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voestalpine AG Earnings Release 2010

Feb 25, 2010

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Earnings Release

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Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2009/10

1 Q 2009/10 vs. 2 Q 2009/10 vs. 3 Q 2009/10

1 Q 2009/10 2 Q 2009/10 3 Q 2009/10 Veränderung
01.04.– 01.07.– 01.10.– 2 Q auf 3 Q
30.06.2009 30.09.2009 31.12.2009 in %
2.073,6 2.067,6 2.083,9 0,8
134,9 234,2 295,1 26,0
6,5 % 11,3 % 14,2 %
–24,0 70,4 132,0 87,5
–1,2 % 3,4 % 6,3 %
–67,7 29,3 89,6 205,8
–46,3 29,1 72,7 149,8
–48,2 28,3 71,5 152,7
–0,40 0,05 0,30
140,2 136,0 105,1 –22,7
159,0 163,8 163,1 –0,4
8.661,6 8.192,3 7.995,6 –2,4
4.229,9 4.001,7 4.091,6 2,2
3.810,0 3.601,8 3.323,5 –7,7
90,1 % 90,0 % 81,2 %
40.120 39.295 38.799 –1,3

1 Q–3 Q 2008/09 vs. 1 Q–3 Q 2009/10

Mio. EUR 1 Q–3 Q 2008/09 1 Q–3 Q 2009/10 Veränderung
01.04.– 01.04.– in %
31.12.2008 31.12.2009
Umsatzerlöse 9.280,1 6.225,1 –32,9
EBITDA 1.510,1 664,2 –56,0
EBITDA-Marge 16,3 % 10,7 %
EBIT 981,8 178,4 –81,8
EBIT-Marge 10,6 % 2,9 %
Ergebnis vor Steuern 764,7 51,2 –93,3
Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 612,7 55,5 –90,9
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss)2 606,1 51,6 –91,5
Ergebnis je Aktie (EUR) 3,36 –0,05
Investitionen 750,6 381,3 –49,2
Abschreibungen 528,3 485,9 –8,0
Capital Employed 9.103,6 7.995,6 –12,2
Eigenkapital 4.181,3 4.091,6 –2,1
Nettofinanzverschuldung 4.258,0 3.323,5 –21,9
Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals 101,8 % 81,2 %
Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) 42.062 38.799 –7,8

1 Gemäß IFRS alle Werte nach Purchase Price Allocation (PPA). Nähere Erläuterungen zur PPA befinden sich auf der Umschlaginnenseite des Geschäftsberichtes 2007/08.

2 Vor Minderheitsanteilen und Hybridkapitalzinsen.

Sehr geehrte Damen und Herren!

"… Man kann die Krise als Chance begreifen, indem man sich ihr stellt, die Herausforderung annimmt mit konkreten Maßnahmen und Taten: schneller werden in den Abläufen, schlanker in der Organisation, effizienter in der Produktion, günstiger in den Kosten, noch näher sein am Kunden und die Ressourcen – egal ob Rohstoffe, Energie oder Kapital – noch sparsamer einsetzen. Das alles erfordert weit mehr als vordergründige Schlagzeilen. Krisenbewältigung heißt harte, konsequente Arbeit, Tag für Tag, auf allen Ebenen …" Erinnern Sie sich noch? Das waren die zentralen Ausführungen im Vorwort zum Geschäftsbericht 2008/09, geschrieben im Juni 2009, unter dem Eindruck des herausforderndsten wirtschaftlichen Umfeldes seit Menschengedenken.

Und während andere sich in Konjunkturvoraussagen und -mutmaßungen ergingen – "L"-shape oder doch vielleicht "U", "V" oder gar "W" – oder für 2010 den inflations-, vielleicht auch deflationsgetriebenen Overkill der Weltwirtschaft in Aussicht stellten, haben unsere Mitarbeiter und wir nur eines getan – einfach gearbeitet, und zwar genau so, wie wir uns das im Juni 2009 vorgenommen haben: die Abläufe beschleunigt, die Organisation vereinfacht, die Effizienz gesteigert, die Kosten gesenkt, die Nähe zu unseren Kunden gesucht und die Ressourcen noch schonender und sparsamer eingesetzt. Das mag vielleicht weniger Schlagzeilen bringen als simplifizierende Konjunktur- und Finanzprognosen, aber es wirkt, und zwar besser als alles andere.

Wir haben damit im Verlauf des Geschäftsjahres 2009/10 auf breiter Basis den Turnaround geschafft – von einem (überschaubaren) Verlust im 1. Quartal über die Rückkehr zu schwarzen Zahlen im 2. Quartal zu einem bereits wieder sehr deutlichen Gewinn im 3. Quartal. Dabei ist es nicht nur ein Gewinn auf EBITDA- und EBIT-Basis, sondern über alle Ergebniskategorien bis hin zum Ergebnis nach Steuern – und das sowohl für das 3. Quartal als auch auflaufend über die ersten neun Monate.

Zum Abschluss noch einmal ein Zitat aus dem eingangs erwähnten Geschäftsbericht: "Was immer auch kommen mag, wir nehmen die Herausforderung der Krise an, gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, die es gewohnt sind zu kämpfen, mit unseren Kunden, die wissen, dass sie sich auf uns verlassen können, und unseren Aktionären, denen bewusst ist, dass wir mit ihrem Kapital verantwortungsbewusst umgehen." Dem ist nichts hinzuzufügen.

Linz, am 25. Februar 2010

Der Vorstand

Wolfgang Eder

Franz Hirschmanner Josef Mülner

Robert Ottel Claus J. Raidl

Wolfgang Spreitzer

Highlights1

  • Tiefpunkt der globalen Wirtschaftskrise im 2. Kalenderquartal 2009 erreicht, seither zunehmende Anzeichen einer schrittweisen konjunkturellen Erholung.
  • Nachhaltigkeit des Aufschwungs aufgrund sehr differenzierter regionaler und branchenspezifischer Entwicklungen noch nicht abgesichert.
  • voestalpine-Konzern nach nur einem Verlustquartal (1. Quartal 2009/10) im 3. Quartal 2009/10 mit weiterer deutlicher Gewinnsteigerung auf dem Weg aus der Krise.
  • Umsatz nach fünf aufeinanderfolgenden rückläufigen Quartalen im 3. Quartal 2009/10 erstmals wieder leicht steigend (von 2.067,6 Mio. EUR auf 2.083,9 Mio. EUR).
  • Gegenüber 2. Quartal 2009/10 durch konsequentes Krisenmanagement EBITDA-Steigerung um 26 % von 234,2 Mio. EUR auf 295,1 Mio. EUR; EBIT verbessert sich um 87,5 % von 70,4 Mio. EUR auf 132 Mio. EUR.
  • EBITDA- und EBIT-Marge im 3. Quartal 2009/10 mit 14,2 % bzw. 6,3 % gegenüber dem 2. Quartal (11,3 % bzw. 3,4 %) deutlich steigend.
  • Ergebnis vor Steuern und nach Steuern im 3. Quartal 2009/10 mit 89,6 Mio. EUR und 71,5 Mio. EUR gegenüber 2. Quartal (29,3 Mio. EUR vor Steuern bzw. 28,3 Mio. EUR nach Steuern) weiter stark verbessert.
  • Im 9-Monats-Vergleich gegenüber dem Vorjahr krisenbedingter Rückgang des Umsatzes um 32,9 % von 9.280,1 Mio. EUR auf 6.225,1 Mio. EUR.
  • EBITDA in den ersten drei Quartalen 2009/10 verglichen mit der Vorjahresperiode um 56 % von 1.510,1 Mio. EUR auf 664,2 Mio. EUR rückläufig, Division Bahnsysteme am krisenresistentesten, aber auch alle anderen Divisionen deutlich positiv.

  • EBIT im 9-Monats-Vergleich nach 981,8 Mio. EUR im Vorjahr zwar um 81,8 % auf 178,4 Mio. EUR gesunken, jedoch im Jahresverlauf Verbesserung von Quartal zu Quartal.

  • EBITDA- und EBIT-Marge nach neun Monaten bei 10,7 % (Vorjahr: 16,3 %) bzw. 2,9 % (Vorjahr: 10,6 %).
  • Auch Ergebnis vor und nach Steuern in den ersten drei Quartalen 2009/10 wieder in der Gewinnzone, im Vergleich zum Vorjahr (764,7 Mio. EUR bzw. 606,1 Mio. EUR) mit 51,2 Mio. bzw. 51,6 Mio. EUR aber noch stark gedrückt.
  • Ergebnis je Aktie im 3. Quartal mit 0,30 EUR klar positiv, für die ersten drei Quartale 2009/10 mit –0,05 EUR noch geringfügig negativ (Vorjahr: 3,36 EUR je Aktie)2 .
  • Starke Reduktion der Gearing Ratio von 88,2 % (31. März 2009) auf 81,2 % trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und Dividendenzahlung, spiegelt aktives Liquiditätsmanagement und hohe Selbstfinanzierungskraft des Konzerns wider.
  • Anzahl der Stammbeschäftigten (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) gegenüber dem Beginn der Krise Ende September 2008 um 8,3 % von 42.325 auf 38.799 Mitarbeiter reduziert; Einschränkung der Kurzarbeit im Verlauf des 3. Quartals 2009/10 um 14,7 % auf 4.140 Beschäftigte.
  • Die (rein buchmäßigen) Effekte der Purchase Price Allocation (PPA) aus der BÖHLER-UDDEHOLM-Akquisition belasten das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns bzw. der Division Edelstahl in den ersten drei Quartalen 2009/10 mit 87,3 Mio. EUR, sodass sich der EBIT vor PPA auf 265,7 Mio. EUR beläuft; dies entspricht einer EBIT-Marge vor PPA von 4,3 %.

1 Gemäß IFRS alle Werte nach Purchase Price Allocation (PPA), falls nicht ausdrücklich anders erwähnt.

Nähere Erläuterungen zur PPA befinden sich auf der Umschlaginnenseite des Geschäftsberichtes 2007/08.

2 Basis der Berechnung ist das Ergebnis nach Steuern, im Aktionärsbrief zum 3. Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 war mit 3,40 EUR je Aktie die Berechnungsgrundlage das Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche.

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Auch bei vorsichtiger Betrachtungsweise spricht vieles dafür, dass die globale Wirtschaftskrise im 2. Quartal 2009 ihren Tiefpunkt erreicht hat. Die seither sich mehrenden Anzeichen einer schrittweisen wirtschaftlichen Erholung haben sich bis Jahresende 2009 auch insoweit verfestigt, als die für das Jahr 2010 prognostizierten Wachstumsraten wichtiger Volkswirtschaften seit dem Sommer 2009 Schritt für Schritt erhöht wurden.

Ob diese konjunkturellen Erholungstendenzen aber tatsächlich einen nachhaltigen Aufschwung indizieren und wie ausgeprägt dieser sein wird, bleibt abzuwarten. Sowohl die regionale als auch die branchenspezifische Entwicklung der konjunkturbestimmenden Marktsegmente zeigt nach wie vor ein sehr differenziertes Bild.

