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WashTec AG Annual Report 2020

Mar 31, 2021

483_10-k_2021-03-31_b0cbda78-99a8-4aef-a747-e549ce4ce13a.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht 2020 #WashTecInside

Trotz des pandemiebedingten Umsatzrückgangs ein solides Ergebnis und deutlich positiver Cashflow

Veränderung
31.12.2020 30.12.2019 absolut in %
Mio.€ 378,7 436,5 –57,8 –13,2
Mio.€ 20,1 36,3 –16,2 –44,6
in % 5,3 8,3 –3,0
in % 6,8 8,8 –2,0
Mio.€ 18,8 35,7 –16,9 –47,3
Mio.€ 13,3 22,3 –9,0 –40,4
Personen 1.770 1.874 –104 –5,5
Stück 13.382.324 13.382.324 0 0
0,99 1,66 –0,67 –40,4
Mio.€ 45,6 15,0 30,6 204,0
Mio.€ 0,7 6,8 –6,1 –89,7
in % 39,4 30,7 8,7
in % 10,5 18,4 –7,9
01.01. bis 01.01. bis
  • Umsatz um 13,2% von Mio.€ 436,5 auf Mio.€ 378,7 gesunken
  • EBIT mit Mio.€ 20,1 um 44,6% unter dem Vorjahr (Vorjahr: Mio€ 36,3); EBIT-Rendite von 5,3%
  • Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten belief sich auf Mio. € 36,9 (Vorjahr: Mio. € 6,4)

Um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, haben wir teilweise auf geschlechtsdifferenzierende Formulierungen (z.B. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen) verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter.

Inhalt

WashTec

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
006
Die Mitglieder des Vorstands
008
. .
Bericht des Aufsichtsrats
009
. .
»#WashTecInside«
014
Nachhaltigkeitsbericht
025
Gesonderter gemeinsamer
nichtfinanzieller Bericht
025
Die WashTec Aktie
040

Gemeinsamer Lagebericht WashTec AG und Konzern

2020 im Überblick
045
Grundlagen des Konzerns
046
. .
Wirtschaftsbericht
054
Nachtragsbericht
071
Prognose-, Chancen- und
Risikobericht
072
IKS und RMS bezogen auf den
Konzernrechnungslegungsprozess
084
Risikoberichterstattung
in Bezug auf die Verwendung
von Finanzinstrumenten
085
Übernahmerelevante Angaben
086
Erklärung zur
Unternehmensführung
088
Vergütungsbericht
095

Jahres- und Konzernabschluss der WashTec AG

Verlustrechnung 100
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
101
. .
Konzern-Bilanz
102
Konzern-Eigenkapital
veränderungsrechnung
104
. .
Konzern-Kapitalflussrechnung
105
Konzernanhang der WashTec AG
106
Versicherung der gesetzlichen
Vertreter
156

Weitere Informationen

Bestätigungsvermerk
158
Jahresabschluss der WashTec AG
(Kurzfassung HGB)
165
Glossar 167
WashTec weltweit
170

WashTec

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden . 006
Die Mitglieder des Vorstands . 008
Bericht des Aufsichtsrats . 009
»#WashTecInside« . 014
Nachhaltigkeitsbericht . 025
Gesonderter gemeinsamer nichtfinanzieller Bericht . 025
Die WashTec Aktie
. .
040

Breites Portfolio rund um die nachhaltige Autowäsche

Waschstraßen

Service

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter,

das Jahr 2020 wird in die Geschichte eingehen als das Jahr der Pandemie.

Trotz der großen Herausforderungen in den weltweiten Märkten für Investitionsgüter erzielte unser Unternehmen einen Umsatz von Mio. € 378,7 und lag damit 13,2 % unter dem Vorjahresniveau von Mio. € 436,5. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei Mio. € 20,1. Dies entspricht einer EBIT Rendite von 5,3%. (Vorjahr Mio. € 36,3, EBIT Rendite 8,3%). In diesem Ergebnis sind einmalige Aufwendungen von Mio. € 5,6 berücksichtigt, insbesondere die Sonderabwertung auf immaterielle Vermögenswerte. Bereinigt um diesen Effekt betrug die EBIT-Rendite 6,8%.

Das Geschäftsjahr 2020 startete verhalten. Aufgrund der weltweiten Ausbreitung der COVID-19- Pandemie und den darauffolgenden Lockdowns hatten unsere Kunden ihre Investitionen in Waschanlagen drastisch reduziert. Während die Großkunden sich auch im weiteren Jahresverlauf zurückhielten, war das zweite Halbjahr durch einen Wiederanstieg des Direktgeschäfts auf niedrigem Niveau geprägt. Dies unterstreicht wie schon im vorangegangen Geschäftsjahr 2019, die Bedeutung dieses Kundensegments für die Robustheit unseres Geschäftsmodells.

Das Service- und Chemiegeschäft war in den Monaten März bis Mai des ersten Lockdowns durch die Schließungen von Waschanlagen vor allem in den Ländern Südeuropas, beeinträchtigt. Mit zunehmender Umsetzung der Hygienemaßnahmen war das Servicegeschäft im restlichen Jahresverlauf durch die Pandemie kaum beeinflusst, das Chemiegeschäft blieb insgesamt stabil.

In den ersten Wochen des Geschäftsjahres 2020 wurden sieben zukunftsweisende strategische Initiativen für unser Unternehmen beschlossen. Dies waren insbesondere die Initiativen zu Operationale Exzellenz, Innovation, Digitalisierung und Leadership & Spirit, aber auch solche für die internationalen strategischen Fokusmärte USA und China.

Das Vorstandsteam setzte diese Initiativen auf, um strategische Themen in globaler, bereichsund hierarchieübergreifender Besetzung zu bearbeiten. Unser Ziel ist es, eine Arbeitskultur zu schaffen, in der die Mitarbeiter in den Teams Entscheidungen treffen, aber dafür auch Verantwortung übernehmen. Sie arbeiten dabei agil, d.h. es werden im Grunde nur wenige, gut verständliche Regeln festgelegt, die dazu beitragen, dass ein Projektteam sein Ziel erreicht. Das Management coacht diese Arbeitsgruppen.

Mit dem ersten Lockdown im März haben sich alle Organisationseinheiten des Unternehmens unter Nutzung digitaler Kommunikationsmedien und Arbeitsmittel neu organisiert. Wo uns dies möglich war, haben wir die Arbeitsbereiche in mehrere Teams geteilt, die zwischen Homeoffice und Präsenz im Unternehmen wechseln. So wurde proaktiv Vorsorge getroffen, dass auch bei einer COVID-19-Infektion die Kontinuität unseres Geschäftes stets gewährleistet war.

Durch die bereits in den Vorjahren geschaffene hohe Flexibilisierung im Produktionsbereich mit variablen Arbeitszeitkonen und Leiharbeit war die Nutzung von Kurzarbeit nur kurzzeitig notwendig.

Die Kostensenkungsmaßnahmen im bereits bestehenden Performance Programm wurden verstärkt. Die Unberechenbarkeit des Pandemieverlaufs machte es notwendig, dass immer wieder kurzfristige Anpassungsmaßnahmen ergriffen werden mussten. Zum Beispiel mussten Lieferketten gesichert und Hygienevorschriften angepasst werden. Besonders intensiv wurde auch an nachhaltigen profitabilitätssteigernden Maßnahmen gearbeitet. Ein gutes Beispiel ist der Turnaround in der Region Nordamerika trotz Umsatzeinbruch.

In der Krise muss man schnell und konsequent entscheiden und die Organisation, an die sich ändernden Bedingungen anpassen. Genauso wichtig ist es aber, den Blick nach vorne zu richten, Chancen zu nutzen und Innovationen zu forcieren, um die Basis zu schaffen, um gestärkt aus der Krise hauszukommen.

Das Jahr 2020 steht insbesondere für die Serieneinführung der SmartCare in Europa, der weltweit ersten voll digitalisierten Portalwaschanlage. Am Ende des Jahres wurde dazu passend das Produkt SmartSite auf den Markt gebracht. Es ermöglicht, die Gebäude- und andere Infrastrukturkomponenten der Waschanlage fernzusteuern, quasi das Pendant zur bekannten Heimautomatisierung im privaten Umfeld. Seit dem letzten Geschäftsjahr werden Waschanlagen »connected« ausgeliefert, d.h. die Maschinen sind über das Internet mit uns verbunden. So sind z.B. unsere Servicemitarbeiter jederzeit informiert und können ihren Einsatz besser planen.

Ein weiteres Beispiel für Innovation in 2020: Wir haben die Rezepturen unserer Premium Reinigungsprodukte neu entwickelt. Dabei wurde auf die Verwendung von petrochemischen Ausgangsprodukten verzichtet. Diese wurden durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt, ohne einen Kompromiss bei der Reinigungsqualität eingehen zu müssen. Das Ergebnis heißt »AUWA Green Car Care« und ist ein weiterer Meilenstein unserer Anstrengungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit.

In unserem Geschäftsbericht schreiben wir das Thema der Digitalisierung fort. Denn Daten und die daraus entstehenden Smart Services bilden das Fundament für das moderne zukünftige Waschgeschäft. Automatisierung und Robotik in den Waschanlagen, die Nachhaltigkeit beim Wasserverbrauch, der Wasseraufbereitung und der Waschchemie sind weitere wichtige Zukunftstrends, mit denen wir uns befassen.

Insgesamt haben wir in 2020 den Grundstein gelegt für eine neue, moderne Unternehmenskultur. Unsere Mitarbeiter haben diese Veränderungen während der Pandemie 2020 nicht nur mitgetragen, sondern einen herausragenden Beitrag am Unternehmenserfolg unter diesen schwierigen Voraussetzungen geleistet. Alle Mitarbeiter haben unter den großen Einschränkungen der Pandemie und trotz Einhaltung der Hygieneregeln ihr Bestes gegeben. Viele neue digitale Videokonferenz und Workshopformate sind entwickelt worden. Vieles davon wird uns auch in Zukunft nützlich sein.

Ein besonderer Dank geht daher an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz in dieser schwierigen Zeit.

Die Pandemie hat einige von uns persönlich betroffen. Sie macht uns daher auch demütig. Bei allen Plänen und Ideen für die Zukunft und allem Tatendrang, den wir haben, wünschen wir uns im Vorstand vor allem eines: Dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien gesund bleiben.

Das gleiche wünschen wir Ihnen, sehr geehrte Aktionäre und Kunden, und bedanken uns bei Ihnen für Ihr Vertrauen.

Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender

Die Mitglieder des Vorstands

Dr. Ralf Koeppe (*1965) CEO & CTO/Vorsitzender des Vorstands

Bereiche: Unternehmenskultur, -kommunikation&Leitbild, Personal, R&D, Produktion, Qualität, Service-Support, Nachhaltigkeit

Ralf Koeppe ist Diplom-Ingenieur Maschinenbau und hat an der ETH Zürich promoviert. Nach verschiedenen Positionen im KUKA Konzern bis 2014, war er zuletzt Vice President Engineering&Manufacturing sowie CTO der Business Unit Automation&Electrification bei der Bosch Rexroth AG. Herr Dr. Ralf Koeppe ist seit Juli 2019 Vorstand der WashTec AG.

Dr. Kerstin Reden (*1969) CFO/Mitglied des Vorstands

Bereiche: Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/Compliance/Revision, Versicherungen

Kerstin Reden hat in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Trier promoviert sowie die Examen als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater abgelegt. Nach verschiedenen Führungspositionen bei Deloitte & Touche, der Schott AG und der Smartrac-Group, verantwortete sie ab 2017 als Vorstand bei der Smartrac-Group die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Personal und IT. Frau Dr. Reden ist seit August 2020 Vorstand der WashTec AG.

Stephan Weber (*1963) CSO/Mitglied des Vorstands

Bereiche: Vertrieb und Service weltweit, KAM/CWM, Marketing, Business Units/Produktmanagement

Stephan Weber ist Diplom-Ingenieur im Bereich der Holztechnik. Nach verschiedenen Positionen in der Geschäftsführung von namhaften Maschinen- und Anlagenbauern im In- und Ausland, verantwortete er bei der Michael Weinig AG als Vorstand den Bereich Vertrieb und Marketing. Herr Weber ist seit Januar 2015 Vorstand der WashTec AG.

Bericht des Aufsichtsrats

Dr.Günter Blaschke Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

2020, das Jahr der Corona-Pandemie:

Die Corona-Pandemie, die damit verbundene weltweite Investitionszurückhaltung und die staatlichen Eingriffe zur Eindämmung der Pandemie haben die Weltwirtschaft in die zweittiefste Rezession der Nachkriegsgeschichte gestürzt.

Flexibilität und Liquiditätssicherung ist oberstes Gebot:

In einem sich mit hoher Geschwindigkeit – praktisch unvorhersehbar – verändernden gesamt wirtschaftlichen Umfeld gibt es ein in der Natur bewiesenes Erfolgsrezept. In solchen Ausnahmesituationen haben nicht die Stärksten,

nicht die Größten und auch nicht die Intelligentesten überlebt, sondern die, die sich blitzschnell und hochflexibel an das sich verändernde Umfeld anpassen können. Diese kommen am Ende häufig sogar deutlich stärker aus der Krise.

Parallel dazu muss der Liquiditätssicherung des Unternehmens oberste Priorität eingeräumt werden. Daher haben unsere Aktionäre auf der letzten Hauptversammlung zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende auszuschütten. Nachdem sich die Geschäftssituation im zweiten Halbjahr 2020 auf niedrigerem Niveau wieder stabil gezeigt hat und sich gleichzeitig unsere Liquidität erfreulich positiv entwickelte, freuen wir uns sehr, für das Geschäftsjahr 2020 wieder zu einer attraktiven Dividendenpolitik zurückkehren zu können.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der besondere Fokus des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag daher auf der Beratung und Unterstützung des Vorstands bei der gezielten Weiterentwicklung des im zweiten Halbjahr 2019 aufgelegten Performance Programms zur flexiblen Anpassung von Strukturen, Kosten und Investitionen an die aktuelle Geschäftssituation, aber gleichzeitig auch bei der nachhaltigen Steigerung von Produktivität und Effizienz in allen Unternehmensbereichen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der strategischen Ausrichtung des Unternehmens im Einklang mit dem Unternehmensleitbild.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben gewissenhaft wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Er hat sich im Geschäftsjahr 2020 über die Lage der Unternehmensgruppe regelmäßig informiert.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands der WashTec AG überwacht. Grundlage hierfür waren schriftliche und mündliche zeitnahe Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat u.a. monatlich schriftlich über die Geschäftsentwicklung. Bei Bedarf forderte der Aufsichtsrat zusätzliche Berichte des Vorstands an und nahm Einsicht in weitere relevante Unterlagen der Gesellschaft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen überprüft. Insbesondere die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge erörterte der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2020 regelmäßig über die Lage der Unternehmensgruppe informiert und die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Über die intensive Arbeit in den Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende stets Kontakt mit dem Vorstand und erörterte mit diesem zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats in zahlreichen Einzel-

gesprächen Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance der Gesellschaft. Auch die weiteren Aufsichtsratsmitglieder tauschten sich mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen aus. Alle Aufsichtsratsmitglieder berichteten den anderen Mitgliedern umfassend über ihre Einzelgespräche mit dem Vorstand. Im Geschäftsjahr 2020 fanden insgesamt dreizehn Sitzungen des Gesamtaufsichtsrats statt, fünf davon als Sonderaufsichtsratssitzung per Telefonkonferenz bzw. als virtuelle Konferenz (Videokonferenz). Aufgrund der COVID-19-Pandemielage haben im Berichtsjahr eine Vielzahl der Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse als Telefonkonferenz bzw. Videokonferenz stattgefunden.

In jedem Quartal fand mindestens eine Sitzung statt. Daneben fanden sechzehn Ausschusssitzungen statt, zusätzlich wurden außerhalb der Sitzungen diverse Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Die Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei 100%. In den Plenumssitzungen wurde dem Aufsichtsrat regelmäßig von den Ausschussvorsitzenden über die Ausschussarbeit Bericht erstattet. Auf die Tätigkeit der Ausschüsse wird im Laufe dieses Berichts noch gesondert eingegangen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands kamen außerdem zu einem zweitägigen Strategie Workshop zusammen. Der Aufsichtsrat hat regelmäßig auch ohne den Vorstand getagt.

Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren neben Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten die Marktentwicklung, die Wettbewerbssituation, die Produktentwicklung, die Umsatz-, Ergebnis- und Personalentwicklung, die Finanzlage, die wesentlichen Beteiligungen, das Risikomanagementsystem sowie die strategische Ausrichtung und Entwicklung der WashTec Gruppe. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, die strategische Weiterentwicklung, den Gang der Geschäfte sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Der Aufsichtsrat hatte dadurch jederzeit einen detaillierten Einblick in alle wichtigen geschäftlichen Ereignisse und Entwicklungen der WashTec Gruppe.

Zudem prüfte der Aufsichtsrat zustimmungsbedürftige Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands und entschied über die Erteilung der Zustimmung. In allen Sitzungen wurde die aktuelle Geschäfts- und Ertragslage im Vergleich zu den budgetierten Zahlen erörtert.

Darüber hinaus waren insbesondere folgende Einzelthemen Gegenstand der Sitzungen:

  • Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG, des Konzernabschlusses und des gemeinsamen Lageberichts für das Geschäftsjahr 2019 (1. Quartal)
  • Verwendung des Bilanzgewinns (1. und 2. Quartal)
  • Beschlussfassung über die Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung (2.Quartal)
  • Strategieworkshop (2.Quartal)
  • Erörterung der Zwischenberichte (2., 3. und 4.Quartal)
  • Aufsichtsratsangelegenheiten (laufend)
  • Vorstandsangelegenheiten (laufend)
  • Personalia (1. und 2.Quartal)

Schwerpunkte 2020:

  • Performance Programm und Operational Excellence Programm
  • Vertriebs- und Marketingstrategie
  • Digitalisierung
  • Überwachung laufender Projekte
  • Entsprechenserklärung (4.Quartal) und regelmäßiges Compliance Update
  • Vertriebs- und Marketingstrategie und Projekte, Global Service
  • Performance Programm
  • Operational Excellence Programm
  • WashTec Obeya Initiative
  • Status, Strategie und Prozesse in Nordamerika, China und Frankreich
  • Produktentwicklung, Prozesse und Projekte, insbesondere hinsichtlich SmartCare
  • Digitale Transformation
  • Jahresplanung 2021 sowie Mittelfristplanung

Wesentliche Punkte der bilanzfeststellenden Sitzung am 24.März 2021, welche als Hybridveranstaltung durchgeführt wurde, waren die Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG, des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 mit der Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Der Aufsichtsrat hat weiterhin die nichtfinanzielle Erklärung und das Diversitätskonzept geprüft und genehmigt.

Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse

Es bestehen fünf Ausschüsse (Prüfungs-, Personal-, Nominierungs-, Innovations- und Vertriebsstrategieausschuss), die insbesondere der Vorbereitung von Aufsichtsratssitzungen und von Beschlüssen des Gesamtaufsichtsrats dienen. Gleichzeitig können den Ausschüssen im Rahmen der zwingenden gesetzlichen Vorschriften auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 88 abgebildet. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die Tätigkeit der Ausschüsse im Berichtsjahr gegeben.

Der Prüfungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr fünfmal. Der Abschlussprüfer war bei drei Sitzungen anwesend. Der Ausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss der WashTec AG und dem Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht, der nichtfinanziellen Erklärung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und der Tätigkeit der internen Revision.

Der Prüfungsausschuss hat die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresfinanzbericht des Konzerns vor deren Veröffentlichung stets ausführlich erörtert. Er legte zudem die Prüfungsschwerpunkte für das Berichtsjahr fest, erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und befasste sich mit den Neuregelungen zur Rechnungslegung und Berichterstattung sowie mit Compliance-Themen.

Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr fünfmal und führte diverse Abstimmungen telefonisch, per Videokonferenz und per E-Mail durch. Gegenstand der Sitzungen waren personelle Veränderungen im Vorstand.

Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr nicht.

Der Innovationsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr dreimal. Im Wesentlichen ging es um Organisation, Prozesse und strategische Produktentwicklung sowie die Digitalisierung.

Der Vertriebsausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal. Im Wesentlichen ging es um die Vertriebs- und Marketingstrategie, die Entwicklung in einigen Kernmärkten und den Ausblick der Vertriebs- und Marketingaktivitäten und deren Ziele im zweiten Halbjahr 2020.

Eine gute Zusammenarbeit war zu jeder Zeit gewährleistet.

Gemäß Empfehlung E.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex 2020, soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats gegenüber offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine derartigen Interessenkonflikte offengelegt.

Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat sehen Corporate Governance als kontinuierlichen Prozess und befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie haben gemeinsam die Corporate Governance überprüft. Am 17. Dezember 2020 haben Vorstand und Aufsichtsrat die neue Entsprechenserklärung abgegeben, die auf Seite 94 abgedruckt ist. Der Prüfungsausschuss hat sich darüber hinaus ausführlich mit der Compliance Organisation sowie den Corporate Audits auseinandergesetzt. Compliance Updates sind regelmäßiger Bestandteil der Sitzungen des Prüfungsausschusses.

Im Berichtsjahr 2020 hat die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine Fachzeitschrift zur Aus- und Fortbildung abonniert. Ferner erfolgte die Teilnahme an unterschiedlichen Fortbildungsveranstaltungen.

Vergütungssystem für den Vorstand

Das Vergütungssystem für den Vorstand orientiert sich an den Aufgaben und Leistungen der Vorstände und an der Lage des Unternehmens. Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet.

Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Die Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird innerhalb des Vergütungsberichts auf den Seiten 95 bis 98 näher dargelegt.

Der Gesamtaufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 24. März 2021 das Vergütungssystem für den Vorstand aktualisiert und beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wird der Hauptversammlung 2021 zur Billigung vorgelegt.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2020

Der Vorstand hat den Jahresabschluss der WashTec AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2020 aufgestellt. Diese sind von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählten PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

PricewaterhouseCoopers hat auch die Jahresabschlüsse der wesentlichen Konzerngesellschaften der WashTec AG geprüft.

Die Schwerpunkte der Prüfung wurden vom Prüfungsausschuss festgelegt und der Abschlussprüfer wurde entsprechend beauftragt. Vor und während der Abschlussprüfung hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit und die Qualifikation des Abschlussprüfers geprüft und überwacht.

Der Abschlussprüfer hat überprüft, ob ein Überwachungssystem durch den Vorstand eingerichtet worden ist, durch das mögliche existenzbedrohende Risiken rechtzeitig erkannt werden können. Hierzu erklärte der Abschlussprüfer, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und diese geeignet sind, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat befasst sich darüber hinaus regelmäßig mit dem internen Kontrollsystem, dem Risikomanagement, der internen Revision und der Compliance der WashTec AG.

Der geprüfte Jahresabschluss der WashTec AG, der geprüfte Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2020 als auch der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. Abschlüsse und Berichte waren Gegenstand der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 24. März 2021. Im Rahmen dieser Aufsichtsratssitzung wurde vom Vorstand ein Bericht über die Ergebnisentwicklung der Gesellschaft abgegeben.

Der Abschlussprüfer nahm an der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 24.März 2021 teil. Hierbei wurden alle Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats eingehend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen und den Jahresabschluss der WashTec AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, die nichtfinanzielle Erklärung und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Es gab keine Einwände bei der Prüfung durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss in seiner bilanzfeststellenden Sitzung gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der WashTec AG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen.

Veränderung im Vorstand

Herr Axel Jaeger, Finanzvorstand (CFO) der WashTec AG und u.a. verantwortlich für die Bereiche Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations und Recht, verließ das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. Mai 2020.

Mit Wirkung zum 1. August 2020 wurde Frau Dr. Kerstin Reden in den Vorstand berufen und zum CFO ernannt. Frau Dr. Kerstin Reden hat in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Trier promoviert sowie die Examen als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater abgelegt.

In der Übergangszeit vom 1. Juni 2020 bis zum 31. Juli 2020 übernahm Herr Dr. Ralf Koeppe – CEO/CTO der WashTec AG – zusätzlich die Funktion des CFO.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Führungskräften für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Ein weiterer Dank gilt ganz besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihren engagierten Einsatz die sehr anspruchsvollen Herausforderungen der Corona-Pandemie für unser Unternehmen vorbildlich gemeistert haben.

Augsburg, im März 2021

Für den Aufsichtsrat

Dr.Günter Blaschke Vorsitzender des Aufsichtsrats

WashTecConvenience

Heute legen Autobesitzer nicht nur Wert auf ein sauberes Fahrzeug, sondern auf ein rundum komfortables Wascherlebnis. Durch moderne digitale Bedienmöglichkeiten mit dem Smartphone kommen wir diesem Trend nach. Eine individuelle Einstellung des Waschprogramms und sogar die Bezahlung mittels App gehen so schnell und unkompliziert von der Hand – ganz wie es sich die Kunden wünschen.

Dr. Ralf Koeppe, Vorstandsvorsitzender

#WashTecInside

Digitale Bedienung ist für WashTec Anlagen ebenso selbstverständlich wie ein optimales Waschergebnis. Mit SmartCare bietet WashTec eine Portalwaschanlage, die optimal per Fernzugriff gesteuert werden kann – mit Möglichkeiten, die es bisher nicht gab. Jeder Endkunde kann die Fahrzeugwäsche mit EasyCarWash individuell und bequem über das eigene Smartphone auswählen und bezahlen.

Als Betreiber lässt sich die Anlage überall digital mit SmartSite steuern. Außerdem steht durch den Remote Service jedem Betreiber professionelle und schnelle digitale Unterstützung von WashTec Profis zur Verfügung. Diese Leistungen sind für den maximalen Komfort in mywashtec smart vernetzt.

SmartCare Die Oberklasse unter den Waschanlagen

Die Connectivity-Services der SmartCare begeistern mit einzigartigen Möglichkeiten des Fernzugriffes, der Fernüberwachung und der Fernsteuerung. Funktionen und Möglichkeiten, die es bisher noch nicht im Waschgeschäft gab.

Mit der neuen SmartCare Portalwaschanlage haben wir Freiheit gewonnen, da wir viele Einstellungen online von zu Hause aus steuern können. Und unsere Kunden sind begeistert von der Qualität des Waschergebnisses und kommen gerne immer wieder zu uns.

Tina Prandi, bft Tankstelle Wilde Taube, Deutschland

SmartCare

  • RemoteAccess der persönliche Fernzugang
  • RemoteMonitoring alles auf einen Blick: Waschzahlen, Chemiefüllstände, Verbrauchszahlen
  • RemoteDiagnosis ermöglicht einen 100%igen Servicezugriff
  • RemoteAssist gemeinsam mit dem Helpdesk Einstellungen ändern und Fehler beheben
  • RemoteControl die individuelle Fernbedienung, mit der man Einstellungen aktiv selbst ändern kann

Das digitale Waschgeschäft mit SmartSite

SmartSite von WashTec ist die einfache, praxisorientierte und übersichtliche Plattform zur intelligenten Überwachung und Steuerung von Waschparks.

Mit SmartSite gewinne ich mehr Zeit und Freiheit. Ein unentbehrliches Tool für eine energieeffiziente Anlage und Kostenersparnis.

Markus Priester, Waschanlagenbetreiber, Österreich

SmartSite

  • bequemer und sicherer Fernzugriff auf den Waschpark
  • Überwachung und Steuerung vieler Funktionen der Anlage durch Remotelösungen
  • intelligente Heizungssteuerung für Außenbereich und Waschhalle
  • Betriebssicherheit durch automatische Lichtsteuerung
  • automatisierter monatlicher Ereignisbericht

EasyCarWash Die neue digitale Welt der Autowäsche

Über die EasyCarWash App können Kunden ihre Fahrzeugwäsche einfach buchen und bezahlen: ob Einzelwäschen oder Flatrate für unbegrenzte Wäschen.

Mit EasyCarWash haben wir es nicht nur geschafft Autos zu verkaufen, sondern diese zum Waschen auch immer wieder im Haus zu haben. Das bringt Frequenz, regelmäßigen Kundenkontakt und steigende Umsätze.

Johannes Moser, Autohaus Moser, Bruneck Südtirol, Italien

Höhere Waschfrequenz, mehr Komfort, Unterstützung im Marketing: Mit EasyCarWash das Waschgeschäft und den Profit unabhängig vom Wetter steigern.

#WashTecInside

Remote Service – unser Sorglos-Service für minimalen Stillstand und maximale Verfügbarkeit

Remote Service ermöglicht einen zuverlässigen Servicezugriff durch WashTec und eine schnelle Problemlösung.

HelpDesk von WashTec ist für mein Autowaschgeschäft unerlässlich. Ohne WashTec als Partner wäre ich nicht in der Lage, mich um meine anderen Geschäfte zu kümmern. Momentan habe ich drei Maschinen mit HelpDesk. Ich plane, mein Autowaschgeschäft in naher Zukunft um neue Standorte zu erweitern, und HelpDesk von WashTec ist ein absolutes Muss.

Anders Hansen, Varde car wash, Tarp Car wash, Dänemark

  • Remote Servicediagnose bei Stillstand
  • Schnelle und direkte Entstörung via Telefonsupport und Remote Servicezugriff
  • Vermeidung von Serviceeinsätzen vor Ort und schnellere Wiederherstellung der Maschinenverfügbarkeit

Nachhaltigkeitsbericht

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für uns den Erhalt und den Ausbau ökonomischer, ökologischer und sozialer Werte. Ein solches nachhaltiges Wirtschaften sichert die Zukunft unseres Unternehmens. Unsere langlebigen Investitionsgüter schaffen bleibende Werte und über deren schonenden Ressourcenverbrauch tragen wir für nachfolgende Generationen zum Erhalt eines ökologisch intakten Lebensraumes bei. Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und der Gesellschaft seit vielen Jahren ernst. Als Hersteller von Anlagen zur maschinellen Fahrzeugwäsche trägt unser Geschäftsmodell zudem zur Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle unserer Kunden bei.

WashTec erfüllt nicht nur bei Produkt- und Servicequalität, sondern auch im Bereich Umweltschutz hohe Standards. Wir wirtschaften stets mit der Maßgabe, Materialien und Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen.

Wir bauen daher den Nachhaltigkeitsbericht, den wir seit vielen Jahren erstellen, kontinuierlich aus. Außerdem ergänzen wir ihn um den sogenannten »Gesonderten gemeinsamen nichtfinanziellen Bericht«. Damit erfüllen wir die Anforderungen des CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetzes, die seit der Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2017 einzuhalten sind.

1. Gesonderter gemeinsamer nichtfinanzieller Bericht

Wir haben uns bei der Erstellung des »Gesonderten gemeinsamen nichtfinanziellen Berichts« an den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI-Standards) orientiert und die Konzepte gemäß den Anforderungen nach GRI 103: »Management Approach« beschrieben.

Neben finanziellen müssen auch erweiterte Angaben zu bestimmten nichtfinanziellen Aspekten gemacht werden, sofern diese gemäß § 289c Abs. 3 HGB wesentlich sind. Dabei ist zu den nichtfinanziellen Aspekten Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie zur Achtung der Menschenrechte und der Bekämpfung von Korruption und Bestechung Stellung zu nehmen. Im Bericht erläutern wir, ob der jeweilige Aspekt für das Unternehmen und die Allgemeinheit wesentlich ist.

Ein ausführlicher Bericht unseres Risikomanagements sowie die Beschreibung bestehender Risiken, die erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten, finden sich im gemeinsamen Lagebericht im Kapitel 4 »Prognose-, Chancen- und Risikobericht« ab Seite 72. Wesentliche Risiken, die mit unserer eigenen Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die oben genannten Aspekte haben oder haben werden, wurden nicht identifiziert.

Der »gesonderte gemeinsame nichtfinanzielle Bericht« wird inhaltlich durch den Aufsichtsrat geprüft. Die Prüfung betrifft im Nachhaltigkeitsbericht ausschließlich den Gliederungspunkt »1. Gesonderter gemeinsamer nichtfinanzieller Bericht« und nicht die Angaben unter »2. Umsetzung der Nachhaltigkeit bei WashTec«.

1.1 Beschreibung des Geschäftsmodells und des Diversitätskonzepts

Die Beschreibung des Geschäftsmodells findet sich im gemeinsamen Lagebericht im Bereich »Grundlagen des Konzerns« im Kapitel »1.1 Geschäftsmodell« ab Seite 46.

Die Beschreibung des Diversitätskonzepts findet sich im gemeinsamen Lagebericht im Abschnitt »Erklärung zur Unternehmensführung« im Kapitel 8.1 auf Seite 88.

1.2 Umweltbelange

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Menschen bewusst. Im Berichtsjahr 2019 haben wir den Einfluss unserer Geschäftstätigkeit auf die Umweltbelange verstärkt überprüft.

Ziel/Konzept

Wir möchten unser Handeln in Richtung einer ökologisch nachhaltigeren Unternehmensentwicklung ausbauen. Deutschland trägt als führende Industrienation eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz. WashTec möchte als Unternehmen in Deutschland einen Beitrag zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung leisten, durch das bis 2030 eine CO2-Reduktion von 55% im Vergleich zum Jahr 1990 in Deutschland erreicht werden soll. Wir beabsichtigen den CO2-Fußabdruck der Unternehmensgruppe auf internationaler Ebene innerhalb von fünf Jahren (2021–2025) deutlich zu reduzieren.

Maßnahmen

Deutliche Reduktion des CO₂-Fußabdrucks bis Ende 2025

Um die Reduktionspotentiale des CO2-Fußabdrucks zu identifizieren, wird ein »Umwelt- und Energiekonzept 2025« entwickelt, auf dessen Maßnahmen konkrete quantitative Reduktionsziele in 2021 verabschiedet werden. Bei der Fahrzeugflotte gibt es Maß-

nahmen, um den Kraftstoffverbrauch zu senken. Die Routenoptimierung zur Reduktion von Kraftstoffverbrauch, Geschwindigkeitsbegrenzung von Transporten und der kontinuierliche

Ausbau von Elektromobilität sind hierbei die grundlegenden Projekte. Alle von WashTec neu angeschafften Fahrzeuge sind mit sparsamen Dieselmotoren der letzten Generation mit Partikelfiltern ausgerüstet. Eine Bonus-/Malusregelung beim Schadstoffausstoß sorgt für weitere Anreize bei Mitarbeitern mit einem Anspruch auf ein Dienstfahrzeug, sich für emissionsschwächere Fahrzeuge zu entscheiden. Die Optimierung des Druckluftnetzes, die Umrüstung des kompletten Werkes auf 100% LED-Beleuchtung, Grund- und Spitzenlastoptimierung sind ebenfalls Themen der 20 Projekte, die in 2020 ausgearbeitet wurden. Zudem möchten wir uns noch stärker für intensivere Sensibilisierung der Mitarbeiter, Transparenz hinsichtlich Energiedaten und Applikationen von Alternativen einsetzen.

Prozesse/Due-Diligence

Mit der Einführung einer Energiesoftware wird WashTec zukünftig mehr Transparenz hinsichtlich der Energieflüsse und des -verbrauchs schaffen. Die CO2-Verbrauchszahlen, die für das Jahr 2019 ermittelt wurden, belaufen sich auf insgesamt 6.338 CO2-Äquivalente Tonnen/Jahr (CO2e t/a) beziehungsweise 3,4 CO2 t/Mitarbeiter (1.874 Mitarbeiter), oder auch relativ zum Umsatz der WashTec Gruppe (Mio.€ 436,5), 14,5 CO2e t/Mio.€. Ausgangspunkt ist hierbei die Betrachtung der gesamten Produktionswerke im internationalen Raum, d.h. in Deutschland, Tschechien, China und den USA. Berechnet werden genannte Daten auf Grundlage der DIN EN ISO 14064-1 sowie mit Hilfe der Datenbank »GEMIS« und »DEFRA«. Die dabei zur Ermittlung herangezogenen Kategorien, hinsichtlich der DIN EN ISO 14064-1, begrenzen sich auf Kategorie 1 »direkte Treibhausgasemissionen und Entzug direkter Treibhausgasemissionen« und Kategorie 2 »direkte Treibhausgasemissionen aus importierter Energie«. Genauer sind dies Emissionen aus eigener Wärmeproduktion, eigenem Fuhrpark, der Klimatisierung, zugekaufter Fernwärme sowie zugekauftem Strom. Nicht inbegriffen sind Kategorie 3 »indirekte Treibhausgasemissionen aus Transport«, Kategorie 4 »indirekte Treibhausgasemissionen aus der Organisation genutzten Waren«, Kategorie 5 »indirekte Treibhausgasemissionen in Verbindung mit der Nutzung von Produkten der Organisation« und Kategorie 6 »indirekte Treibhausgasemissionen aus anderen Quellen«.

Ergebnisse

Die Umsetzung der ersten Maßnahmen werden erste Ergebnisse aus dem »Umwelt- und Energiekonzept 2025« liefern. Hierüber werden wir ab 2022 ausgiebig berichten.

1.3 Arbeitnehmerbelange

Ziel/Konzept

Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und deren Familien, gegenüber den Menschen, die mit WashTec zusammenarbeiten und die von uns produzierten Anlagen betreiben und nutzen, bewusst wahr. Im Fokus stehen u.a. die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Die Erfahrung zeigt, dass trotz aller präventiven Maßnahmen ein Restrisiko für einen potenziellen Arbeitsunfall nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Oberstes Ziel bleibt, die Zahl der Arbeitsunfälle deutlich zu senken bzw. die Vermeidung von Unfällen. So gilt es, Unfälle und Beinaheunfälle zu analysieren, um sie zukünftig abwenden zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, werden bestehende und neue Gefährdungen regelmäßig beurteilt, um mögliche Unfallrisiken im Vorfeld erkennen zu können. Durch geeignete Maßnahmen wird das potenzielle Risiko für unsere Mitarbeiter nach Möglichkeit eliminiert, zumindest aber auf ein akzeptables Maß reduziert.

Jeder Unfall kann für den persönlich Betroffenen erhebliche Auswirkungen, aber auch Konsequenzen für WashTec haben. Ein hoher Arbeitssicherheitsstandard ist ein wesentlicher Bestandteil für das Sicherheitsempfinden eines jeden Einzelnen. Durch hohe Prozesssicherheit im Bereich Arbeitsschutz leistet WashTec durch sein Handeln einen Beitrag zum Allgemeinwohl. Die ständige Verbesserung hin zum »Null-Unfall-Ziel« messen wir anhand der Unfallhäufigkeitsrate [Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden].

Maßnahmen

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und der HSE-Abteilung (Health, Safety and Environment) werden gemeinsam bedarfsgerechte Maßnahmen initiiert, um die Sicherheit der Mitarbeiter weiter zu erhöhen. Durch das gemeinsame Verständnis in Sicherheitsbelangen, begleitet durch Schulungen und regelmäßige Unterweisungen, sowie Arbeitsplatzbegehungen steigt auch die Akzeptanz bei den Mitarbeitern kontinuierlich. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Unfallgefahr weiter zu reduzieren.

Ein Beispiel für eine Präventivmaßnahme sind Gefährdungsanalysen, die in den einzelnen Fachbereichen durchgeführt werden. Sie werden dabei von der WashTec internen Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzabteilung, kurz HSE-Abteilung systematisch unterstützt. Aus den identifizierten Gefährdungspotentialen werden Maßnahmen abgeleitet, geplant und abgearbeitet. Dabei gilt es neben der Arbeitssicherheit auch arbeitserleichternde Maßnahmen im Rahmen des Gesundheitsmanagement zu identifizieren und umzusetzen.

Neben Unfällen werden aber auch andere kritische Situationen erfasst und analysiert. Hier werden sogenannte »Near Miss«, also Beinaheunfälle und gefährliche Situationen identifiziert, erfasst, ausgewertet und entsprechende Maßnahmen angestoßen, um bereits im Vorfeld das Risikopotenzial zu eliminieren, bzw. zumindest zu reduzieren. Um das Bewusstsein unserer Mitarbeiter zu schärfen, potenzielle Unfallquellen im Vorhinein zu erkennen und Gefahrenstellen bereits vor dem Eintritt eines Unfalls zu beseitigen, werden mehrere Unterweisungen über unser Trainingstool durchgeführt. Die bereits 2018 für alle WashTec Mitarbeiter weltweit eingeführte Message-App, mit deren Hilfe jeder Mitarbeiter Unfälle und Near Miss einfacher melden kann, wurde 2020 nochmals überarbeitet. Jetzt ist die Bedienung der App intuitiver und Dokumente können leichter erfasst werden. Der Bereichsverantwortliche wird per E-Mail informiert und ist dafür verantwortlich, dass Sofortmaßnahmen so schnell wie möglich ergriffen werden. Damit können wir Unfallrisiken frühzeitig beseitigen. Diese Meldungen werden gruppenweise ausgewertet und dienen u.a. als Inhalte für weitere Schulungen und Trainings.

Zusätzlich wurde die Funktion zum Durchführen der QHSE-Inspektionen (Quality, Health, Safety, Environment) in die App implementiert. Diese Inspektionen werden regelmäßig durch den Vorgesetzten durchgeführt und dienen dazu, die jeweilige Istsituation mit der Sollsituation zu vergleichen, aber auch um Verbesserungen, Potentiale und Risiken systematisch zu identifizieren. Der Fragenkatalog ist an die Spezifikationen der unterschiedlichen Bereiche angepasst, um die Inspektion bedarfsgerecht durchführen zu können. Durch eine systematische Auswertung können hier Schwerpunkte erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Darüber hinaus wird die Nachverfolgung der Maßnahmen durch eine direkte Zuweisung an die Verantwortlichen erleichtert und sichergestellt.

Der WashTec Tower ist eine weitere Einrichtung, die das Gefahrenpotential bei Arbeiten unserer Servicetechniker deutlich reduziert hat. Der WashTec Tower ist ein mobiles Sondergerüst, das die Sicherheit des Arbeitens in Höhe gewährleistet. 2019 wurde in einem Projekt

Der WashTec Tower reduziert das Gefahrenpotential bei Arbeiten unserer Servicetechniker deutlich

der Transport des WashTec Towers in Servicefahrzeugen untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse und die veränderten Anforderungen an die Servicefahrzeuge wurden in Zusammenarbeit mit dem Fuhrparkmanagement genutzt, um eine neue Fahrzeugausstattung zu implementieren.

Über unsere Lernplattform vermitteln wir relevante Arbeitssicherheitsthemen. Darüber hinaus können wir Produkt- und Serviceschulungen für Mitarbeiter und externe Partner als E-Learning Schulung anbieten. Wie bereits beschrieben steht am Ende der Schulungen ein Test, der zeigt, dass die Lerninhalte verstanden wurden und umgesetzt werden können.

Prozesse/Due-Diligence

Die HSE-Abteilung führt in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen kontinuierlich präventive Maßnahmen wie z.B. Audits, Schulungen und Gefährdungsbeurteilungen durch, um die Sicherheit zu erhöhen und das Bewusstsein der Führungskräfte und Mitarbeiter im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheit zu erhöhen. Ebenso wirkt die HSE-Abteilung bei der Neu- und Weiterentwicklung von Produkten unter dem Gesichtspunkt der Arbeitssicherheit mit, so dass der Transport, das Montieren oder das Tauschen von Teilen für die Mitarbeiter sicher sind. Falls dennoch unsichere Situationen auftreten oder Gefahrenpotentiale erkannt werden, gilt der Grundsatz: Wenn unsicher 3 STOP.

Die HSE-Abteilung führt über das Schulungstool für alle Mitarbeiter Schulungen durch. So kann nachverfolgt werden, welche Teilnehmer die Schulungen zu den vorgegebenen Terminen erledigt und einen Test am Ende der Schulung bestanden haben. Teilnahme und Bestehen eines Tests sind obligatorisch. Ansonsten erfolgt eine Eskalation über die Vorgesetztenkette, bei Bedarf bis zum Vorstand. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter und externen Partner die schulungsrelevanten Inhalte kennen. Die Einhaltung der vermittelten Schulungsinhalte wird unterem anderem mit Hilfe der QHSE-Inspektionen überprüft.

Ergebnisse

Die Unfallhäufigkeitsrate als für die Arbeitnehmerbelange relevante Kenngröße wird für den gesamten Konzern ermittelt. Die Zahl der Arbeitsunfälle lag aufgrund fortwährender Weiterentwicklung der HSE-Prozesse und Managementsysteme in den vergangenen Jahren dauerhaft unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaft. Es gab keine Arbeitsunfälle mit tödlichen oder schweren Verletzungen, d.h. mit bleibenden Schäden oder Ansprüchen auf Rentenzahlung.

Anzahl Arbeitsunfälle pro Mio. Arbeitsstunden weit unter Branchendurchschnitt

Im Berichtsjahr 2020 lag die Zahl der Arbeitsunfälle pro Mio. Arbeitsstunden mit dem Wert 4,49 zum Jahresende (Vorjahr: 3,5) weit unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaft von 21,16 Unfällen. Durch das Einführen der WashTec Message App wurde die Meldequalität der Situationen, Beinaheunfälle

und Unfällen deutlich erhöht. Die gesteigerte Transparenz unterstützt bei der detaillierten Analyse von Vorfällen und führt zur Anpassung der Handlungsanweisungen.

