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USU Software AG — Annual Report 2014
May 6, 2015
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Annual Report
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USU Software AG
Möglingen
Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Bericht des Aufsichtsrats
der USU Software AG
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
mit neuen Rekordwerten beim Umsatz und dem Bereinigten EBIT hat die USU Software AG das Geschäftsjahr 2014 im Gesamtkonzern erfolgreich abgeschlossen. Und auch als Einzelgesellschaft steigerte die USU Software AG den Gewinn deutlich. An dieser positiven Unternehmensentwicklung sollen die Aktionäre der Gesellschaft gemäß der Dividendenpolitik der USU Software AG wieder maßgeblich teilhaben. Daher schließt sich der Aufsichtsrat dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 an, die Gewinnausschüttung um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu erhöhen. Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG werden der Hauptversammlung der USU Software AG am 18. Juni 2015 vorschlagen, eine Dividende von EUR 0,30 je bezugsberechtigter Aktie auszuschütten.
Wahrnehmung der Pflichten des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und Deutschem Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben und Pflichten im Geschäftsjahr 2014 umfassend wahrgenommen und den Vorstand kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Dabei wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend vom Vorstand über die Entwicklung und Lage der USU Software AG und des Konzerns, etwaige Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der ursprünglichen Planung, das Risikomanagement und die Compliance, wesentliche Geschäftsvorgänge sowie die weitere Unternehmensplanung unterrichtet. Der Aufsichtsrat begleitete seinerseits die Geschäftsentwicklung der USU Software AG und des Konzerns intensiv und stand im Laufe des Jahres auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in engem Kontakt mit dem Vorstand. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Gleichfalls wurde der Aufsichtsrat über zustimmungspflichtige Rechtsgeschäfte sowie Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sind, im Vorfeld umfassend informiert, nahm seinerseits eine sorgfältige Prüfung vor und stimmte diesen einstimmig zu.
Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 Bernhard Böhler und Dr. Benjamin Strehl neu in den Vorstand der USU Software AG berufen. Bernhard Böhler ist Gründungsmitglied der USU-Tochter Aspera GmbH und hat seit dem Jahr 2000 Vertrieb, Marketing und Internationalisierung dieser Gesellschaft erfolgreich vorangetrieben.
Bei der USU Software AG verantwortet er seit dem 1. Oktober 2014 den Vertrieb und die Internationalisierung des USU-Konzerns. Dr. Benjamin Strehl übernahm nach seiner Tätigkeit bei der Unternehmensberatung Roland Berger im Jahr 2010 die Aufgabengebiete Produktmanagement und M&A bei der USU Software AG und forciert als Vorstand vor allem das akquisitorische Wachstum sowie die Bereiche Forschung & Entwicklung und Beratung. Der bisherige Alleinvorstand Bernhard Oberschmidt verantwortet als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft weiterhin die Konzernstrategie sowie die Ressorts Finanzen, Investor Relations und zentrale Administration.
Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates der USU Software AG fanden im Geschäftsjahr 2014 nicht statt. Da sich der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern zusammensetzt, wurde im Geschäftsjahr 2014 wie im Vorjahr auf die Einrichtung von Ausschüssen verzichtet. Unabhängig davon nimmt der Aufsichtsrat der Gesellschaft die für diese Ausschüsse vorgesehenen Aufgaben gemeinschaftlich wahr.
Sitzungen des Aufsichtsrats und Beratungsschwerpunkte
Im Berichtsjahr fanden sechs ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats waren bei diesen Sitzungen persönlich anwesend, so dass die durchschnittliche Teilnahmequote der Aufsichtsräte bei 100 Prozent lag.
In den Sitzungen des Aufsichtsrats, an denen regelmäßig der Vorstand der USU Software AG und bedarfsweise die Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften teilnahmen, bildete die Erörterung der Geschäftsentwicklung, der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der strategischen Planung der USU Software AG und des Konzerns den Schwerpunkt der Berichte und Beratungen. Dabei ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig die Umsatz-, Ertrags-, Rentabilitäts- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie die weitere Finanz-, Investitions- und Personalplanung aufzeigen. Zudem berichtete der Vorstand der Gesellschaft kontinuierlich über die Fortschritte bei Großprojekten und den Produktinnovationen des Konzerns sowie über potenzielle Akquisitionskandidaten und stimmte mit dem Aufsichtsrat den finalen Abschluss der Übernahme der B.I.G. Social Media GmbH ab. Des Weiteren erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand das Risikomanagement der USU Software AG und des Gesamtkonzerns und ließ sich ausführlich die vorherrschenden Risiken und geplanten Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung und -bewältigung aufzeigen. Ein weiteres regelmäßiges Thema im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen waren ferner die Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft sowie die Aktivitäten des Vorstands im Bereich Investor Relations.
Im Rahmen der Bilanz feststellenden Sitzung des Aufsichtsrats am 14. März 2014 erfolgte die Berichterstattung des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Nach eingehender Erörterung mit dem Vorstand und dem Wirtschaftsprüfer billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellte den Jahresabschluss fest. Der Aufsichtsrat hat sich dabei der Empfehlung des Vorstands angeschlossen, der Hauptversammlung der Gesellschaft eine Dividende von EUR 0,25 je bezugsberechtigter Aktie vorzuschlagen. Weitere Themen dieser Aufsichtsratssitzung waren neben den Statusberichten des Vorstands eine Änderungsvereinbarung zur finalen Übernahme der Konzerntochter B.I.G. Social Media GmbH sowie die Berichterstattung über weitere M&A-Aktivitäten.
Innerhalb der Aufsichtsratssitzung am 28. April 2014 erfolgten die Statusberichte der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften, welche von den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern präsentiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert wurden. Dabei ließ sich der Aufsichtsrat ausführlich über bedeutende Kundenprojekte, den Status der Produktinnovationen sowie den aktuellen Forecast unterrichten. Zudem erfolgte im Rahmen dieser Sitzung die Diskussion und Fixierung der Tagesordnungspunkte zur Hauptversammlung 2014 der Gesellschaft.
Im Rahmen der Sitzung des Aufsichtsrats am 24. Juni 2014, welche im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft stattfand, berichtete der Vorstand über die Geschäftsentwicklung der USU Software AG und des Gesamtkonzerns und gab einen Ausblick auf die erwartete Geschäftsentwicklung in den Folgequartalen.
Die Erörterung der Vorstandserweiterung und die zugehörige Beschlussfassung erfolgten in der Aufsichtsratssitzung am 27. Juni 2014. Die erste Sitzung des Aufsichtsrates unter Beteiligung des erweiterten Vorstandes fand am 1. Oktober 2014 statt. Gemäß der neuen Ressortzuordnung präsentierten die Vorstandsmitglieder den aktuellen Status der USU Software AG und des Gesamtkonzerns sowie die weitere Planung. Zudem erfolgte die Vorstellung eines neuen Corporate Designs inklusive Logoerneuerung sowie der Konzeption für die Kundenveranstaltung USU World 2015 durch das Vorstandsteam.
Die Sitzung des Aufsichtsrats am 11. Dezember 2014 hatte die aktuelle Geschäftsentwicklung der USU Software AG und des Gesamtkonzerns, die Hochrechnung auf das Gesamtjahr 2014, die Perspektiven für das Folgejahr sowie die Mittelfristplanung 2017 zum Inhalt. Dabei stellte der Vorstand der USU Software AG den Status für das zu Ende gehende Jahr 2014 sowie die Unternehmensplanung für 2015 vor und zeigte das Potenzial zur Umsetzung des Mittelfristzieles auf.
Der Aufsichtsrat erörterte die aufgezeigten Pläne ausführlich mit dem Vorstand und genehmigte die Planung für das Geschäftsjahr 2015 einstimmig. Weitere Themen dieser Aufsichtsratssitzung waren die Umsetzung der Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Verabschiedung der zugehörigen Entsprechenserklärung. Gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex führte der Aufsichtsrat im Rahmen dieser Sitzung eine Effizienzprüfung durch, welche mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen wurde.
Corporate Governance und Entsprechenserklärung
Eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle der USU Software AG und des Gesamtkonzerns standen und stehen auch zukünftig im Fokus der Aktivitäten des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat fühlt sich diesen Prämissen der Corporate Governance verpflichtet und agiert entsprechend in diesem Sinne. Am 11. Dezember 2014 hat der Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand die Punkte des Corporate Governance Kodex ausführlich erörtert. Gemäß § 161 Aktiengesetz haben Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG die zugehörige Entsprechenserklärung am selben Tag abgegeben und nachfolgend auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung ist als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung der USU Software AG gemäß § 289a HGB im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns dieses Geschäftsberichts enthalten.
Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses
Entsprechend des Beschlusses der Hauptversammlung vom 24. Juni 2014 wurde die Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 bestellt. Gegenstand der Prüfungen waren die Buchführung, der vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs ("HGB") aufgestellte Jahresabschluss 2014, der gemäß § 315a HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellte Konzernabschluss 2014 sowie der zugehörige Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014. Der Jahresabschluss der USU Software AG, der Konzernabschluss und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 wurden jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen.
Dem Aufsichtsrat wurden die vorgenannten Abschlussunterlagen inklusive des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers rechtzeitig zur Prüfung ausgehändigt. Auf der Bilanz feststellenden Sitzung am 11. März 2015 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Nach Abschluss der eigenen Prüfung sowie ausführlicher Erörterung mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss und stimmt dem Bericht des Vorstands über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 zu. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Zugleich stimmt der Aufsichtsrat der Beschlussvorlage des Vorstands zur Gewinnverwendung zu, den nach HGB ermittelten Bilanzgewinn der USU Software AG zum 31. Dezember 2014 in Höhe von TEUR 6.582 wie folgt zu verwenden:
| ― | Zahlung einer Dividende von EUR 0,30 je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien bzw. TEUR 3.157 |
| ― | Vortrag des verbleibenden Gewinns von TEUR 3.425 auf neue Rechnung. |
Der Aufsichtsrat hat sich ferner mit den Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB und dem zugehörigen Bericht befasst. In diesem Zusammenhang verweist der Aufsichtsrat auf die Angaben und Erläuterungen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014. Der Aufsichtsrat hat seinerseits eine Prüfung des Berichts und der darin enthaltenen Angaben und Erläuterungen vorgenommen und stellt fest, dass diese vollständig sind. Insofern macht sich der Aufsichtsrat diese zu Eigen.
Des Weiteren hat der Vorstand der USU Software AG als Konzernmuttergesellschaft der USU-Gruppe gemäß § 312 AktG einen Bericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und nahe stehenden Personen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 (im Folgenden kurz: "Abhängigkeitsbericht") erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben:
"Wir erklären, dass die USU Software AG nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen, die die Gesellschaft benachteiligen, wurden nicht getroffen."
Die Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Dem Aufsichtsrat haben sowohl der Abhängigkeitsbericht des Vorstands als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vorgelegen. Die Prüfung durch den Aufsichtsrat gemäß
§ 314 AktG hat zu keinen Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstandes geführt.
Schlussbemerkungen und Danksagung
Das erfolgreiche Erzielen neuer Umsatz- und Ergebnisrekorde ist maßgeblich der Verdienst der gesamten Belegschaft der USU Software AG und ihrer Konzerntöchter. Ich möchte mich daher im Namen des gesamten Aufsichtsrates explizit bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der USU-Gruppe für ihr hohes Engagement und ihre Loyalität bedanken. Zugleich danke ich dem gesamten Management der Tochtergesellschaften für ihren hohen persönlichen Einsatz und ihre außerordentlichen Leistungen. Mein besonderer Dank gilt ferner dem Vorstandsteam für die mit Leidenschaft und Unternehmergeist umgesetzte positive Weiterentwicklung der USU Software AG und der gesamten USU-Gruppe. Der Aufsichtsrat ist optimistisch, dass der Vorstand den erfolgreichen Wachstumstrend der Gesellschaft nachhaltig fortsetzen wird und freut sich auf die weitere vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit.
Möglingen, den 11. März 2015
Für den Aufsichtsrat
Udo Strehl, Vorsitzender des Aufsichtsrats der USU Software AG
Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014
GRUNDLAGEN DER USU SOFTWARE AG UND DES KONZERNS
Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften

Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: Aspera GmbH, Aachen, Deutschland; Aspera Technologies Inc., Boston, USA; B.I.G. Social Media GmbH, Berlin, Deutschland; LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU AG, Möglingen, Deutschland; USU Austria GmbH, Wien, Österreich; USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik. Zudem bestehen Beteiligungen der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, und der USU Consulting GmbH, Sursee, Schweiz, welche nicht mehr operativ tätig sind.
Im Geschäftsjahr 2014 erwarb die USU Software AG die restlichen 49 % der Anteile an der B.I.G. Social Media GmbH ("BIG") aufschiebend bedingt hinsichtlich der vollständigen Erbringung der Kaufpreiszahlung.
Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem
Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) entwickeln und vertreiben ganzheitliche Softwarelösungen für wissensbasiertes Servicemanagement. Das Leistungsspektrum des Produktsegments umfasst dabei Lösungen im Bereich "Business Service Management" für den effizienten und kostenoptimalen Einsatz der IT-Infrastruktur eines Unternehmens sowie im Bereich "Knowledge Solutions" zur Optimierung wissensintensiver Geschäftsprozesse. Darüber hinaus bietet die Gruppe mit ihrem Servicesegment Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie individuelle Anwendungsentwicklung an.
USU-Kunden erzielen neben einer hohen Serviceverbesserung auch deutliche Einsparpotenziale, so dass sich die Investitionen in die Softwarelösungen der USU-Gruppe in sehr kurzer Zeit amortisieren und insofern eine Win-Win-Situation zwischen USU und ihren Kunden entsteht. Entsprechend zählen inzwischen über 700 Unternehmen aus allen Bereichen der Wirtschaft, insbesondere aus den IT-intensiven Branchen wie Versicherungen und Banken, zum Kundenkreis der USU-Gruppe, wie beispielsweise Allianz, BASF, BOSCH, BMW, DEVK, EDEKA, Generali, Hannover Rück, HDI Gerling, Jacobs Engineering, LVM, Texas Instruments, VW, W&W oder ZDF.
Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie ist. Die Mittelfristplanung sieht das Überschreiten der EUR 100 Mio.-Umsatzmarke sowie den weiteren Ausbau der operativen Ergebnismarge auf Basis des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") bis zum Jahr 2017 vor.
Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch verschiedene Sondereffekte beeinflusst wurde und wird, welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU über die Geschäftsjahre hinweg erschweren, hat die Gesellschaft zu Informationszwecken zusätzlich ein Bereinigtes Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte sowie zusätzlicher akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte Konzernergebnis inklusive der damit verbundenen Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten Konzernergebnisses weist die USU Software AG unter Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Stückaktien ferner ein Bereinigtes Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen. Sowohl das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als auch das Bereinigte Ergebnis pro Aktie stellen keine IFRS-bezogenen Kennzahlen dar.
Forschung und Entwicklung
Die USU-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2014 insgesamt TEUR 9.642 (2013: TEUR 9.426) bzw. 16,4 % (2013: 16,9 %) des Konzernumsatzes in den Bereich Forschung und Entwicklung ("F&E"), um ihren Kunden praxisbezogene Produkte und Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik zu bieten. Mit den zum 31. Dezember 2014 konzernweit angestellt en 127 (2013: 151) Mitarbeitern des Bereiches Forschung und Entwicklung erforscht USU systematisch den Einsatz neuer Technologien, setzt kundenbezogene Weiterentwicklungen um und konzipiert eigene Innovationen zur kontinuierlichen Verbesserung und Erweiterung des konzernweiten Produktportfolios.
Im Bereich Business Service Management erfolgte im Berichtsjahr die zielgerichtete Weiterentwicklung von Valuemation, der ganzheitlichen IT-Management-Produktsuite der USU-Gruppe für Großkonzerne und den gehobenen Mittelstand. Neben der funktionalen Erweiterung von Valuemation setzte USU dabei die Entwicklung zweier neuer Module um. So ermöglicht der Supplier Manager die Verwaltung und geschäftsbezogene Bewertung von Lieferanten und Geschäftspartnern, während der Ressource Manager zur effizienten Einsatzplanung von IT-Assets dient. Mit der gleichzeitigen Finalisierung des Valuemation Mobile Manager können Anwender relevante Services von Valuemation nunmehr ebenfalls unterwegs auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets nutzen. Einen weiteren zentralen Meilenstein stellte die Anbindung von USU Service Intelligence an die Produktsuite Valuemation dar. Damit bietet USU nunmehr ein umfassendes Reporting zur tiefgreifenden Durchführung von IT-Analysen sowie nachfolgenden Ursachenermittlung für eventuelle Sol l-/Ist-Abweichungen als Basis für die intelligente IT-Steuerung eines Unternehmens. Zugleich wurde die Integration des USU Service Manager, der ganzheitlich konzipierten Lösung für die Spezifikation, Verwaltung und Steuerung des IT-Service-Portfolios, in Valuemation umgesetzt.
Auch die auf kleine und mittelständische Unternehmen ausgerichtete IT-Management-Lösung myCMDB wurde im Geschäftsjahr 2014 planmäßig weitentwickelt. Im Rahmen dessen wurden unter anderem zusätzliche Layout-Funktionen, Schnittstellenerweiterungen sowie die Optimierung der Barrierefreiheit umgesetzt.
Umfangreiche Funktions-, Metrik- und Compliance-Erweiterungen setzte das USU-Entwicklungsteam ferner an der Lizenzmanagement-Software SmartTrack um, der vom kanadischen Marktforschungsunternehmen Info-Tech Research Group eine hohe Innovationskraft bescheinigt wurde. USU bietet neben SmartTrack eine Reihe von Erweiterungsmodulen an, deren Neu- und Weiterentwicklung im Jahr 2014 ebenfalls vorangetrieben wurde. So ermittelt das neue Optimierungs- und Simulationsmodul das Softwarelizenz-Optimierungspotential eines Unternehmens und zeigt Wege zur Kostenersparnis auf.
Zahllose Lizenzierungsoptionen werden simuliert und analysiert, wobei eventuelle Veränderungen in der IT-Infrastruktur automatisch mit in die Betrachtung einbezogen werden. Die Unternehmen senken auf diese Weise Lizenzkosten und können Käufe von IT-Infrastruktur und Software strategisch planen. Die weiteren Erweiterungsmodule im Lizenzmanagement sind das Audit Defense Modul zur kosten- und ressourceneffizienten Audit-Abwehr, das FlowControl Modul zur einfachen und transparenten Systemintegration sowie das Finanz Modul für eine umfangreiche Kostentransparenz und optimale Kosten- und Budgetplanung.
Bei der Monitoring-Software ZIS-System setzte die F&E-Abtei-lung die Entwicklung der neuen ZIS-Version fort, welche unter anderem ein "Self Service Cockpit" beinhaltet - eine neue Endanwender-Oberfläche im Stile eines Dashboards mit einer einfachen Konfiguration und schnell erstellbaren Ad-hoc-Sichten. Weitere Entwicklungsthemen im Monitoring-Umfeld betrafen unter anderem die Bereiche Reporting und Alarmierung.
Im Bereich Knowledge Solutions stand die Weiterentwicklung und entwicklungsseitige Integration der Wissensmanagement-Produkte USU KnowledgeCenter, USU KnowledgeScout und USU Lifebelt im Fokus. Die aktive Wissensdatenbank USU KnowledgeCenter bietet mit ihren zahlreichen Assistenzsystemen und den in 2014 neu umgesetzten Funktionen für E-Learning, Korrespondenzmanagement und Reporting eine zentrale Arbeits- und Prozess-Plattform für die täglichen Aufgaben der Mitarbeiter von Call- und Service-Centern. Für den technischen Innen- und Außendienst steht mit USU KnowledgeScout außerdem ein interaktives Ratgebersystem zur Verfügung, welches im Berichtsjahr unter anderem um eine Agenten-Funktion erweitert wurde, mit der sich automatisierte (Fehler-)Diagnosen durchführen lassen. Die Self-Service-Anwendung USU Lifebelt, mit der Anwender selbstständig eine qualitätsgesicherte Lösung zu ihrem aktuellen IT-Problem oder -Anliegen finden können, wurde im Berichtsjahr in eine moderne Webvariante überführt, die sehr einfach in bestehende IT-Management-Umgebungen integrierbar ist. Mit dieser umfassenden Softwarelösung bündelt USU sämtliche Services und Informationen eines internen oder externen IT-Dienstleisters und stellt diese dem Endanwender über eine zentrale Oberfläche zur Verfügung. Im Zuge dieser strategischen Erweiterung wurde die Self-Service-Software der USU-Gruppe in USU SmartLink umbenannt, die zukünftig auch als Endbenutzer-Oberfläche von Valuemation fungieren und als App auf mobilen Endgeräten angeboten werden soll. Daneben arbeitete das Entwicklungsteam an der strategischen Verknüpfung der Wissensmanagement-Lösungen mit den konzerneigenen Social-Media-Produkten. Damit bietet USU für alle serviceorientierten Bereiche eines Unternehmens nunmehr ein einzigartiges Portfolio, welches die Kunden- bzw. User-Interaktion auf allen relevanten Servicekanälen abdeckt.
Produktneuentwicklung: USU SmartLink

Im Bereich Social Media stand ferner die Fortsetzung des Innovationsprojekts "Social CRM" im Fokus der F&E-Aktivitäten. Im Gegensatz zu klassischen CRM-Systemen, die lediglich auf die Verwaltung der Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden abzielen, dient Social CRM der Analyse von Beziehungen der Kunden und Zielgruppen untereinander sowie deren Haltung gegenüber dem Unternehmen, um auf diese zeitnah reagieren sowie die Kommunikationsprozesse des Unternehmens an deren Bedürfnissen ausrichten zu können.
Neben diesen Entwicklungsaktivitäten betreibt USU gezielt Forschung, um zukünftige Produktinnovationen voranzutreiben, zu entwickeln und letztlich erfolgreich in den Markt einführen zu können. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei im Bereich "Big Data", dem wissensgetriebenen Management von - zumeist industriellen - Massendaten. Im Rahmen dieser Forschungsarbeiten gewann USU im Berichtsjahr zwei von 13 Projekten, die im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ("BMWi") ausgeschrieben Technologiewettbewerbs "SmartData - Innovationen aus Daten" gefördert werden. Die von USU zu entwickelnde Plattform für Industrial Big Data schafft die Voraussetzung für innovative Konzepte zur Service-Automatisierung im Industriesektor. Dafür wurde USU Ende September 2014 auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik e.V. vom BMWi mehrfach ausgezeichnet. Das Forschungsteam der USU-Gruppe hat ferner mit einem größeren Maschinenbau-Unternehmen eine Pilotphase zur Einführung einer Industrial Big Data Plattform erfolgreich abgeschlossen. Das Resultat hieraus wird nunmehr in der Hauptentwicklungsphase auf die Verarbeitung von Massendaten ausgelegt, um Datenmengen im dreistelligen Terrabyte-Bereich in kürzester Zeit auf komplexe Fehlermuster untersuchen zu können. In zwei weiteren Forschungsprojekten wurde die Entwicklung eines semantischen Suchverfahrens vorangetrieben. Die Lösung wird mit dem Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe entwickelt und soll unter Verwendung der Sprache und Begrifflichkeiten des Benutzers bessere Ergebnisse bei der Suche nach relevanten Dokumenten erzielen.
WIRTSCHAFTSBERICHT
Zusammenfassung
Im Geschäftsjahr 2014 steigerten die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften den Konzernumsatz nach IFRS um 5,8 % auf TEUR 58.933 (2013: TEUR 55.713). Dieser Anstieg resultierte maßgeblich aus dem Auslandsgeschäft des Produktsegmentes, während das Inlandsgeschäft im Berichtsjahr von einer Investitionszurückhaltung der Unternehmen aus dem Finanzsektor und damit verbundenen Projektverschiebungen beeinflusst wurde. Entsprechend blieben die Umsatzerlöse des beratungsbezogenen Servicegeschäftes unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Das erzielte Umsatzwachstum der USU-Gruppe führte in Verbindung mit der nur geringfügigen Kostenausweitung zu einem deutlichen Ergebnisanstieg. So steigerte USU das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA") um 61,9 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 8.886 (2013: TEUR 5.490). Darin enthalten ist ferner ein Ertrag aus der Anpassung der earn-out-bedingten Kaufpreisverbindlichkeit für die vollständige Akquisition der B.I.G. Social Media GmbH von TEUR 970. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("EBIT") baute USU im Berichtszeitraum um 95,8 % auf TEUR 6.673 (2013: TEUR 3.408) aus. In Summe erhöhte die USU-Gruppe den Konzernüberschuss um 51,2 % auf TEUR 5.512 (2013: TEUR 3.646). Das Ergebnis pro Aktie verbesserte sich entsprechend von EUR 0,35 im Vorjahr auf nunmehr EUR 0,52.
Unter Herausrechnung der akquisitionsbedingten Sondereffekte erzielte die USU-Gruppe ein Bereinigtes EBIT von TEUR 7.276 (2013: TEUR 5.083), was einem Anstieg um 43,1 % entspricht. Das Bereinigte Konzernergebnis erhöhte USU um 15,4 % auf TEUR 5.963 (2013: TEUR 5.169). Das Bereinigte Ergebnis je Aktie stieg entsprechend von EUR 0,49 im Vorjahr auf EUR 0,57 im Berichtszeitraum an.
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der USU-Tochtergesellschaften lag auch der nach HGB ermittelte Jahresüberschuss der USU Software AG mit TEUR 4.479 (2013: TEUR 3.024) deutlich über dem Vorjahreswert. Infolge gestiegener Beteiligungserträge erzielte die Gesellschaft damit einen Gewinnanstieg um 48,1 %. Gemäß der kommunizierten Ausschüttungspolitik der Gesellschaft und im Sinne der Kontinuität sollen die Aktionäre der USU Software AG wie in den Vorjahren maßgeblich an dem Geschäftserfolg partizipieren. Daher schlägt der Vorstand vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats eine Dividendenausschüttung von EUR 0,30 je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2014 vor, was einer Erhöhung der Gewinnausschüttung um 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Für das laufende Geschäftsjahr 2015 ist der Vorstand optimistisch, wieder ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum im Gesamtkonzern zu erzielen. Die Guidance für 2015 sieht einen Konzernumsatz im Bereich von EUR 64 - 68 Mio. bei einem Bereinigten EBIT von EUR 8 - 9,5 Mio. vor. Der Vorstand geht zudem aufgrund des stark florierenden Auslandsgeschäftes, der weiterhin hohen Potenziale im deutschen Kernmarkt sowie der wachstumsorientierten Akquisitionspolitik der USU-Gruppe davon aus, die Mittelfristplanung eines Umsatzes von über EUR 100 Mio. bei einer auf über 15 % ausgebauten Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis zum Jahr 2017 erfolgreich umzusetzen.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die deutsche Wirtschaft hat sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes1 ("Destatis") im Jahresdurchschnitt 2014 mit einer Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes ("BIP") um 1,6 % (2013: 0,1 %) gegenüber dem Vorjahr insgesamt positiv entwickelt, wobei die Wachstumsraten in den einzelnen Quartalen sehr unterschiedlich ausfielen. Nach einem schwungvollen Jahresauftakt und einer folgenden Schwächephase hat sich die konjunkturelle Lage in Deutschland zum Ende des Jahres 2014 wieder verbessert. Positive Impulse kamen laut Destatis im Berichtsjahr vor allem von den privaten Haushalten, die ihre Konsumausgaben kräftig erhöhten. Zugleich legten die Investitionen der Unternehmen wieder deutlich zu. Darüber hinaus stützten höhere Staatsausgaben und ein positiver Außenbeitrag die deutsche Wirtschaft. Weltweit bremste die im Jahresverlauf verzeichnete Verlangsamung der wirtschaftlichen Dynamik, die nach Untersuchungen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung2 ("ifo") vor allem aus einer schwächeren konjunkturellen Entwicklung im Euroraum und Japan herrührte, das Wirtschaftswachstum merklich. Nach einem Anstieg des weltweiten BIP um 3,3 % im Vorjahr lag das Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr bei lediglich 2,7 %.
1 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 13. Februar 2015
2 ifo Konjunkturprognose 2014/2015 des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V vom 11. Dezember 2014
Branchenbezogene Entwicklung
Das Marktvolumen der deutschen Hightech-Branche ist nach Informationen des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V.3 ("BITKOM") im Berichtsjahr 2014 wieder gewachsen. So stieg der Umsatz mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik ("ITK") in Deutschland gemäß der BITKOM-Prognose um 1,6 %, nach einem Rückgang von 0,4 % im Jahr 2013. Die wichtigste Säule des Wachstums stellte weiterhin die Informationstechnologie dar, die in 2014 um 4,3 % (2013: 2,3 %) zulegte. Dabei erhöhten sich die Erlöse im Softwaresektor überdurchschnittlich um 5,6 % (2013: 5,0 %). Das Umsatzwachstum im Marktsegment IT-Services fiel dagegen mit einem Plus von 2,7 % (2013: 1,7 %) deutlich geringer aus.
Laut BITKOM hatte sich vor allem im Projektgeschäft die zwischenzeitliche Konjunkturabschwächung zunehmend bemerkbar gemacht. Der weltweite ITK-Markt verzeichnete im Berichtsjahr 2014 nach einer Prognose des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gartner4 einen Anstieg des Marktvolumens um 1,9 %, nach einer Steigerungsrate von 0,2 % im Jahr 2013. Mit einem Wachstum von 5,8 % (2013: 5,1 %) erhöhten sich die Softwarerlöse auch weltweit überproportional im Vergleich Gesamtmarkt, während die globalen Umsätze im Bereich IT-Services nach einer Stagnation im Vorjahr um 2,7 % in 2014 zulegten.
3 Pressemitteilung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vom 28. Oktober 2014
4 Gartner-Pressemitteilung zum Worldwide IT Spending Forecast vom 12. Januar 2015
Geschäftsverlauf
Mit einem neuen Rekordwert beim Konzernumsatz haben die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften das Berichtsjahr 2014 abgeschlossen. Während die deutschen Software- und IT-Dienstleistungsunternehmen um durchschnittlich 5,6 % bzw. 2,7 % zulegten, wuchs die USU-Gruppe mit einer Steigerung der Umsatzerlöse um 5,8 % abermals entsprechend der Planung über dem Branchendurchschnitt.
Vergleich deutsches Wirtschafts- und Marktwachstum versus Umsatzwachstum der USU-Gruppe in Prozent

