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Vectron Systems AG — Interim / Quarterly Report 2016
Aug 29, 2016
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Interim / Quarterly Report
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... since 1990
Zwischenbericht 01.01. bis 30.06.2016
... since 1990
INHALT
| Zwischenbericht 04 |
|---|
| Lagebericht zum 30.06.2016 04 |
| 1. Geschäftsverlauf . 04 |
| 2. Vermögens- und Finanzlage . 05 |
| 3. Ertragslage . 06 |
| 4. Risikoberichterstattung 07 |
| 5. Prognosebericht . 08 |
| Zwischenbilanz zum 30.06.2016 . 10 |
| Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30.06.2016 . 12 |
| Kapitalflussrechnung zum 30.06.2016 . 13 |
| Anhang zum Zwischenabschluss 30.06.2016 . 14 |
LAGEBERICHT
1. Geschäftsverlauf
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der POS ("Point of Sale")-Branche haben sich gegenüber dem zurückliegenden Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert. Es herrscht weiterhin intensiver Wettbewerb mit tendenziell sinkenden Absatzpreisen bei gleichzeitig höherwertigeren Ausstattungen. Wachstum ist nur durch Produktinnovationen möglich.
Im traditionellen Kassengeschäft hat das Unternehmen weiterhin von den Gesetzesinitiativen zur Fiskalspeicherpflicht für Registrierkassen profitieren können. Im Wesentlichen waren dies die ab dem 01.01.2016 geltende Registrierkassenpflicht für Österreich sowie die Anforderungen der Finanzbehörden an Kassensysteme in Deutschland. Hier läuft Ende 2016 eine Übergangsregelung aus, so dass bis dahin alle Kassensysteme auf eine Einzelaufzeichnung der Verkäufe umgestellt sein müssen.
Neben dem klassischen Fachhändler-Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft mit ihrem Absatzförderungsmodell ihren Endkunden eine attraktive Möglichkeit zur Refinanzierung ihrer Investitionen in neue Kassenmodelle. Dieses Modell wird über das bestehende Vertriebsnetz angeboten und nutzt die Kompetenz und die Marktkenntnisse der Vectron-Fachhandelspartner vor Ort. Das Finanzierungsangebot hat mit einem Umsatzanteil von 16 % zum Gesamtumsatz beigetragen.
Der erzielte Nettoumsatz beträgt für den Berichtszeitraum T€ 14.971 und lag damit 28 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Exportquote beläuft sich auf 30 %.
Der überwiegende Anteil der von Vectron geleisteten Investitionen (in Form von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen) entfällt auf den Personalaufwand für eigene Mitarbeiter und wird unmittelbar ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Eine Aktivierung von Eigenleistungen erfolgt demzufolge nicht. Gemäß Handelsregistereintragung vom 22. April 2016 wurde eine Erhöhung des Grundkapitals durchgeführt. Durch die Platzierung der 149.999 neuen Aktien bei institutionellen Investoren im In- und Ausland flossen der Gesellschaft im Berichtszeitraum brutto 5,925 Mio. Euro zu. Die zufließenden Mittel dienen der Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft für das weitere organische Wachstum der Gesellschaft.
Die nicht in der Bilanz enthaltenen wesentlichen Verpflichtungen (u. a. Mietvertrag für die Immobilie am Unternehmensstandort, Refinanzierung des erfolgreichen Absatzförderungsmodells) belaufen sich auf T€ 7.538 und haben sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag nur unwesentlich um rund 1,05 % erhöht. Für die bonVito GmbH wurden, zur Unterstützung des Absatzfördermodells, Bürgschaftsverpflichtungen eingegangen. Auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen.
Die Belegschaft umfasst per 30.06.2016 137 Mitarbeiter (letzter Bilanzstichtag 125 Mitarbeiter). Hinzuzurechnen sind noch 8 Auszubildende sowie 12 freie Handelsvertreter.
