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voestalpine AG Annual Report 2010

Jun 1, 2010

767_10-k_2010-06-01_4eb21234-1662-4bd4-8aed-f2766d41a83f.pdf

Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2009/10

voestalpine-Konzern in Zahlen

Mio. EUR 2005/06 2006/07 2007/08 2008/091 2009/10
Umsatz 6.230,6 6.943,8 10.481,2 11.724,9 8.550,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
vor Abschreibungen (EBITDA)
1.079,0 1.358,6 1.836,5 1.710,1 1.004,3
EBITDA-Marge 17,3 % 19,6 % 17,5 % 14,6 % 11,7 %
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 724,1 1.011,4 1.152,6 988,7 352,0
EBIT-Marge 11,6 % 14,6 % 11,0 % 8,4 % 4,1 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) 674,3 976,4 979,6 700,0 183,3
Ergebnis nach Steuern2 525,9 764,9 751,9 611,6 186,8
Gewinn je Aktie (EUR) 3,25 4,76 4,69 3,26 0,65
Bilanzsumme 6.158,6 6.827,5 12.601,8 12.846,5 12.294,1
Cashflow aus der betrieblichen
Geschäftstätigkeit
860,1 970,2 1.135,8 1.357,9 1.606,1
Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen 566,3 907,8 3.910,1 1.078,9 542,5
Abschreibungen 354,9 347,2 683,9 721,3 652,3
Eigenkapital 2.547,3 2.882,3 4.289,3 4.262,5 4.262,4
Nettofinanzverschuldung 376,9 526,2 3.571,7 3.761,6 3.037,3
Nettofinanzverschuldung in %
des Eigenkapitals (Gearing)
14,8 % 18,3 % 83,3 % 88,2 % 71,3 %
Return on Capital employed (ROCE) 21,5 % 26,2 % 13,4 % 11,4 % 4,4 %
Börsenkapitalisierung Ende Geschäftsjahr 4.565,4 8.366,2 7.006,4 1.645,0 5.043,3
Anzahl der ausstehenden Aktien zum 31.03. 158.164.504 154.073.274 159.235.738 167.003.706 168.390.878
Aktienkurs Ende Geschäftsjahr (EUR) 28,87 54,30 44,00 9,85 29,95
Dividende je Aktie (EUR) 0,78 1,45 2,10 1,05 0,503
Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge)
per Jahresende
22.918 24.613 41.490 41.915 39.406

Geschäftsjahr 2008/09 gemäß IFRS 5 rückwirkend angepasst.

Vor Abzug von Minderheitenanteilen und Hybridkapitalzinsen.

3 Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung.

Konzern im Überblick

voestalpine-Konzern

Mio. EUR 2009/10
Umsatz 8.550,0
EBIT 352,0
EBIT-Marge 4,1 %
Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) 39.406

voestalpine-Divisionen

Mio. EUR Stahl Edelstahl Bahnsysteme Profilform Automotive
Umsatz 3.098,7 2.358,4 1.908,5 724,0 835,4
EBIT 201,4 –79,6 225,6 31,9 18,0
EBIT-Marge 6,5 % –3,4 % 11,8 % 4,4 % 2,2 %
Mitarbeiter (ohne Leihpersonal
und Lehrlinge)
9.510 13.762 7.863 3.087 4.551

EBITDA Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen

EBIT Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit

ROCE Return on Capital employed

Den aktuellen Geschäftsbericht finden Sie auch als Online-Version auf unserer Website www.voestalpine.com

Highlights 1, 2, 3

  • Geschäftsjahr 2009/10 vom konjunkturellen Umfeld her das schwierigste seit Jahrzehnten. Seit Sommer 2009 schrittweise konjunkturelle Erholung, deren Ausmaß und Geschwindigkeit hinsichtlich Regionen und Branchen stark differiert.
  • Die Nachhaltigkeit des Aufschwungs wird maßgeblich von den Auswirkungen der angespannten Finanzsituation vieler Volkswirtschaften und der weiteren konjunkturellen Entwicklung der "emerging markets" – allen voran Chinas – abhängen.
  • Extrem herausforderndes wirtschaftliches Umfeld führt gegenüber 2008/09 zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um 27,1 % von 11.724,9 Mio. EUR auf 8.550,0 Mio. EUR.
  • EBITDA und EBIT trotz Wirtschaftseinbruchs mit 1.004,3 Mio. EUR (–41,3 %) bzw. 352,0 Mio. EUR (–64,4 %) nach wie vor hoch positiv.
  • EBITDA in sämtlichen Einzelquartalen sowohl konzernal als auch divisional positiv.
  • Konzern-EBIT nur im 1. Quartal mit –26,3 Mio. EUR leicht negativ, im Jahresverlauf massive Steigerung auf zuletzt 176,8 Mio. EUR (4. Quartal).
  • Durch Konjunktureinbruch auch Rückgang beim Ergebnis vor Steuern um 73,8 % von 700,0 Mio. EUR auf 183,3 Mio. EUR sowie beim Ergebnis nach Steuern4 um 69,5 % von 611,6 Mio. EUR auf 186,8 Mio. EUR.
  • Ergebnis je Aktie mit 0,65 EUR deutlich unter dem Wert des Vorjahres (3,26 EUR je Aktie), aber weiterhin klar positiv.
  • Dividende von 1,05 EUR je Aktie auf 0,50 EUR je Aktie gesenkt (Vorschlag an die Hauptversammlung), dennoch Dividendenrendite von 2,2 % (gemessen am Geschäftsjahresdurchschnittskurs).
  • Mit 1.019,2 Mio. EUR höchster Free Cash Flow seit Bestehen des Konzerns.
  • Massive Reduktion der Gearing Ratio von 88,2 % (31. März 2009) auf 71,3 % trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und Dividendenzahlung an die Aktionäre und Hybridkapitalbesitzer.
  • Breitflächiges und konsequent umgesetztes Krisenmanagement reduziert den "Break-even-Point" sowohl für den Konzern als auch jede einzelne Division deutlich und führt im Geschäftsjahresverlauf 2009/10 zu überproportional starkem Ergebnisanstieg im Vergleich zur Umsatzentwicklung. EBITDA- und EBIT-Marge im 4. Quartal 2009/10 bereits wieder bei 15,1 % bzw. 7,8 %.
  • Konzernweite Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsprogramme mit einem nachhaltigen Einsparungsziel von 600 Mio. EUR (2012/13) in Umsetzung.
  • Anzahl der Beschäftigten (Stammmitarbeiter und Leihpersonal, ohne Lehrlinge) gegenüber dem Beginn der Krise im September 2008 um –10,2 % von 47.182 auf 42.357 Mitarbeiter reduziert.
  • Die (rein buchtechnischen) Effekte der Purchase Price Allocation (PPA) aus der BÖHLER-UDDEHOLM-Akquisition belasten das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns bzw. der Division Edelstahl im Geschäftsjahr 2009/10 mit 116,4 Mio. EUR, sodass sich der EBIT vor PPA auf 468,4 Mio. EUR beläuft; dies entspricht einer EBIT-Marge vor PPA von 5,5 %.

1 Gemäß IFRS alle Werte nach Purchase Price Allocation (PPA). Nähere Erläuterungen zur PPA befinden sich auf der Umschlaginnenseite des Geschäftsberichtes 2007/08. 2 Rückwirkende Anpassung gemäß IFRS 5 in der Division Automotive – Wiederaufnahme der Kunststoffaktivitäten der Division und der Gesellschaft Amstutz Levin & Cie in die fortgeführten Unternehmensbereiche. 3 Soweit nicht ausdrücklich ein anderwärtiger Verweis erfolgt, beziehen sich alle Vergleichszahlen auf das Geschäftsjahr 2008/09. 4 Vor Abzug von Minderheitsanteilen und Hybridkapitalzinsen.

Unternehmen

  • Highlights
  • Konzernstruktur
  • Aufsichtsrat
  • Vorstand
  • Brief des Vorstandes
  • Investor Relations
  • Corporate Governance-Bericht

Lagebericht

  • Wirtschaftliches Umfeld
  • Geschäftsverlauf
  • Akquisitionen und Devestitionen
  • Investitionen
  • Mitarbeiter
  • Rohstoffe
  • Umwelt
  • Informationstechnologie
  • Forschung und Entwicklung
  • Risikomanagement
  • Angaben gemäß § 243a UGB
  • Ausblick

Divisionsberichte

  • Division Stahl
  • Division Edelstahl
  • Division Bahnsysteme
  • Division Profilform
  • Division Automotive

Inhaltsverzeichnis

voestalpine AG Konzernabschluss 2009/10

  • 93 Bericht des Aufsichtsrates
  • 94 Konzernbilanz
  • 96 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 97 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung
  • 98 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 100 Anhang zum Konzernabschluss
  • 174 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
  • 176 Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
  • 177 Beteiligungen

Jahresabschluss der voestalpine AG 2009/10

  • 194 Bilanz zum 31. März 2010
  • 196 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010
  • 198 Anlagenspiegel zum 31. März 2010
  • 200 Anhang zum UGB-Abschluss 2009/10
  • 220 Bestätigungsvermerk gemäß § 274 UGB
  • 222 Erklärung des Vorstandes gemäß § 82 (4) Z 3 BörseG

Service

224 Glossar, Kontakt, Impressum

Konzernstruktur 1

Die in diesem Organigramm angeführten Gesellschaften sind wesentliche Beteiligungen des voestalpine-Konzerns; Unternehmensgruppen sind durch die jeweilige Leitgesellschaft dargestellt. Details finden Sie im Anhang dieses Geschäftsberichts (unter "Beteiligungen").

voestalpine Stahl GmbH

voestalpine Grobblech GmbH voestalpine Giesserei Linz GmbH voestalpine Anarbeitung GmbH voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH2 voestalpine Stahl Service Center GmbH voestalpine Eurostahl GmbH Logistik Service GmbH vatron gmbh (71,5 %)2

Böhler-Uddeholm Aktiengesellschaft

BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG Buderus Edelstahl GmbH Villares Metals S.A. BÖHLER-UDDEHOLM Deutschland GmbH Uddeholms AB ASSAB Pacific Pte. Ltd

voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG

voestalpine Schienen GmbH TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG voestalpine Rail Center Duisburg GmbH VAE GmbH voestalpine Railpro B.V. (70 %)

Eschmann Stahl GmbH & Co KG BÖHLER Bleche GmbH & Co KG Böhler-Uddeholm Italia S.p.A. Buderus Edelstahl Band GmbH BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG Buderus Edelstahl Schmiedetechnik GmbH

voestalpine Klöckner Bahntechnik GmbH voestalpine Tubulars GmbH & Co KG (50 %) voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG voestalpine Austria Draht GmbH Böhler Welding Holding GmbH

voestalpine Profilform GmbH

voestalpine Krems GmbH voestalpine Krems Finaltechnik GmbH Nedcon Groep N.V. Sadef N.V. Metsec plc Roll Forming Corporation voestalpine Präzisionsprofil GmbH

voestalpine Profilform s.r.o. ZAO voestalpine Arkada Profil Société Profilafroid Société Automatique de Profilage (SAP) Meincol Distribuidora de Aços S.A. (75 %) BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH

voestalpine Automotive GmbH

voestalpine Polynorm B.V. voestalpine Europlatinen GmbH voestalpine Rotec GmbH voestalpine Vollmer GmbH & Co KG voestalpine Gutbrod GmbH voestalpine Hügel GmbH & Co KG voestalpine Dancke GmbH & Co KG

1 Gültig per 1. April 2010. 2 Einschließlich Minderheitenanteile anderer Konzerngesellschaften.

Der Aufsichtsrat der voestalpine AG

em. o. Univ.-Prof. DDr. h. c. Dr. Rudolf Strasser

Ehrenpräsident des Aufsichtsrates (seit 04.07.2001) Mitglied des Aufsichtsrates von August 1959 bis 03.07.2001

Dr. Joachim Lemppenau

Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004) Erstbestellung: 07.07.1999 Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg

KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004) Erstbestellung: 20.01.1994 Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz

Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Oberbank AG, Linz

Dr. Hans-Peter Hagen

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 04.07.2007 Generaldirektor-Stellvertreter der WIENER STÄDTISCHEN Versicherung AG Vienna Insurance Group, Wien

Dr. Josef Krenner

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Leiter der Direktion Finanzen des Landes Oberösterreich, Linz

Dr. Michael Kutschera MCJ. (NYU)

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte OEG, Wien

Mag. Dr. Josef Peischer

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Direktor der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz

Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte

Vom Betriebsrat entsandt:

Josef Gritz

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2000 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG, Donawitz

Johann Heiligenbrunner

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 24.03.2000 Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz

Johann Prettenhofer

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2008 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der Böhler Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg

Hans-Karl Schaller

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.09.2005 Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz

Der Vorstand der voestalpine AG

von links nach rechts: Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA Dr. Wolfgang Eder Dipl.-Ing. Josef Mülner Dipl.-Ing. Franz Hirschmanner Dkfm. Dr. Claus J. Raidl Mag. Wolfgang Spreitzer

Dr. Wolfgang Eder
Vorsitzender des Vorstandes seit 2004
Mitglied des Vorstandes seit 1995
Leitung der Division Stahl
geboren 1952
Eintritt in das Unternehmen 1978
Zugeordnete Konzernfunktionen: Konzernentwicklung, Corporate Human
Resources, Recht und M&A, Konzernkommunikation und Marktauftritt,
Investor Relations, Strategisches Umweltmanagement, Revision
Dipl.-Ing. Franz Hirschmanner
Mitglied des Vorstandes seit 2003
Leitung der Division Automotive
geboren 1953
Eintritt in das Unternehmen 1978
Zugeordnete Konzernfunktion: F&E und Innovationsstrategie
Dipl.-Ing. Josef Mülner
Mitglied des Vorstandes seit 2003
Leitung der Division Bahnsysteme
geboren 1947
Eintritt in das Unternehmen 1974
Zugeordnete Konzernfunktion: Beschaffungsstrategie einschließlich
Rohstoffstrategie
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA
Mitglied des Vorstandes seit 2004
Leitung des Ressorts Finanzen
geboren 1967
Eintritt in das Unternehmen 1997
Zugeordnete Konzernfunktionen: Bilanzen, Controlling, Konzerntreasury,
Steuern, Managementinformationssysteme, Risikomanagement
Dkfm. Dr. Claus J. Raidl
Mitglied des Vorstandes seit 2007
Leitung der Division Edelstahl
geboren 1942
Vorsitzender des Vorstandes
der Böhler
-Uddeholm
Aktiengesellschaft seit 1991

Mag. Wolfgang Spreitzer geboren 1951

Mitglied des Vorstandes seit 2001 Eintritt in das Unternehmen 1971 Leitung der Division Profilform Zugeordnete Konzernfunktion: Informationstechnologie

Sehr geehrte Damen und Herren,

hinter dem voestalpine-Konzern liegt – so wie für viele andere Unternehmen auch – das härteste und schwierigste Geschäftsjahr seit vielen Jahrzehnten. Gleich zu Beginn mit einer wirtschaftlichen Situation konfrontiert, in der nicht einmal die Entwicklung der nächsten Wochen, ja Tage absehbar war, sind wir heute – zwölf Monate später – um viele Erfahrungen reicher und freuen uns darüber, dass wir es gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, Kunden und Aktionären geschafft haben, diese Herausforderung erfolgreich zu meistern.

Mit dem Abstand von 18 Monaten ergibt ein Rückblick in den Herbst 2008, als für die Industrie gleichsam über Nacht die heile Welt einer sechsjährigen Boomphase zusammengebrochen ist, aus der Sicht unseres Konzerns folgende Erkenntnisse: Nach einer Schrecksekunde, die es brauchte, um die Vorgänge überhaupt einmal zu begreifen, wurden gegen Ende des Jahres 2008 all jene Schritte eingeleitet und vor allem auch mit größter Konsequenz umgesetzt, die uns in weiterer Folge das Geschäftsjahr 2009/10 letztlich doch durchaus erfolgreich bewältigen ließen.

Da waren zunächst die umfangreichen Maßnahmen auf der Kostenseite: Im Personalbereich der Abbau von Überstunden, Zeitguthaben, Urlauben und letztlich – in Anbetracht der Krise leider ebenfalls unvermeidlich – die Verringerung sowohl von Leasing- als auch Stammmitarbeitern um insgesamt rund 10 %; im Bereich der Investitionen das Streichen von annähernd der Hälfte aller Vorhaben, sodass der Investitionsaufwand erstmals seit Jahrzehnten unterhalb des Wertes der Abschreibungen lag, und schließlich im Bereich von Overheads und Instandhaltung eine Reduktion des Aufwands um rund 30 %.

In Zeiten von Kapital- und Finanzmarktkrisen kommt der ausreichenden Verfügbarkeit liquider Mittel im Unternehmen existenzielle Bedeutung zu: Über ein ausgefeiltes Working Capital-Management hat der Konzern neben einer massiven Optimierung von Forderungen und Verbindlichkeiten vor allem seine Bestände einer umfassenden Neudefinition unterzogen und sie nachhaltig (!) um rund 35 % abgebaut.

Generell wurde die Krise darüber hinaus zum Anlass genommen, in allen Divisionen nicht nur die Kosten, sondern auch die Strukturen, die Organisation und die Abläufe einer grundlegenden Prüfung und – wo erforderlich – in der Folge einer Neuausrichtung zu unterziehen.

Das Geschäftsjahr 2009/10 war von der umfassenden und konsequenten Umsetzung all dieser schon gegen Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres eingeleiteten Maßnahmen geprägt. Die in diesem Geschäftsbericht detailliert dargestellten Ergebnisse dieser Umsetzung lassen sich wie folgt zusammenfassen: Vor allem bedingt durch den Abbau des Working Capital um annähernd 900 Mio. EUR, eine Halbierung des Investitionsaufwands gegenüber dem Vorjahr und durch umfassende Sparmaßnahmen in den Bereichen Personal, Instandhaltung und Overheads konnte trotz des stärksten Konjunktureinbruchs der letzten 60 Jahre mit erstmals über 1 Mrd. EUR der höchste Free Cash Flow in der Geschichte unseres Unternehmens erzielt werden. Damit wurde bei konstant gebliebenen Eigenmitteln eine Verringerung der Verschuldung um mehr als 700 Mio. EUR bzw. eine Reduktion der Gearing Ratio von fast 90 % auf etwas über 70 % möglich.

So umfassend in allen Bereichen des Konzerns auf die Krise reagiert wurde, so sehr galt dies im Interesse der langfristigen Sicherung von Qualitäts- und Technologieführerschaft in drei Bereichen nur mit Einschränkungen: Zum einen wurden weder bei Forschung und Entwicklung noch bei Investitionen strategisch wichtige Vorhaben gekürzt und zum anderen blieb auch die Anzahl der Lehrlinge bzw. der in Ausbildung befindlichen Facharbeiter weitgehend unverändert.

Als Konsequenz aus den massiven Einsparungsmaßnahmen in allen übrigen Bereichen und auf allen Ebenen des Konzerns wurden EBITDA- und EBIT-Breakeven deutlich nach unten verschoben. Die voestalpine AG konnte damit trotz des äußerst schwierigen konjunkturellen Umfelds 2009/10 mit einer EBITDA-Marge von 11,7 % bzw. einer EBIT-Marge von 4,1 % operativ klar positiv abschließen und blieb darüber hinaus auch in allen anderen Ergebniskategorien deutlich in den schwarzen Zahlen.

Im Hinblick auf die umfassende Neuordnung der beiden größten Divisionen Stahl und Edelstahl, aber auch auf die weitere Forcierung der Kosteneinsparungsprogramme in den drei übrigen Divisionen ist davon auszugehen, dass der Konzern in den beiden kommenden Geschäftsjahren seine Wettbewerbsposition nochmals erheblich verbessern wird. 2012/13 sollte sich die Kostenposition gegenüber 2008/09 dauerhaft um rund 600 Mio. EUR verbessert haben, wovon im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 erst rund 150 Mio. EUR wirksam wurden. Ziel ist letztlich das Erreichen der europäischen Kostenführerschaft in allen für den Konzern wichtigen Produktbereichen. Unabhängig davon wird im Sinne des Unternehmensanspruchs "einen Schritt voraus" konsequent am weiteren Ausbau der Technologie- und Qualitätsführerschaft gearbeitet. Dies nicht nur, um im ständig härter werdenden Wettbewerb langfristig erfolgreich zu bestehen, sondern auch um der zunehmenden Herausforderung durch andere Werkstoffe wirkungsvoll begegnen zu können. Wir nehmen diese Herausforderung sehr ernst, sehen ihr aber doch mit einer gewissen Gelassenheit entgegen, da Stahl auch in Zukunft nicht nur der weltweit wichtigste Werkstoff bleiben wird, sondern seine Potenziale auf Grund der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und der Chancen, die er in sich birgt, noch lange nicht ausgeschöpft sind. Weiters ergibt jede seriöse Lifecycle-Betrachtung, dass Stahl auch umweltfreundlicher und energieeffizienter als alle anderen metallischen Werkstoffe, aber auch als Kunststoff ist. Die Stahlindustrie wird dieser Tatsache im Wettbewerb der Grundwerkstoffe künftig wohl deutlich mehr Nachdruck verleihen müssen als bisher.

In diesem Zusammenhang auch ein Wort zur europäischen Politik in Sachen Klimaschutz: Trotz zunehmender Bedenken von immer mehr seriösen Wissenschaftern an der ständigen Wiederholung der Geschichte vom CO2 als weitgehend alleinigem Verursacher der Erderwärmung und trotz sich verstärkender Kritik an der wissenschaftlichen Professionalität des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) glaubt die europäische Politik, ihre Vorreiterrolle in Bezug auf die Eindämmung der CO2-Emissionen ohne Rücksicht auf immer stärker wachsende Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Haltung weiterführen zu müssen. Sollte die Europäische Union ihre Position nochmals ohne verbindlichen globalen Gleichklang der klimapolitischen Maßnahmen verschärfen, wird die energieintensive Industrie aus Gründen mangelnder Konkurrenzfähigkeit gezwungen sein, aus Europa in weniger "klimasensible" Regionen abzuwandern. In der Folge gilt dies auch für die von ihr abhängigen nachgelagerten Industrie- und Dienstleistungsbereiche. Für den globalen Klimaschutz würde die Schließung vieler der – im weltweiten Vergleich anerkanntermaßen umweltfreundlichsten – europäischen Industriestandorte einen Rückfall um Jahrzehnte darstellen, für Europa würde sie den Verlust der Basis seines Wohlstandes und von Millionen von Arbeitsplätzen bedeuten.

Die voestalpine AG und ihr Management haben in den beiden vergangenen Jahren bewiesen, rasch und konsequent auf Veränderungen im Umfeld des Konzerns zu reagieren. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, Kunden und Aktionären werden wir neue Entwicklungen – wo und wann auch immer – stets als Chance begreifen, um unser Unternehmen noch stärker zu machen, ganz im Sinne von "einen Schritt voraus".

Linz, im Mai 2010

Der Vorstand

Wolfgang Eder

Robert Ottel Claus J. Raidl

Franz Hirschmanner Josef Mülner

Wolfgang Spreitzer

Investor Relations

voestalpine AG im Vergleich zu internationalen Indizes

Kursverlauf der voestalpine-Aktie

Im Geschäftsjahr 2009/10 konnte die voestalpine-Aktie – trotz eines auch in Bezug auf den Kapitalmarkt anhaltend herausfordernden Umfeldes – deutlich an Wert gewinnen und in der Gesamtperformance erheblich besser abschneiden als die für Kursvergleiche relevanten Indizes (siehe Grafik).

Ausgehend von einem mit 9,85 EUR krisenbedingt niedrigen Wert zum 31. März 2009 hat sich der Kurs im Jahresverlauf deutlich erholt und bis zum Ende des Geschäftsjahres auf 29,95 EUR verdreifacht. Im Zuge der nicht zuletzt von den Entwicklungen rund um die europäische Währung und den kritischen Verschuldungsgrad einiger EU-Mitgliedstaaten getriebenen Unruhe an den Kapitalmärkten konnte die Aktie – wie die Börsen insgesamt – diese Aufwärtsentwicklung jedoch in weiterer Folge nicht mehr behaupten; die ersten beiden Monate des Geschäftsjahres 2010/11 verliefen von der Kursentwicklung her sehr volatil, und die voestalpine-Aktie, die am 1. April 2010 noch die 30-EUR-Marke erreichte, tendierte im weiteren Verlauf wieder deutlich schwächer. Erschwerend kam in diesem Zeitraum die ungeachtet der grundsätzlich positiven Konjunkturaussichten deutlich kritischere Bewertung der Stahlindustrie insgesamt hinzu, deren Chancen, die exorbitanten Rohstoffkostensteigerungen in Form höherer Preise langfristig an den Markt weiterzugeben, vom Kapitalmarkt eher skeptisch gesehen werden.

Anleihen

Wandelschuldverschreibung (2005–2010)

Die Kündigung der noch offenen, im Juli 2005 begebenen Wandelschuldverschreibungen durch die voestalpine AG erfolgte am 4. Dezember 2009 mit Wirkung zum 29. Jänner 2010. Sämtliche bis zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Wandelschuldverschreibungen (ca. 8,6 % des Gesamtnennbetrages von 250 Mio. EUR) wurden von den Inhabern in Aktien der voestalpine AG gewandelt. Dafür hat die Gesellschaft insgesamt 1.150.131 Stück neue, auf Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben. Das Grundkapital beträgt demnach per 31. März 2010 307.132.044,75 EUR und ist in 169.049.163 Stückaktien zerlegt.

Hybridanleihe (2007–2014)

Die im Oktober 2007 von der voestalpine AG begebene Hybridanleihe konnte nach den Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten im Geschäftsjahr 2009/10 eine deutliche Werterholung verzeichnen und stieg bis Ende März 2010 zurück auf den Ausgabekurs von 100 (% des Face Value). Dieser positive Trend setzte sich auch nach dem Ende des Geschäftsjahres 2009/10 fort.

Unternehmensanleihe (2009–2013)

Die unter äußerst schwierigen Marktbedingungen im März 2009 von der voestalpine AG sehr erfolgreich begebene Unternehmensanleihe entwickelte sich über das gesamte Geschäftsjahr hinweg sehr positiv. Zur Kurssteigerung per Ende März 2009 auf 104 (% des Face Value) konnte in der Folge ein weiterer Zuwachs um neun Prozentpunkte verzeichnet werden. Per 31. März 2010 stand die Anleihe damit bei einem Kurs von 113 (% des Face Value).

Eigentümerstruktur

In den Beteiligungsverhältnissen traten im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich leichte regionale Veränderungen ein. Die größte Verschiebung ergab sich zwischen den Anteilen Nordamerikas (von 14 % auf 11 %) und Österreichs (von 44 % auf 49 %). Die Höhe der Mitarbeiterbeteiligung blieb mit 13,3 % gegenüber 13,5 % im Vorjahr nahezu unverändert.

Eigentümerstruktur

Größte Einzelaktionäre

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG > 15 %
voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung 13,3 %
Oberbank AG > 5 %

Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/Instituten erstellt:

Berenberg, Hamburg BHF-BANK, Frankfurt Cheuvreux, Wien/Paris Citigroup, London Credit Suisse, London Deutsche Bank, Frankfurt Erste Bank, Wien Exane BNP Paribas, Paris Goldman Sachs, London HSBC, London JP Morgan, London Macquarie, Frankfurt Merrill Lynch, London Morgan Stanley, London Nomura, London Raiffeisen Centrobank, Wien Steubing AG, Frankfurt UBS, London UniCredit, München

Informationen zur Aktie

Aktiennominale 307.132.044,75 EUR,
zerlegt in 169.049.163 Stückaktien
Stand der Aktien im Eigenbesitz
zum 31. März 2010: 658.285 Stk.
Aktiengattung Stammaktien lautend auf Inhaber
Wertpapierkennnummer 93750 (Börse Wien)
ISIN AT0000937503
Reuters VOES.VI
Bloomberg VOE AV

Kurse (jeweils zum Tagesende)

Börsenhöchstkurs April 2009 bis März 2010 29,95 EUR
Börsentiefstkurs April 2009 bis März 2010 10,23 EUR
Kurs zum 31. März 2010 29,95 EUR
Ausgabekurs IPO Oktober 1995 5,18 EUR
All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) 66,11 EUR
Börsenkapitalisierung zum 31. März 2010* 5.043.306.796,10 EUR

* Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.

Geschäftsjahr 2009/10

Gewinn/Aktie 0,65 EUR
Dividende/Aktie 0,50 EUR*
Buchwert/Aktie 24,88 EUR

* Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung.

Terminvorschau 2010/11

Hauptversammlung 7. Juli 2010
Ex-Dividenden-Tag 12. Juli 2010
Dividenden-Zahltag 19. Juli 2010
Veröffentlichung 1. Quartal 2010/11 19. August 2010
Veröffentlichung 2. Quartal 2010/11 18. November 2010
Veröffentlichung 3. Quartal 2010/11 18. Februar 2011
Geschäftsbericht 2010/11 31. Mai 2011
Hauptversammlung 6. Juli 2011

Corporate Governance-Bericht

Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance-Kodex

Mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird österreichischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Führung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Gesellschaften und Konzernen. Damit soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht werden.

Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechtes, die EU-Empfehlungen zu den Aufgaben der Aufsichtsratsmitglieder und zur Vergütung von Direktoren sowie in ihren Grundsätzen die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex wurde seit 2002 mehrmals überarbeitet. Der vorliegende Corporate Governance-Bericht basiert auf dem Status der Kodex-Revision vom Jänner 2009. Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at sowie auf der Homepage der Gesellschaft öffentlich zugänglich.

Der Kodex erlangt Geltung durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der voestalpine AG haben bereits im Jahr 2003 beschlossen, den Corporate Governance-Kodex anzuerkennen und haben auch die zwischenzeitig erfolgten Regeländerungen angenommen bzw. umgesetzt. Die voestalpine AG bekennt sich somit zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance-Kodex in der geltenden Fassung.

Neben den verbindlich einzuhaltenden "L-Regeln"1 werden auch sämtliche C-Regeln des Kodex eingehalten.

Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2009/10 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit dem Gesellschafterausschlussverfahren betreffend die Böhler-Uddeholm Aktiengesellschaft. Die Abrechnung dieser Mandate erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2009/10 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 147.525,83 EUR.

1 Im Corporate Governance-Kodex sind folgende Regeln vorgesehen: "L-Regeln" (= Legal), das sind gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen; "C-Regeln" (Comply or Explain), deren Nichteinhaltung begründet werden muss; "R-Regeln" (Recommandations), das sind Empfehlungen, die im Fall der voestalpine AG weitestgehend befolgt werden.

Zusammensetzung des Vorstandes

Dr. Wolfgang Eder
geboren 1952
Eintritt in das Unternehmen 1978,
Mitglied des Vorstandes seit 1995,
Vorsitzender des Vorstandes seit 2004,
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014, Resources, Recht und M&A, Konzern-
Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG
Leitung der Division Stahl
Zugeordnete Konzernfunktionen:
Konzernentwicklung, Corporate Human
kommunikation und Marktauftritt,
Investor Relations, Strategisches
Umweltmanagement, Revision
Dipl.-Ing. Franz Hirschmanner
geboren 1953
Eintritt in das Unternehmen 1978,
Mitglied des Vorstandes seit 2003,
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014
Leitung der Division Automotive
Zugeordnete Konzernfunktion:
F&E und Innovationsstrategie
Dipl.-Ing. Josef Mülner
geboren 1947
Eintritt in das Unternehmen 1974,
Mitglied des Vorstandes seit 2003,
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014
Leitung der Division Bahnsysteme
Zugeordnete Konzernfunktion:
Beschaffungsstrategie einschließlich
Rohstoffstrategie
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA
geboren 1967
Eintritt in das Unternehmen 1997,
Mitglied des Vorstandes seit 2004,
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014, Bilanzen, Controlling, Konzerntreasury,
Mitglied des Aufsichtsrates der
Josef Manner & Comp. AG
Leitung des Ressorts Finanzen
Zugeordnete Konzernfunktionen:
Steuern, Managementinformations-
systeme, Risikomanagement
Dkfm. Dr. Claus J. Raidl
geboren 1942
Vorsitzender des Vorstandes der
Böhler
-Uddeholm
Aktiengesellschaft seit 1991,
Mitglied des Vorstandes seit 2007,
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.12.2010,
Mitglied des Aufsichtsrates der Wienerberger AG
Leitung der Division Edelstahl
Mag. Wolfgang Spreitzer
geboren 1951
Eintritt in das Unternehmen 1971,
Mitglied des Vorstandes seit 2001,
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014
Leitung der Division Profilform
Zugeordnete Konzernfunktion:
Informationstechnologie

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

em. o. Univ.-Prof.
DDr. h. c. Dr. Rudolf Strasser
geboren 1923
Ehrenpräsident des Aufsichtsrates (seit 04.07.2001)
Mitglied des Aufsichtsrates von August 1959 bis 03.07.2001
Dr. Joachim Lemppenau
geboren 1942
Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004)
Erstbestellung: 07.07.1999
Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg
KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger
geboren 1942
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004)
Erstbestellung: 20.01.1994
Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz
Dr. Franz Gasselsberger, MBA
geboren 1959
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Generaldirektor der Oberbank AG, Linz
Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg AG
Mitglied des Aufsichtsrates der BKS Bank AG (bis 19.05.2010)
Dr. Hans-Peter Hagen
geboren 1959
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 04.07.2007
Generaldirektor-Stellvertreter der WIENER STÄDTISCHEN Versicherung AG
Vienna Insurance Group, Wien
Dr. Josef Krenner
geboren 1952
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Leiter der Direktion Finanzen des Landes Oberösterreich, Linz
Mitglied des Aufsichtsrates der Lenzing AG
Dr. Michael Kutschera MCJ. (NYU)
geboren 1957
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte OEG, Wien
Mag. Dr. Josef Peischer
geboren 1946
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Direktor der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz
Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf
geboren 1961
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte
Mitglied des Aufsichtsrates der Mayr-Melnhof Karton AG
vom Betriebsrat entsandt:
Josef Gritz
geboren 1959
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstentsendung: 01.01.2000
Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG,
Donawitz
Johann Heiligenbrunner
geboren 1948
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstentsendung: 24.03.2000
Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Johann Prettenhofer
geboren 1949
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstentsendung: 01.01.2008
Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der Böhler
Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg
Hans-Karl Schaller
geboren 1960
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstentsendung: 01.09.2005
Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz

Sämtliche Aufsichtsratsmandate der Kapitalvertreter enden mit Beendigung der Hauptversammlung der voestalpine AG, die über das Geschäftsjahr 2013/14 beschließt.

Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates gefehlt.

Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

Angaben zur Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder

Sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates haben bestätigt, dass sie sich auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien als unabhängig betrachten (Regel 53). Die vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien für die Unabhängigkeit sind auf der Homepage www.voestalpine.com einsehbar und entsprechen im Wesentlichen dem Anhang 1 zum Corporate Governance-Kodex. Zudem sind mit Ausnahme von Dr. Scharinger, der den Anteilseigner Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG vertritt, und Dr. Peischer, der die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung vertritt, sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates solche Mitglieder, die nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10 % sind oder Interessen solcher Anteilseigner vertreten (Regel 54).

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat ist durch die Satzung befugt, aus seiner Mitte Ausschüsse zu bilden und deren Aufgaben und Rechte festzulegen. Den Ausschüssen kann auch das Recht zur Entscheidung übertragen werden. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben das Recht, für Ausschüsse des Aufsichtsrates Mitglieder mit Sitz und Stimme nach dem in § 110 Abs.1 ArbVG festgelegten Verhältnis namhaft zu machen. Dies gilt nicht für Ausschüsse, die die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstandes behandeln.

Folgende Ausschüsse des Aufsichtsrates sind eingerichtet:

Präsidialausschuss

Der Präsidialausschuss ist gleichzeitig Nominierungs- und Vergütungsausschuss im Sinne des Corporate Governance-Kodex.

Der Präsidialausschuss unterbreitet als Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung. Der Präsidialausschuss ist als Vergütungsausschuss auch zuständig für den Abschluss, die Änderung bzw. die Auflösung von Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern sowie für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Abwicklung von Aktienoptionsplänen für Vorstandsmitglieder. Weiters hat der Präsidialausschuss das Recht, in dringenden Fällen Entscheidungen zu treffen. Er entscheidet auch über die Zulässigkeit der Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder.

Mitglieder des Präsidialausschusses des Aufsichtsrates:

  • Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
  • KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger (Stellvertretender Vorsitzender)
  • Hans-Karl Schaller

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss ist für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Lageberichts zuständig. Er hat auch den Konzernabschluss zu prüfen sowie einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und darüber dem Aufsichtsrat zu berichten.

Mitglieder des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates:

  • Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
  • KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger (Stellvertretender Vorsitzender)
  • Dr. Franz Gasselsberger, MBA
  • Dr. Josef Krenner (Finanzexperte)
  • Hans-Karl Schaller
  • Josef Gritz

Anzahl und wesentliche Inhalte der Aufsichtsratsund Ausschusssitzungen im Geschäftsjahr

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009/10 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von sechs Plenarsitzungen, zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses und zwei Sitzungen des Präsidialausschusses wahrgenommen. In diesen Sitzungen wurden neben den laufenden Berichten über die aktuelle geschäftliche und finanzielle Situation des Konzerns insbesondere Strategien und Maßnahmen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise, Maßnahmen der Liquiditätssicherung im Konzern und Maßnahmen zur Umsetzung des Unternehmensrechtsänderungsgesetzes 2008 (URÄG 2008) behandelt. Der Prüfungsausschuss befasste sich mit der Vorbereitung und Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses der Gesellschaft, mit der Vorbereitung des Vorschlags für die Bestellung des Abschlussprüfers, mit den Versicherungen im Konzern sowie mit Themen des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Der Präsidialausschuss befasste sich unter anderem mit Fragen im Zusammenhang mit der Vorstandsvergütung.

In der letzten Sitzung des Geschäftsjahres führte der Aufsichtsrat auch die gemäß Regel 36 des Corporate Governance-Kodex vorgesehene Selbstevaluierung durch und behandelte auf Basis der durch jedes Mitglied schriftlich erfolgten Beurteilung insbesondere Fragen der internen Organisation und der generellen Arbeitsweise im Plenum und in den Ausschüssen.

Externe Evaluierung des Corporate Governance-Berichtes

Der Corporate Governance-Kodex sieht eine regelmäßige externe Evaluierung der Einhaltung des Kodex durch das Unternehmen vor. Diese wurde im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses 2009/10 durch den Wirtschaftsprüfer des Konzerns durchgeführt. Als Ergebnis der Evaluierung hat der Prüfer festgestellt, dass die von der voestalpine AG abgegebene Erklärung zur Einhaltung des Corporate Governance-Kodex in der Fassung 2009 den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.

Der Prüfbericht der externen Evaluierung ist auf der Homepage www.voestalpine.com einsehbar.

Maßnahmen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen

Der Anteil weiblicher Führungskräfte (ausgenommen Vorstände) im voestalpine-Konzern lag im Geschäftsjahr 2009/10 bei 10 % (10 % im Geschäftsjahr 2008/09) und damit etwas unter dem generellen Frauenanteil von 13 % an der Gesamtbelegschaft. Im Rahmen der internen Führungskräfteentwicklung wird großer Wert darauf gelegt, den Anteil an weiblichen Teilnehmerinnen weiter auszubauen. Im Geschäftsjahr 2009/10 waren von insgesamt 155 Teilnehmern 24 Frauen (15 %), womit ihr Anteil erstmals über der konzernalen Frauenquote lag.

Explizite "Frauenquoten" gibt es in keiner Konzerngesellschaft. Die voestalpine-Gruppe ist vielmehr generell bestrebt, den Anteil von Frauen im Konzern auf allen Ebenen nachhaltig mit geeigneten Maßnahmen zu steigern. Dies umfasst eine Reihe von teilweise auch länderspezifischen Aktivitäten wie die Teilnahme am Girl's Day, Förderung von Frauen in technischen Lehrberufen und/oder die verstärkte Einstellung von weiblichen Absolventen technischer Schulen und Universitäten. Mittlerweile sind im voestalpine-Konzern auch in traditionell männerdominierten technischen Unternehmensbereichen (z. B. Feuerverzinkung, Drahterzeugung) Frauen in obersten Führungspositionen, ebenso in verschiedenen Zentralfunktionen (z. B. Finanzen, Recht) beschäftigt.

Im jährlichen Personalreporting wird zum Monitoring der Nachhaltigkeit der genannten Maßnahmen der Frauenanteil bei Führungskräften nach Qualifikation und ihrem Status in den Ausbildungsprogrammen regelmäßig erhoben und analysiert.

Code of Conduct

In Ergänzung des Corporate Governance-Kodex hat der Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr auch die Einführung eines voestalpine-Verhaltenskodex (Code of Conduct) beschlossen, der auf der Website der Gesellschaft abrufbar ist. Dieser gilt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns und bildet die Grundlage für ethisch und rechtlich einwandfreie Verhaltensweisen im voestalpine-Konzern.

Bericht des Vorstandes Lagebericht 2009/10

Dieser Lagebericht stellt den Konzernlagebericht dar, da von der Bestimmung des § 267 (4) UGB Gebrauch gemacht wird und der Lagebericht der voestalpine AG sowie der Konzernlagebericht zusammengefasst werden.

Wirtschaftliches Umfeld

Weltwirtschaftliche Entwicklung

Die Konjunkturentwicklung war zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 infolge des globalen Wirtschaftseinbruchs im Herbst 2008 noch von einer tiefgreifenden Nachfrageschwäche in nahezu allen für den voestalpine-Konzern wichtigen Märkten und Branchen geprägt. Erst im Verlauf des Sommers 2009 begann sich der Abwärtstrend abzuschwächen und in einzelnen Abnehmersegmenten wurde eine erste Bodenbildung erkennbar.

Während die "emerging economies" 2009 zwar auch rückläufige, aber immer noch positive Wachstumsraten erzielten, wies das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) unter dem Druck des Einbruchs in den "reifen" Volkswirtschaften, im Speziellen den USA und Europa, eine schrumpfende Entwicklung aus.

Die einsetzende Erholung verlief in den einzelnen Wirtschaftsregionen hinsichtlich Ausmaß und Geschwindigkeit sehr unterschiedlich: War in den "emerging markets" – allen voran China – die konjunkturelle Aufwärtsentwicklung ab dem Frühjahr 2009 durch eine rege Binnennachfrage, stabile Exporte, ein rasches Absenken der Lagerbestände und einen anhaltenden Kapitalzufluss in diesen Regionen getragen, so bedurfte es in den USA und Europa umfangreicher, in ihren Dimensionen bisher einzigartiger Stimulusprogramme der öffentlichen Hand, um über Investitionen im Bereich der Infrastruktur und branchenspezifische Konsumanreize (allen voran Neuwagenprämien) den Turnaround einzuleiten. Gegenüber den "emerging countries" fiel der Aufschwung dennoch zeitlich stark verzögert und ungleich schwächer aus.

Wirkten sich in den USA vor allem der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit und die zunehmende Sparquote nachteilig auf den privaten Konsum und damit den Aufschwung aus, so gilt in Europa in erster Linie die zunehmende Verschuldung einzelner Staaten als Haupthindernis für eine nachhaltige Erholung. In diesem Zusammenhang kam es auch zu einer deutlichen Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, der im Herbst 2009 noch bei 1,50 USD notierte, aktuell aber um 15 bis 20 Prozent darunterliegt. Die in den letzten Wochen hastig eingeleiteten Sparprogramme einiger europäischer Länder werden sicherlich zur Bewährungsprobe für den Aufschwung in Europa. Inwieweit diese durch eine verbesserte Exporttätigkeit als Folge der Euro-Abwertung abgefangen werden können, bleibt abzuwarten.

Entwicklung der wichtigsten Abnehmerbranchen

Ähnlich wie die einzelnen Wirtschaftsregionen stellen sich auch die Abnehmerbranchen in ihrer Entwicklung sehr unterschiedlich dar. Einzig das zumindest teilweise Wiederauffüllen der niedrigen Lagerbestände gilt weitgehend für alle Branchen. Dennoch ist die aktuelle Lagersituation trotz drohender rohstoffbedingter Preissteigerungen nicht durch Überstände geprägt, was offensichtlich auf ein nach wie vor forciertes Liquiditätsmanagement in vielen Unternehmen zurückzuführen ist.

In der Automobilindustrie liegt die Produktion mit rund 80 % zwar immer noch unter ihrem Vorkrisenniveau, dennoch war nach dem Klein- und Kompaktwagensegment – im Vorjahr primäre Nutznießer der staatlichen Anreizprämien – ab Herbst 2009 auch eine zunehmende Nachfrageerholung in der Mittel-, Ober- und Luxusklasse spürbar. Ein Trend der vergangenen Jahre hat sich im Zuge der Krisenerholung insofern umgekehrt, als sich der Automobilabsatz in Westeuropa deutlich besser erholt als in Osteuropa. Größter Treiber des globalen Aufschwungs in diesem Segment ist unverändert China. Ungleich schwerer von der Krise betroffen zeigte sich die Nutzfahrzeugindustrie, die aktuell bei etwa 40 % der Auslastung des Vorkrisenniveaus liegt und erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2009/10 deutlichere Erholungstendenzen erkennen ließ.

Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie des Ölpreisverfalls kam es auch im "konventionellen" Energiebereich zu umfangreichen Projektstillständen mit massiven Nachfrage- und Preiseinbrüchen. Erst im Frühjahr 2010 setzte hier eine zunehmende Erholung mit wieder steigenden Auftragseingängen und Preisen ein. Wesentlich besser stellte sich die Entwicklung hingegen im Bereich der erneuerbaren Energien (insbesondere Solar- und Windenergie) dar, die weltweit auch wesentlich von staatlichen Förderungsmaßnahmen getragen werden.

Im Bereich der Eisenbahninfrastruktur, die im 1. Halbjahr 2009/10 von einem noch guten Marktumfeld und einem hohen Auftragspolster profitieren konnte, war ab Herbst 2009 neben vermehrten Projektverschiebungen – als Folge zunehmend geringerer budgetärer Handlungsspielräume, vor allem osteuropäischer Staaten – auch eine deutliche Verschärfung des Wettbewerbs verbunden mit einem erheblichen Preisverfall bei Neuausschreibungen zu verzeichnen.

Weitgehend unspektakulär, aber auf durchaus zufriedenstellendem Niveau, verläuft die Entwicklung der Hausgeräte- und Konsumgüterindustrie, wohingegen sich die Nachfrage aus der Bau- und Bauzulieferindustrie sowie der Flugzeugindustrie unverändert schleppend darstellt. Seit Jahresbeginn 2010 erstmals wieder steigende Tendenz zeigt der Maschinenbau.

Entwicklung der Stahlindustrie

Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise führte 2009 zu einem weltweiten – jedoch nicht alle Wirtschaftsräume betreffenden – Rückgang der Stahlproduktion um 8,2 % von 1,33 Mrd. Tonnen auf 1,22 Mrd. Tonnen. Während China den Ausstoß sogar nochmals um 13,5 % von 500,3 Mio. Tonnen auf 567,8 Mio. Tonnen und damit auf ein neues Rekordhoch steigern konnte, das heißt nunmehr für nahezu die Hälfte der weltweiten Stahlproduktion verantwortlich ist, wurden vor allem in Europa (–29,7 %) und den USA (–36,4 %) als Reaktion auf den massiven Nachfrageeinbruch in allen Kundensegmenten drastische Produktionskürzungen vorgenommen.

Diese rasch und breitflächig durchgeführten Maßnahmen in Form von vorübergehenden Hochofenstilllegungen bzw. reduzierten Fahrensweisen führten in der europäischen Stahlindustrie (EU-27) allein zwischen Oktober und Dezember 2008 zu einem Produktionsrückgang um nahezu 50 %. Auf diesem reduzierten Niveau blieb die Produktion bis in den Spätsommer 2009.

Erst die im September 2009 einsetzende Nachfrageerholung in wichtigen Abnehmersegmenten, allen voran der Automobilindustrie, führte auch zu einer deutlichen Erhöhung der europäischen Rohstahlproduktion von 31,5 Mio. Tonnen (1. Quartal des voestalpine-Geschäftsjahres 2009/10) auf 40,8 Mio. Tonnen (3. Quartal 2009/10). Diese rasche Wiederinbetriebnahme der temporär stillgelegten Kapazitäten hatte jedoch im Kurzfristgeschäft gegen Ende des Jahres 2009 einen wieder zunehmenden Preiswettbewerb zur Folge, der auf Grund der sich abzeichnenden massiven Rohstoffkostensteigerungen ab dem Frühjahr 2010 allerdings nur von kurzer Dauer war.

Im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 wurden in Europa nahezu alle zwischenzeitlich stillgelegten Hochöfen wieder in Betrieb genommen und die Auslastung auf rund 85 % des Vorkrisenniveaus gesteigert. Die Stahlstandorte des voestalpine-Konzerns verzeichneten im Geschäftsjahr 2009/10 eine deutlich bessere Auslastung als der europäische Branchendurchschnitt.

Geschäftsverlauf des voestalpine-Konzerns1, 2

Der voestalpine-Konzern musste im Geschäftsjahr 2009/10 auf Grund der extrem herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber dem Vorjahr zwar deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge hinnehmen, weist aber dennoch in allen Ergebniskategorien weiterhin deutliche Gewinne aus.

Umsatzrückgang

um 27,1 % auf 8.550,0 Mio. EUR

Die Umsatzerlöse des voestalpine-Konzerns reduzierten sich 2009/10 gegenüber dem Geschäftsjahr 2008/09 um 3.174,9 Mio. EUR (–27,1 %) von 11.724,9 Mio. EUR auf 8.550,0 Mio. EUR. Mit einem Rückgang um 1.229,8 Mio. EUR (–28,4 %) weist dabei die Division Stahl die absolut betrachtet stärkste Verringerung aus, da vor allem das 1. Halbjahr von sehr geringer Nachfrage und einem extrem niedrigen Preisniveau gegenüber dem Rekordhalbjahr 2008/09 gekennzeichnet war. Relativ gesehen am schwersten betroffen war die Division Profilform, die ihre Umsätze, bedingt durch einen Einbruch der Nachfrage vor allem in der Bau- und Bauzulieferindustrie sowie der Nutzfahrzeugindustrie, um 36,9 % von 1.147,1 Mio. EUR auf 724,0 Mio. EUR reduzierte. Eine im 1. Halbjahr 2009/10 nahezu alle Länder und Branchen betreffende schwache Nachfrage und ein massiver, sich bis in den Herbst 2009 erstreckender, die gesamte

1 Gemäß IFRS alle Werte nach Purchase Price Allocation (PPA). Nähere Erläuterungen zur PPA befinden sich auf der Umschlaginnenseite des Geschäftsberichtes 2007/08. 2 Rückwirkende Anpassung gemäß IFRS 5 in der Division Automotive – Wiederaufnahme der Kunststoffaktivitäten der Division und der Gesellschaft Amstutz Levin & Cie in die fortgeführten Unternehmensbereiche.

Umsatz des voestalpine-Konzerns

Mio. EUR

Wertschöpfungskette betreffender Lagerabbau führten in der Division Edelstahl zu starken Mengen- und Erlösrückgängen, die dadurch mit 2.358,4 Mio. EUR einen um 33,2 % niedrigeren Umsatz als im Vorjahr (3.530,6 Mio. EUR) ausweist. Krisenresistenter zeigte sich die Division Bahnsysteme, deren Umsatzrückgang mit 18,8 % von 2.351,0 Mio. EUR auf 1.908,5 Mio. EUR vergleichsweise überschaubar blieb. Diese relative Stabilität ist im Wesentlichen auf das sehr gute Marktumfeld im Segment Eisenbahninfrastruktur im 1. Halbjahr sowie die Erholung der Segmente Draht und Nahtlosrohre beginnend mit dem 2. Halbjahr 2009/10 zurückzuführen. Sowohl absolut als auch relativ weist die Division Automotive mit einem Rückgang um 153,2 Mio. EUR (–15,5 %) von 988,6 Mio. EUR auf 835,4 Mio. EUR den geringsten Umsatzeinbruch aus, da der Direktumsatz mit den Automobilherstellern trotz schwierigem Umfeld nahezu konstant gehalten und somit auch Marktanteile gewonnen werden konnten. Der Umsatzrückgang resultiert im Wesentlichen

aus geringeren Lieferungen an Systemlieferanten ("Tier 1-Kunden").

In der Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung kommt aber dem Quartalsvergleich im Jahresverlauf eine wesentlich größere Aussagekraft als dem Gesamtjahresvergleich zu. Konnte in Bezug auf die Ergebnisentwicklung bereits im 2. Quartal 2009/10 die Trendumkehr zum Positiven eingeleitet werden, so fand diese Wende beim Umsatz nach fünf aufeinanderfolgenden Quartalen rückläufiger Erlöse erst mit dem 3. Quartal 2009/10 statt. Im 4. Quartal 2009/10 lag der Umsatz mit 2.261,7 Mio. EUR bzw. +7,4 % Erhöhung erstmals wieder deutlich über dem Wert des direkten Vorquartals (2.106,6 Mio. EUR). Dabei konnten alle Divisionen zur Umsatzsteigerung beitragen, die Bandbreite der Umsatzveränderung lag zwischen +12,9 % (Division Edelstahl) und +3,7 % (Division Stahl).

Bezogen auf die einzelnen Divisionen profitierte die Division Stahl ab dem 3. Quartal

Umsatz nach Divisionen

Automotive

Umsatz nach Branchen

Umsatz nach Regionen

2009/10 vor allem von der schrittweisen wirtschaftlichen Erholung der Automobilindustrie, die – abgesehen von gewissen Einschränkungen durch die (geplante) Großreparatur an einem der beiden kleinen Hochöfen – in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres für eine Vollauslastung der Kapazitäten sorgte.

In der Division Edelstahl wirkten sich vor allem die zunehmend geringeren Bestände über die gesamte Wertschöpfungskette, die wirtschaftliche Erholung Asiens und eine an Dynamik gewinnende Aufwärtsentwicklung in Südamerika im Jahresverlauf positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Branchenbezogen kam der stärkste Anstieg der Nachfrage aus dem Automobil- und Konsumgüterbereich. Die Division Automotive profitierte vor allem von den ab Herbst 2009 einsetzenden Erholungstendenzen in der europäischen Mittel-, Ober- und Luxusklasse, welche zuvor im Vergleich zum Kleinwagensegment nicht nennenswert von den staatlich initiierten Anreizprogrammen profitiert hatten. Eine positive Entwicklung im Logistiksegment, starkes Wachstum in der Solarenergie und gegen Ende des Geschäftsjahres eine wieder leicht steigende Nachfrage bei den Nutzfahrzeugen – allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau – waren der Grund für im Jahresvergleich zunehmende Umsätze in der Division Profilform. In der Division Bahnsysteme konnte die deutliche Erholung und damit steigende Auslastung in den Segmenten Draht und Nahtlosrohr während der 2. Jahreshälfte die gegen Ende des Geschäftsjahres zunehmende Wettbewerbsintensität in den Segmenten Schiene und Weiche kompensieren.

EBITDA um 41,3 % auf 1.004,3 Mio. EUR rückläufig

Eine krisenbedingt ebenfalls erhebliche Verringerung zeigt der Geschäftsjahresvergleich auch beim Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen und Amortisation (EBITDA). Aus einem Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2009/10 von 27,1 % resultiert beim EBITDA im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 41,3 % von 1.710,1 Mio. EUR auf 1.004,3 Mio. EUR. Erstaunlich ist dabei, dass die Division Automotive trotz des extrem widrigen Umfelds sogar einen Zuwachs um 2,2 % von 72,2 Mio. EUR auf 73,8 Mio. EUR ausweisen kann. Mit einem Minus um "nur" 20,7 % von 414,7 Mio. EUR auf 329,0 Mio. EUR zeigte auch die Division Bahnsystem ihre vergleichsweise hohe Stabilität. Am stärksten vom Rückgang betroffen war, wie auch beim Umsatz, die Division Profilform mit einem Einbruch um 61,2 % von 163,8 Mio. EUR auf 63,6 Mio. EUR. In der Division Edelstahl fiel das EBITDA um 57,9 % von 363,3 Mio. EUR auf 153,1 Mio. EUR, in der Division Stahl um 42,4 % von 735,5 Mio. EUR auf 423,3 Mio. EUR. Alle Divisionen konnten damit für das Geschäftsjahr 2009/10 trotz erheblicher Rückgänge weiterhin ein klar positives EBITDA ausweisen. Für den Gesamtkonzern beläuft sich die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2009/10 auf 11,7 % (nach 14,6 % im Vorjahr). Die nachhaltige Wirksamkeit des umfassenden und konsequent umgesetzten Krisenmanagements verdeutlicht ein EBITDA-Vergleich zwischen dem 1. und dem 4. Quartal 2009/10. Aus einem im gleichen Zeitraum – überschaubaren – Umsatzzuwachs um 8,0 % von 2.093,2 Mio. EUR auf 2.261,7 Mio. EUR resultiert beim konzernalen EBITDA eine Steigerung um 153,7 % von 134,2 Mio. EUR auf 340,4 Mio. EUR, was im 4. Quartal 2009/10 einer konzernalen EBITDA-Marge von 15,1 % entspricht.

Mit einer Zunahme um 99,8 Mio. EUR (+293,5 %) von 34,0 Mio. EUR im 1. Quartal auf 133,8 Mio. EUR im 4. Quartal wies die Division Stahl absolut gesehen den höchsten Betrag aus. Aber auch die Divisionen Edelstahl, Profilform und Automotive trugen wesentlich zum Anstieg bei. Im Einzelnen erhöhte sich das EBITDA in der Division Mio. EUR

EBITDA – Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen

Edelstahl im Jahresverlauf um 530,3 % von 12,2 Mio. EUR auf 76,9 Mio. EUR, in der Division Profilform um 380,7 % von 5,7 Mio. EUR auf 27,4 Mio. EUR und in der Division Automotive um 118,1 % von 12,7 Mio. EUR auf 27,7 Mio. EUR. Trotz des bereits sehr hohen EBITDA-Vergleichswertes im 1. Quartal mit 81,4 Mio. EUR konnte auch die Division Bahnsysteme ihr EBITDA im 4. Quartal 2009/10 nochmals um 4,9 % auf 85,4 Mio. EUR steigern. Dieses überproportionale Ergebniswachstum im Jahresverlauf verdeutlicht eindrücklich, dass es allen Divisionen sehr gut gelungen ist, ihre Break-even-Points deutlich abzusenken.

Operatives Ergebnis (EBIT) um 64,4 % auf 352,0 Mio. EUR gesunken

Im Vergleich zu einem operativen Ergebnis (EBIT) von 988,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008/09 weist der voestalpine-Konzern für den Vergleichszeitraum 2009/10 ein zwar um 64,4 % auf 352,0 Mio. EUR reduziertes, aber in Anbetracht der wirtschaftlichen Umstände dennoch durchaus zufriedenstellendes Ergebnis aus, das einer EBIT-Marge von 4,1 % (nach 8,4 % im Vorjahr) entspricht.

In der quartalsweisen Einzelbetrachtung wurde beim konzernalen EBIT nach einem geringfügigen Verlust von 26,3 Mio. EUR im 1. Quartal 2009/10 bereits im 2. Quartal mit 69,1 Mio. EUR die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Ein Trend, der sich im 3. und 4. Quartal 2009/10 mit EBITs von 132,4 Mio. EUR bzw.176,8 Mio. EUR weiter verstärkt hat. Die EBIT-Marge belief sich nach –1,3 % im 1. bzw. 3,3 % im 2. Quartal im 3. Quartal bereits auf 6,3 % und steigerte sich im Schlussquartal noch auf 7,8 %.

Ergebnis vor Steuern um 73,8 % auf 183,3 Mio. EUR und Ergebnis nach Steuern um 69,5 % auf 186,8 Mio. EUR gesunken

Ein niedrigeres Zinsniveau, ein – im Gegensatz zum Vorjahr – wieder positives Wertpapierveranlagungsergebnis sowie die gesunkene Nettofinanzverschuldung führten gegenüber dem Vorjahr zu einem um 120,1 Mio. EUR verbesserten Finanzerfolg. Trotz dieser positiven Entwicklung des Finanzerfolges lagen 2009/10 auf Grund des rückläufigen operativen Ergebnisses auch das Ergebnis vor Steuern mit einer Verringerung um 73,8 % von 700,0 Mio. EUR auf

EBIT – Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit

Mio. EUR

Ergebnis nach Steuern

Mio. EUR

Ergebnis je Aktie

EUR

183,3 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern1 – das sich gegenüber 2008/09 um 69,5 % von 611,6 Mio. EUR auf 186,8 Mio. EUR reduzierte – klar unter den Vorjahreswerten. Ausgehend von dem rückläufigen Vorsteuerergebnis und unter Berücksichtigung von steuerlichen Abzugsposten ergibt sich eine Steuerquote von –1,9 % gegenüber 12,6 % im Vorjahr.

Ergebnis je Aktie mit 0,65 EUR deutlich unter Vorjahresniveau

War das Ergebnis je Aktie (EPS) für die ersten drei Quartale 2009/10 mit –0,05 EUR noch geringfügig negativ, so führte das 4. Quartal mit 0,70 EUR auch zu einem positiven Ergebnis je Aktie für das Gesamtjahr. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit für das Geschäftsjahr 2009/10 auf 0,65 EUR (nach 3,26 EUR je Aktie im Vorjahr).

Dividendenvorschlag: 0,50 EUR je Aktie

Vorbehaltlich der Zustimmung der am 7. Juli 2010 stattfindenden Hauptversammlung der voestalpine AG wird an die Aktionäre des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2009/10 trotz des äußerst schwierigen wirtschaftlichen Umfelds eine Dividende

von 0,50 EUR je Aktie ausgeschüttet. Dies entspricht knapp der Hälfte der Vorjahresdividende von 1,05 EUR je Aktie bzw. der Dividendenrendite von 3,6 %. Bezogen auf den durchschnittlichen Börsenkurs des Geschäftsjahres 2009/10 von 22,41 EUR stellt dies eine Dividendenrendite von 2,2 % dar.

Deutliche Reduktion der Gearing Ratio auf 71,3 %

Trotz eines im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 4.262,4 Mio. EUR gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2008/09 (4.262,5 Mio. EUR) unverändert gebliebenen Eigenkapitals konnte der voestalpine-Konzern seine Gearing Ratio um rund 17 Prozentpunkte reduzieren. Hintergrund dafür ist eine massive Verringerung der Nettofinanzverschuldung in den vergangenen zwölf Monaten, die durch einen unter den Abschreibungen liegenden Investitionsaufwand und ein gegenüber dem 31. März 2009 von 2.450,1 Mio. EUR auf 1.648,2 Mio. EUR bzw. um 32,7 % reduziertes Working Capital möglich wurde. Zum 31. März 2010 ergibt sich für den voestalpine-Konzern damit eine Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung in Prozent

Dividende je Aktie

1 Vor Abzug von Minderheitsanteilen und Hybridkapitalzinsen. des Eigenkapitals) von 71,3 %. Der Abbau des Gearing gegenüber jener dem 31. März 2009 (88,2 %) trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und einer konsequent fortgesetzten Dividendenpolitik spiegelt die hohe Selbstfinanzierungskraft und das konsequente Liquiditätsmanagement des Konzerns wider.

Cashflow zeigt die hohe Selbstfinanzierungskraft des voestalpine-Konzerns

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit konnte trotz stark rückläufigem Ergebnis nach Steuern (von 611,6 Mio. EUR auf 186,8 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2009/10 auf Grund der starken Liquiditätsfreisetzung beim Working Capital um 18,3 % von 1.357,9 Mio. EUR auf 1.606,1 Mio. EUR zulegen. Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit kommt die den Krisenverhältnissen angepasste Investitions- und Akquisitionspolitik zum Ausdruck. Er hat sich (ohne die Veränderung von Finanzanlagen) von –1.311,1 Mio. EUR auf –586,9 Mio. EUR reduziert, sodass sich für das Geschäftsjahr 2009/10 ein Free Cash Flow von 1.019,2 Mio. EUR errechnet. Unter Berücksichtigung der Veränderung der Finanzanlagen reduzierte sich

der Cashflow aus Investitionstätigkeit von –1.249,4 Mio. EUR auf –914,5 Mio. EUR. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit drehte von 413,4 Mio. EUR im Vorjahr auf –539,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2009/10. Verantwortlich dafür war vor allem die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten im Ausmaß von 289,3 Mio. EUR, welcher Mittelaufnahmen in der Höhe von 715,5 Mio. EUR im Vorjahr gegenüberstehen. Vor diesem Hintergrund konnten im Geschäftsjahr 2009/10 die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um weitere 170,9 Mio. EUR (inkl. Währungsdifferenzen) von 857,7 Mio. EUR auf 1.028,6 Mio.

Rohstahlproduktion um 10,9 % auf 6,07 Mio. Tonnen rückläufig

EUR erhöht werden.

Die Rohstahlproduktion der voestalpine-Gruppe betrug im Geschäftsjahr 2009/10 6,07 Mio. Tonnen und lag damit um 10,9 % unter dem Wert des Vorjahres (6,81 Mio. Tonnen). Die Division Stahl wies dabei mit einer Produktion von 4,36 Mio. Tonnen einen Rückgang um 5,0 %, die Division Bahnsysteme mit einer Erzeugungsmenge von 1,20 Mio. Tonnen eine Verringerung

Nettofinanzverschuldung, Eigenkapital, Gearing

des Ausstoßes um 18,4 % aus; mit 32,0 % am deutlichsten (von 0,75 Mio. Tonnen auf 0,51 Mio. Tonnen) reduzierte die Division Edelstahl ihre Rohstahlproduktion.

Unterjähriger Quartalsvergleich

Nachfolgend eine Übersicht über die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen in den vier Quartalen des Geschäftsjahres 2009/10:

Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns

1. Quartal
2009/10
2. Quartal
2009/10
3. Quartal
2009/10
4. Quartal
2009/10
GJ
2009/10
Umsatzerlöse 2.093,2 2.088,5 2.106,6 2.261,7 8.550,0
EBITDA 134,2 232,6 297,1 340,4 1.004,3
EBITDA-Marge 6,4 % 11,1 % 14,1 % 15,1 % 11,7 %
EBIT –26,3 69,1 132,4 176,8 352,0
EBIT-Marge –1,3 % 3,3 % 6,3 % 7,8 % 4,1 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) –70,1 27,8 89,8 135,8 183,3
Ergebnis nach Steuern –48,2 28,4 71,5 135,1 186,8
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
40.801 39.919 39.404 39.406 39.406

Mio. EUR

Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns

Akquisitionen und Devestitionen

Akquisitionen

Im Geschäftsjahr 2009/10 hat der voestalpine-Konzern keine Akquisitionen getätigt, sondern sich vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise auf die Straffung und Konsolidierung seines Unternehmensportfolios fokussiert.

Devestitionen

Mit Wirkung zum 1. April 2009 erfolgten in der Division Automotive die Veräußerung der in der Produktion lasergeschweißter Platinen tätigen italienischen Gesellschaft voestalpine Euroweld S.r.l. und die Schließung des britischen Standorts St. Helens, der bis dahin Teil der Kunststoffsparte der voestalpine-Polynorm-Gruppe war.

(Da diese Devestitionen bereits unmittelbar zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgten, wird bezüglich weiterer Details auf die Quartalsberichterstattung 2009/10 verwiesen.)

Die Verkaufsbemühungen für die beiden verbliebenen Gesellschaften im Bereich der automotiven Kunststoffaktivitäten in den Niederlanden sowie die französische Gesellschaft Amstutz Levin & Cie führten auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen bislang zu keinem Erfolg. Diese zuletzt als "discontinued operations" ausgewiesenen Gesellschaften wurden daher im Geschäftsjahr 2009/10 wieder in die fortgeführten Geschäftsbereiche aufgenommen und einem forcierten Restrukturierungsprozess unterzogen.

Investitionen

Die Investitionen des voestalpine-Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2009/10 auf 542,5 Mio. EUR. Davon entfielen 524,9 Mio. EUR auf Sachanlagen, 14,7 Mio. EUR auf immaterielle Vermögensgegenstände und 2,9 Mio. EUR auf Beteiligungen.

Die Halbierung des konzernalen Investitionsvolumens gegenüber dem Vorjahr (1.078,9 Mio. EUR) sowie die weitgehend einheitliche Reduzierung in allen fünf Divisionen sind ein wesentliches Ergebnis des raschen und konsequenten Liquiditäts- und Kostenmanagements unmittelbar nach Ausbruch der Krise im Herbst 2008. In diesem Zusammenhang wurde bereits im Laufe des 2. Halbjahres 2008/09 eine umfangreiche Redimensionierung der ursprünglich geplanten Investitionsvorhaben – bei gleichzeitiger Fokussierung auf langfristig strategisch bedeutsame Investitionen in die Technologie- und Qualitätsführerschaft – eingeleitet. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde diese Zurückhaltung weiter forciert, sodass die Investitionen sowohl auf Konzernebene als auch in allen Divisionen letztlich auch deutlich unter dem Niveau der Abschreibungen lagen.

Eine Ausnahme bildet dabei lediglich die Division Stahl, deren Investitionsaufwand die Abschreibungen noch leicht übertraf. Der Grund dafür liegt im Wesentlichen darin, dass wichtige, bereits weit fortgeschrittene Projekte im Rahmen der Investitionsprogramme "Linz 2010, 2. Stufe" bzw. "L6" im abgelaufenen Geschäftsjahr sinnvollerweise noch fertiggestellt wurden, wohingegen die Inangriffnahme neuer Vorhaben nur mehr in äußerst reduziertem Umfang erfolgte.

Auf die Division Stahl entfielen im Geschäftsjahr 2009/10 Investitionen in Höhe von 240,8 Mio. EUR, das sind 44,4 % des konzernalen Gesamtvolumens. Gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (446,9 Mio. EUR) hat sich die Investitionstätigkeit der Division mit einem Rückgang um 46,1 % zwar nahezu halbiert, dennoch wurde eine Reihe strategisch wichtiger Vorhaben komplettiert bzw. bereits erfolgreich in Betrieb genommen. Neben der Realisierung der Feuerverzinkungsanlage 5 als letztes noch ausstehendes Projekt des Programms "Linz 2010, 2. Stufe" war die Investitionstätigkeit auf die weitere Umsetzung des ebenfalls den Standort Linz betreffenden Folgeprojekts "L6" ausgerichtet. Im Mittelpunkt standen dabei die Erhöhung der Tiegelkapazität im Stahlwerk (bereits erfolgreich abgeschlossen), die Erneuerung der Fertiggerüste in der Breitbandstraße (in Umsetzung, Abschluss des Gesamtumbaus für Geschäftsjahr 2011/12 geplant) sowie die im April 2010 erfolgte Inbetriebnahme eines weiteren neuen Blocks im unternehmenseigenen Kraftwerk (Block 7 mit einer Leistung von 165 MW).

Im Zuge der Großinvestitionsprogramme "Linz 2010" (zwei Etappen), "L6" sowie über die laufende Investitionstätigkeit hat der voestalpine-Konzern damit in den vergangenen zehn Jahren über 3 Mrd. EUR in die Modernisierung und den Ausbau des Stahlstandortes Linz investiert.

Die Division Edelstahl, auf die 33,8 % des konzernalen Investitionsvolumens im Geschäftsjahr 2009/10 entfielen, nahm ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel von 275,9 Mio. EUR auf 183,3 Mio. EUR zurück. Auch diese Verminderung ist auf eine sehr restriktive Investitionspolitik sowie auf die zeitliche Streckung der in Umsetzung befindlichen Erweiterungsund Modernisierungsvorhaben an den Standorten Kapfenberg (Österreich), Hagfors (Schweden) und Wetzlar (Deutschland) zurückzuführen. Mit der Kapazitätserweiterung im Schmiede- und Stahlwerksbereich wird die Division Edelstahl im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 ihr mehrjähriges Ausbauprogramm abschließen. Die in Umsetzung befindlichen Vorhaben betreffen vor allem eine neue Langschmiedemaschine am Standort Kapfenberg, eine neue Schmiedepresse am Standort Wetzlar sowie eine entsprechende Anlage am Standort Hagfors. Trotz dieses ambitionierten Programms werden die Investitionen der Division Edelstahl jedoch auch im neuen Geschäftsjahr deutlich unter den Abschreibungen liegen.

Die Investitionen der Division Bahnsysteme beliefen sich auf 71,9 Mio. EUR, sie entsprachen damit 13,3 % der Gesamtaufwendungen des voestalpine-Konzerns. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr (242,3 Mio. EUR) um 70,3 % stellt die mit Abstand größte Verminderung aller Divisionen dar; dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Vergleichswert der Vorperiode auf Grund des groß angelegten vorangegangenen Investitionsprogramms, welches die Division über mehrere Jahre vorwiegend am Standort Donawitz realisiert hat, überdurchschnittlich hoch ist. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden folgende größere Vorhaben realisiert: im Bereich der Stahlproduktion die Errichtung einer neuen RH-Anlage/Vakuumpumpe zur Beseitigung des Engpasses bei der Entgasungskapazität sowie die Einhausung und Entstaubung des Schlackenplatzes; in der Mangangießerei der Weichentechnologiesparte wurde in Frankreich eine vollautomatisierte Serienfertigungsanlage für Manganherzstücke investiert, und in der Schienenproduktion erfolgte in Donawitz mit der Inbetriebnahme einer neuen Sägelinie eine deutliche Kapazitätserhöhung.

Jeweils nur rund 4 % der konzernalen Investitionen entfielen im vergangenen Geschäftsjahr auf die beiden Divisionen Profilform und Automotive. Im Einzelnen betrug das Investitionsvolumen in der Division Profilform 19,3 Mio. EUR, was gegenüber dem Vorjahr (46,9 Mio. EUR) einem Rückgang um 58,8 % entspricht. Die Division Automotive wies Investitionen in Höhe von 22,5 Mio. EUR aus und reduzierte damit ihre Ausgaben gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (50,9 Mio. EUR) um 55,8 %. Die nahezu idente Entwicklung liegt im Fehlen großer, standortspezifischer Investitionsprogramme sowie in der gegenüber den anderen Divisionen deutlich höheren Auftrags- und Projektabhängigkeit bei Investitionsentscheidungen begründet.

Mitarbeiter

Der voestalpine-Konzern beschäftigte per 31. März 2010 39.406 Mitarbeiter (ohne Lehrlinge und Leihpersonal). Das entspricht gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2008/09 einem krisenbedingten Rückgang um 6,0 % bzw. um 2.509 Beschäftigte. Gegenüber dem Belegschaftsstand vor der Krise (30. September 2008) bedeutet dies einen Rückgang um 3.627 Mitarbeiter bzw. 8,4 %.

Der Anteil von österreichischen zu "internationalen" Mitarbeitern blieb konstant: Mit 20.788 Beschäftigten (53 %) war die Mehrheit an Standorten außerhalb Österreichs tätig, in österreichischen Gesellschaften waren 18.618 Mitarbeiter beschäftigt.

Darüber hinaus bildete der voestalpine-Konzern zum Ende des Geschäftsjahres 2009/10 1.472 Lehrlinge aus. Davon entfällt mit 32,0 % bereits ein knappes Drittel (471 Jugendliche) auf internationale Standorte, 68,0 % (1.001 Lehrlinge) werden in Österreich ausgebildet. Die Zahl der konzernweit in Ausbildung stehenden Jugendlichen ist damit trotz Krise gegenüber dem Vorjahr (1.506) mit einem Rückgang um lediglich 2,3 % oder 34 Lehrlinge – auf sehr hohem Niveau – weitgehend unverändert geblieben.

Personalmanagement im Geschäftsjahr 2009/10

Dimension und Geschwindigkeit der globalen Wirtschaftskrise haben in den vergangenen beiden Geschäftsjahren auch an das Human-Resources-Management überdurchschnittlich hohe Herausforderungen gestellt. Dem voestalpine-Konzern ist es nicht nur durch ein sehr rasches Erkennen der Krise, sondern vor allem durch den konsequenten und umfassenden Einsatz einer Vielzahl an personalpolitischen Maßnahmen gelungen, diese wohl schwierigste Phase der Nachkriegszeit mit vergleichsweise überschaubaren Auswirkungen auf die Mitarbeiter im Unternehmen zu bewältigen. Gleichzeitig wurden daraus aber auch personalstrategische Lehren abgeleitet, welche die Organisation insgesamt und im Besonderen den HR-Bereich flexibler, schlanker und effizienter auf die zunehmende Volatilität der Märkte ausrichten. Dazu zählt – neben der Weiterentwicklung von Arbeitszeitmodellen – zwangsläufig auch der forcierte Einsatz von Leiharbeitskräften.

Im Einzelnen bestanden die Krisenmaßnahmen im voestalpine-Konzern aus – je nach Unternehmenserfordernissen sowie rechtlichen und länderspezifischen Rahmenbedingungen – einer Reihe kurz- und mittelfristiger Maßnahmen. Dazu zählten etwa Kurzarbeit, Abbau von Arbeitszeitguthaben und Resturlauben, Einführung neuer Arbeitszeitmodelle, Erarbeitung von Sozialplänen für abgangswillige und pensionsnahe Mitarbeiter, Angebote im Bereich der Vorruhestandsmodelle und der pensionsnahen Altersteilzeit sowie forcierter Einsatz der Bildungskarenz.

Obwohl sich diese Maßnahmen insgesamt bewährt und großflächige Entlassungen verhindert haben, mussten im Geschäftsjahr 2009/10 dennoch insgesamt 2.509 Stammmitarbeiter – davon 46 % in Österreich bzw. insgesamt 641 Angestellte und 1.868 Arbeiter – abgebaut werden. Das Instrument der Kurzarbeit wurde an seinem Höchststand im Juni 2009 für fast ein Drittel der Belegschaft in Anspruch genommen; seit Herbst 2009 hat sich die Beschäftigungslage allerdings so weit entspannt, dass die Zahl der in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeiter bis Ende des Geschäftsjahres 2009/10 schrittweise auf nur noch 1.460 Personen (das entspricht 3,7 % der Belegschaft) verringert werden konnte.

Die Anzahl der Leiharbeitskräfte ist im Jahresvergleich um 26,8 % (von 2.327 auf 2.951 Personenjahre) angestiegen, liegt aber immer noch um 1.198 Personenjahre unter dem Höchstwert zum Ausbruch der Krise im Herbst 2008.

Stahlstiftung (Österreich)

Die 1987 gegründete Stahlstiftung bietet aus dem Unternehmen ausscheidenden Mitarbeitern die Möglichkeit, bis zu vier Jahre lang Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zur beruflichen Neu- bzw. Aufqualifizierung – etwa in Form von Lehrabschlussprüfungen, Kursen und Lehrgängen sowie den Besuch von Berufsbildenden Höheren Schulen, Fachhochschulen oder Universitäten – zu absolvieren. Neben der sozialen Abfederung der Folgen betriebsbedingter Freisetzungen dient diese Einrichtung vor allem auch dazu, die Betroffenen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu unterstützen.

Die Stahlstiftung kann von Mitarbeitern fast aller in Österreich ansässigen Konzerngesellschaften (die derzeit rund zwei Drittel der Teilnehmer stellen) sowie Beschäftigten aus rund 70 weiteren konzernfremden Mitgliedsunternehmen in Anspruch genommen werden und wird aus deren Solidaritätsbeiträgen finanziert. Seit ihrer Gründung erreichte diese Einrichtung eine durchschnittliche Vermittlungsquote von 93 %. Selbst im abgelaufenen Geschäftsjahr – in einem infolge der Wirtschaftskrise äußerst angespannten Stellenmarkt – ist es der Stahlstiftung gelungen, 85 % der arbeitsuchenden Teilnehmer wieder erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Zum 31. März 2010 befanden sich 884 Personen in Betreuung dieser Einrichtung, das waren krisenbedingt doppelt so viele wie im Jahr zuvor.

Bildungskarenz (Österreich)

Mit Ende des Geschäftsjahres 2009/10 nahmen 611 Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften (das entspricht nahezu einer Verfünffachung gegenüber dem Vorjahr) das Instrument der Bildungskarenz in Anspruch. Das Modell ermöglicht für einen Zeitraum von drei bis zwölf Monaten die Teilnahme an teilweise staatlich geförderten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und wird zu einem wesentlichen Teil über Mittel der Stahlstiftung finanziert. Nach Beendigung der Bildungsmaßnahmen ist die Rückkehr in das jeweilige Stammunternehmen gewährleistet. Das Modell der Bildungskarenz wird mit 94 % zum weitaus überwiegenden Teil von voestalpine-internen Teilnehmern – und hier wiederum am meisten aus den Divisionen Stahl und Edelstahl – in Anspruch genommen.

Mitarbeiterbeteiligung

Die Ausweitung des Mitarbeiterbeteiligungsmodells der voestalpine AG über Österreich hinaus wurde konsequent fortgesetzt: Das im Vorjahr entwickelte internationale Beteiligungsmodell wurde beginnend mit dem Geschäftsjahr 2009/10 in einzelnen britischen und deutschen Konzerngesellschaften erfolgreich implementiert. Die Einbeziehung weiterer Unternehmen in diesen Ländern ist für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 vorgesehen.

Insgesamt sind mit Stichtag 31. März 2010 20.578 aktive Konzernmitarbeiter an der voestalpine AG beteiligt. Sie halten im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsmodells rund 20,9 Mio. Stück Aktien. Diese Aktien werden ebenso von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung verwaltet wie weitere etwa 1,5 Mio. Stück Privataktien sowohl von ehemaligen als auch aktiven Mitarbeitern.

Damit befanden sich zum Ende des Geschäftsjahres 2009/10 insgesamt 13,3 % der Anteile an der voestalpine AG in den Händen der Mitarbeiter.

Rohstoffe

Das Geschäftsjahr 2009/10 war auf den Rohstoffmärkten von zwei völlig konträren Entwicklungen geprägt: Reduzierten sich in der 1. Hälfte des Kalenderjahres 2009 die Kurzfristpreise für Eisenerz, Kokskohle und Schrott verglichen mit den Höchstständen Mitte 2008 um rund zwei Drittel, so begann sich die Situation in der Folge sehr rasch zu drehen.

Beginnend mit Sommer 2009 war auch in der europäischen Stahlindustrie die konjunkturelle Talsohle durchschritten, und es kam in den darauffolgenden Monaten infolge der raschen Wiederinbetriebnahme von vorübergehend stillgelegten Kapazitäten zu einer markanten Produktionsausweitung. In Verbindung mit dem schon im 1. Halbjahr 2009 wieder einsetzenden Konjunkturaufschwung in China führte dies bis zum Jahresende bei den Spotmarktpreisen für Eisenerz, Kokskohle und Schrott zu Preissteigerungen von bis zu 50 %. Eine weitere, massive Erhöhung der kurzfristigen Rohstoffpreise vollzog sich in den letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 mit nochmaligen Steigerungen um bis zu 70 %. Auf Grund der durch diese Entwicklung entstandenen starken Diskrepanz zwischen dem Preisniveau des Spotmarktes und dem der Jahresverträge ("Benchmarkpreise") forderten die großen Minenbetreiber eine massive Erhöhung bei den mit Gültigkeit per 1. April 2010 neu zu verhandelnden Jahrespreisen und stellten die Jahresvereinbarungen letztlich überhaupt in Frage.

Ausgehend davon kam es in der Folge tatsächlich zur Ablöse des Benchmarksystems, das die letzten Jahrzehnte bestimmend bei Eisenerz und Kokskohle war. In Bezug auf die Mengen werden zwar nach wie vor langfristige Lieferverträge vereinbart, in preislicher Hinsicht sind die meisten Minenbetreiber aber nur mehr zu Quartalsabschlüssen (auf Indexbasis) bereit.

Zur Rohstofflage des voestalpine-Konzerns ist festzuhalten, dass die Versorgung aller Standorte mit den jeweils erforderlichen Rohstoffen im Geschäftsjahr 2009/10 in vollem Umfang und zu jedem Zeitpunkt sichergestellt war. Grundlage dafür ist die seit Längerem konsequent verfolgte Beschaffungsstrategie des Konzerns, deren Kern ein vergleichsweise breites Lieferantenportfolio, insbesondere bei Kohle und Erz, und damit die Vermeidung einseitiger Abhängigkeiten von einzelnen Minenbetreibern ist. Darüber hinaus sieht sie den forcierten Ausbau der derzeit bei ca. 20 % liegenden Inlandsversorgung bei Erz vor.

Zwar wird der voestalpine-Konzern auch in Zukunft auf Grund der vergleichsweise breiten Versorgungsbasis im Vergleich zu anderen Stahlherstellern eine etwas geringere Mengenvolatilität aufweisen, aber durch die Abkehr vom Jahrespreissystem kommt auch die voestalpine-Gruppe alleine schon aus risikopolitischen Gesichtspunkten um eine entsprechende Anpassung der Vertragsbedingungen auf der Kundenseite nicht herum.

Der voestalpine-Konzern ist zuversichtlich, innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens sowohl die massiv gestiegenen Rohstoffkosten an den Markt weitergeben zu können, als auch ein nachhaltiges Modell der Preisgestaltung gegenüber unseren Kunden vor dem Hintergrund der geänderten Rahmenbedingungen zu erreichen.

Umwelt

Die umweltrelevanten Investitionen der voestalpine-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2009/10 allein an den österreichischen Konzernstandorten bei rund 48 Mio. EUR und blieben damit – trotz Wirtschafskrise – auf dem hohen Niveau des vorangegangenen Jahres (49 Mio. EUR). Bedingt durch den Produktionsrückgang stellte sich hingegen der laufende Aufwand für den Betrieb und die Erhaltung von Umweltschutzanlagen, der sich für Österreich nach 225 Mio. EUR im Vorjahr 2009/10 auf 193 Mio. EUR belief, rückläufig dar. Dies resultiert im Wesentlichen aus etwas geringeren Betriebskosten für Umweltanlagen und niedrigerem Entsorgungsaufwand für produktionsbedingte Abfälle.

Die Gesamtbelastung für den Zukauf von CO2-Zertifikaten in der zweiten Handelsperiode (2008–2012) wird sich aus heutiger Sicht auf rund 50 Mio. EUR belaufen. Der voestalpine-Konzern hat sich die notwendige Menge an Zertifikaten bereits gesichert und rund die Hälfte davon bereits erworben. Der Rest wird bis zum Ende der zweiten Handelsperiode noch zugekauft.

Schwerpunkte der Umweltmaßnahmen

Ungeachtet der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen wurde 2009/10 an einer Reihe von Konzernstandorten weitere Verbesserungen in den Bereichen Energieund Rohstoffeffizienz, Luft- und Wasseremissionen sowie Abfallvermeidung vorgenommen. So lagen die Schwerpunkte am Hüttenstandort Linz zum einen in der weiteren Reduktion der Staubemissionen im Bereich der Hochöfen, zum anderen wurde die bereits sehr hohe Energieeffizienz des Werkes noch weiter optimiert. Durch die Inbetriebnahme eines neuen Kraftwerksblocks können die in der Produktion anfallenden Gase noch besser für die nunmehr bei 90 % liegende Eigenstromversorgung genutzt werden; durch Einsatz neuester Technologien wird überdies eine weitere, erhebliche Reduktion von NOX-Emissionen erzielt.

Eine substanzielle Verringerung des Ausstoßes von jeweils spezifischen Schadstoffen wurde durch entsprechende Maßnahmen auch an den österreichischen Konzernstandorten Traisen und Kapfenberg sowie bei Produktionsgesellschaften der Division Edelstahl in Schweden, Deutschland und Brasilien erreicht.

Ähnlich wie am größten Konzernstandort Linz stellt die Verbesserung der Energieeffizienz auch einen entscheidenden Schwerpunkt der Umweltaktivitäten im Hüttenbetrieb Donawitz dar, wo im Oktober 2009 ebenfalls ein neuer Kraftwerksblock in Betrieb genommen wurde. Darüber hinaus wurde ein neues Wasserver- und Wasserentsorgungskonzept umgesetzt, mit

Umweltaufwendungen

dem maßgebliche Verbesserungen in Bezug auf Umweltschutz und Energierückgewinnung erzielt werden konnten.

Auszeichnungen für

hohe Standards im voestalpine-Konzern

Die auch im internationalen Vergleich im Spitzenfeld liegenden Umweltstandards des Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2009/10 auch erneut mit einer Reihe von Auszeichnungen honoriert. Beispielhaft dafür seien der Nachhaltigkeitspreis 2010, der vom Forum Rohstoffe und dem World Wildlife Fund (WWF) für die umweltschonende Umstellung der Abbauweise an das Kalkwerk Steyrling vergeben wurde, und der European EMAS Award 2009, mit dem die VAE Eisenbahnsysteme GmbH in der Kategorie "Großunternehmen" für "green procurement" ausgezeichnet wurde. Hervorzuheben ist, dass mit dieser Konzerngesellschaft, die 2009 überdies zum bereits vierten Mal auch den nationalen EMAS-Award erhielt, erstmalig ein österreichisches Unternehmen mit dieser europäischen Auszeichnung bedacht wurde.

Internationale Themenschwerpunkte

Die ursprünglich bereits für Dezember 2009 im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen angekündigten Weichenstellungen über ein globales CO2-Regime sind auf Grund deren Scheiterns nunmehr zumindest bis zur Nachfolgekonferenz Ende 2010 in Cancún, Mexiko, aufgeschoben. Damit ist für viele Industriebetriebe auch weiterhin keine längerfristige Rechts- und Planungssicherheit in Bezug auf ihre Investitionstätigkeit in der Europäischen Union gegeben.