Das rein organische Umsatzwachstum resultierte im Wesentlichen aus dem margenstarken Auslandsgeschäft, während USU das Inlandsgeschäft, bedingt durch Investitionsverschiebungen von Unternehmen insbesondere aus dem Bausparkassen- und Versicherungsbereich, im Berichtsjahr nicht weiter ausbauen konnte. Daher wurde das ursprünglich avisierte Umsatz- und Ergebnisziel für 2014 nicht ganz erreicht. Dennoch führte die Geschäftsausweitung in Verbindung mit einer stabilen Kostenbasis im Geschäftsjahr 2014 insgesamt zu einer überproportionalen Steigerung der Profitabilität und zugleich zum höchsten Konzerngewinn in der Unternehmenshistorie der USU Software AG.
Umsatz- und Kostenentwicklung
Konzernumsatz
Die USU Software AG erzielte im Geschäftsjahr 2014 konzernweit ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr um 5,8 % auf TEUR 58.933 (2013: TEUR 55.713). Dieser Zuwachs resultiert aus einem anhaltend expandierenden Auslandsgeschäft der USU-Gruppe vor allem in den USA. USU profitierte dabei von der Gewinnung mehrerer Großaufträge von führenden Fortune-100-Unternehmen der Erdöl-, Telekommunikations- und Versicherungsbranche durch die US-Tochter Aspera Technologies Inc. ("Aspera Technologies"). Entsprechend steigerte die USU-Gruppe den Auslandsumsatz im Berichtsjahr um 78,5 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 15.595 (2013: TEUR 8.737) und baute damit den Anteil der außerhalb Deutschlands generierten Umsatzerlöse am Konzernumsatz auf 26,5 % (2013: 15,7 %) aus.
Nach Umsatzarten untergliedert erzielte USU in 2014 einen Anstieg der Lizenzerlöse um 0,7 % auf TEUR 10.122 (2013: TEUR 10.056). Das verhaltene Wachstum resultierte zum einen aus inländischen Investitionsverschiebungen und zum anderen aus vermehrten Software-as-a-Service ("SaaS")-Projekten der USU-Gruppe, welche umsatzmäßig den Wartungserlösen zugerechnet werden. Der Anteil der Lizenzumsätze am Gesamtumsatz lag entsprechend bei 17,2 % (2013: 18,0 %). Das Wartungsgeschäft legte dagegen im Vorjahresvergleich deutlich um 15,2 % auf TEUR 14.242 (2013: TEUR 12.364) zu. Neben dem Ausbau der SaaS-Erlöse profitierte USU auch von dem starken Lizenzgeschäft des Vorjahres und damit verbundener gestiegener Wartungseinnahmen. Der auf den Konzernumsatz bezogene Wartungsanteil erhöhte sich demgemäß von 22,2 % im Vorjahr auf nunmehr 24,2 %. Die Beratungserlöse steigerte USU aufgrund einer positiven Entwicklung des Produktgeschäftes um 4,1 % auf TEUR 32.982 (2013: TEUR 31.668). In diesem Bereich wirkte sich die gezielte Reduzierung der Beratungsaktivitäten in der Schweiz umsatzmindernd aus, welche aufgrund der nachhaltig nicht profitabel agierenden Schweizer Beratungseinheit USU Consulting GmbH im Berichtsjahr umgesetzt wurde. Der Anteil der Beratungsumsätze am konzernweiten Umsatz belief sich im Berichtsjahr auf 56,0 % (2013: 56,8 %). Die sonstigen Erlöse, die vorwiegend Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, summierten sich im Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 1.587 (2013: TEUR 1.625), was 2,7 % (2013: 2,9 %) des Gesamtumsatzes entspricht.
Umsatzentwicklung der USU-Gruppe nach Quartalen in TEUR

Umsatz nach Geschäftsfeldern
Das Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für wissensbasierte Service-Management-Lösungen sowie im Social-Media- und Knowledge-Management-Markt. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie die individuelle Anwendungsentwicklung.
Das Segment "Produktgeschäft" steuerte im Geschäftsjahr 2014 insgesamt TEUR 45.737 (2013: TEUR 41.995) zum Konzernumsatz bei. Dies entspricht einer organischen Umsatzsteigerung von 8,9 % gegenüber dem Vorjahr. Der beratungsbezogene Umsatz des Segments "Servicegeschäft" blieb dagegen mit TEUR 13.196 (2013: TEUR 13.616) um 3,1 % unter dem Vorjahreswert. Während USU im Servicesegment mit den angestellt en Beratern aufgrund einer weiteren Auslastungsverbesserung insgesamt eine Steigerung der Erlöse erzielte, war die Umsatzentwicklung mit Freelancern auch im Berichtsjahr rückläufig. Entsprechend baute USU den Umsatzanteil des Produktsegmentes am Konzernumsatz auf 77,6 % (2013: 75,4 %) aus. Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 in Summe auf TEUR 0 (2013: TEUR 102).
Umsatzentwicklung der USU-Gruppe nach Segmenten in Prozent

Operative Kosten
Im Vergleich zur konzernweiten Umsatzausweitung stieg die operative Kostenbasis der USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr nur unterdurchschnittlich um 1,9 % auf TEUR 52.320 (2013: TEUR 51.335) an.
Die Herstellungskosten des Umsatzes erhöhten sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % auf TEUR 27.654 (2013: TEUR 26.932). Der vergleichsweise moderate Anstieg resultierte unter anderem aus dem partiellen Einsatz von Entwicklerressourcen in Beratungsprojekten und der damit verbundenen Reduzierung der eingesetzten freien Mitarbeiter sowie aus der gezielten Senkung der Sachkosten. Entsprechend ging die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellungskostenquote von 48,3 % im Vorjahr auf nunmehr 46,9 % zurück. Das Bruttoergebnis erhöhte sich auf TEUR 31.279 (2013: TEUR 28.781), was einer Bruttomarge von 53,1 % (2013: 51,7 %) entspricht.
Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen der USU-Gruppe blieben im Betrachtungszeitraum mit TEUR 8.573 (2013: TEUR 9.106) um 5,9 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Während die Personal kosten im Zuge des Ausbaus der Vertriebsmannschaft leicht anstiegen, reduzierte USU gezielt die Sachkosten in diesem Bereich. Dadurch bedingt sank die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb im Gesamtkonzern von 16,3 % im Vorjahr auf 14,5 % im Berichtsjahr.
Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich in 2014 auf TEUR 6.451 (2013: TEUR 5.871), was einem Anstieg um 9,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser resultiert unter anderem aus der Erweiterung des Vorstandes der USU Software AG und der konzernweiten Belegschaft in der Administration sowie gestiegenen Sachkosten. Bezogen auf den Konzernumsatz lag die Verwaltungskostenquote mit 10,9 % (2013: 10,5 %) nur leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen absolut betrachtet um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 9.642 (2013: TEUR 9.426) im Geschäftsjahr 2014 an. Bezogen auf den Konzernumsatz ging die Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung von 16,9 % im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 16,4 % zurück. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Diesbezüglich sei auf den separaten Bericht Forschung und Entwicklung dieses Konzernlageberichts verwiesen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich im Berichtsjahr 2014 auf insgesamt TEUR 1.511 (2013: TEUR 614). Der ausgewiesene Anstieg spiegelt einen Ertrag aus der Anpassung der earn-out-bedingten Kaufpreisverbindlichkeit für die vollständige Akquisition der B.I.G. Social Media GmbH wider. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in 2014 auf TEUR 194 (2013: TEUR 222).
Ertragslage
Ergebnisentwicklung der USU-Gruppe in TEUR

Das erzielte Umsatzwachstum der USU-Gruppe führte in Verbindung mit der nur geringfügigen Kostenausweitung zu einem deutlichen Ergebnisanstieg im Geschäftsjahr 2014. So erhöhte USU das EBITDA im Vorjahresvergleich um 61,9 % auf TEUR 8.886 (2013: TEUR 5.490). Unter Einbeziehung der Abschreibungen von TEUR 2.213 (2013: TEUR 2.082) verdoppelte USU das EBIT gegenüber dem Jahr 2013 nahezu auf TEUR 6.673 (2013: TEUR 3.408). Die Finanzerträge stiegen in 2014 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 495 (2013: TEUR 112) an, was im Wesentlichen auf positive Wechselkurseffekte zurückzuführen ist. Die Finanzaufwendungen von TEUR 572 (2013: TEUR 649) enthalten vor allem Aufwendungen aus der planmäßigen Aufzinsung der Kaufpreisverbindlichkeit für die finale BIG-Übernahme. Nach Hinzurechnung des kumulierten Finanzergebnisses von TEUR -77 (2013: TEUR -537) stieg das Ergebnis vor Steuern ("EBT") von TEUR 2.871 im Vorjahr auf TEUR 6.596 im Berichtszeitraum an, was einem Zuwachs von 129,7 % entspricht. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich in 2014 auf TEUR -1.084 (2013: TEUR 775) und beinhalten sowohl Ertragsteuern des Berichtszeitraums als auch latente Steuern. Nach Steuern erzielte die USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 eine Steigerung des Konzernüberschusses um 42,9 % auf TEUR 5.512 (2013: TEUR 3.646). Das Ergebnis pro Aktie verbesserte USU entsprechend von EUR 0,35 im Vorjahr auf nunmehr EUR 0,52.
Bereinigtes Konzernergebnis
Die nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die Überleitungsrechnung zu den nicht IFRS-bezogenen Ergebnis-Kenngrößen Bereinigtes EBIT, Bereinigtes Konzernergebnis sowie Bereinigtes Ergebnis je Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigten Kennzahlen der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich die zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns.
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| Bereinigtes Konzernergebnis in TEUR |
01.01.2014 - 31.12.2014 | 01.01.2013 - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) | 6.673 | 3.408 |
| Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte | 1.257 | 1.362 |
| Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte | 0 | 0 |
| Akquisitionsbedingte Sonderfaktoren | -654 | 313 |
| - davon aus Stay-Bonus | 186 | 302 |
| - davon aus Kaufpreisanpassungen | -970 | 2 |
| - davon aus Anschaffungsnebenkosten | 130 | 9 |
| Bereinigtes EBIT | 7.276 | 5.083 |
| Finanzerträge (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) | 495 | 112 |
| Finanzaufwendungen (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) | -572 | -649 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) | -1.084 | 775 |
| Steuereffekte bezogen auf Bereinigungen | -152 | -185 |
| Minderheitsanteile (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) | 0 | 33 |
| Bereinigtes Konzernergebnis | 5.963 | 5.169 |
| Bereinigtes Ergebnis pro Aktie (in EUR): | 0,57 | 0, 49 |
| Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien: | ||
| Unverwässert und verwässert | 10.523.770 | 10.523.770 |
Das Bereinigte EBIT steigerte USU im Geschäftsjahr 2014 um 43,1 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 7.276 (2013: TEUR 5.083). Das Bereinigte Konzernergebnis baute USU auf TEUR 5.963 (2013: TEUR 5.169) aus, was im Vorjahresvergleich einem Anstieg um 15,4 % entspricht. Das Bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von EUR 0,49 im Vorjahr auf EUR 0,57 im Berichtszeitraum an.
Vermögens- und Finanzlage
Auf der Aktivseite der Bilanz summierten sich die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 48.298 (31. Dezember 2013: TEUR 49.579). Der ausgewiesene Rückgang dieses Bilanzpostens resultiert primär aus der planmäßigen Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen zum Ende des Geschäftsjahres 2014 dagegen deutlich auf TEUR 36.876 (31. Dezember 2013: TEUR 31.835) an, was vor allem auf die Ausweitung der Konzernliquidität zurückzuführen ist. Ungeachtet der diesjährigen Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 2.631 baute USU die liquiden und liquiditätsnahen Mittel aufgrund der positiven Ertragsentwicklung auf insgesamt TEUR 18.920 (31. Dezember 2013: TEUR 14.231) aus.
Auf der Passivseite der Bilanz führte die Gewinnerzielung der USU-Gruppe zu einem Anstieg des Eigenkapitals zum Ende des Berichtszeitraums auf TEUR 55.608 (31. Dezember 2013: TEUR 53.232). Zugleich erhöhte sich das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 29.566 (31. Dezember 2013: TEUR 28.182). Bei einer Bilanzsumme von TEUR 85.174 (31. Dezember 2013: TEUR 81.414) belief sich die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2014 auf 65,3 % (31. Dezember 2013: 65,4 %).
Cash-Flow und Investitionen
Die USU-Gruppe verfügt zum Ende des Geschäftsjahres 2014 über flüssige Mittel von TEUR 18.920 (2013: TEUR 14.231). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg der Konzernliquidität um TEUR 4.689 bzw. 32,9 %.
Der Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit der USU-Gruppe war im Berichtsjahr 2014 mit TEUR 7.740 deutlich positiv, blieb zugleich aber unter dem hohen Vorjahreswert von TEUR 9.855, welcher unter anderem Einnahmen aus Anzahlungen des Partners CA Technologies Inc. ("CA Technologies") beinhaltet.
Der Cash-Flow aus dem Investitionsbereich von TEUR -1.102 (2013: TEUR -4.299) enthält Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von insgesamt TEUR -1.117 (2013: TEUR -1.547), denen Einnahmen aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 15 (2013: TEUR 1) gegenüberstehen. Der Vorjahreswert war zudem geprägt von der mehrheitlichen BIG-Übernahme und dem damit verbunden Liquiditätsabfluss von insgesamt TEUR 2.786.
Der Cash-Flow aus dem Finanzierungsbereich belief sich im Berichtszeitraum aufgrund der Dividendenausschüttung an die Aktionäre der USU Software AG in Höhe von EUR 0,25 je Aktie wie im Vorjahr auf insgesamt TEUR -2.631 (2013: TEUR -2.631).
Entwicklung des Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit der USU-Gruppe in TEUR

Derzeitige Lage des Konzerns
Nach dem Erreichen eines neuen Umsatz- und Ergebnisrekordes in 2014 befindet sich die USU-Gruppe auch aktuell in einer guten wirtschaftlichen Situation. Mit dem um die Neuentwicklungen im Bereich Big Data/Analytics und Social Business erweiterten Konzernportfolio, sieht der Vorstand der USU Software AG den Gesamtkonzern insgesamt gut aufgestellt, um die avisierten Ziele der kommenden Jahre, insbesondere im Hinblick auf die Mittelfristplanung, erfolgreich umsetzen zu können. Ein wichtiges Indiz ist dabei unter anderem der Auftragsbestand, den die USU-Gruppe zum Ende des Berichtsjahres deutlich ausgebaut hat. Die höchsten Wachstumspotenziale sieht der Vorstand weiterhin in dem Auslandsgeschäft, insbesondere in den USA. Aber auch für das Inlandsgeschäft erwartet der Vorstand neue Wachstumsimpulse. Zudem verfügt USU über eine hohe, frei verfügbare Konzernliquidität, um gemäß der Unternehmensstrategie auch in das weitere akquisitorische Wachstum zu investieren.
Entwicklung und Lage der AG
Alle nachfolgenden Zahlenangaben beziehen sich auf den Einzelabschluss der USU Software AG nach HGB.
Die USU Software AG konzentriert sich im Wesentlichen auf den Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen. Daher hat die Einzelgesellschaft im Berichtszeitraum wie im Vorjahr keine externen Umsatzerlöse erzielt. Die wesentlichen Erträge der USU Software AG resultieren aus ihren operativ tätigen Tochtergesellschaften.
Zu diesen zählen die Konzerntöchter Aspera GmbH ("Aspera"), LeuTek GmbH ("LeuTek") und Omega Software GmbH ("Omega"), mit denen die Gesellschaft Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen hat, sowie die Aspera Technologies, die BIG und die USU AG.
Im Geschäftsjahr 2014 erzielte die USU Software AG aus den Ergebnisabführungsverträgen eine Steigerung der saldierten Erträge auf TEUR 8.177 (2013: TEUR 5.002). Die sonstigen betrieblichen Erträge der Gesellschaft in Höhe von TEUR 723 (2013: TEUR 593) enthalten vor allem die Verrechnung von konzernintern erbrachten Dienstleistungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt TEUR 1.181 (2013: TEUR 1.064) sind im Wesentlichen Kosten für in Anspruch genommene Serviceleistungen der Konzern-Tochtergesellschaften, Börsen- und Investor Relations-Kosten, Rechts- und Beratungskosten sowie die Aufsichtsratsvergütung enthalten.
In Verbindung mit der Erweiterung des Vorstandes und der Aufstockung der Unternehmensbelegschaft auf durchschnittlich 7 (2013: 5) Angestellte hat sich der Personalaufwand der USU Software AG auf TEUR 1.050 (2013: TEUR 866) erhöht.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen summierten sich in 2014 auf TEUR 140 (2013: TEUR 69). Zugleich fielen Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 848 (2013: TEUR 0) an, welche aus der Einstellung der Geschäftsaktivitäten der USU Consulting GmbH aufgrund der nachhaltig nicht erreichbaren Profitabilität dieser Tochtergesellschaft resultieren.
Das Zinsergebnis lag saldiert bei TEUR -439 (2013: TEUR -350) und beinhaltet im Wesentlichen Zinszahlungen an Tochtergesellschaften.
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften erzielte die USU Software AG im Berichtsjahr 2014 einen Anstieg des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf insgesamt TEUR 5.242 (2013: TEUR 3.246). Der Jahresüberschuss erhöhte sich im gleichen Zeitraum auf TEUR 4.479 (2013: TEUR 3.024). Inklusive des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von TEUR 2.103 (2013: TEUR 1.710) steigerte die Gesellschaft den Bilanzgewinn auf TEUR 6.582 (2013: TEUR 4.734). Dieser soll wie in den Vorjahren unter anderem für die Zahlung einer Dividende an alle bezugsberechtigten Aktionäre der USU Software AG verwendet werden. Gemäß der kommunizierten Ausschüttungspolitik der Gesellschaft und im Sinne der Kontinuität schlägt der Vorstand vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats eine Dividendenausschüttung von EUR 0,30 je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2014 vor. Diese Entscheidung für die avisierte Anhebung der Gewinnausschüttung um 20 % gegenüber dem Vorjahr erfolgt vor dem Hintergrund der erfolgreichen Entwicklung der gesamten USU-Gruppe und den weiteren positiven Geschäftsaussichten der Gesellschaft.
Entwicklung der Dividendenausschüttung je Aktie der USU Software AG in EUR

Zum 31. Dezember 2014 erhöhte sich die Bilanzsumme der USU Software AG gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 46.040 (2013: TEUR 44.345). Auf der Aktivseite der Bilanz ging das Anlagevermögen zum Ende des Geschäftsjahres, vor allem bedingt durch die Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der USU Consulting GmbH, auf TEUR 36.981 (2013: TEUR 37.848) zurück. Zugleich stieg das Umlaufvermögen auf TEUR 9.007 (2013: TEUR 6.473) an, was auf stichtagsbedingt erhöhte Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Zuge der im Vorjahresvergleich gestiegenen Erträge aus der Gewinnabführung der Tochtergesellschaften zurückzuführen ist. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital im Zuge der Gewinnerzielung auf TEUR 30.751 (2013: TEUR 28.903) an, während das Fremdkapital mit TEUR 15.289 (2013: TEUR 15.442) leicht rückläufig war. Entsprechend erhöhte sich die Eigenkapitalquote der USU Software AG zum Ende des Geschäftsjahres 2014 auf 66,8 % (2013: 65,2 %).
Die Fokussierung der USU Software AG auf das Beteiligungsgeschäft wird auch in den Folgejahren zu einer hohen Abhängigkeit der Gesellschaft von der Geschäftsentwicklung ihrer Tochtergesellschaften, insbesondere der Aspera, der LeuTek und der USU AG führen. Bezüglich der damit verbundenen Chancen und Risiken wird auf den Risikobericht des Konzerns verwiesen.
Auftragsbestand
Zum 31. Dezember 2014 steigerte die USU-Gruppe den konzernweiten Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr um 21,0 % auf TEUR 28.172 (31. Dezember 2013: TEUR 23.276). Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe für das Folgejahr dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.
Entwicklung des Auftragsbestandes der USU-Gruppe in TEUR

Mitarbeiter
Nachdem die USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2013 die Belegschaft deutlich ausbaute, stand in 2014 die Auslastungssteigerung im Fokus. Dementsprechend lag die Mitarbeiterzahl im Gesamtkonzern zum 31. Dezember 2014 mit 452 (31. Dezember 2013: 452) exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Nicht in den Konzern-Personalzahlen enthalten sind die drei Vorstände der USU Software AG sowie die weiteren Mitglieder des Vorstands der Tochtergesellschaft USU AG, etwa 100 freie Mitarbeiter, auf die im Projektgeschäft im Bedarfsfall zurückgegriffen wird, 15 Aushilfskräfte sowie 6 Auszubildende.
Auf die Konzernsegmente bezogen beschäftigte USU 339 (2013: 336) Mitarbeiter im Produktgeschäft, 64 (2013: 69) Mitarbeiter im Servicegeschäft sowie 49 (2013: 47) Mitarbeiter im Zentralbereich. Nach Funktionsbereichen untergliedert waren zum Ende des Berichtszeitraums 208 (2013: 190) Mitarbeiter im Bereich Beratung und Services, 127 (2013: 151) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, 64 (2013: 60) Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 53 (2013: 51) Mitarbeiter in der Administration tätig.
Personalbezogene Kennzahlen der USU-Gruppe

