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USU Software AG — Interim / Quarterly Report 2019
Aug 29, 2019
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Interim / Quarterly Report
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USU Software AG
Möglingen
Halbjahresfinanzbericht und Bericht über das zweite Quartal 2019 der USU Software AG
Halbjahresfinanzbericht und
Bericht über das zweite
Quartal 2019
USU Software AG
USU AUF EINEN BLICK
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| Konzernkennzahlen | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| in TEUR, mit Ausnahme der Angaben zum Ergebnis pro Aktie sowie zur Mitarbeiterzahl | 01.01.-30.06.2019 | 01.01.-30.06.2018 |
| --- | --- | --- |
| UMSATZERLÖSE | 44.877 | 41.774 |
| BEREINIGTES EBIT | 690 | 255 |
| BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS | -314 | -360 |
| BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) | -0,03 | -0,03 |
| EBITDA | 2.420 | 947 |
| EBIT | -1 | -472 |
| KONZERNERGEBNIS | -957 | -678 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) | -0,09 | -0,06 |
| CASH-FLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT | 4.563 | 277 |
| MITARBEITER ZUM 30.6. | 708 | 697 |
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| 30.06.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| LIQUIDE MITTEL UND KAPITALANLAGEN | 12.217 | 9.450 |
| EIGENKAPITAL | 58.736 | 59.665 |
| BILANZSUMME | 98.496 | 95.144 |
| EIGENKAPITALQUOTE | 59,6% | 62,7% |
USU Software AG
Spitalhof
D-71696 Möglingen
Tel. +49.7141.4867-0
Fax +49.7141.4867-200
www.usu-software.de
Investor Relations
Falk Sorge & Dr. Thomas Gerick
Tel. +49.7141.4867-351 / 440
Fax +49.7141.4867-108
BRIEF AN DIE AKTIONÄRE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,
im zweiten Quartal 2019 hat USU einen Teil der im Vorjahr in den USA verschobenen Aufträge erfolgreich gewinnen und entsprechend abschließen können. Nach einer längeren Phase verhaltener Lizenzverkäufe erzielte USU im Berichtsquartal ein deutliches Wachstum, sowohl bei den Softwarelizenzerlösen, als auch bei den Cloud-Erlösen aus dem SaaS-Geschäft. Einmal mehr profitierte USU dabei von ihrer Wachstumssäule Internationalisierung. Aber auch die Wachstumssäule Innovationen spielte hierbei eine maßgebliche Rolle, da USU neben dem etablierten Portfolio auch innovative Neuentwicklungen, wie beispielsweise LicenseControl for SAP, LicenseControl for Salesforce und LicenseControl for Oracle erfolgreich im Markt vertreiben konnte. Über unsere Aktivitäten im Forschungs- und Entwicklungsbereich zur Neu- und Weiterentwicklung unseres Angebotsportfolios berichten wir ausführlich im Abschnitt "Forschung und Entwicklung" dieses Quartalsberichts. Lediglich die dritte Wachstumssäule von USU: Akquisitionen kann aktuell nicht zum Konzernwachstum beitragen, da die Preisvorstellungen der Verkäufer für potenzielle Übernahmekandidaten zum Teil exorbitant hoch sind, weshalb wir in diesem Jahr noch keinen Zukauf tätigten. Wir bleiben aber in Gesprächen und Verhandlungen und beobachten den Markt weiterhin sehr genau. Ungeachtet des Fachkräftemangels im IT-Bereich baute USU zum Ende des 2. Quartals 2019 die Belegschaft weiter aus und verfügt jetzt über mehr als 700 Mitarbeiter im Gesamtkonzern, was eine wichtige Basis für das weitere organische Wachstum darstellt. Sehr positive Impulse kamen auch von der Fach- und Kundenveranstaltung USU World vom 14. bis 15. Mai 2019, an der erstmals über 600 Fach- und Führungskräfte teilnahmen.
Infolge des positiven ersten Halbjahrs und des erreichten Rekord-Auftragsbestandes ist der Vorstand optimistisch, die avisierten Ziele für das laufende Geschäftsjahr sowie für das Jahr 2021 zu erreichen. Davon sollen auch die USU-Aktionäre in Form einer Dividendenausschüttung partizipieren. Für das Jahr 2018 hatte die diesjährige Hauptversammlung eine Dividende auf Vorjahresniveau von EUR 0,40 je Aktie beschlossen wurde, so dass USU bereits zum dreizehnten Mal in Folge eine Dividende ausgeschüttet hat, die gemäß der USU-Dividendenstrategie nicht geringer als im Vorjahr war und zugleich etwa der Hälfte des erzielten Gewinns entsprach. Neben der Dividendenzahlung beschlossen die Aktionäre im Rahmen der Hauptversammlung auch die Wahl von Gabriele Walker-Rudolf in den Aufsichtsrat der USU Software AG. Zudem entlasteten die Aktionäre Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2018 und wählten die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft aus Stuttgart zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019. Des Weiteren stimmte die Hauptversammlung dem Ergebnisabführungsvertrag zwischen der USU Software AG und ihrer Konzerntochter USU GmbH zu, was zur Folge haben wird, dass der Steueraufwand der USU Software AG niedrig bleibt. Dieser wird mit Eintragung des Hauptversammlungsbeschlusses in das Handelsregister wirksam. Der im vorliegenden 6-Monatsbericht 2019 ausgewiesene Steueraufwand berücksichtigt diesen daher noch nicht. Auf Jahressicht wird insofern ein relativ geringerer Steueraufwand erwartet.
Positiv hervorheben möchte ich noch, dass USU wieder für ihren Geschäftsbericht ausgezeichnet wurde. Dabei prämierte die League of American Communications Professionals (LACP) den USU-Jahresreport in der Kategorie "Software" abermals mit Platin, der höchsten Auszeichnung. Bei LACP wurden etwa 1.000 Beiträge aus 25 Ländern eingereicht und nach verschiedenen Kriterien beurteilt. Unter den Top 100-Berichten aus aller Welt landete die USU-Publikation auf Platz 17, bei den TOP-50-Reports aus EMEA auf Rang sieben. Zusätzlich honorierte LACP die Kreativität des Geschäftsberichtes als "most creative report worldwide" mit Gold. Einen weiteren Award gab es für den besten Brief an die Aktionäre, was ich als Ansporn auch für die zukünftige Berichterstattung nehme.
Ihr Bernhard Oberschmidt, Vorstandsvorsitzender der USU Software AG
Grundlagen der USU Software AG und des Konzerns
Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: Aspera GmbH, Aachen, Deutschland; Aspera Technologies Inc., Boston, USA; LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Austria GmbH, Wien, Österreich; USU SAS, La Garenne Colombes, Frankreich; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik. Zudem bestehen Beteiligungen der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, der USU (Schweiz) AG i.L., Zug, Schweiz; und der USU Consulting GmbH i.L., Sursee, Schweiz, welche nicht mehr operativ tätig sind.
Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften
Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem
Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) entwickeln und vertreiben Softwarelösungen für wissensbasiertes Servicemanagement. USU ist der größte europäische Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software.
Der Kompetenzbereich IT Management unterstützt Unternehmen mit umfassenden ITIL®-konformen Lösungen für das strategische und operative IT- & Enterprise Servicemanagement. Kunden erhalten mit USU-Lösungen eine Gesamtsicht auf ihre IT-Prozesse sowie ihre IT-Infrastruktur und sind in der Lage, Services transparent zu planen, zu verrechnen, zu überwachen und aktiv zu steuern. Im Bereich Software-Lizenzmanagement gehört USU dabei zu den führenden Herstellern weltweit.
Mit intelligenten Lösungen und ihrer Expertise im Kompetenzfeld Digital Interaction treibt USU die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voran. Als One-Stop-Shop berät, designed, entwickelt und liefert USU Lösungen entlang der gesamten Customer Journey, so genannte Customer-First-Lösungen. Bedient werden dabei alle Kommunikations-Kanäle und Kundenkontaktpunkte in Vertrieb, Marketing und Kundenservice. Das Portfolio in diesem Bereich wird durch Systemintegration, individuelle Anwendungen und Software für Industrial Big Data komplettiert.
