kurse angeboten, die Schülern der Oberstufe die Grundlagen radioaktiver Strahlung praktisch und anschaulich vermittelt. Dabei dürfen die Kursteilnehmer zum Beispiel natürliche Radioaktivität in Alltagsgegenständen wie z.B. Baumaterialien, Zigarettenasche oder Dünger mit einem Geigerzahler nachweisen und sich einen Einblick verschaffen über den Einsatz von Radioaktivität in der Medizin. Im Jahr 2017 profitierten rund 1.600 Jugendliche von diesem Schulungsangebot.

Zur Stärkung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland engagiert sich Eckert & Ziegler in der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung.

Eckert & Ziegler unterstützt Berliner Grundschüler bei naturwissenschaftlichen Erkundungen in Wald und Flur.

Am Standort Berlin fördern wir ein Projekt zur Umweltpädagogik. Um Berliner Grundschülern naturwissenschaftliche Erkundungen in Wald und Flur zu ermöglichen, unterstützt Eckert & Ziegler seit 2011 die Initiative "Bucher Füchse". Eine Naturpädagogin geht mit den Kindern auf Entdeckungsreise durch Wald und Flur und erklärt einzelne Naturphänomene. Die Kinder sollen dabei die Gelegenheit haben, ihre Fantasie, Kreativität und die Lust am eigenen Entdecken und Erforschen in Muße zu entwickeln. Durch das selbstbestimmte Entdecken entstehen nachhaltige Naturerlebnisse und grundlegende Erkenntnisse über ökologische Zusammenhänge. Zur Förderung von nuklearmedizinischen Nachwuchswissenschaftlern lobt Eckert & Ziegler gemeinsam mit der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) seit 2008 jedes Jahr den "Eckert & Ziegler Reisepreis" aus. Der Preis soll junge Wissenschaftler anspornen, ihre Ideen einem größeren Publikum zu präsentieren und ihren Gedankenaustausch mit anderen Nuklearmedizinern zu intensivieren. Die fünf mit jeweils 1.000 Euro dotierten Reisepreise wurden im Oktober 2017 auf der Jahrestagung der EANM in Wien zum zehnten Mal verliehen und gingen an fünf talentierte Nuklearmediziner aus Deutschland, Schweden und den Niederlanden. Die Preisträger wurden von einer Jury der European Association of Nuclear Medicine (EANM) unter rund 700 Einsendungen ausgewählt. Ausgezeichnet wurden Forschungsarbeiten im Bereich der onkologischen Diagnostik. Auch unsere ausländischen Konzerngesellschaften engagieren sich in sozialen Projekten. Ein Team von amerikanischen Mitarbeitern, das Eckert & Ziegler als Sponsor und Spender unterstützt, konnte auf dem von der amerikanischen Gesellschaft für Multiple Sklerose ins Leben gerufenen alljährlichen "Walk MS" gegen Multiple Sklerose rund 45.000 US-Dollar an Spendengeldern einsammeln. Die Spenden kommen der Forschung zur Bekämpfung der bisher unheilbaren Krankheit und der Unterstützung betroffener Menschen zugute. Die Spendenkampagne zählt bereits seit vielen Jahren zu unseren Förderprojekten. Darüber hinaus engagierten sich Mitarbeiter unseres kalifornischen Tochterunternehmens bei der internationalen Kinderhilfsorganisation ZOE. Wir unterstützten diesen freiwilligen Einsatz und ergänzten die Geldspenden der Mitarbeiter.

Spendenlauf zugunsten der amerikanischen Multiple Sklerose Gesellschaft

UNSERE PRODUKTE

REFERENZSTRAHLER

Referenzstrahler für die Kalibrierung und Überprüfung von Strahlenschutzmessgeräten

KALIBRIERQUELLE

Kalibrierquelle für die Qualitätssicherung bei der Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

SEGMENT ISOTOPE PRODUCTS

FLÄCHENQUELLE

Perflexion™: Strahlenquelle zur Kalibrierung von diagnostischen Kameras

MESSQUELLEN

Strahlenquellen für die radiometrische Dicken-, Dichte- und Füllstandsmesstechnik in der Industrie

BESTRAHLUNGS-GERÄT

Biobeam GM für die Gamma-Bestrahlung von Blut und Blutkomponenten in der Transfusionsmedizin

SYNTHESESYSTEM

Modular-Lab eazy: das kleinste am Markt erhältliche Radiosynthesesystem

SEGMENT RADIOPHARMA

QUALITÄTSKONTROLLGERÄT

Um die Reinheit eines Radiopharmazeutikums sicherzustellen, können mit dem GMP-konformen TLC-Scanner verschiedene Radioisotope identifiziert werden.

SYNTHESESYSTEM

Modular-Lab PharmTracer: Vollautomatisches Synthesesystem zur Routineproduktion und Entwicklung von Radiotheranostika

RADIOPHARMAKON

GalliaPharm® ist der einzig zugelassene 68Ge / 68Ga Radionuklidgenerator für die in vitro radioaktive Markierung unterschiedlicher Trägermoleküle

SOFTWARE

Bestrahlungsplanungssoftware für die Afterloading-Therapie

AUGENAPPLIKATOREN

Ruthenium-Applikatoren zur Behandlung von Augenkrebs

SEGMENT STRAHLENTHERAPIE

RÖNTGENTHERAPIEGERÄT

Röntgentherapiegerät ioRT-50 zur Behandlung von Tumorerkrankungen

TUMORBESTRAHLUNGSGERÄT

SagiNova® Tumorbestrahlungsgerät (Afterloading). Bei der Afterloading-Technik wird die Strahlenquelle des Afterloaders computergesteuert und mit Hilfe von Applikatoren in unmittelbarer Nähe des Tumors platziert. Somit wird der Tumor gezielt bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe geschont.

JOD-SEEDS

Schwach radioaktive Jod-Seeds zur Behandlung von Prostatakrebs

27

Für unsere Kunden im Einsatz: Kollegen in Brasilien

Präsentation des Tumorbestrahlungsgerätes SagiNova®

Gemeinsam sind wir stark. Teamveranstaltung im Hochseilgarten Leipzig.

Teambesprechung bei Isotope Technologies Dresden

Vier sportliche Teilnehmer beim Firmenlauf in Braunschweig

KONZERNLAGEBERICHT

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 32
1.1 Geschäftsmodell des Konzerns 32
1.2 Geschäftsmodell der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG 33
1.3 Ziele und Strategien 33
1.4 Steuerungssystem 33
1.5 Forschung & Entwicklung 34
2. WIRTSCHAFTSBERICHT 36
2.1 Geschäftsverlau und Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns 36
2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Eckert & Ziegler Strahlen- und
Medizintechnik AG – Erläuterungen auf Basis HGB (Handelsgesetzbuch) 43
2.3 Mitarbeiter 44
2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 47
3. CHANCEN- & RISIKOBERICHT 48
3.1 Organisation des Risikomanagements 48
3.2 Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement und internes Kontrollsystem 49
3.3 Finanzwirtschaftliche Risiken 51
3.4 Politische Risiken 52
3.5 Rechtliche Risiken 52
3.6 IT-Risiken 53
3.7 Personelle Risiken 53
3.8 Beschaffungsrisiken 53
3.9 Allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität 53
3.10 Absatzmarktrisiken und strategische Risiken 54
3.11 Risiken aus Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen 54
3.12 Hauptkundenrisiko 55
3.13 Risiken aus Forschung und Entwicklung 55
3.14 Risiken aufgrund nicht ausreichender Innovationen im
Segment Strahlentherapie 55
3.15 Chancenbericht 56
3.16 Risikoberichterstattung bezüglich Finanzinstrumenten 56
3.17 Risikoentwicklung 56
4. PROGNOSEBERICHT 57
4.1 Vorjahresvergleich 57
4.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 57
4.3 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Isotope Products 58
4.4 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Strahlentherapie 58
4.5 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Radiopharma 58
4.6 Künftige Geschäftsentwicklung der Holding 58
4.7 Künftige Geschäftsentwicklung im Konzern 58
4.8 Künftige Geschäftsentwicklung der Eckert & Ziegler
Strahlen und Medizintechnik AG 58
5. SONSTIGE ANGABEN 60
5.1 Nicht finanzielle Berichterstattung 60
5.2 Vergütungsbericht 60
5.3 Übernahmerechtliche Angaben 63
5.4 Erklärung zur Unternehmensführung (§§ 289a, 315 Abs. 5 Satz 1 HGB) 66
5.5 Abhängigkeitsbericht 66
5.6 Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid) 66

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Die Eckert & Ziegler Gruppe (Eckert & Ziegler) ist ein international tätiger Hersteller von isotopentechnischen Komponenten für Medizin, Wissenschaft und Industrie. Neben der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, einer börsennotierten Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Berlin, umfasst der Konzern einschließlich Minderheitsbeteiligungen 32 weitere Gesellschaften. Geführt wird die Gruppe durch den Vorstand, der sich bei seinen Entscheidungen auf den Rat der erweiterten Konzernleitung stützt. Sie besteht aus dem Vorstand der Eckert & Ziegler AG und Leitern ausgewählter Geschäftsbereiche.

Zur Kernkompetenz des Unternehmens gehören der Umgang und die Verarbeitung von isotopentechnischen Materialien in speziell dafür ausgerüsteten und genehmigten Fertigungsstätten in Europa und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus entwickelt, produziert und verkauft Eckert & Ziegler Medizinprodukte für die Krebstherapie sowie Generatoren und Synthesegeräte zur Herstellung von Radiopharmaka. Der Anlagenbau und die Rücknahme von isotopentechnischen Reststoffen aus Krankenhäusern und Forschungsinstituten komplettieren das Portfolio.

In den internationalen Märkten, in denen Eckert & Ziegler operativ tätig ist, gibt es vergleichsweise wenige Anbieter. In der Breite seiner Produktpalette hat Eckert & Ziegler keinen direkten Wettbewerber, weil die Konkurrenten jeweils nur spezielle Marktnischen bedienen. Der Markt ist aufgrund genehmigungsrechtlicher Auflagen mit hohen Markteintrittsbarrieren versehen.

Das operative Geschäft wird über Tochterunternehmen in den drei Segmenten Strahlentherapie, Radiopharma und Isotope Products geführt, die mit ihren unterschiedlichen Produktgruppen auf verschiedene Kundengruppen ausgerichtet sind. Die Holding bündelt konzerninterne Dienstleistungen wie Strahlenschutz, Recht, Buchhaltung, IT und Personal.

Im Segment Isotope Products werden isotopentechnische Komponenten für bildgebende Verfahren, wissenschaftliche Anwendungen, Qualitätssicherung und industrielle Messzwecke hergestellt. Der Hauptsitz des Segments befindet sich in Los Angeles. Weitere Produktionsstandorte sind Atlanta, Braunschweig, Dresden, Leipzig und Prag.

Darüber hinaus werden im Segment auch isotopentechnische Reststoffe geringer Aktivität von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zurückgenommen, verarbeitet und konditioniert.

Mit der Akquisition der Firmen der Gamma-Service Gruppe am 31. Mai 2017, die komplett dem Segment Isotope Products hinzugerechnet werden, kommen neben dem isotopentechnischen Anlagenbau auch der Bau von medizinischen Geräten, sogenannten Blutbestrahlungsgeräten und eine Firma für Recycling von isotopentechnischen Reststoffen und sonstigen Dienstleistungen hinzu.

Das Segment Strahlentherapie richtet sich mit seinen Erzeugnissen an Strahlentherapeuten, eine Ärztegruppe, die auf die Behandlung von Krebs durch Bestrahlung spezialisiert ist. Die beiden wichtigsten Produkte sind Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs auf der Basis von Jod-125 (sogenannte "Seeds") und Tumorbestrahlungsgeräte auf der Basis von Cobalt-60 oder Iridium-192 (sogenannte "Afterloader"). Die Produktpalette wird durch Augenapplikatoren auf der Basis von Ruthenium-106 und Jod-125 zur Behandlung von Aderhautmelanomen (Augenkrebs) komplettiert. Das Segment Strahlentherapie wird seit dem Jahr 2008 unter dem Dach der an der NYSE Euronext in Brüssel notierten Eckert & Ziegler BEBIG SA geführt, an der Eckert & Ziegler zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 zu 80,8% am wirtschaftlichen Ergebnis und mit 84,2% an den Hauptversammlungsstimmrechten beteiligt war.

Die Produkte des Segments Radiopharma mit Hauptsitz in Berlin, Braunschweig und Hopkinton, umfassen zugelassene 68Ge/68Ga Generatoren, Laborgeräte, inkl. Radiosynthesegeräte und deren Verbrauchsmaterialien, sowie Geräte für die notwendige Qualitätskontrolle. Ein weiteres Produkt des Segments sind langlebigere Radioisotope für pharmazeutische Anwendungen (insbesondere Yttrium-90 als zugelassene Arzneimittel). Diese Substanz wird unter anderem für die Herstellung von Radioembolisatoren zur Behandlung von Lebertumoren eingesetzt.

Am 5. Mai 2017 trennte sich die Gruppe von der Zyklotronsparte, eine Gruppe von fünf Unternehmen, die kurzlebige Radiodiagnostika für onkologische und neurologische Anwendungen für die Bildgebung mittels Positronen-Emissions-Tomographie (Zyklotronprodukte) produziert und vertrieben hat. Die Zyklotronsparte war dem Segment Radiopharma zugeordnet.

Die Märkte der Segmente sind nur lose miteinander verbunden und weisen jeweils eigene Zyklen und Besonderheiten auf. Hinzu kommen nationale Unterschiede hinsichtlich der Rahmenbedingungen. Dies ist insbesondere bei medizinischen Produkten der Fall, wo die Intensität und Dynamik der Nachfrage durch den Leistungsstand der nationalen Gesundheitssysteme und die Anwesenheit lokaler Konkurrenten beeinflusst wird.

1.2 Geschäftsmodell der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist als Finanz- und Verwaltungsholding sowie als strategischer Entwicklungspartner für ihre Tochtergesellschaften tätig und führt keinen eigenen operativen Geschäftsbetrieb. Haupteinnahmequellen sind folglich die von den Tochtergesellschaften erhaltenen Dienstleistungsvergütungen, Zinsen und Gewinnausschüttungen bzw. -abführungen.

1.3 Ziele und Strategien

Nachhaltiges und profitables Wachstum ist das Ziel der mittelfristigen Unternehmensentwicklung. Dies soll zum einen durch organisches Wachstum erreicht werden, etwa aufgrund der (Weiter-) Entwicklung von neuen und bestehenden Produkten oder durch den Einstieg in geographisch neue Märkte. Zum anderen sucht der Konzern Gelegenheiten für profitable Akquisitionen und strebt nach Erträgen aus Effizienzsteigerungen.

1.4 Steuerungssystem

Der Vorstand steuert die Produktions- und Vertriebsgesellschaften des Konzerns. Er gibt die strategische Entwicklung vor, trifft wichtige Entscheidungen mit den Geschäftsführungen und überwacht die Zielerreichung der Tochtergesellschaften.

Im Konzern wird eine Langfristplanung über fünf Geschäftsjahre erstellt, die jährlich auf Basis von Vorjahreswerten erneuert wird. Die jährliche Einzelplanung erfolgt von unten nach oben durch die von den einzelnen Geschäftsführern mit dem Vorstand erarbeiteten Planungen je Geschäftsbereich. Für die einzelnen Produktions- und Vertriebsgesellschaften werden dabei Detailziele hinsichtlich vordefinierter Steuerungsgrößen und Kennzahlen formuliert. In diese Einzelplanungen werden Einschätzungen zur Entwicklung der Branche einbezogen.

Im 4. Quartal jedes Geschäftsjahres legt der Vorstand dem Aufsichtsrat eine detaillierte Konzernjahresplanung für das folgende Geschäftsjahr vor. Im Rahmen der zentralen, quartalsweisen Berichterstattung erfolgt die laufende Erfolgskontrolle der Budgetgrößen.

Die Segment-Controller erstellen Berichte der Geschäftsbereiche und überwachen die Entwicklung im Vergleich zur Planung, insbesondere die Kennzahlen Umsatzerlöse und EBIT. Die Controller berichten quartalsweise direkt an die Konzernleitung in einem vorstrukturierten Finanzbericht über quantitative und qualitative Entwicklungen im Berichtszeitraum.

Die finanzielle Steuerung des Konzerns erfolgt maßgeblich auf der Segmentebene mit teilweise unterschiedlichen Ausgestaltungen.

In regelmäßigen Treffen informiert sich der Vorstand über die Marktsituation und nimmt mit den Geschäftsführern und Segmentverantwortlichen Weichenstellungen vor. Einmal im Jahr wird eine umfassende Überarbeitung der Jahresplanung vorgenommen.

1.5 Forschung & Entwicklung

Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung zuzüglich aktivierter Entwicklungskosten und ohne Abschreibungen sind von 3,2 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro im Jahr 2017 gestiegen. Die Entwicklungsausgaben im Segment Isotope Products stiegen geringfügig auf 0,4 Mio. Euro. Auch im Segment Strahlentherapie erhöhten sich die Ausgaben nur marginal auf 1,3 Mio. Euro und blieben damit nahezu auf Vorjahresniveau. Im Segment Radiopharma stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung ebenfalls leicht um 0,2 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro. Gründe sind in 2017 neu angelaufene Entwicklungsleistungen für bestehende Produktbereiche.

Die Umsätze der Produkte, welche innerhalb der letzten fünf Jahre in das Portfolio des Konzerns aufgenommen wurden, sind leicht auf 30% (Vorjahr: 26%) gestiegen. Einen wesentlichen Anteil davon macht die Akquisition der Firmen der Gamma-Service Gruppe und das Umsatzwachstum der in 2015 und 2016 akquirierten Gesellschaften in Brasilien aus. Auch die Umsätze mit SagiNova® und die Gerätesparte stellen insgesamt einen wesentlichen Teil des Anstiegs dar. Dennoch ist trotz des Umsatzanstieges des SagiNova® im 4. Quartal 2017 dieser im Gesamtjahr insgesamt hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben.

Zu den Aktivitäten im Einzelnen:

In der Gerätesparte des Segments Radiopharma wurde im Jahr 2017 das Profil als Anbieter von Lösungen für den immer wichtiger werdenden Bereich Theranostik, die enge Verzahnung von Diagnose und Therapie, weiter geschärft. Mit seiner zunehmenden internationalen Bedeutung steigt auch der Bedarf nach preisgünstigen Lösungen zur Routineproduktion.

Neben der Optimierung und Weiterentwicklung bestehender Produkte wurde daher das Produktportfolio um eine kosteneffiziente, kassettenbasierte Synthesesystemalternative – Modular-Lab PharmTracer Tower – zur Produktion radiochemischer Theranostik-Tracer erweitert.

Auch die Marktnachfrage nach der Produktion einer höheren Anzahl an Gallium-68 Patientendosen wurde beantwortet. Mit der Entwicklung des Multi-Generator-Elutions-Tools in Verbindung mit dem Modular-Lab eazy liefert die Eckert & Ziegler Eurotope GmbH eine Möglichkeit, in einem Schritt die Aktivität von bis zu drei 50 mCi Generatoren für die Synthese zu nutzen.

Im Bereich des Synthesezubehörs wurden neue Chemikalien-Kits für die Herstellung von Therapie-Tracern mit Lutetium-177 und Yttrium-90 entwickelt. Zusammen mit Gallium-68, welches in der Produktion von Diagnose-Tracern genutzt wird, spielen diese Nuklide eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Theranostik-Ansatzes in der molekularen Bildgebung und Nuklearmedizin.

Im Segment Strahlentherapie wurde im Berichtsjahr an anderen Indikatoren für die Seed-Therapie gearbeitet. Es wurde die CE-Zulassung für Seeds zur Behandlung von Gehirntumoren erlangt, eine weitere Indikation ist die Behandlung von Lungenkrebs.

Im Bereich Augenapplikatoren konnten neue Geschäfte in der Vertriebsregion Indien getätigt werden. Das Geschäft in Europa konnte weiter gestärkt und die Monopolstellung im Bereich Ruthenium-106 ausgebaut werden.

Die im letzten Jahr akquirierte BrachySolutions BVBA wurde erfolgreich in die Eckert & Ziegler Bebig SA integriert.

Das Segment Isotope Products hat im Laufe des Jahres mehrere wichtige Meilensteine in der Forschung und Entwicklung erreicht. Das Environmental Analytics Engineering Team hat einen Roboter entwickelt und installiert, um die Produktion von Großflächenstandards zu automatisieren. Diese Produkte werden verwendet, um die Strahlungsintensität in Filtern und anderen großen Komponenten zu testen, die in umweltempfindlichen Bereichen verwendet werden. Es wurden eine Reihe neuer Quellen für die Materialanalyse und Bohrlochquellen-Anwendungen entwickelt. Das Interesse an diesen neuen Produkten deutet darauf hin, dass diese Märkte wieder zu wachsen beginnen. Im Bereich der bildgebenden Komponenten wurde eine Positron-Emissions-Tomographie-Kamera (PET) installiert und validiert, um die Qualität in der eigenen Produktion zu analysieren und zu überprüfen. Dies ist das erste "inspection only" PET-System, das in der Industrie verwendet wird. Das System wird erhebliche Einsparungen erzielen und die Qualität verbessern. Es wird erwartet, dass sich bereits innerhalb des ersten Betriebsjahres eine positive Amortisation ergibt.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

2.1.1 Geschäftsverlauf des Konzerns

Einschließlich der aufgegebenen Geschäftsbereiche wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Umsatz von 144,8 Mio. Euro erzielt. Damit liegt das Ergebnis über dem Niveau des Vorjahres von 138,0 Mio. Euro.

Währungsbereinigt, also bewertet mit dem Wechselkursniveau vom letzten Jahr liegt der Umsatz sogar bei 145,8 Mio. Euro und damit 1,0 Mio. Euro höher. Der Umsatzrückgang durch die Verkäufe konnte durch die Akquisitionen nahezu kompensiert werden. Die Akquisition der Gamma-Service Gruppe im Mai 2017 brachte 11,3 Mio. Euro Umsatz. Durch den Verkauf der Zyklotronsparte wurden im Vergleich zum Vorjahr 11,9 Mio. Euro weniger Umsatz erzielt.

Ohne die aufgegebenen Geschäftsbereiche betrug der Umsatz 138,6 Mio. Euro im Vergleich zu 119,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Die im Prognosebericht für das Jahr 2017 erwartete Umsatzmarke von 150,0 Mio. Euro wurde damit (einschließlich des aufgegebenen Geschäftsbereiches) nur knapp verfehlt.

Umsatzentwicklung im Einzelnen

Das größte Segment Isotope Products verzeichnete einen Umsatzanstieg um 13,5 Mio. Euro auf 89,7 Mio. Euro. Insbesondere die Akquisition der Firmen der Gamma-Service Gruppe im Mai 2017 brachte ein Umsatzplus von 11,3 Mio. Euro. Die Umsätze mit Rohisotopen und Sonstige konnten um 1,5 Mio. Euro gesteigert werden. Ebenso stiegen die Umsätze mit isotopentechnischen Komponenten für die Industrie und bildgebende Verfahren um 1,6 Mio. Euro, während die Umsätze mit Komponenten für Messtechniken und Qualitätssicherung um 0,9 Mio. Euro sanken. Im Bereich der Entsorgung führten Preiserhöhungen zu einer Reduzierung des mengenmäßigen Zuflusses an schwach radioaktiven Materialien. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresniveau nur leicht um 0,3 Mio. Euro.

Der Umsatz im Segment Strahlentherapie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. Euro. Der Umsatz mit SagiNova® blieb weiterhin aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation in den Zielmärkten in Südamerika und Russland hinter den Erwartungen zurück. Durch ein gutes 4. Quartal konnte aber der Umsatz aus dem Vorjahr übertroffen werden. Insgesamt wurden im Bereich Tumorbestrahlungssysteme 0,8 Mio. Euro mehr umgesetzt als noch in 2016. Weitere 0,3 Mio. Euro Umsatzwachstum steuerte das Geschäft mit den übrigen Produkten aus den Bereichen Seeds, Augenapplikatoren und Sonstiges hinzu.

Im Segment Radiopharma sind die Umsätze ohne aufgegebene Geschäftsbereiche von 21,8 Mio. Euro auf 26,6 Mio. Euro gestiegen. Dabei trugen alle Hauptproduktgruppen gleichermaßen zu dem Umsatzanstieg bei. Die Zyklotronsparte wurde im Mai 2017 verkauft und wird entsprechend als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen und daher nicht bei der Betrachtung der Umsatzentwicklung berücksichtigt.

Mit einem Umsatz von 73,1 Mio. Euro blieb auch im Jahr 2017 Europa die wichtigste Absatzregion. Bezogen auf den Konzernumsatz wurde hier ein Umsatzanteil von 50,5% erzielt, im Vorjahr waren es noch 72,3 Mio. Euro oder 52,4%. Während das Segment Radiopharma vermehrt Umsätze außerhalb Europas, vornehmlich in den USA macht, sind die Umsätze in Europa im Segment Isotope Product gestiegen. Wichtigstes europäisches Abnehmerland blieb Deutschland mit 30,8 Mio. Euro (Vorjahr: 29,7 Mio. Euro). Der größte nationale Einzelmarkt für die Produkte von Eckert & Ziegler waren 2017 erneut die Vereinigten Staaten, in denen Waren im Wert von 45,0 Mio. Euro gegenüber 43,9 Mio. Euro des Vorjahres verkauft wurden. Diese Umsätze werden vorwiegend in USD fakturiert. Die gesamten USD-Umsätze betrugen 32,0%

(Vorjahr: 32,7%) des Konzernumsatzes. Gegenüber dem Vorjahr ist die Wechselkursabhängigkeit des Konzerns leicht gesunken.

2.1.2 Ertragslage des Konzerns

Das Berichtsjahr wurde maßgeblich durch den Verkauf der Zyklotronsparte am 5. Mai 2017 und dem Kauf der Gamma-Service Gruppe am 31. Mai 2017 bestimmt. Entsprechend der Fortschriften des IFRS 5 wird der Geschäftsbereich Zyklotrone als aufgegebener Geschäftsbereich in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, sowie in der Cash-Flow Rechnung dargestellt.

Die in diesem Bericht dargestellten Werte beziehen sich, sofern keine anders lautenden Angaben gemacht werden, auf die fortgeführten Geschäftsbereiche. Bei um 15,7 % gestiegenen Umsätzen stieg das Bruttoergebnis um 7,2 % oder um 4,3 Mio. Euro auf 63,9 Mio. Euro. Im Vergleich zum Umsatz sank die Marge um 3,6% auf 46,1%. Wesentlicher Grund für die schlechtere Marge sind insbesondere margenschwache, übernommene Projekte der im Geschäftsjahr akquirierten Gamma-Service Gruppe.

Die Vertriebskosten stiegen um 1,9 Mio. Euro oder 10,4% gegenüber dem Vorjahr. Grund sind die umsatzabhängigen Vergütungsbestandteile der Vertriebsmitarbeiter. Außerdem wurde die bestehende Vertriebsmannschaft personell verstärkt.

Die allgemeinen Verwaltungskosten sind insgesamt um 0,8 Mio. Euro oder 3,2% auf 23,9 Mio. Euro gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 0,3 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro. Zum einen konnte eine in 2010 wegen Zahlungsschwierigkeiten vorgenommene Abwertung der Beteiligung an der ZAO "NanoBrachyTech" (NBt) wieder zurückgenommen werden. Dies brachte einen Sonderertrag von 0,7 Mio. Euro. Des Weiteren konnten Sondererträge aus der Ausbuchung nicht mehr zu leistender Verbindlichkeiten einer in 2017 liquidierten Gesellschaft von 0,7 Mio. Euro erzielt werden. Außerdem wurden Erträge aus bereits wertberichtigten Forderungen von 0,2 Mio. Euro vereinnahmt. In 2016 gab es einen Sonderertrag aus einem Besserungsschein von 1,3 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 4,5 Mio. Euro und damit 0,5 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. In dieser Position sind Entwicklungskosten von 3,3 Mio. Euro enthalten, welche sich im Vorjahr auf 3,1 Mio. Euro beliefen. Darüber hinaus fielen sonstige betriebliche Aufwendungen von 0,3 Mio. Euro für Rückstellungen für Schadensersatzforderungen und weitere 0,3 Mio. Euro für Wertberichtigungen auf Forderungen an. Im Vorjahr enthielt der Posten Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufgabe einer Produktionsstätte in Höhe von 1.1 Mio. Euro und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 0,4 Mio. Euro.

Das übrige Finanzergebnis betrug –1,2 Mio. Euro, im Vorjahr lag diese Position noch bei 0,9 Mio. Euro. Dieses Ergebnis ist dem gesunkenen USD zuzuschreiben.

In der Summe konnte das EBIT um 1,8 Mio. Euro, oder 11,4% auf 18,0 Mio. Euro gesteigert werden.

Die noch im letzten Jahr erfolgswirksam gebildeten aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge der belgischen Tochter mussten im Berichtsjahr teilweise wieder zurückgenommen werden. Durch die belgische Steuerreform sinkt die Steuerquote von 33% auf 29,6% in 2018 und 25,0% ab 2020. Ebenso wurde eine Mindestbesteuerung der Unternehmensgewinne über 1,0 Mio. Euro p. a. eingeführt. Damit sinkt der Betrag, der über die nächsten fünf Jahre abzugsfähigen Steuerabzüge, was die anzusetzenden aktiven latenten Steuern reduziert. Die Verlustvorträge gehen dadurch aber nicht verloren und können in späteren Jahren weiterhin angesetzt werden. Der Steueraufwand belief sich auf 1,8 Mio. Euro. Dagegen konnten durch die Steuerreform in den USA die passiven latenten Steuern verringert werden. Der Steuerertrag im Berichtsjahr betrug 0,9 Mio. Euro. In Deutschland wurden aufgrund der verbesserten Ertragssituation 1,1 Mio. Euro aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gebildet und entsprechend als Steuerertrag verbucht. Insgesamt ergibt sich somit ein Steuerertrag aus latenten Steuern von 0,3 Mio. Euro.

Insgesamt sank die Steuerquote des Konzerns geringfügig von 32,2% auf 30,7%. Der Konzerngewinn nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen ist von 9,6 Mio. Euro um 53,9% auf 14,7 Mio. Euro gestiegen. Die Aktienanzahl blieb konstant bei 5,3 Mio. Stück. Das Ergebnis pro Aktie stieg um 0,97 Euro/Aktie auf 2,78 Euro/Aktie. Auf die fortgeführten Geschäftsbereiche entfallen 2,19 Euro/Aktie. Die Erwartungen aus dem Prognosebericht für das Jahr 2017 wurden damit bei weitem übertroffen. In einer Ad-hoc-Meldung vom 25. Juli 2017 wurde die Erwartung auf ein Ergebnis von 2,80 Euro/Aktie und die Erwartung ohne aufgegebene Geschäftsbereiche auf 2,20 Euro/Aktie angehoben. Diese Erwartungen wurden nahezu erreicht.

Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen beträgt im Berichtsjahr 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: –0,9 Mio. Euro) bzw. 0,59 Euro/Aktie.

2.1.3 Entwicklung der Segmente und Holding

Segment Isotope Products

Das Segment Isotope Products ist das größte und ertragreichste Segment des Konzerns.

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Industrielle Komponenten für die Messtechnik
    1. Strahlenquellen für die medizinische Qualitätssicherung
    1. Kalibrier- und Messquellen
    1. Handel mit Rohisotopen und Sonstiges
    1. Quellenrücknahme von Kunden und Annahme von isotopentechnischen Reststoffen geringer Aktivität sowie Projekte im Rahmen der Konditionierung
    1. Recycling von isotopentechnischem Material
    1. Anlagenbau isotopentechnischer Spezialanlagen
    1. Blutbestrahlungsgeräte

In den wichtigen ersten drei Produktgruppen besitzt Eckert & Ziegler seit Längerem eine gute Marktposition mit einem signifikanten Anteil am Weltmarktvolumen, der nach unserer Einschätzung auch im Berichtszeitraum gehalten bzw. ausgebaut werden konnte. Dies konnte durch die Akquisition der Firmen der Gamma-Service Gruppe bestätigt werden. Einzelne Nischen in diesem Bereich weisen Wachstumsraten auf. Der Gesamtmarkt entwickelte sich maßgeblich aufgrund des niedrigen Ölpreises leicht negativ.

In der vierten Hauptproduktgruppe werden die Einkaufsvorteile von Eckert & Ziegler genutzt, um Rohisotope mit Gewinn an Dritte weiterzuverkaufen.

Die Umsätze des Segments stiegen überwiegend aufgrund der genannten Akquisition der Firmen der Gamma-Service Gruppe um 13,5 Mio. Euro auf 89,7 Mio. Euro. Die Umsatzkosten stiegen überproportional um 11,3 Mio. Euro. Grund ist der veränderte Produktmix durch die hinzugekauften Gesellschaften. Im Jahr 2017 wurden erworbene laufende Projekte mit geringen Margen abgewickelt, welche die Umsatzkosten im Verhältnis zum Umsatz ansteigen ließen. Die Vertriebskosten stiegen um 1,2 Mio. Euro und die Verwaltungskosten um 1,5 Mio. Euro. Die sonstigen Aufwendungen und Erträge stiegen um 0,8 Mio. Euro. Darin enthalten sind Entwicklungskosten mit 0,4 Mio. Euro, welche sich gegenüber dem Vorjahresniveau von 0,3 Mio. Euro nur wenig verändert haben. Das Finanzergebnis aus Währungseffekten fiel um 0,9 Mio. Euro geringer aus. Insgesamt erwirtschaftete das Segment damit einen Jahresüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres.

Segment Strahlentherapie

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs "Seeds"
    1. Tumorbestrahlungsgeräte "Afterloader"
    1. Therapiezubehör
    1. Ophthalmologische Produkte
    1. Sonstige Therapieprodukte und Anlagenbau

Eckert & Ziegler profitiert als Anbieter von Implantaten zur Behandlung von Prostatakrebs von den Erkenntnissen von Langzeitanalysen zum Thema Prostatakrebs nach denen die Option "Abwarten und Überwachen" statistisch zu schlechteren Ergebnissen führt. Aufgrund dieser Ergebnisse werden wieder mehr Patienten den kurativen Behandlungsmethoden zugeführt. Davon profitieren auch die Behandlungsmethoden mit radioaktiven Implantaten. Der Preisdruck der vergangenen Jahre lässt nach.

Mit der zweiten Hauptproduktgruppe des Segments, den Tumorbestrahlungsgeräten auf Isotopenbasis und den damit verbundenen Dienstleistungen hat Eckert & Ziegler vorerst nur geringe Weltmarktanteile. Die Hauptabsatzmärkte liegen in den Schwellenländern. Der Wettbewerbsvorteil der Geräte von Eckert & Ziegler besteht in den vergleichsweise geringeren Betriebskosten. In den meisten Eckert & Ziegler-Geräten werden Cobalt-Strahler eingesetzt. Cobalt hat im Unterschied zu dem in Konkurrenzgeräten verwendeten Iridium eine deutlich längere Halbwertszeit. Deswegen muss die Strahlenquelle des Eckert & Ziegler-Gerätes seltener getauscht werden, woraus sich Kosten- und Logistikvorteile ergeben, die insbesondere in Entwicklungsund Schwellenländern zählen. Der in 2015 begonnene Vertrieb in den USA wird seit 2016 nunmehr durch Distributoren vorgenommen.

Im Jahr 2017 stieg der Segmentumsatz unter anderem wegen eines stärkeren Geschäftes im Bereich der Afterloader um 1,0 Mio. Euro, oder um 4,0% auf 25,9 Mio. Euro. Auch das Geschäft mit den Seeds stieg leicht an. Aufgrund gestiegener Produktionskosten sank der Rohertrag um 0,5 Mio. Euro, oder 3,7% auf 13,5 Mio. Euro.

Bereits im Jahr 2016 wurde die Neuausrichtung des Segmentes abgeschlossen. Die Ertragslage konnte daher deutlich verbessert werden. Die Vertriebskosten stiegen aufgrund eines personellen Aufbaus leicht um 0,2 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro, während die Verwaltungskosten um 2,2 Mio. Euro sanken.

Die sonstigen Aufwendungen und Erträge betrugen saldiert 0,1 Mio. Euro. 1,2 Mio. Euro davon sind den Entwicklungskosten zuzurechnen. Des Weiteren entfallen Erträge in Höhe von 0,7 Mio. Euro auf die Schließung einer Gesellschaft in den USA. Ein weiterer Ertrag in Höhe von 0,7 Mio. Euro entfällt auf die Zuschreibung einer in Vorjahren wertberichtigten Beteiligung an der russischen ZAO "NanoBrachyTech" (NBt), da der Grund für die in 2010 vorgenommene Abwertung entfallen ist.

Weitere Erträge von 0,4 Mio. Euro konnten aus der Vereinnahmung bereits wertberichtigter Forderungen und einer Korrektur einer Earn-Out-Verbindlichkeit erzielt werden.

Demgegenüber führte die Wertberichtigung von nicht werthaltigen Forderungen zu einem sonstigen Aufwand von 0,2 Mio. Euro. Ebenso wurden Rückstellungen für Schadensersatzansprüche gebildet was zu einem sonstigen Aufwand von 0,3 Mio. Euro führte.

