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USU Software AG Annual Report 2010

May 2, 2011

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Annual Report

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USU Software AG

Möglingen

GESCHÄFTSBERICHT 2010

INHALTSVERZEICHNIS:

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CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 2010
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS FÜR 2010
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNBILANZ
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
KONZERNANHANG
BESTÄTIGUNGSVERMERK KONZERN
JAHRESABSCHLUSS
BILANZ
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ANHANG
BESTÄTIGUNGSVERMERK AG
VERSICHERUNG DES VORSTANDS
FINANZKALENDER

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 2010

Corporate Governance

Unter Corporate Governance wird das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens einschließlich seiner Organisation, seiner geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie des Systems der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen subsumiert. Ziel einer guten und nachhaltigen Corporate Governance ist die verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle kapitalmarktorientierter Unternehmen zur Förderung des Vertrauens der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit.

Die wesentlichen Standards des deutschen Corporate Governance Systems sind von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex erarbeitet und im Corporate Governance Kodex ("Kodex") zusammengefasst worden. Der Kodex trat im Jahr 2002 in Kraft und wurde zuletzt im Jahr 2010 aktualisiert.

Der Kodex unterscheidet grundsätzlich drei Kategorien von Standards. Die im Kodex enthaltenen gesetzlichen Vorschriften sind als geltendes Gesetzesrecht von den Unternehmen zu beachten und insofern verbindlich. Von den Empfehlungen des Kodex können die Gesellschaften abweichen, sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen. Ferner enthält der Kodex Anregungen, von denen auch ohne Offenlegung abgewichen werden kann.

Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG haben sich nachdrücklich zur Umsetzung der wesentlichen Empfehlungen des Kodex bekannt und am 9. Dezember 2010 die folgende Entsprechenserklärung abgegeben:

"Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG erklären, dass seit der letzten Entsprechenserklärung vom 9. Dezember 2009 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. seit deren Geltung in der Fassung vom 26. Mai 2010 entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird, wobei folgende Empfehlungen nicht angewendet wurden bzw. werden:

Gemäß Ziffer 2.3.1 und 2.3.3 des Kodex soll die Gesellschaft die Aktionäre bei der Briefwahl und der Stimmrechtsvertretung unterstützen und die Formulare für eine Briefwahl auf der unternehmenseigenen Homepage zusammen mit der Tagesordnung veröffentlichen.

Die USU Software AG bietet ihren Aktionären im Rahmen der Hauptversammlung an, sich von weisungsgebundenen Stimmrechtsvertretern der Gesellschaft vertreten zu lassen. Eine Briefwahl ist derzeit in der Satzung nicht vorgesehen. Die Gesellschaft beabsichtigt jedoch für die kommende Hauptversammlung, eine entsprechende Beschlussfassung in die Tagesordnung mit aufzunehmen.

Laut Ziffer 3.8 des Kodex soll ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bzw. bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vereinbart werden, wenn die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O-Versicherung abschließt. In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden.

Im Geschäftsjahr 2010 ist für den Vorstand ein den gesetzlichen Regelungen bzw. den Regelungen des Corporate Governance Kodex entsprechender Selbstbehalt vereinbart worden. Für den Aufsichtsrat ist die Einführung eines Selbstbehaltes in der Zukunft ebenfalls avisiert.

Ziffer 4.2.1 des Kodex sieht vor, dass der Vorstand aus mehreren Personen bestehen soll.

Der Vorstand der USU Software AG bestand und besteht aus einer Person, welche gleichzeitig als Sprecher des Vorstands fungiert. Diese Struktur berücksichtigt, dass sich die USU Software AG primär auf den Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen konzentriert. Daneben ist in den Konzern-Tochtergesellschaften ein operatives Management als Vorstand bzw. Geschäftsführung verantwortlich tätig.

Nach Ziffer 5.1.2 des Kodex soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) geachtet und eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt werden.

Der Vorstand der USU Software AG bestand und besteht aus einer Person, welche gleichzeitig als Sprecher des Vorstands fungiert. Eine pauschale Altersgrenze für Vorstandsmitglieder der USU Software AG war und ist nicht vorgesehen, da sich die Gesellschaft das Potenzial älterer, erfahrener und renommierter Persönlichkeiten bei der Besetzung des Vorstandes nicht pauschal vorenthalten möchte.

Gemäß Ziffer 5.3.1, 5.3.2 sowie 5.3.3. des Kodex soll der Aufsichtsrat Ausschüsse wie z.B. einen Prüfungsausschuss oder einen Nominierungsausschuss bilden.

Da sich der Aufsichtsrat der USU Software AG aus drei Mitgliedern zusammensetzt, wurde und wird auf die Einrichtung von Ausschüssen verzichtet. Unabhängig davon nimmt der Aufsichtsrat der Gesellschaft die für diese Ausschüsse vorgesehenen Aufgaben gemeinschaftlich wahr.

Laut Ziffer 5.4.1 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter anderem eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder vorsehen soll.

Eine pauschale Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder der USU Software AG war und ist nicht vorgesehen, da sich die Gesellschaft das Potenzial älterer, erfahrener und renommierter Persönlichkeiten bei der Besetzung des Aufsichtsrates nicht pauschal vorenthalten möchte. Zudem würde eine derartige Altersgrenze aus Sicht der Gesellschaft die Wahlrechte der Aktionäre auf der Hauptversammlung in ungeeigneter Weise einschränken.

Gemäß Ziffer 5.4.6 des Kodex sollen Aufsichtsratsmitglieder unter anderem für die Übernahme des Vorsitzes bzw. des stellvertretenden Vorsitzes oder der Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss eine gesonderte Vergütung erhalten.

Eine Vergütung für die Übernahme des stellvertretenden Vorsitzes im Aufsichtsrat oder die Mitgliedschaft oder den Vorsitz in einem Ausschuss des Aufsichtsrats waren und sind nicht vorgesehen. Die Gesellschaft sieht einen erhöhten Leistungsanreiz aufgrund der Übernahme des stellvertretenden Vorsitzes im Aufsichtsrat als nicht gegeben an, da die Aufsichtsräte der USU Software AG auch unabhängig davon in hohem Maße und mit viel Engagement zum Wohle der Gesellschaft tätig sind. Aufgrund der Zusammensetzung des Aufsichtsrats mit drei erfahrenen Mitgliedern, welche die vorgesehenen Aufgaben gemeinschaftlich wahrnehmen, wurde und wird auch zukünftig auf die Bildung von Aufsichtsratsausschüssen und insofern die zugehörige Vergütung verzichtet.

Nach Ziffer 7.1.2 des Kodex sollen Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein.

Die USU Software AG veröffentlichte und veröffentlicht auch in Zukunft Zwischenberichte im Rahmen der Regelungen der entsprechenden Börsenordnung unverzüglich nach der Fertigstellung, spätestens jedoch innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums. Mit der Einhaltung der gesetzlichen Fristbestimmungen wird den Informationsinteressen der Aktionäre der Gesellschaft nach Einschätzung der USU Software AG in ausreichendem Maße Rechnung getragen, zumal die gesetzlichen Publizitätspflichten vollumfänglich beachtet und eingehalten werden."

Bericht über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands wird, unterteilt nach Fixum und variablem Bestandteil, vom Aufsichtsrat unter Berücksichtigung sämtlicher Bezüge im Konzernkreis in angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Der variablen Vergütung liegt eine jährlich vom Aufsichtsrat festgelegte Zielerreichung zugrunde, die nach Abschluss der Jahresplanung für das jeweilige Geschäftsjahr fixiert wird. Dabei richtet sich die Höhe der tatsächlich zur Auszahlung kommenden variablen Vergütung nach dem Grad der Erreichung der vereinbarten quantitativen und qualitativen Ziele.

Die in nachstehender Tabelle aufgeführte Vergütung von insgesamt TEUR 260,4 (2009: TEUR 211,0) beinhaltet sämtliche Bezüge des Vorstandssprechers Bernhard Oberschmidt im Konzernkreis. Der Alleinvorstand der USU Software AG ist gleichzeitig Vorstandssprecher der Konzerntochter USU AG, Präsident der Konzerntochter USU (Schweiz) AG sowie Geschäftsführer der Konzerntochter Openshop Internet Software GmbH.

Individualisierte Vergütung des Alleinvorstands Bernhard Oberschmidt

in TEUR

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Fixe Vergütung Zuschuss zur

Rentenversicherung

und Altersvorsorge
Geldwerter Vorteil aus

Privatnutzung des

Firmenfahrzeugs
Variable Vergütung
2010 138,0 19,5 15,3 87,61)
2009 132,0 19,4 20,1 39,52)

1) davon für Vorjahr: TEUR -6;

2) davon für Vorjahr: TEUR 9,5;

Tabelle: Individualisierte Vorstandsvergütung der USU Software AG und des Konzerns

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats der USU Software AG ist in § 17 der Satzung der Gesellschaft geregelt und wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 12. Juli 2007 verabschiedet. Danach erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der USU Software AG neben der Auslagenerstattung eine jährliche fixe Vergütung für jedes volle Geschäftsjahr, in dem eine Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat vorlag, in Höhe von TEUR 12,5 und der Aufsichtsratsvorsitzende einen Betrag von TEUR 60,0. Daneben erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates eine zusätzliche jährliche variable Vergütung, die von dem im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten und in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzernabschlusses der Gesellschaft ausgewiesenen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach IFRS ("EGG") im Verhältnis zu den ausgewiesenen Umsatzerlösen abhängig ist. Ab einem Anteil des EGG an den Umsatzerlösen von 5 % wird für jeden vollen Prozentpunkt des Anteils des EGG an den Umsatzerlösen ein 10 %-Zuschlag vom Fixum zusätzlich jährlich variabel vergütet, und zwar maximal bis zur Deckelung von 200 %. Da ein Ausweis des EGG im Konzernabschluss nicht mehr erfolgt, wird die Ermittlung auf Basis der Berechnung des Geschäftsjahres 2006 vorgenommen, die als Grundlage für den im Jahr 2007 gefassten Hauptversammlungsbeschluss gilt. Hiernach ermittelt sich das EGG aus der Differenz des im USU-Konzern erzielten Gewinns vor Steuern mit dem Zinsergebnis und den Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte. Im Geschäftsjahr 2010 summierte sich das EGG auf TEUR 3.055 (2009: TEUR 1.451), so dass sich der Anteil des EGG an den konzernweiten Umsatzerlösen auf 8,0 % (2009: 4,3 %) belief. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats der USU Software AG lag entsprechend bei 30 % des jeweiligen Fixums der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der USU Software AG sind gleichzeitig auch im Aufsichtsrat der Konzerntochter USU AG vertreten. Die Aufsichtsratsvergütung der USU AG wurde durch die Hauptversammlung dieser Gesellschaft am 22. Mai 2000 gemäß § 12 der Satzung der USU AG beschlossen und gilt, bis die Hauptversammlung etwas anderes beschließt. Danach erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der USU AG neben der Auslagenerstattung eine jährliche fixe Vergütung für jedes Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 5,0, der Aufsichtsratsvorsitzende TEUR 10,0 und der Stellvertretende Vorsitzende TEUR 7,5. Variable Komponenten waren und sind in der Aufsichtsratsvergütung der USU AG nicht vorgesehen.

Die konzernweite Aufsichtsratsvergütung der USU-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2010 in Summe auf TEUR 133,0 (2009: TEUR 107,5).

Individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010

in TEUR

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Fixe Vergütung USU Software AG Variable Vergütung USU Software AG Fixe Vergütung USU AG
Udo Strehl 60,0 18,0 10,0
Günter Daiss 12,5 3,75 7,5
Erwin Staudt 12,5 3,75 5,0

Tabelle: Individualisierte Aufsichtsratsvergütung der USU Software AG und des Konzerns

Weitere Angaben im Rahmen des Corporate Governance Berichts

Directors Dealings und Wertpapierbesitz der Organe

Von Organmitgliedern der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2010 Aktien der USU Software AG, Möglingen, in folgendem Umfang gehalten:

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Meldepflichtiger Wertpapierbesitz (Stück) 2010 2009
Aktien Aktien
--- --- ---
Vorstand
Bernhard Oberschmidt 18.696 18.696
Aufsichtsrat
Udo Strehl*) 1.989.319 1.989.319
Erwin Staudt 100.000 100.000
Günter Daiss 85.500 85.500

*) Über die Udo Strehl Private Equity GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 22 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG zusätzlich 3.773.868 (2009: 3.773.868) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2009: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 22 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von keinem der Organmitglieder gehalten.

Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme

Die USU Software AG unterhielt zum Stichtag 31. Dezember 2010 keine wertpapierorientierten Anreizsysteme.

Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2010 hielt die USU Software AG keine eigenen Anteile im Bestand.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS DER USU SOFTWARE AG

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

mit einem Rekordjahr hat die USU Software AG im Verbund mit ihren Tochtergesellschaften das Geschäftsjahr 2010 beendet. Sämtliche Zielvorgaben für das Berichtsjahr hat USU damit mehr als erreicht: Neben einem zweistelligen Umsatzwachstum, das deutlich über dem gesamten IT-Markt lag, steigerte die USU-Gruppe das operative Ergebnis signifikant und deutlich überproportional im Vergleich zum Umsatz. Gleichzeitig übertrumpfte USU das Ergebnis pro Aktie im Vorjahresvergleich um gut die Hälfte, woran die Aktionäre der Gesellschaft wiederum maßgeblich partizipieren sollen. Im Sinne einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik und -kontinuität hat sich der Aufsichtsrat daher dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010 angeschlossen, der Hauptversammlung der USU Software AG am 30. Juni 2011 eine um ein Drittel erhöhte Dividende von EUR 0,20 je bezugsberechtigter Aktie vorzuschlagen.

Wahrnehmung der Pflichten des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2010 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und Deutschem Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben und Pflichten umfassend wahrgenommen und den Vorstand kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat gemäß § 90 Abs. 1 und 2 AktG regelmäßig vom Vorstand in mündlicher und schriftlicher Form über die Entwicklung und Lage der USU Software AG und des Konzerns, die Unternehmensplanung, das Risikomanagement sowie wesentliche Geschäftsvorgänge und -vorhaben unterrichten lassen. Wie in den Vorjahren begleitete der Aufsichtsrat seinerseits die Geschäftsentwicklung der USU Software AG und des Konzerns intensiv und stand im Laufe des Jahres in engem Kontakt mit dem Vorstand. Darüber hinaus standen der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorstandssprecher der Gesellschaft in kontinuierlichem schriftlichen, mündlichen und persönlichen Informations- und Gedankenaustausch.

In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Gleichfalls wurde der Aufsichtsrat über zustimmungspflichtige Rechtsgeschäfte sowie Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sind, im Vorfeld umfassend informiert, nahm seinerseits eine sorgfältige Prüfung vor und stimmte diesen einstimmig zu. Der Aufsichtsrat sah sich zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr veranlasst, Einsichts- und Prüfungsmaßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 Satz 1 und 2 AktG durchzuführen.

Da sich der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern zusammensetzt, wurde im Geschäftsjahr 2010 wie im Vorjahr auf die Einrichtung von Ausschüssen verzichtet. Veränderungen in der Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand der USU Software AG fanden im Geschäftsjahr 2010 nicht statt.

Sitzungen des Aufsichtsrats und Beratungsschwerpunkte

Im Geschäftsjahr 2010 kam der Aufsichtsrat der USU Software AG zu insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen zusammen, an denen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder persönlich oder per Telefonkonferenz teilnahmen. In den Aufsichtsratssitzungen, an denen regelmäßig der Vorstandssprecher und bedarfsweise auch das Bereichsmanagement der Tochtergesellschaften anwesend waren, bildete die Erörterung der Geschäftsentwicklung, der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der strategischen Planung der USU Software AG und des Konzerns einen Schwerpunkt der Berichte und Beratungen. Dabei informierte der Vorstand der Gesellschaft insbesondere über die Umsatz-, Ertrags- und Rentabilitätsentwicklung sowie die Entwicklung der Liquidität der Gesellschaft und des Gesamtkonzerns. In diesem Zusammenhang ließ sich der Aufsichtsrat über den Gang der Geschäfte der beiden Segmente Produktgeschäft und Servicegeschäft, die Fortschritte bei der Internationalisierung der USU-Gruppe sowie potenzielle Akquisitionsobjekte unterrichten. Daneben erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand das Risikomanagement der USU Software AG und des Gesamtkonzerns und ließ sich ausführlich die vorherrschenden Risiken und geplanten Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung und -bewältigung aufzeigen. Zudem erläuterte der Vorstand die weitere Unternehmensplanung für die USU Software AG und den Konzern und stellte die Kernpunkte der Finanz-, Investitions- und Personalplanung dar. Ein weiteres regelmäßig betrachtetes Thema war die Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft sowie die jeweiligen Aktivitäten des Vorstands im Bereich Investor Relations.

Im Rahmen der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung am 8. März 2010 erfolgte die Berichterstattung des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses nach eingehender Erörterung mit dem Vorstand der Gesellschaft und dem Abschlussprüfer sowie die letztendliche Feststellung des Jahresabschlusses. Dabei schloss sich der Aufsichtsrat der Empfehlung des Vorstands an, der Hauptversammlung der Gesellschaft eine Dividende von EUR 0,15 je bezugsberechtigter Aktie vorzuschlagen.

Bei der Sitzung am 10. Mai 2010 standen die Geschäftsentwicklung der USU Software AG und des Gesamtkonzerns, der Ausblick auf die Folgequartale sowie die Diskussion und Fixierung der Tagesordnungspunkte zur Hauptversammlung 2010 der Gesellschaft im Fokus. Zudem erfolgte im Rahmen dieser Sitzung die Vorstellung der Aspera GmbH und deren geschäftsführenden Gesellschaftern sowie die Erörterung eines möglichen strategischen Zusammenwirkens.

Die Berichterstattung des Vorstands zu den Fortschritten und Details bezüglich der Verhandlungen mit den Gesellschaftern der Aspera GmbH zu einer potenziellen Beteiligung der USU Software AG an Aspera erfolgte im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 22. Juni 2010.

Am 1. Juli 2010 stimmte der Aufsichtsrat, nach der finalen Einigung des Vorstands der USU Software AG und der Aspera-Gesellschafter, der mehrheitlichen Beteiligung an Aspera zu und erteilte in diesem Zusammenhang gleichzeitig die Zustimmung zur Durchführung einer Sachkapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital der USU Software AG.

Unmittelbar vor der Hauptversammlung am 15. Juli 2010 fand eine Sitzung des Aufsichtsrats statt, im Rahmen derer der Vorstandsvertrag mit dem Vorstandssprecher der Gesellschaft, Bernhard Oberschmidt, vorzeitig bis zum 31. Mai 2016 verlängert wurde.

Innerhalb der Aufsichtsratssitzung am 5. Oktober 2010 gab im Rahmen der Berichterstattung des Vorstands und Managements der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften zur aktuellen Geschäftsentwicklung und weiteren Planung erstmals die Geschäftsführung der Aspera GmbH einen Statusbericht ab.

Die zweitägige Sitzung des Aufsichtsrats am 8. und 9. Dezember 2010 hatte maßgeblich die Geschäftsentwicklung 2010 der USU Software AG und des Gesamtkonzerns sowie die Planung für das Geschäftsjahr 2011 zum Inhalt. Dabei stellte der Vorstandssprecher der Gesellschaft zusammen mit dem Management der Tochtergesellschaften den aktuellen Status für das Jahr 2010 sowie die wirtschaftlichen und operativen Kernziele für das Folgejahr vor. Der Aufsichtsrat erörterte die Pläne ausführlich mit dem Vorstand und genehmigte die Planung einstimmig. Ein weiteres zentrales Thema dieser Aufsichtsratssitzung war die Umsetzung der Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Verabschiedung der zugehörigen Entsprechenserklärung. Gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex führte der Aufsichtsrat zudem im Rahmen dieser Abschlusssitzung des Jahres 2010 eine Effizienzprüfung mit positivem Ergebnis durch.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Im Fokus der Aktivitäten von Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG stehen die verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteten Führung und Kontrolle der Gesellschaft sowie des Gesamtkonzerns. Der Aufsichtsrat fühlt sich diesen Prämissen der Corporate Governance verpflichtet und agiert in diesem Sinne. Am 9. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand die Punkte des Corporate Governance Kodex, insbesondere die im Berichtsjahr eingeführten Neuerungen, ausführlich erörtert. Gemäß § 161 Aktiengesetz haben Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG die zugehörige Entsprechenserklärung am selben Tag abgegeben und nachfolgend auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung sowie weiterführende Informationen zum Thema Corporate Governance bei der USU Software AG sind in dem vorangegangenen Kapitel Corporate Governance Bericht 2010 dieses Geschäftsberichts enthalten.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Nach einem entsprechenden Beschluss durch die Hauptversammlung der USU Software AG erteilte der Aufsichtsrat der Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, den Prüfungsauftrag und stimmte gleichzeitig die Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2010 ab. Gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat im Vorfeld eine Erklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in der dieser offenlegt, in welchem Umfang andere Leistungen für die Gesellschaft erbracht wurden bzw. für die Zukunft vertraglich vereinbart sind und gleichzeitig bestätigt, dass zwischen dem Abschlussprüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits keine geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.

Die Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss 2010, den Konzernabschluss 2010 nach IFRS sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dem Aufsichtsrat wurden die genannten Abschlussunterlagen inklusive des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers rechtzeitig zur Prüfung ausgehändigt. Auf der Bilanz feststellenden Sitzung am 14. März 2011 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Nach Abschluss der eigenen Prüfung sowie ausführlicher Erörterung mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Gleichzeitig stimmte der Aufsichtsrat der Beschlussvorlage des Vorstands zur Gewinnverwendung zu, den nach HGB ermittelten Bilanzgewinn der USU Software AG zum 31. Dezember 2010 in Höhe von TEUR 2.361 wie folgt zu verwenden:

Zahlung einer Dividende von EUR 0,20 je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien bzw. TEUR2.105
Vortrag des verbleibenden Gewinns von TEUR 256 auf neue Rechnung.

Ferner hat sich der Aufsichtsrat mit den Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB und dem zugehörigen Bericht befasst. Diesbezüglich verweist der Aufsichtsrat auf die Angaben und Erläuterungen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2010. Der Aufsichtsrat hat seinerseits eine Prüfung des Berichts und der darin enthaltenen Angaben und Erläuterungen vorgenommen und stellte fest, dass diese vollständig sind. Insofern macht sich der Aufsichtsrat dies zu Eigen.

Zudem hat der Vorstand der USU Software AG als Konzern-Muttergesellschaft der USU-Gruppe gemäß § 312 AktG einen Bericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und nahe stehenden Personen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 (im Folgenden kurz: "Abhängigkeitsbericht") erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Ich erkläre, dass die USU Software AG nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen, die die Gesellschaft benachteiligen, wurden nicht getroffen."

Die Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Dem Aufsichtsrat haben sowohl der Abhängigkeitsbericht des Vorstands als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vorgelegen. Die Prüfung durch den Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG hat zu keinen Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstandes geführt.

Schlussbemerkungen und Danksagung

Das Erzielen eines neuen konzernweiten Rekordumsatzes und des besten operativen Konzernergebnisses der Unternehmenshistorie ist maßgeblich der Verdienst der gesamten Belegschaft der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften. Daher möchte ich mich an dieser Stelle im Namen des gesamten Aufsichtsrates bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern recht herzlich für ihr hohes Engagement, ihren überdurchschnittliche Einsatz und ihre Verbundenheit zum USU-Konzern bedanken. In gleichem Maße danke ich dem Management der Tochtergesellschaften, zu dem seit dem 1. Juli 2010 auch die Geschäftsführer der Aspera GmbH gehören, für die gute Zusammenarbeit und die hervorragende Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dem Vorstandssprecher der USU Software AG, Herrn Bernhard Oberschmidt, danke ich in besonderem Maße für seine unermüdliche und leidenschaftliche Arbeit zum Wohle der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ist äußerst optimistisch, dass der Vorstandssprecher die USU Software AG sowie die gesamte USU-Gruppe auch in den kommenden Jahren erfolgreich voranbringen wird freut sich nach der vorzeitigen Verlängerung des Vorstandsvertrages von Bernhard Oberschmidt auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit..

Möglingen, den 14. März 2011

Für den Aufsichtsrat

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Udo Strehl
Vorsitzender des Aufsichtsrats der USU Software AG

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns 2010

BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS FÜR 2010

Zusammenfassung

Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den operativ tätigen Gesellschaften USU AG, Möglingen, Deutschland, LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland, Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland, USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik, USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz, USU Austria GmbH, Wien, Österreich, sowie der in 2010 mehrheitlich übernommenen Aspera GmbH, Aachen, Deutschland, beteiligt. Daneben bestehen Beteiligungen an der Openshop Internet Software GmbH, Ludwigsburg, Deutschland, sowie an der Gentner GmbH ProCOMMUNICATION i.L., Möglingen, Deutschland, welche nicht mehr operativ tätig sind.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2010 hat die USU Software AG 51 % der Geschäftsanteile an der Aspera GmbH ("Aspera") erworben und im vorliegenden Konzernabschluss zum Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert. Aspera ist ein hoch spezialisierter Lösungsanbieter für das Software-Lizenzmanagement, der das Produktportfolio der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) im Bereich Software Asset Management erweitert. Gemeinsam mit den Produkten und der Fachexpertise von Aspera wird USU zu einem der weltweit führenden Anbieter im Wachstumsfeld für wissensbasiertes Servicemanagement.

Im Geschäftsjahr 2010 steigerte die USU Software AG den konzernweiten Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 11,7 % auf TEUR 38.023 (2009: TEUR 34.048) und setzte die kommunizierte Planvorgabe eines über dem Durchschnitt des IT-Marktes liegenden Umsatzwachstums vollständig um. Nach einem verhaltenen Start ins erste Halbjahr 2010, hervorgerufen durch Projektverschiebungen und einer verringerten Investitionsbereitschaft der Unternehmen, zeigte sich ab dem Ende des zweiten Quartals eine spürbare Verbesserung der Auftragsentwicklung. Entsprechend führte das starke zweite Halbjahr des Jahres 2010 dazu, dass USU auf Jahressicht die Erlöse deutlich ausweitete und insofern den höchsten Konzernumsatz in der USU-Historie erzielte. Neben der im Juli erworbenen Aspera trug vor allem das organische Wachstum des Produktgeschäftes der bestehenden Tochtergesellschaften USU AG, LeuTek GmbH ("LeuTek") und Omega Software GmbH ("OMEGA") zu dieser erfolgreichen Geschäftsentwicklung bei.

