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Vectron Systems AG Management Reports 2016

Jan 3, 2018

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Management Reports

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Vectron Systems AG

Münster

Jahresabschluss zum 31.12.2016

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Jahresabschluss 2016 - LAGEBERICHT

1. Geschäftsverlauf

1.1. Branchenentwicklung

Die Branche der Anbieter von Kassensystemen ist sehr heterogen. Die Branchenvielfalt und die unterschiedlichen Unternehmensgrößen bei den Anwendern spiegeln sich auf der Anbieterseite wider. In den letzten Jahren drängen verstärkt Anbieter auf den Markt, die Lösungen von iOS- und Android-Geräten anbieten. Diese Systeme haben bisher noch keinen großen Marktanteil gewinnen können.

Der Verdrängungs- und Preiswettbewerb setzte sich auch im Berichtsjahr 2016 fort. Da nur wenige Hersteller global auf unterschiedlichen Märkten agieren, sind die meisten Wettbewerber kleine sowie regional tätige Hersteller.

Mit über 190.000 installierten Systemen in mehr als 30 Ländern zählt die Vectron Systems AG zu den "Top 10" der europäischen Hersteller von Kassensystemen. Die Produkte werden über ein Netz von ca. 300 Fachhandelspartnern vertrieben. Vectron bietet vor allem Lösungen für die Gastronomie sowie für Bäckereien an. Das Endkundenspektrum reicht von der Ein-Kassen-Installation bis zum Kassen-Netzwerk mit über 1.000 Kassenplätzen.

Die Hardware wird in regelmäßigen Abständen, die Software laufend aktualisiert, um den Markt stets mit technologisch wegweisenden stationären und mobilen Kassensystemen bedienen zu können. Mit der Zweitmarke Duratec bedient Vectron seit Herbst 2013 im Kassenbereich auch das Einstiegssegment mit robusten, einfach zu handhabenden Kassensystemen. Mit der Marke bonVito hat Vectron ein eigenes Internet-basiertes, multifunktionales Kundenbindungsprogramm am Markt etabliert, das direkt in die Kassensysteme integriert werden kann und welches durch die Tochtergesellschaft bonVito GmbH vertrieben wird. Für alle Produkte bietet Vectron eine für die Abnehmer liquiditätsschonende Absatzvariante an.

Besondere Einflüsse gab es im Berichtszeitraum vor allem durch die Registrierkassenpflicht in Österreich sowie durch die Anforderungen der Finanzbehörden an Kassensysteme in Deutschland.

In Österreich gilt eine Registrierkassenpflicht zum Stichtag 1. Mai 2016. Des Weiteren müssen bis zum 1. April 2017 alle Kassen mit einer Sicherheitseinrichtung ausgestattet sein.

In Deutschland lief Ende 2016 eine Übergangsfrist aus dem BMF-Schreiben vom 26. November aus - bis dahin mussten endgültig alle Registrierkassen die Verkäufe im Detail elektronisch aufzeichnen und entsprechend nachgerüstet oder ausgetauscht werden.

Am 22. Dezember 2016 trat das "Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen" in Kraft. Es sieht keine Kassenpflicht, aber die verpflichtende Nutzung einer technischen Sicherheitseinrichtung ab dem 1. Januar 2020 vor. Vorher angeschaffte Geräte müssen, sofern dies technisch möglich ist, nachgerüstet oder spätestens bis Ende 2022 ersetzt werden.

1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Gesamtumsätze konnten gegenüber Vorjahr um rund 30 % auf T€ 33.717 (Vj: T€ 25.865) gesteigert werden. Die wesentlichen Einflussfaktoren waren in 2016 die Registrierkassenpflicht in Österreich sowie die Anforderungen der Finanzbehörden an Kassensysteme in Deutschland. Im Inland wurden 76,7 % erzielt, gegenüber 72,1 % im Vorjahr. Wenngleich in Österreich überdurchschnittliche Umsatzzuwächse aufgrund der Fiskalisierung verzeichnet werden konnten, tendierten die übrigen Auslandsmärkte recht uneinheitlich. Besonders hervorzuheben sind die politischen Geschehnisse in der Türkei und in Großbritannien. Dadurch fiel das Umsatzwachstum im Inland deutlich stärker aus als im Ausland.

Wie im Lagebericht 2015 ausgeführt, wurde für 2016 ein weiter wachsender Umsatzbeitrag der Marke Duratec erwartet. Zudem sollten weitere Teile der aktiven Vectron-Kundenbasis weiter auf bonVito umgestellt werden, da durch die von der Tochtergesellschaft bonVito GmbH angebotenen Internetdienstleistungen ein positiver Verbundeffekt auf den Hardwareverkauf der Vectron entsteht und Vectron darüber hinaus auch - über das Vectron-eigene internetbasierte Kundenbindungssystem bonVito - an den von der Tochtergesellschaft abgeschlossenen Verträgen verdient.

Im Zuge des weiteren Aufbaus der Marke Duratec konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 57 % gesteigert werden. Per Geschäftsjahresende wurde eine Umsatzgröße von T€ 1.007 erzielt (Vorjahr: T€ 640). Mit Duratec bedient Vectron im Kassenbereich nun auch das Einstiegssegment mit robusten, einfach zu handhabenden Kassensystemen.

Mit seinem Absatzförderungsmodell bietet Vectron seinen Endkunden eine attraktive Möglichkeit zur Refinanzierung ihrer Investitionen in neue Kassenmodelle. Das Absatzförderungsmodell wird über das bestehende Vertriebsnetz angeboten und nutzt die Kompetenz und die Marktkenntnisse der Vectron-Fachhandelspartner vor Ort. Das Finanzierungsangebot hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Anteil von ca. 10 % (Vj: 11 %) zum Gesamtumsatz beigetragen und ist damit absolut gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Das Geschäftsmodell von Vectron ist auf sehr kurze Lieferzeiten und entsprechend kurze Produktionsdurchlaufzeiten ausgerichtet, wodurch insbesondere die Vectron-Fachhandelspartner profitieren. Nennenswerte Auftragsbestände sind bei diesem Geschäftsmodell nicht zu verzeichnen.

1.3. Produktion und Beschaffung

Die Kassensysteme werden auf Basis einer sogenannten doppelten Plattformstrategie, d.h. jedes Produkt nutzt die gleiche Anwendungssoftware und kann in jeder Branche eingesetzt werden, entwickelt und produziert. Die Hardwareentwicklung verfolgt eine konsequente Gleichteilestrategie, so dass Materialbeschaffungen und Entwicklungszyklen effizient und flexibel gestaltet werden können.

Durch die Gleichteilestrategie lässt sich eine relativ große Modellvielfalt ohne Aufbau eines überproportionalen Vorratsvermögens generieren. Der Produktionsprozess besteht im Wesentlichen aus der Montage von Baugruppen und vorgefertigten Bauteilen. Die Lieferanten werden bereits in der Entwicklungsphase zur Sicherung hoher Qualitätsstandards mit einbezogen.

Bereits im Vorjahr wurden stark nachgefragte Baureihen von einer auftragsspezifischen Fertigung auf Lagerfertigung umgestellt. Die Lagerware wird bei Auftragseingang nur noch veredelt, so dass Reaktions- und Produktionszeiten nochmals verkürzt werden konnten. Gleichzeitig ermöglicht diese Umstellung eine optimale Produktionsauslastung bei schwankender Nachfrage. Weniger stark nachgefragte Produkte werden weiterhin auftragsspezifisch gefertigt.