Das Finanzergebnis sank um 0,7 Mio. Euro auf 0,4 Mio. Euro, da sich im Vorjahr erzielte Erträge aus Geschäften in Fremdwährungen im Geschäftsjahr nicht wiederholten. Insgesamt betrug das Ergebnis aus Zinsen –0,2 Mio. Euro. Der Zinsaufwand sank dabei erwartungsgemäß aufgrund zurückgegangener Darlehen um 0,1 Mio. Euro. Hingegen wurden im Vergleich zum Vorjahr 0,3 Mio. Euro weniger Zinserträge realisiert. Im Berichtsjahr wurden latente Steuern in Höhe von 1,8 Mio. Euro aufgrund der Steuerreform in Belgien ausgebucht. Auf Verlustvorträge gebildete aktive latente Steuern wurden entsprechend reduziert. Gegenläufig konnten aufgrund der besseren Ertragslage in Deutschland latente Steuern auf Verlustvorträge von 1,1 Mio. Euro gebildet werden. In der Summe verzeichnete das Segment einen Gewinn nach Minderheiten von 0,9 Mio. Euro, was einer Verbesserung von 1,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Umfassende Aussagen zum Segment Strahlentherapie können auch dem Geschäftsbericht der Eckert & Ziegler BEBIG SA entnommen werden (www.bebig.com). Bei der Gegenüberstellung des Konzernabschlusses der Eckert & Ziegler BEBIG SA und der Segmentberichterstattung des Eckert & Ziegler Konzerns ergeben sich Abweichungen, die in folgender Tabelle [in Tsd. Euro] dargestellt sind.

Tsd. Euro Segment
Strahlentherapie des
Eckert & Ziegler Konzerns
Konzernbericht der
börsennotierten
Eckert & Ziegler
BEBIG SA
Abweichungen aus
Kundenstamm,
Goodwill und
Steueranpassungen
Umsätze mit
externen Kunden
25.894 25.894 0
Sonstige
Kosten & Erträge
–24.167 –23.825 –342
EBT 1.727 2.069 –342
Ertragsteuern –637 –740 103
Konzernergebnis 1.089 1.329 –240
Minorities –227 0 –227
Segmentergebnis 862 1.329 –467

Segment Radiopharma

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Langlebigere Radioisotope für pharmazeutische Anwendungen
    1. 68Ge/68Ga Generatoren
    1. Radiosynthesegeräte und Verbrauchsmaterialien
    1. Geräte für die notwendige Qualitätskontrolle
    1. Kurzlebige Radiodiaknostika (bis 5. Mai 2017)

Berücksichtigt man nur die fortgeführten Geschäftsbereiche stieg der Segmentumsatz insgesamt um 4,9 Mio. Euro oder um 22,5% auf 26,6 Mio. Euro. Alle Hauptproduktgruppen trugen zu diesem Umsatzanstieg bei.

Der Rohertrag stieg proportional auf 13,3 Mio. Euro, also um 2,2 Mio. Euro oder 20,1%. Durch die Umsatzsteigerung stiegen auch die teils erfolgsabhängigen Vertriebskosten um 0,6 Mio. Euro oder 25,4% auf 2,8 Mio. Euro. Die Verwaltungskosten sanken leicht um 0,2 Mio. Euro.

Die sonstigen Erträge und Aufwendungen stiegen um 0,9 Mio. Euro. Darin enthalten sind F&E Kosten von 1,7 Mio. Euro. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2 Mio. Euro durch die Aufnahme von Produktionserweiterungsprojekten. Im letzten Jahr konnten sonstige Erträge von 0,8 Mio. Euro aus Leistungen an einem Entwicklungsprojekt erzielt werden. In diesem Jahr wurden dagegen nur 0,2 Mio. Euro erzielt. Auch das Finanzergebnis sank währungsbedingt um 0,4 Mio. Euro auf nun 0,3 Mio. Euro. Insgesamt ergibt sich damit ein um 0,6 Mio. Euro höheres EBIT. Die Zinsen sanken durch die Rückzahlung der Darlehen um insgesamt 0,4 Mio. Euro. Das Segmentergebnis stieg insgesamt um 0,7 Mio. Euro, oder um 18,4% auf 4,5 Mio. Euro. Rechnet man das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen von 3,1 Mio. Euro, die ausschließlich dem Segment Radiopharma hinzugerechnet werden können, hinzu, so erreicht das Segment ein Rekordergebnis von 7,6 Mio. Euro.

Holding

Die Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG finanziert sich über erbrachte Dienstleistungen wie Buchhaltung, Personalverwaltung, IT und Strahlenschutz, die jeweils zuzüglich eines Gewinnaufschlags an die Töchter weiter berechnet werden. Darüber hinaus vergibt die Holding Darlehen und erzielt daraus Zinserträge und erhält Erträge aus Ergebnisabführungen und Ausschüttungen von den Tochtergesellschaften.

Ganz geringe Konzern-Außenumsätze erzielt die Holding im Wesentlichen mit Dienstleistungen an Dritte. Die Umsatzerlöse stiegen leicht um 0,7 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro. Die Verwaltungskosten erhöhten sich unter anderem durch neue Mitarbeiter und gestiegene sonstige Verwaltungskosten um insgesamt 0,6 Mio. Euro.

Durch im Geschäftsjahr 2017 von den Tochtergesellschaften vollständig an die Holding zurückgeführte Darlehen sanken die Zinseinnahmen um 0,3 Mio. Euro. Insgesamt sank das Ergebnis im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. Euro auf –0,5 Mio. Euro.

2.1.4 Finanzlage des Konzerns

Die Kapitalflussrechnung beginnt mit dem Konzernergebnis aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen, welches um 5,4 Mio. Euro auf 15,2 Mio. Euro gestiegen ist. Davon entfallen 4,7 Mio. Euro auf den Verkauf der Zyklotronsparte. Der Buchertrag wird hier abgezogen und führt zu einer entsprechenden Differenz zum Vorjahr. Abschreibungen blieben mit 8,6 Mio. Euro nahezu konstant gegenüber dem Vorjahr, in dem diese 8,7 Mio. Euro betrugen. Sonstige nichtzahlungswirksame Vorgänge nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Mio. Euro ab. Während der im Periodenergebnis enthaltene Steueraufwand um 1,0 Mio. Euro gestiegen ist, sind aus Ertragssteuerzahlungen 0,9 Mio. Euro mehr Zahlungsmittel abgeflossen als im Vorjahr. Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen stiegen um 2,5 Mio. Euro während diese im Vorjahr um 4,7 Mio. Euro abgebaut wurden. Forderungen wurden um 2,4 Mio. Euro aufgebaut, in 2016 blieben diese unverändert. Während im Vorjahr die übrigen langfristigen Vermögenswerte noch um 2,4 Mio. Euro zunahmen sind diese im Geschäftsjahr nahezu konstant geblieben und nur um 0,2 Mio. Euro gesunken. Die langfristigen Rückstellungen und sonstige langfristige Verbindlichkeiten stiegen im Berichtsjahr um 1,9 Mio. Euro während diese im Vorjahr nur um 0,2 Mio. Euro gestiegen sind. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit erhöhte sich damit um 7,0 Mio. Euro auf 26,8 Mio. Euro.

Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Zyklotronsparte von 12,3 Mio. Euro wird in dem Cash Flow aus Investitionen dargestellt. Dieser liegt damit nach Abzug des Nettokaufpreises für die Gamma-Service Gruppe von 5,5 Mio. Euro, der geleisteten Anzahlungen auf die zum 1. Januar 2018 erworbene Anteile an Womed GmbH von 0,5 Mio. Euro, der in 2017 erhaltenen Meilensteinzahlung aus dem Verkauf der OPS von 2,1 Mio. Euro und des Netto-Mittelabflusses für Investitionen in Anlagevermögen von 3,3 Mio. Euro um 10,6 Mio. über dem Vorjahr.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. Euro. Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Veränderung der Nettozahlungsabflüsse aus Bankdarlehen von 5,3 Mio. Euro in diesem Jahr gegenüber 3,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Dagegen sind die Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro gesunken. Die um 0,3 Mio. Euro gestiegene Dividende von 0,66 Euro/Aktie sorgte für einen Mittelabfluss von 3,5 Mio. Euro gegenüber 3,2 Mio. Euro im Vorjahr.

Ein positiver Wechselkurseffekt aus dem gestiegenen US-Dollar-Kurs sorgte im letzten Jahr für eine Aufwertung der Barmittel um 0,3 Mio. Euro. In diesem Jahr führte die Schwäche des US-Dollar zu einer Abwertung der liquiden Mittel um 0,8 Mio. Euro. Insgesamt wurde im Jahr 2017 die Liquidität um 21,1 Mio. Euro auf 57,7 Mio. Euro aufgebaut.

2.1.5 Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme ist im Jahr 2017 um 17,5 Mio. Euro auf 217,0 Mio. Euro angestiegen.

Die langfristigen Vermögenswerte gingen um 4,3 Mio. Euro zurück. Der Rückgang entfällt in Höhe von 2,4 Mio. Euro auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte. Durch Firmenverkäufe wurden 0,9 Mio. Euro an immateriellen Vermögenswerten abgegeben. Beeinflusst durch Wechselkursveränderungen gaben die immateriellen Vermögenswerte um 0,4 Mio. Euro nach. Sonstige Abgänge betrugen 0,4 Mio. Euro. Weitere 3,2 Mio. Euro wurden regulär abgeschrieben. Hingegen sind 0,7 Mio. Euro zugegangen und 1,7 Mio. Euro durch Akquisition im Geschäftsjahr.

Die Sachanlagen reduzierten sich um 4,0 Mio. Euro. Dabei wurden 7,4 Mio. Euro in neue Anlagen investiert und 5,5 Mio. Euro regulär abgeschrieben. Weitere 7,1 Mio. Euro wurden durch Firmenkäufe erhöht, wobei gegenläufig 11,7 Mio. Euro durch Firmenverkäufe abgegeben wurden. Weitere 0,3 Mio. Euro waren Abgänge durch andere Gründe.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind insgesamt um 0,9 Mio. Euro gestiegen. Dieser Betrag ergibt sich maßgeblich aus Zugängen in Höhe von 3,7 Mio. Euro aufgrund von Akquisitionen und 0,5 Mio. Euro Abgängen aufgrund von Firmenverkäufen. Der Goodwill reduziert sich weiterhin in Höhe von 2,4 Mio. Euro aufgrund von Wechselkursanpassungen. Ein Wertminderungsbedarf aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte im Rahmen der jährlichen Wertminderungstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergab in diesem Jahr keinen Anpassungsbedarf. Im letzten Jahr betrug dieser 0,4 Mio. Euro.

Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen nahmen um 0,3 Mio. Euro zu, zum einem aus der Wertaufholung einer Beteiligung an einem russischen Unternehmen von 0,7 Mio. Euro. Gegenläufig reduzierte sich die Bewertung an dem amerikanischen Joint Venture bedingt durch die Änderung des Wechselkurses um 0,4 Mio. Euro.

Die übrigen langfristigen Vermögenswerte stiegen um 1,0 Mio. Euro, während sich die aktiven latenten Steuern um 0,2 Mio. Euro reduzierten.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen insgesamt um 21,9 Mio. Euro, was maßgeblich auf die höheren Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente zurückzuführen ist, die bedingt durch die Einnahmen aus dem Verkauf der Zyklotronsparte von 12,3 Mio. Euro um 21,1 Mio. Euro zunahmen. Weitere Angaben zur Entwicklung der Zahlungsmittel ist der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 1,1 Mio., was dem höheren Umsatz geschuldet ist.

Vorräte nahmen um 1,7 Mio. Euro zu, was den Akquisitionen im Geschäftsjahr zuzuschreiben ist, während die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte um 2,2 Mio. Euro gesunken sind.

Auf der Passivseite stiegen Gewinnrücklagen um insgesamt 11,2 Mio. Euro, während die übrigen Rücklagen um 4,1 Mio. Euro abnahmen. Die Entwicklung des Eigenkapitals kann aus der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung im Finanzteil entnommen werden. Die Eigenkapitalquote hat sich von 55,2% auf 54,3% entwickelt.

Die Schulden haben insgesamt um 10,1 Mio. Euro zugenommen. Der maßgebliche Anteil entfällt auf die langfristigen Schulden.

Die langfristigen Schulden sind von 55,8 Mio. Euro auf 65,5 Mio. Euro gestiegen. Die einzelnen Positionen haben sich dabei unterschiedlich entwickelt.

Langfristige Darlehensverbindlichkeiten reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Mio. Euro. Davon wurden 2,7 Mio. Euro mit dem Verkauf der Zyklotronsparte vereinbarungsgemäß an die Käufer übertragen. Weitere 1,4 Mio. Euro wurden vereinbarungsgemäß getilgt.

Die langfristigen Rückstellungen stiegen um 14,0 Mio. Euro von 31,5 Mio. Euro auf 45,5 Mio. Euro. Die Rückstellungen für den Rückbau kontaminierter Gebäude und Maschinen stiegen um 4,6 Mio. Euro und die Rückstellungen für Entsorgungskosten für radioaktiven Abfall um 10,3 Mio. Euro. Der Anstieg erklärt sich größtenteils durch die im Geschäftsjahr erworbene Gamma-Service Gruppe, auf die 9,1 Mio. Euro entfallen. Weitere 2,4 Mio. Euro gehen auf Preiserhöhungen für Rückbau- und Entsorgungskosten zurück. Andere Rückstellungen reduzierten sich um 0,9 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Schulden stiegen um 0,3 Mio. Euro, dabei veränderten sich die einzelnen Positionen unterschiedlich. Die kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten sanken um 5,8 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro. Grund ist wie bei den langfristigen Darlehen der Verkauf der Zyklotronsparte wodurch sich diese um 2,5 Mio. Euro reduzierten. Weitere 3,3 Mio. Euro wurden planmäßig getilgt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 1,9 Mio. Euro aufgrund des Verkaufs der Zyklotronsparte, was 1,5 Mio. Euro ausmacht. Durch den Kauf der Gamma-Service Gruppe kamen 0,8 Mio. Euro hinzu. Die Verbindlichkeiten aus Anzahlungen haben sich um 4,4 Mio. Euro auf 5,9 Mio. Euro erhöht. Der Großteil, nämlich 3,7 Mio. Euro geht davon auf die erworbene Gamma-Service Gruppe zurück. Weitere 0,7 Mio. Euro beziehen sich auf mehrere andere Geschäfte. Die Ertragssteuerverbindlichkeiten stiegen aufgrund der positiven Geschäfte um 1,8 Mio. Euro. Auch die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 2,4 Mio. Euro. Der größte Posten von 2,0 Mio. Euro sind dabei die Verbindlichkeiten für Lohn und Gehalt.

2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG – Erläuterungen auf Basis HGB (Handelsgesetzbuch)

Geschäftsverlauf der AG

Während des Geschäftsjahres 2017 bestanden zwischen der Eckert & Ziegler AG und einer direkten Tochter sowie zwischen dieser und deren Tochtergesellschaft Ergebnisabführungsverträge. Die erwirtschafteten Jahresergebnisse der übrigen Tochtergesellschaften werden nicht vollständig an die Muttergesellschaft ausgeschüttet, sodass das Ergebnis des Einzelabschlusses der Eckert & Ziegler AG erheblich vom Konzernergebnis abweicht.

Im Geschäftsjahr 2017 hat die Eckert & Ziegler AG im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von ihrem deutschen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH (IPH) einen Gewinn in Höhe von 4.715 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.511 Tsd. Euro) übernommen.

Ertragslage der AG

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende wesentliche Veränderungen:

  • a) Die Umsatzerlöse stiegen um 737 Tsd. Euro auf 5.555 Tsd. Euro. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Erträge aus Dienstleistungen und Mieten für verbundene Unternehmen. Die Steigerung ergibt sich aus umfangreicheren Dienstleistungen.
  • b) Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 1.378 Tsd. Euro auf 1.835 Tsd. Euro. Ursächlich für den Anstieg ist der im Mai 2017 vollzogene Verkauf von Beteiligungen an der Zyklotronsparte des Konzerns durch die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH. In diesem Zusammenhang wurden auch bereits wertberichtigte Darlehensforderungen der Eckert & Ziegler AG gegenüber der Zyklotronsparte in Höhe des ursprünglichen Nominalwertes der Darlehen an die Eckert & Ziegler AG zurückgezahlt und führten damit zu Erträgen.
  • c) Der Personalaufwand stieg um 158 Tsd. Euro auf 2.850 Tsd. Euro. Das Vergütungssystem der Gesellschaft für die Bezüge der Organmitglieder ist im Vergütungsbericht erläutert.
  • d) Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind planmäßig um 48 Tsd. Euro auf 423 Tsd. Euro gesunken.
  • e) Erträge aus Beteiligungen stiegen um 4.036 Tsd. Euro auf 4.146 Tsd. Euro aufgrund einer Gewinnausschüttung der Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH.
  • f) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 592 Tsd. Euro auf 3.209 Tsd. Euro gestiegen, da die Serviceleistungen an die Konzernunternehmen ausgeweitet wurden.
  • g) Der Ertrag aus Gewinnabführungen ist aufgrund der niedrigeren Gewinnabführung der IPH an die Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr um 2.796 Tsd. Euro auf 4.715 Tsd. Euro gesunken.
  • h) Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Diese betrugen im Vorjahr 3.294 Tsd. Euro.
  • i) Aufgrund planmäßiger Tilgung von erhaltenen Darlehen gingen die Zinsaufwendungen um 81 Tsd. Euro auf 239 Tsd. Euro zurück.
  • j) Die Steuern stiegen entsprechend der Ertragslage um 511 Tsd. Euro auf 695 Tsd. Euro.

Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2017 ein Jahresüberschuss von 8.923 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser Wert entspricht dem Bilanzgewinn für 2017.

Vermögens- und Finanzlage der AG

Die Bilanzsumme der Eckert & Ziegler AG stieg gegenüber dem Vorjahr um 5.041 Tsd. Euro auf 91.484 Tsd. Euro.

Auf der Aktivseite gab es folgende wesentliche Veränderungen:

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind um 7.500 Tsd. Euro infolge der Erhöhung der Beteiligungswerte an der Isotope Products Holding GmbH aufgrund von Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft gestiegen.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden zum Teil außerplanmäßig an die Gesellschaft zurückgezahlt. Im Vorjahr betrugen diese noch 1.350 Tsd. Euro.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 4.822 Tsd. Euro gesunken, insbesondere da Forderungen aus Gewinnabführungen vereinnahmt wurden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 601 Tsd. Euro maßgeblich aufgrund der Vereinnahmung der verbliebenen Ansprüche aus dem OPS-Verkauf.

Das Guthaben bei Kreditinstituten stieg aufgrund des beschriebenen Ausgleiches diverser Forderungen um 4.166 Tsd. Euro auf 10.914 Tsd. Euro.

Das Eigenkapital beträgt 88.831 Tsd. Euro und liegt damit um 5.432 Tsd. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg erklärt sich aus der Differenz zwischen dem Jahresüberschuss 2017 von 8.923 Tsd. Euro und der ausgeschütteten Dividende von 3.490 Tsd. Euro. Die Gewinnrücklagen stiegen um 95 Tsd. Euro.

Die Rückstellungen sanken um 370 Tsd. Euro auf 2.017 Tsd. Euro. Der Rückgang ist insbesondere der geringeren Drohverlustrückstellung aus der SWAP-Bewertung geschuldet. Die Verbindlichkeiten stiegen insgesamt um 104 Tsd. Euro auf 601 Tsd. Euro.

Der Gesellschaft wurden Kreditlinien von 3.000 Tsd. Euro eingeräumt und standen zum Stichtag in Höhe von 2.944 Tsd. Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Guthaben bei Kreditinstituten von 10.914 Tsd. Euro. Somit verfügt die Gesellschaft über hinreichend Liquiditätsreserven für die laufende Finanzdisposition.

Insgesamt schätzt der Vorstand die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft nach wie vor als sehr gut ein. Die Eigenkapitalquote stieg von 96,5% auf 97,1%.

2.3 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2017 waren bei Eckert & Ziegler konzernweit insgesamt 764 Mitarbeiter (2016: 668) beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Mitarbeiteranzahl somit um 96 Personen oder 14,4% angestiegen. Der Anstieg ergibt sich maßgeblich aus dem Zugang von 140 Mitarbeitern aufgrund der getätigten Akquisitionen im Segments Isotope Products sowie dem gegenläufigen Abbau von 58 Mitarbeitern aufgrund des Verkaufes des Geschäftsbereiches Zyklotron des Segmentes Radiopharma.

Legt man für die Berechnung der Mitarbeiterkennzahlen die HGB-Definition zugrunde, welche sich auf die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter innerhalb des Jahres bezieht und Vorstände und Geschäftsführer sowie Auszubildende und Praktikanten ausblendet, Teilzeit- und geringfügig beschäftigte Mitarbeiter jedoch einschließt, so stieg die Anzahl von 638 auf 740.

Bei der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG waren im Durchschnitt 48 Mitarbeiter beschäftigt. Das sind vier Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Die Fluktuationsrate, also die Zahl der nach dieser Definition im Berichtsjahr ausgeschiedenen Mitarbeiter, lag mit 13% unter dem Vorjahreswert von 14% und damit im Rahmen der durchschnittlichen Fluktuationsrate in Deutschland von etwa 14%. Der Grund für die Abnahme der Fluktuationsrate sind weiterhin die beendeten Sanierungsmaßnahmen des Segments Strahlentherapie. Der Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft ist im Berichtsjahr minimal von 38% auf 34% gefallen. Der Altersdurchschnitt lag im Geschäftsjahr bei 45 Jahren (Vorjahr: 45 Jahre) mit einem Schwerpunkt in der Altersgruppe der 50- bis 60-Jährigen. Etwas weniger als die Hälfte aller Mitarbeiter verfügt über einen Fachhochschulabschluss/Bachelor oder eine höherwertigere Ausbildung.

Zielgrößen in Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat am 31. Juli 2017 beschlossen, als Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der Eckert & Ziegler AG von 0% festzulegen. Diese Entscheidung wurde getroffen, da der Aufsichtsrat keine Veränderung in der Zusammensetzung des Vorstands der Eckert & Ziegler anstrebt, die sich nicht rein auf die persönliche und fachliche Eignung für das Amt gründen. Entsprechend wurde keine nummerische Zielgröße festgesetzt (entspricht 0%-Quote).

Für den Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat durch Beschluss vom gleichen Tage eine Quote von 1/6 (entspricht ca. 17%) beschlossen. Die Frist zur Erreichung der Zielgrößen wurde auf den 30. Juni 2022 festgelegt. Derzeit gehört dem Aufsichtsrat der Gesellschaft eine Frau an.

Zielgrößen in den oberen Führungsebenen

Da der Vorstand ebenfalls keine Veränderung in der Zusammensetzung der oberen Führungsebenen unterhalb des Vorstands anstrebt, die sich nicht rein auf die persönliche und fachliche Eignung für das Amt gründen, hat der Vorstand am 23. August 2017 entschieden, für den Anteil von Frauen in diesen Führungsebenen ebenfalls keine nummerische Zielgröße festzusetzen (entspricht 0%-Quote). Als erste Führungsebene unterhalb des Vorstands wird die Gruppe der Abteilungsleiter und als zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands die Gruppe der Unterabteilungsleiter festgelegt.

Derzeit liegt die Frauenquote in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands bei 0% und in der zweiten Führungsebene bei 37,5%.

UMSATZ PRO MITARBEITER IN TSD. EURO 2016 2017

MITARBEITER NACH REGION 2016 2017

Die Personalaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 48,3 Mio. Euro (Vorjahr: 45,2 Mio. Euro). Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Personalaufwand von rund 65 Tsd. Euro pro Mitarbeiter im Jahr 2017 gegenüber rund 76 Tsd. Euro im Vorjahr. Der insgesamt geringere Personalaufwand pro Kopf ergibt sich im Wesentlichen durch die infolge der getätigten Akquisitionen und Verkäufe geänderten Gehaltsstrukturen.

2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Gesamtlage der Gruppe ist gut. Zum 14. Mal in Folge erweist sich der Konzern in sämtlichen Ertragskategorien als profitabel, als selbstfinanzierend und dividendenfähig. Im Berichtsjahr hat er seine Erträge darüber hinaus über eine neue Rekordmarke hinaustreiben können. Hieran sind nicht nur Sonderfaktoren Schuld. Obwohl der Großteil des Gewinnanstiegs auf die Bereinigung des Produktportfolios und damit auf aufgegebene Geschäftsbereiche zurückgeht, stieg die Ertragskraft der fortgeführten Geschäftsbereiche ebenfalls erheblich. Ihre Gewinne wuchsen von korrigiert im Vorjahr 1,93 Euro pro Aktie, um 26 Cent oder immerhin 13% auf 2,19 Euro an. Die Gruppe hat damit ihr Etappenziel erreicht, im Fünfjahresdurchschnitt in den Kernbereichen beständig über 2 Euro pro Aktie zu verdienen.

Nach vorn heraus sieht die Lage, bei aller Unsicherheit und allen Herausforderungen, günstig aus. Dem Therapiesegment ist 2017 die Sanierung gelungen, es konnte erstmals wieder einen Gewinn ausweisen. Zwar entsprechen Kapital- und Umsatzrendite noch nicht den Erwartungen, aber die Weichen für eine bessere Zukunft sind gestellt. Mehrere Akquisitionen in 2017 und strategische Schritte in neue Tätigkeitsgebiete haben die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass dem neuen Management der Ausbruch aus der Festkostenfalle gelingt. Bei den Tumorbestrahlungsgeräten scheint die Talsohle durchschritten, bei den Implantaten und Augenapplikatoren sind die Erträge stabil. Das Management muss sich nicht mehr nur um Brandherde kümmern, sondern kann sich auf Wachstumspotenziale konzentrieren.

Steigende Jahresüberschüsse im verbleibenden Kerngeschäft vermeldete 2017 auch das Pharma-Segment, das von zweistelligen Umsatzanstiegen bei Generatoren und bei pharmazeutischen Radioisotopen profitierte, während der Geräteverkauf stagnierte. Der Umsatzanstieg in den drei fortgeführten Geschäftsbereichen um 23% oder 5 Mio. Euro auf 26,6 Mio. Euro führte zu einer überproportionalen Steigerung der Erträge. Unter Ausklammerung der aufgegebenen Geschäftsbereiche ergab sich eine Steigerung des Segmentjahresüberschusses um 81% von 2,2 auf 4,0 Mio. Euro, beim EBIT von 4,4 auf 6,1 Mio. Euro. Aus diesen Werten errechnet sich eine EBIT-Marge von etwa 22%. Nach vorn heraus ist die Lage günstig, die Nachfrage nach Radiopharmaka hoch. Ein umfangreiches Investitionsprogramm sollte in den kommenden Jahren die Lieferengpässe bei den pharmazeutischen Radioisotopen beseitigen und die Position des Segments stärken.

Die Erfolge in den Marktpositionen der Segmente werden durch eine radikale Verbesserung der Bilanzrelationen abgesichert. Schon immer bewegen sich die Eigenkapitalquote, die Eigenkapitalrendite, die Schuldtilgungsdauer und ähnliche Kenngrößen deutlich über dem Durchschnitt der deutschen börsennotierten Gesellschaften. Jetzt hat sich der Handlungsspielraum weiter vergrößert. 2017 hat einen erneuten Schub gebracht. Die Gruppe ist nunmehr fast schuldenfrei und hat die Nettoliquidität auf eine Rekordmarke von fast 60 Mio. Euro treiben können. Damit ist sie in ihrer Nische in der Lage, sämtliche sich ihr bietenden Chancen aktiv aufzugreifen. Wie in der Vergangenheit wird sie es auch künftig tun, ohne dabei Vabanque zu spielen.

3. CHANCEN- & RISIKOBERICHT

Aktionäre von Eckert & Ziegler AG müssen sich bewusst sein, dass die Gesellschaft einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt ist, welche die Geschäftstätigkeit und den Aktienkurs beeinflussen können. Dieser Bericht schildert im Folgenden, welche Risiken und Chancen existieren und welche Auswirkungen sich dadurch auf den Gesamtkonzern ergeben. Des Weiteren werden das Konzernrisikomanagementsystem und getroffene Absicherungsmaßnahmen beschrieben.

Diese Chancen und Risiken des Konzerns wirken sich auf die Muttergesellschaft, die Eckert & Ziegler AG, mittelbar über ihre Beteiligungsverhältnisse aus.

3.1 Organisation des Risikomanagements

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt dem Vorstand. Dagegen liegt die operative Verantwortung, also die Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, die Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie die diesbezügliche Kommunikation, in erster Linie im Verantwortungsbereich des jeweiligen Segmentmanagements und der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften. Diese Ebene unterhalb des Vorstandes trägt die inhaltliche Verantwortung für das in ihrem Bereich durchgeführte Risikomanagement. Das operative Management ist neben dem einmal jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme verpflichtet, seinen Bereich ständig hinsichtlich einer sich ändernden Risikosituation hin zu überwachen. Wesentliche Änderungen der bereichsspezifischen Risikosituation sind umgehend an die Segmentleitung und den Vorstand zu melden. Meldungen von Risikoänderungen mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen erfolgen darüber hinaus an das Konzernrechnungswesen.

Bei dem oben erwähnten, jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme werden die Fach- und Führungskräfte von Eckert & Ziegler befragt. Dabei wird neben der Benennung neuer und bestehender Chancen und Risiken deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen abgefragt. Zu diesen Risiken werden, soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, ggf. Notfallpläne erstellt und regelmäßige Evaluierungen organisiert. Dazu gehören u. a. Markt- und Konkurrenzbeobachtungen, die Auswertung wissenschaftlicher Literatur, die Analyse von Kundenbeschwerden, Kosten- und Umsatzstatistiken und Ähnliches. Die Bewertung der Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe wird einmal pro Jahr dem Aufsichtsrat berichtet.

Im Rahmen des Risikomanagements findet eine Klassifikation der Risiken in finanzwirtschaftliche Risiken, rechtliche Risiken, IT-Risiken, rechnungslegungsbezogene Risiken und Risiken des internen Kontrollsystems, personelle Risiken, allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität, allgemeine kommerzielle und strategische Risiken sowie Entwicklungsrisiken statt. Die Risikoverantwortlichen werden definiert. In einer Risikomatrix werden die identifizierten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen finanziellen Auswirkung auf das EBIT jeweils in den Kategorien gering/mittel/hoch/sehr hoch dargestellt. Risiken, die bestandsgefährdenden Charakter haben könnten, werden – sofern vorhanden – separat hervorgehoben und berichtet. Es wurde folgende Klassifizierung der Risiken vorgenommen:

Klassifizierung Eintrittswahrscheinlichkeit
Innerhalb von 24 Monaten
Intensität
1-Gering Unter 10% Bis 2 Mio. Euro
2-Mittel 10 bis 25% 2 bis 5 Mio. Euro
3-Hoch 25 bis 50% 5 bis 10 Mio. Euro
4-Sehr hoch Über 50% Über 10 Mio. Euro

Im Geschäftsjahr erfolgte im Rahmen der jährlichen Überarbeitung des Risikoberichtes eine Anhebung der relevanten Euro-Beträge der vier Klassen der Intensität. Bislang wurden finanzielle Ausprägungen von Risiken von über 2,5 Mio. Euro als "sehr hohe Intensität" bezeichnet. Aufgrund des Umsatzvolumens und der finanziellen Position der Gruppe schien diese Einstufung als nicht mehr sachgerecht. Nunmehr wird eine Intensität bzw. erwartete finanzielle Ausprägungen je Risiko von 5 bis 10 Mio. Euro als "hoch" und von mehr als 10 Mio. Euro als "sehr hoch" klassifiziert. Entsprechend erfolgte eine Anpassung der Intensitäten bei diversen Risiken, die bereits im Vorjahr in vergleichbarem Umfang vorhanden waren.

Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen und Akquisitionen werden von Beginn an auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.

Der Aufsichtsrat, dem alle wesentlichen Entscheidungen präsentiert, erklärt und zur Genehmigung vorgelegt werden, und der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung unterrichtet wird, dient als weiteres Element im Schutz gegen Risiken.

3.2 Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering/Intensität: Gering

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement umfasst alle organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung und zum Umgang mit den Risiken der Finanzberichterstattung. Mit Blick auf den Konzernrechnungslegungsprozess soll das interne Kontrollsystem sicherstellen, dass die Finanzberichterstattung unter Beachtung einschlägiger Gesetze und Normen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eckert & Ziegler Konzerns vermittelt.

In den Konzernabschluss werden neben dem Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG insgesamt 32 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Aufgrund dieser Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, in Falschaussagen im Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können.

Zwei wesentliche Komponenten sichern die Vermeidung oder Reduzierung von Risiken im Konzern ab: ein System von Anweisungen und Geschäftsordnungen auf der einen Seite und ein der Kontrolle und Information dienendes Reporting auf der anderen Seite. Geschäftsordnungen regeln für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die Geschäftsführer aller Konzerngesellschaften Handlungsspielräume und die Einbeziehung verschiedener Hierarchieebenen im Entscheidungsprozess. Einzelanweisungen, die für alle Mitarbeiter gelten, sind im Intranet des Konzerns abrufbar. Kontrollierende Berichte zur Risikosituation werden allen Verantwortlichen in verschiedenen Detaillierungsgraden in festgelegten angemessenen Frequenzen zugeleitet. Der Aufsichtsrat wird jährlich mit einem Risikobericht über die Risiken informiert.

Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungs- und Konsolidierungsprozesses ist es, Fehlerquellen zu minimieren und Fehler schnell zu erkennen. Es wurde ein auf die Größe des Konzerns abgestimmtes System implementiert. Nachfolgende organisatorische Regelungen und Prozesse sind implementiert, um die Normenkonformität der Rechnungslegung zu gewährleisten:

  • Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzern einbezogenen Einheiten eingebunden. Die dafür notwendigen Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie Prozessdefinitionen sind dokumentiert und werden stets den aktuellen Entwicklungen angepasst.
  • Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach einem Abschlusskalender, der von der Konzernabschlussabteilung zentral vorgegeben wird. In ihm sind alle wichtigen Tätigkeiten und deren Termine definiert.

  • Die Buchhaltungsabteilungen des Konzerns sind zentral und in verschiedenen Fällen länderübergreifend organisiert. Die Mitwirkung externer Dienstleister am Abschlussprozess beschränkt sich normalerweise auf Steuerberechnungen für ausländische Tochterunternehmen. In kleineren Ausnahmefällen werden Abschlüsse auch extern erstellt.

  • Neue Sachverhalte werden mit der Konzernzentrale abgestimmt. Änderungen in der Konzernrechnungslegung werden unmittelbar an alle beteiligten Mitarbeiter und betroffenen externen Dienstleister kommuniziert.
  • Das Reporting der Tochtergesellschaften erfolgt mittels einheitlicher Formulare, die zu jedem Monats-, Quartals- und Jahresabschluss von den jeweiligen Buchhaltungsabteilungen ausgefüllt werden.
  • Alle Angaben fließen in der Controlling-Abteilung der Segmente zusammen und werden von dieser überwacht. Dabei werden Abweichungsanalysen vorgenommen und Auffälligkeiten auch im Hinblick auf die Einhaltung der abschlussrelevanten Konzernrichtlinien untersucht, mit der betreffenden Tochtergesellschaft geklärt und gegebenenfalls an die Konzernabschlussabteilung kommuniziert.
  • In der zentralen Controlling-Abteilung erfolgen auf Segmentebene erste konzerninterne Abstimmungen und Konsolidierungen. Hierzu gehören u. a. eine Abstimmung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften.
  • Die Kontrolle im Bereich der Konsolidierung ergibt sich aus dem Konsolidierungsprozess. Abstimmungsdifferenzen in der Konsolidierung werden an die beteiligten Tochtergesellschaften kommuniziert und korrigiert.
  • Die Konsolidierung erfolgt mit Hilfe eines Standard-Konsolidierungsprogramms, das nur von den entsprechend geschulten und berechtigten Mitarbeitern angewendet wird.
  • Die Ermittlung von abschlussrelevanten Positionen, die Steuern beinhalten, erfolgt unter Mitwirkung der internen Steuerabteilung.
  • Flache Hierarchien, direkte Berichtswege und monatliche Zwischenabschlüsse ermöglichen die Erkennung von Risiken und die frühzeitige Aufdeckung von Fehlern.

Verschiedene Bilanzposten unterliegen dem Ermessen und werden daher in besonderem Maße im Rahmen der Erstellung des Abschlusses gewürdigt:

Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Eckert & Ziegler der Vorschrift gemäß § 315a Abs. 1 HGB, nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, zu bilanzieren. Hieraus resultiert die Vorschrift, für bestimmte immaterielle Vermögenswerte zum Bilanzstichtag Zeitwerte zu ermitteln. Da für viele immaterielle Vermögenswerte jedoch keine Märkte mit sicheren Preisinformationen existieren, beruhen die Zeitwerte in der Regel auf Schätzungen oder Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten. Es besteht daher prinzipiell ein Risiko hinsichtlich der Bewertung der immateriellen Vermögenswerte. Es werden soweit verpflichtend jährlich und darüber hinaus bei Anzeichen von Wertminderungen Wertminderungstests durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf anerkannte Ratingagenturen, Vergleichsgruppen oder durch den Einsatz von externen Sachverständigen objektiviert, um eine Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen.

Auch die Höhe der latenten Steuern auf Verlustvorträge unterliegt dem Ermessen, da der Ansatz aktiver latenter Steuern mittels Ergebnisprognosen überprüft wird.

Sollten sich die Verfahren aufgrund neuer IFRS-Regeln ändern oder die Planannahmen verschlechtern, etwa aufgrund geringerer zukünftiger Erträge oder veränderter Diskontierungszinsen, so könnte die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte oder aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge in Frage gestellt sein. Das hätte nicht zahlungswirksame außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertminderungen zur Folge.

Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit in der Eckert & Ziegler-Gruppe müssen die Vorräte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Es ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, welche durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung, unter Analyse der künftigen Markt- und Absatzmöglichkeiten, eingegrenzt werden.

Aus den Zusagen von Pensionsleistungen bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken im Konzernabschluss von Eckert & Ziegler. Für eine Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.