In Verbindung mit einem insgesamt nur moderaten Anstieg der Kostenbasis baute USU die Profitabilitat des Gesamtkonzerns weiter aus. Dabei erzielte USU mit einem um 81,2 % auf TEUR 4.614 (2009: TEUR 2.546) gestiegenen operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA") auf Konzernebene einen deutlich über dem Umsatzwachstum liegenden Ergebniszuwachs und zugleich das beste operative Konzernergebnis seit ihrem Bestehen. Die avisierte Zielvorgabe des Vorstands, das EBITDA im Vergleich zum Umsatz im Jahr 2010 überproportional auszubauen, wurde mehr als erreicht.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen ("EBIT") konnte USU im Berichtsjahr mit TEUR 2.583 (2009: TEUR 453) gegenüber dem Vorjahr mehr als verfünffachen. Auch beim Ergebnis vor Steuern ("EBT") legte USU mit TEUR 2.710 (2009: TEUR 774) signifikant zu. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag summierten sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR -362, während im Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch einen steuerlichen Sondereffekt aus der Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen, ein Steuerertrag in Höhe von TEUR 772 anfiel. Nach Steuern steigerte die USU-Gruppe den Jahresüberschuss im Betrachtungszeitraum um 51,9 % auf TEUR 2.348 (2009: TEUR 1.546). Damit baute USU das Ergebnis pro Aktie um mehr als die Hälfte auf EUR 0,23 (2009: EUR 0,15) aus.

Auf Basis dieser positiven Geschäftsentwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juni 2010 im Sinne einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik und -kontinuität vorschlagen, die Dividende je bezugsberechtigter Aktie um ein Drittel auf EUR 0,20 (2009: EUR 0,15) zu erhöhen. Damit sollen die Aktionäre der USU Software AG wie angekündigt in maßgeblichem Umfang am Unternehmenserfolg beteiligt werden.

Mit einer Konzernliquidität von TEUR 11.055 (2009: TEUR 10.888) zum Ende des Geschäftsjahres 2010 ist die USU Software AG weiterhin äußerst solide finanziert, um gezielte Investitionen und, sofern sich potenzielle Akquisitionsoptionen bieten, Unternehmensbeteiligungen oder -zukäufe zu tätigen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2010 nach der im Vorjahr verzeichneten stärksten Rezession seit Gründung der Bundesrepublik wieder kräftig gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt ("Destatis") auf Basis erster Berechnungen mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt ("BIP") im Berichtsjahr preisbereinigt um 3,6 % an, nach einem Rückgang von 4,7 % im Jahr 2009. Positive Wachstumsimpulse kamen dabei sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. So trugen laut Destatis sowohl die privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie die Ausrüstungsinvestitionen als auch der Außenbeitrag zum Anstieg des BIP bei. Im gesamten Euroraum fiel die wirtschaftliche Erholung demgegenüber deutlich geringer aus als im deutschen Kernmarkt der USU Software AG. Nach Informationen des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften, Eurostat, verbesserte sich die europäische Wirtschaftsleistung im Betrachtungszeitraum gegenüber dem Vorjahr um lediglich 1,7 % (2009: -4,0 %).

Branchenentwicklung

Nach Informationen des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. ("BITKOM") hat sich der deutsche IT-Markt nach der Wachstumsdelle des Jahres 2009 im Berichtsjahr wieder deutlich erholt. Demnach stiegen im Jahr 2010 die IT-Marktvolumina in Deutschland um 2,7 % an, nach einem signifikanten Rückgang von 6,5 % im Vorjahr. Laut BITKOM verzeichnete der Softwaremarkt im Jahr 2010 einen Anstieg der Umsatzerlöse von 2,4 % (2009: -4,9 %) gegenüber dem Vorjahr, während der Markt für IT-Services im gleichen Zeitraum um 1,4 % (2009: -4,2 %) zulegte.

Der europäische IT-Markt ist nach Untersuchungen des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Forrester im Jahr 2010 überdurchschnittlich gewachsen und erreichte allein in Zentral- und Westeuropa einen Zuwachs des Marktvolumens auf Euro-Basis um 4,1 % (2009: -7,6 %). Dabei verharrte der Bereich IT-Services gemäß der Forrester-Analyse auf dem Vorjahresniveau von 1,7 %, während die Softwareumsätze nach dem starken Einbruch des Vorjahres wieder signifikant um 4,6 % (2009: -8,4 %) anstiegen.

Geschäftsentwicklung

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften erzielten im Geschäftsjahr 2010 aufgrund eines äußerst erfolgreichen zweiten Halbjahres den höchsten Konzernumsatz und das beste operative Konzernergebnis (EBITDA) der Unternehmenshistorie und setzen damit die kommunizierten Planvorgaben für das Berichtsjahr vollständig um.

Während die IT-Märkte in Deutschland und auch europaweit im Jahr 2010 nur einen moderaten Anstieg der Marktvolumina um 2,7 % bzw. 4,1 % aufwiesen, erzielte die USU-Gruppe wie avisiert eine überdurchschnittliche Steigerung der Umsatzerlöse um 11,7 % und einen deutlich über dem Umsatzwachstum liegenden Anstieg des EBITDA von 81,2 %. Dabei konnte der Jahresüberschuss mehr als verdoppelt werden.

Besonders erfolgreich verlief im Betrachtungszeitraum das internationale Partnergeschäft, welches um 20,4 % gegenüber dem Vorjahr zulegte und Neukunden wie den schweizerischen Finanzdienstleister Basler Versicherung AG, die österreichische Versicherung Wiener Städtische AG, den US-amerikanischen Ingenieur- und Baukonzern Jacobs Engineering Group Inc. oder MODON, die saudiarabische Regierungsbehörde für die Entwicklung und den Aufbau von Industriegebieten, hinzugewann. Aber auch im deutschen Heimatmarkt erzielte USU zahlreiche Projektabschlüsse bei Unternehmen wie dem IT-Dienstleister des Versicherungskonzerns Allianz, Allianz Managed Operations and Services SE, dem Vorsorgespezialisten Wüstenrot & Württembergische AG, dem deutschen Kreditservicer VR Kreditwerk AG, dem IT-Dienstleister der öffentlich-rechtlichen Krankenkassen, gkv informatik oder dem Automobilproduzenten Volkswagen AG.

Positive Umsatz- und Ergebniseffekte steuerte im Geschäftsjahr 2010 neben dem organischen Geschäft auch die neu hinzu erworbene Aspera GmbH bei, deren Finanzdaten im vorliegenden Jahres- und Konzernabschluss mit Wirkung zum 1. Juli 2010 vollkonsolidiert wurden. Die im Jahr 2000 gegründete Aspera agiert als hoch spezialisierter Lösungsanbieter für das Software-Lizenzmanagement im schnell wachsenden Markt des Software Asset Managements. Zum Aspera-Portfolio gehören unter anderem das auf den Premiummarkt ausgerichtete Produkt SmartTrack sowie die Mittelstandslösung licensum. Kunden erhalten durch den Einsatz der Aspera-Produkte eine höhere Sicherheit, die Compliance-Richtlinien zu erfüllen, und die Möglichkeit, über Lizenzoptimierungen sehr schnell hohe Kosteneinsparungen zu realisieren. Durch die Kombination dieser breit etablierten Spezial-Lösung mit der USU-Produktsuite Valuemation im Bereich Infrastructure Management erreicht die USU Software AG ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im wissensbasierten Servicemanagement. Dabei bietet der strategische Zusammenschluss für beide Unternehmen das Potenzial, in den kommenden Jahren auch international weiter zu wachsen.

Grafik: Vergleich deutsches Wirtschafts- und Marktwachstum versus Umsatzwachstum der USU-Gruppe in Prozent

Umsatz- und Kostenentwicklung

Konzernumsatz

Um 11,7 % auf TEUR 38.023 (2009: TEUR 34.048) steigerte die USU Software AG den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr. Nach einem verhaltenen Start ins erste Halbjahr 2010, hervorgerufen durch Projektverschiebungen und einer verringerten Investitionsbereitschaft der Unternehmen, zeigte sich ab dem Ende des zweiten Quartals eine spürbare Verbesserung der Auftragsentwicklung. Entsprechend führte das starke zweite Halbjahr des Jahres 2010 dazu, dass USU auf Jahressicht die Erlöse deutlich ausweitete. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus einem starken Produktgeschäft, zu dem neben den Tochtergesellschaften USU AG, LeuTek und OMEGA auch die mehrheitlich übernommene Aspera beitrug. Einen überproportionalen Zuwachs verzeichnete die USU-Gruppe dabei im Wartungsgeschäft, welches um 18,3 % auf TEUR 8.514 (2009: TEUR 7.198) zulegte. Der Anteil der Wartungserlöse am Gesamtumsatz erhöhte sich folgerichtig von 21,1 % im Vorjahr auf 22,4 % im Berichtsjahr. Aus dem Lizenzgeschäft heraus generierte USU auf Jahressicht ein Wachstum der Umsatzerlöse mit Softwarelizenzen gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % auf TEUR 5.758 (2009: TEUR 5.559). Damit lag der umsatzbezogene Anteil der Lizenzerlöse bei 15,1 % (2009: 16,3 %).

Das produkt- und servicebezogene Beratungsgeschäft steuerte im Vorjahresvergleich einen um 9,0 % gesteigerten Umsatz auf nunmehr TEUR 21.899 (2009: TEUR 20.096) bei. Der Anteil der Beratungserlöse am Umsatz belief sich entsprechend auf 57,6 % (2009: 59,0 %). Die sonstigen Erlöse summierten sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 1.852 (2009: TEUR 1.195) bzw. 4,9 % (2009: 3,5 %) des Gesamtumsatzes und beinhalten im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software.

Umsatzentwicklung nach Quartalen

Umsatzentwicklung nach Quartalen

Grafik: Umsatzentwicklung nach Quartalen für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 nach IFRS in TEUR

Umsatz nach Geschäftsfeldern

Das Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft", dem die neu erworbene Aspera zugeordnet wurde, umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für wissensbasierte Servicemanagement-Lösungen sowie im Knowledge Management-Markt. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie die individuelle Anwendungsentwicklung.

Mit dem Segment "Produktgeschäft" erwirtschaftete die USU-Gruppe im Berichtszeitraum einen um 16,1 % auf TEUR 26.484 (2009: TEUR 22.815) gestiegenen Umsatz. Dabei profitierte USU sowohl von der Ausweitung des organischen Geschäftes als auch von der mehrheitlichen Aspera-Übernahme. Der Anteil der mit dem Produktgeschäft erzielten Umsatzerlöse am Konzernumsatz erhöhte sich hierbei von 67,0 % in 2009 auf 69,7 % im Geschäftsjahr 2010. Die beratungsbezogenen Umsatzerlöse des Segments "Servicegeschäft" betrugen im gleichen Zeitraum TEUR 11.518 (2009: TEUR 11.203), was einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % entspricht. Auch dieser Bereich profitierte zunehmend von der wieder anziehenden Investitionsneigung der Unternehmen sowie von einem verbesserten Preisgefüge im Verlauf des Jahres 2010. Der Anteil der Umsatzerlöse des Servicegeschäfts am konzernweiten Umsatz belief sich im Berichtsjahr auf 30,3 % (2009: 32,9 %). Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsatzerlöse summierten sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 21 (2009: TEUR 30).

Grafik: Umsatzentwicklung nach Segmenten für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 nach IFRS in TEUR

Die außerhalb Deutschlands erzielten konsolidierten Umsätze der USU-Gruppe stiegen im Berichtsjahr auf TEUR 3.426 (2009: TEUR 2.846), was einem Umsatzwachstum von 20,4 % entspricht. Der Anteil der im Ausland erzielten Erlöse am Konzernumsatz belief sich entsprechend auf 9,0 % (2009: 8,4 %). Auch für das Folgejahr erwartet USU den weiteren Ausbau des Auslandsgeschäftes als Folge der zunehmenden Marktpenetration sowie der zusätzlichen Erweitung des weltweiten Partnernetzwerkes.

Grafik: Umsatzentwicklung nach Regionen für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 nach IFRS in TEUR

Operative Kosten

Im Vergleich zur konzernweiten Umsatzausweitung erhöhte sich die operative Kostenbasis der USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr nur unterdurchschnittlich um 5,9 % auf TEUR 33.727 (2009: TEUR 31.843).

Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im Vorjahresvergleich um 6,3 % von TEUR 17.554 im Jahr 2009 auf TEUR 18.656 im Berichtzeitraum an, was primär aus der mehrheitlichen Aspera-Übernahme und der damit verbundenen Erweiterung der Beratungsmannschaft resultiert. Bezogen auf den Konzernumsatz sank die Herstellkostenquote im Berichtszeitraum auf 49,1 % (2009: 51,6 %). Entsprechend stieg das Bruttoergebnis vom Umsatz um 17,4 % auf TEUR 19.367 (2009: TEUR 16.494), was einer Bruttomarge von 50,9 % (2009: 48,4 %) entspricht.

Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen wurden gleichfalls von der Beteiligung an Aspera beeinflusst und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,7 % auf TEUR 6.343 (2009: TEUR 5.891). Die in Relation zum Konzernumsatz von 17,3 % in 2009 auf 16,7 % im Berichtsjahr gesunkene Aufwandsquote für den Bereich Marketing und Vertrieb spiegelt unter anderem die Konzentration der Marketing- und Vertriebstätigkeiten der USU-Gruppe im Bereich Messen und Konferenzen auf eigene, kundenspezifische Veranstaltungen wie die "USU World" oder länderbezogene Roadshows wider.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen von USU sanken ungeachtet des Aspera-Zukaufes aufgrund einer konzernweit sehr effizienten Verwaltungsorganisation auf TEUR 2.712 (2009: TEUR 2.762), was im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 1,8 % entspricht. Bezogen auf den Konzernumsatz verringerte sich die Verwaltungsaufwandsquote folgerichtig auf 7,1 % (2009: 8,1 %).

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich aufgrund der um Aspera erweiterten Aktivitäten der USU-Gruppe rund um die produktbezogene Forschung und Entwicklung um 6,7 % auf TEUR 6.016 (2009: TEUR 5.636). Dagegen sank die Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung bezogen auf den Konzernumsatz von 16,6 % im Jahr 2009 auf 15,8 % im Berichtsjahr.

Die saldierten Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen summierten sich im Betrachtungszeitraum auf TEUR -94 (2009: TEUR -26). Während die sonstigen betrieblichen Erträge Erstattungen des Finanzamtes für die Jahre 2002-2004 in Höhe von TEUR 165 (2009: TEUR 0) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 43 (2009: TEUR 41) beinhalten, waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter anderem die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Aspera GmbH stehenden Aufwendungen in Höhe von TEUR 176 enthalten.

Ertragslage

Mit einem um 81,2 % auf TEUR 4.614 (2009: TEUR 2.546) gestiegenen operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erzielte die USU Software AG im Gesamtkonzern wie avisiert einen deutlich über dem Umsatzwachstum liegenden Ergebniszuwachs und zugleich das beste operative Konzernergebnis in der Unternehmenshistorie. Dabei profitierte USU sowohl von der organischen Geschäftsentwicklung als auch von der Aspera-Übernahme.

Die Abschreibungen der USU-Gruppe summierten sich im Berichtsjahr auf TEUR 2.031 (2009: TEUR 2.093). Hiervon entfielen allein TEUR 1.148 (2009: TEUR 728) auf Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen erzielte USU eine Verfünffachung des konzernweiten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 2.583 (2009: TEUR 453).

Das kumulierte Finanzergebnis ging aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus und damit verbundener reduzierter Finanzerträge auf TEUR 128 (2009: TEUR 321) zurück. Ungeachtet dessen erhöhte USU das Ergebnis vor Steuern Signifikantauf TEUR 2.710 (2009: TEUR 774).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag summierten sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR -362, während im Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch einen steuerlichen Sondereffekt aus der Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen, ein Steuerertag in Höhe von TEUR 772 anfiel. Nach Steuern steigerte die USU-Gruppe den Jahresüberschuss im Berichtsjahr um 51,9 % auf TEUR 2.348 (2009: TEUR 1.546). Damit baute USU das Ergebnis pro Aktie bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Anzahl von 10.272.412 (2009: 10.021.054) Stückaktien um mehr als die Hälfte auf EUR 0,23 (2009: EUR 0,15) aus.

Grafik: Ergebnisentwicklung der USU-Gruppe nach IFRS in TEUR

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzstruktur zum 31. Dezember 2010 wurde maßgeblich von der mehrheitlichen Übernahme der Aspera GmbH durch die USU Software AG beeinflusst.

Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte zum Ende des Berichtsjahres auf TEUR 45.416 (2009: TEUR 34.104), was maßgeblich auf den Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte auf TEUR 32.885 (2009: TEUR 26.110) zurückzuführen ist. Im Rahmen der Aspera-Beteiligung hat USU zudem immaterielle Vermögenswerte, wie den Kundenstamm, vorteilhafte Verträge, Softwarerechte, Markenzeichen und den Auftragsbestand übernommen, was auf Basis der durchgeführten Kaufpreisallokation zu einem entsprechenden Zuwachs dieses Bilanzpostens auf TEUR 8.234 (2009: TEUR 4.515) führte.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 auf TEUR 21.468 (2009: TEUR 19.426) an, was im Wesentlichen aus der stichtagsbedingten Ausweitung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 7.479 (2009: TEUR 4.835) resultiert. Die Konzernliquidität in Form der Wertpapiere sowie des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten baute USU zum Ende des Geschäftsjahres 2010, trotz der Barzahlung eines Teils des Kaufpreises für die 51 %-Beteiligung an Aspera sowie der Dividendenzahlung an die Aktionäre der USU Software AG, auf TEUR 11.055 (2009: TEUR 10.888) aus.

Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres auf TEUR 48.485 (2009: TEUR 45.881) an. In Verbindung mit der Sachkapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital zur Teilfinanzierung des Aspera-Zukaufes (siehe hierzu auch: Vorgänge von besonderer Bedeutung) erhöhten sich hierbei das gezeichnete Kapital auf TEUR 10.524 (2009: TEUR 10.021) sowie die Kapitalrücklage auf TEUR 52.792 (2009: TEUR 51.490). Gleichzeitig verzeichnete USU zum 31. Dezember 2010 einen Anstieg des Fremdkapitals in Form der kurz- und langfristigen Schulden auf TEUR 18.399 (2009: TEUR 7.649). Diese Erhöhung resultiert insbesondere aus den auf TEUR 9.418 (2009: TEUR 313) gestiegenen langfristigen Schulden, in denen die Verbindlichkeiten für die beabsichtigte Kaufpreiszahlung als Gegenleistung für die restlichen 49 % Anteile an der Aspera GmbH aufgrund der vereinbarten Call- und Put-Optionen enthalten sind. In diesen Zusammenhang verweisen wir im Übrigen auf den Punkt Akquisition im Geschäftsjahr 2010 im Konzernanhang dieses Geschäftsberichts.

Bei einer Bilanzsumme von TEUR 66.884 (2009: TEUR 53.530) belief sich die Eigenkapitalquote zum Ende des Berichtsjahres 2010 auf 72,5 % (2009: 85,7 %).

Cash-Flow und Investitionen

Aufgrund der erfolgreichen operativen Geschäftsentwicklung und des hieraus erzielten positiven Konzernergebnisses erhöhten sich die flüssigen Mittel und kurzfristigen Kapitalanlagen der USU-Gruppe trotz der Kaufpreiszahlung für die Aspera-Beteiligung sowie der Dividendenzahlung an die Aktionäre der USU Software AG im Vorjahresvergleich um TEUR 1.666 auf TEUR 10.572 (2009: TEUR 8.906).

Der Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 2.434 (2009: TEUR 4.036). Der ausgewiesene Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert dabei maßgeblich aus Veränderungen im Working Capital.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 754 (2009: TEUR 2.536) beinhaltet unter anderem die Rückzahlung von Festgeldanlagen und die Investitionen für den mehrheitlichen Erwerb der Aspera, während der Vorjahreswert vorwiegend Einnahmen aus dem Verkauf von Wertpapieren und der Rückzahlung von Festgeldanlagen sowie Ausgaben im Zusammenhang mit der finalen Earn-out-Zahlung für die akquirierte LeuTek enthält. Zudem sind in diesem Posten die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von TEUR -500 (2009: TEUR -442) enthalten.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet wie im Vorjahr Ausgaben von TEUR -1.503 für die Dividendenausschüttung an die Aktionäre der USU Software AG in Höhe von EUR 0,15 je dividendenberechtigter Stückaktie.

Derzeitige Lage des Konzerns

Nach der Erzielung des höchsten Konzernumsatzes und des besten operativen Konzernergebnisses (EBITDA) in der Unternehmenshistorie sieht sich die USU-Gruppe auch weiterhin in einer guten wirtschaftlichen Lage. Mit den um Aspera erweiterten Konzernaktivitäten, dem zusätzlichen Ausbau der Konzernbelegschaft, den erzielten Fortschritten im Bereich der Internationalisierung, der gezielten Weiterentwicklung des konzernweiten Produktportfolios, dem bereits bestehenden, deutlich gesteigerten Auftragsbestand sowie der nochmals erhöhten, umfangreichen Liquidität sieht sich der Vorstand der USU Software AG insgesamt gut aufgestellt, um die avisierten Ziele der USU-Gruppe im Gesamtjahr 2011 erreichen zu können.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Zum 1. Juli 2010 hat die USU Software AG die Aspera GmbH zur strategischen Portfolio-Erweiterung mehrheitlich übernommen. Aspera ist ein hoch spezialisierter Lösungsanbieter für das Software-Lizenzmanagement. Gemeinsam mit den Produkten und der Fachexpertise von Aspera wird USU zu einem der weltweit führenden Anbieter im Wachstumsfeld für wissensbasiertes Servicemanagement. Der Kaufpreis für die akquirierten 51 % der Geschäftsanteile belief sich auf TEUR 3.565 und wurde zu rund 50 % in Aktien und zu rund 50 % in bar beglichen. Im Übrigen verweisen wir auf den Punkt Akquisition im Geschäftsjahr 2010 im Konzernanhang dieses Geschäftsberichts.

Entwicklung und Lage der AG

Alle nachfolgenden Zahlenangaben beziehen sich auf den Einzelabschluss der USU Software AG nach HGB.

Die USU Software AG konzentriert sich primär auf den Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen. Daraus folgend wurden durch die Einzelgesellschaft im Berichtszeitraum wie im Vorjahr keine externen Umsatzerlöse erzielt. Die wesentlichen Erträge der USU Software AG resultieren aus ihren operativ tätigen Tochtergesellschaften USU AG, LeuTek GmbH und Omega Software GmbH.

Aufgrund der mit den Tochtergesellschaften LeuTek und OMEGA geschlossenen Ergebnisabführungsverträge generierte die USU Software AG im Geschäftsjahr 2010 saldierte Erträge in Höhe von TEUR 2.014 (2009: TEUR 1.930). Die Gesellschaft hatte mit OMEGA und LeuTek am 19. Mai 2005 und am 29. Dezember 2006 jeweils einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, in welchem sich die Tochtergesellschaften verpflichten, für die Dauer von mindestens 5 Jahren ihren gesamten Gewinn an die USU Software AG abzuführen. Gleichzeitig verpflichtete sich die USU Software AG zum Ausgleich jedes während der jeweiligen Vertragsdauer entstehenden Jahresfehlbetrages von LeuTek und OMEGA, der sich nicht durch Entnahme aus während der Dauer des Vertrages gebildeten Rücklagen ausgleichen lässt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 863 (2009: TEUR 619) beinhalten als wesentlichen Posten die Verrechnung von konzernintern erbrachten Dienstleistungen über insgesamt TEUR 641 (2009: TEUR 575). Zudem waren hierin Erträge über insgesamt TEUR 154 (2009: TEUR 0) aus der teilweisen Erstattung einer im Jahre 2008 auferlegten und durch die Gesellschaft bestrittenen Vorsteuerrückzahlung für die Jahre 2002 bis 2004 an das Finanzamt enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt TEUR 969 (2009: TEUR 820) sind insbesondere Kosten für in Anspruch genommene Dienstleistungen der Konzern-Tochtergesellschaften von TEUR 380 (2009: TEUR 314), Börsen- und Investor Relations-Kosten von TEUR 251 (2009: TEUR 232), Rechts- und Beratungskosten von TEUR 129 (2009: TEUR 77) sowie Aufsichtsratsvergütungen von TEUR 102 (2009: TEUR 94) enthalten. Der Personalaufwand hat sich im Vorjahresvergleich leicht auf TEUR 403 (2009: TEUR 394) erhöht. Wie im Vorjahr beläuft sich die Belegschaft der USU Software AG inklusive des Vorstands zum Ende des Berichtsjahres auf drei Vollzeitkräfte.

Das Zinsergebnis lag saldiert bei TEUR 99 (2009: TEUR 66) und beinhaltet primär Zinserträge in Verbindung mit einer Vorsteuerrückerstattung. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR 900 (2009: TEUR 0) enthalten ausschließlich Abschreibungen auf den OMEGA-Beteiligungsbuchwert, welche aus einer vorsichtigen Bewertung herrühren.

Bedingt durch diese nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen reduzierte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der USU Software AG im Geschäftsjahr 2010 auf insgesamt TEUR 704 (2009: TEUR 1.401). Unter Einbeziehung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 47 (2009: TEUR 42) belief sich der Jahresüberschuss der Gesellschaft auf TEUR 657 (2009: TEUR 1.359). Der Bilanzgewinn lag zum Abschlussstichtag bei TEUR 2.361 (2009: TEUR 3.208). Dieser soll auf Vorschlag des Vorstandes wie in den Vorjahren unter anderem für die Zahlung einer Dividende an alle bezugsberechtigten Aktionäre der USU Software AG verwendet werden, welche sich für das Geschäftsjahr 2010 auf EUR 0,20 (2009: EUR 0,15) je Stückaktie belaufen soll. Diese Entscheidung für die avisierte Dividendenanhebung um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr erfolgt vor dem Hintergrund der erfolgreichen operativen Geschäftsentwicklung des Gesamtkonzerns und den weiteren positiven Zukunftsaussichten der Gesellschaft.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 29.061 (2009: TEUR 28.021). Auf der Aktivseite der Bilanz stieg das Anlagevermögen zum Bilanzstichtag als Folge des im Geschäftsjahr 2010 erfolgten Aspera-Zukaufes auf TEUR 25.791 (2009: TEUR 24.252), während sich die außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 900 auf den Beteiligungsbuchwert der OMEGA gegenläufig auswirkte. Dieser Bilanzposten enthält ausschließlich Anteile an verbundenen Unternehmen. Das Umlaufvermögen summierte sich auf TEUR 2.974 (2009: TEUR 3.559). Der Rückgang dieses Bilanzpostens gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Zahlungseingängen auf Forderungen gegen das Finanzamt. Die Liquidität lag zum Ende des Geschäftsjahres 2010 bei TEUR 296 (2009: TEUR 209). Auf der Passivseite lag das Eigenkapital mit TEUR 26.530 (2009: TEUR 26.874) leicht unterhalb des Vorjahres.