Auszeichnungen, die in den Vorjahren von Großkunden der Mineralölindustrie für erfolgreiche Sicherheitsarbeit verliehen wurden, bestätigen die hohe Sicherheit bei WashTec.

1.4 Sozialbelange

Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst und leisten einen Beitrag für Kranke und Benachteiligte u.a. durch die Unterstützung des Bunten Kreises e.V. Nähere Informationen sind im Nachhaltigkeitsbericht im Bereich 2.6 »Gesellschaftliches Engagement« zu finden. Ein ganzheitliches Konzept und eine Maßnahmenplanung bestehen insoweit nicht.

1.5 Achtung der Menschenrechte

Wir arbeiten mit Lieferanten und Dienstleistern weltweit zusammen. Wir erwarten von allen Mitarbeitern sowie unseren Geschäftspartnern gesetzestreues Verhalten. Ebenso erwartet WashTec von seinen Geschäftspartnern die Einhaltung der anwendbaren Gesetze und Vorschriften und die Erfüllung und Fortentwicklung hoher ethischer Standards in der Geschäftstätigkeit. Um dies zu gewährleisten, hat WashTec diese Grundsätze und Regeln in einem Ethikkodex festgelegt.

In der 2017 erstellten Lieferantenerklärung verpflichten sich alle wesentlichen Geschäftspartner zur Einhaltung der WashTec Grundsätze und Regeln

Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit hat WashTec bereits im Jahr 2017 zusätzlich eine Lieferantenerklärung erstellt, die nunmehr alle wesentlichen Geschäftspartner rechtsgültig unterzeichnet haben und dadurch die Einhaltung der von WashTec aufgestellten Grundsätze und Regeln bestätigen.

WashTec ist im Bereich Maschinen- und Anlagenbau in einer Branche tätig, die bereits hohen Standards genügt. Die Produktion der Waschanlagen erfolgt hauptsächlich in Europa und den USA. Die Lieferanten sind ebenfalls zum überwiegenden Teil im europäischen und amerikanischen Raum angesiedelt. WashTec ist somit größtenteils in Ländern aktiv, die einen hohen Standard in Bezug auf die Achtung der Menschenrechte einhalten. Wir erachten deshalb die beschriebenen Maßnahmen zu diesem Themenkomplex für ausreichend.

1.6 Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Der WashTec Ethikkodex beschreibt Regeln zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung. WashTec erwartet von seinen Mitarbeitern und weltweiten Geschäftspartnern die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben. Der im Jahr 2017 zusätzlich eingeführte Verhaltenskodex für Lieferanten (vormals Lieferantenerklärung) verpflichtet die Geschäftspartner zu einem ethisch korrekten Verhalten.

Die Produktion und die an der Wertschöpfungskette beteiligten Lieferanten agieren hauptsächlich in Ländern, die für Korruption und Bestechung wenig anfällig sind. Um Korruption und Bestechung dennoch vorzubeugen, hat WashTec diese Grundsätze im Ethikkodex festgehalten und zusätzlich im Verhaltenskodex für Lieferanten auf diese Inhalte des Ethikkodex hingewiesen. Intern werden Korruption und Bestechung durch eine weltweite Complianceschulung und Prüfungen durch die Abteilung Interne Revision bekämpft.

WashTec hat 2016 darüber hinaus ein Hinweisgebersystem eingerichtet, bei dem Mitarbeiter und Externe die Möglichkeit haben, Verstöße anonym zu melden. Insgesamt erachten wir die bestehenden Maßnahmen zu diesem Themenkomplex als ausreichend.

2. Umsetzung der Nachhaltigkeit bei WashTec

2.1 Produktverantwortung

WashTec Fahrzeugwaschanlagen

  • WashTec Produkte ermöglichen Betreibern die effiziente und wirtschaftliche Nutzung ihrer Anlagen für die Fahrzeugwäsche.
  • Dies geschieht durch einen geringen Energie- und Frischwasserverbrauch, die Möglichkeit der Nutzung von Wasser aus Wasseraufbereitungsanlagen und optimal dosierte, umweltschonende Chemie – zum Schutz der Umwelt.
  • Mit Standortrecherchen unterstützt WashTec seine Kunden bei der optimalen Auslegung der Anlagen für den Standort, um sowohl Über- als auch Unterdimensionierungen der Waschkapazitäten zu vermeiden.

Alle WashTec Anlagen erfüllen sämtliche derzeit gültigen umweltrechtlichen Vorschriften und bieten eine frischwassersparende Alternative für die in Deutschland und auch anderen Ländern verbotene Autowäsche von Hand. Auch in Märkten mit niedrigeren Umweltstandards oder Wasserknappheit erwartet WashTec eine zunehmende Regulierung. Dies bedeutet weiteres Potential für die umweltfreundliche maschinelle Fahrzeugwäsche mit Wasserrückgewinnungsanlagen. Die Wasserrückgewinnungsanlagen für Portalanlagen wurden in 2019 modular aufgebaut, um die richtige Menge aufbereitetes Wasser für die jeweils relevante Anlage zu liefern. Über die modulare Wasseraufbereitung wurde eine Plattform geschaffen, die genau auf die Bedarfe vor Ort ausgelegt werden kann. Besonders in Skandinavien werden die Umweltauflagen immer strenger und auch in anderen Ländern wird ein Verbot der Autowäsche von Hand diskutiert. WashTec führt seit vielen Jahren das skandinavische »Nordic Swan« Label für besonders umweltschonende Waschchemie in der Fahrzeugwäsche.

Die Bedeutung der Wasserverfügbarkeit und die Folgen der Wasserverschmutzung wird seitens WashTec in Kundengesprächen aufgezeigt und mittels Video illustriert.

Verbrauch von Frischwasser (in Litern pro Wäsche)

Quelle: WashTec Analyse

Bei der maschinellen Fahrzeugwäsche bleiben Wasser und sonstige Stoffe, wie z.B. Waschchemie und Öle, in einem geschlossenen Kreislauf und können so nicht ins Erdreich oder ins Grundwasser gelangen. Da sauberes Wasser für die Fahrzeugwäsche unverzichtbar ist, bietet WashTec Wasserrückgewinnungs- bzw. Wasseraufbereitungssysteme an, die durch

die Aufbereitung des Brauchwassers den Frischwasserverbrauch bei der Fahrzeugwäsche um bis zu 90% senken können. So verbraucht eine Standardfahrzeugwäsche in einer modernen Portalwaschanlage mit Wasserrückgewinnung lediglich 14 bis maximal 30 Liter Frischwasser, zum Vergleich: eine Standardwäsche mit einer modernen Waschmaschine verbraucht ca. 44 Liter Frischwasser.

WashTec und AUWA Chemieprodukte

WashTec und AUWA stehen für eine exzellente und umweltschonende Fahrzeugreinigung und -pflege.

Das Produktspektrum umfasst eine breite Palette an hochkonzentrierten Reinigungs- und Pflegemitteln rund um die Fahrzeugwäsche. Auf die jeweilige Anwendung hin entwickelte

Bei allen WashTec und AUWA Produkten stehen Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen im Vordergrund.

Rezepturen sind zur manuellen Reinigung in SB-Waschzentren und/oder zum maschinellen Einsatz in Fahrzeugwaschanlagen konzipiert. Die Produktpalette wird durch Speziallösungen für Wasserrückgewinnungsanlagen, zur Reinigung und Pflege von Waschanlagen und -hallen sowie ein umfangreiches Zubehörsortiment ergänzt.

Bei allen Produkten steht die Verantwortung für unsere Umwelt im Vordergrund. Strenge und lückenlose Qualitätskontrollen stellen sicher, dass alle AUWA Produkte sämtlichen derzeit geltenden gesetzlichen Anforderungen genügen und bei bestimmungsgemäßer Anwendung die Abwassergrenzwerte eingehalten werden

Genauso selbstverständlich ist die Einhaltung höchster Umwelt- und Gesundheitsstandards. So sind z.B. sämtliche verwendete waschaktive Substanzen biologisch abbaubar und die Reinigungsmittel trotz hoher Leistungsfähigkeit frei von aggressiven Lösungsmitteln und Mineralölen. Darüber hinaus erfüllen die Produkte die hauseigenen Nachhaltigkeitskriterien, die sich AUWA als Marktführer auferlegt hat und in der Branche Maßstäbe setzen, welche weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Entsprechende Produkte sind mit dem AUWA Green Car Care Ecolabel gekennzeichnet. Des Weiteren erfüllen speziell die für

die skandinavischen Länder konzipierten Produkte die Anforderungen des Nordic Ecolabel (Nordic Swan). Weiterhin sind viele Waschchemieprodukte nach der ÖNORM B5106 geprüft, bei welcher das Abwasserverhalten der Produkte mit im Fokus steht.

Alle AUWA Produkte harmonieren mit allen WashTec Wasserrückgewinnungsanlagen. Darüber hinaus gewährleistet diese Kombination eine hohe Wasserqualität und reduziert so den Frischwasserverbrauch bei jeder Wäsche. Die hochkonzentrierten und ergiebigen Produkte garantieren höchste Waschqualität bei geringsten Dosiermengen bzw. geringsten Verbrauch pro Wäsche. Konkrete Dosierungsempfehlungen auf der Produktverpackung helfen, Überdosierungen zu vermeiden.

2.2 Produktion

Anlagen

Der Großteil der Anlagenproduktion findet am Stammsitz in Augsburg statt, der kontinuierlich modernisiert und reorganisiert wird. Darüber hinaus produziert die Tochtergesellschaft in Denver, USA, Fahrzeugwaschanlagen überwiegend für den nordamerikanischen Markt. Die Gesellschaft in Shanghai, China, montiert Anlagen für den asiatischen Markt. Die Tochtergesellschaft in Nyrany, Tschechien, fertigt Anlagen und Komponenten für die Endmontage in Augsburg. In Recklinghausen werden Steuerungen für die gesamte Gruppe hergestellt.

Die Produkte werden bei unseren Kunden von über 600 eigenen Servicetechnikern, Subunternehmern und Technikern unserer Vertriebspartner installiert und gewartet. Die Servicetechniker sind mit speziell ausgerüsteten, modernen Servicefahrzeugen unterwegs, in denen die entsprechende Ausstattung vom Werkzeug über Ersatzteile bis hin zur Sicherheitsausrüstung mitgeführt wird.

Die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Fahrzeugwaschanlage beträgt sieben bis zehn Jahre. Am Ende der Nutzungsdauer wird die Anlage fachgerecht demontiert und wiederaufbereitet oder verwertet. Alle Pflichtenhefte für die Maschinenentwicklung bei WashTec beinhalten Vorgaben für eine möglichst vollständige Wiederverwertbarkeit bzw. das Recycling der Produkte.

Unser Ziel ist eine möglichst vollständige Wiederverwertbarkeit bzw. das Recycling der Produkte

Nahezu alle vorhandenen Peripheriekomponenten können im Falle eines Maschinenaustausches wiederverwendet werden – bis hin zu Teilen der Anlagensteuerung. Die Ergebnisse unserer Nachhaltigkeitsuntersuchungen beeinflussen die weitere Produktentwicklung unter ökologischen Aspekten, z.B. Wasser- und Energieverbrauch über die Nutzungsdauer. Hier vereint sich Kundennutzen mit Nachhaltigkeit.

Waschchemie

Die von AUWA vertriebenen Waschchemieprodukte werden in unseren Laboren in Augsburg und Grebenau in enger Zusammenarbeit mit der WashTec Entwicklungsabteilung konzipiert und im Werk Grebenau produziert.

Bei der Herstellung der AUWA Produkte wird stets auf einen schonenden Umgang mit den verfügbaren Ressourcen geachtet. Die für die Wirksamkeit des Produkts nicht relevanten Rohstoffe – sogenannte »Füller« – werden vermieden. Die Auswahl der Rohstoffe erfolgt nach strengen Nachhaltigkeitskriterien. So werden waschaktive Substanzen auf biogener Basis zu 100% in »Mass Balance«-Qualität eingesetzt, auf Farbstoffe und Polyphosphat wird verzichtet. Kritische Rohstoffe wie NTA, Halogensäuren und SVHC-Stoffe werden schon seit Jahren nicht mehr verwendet. Die Einhaltung der Kriterien einschließlich des gesamten Produktionsprozesses wird von einem externen Prüfinstitut laufend kontrolliert.

Die Waschchemieprodukte sind Hochkonzentrate, die in den Waschanlagen automatisch verdünnt und dosiert werden. Dieses Vorgehen spart neben Gewicht auch Verpackungsmaterial und reduziert so den Transportaufwand.

Die WashTec Ökobilanz gliedert sich im Wesentlichen in die Bereiche Abfall und Energie. Bei WashTec ist ein Umwelt- und Energieteam dafür verantwortlich, dass kontinuierlich umwelt- und energierelevante Themen analysiert und Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit abgeleitet und umgesetzt werden. Aus diesen Analysen werden Maßnahmen abgeleitet und entsprechend umgesetzt.

Abfall

Insgesamt fielen bei WashTec in Deutschland im Jahr 2020 hauptsächlich durch Produktions- und Büroabfälle, Rücknahmen von Verpackungen und Altanlagen 2.240 Tonnen Abfall an. Am Standort Nýřany in Tschechien belaufen sich die Zahlen auf 966 Tonnen. Den Hauptbestandteil mit 90 Gewichtsprozent bilden hierbei Metalle aus den Produktionsprozessen. Zusammenfassend wurde in Deutschland inklusive des Standortes in Nýřany eine Reduktion von 12% hinsichtlich des Vorjahres erzielt. Jegliche Abfallarten werden systematisch sortenrein getrennt. Durch gut organisierte Wertstoffhöfe und Behälterordnungen innerhalb der Werke und Büros werden hohe Getrenntsammelquoten erreicht. Am Hauptstandort Augsburg beträgt diese beispielsweise 79%.Eine Quote von mindestens 90% ist Ziel jeden einzelnen Werkes. Demontierte Altanlagen werden entweder wiederaufbereitet oder von beauftragten Dienstleistern fachgerecht verwertet. Verpackungen, die von WashTec in Verkehr gebracht werden, werden entweder entsorgt oder von einem Dienstleister verwertet. WashTec strebt eine weitere Verbesserung der Recyclingquote an.

Stoffstromanalysen, optimiertes und vermehrtes Schulen und Sensibilisieren der Mitarbeiter, weitere Behältersysteme und verstärktes Beschildern der Abfallbehälter sollen zur Steigerung der Recyclingquote beitragen. Im Jahr 2021 wird hierzu eine verstärkte Auditierung der Entsorger stattfinden und als Basis dienen.

Energie

International betrachtet, nehmen Fuhrpark-Kraftstoffe und Strom den größten Anteil mit insgesamt 68% vom Gesamtenergiebedarf ein. Der gesamte Energieverbrauch hat sich zum Vorjahr um 8% reduziert. Auch in Deutschland sind die Hauptenergieträger die Kraftstoffe der Fahrzeugflotte mit 47% und Strom mit 16%. Hierbei reduzierte sich der Bedarf an Energie zum Vorjahr um 10%. Der Strom, den WashTec deutschlandweit im Jahr 2019 und 2020 bezog, wurde zu mindestens 62% aus regenerativen Energien gewonnen. Dieser Wert liegt deutlich über dem bundesweiten Schnitt von 44%. Dadurch trägt WashTec aktiv dazu bei, den Ausstoß von CO2 zu verringern. Ziel ist es, die Hauptenergieverbräuche zu reduzieren. Eine Maßnahme des Unternehmens in 2020 war der Wechsel des Strombezugs ab 2021 auf ausschließlich erneuerbare Energien.

Im Jahr 2020 wurden erstmalig alle WashTec Auszubildenden von der IHK-Schwaben zu Energie- und Ressourcenscouts ausgebildet. Durch entsprechende Workshops und von den Ausbildenden selbst durchgeführten Projekten wurden diese zu wichtigen Multiplikatoren innerhalb des Unternehmens. Mit zusätzlicher analytischer Energieeffizienzberatung wurde ein wichtiger Grundstein hinsichtlich Transparenz und Sensibilisierung gelegt.

Um weitere Potenziale und mögliche Fehlerquellen in Hinblick auf Energieeffizienz aufzudecken, nahm WashTec an der EnergiePlus-Beratung der Stadt Augsburg teil.

Im Jahr 2020 wurden vier Diesel-Poolfahrzeuge am Standort Augsburg durch Hybrid-Fahrzeuge ersetzt. Wir bieten allen Besuchern einen kostenfreien Elektroparkplatz mit Ladesäule an.

Allgemein

Übergreifend sieht sich WashTec in der Pflicht nachhaltige Alternativen zu nutzen und zu unterstützen, sowie an Netzwerken und Vereinbarungen zur Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen teilzunehmen.

Auch im Jahr 2020 waren wir wieder Teil des Umwelt- und Klimapaktes Bayern. Zudem werden wir dem Programm »Ökoprofit Augsburg« ab dem Jahr 2021 beitreten.

Gefördert wird das nachhaltige Entwickeln und Konstruieren, um Energie in der Produktionsund Nutzungsphase zu reduzieren und Abfälle zu vermeiden sowie zu reduzieren oder die stoffliche Verwertung der Bauteile zu gewährleisten.

Zertifizierungen

WashTec ist seit dem Jahr 2000 nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert, Normen, die weltweit anerkannte Anforderungen an verantwortungsbewusste Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme festlegen. Mit dem Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 nimmt WashTec teil am »Umwelt- und Klimapakt Bayern – Nachhaltiges Wachstum mit Umweltund Klimaschutz«. Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft, die u.a. die Verpflichtung zur Erbringung zusätzlicher Umweltschutzleistungen vorsieht, die weit über die gesetzlichen Maßgaben hinausgehen. Darüber hinaus ist WashTec seit dem Jahr 1999 SCC (»Safety Certificate Contractors«) zertifiziert. Die Erfüllung dieses Standards schützt durch präventive Maßnahmen die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter und beinhaltet zusätzlichen Umweltschutz.

Im Jahr 2016 wurde zusätzlich ein Energiemanagement nach ISO 50001 eingeführt und zertifiziert, um der Verantwortung für Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Durch die Einführung des Energiemanagementsystems kann WashTec die Energieflüsse besser erfassen und kontrollieren, so dass Energie effizienter eingesetzt werden kann. Durch die von der DEKRA regelmäßig durchgeführten Zertifizierungen wird die Einhaltung der gesetzli-

Durch die Einführung des Energiemanagementsystems ISO 50001 kann WashTec die Energieflüsse besser erfassen und kontrollieren

chen Bestimmungen und Normen geprüft und die Rechtssicherheit bestätigt. Auch der Nachweis der fortlaufenden Weiterentwicklung für diesen Bereich wird gegenüber den externen Auditoren erfolgreich erbracht. Darüber hinaus wurde ein Energieteam beauftragt, die wesentlichen Energiethemen zu untersuchen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, um den Energieverbrauch weiterhin zu optimieren. Diese Themen gehen meist Hand in Hand mit Umweltbelangen.

Ökologische Aspekte sind von der Produktentwicklung bis hin zum Ressourcenmanagement in der Produktion ein fester Bestandteil der Strategieplanung. Bei WashTec wird zudem regelmäßig eine IMS (Integrierte Managementsysteme) – Politik festgelegt, aus der sich gruppenweite Umweltziele ergeben. Für diese Ziele werden Analysen durchgeführt und Maßnahmen zu deren Erreichung definiert und dann in Projekten realisiert und gemessen. Zielerreichung und Weiterentwicklung der eingeführten Arbeitssicherheit-, Energie-, Umwelt- und Qualitätsmanagementsysteme werden regelmäßig überprüft und in einem jährlichen Management Review präsentiert. Unser umgesetzter, kontinuierlicher Verbesserungsprozess dient als Mittel zur Erreichung der jeweils vom Unternehmen definierten Ziele.

2.4 Stakeholder-Dialog

WashTec Aktien als nachhaltiges Investment

Aufgrund des nachhaltigen Geschäftsmodells ist die WashTec Aktie Anlageobjekt von Investmentfonds, die sich auf nachhaltiges Investment konzentrieren. WashTec wurde 2018 mit der Nachhaltigkeitsklasse C bewertet und in den Sustainable Hidden Champions Equity Fonds aufgenommen.

Kundenzufriedenheit

88% der Kunden würden WashTec weiterempfehlen

»Würden Sie WashTec weiterempfehlen?« Diese Frage stellen wir unseren Kunden weltweit drei Monate nach der Installation einer neuen Portalwaschanlage. Seit 2017 erhalten unsere Kunden automatisiert eine Einladung zu einer Onlinebefragung.

Die Antworten werden automatisch intern erfasst und in der jeweiligen Tochtergesellschaft nachverfolgt. Im Jahr 2020 geben 87,6% der Teilnehmer der Onlinebefragung an, dass sie das Unternehmen weiterempfehlen würden.

Sollte ein Kunde WashTec nicht weiterempfehlen wollen, wird er telefonisch nach dem Hintergrund für seine negative Antwort befragt. Hierdurch lernen wir von unseren Kunden, wie wir sie besser unterstützen können und stehen auch nach dem Kauf der Maschine als kompetenter Partner zur Seite. Bislang wird die Umfrage positiv angenommen, da der Kunde Wertschätzung erfährt.

Seit Ende 2020 werden auch unsere Kunden in China von der lokalen Tochtergesellschaft zu ihrer Zufriedenheit befragt.

Aufgrund der positiven Erfahrung haben wir 2020 ein Pilotprojekt gestartet, in dessen Rahmen wir unsere Kunden zu Ihrer Zufriedenheit mit unserem Service befragen.

2.5 Personal und Compliance

WashTec Ethikkodex, Lieferantenerklärung, Whistleblower

Bereits seit 2005 gilt für alle Unternehmen der WashTec Gruppe ein einheitlicher Ethikkodex, der als ein zentrales Element von den Mitarbeitern die Einhaltung aller Vorschriften und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) fordert. Er enthält sowohl die wesentlichen Richtlinien für den Umgang der Mitarbeiter untereinander als auch für den Umgang mit Kunden, Lieferanten, Beratern und den öffentlichen Behörden. Alle Führungskräfte sowie Mitarbeiter sensibler Bereiche wie z.B. Vertrieb, Einkauf, Personalwesen und Finanzen der WashTec Gruppe erhalten regelmäßig Schulungen, die nach einem Test mit Zertifikat abgeschlossen werden. Der WashTec Ethikkodex steht unter www.washtec.de zum Download zur Verfügung. Zusätzlich hat WashTec im Jahr 2017 einen Verhaltenskodex für Lieferanten (vormals Lieferantenerklärung) eingeführt, der die Grundsätze von WashTec im Umgang mit Lieferanten näher spezifiziert und der von allen wesentlichen Lieferanten unterzeichnet wurde.

Unterstützt wird das Compliance System seit 2016 durch ein Hinweisgebersystem, welches Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, Anliegen – sofern gewünscht anonym – anzusprechen und auf Umstände hinzuweisen, die auf eine Verletzung von Gesetzen oder unternehmensinterne Richtlinien hindeuten. Hinweise auf mögliche Verstöße werden untersucht und bei vorliegenden Verdachtsmomenten oder Verstößen entsprechend verfolgt.

Leitbild

Unser im Geschäftsjahr 2015 eingeführtes Leitbild gibt allen Mitarbeitern eine Orientierung über das oberste Unternehmensziel Kundennutzen sowie für den Umgang miteinander. Es beschreibt den Anspruch an uns bezüglich Innovationen, Spezialisierung und die Aufgabe der Führungskräfte. Jeder Mitarbeiter hat als Unternehmer bei WashTec die Aufgabe, aktiv das Unternehmen zu gestalten. Das Leitbild ist auch Basis der WashTec Führungsgrundsätze.

Aufbauend auf unserem Unternehmensleitbild und den Führungsgrundsätze, wurden die Kernstrategien in sieben Obeya-Initiativen gebündelt.

WashTec Obeya beschreibt eine spezifische Arbeitsweise, die im Grunde wenige und einfach verständliche Regeln festlegt und so die Zusammenarbeit verbessert und maßgeblich dazu beiträgt, dass ein Projektteam seine Ziele erreicht. In den Initiativen werden global ausgerichtete, bereichs- und hirarchieübergreifende agile Teams eingesetzt.

Die Initiativen zeichnen sich wie folgt aus:

  • Teamwork smart organisieren
  • Aufgaben clever managen
  • Verständigung sicherstellen
  • Gemeinsam schneller Ziele erreichen

Die Schaffung eines einheitlichen Verständnisses für WashTec Obeya durch den Aufbau von Methodenkompetenz, transparente Kommunikation und gezielte Weiterbildungsmaßnahmen für Multiplikatoren und Führungskräfte ist ein zentraler Hebel hierbei. Damit wird die Mitarbeiterattraktivität WashTecs als agiles, digitales und internationales Unternehmen weiter ausgebaut.

Employee Handbooks

In den ausländischen Tochtergesellschaften der WashTec Gruppe, wie z.B. in den USA, werden die wichtigsten Bestimmungen in Zusammenhang mit Beschäftigungsverhältnissen in sogenannten Employee Handbooks geregelt. Sie enthalten u.a. Regelungen zur Gleichbehandlung, zur Handhabung von Mitarbeiterbeschwerden, zum Umgang der Mitarbeiter untereinander und allgemeine Regelungen zur Ausgestaltung des Beschäftigungsverhältnisses.

Corporate Audits

Prozesse und Geschäftsvorfälle aller Gesellschaften der WashTec Gruppe werden basierend auf einer Risikoanalyse planmäßig oder aufgrund von Hinweisen als Ad-hoc Audits auf die Einhaltung von externen und internen Vorschriften und Regelungen überprüft. Auftretende Abweichungen können so frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Korrektur ergriffen werden.

Ausbildung und Personalentwicklung

Die permanente Weiterentwicklung der Mitarbeiter spielt bei WashTec eine wichtige Rolle. Wir bietet allen Mitarbeitern die Möglichkeit, an internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Unter anderem ist es den Mitarbeitern möglich, auf einer E-Learning Plattform an verschiedene Schulungen teilzunehmen. Für die Fortbildung der Mitarbeiter wird jährlich ein eigenes Budget geplant.

Am Hauptsitz des Unternehmens in Augsburg werden Ausbildungsplätze zum Mechatroniker, Industriemechaniker und Industriekaufmann angeboten. Die Anzahl der Ausbildungsplätze für 2020 bleibt auf dem hohen Niveau von 2019.

Mitarbeiterzufriedenheit

Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wichtige Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Mitarbeiterzufriedenheit stetig weiter zu verbessern.

WashTec ist seit März 2016 Träger des kununu-Gütesiegels TOP COMPANY und OPEN COMPANY. Die führende Bewertungsplattform für Arbeitgeber kununu.com zeichnet mit den Gütesiegeln Arbeitgeber aus, die eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit vorweisen können und über eine große Dialogbereitschaft verfügen. Außerdem erhielt WashTec vom Magazin »FOCUS« zum wiederholten Male die Auszeichnung »TOP Nationaler Arbeitgeber«.

Gemeinsame Aktivitäten in der Freizeit wie z.B. die monatliche »WashTec Happy Hour« in Augsburg und in den Tochtergesellschaften, Ausflüge oder die Teilnahme am Firmenlauf, sofern die Pandemie dies zugelassen hat, stärken die abteilungsübergreifende Kommunikation und die kollegiale Zusammenarbeit.

Sicherheit und Gesundheit

Wie im Kapitel 1.3 »Arbeitnehmerbelange« im Bereich »Gesonderter gemeinsamer nichtfinanzieller Bericht« bereits aufgeführt, vertritt WashTec die Philosophie »Unfälle geschehen nicht, sie werden verursacht«. Es ist wichtig, alle potenziellen Risiken zu erkennen, Sofortmaßnahmen einzuleiten, Abstellmaßnahmen zu definieren, deren Umsetzung zu verfolgen und daraus zu lernen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden durch regelmäßige Unterweisungen und Schulungen vermittelt. Die Umsetzung der erlernten Inhalte ist genauso wichtig wie die Wahrnehmung von Verantwortung, für gefährliche Situationen im gesamten Unternehmen. Durch ärztliche Vorsorgeuntersuchungen (z.B. Darmkrebsvorsorge, Raucherentwöhnungskurse und die regelmäßig in Deutschland angebotenen »WashTec Gesundheitstage«) leisten wir einen weiteren Beitrag zur Gesundheit der Mitarbeiter. Die eingeführten Trinkwasserspender in den Werken erfahren große Akzeptanz bei den Mitarbeitern. Eine E-Learning Software unterstützt seit 2007 unsere Führungskräfte bei der Schulung der Mitarbeiter.

WashTec verfügt über ein ausgeprägtes Arbeitssicherheitsund Gesundheitsschutzmanagementsystem

Im Rahmen der SCC-Zertifizierung, welche für Tätigkeiten bei Großkunden unerlässlich ist, verfügt WashTec über ein ausgeprägtes Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem. Die Servicetechniker sind in besonderem Maße dem Thema Sicherheit verpflichtet da sie einem hohen Risiko bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind. Im Fokus der regelmäßigen Trainings- und Zertifizierungsmaßnahmen stehen Schulungen zum Verhalten an der Tankstelle, bei Vorbereitung und Durchführung von Arbeiten im Rahmen von Inbetriebnahme, Wartung und Service der Anlagen. WashTec Servicetechniker in Deutschland nehmen außerdem mit ihren Dienstfahrzeugen regelmäßig an Fahrsicherheitstrainings teil. Die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften wird in regelmäßigen internen und externen Audits, und insbesondere durch Audits unserer Großkunden überwacht. Zur Weiterentwicklung der Unfallprävention wurde die bereits oben erwähnte 2018 weltweit eingeführte Message-App 2020 nochmals überarbeitet und an die Bedürfnisse der User angepasst. Neben der Verbesserung der digitalen Infrastruktur wurde auch die Ausstattung der Servicefahrzeuge überarbeitet. Mit dem Wechsel des Lieferanten für persönliche Schutzausrüstung (PSA) wurde damit begonnen, die Arbeitskleidung weiter an die Bedürfnisse der einzelnen Abteilungen anzupassen. So werden Kleidungen getestet hinsichtlich Tragekomfort, Sicherheit und Haltbarkeit. Durch diese bedarfsgerechte Ausstattung der Mitarbeiter wird die weitere Erhöhung der Akzeptanz der PSA erreicht. Darüber hinaus werden durch systematische, konzernweite Auswertungen weiterführende Maßnahmen eingeleitet.

Bei der Überarbeitung des Brandschutzkonzepts wurden die Flucht- und Rettungspläne überprüft und Brandschutzhelfer ausgebildet. Die Schulung umfasste einen Theorie- und einen Praxisteil. Bei der theoretischen Schulung wurden den Mitarbeitern grundlegende Handlungsanweisungen und die Vorgehensweise im Brandfall vermittelt. Beim praktischen Teil konnten diese selbst an einem Löschtrainer das Löschen eines Brandes üben, um im Ernstfall die notwendige Sicherheit beim Umgang mit einem Feuerlöscher zu erhalten.

Corona-Pandemie

Aufgrund der Anfang 2020 beginnenden Corona-Pandemie wurde ein spezielles Krisenteam zusammengestellt, das die internationalen Mitarbeiterbelange absicherte. So wurden anfangs WashTec-Mitarbeiter in China mit Masken aus Europa versorgt, da es auf dem lokalen Markt einen Engpass gab. Als sich die Lage schließlich drehte und es in Europa zu Engpässen kam, revanchierte sich das chinesische Werk mit Maskenlieferungen. Dies war nur möglich, da das Krisenteam zeitnah und vorausschauend reagierte und auch entsprechende Maßnahmen umsetzte. Es wurden Hygienekonzepte erarbeitet und regelmäßig Handlungsanweisungen erstellt und kommuniziert. Das Krisenteam informierte die Belegschaft regelmäßig und aktuell über das richtige Verhalten, den persönlichen Schutz und die Auswirkung der aktuellen COVID-19-Situation. Wir stellten außerdem »Covid-Reiseapotheken« zur Verfügung, gestalteten Arbeitsplätze um und realisierten kurzfristig die Arbeit im Homeoffice. Zudem wurden Luftqualitätsmesser und Belüftungsanlagen installiert, um das Risiko der Ansteckung zu minimieren.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Eltern liegt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Herzen. Mit individuellen Arbeitsmodellen kommt WashTec diesem Bedürfnis aktiv nach. Insbesondere in der Pandemie zeigten sich die Vorteile dieser Flexibilität, so dass eine Vielzahl von Mitarbeitern aus dem Homeoffice arbeiten konnten. Dadurch konnten private Probleme in der Betreuung von Kindern und Familienmitgliedern in der Pflege abgemildert werden. Der Erfolg zeigt sich auch außerhalb der Pandemie in der hervorragenden Reintegration von Elternzeitrückkehrern in anspruchsvolle Aufgaben und der steigenden Anzahl von Müttern und Vätern in Teilzeitvereinbarungen.

2.6 Gesellschaftliches Engagement

Die Geburt eines behinderten Kindes, ein Herzfehler oder die Diagnose Krebs, ein Unfall oder eine Erbkrankheit betrifft immer die ganze Familie und verändert das Leben schlagartig. Der Bunte Kreis e.V., entstanden 1991 in Augsburg, unterstützt behinderte und schwerstkranke Kinder sowie deren Familien mit rund 70 Fachkräften umfassend: psychisch und sozial, medizinisch und

WashTec engagiert sich für den Bunten Kreis e.V., der behinderte und schwerstkranke Kinder sowie deren Familien mit 70 Fachkräften unterstützt

finanziell. Vor allem in der schweren Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus hilft der Bunte Kreis e.V. den Familien mit den neuen Anforderungen und Belastungen besser zurechtzukommen. Durch die verlässliche Nachsorge können Kinder häufig auch früher aus dem Krankenhaus entlassen werden. Da diese oft zeitintensive Betreuung der kranken Kinder und ihrer Familien nur zu einem Teil von den Krankenkassen finanziert wird, unterstützt WashTec – auch auf die Initiative der Mitarbeiter hin – den Bunten Kreis e.V. seit 1996 kontinuierlich als einer der Hauptsponsoren mit Geld- und Sachspenden.

Die WashTec Aktie

Börsenentwicklung 2020

Seit Februar 2020 beeinflusst das Coronavirus unser aller Leben. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einschränkungen, die notwendig wurden, um die weitere Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, haben immense negative wirtschaftliche Folgen gehabt: Die Weltwirtschaft erlebte die schwerste Rezession seit fast 100 Jahren. Die Wirtschaft wäre noch viel stärker unter Druck geraten, wenn es nicht eine beispiellos schnelle fiskalische und monetäre sowie regulatorische Reaktion seitens Regierungen und Notenbanken gegeben hätte, die die Einkommen der Haushalte und die Liquiditätsversorgung der Unternehmen unterstützt haben.

Kursentwicklung der WashTec Aktie 2020/2021 im Vergleich zum SDAX (indexiert)

Nachdem der DAX Mitte Februar einen neuen historischen Höchststand mit fast 13.800 Punkten markierte, stand er vier Wochen später bei nur noch 8.250 Punkten.

Insgesamt haben sich die Kurse in Deutschland positiv und in der Eurozone leicht negativ entwickelt. (DAX: 3,5%, MDAX: 8,8%, Euro Stoxx 50: –2,6%; jeweils gemessen am Total-Return-Index).

WashTec AG Aktienentwicklung 2020

Die WashTec Aktie startete mit einem Kurs von € 54,00 in das Jahr 2020 und erzielte am 18. März 2020 den Jahrestiefstwert von € 31,80. Am 05. Februar 2020 erreichte die Aktie mit € 56,00 den Jahreshöchstwert und lag zum Jahresende bei € 49,00. Dies entspricht einem Abschlag von 8,75% im Vergleich zum Schlusskurs des Vorjahres. Vorgenannte Werte beziehen sich auf die Tagesschlusskurse des Handelsplatzes Xetra.

Zum 26. Februar 2021 notierte die Aktie bei € 48,80.

Attraktive Ausschüttungspolitik

Auf Basis des Vorschlags der Verwaltung haben die Aktionäre in der Hauptversammlung am 28. Juli 2020 beschlossen, auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2019 wegen den einschneidenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu verzichten.

WashTec strebt jedoch für die Zukunft wieder eine attraktive Ausschüttungspolitik an, die die Aktionäre angemessen am Erfolg des Unternehmens beteiligt.

Für das Geschäftsjahr 2020 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von € 0,99 je Aktie vor. Zusätzlich zu dieser Dividende wird die Ausschüttung einer Sonderdividende in Höhe von € 1,31 je Aktie vorgeschlagen.

Veränderungen in der Aktionärsstruktur

Die Aktien der WashTec AG befinden sich zum überwiegenden Teil im Besitz institutioneller Investoren. Die starke Fokussierung der WashTec Produkte auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit führt zu einem Anteil von Aktionären, die ihre Investitionen auf Grundlage klar definierter Nachhaltigkeitskriterien auswählen.

Im Geschäftsjahr 2020 hat die WashTec AG folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz erhalten. Sämtliche Änderungen bzw. Umplatzierungen fanden kursschonend und ohne wesentliche Auswirkungen auf den Kurs statt:

Die Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A., Madrid, Spanien, hat als Investment Manager der WashTec AG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der EQMC Europe Development Capital Fund plc am 7. April 2020 nun 10,42% beträgt.

Aktionärsstruktur Stand 31. Dezember 2020

44,38 % Sonstige
10,42 % EQMC Europe Development Capital Fund plc.¹
9,60 % Kempen Oranje Participaties N.V.
6,82 % Dr. Kurt Schwarz
²
5,53 % Union Investment Privatfond GmbH
5,43 % Investment AG für langfristige Investoren, TGV
4,99 % Axxion S.A.
4,58 % Paradigm Capital Value Fund³
4,25 % Eigene Aktien
4,00 % Diversity Industrie Holding AG

Quelle: Meldungen gemäß WpHG

¹ Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A. ² Leifina GmbH & Co. KG et al

³ Carne Global Fund Managers (Luxembourg) S.A.

Die Wellington Management Group LLP, Boston, Massachusetts, USA, hat der WashTec AG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 15. Mai 2020 statt bisher 3,06% nunmehr 2,97% beträgt. Ferner wurde der WashTec AG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil am 9. Juni 2020 statt bisher 2,97% nun 3,003% beträgt. Der WashTec AG wurde weiter mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil am 10. Juni 2020 statt bisher 3,003% nunmehr 2,99% beträgt.

Die Axxion S.A., Grevenmacher, Luxemburg, hat der WashTec AG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 24. Juni 2020 statt bisher 9,99% nunmehr 4,99% beträgt.

Die CRESTVIEW, L.L.C., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, hat der WashTec AG mitgeteilt, dass mit Schwellenberührung am 3. Juni 2020 der Stimmrechtsanteil der Victory Capital Management, Inc. an diesem Tag 3,16% betragen hat. Ferner wurde der WashTec AG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil am 20 November 2020 statt bisher 3,16% nun 2,92% beträgt.

Die EQMC Europe Development Capital Fund plc, Dublin, Irland, hat der WashTec AG mitgeteilt, dass mit Schwellenberührung am 3o. Oktober 2020 ihr Stimmrechtsanteil an diesem Tag statt bisher 9,871% nunmehr 10,06% beträgt.

Die Union Investment Privatfonds GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland hat der WashTec AG mitgeteilt, dass mit Schwellenberührung am 27. November 2020 ihr Stimmrechtsanteil an diesem Tag nunmehr 5,53% beträgt.

Die Bank of America Corporation, Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, hat der WashTec AG mitgeteilt, dass mit Schwellenberührung am 16. Dezember 2020 ihr Stimmrechtsanteil an diesem Tag statt bisher 6,24% nunmehr 0,00% beträgt.

Damit halten derzeit fünf Investoren jeweils mindestens 5,00% der Stimmrechte. Von den Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstandes 44,38% im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwellen. Gemäß der Definition der Deutschen Börse liegt der Streubesitz bei 88,93%, da danach eigene Aktien und die Anteile von Dr.Kurt Schwarz abgezogen werden.

Managers' Transactions

Der Gesellschaft wurden folgende Managers' Transactions nach WpHG gemeldet: Erwerb von 1.200 Aktien durch Herrn Dr. Ralf Koeppe, Vorstandsvorsitzender, am 12. Februar 2020.

Aktive Investor Relations Arbeit

Das Management hat den Austausch mit Aktionären und Journalisten sowie der Financial Community während des Jahres kontinuierlich gepflegt. Anlässlich der Veröffentlichungen der Ergebnisse der Gesellschaft fanden die Bilanzpressekonferenz sowie

Unabhängige Analysten folgen der WashTec Aktie

Conference Calls für Analysten und Investoren statt. Auf der virtuellen Hauptversammlung am 28. Juli 2020 hat der Vorstand ausführlich zur aktuellen Marktlage, Geschäftsentwicklung und Strategie Stellung genommen und diese mit den Aktionären erörtert. Auch darüber hinaus wurden die Aktionäre über alle wichtigen Ereignisse zeitnah informiert. WashTec hat 2020 seine Investor Relations Aktivitäten kontinuierlich fortgeführt und an virtuellen Kapitalmarktkonferenzen z.B. der Baader Bank Investment Conference, sowie am Eigenkapitalforum in Frankfurt teilgenommen.

Ergänzend dazu fanden virtuelle Roadshows mit Investmentbanken mit jeweils sehr großem Interesse statt. Um den individuellen Investoren trotz der COVID-19-Pandemie einen Eindruck von der »World of WashTec« zu verschaffen, fanden zusätzlich zahlreiche Investoren Calls statt.

Analysten mehrerer Finanzinstitute (Hauck & Aufhäuser, HSBC Trinkaus & Burkhardt, MM Warburg und Commerzbank) folgen der WashTec Aktie.

Kennzahlen der WashTec Aktie
------------------------------ -- -- -- -- -- -- --
2020 2019 2018
Jahresschlusskurs* 49,00 53,70 60,40
Jahreshöchstkurs 56,00 74,40 83,60
Jahrestiefstkurs 31,80 41,95 56,80
Jahresanfangskurs 54,00 60,90 78,30
Anzahl der Aktien am 31.12.** Mio. Stück 13,4 13,4 13,4
Sonstiger Streubesitz am 31.12. % 44,38 38,57 35,29
Marktkapitalisierung am 31.12. Mio.€ 655,7 718,6 808,3
Entwicklung über das Jahr % –19,73 –11,9 –23,25
(zum Vergleich SDAX) % 18,01 28,86 –20,00
Ergebnis je Aktie 0,99 1,66 2,54
Dividende je Aktie 2,30*** 2,45

* Auf Basis der Xetra-Tagesschlusskurse

** Ohne die 594.646 im Besitz der Gesellschaft befindlichen Aktien

*** Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung 2021: Dividende für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von € 0,99 und Sonderdividende in Höhe von € 1,31

Weitere Informationen und Kontakt

Aktuelle Daten zur WashTec Aktie, ebenso wie ausführliche Informationen über die WashTec Gruppe und ihre Produkte, finden Sie auf den Internetseiten des Unternehmens unter www.washtec.de.

Darüber hinaus steht allen am Unternehmen und der Aktie Interessierten auch die Investor Relationsabteilung der WashTec AG zur Verfügung unter:

Telefon +49 821 5584-0 Telefax +49 821 5584-1135 E-Mail [email protected]

Gemeinsamer Lagebericht WashTec AG und Konzern

2020 im Überblick . 045
Grundlagen des Konzerns . 046
Wirtschaftsbericht . 054
Nachtragsbericht . 071
Prognose-, Chancen- und Risikobericht . 072
IKS und RMS bezogen auf den
Konzernrechnungslegungsprozess
084
Risikoberichterstattung in Bezug auf die
Verwendung von Finanzinstrumenten .
085
Übernahmerelevante Angaben . 086
Erklärung zur Unternehmensführung . 088
Vergütungsbericht . 095

Überblick über Gruppe und Regionen

WashTec Gruppe*

  • Umsatz von Mio.€ 378,7 um 13,2% unter Vorjahr (währungsbereinigt um 12,5%)
  • EBIT von Mio.€ 20,1 um 44,6% unter Vorjahr; EBIT-Rendite von 5,3%
  • Bereinigtes EBIT** von Mio.€ 25,6; bereinigte EBIT-Rendite von 6,8%
  • Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten belief sich auf Mio.€ 36,9 (Vorjahr: Mio.€ 6,4)

Europa

  • Umsatz: Mio.€ 305,5 (–13,6%); EBIT: Mio.€ 19,0
  • Deutlicher Rückgang bei Großkunden, Belebung des Direktvertriebs im zweiten Halbjahr

Nordamerika

  • Umsatz: Mio.€ 66,3 (–15,2%), Mio.USD 75,8 (–13,1%); EBIT: Mio.€ 0,8
  • Direktvertrieb über Vorjahr, deutlicher Rückgang bei Großkunden

Asien/Pazifik

  • Umsatz: Mio.€ 17,7 (0,6%); EBIT: Mio.€ 0,3
  • Stabile Geschäftsentwicklung mit erfolgreicher Restrukturierung in Australien

* Regionenangaben ohne Konsolidierung Rundungsdifferenzen möglich

** bereinigt um Sonderaufwendungen in Höhe von Mio. € 5,6

2020 im Überblick Kontinuierliche Verbesserung nach Quartalen

Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

1

WashTec ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche weltweit. Das Produktprogramm umfasst alle Arten von Fahrzeugwaschanlagen sowie dazugehörige Peripheriegeräte, Waschchemie und Wasserrückgewinnungssysteme. Darüber hinaus bietet WashTec umfassende Servicepakete über die gesamte Lebensdauer der

Umsatz nach Produkten in Mio.€

Produkte an – hierzu gehören neben der Wartung der Anlagen auch Modelle für die Vermittlung von Finanzierungen oder das Betreibermanagement von Anlagen. Hauptumsatzträger ist der Produktbereich Maschinen und Service.

