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Vectron Systems AG Management Reports 2010

May 4, 2011

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Management Reports

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Vectron Systems AG

Münster

Jahresabschluss zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

1. Geschäftsverlauf

1.1. Branchenentwicklung

1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

1.3. Produktion und Beschaffung

1.4. Investitionen

1.5. Finanzierung

1.6. Personalbereich

1.7. Vergütungssystem

1.8. Sonstige wichtige Vorgänge

2. Vermögens- und Finanzlage

3. Ertragslage

4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

5. Risikoberichterstattung

5.1. Geschäftsrisiken

5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken

5.3. Finanzrisiken

5.4. IT-Risiken

5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken

5.6. Personalrisiken

5.7. Produktrisiken

6. Prognosebericht

6.1. Zukünftige Branchenentwicklung

6.2. Zukünftige Produktentwicklung

6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung

1. Geschäftsverlauf

1.1 Branchenentwicklung

Der intensive Preiswettbewerb der Vorjahre hat sich in der POS („Point of Sale“)-Branche auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt. Vielfach gesättigte Marktstrukturen führen zu einem beständigen Verdrängungswettbewerb. Da der POS-Markt jedoch regional sehr unterschiedlichen Anforderungen unterworfen ist, sind nur wenige Hersteller auch tatsächlich weltweit tätig. Es ist vielmehr eine mittelständische Wettbewerbsstruktur zu beobachten, in der die Marktteilnehmer häufig regional und nur in einem begrenzten Ausmaß international tätig sind. Der Preiswettbewerb zwingt die gesamte Branche zu regelmäßigen Innovationsprozessen.

In vielen Industriezweigen war im Jahr 2010 nach den starken Umsatzrückgängen durch die internationale Finanzkrise ein deutlicher Aufholprozess zu beobachten. Da nach Beobachtungen des Unternehmens die POS-Branche international sehr unterschiedlich betroffen war, war in 2010 auch keine einheitliche Tendenz zu verzeichnen. Manche Vertriebsregionen konnten leichte Wachstumsraten erzielen, wohingegen andere Ländermärkte weitere Rückgänge zu verzeichnen hatten. Es hat sich gezeigt, dass Investitionsprojekte der Kunden von Vectron häufig durch anhaltend fehlende Finanzierungsmöglichkeiten nicht realisiert werden konnten.

1.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die hohe Installationsbasis und das sehr gut ausgebaute Fachhändlernetz von Vectron innerhalb Deutschlands haben sich in 2010 als sehr positiv erwiesen. Die zurückgekehrte Zuversicht im Inland und das starke Wirtschaftswachstum haben die Inlandsumsätze deutlich ansteigen lassen. Die in den Vorjahren relativ konstante Exportquote von rund 40 % ist im vergangenen Geschäftsjahr daher auf 35 % gesunken. Einen entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung hatte die Einführung einer hauseigenen Finanzierungsmöglichkeit für Kunden aus Gastronomie und Handel. Durch dieses Serviceangebot von Vectron konnten die restriktiven Finanzierungsvorgaben der Leasing- und Hausbanken kompensiert werden. Bereits im ersten vollen Geschäftsjahr hat das Vectron-Finanzierungsangebot einen Gesamtumsatzanteil von 8 % erreicht.

Neben der positiven Entwicklung in Deutschland ist jedoch auch festzuhalten, dass zahlreiche ausländische Vertriebsgebietes weiterhin unter starken Auswirkungen der Finanzkrise leiden. Gründe sind zum einen fehlende wirtschaftliche Zuversicht, aber auch stark eingeschränkte Refinanzierungsmöglichkeiten. Die Umsatzentwicklung von Vectron auf den Auslandsmärkten war sehr uneinheitlich. Während in machen Regionen ein leichtes Wachstum zu verzeichnen war, mussten in anderen Vertriebsgebieten weitere Umsatzrückgänge hingenommen werden.

Das Gesamtumsatzwachstum gegenüber Vorjahr beträgt 7 %. Das reale Umsatzwachstum beträgt rund 3 %, da Sondereffekte aus dem Absatzförderungsmodell zu berücksichtigen sind (auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen).

Traditionell arbeitet Vectron mit sehr kurzen Auftragsvorlaufzeiten und auch entsprechend kurzen Produktionsdurchlaufzeiten. Nennenswerte Auftragsbestände bestehen daher nicht.

1.3 Produktion und Beschaffung

Die Kassensysteme werden auf Basis der sogenannten doppelten Plattformstrategie produziert, d.h. jedes Produkt nutzt die gleiche Anwendungssoftware und kann in jeder Branche eingesetzt werden. Eine konsequente Gleichteilestrategie bei der Hardware ermöglicht effiziente Materialbeschaffungen und schafft eine hohe Flexibilität bei neuen Entwicklungsprojekten. Durch die doppelte Plattformstrategie können sowohl Entwicklungszyklen als auch Beschaffungsprozesse deutlich verkürzt werden.

Vectron bietet unterschiedliche Ausstattungsvarianten für die jeweiligen Kassensysteme an. Da die Produktion erst bei Auftragseingang einsetzt, kann diese Variantenvielfalt in Verbindung mit der Gleichteilestrategie ohne größere Kapitalbindung im Vorratsvermögen dargestellt werden. Der Produktionsprozess beschränkt sich dabei auf die Montage von Baugruppen und vorgefertigten Bauteilen. Durch die enge Einbindung der Vorlieferanten bereits in den Entwicklungsphasen der einzelnen Produkte können hohe Qualitätsstandards erreicht werden. Bei der modulartigen Montage der Kassensysteme fallen keine nennenswerten Energiekosten an.