Zur Sicherung der jederzeitigen Lieferfähigkeit und um schnelle Reaktionszeiten gewährleisten zu können, werden für alle wichtigen Bauteile vordefinierte Mindestmengen vorgehalten. Neue Produktlinien können daher, unabhängig vom Umsatz, vorübergehend zu einem höheren Vorratsvermögen führen. In Erwartung einer höheren Nachfrage wurden die Lagerbestände ab Jahresmitte gezielt erhöht. Dadurch war die Lieferfähigkeit durchgehend gegeben.

1.4. Investitionen

Die Sachinvestitionen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 416 (Vorjahr: T€ 421). Der Schwerpunkt lag wie im Vorjahr auf der Neuentwicklung von stationären und mobilen Kassensystemen sowie der Modernisierung und Erweiterung der IT-Infrastruktur bzw. Büroausstattung.

In die unmittelbare Neu- und Weiterentwicklung von Vectron-Produkten sind 34 % der Belegschaft eingebunden. Ein nicht unerheblicher Anteil des Personalaufwandes ist daher den Entwicklungsleistungen direkt zuzurechnen. Auf eine Aktivierung von Eigenleistungen wurde und wird in diesem Zusammenhang verzichtet.

Ende Dezember 2016 hat sich die Vectron Systems AG mit 75% an der Gründung des Kassensoftwarestartups Posmatic GmbH mit Sitz in Münster beteiligt und stellt zusätzliches Kapital für den Erwerb eines Geschäftsbetriebs und für Entwicklungsmaßnahmen und Vertriebsförderung zur Verfügung. Die Posmatic GmbH ist Hersteller einer Kassensoftware, die auf Hardware der Firma Apple, wie z.B. iPads, iPods oder iPhones läuft. Die Endkunden kaufen sich diese Hardware in der Regel selbst und zahlen monatliche Nutzungsgebühren für die Software. Dieses Vertriebsmodell ist besonders bei kleineren Betrieben beliebt, die oftmals klassische Kassensysteme nicht finanzieren können. Um diesen Markt ebenfalls abdecken zu können wird Posmatic nun neben Vectron und Duratec als weitere Kassenmarke des Vectronkonzerns im Markt platziert.

1.5. Finanzierung

Der Finanzmttelfond beläuft sich zum Jahresende auf T€ 11.660 (Vj: T€ 9.458) und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.202 erhöht.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung wurde trotz der damit einhergehenden Zunahme der Vorräte und Forderungen ein positiver operativer Cashflow i.H.v. T€ 781 generiert.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich deutlich durch die Rückzahlung des nachrangigen Genussrechtskapitals I sowie Kredittilgungen an die Darlehensgeber.

Das nachrangige Genussrechtskapital II mit einem Volumen von T€ 1.500 hat eine Laufzeit bis 15.02.2019.

Die Gesellschaft hat am 20. April 2016 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital erfolgreich abschließen können. Durch die Platzierung der 149.999 neuen Aktien bei institutionellen Investoren im In- und Ausland flossen der Gesellschaft brutto T€ 5.925 zu. Der Platzierungspreis betrug € 39,50 je Aktie. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre war ausgeschlossen. Das Grundkapital erhöhte sich durch die Kapitalerhöhung nach Eintragung der Durchführung im Handelsregister auf € 1.649.999. Der Mittelzufluss dient der Eigenkapitalstärkung sowie dem weiteren organischem Wachstum.

Durch die ausgeprägte Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft lassen sich die aktuellen und geplanten Entwicklungsprojekte aus den vorhandenen liquiden Mitteln bestreiten. Die Finanzierung ist insgesamt auf langfristige Stabilität ausgerichtet.

Nicht in der Bilanz enthaltene wesentliche Verpflichtungen bestehen in Form eines Mietvertrages für die Immobilie am Unternehmensstandort sowie für die Refinanzierung des erfolgreichen Absatzförderungsmodells. Darüber hinaus bestehende Leasingverträge (Fuhrpark, Werkzeuge, Messebau etc.) spielen nur eine untergeordnete Rolle. Für die bonVito GmbH wurden zur Unterstützung in der Startphase Bürgschaftsverpflichtungen eingegangen. Die Gesamtsumme der sonstigen Verpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 7.499 (Vj: T€ 7.461). Die Gesamtheit der Verpflichtungen hat eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen.

1.6. Personalbereich

Die Belegschaft umfasste am Jahresende 167 Mitarbeiter (Vj: 126 Mitarbeiter). Darüber hinaus werden noch 12 Auszubildende beschäftigt.

Zur Mitarbeitermotivation setzt Vectron bei allen Mitarbeitern auf ein vom Jahresergebnis abhängiges, variables, mehrstufiges Vergütungsmodell. Bei guter Ertragslage partizipieren alle Mitarbeiter deutlich von den variablen Gehaltsbestandteilen, die bei rückläufigen Erträgen entsprechend geringer ausfallen. Durch dieses Modell entsteht ein innerhalb der Belegschaft akzeptierter Interessenausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Für Führungskräfte wurde zusätzlich ein Aktienoptionsprogramm (bedingtes Kapital, vgl. Angaben im Anhang) aufgelegt.

1.7. Vergütungssystem der Organe

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft erhalten neben einer festen Vergütung auch eine ergebnisabhängige Komponente in Höhe von einem Prozent des operativen Ergebnisses (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Zudem steht jedem Vorstandsmitglied ein Firmenfahrzeug zur Verfügung. Optionsrechte für den Erwerb von eigenen Aktien werden nicht gewährt.

Der Aufsichtsrat erhält eine jährliche Fixvergütung. Variable Komponenten sind nicht vorgesehen.

Hinsichtlich der Angabe der individualisierten Vergütungen wird auf den Anhang verwiesen.

1.8. Sonstige wichtige Vorgänge

Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.

2. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne. Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung.

Unter den Finanzanlagen wird die 2012 gegründete 100%ige Tochtergesellschaft bonVito GmbH ausgewiesen. Die Gesellschaft erbringt Internetdienstleistungen in Verbindung mit POS-Systemen. In der Startphase der Gesellschaft sind allgemein übliche sowie geschäftsmodellspezifische Anlaufverluste entstanden. Aufgrund der positiven Zukunftsprognose werden die Anteile an der Gesellschaft zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Das Vorratsvolumen verzeichnet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um circa 25 %. Für stark nachgefragte Produktmodelle wurde bereits im Jahr 2014 von Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt, so dass der Anteil der Fertigerzeugnisse am Gesamtvolumen angewachsen ist. An dieser Vorgehensweise wird nach wie vor festgehalten. Grundsätzlich wird der jederzeitigen Lieferfähigkeit eine hohe Priorität eingeräumt, so dass auch zwischenzeitliche Ausweitungen des Vorratsvermögens bewusst in Kauf genommen werden. Aufgrund des Geschäftsmodells mit sehr kurzen Bestellvorlaufzeiten seitens der Vectron-Kunden würden sich ansonsten Lieferengpässe unmittelbar negativ auf den Umsatz auswirken.