Über 1.000 USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft schaffen mit USU-Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken, beispielsweise Allianz, Baloise Group, BOSCH, BMW, Daimler, Deutsche Telekom, Evonik, Heidelberger Druckmaschinen, Jacobs Engineering, Jungheinrich, Poste Italiane, Texas Instruments, VW, W&W oder ZDF.
Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie ist.
Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU Software AG sowie für den Konzern sind Umsatzerlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT").
Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch verschiedene Sondereffekte beeinflusst wurde und wird, welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU über die Geschäftsjahre hinweg erschweren, hat die Gesellschaft zu Informationszwecken zusätzlich ein Bereinigtes Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte sowie zusätzlicher akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte Konzernergebnis inklusive der damit verbundenen Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten Konzernergebnisses weist die USU Software AG unter Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Stückaktien ferner ein Bereinigtes Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen. Sowohl das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als auch das Bereinigte Ergebnis pro Aktie stellen keine IFRS-bezogenen Kennzahlen dar.
Für das laufende Geschäftsjahr 2019 erwartet der Vorstand, unter Berücksichtigung der jüngsten operativen Entwicklungen, die konzernweiten Umsatzerlöse auf EUR 98 - 101 Mio. auszuweiten und zugleich das Bereinigte EBIT auf EUR 7,5 - 10 Mio. zu steigern. Die aktuelle Mittelfristplanung sieht für das Jahr 2021 vor, den Konzernumsatz auf EUR 140 Mio. zu steigern (inklusive etwa EUR 15 Mio. aus Akquisitionen) und gleichzeitig das Bereinigte EBIT auf EUR 20 Mio. auszubauen. Da das USU-Geschäft einer Saisonalität unterliegt, so dass das zweite Halbjahr in der Regel deutlich höhere Softwareverkäufe aufweist, kann aus dem Ergebnis der Zwischenperioden nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.
Forschung und Entwicklung
Die USU Software AG wurde im Juni 2019 mit dem Deutschlandtest-Siegel "Deutschlands innovativste Unternehmen" von Focus und Focus Money ausgezeichnet. Diese Würdigung spiegelt die Wichtigkeit innovativer Produkte für den USU-Konzern wider, die angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung als entscheidender Treiber für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg betrachtet werden. Entsprechend investierte die USU-Gruppe in den ersten 6 Monaten 2019 insgesamt TEUR 7.691 (Q1-Q2/2018: TEUR 7.307) bzw. 17,1% (Q1-Q2/2018: 17,5 %) des Konzernumsatzes in Forschung & Entwicklung (F&E). Die Zahl der angestellten Mitarbeiter in diesem Bereich betrug zum 30. Juni 2019 insgesamt 206 (30. Juni 2018: 196). Die F&E-Kosten des USU-Konzerns erfüllen im Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung und werden insofern nicht aktiviert.
Im Geschäftsbereich Valuemation wurden die Entwicklungsarbeiten an der Version 5.2 der gleichnamigen Softwaresuite fortgeführt. Wesentliche Verbesserungen betreffen z.B. die Erweiterung der Shop-Funktionalität, die Architektur, die Integration der Benutzerverwaltung Keycloak sowie neue Funktionalitäten beim Chargeback Manager. Außerdem wurden so genannte Docker-Container realisiert. Parallel entwickelte man die mobile Version von Valuemation weiter.
Die Experten von LeuTek stellten Neuerungen in den Bereichen Reporting und Kartendarstellung live im Rahmen der Kundenveranstaltung USU World vor und entwickelten diese im Nachgang weiter. Die neue ZIS-Version für Business Service Monitoring enthält u.a. eine verbesserte Darstellung der ZIS-Kennzahlen, eine Erweiterung des ZIS-Agenten sowie eine GUI-Designer-Filterung. Zusätzlich wurden die Arbeiten zur Umstellung des ZIS-Clients auf 64 Bit fertiggestellt.
Im Berichtszeitraum konnte das F&E-Team von Aspera die neuen Versionen der Lizenzmanagement-Software SmartTrack sowie von LicenseControl for SAP abschließen. Neue Features für SmartTrack betreffen z.B. so genannte Deeplinks, die auch für Compliance-Ergebnisse erstellt werden können, oder der Import bzw. Export von Dashboards. Ein neuer Algorithmus verbessert außerdem die Suche nach der am besten passenden Lizenz für Updates. Neuerungen bei der Lizenzoptimierungs-Anwendung für SAP sind neben funktionalen Erweiterungen beispielsweise Performance-Verbesserungen im Bereich der Simulation.
Im Fokus der Entwicklungsarbeiten des Geschäftsbereichs unymira standen letzte Tests für die Version 7 der Wissensdatenbank Knowledge Center. Diese konnte zwischenzeitlich Ende Juli 2019 freigegeben werden. Oberfläche und Aufgabenstruktur dieser Version wurden zur Unterstützung der realen Arbeitsabläufe im Contact Center vollständig überarbeitet. Die Wissensdatenbank passt sich flexibel an verschiedene Szenarien und Aufgaben an. Daneben verfügt die Anwendung über neue Reporting-Funktionen sowie eine Schnittstelle zu Salesforce. Außerdem wurde die Self-Service-Lösung Knowledge-First bzgl. technischer Parameter (Pagespeed, Reports) überarbeitet.
Im Geschäftsfeld Katana entwickelte das F&E-Team für die Big-Data-Analytics-Lösung KatanaGo einen so genannten Scheduler, der zeitgesteuert Machine-Learning-Jobs ausführen kann. Über die Oberfläche lassen sich nun auch Log-Dateien von bereits ausgeführten Jobs herunterladen. Verbesserungen bei der Anwendung KatanaFlow betreffen die Suche im Explorer-Baum sowie Tastatur-Shortcuts zum komfortableren Arbeiten.
Im Bereich Forschung startete zwischenzeitlich die Konzeptionsphase des Projekts "ServiceMeister". Unter der Konsortialführerschaft der USU nehmen 13 Projektpartner teil, darunter 6 Anwendungspartner aus der Industrie. Ziel ist die Entwicklung einer KI-basierten Service-Plattform für den deutschen Mittelstand. Eingereicht wurden außerdem Anträge für 4 weitere Forschungsvorhaben im Bereich KI.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die Wirtschaftsleistung in Deutschland hat sich nach Informationen des Statistischen Bundesamtes ("Destatis")1 vom 14. August 2019 im zweiten Quartal 2019 etwas abgeschwächt. So ist das deutsche reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2019 laut Destatis - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,1% niedriger als im Vorquartal ausgefallen. Positive Impulse kamen laut Destatis im Vorquartalsvergleich aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben waren höher als im 1. Quartal, und auch der Staat steigerte seine Konsumausgaben. Daneben wurde mehr investiert als im 1. Quartal, wobei die Bauinvestitionen rückläufig waren. Die außenwirtschaftliche Entwicklung bremste das Wirtschaftswachstum, da die Exporte im Vergleich zum Vorquartal stärker zurückgingen als die Importe. Im Vorjahresvergleich stagnierte das BIP gemäß Destatis. Bereinigt um den Kalendereffekt ergibt sich ein Anstieg um 0,4 %, da im 2. Quartal 2019 ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor.
Der Euroraum verzeichnete dagegen im zweiten Quartal 2019 gemäß einer Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (eurostat)2 einen leicht positiven BIP-Zuwachs von 0,2% gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres Q2/2018 ist das saisonbereinigte BIP des Euroraumes im zweiten Quartal 2019 um 1,1% gestiegen.