Zur Gewährleistung einer jederzeitigen Lieferfähigkeit müssen Mindestmengen aller benötigten Bauteile und Baugruppen vorgehalten werden. Eine Ausweitung der Produktpalette führt daher, relativ unabhängig von der Umsatzentwicklung, tendenziell zu einem Lageraufbau. In 2010 ist das Produktportfolio weitestgehend konstant geblieben. Das um 5 % angestiegene Vorratsvermögen liegt geringfügig über dem bereinigten Umsatzwachstum.

1.4 Investitionen

Der Schwerpunkt der Investitionen des Jahres 2010 in Höhe von T€ 324 lag auf der Entwicklung einer neuen Produktgeneration sowie einer neue Elektronik für alle Kassensysteme. Die neuen Produkte werden sukzessive im Jahr 2011 und 2012 eingeführt werden, so dass es in den nächsten zwei Geschäftsjahren zu einer vollständigen Erneuerung des Produktportfolios kommt. Bei der Neu- und Weiterentwicklung der Produkte sind rund 36 % der Belegschaft direkt involviert. Darüber hinaus sind durch den weiteren Mitarbeiteraufbau in 2010 Erweiterungsinvestitionen in die IT-Infrastruktur sowie in neue Arbeitsplätze getätigt worden.

1.5 Finanzierung

Hohe Liquiditätsreserven garantieren die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens auch bei unterjährigen Umsatzschwankungen. Durch einen hohen operativen Cashflow ist zudem die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens deutlich ausgeprägt. Alle mittel- und langfristigen Entwicklungsprojekte sowie die laufenden Investitionen des Geschäftsbetriebs lassen sich mit den vorhandenen liquiden Mitteln bestreiten. Die Finanzierung von Vectron ist auf langfristige Stabilität ausgerichtet.

Als Nachrangkapital wurde in 2006 eine stille Beteiligung (T€ 1.500) mit einer Laufzeit bis Mai 2012 aufgenommen. Darüber hinaus besteht seit 2008 nachrangiges Genussrechtskapital II in Höhe von T€ 2.000 mit einer Laufzeit bis Dezember 2013. Gemäß der mittelfristigen Unternehmensplanung kann eine Rückführung der Nachrangkapitalien aus den vorhandenen liquiden Mitteln erfolgen, ohne das Um- oder Nachfinanzierungen benötigt werden. Kurzfristige Bankdarlehen sind nicht vorhanden.

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen in Form eines Mietvertrages für die Immobilie am Unternehmensstandort sowie für die Refinanzierung des Absatzförderungsmodells. Darüber hinausgehende Leasingverträge für den Fuhrpark, für Werkzeuge und den Messebau spielen nur eine untergeordnete Rolle. Die Gesamtsumme der Leasing- und Mietverpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 10.372. Ein Anteil von T€ 4.404 entfällt dabei auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren.

1.6 Personalbereich

Die Belegschaft ist in den vergangenen drei Jahren deutlich gewachsen. Insbesondere die Bereiche Produktmanagement und Produktentwicklung wurden ausgebaut. Diese Zukunftsinvestitionen sind für Vectron zwingend notwendig, um dauerhaft innovative neue Produktideen, bei gleichzeitiger Verkürzung der Entwicklungszeiten, umsetzen zu können. Die Gesamtanzahl der festangestellten Mitarbeiter lag zum Jahresende bei 104. Hinzu kommen noch fünf Auszubildende sowie 9 freie Handelsvertreter.

Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Unternehmen. Vectron setzt daher bei allen Mitarbeitern auf ein vom Jahresergebnis abhängiges variables, mehrstufiges Vergütungsmodell. Bei guter Ertragslage partizipieren alle Mitarbeiter deutlich von den variablen Gehaltsbestandteilen, die bei rückläufigem Geschäft entsprechend geringer ausfallen. Durch dieses Modell entsteht ein innerhalb der Belegschaft akzeptierter Interessenausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Für leitende Mitarbeiter wurde in 2008 zusätzlich ein Aktienoptionsprogramm aufgelegt, welches ausgeübt werden kann, wenn sich der Kurs des Unternehmens besser als ein ausgewählter Vergleichsindex entwickelt. Weitere Angaben zu den Optionsrechten finden sich im Anhang des Jahresabschlusses.

1.7 Vergütungssystem

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft erhalten neben einer festen Vergütung auch eine ergebnisabhängige Komponente, die an das operative Ergebnis (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) gekoppelt ist. Zudem steht jedem Vorstandsmitglied ein Firmenfahrzeug zur Verfügung. Optionsrechte für den Erwerb von eigenen Aktien werden nicht gewährt.

Der Aufsichtsrat erhält eine jährliche Fixvergütung. Variable Komponenten sind nicht vorgesehen.

Hinsichtlich der Angabe der individualisierten Vergütungen wird auf den Anhang verwiesen.

1.8 Sonstige wichtige Vorgänge

Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.

2. Vermögens- und Finanzlage

Für die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten werden erhebliche finanzielle Mittel aufgewendet. In der Bilanz werden unter den immateriellen Vermögensgegenständen die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne aktiviert. Benötigte Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung.