Der Forderungsbestand setzt sich aus einer Vielzahl von kleineren Einzelforderungen unterschiedlicher Kunden zusammen. Die durchschnittliche Forderungsreichweite schwankt im Jahresverlauf zwischen 44 und 66 Tagen. Längere Zahlungsziele werden nur in Ausnahmefällen vergeben. Die tatsächlichen Zahlungsausfälle sind sehr gering. Potenziellen Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.649.999 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamteigenkapital beläuft sich am Abschlussstichtag auf T€ 14.871 (Vj: T€ 7.724). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (inkl. Genussrechtskapital II) beträgt 66,7 %.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von T€ 6.078 (Vj: T€ 7.116) können jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedient werden. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einem vorübergehend rückläufigen Cashflow ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderungen des Finanzmittelfonds finden sich in einer separaten Kapitalflussrechnung (vgl. Anlage 6). Bezüglich der Höhe der außerbilanziellen Verpflichtungen wird auf Tz. 1.5. verwiesen.

3. ERTRAGSLAGE

Wie schon unter Textziffer 1.1 ausgeführt, zwingen neue regulatorische Vorgaben die Anwender von Kassensystemen Ihre Kassen nachzurüsten bzw. zu ersetzen. Vorgaben wie die Kassenpflicht in Österreich einerseits oder die Speicherung von Verkaufsdaten im Detail in Deutschland andererseits, haben im Berichtsjahr einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. Nach einem starken dritten Quartal hat sich der positive Trend im vierten Quartal weiter fortgesetzt, was mit einem Umsatz in Höhe von T€ 33.717 zum höchsten Umsatz der Firmengeschichte geführt hat und einer Steigerung von 30 % im Vergleich zum bereits umsatzstarken Vorjahr entspricht. Das EBITDA wuchs im Geschäftsjahr 2016 um 37 % auf T€ 3.610, was einer EBITDA-Marge von rund 11 % entspricht, während das EBIT T€ 3.082 beträgt und damit ca. 49 % mehr als noch im Jahr zuvor. Gleichzeitig konnte der Jahresüberschuss auf T€ 1.965 gesteigert werden, was einer absoluten Steigerung von T€ 782 gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Steigerung konnte erreicht werden, obwohl weiter Personal aufgebaut wurde, vor allem um die nächste Ausbaustufe des Online-Marketing-Tools für die Marke bonVito voranzutreiben. Dieses bisher vorwiegend als Marketing-Instrument für Bäckereien und Gastronomie genutzte System soll zu einer Endkundenplattform ausgebaut werden, die Bestell-, Coupon- und Reservierungsdienste im Gastronomie-Bereich vereint. Es wird somit weit über die bisherigen im Markt anzutreffenden Angebote hinausgehen und das zu deutlich geringeren Kosten für die angeschlossenen Gastronomiebetriebe.

Auch in 2016 sind in einigen Vertriebsgebieten durch gesetzgeberische Maßnahmen Marktverzerrungen entstanden, die einerseits einen erhöhten Entwicklungsaufwand mit sich bringen oder andererseits durch politische Geschehnisse beeinflusst worden sind. Das Inlandsgeschäft hat eine deutliche Umsatzsteigerung in Höhe von 39 % und das EU-Ausland in Höhe von 12 % zu verzeichnen.

Gegenüber der unbereinigten GuV-Rohertragsquote von 54,4 % (Vj: 54,9 %) ergibt sich -unter Eliminierung des Einflusses des Absatzförderungsmodells sowie von nicht produktbezogenen Umsätzen mit verbundenen Unternehmen und in Fortführung der bisherigen unternehmensinternen Steuerungsmaßnahmen - eine bereinigte Rohertragsquote von 57,7 % (Vj: 59,0 %). Auf die Ausführungen im Anhang zu den Rohertragsquoten wird verwiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen im Wesentlichen auf Währungskurserträge, verrechnete Sachbezüge, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie sonstige Erträge.

Die Personalkosten sind aufgrund von Personalzuwächsen und höheren variablen Gehaltsbestandteilen um rund 22 % gestiegen.

Die wesentlichen Anteile der sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. T€ 6.565 entfallen mit 51 % auf die Vertriebskosten und mit 27% auf die Betriebskosten.

Die Zinsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen infolge der Kreditaufnahme aus dem Jahr 2015 die darauf entfallenden Zinsen sowie die Zinsen für das Genussrechtkapital II. Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsstruktur unterliegt die Gesellschaft nur geringen Zinsänderungsrisiken.

Der Fremdwährungsanteil des Wareneinkaufs lag in 2016 bei circa 43 % des Materialeinsatzes. Um das sich daraus ergebende Wechselkursrisiko zu begrenzen, werden ggfs. je nach Marktlage derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Ungünstige Wechselkursänderungen können einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben. Übrige Aufwendungen der Gesellschaft werden nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Gleiches gilt auch für den Absatz, da auch in Fremdwährungsgebieten überwiegend in der Währung Euro fakturiert wird. Inflatorische Tendenzen sind aktuell nicht erkennbar.

4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Gemeinsam mit Coca-Cola investiert Vectron in die neue Generation der GetHappy App. Dazu haben beide Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ziel ist es, gemeinsam die führende Online-Marketing-Plattform für den Außer-Haus-Markt aufzubauen. Zu diesem Zweck wird die seit 2015 bestehende GetHappy App mit den Stärken der bonVito-Technologie von Vectron verbunden. Gastronomen können zukünftig ohne Medienbruch Online-Bestellungen oder -Reservierungen aus der GetHappy App in den Vectron-Kassensystemen verarbeiten oder ecoupons vollautomatisch scannen und einlösen. Mittels dieser Partnerschaft lassen sich Synergien nutzen, um Gastronomen ein deutlich besseres Marketingportal für weiteres Wachstum zu bieten, als auch die digitale Transformation bei diesen voranzutreiben.

5. Risikoberichterstattung

Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System eingeführt und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.

5.1 Geschäftsrisiken

Durch den anhaltenden Preisdruck könnten sich Investitionsentscheidungen speziell bei einer schwachen Konjunktur vermehrt am Verkaufspreis und nicht an der angebotenen Leistung orientieren. Denkbar wäre dann ein Verfall der Margen, der nicht anderweitig kompensierbar wäre. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen hat sich Vectron bislang erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche abgekoppelt. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.

Verschiedene technische Entwicklungen führen zu einer Verringerung der Markteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Produkte und Geschäftsmodelle. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur laufenden Überprüfung und Anpassung der Unternehmensstrategie hat daher eine große Bedeutung. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend an aktuelle Erkenntnisse angepasst.

Die POS-Branche unterliegt immer stärker den Anforderungen der Finanzbehörden. Außer der in vielen Ländern seit langem üblichen Fiskalspeicher-Pflicht gibt es zunehmend strengere Anforderungen an die Erfassung und Speicherung von Umsatzdaten in den Kassensystemen. Diese stellen mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen dar. Entsprechende politische Entscheidungen sind selten international abgestimmt, so dass Wettbewerbsverzerrungen entstehen können. Verzögerungen bei der Einführung von gesetzlichen Auflagen können zum Verschieben von Investitionsentscheidungen und damit zur Verschiebung von Umsätzen in die Zukunft führen. Es erfolgt daher eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben und -entwürfe, die die POS-Branche direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.