Dabei spiegelt der Anstieg des gezeichneten Kapitals um TEUR 503 auf TEUR 10.524 (2009: TEUR 10.021) die Sachkapitalerhöhung zur Teilfinanzierung der mehrheitlichen Übernahme der Aspera GmbH wider. Gleichzeitig erhöhte sich das Fremdkapital in Form von Rückstellungen und Verbindlichkeiten von TEUR 1.147 zum 31. Dezember 2009 auf TEUR 2.531 zum Ende des Berichtsjahres 2010, was insbesondere aus einer konzerninternen Kreditaufnahme zur Finanzierung der Aspera-Übernahme resultiert. Entsprechend betrug die Eigenkapitalquote 91,3 % (2009: 95,9 %) und lag damit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit heraus erzielte die USU Software AG im Jahr 2010 einen Mittelzufluss von TEUR 2.177 (2009: TEUR 2.528). Dem gegenüber steht ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit infolge der Übernahme von 51 % der Geschäftsanteile der Aspera GmbH von insgesamt TEUR 1.937, während im Vorjahr ein Mittelabfluss von TEUR 877 aufgrund der finalen Earn-out-Auszahlung im Zusammenhang mit dem Erwerb von LeuTek anfiel. Als Folge der Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre der Gesellschaft von insgesamt TEUR 1.503 (2009: TEUR 1.503) und der Kreditaufnahme von einer Konzerntochter von TEUR 1.350 summierten sich die Auszahlungen aus der Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum auf TEUR 153 (2009: TEUR 1.503). Unterm Strich verblieb eine gegenüber dem Vorjahr um TEUR 87 erhöhte Liquidität von TEUR 296 (2009: TEUR 209).

Die Fokussierung der USU Software AG auf das Beteiligungsgeschäft führt auch zukünftig zu einer hohen Abhängigkeit der Gesellschaft von der Geschäftsentwicklung ihrer Tochtergesellschaften, insbesondere der USU AG, der LeuTek, der OMEGA sowie der neu erworbenen Aspera. Bezüglich der damit verbundenen Chancen und Risiken wird auf den Risikobericht des Konzerns verwiesen.

Auftragsbestand

Zum 31. Dezember 2010 belief sich der konzernweite Auftragsbestand der USU-Gruppe auf TEUR 19.132 (2009: TEUR 13.421), was einer Erhöhung im Vorjahresvergleich um TEUR 5.711 bzw. 42,6 % entspricht. Darin enthalten sind Aufträge über insgesamt TEUR 2.041 der im Juli 2010 erworbenen Aspera GmbH.

Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungsverträge.

Grafik: Entwicklung des Auftragsbestandes der USU-Gruppe in TEUR

Forschung und Entwicklung

Die USU-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2010 insgesamt EUR 6,0 Mio. (2009: EUR 5,6 Mio.) bzw. 15,8 % (2009: 16,6 %) des Konzernumsatzes in den Bereich Forschung und Entwicklung, um ihren Kunden praxisbezogene Produkte und Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik zu bieten. Mit den konzernweit 102 Mitarbeitern zum Ende des Geschäftsjahres 2010 erforscht die USU-Gruppe dabei systematisch den Einsatz neuer Technologien, setzt kundenbezogene Weiterentwicklungen um und konzipiert eigene Innovationen zur kontinuierlichen Verbesserung und Erweiterung des konzernweiten Produktportfolios. Dieses setzt sich im Wesentlichen aus den Softwareprodukten Valuemation und USU KnowledgeCenter der USU AG, myCMDB von OMEGA, ZIS-System von LeuTek sowie SmartTrack der neu erworbenen Aspera zusammen.

Mit Valuemation bietet die Konzern-Tochtergesellschaft USU AG eine modulare Produktsuite für das IT-Management von Großunternehmen und den gehobenen Mittelstand zur zentralen Darstellung, Verwaltung, Überwachung, Steuerung sowie verursachergerechten Verrechnung der gesamten IT eines Unternehmens oder Konzerns. Die im Geschäftsjahr 2010 neuentwickelte Version Valuemation 4 wartet unter anderem mit einer modernen, individualisierbaren, rollenspezifischen Oberfläche auf, die in einer völlig neuen Web-Client-Technologie realisiert wurde. Die ITIL®-konforme Softwaresuite umfasst zahlreiche neue Funktionalitäten, die für alle Valuemation-Module verfügbar sind, z. B. verschiedene Business-Views und eine portalähnliche Einstiegsmaske zur individuellen Informationsversorgung und Erstellung rollenbezogener Auswertungen. Neue Elemente, wie beispielsweise ein Fortschrittsbalken, verbessern die Bedienbarkeit und Effizienz der Software deutlich.

Für den ersten Kunden in Saudi-Arabien wurde Valuemation zudem in arabischer Sprache umgesetzt und damit die technische Basis für weitere Interessenten im arabischen Markt gelegt. Valuemation fungiert als integrierte, ganzheitliche Produktsuite und schließt insofern die Konzernprodukte USU KnowledgeCenter, ZIS-System und SmartTrack mit ein.

USU KnowledgeCenter ist eine Softwaresuite der USU AG, die speziell für Call Center und User Help Desks eines Unternehmens entwickelt wurde und alle bislang bestehenden Knowledge Management-Module der Gesellschaft, also die intelligente USU KnowledgeMiner-Suche, die prozessgesteuerte Lösungsdatenbank USU KnowledgeBase und die Entscheidungsbäume des USU KnowledgeGuide, in einer Applikation verbindet.

Im Verlauf des Jahres 2010 erfolgte die Vollendung des Releases USU KnowledgeCenter 5.1. Mit den darin enthaltenen anwenderbezogenen Funktionalitäten ist es nun noch einfacher möglich, Call Center-Mitarbeitern in wechselnden Situationen genau diejenigen Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie in dem jeweiligen Umfeld benötigen, sei es für Marketingaktionen oder zur Beantwortung technischer Fragen im User Help Desk. Individuell konfigurierbare Farbwechsel in der Anwendung signalisieren in der neuen Version die verschiedenen Anwendungsbereiche und geben den Anwendern eine zusätzlich verbesserte Orientierung. Weitere Neuerungen betreffen die getrennte Indizierung von E-Mails und ihren Anhängen sowie wichtige Statistiken über die Dokumentennutzung.

Grafik: Die Valuemation-Produktsuite der USU-Gruppe

Beim ZIS-System, der Softwarelösung der Konzerntochtergesellschaft LeuTek für die Überwachung, Visualisierung, Automatisierung und Steuerung sämtlicher für den IT-Betrieb erforderlicher Systeme und Prozesse, wurde unter anderem das Monitoring von IT-Services um die Speicherung von relevanten Zusatzinformationen aus zuliefernden Management-Systemen wie Incident-, Change- und CMDB-Datenbanken erweitert. Daneben arbeitete die LeuTek-Entwicklung an einer neuen Service-Ansicht in komplexen Service-Strukturen, der Verarbeitung, Korrelation und Visualisierung von Performance-Daten von Systemen und Services sowie der Anbindung einer neuen Brandmeldezentrale. Einen weiteren Entwicklungsschwerpunkt bildete die Umstellung des ZIS-Systems auf das 64Bit-Datenformat sowie die Einbindung des bestehenden ZIS-Server-Agenten ZISAgent in die Performancedaten-Verarbeitung und -Visualisierung.

Bei der neuen Konzern-Tochtergesellschaft Aspera erfolgte innerhalb der Lösung für ein effizientes Software-Lizenzmanagement, SmartTrack, unter anderem das Redesign der Compliance-Berechnung sowie die Realisierung zahlreicher komplexer Lizenzmetriken durch sogenannte Metrik Engines. Um Einsparpotenziale des Kunden aufgrund von nicht genutzten Softwareinstallationen aufzudecken, ermöglicht SmartTrack nunmehr auch den Import von Metering-Informationen über Installations-Rohdaten hinsichtlich der letztmaligen Nutzung einer Softwareinstallation. Über die neue Funktion "Lizenztransfers" lassen sich ferner auch die interne Vermietung und der interne Verkauf von Softwarelizenzen abbilden. Transfervorgänge können für die Zukunft geplant, umfangreich dokumentiert und ausgewertet werden. Des Weiteren wurden ein interaktives Reporting "Compliance Intelligence" als Managementübersicht für den Service Level Management-Prozess sowie detaillierte Auswertungsmöglichkeiten der Datenimporte zum vereinfachten Monitoring aller angebundenen Datenquellen umgesetzt.

Mit der Produktgruppe myCMDB der Konzerntochter OMEGA verfügt die USU-Gruppe neben Valuemation über eine weitere IT-Management-Produktsuite, die speziell für kleine und mittelständische Unternehmen konzipiert wurde. Die Weiterentwicklung von myCMDB betraf im Geschäftsjahr 2010 zahlreiche Funktionserweiterungen, z. B. die Erweiterung des Standardreportings und der Dashboard-Erstellung, die Ermöglichung individueller Layout-Farbanpassungen, ein komplett überarbeitetes Aufgabencenter, eine erweiterte Suchfunktion, die nunmehr als eBook verfügbare Dokumentation sowie eine Produkt-Schnittstelle zu den Aspera-Lösungen.

Mitarbeiter

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 erhöhte sich die Konzernbelegschaft der USU-Gruppe gegenüber dem Vorjahr um 13,8 % auf 306 (2009: 269) Mitarbeiter, was insbesondere aus der mehrheitlichen Übernahme der Aspera GmbH resultiert. Nicht darin enthalten sind die vier Mitglieder des Vorstands der Tochtergesellschaft USU AG, etwa 100 freie Mitarbeiter, auf die im Projektgeschäft im Bedarfsfall zurückgegriffen wird, 19 Aushilfskräfte sowie 6 Auszubildende.

Segmentbezogen beschäftigte die USU-Gruppe 223 (2009: 191) Mitarbeiter im Produktgeschäft, 61 (2009: 60) Mitarbeiter im Servicegeschäft sowie 22 (2009: 18) Mitarbeiter im Zentralbereich.

Nach Funktionsbereichen untergliedert waren zum Ende des Berichtszeitraums 128 (2009: 113) Mitarbeiter im Bereich Beratung und Services, 102 (2009: 94) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, 45 (2009: 36) Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 31 (2009: 26) Mitarbeiter in der Administration tätig.

Der durchschnittliche Personalbestand der USU-Gruppe belief sich im Berichtszeitraum auf 293 (2009: 264) Mitarbeiter. Entsprechend lag der durchschnittlich pro Mitarbeiter erzielte Umsatzbeitrag im Geschäftsjahr 2010 bei TEUR 130 (2009: TEUR 129) Im gleichen Zeitraum betrug der Personalaufwand TEUR 18.852 (2009: TEUR 17.438). Die Personalkostenquote sank folgerichtig auf 49,6 % (2009: 51,2 %) des Konzernumsatzes.

Grafik: Personalbezogene Kennzahlen der USU-Gruppe

Auch für das Geschäftsjahr 2011 plant die USU-Gruppe zur Erzielung des avisierten Wachstums den weiteren Ausbau der Konzernbelegschaft. Neben der Gewinnung zusätzlicher hoch qualifizierter Mitarbeiter steht gleichfalls die Bindung und Motivierung des bestehenden Personals im Vordergrund der Personalmaßnahmen. In diesem Kontext ist auch die teilweise Variabilität der Gehälter einer Vielzahl der USU-Mitarbeiter zu sehen, welche als Leistungsanreiz sowohl die individuelle Zielerreichung als auch den Gesamterfolg der Abteilung, des Unternehmens oder des Konzerns gesondert honoriert. Daneben besteht ein umfangreiches und sehr flexibles, mitarbeiterbezogenes Firmenwagen-Programm.

Zudem investiert die USU-Gruppe im Rahmen des Karriere- und Laufbahnmodells "USU - U Step Up" kontinuierlich in die Entwicklung und Weiterbildung der Belegschaft. Dabei bietet USU ihren Mitarbeitern und Führungskräften neben fachspezifischen Qualifizierungsmaßnahmen und der Weiterentwicklung der Soft Skills auch weiterführende Auffrischungs- und Vertiefungsangebote zur Personalentwicklung an. Ein gemeinsames Wertesystem, kurze Informationswege, eine familiäre Arbeitsatmosphäre und zahlreiche Mitarbeiterveranstaltungen runden die vielfältigen Maßnahmen zur langfristigen Förderung und Motivierung der Belegschaft der USU-Gruppe ab.

Grundzüge des Vergütungssystems

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands wird, unterteilt nach Fixum und variablem Bestandteil, vom Aufsichtsrat unter Berücksichtigung sämtlicher Bezüge im Konzernkreis in angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Der variablen Vergütung liegt eine jährlich vom Aufsichtsrat festgelegte Zielerreichung zugrunde, die nach Abschluss der Jahresplanung für das jeweilige Geschäftsjahr fixiert wird. Dabei richtet sich die Höhe der tatsächlich zur Auszahlung kommenden variablen Vergütung nach dem Grad der Erreichung der vereinbarten quantitativen und qualitativen Ziele.

Die in nachstehender Tabelle aufgeführte Vergütung von insgesamt TEUR 260,4 (2009: TEUR 211,0) beinhaltet sämtliche Bezüge des Vorstandssprechers Bernhard Oberschmidt im Konzernkreis. Der Alleinvorstand der USU Software AG ist gleichzeitig Vorstandssprecher der Konzerntochter USU AG, Präsident der Konzerntochter USU (Schweiz) AG sowie Geschäftsführer der Konzerntochter Openshop Internet Software GmbH.

Individualisierte Vergütung des Alleinvorstands Bernhard Oberschmidt

in TEUR

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Fixe Vergütung Zuschuss zur

Rentenversicherung

und Altersvorsorge
Geldwerter Vorteil aus

Privatnutzung des

Firmenfahrzeugs
Variable Vergütung
2010 138,0 19,5 15,3 87,61)
2009 132,0 19,4 20,1 39,52)

1) davon für Vorjahr: TEUR -6;

2) davon für Vorjahr: TEUR 9,5;

Tabelle: Individualisierte Vorstandsvergütung der USU Software AG und des Konzerns

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats der USU Software AG ist in § 17 der Satzung der Gesellschaft geregelt und wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 12. Juli 2007 verabschiedet. Danach erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der USU Software AG neben der Auslagenerstattung eine jährliche fixe Vergütung für jedes volle Geschäftsjahr, in dem eine Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat vorlag, in Höhe von TEUR 12,5 und der Aufsichtsratsvorsitzende einen Betrag von TEUR 60,0. Daneben erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates eine zusätzliche jährliche variable Vergütung, die von dem im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten und in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzernabschlusses der Gesellschaft ausgewiesenen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach IFRS ("EGG") im Verhältnis zu den ausgewiesenen Umsatzerlösen abhängig ist. Ab einem Anteil des EGG an den Umsatzerlösen von 5 % wird für jeden vollen Prozentpunkt des Anteils des EGG an den Umsatzerlösen ein 10 %-Zuschlag vom Fixum zusätzlich jährlich variabel vergütet, und zwar maximal bis zur Deckelung von 200 %. Da ein Ausweis des EGG im Konzernabschluss nicht mehr erfolgt, wird die Ermittlung auf Basis der Berechnung des Geschäftsjahres 2006 vorgenommen, die als Grundlage für den im Jahr 2007 gefassten Hauptversammlungsbeschluss gilt. Hiernach ermittelt sich das EGG aus der Differenz des im USU-Konzern erzielten Gewinns vor Steuern mit dem Zinsergebnis und den Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte. Im Geschäftsjahr 2010 summierte sich das EGG auf TEUR 3.055 (2009: TEUR 1.451), so dass sich der Anteil des EGG an den konzernweiten Umsatzerlösen auf 8,0 % (2009: 4,3 %) belief. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats der USU Software AG lag entsprechend bei 30 % des jeweiligen Fixums der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der USU Software AG sind gleichzeitig auch im Aufsichtsrat der Konzerntochter USU AG vertreten. Die Aufsichtsratsvergütung der USU AG wurde durch die Hauptversammlung dieser Gesellschaft am 22. Mai 2000 gemäß § 12 der Satzung der USU AG beschlossen und gilt, bis die Hauptversammlung etwas anderes beschließt. Danach erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der USU AG neben der Auslagenerstattung eine jährliche fixe Vergütung für jedes Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 5,0, der Aufsichtsratsvorsitzende TEUR 10,0 und der Stellvertretende Vorsitzende TEUR 7,5. Variable Komponenten waren und sind in der Aufsichtsratsvergütung der USU AG nicht vorgesehen.

Die konzernweite Aufsichtsratsvergütung der USU-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2010 in Summe auf TEUR 133,0 (2009: TEUR 107,5).

Individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010

in TEUR

scroll

Fixe Vergütung USU Software AG Variable Vergütung USU Software AG Fixe Vergütung USU AG
Udo Strehl 60,0 18,0 10,0
Günter Daiss 12,5 3,75 7,5
Erwin Staudt 12,5 3,75 5,0

Tabelle: Individualisierte Aufsichtsratsvergütung der USU Software AG und des Konzerns

Weitere Angaben gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB

Gezeichnetes Kapital, Aktien und Aktionärsstruktur

Zum 31. Dezember 2010 waren 10.523.770 (2009: 10.021.054) auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag ("Stückaktien") der USU Software AG mit ebenso vielen Stimmrechten und einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro ausgegeben. Die ausgewiesene Erhöhung resultiert aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen aus dem genehmigten Kapital zur Teilfinanzierung der mehrheitlichen Übernahme der Aspera GmbH. Im Rahmen dieser Unternehmensakquisition wurden den drei ehemaligen Alleingesellschaftern insgesamt 502.716 Aktien der USU Software AG ("Neue-USU-Aktien") gewährt. Dies entspricht einem Anteil von 4,8 % aller ausgegebenen Aktien. Die Neue-USU-Aktien nehmen erstmals ab dem 1. Januar 2010 am Gewinn teil und dürfen bis zum 31. März 2012 ("Lock-up Periode") nicht ohne vorherige Zustimmung der USU Software AG verpfändet, an Dritte veräußert oder Dritten zum Erwerb angeboten werden.

Von den 10.523.770 ausgegebenen Aktien der USU Software AG sind des Weiteren 5.795.187 (2009: 5.795.187) Aktien dem Hauptaktionär und Aufsichtsratsvorsitzenden der Gesellschaft, Udo Strehl, zuzurechnen, was einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 55,1 % (2009: 57,8 %) entspricht. Davon hält er direkt 1.989.319 (2009: 1.989.319) Aktien. Über die Udo Strehl Private Equity GmbH ("USPEG") werden Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter der USPEG zusätzlich 3.773.868 (2009: 3.773.868) Aktien zugerechnet. Weitere 32.000 (2009: 32.000) Aktien der USU Software AG sind ihm über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" zuzurechnen, deren alleiniger Geschäftsführer Udo Strehl ist. Peter Scheufler, ehemaliger Gesellschafter von LeuTek, werden zum 31. Dezember 2010 über 10 % des Grundkapitals bzw. über 10 % der Stückaktien der USU Software AG mit einer äquivalenten Anzahl an Stimmrechten zugerechnet.

Befugnisse des Vorstands bezüglich der Ausgabe von Aktien und des Aktienrückkaufs

Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 12. Juli 2007 wurde der Vorstand bis zum 11. Juli 2012 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gegen Barmittel oder Sacheinlagen um bis zu EUR 5.167.502 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Im Rahmen der mehrheitlichen Übernahme der Aspera hat der Vorstand hiervon teilweise Gebrauch gemacht und eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen aus dem genehmigten Kapital in Höhe von EUR 502.716 zur Teilfinanzierung dieser Unternehmensakquisition durchgeführt.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. März 2000 wurde das Grundkapital der USU Software AG ferner um TEUR 757 durch Ausgabe von 756.911 auf den Inhaber lautende Stückaktien zur Gewährung von Optionsrechten an Vorstandsmitglieder, Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter verbundener Unternehmen bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2004 wurde das bedingte Kapital auf TEUR 378 herabgesetzt. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Optionsrechte von Ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Zum 31. Dezember 2010 waren keine Optionsrechte ausstehend. Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 wurde der Vorstand der Gesellschaft zudem ermächtigt, in der Zeit bis zum 14. Juli 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats in einem oder mehreren Schritten Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Dabei dürfen die erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien, die die Gesellschaft aufgrund einer früheren Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien hält, insgesamt einen Anteil von 10 v.H. am Grundkapital der Gesellschaft zum Zeitpunkt dieser Ermächtigung nicht überschreiten.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen der USU Software AG

Gemäß § 84 AktG sowie § 8 Abs. 2 der Satzung der USU Software AG erfolgt die Bestellung oder Abberufung des Vorstands durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft. In dringenden Fällen ist gemäß § 85 AktG eine gerichtliche Bestellung eines Vorstands möglich, dessen Amt jedoch erlischt, sobald der Mangel behoben ist. Der Aufsichtsrat ist ferner gemäß § 18 der Satzung ermächtigt, Änderungen der Satzung, die nur ihre Fassung betreffen, zu beschließen. Jede sonstige Änderung der Satzung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Dieser bedarf gemäß § 179 Abs 2 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Nicht die Satzung betreffende Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen im Übrigen gemäß § 133 AktG der einfachen Stimmenmehrheit.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Corporate Governance umfasst die wesentlichen Standards für eine transparente und wertorientierte Führung und Kontrolle kapitalmarktorientierter Unternehmen. Diese Standards wurden von der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" erarbeitet und im Corporate Governance Kodex ("Kodex") als Umsetzungsempfehlungen zusammengefasst. Kernziel des Kodex ist die Förderung des Vertrauens der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften. Der Kodex trat im Jahr 2002 in Kraft und wurde zuletzt im Jahr 2010 aktualisiert.

Gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft jährlich zu erklären, inwiefern diesen Empfehlungen entsprochen wurde bzw. wird sowie bei der Nichtanwendung von Empfehlungen dies zu begründen. Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG haben sich nachdrücklich zur Umsetzung der wesentlichen Empfehlungen des Kodex bekannt und am 9. Dezember 2010 die aktuelle Entsprechenserklärung 2010 abgegeben und unmittelbar auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht. Sowohl die aktuelle als auch die Entsprechenserklärungen der Vorjahre sind entsprechend unter der Internetseite www.usu-software.de/investor_relations/corporate_governance.html dauerhaft zugänglich.

Unternehmensführungspraktiken

Im Sinne einer guten und nachhaltigen Unternehmensführung bekennt sich der Vorstand der USU Software AG zu einem ethisch und sozial verantwortungsbewussten Handeln. Diesbezüglich hat der Vorstand der Gesellschaft in enger Zusammenarbeit mit der Belegschaft der Tochtergesellschaften Grundwerte und Ziele formuliert, die in entsprechenden Leitlinien zusammengefasst sind, welche auf der Homepage der Gesellschaft unter www.usu-software.de/konzern/leitlinien.html abrufbar sind. Weiterführende Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, werden nicht angewandt.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der USU Software AG führt die Geschäfte als Alleinvorstand unter eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze und des Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung sowie der Geschäftsordnung für den Vorstand. Die Vorstände bzw. Geschäftsführer der Tochtergesellschaften sowie die Leiter der Geschäftsbereiche berichten in regelmäßigen gemeinsamen Managementmeetings über die Entwicklung der operativen Einheiten und liefern dem Vorstand der Konzernmuttergesellschaft kontinuierlich Status- und Prognoseberichte.

Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat über die Entwicklung und Lage einschließlich der Rentabilität der USU Software AG und des Konzerns, die Unternehmensplanung, das Risikomanagement sowie wesentliche Geschäftsvorgänge und -vorhaben erfolgt regelmäßig, zeitnah und umfassend durch den Vorstand der Gesellschaft.

Sowohl für den Vorstand als auch den Aufsichtsrat ist bereits vor den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex eine D&O-Versicherung abgeschlossen worden, welche keinen Selbstbehalt vorsah. Diese zum Abschluss der D&O-Versicherung gängige Vertragsgestaltung wurde im Geschäftsjahr 2010 für den Vorstand an die neuen Regelungen des Corporate Governance Kodex, wonach ein entsprechender Selbstbehalt zu vereinbaren ist, angepasst. Für den Aufsichtsrat ist die Einführung eines Selbstbehaltes in der Zukunft ebenfalls avisiert.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern und wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden sowie einen Stellvertreter. Aufgrund seiner Größe hat der Aufsichtsrat auf die Einrichtung von Ausschüssen verzichtet. Vielmehr werden die Aufgaben vom Aufsichtsrat gemeinschaftlich wahrgenommen.

Die Tätigkeit des Aufsichtsrats bestimmt sich nach den Bestimmungen des Gesetzes und der Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung sowie der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der USU Software AG. Hierzu gehört unter anderem, dass der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstands bestellt, die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt und eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlässt und sich gleichermaßen eine Geschäftsordnung gibt. Des Weiteren überwacht der Aufsichtsrat kontinuierlich den Vorstand und begleitet diesen beratend. Ferner stellt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Eine ausführliche Erläuterung der Tätigkeit des Aufsichtsrats erfolgt jährlich im Rahmen der Berichterstattung des Aufsichtsratsvorsitzenden an die Aktionäre der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat wird durch den Vorsitzenden nach Bedarf, mindestens jedoch viermal im Jahr nach den Regelungen der Satzung einberufen. Regelmäßig nimmt der Vorstand der Gesellschaft an diesen Sitzungen teil. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn an der Aufsichtsratssitzung alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilnehmen. Dabei werden Beschlüsse des Aufsichtsrats mit einfacher Mehrheit gefasst, sofern nicht gesetzlich oder durch die Satzung der Gesellschaft etwas anderes vorgeschrieben ist.

USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28)

Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.

Aktienkursentwicklung

Nach den deutlichen Kurszuwächsen im Vorjahr vollzogen die Aktienmärkte auch im Jahr 2010 einen positiven Verlauf, der jedoch von einer hohen Volatilität geprägt war. Während die deutschen Aktienindizes wie der Deutsche Aktienindex ("DAX") oder der Technology All Share Index im ersten Quartal 2010 freundlich tendierten, entwickelten sich diese im Verlauf des zweiten Quartals insgesamt rückläufig, um in den beiden Folgequartalen neue Jahreshöchststände zu verzeichnen. Insbesondere die sich deutlich aufhellenden Unternehmens- und Konjunkturdaten führten auf Jahressicht zu einer Verbesserung des Technology All Share-Index zum 31. Dezember 2010 um 9,0 % auf 1.017,33 Punkte, während der DAX um 16,1 % auf 6.914,19 Punkte zulegte. Die USU-Aktie verzeichnete im selben Zeitraum einen überproportionalen Kursanstieg um 48,2 % auf EUR 4,89 auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA. Dabei profitierte die USU-Aktie wie bereits im Vorjahr von zahlreichen positiven Analysten- und Pressekommentaren als Folge der erfolgreichen operativen Geschäftsentwicklung der Gesellschaft.