Markt- und Technologieführer

Mio.€ 324,0 Mio.€ 46,6 Mio.€ 8,1 Maschinen und Service Portalwaschanlagen SB-Waschanlagen Nutzfahrzeugwaschanlagen Waschstraßen Wasseraufbereitungssysteme Vollwartungsverträge On Call Service-Wartungsverträge Serviceprojekte und -umrüstungen Ersatzteile Digitale Lösungen wie z.B. »EasyCarWash« Mio.€ 324,0 (Vorjahr Mio.€ 380,6) Carwash-Management-Geschäft und Sonstiges WashTec Carwash Management WashTec Financial Services (Finanzierungs- und Leasinglösungen) Mio.€ 8,1 (Vorjahr Mio.€ 8,7) Chemie Reiniger Pflegeprodukte Spezialprodukte Mio.€ 46,6 (Vorjahr Mio.€ 47,1)

1.1.1 Konzern- und Organisationsstruktur

Im Konzernabschluss der WashTec AG sind neben der Muttergesellschaft folgende Konzerngesellschaften konsolidiert. Die WashTec AG ist direkt und indirekt zu 100% an diesen Unternehmen beteiligt.

1 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Zoetermeer, Niederlande, enthalten ist.

GmbH 10%

Canada, Inc., Kanada

2 Gesellschaft bildet Teilkonzern mit WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien, deren Ergebnis in WashTec Benelux B.V.

3 Inkl. Tochtergesellschaft WashTec Bilvask AS, Norwegen 4 WashTec Cleaning Technology GmbH 90%, WashTec Holding

5 Inkl. Tochtergesellschaft WTMVII Cleaning Technologies

WashTec AG Augsburg, Deutschland AUWA-Chemie GmbH1 Augsburg, Deutschland WashTec Carwash Management GmbH1 Augsburg, Deutschland WashTec Holding GmbH Augsburg, Deutschland WashTec Financial Services GmbH1 Augsburg, Deutschland WashTec Cleaning Technology GmbH1 Augsburg, Deutschland Mark VII Equipment Inc.5 USA WashTec A/S3 Dänemark WashTec Cleaning Technology GmbH Österreich WashTec Spain S.A.U. Spanien WashTec Nordics AB Schweden WashTec Cleaning Technology s.r.o.4 Tschechien WashTec S.r.l. Italien WashTec France S.A.S. Frankreich WashTec UK Ltd. Großbritannien WashTec Benelux B.V.2 Niederlande WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co., Ltd., China WashTec Australia Pty Ltd. Australien WashTec Polska Sp. z.o.o.4 Polen

WashTec AG

Die WashTec AG übernimmt als Konzernobergesellschaft Aufgaben der strategischen Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung für alle nachgegliederten Tochterunternehmen.

Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird im Abschnitt 2.6 gesondert eingegangen. Direkte Tochtergesellschaften der WashTec AG sind die AUWA-Chemie GmbH, die WashTec Holding GmbH und die WashTec Carwash Management GmbH. Die WashTec AG hat mit der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Holding GmbH

Die operativen Beteiligungen der WashTec Gruppe sind, mit Ausnahme der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH, unter der WashTec Holding GmbH mit Sitz in Augsburg zusammengefasst. Die WashTec Holding GmbH hat mit der WashTec Financial Services GmbH und der WashTec Cleaning Technology GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Cleaning Technology GmbH

In der WashTec Cleaning Technology GmbH mit Sitz in Augsburg wird der größte Teil des operativen Geschäfts abgewickelt. Hier erfolgen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service der wesentlichen Produkte der WashTec Gruppe. Von der operativen Gesellschaft aus werden die Tochtergesellschaften und die selbstständigen Vertriebspartner im Ausland beliefert und betreut.

Ausländische Tochtergesellschaften

Die WashTec Gruppe ist in allen wesentlichen Märkten Europas, Nordamerikas und in Asien/Pazifik mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Tochtergesellschaften in den USA, Kanada, Australien, China, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark, Norwegen, Polen, Österreich, Italien und den Niederlanden übernehmen Vertrieb und Service für WashTec Produkte. Ein Überblick über die Produktionsstandorte befindet sich unter Abschnitt 1.1.3.

WashTec Financial Services GmbH

Die WashTec Financial Services GmbH vermittelt den Kunden individuelle Instrumente zur Finanzierung von WashTec Produkten. Sie erhält für die Vermittlung der Finanzierungen eine Provision von den jeweiligen Kreditgebern, bei denen es sich in der Regel um Leasinggesellschaften handelt.

AUWA-Chemie GmbH

Die AUWA-Chemie GmbH produziert Chemieprodukte für Fahrzeugwaschanlagen. Der Vertrieb erfolgt über WashTec Tochtergesellschaften und unabhängige Vertriebspartner in Deutschland und Europa.

WashTec Carwash Management GmbH

Die WashTec Carwash Management GmbH übernimmt für Kunden in deren Namen und auf deren Rechnung umfassende Dienstleistungen, bis hin zum Betrieb von Waschanlagen. Zusätzlich bietet die Gesellschaft zahlreiche andere Dienstleistungen, wie z.B. Profitabilitäts- und Standortanalysen an.

1.1.2 Standorte

Internationalität ist globaler Wettbewerbsvorteil

Die globale Präsenz von WashTec ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. Weltweit beschäftigt WashTec rund 1.800 Mitarbeiter und hat eigene Niederlassungen in allen wesentlichen Märkten in Europa, Nordamerika und Asien/Pazifik.

Darüber hinaus verfügt WashTec über ein breites Netz von selbstständigen Vertriebspartnern und ist inzwischen in über 80 Ländern der Welt vertreten.

1.1.3 Produktion, Beschaffung und Logistik

Leitwerk in Augsburg ist Fabrik des Jahres 2017 in der Kategorie »Hervorragende Standortentwicklung«

WashTec verfügt über ein globales Beschaffungs- und Produktionsnetzwerk mit Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien, China und den USA. Der Großteil der Anlagen weltweit außer Portalwaschanlagen für China und Nordamerika wird im Leitwerk Augsburg (Deutschland) montiert. Die Portalwaschanlagen für den nordamerikanischen Markt werden in Denver (USA),

die Portalwaschanlagen für die Märkte in Asien je nach Produkt in Shanghai (China) oder Augsburg (Deutschland) produziert. In Tschechien erfolgt ein Großteil der Blechfertigung. Ferner werden dort Komponenten vormontiert und die Basis-Portalanlage montiert. An zwei weiteren Standorten in Deutschland werden die Steuerungen (Recklinghausen) für die gesamte Gruppe und die Waschchemie (Grebenau) produziert.

1.1.4 Berichterstattung nach Segmenten

Die globale Geschäftstätigkeit von WashTec wird in drei geographische Regionen untergliedert. In der Region »Europa« werden die Aktivitäten der WashTec Gruppe in Westeuropa und Osteuropa inkl. Russland zusammengefasst. Die Region »Nordamerika« beinhaltet die Aktivitäten in den USA und Kanada. Die Region »Asien/Pazifik« beinhaltet hauptsächlich die Geschäftsentwicklung der australischen und chinesischen Tochtergesellschaften.

1.1.5 Leitung und Kontrolle

Wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die WashTec AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die strategische Ausrichtung fest und verfolgt das Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand.

Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die WashTec AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete Steuerung, die Ressourcenallokation und die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfeldes, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Übergeordnetes Ziel von WashTec ist maximaler Kundennutzen und als Resultat die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Diesem Anspruch folgt die unternehmensinterne Steuerung der Gesellschaft über ein wertorientiertes Managementsystem. Es umfasst ein integriertes Planungs- und Controllingkonzept, Zielkennzahlen zur Steuerung, Maßnahmen zur Sicherung von nachhaltigem, profitablem Wachstum, Effizienzsteigerung und effizientem Kapitalmanagement. Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens definieren die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Zielvorgaben, die in allen Verantwortungsebenen des Konzerns in allen Geschäftseinheiten umgesetzt werden.

Die Überwachung erfolgt durch regelmäßige Gremiensitzungen aller Berichtseinheiten. Hierzu zählen Vorstandssitzungen im Zwei-Wochen-Turnus, bei denen Bereichsverantwortliche berichten, monatliche Sitzungen mit den wesentlichen Bereichsverantwortlichen in der Firmenzentrale, regelmäßige internationale Management-Meetings mit Verantwortungsträgern der operativen Gesellschaften, Strategie- und Jahresplanung inkl. Investitions-, Produktions- und Kapazitätsplanung, regelmäßiges Reporting und Prognoserechnungen, laufende Marktanalyse sowie regelmäßige Umsatz-, Absatz-, Auftrags- und Marktanteilsanalysen. In diesem Zusammenhang werden auch sämtliche Investitionsprojekte laufend geprüft und verfolgt.

1.1.6 Externe Einflussfaktoren für das Geschäft

Wesentliche Markttreiber

Ökonomie: Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens, Anstieg der Anzahl zugelassener Fahrzeuge und der Lohnkosten

Steigende Fahrzeuganzahl, sowie gesetzliche Regelungen als Treiber für automatisierte Fahrzeugwäsche

Ein hoher oder ansteigender Bestand an zu waschenden Fahrzeugen ist neben dem landesspezifischen Verbraucherverhalten und dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen eine Haupteinflussgröße für die Verbreitung der automatischen Fahrzeugwäsche. Der weltweite Fahrzeugbestand soll sich mehreren unabhängigen Studien zufolge bis 2050 verdoppeln (Quellen: VDA, Shell).

Eine Verteuerung des Faktors Arbeit, die Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens und der weltweit ansteigende Fahrzeugbestand eröffnen weltweit nachhaltiges Marktpotenzial. Dies gilt insbesondere für Regionen, die von der Handwäsche zu verschiedenen Formen automatisierter Wäsche übergehen.

Kundenerwartung: Steigende Anforderungen an Waschgeschwindigkeit, Komfort, Qualität und Erlebnis

Die automatische Fahrzeugwäsche ist im Vergleich zur Handwäsche deutlich schonender für den Autolack und erzielt in der Regel eine höhere Waschqualität. Hinzu kommt, dass die Wäsche in einer Fahrzeugwaschanlage deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als eine manuelle Wäsche.

Ökologie: Zunehmende Verschärfung und Umsetzung von Umweltschutzvorschriften – Frischwasser als begrenzte Ressource

Die maschinelle Fahrzeugwäsche schont die Umwelt. Sie benötigt insbesondere in Kombination mit Wasserrückgewinnungsanlagen deutlich weniger Wasser als die Handwäsche.

Weitere Trends und Einflüsse: Der Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von Antriebsformen oder Eigentum an Fahrzeugen

  • p Alternative Fahrzeugantriebe: Die Antriebsform von Fahrzeugen befindet sich im Wandel, weg vom Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antriebskonzepten. Die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass die Tankstelle mittelfristig nicht an Bedeutung verlieren wird.
  • p Alternative individuelle Mobilitätskonzepte (z.B. Carsharing, Uber): Die hierfür vorgehaltenen Fahrzeuge werden ebenfalls von den Anbietern oder Nutzern gewaschen; in der Regel häufiger als Privatfahrzeuge. Sauberkeit ist ein wesentliches Qualitätskriterium und damit Treiber des Geschäftsmodells.

Die Gesellschaft verfolgt die Entwicklung dieser und anderer Trends aufmerksam, um frühzeitig die richtigen Weichen stellen zu können.

1.2 Unternehmensziel und Strategie

In unserem Leitbild ist der »maximale Kundennutzen« als oberstes Unternehmensziel definiert. Maximaler Kundennutzen beinhaltet für uns, weltweit der beste Partner für Waschanlagenbetreiber zu sein. Nutzen zu generieren bedingt eine Spezialisierung, verbunden mit tiefem Verständnis in der Anwendung und den damit zusammenhängenden Prozessen und Technologien. Diese Spezialisierung ist also Voraussetzung für echte kundennutzenorientierte Innovationen.

Wir richten uns hierbei sowohl an den Endkunden als auch an den Betreiber mit dem Ansatz, die Attraktivität der Autowäsche zu erhöhen und die Profitabilität für die Betreiber zu steigern. Die kontinuierliche Entwicklung unserer Führungskräfte und Mitarbeiter orientiert sich an dieser grundsätzlichen Ausrichtung. Jeder Mitarbeiter von WashTec trägt als »Unternehmer bei WashTec« zur Unternehmensentwicklung bei. Mit der klaren Orientierung am Nutzen unserer Kunden bauen wir unsere Wettbewerbsvorteile nachhaltig weiter aus und generieren so Wert für unsere Kunden, das Unternehmen und unsere Aktionäre.

1.3 Steuerungssystem

1.3.1 Finanzielle Zielgrößen und Leistungsindikatoren

Zur Planung und Steuerung verwendet das Unternehmen die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

  • Umsatz
  • EBIT
  • Free Cashflow
  • ROCE

Free Cashflow wird als Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) abzüglich des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit definiert.

ROCE (Return on Capital Employed) wird definiert als Verhältnis zwischen EBIT und Capital Employed. Zum Capital Employed gehören nach unserer Definition das Anlagenvermögen (Gesamtwert von materiellen und immateriellen Vermögenswerten inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte und Nutzungsrechten) zuzüglich des NOWC (Net Operating Working Capital). NOWC wird definiert als Summe aus Vorratsvermögen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator

Auf Konzernebene wird zudem der folgende nichtfinanzielle Leistungsindikator verwendet:

Unfallhäufigkeitsrate: Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden

Im Rahmen der Umsetzung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes führt die Gesellschaft den Nachhaltigkeitsbericht fort und ergänzt ihn um den sogenannten gesonderten gemeinsamen nichtfinanziellen Bericht (siehe hierzu den Nachhaltigkeitsbericht auf der WashTec-Homepage https://ir.washtec.de/websites/washtec/German/6000/corporate-governance.html). Dort erfolgt eine ausführliche Beschreibung des für WashTec wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikators »Unfallhäufigkeitsrate«.

1.3.2 Chancen- und Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Unternehmensführung. Dem Vorstand stehen umfassende konzernweite und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung.

Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts dargestellt. Hierin ist der gemäß §§ 289a und 315a HGB geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

1.4 Forschung und Entwicklung

Mit unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit konzentrieren wir uns auf Innovationen und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte und Produktionsprozesse. Die Aufgaben umfassen außerdem die Betreuung der Produkte über den gesamten Lebenszyklus, sowie den Ausbau und die Vertiefung unseres Anwendungswissens. Inhaltlich verfolgen wir

  • die Optimierung der Reinigungs- und Trocknungsprozesse,
  • die Erleichterung der Bedienbarkeit (ease of use) und
  • die Steigerung der Verfügbarkeit und Effizienz unserer Produkte.

Insgesamt arbeiten bei WashTec am Hauptsitz in Augsburg rund 70 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Der Schutz eigener Innovationen durch Patente hat für uns hohe Priorität.

Die gesamten Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung betrugen rund Mio.€ 7,5 (Vorjahr: Mio.€ 8,4).

Die im Geschäftsjahr 2020 aktivierten Entwicklungskosten der Gruppe betrugen Mio.€ 0,1 (Vorjahr: Mio.€ 0,7). Dazu kamen nicht aktivierbare Aufwendungen i.H. v. Mio.€ 1,1 (Vorjahr: Mio.€ 1,3).

Wirtschaftsbericht 2

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaftswachstum (Stand: 18. Februar 2021)

Laut Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) schrumpfte die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um –3,5%. Für 2021 rechnet der IWF mit einem Plus der weltweiten Wirtschaftsleistung von 5,5%. Für die Eurozone revidierte der IWF seine Einschätzung um 1,0% nach unten auf nun 4,2%. Deutschland liegt mit einem geschätzten Wachstum von 3,5% für 2021 über dem Vorjahr (2020: –5,0%).

Die Prognose für die USA hat der IWF um 2,0% angehoben (+5,1%). Die Wirtschaftsleistung der Entwicklungs- und Schwellenländer wird im nächsten Jahr der Prognose zufolge auf 6,3% steigen, für 2022 sieht der IWF jedoch nur 5,0%. Für China wurde die Prognose nur leicht von 8,2% auf 8,1% angepasst.

Branchenkonjunktur

Die Entwicklung der Waschanlagenbranche war im Geschäftsjahr 2020 zunächst verhalten positiv, jedoch spürte die Waschanlagenbranche ein zunehmend herausfordernder werdendes konjunkturelles Umfeld im Zuge des Ausbruchs der Pandemie.

Der sinkende Ölpreis sorgte zudem bei einem Teil unserer Großkunden aus der Mineralölbranche ein Einfrieren von Investitionsprojekten. Zudem wurden auf Kundenseite Investitionsschwerpunkte verlagert: Digitalisierungsprojekte und Projekte zur Reduktion des Personalbedarfs hatten hohe Priorität, wodurch andere Investitionen verschoben wurden.

Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Update Januar 2021

Das Thema Nachhaltigkeit spielt – sei es über einen möglichst geringen Frischwasserverbrauch, den Einsatz schonender umweltverträglicher Waschchemie oder möglichst geringen Energieverbrauch – in der Waschanlagenbranche eine große Rolle. Die Gewährleistung eines ressourcenschonenden Waschprozesses bei exzellentem Waschergebnis erlangt in allen Märkten rund um den Globus wachsende Bedeutung.

Das Geschäftsvolumen in der Waschanlagenbranche war in der zweiten Jahreshälfte 2020 deutlich höher als in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres. Das Waschgeschäft der Betreiber ist im hohen Maß vom Wetter abhängig. Trotz Lockdown im ersten Halbjahr 2020 sorgten die guten Wetterbedingungen in Europa und vor allem in Deutschland dafür, dass das Waschgeschäft im Vergleich zu 2019 stabil blieb.

2.1.2 Markt für Fahrzeugwaschanlagen

Kundengruppen

Die Kunden von WashTec sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Autowerkstätten, Supermarktketten sowie Speditionen und Verkehrsbetriebe.

Wettbewerb

WashTec ist weltweit klarer Marktführer. In Europa – einem entwickelten Markt mit hoher Wettbewerbsintensität – ist WashTec nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil mit großem Abstand Marktführer. Im entwickelten nordamerikanischen Markt mit einem großen Anteil von Waschstraßen ist die Kunden- und Anbieterseite fragmentierter als in Europa. Aufgabe in China ist es den Markt zu entwickeln. In Australien treffen europäische und amerikanische Wettbewerber in einem entwickelten Markt aufeinander.

Absatzmärkte

Deutschland bzw. Europa sind unverändert die größten Absatzmärkte. Gemäß unserer Strategie sollen langfristig Nordamerika und Asien/Pazifik einen höheren Anteil an den Gesamtumsatzerlösen der Gruppe haben.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe erläutert. Die WashTec AG ist selbst nicht operativ tätig und erzielt ihre Ergebnisse ausschließlich aus Dividenden der WashTec Holding GmbH sowie der Ergebnisabführung der WashTec Carwash Management GmbH und der AUWA-Chemie GmbH. Daher beziehen sich die folgenden Ausführungen im Wesentlichen auf die Gruppe. Auf die WashTec AG wird gesondert im Abschnitt 2.6 eingegangen.

Rundungsdifferenzen möglich 2019 Prognose 2020* angepasste 2020 Verände
Prognose 2020** rung
Umsatz Mio.€ 436,5 stabil sinkend 378,7 –13,2%
EBIT Mio.€ 36,3 leicht steigend sinkend 20,1 –44,6%
Free Cashflow Mio.€ 15,0 deutlich steigend steigend 45,6 204,0%
ROCE % 18,4 rund 20% 10,5
Unfallhäufigkeitsrate
(Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstd.) 3,5 0 0 4,5

* Die im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichte Prognose wurden nach Ausbruch der COVID-19-Pandemie am 3. April 2020 zurückgenommen.

** Am 27. Juli 2020 wurde eine angepasste Prognose abgegeben.

Umsatz- und Geschäftsentwicklung

Die WashTec Gruppe verzeichnete im Jahr 2020 aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie einen Umsatzrückgang von 13,2% auf Mio.€378,7 (Vorjahr: Mio.€ 436,5). Dabei war das vierte Quartal besser als erwartet. Bereinigt um Währungseffekte lag der Umsatzrückgang bei 12,5%. Damit wurde das im Geschäftsbericht 2019 kommunizierte und damit vor Ausbruch der Pandemie für 2020 gesetzte Ziel einer stabilen Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr nicht erreicht. Nach Ausbruch der Pandemie in Regionen außerhalb Chinas und Lockdowns in zahlreichen Ländern wurde diese im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichte Prognose zurückgenommen. Die zum Halbjahr abgegebene angepasste Prognose für das Jahr 2020 ging von einem Umsatzrückgang zwischen 15% und 20% aus. Diese Prognose wurde mit den finalen Zahlen für das Jahr 2020 deutlich übertroffen. Die Auswirkungen der zweiten Corona-Welle auf die Umsatzentwicklung fielen im Vergleich zur ersten Infektionswelle im Frühjahr geringer aus.

Insbesondere der Rückgang beim Verkauf von Maschinen beeinflusste die Geschäftsentwicklung. Dabei gab es im Verlauf des Jahres deutliche Unterschiede in der Entwicklung der Kundensegmente. Während zu Beginn der Pandemie, im zweiten Quartal, eine Investitionszurückhaltung sowohl bei Großkunden als auch im Direktvertrieb zu beobachten war, ließ diese im weiteren Verlauf des Jahres bei den Direktkunden nach. Im vierten Quartal konnte im Direktvertrieb in etwa das Umsatzniveau des Vorjahres erzielt werden. Hingegen lag bei den Großkunden die Höhe der Investitionen auch im dritten und vierten Quartal deutlich unter der des Vorjahres.

Die Umsatzerlöse im Bereich Chemie und im Betreibergeschäft waren insbesondere im zweiten Quartal von Schließungen von Waschstandorten in einigen Ländern betroffen. Im dritten und vierten Quartal lagen die Erlöse aus Chemievertrieb und Betreibergeschäft in etwa auf Vorjahresniveau.

Die Waschzahlen blieben im Gesamtjahr nahezu stabil. Für unsere Kunden bedeutete dies eine recht stabile Geschäftsentwicklung. Dies zeigte sich hauptsächlich in der Belebung des Direktvertriebs im zweiten Halbjahr.

Mit dem Umsatzrückgang, gemildert durch ein straffes Kostenmanagement und die Umsetzung des Performance Programms, sank das EBIT um 44,6% auf Mio.€ 20,1 (Vorjahr: Mio.€36,3). In dem Ergebnis sind Sonderaufwendungen i.H. v. Mio.€ 5,6 enthalten. Bereinigt um diesen Effekt lag das EBIT bei Mio.€ 25,6 (EBIT Rendite 6,8%). Das vor Ausbruch der Pandemie gesetzte Ziel eines leichten Anstieges wurde damit nicht erreicht. Jedoch konnte die zum Halbjahr angepasste Prognose übertroffen werden. Nach Ausbruch der Pandemie im ersten Halbjahr ging die Gruppe von einer EBIT Rendite zwischen 3% und 5% aus. Diese wurde zum Jahresende mit 5,3% bzw. 6,8% übertroffen.

Damit hat die Gesellschaft auf die negative Entwicklung der Weltwirtschaft rechtzeitig reagiert. Die zu Anfang des Jahres angestrebten Kostensenkungen, insbesondere durch Anpassung der Mitarbeiterzahlen, wurden mit Ausbruch der Pandemie erhöht. Zudem konnten Sachkostenreduzierungen umgesetzt werden. Insbesondere die Gesellschaft in Nordamerika wurde erfolgreich restrukturiert, sodass trotz Umsatzrückgängen ein positives EBIT erreicht wurde.

Der Free Cashflow stieg um 204,0% auf Mio.€ 45,6 (Vorjahr: Mio.€ 15,0). Damit wurde die Prognose eines deutlich steigenden Free Cashflows erreicht. Dies ist im Wesentlichen auf den Forderungsrückgang gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Der ROCE erreichte einen Wert von 10,5%. Damit wurde das angestrebte Niveau von rund 20% nicht erreicht. Der Rückgang im EBIT war für die Entwicklung der Kennzahl ausschlaggebend. Der zugrunde liegende Capital Employed Wert sank gegenüber dem Vorjahr um Mio.€ 29,2 (14%).

Die Zahl der Arbeitsunfälle pro Mio. Arbeitsstunden lag zum Jahresende mit einem Wert von 4,5 unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften von 21,2 Unfällen. Das für 2020 gesetzte Ziel von null Unfällen konnte jedoch nicht erreicht werden. WashTec strebt weiterhin die Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle an.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass obwohl der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe im Jahr 2020 maßgeblich von den wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beeinträchtigt war, die Gesellschaft mit einem soliden positiven Ergebnis vergleichsweise gut durch die Krise gekommen ist. Das Geschäftsmodell hat sich als robust erwiesen, die Unternehmensfortführung war zu keinem Zeitpunkt in 2020 gefährdet. Zudem sind die Erfolge bei der Stabilisierung der Ergebnisse in der Region Nordamerika hervorzuheben. Die weiteren Anstrengungen bei der Optimierung der Prozesse sowie trotz allem getätigte Investitionen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung, werden sich in der Zukunft positiv und stabilisierend auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken.

2.3 Lage

Mehrjahresvergleich wesentlicher Kennzahlen
Rundungsdifferenzen möglich 2018 2019 2020
Umsatz Mio.€ 435,4 436,5 378,7
EBIT Mio.€ 51,5 36,3 20,1
Eigenkapitalquote % 40,2 30,7 39,4
Free Cashflow Mio.€ 32,3 15,0 45,6

2.3.1 Auftragsbestand

Der Auftragsbestand der Gruppe lag zum Ende des Jahres auf Vorjahresniveau. Die Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik konnten ihren Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr steigern. In Europa lag er unter dem Vorjahreswert.

Da die Aufträge der WashTec Gruppe in der Regel eine Durchlaufzeit von sechs bis zehn Wochen haben, dient der Auftragsbestand zwar als Indikator für die folgenden Monate, ist aber für die Geschäftsentwicklung des gesamten Geschäftsjahres 2021 nur bedingt aussagefähig.

2.3.2 Ertragslage

2.3.2.1 Gewinn- und Verlustrechnung

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung der WashTec Gruppe:

in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2020 2019 Veränderung
absolut in %
Umsatzerlöse 378,7 436,5 –57,8 –13,2
Materialaufwand (inkl. Bestandsveränderung) 165,2 194,9 –29,7 –15,2
Sonstige betriebliche Erträge
(inkl. aktivierte Entwicklungskosten) 6,2 5,6 0,6 10,7
Personalaufwand* 133,2 139,9 –6,7 –4,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen* ** 44,2 52,5 –8,3 –15,8
Abschreibungen* 16,6 16,5 0,1 0,6
Bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) 25,6 38,2 –12,6 –33,0
Bereinigte EBIT-Rendite in% 6,8 8,8 –2,0
Sonderaufwendungen 5,6 1,9 3,7
Betriebsergebnis (EBIT) 20,1 36,3 –16,2 –44,6
EBIT-Rendite in % 5,3 8,3 –3,0
Finanzergebnis –1,3 –0,6 –0,7 –116,7
Ergebnis vor Steuern (EBT) 18,8 35,7 –16,9 –47,3
Steuern 5,5 13,4 –7,9 –59,0
Konzernergebnis 13,3 22,3 –9,0 –40,4
Ergebnis je Aktie (in €) 0,99 1,66 –0,67 –40,4

* Ohne Sonderaufwendungen

** Inkl. Aufwand aus Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Steuern

2.3.2.2 Umsatzentwicklung

Die Umsätze der WashTec Gruppe waren mit Mio.€ 378,7 um Mio.€ 57,8 oder 13,2% unter dem Vorjahreswert von Mio.€ 436,5.

Umsatzentwicklung in Mio. €

Durchschnittliches Umsatzwachstum von 2016 – 2020 bei 0,4% p.a.

Bereinigt um Fremdwährungseffekte lag der Umsatz des Gesamtjahres mit Mio.€ 381,9 um 12,5% unter dem Vorjahresniveau (Mio.€ 436,5). Der Währungseffekt ergab sich insbesondere aus der Schwäche des US-Dollars und der Norwegischen Krone gegenüber dem Euro. Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der einzelnen Segmente findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.3.

Umsatz nach Produkten
in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2020 2019 Veränderung
absolut in %
Maschinen und Service 324,0 380,6 –56,6 –14,9
Chemie 46,6 47,1 –0,5 –1,1
Carwash-Management-Geschäft
und Sonstiges 8,1 8,7 –0,6 –6,9
Gesamt 378,7 436,5 –57,8 –13,2

Der Maschinen- und Serviceumsatz war mit Mio.€ 324,0 um 14,9% unter dem Vorjahresniveau von Mio.€ 380,6. Der Umsatzrückgang betraf sowohl die Umsätze im Bereich der Großkunden als auch im Direktvertrieb. Dabei verzeichnete der Bereich der Großkunden einen deutlicheren Umsatzrückgang und blieb auch im Verlauf der letzten beiden Quartale des Jahres auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Der Umsatz im Direktvertrieb konnte sich im Verlauf der zweiten Jahreshälfte und insbesondere im letzten Quartal des Jahres wieder erholen.

Das Geschäft im Bereich Chemie wurde durch die lokalen Lockdowns in einigen Ländern insbesondere im zweiten Quartal des Jahres negativ beeinflusst. In den beiden letzten Quartalen blieb die Entwicklung auf Vorjahresniveau.

Die Umsätze im Bereich Carwash-Management-Geschäft und die Vermittlung der Finanzierung von Waschanlagen entsprechen lediglich ca. 2% des Umsatzes der WashTec Gruppe und gingen leicht um Mio.€ 0,6 gegenüber dem Vorjahr zurück.

2.3.2.3 Aufwandsposten und Ergebnis

2.3.2.3.1 Aufwandsposten

Materialaufwand (inkl. Bestandsveränderung)

Der Materialaufwand umfasst vor allem bezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Leistungen. Die größten Positionen betreffen den Einkauf von Stahl, Kunststoffen und anderen Rohmaterialien. Er sank von Mio.€ 194,9 auf Mio.€ 165,2.

Aufgrund des veränderten Produkt- und Regionenmixes sowie erzielten Kosteneinsparungen im Materialbereich, stieg die Rohertragsmarge von 55,3% auf 56,4%. Der Rohertrag sank umsatzbedingt von Mio.€ 241,6 auf Mio.€ 213,4.

Personalaufwand

Der Personalaufwand sank, im Wesentlichen aufgrund der gegenüber dem Vorjahr verringerten Mitarbeiterzahl, von Mio.€ 139,9 um Mio.€ 6,7 auf Mio.€ 133,2. Zum 31. Dezember 2020 waren im Konzern im Vergleich zum Vorjahr 104 bzw. 5,5% weniger Mitarbeiter beschäftigt. Die Sonderaufwendungen wurden mit Sondererträgen nahezu ausgeglichen. Es wurden Erträge aus unterstützenden Maßnahmen der Länder in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio.€ 1,4 im Personalaufwand erfasst. Die durch die Pandemie veränderte Einschätzung des Zielerreichungsgrades bezüglich des langfristigen Vergütungsprogramms des Vorstands (LTIP) führte zu einer Reduzierung der gebildeten Rückstellungen um Mio.€ 1,1. Die Höhe der Aufwendungen in Verbindung mit laufenden und geplanten Personalmaßnahmen betrug im abgelaufenden Jahr Mio.€ 1,8 (Vorjahr Mio.€1,9).

Die Personalaufwandsquote vom Umsatz stieg aufgrund des niedrigeren Umsatzniveaus um 2,6 Prozentpunkte von 32,5% auf 35,1%.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen* sanken von Mio.€ 52,5 um Mio.€ 8,3 auf Mio.€ 44,2. Die Reduzierungen konnten im Wesentlichen im Bereich der Messe/Werbekosten, Personalbeschaffung, Leiharbeiter sowie Reise- und Fahrzeugkosten erzielt werden. Dagegen stiegen die Aufwendungen in Verbindung mit der Risikovorsorge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und IT-Kosten in Verbindung mit den durchgeführten Projekten aus dem Bereich der Digitalisierung.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Fremdwährungsverluste stiegen auf Mio.€ 2,9 (Vorjahr: Mio.€ 2,0).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (ohne aktivierte Entwicklungskosten) von Mio.€ 6.1 (Vorjahr: Mio.€ 4,9) beinhalten Fremdwährungsgewinne von Mio.€ 2,2 (Vorjahr: Mio.€ 2,1). Der Anstieg von Mio.€ 1,2 ist im Wesentlichen auf die Gewinne aus dem Abgang des Anlagevermögens durch den Verkauf von Waschanlagen aus dem Bereich Bertreibergeschäft an den Kunden zurückzuführen.

2.3.2.3.2 Fremdwährungseffekte

Die Stichtagsbewertung der in Fremdwährung gehaltenen bilanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hatte einen negativen Einfluss i.H. v. ca. Mio.€ 0,8 auf die Ertragslage (Vorjahr: Mio.€ 0,1). Dieser kam überwiegend aus der Entwicklung des US-Dollars zum Euro.

2.3.2.3.3 Abschreibungen

Die Abschreibungen stiegen auf Mio.€ 21,8 (Vorjahr: Mio.€ 16,5). Im Zuge der F&E-Transformation und aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie veränderter Annahmen zur Entwicklung zukünftiger Absatzstückzahlen im Bereich der Portalwaschanlagen sowie damit verbundener reduzierter Erwartungen bezüglich Einsparvolumina, führten zu einer Verringerung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Hieraus ergab sich die Notwendigkeit einer Wertberichtigung auf die für die Entwicklung aktivierten Eigenleistungen von Mio.€ 5,2.

Bereinigt um diesen Effekt blieben die Abschreibungen auf dem Niveau des Vorjahres.

2.3.2.3.4 EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 44,6% auf Mio.€ 20,1 (Vorjahr: Mio.€ 36,3).

EBIT im Mehrjahresvergleich in Mio. €

Ein Ausweis des EBIT nach Segmenten findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.3.

2.3.2.3.5 EBIT-Rendite

Die EBIT-Rendite sank auf 5,3% (Vorjahr: 8,3%). Bereinigt um die im Ergebnis erfassten Sonderaufwendungen, lag die EBIT Rendite im abgelaufenen Jahr bei 6,8% (Vorjahr: 8,8%).

2.3.2.3.6 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis lag mit Mio.€–1,3 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: Mio.€–0,6). Der Anstieg von Mio.€ 0,7 ist im Wesentlichen auf die hier gebuchte Rückstellung von Mio.€ 0,4 für geforderte Zinszahlungen aus einer laufenden Betriebsprüfung zurückzuführen.

Aufschlüsselung des Finanzergebnisses
in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2020 2019
Sonstige Zinserträge 0,1 0,1
Finanzertrag 0,1 0,1
Aufwendungen aus verzinslichen Darlehen 0,5 0,3
Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten 0,5 0,4
Sonstige Zinsaufwendungen 0,5 0,1
Finanzaufwand 1,4 0,8
Finanzergebnis –1,3 –0,6

2.3.2.3.7 EBT

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank auf Mio.€ 18,8 (Vorjahr: Mio.€ 35,7).

2.3.2.3.8 Steuern

Die Steuern i.H. v. Mio.€ 5,5 (Vorjahr: Mio.€ 13,4) setzen sich aus laufendem Steueraufwand sowie latenten Steuern, im Wesentlichen aufgrund zeitlicher Differenzen, zusammen. Die Steuerquote (in Bezug auf das EBT) sank auf 29,2% (Vorjahr: 37,6%). Der wesentliche Grund für die geringere Steuerquote liegt in der Nutzung von Verlustvorträgen auf die keine latente Steuern angesetzt wurden.

Die Verlustvorträge bestehen ausschließlich in den ausländischen Tochtergesellschaften.

Das Konzernergebnis ging um Mio.€ 9,0 auf Mio.€ 13,3 (Vorjahr: Mio.€ 22,3) zurück. Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) sank – auf Grundlage einer durchschnittlichen Aktienzahl von 13.382.324 – um 40,4% auf € 0,99 (Vorjahr: € 1,66).

Konzernergebnis im Mehrjahresvergleich in Mio. €

2.3.2.4 Mittelverwendung/Dividende

WashTec wird auch zukünftig eine attraktive Ausschüttungspolitik verfolgen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 18. Mai 2021 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 ausgewiesenen Bilanzgewinn i.H. v. € 31.174.580,45 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i.H. v. € 2,30 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 30.779.345,20, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i.H. v. € 395.235,25 auf neue Rechnung. In dem Vorschlag für die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre i.H. v. € 2,30 je dividendenberechtigter Stückaktie ist neben der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 i.H. v. € 0,99 eine Sonderdividende i.H. v. € 1,31 enthalten.

2.3.2.3.9 Konzernergebnis 2.3.3 Berichterstattung nach Regionen

2020 Mio. € 20,1 Nordamerika Mio. € 0,8 Asien/Pazifik Mio. € 0,3 2019 Mio. € 36,3 Nordamerika Mio. € – 3,4 Asien/Pazifik Mio. € – 1,3

* Konsolidierungseekte sind nicht berücksichtigt

2.3.3.1 Europa

Kennzahlen Region Europa
Rundungsdifferenzen möglich 2020 2019 Veränd.
(in %)
Umsatz
in Mio.€
305,5 353,6 –13,6
EBIT
in Mio.€
19,0 41,2 –53,9
EBIT-Rendite %
6,2
11,7
Mitarbeiter (zum 31.12.) 1.421 1.489 –4,6

Marktumfeld

Der Waschanlagenmarkt in Europa ist neben Nordamerika einer der weltweit am weitesten entwickelten Märkte für Fahrzeugwäschen. Er zeichnet sich durch die höchste Anzahl installierter Fahrzeugwaschanlagen und weiter ausgebaute Service- und Vertriebsstrukturen der Anbieter aus.

Die Kunden von WashTec in Europa sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäschen an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Supermarktketten, Autohäuser und Werkstätten sowie Speditionen und Verkehrsbetriebe.

Der Wettbewerb in Europa ist intensiv und beschränkt sich auf wenige Hersteller. Erhebliche Bedeutung haben eine flächendeckende Servicestruktur und eine installierte Basis. Entsprechend hoch ist die Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber. WashTec ist nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer und verfügt über das mit Abstand am besten ausgebaute Vertriebs- und Servicenetzwerk und die bei weitem größte installierte Basis von über 20.000 Portalanlagen in den Kernmärkten Europas.

Geschäftsverlauf Europa
Rundungsdifferenzen möglich 2019 Prognose 2020 Veränd.
2020 (in %)
Umsatz in Mio.€ 353,6 stabil 305,5 –13,6
EBIT in Mio.€ 41,2 leicht steigend 19,0 –53,9

Umsatzentwicklung

Die Umsatzentwicklung in Europa war mit Mio.€ 305,5 im Vergleich zum Vorjahr (Mio.€ 353,6) durch die Einflüsse der COVID-19-Pandemie deutlich rückläufig. Damit wurde die zum Jahresbeginn vor der Pandemie prognostizierte stabile Umsatzentwicklung nicht erreicht.

Der Umsatzrückgang betraf sowohl den Bereich der Großkunden als auch Umsätze im Direktgeschäft. Anders als bei den Großkunden hat sich die Entwicklung der Umsatzerlöse im Direktgeschäft im Verlauf des Jahres stabilisiert und lag im vierten Quartal nur leicht unter dem Vorjahresniveau.

Ergebnisentwicklung

Das EBIT in Europa sank als Folge des durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Konjunkturabschwungs deutlich von Mio.€ 41,2 im Vorjahr auf Mio.€ 19,0. Die EBIT-Rendite lag bei 6,2% (Vorjahr: 11,7%). In Hinblick auf die Ergebnisentwicklung wurde damit die zum Jahresbeginn ausgegebene Prognose nicht erreicht. Im Ergebnis des Segments sind Sonderaufwendungen in Höhe von Mio.€ 6,5 enthalten. Bereinigt um diese lag das EBIT bei Mio.€ 25,5 und die EBIT Rendite bei 8,3%.

Im Segmentergebnis sind die Effekte aus Unterstützungsmaßnahmen der Länder in Verbindung mit COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio.€ 0,4 enthalten.

2.3.3.2 Nordamerika

Kennzahlen Region Nordamerika
Rundungsdifferenzen möglich 2020 2019 Veränd.
(in %)
Umsatz
in Mio.€
66,3 78,2 –15,2
EBIT
in Mio.€
0,8 –3,4 123,5
EBIT-Rendite
%
1,2 –4,4
Mitarbeiter (zum 31.12.) 242 282 –14,2

Marktumfeld

Die Fahrzeugneuzulassungen für Personenfahrzeuge und sog. »Light Trucks« sind in Nordamerika in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Für die Zukunft werden auch weiterhin ein leichtes Bevölkerungswachstum und ein Wachstum des Fahrzeugbestands erwartet.

In Nordamerika sind neben einigen Großkunden die wesentlichen Kunden unabhängige kleine oder mittelständische Waschanlagenketten. Der Anteil von Waschstraßen gegenüber Portalanlagen sowie das Wachstum dieses Produktsegments liegen über dem weltweiten Durchschnitt. Der Marktausblick ist anhaltend positiv.

Geschäftsverlauf Nordamerika
Rundungsdifferenzen möglich 2019 Prognose 2020 Veränd.
2020 (in %)
Umsatz in Mio.€ 78,2 leicht steigend 66,3 –15,2
EBIT in Mio.€ –3,4 leicht steigend 0,8 123,5

Umsatzentwicklung

Der Umsatz in Nordamerika sank von Mio.€ 78,2 im Vorjahr auf Mio.€ 66,3. Die Umsätze in US-Dollar beliefen sich auf Mio. USD 75,8 (Vorjahr: Mio. USD 87,2). Die zu Jahresbeginn vor der Pandemie prognostizierte leichte Umsatzsteigerung konnte nicht erreicht werden. Auch in diesem Segment wurde die Umsatzentwicklung durch die Zurückhaltung des Investitionsverhaltens von Großkunden geprägt. Die Umsätze im Direktvertrieb konnten gegenüber dem Vorjahr sogar leicht gesteigert werden.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis in Nordamerika stieg deutlich um Mio.€ 4,2 auf Mio.€ 0,8 (Vorjahr: Mio.€ –3,4). Das ursprünglich angegebene Ziel eines leicht steigenden EBITs wurde damit deutlich übertroffen. Diese Ergebnisverbesserung ist auf die bereits im Vorjahr angestoßenen und im aktuellen Jahr in Anbetracht der Pandemie erweiterten Optimierungsprojekte und Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen. Im Ergebnis des Segments sind Effekte aus Unterstützungsprogrammen der Länder in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio.€ 0,3 enthalten.

2.3.3.3 Asien/Pazifik

Kennzahlen Region Asien/Pazifik
Rundungsdifferenzen möglich 2020 2019 Veränd.
(in %)
Umsatz in Mio.€ 17,7 17,6 0,6
EBIT in Mio.€ 0,3 –1,3 123,1
EBIT-Rendite % 1,7 –7,4
Mitarbeiter (zum 31.12.) 63 60 5,0

Marktumfeld

Der chinesische Markt für Fahrzeugwäschen ist grundsätzlich von der Handwäsche dominiert. Das stetig wachsende Lohnniveau sowie die stark wachsende Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge in Verbindung mit zunehmendem Umweltbewusstsein sowie der Möglichkeit, Wäschen über Smartphones einfach und schnell zu kaufen, werden den Anteil der automatischen Fahrzeugwäsche zukünftig weiter erhöhen. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung und Zahl der Luxus- und Premiumfahrzeuge, insbesondere der deutschen Fahrzeughersteller zu. WashTec verfügt seit 2008 über einen eigenen Montage- und Beschaffungsstandort in der Nähe von Shanghai. Der Eintritt weiterer Wettbewerber und das erhöhte Angebot an Waschanlagen, insbesondere im Niedrigpreissegment, kann sich ebenfalls als weitere Herausforderung im noch unterentwickelten Waschanlagenmarkt entwickeln.

Auf dem australischen Markt stehen die wesentlichen amerikanischen und europäischen Hersteller im direkten Wettbewerb.

Geschäftsverlauf Asien/Pazifik
Rundungsdifferenzen möglich 2019 Prognose 2020 Veränd.
2020 (in %)
Umsatz
in Mio.€
17,6 stabil 17,7 0,6
EBIT
in Mio.€
–1,3 leicht steigend 0,3 123,1

Umsatzentwicklung

Der Umsatz in Asien/Pazifik lag mit Mio.€ 17,7 leicht über dem Niveau des Vorjahres (Mio.€ 17,6). Damit konnte die zum Jahresbeginn abgegebene Prognose einer stabilen Umsatzentwicklung erreicht werden.