Mit den eingerichteten Prozessen, Systemen und Kontrollen ist hinreichend gewährleistet, dass der (Konzern)Rechnungslegungsprozess im Einklang mit den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS), dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen erfolgt und somit zulässig ist.

3.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Mittel

Der Konzern sieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen absichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Jahr 2017 wurden für verschiedene Projekte Fremdfinanzierungen bei Kreditinstituten angefragt. Die Kreditangebote wiesen jeweils günstige Konditionen auf, woraus sich eine gute Bonität ableiten lässt. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive bei den operativen Einheiten. Neben der hohen Eigenkapitalquote sprechen gute Bilanzrelationen für die Bonität des Konzerns, da die langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital und die langfristigen Schulden mehr als gedeckt sind.

Aus den Fremdfinanzierungen ist der Konzern prinzipiell einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Allerdings sind die wesentlichen Kredite zu Festzinskonditionen abgeschlossen.

Bei den Zinsänderungsrisiken aus der Bewertung von langfristigen Schulden und Vermögensgegenständen schätzt der Konzern die Eintrittswahrscheinlichkeit mittel und die Auswirkung sehr hoch ein. Allerdings handelt es sich hier nur um Bewertungsrisiken, die keinen Einfluss auf die Cash Situation haben.

Neben den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsrisiken ist Eckert & Ziegler dem Wechselspiel der Märkte ausgesetzt. Daraus erwachsen naturgemäß nicht nur Ertrags-, sondern auch Liquiditätsrisiken, da der Konzern einige seiner Zukäufe fremdfinanziert und Bürgschaften für Darlehen von Tochterunternehmen erteilt. Selbst bei einer schnellen Reaktion des Managements und einer Reduzierung der Kosten bzw. einem Ausstieg aus einem bedrohten Geschäftsfeld bliebe der Konzern hier bei Problemen exponiert. Der Vorstand stellt möglichst sicher, dass die Risiken durch Darlehens- oder Garantievergabe auf eine im Verhältnis zum Konzerngesamtvermögen vertretbare Größe begrenzt bleiben.

Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Aufgrund des hohen US-Anteils am Umsatz ist eine Abhängigkeit vom Wechselkurs der amerikanischen Währung vorhanden. Da bei dem Tochterunternehmen in den USA, das für den Großteil dieser Umsätze verantwortlich ist, den USD-Umsätzen jedoch auch USD-Kosten gegenüberstehen, sind die Auswirkungen von Wechselkursänderungen geringer als bei herkömmlichen Exportgeschäften. Bei Bedarf werden für die deutschen Exporte die Fremdwährungsumsätze mit Termingeschäften und einfachen Put-Optionen abgesichert. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts ist zwar sehr hoch, die Intensität der Auswirkung ist jedoch durch beschriebene Randbedingungen gering.

Für den Konzern entsteht insbesondere bei den zahlreichen Auslandgeschäften ein Forderungs-Ausfallrisiko aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts ist zwar sehr hoch, die Intensität der Auswirkung ist jedoch durch eine Absicherung über Avale gering.

Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Chancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich eine Bonitätseinschätzung vorgenommen, und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkasse oder Akkreditiven abgesichert. So werden hohe Forderungen mit Dokumentengeschäften abgesichert.

Die Überwachung des Risikos erfolgt mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG hat teilweise Bürgschaften für an Tochterunternehmen gewährte Darlehen übernommen. Für ein Darlehen, welches die Gesellschaft selbst einem Tochterunternehmen gewährt hat, besteht ein Rangrücktritt. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet, da die Tochtergesellschaften ihre Verpflichtungen voraussichtlich selber erfüllen können.

Durch eine Zinsänderung im WACC kann es zu einer veränderten Bewertung der Anteile an Tochtergesellschaften bzw. der Goodwills auf Konzernebene kommen. Zinsänderungen können durch das Management nicht beeinflusst werden. Ein Liquiditätsrisiko ist mit einer gegebenenfalls schlechteren Bewertung der genannten Finanzanlagen nicht verbunden.

3.4 Politische Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Gering

Durch den Einstieg in den brasilianischen Markt entsteht ein Risiko aus Veränderungen des Wechselkurses zum brasilianischen Real. Politische Instabilitäten können insbesondere in Brasilien zum weiteren Verfall des BRL-Kurses führen. Dadurch kann es zu Wechselkursverlusten aus Forderungen kommen. Außerdem ist ein Markt- und Umsatzrückgang eine mögliche Folge. Diesem Risiko wird durch ständige Marktbeobachtung und entsprechende Anpassungen der Angebotspreise begegnet.

Zur Eckert & Ziegler Gruppe gehören zwei Gesellschaften in Großbritannien welche jeweils maßgeblich in dieser Region wirtschaftlich tätig sind. Auf diese wirtschaftlich relativ selbständig tätigen Gesellschaften sowie auf den Konzern als Gesamtheit werden aus dem bevorstehenden BREXIT keine signifikanten Auswirkungen erwartet.

3.5 Rechtliche Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering/Intensität: Mittel

Der Konzern ist rechtlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder staatlichen oder behördlichen Verfahren ausgesetzt, an denen er entweder aktuell beteiligt ist oder die sich in Zukunft ergeben können. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen oder künftigen Verfahren sind nicht vorhersehbar, sodass sich aufgrund gerichtlicher oder behördlicher Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen ergeben können, die zwar nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen oder Rückstellungen abgedeckt sind, jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage haben werden.

Es gibt derzeit keine Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsprozesse, die einen erheblichen negativen Einfluss auf das Konzernergebnis erwarten lassen.

3.6 IT-Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering/Intensität: Gering

Eckert & Ziegler ist dem Risiko des Ausfalls der EDV-Systeme ausgesetzt. Im Schadensfall kann es dadurch zu Datenverlusten und schlimmstenfalls zu Betriebsunterbrechungen kommen. Als Absicherungsmaßnahmen werden regelmäßig Backups durchgeführt, Anti-Virussoftware eingesetzt und die meisten Server virtualisiert.

3.7 Personelle Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Gering

Eckert & Ziegler hängt in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen seiner Mitarbeiter ab. Insbesondere beim Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch in der Entwicklung und im Vertrieb ist das Unternehmen auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemüht sich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Eckert & Ziegler ist auf Mitarbeiter mit speziellen Kenntnissen angewiesen. Freiwerdende Positionen können aufgrund des Fachkräftemangels teilweise nur verzögert besetzt werden. Trotz arbeitnehmerfreundlicher Maßnahmen kann Eckert & Ziegler nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben oder sich in der notwendigen Form engagieren.

3.8 Beschaffungsrisiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Mittel

Wenn nicht alle Roh- und Hilfsmaterialien zeitgerecht und in den benötigten Mengen bezogen werden können, besteht das Risiko von Lieferengpässen und Produktionsausfällen. Schlüssellieferanten können ausfallen, Kapazitätsengpässe bei Lieferanten eintreten oder politische und organisatorische Veränderungen in den "Lieferanten"-Ländern die Belieferung unmöglich machen oder verzögern. Dieses Risiko kann niemals restlos ausgeschlossen werden. Es wird ihm jedoch durch Lagerhaltungen und den Aufbau alternativer Bezugsquellen begegnet.

3.9 Allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Hoch

Sowohl die Radioaktivität selbst als auch deren Verwendung in einem Medizinprodukt oder Arzneimittel beinhalten Produkthaftungsrisiken. Eckert & Ziegler begegnet diesen Risiken, indem sich das Unternehmen strengen Qualitätskriterien unterwirft. Die überwiegende Zahl von Betriebsstätten ist ISO-zertifiziert, und die Funktion der Qualitätsmanagementsysteme wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft. Um betriebliche Unfälle zu vermeiden, die Mitarbeiter beeinträchtigen, Umweltschäden verursachen oder zur Stilllegung von Produktionseinrichtungen durch Genehmigungsbehörden führen könnten, haben die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und Strahlenschutz zu absolvieren. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Haftungstatbestände dennoch eintreten und zu einer Gefährdung des Unternehmens führen. Für Haftungsrisiken wurden, soweit sinnvoll und möglich, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Beim weltweiten Versand der oft als Gefahrgut transportierten Produkte ist Eckert & Ziegler auf spezialisierte Dienstleister angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass diese Angebote in der bestehenden Form aufrechterhalten werden. Für die Herstellung und den Versand vieler Produkte sind behördliche Spezialgenehmigungen nötig, auf deren Erteilung oder Verlängerung Eckert & Ziegler nur mittelbar Einfluss nehmen kann. Es besteht zudem das Risiko, dass vor dem Hintergrund einer weltweit steigenden Terrorgefahr, der Transport von radioaktiven Komponenten noch stärker reglementiert wird.

Eckert & Ziegler ist auf Entsorgungsmöglichkeiten isotopentechnischer Reststoffe angewiesen, die bei der Quellenrücknahme oder der Produktion entstehen. Eine Schließung oder verzögerte Eröffnung von Entsorgungseinrichtungen kann zu erheblichen Kostensteigerungen führen. Es werden Anstrengungen unternommen, dieses Risiko in seinen Auswirkungen durch internes Recycling so weit wie möglich zu reduzieren, gänzlich beherrschen lässt sich diese Unsicherheit allerdings nicht.

Ebenso besteht das Risiko, dass bereits klassifizierter radioaktiver Abfall aufgrund neuer behördlicher Bestimmungen anders entsorgt werden muss als ursprünglich angenommen. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Kosten die in der Rückstellung angesetzten Werte übersteigen.

Die Handhabung radioaktiver Stoffe setzt entsprechende behördliche Genehmigungen voraus. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Änderungen gesetzlicher oder behördlicher Rahmenbedingungen die Herstellung oder Handhabung in Einzelfällen oder an bestimmten Standorten verteuert, behindert oder gar verhindert wird.

3.10 Absatzmarktrisiken und strategische Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Hoch/Intensität: Gering

Als Spezialist für ein breites Portfolio aus isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmaka ist Eckert & Ziegler besser als ein Ein-Produktunternehmen gegen Markteinbrüche geschützt. Die verschiedenen Geschäftsfelder stehen sich zwar technologisch nahe, unterscheiden sich jedoch erheblich im Produktlebenszyklus sowie in den Kunden- und Marktstrukturen. In der Regel reduziert diese Streuung das Risiko, dass Wettbewerber mit neuen, besseren Produkten die Geschäftsgrundlage des Unternehmens untergraben. Trotzdem kann nie ausgeschlossen werden, dass verbesserte Verfahren und Anstrengungen der Konkurrenz wichtige Märkte wegbrechen lassen und damit das Unternehmen gefährden.

Zum Schutz gegen diese Bedrohung bemüht sich Eckert & Ziegler aktiv um die Entwicklung neuer Produkte sowie um Identifikation und Aufbau neuer Geschäftsfelder. Es besteht allerdings das Risiko, dass solche Anstrengungen erfolglos bleiben und neue Geschäftsfelder zu spät, nur ungenügend oder gar nicht entwickelt werden können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Konkurrenten mit anderen Produkten oder Markteinführungsstrategien erfolgreicher agieren.

Der wirtschaftliche Erfolg der Produkte von Eckert & Ziegler hängt im Fall der medizinischen Sparten von der Kostenerstattung für die jeweiligen Anwendungen ab. Eine Reduzierung oder gar der Wegfall der Kostenerstattung hätte deutlich negative Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag. In den Segmenten werden zudem Investitionsgüter vertrieben. Dabei existiert ein Risiko aus eingeschränkten Budgets der öffentlichen und privaten Auftraggeber.

3.11 Risiken aus Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen

Eintrittswahrscheinlichkeit: Hoch/Intensität: Hoch

Es besteht ein allgemeines Risiko, dass Lieferanten ihre Listenpreise jährlich um 3–5% erhöhen. Durch Preisverhandlungen und strategische Einkaufsentscheidungen (wie Rahmenverträge, Mengenrabatte etc.) kann diesen Entwicklungen entgegengewirkt werden bzw. die Planbarkeit verbessert und für einen gewissen Zeitraum Kostensicherheit gegeben werden.

Ein weitaus höheres Risiko durch Kostensteigerungen besteht bei den sogenannten Altlasten von radioaktiven Altabfällen. Aufgrund von politischen Entscheidungen und Veränderungen der rechtlichen Vorgaben sowie staatlichen Kapazitäten kann es zu steigenden Abgabekosten beispielsweise durch eine Neuklassifizierung der Altabfälle, Engpässe in der Annahme und damit zeitlichen Verzögerungen oder höheren Abnahmekosten infolge von geänderten Endlagerkonditionen kommen, welche an die abgebenden Unternehmen weitergegeben werden und damit der Fall eintreten kann, dass die auf Grundlage der heute vorliegenden Erkenntnisse und Annahmen gebildeten und kalkulierten Rückstellungen nicht ausreichen, um die tatsächlichen Entsorgungskosten zu decken.

Aus diesem Grund setzt die Geschäftsführung höchste Priorität auf die Abarbeitung und zeitnahe Entsorgung dieser Altlasten.

3.12 Hauptkundenrisiko

Eintrittswahrscheinlichkeit: Hoch/Intensität: Mittel

Auf die fünf größten Kunden des Konzerns entfielen im Berichtsjahr zusammen Umsätze in Höhe von 11,6 Mio. Euro, also etwa 8% der Gesamtleistung. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die fünf größten Kunden einen Umsatzanteil von 9% ausmachten, sind die Umsätze mit sehr großen Kunden leicht gesunken. Die Kundenbasis von Eckert & Ziegler ist im Allgemeinen relativ breit gestreut.

3.13 Risiken aus Forschung und Entwicklung

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Mittel

Die Eckert & Ziegler Gruppe treibt im Rahmen ihrer Möglichkeiten eigene Entwicklungsprojekte voran. Bei diesen Projekten werden hauptsächlich die eigenen, bestehenden Produkte weiterentwickelt, um die relative Wettbewerbsposition gegenüber der Konkurrenz und alternativen Anwendungsmethoden aufrecht zu erhalten oder zu verringern. Diese Maßnahmen können aufgrund schnellerer Marktentwicklungen oder aufgrund der falschen Zielausrichtung oder auch der Nichterreichung der Entwicklungsziele erfolglos bleiben. Es wird versucht diese Risiken durch Marktbeobachtungen und Projektsteuerungsmaßnahmen zu minimieren. Gleichzeitig ergeben sich aus erfolgreich abgeschlossenen Entwicklungsprojekten Chancen für ein überproportionales organisches Wachstum.

3.14 Risiken aufgrund nicht ausreichender Innovationen im Segment Strahlentherapie

Eintrittswahrscheinlichkeit: Hoch/Intensität: Hoch

Es besteht im Segment Strahlentherapie das Risiko, dass neue Innovationen fehlen bzw. nicht ausreichend sind und dass keine bzw. nicht ausreichend innovative Produkte entwickelt werden. Das könnte dazu führen, dass wirtschaftliche Ziele nicht erreicht werden.

Als Absicherungsmaßnahmen ist der Ausbau von Personalressourcen für ein gezieltes Innovationsmanagement geplant. Mit Innovationspartnerschaften, Kauf von Lizenzen und flexiblen Planungsstrategien werden von der Geschäftsführung Gegenmaßnahmen angesteuert.

3.15 Chancenbericht

Die Isotopenbranche gehört nicht zu den Industrien, in denen über Nacht Einhörner entstehen. Selbst im dynamischsten Segment, der Radiopharmazie, vergehen von der Entdeckung bis zum zugelassenen Medikament in der Regel mindestens 15 Jahre. In dieser reifen Branche, die durch viele langsam wachsende Nischen gekennzeichnet ist, hat die Eckert & Ziegler AG eine starke Position. Sie hat diese in den letzten Jahren weiter ausbauen können und steht heute stärker da als je zuvor. Durch den Verkauf der Zyklotronsparte hat sich ihr Handlungsspielraum weiter vergrößert. Die Gruppe ist nunmehr fast schuldenfrei und hat die Nettoliquidität auf eine Rekordmarke von fast 60 Mio. Euro treiben können. Damit ist sie in der Lage, in ihren Märkten sämtliche sich ihr bietenden Chancen aktiv aufzugreifen.

Konkurrenten im Markt waren in der Vergangenheit nur selten ein Problem. In keinem der Segmente hat die Gruppe Anhaltspunkte dafür, dass sie in den letzten Jahren im größeren Umfang Marktanteile an aggressivere Wettbewerber verloren hätte. Rückgänge im Geschäftsvolumen haben im gleichen oder stärkeren Maße stets auch Konkurrenten getroffen. Die größte Herausforderung bleibt seit Jahrzehnten die Identifikation und Eroberung neuer Geschäftsfelder, mit denen der Konzern die gelegentlich immer wieder wegbrechenden Sparten ersetzen und Wachstum finden kann. Hierfür gibt die Gruppe erhebliche Summen aus, die nicht immer als Entwicklungskosten bilanziert werden. Auch der Kauf von Firmen und oder Beteiligungen dient dem Zweck, dem Konzern neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Im Moment richten sich die Hoffnungen auf die Gamma-Service Gruppe, die wir profitabler zu gestalten hoffen, auf Brasilien, wo bereits große Fortschritte in Richtung Profitabilität erzielt wurden und auf eine Reihe von Akquisitionen im Therapiesegment. Organisches Wachstum im klassischen Sinne erwartet das Unternehmen dagegen vor allem im Radiopharmaziesegment, wo im großen Maße in den Ausbau von Produktionskapazitäten investiert wird.

Wie der Umfang der Rückstellungen zeigt, verbinden sich auch erhebliche Chancen mit dem Abbau und der Eindämmung von Altlasten. Sie werden aufgrund der zunehmenden Regelungsdichte zwar im Allgemeinen als Risiko klassifiziert, aber diese Einschätzung muss nicht zwingend zutreffen. Gelingt es dem Management, mit innovativen Lösungen die Rückstellungen zu unterbieten, winken erhebliche Erträge.

3.16 Risikoberichterstattung bezüglich Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Absicherungszwecken des operativen Geschäfts abgeschlossen, etwa um Risiken aus Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinsen abzusichern. Da Finanzinstrumente nur zur Absicherung von Geschäften abgeschlossen werden, deren Volumina oberhalb bestimmter Schwellwerte liegen, haben nach wie vor Wechselkursschwankungen und Zinsänderungen eine gewisse Auswirkung auf das Ergebnis des Konzerns.

Wie im Abschnitt 3.3 zu den finanzwirtschaftlichen Risiken geschildert, wurden wesentliche langfristige Finanzierungen zu Festzinskonditionen abgeschlossen. Bestehende Swaps werden nicht als Bewertungseinheiten bilanziert, da die Anforderungen für Bewertungseinheiten nicht erfüllt sind.

3.17 Risikoentwicklung

Die Eckert & Ziegler Gruppe weist trotz gewachsener Produktbandbreite keine erhöhte Risikostruktur auf, die das Unternehmen in seiner Substanz gefährden könnte. Wesentliche Veränderungen der Risiken haben sich nicht ergeben.

4. PROGNOSEBERICHT

4.1 Vorjahresvergleich

Im Vorjahr wurde das Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatz von ca. 150,0 Mio. Euro, einem EBIT von rund 16,0 Mio. Euro, sowie einem Konzerngewinn von 10,6 Mio. Euro geplant. Mit einem Umsatz von 144,8 Mio. Euro, einem EBIT von 18,0 Mio. Euro, sowie einem Ergebnis von 14,7 Mio. Euro wurden diese Ziele (jeweils bezogen auf den fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereich zusammen betrachtet) weitgehend erreicht bzw. bezüglich des EBIT und Konzernergebnisses übertroffen.

4.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Konjunkturentwicklung war im Jahr 2017 allgemein positiv. Die Weltwirtschaft ist um ca. 2,7% gewachsen und hat damit die Talsohle in 2016 durchschritten. Das Wachstum in den USA lag bei 2,3%. China wuchs mit etwa 6,7% und ist damit nicht mehr der Konjunkturmotor der vergangenen Jahre, als das Wachstum noch bei über 7% lag. Die Wirtschaft in Deutschland wächst mit 2,2% gegenüber dem Vorjahr, während für die gesamte Eurozone in 2017 immerhin ein Wachstum von etwa 1,9% erwartet wird. Die Prognosen für das Jahr 2018 gehen von ähnlichen Wachstumswerten wie in 2017 aus. Die politischen Unsicherheiten im Euroland haben sich reduziert, dürften jedoch im Rest der Welt weiter allgegenwärtig sein.

Eckert & Ziegler ist zwar nur teilweise von konjunkturellen Schwankungen betroffen, da die Nachfrage im Gesundheitswesen anderen Gesetzmäßigkeiten folgt. Trotzdem unterliegt auch das operative Geschäft von Eckert & Ziegler den globalen Konjunkturrhythmen. Das gilt insbesondere, wenn durch Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte Großprojekte in staatlichen Institutionen gestrichen werden oder versucht wird, die Ausgaben im Gesundheitsbereich administrativ zu reduzieren.

Von den übrigen Rahmenbedingungen ist ansonsten der Wechselkurs des amerikanischen Dollars zum Euro für Eckert & Ziegler von Bedeutung. Da wesentliche Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge vom Segment Isotope Products erwirtschaftet werden, das in den USA beheimatet ist, schlagen schon kleine Änderungen im Wechselkurs spürbar auf Umsätze und Aufwendungen der Gruppe durch. Da sowohl Umsätze als auch Aufwendungen in USD anfallen ist die Auswirkung auf den Ertrag entsprechend geringer.

Im Jahr 2017 lag der gewichtete Durchschnittskurs bei 1,12 USD pro Euro und damit nur leicht über dem Vorjahreswert von 1,10 USD pro Euro. Zur Zeit der Aufstellung des Konzernabschlusses notiert der Wechselkurs bei etwa 1,24 USD, der im historischen Vergleich (ein ähnliches Kursniveau wurde vor 2015 zuletzt im Jahr 2013 erreicht) als ungünstig für die Kennzahlen von Eckert & Ziegler einzuschätzen ist.

Aus diesen Währungsschwankungen ergaben sich nur leichte negative Effekte. Eine Prognose des Wechselkurses für den Rest des Jahres 2018 ist schwierig und hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, darunter der Haushaltsentwicklung und der geopolitischen Lage in Asien und im Mittleren Osten. Die politische Lage in den südeuropäischen Ländern hat sich stabilisiert. Das Haushalts- und Handelsbilanzdefizit der USA wird als nicht maßgeblich eingeschätzt. Der Konsens verschiedener Wirtschaftsforscher für den Jahresendkurs 2018, der von der Consensus Economics, Inc. zuletzt ermittelt wurde, liegt bei 1,20 USD pro Euro. Solange sich der Wechselkurs in der Bandbreite der letzten Jahre bewegt, sind die Schwankungen für Eckert & Ziegler handhabbar und haben keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern.

Vor dem Hintergrund dieser Annahmen zu Konjunktur und Wechselkurs ergeben sich folgende Prognosen:

4.3 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Isotope Products

Das Segment Isotope Products zeichnet sich durch stabile Umsätze und Erträge bei begrenzten organischen Wachstumsmöglichkeiten aus. Allerdings wird erwartet, dass der gute Umsatz in 2018 weiter gesteigert werden kann und rund 102,0 Mio. Euro erreicht. Das EBIT soll etwa 10,8 Mio. Euro betragen. Grund ist eine positive Erwartung für den Ölpreis und damit verbundene höhere Umsätze mit Industriequellen. Außerdem wird ein steigendes Chinageschäft erwartet.

4.4 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Strahlentherapie

Im Segment Strahlentherapie wird mit steigenden Umsätzen im Afterloadergeschäft gerechnet. Steigende Rohstoffpreise und eine wirtschaftliche Erholung der Zielmärkte in Südamerika, Afrika und Asien konnten bereits im 4. Quartal 2017 die Umsätze beflügeln. Darüber hinaus wird ein leichtes aber stabiles Wachstum bei ophthalmologischen Produkten erwartet, während die Umsätze mit Seeds leicht nachgeben. Der Umsatz soll auf 26,7 Mio. Euro und das EBIT auf 1,7 Mio. Euro ansteigen.

4.5 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Radiopharma

Die positive Entwicklung aller Hauptproduktgruppen soll sich fortsetzen. Im Segment Radiopharma sollen die Umsätze auf über 27,0 Mio. Euro wachsen. Das EBIT soll ca. 6,0 Mio. Euro erreichen.

4.6 Künftige Geschäftsentwicklung der Holding

Im Segment Sonstige werden konstante Umsätze bei einem etwa gleichbleibenden EBIT von rund minus 1,3 Mio. Euro erwartet.

4.7 Künftige Geschäftsentwicklung im Konzern

In der Summe wird für das Geschäftsjahr 2018 ein steigender Umsatz auf etwa 155,0 Mio. Euro und ein EBIT von rund 18,5 Mio. Euro erwartet. Daraus sollte sich ein Konzerngewinn von etwa 11,6 Mio. Euro oder 2,20 Euro je Aktie ergeben. Die Prognosen stehen unter dem Vorbehalt eines Wechselkurses von höchstens 1,15 USD pro Euro.

4.8 Künftige Geschäftsentwicklung der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Im Vorjahr wurden für die Holding konstante Erträge für Dienstleistungen und Aufwendungen, ein operativer Verlust von 0,5 Mio. Euro und ein Jahresüberschuss von ca. 4,2 Mio. Euro geplant. Im Geschäftsjahr wurden um 1,4 Mio. Euro höhere Erträge aus Dienstleistungen erzielt. Sonstige betriebliche Erträge fielen um 1,8 Mio. Euro höher aus. Dagegen stiegen die Aufwendungen gegenüber dem Plan um 0,1 Mio. Euro. Zinserträge waren um 0,5 Mio. Euro geringer und Steuern um 0,9 Mio. Euro höher. Es wurde ein Jahresüberschuss von 8,9 Mio. Euro erzielt und damit 5,1 Mio. Euro mehr als geplant.

Die Planung der Holding für das Jahr 2018 geht von um 0,3 Mio. Euro niedrigeren Erträgen aus Dienstleistungen aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge werden sich wieder wie in den Vorjahren entwickeln und damit 1,6 Mio. Euro niedriger ausfallen als noch 2017. Ein Sonderertrag wie in 2017 ist nicht geplant. Die Aufwendungen werden im Plan um 0,7 Mio. Euro höher angesetzt. Die Gesellschaft wird operativ mit einem Verlust geplant. Zinserträge werden nicht geplant, da die ausgegebenen Darlehen größtenteils zurückgezahlt wurden. Dividendenerträge und Gewinnabführungen werden mit 6,7 Mio. Euro angesetzt. In der Summe wird ein Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2018 von ca. 5,7 Mio. Euro erwartet, der eine konstante Dividendenausschüttung an die Aktionäre ermöglichen wird.

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1 Nicht finanzielle Berichterstattung

Eckert & Ziegler stellt sich dem Anspruch, sein unternehmerisches Handeln nachhaltig an einem ausgewogenen Verhältnis von ökonomischen, sozialen und ökologischen Aspekten auszurichten. Nur so können wir den langfristigen Erfolg des Unternehmens sichern. Für weitergehende Informationen finden Sie unseren Nachhaltigkeitsbericht auf unserer Internetseite www.ezag.de > Investoren > Berichte.

5.2 Vergütungsbericht

5.2.1 Grundzüge des Vergütungssystems

Das System der Vorstandsvergütung ist darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu setzen. Wesentlicher Aspekt des Vergütungssystems ist dabei, dass neben fixen Vergütungsteilen auch variable Vergütungsteile mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage vereinbart werden, sodass die Mitglieder des Vorstandes sowohl an positiven als auch an negativen Entwicklungen angemessen beteiligt sind.

Bei der Festlegung der Gesamtvergütung sowie der Aufteilung auf einzelne Vergütungsteile werden insbesondere der dem jeweiligen Vorstandsmitglied übertragene Verantwortungsbereich und die persönliche Leistung bewertet. Des Weiteren werden die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens in die Bewertung einbezogen. Schließlich soll die Vergütung auch im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld und zur Vergütungsstruktur im Unternehmen, sowohl im Verhältnis zum oberen Führungskreis als auch zur Belegschaft, attraktiv und angemessen sein.

Die Gesamtvergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstandes sowie das Vergütungssystem werden vom Aufsichtsrat für einen mehrjährigen Zeitraum festgesetzt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Ziel ist eine Vergütungsstruktur, die auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist. Im Hinblick auf die Bestimmungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wurden die Vorstandsverträge mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2011 angepasst, sodass die variablen Vergütungsteile nunmehr grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und Höchstbeträge aufweisen. Eingeführt wurde zugleich die Möglichkeit, die Vergütung des Vorstandes für den Zeitraum der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens auf eine angemessene Höhe herabsetzen zu können. Die fixen Vergütungsteile werden monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten außerdem Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen, die allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zustehen, jedoch in der Höhe je nach der persönlichen Situation variieren können. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern.

Als variable Vergütungsteile werden Tantiemen mit grundsätzlich mehrjähriger Bemessungsgrundlage vereinbart. Diese basieren auf einem Prozentsatz vom kumulierten EBIT bzw. Jahresüberschuss des direkten Verantwortungsbereichs, der über einen definierten, mehrjährigen Zeitraum betrachtet wird. Nach Feststellung des Jahresabschlusses werden jährlich Abschlagszahlungen geleistet; die Endabrechnung erfolgt am Ende des vereinbarten Zeitraums. Daneben können auch variable Vergütungsteile vereinbart werden, die lediglich auf einer jährlichen Erfolgsbetrachtung und damit entweder auf einer konkreten Zielerreichung oder einer prozentualen Beteiligung am Jahresergebnis basieren. Die variablen Vergütungsteile sehen betragsmäßige Höchstgrenzen vor.

Für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds sind keine Abfindungen vereinbart worden. Für zwei Vorstandsmitglieder wurden jedoch Wettbewerbsklauseln vereinbart, wonach ein Teil des Fixgehalts über eine bestimmte Dauer als Entschädigung für das Verbot einer Beschäftigung in der Branche zu zahlen ist. Es bestehen keine Versorgungszusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit bei der Gesellschaft. Allerdings gewährt die Gesellschaft zwei im Berichtsjahr aktiven Mitgliedern des Vorstandes eine betriebliche Altersversorgung im Wege einer sogenannten rückgedeckten Unterstützungskasse, die durch Entgeltumwandlung finanziert wird.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 10.000 Euro. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieses Betrages.

Besteht die Mitgliedschaft nicht ein ganzes Geschäftsjahr, erhält das jeweilige Mitglied die Vergütung zeitanteilig.

Über die feste jährliche Vergütung hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für jede Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 Euro.

5.2.2 Gesamtbezüge des Vorstandes

Die folgende Tabelle zeigt die im Geschäftsjahr und im Vorjahr gewährten und geflossenen Vorstandsvergütungen. Da kein Vorstand Aktienoptionszusagen und Pensionszusagen erhalten hat, entsprechen die gewährten den geflossenen Vergütungen.

Dr. Andreas Eckert Dr. Harald Hasselmann Dr. André Heß
Vorstandsvorsitzender
EZAG
Vorstandsmitglied
Segment Strahlentherapie
Vorstandsmitglied
Segment Radiopharma
Datum Eintritt: 03.07.1997 Datum Eintritt: 01.01.2017 Datum Eintritt: 01.03.2008
Werte in Euro 2016 2017 Min Max 2016 2017 Min Max 2016 2017 Min Max
Festvergütung 300.000 300.000 300.000 300.000 0 189.236 189.236 189.236 208.012 216.000 216.000 216.000
Nebenleistungen 33.537 34.961 34.961 34.961 0 34.294 34.294 34.294 31.364 33.095 33.095 33.095
Summe 333.537 334.961 334.961 334.961 0 223.531 223.531 223.531 239.376 249.095 249.095 249.095
Erfindervergütung 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige
variable Vergütung
253.035 340.000 0 500.000 0 121.040 0 150.000 197.193 255.000 0 300.000
Tantieme auf
Konzern-EBIT
(5 Jahre)
253.035 340.000 0 500.000
Tantieme auf
Konzern Jahres
überschuss ohne das
Segment Strahlen
therapie (3 Jahre)
0 100.000 0 100.000
Tantieme auf
Jahresüberschuss
Segment Strahlen
therapie (3 Jahre)
0 21.040 0 50.000
Tantieme auf
Konzern-EBT ohne
das Segment
Radiopharma
(3 Jahre)
44.374 55.000 0 100.000
Tantieme auf
Segment-EBT
Radiopharma
(3 Jahre)
152.819 200.000 0 200.000
Summe 253.035 340.000 0 500.000 0 121.040 0 150.000 197.193 255.000 0 300.000
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 586.572 674.961 334.961 834.961 0 344.571 223.531 373.531 436.569 504.095 249.095 549.095

Die Festvergütungen sowie die variablen Vergütungen der Vorstandsmitglieder Dr. Harald Hasselmann und Dr. André Heß sind nicht im Personalaufwand der AG enthalten, da diese Vergütungen über Tochtergesellschaften abgerechnet werden.

Die variablen Vergütungen können im Einzelfall geringer oder höher als die ausgewiesenen Minimal- bzw. Maximalbeträge ausfallen, weil der Abgleich der Deckelungen grundsätzlich kumulativ über die Vertragsdauer erfolgt und die angegebenen Minimal- und Maximalbeträge als Jahresdurchschnitt zu verstehen sind.

Die ausgewiesenen variablen Vergütungen des Jahres 2017 beziehen sich auf die finalen Abschlusskennzahlen und werden in dieser Höhe im Jahr 2018 ausgezahlt. Aufgrund der Iterations-Problematik können die in der Bilanz zum 31. Dezember 2017 enthaltenen Tantiemen-Rückstellungen leicht abweichen.

Die Pensionsrückstellungen betreffen in Höhe von 432 Tsd. Euro (Vorjahr: 475 Tsd. Euro) ein ehemaliges Vorstandsmitglied. Nach HGB bilanziert, haben die Pensionsrückstellungen, die ein ehemaliges Vorstandsmitglied betreffen, einen Wert von 375 Tsd. Euro (Vorjahr: 375 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr 2017 sind an dieses ehemalige Vorstandsmitglied Pensionszahlungen in Höhe von 32 Tsd. Euro (2016: 32 Tsd. Euro) geleistet worden.

5.2.3 Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

Für das Geschäftsjahr 2017 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von 74 Tsd. Euro (2016: 75 Tsd. Euro) und Sitzungsgelder in Höhe von 27 Tsd. Euro (2016: 28 Tsd. Euro). Das entspricht einem Gesamtaufwand von 101 Tsd. Euro (2016: 103 Tsd. Euro).

Name
Tsd. Euro
Vergütete
Funktion
Feste
Vergütung
Sitzungsgelder Summe
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender des 20 4 24
Aufsichtsrates (2016: 20) (2016: 5) (2016: 25)
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs bis 31.5.2017:
Stellv. Vorsitzender
des Aufsichtsrates
6
(2016: 15)
3
(2016: 5)
9
(2016: 20)
Prof. Dr. Helmut Grothe ab 31.7.2017:
Stellv. Vorsitzender,
davor Mitglied des
Aufsichtsrates
12
(2016: 10)
5
(2016: 6)
17
(2016: 15)
Hans-Jörg Hinke Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2016: 10) (2016: 4) (2016: 14)
Dr. Gudrun Erzgräber Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2016: 10) (2016: 5) (2016: 15)
Prof. Dr. Detlev Ganten Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2016: 10) (2016: 4) (2016: 14)
Albert Rupprecht ab 31.5.2017:
Mitglied des
Aufsichtsrates
6
(2016: 0)
2
(2016: 0)
8
(2016: 0)

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen dabei folgende Einzelvergütungen:

Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen oder Vorteile gewährt.

Im Vorjahr wurde ein im Vorfeld vom Aufsichtsrat genehmigter Beratungsvertrag mit der Unternehmungsberatungsgesellschaft eines Mitgliedes des Aufsichtsrates abgeschlossen. Im Rahmen des Vertrages wurden Beratungsleistungen in Höhe von 0,07 Mio. Euro in Anspruch genommen.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss oder Nominierungsausschuss eingerichtet. Die Notwendigkeit der Bildung von Ausschüssen, insbesondere eines Prüfungsausschusses oder eines Nominierungsausschusses, wird vom Aufsichtsrat aufgrund der geringen Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder sowie der spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens als nicht vordringlich angesehen. Sämtliche Aufgaben dieser Ausschüsse werden deshalb vom Aufsichtsrat als Gesamtgremium wahrgenommen.

5.3 Übernahmerechtliche Angaben

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2017 5.292.983 Euro (Vorjahr: 5.292.983 Euro) und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Aktien mit Mehrfachstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten sowie Höchststimmrechte existieren nicht.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht beträgt 3%. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft wie folgt mitgeteilt worden:

Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Andreas Eckert, hielt zum 31. Dezember 2017 mittelbar durch die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH, Panketal, eine Beteiligung in Höhe von 1.692.990 Aktien und unmittelbar eine Beteiligung in Höhe von 12.001 Aktien, die insgesamt 32,24% des Grundkapitals der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG von 5.292.983 Stück darstellen. Der Gesamtbesitz der übrigen Mitglieder des Vorstandes sowie der Mitglieder des Aufsichtsrates an den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ausgegebenen Aktien lag zum 31. Dezember 2017 unter 1% des Grundkapitals.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.

Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes ist in § 84 AktG geregelt. Danach werden die Mitglieder des Vorstandes vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstandes zum Vorsitzenden ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser kann beispielsweise in einer groben Pflichtverletzung, der Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder dem Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung liegen.

Der Vorstand besteht gemäß § 6 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat bestimmt.

