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Vectron Systems AG — Management Reports 2015
Feb 13, 2017
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Management Reports
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Vectron Systems AG
Münster
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Jahresabschluss 2015 - LAGEBERICHT
1. Geschäftsverlauf
1.1. Branchenentwicklung
Der starke Verdrängungs- und Preiswettbewerb hat sich auch im Berichtsjahr 2015 fortgesetzt. Da nur wenige Hersteller global auf unterschiedlichen Märkten agieren, sind die meisten Wettbewerber kleine sowie regional tätige Hersteller.
Mit über 175.000 installierten Systemen in 30 Ländern zählt die Vectron Systems AG zu den "Top 10" der europäischen Hersteller von Kassensystemen und Kommunikationslösungen zur Vernetzung von Filialbetrieben. Die Produkte werden über ein Netz von ca. 300 Fachhandelspartnern vertrieben. In unseren Zielbranchen bieten wir Komplettlösungen für die Gastronomie sowie für Bäckereien an. Das Installation bis zum Kassen-Netzwerk mit über 1.000 Kassen.
Die wesentlichen Themen im Berichtszeitraum waren die ab dem 01.01.2016 geltende Registrierkassenpflicht für Österreich sowie die Anforderungen der Finanzbehörden an Kassensysteme in Deutschland. Hier läuft Ende 2016 eine Übergangsregelung aus, so dass bis dahin alle Kassensysteme auf eine Einzelaufzeichnung der Verkäufe umgestellt sein müssen.
1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung
Die Gesamtumsätze konnten gegenüber Vorjahr um rund 12 % auf T€ 25.211 gesteigert werden. Wichtiger Einflussfaktor war in 2015 ein stabiles und robustes Inlandsgeschäft. Hier konnten die Umsätze um 16 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Wenngleich die Auslandsmärkte uneinheitlich tendierten, konnten auch hier Zuwächse von 4,5 % verzeichnet werden. Hieraus ergibt sich, dass trotz Wachstums in den Exportmärkten rechnerisch für das Berichtsjahr 2015 ein leichter Rückgang der Exportquote um 2 Prozentpunkte von 31 % im Geschäftsjahr 2014 auf 29 % hingenommen werden musste.
Wie im Lagebericht 2014 ausgeführt, sollten sich die eingeleiteten Maßnahmen zur Stärkung der Umsatzbasis (Aufbau eines neuen Vertriebskanals für Duratec und der Ausbau von Dienstleistungen) in den kommenden Jahren deutlich im Umsatz und Ergebnis niederschlagen. Während sich positive Effekte durch den Aufbau der Zweitmarke Duratec auch bereits kurzfristig in 2015 zeigen sollten, ist der Wachstumseffekt durch Dienstleistungsumsätze mittelfristig ausgelegt.
Im Geschäftsjahr 2015 hat sich der Umsatz der Zweitmarke Duratec mehr als verdoppelt. Per Geschäftsjahresende wurde eine Umsatzgröße von T€ 640 erzielt (Vorjahr: T€ 280). Mit Duratec bedient Vectron im Kassenbereich nun auch das Einstiegssegment mit robusten, einfach zu handhabenden Kassensystemen.
Mit seinem Absatzförderungsmodell bietet Vectron seinen Endkunden eine attraktive Möglichkeit zur Refinanzierung ihrer Investitionen in neue Kassenmodelle. Das Absatzförderungsmodell wird über das bestehende Vertriebsnetz angeboten und nutzt die Kompetenz und die Marktkenntnisse der Vectron-Fachhandelspartner vor Ort. Das Finanzierungsangebot hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Anteil von 15 % zum Gesamtumsatz beigetragen. Aus dem Absatzförderungsmodell ergeben sich Sondereffekte, so dass die reale Umsatzentwicklung und Umsatzveränderung gegenüber den gebuchten Veränderungen geringfügig abweicht. Auf die Ausführungen im Anhang zum Absatzförderungsmodell wird verwiesen.
Das Geschäftsmodell von Vectron ist auf kurze Auftragsvorlaufzeiten und entsprechend kurze Produktionsdurchlaufzeiten ausgerichtet, wodurch insbesondere die Vectron-Fachhandelspartner profitieren. Nennenswerte Auftragsbestände sind bei diesem Geschäftsmodell nicht zu verzeichnen.
1.3. Produktion und Beschaffung
Die Kassensysteme werden auf Basis einer sogenannten doppelten Plattformstrategie, d. h. jedes Produkt nutzt die gleiche Anwendungssoftware und kann in jeder Branche eingesetzt werden, entwickelt und produziert. Die Hardwareentwicklung verfolgt eine konsequente Gleichteilestrategie, so dass Materialbeschaffungen und Entwicklungszyklen effizient und flexibel gestaltet werden können.
Durch die Gleichteilestrategie lässt sich eine relativ große Variantenvielfalt ohne Aufbau eines überproportionalen Vorratsvermögens generieren. Der Produktionsprozess besteht im Wesentlichen aus der Montage von Baugruppen und vorgefertigten Bauteilen. Die Lieferanten werden bereits in der Entwicklungsphase zur Sicherung hoher Qualitätsstandards mit einbezogen.
Bereits im Vorjahr wurden stark nachgefragte Baureihen von der spezifischen Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt. Die Lagerware wird bei Auftragseingang nur noch veredelt, so dass Reaktions- und Produktionszeiten nochmals verkürzt werden konnten. Gleichzeitig ermöglicht diese Umstellung eine optimalere Produktionsauslastung bei schwankender Nachfrage. Weniger stark nachgefragte Produkte werden weiterhin auftragsspezifisch gefertigt.
Zur Sicherung der jederzeitigen Lieferfähigkeit und um schnelle Reaktionszeiten gewährleisten zu können, werden für alle wichtigen Bauteile vordefinierte Mindestmengen vorgehalten. Neue Produktlinien können daher, unabhängig vom Umsatz, vorübergehend zu einem höheren Vorratsvermögen führen. Aus diesem Grund hat sich im Geschäftsjahr 2015 der Lagerbestand gegenüber dem Vorjahr um 32,5 % erhöht.