Konjunkturelle Schwankungen wirken sich auf die Investitionsbereitschaft für POS-Systeme aus. Plötzlich und unerwartet auftretende wirtschaftliche Schwächephasen könnten den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen hat sich für Vectron als ein sinnvoller Lösungsweg zur bestmöglichen Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen etabliert, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind. Außerdem trägt das Auslandsgeschäft zu einer Streuung des Risikos bei.

Als Technologieunternehmen könnte Vectron Ziel von Industriespionage werden. Aufgrund der speziellen Marktgegebenheiten und des zur Nutzung der Technologie nötigen Know-Hows wird das konkrete Risiko als relativ gering angesehen. Trotzdem hat Vectron umfassende Schutzmaßnahmen ergriffen, z.B. Absicherung der IT-Systeme, interne Zugriffbeschränkungen und Geheimhaltungsvereinbarungen.

5.2 Prozess- und Wertschöpfungsrisiken

Wachstum und Anpassungsprozesse des Unternehmens können dazu führen, dass die interne Prozesskomplexität schneller ansteigt als die positiven Auswirkungen des Kapazitätsaufbaus bzw. der Veränderungen. Ungenügende interne Prozesse können die Effizienz des Unternehmens damit vorübergehend schmälern. Bei entsprechenden Veränderungen wird daher besonderer Wert auf ein geeignetes Projektmanagement und die Einbeziehung der Mitarbeiter geachtet. Neue Prozesse werden schriftlich fixiert und überwacht.

5.3 Finanzrisiken

Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bliebe. Darüber hinaus wurde eine Kapitalerhöhung im April des Berichtsjahres vorgenommen, um die Kapitalbasis auch weiterhin zu stärken. Wir verweisen hierzu zu den Ausführungen unter Textziffer 1.8.

Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden. Die Forderungen verteilen sich auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden Teilzahlungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko begrenzt bleibt. Der größte Fachhändler von Vectron hat in 2016 rund 5 % des Gesamtumsatzes ausgemacht.

Da die Gesellschaft einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährungen tätigt, können infolge ungünstiger Währungsschwankungen Belastungen für das Ergebnis auftreten. Fremdwährungspositionen werden je nach Marktsituation mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Aufgrund der teilweise hohen Volatilitäten stehen diese Absicherungsinstrumente jedoch nicht immer zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung. Eine Absicherung gegen langfristige Wechselkursveränderungen ist generell nur sehr begrenzt möglich.

Eine längerfristige Betriebsunterbrechung z.B. durch einen Brand könnte erhebliche finanzielle Folgen haben. Dieses Risiko ist durch eine Betriebsunterbrechungsversicherung abgefangen.

5.4 IT-Risiken

Der IT-Infrastruktur kommt bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse eine sehr große und immer noch weiter wachsende Bedeutung zu. Durch die Vernetzung interner Systeme mit Geschäftspartnern und das Anbieten von Internetservicedienstleistungen steigt die Bedrohung durch Hacker-, Spam- und Viren-Angriffe sowie allgemeinen Systemausfällen. Vectron legt daher Wert auf umfangreiche Sicherungsmaßnahmen, Backup-Lösungen sowie regelmäßige Updates der IT-Systeme. Dem Datenschutz wird u. a. durch ein entsprechendes Rechtekonzept Rechnung getragen.

5.5 Einkaufs- und Kooperationsrisiken

Bei elektronischen Bauteilen lassen sich Preisvorteile i. d. R. durch die Abnahme größerer Stückzahlen erzielen. Größere Abnahmemengen haben jedoch den Nachteil der vermehrten Kapitalbindung sowie einer verringerten Flexibilität bei Produktrevisionen. Vectron schließt daher Rahmenverträge mit Maximallaufzeiten bis zu einem Jahr ab, so dass sowohl Flexibilität als auch Preisvorteile erhalten bleiben. Preisanpassungen lassen sich so rechtzeitig antizipieren.

Bei Vectron-spezifischen oder Single-Source-Bauteilen kann der Ausfall eines Vorlieferanten zu Lieferverzögerungen führen. Der größte Einzellieferant hat im Jahr 2016 einen Anteil von 18,2 % des gesamten Beschaffungsvolumens beigesteuert. Zur Vermeidung von Engpässen werden für alle spezifischen Bauteile Mindestmengen und, wenn technisch und wirtschaftlich möglich, Ersatzlieferanten vorgehalten, um für ausreichend Vorlaufzeit für eine Reaktion auf Ausfälle zu sorgen.

5.6 Personalrisiken

Die Gewinnung von qualifiziertem Personal ist zeitaufwendig und auch kostenintensiv. Insbesondere mittelständische Unternehmen stehen in einem starken Wettbewerb mit namhaften Großunternehmen um die besten Fachkräfte. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf das Betriebsklima sowie auf sonstige nicht monetäre Zusatzleistungen. Ein finanzieller Anreiz entsteht für alle Mitarbeiter durch das variable Vergütungsmodell. Auf diese Weise ist es bislang gelungen, qualifiziertes Personal einzustellen und dieses auch langfristig zu halten.

5.7 Produktrisiken

Die Modellpalette unterliegt fortlaufenden Anpassungen, Veränderungen sowie Erweiterungen. Die damit einhergehende Entwicklungs- und Produktkomplexität kann zu Produktfehlern führen, die die Ergebnissituation des Unternehmens erheblich beeinflussen. Mit der Erweiterung des Entwicklungsteams gehen daher stets auch Anpassungen der Organisationsstrukturen einher. Durch verbesserte Planungsprozesse wird der gestiegenen Komplexität begegnet. Darüber hinaus trägt auch eine Produkthaftpflichtversicherung zu einer Risikobegrenzung bei.

6. Prognosebericht

6.1 Zukünftige Branchenentwicklung

Die Wettbewerbsintensität wird auch zukünftig unverändert stark zu spüren bleiben. Es ist zu erwarten, dass die grundsätzliche Marktstruktur sich nicht verändert, d.h. die Branche wird von vielen kleinen und regionalen Marktteilnehmern dominiert. Der Trend, dass sich ein Teil der global agierenden Unternehmen weiter aus dem Markt zurückzieht dürfte sich fortsetzen. Somit wird sich die Struktur der vielen kleinen Wettbewerber weiter verfestigen. Insbesondere aufgrund der komplexen, in allen Ländern unterschiedlichen Auflagen der Finanzbehörden und der spezifischen regionalen Anforderungen der Endkunden lassen sich für viele Anbieter Skaleneffekte nur bedingt realisieren.

Am 22. Dezember 2016 trat im Hauptmarkt Deutschland das "Gesetz zum Schutz von Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen" in Kraft. Alle neuen Kassensysteme und ein großer Teil der schon installierten Geräte müssen ab dem 1. Januar 2020 über eine zertifizierte Sicherheitseinrichtung verfügen. Dieses Gesetz wird einen positiven Effekt auf die Nachfrage haben. Wann und in welcher Höhe der Effekt eintritt, wird von der genauen Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben durch die Finanzverwaltung und weitere involvierte Behörden abhängen.

Die Nutzung von mobiler Consumer-Hardware, insbesondere Tablet-Computern, als Basis für Kassensysteme kann weiter zunehmen.