Das ursprünglich vom voestalpine-Konzern entwickelte und nunmehr vom europäischen Stahlverband EUROFER und dessen Mitgliedsunternehmen vorgeschlagene Benchmarksystem zur nachhaltigen Reduktion der CO2-Emissionen der europäischen Stahlindustrie, auf einer fairen und einheitlichen Basis, wird derzeit mit der Europäischen Kommission verhandelt. Als Basis für dieses Benchmarksystem dient eine bereits abgeschlossene, umfassende Datenerhebung sämtlicher Anlagen der europäischen Stahlindustrie, die vom CO2-Zertifikatehandel ab 2013 betroffen sein werden.

Derzeit wird die europäische IPPC-Richtlinie (Integrated Prevention Pollution and Control Directive) aus dem Jahr 1996 einer Revision unterzogen. Einer der Schwerpunkte ist eine europaweite Vereinheitlichung der anlagenbezogenen Grenzwerte, die zukünftig auch in den Referenzdokumenten der Europäischen Kommission über die umwelttechnisch bestverfügbaren Techniken in der Eisen- und Stahlindustrie festgeschrieben werden sollen. Nur in begründeten Ausnahmefällen und nur mit Zustimmung der Europäischen Kommission sollen Grenzwerte künftig an lokale Gegebenheiten angepasst werden können.

Mit 1. Juni 2007 trat die EU-Verordnung zu REACH in Kraft, deren Auswirkungen bereits in den vorangegangenen Geschäftsberichten ausführlich dargestellt wurden. In Bezug auf die Umsetzung dieser Vorgaben innerhalb des voestalpine-Konzerns wird auf die Quartalsberichterstattung im Geschäftsjahr 2009/10 verwiesen.

Informationstechnologie

Das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld stellte auch für den Bereich Informationstechnologie mit seiner umfassenden Integration in die Geschäfts- und Produktionsprozesse des Konzerns eine besondere Herausforderung dar. Die in den letzten Jahren forcierten Aktivitäten in Bezug auf Variabilisierung der IT-Kosten leisteten gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Phasen einen wichtigen Beitrag. So konnten die IT-Ausgaben allein im letzten Geschäftsjahr um 12,6 % reduziert werden.

Trotz dieses konsequenten Investitions- und Kostenmanagements in den einzelnen Konzernunternehmen wurden jedoch strategisch und strukturell wichtige Projekte weiterverfolgt bzw. auch zum Abschluss gebracht. Dazu zählen insbesondere folgende Vorhaben:

  • Im Rahmen des Projekts "Zukunft" (Division Stahl) werden die vielfach neu konzipierten Abläufe/Prozesse sowie die divisionsweit wirkenden Steuerungsfunktionen auf Basis einer neuen, stark integrierten IT-Architektur dargestellt. Diese neue IT-Landschaft wird, beginnend mit dem Geschäftsjahr 2011/12, schrittweise implementiert.
  • Die technische Integration der Unternehmen der 2007 akquirierten Division Edelstahl in die IT-Strukturen des Gesamtkonzerns ist bereits weitgehend abgeschlossen. Auf Grund von konzernalen

Reorganisationsmaßnahmen werden hier derzeit Systemverlagerungen/-trennungen durchgeführt.

  • Das Projekt "Genesis" (Division Bahnsysteme) stellt einen integrierten Mengenund Wertefluss entlang der Wertschöpfungskette der Division sicher. Die neue Systemstruktur wird in der Schienenproduktion bereits mit Beginn, im Bereich von Stahlwerk und Drahterzeugung mit Ende des Geschäftsjahres 2010/11 implementiert.
  • Die Erfahrungen aus dem Projekt "GeschäftsProzessIntegration" (Division Profilform) – hoch integrierte Vertriebs- und Produktionsplanungssysteme, welche im österreichischen Werk Krems zum Einsatz gebracht wurden – dienen als Ausgangsbasis zur Einführung an weiteren internationalen Standorten der Division.
  • Die neue IT-Zielarchitektur der Division Automotive wird auf Basis der aktuellen Struktur der Geschäftseinheiten derzeit konsequent umgesetzt.

Im Geschäftsjahr 2009/10 ist darüber hinaus seitens der konzernalen IT-Dienstleistungsgesellschaft voestalpine group IT GmbH die Hereinnahme eines strategischen Partners für den Betrieb von IT-Services und Rechenzentren erfolgt. Damit soll künftig zusätzliche Flexibilität in der Erbringung und Bereitstellung dieser Leistungen geschaffen werden.

Forschung und Entwicklung

Entwicklung von F&E-Kennzahlen

Die Aufwendungen des voestalpine-Konzerns für Forschung und Entwicklung blieben – trotz Wirtschaftskrise – unverändert auf sehr hohem Niveau. Das F&E-Budget, das für das abgelaufene Geschäftsjahr bei 111,9 Mio. EUR lag (und damit exakt dem bisher höchsten Istwert aus 2008/09 entsprach), wurde dank der kontinuierlichen Effizienzsteigerung auch dieses Bereichs jedoch nicht zur Gänze ausgeschöpft, sodass sich bei den tatsächlichen F&E-Aufwendungen mit 108,8 Mio. EUR ein leichter Rückgang um 2,8 % ergab. Die für das laufende Geschäftsjahr veranschlagten F&E-Mittel betragen 111 Mio. EUR, womit der voestalpine-Konzern seine Innovationsaufwendungen – nach einer Vervierfachung in den letzten zehn Jahren – nun selbst nach Ausbruch der Wirtschaftskrise bereits drei Jahre lang auf dem Niveau des All-time-High hält.

Hervorzuheben ist darüber hinaus die Entwicklung der Forschungsquote (Anteil der F&E-Aufwendungen am Gesamtumsatz), die sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 0,96 % auf 1,27 % erhöhte, und des F&E-Koeffizienten (Mittel gemessen an der Wertschöpfung), der gegenüber dem Vorjahr nicht minder deutlich von 2,58 % auf 3,42 % erhöht werden konnte.

Weitere Steigerung bei voestalpine-Patenten

Ähnlich erfreulich stellt sich nicht zuletzt auch die Tendenz bei Patenten dar: Entgegen der weltweit krisenbedingt rückläufigen Entwicklung bei Neuanmeldungen1 im Kalenderjahr 2009 (global um mehr als 4 %, in Europa um über 8 %) konnte der voestalpine-Konzern die Anzahl seiner Patente sogar weiter erhöhen. Trotz einer umfassenden Bereinigung des Patentportfolios um etwa 260 Schutzrechte stieg die Gesamtzahl im vergangenen Jahr um knapp 200 oder rund 6 % auf nunmehr 3.470 (erteilte und angemeldete) Patente an.

Ausbau des F&E-Netzwerks

Internationale Technologie- und Qualitätsführerschaft in anspruchsvollen Segmenten erfordert als Basis eine entsprechend intensive (anwendungsorientierte) Grundlagenforschung. Die voestalpine als forschungs-

1 Quellen: Nationale und internationale Patentbehörden

Forschungsaufwendungen des voestalpine-Konzerns

intensivstes heimisches Industrieunternehmen ist – weit über Österreich hinaus – zugleich ein wichtiger industrieller Partner von derzeit rund 80 Universitäten und universitären Forschungseinrichtungen. Darüber hinaus ist der Konzern an zehn Projekten des österreichischen Kompetenzzentrenprogramms COMET und an 15 Christian-Doppler-Labors beteiligt.

Den universitären F&E-Partnern kommt im Wege der Kooperationen mit dem voestalpine-Konzern jährlich ein Volumen von mehr als 10 % von dessen Forschungs- und Entwicklungsbudgets zugute.

Schwerpunkte der F&E-Strategie

Die Grundlage der Innovationsführerschaft besteht darin, dass sich der Konzern in seiner Forschungstätigkeit nicht nur mit laufenden Produkt- und Prozessverbesserungen befasst, sondern auch sehr langfristige globale Entwicklungen möglichst frühzeitig identifiziert, analysiert und in konkrete Arbeitsschwerpunkte umsetzt. Der langfristige F&E-Fokus liegt hier insbesondere auf werkstoffrelevanten Aspekten der

Bereiche Energie, Mobilität und Ressourcen, die auch bereits im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Geschäftsjahres 2009/10 standen.

So wurde beispielsweise die Entwicklung von Komponenten aus innovativen Hochtemperaturwerkstoffen sowie von speziellen Anwendungen für die Bereiche Solarenergie, Windkraft und thermische Energiegewinnung forciert. Ein wettbewerbsmitentscheidender Aspekt ist dabei die divisionsübergreifende, d. h. konsequente konzernale, Zusammenarbeit, die neben der Werkstoffkompetenz auch Schlüssel-Know-how in der Verarbeitung, einschließlich der Verbindung von Materialien etwa durch neu entwickelte Schweißtechnologien, beinhaltet.

Für Details zu jenen Innovationen, die im abgelaufenen Jahr erfolgreich realisiert werden konnten (wie zum Beispiel neue Leichtbautechnologien für den Automobilbau oder die weitere Optimierung anspruchsvollster Hochgeschwindigkeitsweichen), wird auf die ausführliche Darstellung in der Quartalsberichterstattung des Geschäftsjahres 2009/10 verwiesen.

Risikomanagement

Die voestalpine AG hat für den Konzern erstmals bereits vor rund zehn Jahren risikopolitische Leitsätze festgelegt. Das seit dem Geschäftsjahr 2000/01 im Unternehmen bestehende Risikomanagementsystem ist in Form einer konzernweit gültigen Verfahrensanweisung verankert, dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt damit für das Unternehmen einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar.

Gemäß Unternehmensrechts-Änderungsgesetz ist in der voestalpine AG ein Prüfungsausschuss eingerichtet, der sich unter anderem kontinuierlich auch mit Fragen des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems (IKS) befasst. Sowohl das Risikomanagement als auch das IKS sind im voestalpine-Konzern integrale Bestandteile der bestehenden Managementsysteme. Die Interne Revision überwacht als unabhängiger unternehmensinterner Bereich die Betriebs- und Geschäftsabläufe sowie das Interne Kontrollsystem und ist bei der Wertung der Prüfungsergebnisse weisungsungebunden.

Das Risikomanagement erstreckt sich sowohl über die strategische als auch die operative Ebene und ist damit ein maßgebliches Element für nachhaltigen Erfolg. Das strategische Risikomanagement dient der Evaluierung und Absicherung der strategischen Zukunftsplanungen. Die Strategie wird auf Konformität mit dem Zielsystem überprüft, um wertsteigerndes Wachstum durch bestmögliche Ressourcenallokation sicherzustellen. Das operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess, der mindestens einmal jährlich durchlaufen wird. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix mit Beurteilung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dokumentiert werden im Wesentlichen Betriebs-, Umwelt-, Technologie-, Finanz- und IT-Risiken. Unterstützt wird dieser Prozess durch ein spezielles webbasiertes IT-System.

Konkret wurden unter anderem im voestalpine-Konzern folgende Maßnahmen zur Risikovermeidung, -minimierung und -transferierung ergriffen:

Rohstoffverfügbarkeit/ Rohstoffpreisabsicherung

Das Unternehmen verfolgt bereits seit einigen Jahren eine Beschaffungsstrategie, die auf langfristige und enge Lieferbeziehungen, die Ausweitung des Lieferantenportfolios sowie den Ausbau der Eigenversorgung abzielt. Angesichts der künftig noch volatiler erwarteten Rohstoffmärkte werden diese Zielsetzungen noch weiter an Bedeutung gewinnen. Auf Grund dieser konsequenten Ausrichtung war auch zum Ende des Geschäftsjahres 2009/10, als weltweit zunehmende Versorgungsengpässe auftraten, die Versorgung des Konzerns mit den jeweils erforderlichen Rohstoffen in vollem Umfang und zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

Aktuell wird durch die weitgehende Abkehr vom traditionellen Benchmarksystem (siehe Kapitel "Rohstoffe") auch eine entsprechende Anpassung der Vertragsstrukturen gegenüber den Kunden des Konzerns mit diesen verhandelt, um den geänderten Rahmenbedingungen, vor allem auch unter Risikoaspekten, Rechnung zu tragen.

Zur Evaluierung von Risiken aus der Schwankung von Rohstoffpreisen besteht ein Risikomanagement-Tool, mithilfe dessen ein Cashflow @ Risk berechnet wird. Unter Berücksichtigung der Weitergabefähigkeit von Preisänderungen, der Höhe des bewerteten Risikos und der individuellen Besonderheit des jeweiligen Rohstoffes werden Preissicherungen in Form von Lieferverträgen mit Fixpreisvereinbarung oder in Form von derivativen Finanzkontrakten vorgenommen. Eine interne Richtlinie regelt dabei die Vorgehensweise im Konzern.

Ausfall IT-Systeme

Die Servicierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse, die großteils auf komplexen Informationstechnologien basieren, werden von einer zu 100 % im Eigentum der voestalpine AG stehenden und auf IT spezialisierten Gesellschaft wahrgenommen. Auf Grund der Bedeutung von IT-Sicherheit und zur weiteren Minimierung möglicher IT-Sicherheitsrisiken wurden in der Vergangenheit sicherheitstechnische Datenverarbeitungs-Mindeststandards erarbeitet, deren Einhaltung jährlich in Form eines Audits überprüft wird.

Produktionsanlagen

Zur Minimierung des Ausfallrisikos bei kritischen Anlagen werden gezielte und umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequent vorbeugende Instandhaltung, eine risikoorientierte Reserveteillagerung sowie die Schulung der Mitarbeiter sind weitere Maßnahmen.

Mitarbeiter

Zur nachhaltigen Sicherung des Wissens, aber auch zur Absicherung vor Know-how-Verlust wurden schon in der Vergangenheit anspruchsvolle Projekte initiiert, die konsequent weitergepflegt werden.

Die bereits bestehenden Maßnahmenpläne für den Pandemiefall werden standardmäßig einem jährlichen Review unterzogen, um die vollständige Funktionsfähigkeit im Anlassfall sicherzustellen.

CO2-Risiken

Risiken in Bezug auf CO2 werden im Kapitel "Umwelt" dieses Geschäftsberichtes behandelt.

Risiken aus dem Finanzbereich

Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für den Finanzbereich der einzelnen Konzerngesellschaften. Finanzielle Risiken werden ständig beobachtet, quantifiziert und – wo sinnvoll – abgesichert. Die Strategie zielt auf eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und der Erträge ab. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten.

Im Detail werden die Finanzierungsrisiken durch folgende Maßnahmen abgesichert:

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich nicht jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend von den operativen Gesellschaften direkt an das Konzern-Treasury der voestalpine AG abgegeben wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken ermittelt.

Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können. Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte wird durch ein exaktes Debitorenmanagement gering gehalten. Ein hoher Prozentsatz der Liefergeschäfte ist durch Kreditversicherungen abgesichert. Darüber hinaus bestehen bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive. Per 31. März 2010 waren 77 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über eine Kreditversicherung gedeckt.

Währungsrisiko

Eine Absicherung ergibt sich zunächst auf Grund von natürlich geschlossenen Positionen, bei denen z. B. Forderungen in USD aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten für Rohstoffeinkäufe gegenüberstehen (USD-Netting). Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus der Nutzung von derivativen Sicherungsinstrumenten.

Zinsrisiko

Eine Zinsrisikobeurteilung unterscheidet zwischen dem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und dem Barwertrisiko bei fix verzinsten Finanzinstrumenten. Die Konzernstrategie zielt darauf ab, durch Nutzung des Portfolioeffekts und durch Zinssicherungen die Volatilität von Zinsschwankungen zu vermindern.

Wirtschafts- und Finanzkrise

Im Zusammenhang mit der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise und ihren Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern wurden bereits im Vorjahr Maßnahmen eingeleitet, die im Geschäftsjahr 2009/10 konsequent weiterverfolgt wurden.

Diese zielen insbesondere darauf ab,

  • • die negativen Folgen der rezessiven Konjunkturentwicklung auf das Unternehmen so gering wie möglich zu halten,
  • • die hohe Produktqualität bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen aufrecht zu erhalten,
  • • ausreichend finanzielle Liquidität zur Verfügung stellen zu können
  • • sowie das innerbetriebliche Know-how im Hinblick auf den langfristigen weiteren Ausbau der Qualitäts- und Technologieführerschaft abzusichern.

Zur Verringerung oder Eliminierung der in der Vergangenheit im Konzern festgestellten Risiken wurden und werden konkrete Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt, wodurch sich das Risikopotenzial tendenziell weiter kontinuierlich reduziert. Die erarbeiteten Maßnahmen zielten auf eine Senkung der potenziellen Schadenshöhe und/oder eine Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit ab.

Es ist festzuhalten, dass die Risiken im voestalpine-Konzern begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Konzerns nicht gefährden. Es sind auch keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung darstellen.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Gemäß § 243a Abs. 2 UGB in der Fassung des URÄG 2008 sind im Lagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.

Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstandes. Der Vorstand hat dazu, konzernweit verbindlich, anzuwendende Richtlinien verabschiedet.

Der dezentralen Struktur des voestalpine-Konzerns folgend ist die lokale Geschäftsführung jeder Konzerngesellschaft zur Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften verpflichtet.

Der gesamte Prozess, von der Beschaffung bis zur Zahlung, unterliegt strengen Konzernrichtlinien, welche die mit den Geschäftsprozessen in Zusammenhang stehenden Risiken vermeiden sollen. In diesen Konzernrichtlinien sind Maßnahmen und Regeln zur Risikovermeidung festgehalten, wie z. B. Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen sowie ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigungen für Zahlungen (Vieraugenprinzip).

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen in diesem Zusammenhang einen Eckpfeiler des Internen Kontrollsystems dar. So wird die Trennung von sensiblen Tätigkeiten durch eine restriktive Vergabe von IT-Berechtigungen unterstützt. Für die Rechnungslegung in den jeweiligen Unternehmen wird im Wesentlichen die Software SAP verwendet. Die Funktionsfähigkeit dieses Rechnungslegungssystems wird unter anderem auch durch im System eingerichtete automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden bei voll- und quotenkonsolidierten Gesellschaften die Werte in das konzerneinheitliche Konsolidierungs- und Berichtssystem übernommen.

Konzernweit einheitliche Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze zur Erfassung, Buchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen sind im voestalpine-Konzernbilanzierungshandbuch geregelt und verbindlich von allen betroffenen Konzerngesellschaften einzuhalten.

Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen sind einerseits automatische Kontrollen im Berichts- und Konsolidierungssystem als auch zahlreiche manuelle Kontrollen implementiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten.

Die Darstellung der Organisation des Berichtswesens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist im Controlling-Handbuch der voestalpine zusammengefasst.

Aus den Rechnungswesen- bzw. Controlling-Abteilungen der einzelnen Gesellschaften ergehen Monatsberichte mit Key Performance Indicators (KPIs) an die Vorstände und Geschäftsführer der Gesellschaften sowie nach Genehmigung an den Bereich Corporate Accounting & Reporting zur Verdichtung, Konsolidierung und Berichtslegung an den Konzernvorstand. Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wird eine Reihe von Zusatzinformationen wie detaillierte Soll-Ist-Vergleiche in ähnlichem Ablauf berichtet. Quartalsweise erfolgen ein Bericht an den jeweiligen Aufsichtsrat oder Beirat der Gesellschaften sowie ein konsolidierter Bericht an den Aufsichtsrat der voestalpine AG.

Neben den operativen Risiken unterliegt auch die Rechnungslegung dem Risikomanagement. Mögliche Risiken in Bezug auf die Rechnungslegung werden dabei regelmäßig erhoben und Maßnahmen zu deren Vermeidung getroffen. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die unternehmenstypisch als wesentlich zu erachten sind. Die Überwachung der Einhaltung und die Qualität des Internen Kontrollsystems erfolgen laufend im Rahmen von Revisionsprüfungen auf Ebene der Konzerngesellschaften. Die Interne Revision arbeitet eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammen. Sie ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und berichtet periodisch an den Vorstand und in der Folge an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der voestalpine AG.

Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen des Jahresabschlusses, soweit diese Kontrollsysteme für die Aufstellung des Konzernabschlusses und für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung sind.

Angaben gemäß § 243a UGB

Das Grundkapital der voestalpine AG beträgt zum 31. März 2010 307.132.044,75 EUR und ist in 169.049.163 auf Inhaber lautende Stückaktien geteilt. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht (1 share = 1 vote). Der voestalpine AG sind keine Vereinbarungen ihrer Aktionäre bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien beschränken.

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG, Linz, sowie die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, Linz, halten jeweils mehr als 10 %, und die Oberbank AG, Linz, hält mehr als 5 % am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Stimmrechte der von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung für die Arbeitnehmer der an der Mitarbeiterbeteiligung teilnehmenden Konzerngesellschaften der voestalpine AG treuhändig gehaltenen Aktien werden durch den Vorstand der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung ausgeübt. Die Art der Ausübung des Stimmrechtes bedarf jedoch der Zustimmung des Beirates der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat ist paritätisch von je sechs Personen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Dem Vorsitzenden des Beirates, der von der Arbeitnehmerseite zu besetzen ist, steht ein Dirimierungsrecht zu.

Für Befugnisse des Vorstandes, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben, wie der Erwerb eigener Aktien, genehmigtes oder bedingtes Kapital, wird auf Punkt 17 (Eigenkapital) des Anhanges zum Konzernabschluss 2009/10 verwiesen.

Die im Oktober 2007 begebene Hybridanleihe, die im Geschäftsjahr 2008/09 begebenen Anleihen (333 Mio. EUR Festverzinsliche Schuldverschreibung 2008–2011 sowie 400 Mio. EUR Festverzinsliche Schuldverschreibung 2009–2013) sowie weitere langfristige Finanzierungsverträge in einem anfänglichen Volumen von gesamt 2,1 Mrd. EUR, welche die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008/09 mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen hat, enthalten so genannte Change-of-Control-Klauseln. Mit Ausnahme der Hybridanleihe steht gemäß den Bedingungen dieser Finanzierungen den Inhabern der Anleihen bzw. den kreditgewährenden Banken im Falle des Eintritts eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft das Recht zu, die Rückzahlung zu verlangen. Gemäß den Emissionsbedingungen der Hybridanleihe erhöht sich der Festzinssatz in der Höhe von 7,125 % (Zinssatz der Festzinssatzperiode) bzw. die Marge in der Höhe von 5,05 % (Zinssatz der variablen Zinsperiode) 61 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels um 5 %. Der voestalpine AG steht ein Kündigungsrecht mit Wirkung bis spätestens 60 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels zu. Eine Änderung in der Kontrolle der voestalpine AG findet gemäß den Bedingungen der angeführten Anleihen und Finanzierungsverträge statt, wenn eine kontrollierende Beteiligung im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes erworben wird.

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Ausblick

Die globale Wirtschaftsentwicklung wird im Frühjahr 2010 fast ausschließlich durch makroökonomische Parameter geprägt. Die Entwicklung einzelner Unternehmen, ja zum Teil auch ganzer Wirtschaftssektoren wird von politischen sowie wirtschafts- und währungspolitischen Grundsatzdiskussionen und -entscheidungen überlagert und in den Hintergrund gedrängt. Selten waren in den vergangenen Jahrzehnten Strukturen und Positionen im globalen Wirtschafts- und Währungsgefüge derart in Frage gestellt wie in diesen Wochen und Monaten – von der Grundsatzthematik des Verhältnisses zwischen Politik und Wirtschaft generell über die Grenzen der Verschuldungsfähigkeit von Volkswirtschaften bis hin zur Frage der Regulierung von Kapital- und Finanzmärkten.

Vor diesem Hintergrund ist heute weniger als noch vor einigen Monaten abschätzbar, wie weit die Auswirkungen des stärksten Konjunktureinbruchs der letzten Jahrzehnte definitiv überwunden sind und ob für die nächsten Jahre von einer zumindest schrittweisen Erholung der Weltwirtschaft ausgegangen werden kann. Zusätzlich stellt sich im Lichte der progressiv zunehmenden Verschuldungssituation in einer Reihe von – nicht nur europäischen – Ländern die Frage, ob eine breitflächige Erholung der Weltkonjunktur in absehbarer Zeit überhaupt realistisch ist oder ob nicht nur von einem, möglicherweise auch bloß vorübergehenden Aufschwung in einzelnen Regionen ausgegangen werden sollte.

Die entscheidende Rolle zur Beantwortung dieser Frage wird der Konjunkturentwicklung in Asien, vor allem der Nachhaltigkeit des Aufschwungs in China zukommen. In diesem Zusammenhang gewinnt auch die chinesische Währungs- und Wechselkurspolitik eine immer größere Bedeutung für den künftigen Verlauf der globalen Handelsströme. Vor allem aus europäischer Sicht wird nicht zuletzt die weitere Entwicklung des Euro in Relation zu den anderen wesentlichen Währungen konjunkturbestimmend sein. Abgesehen von der kapitalmarktberuhigenden Wirkung einer möglichen Euro-Konsolidierung könnte das aktuelle Geschehen längerfristig für Europa aber auch positive Aspekte haben: Sollte es in Verbindung mit der Lösung der Verschuldungsprobleme einzelner europäischer Staaten zu einer stärkeren wirtschaftlichen Integration der Europäischen Union bzw. des Euro-Raums kommen, würde dies auf längere Sicht auch zu einer maßgeblichen Stärkung dieses Wirtschaftsraums im globalen Wettbewerb führen.

Neben diesen grundsätzlichen Unwägbarkeiten bleiben im Zusammenhang mit der Beurteilung der möglichen weiteren Entwicklung zusätzlich auch eine Reihe offener Fragen aus industriespezifischer Sicht: Welche Branchen werden sich rascher erholen, welche erst längerfristig? Wie lange wird es dauern, die aktuelle Verdoppelung der Rohstoffkosten über die gesamte Wertschöpfungskette der Stahlprodukte an den Markt weiterzugeben? Was bedeuten nach Jahrzehnten jährlicher Preisvereinbarungen erstmals quartalsweise Preisfestlegungen auf der Rohstoffseite für die Preisbildung gegenüber den Kunden?

Aber auch wenn vieles in Bezug auf die weitere Entwicklung offen und unsicher erscheint, so gibt es doch eine Reihe von Fakten, die zumindest für die nächsten Monate ein Anhalten der positiven Grundtendenz erwarten lassen: eine hervorragende Auslastungssituation in den Divisionen Stahl und Bahnsysteme sowie ein anhaltend positiver Trend in den Divisionen Edelstahl, Profilform und Automotive; eine stabil gute

Nachfrage in den wichtigen Kundensegmenten Automobil- und Hausgeräteindustrie, Eisenbahninfrastruktur sowie Alternativenergien, eine steigende Nachfrage im konventionellen Energiebereich, im Maschinen- und Werkzeugbau sowie im Nutzfahrzeugbereich. Einzig die Sektoren Bau und Luftfahrt lassen bisher nur wenig Belebung erkennen. Zusätzlich unterstützend für ein Anhalten des positiven Trends wirken eine unverändert eher entspannte Importsituation in Europa im Stahlbereich, in allen Divisionen nach wie vor nicht über Normalniveau liegende Kundenläger sowie ein tendenziell steigendes Preisniveau.

Zusammenfassend gesehen ist damit, trotz eines aus den einleitend dargestellten Gründen sehr herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes, jedenfalls für die 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2010/11 mit einer weiteren Verbesserung des Konzernergebnisses zu rechnen. Die 2. Jahreshälfte ist in ihrer Entwicklung aus heutiger Sicht kaum abschätzbar; im Hinblick auf das im Jahresverlauf zunehmende Wirksamwerden weiterer Kosteneinsparungsmaßnahmen ist aber auch im Gesamtgeschäftsjahr 2010/11 für den voestalpine-Konzern ein über dem Vorjahr liegendes Ergebnis absehbar.

"Werte als Fundament unseres Handelns"

Entscheidend für das Erreichen von gemeinsamen Zielen ist es, sie für jeden einzelnen Mitarbeiter verständlich zu machen und damit die uneingeschränkte Identifikation mit dem Unternehmen zu schaffen. Die Werte der voestalpine – vor allem Verlässlichkeit, Offenheit für Veränderungen und Vertrauen in die eigenen Stärken – haben sich gerade in der Krise als Fundament unseres Handelns bewährt. Mehr denn je werden wir damit auch in Zukunft unseren Kunden und Aktionären ein anerkannter Partner sein.

Jahresfinanzbericht 2009/10 61

Division Stahl

Kennzahlen der Division Stahl

Mio. EUR

2008/09 2009/10 Veränderung
in %
4.328,5 3.098,7 –28,4
735,5 423,3 –42,4
17,0 % 13,7 %
522,3 201,4 –61,4
12,1 % 6,5 %
10.034 9.510 –5,2

Kunden der Division Stahl

Märkte der Division Stahl

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Das wirtschaftliche Umfeld stellte sich für die Division Stahl vor allem in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 sehr schwierig dar, wobei die Auswirkungen der Krise auf die einzelnen Geschäftsbereiche in Dimension und zeitlicher Abfolge einen durchaus unterschiedlichen Verlauf nahmen.

Im Geschäftsbereich Qualitätsflachstahl, den "klassischen" Bandprodukten, setzten sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 die im Herbst 2008 begonnenen, massiven Nachfrage- und Preiseinbrüche bis zur Bildung der konjunkturellen Talsohle im Sommer 2009 weiter fort. Danach kam es jedoch zu einer Stabilisierung des Marktes und ab Herbst zu einer schrittweisen, aber doch merklichen Nachfrageerholung. Während die Automobil- und Automobilzulieferindustrie nicht zuletzt durch umfangreiche staatliche Stützungsmaßnahmen ("Verschrottungsprämie") in einer Reihe von (europäischen) Ländern ab dem 2. Kalenderhalbjahr 2009 wieder eine zunehmende Nachfrage und steigende Produktion verzeichnete, mussten Sektoren wie die Nutzfahrzeugindustrie oder der Maschinenbau weitaus massivere Einbrüche (bis zu 70 %) und in der Folge auch eine bis heute deutlich zurückhaltendere Erholung hinnehmen. Zusätzlich unterstützend wirkten sich im Jahresverlauf 2009 insgesamt auch historisch niedrige Lagerstände und im Vergleich zu den Vorperioden nur geringe Importe in den EU-Raum aus. Da jedoch eine Reihe von Stahlunternehmen die Wiederinbetriebnahme vorübergehend stillgelegter Kapazitäten ab Herbst 2009 forcierten, kam es im Kurzfristgeschäft gegen Ende des Jahres 2009 nochmals zu erheblichem Preisdruck, dem allerdings bereits in den ersten Monaten 2010 eine neuerliche Trendwende zu deutlich steigenden Preisen folgte. Diese Entwicklung war jedoch nicht primär das Ergebnis erhöhter Nachfrage am Markt, sondern vor allem das Resultat der Ankündigung einer Verdopplung der Preise für Kohle und Erz durch die großen Minenbetreiber mit 1. April 2010. Mit Ausnahme der planmäßigen Großreparaturen an einem der beiden kleinen Hochöfen (Dezember 2009 bis März 2010) wurden alle verfügbaren Produktionskapazitäten von Anfang September 2009 bis zum Ende des Geschäftsjahres 2009/10 im Vollbetrieb gefahren.

Verfügte der Geschäftsbereich Grobblech anfänglich noch über einen zufriedenstellenden Auftragspolster, so geriet dieses Segment im Verlauf des Geschäftsjahres 2009/10 massiv unter Druck. Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie des Ölpreisverfalls kam es auf Grund von umfangreichen Projektstillständen im Energiebereich zu massiven Nachfrage- sowie (verschärft durch zunehmenden Wettbewerb aus Asien und Russland) enormen Preiseinbrüchen. Erst gegen Ende des Geschäftsjahres stellte sich in diesem Bereich wieder eine Erholung mit zunehmenden Auftragseingängen und steigendem Preisniveau ein. Hervorzuheben sind dabei vor allem die gute Nachfrageentwicklung aus der Branche Windkraft sowie eine wieder zunehmende Bedarfsdynamik in der Erdöl- und Erdgasförderung.

Ein weitgehend stabiles 1. Halbjahr 2009/10 und eine herausfordernde zweite Jahreshälfte verzeichnete auch der Geschäftsbereich Gießerei, in dem zu Beginn des Geschäftsjahres noch eine gute Auslastung gegeben war. In der Folge stellten sich die Auftragseingänge jedoch – bedingt durch eine schwache Nachfrage aus den Branchen Energie und Maschinenbau – deutlich rückläufig dar. Hauptgrund dafür sind Verzögerungen bei Dampfturbinen-Großprojekten bzw. eine sinkende Nachfrage nach Gasturbinen. Bei Vorhaben im Bereich der Wasserkraft stellt sich das Geschäftsniveau alles in allem nach wie vor stabil positiv dar.

Im Bereich des Stahl Service Centers (SSC) verlief das Geschäftsjahr 2009/10 durchwegs günstiger als in den anderen Segmenten der Division; hier zog die Nachfrage bereits seit Sommer 2009 merklich an, was im weiteren Quartalsverlauf zu einer kontinuierlich steigenden Dynamik führte. Deutlich ungünstiger stellte sich die Geschäftsentwicklung hingegen für die Anarbeitungsaktivitäten der Division dar, wo ähnlich wie im Segment Grobblech erst im Verlauf des letzten Quartals des Geschäftsjahres eine deutliche Entspannung eintrat.

Mit dem Ende des Geschäftsjahres 2009/10 wurde die Konzeptphase des divisionalen Projekts "Zukunft" abgeschlossen, das – neben der Technologie- und Qualitätsführerschaft – auch die Kostenführerschaft in den wesentlichen Produktsegmenten durch Einsparungen in der Höhe von mindestens 350 Mio. EUR mit dem Geschäftsjahr 2012/13 sicherstellen wird. Neben der reinen Kostenverbesserung wird aber auch eine noch konsequentere, divisional durchoptimierte Steuerung angestrebt, deren Hauptaufgabe in der Sicherstellung der unmittelbaren Anpassungsfähigkeit der Organisation an zukünftig noch steigende Marktvolatilitäten liegt.

Entwicklung der Kennzahlen

Vor dem Hintergrund eines über weite Strecken des Geschäftsjahres sehr schwierigen Konjunkturumfeldes mit massiven Mengenund Preisrückgängen blieb die Division sowohl bei den Umsatz- als auch den Ergebniswerten deutlich unter jenen des Vorjahres.

Die Umsatzerlöse sanken um 28,4 % von 4.328,5 Mio. EUR auf 3.098,7 Mio. EUR. In ergebnismäßiger Hinsicht ergab sich ein Rückgang des EBITDA um 42,4 % von 735,5 Mio. EUR auf 423,3 Mio. EUR bzw. des EBIT um 61,4 % von 522,3 Mio. EUR auf 201,4 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge erreichte im Geschäftsjahr 2009/10 13,7 % (Vorjahr: 17,0 %), die EBIT-Marge lag bei 6,5 % (Vorjahr: 12,1 %).

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass die Division Stahl im Konkurrenzvergleich gerade in der Krise ihre spezifische Positionierung als Nischenplayer im obersten Qualitätsbereich deutlich macht.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Einzelquartale zeigt sehr deutlich den Erfolg der rasch und konsequent umgesetzten Krisenmaßnahmen. So konnten in den ersten drei Quartalen 2009/10 bei nahezu identem Umsatz jeweils überproportionale Ergebniszuwächse erzielt werden. Das Ergebnis des letzten Quartals ist nicht zuletzt durch den Ausfall eines der beiden kleinen Hochöfen infolge einer geplanten Großreparatur geprägt.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2009/10 beschäftigte die Division Stahl 9.510 Mitarbeiter. Gegenüber dem 31. März 2009 (10.034) entspricht dies einem Rückgang um 5,2 %, der aus Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung infolge der Wirtschaftskrise resultiert.

Quartalsentwicklung der Division Stahl

1. Quartal
2009/10
2. Quartal
2009/10
3. Quartal
2009/10
4. Quartal
2009/10
GJ
2009/10
Umsatzerlöse 760,1 753,3 778,1 807,2 3.098,7
EBITDA 34,0 100,5 155,0 133,8 423,3
EBITDA-Marge 4,5 % 13,3 % 19,9 % 16,6 % 13,7 %
EBIT –17,3 46,5 98,9 73,3 201,4
EBIT-Marge –2,3 % 6,2 % 12,7 % 9,1 % 6,5 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
9.839 9.618 9.530 9.510 9.510
Mio. EUR

Quartalsentwicklung der Division Stahl

Mio. EUR

Geschäftsjahr 2009/10

"Leadership und Eigenverantwortung"

Wichtig ist die richtige Balance zwischen Leadership und größtmöglicher Eigenverantwortung. So viel Dezentralität wie möglich, damit die operativen Einheiten maßgeschneiderte Antworten auf individuelle Problemstellungen entwickeln können – und gleichzeitig so viel strategische Steuerung wie nötig, um das Ziel des Gesamten nicht aus den Augen zu verlieren. Auf diesem guten Mittelweg haben wir die Krise bewältigt und gehen auch optimistisch den künftigen Herausforderungen entgegen.

Division Edelstahl

Kennzahlen der Division Edelstahl1

Mio. EUR 2008/09 2009/10 Veränderung
in %
1 Gemäß IFRS alle Werte nach
Purchase Price Allocation (PPA).
Umsatzerlöse 3.530,6 2.358,4 –33,2
Nähere Erläuterungen zur PPA EBITDA 363,3 153,1 –57,9
befinden sich auf der
Umschlaginnenseite des
EBITDA-Marge 10,3 % 6,5 %
Geschäftsberichtes 2007/08. EBIT 55,0 –79,6
EBIT-Marge 1,6 % –3,4 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
14.734 13.762 –6,6

Kunden der Division Edelstahl

Märkte der Division Edelstahl

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Das Umfeld der Division Edelstahl war in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2009/10 neben dem allgemeinen Nachfragerückgang besonders stark von einem massiven Lagerabbau über die gesamte Wertschöpfungskette bis zu den Endabnehmern gekennzeichnet. Die daraus resultierenden Einbußen bei den Auftragseingängen führten auch zu einer entsprechend signifikant rückläufigen Kapazitätsauslastung in allen vier Geschäftsbereichen.

Erst ab Herbst 2009 führten die inzwischen auf ein Minimum gesunkenen Bestände zu einer leichten Zunahme der Nachfrage. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres bestätigte sich die (schrittweise) Trendwende, wobei die Erholung insbesondere von Asien, vorrangig von China, getrieben war. Die konjunkturelle Aufwärtsentwicklung gewann aber auch in Südamerika, allen voran in Brasilien, an Dynamik, während die Belebung in Nordamerika wesentlich zögerlicher einsetzte – in Europa stagnierte der Bedarf hingegen weiterhin auf niedrigem Niveau.

Bezogen auf die wesentlichen Kundenkreise verbesserte sich gegen Ende des Geschäftsjahres vor allem die Nachfrage in den Sektoren Konsumgüter, Automobil und Alternativenergie, wobei alle Indikatoren auf eine anhaltende Trendwende in diesen Bereichen schließen lassen. Unverändert schwierig stellte sich hingegen die Konjunkturentwicklung im Maschinenbau dar, auch in der Nutzfahrzeugindustrie und im Schiffsbau war noch keine nachhaltige Marktbelebung spürbar. Auch zum Ende des

Geschäftsjahres noch sehr schwach tendierte der Bedarf in den Abnehmersektoren Luftfahrt sowie konventionelle Energieerzeugung.

In den einzelnen Geschäftsbereichen1 der Division Edelstahl stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:

Nach einem extrem schwierigen Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 registrierte der Bereich High Performance Metals im 2. Halbjahr einen leichten Anstieg der Nachfrage bei Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl. Bei Spezialstählen und Freiformschmiedestücken blieb der Bedarf jedoch über das gesamte Geschäftsjahr unter den Erwartungen. Positive Signale waren vor allem in China, Brasilien und in abgeschwächter Form auch in Nordamerika erkennbar. Die Nachfragesituation in den europäischen Märkten blieb dagegen bis zuletzt hinter der in den anderen Wirtschaftsregionen zurück.

Im Geschäftsbereich Welding Consumables schwächte sich die anfänglich gute Nachfrage im Verlauf des Geschäftsjahres zunehmend ab. Dabei stellte sich die Nachfrage im Pipelinebau und teilweise auch in den Segmenten Offshore und Petrochemie noch weitgehend stabil, allerdings auf niedrigerem Niveau als im Vorjahr, dar. Alle übrigen Abnehmerbranchen reduzierten den Bedarf, insbesondere der Kraftwerksbau, der Apparatebau und der allgemeine Maschinenbau.

Die im 1. Halbjahr 2009/10 unbefriedigende Nachfragesituation im Geschäftsbereich Precision Strip hat sich im Verlauf der zwei-

1 In der Struktur bis 31. März 2010. Neue organisatorische Zuordnung ab Geschäftsjahr 2010/11 siehe Organigramm des voestalpine-Konzerns.

ten Jahreshälfte etwas verbessert, auch die Kapazitätsauslastung in den Produktionsbetrieben zeigt wieder ansteigende Tendenz. Die Profitabilität des Bereichs konnte im Jahresverlauf vor allem durch kostenseitige Maßnahmen deutlich verbessert werden.

Auch der Bereich Special Forgings war insbesondere zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 mit einem starken Nachfragerückgang, vor allem aus der Flugzeugindustrie, der Energieerzeugung und dem Nutzfahrzeugbau, konfrontiert. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres trat – zumindest graduell – eine gewisse konjunkturelle Entspannung ein, deren Nachhaltigkeit allerdings noch nicht abgesichert erscheint.

Entwicklung der Kennzahlen

Absatzmengen und Preisniveau lagen in allen Geschäftsbereichen der Division Edelstahl insgesamt deutlich unter den Vergleichswerten des Vorjahres, auch die – erlösmitbestimmenden – Legierungspreise zogen erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2009/10 an. Insgesamt ergab sich daraus ein Rückgang der Umsatzerlöse um 33,2 % von 3.530,6 Mio. EUR auf 2.358 ,4 Mio. EUR. Das EBITDA belief sich auf 153,1 Mio. EUR und lag damit um 57,9 % unter dem Vorjahreswert (363,3 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 6,5 % (Vorjahr: 10,3 %).

Auch die Division Edelstahl konnte ihr operatives Ergebnis durch konsequentes Krisenmanagement – vor allem Kostenoptimierungsmaßnahmen auf breiter Front – im Laufe des Geschäftsjahres "drehen", sodass im letzten Quartal auch nach Anwendung der Purchase Price Allocation (PPA) mit 23,7 Mio. EUR ein positives EBIT ausgewiesen werden konnte. Die Anwendung der PPA belastete das EBIT im Geschäftsjahr 2009/10 mit insgesamt 116,4 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung dieser (rein buchtechnischen) Maßnahme ergibt sich für das Geschäftsjahr 2009/10 ein EBIT von –79,6 Mio. EUR (gegenüber 55,0 Mio. EUR im vergangenen Jahr). Die EBIT-Marge liegt damit bei –3,4 % (Vorjahr: 1,6 %).

Zum 31. März 2010 beschäftigte die Division Edelstahl 13.762 Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahreswert von 14.734 Beschäftigten entspricht dies einem restrukturierungsbedingten Abbau um 6,6 %.

Quartalsentwicklung der Division Edelstahl1

1. Quartal
2009/10
2. Quartal
2009/10
3. Quartal
2009/10
4. Quartal
2009/10
GJ
2009/10
Umsatzerlöse 570,8 560,7 576,4 650,5 2.358,4
EBITDA 12,2 26,3 37,7 76,9 153,1
EBITDA-Marge 2,1 % 4,7 % 6,5 % 11,8 % 6,5 %
EBIT –47,6 –33,2 –22,5 23,7 –79,6
EBIT-Marge –8,3 % –5,9 % –3,9 % 3,6 % –3,4 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
14.250 13.884 13.777 13.762 13.762

1 Gemäß IFRS alle Werte nach Purchase Price Allocation (PPA). Nähere Erläuterungen

zur PPA befinden sich auf der Umschlaginnenseite des Geschäftsberichtes 2007/08. Mio. EUR

Quartalsentwicklung der Division Edelstahl1

"Stärken und Schwächen"

Wie schnell es gelingt, auf Krisen zu reagieren, die ohne Vorwarnung eintreten, offenbart die Stärken und Schwächen einer Organisation. Insofern war das Krisenmanagement, das alle Divisionen gleichermaßen bewerkstelligt haben, wirklich beeindruckend. Ich bin aber auch stolz, dass sich "meine" Division gerade in diesem schwierigen abgelaufenen Geschäftsjahr dank ihres Produkt- und Marktportfolios zu einer tragenden Säule des Konzerns entwickelt hat.

Dipl.-Ing. Josef Mülner

Division Bahnsysteme

Kennzahlen der Division Bahnsysteme

Mio. EUR

2008/09 2009/10 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.351,0 1.908,5 –18,8
EBITDA 414,7 329,0 –20,7
EBITDA-Marge 17,6 % 17,2 %
EBIT 324,7 225,6 –30,5
EBIT-Marge 13,8 % 11,8 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
8.077 7.863 –2,6

Kunden der Division Bahnsysteme

Märkte der Division Bahnsysteme

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Das Marktumfeld für die Division Bahnsysteme stellte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt überwiegend positiv, auf Grund der spezifischen Gegebenheiten der einzelnen Segmente allerdings durchaus differenziert, dar.

