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voestalpine AG — Interim / Quarterly Report 2021
Nov 10, 2021
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Interim / Quarterly Report
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BERICHT ZUM 1. HALBJAHR 2021/22

voestalpine-KONZERN IN ZAHLEN
1Q 2021/22 VS. 2Q 2021/22
| Mio. EUR | 1Q 2021/22 | 2Q 2021/22 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 01.04.–30.06.2021 | 01.07.–30.09.2021 | in % | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzerlöse | 3.490,0 | 3.552,9 | 1,8 |
| EBITDA | 539,6 | 510,2 | –5,4 |
| Abschreibungen | 200,0 | 199,2 | –0,4 |
| EBIT | 339,6 | 311,0 | –8,4 |
| Ergebnis vor Steuern | 318,8 | 292,3 | –8,3 |
| Ergebnis nach Steuern1 | 259,2 | 226,5 | –12,6 |
| Bilanz | |||
| Investitionen in Sachanlagen, | |||
| immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen | 118,3 | 120,9 | 2,2 |
| Eigenkapital | 5.970,8 | 6.077,5 | 1,8 |
| Nettofinanzverschuldung | 2.617,4 | 2.743,5 | 4,8 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals | |||
| (Gearing) | 43,8 % | 45,1 % | |
| Finanzkennzahlen | |||
| EBITDA-Marge | 15,5 % | 14,4 % | |
| EBIT-Marge | 9,7 % | 8,8 % | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 272,1 | 100,1 | –63,2 |
| Aktienkennzahlen | |||
| Aktienkurs Ende der Periode (EUR) | 34,34 | 32,04 | –6,7 |
| Börsenkapitalisierung Ende der Periode | 6.130,4 | 5.719,80 | –6,7 |
| Anzahl der ausstehenden Aktien Ende der Periode | 178.520.616 | 178.520.616 | 0,0 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 1,42 | 1,23 | –13,4 |
| Personal | |||
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode | 48.880 | 49.068 | 0,4 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen.
1H 2020/21 VS. 1H 2021/22
| Mio. EUR | 1H 2020/21 01.04.–30.09.2020 |
1H 2021/22 01.04.–30.09.2021 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzerlöse | 5.110,1 | 7.042,9 | 37,8 |
| EBITDA | 395,0 | 1.049,8 | 165,8 |
| Abschreibungen | 610,0 | 399,2 | –34,6 |
| EBIT | –215,0 | 650,6 | |
| Ergebnis vor Steuern | –267,5 | 611,1 | |
| Ergebnis nach Steuern1 | –275,8 | 485,7 | |
| Bilanz | |||
| Investitionen in Sachanlagen, | |||
| immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen | 244,9 | 239,2 | –2,3 |
| Eigenkapital | 5.270,6 | 6.077,5 | 15,3 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.491,0 | 2.743,5 | –21,4 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) |
66,2 % | 45,1 % | |
| Finanzkennzahlen | |||
| EBITDA-Marge | 7,7 % | 14,9 % | |
| EBIT-Marge | –4,2 % | 9,2 % | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 562,8 | 372,2 | –33,9 |
| Aktienkennzahlen | |||
| Aktienkurs Ende der Periode (EUR) | 22,50 | 32,04 | 42,4 |
| Börsenkapitalisierung Ende der Periode | 4.016,7 | 5.719,8 | 42,4 |
| Anzahl der ausstehenden Aktien Ende der Periode | 178.520.616 | 178.520.616 | 0,0 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | –1,53 | 2,65 | |
| Personal | |||
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode | 47.917 | 49.068 | 2,4 |
1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen.
INHALTS-VERZEICHNIS
ZWISCHEN-LAGEBERICHT
- 3 Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf
- 4 Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren des voestalpine-Konzerns
- 7 Steel Division
- 9 High Performance Metals Division
- 11 Metal Engineering Division
- 13 Metal Forming Division
- 15 Investitionen
- 16 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
- 16 Risikomanagement
- 17 Ausblick
- 18 Investor Relations
VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS
- 22 Konzernbilanz
- 24 Konzern-Kapitalflussrechnung
- 25 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- 27 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
- 28 Erläuternde Anhangangaben
- 46 Erklärung des Vorstandes gemäß § 125 (1) BörseG 2018
ZWISCHEN-LAGEBERICHT
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Während der Beginn des 1. Halbjahres 2021/22 noch ganz im Zeichen starker Nachholeffekte im Zuge der Erholung von der COVID-19-Krise stand, hat sich das konjunkturelle Klima im weiteren Verlauf der Berichtsperiode auf hohem Niveau stabilisiert. Trotz unverändert guten Wirtschaftswachstums sorgten der regional unterschiedliche Impffortschritt sowie immer neue Mutationen des Coronavirus über den Sommer für Verunsicherung. Verwerfungen in den Lieferketten, die insbesondere die Automobilindustrie in Europa nach wie vor belasten, verlängern die Lieferzeiten für neue Autos. Zudem kam es gegen Ende des 1. Halbjahres 2021/22 global zu einem Anstieg der Energiepreise.
EUROPA
Von gelockerten COVID-19-Restriktionen in zahlreichen Mitgliedstaaten der Europäischen Union profitierten zu Beginn des Geschäftsjahres 2021/22 insbesondere der private Konsum und der Servicesektor. Die dynamische Entwicklung in den industriellen Sektoren setzte sich weiter fort, wobei die Verknappung von Vormaterial – insbesondere von Halbleiter-Elektronikbauteilen – die Entwicklung in der Automobilindustrie stark einbremste. Die erwartete Verbesserung der Situation über den Sommer 2021 trat nicht ein und gegen Ende der Berichtsperiode stellte sich die Situation unverändert kritisch dar. Damit war die europäische Automobilindustrie nicht in der Lage, die aktuell
hohe Marktnachfrage nach Automobilen vollständig zu bedienen.
In diesem Umfeld konnte der voestalpine-Konzern an den positiven Aufwärtstrend anknüpfen, der bereits im letzten Geschäftsjahr eingesetzt hatte. Günstig entwickelten sich zudem erstmals seit Ausbruch der COVID-19-Krise die Auftragseingänge aus der Luftfahrtindustrie. Lediglich die Automobilindustrie zeigte aufgrund der Zulieferprobleme bei Bauteilen eine verhaltene Performance.
NORDAMERIKA
In Nordamerika setzte sich der kräftige Aufschwung zum Ende des letzten Geschäftsjahres auch im 1. Halbjahr 2021/22 fort. Allerdings flaute die ausgeprägte Dynamik zu Beginn des Geschäftsjahres über den Sommer etwas ab. Das Auftreten neuer Coronavirus-Mutationen dämpfte die Entwicklung in einigen Servicesektoren. Insgesamt blieben aber sowohl die Industrieproduktion als auch der private Konsum und die Entwicklung am Arbeitsmarkt positiv. Anders als in Europa hat die US-Notenbank (Fed; Federal Reserve) angesichts steigender Inflation eine Verlangsamung der expansiven Geldmengenpolitik sowie steigende Zinsen in Aussicht gestellt.
Der voestalpine-Konzern konnte in vielen Bereichen von der positiven Marktdynamik in Nordamerika profitieren. Dazu beigetragen hat, dass bis zum Ende des 2. Quartals die amerikanischen voestalpine Automotive-Standorte deutlich weniger vom Halbleitermangel betroffen waren als die europäischen Standorte. Die steigenden Energiepreise führten zu deutlich verbesserter Nachfrage nach Material und Equipment für die Öl- und Gasindustrie. Das wirkte sich auch günstig auf die europäischen Produktionsstandorte der voestalpine aus, wenngleich nach wie vor hohe Schutzzölle (Section 232) den Markt belasten.
SÜDAMERIKA/BRASILIEN
Brasilien als bedeutendste Wirtschaftsregion für die voestalpine am südamerikanischen Kontinent konnte die insgesamt hohe wirtschaftliche Dynamik über das 1. Halbjahr 2021/22 beibehalten. Neben einer guten Inlandsnachfrage stützt auch die Entwicklung der brasilianischen Währung die wirtschaftliche Entwicklung.
Die brasilianischen Standorte des voestalpine-Konzerns setzten in diesem Umfeld ihre positive Entwicklung fort.
ASIEN/CHINA
China hatte die erste Welle der Pandemie bereits 2020 weitgehend überwunden. Auf neuerliche, wenn auch lokal beschränkte Ausbrüche im aktuellen Geschäftsjahr reagierten die chinesischen Behörden mit strikten Lockdown-Maßnahmen. Diese beeinträchtigten den privaten Konsum, insbesondere im Freizeit- und Servicesektor. Spürbar waren auch die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Dynamik, als China im 1. Halbjahr 2020/21 begann, die ökonomischen Stimulus-Maßnahmen aus der ersten COVID-19-Welle zurückzufahren.
Probleme am chinesischen Immobiliensektor konkretisierten sich in der 2. Hälfte der Berichtsperiode. Sie belasteten nicht nur die Bauwirtschaft, sondern auch die damit verbundenen Industriesektoren wie etwa die chinesische Stahlindustrie. Trotz angekündigter Produktionsrücknahmen aus Gründen des Umweltschutzes lieferte die Stahlproduktion neuerlich Rekordwerte. In der Folge begannen die Behörden, über den Sommer Produktionskürzungen zu forcieren. Gegen Ende der Berichtsperiode wurden in den chinesischen Statistiken erstmals seit langer Zeit rückläufige Produktionsdaten für Rohstahl sichtbar. Mittelfristig sollte diese Entwicklung den globalen Stahlmarkt unterstützen. Zu erwarten ist, dass sich daraus stärkere Auswirkungen für die Entwicklung der europäischen voestalpine-Stahlstandorte ableiten als für die Verarbeitungsstandorte der voestalpine vor Ort in China.
Energieknappheit sowie die dadurch bedingten temporär und lokal beschränkten Stromabschaltungen haben die Entwicklung der Wirtschaft in China gegen Ende des 1. Halbjahres 2021/22 beeinflusst. Davon waren zeitweise Kunden sowie vereinzelt auch voestalpine-Standorte im Automotive- und Welding-Bereich betroffen.
Trotz der Verlangsamung der wirtschaftlichen Dynamik weist China auch in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2021/22 ein positives Wirtschaftswachstum aus. Vor diesem Hintergrund verlief auch die Geschäftsentwicklung der chinesischen Standorte des voestalpine-Konzerns insgesamt erfreulich.
BERICHT ÜBER DIE FINANZIELLEN LEISTUNGSINDIKATOREN DES voestalpine-KONZERNS
Der voestalpine-Konzern verzeichnete im 1. Halbjahr 2021/22 eine markante Steigerung der finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr. Während die Kennziffern des 1. Halbjahres 2020/21 von den Auswirkungen der COVID-19-Lockdowns betroffen waren, profitierte der Konzern im aktuellen Berichtszeitraum von einer sehr soliden Entwicklung der Nachfrage in den wesentlichen Kundensegmenten. Einzig die volatilen Abrufe der Automobilindustrie wirkten sich tendenziell dämpfend auf die Versandmengen der Steel Division sowie der Metal Forming Division aus. Das Preisniveau entwickelte sich über die Produktgruppen hinweg insgesamt dynamisch, wobei auch die stark gestiegenen Rohstoffkosten unterstützend wirkten. Auf dieser Basis erhöhten sich die Umsatzerlöse des voestalpine-Konzerns im 1. Halbjahr 2021/22 um 37,8 % auf 7.042,9 Mio. EUR (1. Halbjahr 2020/21: 5.110,1 Mio. EUR).
Neben dem positiven wirtschaftlichen Umfeld zeigen die Ergebnisse im aktuellen Berichtszeitraum auch den klaren Fokus der voestalpine auf kostensenkende sowie effizienzsteigernde Maßnahmen. Als Konsequenz daraus verbesserte sich das EBITDA um 165,8 % auf 1.049,8 Mio. EUR (Vorjahr: 395,0 Mio. EUR). Besonders deutlich zeigte sich der Ergebnissprung in der Steel Division, die das positive konjunkturelle Umfeld im Stahlsektor nutzte. Das EBIT auf Konzernebene, das im Vorjahr mit –215,0 Mio. EUR noch deutlich negativ ausgewiesen wurde, erreichte im 1. Halbjahr 2021/22 einen Wert von 650,6 Mio. EUR. Allerdings sind in der Vorjahreszahl negative Sondereffekte von –198,5 Mio. EUR aufgrund von außerordentlichen Abschreibungen bei den Gesellschaften voestalpine Texas, voestalpine Tubulars sowie voestalpine Special Wire enthalten. Angesichts eines Finanzergebnisses, das sich heuer infolge des forcierten Abbaus von Verbindlichkeiten mit –39,5 Mio. EUR (Vorjahr –52,5 Mio. EUR) sehr zufriedenstellend entwickelte, kam das Ergebnis vor Steuern im 1. Halbjahr 2021/22 bei 611,1 Mio. EUR zu liegen (Vorjahr –267,5 Mio. EUR). Auf Basis einer Steuerquote von 20,5 % erreichte das Ergebnis nach Steuern einen Wert von 485,7 Mio. EUR (Vorjahr –275,8 Mio. EUR).
Die Nettofinanzverschuldung entwickelte sich im Jahresvergleich deutlich positiv, was insbesondere auf die starke Cashflow-Generierung in der 2. Hälfte des vergangenen Geschäftsjahres zurückzuführen ist. Lag die Nettofinanzverschuldung per 30. September 2020 noch bei 3.491,0 Mio. EUR, reduzierte sie sich innerhalb von zwölf Monaten auf 2.743,5 Mio. EUR per 30. September 2021. Damit liegt sie in etwa auf dem Wert zum Bilanzstichtag am 31. März 2021 (2.742,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalbasis des voestalpine-Konzerns wurde im Jahresvergleich hingegen deutlich gestärkt: Von 5.270,6 Mio. EUR per 30. September 2020 verbesserte sich das Eigenkapital auf 6.077,5 Mio. EUR per 30. September 2021. Zum Bilanzstichtag 31. März 2021 wurde ein Eigenkapital in Höhe von 5.649,9 Mio. EUR ausgewiesen. Die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) verringerte sich dementsprechend von 66,2 % per 30. September 2020 bzw. von 48,5 % zum Bilanzstichtag 31. März 2021 auf 45,1 % per 30. September 2021.