Da Vectron mit kurzen Auftragsvorlaufzeiten arbeitet und schnelle Reaktionszeiten auf Kundenwünsche ein wichtiges Wettbewerbskriterium darstellen, sind für viele Artikel des Vorratsvermögens Mindestmengen unabdingbar, die nicht unterschritten werden dürfen. Dies führt dazu, dass sich in Phasen von Umsatzschwankungen das Vorratsvolumen i.d.R. unterproportional verändert. Insgesamt ist die Lagerumschlagshäufigkeit des Lagers als sehr gut zu bezeichnen. Positive Effekte entstehen durch die Gleichteilestrategie, die den Zuwachs des Artikelstamms zu begrenzen hilft.

Der Vertrieb von Vectron ist in Form eines Fachhändlernetzes organisiert wodurch sich der Forderungsbestand aus einer Vielzahl von kleineren Einzelforderungen zusammen setzt. Größere Einzelrisiken innerhalb des Bestandes sind insofern nicht vorhanden. Die durchschnittliche Forderungsreichweite liegt zwischen 40 und 60 Tagen. Zahlungsziele oberhalb von 60 Tagen werden nur in Ausnahmefällen vergeben. Die Zahlungsausfälle sind sehr gering. Mögliche Risiken sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in ausreichender Höhe abgedeckt.

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamtkapital beträgt am Abschlussstichtag T€ 10.542. Die Eigenkapitalquote liegt bei 66 %. Unter Berücksichtigung der Nachrangkapitalien (Stille Beteiligung und Genussrechtskapital II) beläuft sich die wirtschaftliche Eigenkapitalquote auf 88 %. Zum Genussrechtskapital I wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.

Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen bestehen in Höhe von T€ 1.892. Diese lassen sich jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedienen. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einer vorübergehend rückläufigen Cashflowsituation ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation von Vectron kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderung der liquiden Mittel wird in einer separaten Kapitalflussrechnung dargestellt. Außerbilanzielle Verpflichtungen sind unter Tz. 1.5. dargestellt.

3. Ertragslage

Die Umsätze konnten im Geschäftsjahr um rund 7 % gesteigert werden. Haupteinflussfaktor für diese positive Entwicklung war eine anziehende Inlandsnachfrage. Darüber hinaus hat das im Inland angebotene Absatzförderungsmodell positive Impulse erzeugt. Unter Berücksichtigung von Sondereffekten aufgrund dieses Modells liegt das bereinigte Umsatzwachstum bei 3 %. Die ausländischen Vertriebsgebiete haben sich sehr uneinheitlich gezeigt. Neben einer Stabilisierung von Ländermärkten waren leider auch in einigen Regionen Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Die Rohertragsquote (Materialeinsatz zzgl. Bestandsveränderungen im Verhältnis zum Umsatz) gem. Gewinn- und Verlustrechnung lag wie im Vorjahr bei 61 %. Unter Einrechnung der Sondereffekte des Absatzförderungsmodells lag diese Quote bei 59 %. Hinsichtlich des Absatzförderungsmodells wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.

Auch im Jahr 2010 wurde die Belegschaft weiter ausgebaut. Der Personalkostenzuwachs entfällt überwiegend auf die Einstellung von neuen Mitarbeitern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zum Vorjahr um etwa 9 % angestiegen. Ein wesentlicher Faktor für diese Zunahme sind direkte Vertriebskosten im Rahmen der Absatzförderung. Daneben wurde zur Unterstützung der ausländischen Vertriebsgebiete die internationale Messepräsenz ausgebaut. Der Anteil der Vertriebskosten an den Gesamtaufwendungen liegt bei 63 %. Auf die Betriebskosten entfallen 26 %. Verwaltungskosten und sowie sonstige Aufwendungen spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Die stille Beteiligung sowie das Genussrechtskapital II weisen variable Zinskomponenten auf. Diese variablen Komponenten haben im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Zuwachs des Zinsaufwandes geführt. Sonstige Zinsen oder ähnliche Aufwendungen sind nur in geringem Maße angefallen. Aufgrund des sehr niedrigen Anlagezinsniveaus konnten trotz erhöhter Liquiditätsbestände die Zinserträge gegenüber Vorjahr nur unterproportional gesteigert werden. Aufgrund der langfristigen Finanzierungsstruktur unterliegt Vectron insgesamt nur geringen Zinsänderungsrisiken.

Einige Vorprodukte der Produktion unterliegen Währungsrisiken. Umsätze werden überwiegend in Euro fakturiert, so dass auf der Absatzseite das Wechselkursrisiko sehr überschaubar bleibt. Eine Absicherung des Einkaufsvolumens erfolgt über derivative Finanzinstrumente. Der Anteil der Fremdwährungen am Gesamteinkauf lag im Jahr 2010 bei rund 32 %. Ungünstige Wechselkursänderungen können daher einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben. Darüber hinausgehend wird die Aufwandsstruktur nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Inflatorische Tendenzen sind momentan nicht erkennbar.

Die Umsatzzuwächse wurden im Geschäftsjahr durch Aufwandssteigerungen kompensiert, so dass die Umsatzrendite nach Steuern mit 1 % auf Höhe des Vorjahres lag. Das Jahresergebnis 2010 beläuft sich auf T€ 300.

4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen.

5. Risikoberichterstattung

Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System installiert und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.

5.1. Geschäftsrisiken

Vectron legt großen Wert auf die strategische Produktentwicklung. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen konnte sich Vectron bislang sehr erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche abkoppeln. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich bei anhaltend schwachem Investitionsklima Investitionsentscheidungen vermehrt anhand des Verkaufspreises und nicht mehr anhand der angebotenen Leistung orientieren. In diesem Fall ist ein Verfall der Margen denkbar, der durch Ausweitung der Umsätze nicht kompensierbar wäre. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.