Die Satzung enthält grundlegende Bestimmungen zur Verfassung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung kann gemäß § 179 AktG grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung erfolgen, die eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 300 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2009 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32 Tsd. Euro durch Ausgabe von 31.650 Stückaktien Gebrauch gemacht. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 33 Tsd. Euro durch Ausgabe von 32.700 Stückaktien Gebrauch gemacht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639 Tsd. Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 2. Juni 2020 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteilen der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder welche ihr nach §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2016 ist der Vorstand ermächtigt das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juni 2021 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt Euro 1.500.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Dies entspricht knapp 30% des Grundkapitals.

Bei der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2016 haben die Aktionäre grundsätzlich ein Bezugsrecht. Die neuen Aktien können auch von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Dieses Bezugsrecht soll mit Zustimmung des Aufsichtsrats jedoch in vier Fällen ausgeschlossen werden können:

Das Bezugsrecht soll zunächst für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden können. Damit soll die Abwicklung einer Emission mit einem grundsätzlichen Bezugsrecht der Aktionäre erleichtert werden. Spitzenbeträge können sich aus dem jeweiligen Emissionsvolumen und der Notwendigkeit eines handhabbaren Bezugsverhältnisses ergeben. Der Wert solcher Spitzenbeträge ist für den einzelnen Aktionär in der Regel gering, während der Aufwand für die Emission ohne einen solchen Ausschluss deutlich höher ist. Auch der mögliche Verwässerungseffekt ist wegen der Beschränkung auf Spitzenbeträge zu vernachlässigen. Die aufgrund der Spitzenbeträge vom Bezugsrecht ausgeschlossenen neuen Aktien werden bestmöglich für die Gesellschaft verwertet. Der Ausschluss des Bezugsrechts dient daher der Praktikabilität und der erleichterten Durchführung einer Emission.

Das Bezugsrecht soll ausgeschlossen werden können, wenn die neuen Aktien bei Barkapitalerhöhungen gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu einem Betrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung versetzt die Gesellschaft in die Lage, Marktchancen in ihren verschiedenen Geschäftsfeldern schnell und flexibel zu nutzen und einen hierbei entstehenden Kapitalbedarf gegebenenfalls auch sehr kurzfristig zu decken. Der Ausschluss des Bezugsrechts ermöglicht dabei nicht nur ein zeitnäheres Agieren, sondern auch eine Platzierung der Aktien zu einem börsenkursnahen Preis, also ohne den bei Bezugsrechtsemissionen in der Regel erforderlichen Abschlag. Dies führt zu höheren Emissionserlösen zum Wohle der Gesellschaft. Zusätzlich kann mit einer derartigen Platzierung die Gewinnung neuer Aktionärsgruppen angestrebt werden. Das AktG zieht keine feste Grenze für den Abschlag. Bei Ausnutzung der Ermächtigung wird der Vorstand den Abschlag – mit Zustimmung des Aufsichtsrats – so niedrig bemessen, wie das nach den im Zeitpunkt der Platzierung vorherrschenden Marktbedingungen möglich ist. Ein Abschlag von 3% bis maximal 5% des aktuellen Börsenkurses wird in der Regel nicht als wesentliche Unterschreitung anzusehen sein. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung. Auf diese Begrenzung ist die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, sofern sie während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Durch diese Vorgabe wird im Einklang mit der gesetzlichen Regelung dem Bedürfnis der Aktionäre nach einem Verwässerungsschutz für ihren Anteilsbesitz Rechnung getragen. Jeder Aktionär hat aufgrund der Begrenzung des Umfangs der bezugsrechtsfreien Kapitalerhöhung grundsätzlich die Möglichkeit, die zur Aufrechterhaltung seiner Anteilsquote erforderlichen Aktien zu annähernd gleichen Bedingungen über die Börse zu erwerben. Es ist daher sichergestellt, dass in Übereinstimmung mit der gesetzlichen Wertung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG die Vermögens- wie auch Stimmrechtsinteressen bei einer Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts angemessen gewahrt bleiben, während der Gesellschaft im Interesse aller Aktionäre weitere Handlungsspielräume eröffnet werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre soll ferner bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgeschlossen werden können. Damit wird der Vorstand in die Lage versetzt, Aktien der Gesellschaft in geeigneten Einzelfällen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen einzusetzen. So kann sich in Verhandlungen die Notwendigkeit ergeben, als Gegenleistung nicht Geld, sondern Aktien anzubieten. Die Möglichkeit, Aktien der Gesellschaft als Gegenleistung anbieten zu können, schafft damit einen Vorteil im Wettbewerb um interessante Akquisitionsobjekte sowie den notwendigen Spielraum, sich bietende Gelegenheiten zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen liquiditätsschonend zu nutzen. Auch unter dem Gesichtspunkt einer optimalen Finanzierungsstruktur kann die Gewährung von Aktien sinnvoll sein. Der Gesellschaft erwächst dadurch kein Nachteil, da die Emission von Aktien gegen Sachleistung voraussetzt, dass der Wert der Sachleistung in einem angemessenen Verhältnis zum Wert der Aktien steht. Der Vorstand wird bei der Festlegung der Bewertungsrelation sicherstellen, dass die Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre angemessen gewahrt bleiben und ein angemessener Ausgabebetrag für die neuen Aktien erzielt wird.

Der Vorstand wird in jedem Einzelfall sorgfältig prüfen, ob er von der Ermächtigung zur Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Gebrauch machen wird. Eine Ausnutzung dieser Möglichkeit wird nur dann erfolgen, wenn dies nach Einschätzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Interesse der Gesellschaft und damit ihrer Aktionäre liegt. Der Vorstand wird über die Ausnutzung des genehmigten Kapitals in der jeweils nächsten Hauptversammlung Bericht erstatten.

Zum 31. Dezember 2017 hält die Gesellschaft 4.818 (2016: 4.818) eigene Aktien zum Nennbetrag von 5 Tsd. Euro, die in der Bilanz vom gezeichneten offen Kapital abgesetzt sind. Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. Weiterhin bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes.

5.4 Erklärung zur Unternehmensführung (§§ 289a, 315 Abs. 5 Satz 1 HGB)

Die Gesellschaft hat eine Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben, die auf der Webseite unter www.ezag.de > Investoren > Gute Unternehmensführung > Erklärung zur Unternehmensführung einsehbar ist.

5.5 Abhängigkeitsbericht

Es wurde ein Abhängigkeitsbericht mit folgender Erklärung des Vorstandes erstellt:

"Wir erklären, dass die EZAG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."

5.6 Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jahresabschlusses und des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, den 20. März 2018

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. André Heß Dr. Harald Hasselmann

FINANZTEIL

KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 69
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG 70
KONZERNBILANZ 71
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 72
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 74
KONZERNANHANG 75
GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN 75
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 92
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ 103
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 125
SONSTIGE ANGABEN 127
ANGABEN GEMÄSS § 315A ABS. 1 HGB 139
140

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS 142

EINZELABSCHLUSS DER ECKERT & ZIEGLER AG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 150
BILANZ 151

KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Tsd. Euro Anhang 2016 2017
Umsatzerlöse 6. 119.868 138.631
Umsatzkosten 7. –60.266 –74.766
Bruttoergebnis vom Umsatz 59.602 63.865
Vertriebskosten 8. –18.134 –20.028
Allgemeine Verwaltungskosten 9. –24.726 –23.938
Sonstige betriebliche Erträge 12. 3.498 3.784
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13. –5.000 –4.497
Betriebsergebnis 15.240 19.186
Währungsgewinne 15. 1.604 233
Währungsverluste 15. –707 –1.447
Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 16.137 17.972
Zinserträge 16. 445 252
Zinsaufwendungen 16. –1.163 –881
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 15.419 17.343
Ertragsteuern 17. –4.971 –5.320
Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 10.448 12.023
Gewinn bzw. Verluste aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, netto –662 3.099
Konzernergebnis aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen 9.786 15.122
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn (+)/ Verlust (–) 18. 236 421
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 9.550 14.701
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen 19.
Unverwässert (Euro je Aktie) 1,81 2,78
Verwässert (Euro je Aktie) 1,81 2,78
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen 19.
Unverwässert (Euro je Aktie) 1,93 2,19
Verwässert (Euro je Aktie) 1,93 2,19
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert – in Tausend Stück) 5.288 5.288
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert – in Tausend Stück) 5.288 5.288
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG
Tsd. Euro Anhang 2016 2017
Konzernergebnis 9.786 15.122
davon auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallend 9.550 14.701
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn (+)/ Verlust (–) 236 421
Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
während des Geschäftsjahres eingetreten sind
1.065 –4.041
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag –112 –223
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 28. 953 –4.264
953 –4.264
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden
Veränderung der versicherungsmathematischen
Gewinne (+)/Verluste (–) aus leistungsorientierten Pensionszusagen
–1.122 302
Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung 28., 31. –1.122 302
Latente Steuern 348 –95
–774 207
Sonstiges Gesamtergebnis nach Steuern 179 –4.057
Konzerngesamtergebnis 9.965 11.065
Vom Konzerngesamtergebnis entfallen auf:
die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 9.729 10.641
Nicht beherrschende Anteile 236 424
KONZERNBILANZ
Tsd. Euro Anhang 31.12.2016 31.12.2017
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 20. 40.422 41.333
Übrige Immaterielle Vermögenswerte 20. 12.542 10.106
Sachanlagen 21. 37.823 33.829
Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen 22. 2.872 3.202
Aktive Latente Steuern 17. 9.000 8.841
Übrige langfristige Vermögenswerte 23. 2.860 3.848
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 105.519 101.159
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 24. 36.567 57.707
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25. 23.208 24.305
Vorräte 26. 25.100 26.768
Ertragsteuerforderungen 17., 27. 1.270 1.598
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 27. 7.801 5.450
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 93.946 115.828
Bilanzsumme 199.465 216.987
Passiva
Eigenkapital 28.
Gezeichnetes Kapital 5.293 5.293
Kapitalrücklagen 53.500 53.500
Gewinnrücklagen 44.997 56.208
Übrige Rücklagen 1.427 –2.633
Eigene Anteile –27 –27
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zustehendes Eigenkapital 105.190 112.341
Nicht beherrschende Anteile 18. 4.887 5.176
Summe Eigenkapital 110.077 117.517
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehensverbindlichkeiten 29. 4.138 46
Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (langfristig) 30. 1.524 3.152
Passive Latente Steuern 17. 3.297 2.306
Rückstellungen für Pensionen 31. 11.802 11.675
Übrige langfristige Rückstellungen 32. 31.515 45.499
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 33. 3.481 2.848
Langfristige Schulden, gesamt 55.757 65.526
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten 29. 7.520 1.687
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.390 4.504
Erhaltene Anzahlungen 1.441 5.859
Abgrenzungen von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (kurzfristig) 30. 147 171
Ertragssteuerverbindlichkeiten 17. 2.307 4.096
Übrige kurzfristige Rückstellungen 32. 3.743 3.163
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 34. 12.083 14.464
Kurzfristige Schulden, gesamt 33.631 33.944
Bilanzsumme 199.465 216.987

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG Kumuliertes übriges

Stammaktien Gesamtergebnis

Beträge in Tsd. Euro, ausgenommen Aktienanzahl Anzahl Nominalwert Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Stand 1. Januar 2017 5.292.983 5.293 53.500 44.997
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten
Aufwendungen und Erträge
0 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0 14.701
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 14.701
Dividendenzahlung bzw. -beschluss 0 0 0 –3.490
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2017 5.292.983 5.293 53.500 56.208

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG Kumuliertes übriges

Stammaktien Gesamtergebnis

Anzahl Nominalwert Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
5.292.983 5.293 53.500 39.681
0 0 0 0
0 0 0 9.550
0 0 0 9.550
0 0 0 –3.173
0 0 0 –1.061
5.292.983 5.293 53.500 44.997
Kumuliertes übriges
Gesamtergebnis
Unrealisiertes
Ergebnis
versicherungs
mathematischer
Gewinne/Verluste
Fremdwährungs
umrechnungs
differenzen
Eigene
Anteile
Auf Aktionäre
der Eckert & Ziegler
Strahlen- und
Medizintechnik AG
entfallendes
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Konzern
Eigenkapital
–3.056 4.483 –27 105.190 4.887 110.077
207 –4.267 0 –4.060 3 –4.057
0
0
0 14.701 421 15.122
207 –4.267 0 10.641 424 11.065
0
0
0 –3.490 –155 –3.645
0
0
0 0 20 20
–2.849 216 –27 112.341 5.176 117.517
Kumuliertes übriges
Gesamtergebnis
Unrealisiertes
Ergebnis
versicherungs
mathematischer
Gewinne/Verluste
Fremdwährungs
umrechnungs
differenzen
Eigene
Anteile
Auf Aktionäre
der Eckert & Ziegler
Strahlen- und
Medizintechnik AG
entfallendes
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Konzern
Eigenkapital
–2.282 3.530 –27 99.695 4.973 104.668
–774 953 0 179 0 179
0 0 0 9.550 236 9.786
–774 953 0 9.729 236 9.965
0 0 0 –3.173 0 –3.173
0 0 0 –1.061 –322 –1.383
–3.056 4.483 –27 105.190 4.887 110.077
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
Tsd. Euro Anhang 2016 2017
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: 36.
Konzernergebnis 9.786 15.122
Anpassungen für:
Abschreibungen und Wertminderungen 8.737 8.645
Ertragsteueraufwand 4.245 5.270
Ertragsteuerzahlungen –5.124 –6.057
Nicht zahlungswirksame Erträge aus der Auflösung abgegrenzter Zuschüsse –158 –136
Gewinn(–)/Verlust(+) aus dem Abgang von Anlagevermögen 699 70
Gewinn aus dem Verkauf von at-equity konsolidierten Unternehmen –4.710
Veränderung der langfristigen Rückstellungen,
sonstige langfristige Verbindlichkeiten
192 1.939
Veränderung der übrigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen 2.446 –154
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge 1.932 1.365
Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva:
Forderungen –13 2.353
Vorräte 434 –230
Veränderung der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte 1.394 854
Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen –4.738 2.496
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 19.832 26.827
Cashflow aus der Investitionstätigkeit: 37.
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –5.332 –4.160
Einnahmen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen 333 843
Ausgaben für Akquisitionen (abzüglich übernommener Zahlungsmittel) –225 –5.454
Ausgaben für den Erwerb von Beteiligungen –303 –500
Einnahmen aus dem Verkauf von Anteilen an konsolidierten Unternehmen 12.286
Einnahmen aus dem Verkauf von at-equity konsolidierten Unternehmen 2.098
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit –5.527 5.113
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: 38.
Gezahlte Dividenden –3.173 –3.490
Ausschüttung Anteile Dritter –420 –155
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 535 178
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen –4.420 –5.475
Kauf von Eigenkapitalinstrumenten von Tochterunternehmen –1.633 –575
Erhaltene Zinsen 360 113
Gezahlte Zinsen –772 –551
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit –9.523 –9.955
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes 319 –845
Zunahme/Abnahme des Finanzmittelbestandes 5.101 21.140
Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode 31.466 36.567
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 36.567 57.707

KONZERNANHANG GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 29. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

1 | ORGANISATION UND BESCHREIBUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin (im folgenden "Eckert & Ziegler AG" genannt), ist eine Holdinggesellschaft, deren spezialisierte Tochterunternehmen sich weltweit mit der Verarbeitung von Radioisotopen und der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika oder verwandten Produkten beschäftigen. Hauptanwendungsgebiete für die Erzeugnisse der Gruppe sind die Medizintechnik, insbesondere die Krebstherapie, sowie die nuklearmedizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik. In diesen Bereichen wenden sich die Eckert & Ziegler AG und ihre Tochterunternehmen unter anderem an Strahlentherapeuten und Radioonkologen sowie an Nuklearmediziner.

Der Konzern agiert in einem Markt, der durch schnellen technologischen Fortschritt, erheblichen Forschungsaufwand und ständig neue wissenschaftliche Entdeckungen gekennzeichnet ist. Dieser Markt unterliegt der Kontrollaufsicht durch Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Zu den zuständigen Kontrollbehörden gehören das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), der TÜV Nord CERT GmbH, Essen, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die entsprechenden ausländischen Institutionen, z.B. die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) oder die Nuclear Regulatory Commission (NRC). Deshalb haben Änderungen in der Technologie und in den Produkten, die zur Krebsbehandlung und zur nuklearmedizinischen Bildgebung eingesetzt werden, die staatlichen Bestimmungen in der Branche, in der die Eckert & Ziegler AG sich betätigt sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen direkte Auswirkungen auf den Konzern.

2 | GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2017 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle am Abschlussstichtag in der EU anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) bzw. des Standing Interpretations Committee (SIC) berücksichtigt. Zudem wurden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die Berichtswährung ist Euro. Die im Konzernabschluss dargestellten Beträge wurden auf tausend Euro gerundet.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Eckert & Ziegler AG entspricht, aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Das sonstige Ergebnis wurde in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Berlin Charlottenburg unter der Nr. HRB 64997 B registriert. Der zum 31. Dezember 2017 aufgestellte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

3 | WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für die Vergleichsinformationen des Vorjahres verwendet wurden.

Ausweis – Gemäß IAS 1.56 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen kurzund langfristigen Vermögenswerten sowie kurz- und langfristigen Schulden unterschieden.

Beurteilungen und Schätzungen – Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden für die Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, den Bestand sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die Sensitivität der Buchwerte hinsichtlich der Annahmen und der Schätzungen, die der Berechnung der Buchwerte zugrunde liegen, wurde anhand von Sensitivitätsanalysen untersucht. Im Falle einer signifikanten Auswirkung von Schätzungsänderungen, werden Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht.

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht.

Geschäfts- oder Firmenwerte – Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Geschäftsbetrieb den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) des erworbenen Nettovermögens übersteigt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben sondern entsprechend den Regelungen des IAS 36 jährlich mindestens einmal einem Impairmenttest unterzogen.

Übrige Immaterielle Vermögenswerte – Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Kundenbeziehungen, aktivierte Entwicklungskosten, Patente, Technologien, Wettbewerbsverbote, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen. Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die ab dem Zeitpunkt anfallen, an dem sämtliche Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojektes werden aktivierte Entwicklungskosten über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen der aktivierten Entwicklungskosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Forschungskosten sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.

KONZERNANHANG GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und, sofern es sich um immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer handelt, über ihre jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für die abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte werden folgende Nutzungsdauern angenommen:

selbst erstellt erworben
Kundenbeziehungen 8 bis 15 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 3 bis 10 Jahre
Patente, Zulassungen, Warenzeichen etc. 6 bis 20 Jahre 10 Jahre
Sonstige 3 bis 5 Jahre 3 bis 5 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann.

Sachanlagen – Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Ausrüstungen und Anlagen umfassen sämtliche direkte Kosten und die zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten und – soweit die Voraussetzungen nach IAS 23 gegeben sind – Finanzierungskosten. Soweit vorhanden, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswertes und die Wiederherstellung des Standortes. Selbst erstellte Anlagen betreffen im Wesentlichen Produktionslinien. Der Abschreibungsaufwand wird auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt. Angenommen werden folgende Nutzungsdauern:

Gebäude 25 bis 45 Jahre
Mietereinbauten 10 bis 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre
Grundstücke werden nicht abgeschrieben

Bei Verschrottung oder Verkauf werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Anlagegegenstände ebenso wie die zugehörigen kumulierten Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen ausgebucht und die aus dem Abgang resultierenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam erfasst.

Ein signifikanter Anteil der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns wird für die Herstellung der Produkte genutzt. Der Vorstand beurteilt unter Berücksichtigung auslösender Ereignisse des Geschäftsumfelds die Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte. Der Vorstand geht davon aus, dass zum 31. Dezember 2017 keine Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit vorliegen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Beurteilungen des Vorstands in Bezug auf die Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns auf Grund von Änderungen im technologischen und behördlichen Umfeld auch kurzfristig ändern können.

Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden vorgenommen, sofern aufgrund bestimmter Ereignisse oder veränderter Umstände der Buchwert der Vermögenswerte den erzielbaren Betrag dieser Vermögenswerte übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.

Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert des Vermögenswertes übersteigt. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme vorheriger Wertminderungen ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf einen wertgeminderten Geschäfts- oder Firmenwert erfolgt nicht.

Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests werden die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien der Unternehmens- und Geschäftserwerbe profitieren. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugt, und weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten ist. Die CGUs entsprechen in den Segmenten Strahlentherapie und Isotope Products jeweils dem Segment. Im Segment Radiopharma wurden bisher zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (Zyklotron- und Gerätesparte). Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Zyklotronsparte veräußert, so dass auch im Segment Radiopharma nur noch eine zahlungsmittelgenerierende Einheit existiert.

Der Vorstand erachtet Beträge, die 10% des gesamten Geschäfts- oder Firmenwertes des Konzerns übersteigen, als signifikant. Diesem Kriterium entsprechen die CGUs der Segmente Isotope Products und Strahlentherapie.

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswertes anhand geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus den Mittelfristplanungen für die Segmente abgeleitet werden. Der Planungshorizont der Mittelfristplanungen beträgt fünf Jahre. Die Zahlungsströme nach der Detailplanungsphase werden unter Nutzung einer Wachstumsrate von 0%–1% extrapoliert, die das erwartete durchschnittliche Markt- oder Branchenwachstum nicht überschreitet.

Die Diskontierungssätze werden auf Basis des gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatzes (WACC) der jeweiligen CGU ermittelt. In den folgenden der Berechnung zugrundegelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:

Mittelfristplanung:

Die Mittelfristplanung basiert auf vergangenheitsbezogenen Erfahrungswerten und berücksichtigt geschäftssegmentspezifische Marktwachstumserwartungen.

Diskontierungssätze:

Die Kapitalisierungszinssätze wurden basierend auf den branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten ermittelt.

Wachstumsraten:

Den Wachstumsraten liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde.

Vorräte – Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Waren ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungsund Sozialbereichskosten. Finanzierungskosten werden auf Grund des kurzfristigen Herstellungsvorganges nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Als Bewertungsvereinfachung wird – sofern erforderlich – die Durchschnittsmethode angewandt.

Wertminderungen für veraltete oder Überhang-Vorräte werden auf der Grundlage einer Vorratsanalyse und der künftigen Absatzprognosen vorgenommen.

Forderungen – Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Forderungen nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne oder Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Forderungen wertgemindert sind.

KONZERNANHANG GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

Finanzanlagen – Finanzanlagen werden bei ihrem Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach erstmaliger Erfassung werden Finanzanlagen mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet.

Derivative Finanzinstrumente – Derivative Finanzinstrumente wie z.B. Swaps werden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Sie werden in der Konzernbilanz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden, da mangels Erfüllung der umfangreichen Dokumentationsanforderungen kein Ausweis als Bewertungseinheit erfolgt.

Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte – Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte betreffen von der US Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA, in einen Fonds eingezahlte Beträge, die der Sicherstellung der Erfüllung ihrer künftigen Sanierungsverpflichtungen für kontaminierte Anlagen dienen.

Des Weiteren unterliegen Vermögenswerte, die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, Verfügungsbeschränkungen.

Wir verweisen auf die Erläuterungen in den Teilen "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente", "Übrige langfristige Vermögenswerte" und "Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten".

Finanzmittelbestand – Der Konzern betrachtet sämtliche Bar- und Sichteinlagen sowie Zahlungsmitteläquivalente, die kurzfristig in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen (hochliquide Mittel) mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten als geldnahe Anlagen, die im Finanzmittelbestand ausgewiesen werden. Der Nennwert dieser Mittel wird auf Grund ihrer Kurzfristigkeit als ihr beizulegender Zeitwert (Fair Value) angesehen.

Finanzielle Verbindlichkeiten – Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Pensionsrückstellungen – Die Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) in Übereinstimmung mit IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer). Beim Anwartschaftsbarwertverfahren werden künftige Gehalts- und Rentenentwicklungen bei der Bemessung der Verpflichtung berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden seit dem 1. Januar 2009 zur Vereinheitlichung der konzernweiten Vorgehensweise unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst sowie vollständig in der Pensionsrückstellung ausgewiesen.

Rückstellungen – Die Rückstellungen sind insoweit gebildet, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt. Der Ansatz erfolgt, wenn die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Die als Rückstellungen angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden abgezinst.

Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen und Entsorgungsverpflichtungen – Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standortes sind nach IAS 16 Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit für die Kosten nach IAS 37 Rückstellungen zu bilden sind.

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen basieren auf den öffentlich rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen, radioaktiv kontaminierte Anlagegegenstände und Gebäude zu dekontaminieren, freizumessen und sie nach dem Gebrauch wieder gefahrlos zugänglich und nutzbar zu machen. Die Kostenschätzung beinhaltet demzufolge die Arbeitskosten für den Abbau der Anlagen, Kosten für die Aufbereitung der Abfälle, sodass sie entsorgt werden können, Reinigungskosten der Räume, Kosten für die Abnahme durch Sachverständige sowie die Abfallkosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden abgezinst.

Nach IAS 37 werden die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen auf Basis ihres Erfüllungsbetrages ermittelt. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt mit dem Barwert der am Abschlussstichtag erwarteten Ausgaben. Der Ermittlung der Rückbauverpflichtungen liegen verschiedene Annahmen zu Grunde, die auf Schätzungen beruhen. Dazu zählen Einschätzungen über benötigte Arbeitstage, Tagessätze und erwartete Sachkosten. Erwartete Kostensteigerungen bis zum Eintritt des Rückbaufalls sind in der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt. Der Wert der Verpflichtung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Bei Wertänderungen werden entsprechende Anpassungen der Sachanlagen und der Rückstellungen vorgenommen.

Ferner wird radioaktiver Abfall aus der laufenden Produktion sowie von Dritten übernommener radioaktiver Abfall erfasst und entsprechend der erwarteten Kosten für Entsorgung oder Aufbereitung bewertet. Dieser Aufwand wird unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Leasing – Es bestehen ausschließlich Operate-Leasing-Verträge. Die Aufwendungen aus Leasing werden entsprechend als Aufwand des jeweiligen Geschäftsjahres erfasst.

Ertragsrealisierung – Erträge aus Produktumsätzen werden gemäß IAS 18 im Zeitpunkt der Leistungserbringung realisiert, sofern eine vertragliche Vereinbarung zu einem fixen und bestimmbaren Preis vorliegt und mit einer Zahlung durch den Kunden gerechnet werden kann. Dem Kunden werden keine über die gesetzlichen Rechte hinausgehenden Garantie- oder Rückgaberechte eingeräumt. Lizenzgebühren werden in der Periode ertragswirksam vereinnahmt, für die sie gewährt werden.

Werbung – Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.

Forschung und Entwicklung – Forschungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) beim kumulativen Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu aktivieren. Die Abschreibungen der aktivierten Entwicklungskosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Ertragsteuern – Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Laufende oder latente Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die im sonstigen Konzernergebnis direkt im Eigenkapital erfasst werden. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. in Kürze geltenden Steuersätze berechnet. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 angesetzt, um die zukünftigen steuerlichen Auswirkungen widerzuspiegeln, die sich aus den temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva und den jeweiligen Werten in den Steuerbilanzen ergeben. Ferner werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden auf der Grundlage der gesetzlichen Steuersätze bemessen, die auf das steuerpflichtige Einkommen in den Jahren anwendbar sind, in denen sich diese zeitweiligen Differenzen voraussichtlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen einer Änderung der Steuersätze auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden in dem Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die Gesetzesänderungen verabschiedet wurden. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit eine Realisierung dieser Vermögenswerte wahrscheinlich ist. Aktive und passive latente Steuern werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen des IAS 12

saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern werden nach IAS 12 unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden ausgewiesen und unterliegen keiner Abzinsung.

Die laufenden Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet.

Investitionszuschüsse und andere Zuwendungen – Eine Erfassung von Zuwendungen erfolgt gemäß IAS 20.7 nur dann, wenn das Unternehmen die mit der Zuschussgewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Mittel, die der Konzern von öffentlichen oder privaten Zuschussgebern für Investitionen beziehungsweise Entwicklungsprojekte erhält, werden im Zeitpunkt des Zuflusses als Passivischer Abgrenzungsposten erfasst. Aufwandszuschüsse werden im Geschäftsjahr des Anfalls mit den geförderten Aufwendungen verrechnet. Die im Konzernabschluss abgegrenzten Zuschüsse wurden für den Erwerb von Sachanlagen sowie Entwicklungskosten gewährt. Sie werden über die Nutzungsdauer der jeweiligen Sachanlagen beziehungsweise immateriellen Vermögenswerte ertragswirksam aufgelöst.

Ergebnis je Aktie – Der Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird berechnet, indem das den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zuzurechnende Konzernergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Verwässerte Aktienerträge reflektieren die potenzielle Verwässerung, die entstünde, wenn sämtliche Optionen auf den Bezug von Stammaktien, deren Ausübungspreis unter dem durchschnittlichen Aktienkurs der Periode liegt, ausgeübt würden. Sie werden berechnet, indem der den Eckert & Ziegler Aktionären zuzurechnende Anteil am Konzernergebnis durch die Summe aus der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien und den bei Ausübung sämtlicher ausstehender Optionen entstehenden verwässernden Aktien (berechnet unter Anwendung der Treasury-Stock-Methode) dividiert wird.

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Im Konzernabschluss wurden alle am Abschlussstichtag in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB sowie die gültigen IFRIC bzw. SIC berücksichtigt.

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften:

Im Geschäftsjahr 2017 wurden die nachfolgend dargestellten neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmalig angewandt.

Norm Bezeichnung Verpflichtend
für Geschäftsjahre
beginnend ab
Anwendungs
zeitpunkt EU
Anwendung
Änderungen
an IAS 12
Ansatz latenter Steueransprüche
für unrealisierte Verluste
01.01.17 01.01.17 Retrospektiv
Änderungen
an IAS 7
Angabeiitiative 01.01.17 01.01.17 Prospektiv
Jährliche
Verbesserungen
an den IFRS
Zyklus 2014–2016 01.01.17 01.01.17 Retrospektiv

Änderungen an IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste

Die Änderungen beinhalten folgende Klarstellungen:

• Nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten (z.B. festverzinslichen Schuldinstrumenten), deren steuerlicher Wert den Anschaffungskosten entspricht, führen zu abzugsfähigen temporären Differenzen. Dies gilt unabhängig davon, ob das Unternehmen plant, das Instrument zu veräußern, bis zur Fälligkeit zu halten oder eine Kombination aus beidem.

  • Wenn das jeweils geltende Steuerrecht die Verrechnung steuerlicher Verluste einschränkt (z.B. wenn Verluste aus der Veräußerung von Wertpapieren nur mit entsprechenden Veräußerungsgewinnen verrechnet werden dürfen), so hat die Beurteilung, ob latente Steueransprüche für abzugsfähige temporäre Differenzen zu bilanzieren sind, getrennt für die abzugsfähigen temporären Differenzen der jeweils gleichen Art zu erfolgen.
  • Bei der Schätzung zukünftig zur Verfügung stehender zu versteuernder Gewinne kann zum einen unter bestimmten Voraussetzungen angenommen werden, dass eine Realisierung eines Vermögenswerts über seinen Buchwert hinaus möglich ist, und zum anderen Steuerabzüge aus der Umkehrung abzugsfähiger temporärer Differenzen herauszurechnen sind.

Die Anwendung der Änderungen an IAS 12 hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IAS 7 Angabeninitiative

Die Änderungen verlangen erweiterte Angaben, um die Abschlussadressaten in die Lage zu versetzen, Veränderungen der Schulden aus Finanzierungstätigkeit besser beurteilen zu können. Als eine Möglichkeit, diese Angabepflichten zu erfüllen, sieht der Standard eine Überleitungsrechnung zwischen Eröffnungsbilanz- und Schlussbilanzwerten für Schulden aus Finanzierungstätigkeit vor.

Die Anwendung der Änderungen an IAS 7 hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2014 – 2016)

Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS beziehen sich auf Änderungen mehrerer Standards. Die Änderungen werden nachfolgend in tabellarischer Form dargestellt:

Standard Art der Änderungen Details der Änderungen
IFRS 1
Erstmalige
Anwendung
der IFRS
Streichung kurzfristiger
Befreiungen für
IFRS-Erstanwender
Streichung der befristeten Ausnahmen in den Textziffern E3
bis E7 des IFRS 1, da diese aufgrund Zeitablaufs nicht mehr
anwendbar sind.
IFRS 12
Angaben zu
Anteilen an
anderen
Unternehmen
Verhältnis der
Angabevorschriften
in IFRS 12 und IFRS 5
Klarstellung des Anwendungsbereichs des Standards durch
Präzisierung, dass die Angabevorschriften in IFRS 12 auch für
Beteiligungen gelten, die in den Anwendungsbereich von IFRS 5
fallen. Davon ausgenommen sind lediglich die in den Textziffern
B10-B16 des IFRS 12 genannten Angaben.
IAS 28
Anteile an
assoziierten
Unternehmen
und Gemein
schafts
unternehmen
Bewertung auf Ebene
einzelner Beteiligungen
Klarstellung, dass das Wahlrecht, eine Beteiligung an einem
assoziierten Unternehmen oder Joint Venture, die von einer
Wagniskapitalgesellschaft oder einem anderen qualifizierenden
Unternehmen gehalten wird, zum beizulegenden Zeitwert mit
Erfassung der Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrech
nung zu bewerten, beim erstmaligen Ansatz für jede Beteili
gung auf Einzelbeteiligungsgrundlage zur Verfügung steht.
Eine entsprechende Klarstellung ist auch in IAS 28.36A erfolgt,
wonach ein Unternehmen bei Anwendung der Equity-Methode
auf Anteile an einer Investmentgesellschaft die auf Ebene der
Investmentgesellschaft angewandte Bewertung zum beizulegen
den Zeitwert beibehalten darf. Dieses Wahlrecht kann ebenfalls
für jede Beteiligung einzeln ausgeübt werden.

Die Anwendung der jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2014–2016) hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen:

Die folgenden in EU-Recht übernommenen IFRS wurden bis zum 31. Dezember 2017 herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden, sofern von einem Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung kein Gebrauch gemacht wird. Die Gesellschaft hat die Regelungen im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewandt.

KONZERNANHANG GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

Norm Bezeichnung Verpflichtend
für Geschäftsjahre
beginnend ab
Anwendungs
zeitpunkt EU
Mögliche
Auswir
kungen auf
künftige
Abschlüsse
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.18 01.01.18 unbestimmt
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.18 01.01.18 nicht
wesentlich
IFRS 16 Leasingverhältnisse 01.01.19 01.01.19 unbestimmt
Änderungen an
IFRS 4
Anwendung von IFRS 4
"Versicherungsverträge"
gemeinsam mit IFRS 9
"Finanzinstrumente"
01.01.18 01.01.18 unwesentlich

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht, welche mit Datum vom 22. November 2016 in EU-Recht übernommen wurde. Damit kann die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen. Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert.
  • Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor.
  • Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. In Abhängigkeit von der Ausprägung dieser Bedingungen ergibt sich eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (AC-Kategorie), zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen im sonstigen Ergebnis erfasst werden (FVTOCI-Kategorie), oder zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen erfolgswirksam erfasst werden (FVTPL-Kategorie). Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung.
  • Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen.
  • IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).

  • Die überarbeiteten Vorschriften für die Bilanzierung von allgemeinen Sicherungsbeziehungen beinhalten weiterhin die drei Arten von Hedge Accounting, die auch im IAS 39 verfügbar sind. Die Vorschriften in IFRS 9 bieten aber mehr Möglichkeiten für die Anwendung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und ermöglichen es den Bilanzierenden, ihre Tätigkeiten auf dem Gebiet des Risikomanagements besser im Abschluss widerzuspiegeln. Die wesentlichen Änderungen betreffen den erweiterten Umfang infrage kommender Grund- und Sicherungsgeschäfte sowie neue Vorschriften zur Effektivtät von Sicherungsbeziehungen, insbesondere den Wegfall des bisherigen 80–125-%-Korridors.

  • Neben umfangreichen Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen im Vergleich zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Anhangangaben ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen.

Der Vorstand geht davon aus, dass die künftige Anwendung von IFRS 9 die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen wird. Allerdings kann eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 erst vorgenommen werden, wenn eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der IASB hat IFRS 15 am 11. September 2015 veröffentlicht. Mit Datum vom 22. September 2016 erfolgte die Übernahme in EU-Recht. Die Anwendung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen vorgeschrieben. In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden.

Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:

  • Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 Leasingverhältnisse fallen;
  • Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen, IAS 27 Separate Abschlüsse oder IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures fallen;
  • Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 Versicherungsverträge; und
  • nicht finanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern.

Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist im Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden.

Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher EigentumsüberGRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

gang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von input- oder output-orientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold-Vereinbarungen. In dem Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrags sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen.

Schließlich enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss eines IFRS-Berichterstatters zu leisten sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:

  • seine Verträge mit Kunden,
  • wesentliche Ermessensentscheidungen und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden,
  • jegliche Vermögenswerte, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren.

Die Gesellschaft hat sich intensiv mit den durch IFRS 15 in der gegenwärtigen Fassung vorgeschlagenen Änderungen auseinandergesetzt. Im Ergebnis dieser Untersuchung ist der Vorstand zu der Auffassung gelangt, dass die Gesellschaft bereits die Voraussetzungen geschaffen hat, um die grundlegenden Anforderungen des neuen Standards zu erfüllen. Es werden zusätzlichen Angaben zu den Verträgen erwartet, aber keine signifikanten materiellen Auswirkungen. Aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 wird daher kein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss erwartet.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Der IASB hat IFRS 16 am 13. Januar 2016 veröffentlicht. Mit Datum vom 03. November 2017 erfolgte die Übernahme in EU-Recht. Die Anwendung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen vorgeschrieben. IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten von Leasingverhältnissen im Abschluss von Unternehmen die nach IFRS bilanzieren.

IFRS 16 enthält ein umfassendes Modell zur Identifizierung von Leasingvereinbarungen und zur Bilanzierung beim Leasinggeber und Leasingnehmer.

