Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

USU Software AG Interim / Quarterly Report 2019

May 23, 2019

453_rns_2019-05-23_a2a7bc31-6692-456c-85dc-cf4f6edc94da.html

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

USU Software AG

Möglingen

3-Monatsbericht 2019

USU AUF EINEN BLICK

scroll

3-Monatsbericht 2019 2019 2018
in TEUR, mit Ausnahme der Angaben zum Ergebnis pro Aktie sowie zur Mitarbeiterzahl 01.01.-31.03.2019 01.01.-31.03.2018
--- --- ---
UMSATZERLÖSE 21.975 21.005
BEREINIGTES EBIT 162 752
BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS -315 462
BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) -0,03 0,04
EBITDA 1.022 1.091
EBIT -183 383
KONZERNERGEBNIS -636 473
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) -0,06 0,04
CASH-FLOW AUS DER BETRIEBLICHEN
TÄTIGKEIT 7.630 6.747
MITARBEITER ZUM 31.3. 699 683
31.03.2019 31.12.2018
LIQUIDE MITTEL UND KAPITALANLAGEN 16.257 9.450
EIGENKAPITAL 58.963 59.665
BILANZSUMME 100.736 95.144
EIGENKAPITALQUOTE 58.5% 62,7%

USU Software AG

Spitalhof

D-71696 Möglingen

Tel. +49.7141.4867-0

Fax +49.7141.4867-200

www.usu-software.de

Investor Relations

Falk Sorge & Dr. Thomas Gerick

Tel. +49.7141.4867-351 / 440

Fax +49.7141.4867-108

[email protected]

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,

die USU Software AG befindet sich in inmitten eines Transformationsprozesses vom EinmalLizenz-Geschäft hin zum Cloud- bzw. SaaS-Geschäft, was sich seit dem Jahr 2017 sichtbar auf das Konzernergebnis auswirkt, mittelfristig jedoch zu einer wesentlichen ErgebnisVerbesserung und einer stärkeren Stetigkeit der Geschäftsentwicklung über die Quartale führen wird. Da die SaaS-Aufträge in der Regel Laufzeiten von drei Jahren aufweisen, ist USU zukünftig nicht mehr so stark vom Abschlussquartal eines Jahres abhängig, was die Planbarkeit unserer Umsatz- und Ergebnisentwicklung deutlich verbessern und insofern zu einer höheren Stabilität und Vorhersehbarkeit der Geschäftsentwicklung führen wird.

Mit Blick auf die kommenden Jahre hat der Vorstand daher die Zukunftsinvestitionen, die vor allem in den Personalausbau flossen. gezielt fortgeführt und insofern den Ausbau der Konzernbelegschaft weiter forciert. USU befindet sich innerhalb der IT-Branche in einem hart umkämpften Personalmarkt, benötigt jedoch im Hinblick auf die Mittelfristplanung zusätzliche Fach- und Führungskräfte im In- und Ausland, um das Geschäft weiter voranzutreiben.

Auch wenn sich die damit verbundenen Kosten zunächst negativ auf die Ergebnisentwicklung auswirken, ist der Vorstand überzeugt davon, dass dies unternehmerisch sinnvoll und notwendig ist. Nach dem vergleichsweise positiven Auftaktquartal im Vorjahr blieb das Ergebnis im Berichtsquartal demzufolge noch unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Bereits für das zweite Quartal erwartet der Vorstand jedoch eine Trendwende und wieder einen Ausbau der Profitabilität. Dementsprechend bestätigen wir auch unsere Planung für das laufende Geschäftsjahr, welche konzernweite Umsatzerlöse von EUR 98 - 101 Mio. und zugleich ein Bereinigtes EBIT in Höhe von EUR 7,5 - 10 Mio. vorsieht, Zugleich bekräftigen wir unsere Mittelfristplanung 2021 von EUR 140 Mio. Konzernumsatz - inkl. ca. EUR 15 Mio. aus Akquisitionen - bei einem Bereinigten EBIT von EUR 20 Mio.

Details zur Geschäftsentwicklung von USU im ersten Quartal 2019 sowie zur weiteren Planung können Sie diesem 3-Monatsbericht 2019 entnehmen. Zudem wird der Vorstand diese im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung am 2. Juli 2019 in Ludwigsburg aufzeigen und erläutern. Ein Punkt der Tagesordnung der Hauptversammlung sieht dabei unter anderem vor, für das Jahr 2018 eine Dividende von 40 Eurocent je Aktie auszuschütten. Weitere Tagesordnungspunkte der diesjährigen Hauptversammlung, zu der ich Sie recht herzlich einlade, sind die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018, die Wahl von Gabriele Walker-Rudolf in den Aufsichtsrat der USU Software AG und die Beschlussfassung über die Zustimmung zum Ergebnisabführungsvertrag mit der Konzerntochter USU GmbH sowie die Wahl des Abschlussprüfers für das laufende Geschäftsjahr 2019.

Ihr

Bernhard Oberschmidt,

Vorstandsvorsitzender der USU Software AG

KONZERNLAGEBERICHT (UNTESTIERT)

Grundlagen der USU Software AG und des Konzerns

Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: Aspera GmbH, Aachen, Deutschland; Aspera Technologies Inc., Boston, USA; LeuTek GmbH, LeinfeldenEchterdingen, Deutschland; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Austria GmbH, Wien, Österreich; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik. Zudem bestehen Beteiligungen der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, der USU (Schweiz) AG i.L., Zug, Schweiz; und der USU Consulting GmbH i.L., Sursee, Schweiz, welche nicht mehr operativ tätig sind.

Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) entwickeln und vertreiben Softwarelösungen für wissensbasiertes Servicemanagement. USU ist der größte europäische Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software.

Der Kompetenzbereich IT Management unterstützt Unternehmen mit umfassenden ITIL®-konformen Lösungen für das strategische und operative IT- & Enterprise Servicemanagement. Kunden erhalten mit USU-Lösungen eine Gesamtsicht auf ihre IT-Prozesse sowie ihre IT-Infrastruktur und sind in der Lage, Services transparent zu planen, zu verrechnen, zu überwachen und aktiv zu steuern. Im Bereich Software-Lizenzmanagement gehört USU dabei zu den führenden Herstellern weltweit.