Die Anzahl der Beschäftigten (FTE, Vollzeitäquivalent) im voestalpine-Konzern erhöhte sich gegenüber dem Vergleichswert per 30. September 2020 (47.917) um 2,4 % auf 49.068 per 30. September 2021. Der Anstieg ist auf die markant verbesserte Auslastung der maßgeblichen Produktionsstandorte zurückzuführen. Gegenüber dem Bilanzstichtag 31. März 2021 (48.654) ergibt sich eine Erhöhung des Personalstandes um 0,9 %.
QUARTALS- UND HALBJAHRESENTWICKLUNG DES voestalpine-KONZERNS
| Mio. EUR | 1Q | 2Q | 1H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | Verände | |
| 01.04.– | 01.04.– | 01.07.– | 01.07.– | 01.04.– | 01.04.– | rung in % | |
| 30.06.2020 | 30.06.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | ||
| Umsatzerlöse | 2.397,3 | 3.490,0 | 2.712,8 | 3.552,9 | 5.110,1 | 7.042,9 | 37,8 |
| EBITDA | 157,8 | 539,6 | 237,2 | 510,2 | 395,0 | 1.049,8 | 165,8 |
| EBITDA-Marge | 6,6 % | 15,5 % | 8,7 % | 14,4 % | 7,7 % | 14,9 % | |
| EBIT | –48,7 | 339,6 | –166,3 | 311,0 | –215,0 | 650,6 | |
| EBIT-Marge | –2,0 % | 9,7 % | –6,1 % | 8,8 % | –4,2 % | 9,2 % | |
| Ergebnis vor Steuern | –74,4 | 318,8 | –193,1 | 292,3 | –267,5 | 611,1 | |
| Ergebnis nach Steuern1 | –69,7 | 259,2 | –206,1 | 226,5 | –275,8 | 485,7 | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
|||||||
| Ende der Periode | 47.894 | 48.880 | 47.917 | 49.068 | 47.917 | 49.068 | 2,4 |
Die Nettofinanzverschuldung lässt sich wie folgt überleiten:
NETTOFINANZVERSCHULDUNG
| Mio. EUR | 30.09.2020 | 30.09.2021 |
|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten langfristig | 3.810,2 | 2.724,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristig | 824,2 | 1.010,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –1.060,0 | –563,8 |
| Andere Finanzanlagen | –62,6 | –408,0 |
| Ausleihungen und sonstige Forderungen Finanzierung | –20,8 | –19,6 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.491,0 | 2.743,5 |
STEEL DIVISION
QUARTALSENTWICKLUNG DER STEEL DIVISION
| Mio. EUR | 1Q | 2Q | 1H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | Verän | |
| 01.04.– | 01.04.– | 01.07.– | 01.07.– | 01.04.– | 01.04.– | derung | |
| 30.06.2020 | 30.06.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | in % | |
| Umsatzerlöse | 834,9 | 1.322,0 | 995,6 | 1.395,4 | 1.830,5 | 2.717,4 | 48,5 |
| EBITDA | 68,2 | 263,0 | 93,4 | 258,2 | 161,6 | 521,2 | 222,5 |
| EBITDA-Marge | 8,2 % | 19,9 % | 9,4 % | 18,5 % | 8,8 % | 19,2 % | |
| EBIT | –13,5 | 186,9 | –155,2 | 183,3 | –168,7 | 370,2 | |
| EBIT-Marge | –1,6 % | 14,1 % | –15,6 % | 13,1 % | –9,2 % | 13,6 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
|||||||
| Ende der Periode | 10.181 | 10.429 | 10.321 | 10.581 | 10.321 | 10.581 | 2,5 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Die zu Beginn des Geschäftsjahres 2021/22 ungewöhnliche, von Materialverknappung und Lieferengpässen geprägte Dynamik am europäischen Stahlmarkt hat sich gegen Ende der Berichtsperiode weitgehend normalisiert.
Maßgeblich dafür ist neben gestiegenen Importen eine rückläufige Nachfrage der Automobilindustrie, die ihrerseits mangels Halbleitern die hohe Marktnachfrage nach Autos nicht vollständig bedienen kann ("Chipkrise"). Die übrigen Marktsegmente zeigten über den Verlauf des 1. Halbjahres 2021/22 eine ungebrochen hohe Nachfrage. Insbesondere die Bauindustrie konnte die ausgeprägte Dynamik über die gesamte Berichtsperiode beibehalten.
Auch die Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie profitierte über den Verlauf des 1. Halbjahres 2021/22 von einer stabil hohen Nachfrage. Vereinzelt sind auch Kunden in diesem Segment von Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Elektronikbauteilen betroffen. Bislang führte dies zu keinem Rückgang der Nachfrage nach Stahlprodukten der Steel Division.
Der Maschinenbausektor konnte insbesondere im Bereich der hochwertigen Stahlgüten die hohe Nachfragedynamik vom Beginn des Geschäftsjahres über den Sommer mitnehmen.
Anders als von der Automobilindustrie erwartet und auch kommuniziert, lösten sich die Lieferengpässe aus der Halbleiterindustrie nicht über die Sommermonate auf. Wegen fehlender Bauteile mussten viele Automobilhersteller die Produktion auch nach dem Sommer immer wieder temporär unterbrechen. Vereinzelt wurden Produktionslinien auch für längere Zeit komplett abgestellt. Die unerwartete Fortsetzung dieses an sich bekannten Problems führte insbesondere gegen Ende der Berichtsperiode im 2. Geschäftsquartal 2021/22 dazu, dass nach den saisonal schwachen Sommermonaten die Mengenabrufe weiter zurückgingen. Da die Umleitung von Material- bzw. Produktionskapazität auf andere Marktsegmente derart kurzfristig nicht vollständig umsetzbar war, verringerten sich in der Steel Division die Versandmengen bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Lagerbestände an Fertigmaterial.
Der Energiebereich als ein wesentlicher Markt für das Produktsegment Grobblech wies im Verlauf des 1. Halbjahres eine positive Entwicklung auf. Ausschlaggebend dafür war die anziehende Nachfrage mit gestiegenen Preisen für Öl und Gas.
Während die Stahlmärkte in Europa und in Nordamerika insgesamt weitgehend dynamisch blieben, kam es in China gegen Ende des 1. Halbjahres 2021/22 erstmals in der jüngeren Geschichte des Landes zu einer Verringerung der Stahlproduktion. Maßgeblich dafür war neben dem Auslaufen von konjunkturstimulierenden Maßnahmen die nachlassende Dynamik am Immobiliensektor. Dazu kamen behördlich angeordnete Produktionsrücknahmen aus Gründen des Umweltschutzes. Da China weltweit die mit Abstand höchsten Kapazitäten in der Stahlproduktion betreibt, hatte diese Entwicklung unmittelbar Auswirkung auf die globalen Rohstoffmärkte. So fiel der Preis für Eisenerz nach jahrelangem Aufwärtstrend von den Höchstständen im Sommer bis zum Ende der Berichtsperiode beinahe um die Hälfte. Im Gegensatz dazu führte die in China aufgetretene Energieknappheit dazu, dass der Preis für metallurgische Kohle förmlich explodierte. Unter dem Strich heben sich diese Effekte weitgehend auf. Aufgrund der spezifischen Zukaufstruktur sowie des logistisch bedingten Zeitversatzes ergaben sich für die Steel Division über den Verlauf des 1. Halbjahres 2021/22 durchwegs ansteigende Rohstoffkosten. Steigende Stahlpreise konnten diese zumindest ausgleichen. Sie erreichten am europäischen Spotmarkt im Sommer den vorläufigen Höchststand, um gegen Ende der Berichtsperiode etwas nachzulassen. Dass die Stahlpreise der Steel Division bis zum Ende der Berichtsperiode zulegten, ist der spezifischen Kontraktstruktur zuzurechnen.
Vor dem Hintergrund des ungebrochenen Stahlbooms in Nordamerika entwickelte sich auch die Direktreduktionsanlage in Texas, USA, positiv.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die Leistungsindikatoren der Steel Division im Vorjahr waren belastet durch die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie. Eine gänzlich gegenläufige Entwicklung zeigen die Kennziffern im aktuellen Berichtszeitraum. Die Umsatzerlöse stiegen im 1. Halbjahr 2021/22 um 48,5 % auf 2.717,4 Mio. EUR (1. Halbjahr 2020/21: 1.830,5 Mio. EUR). Dabei fiel der Preiseffekt noch etwas deutlicher ins Gewicht als die Zunahme der Versandmengen. Die Kontraktpreise für Flachstahlprodukte zogen in den letzten Quartalen infolge massiv gestiegener Rohstoffkosten sowie einer ausgezeichneten Stahlkonjunktur stark an.
Beim EBITDA, das sich von 161,6 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2020/21 (Marge 8,8 %) auf 521,2 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2021/22 (Marge 19,2 %) verbesserte, erreichte die Steel Division im gleichen Zeitraum eine Vervielfachung des Ergebnisses. Einen wesentlichen Beitrag zum signifikanten operativen Ergebnisanstieg leistete auch die Direktreduktionsanlage in Texas, USA. Das EBIT der Steel Division erreichte im aktuellen Berichtszeitraum 370,2 Mio. EUR (Marge 13,6 %), nachdem die Division im Vorjahr noch –168,7 Mio. EUR (Marge –9,2 %) auswies. Im Vorjahr hatten negative Einmaleffekte beim Standort Texas in Form von außerordentlichen Abschreibungen in Höhe von 167,6 Mio. EUR das EBIT belastet.
Im direkten Vergleich der aufeinanderfolgenden Quartale erhöhten sich die Umsatzerlöse der Steel Division im 2. Quartal 2021/22 um 5,6 % auf 1.395,4 Mio. EUR (1. Quartal: 1.322,0 Mio. EUR). Während sich das Preisniveau signifikant verbesserte, fielen die Absatzmengen saisonal bedingt sowie aufgrund der volatilen Abrufe der Automobilkunden schwächer aus. Auf der Ergebnisseite verzeichnete die Division im unmittelbaren Quartalsvergleich eine stabil gute Entwicklung. Das EBITDA verminderte sich nur geringfügig um 1,8 % von 263,0 Mio. EUR auf 258,2 Mio. EUR und damit die EBITDA-Marge von 19,9 % auf 18,5 %. Das EBIT fiel um 1,9 % von 186,9 Mio. EUR (Marge 14,1 %) auf 183,3 Mio. EUR (Marge 13,1 %).
HIGH PERFORMANCE METALS DIVISION
| QUARTALSENTWICKLUNG DER HIGH PERFORMANCE METALS DIVISION | |
|---|---|
| Mio. EUR | 1Q | 2Q | 1H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | Verän | |
| 01.04.– | 01.04.– | 01.07.– | 01.07.– | 01.04.– | 01.04.– | derung | |
| 30.06.2020 | 30.06.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | in % | |
| Umsatzerlöse | 527,3 | 704,2 | 534,4 | 721,3 | 1.061,7 | 1.425,5 | 34,3 |
| EBITDA | 40,4 | 101,2 | 36,4 | 90,4 | 76,8 | 191,6 | 149,5 |
| EBITDA-Marge | 7,7 % | 14,4 % | 6,8 % | 12,5 % | 7,2 % | 13,4 % | |
| EBIT | –1,5 | 61,4 | –4,7 | 50,6 | –6,2 | 112,0 | |
| EBIT-Marge | –0,3 % | 8,7 % | –0,9 % | 7,0 % | –0,6 % | 7,9 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
|||||||
| Ende der Periode | 12.902 | 12.802 | 12.381 | 12.891 | 12.381 | 12.891 | 4,1 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Der Aufwärtstrend im Marktumfeld der High Performance Metals Division setzte sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 fort.
Werkzeugstahl
Die Erholung der Nachfrage im Produktsegment Werkzeugstahl hat im 1. Halbjahr 2021/22 angehalten. Maßgeblich dafür waren die Konsum güterindustrie und die Automobilindustrie, wo trotz der bestehenden Versorgungsprobleme im Halbleiterbereich neue Projekte umgesetzt werden konnten.
Sonderwerkstoffe
Der regionale Flugverkehr erreichte zum Teil wieder Vorkrisenniveau, womit auch die Nachfrage nach Kurzstrecken-Jets wieder anstieg. Damit haben sich die Bauraten der großen Hersteller ebenso erholt wie die gesamte Supply Chain. In der Folge hat das auch in der High Performance Metals Division zu steigenden Auftragseingängen für Sonderwerkstoffe und Komponenten geführt. Der Langstreckenflugverkehr hinkt dieser Entwicklung noch hinterher und wird nach Einschätzung von Experten erst in den Jahren 2024/25 wieder Vorkrisenniveau erreichen.
Die steigende Investitionstätigkeit der Öl- und Gasindustrie brachte insbesondere in den letzten Monaten des 1. Halbjahres 2021/22 steigende Auftragseingänge für Sonderwerkstoffe der Division. Dieser Trend sollte sich über das aktuelle Geschäftsjahr hinaus fortsetzen. Trotz eines Ölpreises, der zahlreiche Projekte wieder wirtschaftlich darstellbar macht, zeigt sich die Branche nach wie vor von Unsicherheit geprägt. Der Druck von Seiten der Politik und auch der Investoren auf eine Transformation der CO2-intensiven Industrie führt dazu, dass die großen Ölfirmen trotz hohen Investitionsbedarfs insgesamt vorsichtig agieren.