So wird der globale Aufwärtstrend – wie auch der Boom vor der Wirtschaftskrise – wiederum primär von Asien, vorrangig China und Indien, sowie Brasilien als der wichtigsten südamerikanischen Volkswirtschaft getragen. Dagegen setzte die Erholung in den USA und Europa – trotz der in der Wirtschaftsgeschichte in ihrer Höhe einmaligen staatlichen Konjunkturbelebungsinvestitionen – nur mit deutlicher Verzögerung und vergleichsweise geringer Dynamik ein. Festzuhalten ist aber, dass die sehr rasch umgesetzten staatlichen Anreizprogramme, wie jene zur Ankurbelung der Automobilproduktion oder der Bauindustrie, in vielen Ländern doch unmittelbar Wirkung zeigten. Im regionalen Vergleich nach wie vor sehr verhalten zeigt sich das Marktumfeld in Osteuropa einschließlich Russlands.

Ähnlich wie die einzelnen Wirtschaftsregionen stellen sich auch die Hauptabnehmerbranchen in ihrer Entwicklung sehr unterschiedlich dar. Generell kommt in vielen Industriezweigen ein gewisser Teil der Nachfrage in den vergangenen Monaten auch aus dem – teilweisen – Wiederauffüllen der sehr niedrigen Lagerbestände. Dennoch ist die Lagersituation – offensichtlich getrieben von einem generell forcierten Liquiditätsmanagement – alles in allem nach wie vor eher durch Unter- als durch Überbestände geprägt.

In der Automobilindustrie war neben dem Kleinwagensegment – Hauptprofiteur staatlicher Anreizprämien – ab Herbst 2009 auch in der Mittel-, Ober- und Luxusklasse eine erste leichte Erholung spürbar. Geprägt von massiver Unterauslastung und damit enormem Konkurrenz- und Preisdruck stellte sich der Bereich der konventionellen Energieförderung (Öl, Gas) äußerst schwierig dar, wobei seit Jahresbeginn 2010 aber doch eine gewisse Nachfragebelebung spürbar ist. Im Gegensatz dazu trotzte der Bereich der Alternativenergien (insbesondere Solarund Windenergie) – auch begünstigt durch staatliche Förderungen – der Krise mit einer alles in allem überdurchschnittlichen Nachfragedynamik. Die Marktsituation im Bereich der Bahninfrastruktur stellte sich nach wie vor stabil dar, wobei in den letzten Monaten eine deutliche Zunahme des preisaggressiven Wettbewerbs festgestellt werden musste. Weitgehend unspektakulär, aber auf durchaus zufriedenstellendem Niveau verläuft die Entwicklung der Hausgeräteindustrie. Unverändert schwierig blieb das Marktumfeld in der Bau-, Maschinenbauund Nutzfahrzeugindustrie, wenngleich sich auch hier in einzelnen Segmenten erste leichte Erholungstendenzen abzeichnen.

Der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung folgend begann sich auch die globale Stahlproduktion ab dem Sommer 2009 zu erholen, wobei treibende Kraft einmal mehr der unverminderte Bedarf Chinas war. Im Gefolge des Anziehens der Nachfrage wurden weltweit vorübergehend stillgelegte Produktionskapazitäten sehr forciert wieder in Betrieb genommen, was gegen Ende 2009 in einigen Regionen – so vor allem auch in Europa – neuerlich zu einem verschärften Preiswettbewerb führte. Die aktuelle Entwicklung der Märkte für Kohle, Erz und Koks ist durch das starke Wachstum der Schwellenländer geprägt, das zu einem deutlichen Anstieg der entsprechenden Spotmarktpreise geführt hat und somit als Folge auch eine massive Erhöhung der mit April 2010 neu zu verhandelnden Vertragspreise erwarten lässt.

Geschäftsverlauf des voestalpine-Konzerns1

Der voestalpine-Konzern musste in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 aufgrund der anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zwar deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge hinnehmen, weist aber im Jahresverlauf in allen Ergebniskategorien wieder deutliche Gewinne aus.

Der Umsatz des Konzerns reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2009/10 um 3.055 Mio. EUR (–32,9 %) von 9.280,1 Mio. EUR auf 6.225,1 Mio. EUR. Mit einem Rückgang um 1.136,0 Mio. EUR (–33,1 %) weist dabei die Division Stahl die absolut betrachtet stärkste Verringerung aus, da vor allem das 1. Halbjahr 2009/10 von sehr geringer Nachfrage und stark fallenden Preisen für Flachstahl gegenüber dem Rekord-Halbjahr 2008/09 gekennzeichnet war. Relativ gesehen am schwersten betroffen war die Division Profilform, die ihre Umsätze, bedingt durch eine anhaltend schwache Nachfrage der Bau- und Bauzulieferindustrie sowie der Nutzfahrzeugindustrie, um 44 % von 948,6 Mio. EUR auf 531,6 Mio. EUR reduzierte. Sowohl ein nahezu alle Länder und Branchen betreffender Einbruch der realen Nachfrage als auch ein massiver, sich über nahezu zwölf Monate erstreckender Lagerabbau führten in der Division Edelstahl zu starken Mengenrückgängen, die dadurch mit 1.707,9 Mio. EUR einen um 39,8 % niedrigeren Umsatz als im Vorjahr (2.834,7 Mio. EUR) ausweist. Krisenresistenter zeigte sich die Division Bahnsysteme, deren Umsatzrückgang mit 24 % von 1.872,1 Mio. EUR auf 1.423,7 Mio. EUR vergleichsweise überschaubar blieb und im Wesentlichen auf das stabile Marktumfeld im Segment Eisenbahninfrastruktur sowie die Erholung des Bereiches Draht zurückzuführen ist. Sowohl absolut als auch relativ weist die Division Automotive mit einem Rückgang um 163,4 Mio. EUR (–23,3 %) von 701,8 Mio. EUR auf 538,4 Mio. EUR den geringsten Umsatzeinbruch aus, da der Direktumsatz mit den Automobilherstellern trotz schwierigem Umfeld nahezu konstant gehalten und somit auch Marktanteile gewonnen werden konnten. Der Umsatzrückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Lieferungen an Systemlieferanten.

In der Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung kommt aber dem Vergleich des 3. Quartals 2009/10 mit dem unmittelbaren Vorquartal (2. Quartal 2009/10) wesentlich größere Aussagekraft zu als dem 9-Monats-Vergleich. Konnte in sämtlichen

1 Gemäß IFRS alle Werte nach Purchase Price Allocation (PPA).

Nähere Erläuterungen zur PPA befinden sich auf der Umschlaginnenseite des Geschäftsberichtes 2007/08.

Ergebniskategorien bereits im 2. Quartal 2009/10 die Trendumkehr zum Positiven eingeleitet werden, so fand diese Wende beim Umsatz nach fünf aufeinanderfolgenden rückläufigen Quartalserlösen erst mit dem 3. Quartal 2009/10 statt, und auch da lag er mit 2.083,9 Mio. EUR nur knapp 1 % über dem Wert des direkten Vorquartals (2.067,6 Mio. EUR). Es konnten auch noch nicht alle Divisionen zur Umsatzsteigerung beitragen, die Bandbreite der Umsatzveränderung zog sich vielmehr von +10,4 % (Division Automotive) über +3,3 % (Division Stahl), +2,8 % (Division Edelstahl), –0,4 % (Division Profilform) bis zu –6,9 % (Division Bahnsysteme), sodass noch nicht von einem einheitlichen Trend gesprochen werden kann. Die Division Automotive profitierte vor allem von ersten Erholungstendenzen in der Mittel-, Ober- und Luxusklasse, welche zuvor im Vergleich zum Kleinwagensegment nicht nennenswert von den staatlich initiierten Anreizprogrammen profitiert hatten. Diese positive Marktentwicklung führte auch in der Division Stahl dazu, dass der durch die angespannte Marktsituation im Segment Grobblech verursachte divisionale Preisrückgang (–2,8 %) durch eine Mengensteigerung um 9 % erlösseitig mehr als aufgewogen werden konnte. In der Division Edelstahl haben die Mengen, primär bedingt durch die positive Entwicklung der Schwellenländer, ebenfalls – und zwar um 7,3 % – zugenommen, wodurch auch hier die noch rückläufigen Erlöse (–4,2 %) mehr als kompensiert werden konnten. Trotz Preiserhöhungen war der Umsatz in der Division Profilform im Vergleich zum Vorquartal aufgrund der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse in der Bau- und Bauzulieferindustrie sowie der Nutzfahrzeugindustrie geringfügig rückläufig. In der Division Bahnsysteme konnte die zunehmende Erholung und steigende Auslastung in den Segmenten Draht und Stahl die saisonal und wettbewerbsbedingt rückläufigen Mengen im Segment Schiene und Nahtlosrohr nicht zur Gänze kompensieren.

Einen ebenfalls erheblichen Rückgang zeigt der 9-Monats-Vergleich auch beim Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen und Amortisation (EBITDA). Aus einem Umsatzrückgang in den ersten drei Quartalen 2009/10 von 32,9 % resultiert beim EBITDA im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres ein Rückgang um 56 % von 1.510,1 Mio. EUR auf 664,2 Mio. EUR. Mit einem Minus von "nur" 25,6 % von 327,4 Mio. EUR auf 243,6 Mio. EUR zeigte die Division Bahnsysteme auch hier ihre hohe Stabilität. Am stärksten vom Rückgang betroffen war die Division Edelstahl mit einem Einbruch um 77,8 % von 343,7 Mio. EUR auf 76,2 Mio. EUR, in der Division Profilform fiel das EBITDA um 74,8 % von 143,4 Mio. EUR auf 36,2 Mio. EUR, in der Division Stahl um 56,6 % von 667,4 Mio. EUR auf 289,5 Mio. EUR und in der Division Automotive um 35,3 % von 71,7 Mio. EUR auf 46,4 Mio. EUR. Alle Divisionen konnten damit für die ersten neun Monate 2009/10 trotz erheblicher Rückgänge weiterhin ein deutlich positives EBITDA ausweisen. Für den Gesamtkonzern beläuft sich die EBITDA-Marge nach drei Quartalen auf 10,7 % (nach 16,3 % im Vorjahr).