Mit intelligenten Lösungen und ihrer Expertise im Kompetenzfeld Digital Interaction treibt USU die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voran. Durch Standard-Software und Beratungsleistungen werden Service-Abläufe automatisiert und Wissen aktiv für alle Kommunikations-Kanäle und Kundenkontaktpunkte in Vertrieb, Marketing und Kundenservice bereitgestellt. Das Portfolio in diesem Bereich wird durch Software für Industrial Big Data sowie das Service-Segment mit Systemintegration und individuellen Anwendungen komplettiert. Über 1.000 USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft schaffen mit USU-Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken, beispielsweise Allianz, Baloise Group, BOSCH, BMW, Daimler, Deutsche Telekom, Evonik, Heidelberger Druckmaschinen, Jacobs Engineering, Jungheinrich, Poste Italiane, Texas Instruments, VW, W&W oder ZDF.

Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie ist.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU Software AG sowie für den Konzern sind Umsatzerlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT").

Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch verschiedene Sondereffekte beeinflusst wurde und wird, welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU über die Geschäftsjahre hinweg erschweren, hat die Gesellschaft zu Informationszwecken zusätzlich ein Bereinigtes Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte sowie zusätzlicher akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte Konzernergebnis inklusive der damit verbundenen Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten Konzernergebnisses weist die USU Software AG unter Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Stückaktien ferner ein Bereinigtes Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen. Sowohl das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als auch das Bereinigte Ergebnis pro Aktie stellen keine IFRS-bezogenen Kennzahlen dar.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 erwartet der Vorstand, unter Berücksichtigung der jünsten operativen Entwicklungen, die konzernweiten Umsatzerlöse auf EUR 98 - 101 Mio. auszuweiten und zugleich das Bereinigte EBIT auf EUR 7,5 - 10 Mio. zu steigern. Die aktuelle Mittelfristplanung sieht für das Jahr 2021 vor, den Konzernumsatz auf EUR 140 Mio. zu steigern (inklusive etwa EUR 15 Mio. aus Akquisitionen) und gleichzeitig das Bereinigte EBIT auf EUR 20 Mio. auszubauen.

Forschung und Entwicklung

Die USU Software AG investierte in den ersten 3 Monaten 2019 insgesamt TEUR 3.800 (Q1/2018: TEUR 3.512) bzw. 17,3% (Q1/2018: 16,7%) des Konzernumsatzes in Forschung & Entwicklung (F&E). Die seit Jahren überdurchschnittlich hohen und zielgerichtet eingesetzten F&E-Aufwendungen sind die Basis für Produktinnovationen. Diese bilden als Treiber künftiger wirtschaftlicher Erfolge eine der Wachstumssäulen der USU-Gruppe. Die Zahl der angestellten Mitarbeiter in diesem Bereich betrug zum 31. März 2019 insgesamt 196 (31. März 2018: 191). Die F&E-Kosten des USU-Konzerns erfüllen im Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung und werden insofern nicht aktiviert.

Im Geschäftsbereich Valuemation wurde die Version 5.2 der gleichnamigen Softwaresuite für das IT Service Management weiterentwickelt. Funktionale Schwerpunkte sind die Performance-Optimierung, ein neuer Chargeback-Manager sowie die Erweiterung der Shop-Funktionalität. Darüber hinaus wurde an der neuen Architektur für Valuemation gearbeitet, Prototypen für die Integration der Benutzerverwaltung Keycloak erstellt und so genannte Docker-Container realisiert. Parallel entwickelte man die mobile Version von Valuemation weiter.

Das F&E-Team von LeuTek konnte im Betrachtungszeitraum eine neue Version ihrer Monitoring-Software freigeben. Wesentliche Neuerungen sind z.B. die Integration der Container-Technologie Docker, mit der Prozesse und Anwendungen autark ablaufen können, die automatische Synchronisation zwischen verschiedenen ZIS-Systemen, neue Vorlagen für die Überwachung von Office365 sowie benutzerdefinierte Berechnungszeiträume für Service Levels. Im Fokus der weiteren Entwicklungsarbeit liegt die Einbindung von z.B. OpenStreetMaps für die dynamische Anzeige von zustandsbezogenen Objekten (z.B. Filialen, Außenstellen, Konzern-IT).

Bei der USU-Gesellschaft Aspera erfolgte insbesondere die Erweiterung des Software-Master-Katalogs, der um neue Produkteigenschaften wie Edition, Umgebung und Plattform ergänzt wurde. Er beinhaltet die komplexen und vielfältigen Lizenzbestimmungen der Software-Hersteller und dient als Grundlage für das Lizenzmanagement. Des Weiteren wurde die Funktion für die Lizenz-Versionierung bei abgelaufener Wartung neu gestaltet. Verbessert wurden ferner die Möglichkeiten des Imports und der Bedarfsrechnung bei SAP-Anwendungen und -Systemen.

Im Geschäftsfeld unymira wurden die Entwicklungsarbeiten an der Wissensdatenbank Knowledge Center in der Version 7 weitergeführt. Schwerpunkt ist die innovative ergonomische Benutzeroberfläche mit neuen Möglichkeiten für die moderne Wissensarbeit. Fertiggestellt wurde die Self-Service-Anwendung Smart Link 4 mit integriertem Chatbot. Produktiv ist auch die neue Social-Media-Anwendung Version von CONNECT, welche durch intelligentes Skill-based-routing die Kommunikation entsprechend den Mitarbeiter-Fähigkeiten automatisiert. Die Weiterentwicklung von KnowledgeBot sieht insbesondere die Integration des Voice-Service mit Alexa vor.

Das Produkt KatanaGo wurde aufgrund von Kundenanforderungen neu entwickelt und sorgt seit März 2019 für die automatisierte Weiterverarbeitung von Industriedaten und die Bereitstellung von Workflows für den produktiven Einsatz. Der auf Big Data Analytics spezialisierte Geschäftsbereich erweiterte außerdem die Katana-Plattform, die ebenfalls in einer neuen Version verfügbar ist. Wichtigste Änderungen betreffen die Verbesserung und Vereinheitlichung der grafischen Benutzeroberfläche sowie das Rollen- und Berechtigungskonzept.