Der Bereich HPM Production, der die Produktionswerke der Division umfasst, profitierte von den positiven Trends auf den Absatzmärkten. Mit den teils stark gestiegenen Auftragseingängen in allen Werken stieg auch die Auslastung. Lediglich im Bereich der schweren LKW bedingte der Mangel an Halbleiterchips eine Verschiebung der Produktionsaufträge im Bereich der Gesenkschmiedestücke.
Die Inbetriebnahme des neuen Edelstahlwerkes in Kapfenberg, Österreich, ist für Mitte 2022 geplant. Die COVID-19-Pandemie hatte hier – wie bereits berichtet – zu einer verspäteten Anlieferung von Komponenten und damit zu Verzögerungen in der Fertigstellung geführt.
Der Ausbau des strategischen Zukunftsfeldes Additive Manufacturing (3D-Druck) schritt im 1. Halbjahr 2021/22 planmäßig voran. Aktuell verfügt die Division über zwei Forschungsanlagen und zwei Produktionsanlagen für die Herstellung von Pulver in Österreich und Schweden und über sieben Value Added Services-Standorte in Europa, Nordamerika und Asien zur Erzeugung von additiv gefertigten Bauteilen.
Die internationale Vertriebsorganisation Value Added Services profitierte von der gestiegenen Nachfrage nach Werkzeugstahl, aber auch nach Services wie Oberflächenbehandlung (Coating) und Wärmebehandlung. Damit konnten die Value Added Services beim Umsatz wieder an das Niveau vor COVID-19 anschließen.
Regionale Entwicklung
» Europa
In Europa stellte sich eine deutliche Belebung der Nachfrage nach Werkzeugstahl ein, die insbesondere von der Automobilindustrie ausging. Auch in Teilbereichen der Öl- und Gasindustrie zog die Nachfrage an.
» Nordamerika
In Nordamerika belebte sich der Absatz für Werkzeuge für die Automobilindustrie im Verlauf des 1. Halbjahres 2021/22. Gegen Ende der Berichtsperiode zogen die Auftragseingänge aus der Öl- und Gasindustrie an, in geringerem Umfang auch jene aus der Luftfahrtindustrie. Die seitens der USA eingeführten Zölle von 25 % auf alle Stahlprodukte nähren jedoch weiterhin die Unsicherheit am Markt.
» Südamerika
Auch in Südamerika hat sich die Situation gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Neben gestiegener Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie zeigen sich insbesondere der Maschinenbausektor und auch die Automobilindustrie sehr dynamisch.
» Asien
Das Marktumfeld in China präsentierte sich im 1. Halbjahr 2021/22 weiter günstig. Kräftige Zuwächse konnte die Division in Indien erzielen, wohingegen sich die Märkte in Südostasien vor dem Hintergrund von COVID-19 noch sehr verhalten zeigten.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Der Aufwärtstrend der High Performance Metals Division über die letzten Quartale zeigt sich deutlich im Jahresvergleich der Leistungsindikatoren. So stiegen die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2021/22 um mehr als ein Drittel auf 1.425,5 Mio. EUR (1. Halbjahr 2020/21: 1.061,7 Mio. EUR). Bestimmend für den Umsatzanstieg war neben dem verbesserten Preisniveau die Ausweitung der Versandmengen um über 25 %.
In der Folge wies auch die Ergebnisseite signifikante Zunahmen auf. Das EBITDA stieg um 149,5 % von 76,8 Mio. EUR auf 191,6 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge erhöhte sich dementsprechend von 7,2 % auf 13,4 %. Das EBIT, das im Vorjahr aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Lockdowns mit –6,2 Mio. EUR (Marge –0,6 %) noch negativ ausgefallen war, erreichte im 1. Halbjahr 2021/22 ein Niveau von 112,0 Mio. EUR (Marge 7,9 %).
Im direkten Vergleich des 1. mit dem 2. Quartal 2021/22 erhöhten sich die Umsatzerlöse leicht, während die Ergebniszahlen sich vor dem Hintergrund saisonal geringerer Nachfrage etwas abschwächten. Der Anstieg der Umsatzerlöse im 2. Quartal 2021/22 um 2,4 % auf 721,3 Mio. EUR (1. Quartal 2021/22: 704,2 Mio. EUR) bei gleichzeitig etwa 5 % reduzierten Absatzmengen war damit vorrangig auf das verbesserte Preisniveau im Sommerquartal zurückzuführen. In erster Linie war es auch der Mengenrückgang, der zur Abnahme des EBITDA um 10,7 % auf 90,4 Mio. EUR im 2. Quartal 2021/22 führte (1. Quartal 2021/22: 101,2 Mio. EUR). Die höheren Verkaufspreise wurden durch gestiegene Rohstoffkosten egalisiert. Die EBITDA-Marge fiel somit von 14,4 % auf 12,5 %. Das EBIT verminderte sich im gleichen Zeitraum um 17,6 % von 61,4 Mio. EUR (Marge 8,7 %) auf 50,6 Mio. EUR (Marge 7,0 %).
METAL ENGINEERING DIVISION
| QUARTALSENTWICKLUNG DER METAL ENGINEERING DIVISION | |
|---|---|
| ---------------------------------------------------- | -- |
| Mio. EUR | 1Q | 2Q | 1H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | Verän | |
| 01.04.– | 01.04.– | 01.07.– | 01.07.– | 01.04.– | 01.04.– | derung | |
| 30.06.2020 | 30.06.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | in % | |
| Umsatzerlöse | 669,2 | 800,9 | 666,7 | 814,0 | 1.335,9 | 1.614,9 | 20,9 |
| EBITDA | 54,6 | 96,2 | 55,7 | 103,5 | 110,3 | 199,7 | 81,1 |
| EBITDA-Marge | 8,2 % | 12,0 % | 8,3 % | 12,7 % | 8,3 % | 12,4 % | |
| EBIT | 10,3 | 51,9 | –19,9 | 59,2 | –9,6 | 111,1 | |
| EBIT-Marge | 1,5 % | 6,5 % | –3,0 % | 7,3 % | –0,7 % | 6,9 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
|||||||
| Ende der Periode | 13.061 | 13.063 | 12.878 | 13.276 | 12.878 | 13.276 | 3,1 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Ein stabil gutes Marktumfeld im tragenden Marktsegment Bahninfrastruktur prägte die Entwicklung der Metal Engineering Division im 1. Halbjahr 2021/22. Der Geschäftsbereich Railway Systems profitierte vor allem von einer robusten Nachfrage in den europäischen Kernmärkten. Der Bereich Industrial Systems konnte den Aufwärtstrend aus der 2. Hälfte des Geschäftsjahres 2020/21 fortsetzen und die Auslastung der wesentlichen Standorte weiter steigern. Die Stahlproduktion in Donawitz, Österreich, zur Versorgung nachgelagerter "Verarbeitungsbereiche" mit hochwertigem Vormaterial war in der aktuellen Berichtsperiode durch volatile Rohstoff- und Energiekosten gekennzeichnet.
Der Geschäftsbereich Railway Systems zeigte im 1. Halbjahr 2021/22 eine gewohnt solide Performance. Die Versandmengen im Produktsegment Rails (Schienen) lagen – vorwiegend für die europäischen Bahnbetreiber – auf einem guten Niveau. Auch das Projektvolumen in Osteuropa, das im letzten Geschäftsjahr einen etwas schwächeren Trend zeigte, entwickelte sich zufriedenstellend. Das Produktsegment Turnout Systems mit seinen weltweiten Standorten profitierte von einer größtenteils guten Nachfrage. Diese erwies sich insbesondere in den wichtigsten europäischen Märkten ähnlich robust wie bei Rails. Die Investitionen in den Schwerlastverkehr in Australien und Brasilien und damit die Nachfrage nach Bahninfrastrukturkomponenten und Systemen entwickelte sich ebenfalls positiv. Leicht verbessert zeigte sich die Nachfrage in Nordamerika. In China hingegen entwickelten sich die Abrufe für Weichensysteme für das Hochgeschwindigkeitsnetz weiter volatil. In Indien und Thailand kam es teilweise zu Projektverschiebungen aufgrund von COVID-19.
Der Geschäftsbereich Industrial Systems konnte das Geschäftsvolumen im 1. Halbjahr 2021/22 im Vorjahresvergleich ausweiten, was sich unter anderem im Produktsegment Wire Technology (Draht) deutlich abbildete. Trotz der Versorgungsschwierigkeiten mit Halbleitern auf Seiten der OEMs (Original Equipment Manufacturer) war die Buchungslage gut. In einem zufriedenstellenden Marktumfeld konnten die steigenden Rohstoffkosten etwas zeitverzögert zum überwiegenden Teil weitergegeben werden. Mit dem kontinuierlich steigenden Ölpreis haben sich die Explorationsaktivitäten bei Öl- und Gas teilweise wieder erholt. Steigerungen bei Auftragseingängen und Auslastung haben es in der Folge erlaubt, am Standort Kindberg, Österreich, zu einem 3-Schicht-Betrieb zurückzukehren. Nach wie vor belastend auf die Ergebnissituation wirken sich die Schutzzölle von 25 % (Section 232) für Stahlimporte in den wichtigen US-Markt aus. Gute Nachfrage und ein günstiges Marktumfeld in den führenden Absatzregionen kennzeichneten im 1. Halbjahr 2021/22 das Produktsegment Welding (Schweißtechnik). Sektorspezifisch trugen die verbesserten Bedingungen in der Öl- und Gasindustrie zum Aufwärtstrend bei. Als herausfordernd erwies sich gegen Ende des Berichtszeitraumes die Energieknappheit in China, die temporär zu Produktionsaussetzungen am Standort Suzhou führte.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die Aufwärtstendenz der Metal Engineering Division im Jahresvergleich manifestiert sich in der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren. Während der Geschäftsbereich Railway Systems das stabile gute Niveau wie bereits unter den COVID-19-Lockdowns weiter halten konnte, erwies sich der Geschäftsbereich Industrial Systems als maßgeblich für die signifikante Verbesserung der Kennziffern. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse der Division im 1. Halbjahr 2021/22 um 20,9 % auf 1.614,9 Mio. EUR (1. Halbjahr 2020/21: 1.335,9 Mio. EUR). Dabei konnten die Produktsegmente Wire Technology und Tubulars, die im Vorjahr besonders stark von den COVID-19-Auswirkungen belastet waren, die Umsatzerlöse annähernd verdoppeln.
Zusammen mit dem Produktsegment Welding trugen Wire Technology und Tubulars im 1. Halbjahr 2021/22 damit auch wesentlich zur Steigerung des EBITDA um 81,1 % auf 199,7 Mio. EUR bei (1. Halbjahr 2020/21: 110,3 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge verbesserte sich ebenfalls deutlich von 8,3 % auf 12,4 %. Das EBIT, das im Vorjahr mit –9,6 Mio. EUR (Marge –0,7 %) noch leicht negativ ausfiel, kam im 1. Halbjahr 2021/22 bei 111,1 Mio. EUR (Marge 6,9 %) zu liegen.
Im Vergleich der aufeinanderfolgenden Quartale entwickelten sich die finanziellen Leistungsindikatoren der Metal Engineering Division ebenfalls positiv. Generell weist die Division im Sommer geringere saisonale Abschwächungen auf als die anderen drei Divisionen des voestalpine-Konzerns. Angesichts eines soliden Geschäftsvolumens im Bereich Railway Systems konnte sie die Umsatzerlöse im 2. Quartal 2021/22 um 1,6 % auf 814,0 Mio. EUR steigern (1. Quartal: 800,9 Mio. EUR). Nur eine leichte Abschwächung auf der Umsatzseite verzeichnete der Geschäftsbereich Industrial Systems infolge saisonal bedingt rückläufiger Versandmengen bei gleichzeitig höherem Preisniveau. Die stärker als die Rohstoffkosten gestiegenen Verkaufspreise für Draht- und Nahtlosrohrprodukte verbesserten jedoch insgesamt die Ergebnissituation bei Industrial Systems. Der Geschäftsbereich trug damit im 2. Quartal 2021/22 zu einer Zunahme des EBITDA der Metal Engineering Division um 7,6 % auf 103,5 Mio. EUR bei, inklusive einer Marge von 12,7 % (1. Quartal: 96,2 Mio. EUR; Marge 12,0 %). Das EBIT verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 14,1 % von 51,9 Mio. EUR (Marge 6,5 %) auf 59,2 Mio. EUR (Marge 7,3 %).
METAL FORMING DIVISION
| Mio. EUR | 1Q | 2Q | 1H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | Verän | |
| 01.04.– | 01.04.– | 01.07.– | 01.07.– | 01.04.– | 01.04.– | derung | |
| 30.06.2020 | 30.06.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | in % | |
| Umsatzerlöse | 456,0 | 825,5 | 636,5 | 791,6 | 1.092,5 | 1.617,1 | 48,0 |
| EBITDA | 14,6 | 104,5 | 65,5 | 86,6 | 80,1 | 191,1 | 138,6 |
| EBITDA-Marge | 3,2 % | 12,7 % | 10,3 % | 10,9 % | 7,3 % | 11,8 % | |
| EBIT | –20,7 | 68,0 | 30,6 | 50,0 | 9,9 | 118,0 | |
| EBIT-Marge | –4,5 % | 8,2 % | 4,8 % | 6,3 % | 0,9 % | 7,3 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
|||||||
| Ende der Periode | 10.854 | 11.629 | 11.443 | 11.386 | 11.443 | 11.386 | –0,5 |
QUARTALSENTWICKLUNG DER METAL FORMING DIVISION
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
Das wirtschaftliche Umfeld in der Metal Forming Division zeigte sich im 1. Halbjahr 2021/22 geteilt. Während den Geschäftsbereich Automotive Components ein kurzfristiges und volatiles Abrufverhalten der Automobilhersteller prägte, verlief die Entwicklung in den anderen Geschäftsbereichen sehr positiv.