2. Vermögens- und Finanzlage
Das Anlagevermögen ist leicht zurückgegangen. Die Entwicklungsaufwendungen des ersten Halbjahres 2016 fallen überwiegend in Form von Personalaufwendungen an. Als immaterielle Vermögensgegenstände werden die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne aktiviert. Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung. Unter den Finanzanlagen wird die in 2012 gegründete 100%ige Tochtergesellschaft bonVito GmbH ausgewiesen. Die Gesellschaft erbringt Internet-Dienstleistungen in Verbindung mit POS-Systemen. In der Startphase der Gesellschaft sind allgemein übliche sowie geschäftsmodellspezifische Anlaufverluste entstanden. Aufgrund der positiven Zukunftsprognose werden die Anteile an der Gesellschaft zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Hauptproduktlinien von Vectron wurden von der Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt. Der kurzfristig negative Effekt der zusätzlichen Kapitalbindung im Lager wird mittel- und langfristig durch flexiblere Reaktions- und Servicezeiten überkompensiert. Insbesondere den saisonüblichen Nachfrageschwankungen kann erheblich besser begegnet werden.
Die Forderungsbestände sind gegenüber dem letzten Bilanzstichtag leicht angestiegen, bewegen sich aber in einer normalen Schwankungsbreite mit Forderungsreichweiten zwischen 40 und 59 Tagen. Potenziellen Risiken wird durch die Bildung von Einzelund Pauschalwertberichtigungen begegnet.
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.649.999 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamtkapital beläuft sich am 30.06.2016 auf T€ 13.492. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (inkl. Genussrechtskapital) beträgt 67 %.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von T€ 4.271 können jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedient werden. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einem vorübergehend rückläufigen
Cashflow ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderungen des Finanzmittelfonds finden sich in einer separaten Kapitalflussrechnung.
3. Ertragslage
An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass der vorliegende Halbjahresbericht auf der Grundlage des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erstellt wurde. Die erstmalige Anwendung der neuen Bilanzierungsregeln durch das BilRUG ist im HGBEG geregelt und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen. Die Netto-Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um ca. 28 % auf T€ 14.971 angewachsen. Hier konnte im Wesentlichen von den Gesetzesinitiativen zur Fiskalspeicherpflicht für Registrierkassen profitiert werden. Eindeutige Umsatzzuwächse konnten demnach in den Segmenten für Kassensysteme und Handelswaren/Dienstleistungen erzielt werden. Die Rohertragsquote lag mit 59 % auf Vorjahresniveau. Das Zwischenergebnis zum 30.06.2016 beläuft sich auf T€ 585.
Für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH werden Personaldienstleistungen sowie Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten erbracht. Der überwiegende Anteil der sonstigen betrieblichen Erträge entfällt auf diese Dienstleistungen.
Der Personalaufwand ist aufgrund von Personalzuwächsen und höheren variablen Gehaltsbestandteilen deutlich gestiegen. Den größten Anteil des sonstigen betrieblichen Aufwandes nehmen mit ca. 57 % die Vertriebskosten ein. Auf die Betriebskosten entfällt ein Anteil von ca. 25 %. Verwaltungskosten sowie sonstige Aufwendungen spielen nur eine untergeordnete Rolle. Gemäß BiLRUG wurde eine Umgliederung aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand vorgenommen.
Zinsaufwendungen fallen im Wesentlichen für Genussrechtskapitalien an. Zinserträge spielen nur eine untergeordnete Rolle. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsstruktur unterliegt die Gesellschaft nur geringen Zinsänderungsrisiken.
Rund 51 % des Materialeinkaufs wurden im ersten Halbjahr 2016 in einer Fremdwährung bezogen. Um das sich daraus ergebende Wechselkursrisiko zu begrenzen, werden je nach Marktlage derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Wenngleich ungünstige Wechselkursänderungen einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben können, konnte dennoch ein leicht positives Ergebnis aus Wechselkursänderungen erwirtschaftet werden. Die sonstigen Aufwendungen der Gesellschaft werden nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Der Anteil von Umsatzerlösen in Fremdwährungen ist vernachlässigbar. Inflatorische Tendenzen sind aktuell nicht erkennbar.
4. Risikoberichterstattung
Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System installiert und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.