Die Anbindung von Kassensystemen an das Internet mit entsprechenden neuen Produkten und Geschäftsmodellen wird weiter zum Wandel der Branche beitragen. Diese Veränderungen werden sich zwar beständig, aber dennoch nicht in der Intensität und Geschwindigkeit der Konsumgüterbranche vollziehen. Die Innovationsfähigkeit der Marktteilnehmer wird zukünftig noch mehr den Erfolg im Wettbewerb bestimmen.

Die Vertriebsstrukturen - im Marktsegment von Vectron ist das der Vertrieb über den Fachhandel - werden voraussichtlich auf längere Sicht sehr stabil bleiben. Im Bereich der kleinen und mittleren Endkunden ist keine starke Tendenz zum Direktvertrieb erkennbar.

6.2 Zukünftige Produktentwicklung

Ein wesentlicher Schwerpunkt bei Vectron ist nach wie vor die kontinuierliche Weiterentwicklung der verschiedenen Softwareprodukte. Das Angebot von Apps für iOS- und Android wird weiter ausgebaut. Damit können Smartphones zur Bestelleingabe, für das Reporting sowie zur Kundenbindung genutzt werden. Für die Kassensysteme der Marke Duratec erfolgen ebenfalls kontinuierliche Verbesserungen und Anpassungen für weitere Ländermärkte.

Die Hardware für die stationären und mobilen Kassensysteme wird gezielt durch weitere Produkte ergänzt werden, um weitere Nischen (z.B. Metzgereien) im Markt zu besetzen.

Die Backoffice-Funktionen für Reporting, Datenanalyse und Warenwirtschaft werden deutlich ausgebaut - teilweise mit eigenen Produkten, teilweise durch Kooperationen.

Das Vectron-eigene internetbasierte Kundenbindungssystem bonVito, welches durch die Tochtergesellschaft bonVito GmbH vertrieben wird, unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Das betrifft zum einen Reporting- und Administrationsfunktionen und zum anderen den Aufbau eines bonVito-Endkundenportals. Durch die Endkundenplattform sollen die Bestell-, Coupon- und Reservierungsdienste im Gastronomie-Bereich vereint werden, um damit ein umfassendes Online-Marketing-Tool anbieten zu können

6.3 Zukünftige Geschäftsentwicklung

Im Kerngeschäft wird Vectron durch kontinuierliche Investitionen die Produktpalette modernisieren und neue Innovationen hinzufügen. Hier soll die gute Marktposition verteidigt und ausgebaut werden. Weiterhin sollen neue Zielmärkte und Kundensegmente erschlossen werden. Insgesamt halten wir ein weiteres Wachstum in 2017 für sehr wahrscheinlich. Im November 2016 hat die Gesellschaft 75 % des Kassensoftware-Startups Posmatic GmbH erworben und diesem zusätzliches Wachstumskapital zugesagt. Die Posmatic-Software, die auf Hardware von Apple, also iPads, iPods oder iPhones läuft, wird nicht einmalig lizensiert, sondern mit einem SaaS-Modell (software as a service -Model) mit monatlichen oder jährlichen Nutzungsgebühren vermarktet.

Im Geschäftsjahr 2016 hat sich durch die Steigerung des Umsatzes der Marke Duratec gezeigt, dass Produkte und Geschäftsmodell funktionieren. Seit der Einführung der Marke Duratec hat sich der Umsatz fast vervierfacht. Dazu beigetragen hat unter anderem der Aufbau eines eigenen Vertriebskanals. Für das kommende Wirtschaftsjahr 2017 erwarten wir einen weiter wachsenden Umsatzbeitrag der Marke Duratec. Gefördert wird das durch den Rückzug einzelner Mitbewerber aus dem Markt.

Es hat sich gezeigt, dass durch die von der Tochtergesellschaft bonVito GmbH angebotenen Internetdienstleistungen ein positiver Verbundeffekt auf den Hardwareverkauf der Vectron entsteht und Vectron darüber hinaus auch - über das Vectron-eigene internetbasierte Kundenbindungssystem bonVito - an den von der Tochtergesellschaft abgeschlossenen Verträgen verdient.

bonVito in seiner heutigen Form als individuelle Kundenbindungslösung für einzelne Betriebe hat sich im Markt fest etabliert und wächst kontinuierlich. Der bestehende Kundenstamm ist sehr stabil und die Kündigungsquoten sind äußerst gering. Zudem ist damit begonnen worden das eigene internetbasierte Kundenbindungssystem bonVito in eine Gastronomie-Endkundenplattform auszubauen. Vectron ist zuversichtlich, mittelfristig mit einem überlegenen Produkt, welches alle relevanten Funktionen in einem Paket, günstige Preise und einen direkte Integration in die Kassensysteme bietet, eine gute Chance zu haben, diese Plattform erfolgreich zu etablieren sowie Mehrwerte für Kunden und Unternehmen schaffen zu können. Damit ergeben sich weitere Geschäftschancen aufbauend auf der bonVito-Produkt-Idee.

Münster, den 23.02./30.03.2017

Vectron Systems AG

Der Vorstand

Jens Reckendorf

Thomas Stümmler

Jahresabschluss 2016 - BILANZ ZUM 31.12.2016

Aktiva

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31.12.2016 nach BilRUG 31.12.2015
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A Anlagevermögen
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 325.534 431.223
2. Geleistete Anzahlungen 105.791 431.325 38.117
II Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 349.581 533.176
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 356.669 706.250 247.623
III Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 919.500 2.057.076 900.000
B Umlaufvermögen
I Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.534.317 3.100.830
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.229.030 4.763.347 708.414
II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.898.606 3.409.512
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 684.329 255.279
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € 584.329
3. Sonstige Vermögensgegenstände 279.035 5.861.970 118.427
III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.660.147 22.285.465 9.457.664
C Rechnungsabgrenzungsposten 91.909 64.613
D Aktive latente Steuern 122.371 131.947
24.556.820 19.396.825
Passiva
31.12.2016 nach BilRUG 31.12.2015
A Eigenkapital
I Gezeichnetes Kapital 1.649.999 1.500.000
- bedingtes Kapital: € 45.000
II Kapitalrücklage 10.274.962 4.500.000
III Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 40.000 40.000
IV Bilanzgewinn 2.907.004 14.871.964 1.684.701
- davon Gewinnvortrag: € 942.201 (Vj: € 501.612)
B Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.139.933 473.500
2. Sonstige Rückstellungen 2.060.277 3.200.210 1.480.349
C Verbindlichkeiten
1. Genussrechtskapital II 1.500.000 1.500.000
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:€ 1.500.000
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: € 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.947.350 3.789.470
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 842.120
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 2.104.820
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: € 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.454.953 1.492.559
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.454.258
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 694
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: € 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 582.343 2.935.047
- davon aus Steuern: € 474.525 (Vj: € 293.224)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0 (Vj: € 0)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 582.343
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: € 0 6.484.646
D Rechnungsabgrenzungsposten 0 1.200
24.556.820 19.396.825

Jahresabschluss 2016 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Gewinn- und Verlustrechnung 01 .01 .-31 .12 .2016