Im ersten Quartal 2019 erhielt USU Zuschläge für zwei weitere Forschungsvorhaben: Unter der Leitung der USU Software AG entwickelte ein Konsortium das Konzept "Service-Meister", das jetzt für den KI Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgewählt wurde. Ziel ist die Entwicklung einer KI-basierten Service-Plattform für den deutschen Mittelstand. Ein weiteres Projekt ist MesaTech, das die Digitalisierung additiver Fertigungsprozesse anstrebt. USU leitet mittels Mustererkennung aus den Prozessdaten Vorhersagen auf die Produktqualität ab. Diese werden dann zur Korrektur der Fertigungsprozesse genutzt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im ersten Quartal 2019 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß einer ersten Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes ("destatis")1 vom 15. Mai 2019 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,4% gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) nach vorläufigen Berechnungen vor allem aus dem Inland: In Bauten und in Ausrüstungen wurde im 1. Quartal 2019 deutlich mehr investiert als im 4. Quartal 2018. Auch die privaten Konsumausgaben legten gegenüber dem Vorquartal kräftig zu. Die Konsumausgaben des Staates waren hingegen rückläufig. Gemischte Signale kamen von der außenwirtschaftlichen Entwicklung, da sowohl die Exporte als auch die Importe im Vergleich zum Vorquartal zulegten. Im Vorjahresvergleich war das preisbereinigte BIP im 1. Quartal 2019 um 0,6 % höher (kalenderbereinigt: 0,7 %) als im Auftaktquartal des Vorjahres.

Im Euroraum ist das Bruttoinlandsprodukt gemäß einer Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (eurostat)2 im ersten Quartal 2019 ebenfalls um 0,4% gegenüber dem Vorquartal angestiegen. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres Q1/2018 ist das saisonbereinigte BIP des Euroraumes im Auftaktquartal 2019 um 1,2% gestiegen.

1 Vgl. destatis-Pressemitteilung Nr. 184 vom 15. Mai 2019, veröffentlicht unter https://www.destatis.de

2 Vgl. eurostat-Pressemitteilung 76/2019 vom 30. April 2019, veröffentlicht unter http://ec.europa.eu/eurostat

Branchenbezogene Entwicklung

Die IT-Branche in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und die Schweiz) entwickelt sich nach Untersuchungen des Beratungsunternehmens Capgemini3 auch in 2019 positiv. Demnach erwarten 44 Prozent der im Rahmen der IT-Trends-Studie von Capgemini befragten Unternehmen aus der DACH-Region für das Gesamtjahr 2019 steigende IT-Budgets, während 39,2% von zumindest stabilen Budgets ausgingen. Lediglich 2,5% der befragten Unternehmen rechneten mit einem Rückgang der IT-Budgets im Vergleich zum Vorjahr. Die Digitalisierung sei laut Capgemini für mehr als 70 Prozent der Unternehmen eines der wichtigsten IT-Ziele des laufenden Jahres.

Geschäftsentwicklung für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2019

Umsatz- und Kostenentwicklung

Konzernumsatz

Die USU Software AG steigerte im ersten Quartal 2019 den Konzernumsatz nach IFRS um 4,6% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 21.975 (Q1/2018: TEUR 21.005). Dabei profitierte USU insbesondere von einem anziehenden Cloud- und Wartungsgeschäft. So erhöhten sich die Wartungserlöse inklusive der Erlöse aus dem Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäft im Vorjahresvergleich überproportional um 14,7% auf TEUR 6.736 (Q1/2018: TEUR 5.873). Aber auch das Lizenzgeschäft baute USU im Berichtsquartal Q1/2019 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 7,1% auf TEUR 3.002 (Q1/2018: TEUR 2.804) aus. Die Beratungserlöse blieben dagegen mit TEUR 12.125 (Q1/2018: TEUR 12.167) knapp unter dem Vorjahr. Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 112 (Q1/2018: TEUR 161).

Regional betrachtet profitierte USU von einem starken Inlandsmarkt, der die in Deutschland erzielten Umsatzerlöse auf TEUR 16.574 (Q1/2018: TEUR 14.091) ansteigen ließ, während die außerhalb Deutschlands erzielten Umsatzerlöse ungeachtet erfolgreicher Projektabschlüsse in den USA und weltweiter Projektabschlüsse mittels internationaler Vertriebspartner in den ersten drei Monaten 2019 im Vergleich zum sehr starken Vorjahresquartal auf TEUR 5.401 (Q1/2018: TEUR 6.914) zurückgingen. Demgemäß fiel der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz von 32,9% im Vorjahr auf 24,6% im 3-Monatszeitraum 2019.

3 Vgl. Capgemini-IT-Trends-Studie vom 13. Dezember 2018, veröffentlicht unter https://www.capgemini.com/de-de/2018/12/it-budgets-2019/

Umsatz nach Geschäftsfeldern

Das Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, im Knowledge Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data Analytics, Katana. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie Webportale, Apps und Intranets. Das Segment "Produktgeschäft" steuerte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2019 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 16.698 (Q1/2018: TEUR 15.748) zum Konzernumsatz bei, was einem Anstieg um 6,0% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Maßgeblich hierfür war im Wesentlichen der Ausbau des Wartungs- und SaaS-Geschäfts sowie der Lizenzerlöse. Im gleichen Zeitraum blieb der beratungsbezogene Umsatz des Segments "Servicegeschäft" mit einem Anstieg um 0,1% auf TEUR 5.230 (Q1/2018: TEUR 5.227) nahezu konstant.

Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten sich in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2019 auf TEUR 47 (Q1/2018: TEUR 30).

Operative Kosten

Im Zuge der Investitionen in den Personalausbau zur erfolgreichen Umsetzung der Mittelfristplanung erhöhte sich die operative Kostenbasis der USU-Gruppe im Vorjahresvergleich um 10,2% auf TEUR 22.320 (Q1/2018: TEUR 20.249). Zugleich wirkte sich kostensteigernd aus, dass im Berichtsquartal die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 345 gemäß der internationalen Rechnungslegung (IFRS) auf die zugehörigen Funktionskosten (davon Herstellungskosten des Umsatzes: TEUR 18, Marketing- und Vertriebskosten: TEUR 228, Forschung- und Entwicklungskosten: TEUR 97, Allgemeine Verwaltungskosten: TEUR 2) verteilt wurden und zu einem entsprechenden Anstieg dieser Kosten im Vergleich zum Vorjahr führten.

Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im Berichtszeitraum um 8,7% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 10.981 (Q1/2018: TEUR 10.099) an. Maßgeblich hierfür war neben den einbezogenen Abschreibungen insbesondere der nachfragebedingte erhöhte Einsatz freier Mitarbeiter und Partner in Kundenprojekten und die damit verbunden gestiegenen Honorare. Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote erhöhte sich entsprechend von 48,1% im 3-Monatszeitraum 2018 auf nunmehr 50,0%. Das Bruttoergebnis erhöhte sich zugleich von TEUR 10.906 in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 auf TEUR 10.994 im ersten Quartal 2019. Demgegenüber blieb die Bruttomarge im 3-Monatszeitraum 2019 mit 50,0% (Q1/2018: 51,9%) unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum infolge der seit dem Vorjahr forcierten Auslandsaktivitäten und den neu einbezogenen Abschreibungen um 11,9% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 4.674 (Q1/2018: TEUR 4.178). Die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb stieg entsprechend von 19,9% in den ersten neun Monaten 2018 auf 21,3% im Berichtsquartal Q1/2019.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen im Berichtsquartal infolge des Personalausbaus um insgesamt 16,5% gegenüber dem ersten Quartal 2018 auf nunmehr TEUR 2.865 (Q1/2018: TEUR 2.460). Bezogen auf den Konzernumsatz stieg die Verwaltungskostenquote im Dreimonatszeitraum 2019 auf 13,0% (Q1/2018: 11,7%).