Die nachhaltige Wirksamkeit des umfassenden und konsequent fortgesetzten Krisenmanagements des voestalpine-Konzerns im 3. Quartal 2009/10 verdeutlicht der direkte Vergleich des EBITDA zum 2. Quartal 2009/10. Aus der bereits beschriebenen Trendumkehr und der geringfügigen Erhöhung des Umsatzes um 0,8 % resultiert im unmittelbaren Quartalsvergleich beim konzernalen EBITDA eine Steigerung um 26 % von 234,2 Mio. EUR auf 295,1 Mio. EUR, was im 3. Quartal einer konzernalen EBITDA-Marge von 14,2 % entspricht. Mit einer Steigerung um 54,2 % von 100,5 Mio. EUR auf 155,0 Mio. EUR wies die Division Stahl sowohl relativ als auch absolut den höchsten Betrag aus. Aber auch die Divisionen Edelstahl, Profilform und Automotive trugen wesentlich zum Anstieg bei. Sie konnten das EBITDA im Schnitt um über 40 % erhöhen. Im Einzelnen stieg das EBITDA in der Division Edelstahl um 43,3 % von 26,3 Mio. EUR auf 37,7 Mio. EUR, in der Division Automotive um 41,9 % von 13,6 Mio. EUR auf 19,3 Mio. EUR und in der Division Profilform um 40,2 % von 12,7 Mio. EUR auf 17,8 Mio. EUR. Aufgrund des bereits sehr hohen EBITDA-Vergleichswertes im 2. Quartal 2009/10, rückläufiger Nahtlosrohrumsätze und -preise, verstärkter Konkurrenz im Schienenbereich und saisonal bedingter Effekte musste die Division Bahnsysteme einen geringfügigen Rückgang um 7,6 % von 84,3 Mio. EUR auf 77,9 Mio. EUR hinnehmen. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass als Ergebnis des bewussten Absenkens des Break Even Point die Ergebnisauswirkung weitgehend mit dem Umsatzrückgang (–6,9 %) korreliert.

Im Vergleich zu einem operativen Ergebnis (EBIT) von 981,8 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen 2008/09 weist der voestalpine-Konzern für den Vergleichszeitraum 2009/10 ein zwar um 81,8 % auf 178,4 Mio. EUR reduziertes, aber in Anbetracht der wirtschaftlichen Umstände dennoch durchaus zufriedenstellendes Ergebnis aus, das eine EBIT-Marge von 2,9 % (nach 10,6 % im Vorjahr) bedeutet.

In der quartalsweisen Einzelbetrachtung konnte beim EBIT bereits im 2. Quartal 2009/10 mit 70,4 Mio. EUR eine deutliche Trendumkehr eingeleitet werden (1. Quartal 2009/10: –24 Mio. EUR), die sich im 3. Quartal 2009/10 weiter fortgesetzt hat. So erhöhte sich das EBIT um 87,5 % auf 132,0 Mio. EUR, die EBIT-Marge konnte vom 2. zum 3. Quartal von 3,4 % auf 6,3 % gesteigert werden. Wie im 2. Quartal war einzig die (durch die bloß buchmäßig wirksame PPA pönalisierte) Division Edelstahl mit –22,5 Mio. EUR auch im 3. Quartal 2009/10 noch negativ.

Konnten das Ergebnis vor Steuern sowie das Ergebnis nach Steuern1 bereits im 2. Quartal 2009/10 positive Werte ausweisen, so waren sie im 1. Halbjahr 2009/10 mit –38,4 Mio. EUR bzw. –19,9 Mio. EUR dennoch negativ. Die deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses im 3. Quartal 2009/10 führte nun aber auch sowohl beim Vor- als auch beim Nachsteuerergebnis in den ersten drei Quartalen 2009/10 zu positiven Werten. So weist der Konzern beim Ergebnis vor Steuern 51,2 Mio. EUR (nach 764,7 Mio. EUR im Vorjahr) und beim Ergebnis nach Steuern 51,6 Mio. EUR (nach 606,1 Mio. EUR im Vorjahr) aus.

Das Ergebnis je Aktie (EPS) beträgt für die ersten drei Quartale 2009/10 –0,05 EUR je Aktie (Vorjahr: 3,36 EUR)2 bzw. für das 3. Quartal 2009/10 0,30 EUR je Aktie.

Das Eigenkapital reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2009/10 gegenüber dem 31. März 2009 um 4 % von 4.262,5 Mio. EUR auf 4.091,6 Mio. EUR. Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf die Dividendenausschüttung an Anteilseigner und Hybridkapitalbesitzer in der Höhe von 246,8 Mio. EUR zurückzuführen. Die Nettofinanzverschuldung reduzierte sich aufgrund eines unter den Abschreibungen liegenden Investitionsaufwandes und eines sehr deutlich rückläufigen Working Capital (–28,5 %) gegenüber dem 31. März 2009 von 3.761,6 Mio. EUR auf 3.323,5 Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2009 ergibt sich für den voestalpine-Konzern damit eine Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung in Prozent des Eigenkapitals) von 81,2 %. Die deutliche Reduktion der Gearing Ratio sowohl gegenüber jener vom 31. März 2009 (88,2 %) als auch der vom 30. September (90,0 %) spiegelt die hohe Selbstfinanzierungskraft und das konsequente Liquiditätsmanagement des Konzerns wider – und das trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und einer konsequent fortgesetzten Dividendenpolitik.

Die Rohstahlproduktion der voestalpine-Gruppe betrug in den ersten drei Quartalen 2009/10 4,44 Mio. Tonnen und lag damit um

1 Vor Minderheitsanteilen und Hybridkapitalzinsen.

2 Basis der Berechnung ist das Ergebnis nach Steuern, im Aktionärsbrief zum 3. Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 war mit 3,40 EUR je Aktie die Berechnungsgrundlage das Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche.

22,5 % unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres (5,73 Mio. Tonnen). Die Division Stahl wies mit 3,25 Mio. Tonnen einen Rückgang um 16,5 %, die Division Bahnsysteme mit einer Erzeugungsmenge von 852.000 Tonnen eine Verringerung des Ausstoßes um 29,6 % aus. Mit 45,6 % am deutlichsten (von 630.000 Tonnen auf 343.000 Tonnen) reduzierte die Division Edelstahl ihre Rohstahlproduktion.

voestalpine-Konzern Quartalsentwicklung1

Mio. EUR 1Q–3Q
1Q 2009/10 2Q 2009/10 3Q 2009/10 2008/09 2009/10
01.04.–
30.06.2009
01.07.–
30.09.2009
01.10.–
31.12.2009
01.04.–
31.12.2008
01.04.–
31.12.2009
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.073,6 2.067,6 2.083,9 9.280,1 6.225,1 –32,9
EBITDA 134,9 234,2 295,1 1.510,1 664,2 –56,0
EBITDA-Marge 6,5 % 11,3 % 14,2 % 16,3 % 10,7 %
EBIT –24,0 70,4 132,0 981,8 178,4 –81,8
EBIT-Marge –1,2 % 3,4 % 6,3 % 10,6 % 2,9 %
Mitarbeiter (ohne
Leihpersonal
und Lehrlinge) 40.120 39.295 38.799 42.062 38.799 –7,8

1 Gemäß IFRS alle Werte nach Purchase Price Allocation (PPA). Nähere Erläuterungen zur PPA befinden sich auf der Umschlaginnenseite des Geschäftsberichtes 2007/08.

Krisenverlauf 1. Juli 2008 bis 31. Dezember 2009 – der Turnaround

Mio. EUR bestes Quartal
seit IPO 1995
schwierigstes
Quartal seit IPO 1995
2Q
2008/09
3Q
2008/09
4Q
2008/09
1Q
2009/10
2Q
2009/10
3Q
2009/10
01.07.–
30.09.2008
01.10.–
31.12.2008
01.01.–
31.03.2009
01.04.–
30.06.2009
01.07.–
30.09.2009
01.10.–
31.12.2009
Umsatzerlöse 3.231,2 2.793,9 2.345,2 2.073,6 2.067,6 2.083,9
EBITDA-Marge 18,6 % 13,1 % 9,1 % 6,5 % 11,3 % 14,2 %
EBIT-Marge 13,3 % 7,0 % 1,5 % –1,2 % 3,4 % 6,3 %
Ergebnis vor Steuern 356,1 105,8 –36,3 –67,7 29,3 89,6
Ergebnis nach Steuern 278,5 87,3 5,5 –48,2 28,3 71,5
Nettofinanz
verschuldung in %
des Eigenkapitals
91,6 % 101,8 % 88,2 % 90,1 % 90,0 % 81,2 %
jeweils zum Vorquartal: steigend gleichbleibend rückläufig
Mio. EUR 1Q–3Q
1 Q 2009/10 2 Q 2009/10 3 Q 2009/10 2008/09 2009/10
01.04.–
30.06.2009
01.07.–
30.09.2009
01.10.–
31.12.2009
01.04.–
31.12.2008
01.04.–
31.12.2009
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 760,1 753,3 778,1 3.427,5 2.291,5 –33,1
EBITDA 34,0 100,5 155,0 667,4 289,5 –56,6
EBITDA-Marge 4,5 % 13,3 % 19,9 % 19,5 % 12,6 %
EBIT –17,3 46,5 98,9 508,4 128,1 –74,8
EBIT-Marge –2,3 % 6,2 % 12,7 % 14,8 % 5,6 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
9.839 9.618 9.530 10.023 9.530 –4,9

Division Stahl

Die Entwicklung der Division Stahl war ab Sommer 2009 durch eine schrittweise Nachfrageerholung in einzelnen Kundenbranchen – insbesondere der Automobilindustrie – geprägt. Dies ermöglichte dem Geschäftsbereich Qualitätsflachstahl als größtem Segment der Division eine Vollauslastung sämtlicher Produktionskapazitäten von Anfang September 2009 bis zum Beginn der planmäßigen Großreparatur eines der beiden kleinen Hochöfen Ende November 2009. Zusätzlich unterstützend wirkten sich dabei niedrige Lagerbestände und im Vergleich zu den Vorperioden nur geringe Importe in den EU-Raum aus. Dennoch kam es im Kurzfristgeschäft gegen Ende des 3. Quartals 2009/10 neuerlich zu erheblichem Preisdruck, da in einer Reihe von Werken eine forcierte Wiederinbetriebnahme vorübergehend stillgelegter Produktionskapazitäten erfolgte.

Anhaltend schwieriger stellte sich das Marktumfeld für den Geschäftsbereich Grobblech dar, das durch massiven Konkurrenz- und Preisdruck infolge eines weltweit extrem niedrigen Auftragsniveaus in allen Kundenbereichen gekennzeichnet war. Erst seit Jahresbeginn 2010 ist hier eine erste Nachfragebelebung spürbar. Auch die Gießereiaktivitäten waren – bedingt durch eine schwache Entwicklung der Branchen Energie und Maschinenbau – von einem deutlich rückläufigen Auftragseingang geprägt. Eine zuletzt durchaus zufriedenstellende Entwicklung nahmen hingegen die Steel Service Centers, wo gegen Jahresende eine deutliche Verstärkung der Nachfrage zu beobachten war.

Der ziffernmäßige Vergleich mit den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2008/09 spiegelt den konjunkturellen Einbruch im Flachstahlbereich seit Herbst 2008 wider. So reduzierten sich die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 gegenüber dem Vorjahr um 33,1 % von 3.427,5 Mio. EUR auf 2.291,5 Mio. EUR. Noch deutlicher rückläufig stellte sich die Entwicklung der Ergebnisse dar. Das EBITDA ging um 56,6 % von 667,4 Mio. EUR auf 289,5 Mio. EUR zurück, das EBIT fiel um 74,8 % von 508,4 Mio. EUR auf 128,1 Mio. EUR. Die EBITDA- bzw. EBIT-Marge reduzierte sich von 19,5 % auf 12,6 % bzw. von 14,8 % auf 5,6 %.