Der durchschnittliche Personalbestand der USU-Gruppe stieg im Berichtsjahr auf 452 (2013: 437) Mitarbeiter an. Bei einem Konzernumsatz von TEUR 58.933 (2013: TEUR 55.713) erhöhte sich der durchschnittlich pro Mitarbeiter erzielte Umsatzbeitrag im Jahr 2014 auf TEUR 130 (2013: TEUR 127). Im gleichen Zeitraum summierte sich der Personalaufwand auf TEUR 32.194 (2013: TEUR 29.877). Entsprechend lag die Personalkostenquote bei 54,6 % (2013: 53,6 %) des Konzernumsatzes.
Nach der bewussten Konsolidierung und Effizienz- sowie Auslastungssteigerung der Konzernbelegschaft im Berichtsjahr 2014 plant der Vorstand für 2015 und die Folgejahre zur Umsetzung der mittelfristigen Wachstumsziele mit einem weiteren Ausbau der Konzernbelegschaft. Neben der Gewinnung hoch qualifizierter Fach- und Führungskräfte steht zugleich die Bindung und Motivierung des bestehenden Personals im Fokus der Personalmaßnahmen. In diesem Kontext ist auch die teilweise Variabilität der Gehälter einer Vielzahl der USU-Mitarbeiter zu sehen, welche als zusätzlicher Leistungsanreiz sowohl die individuelle Zielerreichung als auch den Gesamterfolg der Abteilung, des Unternehmens oder des Konzerns gesondert honoriert.
Daneben besteht ein umfangreiches und flexibles, mitarbeiterbezogenes Firmenwagen-Programm. Zudem investiert die USU-Gruppe im Rahmen des Karriere- und Laufbahnmodells "USU - U Step Up" kontinuierlich in die Entwicklung und Weiterbildung der konzernweiten Belegschaft.
Dabei bietet USU ihren Mitarbeitern und Führungskräften neben fachspezifischen Qualifizierungsmaßnahmen und der Weiterentwicklung von Soft Skills auch weiterführende Auffrischungs- und Vertiefungsangebote zur Personalentwicklung an. Ein gemeinsames Wertesystem, kurze Informationswege, eine familiäre Arbeitsatmosphäre sowie zahlreiche Mitarbeiterveranstaltungen runden die vielfältigen Maßnahmen zur langfristigen Förderung und Motivierung der Belegschaft der USU-Gruppe ab.
NACHTRAGSBERICHT
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der USU Software AG und des Gesamtkonzerns hatten. Insofern ergaben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns.
PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Prognosebericht
Gesamtwirtschaft
In Deutschland werden die insgesamt günstigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft gemäß der vom ifo-Institut veröffentlichten ifo Konjunkturprognose 2014/155 auch im Verlauf des Jahres 2015 zu einem Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion führen. So erwartet ifo, dass das Zinsniveau in 2015 auf dem historisch niedrigen Niveau bleibt und damit die Finanzierungsbedingungen für neue Unternehmensinvestitionen weiterhin äußerst vorteilhaft seien. Neben den Investitionen soll gemäß der ifo-Prognose auch der Konsum infolge steigender Realeinkommen der privaten Haushalte und höherer Ausgaben des Staates expandieren. Unter der Prämisse einer generellen weltwirtschaftlichen Expansion erwartet das ifo-Institut für Deutschland im Jahresdurchschnitt 2015 einen Anstieg des BIP um 1,5 % (2014e: 1,5 %). Für die Weltkonjunktur prognostiziert ifo insgesamt eine Erholung, die von der anhaltend expansiven Geldpolitik vieler Volkswirtschaften und gesunkenen Energie- und Rohstoffpreisen getragen wird. Zwar würden rohstoffexportierende Länder Lateinamerikas und Russland aufgrund der rückläufigen Preise eine konjunkturelle Schwächephase durchlaufen, während der Euroraum nach wie vor von fehlenden Reformen einiger Mitgliedsländer beeinflusst werde. Zugleich rechnet das ifo-Institut jedoch für die USA, Großbritannien und mehrere asiatische Länder mit teils kräftigen Wachstumsraten, so dass für 2015 in Summe ein Anstieg des weltweiten BIP von 3,0 % (2014e: 2,7 %) vorhergesagt wird.
5 ifo Konjunkturprognose 2014/2015 des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. vom 11. Dezember 2014
Branche
Die Informationstechnologie bleibt nach BITKOM-Informationen6 auch im Jahr 2015 die zentrale Wachstumssäule des ITK-Markts. Gemäß der Prognose von BITKOM wird das IT-Marktvolumen in 2015 um 2,4 % (2014e: 4,3 %) steigen. Am stärksten zulegen soll wie in den Vorjahren das Software-Segment mit einem erwarteten Anstieg von 5,5 % (2014e: 5,6 %) gegenüber dem Jahr 2014. Zentrale Wachstumstreiber seien insbesondere die Themen Big Data und Cloud Computing. Das Marktsegment IT-Services soll sich ebenfalls überdurchschnittlich positiv entwickeln und einen Umsatzzuwachs von 3,0 % (2014e: 2,7 %) verzeichnen. Dagegen erwartet BITKOM für das Segment IT-Hardware einen Rückgang der Umsatzerlöse um 1,2 %, nach einem prognostizierten Wachstum von 5,8 % für das Jahr 2014. Für den weltweiten IT-Markt erwartet das Marktforschungsunternehmen Gartner7 gleichfalls einen Anstieg der Umsätze in 2015 um 2,4 % (2014e: 1,9 %). Die Anbieter von Unternehmenssoftware werden gemäß der Gartner-Prognose mit einer Steigerung der Einnahmen um 5,5 % (2014e: 5,8 %) auch global deutlich überproportional zulegen, während die Erlöse der IT-Services-Unternehmen um 2,5 % (2014e: 2,7 %) und die der IT-Hardware-Anbieter um 5,1 % (2014e: 3,8 %) wachsen sollen.
6 Pressemitteilung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. vom 10. Dezember 2014
7 Gartner-Pressemitteilung zum Worldwide IT Spending Forecast vom 12. Januar 2015
Ausblick
Für die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften erwartet der Vorstand, den Wachstumstrend im Geschäftsjahr 2015 erfolgreich fortzusetzen. Dabei soll das Auslandsgeschäft, das in 2014 die zentrale Wachstumssäule der USU-Gruppe darstellte, auch in 2015 deutlich zulegen. Dazu beitragen sollen die weitere Durchdringung des US-Marktes durch die Tochtergesellschaft Aspera Technologies und den Partner CA Technologies sowie der Ausbau der Aktivitäten in Zentraleuropa durch die Partneraktivitäten in England, Italien und den BeNeLux-Staaten und die eigene Erschließung des französischen Marktes.
Entwicklung des Auslandsanteils am Konzernumsatz der USU-Gruppe in Prozent

Zugleich soll aber auch das Inlandsgeschäft in 2015 wieder wachsen. Vor allem aus den Big-Data-bezogenen Bereichen Lizenz-, IT- und Knowledge Management sowie Social Business erwartet der Vorstand den deutlichen Ausbau des margenstarken Produktgeschäftes, aus welchem die USU-Gruppe Lizenz-, Wartungs- sowie produktbezogene Beratungserlöse erzielt. Aber auch das beratungsintensive Servicegeschäft, mit dem USU produktunabhängige Beratungsumsätze aus Individualprojekten generiert, wird gemäß der aktuellen Planung in 2015 wieder leicht zulegen können. Durch das überproportionale Wachstum des Produktsegments soll dessen Anteil am Konzernumsatz strategiekonform von 77,0 % in 2014 auf nahezu 80 % im Geschäftsjahr 2015 weiter zunehmen. Damit setzt der Vorstand die strategische Ausrichtung von USU hin zu einem hoch profitablen, internationalen Softwarekonzern konsequent fort.
Als Hauptumsatzträger wird im Geschäftsjahr 2015 die Konzerntochter USU AG fungieren. Zugleich werden die in den vergangenen Jahren akquirierten oder neu gegründeten Tochtergesellschaften positive Umsatz- und Ergebniseffekte zum Gesamtkonzern beitragen.
Die Konzernmuttergesellschaft USU Software AG wird sich als Einzelgesellschaft weiterhin auf den Erwerb und das Halten von Beteiligungen an IT-Unternehmen konzentrieren und insofern an der Geschäftsentwicklung ihrer Konzerntöchter partizipieren.
Unter den vorgenannten Prämissen erwartet der Vorstand, die konzernweiten Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2015 auf EUR 64 - 68 Mio. auszuweiten und zugleich das Bereinigte EBIT überproportional auf EUR 8 - 9,5 Mio. zu steigern. Auf Basis dieser Prognose plant der Vorstand, die Anteilseigner der USU Software AG auch für 2015 wie in den Vorjahren am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft zu beteiligen und insofern die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik im Sinne einer nachhaltigen Kontinuität fortzuführen. Der Vorstand geht zudem aufgrund des stark florierenden Auslandsgeschäftes, der weiterhin hohen Potenziale im deutschen Kernmarkt sowie der wachstumsorientierten Akquisitionspolitik der USU-Gruppe nach wie vor davon aus, die Mittelfristplanung eines Umsatzes von über EUR 100 Mio. bei einer auf über 15 % ausgebauten Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis zum Jahr 2017 erfolgreich umzusetzen.
Entwicklung von Konzernumsatz und Bereinigtem EBIT der USU-Gruppe in TEUR

Risikobericht
Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dieses besteht unter anderem in der Erschließung und in der Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der USU-Gruppe dienen. Unternehmerische Chancen werden einerseits im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses und andererseits im Rahmen der laufend fortentwickelten Unternehmensstrategie berücksichtigt.
Unter Risiken und Chancen im Überblick dieses Risikoberichtes sowie im Prognosebericht unter dem Gliederungspunkt Ausblick werden die Chancen näher dargestellt.
Risikomanagementsystem
Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken ist die Basis eines nachhaltigen Geschäftserfolges. Daher bedient sich das Management der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften eines zentralen Risikomanagementsystems zur frühzeitigen Erkennung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Bewältigung der Risiken der USU-Gruppe. Dieses ist zur Sicherstellung eines konzernweiten Risikobewusstseins in die Aufbau- und Ablauforganisation von USU eingebunden. Um den Risikocharakter des Konzerns individuell abbilden zu können, nutzt der Konzern die eigenentwickelte Software Valuemation Risk Manager.
Risikomanagementprozess
Der etablierte und bereits langjährig bewährte Risikomanagementprozess der USU-Gruppe verfolgt das Konzept eines Regelkreises. In den einzelnen Schritten werden die wesentlichen Elemente der Risikoidentifikation, -bewertung und -steuerung durch entsprechende Maßnahmen berücksichtigt. Im folgenden Schaubild ist der Risikomanagementprozess der USU-Gruppe dargestellt:
Risikomanagementprozess der USU-Gruppe

Der Prozess des Risikomanagements beginnt mit der Identifizierung und Erfassung der relevanten Risiken durch den Vorstand, das Top-Management sowie die jeweiligen Bereichsleiter der Tochtergesellschaften. Die Risiken werden analysiert, dokumentiert und bezüglich ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.
Eine Risikomatrix visualisiert und klassifiziert die Ergebnisse. Daraus ableitend werden, in Abhängigkeit von der Risikoklassifizierung, gezielte Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung und -bewältigung umgesetzt.
Sämtliche Aktivitäten werden vom Risikomanagementverantwortlichen der Gesellschaft und des Konzerns in einem Risikoreport zusammengefasst. Auf Basis dieses Reports führen der Vorstand der USU Software AG und das Management der Tochtergesellschaften ein kontinuierliches Risikocontrolling durch und unterrichten den Aufsichtsrat regelmäßig über wesentliche Risiken sowie über Risikoveränderungen.
Risiken im Überblick
Aus dem aktuellen Risikobericht der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften geht hervor, dass gegenwärtig und für die absehbare Zukunft keine Existenz bedrohenden Einzelrisiken identifiziert werden konnten, deren Eintrittswahrscheinlichkeit als sehr wahrscheinlich bewertet wurde. Dennoch kann der Vorstand der USU Software AG keine Gewähr dafür übernehmen, dass sich nicht mehrere Risiken in Summe bestandsgefährdend auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können. Nachfolgend werden die Risiken dargestellt, die im Rahmen des Risikomanagements als schwerwiegend eingestuft wurden oder aber einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können:
Marktrisiken und Wettbewerbsrisiken
Aufgrund der in den vergangenen Jahren verzeichneten, weltweit labilen Konjunkturentwicklung ist die Analyse der Markt- und Wettbewerbssituation innerhalb des Risikomanagements der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften von zentraler Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf die Forecast- und Planungssicherheit der Gesellschaft und ihrer Konzerntöchter. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei in der Markt-Diversifizierung, um die Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung vom deutschen Kernmarkt zu reduzieren und zugleich neue Wachstumsmärkte zu erschließen. So hat die weitere Durchdringung des US-Marktes durch die Partnerschaft mit dem US-Konzern CA Technologies und die Geschäftsausweitung der Konzerntochter Aspera Technologies sowie der Ausbau des europäischen Partnergeschäftes in 2014 zu einem Anstieg des Auslandsanteils am Konzernumsatz auf über 20 % geführt. Der Vorstand sieht in dem weiteren Ausbau des Auslandsgeschäftes zugleich eine maßgebliche Chance hinsichtlich der zukünftigen operativen Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und des Gesamtkonzerns. Dabei kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine nachlassende konjunkturelle Dynamik in den von USU betreuten Regionen negativ auf die IT-Branche auswirkt und insofern auch zu einer verhaltenen Geschäftsentwicklung der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften führt.
Als Software- und IT-Unternehmen agiert die USU Software AG in einem wettbewerbsintensiven Hightech-Markt, der einem stetigen Wandel unterlegen ist. Sowohl große als auch mittelgroße Softwareunternehmen erweitern durch Diversifizierung oder Akquisitionen das eigene Angebotsportfolio und erschließen sich dadurch neue Absatzpotenziale. In diesem Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zukünftig zu einem starken Preisdruck und Verdrängungswettbewerb in einzelnen Marktsegmenten kommt, in denen USU agiert. Die USU Software AG hat ihrerseits in der jüngeren Vergangenheit das Angebotsportfolio durch die Übernahme der B.I.G. Social Media GmbH ausgebaut. Zusätzlich wurde das Produktangebot um zahlreiche innovative Neuentwicklungen angereichert. Mit dem erweiterten Angebotsportfolio hat sich USU strategisch im Wachstumsmarkt für wissensbasierte Service-Management-Lösungen positioniert und konzentriert sich zugleich auf chancenreiche Zukunftsthemen innerhalb der Informationstechnologie. Im Zuge dieses Ausbaus des margenstarken Produktgeschäftes, welches inzwischen über Dreiviertel des Konzernumsatzes ausmacht, reduzierte USU zugleich den Anteil des margenschwächeren produktunabhängigen Servicegeschäfts. Zudem bindet USU gezielt Mitarbeiter der tschechischen Tochtergesellschaft USU Software s.r.o. in Beratungsprojekte ein und greift im Bedarfsfall auf etwa 100 externe Berater zurück, um einem Renditeverfall in den Projekten entgegenzuwirken.
Produkt-, Projekt- und rechtliche Risiken
Die von der USU Software AG und ihren Tochtergesellschaften vertriebene eigenentwickelte Software kann, wie nahezu jede Software, mit Fehlern behaftet sein, die trotz gründlicher Prüfungen und sorgfältiger Tests auftreten können. Daraus resultierende Fehlfunktionen können zu Lasten der USU-Gruppe zu Gewährleistungs- und Haftungsfolgen führen. Die eigenentwickelte Software kommt zudem vorwiegend im Rahmen von größeren Projekten zum Einsatz, bei denen die Gesellschaft vertraglich fixierte Zusagen bezüglich der Funktionalitäten, der zeitlichen Fertigstellung sowie der Projektkosten trifft. Dabei besteht das Risiko, dass infolge von Produktmängeln oder Leistungsstörungen der eingeplante Zeit- und Kostenrahmen nicht eingehalten werden kann, was wiederum Schadensersatzansprüche der Auftraggeber bzw. negative Deckungsbeiträge des jeweiligen Projektes zur Folge haben kann.
Um derartige Produkt- und Projektrisiken zu minimieren, nutzt die USU-Gruppe ein umfangreiches innerhalb der Entwicklungsaktivitäten. Zudem verfügt USU über ein effektives Projektcontrolling, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen vornehmen zu können. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung zur Risikobegrenzung, die ins Qualitätsmanagement besondere für Daten-, Datenträger- und Implementierungsschäden sowie Schäden aufgrund von Sachmängeln infolge des Fehlens von vereinbarten Eigenschaften ab einer Schadenshöhe von TEUR 40 bis maximal EUR 5 Mio. je Schadensfall eintritt.
Forschungs- und Entwicklungsrisiken
Die hohe Wettbewerbsintensität und das spezifische Käuferverhalten bedingen extrem kurze Entwicklungszyklen neuer Produktversionen bzw. -releases. Gleichzeitig steigen die Anforderungen aufgrund schneller technologischer Veränderungen stetig an.
Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hält die USU-Gruppe ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf einem kontinuierlich hohen Niveau und nutzt dabei insbesondere die Ressourcen der Entwicklungsgesellschaft USU Software s.r.o. in der Tschechischen Republik. Etwa 130 Mitarbeiter arbeiten an der stetigen marktorientierten Weiterentwicklung der konzerneigenen Softwareprodukte nach Maßgabe der Anforderungen aus dem Produktmanagement. Zudem runden Tests und Maßnahmen zum Qualitätsmanagement den Entwicklungsprozess ab. Durch den engen Kontakt mit führenden Marktanalysten kann dabei schnell auf eventuelle technologische Veränderungen eingegangen werden. Als technologischer Vorreiter konzipiert die USU-Gruppe zudem eigene Innovationen zur permanenten Verbesserung und Erweiterung des Produktportfolios.
Entwicklung der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der USU-Gruppe in TEUR

Personal- und Managementrisiken
Die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie sowie der wirtschaftliche Erfolg der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften beruhen maßgeblich auf der Leistung ihrer Fach- und Führungskräfte. Die Gesellschaft ist daher in besonderem Maße auf hochqualifiziertes Personal angewiesen, um auch zukünftig den sich stellenden Marktanforderungen und Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Der Verlust von Führungskräften oder Mitarbeitern in Schlüsselpositionen kann der Gesellschaft ebenso schaden wie das Ausbleiben neuer Wissensträger. Aus diesem Grund hat USU zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um trotz des Wettbewerbs am Personalmarkt zusätzliche hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und gleichzeitig das vorhandene Personal an die USU-Gruppe zu binden.
In gleichem Maße hat die bedarfsgerechte Förderung der Mitarbeiter einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Gesamtkonzerns. Spezifische Fort- und Weiterbildungsangebote, ein umfangreiches Karriere- und Laufbahnmodell sowie zahlreiche Mitarbeiterveranstaltungen tragen zur Bindung der Fach- und Führungskräfte bei. Eine positive Unternehmenskultur erhöht ferner die Erfolgsquote bei der Gewinnung und langjährigen Bindung qualifizierter Mitarbeiter.
Entwicklung der Konzernbelegschaft der USU-Gruppe

IT-Risiken
Als Software- und IT-Unternehmen sind die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften von der dauerhaften Betriebsbereitschaft und Sicherheit der konzernweiten Rechenzentren, der Netzwerke und der IT-Systeme abhängig. Durch den steigenden Anteil von eigenen SaaS-Angeboten erhöht sich zusätzlich die Abhängigkeit von der IT-Infrastruktur. Ein teilweiser oder vollständiger Ausfall der IT-Systeme kann sich daher, ebenso wie ein unberechtigter Zugriff auf die Quellcodes der eigenentwickelten Softwareprodukte, auf Kunden- und Projektdokumentationen oder auf sonstige unternehmenskritische Daten, negativ auf die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe auswirken.
Um derartigen Risiken vorzubeugen, besteht bereits seit mehreren Jahren ein spezifisches Konzept zur Risikovorsorge speziell für den IT-Bereich, welches in das Risikomanagementsystem des Konzerns eingebunden ist.
Beteiligungsrisiken
Die USU Software AG ist über ihre Tochtergesellschaften indirekt deren jeweiligem Risikoumfeld ausgesetzt. Aus den Beziehungen zu den Tochterunternehmen können aus gesetzlichen und vertraglichen Haftungsverhältnissen Belastungen entstehen. Ein weiteres potenzielles Risiko besteht in diesem Zusammenhang im Einzelabschluss der USU Software AG hinsichtlich der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte an der USU AG, der Omega, der LeuTek, der Aspera und der BIG.
Das Risiko bezüglich dieser Tochtergesellschaften besteht jedoch nur für den Fall, dass sich deren Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dauerhaft verschlechtert. Deshalb setzt die Gesellschaft ein effektives Berichtswesen und Controlling im Gesamtkonzern ein, um derartige Risiken zu minimieren.
Goodwill-Risiken
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") wird anstelle einer planmäßigen Abschreibung gemäß IFRS 3 mindestens einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung ("Impairment Test") unterzogen. Das Ergebnis des Impairment Tests kann entweder in der Bestätigung des angesetzten Goodwills bestehen oder aber zu einer das Jahresergebnis mindernden Abschreibung führen, welche sich entsprechend negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der USU Software AG auswirken könnte.
Der im Geschäftsjahr 2014 durchgeführte Impairment Test erbrachte wie in den Vorjahren keine Sachverhalte, die eine Wertminderung der diesem Bilanzposten zugeordneten Vermögenswerte bedingen würde. Infolge der positiven operativen Geschäftsentwicklung erwartet die USU Software AG für den Gesamtkonzern auch im Folgejahr keine das Jahresergebnis mindernde Goodwillabschreibung.
Forderungsausfallrisiken
Mögliche Risiken aus Forderungsverlusten bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch ein aktives Forderungsmanagement minimiert. Darüber hinaus bildet die Gesellschaft hierfür eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge. Insgesamt kann daher das Ausfallrisiko bisher als begrenzt angesehen werden. Im Hinblick auf die Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit mit möglichen negativen Auswirkungen einer Wirtschafts- und Finanzmarktkrise auf die wirtschaftliche Situation grundsätzlich als solvent geltender Unternehmen kann in Zukunft nicht ausgeschlossen werden, dass auch bei der für die USU Software AG als charakteristisch anzusehenden, von marktstarken Unternehmen geprägten Kundenstruktur die insolvenzbedingten Risiken aus Forderungsausfällen zunehmen können.
Wechselkursrisiken
Die Gesellschaft tätigt in gewissem Umfang Fremdwährungstransaktionen und ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die entsprechend Auswirkungen auf die in EUR ausgewiesenen Vermögenswerte und Erträge haben. Ebenso entstehen Transaktionsrisiken bei auf ausländische Währung lautenden finanziellen Vermögenswerten, die sich jedoch auch positiv auf die Ertragsentwicklung auswirken können.
Finanz- und Liquiditätsrisiken
Die USU Software AG verfügt zum Stichtag 31. Dezember 2014 konzernweit über umfangreiche Finanzmittel von etwa EUR 19 Mio. für zukünftige Investitionen, für potenzielle Akquisitionen sowie zur Absicherung der operativen Geschäftsaktivitäten. Diese Mittel werden zur Generierung von Zinserträgen in vorwiegend kurzfristige Kapitalanlagen investiert. Dabei besteht das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Wertverlustes einer oder mehrerer Kapitalanlagen.
Zur Risikobegrenzung investiert die Gesellschaft daher ausschließlich in risikoarme Kapitalanlagen mit kurzen Restlaufzeiten. Kapitalanlagen in hoch spekulative Wertpapiere bzw. Aktien werden nicht vorgenommen.
Entwicklung der Konzernliquidität der USU-Gruppe in TEUR

Chancenbericht
Aus den umfangreichen Chancen der USU Software AG und des Konzerns sieht der Vorstand neben den bereits erwähnten Punkten noch die folgenden Potenziale als besonders wichtig an:
Die USU-Gruppe verfügt mit ihrem auf wachstumsstarke Segmente des IT-Marktes ausgerichteten, innovativen Produktportfolio über ideale Voraussetzungen, um in den kommenden Jahren das Neu- und Bestandskundengeschäft deutlich auszubauen. Letzteres bietet sowohl für das Produkt-, als auch insbesondere das beratungsbezogene Servicegeschäft das Potenzial, durch Folgeprojekte eine nachhaltig hohe Auslastung der Beratermannschaft zu erzielen. So zählen inzwischen über 700 Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen zum Kundenkreis von USU. Eine wesentliche Chance besteht ferner in der Gewinnung zusätzlicher Fach- und Führungskräfte und der damit verbundenen Erweiterung der Konzernbelegschaft, um die bestehenden Wachstumsoptionen im Produkt- und Servicegeschäft vollumfänglich zu nutzen. Neben dem inländischen Kernmarkt bietet vor allem der weitere Ausbau der internationalen Präsenz der USU-Gruppe in den kommenden Jahren überdurchschnittliche Wachstumspotenziale. Diese basieren zum einen aus der avisierten Geschäftsausweitung der eigenen Geschäftsaktivitäten in den USA sowie zum anderen aus dem weltweit ausgerichteten Partnervertrag mit dem US-amerikanischen Softwarekonzern CA Technologies und der zusätzlichen Verbreiterung des globalen USU-Partnernetzwerkes. Ein weiterer Kernbestandteil der Wachstumsstrategie der USU-Gruppe ist die Abrundung des Produktportfolios sowie die Erschließung neuer Absatzmärkte durch Akquisitionen oder Beteiligungen an Unternehmen. Hierfür verfügt USU über eine umfangreiche Konzernliquidität, um sich bietende Akquisitionsoptionen flexibel nutzen zu können.
RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Bei der USU Software AG ist das auf den Rechnungslegungsprozess bezogene interne Kontrollsystem ("RIKS") und das rechnungslegungsbezogene interne Risikomanagementsystem ("RIRMS") als umfassendes System zur Sicherstellung eines regelungskonformen Jahres- bzw. Konzernabschlusses konzernweit implementiert.
Das RIKS umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen und satzungsmäßigen Vorschriften. Das RIRMS beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung, -steuerung und -bewältigung in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem von USU ist derart eingerichtet, dass die erforderliche Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Erstellung der extern publizierten Jahres- und Konzernabschlüsse gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist eine klar definierte Führungs- und Unternehmensstruktur mit entsprechenden Aufgabenzuordnungen. So werden die rechnungslegungsbezogenen Schlüsselfunktionen zentral über die USU Software AG sowie die USU AG gesteuert. Die spezifischen Verantwortungsbereiche sind dabei eindeutig zugeordnet.
Ein umfangreiches, regelmäßig aktualisiertes Richtlinienwesen, bestehend aus Kompetenzregelung, Berichtswesen, Reisekosten- und Zeiterfassungsrichtlinien sowie Investitionsgenehmigungen ist eingerichtet. Dieses regelt unter anderem das Vier-Augen-Prinzip bei den rechnungslegungs bezogenen Prozessen. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird zudem die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der USU-Gruppe sichergestellt.
Die USU-Gruppe verfügt über ein weitreichend vereinheitlichtes, standardisiertes Finanzsystem, welches ausschließlich den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeitern entsprechend ihres Zuständigkeitsbereiches durch klar definierte Zugriffsrechte zugänglich ist.
Für die termingerechte Erstellung der Monats-, Quartals- und Jahres- sowie Konzernabschlüsse auf Basis der vom Vorstand vorgegebenen zeitlichen Abschlussplanung ist zentral die Finanzabteilung der USU AG im Zusammenspiel mit dem Projekt- und Finanzcontrolling dieser Tochtergesellschaft der USU Software AG verantwortlich. Der Vorstandsvorsitzende der USU Software AG, der für das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Rechnungslegungssystem der Gesellschaft und des Gesamtkonzerns die Gesamtverantwortung trägt, kontrolliert und überwacht seinerseits die Erstellung und führt einen Abgleich mit der permanent aktualisierten Hochrechnung durch. Üblicherweise sind für USU als Software- und IT-Beratungsunternehmen die Umsatzrealisierung, die Werthaltigkeit der Firmenwerte und der Beteiligungsbuchwerte sowie die Bewertung der Forderungen, der unfertigen Leistungen und der Rückstellungen von zentraler risikobezogener Bedeutung.
Regelmäßige Fortbildungen der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Personen sowie die zeitnahe Untersuchung neuer oder geänderter rechnungslegungsbezogener Vorschriften gewährleisten eine kontinuierliche Aktualität hinsichtlich der (Konzern-)Abschlusserstellung.
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
Gezeichnetes Kapital, Aktien und Aktionärsstruktur
Zum 31. Dezember 2014 waren 10.523.770 (2013: 10.523.770) auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag ("Stückaktien") der USU Software AG mit ebenso vielen Stimmrechten und einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro ausgegeben. Hiervon sind 5.359.187 (2013: 5.509.187) Aktien dem Hauptaktionär und Aufsichtsratsvorsitzenden der Gesellschaft, Udo Strehl, zuzurechnen, was einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 50,92 % (2013: 52,35 %) entspricht. Davon hält er 1.989.319 (2013: 1.989.319) Aktien direkt und weitere 3.337.868 (2013: 3.487.868) Aktien über die AUSUM GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter Udo Strehl ist. Zusätzlich 32.000 (2013: 32.000) Aktien der USU Software AG sind Udo Strehl über die Wissen ist Zukunft-Stiftung ("WIZ-Stiftung") zuzurechnen, deren alleiniger Geschäftsführer er ist. Peter Scheufler, ehemaliger Gesellschafter von LeuTek, werden gemäß seiner Mitteilung an die Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 insgesamt 7,22 % des Grundkapitals bzw. 760.000 Aktien der USU Software AG zugerechnet.
Aktionärsstruktur der USU Software AG zum 31. Dezember 2014