Auch die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Zuge der Einbeziehung der Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte in diesen Posten sowie des Personalausbaus im F&E-Bereich im Berichtszeitraum um 8,2 % gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 3.800 (Q1/2018: TEUR 3.512), Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung stieg demzufolge von 16,7% im ersten Quartal 2018 auf nunmehr 17,3% im Berichtsquartal Q1/2019. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Diesbezüglich sei auf den separaten Bericht Forschung und Entwicklung dieses Konzernlageberichts verwiesen. Auch mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge steigender Umsatzerlöse leicht zu senken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen summierten sich in den ersten drei Monaten 2019 auf insgesamt TEUR 162 (Q1/2018: TEUR -14).

Ertragslage

Aufgrund der im Zuge des Personalausbaus im Vorjahresvergleich gestiegenen Kostenbasis blieb das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtsquartal mit TEUR 1.022 (Q1/2018: TEUR 1.091) um 6,3% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Unter Einbeziehung der Abschreibungen von TEUR 1.205 (Q1/2018: TEUR 708) erzielte USU im gleichen Zeitraum ein EBIT von TEUR -183 (Q1/2018: TEUR 383).

Das Finanzergebnis belief sich Berichtszeitraum auf TEUR 0 (Q1/2018: TEUR -56). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag summierten sich im Berichtsquartal auf TEUR -453, während im Vorjahr ein Steuerertrag von TEUR 146 verzeichnet wurde, wobei die Erhöhung des Steueraufwands im Vorjahresvergleich im Wesentlichen aus höheren Ertragssteuern und einem gleichzeitig deutlich gesunkenen latenten Steuerertrag herrührt. Das Konzernergebnis summierte sich entsprechend insgesamt auf TEUR -636 (Q1/2018: TEUR 473), was einem Ergebnis pro Aktie von EUR -0,06 (Q1/2018: EUR 0,04) entspricht.

Bereinigtes Konzernergebnis

Die nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die Überleitungsrechnung zu den nicht IFRS-bezogenen Ergebnis-Kenngrößen Bereinigtes EBIT, Bereinigtes Konzernergebnis sowie Bereinigtes Ergebnis je Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigten Kennzahlen der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich die zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns.

scroll

Bereinigtes Konzernergebnis
in TEUR 01.01.2019 -31.03.2019 01.01.2018 -31.03.2018
--- --- ---
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -183 383
Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmens-
akquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte 345 359
Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte 0 0
Akquisitionsbedingte Sonderfaktoren 0 10
- davon aus Stay-Bonus BIG / unitB technology 0 0
- davon Beratungskosten unitB technology 0 10
- davon aus Kaufpreisanpassungen 0 0
- davon aus Anschaffungsnebenkosten 0 0
Bereinigtes EBIT 162 752
Finanzerträge (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) 19 4
Finanzaufwendungen (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) -19 -60
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) -453 146
Steuereffekte bezogen auf Bereinigungen -24 -380
- davon aus Abschreibungen -24 -28
- davon aus latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 0 -352
Bereinigtes Konzernergebnis -315 462
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR): -0,03 0,04
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien:
Unverwässert und verwässert 10.523.770 10.523.770

Infolge des Ausbaus der Konzernbelegschaft sowie der IFRS-bedingt gestiegenen Abschreibungen und der damit verbundenen höheren Kostenbasis verringerte sich das Bereinigte EBIT im Dreimonatszeitraum 2019 gegenüber dem Vorjahr um etwa drei Viertel auf TEUR 162 (Q1/2018: TEUR 752). Zugleich sank das Bereinigte Konzernergebnis auf TEUR -315 (Q1/2018: TEUR 462). Das Bereinigte Ergebnis je Aktie verringerte sich entsprechend von EUR 0,04 im Vorjahr auf EUR -0,03. Bereits ab dem zweiten Quartal erwartet der Vorstand jedoch positive Auswirkungen aus dem Personalausbau und daraus resultierend eine deutliche Ergebnisverbesserung und insofern die Rückkehr zur Profitabilität

Vermögens- und Finanzlage

Auf der Aktivseite der Bilanz stiegen die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 31. März 2019 im Zuge der initialen Berücksichtigung von IFRS 16 und der damit verbundenen Aktivierung der Nutzungsrechte auf TEUR 61.172 (31. Dezember 2018: TEUR 57.246). Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im gleichen Zeitraum von TEUR 37.898 zum 31. Dezember 2018 auf jetzt TEUR 39.563, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Konzernliquidität (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. Wertpapiere) zurückzuführen ist, die zum 31. März 2019 auf TEUR 16.257 (31. Dezember 2018: TEUR 9.450) anstieg. Maßgeblich hierfür ist insbesondere die kundenseitige Rechnungsbegleichung, was zugleich mit einem Forderungsrückgang einherging sowie die bereits zu Jahresbeginn erfolgte kundenseitige Zahlung der Wartungsrechnungen.

Auf der Passivseite der Bilanz sank das Eigenkapital der USU-Gruppe im Zuge des negativen Konzernergebnisses von TEUR 59.665 zum 31. Dezember 2018 auf TEUR 58.963 zum 31. März 2019. Zugleich stieg das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 31. März 2019 auf TEUR 41.773 (31. Dezember 2018: TEUR 35.479). Dieser Anstieg resultiert aus erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die aus bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungsverträgen, für die eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahreserlauf erfolgt, herrühren sowie aus der initialen Berücksichtigung von IFRS 16 und des damit verbundenen erstmaligen Ausweises der Leasingverbindlichkeiten.

Bei einer Bilanzsumme von TEUR 100.736 (31. Dezember 2018: TEUR 95.144) belief sich die Eigenkapitalquote zum 31. März 2019 auf 58,5% (31. Dezember 2018: 62,7%).