IFRS 16 ist grundsätzlich auf alle Leasingverhältnisse anzuwenden. Ein Leasingverhältnis im Sinne des Standards liegt vor, wenn dem Leasingnehmer vom Leasinggeber vertraglich das Recht zur Beherrschung eines identifizierten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum eingeräumt wird und der Leasinggeber im Gegenzug eine Gegenleistung vom Leasingnehmer erhält.

Für Leasingnehmer fällt die bisherige Unterscheidung in Mietleasing und Finanzierungsleasing weg. Stattdessen hat der Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse künftig das Nutzungsrecht an einem Leasinggegenstand (sog. "right-of-use asset" oder RoU-Vermögenswert) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren. Ausnahmen hiervon bestehen lediglich für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte. Die Höhe des RoU-Vermögenswerts entspricht im Zugangszeitpunkt der Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten des Leasingnehmers. In den Folgeperioden wird der RoU-Vermögenswert (von zwei Ausnahmen abgesehen) zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Leasingverbindlichkeit bemisst sich als der Barwert der Leasingzahlungen, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses gezahlt werden. Nachfolgend wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit unter Anwendung des zur Abzinsung verwendeten Zinssatzes aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert. Änderungen in den Leasingzahlungen führen zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit.

Für Leasinggeber bleibt es dagegen grundsätzlich bei der nach IAS 17 Leasingverhältnisse bekannten Bilanzierung mit einer Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Mietleasingverträgen. Der Kriterienkatalog für die Beurteilung eines Finanzierungsleasings wurde unverändert aus IAS 17 übernommen.

Daneben sind die Angabepflichten für Leasingnehmer und Leasinggeber in IFRS 16 gegenüber IAS 17 deutlich umfangreicher geworden. Zielsetzung der Angabepflichten ist die Informationsvermittlung an die Abschlussadressaten, die so ein besseres Verständnis darüber erlangen sollen, welche Auswirkungen Leasingverhältnisse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Zum 31. Dezember 2017 hat der Konzern Zahlungsverpflichtungen aus unkündbaren Mietleasingverhältnissen in Höhe von 16.396 Tsd. Euro. IAS 17 verlangt weder die Erfassung eines RoU-Vermögenswerts noch einer Leasingverbindlichkeit für diese zukünftigen Zahlungen. Stattdessen enthält Tz. 41 die erforderlichen Anhangangaben. Eine vorläufige Beurteilung deutet darauf hin, dass diese Vereinbarungen die Definition einer Leasingvereinbarung nach IFRS 16 erfüllen und der Konzern daher entsprechende RoU-Vermögenswerte und Leasingverbindlichkeiten bei Anwendung von IFRS 16 zu bilanzieren hätte, sofern im Einzelfall nicht die Ausnahmen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder geringwertige Vermögenswerte greifen. Es ist davon auszugehen, dass dies einen erheblichen Einfluss auf den Konzernabschluss hat. Die Geschäftsführung prüft derzeit die potenzielle Auswirkung auf den Konzernabschluss. Eine verlässliche Schätzung zur Höhe des finanziellen Effekts kann erst nach Abschluss dieser Überprüfung abgegeben werden.

Bei Finanzierungsleasingverhältnissen mit dem Konzern als Leasingnehmer werden bereits heute Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bilanziert. Für diese Fälle sowie für Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, geht die Geschäftsführung nicht davon aus, dass die Anwendung von IFRS 16 wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

Änderungen IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge

Der IASB hat am 12. September 2016 Änderungen an IFRS 4 Versicherungsverträge in Bezug auf die erstmalige Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente veröffentlicht. Mit Datum vom 3. November 2017 erfolgte die Übernahme in EU-Recht. Die Anwendung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen vorgeschrieben.

Die Änderungen zielen darauf ab, die Auswirkungen aus unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkten von IFRS 9 und IFRS 17 (dem Nachfolgestandard zu IFRS 4) vor allem bei Unternehmen mit umfangreichen Versicherungsaktivitäten zu verringern.

Aus der künftigen Anwendung der Änderungen von IFRS 4 erwartet der Vorstand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die folgenden Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards, die ebenfalls vom IASB herausgegeben wurden, sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die Anwendung dieser Regelungen setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens der EU ("Endorsement") angenommen werden.

GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

Änderungen/ Standard/Interpretation
IFRS 14
Regulatorische Abgrenzungsposten
Datum der
Veröffentlichung
30. Januar 2014
Datum der
Übernahme
in EU-Recht
das Übernahmeverfahren dieses
Anwendungszeit
punkt (EU)
Die EU-Kommission hat beschlossen,
Zwischenstandards auszulassen und
stattdessen den finalen Standard
abzuwarten.
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28
Veräußerung oder Einbringung von Vermögens
werten zwischen einem Investor und einem
assoziierten Unternehmen oder Joint Venture
11. September 2014 Verschoben Auf unbestimmte
Zeit verschoben
Änderungen an IFRS 2
Klassifizierung und Bewertung von
Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung
20. Juni 2016 Q1/2018 1. Januar 2018
Änderungen an IAS 40
Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien
8. Dezember 2016 1. Januar 2018
IFRIC Interpretation 22
Transaktionen in fremder Währung und im Voraus
gezahlte Gegenleistung
8. Dezember 2016 1. Januar 2018
IFRS 17
Versicherungsverträge
18. Mai 2017 1. Januar 2021
IFRIC Interpretation 23
Unsicherheiten bei der ertragsteuerlichen
Behandlung
7. Juni 2017 1. Januar 2019
Änderungen an IAS 28
Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen
12. Oktober 2017 1. Januar 2019
Änderungen an IFRS 9
Kündigungsvereinbarungen mit negativer
Ausgleichsleistung
12. Oktober 2017 1. Januar 2019
Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP)
Zyklus 2015–2017
12. Dezember 2017 1. Januar 2019

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 und IFRS 10 nach der Erwerbsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt, d.h. zu dem Zeitpunkt an dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wird. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäftsoder Firmenwert ausgewiesen, ein negativer Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Überprüfung sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen verbundenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Joint-Ventures und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnisbestandteile werden separat im Periodenergebnis ausgewiesen.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Konzernergebnisses wird den Aktionären der Eckert & Ziegler AG und den nicht beherrschenden Gesellschaftern zugeordnet. Dies erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Gesellschafter einen negativen Saldo ausweisen.

Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet zu dem Zeitpunkt, wenn die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen beendet. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen vom Erwerbszeitpunkt an bzw. bis zum Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzernergebnis erfasst.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die in den Konzernabschluss 2017 einbezogenen Unternehmen sind:

Eckert & Ziegler BEBIG SA, Seneffe, Belgien *
Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin

Eckert & Ziegler BEBIG Projekte UG (haftungsbeschränkt), Berlin

Eckert & Ziegler Iberia S.L., Madrid, Spanien *
84,2 %
84,2 %
84,2 %
84,2 %
84,2 %
84,2 %
84,2 %
84,2 %
Eckert & Ziegler BEBIG SARL, Paris, Frankreich *
Eckert & Ziegler BEBIG Ltd., Didcot, Großbritannien *
bis 1.5.2017: Eckert & Ziegler BEBIG Inc., Mt. Vernon (New York), USA *
Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon (New York), USA *
Eckert & Ziegler BEBIG Serviços De Consultoria Em Produtos De Radioterapia Ltda.,
Fortaleza, Brasilien *
84,2 %
Eckert & Ziegler BEBIG India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien * 84,2 %
bis 31.10.2017: OOO "Eckert & Ziegler BEBIG", Moskau, Russland * 84,2 %
Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH, Berlin 100 %
Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100 %
Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH, Berlin * 100 %
Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Prag, Tschechische Republik * 88,9 %
Eckert & Ziegler Isotope Products Inc., Valencia, USA ** 100 %
Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA * 100 %
Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, Braunschweig 100 %
Eckert & Ziegler Isotope Products SARL, Les Ulis, Frankreich * 100 %
Eckert & Ziegler Brasil Participações Ltda., Sao Paulo, Brasil 100 %
Eckert & Ziegler Brasil Comericial Ltda., Sao Paulo, Brasil 100 %
Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda., Sao Jose do Rio Preto, Brasilien * 100 %
ab 1.6.2017: Gamma-Service Recycling GmbH, Leipzig * 100 %
ab 1.6.2017: Gamma-Service Medical GmbH, Leipzig * 100 %
ab 1.6.2017: GSG International GmbH, Freienbach, Schweiz * 100 %
ab 1.6.2017: Isotope Technologies Dresden GmbH, Dresden * 100 %
ab 1.6.2017: ISOTREND spol s.r.o., Prag, Tschechische Republik * 100 %
ab 1.6.2017: IPS International Processing Services GmbH, Leipzig * 50 %
Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin 100 %
Eckert & Ziegler Eurotope GmbH, Berlin * 100 %
bis 5.5.2017: Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GMBH, Berlin * 100 %
bis 5.5.2017: BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich * 100 %
bis 5.5.2017: Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH, Holzhausen * 100 %
bis 5.5.2017: Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH, Bonn * 100 %
bis 5.5.2017: Eckert & Ziegler EURO-PET Warszawa sp.z o.o., Warschau, Polen * 100 %
Eckert & Ziegler Radiopharma Inc., Hopkinton, USA * 100 %
Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH, Braunschweig 100 %
Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd., Didcot, Großbritannien * 100 %

* indirekte Beteiligung

** Die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. hat sich gegenüber ihrer Bank zur Einhaltung bestimmter finanzieller Covenants verpflichtet. Die Zahlung einer Dividende von der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. an die Eckert & Ziegler AG ist nur möglich, wenn dadurch diese Covenants nicht verletzt werden.

*** Die Eckert & Ziegler AG hielt zum 31. Dezember 2017 84,2% der Stimmrechte der Eckert & Ziegler BEBIG SA, was 80,8% der dividendenberechtigten Aktien entspricht.

KONZERNANHANG GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Im Geschäftsjahr 2017 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen (die Darstellung der Erwerbe erfolgt in Tz. 39):

  • Die Eckert & Ziegler BEBIG Inc., Mt. Vernon, USA, hat im Geschäftsjahr 2017 ihre Geschäftstätigkeit eingestellt. Mit Wirkung zum 30. April 2017 wurde die Gesellschaft aufgelöst und deshalb im Konzernabschluss entkonsolidiert.
  • Am 5. Mai 2017 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH ihre gesamte "Zyklotronsparte" (betrifft i.W. die Anteile an der Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GMBH, der BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H., der Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH, der Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH und der Eckert & Ziegler EURO-PET Warszawa sp.z o.o.) an die Alliance Medical Ltd. veräußert und den Verkauf der Anteile an der Curasight ApS beschlossen. Im vorliegenden Konzernabschluss werden die auf diesen Bereich entfallenden Erträge, Aufwendungen und Cashflows deshalb gemäß IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen, die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Die Gesellschaften wurden mit Wirkung zum 5. Mai 2017 im Konzernabschluss entkonsolidiert.
  • Am 31. Mai 2017 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH sämtliche Anteile an folgenden Firmen (sowie die von diesen Gesellschaften gehaltenen Beteiligungen an der ISOTREND spol. s.r.o, der IPS International Processing Services GmbH) erworben:
  • Gamma-Service Recycling GmbH, Leipzig
  • Gamma-Service Medical GmbH, Leipzig
  • Isotope Technologies Dresden GmbH, Dresden
  • GSG International GmbH, Freienbach, Schweiz
  • Die OOO "Eckert & Ziegler BEBIG", Moskau, Russland, hat im Geschäftsjahr 2017 ihre Geschäftstätigkeit eingestellt. Die Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 31. Oktober 2017 aufgelöst und deshalb im Konzernabschluss entkonsolidiert.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen (die Darstellung der Erwerbe erfolgt in Tz. 39):

  • Im März 2016 hat der Vorstand die Entscheidung zur Aufgabe der CGU Isotope Products (VSU) getroffen. Im Konzernabschluss 2016 wurden die auf diesen Bereich entfallenden Erträge, Aufwendungen und Cashflows deshalb gemäß IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Die Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc. wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 aufgelöst und im Konzernabschluss entkonsolidiert.
  • Am 31. Juli 2016 hat die Eckert & Ziegler Brasil Comercial Ltda. sämtliche Anteile an der BR-77 Transport Medicines Ltda., Sao Paulo, Brasilien, erworben. Die Gesellschaft wurde nach dem Erwerb in Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda. umfirmiert.
  • Mit Wirkung zum 26. August 2016 wurde die BrachySolutions BVBA, Leuven, Belgien, erworben und anschließend auf die Eckert & Ziegler BEBIG SA, Seneffe, Belgien, verschmolzen.
  • Die Eckert & Ziegler Italia s.r.l., Mailand, Italien, hat im Geschäftsjahr 2016 ihre Geschäftstätigkeit eingestellt. Die Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 28. September 2016 aufgelöst und deshalb im Konzernabschluss entkonsolidiert.
  • Mit Wirkung zum 1. November 2016 wurde die Eckert & Ziegler BEBIG Projekte UG (haftungsbeschränkt) als neu gegründete 100%-ige Tochtergesellschaft der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH in den Konsolidierungskreis einbezogen.

ANTEILE AN JOINT VENTURES

Ein Joint Venture basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung, aufgrund derer der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung unterliegt; dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die Zustimmung aller gemeinschaftlich führender Parteien erfordert. Anteile an Joint Ventures werden entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns an den Erträgen und Aufwendungen sowie an Eigenkapitalveränderungen der at-equity bewerteten Beteiligungen. Wenn der Konzernanteil am Verlust des Joint Ventures den at-equity bewerteten Anteil übersteigt, wird dieser Anteil bis auf null abgeschrieben. Weitere Verluste werden nicht erfasst, es sei denn, der Konzern hat eine vertragliche Verpflichtung oder hat Zahlungen zugunsten des Joint Ventures geleistet. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus Transaktionen von Konzernunternehmen mit dem Joint Venture werden gegen den Beteiligungswert des Joint Ventures eliminiert (Verluste maximal bis zur Höhe des Beteiligungswertes).

4 | WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig führen, entspricht die funktionale Währung der einbezogenen Unternehmen der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung erfolgt zum gewichteten Jahresdurchschnittskurs. Eigenkapitalkomponenten werden zum historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Aus der Umrechnung resultierende Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital bzw. unter den nicht beherrschenden Anteilen erfasst. Bei Abgang des Tochterunternehmens werden alle angesammelten Währungsumrechnungsdifferenzen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Werden dagegen Teile eines Tochterunternehmens veräußert, ohne dass es zu einem Verlust der Beherrschung kommt, wird der Anteil am Betrag der Umrechnungsdifferenzen, der auf den veräußerten Anteil entfällt, ab dem Abgangszeitpunkt den nicht beherrschenden Anteilen zugerechnet.

Bei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währung als die funktionale Währung des Konzernunternehmens lauten, mit dem am Tag der Transaktion gültigen Kurs umgerechnet. Monetäre Posten werden zu jedem Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Nicht-monetäre Posten in Fremdwährung, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet werden, werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Land Währung 31.12.2017 31.12.2016 Durchschnittskurs
2017
Durchschnittskurs
2016
USA USD 1,1993 1,0541 1,1297 1,1069
CZ CZK 25,5350 27,0210 26,3254 27,0343
GB GBP 0,8872 0,8562 0,8767 0,8195
PL PLN n.a. 4,4103 4,3026 4,3632
RU RUB 69,3920 64,3000 65,9581 74,1446
BR BRL 3,9729 3,4305 3,6050 3,8561
IN INR 76,6055 71,5935 73,5412 74,3717
CH CHF 1,1702 n.a. 1,1119 n.a.

Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse verwendet:

KONZERNANHANG GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

5 | VERGLEICHBARKEIT DES KONZERNABSCHLUSSES MIT DEM VORJAHR

Die erstmalige Einbeziehung der im Geschäftsjahr 2017 neu erworbenen Gesellschaften in den Konzernabschluss 2017 hatte teilweise wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, die im Folgenden jeweils dargestellt werden.

Entsprechend IFRS 5 wurden die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallenden Erträge, Aufwendungen und Cashflows getrennt von den fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen und die Vorjahreszahlen dementsprechend angepasst. Somit ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zum Vorjahr gegeben. Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Vorjahreszahlen auf die in die nachfolgenden Erläuterungen entsprechend IFRS 5 angepassten Vergleichszahlen:

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
davon aus im
Jahr 2017
aufgegebenen
Geschäfts
2016
Tsd. Euro 2016 bereichen (angepasst)
Umsatzerlöse 137.935 –18.067 119.868
Umsatzkosten –71.812 11.546 –60.266
Bruttoergebnis vom Umsatz 66.123 –6.521 59.602
Vertriebskosten –22.557 4.423 –18.134
Allgemeine Verwaltungskosten –26.692 1.966 –24.726
Sonstige betriebliche Erträge 3.551 –53 3.498
Sonstige betriebliche Aufwendungen –5.032 32 –5.000
Betriebsergebnis 15.393 –153 15.240
Währungsgewinne 1.544 –42 1.502
Währungsverluste –707 102 –605
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 16.230 –93 16.137
Zinserträge 445 0 445
Zinsaufwendungen –1.388 225 –1.163
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 15.287 132 15.419
Ertragsteuern –4.634 –337 –4.971
Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 10.653 –205 10.448
Verluste aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, netto –867 205 –662
Konzernergebnis aus fortgeführten und
aufgegebenen Geschäftsbereichen
9.786 9.786
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 236 236
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 9.550 9.550
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten und aufgegebenen
Geschäftsbereichen
Unverwässert (EUR je Aktie) 1,81 0,04 1,81
Verwässert (EUR je Aktie) 1,81 0,04 1,81
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen
Unverwässert (EUR je Aktie) 1,97 1,93
Verwässert (EUR je Aktie) 1,97 1,93
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(unverwässert – in Tsd. Stück)
5.288 5.288 5.288
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(verwässert – in Tsd. Stück)
5.288 5.288 5.288

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Nachfolgende Aussagen beziehen sich immer, sofern nicht explizit anders angegeben, auf die fortgeführten Geschäftsbereiche.

6 | UMSATZERLÖSE

Der Konzern erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend aus dem Verkauf von Gütern sowie zu einem geringen Teil aus der Erbringung von Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2017 von 119.868 Tsd. Euro auf 138.631 Tsd. Euro gestiegen.

Der Zuwachs in 2017 resultiert im Wesentlichen aus den mit Wirkung zum 1. Juni 2017 neu erworbenen Gesellschaften des Segmentes Isotope Products.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Tsd. Euro 2017 2016
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern 131.564 110.744
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 5.853 9.124
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 1.214 0
Summe 138.631 119.868

Beim Verkauf von Gütern und bei der Erbringung von Dienstleistungen werden Umsatzerlöse bei Übergang des wirtschaftlichen Eigentums realisiert.

Im Geschäftsjahr 2017 hat der Konzern Umsatzerlöse aus langfristigen Fertigungsaufträgen, entsprechend der POC-Methode, in Höhe von 1.214 Tsd. Euro (2016: 0 Tsd. Euro) erzielt. Zur Ermittlung des Grades der Fertigstellung wurde dabei die cost-to-cost Methode angewendet.

Tsd. Euro 2017 2016
Umsatzerlöse 1.214 0
Auftragskosten –1.054 0
Gewinn 160 0
laufende Fertigungsaufträge zum Stichtag:
Angefallene Kosten und ausgewiesene Gewinne 1.054 0
Erhaltene Anzahlungen –872 0
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 372 0
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 0 0

Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten und Geschäftsfeldern ist aus der Segmentberichterstattung ersichtlich.

7 | UMSATZKOSTEN

Die Umsatzkosten enthalten neben den direkt den Umsätzen zurechenbaren Material- und Personalaufwendungen sowie Abschreibungen auch anteilige Material- und Personalgemeinkosten sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten. Der Materialaufwand betrug 33.335 Tsd. Euro für 2017 und 28.393 Tsd. Euro für 2016.

8 | VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten gliedern sich wie folgt:

Tsd. Euro 2017 2016
Personal- und Personalnebenkosten 8.646 9.545
Kosten der Warenabgabe 4.022 3.328
Werbung 1.246 993
Abschreibungen 1.193 975
Provisionen 757 791
Sonstige 4.164 2.502
Summe 20.028 18.134

9 | ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die Allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten:

Tsd. Euro 2017 2016
Personal- und Personalnebenkosten 11.405 11.620
Abschreibungen 2.765 2.433
Miete und Nebenkosten 2.706 2.713
Versicherungen, Beiträge, Gebühren, eingekaufte Dienstleistungen 2.131 2.182
Beratungskosten 1.393 1.794
Kommunikationskosten 473 440
IR-Kosten 296 163
Sonstige 2.769 3.381
Summe 23.938 24.726

10 | LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER UND ANZAHL BESCHÄFTIGTE

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Personalaufwendungen in Höhe von 46.946 Tsd. Euro (2016: 43.681 Tsd. Euro).

Die Personalkosten für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 setzen sich folgendermaßen zusammen:

Tsd. Euro 2017 2016
Löhne und Gehälter 39.280 38.080
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung
7.666 5.600
– davon für Altersversorgung 306 198

Während des Jahres 2017 waren durchschnittlich 731 (2016: 584) Mitarbeiter bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Diese arbeiteten in den folgenden Abteilungen:

Tsd. Euro 2017 2016
Fertigung 338 263
FuE Anlagenbau 64 43
Verwaltung 136 101
Vertrieb 138 129
Qualitätsmanagement 55 48
Gesamt 731 584

Die Arbeitnehmer der deutschen und anderen europäischen Konzernunternehmen gehören den staatlichen Versorgungsplänen an, die durch die staatlichen Behörden verwaltet werden. Die Unternehmen müssen zur Dotierung der Leistungen einen bestimmten Prozentsatz ihres Personalaufwands in die Versorgungspläne einzahlen. Die einzige Verpflichtung des Konzerns hinsichtlich dieser Altersversorgungspläne besteht in der Zahlung dieser festgelegten Beiträge.

Die amerikanischen Tochtergesellschaften unterhalten beitragsorientierte Altersversorgungspläne für alle anspruchsberechtigten Arbeitnehmer dieser Unternehmen. Die Vermögenswerte dieser Pläne werden separat von denen des Konzerns unter treuhänderischer Kontrolle gehalten.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen von insgesamt 2.847 Tsd. Euro (2016: 2.569 Tsd. Euro) stellen die fälligen Beiträge des Konzerns zu den angegebenen Altersversorgungsplänen dar. Zum 31. Dezember 2017 bzw. 2016 waren jeweils alle fälligen Beiträge in die Versorgungspläne eingezahlt.

Informationen über die Gesamtbezüge von aktiven und früheren Mitgliedern des Vorstands sowie aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates sind in Tz. 44 angegeben.

11 | ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

2017 2016
Tsd. Euro Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Umsatzkosten 1.151 0 1.196 0
Vertriebskosten 755 0 550 0
Allgemeine Verwaltungskosten 1.167 0 1.323 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 82 0 85 447
Aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
22 0 38 0
Summe 3.177 0 3.192 447

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen sind in den folgenden Posten der Gewinnund Verlustrechnung enthalten:

2017 2016
Tsd. Euro Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Umsatzkosten 2.989 0 2.087 0
Vertriebskosten 438 0 425 0
Allgemeine Verwaltungskosten 1.598 0 1.111 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 93 0 320 0
Aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
350 0 1.155 0
Summe 5.468 0 5.098 0

12 | SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht auf 3.784 Tsd. Euro (2016: 3.498 Tsd. Euro) angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 2017 im Wesentlichen Erträge aus der Neubewertung von Earn-Out-Verbindlichkeiten in Höhe von 851 Tsd. Euro, Erträge aus der Zuschreibung der in Vorjahren vorgenommenen Abwertung der Beteiligung an der NBT in Höhe von 676 Tsd. Euro, Erträge aus Schadenersatzansprüchen aus Vertragsverletzungen in Höhe von 471 Tsd. Euro und Erträge aus wertberichtigten Forderungen in Höhe von 252 Tsd. Euro.

Weiterhin enthalten sind Erträge aus der Bewertung von Finanzinstrumenten in Höhe von 250 Tsd. Euro (2016: 176 Tsd. Euro), Erträge für Entwicklungsleistungen im Kundenauftrag in Höhe von 211 Tsd. Euro (2016: 843 Tsd. Euro), Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von 360 Tsd. Euro (2016: 310 Tsd. Euro) sowie Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 24 Tsd. Euro (2016: 34 Tsd. Euro).

Ansonsten beinhaltet der Posten Versicherungsentschädigungen, erhaltene Zuschüsse und sonstige Erträge.

Im Geschäftsjahr 2016 enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge außerdem einen Sonderertrag in Höhe von 1.377 Tsd. Euro aus der Earn-Out-Komponente der im Jahr 2015 verkauften Produktionsanlagen und Technologien.

13 | SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 503 Tsd. Euro auf 4.497 Tsd. Euro gesunken (2016: 5.000 Tsd. Euro). Neben den Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 3.321 Tsd. Euro (2016: 3.109 Tsd. Euro) enthält der Posten im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 383 Tsd. Euro (2016: 185 Tsd. Euro), Aufwendungen für mögliche Schadenersatzansprüche Dritter in Höhe von 250 Tsd. Euro, Aufwendungen für die Anpassung von Earn-Out-Verbindlichkeiten in Höhe von 247 Tsd. Euro sowie Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 94 Tsd. Euro (2016: 10 Tsd. Euro).

Im Vorjahr enthielt der Posten außerdem Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufgabe einer Produktionsstätte des Segmentes Strahlentherapie in Höhe von 1.098 Tsd. Euro und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 447 Tsd. Euro.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Kosten für Forschung und Entwicklung setzen sich zusammen aus:

  • direkt zurechenbaren nicht aktivierungsfähigen Personal- und Materialkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche,
  • Abschreibungen der Forschungs- und Entwicklungsbereiche für erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten in Bezug auf die Vermögenswerte, die für Forschungszwecke eingesetzt werden,
  • Wertminderungen von in den Vorjahren aktivierten, selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten sowie die korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten,
  • sonstigem, direkt zurechenbarem Aufwand der Forschungs- und Entwicklungsbereiche sowie
  • anteiligen Gemeinkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung von 3.321 Tsd. Euro (2016: 3.109 Tsd. Euro) enthalten Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 175 Tsd. Euro (2016: 405 Tsd. Euro), Personalaufwand in Höhe von 2.539 Tsd. Euro (2016: 2.024 Tsd. Euro), Material- und Fremdleistungsaufwand in Höhe von 414 Tsd. Euro (2016: 513 Tsd. Euro) und Sonstige Aufwendungen in Höhe von 193 Tsd. Euro (2016: 167 Tsd. Euro).

14 | ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Unter den als at-equity bewerteten Beteiligungen weist der Konzern zum einen die Beteiligung am Americium Consortium LLC, Wilmington (Delaware), aus. Aus dieser Beteiligung resultierten im Geschäftsjahr 2017 ebenso wie im Vorjahr weder Aufwendungen noch Erträge.

Weiterhin wird unter den als at-equity bewerteten Beteiligungen auch die Beteiligung am Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" ausgewiesen. Auch aus dieser Beteiligung resultierten im Geschäftsjahr 2017 ebenso wie im Vorjahr weder Aufwendungen noch Erträge.

15 | WÄHRUNGSGEWINNE/-VERLUSTE

Währungsgewinne in Höhe von 233 Tsd. Euro (2016: 1.604 Tsd. Euro) und Währungsverluste in Höhe von 1.447 Tsd. Euro (2016: 707 Tsd. Euro) resultieren aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten.

16 | ZINSERGEBNIS

Zinserträge auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 252 Tsd. Euro (2016: 445 Tsd. Euro), während die Zinsaufwendungen 881 Tsd. Euro (2016: 1.163 Tsd. Euro) betrugen.

Die Zinsaufwendungen enthalten 330 Tsd. Euro (2016: 616 Tsd. Euro) nicht zahlungswirksame Zinsaufwendungen (u. a. Aufzinsungen).

17 | ERTRAGSTEUERN

Der bei der Berechnung des Steueraufwands als Konzernsteuersatz verwendete Steuersatz des Mutterunternehmens für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer belief sich für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 auf 30,175%. Der Konzernsteuersatz setzt sich wie folgt zusammen:

2017 2016
Gewerbesteuermesszahl 3,5% 3,5%
Gewerbesteuerhebesatz 410% 410%
Körperschaftsteuer 15% 15%
Solidaritätszuschlag auf Körperschaftsteuer 5,5% 5,5%

Der Ertragsteueraufwand [Aufwand(+)/Ertrag(–)] setzt sich für die jeweils am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2017 und 2016 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2017 2016
Ergebnis vor Steuern:
Deutschland 6.365 4.409
Ausländische Tochtergesellschaften 10.978 11.010
17.343 15.419

KONZERNANHANG ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG

Tsd. Euro 2017 2016
Laufende Steuern:
Deutschland 3.218 1.736
Ausländische Tochtergesellschaften 3.642 3.699
6.860 5.435

Von den laufenden Steuern im Jahr 2017 entfallen –389 Tsd. Euro (Ertrag) auf Vorjahre (2016: –255 Tsd. Euro).

Tsd. Euro 2017 2016
Laufende Steuern:
Deutschland –1.617 –408
Ausländische Tochtergesellschaften 77 –56
–1.540 –464
Steuern gesamt: 5.320 4.971

Die Überleitung des Ertragsteueraufwands des Konzerns, ermittelt auf der Grundlage der in Deutschland geltenden Steuersätze, auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand des Konzerns stellt sich folgendermaßen dar:

Tsd. Euro 2017 2016
Basis zur Ermittlung des Steueraufwandes (Ergebnis vor Steuern) 17.343 15.419
Erwarteter Steueraufwand auf Basis Konzernsteuersatz 5.233 4.653
Steuersatzunterschiede bei Tochtergesellschaften 324 601
Steuern für Vorjahre –389 –255
Steuern auf nicht abzugsfähige Aufwendungen 314 2.056
Steuern auf steuerfreies Einkommen –356 –40
Latente Steuern auf die Aktivierung bisher nicht berücksichtigter
Verlustvorträge
–1.313 –26
Bestandsanpassungen auf latente Steuern aus temporären aktiven und
passiven Differenzen
–527 –820
Wertminderung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge 1.863 374
Nutzung von bisher nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge –620 –2.225
Nicht aktivierte latente Steuern auf Verluste des Geschäftsjahres 656 714
Sonstige 135 –61
Effektivsteueraufwand 5.320 4.971

Zur Berechnung der latenten Steuern wurden beim Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2017 folgende, gegenüber dem 31. Dezember 2016 unveränderte Steuersätze verwendet: Körperschaftsteuer 15%, Solidaritätszuschlag 5,5% auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 14,35%. Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern jeweils die länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Latente Steuern werden auf der Grundlage der Differenzen hinsichtlich der Wertansätze, mit denen Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und in den jeweiligen Steuerbilanzen der Konzernunternehmen ausgewiesen werden sowie für die verfügbaren steuerlichen Verlustvorträge berechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden in der Bilanz, soweit nach IAS 12 zulässig, saldiert.

Auf die Veränderung von steuerlichen Verlustvorträgen entfallen im Berichtsjahr latente Steueraufwendungen in Höhe von 2.643 Tsd. Euro (2016: 1.351 Tsd. Euro) sowie latente Steuererträge von 1.569 Tsd. Euro (2016: 1.032 Tsd. Euro), während auf temporäre Differenzen latente Steuererträge in Höhe von 2.741 Tsd. Euro (2016: latente Steuererträge in Höhe von 915 Tsd. Euro) entfallen.

Insgesamt sind 5.545 Tsd. Euro (2016: 6.619 Tsd. Euro) latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Bei den Verlustvorträgen handelt es sich im Wesentlichen um Verlustvorträge der Eckert & Ziegler BEBIG SA in Höhe von 2.618 Tsd. Euro und um Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften des Eckert & Ziegler Konzerns. Die Verluste in Belgien, Brasilien und Deutschland können auf unbefristete Zeit vorgetragen werden. Verlustvorträge in Höhe von 129 Tsd. Euro entfallen auf den Verlustvortrag der in 2017 erworbenen tschechischen Gesellschaft ISOTREND spol s.r.o. (Gamma-Service-Gruppe), bei der der Vortrag auf 5 Jahre begrenzt ist.

Von insgesamt 5.545 Tsd. Euro aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge entfallen 1.267 Tsd. Euro (2016: 1.059 Tsd. Euro) auf Gesellschaften, die in 2017 und 2016 noch einen steuerrechtlichen Verlust erlitten haben, aber zukünftig planmäßig Gewinn erwirtschaften werden. Im Geschäftsjahr 2017 wurden 620 Tsd. Euro Verlustvorträge genutzt (2016: 2.225 Tsd. Euro), für die zum 31. Dezember des Vorjahres jeweils keine aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge angesetzt waren. Zum 31. Dezember 2017 verfügte der Konzern über Verlustvorträge in Höhe von 12.125 Tsd. Euro (2016: 12.388 Tsd. Euro), für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Aufgrund der unterschiedlichen Steuersysteme und steuerrechtlichen Regelungen in den einzelnen Ländern halten wir die Angabe eines Gesamtbetrages der bestehenden Verlustvorträge nur für bedingt aussagekräftig. Aus diesem Grund wird nachfolgend auch der Betrag der aktiven latenten Steuern, der auf diese Verlustvorträge entfallen würde, angegeben. Der Betrag der aktiven latenten Steuern auf diese Verlustvorträge, die in der Bilanz zum 31. Dezember 2017 nicht angesetzt wurden, beträgt 3.510 Tsd. Euro (2016: 3.834 Tsd. Euro).

Sowohl in Belgien als auch in den USA wurden im Rahmen von Steuerreformen die Steuersätze mit Wirkung zum 1. Januar 2018 gesenkt. Durch die daraus notwendige Neubewertung der aktiven und passiven latenten Steuern der in diesen Ländern ansässigen Gesellschaften sind insgesamt Steueraufwendungen von 1.132 Tsd. Euro zu verzeichnen.

Aus der Währungsumrechnung resultieren Veränderungen der latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von 158 Tsd. Euro (2016: 107 Tsd. Euro).

Im Berichtsjahr wurden latente Steueraufwendungen in Höhe von 95 Tsd. Euro (2016: latente Steuererträge in Höhe von 348 Tsd. Euro) im Zusammenhang mit versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen direkt ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

In der Bilanz zum 31. Dezember 2017 wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der Gamma-Service-Gruppe passive latente Steuern in Höhe von 339 Tsd. Euro angesetzt. Durch den Verkauf der Zyklotronsparte ist der Ansatz von passiven latenten Steuern in Höhe von 562 Tsd. Euro entfallen. Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen in Höhe von 28.538 Tsd. Euro (2016: 20.173 Tsd. Euro) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da die Eckert & Ziegler AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung zu steuern und sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

KONZERNANHANG ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Tsd. Euro 2017 2016 2017 2016
Steuerliche Verlustvorträge 5.545 6.619 0 0
Anlagevermögen 107 117 6.108 7.690
Forderungen 17 158 314 437
Verbindlichkeiten 661 747 0 0
Vorräte 269 309 0 0
Rückstellungen 6.085 5.604 0 0
Sonstige 299 348 26 72
Zwischensumme 12.983 13.902 6.448 8.199
Saldierung –4.142 –4.902 –4.142 –4.902
Bestand laut Konzernbilanz 8.841 9.000 2.306 3.297

Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:

18 | NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE

Im Konzernergebnis nach Steuern sind auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinnanteile in Höhe von 421 Tsd. Euro (2016: 236 Tsd. Euro) enthalten.

Die nachfolgende Tabelle enthält Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen.

Name des Beteiligungsquote der
nicht beherrschenden
Anteile
Auf nicht beherrschen
de Anteile entfallender
Gewinn oder Verlust (–)
Kumulierte nicht
beherrschende Anteile
Tochter
unternehmens
Sitz 31.12.2017 31.12.2016 2017
Tsd. Euro
2016
Tsd. Euro
31.12.2017
Tsd. Euro
31.12.2016
Tsd. Euro
Teilkonzern
Eckert & Ziegler
BEBIG SA
Seneffe,
Belgien
15,8% 15,8% 227 29 4.476 4.248
Eckert & Ziegler
CESIO s.r.o
Prag,
Tschechische
Republik
11,1% 11,1% 199 207 685 638

Der Teilkonzern Eckert & Ziegler BEBIG SA umfasst die Eckert & Ziegler BEBIG SA sowie die folgenden 100%-igen Tochtergesellschaften:

  • Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin *
  • Eckert & Ziegler BEBIG Projekte UG (haftungsbeschränkt), Berlin *
  • Eckert & Ziegler Iberia SL, Madrid, Spanien *
  • Eckert & Ziegler BEBIG SARL, Paris, Frankreich *
  • Eckert & Ziegler BEBIG Ltd., Didcot, Großbritannien *
  • Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon (New York), USA *
  • Eckert & Ziegler BEBIG Serviços De Consultoria Em Produtos De Radioterapia Ltda., Fortaleza, Brasilien
  • Eckert & Ziegler BEBIG India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien *

Weiterhin gehören zum Teilkonzern die 15% Beteiligung der Eckert & Ziegler BEBIG SA am Joint Venture ZAO NanoBrachyTech, Dubna, Russland.

Die zusammengefassten Finanzinformationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben. Die zusammengefassten Finanzinformationen entsprechen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen.