Der Geschäftsbereich Bahninfrastruktur war – nicht zuletzt auf Grund forcierter staatlicher Infrastrukturprogramme – von einer allgemein zufriedenstellenden Branchenkonjunktur geprägt.

In der Weichentechnologie war eine stabile Geschäftsentwicklung in West- bei gleichzeitig steigender Projektaktivität in Osteuropa zu verzeichnen. Sehr erfreulich haben sich überdies erneut die Exporte – vor allem von anspruchsvoller Hytronics-Technologie – in außereuropäische Bahnmärkte entwickelt. Hervorzuheben sind dabei insbesondere Bahnbauprojekte in China, in den Golfstaaten sowie auf Grund steigender Gütervolumina auch in der GUS. In Nordamerika hingegen haben die Konjunktur-Stimulusprogramme bislang zu keiner Belebung im Bereich Bahninfrastruktur geführt; die Nachfrage hat sich insgesamt nur auf niedrigem Niveau stabilisiert bzw. stellt sich im wichtigen Frachtsegment (Class-I-Bahnen) sogar weiterhin rückläufig dar.

Sinkende Vormaterialpreise (für Stahl bzw. Schienen) führten zu entsprechendem Druck auf die Preise; verschärft wurde diese Entwicklung auch durch die weiter zunehmende Konkurrenz insbesondere asiatischer Anbieter.

Ähnlich stellt sich die Lage bei Schienen dar, wo ein ebenfalls deutlich aggressiverer Wettbewerb ab Herbst 2009 zu einem Preisverfall vor allem bei Neuausschreibungen in Europa führte, dessen Boden insbesondere im Bereich von Standardschienen bislang noch nicht absehbar ist. War das vergangene Geschäftsjahr über weite Strecken noch von einem hohen Auftragspolster aus Vorperioden sowie entsprechend attraktiven Margen gekennzeichnet, kam es im Verlauf des 2. Halbjahres 2009/10 zu vermehrten Verschiebungen von Projekt- bzw. Auftragsvergaben. Hier machen sich insbesondere die zunehmend geringeren Budgetspielräume mittel- und osteuropäischer Staaten bemerkbar. Die gesamteuropäische Schienennachfrage war in Summe um mehr als 10 % rückläufig, was allerdings durch höhere Exporte in andere Märkte zum Teil kompensiert werden konnte.

Der Geschäftsbereich Draht verzeichnete nach einem schwierigen 1. Halbjahr, das von deutlichen Rückgängen infolge der Wirtschaftskrise geprägt war, eine deutliche Aufwärtstendenz in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres. Die Nachfrageentwicklung stellte sich ab Herbst 2009 in sämtlichen Produktgruppen sowie in praktisch allen wesentlichen Kundenbranchen sehr zufriedenstellend dar, wobei sich die langjährige Fokussierung auf qualitativ höchstwertige Nischenprodukte und überwiegend langfristige Abnahmeverträge in der Wirtschaftskrise bezahlt machten. Die – auch in das neue Geschäftsjahr 2010/11 hinein – erfreulich gute Auftragsentwicklung mit entsprechend hohem Auslastungsniveau ermöglichten bereits die Wiedereinführung entsprechender Fahrensweisen in der Drahtproduktion.

Sehr differenziert stellte sich das Geschäftsjahr 2009/10 für den Bereich Nahtlosrohre dar. Die anfänglich sowohl preis- als auch mengenmäßig schwierige Situation verbesserte sich im Jahresverlauf merklich, wenngleich die Nachhaltigkeit dieser Tendenz aus derzeitiger Sicht noch nicht abgesichert scheint. Im Segment OCTG (Oil Country Tubular Goods – Ölfeldrohre) mit dem Hauptmarkt USA stellt sich die Entwicklung des wichtigen Indikators der "Rig Counts" anhaltend günstig dar und führte zuletzt auch zu einem über den Erwartungen liegenden Auftragsniveau. Bei industriellen Rohren (Maschinenbau, Automotive, Kesselbau) war nach sehr niedrigem Niveau zu Beginn des Geschäftsjahres in der Folge eine leicht steigende Nachfrage zu verzeichnen. Dennoch ist das durchschnittliche Preisniveau dort nach wie vor äußerst bescheiden, eine Verbesserung dürfte sich erst ab Mitte des Kalenderjahres 2010 einstellen.

Im Geschäftsbereich Stahl trat im Jahresverlauf entsprechend der zuvor geschilderten Entwicklung in den anderen Segmenten der Division eine schrittweise Verbesserung von Auslastung und Ergebnis ein; mit Beginn des 3. Geschäftsquartals konnte die Produktion durch steigende Nachfrage sowohl der divisionalen Verarbeitungsbetriebe als auch von externen Abnehmern wieder zur Gänze ausgefahren werden.

Entwicklung der Kennzahlen

Die Umsatz- und Ergebniswerte der Division Bahnsysteme verfehlten im Geschäftsjahr 2009/10 zwar ebenfalls jene des Vorjahres, lagen aber angesichts der Wirtschaftskrise auf einem immer noch sehr attraktiven Niveau. Die Umsatzerlöse beliefen sich nach 2.351,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.908,5 Mio. EUR, dies entspricht einem Rückgang um 18,8 %. Auch wenn sich das EBITDA um 20,7 % von 414,7 Mio. EUR auf 329,0 Mio. EUR und das EBIT um 30,5 % von 324,7 Mio. EUR auf 225,6 Mio. EUR reduzierten, konnten nach wie vor Ergebnismargen im zweistelligen Bereich erzielt werden. So lag die EBITDA-Marge mit 17,2 % nahezu auf Vorjahresniveau (17,6 %) und auch die EBIT-Marge kam mit immer noch 11,8 % nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 13,8 % zu liegen. Möglich wurde dies allerdings nur durch eine forcierte Anpassung der Kosten- an die Erlösstruktur, das heißt eine deutliche Senkung der "Break-even-Points".

Die Entwicklung der Einzelquartale des Geschäftsjahres 2009/10 spiegelt eindrücklich die hohe umsatz- und ergebnismäßige Stabilität der Division Bahnsysteme auch in einem wirtschaftlich äußerst schwierigen Umfeld wider. Wirkten im 1. Halbjahr 2009/10 vor allem das Schienen- und Weichensegment auf Grund des Marktumfeldes und eines hohen Auftragsniveaus mit entsprechend attraktiven Margen ergebnisstützend, so konnte ein Wiedererstarken der Segmente Draht und Nahtlosrohr beginnend mit dem 2. Halbjahr 2009/10 den zunehmend aggressiveren Wettbewerb in den Bereichen Schiene und Weiche weitestgehend kompensieren.

Per 31. März 2010 beschäftigte die Division Bahnsysteme 7.863 Mitarbeiter, das entspricht gegenüber dem Vorjahr (8.077) einem Rückgang um 2,6 %.

Quartalsentwicklung der Division Bahnsysteme

1. Quartal
2009/10
2. Quartal
2009/10
3. Quartal
2009/10
4. Quartal
2009/10
GJ
2009/10
Umsatzerlöse 481,6 487,9 454,2 484,8 1.908,5
EBITDA 81,4 84,3 77,9 85,4 329,0
EBITDA-Marge 16,9 % 17,3 % 17,2 % 17,6 % 17,2 %
EBIT 56,5 56,5 53,4 59,2 225,6
EBIT-Marge 11,7 % 11,6 % 11,8 % 12,2 % 11,8 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
8.035 8.023 7.830 7.863 7.863
Mio. EUR

Quartalsentwicklung der Division Bahnsysteme

Mio. EUR

Geschäftsjahr 2009/10

"Anpassen an neue Realitäten"

Wir können die Zukunft nicht berechnen und vorhersagen. Wir sollten auch gegenüber jenen skeptisch sein, die dies zu können behaupten. Aber es ist unsere Aufgabe, das Unternehmen so auf die neuen Realitäten auszurichten, dass es in allen denkmöglichen Szenarien nicht nur überlebensfähig, sondern auch profitabel bleibt. Dass dies harte Arbeit und ständige Verbesserung erfordert, ist nach vielen Jahren des Booms eine zentrale Lehre aus der Krise.

Division Profilform

Kennzahlen der Division Profilform

Mio. EUR

2008/09 2009/10 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 1.147,1 724,0 –36,9
EBITDA 163,8 63,6 –61,2
EBITDA-Marge 14,3 % 8,8 %
EBIT 132,4 31,9 –75,9
EBIT-Marge 11,5 % 4,4 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
3.512 3.087 –12,1

Kunden der Division Profilform

Märkte der Division Profilform

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2009/10 war zu Beginn noch in erheblichem Ausmaß durch die anhaltende Nachfrageschwäche aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr belastet. Mit dem Ende der Sommermonate 2009, die großteils noch durch längerfristige Werksschließungen, forcierte Kurzarbeit und Personalanpassungen in wichtigen Abnehmerbranchen geprägt waren, trat jedoch eine zunehmende Stabilisierung der Nachfragesituation ein, die im weiteren Verlauf schrittweise an Nachhaltigkeit und Intensität gewann und im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 schließlich wieder ein ansprechendes Niveau erreichte.

Die konjunkturelle Entwicklung der für die Division Profilform wichtigsten Abnehmerbranchen stellte sich sehr unterschiedlich dar: Während der Sektor Energieerzeugung – und hier insbesondere der Bereich Solarenergie – ein überaus starkes Wachstum verzeichnete, blieb die Nachfrageentwicklung aus der Bau- und Bauzulieferindustrie enttäuschend. Nachhaltig positiv stellte sich die Mengenentwicklung im Logistiksegment dar, von der die divisionalen Geschäftsbereiche Rohre und Profile sowie die Lagertechnik gleichermaßen profitieren konnten. Auf weiterhin sehr verhaltenem Niveau blieb die Nachfrage im Bereich Nutzfahrzeuge, der von der weltweiten Wirtschaftskrise mengenmäßig am stärksten betroffen war. Erst im letzten Quartal des Geschäftsjahres zog der Bedarf in diesem Sektor wieder leicht an, allerdings ausgehend von einem um 60 bis 70 % unter den Vorkrisenwerten liegenden Niveau.

In regionaler Hinsicht zeigte sich der Geschäftsverlauf in den USA stabil, wohingegen in Brasilien seit Ende 2009 sogar deutlich steigende Volumina mit sehr positiven Zukunftsaussichten zu verzeichnen waren. Europa wies ab Herbst 2009 eine Stabilisierung bzw. moderate Belebung des Geschäftsverlaufes auf, wobei allerdings Großbritannien und Russland, insbesondere im Baubereich, von einer anhaltend schwachen Konjunkturentwicklung geprägt waren.

Entwicklung der Kennzahlen

Bedingt durch die globale Wirtschaftskrise blieb sowohl die mengen- als auch die preismäßige Entwicklung im Geschäftsjahr 2009/10 signifikant hinter dem Vorjahr zurück, sodass sich Umsatz und Ergebnis entsprechend deutlich rückläufig darstellen.

Die Division Profilform verzeichnete im konzernalen Divisionsvergleich mit einem Rückgang um 36,9 % von 1.147,1 Mio. EUR auf 724,0 Mio. EUR den größten Umsatzeinbruch. Noch stärker fiel der Ergebnisrückgang aus, der auf Grund der unbefriedigenden Auslastung zusätzlich durch erhebliche, einmalige Belastungen im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen geprägt war. Das EBITDA reduzierte sich um 61,2 % von 163,8 Mio. EUR auf 63,6 Mio. EUR, das operative Ergebnis (EBIT) ging von 132,4 Mio. EUR auf 31,9 Mio. EUR bzw. um 75,9 % zurück. Die EBITDA-Marge lag demnach im Geschäftsjahr 2009/10 mit 8,8 % (Vorjahr: 14,3 %) erstmals seit vielen Jahren unter 10 %; die EBIT-Marge sank von 11,5 % auf 4,4 %.

Dennoch muss festgehalten werden, dass sich der Erfolg der umgesetzten Krisenmaßnahmen eindrücklich in der Quartalsentwicklung der Ergebnisse zeigt. So konnten durch eine deutliche Absenkung des "Breakeven-Points" im Verlauf des Geschäftsjahres 2009/10 die Ergebnisse – verbunden mit der sich zunehmend stabilisierenden Nachfragesituation – sehr deutlich verbessert werden. Damit musste auch einzig im 1. Quartal 2009/10 ein geringfügig negatives operatives Ergebnis ausgewiesen werden. Bereits im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 konnte die Division Profilform mit 10,1 % wieder eine zweistellige operative Marge ausweisen.

Zum 31. März 2010 beschäftigte die Division 3.087 Mitarbeiter und damit um 425 Mitarbeiter bzw. 12,1 % weniger als ein Jahr zuvor (3.512). Dieser Rückgang ist auf die im Zuge des Nachfrageeinbruchs vorgenommene Personalanpassung zurückzuführen.

Quartalsentwicklung der Division Profilform

1. Quartal
2009/10
2. Quartal
2009/10
3. Quartal
2009/10
4. Quartal
2009/10
GJ
2009/10
Umsatzerlöse 173,6 179,4 178,6 192,4 724,0
EBITDA 5,7 12,7 17,8 27,4 63,6
EBITDA-Marge 3,3 % 7,1 % 10,0 % 14,2 % 8,8 %
EBIT –2,3 4,7 10,0 19,5 31,9
EBIT-Marge –1,3 % 2,6 % 5,6 % 10,1 % 4,4 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
3.319 3.159 3.108 3.087 3.087
Mio. EUR

Quartalsentwicklung der Division Profilform

Mio. EUR

Geschäftsjahr 2009/10

"Neues Miteinander für Zukunftsmärkte"

Die Krise hat Veränderungen ermöglicht, die vorher unmöglich gewesen wären. Das gilt nicht nur für Bereiche wie Kosten, Effizienz oder Organisation, sondern im Positiven auch für das neue Miteinander im Konzern, wenn es um Innovationen für unsere "Zukunftsmärkte" geht. Die Dynamik und das Engagement, mit denen über Divisionsgrenzen hinweg gemeinsam Dinge vorangetrieben werden, haben mich positiv überrascht und stimmen mich für alle künftigen Herausforderungen sehr zuversichtlich.

Division Automotive

Kennzahlen der Division Automotive1

Mio. EUR 2008/09 2009/10 Veränderung
in %
1 Rückwirkende Anpassung
gemäß IFRS 5 – Wiederauf
Umsatzerlöse 988,6 835,4 –15,5
nahme der Kunststoffaktivitäten EBITDA 72,2 73,8 2,2
der Division und der Gesellschaft
Amstutz Levin & Cie in die
EBITDA-Marge 7,3 % 8,8 %
fortgeführten Unternehmens EBIT 0,6 18,0
bereiche. EBIT-Marge 0,1 % 2,2 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
4.870 4.551 –6,6

Kunden der Division Automotive

Märkte der Division Automotive

86 Jahresfinanzbericht 2009/10

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Die Situation der internationalen Automobilindustrie stellte sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 schlichtweg dramatisch dar. Die auf breiter Front wegbrechende Nachfrage und ein massiver Lagerabbau über die gesamte Lieferkette führten zu den umfangreichsten Produktionskürzungen in der Automobilgeschichte. Die europäische Produktion lag zu diesem Zeitpunkt um über 30 % unter dem Vorkrisenniveau.

Erst mit den umfangreichen staatlichen Anreizpaketen zur Belebung der Automobilkonjunktur konnte dem Abwärtstrend auf den westeuropäischen Märkten, allen voran in Deutschland, Frankreich und Italien, Einhalt geboten werden. Nutznießer dieser Incentives war zunächst zum überwiegenden Teil das Klein- und Kompaktwagensegment der Volumenhersteller. Bei den Premiumherstellern erholten sich anfänglich die Absatzzahlen kleinerer Modelle, erst ab Herbst 2009 zeigten sich auch im Bereich der Mittel-, Ober- und Luxusklasse erste Erholungstendenzen.

Die in diesem Zeitraum einsetzende Belebung spiegelte sich auch in der Produktion wider, die Ende des Kalenderjahres 2009 – ähnlich wie vor Ausbruch der Wirtschaftskrise – bereits wieder bis unmittelbar vor Weihnachten lief. Aktuell hat sich die europäische Automobilproduktion bei gut 80 % des Vorkrisenniveaus eingependelt, wobei innerhalb Europas allerdings eine deutlich divergierende Entwicklung festzustellen ist: Während im ersten Kalenderquartal 2010 der Automobilabsatz in Westeuropa gegenüber dem Vorjahr um 11 % stieg, verzeichneten die osteuropäischen Länder in diesem Zeitraum einen Rückgang um etwa 18 %.

Entwicklung der Kennzahlen

Die Umsatzerlöse lagen mit 835,4 Mio. EUR um 15,5 % unter jenen des Vorjahres (988,6 Mio. EUR). Dies entspricht prozentuell dem geringsten Umsatzrückgang aller fünf Divisionen, was – nach einer überaus schwierigen ersten Hälfte – auf eine merkliche Konjunkturerholung im 2. Halbjahr, insbesondere bedingt durch die Effekte staatlicher Anreizprogramme, zurückzuführen ist.

Darüber hinaus gelang es der Division Automotive auch, ihre Ergebniswerte im Geschäftsjahr 2009/10 gegenüber dem Vorjahr sogar zu erhöhen. So verbesserte sich das EBITDA leicht um 2,2 % von 72,2 Mio. EUR auf 73,8 Mio. EUR, die EBITDA-Marge stieg von 7,3 % auf 8,8 %. Die überdurchschnittliche Steigerung des EBIT von 0,6 Mio. EUR auf 18,0 Mio. EUR (bei einer von 0,1 % auf 2,2 % erhöhten EBIT-Marge) ist zum überwiegenden Teil das Ergebnis der unmittelbar nach Ausbruch der Krise noch im Herbst 2008 eingeleiteten und seitdem konsequent umgesetzten strukturellen Maßnahmen zur Anpassung der Kostenstruktur an die reduzierte Auftrags- und Erlösentwicklung.

In den Umsatz- und Ergebniskennzahlen des Geschäftsjahres 2009/10 sowie in den rückwirkend angepassten Vergleichswerten des Vorjahres sind jeweils die Kunststoffaktivitäten der Division Automotive sowie das französische Unternehmen Amstutz Levin & Cie enthalten; diese Bereiche wurden im Hinblick darauf, dass sich ihre vor drei Jahren ins Auge gefasste Devestition vor allem krisenbedingt nicht zu angemessenen Bedingungen realisieren ließ, mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 wieder in die "fortgeführten Unternehmensbereiche" eingegliedert. (Details dazu sind im Kapitel "Akquisitionen und Devestitionen" dieses Geschäftsberichtes dargestellt.)

Die deutlich spürbare Nachfrageerholung ab Herbst 2009 sowie die konsequente Fortführung der Krisenmaßnahmen zur Anpassung der Kosten- an die Erlösstruktur spiegelten sich auch in der Entwicklung der Umsatz- und Ergebniszahlen im Quartalsverlauf wider. War das 1. Halbjahr 2009/10 bei den operativen Ergebnissen noch geringfügig negativ, so konnten ab der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres wieder deutlich positive operative Ergebnisse ausgewiesen werden.

Zum 31. März 2010 waren in der Division 4.551 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr (4.870) einem konjunkturbedingten Rückgang um 6,6 %.

Quartalsentwicklung der Division Automotive1

1. Quartal
2009/10
2. Quartal
2009/10
3. Quartal
2009/10
4. Quartal
2009/10
GJ
2009/10
Umsatzerlöse 195,1 193,4 213,1 233,8 835,4
EBITDA 12,7 12,1 21,3 27,7 73,8
EBITDA-Marge 6,5 % 6,3 % 10,0 % 11,8 % 8,8 %
EBIT –2,1 –0,5 7,1 13,5 18,0
EBIT-Marge –1,1 % –0,3 % 3,3 % 5,8 % 2,2 %
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
4.696 4.591 4.520 4.551 4.551

1 Rückwirkende Anpassung gemäß IFRS 5 – Wiederaufnahme der Kunststoffaktivitäten der

Division und der Gesellschaft Amstutz Levin & Cie in die fortgeführten Unternehmensbereiche. Mio. EUR

Quartalsentwicklung der Division Automotive1

"Ökonomischer Klimawandel"

Dass es uns gerade in schwierigen Zeiten gelungen ist, Working Capital und sogar die Verschuldung deutlich zu reduzieren, zeigt, dass sich die voestalpine dem "ökonomischen Klimawandel" sehr gut angepasst hat. Der positive Nebeneffekt ist das gewachsene Bewusstsein für Finanzthemen, globale wirtschaftliche Zusammenhänge und letztlich auch für die Aufgaben eines CFO.

Inhaltsverzeichnis

voestalpine AG Konzernabschluss 2009/10

  • Bericht des Aufsichtsrates
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Anhang zum Konzernabschluss
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
  • Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
  • Beteiligungen

Jahresabschluss der voestalpine AG 2009/10

  • Bilanz zum 31. März 2010
  • Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010
  • Anlagenspiegel zum 31. März 2010
  • Anhang zum UGB-Abschluss 2009/10
  • Bestätigungsvermerk gemäß § 274 UGB
  • Erklärung des Vorstandes gemäß § 82 (4) Z 3 BörseG

Service

Glossar, Kontakt, Impressum

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2009/10

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009/10 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von sechs Plenarsitzungen, zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses und zwei Sitzungen des Präsidialausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. März 2010 wurden von dem nach § 270 UGB gewählten Abschlussprüfer, der Grant Thornton Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-GmbH, Wien, geprüft.

Die Prüfung ergab, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die Prüfung ergab ferner, dass den Bestimmungen des § 269 UGB in vollem Umfang entsprochen wurde, sodass der Abschlussprüfer den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

Zu Beanstandungen war kein Anlass gegeben. Der Jahresabschluss wurde vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates in seiner Sitzung am 31. Mai 2010 behandelt und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht, Corporate Governance-Bericht und den Vorschlag für die Gewinnverteilung geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 125 Aktiengesetz festgestellt.

Der Konzernabschluss wurde nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Dieser wurde ebenfalls von der Grant Thornton Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-GmbH, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Corporate Governance-Bericht wurde ebenfalls von der Grant Thornton Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-GmbH, Wien, im Rahmen der jährlich durchgeführten externen Evaluierung geprüft, und es wurde festgestellt, dass der Bericht den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.

Festgestellt wird, dass das Geschäftsjahr 2009/10 mit einem Bilanzgewinn von 85.000.000,00 EUR schließt; es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 0,50 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat

Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)

Linz, am 31. Mai 2010

voestalpine AG Konzernbilanz zum 31.03.2010

Aktiva

Anhang 31.03.2009 31.03.2010
A. Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 9 4.378.253 4.484.043
Firmenwert 10 1.420.874 1.420.404
Andere immaterielle Vermögenswerte 11 596.704 462.416
Anteile an assoziierten Unternehmen 12 129.151 126.525
Andere Finanzanlagen 12 141.524 167.154
Latente Steuern 13 408.999 411.681
7.075.505 7.072.223
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 14 2.909.701 2.198.300
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 15 1.785.529 1.458.113
Andere Finanzanlagen 12 218.029 536.827
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16 857.736 1.028.619
5.770.995 5.221.859

Passiva

Anhang 31.03.2009 31.03.2010
A. Eigenkapital
Grundkapital 305.042 307.132
Kapitalrücklagen 402.063 417.511
Hybridkapital 992.096 992.096
Eigene Aktien –46.855 –34.450
Andere Rücklagen –210.215 –163.902
Gewinnrücklagen 2.743.796 2.671.216
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 4.185.927 4.189.603
Minderheitsanteile am Eigenkapital 76.581 72.844
17 4.262.508 4.262.447
B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen
18
854.564 853.045
Rückstellungen
19
58.263 57.435
Latente Steuern
13
312.060 246.021
Finanzverbindlichkeiten
20
3.500.555 3.268.281
4.725.442 4.424.782
C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Rückstellungen
19
396.709 382.002
Steuerschulden 117.471 50.951
Finanzverbindlichkeiten
20
1.445.010 1.448.033
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
21
1.899.360 1.725.867
3.858.550 3.606.853
Summe Passiva 12.846.500 12.294.082

voestalpine AG Konzern-Kapitalflussrechnung 2009/10

Anhang 2008/09 2009/10
Betriebstätigkeit
Ergebnis nach Steuern 611.556 186.799
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge
24
627.790 546.942
Veränderungen des Working Capital 118.520 872.386
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.357.866 1.606.127
Investitionstätigkeit
Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –979.477 –615.419
Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen 22.354 31.819
Cashflow aus der Veränderung des Konsolidierungskreises
und aus Zukauf Minderheiten –353.971 –3.304
Investitionen in andere Finanzanlagen 61.694 –327.586
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –1.249.400 –914.490
Finanzierungstätigkeit
Dividenden –412.725 –246.776
Dividenden an Minderheitsgesellschafter/Sonstige Veränderungen –4.282 –7.636
Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien 72.151 4.104
Kapitalerhöhung 42.840 0
Aufnahme/Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten 715.449 –289.256
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 413.433 –539.564
Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 521.899 152.073
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang 331.892 857.737
Veränderungen von Währungsdifferenzen 3.945 18.809
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresende
16
857.736 1.028.619

voestalpine AG Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2009/10

Anhang 2008/09 2009/10
Umsatzerlöse 1 11.724.869 8.550.049
Umsatzkosten –9.248.099 –6.880.198
Bruttoergebnis 2.476.770 1.669.851
Sonstige betriebliche Erträge 2 439.962 365.218
Vertriebskosten –1.005.057 –853.199
Verwaltungskosten –542.029 –509.125
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3 –380.909 –320.773
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 988.737 351.972
Ergebnisse von assoziierten Unternehmen 4 24.358 20.379
Finanzerträge 5 73.585 93.895
Finanzaufwendungen 6 –386.686 –282.903
Ergebnis vor Steuern (EBT) 699.994 183.343
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7 –88.438 3.456
Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 611.556 186.799
Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche 8 0 0
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 611.556 186.799
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 529.844 108.403
Minderheitsgesellschaftern 9.698 6.382
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 72.014 72.014
Unverwässertes Ergebnis je Aktie
der fortgeführten Geschäftsbereiche (EUR) 31 3,26 0,65
Verwässertes Ergebnis je Aktie
der fortgeführten Geschäftsbereiche (EUR)
3,24 0,65
Gesamtergebnisrechnung:
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 611.556 186.799
Sonstiges Ergebnis
Hedge Accounting 7.199 –19.538
Währungsumrechnung –9.665 85.070
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste –17.277 –13.202
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto –19.743 52.330
Gesamtergebnis in der Periode 591.813 239.129
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 509.959 154.716
Minderheitsgesellschaftern 9.840 12.399
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 72.014 72.014
Gesamtergebnis in der Periode 591.813 239.129

voestalpine AG Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2009/10

Grund-
kapital
Kapital-
rücklagen
Hybrid-
kapital
Eigene
Aktien
Währungs-
umrechnung
Stand am 01.04.2008 298.756 470.633 992.096 –272.304 –66.045
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis
Hedge Accounting 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 –10.915
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto 0 0 0 0 –10.915
Gesamtergebnis in der Periode 0 0 0 0 –10.915
Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien 0 –109.585 0 225.449 0
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung 6.286 39.388 0 0 0
Anteilsbasierte Vergütungen 0 –2.795 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 4.422 0 0 0
6.286 –68.570 0 225.449 0
Stand am 31.03.2009 =
Stand am 01.04.2009
305.042 402.063 992.096 –46.855 –76.960
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis
Hedge Accounting 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 79.040
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto 0 0 0 0 79.040
Gesamtergebnis in der Periode 0 0 0 0 79.040
Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien 0 –8.301 0 12.405 0
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung 2.090 18.786 0 0 0
Anteilsbasierte Vergütungen 0 0 0 0 0
0
2.090 15.448 0 12.405 0
2.080
Sonstige Veränderungen
Stand am 31.03.2010
0
307.132
4.963
417.511
0
992.096
0
–34.450
Andere Rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Versicherungs-
mathematische
+Gewinne/–Verluste
Hedging-
Rücklage
2.734.942 –106.310 –16.365
601.858 0 0
0 0 8.418
0 0 0
0 –17.388 0
0 –17.388 8.418
601.858 –17.388 8.418
0 0 0
–412.725 0 0
0 0 0
0 0 0
–180.279 –1.599 –11
–593.004 –1.599 –11
2.743.796 –125.297 –7.958
180.417 0 0
0 0 –19.515
0 0 0
0 –13.212 0
0 –13.212 –19.515
180.417 –13.212 –19.515
0 0 0
–246.776 0 0
0 0 0
0 0 0
–6.221 0 0
–252.997 0 0
2.671.216 –138.509 –27.473

voestalpine AG Anhang zum Konzernabschluss 2009/10

A. Allgemeines und Unternehmenszweck

Unternehmenszweck der voestalpine AG und ihrer Konzerngesellschaften (in weiterer Folge als "Konzern" bezeichnet) sind insbesondere Erzeugung, Verarbeitung und der Vertrieb von Werkstoffen aus Stahl, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Metallurgie, Metallweiterverarbeitung und Werkstofftechnik.

Die voestalpine AG ist oberstes Mutterunternehmen, welches einen Konzernabschluss erstellt. Die Eintragung ins Firmenbuch sowie der Sitz der Gesellschaft sind in Linz. Die Adresse der voestalpine AG lautet voestalpine-Straße 1, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der voestalpine AG sind an der Börse in Wien, Österreich, gelistet.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2010 (einschließlich der Vorjahreszahlen zum 31. März 2009) wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernabschluss wird in tausend Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Der Vorstand der voestalpine AG hat den Konzernabschluss am 18. Mai 2010 genehmigt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Informationen

Der Konzernabschluss wird mit Ausnahme von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, auf Grundlage der historischen Anschaffungsoder Herstellungskosten aufgestellt.

Die für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.

Da die Voraussetzungen zur Anwendung des IFRS 5 nicht mehr vorliegen, werden die im Vorjahr unter dem aufgegebenen Geschäftsbereich ausgewiesenen Gesellschaften wieder unter den fortzuführenden Geschäftsbereichen erfasst und die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards wurden im Geschäftsjahr 2009/10 erstmals angewandt:

Standard Inhalt Inkrafttreten1
IAS 1 Darstellung von Abschlüssen 01.01.2009
IAS 23 (2007) Fremdkapitalkosten 01.01.2009
IAS 32 (2008) Finanzinstrumente: Darstellung 01.01.2009
IAS 39 (2008) Umklassifizierung von Finanzinstrumenten 01.07.2008
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung
betreffend eingebettete Derivative
30.06.20092
IFRS 1 (2008) Erstmalige Anwendung der Financial Reporting Standards 01.01.2009
IFRS 2 (2008) Anteilsbasierte Vergütungen 01.01.2009
IFRS 7 Umklassifizierung von Finanzinstrumenten 01.07.2008
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben 01.01.2009
IFRS 8 Geschäftssegmente 01.01.2009
diverse Standards Verbesserungen zu den IFRS 2008 01.01.2009

1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

2 Diese Standards sind für jene Geschäftsjahre erstmalig anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens enden. Aus der Erstanwendung der Überarbeitung von IAS 23, in der das Wahlrecht zur Erfassung von Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte abgeschafft wurde, ergaben sich Änderungen in der Erfassung von Fremdkapitalkosten.

Die Änderungen von IAS 1 und IFRS 7 führten zu Veränderungen in der Darstellung des Abschlusses und zu erweiterten Anhangangaben.

Auf Grund der Erstanwendung von IFRS 8 ergaben sich keine Änderungen bei der Abgrenzung der Geschäftssegmente. Die erstmalige Anwendung der restlichen im Geschäftsjahr 2009/10 neu anzuwendenden Standards hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards sind zum Bilanzstichtag bereits von der EU übernommen, aber für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. anwendbar:

Standard Inhalt Inkrafttreten1
IAS 27 (2008) Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS 01.07.2009
IAS 32 Klassifizierung von Bezugsrechten 01.02.2010
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung
betreffend zur Sicherung qualifizierte Instrumente
01.07.2009
IFRS 1 (2008) Erstmalige Anwendung der IFRS 01.07.2009
IFRS 2 (2009) Anteilsbasierte Vergütungen 01.01.2010
IFRS 3 (2008) Unternehmenszusammenschlüsse 01.07.2009
diverse Standards Verbesserungen zu den IFRS 2009 01.01.2010

1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die angeführten Standards werden nicht vorzeitig angewandt. Es ist nicht zu erwarten, dass die neuen Rechnungslegungsvorschriften einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Konsolidierungsmethoden

Die Jahresabschlüsse aller voll- bzw. quotenkonsolidierten Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Bei nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften wurden bei Unwesentlichkeit die lokalen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie abweichende Bilanzstichtage beibehalten.

Bei Erstkonsolidierungen werden die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit dem Marktwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Betrag der Anschaffungskosten, der das Nettovermögen übersteigt, wird als Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten niedriger als das Nettovermögen, so wird die Differenz erfolgswirksam in der Erwerbsperiode erfasst. Die auf die Minderheitsgesellschafter entfallenden stillen Reserven bzw. Lasten werden ebenfalls aufgedeckt.

Alle konzerninternen Zwischenergebnisse, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen werden eliminiert.

Währungsumrechnung

Gemäß IAS 21 werden die in den Konzernabschluss einbezogenen und in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Das Eigenkapital wird mit dem historischen Umrechnungskurs bewertet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden in der Rücklage für Währungsumrechnung direkt im Eigenkapital erfasst.

In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen in die jeweilige funktionale Währung der Gesellschaft mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Wechselkursgewinne bzw. -verluste aus der Umrechnung zum Transaktionszeitpunkt und Bilanzstichtag werden grundsätzlich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Wechselkurse von wesentlichen Währungen (lt. EZB-Fixing) haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs 31.03.2009 31.03.2010
USD 1,3308 1,3479
GBP 0,9308 0,8898
Jahresdurch
schnittskurs
2008/09 2009/10
USD 1,4213 1,4136
GBP 0,8342 0,8856

Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- oder Firmenwerten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge im Zuge der Wertminderungstests werden mehrere Annahmen, beispielsweise über die künftigen Mittelüberschüsse und den Abzinsungssatz, zugrunde gelegt. Die Mittelüberschüsse entsprechen den Werten des zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung aktuellsten Unternehmensplans.
  • Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt vorhanden ist, werden alternative finanzmathematische Bewertungsmethoden herangezogen. Die der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde gelegten Parameter beruhen teilweise auf zukunftsbezogenen Annahmen.

  • Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet.

  • Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.

Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. dem Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst.

Investitionszuschüsse werden passiviert und über die Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes aufgelöst. Kostenzuschüsse werden periodengerecht entsprechend den zugehörigen Aufwendungen vereinnahmt. In der Berichtsperiode werden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 17,9 Mio. EUR (2008/09: 14,3 Mio. EUR) für Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie arbeitsmarktfördernde Maßnahmen erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2009/10 betragen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 108,8 Mio. EUR (2008/09: 112,0 Mio. EUR).

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Herstellungskosten bei selbst erstellten Sachanlagen beinhalten Einzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsnotwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Die Abschreibungen werden über die erwartete Nutzungsdauer linear erfolgsmindernd erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die erwarteten Nutzungsdauern betragen:

Gebäude 2,0–20,0 %
Technische Anlagen
und Maschinen 3,3–25,0 %
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 5,0–20,0 %

Für qualifizierte Vermögenswerte, deren Anfangszeitpunkt für die Aktivierung am oder nach dem 1. April 2009 liegt, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Als Anfangszeitpunkt der Aktivierung gilt

jener Tag, ab dem Ausgaben für den Vermögenswert sowie Fremdkapitalkosten anfallen und die erforderlichen Arbeiten durchgeführt werden, um den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf bereitzustellen. Zuvor wurden sämtliche Fremdkapitalkosten direkt ergebniswirksam erfasst.

Die Änderung der Bilanzierungsmethode resultierte aus der erstmaligen Anwendung von IAS 23 (2007). Durch die Überarbeitung des Standards wurde das Wahlrecht zur sofortigen ergebniswirksamen Erfassung von Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte abgeschafft.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungsmethode und die Nutzungsdauer sind ident mit jenen unter IAS 16 erfassten Sachanlagen.

Leasing

Gemietete Vermögenswerte werden als Finanzierungsleasing bewertet, wenn diese wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind. Alle anderen gemieteten Vermögenswerte werden als operatives Leasing behandelt. Mietzahlungen für operatives Leasing werden als Aufwendungen in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung erfasst.

Der erstmalige Ansatz von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing erfolgt als Vermögenswerte des Konzerns zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen am Beginn der Leasingvereinbarung. Die korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber den Leasinggebern werden in der Konzernbilanz unter den Finanzierungsverbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden über die erwartete Nutzungsdauer analog den eigenen Vermögenswerten oder die kürzere Leasinglaufzeit abgeschrieben. Der Konzern tritt nicht als Leasinggeber auf.

Firmenwerte

Alle Unternehmenserwerbe werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Firmenwerte entstehen bei Erwerben von Tochterunternehmen sowie Anteilen an assoziierten Unternehmen.

Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zumindest einmal jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Bei Anteilen an assoziierten Unternehmen beinhaltet der ausgewiesene Buchwert auch den Buchwert des Firmenwerts.

Negative Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Bei der Veräußerung von Tochterunternehmen sowie assoziierten Unternehmen wird der anteilige Firmenwert bei der Berechnung des Veräußerungsgewinnes oder -verlustes berücksichtigt.

Andere immaterielle Vermögenswerte

Forschungsaufwendungen zur Erlangung von neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Entsprechend IAS 38.57 werden Entwicklungsaufwendungen bei Erfüllen der Voraussetzungen aktiviert. Die erforderlichen Voraussetzungen werden regelmäßig nicht erfüllt. Die aktivierten Entwicklungskosten sind daher unwesentlich. Aufwendungen für selbst erstellte Firmenwerte und Marken werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Erworbene andere immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden erfolgsmindernd linear über die erwartete Nutzungsdauer erfasst. Die maximalen erwarteten Nutzungsdauern betragen:

Auftragsstand 1 Jahr
Kundenbeziehungen 11 Jahre
Technologie 5 Jahre

Impairmenttest von Firmenwerten, anderen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen Firmenwerte zugeordnet sind, sowie andere immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zumindest einmal jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Alle anderen Vermögenswerte und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf eine Wertminderung dahingehend überprüft.

Für Zwecke des Impairmenttests werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Cashflows generiert, zusammengefasst (zahlungsmittelgenerierende Einheit). Firmenwerte werden jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass diese Nutzen aus Synergien aus dem betreffenden Unternehmenserwerb ziehen und die niedrigste konzernale Ebene der Managementüberwachung der Cashflows darstellen.

Der Wertminderungsaufwand wird in der Höhe erfasst, in der der Buchwert des einzelnen Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert. Wertminderungsaufwendungen bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welchen Firmenwerte zugeordnet sind, verringern vorrangig den Buchwert des Firmenwerts. Darüber hinausgehende Wertminderungsaufwendungen reduzieren anteilig die Buchwerte der Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Mit Ausnahme von Firmenwerten erfolgt eine Wertaufholung im Falle des Wegfalls von früheren Wertminderungsindikatoren.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Die anteiligen Ergebnisse sowie das anteilige Eigenkapital von assoziierten Unternehmen, welche nicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden von der voestalpine AG nur zu Sicherungszwecken für Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken (inkl. CO2-Emissionszertifikate) gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Auf den Großteil davon findet Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 Anwendung. Gewinne und Verluste bedingt durch Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten werden entweder im Ergebnis oder direkt im Eigenkapital abgebildet, je nachdem, ob es sich um einen Fair Value-Hedge oder um einen Cashflow-Hedge handelt.

Forderungen und Kredite werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Wertpapiere werden erfolgswirksam zum Marktwert bewertet, da die Kriterien gem. IAS 39.9 zur Anwendung der Fair Value-Option erfüllt werden. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht vorhanden.

Andere Finanzanlagen

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen, welche in diesem Konzernabschluss nicht voll- bzw. quotenkonsolidiert oder nach der Equity-Methode einbezogen sind, werden unter den Anderen Finanzanlagen ausgewiesen und zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktwert bewertet.

Wertpapiere werden zum Marktwert bewertet. Von der Fair Value-Option wird Gebrauch gemacht. Marktwertveränderungen werden ergebniswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens mit den aktuell gültigen Steuersätzen ermittelt.

In Übereinstimmung mit IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss als latente Steuern erfasst. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in jener Höhe aktiviert, mit deren Verbrauch innerhalb einer überschaubaren Periode gerechnet werden kann.

Die latenten Steuern werden auf Basis des jeweiligen landesüblichen Ertragsteuersatzes berechnet. Künftige fixierte Steuersätze werden für die Abgrenzung ebenfalls berücksichtigt.

Emissionszertifikate

Emissionszertifikate werden auf Grund der unentgeltlichen Zuteilung mit Anschaffungskosten von null bewertet. In den sonstigen Rückstellungen sind im Fall der Unterallokation aliquote Vorsorgen für CO2- Emissionszertifikate enthalten. Die Bewertung der fehlenden Zertifikate erfolgt mit gesicherten Durchschnittskursen oder mit dem Marktwert zum Bilanzstichtag.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten der Fertigstellung und des Vertriebs. In Ausnahmefällen können für Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe im Einklang mit IAS 2.32 die Wiederbeschaffungskosten die Bewertungsgrundlage sein.

Die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten für gleichartige Vorräte erfolgt nach dem gewogenen Durchschnittspreisverfahren bzw. nach einem ähnlichen Verfahren. Die Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten und alle anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalzinsen sowie allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten werden nicht aktiviert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch den Abschluss von Kreditversicherungen Rechnung getragen. Nicht bzw. niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt.

Verkaufte Forderungen, bei denen das Ausfallsrisiko auf den Käufer übertragen wird und der Verkäufer im Ausmaß des Selbstbehalts aus Kreditversicherungen eine Ausfallshaftung übernimmt, werden zur Gänze ausgebucht, da die Verfügungsmacht auf den Käufer übergegangen ist.

Bei Fertigungsaufträgen wird auf Basis einer verlässlichen Ermittlung von Fertigstellungsgrad, Gesamtkosten und Gesamterlösen eine zeitanteilige Gewinnrealisierung nach dem Leistungsfortschritt ("percentage of completion method") vorgenommen.

Rechnungsabgrenzungen werden unter den sonstigen Forderungen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks zusammen und werden zu Marktwerten bewertet.

Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen

Die Pensionen und anderen Arbeitnehmerverpflichtungen beinhalten Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen sowie Jubiläumsgelder und werden entsprechend IAS 19 nach der Barwertmethode ("projected unit credit method") bewertet.

Arbeitnehmer von österreichischen Gesellschaften, deren Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben im Falle einer Beendigung des Dienstverhältnisses durch den Arbeitgeber oder Pensionierung Anspruch auf eine Einmalzahlung. Die Höhe dieser Zahlung ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und dem jeweiligen Lohn bzw. Gehalt zum Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses.

Bei Arbeitnehmern, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, wird diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst.

Im Konzern bestehen sowohl beitrags- als auch leistungsbezogene Pensionszusagen. Beitragsbezogene Zusagen führen nach Zahlung der Prämien zu keinen weiteren künftigen Verpflichtungen. Leistungsbezogene Zusagen garantieren dem Arbeitnehmer bestimmte Pensionen, welche sich nach einem bestimmten Prozentsatz der Löhne bzw. Gehälter in Abhängigkeit der Dienstjahre oder einem fix valorisierten Betrag pro Dienstjahr berechnen. Leistungsbezogene Zusagen werden in den Jahresabschlüssen der jeweiligen Gesellschaften bis zum Erreichen der vertraglichen Unverfallbarkeit erfasst. Anschließend werden diese Pensionen an eine Pensionskasse übertragen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19.93A im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Die Bewertung des Sozialkapitals erfolgt in den wesentlichen Ländern des Konzerns auf Basis der nachstehenden Parameter:

2008/09 2009/10
Zinssatz (%) 5,75 5,25
Lohn-/Gehalts
erhöhungen (%)
3,75 3,50
Pensions
erhöhungen (%)
2,50 2,50
Pensionsalter Männer/
Frauen (Jahre)
max. 65 max. 65
Sterbetafeln AVÖ
2008-P
AVÖ
2008-P

Zinsaufwendungen resultierend aus dem Sozialkapital werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzaufwendungen erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden bei Bestehen von gegenwärtigen Verpflichtungen, resultierend aus vergangenen Ereignissen, welche zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, mit jenem Betrag angesetzt, der auf Basis zuverlässiger Schätzungen am wahrscheinlichsten ist. Falls wesentlich, werden diese Rückstellungen abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten (mit Ausnahme von Derivateverbindlichkeiten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Stock-Option-Programm

In der Hauptversammlung vom 5. Juli 2006 wurde für Organmitglieder und leitende Angestellte des voestalpine-Konzerns ein Stock-Option-Programm beschlossen.