1 Vgl. destatis-Pressemitteilung 299 vom 14. August 2019, veröffentlicht unter https://www.destatis.de
2 Vgl. eurostat-Pressemitteilung 123/2019 vom 31. Juli 2019, veröffentlicht unter http://ec.europa.eu/eurostat
Branchenbezogene Entwicklung
Die Stimmung der Unternehmen der Hightech-Branche in Deutschland war nach Untersuchungen des Branchenverbandes Informationswirtschaft, Telekomunikation und neue Medien e.V. ("BITKOM")3 sowie des ifo-Instituts auch im zweiten Quartal 2019 positiv, obgleich die allgemeine konjunkturelle Eintrübung die Stimmung der Unternehmen drückt. Dementsprechend fiel der Bitkom-ifo-Digitalindex, der das Geschäftsklima in der Digitalbranche aufzeigt, im Juni 2019 um 3,1 auf 24,2 Punkte. Die Geschäftslage gab leicht um 1,6 auf 45,7 Punkte nach. Deutlicher schrumpften die Erwartungen für die kommenden Monate. Der Wert halbierte sich auf 4,5 Punkte. Im langjährigen Vergleich ist das der schwächste Werte seit der Finanzkrise 2009. Insgesamt bewegt sich die ITK-Branche damit laut BITKOM im Trend der Gesamtwirtschaft, allerdings auf höherem Niveau.
Geschäftsentwicklung 2. Quartal 2019
Die USU Software AG steigerte im zweiten Quartal 2019 den Konzernumsatz nach IFRS um 10,3% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 22.902 (Q2/2018: TEUR 20.769), was im Wesentlichen aus dem wieder erstarkten Auslandsgeschäft herrührte. Dabei profitierte USU unter anderem von Großaufträgen in den USA, die ursprünglich für das Vorjahr avisiert waren, allerdings erst im Berichtsquartal final erteilt wurden. Entsprechend stiegen die außerhalb Deutschlands erzielten Auslandsumsätze im zweiten Quartal 2019 um 39,8% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres auf TEUR 7.395 (Q2/2018: TEUR 5.290). Demgemäß lag der Auslandsanteil der Umsatzerlöse am Konzernumsatz im Berichtsquartal Q2/2019 bei 32,2% (Q2/2018: 25,5%) und somit wieder über der avisierten Zielmarke von 30%.
Das Umsatzwachstum resultierte im Berichtsquartal im Wesentlichen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen sowie Software-as-a-Service ("SaaS")-Lösungen. So erhöhten sich die Lizenzerlöse im zweiten Quartal 2019 überproportional um 49,9% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres auf nunmehr TEUR 3.233 (Q2/2018: TEUR 2.157). Zugleich stiegen die Wartungserlöse inklusive der Erlöse aus dem SaaS-Geschäft im Vorjahresvergleich um 24,4% auf TEUR 7.245 (Q2/2018: TEUR 5.825). Die Beratungserlöse blieben dagegen mit TEUR 11.967 (Q2/2018: TEUR 12.485) um 4,1% unter dem Vorjahr, was unter anderem aus dem verhaltenen Lizenzgeschäft der Vorquartale und dadurch bedingt verminderten Beratungsaufträgen sowie einem schwächeren Servicegeschäft herrührt.
Die Aufwandsbasis des USU-Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich planmäßig nur unterdurchschnittlich im Vergleich zum Umsatzwachstum um 5,9% auf TEUR 22.771 (Q2/2018: TEUR 21.501). Hieraus resultiert eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr. So stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA") von TEUR -145 im 2. Quartal 2018 auf jetzt TEUR 1.398 im Berichtsquartal Q2/2019. Zugleich verbesserte USU das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("EBIT") auf TEUR 182 (Q2/2018: TEUR -855). Das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS erhöhte sich von TEUR -1.151 im Vorjahresquartal auf nunmehr TEUR -321 im Berichtsquartal. Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von EUR -0,03 (Q2/2018: EUR -0,11). Auch das um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") steigerte USU im zweiten Quartal 2019 deutlich gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 528 (Q2/2018: TEUR -497), während das Bereinigte Konzernergebnis von TEUR -822 im Vorjahr auf jetzt TEUR 1 anstieg. Das entspricht einem ausgeglichenen Bereinigten Ergebnis je Aktie von EUR 0,00 (Q2/2018: EUR -0,08).
3 Vgl. BITKOM-Artikel "Bitkom-ifo-Digitalindex" Juli 2019, veröffentlicht unter http://www.bitkom.de
Geschäftsentwicklung für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019
Umsatz- und Kostenentwicklung
Konzernumsatz
Auf Sicht der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019 steigerte die USU Software AG den Konzernumsatz nach IFRS um 7,4% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 44.877 (Q1-Q2/2018: TEUR 41.774). Dabei profitierte USU auf Halbjahressicht sowohl vom Inlandgeschäft, welches um 8,5% auf TEUR 32.081 (Q2/2018: TEUR 29.570) zulegte, als auch dem wieder anziehenden Auslandsgeschäft, welches um 4,9% auf TEUR 12.796 (Q1-Q2/2018: TEUR 12.204) anstieg. Entsprechend belief sich der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2019 auf 28,5% (Q1-Q2/2018: 29,2%). Während das USA-Geschäft wieder deutlich zulegte, blieb das Frankreich-Geschäft jedoch noch hinter den eigenen Erwartungen zurück.
Das Geschäft mit Softwarelizenzen stieg dank des erfolgreichen Vertragsabschlusses von aus dem Vorjahr ins aktuelle Geschäftsjahr verschobenen Projekten sowie zusätzlich gewonnener Kundenaufträge im In- und Ausland um 25,7% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 6.235 (Q1-Q2/2018: TEUR 4.961) an. Zugleich erhöhte sich das Wartungs- und SaaS-Geschäft infolge gesteigerter SaaS-Erlöse auf TEUR 13.981 (Q1-Q2/2018: TEUR 11.698). Dies entspricht einer Steigerung um 19,5% gegenüber dem ersten Halbjahr 2018. Dagegen blieb das Beratungsgeschäft infolge des verhaltenen Lizenzgeschäftes der Vorquartale und daraus resultierend reduzierter Beratungsprojekte sowie eines leicht schwächeren Servicegeschäftes auf Halbjahressicht mit TEUR 24.092 (Q1-Q2/2018: TEUR 24.652) um insgesamt 2,3% unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 569 (Q1-Q2/2018: TEUR 463).
Umsatz nach Geschäftsfeldern
Das Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, im Knowledge Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data Analytics, Katana. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie Webportale, Apps und Intranets.
Das Segment "Produktgeschäft" steuerte im ersten Halbjahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 34.624 (Q1-Q2/2018: TEUR 30.871) zum Konzernumsatz bei, was einem Anstieg um 12,3% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser resultiert vor allem aus dem gestiegenen Lizenz- und SaaS-Geschäft. Im gleichen Zeitraum sank jedoch der beratungsbezogene Umsatz des Segments "Servicegeschäft" um 6,5% auf TEUR 10.131 (Q1-Q2/2018: TEUR 10.837), was unter anderem aus einer verhaltenen Auslastung in Teilbereichen der Beratung herrührt.
Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 auf TEUR 122 (Q1-Q2/2018: TEUR 117).
Operative Kosten
Im Zuge der Investitionen in den Personalausbau zur erfolgreichen Umsetzung der Mittelfristplanung sowie des zusätzlichen Einsatzes Freier Mitarbeiter mit Spezial-Know-how erhöhte sich die operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe im Vorjahresvergleich um 8,0% auf TEUR 45.091 (Q1-Q2/2018: TEUR 41.750). Zugleich wirkte sich aufwandssteigernd aus, dass im Berichtshalbjahr die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 691 gemäß der internationalen Rechnungslegung (IFRS) auf die zugehörigen Funktionsaufwendungen (davon Herstellungskosten des Umsatzes: TEUR 36, Marketing- und Vertriebsaufwendungen: TEUR 455, Forschung- und Entwicklungsaufwendungen: TEUR 195, Allgemeine Verwaltungsaufwendungen: TEUR 5) verteilt wurden und zu einem entsprechenden Anstieg dieser Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr führten.
Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im Berichtszeitraum um 7,0% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 22.127 (Q1-Q2/2018: TEUR 20.670) an. Maßgeblich hierfür war neben den einbezogenen Abschreibungen insbesondere der nachfragebedingte erhöhte Einsatz Freier Mitarbeiter und Partner in Kundenprojekten und die damit verbunden gestiegenen Honorare.
Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote ging leicht von 49,5% im 6-Monatszeitraum 2018 auf nunmehr 49,3% zurück. Das Bruttoergebnis erhöhte sich entsprechend von TEUR 21.104 in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 auf TEUR 22.750 im ersten Halbjahr 2019. Zugleich stieg die Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr auf 50,7% (Q1-Q2/2018: 50,5%).
Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum infolge der seit dem Vorjahr forcierten Auslandsaktivitäten und den neu einbezogenen Abschreibungen um 7,5% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 9.520 (Q1-Q2/2018: TEUR 8.856). Die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb blieb zugleich mit 21,2% (Q1-Q2/2018: 21,2%) konstant.
Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum vor allem infolge des notwendigen Personalausbaus um 17,0% gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 auf TEUR 5.753 (Q1-Q2/2018: TEUR 4.917). Bezogen auf den Konzernumsatz stieg die Verwaltungskostenquote im Berichtshalbjahr 2019 auf 12,8% (Q1-Q2/2018: 11,8%).
Auch die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Zuge der Einbeziehung der Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte in diesen Posten sowie des Personalausbaus im F&E-Bereich im Berichtszeitraum um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 7.691 (Q1-Q2/2018: TEUR 7.307), Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung blieb zugleich mit 17,1% (Q1-Q2/2018: 17,5%) planmäßig unter dem Vergleichswert des Vorjahres. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Diesbezüglich sei auf den separaten Bericht Forschung und Entwicklung dieses Konzernlageberichts verwiesen. Auch mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge steigender Umsatzerlöse leicht zu senken.
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen summierten sich in den ersten sechs Monaten 2019 auf insgesamt TEUR 213 (Q1-Q2/2018: TEUR 235).
Ertragslage
Im Zuge der Ausweitung des margenstarken Softwaregeschäftes erreichte die USU-Gruppe im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 eine deutliche Ergebnissteigerung. Demgemäß baute USU das EBITDA im Vorjahresvergleich um 155,8% auf TEUR 2.420 (Q1-Q2/2018: TEUR 946) aus. TEUR 1.068 dieser Steigerung resultieren jedoch aus der Anwendung der neuen IFRS 16 Vorschrift im Zusammenhang mit der Abbildung von Leasing- und Mietverträgen.
Unter Einbeziehung der Abschreibungen von TEUR 2.421 (Q1-Q2/2018: TEUR 1.418) erzielte USU im gleichen Zeitraum ein EBIT von TEUR -1 (Q1-Q2/2018: TEUR -472). Das Finanzergebnis summierte sich im ersten Halbjahr 2019 auf TEUR -48 (Q1-Q2/2018: TEUR 58). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im Berichtshalbjahr auf TEUR -909 (Q1-Q2/2018: TEUR -264), wobei die deutliche Erhöhung des Steueraufwands im Vorjahresvergleich im Wesentlichen aus höheren Vorauszahlungen herrührt. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages der Gesellschaft mit Ihrer Tochtergesellschaft USU GmbH, welcher im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung am 2. Juli 2019 beschlossen wurde und entsprechend erst im Nachgang wirksam wird, sollte der Steueraufwand im Gesamtjahr 2019 jedoch. relativ betrachtet, geringer ausfallen.
Als Folge des hohen Steueraufwandes belief sich das Konzernergebnis im Berichtshalbjahr auf TEUR -957 (Q1-Q2/2018: TEUR -678), was einem Ergebnis pro Aktie von EUR -0,09 (Q1-Q2/2018: EUR -0,06) entspricht.
Bereinigtes Konzernergebnis
Die nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die Überleitungsrechnung zu den nicht IFRS-bezogenen Ergebnis-Kenngrößen Bereinigtes EBIT, Bereinigtes Konzernergebnis sowie Bereinigtes Ergebnis je Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigten Kennzahlen der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich die zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns.
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| Bereinigtes Konzernergebnis in TEUR |
01.01.2019 - 30.06.2019 | 01.01.2018 -30.06.2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -1 | -472 |
| Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmens-akquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte | 691 | 717 |
| Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte | 0 | 0 |
| Akquisitionsbedingte Sonderfaktoren | 0 | 10 |
| - davon aus Stay-Bonus BIG / unitB technology | 0 | 0 |
| - davon Beratungskosten unitB technology | 0 | 10 |
| - davon aus Kaufpreisanpassungen | 0 | 0 |
| - davon aus Anschaffungsnebenkosten | 0 | 0 |
| Bereinigtes EBIT | 690 | 255 |
| Finanzerträge (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) |
0 | 121 |
| Finanzaufwendungen (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) |
-47 | -63 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) | -909 | -264 |
| Steuereffekte bezogen auf Bereinigungen | -48 | -409 |
| - davon aus Abschreibungen | -48 | -57 |
| - davon aus latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge | 0 | -352 |
| Bereinigtes Konzernergebnis | -314 | -360 |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR): | -0,03 | -0,03 |
| Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien: | ||
| Unverwässert und verwässert | 10.523.770 | 10.523.770 |
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") stieg im Zuge der Ausweitung des margenstarken Softwaregeschäftes im ersten Halbjahr 2019 um 170,6% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 690 (Q1-Q2/2018: TEUR 255). Zugleich verbesserte USU das Bereinigte Konzernergebnis von TEUR -360 im Vorjahr auf TEUR -314 in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2019, wobei die vergleichsweise geringe Ergebnisverbesserung hierbei vor allem auf den gestiegenen Steueraufwand zurückzuführen ist. Das Bereinigte Ergebnis je Aktie blieb entsprechend mit EUR -0,03 (Q1-Q2/2018: EUR -0,03) konstant.
Vermögens- und Finanzlage
Auf der Aktivseite der Bilanz stiegen die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 31. März 2019 im Zuge der initialen Berücksichtigung von IFRS 16 und der damit verbundenen Aktivierung der Nutzungsrechte auf TEUR 60.859 (31. Dezember 2018: TEUR 57.246). Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken im gleichen Zeitraum leicht von TEUR 37.898 zum 31. Dezember 2018 auf jetzt TEUR 37.637, was im Wesentlichen auf die Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 12.568 (31. Dezember 2018: TEUR 19.443) zurückzuführen ist, während sich die noch nicht abgerechneten unfertigen Leistungen zum 30. Juni 2019 auf TEUR 9.013 (31. Dezember 2018: TEUR 4.526) erhöhten und die Konzernliquidität (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. Wertpapiere) auf TEUR 12.217 (31. Dezember 2018: TEUR 9.450) anstieg.
Auf der Passivseite der Bilanz sank das Eigenkapital der USU-Gruppe im Zuge des insgesamt negativen Konzernergebnisses von TEUR 59.665 zum 31. Dezember 2018 auf TEUR 58.736 zum 30. Juni 2019. Zugleich stieg das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 30. Juni 2019 auf TEUR 39.760 (31. Dezember 2018: TEUR 35.479). Dieser Anstieg resultiert aus erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die aus bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungsverträgen, für die eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahreserlauf erfolgt herrühren sowie aus der initialen Berücksichtigung von IFRS 16 und des damit verbundenen erstmaligen Ausweises der Leasingverbindlichkeiten.
Bei einer Bilanzsumme von TEUR 98.496 (31. Dezember 2018: TEUR 95.144) belief sich die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2019 auf 59,6% (31. Dezember 2018: 62,7%). Damit ist die USU-Gruppe mit einer umfangreichen freien Liquidität und ohne Bankverbindlichkeiten äußerst solide finanziert.