1.4. Investitionen
Die Sachinvestitionen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 421 (Vorjahr: T€ 295). Der Schwerpunkt lag wie im Vorjahr auf der Neuentwicklung von stationären und mobilen Kassensystemen sowie der Modernisierung und Erweiterung der IT-Infrastruktur.
In die unmittelbare Neu- und Weiterentwicklung von Vectron-Produkten sind 34,9 % der Belegschaft eingebunden. Ein nicht unerheblicher Anteil des Personalaufwandes ist daher den Entwicklungsleistungen direkt zuzurechnen. Auf eine Aktivierung von Eigenleistungen wird in diesem Zusammenhang jedoch verzichtet.
1.5. Finanzierung
Ein positiver operativer Cashflow garantiert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens auch bei unterjährigen Umsatzschwankungen. Durch die ausgeprägte Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft lassen sich die aktuellen und geplanten Entwicklungsprojekte aus den vorhandenen liquiden Mitteln bestreiten. Die Finanzierung ist insgesamt auf langfristige Stabilität ausgerichtet.
Das nachrangige Genussrechtskapital I hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2015. Die für eine Verlängerung des Genussrechtskapitals I über das Jahr 2015 hinaus erforderliche steuerbefreiende Behandlung für die Wertpapierdarlehnsgeber ist von der Finanzverwaltung abschlägig beschieden worden. Somit kommt das Genussrechtskapital I in 2016 zur Rückzahlung. Sowohl Darlehensnehmer wie auch Darlehensgeber hatten am Rückgabetag das Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa-Group-Aktien, WKN 760860) in Geld zu erfüllen bzw. zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa-Group-Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Die Darlehnsgeber haben ihr Optionsrecht ausgeübt. Da der börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie die v.g. untere Schwelle unterschritten hat, erfolgt eine ertragswirksame Wertanpassung des Genussrechtskapitals auf den Erfüllungsbetrag der Gesellschaft von T€ 2.484 (Vorjahr: T€ 2.760), welcher in der Bilanz unter dem Posten sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen ist.
Das ebenfalls nachrangige Genussrechtskapital II mit einem Volumen von T€ 1.500 hat eine Laufzeit bis 15.02.2019.
Nicht in der Bilanz enthaltene wesentliche Verpflichtungen bestehen in Form eines Mietvertrages für die Immobilie am Unternehmensstandort sowie für die Refinanzierung des erfolgreichen Absatzförderungsmodells. Darüber hinaus bestehende Leasingverträge (Fuhrpark, Werkzeuge, Messebau etc.) spielen nur eine untergeordnete Rolle. Für die bonVito GmbH wurden zur Unterstützung in der Startphase Bürgschaftsverpflichtungen eingegangen. Die Gesamtsumme der sonstigen Verpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 7.461. Ein Anteil von T€ 339 entfällt auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen.
1.6. Personalbereich
Die Belegschaft umfasste am Jahresende 126 Mitarbeiter (Vj. 123 Mitarbeiter). Darüber hinaus werden noch 10 Auszubildende beschäftigt.
Zur Mitarbeitermotivation setzt Vectron bei allen Mitarbeitern auf ein vom Jahresergebnis abhängiges, variables, mehrstufiges Vergütungsmodell. Bei guter Ertragslage partizipieren alle Mitarbeiter deutlich von den variablen Gehaltsbestandteilen, die bei rückläufigen Erträgen entsprechend geringer ausfallen. Durch dieses Modell entsteht ein innerhalb der Belegschaft akzeptierter Interessenausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Für Führungskräfte wurde zusätzlich ein Aktienoptionsprogramm (bedingtes Kapital, vgl. Angaben im Anhang) aufgelegt.
1.7. Vergütungssystem der Organe
Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft erhalten neben einer festen Vergütung auch eine ergebnisabhängige Komponente in Höhe von einem Prozent des operativen Ergebnisses (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Zudem steht jedem Vorstandsmitglied ein Firmenfahrzeug zur Verfügung. Optionsrechte für den Erwerb von eigenen Aktien werden nicht gewährt.
Der Aufsichtsrat erhält eine jährliche Fixvergütung. Variable Komponenten sind nicht vorgesehen.
Hinsichtlich der Angabe der individualisierten Vergütungen wird auf den Anhang verwiesen.
1.8. Sonstige wichtige Vorgänge
Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.
2. Vermögens- und Finanzlage
Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne. Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung.
Unter den Finanzanlagen wird die 2012 gegründete 100%ige Tochtergesellschaft bonVito GmbH ausgewiesen. Die Gesellschaft erbringt Internetdienstleistungen in Verbindung mit POS-Systemen. In der Startphase der Gesellschaft sind allgemein übliche sowie geschäftsmodellspezifische Anlaufverluste entstanden. Aufgrund der positiven Zukunftsprognose werden die Anteile an der Gesellschaft zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Das Vorratsvolumen verzeichnet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um circa 32,5 %. Für stark nachgefragte Produktmodelle wurde bereits im Jahr 2014 von Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt, so dass der Anteil der Fertigerzeugnisse am Gesamtvolumen angewachsen ist. An dieser Vorgehensweise wird nach wie vor festgehalten. Grundsätzlich wird der jederzeitigen Lieferfähigkeit eine hohe Priorität eingeräumt, so dass auch zwischenzeitliche Ausweitungen des Vorratsvermögens bewusst in Kauf genommen werden. Aufgrund des Geschäftsmodells mit sehr kurzen Bestellvorlaufzeiten seitens der Vectron-Kunden würden sich ansonsten Lieferengpässe unmittelbar negativ auf den Umsatz auswirken.
Der Forderungsbestand setzt sich aus einer Vielzahl von kleineren Einzelforderungen unterschiedlicher Kunden zusammen. Die durchschnittliche Forderungsreichweite schwankt im Jahresverlauf zwischen 45 und 58 Tagen. Längere Zahlungsziele werden nur in Ausnahmefällen vergeben. Die tatsächlichen Zahlungsausfälle sind sehr gering. Potenziellen Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamteigenkapital beläuft sich am Abschlussstichtag auf T€ 7.724. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (inkl. Genussrechtskapital II) beträgt 47,5 %.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von T€ 7.116 können jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedient werden. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einem vorübergehend rückläufigen Cashflow ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderungen des Finanzmittelfonds finden sich in einer separaten Kapitalflussrechnung (vgl. Anlage 6). Bzgl. der Höhe der außerbilanziellen Verpflichtungen wird auf Tz. 1.5. verwiesen.