Diese Optionen können jederzeit – unter Einhaltung der Emittenten-Compliance-Verordnung – zwischen dem 1. Juli 2008 und dem 30. Juni 2011 ausgeübt werden. Die Optionen können ausgeübt werden, wenn der Teilnehmer in einem aufrechten Organverhältnis oder in einem aufrechten Angestelltenverhältnis zur voestalpine AG oder einer Konzerngesellschaft steht.

Jede Option ermächtigt den Inhaber nach Erfüllung der Ausübungsbedingungen zum Bezug einer voestalpine-Aktie. Die voestalpine AG beabsichtigte zum Zusagezeitpunkt, die Gegenleistung in Aktien zu erbringen – ohne Wahlrecht für den Stock-Option-Inhaber. Gemäß IFRS 2 handelt es sich daher um eine "share-based payment transaction".

Auf Grund der geänderten Rahmenbedingungen nach der Akquisition Böhler-Uddeholm Aktiengesellschaft wurde vom Vorstand der voestalpine AG beschlossen, die Stock-Option-Inhaber bei Ausübung in bar abzufinden. Die Bewertung der Option (Personalaufwand) erfolgt mit dem Fair Value zum Zusagezeitpunkt mit entsprechender Gegenbuchung direkt im Eigenkapital. Zum Ausübungszeitpunkt wird die Barabfindung ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen mehrerer Geschäftsjahre. Erstmals im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.

In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08 und 2008/09 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007 bzw. 2008 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %.

Zur Umsetzung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird jeweils eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen. Der Wert der Gegenleistung ist nicht von Kursschwankungen abhängig. IFRS 2 kommt für Aktienzuteilungen auf Grund von niedrigeren Kollektivvertragsabschlüssen daher nicht zur Anwendung.

Weiters werden Mitarbeiterprämien zum Teil in Aktien vergütet. Gemäß IFRS 2 wird bei anteilsbasierenden Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert als Personalaufwand erfasst, wobei die Gegenbuchung direkt im Eigenkapital erfolgt.

Zum 31. März 2010 hält die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter rund 13,3 % der Aktien der voestalpine AG.

C. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis (siehe Anlage zum Anhang "Beteiligungen") wird nach den Bestimmungen der IFRS festgelegt.

Der Konzernabschluss beinhaltet neben dem Jahresabschluss der voestalpine AG auch die Abschlüsse der von der voestalpine AG (und ihren Tochtergesellschaften) beherrschten Unternehmen.

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, welche vom Konzern beherrscht werden. Beherrschung besteht, wenn der Konzern die direkte oder indirekte Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik der Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Gemeinschaftsunternehmen werden quotal in den Konzernabschluss miteinbezogen. Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen werden in den Konzernabschluss ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen.

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf welche der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, aber keine Beherrschung auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Die Jahresabschlüsse von assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen. Die assoziierten Unternehmen sind in der Anlage zum Anhang "Beteiligungen" angeführt.

Die quotenkonsolidierten Unternehmen sind im Konzernabschluss mit folgenden anteiligen Werten einbezogen:

31.03.2009 31.03.2010
Langfristiges Vermögen 31,5 29,4
Kurzfristiges Vermögen 104,7 53,6
136,2 83,0
Eigenkapital 30,5 28,2
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 11,8 10,0
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 93,9 44,8
136,2 83,0
2008/09 2009/10
Umsatzerlöse 287,7 144,9
Umsatzkosten 191,6 104,4
Ergebnis nach Steuern 69,6 25,2

Die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zeigen folgende Werte (100 %):

31.03.2009 31.03.2010
Langfristiges Vermögen 323,2 315,6
Kurzfristiges Vermögen 739,4 577,8
1.062,6 893,4
Eigenkapital 351,1 334,7
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 124,6 66,7
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 586,9 492,0
1.062,6 893,4
2008/09 2009/10
Umsatzerlöse 3.205,1 1.742,9
Ergebnis nach Steuern 71,3 52,8
Mio. EUR

Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Voll-
konsolidierung
Quoten-
konsolidierung
Equity-
Methode
Stand am 01.04.2009 320 2 15
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0
Änderung der Konsolidierungsmethode
Zugänge 5
Abgänge –3 –2
Umgründungen –16
Abgänge oder Veräußerung –10
Stand am 31.03.2010 296 2 13
davon ausländische Gesellschaften 240 0 5
Name der Gesellschaft Datum der Endkonsolidierung
Im Vorjahr Vollkonsolidierung
voestalpine Euroweld S.r.l. 30.06.2009
Böhler Welding Group Norway AS 31.03.2010
BTF S.p.A. 30.09.2009
DAN Spray A/S 01.04.2009
Flotek (International) Ltd. 01.04.2009
Hilarius Haarlem Holland Beheer B.V. 01.04.2009
Meltgran AB 31.03.2010
Meltgran Management AB 31.03.2010
Meltgran Trading AB 31.03.2010
Nedcon N.V. 31.03.2010
Polynorm Automotive Holding USA Inc. 31.03.2010
voestalpine Polynorm Inc. 31.03.2010
voestalpine Polynorm Plastics Limited 31.03.2010

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:

01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009
01.04.2009

Im Vorjahr Equity-Methode

Böhler
-Uddeholm
Immobilien GmbH
31.03.2010
Angesetzte Werte
Langfristiges Vermögen –8,8
Kurzfristiges Vermögen –10,5
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1,0
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 11,6
Nettovermögen –6,7
Verkaufspreis 6,0
Abgehende Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –0,8
Nettozahlungsmittelzufluss 5,2
Mio. EUR

Die Unternehmensverkäufe haben folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:

D. Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr 2009/10 werden folgende Gesellschaften im Konzernabschluss erstmalig einbezogen:

Name der Gesellschaft Anteil in % Datum der
Erstkonsolidierung
Vollkonsolidierung
Bohler Welding Group SRL 100,000 26.10.2009
Flamco Hungary Kft 100,000 30.03.2010
Rene Prinsen Spoorwegmaterialen B.V. 100,000 01.04.2009
voestalpine Bahnsysteme GmbH 100,000 01.04.2009
voestalpine Finanzierung Holding GmbH 100,000 01.04.2009

Die erstkonsolidierten Gesellschaften haben im Geschäftjahr seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung –1,8 Mio. EUR zum Ergebnis nach Steuern und 6,0 Mio. EUR zum Umsatz beigetragen.

Die Pro-forma-Werte "seit Periodenbeginn" werden auf Grund von unwesentlichen Unterschieden zu den obigen Angaben nicht erhoben.

Bei den Konsolidierungskreiszugängen handelt es sich mit einer Ausnahme um Neugründungen oder um die Konsolidierung von bisher nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

Eine bisher nach der Equity-Methode bewertete Gesellschaft wird nach einem Anteilszukauf nunmehr vollkonsolidiert. Für diese Gesellschaft wurden 4,0 Mio. EUR in der Berichtsperiode bezahlt. Nach Zugang von liquiden Mitteln in Höhe von 0,4 Mio. EUR verbleibt ein Nettozahlungsmittelabfluss von 3,6 Mio. EUR.

Die Einbeziehung von akquirierten Gesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt unter Fortführung der gem. IFRS 3 zum Akquisitionsstichtag ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unter Berücksichtigung der entsprechenden Abschreibungen. Auf Grund von Unsicherheiten in der Bewertung sind im Einklang mit IFRS 3 die Positionen immaterielle Vermögensgegenstände, Vorräte und Rückstellungen als vorläufig zu erachten.

Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der Minderheitsanteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. In der Berichtsperiode wurden für den Erwerb von Minderheitenanteilen 5,1 Mio. EUR bezahlt. Minderheitenanteile in Höhe von 1,6 Mio. EUR wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 3,5 Mio. EUR (2008/09: 159,6 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.

Put-Optionen, welche Minderheitsgesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am Minderheitsanteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die Minderheitsanteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Konzernkapitalrücklagen dotiert ("double credit approach").

Der Fair Value der im Eigenkapital verrechneten offenen Put-Optionen beträgt zum 31. März 2010 13,9 Mio. EUR (2008/09: 16,4 Mio. EUR).

E. Erläuterungen und sonstige Angaben

1. Geschäftssegmente

Der voestalpine-Konzern verfügt über sechs berichtspflichtige Segmente: Division Stahl, Division Edelstahl, Division Bahnsysteme, Division Profilform, Division Automotive sowie Sonstige. Das Berichtssystem spiegelt das interne Finanzberichtswesen, die Managementstruktur und die Hauptquellen der Risiken und Chancen der Gesellschaft wider und orientiert sich im Wesentlichen an der Art der angebotenen Produkte.

Der Schwerpunkt der Division Stahl liegt auf der Erzeugung von Flachstahlprodukten für die Automobil-, Hausgeräte- und Bauindustrie. Sie ist europäischer Top-3-Spieler im höchsten Qualitätssegment. Dieser Division sind neben der Produktion von warm- und kaltgewalzten sowie elektrolytisch verzinkten, feuerverzinkten und organisch beschichteten Blechen sowie Elektroblech auch die Grobblech- und Gießereiaktivitäten sowie diverse nachgelagerte Bereiche zugeordnet.

Die Division Edelstahl ist globaler Marktführer bei Werkzeugstahl. Des Weiteren nimmt diese eine führende Position bei Präzisionsstahlband, Spezialschmiedeteilen und Schweißtechnik ein. Die wichtigsten Abnehmer sind Automobilindustrie, Werkzeug- und Maschinenhersteller, Flugzeughersteller, Konsumgüter- und Elektronikindustrie, Holz-, Textil- und Papierindustrie, Kraftwerks- und Anlagenbau sowie Ölfeldtechnik.

Die Division Bahnsysteme ist Weltmarktführer bei Weichen und europäischer Marktführer bei Schienen und veredeltem Draht sowie Full-Service-Provider im Bahn-Fahrwegbau inklusive Planung, Logistik, Signaltechnik und Streckenwartung. Die Division verfügt über eine eigene Stahlproduktion und fertigt darüber hinaus Walzdraht und gezogenen Draht sowie Nahtlosrohre und Halbfertigerzeugnisse.

In der Division Profilform sind die Rohr- und Profilaktivitäten des Konzerns zusammengefasst. Erzeugt werden geschweißte Formrohre und Hohlprofile, offene Standardprofile sowie kundenspezifisch gefertigte Sonderrohre und -profile. Darüber hinaus produziert sie Paletten- und Hochregallager sowie Elemente zur Straßensicherheit. Die Division ist weltweiter Marktführer im Bereich Sonder- und Spezialprofile.

Die Division Automotive verarbeitet Stahl und andere Werkstoffe wie Aluminium und Kunststoff zu Komponenten, Modulen und Systemen für die Automobilindustrie. Der Fokus liegt dabei auf lasergeschweißten Platinen sowie in den Bereichen Karosseriestruktur und sicherheitsrelevante Teile. Die Division Automotive hat sich zur Top-3-Position im europäischen Automobilzuliefergeschäft entwickelt.

Unter Sonstige sind die Konzernholding, diverse Finanzierungsgesellschaften des Konzerns sowie die Gesellschaften der group IT beinhaltet. Diese wurden zusammengefasst, da die Koordination und Unterstützung der Tochtergesellschaften im Vordergrund stehen.

Die Umsatzerlöse, Aufwendungen und Ergebnisse der Segmente beinhalten Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftssegmenten. Diese Lieferungen und Leistungen werden zu Verrechnungspreisen bewertet, die konkurrenzfähigen Marktpreisen entsprechen, die nicht nahestehenden Kunden für ähnliche Produkte verrechnet werden. Diese Transaktionen werden im Konzernabschluss eliminiert.

Der voestalpine-Konzern verwendet das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) als Maßstab, um die Entwicklung der Segmente darzustellen, da das EBIT in der Stahl- und stahlverarbeitenden Industrie als gängige Vergleichskennzahl für die Beurteilung des Geschäftserfolgs verwendet wird. Des Weiteren ist der voestalpine-Konzern der Ansicht, dass dies ein allgemein anerkannter Indikator für die Darstellung der Ertragskraft des Konzerns ist.

Die Geschäftssegmente1 des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Geschäftssegmente

Division Stahl Division Edelstahl Division Bahnsysteme
2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10
Segmentumsätze 4.328,5 3.098,7 3.530,6 2.358,4 2.351,0 1.908,5
davon Umsatzerlöse
mit externen Kunden
3.736,3 2.746,2 3.526,2 2.353,9 2.332,0 1.895,7
davon Umsatzerlöse
mit anderen Segmenten
592,2 352,5 4,4 4,5 19,0 12,8
EBITDA 735,5 423,3 363,3 153,1 414,7 329,0
Abschreibungen auf Sach
anlagen und immaterielle
Vermögenswerte
213,1 221,9 308,3 232,7 90,0 103,4
davon Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4 3,1
davon Wertaufholungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT)
522,3 201,4 55,0 –79,6 324,7 225,6
EBIT-Marge 12,1 % 6,5 % 1,6 % –3,4 % 13,8 % 11,8 %
Ergebnisse von
assoziierten Unternehmen
14,7 10,5 0,0 0,0 2,6 3,8
Ergebnis nach Steuern 361,6 139,5 –18,3 –98,9 227,7 158,9
Segmentvermögen 3.902,8 3.342,3 5.061,2 4.748,1 1.989,7 1.840,9
davon Anteile an asso
ziierten Unternehmen
81,9 83,5 0,1 0,0 18,4 13,3
Nettofinanzverschuldung 896,7 949,3 627,4 821,4 440,0 382,7
Investitionen in Sach
anlagen und immaterielle
Vermögenswerte
398,6 240,7 274,5 181,2 232,5 71,6
Mitarbeiter (ohne Leih
personal und Lehrlinge)
10.034 9.510 14.734 13.762 8.077 7.863

1 Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Precision Strip und Welding Consumables sind rechtlich rückwirkend seit 1. April 2009 den Divisionen Profilform und Bahnsysteme zugeordnet, werden aber im gesamten Geschäftsjahr 2009/10 noch im Rahmen der Division Edelstahl gesteuert und berichtet und sind daher im vorliegenden Abschluss dem Geschäftssegment Edelstahl zugeordnet.

In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:

2009/10
4,5 18,3
6,6 –1,7
6,1 6,8
–0,4 –1,1
16,8 22,3
Division Profilform Division Automotive Sonstige Überleitung Summe Konzern
2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10
1.147,1 724,0 988,6 835,4 106,3 88,4 –727,2 –463,4 11.724,9 8.550,0
1.140,5 719,4 985,8 833,1 4,1 1,7 0,0 0,0 11.724,9 8.550,0
6,6
163,8
4,6
63,6
2,8
72,2
2,3
73,8
102,2
–56,2
86,7
–60,8
–727,2
16,8
–463,4
22,3
0,0
1.710,1
0,0
1.004,3
31,4 31,7 71,6 55,9 6,9 6,7 0,0 0,0 721,3 652,3
0,0 0,0 7,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 7,6 3,1
0,0 0,0 0,0 9,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 9,3
132,4 31,9 0,6 18,0 –63,1 –67,7 16,8 22,4 988,7 352,0
11,5 % 4,4 % 0,1 % 2,2 % 8,4 % 4,1 %
0,0 0,0 0,0 0,0 6,7 6,0 0,4 0,1 24,4 20,4
81,1 17,2 –2,4 16,4 984,6 –233,5 –1.022,7 187,2 611,6 186,8
627,5 576,4 930,7 866,7 9.536,1 8.662,8 –9.201,5 –7.743,1 12.846,5 12.294,1
0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 1,0 28,7 28,7 129,2 126,5
150,7 171,8 376,6 283,8 1.335,9 504,4 –65,7 –76,1 3.761,6 3.037,3
46,8 19,3 50,9 22,5 7,4 4,4 7,4 0,0 1.018,1 539,7
3.512 3.087 4.870 4.551 688 633 0 0 41.915 39.406

Mio. EUR

EBIT 2008/09 2009/10
Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung 4,5 18,3
Forderungswertberichtigungen/-verzicht 6,6 –1,7
Konsolidierung 6,1 6,8
Sonstiges –0,4 –1,0
EBIT – Summe Überleitung 16,8 22,4

Alle übrigen Kennzahlen enthalten im Wesentlichen nur Konsolidierungseffekte.

Geografische Informationen

In der folgenden Tabelle werden ausgewählte Finanzinformationen nach den wesentlichen geografischen Regionen zusammengefasst dargestellt. Segmenterlöse von externen Kunden sind nach geografischen Regionen auf der Grundlage des Standorts der Kunden angegeben. Langfristige Vermögenswerte und Investitionen sind nach Unternehmensstandorten zugeordnet.

Österreich Europäische Union Übrige Länder
2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10
Außenumsätze 1.328,3 774,3 7.192,4 5.345,1 3.204,2 2.430,6
Langfristige Vermögenswerte 4.401,9 4.350,0 1.629,5 1.598,5 493,6 544,9
Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle
Vermögenswerte 693,2 403,9 244,1 105,7 80,8 30,1
Mio. EUR

Der voestalpine-Konzern weist keine Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden auf, die sich auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

2008/09 2009/10
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen 12,8 11,1
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 58,8 34,3
Kursgewinne und Erträge aus der Bewertung von Derivaten 83,3 78,5
Übrige betriebliche Erträge 285,1 241,3
440,0 365,2
Mio. EUR

Im Geschäftsjahr 2009/10 sind in den übrigen betrieblichen Erträgen 130,1 Mio. EUR aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, die nicht Hauptzweck des Unternehmens sind, enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2008/09 2009/10
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag fallen
18,6 13,9
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 1,9 3,3
Kursverluste und Aufwendungen aus der Bewertung von Derivaten 71,7 45,6
Übrige betriebliche Aufwendungen 288,7 258,0
380,9 320,8
Mio. EUR

Im Geschäftsjahr 2009/10 sind in den übrigen betrieblichen Aufwendungen 124,5 Mio. EUR aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, die nicht Hauptzweck des Unternehmens sind, enthalten.

4. Ergebnisse von assoziierten Unternehmen

2008/09 2009/10
24,4 20,7
0,0 –0,3
24,4 20,4

Mio. EUR

Die Erträge aus assoziierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der VA Intertrading AG, der Ningxia Kocel Steel Foundry Co. Ltd. und der Chinese New Turnout Technologies Co. Ltd.

5. Finanzerträge

2008/09 2009/10
Erträge aus Beteiligungen 7,2 6,7
davon von verbundenen Unternehmen 3,6 5,1
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen 4,4 3,4
davon von verbundenen Unternehmen 0,0 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 61,4 64,3
davon von verbundenen Unternehmen 0,1 1,3
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens
0,6 19,5
73,6 93,9

Mio. EUR

  1. Finanzaufwendungen
2008/09 2009/10
Aufwendungen aus anderen Finanzanlagen
Aufwendungen aus der Marktwertbewertung 28,7 1,6
Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 0,0 1,7
Sonstige Aufwendungen 0,3 0,2
29,0 3,5
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 357,7 279,4
davon betreffend verbundene Unternehmen 4,1 2,3
386,7 282,9
Mio. EUR

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten die gezahlten und geschuldeten Ertragsteuern sowie die latenten Steuern (+Steueraufwand/-Steuerertrag).

2008/09 2009/10
Ertragsteuern 144,8 55,7
Latente Steuern –56,4 –59,2
88,4 –3,5
Mio. EUR

Die folgende Überleitung zeigt die Differenz zwischen dem österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25 % und dem effektiven Konzernsteuersatz:

2008/09 2009/10
Ergebnis vor Steuern 700,0 183,3
Ertragsteueraufwand auf Basis des
österreichischen Körperschaftsteuersatzes
25,0 % 175,0 25,0 % 45,8
Differenz zu ausländischen Steuersätzen –1,2 % –8,6 –4,2 % –7,7
Steuerfreie Erträge und Aufwendungen 1,5 % 11,0 –0,5 % –0,9
Steuerfreie Erträge von Beteiligungen –1,1 % –7,9 –3,7 % –6,8
Auswirkungen aus Teilwertabschreibungen
auf Beteiligungen
–4,8 % –33,3 3,0 % 5,5
Steuern aus Vorperioden –1,3 % –9,0 –8,1 % –14,9
Eigene Aktien –3,7 % –26,1 –0,3 % –0,5
Hybridanleihe –2,6 % –18,2 –9,9 % –18,2
Sonstige Differenzen 0,8 % 5,5 –3,2 % –5,8
Effektiver Konzernsteuersatz (%)/-steueraufwand 12,6 % 88,4 –1,9 % –3,5
Mio. EUR

Dividenden (Zinsen) auf Hybridkapital stellen in Österreich eine steuerliche Betriebsausgabe dar. Die Steuerentlastung wird ertragswirksam erfasst.

8. Aufgegebene Geschäftsbereiche

Auf Grund der aktuellen weltwirtschaftlichen Situation wurde von einer Devestition der im Vorjahr unter den aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesenen Gesellschaften Abstand genommen. Die Plastics-Aktivitäten der Polynorm-Gruppe sowie die französische Gesellschaft Amstutz Levin & Cie (Division Automotive) werden zum Jahresabschluss 2009/10 wieder in den fortgeführten Bereichen erfasst.

Auf Grund des Ausweises dieser Gesellschaften in den fortgeführten Geschäftsbereichen ist das Konzernergebnis (EBIT) 2009/10 mit 1,3 Mio. EUR positiv beeinflusst. Das rückwirkend angepasste Ergebnis (EBIT) des Geschäftsjahres 2008/09 ist gegenüber dem veröffentlichten Vorjahresergebnis um 27,2 Mio. EUR niedriger.

9. Sachanlagen

Grundstücke,
grundstücks-
gleiche Rechte
und Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.173,1 7.025,6 836,8 451,5 10.487,0
Kumulierte Abschreibungen –1.073,8 –4.803,1 –608,4 0,0 –6.485,3
Buchwerte am 01.04.2008 1.099,3 2.222,5 228,4 451,5 4.001,7
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.259,4 7.260,5 880,8 812,8 11.213,5
Kumulierte Abschreibungen –1.112,2 –5.083,4 –637,7 –1,9 –6.835,2
Buchwerte am 31.03.2009 1.147,2 2.177,1 243,1 810,9 4.378,3
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.454,8 7.670,2 923,7 594,1 11.642,8
Kumulierte Abschreibungen –1.165,7 –5.316,1 –675,5 –1,5 –7.158,8
Buchwerte am 31.03.2010 1.289,1 2.354,1 248,2 592,6 4.484,0
Grundstücke,
grundstücks-
gleiche Rechte
und Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
Buchwerte zum 01.04.2008 1.099,3 2.222,5 228,4 451,5 4.001,7
Konsolidierungskreisänderungen 2,9 1,9 0,6 0,3 5,7
Zugänge 75,4 225,2 67,3 589,3 957,2
Umbuchungen 42,1 150,7 19,1 –213,7 –1,8
Abgänge –4,8 –6,6 –2,4 –8,0 –21,8
Abschreibungen –56,9 –387,1 –65,8 –0,5 –510,3
Wertminderungen –0,4 –7,2 0,0 0,0 –7,6
Währungsdifferenzen –10,4 –22,3 –4,1 –8,0 –44,8
Buchwerte zum 31.03.2009 1.147,2 2.177,1 243,1 810,9 4.378,3
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 1,2 –0,6 0,0 0,6
Zugänge 52,7 183,8 38,9 247,8 523,2
Umbuchungen 125,1 321,4 25,6 –476,0 –3,9
Abgänge –3,3 –3,5 –1,8 –2,9 –11,5
Abschreibungen –59,2 –376,5 –65,1 –0,2 –501,0
Wertminderungen –1,5 –0,9 –0,1 0,0 –2,5
Wertaufholungen 4,2 4,4 0,2 0,5 9,3
Währungsdifferenzen 23,9 47,1 8,0 12,5 91,5
Buchwerte zum 31.03.2010 1.289,1 2.354,1 248,2 592,6 4.484,0

Die Buchwerte der Sachanlagen haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2010 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Mio. EUR

Zum 31. März 2010 bestehen Verfügungsbeschränkungen bei Sachanlagen in Höhe von 23,9 Mio. EUR (31. März 2009: 34,7 Mio. EUR). Weiters bestehen zum 31. März 2010 Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 211,2 Mio. EUR (31. März 2009: 388,4 Mio. EUR).

In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögensgegenstände in unwesentlicher Höhe erstmals aktiviert. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 4,4 % zugrunde gelegt.

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und kumulierte Abschreibungen der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (IAS 40) stellen sich zum 31. März 2010 wie folgt dar:

31,5 31,5
–8,2 –8,2
23,3 23,3

Die Buchwerte der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2010 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

2008/09 2009/10
Buchwerte zum 01.04. 26,8 23,3
Abgänge –3,4 0,0
Abschreibungen –0,1 0,0
Buchwerte zum 31.03. 23,3 23,3

Mio. EUR

Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Sachanlagen. Der Marktwert, basierend auf vergleichbaren Veräußerungstransaktionen, wird auf 23,9 Mio. EUR (31. März 2009: 24,0 Mio. EUR) geschätzt.

Der Buchwert für jede Gruppe von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing stellt sich wie folgt dar:

Sachanlagen
Summe
2008/09
Grundstücke,
grundstücks-
gleiche
Rechte und
Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Immaterielle
Vermögens-
werte
Summe
2009/10
Anschaffungskosten 116,8 78,0 32,3 2,0 1,9 1,3 115,5
Kumulierte
Abschreibungen
–43,7 –19,2 –16,7 –1,3 0,0 –1,3 –38,5
Buchwert 73,1 58,8 15,6 0,7 1,9 0,0 77,0

Der Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasing weist folgende Laufzeiten aus:

Mindestleasing-
zahlungen aus
Finanzierungsleasing
Abzinsungen aus
Finanzierungsleasing
Barwert der Mindest-
leasingzahlungen aus
Finanzierungsleasing
2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10
Laufzeit bis zu einem Jahr 9,7 8,6 –2,6 –2,6 7,1 6,0
Laufzeit zwischen einem Jahr
und fünf Jahren
35,6 34,6 –9,4 –8,7 26,2 25,9
Laufzeit über fünf Jahre 41,5 37,4 –7,3 –7,0 34,2 30,4
86,8 80,6 –19,3 –18,3 67,5 62,3
Mio. EUR

Die wesentlichsten Finanzierungsleasingverhältnisse für Gebäude- und Fertigungsanlagen haben eine Laufzeit zwischen fünf und 22 Jahren. Der Konzern hat dabei die Möglichkeit, die Anlagen am Ende eines vertraglich vereinbarten Zeitraums zum Nennwert zu erwerben bzw. eine Verlängerungsoption auszuüben. Die Verpflichtungen aus den Finanzierungsleasingvereinbarungen sind großteils durch Eigentumsvorbehalt des Leasinggebers an den Leasinggegenständen besichert.

Neben den Finanzierungsleasingvereinbarungen bestehen Verpflichtungen aus operativen Leasingvereinbarungen über Sachanlagen, welche nicht in der Bilanz ausgewiesen sind. Diese Verpflichtungen weisen folgende Laufzeiten aus:

2008/09 2009/10
Laufzeit bis zu einem Jahr 26,1 30,6
Laufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren 73,7 87,3
Laufzeit über fünf Jahre 73,1 63,1
172,9 181,0
Mio. EUR

Zahlungen in Höhe von 34,7 Mio. EUR (2008/09: 24,5 Mio. EUR) auf Grund von operativen Leasingvereinbarungen werden als Aufwendungen erfasst.

Die wesentlichsten operativen Leasingvereinbarungen beziehen sich auf Gebäude mit Mindestleasinglaufzeiten von 15 Jahren mit Verlängerungsverpflichtung in bestimmten Fällen von rund zehn Jahren. Es bestehen Kaufoptionen am Ende der Leasingdauer. Beschränkungen im Hinblick auf Dividenden, zusätzliche Schulden und weitere Leasingverhältnisse sind keine vorhanden.

Aufgliederung der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände nach Funktionsbereichen

2008/09 2009/10
523,5
104,1 82,6
33,2 34,0
11,2 12,2
721,3 652,3
Mio. EUR
572,8

Wertminderungen und Wertaufholungen

Im Abschlussjahr wurden (im Wesentlichen als Reorganisationsvorsorge) Wertminderungen auf Sachanlagen (betrifft im Wesentlichen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten in der Division Bahnsysteme) im Ausmaß von 2,5 Mio. EUR (31. März 2009: 7,6 Mio. EUR) durchgeführt. Diese sind im Wesentlichen in den Umsatzkosten erfasst.

Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 9,3 Mio. EUR wurden in der Division Automotive in der Berichtsperiode auf Grund eines Anstiegs der beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam erfasst (31. März 2009: 0,0 Mio. EUR). Diese sind in den Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

10. Firmenwert

31.03.2008 31.03.2009 31.03.2010
1.418,8 1.436,3 1.435,8
–15,4 –15,4 –15,4
1.403,4 1.420,9 1.420,4

Mio. EUR

Die Buchwerte der Firmenwerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2010 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Firmenwert
Buchwerte zum 01.04.2008 1.403,4
Konsolidierungskreisänderungen 11,4
Zugänge 10,8
Abgänge –7,8
Währungsdifferenzen 3,1
Buchwerte zum 31.03.2009 1.420,9
Zugänge 3,9
Abgänge –3,9
Währungsdifferenzen –0,5
Buchwerte zum 31.03.2010 1.420,4
Mio. EUR
2008/09 2009/10
Summe Division Stahl 160,2 160,2
High Performance Metals 504,3 505,2
Welding Consumables 169,9 170,2
Precision Strip 220,3 220,3
Special Forging 14,0 14,0
Summe Division Edelstahl 908,5 909,7
Weiche 131,6 129,9
Schiene 25,2 25,2
Stahl 25,8 25,8
Summe Division Bahnsysteme 182,6 180,9
Rohre und Profile 46,0 46,0
Lagertechnik 11,2 11,2
Summe Division Profilform 57,2 57,2
Präzisionsteile und Sicherheitstechnik 16,9 16,9
Lasergeschweißte Platinen 4,5 4,5
Großpressteile 20,9 20,9
Strukturteile 70,1 70,1
Summe Division Automotive 112,4 112,4
voestalpine Konzern 1.420,9 1.420,4
Mio. EUR

Impairmenttest von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit Firmenwerten

Firmenwerte werden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

Diese Firmenwerte werden im Hinblick auf den Nutzungswert unter Anwendung der Discounted Cashflow-Methode auf Werthaltigkeit überprüft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Vor-Steuer-Cashflows einer Mittelfristplanung jeweils Anfang März. Dieser Mittelfristplanung werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete zukünftige Marktperformance als Annahmen zugrunde gelegt. Die konzernalen Planungsprämissen werden dabei um sektorale Planungsannahmen erweitert. Konzerninterne Einschätzungen werden um externe Marktstudien ergänzt. Die Abzinsung der Cashflows erfolgt grundsätzlich unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes (WACC) von 8,2 % vor Steuern.

Für die 3-Jahres-Mittelfristplanung in der Division Stahl wurden neben internen auch externe Marktprognosen für den Absatz von Flachprodukten in Europa verwendet. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte in der Planung stimmen dabei grundsätzlich mit diesen externen Informationsquellen überein. Bei der Impairmentberechnung wurde das letzte Planjahr als Basis für die Ermittlung der Cashflows in der ewigen Rente herangezogen. Es wird in der ewigen Rente mit einer Wachstumsrate von 1 % gerechnet.

Die Impairmenttests in der Division Edelstahl erfolgten auf Basis eines dreijährigen Detailplanungszeitraums. Der aktuelle Auslastungsgrad wurde in den Planjahren der externen Markterwartung angepasst. In der Division Edelstahl wurde in der ewigen Rente einheitlich mit einem unter der Inflation liegenden Wachstum von 1 % gerechnet.

Für die wesentlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in der Division Bahnsysteme wurden in der 3-Jahres-Mittelfristplanung externe Marktprognosen für den Schienen- und Weichenabsatz verarbeitet. Beschaffungsseitig wurden für die Rohstoffannahmen Weltmarktprognosen verwendet. Das Ertragsniveau des dritten Planjahres wurde zur Ermittlung der ewigen Rente herangezogen. Es wurde ebenfalls mit einem Wachstum von 1 % in der ewigen Rente gerechnet.

In der Division Profilform basieren die absatzseitigen Planungsannahmen auf Markteinschätzungen für die wichtigsten Abnehmerbranchen und Industriesektoren unter Berücksichtigung spezieller externer Marktstudien (z. B. Global Truck Report). Für die Entwicklung der Vormaterialpreise wurden die Prognosen internationaler Research-Institute zugrunde gelegt. Es wurde das dritte Planjahr als Basis für die Ermittlung der ewigen Rente herangezogen. Für Produktionen in Emerging Markets wurde mit Länderrisikozuschlägen von bis zu 3 % gerechnet. Wachstumsrate wurde keine verwendet.

In der Division Automotive wurden Automobilproduktionsprognosen als Basis zur Ermittlung des Auslastungsgrades herangezogen. Konzernexterne Prognosen wurden durch interne Einschätzungen nach unten revidiert. Die Impairmenttests in der Division Automotive basieren auf einem dreijährigen Detailplanungszeitraum. Es wurde in der ewigen Rente mit einem Wachstum von 1 % gerechnet.

Die Werthaltigkeit aller Firmenwerte wurde dadurch bestätigt. Eine Sensitivitätsanalyse hat ergeben, dass eine Erhöhung des Abzinsungssatzes (8,2 %) um 10 % lediglich bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Precision Strip zu einem Firmenwert-Impairment von 30,5 Mio. EUR führen würde. Bei Verwendung eines Abzinsungssatzes von 8,2 % übersteigt der erzielbare Betrag den Buchwert um 20,1 Mio. EUR. Bei einem Abzinsungssatz von 8,5 % entspricht der erzielbare Betrag dem Buchwert.

In folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestehen immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer:

2008/09 2009/10
High Performance Metals 62,5 62,5
Welding Consumables 12,6 12,6
Precision Strip 2,6 2,6
Zwischensumme 77,7 77,7
Edelstahl 149,9 149,9
Summe Division Edelstahl Gesamt 227,6 227,6
voestalpine Konzern 227,6 227,6
Mio. EUR

In den immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer sind ausschließlich Markenrechte enthalten. Diese Markenrechte unterliegen keiner Abnutzung und werden daher nicht planmäßig abgeschrieben.

11. Andere immaterielle Vermögenswerte

Rechte Immaterielle
Vermögens-
werte
gem. IFRS 3
Geleistete
Anzah-
lungen
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 228,9 1.015,3 2,3 1.246,5
Kumulierte Abschreibungen –179,4 –298,5 –0,2 –478,1
Buchwerte am 01.04.2008 49,5 716,8 2,1 768,4
Anschaffungs- und Herstellungskosten 233,0 1.027,3 4,7 1.265,0
Kumulierte Abschreibungen –181,5 –486,8 0,0 –668,3
Buchwerte am 31.03.2009 51,5 540,5 4,7 596,7
Anschaffungs- und Herstellungskosten 236,6 1.027,2 0,9 1.264,7
Kumulierte Abschreibungen –189,7 –612,6 0,0 –802,3
Buchwerte am 31.03.2010 46,9 414,6 0,9 462,4
Mio. EUR
Rechte Immaterielle
Vermögens-
werte
gem. IFRS 3
Geleistete
Anzah-
lungen
Summe
Buchwerte am 01.04.2008 49,5 716,8 2,1 768,4
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 7,9 0,0 7,9
Zugänge 13,8 3,3 3,7 20,8
Umbuchungen 1,7 0,0 –0,5 1,2
Abgänge 0,0 0,0 –0,6 –0,6
Abschreibungen –15,8 –187,7 0,0 –203,5
Währungsdifferenzen 2,3 0,2 0,0 2,5
Buchwerte zum 31.03.2009 51,5 540,5 4,7 596,7
Konsolidierungskreisänderungen –0,1 0,0 0,0 –0,1
Zugänge 9,6 0,0 1,2 10,8
Umbuchungen 8,4 –0,1 –4,2 4,1
Abgänge –0,8 0,0 –0,8 –1,6
Abschreibungen –22,7 –125,8 0,0 –148,5
Währungsdifferenzen 1,0 0,0 0,0 1,0
Buchwerte am 31.03.2010 46,9 414,6 0,9 462,4

Die Buchwerte der anderen immateriellen Vermögenswerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2010 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte können in den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten und Sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sein.

12. Anteile an assoziierten Unternehmen und andere Finanzanlagen

Anteile an
verbunde-
nen Unter-
nehmen
Anteile an
assoziier-
ten Unter-
nehmen
Sonstige
Beteili-
gungen
Wert-
papiere
Aus-
leihungen
Geleistete
Anzah-
lungen
Summe
Anschaffungs
und Herstellungskosten
25,0 110,5 14,6 63,8 14,4 2,3 230,6
Kumulierte Abschreibungen –6,8 –2,5 –5,2 –3,2 –1,2 0,0 –18,9
Buchwerte am 01.04.2008 18,2 108,0 9,4 60,6 13,2 2,3 211,7
Anschaffungs
und Herstellungskosten
25,2 131,7 56,9 65,2 14,3 0,0 293,3
Kumulierte Abschreibungen –8,1 –2,5 –2,2 –8,2 –1,6 0,0 –22,6
Buchwerte am 31.03.2009 17,1 129,2 54,7 57,0 12,7 0,0 270,7
Anschaffungs
und Herstellungskosten
24,3 129,0 61,2 85,1 11,8 0,0 311,4
Kumulierte Abschreibungen –7,5 –2,5 –2,2 –3,9 –1,6 0,0 –17,7
Buchwerte am 31.03.2010 16,8 126,5 59,0 81,2 10,2 0,0 293,7
Anteile an
verbunde-
nen Unter-
nehmen
Anteile an
assoziier-
ten Unter-
nehmen
Sonstige
Beteili-
gungen
Wert-
papiere
Aus-
leihungen
Geleistete
Anzah-
lungen
Summe
Buchwerte zum 01.04.2008 18,2 108,0 9,4 60,6 13,2 2,3 211,7
Konsolidierungskreis
änderungen
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zugänge 5,2 26,3 45,1 2,3 1,0 0,0 79,9
Umbuchungen –6,2 6,3 0,5 0,6 –0,9 –2,3 –2,0
Abgänge 0,0 –11,4 –0,3 –1,3 –0,8 0,0 –13,8
Abschreibungen –0,1 0,0 0,0 –5,2 –0,2 0,0 –5,5
Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Währungsdifferenzen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4 0,0 0,4
Buchwerte zum 31.03.2009 17,1 129,2 54,7 57,0 12,7 0,0 270,7
Konsolidierungskreis
änderungen
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zugänge 1,7 15,2 0,4 20,3 0,8 0,0 38,4
Umbuchungen –0,4 –11,9 4,2 0,0 11,6 0,0 3,5
Abgänge –0,3 –6,0 –0,3 –0,4 –14,7 0,0 –21,7
Abschreibungen –1,6 0,0 0,0 0,0 –0,1 0,0 –1,7
Zuschreibungen 0,3 0,0 0,0 4,3 0,0 0,0 4,6
Währungsdifferenzen 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,1 0,0 –0,1
Buchwerte zum 31.03.2010 16,8 126,5 59,0 81,2 10,2 0,0 293,7

Mio. EUR

Unter den sonstigen Beteiligungen wird eine unwesentliche Beteiligung als zur Veräußerung gehalten und daher gemäß IFRS 5 bilanziert.

Die Ausleihungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.03.2008 31.03.2009 31.03.2010
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1,4 1,3 1,3
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,0 0,0 0,0
Ausleihungen an sonstige Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige Ausleihungen 10,0 9,5 8,4
Sonstige Forderungen Finanzierung 1,8 1,9 0,5
13,2 12,7 10,2
Mio. EUR

Die kurzfristigen anderen Finanzanlagen beinhalten mit 323,1 Mio. EUR (31. März 2009: 193,3 Mio. EUR) Anteile am V54-Investmentfonds, 185,1 Mio. EUR in weiteren Liquiditätsfonds und mit 28,6 Mio. EUR (31. März 2009: 24,7 Mio. EUR) andere Wertpapiere.

Kurzfristige und langfristige Wertpapiere in Höhe von 104,5 Mio. EUR (31. März 2009: 111,4 Mio. EUR) sind für Investitionskredite der Europäischen Investitionsbank verpfändet.

13. Latente Steuern

Latente Steuern auf Grund von Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen werden in Übereinstimmung mit IAS 12.39 nicht angesetzt.

Die zeitlichen Differenzen zwischen den Werten der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss verteilen sich wie folgt:

Aktiva Passiva
31.03.2009 31.03.2010 31.03.2009 31.03.2010
Langfristiges Vermögen 140,8 448,4 346,8 422,8
Kurzfristiges Vermögen 105,6 195,2 216,0 222,7
Langfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten
376,4 404,8 69,6 120,2
Kurzfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten
119,2
742,0
190,4
1.238,8
86,4
718,8
127,5
893,2
Konsolidierung
Zwischengewinneliminierungen 109,8 85,0 0,0 0,0
Stille Reserven 0,0 0,0 614,7 481,5
Sonstige 31,5 114,6 29,3 195,7
883,3 1.438,4 1.362,8 1.570,4
Körperschaftsteuersatz 25,0 % 25,0 % 25,0 % 25,0 %
Latente Steuern 220,8 359,6 340,7 392,6
Akquisitionsbedingter Steuervorteil 216,8 198,7 0,0 0,0
Saldierung der latenten Steuern
gegenüber derselben Steuerbehörde
–28,6 –146,6 –28,6 –146,6
Saldierte latente Steuern 409,0 411,7 312,1 246,0

Der Steuervorteil aus der Akquisition Böhler-Uddeholm Aktiengesellschaft wird unter Anwendung von IAS 12.34 als noch nicht genutzte Steuergutschrift bilanziert und über eine Laufzeit von 14 Jahren mit einem Betrag von 18,1 Mio. EUR pro Jahr aufgelöst. Dem steht eine tatsächliche Steuerersparnis gegenüber.

Im Berichtsjahr wurden aktive/passive latente Steuern in Höhe von 8,2 Mio. EUR (31. März 2009: 6,0 Mio. EUR) auf direkt im Eigenkapital verbuchte Positionen ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 57,6 Mio. EUR wurden erfasst. Zum 31. März 2010 bestehen noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von rund 38,6 Mio. EUR (Körperschaftsteuer) (31. März 2009: rund 64,0 Mio. EUR), für welche kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde. Bis 2016 verfallen rund 29,0 Mio. EUR der körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge.

14. Vorräte

2008/09 2009/10
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.007,3 707,4
Unfertige Erzeugnisse 608,7 532,9
Fertige Erzeugnisse 1.012,0 745,3
Handelswaren 257,7 198,4
Noch nicht abrechenbare Leistungen 11,5 8,0
Geleistete Anzahlungen 12,5 6,3
2.909,7 2.198,3

Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert sind in Höhe von 78,8 Mio. EUR (31. März 2009: 148,9 Mio. EUR) im Konzernabschluss enthalten. Vorräte in Höhe von 3,1 Mio. EUR (31. März 2009: 3,8 Mio. EUR) sind als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet. 4.427,3 Mio. EUR (31. März 2009: 6.643,2 Mio. EUR) wurden als Materialaufwand erfasst.

31.03.2009 Davon
Restlaufzeit
von mehr
als 1 Jahr
31.03.2010 Davon
Restlaufzeit
von mehr
als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
1.321,0 5,1 1.114,6 6,0
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
13,2 0,2 12,0 0,0
Forderungen gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
52,7 0,0 46,1 0,0
Sonstige Forderungen
und Vermögenswerte
398,6 9,9 285,4 12,6
1.785,5 15,2 1.458,1 18,6
Mio. EUR

15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Fertigungsaufträgen wie folgt enthalten:

31.03.2009 31.03.2010
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Gewinne
128,9
15,5
99,8
11,8
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Verluste –1,4 –1,0
Bruttoforderungen 143,0 110,6
Abzüglich erhaltene Anzahlungen –96,6 –74,9
Forderungen aus der Auftragsfertigung 46,4 35,7
Mio. EUR

Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen im Geschäftsjahr 2009/10 betragen 122,2 Mio. EUR.

16. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

2008/09 2009/10
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 857,7 1.028,6
Mio. EUR

17. Eigenkapital

Grundkapital (inkl. Angaben gemäß § 240 UGB)

Gemäß dem vormaligen § 4 Abs. 6 der Satzung war der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 28.778.442,33 EUR durch Ausgabe von bis zu 15.840.000 Stückaktien zu erhöhen, soweit Gläubiger der Wandelanleihe 2005/10 von ihrem Recht auf Wandlung in Aktien Gebrauch machen (bedingte Kapitalerhöhung).