Grafik: Kursverlauf der USU Software AG-Aktie im Jahr 2010

Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand der USU Software AG hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben: "Ich erkläre, dass die USU Software AG nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen, die die Gesellschaft benachteiligen, wurden nicht getroffen."

Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der USU Software AG und des Gesamtkonzerns hatten. Insofern ergaben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften sind im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dieses unternehmerische Handeln besteht unter anderem in der Erschließung und in der Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der USU-Gruppe dienen. Unternehmerische Chancen werden einerseits im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses und andererseits im Rahmen der laufend fortentwickelten Unternehmensstrategie berücksichtigt. Unter "Risiken und Chancen im Überblick" dieses Risikoberichtes sowie im Prognosebericht unter dem Gliederungspunkt "Ausblick" werden die Chancen näher dargestellt.

Als Basis für den nachhaltigen Geschäftserfolg gilt es ferner, verantwortungsvoll mit Risiken umzugehen. Dabei bedient sich das Management der USU-Gruppe eines zentralen Risikomanagementsystems zur frühzeitigen Erkennung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Bewältigung der Risiken. Dieses ist zur Sicherstellung eines konzernweiten Risikobewusstseins in die Aufbau- und Ablauforganisation der USU-Gruppe eingebunden. Um den Risikocharakter des Konzerns individuell abbilden zu können, nutzt der Konzern die eigenentwickelte Software Valuemation Risk Manager.

Risikomanagementprozess

Der Prozess des Risikomanagements beginnt mit der Identifizierung und Erfassung der relevanten Risiken durch den Vorstand, das Managementteam sowie die jeweiligen Bereichsleiter der Tochtergesellschaften. Die Risiken werden analysiert, dokumentiert und bezüglich ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Eine Risikomatrix visualisiert und klassifiziert die Ergebnisse. Daraus ableitend werden, in Abhängigkeit von der Risikoklassifizierung, gezielte Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung und -bewältigung umgesetzt.

Sämtliche Aktivitäten werden vom Risikomanagementverantwortlichen der Gesellschaft und des Konzerns in einem Risikoreport zusammengefasst. Auf Basis dieses Reports führen der Vorstand der USU Software AG und das Managementteam der Tochtergesellschaften ein kontinuierliches Risikocontrolling durch und unterrichten den Aufsichtsrat regelmäßig über wesentliche Risiken sowie über Risikoveränderungen.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft betrachtet das auf den Rechnungslegungsprozess bezogene interne Kontrollsystem ("RIKS") und das rechnungslegungsbezogene interne Risikomanagementsystem ("RIRMS") als umfassendes System zur Sicherstellung eines regelungskonformen Abschlusses bzw. Konzernabschlusses. Das RIKS umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen und satzungsmäßigen Vorschriften. Das RIRMS beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung, -steuerung und -bewältigung in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem von USU ist derart eingerichtet, dass die erforderliche Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Erstellung der extern publizierten Jahres- und Konzernabschlüsse gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist eine klar definierte Führungs- und Unternehmensstruktur mit entsprechenden Aufgabenzuordnungen. So werden die rechnungslegungsbezogenen Schlüsselfunktionen zentral über die USU Software AG sowie die USU AG gesteuert. Die spezifischen Verantwortungsbereiche sind dabei eindeutig zugeordnet.

Ein umfangreiches, regelmäßig aktualisiertes Richtlinienwesen, bestehend aus Kompetenzregelung, Berichtswesen, Reisekosten- und Zeiterfassungsrichtlinien oder Investitionsgenehmigungen ist eingerichtet. Dieses regelt unter anderem das Vieraugenprinzip bei den rechnungslegungsbezogenen Prozessen. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird zudem die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der USU-Gruppe sichergestellt.

Die USU-Gruppe verfügt über ein weitreichend vereinheitlichtes, standardisiertes Finanzsystem, welches ausschließlich den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeitern entsprechend ihres Zuständigkeitsbereiches durch klar definierte Zugriffsrechte zugänglich ist.

Für die termingerechte Erstellung der Monats-, Quartals- und Jahres- sowie Konzernabschlüsse auf Basis der vom Vorstand vorgegebenen zeitlichen Abschlussplanung ist zentral die Finanzabteilung der USU AG im Zusammenspiel mit dem Projekt- und Finanzcontrolling dieser Gesellschaft verantwortlich. Der Vorstandssprecher der USU Software AG, der für das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Rechnungslegungssystem der USU Software AG und des Gesamtkonzerns die Gesamtverantwortung trägt, kontrolliert und überwacht seinerseits die Erstellung und führt einen Abgleich mit der permanent aktualisierten Hochrechnung durch. Üblicherweise sind für USU als Software- und IT-Beratungsunternehmen die Umsatzrealisierung, die Werthaltigkeit der Firmenwerte und die Bewertung der Forderungen, unfertigen Leistungen und Rückstellungen von zentraler risikobezogener Bedeutung.

Regelmäßige Fortbildungen der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Personen sowie die zeitnahe Untersuchung neuer oder geänderter rechnungslegungsbezogener Vorschriften gewährleisten eine kontinuierliche Aktualität hinsichtlich der (Konzern-)Abschlusserstellung.

Risiken und Chancen im Überblick

Aus dem aktuellen Risikobericht der Gesellschaft geht hervor, dass gegenwärtig und für die absehbare Zukunft keine Existenz bedrohenden Einzelrisiken identifiziert werden konnten. Dennoch kann der Vorstand der USU Software AG keine Gewähr dafür übernehmen, dass sich nicht mehrere Risiken in Summe bestandsgefährdend auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können. Nachfolgend werden die Risiken dargestellt, die im Rahmen des Risikomanagements als schwerwiegend eingestuft wurden oder aber einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können:

Marktrisiken und Wettbewerbsrisiken

Die USU Software AG agiert als Software- und IT-Unternehmen in einem wettbewerbsintensiven Markt, der einem stetigen Wandel unterlegen ist. Vor allem große Softwareunternehmen haben in der Vergangenheit durch Diversifizierung bzw. Akquisitionen das eigene Angebotsportfolio erweitert und dadurch neue Märkte erschlossen. In diesem Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in der Folgezeit zu einem verstärkten Preisdruck und Verdrängungswettbewerb kommt.

Die USU Software AG hat ihrerseits das Angebotsportfolio sowie den Zielmarkt des Gesamtkonzerns sowohl durch die mehrheitliche Übernahme der Aspera GmbH als auch die forcierten Internationalisierungsaktivitäten erweitert. Mit dem erweiterten Produktportfolio positioniert sich USU dabei strategisch im Wachstumsmarkt für wissensbasierte Servicemanagement-Lösungen und konzentriert sich auf chancenreiche Zukunftsthemen innerhalb der Informationstechnologie. Die langjährigen Beziehungen und die Nähe zum Kunden ermöglichen es der USU-Gruppe zudem, flexibler und individueller auf die jeweiligen Problemstellungen einzugehen. Durch das spezifische Know how der USU-Mitarbeiter bezüglich der fachlichen Beratung sowie der Implementierung der konzerneigenen Produkte in die bestehenden IT-Systeme der Kunden konnte das Preisgefüge sowohl im produkt- und lösungsbezogenen als auch im allgemeinen Beratungsgeschäft gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten werden. Gleichzeitig erfolgte im Geschäftsjahr 2010 wie in den Vorjahren die Einbindung von Mitarbeitern der tschechischen Konzerntochter USU Software s.r.o. in Beratungsprojekte sowie ein bedarfsweiser Zugriff auf externe Beraterressourcen, um einem eventuellen Renditeverfall entgegenzutreten. Die Erfahrungen aus den Projekten sowie das Feedback aus diversen Kundenveranstaltungen in Form von Verbesserungsvorschlägen fließen zudem zeitnah in die Weiterentwicklung der etablierten Softwareprodukte sowie neue Produktentwicklungen ein und bilden so die Basis für zukünftiges Neu- und Folgegeschäft.

Forschungs- und Entwicklungsrisiken

Die hohe Wettbewerbsintensität und das spezifische Käuferverhalten führen zu extrem kurzen Entwicklungszyklen neuer Produktversionen bzw. -releases. Gleichzeitig steigen die Anforderungen aufgrund schneller technologischer Veränderungen.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hält die USU-Gruppe ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf einem kontinuierlich hohem Niveau und nutzt dabei insbesondere die Ressourcen der Entwicklungsgesellschaft in Tschechien. Etwa 50 Mitarbeiter arbeiten an der stetigen marktorientierten Weiterentwicklung der konzerneigenen Softwareprodukte nach Maßgabe der Anforderungen aus dem Produktmanagement. Zudem runden Tests und Maßnahmen zum Qualitätsmanagement den Entwicklungsprozess ab. Durch den engen Kontakt mit führenden Marktanalysten kann dabei schnell auf eventuelle technologische Veränderungen eingegangen werden. Als technologischer Vorreiter konzipiert die USU-Gruppe zudem eigene Innovationen zur permanenten Verbesserung und Erweiterung des Produktportfolios.

Produkt-, Projekt- und rechtliche Risiken

Die von der USU Software AG und ihren Tochtergesellschaften vertriebene eigenentwickelte Software kann, wie nahezu jede Software, mit Fehlern behaftet sein, die trotz gründlicher Prüfungen und sorgfältiger Tests auftreten können. Daraus resultierende Fehlfunktionen können zu Lasten der USU-Gruppe zu Gewährleistungs- und Haftungsfolgen führen. Die eigenentwickelte Software kommt zudem vorwiegend im Rahmen von größeren Projekten zum Einsatz, bei denen die Gesellschaft vertraglich fixierte Zusagen bezüglich der Funktionalitäten, der zeitlichen Fertigstellung sowie der Projektkosten trifft. Dabei besteht das Risiko, dass infolge von Produktmängeln oder Leistungsstörungen der eingeplante Zeit- und Kostenrahmen nicht eingehalten werden kann, was wiederum Schadenersatzansprüche der Auftraggeber bzw. negative Deckungsbeiträge des jeweiligen Auftrags zur Folge haben kann. Um derartige Produkt- und Projektrisiken zu vermeiden, hat die USU-Gruppe bereits frühzeitig ein umfangreiches Qualitätsmanagement als Teil der Entwicklungsaktivitäten eingeführt und zusätzlich einen eigenen Bereich Projektoffice etabliert, um mittels eines effektiven Projektcontrollings Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen bzw. nachhaltig vermeiden zu können. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung zur Risikobegrenzung, die insbesondere für Daten-, Datenträger- und Implementierungsschäden sowie Schäden aufgrund von Sachmängeln infolge des Fehlens von vereinbarten Eigenschaften, ab einer Schadenshöhe von TEUR 50 bis maximal 5 Millionen Euro je Schadensfall eintritt.

Personal- und Managementrisiken

Die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie sowie der wirtschaftliche Erfolg der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften beruht maßgeblich auf der Leistung ihrer Fach- und Führungskräfte. Die Gesellschaft ist daher in besonderem Maße auf hochqualifiziertes Personal angewiesen, um auch zukünftig den sich stellenden Marktanforderungen und Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Der Verlust von Führungskräften oder Mitarbeitern in Schlüsselpositionen kann der Gesellschaft ebenso schaden wie das Ausbleiben neuer Wissensträger. Aus diesem Grund hat USU zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um trotz des sich verschärfenden Wettbewerbs am Personalmarkt zusätzliche hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und gleichzeitig das vorhandene Personal zu binden. In gleichem Maße hat die bedarfsgerechte Förderung der Mitarbeiter einen wichtigen Stellenwert innerhalb der USU-Gruppe. Spezifische Fort- und Weiterbildungsangebote, ein umfangreiches Karriere- und Laufbahnmodell sowie zahlreiche Mitarbeiterveranstaltungen tragen zur Bindung der Fach- und Führungskräfte bei. Eine positive Unternehmenskultur erhöht ferner die Erfolgsquote bei der Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter.

IT-Risiken

Als Software- und IT-Unternehmen sind die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften von der dauerhaften Betriebsbereitschaft und Sicherheit des konzernweiten Rechenzentrums, der Netzwerke und der IT-Systeme abhängig. Ein teilweiser oder vollständiger Ausfall der IT-Infrastruktur kann sich, ebenso wie ein unberechtigter Zugriff auf die Quellcodes der eigenentwickelten Softwareprodukte, auf Kunden- und Projektdokumentationen oder auf sonstige unternehmenskritische Daten, negativ auf die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe auswirken.

Um derartigen Risiken vorzubeugen, besteht bereits seit mehreren Jahren ein spezifisches Konzept zur Risikovorsorge speziell für den IT-Bereich, welches in das Risikomanagementsystem des Konzerns eingebunden ist.

Beteiligungsrisiken

Die USU Software AG ist über ihre Tochtergesellschaften indirekt deren jeweiligem Risikoumfeld ausgesetzt. Aus den Beziehungen zu den Tochterunternehmen können aus gesetzlichen und vertraglichen Haftungsverhältnissen Belastungen entstehen. Ein weiteres potenzielles Risiko besteht in diesem Zusammenhang im Einzelabschluss der USU Software AG hinsichtlich der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte an der USU AG, der OMEGA, der LeuTek und der Aspera. Das Risiko bezüglich dieser Tochtergesellschaften besteht jedoch nur für den Fall, dass sich deren Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dauerhaft verschlechtert. So war beispielsweise im Einzelabschluss der USU Software AG im Geschäftsjahr 2010 eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der OMEGA in Höhe von TEUR 900 erforderlich. Im Zusammenhang mit der vollständigen Übernahme der Konzerntochter USU AG und dem im Jahr 2003 durchgeführten Squeeze-out-Verfahren ist ferner ein Spruchstellenverfahren über die Angemessenheit der an die Aktionäre der USU AG gewährten Barabfindung anhängig. Im Oktober 2010 hat das Landgericht Stuttgart die Angemessenheit bestätigt und festgestellt, dass die an die Aktionäre der USU AG gewährte Barabfindung dem Wert des Unternehmens entsprach. Aufgrund zweier Beschwerden gegen diesen Beschluss ist eine Fortsetzung des Spruchstellenverfahrens zu erwarten. Der Vorstand der USU Software AG geht aufgrund des im Rahmen des Squeeze-out-Verfahrens erstellten Gutachtens, der anschließenden Prüfung dieses Gutachtens durch den gerichtlich bestellten sachverständigen Prüfer sowie der Beschlussfassung durch das Landgericht Stuttgart davon aus, dass die an die Aktionäre der USU AG gezahlte Barabfindung angemessen war.

Goodwill-Risiken

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") wird anstelle einer planmäßigen Abschreibung gemäß IFRS 3 mindestens einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung ("Impairment Test") unterzogen. Das Ergebnis des Impairment Tests kann entweder in der Bestätigung des angesetzten Goodwills bestehen oder aber zu einer das Jahresergebnis mindernden Abschreibung führen, welche sich entsprechend negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der USU Software AG auswirken könnte.

Der im Geschäftsjahr 2010 durchgeführte Impairment Test erbrachte keine Sachverhalte, die eine Wertminderung der diesem Bilanzposten zugeordneten Vermögenswerte bedingen würden. Infolge der operativen Geschäftsentwicklung erwartet die USU Software AG für den Gesamtkonzern auch in der Folgezeit keine das Jahresergebnis mindernde Goodwillabschreibung. Dessen ungeachtet wurde im Zusammenhang mit der nach IFRS 3 notwendigen ertragswirksamen Aktivierung eines Teils der latenten Steuern auf Verlustvorträge bei der Konzerntochter USU AG wie bereits in den Vorjahren eine aufwandswirksame Goodwill-Abschreibung in gleicher Höhe erforderlich. Der saldierte Nachsteuereffekt ist in Summe gleich Null, so dass hieraus kein Risiko für die USU Software AG oder den Konzern entstand oder in der Zukunft entstehen wird.

Forderungsausfallrisiken

Mögliche Risiken aus Forderungsverlusten bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch ein aktives Forderungsmanagement minimiert. Darüber hinaus bildet die Gesellschaft hierfür eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge. Insgesamt kann daher das Ausfallrisiko bisher als begrenzt angesehen werden. Im Hinblick auf die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit mit möglichen negativen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise auf die wirtschaftliche Situation grundsätzlich als solvent geltender Unternehmen kann in Zukunft nicht ausgeschlossen werden, dass auch bei der für die USU Software AG als charakteristisch anzusehenden, von marktstarken Unternehmen geprägten Kundenstruktur die insolvenzbedingten Risiken aus Forderungsausfällen zunehmen können.

Finanz- und Liquiditätsrisiken

Die USU Software AG verfügt konzernweit über umfangreiche Finanzmittel von über 11 Millionen Euro für zukünftige Investitionen, für potenzielle Akquisitionen sowie zur Absicherung der operativen Geschäftsaktivitäten. Diese Mittel werden zur Generierung von Zinserträgen in vorwiegend kurzfristigen Kapitalanlagen investiert. Dabei besteht das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Wertverlustes einer oder mehrerer Kapitalanlagen.

Zur Risikobegrenzung investiert die Gesellschaft daher ausschließlich in risikoarme Kapitalanlagen mit kurzen Restlaufzeiten. Kapitalanlagen in hoch spekulative Wertpapiere bzw. Aktien werden nicht vorgenommen. Dementsprechend war auch in 2010 eine positive Kursentwicklung im Wertpapierportfolio der USU-Gruppe zu verzeichnen.

Grafik: Entwicklung des Konzernliquidität der USU-Gruppe in TEUR

Wesentliche Chancen

Aus den umfangreichen Chancen der USU Software AG und des Konzerns sieht der Vorstand neben den bereits erwähnten Punkten noch die folgenden Optionen als für besonders wichtig an:

Neben dem weiteren Ausbau des inländischen Neukundengeschäfts bietet insbesondere das internationale Partnerbusiness überdurchschnittliche Wachstumspotenziale. Dabei besteht unter anderem durch die Erweiterung des Partnernetzwerkes die Chance, neue Absatzmärkte zu erschließen. Zudem bietet die Erweiterung des Produktportfolios durch eigene Innovationen oder Akquisitionen die Chance, das Bestandskundengeschäft auszubauen und neue Kunden hinzu zu gewinnen. Dabei verfolgt USU die Strategie, das bestehende Portfolio stetig weiter zu entwickeln und um kundenindividuelle Features zu erweitern oder aber durch gezielte Akquisitionen wie die mehrheitliche Übernahme der Aspera GmbH im Jahr 2010 abzurunden. Eine wesentliche Chance besteht ferner in der Erweiterung der Belegschaft, um die bestehenden Wachstumsoptionen sowohl im Produkt- als auch im Servicegeschäft vollumfänglich zu nutzen.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Nach der kräftigen Erholung der deutschen Gesamtwirtschaft im Jahr 2010 und der hieraus erzielten höchsten Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes seit der Wiedervereinigung prognostiziert das Institut für Wirtschaftsforschung ("ifo") in der jüngst veröffentlichten ifo Konjunkturprognose 2011, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung auch im Jahr 2011 fortsetzen wird. Dabei erwarten die ifo-Experten jedoch, dass sich das Tempo der konjunkturellen Expansion in Deutschland als Folge nachlassender weltwirtschaftlicher Impulse sowie eines sinkenden Staatskonsumes zunächst verlangsamen wird. Positive Wachstumsbeiträge sollen demgegenüber aus der Binnennachfrage aufgrund weiter steigender Investitionen der Untenehmen sowie erhöhter Konsumausgaben der Privathaushalte kommen. Im Jahresdurchschnitt 2011 soll der BIP-Anstieg in Deutschland gemäß der ifo-Prognose entsprechend 2,4 % betragen, nachdem sich der Zuwachs der Wirtschaftsleistung im Jahr 2010 laut destatis auf 3,6 % belief.

Auch im Euroraum wird sich die Konjunkturdynamik zu Beginn des Jahres 2011 vorübergehend abschwächen und erst im weiteren Verlauf im Zuge einer sich gegen Ende des Jahres erholenden Weltwirtschaft wieder leicht beschleunigen. Auf Jahressicht erwartet ifo für 2011 insofern einen BIP-Anstieg im Euroraum von 1,4 %, nach 1,7 % im Vorjahr.

Branche

Der deutsche IT-Markt wird nach Untersuchungen des Bundesverbandes BITKOM im Jahr 2011 wieder kräftig wachsen. Im Zuge der Konjunkturerholung investieren dabei vor allem Unternehmen, die in der jüngsten Vergangenheit größere Anschaffungen zurückgestellt hatten, in neue Softwarelösungen. Gemäß der aktuellen BITKOM-Prognose werden die Marktvolumina der IT-Branche im Jahr 2011 entsprechend um 4,3 % steigen, nach einem Zuwachs von 2,7 % im Jahr 2010. Dabei soll der Softwaremarkt im Jahr 2011 laut BITKOM einen Anstieg der Umsatzerlöse von 4,2 % (2010e: 2,4 %) verzeichnen, während BITKOM für den Bereich IT-Services im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 4,6 % (2010e: 1,4 %) vorhergesagt.

Für den europäischen Markt für Informationstechnologie sieht Forrester noch höheres Wachstumspotenzial und prognostiziert einen Anstieg des IT-Marktvolumens in Zentral- und Westeuropa von 6,8 % (2010e: 4,1 %). Die Bereiche Software und IT-Services sollen in Europa mit 6,1 % (2010e: 4,6 %) und 6,5 % (2010e: 1,7 %) gleichfalls deutlich über der Gesamtwirtschaft zulegen.

Ausblick

Für die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften erwartet der Vorstand nach der erfolgreichen Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Berichtsjahr auch für die kommenden Jahre eine zusätzliche konzernweite Umsatz- und Ergebnissteigerung in den beiden Segmenten Produkt- und Servicegeschäft.

Der Erfolg der USU Software AG, die sich als Einzelgesellschaft wie in den Vorjahren auf den Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen konzentriert, wird dabei auch in der Folgezeit maßgeblich von der Geschäftentwicklung ihrer Konzerntöchter geprägt sein. Den Hauptumsatzträger im Gesamtkonzern wird hierbei die Tochtergesellschaft USU AG bilden. Positive Umsatz- und Ergebniseffekte erwartet der Vorstand gleichfalls von den Konzerntöchtern LeuTek und OMEGA. Neben dem organischen Wachstum wird gleichfalls die neu akquirierte Aspera zu einem deutlichen Ausbau des Produktgeschäftes beitragen. Vor allem bedingt durch das hochmargige Lizenz- und Wartungsgeschäft soll dabei die operative Profitabilität der USU-Gruppe im Vergleich zum Umsatz überproportional ausgebaut werden. Die Basis hierfür liegt in den neuen, kundenbezogenen Produktentwicklungen der USU-Gruppe, welche kürzlich in den Markt gebracht wurden. Dabei hat sich die USU-Gruppe mit ihrem auf das wissensbasierte Service Management ausgerichteten Konzernportfolio auf die zukünftigen Wachstumsfelder des IT-Marktes fokussiert. So bieten beispielweise die USU AG und OMEGA mit ihren modernen IT-Management-Produktsuiten Valuemation und myCMDB sich schnell amortisierende Softwarelösungen zur Optimierung der gesamten IT-Ressourcen sowohl für den Premiummarkt als auch für mittelständische Kunden. Zugleich hat sich die USU AG mit dem Angebot einer Software as a Service ("SaaS")-Lösung ihrer Wissensmanagement-Software USU KnowledgeCenter im schnell wachsenden Markt für "cloud Computing" erfolgreich positioniert. In diesem Markt ist die neue Konzerntochter Aspera bereits seit Jahren etabliert und bietet ihren Kunden auf Basis ihrer Smart Track-Software" ein entsprechendes Serviceangebot für das Lizenzmanagement. Aber auch die USU-Tochter LeuTek offeriert mit ihrer Business Service Monitoring-Anwendung innerhalb der Z/S-System-Familie eine praxiserprobte Anwendung, mit welcher LeuTek die stetig wachsenden Komplexitäten der Geschäftsprozesse und Services der Unternehmen in einfacher und effizienter Weise beherrschbar macht. Zudem bietet LeuTek mit ihrer energiebedarfsoptimierenden Powermanagement-Lösung eine kosten- und ressourcensparende Anwendung im Bereich "green IT" an, welcher zukünftig ein hohes Wachstumspotenzial aufweist.

Neben der hieraus erwarteten Steigerung der inländischen Erlöse plant der Vorstand zudem einen überdurchschnittlichen Ausbau des internationalen Geschäftes, welches aus den umfassenden Partner- und Vertriebsaktivitäten der vergangenen beiden Jahre resultiert.

Im beratungsintensiven Servicegeschäft rechnet der Vorstand nach den jüngsten Erfolgen, die sich auch in dem gestiegenen Auftragsbestand widerspiegeln, gleichfalls mit einer positiven Geschäftsentwicklung in Verbindung mit einer anhaltend hohen Auslastung der angestellten Berater sowie wieder leicht steigenden Beraterhonoraren.

Für den Gesamtkonzern erwartet der Vorstand der USU Software AG unter den vorgenannten Prämissen, in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 ein Umsatzwachstum von jeweils über 10 % zu erzielen und dabei das operative Ergebnis (EBITDA) im Vergleich zum Umsatz überproportional zu steigern und insofern die EBITDA-Marge des Jahres 2010 von 12,0 % weiter auszubauen.

EBITDA-Marge

Grafik: Entwicklung der EBITDA-Marge der USU-Gruppe in TEUR

Gleichzeitig wird die Gesellschaft zielgerichtet in die Neu- und Weiterentwicklung des Produktportfolios und den weiteren Ausbau der Internationalität der USU-Gruppe investieren sowie neue Akquisitionspotenziale erschließen, um mittel- bis langfristig das hohe Umsatzwachstum abzusichern und eine EBITDA-Marge von über 15 % zu ermöglichen. Dabei plant der Vorstand sowohl für das Jahr 2011 als auch darüber hinaus, die Anteilseigner der USU Software AG wie in den Vorjahren maßgeblich am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft zu beteiligen und die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der vergangenen Jahre fortzuführen.