Cash-Flow und Investitionen
Zum 30. Juni 2019 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel von TEUR 12.217 (30. Juni 2018: TEUR 12.601). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem leichten Rückgang um TEUR 384 bzw. 3,0%, der unter anderem aus der zwischenzeitlichen Dividendenzahlung an die USU-Aktionäre in Höhe von TEUR 4.209 herrührt. Demgemäß steigerte USU die Konzernliquidität im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018, an dem USU über liquide Mittel von TEUR 9.450 verfügte, um TEUR 2.767 bzw. 29,3%.
Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von USU stieg im Vorjahresvergleich signifikant von TEUR 277 im 6-Monatszeitraum 2018 auf nunmehr TEUR 4.563. Verantwortlich hierfür sind im Wesentlichen punktuelle Veränderungen des Working Capital.
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -736 (Q1-Q2/2018: TEUR -436) beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.071 (Q1-Q2/2018: TEUR 0) resultiert aus der initialen Anwendung von IFRS 16 und beinhaltet Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.
Auftragsbestand
Zum Ende des zweiten Quartals 2019 summierte sich der konzernweite Auftragsbestand der USU-Gruppe auf TEUR 54.189 (30. Juni 2018: TEUR 45.845), lag damit um 18,2% über dem Vergleichswert des Vorjahres und markierte zugleich einen neuen Rekordwert in der USU-Historie.
Auch gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres 31. Dezember 2018 (31. Dezember 2018: TEUR 49.178) erzielte USU einen Anstieg des Auftragsbestandes von 10,2%.
Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.
Mitarbeiter
Um 11 Mitarbeiter bzw. 1,6% baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft zum 30. Juni 2019 gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 708 (30. Juni 2018: 697) Mitarbeiter aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU zum Ende des zweiten Quartals 2019 insgesamt 316 (30. Juni 2018: 314) Mitarbeiter im Bereich Beratung und Services, 206 (30. Juni 2018: 196) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, 90 (30. Juni 2018: 98) Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 96 (30. Juni 2018: 89) Mitarbeiter in der Administration. Segmentbezogen waren 503 (30. Juni 2018: 497) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 109 (30. Juni 2018: 111) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie 96 (30. Juni 2018: 89) Mitarbeiter im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat USU ungeachtet des bestehenden Fachkräftemangels in der IT-Branche ihre Konzernbelegschaft mit Blick auf die Mittelfristplanung abermals leicht ausbauen können.
Nachtragsbericht
Für den Nachtragsbericht verweisen wir auf den Konzernanhang dieses 6-Monatsberichts 2019.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognosebericht
Gesamtwirtschaft
Gemäß der aktuellen Untersuchung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose4 vom 4. April 2019, an der die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mitwirkten, hat sich die Konjunktur in Deutschland seit Mitte des Jahres 2018 merklich abgekühlt. Der langjährige Aufschwung sei damit offenbar zu einem Ende gekommen. Die schwächere Dynamik wurde gemäß der Gemeinschaftsdiagnose sowohl vom internationalen Umfeld als auch von branchen-spezifischen Ereignissen ausgelöst. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich - auch aufgrund politischer Risiken - eingetrübt, und das Verarbeitende Gewerbe habe mit Produktionshemmnissen zu kämpfen. Die deutsche Wirtschaft durchlaufe nunmehr eine Abkühlungsphase, in der die gesamtwirtschaftliche Überauslastung zurückgeht.
Die Institute erwarten für das Jahr 2019 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,8% und damit über einen Prozentpunkt weniger als noch im Herbst 2018. Die Gefahr einer ausgeprägten Rezession mit negativen Veränderungsraten des Bruttoinlandsprodukts über mehrere Quartale halten die Institute jedoch bislang für gering, jedenfalls solange sich die politischen Risiken nicht weiter zuspitzen. Für das Jahr 2020 bestätigen die Institute ihre Prognose aus dem vergangenen Herbst: Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2020 um 1,8% zunehmen.
Die Konjunktur der Weltwirtschaft wird gemäß der Gemeinschaftsdiagnose zwar aufwärtsgerichtet bleiben, aber ebenfalls geringer als noch im Herbst 2018 prognostiziert. So erwarten die Institute gemäß der aktuellen Prognose für dieses Jahr einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion von nur noch 2,7%, statt der zuvor erwarteten 3,0%. Dabei wirken sich insbesondere die weiterhin schwelenden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA auf der einen und China bzw. der Europäischen Union auf der anderen Seite und die damit verbundene hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit gemäß der Gemeinschaftsdiagnose negativ auf die Konjunktur aus Hinzu komme die Unsicherheit über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Für 2020 erwarten die Institute einen weltweiten BIP-Anstieg von ebenfalls 2,7%.
Branche
Die Digitalbranche trotzt dem allgemeinen Trend und kann auch 2019 ihre Umsätze deutlich steigern, allerdings ist der Ausblick auf 2020 etwas verhaltener. Das sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Auswertung von Marktdaten und Konjunkturumfragen durch den Digitalverband Bitkom5 .
4 Vgl. Gemeinschaftsdiagnose #1 -2019 Frühjahr 2019 vom 4. April 2019, veröffentlicht unter www.gemeinschaftsdiagnose.de
5 Vgl. BITKOM-Pressemitteilung vom 21. Juli 2019, veröffentlicht unter www.bitkom.de
Nach Bitkom-Berechnungen steigen die Branchenumsätze im Jahr 2019 um 2,0 Prozent auf 170,3 Milliarden Euro.
"Die zunehmende Digitalisierung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft treibt das Wachstum in der Bitkom-Branche. Die Krise der exportorientierten Industriezweige schlägt sich bislang nicht auf die Unternehmen der IT und Telekommunikation durch", sagt Bitkom Präsident Achim Berg - und appelliert zugleich an Unternehmen und Verwaltungen: "Gerade wenn sich die konjunkturelle Lage eintrübt, müssen die Unternehmen ihre Prozesse und Geschäftsmodelle überprüfen. Sie müssen effizienter und damit wettbewerbsfähiger werden und auf die wachstumsstarken Digitalmärkte setzen. Jetzt die notwendigen Investitionen in die Digitalisierung zurückzustellen, wäre fatal. Jetzt muss es heißen: nicht reden, sondern machen. Und in aller Konsequenz und ohne Wenn und Aber digitalisieren."
Das Wachstum der Bitkom-Branche wird weiter maßgeblich durch die Informationstechnik bestimmt. Die Umsätze in diesem größten Teilmarkt steigen laut Bitkom-Prognose 2019 um 3,2 Prozent auf 93,6 Milliarden Euro. Software wächst am kräftigsten mit einem Plus von 6,3 Prozent auf 26,0 Milliarden Euro. Ebenfalls überdurchschnittlich wächst der Markt für IT-Dienstleistungen, inklusive Projektgeschäft und IT-Beratung, mit einer Steigerung um 2,4 Prozent auf 40,9 Milliarden Euro.
Auch im Jahr 2020 wird sich das Wachstum im Hightech-Gesamtmarkt nach Bitkom-Berechnungen fortsetzen. Allerdings fällt die Prognose mit einer Umsatzsteigerung von 1,6 Prozent auf 173,1 Milliarden Euro etwas schwächer als für dieses Jahr aus.
Für den weltweiten IT-Markt sagt das Marktforschungsunternehmen Gartner6 in seinem am 10. Juli 2019 veröffentlichten IT Spending Forecast 2Q19 einen Anstieg der IT-Ausgaben in 2019 um 0,6% gegenüber dem Vorjahr auf 3.740 Mrd. Dollar voraus. Damit reduzierte Gartner die Prognose gegenüber der letzten Schätzung zwar leicht, betont aber, dass trotz der Unsicherheit, die durch Rezessionsgerüchte, Brexit, Handelskriege und Zölle geschürt wird, die IT-Ausgaben 2019 unverändert bleiben werden. Die wesentlichen Wachstumsbereiche sind laut Gartner auch weltweit die Segmente Unternehmenssoftware und IT-Services mit Anstiegen um 9,0 % auf 457 Mrd. Dollar bzw. um 3,8 % auf 1.031 Mrd. Dollar, was im Wesentlichen aus der zunehmenden Durchdringung und Verbreiterung von Cloud-Lösungen herrührt.