3. Ertragslage
Der Umsatz ist gegenüber Vorjahr um rund 12 % angewachsen. Neben einem sich positiv entwiekelnden inländischen Geschäft, mit einer Steigerung von 16 %, konnten per Saldo auch im Ausland Zuwächse erzielt werden, mit einer Steigerung von 4,5 %. Auch in 2015 sind in einigen Vertriebsgebieten durch gesetzgeberische Maßnahmen Marktverzerrungen entstanden, die insbesondere einen erhöhten Entwicklungsaufwand mit sich bringen. Es hat sich gezeigt, dass durch die von der Tochtergesellschaft bonVito GmbH angebotenen Internetdienstleistungen ein positiver Verbundeffekt auf den Hardwareverkauf der Vectron entsteht. U. a. aufgrund eines vermehrten Softwareabsatzes konnte die bereinigte Rohertragsquote um 1,9 %-Punkte ausgebaut werden (auf die Ausführungen im Anhang zur Rohertragsquote und zum Einfluss des Absatzförderungsmodells wird verwiesen).
Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen im Wesentlichen auf Personaldienstleistungen und Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH, auf Währungskurserträge und auf Wertanpassungen des Genussrechtskapitals I.
Die Personalkosten sind aufgrund von Personalzuwächsen und höheren variablen Gehaltsbestandteilen um rund 11 % gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die auch die direkten Vertriebskosten des Absatzförderungsmodells enthalten, haben sich aufgrund einer deutlichen Erhöhung dieser sowie aufgrund gestiegener Werbe- und PR-Aufwendungen erhöht. Den größten Anteil des sonstigen betrieblichen Aufwandes nehmen mit 57 % die Vertriebskosten ein. Auf die Betriebskosten entfällt ein Anteil von 26 %. Verwaltungskosten sowie sonstige Aufwendungen spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Die Zinsaufwendungen sind infolge der neuen Kreditaufnahme gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsstruktur unterliegt die Gesellschaft nur geringen Zinsänderungsrisiken.
Der Fremdwährungsanteil des Wareneinkaufs lag in 2015 bei circa 24 % des Materialeinsatzes. Um das sich daraus ergebende Wechselkursrisiko zu begrenzen, werden je nach Marktlage derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Ungünstige Wechselkursänderungen können einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben. Übrige Aufwendungen der Gesellschaft werden nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Gleiches gilt auch für den Absatz, da auch in Fremdwährungsgebieten überwiegend in der Währung Euro fakturiert wird. Inflatorische Tendenzen sind aktuell nicht erkennbar.
Die Umsatzsteigerungen mit einer einhergehenden Verbesserung der Rohertragsmarge konnten den Anstieg der Vertriebsaufwendungen sowie übriger Aufwandssteigerungen überkompensieren. Der Jahresüberschuss 2015 beläuft sich auf T€ 1.183, was einer absoluten Steigerung von T€ 662 gegenüber dem Vorjahr entspricht.
4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag
Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen.
5. Risikoberichterstattung
Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System eingeführt und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.
5.1. Geschäftsrisiken
Durch den anhaltenden Preisdruck könnten sich Investitionsentscheidungen speziell bei einer schwachen Konjunktur vermehrt am Verkaufspreis und nicht an der angebotenen Leistung orientieren. Denkbar wäre dann ein Verfall der Margen, der nicht anderweitig kompensierbar wäre. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen hat sich Vectron bislang erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche abgekoppelt. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.
Verschiedene technische Entwicklungen führen zu einer Verringerung der Markteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Produkte und Geschäftsmodelle. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur laufenden Überprüfung und Anpassung der Unternehmensstrategie hat daher eine große Bedeutung. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend an aktuelle Erkenntnisse angepasst.
Die POS-Branche unterliegt immer stärker den Anforderungen der Finanzbehörden. Außer der in vielen Ländern seit langem üblichen Fiskalspeicher-Pflicht gibt es zunehmend strengere Anforderungen an die Erfassung und Speicherung von Umsatzdaten in den Kassensystemen. Diese stellen mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen dar. Entsprechende politische Entscheidungen sind selten international abgestimmt, so dass Wettbewerbsverzerrungen entstehen können. Es erfolgt daher eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben und -entwürfe, die die POS-Branche direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.
Konjunkturelle Schwankungen wirken sich auf die Investitionsbereitschaft für POS-Systeme aus. Plötzlich und unerwartet auftretende wirtschaftliche Schwächephasen könnten den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen hat sich für Vectron als ein sinnvoller Lösungsweg zur bestmöglichen Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen etabliert, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind. Außerdem trägt das Auslandsgeschäft zu einer Streuung des Risikos bei.
Als Technologieunternehmen könnte Vectron Ziel von Industriespionage werden. Aufgrund der speziellen Marktgegebenheiten und des zur Nutzung der Technologie nötigen Know-hows wird das konkrete Risiko als relativ gering angesehen. Trotzdem hat Vectron umfassende Schutzmaßnahmen ergriffen, z. B. Absicherung der IT-Systeme, interne Zugriffbeschränkungen und Geheimhaltungsvereinbarungen.
5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken
Wachstum und Anpassungsprozesse des Unternehmens können dazu führen, dass die interne Prozesskomplexität schneller ansteigt als die positiven Auswirkungen des Kapazitätsaufbaus bzw. der Veränderungen. Ungenügende interne Prozesse können die Effizienz des Unternehmens damit vorübergehend schmälern. Bei entsprechenden Veränderungen wird daher besonderer Wert auf ein geeignetes Projektmanagement und die Einbeziehung der Mitarbeiter geachtet. Neue Prozesse werden schriftlich fixiert und überwacht.
5.3. Finanzrisiken
Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bliebe.
Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden.
Die Forderungen verteilen sich auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden Teilzahlungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko begrenzt bleibt. Der größte Fachhändler von Vectron hat in 2015 rund 8 % des Gesamtumsatzes ausgemacht.