Der direkte Vergleich des 3. Quartals 2009/10 mit dem unmittelbaren Vorquartal macht allerdings die konjunkturelle Trendwende zum Positiven deutlich. So erhöhte sich die Liefermenge der Division Stahl gegenüber dem 2. Quartal 2009/10 um 9 %, allerdings bei durchschnittlich nochmals leicht – um 2,8 % – gesunkenen Preisen, was fast ausschließlich auf die angespannte Situation im Geschäftsbereich Grobblech zurückzuführen ist. Da die Erhöhung der Liefermenge die rückläufigen Preise mehr als kompensieren konnte, erhöhten sich die Umsatzerlöse um 3,3 % von 753,3 Mio. EUR auf 778,1 Mio. EUR. Aufgrund umfassender Krisenmaßnahmen waren gleichzeitig in allen Ergebniskategorien überproportionale Ergebniszuwächse zu verzeichnen. So erhöhte sich das EBITDA im Vergleich zum 2. Quartal 2009/10 um 54,2 % von 100,5 Mio. EUR auf 155,0 Mio. EUR, das EBIT konnte mit einer Steigerung um 112,7 % von 46,5 Mio. EUR auf 98,9 Mio. EUR sogar mehr als verdoppelt werden. Vor dem Hintergrund eines nach wie vor äußerst herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes machen eine EBITDA- bzw. EBIT-Marge von 19,9 % (Vorquartal: 13,3 %) bzw. 12,7 % (Vorquartal: 6,2 %) einmal mehr die spezifische Positionierung der Division Stahl auch im Konkurrenzvergleich deutlich.

Mio. EUR 1Q–3Q
1 Q 2009/10 2 Q 2009/10 3 Q 2009/10 2008/09 2009/10
01.04.–
30.06.2009
01.07.–
30.09.2009
01.10.–
31.12.2009
01.04.–
31.12.2008
01.04.–
31.12.2009
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 570,8 560,7 576,4 2.834,7 1.707,9 –39,8
EBITDA 12,2 26,3 37,7 343,7 76,2 –77,8
EBITDA-Marge 2,1 % 4,7 % 6,5 % 12,1 % 4,5 %
EBIT –47,6 –33,2 –22,5 108,0 –103,3 –195,6
EBIT-Marge –8,3 % –5,9 % –3,9 % 3,8 % –6,0 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
14.250 13.884 13.777 15.314 13.777 –10,0

Division Edelstahl1

Während die 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2009/10 noch von massivem Lagerabbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbunden mit erheblichen Absatzeinbußen geprägt war, mehrten sich im Verlauf des 3. Quartals 2009/10 die Anzeichen dafür, dass auch die Division Edelstahl die konjunkturelle Talsohle erreicht haben dürfte. Ausgehend von Asien, allen voran China, kam es zu einer ersten, spürbaren Marktbelebung. An Dynamik gewann die Nachfrage auch in Südamerika, insbesondere Brasilien, während der Aufschwung in den USA und in Europa erst mit deutlicher Verzögerung und vergleichsweise geringerer Dynamik einsetzte. Branchenspezifisch verbesserte sich im 3. Quartal 2009/10 vor allem die Nachfrage nach Konsumgütern deutlich. Unverändert schwierig blieb die Nachfrage hingegen im Maschinenbau. Auch in der Nutzfahrzeugindustrie und dem Schiffsbau war noch keine nachhaltige Marktbelebung erkennbar. Der Auftragseingang aus den für die Division Edelstahl wichtigen Abnehmersektoren Energie und Luftfahrt war im 3. Quartal 2009/10 zwar rückläufig, es ist jedoch davon auszugehen, dass es im Verlauf des Geschäftsjahres 2010/11 wieder zu einer Belebung kommt.

Aufgrund des Mengenrückganges und der anhaltend auf niedrigem Niveau verharrenden Legierungspreise reduzierten sich die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen

1 Gemäß IFRS alle Werte nach Purchase Price Allocation (PPA).

Nähere Erläuterungen zur PPA befinden sich auf der Umschlaginnenseite des Geschäftsberichtes 2007/08.

2009/10 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 39,8 % von 2.834,7 Mio. EUR auf 1.707,9 Mio. EUR. Das EBITDA sank um 77,8 % von 343,7 Mio. EUR auf 76,2 Mio. EUR, und das EBIT drehte von einem Gewinn von 108,0 Mio. EUR auf einen Verlust von 103,3 Mio. EUR. Die EBITDA- bzw. EBIT-Marge lag in den ersten drei Quartalen 2009/10 somit bei 4,5 % (Vorjahr: 12,1 %) bzw. –6 % (Vorjahr: 3,8 %).

Auch in der Division Edelstahl zeigt der Vergleich des 3. Quartals 2009/10 mit dem unmittelbaren Vorquartal Erholungstendenzen, die primär durch eine Konjunkturbelebung in den Schwellenländern bedingt sind.

So konnten die Umsatzerlöse erstmals nach fünf rückläufigen Quartalen geringfügig um 2,8 % von 560,7 Mio. EUR auf 576,4 Mio. EUR gesteigert werden. Vor allem durch Mengensteigerungen (7,3 %) wurden die noch rückläufigen Erlöse (–4,2%) mehr als kompensiert. Mit dem als Antwort auf die Krise eingeleiteten Maßnahmenpaket wurde das EBITDA um 43,3 % von 26,3 Mio. EUR auf 37,7 Mio. EUR gesteigert und die Höhe des operativen Verlustes (EBIT) von –33,2 Mio. EUR auf –22,5 Mio. EUR weiter eingegrenzt. Die EBITDA-Marge erhöhte sich somit von 4,7 % auf 6,5 %. Das Ausmaß der negativen EBIT-Marge konnte von –5,9 % auf –3,9 % reduziert werden.

Mio. EUR 1Q–3Q
1 Q 2009/10
01.04.–
2 Q 2009/10
01.07.–
3 Q 2009/10
01.10.–
2008/09
01.04.–
2009/10
01.04.–
Veränderung
30.06.2009 30.09.2009 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 in %
Umsatzerlöse 481,6 487,9 454,2 1.872,1 1.423,7 –24,0
EBITDA 81,4 84,3 77,9 327,4 243,6 –25,6
EBITDA-Marge 16,9 % 17,3 % 17,2 % 17,5 % 17,1 %
EBIT 56,5 56,5 53,4 261,0 166,4 –36,2
EBIT-Marge 11,7 % 11,6 % 11,8 % 13,9 % 11,7 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
8.035 8.023 7.830 8.110 7.830 –3,5

Division Bahnsysteme

Das Marktumfeld stellte sich im Bereich der Eisenbahninfrastruktur der Division Bahnsysteme im 3. Quartal 2009/10 nach wie vor stabil dar, allerdings verstärkten sich die Zeichen in Richtung einer deutlichen Verschärfung des Wettbewerbs in den nächsten Jahren. Dies gilt sowohl für das Segment Schiene, wo bei Neuausschreibungen verstärkt preisaggressive Wettbewerber auftreten, als auch für die Weichentechnologie, wo einerseits Preisrückgänge bei Vormaterialien (z. B. Schienen) und andererseits

anhaltend stark rückläufiger Bedarf am nordamerikanischen Markt zu Druck auf die Preise führten.

Im Geschäftsbereich Draht war bereits seit Juli eine deutliche Nachfragebelebung infolge einer Normalisierung der Kundenläger feststellbar, die ab Oktober 2009 sogar eine leichte Preisanhebung möglich machte. Das Marktumfeld im Geschäftsbereich Nahtlosrohre stellte sich gegen Jahresende 2009 wieder etwas günstiger dar, wobei die Nachhaltigkeit der Marktbelebung derzeit jedoch noch nicht abgesichert erscheint. Die Verbesserung des Marktumfeldes im Segment Draht sowie am externen Halbzeugmarkt führte auch im Geschäftsbereich Stahl zu einer Steigerung der Anlagenauslastung von knapp 70 % im Herbst 2009 auf nunmehr rund 85 %.

Die Umsatz- und Ergebniswerte der Division Bahnsysteme liegen in den ersten drei Quartalen 2009/10 zwar etwas unter jenen des Vergleichszeitraums des Vorjahres, angesichts des Ausmaßes der Wirtschaftskrise aber auf einem immer noch sehr attraktiven Niveau. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 1.423,7 Mio. EUR und lagen damit um 24 % unter denen des Vorjahres (1.872,1 Mio. EUR). Auch wenn sich das EBITDA um 25,6 % von 327,4 Mio. EUR auf 243,6 Mio. EUR und das EBIT um 36,2 % von 261,0 Mio. EUR auf 166,4 Mio. EUR reduzierte, konnten nach wie vor Ergebnismargen im zweistelligen Bereich erreicht werden. Die EBITDA-Marge lag dabei mit 17,1 % sogar nahezu auf Vorjahresniveau (17,5 %), auch die EBIT-Marge mit immer noch 11,7 % nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 13,9 %.

Trotz zunehmender Erholung und steigender Auslastung in den Segmenten Draht und Stahl verzeichnete die Division Bahnsysteme aufgrund des aggressiver werdenden Wettbewerbs insbesondere im Schienensegment sowie gewisser saisonaler Effekte im 3. Quartal 2009/10 im Vergleich mit dem direkten Vorquartal einen Umsatzrückgang um 6,9 % von 487,9 Mio. EUR auf 454,2 Mio. EUR. EBITDA und EBIT reduzierten sich mit 7,6 % (von 84,3 Mio. EUR auf 77,9 Mio. EUR) bzw. 5,5 % (von 56,5 Mio. EUR auf 53,4 Mio. EUR) weitgehend analog zum Umsatz, sodass sich das Margenprofil mit einer EBITDA-Marge von 17,2 % bzw. einer EBIT-Marge von 11,8 % praktisch unverändert darstellt (Vorquartal: 17,3 % bzw. 11,6 %). Möglich wurde dies allerdings nur durch eine forcierte Anpassung der Kosten- an die Erlösstruktur.