6 Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 10. Juli 2019, veröffentlicht unter www.gartner.com
Ausblick
Für die USU Software AG erwartet der Vorstand für das Gesamtjahr 2019 bei Umsatz und insbesondere dem operativen Ergebnis wieder stärker zu wachsen und so den langfristigen Wachstumstrend in Bezug auf Bereinigtem EBIT und Konzernumsatz fortzusetzen, wobei der Trend in Richtung SaaS-Geschäft das Wachstum auch im laufenden Geschäftsjahr etwas verlangsamen wird. Zwar geht der Vorstand davon aus, dass auch in den beiden letzten Quartalen des laufenden Jahres ein Teil der Projektverschiebungen in den USA aus dem Vorjahr zu Aufträgen führen und so zu einer positiven Geschäftsentwicklung beitragen wird, jedoch ist noch nicht absehbar, ob die Unternehmen sich für eine Einmallizenz oder ein SaaS-Projekt entscheiden. Unabhängig davon erwartet der Vorstand positive Effekte aus den getätigten Auslandsinvestitionen der Vorjahre, die vor allem in den Ausbau des Vertriebs und in Marketingaktivitäten flossen. Zudem soll sich die zunehmende Marktdurchdringung des Knowledge Management-Portfolios, das in 2018 in den Auslandsmärkten eingeführt wurde, positiv auf das Auslandsgeschäft auswirken. Zugleich soll sich das Inlandsgeschäft erfolgreich weiterentwickeln und zu einem weiteren Ausbau des Produktgeschäftes führen, aus welchem die USU-Gruppe Lizenz-, Wartungs- sowie produktbezogene Beratungserlöse erzielt. Aber auch das Servicegeschäft, das im Vorjahr in den neu formierten Bereich Unymira integriert wurde und bereits eine hohe Auslastung der Berater aufweist, soll sowohl im Angestelltenbereich als auch durch die Einbindung freier Mitarbeiter und Partner leicht zulegen. In Summe geht der Vorstand davon aus, im Geschäftsjahr 2019 wieder deutlich stärker als der Markt zu wachsen. Ein maßgebliches Indiz dieser Prognose ist der konzernweite Auftragsbestand, der zum 30.Juni 2019 im Vorjahresvergleich um 18,2 % auf TEUR 54.189 (30. Juni 2018: TEUR 45.845) angestiegen ist. Die Planung für 2019 sieht entsprechend vor, die konzernweiten Umsatzerlöse auf EUR 98 - 101 Mio. auszuweiten und das Bereinigte EBIT überproportional auf EUR 7,5 - 10 Mio. zu steigern. Zugleich bekräftigt der Vorstand die Mittelfristplanung 2021 von EUR 140 Mio. Konzernumsatz bei einem Bereinigten EBIT von EUR 20 Mio., wobei in dieser Planung auch akquisitorisches Wachstum von etwa EUR 15 Mio. berücksichtigt wurde. Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen. Sämtliche Annahmen stehen jedoch unter der Voraussetzung, dass es zu keiner ausgeprägten Rezession in Deutschland bzw. weltweit kommt.
Unter den vorgenannten Prämissen plant der Vorstand, auch für das Geschäftsjahr 2019 die Anteilseigner der USU Software AG wie in den Vorjahren wiederum am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft maßgeblich zu beteiligen und die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortzuführen, die eine Ausschüttung einer Dividende vorsieht, die nie unter dem Vorjahreswert liegt und etwa der Hälfte des erwirtschafteten Gewinns entsprechen soll.
Chancen- und Risikobericht
Bezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 vor. Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht 2018 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.
USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).
Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.
Im Berichtsquartal haben die Aktienmärkte die freundliche Tendenz des Auftaktquartals 2019 fortgesetzt und verzeichneten überwiegend eine positive Performance. Zum Stichtag 30. Juni 2019 verblieb dabei auf Quartalssicht beim Deutschen Aktienindex (DAX) auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA ein Kursgewinn gegenüber dem Stichtag des Vorquartals von 7,6% auf 12.398,80 Punkte (31. März 2019: 11.526,04 Punkte). Auch der Technology All Share-Index erzielte im Vergleich zum Vergleichsstichtag des Vorquartals auf XETRA einen Kurszuwachs von 4,9% auf 3.370,08 Punkte (31. März 2019: 3.213,11 Punkte). Die USU-Aktie übertraf nach der vergleichsweise schwächeren Entwicklung des ersten Quartals im Berichtsquartal mit einem Kurszuwachs von 9,6% auf EUR 16,0 (31. März 2019: EUR 14,60) sogar noch die Kursperformance der Vergleichsindizes.
Im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2018 verblieb beim DAX (31. Dezember 2018: 10.558,96 Punkte) auf XETRA ein Kursgewinn von 17,4%, während der Technology All Share-Index (31. Dezember 2018: 2.802,48 Punkte) im gleichen Zeitraum einen Kurszuwachs von 20,3% erzielte. Dagegen lag der Kurszuwachs der USU-Aktie (31. Dezember 2018: EUR 15,75) in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres infolge der schwächeren Kursperformance des ersten Quartals 2019 bei lediglich 1,6%.
Möglingen, 29. August 2019
USU Software AG
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| Bernhard Oberschmidt | Bernhard Böhler | Dr. Benjamin Strehl |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand | Vorstand |
KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)
AKTIVA
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| 6-Monatsbericht | Jahresabschluss | |
|---|---|---|
| in TEUR | 30.06.2019 | 31.12.2018 |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.153 | 6.903 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 41.183 | 41.183 |
| Sachanlagen | 2.307 | 2.157 |
| Nutzungsrechte IFRS 16 | 4.132 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 803 | 773 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 341 | 290 |
| Aktive latente Steuern | 5.940 | 5.940 |
| Langfristige Vermögenswerte | 60.859 | 57.246 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 498 | 466 |
| Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen | 9.013 | 4.526 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.568 | 19.443 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 995 | 943 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 494 | 1.033 |
| Übrige Vermögenswerte | 582 | 881 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 1.270 | 1.156 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 12.217 | 9.450 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 37.637 | 37.898 |
| Aktiva, gesamt | 98.496 | 95.144 |
PASSIVA
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| 6-Monatsbericht | Jahresabschluss | |
|---|---|---|
| in TEUR | 30.06.2019 | 31.12.2018 |
| --- | --- | --- |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 10.524 | 10.524 |
| Kapitalrücklage | 52.792 | 52.792 |
| Gewinnrücklage | -4.410 | -3.453 |
| Kumuliertes sonstiges Eigenkapital | -170 | -198 |
| Eigenkapital | 58.736 | 59.665 |
| Langfristige Schulden | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 250 | 250 |
| Pensionsrückstellungen | 2.358 | 2.311 |
| Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 | 1.853 | 0 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 1.231 | 1.015 |
| Passive latente Steuern | 2.126 | 2.174 |
| Langfristige Schulden | 7.818 | 5.750 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Ertragssteuerschulden | 163 | 616 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 105 | 855 |
| Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 | 2.282 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus dem Personal- und Sozialbereich | 5.277 | 7.589 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.172 | 3.389 |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | 7.144 | 6.563 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.302 | 3.689 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 12.497 | 7.028 |
| Kurzfristige Schulden | 31.942 | 29.729 |
| Passiva, gesamt | 98.496 | 95.144 |
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (UNTESTIERT)
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| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | Quartalsbericht | Quartalsbericht | 6-Monatsbericht | 6-Monatsbericht |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | II / 2019 | II / 2018 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.04.2019 | 01.04.2018 | 01.01.2019 | 01.01.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 30.06.2019 | 30.06.2018 | 30.06.2019 | 30.06.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 22.902 | 20.769 | 44.877 | 41.774 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -11.146 | -10.571 | -22.127 | -20.670 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 11.756 | 10.198 | 22.750 | 21.104 |
| Vertriebs- und Marketingaufwendungen | -4.846 | -4.678 | -9.520 | -8.856 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | -2.888 | -2.457 | -5.753 | -4.917 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -3.891 | -3.795 | -7.691 | -7.307 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 281 | 378 | 536 | 625 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -230 | -143 | -323 | -404 |
| Abschreibungen auf im Rahmen von | ||||
| Unternehmensakquisitionen aktivierte | ||||