Durch den anhaltenden Preisdruck könnten sich Investitionsentscheidungen speziell bei einer schwachen Konjunktur vermehrt am Verkaufspreis und nicht an der angebotenen Leistung orientieren. Denkbar wäre dann ein Verfall der Margen, der nicht anderweitig kompensierbar wäre. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen hat sich Vectron bislang erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche abgekoppelt. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.
Verschiedene technische Entwicklungen führen zu einer Verringerung der Markteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Produkte und Geschäftsmodelle. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur laufenden Überprüfung und Anpassung der Unternehmensstrategie hat daher eine große Bedeutung. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend an aktuelle Erkenntnisse angepasst.
Die POS-Branche unterliegt immer stärker den Anforderungen der Finanzbehörden. Außer der in vielen Ländern seit langem üblichen Fiskalspeicher-Pflicht gibt es zunehmend strengere Anforderungen an die Erfassung und Speicherung von Umsatzdaten in den Kassensystemen. Diese stellen mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen dar. Entsprechende politische Entscheidungen sind selten international abgestimmt, so dass Wettbewerbsverzerrungen entstehen können.
Es erfolgt daher eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben und -entwürfe, die die POS-Branche direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.
Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden. Die Forderungen verteilen sich auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden Teilzahlungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko begrenzt bleibt. Verschiebungen in der Kundenstruktur können sich jedoch negativ auf das Risiko von Forderungsausfällen auswirken.
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Konjunkturelle Schwankungen wirken sich auf die Investitionsbereitschaft für POS-Systeme aus. Plötzlich und unerwartet auftretende wirtschaftliche Schwächephasen könnten den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen hat sich für Vectron als ein sinnvoller Lösungsweg zur bestmöglichen Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen etabliert, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind.
Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bliebe.
Da die Gesellschaft einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährungen tätigt, können infolge ungünstiger Währungsschwankungen Belastungen für das Ergebnis auftreten. Fremdwährungspositionen werden daher je nach Marktsituation mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Aufgrund der teilweise hohen Volatilitäten stehen diese Absicherungsinstrumente jedoch nicht immer zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung. Eine Absicherung gegen langfristige Wechselkursveränderungen ist nur sehr begrenzt möglich.
5. Prognosebericht
Die Wettbewerbsintensität wird auch zukünftig unverändert stark zu spüren bleiben. Es ist zu erwarten, dass die grundsätzliche Marktstruktur sich nicht verändert, d.h. die Branche wird von vielen kleinen und regionalen Marktteilnehmern dominiert. Aktuell ist zu beobachten, dass sich insbesondere ein Teil der global agierenden Unternehmen weiter aus dem Markt zurückzieht und sich somit die Struktur der vielen kleinen Wettbewerber weiter verfestigt. Insbesondere aufgrund der komplexen Auflagen der Finanzbehörden und spezifischen regionalen Anforderungen der Endkunden lassen sich für viele Anbieter Skaleneffekte nur bedingt realisieren.
Die Anbindung von Kassensystemen an das Internet mit entsprechenden neuen Produkten und Geschäftsmodellen wird weiter zum Wandel der Branche beitragen. Diese Veränderungen werden sich zwar beständig, aber dennoch nicht in der Intensität und Geschwindigkeit der Konsumgüterbranche vollziehen. Die Innovationsfähigkeit der Marktteilnehmer wird zukünftig noch mehr den Erfolg im Wettbewerb bestimmen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt bei Vectron ist nach wie vor die kontinuierliche Weiterentwicklung der verschiedenen Softwareprodukte. Die Vectron Mobile-Apps für iOS- und Android werden weiter ausgebaut. Damit können Smartphones zur Bestelleingabe genutzt werden. Für die Kassensysteme der Marke Duratec erfolgen ebenfalls kontinuierliche Verbesserungen und Anpassungen für weitere Ländermärkte.
Die Hardware für die stationären und mobilen Kassensysteme wird gezielt durch weitere Produkte ergänzt werden, um weitere Nischen (z. B. Metzgereien) im Markt zu besetzen.
