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VSE CORP Annual Report 2009

Sep 2, 2010

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Annual Report

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Publication

VSE Aktiengesellschaft

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht 2009

Konjunkturelle Entwicklung

Während zu Beginn des Berichtsjahres 2009 die weltweite Wirtschaft im Zeichen der Konjunkturkrise stand, setzte zur Jahresmitte ein moderater konjunktureller Aufschwung ein. Auch die Saarwirtschaft ist mit einer zuletzt etwas abgeschwächten Dynamik auf Erholungskurs. In den exportorientierten Kernbranchen wie der Stahlindustrie, dem Fahrzeugbau und somit auch der Automobilzulieferindustrie, ist die Lage trotz zum Jahresende verbesserter Auftragslage und Produktionsleistung weiter angespannt.

Das Ausfallrisiko der Industriekunden, mitunter auch bedingt durch restriktive Finanzierungsbedingungen, bleibt weiter bestehen.

Stromabgabe gesunken

Die Wirtschaftskrise hat maßgeblich zu einer rückläufigen Energienachfrage der Industrieunternehmen geführt. Demgegenüber blieb die Nachfrage der Weiterverteiler für Privat- und Geschäftskunden trotz vergleichsweise warmer Witterung relativ stabil. Die Neugewinnung von Kunden konnte den Rückgang nur teilweise kompensieren. Insgesamt ist die Stromabgabe deutlich auf 4 842 GWh gesunken.

Demgegenüber sind die Umsatzerlöse aufgrund des höheren Preisniveaus von 428,9 Mio. Euro auf 449,9 Mio. Euro gestiegen.

Materialaufwand steigt

Die in Folge der Preisentwicklung gestiegenen Bezugskosten konnten nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden.

Für die Stromerzeugung hat die VSE AG ihre Kohlebeschaffung mittlerweile vollständig auf Importkohle umgestellt.

Der Materialaufwand hat sich insgesamt von 379,2 Mio. Euro auf 391,6 Mio. Euro erhöht.

Zuschreibungen auf Wertpapiere

Die Markterholung an den Kapitalmärkten spiegelt sich in der Wertaufholung für die Wertpapiere des Anlage- und des Umlaufvermögens um insgesamt 12,8 Mio. Euro auf die Anschaffungskosten bzw. den Marktwert zum Bilanzstichtag wider.

Jahresüberschuss und Ausschüttung auf Vorjahresniveau

Bei annähernd konstantem Jahresüberschuss von 14,3 Mio. Euro (Vorjahr 14,5 Mio. Euro) schlägt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2009 eine unveränderte Ausschüttung von 14,3 Mio. Euro an die Anteilseigner vor.

Finanzlage

Die VSE AG ist in das Cash-Management der RWE AG einbezogen; die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 21,7 Mio. Euro (Vorjahr 41,8 Mio. Euro). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Einmaleffekten im Vorjahr.

Investitionen

Im Rahmen ihrer Kooperationsstrategie hat sich die VSE AG mit 10 % an den Stadtwerken Saarbrücken beteiligt. Die Sachinvestitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf rund 8,9 Mio. Euro. Der Schwerpunkt lag dabei im Ausbau der Netze.

Im Dezember 2009 ging der Windpark Merchingen mit einer Gesamtleistung von rund 6 MW ans Netz.

Anstieg der Bilanzsumme

Die Bilanzsumme hat sich von 527,0 Mio. Euro auf 588,4 Mio. Euro erhöht. Neben der Investitionstätigkeit trug hierzu im wesentlichen das gestiegene Preisniveau sowie die Finanzierungstätigkeit im Beteiligungsbereich bei. Die Pensionsrückstellungen wurden im Hinblick auf die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ab 2010 angepasst.

Die Eigenkapitalquote ist von 25,3 % auf 22,7 % gesunken.