Da die Gesellschaft einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährungen tätigt, können infolge ungünstiger Währungsschwankungen Belastungen für das Ergebnis auftreten. Fremdwährungspositionen werden je nach Marktsituation mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Aufgrund der teilweise hohen Volatilitäten stehen diese Absicherungsinstrumente jedoch nicht immer zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung. Eine Absicherung gegen langfristige Wechselkursveränderungen ist generell nur sehr begrenzt möglich.
Eine längerfristige Betriebsunterbrechung z. B. durch einen Brand könnte erhebliche finanzielle Folgen haben. Dieses Risiko ist durch eine Betriebsunterbrechungsversicherung abgefangen.
5.4. IT-Risiken
Der IT-Infrastruktur kommt bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse eine sehr große und immer noch weiter wachsende Bedeutung zu. Durch die Vernetzung interner Systeme mit Geschäftspartnern und das Anbieten von Internetservicedienstleistungen steigt die Bedrohung durch Hacker-, Spam- und Viren-Angriffe sowie allgemeine Systemausfälle. Vectron legt daher Wert auf umfangreiche Sicherungsmaßnahmen, Backup-Lösungen sowie regelmäßige Updates der IT-Systeme. Dem Datenschutz wird u. a. durch ein entsprechendes Rechtekonzept Rechnung getragen.
5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken
Bei elektronischen Bauteilen lassen sich Preisvorteile i. d. R. durch die Abnahme größerer Stückzahlen erzielen. Größere Abnahmemengen haben jedoch den Nachteil der vermehrten Kapitalbindung sowie einer verringerten Flexibilität bei Produktrevisionen. Vectron schließt daher Rahmenverträge mit Maximallaufzeiten bis zu einem Jahr ab, so dass sowohl Flexibilität als auch Preisvorteile erhalten bleiben. Preisanpassungen lassen sich so rechtzeitig antizipieren.
Bei Vectron-spezifischen oder Single-Source-Bauteilen kann der Ausfall eines Vorlieferanten zu Lieferverzögerungen führen. Der größte Einzellieferant hat im Jahr 2015 einen Anteil von 15,7 % des gesamten Beschaffungsvolumens beigesteuert. Zur Vermeidung von Engpässen werden für alle spezifischen Bauteile Mindestmengen und, wenn technisch und wirtschaftlich möglich, Ersatzlieferanten vorgehalten, um für ausreichend Vorlaufzeit für eine Reaktion auf Ausfälle zu sorgen.
5.6. Personalrisiken
Die Gewinnung von qualifiziertem Personal ist zeitaufwendig und auch kostenintensiv. Insbesondere mittelständische Unternehmen stehen in einem starken Wettbewerb mit namhaften Großunternehmen um die besten Fachkräfte. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf das Betriebsklima sowie auf sonstige nicht monetäre Zusatzleistungen. Ein finanzieller Anreiz entsteht für alle Mitarbeiter durch das variable Vergütungsmodell. Auf diese Weise ist es bislang gelungen, qualifiziertes Personal einzustellen und dieses auch langfristig zu halten.
5.7. Produktrisiken
Die Modellpalette unterliegt fortlaufenden Anpassungen, Veränderungen sowie Erweiterungen. Die damit einhergehende Entwicklungs- und Produktkomplexität kann zu Produktfehlern führen, die die Ergebnissituation des Unternehmens erheblich beeinflussen. Mit der Erweiterung des Entwicklungsteams gehen daher stets auch Anpassungen der Organisationsstrukturen einher. Durch verbesserte Planungsprozesse wird der gestiegenen Komplexität begegnet. Darüber hinaus trägt auch eine Produkthaftpflichtversicherung zu einer Risikobegrenzung bei.
6. Prognosebericht
6.1. Zukünftige Branchenentwicklung
Die Wettbewerbsintensität wird auch zukünftig unverändert stark zu spüren bleiben. Es ist zu erwarten, dass die grundsätzliche Marktstruktur sich nicht verändert, d. h. die Branche wird von vielen kleinen und regionalen Marktteilnehmern dominiert. Aktuell ist zu beobachten, dass sich insbesondere ein Teil der global agierenden Unternehmen weiter aus dem Markt zurückzieht und sich somit die Struktur der vielen kleinen Wettbewerber weiter verfestigt. Insbesondere aufgrund der komplexen Auflagen der Finanzbehörden und spezifischen regionalen Anforderungen der Endkunden lassen sich für viele Anbieter Skaleneffekte nur bedingt realisieren.
Die Nutzung von mobiler Consumer-Hardware, insbesondere Tablet-Computern, als Basis für Kassensysteme kann weiter zunehmen. Hier ist momentan allerdings eher eine Stagnation auf relativ geringem Niveau zu beobachten.
Die Anbindung von Kassensystemen an das Internet mit entsprechenden neuen Produkten und Geschäftsmodellen wird weiter zum Wandel der Branche beitragen. Diese Veränderungen werden sich zwar beständig, aber dennoch nicht in der Intensität und Geschwindigkeit der Konsumgüterbranche vollziehen. Die Innovationsfähigkeit der Marktteilnehmer wird zukünftig noch mehr den Erfolg im Wettbewerb bestimmen.
Die Vertriebsstrukturen - im Marktsegment von Vectron ist das der Vertrieb über den Fachhandel - werden voraussichtlich sehr stabil bleiben. Im Bereich der kleinen und mittleren Endkunden ist keine starke Tendenz zum Direktvertrieb zu erkennen.
6.2. Zukünftige Produktentwicklung
Ein wesentlicher Schwerpunkt bei Vectron ist nach wie vor die kontinuierliche Weiterentwicklung der verschiedenen Softwareprodukte. Die Vectron MobileApps für iOS und Android werden weiter ausgebaut. Damit können Smartphones zur Bestelleingabe genutzt werden. Für die Kassensysteme der Marke Duratec erfolgen ebenfalls kontinuierliche Verbesserungen und Anpassungen für weitere Ländermärkte.
Die Hardware für die stationären und mobilen Kassensysteme wird gezielt durch weitere Produkte ergänzt werden, um weitere Nischen (z. B. Metzgereien) im Markt zu besetzen.
Die Backoffice-Funktionen für Reporting, Datenanalyse und Warenwirtschaft werden deutlich ausgebaut - teilweise mit eigenen Produkten, teilweise durch Kooperationen.