Für die weltweite Autoindustrie verschärften sich über den Sommer die Versorgungsprobleme bei Elektronikchips, die bereits zu Beginn des Kalenderjahres 2021 aufgetreten waren. Als Konsequenz daraus mussten die Automobilhersteller wiederholt kurzfristig die Produktion kürzen oder zeitweise komplett aussetzen – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die vorgelagerten Wertschöpfungsketten. Die hohe Volatilität der Abrufe machte in der Folge auch im Geschäftsbereich Automotive Components kurzfristige Anpassungen in den Produktionsabläufen notwendig. Dabei waren im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres die voestalpine-Standorte in Europa deutlich stärker Produktionsunterbrechungen ausgesetzt als jene in Nordamerika und China. Die gegen Ende der Berichtsperiode verschärfte Energieknappheit in China führte bei einem voestalpine-Standort zu einer behördlich angeordneten Stromabschaltung für einige Tage. Mit der Anmietung von Notstromaggregaten konnte die Situation jedoch weitgehend entschärft werden.
Eine sehr positive Entwicklung weist der Geschäftsbereich Tubes & Sections im 1. Halbjahr 2021/22 auf. Die starke Nachfrage nach Rohren und Profilen des weltweit tätigen Geschäftsbereiches stützte sich auf eine robuste Entwicklung in den Kundensegmenten Bauindustrie, Lagertechnik sowie Solarindustrie. Darüber hinaus bewegten sich auch die Lieferungen für den Kabinenbau für den Land- und Baumaschinensektor auf hohem Niveau. Versorgungsengpässe bei Halbleitern dämpften den Bedarf einzig bei sicherheitsrelevanten Bauteilen für die Autoindustrie sowie seit Ende der Berichtsperiode auch bei Spezialprofilen für die LKW-Industrie. Regional betrachtet zeigen alle wesentlichen Absatzregionen eine robuste Nachfrage. Das gilt sowohl für den europäischen Binnenmarkt als auch für Großbritannien, das im Vorjahr neben COVID-19 auch den negativen Effekten des Brexit ausgesetzt war. Die brasilianischen Standorte profitierten insbesondere von der starken Nachfrage aus der Solarindustrie. In den USA wiederum konnte die boomende Lagertechnik die schwachen Auftragseingänge aus der Luftfahrtindustrie kompensieren.
Sehr zufriedenstellend entwickelte sich im Berichtszeitraum auch der Geschäftsbereich Precision Strip. Die Nachfrage der europäischen Kunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. In den USA liegen die Auftragseingänge bei Sägebandstahl auf Rekordniveau, und auch die Situation in China war durch eine starke Inlandsnachfrage gekennzeichnet.
Der Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions profitierte im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2021/22 weiter vom boomenden Onlinehandel, der sich in einer bemerkenswerten Nachfrage nach kundenspezifischen Lagersystemen manifestierte. Mit einem Auftragsstand auf Rekordniveau wurden im 1. Halbjahr 2021/22 nur mehr selektiv neue Projekte angenommen. Die sehr zufriedenstellende Performance des Geschäftsbereiches Warehouse & Rack Solutions in der aktuellen Berichtsperiode hält dabei auch den deutlich gestiegenen Vormaterial- und Frachtkosten stand.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die Metal Forming Division schließt das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 im Jahresvergleich mit stark verbesserten finanziellen Leistungsindikatoren ab. Dazu trägt bei, dass die Vorjahreszahlen markant von den Auswirkungen der COVID-19-Lockdowns belastet waren. Mit Ausnahme der von volatilen Abrufen der OEMs (Original Equipment Manufacturer) zunehmend berührten Automotive Components zeigten alle Geschäftsbereiche der Division eine ausgeprägt dynamische Performance. Insgesamt erhöhten sich im 1. Halbjahr 2021/22 die Umsatzerlöse der Metal Forming Division um 48,0 % auf 1.617,1 Mio. EUR (1. Halbjahr 2020/21: 1.092,5 Mio. EUR).
Das EBITDA stieg im gleichen Zeitraum um 138,6 % auf 191,1 Mio. EUR bei einer Marge von 11,8 % (Vorjahr: 80,1 Mio. EUR; Marge 7,3 %). Das EBIT, das im 1. Halbjahr 2020/21 mit 9,9 Mio. EUR einen nur leicht positiven Wert aufwies, vervielfachte sich im aktuellen Berichtszeitraum auf 118,0 Mio. EUR, womit die EBIT-Marge auf 7,3 % anstieg (Vorjahr 0,9 %).
Deutlich sichtbar wird das verringerte Geschäftsvolumen von Automotive Components infolge der verlängerten Sommerstillstände der Autoproduzenten in der Gegenüberstellung der Umsatzerlöse des 1. mit dem 2. Quartal 2021/22. Während die Umsatzentwicklung der Geschäftsbereiche Tubes & Sections sowie Precision Strip eine saisonal schwächere Tendenz aufweist, konnte Warehouse & Rack Solutions die Umsatzerlöse im 2. Quartal weiter steigern. In Summe schwächten sich die Umsatzerlöse der Metal Forming Division um 4,1 % von 825,5 Mio. EUR im 1. Quartal 2021/22 auf 791,6 Mio. EUR im 2. Quartal 2021/22 ab. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch auf der Ergebnisseite. Die hohe Volatilität der Abrufe und die damit verbundene niedrigere Auslastung der Werke für Automobilkomponenten belasteten die Ergebnisse des Geschäftsbereiches Automotive Components im Sommerquartal. Als Konsequenz daraus reduzierte sich das EBITDA im Vergleich der aufeinander folgenden Quartale im 2. Quartal 2021/22 um 17,1 % auf 86,6 Mio. EUR bei einer Marge von 10,9 % (1. Quartal 2021/22: 104,5 Mio. EUR; Marge 12,7 %). Das EBIT fiel um 26,5 % von 68,0 Mio. EUR auf 50,0 Mio. EUR, die EBIT-Marge von 8,2 % auf 6,3 %.
INVESTITIONEN
Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie war das Investitionsvolumen im voestalpine-Konzern im vergangenen Geschäftsjahr erstmals seit etwa einem Jahrzehnt deutlich unter dem Abschreibungsniveau zu liegen gekommen. Im 1. Halbjahr 2021/22 blieb die Investitionstätigkeit moderat. Insgesamt verringerten sich die Aktivierungen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen im 1. Halbjahr 2021/22 gegenüber dem 1. Halbjahr des Vorjahres sogar leicht um 2,3 % von 244,9 Mio. EUR auf 239,2 Mio. EUR.
Nach der Umsetzung einer Reihe von Großprojekten ist die Steel Division in den letzten Jahren in eine Konsolidierungsphase eingetreten. Im aktuellen Geschäftsjahr wird die Division das Investitionsvolumen wieder tendenziell ausweiten. Der Investitionsaufwand der Steel Division stieg damit um 28,4 % von 59,5 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2020/21 auf 76,4 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Bereits Anfang Oktober 2021 wurde der Spatenstich für die Errichtung einer neuen Beizanlage ("BETA3") am Standort Linz, Österreich, vorgenommen. Integriert in das bestehende Kaltwalzwerk erlaubt "BETA3" (Investitionsbudget: 188 Mio. EUR) weiter verbesserte Qualitäten bei der Herstellung von hoch- und höchstfesten Stählen für die Automobil-, Haushaltsgeräte- und Bauindustrie sowie von Elektroband für die E-Mobilität. Zudem setzt diese Investition neue Standards im Hinblick auf Nachhaltigkeit: Statt wie bisher mit Schwefelsäure wird künftig mit Salzsäure gebeizt.
In der High Performance Metals Division bewegten sich die Investitionen im 1. Halbjahr 2021/22 mit 76,8 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres (97,9 Mio. EUR). Die aktuell umfangreichste Einzelinvestition des voestalpine-Konzerns, der Bau des neuen Edelstahlwerkes am Standort Kapfenberg, Österreich, wurde weiter vorangetrieben. So konnten mit Beginn des Geschäftsjahres die Kalttests im Gießbereich gestartet werden. Weiters erfolgte im Berichtszeitraum das Detail-Engineering für die Medien- und Elektrikversorgung des Schmelzbereiches. Die planmäßigen Funktionstests für das Werk sind gegen Ende des Kalenderjahres 2021 vorgesehen, sodass im Frühjahr 2022 die ersten Probeschmelzen durchgeführt werden können. Die Inbetriebnahme des neuen Edelstahlwerkes ist schließlich für Sommer 2022 eingeplant. Im aktuellen Berichtszeitraum konnte Villares Metals am Standort Sumaré, Brasilien, ein Aggregat zum Umschmelzen von Elektroschlacken in Betrieb nehmen. Diese Investition begleitet die zunehmende Nachfrage nach hochqualitativen Güten von Werkzeugstahl und Nickelbasislegierungen. Daneben investierte Villares Metals an mehreren Standorten in Brasilien auch in den Ausbau von Servicecentern.
Das Investitionsvolumen in der Metal Engineering Division fiel im 1. Halbjahr 2021/22 mit 37,7 Mio. EUR moderat aus (1. Halbjahr 2020/21 42,1 Mio. EUR). Noch im Vorjahr konnte mit der Inbetriebnahme der Stranggießanlage (CC4) am Standort Donawitz, Österreich, die Serie größerer Projekte der letzten Jahre erfolgreich abgeschlossen werden. Im aktuellen Berichtszeitraum liegt der Fokus bei überschaubaren Ersatzinvestitionen bzw. Projekten zur Steigerung der Effizienz und Produktivität.
Der Investitionsaufwand in der Metal Forming Division im 1. Halbjahr 2021/22 erreichte mit 42,7 Mio. EUR in etwa das Niveau des Vorjahres (42,0 Mio. EUR). Bei reduzierten Investitionen im Geschäftsbereich Automotive Components und mit Fokus auf die Optimierung bestehender Anlagen wurden auch im aktuellen Geschäftsjahr notwendige und zukunftsweisende Investitionsschritte realisiert. Auf Basis der weltweit patentierten Stahlinnovation "phs-ultraform®", die neue Maßstäbe im Hinblick auf die Leichtbauweise für Autokarosserieteile setzt, wird heuer bereits die 15. phs-Anlage am Standort Shenyang, China, in Betrieb gehen.
GESCHÄFTE MIT NAHE- STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Informationen zu den Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen befinden sich in den erläuternden Anhangangaben.
RISIKOMANAGEMENT
Aktives Risikomanagement, so wie es im voestalpine-Konzern verstanden und seit vielen Jahren angewandt wird, dient sowohl der langfristigen Sicherung des Fortbestandes des Unternehmens als auch der Wertsteigerung und stellt somit einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die gesamte voestalpine-Gruppe dar. Im Zuge des systematischen Risikomanagementprozesses, welcher mehrfach jährlich und konzernweit einheitlich durchlaufen wird, und im Rahmen interner Kontrollsysteme, die ebenfalls integrale Bestandteile der Aufbauund Ablauforganisation sind, werden wesentliche Risiken systematisch und frühzeitig erfasst, analysiert, bewertet. Das permanente Risikomonitoring stellt sicher, dass zeitgerecht geeignete risikominimierende Maßnahmen ergriffen werden können.
Das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 war weiterhin von der globalen COVID-19-Krise und den damit verbundenen Auswirkungen geprägt. Die im Zuge des konzernalen Krisenmanagements eingerichteten und seit Beginn der Pandemie auf drei Entscheidungsebenen (Konzern, Divisionen, Gesellschaften) agierenden Krisenteams stellen in der nach wie vor schwierigen Zeit weiterhin ein rasches und koordiniertes Vorgehen an allen Konzernstandorten sicher und tragen so zur Stabilität der Organisation bei. Der voestalpine-Konzern konnte sich in den letzten eineinhalb Jahren gut an die völlig neuen Gegebenheiten anpassen. Angewandte Notfall- und Krisenpläne sowie Maßnahmen werden weiterhin regelmäßig bewertet und im Bedarfsfall an neue Erkenntnisse angepasst.
Darüber hinaus blieb das operative Risikoumfeld des voestalpine-Konzerns in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres und auch im Vergleich zu den Vorjahren nahezu unverändert. Wesentliche Risikofelder (wie etwa Rohstoffverfügbarkeit und Energieversorgung, Ausfall von kritischen Produktionsanlagen bzw. Ausfall kritischer IT-Systeme, CO2-Thematik, Wissensmanagement oder Risiken im Finanzbereich) und deren Vorsorgemaßnahmen sind somit weitestgehend ident geblieben. Die wesentlichen Risikofelder und die entsprechenden risikominimierenden Maßnahmen, welche ausführlich im Geschäftsbericht 2020/21 des voestalpine-Konzerns dargestellt und beschrieben sind (Geschäftsbericht 2020/21 – "Bericht über die Risiken des Unternehmens"), haben somit auch zum Halbjahreslagebericht nach wie vor ihre Gültigkeit.
Basierend auf den Erkenntnissen aus Wirtschaftsund Finanzkrisen der Vergangenheit bzw. deren Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern und insbesondere aus der COVID-19-Krise wurden zusätzliche – vor allem unternehmerische – Maßnahmen zur Risikominimierung gesetzt, die ebenfalls ausführlich im Geschäftsbericht 2020/21 beschrieben sind und auch im laufenden Geschäftsjahr konsequent weiterverfolgt wurden und werden. Globale Handelskonflikte werden laufend beobachtet und etwaige Konsequenzen wie z. B. (Straf-)Zölle laufend neuen Bewertungen unterzogen. Die seit Jahreswechsel bestehenden Lieferprobleme aus der Halbleiterindustrie und deren mögliche Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern werden in enger Abstimmung mit unseren Kunden ebenfalls permanent evaluiert. Durch die COVID-19-Pandemie bzw. durch deren weiteren Verlauf können unterschiedliche gesetzliche Maßnahmen der jeweiligen Jurisdiktionen gesetzt werden, die Einfluss auf die Produktionsbedingungen und die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der jeweiligen Konzernunternehmen haben können.