Umweltschutz

Das Ziel der VSE AG, gemeinsam mit ihren Beteiligungsgesellschaften Ökonomie und Ökologie nachhaltig zum Wohle der Region in Einklang zu bringen, hat weiterhin hohe Priorität. Die bestehenden Umweltmanagementsysteme werden kontinuierlich fortentwickelt. Die VSE AG engagiert sich auch weiterhin in den verschiedensten Institutionen und Arbeitsgemeinschaften im Saarland zur Förderung von regenerativen Energien und energieeffizienten Technologien.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Bericht zu verbundenen Unternehmen

Die RWE Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, ist mittelbar mehrheitlich (69,33 Prozent) an der VSE AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG hat die VSE AG einen gesonderten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt.

Bei den in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen hat die VSE AG nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

Risikomanagement

Die vorhandenen Risiken sowohl bei VSE AG als auch bei den wesentlichen Beteiligungsgesellschaften sind erfasst und werden kontinuierlich überwacht. Die Risikobetrachtung wird regelmäßig aktualisiert. So kann das Risikomanagement zur Erreichung der strategischen Ziele beitragen.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das Risikofrüherkennungssystem der RWE AG, Essen, einbezogen. Ein verstärktes Augenmerk wird auch weiterhin auf Marktrisiken liegen, die sich aus veränderten Energiemärkten ergeben. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch weiterhin den Risiken aus dem gesetzgeberischen und regulatorischen Umfeld, die in der Umsetzung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG 2005) bestehen. Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise haben wir unser Risikomonitoring insbesondere im Bereich der Geldanlagen sowie des Forderungsmanagements adjustiert.

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden.

Ausblick

Die konjunkturelle Aufwärtsbewegung wird sich im kommenden Jahr, unterstützt durch zahlreiche geld- und fiskalpolitische Impulse, weiter in gemäßigtem Tempo fortsetzen. Die optimistischen Erwartungen im Bereich der Industriekunden basieren hauptsächlich auf der Annahme einer weiteren Belebung der Auslandsnachfrage.

Für die nächsten beiden Jahre rechnet die VSE AG weiterhin mit einer Fortdauer des sehr starken Wettbewerbs im Stromgeschäft bei einer nach wie vor verminderten Stromabgabe an Industriekunden. Der Rückgang der Energienachfrage wird, bei wieder ansteigenden, volatilen Rohstoffpreisen, die Entwicklung und Vermarktung effizienter Technologien verstärkt erfordern.

Mit dem erhöhten Einsatz von regenerativen Energien und den damit verbundenen steigenden EEG-Aufschlägen werden Abgabepreissenkungen nur schwer umsetzbar sein. Somit kommt dem Ausbau der kerngeschäftsunterstützenden Tätigkeiten eine erhöhte Bedeutung zu. Unsere Strategie der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern werden wir nach wie vor weiter verfolgen, um Synergieeffekte und Kosteneinsparpotentiale zu nutzen. Die VSE AG geht davon aus, auch im Jahr 2010 eine angemessene Dividende erwirtschaften zu können.

Saarbrücken, den 12. Januar 2010

VSE AKTIENGESELLSCHAFT

Tim Hartmann

Prof. Leo Petry

Bilanz zum 31.12.2009

der VSE AG

AKTIVA

31.12.2009

T€
Vorjahr

T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 760 1.903
II. Sachanlagen 50.664 47.314
III. Finanzanlagen 351.044 327.497
402.468 376.714
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 20.588 19.166
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 164.921 130.698
III. Flüssige Mittel 424 429
185.933 150.293
588.401 527.007
PASSIVA
31.12.2009

T€
Vorjahr

T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 40.960 40.960
II. Kapitalrücklage 77.906 77.906
III. Gewinnrücklagen 9 9
IV. Bilanzgewinn 14.459 14.454
133.334 133.329
B. Sonderposten 2.601 2.639
C. Rückstellungen 295.744 284.819
D. Verbindlichkeiten 154.887 105.475
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.835 745
588.401 527.007

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009

der VSE AG

2009

T€
Vorjahr

T€
1. Umsatzerlöse 449.872 428.907
2. Bestandsveränderung 1.810 840
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 341 411
4. Sonstige betriebliche Erträge 29.029 31.735
5. Materialaufwand 391.613 379.194
6. Personalaufwand 56.161 39.930
7. Abschreibungen 5.542 5.569
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 30.549 27.477
9. Erträge aus Beteiligungen 19.517 19.025
10. Erträge aus Finanzanlagen 11.600 12.538
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.689 3.089
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 555 17.328
13. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 3 4
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.466 13.015
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 17.969 14.028
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.452 -606
17. Sonstige Steuern 176 181
18. Jahresüberschuss 14.341 14.453
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 118 1
20. Bilanzgewinn 14.459 14.454