Möglingen, 4. März 2011

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Bernhard Oberschmidt
Sprecher des Vorstands

Konzernabschluss 2010

INHALTSVERZEICHNIS:

KONZERNABSCHLUSS

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KONZERNBILANZ
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
KONZERN-KAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
KONZERNANHANG

USU Software AG, Möglingen

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

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31.12.2010 31.12.2009
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (9) 8.234 4.515
Geschäfts- oder Firmenwerte (10) 32.885 26.110
Sachanlagen (11) 878 608
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (28) 783 377
Aktive latente Steuern (30) 2.027 1.896
Übrige Vermögenswerte (12) 609 598
45.416 34.104
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (13) 684 616
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen (14) 1.601 1.798
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 7.479 4.835
Forderungen aus Ertragsteuern (16) 176 900
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (17) 168 196
Übrige Vermögenswerte 52 34
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (18) 253 159
Wertpapiere (19) 483 455
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (20) 10.572 10.433
21.468 19.426
66.884 53.530

USU Software AG, Möglingen

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

PASSIVA

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31.12.2010 31.12.20009
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Eigenkapital und Schulden
Eigenkapital (21)
Gezeichnetes Kapital 10.524 10.021
Kapitalrücklage 52.792 51.490
Gesetzliche Rücklage 294 250
Bilanzverlust -15.125 -15.877
48.485 45.881
Langfristige Schulden
Passive latente Steuern (30) 1.409 0
Rückstellungen für Pensionen (22) 415 313
Sonstige Verbindlichkeiten (23) 7.594 0
9.418 313
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 627 37
Verbindlichkeiten aus dem Personal- und Sozialbereich (24) 3.206 3.100
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten (25) 1.667 2.075
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen (26) 577 239
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (27) 1.247 726
Passive Rechnungsabgrenzungsposten (29) 1.657 1.159
8.981 7.336
66.884 53.530

USU Software AG, Möglingen

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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2010 2009
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Umsatzerlöse (31) 38.023 34.048
Herstellkosten des Umsatzes (32) -18.656 -17.554
Bruttoergebnis vom Umsatz 19.367 16.494
Vertriebs- und Marketingaufwendungen (33) -6.343 -5.891
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen (34) -2.712 -2.762
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (35) -6.016 -5.636
Sonstige betriebliche Erträge (36) 232 42
Sonstige betriebliche Aufwendungen (37) -326 -68
Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen

aktivierte immaterielle Vermögenswerte
-1.148 -728
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (38) -472 -998
Finanzerträge (39) 341 437
Finanzaufwendungen (40) -213 -116
Gewinn vor Steuern 2.710 774
Steuern vom Einkommen und Ertrag (41) -362 772
Konzernergebnis 2.348 1.546
Konzernergebnis je Aktie (in EUR):
Unverwässert und verwässert 0,23 0,15
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien:
Unverwässert und verwässert 10.272.412 10.021.054

USU Software AG, Möglingen

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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2010 2009
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Konzernergebnis 2.348 1.546
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus Pensionsrückstellungen (22) -68 -126
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 20 35
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) (19)
im Eigenkapital erfasste Fair-Value Änderungen 28 9
in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 0 1
Latente Steuern auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) -7 -3
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung -18 1
Übriges Konzernergebnis nach Steuern -46 -83
Konzern-Gesamtergebnis 2.302 1.463

USU Software AG, Möglingen

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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2010 2009
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit:
Gewinn vor Steuern 2.710 774
Anpassungen für:
Finanzerträge / Finanzaufwendungen -128 -321
Abschreibungen 2.031 2.093
Gezahlte Ertragsteuern -674 -114
Erstattete Ertragsteuern 61 647
Gezahlte Zinsen -201 -20
Erhaltene Zinsen 346 486
Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -149 600
Veränderung des Working Capitals:
Vorräte -13 -62
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen 196 30
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2.412 547
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte 268 -941
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 481 -396
Personalverbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen 207 52
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -289 661
(43) 2.434 4.036
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit:
Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener Zahlungsmittel -294 -877
Investitionen in Sachanlagen -443 -340
Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte -57 -102
Verkauf von Anlagevermögen 21 48
Verkauf von Wertpapieren 0 3.621
Investitionen in Wertpapiere 0 -587
Rückzahlung von Festgeldanlagen 1.527 773
(44) 754 2.536
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit:
Dividendenzahlung -1.503 -1.503
(45) -1.503 -1.503
Differenz aus Währungsumrechnung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -19 1
Zunahme der flüssigen Mittel und kurzfristigen Kapitalanlagen 1.666 5.070
Flüssige Mittel und kurzfristige Kapitalanlagen - Beginn des Geschäftsjahres 8.906 3.836
Flüssige Mittel und kurzfristige Kapitalanlagen - Ende des Geschäftsjahres (46) 10.572 8.906

USU Software AG, Möglingen

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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Grundkapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Eigene Anteile Bilanzverlust
--- --- --- --- --- --- ---
Anzahl TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2008 10.335.004 10.335 52.764 176 -1.588 -15.755
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 1.546
Übriges Konzernergebnis nach Steuern 0 0 0 0 0 -91
Konzern-Gesamtergebnis 0 0 0 0 0 1.455
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0 0 0 74 0 -74
Kapitalherabsetzung -313.950 -314 -1.274 0 1.588 0
Dividendenzahlung 0 0 0 0 0 -1.503
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2009 10.021.054 10.021 51.490 250 0 -15.877
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 2.348
Übriges Konzernergebnis nach Steuern 0 0 0 0 0 -49
Konzern-Gesamtergebnis 0 0 0 0 0 2.299
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0 0 0 44 0 -44
Kapitalerhöhung 502.716 503 1.302 0 0 0
Dividendenzahlung 0 0 0 0 0 -1.503
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2010 10.523.770 10.524 52.792 294 0 -15.125

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Kumuliertes sonstiges Eigenkapital
Währungsumrechnung Marktbewertung Wertpapiere Gesamt
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TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2008 26 -37 45.921
Konzernergebnis 0 0 1.546
Übriges Konzernergebnis nach Steuern 1 7 -83
Konzern-Gesamtergebnis 1 7 1.463
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0 0 0
Kapitalherabsetzung 0 0 0
Dividendenzahlung 0 0 -1.503
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2009 27 -30 45.881
Konzernergebnis 0 0 2.348
Übriges Konzernergebnis nach Steuern -18 21 -46
Konzern-Gesamtergebnis -18 21 2.302
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0 0 0
Kapitalerhöhung 0 0 1.805
Dividendenzahlung 0 0 -1.503
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2010 9 -9 48.485

USU SOFTWARE AG, MÖGLINGEN

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

A. DIE GESELLSCHAFT

Die Konzernmuttergesellschaft USU Software AG hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, HRB 206442 eingetragen. Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "Gruppe" genannt) entwickeln und vertreiben ganzheitliche Softwarelösungen. Das Leistungsspektrum umfasst dabei Lösungen im Bereich "Business Service Management" für den effizienten Einsatz der IT-Infrastruktur eines Unternehmens sowie im Bereich "Knowledge Business" zur Optimierung wissensintensiver Geschäftsprozesse. Darüber hinaus bietet die Gruppe im Bereich "Business Solutions" Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie individuelle Anwendungsentwicklung an.

Der Konzern umfasst Tochtergesellschaften im Inland, in der Schweiz, in der Tschechischen Republik und in Österreich. Die Kunden der Gesellschaft befinden sich hauptsächlich im Inland und stammen überwiegend aus den Branchen Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Automobil- und Konsumgüterindustrie, Dienstleistungen und Handel sowie aus dem öffentlichen Sektor.

Die Gesellschaft ist im "Prime Standard" an der Frankfurter Börse gelistet.

B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315a HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards ("IFRS") des International Accounting Standards Boards ("IASB"), London, wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernabschluss enthält darüber hinaus die zusätzlichen Anforderungen des § 315a Abs. 1 HGB.

Die Jahres- bzw. Zwischenabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind einheitlich nach den Vorschriften der IFRS aufgestellt worden.

Der Konzernabschluss wurde in der funktionalen Währung des Mutterunternehmens (Euro) erstellt. Alle Betragsangaben im Konzernabschluss lauten auf Tausend Euro ("TEUR"), außer den Angaben, die sich auf Aktien beziehen. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember eines jeden Jahres.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter Heranziehung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, mit Ausnahme von bestimmten finanziellen Vermögenswerten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 4. März 2011 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der zum 31. Dezember 2010 nach den Bestimmungen des HGB aufgestellte Jahresabschluss der USU Software AG und dieser Konzernabschluss werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

2. Erstmalig angewandte und kürzlich erlassene Rechnungslegungsvorschriften

Die angewendeten Rechnungslegungsmethoden entsprechen mit folgenden Ausnahmen den im Vorjahr angewandten Methoden.

Im Geschäftsjahr 2010 waren erstmals die folgenden neuen bzw. geänderten Rechnungslegungsvorschriften des IFRS-Regelwerks anzuwenden:

Überarbeitung von IFRS 3 und IAS 27 "Unternehmenszusammenschlüsse "Phase II". Die Änderungen der Standards beziehen sich im Wesentlichen auf die Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen, die Bilanzierung von Geschäfts- und Firmenwerten und Transaktionen mit Minderheiten. Abweichend von der bisherigen Rechtslage sehen IFRS 3 und IAS 27 unter anderem folgende Regelungen vor: (a) Anschaffungsnebenkosten, die beim Unternehmenszusammenschluss anfallen, sind als Aufwand zu erfassen. (b) In Höhe des beizulegenden Zeitwerts bedingter Gegenleistungen, deren Höhe von Ereignissen nach dem Erwerb abhängt (z. B. Zahlungen aufgrund von earn out Klauseln), ist im Erwerbszeitpunkt ein Vermögenswert, eine Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument einzubuchen. (c) Es besteht ein Wahlrecht zur Aktivierung des auf die Minderheiten entfallenden Goodwills nach der füll goodwill method. (d) Veräußerungen von Anteilen ohne Verlust der Kontrolle werden als reine Transaktionen unter den Anteilseignern, d. h. erfolgsneutral erfasst. Gleiches gilt für Erwerbe weiterer Anteile an Tochterunternehmen nach Erlangung der Beherrschung.
Änderungen von IFRS 2 "Konzerninterne anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich". Die Änderungen stellen die Bilanzierung von in bar erfüllten anteilsbasierten Vergütungen im Konzern klar. Ein Unternehmen, das Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, muss diese Güter bilanzieren, unabhängig davon, welches Unternehmen im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt, und unabhängig davon, ob die Verpflichtung in Anteilen oder in bar erfüllt wird.
Änderung von IFRS 1 "Weitere Ausnahmeregelungen für IFRS Erstanwender". Die Änderungen gelten der rückwirkenden Anwendung der IFRS und sollen unnötige Kosten oder Belastungen beim Übergangsprozess vermeiden.
IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer". Gemäß IFRIC 17 sind die Dividenden dann zu passivieren, wenn die Dividende genehmigt wurde und nicht mehr im Ermessen des ausschüttenden Unternehmens steht. Die Bewertung von Sachdividenden hat mit dem beizulegenden Zeitwert der auskehrenden Vermögenswerte zu erfolgen. Soweit ein etwaiger Unterschied zwischen beizulegendem Zeitwert und Buchwert der Vermögenswerte besteht, wird dieser erfolgswirksam berücksichtigt.
IFRIC 18 "Übertragung eines Vermögenswerts durch einen Kunden". IFRIC 18 betrifft hauptsächlich Versorgungsunternehmen und behandelt Vereinbarungen, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden Sachanlagen bzw. Zahlungsmittel zum Erwerb oder Bau entsprechender Sachanlagen erhält, die zur Anbindung des Kunden an ein bestehendes Netz bzw. für die dauerhafte Versorgung des Kunden mit Gütern oder Dienstleistungen genutzt werden.
IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente". Wenn ein Kreditnehmer Eigenkapitalinstrumente zur vollständigen oder teilweisen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeit an Kreditgeber ausgibt, sind diese Eigenkapitalinstrumente als gezahltes Entgelt anzusehen. Der Kreditnehmer hat daher die finanzielle Verbindlichkeit vollständig bzw. teilweise auszubuchen.
Verbesserungen zu IFRS 2009. Im April 2009 veröffentlichte der Board einen Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS mit dem primären Ziel, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Für jeden Standard gibt es eigene Übergangsregelungen.

Der im Jahr 2010 erfolgte Unternehmenserwerb wurde nach der oben genannten Fassung von IFRS 3 im Konzernabschluss abgebildet. Aus den übrigen Änderungen ergaben sich mangels Relevanz keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die folgenden neuen oder geänderten Standards sowie neuen Interpretationen waren für das am I.Januar 2010 beginnende Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden nicht vorzeitig angewandt:

Überarbeitung von IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen". Durch die Überarbeitung werden die Berichtspflichten von Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist, vereinfacht. Auch wurde die Definition der nahe stehenden Unternehmen und Personen überarbeitet. IAS 24 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.
Änderung von IAS 32 "Klassifizierung von Bezugsrechten". Die Änderungen regeln, dass bestimmte Bezugsrechte sowie Optionen und Optionsscheine in Fremdwährung beim Emittenten, auf dessen Eigenkapitalinstrumente sich diese Rechte beziehen, bilanziell als Eigenkapital und nicht mehr als Verbindlichkeiten auszuweisen sind. IAS 32 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen.
IFRS 9 "Finanzinstrumente; Klassifikation und Bewertung". IFRS 9 verfolgt einen neuen, weniger komplexen Ansatz für die Kategorisierung von Vermögenswerten. IFRS 9 ist bei unveränderter Übernahme durch die EU auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Änderung von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben". Der geänderte Standard sieht weitergehende Angaben insbesondere zu ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten vor, bei denen das Unternehmen durch Optionen oder Garantien weiterhin über ein anhaltendes Engagement (continuing involvement) verfügt. Zusätzliche Angaben sind erforderlich für übertragene finanzielle Vermögenswerte, die nicht (vollständig) ausgebucht wurden. IFRS 7 ist bei unveränderter Übernahme durch die EU auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen.
Änderung von IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften". Die Änderung gilt in den begrenzten Fällen, in denen ein Unternehmen Mindestfinanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung der Beiträge leistet, die diesen Anforderungen genügen. Nach der Änderung ist es nun gestattet, dass ein Unternehmen den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert darstellt. Die Änderung tritt zum 1. Januar 2011 in Kraft. Eine vorzeitige Anwendung ab den Abschlüssen zum Jahresende 2009 ist zulässig. Die Änderung ist rückwirkend von Beginn der frühesten dargestellten Vergleichsperiode anzuwenden.
Verbesserungen zu IFRS 2010. Im Mai 2010 veröffentlichte der Board einen Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS mit dem primären Ziel, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Für jeden Standard gibt es eigene Übergangsregelungen. Die Änderungen sind bei unveränderter Übernahme durch die EU frühestens auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.

Durch den neuen IFRS 9 erwartet der Konzern Änderungen hinsichtlich der Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten. In den übrigen Fällen erwartet der Konzern keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern wird die neuen bzw. geänderten IFRS spätestens dann anwenden, wenn diese nach Übernahme durch die EU verpflichtend anzuwenden sind.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss beinhaltet die Abschlüsse der USU Software AG und aller Gesellschaften, an denen die USU Software AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ein aus Erstkonsolidierungen verbleibender Geschäfts- oder Firmenwert wird gesondert erfasst. Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen, der zu einer Abwertung führen kann (Impairment-Only-Approach).

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen sowie Haftungsverhältnisse zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert.

4. Konsolidierungskreis

Die Gruppe besteht aus der USU Software AG sowie neun deutschen und ausländischen Tochtergesellschaften. Der Konsolidierungskreis hat sich dabei um die zum 1. Juli 2010 erworbene Aspera GmbH, Aachen, erweitert.

Nachfolgende Gesellschaften wurden neben dem Konzernmutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis stellen die nach jeweils landesspezifischen Rechnungslegungsvorschriften ermittelten Werte dar:

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Konsolidierungskreis
Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligung Gezeichnetes Kapital Eigenkapital 31.12.2010 Jahresergebnis 2010
--- --- --- --- ---
in% TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
USU AG, Möglingen 100,00 5.738 8.951 871
LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen1) 100,00 22 1.380 2.083
Omega Software GmbH, Obersulm1) 100,00 77 970 -69
USU Software s. r. o., Brno, Tschechische Republik 100,00 58 296 86
USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz 100,00 68 -115 157
USU Austria GmbH, Wien, Österreich 100,00 35 -729 -412
Openshop Internet Software GmbH, Ludwigsburg 100,00 40 -773 0
Gentner PROCommunication GmbH i. L, Möglingen 100,00 51 11 943
Aspera GmbH, Aachen2) 51,00 300 1.667 1.049

1) Jahresergebnis vor / Eigenkapital nach Ergebnisabführung an die USU Software AG.

2) Das Jahresergebnis bezieht sich auf den Zeitraum von 1. April 2009 bis 31. März 2010.

5. Währung und Währungsumrechnung

Es werden alle Geschäftsvorfälle mit dem am Tag des Geschäftsvorfalles gültigen Wechselkurs umgerechnet. Zu jedem Bilanzstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Stichtagskurses angesetzt; nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet, und nicht monetäre Posten, die mit ihrem Zeitwert bewertet wurden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig war. Die sich aus der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Differenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt gemäß IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die ausländischen, konsolidierten Tochterunternehmen werden als wirtschaftlich selbstständige Teileinheiten betrachtet, da sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch autonom sind. Ihre Bewertungswährungen sind entsprechend dem Konzept der funktionalen Währung die jeweiligen Landeswährungen. Erträge und Aufwendungen werden zu den durchschnittlichen Wechselkursen während des Berichtsjahres, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs und das jeweilige Eigenkapital der Tochtergesellschaften zu historischen Kursen umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der eigenkapitalbezogenen Währungsumrechnung wird ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und in einer separaten Spalte des Eigenkapitalspiegels dargestellt.

Währungsdifferenzen, die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung auftreten, werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften, die nicht der Europäischen Währungsunion angehören, wurde unter Verwendung der folgenden Umrechnungskurse in EUR durchgeführt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung (1 EUR entspricht) 31.12.2010 31.12.2009 2010 2009
--- --- --- --- ---
Schweizer Franken (CHF) 1,2504 1,4836 1,3704 1,5076
Tschechische Kronen (CZK) 25,061 26,465 25,263 26,499

6. Verwendung von Schätzungen sowie Ermessensentscheidungen mit wesentlichem Einfluss

Die Aufstellung der Jahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsgrundsätzen nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen des Vorstands, welche die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag, die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode sowie die damit im Zusammenhang stehenden Angaben im Jahresabschluss beeinflussen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Bereiche, die wesentliche Einschätzungen erforderlich machen, sind insbesondere die Bilanzierung nach der Percentage-of-Completion-Methode (siehe dazu Konzernanhangsangabe 7.6 und 14), die Festlegung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer bei immateriellen Vermögenswerten (Konzernanhangsangabe 7.1 und 9), die Entscheidung zur Nichtaktivierung von Softwareentwicklungskosten (Konzernanhangsangabe 7.18), Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (Konzernanhangsangabe 15), Eventualverbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen (Konzernanhangsangabe 22) und sonstige Rückstellungen (Konzernanhangsangabe 25) sowie die Einschätzung der Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen in Form von Aktivierungen latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (Konzernanhangsangabe 30).

Ferner sind wesentliche Schätzungen und Annahmen zur Bestimmung beizulegender Zeitwerte von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, insbesondere im Falle von Unternehmenserwerben im Rahmen von durchzuführenden Kaufpreisallokationen sowie bei der Wertminderungsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes erforderlich (Konzernanhangsangabe 8 und 9).

Die der Discounted Cash-Flow-Bewertung im Rahmen der Wertminderungsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes zugrunde liegenden Cash-Flows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen, wobei von einem Planungshorizont von drei Jahren ausgegangen wurde. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten führen.

7. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der USU Software AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27.24 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

7.1. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IAS 38 bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten vor allem Software, Wartungsverträge und Kundenstämme, die entsprechend ihrer jeweiligen voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren planmäßig linear abgeschrieben werden. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer - hierzu zählen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Namens- und Markenrechte - werden anstelle einer planmäßigen Abschreibung mindestens einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung ("Impairment Test") nach IAS 36 unterzogen. Die "Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte" werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

7.2. Sachanlagen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt nach IAS 16 zu historischen Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen. Reparaturkosten werden unmittelbar als Aufwand verrechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Anlagegüter. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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EDV-Hardware 3 Jahre
Einbauten in Gebäude 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

7.3. Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Bei allen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie bei Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des Buchwertes mindestens einmal pro Geschäftsjahr überprüft. Die Wertminderungsprüfung wird grundsätzlich jährlich zum 30. September durchgeführt. Zudem wird bei diesen, wie auch bei den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen, eine Wertminderungsprüfung dann durchgeführt, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hinweisen, dass der Buchwert der Vermögenswerte nicht erzielbar sein könnte. Diese lagen in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 nicht vor.

Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswertes den Buchwert unterschreitet. Der erziel bare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert des Vermögenswertes. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Verkaufskosten ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag, abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cash-Flows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind.

Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (im Folgenden auch "ZGE") ermittelt, der er zugeordnet ist. Dabei ist nach IAS 36.6 eine ZGE die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Zur Ermittlung der erwarteten Cash-Flows jeder ZGE müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze.

Die Wertminderungsprüfung von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer ist dabei im Rahmen der jährlichen Wertminderungsprüfung für die Geschäfts- oder Firmenwerte abgedeckt, da diese in den Buchwerten der jeweiligen ZGEs enthalten sind. Wir verweisen hierzu auf Konzernanhangsangabe 9 und 10.

Zum Zwecke der Werthaltigkeitsprüfungen der im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte, sind diese auf ihre entsprechenden ZGE zuzuordnen.

Da bei der USU-Gruppe die Zahlungsmittelflüsse, mit Ausnahme der Omega Software GmbH, auf Ebene der Tochtergesellschaften USU AG, LeuTek GmbH und Aspera GmbH geplant und abgegrenzt werden, gelten als ZGE zum einen die USU AG zusammen mit der Omega Software GmbH, bei der zusätzlich zwischen Produkt- und Servicegeschäft unterschieden wird, und zum anderen die Tochtergesellschaften LeuTek und Aspera, die beide vollständig dem Produktgeschäft zugeordnet sind. Zur Differenzierung der beiden Bereiche Produkt- und Servicegeschäft verweisen wir auf die Konzernanhangsangabe zur Segmentberichterstattung unter F.

Geschäfts- oder Firmenwerte sind darüber hinaus aufwandswirksam in der selben Höhe zu mindern, in der im Erwerbszeitpunkt zunächst als nicht aktivierungsfähig beurteilte latente Steuern aus Verlustvorträgen von Tochterunternehmen aufgrund einer späteren Wert aufhellenden Neueinschätzung ertragswirksam erfasst werden.

Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren aufwandswirksam erfassten Wertminderung für eine Sachanlage oder einen immateriellen Vermögenswert wird vorgenommen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Werterhöhung bzw. Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswertes wird jedoch nur soweit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre.

Wertaufholungen auf Abschreibungen, die im Rahmen von Wertminderungsprüfungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst wurden, sind nicht zulässig.

7.4. Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien eingeteilt:

(a) finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,

(b) bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,

(c) Kredite und Forderungen und

(d) zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die die Gesellschaft bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt und halten kann, ausgenommen von der Gesellschaft ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die hauptsächlich erworben wurden, um einen Gewinn aus der kurzfristigen Wertentwicklung zu erzielen, werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte, ausgenommen vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft. Die Gesellschaft hat ebenso wie im Vorjahr ausschließlich finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbar".

Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag erfasst.

Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswertes wird dieser grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der gegebenen Gegenleistung entsprechen. Transaktionskosten werden mit einbezogen, es sei denn, es handelt sich um finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wobei die Gesellschaft in den zwei abgelaufenen Geschäftsjahren keine Finanzinstrumente dieser Kategorie hatte.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Abschlussstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören (i) die Verwendung aktueller Geschäftsvorfälle zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern, (ii) der Vergleich mit dem aktuellen Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, (iii) die Analyse von diskontierten Cash-Flows.

Vom Unternehmen ausgereichte Forderungen und Kredite werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im "kumulierten sonstigen Eigenkapital" ausgewiesen. Realisierte Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren werden als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen. Bei der Berechnung des Veräußerungsgewinns werden die jeweiligen finanziellen Vermögenswerte einzeln herangezogen.

Finanzinstrumente, deren Buchwerte aufgrund ihrer Kurzfristigkeit den beizulegenden Zeitwert approximieren, umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige Fest- und Tagesgelder.

Die langfristigen Finanzinstrumente sind, abgesehen von den darin enthaltenen Aktivwerten von nicht qualifizierten Rückdeckungsversicherungen, mit den fortgeführten Anschaffungskosten nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren, ausgewiesen. Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen dabei ebenfalls näherungsweise den korrespondierenden Zeitwerten.

Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind - und somit alle finanziellen Vermögenswerte der Gesellschaft - daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Marktes für den finanziellen Vermögenswert, bedeutende Veränderung des technologischen, ökonomischen, rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Emittenten, ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwertes des finanziellen Vermögenswertes unter die fortgeführten Anschaffungskosten) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu überführen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe erfolgswirksam zurückgenommen. Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Solche Eigenkapitalinstrumente lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert von den mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Krediten und Forderungen entspricht regelmäßig dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cash-Flows.

Die Wertminderungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert (i. d. R. zeitliches Ausmaß des Zahlungsverzuges) und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt. In Abhängigkeit des Zeitraumes der Überfälligkeit erfolgen stufenweise Wertberichtigungen von 25 % bis 100 %, die auf historischen Erfahrungswerten basieren. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

7.5. Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder den vom Absatzmarkt ermittelten verlustfreien niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt worden und betreffen im Wesentlichen Softwarelizenzen fremder Anbieter sowie EDV-Hardware.

Bestandsrisiken, die sich aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Ein Abwertungsbedarf aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte am Abschlussstichtag ergab sich nicht.

7.6. Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen

Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen aus Dienstleistungsaufträgen und kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion Methode bilanziert. Bei dieser Verfahrensweise wird der Fertigstellungsgrad aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten ermittelt. Sofern in einer Periode festgestellt wird, dass aus der Erfüllung eines Dienstleistungsauftrages ein Verlust resultieren wird, wird der geschätzte Gesamtverlust aus dem jeweiligen Auftrag unmittelbar in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Gesellschaft weist für alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne die Summe der Abschlagsrechungen übersteigen, eine Forderung aus.

Bei Dienstleistungsaufträgen mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Abschlagsrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne übersteigt, weist der Konzern eine Verbindlichkeit aus (siehe Konzernanhangsangabe 7.13).