Für die in der Vergangenheit im voestalpine-Konzern identifizierten Risiken wurden konkrete Absicherungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt. Diese Maßnahmen zielen auf eine Senkung der potenziellen Schadenshöhe und/oder auf eine Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Es ist festzuhalten, dass auch zum Halbjahreslagebericht die operativen Risiken des voestalpine-Konzerns – abgesehen von globalen Krisen und deren Auswirkungen – aus heutiger Sicht begrenzt und überschaubar sind. Hinsichtlich der COVID-19-Krise und den damit verbundenen Auswirkungen wird der voestalpine-Konzern auch künftig alles daransetzen, diese für jeden Einzelnen und für das Unternehmen sehr schwierige Situation bestmöglich zu bewältigen.
AUSBLICK
Die wirtschaftliche Erholung aus der COVID-19- Krise, die zu Beginn teilweise von Überhitzungstendenzen begleitet war, hat sich im 1. Halbjahr 2021/22 insgesamt gesehen fortgesetzt.
Die weiteren positiven Wachstumserwartungen erscheinen unter Berücksichtigung der zuletzt in den Fokus geratenen Entwicklungen jedoch etwas unsicherer.
So kamen gegen Ende der Berichtsperiode zu anhaltend hoher Volatilität auf der Rohstoffseite starke Anstiege bei den Energiekosten hinzu. Aus heutiger Sicht ist zumindest bis Ende des laufenden Geschäftsjahres mit keiner Änderung dieser Situation auf der Zukaufsseite zu rechnen.
Absatzseitig stellt sich die Erwartung der weiteren Entwicklung nach Märkten und Regionen unterschiedlich dar:
Die Automobilindustrie leidet unverändert unter Lieferschwierigkeiten der Halbleiterindustrie. Diese Situation wird sich vor Mitte des kommenden Geschäftsjahres vermutlich kaum entspannen. Wesentlich in diesem Zusammenhang ist, dass die reduzierte Automobilproduktion nicht auf eine Nachfrageschwäche zurückzuführen ist. Aufgrund fehlender Mikrochips kann die ungebrochen hohe Nachfrage von Seiten der Endkonsumenten allerdings nicht zur Gänze bedient werden. Dementsprechend ist zu erwarten, dass sich Abrufe von voestalpine-Produkten zum Teil zeitlich verschieben werden.
Die Marktsegmente Bau, Maschinenbau und Konsumgüter zeigen weiterhin eine hohe Nachfrage nach Produkten des voestalpine-Konzerns. Der Eisenbahnbereich, der ein stabilisierender Ergebnisfaktor ist, wird – abgesehen von üblichen saisonalen Schwankungen – aus heutiger Sicht auch weiterhin solide performen. Im Energie bereich (Öl und Gas) ist zuletzt eine deutliche Erholung feststellbar, die sich im Verlauf der 2. Geschäftsjahreshälfte weiter fortsetzen sollte. Auch in der Luftfahrtindustrie zeigt sich aktuell eine Belebung. Die Prognosen der großen Flugzeughersteller für Kurz- und Mittelstreckenjets wurden zuletzt optimistischer, was sich bereits in steigenden Auftragseingängen widerspiegelt.
Regional betrachtet stellt sich die ökonomische Entwicklung in Nordamerika unverändert positiv dar, wohingegen in China zuletzt einige Wirtschaftsindikatoren eine Verlangsamung der Dynamik ausweisen. In Summe sind aber die Wirtschaftsprognosen für China weiterhin deutlich positiv. Auch für Europa sagen die aktuellen Prognosen sowohl für heuer als auch für nächstes Jahr ein positives Wirtschaftswachstum voraus.
Der Vorstand der voestalpine AG geht daher – auf Basis der Ergebnisse des 1. Halbjahres 2021/22 und unter der Annahme keiner unerwarteten wirtschaftlichen Verwerfungen – für das Geschäftsjahr 2021/22 weiterhin von einem EBITDA in einer Bandbreite von 1.900 bis 2.200 Mio. EUR aus.
INVESTOR RELATIONS
voestalpine AG IM VERGLEICH ZU ATX UND INTERNATIONALEN INDIZES

KURSVERLAUF DER voestalpine-AKTIE
Nachdem die voestalpine-Aktie im Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres 2020/21 eine kräftige Aufwärtstendenz verzeichnete, bewegte sich die Aktie in den ersten Monaten des aktuellen Geschäftsjahres zunächst seitwärts. Mit den weltweit initiierten konjunkturstützenden Maßnahmen sowie dem Durchbruch bei Impfstoffen gegen COVID-19 sind die internationalen Volkswirtschaften rasch auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Dass die Aktienmärkte in einer Phase robusten Wirtschaftswachstums im Frühjahr 2021 dennoch nicht weiter stiegen, ist auf verstärkte Inflationsängste zurückzuführen. Lieferengpässe bei Vormaterialien, hohe Frachtkosten, instabile Wertschöpfungsketten sowie stark gestiegene Preise für Rohstoffe und Energie trieben die Preise für Konsumgüter in die Höhe. Damit wurde die Aufmerksamkeit der Investoren wieder einmal in Richtung der Notenbanken gelenkt. Die europäische Zentralbank stellte keine Änderung der expansiven Geldpolitik in Aussicht. Im Gegensatz dazu kündigte die US-Zentralbank einen Ausstieg aus dem Krisenmodus an und damit ein Zurückfahren der Anleihenkäufe ("Tapering"), um eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden. Mit der Vorlage der soliden Ergebniszahlen für das 1. Quartal 2021/22 sowie mit der Anhebung der prognostizierten Ergebnisse für das Geschäftsjahr ("Guidance") mit Anfang August konnte die voestalpine-Aktie in der Folge kräftig zulegen und kurzfristig sogar die 40-Euro-Marke übersteigen.
Die Entwicklung im September war durch stärkere Kursrückgänge gekennzeichnet. Es waren nicht die steigenden Infektionszahlen von COVID-19, die die globalen Kapitalmärkte wesentlich beunruhigten – vielmehr wirkte sich zunächst die Abschwächung der Autoindustrie, die mit der eingeschränkten Verfügbarkeit von Halbleitern zu kämpfen hatte, auf die voestalpine-Aktie aus. Dazu gesellten sich Zahlungsschwierigkeiten des zweitgrößten chinesischen Immobilienkonzerns und damit eine mögliche Bedrohung für die weltweite Konjunktur. Einen weiteren negativen Faktor für den Kurswert der voestalpine in dieser Phase bildete die spezifische Entwicklung im Stahlsektor: Nachdem die Stahlpreise auf den Spotmärkten bis zum Sommer 2021 auf ein Rekordniveau geklettert waren, gaben sie im September erstmals etwas nach. In der Folge machte sich die Befürchtung breit, die konjunkturelle Höhenfahrt am Stahlmarkt könnte auf ihr Ende zugehen.
Per Ende September 2021 notierte die voestalpine-Aktie schließlich bei 32,04 EUR und büßte damit im 1. Halbjahr 2021/22 etwa 10 % ihres Wertes ein. Im gleichen Zeitraum konnten sich die Vergleichsindizes STOXX Index (Europe) und Dow Jones Industrial Index leicht verbessern, während der ATX aufgrund der starken Gewichtung der Finanztitel stärker zulegen konnte. Die Werte von Banken und Versicherungen profitierten im Gegensatz zu zyklischen Industriewerten von einem möglichen Zurückfahren der überaus lockeren Geldpolitik und einer damit verbundenen Erhöhung des Zinsniveaus.
| Art der Anleihe | ISIN-Nummer | Emissions volumen |
Zinssatz | Kurs (30.09.2021) |
|---|---|---|---|---|
| Unternehmensanleihe 2014–2021 | AT0000A19S18 | 400 Mio. EUR | 2,250 % | 100,16 |
| Unternehmensanleihe 2017–2024 | AT0000A1Y3P7 | 500 Mio. EUR | 1,375 % | 103,39 |
| Unternehmensanleihe 2019–2026 | AT0000A27LQ1 | 500 Mio. EUR | 1,750 % | 104,42 |
ANLEIHEN
Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/ Instituten erstellt:
- » Alpha Value, Paris
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INFORMATIONEN ZUR AKTIE
| Aktiennominale | 324.391.840,99 EUR, zerlegt in 178.549.163 Stückaktien |
|---|---|
| Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 30. September 2021 | 28.547 Stück |
| Aktiengattung | Stammaktien lautend auf Inhaber |
| Wertpapierkennnummer | 93750 (Börse Wien) |
| ISIN | AT0000937503 |
| Reuters | VOES.VI |
| Bloomberg | VOE AV |
KURSE (JEWEILS ZUM TAGESENDE)
| Börsenhöchstkurs April 2021 bis September 2021 | 40,36 EUR |
|---|---|
| Börsentiefstkurs April 2021 bis September 2021 | 32,04 EUR |
| Kurs zum 30. September 2021 | 32,04 EUR |
| Ausgabekurs IPO Oktober 1995 | 5,18 EUR |
| All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) | 66,11 EUR |
| Börsenkapitalisierung zum 30. September 20211 | 5.719.800.536,64 EUR |
1 Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.
GESCHÄFTSJAHR 2020/21
| Gewinn/Aktie | 0,24 EUR |
|---|---|
| Dividende/Aktie | 0,50 EUR |
| Buchwert/Aktie Kurs zum 31. März 2021 | 30,95 EUR |
TERMINVORSCHAU
| Veröffentlichung 3. Quartal 2021/22 | 9. Februar 2022 |
|---|---|
| Veröffentlichung Geschäftsbericht 2021/22 | 8. Juni 2022 |
| Nachweisstichtag zur Teilnahme an der Hauptversammlung | 26. Juni 2022 |
| Hauptversammlung | 6. Juli 2022 |
| Ex-Dividenden-Tag | 14. Juli 2022 |
| Nachweisstichtag für Dividendenzahlungen (Record-Tag) | 15. Juli 2022 |
| Dividenden-Zahltag | 18. Juli 2022 |
| Veröffentlichung 1. Quartal 2022/23 | 4. August 2022 |
| Veröffentlichung 2. Quartal 2022/23 | 9. November 2022 |
VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS
- 22 Konzernbilanz
- 24 Konzern-Kapitalflussrechnung
- 25 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- 27 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- 28 Erläuternde Anhangangaben
- 46 Erklärung des Vorstandes gemäß § 125 (1) BörseG 2018
voestalpine AG VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS ZUM 30.09.2021
KONZERNBILANZ
| 31.03.2021 | 30.09.2021 | |
|---|---|---|
| A.Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 6.120,0 | 5.984,0 |
| Firmenwerte | 1.469,2 | 1.469,6 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 307,2 | 296,1 |
| Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen | 135,7 | 140,1 |
| Andere Finanzanlagen und sonstige Unternehmensanteile | 66,2 | 66,5 |
| Aktive latente Steuern | 345,9 | 263,1 |
| 8.444,2 | ||
| B.Kurzfristige Vermögenswerte | 8.219,4 | |
| Vorräte | 3.438,8 | 4.416,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
1.722,2 | 1.829,0 |
| Andere Finanzanlagen | 145,3 | 408,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.159,7 | 563,8 |
| 6.466,0 | ||
| 7.216,9 |
Mio. EUR
| 31.03.2021 | 30.09.2021 | |
|---|---|---|
| A.Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 324,3 | 324,3 |
| Kapitalrücklagen | 661,2 | 660,2 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 4.539,1 | 4.966,4 |
| Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 5.524,6 | 5.950,9 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 125,3 | 126,6 |
| 5.649,9 | 6.077,5 | |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen | 1.257,2 | 1.182,8 |
| Rückstellungen | 119,3 | 122,3 |
| Passive latente Steuern | 93,8 | 75,2 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.846,2 | 2.724,9 |
| 4.316,5 | 4.105,2 | |
| C.Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen | 700,6 | 749,3 |
| Steuerschulden | 51,6 | 82,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.220,7 | 1.010,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
2.188,8 | 2.430,1 |
| Wechselverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Reverse Factoring |
782,1 | 981,6 |
| 4.943,8 | 5.253,6 | |
| Summe Passiva | 14.910,2 | 15.436,3 |
Mio. EUR
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
|
|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | ||
| Ergebnis nach Steuern | –275,8 | 485,7 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge sowie nicht aufwands- oder ertragswirksame Ein- und Auszahlungen |
638,1 | 409,4 |
| Veränderung Vorräte | 226,0 | –958,7 |
| Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten | –0,6 | 359,5 |
| Veränderung Rückstellungen | –24,9 | 76,3 |
| Veränderung Working Capital | 200,5 | –522,9 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit1 | 562,8 | 372,2 |
| Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
–290,3 | –260,5 |
| Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen | 8,3 | 7,6 |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen | 0,2 | 0,0 |
| Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen | –5,5 | –259,8 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –287,3 | –512,7 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividenden | –35,7 | –89,3 |
| Dividenden nicht beherrschende Gesellschafter | –14,3 | –18,5 |
| Kapitalzuführung nicht beherrschende Gesellschafter | 0,8 | 0,0 |
| Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern | 0,0 | –0,9 |
| Aufnahme von langfristigen Finanzschulden | 156,9 | 0,9 |
| Tilgung von langfristigen Finanzschulden | –52,3 | –311,1 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | –23,3 | –22,7 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten |
–32,8 | –18,0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –0,7 | –459,6 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
274,8 | –600,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Beginn Berichtsperiode |
794,7 | 1.159,7 |
| Veränderungen aus Währungsumrechnungen | –9,5 | 4,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Ende Berichtsperiode |
1.060,0 | 563,8 |
1 Im Cashflow aus der Betriebstätigkeit sind 1,2 Mio. EUR erhaltene Zinsen (01.04.–30.09.2020: 6,3 Mio. EUR),
42,3 Mio. EUR gezahlte Zinsen (01.04.–30.09.2020: 52,9 Mio. EUR),
21,9 Mio. EUR bezahlte Steuern (01.04.–30.09.2020: 22,6 Mio. EUR) und
9,2 Mio. EUR Dividendeneinnahmen (01.04.–30.09.2020: 4,9 Mio. EUR) enthalten. Mio. EUR
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.07.– 30.09.2020 |
01.07.– 30.09.2021 |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.110,1 | 7.042,9 | 2.712,8 | 3.552,9 |
| Umsatzkosten | –4.425,6 | –5.480,6 | –2.320,7 | –2.791,4 |
| Bruttoergebnis | 684,5 | 1.562,3 | 392,1 | 761,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 274,0 | 166,1 | 134,5 | 72,3 |