Anhang zum Jahresabschluss zum 31.12.2009

der VSE AG

Die RWE Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, ist mit Mehrheit (69,33 %) unmittelbar an der VSE AG beteiligt. Deren Alleinaktionärin RWE AG, Essen, ist Kraft Zurechnung mittelbar beteiligt. Die Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 4 AktG ist erfolgt.

Der Jahresabschluss der VSE AG wird in den Konzernabschluss der RWE AG, Essen, einbezogen. VSE ist somit gemäß § 291 HGB von der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Aktiva

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und auf ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten; letztere beinhalten neben den Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen worden. Soweit steuerlich zulässig, werden die Sachanlagen unter Berücksichtigung des Übergangs zur linearen Abschreibung zum günstigsten Zeitpunkt planmäßig degressiv abgeschrieben. Die Bemessung der Nutzungsdauer erfolgt in Übereinstimmung mit den steuerlich zulässigen Werten. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Bei Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € erfolgt die Aktivierung auf einem Sammelposten, der im Jahr der Bildung und den vier Folgejahren aufgelöst wird. Steuerliche Sonderabschreibungsmöglichkeiten einschließlich der Möglichkeiten zur Übertragung von stillen Reserven werden wahrgenommen.

Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten, ggf. zu niedrigeren Kurswerten, bewertet. Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und ggf. bei dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Ausleihungen werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die Vorräte einschließlich der Kohlevorräte sind im Wesentlichen zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Stichtagswerten bewertet; die im Vorratsvermögen ausgewiesenen anlagebezogenen Reserveteile des Kraftwerks Ensdorf werden über die Restnutzungsdauer des Kraftwerks abgeschrieben.

Von der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamtes wurden uns für den Betrieb des Blocks 1 im Kraftwerk Ensdorf für den Zeitraum 2008 - 2012 insgesamt rd. 2,446 Mio. Kohlendioxid-Emissionsberechtigungen zugeteilt. Die Berechtigungen sind mit einem Erinnerungswert von 1 € im Umlaufvermögen aktiviert. Für die Rückgabeverpflichtung wurde in gleicher Höhe ein entsprechender Passivposten als Sonderposten eingestellt. Der Zeitwert am Bilanzstichtag entspricht dem Börsenhandelswert an der EEX Leipzig.

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen Wertberichtigungen vorzunehmen sind. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen ausreichend bemessenen Abschlag Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Schadenersatzansprüche gegenüber Versicherungen sind in Höhe der bisher angefallenen Aufwendungen unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts angesetzt.

Die bestehenden Beteiligungen sind in einer besonderen Aufstellung aufgeführt.

Passiva

Zuschüsse Dritter zu Investitionen werden als Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen passiviert und abschreibungskonform verrechnet. Steuerrechtliche Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen sind als Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen; sie werden ebenfalls abschreibungskonform aufgelöst. Soweit möglich, sind die Erträge aus Anlagenabgängen in den Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 6 b EStG eingestellt worden.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der Teilwertmethode aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Auf Grund der Entwicklung der Kapitalmärkte wurde ein Zinsfuß von 4,50 % (4,75 %) zugrunde gelegt. Eine Dynamisierung der Renten wurde mit 1,5 % (1,0 %) berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zur bisherigen Handhabung beträgt 15,7 Mio. €.

Die Steuerrückstellungen enthalten - neben einer allgemeinen Vorsorge - die noch ausstehenden Abschlusszahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken.

Die als Rechnungsabgrenzungsposten passivierten Baukostenzuschüsse von Kunden werden ratierlich über einen Zeitraum von 20 Jahren zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ist in einer besonderen Aufstellung dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge von 0,1 Mio. € (1,2 Mio. €) beinhalten den Erwerb von neuer Software. Die Abgänge in Höhe von 3,6 Mio. € (0,1 Mio. €) betreffen im Wesentlichen nicht mehr im Einsatz befindliche Software und Lizenzen.

Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen belaufen sich auf 8,9 Mio. € (7,7 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen Verteilungs- und Erzeugungsanlagen sowie die Sanierung der Hauptverwaltung Saarbrücken.

Finanzanlagen

Die Zugänge zu den Finanzanlagen betragen 69,5 Mio. € (1,3 Mio. €). Hiervon entfallen u.a. 34,8 Mio. € (1,3 Mio. €) auf Wertpapiere und 25,8 Mio. € (0,0 Mio. €) auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Denen stehen Abgänge in Höhe von 58,8 Mio. € (3,8 Mio. €) entgegen, die im Wesentlichen die Rückzahlung eines langfristigen Wertpapiers von 24,8 Mio. € (0,0 Mio. €) und den Verkauf eines Fonds von 31,5 Mio. € (0,0 Mio. €) beinhalten.

Die Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften beinhalten Darlehen an zwei Unternehmen. Die sonstigen Ausleihungen betreffen mit 1,3 Mio. € (1,4 Mio. €) Arbeitgeber-Baudarlehen.

Alle Ausleihungen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Vorräte

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.293 12.681
Unfertige Leistungen 8.295 6.485
20.588 19.166

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen betreffen im Wesentlichen die Projektkosten für die SAP-Systemtrennung zwischen Vertrieb und Netz.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.650 7.249
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 88.688 71.649
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23.155 14.727
Sonstige Vermögensgegenstände 46.429 37.073
164.921 130.698

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen 34,8 Mio. € (37,4 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen 22,0 Mio. € (13,2 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen mit 22,3 Mio. € (20,2 Mio. €) enthalten.

Flüssige Mittel

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Kassenbestand 66 71
Guthaben bei Kreditinstituten 358 358
424 429

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum überwiegenden Teil als Festgelder angelegt.

Seit dem 01.07.2002 ist VSE AG in das Finanzclearing-System der RWE AG, Essen, einbezogen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt unverändert 40.960.000,00 € und ist eingeteilt in 800.000 auf Namen lautende Stückaktien.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage entspricht dem Aufgeld der Kapitalerhöhung aus dem Jahr 1962 zuzüglich der Wiedereinlage aus dem „Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren” in 1994 und 2001.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

T€
Jahresüberschuss 14.341
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 118
Bilanzgewinn 14.459

Sonderposten

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Sonderposten mit Rücklageanteil
- Steuerliche Mehrabschreibungen 2.568 2.605
Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen 33 34
2.601 2.639

Die nur steuerrechtlich zulässigen Abschreibungen beinhalten Beträge nach § 6 b und § 7 d EStG.

Rückstellungen

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 219.344 201.503
Steuerrückstellungen 15.810 15.287
Sonstige Rückstellungen 60.590 68.029
295.744 284.819

Bei der Ermittlung der versicherungsmathematischen Werte wurden die Richttafeln 2005 angewendet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen u. a. Frühpensionsvereinbarungen, ausstehende Rechnungen, Strompreisgutschriften und eine Vorsorge für eine mögliche Kraftwerksstilllegung.

Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2009 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 4
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 102
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.780 16.780 19.212
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 115.959 115.959 73.224
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.682 17.682 9.135
Sonstige Verbindlichkeiten 4.467 4.467 3.798
- davon aus Steuern (374) (374) (883)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (1.957) (1.957) (996)
154.888 154.888 105.475

Grundpfandrechtliche Sicherheiten für Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 44,0 Mio. € (29,3 Mio. €), die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mit 3,9 Mio. € (4,2 Mio. €) Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von größer fünf Jahren bestehen nicht.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzung weisen wir im Wesentlichen von Kunden erhaltene Baukostenzuschüsse aus.