Die Backoffice-Funktionen für Reporting, Datenanalyse und Warenwirtschaft werden deutlich ausgebaut – teilweise mit eigenen Produkten, teilweise durch Kooperationen.
Das Vectron-eigene internetbasierte Kundenbindungssystem bonVito, welches durch die Tochtergesellschaft bonvito GmbH vertrieben wird, unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt im weiteren Ausbau der Internet-Services. Das betrifft zum einen den Aufbau eines bonVito-Endkundenportals und zum anderen Reporting- und Administrationsfunktionen.
Münster, den 22. August 2016
Vectron Systems AG Der Vorstand
Jens Reckendorf Thomas Stümmler
ZWISCHENBILANZ ZUM 30.06.2016
| Aktiva | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.06.2016 | 31.12.2015 | |||
| € | € | € € |
||
| A | Anlagevermögen | |||
| I | Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 1. und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 1. Rechten und Werten |
372.356 | 431.223 | ||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 38.117 | 410.472 | 38.117 | |
| II | Sachanlagen | |||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 423.254 | 533.176 | ||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 334.700 | 247.623 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen | 3.012 | 760.966 | 0 | |
| III | Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 900.000 2.071.439 |
900.000 | ||
| B | Umlaufvermögen | |||
| I. | Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.599.662 | 3.100.830 | ||
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 1.283.010 | 5.882.671 | 708.414 | |
| II | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.694.776 | 3.409.512 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 294.731 | ||||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 395.972 | 255.279 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0 | ||||
| - davon aus Lieferungen und Leistungen: € 395.972 | ||||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 114.892 | 4.205.640 | 118.427 | |
| III | Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 9.980.559 20.068.870 |
9.457.664 | |
| C | Rechnungsabgrenzungsposten | 105.476 | 64.613 | |
| D | Aktive latente Steuern | 129.102 | 131.947 | |
| 22.374.887 | 19.396.825 |
| Passiva | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.06.2016 | 31.12.2015 | |||
| € | € | € | ||
| A | Eigenkapital | |||
| I | Gezeichnetes Kapital | 1.649.999 | 1.500.000 | |
| - bedingtes Kapital: € 45.000 | ||||
| II | Kapitalrücklage | 10.274.962 | 4.500.000 | |
| III | Gewinnrücklagen | |||
| gesetzliche Rücklage | 40.000 | 40.000 | ||
| IV | Genussrechtskapital I | 0 | ||
| V | Bilanzgewinn | 1.526.590 | 13.491.551 | 1.684.701 |
| B | Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 729.500 | 473.500 | ||
| 2. Sonstige Rückstellungen | 1.273.715 | 2.003.215 | 1.480.349 | |
| C | Verbindlichkeiten | |||
| 1. Genussrechtskapital II | 1.500.000 | 1.500.000 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0 | ||||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.368.410 | 3.789.470 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 421.060 | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: € 0 | ||||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.651.054 | 1.492.559 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.487.549 | ||||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 359.458 | 2.935.047 | ||
| - davon aus Steuern: € 188.772 (Vj. € 293.224) | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 11.940 (Vj. € 0) | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 359.458 | 6.878.921 | |||
| D | Rechnungsabgrenzungsposten | 1.200 | 1.200 | |
| 22.374.887 | 19.396.825 |
Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30.06.2016
| 01.01–30.06.2016 | 01.01.–30.06.2015 | ||
|---|---|---|---|
| € | € | ||
| 1 | Umsatzerlöse | 14.970.791 | 11.736.007 |
| 2 | Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 2.105.427 | 333.140 |
| 3 | Sonstige betriebliche Erträge, davon aus Währungsumrechnung: € 0 (Vj. € 2.732) |
533.902 | 427.805 |
| 4 | Materialaufwand | -9.119.573 | -5.229.545 |
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -7.580.662 | -4.517.858 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.538.911 | -711.687 | |
| 5 | Personalaufwand | -3.722.533 | -3.263.913 |
| a) Löhne und Gehälter | -3.097.591 | -2.735.885 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für Altersvorsorge: € 33.754 (Vj. € 33.947) |
-624.942 | -528.028 | |