Cash-Flow und Investitionen

Zum 31. März 2019 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel (ohne Wertpapiere) von TEUR 16.257 (Q1/2018: TEUR 19.207). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um TEUR 2.950 bzw. 15,4%, der unter anderem aus der zwischenzeitlichen Dividendenzahlung an die USU-Aktionäre in Höhe von TEUR 4.209 herrührt. Demgemäß steigerte USU die Konzernliquidität im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018, an dem USU über liquide Mittel von TEUR 9.450 verfügte, um 72,0%.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von USU stieg im Vorjahresvergleich von TEUR 6.747 im 3-Monatszeitraum 2018 auf nunmehr TEUR 7.630. Verantwortlich hierfür sind im Wesentlichen punktuelle Veränderungen des Working Capitals, wie beispielsweise die gezielte Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein aktives Forderungsmanagement.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -319 (Q1/2018: TEUR -209) beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -526 (Q1/2018: TEUR 0) resultiert aus der initialen Anwendung von IFRS 16 und beinhaltet Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.

Auftragsbestand

Zum Ende des ersten Quartals 2019 summierte sich der konzernweite Auftragsbestand der USU-Gruppe auf TEUR 51.739 (31. März 2018: TEUR 46.103) und lag damit um TEUR 5.636 bzw. 12,2% über dem Vorjahreswert und erstmals über der 50-Millionen Euro-Marke. Dieser Anstieg resultiert unter anderem aus einem gestiegenen SaaS-Bestand der USU-Gruppe. Auch gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2018: TEUR 49.178) baute USU den Auftragsbestand um 5,2% aus.

Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.

Mitarbeiter

Zum 31. März 2019 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 2,3% auf 699 (31. März 2018: 683) Mitarbeiter aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU zum Ende des ersten Quartals 2019 insgesamt 314 (31. März 2018: 314) Mitarbeiter im Bereich Beratung und Services, 196 (31. März 2018: 191) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, 93 (31. März 2018: 96) Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 96 (31. März 2018: 82) Mitarbeiter in der Administration. Segmentbezogen waren 493 (31. März 2018: 491) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 110 (31. März 2018: 110) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie 96 (31. März 2018: 82) Mitarbeiter im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat USU ungeachtet des anhaltenden Fachkräftemangels in der IT-Branche ihre Konzernbelegschaft auch im Auftaktquartal 2019 zielgemäß mit Blick auf die Mittelfristplanung ausbauen können.

Nachtragsbericht

Für den Nachtragsbericht verweisen wir auf den Konzernanhang dieses 3-Monatsberichts 2019.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

nach Untersuchung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose4 vom 4. April 2019, an der die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mitwirkten, hat sich die Konjunktur in Deutschland seit Mitte des Jahres 2018 merklich abgekühlt. Der langjährige Aufschwung sei damit offenbar zu einem Ende gekommen. Die schwächere Dynamik wurde gemäß der Gemeinschaftsdiagnose sowohl vom internationalen Umfeld als auch von branchenspezifischen Ereignissen ausgelöst. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich - auch aufgrund politischer Risiken - eingetrübt, und das Verarbeitende Gewerbe habe mit Produktionshemmnissen zu kämpfen. Die deutsche Wirtschaft durchlaufe nunmehr eine Abkühlungsphase, in der die gesamtwirtschaftliche Überauslastung zurückgeht.

Die Institute erwarten für das Jahr 2019 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,8% und damit über einen Prozentpunkt weniger als noch im Herbst 2018. Die Gefahr einer ausgeprägten Rezession mit negativen Veränderungsraten des Bruttoinlandsprodukts über mehrere Quartale halten die Institute jedoch bislang für gering, jedenfalls solange sich die politischen Risiken nicht weiter zuspitzen. Für das Jahr 2020 bestätigen die Institute ihre Prognose aus dem vergangenen Herbst: Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2020 um 1,8% zunehmen.

Die Konjunktur der Weltwirtschaft wird gemäß der Gemeinschaftsdiagnose zwar aufwärtsgerichtet bleiben, aber ebenfalls geringer als noch im Herbst 2018 prognostiziert. So erwarten die Institute gemäß der aktuellen Prognose für dieses Jahr einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion von nur noch 2,7%, statt der zuvor erwarteten 3,0%. Dabei wirken sich insbesondere die weiterhin schwelenden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA auf der einen und China bzw. der Europäischen Union auf der anderen Seite und die damit verbundene hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit gemäß der Gemeinschaftsdiagnose negativ auf die Konjunktur aus Hinzu komme die Unsicherheit über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Für 2020 erwarten die Institute einen weltweiten BIP-Anstieg von ebenfalls 2,7%.

4 Vgl. Gemeinschaftsdiagnose #1 -2019 Frühjahr 2019 vom 4. April 2019, veröffentlicht unter www.gemeinschaftsdiagnose.de

Branche

Die Digitalisierung stellt nach Informationen des Branchenverbandes BITKOM5 in Deutschland alle Zeichen auf Wachstum. So wird die deutsche ITK-Branche, bestehend aus Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik, nach Prognosen von BITKOM durch die Digitalisierung auch im Jahr 2019 einen Wachstumsschub verzeichnen. Demnach erwartet BITKOM allein für den deutschen IT-Markt im laufenden Jahr 2019 ein Wachstum um 2,5% auf 92,2 Mrd. Euro (2018: 89,9 Mrd. Euro). Das mit Abstand größte Wachstum verzeichnet laut BITKOM dabei das Software-Segment, für das BITKOM ein Wachstum von 6,3% auf 26,0 Mrd. Euro (2018: 24,4 Mrd. Euro) vorhersagt. Aber auch der Bereich IT-Dienstleistungen soll mit einem Plus von 2,3% auf 40,8 Mrd. Euro (2018: 39,9 Mrd. Euro) überdurchschnittlich stark wachsen. "Die Digitalisierung ist in allen Branchen kein Nice-to-have, sondern ein absolutes Must-do. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach IT-Beratern und Software-Anwendungen, um Produkte, Wertschöpfungsnetze und Unternehmenskultur weiterzuentwickeln und auf das digitale Zeitalter auszurichten", kommentiert BITKOM-Präsident Achim Berg. Für den weltweiten IT-Markt sagt das Marktforschungsunternehmen Gartner6 in seinem am 17. April 2019 veröffentlichten Ausblick für den globalen IT-Markt einen Anstieg der IT-Ausgaben in 2019 um 1,1% gegenüber dem Vorjahr auf 3.790 Mrd. Dollar (2018: 3.747 Mrd. Dollar) voraus. Damit reduzierte Gartner die Prognose gegenüber dem Vorquartal, was im Wesentlichen aus erwarteten Wechselkurseffekten infolge eines erstarkenden US Dollars herrühren soll. So erwartet Gartner, für 2019, dass sich der US-Dollar stärker entwickelt, während er aufgrund unsicherer wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen und Handelskriege enormen Schwankungen ausgesetzt sein wird.