In der Berichtsperiode wurde die Wandelanleihe 2005/10 von der voestalpine AG mit Wirksamkeit zum 29. Jänner 2010 gekündigt. Auf Grund der Kündigung wurden sämtliche zum Zeitpunkt der Kündigung ausstehenden Wandelanleihen (= 8,6 % des Gesamtnennbetrages der Wandelanleihe in der Höhe von 250 Mio. EUR) von den Gläubigern der Wandelanleihen in Aktien der Gesellschaft gewandelt. Für diese Wandlungen hat der Vorstand von der Ermächtigung gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung Gebrauch gemacht und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von gesamt 1.150.131 auf den Inhaber lautende Stückaktien an Gläubiger der Wandelanleihe 2005/10 um 0,68 % erhöht. Eine weitere Ausgabe von Aktien durch den Vorstand gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist auf Grund der vollständigen Tilgung der Wandelanleihe 2005/10 nicht mehr möglich. § 4 Abs. 6 der Satzung wurde daher gelöscht und der vormalige § 4 Abs. 7 der Satzung ist nunmehr § 4 Abs. 6. Zum 31. März 2010 gibt es keine ausstehenden Wandelschuldverschreibungen der Gesellschaft.

Das Grundkapital beträgt zum 31. März 2010 307.132.044,75 EUR (31. März 2009: 305.042.462,76 EUR) und ist in 169.049.163 nennbetragslose Stückaktien zerlegt (31. März 2009: 167.899.032). Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.

Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 83.949.516 Stück Aktien (ca. 49,66 %) gegen Bareinzahlung und/oder, allenfalls unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, (i) gegen Sacheinlage, insbesondere durch Einbringung von Beteiligungen, Unternehmen, Betrieben und Betriebsteilen, und/oder (ii) zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms oder eines Aktienoptionsprogramms zu erhöhen (genehmigte Kapitalerhöhung). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 80.000.000 Stück Aktien (= 47,32 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 1. Juli 2009 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 1. Juli 2009 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.

In der Hauptversammlung vom 2. Juli 2008 wurde der Vorstand bis zum 31. Dezember 2010 zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenkurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode nicht Gebrauch gemacht.

Die Kapitalrücklagen beinhalten im Wesentlichen das Agio (abzüglich Kosten der Eigenkapitalbeschaffung), Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von eigenen Aktien sowie anteilsbasierte Vergütungen.

Die Rücklagen für eigene Aktien beinhalten die Anschaffungskosten bzw. die Abgänge zu Anschaffungskosten für zurückgekaufte eigene Aktien.

Die Gewinnrücklagen beinhalten das Ergebnis nach Steuern abzüglich Dividendenausschüttungen. Bei der Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der Minderheitsanteile direkt in der Gewinnrücklage erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden in der Periode, in der sie anfallen, zur Gänze im Eigenkapital erfasst.

Die Rücklage für Währungsumrechnung dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

Die Hedging-Rücklage umfasst Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cashflow-Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wird nur dann in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst.

Anzahl
Stückaktien
Anzahl
eigene Aktien
Anzahl im Umlauf
befindliche Aktien
Stand zum 01.04.2008 164.439 5.203 159.236
Zugänge 3.460 3.460
Abgänge –4.308 4.308
Stand zum 31.03.2009 167.899 895 167.004
Zugänge 1.150 1.150
Abgänge –237 237
Stand zum 31.03.2010 169.049 658 168.391
Tsd. Stück

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2010 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Hybridkapital

Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe) im Umfang von 1 Mrd. EUR begeben. Der Kupon beträgt 7,125 %, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Laufzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem variablen Zinssatz (3-Monats-EURIBOR plus 5,05 %).

Der Erlös aus der Begebung der Hybridanleihe wird als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt. Die Begebungskosten der Anleihe und das Disagio beliefen sich auf 10,5 Mio. EUR; darauf entfallende Steueransprüche in Höhe von 2,6 Mio. EUR wurden aktiviert. Das Eigenkapital erhöhte sich deshalb um einen Wert von 992,1 Mio. EUR.

Minderheitsanteile am Eigenkapital

Die Minderheitsanteile am Eigenkapital zum 31. März 2010 resultieren im Wesentlichen aus Fremdanteilen bei der VAE-Gruppe, Railpro B.V. und den Danube-Equity-Gesellschaften.

Das Sonstige Ergebnis gliedert sich wie folgt:

2008/09 2009/10
Hedge Accounting 9,3 –25,3
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste –25,4 –15,7
Währungsumrechnung –9,7 85,1
Latente Steuern auf Hedge Accounting und
versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
6,1 8,2
Sonstiges Ergebnis netto –19,7 52,3
2008/09
2009/10
Abfertigungsrückstellung 444,3 424,6
Pensionsrückstellung 298,4 323,0
Jubiläumsgeldrückstellung 111,9 105,4
854,6 853,0

18. Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen

Mio. EUR

Rückstellungen für Abfertigungen

2008/09 2009/10
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 01.04.2009 447,8 444,3
Dienstzeitaufwand der Periode 10,6 10,3
Zinsaufwand der Periode 22,9 24,9
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 –0,4
Abfertigungszahlungen –32,4 –47,8
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste –4,6 –6,7
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 31.03.2010 444,3 424,6
31.03.2006 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2009 31.03.2010
Barwert der Abfertigungs
verpflichtungen (DBO)
337,6 359,8 447,8 444,3 424,6
Versicherungsmathematische
+Gewinne/–Verluste aus
Parameteränderungen in % –11,1 % –3,0 % 2,7 % 3,5 % –2,4 %
Mio. EUR

Rückstellungen für Pensionen

2008/09 2009/10
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 01.04.2009 616,8 595,4
Dienstzeitaufwand der Periode 9,6 18,2
Zinsaufwand der Periode 29,3 33,4
Konsolidierungskreisänderungen 0,5 0,0
Pensionszahlungen –35,2 –28,3
Kursdifferenzen –4,8 4,3
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste –20,8 48,2
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.03.2010 595,4 671,2
Pensionskassenvermögen zum 31.03.2010 –297,0 –348,2
Rückstellungen für Pensionen zum 31.03.2010 298,4 323,0
Mio. EUR

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen zum 31. März 2010 beträgt 671,2 Mio. EUR, davon werden 468,0 Mio. EUR ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert, 203,2 Mio. EUR werden nicht aus einem Fonds finanziert.

2008/09 2009/10
337,9 297,0
20,4 17,5
–54,4 32,3
0,6 0,5
0,0 0,0
15,8 18,2
–23,3 –17,3
297,0 348,2
31.03.2006 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2009 31.03.2010
Barwert der Pensionsver
pflichtungen (DBO)
377,0 381,4 616,8 595,4 671,2
Pensionskassenvermögen –253,7 –270,0 –337,9 –297,0 –348,2
123,3 111,4 278,9 298,4 323,0
Versicherungsmathematische
+Gewinne/–Verluste aus
Parameteränderungen in % –12,4 % 1,1 % 1,3 % 7,4 % –7,3 %

Die wesentlichen Anlagekategorien des Planvermögens stellen sich zum 31. März 2010 wie folgt dar:

2009/10
Eigenkapitalinstrumente 26,7 %
Schuldinstrumente 52,9 %
Immobilien 6,7 %
Sonstige 13,7 %
13,7 % 100,0 %
Mio. EUR

Im Planvermögen sind eigene Aktien mit einem beizulegenden Zeitwert von 1,0 Mio. EUR enthalten.

Der durchschnittlich erwartete Veranlagungsertrag ist bestimmt durch die Portfoliostruktur des Planvermögens, Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie zukünftig zu erwartende Renditen. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte auf Basis einer erwarteten Verzinsung des Pensionskassenvermögens von 6 %. Die tatsächliche Verzinsung lag bei 16,8 %.

Die in der Gewinn- und Verlustrechung erfassten Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionen betragen 14,4 Mio. EUR.

2008/09 2009/10
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 01.04.2009 112,6 111,9
Dienstzeitaufwand der Periode 5,2 5,0
Zinsaufwand der Periode 5,4 5,9
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 0,0
Jubiläumsgeldzahlungen –10,2 –10,3
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste –1,1 –7,0
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 31.03.2010 111,9 105,5

Rückstellungen der Jubiläumsgelder

31.03.2006 31.03.2007 31.03.2008 31.03.2009 31.03.2010
Barwert der Jubiläumsgeld
verpflichtungen (DBO)
90,7 94,9 112,6 111,9 105,5
Mio. EUR

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen/Erträge für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldverpflichtungen gliedern sich wie folgt:

25,4 33,5
57,6 64,2
–20,4 –17,5
62,6 80,2

Aufwände sind in den Funktionsbereichen Umsatz-, Verwaltungs- und Vertriebskosten und zu einem geringen Teil im Funktionsbereich Sonstiger betrieblicher Aufwand enthalten.

19. Rückstellungen

Stand
01.04.
2009
Konsoli-
dierungs-
kreisände-
rungen
Währungs-
differenzen
Verbrauch Auf-
lösungen
Zu-
weisungen
Stand
31.03.
2010
Langfristige Rückstellungen
Sonstige Personal
aufwendungen
20,4 0,0 0,1 –4,5 –0,1 3,0 18,9
Garantien und
sonstige Wagnisse
14,5 0,0 1,3 –4,0 –1,6 1,3 11,5
Übrige langfristige
Rückstellungen
23,4 0,0 0,0 –1,8 –0,8 6,2 27,0
58,3 0,0 1,4 –10,3 –2,5 10,5 57,4
Kurzfristige Rückstellungen
Nicht konsumierte Urlaube 101,3 0,0 2,6 –69,6 –0,1 55,9 90,1
Sonstige Personal
aufwendungen
141,8 0,0 1,6 –129,6 –10,4 104,3 107,7
Garantien und
sonstige Wagnisse
42,6 0,0 0,2 –9,7 –7,6 28,6 54,1
Belastende Verträge 13,2 0,0 0,1 –6,7 –1,3 34,7 40,0
Übrige kurzfristige
Rückstellungen
97,8 0,0 0,8 –57,3 –11,4 60,2 90,1
396,7 0,0 5,3 –272,9 –30,8 283,7 382,0
455,0 0,0 6,7 –283,2 –33,3 294,2 439,4

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten insbesondere Prämien und Bonifikationen. Die Rückstellungen für Garantien und sonstige Wagnisse sowie die Rückstellung für belastende Verträge betreffen die laufende Geschäftstätigkeit. Die übrigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Vertriebsprovisionen, Prozess-, Rechts- und Beratungskosten sowie Umweltschutzverpflichtungen.

Die Rückstellungshöhe von Garantien und sonstigen Wagnissen bemisst sich am zuverlässigsten Schätzwert jenes Betrages, der zur Begleichung dieser Verpflichtungen am Bilanzstichtag nötig wäre. Als statistische Messgröße wird der Erwartungswert herangezogen. Dieser wiederum basiert auf einer für die Vergangenheit nachweisbaren Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses.

Eine Rückstellung für belastende Verträge wird angesetzt, wenn die zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlichen unvermeidbaren Kosten die erwarteten Erlöse übersteigen. Bevor eine separate Rückstellung für einen belastenden Vertrag erfasst wird, erfasst ein Unternehmen den Wertminderungsaufwand für Vermögenswerte, die mit dem Vertrag verbunden sind.

Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr
31.03.2009 31.03.2010 31.03.2009 31.03.2010
Anleihen und Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
1.309,4 1.393,2 3.438,8 3.211,3
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
7,1 6,0 60,4 56,3
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
17,2 17,7 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
46,0 21,6 0,0 0,1
Sonstige Verbindlichkeiten 65,3 9,5 1,4 0,6
1.445,0 1.448,0 3.500,6 3.268,3
Mio. EUR

20. Finanzverbindlichkeiten

Am 21. Juli 2005 wurden Wandelschuldverschreibungen mit einem Nominalwert von 250 Mio. EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren emittiert. Die Verzinsung beträgt 1,5 %.

Die Einnahmen aus der Begebung der Wandelschuldverschreibung wurden in eine Schuldsowie eine Eigenkapitalkomponente aufgeteilt. Die Eigenkapitalkomponente spiegelt den Marktwert des Optionsrechts wider, die Verbindlichkeit in Eigenkapital umzuwandeln.

Die Zinsaufwendungen der Wandelschuldverschreibung wurden anhand der Effektivzinsmethode mit einem Zinssatz von 4,0 % berechnet.

In der Berichtsperiode wurde die Wandelanleihe 2005/10 von der voestalpine AG mit Wirksamkeit zum 29. Jänner 2010 gekündigt und vollständig getilgt. Für eine detaillierte Beschreibung wird auf Punkt 17 (Eigenkapital) verwiesen.

Die Schuldkomponente zum 31. März 2010 berechnet sich folgt:

67,6
–46,6
–0,1
20,9
–21,0
0,1
0,0

Am 17. Dezember 2008 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in Höhe von 333,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird in zwei Tranchen getilgt, die erste Teilzahlung von 222,0 Mio. EUR ist am 17. Dezember 2010 fällig, der zweite Teilbetrag von 111,0 Mio. EUR wird am 17. Dezember 2011 getilgt. Die fixe Verzinsung über die gesamte Laufzeit beider Tranchen liegt bei 5,75 %.

Am 30. März 2009 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in Höhe von 400,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 30. März 2013 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 8,75 % jährlich verzinst.

21. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

31.03.2009 31.03.2010
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 82,5 64,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 842,6 898,7
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel
und der Ausstellung eigener Wechsel
414,8 274,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8,9 8,3
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
5,1 3,0
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 81,8 91,3
Sonstige Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 37,4 38,9
Sonstige Verbindlichkeiten 426,3 346,7
1.899,4 1.725,9
Mio. EUR

22. Eventualverbindlichkeiten

31.03.2009 31.03.2010
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln 1,6 1,4
Bürgschaften, Garantien 4,6 5,1
Sonstige vertragliche Haftungsverhältnisse 0,0 0,0
6,2 6,5

Mio. EUR

23. Finanzinstrumente

Allgemeines

Die wesentlichen durch den voestalpine-Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Bankdarlehen und kurzfristige Vorlagen, Anleihen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Einlagen und langfristige Veranlagungen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Des Weiteren nutzt der Konzern auch derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören vor allem Zinsswaps und Devisentermingeschäfte. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken sowie gegen Risiken auf Grund der Schwankungen von Rohstoff- und CO2-Preisen, welche aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass neben der Verfügbarkeit über die notwendige Liquidität zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value eine angemessene Bonität und eine ausreichende Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden.

Der voestalpine-Konzern steuert sein Kapital mithilfe der Kennzahlen Nettofinanzverschuldung/EBITDA sowie der Gearing Ratio, dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverschuldung umfasst verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich Finanzierungsforderungen, Ausleihungen, Wertpapiere sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Eigenkapital inkludiert Minderheitsanteile an Konzernunternehmen sowie das Hybridkapital.

Die maximale nachhaltige Gearing Ratio des Konzerns ist mit 70 % festgelegt, sie darf nur für einen befristeten Zeitraum überschritten werden. Die Kennzahl Nettofinanzverschuldung/ EBITDA darf maximal bei 3,0 liegen. Alle Wachstumsmaßnahmen und Kapitalmarkttransaktionen werden darauf ausgerichtet.

In der Berichtsperiode entwickelten sich die beiden Kennzahlen wie folgt:

31.03.2009 31.03.2010
Gearing Ratio in % 88,2 % 71,3 %
Nettofinanzverschuldung/EBITDA 2,2 3,0

Finanzielles Risikomanagement – Corporate Finance-Organisation

Das finanzielle Risikomanagement umfasst auch den Bereich Rohstoffrisikomanagement. Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für die einzelnen Konzerngesellschaften. Weiters werden die Themen Pooling, Geldmarkt, Kredit- und Wertpapiermanagement, Fremdwährungs-, Zins- und Liquiditätsrisiko sowie das Berichtswesen geregelt. Für die Umsetzung ist das Konzern-Treasury verantwortlich, das als Dienstleistungscenter fungiert. Geschäftsabschluss, Abwicklung und Verbuchung erfolgen in drei organisatorisch getrennten Einheiten, was ein Sechsaugenprinzip gewährleistet. Die Richtlinien und deren Einhaltung sowie die gesamten Geschäftsprozesse werden einmal jährlich zusätzlich durch einen externen Auditor überprüft.

Teil unserer Unternehmenspolitik ist es, die finanziellen Risiken ständig zu beobachten, zu quantifizieren und – wo sinnvoll – abzusichern. Die Risikobereitschaft ist eher gering. Die Strategie zielt auf eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und Erträge. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten.

Die voestalpine AG verwendet zur Quantifizierung des Zins-, Währungs- und Rohstoffrisikos das "@risk"-Konzept. Mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit wird das maximale Verlustpotenzial innerhalb eines Jahres ermittelt. Es wird das Risiko auf die offene Position berechnet, wobei als offene Position die budgetierte Menge für die nächsten zwölf Monate abzüglich der bereits abgesicherten Menge definiert ist.

Die Berechnung im Zins- und Fremdwährungsbereich erfolgt anhand des Varianz-Kovarianz-Ansatzes. Das Cashflow-Risiko, das sich aus der Schwankung von Rohstoffpreisen ergibt, wird mittels Monte-Carlo-Simulation kalkuliert.

Liquiditätsrisiko – Finanzierung

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, weil man nicht über ausreichend Zahlungsmittel verfügt.

Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend von den operativen Gesellschaften direkt an das Konzern-Treasury der voestalpine AG abgegeben wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken ermittelt.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über das Konzern-Treasury. Durch ein zentrales Clearing wird ein täglicher konzerninterner Finanzausgleich durchgeführt. Gesellschaften mit Liquiditätsüberschüssen stellen diese indirekt Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Die Spitze wird vom Konzern-Treasury bei ihren Hausbanken positioniert. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht.

Finanzierungen erfolgen zur Vermeidung von Wechselkursrisiken zumeist in der lokalen Währung des jeweiligen Kreditnehmers oder sind durch Cross-Currency-Swaps währungsgesichert.

Als Liquiditätsreserve hält die voestalpine AG eine Aktivposition in Form von Wertpapieren und kurzfristigen Veranlagungen. Per 31. März 2010 betrug die Summe an frei veräußerbaren Wertpapieren 394,6 Mio. EUR (31. März 2009: 106,6 Mio. EUR) und jene der kurzfristigen Veranlagungen 1.028,6 Mio. EUR (31. März 2009: 857,7 Mio. EUR).

Zusätzlich bestehen bei in- und ausländischen Banken jederzeit kündbare Kreditlinien in ausreichender Höhe, die nicht ausgenutzt sind. Neben der Möglichkeit der Ausschöpfung dieser Finanzierungsrahmen steht zur Überbrückung eventueller konjunkturbedingter Tiefs eine vertraglich zugesicherte Liquiditätsreserve im Ausmaß von 150 Mio. EUR zur Verfügung.

Die Finanzierungsquellen werden nach dem Grundsatz der Bankenunabhängigkeit gesteuert. Derzeit bestehen Finanzierungen bei etwa 25 unterschiedlichen in- und ausländischen Banken. Covenants, die für einen untergeordneten Teil des Gesamtkreditvolumens mit einer einzigen Bank vereinbart sind, werden eingehalten. Darüber hinaus wird der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle genutzt. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden keine neuen Emissionen getätigt.

Eine Fälligkeitsanalyse aller zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 und < 5 Jahre
Restlaufzeit
> 5 Jahre
2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10
Anleihen 0,0 222,0 753,2 510,5 0,0 0,0
Bankverbindlichkeiten 1.309,4 1.171,2 2.627,3 2.676,0 58,3 24,8
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
839,3 898,3 3,3 0,4 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus
Finance Lease
7,1 6,0 26,2 25,0 34,2 31,3
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
65,3 9,5 1,4 0,6 0,0 0,0
Summe Verbindlichkeiten 2.221,1 2.307,0 3.411,4 3.212,5 92,5 56,1

Verbindlichkeiten

für Fälligkeit
< 1 Jahr
für Fälligkeit
> 1 und < 5 Jahre
für Fälligkeit
> 5 Jahre
2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10
Zinsen für Anleihen 54,7 54,1 130,6 76,4 0,0 0,0
Zinsen für
Bankverbindlichkeiten
126,0 113,6 254,5 232,3 2,9 2,5
Zinsen für Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zinsen für Verbindlichkeiten
aus Finance Lease
2,6 2,6 9,4 8,7 7,3 7,0
Zinsen für sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe Zinslast 183,3 170,3 394,5 317,4 10,2 9,5
Mio. EUR

Mit diesen bestehenden Verbindlichkeiten korrespondieren folgende (prospektive) Zinsbelastungen, wie sie zum Bilanzstichtag geschätzt wurden:

Die Fälligkeitsstruktur des Kreditportfolios weist im Detail folgendes Rückzahlungsprofil über die nächsten Jahre aus:

Kreditportfolio-Fälligkeitsstruktur

1 enthält 351,0 Mio. EUR revolvierende Exportkredite

Kredit-/Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können.

Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte wird durch ein exaktes Debitorenmanagement gering gehalten. Ein hoher Prozentsatz der Liefergeschäfte ist durch Kreditversicherungen abgesichert. Darüber hinaus bestehen bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Forderungen, welche überfällig und noch nicht wertberichtigt sind:

2008/09 2009/10
191,9 123,4
66,6 35,8
21,2 13,7
12,0 7,3
31,8 22,4
323,5 202,6

Überfällige und nicht wertberichtigte Forderungen

Auf Forderungen im Portfolio der voestalpine AG erfolgten in der Berichtsperiode folgende Wertberichtigungen:

Wertberichtigungen für Forderungen

2008/09 2009/10
Anfangsbestand zum 01.04.2009 52,4 48,5
Zugang 21,4 13,6
Währungsdifferenz 1,0 1,1
Konsolidierungskreisänderungen 0,9 0,2
Auflösung –21,0 –5,6
Verbrauch –6,2 –12,4
Endbestand zum 31.03.2010 48,5 45,4

Da der Großteil der Forderungen versichert ist, ist das Forderungsausfallsrisiko als gering einzustufen. Das maximale theoretische Ausfallsrisiko entspricht den in der Bilanz angesetzten Forderungen.

Das Management des Bonitätsrisikos von Veranlagungs- und Derivatgeschäften wird in internen Richtlinien reglementiert. Es sind alle Veranlagungen und Derivatgeschäfte je Kontrahent limitiert, wobei die Höhe des Limits vom Rating der Bank abhängig ist.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das Bonitätsrisiko auf Geschäfte mit positivem Marktwert und bei diesen auf die Wiederbeschaffungskosten. Aus diesem Grund werden Derivatgeschäfte nur mit dem positiven Marktwert auf das Limit angerechnet. Derivate werden fast ausschließlich auf Grundlage von standardisierten Rahmenverträgen für Finanztermingeschäfte abgeschlossen.

AAA AA A BBB NR
Bond 342 44 59 24 27
Geldmarktveranlagungen
exkl. Habensalden auf Konten
0 178 584 0 0
Derivate1 0 13 24 0 0
1
nur positive Marktwerte
Mio. EUR

Gliederung der Veranlagungen bei Finanzinstitutionen in Ratingklassen

Währungsrisiko

Die größte Währungsposition im Konzern entsteht durch Einkäufe von Rohstoffen in USD, aber auch in geringem Ausmaß durch Exporte in den "Nicht-EUR-Raum".

Eine Absicherung ergibt sich zunächst auf Grund von natürlich geschlossenen Positionen, bei denen z. B. Forderungen in USD aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten für Rohstoffeinkäufe gegenüberstehen (USD-Netting). Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus der Nutzung von derivativen Sicherungsinstrumenten. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme (netto) der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 50 % und 100 %. Je weiter der Cashflow in der Zukunft liegt, desto geringer ist die Sicherungsquote. Ein indirektes Währungsrisiko besteht nicht.

Der Nettobedarf an USD lag im Geschäftsjahr 2009/10 bei 324,9 Mio. USD. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr (1.082,3 Mio. USD) begründet sich durch die Mengen- und Preisreduktion im Rohstoffeinkauf. Auf Grund gesteigerter Exporte nach Kanada war der kanadische Dollar (CAD) die zweitgrößte Währungsposition. Das restliche Fremdwährungsexposure, das insbesondere aus Exporten in den "Nicht-EUR-Raum" resultiert, ist deutlich geringer als das USD-Risiko.

Fremdwährungsportfolio 2009/10 (netto)

Anhand der Value-at-Risk-Rechnung ergeben sich per 31. März 2010 auf alle offenen Positionen folgende Risiken für das nächste Geschäftsjahr:

Undiversifiziert USD PLN ZAR NOK CAD CHF GBP Sonstige
Position –139,40 –23,56 0,93 3,80 10,29 6,17 8,41 6,93
VaR (95 %/J.) 22,85 4,89 0,21 0,49 1,69 0,38 1,27 0,80
Mio. EUR

Unter Berücksichtigung der Korrelationen der einzelnen Währungen untereinander errechnet sich ein Portfoliorisiko von 20,6 Mio. EUR.

Zinsrisiko

Die voestalpine AG unterscheidet zwischen dem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und dem Barwertrisiko bei fix verzinsten Finanzinstrumenten. Der dargestellte Bestand umfasst alle zinsreagiblen Finanzinstrumente (Kredite, Money Market, begebene und gekaufte Wertpapiere).

Das primäre Ziel des Zinsmanagements ist die Optimierung des Zinsaufwandes unter Berücksichtigung des Risikos. Das Businessprofil erlaubt der voestalpine eine Übergewichtung der floatend verzinsten Finanzierungen. Feste Zinsbindungen werden zur Ausnutzung von Extremsituationen (Zyklustief) eingegangen.

Die variabel verzinsten Bestände der Passivseite übersteigen die Bestände der Aktivseite deutlich, sodass ein Anstieg der Geldmarktzinsen um 1 % das Zinsergebnis um 11,6 Mio. EUR belastet.

Bei einer Zinsbindung von 0,49 Jahren (inklusive Money Market-Veranlagungen) liegt der gewichtete Durchschnittszinssatz aktivseitig bei 0,85 % und auf der Passivseite bei einer Zinsbindung von 0,92 Jahren bei 3,53 %.

Gewichteter
Durchschnitts-
Duration Durchschnittl.
Kapitalbindung
Sensitivität
bei 1 % Zins-
Cashflow
Bestand1 zinssatz (Jahre) (Jahre)2 änderung1 Risiko1
aktiv 1.641 0,85 % 0,49 0,67 –7,97 –14,32
passiv –4.604 3,53 % 0,92 3,45 59,28 25,90
netto –2.963 51,31 11,58

Angaben in Mio. EUR

exkl. revolvierender Exportkredite in Höhe von 351,0 Mio. EUR

Das anhand der Value-at-Risk-Rechnung per 31. März 2010 ermittelte Barwertrisiko beträgt bei einer 1%igen Zinsänderung auf der Aktivseite 8,3 Mio. EUR (2008/09: 10,2 Mio. EUR) sowie auf der Passivseite 64,2 Mio. EUR (2008/09: 123,2 Mio. EUR). Im Falle eines 1%igen Zinsrückgangs verbleibt somit für die voestalpine AG ein kalkulatorischer (nicht bilanzwirksamer) Nettobarwertverlust von 55,9 Mio. EUR (2008/09: 113,0 Mio. EUR).

Die Bestände der Aktivseite sind in einem Ausmaß von 413,1 Mio. EUR (Vorjahr 252,9 Mio. EUR) in den Wertpapierdachfonds V47 und V54 veranlagt. 73,8 % des Fondsvermögens sind in Anleihen und Geldmarktpapieren in EUR oder in Cash in den drei Subfonds V101, V102, V103 sowie in drei Spezialfonds wie folgt investiert:

mit einer mod. Duration von 0,49
mit einer mod. Duration von 2,62
mit einer mod. Duration von 5,14
(sind nur im V54 enthalten)

Der Aktienanteil in den Dachfonds beträgt 15,7 Mio. EUR (3,8 % des Fondsvermögens) und ist in zwei globale Aktienfonds mit unterschiedlichem Investmentansatz aufgeteilt.

Aus Gründen des Kreditrisikomanagements wurden als Ersatz für Geldmarktveranlagungen bei Banken 191,6 Mio. EUR in täglich liquidierbare, extern gemanagte Geldmarktfonds mit Rating AAA veranlagt.

Auf Grund der allgemeinen Erholung an den Finanzmärkten konnten im Geschäftsjahr folgende Erträge in den Dachfonds verzeichnet werden:

Dachfonds Performance
V47 11,37 %
V54 9,44 %

Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Ermittlung der Zeitwerte werden Preisnotierungen für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung) herangezogen. Nettogewinne in Höhe von 19,4 Mio. EUR (2008/09: Nettoverluste 24,1 Mio. EUR) werden unter Anwendung der Fair Value-Option erfolgswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Bestand an derivativen Finanzinstrumenten per 31. März 2010:

Nominale
(Mio. EUR)
Marktwert
(Mio. EUR)
Davon im
Eigenkapital
berücksichtigt
Laufzeit
Devisentermingeschäfte
(inkl. Devisenswap)
547,3 12,9 10,7 < 3 Jahre
Zinsderivate 1.646,7 –46,4 –46,5 < 5 Jahre
Commodity Swap 35,6 5,4 0 < 2 Jahre
Summe 2.229,6 –28,1 –35,8

Bei den derivativen Geschäften erfolgt täglich eine Bewertung nach der "Mark to Market"- Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgröße für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen wird unter Einsatz allgemein anerkannter finanzmathematischer Formeln der Marktwert errechnet.

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Sicherungsgeschäften werden wie folgt behandelt:

  • Ist der abzusichernde Vermögenswert oder Schuldposten bereits in der Bilanz angesetzt oder wird eine bilanzunwirksame Verpflichtung abgesichert, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem Sicherungsgeschäft erfolgswirksam erfasst. Gleichzeitig erfolgt der Wertansatz des gesicherten Postens unabhängig von dessen grundsätzlicher Bewertungsmethode ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert. Daraus entstehende unrealisierte Gewinne und Verluste werden mit den unrealisierten Ergebnissen aus dem Sicherungsgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet, so dass in Summe gesehen nur der nicht effektive Teil des Sicherungsgeschäftes in das Periodenergebnis einfließt (Fair Value-Hedges).
  • Wird eine geplante künftige Transaktion gesichert, erfolgt die Erfassung des effektiven Teils der bis zum Bilanzstichtag angesammelten unrealisierten Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital. Ineffektive Teile werden erfolgswirksam erfasst. Entsteht bei Ausführung der Transaktion ein Vermögenswert oder ein Schuldposten in der Bilanz, wird der im Eigenkapital erfasste Betrag bei Ermittlung des Wertansatzes dieses Postens berücksichtigt. Anderenfalls wird der im Eigenkapital erfasste Betrag nach Maßgabe der Erfolgswirksamkeit der geplanten künftigen Transaktion oder der bestehenden Verpflichtung erfolgswirksam verrechnet (Cashflow-Hedges).

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde Hedge Accounting gemäß IAS 39 zur Absicherung von Fremdwährungszahlungsströmen, von zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für die Sicherung von Rohstoffbezugsverträgen angewandt. Die Zins- und Währungssicherungen stellen großteils Cashflow-Hedges dar, während die Rohstoffsicherungen fast ausschließlich als Fair Value-Hedge eingestuft wurden. Hedge Accounting wird nur für einen Teil der Währungsund Rohstoffsicherungen angewendet.

Nettoverluste für Fremdwährungs- und Zinssicherungsderivate (Cashflow-Hedges) in Höhe von 1,9 Mio. EUR werden im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfasst.

Gewinne für Rohstoffsicherungen, die als Fair Value-Hedge eingestuft werden, sind in Höhe von 16,9 Mio. EUR ertragswirksam erfasst. Für die entsprechenden Grundgeschäfte sind Verluste in Höhe von 16,9 Mio. EUR ebenfalls ertragswirksam erfasst.

Aus der Rücklage für Währungssicherungen wurden in der Berichtsperiode positive Marktwerte in Höhe von 10,6 Mio. EUR entnommen und ertragswirksam erfasst; Marktwerte in Höhe von 10,7 Mio. EUR wurden der Rücklage zugeführt. Die Rücklage für Zinssicherungen wird auf Grund von Marktwertveränderungen um 25,9 Mio. EUR vermindert.

Derivate, die als Cashflow-Hedges abgebildet werden, haben auf die Cashflows und das Periodenergebnis folgende Auswirkung:

Summe vertragliche Vertragliche Cashflows
Cashflows < 1 Jahr > 1 Jahr und < 5 Jahre > 5 Jahre
2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10
Zinsderivate
Vermögenswerte 186,4 137,5 59,5 49,4 126,7 88,1 0,2 0,0
Verbindlichkeiten –215,3 –184,0 –59,4 –59,8 –155,9 –124,2 0,0 0,0
–28,9 –46,5 0,1 –10,4 –29,2 –36,1 0,2 0,0
Devisenderivate
Vermögenswerte 10,2 10,7 9,9 10,4 0,3 0,3 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
10,2 10,7 9,9 10,4 0,3 0,3 0,0 0,0

Einteilung von Finanzinstrumenten

Klassen Finanzinstrumente,
welche zu (fortgeführten)
Anschaffungskosten
bewertet werden
Finanzinstrumente, die zum
Zeitwert bewertet werden
Kategorien Darlehen und Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Forderungen Held for Trading
(Derivate)
Übrige Summe
Aktiva 2008/09
Andere Finanzanlagen langfristig 12,7 128,8 141,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie sonstige Forderungen
1.756,6 28,9 1.785,5
Finanzanlagen kurzfristig 218,1 218,1
Liquide Mittel 857,7 857,7
Buchwerte 2.627,0 28,9 346,9 3.002,8
Zeitwerte 2.627,0 28,9 346,9 3.002,8
Aktiva 2009/10
Andere Finanzanlagen langfristig 10,2 157,0 167,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie sonstige Forderungen
1.433,1 25,0 1.458,1
Finanzanlagen kurzfristig 536,8 536,8
Liquide Mittel 1.028,6 1.028,6
Buchwerte 2.471,9 25,0 693,8 3.190,7
Zeitwerte 2.471,9 25,0 693,8 3.190,7
Mio. EUR

Die Position "Übrige" in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" beinhaltet Wertpapiere, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet wurden, sowie sonstige nicht konsolidierte Beteiligungen.

Klassen Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu Zeitwerten
Kategorien Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten –
Held for Trading (Derivate)
Summe
Passiva 2008/09
Finanzverbindlichkeiten langfristig 3.500,6 3.500,6
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig 1.445,0 1.445,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten
1.841,4 67,3 1.908,7
Buchwerte 6.787,0 67,3 6.854,3
Zeitwerte 6.782,3 67,3 6.849,6
Passiva 2009/10
Finanzverbindlichkeiten langfristig 3.268,3 3.268,3
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig 1.448,0 1.448,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten
1.678,0 53,4 1.731,4
Buchwerte 6.394,3 53,4 6.447,7
Zeitwerte 6.467,4 53,4 6.520,8

Mio. EUR

Die folgende Tabelle analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:

Level 1 Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt
(ohne Anpassung)
Level 2 Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (d. h. als Preise)
oder indirekt (d. h. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen
Level 3 Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbare Daten darstellen

2008/09

Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
Held for Trading (Derivate) 28,9 28,9
Übrige 275,1 71,8 346,9
275,1 28,9 71,8 375,8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten
– Held for Trading (Derivate) 67,3 67,3
0,0 67,3 0,0 67,3
Summe 275,1 96,2 71,8 443,1
Mio. EUR

2009/10

Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
Held for Trading (Derivate) 25,0 25,0
Übrige 618,0 75,8 693,8
618,0 25,0 75,8 718,8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten
– Held for Trading (Derivate) 53,4 53,4
0,0 53,4 0,0 53,4
Summe 618,0 78,4 75,8 772,2
Mio. EUR

Im Level 3 sind sonstige Beteiligungen enthalten, die gemäß IAS 39 zum Fair Value zu bewerten sind. Da der Fair Value nicht bei allen sonstigen Beteiligungen verlässlich bestimmbar ist, werden als Näherungswert die Anschaffungskosten fortgeführt. Die Anschaffungskosten (sowohl in der laufenden Berichtsperiode als auch im Vorjahr) entsprechen entweder dem Fair Value oder die Abweichungen sind unwesentlich.

Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien für das Geschäftsjahr 2009/10 dar:

Darlehen und Forderungen 48,8
Held for Trading (Derivate) 35,8
Übrige 26,0
Finanzielle Verbindlichkeiten –215,1
Mio. EUR

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellen sich im Geschäftsjahr 2009/10 wie folgt dar:

Gesamtzinserträge 51,8
Gesamtzinsaufwendungen –205,8
Mio. EUR

Der Wertminderungsaufwand für Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, beträgt 21,4 Mio. EUR.

24. Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten den Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks. Die Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen wurden eliminiert und sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

2008/09 2009/10
Erhaltene Zinsen 61,3 64,3
Gezahlte Zinsen 308,3 227,3
Gezahlte Steuern 240,5 121,6
Mio. EUR

Erhaltene und gezahlte Zinsen sowie gezahlte Steuern sind im Cashflow aus der Betriebstätigkeit enthalten.

Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge

2008/09 2009/10
Abschreibungen 726,8 640,0
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen –10,8 1,7
Veränderung von Pensionen und anderen Arbeitnehmer
verpflichtungen, langfristiger Rückstellungen sowie latenter Steuern
–76,6 –79,6
Sonstige unbare Erträge und Aufwendungen –11,6 –15,2
627,8 546,9

Mio. EUR

Im Cashflow aus der operativen Tätigkeit sind Dividendeneinnahmen in Höhe von 15,2 Mio. EUR aus assoziierten Unternehmen sowie sonstigen Beteiligungen enthalten.

Die Wandlung der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 21,0 Mio. EUR wirkt erhöhend im Eigenkapital. Die Wandlung hat keine Auswirkung auf die Kapitalflussrechnung.

25. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie equitykonsolidierten Gesellschaften als auch quotenkonsolidierten Unternehmen werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und sind in folgenden Posten des Konzernabschlusses enthalten:

2008/09 2009/10
mit quoten-
konsolidierten
Unternehmen
mit equity-
konsolidierten
Gesellschaften
und nicht
konsolidierten
Tochterunter-
nehmen
mit quoten-
konsolidierten
Unternehmen
mit equity-
konsolidierten
Gesellschaften
und nicht
konsolidierten
Tochterunter-
nehmen
Umsatzerlöse 127,4 371,0 48,2 191,8
Materialaufwand 11,6 149,7 2,9 96,1
Sonstiger betrieblicher
Aufwand
0,0 42,4 0,0 34,9
31.03.2009 31.03.2010
Forderungen aus Liefe
rungen und Leistungen und
sonstige Forderungen
9,6 20,5 8,9 18,1
Finanzverbindlichkeiten/
Verbindlichkeiten aus Liefe
rungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten
47,6 29,2 23,1 27,4
Mio. EUR

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden 843 Leiharbeitskräfte (2008/09: 649) von einem Beteiligungsunternehmen zur Abdeckung von kurzfristigen Personalengpässen beschäftigt.

Die Nichteinbeziehung der nicht konsolidierten Gesellschaften hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Vorstand

Die fixen Bezüge des Vorstandes werden entsprechend der österreichischen Rechtslage vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates festgelegt und periodisch einer Überprüfung unterzogen.

Voraussetzung für die Gewährung einer Bonifikation ist das Vorliegen einer aus quantitativen und qualitativen Elementen bestehenden Zielvereinbarung, welche mit dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrates abzuschließen ist. Der Maximalbonus ist für Vorstandsmitglieder mit 150 % (ab dem Geschäftsjahr 2010/11 135 %) des Jahresbruttogehalts, für den Vorsitzenden des Vorstandes mit 200 % (ab dem Geschäftsjahr 2010/11 175 %) des Jahresbruttogehalts begrenzt. Bei exakter Erreichung der vereinbarten Zielwerte gebühren für die quantitativen Ziele 55 % des Maximalbonus; bei Erreichen der qualitativen Ziele gebühren 20 % des Maximalbonus. Eine Übererfüllung der Ziele wird proportional bis zur Erreichung des Maximalbonus berücksichtigt. Quantitative Zielgrößen sind das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) und der "Return on Capital Employed" (ROCE). Die konkreten Zielgrößen werden periodisch (üblicherweise jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren) vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates mit dem Vorstand vereinbart. Das einzige qualitative Ziel im Geschäftsjahr 2009/10 ist der Free Cash Flow des voestalpine-Konzerns (im Hinblick auf die zentrale Bedeutung des Free Cash Flow im aktuellen krisenhaften Umfeld wurde auf andere qualitative Ziele verzichtet).

Die Höhe der vertraglich zugesagten Firmenpension bemisst sich nach der Dauer der Dienstzeit. Pro Dienstjahr beträgt die Höhe der jährlichen Pension 1,2 % des letzten Jahresbruttogehalts. Die Pensionsleistung kann jedoch 40 % des letzten Jahresbruttogehalts (ohne variable Bezüge) nicht übersteigen.

Die Vorstandsmitglieder erhalten bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung in sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes.

Für die Mitglieder des Vorstandes (wie auch für alle leitenden Angestellten des Konzerns) und des Aufsichtsrates besteht eine D&O-Versicherung, deren Kosten in Höhe von 0,2 Mio. EUR von der Gesellschaft getragen werden.

Auf Grund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes haben die Mitglieder des Vorstandes für die Monate Juni bis Dezember 2009 auf 10 % des Grundgehaltes (fixe Bezüge) verzichtet.

Die Bezüge der aktiven Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich wie folgt zusammen:

Dr. Wolfgang
Eder
Dipl.-Ing. Franz
Hirschmanner Josef Mülner
Dipl.-Ing. Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel Claus J. Raidl Dkfm. Dr. Mag. Wolfgang
Spreitzer
2009/10 2008/09
Fixe Bezüge 0,7 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 3,2 3,2
Variable Bezüge 0,6 0,4 0,5 0,4 0,7 0,4 3,0 4,7
1,3 0,9 1,0 0,9 1,2 0,9 6,2 7,9

Die Gesamtbezüge des Vorstandes liegen damit im Geschäftsjahr 2009/10 um 22 % unter jenen des Vorjahres. Zusätzlich ist dabei zu berücksichtigen, dass in den Bezügen des Geschäftsjahres 2009/10 Jubiläumsgelder und periodenfremde Bezüge an die Herren Dkfm. Dr. Raidl (0,4 Mio. EUR) und Dipl.-Ing. Mülner (0,1 Mio. EUR) enthalten sind.

Zum Bilanzstichtag waren 2,1 Mio. EUR der variablen Bezüge noch nicht ausbezahlt. An Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Bezüglich der Angaben der anteilsbasierten Vergütungen (Stock-Option-Programm) wird auf Punkt 27. verwiesen.

Directors' dealings-Meldungen der Vorstandsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Aufsichtsrat

Gemäß § 15 der Satzung erhalten Aufsichtsratsmitglieder der voestalpine AG als Vergütung für ihre Tätigkeit einen Betrag von einem Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100 % für den Vorsitzenden, 75 % für den stellvertretenden Vorsitzenden und jeweils 50 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden jedenfalls eine Mindestvergütung von 20,0 Tsd. EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 15,0 Tsd. EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 10,0 Tsd. EUR zustehen. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Zusätzlich erhalten die Mitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR pro Sitzung.

Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2009/10 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): 38,3 Tsd. EUR (2008/09: 80,0 Tsd. EUR); Dr. Ludwig Scharinger (stellvertretender Vorsitzender): 28,7 Tsd. EUR (2008/09: 60,0 Tsd. EUR); Dr. Stefan Kralik: 4,8 Tsd. EUR (2008/09: 40,0 Tsd. EUR); alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 19,2 Tsd. EUR (2008/09: 40,0 Tsd. EUR). Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.

Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner Beschlussfassung in der Hauptversammlung.

Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2009/10 insgesamt 0,2 Mio. EUR (2008/09: 0,4 Mio. EUR). Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2009/10 erfolgt spätestens 14 Tage nach der Hauptversammlung im Juli 2010. An Mitglieder des Aufsichtrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2009/10 Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Gesellschafterausschlussverfahren betreffend die Böhler-Uddeholm Aktiengesellschaft.

Die Abrechnung dieser Mandate erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der dabei im Geschäftsjahr 2009/10 angefallenen Honorare betrug netto 147.525,83 EUR.

26. Angaben zu Arbeitnehmern

Die gesamten Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2008/09 2009/10
Löhne 920,5 804,2
Gehälter 795,3 741,8
Aufwendungen für Abfertigungen 20,5 36,6
Aufwendungen für Pensionen 25,9 23,3
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
398,5 353,9
Sonstige Sozialaufwendungen 45,1 38,9
2.205,8 1.998,7

Mio. EUR

Mitarbeiterstand

Bilanzstichtag Durchschnitt
31.03.2009 31.03.2010 2008/09 2009/10
Arbeiter 26.229 24.361 26.940 24.796
Angestellte 15.686 15.045 15.713 15.270
Lehrlinge 1.506 1.472 1.577 1.580
43.421 40.878 44.230 41.646

27. Anteilsbasierte Vergütungen

Stock-Option-Programm

Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde von den Organen der Gesellschaft ein Stock-Option-Programm beschlossen bzw. genehmigt. Die Sperrfrist endete am 30. Juni 2008. Mitgliedern des Vorstandes (mit Ausnahme des erst im Geschäftsjahr 2007/08 neu bestellten Vorstandsmitglieds Dkfm. Dr. Claus J. Raidl) wurden insgesamt 900.000 Optionen und leitenden Angestellten 3.309.795 Optionen eingeräumt. Die Optionen und die Rechte zur Ausübung der Optionen sind nicht übertragbar. Die Optionen können ausgeübt werden, wenn der Teilnehmer in einem aufrechten Organverhältnis oder in einem aufrechten Angestelltenverhältnis zur voestalpine AG oder einer Konzerngesellschaft steht.