TEILKONZERN ECKERT & ZIEGLER BEBIG SA
Tsd. Euro 31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige Vermögenswerte 17.938 19.529
Langfristige Vermögenswerte 29.931 31.430
Kurzfristige Schulden –5.910 –9.903
Langfristige Schulden –9.021 –9.119
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 28.462 27.689
Nicht beherrschenden Anteilen zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 4.476 4.248
Tsd. Euro 2017 2016
Umsatzerlöse 25.894 24.888
Aufwendungen –25.032 –25.069
Jahresfehlbetrag 862 –181
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallender Jahresfehlbetrag 1.089 –152
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallender Jahresfehlbetrag –227 –29
Gesamter Jahresfehlbetrag 862 –181
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallendes sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtes sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes Gesamtergebnis 1.089 –152
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallendes Gesamtergebnis –227 –29
Gesamtergebnis 862 –181
Tsd. Euro 31.12.2017 31.12.2016
An die nicht beherrschenden Anteile gezahlte Dividenden 0 0

KONZERNANHANG ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG

ECKERT & ZIEGLER CESIO S.R.O.
Tsd. Euro 31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige Vermögenswerte 6.443 5.335
Langfristige Vermögenswerte 940 952
Kurzfristige Schulden –295 –218
Langfristige Schulden –335 –329
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 6.068 5.102
Nicht beherrschenden Anteile zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 685 638
Tsd. Euro 2017 2016
Umsatzerlöse 5.470 5.732
Aufwendungen –4.681 –3.688
Jahresüberschuss 789 2.044
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallender Jahresüberschuss 590 1.837
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallender Jahresüberschuss 199 207
Gesamter Jahresüberschuss 789 2.044
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallendes sonstiges Ergebnis 3 0
Gesamtes sonstiges Ergebnis 3 0
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes Gesamtergebnis 590 1.837
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallendes Gesamtergebnis 202 207
Gesamtergebnis 792 2.044
Tsd. Euro 31.12.2017 31.12.2016
An die nicht beherrschenden Anteile gezahlte Dividenden 155 420

19 | ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Stückaktie wurde wie folgt berechnet:

AUS FORTGEFÜHRTEN UND AUFGEGEBENEN GESCHÄFTSBEREICHEN

Zum Jahresende
Tsd. Euro 2017 2016
Zähler für Berechnung des Gewinns und des verwässerten und unverwässer
ten Gewinns je Aktie – Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG
14.701 9.550
Nenner für Berechnung des unverwässerten Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Nenner für Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Unverwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 2,78 1,81
Verwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 2,78 1,81

AUS FORTGEFÜHRTEN GESCHÄFTSBEREICHEN

Zum Jahresende
Tsd. Euro 2017 2016
Zähler für Berechnung des Gewinns und des verwässerten und unverwässer
ten Gewinns je Aktie – Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG
11.602 10.212
Nenner für Berechnung des unverwässerten Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Nenner für Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Unverwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 2,19 1,93
Verwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 2,19 1,93

KONZERNANHANG ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

20 | IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Patente und Technologien, Lizenzen und Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.

a) Immaterielle Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen Die immateriellen Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen, betreffen ausschließlich die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Der Posten Geschäfts- oder Firmenwerte entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2017 bzw. 2016 wie folgt:

Tsd. Euro 2017 2016
Stand zum 1.1. 40.422 40.029
Zugänge 3.650 152
Abgänge –454 –9
Wertminderung 0 –447
Währungsumrechnungsdifferenzen –2.285 697
Stand zum 31.12. 41.333 40.422

Der Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte resultiert in Höhe von 3.650 Tsd. Euro aus einem Zugang von Geschäfts- oder Firmenwerten im Segment Isotope Products im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2017 erfolgten Erwerb der Gamma-Service Gruppe. Der Abgang in Höhe von 454 Tsd. Euro resultiert aus der Veräußerung der Zyklotronsparte des Segmentes Radiopharma und der in diesem Zusammenhang erfolgten Entkonsolidierung der veräußerten Gesellschaften.

Der weitere Rückgang der Geschäfts- oder Firmenwerte beruht in Höhe von 2.285 Tsd. Euro (2016: Anstieg um 697 Tsd. Euro) auf Währungsumrechnungsdifferenzen, da ein wesentlicher Teil der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Gesellschaften des Segmentes Isotope Products und des Segmentes Strahlentherapie entfällt, die in US-Dollar bilanzieren.

Im Vorjahr führte außerdem die auf den Geschäfts- oder Firmenwert des Segmentes Strahlentherapie erfasste Wertminderung in Höhe von 447 Tsd. Euro zu einem entsprechenden Rückgang der Geschäftsoder Firmenwerte.

Im Einzelnen verteilen sich die Geschäfts- oder Firmenwerte auf die Geschäftsfelder wie folgt:

Geschäfts
oder
Firmenwert
Geschäfts
oder
Firmenwert
Tsd. Euro 2017 2016
Strahlentherapie 16.839 17.303
Isotope Products 22.141 20.124
Radiopharma (Zyklotronsparte) 0 454
Radiopharma (Gerätesparte) 2.353 2.541
Stand zum 31.12. 41.333 40.422

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Geschäftsjahr 2017 gemäß IAS 36 einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) unterzogen. Dabei wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet. Diese repräsentieren die unterste Ebene, auf der die Geschäfts- oder Firmenwerte und Vermögenswerte für Zwecke der Unternehmenssteuerung überwacht werden. Für die Segmente Strahlentherapie und Isotope Products wurde jeweils eine CGU festgestellt. Im Segment Radiopharma wurden bisher zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (Zyklotron- und Gerätesparte). Seit der am 5. Mai 2017 erfolgten Veräußerung der Zyklotronsparte gibt es auch im Segment Radiopharma nur noch eine CGU.

Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergeben sich aus den diskontierten künftigen Cashflows, die auf Basis der aktuellen Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum ermittelt wurden. Für den anschließenden Zeitraum wurden die Cashflows mit einer Wachstumsrate zwischen 0% und 1% (Vorjahr: 0% bis 1%) angesetzt. Der Diskontierungssatz vor Steuern betrug für das Segment Strahlentherapie 8,4% (2016: 9,9%), für das Segment Isotope Products 8,0% (2016: 8,8%) und für die Gerätesparte des Segmentes Radiopharama 8,2% (2016: 8,6%). Im Vorjahr wurde für die Zyklotronsparte des Segmentes Radiopharma ein Diskontierungssatz von 8,4% angesetzt. (siehe hierzu auch die Erläuterungen unter Tz. 3).

Im Ergebnis der Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2017 hat sich unter Zugrundelegung der jeweilig ermittelten erzielbaren Beträge kein Wertminderungsbedarf ergeben. Zum 31. Dezember 2016 war für die CGU Segment Strahlentherapie ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 447 Tsd. Euro erfasst worden.

Der Werthaltigkeitstest für den Geschäfts- oder Firmenwert des Segmentes Isotope Products führt zu dem Ergebnis, dass denkbare mögliche Änderungen in den wesentlichen Annahmen nicht dazu führen, dass der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes den erzielbaren Betrag übersteigen könnte. Für die Geschäftsoder Firmenwerte der Gerätesparte wurde keine Szenario-Analyse durchgeführt, da die entsprechenden Werte im Konzern als nicht signifikant eingestuft wurden.

Veränderung im Vergleich
zum Basisszenario
Basis
szenario
Szenario
1
Szenario
2
Szenario
3
Szenario
4
Szenario
5
Veränderung Umsatzerlöse 0% –5% –10% 0% 0% –10%
Veränderung Umsatzkosten 0% –4% –8% 0% 0% –8%
Veränderung WACC 0% 0% 0% +2% +4% +3%
kumulative Umsatzerlöse
über 5 Jahre
100% 95% 90% 100% 100% 90%
kumulative EBIT über 5 Jahre 100% 74% 48% 100% 100% 48%
kumulative FCF über 5 Jahre 100% 79% 57% 100% 100% 57%
Ermittelter Firmenwert 100% 81% 61% 71% 54% 37%
Ermittelter Firmenwert
(Anteil EZAG) im Verhältnis
zum Buchwert
>1,0 0,87 0,66 0,76 0,59 0,40
Bedarf zur Wertminderung nein Ja Ja Ja Ja Ja
Wertminderung in Tsd. Euro 0 3.608 8.389 5.820 10.124 14.672

Für den Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwertes des Segmentes Strahlentherapie wurde eine Szenario-Analyse durchgeführt, die die nachfolgenden Ergebnisse liefert:

Die künftigen Cashflows sind in hohem Maße von den realisierbaren Umsatzerlösen abhängig, da die CGU Segment Strahlentherapie einen hohen Anteil an fixen Kosten aufweist. Von daher werden die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests von Veränderungen des geplanten Umsatzwachstums besonders stark beeinflusst. Im Basisszenario geht die Gesellschaft bei ihrer Planung von einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 3% ausgehend von den im Jahr 2017 erzielten Umsatzerlösen aus. Diese Wachstumsrate entspricht dem in der Vergangenheit im Segment Strahlentherapie erzielten durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum. Die nachfolgende Szenario-Analyse zeigt, wie sich der Geschäfts- oder Firmenwert entwickeln würde, wenn das geplante Umsatzwachstum nicht erreicht werden würde.

KONZERNANHANG ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Veränderung im Vergleich
zum Basisszenario
Basis
szenario
Szenario
1
Szenario
2
Szenario
3
Szenario
4
Szenario
5
Durchschnittliches jährliches
Umsatzwachstum
3% 2,5% 2% 1,5% 1% 0,5%
Resultierendes Umsatz/EBIT
Verhältnis in 2022
15% 14% 12% 11% 9% 8%
Bedarf zur Wertminderung Nein Ja Ja Ja Ja Ja
Wertminderung in Tsd. Euro 0 49 2.996 5.890 8.729 11.516

b) Immaterielle Vermögenswerte, welche planmäßig abgeschrieben werden, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2017 und 2016 wie folgt zusammen:

(1) Erworbene immaterielle Vermögenswerte

2017
Tsd. Euro
verbleibende
Abschrei
bungsdauer
2016
Tsd. Euro
Kundenbeziehungen 3.436 1–12 Jahre 4.161
Lizenzen/Software/Zulassungen 3.200 1–14 Jahre 3.211
Patente/Technologien 586 1–7 Jahre 899
Stand zum 31.12. 7.222 8.271

(2) Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

2017
Tsd. Euro
verbleibende
Abschrei
bungsdauer
2016
Tsd. Euro
Technologien 2.097 3–5 Jahre 3.046
Zulassungen 785 13–14 Jahre 1.220
Patente 2 1–2 Jahre 5
Stand zum 31.12. 2.884 4.271

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfolgen unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode. Sie sind in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem Funktionsbereich der jeweiligen immateriellen Vermögenswerte den Umsatzkosten, Vertriebskosten, den Allgemeinen Verwaltungskosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 11).

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 ist im als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

21 | SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2017 betreffen im Wesentlichen laufende Ersatzinvestitionen sowie die Erweiterung und Modernisierung bestehender Produktionsanlagen. Selbsterstellte Produktionsanlagen wurden im Geschäftsjahr 2017 insgesamt in Höhe von 1.197 Tsd. Euro (2016: 292 Tsd. Euro) aktiviert.

In Verbindung mit dem auf einem fremden Grundstück selbst errichteten Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Berlin hat der Konzern einen langfristigen Nutzungsvertrag abgeschlossen, welcher nach Ausübung einer Verlängerungsoption in den Vorjahren bis zum 31. Dezember 2024 läuft.

22 | ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN ODER GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

Seit dem Jahr 2009 hält die BEBIG S.A. 15% der Anteile an der russischen ZAO "NanoBrachyTech" (NBT). In den Vorjahren hatte das Management der BEBIG S.A. keinerlei Informationen über die finanzielle Lage der NBT bekommen, zudem gab es immer wieder Zahlungsschwierigkeiten der NBT bei der Rückführung eines an sie ausgegebenen Darlehens. Unter Berücksichtigung dieser Umstände und der allgemeinen Risiken auf dem russischen Markt wurden die Anteile an der NBT daher im Jahr 2010 von den ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von 1.027 Tsd. Euro auf 0 Euro abgewertet. Im Mai 2015 wurden 35% der Anteile der NBT von der Russian Corporation of Nanotechnologies (RUSNANO) übernommen, wobei die NBT zum Verkaufszeitpunkt mit 457 Mio. Rubel (8.299 Tsd. Euro) bewertet wurde. In den letzen beiden Jahren wurden die Zins- und Tilgungszahlungen durch die NBT wieder regelmäßig geleistet. Unter Berücksichtigung dieser neuen Erkenntnisse wurden daher die Anteile an der NBT zum 31. Dezember 2017 neu bewertet. Grundlage der Bewertung war unter anderem der o.a. Erwerb von 35% der Anteile von der Russian Corporation of Nanotechnologies (RUSNANO) am 24. Mai 2015, woraus sich für die Anteile der BEBIG S.A. ein Wert von 1.245 Tsd. Euro ergeben würde. Mit dem Wechselkurs vom 31. Dezember 2017 umgerechnet wären 977 Tsd. Euro anzusetzen. Die NBT verfügte zum Stichtag 31. Dezember 2016 über ein Eigenkapital von 313 Mio. Rubel (4.878 Tsd. Euro), davon sind 47 Mio. Rubel der BEBIG S.A. zuzurechnen. Umgerechnet mit dem Wechselkurs zum 31. Dezember 2017 ergibt das einen Wert von 676 Tsd. Euro. Die Anteile an der NBT wurden dementsprechend aufgewertet, der at-equity bewertete Anteil zum 31. Dezember 2017 beträgt 676 Tsd. Euro (2016: 0 Tsd. Euro) (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 14).

Im Dezember 2013 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. mit einem amerikanischen Partner einen Vertrag über die Gründung eines Joint Ventures, der Americium Consortium LLC, abgeschlossen. Beide Partner halten jeweils 50% der Anteile am Joint Venture, beide dürfen jeweils ein Mitglied des Managements des Joint Ventures berufen und wesentliche Entscheidungen müssen einstimmig getroffen werden. Gemäß IAS 28 übt die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf das Joint Venture Unternehmen aus und bilanziert deshalb die Anteile im vorliegenden Konzernabschluss nach der Equity Methode. Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen 2.493 Tsd. Euro. Der Anteil des Konzerns am Verlust der Americium Consortium LLC im Geschäftsjahr 2017 betrug 0 Tsd. Euro (2016:0 Tsd. Euro). Der at-equity bewertete Anteil zum 31. Dezember 2017 beträgt wechselkursbedingt 2.526 Tsd. Euro (2016: 2.780 Tsd. Euro) (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 14).

Folgende Tabellen geben einen Überblick über die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der at-equity bewerteten Beteiligung am Joint-Venture Americium Consortium LLC. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen im in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschluss des Unternehmens (für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst):

Tsd. Euro 2017 2016
Kurzfristige Vermögenswerte 2 2
Langfristige Vermögenswerte 5.049 5.742
Kurzfristige Schulden 0 0
Langfristige Schulden 0 0

In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind die folgenden Beträge enthalten:

Tsd. Euro 2017 2016
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 2
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
(ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen)
0 0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
(ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen)
0 0

KONZERNANHANG ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Tsd. Euro 2017 2016
Umsatzerlöse 0 0
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen 2 1
Nachsteuerergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0 0
Jahresüberschuss 2 1
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis 2 1
Vom Joint Venture erhaltene Dividenden 0 0

Der vorstehend aufgeführte Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

Tsd. Euro 2017 2016
Planmäßige Abschreibungen 0 0
Zinserträge 0 0
Zinsaufwendungen 0 0
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 0 0

Überleitung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an dem Joint Venture Americium Consortium LLC im Konzernabschluss

Tsd. Euro 2017 2016
Nettoreinvermögen des Joint Ventures 5.051 5.560
Beteiligungsquote des Konzerns 50% 50%
Buchwert der Konzernbeteiligung am Joint Venture 2.526 2.780

Das Joint-Venture wird in den Folgejahren zur Abwicklung bestehender Einkaufsverträge von Rohstoffen, welche für die Produktion einiger Eckert & Ziegler Gesellschaften benötigt wird, finanzielle Mittel in Millionenhöhe benötigen. Diese werden über den Verkauf der Rohstoffe an Konzerngesellschaften bereitgestellt werden.

23 | ÜBRIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Aus dem im Geschäftsjahr 2015 erfolgten Verkauf der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH resultierten neben dem sofort zahlungswirksam gewordenen Kaufpreis weitere Forderungen. Diese bestanden zum einen aus einem vereinbarten Sicherheitseinbehalt sowie zum anderen aus weiteren Forderungen, welche betrags- und zeitpunktmäßig vom Erreichen bestimmter zukünftiger Meilensteine abhängig sind. Der Konzern hat im Jahr 2017 die Zahlungen aus dem Sicherheitseinbehalt planmäßig in voller Höhe erhalten, die meilensteinabhängigen Forderungen werden weiterhin unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 2.183 Tsd. Euro (2016: 2.183 Tsd. Euro) ausgewiesen.

Weiterhin enthalten die übrigen langfristigen Vermögenswerte ein von der Eckert & Ziegler AG an die ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH (ELSA) gewährtes Darlehen in Höhe von 753 Tsd. Euro. Das Darlehen kann von der ELSA maximal bis zu einem Betrag von 2.500 Tsd. Euro in Anspruch genommen werden, hat eine Laufzeit von 4 Jahren und wird mit dem 3-Monats EURIBOR zzgl. 50 Basispunkten verzinst.

Außerdem beinhaltet der Posten den Aktivwert verschiedener Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 332 Tsd. Euro (2016: 107 Tsd. Euro), geleistete Kautionszahlungen in Höhe von 145 Tsd. Euro (2016: 72 Tsd. Euro) sowie sonstige langfristige Forderungen in Höhe von 338 Tsd. Euro, welche aus einer vertraglichen Vereinbarung mit einem Kunden zur Umwandlung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in langfristige Forderungen resultieren.

24 | ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 57.707 Tsd. Euro (2016: 36.567 Tsd. Euro) handelt es sich um Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – innerhalb von nicht mehr als drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung überein.

25 | FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum 31. Dezember 2017 bzw. 2016 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2017 2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.040 24.233
abzüglich Wertberichtigungen –735 –1.025
Stand zum 31.12. 24.305 23.208

26 | VORRÄTE

Das Vorratsvermögen setzt sich zum 31. Dezember 2017 bzw. 2016 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2017 2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.654 18.629
Fertige Erzeugnisse 6.540 5.415
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 4.820 1.930
28.014 25.974
abzgl. Wertminderungen –1.246 –874
Stand zum 31.12. 26.768 25.100

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen hauptsächlich Nuklide sowie zur Herstellung der Endprodukte benötigte Komponenten.

Die auf Basis einer Gegenüberstellung des Nettoveräußerungswertes und des Buchwertes vorgenommenen Wertminderungen haben sich um 372 Tsd. Euro erhöht (2016: Erhöhung 214 Tsd. Euro).

27 | ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die Übrigen kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 5.450 Tsd. Euro (2016: 7.801 Tsd. Euro) betreffen zum 31. Dezember 2017 Umsatzsteuerforderungen gegen Finanzbehörden in Höhe von 1.412 Tsd. Euro (2016: 1.510 Tsd. Euro) sowie Aufwandsabgrenzungen, geleistete Vorauszahlungen und sonstige Forderungen in Höhe von 2.528 Tsd. Euro (2016: 2.128 Tsd. Euro).

Außerdem enthalten sind Forderungen aus Rückgriffsansprüchen in Höhe von 550 Tsd. Euro (2016: 0 Tsd. Euro), Treuhandguthaben in Höhe von 500 Tsd. Euro und Darlehensforderungen in Höhe von 460 Tsd. Euro (2016: 1.288 Tsd. Euro), welche im nächsten Jahr fällig werden.

Im Vorjahr enthielten die Übrigen kurzfristigen Vermögenswerte außerdem Forderungen aus dem Verkauf der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH in Höhe von 2.098 Tsd. Euro sowie Forderungen aus dem Verkauf von Technologien und Produktionsanlagen in Höhe von 777 Tsd. Euro.

28 | EIGENKAPITAL

Die Entwicklung des auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallenden Eigenkapitals und der nicht beherrschenden Anteile ist in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 wurde der handelsrechtliche Bilanzgewinn der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 3.586 Tsd. Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 0,66 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie verwendet (3.490 Tsd. Euro) und der verbleibende Betrag in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt (96 Tsd. Euro).

Das Grundkapital der Eckert & Ziegler AG beträgt zum 31. Dezember 2017 5.292.983 Euro und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und voll eingezahlt. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien) beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 5.288.165 Stück.

Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Eckert & Ziegler AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem handelsrechtlichen Bilanzgewinn der Eckert & Ziegler AG des Jahres 2017 in Höhe von 8.923 Tsd. Euro eine Dividende von 4.231 Tsd. Euro (0,80 Euro je Aktie) an die Aktionäre auszuschütten.

Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 300.000 Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt.

Im September 2009 hatte der Vorstand von dieser Genehmigung Gebrauch gemacht und aus dem bedingten Kapital eine Kapitalerhöhung in Höhe von 31.650 Euro durch Ausgabe von 31.650 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien durchgeführt.

Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates erneut von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32.700 Euro durch Ausgabe von 32.700 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien Gebrauch gemacht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639.316 Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen auszuschließen:

  • a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
  • b) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, um die neuen Aktien Dritten bei Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen anbieten zu können;
  • c) wenn die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien während der letzten fünf Börsenhandelstage vor dem Tag der Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 Satz 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur insoweit, wie der anteilige Betrag der neuen Aktien am Grundkapital zusammen mit dem anteiligen Betrag am Grundkapital sonstiger Aktien, die von der Gesellschaft gegebenenfalls während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG auf der Grundlage einer durch die Hauptversammlung beschlossenen Kapitalerhöhung, der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals oder nach Rückerwerb ausgegeben worden sind, 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Eintragung dieser Ermächtigung in das Handelsregister oder – falls geringer – zum jeweiligen Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht übersteigt.

Mitteilungen von Veränderungen des Stimmrechtsanteils

Im Jahr 2017 gab es folgende gemäß WpHG meldepflichtigen Sachverhalte:

Die Axxion S.A., Grevenmacher, Luxemburg, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 02.06.2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 30. Mai 2017 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,10% (das entspricht 164.113 Stimmrechten) betragen hat.

Die Loys AG, Oldenburg, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 19. Januar 2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 13. Januar 2017 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,73% (das entspricht 144.677 Stimmrechten) betragen hat. 2,73% der Stimmrechte (das entspricht 144.677 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Im Jahr 2016 gab es folgende gemäß WpHG meldepflichtigen Sachverhalte:

Die Hauck & Aufhäuser Investment Gesellschaft S.A., Munsbach, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. Dezember 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 1. Dezember 2016 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,48% (das entspricht 25.300 Stimmrechten) betragen hat.

Die Loys AG, Oldenburg, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12. Dezember 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 1. Dezember 2016 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,93% (das entspricht 207.825 Stimmrechten) betragen hat. 3,93% der Stimmrechte (das entspricht 207.825 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Rücklagen

In der Kapitalrücklage ist der Betrag ausgewiesen, der bei der Ausgabe von Anteilen einschließlich von Aktien über den Nennbetrag hinaus (Agio) abzüglich der Emissionskosten (nach Steuern) erzielt wurde.

Weiterhin werden in der Kapitalrücklage diejenigen Beträge ausgewiesen, die im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen (IFRS 2) erfasst werden. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden keine Aufwendungen aus der Ausgabe von Aktienoptionen in der Kapitalrücklage erfasst.

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind in der Vergangenheit erzielte und nicht ausgeschüttete Ergebnisse von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Außerdem beinhalten die Gewinnrücklagen die im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS erfassten Anpassungen.

In den Übrigen Rücklagen werden die aus der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften resultierenden Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 217 Tsd. Euro (2016: 4.483 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Bewegungen in 2017 bzw. 2016 betrafen im Wesentlichen die amerikanischen und brasilianischen Tochtergesellschaften. Des Weiteren werden in den Übrigen Rücklagen die im sonstigen Konzernergebnis zu erfassenden unrealisierten versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste (nach Steuern) aus leistungsorientierten Pensionszusagen in Höhe von –2.849 Tsd. Euro (2016: –3.056 Tsd. Euro) ausgewiesen.

Eigene Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 war der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2015 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Diese Ermächtigung wurde für den Zeitraum von weiteren 5 Jahren vorzeitig erneuert. Somit ist der Vorstand durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 ermächtigt, bis zum 2. Juni 2020 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteilen der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat, noch besitzt oder welche ihr nach §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund früherer Ermächtigungen bereits erworben wurden, wie folgt, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre, zu verwenden:

  • Die eigenen Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
  • Die eigenen Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen, Teile von Unternehmen, gewerbliche Schutzrechte wie z.B. Patente, Marken bzw. hierauf gerichtete Lizenzen oder sacheinlagefähige Wirtschaftsgüter bzw. Leistungen zu erwerben.
  • Die eigenen Aktien können gegen Barzahlung veräußert werden, wobei der Verkaufspreis den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Wirksamwerden der Veräußerung (ohne Erwerbsnebenkosten) gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nicht wesentlich unterschreiten darf.
  • Die eigenen Aktien können zur Erfüllung der Verpflichtungen der Hauptversammlung vom 30. April 1999 beschlossenen und in der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 geänderten Aktienoptionsplan der Gesellschaft verwendet werden, wobei die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft obliegt, soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft übertragen werden sollen.

• Die eigenen Aktien können zur Erfüllung von Verpflichtungen der Gesellschaft aus Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten aus von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibungen verwendet werden.

Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2017 4.818 Stück. Dies entspricht rechnerisch einem Anteil von 0,1% am Grundkapital der Gesellschaft. Die Anzahl (5.288.165) der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 nicht verändert.

29 | DARLEHENS- UND LEASINGVERBINDLICHKEITEN

Die Darlehens- und Leasingverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2017 und 2016 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2017 2016
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.731 11.658
Leasingverbindlichkeiten 2 0
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 1.733 11.658
1.687 7.520
46 4.138

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Darlehens- und Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres:

Tsd. Euro Zinssatz p. a. 2017 2016
Darlehen der Commerzbank AG 3,99% 1.385 3.245
Darlehen der DZ Bank 3,10% 0 3.047
Darlehen der Deutschen Bank AG 3,17% 0 968
Darlehen der Commerzbank AG 4,80% 208 712
sonstige Darlehen (inkl. Leasingverbindlichkeiten) 1,2% bis 5,1% 115 66
kurzfristige Geldmarktdarlehen 2,50% 0 3.250
in Anspruch genommmen Kreditlinien 24 370
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 1.733 11.658

Die Darlehensverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr weiter deutlich zurückgegangen. Der Rückgang beruht zum einen auf dem Verkauf der Zyklotronsparte und zum anderen auf der planmäßigen Tilgung der bestehenden Darlehen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden ebenso wie im Vorjahr lediglich kurz laufende Darlehen zur Liquiditätsoptimierung neu aufgenommen.

Im September 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH ein Darlehen über 6.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der im November erfolgten Unternehmenserwerbe aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2018 und wird seit dem zweiten Quartal 2015 in vierteljährlichen Raten von 465 Tsd. Euro getilgt.

Im Juni 2011 wurde ein Darlehen von der Commerzbank AG in Höhe von 2.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2018 und ist, beginnend ab 30. September 2013 in vierteljährlichen Raten von 125 Tsd. USD zurückzuzahlen.

Der Konzern verfügt insgesamt über Kreditlinienzusagen in Höhe von 21.603 Tsd. Euro, von denen zum 31. Dezember 2017 Kreditlinien in Höhe von 7.909 Tsd. Euro in Anspruch genommen waren.

Die vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten der Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2017 und 2016 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2017 2016
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.467 4.138
Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre 46 7.520
Restlaufzeit über 5 Jahre 0 0
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 1.513 11.658

30 | ABGRENZUNG VON ZUSCHÜSSEN UND SONSTIGE ABGRENZUNGSPOSTEN

Der Posten Abgrenzung von Zuschüssen setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2017 2016
abgegrenzte Zuschüsse und sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
kurzfristig
171 147
abgegrenzte Zuschüsse langfristig 3.152 1.524
Stand zum 31.12. 3.323 1.671

31 | RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß IAS 19 (revised) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet (PUC-Methode) und mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche inklusive wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung wurden zum 31. Dezember 2017 (ebenso wie im Vorjahr) von der Longial AG bzw. von der Allianz Lebensversicherung AG durchgeführt.

Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:

% 31.12.2017 31.12.2016
Abzinsungssatz(-sätze) 1,85 bis 2,05 1,45 bis 1,95
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 2,75 2,75
Erwartete prozentuale Gehaltssteigerungen 0,00 bis 2,50 0,00 bis 2,50
Erwartete prozentuale Pensionssteigerungen 0,00 bis 1,50 0,00 bis 1,50
Erwartete prozentuale Inflationsrate 2,00 2,00

Zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres ergeben sich die folgenden versicherungsmathematisch ermittelten Werte:

Tsd. Euro 2017 2016
Barwerte der leistungsorientierten Versorgungsansprüche 11.843 11.968
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert –168 –166
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 11.675 11.802
Tsd. Euro 2017 2016
Pensionsrückstellungen zum 1.1. 11.802 10.494
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 436 465
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/ Verluste (+) * –302 1.122
Auszahlungen aus dem Planvermögen 0 0
Ertrag aus Planvermögen –3 –4
Pensionszahlungen –258 –275
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 11.675 11.802

Der bilanziell ausgewiesene Betrag für die Pensionsrückstellungen entwickelte sich wie folgt:

* vor latenten Steuern

In der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres wurden die folgenden Beträge erfasst:

Tsd. Euro 2017 2016
Dienstzeitaufwand 219 214
Zinsaufwand 217 251
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen –3 –4
Summe der erfassten Beträge 433 461

Im Geschäftsjahr wurden die folgenden Beträge im sonstigen Konzernergebnis erfasst:

Tsd. Euro 2017 2016
kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/ Verluste (+) am 1.1. * 4.478 3.357
Zugang/Abgang * –302 1.122
kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/ Verluste (+)
am 31.12. * 4.175 4.478

* vor latenten Steuern

Das Planvermögen besteht aus einer ausschließlich aus Arbeitgeberbeiträgen finanzierten Rückdeckungsversicherung. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar

Tsd. Euro 2017 2016
Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens 166 171
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 3 4
Versicherungsmathematischer Verlust –1 –9
Auszahlungen aus dem Planvermögen 0 0
Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens 168 166

Für das Geschäftsjahr 2018 werden Pensionszahlungen in Höhe von 308 Tsd. Euro erwartet.

Der Barwert der leistungsorientierten Versorgungsansprüche und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens haben sich wie folgt entwickelt:

Tsd. Euro 2017 2016 2015 2014 2013
Defined benefit obligation –11.843 –11.968 –10.665 –11.263 –8.316
Planvermögen 168 166 171 169 353
Funded status –11.675 –11.802 –10.494 –11.094 –7.963

Eine maßgebliche versicherungsmathematische Annahme zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen ist der Abzinsungssatz. Die nachfolgend dargestellte Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung des Abzinsungssatzes zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen unverändert geblieben sind.

KONZERNANHANG ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Defined benefit obligation
Tsd. Euro %
aktuelle Annahme 11.675
Abzinsungssatz –0,25% 12.379 6,0
Abzinsungssatz +0,25% 11.341 –2,9

Weiterhin existiert ein Versorgungsplan für ein Vorstandsmitglied, der als arbeitnehmerfinanzierte beitragsorientierte Leistungszusage (Entgeltumwandlung) konzipiert worden sind. Die Höhe der Entgeltumwandlung für diesen Versorgungsplan belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 10 Tsd. Euro (2016: 10 Tsd. Euro). Die Versorgungszusage wird über eine kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse abgesichert.

32 | ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Übrigen Rückstellungen in den Geschäftsjahren 2017 und 2016.

Tsd. Euro 2017 2016
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (langfristig) 18.841 18.188
Sonstige Rückstellungen (langfristig) 26.658 13.327
Übrige langfristige Rückstellungen zum 31.12. 45.499 31.515
Sonstige Rückstellungen (kurzfristig) 3.163 3.743
Übrige kurfristige Rückstellungen zum 31.12. 3.163 3.743

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen beinhalten erwartete Aufwendungen für den Rückbau und die Entsorgung der Produktionsanlagen und Mietereinbauten und haben sich in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wie folgt entwickelt:

Tsd. Euro 2017 2016
Rückstellungen zum 1.1. 18.188 15.721
Zugänge 2.655 2.843
Abgänge –1.684 0
Aufzinsung 177 273
Inanspruchnahme –183 –724
Währungsumrechnung –312 75
Rückstellungen zum 31.12. 18.841 18.188

Für die Bewertung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen erfolgte im Geschäftsjahr 2017 in Übereinstimmung mit IFRIC 1 eine Anpassung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze an die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die angepassten Zinssätze liegen zwischen –1,6% bis 2,9%. Bei Beibehaltung der Vorjahreszinssätze von –0,2% bis 3,0% hätte sich eine um 195 Tsd. Euro (2016: 240 Tsd. Euro) niedrigere Rückstellung ergeben. Auszahlungen für den Rückbau werden in den Geschäftsjahren 2018 bis 2030 erwartet.

Für einige Betriebsstätten werden Gelder in einen Fonds eingezahlt, deren Verwendung auf den zukünftigen Rückbau beschränkt ist. Die Einzahlungen werden unter der Position "Übrige langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen und betragen 85 Tsd. Euro (2016: 72 Tsd. Euro).

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2017 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für die Verpflichtung zur Verarbeitung von eigenen und von Dritten angenommenen radioaktiven Reststoffen sowie Rücknahmeverpflichtungen für verkaufte Strahlenquellen in Höhe von 22.380 Tsd. Euro (2016: 12.047 Tsd. Euro). Diese Rückstellungen werden auf der Grundlage der für die Verarbeitung zu erwartenden internen und externen Kosten gebildet sowie regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die Ermittlung der Kosten erfolgt dabei auf der Basis von Erfahrungswerten und bereits in der Vergangenheit durchgeführten Entsorgungen. Die Extrapolation historischer Kosten in die Zukunft beinhaltet Schätzungsunsicherheiten insbesondere durch:

  • Ungewissheit hinsichtlich der zukünftigen den Bewertungen zugrunde liegenden Entsorgungswege, dem Umfang ihrer Nutzbarkeit und den damit verbundenen externen Kosten.
  • Unmöglichkeit der Berücksichtigung eventueller zukünftiger Änderungen gesetzlicher und/oder behördlicher Anforderungen, die sowohl Auswirkungen auf den internen Aufwand als auch auf die externen Entsorgungskosten haben können.
  • Bewertungsrisiken durch den Ansatz pauschalisierter Preissteigerungsraten und festgelegter Diskontierungssätze.

Weiterhin enthalten die sonstigen langfristigen Rückstellungen 2.225 Tsd. Euro (2016: 0 Tsd. Euro) für noch zu erbringende langfristige Leistungen zur Erfüllung eines Vertrages, Verpflichtungen aus Anteilsverkäufen in Höhe von 850 Tsd. Euro (2016: 0 Tsd. Euro), personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 546 Tsd. Euro (2016: 714 Tsd. Euro), Rückstellungen für Freimessung und Rückbau in Höhe von 404 Tsd. Euro (2016: 343 Tsd. Euro) und Archivierungsrückstellungen in Höhe von 243 Tsd. Euro (2016: 184 Tsd. Euro).

Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 3.163 Tsd. Euro (2016: 3.743 Tsd. Euro) betreffen den kurzfristigen Anteil der zu entsorgenden radioaktiven Reststoffe.

33 | ÜBRIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Der Posten Übrige langfristige Verbindlichkeiten beinhaltet im Wesentlichen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber einem früheren Minderheitsgesellschafter aus dem Erwerb von Anteilen in Höhe von 600 Tsd. Euro (2016: 850 Tsd. Euro), langfristige Verbindlichkeiten aus einem im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossenen Lizenzvertrag in Höhe von 1.957 Tsd. Euro (2016: 1.963 Tsd. Euro) sowie Earn-Out-Verbindlichkeiten in Höhe von 71 Tsd. Euro (2016: 197 Tsd. Euro).

Weiterhin beinhaltet der Posten Übrige langfristige Verbindlichkeiten einen Zinsswap in Höhe von 220 Tsd. Euro (2016: zwei Zinsswaps in Höhe von 470 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich um ein Derivat, welches gemäß IAS 39.9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert wurde. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen unter Tz. 35 enthalten.

34 | ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Der Posten Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2017 2016
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 7.385 5.190
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 656 895
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden 1.837 877
Verbindlichkeiten aus sonstigen Aufwandsabgrenzungen 2.762 1.229
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilen 0 325
Sonstige Verbindlichkeiten 1.824 3.568
Stand zum 31.12. 14.464 12.084

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zum 31. Dezember 2017 Earn-out Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben in Höhe von 437 Tsd. Euro (2016: 1.285 Tsd. Euro).

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2017 | Eckert & Ziegler 117

35 | ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Eckert & Ziegler AG und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzposten, die Finanzinstrumente enthalten.

Übersicht über finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:

Tsd. Euro 2017 2016
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 57.707 36.567
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.305 23.208
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 2.723 4.863
Übrige langfristige Vermögenswerte 3.274 2.186
Stand zum 31.12. 88.009 66.824
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 13.451 26.180
Derivative Finanzinstrumente 220 470
Stand zum 31.12. 13.671 26.650

In der Position Derivative Finanzinstrumente bei den finanziellen Verbindlichkeiten werden die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Zinsswaps ausgewiesen. Für diese Swaps werden Marktpreise ermittelt, zu denen die Swaps jederzeit aufgelöst werden können.