Haftungsverhältnisse

Die VSE AG haftet im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen in Höhe von 26,3 Mio. € (23,6 Mio. €) für Pensionszusagen an Mitarbeiter, die zu anderen Unternehmen der VSE Gruppe übergeleitet wurden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasinggeschäften belaufen sich zum Abschlussstichtag auf rund 0,4 Mio. € (0,2 Mio. €). Im Rahmen des Investitions- und Instandhaltungsprogramms besteht ein Bestellobligo in Höhe von 3,3 Mio. € (2,5 Mio. €).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Berichtsjahr ist der Gesamtumsatz auf 449,9 Mio. € (428,9 Mio. €) gestiegen. Die vereinnahmte Ökosteuer wurde wiederum unter den Umsatzerlösen ausgewiesen und die abgeführten Beträge abgesetzt. Auf den Stromverkauf einschließlich dem Verkauf in Nachbargebiete entfallen 379,4 Mio. € (343,3 Mio. €). Die restlichen 70,5 Mio. € (85,6 Mio. €) verteilen sich auf Vergütungen für Geschäftsbesorgung und Betriebsführung, Pachten und Anlagenmitbenutzung sowie auf Erträge aus der zeitanteiligen Auflösung von erhaltenen Baukostenzuschüssen.

In den Umsatzerlösen sind auch Erlöse aus Vorjahren enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Es handelt sich u. a. um Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, Erträge aus Zuschreibungen und dem Abgang des Finanzanlagevermögens, Abgang von Sachanlagevermögen, Mieteinnahmen und Kostenerstattungen. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil sind in Höhe von 38 T€ (39 T€) enthalten.

Materialaufwand

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 371.929 356.927
Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.684 22.267
391.613 379.194

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten als wesentliche Posten die Strombezugs- und Brennstoffkosten. Die bezogenen Leistungen setzen sich zum größten Teil aus Fremdleistungen für Betriebs- und Unterhaltungsarbeiten zusammen.

Personalaufwand

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Löhne und Gehälter 23.980 23.705
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 32.181 16.225
- davon für Altersversorgung (25.881) (12.257)
56.161 39.930

In 2009 ergab sich zum Bilanzstichtag folgende Struktur der Beschäftigten:

Mitarbeiter Vorjahr
Sonstige Aktivitäten einschl. Netzbetrieb 198 197
Kraftwerksbetrieb 106 108
304 305

Darüber hinaus bestanden 24 (23) Ausbildungs- und 29 (19) befristete Anstellungsverhältnisse.

Im Jahresdurchschnitt betrug die Belegschaftsstärke insgesamt 330,3 (338,1).

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände können der besonderen Aufstellung über das Anlagevermögen (Anlagengitter) entnommen werden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet neben den Aufwendungen für die allgemeinen Betriebs- und Verwaltungskosten Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen sowie Geschäftsbesorgungsvergütungen.

Erträge aus Beteiligungen

Hiervon betreffen 16,3 Mio. € (15,2 Mio. €) aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages enthaltene Gewinne.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Es handelt sich im Wesentlichen um Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie aus dem Finanzclearing. Sie betrafen mit 1,3 Mio. € (2,1 Mio. €) verbundene Unternehmen.

Aufwendungen aus Verlustübernahmen

Sie betreffen den Verlust 2009 der FSI GmbH.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen betreffen mit 8,8 Mio. € (9,2 Mio. €) den Zinsaufwand aus der Pensionsrückstellung. 1,0 Mio. € (2,6 Mio. €) Zinsen sind gegenüber verbundenen Unternehmen angefallen.

Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen der VSE AG getätigt wurden

Es handelt sich im Wesentlichen um den Strombezug von und den Verkauf der Kraftwerksleistung an RWE Vertrieb AG, Dortmund, sowie um die Stromlieferungen an die nachfolgenden Gesellschaften :

energis GmbH, Saarbrücken
Stadtwerke Merzig GmbH, Merzig
Stadtwerke Wadern GmbH, Wadern
Stadtwerke St. Wendel GmbH & Co. KG, St. Wendel
Technische Werke der Gemeinde Losheim GmbH, Losheim am See
Technische Werke der Gemeinde Saarwellingen GmbH, Saarwellingen
Stadtwerke Dillingen/Saar Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Dillingen
Stadtwerke Sulzbach/Saar GmbH, Sulzbach
Kommunale Energie- und Wasserversorgung Neunkirchen AG, Neunkirchen
Stadtwerke Saarlouis GmbH, Saarlouis
Stadtwerke Völklingen GmbH, Völklingen
Gemeindewerke Schwalbach GmbH, Schwalbach
VSE Verteilnetz GmbH, Saarbrücken
Stadtwerke Homburg GmbH, Homburg

Gemäß § 312 AktG wurde ein gesonderter Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt.