Das Vectron-eigene internetbasierte Kundenbindungssystem bonVito, welches durch die Tochtergesellschaft bonvito GmbH vertrieben wird, unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt im weiteren Ausbau der Internet-Services. Das betrifft zum einen den Aufbau eines bonVito-Endkundenportals und zum anderen Reporting- und Administrationsfunktionen.
6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung
Im Kerngeschäft wird Vectron durch kontinuierliche Investitionen die Produktpalette modernisieren und neue Innovationen hinzufügen. Hier soll die gute Marktposition verteidigt und ausgebaut werden. Weiterhin sollen neue Zielmärkte wie z.B. Metzgereien und Kundensegmente erschlossen werden. Insgesamt halten wir ein weiteres Wachstum in 2016 für sehr wahrscheinlich.
Im Geschäftsjahr 2015 hat sich durch die Verdopplung des Umsatzes der Marke Duratec gezeigt, dass Produkte und Geschäftsmodell funktionieren. Dazu beigetragen hat der Aufbau eines eigenen Vertriebskanals. Für das kommende Wirtschaftsjahr 2016 erwarten wir einen weiter wachsenden Umsatzbeitrag der Marke Duratec. Gefördert wird das durch den Rückzug einzelner Mitbewerber aus dem Markt. Darüber hinaus erwarten wir Umsatzzuwächse durch die Kassenpflicht und Fiskalisierung im Vertriebsgebiet Österreich.
Es hat sich gezeigt, dass durch die von der Tochtergesellschaft bonVito GmbH angebotenen Internetdienstleistungen ein positiver Verbundeffekt auf den Hardwareverkauf der Vectron entsteht und Vectron darüber hinaus auch - über das Vectron-eigene internetbasierte Kundenbindungssystem bonVito - an den von der Tochtergesellschaft abgeschlossenen Verträgen verdient.
bonVito in seiner heutigen Form als individuelle Kundenbindungslösung für einzelne Betriebe hat sich im Markt fest etabliert und wächst kontinuierlich. Der bestehende Kundenstamm ist sehr stabil und die Kündigungsquoten sind selbst unter Einberechnung von Kundeninsolvenzen sehr gering. Zwar wurde heute erst ein sehr kleiner Teil der aktiven Vectron-Kundenbasis auf bonVito umgestellt (ca. 2 %), aber Vectron ist sehr zuversichtlich, bonVito in dieser Form einem signifikanten Teil seiner Kundenbasis nahebringen zu können und somit den Umsatz in den Folgejahren deutlich steigen zu lassen. Ab 2016 ist geplant, dass internetbasierte Kundenbindungssystem bonVito in eine Gastronomie-Endkundenplattform auszubauen. Vectron ist zuversichtlich, mittelfristig mit einem überlegenen Produkt, welches alle relevanten Funktionen in einem Paket, günstige Preise und einen direkte Integration in die Kassensysteme bietet, eine gute Chance zu haben, diese Plattform erfolgreich zu etablieren sowie Mehrwerte für Kunden und Unternehmen schaffen zu können. Damit ergeben sich weitere Geschäftschancen aufbauend auf dem heutigen bonVito-Produkt.
Münster, den 17. März 2016
Vectron Systems AG
Der Vorstand
Jens Reckendorf
Thomas Stümmler
Jahresabschluss 2015 - BILANZ ZUM 31.12.2015
Aktiva
scroll
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A Anlagevermögen | ||||
| I Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 431.223 | 549.883 | ||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 38.117 | 469.340 | 82.630 | |
| II Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 533.176 | 513.567 | ||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 247.623 | 221.650 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 780.799 | 58.707 | |
| III Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 900.000 | 2.150.139 | 900.000 | |
| B Umlaufvermögen | ||||
| I Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.100.830 | 2.218.963 | ||
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 708.414 | 3.809.244 | 655.675 | |
| II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.409.512 | 2.885.073 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 365.615 | ||||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 255.279 | 54.842 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0 | ||||
| - davon aus Lieferungen und Leistungen: € 255.279 | ||||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 118.427 | 44.319 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0 | 3.783.218 | |||
| III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 9.457.664 | 17.050.126 | 5.110.449 | |
| C Rechnungsabgrenzungsposten | 64.613 | 62.231 | ||
| D Aktive latente Steuern | 131.947 | 139.461 | ||
| 19.396.825 | 13.497.450 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
| € | € | € | ||
| A Eigenkapital | ||||
| I Gezeichnetes Kapital | 1.500.000 | 1.500.000 | ||
| - bedingtes Kapital: € 45.000 | ||||
| II Kapitalrücklage | 4.500.000 | 4.500.000 | ||
| III Gewinnrücklagen | ||||
| gesetzliche Rücklage | 40.000 | 40.000 | ||
| IV Genussrechtskapital I | 0 | 2.760.000 | ||
| V Bilanzgewinn | 1.684.701 | 7.724.701 | 951.612 | |
| B Rückstellungen | ||||
| 1. Steuerrückstellungen | 473.500 | 76.500 | ||
| 2. Sonstige Rückstellungen | 1.480.349 | 1.953.849 | 836.026 | |
| C Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Genussrechtskapital II | 1.500.000 | 1.500.000 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0 | ||||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.789.470 | 0 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 841.840 | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: € 0 | ||||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.492.559 | 863.045 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.386.959 | ||||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.935.047 | 459.467 | ||
| - davon aus Steuern: € 293.224 (Vj. € 255.548) | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0 (Vj. € 0) | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.935.047 | 9.717.076 | |||
| D Rechnungsabgrenzungsposten | 1.200 | 10.800 | ||
| 19.396.825 | 13.497.450 |
Jahresabschluss 2015 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.-31.12.2015
scroll
| Geschäftsjahr 2015 | Geschäftsjahr 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1 Umsatzerlöse | 25.211.163 | 22.418.174 | ||||
| 2 Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 74.260 | 192.647 | ||||
| 3 Sonstige betriebliche Erträge, | ||||||
| davon aus Währungsumrechnung € 17.734 | 1.672.131 | 26.957.554 | 884.223 | 23.495.044 | ||
| 4 Materialaufwand | ||||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -9.144.781 | -8.571.925 | ||||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.402.674 | -10.547.455 | -1.468.969 | -10.040.894 | ||
| 5 Personalaufwand | ||||||
| a) Löhne und Gehälter | -5.939.005 | -5.350.677 | ||||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für Altersvorsorge: € 73.537 (Vj. € 72.294) | -1.076.918 | -7.015.923 | -977.868 | -6.328.545 | ||
| 6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -577.575 | -540.405 | ||||
| 7 Sonstige betriebliche Aufwendungen, | ||||||
| davon aus Währungsumrechnung € 1.538 | -6.750.345 | -24.891.298 | -5.564.423 | -22.474.267 | ||
| 8 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, | ||||||