Die Darlehen und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

DARLEHEN UND FORDERUNGEN SOWIE ÜBRIGE VERMÖGENSWERTE
Tsd. Euro 2017 2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kurzfristig 24.305 23.208
Forderungen gegen nahe stehende Personen und
Unternehmen
Kurzfristig 0 368
Forderungen gegen nahe stehende Personen und
Unternehmen
Langfristig 753 0
Sonstige Forderungen Kurzfristig 2.723 4.495
Sonstige Forderungen Langfristig 2.521 2.186
Stand zum 31.12. 30.302 30.257
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Tsd. Euro 2017 2016
Darlehensverbindlichkeiten kurzfristig 1.687 7.520
Darlehensverbindlichkeiten langfristig 46 4.138
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kurzfristig 4.504 6.390
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 4.586 5.122
Sonstige Verbindlichkeiten langfristig 2.628 3.010
Stand zum 31.12. 13.451 26.180

Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

Die Zusammensetzung der Darlehensverbindlichkeiten ist in Tz. 29 erläutert.

Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind.

2017 2016
Beizulegender Beizulegender
Tsd. Euro Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
Finanzielle Vermögenswerte, be
wertet zu Anschaffungskosten oder
fortgeführten Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente
57.707 57.707 36.567 36.567
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige
Forderungen 30.302 30.302 30.257 30.257
Stand zum 31.12. 88.009 88.009 66.824 66.824
Finanzielle Verbindlichkeiten, be
wertet zu Anschaffungskosten oder
fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
4.504 4.504 6.390 6.390
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und sonstige
Finanzschulden
1.791 1.733 12.006 11.658
Sonstige nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
7.214 7.214 8.132 8.132
Stand zum 31.12. 13.509 13.451 26.528 26.180

Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.

Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, die mit einem festen (vom Marktzins abweichenden) Zinssatz ausgestattet sind, bestimmt der Konzern durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden aktuellen Marktzinssatz.

Da die Laufzeit der Darlehensverbindlichkeiten vorwiegend kurzfristig ist, hat die Abzinsung nur einen marginalen Effekt.

Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden, sofern sie nicht verzinslich sind, zum abdiskontierten Wert bilanziert.

Die nach IAS 39 Kategorien gebildeten Nettogewinne bzw. -verluste bestehen im Wesentlichen aus Abgangsgewinnen bzw. -verlusten, Änderungen im fair value, Wertminderungen sowie nachträglichen Eingängen an abgeschriebenen Finanzinstrumenten. Die folgende Tabelle zeigt die Nettogewinne/-verluste nach Kategorien.

Tsd. Euro 2017 2016
Forderungen –290 –63
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 250 176

Die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" betrifft Zinsswaps.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen:

Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet
zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 0 0 –220 –220
Stand zum 31.12.2017 0 0 –220 –220
Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet
zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 0 0 –470 –470
Stand zum 31.12.2016 0 0 –470 –470

Stufe 1: Die Marktwertermittlung erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese Vermögenswerte und Schulden.

Stufe 2: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.

Stufe 3: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.

Risikoanalyse

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern im Finanzbereich Kredit-, Ausfall-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken.

Kreditrisiko

Das Kredit- oder Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Kunde oder Kontrahent der Eckert & Ziegler Gruppe seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Hieraus resultieren zum einen die Gefahr von bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten und zum anderen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen.

Für den Konzern entsteht ein mögliches Kredit- und Ausfallrisiko im Wesentlichen aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich ein Rating eingeholt und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkassen oder Akkreditiven abgesichert. Die Überwachung des Kredit- und Ausfallrisikos erfolgt im Rahmen des konzernübergreifenden Risikomanagements mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Risikoexposition

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag in Höhe 24.305 Euro (2016: 23.208).

Mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält die Bilanz keine überfälligen oder wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte. Der Konzern schätzt das Ausfallrisiko dieser übrigen finanziellen Vermögenswerte als sehr niedrig ein.

Die maximale Kreditexposition zum Abschlussstichtag hinsichtlich der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war, nach geografischen Regionen, wie folgt:

Tsd. Euro 2017 2016
Europa 15.914 11.984
Nordamerika 5.383 6.365
Sonstige 3.008 4.859
Stand zum 31.12. 24.305 23.208

Die Altersstruktur der überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen stellt sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

Tsd. Euro 2017 2016
1 bis 90 Tage 6.275 7.028
über 90 Tage 1.077 2.730
7.352 9.758

Die überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Arztpraxen und ausländische Kliniken. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit wird der Zahlungseingang in obiger Höhe erwartet. Bei der Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die kundenspezifischen Besonderheiten zugrunde gelegt. Dabei wird in der Regel vor der Wertberichtigung einer Forderung das bisherige Zahlungsverhalten des jeweiligen Kunden individuell ausgewertet. Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Tsd. Euro 2017 2016
Stand zum 1.1. 1.025 1.054
Netto-Zuführungen 200 192
Zugang aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen 112 0
Inanspruchnahme –602 –222
Wechselkurseffekte 0 1
Stand zum 31.12. 735 1.025

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht begleichen zu können. Ziel und Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist die stets ausreichende Bereitstellung von Fremd- und Eigenmitteln.

Im Rahmen der Finanzplanung wird eine Liquiditätsvorschau erstellt, aus welcher sich unter anderem zusätzlicher Fremdfinanzierungsbedarf im Voraus erkennen lässt.

Der Konzern generiert seine finanziellen Mittel grundsätzlich durch das operative Geschäft. Zum 31. Dezember 2017 standen der Eckert & Ziegler AG und ihren Tochtergesellschaften darüber hinaus im Bedarfsfall Kreditlinien in Höhe von 21.603 Tsd. Euro (2016: 17.962 Tsd. Euro) zur Verfügung. Davon sind zum 31. Dezember 2017 noch 13.694 Tsd. Euro frei verfügbar, 7.909 Tsd. Euro wurden für Avale und Garantien in Anspruch genommen.

Zum Abschlussstichtag weist die Konzernbilanz diverse kurz- und langfristige Verbindlichkeiten auch gegen Kreditinstitute aus. Für die zukünftige Liquidität des Konzerns ist es notwendig, dass diese Fremdfinanzierungen weiter bestehen bzw. kurzfristig umfinanziert werden können.

Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Jahr 2017 wurden für verschiedene Projekte Fremdfinanzierungen bei Kreditinstituten angefragt oder von Banken eigenständig vorgelegt. Die Kreditangebote wiesen jeweils günstige Konditionen auf, woraus sich eine gute Bonität des Konzerns ableiten lässt. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive bei den operativen Einheiten. Neben der hohen Eigenkapitalquote sprechen gute Bilanzrelationen für die Bonität des Konzerns, da die langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital und die langfristigen Schulden mehr als gedeckt sind.

Aus den Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung und der Vorhersage von Liquiditätsbedarf lässt sich ableiten, dass der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen abzusichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Risikoexposition

Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive Zinszahlungen stellen sich wie folgt dar:

ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE
31.12.2017
Buchwert Zeitwert Zahlungsmittelabfluss
Tsd. Euro Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehensverbindlichkeiten festverzins
lich
1.733 1.791 1.735 56 0
Darlehensverbindlichkeiten variabel
verzinslich
0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Liefe
rungen und Leistungen
unverzins
lich
4.504 4.504 4.504 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten unverzins
lich
21.055 20.903 19.392 1.663 0
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
variabel
verzinslich
220 220 220 0 0
Stand zum 31.12. 27.512 27.418 25.851 1.719 0
ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE
31.12.2016
Buchwert Zeitwert Zahlungsmittelabfluss
Tsd. Euro Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehensverbindlichkeiten festverzins
lich
11.222 11.570 7.319 4.251 0
Darlehensverbindlichkeiten variabel
verzinslich
436 436 436 0 0
Verbindlichkeiten aus Liefe
rungen und Leistungen
unverzins
lich
6.390 6.390 6.390 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten unverzins
lich
6.306 6.306 3.296 3.010 0
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
variabel
verzinslich
470 470 240 230 0
Stand zum 31.12. 24.824 25.172 17.681 7.491 0

Den Zahlungsabflüssen für die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten lag in 2016 ein Zinssatz von 3,3% zugrunde.

Währungsrisiken

Aus seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt, die aus dem Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die Geschäftsvorfälle und die in Fremdwährung nominierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultieren (Transaktionsrisiken).

Die wesentlichen Fremdwährungstransaktionen in der Eckert & Ziegler Gruppe betreffen den US-Dollar durch Darlehenstilgungen und Dividendenzahlungen der amerikanischen Tochterunternehmen und Export-Geschäfte der deutschen Tochterunternehmen. Nur teilweise kompensiert wird der Effekt durch die operative Tätigkeit einiger Tochtergesellschaften, die Vorprodukte und Waren teilweise in US-Dollar einkaufen und die Endprodukte größtenteils in Euro absetzen.

Exportgeschäfte in Fremdwährungen werden im Bedarfsfall mittels Fremdwährungs-Optionen und Termingeschäften gesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Positionen aus Devisentermin- und -optionsgeschäften.

Risikoexposition

Die Risikoexposition des Konzerns hinsichtlich des Transaktionsrisikos war zum Abschlussstichtag wie folgt:

Fremdwährungsexposition 31.12.2017 31.12.2016
umgerechnet in Tsd. Euro USD GBP PLN CZK BRL USD GBP PLN CZK BRL
Zahlungsmittel und
-äquivalente
13.955 57 0 277 187 9.145 845 9 177 477
Forderungen
aus Lieferungen und
Leistungen
4.751 650 0 178 993 6.902 443 81 0 1.004
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
–815 –47 0 –97 –626 –542 –68 –130 –33 1.418
Bilanzexposition 17.891 660 0 358 554 15.505 1.220 –40 144 2.899

Die Bilanzexposition entspricht dabei jeweils der Netto-Exposition, da zu den Abschlussstichtagen keine Fremdwährungsswaps existierten.

Sensitivitätsanalyse

Ein Anstieg des Euro um 10% gegenüber den folgenden Währungen hätte zum Abschlussstichtag unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Gesamtergebnisses geführt:

31.12.2017 31.12.2016
Effekt in Tsd. Euro USD GBP PLN CZK BRL USD GBP PLN CZK
Gesamtergebnis –1.775 –69 0 –50 –164 –809 –66 51 –167

Eine Senkung des Euro um 10% gegenüber den oben aufgeführten Währungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleichen, aber entgegengesetztem Effekt auf die angeführten Währungen geführt.

Als Basis der Sensitivitätsanalyse wurden die unter Tz. 5 angegebenen Währungsumrechnungskurse verwendet.

Zinsrisiken

Zinsänderungsrisiken ist der Konzern nur in geringem Maße im Bereich der mittel- und langfristig verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aufgrund von Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt, da die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nur im geringen Maße variabel verzinslich sind.

KONZERNANHANG ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Für Posten, die bei Zinsänderungen keine Zahlungswirkung erzeugen, werden keine Absicherungsmaßnahmen getroffen.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos bei der kurzfristigen Kreditmittelbeschaffung hat der Konzern im Oktober 2005 einen Zinsswap mit einer Laufzeit von 12 Jahren abgeschlossen. Abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 2.000 Tsd. Euro zu einem Festzinssatz von 3,53%. Die Eckert & Ziegler AG zahlte dabei jeweils quartalsweise einen Festbetrag von 17.650 Euro bis Oktober 2017. Im Gegenzug dazu zahlte die Bank quartalsweise variable Beträge (jeweils den 3-Monats EURIBOR) bis zum Ablauf des Vertrages.

Ein weiterer Zinsswap zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos für variabel verzinste Finanzierungsdarlehen wurde im Februar 2011 abgeschlossen. Dieser Swap hat eine Laufzeit von 10 Jahren, abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 8.000 Tsd. Euro, der beginnend ab 31. Dezember 2013, jeweils zum Quartalsende um 250 Tsd. Euro reduziert wird. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei quartalsweise auf den jeweiligen Bezugsbetrag einen festen Zins von 3,21% und erhält dafür im Gegenzug variable Beträge in Höhe des 3-Monats EURIBOR Zinssatzes auf den jeweiligen Bezugsbetrag.

Der beizulegende Zeitwert des zum Stichtag noch bestehenden Swap-Geschäftes beträgt –220 Tsd. Euro (2016: –470 Tsd. Euro) und wird in der Bilanz unter den Übrigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde dem Konzern von dem Kreditinstitut, mit dem die Swap-Geschäfte abgeschlossen wurden, mitgeteilt. Danach wurde für die Ermittlung des aktuellen Barwerts der Zinsswaps alle vom Kunden beziehungsweise von der Bank zu leistenden Zahlungen vom Bewertungstag bis zum Vertragsende berechnet, auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve abgezinst, addiert und saldiert. Die Abzinsung der variablen Zinszahlungen (EURIBOR) erfolgte dabei auf Basis der aus der aktuellen Zinsstrukturkurve errechneten Terminzinssätze für den entsprechenden Zeitraum. Die sich hieraus ergebenden Salden weisen dann für die Kontrahenten einen positiven und einen negativen Barwert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aus.

Risikoexposition

Zum Bilanzstichtag weist der Konzern folgende verzinsliche finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus:

Tsd. Euro 2017 2016
Verzinsliche finanzielle Vermögenswerte 753 440
– davon variabel verzinslich 753 72
– davon festverzinslich 0 368
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 1.733 11.658
– davon variabel verzinslich 0 436
– davon festverzinslich 1.733 11.222

Sensitivität der Zahlungsströme für variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Ein Anstieg des Marktzinses von 100 Basispunkten zum Abschlussstichtag – unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen – hätte zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Periodenergebnisses geführt:

2017 2016
Effekt in Tsd. Euro + 100 Basis
punkte
– 100 Basis
punkte
+ 100 Basis
punkte
– 100 Basis
punkte
Ergebnis für variabel verzinsliche
Finanzinstrumente
60 –60 141 –87

Kapitalmanagement

Die Eckert & Ziegler AG (Mutterunternehmen) unterliegt nach aktien- und handelsrechtlichen Vorschriften in Deutschland der Mindestkapitalisierung nach § 92 AktG. Danach muss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, wenn die Summe des handelsrechtlichen Eigenkapitals der Muttergesellschaft 50% des Grundkapitals unterschreitet. Dieses ist in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 nicht eingetreten.

Der Konzern verfolgt eine konservative und auf Flexibilität ausgerichtete Anlage- und Verschuldungspolitik mit einem ausgewogen gestalteten Investitions- und Finanzierungsportfolio. Dabei unterliegt der Konzern keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen. Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns einschließlich der Gewährleistung des jederzeitigen Zugangs zum Kapitalmarkt sowie die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele sind die Optimierung der Kapitalstruktur, die Dividendenpolitik, Akquisitionen sowie im Bedarfsfall auch Eigenkapitalmaßnahmen. Kapitalbedarf und Kapitalbeschaffung sollen so aufeinander abgestimmt werden, dass den Erfordernissen an Ertrag, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit ausgewogen Rechnung getragen wird. Die Gesamtstrategie des Konzerns ist gegenüber 2016 unverändert.

KONZERNANHANG ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst den Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich aus Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten und sämtlichen hochliquiden Mittel mit einer Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von nicht mehr als drei Monaten zusammensetzt.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Eckert & Ziegler Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzern-Kapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Die Veränderungen der Bilanzposten, die für die Entwicklung der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Zudem werden Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von liquiden Mitteln geführt haben, nicht in die Kapitalflussrechnung einbezogen. Aufgrund der zuvor genannten Bereinigungen sind die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Veränderungen der betreffenden Bilanzposten nicht unmittelbar mit den entsprechenden Werten aus der veröffentlichten Konzernbilanz abstimmbar.

36 | OPERATIVE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und -abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und um die Veränderungen der Aktiva und Passiva ergänzt.

Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit enthält –1.023 Tsd. Euro (2016: 1.145 Tsd. Euro) aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

37 | INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung und der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, die nicht Bestandteil der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält 12.286 Tsd. Euro Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Anteilen an konsolidierten Unternehmen sowie 17 Tsd. Euro Mittelabflüsse aus dem Kauf von Anlagevermögen welche den aufgegebenen Geschäftsbereichen zuzuordnen sind (2016: 348 Tsd. Euro Mittelzuflüsse aus dem Verkauf bzw. Kauf von Anlagevermögen sowie 303 Tsd. Euro Mittelabflüsse aus dem Erwerb von Beteiligungen).

38 | FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern, wie z.B. Dividendenzahlungen.

Gezahlte und erhaltene Zinsen werden entsprechend dem Wahlrecht in IAS 7.33 ebenfalls als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält Zahlungen für den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten von Tochterfirmen in Höhe von 575 Tsd. Euro (2016: 1.633 Tsd. Euro), Zahlungen für die Tilgung von Darlehen in Höhe von 375 Tsd. Euro (2016: 2.020 Tsd. Euro; sowie 2016: Einzahlungen in Höhe von 535 Tsd. Euro aus der Aufnahme von Darlehen) sowie Zinszahlungen in Höhe von 49 Tsd. Euro (2016: 176 Tsd. Euro), die auf die aufgegebenen Geschäftsbereiche entfallen.

SONSTIGE ANGABEN

39 | UNTERNEHMENSERWERBE UND -VERÄUSSERUNGEN

Erwerb der Gamma-Service Recycling GmbH, der Gamma-Service Medical GmbH, der Isotope Technologies Dresden GmbH und der GSG International GmbH im Geschäftsjahr 2017

Mit notariellem Vertrag vom 31. Mai 2017 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH sämtliche Anteile an den folgenden Gesellschaften (und deren Tochtergesellschaften ISOTREND spol. s.r.o, IPS International Processing Services GmbH und Nuclear Control & Consulting GmbH) erworben.:

  • Gamma-Service Recycling GmbH, Leipzig
  • Gamma-Service Medical GmbH, Leipzig
  • Isotope Technologies Dresden GmbH, Dresden
  • GSG International GmbH, Freienbach, Schweiz

Der Kaufpreis betrug 7.817 Tsd. Euro und wurde in Geld beglichen. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 105 Tsd. Euro und wurden im Geschäftsjahr 2017 als Aufwand unter den Allgemeinen Verwaltungskosten erfasst. Der wesentliche Grund für den Erwerb der Gesellschaften war die Übernahme von bestehenden Kundenbeziehungen. Mit dem Erwerb hat das Segment Isotope Products weitere Marktanteile hinzugewonnen und damit seine Marktposition weiter gestärkt.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde vorläufig auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden aufgeteilt. Aus der vorläufigen Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3.650 Tsd. Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 164 1.566 1.730
Sachanlagevermögen 6.526 585 7.111
Forderungen 2.689 11.463 14.152
Sonstige Vermögenswerte 14.710 –5.851 8.859
Bankguthaben und Kassenbestände 2.459 2.459
Verbindlichkeiten –29.541 –29.541
latente Steuern –12 –591 –603
Nettovermögen –3.005 7.172 4.167
Kaufpreis –7.817 –7.817
Geschäfts- oder Firmenwert –3.650

Mit dem Erwerb der o.a. Gesellschaften wurden liquide Mittel in Höhe von 2.459 Tsd. Euro übernommen, sodass der Netto-Kapitalfluss in 2017 aus dem Unternehmenserwerb –5.358 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden im Konzernabschluss 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 10.861 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 307 Tsd. Euro erfasst. Wären die Gesellschaften bereits seit dem 1. Januar 2017 in den Konzernabschluss einbezogen, wäre der Konzernumsatz um 5.241 Tsd. Euro und der Verlust um 342 Tsd. Euro höher ausgefallen.

Erwerb der Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda. im Geschäftsjahr 2016

Am 31. Juli 2016 hat die Eckert & Ziegler Brasil Comercial Ltda. sämtliche Anteile an der BR-77 Transport Medicines Ltda., São Paulo, Brasilien, erworben. Der Kaufpreis betrug 2.118 Tsd. BRL. Der Kaufpreis setzt sich aus einer sofort fälligen Zahlung in Höhe von 742 Tsd. BRL sowie Earn-Out-Komponenten in Höhe von 1.376 Tsd. BRL zusammen. Die Zahlung der Earn-Out-Bestandteile ist sowohl betrags- als auch zeitpunktmäßig abhängig von der Erreichung bestimmter vertraglich vereinbarter Umsatz- und Ertragskennzahlen. Die BR-77 Transport Medicines Ltda. wurde nach dem Erwerb in Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda. umfirmiert.

Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 37 Tsd. Euro und wurden im Geschäftsjahr 2016 als Aufwand unter den Allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 556 Tsd. BRL. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. BRL Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 0 2.213 2.213
Sachanlagevermögen 220 220
Forderungen 128 128
Bankguthaben und Kassenbestände 38 38
Verbindlichkeiten –284 –284
latente Steuern -753 –753
Nettovermögen 102 1.460 1.562
Kaufpreis –2.118 –2.118
Geschäfts- oder Firmenwert –556

Mit dem Erwerb der Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda. wurden liquide Mittel in Höhe von 38 Tsd. BRL übernommen, sodass der Netto-Kapitalfluss in 2016 aus dem Unternehmenserwerb –704 Tsd. BRL betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden im Konzernabschluss 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 206 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 61 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2016 in den Konzernabschluss einbezogen, wäre der Konzernumsatz um 192 Tsd. Euro und der Verlust um 1 Tsd. Euro höher ausgefallen.

Erwerb der BrachySolutions BVBA im Geschäftsjahr 2016

Mit Wirkung zum 26. August 2016 hat die Eckert & Ziegler BEBIG SA sämtliche Anteile an der Brachy-Solutions BVBA, Leuven, Belgien, erworben. Mit dem Erwerb der BrachySolutions BVBA als einem der größten unabhängigen Distributoren für Prostataseeds in Europa mit Schwerpunkten in den Benelux-Ländern und Portugal, hat das Segment Strahlentherapie seine Marktposition in Europa deutlich gestärkt. Der Kaufpreis für die Anteile betrug 1.218 Tsd. Euro. Der Kaufpreis setzt sich aus einem fixen kurzfristig fälligen Betrag in Höhe von 562 Tsd. Euro sowie Earn-Out-Komponenten in Höhe von 656 Tsd. Euro zusammen. Die Zahlung der Earn-Out-Bestandteile ist sowohl betrags- als auch zeitpunktmäßig abhängig von der Erreichung bestimmter vertraglich vereinbarter Umsatz- und Bilanzkennzahlen. Die Gesellschaft wurde im November 2016 auf die Eckert & Ziegler BEBIG SA verschmolzen.

Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 5 Tsd. Euro und wurden im Geschäftsjahr 2016 als Aufwand unter den Allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.

KONZERNANHANG SONSTIGE ANGABEN

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 0 611 611
Sachanlagevermögen 141 –77 64
Forderungen 353 353
Sonstige Vermögenswerte 99 99
Bankguthaben und Kassenbestände 461 461
Verbindlichkeiten –262 93 –169
latente Steuern –201 –201
Nettovermögen 792 426 1.218
Kaufpreis –1.218 –1.218
Geschäfts- oder Firmenwert 0

Mit dem Erwerb der BrachySolutions BVBA wurden liquide Mittel in Höhe von 461 Tsd. Euro übernommen, sodass der Netto-Kapitalfluss in dem Unternehmenserwerb –101 Tsd. Euro betrug. Bis zum Zeitpunkt der Verschmelzung wurden Umsatzerlöse in Höhe von 393 Tsd. Euro und ein Ergebnis in Höhe von 50 Tsd. Euro erzielt. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2016 in den Konzernabschluss einbezogen, wäre der Konzernumsatz um 700 Tsd. Euro und der Gewinn um 200 Tsd. Euro höher ausgefallen.

40 | LEASINGVERHÄLTNISSE

Finanzielle Verpflichtungen als Leasingnehmer

Der Konzern hat fast ausschließlich nicht aktivierungspflichtige (Operate-Leasing) Leasingverträge bezüglich Ausrüstungen, Fahrzeugen sowie Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. Der Miet- und Leasingaufwand für operative Leasingverhältnisse belief sich in den jeweils zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahren 2017 und 2016 auf 3.798 Tsd. Euro bzw. 3.672 Tsd. Euro.

Die künftigen Mindestmietzahlungen aus unkündbaren nicht aktivierungspflichtigen Leasingverträgen (Operate-Leasing) belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf folgende Summen:

Tsd. Euro Miet- und Leasingverträge
Jeweils zum Jahresende (31. Dezember)
2018 3.985
2019 3.457
2020 3.362
2021 1.281
2022 1.030
danach 3.281
Mindestmiet- bzw. -leasingzahlungen gesamt 16.396

Bedingte Mietzahlungen liegen weder in der Berichtsperiode noch in der Zukunft vor. Die Vereinbarungen enthalten darüber hinaus keinerlei Beschränkungen oder Verpflichtungen.

Leasingverhältnisse als Leasinggeber

Der Konzern hat als Leasinggeber Verträge mit Kunden abgeschlossen, in deren Rahmen medizinische Geräte an die Kunden vermietet und Erlöse aus Dienstleistungsverträgen erzielt werden. Nach dem Ende der vereinbarten Mietperiode haben die Geräte für den Konzern keinen materiellen Wert mehr, d.h. die Vermögenswerte werden über die ursprünglich vereinbarte Mietdauer vollständig abgeschrieben. Auf die Forderungen aus diesen Mietverträgen waren weder im Geschäftsjahr 2017 noch im Vorjahr Wertberichtigungen erforderlich. Nachfolgende Tabelle zeigt einen Überblick der Leasingverhältnisse des Konzerns als Leasinggeber (Werte in Tsd. Euro).

Wert der verleasten
Vermögenswerte
Barwert der zukünftigen
Mindestleasingzahlungen
Sonstige Angaben
Gesamte
Anschaffungs
kosten
Buchwert zum
31. Dezember
2017
2018 2019–2022 Nach 2022 Noch nicht
realisierter
Finanzertrag
Realsierter
Ertrag 2017
276 165 69 110 0 9 62

41 | SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND EVENTUALFORDERUNGEN

Mit dem Vermieter eines Produktionsgebäudes wurde vertraglich vereinbart, dass der Vermieter bis zu einem vertraglich vereinbarten Betrag die Kosten des Rückbaus des Gebäudes (Dekontamination) bei Beendigung der Produktion übernehmen wird; der verbleibende Betrag sei vom Mieter zu tragen. Aufgrund gesetzlicher Regelung ist die Betreiberin der Anlage grundsätzlich zur Dekontamination der Anlage verpflichtet. Derzeit geht die Gesellschaft davon aus, dass der Vermieter seiner vertraglichen Verpflichtung nachkommen wird. Sollte der Vorbetreiber/Vermieter seiner vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen, würde die Gesellschaft die Dekontamination vornehmen lassen müssen, was zumindest zeitweise eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft hätte.

Im zweiten Halbjahr 2015 wurde durch die Weltbank bei der Eckert & Ziegler BEBIG SA, Belgien, ein Audit durchgeführt. Im Rahmen des Audits hat die Weltbank die Geschäftsleitung um weitere Informationen in Bezug auf den Ablauf einer öffentlichen Ausschreibung eines Investitionsprojektes in Bangladesch in den Jahren 2012 und 2013 gebeten. Im Dezember 2016 hat die Weltbank die Gesellschaft darüber informiert, dass sie es für wahrscheinlich einschätzt, dass bei dem Projekt die Bestimmungen des "Health Sector Development Programs" der Weltbank nicht in vollem Umfang eingehalten wurden. Obwohl der Vorstand diese Auffassung nicht teilt, hat die Weltbank die Möglichkeit einseitig Sanktionen bezüglich der Beteiligung an zukünftigen Projekten der Weltbank zu verhängen. Aus diesem Grund verhandelt die Eckert Ziegler BEBIG SA gegenwärtig mit der Weltbank mit dem Ziel der Verbesserung des bereits bestehenden Konformitätsprogrammes sowie der Beilegung der bestehenden Meinungsverschiedenheiten.

42 | SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Der Konzern hat "IFRS 8 Geschäftssegmente" mit Wirkung zum 1. Januar 2009 angewandt. Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichtserstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Konzerns im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.

Die Eckert & Ziegler Gruppe hat ihre Geschäftstätigkeit in drei operativen Berichtseinheiten organisiert. Die einzelnen Segmente bieten unterschiedliche Produkte an und sind auch organisatorisch durch die Standorte getrennt. Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze der einzelnen Segmente stimmen mit den in der Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Erläuterung 3) geschilderten überein. Die Segmentangaben sind nicht konsolidiert. Dies entspricht den vom Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung verwendeten Informationen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Das Segment Isotope Products fertigt und vertreibt Standards sowie Strahlenquellen für medizinische und industrielle Zwecke. Standards sind Radioisotope für Kalibrierzwecke. Sie werden im Allgemeinen an wissenschaftliche Einrichtungen verkauft. Industrielle Strahlenquellen finden in verschiedenen Messeinrichtungen für Industrieanlagen und anderen messtechnischen Geräten, wie z.B. Sicherheitseinrichtungen an Flughäfen und bei der Erdölexploration, Anwendung. Sie werden an die Hersteller oder die Betreiber der Anlagen verkauft. Die medizinischen Strahlenquellen umfassen radioaktive Quellen für die Kalibrierung von so genannten Gammakameras. Die Produktionsstandorte des Segments befinden sich in Nordamerika und Europa. Der weltweite Vertrieb erfolgt ebenfalls von diesen Standorten. Nach der Übernahme des größten Wettbewerbers Nuclitec zu Beginn des Jahres 2009 ist Eckert & Ziegler bei sehr vielen Produkten und Anwendungen Weltmarktführer bzw. teilweise der einzige Anbieter. Darüber hinaus werden im Segment neben anderen Dienstleistungen wie dem Transport von radioaktiven Stoffen auch isotopentechnische Reststoffe geringer Aktivität von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zurückgenommen, verarbeitet und konditioniert. Damit bietet das Segment Isotope Products die komplette Dienstleistungspalette rund um industrielle und medizinische Strahlenquellen an.

Das Segment Strahlentherapie konzentriert sich auf die Produktentwicklung, die Herstellung und Markteinführung sowie den Vertrieb von radioaktiven Produkten für die Krebstherapie. Zu den besonderen Schwerpunkten gehört die Prostatakrebsbehandlung mittels radioaktiver Jod-Seeds. Außerdem kommen Augenapplikatoren auf der Basis von Ruthenium-106 zur Behandlung von Aderhautmelanomen (Augenkrebs) zum Einsatz. Hier ist Eckert & Ziegler Marktführer in Europa. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil im Segment bilden die Low- und High-Dose-Rate Strahlentherapie-Geräte und Applikatoren. Die Produktion erfolgt in Deutschland und in den USA, während die Produkte weltweit vertrieben werden.

Die Produkte des Segments Radiopharma mit Standorten in Berlin, Braunschweig und Washington umfassen im Wesentlichen zugelassene 68Ge/68Ga Generatoren und GMP Synthesesysteme zur Herstellung von Radiopharmazeutika. Die Produkte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Strahlentherapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Durch die Akquisition der Nuclitec Anfang 2009 kam der Auriga-Bereich hinzu. Als wichtigste Produkte sind hier Yttrium-90 sowie die Projekte aus der Auftragsfertigung zu nennen. Die Generatoren und Synthesemodule sowie das Yttrium-90 werden weltweit vertrieben.

Unter der "Holding" werden die Posten der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik erfasst.

SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG
Isotope Products Strahlentherapie Radiopharma Holding Eliminierung Gesamt
Tsd. Euro 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Umsätze mit externen Kunden 86.107 73.329 25.858 24.778 26.649 21.746 18 16 0 0 138.631 119.868
Umsätze mit anderen Segmenten 3.590 2.898 36 111 0 6 5.430 4.726 –9.056 –7.740 0 0
Segmentumsätze insgesamt 89.696 76.227 25.894 24.888 26.649 21.751 5.448 4.742 –9.056 –7.740 138.631 119.868
Ergebnis aus at-equity
bewerteten Anteilen
0 0
Segmentergebnis vor Zinsen und
Ertragsteuern (EBIT)
9.925 10.851 1.900 –250 6.647 6.152 –429 –613 –72 –4 17.972 16.137
Zinsaufwendungen und -erträge –180 –328 –173 10 –197 –604 –88 173 9 31 –629 –718
Zinsaufwendungen 0 0
Ertragsteuern –2.767 –3.551 –637 106 –1.960 –1.626 45 99 0 0 –5.320 –4.971
Ergebnis aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen, netto
0 –867 0 0 3.099 205 0 0 0 0 3.099 –662
Ergebnis vor nicht
beherrschenden Anteilen
6.978 6.106 1.089 –134 7.589 4.127 –472 –341 –63 28 15.122 9.786

SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Isotope Products Strahlentherapie Radiopharma Holding Gesamt
Tsd. Euro 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Vermögen der Segmente 134.351 111.807 47.886 50.959 31.137 40.943 107.616 103.475 324.349 307.184
Eliminierung von Anteilen, Beteiligungen und
Forderungen zwischen den Segmenten
–107.362 –107.719
Konsolidiertes Gesamtvermögen 216.987 199.465
Verbindlichkeiten der Segmente –82.887 –53.019 –14.944 –19.022 –15.879 –29.497 –2.607 –4.320 –116.317 –105.858
Eliminierung von Verbindlichkeiten
zwischen den Segmenten
16.847 16.470
Konsolidierte Verbindlichkeiten –99.470 –89.388
Investitionen (ohne Unternehmenserwerbe) 2.459 2.694 –191 867 895 1.239 153 198 3.316 4.998
Planmäßige Abschreibungen –3.913 –3.299 –2.369 –2.495 –1.494 –2.025 –423 –471 –8.199 –8.290
Andere wesentliche nicht zahlungswirksame
Erträge (+)/Aufwendungen (–)
–203 –1.881 –651 –1.005 3.119 –1.385 845 39 3.110 –4.232

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nach Regionen

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE & SACHANLAGEN NACH REGIONEN

Tsd. Euro 2017 2016
Deutschland 51.561 45.014
USA 25.806 29.893
Belgien 3.912 4.414
Sonstige 3.988 11.466
Gesamt 85.267 90.787

Externe Umsätze nach geographischen Regionen

EXTERNE UMSÄTZE NACH GEOGRAPHISCHEN REGIONEN
2017 2016
Mio. Euro % Mio. Euro %
Europa 66,9 48 54,3 45
Nordamerika 46,3 33 45,1 38
Asien/Pazifik 14,8 11 11,1 9
Sonstige 10,6 8 9,4 8
Gesamt 138,6 100 119,9 100

Die Abgrenzung der geografischen Regionen erfolgte nach dem Sitz des Leistungsempfängers. Die Umsätze in Nordamerika betreffen fast ausschließlich die USA.

43 | NAHE STEHENDE PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Nach IAS 24 sind Transaktionen mit Personen oder Unternehmen, die die Eckert & Ziegler AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, anzugeben. Transaktionen zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften, die nahe stehende Personen und Unternehmen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden daher nicht erläutert. Einzelheiten zu Transaktionen zwischen dem Konzern und anderen nahe stehenden Personen und Unternehmen sind nachfolgend angegeben. Transaktionen der Eckert & Ziegler AG mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten abgewickelt.

a) Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Vorstand

Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender, 2017 verantwortlich für die Bereiche Konzernstrategie, Finanzen und Kapitalmarktkommunikation sowie für die Segmente Isotope Products und Sonstige), Wandlitz, Kaufmann

In anderen Gremien: Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA; Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG SA, Seneffe (Belgien); bis Mai 2017: Vorsitzender des Aufsichtsrates der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Dr. André Heß (Vorstand, 2017 verantwortlich für den Bereich Personal und das Segment Radiopharma), Berlin, Diplom-Chemiker und Wirtschaftsingenieur

In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA, Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG SA, Seneffe (Belgien), Mitglied des Verwaltungsrates der Curasight ApS, Kopenhagen (Dänemark)

Dr. Harald Hasselmann (Vorstand, 2017 verantwortlich für das Segment Strahlentherapie), Berlin, Kaufmann

In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG SA, Seneffe (Belgien)

Weitere Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Dr. Gunnar Mann (2017 verantwortlich für die Bereiche Strahlenschutz, Informationstechnologie und Infrastruktur)

Frank Yeager (2017 Präsident der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc.)

Joseph Hathcock (2017 Vizepräsident der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc.)

Ivan Simmer (2017 Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter der Eckert & Ziegler Cesio s.r.o.)

bis 05.05.2017: Axel Schmidt (2017 Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter der Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH)

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2017 an:

Prof. Dr. Wolfgang Maennig (Vorsitzender), Berlin, Universitätsprofessor

In anderen Kontrollgremien: keine

bis 31. Mai 2017: Prof. Dr. Nikolaus Fuchs, (stellv. Vorsitzender), Berlin, Geschäftsführender Gesellschafter der Lexington Consulting GmbH sowie anderer Unternehmen und Unternehmer

In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Berliner Volksbank eG

Prof. Dr. Helmut Grothe, (ab 31. Juli 2017: stellv. Vorsitzender), Wandlitz, Jurist, Universitätsprofessor an der Freien Universität Berlin

In anderen Kontrollgremien: keine

Hans-Jörg Hinke, Berlin, Geschäftsführender Gesellschafter der CARISMA Wohnbauten GmbH

In anderen Kontrollgremien: keine

Dr. Gudrun Erzgräber, Birkenwerder, Physikerin

In anderen Kontrollgremien: keine

Prof. Dr. Detlev Ganten, Berlin, Präsident des World Health Summit, Vorsitzender des Kuratoriums der Max-Planck Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPI-KG) und für molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP), Potsdam

In anderen Kontrollgremien: keine

Albert Rupprecht, Waldthurn, Diplom-Volkswirt, Mitglied des Deutschen Bundestags

In anderen Kontrollgremien: keine

b) Joint Ventures, bei denen der Konzern ein Partnerunternehmen ist

Im Juni 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG SA immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" eingebracht und dafür 15% der Anteile an dem Joint Venture Unternehmen erhalten. Die Eckert & Ziegler BEBIG SA liefert schwach radioaktive Implantate an die OOO BEBIG, welche ein 100%iges Tochterunternehmen des Joint Ventures ist. Die Umsatzerlöse mit der OOO BEBIG beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 1.508 Tsd. Euro (2016: 956 Tsd. Euro). Zusätzlich erhielt die Eckert & Ziegler BEBIG SA im Geschäftsjahr 2017 im Zusammenhang mit einem aus der Umwandlung von Forderungen entstandenem Darlehen Tilgungszahlungen in Höhe von 460 Tsd. Euro (2016: 460 Tsd. Euro) und Zinszahlungen in Höhe von 22 Tsd. Euro (2016: 26 Tsd. Euro). Das Darlehen wird mit 2,5% p. a. verzinst. Zum 31. Dezember 2017 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegen die OOO BEBIG auf 466 Tsd. Euro (2016: 920 Tsd. Euro).

c) Sonstige nahe stehende Personen und Unternehmen

• Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK), die 32,24% der Aktien der Eckert & Ziegler AG hält, und deren Alleingesellschafter, Dr. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler AG, ist.