Aufsichtsrat

Dr. Rolf Martin Schmitz

Mitglied des Vorstands der RWE AG, Essen

ab 18.08.2009

Vorsitzender ab 16.09.2009
Ulf Huppert

Beauftragter für das Amt des Regionalverbandsdirektors a. D., Heusweiler

1. stellv. Vorsitzender
Dagmar Schmeer

Betriebsratsvorsitzende, Saarbrücken

2. stellv. Vorsitzende
Monika Bachmann

Landrätin, Saarlouis
Dr. Rolf Bierhoff,

ehem. Mitglied des Vorstands der RWE Energie AG, Essen

bis 17.05.2009
Charlotte Britz

Oberbürgermeisterin, Saarbrücken
Rene Ehm

stellv. Betriebsratsvorsitzender, Bous
Albert Hettrich

Staatssekretär a. D., Saarbrücken
Dr. Rudolf Hinsberger

Landrat, Neunkirchen
Francis Kany

chef de mission Europe, EdF, Paris
Dr. Jürgen Kroneberg

ehem. Mitglied des Vorstands der RWE Energy AG, Dortmund

bis 12.02.2009

Vorsitzender bis 12.02.2009
Ute Kurtz

Technische Angestellte, Saarbrücken
Bernd Müller

Handwerker spezielle Instandhaltungsaufgaben, Ensdorf

bis 12.02.2009
Rainer Müller

Schichtführer Produktion und Sonderaufgaben, Ensdorf

ab 12.02.2009
Thomas Neifer

Betriebsratsvorsitzender energis GmbH, Wadgassen
Udo Recktenwald

Landrat, St. Wendel
Dr. Werner Roos

ehem. Mitglied des Vorstands der RWE Energy AG, Homburg
Dr. Joachim Schneider

Mitglied des Vorstands der RWE Rheinland Westfalen Netz AG, Essen

ab 16.09.2009
Walter Skreba

Technischer Angestellter, Püttlingen
Heinz-Werner Ufer

Mitglied des Vorstands der RWE AG, Essen

bis 15.09.2009
Erwin Winkel

Mitglied des Vorstands der RWE Power AG, Köln
Dr. Knut Zschiedrich

Vorsitzender des Vorstands der RWE Vertrieb AG, Dortmund

ab 12.02.2009

Vorsitzender vom 12.02.2009 bis 16.09.2009

Vorstand

Prof. Leo Petry

Rehlingen-Siersburg
Tim Hartmann

Saarbrücken

Sonstige Angaben

Die in den Vorjahren allein nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommenen Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr mit rund 0,1 Mio. € (0,1 Mio. €) erhöhend auf das Jahresergebnis ausgewirkt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind in einer besonderen Anlage aufgeführt. Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder einschließlich ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 0,18 Mio. € (0,17 Mio. €). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 0,37 Mio. € (0,37 Mio. €). Für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 1,1 Mio. € (1,07 Mio. €) gebildet. Für das Geschäftsjahr wurde eine Anzahl von 24.022 Performance Shares mit einem Zeitwert von 11,93 € ausgegeben.

Die Schutz- bzw. Befreiungsklauseln gemäß § 286 (4) HGB und § 285 (17) HGB wurden in Anspruch genommen.