| Vertriebskosten | –485,3 | –586,2 | –245,7 | –293,1 |
| Verwaltungskosten | –312,5 | –339,7 | –150,9 | –167,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –383,4 | –161,8 | –301,5 | –68,6 |
| Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen | 7,7 | 9,9 | 5,2 | 6,2 |
| EBIT | –215,0 | 650,6 | –166,3 | 311,0 |
| Finanzerträge | 15,2 | 12,7 | 5,1 | 7,4 |
| Finanzaufwendungen | –67,7 | –52,2 | –31,9 | –26,1 |
| Ergebnis vor Steuern | –267,5 | 611,1 | –193,1 | 292,3 |
| Ertragsteuern | –8,3 | –125,4 | –13,0 | –65,8 |
| Ergebnis nach Steuern | –275,8 | 485,7 | –206,1 | 226,5 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | –272,5 | 473,9 | –202,0 | 221,2 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | –3,3 | 11,8 | –4,1 | 5,3 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) |
–1,53 | 2,65 | –1,13 | 1,23 |
Mio. EUR
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-SONSTIGES ERGEBNIS
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.07.– 30.09.2020 |
01.07.– 30.09.2021 |
|
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | –275,8 | 485,7 | –206,1 | 226,5 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||||
| Cashflow-Hedges | 40,0 | –1,5 | 21,5 | –20,7 |
| Währungsumrechnung | –6,7 | 10,9 | –6,1 | –5,1 |
| Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen |
–0,8 | 0,8 | –0,2 | 0,9 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
32,5 | 10,2 | 15,2 | –24,9 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste1 | –63,0 | 33,9 | –12,7 | –0,3 |
| Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–63,0 | 33,9 | –12,7 | –0,3 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –30,5 | 44,1 | 2,5 | –25,2 |
| Gesamtergebnis in der Periode | –306,3 | 529,8 | –203,6 | 201,3 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | –301,7 | 516,5 | –199,0 | 194,7 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | –4,6 | 13,3 | –4,6 | 6,6 |
| Gesamtergebnis in der Periode | –306,3 | 529,8 | –203,6 | 201,3 |
1 Für die Bewertung des Sozialkapitals wurden zum 30.09.2021 ein Zinssatz von 1,0 % (31.03.2021: 0,8 %) sowie zum 30.09.2020 ein Zinssatz von 0,8 % (31.03.2020: 1,5 %) zugrunde gelegt. Mio. EUR
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
| 1H 2020/21 | 1H 2021/22 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt | |
| Eigenkapital zum 01.04. | 5.478,2 | 136,7 | 5.614,9 | 5.524,6 | 125,3 | 5.649,9 |
| Gesamtergebnis in der Periode | –301,7 | –4,6 | –306,3 | 516,5 | 13,3 | 529,8 |
| Dividendenausschüttung | –35,7 | –9,3 | –45,0 | –89,3 | –12,0 | –101,3 |
| Anteilsbasierte Vergütungen | – | – | – | –1,0 | – | –1,0 |
| Sonstige Veränderungen | –0,5 | 7,5 | 7,0 | 0,1 | – | 0,1 |
| Eigenkapital zum 30.09. | 5.140,3 | 130,3 | 5.270,6 | 5.950,9 | 126,6 | 6.077,5 |
Mio. EUR
voestalpine AG ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN
ALLGEMEINES/BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2021 für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 der voestalpine AG wurde unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, nach den Bestimmungen des IAS 34 – Interim Financial Reporting und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS-IC), die 2021 verpflichtend anzuwenden sind, erstellt. Die für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2020/21 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden mit Ausnahme der untenstehenden Änderungen unverändert fortgeführt.
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2021/22 erstmals angewandt:
| Standard | Inhalt | Inkrafttreten1 |
|---|---|---|
| IFRS 4, Änderung | Versicherungsverträge — Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung von IFRS 9 |
1. Jänner 2021 |
| IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16, Änderung |
IBOR Reform – Phase 2 | 1. Jänner 2021 |
| IFRS 16, Änderung | COVID-19-bezogene Mietkonzessionen | 1. April 2021 |
1 Die Standards sind gemäß EU-Endorsement für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Es haben sich keine wesentlichen Auswirkungen aus den angeführten Änderungen und Neufassungen der Standards und Interpretationen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des voestalpine-Konzerns ergeben.
Für Fragen zu den übrigen verwendeten Aufstellungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31. März 2021 verwiesen, welcher die Basis für diesen Zwischenabschluss darstellt.
Der Konzernzwischenabschluss ist in Millionen Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) dargestellt. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Die vergleichenden Angaben beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 (Stichtag: 30. September 2020).
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.
AUSWIRKUNGEN DER COVID-19-PANDEMIE
AUSWIRKUNGEN AUF DAS HALBJAHRESERGEBNIS UND DIE LIQUIDITÄT
Das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 war weltweit und gesamtwirtschaftlich durch Nachholeffekte im Zuge der Erholung aus der COVID-19-Krise geprägt. Das konjunkturelle Klima hat sich im Verlauf der Berichtsperiode auf hohem Niveau stabilisiert. Der voestalpine-Konzern konnte in diesem Umfeld an den positiven Aufwärtstrend anknüpfen, wodurch in fast allen Geschäftsbereichen eine deutliche Erholung spürbar ist. Lediglich im Bereich Automotive kommt es insbesondere durch Verwerfungen in den Lieferketten – im Bereich von Halbleiter-Elektrobauteilen – zu einer verhalteneren Performance. Zum 30. September 2021 ergibt sich eine sehr positive Liquiditätssituation, so konnte die Unternehmensanleihe 2014–2021 im Oktober 2021 planmäßig aus eigenen Mitteln getilgt werden.
An wenigen Standorten in Deutschland kommt Kurzarbeit zum 30. September 2021 noch in geringem Umfang zum Einsatz. Stundungen von Sozialversicherungsbeiträgen, Lohnnebenkosten und Steuern in in- und ausländischen Tochtergesellschaften, welche im Geschäftsjahr 2020/21 in Anspruch genommen wurden, wurden bereits zum 31. März 2021 größtenteils wieder beglichen.
AUSWIRKUNGEN AUF UNSICHERHEITEN BEI ERMESSENSBEURTEILUNGEN UND ANNAHMEN
Die im Konzernabschluss zum 31. März 2021 angeführten möglichen Auswirkungen von COVID-19 hinsichtlich Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen wurden im Zuge der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses wiederholt untersucht und haben weiterhin Gültigkeit.
ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis hat sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 wie folgt entwickelt:
| Voll konsolidierung |
Equity Methode |
|
|---|---|---|
| Stand am 01.04.2021 | 280 | 11 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben | ||
| Änderung der Konsolidierungsmethode und Gründungen | ||
| Zugänge | 7 | 1 |
| Abgänge | ||
| Umgründungen | ||
| Abgänge oder Veräußerung | ||
| Stand am 30.09.2021 | 287 | 12 |
| davon ausländische Gesellschaften | 229 | 4 |
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 werden folgende Gesellschaften im Konzernzwischenabschluss erstmalig einbezogen:
| Name der Gesellschaft | Anteil in % |
|---|---|
| Vollkonsolidierung | |
| voestalpine High Performance Metals DIGITAL SOLUTIONS GmbH | 100,000 % |
| voestalpine High Performance Metals SCM GmbH | 100,000 % |
| voestalpine High Performance Metals SCM GmbH & Co KG | 100,000 % |
| voestalpine Giesserei Traisen Verwaltung GmbH | 100,000 % |
| voestalpine US Holding GmbH | 100,000 % |
| voestalpine High Performance Metals LLC | 100,000 % |
| voestalpine Steel US Holding LLC | 100,000 % |
| At-equity-Konsolidierung | |
| voestalpine Digital Track Management GmbH | 50,000 % |
Bei den Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um sieben neu gegründete Gesellschaften.
TOCHTERUNTERNEHMEN MIT WESENTLICHEN NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN
| Name des Tochterunternehmens |
Sitz | 30.09.2020 | 30.09.2021 |
|---|---|---|---|
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG | Kindberg, Österreich | ||
| Eigentumsanteil | 49,8875 % | 49,8875 % | |
| Beteiligungsquote der Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
50,1125 % | 50,1125 % | |
| CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
Qinhuangdao, China | ||
| Eigentumsanteil | 50,0000 % | 50,0000 % | |
| Beteiligungsquote der Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
50,0000 % | 50,0000 % |
Die gesamten nicht beherrschenden Anteile zum 30. September 2021 betragen 126,6 Mio. EUR (30. September 2020: 130,3 Mio. EUR), wovon 36,4 Mio. EUR (30. September 2020: 48,6 Mio. EUR) auf die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und 31,5 Mio. EUR (30. September 2020: 32,0 Mio. EUR) auf die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. entfallen. Die weiteren nicht beherrschenden Anteile sind einzeln für den Konzern als unwesentlich anzusehen.
Nachfolgend werden zusammengefasste Finanzinformationen für jedes Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen, die für den Konzern wesentlich sind, dargestellt. Die Angaben entsprechen den Beträgen vor Eliminierung konzerninterner Transaktionen.
ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG |
CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
|||
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2020 | 30.09.2021 | 30.09.2020 | 30.09.2021 | |
| Langfristiges Vermögen | 114,4 | 106,3 | 13,7 | 16,2 |
| Kurzfristiges Vermögen | 88,9 | 156,0 | 97,9 | 97,2 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
28,4 | 24,6 | 1,8 | 1,9 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
94,1 | 178,8 | 45,7 | 48,3 |
| Nettovermögen (100 %) | 80,8 | 58,9 | 64,1 | 63,2 |
| Mio. EUR |
ZUSAMMENGEFASSTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG |
CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
|||
|---|---|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
|
| Umsatzerlöse | 101,9 | 193,7 | 52,6 | 40,1 |
| EBIT | –28,2 | 1,3 | 13,8 | 13,0 |
| Ergebnis nach Steuern | –28,2 | 0,0 | 12,0 | 11,5 |
| Zuzurechnen den: | ||||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens |
–14,1 | 0,0 | 6,0 | 5,7 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern |
–14,1 | 0,0 | 6,0 | 5,7 |
| An nicht beherrschende Gesellschafter gezahlte Dividenden |
0,0 | 0,0 | 3,1 | 2,6 |
| Mio. EUR |
ZUSAMMENGEFASSTE KAPITALFLUSSRECHNUNG
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG |
CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
|||
|---|---|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
|
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 22,1 | –17,3 | 16,7 | 2,6 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –3,7 | –5,4 | 0,1 | –0,3 |
| davon Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
–18,3 | 22,7 | –16,0 | –17,8 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
0,1 | 0,0 | 0,8 | –15,5 |
| Mio. EUR |
ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
ANTEILE AN NICHT WESENTLICHEN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
Die Ergebnisse aus den Gemeinschaftsunternehmen, welche für den voestalpine-Konzernzwischenabschluss für sich genommen nicht wesentlich sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen und stellen sich wie folgt dar:
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
|
|---|---|---|
| Anteil des Konzerns am | ||
| Ergebnis nach Steuern | 0,1 | –0,5 |
| Sonstigen Ergebnis | –0,1 | 0,1 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | –0,4 |
| Buchwert nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen | 3,8 | 4,9 |
| Mio. EUR |
ANTEILE AN NICHT WESENTLICHEN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN
Die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen, welche für den voestalpine-Konzernzwischenabschluss für sich genommen nicht wesentlich sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den assoziierten Unternehmen und stellen sich wie folgt dar:
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
|
|---|---|---|
| Anteil des Konzerns am | ||
| Ergebnis nach Steuern | 7,6 | 10,4 |
| Sonstigen Ergebnis | –1,1 | 0,9 |
| Gesamtergebnis | 6,5 | 11,3 |
| Buchwert nicht wesentliche assoziierte Unternehmen | 126,1 | 135,1 |
| Mio. EUR |
WERTMINDERUNGEN UND WERTAUFHOLUNGEN
Die allgemeinen Planungs- und Modellbeschreibungen, wie im Geschäftsbericht 2020/21 unter Punkt 11. Wertminderungen und Wertaufholungen angeführt, haben nach wie vor Gültigkeit.
Impairmenttest von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit Firmenwerten
Wertminderungen
In der Vergleichsperiode (Geschäftsjahr 2020/21) wurde in der Metal Engineering Division bei der firmenwerttragenden Einheit Tubulars, welche hochqualitative Nahtlosrohre herstellt, zum 30. September 2020 eine Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 25,0 Mio. EUR – in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen – erfasst. Negative absatzmarktseitige Entwicklungen, insbesondere die stark gesunkenen Ölpreise und Ölfördermengen, deren Entwicklung sich infolge der COVID-19-Krise weiter verschärfte, führten zu deutlich reduzierten Umsatz- und Ergebniseinschätzungen, wodurch die erwarteten zukünftigen Cashflows, welche im Impairmenttest zum 30. September 2020 hinterlegt wurden – insbesondere im Detailplanungszeitraum – unter jenen lagen, die dem Impairmenttest zum 31. März 2020 zugrunde gelegt wurden. Der erzielbare Betrag (Nutzungswert) dieser Einheit betrug zum 30. September 2020 249,7 Mio. EUR.
Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das fünfte Planjahr als Basis herangezogen. Es wurde in der ewigen Rente mit einer Wachstumsrate von 1,33 % gerechnet. Der WACC betrug 6,21 % nach Steuern, vor Steuern 7,58 %.
Im 2. Halbjahr 2020/21 war absatzseitig bereits wieder eine Erholung eingetreten, die zum 31. März 2021 zu einer deutlichen Überdeckung der Buchwerte geführt hat.
Impairmenttest von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ohne Firmenwert und sonstigen Vermögenswerten
In der Vergleichsperiode (Geschäftsjahr 2020/21) wurden in der Steel Division bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Texas (bestehend aus einem Werk), welche sich mit der Herstellung von Hot Briquetted Iron (HBI) beschäftigt, zum 30. September 2020 Wertminderungen in den Bereichen "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten" sowie "Technische Anlagen und Maschinen" in Höhe von 190,5 Mio. USD (167,6 Mio. EUR) – in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen – erfasst. Die wirtschaftliche Entwicklung, geprägt durch die COVID-19-Krise, führte zu einer im Vergleich zum 31. März 2020 darüber hinausgehenden Anpassung der kurzfristigen Ertragserwartungen. Aufgrund des verschlechterten Schrott-/Erzpreisverhältnisses verfiel der HBI-Spotmarktpreis in wesentlich stärkerem Ausmaß als erwartet. Diese hohe Preissensitivität der HBI-Spotmarktpreise sowie die Erwartung auch weiterhin bestehender Rohstoffpreisvolatilitäten führten auch zu einer Rücknahme insbesondere der mittelfristigen Ertragserwartungen sowie der Cashflows für die Einheit Texas. Der erzielbare Betrag (Nutzungswert) für diese Einheit betrug zum 30. September 2020 447,8 Mio. EUR. Der angewendete Abzinsungssatz lag bei 6,79 % nach Steuern, vor Steuern 7,98 %.
In der Vergleichsperiode (Geschäftsjahr 2020/21) wurden in der Metal Engineering Division bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Special Wire (bestehend aus einem Werk), welche sich mit der Herstellung von Spezialdrähten (Feinstdrähten) beschäftigt, Wertminderungen in den Bereichen "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten" sowie "Technische Anlagen und Maschinen" in Höhe von insgesamt 8,6 Mio. EUR (davon wurden 5,9 Mio. EUR bereits zum 30. September 2020 erfasst) – in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen – erfasst. Grund für diese Wertminderung war zunächst der – zum Teil auch COVID-19-bedingte – Rückgang der Abnahmemengen durch den Hauptkunden. Dies bedingte auch eine verminderte Auslastung sowie einen erhöhten Preisdruck, wodurch sich die Abnahmemengen und die zukünftigen Ergebnis- und Cashflow-Prognosen weiter reduzierten. Der erzielbare Betrag (Nutzungswert) für diese Einheit betrug zum 31. März 2021 18,0 Mio. EUR und wurde auf Basis geschätzter Nettoveräußerungserlöse abgeleitet. Diese umfassten die aktuellen Einzelveräußerungserlöse der Anlagen sowie den Buchwert des Working Capital.
Die Hot Forming ist eine zahlungsmittelgenerierende Einheit der Business Unit Automotive Components der Metal Forming Division. Sie besteht aus zwei Werken in Deutschland und USA, welche Pressteile aus Metall durch Warmumformung für die Automobilindustrie entwickeln.
Für die Hot Forming, deren Performance von den aktuellen Herausforderungen im Automotive-Bereich – insbesondere der Verknappung von Halbleiter-Elektronikbauteilen – betroffen ist, werden die aktuellen Sensitivitäten dargestellt.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sind Abzinsungssatz und Cashflows. Eine Änderung dieser Annahmen birgt ein Risiko, dass in Zukunft eine wesentliche Anpassung der Buchwerte erforderlich werden könnte. Eine Erhöhung des Abzinsungssatzes nach Steuern um einen Prozentpunkt bzw. Reduktion der Cashflows um 10 % würde folgende Buchwertrückgänge nach sich ziehen:
| Buchwert überdeckung |
Abzinsungssatz Änderung +1 %-Punkt |
Cashflow Änderung –10 % |
|
|---|---|---|---|
| 30.09.2021 | |||
| Hot Forming | 0,0 | –24,6 | –18,0 |
| Mio. EUR |
Zum 30. September 2021 wurden keine Wertminderungen bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ohne Firmenwert und sonstigen Vermögenswerten vorgenommen. Für alle anderen Angaben im Zusammenhang mit zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ohne Firmenwert verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. März 2021.
ERLÄUTERUNG DER BILANZ
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 haben die Abschreibungen in Höhe von 399,2 Mio. EUR die tatsächlichen Investitionen in Höhe von 238,8 Mio. EUR überschritten. Dies führte im Wesentlichen zu einem Rückgang der langfristigen Vermögenswerte von 8.444,2 Mio. EUR auf 8.219,4 Mio. EUR. Demgegenüber stehen positive Währungsumrechnungen in Höhe von 22,5 Mio. EUR. Aufgrund des operativen Anstiegs des Vorrätebestands (siehe Konzern-Kapitalflussrechnung) ist der Bilanzwert der Vorräte gegenüber dem 31. März 2021 um 977,3 Mio. EUR gestiegen.
Das Grundkapital der voestalpine AG betrug zum 30. September 2021 324.391.840,99 EUR (31. März 2021: 324.391.840,99 EUR) und ist in 178.549.163 Aktien zerlegt (31. März 2021:178.549.163). Zum Stichtag hielt die Gesellschaft 28.547 Stück eigene Aktien.
Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 485,7 Mio. EUR wird im Wesentlichen durch Veränderungen beim versicherungsmathematischen Ergebnis (positiv) und bei den Währungsumrechnungen (positiv) auf ein Gesamtergebnis von 529,8 Mio. EUR erhöht. In der Hauptversammlung am 7. Juli 2021 wurde für das Geschäftsjahr 2020/21 eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR je Aktie beschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr wurde daher von der voestalpine AG eine Dividende in Höhe von 89,3 Mio. EUR an Anteilseigner ausgeschüttet. Vorwiegend durch das positive Gesamtergebnis hat sich das Eigenkapital auf insgesamt 6.077,5 Mio. EUR erhöht.
Im laufenden Geschäftsjahr führte insbesondere die Anpassung des Rechnungszinssatzes von 0,8 % zum 31. März 2021 auf 1,0 % zum 30. September 2021 zu einer Reduktion der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen und somit zu einem im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen versicherungsmathematischen Gewinn in Höhe von 33,9 Mio. EUR (nach latenten Steuern). Die Anpassung des Rechnungszinssatzes führte auch zu einer ergebniswirksamen Reduktion der Jubiläumsgeldrückstellung in Höhe von 3,5 Mio. EUR (nach latenten Steuern in Höhe von 2,6 Mio. EUR).
ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Der Umsatz vom 1. April bis 30. September 2021 in Höhe von 7.042,9 Mio. EUR ist im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres (5.110,1 Mio. EUR) um 37,8 % gestiegen. Das EBIT belief sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 auf 650,6 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von –215,0 Mio. EUR. Bezogen auf das 2. Quartal wurde ein EBIT in Höhe von 311,0 Mio. EUR erzielt, verglichen mit –166,3 Mio. EUR im selben Zeitraum des Vorjahres. Nach Berücksichtigung des Finanzerfolges sowie der Steuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 485,7 Mio. EUR gegenüber –275,8 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Steueraufwand im 1. Halbjahr 2020/21 in Höhe von 8,3 Mio. EUR lässt sich trotz eines negativen Ergebnisses vor Steuern in Höhe von –267,5 Mio. EUR im Wesentlichen auf den Nichtansatz von steuerlichen Verlusten zurückführen.
Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
|
|---|---|---|
| Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (Mio. EUR) |
–272,5 | 473,9 |
| Durchschnittliche gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien (Mio.) |
178,5 | 178,5 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | –1,53 | 2,65 |
UMSATZAUFTEILUNG
Die folgende Tabelle enthält Informationen zur Aufteilung des Außenumsatzes des voestalpine-Konzerns nach Regionen und Branchen für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 bzw. 2020/21:
UMSATZAUFTEILUNG NACH REGIONEN
| Steel Division |
High Performance Metals Division |
Metal Engineering Division |
Metal Forming Division |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 01.04.– 30.09.2020 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
||
| Europäische Union (ohne Österreich) | 1.009,6 | 1.568,6 | 430,7 | 579,6 | 611,8 736,0 |
618,5 | |
| Österreich | 197,7 | 295,4 | 30,8 | 76,5 | 109,9 147,9 |
45,5 | |
| USMCA | 145,8 | 338,2 | 144,0 | 189,2 | 189,2 275,2 |
236,2 | |
| Asien | 180,6 | 45,5 | 230,7 | 278,6 | 178,1 178,6 |
66,0 | |
| Südamerika | 4,8 | 16,0 | 74,3 | 127,4 | 22,6 | 33,5 30,3 |
|
| Übrige Welt | 132,8 | 177,0 | 132,6 | 151,7 | 200,3 223,7 |
82,5 | |
| Summe Umsatz nach Regionen | 1.671,3 | 2.440,7 | 1.043,1 | 1.403,0 | 1.311,9 1.594,9 |
1.079,0 | |
Mio. EUR
Mio. EUR
UMSATZAUFTEILUNG NACH BRANCHEN
| Steel Division |
High Performance Metals Division |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
||
| Automobilindustrie | 490,8 | 752,9 | 261,0 | 379,5 | |
| Energieindustrie | 277,1 | 264,9 | 149,9 | 232,1 | |
| Bahnsysteme | 4,1 | 2,9 | 5,0 | 8,2 | |
| Bauindustrie | 183,7 | 281,1 | 42,2 | 51,4 | |
| Maschinen- und Stahlbau | 80,1 | 159,3 | 247,2 | 303,2 | |
| Haushaltsgeräte/Konsumgüter | 60,7 | 86,6 | 152,9 | 192,1 | |
| Luftfahrt | 0,0 | 0,0 | 81,4 | 103,3 | |
| Sonstige | 574,8 | 893,0 | 103,5 | 133,2 | |
| Summe Umsatz nach Branchen | 1.671,3 | 2.440,7 | 1.043,1 | 1.403,0 |
| Metal Engineering Division |
Metal Forming Division |
Sonstige | Summe Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
| 611,8 | 736,0 | 618,5 | 847,9 | 3,8 | 5,2 | 2.674,4 | 3.737,3 |
| 109,9 | 147,9 | 45,5 | 58,9 | 0,8 | 0,8 | 384,7 | 579,5 |
| 189,2 | 275,2 | 236,2 | 403,3 | 0,0 | 0,0 | 715,2 | 1.205,9 |
| 178,1 | 178,6 | 66,0 | 80,9 | 0,2 | 0,3 | 655,6 | 583,9 |
| 22,6 | 33,5 | 30,3 | 74,0 | 0,0 | 0,0 | 132,0 | 250,9 |
| 200,3 | 223,7 | 82,5 | 133,0 | 0,0 | 0,0 | 548,2 | 685,4 |
| 1.311,9 | 1.594,9 | 1.079,0 | 1.598,0 | 4,8 | 6,3 | 5.110,1 | 7.042,9 |
Mio. EUR
| Metal Engineering Division |
Metal Forming Division |
Sonstige | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe Konzern | ||||||||
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
|
| 127,3 | 242,0 | 547,0 | 730,1 | 0,0 | 0,0 | 1.426,1 | 2.104,5 | |
| 203,0 | 279,9 | 20,0 | 25,9 | 0,0 | 0,0 | 650,0 | 802,8 | |
| 788,4 | 786,9 | 0,2 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 797,7 | 798,3 | |
| 32,8 | 46,8 | 298,2 | 493,1 | 0,0 | 0,0 | 556,9 | 872,4 | |
| 55,1 | 74,8 | 89,2 | 145,9 | 0,0 | 0,0 | 471,6 | 683,2 | |
| 14,1 | 25,9 | 45,7 | 62,6 | 0,0 | 0,0 | 273,4 | 367,2 | |
| 0,0 | 0,0 | 7,8 | 4,0 | 0,0 | 0,0 | 89,2 | 107,3 | |
| 91,2 | 138,6 | 70,9 | 136,1 | 4,8 | 6,3 | 845,2 | 1.307,2 | |
| 1.311,9 | 1.594,9 | 1.079,0 | 1.598,0 | 4,8 | 6,3 | 5.110,1 | 7.042,9 | |
| Mio. EUR |
UMSATZAUFTEILUNG NACH REGIONEN
UMSATZAUFTEILUNG NACH BRANCHEN
GESCHÄFTSSEGMENTE
Die folgende Tabelle enthält Informationen zu den Geschäftssegmenten des voestalpine-Konzerns für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 bzw. 2020/21:
GESCHÄFTSSEGMENTE
| Division | Steel | Metals Division | High Performance | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
||
| Segmentumsätze | 1.830,5 | 2.717,4 | 1.061,7 | 1.425,5 | |
| davon Umsatzerlöse mit externen Kunden | 1.671,3 | 2.440,7 | 1.043,1 | 1.403,0 | |
| davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 159,2 | 276,7 | 18,6 | 22,5 | |
| EBITDA | 161,6 | 521,2 | 76,8 | 191,6 | |
| EBIT | –168,7 | 370,2 | –6,2 | 112,0 | |
| EBIT-Marge | –9,2 % | 13,6 % | –0,6 % | 7,9 % | |
| Segmentvermögen | 4.340,9 | 4.877,0 | 4.086,9 | 4.352,6 | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.321 | 10.581 | 12.381 | 12.891 |
Mio. EUR
In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
|
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen und Ergebnis aus Derivatebewertung | –2,9 | –5,0 |
| Konsolidierung | 1,4 | –9,5 |
| EBITDA – Summe Überleitung | –1,5 | –14,5 |
| Metal Engineering Division |
Metal Forming Division |
Sonstige | Überleitung | Summe Konzern | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
| 1.335,9 | 1.614,9 | 1.092,5 | 1.617,1 | 451,9 | 1.038,5 | –662,4 | –1.370,5 | 5.110,1 | 7.042,9 |
| 1.311,9 | 1.594,9 | 1.079,0 | 1.598,0 | 4,8 | 6,3 | 0,0 | 0,0 | 5.110,1 | 7.042,9 |
| 24,0 | 20,0 | 13,5 | 19,1 | 447,1 | 1.032,2 | –662,4 | –1.370,5 | 0,0 | 0,0 |
| 110,3 | 199,7 | 80,1 | 191,1 | –32,3 | –39,2 | –1,5 | –14,6 | 395,0 | 1.049,8 |
| –9,6 | 111,1 | 9,9 | 118,0 | –38,9 | –46,2 | –1,5 | –14,5 | –215,0 | 650,6 |
| –0,7 % | 6,9 % | 0,9 % | 7,3 % | –4,2 % | 9,2 % | ||||
| 3.265,5 | 3.472,4 | 2.496,4 | 2.737,6 | 10.523,0 | 9.902,4 | –10.302,0 | –9.905,7 | 14.410,7 | 15.436,3 |
| 12.878 | 13.276 | 11.443 | 11.386 | 894 | 934 | 0 | 0 | 47.917 | 49.068 |
Mio. EUR
EBIT
GESCHÄFTSSEGMENTE
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
|
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen und Ergebnis aus Derivatebewertung | –2,9 | –5,0 |
| Konsolidierung | 1,4 | –9,5 |
| EBIT – Summe Überleitung | –1,5 | –14,5 |
| Mio. EUR |
Alle übrigen Kennzahlen enthalten ausschließlich Konsolidierungseffekte.