  • Eckert Beteiligungen 2 GmbH (EB2), die eine 100%-ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.
  • ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH (ELSA), die eine 100%-ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.
  • ELSA 2 Beteiligungen GmbH (ELSA2), die eine 100%-ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.

In den Jahren 2017 und 2016 wurden folgende Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen vorgenommen, wobei sämtliche Transaktionen zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt wurden:

Die EZAG hat im Jahr 2012 der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ein Darlehen über 1.500 Tsd. Euro gewährt. Im Jahr 2013 hat die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH im Rahmen der Ausgliederung die Vertragsverhältnisse an die ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH übertragen, sodass nunmehr der oben beschriebene Darlehensvertrag zwischen der EZAG und der ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH (im Folgenden "ELSA" genannt) bestand. Das Darlehen wurde mit dem Drei-Monats-EURIBOR zzgl. 50 Basispunkte verzinst. Das Darlehen wurde in 2017 vollständig zurückgeführt.

Im Oktober 2017 hat die Eckert & Ziegler AG einen neuen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag mit der ELSA abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 4 Jahren und ein Gesamtvolumen von bis zu 2.500 Tsd. Euro. Das Darlehen wird mit dem Drei-Monats-EURIBOR zzgl. 50 Basispunkte verzinst. Bis zum 31. Dezember 2017 wurden 753 Tsd. Euro aus dem Vertrag an die ELSA ausgezahlt.

Ferner hat die EZAG der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ein Darlehen über 400 Tsd. Euro gewährt, von dem 368 Tsd. Euro in Anspruch genommen wurden. Das Darlehen wurde mit 3,25% verzinst und wurde zum 31. Dezember 2017 vollständig zurückgezahlt.

Die Eckert & Ziegler AG, die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH und die Eckert & Ziegler Eurotope GmbH haben im Oktober 2012 einen langfristigen Mietvertrag mit der Eckert Beteiligungen 2 GmbH abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2017 fielen Miete und Mietnebenkosten in Höhe von 826 Tsd. Euro (2016: 982 Tsd. Euro) an.

Gesellschaften des Segmentes Strahlentherapie hatten bis zum Ende des Geschäftsjahres 2016 einen Beratungsvertrag mit der Ehefrau eines Mitgliedes des Managements abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages wurden im Geschäftsjahr 2016 Beratungsleistungen in Höhe von 31 Tsd. Euro in Anspruch genommen. Zum 31. Dezember 2016 bestanden aus diesem Vertrag keine Verbindlichkeiten mehr.

Im Geschäftsjahr 2016 hatte die Eckert & Ziegler AG mit der Unternehmensberatungsgesellschaft eines Mitgliedes des Aufsichtsrates einen Beratungsvertrag abgeschlossen. Im Rahmen des Vertrages wurden Beratungsleistungen in Höhe von 66 Tsd. Euro in Anspruch genommen.

Die Salden der Eckert & Ziegler Gruppe nahe stehenden Personen und Unternehmen bezüglich Forderungen, Darlehensforderungen, Verbindlichkeiten und Darlehensverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2017 und 2016 wie folgt dar:

Tsd. Euro 2017 2016
Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen 1.219 1.443
Verbindlichkeiten gegen nahe stehende Personen und Unternehmen 0 0

44 | ANGABEN ZUR VERGÜTUNG DER ORGANMITGLIEDER

Das Vergütungssystem der Gesellschaft für die Bezüge der Organmitglieder wird im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht erläutert.

Vergütung des Vorstandes

Im Geschäftsjahr 2017 wurde an die Mitglieder des Vorstandes eine Gesamtvergütung in Höhe von 1.524 Tsd. Euro (2016: 1.315 Tsd. Euro) gewährt. Dies entspricht einer Steigerung von 16% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von dieser Gesamtvergütung entfielen 808 Tsd. Euro (2016: 793 Tsd. Euro) auf fixe und 716 Tsd. Euro (2016: 522 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsteile.

Die folgende Tabelle zeigt die gewährten und geflossenen Vorstandsvergütungen. Da kein Vorstand Aktienoptionszusagen und Pensionszusagen erhalten hat, entsprechen die gewährten den geflossenen Vergütungen.

Dr. Andreas Eckert Dr. Harald Hasselmann Dr. André Heß
Vorstandsvorsitzender
EZAG
Vorstandsmitglied
Segment Therapie
Segment Radiopharma Vorstandsmitglied
Datum Eintritt: 03.07.1997 Datum Eintritt: 01.01.2017 Datum Eintritt: 01.03.2008
Werte in Euro 2016 2017 Min Max 2016 2017 Min Max 2016 2017 Min Max
Festvergütung 300.000 300.000 300.000 300.000 0 189.236 189.236 189.236 208.012 216.000 216.000 216.000
Nebenleistungen 33.537 34.961 34.961 34.961 0 34.294 34.294 34.294 31.364 33.095 33.095 33.095
Summe 333.537 334.961 334.961 334.961 0 223.531 223.531 223.531 239.376 249.095 249.095 249.095
Erfindervergütung 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige
variable Vergütung
253.035 340.000 0 500.000 0 121.040 0 150.000 197.193 255.000 0 300.000
Tantieme auf
Konzern EBIT
(5 Jahre)
253.035 340.000 0 500.000
Tantieme auf
Konzern Jahresüber
schuss ohne Segment
Therapie (3 Jahre)
0 100.000 0 100.000
Tantieme auf
Jahresüberschuss
Segment Therapie
(3 Jahre)
0 21.040 0 50.000
Tantieme auf
EBT Konzern ohne
Segment
Radiopharma
(3 Jahre)
44.374 55.000 0 100.000
Tantieme auf
EBT Segment
Radiopharma
(3 Jahre)
152.819 200.000 0 200.000
Summe 253.035 340.000 0 500.000 0 121.040 0 150.000 197.193 255.000 0 300.000
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 586.572 674.961 334.961 834.961 0 344.571 223.531 373.531 436.569 504.095 249.095 549.095

1) Die Festvergütungen sowie die variablen Vergütungen der Vorstandsmitglieder Dr. Harald Hasselmann und Dr. André Heß sind nicht im Personalaufwand der AG enthalten, da diese Vergütungen über Tochtergesellschaften abgerechnet werden.

2) * Die variablen Vergütungen können im Einzelfall geringer oder höher als die ausgewiesenen Minimal- bzw. Maximalbeträge ausfallen, weil der Abgleich der Deckelungen grundsätzlich kumulativ über die Vertragsdauer erfolgt und die angegebenen Minimal- und Maximalbeträge als Jahresdurchschnitt zu verstehen sind.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2017 | Eckert & Ziegler 137

KONZERNANHANG SONSTIGE ANGABEN

Das zum 31.12.2016 aus dem Vorstand ausgeschiedene Vorstandsmitglied, Dr. Edgar Löffler, hat im Geschäftsjahr 2016 eine Gesamtvergütung von 291 Tsd. Euro (Festvergütung: 220 Tsd. Euro, variable Vergütung: 71 Tsd. Euro) bezogen.

Die ausgewiesenen variablen Vergütungen des Jahres 2017 beziehen sich auf die finalen Abschlusskennzahlen und wurden in dieser Höhe im Jahr 2017 ausgezahlt. Aufgrund der Iterations-Problematik können die in der Bilanz zum 31. Dezember 2017 enthaltenen Tantiemen-Rückstellungen leicht abweichen.

Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied bestehen aufgrund einer Pensionszusage Rückstellungen in Höhe von 475 Tsd. Euro (2016: 475 Tsd. Euro; Berechnung jeweils nach IFRS). Im Geschäftsjahr 2017 sind an dieses ehemalige Vorstandsmitglied Pensionszahlungen in Höhe von 32 Tsd. Euro (2016: 32 Tsd. Euro) geleistet worden.

Vergütung des Aufsichtsrates

Für das Geschäftsjahr 2017 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von 74 Tsd. Euro (2016: 75 Tsd. Euro) und Sitzungsgelder in Höhe von 27 Tsd. Euro (2016: 26 Tsd. Euro). Das entspricht einem Gesamtaufwand von 101 Tsd. Euro (2016: 103 Tsd. Euro).

Name
Tsd. Euro
Vergütete
Funktion
Feste
Vergütung
Sitzungsgelder Summe
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender des 20 4 24
Aufsichtsrates (2016: 20) (2016: 5) (2016: 25)
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs bis 31.5.2017:
Stellv. Vorsitzender
des Aufsichtsrates
6
(2016: 15)
3
(2016: 5)
9
(2016: 20)
Prof. Dr. Helmut Grothe ab 31.7.2017: Stellv.
Vorsitzender, davor
Mitglied des
Aufsichtsrates
12
(2016: 10)
5
(2016: 6)
17
(2016: 15)
Hans-Jörg Hinke Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2016: 10) (2016: 4) (2016: 14)
Dr. Gudrun Erzgräber Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2016: 10) (2016: 5) (2016: 15)
Prof. Dr. Detlev Ganten Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2016: 10) (2016: 4) (2016: 14)
Albert Rupprecht ab 31.5.2017:
Mitglied des
Aufsichtsrates
6
(2016: 0)
2
(2016: 0)
8
(2016: 0)

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen dabei folgende Einzelvergütungen:

Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen oder Vorteile gewährt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein im Vorfeld vom Aufsichtsrat genehmigter Beratungsvertrag mit der Unternehmungsberatungsgesellschaft eines Mitgliedes des Aufsichtsrates abgeschlossen. Im Rahmen des Vertrages wurden im Jahr 2016 Beratungsleistungen in Höhe von 66 Tsd. Euro in Anspruch genommen.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss oder Nominierungsausschuss eingerichtet. Die Notwendigkeit der Bildung von Ausschüssen, insbesondere eines Prüfungsausschusses oder eines Nominierungsausschusses, wird vom Aufsichtsrat aufgrund der geringen Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder sowie der spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens als nicht vordringlich angesehen. Sämtliche Aufgaben dieser Ausschüsse werden deshalb vom Aufsichtsrat als Gesamtgremium wahrgenommen.

45 | EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Am 19. Dezember 2017 hat die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH eine Vereinbarung zur Übernahme der thüringischen WOLF-Medizintechnik GmbH (WOMED) unterzeichnet. Das Unternehmen mit Sitz in St. Gangloff, Thüringen, ist Hersteller von Röntgentherapiegeräten zur Behandlung von oberflächigen Hauttumoren sowie Gelenkerkrankungen. WOMED beschäftigt circa 15 Mitarbeiter und hat im Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse von etwa 3 Mio. EUR erzielt. Neben den bestehenden Erträgen von WOMED werden zusätzliche Umsätze und Gewinne durch die Erweiterung des Produktportfolios erwartet. Dazu dient auch die Einführung eines Gerätes zur intraoperativen Bestrahlung.

Der Kaufpreis für die Anteile an der WOMED betrug 2.994 Tsd. Euro und konnte aus den bestehenden Barmitteln finanziert werden. Die Übernahme wurde zum 1. Januar 2018 wirksam. Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden aus der Akquisition der WOMED für den Eckert & Ziegler Konzern zusätzliche Umsatzerlöse in Höhe von 2 Mio. Euro und Gewinne in Höhe von 300 Tsd. Euro erwartet.

Aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen dem Erwerb der WOMED und der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses erfolgte die Aufteilung des Kaufpreises auf die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zunächst auf vorläufiger Basis wie folgt:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 0 2.077 2.077
Sachanlagevermögen 149 149
Vorräte 1.082 1.082
Forderungen 4 4
Sonstige Vermögenswerte 305 305
Bankguthaben und Kassenbestände 586 586
Verbindlichkeiten –586 –586
latente Steuern 0 –623 –623
Nettovermögen 1.540 1.454 2.994
Kaufpreis –2.994 –2.994
Geschäfts- oder Firmenwert 0

Ansonsten gab es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben.

ANGABEN GEMÄSS § 315A ABS. 1 HGB

ANGABEN GEMÄSS § 315a Abs. 1 HGB

46 | SONSTIGE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

Die sonstigen Erträge/Aufwendungen sowie das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen enthalten periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 24 Tsd. Euro (2016: 93 Tsd. Euro) und periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 94 Tsd. Euro (2016: 792 Tsd. Euro).

47 | GESAMTHONORAR DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS

Für die im Geschäftsjahr erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers ist ein Gesamthonorar von 324 Tsd. Euro (2016: 377 Tsd. Euro) angefallen. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Eckert & Ziegler AG sowie verschiedener Tochtergesellschaften 304 Tsd. Euro (2016: 356 Tsd. Euro), auf Steuerberatungsleistungen 8 Tsd. Euro und 14 Tsd. Euro auf sonstige Leistungen

48 | ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG ZUR BEACHTUNG DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (ENTSPRECHENSERKLÄRUNG)

Die nach § 161 AktG für die Eckert & Ziegler AG als börsennotiertes Unternehmen vorgeschriebene Erklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären über die Webseite der Gesellschaft unter www.ezag.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 29. März 2018

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. André Heß Dr. Harald Hasselmann

KONZERNANLAGENSPIEGEL

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2017

Anschaffungskosten
Tsd. Euro Stand
31.12.2016
Zugänge
durch
Unterneh
menserwerb
Zugänge Um
buchungen
Abgänge Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2017
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Geschäfts- oder
Firmenwerte
46.618 3.650 0 0 478 –2.432 47.358
2.
Erworbene
immaterielle
Vermögenswerte
32.871 1.701 557 57 6.851 –1.546 26.789
3.
Selbst erstellte
immaterielle
Vermögenswerte
10.177 8 35 0 636 3 9.587
4.
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen im Bau
0 0 106 0 0 0 106
89.666 5.359 698 57 7.965 –3.975 83.840
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und
Bauten
24.540 4.011 494 313 7.502 –1.146 20.710
2.
Technische Anlagen
56.264 2.193 3.951 356 12.479 –1.057 49.228
3.
Andere Anlagen,
Betriebs
Geschäftsausstattung
13.912 809 1.252 –221 1.196 –287 14.269
4.
Anlagen im Bau
2.036 69 1.663 –505 712 –70 2.481
96.752 7.082 7.360 –57 21.889 –2.560 86.688
186.418 12.441 8.058 0 29.854 –6.535 170.528
Abschreibungen Restbuchwerte
Stand
31.12.2016
Zugänge Wertmin
derungen
Abgänge Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2017
Stand
31.12.2017
Stand
31.12.2016
6.196 0
0
25 0 –146 6.025 41.333 40.422
24.600 2.167 0 5.967 0 –1.126 19.674 7.115 8.271
5.906 1.010 0 217 0 3 6.702 2.885 4.271
0 0
0
0 0 0 0 106
36.702 3.177 0 6.209 0 –1.269 32.401 51.439 52.964
10.408 1.012 0 1.205 30 –603 9.642 11.068 14.132
38.275 3.135 0 7.869 0 –849 32.692 16.536 17.989
10.246 1.321 0 789 –30 –223 10.525 3.744 3.666
0 0
0
0 0 0 0 2.481 2.036
58.929 5.468 0 9.863 0 –1.675 52.859 33.829 37.823
95.631 8.645 0 16.072 0 –2.944 85.260 85.268 90.787

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und
  • vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EUAPrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben folgende Sachverhalte als besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:

    1. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
    1. Bewertung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen und der Rückstellungen für Entsorgungsverpflichtungen

1. WERTHALTIGKEIT DER GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

Sachverhalt

Im Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG zum 31. Dezember 2017 werden unter dem Bilanzposten "Langfristige Vermögenswerte" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 41,3 Mio. Euro (19% der Bilanzsumme) ausgewiesen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden den kleinsten identifizierbaren zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und jährlich sowie ggf. zusätzlich anlassbezogen auf eingetretene Wertminderungen geprüft.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte verlangt eine Vielzahl von Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter. Grundlage der Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung dieser Werte bestehen, sowie auch für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sind die künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planungsrechnungen für die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergeben. Diesen Planungsrechnungen liegen Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung sowie über Umsatz- und Margenentwicklungen zugrunde. Die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden unter Verwendung von Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt und sind nicht nur von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, sondern auch von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen abhängig.

Aufgrund der mit den Ermessensentscheidungen und Schätzungen der gesetzlichen Vertreter verbundenen Unsicherheit und der betragsmäßigen Höhe der Geschäfts- oder Firmenwerte war deren Werthaltigkeit im Rahmen unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.

Die Angaben der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Textziffer 20 des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und ermessensbehafteten Parameter sowie der Berechnungsmethode der Werthaltigkeitstests unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Wir haben ein Verständnis der Planungssystematik und des Planungsprozesses sowie der wesentlichen von den gesetzlichen Vertretern in der Planung getroffenen Annahmen erlangt. Die Prognose der zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse im Detailplanungszeitraum haben wir mit der vom Aufsichtsrat genehmigten Mehrjahresplanung abgestimmt und uns anhand einer Analyse von Plan-Ist-Abweichungen in der Vergangenheit und im laufenden Geschäftsjahr von der Planungstreue der Gesellschaft überzeugt. Wir haben die der Planung zugrundeliegenden Annahmen und die bei der Prognose der über den Detailplanungszeitraum hinausgehenden Cashflows unterstellten Wachstumsraten durch Abgleich mit vergangenen Entwicklungen und aktuellen branchenspezifischen Markterwartungen nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die verwendeten Diskontierungszinssätze anhand der durchschnittlichen Kapitalkosten einer Peer Group kritisch hinterfragt. Unsere Prüfung umfasste auch die von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG vorgenommenen Sensitivitätsanalysen. Hinsichtlich der Auswirkungen möglicher Veränderungen der Kapitalkosten und der unterstellten Wachstumsraten haben wir zusätzlich eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt.

Im Ergebnis konnten wir uns von der Werthaltigkeit der im Konzernabschluss ausgewiesenen Geschäftsoder Firmenwerte überzeugen.

2. BEWERTUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR RÜCKBAUVERPFLICHTUNGEN UND DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR ENTSORGUNGSVERPFLICHTUNGEN

Sachverhalt

Im Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG zum 31. Dezember 2017 werden unter den "übrigen langfristigen Rückstellungen" von insgesamt 45,5 Mio. Euro zum einen in Höhe von 19,7 Mio. Euro Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen ausgewiesen. Ferner werden Rückstellungen für die Verpflichtung zur Verarbeitung von eigenen und von Dritten angenommenen radioaktiven Reststoffen sowie Rücknahmeverpflichtungen für verkaufte Strahlenquellen (im Folgenden "Rückstellungen für Entsorgungsverpflichtungen" genannt) in Höhe von 22,4 Mio. Euro unter den "übrigen langfristigen Rückstellungen" und in Höhe von 3,2 Mio. Euro unter den "übrigen kurzfristigen Rückstellungen" ausgewiesen.

Tochtergesellschaften der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG produzieren in eigenen und in angemieteten Gebäuden isotopentechnische Komponenten, Bestrahlungsgeräte und Radiopharmazeutika. Entsprechend werden die Produktionsanlagen und -gebäude kontaminiert. Vor dem Hintergrund bestehender Verpflichtungen zur Wiederherstellung des Zustandes vor Dekontamination sind Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen zu bilden.

Im Produktionsprozess von Tochtergesellschaften der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG entstehen radioaktive Reststoffe und darüber hinaus nehmen Tochtergesellschaften der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG radioaktive Reststoffe von Dritten zur Entsorgung an. Für die Entsorgungsverpflichtungen sind Rückstellungen zu bilden.

Nach IAS 37 sind die Rückstellungen für Rückbau- bzw. Entsorgungsverpflichtungen auf Basis der zum Abschlussstichtag bestmöglichen Schätzung der mit der Verpflichtung verbundenen Ausgaben zu bewerten. Dabei sind sämtliche Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Langfristige Rückstellungen sind nach IAS 37.45 auf den Barwert der Ausgaben am Abschlussstichtag abzuzinsen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Der Ermittlung der Rückbau- bzw. Entsorgungsverpflichtungen liegen verschiedene Annahmen zugrunde, die auf Schätzungen beruhen, die im Wesentlichen folgende Parameter betreffen:

  • Zeitpunkt des Anfalls der Kosten der Dekontamination bzw. Entsorgung (einschließlich Abgabezeitpunkt der Reststoffe),
  • Entwicklung gesetzlicher Regelungen, z.B. zu Grenzwerten und geforderten Maßnahmen betreffend den Umgang mit radioaktiven Substanzen (einschließlich Prognose der Entsorgungswege),
  • Entwicklung der Kosten der Dekontamination bzw. Entsorgung,
  • Abzinsungsfaktor.

Aufgrund der mit den Annahmen und Schätzungen der gesetzlichen Vertreter verbundenen Unsicherheit war die Bewertung der Rückstellungen für Rückbau- bzw. Entsorgungsverpflichtungen im Rahmen unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.

Die Angaben der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG zu den übrigen Rückstellungen sind in Textziffer 32 des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion und Erkenntnisse

Zur Beurteilung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen haben wir die Vorgehensweise der gesetzlichen Vertreter zur Ermittlung der vorzunehmenden Maßnahmen (z.B. Reinigung) gewürdigt. Zur Identifizierung des voraussichtlichen Zeitpunktes des Rückbaus haben wir u. a. die Mietdauer gemäß den bestehenden Mietverträgen gewürdigt und mit dem zugrunde gelegten Zeitplan abgestimmt. Den Umfang der Maßnahmen und der Rückbauverpflichtungen sowie die von den gesetzlichen Vertretern für die Bewertung angesetzten unterstellten Kosten haben wir überprüft. Hierfür haben wir im Rahmen einer bewussten Auswahl die zugrunde gelegten Flächen und Maschinen mit den Produktionsflächen und -anlagen abgestimmt und die unterstellten Kosten beurteilt, indem wir die geschätzten Kosten mit den derzeitigen Kosten verglichen haben. Zur Beurteilung der Rückstellungen für Entsorgungsverpflichtungen haben wir uns zunächst ein Verständnis des Prozesses der systematischen mengenmäßigen Erfassung und Fortschreibung der radioaktiven Reststoffe verschafft. Wir haben im Rahmen einer Stichprobeninventur die Bestände überprüft und dabei für bei Dritten gelagerte Bestände im Rahmen einer bewussten Auswahl Bestätigungen Dritter eingeholt. Diese Bestände haben wir mit dem Inventar der radioaktiven Reststoffe verglichen. In einem nächsten Schritt haben wir ein Verständnis der Planungssystematik und des Planungsprozesses sowie der wesentlichen von den gesetzlichen Vertretern in den Planungen getroffenen Annahmen und Erwartungen bezüglich der Entsorgungswege, der damit verbundenen Kosten sowie der geplanten Entsorgungszeitpunkte erlangt. Wir haben die Planungen für die auf den Bilanzstichtag folgenden Jahre geprüft, indem wir die Parameter der Planung detailliert hinterfragt und beurteilt und den von dem Mandanten nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelten Barwert rechnerisch nachvollzogen haben. Dafür haben wir die von den gesetzlichen Vertretern geplanten Kostenentwicklungen und Abgabezeitpunkte zu unserem Verständnis der bestehenden Möglichkeiten der Entsorgung in Beziehung gesetzt. Wir haben uns die Annahmen von dem Experten des Unternehmens detailliert darlegen und begründen lassen. Ferner haben wir anhand einer Analyse von Plan-Ist-Abweichungen in der Vergangenheit untersucht, ob in der Vergangenheit die Kosten richtig eingeschätzt wurden. Zur Beurteilung des Diskontierungszinssatzes haben wir unsere Bewertungsspezialisten hinzugezogen, welche den verwendeten Abzinsungssatz nachvollzogen haben.

Im Ergebnis konnten wir uns von der angemessenen Bewertung der im Konzernabschluss ausgewiesenen Rückstellungen für Rückbau- bzw. Entsorgungsverpflichtungen überzeugen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

  • auf die in Abschnitt 5.1 des zusammengefassten Lageberichts verwiesene, gesondert veröffentlichte nichtfinanzielle Konzernerklärung
  • auf die in Abschnitt 5.4 des zusammengefassten Lageberichts verwiesene, gesondert veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung
  • die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,
  • den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und
  • die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung zum Konzernabschluss haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EUAPrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. Ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt.
  • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

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SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EUAPRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 31. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 19. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2014 als Konzernabschlussprüfer der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFERIN

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Stefanie Weisner.

Berlin, 29. März 2018

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rehmer Weisner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

EINZELABSCHLUSS DER ECKERT & ZIEGLER AG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017
2016 2017
Tsd. Euro Euro
1. Umsatzerlöse 4.818 5.554
2. Sonstige betriebliche Erträge 457 1.835
5.275 7.389
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter –2.392 –2.506
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung –300 –344
davon für Altersversorgung: 18 Tsd. Euro (Vorjahr: 2 Tsd. Euro) – 2.692 – 2.850
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen –471 – 423
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen –2.617 –3.209
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 7.511 4.715
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 110 4.147
davon aus verbundenen Unternehmen: 4.133 Tsd. Euro (Vorjahr: 97 Tsd. Euro)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 268 88
davon aus verbundenen Unternemen 86 Tsd. Euro (Vorjahr: 268 Tsd. Euro)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen –3.294 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –320 – 239
davon an verbundene Unternemen 0 Tsd. Euro (Vorjahr: 52 Tsd. Euro)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –184 –695
12. Ergebnis nach Steuern =
13. Jahresüberschuss 3.586 8.923
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 17.000 20.248
15. Einstellungen in die Gewinnrücklagen 3.248 1.261
16. Bilanzgewinn 23.834 30.432

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2017

31.12.2016
Tsd. Euro
31.12.2017
Euro
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 974 758
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 29 25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 405 356
434 381
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 66.250 73.750
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.350 0
3. Sonstige Ausleihungen 368 753
67.968 74.503
69.376 75.642
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.537 4.715
2. Sonstige Vermögensgegenstände 709 108
10.246 4.823
II. Guthaben bei Kreditinstituten 6.748 10.914
16.994 15.737
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73 105
86.443 91.484
Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Nennbetrag des bedingten Kapitals: 1.875 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.875 Tsd. Euro) 5.293 5.293
abzüglich Nennbetrag eigener Anteile 5 5
5.288 5.288
II. Kapitalrücklage 51.395 51.395
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen abzüglich eigene Anteile: 22 Tsd. Euro (Vorjahr: 22 Tsd. Euro) 23.130 23.226
IV. Jahresüberschuss 3.586 8.923
83.399 88.832
B. Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen 149 131
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 378 377
2. Steuerrückstellungen 576 490
3. Sonstige Rückstellungen 1.434 1.149
2.387 2.016
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 172 96
3. Sonstige Rückstellungen 1.434 1.149
2.387 2.016
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 172 96
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 284 350
(davon aus Lieferungen und Leistungen 106 Tsd. Euro; Vorjahr: 16 Tsd. Euro)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 41 48
(davon aus Steuern: 43 Tsd. Euro; Vorjahr: 37 Tsd. Euro)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 3 Tsd. Euro; Vorjahr: 2 Tsd. Euro) 497 494
E. Rechnungsabgrenzungsposten 12 11
86.443 91.484

GLOSSAR

Afterloader Gerät für die Afterloading-Therapie: Kurzzeitige Bestrahlung zur Krebsbehandlung, bei der eine meist drahtgebundene, radioaktive Quelle mit Hilfe eines elektrischen Antriebes über einen schlauchartigen Katheter bzw. Hohlnadeln in das Tumor-Zielvolumen für kurze Zeit eingebracht wird. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich

Augenapplikator Anatomisch geformtes Teil mit Strahlenquelle zur Strahlentherapie von Augentumoren

Brachytherapie Kontakttherapie, meist als radioaktive Bestrahlung mit minimaler Distanz zwischen Strahlenquelle und zu bestrahlendem Gewebe

Bildgebendes Verfahren Siehe Nuklearmedizinische Bildgebung

Cobaltquelle Strahler mit dem Radionuklid Cobalt-60, das sich sehr gut zur Oberflächenbestrahlung von Tumoren eignet. Die Krebsbestrahlungsgeräte MultiSource® und SagiNova® verwenden Cobalt-60-Quellen

FDA behördliche Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten (Food and Drug Administration)

Fludeoxyglucose (FDG) auch: Fluordesoxyglucose Zuckerstoffwechselmarker. Radioaktiv markierte Glucose (Zucker)

Gallium-Generator Gerät zur Erzeugung von Gallium-68, das aus Germanium-68 gewonnen wird. Gallium-68 wird zur Markierung von Trägermolekülen eingesetzt, die spezifische Zielstrukturen im Organismus ansteuern und im Verbund mit Gallium-68 die Diagnose verschiedener Krebserkrankungen ermöglichen

IFRS Abkürzung für International Financial Reporting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, nach denen der vorliegende Konzernabschluss aufgestellt wurde

Implantate Natürliche oder künstliche Teile zur Einbringung in den Körper (hier synonym mit Seeds verwendet)

Implantation Einbringen oder Einpflanzen von körperfremden Materialien in den Organismus

Isotop Atomart eines chemischen Elements mit gleicher Ordnungszahl, aber abweichender Massenzahl. Isotope können stabil sein oder unter Aussendung ionisierender Strahlung zerfallen (radioaktive Isotope, Radioisotope)

Jod-125 Radioisotop von Jod. Therapeutisch wird die niederenergetische Photonenstrahlung genutzt

Kalibrier-Referenzstrahler, auch: Kalibrierquelle Strahler, die zum Abgleich von Messinstrumenten nach vorgegebenen Standards dienen

Konditionierung hier: Bearbeitung schwach bis mittelradioaktiver Abfälle; umfasst unter anderem die umfangreiche Vermessung und Charakterisierung von Rohabfällen, das Hochdruckverpressen von Abfallfässern zur Volumenreduktion sowie die endlagergerechte Verpackung von Abfallpresslingen in speziellen Containern (Konradkonditionierung bei Verbringung ins Endlager Konrad)

Modular-Lab Synthesegerät zur Herstellung radioaktiver Diagnostika

Neuroendokrine Tumore (NET) Gut- oder bösartige Tumore, die aus hormonbildenden (endokrinen) Zellen hervorgehen

Nuklearmedizinische Bildgebung und -verarbeitung Prozess bei dem nach Gabe von radioaktiven Substanzen (Radiopharmaka) mit einer speziellen Kamera die Strahlung aus dem Körperinneren gemessen und ein Bild berechnet werden kann. Siehe auch Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

Nuklearmedizin Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der diagnostischen und therapeutischen Anwendung offener, meist kurzlebiger Radionuklide befasst

Onkologie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Entstehung und Behandlung von bösartigen Tumoren befasst

Ophthalmologie Wissenschaft vom Auge und den Augenerkrankungen (Augenheilkunde)

Palliativ Schmerzlindernd bei Patienten mit unheilbaren Krankheiten in fortgeschrittenem Stadium

Planungssoftware Spezielle Software zur Unterstützung der Planung der Brachytherapiebehandlung

Positron Elementarteilchen mit der Masse eines Elektrons, aber mit positiver Ladung

Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, in dem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz (Radiopharmakon, PET-Tracer) unter Nutzung der beim Positronenzerfall entstehenden Photonen sichtbar macht

Prostata Vorsteherdrüse. Kastaniengroßes Organ, das den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt

Quelle, Strahlenquelle Siehe Strahler

Radioaktivität Eigenschaft instabiler Nuklide, spontan oder unter Umwandlung des Atomkerns, Teilchen (Alpha und Betastrahler) oder elektromagnetische Wellen (Gammastrahler) zu emittieren

Radiodiagnostika Radioaktive Substanzen, die zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt werden. Siehe auch Radiopharmaka

Radioembolisation Therapieform für die Behandlung von nicht operierbarem Leberkrebs. Dabei werden dem Patienten winzige, mit Yttrium-90 markierte Kügelchen injiziert

Radiokarbondatierung Verfahren für die Altersbestimmung von kohlenstoffhaltigen, organischen Materialien

Radionuklid Siehe Radioisotop, Isotope

Radiopharmaka Substanzen bzw. Arzneimittel, die auf Basis radioaktiver Nuklide ihre Wirkung entfalten und in der Nuklearmedizin ihre Anwendung in Diagnose und Therapie finden

Radiopeptid Peptide sind kleine, eiweißähnliche Strukturen. Bei Radiopeptiden fungieren die Peptide als Träger für radioaktive Partikel (z.B. Yttrium-90)

Rohisotop Radioaktiver Ausgangsstoff für die Herstellung von Strahlenquellen

SagiNova® Tumorbestrahlungsgerät (Afterloading). Bei der Afterloading Technik wird die Strahlenquelle (des Afterloaders) computergesteuert und mit Hilfe von Applikatoren in unmittelbarer Nähe des Tumors platziert. Somit wird der Tumor gezielt bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe geschont

Seed Von englisch Samenkorn. Kleine, radioisotopenhaltige Metallstiftchen zur interstitiellen Strahlentherapie

Strahler hier: Vorrichtung, die radioaktive Strahlung aussendet. Manchmal auch "Quelle" genannt

Synthesemodule hier: Bestandteile des modularen Gerätesystems Modular-Lab zur automatisierten Synthese von Radiopharmaka und -chemikalien

Tracer hier: Radioaktive Substanz, die nach Einbringung in den Körper am Stoffwechsel teilnimmt und dadurch unterschiedlichste Untersuchungen ermöglicht.

Trägermolekül Ein Trägermolekül (carrier molecule) ist ein Molekül, das die radioaktiven Substanzen (z.B. radioaktives 68GA) an den Bestimmungsort transportiert

Tumorbestrahlungsgerät Siehe Afterloader

Yttrium-90 Radioaktives Isotop, das bei der internen Radiotherapie u. a. zur Behandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen (Radiosynoviorthese) oder zur Krebsbehandlung eingesetzt wird. Für den Transport zum Tumor wird das Yttrium-90 entweder an chemische Wirkstoffe gekoppelt oder auf kleine Kügelchen geladen (siehe Radioembolisatoren)

Zyklotron Kreisrunder Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung radioaktiver Isotopen

FINANZKALENDER

22. März 2018 Jahresabschluss 2017
08. Mai 2018 Quartalsbericht i/2018
15. Mai 2018 Frühjahrskonferenz 2018 in Frankfurt am Main
30. Mai 2018 Hauptversammlung in Berlin-Buch
31. Juli 2018 Quartalsbericht ii/2018
13. November 2018 Quartalsbericht iii/2018
November 2018 Eigenkapitalforum in Frankfurt am Main

IMPRESSUM

HERAUSGEBER Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

KREATION & SATZ

Ligaturas – Reportdesign, Berlin

FOTOS

Anyess von Bock Eckert & Ziegler Archiv Dr. Bärbel Görhardt Gunnar Kirsch Kopf & Kragen Patrick Meinhold Nils Hendrik Müller

DRUCK Arnold group, Großbeeren

KONTAKT

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin www.ezag.de

Karolin Riehle Investor Relations

Telefon + 49 30 94 10 84 – 0 Telefax + 49 30 94 10 84 – 112 [email protected]

ISIN DE0005659700 WKN 565970

KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER Veränderung
inkl. aufgegebener Geschäftsbereiche zum Vorjahr 2014 2015 2016 2017
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Tsd. Euro 5% 127.256 140.046 137.955 144.844
EBITDA Tsd. Euro 25% 20.099 25.574 23.725 29.744
Abschreibungen Tsd. Euro –1% 7.143 8.764 8.737 8.645
EBIT Tsd. Euro 11% 12.956 16.810 14.988 21.099
EBIT-Marge % 34% 10% 12% 11% 15%
Steuerquote % 3% 45% 33% 30% 31%
Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten Tsd. Euro 54% 6.775 10.718 9.550 14.701
Ergebnis pro Aktie Euro 54% 1,28 2,03 1,81 2,78
Kapitalfluss
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. Euro 35% 10.653 16.230 19.832 26.851
Liquide Mittel zum 31.12. Tsd. Euro 58% 21.824 31.466 36.567 57.707
Bilanz
Eigenkapital Tsd. Euro 7% 94.490 104.668 110.077 117.517
Bilanzsumme Tsd. Euro 9% 187.329 196.676 199.465 216.987
Eigenkapitalquote % –2% 50% 53% 55% 54%
Netto-Finanzbestand
(Liquidität-Finanzverbindlichkeiten)
Tsd. Euro 125% 3.119 15.938 24.909 55.974
Mitarbeiter
Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt Personen 16% 674 672 638 740
Anzahl der Mitarbeiter zum Jahresende Personen 14% 711 692 668 764
Kennzahlen zur Aktie
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien Tsd. Stück 0% 5.293 5.293 5.293 5.293
Buchwert pro Aktie zum 31.12. Euro 7% 16,76 18,86 19,87 21,22
Dividende* Euro 21% 0,60 0,60 0,66 0,80

*Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 30. Mai 2018

BETEILIGUNGEN (STAND 31.12.2017)

www.ezag.de

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Robert-Rössle-Str. 10 13125 Berlin

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