Mio. EUR 1Q–3Q
1 Q 2009/10 2 Q 2009/10 3 Q 2009/10 2008/09 2009/10
01.04.–
30.06.2009
01.07.–
30.09.2009
01.10.–
31.12.2009
01.04.–
31.12.2008
01.04.–
31.12.2009
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 173,6 179,4 178,6 948,6 531,6 –44,0
EBITDA 5,7 12,7 17,8 143,4 36,2 –74,8
EBITDA-Marge 3,3 % 7,1 % 10,0 % 15,1 % 6,8 %
EBIT –2,3 4,7 10,0 119,8 12,4 –89,6
EBIT-Marge –1,3 % 2,6 % 5,6 % 12,6 % 2,3 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
3.319 3.159 3.108 3.681 3.108 –15,6

Division Profilform

Die seit den Sommermonaten 2009 spürbare, moderate Nachfragebelebung in einigen wichtigen Abnehmerbranchen der Division Profilform hat sich im 3. Quartal des Geschäftsjahres fortgesetzt und zu einer Stabilisierung der Geschäftsentwicklung beigetragen. Die in dieser Periode erfolgten Preiserhöhungen bei Warmbreitband sowie verzinktem Band konnten an den Abnehmermarkt weitergegeben werden. Deutliche Nachfrageimpulse gab es vor allem aus dem Sektor Solarenergie, der auch von staatlichen Förderungen profitierte und durch eine weiterhin hohe Investitionstätigkeit vor allem in Südeuropa gekennzeichnet ist. Auf stabilem Niveau zeigte sich die Nachfrage im Bereich Logistik und Lagertechnik, wobei die Vorlaufzeiten bei größeren Projekten tendenziell länger werden. Unverändert schwierig stellte sich hingegen die Entwicklung in den wichtigen Kundenbranchen Bauund Bauzuliefererindustrie sowie Nutzfahrzeuge dar. Regional betrachtet stand einer stabilen bzw. sich leicht erholenden Nachfrage in Westeuropa, den USA und Brasilien eine anhaltend schwache Marktentwicklung in Osteuropa, insbesondere in Russland, gegenüber. Trotz einer Verbesserung der Auslastung im 3. Quartal 2009/10 macht die anhaltend hohe Volatilität und Kurzfristigkeit des Auftragseingangsgeschehens eine kontinuierliche Fertigung nach wie vor schwierig, wodurch auch die Anforderungen in Bezug auf größtmögliche Flexibilität der Mitarbeiter weiter aufrecht bleiben.

Die Division Profilform verzeichnete krisenbedingt in den ersten neun Monaten 2009/10 mit einem Rückgang um 44 % von 948,6 Mio. EUR auf 531,6 Mio. EUR im Divisionsvergleich zwar den deutlichsten Umsatzeinbruch, dennoch stellen sich die Ergebniszahlen aufgrund rasch gesetzter Krisenmaßnahmen positiv dar. So werden für die ersten drei Quartale 2009/10 ein EBITDA von 36,2 Mio. EUR (Vorjahr: 143,4 Mio. EUR) und ein EBIT von 12,4 Mio. EUR (Vorjahr: 119,8 Mio. EUR) ausgewiesen. Die EBITDA-Marge reduzierte sich allerdings gegenüber dem Vorjahr von 15,1 % auf 6,8 %, die EBIT-Marge fiel von 12,6 % auf 2,3 %.

Trotz zunehmenden Bedarfs an Standardund Spezialprofilen im 3. Quartal 2009/10 blieb der Umsatz vor allem aufgrund saisonaler Einflüsse mit 178,6 Mio. EUR noch auf dem Niveau des unmittelbaren Vorquartals (179,4 Mio. EUR). Dennoch konnte die Division durch das volle Wirksamwerden umfangreicher Kostenanpassungsmaßnahmen im 3. Quartal 2009/10 im Vergleich zum direkten Vorquartal das EBITDA um 40,2 % von 12,7 Mio. EUR auf 17,8 Mio. EUR und das EBIT um 112,8 % von 4,7 Mio. EUR auf 10,0 Mio. EUR steigern. Die EBITDA-Marge lag somit im 3. Quartal 2009/10 bei 10 % (Vorquartal: 7,1 %), die EBIT-Marge bei 5,6 % (Vorquartal: 2,6 %).

Mio. EUR 1Q–3Q
1 Q 2009/10 2 Q 2009/10 3 Q 2009/10 2008/09 2009/10
01.04.–
30.06.2009
01.07.–
30.09.2009
01.10.–
31.12.2009
01.04.–
31.12.2008
01.04.–
31.12.2009
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 175,4 172,5 190,5 701,8 538,4 –23,3
EBITDA 13,5 13,6 19,3 71,7 46,4 –35,3
EBITDA-Marge 7,7 % 7,9 % 10,1 % 10,2 % 8,6 %
EBIT 0,2 0,8 6,7 33,2 7,7 –76,8
EBIT-Marge 0,1 % 0,5 % 3,5 % 4,7 % 1,4 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
4.015 3.967 3.915 4.247 3.915 –7,8

Division Automotive

Bei den westeuropäischen Premiumherstellern – den Hauptkunden der Division Automotive – waren bereits seit Sommer im Segment kleinerer Modelle und ab Herbst 2009 auch in der Mittel-, Ober- und Luxusklasse vorsichtige Anzeichen einer ersten Erholung spürbar. Dies spiegelte sich auch in einer zunehmenden Normalisierung der Produktion wider: Während die letzten Monate des Kalenderjahres 2008 bei den Automobilherstellern auf breiter Front durch die Einführung von Kurzarbeit und massiv verlängerte Weihnachtsstillstände geprägt waren, lief die Produktion Ende 2009 – ähnlich wie vor Ausbruch der Wirtschaftskrise – wieder bis unmittelbar vor Weihnachten. Insgesamt lagen die Absatzzahlen in Europa im 3. Quartal 2009/10 damit zwar leicht über jenen im Jahr zuvor, allerdings immer noch rund 20 % unter dem Niveau vor der Wirtschaftskrise. Von den Produktionsrückgängen war Osteuropa deutlich stärker betroffen als die Hersteller in Westeuropa.

Die Division Automotive konnte in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2009/10 den Direktumsatz mit den Automobilherstellern trotz schwierigen Umfeldes konstant halten und somit Marktanteile gewinnen. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres resultierte im Wesentlichen aus einem verringerten Geschäftsvolumen mit Systemlieferanten.

Im Einzelnen lagen die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen 2009/10 bei 538,4 Mio. EUR und damit um 23,3 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres (701,8 Mio. EUR). Das EBITDA reduzierte sich um 35,3 % von 71,7 Mio. EUR auf 46,4 Mio. EUR, die EBITDA-Marge sank damit von 10,2 % auf 8,6 %. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich um 76,8 % von 33,2 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 1,4 % (Vorjahr: 4,7 %)

Die im 3. Quartal 2009/10 spürbare Nachfrageerholung spiegelt sich auch im unmittelbaren Vergleich zum Vorquartal wider. Gegenüber dem 2. Quartal konnten die Umsatzerlöse um 10,4 % von 172,5 Mio. EUR auf 190,5 Mio. EUR gesteigert werden. Durch die Fortführung der Krisenmaßnahmen zur Anpassung der Kosten- an die Erlösstruktur konnten die Ergebnisse noch deutlicher zulegen. So erhöhte sich das EBITDA um 41,9 % von 13,6 Mio. EUR auf 19,3 Mio. EUR, das operative Ergebnis (EBIT) konnte sogar noch deutlicher – und zwar von 0,8 Mio. EUR auf 6,7 Mio. EUR – gesteigert werden. Dies bedeutete für die Division Automotive im 3. Quartal eine EBITDA-Marge von 10,1 % bzw. eine EBIT-Marge von 3,5 %.

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Informationen zu den Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen befinden sich in den erläuternden Anhangangaben.

Investitionen

Die Investitionen des voestalpine-Konzerns beliefen sich in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2009/10 auf 381,3 Mio. EUR. Der deutliche Rückgang um 49,2 % gegenüber dem Vorjahr (750,6 Mio. EUR) ist auf die sehr restriktive Investitionspolitik als Reaktion auf die globale Wirtschafts- und Finanzkrise zurückzuführen. Als Folge des Streichens, der Redimensionierung, der zeitlichen Streckung und des Verschiebens von Vorhaben hat der Konzern in den ersten drei Quartalen 2009/10 – wie schon in den Vorquartalen – neuerlich unter den Abschreibungen investiert. Hervorzuheben ist aber, dass jene Investitionsvorhaben mit Nachdruck weiterverfolgt werden, bei denen der Ausbau der Technologie- und Qualitätsführerschaft im Zentrum der Überlegungen steht.

In den fünf Divisionen stellt sich die Investitionstätigkeit in den ersten neuen Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 im Einzelnen wie folgt dar:

Mit 196,0 Mio. EUR (–40,9 % gegenüber 331,6 Mio. EUR im Vorjahr) entfielen rund 51,4 % aller konzernalen Investitionen in den ersten drei Quartalen 2009/10 auf die Division Stahl. Den Schwerpunkt bildete – wenn auch zeitlich gestreckt – die Realisierung der noch ausständigen Vorhaben des Investitionsprogramms "L6 – Teil 1". Im Rahmen dessen befindet sich die Erweiterung des unternehmenseigenen Kraftwerks am Standort Linz in der Endphase, die planmäßige Inbetriebnahme wird zu Beginn des Geschäftsjahres 2010/11 stattfinden. Die Großreparatur eines der beiden kleineren Hochöfen wurde Ende November 2009 planmäßig begonnen, sie wird Anfang März 2010 abgeschlossen sein. Als letztes noch offenes Investitionsvorhaben des Programms Linz 2010, 2. Stufe, wird die Feuerverzinkungsanlage 5 in den nächsten Wochen den Betrieb aufnehmen.

Der Investitionsaufwand der Division Edelstahl belief sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 auf 107,9 Mio. EUR (Vorjahr: 184,6 Mio. EUR). Der Rückgang um 41,5 % ist vor allem auf die zeitliche Streckung der in Umsetzung befindlichen Erweiterungs- und Modernisierungsvorhaben im Bereich der Freiformschmieden an den Standorten Kapfenberg (Österreich), Hagfors (Schweden) und Wetzlar (Deutschland) bis in das Geschäftsjahr 2011/12 zurückzuführen. Die erste Ausbaustufe des neuen Kaltwalzzentrums in Kematen (Österreich) schreitet planmäßig voran, die Inbetriebnahme ist bereits im kommenden Geschäftsjahr vorgesehen. Die Realisierung der zweiten Ausbaustufe – die Errichtung einer neuen Bandstahlfertigung – ist in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Erholung der Kundenbranchen mittelfristig geplant.

Mit 41,8 Mio. EUR wies die Division Bahnsysteme in den ersten drei Quartalen 2009/10 die gegenüber dem Vorjahr (143,2 Mio. EUR) am stärksten verringerte Investitionstätigkeit aus (–70,8 %). Sowohl die bewusste, krisenbedingte Anpassung der Investitionen zur Stärkung des Free-Cashflows als auch der Abschluss mehrerer Großinvestitionsvorhaben noch im letzten Geschäftsjahr führten zu dieser markanten Reduzierung. Dennoch befinden sich eine dritte Säge- und Bohrlinie in der Schienenadjustage, Investitionsvorhaben im Stahlwerk zur Erhöhung der Entgasungs- und somit der Rohstahlkapazität sowie eine Hochofen-Großreparatur im kommenden Geschäftsjahr (alles am Standort Donawitz/Österreich) planmäßig in Umsetzung bzw. Vorbereitung.

Das Investitionsvolumen der Division Profilform betrug 14,8 Mio. EUR (Vorjahr: 38,6 Mio. EUR). Der deutliche Rückgang in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres resultiert ebenso wie jener der Division Automotive (von 47,1 Mio. EUR auf 16,8 Mio. EUR) daraus, dass Vorhaben zur Erweiterung von Produktionskapazitäten konjunkturbedingt weitgehend eingefroren und lediglich auftragsbezogene, zwingend notwendige Investitionen getätigt wurden.