Wie im Vorjahresbericht bereits erwähnt konnte die Entwicklung auf dem australischen Markt nach dem Verlust eines Großkunden stabilisiert werden. Die Restrukturierung der Gesellschaft wurde im Jahr 2020 abgeschlossen.

Im Berichtsjahr konnten im Markt Asien/Pazifik die Umsatzerlöse und das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. In China war die Entwicklung der Umsatzerlöse insbesondere im vierten Quartal rückläufig. Hier beobachten wir eine deutliche Veränderung hin zu kostenlosen Wäschen an den Tankstellen. Dies hemmt die Bereitschaft zu Investitionen vor allem im Direktgeschäft, da Rentabilitätserwartungen durch das Marktumfeld beeinträchtigt werden. Diese Entwicklung wird weiter beobachtet und kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden.

Ergebnisentwicklung

Das EBIT stieg deutlich auf Mio.€ 0,3 (Vorjahr: Mio.€–1,3). Damit wurde die für das Jahr 2020 ursprünglich aufgestellte Prognose eines leicht steigenden EBIT übertroffen. Die positive Entwicklung auf dem australischen Markt hat zu dieser deutlichen Verbesserung des Ergebnisses geführt.

Im Segmentergebnis sind Effekte aus Unterstützungsmaßnahmen der Regierungen in Verbindung mit COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio.€ 0,7 enthalten.

2.3.4 Vermögenslage

2.3.4.1 Vermögens- und Kapitalstruktur

Verkürzte Konzernbilanz
in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 31.12.2020 31.12.2019
Anlagevermögen (inkl. Nutzungsrechte) 95,7 109,3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 85,4 111,4
Vorräte 38,5 38,1
Aktive latente Steuern 4,6 3,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19,9 12,4
Eigenkapital 96,2 84,5
Verzinsliche Darlehen 19,1 47,1
Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 108,7 116,9
davon Rückstellungen
(inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten)
28,9 29,4
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
10,5 20,8
Vertragsverbindlichkeiten 18,9 21,9
Passive latente Steuern 1,0 4,5
Bilanzsumme 244,0 274,9

Die Bilanzsumme der WashTec Gruppe sank von Mio.€ 274,9 auf Mio.€ 244,0.

2.3.4.1.1 Aktiva

Im Anlagevermögen der WashTec Gruppe sind wie in den Vorjahren Geschäfts- und Firmenwerte i.H. v. Mio.€ 42,3 enthalten. Das Sachanlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus den Positionen »Grundstücke und Gebäude« i.H. v. Mio.€ 13,4 und »Technische Anlagen und Maschinen« i.H. v. Mio.€ 9,0 zusammen. Die »Immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- und Firmenwert)« betragen Mio.€ 6,6. Des Weiteren sind Nutzungsrechte i.H. v. Mio.€ 19,5 enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sanken von Mio.€ 111,4 zum Stichtag des Vorjahres auf Mio.€ 85,4. Dies ist im Wesentlichen durch Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begründet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken im Wesentlichen aufgrund eines geringeren Geschäftsvolumens von Mio.€ 91,4 auf Mio.€ 63,6.

Die Vorräte waren zum Jahresende mit Mio.€ 38,5 auf Vorjahresniveau (Mio.€ 38,1).

Die aktiven latenten Steuern i.H. v. insgesamt Mio.€ 4,6 (Vorjahr: Mio.€ 3,7) resultierten aus temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und IFRS-Bilanzansätzen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen von Mio.€ 12,4 im Vorjahr auf Mio.€ 19,9.

2.3.4.1.2 Passiva

Das Eigenkapital stieg von Mio.€ 84,5 auf Mio.€ 96,2. Details zu den gemäß IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen können der Eigenkapitalveränderungsrechnung (Seite 104) entnommen werden. Die Eigenkapitalquote stieg auf 39,4% (Vorjahr: 30,7%).

Solide Eigenkapitalquote von 39,4%

Die verzinslichen Darlehen sanken gegenüber dem 31. Dezember 2019 von Mio.€ 47,1 auf Mio.€ 19,1.

WashTec verfügte zum Jahresende über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Mio.€ 19,9. Dem standen verzinsliche Darlehen von Mio.€ 19,1 und Leasingverbindlichkeiten i.H. v. Mio.€ 20,2 gegenüber. Der höhere Free Cashflow zum Jahresende sowie ausgesetzte Dividendenzahlungen führten zu einer deutlichen Abnahme der Nettofinanzverschuldung (flüssige Mittel abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten) um Mio.€ 37,0 auf Mio.€ 19,4.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken von Mio.€ 20,8 auf Mio.€ 10,5.

Die Vertragsverbindlichkeiten sanken um Mio.€ 3,0 auf Mio.€ 18,9 (Vorjahr: Mio.€ 21,9).

Die passiven latenten Steuern sanken auf Mio.€1,0 (Vorjahr: Mio.€ 4,5).

Die Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal, Altersteilzeit, Gewährleistungen und Rückkaufverpflichtungen zusammen. Sie lagen zum Stichtag leicht unter Vorjahr bei Mio.€ 28,9 (Vorjahr: Mio.€ 29,4).

2.3.4.2 Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Finanzinstrumente

Zu den selbstgeschaffenen, immateriellen Werten, die das Geschäft von WashTec positiv beeinflussen, zählen vor allem das umfassende Fachwissen und die Erfahrung der Mitarbeiter. Insbesondere das Wissen über den Waschprozess als solchen und die Fähigkeit, dieses Wissen bei der Forschung und Entwicklung einzusetzen, bilden einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Ein weiterer bedeutender Erfolgsfaktor ist das eigene, langjährig gewachsene Vertriebs- und Servicenetzwerk der WashTec Gruppe. Außerbilanzielle Finanzinstrumente bestehen nicht.

2.3.5 Finanzlage

2.3.5.1 Kapitalstruktur

Im Rahmen des zentralen Finanzmanagements erfolgt die Finanzierung der Unternehmen der WashTec Gruppe über die WashTec Cleaning Technology GmbH. Die wesentlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen in Euro. Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR. Die Gruppe verfügte am 31. Dezember 2020 über eine Kreditlinie von insgesamt Mio.€ 122,5 (Vorjahr: Mio.€ 87,5). Die Erhöhung der Kreditlinien um Mio.€ 35,0 erfolgte im ersten Quartal des Geschäftsjahres im Rahmen der Liquiditätssicherung der WashTec Gruppe im Zusammenhang mit den Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie.

Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, belief sich zum Stichtag auf Mio.€ 96,9 (Vorjahr: Mio.€ 33,9).

Weitere Informationen in Bezug auf die Finanzierung der WashTec Gruppe finden Sie im Chancen- und Risikobericht unter dem Abschnitt »Finanzierungsrisiken«.

2.3.5.2 Investitionen und Abschreibungen

Mit Mio.€ 4,7 fielen die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gering aus. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den liquiditätssichernden Maßnahmen, die in Verbindung mit den Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie durchgeführt wurden. Die Schwerpunkte der Investitionen lagen in Europa (Mio.€ 4,1). Hauptsächlich handelte es sich um Investitionen in die Digitalisierung, die Entwicklung neuer Produkte, Modernisierung der Standorte sowie Investitionen in moderne Betriebsmittel. Darüber hinaus wurden Investitionen in Nordamerika (Mio.€ 0,4) und Asien/Pazifik (Mio.€ 0,2) getätigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens erfolgen auf Basis der gesetzlichen Vorgaben und der von WashTec festgelegten Bilanzierungsrichtlinien. Die Vermögenswerte werden dabei in der Regel linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der Geschäfts- und Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Basis hierfür ist die Mittelfristplanung für drei Jahre auf Konzernebene.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit der bilanzierten immateriellen Vermögenswerte ergab sich die Notwendigkeit einer Wertberichtigung auf die bilanzierten selbsterstelten Entwicklungskosten. Im Rahmen der Transformation der F&E-Abteilung sowie durch die Pandemie veränderte Erwartung hinsichtlich der zeitlichen Verschiebung der zukünftigen Absatzmengen, sowie geänderte Einschätzung für die voraussichtlichen Einsparungen in einigen Absatzregionen, führten zu einer Anpassung in Bezug auf die zukünftig zu erwartenden Cashflows aus den Entwicklungsprojekten. Das führte zu einer Sonderabschreibung der angesetzten Entwicklungskosten in Höhe von Mio.€ 5,2.

2.3.5.3 Liquidität

in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2020 2019 Veränderung
absolut in %
Ergebnis vor Steuern 18,8 35,7 –16,9 –47,3
Mittelveränderung aus operativer
Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 46,3 21,8 24,5 112,4
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit –0,7 –6,8 6,1 89,7
Free Cashflow 45,6 15,0 30,6 204,0
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit –9,5 –42,0 32,5 77,4
Nettoveränderung des Finanzmittelfonds 36,1 –27,0 63,1 233,7
Finanzmittelfonds zum 31.12 0,8 –34,7 35,5 102,3

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) stieg deutlich um Mio.€ 24,5 auf Mio.€ 46,3 (Vorjahr: Mio.€ 21,8). Ausschlaggebend für die Entwicklung war die Veränderung im Bereich des NOWC. Dieser reduzierte sich um Mio.€ 11,7 insbesondere durch den Rückgang der Forderungen. Im Vorjahr verzeichnete die Gesellschaft hier noch einen Anstieg von Mio.€ 13,4. Des Weiteren ist im Netto-Cashflow ein Zufluss aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA i.H. v. Mio.€ 2,9 enthalten.

Das Net Operating Working Capital (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sank um Mio.€ 15,6 von Mio.€ 96,2 auf Mio.€ 80,6. Dies resultierte aus einer deutlichen Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (saldiert) betrug im Geschäftsjahr 2020 Mio.€ 0,7 (Vorjahr: Mio.€ 6,8). Dabei lagen die Auszahlungen für Investitionen deutlich unter dem Vorjahresniveau bei Mio.€ 4,7 (Vorjahr: Mio.€ 7,7). Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen sind im Wesentlichen auf die Verkäufe von Autowaschanlagen aus dem Bereich Betreibergeschäft an den Kunden zurückzuführen.

Der Free Cashflow [Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) – Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit] stieg auf Mio.€ 45,6 (Vorjahr: Mio.€ 15,0).

Free Cashflow in Mio. €

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf Mio.€ 9,5 (Vorjahr: Mio.€ 42,0). Der Mittelabfluss beinhaltet Zahlungen für Zinsen und Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Die Vorjahreszahl enthält darüber hinaus Dividendenzahlungen in Höhe von Mio.€ 32,8.

Der Finanzmittelfonds (saldiert) stieg, bedingt durch die positive Entwicklung im Free Cashflow, zum 31. Dezember 2020 auf Mio.€ 0,8 (Vorjahr: Mio.€–34,7). Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.4 Nichtfinanzieller Leistungsindikator

Unfallhäufigkeitsrate
Rundungsdifferenzen möglich 2019 Prognose
2020
2020 Veränd.
(in %)
Arbeitsunfälle/
Mio. Arbeitsstunden 3,5 0 4,5

Die Zahl der Arbeitsunfälle bezogen auf Mio. Arbeitsstunden ist für WashTec ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Für das Jahr 2020 lag der Wert bei 4,5 und war damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften von 21,2. Das für 2020 gesetzte Ziel von null Unfällen wurde damit jedoch nicht erreicht. WashTec strebt weiterhin die Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle an.

2.5 Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter sank zum 31. Dezember 2020 deutlich um 104 auf 1.770 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.874). Im Jahresdurchschnitt waren 1.798 Mitarbeiter bei WashTec beschäftigt (Vorjahr: 1.880).

Die WashTec Gruppe in Deutschland ist an die Tarifverträge der IG Metall gebunden. Für die AUWA-Chemie GmbH gelten als Orientierung die Tarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie.

Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WashTec Gruppe. Die Ausgaben für Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter sanken in diesem Jahr um 17%.

2.6 WashTec AG

Die WashTec AG mit Sitz in Augsburg ist die Konzernobergesellschaft der WashTec Gruppe und ist als solche für die strategische Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung der nachgegliederten Tochterunternehmen zuständig. Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften.

Der Geschäftsverlauf der WashTec AG entspricht weitgehend dem der WashTec Gruppe, der im Kapitel »Geschäftsverlauf« ausführlich beschrieben ist. Die für das abgelaufene Geschäftsjahr prognostizierte stabile Ergebnisentwicklung wurde bedingt durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie nicht erreicht.

1.798 Gewinn- und Verlustrechnung Washtec AG (verkürzt)
in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2020 2019 Veränderung
absolut in %
Umsatzerlöse 1,8 3,4 –1,6 –47,1
Personalaufwand 1,5 3,3 –1,8 –54,5
Sonstiger betrieblicher Aufwand 2,1 2,3 –0,2 –8,7
Beteiligungsergebnis 10,9 24,1 –13,2 –54,8
Ergebnis der Geschäftstätigkeit 10,2 22,6 –12,4 –54,9
Jahresüberschuss 8,6 20,9 –12,3 –58,9
2020 Gewinnvortrag 22,6 1,7 20,9
Bilanzgewinn 31,2 22,6 8,6 38,1

Die Umsatzerlöse (nach HGB) der WashTec AG verringerten sich auf Mio.€ 1,8 (Vorjahr: Mio.€ 3,4) und betrafen die Weiterbelastung von Aufwendungen für Managementumlagen an ihre Tochtergesellschaften.

Der Personalaufwand (nach HGB) der WashTec AG von Mio.€ 1,5 (Vorjahr: Mio.€ 3,3) beinhaltet die Vergütung des Vorstandes, wie im Vergütungsbericht auf den Seiten 95 bis 98 ausgewiesen, sowie den Personalaufwand für den Bereich Recht und Investor Relations.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach HGB) lagen mit Mio.€ 2,1 leicht unter dem Vorjahr (Vorjahr: Mio.€ 2,3).

Der Jahresüberschuss (nach HGB) sank von Mio.€ 20,9 auf Mio.€ 8,6.

Das Beteiligungsergebnis (nach HGB) beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen i.H. v. Mio.€ 4,9 (Vorjahr: Mio.€ 4,0) sowie Zinserträge i.H. v. Mio.€ 0,1 (Vorjahr: Mio.€ 0,1). Zudem erfolgte eine Ausschüttung der WashTec Holding GmbH i.H. v. Mio. € 6,0 (Vorjahr: Mio. € 20,0).

2.6.2 Vermögens- und Finanzlage

Bilanz WashTec AG (verkürzt)
in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2020 2019 Veränderung
absolut in %
Anlagevermögen 128,1 128,1 0,0 0,0
Forderungen, sonstige Vermögenswerte 39,6 35,0 4,6 13,1
Eigenkapital 160,3 151,7 8,6 5,7
Rückstellungen 3,5 4,0 –0,5 12,5
Verbindlichkeiten 3,9 7,4 –3,5 –47,3
Bilanzsumme 167,7 163,1 4,6 2,8

Das Anlagevermögen (nach HGB) setzt sich hauptsächlich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen i.H. v. Mio.€ 128,1 (Vorjahr: Mio.€ 128,1) zusammen. Die Geschäftsleitung unterzieht die Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich einem Werthaltigkeitstest. Ein Abwertungsbedarf ist nicht gegeben.

Die Forderungen und sonstige Vermögenswerte (nach HGB) i.Hv. Mio.€ 39,6 (Vorjahr: Mio.€ 35,0) resultieren im Wesentlichen aus dem allgemeinen Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen.

Das Eigenkapital (nach HGB) lag bei Mio.€ 160,3 (Vorjahr: Mio.€ 151,7). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 95,6% (Vorjahr: 93,0%).

Hohe Eigenkapitalquote der AG 95,6%

Die Rückstellungen (nach HGB) beliefen sich auf Mio.€ 3,5 (Vorjahr: Mio.€ 4,0) und wurden vor allem für Rechts- und Beratungskosten, Wirtschaftsprüfungskosten sowie die Vorstands- und die Aufsichtsratsvergütung gebildet.

Die Finanzierung der WashTec AG erfolgt mittels Cashpooling mit der WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg.

2.6.3 Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen Chancen und Risiken der WashTec AG als Konzernobergesellschaft leiten sich von den Chancen und Risiken ihrer operativen Tochtergesellschaften ab. Die WashTec AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Weitere Informationen finden sich im Chancen- und Risikobericht. In diesem erfolgt auch die nach § 289f Abs. 1 HGB a.F. erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems.

2.6.4 Sonstiges

Die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstände sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht unter Punkt 8.4 erläutert, der Teil des Lageberichts im Sinne von § 315 HGB ist.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Abschnitt »Compliance« wiedergegeben und auf der Internetseite www.washtec.de veröffentlicht.

2.6.5 Prognose

Die im Prognosebericht für die WashTec Gruppe beschriebenen Erwartungen im Bereich 4.1.4 »WashTec Unternehmensentwicklung« gelten auch für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft. Leistungsindikator für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG ist der Jahresüberschuss.

3 Nachtragsbericht

Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben keine wesentlichen, die Lage des Konzerns und der WashTec AG beeinflussenden Ereignisse stattgefunden.

Der Konzern plant für das Geschäftsjahr 2021 die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren aufzustellen und die Aufwendungen nach ihrer funktionalen Zugehörigkeit auszuweisen.

4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Dieser Prognosebericht berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe beeinflussen können.

4.1.1 Geschäftspolitik und Strategie

Die WashTec Gruppe hält auch für 2021 und die Folgejahre an ihrer Strategie fest, den Kundennutzen zu erhöhen und die Markt- und Technologieführerschaft im Bereich Fahrzeugwäsche auszubauen.

4.1.2 Absatzmärkte und Produkte

Die Gruppe beabsichtigt, ihre Präsenz und Marktanteile in allen Vertriebsregionen und Produktbereichen weltweit weiterhin zu steigern. Dies gilt für alle Märkte, in denen WashTec mit höchstem Kundennutzen eine führende Stellung in jedem Kunden- und Produktsegment einnehmen will. WashTec generiert einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in Europa und strebt einen weiteren Ausbau seiner Marktposition an. Zusätzliche Potenziale für die WashTec Gruppe bestehen aufgrund des geringeren Marktanteils in Nordamerika und im noch »embryonalen« Markt Asien.

4.1.3 Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Eine detaillierte Beschreibung zur Konjunktur und zur Entwicklung der Weltwirtschaft ist unter Punkt 2.1 dieses Lageberichts zu finden. In Summe geht das Unternehmen bei seinen Prognosen von einer insbesondere vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Coronavirus verhaltenen Entwicklung der Konjunktur und der Weltwirtschaft aus.

4.1.4 WashTec Unternehmensentwicklung

Die Prognose für 2021 ist mit Unsicherheiten versehen, die einen erheblichen Einfluss auf die geplante Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben können. Derzeit ist nicht absehbar, wann und mit welchem Verlauf sich die Wirtschaft erholt und ob beziehungsweise wie eine dritte Corona-Welle durch Virusmutanten das Jahr 2021 beeinflussen wird. Die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und damit das Investitionsverhalten unserer Kunden lässt sich daher schwer abschätzen. Die derzeitige Prognose ist unter der Annahme aufgestellt, dass eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation eintritt, die Wirtschaft jedoch erst langsam wieder in Schwung kommt. Die Gesellschaft geht derzeit aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten nicht davon aus, dass sich das Investitionsverhalten der Kunden im kommenden Jahr deutlich verbessern wird.

Ziel des Vorstandes ist es, gemeinsam mit allen Mitarbeitern die Strategie des Unternehmens aktiv weiterzuentwickeln und die operative Performance laufend zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt für 2021 im Bereich der Prozesseffizienz und der Digitalisierung. Das Investitionsvolumen soll gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, sobald es die wirtschaftliche Situation erlaubt.

Ab dem kommenden Jahr wird der Leistungsindikator Free Cashflow konkretisiert und soll zukünftig auch Tilgungen der Leasingverbindlichkeiten berücksichtigen. Free Cashflow nach Tilgung der Leasingverbindlichkeiten erlaubt eine zutreffendere Beurteilung der Cashflow Entwicklung des Unternehmens.

Den folgenden Prognosen liegt das aus der Tabelle ersichtliche Begriffsverständnis zugrunde:

Begriff Positve/negative
Abweichung in %
Stabil < 3
Leicht ≥ 3
Deutlich ≥ 5

Für 2021 geht die Gesellschaft von folgenden regionalen Entwicklungen aus:

Europa: Der Markt in Europa wird sich im Jahr 2021 nicht wesentlich verändern. Die Höhe des Auftragsvolumen 2020 wird auch für das Jahr 2021 erwartet. Der Wettbewerb ist unverändert sehr stark. Das wirtschaftliche Umfeld ist weiterhin mit hohen Unsicherheiten verbunden.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich der Umsatz in dieser Region stabil entwickeln wird, wobei eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses gegenüber 2020 erwartet wird.

Europa 2020 Prognose 2021
Umsatz
Mio.€
305,5 stabil
EBIT
Mio.€
19,0 deutlich steigend

Nordamerika: WashTec investiert unverändert in das weitere organische Wachstum und sieht aufgrund des geringen Marktanteils, kombiniert mit einem sehr guten Produktportfolio, noch großes Potenzial. Im Jahr 2021 wird der Fokus erneut auf dem Wachstum im Direktgeschäft und auf weiterer Effizienzsteigerung der internen Prozesse und der Profitabilitätssteigerung liegen. Für das Gesamtjahr 2021 geht WashTec – ohne Währungseffekte – wegen der Unsicherheit beim Investitionsverhalten der Großkunden nur von einer stabilen Umsatzentwicklung aber einem deutlich steigendem EBIT aus.

Nordamerika 2020 Prognose 2021
Umsatz
Mio.€
66,3 stabil
EBIT
Mio.€
0,8 deutlich steigend

Asien/Pazifik: Die Geschäftsentwicklung in der Region hat sich im Jahr 2020 stabilisiert und zeigt einen positiven Trend. Gleichzeitig bestehen Unsicherheiten bezüglich der Dauer der Marktentwicklung in China. Vor diesem Hintergrund erwartet die Gesellschaft für das gesamte Segment einen stabilen Umsatz und eine stabile EBIT Entwicklung.

Asien/Pazifik 2020 Prognose 2021
Umsatz
Mio.€
17,7 stabil
EBIT
Mio.€
0,3 stabil

Gruppe: WashTec strebt für die Gruppe im Geschäftsjahr 2021 eine stabile Umsatzentwicklung bei einem deutlichen Anstieg des EBIT an. Im Jahr 2020 erlebten wir einen überdurchschnittlich hohen Rückgang des Umsatz- und Geschäftsniveaus, was sich in einem starken Abbau der Forderungen einhergehend mit einem hohen Cashflow niederschlug. Für 2021 gehen wir aufgrund der Unsicherheiten im Investitionsverhalten der Großkunden von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus. Damit wiederholt sich dieser einmalige Effekt im Jahr 2021 nicht mehr, was zu einem deutlich geringeren Cashflow führt.

Als Unternehmen haben wir das Ziel, mit dem uns zur Verfügung stehenden Kapital profitabel und effizient zu arbeiten. Zur Messung unserer Kapitaleffizienz verwenden wir die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) als die zentrale Messgröße. Mittelfristig streben wir an, ein ROCE von über 20% zu erreichen. Für das kommende Jahr rechnen wir mit einem deutlich steigendem ROCE.

Die Unfallhäufigkeit möchte die Gesellschaft im kommenden Jahr weiter senken.

Zusammenfassend geht der Vorstand im Rahmen seiner Prognose davon aus, dass sich die Kennzahlen im Konzern wie folgt entwickeln.

2020 Prognose 2021
Umsatz Mio.€ 378,7 stabil
EBIT Mio.€ 20,1 deutlich steigend
Free Cashflow nach Tilgung der Leasingverbindlichkeiten Mio.€ 36,9 deutlich sinkend
ROCE % 10,5 deutlich steigend
Unfallhäufigkeitsrate (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden) 4,5 deutlich sinkend

Das Unternehmen arbeitet an der Steigerung der Profitabilität, um mittelfristig wieder auf eine zweistellige EBIT-Rendite zu kommen.

Die für die WashTec Gruppe beschriebene Prognose gilt auch für die Ergebnisentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft.

4.2 Chancen- und Risikobericht

Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden.

Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Auch eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet.

Die internationale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Chancen und Risiken frühzeitig und kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Überwachungs- und Steuerungssystem. So können erforderliche Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

4.2.1 Chancen- und Risikomanagement

Risikomanagement

Zur Identifizierung, Überwachung und Steuerung sämtlicher relevanter Risiken dient ein mehrstufiges und gruppenweit einheitliches Risikomanagementsystem. Dessen Aufgabe ist es, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Prognose (Betrachtungszeitraum: 36 Monate) die Gefährdung durch zukünftige

Mehrstufiges System zur Risikoidentifizierung und -überwachung ist installiert

Ereignisse zu erkennen und notwendige Schritte zu einer angemessenen Bewältigung einzuleiten. Nach Ansicht des Vorstands können mit diesem Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentliche und bestandsgefährdende Risiken angemessen identifiziert werden. Grundlegende Veränderungen des Chancen- und Risikomanagements gegenüber dem Vorjahr gab es nicht.

Datenbankgestützt werden sämtliche identifizierten Risiken regelmäßig von den Bereichsverantwortlichen gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden die maximale Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis werden in einer Brutto-Netto-Rechnung dargestellt. Der Brutto-Betrag stellt den Wert vor den Maßnahmen dar. Maßnahmen können z.B. aus bereits gebildeten Rückstellungen bzw. aus abgeschlossenen Versicherungen bestehen. Am Ende dieser Prüfung steht das sogenannte Nettorisiko oder tatsächliche Risikopotenzial. Dieses wird entsprechend der finanziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit wie folgt klassifiziert:

Finanzielle Auswirkungen auf das Konzernergebnis in T€:
1 Unbedeutend < 499
2 Gering 500–4.999
3 Wesentlich 5.000–9.999
4 Gravierend 10.000–19.999
5 Existenz bedrohend > 20.000
Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sind wie folgt vorgegeben:
1 Sehr unwahrscheinlich 1–15%
2 Unwahrscheinlich 15–40%
3 Eventuell 40–60%
4 Wahrscheinlich 60–85%
5 Sehr wahrscheinlich 85–99%

Aus der Kombination dieser beiden Faktoren erfolgt eine Klassifizierung der Risiken nach deren Gefährdungspotenzial für das Unternehmen in die Kategorien Vernachlässigbar (V), Relevant (R), Wesentlich (W) und Bestandsgefährdend (B). Darauf basierend leitet sich die weitere Steuerung der Risiken ab.

Risikomatrix Eintrittswahrscheinlichkeit
Auswirkungen 1–15% 15–40% 40–60% 60 –85% 85–99%
Existenz bedrohend R W W B B
Gravierend R R W W W
Wesentlich R R W W W
Gering V R R R W
Unbedeutend V V R R R

Das Risikomanagement erfolgt über die Definition, Einleitung und regelmäßige Verfolgung geeigneter Gegenmaßnahmen.

Chancenmanagement

Ziel des Chancenmanagements ist das frühzeitige Erkennen, Beurteilen und Managen zukünftiger Erfolgspotenziale und die Ergreifung passender Maßnahmen zur Umsetzung neuer Strategien und Innovationen. Die Identifikation und Nutzung von Chancen (Chancenmanagement) ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens sowie sich kurzfristig ergebende Vorteile zu erreichen.

Chancen werden für alle Unternehmensbereiche im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Budgetplanungen und -aktualisierungen sowie der Managementmeetings erhoben, beurteilt und soweit möglich materialisiert.

4.2.2 Chancen und Risiken

Im Vergleich zu 2019 kam es im Berichtsjahr aufgrund der COVID-19-Pandemie zu einer deutlichen Veränderung in der Beurteilung der Chancen und Risiken. Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 war lange Zeit durch die Unsicherheiten aufgrund der Pandemie geprägt, die so zum Abschluss des Jahres 2019 nicht antizipiert werden konnten.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 bestehen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten. Auf die als »Unbedeutend« eingestuften Risiken wird nicht näher eingegangen.

4.2.2.1 Unsicherheiten der Finanzmärkte und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Risiken

Die Unsicherheiten und kaum prognostizierbaren Veränderungen der Weltwirtschaft, der Finanzmärkte und der politischen Landschaft können sich negativ auf das Investitionsverhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken. Ebenso können sich der Zugang zu Märkten und die Bedingungen, zu denen geliefert werden kann, kurzfristig ändern.

Der Konjunkturabschwung hat sich im Geschäftsjahr 2020 durch die COVID-19-Pandemie deutlich verstärkt. Der globale Ausbruch der Pandemie hat die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession gestürzt. Nach einer Erholung im dritten Quartal hat sich die weltweite Lage im vierten Quartal des Jahres 2020 erneut verschlechtert. Sowohl die weltweite Industrieproduktion als auch der Weltwarenhandel sind nach wie vor stark von der Pandemie betroffen. Mit der Zulassung der Impfstoffe besteht die Hoffnung, dass die Pandemie im Verlauf des Jahres 2021 unter Kontrolle gebracht werden könnte. Allerdings stellen die neuen Mutationen des Virus diese Entwicklung erneut in Frage. Es besteht weiterhin Unsicherheit im Hinblick auf das Ende der Pandemie aufgrund der auftretenden Mutationen und der Verfügbarkeit und Wirksamkeit der Impfstoffe. Diese Situation stellt eine erhebliche Unsicherheit für die weltweite Entwicklung dar. Ein Ausbruch solcher Mutationen im Herbst/Winter 2021 würde in den Ländern neue Maßnahmen in Bezug auf die Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit sich bringen. Ein Auftreten deutlich aggressiverer und gefährlicherer Varianten, könnte dann einen erneuten Zusammenbruch des weltweiten Handels, wie dieser im Frühjahr 2020 stattgefunden hat, auslösen. Die Unsicherheit bezüglich des weiteren Verlaufs der Pandemie, wird im Jahr 2021 bestehen bleiben und damit weiterhin einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft haben.

Der Verlauf des Jahres 2020 hat in Summe gezeigt, dass der CarWash Markt durchaus krisenrobust ist. Ausgangssperren in einzelnen Ländern führten kurzfristig dazu, dass Installationen nicht mehr stattfinden konnten. Zudem sind Waschzahlen und damit die Service- und Chemieumsätze in den betroffenen Märkten für die Dauer dieser Beschränkungen eingebrochen, konnten sich jedoch wieder erholen. Installationen konnten größtenteils nach den Lockerungen im Sommer 2020 wieder fortgesetzt werden. Verluste im Serviceund Chemiegeschäft konnten nicht in allen Ländern vollständig ausgeglichen werden. Im Verlauf des Jahres haben alle Länder ihre Maßnahmen angepasst, sodass die Schließungen von CarWash Stationen mit dem erneuten Ausbruch der Pandemie im Herbst eher Ausnahmen blieben. Damit sind die Kunden von WashTec von den Auswirkungen der Pandemie deutlich weniger betroffen. Ein oben beschriebenes Worst Case Szenario könnte allerdings zu anderen Maßnahmen führen, die dann auch WashTec Kunden treffen würden.

Am 31. Dezember 2020 endete der Übergangszeitraum für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Das Vereinigte Königreich ist nun formal ein Drittland, und das EU-Recht ist außer Kraft. Nach knapp einjährigen intensiven Verhandlungen ist es gelungen, das zukünftige Verhältnis zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich umfassend neu zu gestalten. Der zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelte Partnerschaftsvertrag trat am 1. Januar 2021 vorläufig in Kraft. Er stellt die Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich auf eine neue Grundlage. Die durch den Austritt zu erwartenden direkten Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe werden als nicht wesentlich eingeschätzt. Unsere Tochtergesellschaft in Großbritannien als Sales und Service Organisation ist in die Aktivitäten der Gruppe lediglich durch den Bezug von Waren aus der Europäischen Union eingebunden.

Es bestehen keine Lieferbeziehungen aus Großbritannien in die Europäische Union, die eine mögliche negative Auswirkung auf die Tätigkeiten außerhalb des Landes haben könnten.

Chancen

Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank begünstigt die Bereitschaft neue Investitionen zu tätigen. Aktuell und vor allem aufgrund der bestehenden Unsicherheiten wird nicht mit einer baldigen Zinserhöhung gerechnet. Das könnte das Investitionsklima im europäischen Raum günstig beeinflussen und die Auswirkungen der Pandemie mildern.

Die Ausbreitung der Pandemie hatte neben den negativen Auswirkungen auch eine beschleunigte Wirkung auf das Thema Digitalisierung. Eine weitere Forcierung dieser Themen kann WashTec sowohl intern als auch extern in eine bessere Position gegenüber dem Wettbewerb bringen.

4.2.2.2 Klima- und Umwelteinflüsse

Risiken

Klimaveränderungen, regionale Trockenheit und Wasserverknappung, eine zunehmende Überlastung der Verkehrswege, stark schwankende Kosten für Treibstoffe und das Verbot von Fahrten in Innenstädten sowie Mautgebühren und ein gestiegenes Umweltbewusstsein können dazu führen, dass Fahrzeuge weniger bewegt werden, um die Umwelt zu schonen oder gesetzliche Bestimmungen zu befolgen. Dies kann zu weniger Wäschen und somit zu geringeren Investitionen in Fahrzeugwaschanlagen führen.

Chancen

Die Verknappung und zunehmende Kosten der Ressource Frischwasser können zu einer Zunahme der maschinellen Wäschen führen, bei denen in Verbindung mit einer Wasserrückgewinnungsanlage eine Reduzierung des Frischwasserverbrauchs von rund 150 Litern/ Wäsche oder 90% im Vergleich zur Handwäsche bzw. Anlagen ohne Rückgewinnung möglich ist. Wenn sich die strengen gesetzlichen Vorschriften einiger Länder weiter verbreiten, kann dies zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewinnungsanlagen führen. Ebenso können gesetzliche Vorgaben, wie z.B. das Verbot der manuellen Fahrzeugwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.

4.2.2.3 Kunden, Wettbewerb und Markt

Risiken

Ein Investitionsstopp einzelner Mineralölgesellschaften oder die Listung anderer Lieferanten infolge einer Neuausschreibung von Rahmenlieferabkommen mit Mineralölgesellschaften können in nahezu allen Regionen zu Umsatzrückgängen bzw. zu Marktanteilsverlusten führen. Die Risiken daraus können die Umsatzentwicklung im kommenden Jahr beeinflussen.

Auch die Abkühlung der Weltkonjunktur und die Unsicherheiten in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie können zu einer Zurückhaltung bei den Investitionen unserer Kunden führen. Insbesondere die Großkunden haben im Jahr 2020 mit einer deutlichen Reduktion der Investitionen auf die Krise reagiert. Darüber hinaus wurden die im Öl-Geschäft tätigen Konzerne durch den Preisverfall an den Märkten aufgrund der drastisch gesunkenen Nachfrage getroffen.

Aktuelle Unsicherheiten in Bezug auf die Automobilbranche und damit auch auf das für WashTec wichtige Segment der Autohändler, können zu einem Rückgang der Investitionsbereitschaft bei diesen Kunden führen.

Im Zusammenhang mit der hohen Wettbewerbsintensität der Branche können sich Risiken aus einem preisaggressiven Wettbewerb ergeben, der zu einem steigenden Preisund Margendruck in einzelnen Märkten oder Marktsegmenten führen kann.

WashTec hat eine systematische und intensive Marktbeobachtung installiert. Ertragsrisiken aus rückläufiger Nachfrage oder Risiken aus Preisverfall können durch Maßnahmen hinsichtlich der kontinuierlichen Verbesserung der Produkte, Optimierung des Angebotsprogramms und Anpassung der Einkaufskonditionen sowie Kapazitätsanpassungen teilweise ausgeglichen werden.

Infolge der Verknappung, der mittelfristigen Verteuerung fossiler Brennstoffe und der technischen Weiterentwicklung sowie zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen könnte die Nutzung der Tankstelle in ihrer heutigen Form abnehmen. Allerdings ist derzeit noch unklar, welches Versorgungskonzept sich für Elektrofahrzeuge durchsetzen würde (in Frage kommen Aufladung und Batteriewechsel an der Tankstelle oder das Aufladen zu Hause). Nach Auffassung unserer Großkunden wird diese Entwicklung jedoch, maßgeblich durch bereits vorhandene Kraftfahrzeuge, in den nächsten fünf bis zehn Jahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl und Nutzung der Tankstellen haben. Änderungen im Kfz-Nutzungs- oder Waschverhalten der Kunden können zu negativen Folgen für den Absatz der Hauptprodukte der WashTec Gruppe führen.

Ein ähnliches Risiko kann sich ergeben, wenn Großkunden Teile oder gesamte (Tankstellen-) Netze veräußern. Werden diese Stationen oder Netze von mehr als einem Käufer übernommen, kann dies den Vertriebsaufwand erhöhen und bestehende langfristige Kontakte zu Entscheidungsträgern obsolet machen.

Chancen

Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch in Regionen außerhalb der Europäischen Union fortsetzen. Die solide Struktur des Unternehmens ermöglicht es, in Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz mit eigenen Fertigungsstätten in den Wachstumsregionen Nordamerika und Asien kann mittelfristig zu einer positiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.

Die Übernahme von Tankstellennetzen der Mineralölgesellschaften durch stärker am Einzelhandel orientierte globale Unternehmen kann zu einer weiteren Verbesserung der globalen Marktposition von WashTec führen.

Eine Stabilisierung der Weltwirtschaftslage könnte die Investitionsbereitschaft insbesondere im Bereich der Großkunden kurzfristig verbessern und so zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage führen.

Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in den Ländern, in denen WashTec nicht mit eigenen Niederlassungen präsent ist, können sich höhere Verkäufe in Wachstumsregionen ergeben.

4.2.2.4 Investitionen

Entscheidungen für Investitionen beinhalten u.a. Annahmen und Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.

Risiken

Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen zu zukünftigen Marktentwicklungen nicht in dem Maße eintreten, wie geplant und es dadurch zu Fehlinvestitionen kommt. Fehlinvestitionen könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe durch Zinsen für gebundenes Kapital bzw. außerordentliche Abschreibungen belasten. Auch eine deutliche Verlängerung der Laufzeit bei der Umsetzung der Investitionsvorhaben kann durch die Ressourcenbindung bzw. Kostenüberschreitung zu einem negativen Einfluss auf die Gesellschaft führen. Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, besteht im Unternehmen eine ausführliche Richtlinie für die Genehmigung von Investitionen und sonstigen Ausgaben. In der Richtlinie werden Obergrenzen und Personenkreise für Ausgaben definiert. Größere Investitionen werden in einem Jahresinvestitionsplan zusammengefasst, dem Vorstand vorgelegt und vom Aufsichtsrat genehmigt. Erst nach eingehender Diskussion im Vorstand, dem erweiterten Führungskreis und in Gesprächen mit dem Aufsichtsrat werden strategische Investitionen beschlossen.

Chancen

Investitionen bieten zahlreiche Chancen. Hierzu gehört – abhängig von der Art der Investition – die Chance, die Markt- und Wettbewerbsposition von WashTec zu stärken und die Ertragslage zu verbessern. Insbesondere Investitionen im Bereich der Digitalisierung können neue Chancen in Bezug auf die angebotenen Produkte und Lösungen für unsere Kunden bieten.

4.2.2.5 Innovationen und Patente

Risiken

WashTec verfügt über eine große Anzahl von Patenten und über verschiedene Lizenzen, die für das Geschäft der Gruppe von erheblicher Bedeutung sind.

Auch wenn Patente kraft Gesetzes eine Vermutung für ihre Wirksamkeit entfalten, bedeutet die Erteilung eines Patents nicht zwangsläufig, dass das Patent wirksam ist oder etwaige Patentansprüche durchsetzbar sind. Ein unzureichender Schutz oder die tatsächliche

Verletzung des geistigen Eigentums kann die Fähigkeit der WashTec Gruppe einschränken, die erzielten Technologievorsprünge gewinnbringend zu nutzen oder zu einer Minderung zukünftiger Erträge führen. Ferner kann nicht ausgeschlossen werden, dass WashTec Patente Dritter verletzt, da Wettbewerber (ebenso wie WashTec) Erfindungen als Patent anmelden und Patentschutz erhalten.

Innovationen in den Produkten bergen auch das Risiko, dass diese vom Markt nicht wie erwartet angenommen werden. Dies könnte dazu führen, dass die Entwicklung dieser Innovationen und deren Wirtschaftlichkeit nicht die angenommene Entwicklung nimmt und die Innovationen die Markterwartungen verfehlen. Um das zu vermeiden begleitet WashTec die Einführung neuer Produkte eng am Markt und testet diese bereits in einer früheren Phase auf ihre Wirksamkeit.

Die Einführung neuer Produkte im Markt ist für alle Unternehmen mit zusätzlichem Aufwand und Risiken verbunden. Neben den zusätzlichen Aufwendungen für die Produktplatzierung und den bereits angesprochenen Risiken der Annahme dieser Produkte durch den Kunden, bilden die Risiken aus der Auslaufsteuerung bestehender Produkte sowie mögliche, erst auf dem Markt auftretende Qualitätsthemen weiteres Risikopotential.

Innovationen der Wettbewerber, Entwicklungen der Fahrzeugindustrie und die Entwicklung neuer substituierender Innovationen von Branchen außerhalb des Fahrzeugwaschgeschäfts können die Nachfrage nach WashTec Produkten deutlich und nachhaltig beeinflussen.

Die laufende technologische Verbesserung der Produkte kann Einfluss auf zukünftige Serviceumfänge haben.

Chancen

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet das bestehende Produktangebot zu erweitern, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden zeitnah und effizient umzusetzen. Innovationen von WashTec wurden mehrfach auf Fachmessen ausgezeichnet und konnten anschließend erfolgreich auf dem Markt platziert werden.

Das aktuelle Geschäftsmodell der Autowaschindustrie kann sich durch technische Verbesserungen ändern und zu Marktanteilsgewinnen beim Maschinenabsatz führen.

Innovative Produkte können die Kundenerwartungen übererfüllen, neuen Bedarf stimulieren und neue Kundengruppen erschließen oder zu Marktanteilsverschiebungen in bestehenden Kundensegmenten führen.

4.2.2.6 Qualität und Prozesse

Risiken

In Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte auf dem Markt sowie der Umstellung interner Prozesse und der Einführung neuer IT-Systeme können Qualitäts- und Prozessrisiken auftreten. Die operativen Prozesse des Unternehmens beruhen entscheidend auch auf der kontinuierlichen Verfügbarkeit aller technischen Systeme. Sollten diese gefährdet sein, hätte dies insgesamt negative Auswirkungen auf WashTec. Cyber-Risiken sind alle Risiken, denen Computer- und Informationsnetzwerke sowie alle IT-gestützten Geschäftsund Produktionsprozesse ausgesetzt sind. Mit dem IT-Einsatz gehen zwangsläufig Risiken für die Stabilität der Geschäftsprozesse sowie für die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen und Daten einher, die letztlich nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Die Dimensionen von Cyber-Angriffen steigen weltweit in ihrer Quantität und Professionalisierung stark an. WashTec hat entsprechende Maßnahmen getroffen, um diese Risiken so weit wie möglich zu vermeiden. Die Stabilität der Geschäftssysteme in den letzten Jahren des Geschäftsbetriebs deutet aus Sicht des Unternehmens darauf hin, dass dieses Risiko beherrschbar sein sollte.

Darüber hinaus entwickelt WashTec die sehr hohen Anforderungen an HSE (Health, Safety, Environment) mit den Kunden aktiv weiter.

Chancen

Durch die laufende Optimierung der Hauptprozesse und den Einsatz neuer Technologien können sich positive Effekte für die Kundenzufriedenheit und Prozesseffizienz ergeben, die nicht in der normalen Planung berücksichtigt waren.

4.2.2.7 Lieferanten

Risiken

Beim Einkauf von Rohmaterialien, Komponenten oder Dienstleistungen existieren Risiken durch verspätete Lieferungen, mangelnde Produktverfügbarkeit, mangelhafte Qualität und schwankende Einkaufspreise. Die Abkühlung der Konjunktur im letzten Jahr hat zu Preissenkungen bei einigen wichtigen Rohstoffen wie z.B. Stahl geführt. In den letzten Monaten ging dieser Trend wieder etwas nach oben.

Ein konsequentes Lieferanten- und Einkaufsmanagement sowie die Risikoabschätzung besonders bei strategischen Lieferanten verringerten das Risiko.

Durch Veränderungen des Bezugsvolumens sind wesentliche Änderungen der Bezugspreise denkbar. Dies kann Margen negativ beeinflussen.

WashTec bezieht auch Teile von Wettbewerbern. Die Bereitschaft, diese Teile vereinbarungsgemäß zu normalen Lieferzeiten und Preisen zu verkaufen, kann z.B. durch Veränderungen in der Geschäftsführung oder den Eigentümern variieren.

WashTec bezieht einige Produktionsmaterialien auch aus Ländern, die im vergangenen Geschäftsjahr stark von der COVID-19-Pandemie betroffen waren. Im Geschäftsjahr 2020 kam es jedoch zu keinen Lieferengpässen. Sollte es zu erneuten massiven COVID-19- Ausbrüchen in den Ländern kommen, könnte dies zu Schwierigkeiten bei der Materialversorgung führen.