Befugnisse des Vorstands bezüglich der Ausgabe von Aktien und des Aktienrückkaufs
Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. Juli 2012 wurde der Vorstand bis zum 17. Juli 2017 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gegen Barmittel oder Sacheinlagen um bis zu EUR 5.261.885 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital").
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. März 2000 wurde das Grundkapital der USU Software AG ferner um TEUR 757 durch Ausgabe von 756.911 auf den Inhaber lautende Stückaktien zur Gewährung von Optionsrechten an Vorstandsmitglieder, Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter verbundener Unternehmen bedingt erhöht ("Bedingtes Kapital"). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2004 wurde das Bedingte Kapital auf TEUR 378 herabgesetzt. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Optionsrechte von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Zum 31. Dezember 2014 waren keine Optionsrechte ausstehend.
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 wurde der Vorstand der Gesellschaft zudem ermächtigt, in der Zeit bis zum 14. Juli 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats in einem oder mehreren Schritten Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Dabei dürfen die erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien, die die Gesellschaft aufgrund einer früheren Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien hält, insgesamt einen Anteil von 10 % am Grundkapital der Gesellschaft zum Zeitpunkt dieser Ermächtigung nicht überschreiten.
Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen der USU Software AG
Gemäß § 84 AktG sowie § 8 Abs. 2 der Satzung der USU Software AG erfolgt die Bestellung oder Abberufung des Vorstands durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft. In dringenden Fällen ist gemäß § 85 AktG eine gerichtliche Bestellung eines Vorstands möglich, dessen Amt jedoch erlischt, sobald der Mangel behoben ist. Der Aufsichtsrat ist ferner gemäß § 18 der Satzung ermächtigt, Änderungen der Satzung, die nur ihre Fassung betreffen, zu beschließen. Jede sonstige Änderung der Satzung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Dieser bedarf gemäß § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Nicht die Satzung betreffende Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen im Übrigen gemäß § 133 AktG der einfachen Stimmenmehrheit.
USU-AKTIEN (ISIN DE000A0BVU28)
Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WertpapierKenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.
Aktienkursentwicklung
Die Aktienmärkte verzeichneten im Jahresverlauf 2014 einen sehr volatilen Verlauf. Nach einem erfreulichen Auftakt mit zum Teil deutlichen Kurszuwächsen und nachfolgend wieder rückläufigen Notierungen führte eine Jahresendrallye letztlich zu einer insgesamt positiven Performance der Börsenindizes. So legte der Technology All Share zum Ende des Jahres 2014 um 15,2 % gegenüber dem Vorjahr auf 1.626,79 Punkte (31. Dezember 2014: 1.412,31 Punkte) zu. Der Deutsche Aktienindex (DAX) übertraf im Verlauf des Jahres 2014 erstmals die Marke von 10.000 Punkten, fiel anschließend unter 8.400 Punkte zurück und schloss letztlich das Berichtsjahr zum 31. Dezember 2014 mit 9.805,55 Punkten (31. Dezember 2013: 9.552,16 Punkte) ab, was gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres einem Kursanstieg um 2,7 % entspricht. Der Aktienkurs der USU Software AG übertraf im Betrachtungszeitraum die Kursperformance der Vergleichsindizes deutlich und lag zum Ende des Berichtsjahres mit EUR 13,625 (31. Dezember 2014: EUR 9,20) auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA um 48,1 % über dem Vorjahreswert. Der zwischenzeitliche Höchstkurs der USU-Aktie lag bei EUR 16,109, was zugleich ein neues Zehn-Jahres-Hoch markierte, während der Tiefstkurs mit EUR 9,18 verzeichnet wurde.
Nach dem Stichtag 31. Dezember 2014 haussierten die Aktienmärkte, was bis zur Fertigstellung des Jahres- und Konzernabschlusses zu neuen Höchstständen beim DAX oberhalb der 11.000 Punkte-Marke sowie einem Kursanstieg der USU-Aktie auf über EUR 15,00 auf XETRA führte.
Kursverlauf der USU Software AG-Aktie im Jahr 2014