Die wesentlichen Wachstumsbereiche sind laut Gartner auch weltweit die Segmente Unternehmenssoftware und IT-Services mit Anstiegen um 7,1% auf 427 Mrd. Dollar (2018: 399 Mrd. Dollar) bzw. um 3,5% auf 1.016 Mrd. Dollar (2018: 982 Mrd. Dollar), was im Wesentlichen aus der Digitalisierung und der Verschiebung der IT-Ausgaben der Unternehmen in Richtung Cloud-Geschäft herrührt. Ein zentrales Thema werde dabei Künstliche Intelligenz (KI) sein. So werde KI laut Gartner in viele bestehende Produkte und Dienstleistungen eingebettet.

5 Vgl. BITKOM-Pressemitteilung vom 10. lanuar 2019, veröffentlicht unter www.bitkom.de

6 Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 15. Mai 2018, veröffentlicht unter www.gartner.com

Ausblick

Für die USU Software AG erwartet der Vorstand für das Gesamtjahr 2019 bei Umsatz und insbesondere dem operativen Ergebnis wieder stärker zu wachsen und so den langfristigen Wachstumstrend in Bezug auf Bereinigtem EBIT und Konzernumsatz fortzusetzen, wobei der Trend in Richtung SaaS-Geschäft das Wachstum auch im laufenden Geschäftsjahr etwas verlangsamen wird. Zwar erwartet der Vorstand, dass ein Großteil der Projektverschiebungen in den USA aus dem Vorjahr in diesem Jahr zu Aufträgen führen und so zu einer positiven Geschäftsentwicklung beitragen werden, jedoch ist noch nicht absehbar, ob die Unternehmen sich für eine Einmallizenz oder ein SaaS-Projekt entscheiden. Unabhängig davon erwartet der Vorstand positive Effekte aus den getätigten Auslandsinvestitionen der Vorjahre, die vor allem in den Ausbau des Vertriebs und in Marketingaktivitäten flossen. Zudem soll sich die zunehmende Marktdurchdringung des Knowledge Management-Portfolios, das in 2018 in den Auslandsmärkten eingeführt wurde, positiv auf das Auslandsgeschäft auswirken. Zugleich soll sich das Inlandsgeschäft erfolgreich weiterentwickeln und zu einem weiteren Ausbau des Produktgeschäftes führen, aus welchem die USU-Gruppe Lizenz-, Wartungs- sowie produktbezogene Beratungserlöse erzielt. Aber auch das Servicegeschäft, das im Vorjahr in den neu formierten Bereich Unymira einfloss und bereits eine hohe Auslastung der Berater aufweist, soll sowohl im Angestelltenbereich als auch die Einbindung freier Mitarbeiter und Partner weiter leicht zulegen. In Summe geht der Vorstand davon aus, im Geschäftsjahr 2019 wieder deutlich stärker als der Markt zu wachsen. Ein maßgebliches Indiz dieser Prognose ist der konzernweite Auftragsbestand, der zum 31. März 2019 im Vorjahresvergleich um 12,2% auf TEUR 51.739 (2018: TEUR 46.103) angestiegen ist. Die Planung für 2019 sieht entsprechend vor, die konzernweiten Umsatzerlöse auf EUR 98 - 101 Mio. auszuweiten und das Bereinigte EBIT überproportional auf EUR 7,5 - 10 Mio. zu steigern. Zugleich bekräftigt der Vorstand die Mittelfristplanung 2021 von EUR 140 Mio. Konzernumsatz bei einem Bereinigten EBIT von EUR 20 Mio., wobei in dieser Planung auch akquisitorisches Wachstum von etwa EUR 15 Mio. berücksichtigt wurde. Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.

Unter den vorgenannten Prämissen plant der Vorstand, auch für das Geschäftsjahr 2019 die Anteilseigner der USU Software AG wie in den Vorjahren wiederum am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft maßgeblich zu beteiligen und die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung einer Dividende vorsieht, die nie unter dem Vorjahreswert liegt und etwa der Hälfte des erwirtschafteten Gewinns entsprechen soll, fortzuführen.

Chancen- und Risikobericht

Bezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 vor. Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht 2018 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.

USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).

Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.

Nach einem schwächeren Jahresende 2018 mit überwiegend rückläufigen Kursen waren die Aktienmärkte im Berichtsquartal wieder deutlich aufwärtsgerichtet und verzeichneten überwiegend eine positive Performance. Zum Stichtag 31 März 2019 verblieb dabei auf Quartalssicht beim Deutschen Aktienindex (DAX) auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA ein Kursgewinn gegenüber dem Stichtag des Vorquartals von 9,2% auf 11.526,04 Punkte (31. Dezember 2018: 10.558,96 Punkte). Auch der Technology All Share-Index erzielte im Vergleich zum Vergleichsstichtag des Vorquartals auf XETRA einen Kurszuwachs von 14,7% auf 3.213,11 Punkte (31. Dezember 2018: 2.802,48 Punkte).

Dagegen blieb die USU-Aktie im Zuge der Prognoseanpassung zum Ende des Jahres 2018 mit einer Quartals-Performance von -7,3% auf EUR 14,60 (31. Dezember 2018: EUR 15,75) sichtbar hinter den Vergleichsindizes zurück.