| immaterielle Vermögenswerte | 0 | -358 | 0 | -717 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) | 182 | -855 | -1 | -472 |
| Finanzerträge | 0 | 117 | 11 | 121 |
| Finanzaufwendungen | -47 | -3 | -58 | -63 |
| Gewinn vor Steuern (EBT) | 135 | -741 | -48 | -414 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -456 | -410 | -909 | -264 |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag | -321 | -1.151 | -957 | -678 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) auf Basis des Ergebnisanteils der Aktionäre der USU Software AG: | ||||
| Unverwässert und verwässert | -0,03 | -0,11 | -0,09 | -0,06 |
| Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien: | ||||
| Unverwässert und verwässert | 10.523.770 | 10.523.770 | 10.523.770 | 10.523.770 |
| Konzernergebnis | -321 | -1.151 | -957 | -678 |
| Posten, die nicht aufwands- oder ertragswirksam | ||||
| umgegliedert werden können: | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Posten, die später aufwands- oder | ||||
| ertragswirksam umgegliedert werden können: | ||||
| Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung | 16 | -104 | 28 | -66 |
| Sonstiges Ergebnis | 16 | -104 | 28 | -66 |
| Konzern-Gesamtergebnis | -305 | -1.255 | -929 | -744 |
KONZERN-KAPITALHLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)
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| Konzern-Kapitalflussrechnung | 6-Monatsbericht | 6-Monatsbericht |
|---|---|---|
| in TEUR | 01.01.2019 - | 01.01.2018 - |
| --- | --- | --- |
| 30.06.2019 | 30.06.2018 | |
| --- | --- | --- |
| CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | ||
| Konzernjahresüberschuss | -957 | -678 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 2.421 | 1.418 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 6 | 73 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und | ||
| Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder | ||
| Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 2.947 | 3.188 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||
| Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder | ||
| Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 647 | -2.053 |
| +/- Zinsaufwendungen /Zinserträge | 47 | -58 |
| +/- Ertragsteuererstattungen / Ertragsteuerzahlungen | -1.455 | -1.882 |
| +/- Gezahlte Zinsen/ erhaltene Zinsen | -2 | 5 |
| +/- Ertragssteueraufwand/-ertrag | 909 | 264 |
| CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 4.563 | 277 |
| CASH-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT: | ||
| - Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erhaltener Zahlungsmittel | 0 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -12 | -16 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 20 | 2 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -744 | -422 |
| + Einzahlungen aus Positionen, die nicht der betrieblichen Tätigkeit oder | ||
| der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 0 | 0 |
| CASH-FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT: | -736 | -436 |
| CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: | ||
| - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens | 0 | 0 |
| - Tilgung von Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang | 0 | 0 |
| mit dem Erwerb von Tochterunternehmen | ||
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -1.071 | 0 |
| CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: | -1.071 | 0 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 2.756 | -159 |
| +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 11 | 45 |
| + VERÄNDERUNG DER FLÜSSIGEN MITTEL UND KURZFRISTIGEN KAPITALANLAGEN | 2.767 | -114 |
| FLÜSSIGE MITTEL UND KURZFRISTIGE KAPITALANLAGEN - BEGINN DER PERIODE | 9.450 | 12.715 |
| FLÜSSIGE MITTEL UND KURZFRISTIGE KAPITALANLAGEN - ENDE DER PERIODE | 12.217 | 12.601 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (UNTESTIERT)
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| Kumuliertes sonstiges Eigenkapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinn-Rücklage | Pensionspläne | Währungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anzahl | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2018 | 10.523.770 | 10.524 | 52.792 | -205 | -228 | 123 |
| Konzernergebnis | -678 | |||||
| Übriges Ergebnis nach Steuern | -66 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | -678 | 0 | -66 |
| Dividendenzahlung | ||||||
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2018 | 10.523.770 | 10.524 | 52.792 | -883 | -228 | 57 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2019 | 10.523.770 | 10.524 | 52.792 | -3.453 | -208 | 10 |
| Konzernergebnis | -957 | |||||
| Übriges Ergebnis nach Steuern | 28 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | -957 | 0 | 28 |
| Dividendenzahlung | ||||||
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2019 | 10.523.770 | 10.524 | 52.792 | -4.410 | -208 | 38 |
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| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | Eigenkapital |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2018 | 63.006 |
| Konzernergebnis | -678 |
| Übriges Ergebnis nach Steuern | -66 |
| Gesamtergebnis | -744 |
| Dividendenzahlung | 0 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2018 | 62.262 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2019 | 59.665 |
| Konzernergebnis | -957 |
| Übriges Ergebnis nach Steuern | 28 |
| Gesamtergebnis | -929 |
| Dividendenzahlung | 0 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2019 | 58.736 |
VERKÜRZTER KONZERANHANG FÜR DIE ERSTEN 6 MONATE 2019 (UNTESTIERT)
Grundsätze zur Rechnungslegung
Die USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442 eingetragen.
Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt.
Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2018 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 6-Monatsbericht 2019 ist daher in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2018 zu lesen.
Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung.
Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.
Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der konsolidierten Gesellschaften angewendet.
Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.
Erstmalig angewandte Rechnungslegungsvorschriften
IFRS 16 "Leasingverhältnisse" regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ersetzt den Vorgängerstandard IAS 17. Nach IFRS 16 besteht eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Hieraus folgt, dass zukünftig Leasingnehmer das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit bilanzieren. Bei den Leasingverhältnissen der USU-Gruppe handelt es sich um Leasingverträge (im Wesentlichen PKW-Leasing), Mietverträge (für genutzte Gebäude) und Softwarelizenznutzungsverträge (vorwiegend Cloud-Software).
Zum 1. Januar 2019 hat die USU Software AG im Zuge der Übernahme der neuen Regelungen von IFRS 16 ihre Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geändert. Entsprechend der von USU gewählten modifiziert retrospektiven Übergangsmethode gemäß IFRS 16 erfolgt keine Anpassung der Vorperioden. Demzufolge werden im Jahr 2019 die Veränderungen von EBIT, Vermögenswerten und Schulden im Jahresvergleich von den neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beeinflusst.
Die Erstanwendung von IFRS 16 führt im ersten Halbjahr 2019 zu folgenden Übergangsauswirkungen aus der Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:
Infolge der Aktivierung von Nutzungsrechten erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 4.132. Zugleich erhöhten sich die Verbindlichkeiten aufgrund der Aktivierung von Leasingverbindlichkeiten um TEUR 4.135 (davon langfristig: TEUR 1.853; davon kurzfristig: TEUR 2.282).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind aufgrund der Ausbuchung von abgegrenzten Mieten um TEUR 0 niedriger.
In der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung von USU wurden Abschreibungsaufwendungen für Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 1.068 und Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6 erfasst.
In der Konzern-Kapitalflussrechnung von USU erhöhte sich der operative Cash Flow um TEUR 1.071, während sich der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit um TEUR 1.071 verringerte.
Im Berichtsjahr hat der Vorstand mit der AUSUM GmbH einen Mietvertrag für einen neu zu errichtenden "USU Campus" zur Erweiterung der Mietflächen an der USU-Firmenzentrale in Möglingen geschlossen, der voraussichtlich zu Beginn des dritten Quartals 2020 fertiggestellt und ab diesem Zeitpunkt von der USU Software AG angemietet wird. Der Mietvertrag wurde zunächst für 15 Jahre abgeschlossen. Der Mietpreis beläuft sich auf monatlich TEUR 29. Ab dem Zeitpunkt der Wirksamkeit des Mietvertrages durch Nutzung der Mietflächen ist dieser entsprechend gemäß IFRS 16 zu berücksichtigen und zu bilanzieren.