Akquisitionen und Devestitionen

Die mit Wirkung vom 1. April 2009 erfolgte Veräußerung der in der Produktion lasergeschweißter Platinen tätigen italienischen Gesellschaft Euroweld S.r.l. sowie die Schließung des britischen Standortes der voestalpine-Polynorm-Gruppe (beide Division Automotive) wurden bereits in den beiden vorangegangenen Aktionärsbriefen zum 1. Quartal bzw. zum 1. Halbjahr 2009/10 dargestellt. Darüber hinausgehend wurden im Verlauf des Geschäftsjahres 2009/10 keine Akquisitionen oder Devestitionen getätigt.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2009 beschäftigte der voestalpine-Konzern 38.799 Stammmitarbeiter (ohne Lehrlinge). Dies entspricht gegenüber dem 31. Dezember 2008 (42.062) einem Rückgang um 7,8 % oder 3.263 Mitarbeiter. Zusätzlich zur Verringerung der Stammbelegschaft wurden im selben Zeitraum konzernweit 445 Leasingmitarbeiter abgebaut.

Darüber hinaus befanden sich per 31. Dezember 2009 noch 4.140 Mitarbeiter in Kurzarbeit; gegenüber dem 30. September 2009 (4.851 Mitarbeiter) konnten aufgrund der verbesserten Auslastungssituation 711 Mitarbeiter zu ihrer Normalarbeitszeit zurückkehren. Mit 2.284 Personen wies die Division Edelstahl zum 31. Dezember 2009 den höchsten Anteil an in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeitern aus, gefolgt von den Divisionen Automotive (872) und Profilform (852).

Unter Berücksichtigung aller getroffenen Maßnahmen sowohl im Stamm- als auch im Leasingmitarbeiterbereich wurde der Personaleinsatz im Vergleich zum 31. Dezember 2008 krisenbedingt um insgesamt 11,3 % reduziert, gegenüber dem Beginn der Krise im September 2008 beläuft sich die Reduktion auf 15,5 %.

Im Interesse einer langfristigen Zukunftssicherung hält der voestalpine-Konzern auch in der Krisenzeit sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht bewusst am bisherigen Umfang der Lehrlingsausbildung fest. Weltweit wurden zum 31. Dezember 2009 mit 1.718 Lehrlingen nur 49 junge Menschen weniger ausgebildet als ein Jahr zuvor.

Umwelt

Mit der Veröffentlichung des EU-Klimaschutz- und Energiepakets am 5. Juni 2009 erfolgte die Weichenstellung für eine ambitionierte Verringerung der CO2-Emissionen in der Europäischen Union bis 2020 und darüber hinaus. Für den Stahlbereich ist dabei – als dem "carbon leakage"-Segment zugehörige Industrie – die Zuteilung kostenfreier Zertifikate im Umfang von bis zu 100 % auf Basis der verfügbaren sektoralen Zuteilung nach einem strengen Benchmarksystem vorgesehen, wobei hier noch Anpassungen aufgrund von Ergebnissen der nächsten Welt-Klimakonferenzen möglich sind. Aus der im Dezember 2009 in Kopenhagen abgehaltenen Welt-Klimakonferenz sind keine konkreten Maßnahmen ableitbar. Vor allem wurde aus Sicht der europäischen Industrie verabsäumt, die maßgeblichen außereuropäischen CO2-emittierenden Staaten für dieselben oder zumindest vergleichbare CO2-Reduktionsbeiträge zu gewinnen, wie sie die Europäische Union bereits festgeschrieben hat. Für die europäische Industrie ist damit hinsichtlich CO2-Kostenbelastung eine deutliche Verschlechterung der Wettbewerbssituation vorprogrammiert, sollte eine entsprechende globale Anpassung bei den nächsten Klimakonferenzen nicht gelingen. Die für Kopenhagen angekündigten Weichenstellungen sind nunmehr zumindest bis zur Nachfolgekonferenz Ende 2010 in Cancún, Mexiko, aufgeschoben, wodurch in Bezug auf die künftige Investitionstätigkeit auch weiterhin keine Rechts- und Planungssicherheit gegeben ist.

Das von der voestalpine AG gemeinsam mit dem europäischen Stahlverband EUROFER und seinen Mitgliedsunternehmen für die EU-Stahlindustrie vorgeschlagene Benchmarksystem wird derzeit mit der Europäischen Kommission verhandelt. Als Basis für dieses Benchmarksystem dient eine umfassende Datenerhebung sämtlicher Anlagen der europäischen Stahlunternehmen, die vom CO2-Zertifikatehandel ab 2013 betroffen sein werden.

Mit 1. Juni 2007 trat die EU-Verordnung zu REACH in Kraft, deren Auswirkungen bereits in vorangegangenen Berichten ausführlich dargestellt wurden.

Die gemäß REACH erforderliche Vorregistrierung von Stoffen wurde im voestalpine-Konzern fristgerecht mit 1. Dezember 2008 abgeschlossen, wobei von 28 Konzerngesellschaften etwa 1.000 Vorregistrierungen an die Europäische Chemikalienagentur in Helsinki ergingen. Die fristgerechte Durchführung der (endgültigen) Registrierungen bis spätestens 1. Dezember 2010 wird – wie schon die Vorregistrierung – konzernweit koordiniert. Nach derzeitigem Stand werden aus dem voestalpine-Konzern letztlich etwa 30 Stoffe von sieben Konzerngesellschaften zu registrieren sein.

Zu den übrigen umweltpolitischen Schwerpunkten, etwa der Umsetzung der neuen EU-Wasserrahmenrichtline und anderen umweltrelevanten Maßnahmen in den Bereichen Energie- und Rohstoffeffizienz sowie Senkung der Luft- und Wasseremissionen, wird auf die Darstellung in den letzten Aktionärsbriefen und Geschäftsberichten verwiesen.

Forschung und Entwicklung

Aktuelle Schwerpunkte aus einer Vielzahl laufender Vorhaben im Bereich Forschung und Entwicklung sind folgende Projekte:

Das Konzernprojekt "Welding of high strength steels" (Schweißen höchstfester Stahlbauteile) baut auf dem Know-how aller fünf Divisionen auf. Es geht dabei um ein umfassendes F&E-Paket, das auf Basis einer Gesamtoptimierung von Stahlqualitäten, Schweißverfahren und Schweißzusatzwerkstoffen neue Dimensionen in diesem technologisch äußerst anspruchsvollen Segment erschließen soll.

Im Rahmen des internationalen EU-Rahmenprogrammprojekts INNOTRACK, das mit Ende 2009 abgeschlossen wurde, entstand in Abstimmung zwischen Bahnindustrie und Bahnbetreibern eine Richtlinie zum optimalen Einsatz von hochfesten Schienengüten. Dieser Richtlinie liegen in hohem Maße die Erfahrungen aus der langjährigen Schienengütenstrategie der Division Bahnsysteme zugrunde.

In der Division Stahl wurden in den vergangenen Monaten neue Beschichtungssysteme erfolgreich am Markt eingeführt. So etwa verbindet "colofer city" klassische Farbtöne mit höchstwertigen Beschichtungssystemen zu effektvollen Farbkompositionen für vielseitige Anwendungen, vor allem im hochwertigen Architekturbau.

Am 1. Oktober 2009 fand zum dritten Mal die "Synergieplattform", die konzernweite Forschertagung des voestalpine-Konzerns unter Teilnahme von rund 200 Forschungsund Entwicklungsmitarbeitern aus allen fünf Divisionen, statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Erarbeitung konkreter langfristiger F&E-Schwerpunkte sowie Vorträge externer Referenten zu den Themenbereichen Energie, Mobilität und Umwelt.

Die große Bedeutung, welche die voestalpine-Gruppe Forschung und Entwicklung sowie deren Vermittlung an die interessierte Öffentlichkeit beimisst, spiegelte sich auch im Rahmen der "Langen Nacht der Forschung" im November 2009 wider. Als einziges österreichisches Unternehmen war der Konzern gleich in drei Bundesländern mit aufwändigen Programmen an der größten Leistungsschau österreichischer Forschung und Entwicklung beteiligt und konnte in Wien, Linz und Krems Tausende interessierte Besucher erreichen.

Ausblick

Die im Sommer 2009 zunächst in China einsetzende konjunkturelle Erholung im Gefolge "der Krise" hat seit Herbst 2009 – wenngleich vorerst nur in sehr abgeschwächter Form – auch Europa und damit die für den voestalpine-Konzern mit über zwei Dritteln Umsatzanteil noch immer wichtigste Marktregion erfasst. Wie bereits zu Beginn dieses Aktionärsbriefes erläutert, stellen sich Geschwindigkeit und Ausmaß des Aufwärtstrends allerdings äußerst unterschiedlich dar, denn sowohl nach Ländern als auch nach Wirtschaftssegmenten ergibt sich ein sehr differenziertes Bild: Lassen der äußerste Westen, Südeuropa sowie der zentral- und osteuropäische Raum bisher nur wenig Erholungstendenzen erkennen, mehren sich die positiven Konjunktursignale aus den deutschsprachigen Ländern, dem Benelux-Raum und Nordeuropa.

Ähnlich inhomogen stellt sich die Entwicklung auch in den wichtigsten Abnehmerbranchen dar: In der Automobilindustrie setzt sich die Nachfragebelebung – bei nach wie vor umkämpften Preisen – vor allem im Premiumsegment fort. Im Energiebereich boomen Solar- und Windenergie (nicht zuletzt dank massiver öffentlicher Förderungen), und auch aus der konventionellen Energieförderung kommen wieder erste positive Nachfragesignale, wogegen der Generatorenbau nach wie vor stagniert. Im Maschinenbau und in der Nutzfahrzeugindustrie beschränkt sich der Trend ebenfalls nach wie vor bloß auf eine Konsolidierung auf niedrigem Niveau. Alles in allem weiterhin auch nur durchschnittlich verläuft die Entwicklung der europäischen Bau- und Bauzulieferindustrie, allerdings mit regional und sektoral immer noch deutlich unterschiedlichen Tendenzen. So etwa stellt sich die Nachfrage im Bereich der Eisenbahn-Infrastruktur im EU-15-Raum stabil auf gutem Niveau dar, wogegen sie in den zentral- und osteuropäischen Ländern in den vergangenen Quartalen weitgehend eingebrochen ist. Ein ähnliches West-Ost--Gefälle zeigt die Marktentwicklung im Hausgerätebereich. Die Luftfahrtindustrie wird nicht nur in Europa, sondern weltweit noch für längere Zeit in ihrer Gesamtheit von einem schwachen Marktumfeld geprägt bleiben.