Chancen

Durch den Wettbewerb der Zulieferer und deren Innovationspotenzial sind sowohl technische als auch preisliche Verbesserungen für den Bezug von Produkten oder Leistungen denkbar.

4.2.2.8 Kapazitätsrisiken

Nachfrageschwankungen und unterschiedliche Produktionsauslastung im Jahresverlauf bedingen entsprechende Kapazitätsanpassungen. Insbesondere die Konzentration des Absatzes auf die letzten Monate des Jahres führt zu besonderen Herausforderungen bei der Produktionsplanung.

Mithilfe von internen Absatzplanungen werden Kapazitätsrisiken an den Produktionsstandorten so weit wie möglich im Voraus erkannt und durch den Einsatz von Leiharbeitern und flexiblen Jahresarbeitszeitsystemen bzw. bei extremen Schwankungen auch durch Kurzarbeit ausgeglichen.

Einer Steigerung der Nachfrage wird durch kontinuierliche Verbesserung von Abläufen in der Produktion, sowie rechtzeitiger Erweiterung der Kapazitäten durch Neuinvestitionen begegnet.

4.2.2.9 Übernahmerisiken bzw. Veränderungen in der Aktionärsstruktur

Spiegelt die Bewertung des Unternehmens an der Börse über einen längeren Zeitraum den Wert des Unternehmens nicht angemessen wider oder ist die gute Performance der WashTec Gruppe interessant für neue Investoren, kann es zu einer Übernahme oder wesentlichen Veränderungen in der Aktionärsstruktur kommen.

In diesem Fall können die bestehende Strategie, personelle Besetzung der Organe und bisher kommunizierte Erwartungen der WashTec Gruppe geändert werden. Einzelne Verträge der WashTec Gruppe, wie z.B. Kreditverträge, sehen zudem außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor.

4.2.2.10 Finanzen

Risiken

Der Basiszinssatz bestehender Finanzierungen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR. Mögliche Zinserhöhungen in der Zukunft würden zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage der WashTec Gruppe führen.

Chancen

Im Rahmen der aktuellen Finanzierung hat die Gesellschaft eine hohe Flexibilität zu attraktiven Konditionen. Zur Liquiditatssicherung der WashTec Gruppe im Zusammenhang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurden die Kreditlinien vorsorglich um Mio.€ 35,0 auf Mio.€ 122,5 (Dezember 2019: Mio.€ 87,5) erhöht.

4.2.2.11 Währungsveränderungen

Risiken

Durch zunehmende Transaktionen mit der Tochtergesellschaft in den USA können Änderungen des USD-/EUR-Wechselkurses einen Einfluss auf die operative Entwicklung haben. Darüber hinaus können Schwankungen im Wechselkurs zu Effekten in der Gewinn- und Verlustrechnung der Gruppe aus der Bewertung von offenen Fremdwährungsposten führen. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec bei Bedarf entsprechender Derivate, um diese Effekte abzumildern. Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Gruppe unwesentlich.

Chancen

Aus den Umsätzen in den Regionen Nordamerika oder Asien/Pazifik könnten sich bei einer Abschwächung des Euros positive Währungseffekte ergeben.

4.2.2.12 Liquiditätsrisiken

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme, wie z.B. einer monatlich durchgeführten Konzernliquiditätsplanung, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.

Ein Liquiditätsrisiko kann darin liegen, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, z.B. durch nicht in der Cash-Planung berücksichtigte Auszahlungen.

Sollte sich aufgrund der Geschäftsentwicklung ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf ergeben, können bestehende Kreditlinien erweitert werden.

In Bezug auf die Liquiditätsrisiken sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. Mit den derzeit zur Verfügung stehenden Kreditlinien hat das Unternehmen ausreichend liquide Mittel und Finanzierungslinien, um flexibel auf womöglich länger geltende Lockdown-Maßnahmen reagieren und auch Investitionen in die zukünftige Entwicklung tätigen zu können.

4.2.2.13 Kredit- und Ausfallrisiken

Die WashTec Gruppe schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. In der Gruppe besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken. Für ausgewählte Kunden wird bei Überschreitung gewisser Forderungshöhen eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kreditversicherern abgeschlossen.

Die Kredit- und Ausfallrisiken haben sich in der aktuellen COVID-19-Situation erhöht. Zwar kam es im vergangenen Geschäftsjahr zu keinen signifikanten Forderungsausfällen, trotzdem lässt sich im Markt aufgrund der aktuellen Unsicherheiten ein genereller Anstieg der Ausfallrisiken, insbesondere in einigen Regionen, beobachten. Derzeit geht die Gesellschaft, insbesondere vor dem Hintergrund der umfangreichen Unterstützungsmaßnahmen einzelner Länder sowie auf europäischer Ebene, nicht davon aus, dass es in den für die Gesellschaft relevanten Ländern zu einem Zusammenbruch der Finanzierungsstrukturen kommen wird.

4.2.2.14 Steuerrisiken

Die WashTec Gruppe bilanziert aktivierte latente Steuern im Wesentlichen aus zeitlichen Differenzen. Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze können zu Aufwendungen aus der Bewertung der aktivierten latenten Steuerforderungen und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen.

Außerdem könnten sich weitere Risiken aufgrund von noch ausstehenden Betriebsprüfungen in einigen Tochtergesellschaften der Gruppe ergeben. Die Unternehmensleitung betrachtet diese als gering, da alle Steuerberechnungen in Zusammenarbeit mit lokalen Steuerberatern gemacht werden. Bis zum Abschluss einer Betriebsprüfung kann das Risiko jedoch nicht ganz ausgeschlossen werden. Aufgrund der internationalen Aufstellung des Unternehmens bestehen weiterhin Risiken in Verbindung mit dem Umsatzsteuerrecht.

4.2.2.15 Mitarbeiterrisiken

WashTec ist in hohem Maße von qualifizierten Mitarbeitern und auch Spezialisten in allen Bereichen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Kundenbetreuung, Programmierung und Steuerung der Waschanlagen abhängig. Der unerwartete Verlust von Mitarbeitern oder Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, könnte sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von WashTec auswirken.

In Ländern, in denen WashTec mit eigenen Tochtergesellschaften aktiv ist, existieren unterschiedliche Tarifmodelle. Vereinbarungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern (wie z.B. Tariferhöhungen, die über den Erwartungen der Gruppe liegen, bzw. allgemein zu hohe Tarifabschlüsse) könnten die Wettbewerbssituation der WashTec Gruppe im internationalen Vergleich verschlechtern.

Darüber hinaus können Arbeitsniederlegungen in Produktion oder Service die Umsatzrealisierung verzögern. WashTec versucht durch aktive Kommunikation mit den Arbeitnehmervertretern dieses Risiko zu minimieren.

Werden die Bedingungen für die Beschäftigung von Zeitarbeitern oder für vom Unternehmen zu tragenden Sozialleistungen geändert, kann dies zu Kostensteigerungen für die Gruppe führen.

4.2.3 Übersicht Unternehmensrisiken

In der nachfolgenden Tabelle werden die zuvor genannten Risiken, soweit diese hinsichtlich ihrer Gesamtbeurteilung nach Wesentlichkeit und Relevanz aufweisen, dargestellt:

Eintrittswahr
scheinlichkeit
Mögliche
finanzielle
Auswirkung
Gesamtbeurteilung
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung eventuell gering relevant
Klima- und Umwelteinflüsse eventuell gering relevant
Kunden, Wettbewerb und Markt eventuell gering relevant
Investitionsrisiken unwahrscheinlich gering relevant
Innovationen und Patente eventuell gering relevant
Qualitäts- und Prozessrisiken eventuell gering relevant
Lieferantenrisiken unwahrscheinlich gering relevant
Kapazitätsrisiken eventuell gering relevant
Übernahmerisiken sehr unwahrscheinlich wesentlich relevant
Finanzrisiken eventuell gering relevant
Währungsrisiken eventuell gering relevant
Liquiditätsrisiken sehr unwahrscheinlich wesentlich relevant
Kredit- und Ausfallrisiken eventuell gering relevant
Steuerrisiken eventuell unbedeutend relevant
Mitarbeiterrisiken wahrscheinlich gering relevant

4.2.4 Gesamtrisikoeinschätzung

Das eingerichtete Risikomanagementsystem ist aus Sicht des Vorstands angemessen und wird stetig angepasst. Des Weiteren begrenzt das solide Geschäftsmodell Geschäftsrisiken und eröffnet weitere Chancen. Eine Aggregation der wichtigsten Einzelrisiken aller Unternehmensbereiche und -funktionen liefert eine Indikation über die Gesamtrisikoeinschätzung der Gruppe, auch wenn ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken unwahrscheinlich ist. Der Gesamtwert aller Risiken bewertet mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit ergab einen Wert von Mio.€ 24,0 und liegt damit leicht über dem Vorjahresniveau von Mio.€ 23,3. Abgeleitet aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken ergibt sich folgende Gesamteinschätzung:

Die Gesamtanzahl der Risiken, welche einen wesentlichen Einfluss auf die WashTec Gruppe haben könnten, ist gleich geblieben. Im Berichtsjahr kam COVID-19 als ein wesentliches neues Risiko dazu. Hingegen reduzierten sich die Risiken bezogen auf das Verhalten der Großkunden im Vergleich zum Vorjahr. Eine grundlegende Änderung der Einschätzung des Gesamtrisikos liegt insbesondere in der weiterhin bestehenden Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie. Der Vorstand sieht aus heutiger Sicht keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Gemäß § 317 Abs. 4 HGB erfolgt im Rahmen der Jahresabschlussprüfung eine Prüfung des nach § 91 Abs. 2 AktG einzurichtenden Risikofrüherkennungssystems durch den Abschlussprüfer. Zusätzlich erfolgt eine Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat.

IKS und RMS bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

5

Das Interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, der Ordnungs mäßigkeit der Rechnungslegung und der Einhaltung rechtlicher Vorschriften. Das IKS von WashTec soll die erforderliche Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Jahresabschlüsse gewährleisten. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der WashTec Gruppe sichergestellt. Neue Vorschriften und Änderungen bestehender Vor schriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen in der WashTec Gruppe untersucht. WashTec verfügt über eine weitreichend vereinheitlichte Struktur für die wöchentliche, monatliche und quartalsweise Berichterstattung, die zeitnah und aktuell das Richtlinienwerk widerspiegelt. Die Abschlüsse der Konzerngesellschaften werden konzernintern monatlich auf der Basis eines konzernweiten Planungs- und Reportingtools analysiert.

Alle Prozesse und Gesellschaften werden nach potenziellen und bereits identifizierten Risiken bewertet und nach entsprechenden internen Prüfungen festgelegt. Innerhalb der Geschäftsbereiche werden darüber hinaus reguläre Kontrollfunktionen vor allem durch die Abteilungen Controlling und Internal Audit übernommen.

Es gab keine Veränderung am Internen Kontrollsystem zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Erstellung des Lageberichts.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

6

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Cashflow-, Liquiditäts-, Währungs-, Kredit- und Ausfallrisiken. Unternehmens politik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Um gang mit Währungs-, Liquiditäts-, Kredit- und Ausfallrisiken wurde bereits im Risikobericht behandelt. Darüber hinaus prüft das Unternehmen bei Bedarf die Verwendung derivativer Finanzinstrumente, deren Zweck in der Absicherung gegen Zins- und Marktpreisrisiken besteht. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehungen als auch die Risikomanagementzielsetzungen des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Eine ausführliche Beschreibung dazu ist im Anhang zum Konzernabschluss zu finden. Entsprechend einer Konzernrichtlinie wird kein Handel mit Derivaten betrieben.

Übernahmerelevante Angaben

Angaben gem. §§ 289a, 315a HGB – Erläuternder Bericht des Vorstands

Der folgende Text enthält die Angaben nach §§ 289a bzw. 315a HGB.

»Gezeichnetes Kapital«

7

Das gezeichnete Kapital i.H. v. € 40.000.000 ist eingeteilt in 13.976.970 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und die jeweils die gleichen Rechte und Pflichten gewähren – insbesondere gleiche Stimmrechte. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Aktien mit Kontrollbefugnis verleihenden Sonderrechten bestehen nicht.

»Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen«

Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft bezüglich erworbener eigener Aktien keine Rechte zu. Im Übrigen besitzt jede Aktie eine Stimme; nach Kenntnis des Vorstandes existieren darüber hinaus weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.

»Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital«

Die Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstandes zu 44,38% (Stand 31. Dezember 2020) im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwellen. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die oberhalb von 10% der Stimmrechte liegen, halten – gemäß den Meldungen nach WpHG – EQMC Europe Development Capital Fund plc., Irland (10,42%). Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital knapp unterhalb von 10% der Stimmrechtehalten – gemäß den Meldungen nach WpHG – Kempen Oranje Participations N.V., Niederlande (9,60%).

Der aktuelle Stimmrechtsbesitz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Aktionärsstruktur Stand 31. Dezember 2020

44,38 % Sonstige

10,42 % EQMC Europe Development Capital Fund plc.¹

9,60 % Kempen Oranje Participaties N.V.

6,82 % Dr. Kurt Schwarz ²

  • 5,53 % Union Investment Privatfond GmbH
  • 5,43 % Investment AG für langfristige Investoren, TGV

4,99 % Axxion S.A.

  • 4,58 % Paradigm Capital Value Fund³
  • 4,25 % Eigene Aktien
  • 4,00 % Diversity Industrie Holding AG

Quelle: Meldungen gemäß WpHG

¹ Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A. ² Leifina GmbH & Co. KG et al ³ Carne Global Fund Managers (Luxembourg) S.A.

»Inhaber von Aktien mit Sonderrechten«

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

»Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind« Es sind nach Kenntnis der Gesellschaft keine Arbeitnehmer am Kapital beteiligt, die Ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

»Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen« Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung der Gesellschaft. Gemäß § 7.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat.

Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit gemäß der Satzung der Gesellschaft in Verbindung mit der gültigen Geschäftsordnung des Vorstands aus drei Mitgliedern. Im Berichtsjahr 2020 bestand der Vorstand für den Zeitraum vom 1. Juni 2020 bis 31. Juli 2020 aus nur zwei Mitgliedern. Für die Bestellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstandes sieht die Satzung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrates. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist zulässig.

Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179, 133 AktG sowie § 9.12 und § 9.13 der Satzung. Die Gesellschaft hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, weitere Erfordernisse für Satzungsänderungen aufzustellen.

§ 9.12 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist zu lediglich formalen Änderungen der Satzung ermächtigt.

»Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien« Genehmigtes Kapital (§ 5.1 der Satzung der WashTec AG)

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit nichts anderes bestimmt ist. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrates in gewissen, in § 5.1 der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Das genehmigte Kapital soll der Gesellschaft ermöglichen, sich bei Bedarf zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen.

Aktienrückkauf

Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft, soweit nicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 30. Juni 2022 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals von €40.000.000 oder falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstandes über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die genauen Konditionen für den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien können dem Tagesordnungspunkt 6 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG im Jahr 2019 entnommen werden. Seit Abschluss des Rückkaufangebots im September 2015 hält die WashTec AG unter Berücksichtigung der zuvor gehaltenen Aktien insgesamt 594.646 eigene Aktien, was einem Anteil am Grundkapital von ca. 4,25% entspricht.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen«

Einzelne Verträge der WashTec Gruppe – wie z.B. die Kreditverträge – sehen außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor. In diesem Fall kann es außerdem zu einem Wechsel im Management kommen.

8 Erklärung zur Unternehmensführung Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der WashTec AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß §§ 289f, 315d HGB über die Unternehmensführung der WashTec AG und des Konzerns. Die Erklärung zur Unternehmensführung umfasst insbesondere die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) gemäß § 161 AktG.

WashTec AG erfüllt die Empfehlungen des Kodex weitestgehend

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG identifizieren sich mit den Zielen des Kodex, die eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle fördern.

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben (Grundsätze, Empfehlungen und Anregungen) des Kodex. Den Empfehlungen des Kodex wird im Wesentlichen entsprochen. Die Abweichungen wurden in der Entsprechenserklärung zum Kodex vom 17. Dezember 2020 durch Vorstand und Aufsichtsrat offengelegt. Da entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 auf eine individualisierte Darstellung der Vorstandsvergütung verzichtet wird, werden nicht die in Ziff. 4.2.5 Abs. 3 und 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 (»DCGK 2017«) genannten Informationen für jedes Vorstandsmitglied dargestellt und auch nicht die Mustertabellen zu Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK 2017 verwendet.

8.1 Unternehmens- und Führungsstruktur, Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und unter Beachtung der Vorgaben des Kodex hat der Aufsichtsrat einen Prüfungs-, einen Personal-, einen Nominierungs-, einen Innovations- und einen Vertriebsstrategieausschuss gebildet. Die Ausschüsse haben insbesondere die Aufgabe, Aufsichtsratssitzungen und Beschlüsse des Gesamtaufsichtsrats vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat im Rahmen zwingender gesetzlicher Vorschriften übertragen worden sind. Auf Basis seiner jeweiligen Expertise nimmt jedes Mitglied im Rahmen der Gesamtverantwortung des Aufsichtsrats Aufgaben innerhalb der Ausschüsse wahr.

  • Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Dr. Selent (Vorsitzender), Herr Große-Allermann und Herr Dr. Liebler an, wobei Herr Dr. Selent aufgrund seiner besonderen Kenntnisse und Erfahrungen auch die Rolle des »Finanzexperten« im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG und D.4 des Kodex übernimmt.
  • Im Personalausschuss sind Herr Dr. Blaschke als Vorsitzender und die Herren Bellgardt und Dr. Selent als weitere Mitglieder vertreten.
  • Der Nominierungsausschuss besteht aus den Herren Große-Allermann (Vorsitzender), Dr. Liebler und Dr. Hein.
  • Dem Innovationsausschuss gehören Herr Bellgardt als Vorsitzender sowie die Herren Dr. Blaschke und Dr. Hein an.
  • Der Vertriebsstrategieausschuss besteht aus den Herren Dr. Blaschke (Vorsitzender) und Bellgardt.
Name Mitglied des Aufsichtsrats seit
Dr. Günter Blaschke 4. Juni 2014
Ulrich Bellgardt 4. Juni 2014
Jens Große-Allermann 10. Mai 2012
Dr. Sören Hein 10. Mai 2012
Dr. Hans-Friedrich Liebler 10. Mai 2012
Dr. Alexander Selent 3. Mai 2017

Aufsichtsrat mit sechs Mitgliedern und mehreren Ausschüssen

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats orientiert sich am Unternehmensgegenstand, der Größe des Unternehmens, der Zusammensetzung der Belegschaft und der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec. Entsprechend der Empfehlung in

C.1 des Kodex hat der Aufsichtsrat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen und das Kompetenzprofil für das Gesamtgremium bestätigt. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von WashTec als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Technologie und Innovationen (einschließlich Engineering und Digitalisierung), Produktion, Vertrieb und Marketing, Finanzen, Compliance sowie Personal. Zudem sollen im Aufsichtsrat auch Kenntnisse im Bereich Kapitalmarkt und Investment Management vorhanden sein. Mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats soll über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen und mit der Abschlussprüfung vertraut sein. Im Hinblick auf die Internationalität des Unternehmens sollen dem Aufsichtsrat auch Personen mit einer langjährigen internationalen Erfahrung, insbesondere mit Führungserfahrung in international ausgerichteten Unternehmen, angehören. Die Mitglieder müssen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein. Bei seinen Wahlvorschlägen achtet der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversität) im Sinne einer Pluralität von Meinungen und Erfahrungen der vorgeschlagenen Personen, etwa im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Bildung- oder Berufshintergrund sowie Internationalität.

Darüber hinaus soll dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder angehören. Hierfür soll mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Für den Fall, dass die Gesellschaft einen kontrollierenden Aktionär hat, soll mindestens ein Anteilseignervertreter unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Personalausschusses sollen unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zudem auch unabhängig von einem etwaigen kontrollierenden Aktionär sein.

Der Aufsichtsrat erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung diese Ziele bereits. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen. Der Aufsichtsrat wird die beschlossenen Ziele auch bei der nächsten turnusmäßigen Neubesetzung des Aufsichtsrats oder bei einem vorherigen Ausscheiden eines Aufsichtsratsmitglieds bei seinen Wahlvorschlägen berücksichtigen und damit das Kompetenzprofil entsprechend ausfüllen. Entsprechendes gilt für etwaige Anträge auf gerichtliche Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern.

Der Aufsichtsrat setzt sich aus sechs Mitgliedern der Anteilseigner zusammen. Dem Aufsichtsrat gehört dabei eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder an. Nach seiner Einschätzung sind gegenwärtig alle Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig im Sinne der oben genannten Kriterien des Kodex, namentlich die Herren Dr. Blaschke, Bellgardt, Große-Allermann, Dr. Hein, Dr. Liebler und Dr. Selent.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte (einschließlich der Konzerngeschäftsführung). In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und -planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er behandelt die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresbericht und billigt den Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der WashTec AG ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, da ein Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 172 AktG nicht erfolgt. Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Rechtsvorschriften, der behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In seinen Aufgabenbereich fallen weiterhin die Bestellung der Mitglieder des Vorstands sowie die Festlegung ihrer Ressorts. Darüber hinaus beschließt der Aufsichtsrat u.a. auch regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand (Grundsatz 23 des Kodex), auf dessen Basis die konkrete Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder festgelegt wird. Der Aufsichtsrat wird der ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG 2021 ein aktualisiertes System für die Vergütung der Vorstandsmitglieder zur Billigung vorlegen. Wesentliche Vorstandsentscheidungen – z.B. Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen – sind an seine Zustimmung gebunden.

Die Arbeit des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt, insbesondere in Bezug auf Einberufung und Durchführung der Sitzungen, die Beschlussfassung sowie den Umgang mit Interessenkonflikten. Die Geschäftsordnung ist auf der Website der Gesellschaft unter folgendem Link abrufbar: Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat – WashTec AG

In der Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands geregelt; insbesondere die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die zustimmungspflichtigen Geschäfte und die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen.

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig im Rahmen einer Selbstbeurteilung die Effizienz seiner Tätigkeit. Die Aufsichtsratsmitglieder wurden im Herbst 2020 erneut anhand des bewährten Fragenkatalogs, der entsprechend den Anforderungen des Kodex aktualisiert und angepasst wurde, um eine kritische Rückmeldung zur Aufsichtsratsarbeit und zur Zusammenarbeit mit dem Vorstand gebeten. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden im ersten Quartal 2021 vorgestellt. Nennenswerte Defizite konnten nicht festgestellt werden.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, traten nicht auf. Die unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat war und ist jederzeit gewährleistet.

Vorstand

Der Vorstand der WashTec AG ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Er legt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Grundsätze der Unternehmenspolitik fest und ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Bereiche verantwortlich. Der Vorstand hat ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Konzernunternehmen hin. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Finanzund Ertragslage, der Compliance, der Risikolage und des Risikomanagements.

Dem Vorstand gehörten im gesamten Berichtszeitraum Herr Dr. Ralf Koeppe und Herr Stephan Weber an. Herr Axel Jaeger war als Finanzvorstand bis 31. Mai 2020 Mitglied des Vorstands. Herr Jaeger verantwortete u.a. die Bereiche Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/Compliance /Revision, Versicherungen. Diese Bereiche wurden von Herrn Dr. Ralf Koeppe übergangsweise für den Zeitraum vom 01. Juni 2020 bis 31. Juli 2020 übernommen. Mit Wirkung zum 1. August 2020 wurde Frau Dr. Kerstin Reden in den Vorstand berufen und zum Finanzvorstand ernannt. Frau Dr. Reden verantwortet die Bereiche Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/Compliance /Revision, Versicherungen. Herr Dr. Koeppe ist als Vorsitzender des Vorstandes für die Bereiche Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, R&D, Supply Chain, Produktion, Qualität, Service-Support verantwortlich. Herr Weber leitet die Bereiche Vertrieb, Marketing und Produktmanagement.

Herr Jaeger, Finanzvorstand der WashTec AG, verließ das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. Mai 2020.

Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand. Im Rahmen der langfristigen Nachfolgeplanung führen die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat regelmäßige Gespräche zu diesem Thema. Auch der Aufsichtsrat behandelt das Thema regelmäßig in seinen Sitzungen. Grundlagen der langfristigen Nachfolgeplanung bilden dabei insbesondere Gespräche des Aufsichtsrats mit den Vorstandsmitgliedern sowie Kontakte mit Führungskräften des Unternehmens. Neben Vertragslaufzeiten und Verlängerungsmöglichkeiten bei aktuellen Vorstandsmitgliedern wird auch über potenzielle Nachfolger beraten. Im Rahmen der Besetzung offener Vorstandspositionen erarbeitet der Aufsichtsrat ein Anforderungsprofil und führt Gespräche mit geeigneten Kandidaten. Über die Besetzung offener Vorstandspositionen entscheidet der Aufsichtsrat auf dieser Grundlage jeweils unter Berücksichtigung der konkreten Qualifikationsanforderungen. Bei Bedarf wird der Aufsichtsrat bzw. der Personalausschuss bei der Entwicklung von Anforderungsprofilen und der Kandidatenauswahl durch externe Berater unterstützt.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (»Managers' Transactions«)

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen sind nach Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der WashTec AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente offenzulegen, soweit das Gesamtvolumen der getätigten Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte die Summe von € 20.000 innerhalb eines Kalenderjahrs erreicht oder übersteigt.

Datum des Person Art des Veröffentlich Stück Kurs/Preis Gesamtsumme
Geschäfts Geschäfts ungsdatum zahl in €
(Ø)
in €
11.02.2020 Dr. Ralf Koeppe
Mitglied des Vorstands
Kauf 12.02.2020 600 55,0308 33.018,50
11.02.2020 Dr. Ralf Koeppe
Mitglied des Vorstands
Kauf 12.02.2020 600 54,9887 32.993,20

Sämtliche Eigengeschäfte von Führungskräften werden auf der Website des Unternehmens unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Das Aufsichtsratsmitglied Herr Jens Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31. Juli 2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43%) an der WashTec AG hielt.

Zum 31. Dezember 2020 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrats wie folgt Aktien der WashTec AG: Herr Dr. Günter Blaschke 52.060 Stück, Herr Ulrich Bellgardt 28.070 Stück, Herr Dr. Hans-Friedrich Liebler 5.500 Stück, Herr Dr. Sören Hein 5.450 Stück und Herr Dr. Alexander Selent 1.500 Stück.

Zum 31. Dezember 2020 hielten die Mitglieder des Vorstands wie folgt Aktien der WashTec AG: Frau Dr. Kerstin Reden 0 Stück, Herr Dr. Ralf Koeppe 1800 Stück und Herr Stephan Weber 3.740 Stück.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die WashTec AG berichtet ihren Aktionären im Rahmen der Finanzberichterstattung, in Investorengesprächen und Investorenkonferenzen regelmäßig ausführlich über die Geschäftsentwicklung und über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Die jährliche ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG findet üblicherweise im zweiten Quartal des Jahres in Verbindung mit der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse bzw. nach deren Veröffentlichung statt. Die Hauptversammlung beschließt u.a. über die

Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Die WashTec AG bietet ihren Aktionären als Service an, von der Gesellschaft benannte, an die Weisung der jeweiligen Aktionäre gebundene Stimmrechtsvertreter bereits vor der Hauptversammlung zu bevollmächtigen.

Im Internet stehen alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen zum Download zur Verfügung

Die WashTec AG hat 2020 von der Möglichkeit die Hauptversammlung als virtuelle Hauptversammlung durchzuführen Gebrauch gemacht und hierfür alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen im Internet in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Damit bietet der Internetauftritt der WashTec AG auch in Bezug auf die Hauptversammlung eine umfassende Informationsplattform für nationale und internationale Investoren.

Diversitätskonzept

WashTec verfolgt das Ziel, Vorstand und Aufsichtsrat grundsätzlich nach Qualifikation zu besetzen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats orientiert sich am Unternehmensgegenstand, der Größe des Unternehmens, der Zusammensetzung der Belegschaft und der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec.

Im Rahmen des Auswahlprozesses von neuen Vorstandsmitgliedern achtet der Aufsichtsrat insbesondere auf Diversität. Im Berichtsjahr gehörte dem Vorstand mit Frau Dr. Kerstin Reden eine Frau an.

Eine gewisse Erfahrung vorausgesetzt können alle Altersklassen im Vorstand und Aufsichtsrat vertreten sein. Eine Ausnahme bei der Besetzung des Aufsichtsrats ist, dass bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien keine Personen berücksichtigt werden, die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das 75. Lebensjahr vollenden würden. Die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder beträgt in der Regel 65 Jahre.

Bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat wird angestrebt, dass Kandidaten über Erfahrungen in der gleichen oder einer ähnlichen Branche verfügen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats müssen ferner in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein.

Zielgrößen für den Frauenanteil

Nach dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 ist der Aufsichtsrat der WashTec AG verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand der Gesellschaft sowie Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Eine entsprechende Verpflichtung trifft den Vorstand der WashTec AG für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands.

Im Geschäftsjahr 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG neue Zielgrößen festgelegt, die bis zum 30. Juni 2023 erreicht werden sollen. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von mindestens 25% beschlossen. Im Hinblick auf das Ausscheiden von Frau Karoline Kalb aus dem Vorstand zum 31. Dezember 2019 stellte der Aufsichtsrat mit Beschluss vom 24. Oktober 2019 fest, dass er vor dem Hintergrund der festgelegten Zielgröße für einen Frauenanteil im Vorstand (25%) bestrebt ist, bei nächster Gelegenheit wieder ein Frau in den Vorstand zu bestellen. Mit der Bestellung von Frau Dr. Kerstin Reden zum 1. August 2020 wurde die festgelegte Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand (25%) wieder erfüllt.

Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat ebenfalls am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von 0% beschlossen. Dadurch soll eine größtmögliche Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation ermöglicht werden. Im Berichtsjahr 2020 war keine Frau Mitglied im Aufsichtsrat.

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Diversität. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand am 20. Dezember 2018 jeweils eine Zielgröße von mindestens 10% festgesetzt. Unter Berücksichtigung der spezifischen Verhältnisse bei WashTec, insbesondere des Unternehmensgegenstandes, der Größe des Unternehmens und der Zusammensetzung der Belegschaft als auch der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec, hält der Vorstand diesen Anteil für angemessen, da er eine Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation (Diversität) ermöglicht. Die festgesetzte Zielgröße wurde bereits im Berichtsjahr 2018 in der zweiten Führungsebenen unterhalb des Vorstands erreicht. Im Berichtsjahr 2020 betrug sie in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 9,52% und in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands 16,67%.

8.2 Compliance

Compliance Organisation wird kontinuierlich weiterentwickelt

Die umfassende und zeitnahe Information der Aktionäre und Stakeholder hat für WashTec einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse von WashTec erfolgt im Rahmen der Finanzberichterstattung, auf

der Bilanzpressekonferenz und in Form von Telefonkonferenzen. Des Weiteren werden Informationen über Pressemitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Alle Meldungen und Mitteilungen, die Satzung der WashTec AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance (z.B. der WashTec Ethikkodex) sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations abrufbar.

WashTec hat eine konzernweite Compliance Organisation eingerichtet, die sicherstellen soll, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten werden. Die Compliance Organisation wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Vorstand und Aufsichtsrat sehen die Compliance Organisation als wesentliches Element der Führungs- und Kontrollstruktur bei WashTec an. Die ausführliche Berichterstattung über die konzerninterne Compliance ist daher regelmäßig Bestandteil der Aufsichtsratssitzungen. Darüber hinaus wird jährlich ein ausführlicher Compliance Bericht erstellt.

Die strategischen Leitlinien und der Ethikkodex der WashTec AG bilden die Basis des Compliance Programms. Der Ethikkodex enthält verbindliche Regeln für gesetzestreues Verhalten sowie präzise Vorgaben etwa zur Beachtung des Wettbewerbsrechts, zur Vermeidung von Korruption, zur Handhabung von Spenden, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zur Beachtung des Insiderhandelsverbots und zum Schutz des Unternehmensvermögens. Der Ethikkodex ist weltweit für alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe und die Mitglieder des Vorstands verbindlich.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats beachten diese Regeln, soweit sie sich auf Aufsichtsratsmitglieder übertragen lassen. Alle Führungskräfte sowie Mitarbeiter sensibler Bereiche wie z.B. Vertrieb, Einkauf, Personalwesen und Finanzen der WashTec Gruppe erhalten regelmäßig onlinebasierte Schulungen zum

Alle Führungskräfte erhalten regelmäßig Schulungen zum WashTec Ethik-Kodex

Ethikkodex, die nach einem Test mit Zertifikat abgeschlossen werden. Ferner werden regelmäßig umfangreiche Onlineschulungen zur Datenschutzgrundverordnung, insbesondere für neue Mitarbeiter, mit abschließendem Test durchgeführt. Unterstützt wird das Compliance System seit 2016 durch ein Hinweisgebersystem, welches Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, Anliegen – sofern gewünscht anonym – anzusprechen und auf Umstände hinzuweisen, die auf eine Verletzung von Gesetzen oder unternehmensinternen Richtlinien hindeuten. Hinweise auf mögliche Verstöße werden untersucht und bei vorliegenden Verdachtsmomenten oder Bestätigung von Verstößen entsprechend verfolgt.

Die gemäß Artikel 18 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 aufzustellende Insiderliste wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aktualisiert. Die in der Insiderliste geführten Personen werden über die ihnen daraus entstehenden Pflichten informiert.

Soweit meldepflichtige Wertpapiergeschäfte von Führungspersonen (»Managers' Transactions«) vorliegen, werden diese veröffentlicht. Die betroffenen Personen bei WashTec werden über ihre Pflichten in Bezug auf Eigengeschäfte informiert und wurden in Folge der Gesetzesänderungen durch Inkrafttreten der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 ausführlich geschult.

8.3 Entsprechenserklärung

Nachfolgend ist der Wortlaut der von Vorstand und Aufsichtsrat am 17. Dezember 2020 gemäß § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung wiedergegeben. Alle abgegebenen Erklärungen sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

»WashTec AG, Augsburg

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG vom 17. Dezember 2020

Vorstand und Aufsichtsrat haben die letzte Entsprechenserklärung am 19. Dezember 2019 abgegeben.

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die WashTec AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 19. Dezember 2019 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex der »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« (»DCGK«) in der Fassung vom 24. April 2017 mit der folgenden Ausnahme entsprochen hat:

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 11. Mai 2016 gemäß §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 3 Satz 1 HGB beschlossen, dass für das am 1. Januar 2016 beginnende Geschäftsjahr und für alle nachfolgenden Geschäftsjahre, die spätestens am 31. Dezember 2020 enden, die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 und § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben. Dementsprechend wird auf eine individualisierte Darstellung der Vorstandsvergütung verzichtet, so dass in Abweichung von Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK nicht die dort genannten Informationen für jedes Vorstandsmitglied dargestellt und auch nicht die Mustertabellen zu Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK verwendet werden.

Seit dem Inkrafttreten am 20. März 2020 entspricht die WashTec AG den Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 16. Dezember 2019 mit der folgenden Ausnahme:

Der DCGK in der Fassung vom 16. Dezember 2019 enthält in Abschnitt G.I. neue Empfehlungen zur Vergütung des Vorstands. Das vom Aufsichtsrat am 19. Dezember 2019 beschlossene System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder der WashTec AG entspricht noch nicht oder nicht vollumfänglich folgenden Empfehlungen:

G.1 (Festlegung des Vergütungssystems), G.3 (Peer-Group-Vergleich unter Offenlegung der Vergleichsgruppe), G.10 (Gewährung der variablen Vergütungsbeträge überwiegend aktienbasiert und Verfügung über die langfristig variablen Gewährungsbeträge erst nach vier Jahren), G.11 S. 2 (Einbehalt und Rückforderung variabler Vergütung) und G.13 S. 2 (Anrechnung der Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung im Fall eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots).

Der Aufsichtsrat wird der ordentlichen Hauptversammlung 2021 der WashTec AG ein überarbeitetes System für die Vergütung der Vorstandsmitglieder zur Billigung vorlegen. Die WashTec AG beabsichtigt, künftig allen Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 16. Dezember 2019 zu entsprechen.

Augsburg, den 17. Dezember 2020 Vorstand und Aufsichtsrat«

Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie im Internet unter www.washtec.de. Hier sind auch nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Unternehmensführung, Corporate Governance Berichte sowie Entsprechenserklärungen zum Kodex für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auf der Internetseite zugänglich.

8.4 Vergütungsbericht

Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands der WashTec AG und die Vergütungsstruktur werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem für das Berichtsjahr 2020 ist in weitgehender Übereinstimmung mit dem Kodex insgesamt so ausgerichtet, dass sowohl die Aufgaben und die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder, die Leistung des Gesamtvorstands, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt, berücksichtigt werden. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (auch in der zeitlichen Entwicklung).

Das vom Aufsichtsrat am 19. Dezember 2019 beschlossene System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder der WashTec AG wurde vom Aufsichtsrat ausführlich erörtert und einschließlich der wesentlichen Vergütungsbestandteile beschlossen. Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so gestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Die variablen Bestandteile der Vorstandsvergütung sollen Anreize für den Vorstand schaffen, den geschäftlichen Erfolg der WashTec AG voranzutreiben, und tragen durch die Festlegung anspruchsvoller Zielvorgaben sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung. Sie machen nicht mehr als ca.70% der Gesamtvergütung aus, wobei die Beträge der erfolgsbezogenen Komponente sowie der Komponente mit langfristiger Anreizwirkung individuell nach dem jeweiligen Vorstandsvertrag begrenzt sind.

Fixe Vergütung

Die fixen Bezüge umfassen neben dem festen Gehalt, das in zwölf gleichen monatlichen Raten gezahlt wird, auch Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen, der Gewährung von Versicherungsschutz und der Erstattung von Kosten für wöchentliche Heimfahrten bestehen. Darüber hinaus können in Ausnahmefällen im Rahmen von Neueintritten in den Vorstand Einmalzahlungen, etwa zur Abgeltung entfallener Zahlungen aus dem vorangehenden Dienstverhältnis oder zur Erstattung von berufsbedingten Umzugskosten gewährt werden. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten.

Kurzfristige variable Vergütung – erfolgsbezogene Komponente

Die variablen Vergütungsbestandteile enthalten eine kurzfristige, an die Erreichung von verschiedenen, vom Aufsichtsrat festzulegenden Zielvorgaben gebundene Komponente (Jahrestantieme). Die Jahrestantieme orientiert sich an jährlich vom Aufsichtsrat festzusetzenden strategischen, finanziellen und operativen Zielvorgaben. Für die kurzfristige variable Jahresvergütung wird mit dem Vorstandsmitglied ein Betrag vereinbart, der einer Zielerreichung von 100% entspricht. Bei Unterschreiten einzelner oder mehrerer Zielvorgaben kann die Jahrestantieme auf bis zu 0% des vereinbarten Betrags absinken und bei Überschreiten einzelner oder mehrerer Zielvorgaben auf bis zu 130% des vereinbarten Betrags steigen.

Komponente mit langfristiger Anreizwirkung

Alle bestehenden Vorstandsverträge sehen eine langfristige Vorstandsvergütung vor, die auf einer vom Aufsichtsrat festzusetzenden separaten strategischen, finanziellen und operativen Zielvorgabe mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage basiert.

Zusätzlich zur kurzfristigen variablen Jahresvergütung ist als langfristige variable Vergütung ein Long Term Incentive Programm (LTIP) mit einmaliger Bonuszahlung vorgesehen. Das aktuelle LTIP wurde vom Aufsichtsrat am 27.2.2018 final beschlossen und hat eine Laufzeit (Incentivierungsphase) vom 1.1.2018 bis zum 31.12.2020. Es enthält eine Komponente ohne Eigeninvestment, deren Höhe bei vollständiger Zielerreichung maximal dem kurzfristigen variablen Zieljahreseinkommen entspricht und die durch entsprechendes Eigeninvestment des Vorstandsmitglieds in Aktien der WashTec AG maximal verdoppelt werden kann. Der Auszahlungsbetrag am Ende der Incentivierungsphase ist abhängig von der Erfüllung der Erfolgsziele. Als Erfolgsziele wurden Vorgaben zu Return on Capital Employed (ROCE) und Total Shareholder Return (TSR) über den Zeitraum der Incentivierungsphase festgelegt. Diese Ziele müssen jeweils zu mindestens 91% erreicht sein, um gewertet zu werden. Ist ein Erfolgsziel zu weniger als 100%, aber mindestens 91% erreicht, beträgt die Auszahlung für dieses Ziel 10% weniger pro Prozentpunkt der Abweichung. Ist ein Erfolgsziel zu weniger als 91% erreicht, entfällt die Zahlung für dieses Erfolgsziel. Sind beide Erfolgsziele nicht zu mindestens 91% erreicht, entfällt der Bonus vollständig. Bei der Berechnung der Bonuszahlung wird das ROCE-Ziel zu 70% und das TSR-Ziel zu 30% gewertet.

Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit

Sofern für die Vorstandsmitglieder für die Zeit nach Beendigung des Dienstverhältnisses ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot gilt, haben sie für die Dauer des Wettbewerbsverbots Anspruch auf eine Vergütung i.H. v. monatlich 50% des monatlich anteiligen Teilbetrags des festen Jahresgehalts.

Bei den bestehenden Vorstandsverträgen ist eine Regelung vorgesehen, nach der bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit, die nicht durch einen zur Kündigung des Vorstandsvertrags berechtigenden wichtigen Grund veranlasst ist, Abfindungszahlungen vereinbart werden, die den Wert der Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Vertrags nicht übersteigen und auf maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenkosten begrenzt sein sollen (Abfindungs-Cap).

Sonstiges

Der Aufsichtsrat kann nach pflichtgemäßem Ermessen über eine Sondervergütung für außerordentliche Leistungen für einzelne oder alle Vorstandsmitglieder entscheiden. Die Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite oder Haftungsfreistellungen.

Verzicht auf Darstellung der individualisierten Vorstandsvergütung in Tabellenform im Vergütungsbericht (Ziff. 4.2.5 Abs. 3 & 4 DCGK 2017)

Die Gesellschaft hat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 von einer individualisierten Aufschlüsselung der Bezüge innerhalb des Vorstands gemäß §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 Satz 2 HGB a. F. abgesehen. Für die Angaben nach §§ 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB, 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 8 HGB a.F. wurde der Vorstand für das am 1. Januar 2016 beginnende Geschäftsjahr und für alle nachfolgenden Geschäftsjahre befreit, die spätestens am 31. Dezember 2020 enden. Weitere Details zur Vergütung finden sich im Anhang des Konzernabschlusses ab Seite 152.

Vorlage eines aktualisierten Vergütungssystems an die ordentliche Hauptversammlung 2021 zur Billigung durch die Hauptversammlung

In seiner Sitzung vom 24. März 2021 hat der Aufsichtsrat das aktualisierte Vergütungssystem für den Vorstand ausführlich erörtert und beschlossen. Es wird der ordentlichen Hauptversammlung 2021 der WashTec AG zur Billigung vorlegt werden.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt. Sie besteht aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die einfache fixe Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt € 35.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Der stellvertretende Vorsitzende erhält eine fixe Vergütung von € 70.000 pro vollem Geschäftsjahr, der Vorsitzende € 100.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld i.H. v. € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats

und seiner Ausschüsse. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte des Sitzungsgelds. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.

Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000, der Vorsitzende eine zusätzliche feste Vergütung von € 10.000.

Die fixe und erfolgsabhängige Gesamtvergütung laut Satzung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal € 75.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf € 100.000. Für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats ist die Vergütung auf € 150.000 und für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats insgesamt auf maximal € 200.000 begrenzt.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und erfolgsabhängige Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist.

Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2020 keine Vergütung oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungsoder Vermittlungsleistungen, gewährt bzw. gezahlt.

Die Hauptversammlung 2018 hat ein Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen. Die langfristige variable Vergütungskomponente tritt zur Vergütung laut Satzung hinzu. Als Voraussetzung zur Teilnahme am LTIP sieht dies ein Eigeninvest in WashTec Aktien bis spätestens 31. Juli 2019 vor (Vorsitzender max. 4.000 Aktien, andere Aufsichtsratsmitglieder max. 2.000 Aktien). Ein Mitglied des Aufsichtsrats kann auch mit Aktien an dem LTIP teilnehmen, die es bereits vor der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 erworben hat. In diesem Fall können Eigeninvestmentaktien auch Aktien sein, mit denen das Aufsichtsratsmitglied am LTIP 2015 teilgenommen hat. Als Erfolgsziele wurden Vorgaben zu Earnings per Share (EPS), ROCE und Free Cashflow festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung waren die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2018 zum 31.Dezember 2018. Je nach Erfüllung -eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung. Die Bonuszahlung ergibt sich aus der Multiplikation von Referenzkurs, Zahl der Aktien und Multiplikator. Die Bonuszahlung wird im Geschäftsjahr 2022 fällig. Der Anspruch auf Bonuszahlung in voller Höhe besteht nach näherer Maßgabe der §§ 5 ff. des Long Term Incentive Program nur, wenn das Mitglied dem Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch angehört und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Die Aufsichtsratsmitglieder Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein, Herr Dr. Liebler und Herr Dr. Selent nehmen am LTIP teil, die Herren Dr. Blaschke, Bellgardt, Dr. Hein und Dr. Liebler jeweils mit der jeweiligen maximalen Aktienzahl.