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Corporate Governance
Corporate Governance umfasst die wesentlichen Standards für eine transparente und wertorientierte Führung und Kontrolle kapitalmarktorientierter Unternehmen. Diese Standards wurden von der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" erarbeitet und im Corporate Governance Kodex ("Kodex") als Umsetzungsempfehlungen zusammengefasst. Kernziel des Kodex ist die Förderung des Vertrauens der Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften. Der Kodex trat im Jahr 2002 in Kraft und wurde zuletzt im Jahr 2014 aktualisiert.
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG
Gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft jährlich zu erklären, inwiefern diesen Empfehlungen entsprochen wurde bzw. wird sowie bei der Nichtanwendung von Empfehlungen, dies zu begründen. Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG haben sich nachdrücklich zur Umsetzung der wesentlichen Empfehlungen des Kodex bekannt und am 11. Dezember 2014 die nachfolgende Entsprechenserklärung 2014 abgegeben und unmittelbar auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht:
"Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG erklären, dass seit der letzten Entsprechenserklärung vom 28. November 2013 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 bzw. seit deren Geltung in der Fassung vom 24. Juni 2014 entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird, wobei folgende Empfehlungen nicht angewendet wurden bzw. werden:
Ziffer 4.2.1 des Kodex sieht vor, dass der Vorstand aus mehreren Personen bestehen soll.
Der Vorstand der USU Software AG bestand bis zum 30. September 2014 aus einer Person, welche gleichzeitig als Sprecher des Vorstands fungierte. Aufgrund des hohen konzernweiten Wachstums der USU-Gruppe hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 die Vorstandserweiterung der Gesellschaft auf drei Vorstände mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 beschlossen und zugleich den bisherigen Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Die neue Zusammensetzung und operative Verantwortlichkeit des Vorstandes spiegelt die Wachstumstreiber der USU-Gruppe wider - Innovationen, Internationalisierung und Akquisitionen - und ist damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Umsetzung der Mittelfriststrategie der USU Software AG. Zugleich entspricht die USU Software AG damit nunmehr den Anforderungen des Kodex.
Unter Ziffer 4.2.3 empfiehlt der Kodex, dass variable Vergütungsteile der Vorstandsmitglieder grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen soll bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen werden. Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Wird der Anstellungsvertrag aus einem von dem Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet, erfolgen gemäß der Kodexregelung keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied.
Der Aufsichtsrat hat im Rahmen der Vorstandsbestellung und -erweiterung keine diesbezüglichen Vereinbarungen vertraglich fixiert und plant dies auch für die Zukunft nicht. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass die derzeitige Vorstandsvergütung die Interessen der Stakeholder der Gesellschaft umfassend berücksichtigt, den Vorstand in hohem Maße motiviert und insofern zu einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung beiträgt.
Nach Ziffer 5.1.2 des Kodex soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) geachtet und eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt werden.
Der Aufsichtsrat der USU Software AG orientierte und orientiert sich auch zukünftig bei der Besetzung des Vorstands grundsätzlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der in Frage kommenden Personen, unabhängig von deren Geschlecht oder Alter, da sich die Gesellschaft das Potenzial älterer, erfahrener und renommierter Persönlichkeiten bei der Besetzung des Vorstandes nicht pauschal vorenthalten möchte. Eine pauschale Altersgrenze für Vorstandsmitglieder der USU Software AG war und ist, ebenso wie eine konkrete geschlechtsbezogene Vorgabe, daher nicht vorgesehen.
Gemäß Ziffer 5.3.1, 5.3.2 sowie 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat Ausschüsse wie z.B. einen Prüfungsausschuss oder einen Nominierungsausschuss bilden.
Da sich der Aufsichtsrat der USU Software AG aus drei Mitgliedern zusammensetzt, wurde und wird auf die Einrichtung von Ausschüssen verzichtet. Unabhängig davon nimmt der Aufsichtsrat der Gesellschaft die für diese Ausschüsse vorgesehenen Aufgaben gemeinschaftlich wahr.
Laut Ziffer 5.4.1 des Kodex ist der Aufsichtsrat so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Dabei soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter anderem eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen soll.
Der Aufsichtsrat der USU Software AG orientiert sich hinsichtlich seiner Zusammensetzung grundsätzlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der in Frage kommenden Personen unter Berücksichtigung ihrer zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kennnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen. Eine pauschale Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder der USU Software AG war und ist, ebenso wie eine konkrete geschlechtsbezogene Vorgabe, nicht vorgesehen, da sich die Gesellschaft das Potenzial älterer, erfahrener und renommierter Persönlichkeiten bei der Besetzung des Aufsichtsrates nicht pauschal vorenthalten möchte. Zudem würde eine derartige Vorgabe aus Sicht der Gesellschaft die Wahlrechte der Aktionäre auf der Hauptversammlung in ungeeigneter Weise einschränken.
Gemäß Ziffer 5.4.6 des Kodex sollen Aufsichtsratsmitglieder unter anderem für die Übernahme des Vorsitzes bzw. des stellvertretenden Vorsitzes oder der Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss eine gesonderte Vergütung erhalten.
Eine Vergütung für die Übernahme des stellvertretenden Vorsitzes im Aufsichtsrat oder die Mitgliedschaft oder den Vorsitz in einem Ausschuss des Aufsichtsrats waren und sind nicht vorgesehen. Die Gesellschaft sieht einen erhöhten Leistungsanreiz aufgrund der Übernahme des stellvertretenden Vorsitzes im Aufsichtsrat als nicht gegeben an, da die Aufsichtsräte der USU Software AG auch unabhängig davon in hohem Maße und mit viel Engagement zum Wohle der Gesellschaft tätig sind. Aufgrund der Zusammensetzung des Aufsichtsrats mit drei erfahrenen Mitgliedern, welche die vorgesehenen Aufgaben gemeinschaftlich wahrnehmen, wurde und wird auch zukünftig auf die Bildung von Aufsichtsratsausschüssen und insofern die zugehörige Vergütung verzichtet.
Nach Ziffer 7.1.2 des Kodex sollen Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein.
Die USU Software AG veröffentlichte und veröffentlicht auch in Zukunft Zwischenberichte im Rahmen der Regelungen der entsprechenden Börsenordnung unverzüglich nach der Fertigstellung, spätestens jedoch innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums. Mit der Einhaltung der gesetzlichen Fristbestimmungen wird den Informationsinteressen der Aktionäre der Gesellschaft nach Einschätzung der USU Software AG in ausreichendem Maße Rechnung getragen, zumal die gesetzlichen Publizitätspflichten vollumfänglich beachtet und eingehalten werden.
Möglingen, den 11. Dezember 2014"
Gezeichnet
Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG
Sowohl die aktuelle als auch die Entsprechenserklärungen der Vorjahre sind auf der Internetseite www.usu-software.de/ investoren/corporate-governance.html dauerhaft zugänglich.
Unternehmensführungspraktiken und Nachhaltigkeit
Im Sinne einer guten und nachhaltigen Unternehmensführung bekennt sich der Vorstand der USU Software AG zu einem ethisch und sozial verantwortungsbewussten Handeln. Daher hat der Vorstand der Gesellschaft in enger Zusammenarbeit mit der Belegschaft der Tochtergesellschaften Grundwerte und Ziele formuliert, die in entsprechenden Leitlinien zusammengefasst sind. Ziel und Voraussetzung aller Aktivitäten von USU ist ein nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg. Es ist der Erfolg unserer Kunden, Geschäftspartner, Aktionäre sowie unserer Mitarbeiter. Deren Interessen sind wir verpflichtet. Wir arbeiten mit Menschen für Menschen. Daher gehören neben den klassischen monetären Zielgrößen wie Konzernumsatz und Bereinigtes EBIT auch nicht monetäre Kennzahlen wie die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit zu den Zielgrößen des Vorstandes. Entsprechend werden in regelmäßigen Abständen Umfragen zur Ermittlung von zusätzlichem Verbesserungspotenzialen durchgeführt. Zum Teil lässt sich die USU-Gruppe dabei von unabhängigen, externen Dienstleistern unterstützen. Ein zentraler Punkt der Unternehmenskultur der USU-Gruppe betrifft zudem die Wahrnehmung sozialer Verantwortung in der Gesellschaft. Seit vielen Jahren unterstützen wir verschiedene wohltätige, gemeinnützige sowie kulturelle Einrichtungen, Organisationen und Projekte. Dazu gehört z. B. die Kinderkrebshilfe der Sabine Dörges-Stiftung, die Stiftung Jugendhilfe aktiv in Möglingen oder die Kinder- und Jugendhilfe der Karlshöhe in Ludwigsburg. Ferner stellen wir seit vielen Jahren die Firmen-Räumlichkeiten für Ausstellungen lokaler Künstler zur Verfügung. Nicht zuletzt ist auch die Sporthilfe ein großes Anliegen der USU-Gruppe. So unterstützt der USU-Konzern die Deutsche Sporthilfe mittels Kuratoriumsspenden und der direkten finanziellen Unterstützung verschiedener Sportler.
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand der USU Software AG führt die Geschäfte unter eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze und des Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung sowie der Geschäftsordnung für den Vorstand. Dabei tragen die Mitglieder des Vorstands - ungeachtet ihrer internen Eigenverantwortung für die ihnen übertragenen Vorstandsressorts - gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Der Vorstand beschließt in Sitzungen, die durch den Vorstandsvorsitzenden regelmäßig, mindestens einmal im Monat, einberufen werden. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrzahl der Mitglieder, darunter der Vorsitzende, anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Dieser ist darüber hinaus berechtigt, einem mit Mehrheit gefassten Beschluss zu widersprechen. Auf Vorschlag des Vorsitzenden können Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen gefasst werden.
Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat über die Entwicklung und Lage einschließlich der Rentabilität der USU Software AG und des Konzerns, die Unternehmensplanung, das Risikomanagement sowie wesentliche Geschäftsvorgänge und -vorhaben erfolgt regelmäßig, zeitnah und umfassend durch den Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern und wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden sowie einen Stellvertreter. Aufgrund seiner Größe hat der Aufsichtsrat auf die Einrichtung von Ausschüssen verzichtet. Vielmehr werden die Aufgaben vom Aufsichtsrat gemeinschaftlich wahrgenommen. Die Tätigkeit des Aufsichtsrats bestimmt sich nach den Bestimmungen der Gesetze und der Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung sowie der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der USU Software AG. Hierzu gehört unter anderem, dass der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstands bestellt, die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt, eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlässt und sich gleichermaßen eine Geschäftsordnung gibt. Des Weiteren überwacht der Aufsichtsrat kontinuierlich den Vorstand und begleitet diesen beratend.
Ferner stellt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Eine ausführliche Erläuterung der Tätigkeit des Aufsichtsrats erfolgt jährlich im Rahmen der Berichterstattung des Aufsichtsratsvorsitzenden an die Aktionäre der Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat wird durch den Vorsitzenden nach Bedarf, mindestens jedoch viermal im Jahr, nach den Regelungen der Satzung einberufen. Regelmäßig nimmt der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft an diesen Sitzungen teil. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn an der Aufsichtsratssitzung alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilnehmen. Dabei werden Beschlüsse des Aufsichtsrats mit einfacher Mehrheit gefasst, sofern nicht gesetzlich oder durch die Satzung der Gesellschaft etwas anderes vorgeschrieben ist.
Sowohl für den Vorstand als auch den Aufsichtsrat besteht eine D&O-Versicherung, für welche gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart wurde.
VERGÜTUNGSBERICHT
Vergütung des Vorstands
Die Vergütung des Vorstands wird vom Aufsichtsrat unter Berücksichtigung sämtlicher Bezüge im Konzernkreis in angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung für jedes Vorstandsmitglied festgelegt. Diese umfasst entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") monetäre Vergütungsteile, Versorgungszusagen und sonstige Zusagen. Die monetären Vergütungsteile des Vorstands werden unterteilt nach Fixum und variablem Bestandteil. Der variablen Vergütung, die ausschließlich eine einjährige Komponente beinhaltet, liegt eine jährlich vom Aufsichtsrat festgelegte Zielerreichung zugrunde, die nach Abschluss der Jahresplanung für das jeweilige Geschäftsjahr fixiert wird. Dabei richtet sich die Höhe der tatsächlich zur Auszahlung kommenden variablen Vergütung nach dem Grad der Erreichung der vereinbarten quantitativen und qualitativen Ziele.
Die konzernweite Vorstandsvergütung der USU-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2014 in Summe auf TEUR 464,4 (2013: TEUR 308,5) und beinhaltet sämtliche Bezüge des zum 1. Oktober 2014 erweiterten Vorstandes innerhalb des Konzernkreises. Der Vorstandsvorsitzende der USU Software AG, Bernhard Oberschmidt, ist gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Konzerntochter USU AG, Präsident der Konzerntochter USU (Schweiz) AG, Sole Director der Konzerntochter Aspera Technologies Inc. sowie Geschäftsführer der Konzerntöchter Openshop Internet Software GmbH, USU Consulting GmbH und USU Austria GmbH. Der Vorstand Dr. Benjamin Strehl ist zudem Vorstand der USU AG.
Individualisierte Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 in TEUR
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| Bernhard Oberschmidt Vorstandsvorsitzender seit 8.2.2002 | Bernhard Böhler Vorstand seit 1.10.2014 | Dr. Benjamin Strehl Vorstand seit 1.10.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 160,0 | 160,0 | 40,0 | - | 30,0 | - |
| Nebenleistungen | 22,6 | 21,7 | 4,1 | - | 2,3 | - |
| Summe | 182,6 | 181,7 | 44,1 | - | 32,3 | - |
| Einjährige variable Vergütung | 120,01) | 105,22 ) | 26,9 | - | 25,7 | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | - | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 302,6 | 286,9 | 71,0 | - | 58,0 | - |
| Versorgungsaufwand | 21,8 | 21,6 | 5,5 | - | 5,5 | - |
| Gesamtvergütung | 324,4 | 308,5 | 76,5 | - | 63,5 | - |
1) davon für Vorjahr: TEUR 0;
2) davon für Vorjahr: TEUR 4,4
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Aufsichtsratsvergütung der USU Software AG ist in § 17 der Satzung der Gesellschaft geregelt und wurde durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juni 2011 letztmalig geändert. Gemäß den Kodex-Regelungen setzt sich die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats aus einem Fixum und einem erfolgsabhängigen Bestandteil zusammen. Demnach erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der USU Software AG neben der Auslagenerstattung eine jährliche fixe Vergütung für jedes volle Geschäftsjahr, in dem eine Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat vorlag, in Höhe von TEUR 12,5 und der Aufsichtsratsvorsitzende einen Betrag von TEUR 60,0. Daneben erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche variable Vergütung. Diese ist von dem im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns oder im Konzernlagebericht ausgewiesenen operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Verhältnis zu den ausgewiesenen konzernweiten Umsatzerlösen abhängig. Ab einem Anteil des EBITDA an den Umsatzerlösen des Konzerns von 8 % wird für jeden vollen Prozentpunkt, der einen Anteil des EBITDA an den Umsatzerlösen des Konzerns von 8 % übersteigt, ein Zuschlag von 10 % der fixen Jahresvergütung zusätzlich jährlich variabel vergütet.
Die Gesamtvergütung ist dabei auf 200 % der fixen Jahresvergütung begrenzt. Im Geschäftsjahr 2014 belief sich der Anteil des EBITDA an den konzernweiten Umsatzerlösen auf 15,1 %. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats der USU Software AG lag entsprechend bei 70 % des jeweiligen Fixums der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats der USU Software AG sind gleichzeitig auch im Aufsichtsrat der Konzerntochter USU AG vertreten. Die Aufsichtsratsvergütung der USU AG wurde durch die Hauptversammlung dieser Gesellschaft am 22. Mai 2000 gemäß § 12 der Satzung der USU AG beschlossen und gilt, bis die Hauptversammlung etwas anderes beschließt. Danach erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der USU AG neben der Auslagenerstattung eine jährliche fixe Vergütung für jedes Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 5,0, der Aufsichtsratsvorsitzende TEUR 10,0 und der Stellvertretende Vorsitzende TEUR 7,5. Variable Komponenten waren und sind in der Aufsichtsratsvergütung der USU AG nicht vorgesehen.
Die konzernweite Aufsichtsratsvergütung der USU-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2014 in Summe auf TEUR 167,0 (2013: TEUR 116,0).
Individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 in TEUR
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| Fixe Vergütung USU Software AG | Variable Vergütung USU Software AG | Fixe Vergütung USU AG | |
|---|---|---|---|
| Udo Strehl | 60,0 | 42,0 | 10,0 |
| Günter Daiss | 12,5 | 8,8 | 7,5 |
| Erwin Staudt | 12,5 | 8,8 | 5,0 |
BERICHT ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Der Vorstand der USU Software AG hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben: "Wir erklären, dass die USU Software AG nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen, die die Gesellschaft benachteiligen, wurden nicht getroffen."
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der USU Software AG und des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der USU Software AG und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der USU Software AG und des Konzerns beschrieben sind.
Möglingen, 2. März 2015
Bernhard Oberschmidt, Vorsitzender des Vorstands
Bernhard Böhler, Mitglied des Vorstands
Dr. Benjamin Strehl, Mitglied des Vorstands
Konzernabschluss
Konzern-Bilanz zum 31.12.2014
AKTIVA
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| Anhang | 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (8) | 6.885 | 8.176 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | (9) | 34.559 | 34.559 |
| Sachanlagen | (10) | 2.075 | 2.099 |
| Aktive latente Steuern | (28) | 4.122 | 4.099 |
| Übrige Vermögenswerte | (11) | 657 | 646 |
| 48.298 | 49.579 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (12) | 643 | 730 |
| Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen | (13) | 4.158 | 3.173 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (14) | 10.641 | 11.590 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | (15) | 654 | 601 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (16) | 233 | 393 |
| Übrige Vermögenswerte | 249 | 54 | |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | (17) | 1.378 | 1.063 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | (18) | 18.920 | 14.231 |
| 36.876 | 31.835 | ||
| Aktiva | 85.174 | 81.414 | |
| Passiva | |||
| Anhang | 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| Eigenkapital und Schulden | |||
| Eigenkapital | (19) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 10.524 | 10.524 | |
| Kapitalrücklage | 52.792 | 52.792 | |
| Gesetzliche Rücklage | 502 | 470 | |
| Kumuliertes sonstiges Eigenkapital | -19 | -44 | |
| Bilanzverlust | -8.191 | -10.467 | |
| Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 55.608 | 53.275 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0 | -43 | |
| 55.608 | 53.232 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Passive latente Steuern | (28) | 766 | 918 |
| Rückstellungen für Pensionen | (20) | 1.865 | 1.092 |
| 2.631 | 2.010 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Ertragsteuerschulden | 941 | 285 | |
| Kaufpreisverbindlichkeiten | (21) | 2.514 | 2.905 |
| Verbindlichkeiten aus dem Personal- und Sozialbereich | (22) | 4.580 | 4. 489 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | (23) | 2.117 | 2.322 |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | (24) | 10.999 | 11.213 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (25) | 1.392 | 1.741 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | (27) | 4.392 | 3.217 |
| 26.935 | 26.172 | ||
| Passiva | 85.174 | 81.414 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014
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| Anhang | 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (29) | 58.933 | 55.713 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | (30) | -27.654 | -26.932 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 31.279 | 28.781 | |
| Vertriebs- und Marketingaufwendungen | (31) | -8.573 | -9.106 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | (32) | -6.451 | -5.871 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | (33) | -9.642 | -9.426 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (34) | 1.511 | 614 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (35) | -194 | -222 |
| Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte | -1.257 | -1.362 | |
| Finanzerträge | (36) | 495 | 112 |
| Finanzaufwendungen | (37) | -572 | -649 |
| Gewinn vor Steuern | 6.596 | 2.871 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (38) | -1.084 | 775 |
| Konzernergebnis | 5.512 | 3.646 | |
| davon entfallen auf: | |||
| Aktionäre der USU Software AG | 5.549 | 3.678 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -37 | -32 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR): | |||
| das den Aktionären der USU Software AG zusteht: Unverwässert und verwässert | 0,52 | 0,35 | |
| Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien: Unverwässert und verwässert | 10.523.770 | 10.523.770 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2014
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| Anhang | 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 5.512 | 3.646 | |
| Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen | (20) | -755 | -57 |
| Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 225 | 23 | |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können | |||
| Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung | 25 | -44 | |
| Übriges Konzernergebnis nach Steuern | -505 | -78 | |
| Konzern-Gesamtergebnis | 5.007 | 3.568 | |
| davon entfallen: | |||
| auf die Aktionäre der USU Software AG | 5.044 | 3.600 | |
| auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -37 | -32 |
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2014
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| Anhang | 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit: | |||
| Gewinn vor Steuern | 6.596 | 2.871 | |
| Anpassungen für: | |||
| Finanzerträge/Finanzaufwendungen | 77 | 537 | |
| Abschreibungen | 2.214 | 2.082 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -570 | -415 | |
| Erstattete Ertragsteuern | 1 | 96 | |
| Gezahlte Zinsen | -12 | -9 | |
| Erhaltene Zinsen | 18 | 18 | |
| Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -994 | -103 | |
| Veränderung des Working Capitals: | |||
| Vorräte | 87 | -37 | |
| Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen | -985 | -725 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 949 | -2.761 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte | -361 | -319 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -145 | -482 | |
| Personalverbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen | 109 | -24 | |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 756 | 9.126 | |
| (40) | 7.740 | 9.855 | |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit: | |||
| Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener Zahlungsmittel | 0 | -2.786 | |
| Investitionen in Sachanlagen | -965 | -1.178 | |
| Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte | -152 | -369 | |
| Verkauf von Anlagevermögen | 15 | 1 | |
| Tilgung von Darlehen | 0 | 33 | |
| (41) | -1.102 | -4.299 | |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit: | |||
| Dividendenzahlung | -2.631 | -2.631 | |
| (42) | -2.631 | -2.631 | |
| Differenz aus Währungsumrechnung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 682 | -102 | |
| Zunahme der flüssigen Mittel und kurzfristigen Kapitalanlagen | 4.689 | 2.823 | |
| Flüssige Mittel und kurzfristige Kapitalanlagen - Beginn des Geschäftsjahres | 14.231 | 11.408 | |
| Flüssige Mittel und kurzfristige Kapitalanlagen - Ende des Geschäftsjahres | (43) | 18.920 | 14.231 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2014
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| Grundkapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklage | Bilanzverlust | Kumuliertes sonstiges Eigenkapital Währungsumrechnung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2012 | 10.523.770 | 10.524 | 52.792 | 470 | -11.480 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.678 | 0 |
| Übriges Ergebnis, nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 | -34 | -44 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.644 | -44 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.631 | 0 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2013 | 10.523.770 | 10.524 | 52.792 | 470 | -10.467 | -44 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.549 | 0 |
| Übriges Ergebnis, nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 | -530 | 25 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.019 | 25 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 0 | 0 | 0 | 32 | -32 | 0 |
| Erwerb Minderheitsanteile | 0 | 0 | 0 | 0 | -80 | 0 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.631 | 0 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 | 10.523.770 | 10.524 | 52.792 | 502 | -8.191 | -19 |
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| Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter TEUR |
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter TEUR |
Gesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2012 | 52.306 | -11 | 52.295 |
| Konzernergebnis | 3.678 | -32 | 3.646 |
| Übriges Ergebnis, nach Steuern | -78 | 0 | -78 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 3.600 | -32 | 3.568 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlung | -2.631 | 0 | -2.631 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2013 | 53.275 | -43 | 53.232 |
| Konzernergebnis | 5.549 | -37 | 5.512 |
| Übriges Ergebnis, nach Steuern | -505 | 0 | -505 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 5.044 | -37 | 5.007 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb Minderheitsanteile | -80 | 80 | 0 |
| Dividendenzahlung | -2.631 | 0 | -2 .631 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 | 55.608 | 0 | 55.608 |
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2014
A. DIE GESELLSCHAFT
Die Konzernmuttergesellschaft USU Software AG hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister HRB 206442 eingetragen. Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "Gruppe" genannt) entwickeln und vertreiben ganzheitliche Softwarelösungen. Das Leistungsspektrum umfasst dabei Lösungen im Bereich "Business Service Management" für den effizienten Einsatz der IT-Infrastruktur eines Unternehmens sowie im Bereich "Knowledge Solutions" zur Optimierung wissensintensiver Geschäftsprozesse. Darüber hinaus bietet die Gruppe im Bereich "Business Solutions" Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie individuelle Anwendungsentwicklung an.
Der Konzern umfasst Tochtergesellschaften im Inland, in der Schweiz, in der Tschechischen Republik, in Österreich und in den USA. Die Kunden der Gesellschaft befinden sich überwiegend im Inland und stammen hauptsächlich aus den Branchen Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Automobil- und Konsumgüterindustrie, Dienstleistungen und Handel sowie aus dem Öffentlichen Sektor.
Die Gesellschaft ist im "Prime Standard" an der Frankfurter Börse gelistet.
B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
1. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze
Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315a HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Boards (IASB), London, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernabschluss enthält darüber hinaus die zusätzlichen Anforderungen des § 315a Abs. 1 HGB.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind einheitlich nach den Vorschriften der IFRS aufgestellt worden.
Der Konzernabschluss wurde in der funktionalen Währung des Mutterunternehmens (Euro) erstellt. Alle Betragsangaben im Konzernabschluss lauten auf Tausend Euro ("TEUR"), außer den Angaben, die sich auf Aktien beziehen. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember eines jeden Jahres.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter Heranziehung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, mit Ausnahme von bestimmten finanziellen Vermögenswerten und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 2. März 2015 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Es ist geplant, dass der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 11. März 2015 den vorliegenden, vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss billigen und zur Veröffentlichung freigeben wird.
Der zum 31. Dezember 2014 nach den Bestimmungen des HGB aufgestellte Jahresabschluss der USU Software AG und dieser Konzernabschluss werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.
2. Erstmalig angewandte und kürzlich erlassene Rechnungslegungsvorschriften
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
Wir haben 2014 die nachfolgenden neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmalig angewandt:
| ― | IFRS 10 "Konzernabschlüsse" regelt anhand eines umfassenden Beherrschungskonzepts, welche Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. Die Anwendung des neuen IFRS 10 hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der USU Software AG. |
| ― | IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen die gemeinschaftliche Führung (Joint Control) über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausübt. IFRS 11 hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der USU Software AG, da die USU Software Gruppe keine Beteiligungen an gemeinsamen Vereinbarungen hält. |
| ― | IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" fasst die Angabevorschriften für die Beteiligungen eines Unternehmens an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und strukturierten Unternehmen in einem Standard zusammen. Die neuen Standards wurden retrospektiv angewandt. Dies hatte, mit Ausnahme zusätzlicher Anhangsangaben, keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
Die nachfolgenden, vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsstandards sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden auch nicht vorzeitig angewandt:
| ― | IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS 39 ersetzen. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Wertminderungsmodell, basierend auf den erwarteten Kreditausfällen, ein. IFRS 9 enthält weiterhin neue Regelungen zur Anwendung des Hedge Accounting. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2018 beginnen, eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) hat die Empfehlung zur Übernahme von IFRS 9 verschoben. Wir prüfen derzeit, welche Auswirkungen die erstmalige Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss hat. |
| ― | IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wird die Erfassung von Umsatzerlösen regeln und IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Umsatzerlöse" ersetzen. Gemäß IFRS 15 wird die Realisierung von Umsatzerlösen die Übertragung der vereinbarten Güter bzw. Dienstleistungen mit dem Betrag abbilden, der der Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen für die gelieferten Güter bzw. erbrachten Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden nach IFRS 15 regelmäßig dann realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter/Dienstleistungen erhält. IFRS 15 enthält Vorgaben zum Ausweis der aus Verträgen mit Kunden resultierenden Leistungsüberschüsse und -verpflichtungen, d. h. für Vermögenswerte und Schulden, die sich aus der vom Unternehmen erbrachten Leistung bzw. aus der Zahlung des Kunden ergeben. IFRS 15 fordert zusätzliche Anhangsangaben zu Art, Höhe, zeitlichem Anfall sowie den Unsicherheiten von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen. IFRS 15 ist bei unveränderter Übernahme durch die EU auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2017 beginnen, eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Wir prüfen derzeit, welche Auswirkungen IFRS 15 auf den Konzernabschluss haben wird. |
Die übrigen veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen, geänderten Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Bei Anerkennung dieser Standards durch die EU, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, ist keine vorzeitige Anwendung dieser Standards vorgesehen.
3. Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss der USU Software AG und der von ihr beherrschten Unternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen (Tochterunternehmen). Die USU Software AG erlangt die Beherrschung, wenn sie:
| ― | Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, |
| ― | schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und |
| ― | die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. |
Die USU Software AG nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben.
Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen.
Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzern-Ergebnis erfasst.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ein aus Erstkonsolidierungen verbleibender Geschäfts- oder Firmenwert wird gesondert erfasst. Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen, der zu einer Abwertung führen kann (Impairment-Only-Approach).
Konzerninterne Umsätze, Zwischengewinne, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen sowie Haftungsverhältnisse zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert.
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Reinvermögen konsolidierter Tochterunternehmen werden ermittelt und in der Konzernbilanz gesondert ausgewiesen.
Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses sind den Gesellschaftern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzuordnen. Dies gilt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Gesellschafter einen Negativsaldo aufweisen.
4. Konsolidierungskreis
Die Gruppe besteht aus der USU Software AG sowie gegenüber dem Vorjahr unverändert aus elf deutschen und ausländischen Tochtergesellschaften.
Nachfolgende Gesellschaften wurden neben dem Konzernmutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis stellen die nach jeweils landesspezifischen Rechnungslegungsvorschriften ermittelten Werte dar.
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| Konsolidierungskreis Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligung in % |
Gezeichnetes Kapital TEUR |
Eigenkapital 31.12.2014 TEUR |
Jahresergebnis 2014 TEUR |
|---|---|---|---|---|
| USU AG, Möglingen | 100,00 | 5.738 | 12.898 | 631 |
| LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen1) | 100,00 | 22 | 1.380 | 1.823 |
| Omega Software GmbH, Obersulm1) | 100,00 | 77 | 970 | 126 |
| USU Software s. r. o., Brno, Tschechische Republik | 100,00 | 73 | 714 | 163 |
| USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz | 100,00 | 82 | -25 | -4 |
| USU Austria GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 35 | -713 | 53 |
| Openshop Internet Software GmbH, Möglingen1) | 100,00 | 40 | -775 | -2 |
| Aspera GmbH, Aachen1) | 100,00 | 300 | 300 | 6.231 |
| USU Consulting GmbH, Sursee, Schweiz2) | 100,00 | 100 | 57 | 209 |
| Aspera Technologies Inc., Boston, USA | 100,00 | 41 | -108 | -11 |
| B.I.G. Social Media GmbH, Berlin3) | 51,00 | 25 | 1.706 | 738 |
1) Jahresergebnis vor/Eigenkapital nach Ergebnisabführung an die USU Software AG aufgrund vorliegender Ergebnisabführungsverträge.
2) Der Geschäftsbetrieb der USU Consulting GmbH wurde nach Erwerb der restlichen Anteile (30 %) zum symbolischen Kaufpreis von CHF 3 in 2014 eingestellt.
3) Wir verweisen auf unsere Erläuterungen unter der Konzernanhangsangabe 21 zum Erwerb der Minderheitsanteile an der Tochtergesellschaft.
5. Währung und Währungsumrechnung
Es werden alle Geschäftsvorfälle mit dem am Tag des Geschäftsvorfalles gültigen Wechselkurs umgerechnet. Zu jedem Bilanzstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Stichtagskurses angesetzt; nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet, und nicht monetäre Posten, die mit ihrem Zeitwert bewertet wurden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig war. Die sich aus der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Differenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt gemäß IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die ausländischen, konsolidierten Tochterunternehmen werden als wirtschaftlich selbstständige Teileinheiten betrachtet, da sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch autonom sind. Ihre Bewertungswährungen sind entsprechend dem Konzept der funktionalen Währung die jeweiligen Landeswährungen. Erträge und Aufwendungen werden zu den durchschnittlichen Wechselkursen während des Berichtsjahres, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs und das jeweilige Eigenkapital der Tochtergesellschaften zu historischen Kursen umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der eigenkapitalbezogenen Währungsumrechnung wird ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und in einer separaten Spalte des Eigenkapitalspiegels dargestellt.
