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voestalpine AG — Management Reports 1998
Nov 20, 1998
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Management Reports
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News Details
Ad-hoc | 20 November 1998 10:31
Ad hoc-Service: VOEST-Alpine Stahl AG
—————————————————————— Ad hoc-Service: VOEST-Alpine Stahl AG Ad hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich. —————————————————————————— 2 Investitionen zum weiteren Ausbau der Qualitätsführerschaft Im Sommer 1998 erreichte die Durchlaufglühe planmäßig ihre volle Produktionskapazität. Damit ist das letzte große Investitionsvorhaben aus dem Sonderinvestitionsprogramm der Jahre 1995 bis 1998 abgeschlossen. Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 1998/99 fielen zudem eine Reihe neuer Investitionsentscheidungen: Das größte neue Einzelvorhaben in der VOEST-ALPINE STAHL LINZ GmbH bildet dabei die Optimierung der Flüssigphase im LD- Stahlwerk 3. Dieses Projekt sollte im 3. Quartal des Jahres 2000 abgeschlossen sein und kostet 1,2 Mrd. ATS. Ein weiteres, ebenfalls im Mai 1998 beschlossenes Vorhaben stellt der Bau eines zweiten Gas- und Dampfkraftwerksblocks im Kraftwerk der VOEST-ALPINE STAHL LINZ GmbH dar. Die erst 1997 fertiggestellte Anlage der VOEST-ALPINE EUROPLATINEN GmbH in Linz zur Herstellung lasergeschweißter Platinen wird aufgrund der guten Nachfragesituation derzeit um eine dritte Laser-Schweißanlage ergänzt. Die Inbetriebnahme erfolgt Ende 1998. Einen Meilenstein für die künftige Rohstahlerzeugung in Donawitz stellt der Umbau des bestehenden Stahlwerkes in ein Kompakt-Stahlwerk dar. Die Fertigstellung ist für Mai 2000 geplant, derzeit liegt die Realisierung genau im Zeitplan. Das Investitionsvolumen beträgt 1,8 Mrd. ATS. Mit dem Kompakt- Stahlwerk werden die Herstellkosten pro Tonne Rohstahl um zehn Prozent gesenkt. Bei der VOEST-ALPINE STAHLROHR KINDBERG GmbH wurde im August 1998 die Montage der CPE-Anlage (Crossroll-Piercing and Elongating) beendet, sie läuft seither planmäßig und problemlos hoch. Im Rahmen des Projektes ‘Adjustage 2000’ der VOEST-ALPINE SCHIENEN GmbH wird die Schienenproduktion in Donawitz mit einer neuartigen Steuerung sowie modernster Qualitäts- und Präzisionssicherung ausgestattet. Die Sachinvestitionen des Konzerns werden sich im Geschäftsjahr 1998/99 insgesamt auf rund 3,5 Mrd ATS belaufen. Ausblick zyklischer Abschwung oder Krise? Die negative Entwicklung auf den internationalen Stahlmärkten setzt sich im 4. Kalenderquartal 1998 fort und spätestens für das 1. Quartal 1999 zeichnen sich bei einzelnen Produktgruppen im unteren Qualitätsbereich ‘all time low’-Preise ab. Das bedeutet, daß selbst das Preisniveau des Stahl-Krisenjahres 1993 noch deutlich unterschritten wird. Schon jetzt liegen die Spot-Markt-Preise für Commodities um bis zu 40 % (!) unter jenen des Frühjahres 1998. Die 2. Hälfte des Geschäftsjahres 1998/99 (Oktober 1998 bis März 1999) der VOEST-ALPINE STAHL-Gruppe wird somit durch ein äußerst negatives Umfeld geprägt. Durch den hohen Anteil der auf Jahresbasis abgeschlossenen Verträge, die hochqualitative Produktpalette und das konsequente Kostenmanagement ist jedoch davon auszugehen, daß auch das derzeit laufende 3. Quartal des Geschäftsjahres mit einem klar positiven, aber nicht mehr ganz auf dem Niveau des Vorquartals liegenden Ergebnis abgeschlossen werden kann. Derzeit noch nicht seriös abschätzbar ist die Entwicklung im 4. Geschäftsquartal. Für dieses zeichnet sich eine weitere Verschärfung sowohl der Preis- als auch der Mengensituation ab. Die entscheidende Frage für das Kalenderjahr 1999 bzw. das Geschäftsjahr 1999/2000 der VOEST-ALPINE STAHL AG wird sein, wie weit der extrem rasche Verfall der Preise in Europa auch zu einem nachhaltigen Rückgang der Importe führt. Damit würde die Basis für eine Preiskonsolidierung im 1. Kalenderhalbjahr 1999 geschaffen. Dies setzt allerdings voraus, daß sich die Lage in den Krisenregionen entspannt und in den USA kein Konjunkturverfall eintritt. Sollte das nicht der Fall sein, wäre 1999 auch für Europa eine krisenhafte Entwicklung mit entsprechend nachhaltigem Preis- und Mengendruck am Stahlsektor nicht auszuschließen. Abschließend noch ein Wort zum aktuellen Stand bei den Bemühungen um eine horizontale Erweiterung des Konzerns. Das Unternehmen führt seit längerem Beteiligungsgespräche mit der polnischen Huta Tadeusza Sendzimira SA (HTS SA). Zuletzt wurde gemeinsam mit dem Partner Koninklijke Hoogovens NV eine Vereinbarung unterzeichnet, die es diesem Konsortium ermöglicht, bis Ende Jänner 1999 Exklusivverhandlungen zu führen. Gegenstand der Gespräche mit HTS SA ist die mehrheitliche Übernahme der Anteile an einer aus der HTS SA ausgegliederten HTS STAHL-Gesellschaft durch das Konsortium. Die Gespräche über eine Einbeziehung auch der HUTA KATOWICE SA in eine Gesamtlösung für die künftige Flachstahlproduktion in Polen werden parallel weitergeführt. Linz/Wien, 20. November 1998 Ende der Mitteilung