Möglingen, 23. Mai 2019

USU Software AG

scroll

Bernhard Oberschmidt Bernhard Böhler Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand

KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)

AKTIVA

scroll

in TEUR 3-Monatsbericht 31.03.2019 Jahresabschluss 31.12.2018
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 6.522 6.903
Geschäfts- oder Firmenwerte 41.183 41.183
Sachanlagen 2.178 2.157
Nutzungsrechte IFRS 16 4.273 0
Finanzielle Vermögenswerte 793 773
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 283 290
Aktive latente Steuern 5.940 5.940
Langfristige Vermögenswerte 61.172 57.246
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 587 466
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen 4.044 4.526
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.337 19.443
Forderungen aus Ertragsteuern 1.029 943
Finanzielle Vermögenswerte 362 1.033
Übrige Vermögenswerte 512 881
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1.436 1.156
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.257 9.450
Kurzfristige Vermögenswerte 39.564 37.898
Aktiva, gesamt 100.736 95.144

PASSIVA

scroll

in TEUR 3-Monatsbericht 31.03.2019 Jahresabschluss 31.12.2018
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 10.524 10.524
Kapitalrücklage 52.792 52.792
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital -264 -198
Übriges Eigenkapital -4.089 -3.453
Eigenkapital 58.963 59.665
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 250 250
Pensionsrückstellungen 2.338 2.311
Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 2.111 0
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 1.345 1.015
Passive latente Steuern 2.150 2.174
Langfristige Schulden 8.194 5.750
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 662 616
Finanzielle Verbindlichkeiten 105 855
Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 2.164 0
Verbindlichkeiten aus dem Personal- und Sozialbereich 5.921 7.589
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.516 3.389
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 4.692 6.563
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.204 3.689
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 15.315 7.028
Kurzfristige Schulden 33.579 29.729
Passiva, gesamt 100.736 95.144

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (UNTESTIERT)

scroll

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Quartalsbericht Quartalsbericht 3-Monatsbericht 3-Monatsbericht
in TEUR I/2019 I/2018
--- --- --- --- ---
01.01.2019 01.01.2018 01.01.2019 01.01.2018
--- --- --- --- ---
31.03.2019 31.03.2018 31.03.2019 31.03.2018
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 21.975 21.005 21.975 21.005
Herstellungskosten des Umsatzes -10.981 -10.099 -10.981 -10.099
Bruttoergebnis vom Umsatz 10.994 10.906 10.994 10.906
Vertriebs- und Marketingaufwendungen -4.674 -4.178 -4.674 -4.178
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -2.865 -2.460 -2.865 -2.460
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -3.800 -3.512 -3.800 -3.512
Sonstige betriebliche Erträge 255 247 255 247
Sonstige betriebliche Aufwendungen -93 -261 -93 -261
Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte 0 -359 0 -359
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) -183 383 -183 383
Finanzerträge 19 4 19 4
Finanzaufwendungen -19 -60 -19 -60
Gewinn vor Steuern (EBT) -183 327 -183 327
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -453 146 -453 146
Periodenüberschuss -636 473 -636 473
Ergebnis je Aktie (in EUR) auf Basis des Ergebnisanteils der Aktionäre der USU Software AG:
Unverwässert und verwässert -0,06 0,04 -0,06 0,04
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien:
Unverwässert und verwässert 10.523.770 10.523.770 10.523.770 10.523.770

KONZERN-GESAMTERGEBNIS RECHNUNG (UNTESTIERT)

scroll

GESAMTERGEBNISRECHNUNG Quartalsbericht Quartalsbericht 3-Monatsbericht 3-Monatsbericht
in TEUR I/2019 I/2018
--- --- --- --- ---
01.01.2019 01.01.2018 01.01.2019 01.01.2018
--- --- --- --- ---
31.03.2019 31.03.2018 31.03.2019 31.03.2018
--- --- --- --- ---
Konzernergebnis -636 473 -636 473
Posten, die nicht aufwands- oder ertragswirksam Umgegliedert werden können:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen 0 0 0 0
Latente Steuern auf Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 0 0 0
Posten, die später aufwands- oder ertragswirksam Umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung -66 37 -66 37
Übriges Konzernergebnis nach Steuern -66 37 -66 37
Konzern-Gesamtergebnis -702 510 -702 510

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)

scroll

Konzern-Kapitalflussrechnung 3-Monatsbericht 3-Monatsbericht
in TEUR 01.01.2019-31.03.2019 01.01.2018-31.03.2018
--- --- ---
CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.205 708
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -39 12
+/- Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.128 5.258
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.197 1.100
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 0 56
+/- Ertragsteuererstattungen/Ertragsteuerzahlungen -477 -717
+/- Gezahlte Zinsen/ erhaltene Zinsen -1 3
+/- Ertragssteueraufwand/-ertrag 453 -146
CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 7.630 6.747
CASH-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT:
- Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erhaltener Zahlungsmittel 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2 -11
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -318 -198
+ Einzahlungen aus Positionen, die nicht der betrieblichen Tätigkeit oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 0 0
CASH-FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT: -319 -209
CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT:
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 0
- Tilgung von Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb von Tochterunternehmen 0 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -526 0
CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: -526 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 6.785 6.538
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 22 -46
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.450 12.715
FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 16.257 19.207
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 16.257 19.207
16.275 19.207

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (UNTESTIERT)

scroll

Entwicklung des KonzernEigenkapitals Kumuliertes sonstiges Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage GewinnRücklage Pensionspläne Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Anzahl TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2018 10.523.770 10.524 52.792 --205 -228 123
Konzernergebnis 473
Übriges Ergebnis nach Steuern 38
Gesamtergebnis 0 0 0 473 0 38
Dividendenzahlung
Konsolidiertes
Eigenkapital zum 31. März 2018 10.523.770 10.524 52.792 268 -228 161
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2019 10.523.770 10.524 52.792 -3.453 -208 10
Konzernergebnis -636
Übriges Ergebnis nach Steuern -66
Gesamtergebnis 0 0 0 -636 0 -66
Dividendenzahlung
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. März 2019 10.523.770 10.524 52.792 -4.089 -208 -56

scroll

Entwicklung des KonzernEigenkapitals
Eigenkapital
--- ---
TEUR
--- ---
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2018 63.006
Konzernergebnis 473
Übriges Ergebnis nach Steuern 38
Gesamtergebnis 511
Dividendenzahlung 0
Konsolidiertes
Eigenkapital zum 31. März 2018 63.517
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2019 59.665
Konzernergebnis -636
Übriges Ergebnis nach Steuern -66
Gesamtergebnis -702
Dividendenzahlung 0
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. März 2019 58.963

Grundsätze zur Rechnungslegung

Die USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442 eingetragen.

Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt.

Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2018 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 3-Monatsbericht 2019 ist daher in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2018 zu lesen.

Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung.

Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der konsolidierten Gesellschaften angewendet.

Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.

Erstmalig angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Zum 1. Januar 2019 hat die USU Software AG im Zuge der Übernahme der neuen Regelungen von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ihre Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geändert. Entsprechend der von USU gewählten Übergangsmethode gemäß IFRS 16 erfolgt keine Anpassung der Vorperioden. Demzufolge werden im Jahr 2019 die Veränderungen von EBIT, Vermögenswerten und Schulden im Jahresvergleich von den neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beeinflusst.