Währungsdifferenzen, die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung auftreten, werden erfolgswirksam berücksichtigt.
Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften, die nicht der Europäischen Währungsunion angehören, wurde unter Verwendung der folgenden Umrechnungskurse in EUR durchgeführt:
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| Währung | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||
|---|---|---|---|---|
| (1 EUR entspricht) | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 2014 | 2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Schweizer Franken (CHF) | 1,2024 | 1,2276 | 1,2127 | 1,2291 |
| Tschechische Kronen (CZK) | 27,735 | 27,425 | 27,536 | 26,026 |
| US Dollar (USD) | 1,2141 | 1,3791 | 1,3211 | 1,3286 |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die erfolgswirksam erfassten Umrechnungsdifferenzen auf TEUR 513 (2013: TEUR -281).
6. Verwendung von Schätzungen sowie Ermessensentscheidungen mit wesentlichem Einfluss
Die Aufstellung der Jahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsgrundsätzen nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen des Vorstands, welche die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag, die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode sowie die damit im Zusammenhang stehenden Angaben im Jahresabschluss beeinflussen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Bereiche, die wesentliche Einschätzungen erforderlich machen, sind insbesondere die Bilanzierung nach der Percentage-of-Completion-Methode (siehe dazu Konzernanhangsangabe 7.6 und 7.17), die Festlegung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer bei immateriellen Vermögenswerten (Konzernanhangsangabe 7.1 und 8), die Entscheidung zur Nichtaktivierung von Softwareentwicklungskosten (Konzernanhangsangabe 7.19), Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (Konzernanhangsangabe 14), Eventualverbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen (Konzernanhangsangabe 20) und sonstige Rückstellungen (Konzernanhangsangabe 23) sowie die Einschätzung der Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen in Form von Aktivierungen latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (Konzernanhangsangabe 28).
Ferner sind wesentliche Schätzungen und Annahmen zur Bestimmung beizulegender Zeitwerte von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, insbesondere im Falle von Unternehmenserwerben im Rahmen von durchzuführenden Kaufpreisallokationen sowie bei der Wertminderungsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes, erforderlich (Konzernanhangsangabe 8, 9 und 10).
Die der Discounted-Cash-Flow-Bewertung im Rahmen der Wertminderungsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes zugrunde liegenden Cash-Flows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen, wobei von einem Planungshorizont von drei Jahren ausgegangen wurde. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten führen.
7. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Abschlüsse der USU Software AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IFRS 10.19 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
7.1 Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IAS 38 bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten vor allem Software, Wartungsverträge und Kundenstämme, die entsprechend ihrer jeweiligen voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren planmäßig linear abgeschrieben werden. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer - hierzu zählen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Namens- und Markenrechte - werden anstelle einer planmäßigen Abschreibung mindestens einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung ("Impairment Test") nach IAS 36 unterzogen. Die "Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte" werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.
7.2 Sachanlagen
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt nach IAS 16 zu historischen Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen. Reparaturkosten werden unmittelbar als Aufwand verrechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Anlagegüter. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
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| • EDV-Hardware | 3 Jahre |
| • Einbauten in Gebäude | 10 Jahre |
| • Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 15 Jahre |
7.3 Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
Bei allen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie bei Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des Buchwertes mindestens einmal pro Geschäftsjahr überprüft. Die Wertminderungsprüfung wird grundsätzlich jährlich zum 30. September durchgeführt. Zudem wird bei diesen, wie auch bei den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen, eine Wertminderungsprüfung dann durchgeführt, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hinweisen, dass der Buchwert der Vermögenswerte nicht erzielbar sein könnte. Diese lagen in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 nicht vor.
Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswertes den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert des Vermögenswertes. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Verkaufskosten ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag, abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cash-Flows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind.
Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (im Folgenden auch "ZGE") ermittelt, der er zugeordnet ist. Dabei ist nach IAS 36.6 eine ZGE die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Zur Ermittlung der zu erwartenden Cash-Flows jeder ZGE müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze.
Die Wertminderungsprüfung von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer ist dabei im Rahmen der jährlichen Wertminderungsprüfung für die Geschäfts- oder Firmenwerte abgedeckt, da diese in den Buchwerten der jeweiligen ZGEs enthalten sind. Wir verweisen hierzu auf die Konzernanhangsangabe 8 und 9.
Zum Zwecke der Werthaltigkeitsprüfungen der im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte, sind diese auf ihre entsprechenden ZGE zuzuordnen.
Da bei der USU-Gruppe die Zahlungsmittelflüsse, mit Ausnahme der Omega Software GmbH, auf Ebene der Tochtergesellschaften USU AG, LeuTek GmbH, Aspera GmbH und B.I.G. Social Media GmbH geplant und abgegrenzt werden, gelten als ZGE zum einen die USU AG zusammen mit der Omega Software GmbH, bei der zusätzlich zwischen Produkt- und Servicegeschäft unterschieden wird, und zum anderen die Tochtergesellschaften LeuTek GmbH, Aspera GmbH und die B.I.G. Social Media GmbH, die alle drei vollständig dem Produktgeschäft zugeordnet sind. Zur Differenzierung der beiden Bereiche Produkt- und Servicegeschäft verweisen wir auf die Konzernanhangsangabe zur Segmentberichterstattung unter F.
Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren aufwandswirksam erfassten Wertminderung für eine Sachanlage oder einen immateriellen Vermögenswert wird vorgenommen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Werterhöhung bzw. Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswerts wird jedoch nur soweit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre.
Wertaufholungen auf Abschreibungen, die im Rahmen von Wertminderungsprüfungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst wurden, sind nicht zulässig.
7.4 Finanzinstrumente
Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien eingeteilt:
(a) finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
(b) bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,
(c) Kredite und Forderungen und
(d) zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
Finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die die Gesellschaft bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt und halten kann, ausgenommen von der Gesellschaft ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die hauptsächlich erworben wurden, um einen Gewinn aus der kurzfristigen Wertentwicklung zu erzielen, werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte, ausgenommen vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft. Die Gesellschaft hat ebenso wie im Vorjahr ausschließlich finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Kredite und Forderungen".
Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag erfasst.
Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswertes wird dieser grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der gegebenen Gegenleistung entsprechen. Transaktionskosten werden mit einbezogen, es sei denn, es handelt sich um finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wobei die Gesellschaft in den zwei abgelaufenen Geschäftsjahren keine Finanzinstrumente dieser Kategorie hatte.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Abschlussstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören (i) die Verwendung aktueller Geschäftsvorfälle zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern, (ii) der Vergleich mit dem aktuellen Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, (iii) die Analyse von diskontierten Cash-Flows.
Vom Unternehmen ausgereichte Forderungen und Kredite werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im "kumulierten sonstigen Eigenkapital" ausgewiesen. Realisierte Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren werden als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen. Bei der Berechnung des Veräußerungsgewinns werden die jeweiligen finanziellen Vermögenswerte einzeln herangezogen.
Finanzinstrumente, deren Buchwerte aufgrund ihrer Kurzfristigkeit den beizulegenden Zeitwert approximieren, umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige Fest- und Tagesgelder.
Die langfristigen Finanzinstrumente sind, abgesehen von den darin enthaltenen Aktivwerten von nicht qualifizierten Rückdeckungsversicherungen, mit den fortgeführten Anschaffungskosten nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren, ausgewiesen. Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen dabei ebenfalls näherungsweise den korrespondierenden Zeitwerten.
Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind - und somit alle finanziellen Vermögenswerte der Gesellschaft - daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Marktes für den finanziellen Vermögenswert, bedeutende Veränderung des technologischen, ökonomischen, rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Emittenten, ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwertes des finanziellen Vermögenswertes unter die fortgeführten Anschaffungskosten) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu überführen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe erfolgswirksam zurückgenommen. Wertminderungen, die zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsenorientierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Solche Eigenkapitalinstrumente lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.
Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert von den mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Krediten und Forderungen entspricht regelmäßig dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cash-Flows.
Die Wertminderungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert (i.d.R. zeitliches Ausmaß des Zahlungsverzuges) und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt. In Abhängigkeit des Zeitraumes der Überfälligkeit erfolgen stufenweise Wertberichtigungen von 25 % bis 100 %, die auf historischen Erfahrungswerten basieren. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.
7.5 Vorräte
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder den vom Absatzmarkt ermittelten verlustfreien niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt worden und betreffen im Wesentlichen Softwarelizenzen fremder Anbieter sowie EDV-Hardware.
Bestandsrisiken, die sich aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Ein Abwertungsbedarf aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte am Abschlussstichtag ergab sich nicht.
7.6 Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen aus Dienstleistungsaufträgen und kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Bei dieser Verfahrensweise wird der Fertigstellungsgrad aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten ermittelt. Sofern in einer Periode festgestellt wird, dass aus der Erfüllung eines Dienstleistungsauftrages ein Verlust resultieren wird, wird der geschätzte Gesamtverlust aus dem jeweiligen Auftrag unmittelbar in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Gesellschaft weist für alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne die Summe der Abschlagsrechnungen übersteigen, eine Forderung aus.
Bei Dienstleistungsaufträgen mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Abschlagsrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne übersteigt, weist der Konzern eine Verbindlichkeit aus (siehe Konzernanhangsangabe 7.13).
7.7 Latente Steuern
Latente Steuern wurden auf der Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode nach IAS 12 bilanziert. Demnach sind Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche temporären Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet worden. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, wenn ihre Nutzung in hohem Maße gesichert erscheint. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte dabei unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragssteuersätze, die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt galten bzw. erwartet wurden.
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.
Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern werden dann gebildet, wenn ein Verfall des steuerlichen Vorteils wahrscheinlicher ist als dessen Nutzung.
Latente Steueransprüche (-schulden) werden nicht abgezinst und sind in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte (Schulden) ausgewiesen.
7.8 Eigene Anteile
Eigene Aktien werden zum Marktpreis am Erwerbstag zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet und vom Eigenkapital abgesetzt. Gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung können die eigenen Aktien als Akquisitionswährung und zum Einzug verwendet werden. Zu den Stichtagen 31. Dezember 2013 und 2014 hielt die USU Software AG keine eigenen Aktien.
7.9 Kumuliertes sonstiges Eigenkapital
In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Transaktionen mit Anteilseignern (z. B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren sowie korrespondierende latente Steuern.
7.10 Rückstellungen für Pensionen
Die versicherungsmathematische Bewertung der für ein ehemaliges Vorstandsmitglied der USU AG sowie für den Großteil der Mitarbeiter der LeuTek GmbH gebildeten Pensionsrückstellungen basiert auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung (Projected Unit Credit Method). Bei diesem Verfahren werden neben der am Bilanzstichtag zugesagten Rente auch künftig zu erwartende Steigerungen der zugesagten Renten berücksichtigt, sofern es sich nicht um Einmalzahlungen handelt. Die Berechnung beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, beispielsweise aus der Anpassung des Abzinsungssatzes, werden bei der Gruppe ergebnisneutral entsprechend IFRS 19.37d mit dem Eigenkapital verrechnet. Der laufende Dienstzeitaufwand wird als Aufwand innerhalb des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Der laufende Zinsaufwand und der erwartete Kapitalertrag des Planvermögens werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
7.11 Sonstige Rückstellungen
Eine sonstige Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn die Gesellschaft einer gegenwärtigen (rechtlichen oder faktischen) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses nachzukommen hat, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die wirtschaftlichen Nutzen darstellen und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste Schätzung angepasst. In Fällen, in denen der Zinseffekt wesentlich ist, werden langfristige Rückstellungen abgezinst.
7.12 Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
7.13 Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen
Von Kunden erhaltene Anzahlungen, soweit sie sich nicht auf erbrachte Leistungen beziehen, werden unter den Verbindlichkeiten passiviert. Soweit sie sich auf erbrachte Leistungen beziehen, werden sie aktivisch von den angefallenen Kosten zuzüglich den Ergebnissen aus noch nicht abgerechneten Projekten abgesetzt.
7.14 Zuwendung öffentliche Hand
Eine bedingungslose Zuwendung der öffentlichen Hand wird als sonstiger Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald ein Anspruch auf die Zuwendung entsteht. Sonstige Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zunächst als passivische Abgrenzungsposten zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass sie gewährt werden und der Konzern die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird. Anschließend werden diese sonstigen Zuwendungen der öffentlichen Hand planmäßig über den Zeitraum der Nutzungsdauer des Vermögenswertes als sonstige Erträge im Gewinn und Verlust erfasst. Zuwendungen, die den Konzern für angefallene Aufwendungen kompensieren, werden planmäßig in den Zeiträumen, in denen die Aufwendungen erfasst werden, im Gewinn oder Verlust erfasst.
7.15 Eventualverbindlichkeiten und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie sind in der Bilanz nicht erfasst worden. Die im Konzernanhang angegebenen Verpflichtungsvolumina entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag im Zeitraum der Konzernabschlusserstellung, die Wertansätze erhellen, werden im Konzernabschluss berücksichtigt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die neue Sachverhalte begründen, werden in der Konzernbilanz nicht erfasst, jedoch bei Wesentlichkeit im Konzernanhang angegeben.
7.16 Leasing
Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Ein Leasingverhältnis wird dann als Operating-Leasing klassifiziert, wenn der wirtschaftliche Gehalt der Leasingvereinbarung nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden waren, auf die Gesellschaft als Leasingnehmerin übertragen hat.
Es liegen nur Operating-Leasingverhältnisse bei der Gruppe vor.
7.17 Umsatzerlöse
Die Gruppe erzielt Umsätze aus der Lizenzvergabe von Softwareprodukten an den Endkunden, aus Beratungsdienstleistungen sowie aus Wartungsverträgen (Kunden-Support nach Vertragsabschluss "Post-contract-Customer-Support" bzw. "PCS").
Beratungsdienstleistungen beziehen sich auf Beratungsleistungen im Softwareumfeld und Schulungen. PCS umfasst das Recht auf eventuelle Aktualisierungen sowie telefonischen Support.
Soweit diese Leistungen einzeln erbracht werden, werden die Umsatzerlöse aus der Softwarelizenz dann realisiert, wenn die Lieferung erfolgt ist, der Kaufpreis festgesetzt oder bestimmbar ist, die Vereinnahmung angemessen sichergestellt ist und nachweislich eine Vereinbarung besteht. Die den Beratungsdienstleistungen zugerechneten Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistungen realisiert. Die den PCS zugerechneten Umsatzerlöse werden anteilig über die Vertragsdauer (normalerweise ein oder zwei Jahre) berücksichtigt.
Die Gruppe bietet Kombinationen ihrer Leistungen ihren Kunden im Rahmen eines einzelnen Vertrages (Kombinationsvertrag) oder in mehreren separaten Verträgen (Vertragsbündel) an. In diesen Kombinationsverträgen oder über diese Vertragsbündel erwirbt der Kunde eine Kombination aus Software, Beratungsdienstleistungen und PCS. Soweit das Vertragsbündel oder der Kombinationsvertrag insgesamt keinen kundenspezifischen Auftrag im Sinne des IAS 11 darstellt, realisiert die Gruppe die aus diesen Vertragsbündeln oder Kombinationsverträgen resultierenden Umsatzerlöse gemäß den beizulegenden Zeitwerten (üblichen Preisen) der einzelnen Leistungen. Der übliche Preis wird anhand des Preises festgestellt, der verlangt werden würde, wenn eine Leistung getrennt verkauft werden würde.
Für PCS wird der übliche Preis auf Grundlage von Verlängerungssätzen für PCS gleicher Dauer, bzw. soweit diese nicht vorliegen, an der vom Vorstand der Gruppe verabschiedeten Preisliste bestimmt. In den Fällen, in denen die zu erbringende Dienstleistung oder PCS des Vertragsbündels den üblichen Preis unterschreiten, werden die Differenzbeträge zu den üblichen Preisen der Dienstleistung oder PCS aus dem realisierten Lizenzumsatz abgegrenzt und entsprechend über den Zeitraum der Erbringung der Dienstleistung bzw. der PCS realisiert.
In den Fällen, in denen die Zahlung der Lizenzgebühren von der Bereitstellung von Dienstleistungen abhängig ist, die die Software in ihrer Funktionalität wesentlich verändern oder erweitern, werden die Umsätze für die Softwarelizenz- und die Dienstleistungselemente im Sinne des IAS 11 abgegrenzt und nach dem Fertigstellungsgrad (Percentage-of-Completion-Methode - POC) der Dienstleistung realisiert. Der zu realisierende Umsatz- und Ertragsanteil wird hauptsächlich durch das bisher erbrachte Dienstleistungsvolumen zum geschätzten Gesamtdienstleistungsvolumen bei Fertigstellung bemessen.
In den noch nicht abgerechneten unfertigen Leistungen sind auch Beträge enthalten, die auf von Kunden zu vertretenden Änderungen oder Fehlern hinsichtlich des Projektumfangs, auf nachträglichen, hinsichtlich Preis und Umfang noch nicht endgültig vereinbarten Änderungswünschen oder auf sonstigen von Kunden verursachten, nicht vorhersehbaren Zusatzaufwendungen und Anpassungen beruhen und die die Gesellschaft Kunden oder sonstigen Dritten zu berechnen beabsichtigt. Diese Beträge werden berücksichtigt, sofern ihre Realisierung wahrscheinlich ist und sie hinreichend zuverlässig geschätzt werden können. Noch nicht endgültig vereinbarte Auftragsänderungen erfordern die Verwendung von Schätzwerten. Dabei kann eine spätere Anpassung der geschätzten Erträge aus den oben genannten Sachverhalten erforderlich werden.
Drohende Verluste aus laufenden Verträgen werden in der Periode berücksichtigt, in der sie erkennbar sind.
Die POC-Methode basiert auf Schätzungen. Aufgrund der hierbei gegebenen Unsicherheiten ist es möglich, dass die Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Aufwendungen, einschließlich der Aufwendungen für Vertragsstrafen und Gewährleistungen, nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Berichtigungen von Aufwendungen und Erträgen werden in der Periode ausgewiesen, in der der Anpassungsbedarf festgestellt wird.
Darüber hinaus gibt es Fälle, in denen die Gruppe einen Vertrag über die Lizenzierung und den Vertrieb von Softwareprodukten eingegangen ist. Dieser Vertrag beinhaltet die Erbringung zusätzlicher damit einhergehender Leistungskomponenten. Im Zuge des Vertrages werden die uneingeschränkten Lizenz-bzw. Vertriebsrechte für ein Produkt gewährt. Darüber hinaus verpflichtet sich die Gruppe zu Wartungsleistungen des Produktes. Neben dem Produkt und dem Vertriebsrecht als solches, leistet die Gruppe sogenannten Second Level Support sowie Trainingsmaßnahmen. In Anbetracht des zugrunde liegenden Sachverhaltes eines Softwarelizenzierungsvertrages mit mehreren Komponenten und der diesbezüglich innerhalb der IFRS lediglich rudimentär ausgestalteten Regelungen, erfolgt hinsichtlich der bilanziellen Abbildung der aus diesem Vertrag resultierenden Umsatzerlöse über IAS 8.12 der Rückgriff auf die Regelungen der US-GAAP, insbesondere auf den ASC 985-605 "Software Revenue Recognition". Die erhaltene Gegenleistung wird nach Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen ratierlich über die Vertragslaufzeit erfasst. Noch nicht zu realisierende erhaltene Gegenleistungen werden entsprechend abgegrenzt und als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen.
7.18 Herstellungskosten des Umsatzes
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen umfassen Kosten, die direkt oder indirekt den Umsatzerlösen zuordenbar sind. Darunter fallen insbesondere Löhne und Gehälter, Honorare und Gebühren für Fremdlizenzen.
7.19 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Bei der Gruppe fallen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Zusammenhang mit der (Weiter-) Entwicklung von Software an. Nach IAS 38 besteht für Forschungsaufwendungen ein Aktivierungsverbot, während Entwicklungsaufwendungen bei einem kumulativen Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungspflichtig sind. Die Aktivierung von Software-Entwicklungsaufwendungen beginnt mit der Erreichung der technischen Realisierbarkeit und endet mit der Einführung der Softwareversion auf dem Markt. Die Gruppe hat die technische Realisierbarkeit mit der Fertigstellung eines entsprechenden Arbeitsmodells ("working model") gleichgesetzt. Aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen dem Erreichen der technischen Realisierbarkeit und der Einführung der Softwareversion auf dem Markt wurden bis zum Bilanzstichtag keine Entwicklungsaufwendungen aktiviert, da solche Aufwendungen unwesentlich sind. Die Gruppe hat ihre gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen aufwandswirksam verbucht (2014: TEUR 9.642, 2013: TEUR 9.426).
C. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ
8. Immaterielle Vermögenswerte
Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Angaben im Konzernanlagespiegel (siehe Anlage A und B).
In den immateriellen Vermögenswerten sind Namens- und Markenrechte in Höhe von TEUR 2.011 ausgewiesen, die sich wie folgt auf die ZGEs verteilen:
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| ZGE | 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| USU AG/Omega | (Produktgeschäft) | 445 | 445 |
| USU AG | (Servicegeschäft) | 85 | 85 |
| LeuTek | (Produktgeschäft) | 829 | 829 |
| Aspera | (Produktgeschäft) | 652 | 652 |
| 2.011 | 2.011 |
Aus wirtschaftlicher Sicht ist derzeit ein Ende des Nutzungszeitraumes der Marken nicht erkennbar.
Da die Namens- und Markenrechte in den Buchwerten der ZGEs der Gruppe enthalten sind, ist die jährliche Prüfung auf Wertminderungsbedarf im Rahmen der jeweiligen Wertminderungsprüfungen für die Geschäfts- oder Firmenwerte abgedeckt. Wir verweisen hierzu auf Konzernanhangsangabe 9.
Die Namens- und Markenrechte betreffen sowohl das Segment "Produktgeschäft" als auch das Segment "Servicegeschäft" (bezüglich der Segmentaufteilung siehe Konzernanhangsangabe F).
Soweit Abschreibungen aufgrund vorgenommener Wertminderungsprüfungen durchgeführt werden, werden diese in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.
9. Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten ausschließlich Beträge aus der Kapitalkonsolidierung. Durch Vergleich der Buchwerte einer ZGE, einschließlich der jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte, mit den Nutzungswerten der jeweiligen ZGE werden die Geschäfts- oder Firmenwerte auf Wertminderung geprüft.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte der Gruppe resultieren aus den Akquisitionen der USU AG, der Omega, der LeuTek, der Aspera und der BIG.
Aufgrund der starken Verzahnung des operativen Geschäfts der USU AG mit der Omega ist die Omega seit 2009 in die ZGE USU AG (Produktgeschäft) integriert. Somit bestehen im Konzern die fünf ZGEs Aspera, LeuTek, USU AG - Produktgeschäft und USU AG - Servicegeschäft sowie der BIG.
Der Nutzungswert einer ZGE wird durch den Barwert der künftigen Cash-Flows bestimmt. Die Berechnung erfolgt mittels der Discounted-Cash-Flow-Methode, bei der die aus der ZGE erwarteten Zahlungen abgezinst werden. Diese basieren dabei auf dem vom Aufsichtsrat genehmigten Finanzplan für das folgende Geschäftsjahr und der darauf aufsetzenden Mittelfristplanung durch den Vorstand. Der Planungszeitraum für den Finanzplan und die Mittelfristplanung beträgt insgesamt drei Jahre.
Der Finanzplan wird detailliert über die vom Management der Gruppe erwarteten Umsatzerlöse und der damit verbundenen Mittelzuflüsse abgeleitet. Die geplanten Umsatzerlöse definieren die notwendige Beraterkapazität und die damit verbundenen Mittelabflüsse. Dabei werden neben Erfahrungswerten auch externe Marktdaten zur Planung der Umsatzerlöse herangezogen. Auszahlungen in Verbindung mit fixen Kosten werden auf Basis von Erfahrungswerten fortgeschrieben. Die wesentlichen werttreibenden Faktoren der Planung sind die geplanten Umsatzerlöse und die darauf bezogene EBIT-Marge. Die EBIT-Marge wird insbesondere durch die geplanten Lizenzumsatzerlöse aus eigenen Softwareprodukten bestimmt. Ferner sind in der EBIT-Marge zukünftige Gehaltssteigerungen und steigende Aufwendungen für freie Mitarbeiter berücksichtigt.
Der Planung liegen folgende Wachstumsraten der Umsatzerlöse zugrunde:
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| 2015 | 2016 | 2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| USU AG/ Omega | (Produktgeschäft) | 11,9 % | 10,8 % | 8,5 % |
| USU AG | (Servicegeschäft) | 4,4 % | 2,4 % | 4,8 % |
| LeuTek | (Produktgeschäft) | 5,8 % | 5,4 % | 5,7 % |
| Aspera | (Produktgeschäft) | 27,8 % | 20,0 % | 19,6 % |
| BIG | (Produktgeschäft) | 27,4 % | 16,0 % | 16,0 % |
Anschließend an die Mittelfristplanung wird vom Management mit einer ewigen Rente geplant, für die ein jährliches Wachstum von 1,0 % (2013: 1,0 %) unterstellt wird.
Bei der Ermittlung des Barwertes wurde für den Bereich Produktgeschäft ein Nach-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 8,07 % bis 10,12 % (2013: 8,96 % bis 12,25 %) bzw. ein Vor-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 11,08 % bis 14,16 % (2013: 11,99 % bis 16,47 %) zugrunde gelegt.
Für den Bereich Servicegeschäft wurde ein Nach-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 8,07 % (2013: 8,96 %) bzw. ein Vor-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 11,08 % (2013: 11,54 %) zugrunde gelegt.
Der jeweilige gewichtete Abzinsungssatz setzt sich zusammen aus einem risikolosen Basiszinssatz und einer Marktrisikoprämie, die mit der Risikostruktur der Gruppe sowie der ZGE gewichtet wird.
Die nachfolgende Tabelle erläutert, wie sich die Geschäfts- oder Firmenwerte auf die ZGEs verteilen:
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| ZGE | 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| USU AG/Omega | (Produktgeschäft) | 12.868 | 12.868 |
| USU AG | (Servicegeschäft) | 2.322 | 2.322 |
| LeuTek | (Produktgeschäft) | 10.448 | 10.448 |
| Aspera | (Produktgeschäft) | 6.757 | 6.757 |
| BIG | (Produktgeschäft) | 2.164 | 2.164 |
| 34.559 | 34.559 |
Die Veränderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte nach Berichtseinheiten in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 sind nachfolgend dargestellt.
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| Produktgeschäft | Servicegeschäft | Konzern | |
|---|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar 2013 | 30.073 | 2. 322 | 32.395 |
| Erwerb der B.I.G. Social Media GmbH | 2.164 | 0 | 2.164 |
| Stand zum 31. Dezember 2013 | 32.237 | 2. 322 | 34.559 |
| Veränderung in 2014 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2014 | 32.237 | 2.322 | 34.559 |
Da die Buchwerte jeder einzelnen ZGE geringer als deren erzielbare Beträge (Nutzungswerte) waren, war keine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts zu erfassen.
Die nachfolgende Tabelle erläutert die Sensitivität einer außerplanmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte von bestimmten Kernannahmen:
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| Zusätzliche außerplanmäßige Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes bei | Erhöhung des Kapitalisierungszinssatzes um 1 %-Punkt | Erhöhung des Kapitalisierungszinssatzes um 2 %-Punkte |
|---|---|---|
| USU AG/Omega (Produktgeschäft) | 0 | 0 |
| USU AG (Servicegeschäft) | 0 | 0 |
| LeuTek (Produktgeschäft) | 0 | 0 |
| Aspera (Produktgeschäft) | 0 | 0 |
| BIG (Produktgeschäft) | 0 | 0 |
Im Hinblick auf die Bestimmung der erzielbaren Beträge der ZGEs würde entsprechend auch eine Erhöhung des Kapitalisierungszinssatzes um 2 %-Punkte nicht dazu führen, dass die Buchwerte die erzielbaren Beträge übersteigen.
10. Sachanlagen
Die planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen betrug im Geschäftsjahr 2014 TEUR 778 (2013: TEUR 608). Im Bereich des Sachanlagevermögens existieren keine Beschränkungen von Verfügungsrechten oder als Sicherheit verpfändete Gegenstände.
Hinsichtlich der Gliederung des Sachanlagevermögens verweisen wir auf die Angaben im Konzernanlagespiegel (siehe Anlagen A und B).
11. Übrige langfristige Vermögenswerte
Unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten sind Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 657 (2013: TEUR 646) enthalten, bei denen die Versorgungsberechtigten keinen Zugriff auf die Versicherung haben.
12. Vorräte
Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen fremder Anbieter sowie EDV-Hardware. Da sich zum Bilanzstichtag keine Bestandsrisiken ergaben, waren Wertabschläge nicht notwendig.
Der Materialaufwand aus Vorräten belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 1.245 (2013: TEUR 1.406).
13. Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die insgesamt zum 31. Dezember 2013 und 2014 ausgewiesenen unfertigen Leistungen und die damit verbundenen in Rechnung gestellten Beträge:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Angefallene Kosten zzgl. Ergebnisse nicht abgerechneter Projekte | 5.167 | 6.462 |
| davon aus Dienstleistungsverträgen gemäß IAS 18 | 2.333 | 2.554 |
| davon aus Fertigungsaufträgen gemäß IAS 11 | 2.834 | 3.908 |
| abzgl. erhaltener Beträge aus gestellten Abschlagsrechnungen | -3.388 | -4.597 |
| Saldo | 1.779 | 1.865 |
| davon: noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen | 4.158 | 3.173 |
| davon: Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | -2.379 | -1.308 |
Aus Fertigungsaufträgen gemäß IAS 11 wurden im Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 4.312 (2013: TEUR 4.550) erzielt.
14. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und kurzfristig fällig. Der Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10.911 | 11.865 |
| Wertberichtigung zum 1. Januar | -275 | -376 |
| Verbrauch/Inanspruchnahme des Geschäftsjahres | 0 | 103 |
| Aufwandswirksame Zuführung | -27 | -74 |
| Auflösung | 32 | 72 |
| Wertberichtigung zum 31. Dezember | -270 | -275 |
| 10.641 | 11.590 |
Zum 31. Dezember 2014 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 453 (2013: TEUR 487) wertberichtigt.
Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
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| Weder überfällig | Überfällig, aber nicht wertgemindert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Summe TEUR |
noch wertgemindert TEUR |
<30 Tage TEUR |
30-90 Tage TEUR |
91-180 Tage TEUR |
181-360 Tage TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2014 | 10.457 | 8.415 | 2.042 | 0 | 0 | 0 |
| 2013 | 11.375 | 9.824 | 1.551 | 0 | 0 | 0 |
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| Überfällig, aber nicht wertgemindert | |
|---|---|
| Jahr | >360 Tage TEUR |
| --- | --- |
| 2014 | 0 |
| 2013 | 0 |
Bei den überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen liegen keine Anzeichen vor, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Forderungen, deren Fälligkeit neu verhandelt wurde und die ansonsten Wert zu berichtigen gewesen wären, lagen weder am Abschlussstichtag noch im Vorjahr vor.
15. Forderungen aus Ertragsteuern
Die Forderungen aus Ertragsteuern betreffen Überzahlungen von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie von Gewerbesteuer.
16. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegen Geschäftsführer/Mitarbeiter | 16 | 16 |
| Übrige Forderungen | 217 | 377 |
| 233 | 393 |
Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
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| Weder überfällig | Überfällig, aber nicht wertgemindert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Summe TEUR |
noch wertgemindert TEUR |
<30 Tage TEUR |
30-90 Tage TEUR |
91-180 Tage TEUR |
181-360 Tage TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2014 | 233 | 233 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2013 | 393 | 393 | 0 | 0 | 0 | 0 |
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| Überfällig, aber nicht wertgemindert | |
|---|---|
| Jahr | >360 Tage TEUR |
| --- | --- |
| 2014 | 0 |
| 2013 | 0 |
17. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen abgegrenzte Messekosten, abgegrenzte Aufwendungen aus Wartungsverträgen sowie abgegrenzte Stay-Bonus-Zahlungen.
18. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Fest- und Tagesgelder | 7.154 | 10.083 |
| Sichteinlagen | 11.759 | 4.142 |
| Kassenbestand | 7 | 6 |
| 18.920 | 14.231 |
19. Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
19.1 Grundkapital und Aktien
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 10.524 und ist eingeteilt in 10.523.770 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag ("Stückaktien") mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von jeweils EUR 1,00.