| davon aus Abzinsung von Rückstellungen: € 0 | ||||||
| davon aus verbundenen Unternehmen: € 0 | 53.003 | 81.039 | ||||
| 9 Zinsen und ähnliche Aufwendungen, | ||||||
| davon aus Aufzinsung von Rückstellungen € 0 | ||||||
| davon an verbundenen Unternehmen: € 0 | -42.031 | 10.972 | -17.338 | 63.701 | ||
| 10 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.077.229 | 1.084.478 | ||||
| 11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, | ||||||
| davon latente Steuern: Aufwand € 7.514 (Vj.: Ertrag € 5.543) | -651.245 | -321.977 | ||||
| 12 Sonstige Steuern | -1.672 | -503 | ||||
| 13 Vergütung für Genussrechtskapital | -241.223 | -894.140 | -240.632 | -563.112 | ||
| 14 Jahresüberschuss | 1.183.089 | 521.366 | ||||
| 15 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 501.612 | 430.246 | ||||
| 16 Bilanzgewinn | 1.684.701 | 951.612 |
Jahresabschluss 2015 - KAPITALFLUSSRECHNUNG
KAPITALFLUSSRECHNUNG 01.01.-31.12.2015
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| 2015 € |
2014 € |
|
|---|---|---|
| Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern | 1.834.334 | 843.343 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 577.575 | 540.405 |
| +/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 644.323 | 427.524 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -276.000 | 63.912 |
| +/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -1.072 | 96 |
| - Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -1.735.972 | 412.183 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 715.022 | 54.473 |
| - Auszahlungen aus außerordentlichen Posten | 0 | 0 |
| - Gezahlte Ertragssteuern | -246.731 | -503.312 |
| \= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.511.478 | 1.838.624 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 20.586 | 250 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen | -420.791 | -307.072 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 0 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | 0 |
| \= Cashflow aus Investitionstätigkeit | -400.205 | -306.822 |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 0 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen | 4.000.000 | 0 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -210.530 | 0 |
| - Auszahlung für die Rückführung von Darlehen | -103.528 | -100.834 |
| - Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) | -450.000 | -450.000 |
| \= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 3.235.942 | -550.834 |
| \= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 4.347.215 | 980.968 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 5.110.449 | 4.129.481 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 9.457.664 | 5.110.449 |
Jahresabschluss 2015 - ANHANG
1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und des Vertriebs von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktions- als auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.
2. Erläuterungen zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.
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| Kategorie | Jahre |
|---|---|
| EDV-Programme/Sonstige Rechte | 3-10 |
| POS-Software/Konstruktionspläne | 5-6 |
| Sachanlagevermögen | 3-13 |
Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d. h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.
Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
3. Erläuterungen Aktiva
Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Hardware-Konstruktionspläne für Kassenmodelle. Die Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.
Die Vectron Systems AG ist mit 100 % am Anfang 2012 gegründeten Tochterunternehmen bonVito GmbH (Münster) beteiligt. Das Eigenkapital der bonVito GmbH beträgt per 31.12.15 € 268.064. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresfehlbetrag von € 118.289 abgeschlossen. Der Beteiligungsbuchwert ist aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Eine Konzernabschlusspflicht nach § 293 HGB besteht nicht.
Die Gesamtentwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich (Anlage 4).
Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren spielen aufgrund von Streckengeschäften nur eine untergeordnete Rolle. Die in 2014 erstmalig vorgenommene Umstellung einiger Produktlinien von Auftragsfertigung auf Lagerfertigung wurde im Berichtsjahr fortgeführt. Der Umfang der Fertigen Erzeugnisse hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um circa T€ 74 erhöht, was einer relativen Zunahme um 12 % entspricht.
Die aus einem im Juni aufgenommenen Fördermittelkredit resultierenden liquiden Mittel zum Bilanzstichtag i.H.v. T€ 3.999 sind bis zur bestimmungsgemäßen Verwendung an die WGZ-Bank verzinslich angelegt und verpfändet.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsoptionen zum beizulegenden Wert von T€ 93 enthalten, um im Geschäftsjahr 2016 festgelegte Währungsbeträge zu einem vereinbarten Basispreis (Strike) zu kaufen (USD-Call-Option). Das Volumen dieser Optionen beläuft sich auf T$ 3.000 und dient der Absicherung von künftigen Einkäufen für das Vorratsvermögen.
Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9%.
Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 131.947 aufweisen.
4. Erläuterungen Passiva
Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 06.06.2018 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
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| Entwicklung Eigenkapital (Euro) | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklage | Genussrechtskapital I | Bilanzgewinn* | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2014 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 2.760.000 | 880.246 | 9.680.246 |
| Dividendenauszahlung | -450.000 | -450.000 | ||||
| Jahresüberschuss | 521.366 | 521.366 | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2014 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 2.760.000 | 951.612 | 9.751.612 |
| Dividendenauszahlung | -450.000 | -450.000 | ||||
| Wertanpassung | -276.000 | -276.000 | ||||
| Umgliederung in sonstige Verbindlichkeiten | -2.484.000 | -2.484.000 | ||||
| Jahresüberschuss | 1.183.089 | 1.183.089 | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2015 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 0 | 1.684.701 | 7.724.701 |
* Im Bilanzgewinn von € 1.684.701 (Vj. € 951.612) ist ein Gewinnvortrag von € 501.612 (Vj. € 430.246) enthalten.
Darüber hinaus ist das Grundkapital um bis zu € 45.000 bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 45.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung (Ermächtigungsbeschluss bis 31.05.2016) dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte der Gesellschaft. Zum Stichtag wurden 27.500 Bezugsrechte mit einem Volumen von € 27.500 ausgegeben. Es wurden bislang keine Bezugsrechte eingelöst.
Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 12.06.2020 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.
Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Genthin (WKN 760860).