Saarbrücken, den 12. Januar 2010

VSE AKTIENGESELLSCHAFT

Tim Hartmann

Prof. Leo Petry

Entwicklung des Anlagevermögens 2009 - HGB

ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLKOSTEN
Stand 01.01.2009

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
Umbuchung

T€
Stand 31.12.2009

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 15.673 104 2.601 63 13.239
Geleistete Anzahlungen 1.035 3 1.035 0 3
16.708 107 3.636 63 13.242
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.654 373 15 106 51.118
Technische Anlagen und Maschinen
- Erzeugungsanlagen 60.045 0 18 443 60.470
- Verteilungsanlagen 153.480 2.422 750 4.276 159.428
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.938 509 9.660 -9 21.778
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.313 5.639 233 -4.879 5.840
300.430 8.943 10.676 -63 298.634
Finanzanlagen
- Verbundene Unternehmen 58.645 2.857 12 -13 61.477
- Ausleihungen an Verb. U. 360 25.800 360 0 25.800
- Beteiligungen 13.878 6.000 0 13 19.891
- Ausleihungen an Beteiligungen 124 0 68 0 56
- Wertpapiere des Anlagevermögens 272.029 34.762 58.190 0 248.601
- Sonstige Ausleihungen 1.393 98 167 0 1.324
346.429 69.517 58.797 0 357.149
663.567 78.567 73.109 0 669.025
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2009

T€
Abschreibung des Geschäftsjahres

T€
Zuschreibung

T€
Abgänge

T€
Umbuchung

T€
Stand 31.12.2009

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 14.805 278 0 2.601 0 12.482
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
14.805 278 0 2.601 0 12.482
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.640 708 0 0 0 33.348
Technische Anlagen und Maschinen
- Erzeugungsanlagen 55.513 1.255 0 0 0 56.768
- Verteilungsanlagen 135.522 2.856 0 751 0 137.627
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.441 445 0 9.659 0 20.227
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
253.116 5.264 0 10.410 0 247.970
Finanzanlagen
- Verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
- Ausleihungen an Verb. U. 0 0 0 0 0 0
- Beteiligungen 68 0 0 0 0 68
- Ausleihungen an Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens 18.864 0 12.827 0 0 6.037
- Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
18.932 0 12.827 0 0 6.105
286.853 5.542 12.827 13.011 0 266.557
BUCHWERTE
31.12.09

T€
Vorjahr

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 757 868
Geleistete Anzahlungen 3 1.035
760 1.903
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.770 18.014
Technische Anlagen und Maschinen
- Erzeugungsanlagen 3.702 4.532
- Verteilungsanlagen 21.801 17.958
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.551 1.497
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.840 5.313
50.664 47.314
Finanzanlagen
- Verbundene Unternehmen 61.477 58.645
- Ausleihungen an Verb. U. 25.800 360
- Beteiligungen 19.823 13.810
- Ausleihungen an Beteiligungen 56 124
- Wertpapiere des Anlagevermögens 242.564 253.165
- Sonstige Ausleihungen 1.324 1.393
351.044 327.497
402.468 376.714

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VSE Aktiengesellschaft, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Strichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.

Saarbrücken, den 12. Januar 2010

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Joachim Demmer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jörg Vogelgesang, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2009

Der Aufsichtsrat der VSE AG hat während des Geschäftsjahres 2009 seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen und die Geschäftsführung durch den Vorstand der Gesellschaft laufend überwacht. Er ist vom Vorstand regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die beabsichtigte Geschäftspolitik, über grundsätzliche Fragen der zukünftigen Geschäftsführung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle ausführlich schriftlich und mündlich unterrichtet worden, hat mit dem Vorstand hierüber eingehend beraten und die erforderlichen Entscheidungen getroffen.

Im Geschäftsjahr 2009 haben fünf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.

Schwerpunkte der Beratungen waren:

der Jahresabschluss 2008
Berichte des Vorstands über die Geschäftslage
die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2010, bestehend aus Ergebnis-, Bilanz-, Investitions-, Instandhaltungs-, Finanz- und Personalplan
die Mittelfristplanung 2010 - 2012
eine Darlehensgewährung an RWE AG
die Investition in ein Umwälzsystem am Block I des Kraftwerks Ensdorf
die Änderung von Beteiligungsanteilen verbundener Unternehmen.