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Geschäftsjahr 2016 nach BilRuG Geschäftsjahr 2015
--- --- --- --- --- --- ---
1 Umsatzerlöse 33.717.388 25.865.846
2 Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 29.047 74.260
3 Sonstige betriebliche Erträge, davon aus Währungsumrechnung € 32.725,51 441.420 34.187.856 1.061.028 27.001.135
4 Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.414.925 -9.144.781
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.972.682 -15.387.607 -2.546.445 -11.691.226
5 Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.224.555 -5.982.585
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für Altersvorsorge: € 73.980 (Vj: € 73.537) -1.396.895 -8.621.450 -1.076.918 -7.059.504
6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -527.912 -577.575
7 Sonstige betriebliche Aufwendungen, davon aus Währungsumrechnung: € 11.822 -6.565.270 -31.102.239 -5.606.574 -24.934.878
8 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus Abzinsung von Rückstellungen: € 0 davon aus verbundenen Unternehmen: € 28.443 76.203 53.003
9 Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: € 0 davon an verbundenen Unternehmen: € 0 davon an Vergütung für Genussrechtskapital: € 118.260 -196.756 -283.254
10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, davon latente Steuern: Aufwand € 9.576 (Vj: Ertrag € 7.514) -997.520 -1.118.072 -651.246 -881.497
11 Ergebnis nach Steuern 1.967.544 1.184.760
12 Sonstige Steuern -2.742 -1.672
13 Jahresüberschuss 1.964.803 1.183.088
14 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 942.201 501.612
15 Bilanzgewinn 2.907.004 1.684.700

Jahresabschluss 2016 - KAPITALFLUSSRECHNUNG

Kapitalflussrechnung 01.01.-31.12. 2016

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2016

2015

Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern 2.962.323 1.834.334
- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 527.912 577.575
+/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 579.928 644.323
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -85.943 -276.000
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 109 -1.072
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.050.576 -1.735.972
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 92.490 715.022
- Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
- Gezahlte Ertragssteuern -245.144 -246.731
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 781.099 1.511.478
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 20.586
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen -434.958 -420.791
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 0
\= Cashflow aus Investitionstätigkeit -434.958 -400.205
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 5.924.961 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 0 4.000.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -842.120 -210.530
- Auszahlung für die Rückführung von Darlehen -2.484.000 -103.528
- Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) -742.500 -450.000
\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.856.341 3.235.942
\= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.202.482 4.347.215
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.457.664 5.110.449
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.660.147 9.457.664

Jahresabschluss 2016 - ANHANG

1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und dem Vertrieb von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikationssoftware zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktions- als auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.

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Firma: Vectron Systems AG
Sitz: Willy-Brandt-Weg 41, 48155 Münster
Registergericht: Amtsgericht Münster
Handelsregister-Nr.: B 10502
Vertretungsberechtigter Vorstand: Jens Reckendorf, Thomas Stümmler

2. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt. Die erstmalige Anwendung der neuen Bilanzierungsregeln durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz, kurz BilRUG, ist im HGBEG geregelt und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen. Die Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2016 erstmalig die vorgenannten Bilanzierungsregeln angewandt.

Infolge der Anwendung des BilRUG für 2016 wurde zur Vergleichbarkeit auch der Vorjahresausweis (2015) angepasst. Daher werden nachfolgend die Auswirkungen der Vorjahresausweisanpassung, die sich nur in der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben haben, dargestellt:

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2015 nach BilRUG

Unterschied 2015 vor BilRUG

Umsatzerlöse 25.865.846 -654.683 25.211.163
Sonstige betriebliche Erträge 1.061.028 611.103 1.672.131
Materialaufwand
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.546.445 1.143.771 -1.402.674
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.982.585 43.580 -5.939.005
Sonstige betriebliche Aufwendungen, -5.606.574 -1.143.771 -6.750.345
Zinsen und ähnliche Aufwendungen, -283.254 241.223 -42.031
Vergütung für Genussrechtskapital n/a -241.223 -241.223

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard (ab 1.3.2017 im Folge-KMU-Segment "Scale") der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.

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Kategorie Jahre
EDV-Programme / Sonstige Rechte 3-10
POS-Software / Konstruktionspläne 5-6
Sachanlagevermögen 3-13

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d.h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.

Für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden werden latente Steuern bilanziert.

Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit vorhanden - abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. ERLÄUTERUNGEN AKTIVA

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Hardware Konstruktionspläne für Kassenmodelle. Die Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.

Die Gesamtentwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich (Anlage 4).

Die Vectron Systems AG ist mit 100 % an dem in 2012 gegründeten Tochterunternehmen bonVito GmbH (Münster) beteiligt. Das Eigenkapital der bonVito GmbH beträgt per 31.12.16 € 164.345. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresfehlbetrag von € 117.551 abgeschlossen. Der Beteiligungsbuchwert ist aufgrund der zu erwartenden positiven Entwicklung des Tochterunternehmens mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Eine Konzernabschlusspflicht nach § 293 HGB besteht nicht.

Ende Dezember 2016 hat sich die Vectron Systems AG mit 75% an der Gründung des Kassensoftwarestartups Posmatic GmbH mit Sitz in Münster beteiligt und stellt zusätzliches Kapital für den Erwerb eines Geschäftsbetriebs und für Entwicklungsmaßnahmen und Vertriebsförderung zur Verfügung. Die Handelsregistereintragung erfolgte am 23.01.2017. Die Posmatic GmbH ist Hersteller einer Kassensoftware, die auf Hardware der Firma Apple, wie z.B. iPads, iPods oder iPhones läuft. Die Endkunden kaufen sich diese Hardware in der Regel selbst und zahlen monatliche Nutzungsgebühren für die Software. Dieses Vertriebsmodell ist besonders bei kleineren Betrieben beliebt, die oftmals klassische Kassensysteme nicht finanzieren können. Um diesen Markt ebenfalls abdecken zu können wird Posmatic nun neben Vectron und Duratec als weitere Kassenmarke des Vectronkonzerns im Markt platziert.

Unrealisierte Beteiligungserträge aus o.g. Anteilen, für die eine ausschüttungsgesperrte Rücklage nach § 272 V HGB zu bilden wäre, haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren spielen aufgrund von Streckengeschäften nur eine untergeordnete Rolle. Vor dem Hintergrund des andauernden Fiskalbooms und dem damit einhergehenden Anspruch an einer hohen Lieferfähigkeit, wurde die in 2014 erstmalig vorgenommene Umstellung einiger Produktlinien von Auftragsfertigung auf Lagerfertigung im Berichtsjahr fortgeführt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich zum Stichtag auf € 11.660.147. Die aus einem im Juni 2015 aufgenommenen Fördermittelkredit resultierenden liquiden Mittel zum Bilanzstichtag i.H.v. € 3.994.416 sind bis zur bestimmungsgemäßen Verwendung an die WGZ-Bank verzinslich angelegt und (voll) verpfändet.

Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9%.

Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 122.371 aufweisen.

4. ERLÄUTERUNGEN PASSIVA

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Entwicklung Eigenkapital [€] Gezeichnetes Kapital*** Kapitalrücklage Gewinnrücklagen**: Gesetzliche Rücklage Genussrechtskapital I Bilanzgewinn* Summe
Eigenkapital zum 01.01.2015 1.500.000 4.500.000 40.000 2.760.000 951.612 9.751.612
Dividendenauszahlung -450.000 - 450.000
Wertanpasssung -276.000 -276.000
Umgliederung in sonstige Verbindlichkeiten -2.484.000 -2.484.000
Jahresüberschuss 1.183.089 1.183.089
Eigenkapital zum 31.12.2015 1.500.000 4.500.000 40.000 0 1.684.701 7.724.701
Dividendenauszahlung - 742.500 -742.500
Kapitalerhöhung 149.999 5.774.962 5.924.961
Jahresüberschuss 1.964.802 1.964.802
Eigenkapital zum 31.12.2016 1.649.999 10.274.962 40.000 0 2.907.003 14.871.964

* Im Bilanzgewinn von € 2.907.003 (Vj: € 1.684.701) ist ein Gewinnvortrag von € 942.201 (Vj: € 501.612) enthalten.