Die Wertpapierdarlehensverträge weisen eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 auf. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u. a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung/Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen.
Sowohl Darlehensnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa-Group-Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa-Group-Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Da der börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie die untere Schwelle unterschritten hat, erfolgt der Ausweis des Genussrechtskapitals in Höhe des Erfüllungsbetrags der Gesellschaft von € 2.484.000. Aufgrund der Endfälligkeit erfolgt der Ausweis nicht mehr unter dem Eigenkapital mit bilanziell gesondertem Ausweis als Genussrechtskapital, sondern unter den sonstigen Verbindlichkeiten.
Folgende von der Alto Invest SA, Frankreich, gemanagte Fonds halten gemäß Mitteilung vom 04.06.2014 summarisch 85.000 Aktien und ebenso viele Stimmrechte (5,67 %):
| ― | ALTO INNOVATION 2012: 21.190 Aktien und Stimmrechte (1,41 %) |
| ― | FORTUNE EUROPE 2013: 28.750 Aktien und Stimmrechte (1,92 %) |
| ― | FCPI EUROPE LEADERS: 35.060 Aktien und Stimmrechte (2,34 %) |
Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:
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| Bezeichnung | Euro |
|---|---|
| Urlaub/Überstunden | 106.900 |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 591.229 |
| Variable Vergütungsbestandteile | 535.436 |
| Übrige Rückstellungen | 246.784 |
| Summe | 1.480.349 |
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 07.06.2013 kann Genussrechtskapital in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben werden. Die Genussrechte begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates von diesem Recht Gebrauch gemacht und Genussrechte in Höhe von € 1.500.000 begeben (Genussrechtskapital II).
Das nachrangige Genussrechtskapital II hat eine Restlaufzeit bis zum 15.02.2019.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für die Genussrechtskapitalien I+II in Höhe von € 145.916 enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einem im Juni aufgenommenen unbesicherten Fördermittelkredit. Auf die Erläuterungen zu den liquiden Mitteln wird verwiesen (s.o.).
Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron-POS-Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Darüber hinaus runden Peripherie-Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) sowie Dienstleistungen das Gesamtangebot von Vectron ab.
Neben dem klassischen Fachhändler-Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft auch ein Absatzförderungsmodell ("Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden") an. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 1.734; Vj: T€ 1.685) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen (T€ 1.355; Vorjahr: T€ 1.387) unter dem Posten Materialaufwand gegenüber. Darüber hinaus fallen im Rahmen dieses Modells unmittelbare Vertriebskosten (T€ 1.143; Vj: T€ 765) an, die im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sind. Unter Eliminierung dieser Effekte ist ein bereinigter Umsatz von Mio. € 22,4 (Vj: Mio. € 20,0) sowie eine Rohertragsquote von 59,0 % (Vj: 57,1 %) zu verzeichnen (die Rohertragsquote entspricht dem Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz zzgl. Bestandsveränderungen).
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| Segment (Euro) | Zeitraum | Inland | EU | Drittland | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Vectron-POS-Kassensysteme | 2015 | 13.513.363 | 5.329.048 | 476.792 | 19.319.202 |
| 2014 | 11.654.569 | 5.254.468 | 424.902 | 17.333.939 | |
| Software | 2015 | 1.882.227 | 608.282 | 85.454 | 2.575.963 |
| 2014 | 1.448.333 | 500.522 | 65.799 | 2.014.654 | |
| Handelsware/Dienstleistung | 2015 | 2.604.966 | 689.101 | 21.932 | 3.315.998 |
| 2014 | 2.420.026 | 629.208 | 20.347 | 3.069.581 | |
| Gesamt | 2015 | 18.000.556 | 6.626.429 | 584.065 | 25.211.163 |
| 2014 | 15.522.928 | 6.384.198 | 511.048 | 22.418.174 | |
| Prozentuale Verteilung | 2015 | 71,4 % | 26,3 % | 2,3 % | 100,0 % |
| 2014 | 69,2 % | 28,5 % | 2,3 % | 100,0 % |
Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen im Wesentlichen auf Personaldienstleistungen und Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH, auf Währungskurserträge und auf Wertanpassungen des Genussrechtskapitals I.
Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von € 30.000 sowie für die Steuerberatung in Höhe von € 12.000.
In 2015 sind Vergütungen für das Genussrechtskapital I in Höhe von € 115.500 sowie für das Genussrechtskapital II in Höhe von € 137.021 angefallen.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in Höhe von € 651.245 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Darüber hinausgehende Beträge resultieren aus Steuern für vergangene Geschäftsjahre.
Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht.
6. Sonstige Angaben
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von liquiditätsschonenden Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf € 7.460.604.
Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften zu Gunsten des verbundenen Unternehmens gem. § 251 HGB in Höhe von € 688.226. Aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.
Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 125 Mitarbeiter (davon 115 Vollzeitangestellte und 10 Teilzeitangestellte) bei der Vectron Systems AG beschäftigt.
Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt. Die Vorstandsgehälter inklusive Aufwandsentschädigungen, Sachbezügen und Gewinnbeteiligungen belaufen sich für Herrn Reckendorf auf € 241.260 (davon erfolgsabhängig: € 27.000) und für Herrn Stümmler auf € 245.592 (davon erfolgsabhängig: € 27.000). Für die Gewährung von Genussrechtskapital I an die Gesellschaft erhalten beide Vorstandsmitglieder eine jährliche Verzinsung von jeweils € 51.975.
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| Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Euro) | davon Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Leasingverpflichtungen* | 3.056.775 | 1.371.255 | 1.685.520 | 0 |
| Mietverpflichtungen | 4.403.829 | 813.015 | 3.252.059 | 338.756 |
| Summe | 7.460.604 | 2.184.270 | 4.937.579 | 338.756 |
* Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 2.671.756 auf, denen leicht höhere Untervermieterträge gegenüberstehen.
Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:
| ― | Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt |
| ― | Herr Heinz-Jürgen Buss (stellv. Vorsitzender), Dipl.-Kaufmann, Geschäftsführer Winkelmann Group GmbH &Co. KG |
| ― | Herr Maurice Oosenbrugh, Kaufmann, Geschäftsführender Gesellschafter EUCON GmbH |
Die Aufsichtsratvergütung für den Vorsitzenden beträgt € 15.000. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder erhalten jeweils € 10.000 als Vergütung.