Liegt der Börsenschlusskurs der voestalpine-Aktie am Tag der Optionsausübung zumindest 15 % über dem Ausübungspreis, kann jeder Stock-Option-Programm-Teilnehmer 50 % seiner Optionen ausüben. Der Ausübungspreis berechnet sich auf Basis des Durchschnitts der Börsenschlusskurse, die sich im Zeitraum vom 1. August 2006 bis 30. September 2006 ergaben. Der Marktwert dieser Optionen zum Zusagezeitpunkt wurde mittels "Monte-Carlo-Simulation" durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt.

Die übrigen 50 % der Optionen sind ausübbar, wenn der Schlusskurs der voestalpine-Aktie am Ausübungstag über dem Dow Jones EUROSTOXX 600 liegt, wobei Ausgangspunkt für die Berechnung der relativen Performance der 1. Juli 2006 ist. Der Marktwert dieser Optionen zum Zusagezeitpunkt wurde anhand der "Binomialmethode" durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt.

Der Marktwert der Optionen zum Gewährungszeitpunkt beträgt 5,26 EUR pro Option und wurde über einen Zeitraum von 22 Monaten bis zum Ende der Sperrfrist linear verteilt. Folgende Berechnungsparameter wurden zur Bewertung zum Gewährungszeitpunkt herangezogen:

Ausübungspreis EUR 29,78
Aktienkurs bei Gewährung EUR 30,16
Erwartete Volatilität % 28,90
Risikoloser Zins % 3,60
Dividendenrendite % 4,00

Die erwartete Volatilität wurde aus der historischen Volatilität der letzten drei Jahre ermittelt. Auf Grund der zu erwartenden früheren Ausübung von Stock Options gegenüber herkömmlichen Optionen wurde analog ein "early exercise" nach zwei bzw. drei Jahren berücksichtigt. Die Bedingung, dass die relative Performance der voestalpine-Aktie über derjenigen des Dow Jones EUROSTOXX 600 liegen muss, fließt durch einen Abschlag von 7 % in die Bewertung ein.

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden weder vom Vorstand noch von leitenden Angestellten Optionen ausgeübt. Die Anzahl der ausstehenden Optionen beträgt daher zum Ende der Berichtsperiode unverändert 3.855.330 Stück (31. März 2009: 3.855.330 Stück).

Da die relative Performance der voestalpine Aktie seit 1. Juli 2006 über jener des Dow Jones EUROSTOXX 600 liegt, ist eine der beiden Ausübungsbedingungen zum Periodenende erfüllt. Der innere Wert der Stock Options beträgt zum Periodenende 0,3 Mio. EUR (31.März 2009: 0,0 Mio. EUR).

28. Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer gliedern sich wie folgt:

2008/09 2009/10
Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses 0,2 0,2
Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen 0,9 0,9
Aufwendungen für Steuerberatungsleistungen 0,0 0,0
Aufwendungen für sonstige Leistungen 0,0 0,0
1,1 1,1
Mio. EUR

29. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften gem. § 266 Z 2a UGB

Lieferforderungen in Höhe von 418,6 Mio. EUR (31. März 2009: 382,5 Mio. EUR) wurden verkauft und aus der Bilanz ausgebucht. Bei den Forderungsverkäufen werden kreditversicherte Lieferforderungen um 100 % des Nennwerts an Kreditinstitute abgetreten, wobei die erwerbenden Kreditinstitute das Ausfallsrisiko (Delkredererisiko und politisches Risiko) übernehmen; ferner wird die Verfügungsmacht auf den Erwerber der Forderungen übertragen. Vom Verkäufer wird eine Ausfallshaftung in Höhe des Selbstbehalts aus der Kreditversicherung (Bandbreite von 10 % bis 30 %) übernommen. Zum Bilanzstichtag beträgt das maximale Risiko aus der Ausfallshaftung 50,5 Mio. EUR.

30. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.

31. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:

2008/09 2009/10
Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis 529.844 108.403
Durchschnittlich ausgegebene Aktien 164.780.699 168.204.587
Durchschnittlich gehaltene eigene Aktien –2.186.710 –718.610
Durchschnittliche gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien 162.593.989 167.485.977
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 3,26 0,65
Tsd. EUR

Das verwässerte Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:

2008/09 2009/10
Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis 529.844 108.403
Zinsaufwand der Wandelschuldverschreibung (netto) 623 191
Basis für das verwässerte Ergebnis pro Aktie 530.467 108.594
Durchschnittliche gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien 162.593.989 167.485.977
Gewichtete potenzielle Aktien 1.150.440 0
Durchschnittliche gewichtete Anzahl von Aktien
für das verwässerte Ergebnis pro Aktie
163.744.429 167.485.977
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 3,24 0,65
Tsd. EUR

32. Gewinnverwendung

Basis für die Gewinnverwendung ist entsprechend dem österreichischen Aktiengesetz der Jahresabschluss der voestalpine AG zum 31. März 2010. Der darin ausgewiesene Bilanzgewinn beträgt 85,0 Mio. EUR. Der Vorstand schlägt eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR (2008/09: 1,05 EUR) je Aktie vor.

Linz, 18. Mai 2010

Der Vorstand

Wolfgang Eder

Franz Hirschmanner Josef Mülner

Robert Ottel Claus J. Raidl

Wolfgang Spreitzer

Der Konzernabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.

Anlage zum Anhang: Beteiligungen

Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der voestalpine AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2010 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2010, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2010 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 18. Mai 2010

Grant Thornton Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-GmbH

Univ.-Doz. Dr. Walter Platzer Mag. Josef Töglhofer

Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form, in der unser Bestätigungsvermerk beigefügt wird, ist nicht zulässig. Falls in diesem Fall auf unsere Prüfung hingewiesen wird, bedarf das unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG

Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Linz, 18. Mai 2010

Der Vorstand

Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes

Robert Ottel Mitglied des Vorstandes

Franz Hirschmanner Mitglied des Vorstandes

Claus J. Raidl Mitglied des Vorstandes

Josef Mülner Mitglied des Vorstandes

Wolfgang Spreitzer Mitglied des Vorstandes

voestalpine AG Beteiligungen

Division Stahl

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
voestalpine Stahl GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
Breuckmann GmbH DEU 100,000 % vatron gmbh KV
Importkohle Gesellschaft m.b.H.1 AUT 66,000 % voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH KV
Importkohle Gesellschaft m.b.H.1 AUT 1,000 % Böhler Edelstahl GmbH & Co KG KV
Logistik Service GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
vatron gmbh AUT 66,500 % voestalpine Stahl GmbH KV
vatron gmbh AUT 5,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine Anarbeitung GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Eurostahl GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Giesserei Linz GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Giesserei Traisen GmbH AUT 100,000 % voestalpine Giesserei Linz GmbH KV
voestalpine Grobblech GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Personalberatung GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH AUT 75,100 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH AUT 24,900 % voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG KV
voestalpine Stahl Service Center GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Steel Service Center Polska Sp. z o.o. POL 100,000 % voestalpine Stahl Service Center GmbH KV
GEORG FISCHER FITTINGS GmbH1 AUT 49,000 % voestalpine Stahl GmbH KE
Herzog Coilex GmbH2 DEU 25,100 % voestalpine Stahl Service Center GmbH KE
Industrie-Logistik-Linz GmbH & Co KG1 AUT 37,000 % voestalpine Stahl GmbH KE
Jiaxing NYC Industrial Co. Ltd1 CHN 51,000 % voestalpine Giesserei Linz GmbH KE
Kühne + Nagel Euroshipping GmbH1 DEU 49,000 % Logistik Service GmbH KE
METALSERVICE S.P.A.1 ITA 40,000 % voestalpine Stahl Service Center GmbH KE
Ningxia Kocel Steel Foundry Co. Ltd.1 CHN 49,000 % voestalpine Giesserei Linz GmbH KE
Scholz Austria GmbH1 AUT 28,250 % voestalpine Stahl GmbH KE
Scholz Austria GmbH1 AUT 5,160 % voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG KE
Scholz Austria GmbH1 AUT 3,712 % Böhler Edelstahl GmbH & Co KG KE
Wuppermann Austria Gesellschaft m.b.H.1 AUT 30,000 % voestalpine Stahl GmbH KE
Austrian Center of Competence in
Mechatronics GmbH
AUT 33,333 % vatron gmbh K0
B-Zone Projektentwicklungs- und
-vermarktungsgesellschaft mbH
AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
Cargo Service GmbH AUT 100,000 % Logistik Service GmbH K0
Caseli GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH K0

1 Für die gekennzeichneten voll- bzw. equitykonsolidierten Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12. 2 Für das gekennzeichnete equitykonsolidierte Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 30.09.

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
COGNOR Stahlhandel GmbH AUT 25,100 % voestalpine Stahl GmbH K0
Energie AG Oberösterreich AUT 2,063 % voestalpine Stahl GmbH K0
GWL Gebäude- Wohnungs- und Liegenschafts
Verwaltungsgesellschaft m.b.H.
AUT 91,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
Hot Vision Research GmbH AUT 100,000 % vatron gmbh K0
Industrie-Logistik-Linz Geschäftsführungs-GmbH AUT 37,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
Kontext Druckerei GmbH AUT 64,800 % voestalpine Stahl GmbH K0
Linzer Schlackenaufbereitungs- und
vertriebsgesellschaft m.b.H.
AUT 33,333 % voestalpine Stahl GmbH K0
Stahlservice Rauschenberger Verwaltungs-GmbH DEU 100,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
VA OMV Personalholding GmbH AUT 50,000 % voestalpine Personalberatung GmbH K0
vivo Mitarbeiter-Service GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
voestalpine Belgium NV/SA BEL 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine CR, s.r.o. CZE 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine d.o.o. HRV 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine d.o.o. SRB 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine d.o.o. SVN 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Danmark ApS. DNK 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Deutschland GmbH DEU 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine France SAS FRA 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Hungaria Kft. HUN 99,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Hungaria Kft. HUN 1,000 % Donauländische Baugesellschaft m.b.H. K0
voestalpine Italia S.r. l. ITA 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Nederland B.V. NLD 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Polska Sp.z o.o. POL 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Romania S.R.L ROU 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Scandinavia AB SWE 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Schweiz GmbH CHE 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Slovakia s.r.o. SVK 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Stahlwelt GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
voestalpine Steel Service Center Romania SRL ROU 100,000 % voestalpine Stahl Service Center GmbH K0
voestalpine UK LTD GBR 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine USA Corp. USA 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
Werksgärtnerei Gesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH K0

Division Edelstahl

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
Böhler
-Uddeholm
Aktiengesellschaft
AUT 100,000 % voestalpine AG KV
Aceros Boehler del Ecuador S.A. ECU 1,753 % BOHLER-UDDEHOLM Colombia S.A. KV
Aceros Boehler del Ecuador S.A. ECU 98,247 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Aceros Boehler del Peru S.A. PER 2,500 % Böhler Edelstahl GmbH & Co KG KV
Aceros Boehler del Peru S.A. PER 95,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Aceros Boehler del Peru S.A. PER 2,500 % Handelsgesellschaft für Industrie
und Hüttenprodukte m.b.H.
KV
Aceros Boehler Uddeholm S.A. ARG 94,378 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Aceros Boehler Uddeholm S.A. ARG 5,622 % Handelsgesellschaft für Industrie
und Hüttenprodukte m.b.H.
KV
Aceros Bohler Uddeholm, S.A. de C.V. MEX 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Acos Bohler Uddeholm do Brasil Ltda. BRA 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Aktiebolaget Finansa SWE 100,000 % Uddeholms AB KV
Aktiebolaget Uddeholmsagenturen SWE 100,000 % Uddeholms AB KV
ASSAB Steels (China) Ltd. CHN 100,000 % ASSAB Steels (HK) Ltd. KV
ASSAB Steels (HK) Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Steels (Korea) Co., Ltd. KOR 85,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Steels (Malaysia) Co., Ltd. MYS 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Steels (Taiwan) Ltd. TWN 82,500 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Steels (Thailand) Ltd. THA 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Steels Singapore (Pte) Ltd. SGP 90,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Technology (Malaysia) Sdn Bhd MYS 100,000 % ASSAB Steels (Malaysia) Co., Ltd. KV
ASSAB Tooling (Beijing) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling (Dong Guan) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling (Qing Dao) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling (Xiamen) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling Technology (Chongqing) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling Technology (Ningbo) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling Technology (Shanghai) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB CELIK VE ISIL ISLEM SANAYI
VE TICARET ANONIM SIRKETI
TUR 69,891 % ASSAB International Aktiebolag KV
ASSAB CELIK VE ISIL ISLEM SANAYI
VE TICARET ANONIM SIRKETI
TUR 0,036 % Böhler Grundstücks GmbH & Co KG KV
ASSAB CELIK VE ISIL ISLEM SANAYI
VE TICARET ANONIM SIRKETI
TUR 0,036 % BÖHLER-UDDEHOLM Immobilien GmbH KV
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
ASSAB CELIK VE ISIL ISLEM SANAYI
VE TICARET ANONIM SIRKETI
TUR Handelsgesellschaft für Industrie
0,036 % und Hüttenprodukte m.b.H.
KV
ASSAB CELIK VE ISIL ISLEM SANAYI
VE TICARET ANONIM SIRKETI
TUR 0,003 % Uddeholm Holding AB KV
ASSAB CELIK VE ISIL ISLEM SANAYI
VE TICARET ANONIM SIRKETI
TUR 29,997 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
ASSAB International Aktiebolag SWE 100,000 % Uddeholm Holding AB KV
ASSAB Pacific Pte.Ltd. SGP 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
ASSAB SRIPAD Steels Limited IND 70,000 % ASSAB International Aktiebolag KV
Associated Swedish Steels Aktiebolag SWE 100,000 % Uddeholms AB KV
Associated Swedish Steels Phils., Inc. PHL 84,970 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
Avesta Welding LLC USA 100,000 % Bohler Welding Group USA Inc. KV
Böhler Aktiengesellschaft DEU 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
BÖHLER Bleche GmbH AUT 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
BÖHLER Bleche GmbH & Co KG AUT 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler Bleche Multilayer GmbH DEU 100,000 % BÖHLER Bleche GmbH & Co KG KV
Böhler Edelstahl GmbH AUT 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler
Edelstahl GmbH & Co KG
AUT 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler Grundstücks Beteiligungs GmbH DEU 100,000 % Böhler Aktiengesellschaft KV
Böhler Grundstücks GmbH & Co KG1 DEU 100,000 % Böhler Aktiengesellschaft KV
Böhler International GmbH AUT 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler Kereskedelmi Kft. HUN 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler Lastechniek Groep Nederland B.V. NLD 100,000 % Hilarius Holding B.V. KV
Böhler Schmiedetechnik GmbH AUT 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler Schmiedetechnik GmbH & Co KG AUT 99,999 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler Schmiedetechnik GmbH & Co KG AUT 0,001 % Böhler Schmiedetechnik GmbH KV
Böhler Schweißtechnik Austria GmbH AUT 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Schweißtechnik Deutschland GmbH DEU 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Soldaduras S.A. de C.V. MEX 99,990 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Soldaduras S.A. de C.V. MEX 0,010 % Böhler Welding Group GmbH KV
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
Böhler Tecnica de Soldagem Ltda. BRA 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Uddeholm (Australia) Pty Ltd. AUS 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Bohler Uddeholm Africa (Pty) Ltd. ZAF 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler Uddeholm CZ s.r.o. CZE 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler Uddeholm Deutschland GmbH DEU 100,000 % Böhler-Uddeholm Holding GmbH KV
Böhler Uddeholm Härtereitechnik GmbH DEU 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Bohler Uddeholm Polska s.p.z.o.o POL 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler Uddeholm Precision Steel AB SWE 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Böhler Uddeholm Precision Strip AB SWE 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Bohler Uddeholm Romania s.r.l. ROU 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler Uddeholm Saw Steel AB SWE 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Böhler Uddeholm Service Center AB SWE 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Böhler Wärmebehandlung GmbH AUT 51,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Bohler Welding Group Canada Ltd. CAN 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Group GmbH AUT 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Group Greece S.A. GRC 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Welding Group India Private Limited IND 99,998 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Welding Group India Private Limited IND 0,002 % Böhler Welding Group GmbH KV
BOHLER WELDING GROUP ITALIA s.p.a. ITA 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Welding Group Middle East FZE ARE 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Group Nordic AB SWE 100,000 % Böhler Schweißtechnik Austria GmbH KV
Böhler Welding Group Nordic Sales AB SWE 100,000 % Böhler Welding Group Nordic AB KV
Böhler Welding Group Schweiz AG CHE 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Welding Group SRL ROU 100,000 % Böhler Welding Group GmbH KV
Bohler Welding Group UK Ltd GBR 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Welding Group USA Inc. USA 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Technololgy (China) Co. Ltd. CHN 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Trading (Shanghai) Co. Ltd. CHN 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhlerstahl Vertriebsgesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Böhler Grundstücks GmbH & Co KG als befreiend.

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
Bohler-Uddeholm (UK) Ltd. GBR 100,000 % Bohler-Uddeholm Holdings (UK) Ltd. KV
Böhler-Uddeholm B.V. NLD 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
BOHLER-UDDEHOLM Colombia S.A. COL 0,009 % BÖHLER Bleche GmbH & Co KG KV
BOHLER-UDDEHOLM Colombia S.A. COL 0,009 % Böhler Edelstahl GmbH & Co KG KV
BOHLER-UDDEHOLM Colombia S.A. COL 90,635 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
BOHLER-UDDEHOLM Colombia S.A. COL 9,347 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Bohler-Uddeholm Corporation USA 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler-Uddeholm France S.A.S. FRA 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler-Uddeholm Holding GmbH DEU 100,000 % Böhler Aktiengesellschaft KV
Bohler-Uddeholm Holdings (UK) Ltd. GBR 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler-Uddeholm Iberica S.A. ESP 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler-Uddeholm Italia S.p.A. ITA 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler-Uddeholm Ltd. CAN 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Böhler-Uddeholm SLOVAKIA, s.r.o. SVK 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Bohler-Uddeholm Specialty Metals, Inc. USA 100,000 % Bohler-Uddeholm Corporation KV
Bohler-Uddeholm Strip Steel, LLC USA 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Böhler-Ybbstal Profil GmbH AUT 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
BU Beteiligungs- und Vermögensverwaltung GmbH AUT 100,000 % Böhler Edelstahl GmbH KV
BU Precision Strip Trading (Suzhou) Co., Ltd CHN 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Buderus Edelstahl Band GmbH DEU 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Buderus Edelstahl GmbH DEU 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Buderus Edelstahl Schmiedetechnik GmbH DEU 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Compania de Industria y Comercio, S.A. de C.V. MEX 99,999 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Compania de Industria y Comercio, S.A. de C.V. MEX 0,001 % voestalpine Profilform GmbH KV
D.I.N. Acciai S.p.A. ITA 100,000 % Böhler-Uddeholm Italia S.p.A. KV
Densam Industrial Co. Ltd. TWN 51,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
Densam Industrial Co. Ltd. TWN 49,000 % ASSAB Steels (Taiwan) Ltd. KV
Deville Rectification S.A.S. FRA 100,000 % Buderus Edelstahl GmbH KV
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
EDRO Engineering, Inc. USA 100,000 % Bohler-Uddeholm Corporation KV
EDRO Specialty Steels GmbH DEU 75,000 % EDRO Specialty Steels, Inc. KV
EDRO Specialty Steels, Inc. USA 100,000 % Bohler-Uddeholm Corporation KV
ENPAR Sonderwerkstoffe GmbH DEU 85,000 % Böhler Aktiengesellschaft KV
Eschmann Stahl GmbH & Co KG1 DEU 51,000 % Böhler-Uddeholm Holding GmbH KV
Eschmann Stahl GmbH & Co KG1 DEU 49,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Eschmann Stal S.p.z.o.o. POL 100,000 % Eschmann Stahl GmbH & Co KG KV
Eschmann Textura Internacional –
Transformacao de Ferramentas LDA
PRT 100,000 % Eschmann Textures International GmbH KV
Eschmann Textures India Private Limited IND 70,000 % Eschmann Textures International GmbH KV
Eschmann Textures International GmbH DEU 100,000 % Eschmann Stahl GmbH & Co KG KV
Eschmann Vermögensverwaltung GmbH DEU 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Eschmann-Stahl Portugal-Acos Finos e
Transformacao de Ferramentas, Unipessoal Lda
PRT 100,000 % Eschmann Stahl GmbH & Co KG KV
Fontargen Gesellschaft mit beschränkter Haftung DEU 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Gebrüder Böhler & Co. AG CHE 99,830 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
GMV Eschmann International SAS FRA 100,000 % Eschmann Textures International GmbH KV
Grabados Eschmann International S.L. ESP 100,000 % Eschmann Textures International GmbH KV
Gravutex Eschmann International Ltd. GBR 95,000 % Eschmann Textures International GmbH KV
Gravutex Textures (UK) Ltd GBR 100,000 % Eschmann Stahl GmbH & Co KG KV
Groupe Bohler Soudage France S.A.S. FRA 100,000 % Böhler Schweißtechnik Austria GmbH KV
Grupo Bohler Soldadura Espana S.A. ESP 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Handelsgesellschaft für Industrie
und Hüttenprodukte m.b.H.
AUT 100,000 % Böhler Edelstahl GmbH & Co KG KV
Helmold LLC USA 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Hilarius Haarlem Holland B.V. NLD 100,000 % Hilarius Holding B.V. KV
Hilarius Holding B.V. NLD 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
IS Intersteel Stahlhandel GmbH DEU 100,000 % Böhler Aktiengesellschaft KV
Jing Ying Industrial Co. Ltd. TWN 100,000 % Densam Industrial Co. Ltd. KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Eschmann Stahl GmbH & Co KG als befreiend.

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
Nordmark-Klarälvens Järnvägsaktiebolag SWE 100,000 % Uddeholms AB KV
OOO Böhler Uddeholm RUS 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
OOO Böhler Welding Group Russia RUS 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
PT Assab Steels Indonesia IDN 99,900 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
PT Assab Steels Indonesia IDN 0,100 % ASSAB Steels Singapore (Pte) Ltd. KV
PT Bohler Welding Group South East Asia IDN 95,000 % Böhler Welding Group Nordic AB KV
PT Bohler Welding Group South East Asia IDN 5,000 % Böhler Schweißtechnik Austria GmbH KV
Sacma Acciai Speciali S.p.A. ITA 100,000 % Böhler-Uddeholm Italia S.p.A. KV
Schoeller-Bleckmann (UK) Ltd. GBR 100,000 % Bohler-Uddeholm (UK) Ltd. KV
Servitroquel - Notting, S.A., Unipersonal ESP 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Soudokay S.A. BEL 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Uddeholm A/S DNK 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Uddeholm AS NOR 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
Uddeholm Eiendom AS NOR 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Uddeholm Holding AB SWE 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Uddeholm K.K. JPN 100,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd.
Uddeholm Machining Aktiebolag SWE 100,000 % Uddeholms AB KV
Uddeholm Oy Ab FIN 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Uddeholm Svenska Aktiebolag SWE 100,000 % Uddeholms AB KV
Uddeholms AB SWE 100,000 % Uddeholm Holding AB KV
Villares Metals International B.V. NLD 100,000 % Villares Metals S.A. KV
Villares Metals S.A. BRA 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Villares Metals Suomi Oy FIN 100,000 % Villares Metals International B.V. KV
voestalpine Treasury Holding GmbH AUT 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KV
Aceros Boehler Bolivia S.A. BOL 98,000 % Aceros Boehler del Peru S.A. K0
Aceros Boehler Bolivia S.A. BOL 1,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
K0
Aceros Boehler Bolivia S.A. BOL 1,000 % Handelsgesellschaft für Industrie
und Hüttenprodukte m.b.H.
Bohlasia Steels Sdn. Bhd. MYS 53,333 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
K0
Bohler High Performance Metals Private Limited IND 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
K0
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
BOHLER STEEL AFRICA (Proprietary) Limited ZAF 100,000 % Bohler Uddeholm Africa (Pty) Ltd. K0
BÖHLER-UDDEHOLM Immobilien GmbH AUT 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
K0
Böhler-Uddeholm (UK) Pension Trustees Ltd. GBR 100,000 % Bohler-Uddeholm Holdings (UK) Ltd. K0
Böhler-Uddeholm Solidaritätsfonds Privatstiftung AUT 100,000 % Böhler Edelstahl GmbH & Co KG K0
Böhler-Uddeholm Toplinska Obrada d.o.o. HRV 85,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
K0
Böhler-Uddeholm Ukraine LLC UKR 100,000 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
K0
Böhler-Uddeholm Wärmebehandlung GmbH DEU 100,000 % Böhler Uddeholm Deutschland GmbH K0
Böhler-Uddeholm Zagreb d.o.o. HRV 83,400 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
K0
DAN Spray A/S i likvidation DNK 100,000 % Uddeholms AB K0
DEGECANDOR Grundstücksverwaltungs
gesellschaft mbH & Co Immobilien-Vermietungs KG
DEU 95,000 % Böhler Aktiengesellschaft
Edelstahlwerke Buderus Nederland B.V. NLD 100,000 % Buderus Edelstahl GmbH K0
EDRO Limited CHN 100,000 % EDRO Specialty Steels, Inc. K0
Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH DEU 50,977 % Böhler-Uddeholm Holding GmbH K0
Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH DEU 49,023 % Eschmann Vermögensverwaltung GmbH K0
Euracier FRA 20,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH K0
Flotek (International) Ltd. GBR 100,000 % Gravutex Textures (UK) Ltd K0
Grundstück-Verwaltungsgesellschaft
Gewerbehof Sendling mbH & Co. KG
DEU 62,916 % Böhler Aktiengesellschaft K0
Hotel Böhlerstern Gesellschaft m.b.H. AUT 99,000 % Böhler Edelstahl GmbH & Co KG K0
Hotel Böhlerstern Gesellschaft m.b.H. AUT 1,000 % Böhler Schmiedetechnik GmbH & Co KG K0
Industriegleiskonsortium Birgi CHE 24,958 % Gebrüder Böhler & Co. AG K0
Inter Stal Centrum Property Sp.z.o.o. POL 100,000 % Bohler Uddeholm Polska s.p.z.o.o K0
Martin Miller Blansko, spol.s.r.o. (in Liquidation) CZE 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH K0
Martin Miller North America Inc. USA 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH K0
Munkfors Värmeverk Aktiebolag SWE 40,000 % Böhler Uddeholm Precision Strip AB K0
Osaühing Uddeholm Tooling Eesti EST 100,000 % Uddeholms AB K0
Uddeholm Tooling Latvia, SIA LVA 100,000 % Uddeholms AB K0
VK Italia S.p.A. ITA 20,000 % Böhler-Uddeholm Italia S.p.A. K0

Division Bahnsysteme

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG AUT 100,000 % voestalpine AG KV
Advanced Railway Systems GmbH AUT 100,000 % VAE Eisenbahnsysteme GmbH KV
Böhler Welding Holding GmbH DEU 94,500 % voestalpine Bahnsysteme GmbH KV
Böhler Welding Holding GmbH DEU 5,500 % Böhler Uddeholm Härtereitechnik GmbH KV
CONTEC GmbH Transportation Systems DEU 62,376 % VAE Eisenbahnsysteme GmbH KV
Control and Display Systems Limited GBR 60,003 % VAE Eisenbahnsysteme GmbH KV
Digvijay Steels Private Limited IND 50,100 % VAE GmbH KV
HBW Light Rail B.V. NLD 100,000 % voestalpine BWG GmbH & Co. KG KV
JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. ESP 50,000 % VAE GmbH KV
Materiel Ferroviaire d'Arberats SASU FRA 100,000 % JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. KV
Nortrak-Damy, Cambios de Via, S.A.P.I. de C.V. MEX 51,007 % VAE Nortrak North America Incorporation KV
Rahee Track Technologies (Pvt) Ltd IND 51,000 % VAE GmbH KV
Rene Prinsen Spoorwegmaterialen B.V. NLD 100,000 % voestalpine Railpro B.V. KV
SST Signal & System Technik GmbH DEU 100,000 % VAE Eisenbahnsysteme GmbH KV
TENS Spolka z.o.o. POL 80,000 % VAE Eisenbahnsysteme GmbH KV
TSF-A GmbH AUT 50,100 % VAE Eisenbahnsysteme GmbH KV
TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG1 DEU 100,000 % voestalpine Bahnsysteme
Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH
KV
TSTG Schienen Technik Verwaltungs GmbH DEU 100,000 % voestalpine Bahnsysteme
Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH
KV
VAE Africa (Pty) Ltd. ZAF 100,000 % VAE GmbH KV
VAE APCAROM SA ROU 92,321 % VAE GmbH KV
VAE Brasil Produtos Ferroviários Ltda. BRA 59,000 % VAE GmbH KV
VAE Eisenbahnsysteme GmbH AUT 100,000 % VAE GmbH KV
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
VAE Geschäftsführung (Deutschland) GmbH DEU 100,000 % VAE GmbH KV
VAE GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
VAE Holding (Deutschland) GmbH DEU 100,000 % VAE GmbH KV
VAE Italia S.r.l. ITA 100,000 % VAE GmbH KV
VAE Legetecha UAB LTU 66,000 % VAE GmbH KV
VAE NORTRAK LTD. CAN 100,000 % VAE Nortrak North America Incorporation KV
VAE Nortrak North America Incorporation USA 100,000 % VAE GmbH KV
VAE Perway (Pty) Ltd. ZAF 69,000 % VAE Africa (Pty) Ltd. KV
VAE Polska Sp.z.o.o. POL 100,000 % VAE GmbH KV
VAE Railway Systems Pty.Ltd. AUS 100,000 % VAE GmbH KV
VAE Riga SIA LVA 100,000 % VAE GmbH KV
VAE Sofia OOD BGR 51,000 % VAE GmbH KV
VAE UK Ltd. GBR 100,000 % VAE GmbH KV
VAE VKN Industries Private Limited IND 51,000 % VAE GmbH KV
VAE VKN Industries Private Limited IND 6,000 % JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. KV
VAMAV Vasúti Berendezések Kft. HUN 50,000 % VAE GmbH KV
voestalpine Austria Draht GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine Bahnsysteme GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung
Deutschland GmbH
DEU 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG
voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs
GmbH
AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine BWG GmbH & Co. KG1 DEU 99,997 % VAE Holding (Deutschland) GmbH KV
voestalpine BWG GmbH & Co. KG1 DEU 0,003 % VAE Geschäftsführung (Deutschland) GmbH KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG und voestalpine BWG GmbH & Co. KG als befreiend.

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
voestalpine Draht Finsterwalde GmbH DEU 100,000 % voestalpine Austria Draht GmbH KV
voestalpine Klöckner Bahntechnik GmbH DEU 100,000 % voestalpine Bahnsysteme
Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH
KV
voestalpine Rail Center Duisburg GmbH DEU 75,171 % voestalpine Bahnsysteme
Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH
KV
voestalpine Railpro B.V. NLD 70,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine Schienen GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine Stahl Donawitz Immobilien GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme
Vermögensverwaltungs GmbH
KV
voestalpine WBN B.V. NLD 100,000 % VAE GmbH KV
WBG Weichenwerk Brandenburg GmbH DEU 100,000 % voestalpine BWG GmbH & Co. KG KV
Weichenwerk Wörth GmbH AUT 70,000 % VAE Eisenbahnsysteme GmbH KV
voestalpine Tubulars GmbH AUT 50,000 % voestalpine Bahnsysteme
Vermögensverwaltungs GmbH
KQ
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG AUT 49,985 % voestalpine Bahnsysteme
Vermögensverwaltungs GmbH
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG AUT 0,010 % voestalpine Tubulars GmbH KQ
Chinese New Turnout Technologies Co. Ltd.1 CHN 29,070 % VAE GmbH KE
Chinese New Turnout Technologies Co. Ltd.1 CHN 20,930 % voestalpine BWG GmbH & Co. KG KE
Burbiola S.A. ESP 50,000 % JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. K0
Draht & Stahl GmbH DEU 30,930 % voestalpine Draht Finsterwalde GmbH K0
Draht + Stahl – Polska spolka z.o.o. POL 100,000 % voestalpine Draht Finsterwalde GmbH K0
gibSoft GmbH DEU 75,000 % SST Signal & System Technik GmbH K0
Liegenschaftsverwaltungs GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme
Vermögensverwaltungs GmbH
K0
KW PenzVAEE GmbH AUT 49,000 % VAE Eisenbahnsysteme GmbH K0
VAE Murom LLC RUS 50,000 % VAE GmbH K0
voestalpine Stahl Donawitz GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG K0
VOEST-ALPINE TUBULAR CORP. USA 100,000 % voestalpine Tubulars GmbH K0
voestalpine Tubulars Middle East FZE ARE 100,000 % voestalpine Tubulars GmbH K0
voestalpine VAE TS d.o.o. Nis SRB 70,000 % VAE GmbH K0

Division Profilform

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
voestalpine Profilform GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH AUT 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Global Rollforming Corporation USA 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Meincol Distribuidora de Acos S.A. BRA 75,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Metsec plc GBR 100,000 % VOEST-ALPINE KREMS U.K. plc KV
Nedcon Bohemia s.r.o. CZE 100,000 % Nedcon Groep N.V. KV
Nedcon France S.A.S FRA 100,000 % Nedcon Groep N.V. KV
Nedcon Groep N.V. NLD 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Nedcon Lagertechnik GmbH DEU 100,000 % Nedcon Groep N.V. KV
Nedcon Magazijninrichting B.V. NLD 100,000 % Nedcon Groep N.V. KV
Nedcon USA Inc. USA 100,000 % Nedcon Groep N.V. KV
Roll Forming Corporation USA 100,000 % Global Rollforming Corporation KV
SADEF N.V. BEL 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Sharon Custom Metal Forming Inc. USA 100,000 % Global Rollforming Corporation KV
Société Automatique de Profilage (SAP) FRA 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Société Profilafroid FRA 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Stratford Joists Limited GBR 100,000 % Metsec plc KV
voestalpine Krems Finaltechnik GmbH AUT 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine Krems GmbH AUT 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
VOEST-ALPINE KREMS U.K. plc GBR 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine Präzisionsprofil GmbH DEU 90,000 % voestalpine Profilform Beteiligung GmbH KV
voestalpine Präzisionsprofil GmbH DEU 10,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine Profilform Beteiligung GmbH AUT 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine PROFILFORM s.r.o. CZE 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
ZAO voestalpine Arkada Profil RUS 100,000 % voestalpine Profilform Beteiligung GmbH KV
Gemeinnützige Donau-Ennstaler
Siedlungs-Aktiengesellschaft
AUT 33,333 % voestalpine Krems GmbH K0
Metal Sections Limited GBR 100,000 % Metsec plc K0
SADEF FRANCE S.A.R.L. FRA 90,000 % SADEF N.V. K0
SADEF FRANCE S.A.R.L. FRA 10,000 % voestalpine Krems GmbH K0
voestalpine Arkada Zapad IP BLR 100,000 % ZAO voestalpine Arkada Profil K0

1 Für das gekennzeichnete equitykonsolidierte Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.

Division Automotive

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
voestalpine Automotive GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
Amstutz Levin & Cie FRA 99,998 % Stamptec France SAS KV
Flamco AG CHE 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco BV NLD 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco Flexcon B.V. NLD 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco Flexcon Ltd. GBR 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco Flexcon Sarl FRA 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco Heating Accessories (Changshu) Co., Ltd. CHN 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco Holding B.V. NLD 100,000 % voestalpine Polynorm N.V. KV
Flamco Hungary Kft HUN 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco IMZ B.V. NLD 100,000 % Flamco BV KV
Flamco Pipe Support B.V. NLD 100,000 % Flamco BV KV
Flamco Polska Sp. z o.o. POL 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco STAG Behälterbau GmbH DEU 94,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco STAG Behälterbau GmbH DEU 6,000 % Polynorm GmbH KV
Flamco STAG GmbH DEU 100,000 % Flamco STAG Behälterbau GmbH KV
Flamco UK Ltd. GBR 100,000 % Flamco Flexcon Ltd. KV
Flamco WEMEFA GmbH DEU 100,000 % Flamco STAG Behälterbau GmbH KV
Kadow und Riese Laser- und Umformtechnik GmbH DEU 100,000 % voestalpine Hügel Holding GmbH KV
Polynorm GmbH DEU 100,000 % voestalpine Polynorm N.V. KV
Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG1 DEU 100,000 % voestalpine Polynorm N.V. KV
Stamptec France SAS FRA 100,000 % Stamptec Holding GmbH KV
Stamptec Holding GmbH DEU 95,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
Stamptec Holding GmbH DEU 5,000 % voestalpine Polynorm GmbH & Co KG KV
voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. NLD 100,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
voestalpine Automotive Romania S.R.L. ROU 50,000 % voestalpine Dancke GmbH&Co. KG KV
voestalpine Automotive Romania S.R.L. ROU 50,000 % voestalpine Hügel Holding GmbH KV
voestalpine Dancke GmbH&Co. KG1 DEU 100,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Elmsteel Group Limited GBR 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Elmsteel Romania SRL ROU 99,500 % voestalpine Elmsteel Group Limited KV
voestalpine Elmsteel Romania SRL ROU 0,500 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Europlatinen GmbH AUT 100,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Gutbrod GmbH2 DEU 100,000 % Stamptec Holding GmbH KV
voestalpine Gutbrod Schmölln GmbH2 DEU 100,000 % voestalpine Gutbrod GmbH KV
voestalpine HTI Beteiligungs GmbH AUT 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Hügel GmbH & Co KG1 DEU 100,000 % voestalpine Hügel Holding GmbH KV
voestalpine Hügel Holding GmbH DEU 100,000 % Stamptec Holding GmbH KV
voestalpine Hügel Verwaltungsgesellschaft mbH DEU 100,000 % voestalpine Hügel Holding GmbH KV
voestalpine Polynorm B.V. NLD 100,000 % voestalpine Polynorm N.V. KV
voestalpine Polynorm GmbH & Co KG1 DEU 100,000 % Polynorm GmbH KV
voestalpine Polynorm N.V. NLD 100,000 % voestalpine Automotive
Netherlands Holding B.V.
KV
voestalpine Polynorm Plastics B.V. NLD 100,000 % voestalpine Polynorm van Niftrik B.V. KV
voestalpine Polynorm van Niftrik B.V. NLD 100,000 % voestalpine Polynorm N.V. KV
voestalpine Rotec AB SWE 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Rotec France S.A. FRA 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Rotec GmbH AUT 100,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Rotec GmbH & Co KG1 DEU 99,000 % voestalpine HTI Beteiligungs GmbH KV
voestalpine Rotec GmbH & Co KG1 DEU 1,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine ROTEC Iberica S.A. ESP 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Rotec Incorporated USA 100,000 % voestalpine Elmsteel Group Limited KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG, voestalpine Dancke GmbH&Co. KG, voestalpine Hügel GmbH & Co KG, voestalpine Polynorm GmbH & Co KG und voestalpine Rotec GmbH & Co KG als befreiend. 2 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264 Abs. 3 dHGB für die voestalpine Gutbrod GmbH und voestalpine Gutbrod Schmölln GmbH als befreiend.

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
voestalpine Rotec Limited GBR 100,000 % voestalpine Elmsteel Group Limited KV
voestalpine Rotec Sp. z.o.o POL 100,000 % voestalpine Elmsteel Group Limited KV
voestalpine Rotec Vertriebs GmbH DEU 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Vollmer GmbH & Co KG1 DEU 99,667 % voestalpine Vollmer Holding GmbH KV
voestalpine Vollmer GmbH & Co KG1 DEU 0,333 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Vollmer Holding GmbH AUT 100,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Vollmer Pfaffenhofen GmbH & Co KG1 DEU 99,933 % voestalpine Vollmer Holding GmbH KV
voestalpine Vollmer Pfaffenhofen GmbH & Co KG1 DEU 0,067 % voestalpine Automotive GmbH KV
Wemefa Horst Christopeit GmbH DEU 100,000 % Flamco STAG Behälterbau GmbH KV
Bauer & Dittus Verwaltungs Gesellschaft
mit beschränkter Haftung
DEU 100,000 % Flamco STAG Behälterbau GmbH K0
DS-Beteiligungs-GmbH DEU 100,000 % voestalpine Dancke GmbH&Co. KG K0
DW-Beteiligungs-GmbH DEU 100,000 % voestalpine Dancke GmbH&Co. KG K0
Entwicklungsgesellschaft Gügling Ost
GmbH & Co. KG
DEU 6,000 % Polynorm GmbH K0
Entwicklungsgesellschaft Gügling Verwaltungs GmbH DEU 100,000 % Polynorm GmbH K0
Polynorm Immobilien Beteiligungs GmbH DEU 100,000 % voestalpine Polynorm N.V. K0
voestalpine Polynorm Beteiligungsgesellschaft m.b.H. DEU 100,000 % voestalpine Polynorm GmbH & Co KG K0
voestalpine Polynorm Plastics Limited GBR 100,000 % voestalpine Polynorm N.V. K0

Sonstige Gesellschaften

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli-
dierungsart
Danube Beteiligungs Invest MF-AG AUT 100,000 % Danube Equity Invest AG KV
Danube Equity Invest AG AUT 71,373 % voestalpine AG KV
Danube Equity Invest Management GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
voestalpine Dienstleistungs- und
Finanzierungs GmbH
DEU 100,000 % voestalpine Finanzierungs Holding GmbH KV
voestalpine Finanzierungs GmbH AUT 100,000 % voestalpine Finanzierungs Holding GmbH KV
voestalpine Finanzierungs Holding GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
voestalpine group IT GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
voestalpine group-IT GmbH DEU 100,000 % voestalpine group IT GmbH KV
voestalpine group-IT AB SWE 100,000 % voestalpine group IT GmbH KV
voestalpine group-IT Tecnologia da Informacao Ltda. BRA 100,000 % voestalpine group IT GmbH KV
APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft2 AUT 19,110 % voestalpine AG KE
APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft2 AUT 10,082 % Böhler -Uddeholm
Aktiengesellschaft
KE
VA Intertrading Aktiengesellschaft2 AUT 38,500 % voestalpine AG KE
DBG Vermögensverwaltungs GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG K0
Donauländische Baugesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % voestalpine AG K0
Intesy Business & IT Solutions Pty Ltd AUS 100,000 % voestalpine group IT GmbH K0
IVM Industrieversicherungsmakler GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG K0

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die voestalpine Vollmer GmbH & Co KG und voestalpine Vollmer Pfaffenhofen GmbH & Co KG als befreiend. 2 Für die gekennzeichneten equitykonsolidierten Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.