19.2 Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. Juli 2017 einmalig oder mehrfach gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 5.261.885,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von EUR 1,00 je Stückaktie zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2012"). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen und/oder wenn und soweit dies erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten und/oder Inhabern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft begeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung eines solchen Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustünde.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt - und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung - und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits an der Börse gehandelten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2012 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß den §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 des Aktiengesetzes ausgegeben oder veräußert wurden sowie auf den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2012 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen mit Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Beteiligungen, Unternehmen oder Vermögensgegenständen - auch zum Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen, auszuschließen.
Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2012, einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
19.3 Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung aus den Jahren 2000 und 2004 durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien auf TEUR 378 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2014 waren keine Optionsrechte ausstehend.
19.4 Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die USU Software AG und beträgt zum Stichtag TEUR 52.792.
19.5 Gesetzliche Rücklage
Die gesetzliche Rücklage wurde gemäß § 150 Abs. 1 AktG gebildet und betrifft ausschließlich die USU AG.
19.6 Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie für die einzelnen Perioden wird entsprechend IAS 33 durch Division des Konzernergebnisses durch die Anzahl der im Jahresdurchschnitt sich im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| Auf die Aktionäre der USU Software AG entfallendes Konzernergebnis: | in TEUR | 5.549 | 3 .678 |
| Anzahl der Aktien im Jahresdurchschnitt: | in Stück | 10.523.770 | 10.523.770 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie: | in EUR | 0,52 | 0,35 |
Die Anzahl der sich an den jeweiligen Bilanzstichtagen im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt sich wie folgt:
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| 2014 Stück | 2013 Stück | |
|---|---|---|
| Zahl der Aktien zum 1. Januar | 10.523.770 | 10.523.770 |
| Zahl der Aktien zum 31. Dezember | 10.523.770 | 10.523.770 |
19.7 Gewinnverwendung
Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn der USU Software AG zum 31. Dezember 2014 eine Dividende von EUR 0,30 je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien (TEUR 3.157) auszuschütten.
20. Rückstellungen für Pensionen
Zum einen bestehen für die Gruppe Versorgungszusagen gegenüber Mitarbeitern der LeuTek, die für die Begünstigten eine Einmalzahlung mit Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Zum anderen unterhält die USU AG einen Pensionsplan für einen ehemaligen Vorstand und jetziges Aufsichtsratsmitglied. Dieser leistungsorientierte Pensionsplan ("Defined Benefit Plan") garantiert dem Begünstigten eine lebenslang zahlbare monatliche Altersrente.
Die Pensionsrückstellungen sind nach der sogenannten "Projected Unit Credit Method" gemäß IAS 19 ermittelt worden. Dabei sind die künftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Berechnungen bewertet worden. Die Berechnungen erfolgten mit den Richttafeln 2005 G unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 2,35 % (2013: 3,75 %). Im Falle des Pensionsplans wird außerdem unverändert zum Vorjahr eine Erhöhung der späteren Rentenbeträge von 1 % während der Anwartschaftsphase sowie 2 % ab Rentenzahlungsbeginn zugrunde gelegt. Da es sich bei den Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern um Einmalzahlungen handelt, wird ein Rententrend von 0 % angesetzt. Im Falle der Versorgungszusage gegenüber Mitarbeitern wurde die Fluktuationswahrscheinlichkeit wie im Vorjahr altersabhängig individuell berücksichtigt. Im Falle des Pensionsplanes wurde eine Fluktuationsrate von 0 % (2013: 0 %) berücksichtigt. Aus dem Planvermögen wird eine jährliche Verzinsung von durchschnittlich 2,35 % (2013: 3,8 %) erwartet. Das Management stützt sich dabei auf historische Ertragsreihen und Marktvorhersagen von Analysten.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral mit dem Bilanzverlust verrechnet. Bewertungsstichtag für die Pensionsverpflichtung ist der 31. Dezember 2014.
Zum 31. Dezember 2014 hat die Gesellschaft mit versicherungsmathematischen Verlusten saldierte versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von insgesamt (kumuliert) TEUR -1.295 (vor Steuern) mit dem Bilanzverlust verrechnet.
Es ist Geschäftspolitik der Gesellschaft, Beträge bei Versicherungsgesellschaften anzulegen, um den versicherungsmathematischen Barwert der Pensionsverpflichtung abzudecken. Rückdeckungsversicherungen, soweit diese an die Berechtigten verpfändet worden sind, wurden als qualifiziertes Planvermögen identifiziert.
In den nachfolgenden Übersichten sind die jeweiligen Entwicklungen der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens dargestellt.
Entwicklung der Pensionsverpflichtung:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
2012 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Berichtsjahres | 2.713 | 2.563 | 1.924 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 41 | 31 | 30 |
| Zinsaufwand | 102 | 98 | 101 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus | |||
| - demografischen Annahmen | 0 | 0 | 0 |
| - finanziellen Annahmen | 688 | 21 | 508 |
| - erfahrungsbedingter Anpassung | 0 | 0 | 0 |
| Anwartschaftsbarwert am Ende des Berichtsjahres | 3.544 | 2.713 | 2.563 |
Entwicklung des Planvermögens:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
2012 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtsjahres | 1.621 | 1.570 | 1.442 |
| Erträge des Planvermögens (Zinsertrag) | 91 | 62 | 58 |
| Einzahlungen in das Planvermögen | 33 | 24 | 48 |
| Abschreibungen des Planvermögens | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus | |||
| - demografischen Annahmen | 0 | 0 | 0 |
| - finanziellen Annahmen | -67 | -35 | 22 |
| - erfahrungsbedingter Berichtigung | 0 | 0 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Berichtsjahres | 1.678 | 1.621 | 1.570 |
Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtung:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
2012 TEUR |
2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtung | 3.544 | 2.713 | 2.563 | 1.924 | 1.812 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 1.678 | 1.621 | 1.570 | 1.442 | 1.397 |
| Bilanzierte Verpflichtung | 1.865 | 1.092 | 993 | 482 | 415 |
Nennenswerte erfahrungsbedingte Anpassungen auf die Pensionsverpflichtung und auf das Planvermögen waren nicht zu verzeichnen. Die Arbeitgeberbeiträge in das Planvermögen werden für das Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 45 geschätzt.
Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
2012 TEUR |
2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | -41 | -31 | -30 | -22 | -22 |
| Zinsaufwand | -102 | -98 | -101 | -98 | -90 |
| Erträge des Planvermögens (Zinsertrag) | 91 | 62 | 58 | 60 | 48 |
| Abschreibungen des Planvermögens | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -52 | -67 | -73 | -60 | -64 |
Sowohl der aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung sich ergebende Zinsaufwand als auch die Erträge aus dem Planvermögen wurden ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst. Der laufende Dienstzeitaufwand wird innerhalb des betrieblichen Aufwandes ausgewiesen.
Sensitivitätsanalyse:
Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit nachstehenden Beträgen beeinflusst.
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| 31. Dezember 2014 Effekt in TEUR | Erhöhung der leistungsorientierten Verpflichtung TEUR |
Minderung der leistungsorientierten Verpflichtung TEUR |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz (1 % Veränderung) | 607 | -491 |
| Künftige Pensionsentwicklung (1 % Veränderung) | 406 | -334 |
Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cash-Flows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtung betrug 15 Jahre zum 31.12.2014.
Für die zum Bilanzstichtag bestehenden leistungsorientierten Versorgungszusagen werden für die nächsten zehn Jahre folgende Netto-Pensionszahlungen unter Berücksichtigung der Deckung durch Rückdeckungsversicherungen prognostiziert:
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| Geschäftsjahr zum 31.12. | Erwartete Leistungszahlungen TEUR |
|---|---|
| 2015-2019 | 0 |
| 2020-2024 | 175 |
Bei der Konzerngesellschaft USU AG wurde für die Vorstandsmitglieder eine Versorgungszusage abgegeben. Die Versorgungszusage wird von einer Versicherung erfüllt. Bei diesen beitragsorientierten Pensionsplänen geht die Gruppe über die Entrichtung von Beitragszahlungen an die Versicherung keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 44 (2013: TEUR 44).
Als beitragsorientierter Versorgungsplan wird darüber hinaus die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt dabei TEUR 1.903 (2013: TEUR 1.775). Davon entfielen auf Vorstandsmitglieder TEUR 35 (2013: TEUR 30).
21. Kaufpreisverbindlichkeiten
Im Rahmen des am 20. Dezember 2012 geschlossenen Kauf- und Übertragungsvertrages zum Erwerb von 51 % der Anteile an der B.I.G. Social Media GmbH, Berlin ("BIG"), durch die Gesellschaft wurden gegenseitige Optionsrechte (Call- und Put-Optionen) für die restlichen 49 % der Geschäftanteile an der BIG vereinbart, die grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2015 ausübbar waren. Aufgrund einer in 2014 getroffenen Änderungsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und der BIG wurden die Optionsvereinbarungen aufgehoben. Zugleich hat die USU Software AG die verbliebenen 49 % der Anteile an der BIG aufschiebend bedingt hinsichtlich der vollständigen Kaufpreiszahlung erworben. Der Kaufpreis ist insbesondere vom in den Geschäftsjahren 2013, 2014 und 2015 erzielten Ergebnis der BIG abhängig. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse über die relevanten Kennzahlen in den bereits abgelaufenen Geschäftsjahren und den Schätzungen für das Geschäftsjahr 2015 ergibt sich ein voraussichtlicher Restkaufpreis in Höhe von TEUR 2.314 zuzüglich eines Stay-Bonus in Höhe von TEUR 500, der über die Laufzeit der geschlossenen Vereinbarung, d. h. bis 31.12.2017, ratierlich als Aufwand erfasst wird. Die Verbindlichkeit aus dem Stay-Bonus beläuft sich zum Bilanzstichtag 31.12.2014 auf TEUR 200. Dementsprechend beträgt die Gesamtverbindlichkeit aus dem Restkaufpreis zum 31.12.2014 TEUR 2.514.
Die Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
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| TEUR | |
|---|---|
| Barwert am 1. Januar 2014 | 2.905 |
| Aufzinsungsaufwand | 479 |
| Aufwand Stay-Bonus | 100 |
| Auflösungsertrag aufgrund Neueinschätzung der Kaufpreisverbindlichkeit | -970 |
| Barwert am 31. Dezember 2014 | 2.514 |
22. Verbindlichkeiten aus dem Personal- und Sozialbereich
Die Verbindlichkeiten im Personal- und Sozialbereich haben insgesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und setzen sich aus den folgenden Positionen zusammen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Urlaub und variable Vergütung | 3.668 | 3.726 |
| Übrige Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich | 912 | 763 |
| 4.580 | 4.489 |
23. Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten beinhalten die folgenden Positionen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Ausstehende Rechnungen | 409 | 602 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 892 | 989 |
| Sonstige Rückstellungen | 816 | 731 |
| 2.117 | 2.322 |
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für gesellschaftsrechtliche Verpflichtungen sowie sonstige erkennbare Einzelrisiken. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | Stand 1.1.2014 | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Währungsdifferenz | Stand 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem lfd. Geschäftsbetrieb | 308 | 291 | 259 | 8 | 0 | 332 |
| Sonstige Verpflichtungen | 423 | 226 | 116 | 50 | 1 | 484 |
| 731 | 517 | 375 | 58 | 1 | 816 |
24. Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen
Die Position resultiert einerseits aus Anzahlungen, die auf Einzelvertragsebene betrachtet, die erbrachten Leistungen übersteigen. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Erläuterungen zu den noch nicht abgerechneten unfertigen Leistungen (Konzernanhangsangabe 13). Andererseits sind in dieser Position auch Anzahlungen für Bestellungen von Lizenzen enthalten.
25. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben insgesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
26. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
Aus den nachfolgenden Tabellen sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39, der Klassifizierung der Finanzinstrumente nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Die Klassenbildung nach IFRS 7 entspricht bei der Gesellschaft den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39. Des Weiteren werden die beizulegenden Zeitwerte (Fair Value) gegenübergestellt, die bei der Gesellschaft sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr mit den entsprechenden Buchwerten übereinstimmen.
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| in TEUR zum 31.12.2014 | IAS 39-Kategorie bzw. IFRS 7-Klasse | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Fair Value | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen | IAS 11 | 4.158 | 4.158 | 0 | 0 | 4.158 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | K+F1) | 10.641 | 10.641 | 0 | 0 | 10.641 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | K+F | 233 | 233 | 0 | 0 | 233 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | K+F | 18.920 | 18.920 | 0 | 0 | 18.920 |
| Aggregiert nach Klassen/Kategorien | ||||||
| Kredite und Forderungen | K+F | 29.794 | 29.794 | 0 | 0 | 29.794 |
| Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen | IAS 11 | 4.158 | 4.158 | 0 | 0 | 4.158 |
1 K+F: Kredite und Forderungen
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| in TEUR zum 31.12.2014 | IAS 39-Kategorie bzw. IFRS 7-Klasse | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Fair Value | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | fortgef. AK2) | 1.392 | 1.392 | 0 | 0 | 1.392 |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | fortgef. AK/IAS 11 | 10.999 | 10.999 | 0 | 0 | 10.999 |
| Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis der BIG-Anteile | EZBZWB3) | 2.514 | 0 | 0 | 2.514 | 2.514 |
| Aggregiert nach Klassen/Kategorien | ||||||
| bewertet zu fortgef. AK | fortgef. AK/IAS 11 | 12.391 | 12.391 | 0 | 0 | 12.391 |
| erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | EZBZWB | 2.514 | 0 | 0 | 2.514 | 2.514 |
2) fortgef. AK: fortgeführte Anschaffungskosten
3) EZBZWB: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hierarchiestufe 3)
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| in TEUR zum 31.12.2013 | IAS 39-Kategorie bzw. IFRS 7-Klasse | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Fair Value | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen | IAS 11 | 3.173 | 3.173 | 0 | 0 | 3.173 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | K+F1) | 11.590 | 11.590 | 0 | 0 | 11.590 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | K+F | 393 | 393 | 0 | 0 | 393 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | K+F | 14.231 | 14.231 | 0 | 0 | 14.231 |
| Aggregiert nach Klassen/Kategorien | ||||||
| Kredite und Forderungen | K+F | 26.214 | 26.214 | 0 | 26.214 | |
| Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen | IAS 11 | 3.173 | 3.173 | 0 | 0 | 3.173 |
1 K+F: Kredite und Forderungen
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| in TEUR zum 31.12.2013 | IAS B9-Kategorie bzw. IFRS 7-Klasse | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Fair Value | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | fortgef. AK2) | 1.741 | 1.741 | 0 | 0 | 1.741 |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | fortgef. AK/IAS 11 | 11.213 | 11.213 | 0 | 0 | 11.213 |
| Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis der BIG-Anteile | EZBZWB3) | 2.905 | 0 | 0 | 2.905 | 2.905 |
| Aggregiert nach Klassen/Kategorien | ||||||
| bewertet zu fortgef. AK | fortgef. AK/IAS 11 | 12.954 | 12.954 | 0 | 0 | 12.954 |
| erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | EZBZWB | 2.905 | 0 | 0 | 2.905 | 2.905 |
2) fortgef. AK: fortgeführte Anschaffungskosten
3) EZBZWB: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hierarchiestufe 3)
Kassenbestand und Bankguthaben, noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen, kurzfristige Ausleihungen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen ihre Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Gleiches gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und für die übrigen Verbindlichkeiten.
Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis der BIG-Anteile verweisen wir auf die Konzernanhangsangabe 21.
In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten entsprechend den IAS 39-Kategorien dargestellt:
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| in TEUR | aus Zinsen | aus Folgebewertung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| zum Fair value | Wertberichtigung | Zuschreibung | Aufzinsung | Aus Währungsumrechnung | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettogewinne bzw. -verluste aus Finanzinstrumenten der Kategorie | ||||||
| Kredite und Forderungen | 21 | 0 | -27 | 0 | 0 | 428 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -15 |
| finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 970 | 0 | 0 | -479 | 0 |
| Summe | 21 | 970 | -27 | 0 | -479 | 413 |
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| in TEUR | aus Abgang | Nettoergebnis | |
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Nettogewinne bzw. -verluste aus Finanzinstrumenten der Kategorie | |||
| Kredite und Forderungen | -86 | 336 | 113 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 |
| finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | -15 | -266 |
| finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 491 | -243 |
| Summe | -86 | 812 | -396 |
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten der Kategorie Kredite und Forderungen sowie die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses werden im Finanzergebnis erfasst (siehe dazu Konzernanhangsangabe 36 und 37). Davon ausgenommen sind die Wertberichtigungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den Vertriebskosten ausgewiesen werden.
Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr 2014 Bewertungsgewinne von TEUR 0 (2013: TEUR 0) im Eigenkapital erfasst. Von den im Eigenkapital erfassten Beträgen wurden im Geschäftsjahr 2014 Verluste von insgesamt TEUR 0 (2013: Verluste von TEUR 0) in die Gewinn- und Verlustrechnung transferiert.
Erträge und Aufwendungen aus Gebühren und Provisionen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenso wie im Vorjahr nur in unwesentlichem Umfang angefallen.
In der nachfolgenden Tabelle werden die Wertminderungsaufwendungen für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten zusammenfassend dargestellt:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Wertminderungsaufwand erfasst in der Kategorie Kredite und Forderungen | -27 | -74 |
| -27 | -74 |
27. Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft die Umsatzabgrenzung von Wartungs- und Serviceverträgen für Software, für die die Rechnungsstellung im Berichtszeitraum erfolgte. Die Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr.
28. Latente Steuern
Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung in den vergangenen Jahren sowie aufgrund der positiven Ergebnisplanung für die Planjahre 2015 und 2016 werden sowohl bei der USU AG als auch bei der USU Software AG aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe der passiven latenten Steuern der beiden Gesellschaften bzw. des jeweils steuerlichen Organkreises sowie für künftige Planergebnisse gebildet. Dabei wurde die Höhe der Aktivierung auf Basis der vom Aufsichtsrat genehmigten Planergebnisse der USU AG bzw. der USU Software AG für zwei Planjahre und nicht darüber hinaus ermittelt.
Aktive und passive latente Steuern resultieren aus den folgenden Bilanzposten:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
Ergebniswirksame Veränderung 2014 TEUR |
Erfolgsneutrale Veränderung 2014 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern: | ||||
| Rückstellungen | 455 | 300 | -69 | 224 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 408 | 456 | -48 | |
| Sachanlagen | 10 | 10 | 0 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 105 | 0 | 105 | |
| Aus Verlustvorträgen | 5.680 | 6.260 | -580 | |
| Aktive latente Steuern, brutto | 6.658 | 7.026 | -592 | 224 |
| Passive latente Steuern: | ||||
| Nicht ausgeschüttete Gewinne | 116 | 85 | -31 | |
| Rückstellungen | 0 | 1 | 1 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.938 | 2.315 | 377 | |
| Unfertige Leistungen | 1.060 | 1.127 | 67 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 90 | 264 | 174 | |
| Sonstige | 98 | 53 | -45 | |
| Passive latente Steuern, brutto | 3.302 | 3.845 | 543 | 0 |
| Saldo | 3.356 | 3.181 | -49 | 224 |
| Bilanzausweis nach Saldierung: | ||||
| Aktive latente Steuern | 4.122 | 4.099 | ||
| Passive latente Steuern | 766 | 918 |
Zum 31. Dezember 2014 werden aktive latente Steuern auf bestehende inländische Verlustvorträge in Höhe von ca. TEUR 16.506 (2013: TEUR 19.245) nicht gebildet, da ein entsprechendes steuerliches Ergebnis in dieser Höhe in nächster Zukunft nicht erwartet wird. Aus dem gleichen Grund wurden auf die ausländischen Verlustvorträge in Höhe von ca. TEUR 1.178 (2013: TEUR 1.227) insgesamt keine aktiven latenten Steuern gebildet.
Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 5.142 (2013: TEUR 5.142) sind bislang nicht anerkannt und infolge dessen im oben genannten Gesamtbetrag der Verlustvorträge nicht enthalten. Verlustvorträge für deutsche Ertragsteuern sind zeitlich unbegrenzt vortragsfähig, jedoch ist die jährliche Verrechenbarkeit des Verlustvortrages mit dem zu versteuernden Einkommen beschränkt.
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
29. Umsatzerlöse
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen wird in der Segmentberichterstattung dargestellt (Konzernanhangsangabe F).
Die Umsatzerlöse nach Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Beratung | 32.982 | 31.668 |
| Lizenzen | 10.122 | 10.056 |
| Wartung | 14.242 | 12.364 |
| Sonstiges | 1.587 | 1.625 |
| 58.933 | 55.713 |
30. Herstellungskosten des Umsatzes
Die Herstellungskosten des Umsatzes umfassen folgende Aufwendungen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Personalaufwand | 15.748 | 14.021 |
| Honorare für externe Mitarbeiter | 6.920 | 8.169 |
| Planmäßige Abschreibungen | 306 | 262 |
| Sonstige Aufwendungen | 4.680 | 4.480 |
| 27.654 | 26.932 |
31. Vertriebs- und Marketingaufwendungen
Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Personalaufwand | 5.290 | 5.197 |
| Planmäßige Abschreibungen | 85 | 95 |
| Sonstige Aufwendungen | 3.198 | 3.814 |
| 8.573 | 9.106 |
32. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Personalaufwand | 3 .727 | 3 .506 |
| Planmäßige Abschreibungen | 238 | 138 |
| Sonstige Aufwendungen | 2.486 | 2.227 |
| 6.451 | 5.871 |
33. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Personalaufwand | 7.428 | 7.153 |
| Planmäßige Abschreibungen | 328 | 225 |
| Sonstige Aufwendungen | 1.886 | 2.048 |
| 9.642 | 9.426 |
34. Sonstige betriebliche Erträge
In diesem Posten sind Forschungsgelder in Höhe von TEUR 242, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 98 sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 970 aus der Anpassung der Kaufpreisverbindlichkeit der BIG ausgewiesen. Im Rahmen diverser Forschungsprojekte wurden dem Konzern Zuwendungen der Öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 51 (2013: TEUR 192) gewährt. Hierbei handelt es sich um Ertragszuschüsse, die korrespondierend zum bezuschussten Aufwand vereinnahmt werden. Die Zuschüsse sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Forderungen aus Ertragszuschüssen werden unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Unerfüllte Bedingungen und andere Erfolgsaussichten liegen nach Angaben des Vorstands nicht vor.
35. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In diesem Posten enthalten ist u. a. die Umsatzsteuer aus geldwerten Vorteilen in Höhe von TEUR 124. Darüber hinaus enthält der Posten Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 38.
36. Finanzerträge
Die Finanzerträge enthalten folgende Positionen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Zinserträge | 2 | 25 |
| Ertrag aus Währungsdifferenzen | 428 | 0 |
| Sonstiges | 65 | 87 |
| Finanzerträge | 495 | 112 |
37. Finanzaufwendungen
Die Finanzaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufzinsung Kaufpreisverbindlichkeit BIG | 479 | 243 |
| Aufwand aus Währungsdifferenzen | 15 | 265 |
| Sonstiges | 78 | 141 |
| Finanzaufwendungen | 572 | 649 |
38. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Ertragsteuern des Geschäftsjahres | -1.002 | -373 |
| Ertragsteuern für Vorjahre | -33 | 81 |
| Latente Steuern | -49 | 1.067 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag (+) | -1.084 | 775 |
Das Einkommen der Gesellschaft unterliegt im Geschäftsjahr 2014 unverändert zum Vorjahr einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie eines effektiven Gewerbesteuersatzes von 12,8 %. Der Steuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag und effektivem Gewerbesteuersatz beträgt insgesamt 28,6 %. Im Organkreis beläuft sich der Steuersatz auf 30,0 %.
Latente Steuern auf Zwischengewinne werden jeweils mit dem aktuellen bzw. zukünftig geltenden Steuersatz berechnet.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung der Ertragsteuern unter Anwendung des theoretischen Ertragssteuersatzes des Mutterunternehmens:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 6.596 | 2.871 |
| Theoretischer Steueraufwand 28,6 % (2013: 28,6 %) | -1.886 | -821 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwands aufgrund: | ||
| Auflösung Wertberichtigung auf latente Steuern auf Verlustvorträge/ Nutzung bislang nicht aktivierter Verlustvorträge | 996 | 1.641 |
| Periodenfremde Steuererstattungen /-nachzahlungen | -33 | 81 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | -22 | -110 |
| Abweichung Steuersätze zum Steuersatz des Konzerns | -139 | -16 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag (+) | -1.084 | 775 |
39. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (Quartalsdurchschnitt) im Geschäftsjahr betrug:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Beratung und Services | 203 | 192 |
| Forschung und Entwicklung | 140 | 143 |
| Verwaltung und Finanzen | 60 | 48 |
| Vertrieb und Marketing | 49 | 54 |
| 452 | 437 |
Der Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gehälter | 27.693 | 25.627 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung | 4.501 | 4.250 |
| 32.194 | 29.877 |
Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 1.435 | 1.474 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen | 778 | 608 |
| 2.213 | 2.082 |
E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gruppe im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Tochterunternehmen werden nur die tatsächlichen Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gezeigt. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, abzüglich der Festgeldanlagen mit einer Laufzeit>3 Monaten (vergleiche Konzernanhangsangabe 43). Investitionen in Wertpapiere erfolgen grundsätzlich unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität und weniger unter dem Gesichtspunkt der Liquidität und werden in der Folge nicht im Finanzmittelfonds ausgewiesen.
Die Cash-Flows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt, wogegen der Cash-Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit indirekt aus dem Periodenergebnis abgeleitet wird. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Veränderungen des Konsolidierungskreises berücksichtigt. Infolgedessen können die Veränderungen der betroffenen Bilanzposten nicht in allen Fällen aus der Konzernbilanz abgeleitet werden.
40. Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit
Aus der betrieblichen Tätigkeit heraus erzielte die USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 einen positiven Cash-Flow von TEUR 7.740 (2013: TEUR 9.855).
41. Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Im Berichtszeitraum 2014 werden Nettoausgaben aus Investitionstätigkeit von insgesamt TEUR 1.102 ausgewiesen, nachdem im Geschäftsjahr 2013 die Nettoausgaben aus Investitionstätigkeit noch TEUR 4.299, insbesondere aufgrund des Erwerbs von Anteilen an der BIG, betragen haben.
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte summierten sich auf TEUR 1.117 (2013: TEUR 1.547) und enthalten im Wesentlichen Auszahlungen für Neu- und Ersatzinvestitionen in Hard- und Software.
42. Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
Der negative Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit betrifft im Berichtszeitraum die im Geschäftsjahr 2014 erfolgte Dividendenausschüttung an die Aktionäre der USU Software AG in Höhe von TEUR 2.631 (EUR 0,25 je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien).
43. Finanzmittelfonds
Die nachstehende Tabelle zeigt die Bestandteile der flüssigen Mittel und kurzfristigen Kapitalanlagen (Finanzmittelfonds) auf. Festgeldanlagen mit einer Laufzeit über 3 Monaten sind nicht im Finanzmittelfonds enthalten.
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Fest- und Tagesgelder mit Laufzeit <= 3 Monaten | 7.154 | 10.083 |
| Sichteinlagen | 11.759 | 4.142 |
| Kassenbestand | 7 | 6 |
| 18.920 | 14.231 |
F. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
IFRS 8 verlangt die Angabe von Informationen über die Geschäftssegmente des Konzerns auf Basis des "Management Approach". Danach hat die Einteilung der Berichtssegmente derjenigen für die interne Berichterstattung zu folgen.
USU ist in den zwei Geschäftssegmenten "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig.
Das Leistungsspektrum des Geschäftssegmentes "Produktgeschäft" umfasst diejenigen Aktivitäten, die rund um die USU-Produktpalette in den Märkten für Business Service Management und Knowledge Solutions erbracht werden. Dazu gehören die Produkte und Dienstleistungen um die Themen
| ― | Infrastructure Management (effiziente Verwaltung des IT-Bestandes, von Verträgen und Softwarelizenzen), |
| ― | Service/Change Management (Einhaltung und Formalisierung der IT-Service Prozesse inklusive Beschaffung, Support und Wartung), |
| ― | Finance Management (Transparenz, Planung und Budgetierung sowie verursachergerechte Verrechnung von IT-Kosten und -Leistungen), |
| ― | Process Management (Überwachung, Visualisierung und Steuerung sämtlicher für den IT-Betrieb erforderlicher Systeme und Prozesse) sowie |
| ― | Knowledge Management zur Optimierung wissensintensiver Geschäftsprozesse. |
Das Geschäftssegment "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie die individuelle Anwendungsentwicklung. Das Leistungsportfolio adressiert eine breite Palette technisch orientierter Themen, die durch eigene Methodiken und erprobte Prozessmodelle umgesetzt werden. Diese erstrecken sich auf ausgewählte Spezialbereiche, auf die eigenverantwortliche Durchführung von IT-Projekten oder auf die Projektunterstützung mit qualifiziertem IT-Personal.
Die nicht zugeordneten Aktivitäten umfassen im Wesentlichen die Aufwendungen aus dem administrativen Bereich der Muttergesellschaft (Vorstand, Finanzen, Recht etc.), des Weiteren die Umsätze aus Warenverkäufen an Mitarbeiter und Weiterbelastung von Prämien zur Haftpflichtversicherung an freie Mitarbeiter sowie die Wertpapiere des Umlaufvermögens und die Bankguthaben.
Die interne Steuerung und Berichterstattung basiert auf den in Anmerkung 7 beschriebenen Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand einer Segmentergebnisgröße, die in der internen Steuerung und Berichterstattung als "EBIT" bezeichnet wird.
Die Segmentergebnisgröße EBIT setzt sich zusammen aus dem Bruttoergebnis vom Umsatz, den Vertriebs- und Marketingaufwendungen, den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, den Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis.
Segmentvermögen und Segmentschulden werden ebenso wie das Segmentergebnis in Übereinstimmung mit den vom Konzern im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ermittelt.
Die Vermögenswerte der Segmente umfassen grundsätzlich alle Vermögenswerte. Die Vermögenswerte der Segmente schließen Vermögenswerte aus Ertragsteuern sowie bestimmte Finanzinstrumente (einschließlich Liquidität) aus.
Die Segmentschulden beinhalten grundsätzlich alle Schulden. Die Schulden der Segmente beinhalten nicht die Schulden aus Ertragsteuern, die Schulden aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie bestimmte Finanzinstrumente (einschließlich finanzielle Verbindlichkeiten).
Die Informationen in der nachstehenden Tabelle zu den Segmentinvestitionen und den planmäßigen Abschreibungen umfassen die immateriellen Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte) und die Sachanlagen.
In der nachfolgenden Tabelle werden die Segmentumsatzerlöse und -ergebnisse auf die Konzernumsatzerlöse und das Konzernergebnis übergeleitet.
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| in TEUR | Produktgeschäft | Servicegeschäft | Summe Segmente | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 45.737 | 41.995 | 13.196 | 13.616 | 58.933 | 55.611 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 8.239 | 5.768 | 1.553 | 1.047 | 9.792 | 6.815 |
| Finanzerträge | 409 | 87 | 0 | 0 | 409 | 87 |
| Finanzaufwendungen | -12 | -312 | -9 | -5 | -21 | -317 |
| Ertragsteuern | -364 | 122 | 0 | 0 | -364 | 122 |
| Konzernergebnis | 8.272 | 5.665 | 1.544 | 1.042 | 9.816 | 6.707 |
| Segmentvermögen/Konzernvermögen | 69.367 | 65.515 | 5.934 | 7.228 | 75.301 | 72.743 |
| davon Geschäfts- oder Firmenwerte | 32.237 | 32.237 | 2.322 | 2.322 | 34.559 | 34.559 |
| Segmentschulden/Konzernschulden | 21.566 | 18.739 | 1.346 | 2.924 | 22.912 | 21.663 |
| Segmentinvestitionen | 625 | 836 | 13 | 156 | 638 | 992 |
| planmäßige Abschreibungen | 1.885 | 1.865 | 129 | 113 | 2.014 | 1.978 |
| Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mitarbeiter (Stichtag 31.12.) | 339 | 336 | 64 | 69 | 403 | 405 |
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| in TEUR | nicht zugeordnet | Konzern | ||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 0 | 102 | 58.933 | 55.713 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | -3.119 | -3.407 | 6.673 | 3.408 |
| Finanzerträge | 86 | 25 | 495 | 112 |
| Finanzaufwendungen | -551 | -332 | -572 | -649 |
| Ertragsteuern | -720 | 653 | -1.084 | 775 |
| Konzernergebnis | -4.304 | -3.061 | 5.512 | 3.646 |
| Segmentvermögen/Konzernvermögen | 9.873 | 8.671 | 85.174 | 81.414 |
| davon Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 0 | 34.559 | 34.559 |
| Segmentschulden/Konzernschulden | 6.653 | 6.519 | 29.565 | 28.182 |
| Segmentinvestitionen | 275 | 288 | 913 | 1.280 |
| planmäßige Abschreibungen | 199 | 104 | 2.213 | 2.082 |
| Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mitarbeiter (Stichtag 31.12.) | 49 | 47 | 452 | 452 |
Intersegmentäre Umsatzerlöse lagen weder im Geschäftsjahr 2014 noch im Vorjahr vor.
Im Geschäftsjahr 2014 wurden TEUR 15.595 (2013: TEUR 8.737) bzw. 26,5 % (2013: 15,7 %) der konsolidierten Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands und TEUR 43.338 (2013: TEUR 46.976) bzw. 73,5 % (2013: 84,3 %) in Deutschland erzielt. Die geografische Zuordnung der Umsatzerlöse basiert auf dem Land, in dem der Kunde seinen Sitz hat.
Der Konzern hat keine Transaktionen mit externen Einzelkunden, die sich auf mehr als 10 % der Konzernumsatzerlöse belaufen.
Die außerhalb Deutschlands geführten Vermögenswerte sowie die außerhalb Deutschlands getätigten Investitionen machen weniger als 10 % des entsprechenden konsolidierten Gesamtwertes aus. Auf weitergehende Angaben der geografischen Daten wird deshalb aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Die Überleitung der Segmentvermögenswerte und -schulden zu den Vermögenswerten und -schulden der Gruppe stellt sich wie folgt dar:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Segmentvermögen | 75.301 | 72.743 |
| Nicht zugeordnetes Vermögen | ||
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 4.030 | 2.940 |
| Aktive latente Steuern | 4.122 | 4.099 |
| Ertragsteuerforderungen | 522 | 435 |
| Übrige Vermögenswerte | 1.199 | 1.197 |
| 9.873 | 8.671 | |
| Konzernvermögen | 85.174 | 81.414 |
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Segmentschulden | 22.912 | 21.663 |
| Nicht zugeordnete Schulden | ||
| Passive latente Steuern | 766 | 918 |
| Rückstellungen für Pensionen | 1.237 | 1.092 |
| Sonstige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 512 | 34 |
| Übrige Schulden | 4.138 | 4.475 |
| 6.653 | 6.519 | |
| Konzernschulden | 29.565 | 28.182 |
G. SONSTIGE ANGABEN
44. Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Als nahe stehende Personen ("Related Parties") gelten gemäß IAS 24 Personen oder Unternehmen, die die Gruppe beherrschen oder maßgeblichen Einfluss nehmen können, einschließlich der Geschäftsleitung und dem Aufsichtsrat, oder auf die die Gruppe maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Als nahe stehende Personen gelten dabei nicht Unternehmen, die bereits im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen sind.
Das oberste Management und die Aufsichtsratsmitglieder sind als nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24.9 anzusehen. Im Geschäftsjahr 2014 lagen zwischen dem Vorstand sowie den Aufsichtsratsmitgliedern und den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen die nachstehend beschriebenen Geschäftsbeziehungen vor.