In vielen Branchen, in denen das technologische Know-how im Mittelpunkt steht, hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Unternehmen, die über einen langen Zeitraum diese Marktführerführerschaft besaßen, ihre Marktposition an neue Wettbewerber abgeben mussten. Das Internetzeitalter führt zu einer Verringerung von Markteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Geschäftsmodelle. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur Überprüfung und Anpassung der eigenen Unternehmensstrukturen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend der Nachfrage angepasst.

Die POS-Branche wird mit steigender Tendenz durch fiskalpolitische Maßnahmen beeinflusst, die mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen darstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass politisch motivierte Entscheidungen häufig nicht international abgestimmt sind und somit unterschiedliche Anforderungen in den jeweiligen Ländermärkte gestellt werden. Hierdurch kann es zu Wettbewerbsverzerrungen oder zu Markteintrittshürden kommen, die die langfristige Entwicklung des Unternehmens stören. Aus diesem Grund erfolgt eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben- und entwürfe, die die POS-Branche direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.

5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken

Der notwendige Aufbau der Belegschaft zum Ausbau der Entwicklungskapazitäten kann dazu führen, dass die interne Prozesskomplexität schneller ansteigt als die positiven Auswirkungen des Kapazitätsaufbaus. Ungenügende interne Prozesse können die Effizienz des Unternehmens damit dauerhaft schmälern. Bei der Einrichtung von neuen Arbeitsplätzen und Funktionen wird daher besonderer Wert auf die Integration der Mitarbeiter geachtet. Neue Prozesse werden schriftlich fixiert und überwacht. Das Unternehmenswachstum soll dabei stets mit einer gesunden internen Organisation einhergehen.

Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden. Da die Umsätze über das Fachhändlernetz von Vectron organisiert werden, verteilen sich die Forderungen auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden Teilzahlungen und Zwischenabrechnungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko bestmöglich begrenzt bleibt. Der größte Fachhändler von Vectron hat in 2010 zu einem Umsatzvolumen von rund 8 % beigetragen.

5.3. Finanzrisiken

Eine schwache Entwicklung des privaten Konsums hat unmittelbare Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft für POS-Systeme. Da insbesondere der private Konsum häufigen und nicht immer vorhersehbaren Schwankungen unterworfen ist, können plötzlich auftretende Schwächephasen den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Um eine bestmögliche Unabhängigkeit von diesen Konjunktureinflüssen zu erreichen, ist die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen ein sinnvoller Lösungsweg, den Vectron seit Jahren beschreitet, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind.

Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden laufend ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bleibt.

Insbesondere im abgelaufenen Geschäftsjahr waren starke Währungsschwankungen zu beobachten. Da Vectron einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährung tätigt, kann ein schwacher Euro-Wechselkurs auch belastend für das Ergebnis sein. Große Fremdwährungspositionen werden daher mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Zudem werden unterjährig günstige Einstandskurse für den Aufbau von Fremdwährungsbeständen genutzt, um das Risiko von Fremdwährungsverlusten zu begrenzen.

5.4. IT-Risiken

Die IT-Infrastruktur hat bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse eine sehr große und noch weiter wachsende Bedeutung. Der Stillstand oder Ausfall von Systemen kann zu empfindlichen Störungen der Unternehmensabläufe führen. Bei Datenverlust könnten Informationen unwiderruflich verloren gehen, so dass auch langfristig Schaden entstehen kann. Vectron legt daher besonderen Wert auf umfangreiche Sicherungsmaßnahmen und Backup-Lösungen. Dem Datenschutz wird dabei durch ein entsprechendes Rechtekonzept Rechnung getragen.

Die Vernetzung von internen Systemen mit anderen Geschäftspartnern und das Anbieten von Internetservicedienstleistungen lässt die Bedrohung durch Spam- und Viren-Attacken ansteigen. Funktionierende Schutzmaßnahmen und regelmäßige Updates der IT-Systeme liegen daher im Fokus des Unternehmens.

5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken

Um bei elektronischen Bauteilen Preisvorteile erzielen zu können, ist i.d.R. die Abnahme größerer Stückzahlen notwendig. Größere Abnahmemengen lassen jedoch die Kapitalbindung des Lagers deutlich ansteigen und verringern gleichzeitig die notwendige Flexibilität bei Produktrevisionen. Vectron schließt daher häufig Rahmenverträge mit maximalen Laufzeiten von einem Jahr, so dass sowohl die Flexibilität des Einkaufs als auch Preisvorteile erhalten bleiben. Jahresverträge schützen zudem vor plötzlichen Preisänderungsrisiken. Preisanpassungen lassen sich so rechtzeitig antizipieren.

Vectron verwendet unter anderem Bauteile, die nur von einem Hersteller erhältlich sind oder sogar eigens für die Vectron-Produktpalette konzipiert wurden. Kommt es zu einem Ausfall des Vorlieferanten, so können diese Bauteile kurzfristig nicht von anderen Lieferanten bezogen werden und es sind Lieferverzögerungen möglich. Der größte Einzellieferant hat im Jahr 2010 mit einem Anteil von 27 % zum gesamten Beschaffungsvolumen beigetragen. Aus diesem Grunde werden für alle spezifischen Bauteile Mindestmengen und, wenn technisch und wirtschaftlich möglich, Ersatzlieferanten vorgehalten, um in angemessener Zeit reagieren zu können.