Münster, den 17. März 2016
Vectron Systems AG
Der Vorstand
Jens Reckendorf
Thomas Stümmler
Jahresabschluss 2015 - ANLAGESPIEGEL
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
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| Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 € |
Umbuchung € |
Zugang € |
Abgang € |
Stand 31.12.2015 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 8.269.428 | 70.570 | 44.084 | 695.724 | 7.688.358 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 82.630 | -70.570 | 26.057 | 0 | 38.117 |
| 8.352.058 | 0 | 70.141 | 695.724 | 7.726.474 | |
| II Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 1.752.695 | 58.707 | 216.268 | 411.198 | 1.616.471 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.002.314 | 0 | 134.383 | 170.229 | 966.468 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 58.707 | -58.707 | 0 | 0 | 0 |
| 2.813.716 | 0 | 350.650 | 581.427 | 2.582.939 | |
| III Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 900.000 | 0 | 0 | 0 | 900.000 |
| 900.000 | 0 | 0 | 0 | 900.000 | |
| 12.065.773 | 0 | 420.791 | 1.277.151 | 11.209.414 |
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| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 € |
Umbuchung € |
Zugang € |
Abgang € |
Stand 31.12.2015 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.719.545 | 0 | 232.078 | 694.488 | 7.257.135 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 7.719.545 | 0 | 232.078 | 694.488 | 7.257.135 | |
| II Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 1.239.127 | 0 | 255.321 | 411.153 | 1.083.295 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 780.664 | 0 | 90.176 | 151.995 | 718.845 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.019.791 | 0 | 345.497 | 563.148 | 1.802.140 | |
| III Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 9.739.336 | 0 | 577.575 | 1.257.637 | 9.059.275 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2015 € |
Stand 31.12.2014 € |
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| --- | --- | --- |
| I Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 431.223 | 549.883 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 38.117 | 82.630 |
| 469.340 | 632.513 | |
| II Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 533.177 | 513.568 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 247.623 | 221.650 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 58.707 |
| 780.799 | 793.924 | |
| III Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 900.000 | 900.000 |
| 900.000 | 900.000 | |
| 2.150.139 | 2.326.437 |
Jahresabschluss 2015 - BESTÄTIGUNGSVERMERK
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang (inkl. Anlagespiegel) - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht (inkl. Kapitalflussrechnung) der
Vectron Systems AG, Münster
für den Zeitraum vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Münster, den 18.04.2016
**KJP TreuConsult GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Frank Pühse, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach dem Gesetz und der Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2015 wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle grundlegenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und stets zeitnah über aktuelle Entwicklungen informiert. Neben den turnusmäßigen Sitzungen berichtete der Vorstand jeden Monat im Rahmen einer festdefinierten Budgetberichterstattung schriftlich über die aktuelle wirtschaftliche Lage, gab einen Ausblick auf den Rest des laufenden Geschäftsjahres und zog Vergleiche mit vorangegangenen Berichtsperioden, so dass jederzeit aktuelle Informationen vorlagen. Rückfragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Bedarfsfall auch außerhalb der Sitzungen vom Vorstand individuell bzw. in Telefonkonferenzen kurzfristig beantwortet.
Zu den Beschlussvorschlägen des Vorstandes hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorgaben seine Entscheidungen abgegeben.
Im Geschäftsjahr 2015 haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.
Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung am 24.03.2015 war die Feststellung des Jahresabschlusses 2014 und die Genehmigung des Lageberichts. Es erfolgten die Beschlussfassungen zum Vorschlag zur Gewinnverwendung und zum Bericht des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss 2014. Weitere Themen waren die Entwicklung der neuen Geschäftsfelder bonVito und Duratec, die zukünftige Unternehmensfinanzierung insbesondere zusätzliche Möglichkeiten der Wachstumsfinanzierung für bonVito, Auswirkungen der Euro/ Dollar-Kursentwicklung, der Stand der "Fiskalisierungen" (regulatorische Auflagen für Kassensysteme) in verschiedenen Absatzmärkten sowie die Vorbereitung der Hauptversammlung.
Am 12.06.2015 fand im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft in Frankfurt eine weitere Sitzung des Aufsichtsrates statt. Es wurden der Verlauf der Hauptversammlung, strategische Optionen in den neuen Geschäftsfeldern und für die Unternehmensfinanzierung sowie aktuelle Entwicklungen im Bereich der "Fiskalisierung" diskutiert.
Die Sitzung am 22.09.2015 befasste sich vor allem mit der Analyse der bisherigen Entwicklung und der Perspektiven in den Geschäftsfeldern Duratec und bonVito, den aktuellen Aktivitäten im Bereich der Unternehmensfinanzierung sowie der internen Reorganisation, mit der die Organisation den sich verändernden Geschäftsmodellen angepasst wird.
Wesentliche Themen der letzten Sitzung des Jahres am 21.12.2015 waren die vorläufige Analyse des Jahresverlaufs 2015, die laufende Planung für das Geschäftsjahr 2016 sowie der aktuelle Stand in Bezug auf die langfristige Wachstumsfinanzierung.
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechungserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Website der Gesellschaft allgemein zugänglich gemacht worden. Die Vectron Systems AG erklärt darin, den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 05.05.2015 mit Ausnahmen zu befolgen. Die Ausnahmen werden aufgrund von unternehmensspezifischen Gegebenheiten als sinnvoll erachtet. Aufgrund der geringen Mitgliederanzahl des Aufsichtsrates (drei Personen) wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.
Der vom Vorstand vorgelegte Lagebericht und Jahresabschluss für das Jahr 2015 wurde von der KJP TreuConsult GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat über die Prüfung in der Aufsichtsratssitzung am 26.04.2016 mündlich berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Nach Prüfung des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht) hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zugestimmt und den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für die im Berichtsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit.
Münster, im April 2016
Für den Aufsichtsrat
Christian Ehlers, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Beschlüsse:
Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2015:
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, von dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von EUR 1.684.700,52
a) einen Teilbetrag in Höhe von EUR 742.499,55 zur Ausschüttung einer Dividende von Euro 0,45 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden,
b) den verbleibenden Teilbetrag von EUR 942.200,97 auf neue Rechnung vorzutragen.