Verglichen mit dem Ausblick im letzten Quartalsbericht stellt sich die Konjunktursituation in Europa damit zwar in Einzelsegmenten bzw. einzelnen Regionen verbessert dar, von einem breiten oder gar nachhaltigen Aufschwung zu sprechen wäre aber verfrüht. Dennoch sollte die Erholung im Verlauf des Jahres 2010 schrittweise an Dynamik gewinnen und die Gefahr eines breitflächigen konjunkturellen Rückschlags weiter abnehmen. Getrieben wird diese Entwicklung einerseits von einer doch zunehmenden konjunkturellen Konsolidierung in Westeuropa, der wiedergewonnenen wirtschaftlichen Dynamik in Asien und Südamerika sowie einer gewissen Erholung in den USA. Der überwiegende Teil der zentralund osteuropäischen Länder hingegen wird diesem Trend aufgrund der dort noch gegebenen strukturellen volkswirtschaftlichen Defizite erst mit deutlicher Verzögerung folgen können. Exportfördernd und damit unterstützend für die Erholung in Europa wirkt sich ein tendenziell sinkender Kurs des Euro zum US-Dollar und einzelnen anderen Währungen aus.

Vor diesem Hintergrund ist für alle fünf Divisionen des voestalpine-Konzerns in den nächsten Quartalen mit einer weiter steigenden Auslastung zu rechnen, soweit sie nicht (wie die Division Stahl) bereits derzeit voll ausgelastet sind. Getrieben von der zu erwartenden massiven Verteuerung der Rohstoffe Kohle und Erz zeichnen sich im Verlauf des Jahres 2010 über die gesamte Wertschöpfungskette des Konzerns sehr deutliche Erlössteigerungen ab.

Das Geschäftsjahr 2009/10 sollte die voestalpine-Gruppe mit einem klar positiven operativen Ergebnis (EBIT) und einem ebenfalls positiven Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) abschließen.

Investor Relations

Kursentwicklung im Geschäftsjahr 2009/10

Kursverlauf der voestalpine-Aktie

Gegen Ende des aus Kapitalmarktsicht insgesamt sehr kritischen Geschäftsjahres 2008/09 erfolgte in der Entwicklung der voestalpine-Aktie erstmals nach vielen Monaten eines massiven Kursverfalls wieder eine Bodenbildung. Trotz anhaltend herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte die Aktie in der Folge über das gesamte Geschäftsjahr 2009/10 stetig

zulegen. Die positive Grundstimmung gegenüber zyklischen Werten setzte sich – wenn auch mit gewissen Rückschlägen – im 3. Quartal dieses Geschäftsjahres fort. Zusätzlich wurde von den Anlegern offensichtlich auch die im Quervergleich zu den Mitbewerbern wesentlich krisenresistentere Ergebnisentwicklung des voestalpine--Konzerns honoriert. Notierte die Aktie am 31. März 2009 noch bei 9,85 EUR, schloss sie nach neun Monaten bei 25,70 EUR. Dies entspricht einem Wertzuwachs von 161 %.

Anleihen

Wandelschuldverschreibung (2005–2010)

Am 4. Dezember 2009 erfolgte mit Wirkung zum 29. Jänner 2010 die Kündigung der noch ausstehenden Wandelschuldverschreibungen, die im Juli 2005 begeben wurden. Sämtliche zum Zeitpunkt der Kündigung ausstehenden Wandelschuldverschreibungen wurden in Aktien der voestalpine AG gewandelt. Dadurch hat sich mit 29. Jänner 2010 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 933.865 auf den Inhaber lautende Stückaktien an Gläubiger der Wandelschuldverschreibung 2005–2010 von 305.435.379,34 EUR auf 307.132.044,75 EUR (d. h. um rund 0,56 %) erhöht, das Grundkapital ist nach dieser Erhöhung in 169.049.163 Stück Stückaktien zerlegt.

Hybridanleihe (2007–2014)

Die im Oktober 2007 von der voestalpine AG begebene Hybridanleihe konnte sich nach den Abwärtsbewegungen gegen Ende des Geschäftsjahres 2008/09 deutlich erholen und stieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 um 24,5 % auf einen Kurs von 95,77 (% des Face Value).

Unternehmensanleihe (2009–2013)

Die unter schwierigsten Marktbedingungen im März 2009 von der voestalpine AG sehr erfolgreich begebene Unternehmensanleihe entwickelte sich auch im 3. Quartal 2009/10 weiter positiv. Zur Kurssteigerung per Ende März 2009 auf 104 (% des Face Value) konnte ein weiterer Zuwachs um rund sieben Prozentpunkte verzeichnet werden. Per 31. Dezember 2009 stand die Anleihe damit bei einem Kurs von 110,99 (% des Face Value).

Eigentümerstruktur

Gegenüber den im Aktionärsbrief zum 1. Quartal 2009/10 indikativ angeführten Beteiligungsverhältnissen wurden im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres keine gravierenden Änderungen bekannt, sodass auf die dortige Darstellung der Eigentümerstruktur verwiesen wird. Die nächste Aktualisierung erfolgt mit dem Geschäftsbericht 2009/10, der am 1. Juni 2010 veröffentlicht wird.

  • Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/Instituten erstellt: Berenberg, Hamburg BHF-BANK, Frankfurt Credit Suisse, London Cheuvreux, Wien/Paris Citigroup, London Deutsche Bank, Frankfurt/ London Erste Bank, Wien Exane BNP Paribas, Paris Goldman Sachs, London HSBC, London JP Morgan, London Merrill Lynch, London Morgan Stanley, London Nomura, London Nord LB, Hannover Raiffeisen Centrobank, Wien Sal. Oppenheim, Frankfurt Steubing AG, Frankfurt UBS, London
  • UniCredit, Wien.

Informationen zur Aktie

Aktiennominale (zum 31.12.2009) 305.435.379,34 EUR,
zerlegt in 168.115.298 Stückaktien
Stand der Aktien im Eigenbesitz zum
31. Dezember 2009: 658.285 Stk.
Aktiengattung Stammaktien lautend auf Inhaber
Wertpapierkennnummer 93750 (Börse Wien)
ISIN AT0000937503
Reuters VOES.VI
Bloomberg VOE AV

Kurse (jeweils zum Tagesende)

Börsenhöchstkurs April 2009 bis Dezember 2009 26,77 EUR
Börsentiefstkurs April 2009 bis Dezember 2009 10,23 EUR
Kurs zum 31. Dezember 2009 25,70 EUR
Ausgabekurs IPO Oktober 1995 5,18 EUR
All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) 66,11 EUR
Börsenkapitalisierung zum 31. Dezember 2009* 4.303.645.234,10 EUR

* Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.

Geschäftsjahr 2008/09

Gewinn/Aktie 3,41 EUR
Dividende/Aktie 1,05 EUR
Buchwert/Aktie 25,06 EUR

Terminvorschau 2010/11

Geschäftsbericht 2009/10 1. Juni 2010
Hauptversammlung 7. Juli 2010
Ex-Dividenden-Tag 12. Juli 2010
Dividenden-Zahltag 19. Juli 2010
Veröffentlichung 1. Quartal 2010/11 19. August 2010
Veröffentlichung 2. Quartal 2010/11 18. November 2010

voestalpine AG Finanzdaten zum 31.12.2009

Nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Konzernbilanz

Aktiva

31.03.2009 31.12.2009
A. Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 4.378,3 4.415,1
Firmenwert 1.420,9 1.419,6
Andere immaterielle Vermögenswerte 596,7 498,1
Anteile an assoziierten Unternehmen 129,1 119,5
Andere Finanzanlagen 141,5 144,8
Latente Steuern 409,0 439,4
7.075,5 7.036,5
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 2.909,7 2.294,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1.785,5 1.317,2
Andere Finanzanlagen 218,0 237,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 857,8 742,5
5.771,0 4.591,8
Summe Aktiva 12.846,5 11.628,3
Mio. EUR

Passiva

31.03.2009 31.12.2009
A. Eigenkapital
Grundkapital 305,0 305,4
Kapitalrücklagen 402,1 397,3
Hybridkapital 992,1 992,1
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 2.486,7 2.325,4
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 4.185,9 4.020,2
Minderheitsanteile am Eigenkapital 76,6 71,4
4.262,5 4.091,6
B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen 854,6 845,9
Rückstellungen 58,2 55,1
Latente Steuern 312,1 285,5
Finanzverbindlichkeiten 3.500,5 3.100,0
4.725,4 4.286,5
C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Rückstellungen 396,7 362,2
Steuerschulden 117,5 98,2
Finanzverbindlichkeiten 1.445,0 1.287,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
1.899,4 1.502,0
3.858,6 3.250,2
Summe Passiva 12.846,5 11.628,3
Mio. EUR

Konzern-Kapitalflussrechnung

01.04.– 31.12.2008 01.04.– 31.12.2009
Betriebstätigkeit
Ergebnis nach Steuern 606,1 51,6
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 504,7 404,4
Veränderungen des Working Capital –449,8 738,9
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 661,0 1.194,9
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –979,9 –477,9
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 412,5 –841,3
Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente
93,6 –124,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenanfang 331,9 857,7
Veränderungen von Währungsdifferenzen 10,2 9,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenende 435,7 742,5
Mio. EUR

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

01.04.–
31.12.2008
01.04.–
31.12.2009
01.10.–
31.12.2008
01.10.–
31.12.2009
Umsatzerlöse 9.280,1 6.225,1 2.793,9 2.083,9
Umsatzkosten –7.113,2 –5.074,6 –2.255,7 –1.637,8
Bruttoergebnis 2.166,9 1.150,5 538,2 446,1
Sonstige betriebliche Erträge 285,9 278,0 110,9 100,6
Vertriebskosten –770,5 –640,2 –246,2 –215,1
Verwaltungskosten –414,8 –366,6 –125,1 –128,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen –285,7 –243,3 –81,6 –71,1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 981,8 178,4 196,2 132,0
Ergebnisse von assoziierten Unternehmen 26,1 10,6 6,2 4,1
Finanzerträge 67,4 76,4 29,6 18,5
Finanzaufwendungen –310,6 –214,2 –126,2 –65,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) 764,7 51,2 105,8 89,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –152,0 4,3 –15,2 –16,9
Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 612,7 55,5 90,6 72,7
Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs –6,6 –3,9 –3,3 –1,2
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 606,1 51,6 87,3 71,5
x
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 543,7 –8,2 68,6 50,7
Minderheitsgesellschaftern 9,0 5,8 0,9 2,8
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 53,4 54,0 17,8 18,0
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 3,36 –0,05
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 3,33 –0,05

Mio. EUR

Gesamtergebnisrechnung

01.04.–31.12.2008 01.04.–31.12.2009
Konzern Minderheiten Gesamt Konzern Minderheiten Gesamt
Ergebnis nach Steuern 597,6 8,5 606,1 46,5 5,1 51,6
Sonstiges Ergebnis
Hedge Accounting 20,4 0,1 20,5 –19,9 –19,9
Latente Steuerung
auf Hedge Accounting
–4,8 –4,8 5,0 5,0
Währungsumrechnung –45,3 –1,6 –46,9 43,7 2,5 46,2
Zwischensumme –29,7 –1,5 –31,2 28,8 2,5 31,3
Gesamtergebnis 567,9 7,0 574,9 75,3 7,6 82,9
Mio. EUR

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

1–3 Q 2008/09 1–3 Q 2009/10
Konzern Minderheiten Gesamt Konzern Minderheiten Gesamt
Eigenkapital zum 01.04. 4.035,4 253,9 4.289,3 4.185,9 76,6 4.262,5
Gesamtergebnis 567,9 7,0 574,9 75,3 7,6 82,9
Dividendenausschüttung –341,5 –5,8 –347,3 –175,5 –8,0 –183,5
Kapitalerhöhung 2,9 2,9 4,0 4,0
Rückkauf/Verkauf
von eigenen Aktien
85,3 85,3 4,1 4,1
Zukauf Minderheitenanteile –159,6 –176,3 –335,9
Dividendenausschüttung
an Hybridkapitalbesitzer
–71,3 –71,3 –71,3 –71,3
Stock Options –2,0 –0,1 –2,1
Sonstige Veränderungen –18,1 3,6 –14,5 –2,3 –4,8 –7,1
Eigenkapital zum 31.12. 4.099,0 82,3 4.181,3 4.020,2 71,4 4.091,6

Erläuternde Anhangangaben

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2009 für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2009/10 der voestalpine AG wurde nach den Bestimmungen des IAS 34 – Interim Financial Reporting erstellt. Die für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2008/09 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden mit drei Ausnahmen unverändert fortgeführt. Die überarbeitete Fassung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" sowie der neue Standard IFRS 8 "Geschäftssegmente" werden erstmals angewendet. Für Fragen zu den verwendeten Aufstellungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31. März 2009 verwiesen, welcher die Basis für diesen Zwischenabschluss darstellt.