5.6. Personalrisiken

Der Mitarbeiteraufbau der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass das Akquirieren von qualifiziertem Personal sehr zeitaufwendig und auch kostenintensiv ist. Insbesondere mittelständische Unternehmen stehen in einem starken Wettbewerb mit bekannten Großunternehmen um die besten Fachkräfte. Die Zielrichtung von Vectron (Technologieführerschaft) sowie der intensive Wettbewerb innerhalb der POS-Branche verstärkt die Notwendigkeit für qualifiziertes Fachpersonal zusätzlich. Vectron legt daher großen Wert auf das Betriebsklima sowie sonstige nicht monetäre Zusatzleistungen. Ein finanzieller Anreiz entsteht für alle Mitarbeiter darüber hinaus durch das variable Vergütungsmodell. Auf diese Weise ist es Vectron bislang gelungen sowohl qualifiziertes Personal einzustellen und dieses auch langfristig zu halten.

5.7. Produktrisiken

Die Produktpalette von Vectron unterliegt fortlaufenden Anpassungen, Veränderungen sowie Erweiterungen. Die zunehmende Entwicklungs- und Produktkomplexität kann zu Produktfehlern führen, die letztendlich erheblichen Einfluss auf die Ergebnissituation des Unternehmens haben können. Bei der Erweiterung des Entwicklungsteams standen daher stets auch die Organisationsstrukturen im Vordergrund. Mit verbesserten Planungsprozessen wird der gestiegenen Komplexität begegnet. Darüber hinaus trägt auch eine Produkthaftpflichtversicherung zu einer Risikobegrenzung bei.

6. Prognosebericht

6.1. Zukünftige Branchenentwicklung

Es ist auch zukünftig mit einer hohen Wettbewerbsintensität zu rechnen. Die Gesamtzahl der POS-Installationen wird in den industrialisierten Ländern voraussichtlich nicht ansteigen. In diesen Märkten lassen sich lediglich durch Verdrängungswettbewerb Umsatzzuwächse realisieren. Aufgrund der regional sehr unterschiedlichen Systemanforderungen erscheinen stärkere Konzentrationstendenzen eher unwahrscheinlich, da mögliche Synergieeffekte in Form höherer Stückzahlen durch eine stark ansteigende Produktkomplexität kompensiert würden.

Aufgrund des intensiven Wettbewerbs werden auch zukünftig Preiserhöhungen nur sehr schwer durchzusetzen sein. Lediglich bei echten Innovationen lassen sich höhere Margen durchsetzen. Im Allgemeinen wird jedoch eher eine Tendenz wie in der Telekommunikationsbranche zu beobachten sein, d.h. es wird fortlaufend eine höherwertige technische Ausstattung mit zusätzlichen Leistungen für das gleiche Preisniveau angeboten werden.

Es ist zu erwarten, dass die Vernetzung von POS-Systemen mit Anwendungen aus anderen Branchen weiter zunehmen wird. Insbesondere die stärkere Verbreitung von mobilen Systemen fördert diesen Wandel. Die Anbindung und Integration des Internets an Kassensysteme dürfte in naher Zukunft zu einer Standardanwendung werden. Insbesondere das Anbieten von zusätzlichen Dienstleistungen (z.B. Kundenbindungssysteme) dürfte einen Wandel in der Branche herbeiführen.

6.2. Zukünftige Produktentwicklung

Vectron überarbeitet aktuell die gesamte Produktpalette und wird beginnend ab Frühjahr 2011 mit der Auslieferung des ersten neuen Modells beginnen. Neben einer neuen Designlinie mit zusätzlichen Ausstattungsmöglichkeiten wird insbesondere auch die gesamte Elektronik den aktuellsten Bedürfnissen angepasst. Ein Schwerpunkt bei den Neuentwicklungen liegt weiterhin auf dem Ausbau der mobilen Gerätevarianten.

Parallel zur laufenden Hardwareerneuerung hat Vectron in den vergangenen Jahren ein voll integriertes Kundenbindungssystem („bonVito“) entwickelt. Dieses Kundenbindungssystem ermöglicht dem Nutzer das Anbieten von Kundenkarten, Rabattaktionen oder Stempelheften. Durch die Kassenintegration wird die Einrichtung und Bedienung des Systems stark vereinfacht und Betrugsmöglichkeiten können weitestgehend vermieden werden. Obwohl der Vertriebsstart von bonVito erst zum Ende des Geschäftsjahres 2010 erfolgt ist, ist bereits eine große Marktakzeptanz spürbar (Erträge werden jedoch erst ab 2011 realisiert). Vectron plant den kontinuierlichen Leistungsausbau von bonVito in den nächsten Jahren. Es ist zu erwarten, dass mit diesem Dienstleistungsangebot zukünftig die Abhängigkeit von einmaligen Hardwareverkäufen abnehmen wird und monatliche Rückflüsse aus Dienstleistungsverträgen einen steigenden Umsatzanteil einnehmen werden.

6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung

Das Jahr 2010 hat sich für Vectron in vielen Vertriebsgebieten sehr uneinheitlich gezeigt. Für das Jahr 2011 ist davon auszugehen, dass sich die Situation insgesamt stabilisiert. In den meisten Regionen dürfte sich eine Trendwende abzeichnen. Für positive Impulse wird insbesondere die Ausweitung der hauseigenen Absatzfinanzierung in Ländern mit eingeschränkten Refinanzierungsmöglichkeiten für die Gastronomie und den Handel sorgen. Darüber hinaus ist das neue Dienstleistungsangebot bonVito sehr vielversprechend gestartet. Da Vectron in diesem Bereich ein Alleinstellungsmerkmal besitzt, bieten sich gänzlich neue Ertragspotenziale. Für das Jahr 2011 wird gegenüber 2010 mit einer ansteigenden Nachsteuerrendite gerechnet.