Der Vorstand bestätigt, dass alle nachfolgend beschriebenen Transaktionen mit nahe stehenden Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie der Gesellschaft auch von fremden Dritten gewährt worden wären.
44.1 Udo Strehl/AUSUM GmbH (AUSUM)
Für Kostenerstattungen bei Vertriebsaktivitäten wurden der USU AG im Geschäftsjahr 2014 insgesamt TEUR 1 (2013: TEUR 5) von der AUSUM belastet. Demgegenüber wurden der AUSUM von der USU AG 2014 anteilige Kfz-Kosten in Höhe von TEUR 4 (2013: TEUR 5) in Rechnung gestellt.
44.2 Karin Weiler-Strehl
Die USU AG beauftragt über die AUSUM Frau Karin Weiler-Strehl, die Ehefrau von Herrn Udo Strehl, auf Einzelvertragsbasis mit Beratungsleistungen. Die Aufwendungen aus diesen Beratungsverträgen mit Frau Weiler-Strehl betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 36 (2013: TEUR 36).
Die USU AG hat von Frau Karin Weiler-Strehl das Verwaltungsgebäude Spitalhof in Möglingen angemietet. Am 20. Juli 2007 wurde zwischen den zwei Parteien ein neuer Mietvertrag mit Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 geschlossen. Danach beträgt die monatliche Gesamtmiete TEUR 23,5 (2013: TEUR 20) zuzüglich Nebenkosten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden der USU AG für die Vermietung des Verwaltungsgebäudes sowie der Stellplätze TEUR 293 (2013: TEUR 251) in Rechnung gestellt.
Darüber hinaus hat die USU Software AG von Frau Weiler-Strehl ein Büro in der Münchinger Straße in Möglingen angemietet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Mietzahlungen in Höhe von TEUR 10 (2013: TEUR 10) geleistet.
44.3 Darlehen an Aktionäre
Zum 31. Dezember 2014 bestanden keine Darlehensforderungen.
44.4 Bezüge des obersten Managements und des Aufsichtsrats
Die Geschäfte der Gruppe werden verantwortlich von den Vorständen der USU Software AG und der USU AG geleitet:
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| Bernhard Oberschmidt | (Chief Executive Officer) |
| Klaus Bader | (Executive Vice President) |
| Gerald Lamatsch | (Executive Vice President) |
| Sven Wilms | (Executive Vice President) bis 30.9.2014 |
| Dr. Benjamin Strehl | (Executive Vice President) ab 1.10.2014 |
| Bernhard Böhler | (Executive Vice President) ab 1.10.2014 |
Die Bezüge der Vorstände belaufen sich im Geschäftsjahr 2014 auf insgesamt TEUR 1.204 (2013: TEUR 902).
Fixe Vergütung:
TEUR 678 (2013: TEUR 604)
Variable Vergütung:
TEUR 401 (2013: TEUR 186)
Geldwerter Vorteil aus Privatnutzung Firmenfahrzeuge:
TEUR 73 (2013: TEUR 68)
Beitragsorientierte Pensionsaufwendungen:
TEUR 52 (2013: TEUR 44)
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2014 betrugen TEUR 167 (2013: TEUR 116). Regelungen über die Vergütung des Aufsichtsrates finden sich im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns im Kapitel "Vergütungsbericht".
Hinsichtlich der für ein Mitglied des Aufsichtsrates und ehemaligen Vorstands gebildeten Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 2.619 vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 1.382 verweisen wir auch auf die Konzernanhangsangabe 20.
45. Honorare des Abschlussprüfers
a) Abschlussprüfungen (Einzelabschlüsse und Konzernabschluss) TEUR 120 (2013: TEUR 117)
b) Sonstige Leistungen TEUR 4 (2013: TEUR 12)
46. Sonstige Angaben
46.1 Haftungsverhältnisse
Zum 31. Dezember 2013 sowie zum 31. Dezember 2014 bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.
46.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge geleast (Operating Leasing) als auch Bürogebäude gemietet. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, sind marktüblich. Weder für gemietete Bürogebäude noch für geleaste Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge bestehen vorteilhafte Kauf- oder Mietverlängerungsoptionen bei Beendigung des Leasingverhältnisses. Sale-and-Leaseback-Transaktionen haben in keinem der beiden Geschäftsjahre stattgefunden. Die jährlich erwarteten Mindestzahlungen aus Leasing- und Mietverträgen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich insgesamt wie folgt dar:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen | ||
| In den nächsten 12 Monaten | 662 | 630 |
| In den nächsten 13 bis 60 Monaten | 514 | 552 |
| In mehr als 60 Monaten | 0 | 0 |
| 1.176 | 1.182 | |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Gebäudemiete | ||
| In den nächsten 12 Monaten | 1.429 | 1.283 |
| In den nächsten 13 bis 60 Monaten | 3.984 | 1.686 |
| In mehr als 60 Monaten | 782 | 190 |
| 6.195 | 3.159 | |
| 7.371 | 4.341 |
Die Aufwendungen für Operating-Leasing- und Mietverträge beliefen sich für das Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 2.022 (2013: TEUR 1.834).
47. Rechtsstreitigkeiten, sonstige Eventualschulden und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die Gesellschaft kann im Zuge ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten, Schadensersatzansprüche, Ermittlungs- und Gerichtsverfahren einschließlich Fragen der Produkthaftung und wirtschaftsrechtliche Streitigkeiten verwickelt werden. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, sodass künftig aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen können, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft der Gesellschaft, ihre Finanzlage oder ihr betriebliches Ergebnis haben könnten. Nach Einschätzung der Gesellschaft und ihrer Rechtsberater zum 31. Dezember 2014 und zum 31. Dezember 2013 sind in den gegenwärtig anhängigen Rechtsverfahren Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage zu Lasten der Gruppe nicht zu erwarten.
Bis zur Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand ergaben sich keine weiteren nennenswerten Ereignisse, über die zu berichten wäre.
48. Organe
48.1 Vorstand
Dem Vorstand der Muttergesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2014 an:
Bernhard Oberschmidt, Vorsitzender des Vorstands, Diplom-Ökonom
Bernhard Böhler, Unternehmer, seit 1.10.2014
Dr. Benjamin Strehl, Dipl.-Kaufmann, seit 1.10.2014
Die Gesamtbezüge des aktiven Vorstands beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 464. Einzelheiten hierzu werden im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns unter "Vergütungsbericht" erläutert.
48.2 Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2014 an:
Udo Strehl, Vorsitzender
Geschäftsführer der AUSUM GmbH, Möglingen
Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen
Günter Daiss, Stellvertretender Vorsitzender
Geschäftsführer der Uhlsport GmbH, Balingen,
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen
Erwin Staudt,
Unternehmensberater, Leonberg
Aufsichtsratsmitglied der Grenke Leasing AG, Baden-Baden
Aufsichtsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach
Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt
Aufsichtsratsmitglied der USU AG, Möglingen
49. Finanzielles Risikomanagement
Die Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten verschiedenen Risiken, deren Messung, Steuerung und Überwachung durch ein systematisches Risikomanagement erfolgt. Nachstehend wird im Einzelnen auf das Management von Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken (Wechselkursrisiken, Zinsrisiken, Effektenkursrisiken) eingegangen.
49.1 Kreditrisiken
Die Gruppe ist Kreditrisiken im Bereich der flüssigen Mittel, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der marktgängigen Wertpapiere ausgesetzt.
Flüssige Mittel und marktgängige Wertpapiere werden bei anerkannten Kreditinstituten gehalten bzw. von Unternehmen mit guter Bonität erworben. Die Gruppe beobachtet ständig die Kreditwürdigkeit dieser Unternehmen und erwartet keine Ausfälle. Da keine Sicherheiten vorhanden sind, ist das maximale Risiko im Falle eines Ausfalls der bilanzierte Betrag.
Die Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine fortlaufende Überprüfung der Bonität der Gegenparteien minimiert. Da mit den Kunden keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen getroffen werden, stellt die Gesamtheit der bei den Vermögenswerten ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Für den Fall, dass der Gruppe Sachverhalte bekannt sind, die die Fähigkeit eines bestimmten Kunden, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, mindern könnte, erfasst die Gruppe eine Einzelwertberichtigung bezüglich der fälligen Beträge und vermindert die Netto-Forderungen auf den Betrag, den die Gruppe in angemessener Weise als erzielbar erachtet. Darüber hinaus erfasst die Gruppe Risiken aus der Einbringlichkeit von Forderungen im Rahmen einer Portfoliobewertung.
Bei den weder überfälligen noch im Wert geminderten finanziellen Vermögenswerten deuten (ebenso wie im Vorjahr) keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
49.2 Liquiditätsrisiken
Die Gruppe benötigt zur Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen liquide Mittel, die die Gruppe weitgehend aus dem laufenden Geschäftsbetrieb deckt. Ferner bestehen Kreditlinien zur Abdeckung eventueller Liquiditätsengpässe.
Die finanziellen Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind sämtlich kurzfristiger Natur, d.h. innerhalb eines Jahres fällig.
49.3 Zinsbedingte Cash-Flow-Risiken
Marktzinssatzänderungen wirken sich bei der USU Software AG im Wesentlichen auf die Cash-Flows aus den Geldanlagen aus. Wenn das Marktzinssatzniveau zum 31. Dezember 2014 um 1 % höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis und das Eigenkapital um jeweils TEUR 149 (31. Dezember 2013: TEUR 132) höher (geringer) gewesen.
49.4 Wechselkursrisiken
Die Gesellschaft tätigt in gewissem Umfang Fremdwährungstransaktionen und ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die entsprechend Auswirkungen auf die in EUR ausgewiesenen Vermögenswerte und Erträge haben. Ebenso entstehen Transaktionsrisiken bei auf ausländische Währung lautenden finanziellen Vermögenswerten.
50. Zusätzliche Angaben zum Kapital
Die USU Software AG unterliegt keinen externen oder satzungsmäßigen Mindestkapitalanforderungen. Die Gesellschaft verfolgt das Ziel einer hohen Eigenkapitalfinanzierung, um mit dieser finanziellen Flexibilität ihre Wachstumsziele zu erreichen. Zudem wird von Kundenseite eine hohe Eigenkapitalquote und Liquidität als Investitionssicherheit gefordert.
Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2014 und 2013:
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
Veränderung % |
|
|---|---|---|---|
| Langfristige Schulden | 2.631 | 2.010 | 30,9% |
| Kurzfristige Schulden | 26.935 | 26.172 | 2,9% |
| Fremdkapital | 29.566 | 28.182 | 4,9% |
| Eigenkapital | 55.608 | 53.232 | 4,5% |
| Bilanzsumme | 85.174 | 81.414 | 4,6% |
| Eigenkapitalquote | 65,3% | 65,4% |
Die Gesellschaft hat wie im Vorjahr keine Nettofinanzschulden, da die liquiden Mittel die verzinslichen Verbindlichkeiten übersteigen. Die Aufrechterhaltung der bestehenden Kapitalstruktur kann dabei beispielsweise durch die Ausweitung des Bilanzgewinns infolge positiver zukünftiger Jahresüberschüsse oder die Ausgabe neuer Anteile erreicht werden.
51. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB
Die folgenden, in den Konzernabschluss der USU Software AG einbezogenen, inländischen Tochterunternehmen haben für das Geschäftsjahr 2014 die Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
| ― | Aspera GmbH, Aachen |
| ― | LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen |
| ― | Omega Software GmbH, Obersulm |
| ― | Openshop Internet Software GmbH, Möglingen |
52. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.
H. WERTPAPIERGESCHÄFTE DER ORGANE
Die folgende Tabelle ist im Zusammenhang mit den in den Zwischenberichten der USU Software AG veröffentlichten Angaben zum Wertpapierbesitz der Organe der Gesellschaft zu lesen. Von Organmitgliedern der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2014 Aktien der USU Software AG, Möglingen, in folgendem Umfang gehalten:
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| Meldepflichtiger Wertpapierbesitz (Stück) | 2014 Aktien | 2013 Aktien |
|---|---|---|
| Vorstand | ||
| Bernhard Oberschmidt | 181.518 | 18.696 |
| Bernhard Böhler | 167.572 | - |
| Dr. Benjamin Strehl | 0 | - |
| Aufsichtsrat | ||
| Udo Strehl*) | 1.989.319 | 1.989.319 |
| Erwin Staudt | 100.000 | 100.000 |
| Günter Daiss | 85.500 | 85.500 |
*) Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 22 (1) S.1 Nr. 1 WpHG zusätzlich 3.337.868 (2013: 3.487.868) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2013: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 22 (1) S.1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
Am 23. Mai 2014 hat der Vorstandsvorsitzende der USU Software AG, Bernhard Oberschmidt, 162.822 Aktien der Gesellschaft außerbörslich erworben und dieses Wertpapiergeschäft nachfolgend der USU Software AG mitgeteilt.
Am 4. Juli 2014 hat die AUSUM GmbH (AUSUM), deren Mehrheitsgesellschafter der Vorsitzende des Aufsichtsrats der USU Software AG, Udo Strehl, ist, 150.000 Aktien der USU Software AG an einen institutionellen Investor außerbörslich veräußert und dieses Wertpapiergeschäft nachfolgend der USU Software AG mitgeteilt.
Die Gesellschaft hat ihrerseits die Mitteilungen über die Wertpapiergeschäfte unverzüglich auf ihrer Homepage veröffentlicht.
Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.
I. DIVIDENDENZAHLUNG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen eine Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 3.157 (EUR 0,30 je Aktie) vor.
J. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG haben am 11. Dezember 2014 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der USU Software AG unter http://www.usu-software.de dauerhaft zugänglich gemacht. Nähere Ausführungen zur Entsprechenserklärung sind im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu diesem Konzernabschluss enthalten.
Möglingen, 2. März 2015
Bernhard Oberschmidt, Vorsitzender des Vorstands
Bernhard Böhler, Mitglied des Vorstands
Dr. Benjamin Strehl, Mitglied des Vorstands
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2014 TEUR |
Zugänge TEUR |
Umbuchungen TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Erworbene Software/Auftragsbestand | 6.392 | 152 | 0 | 10 | 6.534 |
| Namens- und Markenrechte | 2.532 | 0 | 0 | 0 | 2.532 |
| Wartungsverträge | 3.113 | 0 | 0 | 0 | 3.113 |
| Kundenstamm | 7.646 | 0 | 0 | 0 | 7.646 |
| 19.683 | 152 | 0 | 10 | 19.825 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 56.677 | 0 | 0 | 0 | 56.677 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 211 | 13 | 0 | 6 | 218 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.335 | 748 | 471 | 956 | 3.598 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 471 | 0 | -471 | 0 | 0 |
| 4.017 | 761 | 0 | 962 | 3.816 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2014 TEUR |
Zugänge TEUR |
Abgänge TEUR |
Währung TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Erworbene Software/Auftragsbestand | 5.272 | 352 | 2 | 0 | 5.622 |
| Namens- und Markenrechte | 521 | 0 | 0 | 0 | 521 |
| Wartungsverträge | 2.666 | 179 | 0 | 0 | 2.845 |
| Kundenstamm | 3.048 | 904 | 0 | 0 | 3.952 |
| 11.507 | 1.435 | 2 | 0 | 12.940 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 22.118 | 0 | 0 | 0 | 22.118 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 124 | 13 | 6 | 0 | 131 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.794 | 765 | 948 | -1 | 1.610 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.918 | 778 | 954 | -1 | 1.741 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2014 TEUR |
1.1.2014 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Erworbene Software/Auftragsbestand | 912 | 1.120 |
| Namens- und Markenrechte | 2.011 | 2.011 |
| Wartungsverträge | 268 | 447 |
| Kundenstamm | 3.694 | 4.598 |
| 6.885 | 8.176 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 34.559 | 34.559 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 87 | 87 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.988 | 1.541 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 471 |
| 2.075 | 2.099 |
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2013
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2013 TEUR |
Unterneh- menserwerb TEUR |
Zugänge TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Erworbene Software/Auftragsbestand | 5.698 | 325 | 369 | 0 | 6.392 |
| Namens- und Markenrechte | 2.532 | 0 | 0 | 0 | 2.532 |
| Wartungsverträge | 3.008 | 105 | 0 | 0 | 3.113 |
| Kundenstamm | 4.421 | 3.225 | 0 | 0 | 7.646 |
| 15.659 | 3.655 | 369 | 0 | 19.683 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 54.513 | 2.164 | 0 | 0 | 56.677 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 206 | 0 | 27 | 22 | 211 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.075 | 160 | 884 | 784 | 3.335 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 471 | 0 | 471 |
| 3.281 | 160 | 1.382 | 806 | 4.017 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2013 TEUR |
Zugänge TEUR |
Abgänge TEUR |
Währung TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Erworbene Software/Auftragsbestand | 4.988 | 284 | 0 | 0 | 5.272 |
| Namens- und Markenrechte | 521 | 0 | 0 | 0 | 521 |
| Wartungsverträge | 2.379 | 287 | 0 | 0 | 2.666 |
| Kundenstamm | 2.145 | 903 | 0 | 0 | 3.048 |
| 10.033 | 1.474 | 0 | 0 | 11.507 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 22.118 | 0 | 0 | 0 | 22.118 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 124 | 14 | 14 | 0 | 124 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.963 | 594 | 779 | 16 | 1.794 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.087 | 608 | 793 | 16 | 1.918 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2013 TEUR |
1.1.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Erworbene Software/Auftragsbestand | 1.120 | 710 |
| Namens- und Markenrechte | 2.011 | 2.011 |
| Wartungsverträge | 447 | 629 |
| Kundenstamm | 4.598 | 2.276 |
| 8.176 | 5.626 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 34.559 | 32.395 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 87 | 82 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.541 | 1.112 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 471 | 0 |
| 2.099 | 1.194 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der USU Software AG, Möglingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 2.3.2015
**Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Schupeck, Wirtschaftsprüfer
Barth, Wirtschaftsprüfer
Jahresabschluss der AG
Bilanz zum 31.12.2014
AKTIVA
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| Anhang | 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | (1) | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 176 | 221 | |
| II. Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 72 | 71 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 36.733 | 37.246 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 310 | |
| 36.733 | 37.556 | ||
| 36.981 | 37.848 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (2) | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 8.473 | 5.991 | |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 415 | 402 | |
| 8.888 | 6.393 | ||
| II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 119 | 80 | |
| 9. 007 | 6.473 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 52 | 24 | |
| 46.040 | 44.345 | ||
| Passiva | |||
| Anhang | 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | (3) | 10.524 | 10.524 |
| II. Kapitalrücklage | 13.645 | 13.645 | |
| III Bilanzgewinn | 6.582 | 4.734 | |
| 30.751 | 28.903 | ||
| B. RÜCKSTELLUNGEN | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 474 | 13 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | (6) | 688 | 508 |
| 1.162 | 521 | ||
| C. VERBINDLICHKEITEN | (7) | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20 | 53 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 14.033 | 14.200 | |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 74 | 668 | |
| 14.127 | 14.921 | ||
| 46.040 | 44.345 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014
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| 2014 | 2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Sonstige betriebliche Erträge | 723 | 593 | |||
| 2. Personalaufwand | |||||
| a) Löhne und Gehälter | -960 | -792 | |||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -90 | -1.050 | -74 | -866 | |
| (davon für Altersversorgung: TEUR 21; Vorjahr: TEUR 14) | |||||
| 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -140 | -69 | |||
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.181 | -1.064 | |||
| 5. Aufwendungen aus Verlustübernahme | (10) | -2 | -80 | ||
| 6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | (10) | 8.179 | 5.082 | ||
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4 | 11 | |||
| (davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 2; Vorjahr: TEUR 9) | |||||
| 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen | (11) | -848 | 0 | ||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -443 | 6.890 | -361 | 4.652 | |
| (davon an verbundene Unternehmen: TEUR 412; Vorjahr: TEUR 361) | |||||
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 5.242 | 3.246 | |||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (12) | -671 | -222 | ||
| 12. Sonstige Steuern | (12) | -92 | 0 | ||
| 13. Jahresüberschuss | 4.479 | 3.024 | |||
| 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 2.103 | 1.710 | |||
| 15. Bilanzgewinn | 6.582 | 4.734 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2014
A. ALLGEMEINE HINWEISE
Der Jahresabschluss der USU Software AG wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Als börsennotierte Gesellschaft gilt die USU Software AG gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB als große Kapitalgesellschaft.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.
Die Betragsangaben erfolgen - soweit nicht anders vermerkt -in Tausend Euro (TEUR).
B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten (zuzüglich Nebenkosten), vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.
Vom Wahlrecht zur Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen wird kein Gebrauch gemacht.
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig in der Regel nach Maßgabe steuerlich zulässiger Sätze ermittelt. Die Abschreibung erfolgt linear.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, soweit es sich um dauerhafte Wertminderungen handelt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bestehenden Ausfallrisiken wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr werden zum Barwert unter Anwendung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bewertet.
Voraussichtliche, erst in der Zukunft sich bis zur Erfüllung der Verpflichtung auswirkende Kostensteigerungen werden berücksichtigt.
Die Rückstellungen für variable Vergütungsbestandteile der Mitarbeiter einschließlich der Mitglieder des Vorstands der USU Software AG basieren auf der individuellen Einschätzung des Vorstands hinsichtlich der jeweils realisierten Zielerreichungsgrade unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Zielgrößen.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Gewinne/Verluste aus Kursänderungen werden bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechend § 256a HGB durch Neubewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wird am Abschlussstichtag das Vorsichts- und Imparitätsprinzip beachtet.
Latente Steuern werden gemäß §274 HGB nach dem bilanzorientierten temporary-Konzept ermittelt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Bei der USU Software AG verbleibt nach Verrechnung sowie unter Berücksichtigung der vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge ein Überhang aktiver latenter Steuern. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern (§274 Abs. 1 Satz 2 HGB) keinen Gebrauch gemacht. Die Bewertung latenter Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (zum 31.12.2014: rd. 28,6 %).
Zum Bilanzstichtag bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 21.426 sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von TEUR 21.293.
Die latenten Steuerabgrenzungen betreffen unter Berücksichtigung latenter Steuern aus steuerlichen Organschaften mit Tochtergesellschaften die nachfolgend aufgeführten Bilanzposten:
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| Bilanzposten | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| aktive latente Steuern | passive latente Steuern | |
| --- | --- | --- |
| Finanzanlagen | x | |
| Steuerliche Verlustvorträge | x |
C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.
Angaben zum Anteilsbesitz
Die USU Software AG besitzt Anteile an nachfolgend aufgelisteten Gesellschaften. Die Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis stellen dabei die nach jeweils landesspezifischen Rechnungslegungsvorschriften bilanzierten Werte dar:
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| Anteil 31.12.2014 in % |
Eigenkapital 31.12.2014 in TEUR |
Jahresergebnis 2014 in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| USU AG, Möglingen | 100 | 12.899 | 631 |
| LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen1) | 100 | 1.380 | 1.823 |
| Omega Software GmbH, Obersulm1) | 100 | 970 | 126 |
| Openshop Internet Software GmbH, Möglingen1) | 100 | -775 | -2 |
| Aspera GmbH, Aachen1) | 100 | 300 | 6.231 |
| USU Consulting GmbH, Sursee, Schweiz | 100 | 57 | 209 |
| Aspera Technologies Inc., Boston, USA | 100 | -108 | -11 |
| B.I.G. Social Media GmbH, Berlin2) | 51 | 1.706 | 738 |
1) Jahresergebnis vor/Eigenkapital nach Ergebnisabführung an die USU Software AG.
2) Wir verweisen auf die Erläuterungen unter "9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen"
Die nachfolgenden Beteiligungen werden mittelbar über die USU AG, Möglingen, gehalten.
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| Anteil 31.12.2014 in % |
Eigenkapital 31.12.2014 in TEUR |
Jahresergebnis 2014 in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| USU Software s. r. o., Brno, Tschechische Republik | 100 | 714 | 163 |
| USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz | 100 | -25 | -4 |
| USU Austria GmbH, Wien, Österreich | 100 | -713 | 53 |
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich sonstige Forderungen.
3. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist eingeteilt in unverändert 10.523.770 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von jeweils EUR 1,00.
4. Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. Juli 2017 einmalig oder mehrfach gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 5.261.885,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von EUR 1,00 je Stückaktie zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen und/oder wenn und soweit dies erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten und/oder Inhabern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft begeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung eines solchen Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustünde.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt - und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung - und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits an der Börse gehandelten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2012 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß den §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 des Aktiengesetzes ausgegeben oder veräußert wurden sowie auf den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2012 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen mit Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Beteiligungen, Unternehmen oder Vermögensgegenständen - auch zum Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen, auszuschließen.
Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53 b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2012, einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
5. Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung aus den Jahren 2000 und 2004 durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien auf TEUR 378 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter verbundener Unternehmen der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2014 waren keine Optionsrechte ausstehend.
6. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten i. W. Kosten für gesellschaftsrechtliche Verpflichtungen (TEUR 393) und Bonusverpflichtungen (TEUR 269).
7. Verbindlichkeiten
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben jeweils eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Darlehensverbindlichkeiten, sie sind in Höhe von TEUR 9.925 durch eine Globalzession der Forderungen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 74 (2013: TEUR 667).
8. Haftungsverhältnisse
Die USU Software AG haftet gesamtschuldnerisch für die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Mietvertrag der USU AG für das Betriebsgebäude im Spitalhof.
Der Vorstand geht davon aus, dass aufgrund der bei der USU AG vorhandenen Liquiditätsausstattung sowie der nachhaltigen Ertragskraft derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme aus dem vorgenannten Haftungsverhältnis besteht.
Des Weiteren hat die USU Software AG gegenüber der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen (verbundenes Unternehmen), Patronatserklärungen abgegeben. Danach hat sich die USU Software AG, Möglingen, dazu verpflichtet, diese Tochtergesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 sowie für das Geschäftsjahr 2015 in der Weise zu leiten und finanziell auszustatten, dass diese ihren Verbindlichkeiten nachkommen kann. Darüber hinaus hat die USU Software AG den Rangrücktritt sämtlicher bestehender Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 781 gegen die Openshop Internet Software GmbH erklärt.
Der Vorstand geht davon aus, dass derzeit keine konkretisierten Risiken der Inanspruchnahme aus dem vorgenannten Haftungsverhältnis bestehen. Die Gesellschaft übt keine aktive Geschäftstätigkeit aus. Sie verfügt über ausreichend liquide Mittel, um Dritten gegenüber bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen der USU Software AG sind vollständig wertberichtigt.
9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Rahmen des am 20. Dezember 2012 geschlossenen Kauf- und Übertragungsvertrages zum Erwerb von 51 % der Anteile an der B.I.G. Social Media GmbH, Berlin ("BIG"), durch die Gesellschaft wurden gegenseitige Optionsrechte (Call- und Put-Optionen) für die restlichen 49 % der Geschäftsanteile an der BIG vereinbart, die grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2015 ausübbar waren. Aufgrund einer in 2014 getroffenen Änderungsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und der BIG wurden die Optionsvereinbarungen aufgehoben. Zugleich hat die USU Software AG die verbliebenen 49 % der Anteile an der BIG hinsichtlich der vollständigen Kaufpreiszahlung aufschiebend bedingt erworben. Der Kaufpreis ist insbesondere von dem in den Geschäftsjahren 2013, 2014 und 2015 erzielten Ergebnis der BIG abhängig. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse über die relevanten Kennzahlen in den bereits abgelaufenen Geschäftsjahren und den Schätzungen für das Geschäftsjahr 2015 ergibt sich ein voraussichtlicher Restkaufpreis von EUR 2,8 Mio.
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen/ Aufwendungen aus Verlustübernahme
Die Gesellschaft hat mit der Openshop Internet Software GmbH am 2. März 2000, mit der Omega Software GmbH am 19. Mai 2005, mit der LeuTek GmbH am 29. Dezember 2006 sowie mit der Aspera GmbH am 31. Mai 2012 jeweils einen Gewinnabführungsvertrag, der 2014 im Hinblick auf steuerliche Erfordernisse geringfügig angepasst wurde, abgeschlossen. Danach haben sich die beteiligten Unternehmen verpflichtet, während der Dauer des Vertrages ihren gesamten Gewinn an die USU Software AG abzuführen. Eine Einstellung in die freien Rücklagen ist nur mit Zustimmung durch die USU Software AG möglich. Im Gegenzug hat sich die USU Software AG verpflichtet, jeden während der Dauer des Vertrages entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen, wenn dieser nicht durch die Auflösung von während der Dauer dieses Vertrages gebildeten freien Rücklagen ausgeglichen werden kann.
Der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 von der LeuTek GmbH, der Aspera GmbH und der Omega Software GmbH erzielte Gewinn wurde von der USU Software AG aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages entsprechend vereinnahmt. Der im Jahresabschluss der Openshop Internet Software GmbH ausgewiesene Verlust wurde von der USU Software AG ausgeglichen.
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen
Der aktive Geschäftsbetrieb der USU Consulting GmbH wurde nach Erwerb der restlichen 30%-Geschäftsanteile in 2014 eingestellt. Der Beteiligungsbuchwert (TEUR 551) und das ausgereichte Darlehen (TEUR 297) wurden in 2014 vollständig abgeschrieben.
12. Steueraufwand
In den Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstige Steuern sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 127 enthalten.
E. SONSTIGE ANGABEN
13. Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2014 an:
Udo Strehl, Vorsitzender
Geschäftsführer der AUSUM GmbH, Möglingen
Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen
Günter Daiss, Stellvertretender Vorsitzender
Geschäftsführer der Uhlsport GmbH, Balingen,
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen
Erwin Staudt,
Unternehmensberater, Leonberg
Aufsichtsratsmitglied der Grenke Leasing AG, Baden-Baden
Aufsichtsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach
Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt
Aufsichtsratsmitglied der USU AG, Möglingen
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Die Bezüge des Aufsichtsrats enthalten grundsätzlich eine fixe und eine variable Komponente. Der für das Geschäftsjahr 2014 vergütete fixe Anteil belief sich auf TEUR 85, die variable Komponente auf TEUR 60.
14. Vorstand
Bernhard Oberschmidt
(Vorsitzender des Vorstands)
Bernhard Böhler
(seit 1.10.2014)
Dr. Benjamin Strehl
(seit 1.10.2014)
Gesamtbezüge des Vorstands
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 493. Einzelheiten hierzu werden im Vergütungsbericht zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 dargestellt.
15. Honorare des Abschlussprüfers
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| Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss): | TEUR 61 |
| Sonstige Leistungen: | TEUR 4 |
16. Mitarbeiter
Durchschnittlich waren während des Geschäftsjahres 2014 7 (2013: 5) Angestellte bei der Gesellschaft beschäftigt.
17. Konzernverhältnisse
Die USU Software AG ist Mutterunternehmen für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten Unternehmen. Diese sind zur USU Software AG verbundene Unternehmen. Die USU Software AG erstellt gemäß § 315a Abs. 1 HGB den Konzernabschluss nach den IFRS für den kleinsten und für den größten Kreis von Unternehmen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts soll beim elektronischen Bundesanzeiger erfolgen. Ferner ist der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht auf Anfrage bei der USU Software AG in Möglingen erhältlich. Er wird zudem auf der Internetseite der USU Software AG unter http://www.usu-software.de zugänglich gemacht.
18. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG haben am 11. Dezember 2014 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der USU Software AG unter http://wwwusu-software.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Nähere Ausführungen zur Entsprechenserklärung sind im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu diesem Jahresabschluss enthalten.
19. Gewinnverwendung
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 in Höhe von TEUR 6.582 wie folgt zu verwenden:
| ― | Zahlung einer Dividende von EUR 0,30 je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien bzw. TEUR 3.157 |
| ― | Vortrag des verbleibenden Gewinns von TEUR 3.425 auf neue Rechnung. |
Möglingen, 2. März 2015
Bernhard Oberschmidt, Vorsitzender des Vorstands
Bernhard Böhler, Mitglied des Vorstands
Dr. Benjamin Strehl, Mitglied des Vorstands
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2014 TEUR |
Zugänge TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 224 | 0 | 0 | 224 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 197 | 96 | 0 | 293 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 38.406 | 38 | 0 | 38.444 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 310 | 79 | 92 | 297 |
| 3. Beteiligungen | 200 | 0 | 200 | 0 |
| 38.916 | 117 | 292 | 38.741 | |
| 39.337 | 213 | 292 | 39.258 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2014 TEUR |
Zugänge TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3 | 45 | 0 | 48 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 126 | 95 | 0 | 221 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.160 | 551 | 0 | 1.711 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 297 | 0 | 297 |
| 3. Beteiligungen | 200 | 0 | 200 | 0 |
| 1.360 | 848 | 200 | 2.008 | |
| 1.489 | 988 | 200 | 2.277 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 176 | 221 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 72 | 71 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 36.733 | 37.246 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 310 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 |
| 36.733 | 37.556 | |
| 36.981 | 37.848 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der USU Software AG, Möglingen, für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 2.3.2015
**Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Schupeck, Wirtschaftsprüfer
Barth, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der USU Software AG und des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der USU Software AG und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der USU Software AG und des Konzerns beschrieben sind.
Möglingen, 2. März 2015
Bernhard Oberschmidt, Vorsitzender des Vorstands
Bernhard Böhler, Mitglied des Vorstands
Dr. Benjamin Strehl, Mitglied des Vorstands