Vergütung des Aufsichtsrats 2020

in T€, Rundungsdifferenzen möglich Fix Variabel Sitzungsgeld Summe Cap1 Auszahlungs
betrag
mehrjährige variable Vergütung
(langfr. Komponente)2
Dr.Günter Blaschke 100,0 0 81,5 181,5 200,0 181,5
Ulrich Bellgardt 70,0 0 49,0 119,0 150,0 119,0
Jens Große-Allermann 35,0 0 34,0 69,0 75,0 69,0
Dr.Sören Hein 35,0 0 32,0 67,0 75,0 67,0
Dr.Hans-Friedrich Liebler 35,0 0 31,5 66,5 75,0 66,5
Dr. Alexander Selent 35,0 0 53,0 88,0 100,0 88,0
Gesamt 310,0 0 281,0 591,0 675,0 591,0

1 Begrenzung der Auszahlung der Vergütung laut Satzung durch Cap (entsprechend Zugehörigkeit/Funktion) 2 Beizulegender Zeitwert des LTIP zum Zeitpunkt der Gewährung

Vergütung des Aufsichtsrats 2019

in T€, Rundungsdifferenzen möglich Fix Variabel Sitzungsgeld Summe Cap2 Auszahlungs
betrag3
mehrjährige variable Vergütung
(langfr. Komponente)
4
Dr.Günter Blaschke1 53,4 0 47,2 100,6 106,8 910,6 93,4
Ulrich Bellgardt 70,0 0 47,5 117,5 150,0 279,5 46,7
Jens Große-Allermann 35,0 0 25,0 60,0 75,0 60,0
Dr.Sören Hein 35,0 0 26,0 61,0 75,0 223,0 46,7
Dr.Hans-Friedrich Liebler 35,0 0 22,5 57,5 75,0 219,5 46,7
Dr. Alexander Selent 35,0 0 39,5 74,5 100,0 74,5 35,0
Gesamt 263,4 0 207,7 471,1 581,8 1.767,1 268,4

1 Taggenaue Abrechnung bis 14. Juli 2019, 2 Begrenzung der Auszahlung der Vergütung laut Satzung durch Cap (entsprechend Zugehörigkeit/Funktion), 3 inkl. Auszahlung LTIP 2015, 4 Beizulegender Zeitwert des LTIP zum Zeitpunkt der Gewährung

Augsburg, den 24. März 2021

Jahres- und Konzernabschluss der WashTec AG

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 100
Konzern-Gesamtergebnisrechnung . 101
Konzern-Bilanz . 102
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung . 104
Konzern-Kapitalflussrechnung . 105
Konzernanhang der WashTec AG . 106
Versicherung der gesetzlichen Vertreter . 156

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in T€ 01.01. bis 01.01. bis
Anhang 31.12.2020 31.12.2019
Umsatzerlöse 7 378.672 436.480
Sonstige betriebliche Erträge 8 6.078 4.854
Andere aktivierte Entwicklungskosten 113 706
Bestandsveränderung 455 –978
Gesamt 385.318 441.061
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 133.577 155.530
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Materialaufwand
32.114
165.691
38.417
193.948
Personalaufwand 9 132.919 141.822
Abschreibungen 21.753 16.523
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwand aus Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
10 41.656
1.930
50.589
780
Sonstige Steuern 1.300 1.094
Gesamte betriebliche Aufwendungen 365.251 404.757
Betriebsergebnis (EBIT) 20.068 36.304
Finanzertrag 130 135
Finanzaufwand 1.421 759
Finanzergebnis 11 –1.291 –623
Ergebnis vor Steuern (EBT) 18.776 35.681
Ertragsteueraufwand 12 5.474 13.430
Konzernergebnis 13.302 22.251
Durchschnittliche Anzahl der Aktien in Stück 13.382.324 13.382.324
Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) in € 13 0,99 1,66

Weitere Ausführungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in T€ 01.01. bis
31.12.2020
01.01. bis
31.12.2019
Konzernergebnis 13.302 22.251
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten
Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen
–77 –956
Latente Steuern 30 283
Bestandteile, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können –47 –673
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen
und Währungsveränderungen
–1.193 23
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen –471 284
Latente Steuern 178 –22
Bestandteile, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können –1.486 285
Im Eigenkapital erfasste Wertänderungen –1.533 –388
Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasster Wertänderungen der Periode 11.769 21.863

Weitere Ausführungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Bilanz Aktiva

in T€
Anhang
31.12.2020 31.12.2019
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 14
27.268
33.238
Geschäfts- oder Firmenwert 14
42.312
42.312
Immaterielle Vermögenswerte 14
6.596
12.251
Nutzungsrechte 15
19.532
21.488
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19
6.487
7.313
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 20
198
240
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte 20
502
486
Aktive latente Steuern 16
4.583
3.740
Gesamtes langfristiges Vermögen 107.479 121.069
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 17
38.464
38.097
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19
57.075
84.041
Steuerforderungen 18
18.160
15.244
Sonstige kurzfristige finanzelle Vermögenswerte 20
1.116
1.335
Sonstige kurzfristige nicht-finanzelle Vermögenswerte 20
1.812
2.737
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21
19.872
12.426
Gesamtes kurzfristiges Vermögen 136.499 153.880
Gesamte Aktiva 243.979 274.949

Weitere Ausführungen zur Konzern-Bilanz sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Bilanz Passiva

in T€
Anhang
31.12.2020 31.12.2019
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
22
40.000 40.000
Kapitalrücklage
23
Eigene Anteile
24
36.463
–13.177
36.463
–13.177
Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte
25
–6.977 –5.445
Ergebnisvortrag 26.635 4.385
Konzernergebnis 13.302 22.251
96.247 84.478
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Leasingsverbindlichkeiten
29
13.148 14.224
Rückstellungen für Pensionen
26
10.787 10.938
Sonstige langfristige Rückstellungen
27
4.136 3.904
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
30
185 57
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
30
132 1.431
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten
31
1.597 2.118
Passive latente Steuern
16
989 4.486
Gesamte langfristige Verbindlichkeiten 30.975 37.158
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verzinsliche Darlehen
28
19.107 47.132
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten
29
7.023 7.467
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
30
10.486 20.783
Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.850 4.886
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
30
21.586 18.475
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
30
27.299 25.120
Sonstige kurzfristige Rückstellungen
27
11.081 9.625
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten
31
17.325 19.825
Gesamte kurzfristige Verbindlichkeiten 116.757 153.313
Gesamte Passiva 243.979 274.949

Weitere Ausführungen zur Konzern-Bilanz sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

in T€ Anzahl
Aktien
(in Stück)
Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Eigene
Anteile
Sonstige
Rücklagen
und
Währungs
kurseffekte
Ergebnis
vortrag
Gesamt
Stand 1. Januar 2019 13.382.324 40.000 36.463 –13.177 –5.057 37.171 95.401
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen –649 –649
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 261 261
Dividende –32.787 –32.787
Konzernergebnis 22.251 22.251
Stand 31. Dezember 2019 13.382.324 40.000 36.463 –13.177 –5.445 26.635 84.478
Stand 1. Januar 2020 13.382.324 40.000 36.463 –13.177 –5.445 26.635 84.478
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen –1.741 –1.741
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 208 208
Dividende 0 0
Konzernergebnis 13.302 13.302
Stand 31. Dezember 2020 13.382.324 40.000 36.463 –13.177 –6.977 39.937 96.247

Weitere Ausführungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Kapitalflussrechnung

in T€
Anhang
01.01. bis
31.12.2020
01.01. bis
31.12.2019
Ergebnis vor Steuern 18.776 35.681
Abschreibungen 21.753 16.523
Gewinn/Verlust aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens –393 –61
Sonstige Gewinne und Verluste 1.038 1.422
Finanzerträge –130 –135
Finanzaufwendungen 1.421 759
Veränderung der Rückstellungen 1.530 386
Gezahlte Ertragsteuern –14.542 –16.520
Brutto-Cashflow 29.453 38.055
Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.199 –14.989
Zu-/Abnahme der Vorräte –1.288 –441
Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –10.031 2.247
Zu-/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen –1.201 –237
Zu-/Abnahme Net Operating Working Capital 11.679 –13.420
Veränderung übriges Nettoumlaufvermögen 5.141 –2.827
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 46.273 21.808
Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Leasing) –4.664 –7.699
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 3.990 884
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit –675 –6.815
Gezahlte Dividende 0 –32.787
Erhaltene Zinsen 130 135
Gezahlte Zinsen –981 –759
Tilgung der Leasingverbindlichkeiten –8.692 –8.565
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit –9.543 –41.975
Nettoveränderung des Finanzmittelfonds 36.055 –26.982
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds –585 –613
Finanzmittelfonds zum 1. Januar –34.706 –7.111
Finanzmittelfonds zum 31. Dezember
21
765 –34.706

Weitere Ausführungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzernanhang der WashTec AG (IFRS) 2020

Allgemeine Erläuterungen

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Der Konzernabschluss der WashTec Gruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 ist am 24. März 2021 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt worden. Er wird in der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2021 gebilligt und anschließend durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind über den Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.washtec.de abrufbar.

Das oberste Mutterunternehmen der WashTec Gruppe ist die WashTec AG und ist im Handelsregister der Stadt Augsburg, Deutschland unter HRB 81 eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist in der Argonstraße 7, in 86153 Augsburg, Deutschland.

Die Anteile der Gesellschaft befinden sich im Streubesitz und werden öffentlich gehandelt.

Der Unternehmensgegenstand der WashTec Gruppe umfasst die Entwicklung, Herstellung, den Vertrieb und Service von Produkten zur Fahrzeugwäsche sowie die Vermietung und alle damit verbundenen Serviceleistungen und Finanzierungslösungen zum Betrieb von Fahrzeugwaschanlagen.

2. Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der WashTec AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS IC (IFRIC) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den für das Geschäftsjahr 2020 in der Europäischen Union anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und wurde in Verbindung mit § 315e HGB um bestimmte Angaben sowie den Konzernlagebericht ergänzt.

Die Voraussetzungen des § 315e HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet; hieraus können Rundungsdifferenzen entstehen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2020 nachteilig durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst, konnte jedoch durch bestimmte Maßnahmen des Unternehmens oder der Regierungen, einschließlich günstiger finanzieller Unterstützung, gemildert werden. Die wesentlichen Auswirkungen, abgesehen von geringeren Umsatzerlösen, werden nachfolgend erläutert:

  • Im Personalaufwand sind Effekte aus den unterstützenden Maßnahmen der Länder zur Kompensation der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie enthalten. Maßnahmen wurden in den Ländern in Anspruch genommen, in denen die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme vorlagen. Diese umfassen im Wesentlichen verschiedene staatliche Zuschüsse im Rahmen von Stützungsmaßnahmen, einschließlich der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld, die erfolgswirksam vereinnahmt wurden. Die erfolgswirksam vereinnahmten Zuwendungen der öffentlichen Hand betragen zum 31. Dezember 2020 T€ 1.357 und wurden mit dem Personalaufwand saldiert. Für noch nicht erstattetes Kurzarbeitergeld sowie den Anspruch auf die Erstattung der Aufwendungen zur Sozialversicherung wurde zum 31. Dezember 2020 ein sonstiger Vermögenswert in Höhe von T€ 4 aktiviert. Daneben wurde in den USA ein kurzfristiges Darlehen im Zusammenhang mit staatlichen Fördermaßnahmen in Höhe von T€ 2.906 beantragt und gewährt. Der Ausweis erfolgt in den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Auszahlung erfolgte im zweiten Quartal 2020. Bei Erfüllung bestimmter Bedingungen kann das Darlehen auf Antrag vollständig oder zum Teil in rückzahlungsfreie Zuschüsse umgewandelt werden. Zum 31. Dezember 2020 ist keine Umwandlung in Zuschüsse, die erfolgswirksam erfasst werden, erfolgt, da keine abschließende Beurteilung der Behörden vorlag.
  • Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Erreichung der vereinbarten Leistungsbedingungen führten zur vollständigen Auflösung der sonstigen Rückstellung bzw. sonstigen Verbindlichkeit der langfristigen anteilsbasierten Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat in Höhe von T€ 1.116.
  • Die COVID-19-Pandemie führte zu einem Anstieg des Aufwands aus Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dies ist im Wesentlichen auf Verzögerungen im Zahlungsverhalten der Kunden zurückzuführen. Die Veränderung der Altersstruktur hat tendenziell ein höheres Ausfallrisiko zur Folge. Diesbezüglich

wurden entsprechende Auswirkungen in den Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen antizipiert. Darüber hinaus wurden keine Änderungen der Bewertungsparameter in der Wertminderungstabelle vorgenommen. Nach Einschätzungen des Managements bleibt das Waschgeschäft der WashTec Kunden trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie profitabel.

  • Zum 31. Dezember 2020 wurden der Geschäfts- und Firmenwert sowie die aktivierten Entwicklungskosten hinsichtlich einer möglichen Wertminderung überprüft. Für den Geschäfts- und Firmenwert ergab sich im Berichtszeitraum kein Wertminderungsbedarf. Für die aktivierten Entwicklungskosten der neuen Portalwaschanlage wurde ein Wertminderungsbedarf in Höhe von T€ 5.200 identifiziert. Dieser Betrag wurde in voller Höhe im Ergebnis des Segments Europa erfasst. Der Wertminderungsbedarf resultiert aus der Veränderung der Erwartungen zukünftiger Rückflüsse infolge der Transformation des R&D-Bereiches sowie des mit der COVID-19-Pandemie einhergehenden Wirtschaftsabschwungs. Aufgrund der weltweiten Rezession wurden die Annahmen zu Volumina und damit verbundenen Einsparpotentialen verringert.
  • Zur Liquiditätssicherung der WashTec Gruppe im Zusammenhang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurden die Kreditlinien um T€ 35.000 auf T€ 122.497 (Dezember 2019 T€ 87.523) erhöht.
  • Vorstand und Aufsichtsrat haben aufgrund der Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die COVID-19-Pandemie beschlossen, der Hauptversammlung am 28. Juli 2020 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende auszuschütten (ursprünglicher Vorschlag: € 1,65 je Aktie) und den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2019 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen. Die Hauptversammlung stimmte dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zu. Dies führte zum 31. Dezember 2020 zu einem Anstieg des Finanzmittel-

fonds im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um T€ 35.470 auf T€ 765. Im Vorjahr betrug die Veränderung des Finanzmittelfonds T€ –27.595. Darin war eine Dividendenzahlung in Höhe von T€ 32.787 enthalten. Im abgelaufenen Berichtszeitraum fand keine Dividendenzahlung statt.

  • Die COVID-19-Pandemie führt insbesondere durch die Unsicherheiten in der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung zu einer Investitionszurückhaltung der Kunden. Trotz dieser Situation rechnet die WashTec Gruppe mit keinen wesentlichen Veränderungen des Geschäftsmodells, da das Waschgeschäft der WashTec Kunden nach wie vor profitabel bleibt. Aus diesem Grund geht das Management von keinen wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Fähigkeit zur Unternehmensfortführung aus. Im Rahmen dieser Beurteilung waren keine signifikanten Ermessensentscheidungen aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erforderlich.
  • Es wurden sämtliche Bilanzposten hinsichtlich möglicher Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprüft. Hieraus ergaben sich außer den beschriebenen Effekten keine weiteren wesentlichen Änderungen und führten auch zu keinen materiellen Auswirkungen auf Schätzungen, Annahmen oder Ermessensentscheidungen.

Die im Wirtschaftsbericht beschriebenen Sonderaufwendungen in Höhe von Mio.€ 5,6 enthalten sowohl Effekte im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie als auch Effekte aus Entwicklungen, die unabhängig davon im Geschäftsjahr 2020 auftraten. Diese betreffen im Wesentlichen den Wertminderungsbedarf auf immaterielle Vermögenswerte (Mio.€ 5,2), Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Performance Programm (Mio.€ 1,8) sowie staatliche Zuschüsse im Rahmen von Stützungsmaßnahmen (Mio.€ 1,4).

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der WashTec AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens aufgestellt.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Beherrschung liegt ab dem Zeitpunkt vor, wenn die WashTec AG schwankenden Renditen aus dem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.

In den Konzernabschluss der WashTec AG sind zum 31. Dezember 2020 neben der Muttergesellschaft folgende Konzernunternehmen konsolidiert. Die Werte basieren bei den Gesellschaften im Inland auf den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen, bei den Gesellschaften im Ausland grundsätzlich auf den IFRS-Abschlüssen vor Konsolidierung.

Anteilsbesitz nach § 315e i.V.m. § 313 Abs. 2 HGB

Konsolidierte Unternehmen Anteil am
Kapital in %
Mutter
gesellschaft
Geschäfts
tätigkeit
Eigenkapital
31.12.20 in T€
Gewinn/Verlust
für 2020 in T€
Inländische Beteiligungsgesellschaften
WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg 1) 100 A I 29.846 0
WashTec Holding GmbH, Augsburg 100 B II 62.159 9.548
WashTec Carwash Management GmbH, Augsburg 2) 100 B III 51 0
WashTec Financial Services GmbH, Augsburg 1) 100 A IV 62 0
AUWA-Chemie GmbH, Augsburg 2) 100 B V 537 0
Ausländische Beteiligungsgesellschaften
WashTec France S.A.S., Boigny sur Bionne, Frankreich 100 C VI 8.139 1.106
Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA 100 C I 18.638 3.757
WashTec S.r.l., Casale, Italien 100 C VI 1.301 417
WashTec UK Ltd., Great Dunmow, Großbritannien 100 C VI 3.694 432
California Kleindienst Limited, Wokingham, Großbritannien 5) 100 A 0 0
WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark 100 C VI 2.644 744
WashTec Bilvask AS, Billingstad, Norwegen 4) 100 F VI 2.919 795
WashTec Cleaning Technology GmbH, Wien, Österreich 100 C VI 3.007 –6
WashTec Spain S.A.U., Madrid, Spanien 100 C VI 1.976 106
WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China 100 C VII –1.728 –98
WashTec Cleaning Technology s.r.o., Nyrany, Tschechische Republik 100 D VII 4.605 293
WTMVII Cleaning Technologies Canada Inc., Grimsby, Ontario, Kanada 6) 100 E VI –7.201 27
WashTec Australia Pty Ltd., Sydney, Australien 100 C VI 3.417 –277
WashTec Cleaning Technology España S.A., Bilbao, Spanien 5) 100 C 1 0
WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, Niederlande 3) 100 C VI 5.325 87
WashTec Nordics AB, Bollebygd, Schweden 100 C VI 2.575 976
WashTec Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 100 D VI 282 33

1) Ergebnisübernahme durch die WashTec Holding GmbH

  • 2) Ergebnisübernahme durch die WashTec AG
  • 3) Teilkonzern mit WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien, deren Ergebnis in WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, NL enthalten ist.
  • 4) indirekte Beteiligung über WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark
  • 5) Gesellschaft ist derzeit inaktiv
  • 6) indirekte Beteiligung über Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA
  • A) WashTec Holding GmbH
  • B) WashTec AG
  • C) WashTec Cleaning Technology GmbH
  • D) Die Beteiligung wird zu 90% durch die WashTec Cleaning Technology GmbH sowie zu 10% durch die WashTec Holding GmbH gehalten.
  • E) Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA
  • F) WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark
  • I) Produktions-, Vertriebs- und Servicegesellschaft
  • II) Holdinggesellschaft
  • III) Vermietung von Waschanlagen
  • IV) Vermittlung von Finanzierungen für Waschanlagen
  • V) Entwicklung, Produktion und Vertrieb chemischer Produkte
  • VI) Vertriebs- und Servicegesellschaft
  • VII) Produktionsgesellschaft

4. Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards

In der aktuellen Berichtsperiode traten neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards in Kraft. Die WashTec Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und Interpretationen angewandt.

Standard/ Interpretation Titel Anwendungspflicht Übernahme durch EU Wesentliche Auswirkungen auf den Konzern IFRS Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards 01.01.2020 06.12.2019 keine IAS 1 & IAS 8 Änderungen an IAS 1 und IAS 8 – Definition von »wesentlich« 01.01.2020 10.12.2019 keine IFRS 9, IAS 39 & IFRS 7 Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 – Reform der Referenzzinssätze (Phase 1) 01.01.2020 16.01.2020 keine IFRS 3 Änderungen an IFRS 3 – Definition eines Geschäftsbetriebs 01.01.2020 22.04.2020 keine IFRS 16 Änderungen an IFRS 16 – Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID-19 01.06.2020 12.10.2020 keine

Angewandte Standards bzw. Änderungen bestehender Standards

Ferner haben das IASB und das IFRS Interpretations Comitee weitere nachfolgend aufgelistete Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2020 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommen sind.

Zum 31. Dezember 2020 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die WashTec Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die Europäische Union anerkannt und übernommen sind.

Noch nicht angewandte Standards bzw. Änderungen bestehender Standards

Standard/
Interpretation
Titel Anwen
dungs
pflicht
Übernah
me
durch EU
Wesentliche
Auswirkungen
auf den Konzern
IFRS 9, IAS 39,
IFRS 7, IFRS 4 &
IFRS 16
Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4
und IFRS 16 – Reform der Referenzzinssätze
(Phase 2)
01.01.2021 14.01.2021 keine
IFRS 4 Änderungen an IFRS 4 – Verschiebung von
IFRS 9
01.01.2021 16.12.2020 keine
IFRS Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus
2018–2020)
01.01.2022 erwartet in
H2 2021
keine
IFRS 3 Änderungen an IFRS 3 – Verweis auf das
Rahmenkonzept
01.01.2022 erwartet in
H2 2021
keine
IAS 16 Änderungen an IAS 16 – Erträge vor der
beabsichtigten Nutzung
01.01.2022 erwartet in
H2 2021
keine
IAS 37 Änderungen an IAS 37 – Belastende Verträge:
Kosten für die Erfüllung eines Vertrags
01.01.2022 erwartet in
H2 2021
keine
IFRS 17 Versicherungsverträge inkl. Änderungen an
IFRS 17
01.01.2023 noch
festzulegen
keine
IAS 1 Änderungen an IAS 1 – Klassifizierung von
Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig
01.01.2023 noch
festzulegen
keine
IAS 1 Änderungen an IAS 1 – Angaben zu
Rechnungslegungsmethoden
01.01.2023 noch
festzulegen
keine
IAS 8 Änderungen an IAS 8 – Definition von
rechnungslegungsbezogenen Schätzungen
01.01.2023 noch
festzulegen
keine

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Neben den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2019 zur Anwendung kamen, wurde im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020 IAS 20 – Zuwendungen der öffentlichen Hand angewandt.

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, der funktionalen Währung und der Berichtswährung des Konzerns.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung der ausländischen Gesellschaften ist in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nichtmonetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die daraus resultieren, werden als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen, die nicht in Euro berichten, zum Stichtagskurs umgerechnet, während Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet werden. Umrechnungsdifferenzen hieraus werden als separater Bestandteil im Eigenkapital erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

Anlagen Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 14 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Daraus resultierende Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und zu diesem Zeitpunkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- und Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d.h. der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Sie bemessen sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den vom Erwerber angesetzten Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Darüber hinaus wird zusätzlich ein Werthaltigkeitstest während des Jahres durchgeführt, wenn aufgrund eingetretener Ereignisse der Verdacht besteht, dass der Wert nachhaltig gesunken sein könnte. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich erworbene Patente, Technologien, aktivierte Entwicklungskosten, Lizenzen und Software ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer
Erworbene Patente und Technologien 8 Jahre
Lizenzen und Software 3 bis 8 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 6 bis 8 Jahre

Erworbene immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten und in den Folgeperioden abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. In der Berichtsperiode verfügte der Konzern ausschließlich über Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei geänderten Erwartungen entsprechend angepasst.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte (Forschungs- und Entwicklungskosten)

Forschungskosten werden in der Periode ihres Entstehens als Aufwand berücksichtigt. Die Entwicklungskosten eines Projektes umfassen alle direkt zurechenbaren Einzelkosten (im Wesentlichen Personalaufwand) sowie anteilige Gemeinkosten. Diese werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn die Vermögenswerte identifizierbar sind, voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erwarten lassen und die Herstellungskosten während der Entwicklung verlässlich ermittelt werden können. Darüber hinaus werden Entwicklungskosten nur aktiviert, wenn der Abschluss der Entwicklung und die anschließende Nutzung oder der Verkauf sowohl von technischer als auch finanzieller Seite sichergestellt und beabsichtigt sind.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d.h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den voraussichtlich künftiger wirtschaftlicher Nutzen zu erwarten ist. Während der Entwicklungsphase, in der die Nutzungsdauer unbestimmt ist, wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Für Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer wird an jedem Bilanzstichtag beurteilt, ob Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Bei entsprechenden Hinweisen nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Zur Bestimmung des Nutzungswertes wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dazu werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen – falls dies nicht möglich ist – für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Ein in früheren Berichtsperioden erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann erfolgswirksam aufgeholt, wenn sich eine Änderung der Beurteilung ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurde. Die Obergrenze für die Wertaufholung bildet hierbei der Buchwert abzüglich planmäßiger Abschreibungen, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und Geschäftsoder Firmenwerte sind jährlich einem Wertminderungstest zu unterziehen. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten.

Eine mögliche Wertminderung wird regelmäßig für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen im Konzern den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten. Sie teilen sich in die Regionen »Europa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« auf.

Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit nach Abschluss des Planungsprozesses vor.

Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Der erstmalige Ansatz erfolgt, wenn das Unternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe schreiben die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vor.

Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit positivem Marktwert sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Vermögenswerte werden als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet« (AC), »erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthOCI) oder »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthP/L) klassifiziert. Sie werden bei ihrem erstmaligen Ansatz auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte sowie den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts kategorisiert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung unter Einschluss von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (AC): Diese Kategorie beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme ist und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Forderungen mit signifikanter Finanzierungskomponente werden mit marktüblichen Zinssätzen abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Diese werden im Rahmen der Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung oder Wertminderung der finanziellen Vermögenswerte werden im Periodenergebnis erfasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Sie werden zum Nennwert angesetzt. Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt und umfasst auch die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVthP/L): Finanzielle Vermögenswerte, die nicht »zu fortgeführten Anschaffungskosten« (AC) oder »erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert« (FVthOCI) bewertet werden sowie Derivate, die nicht als Sicherungsinstrument im Hedge Accounting designiert sind, werden »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet. Darüber hinaus können finanzielle Vermögenswerte unter bestimmten Bedingungen freiwillig als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet werden. Diese Option wird vom Konzern derzeit nicht genutzt. Sämtliche Marktwertänderungen werden ergebniswirksam erfasst.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten: Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.

Die Risikovorsorge ist grundsätzlich auf Basis des allgemeinen Ansatzes anhand eines Drei-Stufen-Modells zu ermitteln und stellt auf die Entwicklung des Ausfallrisikos eines finanziellen Vermögenswerts ab. Grundsätzlich werden bei Erstansatz alle finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zugeordnet und die innerhalb von zwölf Monaten nach Zugangszeitpunkt zu erwartenden Kreditverluste bestimmt. Hat sich das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit dem vorangegangenen Stichtag signifikant erhöht, ist dieser Stufe 2 zuzuordnen. Liegt zudem ein objektiver Indikator für eine Wertminderung vor, ist der finanzielle Vermögenswert Stufe 3 zuzuordnen. Objektive Hinweise auf eine Wertminderung sind das Einleiten rechtlicher Schritte und Überfälligkeiten von mehr als einem Jahr. In Stufe 2 und 3 wird die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bestimmt.

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente ist das vereinfachte Wertminderungsmodell anzuwenden. Daneben besteht ein Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente ebenfalls das vereinfachte Wertminderungsmodell anzuwenden.

Demnach wird die Risikovorsorge in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen. Der Konzern nimmt dieses Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente in Anspruch und ermittelt die Wertminderungen auf Basis einer Wertminderungstabelle.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben gleichartige Kreditrisikomerkmale. Zur Bemessung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Wertminderungsquoten basieren auf den Ausfallquoten der vergangenen drei Jahre und werden um zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren angepasst, die Einfluss auf die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kunden haben.

Die Risikovorsorge für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird auf Basis des allgemeinen Ansatzes ermittelt. Die erwarteten Kreditverluste aus dem Ausfall von sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind unwesentlich und werden nicht erfasst.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn das vertragliche Anrecht auf Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert ausläuft oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird und die Übertragung die Ausbuchungsbedingungen des IFRS 9 erfüllt. Im Fall von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung wird die Forderung als uneinbringlich eingestuft und es erfolgt eine Ausbuchung der Forderung.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit negativem Marktwert sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet« (FLAC) oder »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthP/L) klassifiziert.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert sowie im Rahmen der Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode als zu fortgeführten Anschaffungskosten« (FLAC) bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, Derivate mit negativem Marktwert und finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, werden in den Folgeperioden als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert « (FVthP/L) bewertet. Bei finanziellen Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung nach Abzug der Transaktionskosten.

Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten: Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und im Rahmen der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und je nach Marktwert als finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Für die Erfassung der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden ist. Besteht eine wirksame Sicherungsbeziehung wird im Fall eines Cashflow Hedges der effektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert. Der ineffektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fehlt es an einer

wirksamen Sicherungsbeziehung, werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern wendet derzeit kein Hedge Accounting an. Eine Überprüfung findet an jedem Bilanzstichtag statt.

Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Ein monetärer Posten in Form einer ausstehenden Forderung gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb, dessen Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellt einen Teil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Bei diesen monetären Posten handelt es sich um langfristige Forderungen gegenüber ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns. Umrechnungsdifferenzen aus einem monetären Posten, der Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb ist, werden im Einzelabschluss der Tochtergesellschaft im Gewinn oder Verlust erfasst. Im Konzernabschluss werden diese Umrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung der Tochtergesellschaft vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt.

Eigene Anteile

Beim Erwerb eigener Anteile durch die WashTec AG werden diese in Höhe der Anschaffungskosten in einem Betrag direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Der Kauf, Verkauf oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, deren Fälligkeit oder Höhe ungewiss ist. Erwartet der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Erstattung (wie z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird diese als gesonderter Vermögenswert aktiviert, wenn deren Erhalt so gut wie sicher ist. Langfristige Rückstellungen werden mit Marktzinssätzen vor Steuern abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Der Zinseffekt wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Auflösungen der Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie gebildet wurden.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionen werden nach der »Projected Unit Credit-Methode« berechnet (IAS 19 revised). Nach dieser Methode werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unmittelbar und in voller Höhe im Eigenkapital erfasst. Der Dienstzeitaufwand und die Zinsen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 26 dargestellt.

Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen

Altersteilzeitvereinbarungen basieren überwiegend auf dem sog. »Blockmodell«. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv-/Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Diese wird gem. IAS 19 (revised) während der Arbeitsphase ratierlich zurückgestellt.

Anteilsbasierte Vergütung

Nach IFRS 2 wird zwischen anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich unterschieden. Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG erhalten für ihre Tätigkeit eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich. Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird zum Zeitpunkt der Leistungserbringung durch den Anspruchsberechtigten die daraus resultierende Verbindlichkeit zu ihrem beizulegenden Zeitwert aufwandswirksam erfasst. Diese wird unter Anwendung eines geeigneten Optionspreismodells ermittelt. Die an den Aktienpreis der WashTec AG gekoppelten Konditionen werden bei der Bewertung berücksichtigt (»Marktbedingungen«). Daneben werden leistungsbezogene Ausübungsbedingungen miteinbezogen. Bis zur Begleichung der Verbindlichkeit wird der beizulegende Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag neu bewertet und Änderungen werden erfolgswirksam erfasst. Für weitere Einzelheiten wird auf Anhangangabe 37 verwiesen.

Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der dazu berechtigt die Nutzung eines Vermögenswerts (des Leasinggegenstands) für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt zu kontrollieren. Der Konzern erfasst grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz ein Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen. Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit zu Barwerten bilanziert.

Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten feste Zahlungen (einschließlich de facto feste Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize, variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und deren erstmalige Bewertung anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes oder (Zins-)Satzes vorgenommen wird, erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien des Leasingnehmers, den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde sowie Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird.

Die Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers abgezinst. Der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers wird auf Basis eines risikolosen Zinssatzes über verschiedene Laufzeiten zzgl. einer Marge und einem länderspezifischen Risikoaufschlag ermittelt. Jede Leasingrate wird in einen Tilgungs- und Zinsanteil aufgeteilt. Zinsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, sodass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt.

Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet und setzen sich aus dem Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit, sämtlicher bei oder vor der

Bereitstellung geleisteter Leasingzahlungen abzgl. erhaltener Leasinganreize, alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie den geschätzten Kosten für Rückbauverpflichtungen zusammen.

Leasingverträge werden i.d.R. für feste Zeiträume von 1 - 3 Jahren abgeschlossen. Mietverträge für Büro- und Lagergebäude umfassen teilweise auch längere Laufzeiten. Zudem können die Verträge Vereinbarungen zur stillschweigenden Verlängerung bzw. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen beinhalten. Derartige Vertragskonditionen werden herangezogen, um die maximale betriebliche Flexibilität des Konzerns sicherzustellen. Die bestehenden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen können jeweils beidseitig ausgeübt werden. Die in den Kündigungsoptionen vereinbarten Fristen sind ausreichend, um, soweit erforderlich, rechtzeitig Alternativen zu finden.

Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen über Gebäude berücksichtigt das Management sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Die wesentlichen Faktoren hierbei sind die Konditionen, die Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit des Leasinggebers sowie logistische Überlegungen im Zusammenhang mit der zukünftigen Strategie des Konzerns. Ist der Konzern mit der Zusammenarbeit zufrieden und wird davon ausgegangen, dass diese Faktoren auch zukünftig mit der Unternehmensstrategie vereinbar sind, gilt es in der Regel als hinreichend sicher, dass die Verträge verlängert bzw. nicht gekündigt werden. Sich aus der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nicht-Ausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist.

Diese Beurteilung wird überprüft, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, das bzw. die die bisherige Beurteilung beeinflussen kann – sofern dies in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt. Die Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen.

Im Rahmen der Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt eine Erhöhung des Buchwerts um den Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeit sowie eine Verringerung des Buchwerts um die geleisteten Leasingzahlungen. Für potenzielle künftige Steigerungen variabler Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, erfolgt zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens eine Anpassung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts.

Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht des Konzerns hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes.

Bei Verträgen, die eine Verlängerungs- oder Kündigungsoption enthalten, wird eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit und Anpassung des Nutzungsrechts vorgenommen, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung von Umständen eintritt, das bzw. die innerhalb der Kontrolle des Konzerns liegt und im Rahmen der Erstbewertung anders eingeschätzt wurde.

Der Konzern nimmt die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse von Vermögenswerten von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, in Anspruch und erfasst diese Zahlungen linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Zudem werden die Vorschriften von IFRS 16 nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewandt.

Um den Kunden, insbesondere großen Betreibergruppen oder Mineralölgesellschaften, im Rahmen des Carwash-Management-Geschäfts Maschinen gegen eine waschzahlenabhängige Vergütung zur Verfügung stellen zu können, werden von WashTec gefertigte Maschinen an Leasinggesellschaften veräußert und im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Transaktionen bzw. Mietkaufverträgen zurückgekauft. Die Übertragung der Maschinen im Rahmen dieser Sale-and-Leaseback-Transaktionen bzw. Mietkaufverträgen

stellt einen Verkauf gemäß IFRS 15 dar und für die Maschinen wird ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit bilanziert. Die Verträge zwischen WashTec und den Leasinggesellschaften enthalten zum Teil Rückgaberechte über die Verpflichtung zur Rücknahme der vormals verkauften Maschinen. Für das Rückgaberecht der Leasinggesellschaft wird eine sonstige Forderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis angesetzt. I.d.R. haben die Verträge zwischen der Leasinggesellschaft und WashTec eine Laufzeit von ca. fünf bis zehn Jahren. Die Gewinne aus dem Verkauf werden über die Laufzeit des Leasingvertrags abgegrenzt. Die auf Maschinen bezogenen Sale-and Leaseback-Verträge haben in der Regel eine Kaufoption am Ende der Laufzeit sowie die Möglichkeit zur Vertragsverlängerung. Preisanpassungen sind während der Laufzeit nicht möglich.

Für die Angaben zu den Nutzungsrechten, Leasingverbindlichkeiten, Abschreibungen und Zinsaufwendungen wird auf die Anhangangaben 10, 11, 15 und 29 verwiesen.

Vertragsverbindlichkeiten

Leistungsverpflichtungen, die einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden, werden als Vertragsverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen (siehe auch Abschnitt Ertragsrealisierung). Im Konzern werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Umsatzabgrenzung, im Wesentlichen für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge, in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.

Ertragsteuern

Im Konzernabschluss werden tatsächliche Steuern unter Anwendung der am Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze und Steuervorschriften der Länder ermittelt, in denen die Tochtergesellschaften tätig sind und ein zu versteuerndes Ergebnis erwirtschaften. Für bilanzierte Ertragsteuerverbindlichkeiten wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung herangezogen. Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden anhand der Steuersätze bewertet, deren

Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuervorschriften verwendet, die zum Abschlussstichtag gültig bzw. angekündigt sind. Tatsächliche und latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, es sei denn die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle wurden im Eigenkapital erfasst.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt für temporäre Differenzen der konsolidierten Gesellschaften zwischen den Buchwerten eines Vermögenswerts oder einer Schuld nach IFRS und deren steuerlicher Basis sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen.

Latente Steueransprüche für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und noch nicht genutzte Steuergutschriften werden in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und noch nicht genutzten Steuergutschriften verwendet werden können.

Latente Steuerverbindlichkeiten auf temporäre Differenzen werden nicht angesetzt, wenn die temporäre Differenz aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall resultiert, der sich zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder auf das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch auf das steuerliche Ergebnis auswirkt und es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt. Darüber hinaus werden keine latenten Steuerverbindlichkeiten auf temporäre Differenzen angesetzt, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts resultieren.

Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen bilanziert, es sei denn, das die Beteiligung haltende Unternehmen ist in der Lage den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern und es ist wahrscheinlich, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird (»outside basis differences«).

Eine Saldierung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerverbindlichkeiten wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und ein einklagbarer Rechtsanspruch auf die Aufrechnung besteht.

Erlösrealisierung

Erlöse werden erfasst, wenn durch Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung (d.h. eines Vermögenswerts) auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Ein Vermögenswert gilt als übertragen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt.

Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Maschinen, Zubehör, Waren und Dienstleistungen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt, wenn die Übertragung des zugesagten Vermögenswerts erfolgt ist bzw. der Kunde die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert erlangt hat. Dies ist in der Regel bei Abnahme bzw. Versand oder Abholung von Fertigerzeugnissen oder Waren sowie bei der Installation von Maschinen der Fall. Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel beträgt in der Regel 30 Tage. Eine Ausnahme bildet ein einmaliges Finanzierungsprogramm mit einem Großkunden, das eine signifikante Finanzierungskomponente beinhaltet. In diesem Fall wurde bei der Bestimmung des Transaktionspreises die zugesagte Gegenleistung um den Zeitwert des Geldes angepasst und ein Teil des Transaktionspreises im Zinsaufwand ausgewiesen.

Der Konzern nimmt für Finanzierungskomponenten den praktischen Behelf in Anspruch, die Auswirkungen einer Finanzierungskomponente nicht zu berücksichtigen, falls die Dauer zwischen Übertragung von Gütern bzw. Dienstleistungen und Bezahlung dieser durch den Kunden bei maximal einem Jahr liegt.

Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen aus Verträgen über Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen sowie im Voraus bezahlte Serviceverträge werden über einen bestimmten Zeitraum erfüllt und in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Dem Kunden fließt hierbei der Nutzen aus der Leistung zu und er nutzt gleichzeitig die Leistung,

während diese erbracht wird. Die WashTec Gruppe wendet zur Bestimmung des Leistungsfortschritts die outputbasierte Methode basierend auf der abgelaufenen Zeit an. Die Erfüllung dieser Leistungsverpflichtungen ist abhängig von den vertraglichen Regelungen und erfolgt in der Regel monatlich. Dadurch ist die zutreffende Ermittlung des Outputs sichergestellt. Diese Erlöse werden erfasst und in Rechnung gestellt, wenn die Leistung erbracht ist. Es erfolgt eine korrespondierende Auflösung der Vertragsverbindlichkeiten. Das üblicherweise gewährte beträgt in der Regel 30 Tage, Serviceverträge werden jedoch teilweise auch im Voraus bezahlt.

Umsätze aus dem Carwash-Management-Geschäft werden erst mit der Ausführung der jeweiligen Autowäsche realisiert. Dies gilt auch wenn die Waschanlage zuerst an eine externe Leasinggesellschaft veräußert wird.

Um den Kunden, insbesondere großen Betreibergruppen oder Mineralölgesellschaften, im Rahmen des Carwash-Management-Geschäfts Maschinen gegen eine waschzahlenabhängige Vergütung zur Verfügung stellen zu können, werden von WashTec gefertigte Maschinen an Leasinggesellschaften veräußert. Die Verträge zwischen WashTec und den Leasinggesellschaften enthalten zum Teil Rückgaberechte über die Verpflichtung zur Rücknahme der vormals verkauften Maschinen. Erlöse werden bei Verkauf an die Leasinggesellschaft erfasst, da die Leasinggesellschaft zu diesem Zeitpunkt die Verfügungsgewalt über die Waschanlagen erlangt.

Die Höhe der Erlöse entspricht dem Transaktionspreis und umfasst die Gegenleistung, die die WashTec Gruppe im Austausch für die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird. Hiervon ausgenommen sind Umsatzsteuern. Erlösschmälerungen wie Rabatte, Skonti oder Volumendiscounts werden als variable Gegenleistungen bei der Ermittlung des Transaktionspreises berücksichtigt, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es zu keiner Stornierung des Umsatzes kommt. Diese Schätzung wird auf Basis der Erwartungswertmethode vorgenommen. Die Volumendiscounts werden als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert. Der Transaktionspreis wird auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Ein Preisnachlass wird grundsätzlich anteilig auf alle Leistungsverpflichtungen innerhalb eines Vertrags aufgeteilt, es sei denn es liegen Anhaltspunkte vor, dass sich der Preisnachlass vollständig oder teilweise auf eine oder mehrere, aber nicht alle Leistungsverpflichtungen innerhalb des Vertrags bezieht. Da keine direkt beobachtbaren Preise zur Verfügung stehen, zu denen die WashTec Gruppe das betreffende Gut oder die betreffende Dienstleistung separat unter ähnlichen Umständen an ähnliche Kunden verkaufen würde, wird zu Vertragsbeginn eine Schätzung der Höhe der Einzelveräußerungspreise anhand des Expected-costplus-a-margin-Ansatzes vorgenommen.

Die WashTec Gruppe nimmt das Wahlrecht, diejenigen Vertragserlangungs- und Erfüllungskosten direkt im Aufwand zu erfassen, die bei Aktivierung über eine Dauer von maximal einem Jahr abgeschrieben würden, in Anspruch. Dies betrifft bei WashTec sämtliche dieser Kosten.

Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht ergebniswirksam erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn hinreichende Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendung erlangt wird und der Konzern alle damit verbundenen Bedingungen einhält.

Zuwendungen der öffentlichen Hand sind planmäßig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen und zwar im Verlauf der Perioden, in denen das Unternehmen die entsprechenden Aufwendungen, die die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, ansetzt.

Staatliche Zuschüsse im Rahmen von Stützungsmaßnahmen werden, sofern diese erfolgswirksam vereinnahmt wurden, mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert. Es bestehen keine unerfüllten Bedingungen oder andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit den Zuschüssen. Der Konzern war von anderen Formen von Beihilfen der öffentlichen Hand nicht unmittelbar begünstigt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien.

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien geteilt, die sich während des Jahres im Umlauf befinden.

Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl von im Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt.

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von operativen Segmenten auf dem »Management Approach«. Demzufolge erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an den Vorstand (»Chief Operating Decision Maker«). Soweit die Zusammenfassungskriterien erfüllt sind, werden operative Segmente zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst.

Ein geographisches Segment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Unternehmens, die Produkte oder Dienstleistungen innerhalb eines spezifischen, wirtschaftlichen Umfeldes anbietet oder erbringt, und die Risiken und Erträgen ausgesetzt ist, die sich von Teilaktivitäten unterscheidet, die in anderen wirtschaftlichen Umfeldern stattfinden.

6. Wesentliche Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind in gewissem Umfang Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen zu treffen, die die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, Bemessung der Rückstellungen, die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern sowie die Annahmen zu zukünftigen Zahlungsströmen und Abzinsungssätzen. Sämtliche Ermessensentscheidungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren jeweils auf historischen Erfahrungen und auf dem aktuellen Kenntnisstand hinsichtlich künftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und können in zukünftigen Perioden zu wesentlichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten führen.

Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten

In Zusammenhang mit den Werthaltigkeitstests für Geschäfts- und Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte sind zur Bestimmung des jeweiligen Nutzungswerts Schätzungen der künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit notwendig. Außerdem muss ein angemessener Abzinsungssatz zur Ermittlung des Barwerts dieser Cashflows ermittelt werden. Zur Schätzung der künftigen Cashflows sind langfristige Ertragsprognosen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branche zu treffen. Für weitere Einzelheiten wird auf die Anhangangabe 5 verwiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten erfordern Einschätzungen und Annahmen bei der Festlegung konzerneinheitlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauern und bei der Abschreibungsmethode der Vermögenswerte.

Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten

Im Rahmen der Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente werden die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste ermittelt. Hierzu werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Wertminderungsquoten basieren auf den Ausfallquoten der vergangenen drei Jahre und werden um zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren angepasst, die Einfluss auf die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kunden haben.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird. Die Schätzungen des Managements beziehen sich auf die Höhe des zu versteuernden Ergebnisses sowie den erwarteten Eintrittszeitpunkt. Weitere Einzelheiten sind unter der Anhangangabe 16 zu finden.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie Altersteilzeitleistungen

Der Aufwand aus Pensions- sowie Altersteilzeitverpflichtungen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen und die Lebenserwartung. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Details hierzu werden in den Anhangangaben 26 und 27 dargestellt.

Anteilsbasierte Vergütungen

Die anteilsbasierte Vergütung durch Barausgleich wird mit dem beizulegenden Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag erfasst. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anteilsbasierter Vergütungen muss das am besten geeignete Bewertungsverfahren bestimmt werden, welches von den Bedingungen der Gewährung abhängig ist. Darüber hinaus ist die Bestimmung geeigneter in dieses Bewertungsverfahren einfließender Inputparameter erforderlich, insbesondere die Volatilität der Aktie und der risikoneutrale Zinssatz für die Restlaufzeit. Die Annahmen und die angewandten Verfahren sind in der Anhangangabe 37 ausgewiesen.

Rückstellungen

Insbesondere Abfindungs- und Garantierückstellungen werden auf Grundlage von Erwartungen, Einschätzungen von Eintrittswahrscheinlichkeiten und von geplanten Maßnahmen gebildet. Die Beurteilung der Höhe von möglichen Zahlungsverpflichtungen beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangangabe 5 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung dieser Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Dies ist i.d.R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat.

Rücknahmeverpflichtungen (Buy-back-Verträge)

WashTec verkauft Waschanlagen teilweise über Leasinggesellschaften an Großkunden. Diese Verträge beinhalten zum Teil Rückgaberechte. Darin verpflichtet sich WashTec bei Bedarf zur Rücknahme der Waschanlagen am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Die Rückstellung für Verträge mit Rückgaberechten umfasst die erwarteten Aufwendungen aus vertraglichen Verpflichtungen zur Rücknahme der veräußerten Maschinen und wird rollierend ermittelt. Zur Berechnung wird eine Schätzung vorgenommen, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Anlage am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses zurückgenommen werden muss. Für das Rückgaberecht der Leasinggesellschaft wird eine sonstige Forderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis angesetzt. Diese basiert auf einer Schätzung, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Anlage am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses zurückgenommen werden muss und wird rollierend ermittelt.

7. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentierung nach dem »Management Approach« erfolgt im Konzern nach Vertriebsgebieten. Als Vertriebsgebiete sind aufgrund der spezifischen Marktgegebenheiten die Regionen »Europa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« definiert und orientieren sich am jeweiligen Sitz der Konzernunternehmen. Zentrale Größen für die Steuerung der einzelnen Segmente sind die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (EBIT). Die Segmentergebnisse ergeben sich aus den direkt zuordenbaren Erträgen und Aufwendungen sowie aus Umlagen bereichsübergreifender Funktionen. Die Spalte »Konsolidierung« enthält die Eliminierung von ergebniswirksamen Transaktionen, die zwischen den operativen Segmenten getätigt wurden. Dies betrifft im Wesentlichen die Zwischenergebniseliminierung aus dem Verkauf von Waren. Die Summe der berichtspflichtigen Segmente entspricht nach Konsolidierungen dem Konzernergebnis. Die Verrechnungspreise mit den einzelnen Konzernunternehmen werden nach dem »arm's length« Prinzip vorgenommen und halten dem Drittvergleich stand. Sie tragen gleichzeitig den marktspezifischen und wirtschaftlichen Anforderungen in den einzelnen Segmenten Rechnung. Die Bewertungsgrundsätze für die Segmentberichterstattung basieren auf den im Konzernabschluss verwendeten IFRS-Grundsätzen.

Bei den Segmenten des Konzerns handelt es sich um Geschäftseinheiten, die ihre Umsätze im Wesentlichen mit dem Verkauf von Maschinen, Ersatzteilen, Service und chemischen Produkten erwirtschaften.

Nach Segmenten 2020 Europa Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
in T€
Umsatzerlöse 305.451 66.345 17.725 –10.849 378.672
davon mit Dritten 294.779 66.182 17.711 0 378.672
davon mit anderen Segmenten 10.672 163 14 –10.849 0
Betriebsergebnis (EBIT) 18.957 782 268 62 20.068
EBIT-Rendite (in %) 6,2 1,2 1,5 5,3
Finanzertrag 130
Finanzaufwand 1.421
Ergebnis vor Steuern (EBT) 18.776
Ertragsteueraufwand 5.474
Konzernergebnis 13.302
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte 11.402 1.167 132 0 12.701
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen u. Nutzungsrechte 19.587 1.517 649 0 21.753
Nach Segmenten 2019
in T€
Europa Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse 353.555 78.179 17.588 –12.843 436.480
davon mit Dritten 340.904 77.988 17.588 0 436.480
davon mit anderen Segmenten 12.651 191 0 –12.843 0
Betriebsergebnis (EBIT) 41.211 –3.439 –1.314 –153 36.304
EBIT-Rendite (in %) 11,7 –4,4 –7,5 8,3
Finanzertrag 135
Finanzaufwand 759
Ergebnis vor Steuern (EBT) 35.681
Ertragsteueraufwand 13.430
Konzernergebnis 22.251
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte 28.940 4.083 2.885 0 35.908
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen u. Nutzungsrechte 14.153 1.712 658 0 16.523

Aufgliederung der Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach Erfüllung der Leistungsverpflichtung und Erfassung der Umsatzerlöse:

Januar bis Dezember 2020
in T€
Europa Nord
amerika
Asien/
Pazifik
Konsolidie
rung
Konzern
Erfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt 302.852 63.569 17.725 –10.849 373.297
Erfassung über einen bestimmten Zeitraum 2.599 2.776 0 0 5.375
Januar bis Dezember 2019
in T€
Europa Nord
amerika
Asien/
Pazifik
Konsolidie
rung
Konzern
Erfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt 352.475 75.424 17.588 –12.843 432.644
Erfassung über einen bestimmten Zeitraum 1.080 2.755 0 0 3.835

Die Konzern-Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Produkte:

in T€ 2020 2019
Maschinen und Service 324.008 380.631
Chemie 46.553 47.126
Carwash-Management-Geschäft und Sonstiges 8.111 8.722
Gesamt 378.672 436.480

Der Konzern generiert ca. 80% der Außenumsätze in europäischen Ländern. Hier nehmen Deutschland und Frankreich den größten Anteil am Gesamtumsatz ein. Auf Deutschland entfallen nach Konsolidierung 31,7% des Konzernumsatzes, die auf die Produkte Maschinen und Service, Chemie sowie Carwash-Management-Geschäft und Sonstiges entfallen. Auf Frankreich entfallen dabei 13,7% des Konzernumsatzes. Die Außenumsätze außerhalb Europas werden vor allem in Nordamerika getätigt und entfallen im Wesentlichen auf die USA. Im Geschäftsjahr 2020 wurden keine Umsätze mit Großkunden getätigt, die über 10% der Konzernumsätze lagen.

Die Zuordnung der Vermögenswerte des Konzerns richtet sich nach deren geographischem Standort. Verkäufe an externe Kunden, die in den geographischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geographischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen. In den übrigen Ländern verfügt der Konzern über kein Vermögen, da keine eigenen Vertriebsgesellschaften bestehen. Die Umsätze mit übrigen Ländern werden durch Exporte an unabhängige Händler generiert.

Die Konzern-Vermögenswerte gliedern sich in folgende Segmente:

2020 in T€ Deutschland Europa Nord
amerika
Asien/
Pazifik
Konzern
Sachanlagen 22.539 3.349 884 496 27.268
Investitionen Sachanlagen 1.610 860 415 149 3.034
Immaterielle Vermögenswerte
inkl. Goodwill
44.793 4.096 3 16 48.908
Investitionen immaterielle
Vermögenswerte
1.599 23 0 8 1.630
Nutzungsrechte 7.558 8.456 2.311 1.207 19.532
Investitionen Nutzungsrechte 3.963 3.305 752 17 8.037
2019 in T€ Deutschland Europa Nord
amerika
Asien/
Pazifik
Konzern
Sachanlagen 27.612 3.887 1.175 564 33.238
Investitionen Sachanlagen 4.053 1.183 329 638 6.203
Immaterielle Vermögenswerte
inkl. Goodwill
50.428 4.103 9 23 54.563
Investitionen immaterielle
Vermögenswerte
1.458 38 0 0 1.496
Nutzungsrechte 8.188 8.784 2.806 1.710 21.488
Investitionen Nutzungsrechte 9.905 12.303 3.754 2.246 28.208

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H. v. T€ 6.078 (Vorjahr: T€ 4.854) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Wechselkursdifferenzen i.H. v. T€ 2.228 (Vorjahr: T€ 2.115), Ertragsabgrenzungen aus Betreibermodellen i.H. v. T€ 1.057 (Vorjahr: T€ 609), Erträge aus Versicherungserstattungen i.H. v. T€ 482 (Vorjahr: T€ 292), Erträge aus Schrottverkäufen i.H. v. T€ 466 (Vorjahr: T€ 617) sowie Erträge aus der Veräußerung von erworbenen Fahrzeugen und aus dem Verkauf von anderen Sachanlagen i.H. v. T€ 919 (Vorjahr: T€ 101).

9. Personalaufwand

Der erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

in T€ 2020 2019
Löhne und Gehälter 111.307 119.641
Sozialversicherungsbeiträge 10.821 10.654
Arbeitgeberanteil für gesetzliche und
freiwillige Rentenversicherung (beitragsorientiert)
8.749 9.075
Altersversorgung und Altersteilzeit 2.043 2.453
Gesamt 132.919 141.822

Im Personalaufwand sind im Geschäftsjahr 2020 Effekte aus den unterstützenden Maßnahmen der Länder zur Kompensation der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie enthalten. Maßnahmen wurden in den Ländern in Anspruch genommen, in denen die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme vorlagen. Diese umfassen im Wesentlichen verschiedene staatliche Zuschüsse im Rahmen von Stützungsmaßnahmen, einschließlich der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld, die erfolgswirksam vereinnahmt wurden. Die erfolgswirksam vereinnahmten Zuwendungen der öffentlichen Hand, die mit dem Personalaufwand saldiert wurden, betragen zum 31. Dezember 2020 T€ 1.357.

Im gesamten Personalaufwand sind Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Performance Programm i.H. v. Mio.€ 1,8 (Vorjahr: Mio.€ 1,9) enthalten.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen stellt sich wie folgt dar:

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 2020 2019
Vertrieb, Marketing und Service 1.075 1.130
Produktion, Technik und Entwicklung 558 578
Finanzen und Verwaltung 165 172
Gesamt 1.798 1.880

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

in T€ 2020 2019
Kraftfahrzeugkosten 6.475 7.701
EDV- und Kommunikationskosten 6.025 4.982
Instandhaltung/Reparaturen 4.394 4.428
Reisekosten inkl. Bewirtungen 4.032 7.811
Verschiedene Verwaltungskosten/sonstige Kosten 3.683 3.292
Zeitarbeitskräfte 3.311 5.086
Rechts- und Beratungskosten 2.943 3.592
Wechselkursdifferenzen 2.898 2.018
Messe-, Marketingkosten und Öffentlichkeitsarbeit 1.849 4.076
Patente, Lizenzen und Entwicklungskosten 1.708 1.725
Versicherungen (inkl. Produkthaftpflicht) 1.354 1.601
Fort- und Weiterbildungskosten 773 1.599
Sonstige Mietaufwendungen 763 939
Bankgebühren und Beiträge 752 729
Bürobedarf 695 1.010
Gesamt 41.656 50.589

In den sonstigen Mietaufwendungen sind Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, i.H. v. T€ 83 (Vorjahr: T€ 132) enthalten. Vermögenswerte von geringem Wert beinhalten im Wesentlichen IT-Ausstattung. Daneben sind Aufwendungen für variable Leasingzahlungen i.H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 5), die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen wurden, enthalten.

11. Finanzergebnis

in T€ 2020 2019
Sonstige Zinserträge 130 135
Finanzertrag 130 135
Aufwendungen aus verzinslichen Darlehen 485 338
Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten 482
454
367
53
Sonstige Zinsaufwendungen
Finanzaufwand 1.421 759
Finanzergebnis –1.291 –623

In den sonstigen Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von T€ 440 enthalten, die auf eine Rückstellung für eine noch laufende Betriebsprüfung entfallen.

Von den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind insgesamt T€ –809 (Vorjahr: T€ –256) den Bewertungskategorien »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte« (AC) und »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« (FLAC) zuzuordnen.

Diese Zinserträge und Zinsaufwendungen teilen sich wie folgt auf die Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 auf:

in T€ Bewertungs
kategorien nach
2020 2019
IFRS 9
Zinsertrag AC 47 17
FLAC 83 118
Zinsaufwand FLAC –940 –391

12. Ertragsteueraufwand

Der Posten betrifft sowohl tatsächliche als auch latente Steuern.

Folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit dem Konzernsteuersatz von 31,9% (Vorjahr: 31,9%) multipliziert. Dieser orientiert sich am Steuersatz des Mutterunternehmens. Der effektive Steuersatz der WashTec Gruppe beträgt 29,2% (Vorjahr: 37,6%).

in T€ 2020 2019
Erwarteter Ertragsteueraufwand 5.995 11.393
Unterschiede aus ausländischen Steuersätzen –764 –328
Nicht abziehbare Aufwendungen 812 1.034
Effekte aus nicht angesetzten latenten Steuern auf temporäre
Differenzen und steuerliche Verlustvorträge
1.038 1.261
Effekte aus der Nutzung von Verlustvorträgen für die keine aktiven
latenten Steuern angesetzt wurden
–941 –256
Effekte aus der Bewertung latenter Steuern auf temporäre
Differenzen
0 122
Anpassungen für Steuern aus Vorjahren –623 –28
Sonstige –42 232
Ertragsteueraufwand 5.474 13.430

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 2020 2019
Tatsächlicher Steueraufwand (+)/-ertrag (–) 9.629 12.531
Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–) –4.155 899
Ertragsteueraufwand 5.474 13.430

13. Ergebnis je Aktie

Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2020 und 2019:

in €, T€ bzw. Stück 2020 2019
Konzernjahresergebnis 13.302 22.251
Durchschnittliche gewichtete ausstehende
Anzahl der Aktien 13.382.324 13.382.324
Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) 0,99 1,66

Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 18. Mai 2021 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 ausgewiesenen Bilanzgewinn i.H. v. € 31.174.580,45 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i.H. v. € 2,30 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 30.779.345,20, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i.H. v. € 395.235,25 auf neue Rechnung. In dem Vorschlag für die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre i.H. v. € 2,30 je dividendenberechtigter Stückaktie ist neben der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 i.H. v. € 0,99 eine Sonderdividende i.H. v. € 1,31 enthalten.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

14. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

in T€ Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungs 31. Dezember
2020 kurseffekte 2020
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 47.072 195 122 96 –188 47.054
Technische Anlagen und Maschinen 40.496 1.583 10.447 2.586 –264 33.953
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.599 996 2.722 27 –490 19.412
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.849 259 413 –1.250 0 445
Sachanlagen 111.016 3.034 13.703 1.459 –942 100.863
Entwicklungskosten selbsterstellt 12.510 113 0 8.815 32 21.470
Lizenzen und Software erworben 15.475 1.518 291 605 –15 17.292
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.109 0 0 0 48 4.157
Geschäfts- und Firmenwert 83.788 0 0 0 –1.535 82.253
Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit 8.815 0 0 –8.815 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 124.696 1.630 291 605 –1.470 125.172
Anlagevermögen gesamt 235.712 4.664 13.994 2.064 –2.412 226.035
in T€ Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar
2019
Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungs
kurseffekte
31. Dezember
2019
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 47.792 630 1.566 123 93 47.072
Technische Anlagen und Maschinen 38.307 2.552 3.546 3.071 112 40.496
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.373 1.546 1.532 53 159 21.599
Leasing 5.318 0 0 –5.343 24 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.867 1.475 107 –1.386 0 1.849
Sachanlagen 114.657 6.203 6.751 –3.481 388 111.016
Entwicklungskosten selbsterstellt 16.019 101 3.666 0 55 12.510
Lizenzen und Software erworben 14.970 791 839 546 7 15.475
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.252 0 133 0 –10 4.109
Geschäfts- und Firmenwert 83.439 0 0 0 349 83.788
Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit 8.210 604 0 0 0 8.815
Immaterielle Vermögenswerte 126.891 1.496 4.637 546 400 124.696
Anlagevermögen gesamt 241.548 7.699 11.388 –2.935 789 235.712
Abschreibungen Nettobuchwert in T€
1. Januar 2020 Abschreibung Abgänge Umbuchungen Währungs 31. Dezember 1. Januar 2020 31. Dezember
lfd. Jahr kurseffekte 2020 2020
33.106 869 121 0 –165 33.689 13.966 13.365 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
29.033 2.587 7.430 947 –212 24.926 11.463 9.028 Technische Anlagen und Maschinen
15.639 2.307 2.542 0 –424 14.981 5.960 4.431 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0 0 0 0 0 0 1.849 445 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
77.778 5.764 10.093 947 –800 73.595 33.238 27.268 Sachanlagen
11.716 6.326 0 0 32 18.073 795 3.396 Entwicklungskosten selbsterstellt
12.837 1.577 294 0 –15 14.105 2.638 3.187 Lizenzen und Software erworben
4.105 1 10 0 48 4.144 4 13 Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte
41.476 0 0 0 –1.535 39.941 42.312 42.312 Geschäfts- und Firmenwert
0 0 0 0 0 0 8.815 0 Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit
70.133 7.903 304 0 –1.469 76.263 54.563 48.908 Immaterielle Vermögenswerte
147.912 13.667 10.397 947 –2.269 149.859 87.801 76.176 Anlagevermögen gesamt
Abschreibungen Nettobuchwert in T€
1. Januar 2019 Abschreibung Abgänge Umbuchungen Währungs 31. Dezember 1. Januar 2019 31. Dezember
lfd. Jahr kurseffekte 2019 2019
33.063 1.528 1.528 0 44 33.106 14.729 13.966 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
27.623 2.521 3.094 1.923 61 29.033 10.684 11.463 Technische Anlagen und Maschinen
14.131 2.766 1.263 0 6 15.639 7.242 5.960 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.493 73 0 –2.584 17 0 2.825 0 Leasing
0 0 0 0 0 0 1.867 1.849 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
77.310 6.888 5.885 –661 127 77.778 37.347 33.238 Sachanlagen
14.759 568 3.708 0 97 11.716 1.261 795 Entwicklungskosten selbsterstellt
12.694 976 839 0 6 12.837 2.276 2.638 Lizenzen und Software erworben
4.245 3 133 0 –10 4.105 6 4 Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte
41.127 0 0 0 349 41.476 42.312 42.312 Geschäfts- und Firmenwert
0 0 0 0 0 0 8.210 8.815 Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit
72.825 1.547 4.679 0 441 70.133 54.066 54.563 Immaterielle Vermögenswerte
150.135 8.434 10.565 –661 569 147.912 91.413 87.801 Anlagevermögen gesamt

Immaterielle Vermögenswerte

Der Anstieg der Entwicklungskosten resultiert im Wesentlichen aus der Erfassung der Entwicklungskosten in Arbeit, da Arbeiten für Neuentwicklungen abgeschlossen wurden. Zum Jahresende wurden die Entwicklungskosten einem Impairmenttest unterzogen, der zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von T€ 5.200 führte. Dieser Betrag wurde in voller Höhe im Ergebnis des Segments Europa erfasst. Der Wertminderungsbedarf ist auf eine Änderung der Erwartungen der zukünftigen Cashflows aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie der Umstrukturierung des R&D-Bereichs zurückzuführen. Die Annahmen zu Volumina und damit verbundenem Einsparpotential verminderten sich im Abschreibungszeitraum, was zu einer Verringerung der zukünftig zu erwartenden Cashflows führt.

Darüber hinaus sind T€ 1.084 (Vorjahr: T€ 1.251) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die nicht aktiviert wurden, da die Kriterien zur Aktivierung gem. IAS 38 nicht erfüllt waren.

Wesentliche vertragliche Verpflichtungen, wie z. B. aus dem Erwerb von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten, bestehen zum Stichtag nicht.

Geschäfts- und Firmenwert

Die gesamten Geschäfts- und Firmenwerte mit einem Buchwert von T€ 42.312 (Vorjahr: T€ 42.312) werden den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten »Europa« i.H. v. T€ 42.306 (Vorjahr: T€ 42.306) »Nordamerika« i.H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und »Asien/Pazifik« i.H. v. T€ 6 (Vorjahr: T€ 6) zugeordnet.

Die Werthaltigkeitsprüfung für Geschäfts- und Firmenwerte wird regelmäßig für die operativen Segmente auf Grundlage der Berechnung des Nutzungswerts durchgeführt.

Basis für die Werthaltigkeitsprüfung gemäß der unter Abschnitt 5 dargestellten Vorgehensweise für Geschäfts- und Firmenwerte ist die Planung 2021 bis 2026 auf Konzernebene.

Der Planung liegen im Wesentlichen die folgenden Annahmen zugrunde, die auf der langjährigen Erfahrung des Managements sowie auf den mittelfristigen Strategien für die einzelnen Märkte basieren. Weitergehende Informationen standen dem Management durch externe Marktstudien zur Verfügung. Die Kernannahmen lassen sich wie folgt darstellen:

  • p Umsatzsteigerung durchschnittlich bei ca. 2,9% p.a. im Segment »Europa«, in den übrigen Segmenten zwischen 7,2% und 8,0%
  • p Kostensteigerungen von 1,5–2,0%
  • p Lohn- und Gehaltskostensteigerungen von ca. 2,5–3,0% p.a.

Zur Diskontierung wurde im Planungszeitraum ein Zinssatz vor Steuern von 7,3% (Vorjahr: 6,0%) und ein Langfristwachstum in der ewigen Rente von 1,0% (Vorjahr: 1,0%) zugrunde gelegt.

In die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes geht ein gewichteter Fremdkapitalzinssatz von 0,5% (Vorjahr: 0,9%), der gewichtete Eigenkapitalzinssatz sowie die Kapitalstruktur ein. Dem Eigenkapitalzinssatz liegt ein risikofreier Zins von durchschnittlich –0,2% (Vorjahr: 0,1%) sowie ein Betafaktor von 1,3 (Vorjahr: 1,0) zugrunde.

Für alle Geschäfts- und Firmenwerte der WashTec Gruppe ergibt sich im Berichtsjahr kein Abschreibungsbedarf. Auch bei einem um 10 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatz und einer um 5 Prozentpunkte geringeren Bruttomarge (nach Abzug der direkten Umsatzkosten) ergibt sich kein Abwertungsbedarf.

15. Nutzungsrechte

Bei den bilanzierten Leasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um angemietete Gebäude und Leasing von Servicefahrzeugen. Diese sind in den Nutzungsrechten für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten. Die Nutzungsrechte für Maschinen beinhalten die von WashTec gefertigten Maschinen, die an Leasinggesellschaften veräußert und im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Transaktionen bzw. Mietkaufverträgen zurückgekauft werden.

Die folgende Tabelle zeigt die im Rahmen von Leasingverhältnissen bilanzierten Nutzungsrechte an Vermögenswerten:

in T€ 31.12.2020 31.12.2019
Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude 12.816 13.756
Nutzungsrechte – Andere Anlagen,
Betriebs- & Geschäftsausstattung
5.536 5.583
Nutzungsrechte – Maschinen 1.180 2.150
Gesamt 19.532 21.488

Die Zugänge zu den Nutzungsrechten betrugen im Geschäftsjahr 2020 T€ 8.037 (Vorjahr: T€ 9.640), die Abgänge T€ 1.607 (Vorjahr: T€ 1.566). Auf Währungskurseffekte entfallen T€ –299.

Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2020 2019
Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude 4.211 4.107
Nutzungsrechte – Andere Anlagen,
Betriebs- & Geschäftsausstattung
3.432 3.513
Nutzungsrechte – Maschinen 443 470
Gesamt 8.086 8.089

Für Angaben zu den Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 29 verwiesen.

16. Latente Steuern

Es bestehen aktive latente Steuern i.H. v. T€ 4.583 (Vorjahr: T€ 3.740) sowie passive latente Steuern i.H. v. T€ 989 (Vorjahr: T€ 4.486), die aus temporären Differenzen resultieren.

Latente Steuerverbindlichkeiten für sogenannte »outside basis differences« werden nicht bilanziert, da das die Beteiligung haltende Unternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auflösen werden. Die Steuerbasis der nicht angesetzten passiven latenten Steuern beläuft sich auf T€ 1.295 (Vorjahr: T€ 1.914).

Verlustvorträge und temporäre Differenzen wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen soweit die Nutzung der Verlustvorträge bzw. der temporären Differenzen auf Basis der internen Planung 2021 bis 2026 mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.

Sofern es nicht wahrscheinlich ist, dass Verlustvorträge mit einem zukünftigen zu versteuernden Ergebnis verrechnet werden können, werden diese nicht zur Bildung von aktiven latenten Steuern herangezogen. Deshalb wurden im Berichtsjahr für Verlustvorträge i.H. v. T€ 17.253 (Vorjahr: T€ 18.656) sowie für temporäre Differenzen i.H. v. T€ 11.577 (Vorjahr: T€ 13.496) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Dies entspricht nicht aktivierten aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge i.H. v. T€ 4.339 (Vorjahr: T€ 4.738) sowie nicht aktivierten aktiven latenten Steuern für temporäre Differenzen i.H. v. T€ 2.846 (Vorjahr: T€ 3.339).

Ein Teil der Verlustvorträge unterliegt hinsichtlich der Nutzung keiner zeitlichen Begrenzung. Verlustvorträge in Höhe von T€ 12.994 sind zeitlich begrenzt nutzbar. Davon verfallen T€ 1.911 in den Jahren 2021 bis 2025 und T€ 11.083 in den Jahren 2030 bis 2038 sofern sie nicht genutzt werden können.

Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen vor Saldierung auf folgende wesentliche Bilanzposten:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in T€ 2020 2019 2020 2019
Sachanlagen 323 383 –1.242 –1.206
Immaterielle Vermögenswerte 0 56 –1.863 –3.783
Nutzungsrechte 0 0 –4.488 –4.893
Vorräte 2.476 1.118 –8 –21
Forderungen 617 179 –403 –1.102
Leasingverbindlichkeiten 4.343 4.586 0 0
Rückstellungen 2.811 2.675 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.354 1.501 –25 –25
Vertragsverbindlichkeiten 149 167 –180 –116
Sonstige 30 79 –298 –345
Gesamt 12.103 10.744 –8.507 –11.491
davon langfristig 4.969 6.223 –4.860 –8.335
davon kurzfristig 7.134 4.522 –3.648 –3.157

Es wurden latente Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten i.H. v. T€ 7.520 (Vorjahr: T€ 7.097) gemäß den Saldierungsvorschriften des IAS 12 aufgerechnet.

Im Berichtsjahr wurden T€ 208 (Vorjahr: T€ 261) latente Steuern im Eigenkapital gebucht. Der Saldo der im Eigenkapital erfassten latenten Steuern beläuft sich damit auf T€ 2.027 (Vorjahr: T€ 1.819).

In der folgenden Tabelle sind die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen sowie die darauf entfallenden Veränderungen der latenten Steuern dargestellt:

in T€ 2020 2019
Verände
rung vor
Steuern
Verände
rung der
latenten
Steuern
Verände
rung nach
Steuern
Verände
rung vor
Steuern
Verände
rung der
latenten
Steuern
Verände
rung nach
Steuern
Ausgleichsposten aus der
Währungsumrechnung auslän
discher Tochterunternehmen
–1.193 0 –1.193 23 0 23
Währungsdifferenzen aus
Nettoinvestitionen in Tochter
unternehmen
–470 178 –292 284 –21 263
Veränderung versicherungs
mathematischer Gewinne und
Verluste
–77 30 –47 –956 283 –673
Im Eigenkapital direkt
erfasste Wertänderungen
–1.740 208 –1.532 –649 261 –388

17. Vorräte

in T€ 2020 2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Waren 21.964 22.234
Unfertige Erzeugnisse 9.519 10.179
Fertige Erzeugnisse 6.690 5.575
Geleistete Anzahlungen 291 109
Gesamt 38.464 38.097

Im Berichtsjahr belief sich die Zuführung der Wertminderungen auf das Vorratsvermögen auf T€ 249 (Vorjahr: T€ 1.687). Im Vorjahr war darin eine Anpassung der Reichweitenabschläge im Zusammenhang mit der Markteinführung der neuen Portalwaschanlage enthalten.

18. Steuerforderungen

in T€ 2020 2019
Kurzfristige Steuerforderungen 18.160 15.244
Gesamt 18.160 15.244

Die Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus anrechenbaren Kapitalertragsteuern.

19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in T€ 2020 2019
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.487 7.313
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 57.075 84.041
Gesamt 63.562 91.355

Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel für kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt in der Regel 30 Tage.

Die langfristigen Forderungen hängen im Wesentlichen mit der Durchführung eines Investitionsprogramms mit einem Großkunden zusammen. Alle Forderungen aus diesem Programm sind gegen ein mögliches Ausfallrisiko versichert.

Die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen insgesamt T€ 70.005 (Vorjahr: T€ 96.599). Darin sind Bruttobuchwerte für am Abschlussstichtag bonitätsbeeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H. v.

T€ 1.254 (Vorjahr: T€ 1.236) enthalten. Die ebenfalls im Gesamtbetrag enthalten Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die die Wertminderungen in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen werden, stellen sich wie folgt dar:

in T€
Jahr Nicht überfällig Mehr als 30 Tage
überfällig
Mehr als 60 Tage
überfällig
Mehr als 120 Tage
überfällig
Gesamt
2020 52.048 2.813 2.302 11.589 68.752
2019 73.610 4.202 5.066 12.485 95.363

Die Wertminderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:

in T€ 2020 2019
Stand 1. Januar 5.245 4.722
Zuführung 378 741
Inanspruchnahme –147 –106
Auflösung –215 –229
Veränderung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste 1.182 117
Stand 31. Dezember 6.443 5.245

20. Sonstige Vermögenswerte

in T€ 2020 2019
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 198 240
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte 502 486
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.116 1.335
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte 1.812 2.737
Gesamt 3.630 4.798
davon nicht-finanzielle Abgrenzungsposten 1.350 1.767

Der Abgrenzungsposten ergibt sich aus der Abgrenzung von vorausbezahlten Wartungspauschalen sowie aus Vorauszahlungen von Versicherungsprämien.

21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Für alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergaben sich im Berichtsjahr keine objektiven Hinweise auf eine Wertminderung.

Der Buchwert der Zahlungsmittel beträgt T€ 19.872 (Vorjahr: T€ 12.426) und stellt gleichzeitig den beizulegenden Zeitwert dar.

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds der WashTec Gruppe im Berichtsjahr verändert hat. Dabei wurden die Zahlungsströme entsprechend IAS 7 nach den operativen Tätigkeiten im Mittelfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Finanzmittelfonds zum Ende des Jahres wie folgt zusammen:

in T€ 2020 2019
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19.872 12.426
Kontokorrentkredite/kurzfristig verzinsliche Darlehen –19.107 –47.132
Finanzmittelfonds 765 –34.706

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit sind folgender Übersicht zu entnehmen:

in T€ 01.01.2020 Zahlungswirksame
Veränderung
Zahlungsunwirksame
Veränderung
31.12.2020
Tilgung von Leasing
verbindlichkeiten
Aufnahme von
Leasingverbindlich
keiten
Langfristige Leasing
verbindlichkeiten
14.224 –5.738 4.662 13.148
Kurzfristige Leasing
verbindlichkeiten
7.467 –2.954 2.510 7.023
Gesamt 21.691 –8.692 7.173 20.171
in T€ 01.01.2019 Zahlungswirksame
Zahlungsunwirksame
Veränderung
Veränderung
31.12.2019
Tilgung von Leasing
verbindlichkeiten
Aufnahme von
Leasingverbindlich
keiten
Langfristige Leasing
verbindlichkeiten
2.067 –5.582 17.739 14.224
Kurzfristige Leasing
verbindlichkeiten
897 –2.982 9.552 7.467
Gesamt 2.965 –8.564 27.291 21.691

In Bezug auf die Erläuterungen zu den verzinslichen Darlehen wird auf die Anhangangabe 28 verwiesen.

Eigenkapital

22. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der WashTec AG beträgt T€ 40.000. Es ist in 13.976.970 (Vorjahr: 13.976.970) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und ist voll eingezahlt. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht und ist entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital dividendenbezugsberechtigt.

2020 2019
Stammaktien in tausend Stück 13.977 13.977
Anteile am Grundkapital je Aktie in € 2,86 2,86

Die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile zum 31. Dezember 2020 beträgt 13.382.324 Aktien (Vorjahr: 13.382.324 Aktien).

Die ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG am 28. Juli 2020 hat beschlossen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinn i.H. v. € 22.581.092,36 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

  • p für Spitzenbeträge;
  • p wenn die neuen Aktien gegen Sacheinlage im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen ausgegeben werden;
  • p bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;
  • p soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Ziffer 5.1 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital anzupassen.

23. Kapitalrücklage

Im Wesentlichen resultiert die Kapitalrücklage aus der Einbringung der California Kleindienst Holding GmbH in die WashTec AG zum 1. Januar 2000 i.H. v. T€ 26.828 und i.H. v. T€ 18.019 – abzüglich T€ 1.774 Kapitalerhöhungskosten – aus dem Agio der Kapitalerhöhung im August 2005. Im Jahr 2009 wurde die Kapitalrücklage durch den Einzug von eigenen Aktien i.H. v. T€ 9.464 gemindert.

24. Eigene Anteile

Wie im Vorjahr hält die WashTec AG zum 31. Dezember 2020 eigene Aktien i.H. v. T€ 13.177. Dies entspricht 594.646 Stück.

Erwerb und Verwendung eigener Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2019 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 30. Juni 2022 eigene Aktien i.H. v. bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben.

Der Vorstand wurde ermächtigt, die aufgrund der von der Hauptversammlung am 29. April 2019 erteilten Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre wie folgt zu verwenden:

Sie können

  • p als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des unmittelbaren oder mittelbaren Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen angeboten und übertragen werden;
  • p zur Bedienung von Optionsrechten an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden, verwendet werden; oder

p auf andere Weise verwendet werden, sofern die Verwendung der eigenen Aktien der Gesellschaft gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung ist zudem beschränkt auf Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der insgesamt 10% des Grundkapitals nicht übersteigen darf, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Optionsrechten, die an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden, zu verwenden.

Die vorgenannten Ermächtigungen zur Verwendung in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre können ganz oder in Teilen, einmalig oder mehrmalig ausgenutzt werden. Die Verwendung darf zu einem oder zu mehreren der vorgenannten Zwecke erfolgen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie die Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigungen in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre verwendet werden.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung der Gesellschaft anzupassen.

25. Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte 26. Rückstellungen für Pensionen

in T€ 01.01.2020 Veränderung direkt Veränderung der 31.12.2020
im Eigenkapital latenten Steuern
erfasster Erträge
und Aufwendungen
Hedge Reserve –500 0 0 –500
Währungsdifferenzen aus
Nettoinvestitionen in
Tochterunternehmen –1.718 –470 178 –2.010
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste –3.798 –77 30 –3.845
Sonstige Rücklagen –6.017 –547 208 –6.356
Währungskurseffekte 572 –1.193 0 –621
Gesamt –5.445 –1.740 208 –6.977
in T€ 01.01.2019 Veränderung direkt
im Eigenkapital
erfasster Erträge
und Aufwendungen
Veränderung der
latenten Steuern
31.12.2019
Hedge Reserve –500 0 0 –500
Währungsdifferenzen aus
Nettoinvestitionen in
Tochterunternehmen
–1.981 284 –21 –1.718
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste
–3.124 –956 283 –3.798
Sonstige Rücklagen –5.606 –672 261 –6.017
Währungskurseffekte 549 23 0 572
Gesamt –5.057 –649 261 –5.445

Die Rückstellungen betreffen vor allem die WashTec Cleaning Technology GmbH und WashTec Holding GmbH, Augsburg und werden für Pensionsverpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Entsprechend der Versorgungsordnung werden Altersrente (ab 63 Jahre), vorzeitige Altersrente und Invalidenrente gewährt. Voraussetzung für die Leistung ist eine Dienstzeit von 10 Jahren, wobei Dienstjahre frühestens ab dem 30. Lebensjahr berücksichtigt werden. Die monatliche Altersrente ergibt sich aus einem Fixbetrag multipliziert mit der Anzahl der anrechnungsfähigen Dienstjahre. Darüber hinaus kommen einzelvertragliche Regelungen zur Anwendung.

Die Höhe der Rückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei wurde ein Abzinsungsfaktor von 0,4% (Vorjahr: 0,6%) angenommen. Die jährlichen Gehalts- und Lebenskostensteigerungsraten wurden unverändert zum Vorjahr mit 1,5% bewertet. Die erwartete Rendite aus den Erstattungsansprüchen aufgrund der bestehenden Rückdeckungsversicherungen beträgt 0,4% (Vorjahr: 0,6%). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die »Richttafeln 2018 G« von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt und aus Standardtafeln abgeleitet.

Die Anzahl der Leistungsempfänger zum 31. Dezember 2020 betrug 221 Mitarbeiter (Vorjahr: 228 Mitarbeiter), die Gesamtzahl aller Personen mit einer Pensionsverpflichtung beträgt 371 Mitarbeiter (Vorjahr: 392 Mitarbeiter). In den Neubewertungen sind Effekte für erfahrungsbedingte Anpassungen i.H. v. T€ –60 (Vorjahr: T€ –37) enthalten.

Sämtliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden mit dem Eigenkapital verrechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vor latenten Steuern T€ –77 (Vorjahr: T€ –956). Insgesamt sind bis zum 31. Dezember 2020 T€ –5.604 (Vorjahr: T€ –5.527) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (vor latenten Steuern) direkt im Eigenkapital erfasst worden.

In den Geschäftsjahren 2019 und 2020 hat sich der Barwert der Pensionsverpflichtung wie folgt entwickelt:

in T€ 2020 2019
Stand 1. Januar 10.938 10.065
Erwartete Rendite 14 8
Gezahlte Renten –433 –442
Dienstzeitaufwand der Berichtsperiode 129 200
Zinsaufwand 62 152
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 77 956
Stand 31. Dezember 10.787 10.938

Details der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste:

in T€ Pensionsrück
stellungen
Barwert
Erstattungs
ansprüche
Beizulegender
Zeitwert
Gesamt
Erwartete Rendite 0 –14 –14
Gewinne und Verluste aus der
Veränderung der finanziellen Annahmen
29 0 29
Gewinne und Verluste aus der
Bestandsveränderung
62 0 62
Gesamt 91 –14 77

Die Ansprüche gegenüber der Unterstützungskasse und die auf das Leben der begünstigten Mitarbeiter abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen haben Erstattungscharakter.

Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Es erfolgt keine Anlage in Immobilien, Aktien oder Ähnlichem. Die Entwicklung der sogenannten Erstattungsansprüche zeigt die nachfolgende Tabelle:

in T€ 2020 2019
Zeitwert Erstattungsansprüche 1. Januar 486 470
Erwartete Rendite 16 16
Zeitwert Erstattungsansprüche 31. Dezember 502 486

Sensitivitäten gem. IAS 19 für Pensionsverpflichtungen

Risiken aus den Pensionsverpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Lebenserwartung der Pensionsberechtigten und der Entwicklung des Zinssatzes, welche zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung führt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivitäten (die Berechnungen beruhen auf der Projected Unit Credit-Methode) aufgrund der aktuellen Annahmen der möglichen Änderung der Abzinsungssätze (Discount Rate), der Lebenskostensteigerung und der Lebenserwartung. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Die Annahmen und Methoden, die im Rahmen der Sensitivitätsanalyse angewandt wurden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Auswirkung auf die
Pensionsverpflichtung (DBO)
Annahmen Veränderungen 2020 2019
Lebenserwartung Anstieg um ein Jahr 5,5% 5,1%
Lebenskostensteigerung Anstieg um 0,25% 2,3% 2,2%
Zinssatz Anstieg um 0,25% –2,5% –2,5%
Zinssatz Rückgang um 0,25% 2,6% 2,6%

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen beträgt ca. 10 Jahre (Vorjahr: ca. 10 Jahre).

Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Zahlungen für Pensionsleistungen:

in T€ bis 1 Jahr 1–5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Pensionsleistungen 583 2.372 7.198 10.153

27. Sonstige Rückstellungen

in T€ Stand Zuführung Inanspruch Auflösung Währungs Stand davon davon Rückstellungen in 2019
1. Januar 2020 nahme differenz 31.Dezember
2020
kurzfristig langfristig davon
kurzfristig
davon
langfristig
Altersteilzeit 1.280 1.062 –498 0 0 1.844 511 1.334 598 682
Gewährleistung 5.904 5.245 –4.074 –663 –71 6.342 6.326 15 5.867 37
Rückkaufverpflichtung 3.428 280 –821 0 0 2.888 645 2.243 821 2.608
Rechts- und Beratungskosten 611 578 –171 –63 0 956 956 0 611 0
Abfindungen 1.458 2.062 –1.091 –13 0 2.416 2.416 0 1.458 0
Übrige 848 157 –12 –223 0 771 227 544 272 576
Gesamt 2020 13.529 9.385 –6.666 –960 –71 15.216 11.081 4.136
2019 13.037 7.476 –5.828 –1.180 24 13.529 9.625 3.904

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend IAS 19 (revised) berechnet. Dabei wurden ein Zinssatz von –0,3% (Vorjahr: –0,2%) und ein jährlicher Gehaltstrend von 1,5% (Vorjahr: 1,5%) berücksichtigt.

Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird anhand der Erfahrungen aus vergangenen Jahren gebildet. Die den Berechnungen der Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den aktuell verfügbaren Informationen über Reparaturen und Reklamationen für die verkauften Produkte innerhalb des Gewährleistungszeitraums. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten innerhalb des entsprechenden Gewährleistungszeitraums nach dem Bilanzstichtag anfallen werden.

Die Rückstellung für Verträge mit Rückgaberechten umfasst die erwarteten Aufwendungen aus vertraglichen Verpflichtungen zur Rücknahme von vormals an Mineralölgesellschaften verkauften Maschinen und wird rollierend ermittelt. Diese Verpflichtungen sind in der Regel durch Avale gesichert.

Die Rückstellung für Abfindungen i.H. v. T€ 2.416 (Vorjahr: T€ 1.458) beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für Personalmaßnahmen im Rahmen der Umsetzung des Performance Programms.

In den übrigen Rückstellungen von T€ 771 (Vorjahr: T€ 848) sind im Wesentlichen Rückstellungen für mögliche Schadensfälle i.H. v. T€ 679 (Vorjahr: T€ 689) enthalten.

Zum Bilanzstichtag bestanden aus Sicht der WashTec Gruppe Eventualverbindlichkeiten im Wesentlichen aus Vertragserfüllungsverpflichtungen und für potentielle Aufwendungen aus dem Rückkauf von Maschinen i.H. v. T€ 991 (Vorjahr: T€ 1.109), deren Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme geringer als 50% eingeschätzt wird.

28. Verzinsliche Darlehen

Die Finanzierung der WashTec Gruppe basiert auf bilateralen Verträgen mit verschiedenen Banken. Die wesentliche Darlehensnehmerin ist die WashTec Cleaning Technology GmbH und verfügt insgesamt über Kreditlinien in einer Gesamthöhe von T€ 121.500 (Vorjahr: T€ 86.500), bestehend aus b.a.w.-Linien i.H. v. insgesamt T€ 90.000 (Vorjahr: T€ 60.000) sowie langfristigen Kreditzusagen mit einer Laufzeit von unter zwei Jahren i.H. v. T€ 31.500 (Vorjahr: T€ 26.500). Diese können sowohl als Kredit- als auch als Avallinie genutzt werden. Darüber hinaus besteht ein kurzfristig verzinsliches Darlehen, das auf die Tochtergesellschaft in China entfällt. Insgesamt verfügt die WashTec Gruppe über eine Kreditlinie i.H. v. T€ 122.497 (Vorjahr: T€ 87.523). Die Erhöhung der Kreditlinien um T€ 35.000 erfolgte im ersten Quartal des Geschäftsjahres im Rahmen der Liquiditätssicherung der WashTec Gruppe im Zusammenhang mit den Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie.

Zum 31. Dezember 2020 bestanden kurzfristige Darlehen i.H. v. T€ 19.107 (Vorjahr: T€ 47.132), die sich vollständig aus Kontokorrentverbindlichkeiten zusammensetzen. Daneben wurde die Avallinie i.H. v. T€ 6.518 (Vorjahr: T€ 6.471) genutzt. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf T€ 96.871 (Vorjahr: T€ 33.921).

Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden. Der Zinssatz der Kreditlinien ist variabel und an die Entwicklung des EURIBOR zzgl. einer vertraglich vereinbarten Marge gebunden. Die Verzinsung der Kreditlinien wird bei Inanspruchnahme durch die geltenden Konditionen der entsprechenden Kreditinstitute bestimmt. Die Zinssätze betrugen im Berichtsjahr zwischen 0,44% und 0,68% (Vorjahr: 0,25% und 0,64%).

29. Leasingverhältnisse

in T€ 31.12.2020 31.12.2019
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 7.023 7.467
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 13.148 14.224
Gesamt Leasingverbindlichkeiten 20.171 21.691

In Leasingverträgen über eigene Standorte sind zum Teil variable Leasingzahlungen in Form von Staffelmieten beim Erreichen bestimmter Waschzahlen bzw. Umsatzerlöse vereinbart, um eine geringe Fixkostenbasis sicherzustellen. Diese werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die Bedingung eintritt, die die Zahlungen auslöst. Zukünftige Zahlungsmittelabflüsse, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2020 unberücksichtigt geblieben sind, ergeben sich aus variablen Leasingzahlungen i.H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 1).

Eine Reihe von Immobilien-Leasingverträgen enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Diese Optionszeiträume liegen in der Zukunft, sodass hierauf keine Leasingzahlungen entfielen. Mögliche zukünftige Zahlungsmittelabflüsse i.H. v. T€ 2.977 (Vorjahr:T€ 2.906) wurden nicht in die Leasingverbindlichkeiten einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert werden.

Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betrugen im Geschäftsjahr 2020 T€ 8.692 (Vorjahr:T€ 8.565). Aus Leasingverhältnissen, die die WashTec Gruppe im Geschäftsjahr 2020 eingegangen ist, die jedoch noch nicht begonnen haben, ergeben sich zukünftige Zahlungsmittelabflüsse i.H. v. T€ 489 (Vorjahr:T€ 640). Es resultieren Gewinne aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen in Höhe von T€ 105 (Vorjahr:T€ 65).

Für die im Rahmen von Leasingverhältnissen bilanzierten Nutzungsrechte an Vermögenswerten sowie den zugehörigen Abschreibungen wird auf Anhangangabe 15 verwiesen. Für die Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, wird auf Anhangangabe 10 verwiesen. Für die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 11 verwiesen.

30. Sonstige Verbindlichkeiten

in T€ langfristig (
>
1 Jahr)
kurzfristig (
<
1 Jahr)
31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019
Abgegrenzte Verbindlichkeiten 0 0 11.582 11.264
Verbindlichkeiten gegenüber
Handelspartnern 0 0 4.726 4.884
Kreditorische Debitoren 0 0 1.775 1.601
Übrige 185 57 3.503 726
Gesamt sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 185 57 21.586 18.475
Verbindlichkeiten gegenüber
Mitarbeitern 132 1.342 15.143 14.434
Verbindlichkeiten aus Steuern
und Abgaben 0 0 7.238 6.866
Verbindlichkeiten im Rahmen
der sozialen Sicherheit 0 0 2.671 1.203
Übrige 0 89 2.248 2.619
Gesamt sonstige nicht
finanzielle Verbindlichkeiten 132 1.431 27.299 25.120
Gesamt 317 1.488 48.886 43.595

Die abgegrenzten Verbindlichkeiten i.H. v. T€ 11.582 (Vorjahr: T€ 11.264) setzen sich im Wesentlichen aus fehlenden Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen sowie noch zu erstellende Gutschriften im Bereich Service zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben betreffen im Wesentlichen die abzuführende Umsatzsteuer.

31. Vertragsverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten in Bezug auf Verträge mit Kunden:

in T€ 31.12.2020 31.12.2019
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.929 12.424
Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen
und im Voraus bezahlte Serviceverträge
7.993 9.519
Gesamt 18.922 21.943

Das Management erwartet, dass 91,6% (Vorjahr: 90,3%) dieser ausstehenden (oder teilweise ausstehenden) Leistungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2021 als Umsatz erfasst werden. Die restlichen 8,4% (Vorjahr: 9,7%) werden erwartungsgemäß im Geschäftsjahr 2022 als Umsatz erfasst. Der genannte Betrag umfasst keine variablen Vergütungsbestandteile, die begrenzt sind.

Umsatzrealisierung in Bezug auf Vertragsverbindlichkeiten:

in T€ 2020 2019
Im Geschäftsjahr erfasste Erlöse, die zu Beginn
der Periode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten
enthalten waren
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.424 12.575
Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen
und im Voraus bezahlte Serviceverträge
7.401 7.037

Die Angabe umfasst keine Verträge, bei denen der Anspruch auf Gegenleistung vom Kunden mit dem Wert der bereits erbrachten Leistungsverpflichtung durch die WashTec Gruppe im Einklang steht und/oder deren erwartete ursprüngliche Laufzeit maximal ein Jahr beträgt.

32. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie Marktpreisrisiken in Form von Zins- und Währungsrisiken. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen zentral koordiniert bzw. durchgeführt. Beispielsweise ermittelt der Konzern regelmäßig die Positionen, die dem Zins- und Fremdwährungsrisiko unterliegen, bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit von negativen Entwicklungen und trifft gegebenenfalls Entscheidungen zur Vermeidung oder Verminderung der Schwankungen der entsprechenden Zinsund/oder Währungspositionen. Entsprechend einer konzerninternen Richtlinie wird grundsätzlich kein Handel mit Derivaten betrieben.

Im Folgenden werden alle Risikoarten, denen der Konzern ausgesetzt ist, einzeln beschrieben und die Strategien und Verfahren zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.

Kreditrisiken

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch die gebildeten Wertminderungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Hierzu wird auf Anhangangabe 19 verwiesen.

Für einige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verlangt die WashTec Gruppe teilweise Sicherheiten in Form von Bürgschaften, Garantien oder Akkreditiven, auf die bei Zahlungsverzug des Kontrahenten im Rahmen der Vertragsmodalitäten zurückgegriffen werden kann.

Eine Konzentration des Kreditrisikos wird angenommen, wenn ein einzelner Kunde bzw. eine Mineralölgesellschaft mehr als 10% des Konzernumsatzes ausmacht. Im Geschäftsjahr 2020 wurden keine Umsätze mit Großkunden getätigt, die über 10 % des Konzernumsatzes lagen. Demnach besteht im Konzern keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken. Für ausgewählte Kunden wird bei Überschreitung einer gewissen Forderungshöhe eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kreditversicherern abgeschlossen.

Die Kredit- und Ausfallrisiken haben sich in der aktuellen COVID-19-Situation leicht erhöht. Zwar kam es im vergangenen Geschäftsjahr zu keinen signifikanten Forderungsausfällen, trotzdem lässt sich im Markt aufgrund der aktuellen Unsicherheiten ein genereller Anstieg der Ausfallrisiken, insbesondere in einigen Regionen, beobachten. Derzeit geht der Konzern, insbesondere vor dem Hintergrund der umfangreichen Unterstützungsmaßnahmen einzelner Länder sowie auf europäischer Ebene, nicht davon aus, dass es in den für den Konzern relevanten Ländern zu einem Zusammenbruch der Finanzierungsstrukturen kommen wird.

Bei den weiteren finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und sonstige finanzielle Vermögenswerte, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Mit einem Ausfall dieser Instrumente wird nicht gerechnet.

Liquiditätsrisiken

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften des Konzerns ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Management-Systeme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Maßnahmen ergriffen. Die aktuelle und zukünftige Liquiditätssituation wird auf Basis einer monatlich rollierenden Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis zeitnah gesteuert. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Die Kreditlinien wurden auf Basis bilateraler Verträge der WashTec Cleaning Technology GmbH mit verschiedenen Banken unter gesamtschuldnerischer Haftung der WashTec AG eingeräumt. Nähere Erläuterungen sind in Anhangangabe 28 aufgeführt.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2020 vertraglich fixierten und undiskontierten Zahlungen für Tilgungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten für die nächsten Geschäftsjahre.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten, vor allem aus den Darlehen, wurden unter Zugrundelegung der erwarteten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

in T€ Buchwert Cashflows
2020 2021 2022–2025 2026 ff.
Verzinsliche Darlehen 19.107 19.585 0 0
Leasingverbindlichkeiten 20.171 7.292 12.083 1.458
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
10.486 10.486 0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
21.771 21.586 185 0
in T€ Buchwert Cashflows
2019 2020 2021–2024 2025 ff.
Verzinsliche Darlehen 47.132 47.553 0 0
Leasingverbindlichkeiten 21.691 7.811 13.161 1.659
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
20.783 20.783 0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
18.532 18.475 57 0

Marktpreisrisiken

Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen sowie Zinsschwankungen an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten stellen die wesentlichen Marktpreisrisiken für den Konzern dar.

Die direkten Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union in Bezug auf die Marktpreisrisiken des Konzerns werden als nicht wesentlich eingeschätzt. Die Tochtergesellschaft in Großbritannien ist als Vertriebs- und Servicegesellschaft in die Aktivitäten der Gruppe lediglich durch den Bezug von Waren aus der Europäischen Union eingebunden. Es bestehen keine Lieferbeziehungen aus Großbritannien in die Europäische Union, die zu möglichen negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit außerhalb des Landes führen könnten.

Die Unsicherheiten bezüglich des weiteren Verlaufs der COVID-19-Pandemie, wird im Jahr 2021 bestehen bleiben und damit weiterhin einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft haben. Für weitere Ausführungen wird auf den Risikobericht (S. 74–83) verwiesen.

Währungsrisiken

Schwankungen des USD/EUR sowie CAD/USD können das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen, da Teile des operativen Geschäfts im Segment Nordamerika generiert werden. Daneben bestehen langfristige Darlehensforderungen in USD und CAD. Bei einer deutschen Tochtergesellschaft besteht eine langfristige Darlehensforderung gegenüber der Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA, die in Höhe von Mio.USD 7,3 (Vorjahr: Mio.USD 4,0) als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert ist. Bei der amerikanischen Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA besteht eine langfristige CAD-Darlehensforderung gegenüber deren kanadischer Tochtergesellschaft, die in Höhe von Mio.CAD 7,8 (Vorjahr: Mio.CAD 7,8) als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert ist. Die Umrechnungseffekte der Darlehensforderungen, die jeweils auf die Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb entfallen, werden im Eigenkapital erfasst.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich Ergebnis vor Steuern und Eigenkapital verändern, wenn die Währungen, die als Preisrisikovariablen identifiziert wurden, aus Sicht des Bilanzstichtags anders ausgefallen wären. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

2020 Auswirkungen auf
das Ergebnis vor Steuern
Auswirkungen auf
das Eigenkapital
Währung – USD
+5% 132 –297
–5% –132 297
Währung – CAD
+5% 341 –343
–5% –341 343
2019 Auswirkungen auf
das Ergebnis vor Steuern
Auswirkungen auf
das Eigenkapital
Währung – USD
+5% 618 –178
–5% –618 178
Währung – CAD
+5% 469 –335

Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Gruppe unwesentlich. Die Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union in Bezug auf die Währungsrisiken des Konzerns werden als nicht wesentlich eingeschätzt.

Zinsrisiken

Zinsrisiken entstehen im Konzern im Wesentlichen in Zusammenhang mit den in Anspruch genommenen verzinslichen Darlehen, da sich der Basiszinssatz für die Kreditlinien am EURIBOR orientiert. Auch ein um 10 Basispunkte höherer EURIBOR hätte derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern.

Im Geschäftsjahr und im Vorjahr lagen keine Zinsswaps vor.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe geeigneter Finanzkennzahlen. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten umfassen verzinsliche Darlehen sowie Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 2020 T€ 19.407 (Vorjahr: T€ 56.397). Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden.

33. Finanzinstrumente – zusätzliche Angaben

Die nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend von den relevanten Bilanzpositionen, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

in T€ Bewertungs Buchwert Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 Wertansatz Beizulegender IFRS 13
kategorien
nach IFRS 9
31.12.2020 Fortgeführte
Anschaffungs
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Bilanz nach
IFRS 16
Zeitwert
31.12.2020**
Stufe
kosten Zeitwert
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC* 19.872 19.872
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC* 57.075 57.075
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC* 6.487 6.487
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte AC* 1.116 1.116
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte AC* 198 198
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC* 10.486 10.486
Verzinsliche Darlehen FLAC* 19.107 19.107
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC* 21.586 21.586
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC* 185 185
Leasingverbindlichkeiten n/a 20.171 20.171
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (AC) 84.749 84.749
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 51.364 51.364

* AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte; FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

** Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird unterstellt, dass der Buchwert zum Stichtag den beizulegenden Zeitwert approximiert. Der Effekt bei den langfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten ist nicht wesentlich.

in T€ Bewertungs
kategorien
Buchwert
31.12.2019
Fortgeführte Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Erfolgswirksam
Wertansatz
Bilanz nach
Beizulegender
Zeitwert
IFRS 13
Stufe
nach IFRS 9 Anschaffungs
kosten
zum beizulegenden
Zeitwert
IFRS 16 31.12.2019**
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC* 12.426 12.426
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC* 84.041 84.041
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC* 7.313 7.313
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte AC* 1.335 1.335
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte AC* 240 240
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC* 20.783 20.783
Verzinsliche Darlehen FLAC* 47.132 47.132
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC* 18.475 18.475
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC* 57 57
Leasingverbindlichkeiten n/a 21.691 21.691
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (AC) 105.356 105.356
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 86.447 86.447

* AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte; FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

** Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird unterstellt, dass der Buchwert zum Stichtag den beizulegenden Zeitwert approximiert. Der Effekt bei den langfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten ist nicht wesentlich.

Als beizulegender Zeitwert gilt der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Besteht kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt.

Im Rahmen der Bemessungshierarchie (»Fair-Value-Hierarchie«) des IFRS 13 werden Finanzinstrumente auf Basis der verwendeten Inputfaktoren in eine von insgesamt drei Stufen eingeordnet. Hierbei wird den Inputfaktoren der Stufe 1 die höchste Priorität eingeräumt, während nicht beobachtbare Inputfaktoren die niedrigste Priorität erhalten. Die drei Stufen werden nachfolgend erläutert.

Stufe 1: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die in aktiven Märkten gehandelt werden (wie etwa börsennotierte Derivate und Eigenkapitalinstrumente) beruht auf den notierten Marktpreisen am Ende der Berichtsperiode. Der notierte Marktpreis der von der Gruppe gehaltenen finanziellen Vermögenswerte entspricht dem aktuellen Geldkurs. Diese Instrumente werden in Stufe 1 eingeordnet.

Stufe 2: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden (wie etwa OTC-Derivate) wird anhand von Bewertungstechniken ermittelt, die den Einsatz beobachtbarer Marktdaten maximieren und möglichst wenig auf unternehmensspezifische Schätzungen zurückgreifen. Wenn alle signifikanten Inputfaktoren zur Bewertung eines Instruments zum beizulegenden Zeitwert beobachtbar sind, wird das Instrument in Stufe 2 eingruppiert.

Stufe 3: Sind einer oder mehrere der signifikanten Inputfaktoren nicht beobachtbar, wird das Instrument in Stufe 3 eingeordnet. Dies gilt für nicht notierte Eigenkapitalinstrumente.

Während des Geschäftsjahres erfolgten keine Umgruppierungen von wiederkehrenden Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert zwischen den einzelnen Stufen. Umgruppierungen in Stufen der Zeitwerthierarchie und aus Stufen heraus erfolgen am Ende der Berichtsperiode.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten im Wesentlichen dem jeweiligen Buchwert. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Leasingverbindlichkeiten wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt.

Im Geschäftsjahr und im Vorjahr bestanden keine Devisentermingeschäfte.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten entsprechend den Bewertungskategorien des IFRS 9 dargestellt:

in T€ 2020 2019
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungs
kosten bewertet werden (AC)
–191 809
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungs
kosten bewertet werden (FLAC)
–1.728 –1.051

Das Nettoergebnis in der Kategorie »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte« resultiert im Wesentlichen aus Fremdwährungsbewertung, in der Kategorie »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen und Fremdwährungsbewertung.

Sonstige Angaben

34. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die WashTec AG hat für 2020 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären unter www.washtec.de zugänglich gemacht.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 24. März 2021 verabschiedet und umgehend dem Aufsichtsrat zur Prüfung übergeben.

Die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses erfolgt in der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2021.

35. Honorar des Abschlussprüfers

Im Berichtsjahr entstand folgender Honoraraufwand für die Leistungen des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München):

in T€ 2020 2019
Abschlussprüfungsleistungen 533 567
Steuerberatungsleistungen 9 0
Sonstige Leistungen 0 0
Gesamt 542 567

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezog sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses der WashTec Gruppe, die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Einzelabschlüsse der WashTec AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie auf die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2020. Davon betreffen T€ 40 Abschlussprüfungsleistungen des Vorjahres. Die Steuerberatungsleistungen betreffen die Erstellung einer Benchmark-Studie.

36. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

Dr. Ralf Koeppe
Beruf, Wohnort Technikvorstand (Vorstandsvorsitzender), Augsburg
Vorstandsbereiche Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, R&D, Produktion,
Qualität, Service-Support, Nachhaltigkeit
Finanzen, IT, Revision und Investor Relations (1. Juni 2020 bis 31. Juli 2020)
Dr. Kerstin Reden (seit 1. August 2020)
Beruf, Wohnort Finanzvorstand, Augsburg/Stuttgart
Vorstandsbereiche Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht,
Risk-Management/Compliance/Revision, Versicherungen
Stephan Weber
Beruf, Wohnort Marketing- und Vertriebsvorstand, Werther
Vorstandsbereiche KAM/CWM, Vertrieb & Service weltweit, Marketing,
Business Units
/Produktmanagement
Axel Jaeger (bis 31. Mai 2020)
Beruf, Wohnort Finanzvorstand, Wallhausen
Vorstandsbereiche Finanzen, IT, Revision, Investor Relations

Aufsichtsrat

Dr. Günter Blaschke
Beruf, Wohnort Aufsichtsratsvorsitzender, Buchloe
Mitgliedschaften in anderen gesetzlich
zu bildenden Aufsichtsräten
Leifheit AG, Nassau (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Mitgliedschaften in vergleichbaren
in- und ausländischen Kontrollgremien
von Wirtschaftsunternehmen
keine
Ulrich Bellgardt
Beruf, Wohnort Unternehmensberater, Hubersdorf, Schweiz
Mitgliedschaften in anderen gesetzlich
zu bildenden Aufsichtsräten
KROMI Logistik AG, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Mitgliedschaften in vergleichbaren
in- und ausländischen Kontrollgremien
von Wirtschaftsunternehmen
keine
Jens Große-Allermann
Beruf, Wohnort Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV
sowie Vorstand der Fiducia Treuhand AG, Bonn
Mitgliedschaften in anderen gesetzlich
zu bildenden Aufsichtsräten
GESCO AG, Wuppertal (Mitglied des Aufsichtsrats)
KROMI Logistik AG, Hamburg (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Mitgliedschaften in vergleichbaren
in- und ausländischen Kontrollgremien
von Wirtschaftsunternehmen
keine
Dr.Sören Hein
Beruf, Wohnort Partner, MIG Verwaltungs AG, München
Mitgliedschaften in anderen gesetzlich
zu bildenden Aufsichtsräten
APK AG, Merseburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Mitgliedschaften in vergleichbaren
in- und ausländischen Kontrollgremien
von Wirtschaftsunternehmen
Konux, Inc.,Delaware, USA (Mitglied des »Board of Directors«)
Liva Healthcare Holding ApS, Kopenhagen, Dänemark (Mitglied des
Aufsichtsrats)
Liva Healthcare A/S, Kopenhagen, Dänemark (Tochterunternehmen der
Liva Healthcare Holding ApS) (Mitglied des Aufsichtsrats)
Efficient Energy GmbH, Feldkirchen (Mitglied und stellv. Vorsitzender,
Beirat, seit 28. August 2020)
Innatera Nanosystems BV, Delft, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats
seit 28. Oktober 2020)
Zadient Technologies SAS, Sainte-Hélène-du-Lac, Frankreich
(Mitglied des Aufsichtsrats seit 12. Februar 2021)
Dr.Hans-Friedrich Liebler
Beruf, Wohnort Geschäftsführer der Lenbach Capital GmbH, Gauting
Mitgliedschaften in anderen gesetzlich
zu bildenden Aufsichtsräten
keine
Mitgliedschaften in vergleichbaren
in- und ausländischen Kontrollgremien
von Wirtschaftsunternehmen
autowerkstattgroup N.V., Amsterdam, Niederlande
(Mitglied des Aufsichtsrats)
Dr. Alexander Selent
Beruf, Wohnort Aufsichtsrat, Limburgerhof
Mitgliedschaften in anderen gesetzlich
zu bildenden Aufsichtsräten
keine
Mitgliedschaften in vergleichbaren
in- und ausländischen Kontrollgremien
von Wirtschaftsunternehmen
keine

37. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt und näher erläutert. Der »Vergütungsbericht« ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts, S. 95–98.

Höhe der Vorstandsvergütung (HGB)

Die im Geschäftsjahr 2020 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands (DRS 17) belaufen sich auf T€ 1.652 (Vorjahr: T€ 1.365). Davon entfallen T€ 873 (Vorjahr: T€ 1.250) auf erfolgsunabhängige Komponenten und T€ 779 (Vorjahr: T€ 114) auf erfolgsbezogene Komponenten.

Für die in den jeweiligen Geschäftsjahren aktiven Mitglieder des Vorstands wurden folgende Gesamtbezüge (HGB) gewährt:

in T€ 2020 2019
Festvergütung 830 1.075
Nebenleistungen 43 175
Summe (fix) 873 1.250
Einjährige variable Vergütung 479 79*
Sonderprämie 300 35
Summe (variabel) 779 114
Gesamtvergütung 1.652 1.365

* Der Betrag in 2019 enthält gegenläufige Effekte aus dem Vorjahr aufgrund der Veränderungen im Vorstand.

Die Gesellschaft verzichtet auf eine individualisierte Aufschlüsselung der Bezüge innerhalb des Vorstands. Für die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 8 HGB a.F. wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 für die Dauer von fünf Jahren befreit.

Die Aktienanteile des Vorstands entwickelten sich wie folgt:

in Stück 2020 2019
Dr. Ralf Koeppe 1.800 600
Dr. Kerstin Reden (seit 1. August 2020) 0
Stephan Weber 3.740 3.740
Axel Jaeger (bis 31. Mai 2020) 4.900

Bezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands

Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied sowie gegenüber Hinterbliebenen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds i.H. v. T€ 293 (Vorjahr: T€ 287), die durch eine Unterstützungskasse gedeckt sind. Im Vorjahr entfiel eine Abfindung i.H. v. T€ 990 auf ein ehemaliges Mitglied des Vorstands. Darin war auch eine Karenzentschädigung für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot i.H. v. T€ 340 enthalten.

Vorstand und Aufsichtsrat

Der Konzern wird im Geschäftsjahr 2020 von den Angabepflichten zu IAS 24 ausschließlich in Bezug auf Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie mit ehemaligen Mitgliedern des Vorstands berührt. Die Bedingungen der Transaktionen entsprechen denen unter fremden Dritten.

Die gesamten Aufwendungen für die Vergütung des Vorstands nach IFRS betrugen T€ 1.628 (Vorjahr: T€ 2.319). Davon entfallen T€ 873 (Vorjahr: T€ 1.250) auf die festen Bezüge, T€ 300 (Vorjahr: T€ 35) auf kurzfristig fällige Leistungen sowie T€ 286 (Vorjahr: T€ 79) auf die einjährige variable Vergütung. Zudem sind in den gesamten Aufwendungen Leistungen i. H. v. insgesamt T€ 170 (Vorjahr: T€ 792) anlässlich der vorzeitigen Beendigung eines Vorstandsvertrags im Vorjahr enthalten. Diese entfallen vollstandig auf eine Karenzentschadigung fur ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot

(Vorjahr: T€ 142). Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Erreichung der vereinbarten Leistungsbedingungen führten zur vollständigen Auflösung der sonstigen Rückstellung für die langfristige anteilsbasierte Vergütung des Vorstands. Im Vorjahr wurden für die langfristige anteilsbasierte Vergütung der Geschäftsjahre 2018 – 2020 T€ 163 als Aufwand sowie T€ 1.027 als sonstige Rückstellung erfasst.

Die gesamten Aufwendungen für die Vergütung des Aufsichtsrats nach IFRS betrugen T€ 591 (Vorjahr: T€ 560). Der Aufwand für die festen Bezüge betrug T€ 310 (Vorjahr: T€ 263). Sonstige Bezüge, überwiegend Sitzungsgelder, fielen i.H. v. T€ 281 (Vorjahr: T€ 208) an. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Erreichung der vereinbarten Leistungsbedingungen führten zur vollständigen Auflösung der sonstigen Verbindlichkeit für die langfristige anteilsbasierte Vergütung des Aufsichtsrats. Im Vorjahr wurden für die langfristige anteilsbasierte Vergütung der Geschäftsjahre 2019 – 2021 T€ 89 als Aufwand sowie T€ 89 als sonstige Verbindlichkeit erfasst.

Anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen Verträge, die eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich vorsehen. Für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung 2018 eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich beschlossen, an der die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein, Herr Dr. Liebler und Hr. Dr. Selent teilnehmen. Diese soll Vorstand und Aufsichtsrat zusätzliche Anreize geben, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft mittel- und langfristig sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswerts hinzuwirken.

Die anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich des Vorstands hat eine Laufzeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020. Die anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich des Aufsichtsrats hat eine Laufzeit vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2021. Der Auszahlungsbetrag ist jeweils von dem Erfüllungsgrad bestimmter Wertschöpfungsziele über die Laufzeit sowie dem Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft abhängig. Da die vereinbarten Wertschöpfungsziele aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht mehr erreicht werden können, wurde die dafür erfasste sonstige Rückstellung bzw. sonstige Verbindlichkeit erfolgswirksam aufgelöst.

Im Vorjahr wurde für diese Verpflichtungen eine nach IFRS 2 für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich vorgeschriebene Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt. Die Verpflichtungen wurden auf Basis des so ermittelten beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung der noch verbleibenden Programmlaufzeit als kurzbzw. langfristige sonstige Rückstellung bzw. sonstige Verbindlichkeit passiviert und Wertänderungen erfolgswirksam erfasst. Diese stellten sich wie folgt dar:

in T€ 2020 2019
Verpflichtungen aus LTIP 0 1.116
Gesamt 0 1.116

Der im Rahmen des Long Term Incentive Program (LTIP) erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

in T€ 2020 2019
Aufwand aus LTIP 0 252
Gesamt 0 252

Aufsichtsrat

Höhe der Aufsichtsratsvergütung (HGB)

Die Vergütung des Aufsichtsrats besteht laut Satzung aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die einfache fixe Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt € 35.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Der stellvertretende Vorsitzende erhält eine fixe Vergütung von € 70.000 pro vollem Geschäftsjahr, der Vorsitzende € 100.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld i.H. v. € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte des Sitzungsgelds. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.

Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000, der Vorsitzende eine Vergütung von € 10.000.

Die fixe und variable Vergütung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal € 75.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf maximal € 100.000, für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf maximal € 150.000 und die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats insgesamt auf maximal € 200.000. Die langfristige variable Vergütung tritt zur Vergütung laut Satzung hinzu.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere fixe und variable Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist.

Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2020 keine Vergütung oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungsoder Vermittlungsleistungen, gewährt bzw. gezahlt.

Die Hauptversammlung 2018 hat eine mehrjährige variable Vergütung in Form eines Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen. Als Voraussetzung zur Teilnahme sieht dies ein Eigeninvest in WashTec Aktien bis spätestens 31. Juli 2019 vor (Vorsitzender max. 4.000 Aktien, übrige Aufsichtsräte max. 2.000 Aktien). Ein Mitglied des Aufsichtsrats kann auch mit Aktien an dem LTIP teilnehmen, die es bereits vor der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 erworben hat. In diesem Fall können Eigeninvestmentaktien auch Aktien sein, mit denen das Aufsichtsratsmitglied an dem LTIP 2015 teilgenommen hat. Als Erfolgsziele wurden ein EPS-Ziel, ein ROCE-Ziel und ein Free Cashflow-Ziel festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung sind die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2018. Je nach Erfüllung eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung. Diese wird durch Multiplikation des Multiplikators mit der Zahl der Eigeninvestmentaktien multipliziert mit dem Referenzkurs ermittelt. Die Auszahlung erfolgt am Tag der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022. Der Anspruch besteht nur, wenn der Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch Aufsichtsrat ist und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein, Herr Dr. Liebler und Hr. Dr. Selent nehmen an dem LTIP teil.

Die im Geschäftsjahr 2020 gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 591 (Vorjahr: T€ 740). Davon entfallen T€ 310 (Vorjahr: T€ 263) auf fixe Bezüge, T€ 281 (Vorjahr: T€ 208) auf Sitzungsgelder sowie T€ 0 (Vorjahr: T€ 268) auf die mehrjährige variable Vergütung (beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung). Da die vereinbarten Wertschöpfungsziele aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht mehr erreicht werden können, wurde die sonstige Verbindlichkeit für die mehrjährige variable Vergütung im Geschäftsjahr 2020 vollständig erfolgswirksam aufgelöst.

Die Aktienanteile des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:

in Stück 2020 2019
Dr.Günter Blaschke 52.060 52.060
Ulrich Bellgardt 28.070 28.070
Jens Große-Allermann* 0 0
Dr.Sören Hein 5.450 5.450
Dr.Hans-Friedrich Liebler 5.500 5.500
Dr. Alexander Selent 1.500 1.500

* Herr Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31. Juli 2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43%) an der WashTec AG hielt.

38. Angaben nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben keine wesentlichen, die Lage des Konzerns und der WashTec AG beeinflussenden Ereignisse stattgefunden.

Der Konzern plant für das Geschäftsjahr 2021 die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren aufzustellen und die Aufwendungen nach ihrer funktionalen Zugehörigkeit auszuweisen.

Augsburg, den 24.März 2021

Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender Dr. Kerstin Reden Vorstand

Stephan Weber Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«

Augsburg, den 24. März 2021

Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender Dr. Kerstin Reden Vorstand

Stephan Weber Vorstand

Weitere Informationen

Bestätigungsvermerk . 158
Jahresabschluss der WashTec AG
(Kurzfassung HGB) .
165
Glossar . 167
WashTec weltweit 170

Der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk umfasst auch einen »Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Abschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB« (»ESEF-Vermerk«). Der dem ESEF-Vermerk zugrunde liegende Prüfungsgegenstand (zu prüfende ESEF-Unterlagen) ist nicht beigefügt. Die geprüften ESEF-Unterlagen können im Bundesanzeiger eingesehen bzw. aus diesem abgerufen werden.

»Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WashTec AG, Augsburg

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der WashTec AG, Augsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WashTec AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die im Abschnitt »Sonstige Informationen« unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt »Sonstige Informationen« genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden »EU-APrVO«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und

geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

1 Sachverhalt und Problemstellung

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3 Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

1 In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt T€ 42.312 (17,3% der Bilanzsumme) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren sowie die erwarteten Auswirkungen der anhaltenden Corona-Krise auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig, auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise, und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der künftigen Cashflows nachvollzogen. Ergänzende Anpassungen der Mittelfristplanung für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung wurden von uns mit den zuständigen Mitarbeitern der Gesellschaft diskutiert und nachvollzogen. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen für die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

3 Die Angaben der Gesellschaft zum Bilanzposten »Geschäfts- oder Firmenwerte« sind in den Abschnitten 5 und 14 des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden von uns nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

  • die in Abschnitt »Erklärung zur Unternehmensfortführung« des Konzernlageberichts (mit Ausnahme des Vergütungsberichts) enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
  • den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts, – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für

die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
  • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3b HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei WashTec_AG_KA_KLB_ESEF-2020-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als »ESEF-Unterlagen« bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat (»ESEF-Format«) in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im

voranstehenden »Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3b HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3b HGB (IDW EPS 410) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt »Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen« weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Konzernabschluss und geprüften Konzernlagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
  • gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
  • beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
  • beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen.
  • beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. Juli 2020 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. November 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2008 als Konzernabschlussprüfer der WashTec AG, Augsburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Holger Graßnick.

München, den 24. März 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Holger Graßnick Sebastian Stroner

Jahresabschluss der WashTec AG – Bilanz der WashTec AG (HGB)

Aktiva 31.12.2020 31.12.2019
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
A.
Anlagevermögen
I.
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 57 61
II.
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 128.049 128.049
128.106 128.109
B.
Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
26.402 21.151
2.
Sonstige Vermögensgegenstände
13.155 13.813
davon größer 1 Jahr T€ 0 (Vj. T€ 0)
39.557 34.964
II. Guthaben bei Kreditinstituten 0 1
0 1
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45 65
Gesamte Aktiva 167.708 163.139
Passiva 31.12.2020 31.12.2019
in T€, Rundungsdifferenzen sind möglich
A.
Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
40.000 40.000
Rechnerischer Wert eigene Anteile –1.702 –1.702
38.298 38.298
II.
Kapitalrücklage
90.845 90.845
III.
Bilanzgewinn
31.175 22.581
160.318 151.724
B.
Rückstellungen
1.
Steuerrückstellungen
1.510 1.456
2.
Sonstige Rückstellungen
1.960 2.588
3.471 4.044
C.
Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
130 77
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 2.710 6.217
3.
Sonstige Verbindlichkeiten
1.080 1.077
davon aus Steuern T€ 1.077 (Vj. T€ 1.072)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
T€ 2 (Vj. T€ 3)
davon aus Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern
T€ 1 (Vj. T€ 2)
3.920 7.371
Gesamte Passiva 167.708 163.139

Jahresabschluss der WashTec AG – Gewinn- und Verlustrechnung (HGB)

in T€, Rundungsdifferenzen möglich 31.12.2020 31.12.2019
1.
Umsatzerlöse
1.849 3.448
2.
Sonstige betriebliche Erträge
1.197 711
davon aus verbundenen Unternehmen T€ 143 (Vj. T€ 107)
davon aus Währungsumrechnung T€ 0 (Vj. T€ 0)
3.046 4.159
3.
Materialaufwand (Umsatzbezogene Aufwendungen)
Aufwendungen für bezogene Leistungen –34 –25
4.
Personalaufwand
a)
Löhne und Gehälter
–1.484 –3.193
b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
-64 –74
davon für Altersversorgung T€ –13 (Vj. T€ –17)
–1.548 –3.268
5.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
–12 –14
6.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
–2.094 –2.331
davon aus Währungsumrechnung T€ 0 (Vj. T€ –1)
–3.688 –5.638
–642 –1.478
7.
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen
4.915 4.027
8.
Erträge aus Beteiligungen
6.000 20.000
davon aus verbundenen Unternehmen T€ 6.000 (Vj. T€ 20.000)
9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
109 66
davon aus verbundenen Unternehmen T€109 (Vj. T€ 66)
davon aus Abzinsung T€ 0 (Vj. T€ 0)
10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
–139 –40
davon an verbundene Unternehmen T€ –19 (Vj. T€ –40)
10.885 24.053
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 10.242 22.574
11.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
–1.637 –1.678
12.
Ergebnis nach Steuern
8.605 20.896
13. Sonstige Steuern –12 –12
14. Jahresüberschuss 8.593 20.883
15.
Gewinnvortrag
22.581 1.698
16.
Bilanzgewinn
31.175 22.581

Glossar

AB Aktienbolag (schwedische Gesellschaftsform) EBIT-Rendite EBIT/Umsatzerlöse
AG Aktiengesellschaft EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings Before Taxes)
AktG Aktiengesetz Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder
A/S Aktieselskab (dänische Gesellschaftsform) Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden
B.V. Besloten vennootschap met beperkte aansprakelijkheid (niederländische Gesell
schaftsform)
Eigenkapitalquote
zum Stichtag
Eigenkapital/Bilanzsumme
Brutto-Marge Umsatz plus Bestandsveränderung minus Materialaufwand Ergebnis je Aktie (EPS) Konzernergebnis/gewichtete durchschnittliche Zahl
ausstehender Aktien (Earnings Per Share)
CAGR Compound Annual Growth Rate; jährliche Wachstumsrate EU Europäische Union
Capital Employed NOWC + Fixed Asstes, ermittelt über fünf Quartale im Durchschnitt EURIBOR Euro Interbank Offered Rate; im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Wäh
Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquiva rungsunion in Kraft getretenes System der Referenzzinssätze im Euromarkt
lenten in einer Periode Financial Covenants Auflagen, die im Rahmen der Kreditgewährung
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unter einzuhalten sind
nehmensleitung und -kontrolle Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, so
CSR Corporate Social Responsibility: gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen wie kurzfristige verzinsliche Darlehen
im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung
DCGK Deutscher Corporate Governance Kodex oder Thesaurierung zur Verfügung steht; der Free Cashflow berechnet sich:
DHI Danish Hydraulic Institute: externer Berater für die Erstellung und Überarbeitung [Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit – Mittelabfluss aus Investitionstätig
der DID-Liste (Detergents Ingredients Database) keit]
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes) GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HGB Handelsgesetzbuch

Glossar

IAS
IASB
International Accounting Standards
International Accounting Standards Board
NOWC Das Net Operating Working Capital (NOWC) errechnet sich wie folgt: (Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte) – (Verbindlichkeiten aus Lieferungen
IFRIC International Financial Reporting Interpretations
Committee
Portalwaschanlage und Leistungen + erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen)
Portalwaschanlagen waschen und trocknen Fahrzeuge, indem sich eine Waschvor
richtung, das Portal, auf Fahrschienen in Portalläufen mehrmals über das stehende
IFRS International Financial Reporting Standards; vom International Accounting Stan
dards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte
Pty Ltd. Fahrzeug hin und her bewegt
Proprietary Limited (australische Gesellschaftsform)
IKS Rechnungslegungsgrundsätze
Internes Kontrollsystem
QHSE Quality, Health, Safety, Environment
Inc. Incorporated (Zusatz bei amerikanischen Firmennamen) RMS Risikomanagementsystem
IWF Internationaler Währungsfonds ROCE EBIT/Capital Employed
Lineartechnik Patentierte Technologie, bei der die Bürsten mit dem durch die Waschanlage ge S.A. Société Anonyme (französische Gesellschaftsform)
schleppten Fahrzeug mitfahren und damit eine intensive Wäsche auch bei höherem
Durchsatz ermöglicht
S.A.S.
S.A.U.
Société par actions simplifiée (französische Gesellschaftsform)
Sociedad Anónima Unipersonal (spanische Gesellschaftsform)
Ltd. Limited (englische Gesellschaftsform) SB-Waschanlagen Selbstbedienungswaschplätze, Ein- oder Mehrplatzwasch systeme, bei denen der
LTIP Long Term Incentive Program oder SB-Anlagen Kunde sein Fahrzeug selbst mit einer Hochdrucklanze oder Bürste reinigt
Managers' Transactions Eigengeschäfte von Führungskräften SP. zo.o. Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (polnische
Nettofinanz- Flüssige Mittel abzüglich kurz- und langfristiger Gesellschaftsform)
verschuldung Finanzverbindlichkeiten S.r.I. Società a responsabilità limitata (italienische Gesellschaftsform)

Glossar

S.r.o. Společnost s ručením omezeným (tschechische Gesellschaftsform)
Total Shareholder
Return
Aktienrendite [(Endaktienkurs-Anfangsaktienkurs) +Dividende]/
Anfangsaktienkurs
Unfallhäufigkeitsrate Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden
USA United States of America
USD United States Dollar, US-Dollar
Waschstraße Bei Waschstraßensystemen wird das Fahrzeug mit einem Förderband durch fest
montierte Wasch- und Trockenaggregate gezogen; dies ermöglicht im Vergleich
zur Portalwaschanlage einen erhöhten Durchsatz an Fahrzeugen in der Stunde
WashTec WashTec meint die WashTec Gruppe, sofern nicht ausdrücklich von einer
bestimmten Gesellschaft die Rede ist
WpHG Wertpapierhandelsgesetz

WashTec weltweit

Tochtergesellschaften

Australien

WashTec Australia Pty. Ltd. 21 Burrows Road South St. Peters NSW Australia 2044 Tel. +61 2 8394 5000 Fax +61 2 8394 5099 [email protected]

China

WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co., Ltd. Building 1, No. 1688 Jiugong Road JinShan District CN-Shanghai 201506 Tel. +86 21 3728 32170 Fax +86 21 3728 3200 [email protected]

Dänemark

WashTec A/S Guldalderen 10 DK-2640 Hedehusene Tel. +45 46 8987 5539 Fax +45 46 5577 16 [email protected]

Frankreich

WashTec France S.A.S. 200 rue du Grand Bouland FR-45760 Boigny sur Bionne Tel. +33 252 8800 43 Fax +33 238 6070 71 [email protected]

Großbritannien

WashTec UK Ltd. Unit 14A Oak Industrial Park Chelmsford Rd. Great Dunmow UK-Essex CM6 1XN Tel. +44 1371 8788 00 Fax +44 1371 8788 10 [email protected]

Italien

WashTec S.r.l. Via Achille Grandi 16/E I-15033 Casale Monferrato Tel. +39 142 5253 08 Fax +39 142 4537 04 [email protected]

Kanada

Mark VII Canada 623 South Service Road, Unit 1 CA-Grimsby, Ontario, Canada L3M 4E8 Tel. +1 8666 589 274 Fax +1 905 643 7050 [email protected]

Niederlande

WashTec Benelux B.V. Industrieterrein Laansinghage Radonstraat 9 NL-2718 SV Zoetermeer Tel. +31 798 080 157 Fax +31 793 683 725 [email protected]

Norwegen

WashTec Bilvask Slependveien 6 N-1396 Billingstad Tel. +47 22 918 180 Fax +47 22 161 717 [email protected]

Österreich

WashTec Cleaning Technology GmbH Wehlistraße 27 b A-1200 Wien Tel. +43 1 358 6574 Fax +43 1 334 306 5150 [email protected]

Polen

WashTec Polska Sp. z o.o. ul. Sienna 73 PL-00-833 Warschau Tel. +48 782 402 999 [email protected]

Schweden

WashTec Nordics AB Box 61 SE-51781 Bollebygd Tel. +46 33 7002600 [email protected]

Spanien

WashTec Spain, S.A.U. C/Isla Graciosa, 1 Edificio Ancora ES-28703 San Sebastián de los Reyes (Madrid) Tel. +34 91 6636 070 Fax +34 91 6636 071 [email protected]

Tschechien

WashTec Cleaning Technology s.r.o. Prumyslová zòna Mexiko U Mexika 1309 33023 Nýrany Tel. +42 0373 737610 Fax +42 0373 737699 [email protected]

USA

Mark VII Equipment Inc. 5981 Tennyson Street US-CO-80003 Arvada Tel. +1 303 4324 910 Fax +1 303 4330 139 [email protected]

Händler

Eine aktuelle Übersicht über unsere internationalen Vertriebspartner finden Sie im Internet unter www.washtec.de

Konzernkennzahlen 2016 bis 2020

2016 2017 2018 2019 2020
Umsatz Mio.€ 372,8 425,0 435,4 436,5 378,7
EBIT Mio.€ 44,1 52,2 51,5 36,3 20,1
EBIT-Rendite in % 11,8 12,3 11,8 8,3 5,3
EBT Mio.€ 43,6 51,6 50,8 35,7 18,8
Konzernergebnis Mio.€ 30,6 36,9 34,0 22,3 13,3
Ergebnis je Aktie
1
in € 2,29 2,76 2,54 1,66 0,99
Dividende je Aktie in € 2,10 2,45 2,45 2,302
Free Cashflow Mio.€ 20,8 28,1 32,3 15,0 45,6
Bilanzsumme Mio.€ 218,1 233,9 237,2 274,9 244,0
Eigenkapital Mio.€ 87,4 94,2 95,4 84,5 96,2
3,4
Mitarbeiter
Personen 1.741 1.793 1.852 1.880 1.798

1 Durchschnittliche gewichtete Anzahl ausstehender Aktien zum 31.12.2015: 13,8 Mio., seit 31.12.2016: 13,4 Mio.

2 Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung 2021: Dividende für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von € 0,99 und Sonderdividende in Höhe von € 1,31

3 Im Jahresdurchschnitt

4 Um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, haben wir teilweise auf geschlechtsdifferenzierende Formulierungen (z.B. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen) verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter.

31. März 2021 Geschäftsbericht 2020
28. April 2021 Quartalsmitteilung Q1 2021
18. Mai 2021 Hauptversammlung 2021
28. Juli 2021 Halbjahresbericht 2021
27.Oktober 2021 Quartalsmitteilung Q1–Q3 2021
22.
–24. November 2021
Eigenkapitalforum, Frankfurt
Impressum
Herausgeber WashTec AG
Argonstraße 7
D-86153 Augsburg
Konzept/Gestaltung Büro Benseler
Text WashTec AG
Foto Fotofabrik Stuttgart,
altro – die Fotoagentur,
WashTec AG
Druck Hueber.digitalprepress

WashTec AG Argonstraße 7 86153 Augsburg Deutschland Telefon +49 821 5584-0 Telefax +49 821 5584-1135 www.washtec.de [email protected]