Im Geschäftsjahr 2012 werden die neuen Produkte des Jahres 2011 erstmalig ganzjährig zur Verfügung stehen und entsprechende Umsatz- und Ergebnisbeiträge erzielen. Zudem wird dann voraussichtlich das Kundenbindungssystem bonVito eine weitere Marktverbreitung erfahren, so dass der Dienstleistungsanteil deutlich ansteigen dürfte. Für das Jahr 2012 wird mit einem deutlichen Anstieg der Rentabilität gerechnet.

Münster, den 03. März 2011

Vectron Systems AG

Der Vorstand

Jens Reckendorf

Thomas Stümmler

Bilanz zum 31.12.2010

AKTIVA

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2010 2009
EUR EUR
--- --- ---
A. Anlagevermögen 2.761.850 3.807.366
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.107.353 3.080.243
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.850.953 2.965.100
2. Geleistete Anzahlungen 256.400 115.143
II. Sachanlagen 635.220 706.972
1. Technische Anlagen und Maschinen 291.846 378.840
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 261.374 285.532
3. Geleistete Anzahlungen 82.000 42.600
III. Finanzanlagen 19.277 20.151
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.277 20.151
B. Umlaufvermögen 12.962.325 11.509.824
I. Vorräte 2.314.313 2.198.363
1. Roh-,Hilfs- u. Betriebsstoffe 2.058.081 1.838.194
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 256.232 360.169
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.984.213 3.022.909
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.773.103 2.945.846
davon mit Restlaufzeit über einem Jahr 0 0
2. Sonstige Vermögensgegenstände 211.110 77.063
davon mit Restlaufzeit über einem Jahr 8.591 0
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.663.799 6.288.552
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90.183 96.437
D. Aktive latente Steuern 119.948 181.535
SUMME AKTIVA 15.934.306 15.595.162
PASSIVA
2010 2009
EUR EUR
A. Eigenkapital 10.542.163 10.242.242
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000 1.500.000
- bedingtes Kapital: € 60.000
II. Kapitalrücklage 4.500.000 4.500.000
III. Gewinnrücklagen 40.000 40.000
gesetzliche Rücklage 40.000 40.000
IV. Genussrechtskapital I 3.036.000 3.036.000
V. Bilanzgewinn 1.466.163 1.166.242
B. Rückstellungen 769.562 838.390
1. Steuerrückstellungen 27.862 0
2. Sonstige Rückstellungen 741.700 838.390
C. Verbindlichkeiten 4.622.581 4.514.530
1. Stille Beteiligung 1.500.000 1.500.000
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 0
2. Genussrechtskapital II 2.000.000 2.000.000
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 810.069 504.298
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 810.069 504.298
4. Sonstige Verbindlichkeiten 312.512 510.232
davon aus Steuern 113.731 346.012
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 766 704
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 312.512 510.232
SUMME PASSIVA 15.934.306 15.595.162

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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2010 2009
EUR EUR
--- --- ---
1. Umsatzerlöse 22.027.788 20.515.196
2. Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen 5.231 43.577
3. Sonstige betriebliche Erträge 216.301 174.700
davon aus Währungsumrechnung 0 0
4. Materialaufwand -8.811.424 -8.129.197
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.403.835 -8.032.900
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -407.589 -96.297
5. Personalaufwand -5.193.409 -4.918.760
a) Löhne und Gehälter -4.384.508 -4.182.213
b) Soziale Abgaben und Aufw. f. Altersversorgung und f. Unterstützung -808.901 -736.547
davon für Altersvorsorge -72.355 -63.521
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.368.628 -1.451.368
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.932.873 -5.448.832
davon aus Währungsumrechnung 0 0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 74.505 70.573
davon aus Abzinsung von Rückstellungen 0 0
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -874 -1.318
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.157 -29.736
davon aus Abzinsung von Rückstellungen 0 0
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.009.460 824.835
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -176.342 -264.058
davon aus latenten Steuern -61.587 181.535
13. Sonstige Steuern -5.894 -15.140
14. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -163.490 -129.291
15. Vergütung für Genussrechtskapital -363.813 -318.230
16. Jahresüberschuss 299.921 98.116
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.166.242 1.068.126
18. Bilanzgewinn 1.466.163 1.166.242

Anhang zum Jahresabschluss 2010

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und dem Vertrieb von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktions- als auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.

2. Erläuterungen zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2010 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt. Die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sind erstmalig zur Anwendung gekommen. Nennenswerte Auswirkungen haben sich nicht ergeben. Auf eine Anpassung von Vorjahreszahlen wurde gem. § 67 VIII EGHGB verzichtet.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.

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Kategorie Jahre
EDV-Programme / Sonstige Rechte 3 - 10
POS-Software / Konstruktionspläne 5 - 6
Sachanlagevermögen 3 - 13

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d.h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.

Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Erläuterungen Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Software Quellcodes für die Vectron POS-Software, Vectron Commander Software sowie Hardware Konstruktionspläne der Kassenmodelle. Sowohl Software als auch Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.

Die Vectron Systems AG ist mit 100 % am Tochterunternehmen VectroNet GmbH i.L. (Münster) beteiligt. Am 30.11.2010 wurde der Beschluss zur Auflösung der Gesellschaft gefasst. Die Auflösung wurde am 27.12.2010 im Handelsregister eingetragen.