Die Erstanwendung von IFRS 16 führt im ersten Quartal 2019 zu folgenden Übergangsauswirkungen aus der Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Infolge der Aktivierung von Nutzungsrechten erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 4.273. Zugleich erhöhten sich die Verbindlichkeiten aufgrund der Aktivierung von Leasingverbindlichkeiten um TEUR 4.275 (davon langfristig: TEUR 2.111; davon kurzfristig: TEUR 2.164).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind aufgrund der Ausbuchung von abgegrenzten Mieten um TEUR 0 niedriger.

In der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung von USU wurden Abschreibungsaufwendungen für Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 528 und Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3 erfasst.

In der Konzern-Kapitalflussrechnung von USU erhöhte sich der operative Cash Flow um TEUR 526, während sich der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit um TEUR 526 verringerte.

Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buch- und beizulegenden Zeitwerte (Fair Value) der Finanzinstrumente des Konzerns dargestellt:

scroll

in TEUR 31.03.2019 31.12.2018
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
--- --- --- --- ---
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen 4.044 4.044 4.526 4.526
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.337 15.337 19.443 19.443
Finanzielle Vermögenswerte 362 362 1.033 1.033
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.257 16.257 9.450 9.450
36.000 36.000 34.452 34.452

scroll

in TEUR 31.03.2019 31.12.2018
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
--- --- --- --- ---
Finanzverbindlichkeiten 355 355 1.105 1.105
Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 4.275 4.275 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.204 3.204 3.689 3.689
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 4.692 4.692 6.563 6.563
12.526 12.526 11.357 11.357

Gemäß IFRS 13 ist der Fair Value als Preis definiert, den man im Zuge eines geordneten Geschäftsvorfalls unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Dabei ist eine Fair Value-Hierarchie mit drei Bewertungsstufen zu unterscheiden, welche sich danach richten, ob der Fair Value von Finanzinstrumenten auf Grundlage von veröffentlichen Marktpreisen (Stufe 1), auf Basis von Ableitungen aus veröffentlichten Marktpreisen (Stufe 2) oder nicht beobachtbaren Parametern (Stufe 3) ermittelt worden ist. Die USU Software AG verfügt derzeit über keine Finanzinstrumente der Stufe 2 oder 3.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

01.01.-31.03.2019 1.1.-31.03.2018
TEUR TEUR
--- --- ---
Beratung 12.125 12.167
Lizenzen / Produkte 3.002 2.804
Wartung / SaaS 6.736 5.873
Sonstiges 112 161
21.975 21.005

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:_

scroll

Produktgeschäft Servicegeschäft Summe Segmente
1.1.31.3.19 1.1.31.3.18 1.1.31.3.19 1.1.31.3.18 1.1.31.3.19 1.1.31.3.18
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 16.698 15.748 5.230 5.227 21.928 20.975
EBITDA 1.932 1.904 583 733 2.515 2.637
EBIT 1.159 1.388 277 581 1.436 1.969
Finanzergebnis - - - - - -
Steuern - - - - - -
Konzernergebnis 1.159 1.388 277 581 1.436 1.969
Mitarbeiter zum Ende der Periode 493 491 110 110 603 601

scroll

nicht zugeordnet Konzern
1.1.31.3.19 1.1.31.3.18 1.1.31.3.19 1.1.31.3.18
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Umsatz 47 30 21.975 21.005
EBITDA -1.493 -1.546 1.022 1.091
EBIT -1.619 -1.586 -183 383
Finanzergebnis 0 -56 0 -56
Steuern -453 146 -453 146
Konzernergebnis -2.072 -1.496 -636 473
Mitarbeiter zum Ende der Periode 96 82 699 683

Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2019 insgesamt 24,6% (Q1/2018: 32,9%) bzw. TEUR 5.401 (Q1/2018: TEUR 6.914) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Demgegenüber wurden weniger als 10% der konsolidierten Vermögenswerte außerhalb Deutschlands geführt. Gleichzeitig beliefen sich die außerhalb Deutschlands getätigten Investitionen auf weniger als 10% der konsolidierten Gesamtinvestitionen. Auf weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde daher aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31. März 2019 vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der USU-Gruppe hatten. Insofern ergaben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Aktien der Organe der USU Software AG

Folgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 31. März 2019 festgestellt:

scroll

Bestandsmeldungen der Organe Aktien Aktien
31.03.2019 31.03.2018
--- --- ---
Vorstand
Bernhard Oberschmidt 156.518 156.518
Bernhard Böhler 167.572 167.572
Dr. Benjamin Strehl 0 0
Aufsichtsrat
Udo Strehl* 5.000 5.000
Erwin Staudt 100.000 100.000
Gabriele Walker-Rudolf 0 -

* Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 34 (1) Satz 1 Nr. 1 WpHG n.F. zusätzlich 5.342.013 (2018: 5.338.044) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2018:32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG n.F. zugerechnet.

Am 03. Januar 2019 hat die AUSUM GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende der USU Software AG, Udo Strehl ist, insgesamt 1.999 Aktien der USU Software AG an der Börse Stuttgart gekauft und diese Wertpapiergeschäfte nachfolgend der USU Software AG mitgeteilt. Die Gesellschaft hat ihrerseits diese Mitteilung über die Wertpapiergeschäfte pflichtgemäß veröffentlicht.

Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.

Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Personen ("Related Parties") gelten gemäß IAS 24 Personen oder Unternehmen, die grundsätzlich die Gruppe beherrschen bzw. maßgeblichen Einfluss nehmen können oder auf die die Gruppe maßgeblichen Einfluss ausüben kann, einschließlich der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrates. Als nahe stehende Personen gelten dabei nicht Unternehmen, die bereits im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogen sind.

Hinsichtlich der geschäftlichen Beziehungen zwischen der USU Software AG und dem Aufsichtsratsvorsitzenden und Mehrheitsaktionär Herrn Udo Strehl und seiner Ehefrau haben sich gegenüber den Angaben im Konzernanhang des Geschäftsjahres 2018 keine wesentlichen Änderungen ergeben. Entsprechend verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der USU Software AG für das am 31. Dezember 2018 abgeschlossene Geschäftsjahr.

Möglingen, 23. Mai 2019

USU Software AG

scroll

Bernhard Oberschmidt Bernhard Böhler Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand

FINANZKALENDER 2019

2. Juli 2019

Jahreshauptversammlung, Ludwigsburg

29. August 2019

Veröffentlichung 6-Monatsbericht 2019

13.-15. September 2019

15. IR-Fahrt 2018, Rüttnauer Research, Wien (Österreich)

21. November 2019

Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2019

25.-27. November 2019

Investoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main