Der Konzernzwischenabschluss ist in Millionen Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) aufgestellt. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Die vergleichenden Angaben beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2008/09 (Stichtag: 31. Dezember 2008).

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis/ Unternehmenserwerbe

Am Ende des Geschäftsjahres 2008/09 wurde die bisher at-equity konsolidierte Gesellschaft Rene Prinsen Spoorwegmaterialen B.V. mehrheitlich erworben. Diese Gesellschaft wird ab 1. April 2009 vollkonsolidiert.

Die voestalpine Euroweld S.r.l. wurde im 1. Geschäftsquartal 2009/10 an den bisherigen Minderheitseigentümer Stola S.p.A. verkauft und schied deshalb aus dem Konsolidierungskreis aus.

Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Voll-
konsolidierung
Quoten-
konsolidierung
Equity-
Methode
Stand am 01.04.2009 320 2 15
Zugänge aus Unternehmenserwerben 1
Änderungen der Konsolidierungsmethode
Zugänge 2
Abgänge –2
Umgründungen –13
Abgänge oder Veräußerung –4
Stand am 31.12.2009 306 2 13
davon ausländische Gesellschaften 250 0 5

Erläuterung der Bilanz

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2009/10 haben die Abschreibungen in Höhe von 485,9 Mio. EUR die Investitionen in Höhe von 381,3 Mio. EUR überschritten. Dies führte zu einem Rückgang im langfristigen Vermögen. Der Vorrätebestand sank gegenüber dem 31. März 2009 überwiegend mengenbedingt um 615,3 Mio. EUR.

Das Grundkapital der voestalpine AG wurde durch Ausgabe von 216.266 auf den Inhaber lautende Stück Stückaktien an Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen 2005/2010 von 305.042.462,76 EUR auf 305.435.379,34 EUR erhöht. Das Grundkapital der voestalpine AG beträgt seit 22. Dezember 2009 305.435.379,34 EUR (168.115.298 Stück Stückaktien). Zum Stichtag hielt die Gesellschaft 658.285 Stück eigene Aktien. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2009/10 wurden 237.041 Stück eigene Aktien verkauft.

Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe im Umfang von 1 Mrd. EUR mit einem Kupon von 7,125 % begeben, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Laufzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren, aber variablen Zinssatz. Diese Hybridanleihe wird gem. IAS 32 als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen.

Das Eigenkapital beträgt am Ende der Berichtsperiode 4.091,6 Mio. EUR. In der Hauptversammlung am 1. Juli 2009 wurde für das Geschäftsjahr 2008/09 eine Dividende in Höhe von 1,05 EUR je Aktie beschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr wurde daher von der voestalpine AG eine Dividende in Höhe von 175,5 Mio. EUR an Anteilseigner ausgeschüttet. Zinsen für das Hybridkapital in Höhe von 71,3 Mio. EUR wurden zusätzlich als Dividende ausbezahlt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 850,0 Mio. EUR auf 714,2 Mio. EUR vermindert.

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Der Umsatz vom 1. April bis 31. Dezember 2009 in Höhe von 6.225,1 Mio. EUR sank gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres (9.280,1 Mio. EUR) um 32,9 %. Der Betriebserfolg (EBIT) belief sich im selben Zeitraum kumuliert auf 178,4 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 981,8 Mio. EUR. Bezogen auf das 3. Quartal wurde ein EBIT in Höhe von 132,0 Mio. EUR erzielt, 32,7 % weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres (196,2 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung des Finanzerfolges sowie Steuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 51,6 Mio. EUR gegenüber 606,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:

01.04.–31.12.2008 01.04.–31.12.2009
Anteilseigner des Mutterunternehmens
zuzurechnendes Ergebnis
543,7 –8,2
Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnendes
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen
550,3 –4,3
Durchschnittlich gewichtete Anzahl der
ausgegebenen Aktien (Mio.)
162,0 167,2
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 3,36 –0,05
Unverwässertes Ergebnis je Aktie
der fortgeführten Geschäftsbereiche (EUR)
3,40 –0,03

Das verwässerte Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:

01.04.–31.12.2008 01.04.–31.12.2009
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 3,33 –0,05
Verwässertes Ergebnis je Aktie
der fortgeführten Geschäftsbereiche (EUR) 3,37 –0,03

Geschäftssegmente

Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Geschäftssegmenten des voestalpine-Konzerns für die ersten drei Quartale 2009/10 bzw. 2008/09:

1. – 3. Quartal 2009/10

Division
Stahl
Division
Edelstahl
Division
Bahnsysteme
2.291,5 1.707,9 1.423,7
2.036,4 1.704,7 1.415,2
255,1 3,2 8,5
289,5 76,2 243,6
128,1 –103,3 166,4
5,6 % –6,0 % 11,7 %
3.363,6 4.606,0 1.767,5
9.530 13.777 7.830
01.04.–31.12.2009 01.04.–31.12.2009 01.04.–31.12.2009

1. – 3. Quartal 2008/09

Division
Stahl
01.04.–31.12.2008
Division
Edelstahl
01.04.–31.12.2008
Division
Bahnsysteme
01.04.–31.12.2008
Segmentumsätze 3.427,5 2.834,7 1.872,1
davon Umsatzerlöse
mit externen Kunden
2.939,6 2.831,2 1.863,7
davon Umsatzerlöse
mit anderen Segmenten
487,9 3,5 8,4
EBITDA 667,4 343,7 327,4
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
(EBIT)
508,4 108,0 261,0
EBIT-Marge 14,8 % 3,8 % 13,9 %
Segmentvermögen 4.193,6 5.092,0 1.921,8
Mitarbeiter (ohne Leihpersonal
und Lehrlinge)
10.023 15.314 8.110
Summe Konzern
01.04.–31.12.2009
Überleitung
01.04.–31.12.2009
Sonstige
01.04.–31.12.2009
Division
Automotive
01.04.–31.12.2009
Division
Profilform
01.04.–31.12.2009
6.225,1 –332,9 64,9 538,4 531,6
6.225,1 0,0 3,8 536,7 528,3
0,0 –332,9 61,1 1,7 3,3
664,2 38,1 –65,8 46,4 36,2
178,4 38,1 –71,0 7,7 12,4
2,9 % 1,4 % 2,3 %
11.628,3 –7.953,8 8.442,8 842,7 559,5
38.799 0 639 3.915 3.108
Mio. EUR
Summe Konzern
01.04.–31.12.2008
Überleitung
01.04.–31.12.2008
Sonstige
01.04.–31.12.2008
Division
Automotive
01.04.–31.12.2008
Division
Profilform
01.04.–31.12.2008
9.280,1 –580,9 76,3 701,8 948,6
9.280,1 0,0 2,9 699,6 943,1
0,0 –580,9 73,4 2,2 5,5
1.510,1 2,9 –46,4 71,7 143,4
981,8 3,0 –51,6 33,2 119,8
10,6 % 4,7 % 12,6 %
13.005,4 –8.070,6 8.174,9 998,6 695,1
42.062 0 687 4.247 3.681
Mio. EUR

Erläuterung der Kapitalflussrechnung

Bedingt durch die Veränderung der konjunkturellen Situation sank der Cashflow aus dem Ergebnis von 1.110,8 Mio. EUR um 58,9 % auf 456,0 Mio. EUR. Der deutliche Rückgang des Working Capital führte in weiterer Folge zu einem Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von 1.194,9 Mio. EUR – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres (661,0 Mio. EUR) bedeutet dies einen Anstieg von 80,8 %. Nach Abzug des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 477,9 Mio. EUR sowie unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von –841,3 Mio. EUR (im Wesentlichen Kredittilgungen und Dividende) ergibt sich eine Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vor Währungsdifferenzen) von –124,3 Mio. EUR.

Saison- und Konjunktureinflüsse

Wir verweisen auf Erläuterungen zu Saisonund Konjunktureinflüssen im Zwischenlagebericht.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit bestehen Geschäftsbeziehungen in Form von Lieferungen und Dienstleistungen mit assoziierten Gesellschaften des Konzerns. Diese Geschäfte erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicher Bedingungen.

Es gab keine Veränderungen bei Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die im letzten Jahresfinanzbericht dargelegt wurden und die die Finanzlage oder das Geschäftsergebnis des Unternehmens während der ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres wesentlich beeinflusst haben.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die voestalpine AG hat mit Wirksamkeit zum 29. Jänner 2010 ihr Grundkapital von 305,4 auf 307,1 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung erfolgte durch Ausgabe von 933.865 Stückaktien an Gläubiger der am 4. Dezember 2009 gekündigten Wandelschuldverschreibungen 2005/2010. Sämtliche zum Zeitpunkt der Kündigung ausstehenden Wandelschuldverschreibungen wurden in Aktien der voestalpine AG gewandelt.

Das Grundkapital der voestalpine AG beträgt seit 29. Jänner 2010 307.132.044,75 EUR und ist zerlegt in 169.049.163 Stück Stückaktien.

Impressum

Eigentümer und Medieninhaber: voestalpine AG, voestalpine-Straße 1, 4020 Linz Herausgeber und Redaktion: voestalpine AG, Konzernkommunikation, Gerhard Kürner T. +43/50304/15-2090, F. +43/50304/55-8981, [email protected], www.voestalpine.com Gestaltung, Realisierung: Living Office Kommunikationsberatung GmbH, St. Pölten

voestalpine AG

voestalpine-Straße 1 4020 Linz, Austria T. +43/50304/15-0 F. +43/50304/55-0 www.voestalpine.com