Finanzinstrumente
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buch- und beizulegenden Zeitwerte (Fair Value) der Finanzinstrumente des Konzerns dargestellt:
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| in TEUR | IFRS 9 Kategorie bzw. IFRS |
30.06.2019 | 31.12.2018 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 7-Klasse | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Fair Value | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Noch nicht abgerechnete Leistungen | IFRS 15 | 9.013 | 9.013 | 4.526 | 4.526 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Fortgef. AK1) |
12.568 | 12.568 | 19.443 | 19.443 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | Fortgef. AK | 494 | 494 | 1.033 | 1.033 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | Fortgef. AK | 12.217 | 12.217 | 9.450 | 9.450 |
| 34.292 | 34.292 | 34.452 | 34.452 |
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| in TEUR | IFRS 9 Kategorie | 30.06.2019 | 31.12.2018 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| bzw. IFRS 7-Klasse | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Fair Value | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzverbindlichkeiten | Fortgef. AK | 355 | 355 | 1.105 | 1.105 |
| Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 | Fortgef. AK | 4.135 | 4.135 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Fortgef. AK | 3.302 | 3.302 | 3.689 | 3.689 |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | Fortgef. AK | 7.144 | 7.144 | 6.563 | 6.563 |
| 14.936 | 14.936 | 11.357 | 11.357 |
1) Fortgef. AK: fortgeführte Anschaffungskosten
Gemäß IFRS 13 ist der Fair Value als Preis definiert, den man im Zuge eines geordneten Geschäftsvorfalls unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Dabei ist eine Fair Value-Hierarchie mit drei Bewertungsstufen zu unterscheiden, welche sich danach richten, ob der Fair Value von Finanzinstrumenten auf Grundlage von veröffentlichen Marktpreisen (Stufe 1), auf Basis von Ableitungen aus veröffentlichten Marktpreisen (Stufe 2) oder nicht beobachtbaren Parametern(Stufe 3) ermittelt worden ist.
Die USU Software AG verfügt derzeit über keine Finanzinstrumente der Stufe 2 oder 3.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse nach Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 01.01.- 30.06.2019 |
1.1.- 30.06.2018 |
|
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Beratung | 24.092 | 24.652 |
| Lizenzen / Produkte | 6.235 | 4.961 |
| Wartung / SaaS | 13.981 | 11.698 |
| Sonstiges | 569 | 463 |
| 44.877 | 41.774 |
Segmentberichterstattung
Nach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
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| Produktgeschäft | Servicegeschäft | Summe Segmente | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.- 30.6.19 |
1.1.- 30.6.18 |
1.1.- 30.6.19 |
1.1.- 30.6.18 |
1.1.- 30.6.19 |
1.1.- 30.6.18 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 34.624 | 30.820 | 10.131 | 10.837 | 44.755 | 41.657 |
| EBITDA | 3.720 | 2.672 | 1.017 | 1.566 | 4.737 | 4.238 |
| EBIT | 2.180 | 1.649 | 386 | 1.248 | 2.566 | 2.897 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - | - | - |
| Steuern | -445 | - | -464 | - | -909 | - |
| Konzernergebnis | 1.735 | 1.649 | -78 | 1.248 | 1.657 | 2.897 |
| Mitarbeiter zum Ende der Periode | 503 | 497 | 109 | 111 | 612 | 608 |
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| nicht zugeordnet | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.- 30.6.19 |
1.1.- 30.6.18 |
1.1.- 30.6.19 |
1.1.- 30.6.18 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 122 | 117 | 44.877 | 41.774 |
| EBITDA | -2.317 | -3.291 | 2.420 | 947 |
| EBIT | -2.567 | -3.369 | -1 | -472 |
| Finanzergebnis | -47 | 58 | -47 | 58 |
| Steuern | - | -264 | -909 | -264 |
| Konzernergebnis | -2.614 | -3.575 | -957 | -678 |
| Mitarbeiter zum Ende der Periode | 96 | 89 | 708 | 697 |
Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 insgesamt 28,5% (Q1-Q2/2018: 29,2%) bzw. TEUR 12.796 (Q1-Q2/2018: TEUR 12.204) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Demgegenüber wurden weniger als 10% der konsolidierten Vermögenswerte außerhalb Deutschlands geführt. Gleichzeitig beliefen sich die außerhalb Deutschlands getätigten Investitionen auf weniger als 10% der konsolidierten Gesamtinvestitionen. Auf weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde daher aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Nachtragsbericht
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2019 vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der USU-Gruppe hatten. Insofern ergaben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Aktien der Organe der USU Software AG
Folgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 30. Juni 2019 festgestellt:
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| Bestandsmeldungen der Organe | Aktien | Aktien |
|---|---|---|
| 30.06.2019 | 30.06.2018 | |
| --- | --- | --- |
| Vorstand | ||
| Bernhard Oberschmidt | 162.518 | 156.518 |
| Bernhard Böhler | 167.572 | 167.572 |
| Dr. Benjamin Strehl | 0 | 0 |
| Aufsichtsrat | ||
| Udo Strehl* | 5.000 | 5.000 |
| Erwin Staudt | 100.000 | 100.000 |
| Gabriele Walker-Rudolf | 0 | - |
* Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 34 (1) Satz 1 Nr. 1 WpHG n.F. zusätzlich 5.347.013 (2018: 5.338.044) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet. Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2018:32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG n.F. zugerechnet.
Am 03. Januar 2019 hat die AUSUM GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende der USU Software AG, Udo Strehl ist, insgesamt 1.999 Aktien der USU Software AG über die Börse Stuttgart gekauft und diese Wertpapiergeschäfte nachfolgend der USU Software AG mitgeteilt. Zudem hat die AUSUM GmbH am 29. März 2019 insgesamt 1.035 Aktien der USU Software AG über die Börse Stuttgart gekauft und am 1. April weitere 1.465 USU-Aktien, ebenfalls über die Börse Stuttgart, und hat sämtliche Wertpapiergeschäfte nachfolgend der USU Software AG mitgeteilt.
Des Weiteren hat die AUSUM GmbH am 23. Mai 2019 2.500 Aktien der USU Software AG über die Börse Stuttgart erworben, während der Vorstandsvorsitzende Bernhard Oberschmidt am gleichen Tag 6.000 USU-Aktien über die Börde Stuttgart erworben hat. Beide Transaktionen wurden nachfolgend der USU Software AG mitgeteilt.
Die Gesellschaft hat ihrerseits die aufgeführten Mitteilungen über die Wertpapiergeschäfte pflichtgemäß unmittelbar veröffentlicht.
Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.
Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Als nahe stehende Personen ("Related Parties") gelten gemäß IAS 24 Personen oder Unternehmen, die grundsätzlich die Gruppe beherrschen bzw. maßgeblichen Einfluss nehmen können oder auf die die Gruppe maßgeblichen Einfluss ausüben kann, einschließlich der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrates. Als nahe stehende Personen gelten dabei nicht Unternehmen, die bereits im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogen sind.
Hinsichtlich der geschäftlichen Beziehungen zwischen der USU Software AG und dem Aufsichtsratsvorsitzenden und Mehrheitsaktionär Herrn Udo Strehl und seiner Ehefrau haben sich gegenüber den Angaben im Konzernanhang des Geschäftsjahres 2018 keine wesentlichen Änderungen ergeben. Entsprechend verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der USU Software AG für das am 31. Dezember 2018 abgeschlossene Geschäftsjahr.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäfts-Ergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Möglingen, 29. August 2019
USU Software AG
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| Bernhard Oberschmidt | Bernhard Böhler | Dr. Benjamin Strehl |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand | Vorstand |
FINANZKAKENDER 2019
2. September 2019
Investoren- und Analystenkonferenz im
Rahmen der Veranstaltung
Herbstkonferenz 2019, Frankfurt/Main
13.-15. September 2019
15. IR-Fahrt 2018, Rüttnauer Research, Wien (Österreich)
21. November 2019
Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2019
25.-27. November 2019
Investoren- und Analystenkonferenz im
Rahmen der Veranstaltung
Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt/Main