Erläuterungen: KV Vollkonsolidierung KQ Quotenkonsolidierung

KE Equity-Methode K0 Keine Konsolidierung

voestalpine AG Bilanz zum 31. März 2010

Aktiva

31.03.2009 31.03.2010
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
280.019,41 181.609,26
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 126.258,86 92.748,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.138.326.549,47 4.660.420.974,32
2. Beteiligungen 9.651.109,11 9.651.109,11
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 24.690.475,70 42.690.473,96
4. Sonstige Ausleihungen 4.335,58 2.708,19
5.172.672.469,86 4.712.765.265,58
5.173.078.748,13 4.713.039.623,08
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 150.596,12 3.070,15
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3.154.792.819,69 2.248.371.967,55
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 82.442.922,14 72.103.437,58
3.237.386.337,95 2.320.478.475,28
II. Wertpapiere und Anteile
1. Eigene Anteile 8.818.961,10 6.484.107,25
2. Sonstige Wertpapiere und Anteile 172.010.961,85 492.755.899,13
180.829.922,95 499.240.006,38
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
1. Kassenbestand 863,93 1.950,16
2. Guthaben bei Kreditinstituten 672.863.331,42 792.295.227,40
672.864.195,35 792.297.177,56
4.091.080.456,25 3.612.015.659,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.493.483,94 4.920.539,34
Summe Aktiva 9.270.652.688,32 8.329.975.821,64
EUR

Passiva

31.03.2009 31.03.2010
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 305.042.462,76 307.132.044,75
II. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 523.983.067,76 542.930.719,51
2. Nicht gebundene 90.227.645,14 90.227.645,14
614.210.712,90 633.158.364,65
III. Gewinnrücklagen
1. Andere freie Rücklagen 2.342.618.029,46 1.935.162.557,47
2. Rücklagen für eigene Anteile 8.818.961,10 6.484.107,25
2.351.436.990,56 1.941.646.664,72
IV. Bilanzgewinn 178.000.000,00 85.000.000,00
davon Gewinnvortrag 12.525.386,67 2.473.827,31
3.448.690.166,22 2.966.937.074,12
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 9.230.446,00 10.506.098,00
2. Rückstellungen für Pensionen 10.630.032,00 15.267.674,00
3. Rückstellungen für Urlaube und Jubiläumsgelder 2.479.381,61 2.039.266,11
4. Steuerrückstellungen 33.166.966,78 2.138.625,76
5. Sonstige Rückstellungen 14.566.041,37 15.198.331,99
70.072.867,76 45.149.995,86
C. Verbindlichkeiten
1. Wandelanleihe 21.565.000,00 0,00
2. Hybridanleihe 1.000.000.000,00 1.000.000.000,00
3. Anleihen 733.000.000,00 733.000.000,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 845.363.973,60 670.129.725,27
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.101.857,57 1.871.396,57
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.967.598.646,52 2.812.145.420,54
7. Sonstige Verbindlichkeiten 183.144.078,08 100.634.845,60
davon aus Steuern 545.726,90 341.421,62
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 144.839,15 148.132,15
5.751.773.555,77 5.317.781.387,98
D. Rechnungsabgrenzungsposten 116.098,57 107.363,68
Summe Passiva 9.270.652.688,32 8.329.975.821,64
E. Eventualverbindlichkeiten 2.775.819.686,41 2.955.239.117,09

EUR

voestalpine AG Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010

Gesamtkostenverfahren

GJ 2008/09 01.04.2009 – 31.03.2010
1. Umsatzerlöse 97.298.551,65 94.919.567,08
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 13.155.867,32 50.190,58
b) Übrige 1.697.340,44 1.066.383,82
14.853.207,76 1.116.574,40
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen –28.050.189,97 0,00
4. Personalaufwand
a) Gehälter –15.458.493,07 –15.534.175,34
b) Aufwendungen für Abfertigungen und
Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen –906.631,49 –959.339,04
c) Aufwendungen für Altersversorgung –3.400.371,40 –3.529.272,25
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
–2.035.378,31 –1.839.228,57
e) Sonstige Sozialaufwendungen –56.212,15 –56.104,31
–21.857.086,42 –21.918.119,51
5. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Gegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen –185.146,83 –169.230,06
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z. 16 fallen –548.342,04 –218.295,07
b) Übrige –75.857.754,54 –66.468.540,75
–76.406.096,58 –66.686.835,82
7. Zwischensumme aus Z. 1 bis 6 (Betriebserfolg) 13.703.429,58 7.261.956,09
8. Erträge aus Beteiligungen 1.069.350.182,17 234.305.472,70
(davon aus verbundenen Unternehmen) (1.062.963.055,07) (229.246.233,53)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
1.598.177,63 836.872,27
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0,00) (0,00)
GJ 2008/09 01.04.2009 – 31.03.2010
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 157.231.583,91 101.847.720,88
(davon aus verbundenen Unternehmen) (75.869.810,90) (44.367.354,30)
11. Erträge aus dem Abgang von und der
Zuschreibung zu Finanzanlagen
und Wertpapieren des Umlaufvermögens
1.156.313,00 4.621.896,60
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und
aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
a) Abschreibungen –144.361.997,79 –460.000.000,00
(davon aus verbundenen Unternehmen) (–93.645.914,13) (–460.000.000,00)
b) Übrige –74.843.615,47 –19.417.967,22
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0,00) (–19.416.263,17)
–219.205.613,26 –479.417.967,22
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –321.915.694,48 –258.767.606,21
(davon betreffend verbundene Unternehmen) (–146.910.274,23) (–64.189.196,83)
14. Zwischensumme aus Z. 8 bis 13 (Finanzerfolg) 688.214.948,97 –396.573.610,98
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 701.918.378,55 –389.311.654,89
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 90.122.246,25 62.047.501,74
17. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 792.040.624,80 –327.264.153,15
18. Auflösung von Gewinnrücklagen
a) Rücklagen für eigene Aktien 220.126.018,90 2.334.853,85
b) Andere freie Rücklagen 0,00 407.455.471,99 409.790.325,84
19. Zuweisung zu Gewinnrücklagen
a) Andere freie Rücklagen –846.692.030,37 0,00
–846.692.030,37 0,00
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.525.386,67 2.473.827,31
21. Bilanzgewinn 178.000.000,00 85.000.000,00

EUR

voestalpine AG Anlagenspiegel zum 31. März 2010

Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.04.2009
Zugänge Umbuchungen Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
35.100,98
2. Software 1.257.995,68 35.900,00 103.567,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.293.096,66 35.900,00 0,00 103.567,89
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
392.832,92 1.409,29 24.567,82
Summe Sachanlagen 392.832,92 1.409,29 0,00 24.567,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.231.972.463,60 1.685.293.892,41 1.703.199.467,56
2. Beteiligungen 9.651.109,11
3. Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
a) Wertpapiere zur Deckung der Vorsorge
für Pensionen
27.717.859,32 17.999.998,26
b) Sonstige Wertpapiere und Wertrechte 495.917,78
4. Sonstige Ausleihungen
a) Langfristige Darlehen für
Werksangehörige
4.335,58 1.627,39
Summe Finanzanlagen 5.269.841.685,39 1.703.293.890,67 0,00 1.703.201.094,95
Summe Anlagevermögen 5.271.527.614,97 1.703.331.199,96 0,00 1.703.329.230,66
Abschreibungen Zuschreibungen
im Geschäftsjahr Buchwert Buchwert Abschreibungen im Geschäftsjahr Stand
2009/10 31.03.2009 31.03.2010 (kumuliert) 2009/10 31.03.2010
0,00 0,00 35.100,98 35.100,98
134.310,15 280.019,41 181.609,26 1.008.718,53 1.190.327,79
134.310,15 280.019,41 181.609,26 1.043.819,51 0,00 1.225.428,77
34.919,91 126.258,86 92.748,24 276.926,15 369.674,39
34.919,91 126.258,86 92.748,24 276.926,15 0,00 369.674,39
460.000.000,00 5.138.326.549,47 4.660.420.974,32 553.645.914,13 5.214.066.888,45
9.651.109,11 9.651.109,11 9.651.109,11
24.194.557,92 42.194.556,18 3.523.301,40 45.717.857,58
495.917,78 495.917,78 495.917,78
4.335,58 2.708,19 2.708,19
460.000.000,00 5.172.672.469,86 4.712.765.265,58 557.169.215,53 0,00 5.269.934.481,11
460.169.230,06 5.173.078.748,13 4.713.039.623,08 558.489.961,19 0,00 5.271.529.584,27

EUR

voestalpine AG Anhang zum UGB-Abschluss der voestalpine AG 2009/10

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der voestalpine AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2010 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Gesellschaft ist das Mutterunternehmen des voestalpine-Konzerns. Der Konzernabschluss des voestalpine-Konzerns ist am Sitz der Gesellschaft in Linz erhältlich und ist auf der voestalpine-Homepage www.voestalpine.com abrufbar.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm des § 222 Abs. 2 UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden beibehalten.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung dieser Posten ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Die verwendeten Abschreibungssätze betragen 25,0 % bis 33,3 %.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode ermittelt werden.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 400,00 EUR werden im Zugangsjahr zur Gänze abgeschrieben.

Beim abnutzbaren Sachanlagevermögen kommen bei den planmäßigen Abschreibungen folgende Sätze zur Anwendung:

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12,0–20,0 %
---------------------------------------------------- -------------

An Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2009/2010 ein Betrag von 133,9 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 124,0 Tsd. EUR), für die nächsten fünf Geschäftsjahre beläuft sich die Gesamtverpflichtung auf ca. 669,5 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen ca. 620,0 Tsd. EUR).

2. Finanzanlagen

Eine detaillierte Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Bilanzierung der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich allfällig erforderlicher Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag.

Anteil am
Kapital in %
Eigenkapital
zum 31.03.2010
Jahresüber
schuss/-fehl
betrag 2009/10
voestalpine Stahl GmbH, Linz 100,00 710.052,6 138.438,0
voestalpine Automotive GmbH, Linz 100,00 328.425,6 26.499,4
voestalpine Profilform GmbH, Krems 100,00 540.625,0 21.520,2
Böhler
-Uddeholm
Aktiengesellschaft, Wien
100,00 483.639,6 69.995,0
voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co. KG, Leoben 100,00 489.852,4 137.370,0
voestalpine Bahnsysteme GmbH, Linz 100,00 104.053,8 33.078,4
voestalpine group-IT GmbH, Linz 100,00 5.523,9 3.063,6
Donauländische Baugesellschaft m.b.H., Linz 100,00 960,0 12,8
voestalpine Finanzierungs Holding GmbH, Linz 100,00 300.091,1 –1,1
DBG Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 100,00 30,7 –1,0
Danube Equity Invest AG, Linz 71,37 23.484,0 –74,0
Danube Equity Invest Management GmbH, Linz 100,00 84,6 –0,4
APK-Pensionskasse AG, Wien1 19,11 29.045,3 3.161,4
IVM Industrieversicherungsmakler GmbH, Linz1 100,00 1.875,7 433,5
VOEST-ALPINE Intertrading Aktiengesellschaft, Linz1 38,50 59.248,2 18.316,0
Eigenkapital und Ergebnis zum 31.12.2009
1
Tsd. EUR

Beteiligungsgesellschaften der voestalpine AG (ab 20,0 %)

Die im Geschäftsjahr 2009/10 ausgewiesenen Beteiligungszu- und -abgänge resultieren aus divisionsübergreifenden Umgründungsvorgängen, im Zuge derer die Böhler-Uddeholm Precision Strip GmbH und die Böhler Welding Holding GmbH (mitsamt ihrer Tochtergesellschaften) durch eine Folge von Einbringungen und Abspaltungen auf die voestalpine Profilform GmbH und auf die voestalpine Bahnsysteme GmbH übergegangen sind.

In der Berichtsperiode wurde eine Abwertung einer vollkonsolidierten Beteiligung von 460.000,0 Tsd. EUR vorgenommen. Die Abwertung erfolgte auf den beizulegenden Zeitwert, der im Rahmen einer Unternehmensbewertung mittels Discounted Cash Flow-Verfahrens ermittelt wurde.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag bewertet; unter den Wertpapieren (Wertrechten) des Anlagevermögens werden Investmentfondsanteile sowie sonstige Anteilsrechte ausgewiesen.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Ausleihungen in Höhe von 2,7 Tsd. EUR sind 1,2 Tsd. EUR innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurde von einer möglichen Zuschreibung in Höhe von 1.767,1 Tsd. EUR kein Gebrauch gemacht.

3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Aktivierung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten. Fremdwährungsforderungen werden zum Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kursgesicherte Forderungen werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.

Bilanzwert
31.03.2009
Bilanzwert
31.03.2010
Davon
Restlaufzeit
bis zu
1 Jahr
Davon
Restlaufzeit
von mehr
als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
150,6 3,1 3,1 0,0
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
3.154.792,8 2.248.372,0 1.810.556,6 437.815,4
Sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände
82.442,9 72.103,4 72.103,4 0,0
3.237.386,3 2.320.478,5 1.882.663,1 437.815,4

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 1.972.686,1 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Gewinngemeinschaften und Dividendenabfuhr in Höhe von 216.000,0 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von 50.565,9 Tsd. EUR und aus Sonstigen Forderungen in Höhe von 8.952,7 Tsd. EUR. Unter den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind Erträge im Ausmaß von 6.689,2 Tsd. EUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

4. Wertpapiere und Anteile

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden dem strengen Niederstwertprinzip gem. § 207 Abs. 1 UGB entsprechend mit den Anschaffungskosten oder jenem Wert, der aus einem am Abschlussstichtag niedrigeren Börsenkurs oder Marktpreis bzw. aus dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert resultiert, bewertet.

Die ausgewiesenen Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Anteilen am V54-Kapitalanlagefonds, aus anderen börsennotierten Aktien, Fondsanteilen und aus rückgekauften eigenen Aktien. Vom Bestand am V54-Kapitalanlagefonds sind 16.000.000 Stück verpfändet. Das entspricht einem Buchwert von 101.283,6 Tsd. EUR.

Die voestalpine AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 237.041 Stück eigene Aktien an die Mitarbeiter bzw. die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, an Gewinner von Gewinnspielen und durch Wandlungen übertragen (siehe Ausführungen zur Mitarbeiterbeteiligung unter Pkt. 14). Der Veräußerungserlös beim Abgang der eigenen Aktien betrug 4,1 Mio. EUR (Buchverlust –1,7 Tsd. EUR; Buchgewinn 1.770,4 Tsd. EUR).

Eigene Aktien
1.000 Stück
Buchwert
Tsd. EUR
Anteil am
Grundkapital
%
Anteil am
Grundkapital
Tsd. EUR
Stand per 31.03.2009 895,3 8.819,0 0,6 1.626,7
Zugänge in 2009/10 0,0 0,0 0,0 0,0
Abgänge in 2009/10 237,0 2.334,9 0,2 430,7
Abschreibung 2009/10 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand per 31.03.2010 658,3 6.484,1 0,4 1.196,0

Wertpapiere und Anteile

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wird das Disagio der im Oktober 2007 begebenen Hybridanleihe (3.504,0 Tsd. EUR) ausgewiesen. Ferner wird die Abgrenzung des aus dem Geschäftsjahr 2001/02 stammenden ersten Mitarbeiterbeteiligungsmodells entstandenen Aufwandes (247,6 Tsd. EUR) ausgewiesen. Diese wird mit dem Barwert bewertet und auf die Restarbeitsdauer von 8,83 Jahren verteilt. Per 31. März 2010 beträgt die aktive Rechnungsabgrenzung aus diesem Titel 4,0 Tsd. EUR.

6. Grundkapital

Gemäß dem vormaligen § 4 Abs. 6 der Satzung war der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 28.778.442,33 EUR durch Ausgabe von bis zu 15.840.000 Stückaktien zu erhöhen, soweit Gläubiger der Wandelanleihe 2005/10 von ihrem Recht auf Wandlung in Aktien Gebrauch machen (bedingte Kapitalerhöhung).

In der Berichtsperiode wurde die Wandelanleihe 2005/10 von der voestalpine AG mit Wirksamkeit zum 29. Jänner 2010 gekündigt. Auf Grund der Kündigung wurden sämtliche zum Zeitpunkt der Kündigung ausstehenden Wandelanleihen (= 8,6 % des Gesamtnennbetrages der Wandelanleihe in der Höhe von 250 Mio. EUR) von den Gläubigern der Wandelanleihen in Aktien der Gesellschaft gewandelt. Für diese Wandlungen hat der Vorstand von der Ermächtigung gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung Gebrauch gemacht und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von gesamt 1.150.131 auf den Inhaber lautende Stückaktien an Gläubiger der Wandelanleihe 2005/10 um 0,68 % erhöht. Eine weitere Ausgabe von Aktien durch den Vorstand gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist auf Grund der vollständigen Tilgung der Wandelanleihe 2005/10 nicht mehr möglich. § 4 Abs. 6 der Satzung wurde daher gelöscht, und der vormalige § 4 Abs. 7 der Satzung ist nunmehr § 4 Abs. 6. Zum 31. März 2010 gibt es keine ausstehenden Wandelschuldverschreibungen der Gesellschaft.

Das Grundkapital beträgt zum 31. März 2010 307.132.044,75 EUR (31. März 2009: 305.042.462,76 EUR) und ist in 169.049.163 nennbetragslose Stückaktien zerlegt (31. März 2009: 167.899.032). Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.

Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 83.949.516 Stück Aktien (ca. 49,66 %) gegen Bareinzahlung und/oder – allenfalls unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre – (i) gegen Sacheinlage, insbesondere durch Einbringung von Beteiligungen, Unternehmen, Betrieben und Betriebsteilen, und/oder (ii) zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms oder eines Aktienoptionsprogramms zu erhöhen (genehmigte Kapitalerhöhung). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 80.000.000 Stück Aktien (= 47,32 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 1. Juli 2009 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 1. Juli 2009 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht. In der Hauptversammlung vom 2. Juli 2008 wurde der Vorstand bis zum 31. Dezember 2010 zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenkurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode nicht Gebrauch gemacht.

7. Gewinnrücklage

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden 409.790,3 Tsd. EUR freie Gewinnrücklagen aufgelöst.

Die Rücklagen für eigene Aktien stehen den auf der Aktivseite ausgewiesenen eigenen Aktien in gleicher Höhe gegenüber. Die Auflösung bei den Rücklagen für eigene Aktien ergibt sich durch die Verringerung des Bestandes an eigenen Aktien in Höhe von 2.334,9 Tsd. EUR (siehe Pkt. 4 Wertpapiere und Anteile).

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet.

Die Rückstellung wird mit dem Barwert der erworbenen Abfertigungsansprüche unter Verwendung der Projected Unit Credit-Methode bewertet. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 10.506,1 Tsd. EUR.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden wie in den Vorjahren gem. IAS 19 mit dem Barwert der erworbenen Pensionsansprüche bewertet. Von diesem Barwert wird das Pensionskapital abgezogen. Diese Nettoverpflichtung wird als Rückstellung für Pensionen ausgewiesen. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 15.267,7 Tsd. EUR.

Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet. Die Jubiläumsgeldrückstellung wurde mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaften bewertet. Der Bilanzwert beträgt 1.109,0 Tsd. EUR.

Die versicherungsmathematischen Berechnungen für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen erfolgen mit einem Zinssatz von 5,25 % (Vorjahr 5,75%), Bezugserhöhungen von 3,5 % (Vorjahr 3,75 %) bzw. Pensionserhöhungen von 2,5% (Vorjahr 2,5 %). Es kommen die Rechnungsgrundlagen von AVÖ 2008 sowie die Pensionsantrittsalter lt. APG 2004 zur Anwendung.

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten Vorsorgen für sonstige Personalaufwendungen (insbesondere Rückstellung für Prämien in Höhe von 2.898,3 Tsd. EUR), für Prüfungs- und Bilanzveröffentlichungskosten sowie für drohende Verluste.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Kursgesicherte Verbindlichkeiten werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.

Bilanzwert
31.03.2009
Bilanzwert
31.03.2010
Restlaufzeit
bis zu
1 Jahr
Restlaufzeit
von mehr
als 1 Jahr
Restlaufzeit
von mehr
als 5 Jahren
Wandelanleihe 21.565,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Hybridanleihe 1.000.000,0 1.000.000,0 0,0 0,0 1.000.000,0
Anleihe 2011 333.000,0 333.000,0 222.000,0 111.000,0 0,0
Anleihe 2013 400.000,0 400.000,0 0,0 400.000,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
845.364,0 670.129,7 463.764,2 206.365,5 0,0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
1.101,9 1.871,4 1.871,4 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
2.967.598,6 2.812.145,4 889.824,4 1.922.321,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 183.144,1 100.634,9 100.634,9 0,0 0,0
5.751.773,6 5.317.781,4 1.678.094,9 2.639.686,5 1.000.000,0
Tsd. EUR

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 2.735.225,0 Tsd. EUR, aus Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von 25.615,7 Tsd. EUR und aus Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 51.304,6 Tsd. EUR. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen in Höhe von 49.224,3 Tsd. EUR, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Im Geschäftsjahr 2009/10 erfolgten Wandlungen bei der Wandelanleihe mit einer Nominale von 21.565,0 Tsd. EUR. Per 31. März 2010 wurden somit sämtliche Wandelanleihen getilgt.

Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe (Hybridanleihe) im Umfang von 1.000.000,0 Tsd. EUR begeben. Der Kupon beträgt 7,125 %, welcher bei Entfall der Dividende ausgesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Laufzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren, aber variablen Zinssatz (3-Monats-EURIBOR plus 5,05 %).

Am 17. Dezember 2008 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 333.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird in zwei Tranchen getilgt, die erste Teilzahlung von 222.000,0 Tsd. EUR ist am 17. Dezember 2010 fällig, der zweite Teilbetrag von 111.000,0 Tsd. EUR wird am 17. Dezember 2011 getilgt. Die fixe Verzinsung über die gesamte Laufzeit beider Tranchen liegt bei 5,75 %.

Am 30. März 2009 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 400.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird am 30. März 2013 zurückgezahlt, soweit sie nicht vorher zurückgezahlt oder gekauft und entwertet worden ist. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird ab dem 30. März 2009 mit 8,75 % jährlich verzinst. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 30. März jeden Jahres beginnend mit dem 30. März 2010 zahlbar.

10. Eventualverbindlichkeiten

31.03.2009 31.03.2010 Hievon
gegenüber
verbundenen
Unternehmen
Bürgschaften, Haftungen 3.755,0 2.505,0 2.505,0
Garantien 2.465.242,1 2.646.526,3 2.646.526,3
Kontrollbankrefinanzierungsrahmen 303.251,8 303.651,9 303.651,9
Wechselobligo 0,0 0,0 0,0
Patronatserklärungen 3.570,8 2.555,9 2.555,9
2.775.819,7 2.955.239,1 2.955.239,1
Tsd. EUR

D. Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen in erster Linie von Konzernunternehmen für erbrachte Leistungen erhaltene Konzernumlagen in Höhe von 85.489,7 Tsd. EUR, Weiterverrechnungen von Leistungen der Gesellschaft an Konzerngesellschaften in Höhe von 9.315,5 Tsd. EUR und an Dritte in Höhe von 114,4 Tsd. EUR.

12. Sonstige betriebliche Erträge

2008/09 2009/10
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 13.155,9 50,2
Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.697,3 1.066,4
14.853,2 1.116,6
Tsd. EUR

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenerstattungen.

13. Personalaufwand

In der Abschlussperiode waren durchschnittlich 90 (Vorjahr: 87) Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung gliedern sich wie folgt:

Abfertigungen Altersversorgung
Vorstand
Dotierung/Verbrauch Rückstellung 710,9 2.581,9
Zahlungen 0,0 0,0
Konzernale Überrechnungen 0,0 0,0
Sonstige Arbeitnehmer
Zahlungen 0,0 0,0
Dotierung/Verbrauch Rückstellung 208,4 810,9
Beiträge MVK 37,6 0,0
Konzernale Überrechnungen 2,4 0,0
AG-Beitrag zur Pensionskasse 136,5
Verwaltungskosten Pensionskasse 0,0
Summe 959,3 3.529,3
Zinskomponente 431,1 1.289,1
davon Vorstand 322,6 994,4
davon sonstige Arbeitnehmer 108,5 294,7
Tsd. EUR

Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen in mehreren Geschäftsjahren. Im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.

In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08 und 2008/09 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007 bzw. 2008 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %.

Zur Umsetzung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen.

Insgesamt halten die Mitarbeiter (bzw. die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter) zum Bilanzstichtag 31. März 2010 rd. 13,3 % der Aktien der voestalpine AG.

In der Hauptversammlung vom 5. Juli 2006 wurde ein neues Stock-Option-Programm beschlossen. Im Geschäftsjahr 2006/07 wurden fünf Mitgliedern des Vorstandes 900.000 Optionen und für Führungskräfte in Schlüsselpositionen der voestalpine AG 201.360 Optionen eingeräumt. Diese Optionen können jederzeit – unter Einhaltung der Emittenten-Compliance-Verordnung – zwischen dem 1. Juli 2008 und dem 30. Juni 2011 ausgeübt werden, wenn der Teilnehmer in einem aufrechten Organverhältnis oder in einem aufrechten Angestelltenverhältnis zur voestalpine AG oder einer Konzerngesellschaft steht. Die Optionen und Rechte zur Ausübung der Optionen sind nicht übertragbar. Jede Option ermächtigt den Inhaber nach Erfüllung der Ausübungsbedingungen zum Bezug einer voestalpine-Aktie. Die voestalpine AG beabsichtigte zum Zusagezeitpunkt, die Gegenleistung in Aktien zu erbringen, ohne Wahlrecht für den Stock-Option-Inhaber. Auf Grund der geänderten Rahmenbedingungen nach der Akquisition Böhler-Uddeholm wurde vom Vorstand der voestalpine AG beschlossen, die Stock-Option-Inhaber bei Ausübung in bar abzufinden.

Liegt der Börseschlusskurs der voestalpine-Aktie am Tag der Optionsausübung zumindest 15,0 % über dem Ausübungspreis, kann jeder Stock-Option-Programm-Teilnehmer 50,0 % seiner Optionen ausüben. Der Ausübungspreis beträgt 29,78 EUR und berechnet sich aus dem Durchschnitt der Börsenschlusskurse, die sich im Zeitraum vom 1. August 2006 bis 30. September 2006 ergaben. Der Marktwert dieser Optionen zum Zusagezeitpunkt wurde mittels Monte-Carlo-Simulation durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt.

50,0 % der Optionen sind ausübbar, wenn der Börsenschlusskurs der voestalpine-Aktie am Ausübungstag über dem Dow-Jones EUROSTOXX 600 liegt, wobei Ausgangspunkt für die Berechnung der relativen Performance der 1. Juli 2006 ist. Der Marktwert dieser Optionen zum Zusagezeitpunkt wurde anhand der Binomialmethode durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt.

Die Anzahl der ausstehenden Optionen beträgt zum Ende der Berichtsperiode 1.032.360 Stück. Der Optionswert wird mit einem anerkannten Optionsbewertungsmodell durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt. Dieser beträgt per 31. März 2010 3,46 EUR.

14. Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem folgende wesentliche Posten enthalten: Honoraraufwendungen für Konsulenten und Gutachter, sonstige fremde Dienstleistungen, Werbeaufwendungen, Beiträge an sonstige Verbände und Vereine, Aufwendungen für unternehmensfremde Arbeitskräfte, Mieten und Pachten sowie Reise- und Werbeaufwendungen. Der Aufwand für intern weiterverrechnete CO2-Zertifikate wird ab dem Geschäftsjahr 2009/10 im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

15. Erträge aus Beteiligungen

Die Beteiligungserträge betragen 234.305,5 Mio. EUR (davon 229.246,2 Mio. EUR aus verbundenen Unternehmen).

16. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens

Die Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 4.621,9 Tsd. EUR stammen aus der Veräußerung von Anteilen am V54-Fonds und von eigenen Aktien.

17. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Diese Position enthält Aufwendungen für Anteile an verbundenen Unternehmen, Verluste aus dem Abgang von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Verluste aus dem Abgang von eigenen Aktien (19.418,0 Tsd. EUR).

18. Zinserträge, Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Saldo aus "Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen" und "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ergibt für das Geschäftsjahr 2009/10 einen Aufwand in Höhe von 156.919,9 Tsd. EUR. Die Zinserträge bestehen großteils aus Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, aus Darlehenszinsen von verbundenen Unternehmen und aus Swapzinsen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsen von verbundenen Unternehmen, Swapzinsen und sonstige Aufwandszinsen. Die in den Zuweisungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen (431,1 Tsd. EUR), Pensionen (1.289,1 Tsd. EUR) und Jubiläumsgelder (57,3 Tsd. EUR) enthaltenen Zinskomponenten sind analog zum Vorjahr ebenfalls im Zinsaufwand enthalten.

19. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer in Höhe von 317,6 Tsd. EUR betreffen in Höhe von 228,4 Tsd. EUR die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2009/2010, in Höhe von 17,0 Tsd. EUR andere Bestätigungsleistungen und in Höhe von 72,2 Tsd. EUR sonstige Leistungen.

20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die voestalpine AG ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG, welche insbesondere die wesentlichen inländischen Konzerngesellschaften als Gruppenmitglieder umfasst. Der Gruppenträger hat die Körperschaftsteuer für die Unternehmensgruppe an das zuständige Finanzamt zu leisten. Zwischen dem Gruppenmitglied und dem Gruppenträger besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.

Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

31.03.2009 31.03.2010
Körperschaftsteuer aus der Gruppenbesteuerung 34.004.210,24
34.004.210,24
2.468.803,40
Steuerumlagen der Gruppenmitglieder –124.299.870,31 –64.924.172,56
Steuerumlagen an Gruppenmitglieder 2.264.554,16 4.224.312,03
Steuerumlagen Vorjahre –120.253,27 872.439,32
Körperschaftsteuer für Vorperioden –1.970.887,07 –4.688.883,93
Summe –90.122.246,25 –62.047.501,74
EUR

Auf die Aktivierung latenter Steuern wurde gem. § 198 Abs. 10 UGB verzichtet. Der aktivierbare Betrag weist eine Höhe von 0,8 Mio. EUR auf. Quasi-permanente Differenzen sind in Höhe von 2,7 Mio. EUR enthalten.

E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Vorsorgen für Devisentermingeschäfte in Höhe von 6.947,2 Tsd. EUR auf Grund von Marktwertveränderungen enthalten. Die Bewertung erfolgt nach der "Marked to Market"-Methode. Es wird das Ergebnis rückgestellt, das bei Glattstellung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert werden würde. Die verwendeten Marktdaten sind, wenn vorhanden, Fixings (EZB, EURIBOR, Swapfixing), ansonsten Contributors wie beispielsweise Tullet & Tokyo Liberty.

Umfang der derivativen Finanzinstrumente und Fair Value in Summe zum Bilanzstichtag sind in folgender Tabelle dargestellt:

Nominale Fair Value Laufzeit
Devisentermingeschäfte (inkl. Devisenswap) 1.141,43 2,22 100 % < 1 Jahr
Zinsoptionen 369,20 9,43 100 % < 1 Jahr
Zinsenswap 955,53 –47,93 100 % <= 5 Jahre
Commodity Swap 71,30 0,00 100 % < 1Jahr
Summe 2.537,46 –36,28

Bestand an Derivaten

F. Sonstige Angaben

Als Vorstandsmitglieder der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2009/10 folgende Herren bestellt:

  • Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender
  • DI Franz Hirschmanner, Mitglied
  • DI Josef Mülner, Mitglied
  • Mag. DI Robert Ottel, Mitglied
  • Mag. Wolfgang Spreitzer, Mitglied
  • Dr. Claus J. Raidl, Mitglied

Die Bezüge für aktive Mitglieder des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2009/10 sind in folgender Übersicht dargestellt:

Dr. Wolfgang
Eder
Dipl.-Ing. Franz
Hirschmanner Josef Mülner
Dipl.-Ing. Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel Claus J. Raidl Dkfm. Dr. Mag. Wolfgang
Spreitzer
2009/10 2008/09
Fixe Bezüge 0,7 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 3,2 3,2
Variable Bezüge 0,6 0,4 0,5 0,4 0,7 0,4 3,0 4,7
1,3 0,9 1,0 0,9 1,2 0,9 6,2 7,9

Dem Aufsichtsrat gehörten in der Berichtsperiode folgende Mitglieder an:

  • Rechtsanwalt Dr. Joachim LEMPPENAU, Vorsitzender
  • GD KR Mag. Dr. Ludwig SCHARINGER, 1. stv. Vorsitzender
  • Öffentl. Notar Dr. Stefan KRALIK, Mitglied (bis 1. Juli 2009)
  • Dr. Franz GASSELSBERGER, Mitglied
  • Dr. Josef KRENNER, Mitglied
  • Dr. Michael KUTSCHERA, Mitglied
  • Mag. Dr. Josef PEISCHER, Mitglied
  • DI Dr. Michael SCHWARZKOPF, Mitglied
  • Dr. Hans-Peter HAGEN, Mitglied
  • BRV Josef GRITZ, Mitglied
  • BRV Johann HEILIGENBRUNNER, Mitglied
  • Abg. z. Landtag Ang.-BRV Ing. Fritz SULZBACHER, Mitglied (bis 1. Juli 2009)
  • Arb.-BRV Hans-Karl SCHALLER, Mitglied
  • Johann PRETTENHOFER, Mitglied

In der Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. Juli 2006 wurde beschlossen, die bereits für das Geschäftsjahr 2004/05 angewandte Regelung für die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in die Satzung der Gesellschaft aufzunehmen. Gemäß § 15 der Satzung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder demnach als Vergütung einen Betrag von 1 Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100,0 % für den Vorsitzenden, 75,0 % für die stellvertretenden Vorsitzenden und 50,0 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden jedenfalls eine Mindestvergütung von 20.000,00 EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 15.000,00 EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 10.000,00 EUR zustehen. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Das Sitzungsgeld beträgt 500,00 EUR pro Sitzung.

Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und ihre Berechnungsweise sind somit abschließend in der Satzung festgelegt. Sie bedarf damit keiner Beschlussfassung in der Hauptversammlung.

Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2009/10 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): 38,3 Tsd. EUR (2008/09: 80,0 Tsd. EUR); Dr. Ludwig Scharinger (stellvertretender Vorsitzender): 28,7 Tsd. EUR (2008/09: 60,0 Tsd. EUR); Dr. Stefan Kralik: 4,8 Tsd. EUR (2008/09: 40,0 Tsd. EUR); alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 19,2 Tsd. EUR (2008/09: 40,0 Tsd. EUR). Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.

Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2009/10 insgesamt 0,2 Mio. EUR (2008/09: 0,4 Mio. EUR). Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2009/10 erfolgt spätestens 14 Tage nach der Hauptversammlung im Juli 2010. An Mitglieder des Aufsichtrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Directors' dealings-Meldungen werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der Herr Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2009/10 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit dem Gesellschafterausschlussverfahren betreffend die Böhler-Uddeholm Aktiengesellschaft. Die Abrechnung dieser Mandate erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2009/10 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 147.525,83 EUR.

An Mitglieder des Aufsichtsrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Der Jahresabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2009/10 schließt mit einem Bilanzgewinn von 85.000.000,00 EUR. Es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 0,50 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Linz, am 18. Mai 2010

Der Vorstand

Wolfgang Eder

Franz Hirschmanner Josef Mülner

Robert Ottel Claus J. Raidl

Wolfgang Spreitzer

Bestätigungsvermerk gemäß § 274 UGB

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der voestalpine AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2010 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2010, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung -

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2010 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2010 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 18. Mai 2010

GRANT THORNTON Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-GmbH

Univ.-Doz. Dr. Walter Platzer Mag. Josef Töglhofer

Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form, in der unser Bestätigungsvermerk beigefügt wird, ist nicht zulässig. Falls in diesem Fall auf unsere Prüfung hingewiesen wird, bedarf das unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) Z 3 BörseG

Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der voestalpine AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 18. Mai 2010

Der Vorstand

Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes

Robert Ottel Mitglied des Vorstandes

Franz Hirschmanner Mitglied des Vorstandes

Claus J. Raidl Mitglied des Vorstandes

Josef Mülner Mitglied des Vorstandes

Wolfgang Spreitzer Mitglied des Vorstandes

Glossar

Akquisition. Übernahme oder Kauf von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen.

Assembling. Zusammenbau von Einzelmodulen zu Karosserien.

Asset Deal. Firmenübernahme durch Kauf der einzelnen Wirtschaftsgüter (anstelle der Anteile).

ATX. "Austrian Traded Index", Leitindex der Wiener Börse, der die 20 wichtigsten Aktien des Prime Market beinhaltet.

Beschichten. Überziehen des Stahls mit einem anderen Material (Zinn, Chrom, Zink), vornehmlich zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit.

Bruttoergebnis. Umsatz abzüglich Herstellungskosten.

Capital Employed. Das gesamte eingesetzte verzinsliche Kapital.

Cashflow

• aus Investitionstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel aus Investitionen/Desinvestitionen;

• aus der Betriebstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitions- oder Finanzierungstätigkeit beeinflusst;

• aus der Finanzierungstätigkeit: Abfluss/ Zufluss flüssiger Mittel aus Kapitalaus- und Kapitaleinzahlungen.

Corporate Governance. Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch für die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.

Custom Roll Forming. Profil, das exakt den Vorgaben des Kunden entspricht.

E-Procurement. Materialeinkauf unter Nutzung moderner elektronischer Medien, insbesondere des Internets.

EBIT (Earnings before Interest, Taxes). Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter und Finanzergebnis.

EBIT-Marge. EBIT/Umsatz.

EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter, Finanzergebnis und Abschreibungen.

EBITDA-Marge. EBITDA/Umsatz.

EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit), auch EBT (Earnings before Taxes). Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter.

Eigenkapital. Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/ oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.

Eigenkapitalquote. Bilanzielles Eigenkapital/ Bilanzsumme.

Eigenkapitalrentabilität. Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss)/Eigenkapital der Vorperiode.

Elektrolytische Verzinkung. Beschichtungsverfahren, bei dem die von der positiv geladenen Zinkanode abgegebenen Zinkionen auf dem negativ geladenen, als Kathode fungierenden Stahlblech niedergeschlagen werden. Bei Erhöhung der Stromdichte etwa oder bei langsamerem Durchlaufen des Verzinkungsbereichs steigt die Stärke der Beschichtung.

Endogenes Wachstum. Wachstum innerhalb des bestehenden Unternehmensverbundes.

Exogenes Wachstum. Wachstum, das durch Akquisitionen "zugekauft" wird.

Feuerverzinkung. Der Stahl läuft durch ein Beschichtungsbad von flüssigem Zink und wird danach mit einem Luftstrom "abgetrocknet", über den sich auch die Dicke der Zinkschicht kontrollieren lässt.

Free Float (oder Streubesitz). Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet, das heißt an der Börse frei gehandelt wird.

Fremdkapital. Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.

Fremdkapitalquote. Bilanzielles Fremdkapital/Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto höher der Verschuldungsgrad).

Gearing (Ratio). Nettofinanzverschuldung/ Eigenkapital.

Grobblech. Stahlblech mit einer Breite von bis zu vier Metern und einer Dicke von mindestens fünf Millimetern. Findet hauptsächlich Verwendung am Bau, für schweres Gerät, im Schiffsbau und für Rohre mit großem Durchmesser.

Grundkapital. Das bei Gründung einer Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien von den Gesellschaftern mindestens aufzubringende und in Aktien zerlegte Kapital als Teil des Eigenkapitals.

Hochofen. Schachtförmiger Ofen, der mit hitzebeständigen (feuerfesten) Steinen ausgemauert ist und von integrierten Stahlwerken eingesetzt wird, um Eisen aus dem Erz zu erschmelzen.

IFRS ("International Financial Reporting Standards"). Rechnungslegungsnormen, die eine international vergleichbare Bilanzierung und Publizität gewährleisten sollen.

Jointventure. Kooperationen von mindestens zwei Unternehmen, die voneinander unabhängig bleiben, aber gemeinsames Kapital zusammenführen, um ein bestimmtes Ziel, etwa die Eroberung eines Auslandsmarktes, zu verfolgen.

Kaltwalzen. Umformverfahren bei niedrigen Temperaturen (oftmals auch bei Raumtemperatur), das im Anschluss an das Warmwalzen erfolgt.

Koks. Der Brennstoff, der im Hochofen beim Erschmelzen des Eisens verbraucht wird.

Kurzfristige Vermögenswerte. Jene Vermögensgegenstände, die nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb einer Unternehmung dienen sollen. Zum Beispiel Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Wertpapiere.

Lasergeschweißte Platinen. Zwei oder mehrere Stahlbleche, die zu einem einzigen "Rohling" zusammengeschweißt werden. Die in erster Linie für die Automobilindustrie wichtigen Vorteile sind die Gewichtseinsparung durch den Einsatz von höherfesten Feinblechen (mit geringeren Wanddicken) exakt an jenen Stellen, wo höhere Festigkeit benötigt wird.

Marktkapitalisierung. Die Marktkapitalisierung spiegelt den aktuellen Börsenwert einer börsennotierten Firma wider.

Materialaufwand. Fasst alle Aufwendungen zusammen, die für den Ankauf von Rohmaterialien und Hilfsstoffen zur eigenen Verarbeitung benötigt werden.

Nahtlosrohre. Rohre, die aus Knüppeln oder Vorblöcken hergestellt werden, indem Letztere erhitzt und unter hohem Druck in Rotation versetzt werden.

Nettofinanzverschuldung. Verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich verzinsliches Vermögen.

Oberflächenbeschichtete Stahlerzeugnisse. Produkte, die nach bestimmten Verfahren mit einer metallischen oder organischen Oberflächenschicht versehen wurden, zum Beispiel durch Feuerverzinken, galvanisches Verzinken und Lackieren.

Organische Beschichtung (Bandbeschichtung). Aufbringen einer gefärbten organischen Schicht auf dünnem Blech höchster Oberflächenqualität unter Bildung eines Hightech-Verbundmaterials. Damit erreicht man eine glatte, gleichmäßige Oberfläche, ausgezeichnete Verformbarkeit, hervorragenden Schutz vor Korrosion sowie gute Beständigkeit gegenüber chemischen Einflüssen und erhöhten Temperaturen.

Platine. Zwischenprodukt bei der Weiterverarbeitung von flachgewalztem Stahl zum Endprodukt. Eine Platine ist ein Stahlstück, das die gleichen Abmessungen hat wie das herzustellende Teil (z. B. Autotür, Motorhaube), aber noch nicht gestanzt bzw. gepresst worden ist.

Plattieren. Aufbringen einer Schicht von rostfreiem Stahl auf Kohlenstoffstahl oder niedrig legierten Stahl. Wird durchgeführt, um Korrosionsbeständigkeit zu geringeren Materialkosten sicherzustellen als bei der Verwendung von durchgehend rostfreiem Stahl.

Profile. Zur Herstellung von Profilen werden Blöcke oder Knüppel auf einer Walzstraße zu "L"-, "U"-, "T"-, "I"- und noch anderen Querschnitten ausgewalzt. Profile lassen sich auch durch Zusammenschweißen von Flachstählen herstellen. Sie werden für ein breites Spektrum von Anwendungen eingesetzt (z. B. Bau, Maschinenbau, Transportindustrie).

Purchase Price Allocation (PPA), auch Kaufpreisallokation. Im Rahmen einer Unternehmensakquisition wird der Kaufpreis den übernommenen Vermögensgegenständen und Schulden zugeordnet, welche folglich mit ihrem Fair Value (Verkehrswert) in die Konzernbilanz aufgenommen werden.

Rating. Eine auf den internationalen Kapitalmärkten anerkannte Einstufung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.

Rippenplatte. Unterlagsplatte aus Flachstahl mit aufgeschweißten Rippen oder auch aus Stahlguss zur Befestigung von Schienen auf Holz-, Stahl- oder Betonschwellen.

ROCE (Return on Capital Employed). EBIT/Durchschnittliches Capital Employed, (bis Geschäftsjahr 2008/09 EBIT/Capital Employed), die Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Schrott (Eisenschrott). Eisenhaltiges Abfallbzw. Altmaterial, das im Allgemeinen wieder eingeschmolzen und zu neuem Stahl vergossen wird.

Simultaneous Engineering. Integrierte Produktentwicklung; bedeutet zeitgleiches Entwickeln und Konstruieren unter Berücksichtigung allen herstellungsrelevanten Wissens.

Sonderprofile. Spezielle Profile, die auf der Grundlage von Spezifikationen des Kunden hergestellt werden.

Sonderrohre. Breite Palette von qualitativ hochwertigen Spezialröhrenprodukten.

Stahlblech. Dünner Flachstahl, der im Warmwalzwerk durch Auswalzen von Vorbrammen hergestellt wird.

Stranggießen. Als Stranggießen bezeichnet man ein Gießverfahren, bei dem der flüssige Stahl über ein Verteilergefäß in eine offene kurze Kokille (Gießform) gegossen wird.

Supply Chain Management (SCM). Versucht die effiziente Integration von Lieferanten, Produzenten, Verteilern und Einzelhändlern, sodass Waren in den richtigen Mengen, an den richtigen Orten und zur richtigen Zeit bereitgestellt werden. SCM zielt auf eine Minimierung der systemweiten Kosten bei Erreichung einer hohen Lieferzuverlässigkeit ab.

Tuchfilteranlage. Anlage zur Abscheidung von Staubpartikeln aus der Sinteranlage. Die Funktion gleicht der eines riesigen Staubsaugers, wobei physikalische und chemische Prozesse wirken.

Verbundene Unternehmen. Unternehmen, die direkt oder indirekt unter einheitlicher Leitung – in diesem Fall der voestalpine AG – stehen oder bei denen der voestalpine AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. auf die sie bestimmenden Einfluss ausübt.

Verzinkter Stahl. Stahl, der mit einer dünnen Schicht aus Zink überzogen ist, um die Korrosionsbeständigkeit sicherzustellen.

Volatilität. Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung.

WACC (Weighted Average Cost of Capital). Durchschnittliche Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital.

Walzdraht. Runde dünne Halbfertigerzeugnisse, die aus einem Knüppel gewalzt und zur Weiterverarbeitung aufgewickelt werden. Aus Walzdraht werden vor allem Drahtprodukte, aber auch Schrauben und Nägel hergestellt.

Warmband. Produkt, das ohne weitere Verarbeitungsschritte im "Walzzustand" ab Warmwalzwerk verkauft wird.

Warmwalzwerk. Werk, in dem die heißen Brammen zu Coils bestimmter Dicke heruntergewalzt werden. Die Bearbeitung erfolgt bei hohen Temperaturen, bei welchen der Stahl noch rotglühend ist.

Zustellung (Neuzustellung). Auskleidung des Hochofens mit Feuerfestmaterial. Nach einer "Ofenreise", die rund 15 Jahre dauert, muss eine Neuzustellung erfolgen.

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