7.7. Latente Steuern

Latente Steuern wurden auf der Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode nach IAS 12 bilanziert. Demnach sind Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche temporären Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet worden. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, wenn ihre Nutzung in hohem Maße gesichert erscheint. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte dabei unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze, die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt galten bzw. erwartet wurden.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.

Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern werden dann gebildet, wenn ein Verfall des steuerlichen Vorteils wahrscheinlicher ist als dessen Nutzung.

Latente Steueransprüche (-schulden) werden nicht abgezinst und sind in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte (Schulden) ausgewiesen.

7.8. Eigene Anteile

Eigene Aktien werden zum Marktpreis am Erwerbstag zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet und vom Eigenkapital abgesetzt. Gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung können die eigenen Aktien als Akquisitionswährung und zum Einzug verwendet werden. Zu den Stichtagen 31. Dezember 2009 und 2010 hielt die USU Software AG keine eigenen Aktien mehr.

7.9. Kumuliertes sonstiges Eigenkapital

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Transaktionen mit Anteilseignern (z. B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren sowie korrespondierende latente Steuern.

7.10. Rückstellungen für Pensionen

Die versicherungsmathematische Bewertung der für ein ehemaliges Vorstandsmitglied der USU AG sowie für den Großteil der Mitarbeiter der LeuTek GmbH gebildeten Pensionsrückstellungen basiert auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung (Projected Unit Credit Method). Bei diesem Verfahren werden neben der am Bilanzstichtag zugesagten Rente auch künftig zu erwartende Steigerungen der zugesagten Renten berücksichtigt, sofern es sich nicht um Einmalzahlungen handelt. Die Berechnung beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden bei der Gruppe ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Der laufende Dienstzeitaufwand wird als Aufwand innerhalb des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Der laufende Zinsaufwand und der erwartete Kapitalertrag des Planvermögens werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

7.11. Sonstige Rückstellungen

Eine sonstige Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn die Gesellschaft einer gegenwärtigen (rechtlichen oder faktischen) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses nachzukommen hat, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die wirtschaftlichen Nutzen darstellen und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste Schätzung angepasst. In Fällen, in denen der Zinseffekt wesentlich ist, werden langfristige Rückstellungen abgezinst.

7.12. Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

7.13. Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen

Von Kunden erhaltene Anzahlungen, soweit sie sich nicht auf erbrachte Leistungen beziehen, werden unter den Verbindlichkeiten passiviert. Soweit sie sich auf erbrachte Leistungen beziehen, werden sie aktivisch von den angefallenen Kosten zuzüglich den Ergebnissen aus noch nicht abgerechneten Projekten abgesetzt.

7.14. Eventualverbindlichkeiten und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie sind in der Bilanz nicht erfasst worden. Die im Konzernanhang angegebenen Verpflichtungsvolumina entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag im Zeitraum der Konzernabschlusserstellung, die Wertansätze erhellen, werden im Konzernabschluss berücksichtigt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die neue Sachverhalte begründen, werden in der Konzernbilanz nicht erfasst, jedoch bei Wesentlichkeit im Konzernanhang angegeben.

7.15. Leasing

Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Ein Leasingverhältnis wird dann als Operating-Leasing klassifiziert, wenn der wirtschaftliche Gehalt der Leasingvereinbarung nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden waren, auf die Gesellschaft als Leasingnehmerin übertragen hat. Es liegen nur Operating-Leasingverhältnisse bei der Gruppe vor.

7.16. Umsatzerlöse

Die Gruppe erzielt Umsätze aus der Lizenzvergabe von Softwareprodukten an den Endkunden, aus Beratungsdienstleistungen sowie aus Wartungsverträgen (Kunden-Support nach Vertragsabschluss "Post-contract Customer Support" bzw. "PCS"). Beratungsdienstleistungen beziehen sich auf Beratungsleistungen im Softwareumfeld und Schulungen. PCS umfasst das Recht auf eventuelle Aktualisierungen sowie telefonischen Support.

Soweit diese Leistungen einzeln erbracht werden, werden die Umsatzerlöse aus der Software-Lizenz dann realisiert, wenn die Lieferung erfolgt ist, der Kaufpreis festgesetzt oder bestimmbar ist, die Vereinnahmung angemessen sichergestellt ist und nachweislich eine Vereinbarung besteht. Die den Beratungsdienstleistungen zugerechneten Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistungen realisiert. Die den PCS zugerechneten Umsatzerlöse werden anteilig über die Vertragsdauer (normalerweise ein oder zwei Jahre) berücksichtigt.

Die Gruppe bietet Kombinationen ihrer Leistungen ihren Kunden im Rahmen eines einzelnen Vertrages (Kombinationsvertrag) oder in mehreren separaten Verträgen (Vertragsbündel) an. In diesen Kombinationsverträgen oder über diese Vertragsbündel erwirbt der Kunde eine Kombination aus Software, Beratungsdienstleistungen und PCS. Soweit das Vertragsbündel oder der Kombinationsvertrag insgesamt keinen kundenspezifischen Auftrag im Sinne des IAS 11 darstellt, realisiert die Gruppe die aus diesen Vertragsbündeln oder Kombinationsverträgen resultierenden Umsatzerlöse gemäß den beizulegenden Zeitwerten (üblichen Preisen) der einzelnen Leistungen. Der übliche Preis wird anhand des Preises festgestellt, der verlangt werden würde, wenn eine Leistung getrennt verkauft werden würde.

Für PCS wird der übliche Preis auf Grundlage von Verlängerungssätzen für PCS gleicher Dauer, bzw. soweit diese nicht vorliegen, an der vom Vorstand der Gruppe verabschiedeten Preisliste bestimmt. In den Fällen, in denen die zu erbringende Dienstleistung oder PCS des Vertragsbündels den üblichen Preis unterschreiten, werden die Differenzbeträge zu den üblichen Preisen der Dienstleistung oder PCS aus dem realisierten Lizenzumsatz abgegrenzt und entsprechend über den Zeitraum der Erbringung der Dienstleistung bzw. der PCS realisiert.

In den Fällen, in denen die Zahlung der Lizenzgebühren von der Bereitstellung von Dienstleistungen abhängig ist, die die Software in ihrer Funktionalität wesentlich verändern oder erweitern, werden die Umsätze für die Softwarelizenz- und die Dienstleistungselemente im Sinne des IAS 11 abgegrenzt und nach dem Fertigstellungsgrad (Percentage-of-Completion Methode - POC) der Dienstleistung realisiert. Der zu realisierende Umsatz- und Ertragsanteil wird hauptsächlich durch das bisher erbrachte Dienstleistungsvolumen zum geschätzten Gesamtdienstleistungsvolumen bei Fertigstellung bemessen.

In den noch nicht abgerechneten unfertigen Leistungen sind auch Beträge enthalten, die auf von Kunden zu vertretenden Änderungen oder Fehlern hinsichtlich des Projektumfangs, auf nachträglichen, hinsichtlich Preis und Umfang noch nicht endgültig vereinbarten Änderungswünschen oder auf sonstigen von Kunden verursachten, nicht vorhersehbaren Zusatzaufwendungen und Anpassungen beruhen und die die Gesellschaft Kunden oder sonstigen Dritten zu berechnen beabsichtigt. Diese Beträge werden berücksichtigt, sofern ihre Realisierung wahrscheinlich ist und sie hinreichend zuverlässig geschätzt werden können. Noch nicht endgültig vereinbarte Auftragsänderungen erfordern die Verwendung von Schätzwerten. Dabei kann eine spätere Anpassung der geschätzten Erträge aus den oben genannten Sachverhalten erforderlich werden.

Drohende Verluste aus laufenden Verträgen werden in der Periode berücksichtigt, in der sie erkennbar sind.

Die POC-Methode basiert auf Schätzungen. Aufgrund der hierbei gegebenen Unsicherheiten ist es möglich, dass die Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Aufwendungen, einschließlich der Aufwendungen für Vertragsstrafen und Gewährleistungen, nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Berichtigungen von Aufwendungen und Erträgen werden in der Periode ausgewiesen, in der der Anpassungsbedarf festgestellt wird.

7.17. Herstellungskosten des Umsatzes

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen umfassen Kosten, die direkt oder indirekt den Umsatzerlösen zuordenbar sind. Darunter fallen insbesondere Löhne und Gehälter, Honorare und Gebühren für Fremdlizenzen.

7.18. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Bei der Gruppe fallen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Zusammenhang mit der (Weiter-) Entwicklung von Software an. Nach IAS 38 besteht für Forschungsaufwendungen ein Aktivierungsverbot, während Entwicklungsaufwendungen bei einem kumulativen Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungspflichtig sind. Die Aktivierung von Software-Entwicklungsaufwendungen beginnt mit der Erreichung der technischen Realisierbarkeit und endet mit der Einführung der Softwareversion auf dem Markt. Die Gruppe hat die technische Realisierbarkeit mit der Fertigstellung eines entsprechenden Arbeitsmodells ("working model") gleichgesetzt. Aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen dem Erreichen der technischen Realisierbarkeit und der Einführung der Softwareversion auf dem Markt wurden bis zum Bilanzstichtag keine Entwicklungsaufwendungen aktiviert, da solche Aufwendungen unwesentlich sind. Die Gruppe hat ihre gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen aufwandswirksam verbucht.

C. VERÄNDERUNG DER KONZERNORGANISATION

8. Akquisition im Geschäftsjahr 2010

Zum 1. Juli 2010 hat die USU Software AG 51 % der Geschäftsanteile an der Aspera GmbH, Aachen, ("Aspera"), einem hoch spezialisierten Lösungsanbieter für das Software-Lizenzmanagement, übernommen und ab diesem Zeitpunkt entsprechend IFRS 3 nach der Erwerbsmethode konsolidiert. Zum Aspera-Portfolio gehören unter anderem das auf den Premiummarkt ausgerichtete Produkt SmartTrack sowie die Mittelstandslösung licensum.

Diese Produkte haben eine ausgezeichnete Marktstellung im schnell wachsenden Markt des Software Asset Managements. Kunden erhalten durch den Einsatz der Aspera-Produkte eine höhere Sicherheit, die Compliance-Richtlinien zu erfüllen, und die Möglichkeit, über Lizenzoptimierungen sehr schnell hohe Kosteneinsparungen zu realisieren.

Durch die Kombination dieser breit etablierten Spezial-Lösung mit der USU-Produktsuite Valuemation erreicht die USU Software AG ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im wissensbasierten Servicemanagement. Dabei bietet der strategische Zusammenschluss für beide Unternehmen das Potenzial, auch international weiter zu wachsen. Ferner ergibt sich durch die Einbringung der Geschäftsanteile an der Aspera GmbH die Möglichkeit, Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen. Die neu erworbene Aspera wurde dabei dem Segment "Produktgeschäft" zugeordnet.

Die im Jahr 2000 gegründete Aspera beschäftigt aktuell über 40 Mitarbeiter, die für internationale Kunden aus verschiedenen Branchen tätig sind, z. B. Deutsche Telekom, BASF, BMW, Nokia Siemens Networks oder Orange. Im Geschäftsjahr 2009/10 (1. April 2009 - 31. März 2010) hat das schnell wachsende Unternehmen einen Umsatz von etwa vier Millionen Euro sowie eine deutlich zweistellige Umsatzrendite erwirtschaftet.

Die Anschaffungskosten für 51 % der Geschäftsanteile von Aspera betragen TEUR 3.565 und setzen sich wie folgt zusammen: Ein Teil des Kaufpreises war in Geld zu entrichten. Die Höhe der Barzahlung betrug TEUR 1.760. Daneben sind 502.716 Stück Aktien aus dem genehmigten Kapital der USU Software AG zu entrichten. Die Höhe dieses Teils des Kaufpreises wird dabei durch den Zeitwert der hinzugebenden Anteile am Erwerbsstichtag 1. Juli 2010 bestimmt. Auf Basis des Eröffnungskurses der USU-Aktie auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA in Höhe von EUR 3,59 beläuft sich dieser Kaufpreisanteil auf TEUR 1.805. Die beschlossene Kapitalerhöhung wurde am 26. Oktober 2010 umgesetzt. Die neuen Aktien unterliegen einem Lock-Up bis zum 31. März 2012.

Zusätzlich sind im Rahmen der Aspera-Übernahme bis zum Ende des Berichtszeitraums Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 176 angefallen, die direkt aufwandswirksam verbucht wurden.

Die USU Software AG strebt eine vollständige Übernahme der Aspera innerhalb von zwei Jahren an.

Aus diesem Grund haben die Parteien entsprechende gegenseitige Optionsrechte, die grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2012 ausübbar sind.

Die verbleibenden Gesellschafter der Aspera GmbH haben das Recht (Put-Option), ihre restlichen 49 % der Anteile an der Aspera an die USU Software AG zu veräußern, sofern ein Mindestergebnis (EBIT) in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2011/12 erzielt wird.

Der von der USU Software AG zu zahlende Kaufpreis für diese restlichen 49 % ist bezüglich der Put-Option von dem erzielten Ergebnis der Aspera in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2011/12 abhängig und liegt zwischen TEUR 4.381 und TEUR 8.070 zuzüglich der Ansprüche auf Gewinnausschüttung für den Zeitraum vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2012 von geschätzten TEUR 1.842.

Die USU Software AG hat ihrerseits das Recht (Call-Option), die restlichen 49 % der Anteile an der Aspera zu erwerben. Die Call-Option ist gleichfalls abhängig vom erzielten Ergebnis der Aspera in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2011/12, wobei der von USU zu zahlende Kaufpreis für die restlichen 49 %-Anteile an Aspera bei der Call-Option zwischen TEUR 3.381 und TEUR 8.070 liegt. Darüber hinaus hat die USU Software AG eine zweite, ergebnisunabhängige Call-Option (Call-Option 2), die von USU abweichend zu den übrigen Optionsrechten jederzeit bis zum 31. März 2012 ausgeübt werden kann. Der von USU zu zahlende Kaufpreis für die restlichen 49 % an der Aspera beträgt bei der Call-Option 2 TEUR 8.070, abgezinst vom 31. März 2012 mit einem Faktor von 1,5 % über dem dann aktuellen EURIBOR auf den Tag der Auszahlung. Darüber hinaus erhalten die Altgesellschafter eine Zahlung, die den auf sie entfallenden Gewinnanteilen bis 31. März 2012 entspricht, sofern diese Gewinnanteile nicht bereits früher an die Altgesellschafter ausgeschüttet werden. Infolge der Call-Option 2 liegt eine Pflicht zur Vollkonsolidierung der Aspera im Konzernabschluss der USU vor. Diese wird unter der fundierten Annahme vorgenommen, dass sich der Kaufpreis für die restlichen Aspera-Anteile auf TEUR 6.225 zuzüglich der Ansprüche auf Gewinnausschüttung für den Zeitraum vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2012 von geschätzten TEUR 1.842 belaufen wird.

Für alle Optionsrechte gilt, dass die USU Software AG berechtigt ist, die Hälfte des Kaufpreises für die restlichen 49 % der Anteile an der Aspera in Aktien der Gesellschaft zu begleichen.

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Ermittlung des Kaufpreises für die Aspera GmbH TEUR
Kaufpreis
Erwerb von 51 % der Aspera 3.565
Erwarteter Kaufpreis (inkl. Ansprüche auf Gewinnausschüttungen) für die restlichen 49 % der Aspera (Barwert) 7.479
Kaufpreis 11.044

Die Kaufpreisallokation wurde mit Beendigung des Geschäftsjahres 2010 endgültig vorgenommen. Im Zuge des Erwerbs von Aspera sind, ausgehend von der Kaufpreisallokation, TEUR 7.247 den Geschäfts- und Firmenwerten zugeordnet worden. Nachfolgend wird die Ermittlung des Geschäfts- und Firmenwertes im Überblick dargestellt:

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Bisherige Buchwerte Beizulegende
nach IFRS Zeitwerte
--- --- ---
TEUR TEUR
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 0 4.908
Sachanlagen 138 138
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen 54 54
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 232 232
Sonstige Vermögenswerte 3 3
Liquide Mittel und kurzfristige Kapitalanlagen 1.467 1.467
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1 1
Rückstellungen -311 -311
Verbindlichkeiten -125 -125
Passive Rechnungsabgrenzungsposten -1.029 -1.029
Passive latente Steuern 0 -1.541
Zurechenbarer steuerlich nicht abzugsfähiger
Geschäfts- und Firmenwert 430 3.797
7.247
11.044

Der erworbene Geschäfts- und Firmenwert resultiert aus den erwarteten Synergiepotenzialen und dem Know-how der Mitarbeiter.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation zusätzlich identifizierten, steuerlich nicht abzugsfähigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 4.908 teilen sich wie folgt auf:

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Geschätze wirtschaftliche Nutzungsdauer
TEUR Jahre
--- --- ---
Erworbene Software 831 6
Kundenstamm 1.826 10
Vorteilhafte Verträge 1.075 6
Auftragsbestand 524 2
Markenzeichen 652 -
4.908

Die nachfolgenden Pro-Forma Finanzkennzahlen stellen den konsolidierten Umsatz und das konsolidierte Ergebnis der Gesellschaft so dar, als ob die Aspera GmbH, deren Umsatz- und Ergebnisbeitrag seit dem Erwerbsstichtag bei TEUR 3.150 bzw. TEUR 465 liegt, bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 durch die USU Software AG erworben worden wäre. Das Pro-Forma Ergebnis enthält u. a. fiktive Abschreibungen von stillen Reserven, die im Rahmen des Erwerbs aufgedeckt wurden sowie geminderte Zinserträge aufgrund der Finanzierung des in Bar zu zahlenden Kaufpreisanteils sowie entsprechende latente Steuern. In der Pro-Forma Rechnung sind keine eventuellen erzielbaren Synergien aus dem Unternehmenszusammenschluss enthalten:

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2010
TEUR
--- ---
Pro-Forma Umsatzerlöse (Konzern) 40.100
Pro-Forma Gewinn 2.700

Die ermittelten Pro-Forma-Größen sind nicht notwendigerweise Indikatoren für eine mögliche Geschäftsentwicklung, wenn die Akquisition zu einem früheren Stichtag durchgeführt worden wäre. Hierbei ist vor allem zu beachten, dass in diesen Ergebnissen die tatsächlichen kurz- und mittelfristigen Auswirkungen dieser Akquisition auf Umsatz und Ertrag nicht enthalten sind. Darüber hinaus spiegeln diese Zahlen nicht notwendigerweise die zukünftige Entwicklung wider.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

9. Immaterielle Vermögenswerte

Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Angaben im Konzernanlagespiegel (siehe Anlage A und B).

In den immateriellen Vermögenswerten sind Namens- und Markenrechte in Höhe von TEUR 2.011 ausgewiesen, die sich wie folgt auf die ZGEs verteilen:

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ZGE 2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
USU AG / OMEGA (Produktgeschäft) 445 445
USU AG (Servicegeschäft) 85 85
LeuTek (Produktgeschäft) 829 829
Aspera (Produktgeschäft) 652 0
2.011 1.359

Aus wirtschaftlicher Sicht ist derzeit ein Ende des Nutzungszeitraumes der Marken nicht erkennbar.

Da die Namens- und Markenrechte in den Buchwerten der ZGEs der Gruppe enthalten sind, ist die jährliche Prüfung auf Wertminderungsbedarf im Rahmen der jeweiligen Wertminderungsprüfungen für die Geschäfts- oder Firmenwerte abgedeckt. Wir verweisen hierzu auf Konzernanhangsangabe 10.

Die Namens- und Markenrechte betreffen sowohl das Segment "Produktgeschäft" als auch das Segment "Servicegeschäft" (bezüglich der Segmentaufteilung siehe Konzernanhangsangabe F).

Soweit Abschreibungen aufgrund vorgenommener Wertminderungsprüfungen durchgeführt werden, werden diese in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

10. Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten ausschließlich Beträge aus der Kapitalkonsolidierung. Durch Vergleich der Buchwerte einer ZGE, einschließlich der jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte, mit den Nutzungswerten der jeweiligen ZGE werden die Geschäfts- oder Firmenwerte auf Wertminderung geprüft.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte der Gruppe resultieren aus den Akquisitionen der USU AG, der OMEGA, der LeuTek und der Aspera.

Aufgrund der starken Verzahnung des operativen Geschäfts der USU AG mit der OMEGA ist die OMEGA seit 2009 in die ZGE USU AG (Produktgeschäft) integriert. Somit bestehen im Konzern die vier ZGEs Aspera, LeuTek, USU AG - Produktgeschäft und USU AG - Servicegeschäft.

Der Nutzungswert einer ZGE wird durch den Barwert der künftigen Cashflows bestimmt. Die Berechnung erfolgt mittels der Discounted-Cashflow-Methode, bei der die aus der ZGE erwarteten Zahlungen abgezinst werden. Diese basieren dabei auf dem vom Aufsichtsrat genehmigten Finanzplan für das folgende Geschäftsjahr und der darauf aufsetzenden Mittelfristplanung. Der Planungszeitraum für den Finanzplan und die Mittelfristplanung beträgt insgesamt drei Jahre.

Der Finanzplan wird detailliert über die vom Management der Gruppe erwarteten Umsatzerlöse und der damit verbundenen Mittelzuflüsse abgeleitet. Die geplanten Umsatzerlöse definieren die notwendige Beraterkapazität und die damit verbundenen Mittelabflüsse. Dabei werden neben Erfahrungswerten auch externe Marktdaten zur Planung der Umsatzerlöse herangezogen. Auszahlungen in Verbindung mit fixen Kosten werden auf Basis von Erfahrungswerten fortgeschrieben. Die wesentlichen werttreibenden Faktoren der Planung sind die geplanten Umsatzerlöse und die darauf bezogene EBIT-Marge. Die EBIT-Marge wird insbesondere durch die geplanten Lizenzumsatzerlöse aus eigenen Softwareprodukten bestimmt. Ferner sind in der EBIT-Marge zukünftige Gehaltssteigerungen und steigende Aufwendungen für freie Mitarbeiter berücksichtigt.

Der Planung liegen folgende Wachstumsraten der Umsatzerlöse zugrunde:

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2011 2012 2013
USU AG / OMEGA (Produktgeschäft) 9,2 % 12,6 % 11,8 %
USU AG (Servicegeschäft) 7,5 % 6,9 % 6,9 %
LeuTek (Produktgeschäft) 5,6 % 5,1 % 5,4 %
Aspera (Produktgeschäft) 34,6 % 24,0 % 24,0 %

Anschließend an die Mittelfristplanung wird vom Management mit einer ewigen Rente geplant, für die ein jährliches Wachstum von 1,0 % (2009: 1,0 %) unterstellt wird.

Bei der Ermittlung des Barwertes wurde für die ZGE USU AG im Bereich Produktgeschäft, für die Aspera sowie für die LeuTek ein Nach-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 8,51 % (2009: 9,53 %) verwendet, was einem Vor-Steuer-Kapitalisierungszinssatz 10,85 % (2009: 12,12 %) entspricht. Für die ZGE USU AG im Bereich Servicegeschäft wurde ein Nach-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 6,76 % (2009: 7,78 %) bzw. ein Vor-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 8,65 % (2009: 9,97 %) zugrunde gelegt.

Der jeweilige gewichtete Abzinsungssatz setzt sich zusammen aus einem risikolosen Basiszinssatz und einer Marktrisikoprämie, die mit der Risikostruktur der Gruppe sowie der ZGE gewichtet wird.

Ferner sind Geschäfts- oder Firmenwerte aufwandswirksam in der Höhe zu mindern, in der zunächst im Erwerbszeitpunkt als nicht aktivierungsfähig beurteilte latente Steuern aus Verlustvorträgen von Tochterunternehmen ertragswirksam erfasst werden. Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung der letzten Jahre wurden wie im Vorjahr auch im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Tochtergesellschaft USU AG aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 472 (2009: TEUR 998) ertragswirksam gebildet. Entsprechend wurde der Goodwill in derselben Höhe abgeschrieben. Der saldierte Nachsteuereffekt aus dieser Bilanzierungsanforderung nach IAS 12.68 ist demzufolge ohne Ergebnisauswirkung.

Die nachfolgende Tabelle erläutert, wie sich die Geschäfts- oder Firmenwerte auf die ZGEs verteilen:

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ZGE 2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
USU AG / OMEGA (Produktgeschäft) 12.868 13.254
USU AG (Servicegeschäft) 2.322 2.408
LeuTek (Produktgeschäft) 10.448 10.448
Aspera (Produktgeschäft) 7.247 0
32.885 26.110

Die Veränderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte nach Berichtseinheiten in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 sind nachfolgend dargestellt.

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Produktgeschäft Servicegeschäft Konzern
Stand zum 1. Januar 2009 24.515 2.593 27.108
Abschreibung in Höhe der erfolgswirksamen Aktivierung latenter Steuern aus Verlustvorträgen (USU AG) -814 -184 -998
Stand zum 31. Dezember 2009 23.701 2.409 26.110
Abschreibung in Höhe der erfolgswirksamen Aktivierung latenter Steuern aus Verlustvorträgen (USU AG) -385 -87 -472
Erwerb der Aspera GmbH im Geschäftsjahr 2010 7.247 0 7.247
Stand zum 31. Dezember 2010 30.563 2.322 32.885

Da die Buchwerte jeder einzelnen ZGE geringer als deren erzielbare Beträge (Nutzungswerte) waren, war keine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts zu erfassen.

Im Hinblick auf die Bestimmung der erzielbaren Beträge der ZGEs würde auch eine Erhöhung des Kapitalisierungszinssatzes um 2 %-Punkte nicht dazu führen, dass die Buchwerte die erzielbaren Beträge übersteigen.

Die nachfolgende Tabelle erläutert die Sensitivität einer außerplanmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte von bestimmten Kernannahmen:

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Zusätzliche außerplanmäßige Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes bei Erhöhung des

Kapitalisierungszinssatzes

um 1 %-Punkt
Erhöhung des

Kapitalisierungszinssatzes

um 2 %-Punkte
USU AG / OMEGA (Produkt-geschäft) 0 0
USU AG (Servicegeschäft) 0 0
LeuTek (Produktgeschäft) 0 0
Aspera (Produktgeschäft) 0 0

11. Sachanlagen

Die planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen betrug im Geschäftsjahr 2010 TEUR 315 (2009: TEUR 275). Im Bereich des Sachanlagevermögens existieren keine Beschränkungen von Verfügungsrechten oder als Sicherheit verpfändete Gegenstände.

Hinsichtlich der Gliederung des Sachanlagevermögens verweisen wir auf die Angaben im Konzernanlagespiegel (siehe Anlagen A und B).