| 6 | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-272.844 | -320.600 |
| 7 | Sonstige betriebliche Aufwendungen, davon aus Währungsumrechnung: € 0 |
-3.237.530 | -3.139.298 |
| 8 | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus Abzinsung von Rückstellungen: € 0 davon aus verbundenen Unternehmen: € 0 |
25.081 | 24.609 |
| 9 | Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon aus Aufzinsung für Rückstellungen: € 0 davon aus verbundenen Unternehmen: € 0 |
-242.445 | -6.598 |
| 10 | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.040.276 | 561.607 |
| 11 | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, davon latente Steuern: Ertrag € 2.845 (Vj.: Ertrag € 1.775) |
-457.491 | -161.079 |
| 12 | Sonstige Steuern | 1.604 | -1.674 |
| 13 | Vergütung für Genussrechtskapital | -126.949 | |
| 14 | Halbjahresüberschuss | 584.389 | 271.905 |
Kapitalflussrechnung zum 30.06.2016
| 01.01.–30.06.2016 | 01.01.–30.06.2015 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern | 1.040.276 | 432.984 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens |
272.844 | 320.600 |
| + Zunahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-211.434 | 260.320 |
| + Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen |
61.000 | 14.020 |
| - Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-2.592.913 | -1.707.932 |
| - Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-2.417.095 | 52.069 |
| - Auszahlungen aus außerordentlichen Posten |
0 | 0 |
| - Gezahlte Ertragssteuern |
-197.042 | -123.854 |
| = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
-4.044.363 | -751.793 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
0 | 1.208 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen |
-194.144 | -142.390 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen |
0 | 0 |
| = Cashflow aus Investitionstätigkeit |
-194.144 | -141.182 |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen |
5.924.961 | 0 |
| - Auszahlung Stille Beteiligung |
0 | 0 |
| - Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) |
-742.500 | -450.000 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten |
0 | 4.000.000 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Krediten |
-421.060 | -60.059 |
| = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit |
4.761.401 | 3.489.941 |
| = Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds |
522.894 | 2.596.966 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
9.457.664 | 5.110.449 |
| = Finanzmittelfonds am Ende der Periode |
9.980.559 | 7.707.415 |
Anhang zum Zwischenabschluss 30.06.2016
1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und des Vertriebs von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktionsals auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.
| Firma: | Vectron Systems AG | |||
|---|---|---|---|---|
| Sitz: | Willy-Brandt-Weg 41, | |||
| 48155 Münster | ||||
| Registergericht: | Amtsgericht Münster | |||
| Handelsregister-Nr.: | B 10502 | |||
| Vertretungsberech | ||||
| tiger Vorstand: | Jens Reckendorf, | |||
| Thomas Stümmler |
2. Erläuterungen zum Zwischenab schluss und zu den Bilanzierungs und Bewertungsmethoden
Der vorliegende Zwischenabschluss zum 30.06.2016 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt. Die erstmalige Anwendung der neuen Bilanzierungsregeln durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz, kurz BilRUG, ist im HGBEG geregelt und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.
| Kategorie | Jahre |
|---|---|
| EDV-Programme/Sonstige Rechte | 3-10 |
| POS-Software/Konstruktionspläne | 5-6 |
| Sachanlagevermögen | 3-13 |
Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d. h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.
Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
3. Erläuterungen Aktiva
Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Hardware-Konstruktionspläne für Kassenmodelle. Die Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.
Die Vectron Systems AG ist mit 100 % an der in 2012 gegründeten Tochtergesellschaft bonVito GmbH beteiligt. Die bonVito GmbH hat ihren Sitz in Münster und befindet sich an der gleichlautenden Anschrift der Muttergesellschaft. Das Eigenkapital der bonVito GmbH beträgt per 30. Juni 2016 € 207.235. Die Gesellschaft hat das erste Halbjahr 2016 mit einem Fehlbetrag von € 60.739 abgeschlossen. Der Beteiligungsbuchwert ist aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens mit den Anschaffungskosten angesetzt. Eine Konzernabschlusspflicht nach § 293 HGB besteht nicht.
Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren spielen nur eine untergeordnete Rolle. Bei einigen Produktlinien wird zur Verkürzung von Lieferzeiten verstärkt von Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt. Der Umfang der Fertigen Erzeugnisse hat sich daher gegenüber dem letzten Bilanzstichtag entsprechend erhöht.
Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9 %.
Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 129.102 aufweisen.
4. Erläuterungen Passiva
Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.
| Entwicklung Eigenkapital (Euro) | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gesetzliche Rücklage |
Genussrechts kapital I |
Bilanz gewinn * |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2015 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 2.760.000 | 951.612 | 9.751.612 |
| Dividendenauszahlung | -450.000 | -450.000 | ||||
| Wertanpassung | -276.000 | -276.000 | ||||
| Umgliederung in sonstige Verbindlich keiten |
-2.484.000 | -2.484.000 | ||||
| Jahresüberschuss | 1.183.089 | 1.183.089 | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2015 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 0 | 1.684.701 | 7.724.701 |
| Dividendenauszahlung | -742.500 | -742.500 | ||||
| Kapitalerhöhung | 149.999 | 5.774.962 | 5.924.961 | |||
| Halbjahresüberschuss | 584.389 | 584.389 | ||||
| Eigenkapital zum 30.06.2016 | 1.649.999 | 10.274.962 | 40.000 | 0 | 1.526.591 | 13.491.551 |
* Im Bilanzgewinn von € 1.526.591 (Vj. € 773.517) ist ein Gewinnvortrag von € 942.201 (Vj. € 501.612) enthalten.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 06. Juni 2018 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Das Grundkapital ist um bis zu € 45.000 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 45.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte der Gesellschaft. Zum Bilanzstichtag wurden 27.500 Bezugsrechte mit einem Volumen von € 27.500 ausgegeben. Es wurden bislang keine Bezugsrechte eingelöst.
Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 12.06.2020 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.
Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Münster (WKN 760860).
Die Wertpapierdarlehensverträge weisen eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 auf. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u. a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung/Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen.
Sowohl Darlehnsnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa-Group-Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa-Group-Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Da der börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie die untere Schwelle unterschritten hat, erfolgte der Ausweis des Genussrechtskapitals in Höhe des Erfüllungsbetrags der Gesellschaft von € 2.484.000. Aufgrund der Endfälligkeit erfolgte der Ausweis nicht mehr unter dem Eigenkapital mit bilanziell gesondertem Ausweis als Genussrechtskapital, sondern unter den sonstigen Verbindlichkeiten.
Die Auszahlung des Genussrechtskapitals erfolgte unter Berücksichtigung von Zinsen in Höhe von T€ 2.521 zum Monatsende Mai.
Folgende von der Alto Invest SA, Frankreich, gemanagte Fonds halten durch Mitteilung vom 04.06.2014 summarisch 85.000 Aktien und ebenso viele Stimmrechte (5,67 %):
- ALTO INNOVATION 2012: 21.190 Aktien und Stimmrechte (1,41 %)
- FORTUNE EUROPE 2013: 28.750 Aktien und Stimmrechte (1,92 %)
- FCPI EUROPE LEADERS: 35.060 Aktien und Stimmrechte (2,34 %)
Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:
| Bezeichnung | Euro |
|---|---|
| Urlaub/Überstunden/Variable Vergütungsbestandteile |
244.385 |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 638.444 |
| Übrige Rückstellungen | 390.886 |
| Summe | 1.273.715 |
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 07.06.2013 kann Genussrechtskapital in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben werden. Die Genussrechte begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von diesem Recht Gebrauch gemacht und Genussrechte in Höhe von € 1.500.000 begeben (Genussrechtskapital II). Das nachrangige Genussrechtskapital II hat eine Restlaufzeit bis zum 15.02.2019.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einem im Juni 2015 aufgenommenen unbesicherten Fördermittelkredit und belaufen sich zum Berichtsdatum auf T€ 3.368.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für die Genussrechtskapitalien II in Höhe von € 153.115 enthalten.
Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.
5. Erläuterungen zur Zwischen- Gewinn- und Verlustrechnung
Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron-POS-Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Darüber hinaus runden Peripherie-Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) sowie
| Segment (Euro) zum 30.06. | Zeitraum | Inland | EU | Drittland | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| POS-Kassensysteme | 2016 | 7.033.825 | 2.582.514 | 143.122 | 9.759.462 |
| 2015 | 5.503.557 | 1.730.117 | 288.230 | 7.521.904 | |
| Software | 2016 | 668.422 | 317.431 | 17.386 | 1.003.239 |
| 2015 | 935.740 | 335.515 | 53.876 | 1.325.131 | |
| Handelsware/Dienstleistung | 2016 | 2.760.105 | 1.308.991 | 51.220 | 4.120.316 |
| 2015 | 1.834.831 | 1.009.750 | 44.391 | 2.888.972 | |
| Gesamt | 2016 | 10.462.352 | 4.208.936 | 211.728 | 14.883.017 |
| 2015 | 8.274.128 | 3.075.382 | 386.497 | 11.736.007 | |
| Umgliederungseffekt BilRUG | 2016 | 87.774 | 87.774 | ||
| Gesamt nach BilRUG | 2016 | 10.550.126 | 4.208.936 | 211.728 | 14.970.791 |
| Prozentualer Anteil | 2016 | 70,5 | 28,3 | 1,4 | 100,0 |
| 2015 | 70,5 | 26,2 | 3,3 | 100,0 |
Dienstleistungen das Gesamtangebot von Vectron ab.
Neben dem klassischen Fachhändler-Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft auch ein Absatzförderungsmodell ("Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden") an. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 953; Vj: T€ 850) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen (T€ 731; Vj: T€ 680) unter dem Posten Materialaufwand gegenüber. Darüber hinaus fallen im Rahmen dieses Modells unmittelbare Vertriebskosten (T€ 796; Vj: T€ 418) an, die im Materialaufwand enthalten sind. Unter Eliminierung dieser Effekte ist ein bereinigter Umsatz von Mio. € 13,4 (Vj: Mio. € 10,3) sowie eine Rohertragsquote von 59,2 % (Vj: 59,7 %) zu verzeichnen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Personaldienstleistungen und Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH.
Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Abschreibungen für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht vorhanden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von € 14.000 und für die Steuerberatung von € 6.000.
Im ersten Halbjahr 2016 sind Vergütungen für das Genussrechtskapital I in Höhe von € 54.847 sowie für das Genussrechtskapital II in Höhe von € 36.467 angefallen.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Halbjahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht.
6. Sonstige Angaben
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von liquiditätsschonenden Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf € 7.537.740.
Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften zu Gunsten des verbundenen Unternehmens gem. § 251 HGB in Höhe von € 736.812. Aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.
Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 143 Mitarbeiter (davon 135 Vollzeitbeschäftigte und 8 Teilzeitbeschäftigte) bei der Vectron Systems AG angestellt.
Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung,
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Euro) | davon Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | ||
| Leasingverpflichtungen* | 3.540.418 | 1.523.928 | 2.016.490 | 0 | |
| Mietverpflichtungen | 3.997.322 | 813.015 | 2.439.044 | 745.263 | |
| Summe | 7.537.740 | 2.336.942 | 4.455.534 | 745.263 |
* Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 3.148.492 auf, denen leicht höhere Untervermieterträge gegenüber stehen.
Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt.
Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:
- Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt
- Herr Maurice Oosenbrugh (stellv. Vorsitzender), Kaufmann, Geschäftsführender Gesellschafter EUCON GmbH
- Herr Heinz-Jürgen Buss, Dipl.-Kaufmann, Geschäftsführer Winkelmann Group GmbH & Co. KG
Münster, den 22. August 2016
Vectron Systems AG Der Vorstand
Jens Reckendorf Thomas Stümmler
Vectron Systems AG • Willy-Brandt-Weg 41 • D-48155 Münster • Telefon: 0251/2856-0 • Fax: 0251/2856-560