ERLÄUTERUNG DER KAPITALFLUSSRECHNUNG
In den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen sind unter anderem Abschreibungen/ Zuschreibungen (inklusive Finanzanlagevermögen) in Höhe von 395,8 Mio. EUR enthalten. Unter Berücksichtigung der Working Capital-Veränderung ergibt sich ein Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von 372,2 Mio. EUR – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres (562,8 Mio. EUR) bedeutet dies eine Verschlechterung von 33,9 %, da sich das Working Capital, insbesondere der Vorrätebestand, deutlich erhöht hat. Nach Berücksichtigung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von –512,7 Mio. EUR, welche –259,8 Mio. EUR Investitionen in andere Finanzanlagen beinhalten, sowie unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von –459,6 Mio. EUR (im Wesentlichen Tilgung langfristiger Finanzschulden und Dividendenzahlungen) ergibt sich eine Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vor Währungsdifferenzen) von –600,1 Mio. EUR. Die Investitionen in andere Finanzanlagen enthalten Wertpapierpensionsgeschäfte in Form von CO2-Repos (Kauf von CO2-Zertifikaten mit gleichzeitiger Rückkaufvereinbarung) in der Höhe von 259,9 Mio. EUR.
ERLÄUTERUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN
| Kategorien | Finanzinstrumente, welche AC bewertet werden1 |
Hedge Accounting |
Finanzinstrumente, welche FVTPL bewertet werden |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva 31.03.2021 | |||||
| Andere Finanzanlagen langfristig |
2,1 | – | 50,6 | 52,7 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
888,8 | 18,3 | 215,5 | 1.122,6 | |
| Andere Finanzanlagen kurzfristig2 |
84,2 | – | 61,1 | 145,3 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
1.159,7 | – | – | 1.159,7 | |
| Buchwerte | 2.134,8 | 18,3 | 327,2 | 2.480,3 |
Einteilung von Finanzinstrumenten
1 Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte, welche AC bewertet werden,
stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
2 Die zum 31. März 2021 ausgewiesenen "anderen Finanzanlagen kurzfristig" in Höhe von
145,3 Mio. EUR, welche FVTPL klassifiziert wurden, wurden um 84,2 Mio. EUR angepasst. Mio. EUR
| Kategorien | Finanzinstrumente, welche AC bewertet werden1 |
Hedge Accounting |
Finanzinstrumente, welche FVTPL bewertet werden |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva 30.09.2021 | |||||
| Andere Finanzanlagen langfristig |
2,1 | – | 50,9 | 53,0 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
960,3 | 30,8 | 241,7 | 1.232,8 | |
| Andere Finanzanlagen kurzfristig |
344,1 | – | 63,9 | 408,0 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
563,8 | – | – | 563,8 | |
| Buchwerte | 1.870,3 | 30,8 | 356,5 | 2.257,6 |
1 Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte, welche AC bewertet werden,
stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Mio. EUR
| Kategorien | Finanzielle Verbindlichkeiten, welche AC bewertet werden |
Finanzielle Verbindlichkeiten, welche FVTPL bewertet werden |
Summe | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte | Zeitwerte | Buchwerte (= Zeitwerte) |
Buchwerte (= Zeitwerte) |
Buchwerte | Zeitwerte | |
| Passiva 31.03.2021 | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten langfristig |
2.846,2 | 2.883,2 | – | – | 2.846,2 | 2.883,2 |
| Finanzverbindlichkeiten kurzfristig |
1.220,7 | 1.225,1 | – | – | 1.220,7 | 1.225,1 |
| Verbindlichkeiten aus Liefe rungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten1 |
1.597,4 | 1.597,4 | 9,4 | 8,2 | 1.615,0 | 1.615,0 |
| Wechselverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Reverse Factoring |
782,1 | 782,1 | – | – | 782,1 | 782,1 |
| Summe | 6.446,4 | 6.487,8 | 9,4 | 8,2 | 6.464,0 | 6.505,4 |
1 Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Verbindlichkeiten,
den Wechselverbindlichkeiten und den Verbindlichkeiten aus Reverse Factoring stellt der Buchwert
einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Mio. EUR
| Kategorien | Finanzielle Verbindlichkeiten, welche AC bewertet werden |
Hedge Accounting |
Finanzielle Verbindlichkeiten, welche FVTPL bewertet werden |
Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte | Zeitwerte | Buchwerte (= Zeitwerte) |
Buchwerte (= Zeitwerte) |
Buchwerte | Zeitwerte | |
| Passiva 30.09.2021 | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten langfristig |
2.724,9 | 2.774,8 | – | – | 2.724,9 | 2.774,8 |
| Finanzverbindlichkeiten kurzfristig |
1.010,0 | 1.010,1 | – | – | 1.010,0 | 1.010,1 |
| Verbindlichkeiten aus Liefe rungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten1 |
1.769,2 | 1.769,2 | 23,9 | 9,3 | 1.802,4 | 1.802,4 |
| Wechselverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Reverse Factoring |
981,6 | 981,6 | – | – | 981,6 | 981,6 |
| Summe | 6.485,7 | 6.535,7 | 23,9 | 9,3 | 6.518,9 | 6.568,9 |
1 Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Verbindlichkeiten,
den Wechselverbindlichkeiten und den Verbindlichkeiten aus Reverse Factoring stellt der Buchwert
einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Mio. EUR
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzverbindlichkeiten fallen, mit Ausnahme der emittierten Anleihen, in Stufe 2. Die Bewertung erfolgt nach der Discounted Cashflow-Methode, wobei die Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte am Markt beobachtbare Währungskurse, Zinssätze und Creditspreads sind. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Die Bewertung der emittierten Anleihen erfolgt nach Stufe 1 mit dem Börsenkurs zum Stichtag.
Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, welche die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet. Die drei Stufen sind wie folgt definiert:
EINGANGSPARAMETER
| Stufe 1 | umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann. |
|---|---|
| Stufe 2 | umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. |
| Stufe 3 | umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Schuld. |
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| 31.03.2021 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Andere Finanzanlagen langfristig | 14,2 | – | 36,4 | 50,6 |
| Forderungen aus Derivaten – Hedge Accounting | – | 18,3 | – | 18,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
– | 23,1 | 192,4 | 215,5 |
| Andere Finanzanlagen kurzfristig | 61,1 | – | – | 61,1 |
| 75,3 | 41,4 | 228,8 | 345,5 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Derivaten – Hedge Accounting | – | 9,4 | – | 9,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
– | 8,2 | – | 8,2 |
| 0,0 | 17,6 | 0,0 | 17,6 | |
| 30.09.2021 Finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Andere Finanzanlagen langfristig | 14,5 | – | 36,4 | 50,9 |
| Forderungen aus Derivaten – Hedge Accounting | – | 30,8 | – | 30,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
– | 21,4 | 220,3 | 241,7 |
| Andere Finanzanlagen kurzfristig | 63,9 | – | – | 63,9 |
| 78,4 | 52,2 | 256,7 | 387,3 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Derivaten – Hedge Accounting | – | 23,9 | – | 23,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
– | 9,3 | – | 9,3 |
| 0,0 | 33,2 | 0,0 | 33,2 |
Mio. EUR
Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der Discounted Cashflow-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt würde (Liquidationsmethode). Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Der voestalpine-Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Im Geschäftsjahr 2020/21 und vom 1. April bis 30. September 2021 fanden keine Umgruppierungen statt.
In den folgenden Tabellen werden die Überleitungen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
|
|---|---|---|
| Anfangsbestand | 36,4 | 36,4 |
| Summe der in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzten Gewinne/Verluste: |
||
| Finanzaufwendungen/-erträge | 0,0 | 0,0 |
| Endbestand | 36,4 | 36,4 |
| Mio. EUR |
STUFE 3 – FVTPL – ANDERE FINANZANLAGEN
In Stufe 3 ist die Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich, die zum Fair Value bewertet wird, enthalten. Für diese kann der beizulegende Zeitwert aufgrund des Vorliegens eines einmal jährlich erstellten Bewertungsgutachtens der Energie AG Oberösterreich unter Berücksichtigung werterhellender Informationen als Ganzes verlässlich ermittelt werden.
Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.
STUFE 3 – FVTPL – FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN (GESCHÄFTSMODELL VERKAUFEN)
| 01.04.– 30.09.2020 |
01.04.– 30.09.2021 |
||
|---|---|---|---|
| Anfangsbestand | 111,7 | 192,4 | |
| Abgänge | –111,7 | –192,4 | |
| Zugänge | 151,1 | 220,3 | |
| Endbestand | 151,1 | 220,3 | |
| Mio. EUR |
Die Forderungen in diesem Portfolio werden monatlich rollierend im Rahmen der Factoring-Programme des Konzerns verkauft. Die auf dieses Portfolio entfallenden Bewertungsergebnisse sind von untergeordneter Bedeutung.
Bei der Ermittlung des Fair Value für das Portfolio "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Factoring gewidmet" stellt das Kreditrisiko des jeweiligen Debitors den wesentlichsten Einflussfaktor dar. Eine Erhöhung/Verringerung der angesetzten Ausfallsraten um 1 % würde daher maximal eine Veränderung des Fair Value dieses Portfolios in gleicher Höhe bewirken, die Veränderung des Fair Value fällt allerdings in der Regel deutlich unterproportional aus, da für wesentliche Teile des Portfolios Kreditversicherungen vorliegen.
SAISON- UND KONJUNKTUREINFLÜSSE
Im 2. und 3. Geschäftsquartal ist – unabhängig von konjunkturellen Trends – in der Regel saisonal bedingt mit etwas schwächeren Umsätzen, insbesondere aufgrund von Urlauben oder Stillständen, in wesentlichen Abnehmerbranchen zu rechnen.
GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit bestehen Geschäftsbeziehungen in Form von Lieferungen und Dienstleistungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Gesellschaften des Konzerns. Diese Geschäfte erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicher Bedingungen.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden in ähnlicher Höhe zu den im Geschäftsbericht 2020/21 dargelegten Geschäften getätigt. Die Finanzlage oder das Geschäftsergebnis des voestalpine-Konzerns wurde während der ersten sechs Monate des aktuellen Geschäftsjahres nicht wesentlich beeinflusst.
Im Rahmen des ersten Factoring-Vertragstyps (für eine Beschreibung siehe Punkt 29. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften im Geschäftsbericht 2020/21) werden Forderungen zu fremdüblichen Bedingungen an Kernaktionäre verkauft. Zum 30. September 2021 betrug der Wert dieser Forderungen insgesamt 241,2 Mio. EUR (31. März 2020: 204,2 Mio. EUR).
KARTELLVERFAHREN
Zu den auf Seite 168 des Geschäftsberichts 2020/21 (Anhang zum Konzernabschluss – G. Erläuterungen und Sonstige Angaben – Punkt 19. Rückstellungen) beschriebenen Kartellverfahren ist für mögliche negative finanzielle Auswirkungen zum aktuellen Zwischenberichtsstichtag vorgesorgt.
RÜCKSTELLUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß IAS 37.92 detaillierte Angaben zu Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODE
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach der Berichtsperiode bekannt.
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 125 (1) BÖRSEG 2018
Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Linz, 4. November 2021
Der Vorstand
Herbert Eibensteiner e. h. Vorsitzender des Vorstandes
Franz Kainersdorfer e. h. Mitglied des Vorstandes
Robert Ottel e. h. Mitglied des Vorstandes
Franz Rotter e. h. Mitglied des Vorstandes Peter Schwab e. h. Mitglied des Vorstandes
Hubert Zajicek e. h. Mitglied des Vorstandes
Disclaimer
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die derzeitigen Ansichten der voestalpine AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Zukunftsbezogene Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Unsicherheiten, weshalb tatsächliche Gegebenheiten und damit auch Ergebnisse wesentlich davon abweichen können. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, Aktualisierungen der hierin enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.
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