In zwei Umlaufverfahren wurden Beschlüsse gefasst zu den Themen:

Windpark Merchingen
Veräußerung des 33,3 %igen Anteils der FAMIS Gesellschaft für Facility Management und Industrieservice mbH an der RWE Westfalen-Weser-Ems Energiedienstleistungen GmbH an die RWE Westfalen-Weser-Ems AG

Auch außerhalb der Sitzungen hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand Fragen der Geschäftsführung, der geschäftspolitischen Ausrichtung, der Unternehmensplanung und der strategischen Ziele sowie wichtige Einzelvorgänge besprochen.

Das Präsidium des Aufsichtsrates hat im Berichtsjahr einmal getagt und die ihm übertragenen Entscheidungen über personelle Angelegenheiten des Vorstands getroffen.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem in der Hauptversammlung am 12. Februar 2009 gewählten und aufgrund des Beschlusses des Aufsichtsrats vom 12. Februar 2009 beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Saarbrücken, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Bericht des Abschlussprüfers, der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Aufsichtsrats sind dem Aufsichtsrat durch den Aufsichtsratsvorsitzenden rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 12. Februar 2010 ausgehändigt und in der Sitzung umfassend erörtert worden. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Außerdem stand er für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung zugestimmt. Er hat seinerseits den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung schließt er sich an.

Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht gemäß § 313 Abs. 3 AktG mit folgendem Vermerk versehen:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.”

Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts.

Am 12.02.2009 hat Herr Dr. Jürgen Kroneberg den Aufsichtsratsvorsitz niedergelegt und ist aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Zu seinem Nachfolger als Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender wurde Herr Dr. Knut Zschiedrich gewählt. Herr Bernd Müller ist mit Ablauf des 12.02.2009 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden; sein Nachfolger ist Herr Rainer Müller. Herr Heinz-Werner Ufer hat sein Amt mit Ablauf des 15. September 2009 niedergelegt. Zu seinem Nachfolger wurde Herr Dr. Joachim Schneider gewählt. Herr Dr. Bierhoff hat sein Amt mit Wirkung zum 17. März 2009 niedergelegt. Herr Dr. Rolf Martin Schmitz wurde vom Amtsgericht Saarbrücken mit Beschluss vom 18. August 2009 als neues Aufsichtsratsmitglied bestellt. Herr Dr. Knut Zschiedrich hat am 16. September 2009 das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden niedergelegt. Zu seinem Nachfolger wurde am gleichen Tage Herr Dr. Rolf Martin Schmitz gewählt. Der Aufsichtsrat heißt die neuen Mitglieder willkommen und dankt Herrn Dr. Kroneberg, Herrn Dr. Bierhoff, Herrn Bernd Müller sowie Herrn Ufer für die geleistete Arbeit und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Betriebsräten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VSE-Gruppe für die im Geschäftsjahr 2009 geleistete Arbeit seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Saarbrücken, den 12. Februar 2010

DER AUFSICHTSRAT

Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorsitzender

Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Jahresüberschuss 14.341.205,81 €
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 118.037,36 €
./. Dividende von 35 % auf das gezeichnete Kapital von 40.960.000,00 € 14.336.000,00 €
Gewinnvortrag 123.243,17 €

Saarbrücken, den 12. Februar 2010

VSE AKTIENGESELLSCHAFT

Hartmann

Prof. Petry

PUNKT 2 DER TAGESORDNUNG

VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS

Entsprechend dem vom Vorsitzenden zur Abstimmung vorgetragenen Beschlussvorschlag des Aufsichtsrates beschloss die Hauptversammlung gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 2, § 58 Abs. 2 bis 4 AktG einstimmig durch Handzeichen, aus dem Bilanzgewinn 2009 in Höhe von 14.456.243,17 Euro eine Dividende von 35 % (gleich 14.336.000,00 Euro) auf das gezeichnete Kapital in Höhe von 40.960.000,00 Euro auszuschütten und 123.243,17 Euro als Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Vorsitzende stellte fest, dass dieser Beschluss (Verwendung des Bilanzgewinns 2009 in Höhe von 14.459.243,17 Euro durch Ausschüttung einer Dividende von 14.336.000,00 Euro und Vortrag des Restbetrages von 123.243,17 Euro auf neue Rechnung) einstimmig gefasst worden ist, und verkündete ihn.