Das Eigenkapital der VectroNet GmbH i.L. per 31.12.2010 beläuft sich auf € 19.277. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem Jahresfehlbetrag von € 874 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr wurde der Beteiligungsbuchwert auf das Eigenkapital des Tochterunternehmens abgeschrieben. Da der VectroNet GmbH i.L., als handelsrechtlich kleiner Gesellschaft, gem. § 296 II HGB nur eine untergeordnete Bedeutung zukommt, besteht für die Vectron Systems AG mangels weiterer Tochterunternehmen keine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren und Fertige Erzeugnisse spielen nur eine untergeordnete Rolle, da zum einen Streckengeschäfte vollzogen werden und zum anderen keine Lagerproduktion erfolgt.

Zur Absicherung von USD-Währungsschwankungen für Wareneinkäufe ist in den sonstigen Vermögensgegenständen eine Kaufoptionen für den Bezug von bis zu USD 4 Mio. enthalten. Die Option wurde mit dem Marktwert von € 122.509 nach dem Bewertungsmodell von Black Scholes bewertet. Die Laufzeit der Kaufoption erstreckt sich bis März 2012.

In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von € 14.210 enthalten.

Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter sowie der Berücksichtigung von Drohverlustrückstellungen gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9 %.

Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 119.948 aufweisen.

4. Erläuterungen Passiva

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Gez. Kapital- Gesetzl. Genussrechts- Bilanz-
Entwicklung Eigenkapital [EUR] Kapital rücklage Rücklage kapital I gewinn * Summe
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 01.01.2009 1.500.000 4.500.000 40.000 3.036.000 3.168.126 12.244.126
Dividendenauszahlung 0 0 0 0 -2.100.000 -2.100.000
Jahresüberschuss 0 0 0 0 98.116 98.116
Eigenkapital zum 31.12.2009 1.500.000 4.500.000 40.000 3.036.000 1.166.242 10.242.242
Dividendenauszahlung 0 0 0 0 0 0
Jahresüberschuss 0 0 0 0 299.921 299.921
Eigenkapital zum 31.12.2010 1.500.000 4.500.000 40.000 3.036.000 1.466.163 10.542.163

* Im Bilanzgewinn von € 1.466.163 (Vj. € 1.166.242) ist ein Gewinnvortrag von € 1.166.242 (Vj. € 1.068.126) enthalten.

Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 09.07.2013 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Darüber hinaus besteht ein bedingtes Kapital I (€ 45.000) zur Gewährung von Bezugsrechten an leitende Mitarbeiter sowie ein bedingtes Kapital II (€ 15.000) zur Gewährung von Umtausch- oder Bezugsrechten an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen. Der Vorstand hat vom bedingten Kapital I (in 2008) durch Gewährung von 13.000 Aktienoptionen zum Erwerb von 13.000 Aktien Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 26.05.2015 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.

Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Münster (WKN 760860).

Die Wertpapierdarlehensverträge haben eine Laufzeit vom 22.5.2006 bis 31.12.2012 mit Verlängerungsoption. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u.a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung / Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen. Sie werden daher als Genussrechtskapital I gesondert unter dem Eigenkapital ausgewiesen.

Sowohl Darlehnsnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa Group Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa Group Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa Group Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Der ausgewiesene Betrag von € 3.036.000 entspricht der maximalen Gesamtverpflichtung der Gesellschaft.

Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:

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Bezeichnung [EUR]
Urlaub / Überstunden 89.000
Ausstehende Eingangsrechnungen 95.600
Bonuszahlungen 369.600
Übrige Rückstellungen 187.500
741.700

Die nachrangige stille Beteiligung in Höhe von € 1.500.000 hat eine Restlaufzeit bis zum 30.05.2012.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 16.05.2008 kann Genussrechtskapital II in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben werden. Die Gesellschaft hat von diesem Recht in Höhe von € 5.000.000 Gebrauch gemacht, wovon bereits € 2.000.000 beansprucht wurden. Die Genussrechte begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte.

Das nachrangige Genussrechtskapital II in Höhe von € 2.000.000 hat eine Restlaufzeit bis zum 30.12.2013. Der Ausweis erfolgte aufgrund der Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals I gegenüber dem Genussrechtskapital II unter den Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für Genussrechtskapital I+II (€ 164.804) und für die stille Beteiligung (€ 32.165) enthalten.

Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron POS Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Da zu einer vollständigen POS Installation auch Peripherie Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) gehören, runden diese das Gesamtangebot von Vectron ab.

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Segment [EUR] Zeitraum Inland EU Drittland Summe
Vectron POS Kassensysteme 2010 11.142.237 4.204.076 1.344.267 16.690.580
2009 8.859.894 4.796.231 1.062.406 14.718.531
Software 2010 613.987 366.156 146.764 1.126.907
2009 563.815 346.457 145.723 1.055.995
Handelsware / Zubehör 2010 2.565.988 1.331.795 312.518 4.210.301
2009 3.011.481 1.458.667 270.522 4.740.670
Gesamt 2010 14.322.212 5.902.027 1.803.549 22.027.788
2009 12.435.190 6.601.355 1.478.651 20.515.196
Prozentualer Anteil 2010 65,0% 26,8% 8,2% 100,0%
2009 60,6% 32,2% 7,2% 100,0%

Im Geschäftsjahr 2010 kam neben dem klassischen Verkaufsgeschäft von Vectron an Fachhändler erstmalig ganzjährig das Absatzförderungsmodell für Vectron-Kassen "Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden" zum tragen. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 296; Vj: T€ 17) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen (T€ 296; Vj: T€ 19) unter dem Posten Materialaufwand gegenüber. Zudem fallen im Rahmen dieses Modells die im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthaltenen unmittelbaren Vertriebskosten (T€ 793; Vj: T€ 187) an. Unter Eliminierung dieser Effekte ergibt sich eine Umsatzsteigerung von 3 % (T€ 20,3 auf T€ 20,9) und eine Rohertragsquote von 59,3% (Vj: 60,1%).