** Mangels Wertaufholungen bei Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens keine Gewinnrücklageneinstellung.

*** im Geschäftsjahr gezeichnete Aktien aus genehmigtem Kapital: 149.999 im Geschäftsjahr gezeichnete Aktien aus bedingtem Kapital: 0

Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 06.06.2018 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2013).

Im Geschäftsjahr 2016 wurde das genehmigte Kapital (2013) in Höhe von € 149.999 teilweise zur betragsentsprechenden Kapitalerhöhung ausgenutzt, so daß das genehmigte Kapital (2013) zum Bilanzstichtag noch € 600.001 beträgt

Darüber hinaus ist das Grundkapital - im Rahmen des bedingten Kapitals (2011) - um bis zu € 45.000 bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 45.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung (Ermächtigungsbeschluss bis 31.05.2016) dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte der Gesellschaft.

Zum Stichtag waren 27.500 Bezugsrechte mit einem Volumen von € 27.500 ausgegeben. Es wurden bislang keine Bezugsrechte eingelöst. Zum Bilanzstichtag lagen die Bezugsrechte, die nicht aufwandswirksam behandelt werden, mit € 1.411.230 im Geld.

Weiterhin ist das Grundkapital - im Rahmen des bedingten Kapitals (2016) - zusätzlich um bis zu € 45.000 bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 45.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung (Ermächtigungsbeschluss bis 30.06.2021) dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte der Gesellschaft. Zum Stichtag waren keine Bezugsrechte ausgegeben.

Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 12.06.2020 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.

Folgende von der Alto Invest SA, Frankreich, gemanagte Fonds halten gemäß Mitteilung vom 04.06.2014 summarisch 85.000 Aktien und ebenso viele Stimmrechte (5,67 %):

ALTO INNOVATION 2012: 21.190 Aktien und Stimmrechte (1,41 %)
FORTUNE EUROPE 2013: 28.750 Aktien und Stimmrechte (1,92 %)
FCPI EUROPE LEADERS: 35.060 Aktien und Stimmrechte (2,34 %)

Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:

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Bezeichnung [€]
Urlaub / Überstunden 161.000
Ausstehende Eingangsrechnungen 709.379
Variable Vergütungsbestandteile 880.017
Übrige Rückstellungen 309.881
2.060.277

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 07.06.2013 kann Genussrechtskapital in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben werden. Die Genussrechte begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates von diesem Recht Gebrauch gemacht und Genussrechte in Höhe von € 1.500.000 begeben (Genussrechtskapital II). Das nachrangige Genussrechtskapital II hat eine Restlaufzeit bis zum 15.02.2019.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einem im Juni 2015 aufgenommenen unbesicherten Fördermittelkredit. Auf die Erläuterungen zu den liquiden Mitteln verweisen wir auf Punkt 3.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für das Genussrechtskapital II in Höhe von € 53.585 enthalten.

Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Infolge der Anwendung des BilRUG für 2016 wurde zur Vergleichbarkeit auch der Vorjahresausweis (2015) der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst; hierzu verweisen wir auf Gliederungspunkt 2.

Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron POS Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Darüber hinaus runden Peripherie Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) sowie Dienstleistungen das Gesamtangebot von Vectron ab.

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Segment [€] Zeitraum Inland EU Drittland Summe
POS Kassensysteme 2016 17.333.41 4.809.489 323.934 22.466.84
2015 13.513.36 5.329.048 476.792 19.319.20
Software 2016 1.677.780 613.330 39.524 2.330.633
2015 1.882.227 608.282 85.454 2.575.963
Handelsware / Dienstleistung 2016 6.849.162 1.972.117 98.636 8.919.915
2015 3.259.649 689.101 21.932 3.970.682
Gesamt 2016 25.860.36 7.394.936 462.093 33.717.38
2015 18.655.23 6.626.431 584.065 25.865.84
Prozentuale Verteilung 2016 76,7% 21,9% 1,4% 100,0%
2015 72,1% 25,6% 2,3% 100,0%

Neben dem klassischen Fachhändler Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft auch ein Absatzförderungsmodell ("Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden") an. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 1.972; Vj: T€ 1. 734) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen (T€ 1.522; Vorjahr: T€ 1. 355) unter dem Posten Materialaufwand gegenüber. Darüber hinaus fallen im Rahmen dieses Modells unmittelbare Vertriebskosten (T€ 1.412; Vj: T€ 1.143) an, die - nach BilRuG nun auch - im Posten Materialaufwand enthalten sind. Unter Eliminierung dieser Effekte sowie von nicht produktbezogenen Umsätzen mit verbundenen Unternehmen ist ein bereinigter Umsatz von Mio. € 29,4 (Vj: Mio. € 22,4) sowie ein bereinigter Materialaufwand von Mio. € 12,4 (Vj: Mio. € 9,2) und folglich eine bereinigte Rohertragsquote von 57,7 % (Vj: 59,0 %) "als Kassenhersteller mit klassischem Verkaufsgeschäft" zu verzeichnen, gegenüber der unbereinigten GuV-Rohertragsquote von 54,4 % (Vj: 54,9 %). (Die Rohertragsquote entspricht dem Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz zzgl. Bestandsveränderungen).

Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen im Wesentlichen Währungskurserträge, verrechnete Sachbezüge, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie sonstige Erträge.

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von T€ 30 zzgl Vorjahr T€ 10 sowie für die Steuerberatung in Höhe von T€ 14.

In 2016 sind Vergütungen für das Genussrechtskapital II in Höhe von € 118.260 angefallen.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in Höhe von € 997.520 (Vj: 651.246) auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Darüber hinausgehende Beträge resultieren aus Steuern für vergangene Geschäftsjahre.

Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht. Ebenso ist ein Verwendungsvorschlag / Verwendungsbeschluss noch nicht existent.

6. SONSTIGE ANGABEN

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von liquiditätsschonenden Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf nominal € 7.499.584 .

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Sonstige finanzielle Verpflichtungen [€] davon Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
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Leasingverpflichtungen* 3.908.769 1.683.694 2.225.075 0
Mietverpflichtungen 3.590.815 813.015 2.777.800 0
Summe 7.499.584 2.496.709 5.002.875 0

* Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 3.487.741 auf, denen leicht höhere Untervermieterträge gegenüber stehen.

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften zu Gunsten des verbundenen Unternehmens gem. § 251 HGB in Höhe von € 792.984. Aufgrund der zu erwartenden positiven Entwicklung des Tochterunternehmens wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 143 (Vj: 125) Mitarbeiter (davon 135 Vollzeit-angestellte und 8 Teilzeitangestellte) bei der Vectron Systems AG beschäftigt.

Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt. Die Vorstandsgehälter inklusive Aufwandsentschädigungen, Sachbezügen und Gewinnbeteiligungen belaufen sich für Herrn Reckendorf auf € 254.479 (davon erfolgsabhängig: € 41.138) und für Herrn Stümmler auf € 259.012 (davon erfolgsabhängig: € 41.138). Für den Zeitraum bis zur Rückzahlung des zum Vorjahresende ausgelaufenen Genussrechtskapitals I wurde ein Darlehensvertrag mit einer Verzinsung von 3,5% p.a. geschlossen; die beiden Vorstandsmitglieder haben Zinsen von jeweils € 16.410 erhalten.

Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgend genannten Mitgliedern:

Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt
Herr Maurice Oosenbrugh (stellv. Vorsitzender), Kaufmann, Geschäftsführender Gesellschafter EUCON GmbH
Herr Heinz-Jürgen Buss, Dipl.-Kaufmann, Geschäftsführer Winkelmann Group GmbH & Co. KG

Die Aufsichtsratvergütung für den Vorsitzenden beträgt € 15.000. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder erhalten jeweils € 10.000 als Vergütung.

Nachtragsberichterstattung:

Gemeinsam mit Coca-Cola investiert Vectron in die neue Generation der GetHappy App. Dazu haben beide Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ziel ist es, gemeinsam die führende Online-Marketing-Plattform für den Außer-Haus-Markt aufzubauen. Zu diesem Zweck wird die seit 2015 bestehende GetHappy App mit den Stärken der bonVito-Technologie von Vectron verbunden. Gastronomen können zukünftig ohne Medienbruch Online-Bestellungen oder -Reservierungen aus der GetHappy App in den Vectron-Kassensystemen verarbeiten oder eCoupons vollautomatisch scannen und einlösen. Mittels dieser Partnerschaft lassen sich Synergien nutzen, um Gastronomen ein deutlich besseres Marketingportal für weiteres Wachstum zu bieten, als auch die digitale Transformation bei diesen voranzutreiben.

Münster, den 22.02./30.03.2017

Vectron Systems AG

Der Vorstand

Jens Reckendorf

Thomas Stümmler

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

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Anschaffungskosten
Stand 01.01.2016

Umbuchung

Zugang*

Abgang

Stand 31.12.2016

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I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.688.358 26.057 61.251 328.850 7.446.815
2. Geleistete Anzahlungen 38.117 -26.057 93.731 0 105.791
7.726.474 0 154.982 328.850 7.552.606
II Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.616.471 0 35.493 370.155 1.281.809
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 966.468 0 224.983 31.626 1.159.825
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
2.582.939 0 260.476 401.781 2.441.634
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 900.000 0 19.500 0 919.500
900.000 0 19.500 0 919.500
11.209.414 0 434.958 730.631 10.913.741

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Abschreibungen
Stand 01.01.2016

Umbuchung

Zugang**

Abgang**

Stand 31.12.2016

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I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.257.135 0 192.977 328.831 7.121.281
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
7.257.135 0 192.977 328.831 7.121.281
II Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.083.295 0 219.056 370.122 932.229
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 718.845 0 115.879 31.569 803.155
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
1.802.140 0 334.935 401.691 1.735.384
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
9.059.275 0 527.912 730.522 8.856.665

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Buchwerte
Stand 31.12.2016

Stand 31.12.2015

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I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 325.534 431.223
2. Geleistete Anzahlungen 105.791 38.117
431.325 469.340
II Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 349.581 533.177
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 356.670 247.623
3. Geleistete Anzahlungen 0 0
706.251 780.799
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 919.500 900.000
919.500 900.000
2.057.076 2.150.139

* Im Geschäftsjahr sind keine Fremdkapitalzinsen im Anlagevermögen aktiviert worden.

** Im Geschäftsjahr sind keine Zuschreibungen und außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen erfolgt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang (inkl. Anlagespiegel) - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht (inkl. Kapitalflussrechnung) der

Vectron Systems AG, Münster

für das Geschäftsjahr vom 1.1.2016 bis 31.12.2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Münster, den 10.04.2017

**KJP TreuConsult GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Frank Pühse, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

der Vectron Systems AG

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach dem Gesetz und der Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2016 wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle grundlegenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und stets zeitnah über aktuelle Entwicklungen informiert. Neben den turnusmäßigen Sitzungen berichtete der Vorstand jeden Monat im Rahmen einer festdefinierten Budgetberichterstattung schriftlich über die aktuelle wirtschaftliche Lage, gab einen Ausblick auf den Rest des laufenden Geschäftsjahres und zog Vergleiche mit vorangegangenen Berichtsperioden, so dass jederzeit aktuelle Informationen vorlagen. Rückfragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Bedarfsfall auch außerhalb der Sitzungen vom Vorstand individuell bzw. in Telefonkonferenzen kurzfristig beantwortet. Zu den Beschlussvorschlägen des Vorstandes hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorgaben seine Entscheidungen abgegeben.

Im Geschäftsjahr 2016 haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden:

In der Aufsichtsratssitzung am 24. April 2016 wurde der Jahresabschluss 2015 erörtert und festgestellt sowie der Lagebericht genehmigt. Der der Vorschlag zur Gewinnverwendung wurde beschlossen. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2015 sowie des ersten Quartals 2016 wurde von Vorstand und Aufsichtsrat analysiert, einen Schwerpunkt dabei bildeten die neuen Geschäftsfelder bonVito und Duratec.
Am 30. Juni 2016 fand im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft in Frankfurt eine weitere Sitzung des Aufsichtsrates statt. Neben dem Verlauf der Hauptversammlung wurde die Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres diskutiert. Dabei waren vor allem die gegenwärtigen und zukünftigen Auswirkungen der gesetzlichen Anforderungen an Registrierkassen in Deutschland und Österreich ein wichtiges Thema.
Die Sitzung am 28. September 2016 befasste sich vor allem mit potenziellen Akquisitionen und Kooperationen sowie dem Status der wesentlichen Entwicklungsprojekte. Der aktuelle Stand und die positiven Auswirkungen organisatorischer Veränderungen wurden vom Vorstand erläutert.
In der letzten Sitzung des Jahres am 14. Dezember 2016 waren die momentan besonders hohe Nachfrage in Deutschland aufgrund der Anforderungen der Finanzbehörden und die Maßnahmen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit sowie die Beteiligung an der Posmatic GmbH wichtige Themen. Die Planung für das Geschäftsjahr 2017 wurde vorgestellt, diskutiert und vom Aufsichtsrat genehmigt.

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechungserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Website der Gesellschaft allgemein zugänglich gemacht worden. Die Vectron Systems AG erklärt darin, den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahmen zu befolgen. Die Ausnahmen werden aufgrund von unternehmensspezifischen Gegebenheiten als sinnvoll erachtet. Aufgrund der geringen Mitgliederanzahl des Aufsichtsrates (drei Personen) wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Der vom Vorstand vorgelegte Lagebericht und Jahresabschluss für das Jahr 2016 wurde von der KJP TreuConsult GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat über die Prüfung in der Aufsichtsratssitzung am 25. April 2017 mündlich berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Nach Prüfung des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht) hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zugestimmt und den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für die im Berichtsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit.

Münster, im April 2017

Für den Aufsichtsrat

Christian Ehlers, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Beschlüsse:

Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2016:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, von dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 2.907.003,58 Euro

a) einen Teilbetrag in Höhe von 1.649.999,00 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von Euro 1,00 je zum Zeitpunkt der Hauptversammlung dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden,

b) den verbleibenden Teilbetrag von 1.257.004,58 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.