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von € 24.814 und für die Steuerberatung von € 6.500.

Mit der stillen Gesellschafterin besteht ein Teilgewinnabführungsvertrag. Im Berichtszeitraum sind Gewinne für die stille Gesellschafterin in Höhe von € 163.490 angefallen.

Im Berichtszeitraum sind Vergütungen für das Genussrechtskapital I in Höhe von € 115.500 angefallen. Für das Genussrechtskapital II sind € 248.313 angefallen.

Auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfallen die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag in voller Höhe.

Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht.

6. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf € 10.371.687. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen nicht.

Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 1.584.804 auf.

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Sonstige finanzielle Verpflichtungen [EUR] Gesamt davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Leasingverpflichtungen 1.902.784 629.395 1.273.389 0
Mietverpflichtungen 8.468.903 813.015 3.252.059 4.403.829
Summe 10.371.687 1.442.410 4.525.448 4.403.829

Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 100 Mitarbeiter (davon 93 Vollzeitbeschäftigte und 7 Teilzeitbeschäftigte) bei der Vectron Systems AG angestellt.

Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt. Die Vorstandsgehälter inklusive Aufwandsentschädigungen, Sachbezügen und Gewinnbeteiligungen belaufen sich für Herrn Reckendorf auf € 161.565 (davon erfolgsabhängig: € 23.500) und für Herrn Stümmler auf € 165.763 (davon erfolgsabhängig: € 23.500). Für die Gewährung von Genussrechtskapital I an die Gesellschaft erhalten beide Vorstandsmitglieder eine jährliche Verzinsung von jeweils € 51.975.

Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:

· Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt

· Herr Jörg Niermann (stellv. Vorsitzender), Betriebswirt,Geschäftsführer Eucon GmbH

· Herr Maurice Oosenbrugh, Kaufmann,Geschäftsführender Gesellschafter Eucon GmbH

Die Aufsichtsratvergütung für den Vorsitzenden beträgt € 15.000. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder erhalten jeweils € 10.000 als Vergütung.

Münster, den 03. März 2011

Vectron Systems AG

Der Vorstand

Jens Reckendorf

Thomas Stümmler

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

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Anschaffungskosten [EUR]
01.01.2010 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.494.154 39.561 0 0 7.533.715
2. Anzahlungen 115.143 141.257 0 0 256.400
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.609.297 180.818 0 0 7.790.115
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 652.183 15.510 0 0 667.693
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 549.576 88.258 0 0 637.834
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.600 39.400 0 0 82.000
Summe Sachanlagen 1.244.359 143.168 0 0 1.387.527
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000 0 0 0 30.000
Summe Finanzanlagen 30.000 0 0 0 30.000
Gesamtsumme 8.883.656 323.986 0 0 9.207.642

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Abschreibungen [EUR]
01.01.2010 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.529.054 1.153.708 0 0 5.682.762
2. Anzahlungen 0 0 0 0 0
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.529.054 1.153.708 0 0 5.682.762
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 273.343 102.504 0 0 375.847
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.044 112.416 0 0 376.460
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 537.387 214.920 0 0 752.307
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.849 874 0 0 10.723
Summe Finanzanlagen 9.849 874 0 0 10.723
Gesamtsumme 5.076.290 1.369.502 0 0 6.445.792

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Buchwerte [EUR]
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.850.953 2.965.100
2. Anzahlungen 256.400 115.143
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.107.353 3.080.243
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 291.846 378.840
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.374 285.532
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 82.000 42.600
Summe Sachanlagen 635.220 706.972
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.277 20.151
Summe Finanzanlagen 19.277 20.151
Gesamtsumme 2.761.850 3.807.366

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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2010 2009
EUR EUR
--- --- ---
Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern 476.263 362.174
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.369.502 1.452.686
+/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -91.967 108.603
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 24.789 -10.800
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -72.704 496.796
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 340.499 -4.500
- Gezahlte Ertragssteuern -347.149 -1.352.032
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.699.233 1.052.927
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 6.510
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen -323.986 -309.905
- Auszahlungen für den Erwerb von sonstigen Geschäftseinheiten 0 0
\= Cashflow aus Investitionstätigkeit -323.986 -303.395
- Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) 0 -2.100.000
\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0 -2.100.000
\= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.375.247 -1.350.468
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.288.552 7.639.020
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.663.799 6.288.552

Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2010

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, von dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von EUR 1.466.163

a) einen Teilbetrag in Höhe von EUR 450.000 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,30 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden,

b) den verbleibenden Teilbetrag von EUR 1.016.163 auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat der Vectron Systems AG hat in seiner Sitzung am 24.03.2011 den Jahresabschluss 2010 festgestellt und den Lagebericht 2010 genehmigt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang (inkl. Anlagespiegel) - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht (inkl. Kapitalflussrechnung) der

Vectron Systems AG,

Münster

für das Geschäftsjahr vom 1.1.2010 bis 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Münster, den 07. März 2011

**Dr. Clauß, Dr. Paal und Partner

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Frank Pühse - Wirtschaftsprüfer -

Michael Benkhoff - Wirtschaftsprüfer -