12. Übrige langfristige Vermögenswerte

Unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten sind Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 609 (2009: TEUR 598) enthalten, bei denen die Versorgungsberechtigten keinen Zugriff auf die Versicherung haben.

13. Vorräte

Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen fremder Anbieter sowie EDV-Hardware. Da sich zum Bilanzstichtag keine Bestandsrisiken ergaben, waren Wertabschläge nicht notwendig.

Der Materialaufwand aus Vorräten belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 1.666 (2009: TEUR 1.201).

14. Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die insgesamt zum 31. Dezember 2010 und 2009 ausgewiesenen unfertigen Leistungen und die damit verbundenen in Rechnung gestellten Beträge:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Angefallene Kosten zzgl. Ergebnisse nicht abgerechneter Projekte 2.898 3.990
davon aus Dienstleistungsverträgen gemäß IAS 18 1.368 1.116
davon aus Fertigungsaufträgen gemäß IAS 11 1.530 2.874
abzgl. erhaltener Beträge aus gestellten Abschlagsrechnungen -1.874 -2.424
Saldo 1.024 1.566
davon: Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen 1.601 1.798
davon: Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen -577 -232

Aus Fertigungsaufträgen gemäß IAS 11 wurden im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 4.288 (2009: TEUR 3.983) erzielt.

15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und kurzfristig fällig. Der Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.875 5.098
Wertberichtigung zum 1. Januar -263 -238
Konsolidierungskreisänderungen -109 0
Verbrauch/Inanspruchnahme des Geschäftsjahres 12 28
Aufwandswirksame Zuführung -45 -54
Auflösung 9 0
Wertberichtigung zum 31. Dezember -396 -263
7.479 4.835

Zum 31.12.2010 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 551 (2009: TEUR 422) wertberichtigt.

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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Überfällig, aber nicht wertgemindert
Summe Weder überfällig noch wertgemindert <30 Tage 31-90 Tage 91-180 Tage 181-360 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Jahr TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
2010 7.324 5.681 1.643 0 0 0
2009 4.675 3.750 925 0 0 0

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Überfällig, aber nicht wertgemindert
>360 Tage
--- ---
Jahr TEUR
--- ---
2010 0
2009 0

Bei den überfälligen aber nicht wertgeminderten Forderungen liegen keine Anzeichen vor, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Forderungen, deren Fälligkeit neu verhandelt wurde und die ansonsten Wert zu berichtigen gewesen wären, lagen weder am Abschlussstichtag noch im Vorjahr vor.

16. Forderungen aus Ertragsteuern

Die Forderungen aus Ertragsteuern betreffen Überzahlungen von Körperschaftsteuer/ Solidaritätszuschlag sowie von Gewerbesteuer.

17. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Forderungen gegen Mitarbeiter 29 44
Zinsabgrenzung Wertpapiere 1 1
Übrige Forderungen 138 151
168 196

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

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Überfällig, aber nicht wertgemindert
Summe Weder überfällig noch wertgemindert <30 Tage 30-90 Tage 91-180 Tage 181-360 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Jahr TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
2010 168 168 0 0 0 0
2009 196 196 0 0 0 0

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Überfällig, aber nicht wertgemindert
>361 Tage
--- ---
Jahr TEUR
2010 0
2009 0

18. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen abgegrenzte Messekosten und abgegrenzte Aufwendungen aus Wartungsverträgen.

19. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere betreffen zur Veräußerung verfügbare Schuldverschreibungen und stellen sich wie folgt dar:

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Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Marktwert
Jahr TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
2010 502 0 -19 483
2009 502 0 -47 455

Zum 31. Dezember 2010 sind TEUR 483 (2009: TEUR 455) der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere innerhalb eines Jahres, TEUR 0 (2009: TEUR 0) zwischen einem und fünf Jahren und TEUR 0 (2009: TEUR 0) nach mehr als zehn Jahren fällig. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von veräußerbaren Wertpapieren im Geschäftsjahr 2010 beinhalten Bruttogewinne in Höhe von TEUR 0 (2009: TEUR 89) und Bruttoverluste von TEUR 0(2009: TEUR 16).

20. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Fest- und Tagesgelder 5.895 3.052
Sichteinlagen 4.668 7.373
Kassenbestand 9 8
10.572 10.433

21. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

21.1. Grundkapital und Aktien

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft hat sich zum 31. Dezember 2010 um 503 TEUR auf TEUR 10.524 erhöht und ist eingeteilt in 10.523.770 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von jeweils EUR 1,00.

21.2. Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2007 wurde der Vorstand bis zum 11. Juli 2012 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlage oder mit Sacheinlagen um bis zu TEUR 5.168 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge insoweit auszuschließen, als dies erforderlich ist, um Inhabern von Umtausch- oder Bezugsrechten, die von der Gesellschaft begeben wurden, ein Bezugsrecht neuer Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung eines solchen Umtausch- oder Bezugsrechtes zustünde. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen um maximal 10 % des bei erster Ausnutzung des Genehmigten Kapitals vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen mit Sacheinlagen auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhung mit Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbes von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt. Im Rahmen des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an der Aspera GmbH hat der Vorstand im Geschäftsjahr 2010 teilweise von der Ermächtigung Gebrauch gemacht und eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen aus dem genehmigten Kapital in Höhe von TEUR 503 durchgeführt. Dementsprechend hat sich das genehmigte Kapital auf TEUR 4.665 verringert.

21.3. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung aus den Jahren 2000 und 2004 durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien auf TEUR 378 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2010 waren keine Optionsrechte ausstehend.

21.4. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die USU Software AG und beträgt zum Stichtag TEUR 52.792.

21.5. Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage wurde gemäß § 150 Abs.1 AktG gebildet und betrifft ausschließlich die USU AG.

21.6. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie für die einzelnen Perioden wird entsprechend IAS 33 durch Division des Konzernergebnisses durch die Anzahl der im Jahresdurchschnitt sich im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.

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2010 2009
Konzernergebnis: in TEUR 2.348 1.546
Anzahl der Aktien im Jahresdurchschnitt: in Stück 10.272.412 10.021.054
Unverwässertes Ergebnis je Aktie: in EUR 0,23 0,15

Die Anzahl der sich an den jeweiligen Bilanzstichtagen im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt sich wie folgt:

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2010 2009
Stück Stück
--- --- ---
Zahl der Aktien zum 1. Januar 10.021.054 10.021.054
Kapitalerhöhung 502.716 0
Zahl der Aktien zum 31. Dezember 10.523.770 10.021.054

21.7. Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn der USU Software AG zum 31. Dezember 2010 eine Dividende von EUR 0,20 je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien (TEUR 2.105) auszuschütten.

22. Rückstellungen für Pensionen

Zum einen bestehen für die Gruppe Versorgungszusagen gegenüber Mitarbeitern der LeuTek, die für die Begünstigten eine Einmalzahlung mit Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Zum anderen unterhält die USU AG einen Pensionsplan für einen ehemaligen Vorstand und jetziges Aufsichtsratsmitglied. Dieser leistungsorientierte Pensionsplan ("Defined Benefit Plan") garantiert dem Begünstigten eine lebenslang zahlbare monatliche Altersrente.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach der sogenannten "Projected Unit Credit Method" gemäß IAS 19 ermittelt. Dabei sind die künftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Berechnungen bewertet worden. Die Berechnungen erfolgten mit den Richttafeln 2005 G unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 5,2 % (2009: 5,8 %). Im Falle des Pensionsplans wird außerdem unverändert zum Vorjahr eine Erhöhung der späteren Rentenbeträge von 1 % während der Anwartschaftsphase sowie 2 % ab Rentenzahlungsbeginn zugrunde gelegt. Da es sich bei den Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern um Einmalzahlungen handelt wird ein Rententrend von 0 % angesetzt. Im Falle der Versorgungszusage gegenüber Mitarbeitern wurde die Fluktuationswahrscheinlichkeit wie im Vorjahr altersabhängig individuell berücksichtigt. Im Falle des Pensionsplanes wurde eine Fluktuationsrate von 0 % (2009: 0 %) berücksichtigt. Aus dem Planvermögen wird eine jährliche Verzinsung von durchschnittlich 3,8 % (2009: 3,8 %) erwartet. Das Management stützt sich dabei auf historische Ertragsreihen und Marktvorhersagen von Analysten.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral mit dem Bilanzverlust verrechnet. Bewertungsstichtag für die Pensionsverpflichtung ist der 31. Dezember 2010.

Zum 31. Dezember 2010 hat die Gesellschaft mit versicherungsmathematischen Verlusten saldierte versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von insgesamt (kumuliert) TEUR 103 (vor Steuern) mit dem Bilanzverlust verrechnet.

Es ist Geschäftspolitik der Gesellschaft, Beträge bei Versicherungsgesellschaften anzulegen, um den versicherungsmathematischen Barwert der Pensionsverpflichtung abzudecken. Rückdeckungsversicherungen, soweit diese an die Berechtigten verpfändet worden sind, wurden als qualifiziertes Planvermögen identifiziert.

In den nachfolgenden Übersichten sind die jeweiligen Entwicklungen der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens dargestellt.

Entwicklung der Pensionsverpflichtung:

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2010 2009 2008 2007 2006
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Berichtsjahres 1.542 1.307 1.402 1.664 1.351
Zugang aus Unternehmenserwerb (LeuTek) 0 0 0 0 250
Laufender Dienstzeitaufwand 22 18 19 20 4
Zinsaufwand 90 83 77 75 63
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 158 134 -191 -357 -4
Anwartschaftsbarwert am Ende des Berichtsjahres 1.812 1.542 1.307 1.402 1.664

Entwicklung des Planvermögens:

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2010 2009 2008 2007 2006
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu
Beginn des Berichtsjahres 1.229 1.153 1.104 1.068 790
Zugang aus Unternehmenserwerb (LeuTek) 0 0 0 0 93
Erträge des Planvermögens (Zinsertrag) 48 37 35 38 30
Einzahlungen in das Planvermögen 30 52 64 33 134
Abschreibungen des Planvermögens 0 -5 -44 -25 0
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 90 -8 -6 -10 21
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Berichtsjahres 1.397 1.229 1.153 1.104 1.068

Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtung:

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2010 2009 2008 2007 2006
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtung 1.812 1.542 1.307 1.402 1.664
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 1.397 1.229 1.153 1.104 1.068
Bilanzierte Verpflichtung 415 313 154 298 596

Nennenswerte erfahrungsbedingte Anpassungen auf die Pensionsverpflichtung und auf das Planvermögen waren nicht zu verzeichnen. Die Arbeitgeberbeiträge in das Planvermögen werden für das Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 44 geschätzt.

Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

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2010 2009 2008 2007 2006
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand -22 -18 -19 -20 -4
Zinsaufwand -90 -83 -77 -75 -63
Erträge des Planvermögens (Zinsertrag) 48 37 35 38 30
Abschreibungen des Planvermögens 0 -5 -44 -25 0
-64 -69 -105 -82 -37

Sowohl der sich aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung ergebende Zinsaufwand als auch die Erträge aus dem Planvermögen wurden ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst. Der laufende Dienstzeitaufwand wird innerhalb des betrieblichen Aufwandes ausgewiesen.

Bei der Konzerngesellschaft USU AG wurde für die Vorstandsmitglieder eine Versorgungszusage abgegeben. Die Versorgungszusage wird von einer Versicherung erfüllt. Bei diesen beitragsorientierten Pensionsplänen geht die Gruppe über die Entrichtung von Beitragszahlungen an die Versicherung keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 42 (2009: TEUR 42).

Als beitragsorientierter Versorgungsplan wird darüber hinaus die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt dabei TEUR 1.201 (2009: TEUR 1.116). Davon entfielen auf Vorstandsmitglieder TEUR 30 (2009: TEUR 29).

23. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Hierbei handelt es sich um die zum Barwert ausgewiesene Kaufpreisverbindlichkeit für die Minderheitsanteile an der Aspera GmbH. Wir verweisen auf die Konzernanhangsangabe 8 "Akquisition im Geschäftsjahr 2010".

24. Verbindlichkeiten aus dem Personal- und Sozialbereich

Die Verbindlichkeiten im Personal- und Sozialbereich haben insgesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und setzen sich aus den folgenden Positionen zusammen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Urlaub und variable Vergütung 2.694 2.617
Übrige Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 512 483
3.206 3.100

25. Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten beinhalten die folgenden Positionen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Ausstehende Rechnungen 405 632
Übrige Verbindlichkeiten 787 899
Sonstige Rückstellungen 475 544
1.667 2.075

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für gesellschaftsrechtliche Verpflichtungen sowie sonstige erkennbare Einzelrisiken. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt entwickelt:

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In TEUR Stand 1.1.2010 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2010
Verpflichtungen aus dem laufenden 264 260 232 3 289
Geschäftsbetrieb Sonstige Verpflichtungen 280 26 76 44 186
544 286 308 47 475

26. Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen

Die Position resultiert einerseits aus Anzahlungen, die auf Einzelvertragsebene betrachtet, die erbrachten Leistungen übersteigen. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Erläuterungen zu den noch nicht abgerechneten unfertigen Leistungen (Konzernanhangsangabe 14). Andererseits sind in dieser Position auch Anzahlungen für Bestellungen von Lizenzen enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen haben insgesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

27. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben insgesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

28. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Aus den nachfolgenden Tabellen sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39, der Klassifizierung der Finanzinstrumente nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Die Klassenbildung nach IFRS 7 entspricht bei der Gesellschaft den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39. Des Weiteren werden die beizulegenden Zeitwerte (Fair Value) gegenübergestellt, die bei der Gesellschaft sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr mit den entsprechenden Buchwerten übereinstimmen.

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in TEUR zum 31.12.2010 IAS 39- Kategorie

bzw.

IFRS 7-Klasse
Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Finanzinstrumente Vorstandsdarlehen, Mietkaution,

Kapitallebensversicherung
K+F1) 783 783 0 0 783
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen IAS 11 1.601 0 0 0 1.601
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen K+F 7.479 7.479 0 0 7.479
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte K+F 168 168 0 0 168
Wertpapiere des Umlaufvermögens zVv2) 483 0 483 0 483
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten K+F 10.572 10.572 0 0 10.572
Aggregiert nach Klassen/Kategorien
Kredite und Forderungen K+F 19.002 19.002 0 0 19.002
Zur Veräußerung verfügbar zVv 483 0 483 0 0
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen IAS 11 1.601 0 0 0 1.601

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in TEUR zum 31.12.2010 IAS 39- Kategorie

bzw.

IFRS 7-Klasse
Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzverbindlichkeiten
Kaufpreisverbindlichkeit Aspera GmbH fortgef. AK3) 7.594 7.594 0 0 7.594
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fortgef. AK3) 1.247 1.247 0 0 1.247
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen fortgef. AK/IAS 11 577 577 0 0 577
Aggregiert nach Klassen/Kategorien
bewertet zu fortgef. AK fortgef. AK/IAS 11 9.418 9.418 0 0 9.418

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in TEUR zum 31.12.2009 IAS 39- Kategorie

bzw.

IFRS 7-Klasse
Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Finanzinstrumente Vorstandsdarlehen, Mietkaution K+F1) 377 377 0 0 377
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen IAS 11 1.798 0 0 0 1.798
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen K+F 4.835 4.835 0 0 4.835
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte K+F 196 196 0 0 196
Wertpapiere des Umlaufvermögens zW2) 455 0 455 0 455
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten K+F 10.433 10.433 0 0 10.433
Aggregiert nach Klassen/Kategorien
Kredite und Forderungen K+F 15.841 15.841 0 0 15.841
Zur Veräußerung verfügbar Noch nicht abgerechnete unfertige zVv 455 0 455 0 0
Leistungen IAS 11 1.798 0 0 0 1.798

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in TEUR zum 31.12.2009 IAS 39- Kategorie

bzw.

IFRS 7-Klasse
Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen
fortgef. AK3) 726 726 0 0 726
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen fortgef. AK/IAS 11 239 239 0 0 239
Aggregiert nach Klassen/Kategorien
bewertet zu fortgef. AK fortgef. AK/IAS 11 965 965 0 0 965

1) K+F: Kredite und Forderungen

2) zVv: zur Veräußerung verfügbar

3) fortgef. AK: fortgeführte Anschaffungskosten

Kassenbestand und Bankguthaben, noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen, kurzfristige Ausleihungen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen ihre Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Gleiches gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und für die übrigen Verbindlichkeiten. Bei den Wertpapieren, die erfolgsneutral zum beizulegenden Wert bewertet werden, handelt es sich ausnahmslos um festverzinsliche börsennotierte Schuldverschreibungen deren Fair Value dem Börsenkurs am Abschlussstichtag entspricht (Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie).

In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten entsprechend den IAS 39-Kategorien dargestellt:

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aus Folgebewertung
in TEUR aus Zinsen zum Fair Value Wertberichtigung Zuschreibung Aufzinsung aus

Abgang
--- --- --- --- --- --- ---
Nettogewinne bzw. -verluste aus Finanzinstrumenten der Kategorie
Kredite und Forderungen 111 0 -45 0 0 11
zur Veräußerung verfügbar finanzielle Verbindlichkeiten, 31 28 0 0 0 49
bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 0 0 0 0 -116 0
Summe 142 28 -45 0 -116 60

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Nettoergebnis
in TEUR 2010 2009
--- --- ---
Nettogewinne bzw. -verluste aus Finanzinstrumenten der Kategorie
Kredite und Forderungen 77 -31
zur Veräußerung verfügbar finanzielle Verbindlichkeiten, 108 148
bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -116 0
Summe 69 117

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten der Kategorie Kredite und Forderungen sowie die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses werden im Finanzergebnis erfasst (siehe dazu Konzernanhangsangabe 39 und 40). Davon ausgenommen sind die Wertberichtigungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den Vertriebskosten ausgewiesen werden.

Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr 2010 Bewertungsgewinne von netto TEUR 28 (2009: TEUR 10) im Eigenkapital erfasst. Von den im Eigenkapital erfassten Beträgen wurden im Geschäftsjahr 2010 Verluste von insgesamt TEUR 0 (2009: Verluste von TEUR 1) in die Gewinn- und Verlustrechnung transferiert.

Erträge und Aufwendungen aus Gebühren und Provisionen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenso wie im Vorjahr nur in unwesentlichem Umfang angefallen. In der nachfolgenden Tabelle werden die Wertminderungsaufwendungen für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten zusammenfassend dargestellt:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Wertminderungsaufwand erfasst in der Kategorie
Kredite und Forderungen -45 -54
Zur Veräußerung verfügbar 0 0
-45 -54

29. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft die Umsatzabgrenzung von Wartungs- und Serviceverträgen für Software, für die die Rechnungsstellung im Berichtszeitraum erfolgte. Die Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr.

30. Latente Steuern

Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung in den vergangenen Jahren sowie aufgrund der positiven Ergebnisplanung für die Planjahre 2011 und 2012 werden sowohl bei der USU AG als auch bei der USU Software AG aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge für künftige Ergebnisse in Höhe von TEUR 2.027 (2009: TEUR 1.896) gebildet. Dabei wurde die Höhe der Aktivierung auf Basis der vom Aufsichtsrat genehmigten Planergebnisse der USU AG bzw. der USU Software AG für zwei Planjahre und nicht darüber hinaus ermittelt.

Aktive und passive latente Steuern resultieren aus den folgenden Bilanzposten:

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Ergebniswirksame Veränderung Erfolgsneutrale Veränderung
2010 2009 2010 2010
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Aktive latente Steuern:
Rückstellungen 109 104 1 4
Immaterielle Vermögenswerte 53 64 -11 0
Sachanlagen 11 11 0 0
Forderungen 15 152 -137 0
Sonstige 14 14 0 0
Aus Verlustvorträgen 3.364 3.705 -341 0
Aktive latente Steuern, brutto 3.566 4.050 -488 4
Passive latente Steuern:
Nicht ausgeschüttete Gewinne 57 0 -57 0
Rückstellungen 26 23 -19 16
Immaterielle Vermögenswerte 2.435 1.318 423 0
Unfertige Leistungen 388 455 67 0
Wertpapiere 5 13 16 -8
Forderungen 21 329 308 0
Sonstige 16 16 0 0
Passive latente Steuern, brutto 2.948 2.154 738 8
Saldo 618 1.896 250 12
Bilanzausweis nach Saldierung:
Aktive latente Steuern: 2.027 1.896
Passive latente Steuern: 1.409 0

Zum 31. Dezember 2010 werden aktive latente Steuern auf bestehende inländische Verlustvorträge in Höhe von ca. TEUR 35.545 (2009: TEUR 37.708) nicht gebildet, da ein entsprechendes steuerliches Ergebnis in dieser Höhe in nächster Zukunft nicht erwartet wird. Aus dem gleichen Grund wurden auf die ausländischen Verlustvorträge in Höhe von ca. TEUR 944 (2009: TEUR 281) insgesamt keine aktiven latenten Steuern gebildet.

Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 20.252 (2009: TEUR 20.252) sind bislang nicht anerkannt und infolge dessen im oben genannten Gesamtbetrag der Verlustvorträge nicht enthalten. Verlustvorträge für deutsche Ertragsteuern sind zeitlich unbegrenzt vortragsfähig, jedoch ist die jährliche Verrechenbarkeit des Verlustvortrages mit dem zu versteuernden Einkommen beschränkt. Die Verlustvorträge auf die ausländischen Ertragsteuern sind maximal sieben Jahre vortragsfähig.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

31. Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen wird in der Segmentberichterstattung dargestellt (Konzernanhangsangabe F.).

Die Umsatzerlöse nach Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Beratung 21.899 20.096
Lizenzen 5.758 5.559
Wartung 8.514 7.198
Sonstiges 1.852 1.195
38.023 34.048

32. Herstell kosten des Umsatzes

Die Herstellkosten des Umsatzes umfassen folgende Aufwendungen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Personalaufwand 8.288 7.731
Honorare für externe Mitarbeiter 6.467 6.678
Planmäßige Abschreibungen 185 175
Sonstige Aufwendungen 3.716 2.970
18.656 17.554

33. Vertriebs- und Marketingaufwendungen

Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Personalaufwand 3.832 3.445
Planmäßige Abschreibungen 52 48
Sonstige Aufwendungen 2.459 2.398
6.343 5.891

34. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Personalaufwand 1.733 1.597
Planmäßige Abschreibungen 30 36
Sonstige Aufwendungen 949 1.129
2.712 2.762

35. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen.

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Personalaufwand 4.999 4.664
Planmäßige Abschreibungen 144 108
Sonstige Aufwendungen 873 864
6.016 5.636

36. Sonstige betriebliche Erträge

In diesem Posten sind Umsatzsteuererstattungen des Finanzamtes für die Jahre 2002-2004 in Höhe von TEUR 165 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 43 (2009: TEUR 41) ausgewiesen.

37. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In diesem Posten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 176 enthalten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Aspera GmbH stehen. Daneben werden Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 30 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 7 (2009: TEUR 10) ausgewiesen.

38. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte

Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung der letzten Jahre sowie aufgrund der positiven Ergebnisplanung für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 wurden im Geschäftsjahr 2010 bei der Tochtergesellschaft USU AG neue aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 472 (2009: TEUR 998) ertragswirksam gebildet (siehe Anhangangabe 10). Entsprechend wurde der Goodwill in der gleichen Höhe abgeschrieben. Der saldierte Nachsteuereffekt aus dieser Bilanzierungsanforderung nach IAS 12.68 ist demzufolge ohne Ergebnisauswirkung.

Da weder die LeuTek noch die OMEGA zum Zeitpunkt der jeweiligen Akquisitionen steuerliche Verlustvorträge hatten, sind trotz Bildung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge bei der USU Software AG, aufgrund der vorliegenden ertragsteuerlichen Organschaft, keine weiteren Abschreibungen des Goodwills vorzunehmen.

39. Finanzerträge

Die Finanzerträge enthalten folgende Positionen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Zinserträge 110 243
Zinsen gem. § 233a AO 119 55
Erträge aus Planvermögen (Zinserträge) 48 37
Gewinn aus Wertpapierverkäufen 49 89
Sonstiges 15 50
Finanzerträge 341 437

40. Finanzaufwendungen

Die Finanzaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufzinsung Kaufpreisverbindlichkeit Aspera GmbH 116 0
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 90 79
Zinsen gem. § 233a AO 2 5
Verlust aus Wertpapierverkäufen 0 16
Sonstiges 5 16
Finanzaufwendungen 213 116

41. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Ertragsteuern des Geschäftsjahres -610 -125
Ertragsteuern für Vorjahre -2 11
Latente Steuern 250 886
Steueraufwand/-ertrag -362 772

Das Einkommen der Gesellschaft unterliegt im Geschäftsjahr 2010 unverändert zum Vorjahr einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie eines effektiven Gewerbesteuersatzes von 12,08 %. Der Steuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag und effektivem Gewerbesteuersatz beträgt insgesamt 27,9 %.

Latente Steuern auf Zwischengewinne werden jeweils mit dem aktuellen bzw. zukünftig geltenden Steuersatz berechnet.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung der Ertragsteuern unter Anwendung des theoretischen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.711 774
Theoretischer Steueraufwand 27,9 % -756 -216
Veränderung des theoretischen Steueraufwands aufgrund:
Auflösung Wertberichtigung auf latente Steuern auf Verlustvorträge 713 1.353
Nicht aktivierte latente Steuern auf Verlustvorträge -125 -88
Abschreibung Goodwill -132 -278
Periodenfremde Steuererstattungen / -nachzahlungen -2 11
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -58 -21
Abweichung zu in- und ausländischen Steuersätzen -2 11
Steueraufwand/-ertrag -362 772

42. Sonstige Angabe zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr betrug:

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2010 2009
Beratung und Services 119 108
Forschung und Entwicklung 99 94
Verwaltung und Finanzen 30 26
Vertrieb und Marketing 45 36
293 264

Der Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Gehälter 15.886 14.930
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung 2.966 2.508
18.852 17.438

Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 1.244 820
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 315 275
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 472 998
2.031 2.093

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gruppe im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Tochterunternehmen werden nur die tatsächlichen Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gezeigt. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, abzüglich der Festgeldanlagen mit einer Laufzeit > 3 Monaten (vergleiche Konzernanhangsangabe 45). Investitionen in Wertpapiere erfolgen grundsätzlich unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität und weniger unter dem Gesichtspunkt der Liquidität und werden in der Folge nicht im Finanzmittelfonds ausgewiesen.

Die Cash-Flows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt, wogegen der Cash-Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit indirekt aus dem Periodenergebnis abgeleitet wird. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Veränderungen des Konsolidierungskreises berücksichtigt. Infolgedessen können die Veränderungen der betroffenen Bilanzposten nicht in allen Fällen aus der Konzernbilanz abgeleitet werden.

43. Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit

Aus der betrieblichen Tätigkeit heraus erzielte die USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2010 einen positiven Cash-Flow von TEUR 2.434.

44. Cash-Flow aus Investitionstätigkeit

Im Berichtszeitraum 2010 werden Nettoeinzahlungen aus Investitionstätigkeit von insgesamt TEUR 754 ausgewiesen, nachdem im Geschäftsjahr 2009 die Nettoeinzahlungen aus Investitionstätigkeit noch TEUR 2.536 betragen haben.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte summierten sich auf TEUR 500 (2009: TEUR 442) und enthalten im Wesentlichen Auszahlungen für Neu- und Ersatzinvestitionen in Hard- und Software.

45. Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit

Der negative Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit betrifft im Berichtszeitraum die im Juli 2010 erfolgte Dividendenausschüttung an die Aktionäre der USU Software AG in Höhe von TEUR 1.503 (EUR 0,15 je Stückaktie für 10.021.054 Stückaktien).

46. Finanzmittelfonds

Die nachstehende Tabelle zeigt die Bestandteile der flüssigen Mittel und kurzfristigen Kapitalanlagen (Finanzmittelfonds) auf. Festgeldanlagen mit einer Laufzeit über 3 Monaten sind nicht im Finanzmittelfonds enthalten.

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Fest- und Tagesgelder mit Laufzeit <= 3 Monaten 5.895 3.052
Sichteinlagen 4.668 5.846
Kassenbestand 9 8
10.572 8.906

G. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

IFRS 8 verlangt die Angabe von Informationen über die Geschäftssegmente des Konzerns auf Basis des "Management Approach". Danach hat die Einteilung der Berichtssegmente derjenigen für die interne Berichterstattung zu folgen.

USU ist in den zwei Geschäftssegmenten "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig.

Das Leistungsspektrum des Geschäftssegmentes "Produktgeschäft" umfasst diejenigen Aktivitäten, die rund um die USU-Produktpalette im Markt für Business Service Management erbracht werden. Dazu gehören die Produkte und Dienstleistungen um die Themen

Infrastructure Management (effiziente Verwaltung des IT-Bestandes, von Verträgen und Softwarelizenzen),
Service/Change Management (Einhaltung und Formalisierung der IT-Service Prozesse inklusive Beschaffung, Support und Wartung),
Finance Management (Transparenz, Planung und Budgetierung sowie verursachergerechte Verrechnung von IT-Kosten und -Leistungen),
Process Management (Überwachung, Visualisierung und Steuerung sämtlicher für den IT-Betrieb erforderlicher Systeme und Prozesse) sowie
USU KnowledgeCenter zur Optimierung wissensintensiver Geschäftsprozesse.

USU KnowledgeCenter ist eine modular aufgebaute, webbasierte Produktlinie zur Themenstrukturierung und Informationenversorgung und besteht aus den drei Hauptmodulen

KnowledgeMiner (selbstlernendes Such- und Recherchesystem),
KnowledgeBase (Wissensdatenbank zur prozessorientierten Verwaltung und Bereitstellung von Lösungsdokumenten) und
KnowledgeGuide (System zur Diagnose und Entscheidungsfindung mittels dynamischer Entscheidungsbäume).

Das Geschäftssegment "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie die individuelle Anwendungsentwicklung. Das Leistungsportfolio adressiert eine breite Palette technisch orientierter Themen, die durch eigene Methodiken und erprobte Prozessmodelle umgesetzt werden. Diese erstrecken sich auf ausgewählte Spezialbereiche, auf die eigenverantwortliche Durchführung von IT-Projekten oder auf die Projektunterstützung mit qualifiziertem IT-Personal.

Die nicht zugeordneten Aktivitäten umfassen im Wesentlichen die Aufwendungen aus dem administrativen Bereich der Muttergesellschaft (Vorstand, Finanzen, Recht, etc.) des Weiteren die Umsätze aus Warenverkäufen an Mitarbeiter und Weiterbelastung von Prämien zur Haftpflichtversicherung an freie Mitarbeiter sowie die Wertpapiere des Umlaufvermögens und die Bankguthaben.

Die interne Steuerung und Berichterstattung basiert auf den unter Punkt 7 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand einer Segmentergebnisgröße, die in unserer internen Steuerung und Berichterstattung als »EBIT« bezeichnet wird.

Die Segmentergebnisgröße EBIT setzt sich zusammen aus dem Bruttoergebnis vom Umsatz, den Vertriebs- und Marketingaufwendungen, den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, den Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte, den Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis.

Segmentvermögen und Segmentschulden werden ebenso wie das Segmentergebnis in Übereinstimmung mit den vom Konzern im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ermittelt.

Die Vermögenswerte der Segmente umfassen grundsätzlich alle Vermögenswerte. Die Vermögenswerte der Segmente schließen Vermögenswerte aus Ertragsteuern sowie bestimmte Finanzinstrumente (einschließlich Liquidität) aus.

Die Segmentschulden beinhalten grundsätzlich alle Schulden. Die Schulden der Segmente beinhalten nicht die Schulden aus Ertragsteuern, die Schulden aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie bestimmte Finanzinstrumente (einschließlich finanzielle Verbindlichkeiten).

Die Informationen in der nachstehenden Tabelle zu den Segmentinvestitionen und den planmäßigen Abschreibungen umfassen die immateriellen Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte) und die Sachanlagen.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Segmentumsatzerlöse und -ergebnisse auf die Konzernumsatzerlöse und das Konzernergebnis übergeleitet.

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In TEUR Produktgeschäft Servicegeschält Summe Segmente
2010 2009 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 26.484 22.815 11.518 11.203 38.002 34.018
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 3.419 2.240 1.133 267 4.552 2.507
Finanzerträge 0 0 0 0 0 0
Finanzaufwendungen 0 0 0 0 0 0
Ertragsteuern 0 0 0 0 0 0
Konzernergebnis 3.419 2.240 1.133 267 4.552 2.507
Segmentvermögen/Konzernvermögen 39.417 34.252 5.055 5.263 44.472 39.515
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 30.564 23.701 2.322 2.409 32.886 26.110
Segmentschulden/ Konzernschulden 7.716 4.697 1.025 948 8.741 5.645
Segmentinvestitionen 358 326 77 103 435 429
planmäßige Abschreibungen 1.438 971 107 104 1.545 1.075
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 385 814 87 184 472 998
Mitarbeiter - Stichtag (31.12.) 223 191 61 60 284 251

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In TEUR nicht zugeordnet Konzern
2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 21 30 38.023 34.048
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) -1.970 -2.054 2.582 453
Finanzerträge 341 437 341 437
Finanzaufwendungen -213 -116 -213 -116
Ertragsteuern -362 772 -362 772
Konzernergebnis -2.204 -961 2.348 1.546
Segmentvermögen/Konzernvermögen 22.412 14.015 66.884 53.530
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 32.886 26.110
Segmentschulden/ Konzernschulden 9.658 2.004 18.399 7.649
Segmentinvestitionen 36 14 471 443
planmäßige Abschreibungen 14 20 1.559 1.095
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 472 998
Mitarbeiter - Stichtag (31.12.) 22 18 306 269

Intersegmentäre Umsatzerlöse lagen weder im Geschäftsjahr 2010 noch im Vorjahr vor.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden TEUR 3.426 (2009: TEUR 2.846) bzw. 9,0 % (2009: 8,4 %) der konsolidierten Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands und TEUR 34.598 (2009: TEUR 31.202) bzw. 91,0 % (2009: 91,6 %) in Deutschland erzielt. Die geografische Zuordnung der Umsatzerlöse basiert auf dem Land, in dem der Kunde seinen Sitz hat.

Der Konzern hat keine Transaktionen mit externen Einzelkunden, die sich auf mehr als 10 % der Konzernumsatzerlöse belaufen.

Die außerhalb Deutschlands geführten Vermögenswerte sowie die außerhalb Deutschlands getätigten Investitionen machen weniger als 10 % des entsprechenden konsolidierten Gesamtwertes aus. Auf weitergehende Angaben der geographischen Daten wird deshalb aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Die Überleitung der Segmentvermögenswerte und -schulden zu den Vermögenswerten und -schulden der Gruppe stellt sich wie folgt dar:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Segmentvermögen 44.472 39.515
Nicht zugeordnetes Vermögen
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.095 10.191
Aktive latente Steuern 2.027 1.896
Ertragsteuerforderungen 176 900
Übrige Vermögenswerte 12.114 1.028
22.412 14.015
Konzernvermögen 66.884 53.530

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Segmentschulden 8.741 5.645
Nicht zugeordnete Schulden
Rückstellungen für Pensionen 415 313
Übrige Schulden 9.243 1.691
9.658 2.004
Konzernschulden 18.399 7.649

H. SONSTIGE ANGABEN

47. Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Personen ("Related Parties") gelten gemäß IAS 24 Personen oder Unternehmen, die die Gruppe beherrschen oder maßgeblichen Einfluss nehmen können, einschließlich der Geschäftsleitung und dem Aufsichtsrat, oder auf die, die Gruppe maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Als nahe stehende Personen gelten dabei nicht Unternehmen, die bereits im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen sind.

Das oberste Management und die Aufsichtsratsmitglieder sind als nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24.3 anzusehen. Im Geschäftsjahr 2010 lagen zwischen dem Vorstand sowie den Aufsichtsratsmitgliedern und den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen die nachstehend beschriebenen Geschäftsbeziehungen vor.

Der Vorstand bestätigt, dass alle nachfolgend beschriebenen Transaktionen mit nahe stehenden Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie der Gesellschaft auch von fremden Dritten gewährt worden wären.

47.1. Udo Strehl / Udo Strehl Private Equity GmbH ("USPEG")

Für Kostenerstattungen bei Vertriebsaktivitäten wurden der USU AG im Geschäftsjahr 2010 insgesamt TEUR 24 (2009: TEUR 15) von der USPEG belastet. Demgegenüber wurden der USPEG von der USU AG in 2010 anteilige Kfz-Kosten in Höhe von TEUR 15 (2009: TEUR 20) in Rechnung gestellt.

47.2. Karin Weiler-Strehl

Die USU AG beauftragt über die USPEG Frau Karin Weiler-Strehl, die Ehefrau von Herrn Udo Strehl, auf Einzelvertragsbasis mit Beratungsleistungen. Die Aufwendungen aus diesen Beratungsverträgen mit Frau Weiler-Strehl betrugen im Geschäftsjahr 2010 TEUR 37 (2009: TEUR 28).

Die USU AG hat von Frau Karin Weiler-Strehl das Verwaltungsgebäude Spitalhof in Möglingen angemietet. Am 20. Juli 2007 wurde zwischen den zwei Parteien ein neuer Mietvertrag mit Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 geschlossen. Danach beträgt die monatliche Gesamtmiete TEUR 19,5 (2009: TEUR 19,5) zuzüglich Nebenkosten.

Die Kaution in Höhe von TEUR 240 wird seit dem 1. Januar 2008 mit 4 % p. a. verzinst und valutiert zum 31. Dezember 2010 mit TEUR 270 (31. Dezember 2009: TEUR 260). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden der USU AG für die Vermietung des Verwaltungsgebäudes sowie der Stellplätze TEUR 245 (2009: TEUR 245) in Rechnung gestellt.

Darüber hinaus hat die USU Software AG von Frau Weiler-Strehl ein Büro in der Münchinger Straße in Möglingen angemietet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Mietzahlungen in Höhe von TEUR 10 (2009: TEUR 10) geleistet.

47.3. Verpflichtungen aus Call- und Put-Optionen

Bezüglich der im Zusammenhang mit dem Erwerb der Aspera GmbH bestehenden Call- und Put-Optionen wird auf die Ausführungen unter der Konzernanhangsangabe 8 (Akquisition im Geschäftsjahr 2010) verwiesen.

47.4. Darlehen an Aktionäre

Zum 31.12.2010 besteht gegenüber dem Geschäftsführer der OMEGA, der zugleich Minderheitsaktionär der USU Software AG ist, eine kurzfristige Darlehensforderung in Höhe von TEUR 4. Das Darlehen wird mit 4 % p. a. verzinst. Es gibt keinen festgelegten Tilgungsplan. Im Geschäftsjahr 2010 wurden insgesamt TEUR 18 zurückbezahlt.

47.5. Bezüge des obersten Managements und des Aufsichtsrats

Die Geschäfte der Gruppe werden verantwortlich von den Vorständen der USU Software AG und der USU AG geleitet:

Bernhard Oberschmidt (Chief Executive Officer)

Klaus Bader (Executive Vice President)

Gerald Lamatsch (Executive Vice President)

Sven Wilms (Executive Vice President)

Die Bezüge der Vorstände belaufen sich im Geschäftsjahr 2010 auf insgesamt TEUR 855 (2009: TEUR 792).

Fixe Vergütung: TEUR 553 (2009: TEUR 525)

Variable Vergütung: TEUR 209 (2009: TEUR 166)

Geldwerter Vorteil aus Privatnutzung Firmenfahrzeuge: TEUR 51 (2009: TEUR 59)

Beitragsorientierte Pensionsaufwendungen: TEUR 42 (2009: TEUR 42)

Einem Mitglied des Vorstands der USU AG wurde in 2006 ein Darlehen über TEUR 140 ausgereicht. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2016 und ist bis 31. Dezember 2010 mit 3,5 % p. a., danach in Höhe des 12-Monats-EURIBOR, zu verzinsen. Tilgungsleistungen sind nach Maßgabe eines bestimmten Anteils an der variablen Vergütung zu erbringen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden insgesamt TEUR 0 zurückbezahlt. Zum 31. Dezember 2010 valutierte das Darlehen mit TEUR 117.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 betrugen TEUR 135 (2009: TEUR 108). Regelungen über die Vergütung des Aufsichtsrates finden sich im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns im Kapitel "Grundzüge des Vergütungssystems".

Hinsichtlich der für ein Mitglied des Aufsichtsrats und ehemaligen Vorstand gebildeten Pensionsrückstellung verweisen wir auf Konzernanhangsangabe 21.

48. Honorare des Abschlussprüfers

a) Abschlussprüfungen (Einzelabschlüsse und Konzernabschluss)

TEUR 108 (2009: TEUR 98)

b) Sonstige Leistungen

TEUR 20 (2009: TEUR 4)

49. Sonstige Angaben

49.1. Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2010 sowie zum 31. Dezember 2010 bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

49.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge geleast (Operating Leasing) als auch Bürogebäude gemietet. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, sind marktüblich. Weder für gemietete Bürogebäude noch für geleaste Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge bestehen vorteilhafte Kauf- oder Mietverlängerungsoptionen bei Beendigung des Leasingverhältnisses. Sale-and-Leaseback-Transaktionen haben in keinem der beiden Geschäftsjahre stattgefunden. Die jährlich erwarteten Mindestzahlungen aus Leasing- und Mietverträgen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich insgesamt wie folgt dar:

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2010 2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen
In den nächsten 12 Monaten 520 599
In den nächsten 13 bis 60 Monaten 489 475
In mehr als 60 Monaten 0 0
1.009 1.074
Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Gebäudemiete
In den nächsten 12 Monaten 891 763
In den nächsten 13 bis 60 Monaten 1.499 1.001
In mehr als 60 Monaten 568 744
2.958 2.508
3.967 3.582

Die Aufwendungen für Operating-Leasing- und Mietverträge beliefen sich für das Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 1.366 (2009: TEUR 1.337).

50. Rechtsstreitigkeiten, sonstige Eventualschulden und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschaft kann im Zuge ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten, Schadenersatzansprüche, Ermittlungs- und Gerichtsverfahren einschließlich Fragen der Produkthaftung und wirtschaftsrechtliche Streitigkeiten verwickelt werden. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass künftig aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen können, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft der Gesellschaft, ihre Finanzlage oder ihr betriebliches Ergebnis haben könnten. Nach Einschätzung der Gesellschaft und ihrer Rechtsberater zum 31. Dezember 2010 und zum 31. Dezember 2009 sind in den gegenwärtig anhängigen Rechtsverfahren Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage zu Lasten der Gruppe nicht zu erwarten.

Eine rechtskräftige Entscheidung im Spruchstellenverfahren über die Angemessenheit der Barabfindung aufgrund des Squeeze-Outs der Minderheitsaktionäre der USU AG steht bis heute noch aus. Das aufgrund eines Gerichtsbeschlusses in Auftrag gegebene Wertgutachten weist einen Wert je Aktie der USU AG zum 13. Juni 2004 aus, der deutlich unter der gezahlten Barabfindung liegt. Für die zu erwartenden Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten besteht eine bilanzielle Risikovorsorge in Höhe von TEUR 44. Durch Beschluss des Landgerichts Stuttgart vom 18. Oktober 2010 wurden die Anträge der antragstellenden Aktionäre und des Vertreters der nicht antragstellenden Aktionäre zurückgewiesen. Gegen diesen Beschluss haben zwei Antragsteller die sofortige Beschwerde beim OLG Stuttgart eingereicht. Über die Zulässigkeit und Begründetheit der Beschwerde ist jedoch noch keine weitere gerichtliche Entscheidung ergangen.

Bis zur Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand ergaben sich keine weiteren nennenswerten Ereignisse, über die zu berichten wäre.

51. Organe

51.1. Vorstand

Dem Vorstand der Muttergesellschaft gehörte im Geschäftsjahr 2010 an:

Bernhard Oberschmidt, Sprecher des Vorstands

Diplom-Ökonom

Die Gesamtbezüge des aktiven Vorstands beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 260. Einzelheiten hierzu werden im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns unter "Grundzüge des Vergütungssystems" erläutert.

51.2. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2010 an:

Udo Strehl, Vorsitzender

Geschäftsführer der Udo Strehl Private Equity GmbH, Möglingen

Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen

Günter Daiss, Stellvertretender Vorsitzender

Versicherungskaufmann

Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen

Verwaltungsratsmitglied der Kreissparkasse Ludwigsburg, Ludwigsburg

Erwin Staudt,

Diplom-Volkswirt

Hauptamtlicher Präsident des VfB Stuttgart 1893 e.V., Stuttgart

Aufsichtsratsmitglied der Grenke Leasing AG, Baden-Baden

Aufsichtsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach

Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt

Aufsichtsratsmitglied der USU AG, Möglingen

52. Finanzielles Risikomanagement

Die Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten verschiedenen Risiken, deren Messung, Steuerung und Überwachung durch ein systematisches Risikomanagement erfolgt. Nachstehend wird im Einzelnen auf das Management von Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken (Wechselkursrisiken, Zinsrisiken, Effektenkursrisiken) eingegangen.

52.1. Kreditrisiken

Die Gruppe ist Kreditrisiken im Bereich der flüssigen Mittel, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der marktgängigen Wertpapiere ausgesetzt.

Flüssige Mittel und marktgängige Wertpapiere werden bei anerkannten Kreditinstituten gehalten bzw. von Unternehmen mit guter Bonität erworben. Die Gruppe beobachtet ständig die Kreditwürdigkeit dieser Unternehmen und erwartet keine Ausfälle. Da keine Sicherheiten vorhanden sind, ist das maximale Risiko im Falle eines Ausfalls der bilanzierte Betrag.

Die Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine fortlaufende Überprüfung der Bonität der Gegenparteien minimiert. Da mit den Kunden keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen getroffen werden, stellt die Gesamtheit der bei den Vermögenswerten ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Für den Fall, dass der Gruppe Sachverhalte bekannt sind, die die Fähigkeit eines bestimmten Kunden, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, mindern könnten, erfasst die Gruppe eine Einzelwertberichtigung bezüglich der fälligen Beträge und vermindert die Netto-Forderungen auf den Betrag, den die Gruppe in angemessener Weise als erzielbar erachtet. Darüber hinaus erfasst die Gruppe Risiken aus der Einbringlichkeit von Forderungen im Rahmen einer Portfoliobewertung.

Bei den weder überfälligen noch im Wert geminderten finanziellen Vermögenswerten deuten (ebenso wie im Vorjahr) keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

52.2. Liquiditätsrisiken

Die Gruppe benötigt zur Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen liquide Mittel, die die Gruppe weitgehend aus dem laufenden Geschäftsbetrieb deckt. Ferner bestehen Kreditlinien zur Abdeckung eventueller Liquiditätsengpässe.

Die finanziellen Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind, abgesehen von der erwarteten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 7.594 für den vorgesehenen Erwerb der restlichen 49 % Geschäftsanteile an Aspera GmbH, sämtlich kurzfristiger Natur, d. h. innerhalb eines Jahres fällig. Die Kaufpreisverbindlichkeit für die vollständige Aspera-Übernahme, welche nach Maßgabe der Gesellschaft etwa zur Hälfte in Aktien der USU Software AG beglichen werden kann, ist aufgrund bestehender Optionsrechte, die grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2012 ausübbar sind, innerhalb von zwei Jahren fällig.

52.3. Effektenkursrisiken / Zinsbedingtes Fair Value Risiko

Durch die Anlage finanzieller Mittel ist die Gesellschaft Effektenkursrisiken ausgesetzt. Man versteht hierunter die Verlustgefahr aus Kursänderungen bei (börsennotierten) Effekten. Diesem Risiko wird unter anderem durch eine Diversifizierung des Anlageportfolios entgegengewirkt. Bei der Auswahl von Anleihen wird grundsätzlich ein Mindest-Rating von BBB (Standard & Poor's) verlangt.

Zum 31. Dezember 2010 und im Vorjahr handelt es sich ausschließlich um variabel verzinsliche Anleihen, deren Marktwerte keinem Zinsänderungsrisiko unterliegen.

52.4. Zinsbedingte Cash-Flow Risiken

Marktzinssatzänderungen wirken sich bei der USU Software AG im Wesentlichen auf die Cash-Flows aus den Geldmarktfonds aus. Wenn das Marktzinssatzniveau zum 31. Dezember um 1 % höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis und das Eigenkapital um jeweils TEUR 87 (31. Dezember 2009: TEUR 68) geringer (höher) gewesen.

52.5. Wechselkursrisiken

Die Gesellschaft tätigt in unwesentlichem Umfang Fremdwährungstransaktionen und ist deshalb nur bedingt Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die entsprechend Auswirkungen auf die in EUR ausgewiesenen Vermögenswerte und Erträge haben. Ebenso entstehen Transaktionsrisiken bei auf ausländische Währung lautenden finanziellen Vermögenswerten.

53. Zusätzliche Angaben zum Kapital

Die USU Software AG unterliegt keinen externen oder satzungsmäßigen Mindestkapitalanforderungen. Die Gesellschaft verfolgt das Ziel einer hohen Eigenkapitalfinanzierung, um mit dieser finanziellen Flexibilität ihre Wachstumsziele zu erreichen. Zudem wird von Kundenseite eine hohe Eigenkapitalquote und Liquidität als Investitionssicherheit gefordert.

Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2010 und 2009:

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2010 2009 Veränderung
TEUR TEUR %
--- --- --- ---
Langfristige Schulden 9.418 313 2.908,9 %
Kurzfristige Schulden 8.981 7.336 22,4 %
Fremdkapital 18.399 7.649 140,5 %
Eigenkapital 48.485 45.881 5,7 %
Bilanzsumme 66.884 53.530 24,9 %
Eigenkapitalquote 72,5 % 85,7 %

Die Gesellschaft hat wie im Vorjahr keine Nettofinanzschulden, da die liquiden Mittel und die kurzfristig veräußerbaren Wertpapiere die verzinslichen Verbindlichkeiten übersteigen. Die Aufrechterhaltung der bestehenden Kapitalstruktur kann dabei beispielsweise durch die Ausweitung des Bilanzgewinns infolge positiver zukünftiger Jahresüberschüsse oder die Ausgabe neuer Anteile erreicht werden.

I. WERTPAPIERGESCHÄFTE DER ORGANE

Die folgende Tabelle ist im Zusammenhang mit den in den Zwischenberichten der USU Software AG veröffentlichten Angaben zum Wertpapierbesitz der Organe der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf ausgeschiedene Organe, zu lesen. Von Organmitgliedern der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2010 Aktien der USU Software AG, Möglingen, in folgendem Umfang gehalten:

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Meldepflichtiger Wertpapierbesitz (Stück) 2010 2009
Aktien Aktien
--- --- ---
Vorstand
Bernhard Oberschmidt 18.696 18.696
Aufsichtsrat
Udo Strehl*) 1.989.319 1.989.319
Erwin Staudt 100.000 100.000
Günter Daiss 85.500 85.500

*) Über die Udo Strehl Private Equity GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 22 (1) S.1 Nr. 1 WpHG zusätzlich 3.773.868 (2009: 3.773.868) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.

Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2009: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 22 (1) S.1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden nicht gehalten.

J. Dividendenzahlung

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen eine Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 2.105 (EUR 0,20 je Aktie) vor.

K. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG haben am 9. Dezember 2010 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der USU Software AG unter www.usu-software.de dauerhaft zugänglich gemacht. Nähere Ausführungen zur Entsprechenserklärung sind im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu diesem Konzernabschluss enthalten.

Möglingen, 4. März 2011

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Bernhard Oberschmidt
Sprecher des Vorstands

USU Software AG, Möglingen

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2010

Anlage A zum Konzernanhang

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
1.1.2010 Unternehmenserwerb Zugänge Abgänge 31 12.2010 1.1.2010
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene Software / Auftragsbestand 3.996 1.355 56 0 5.407 3.277
Namens- und Marken rechte 1.880 652 0 0 2.532 521
Wartungsverträge 1.933 1.075 0 0 3.008 1.183
Kundenstamm 2.595 1.826 0 0 4.421 908
10.404 4.908 56 0 15.368 5.889
Geschäfts- oder Firmenwert 47.756 7.247 0 0 55.003 21.646
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 171 0 0 0 171 93
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.653 138 443 66 2.168 1.123
1.824 138 443 66 2.339 1.216

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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugänge Abgänge Währung 31.12.2010 31.12.2010 1.1.2010
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene Software / Auftragsbestand 541 0 0 3.818 1.589 719
Namens- und Marken rechte 0 0 0 521 2.011 1.359
Wartungsverträge 352 0 0 1.535 1.473 750
Kundenstamm 351 0 0 1.259 3.162 1.687
1.244 0 0 7.133 8.235 4.515
Geschäfts- oder Firmenwert 472 0 0 22.118 32.885 26.110
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 10 0 0 103 68 78
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 305 62 -8 1.358 810 530
315 62 -8 1.461 878 608

USU Software AG, Möglingen

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2009

Anlage B zum Konzernanhang

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
1.1.2009 Unternehmenserwerb Zugänge Abgänge 31.12.2009 1.1.2009
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene Software / Auftragsbestand 3.894 0 102 0 3.996 2.979
Namens- und Marken rechte 1.880 0 0 0 1.880 521
Wartungsverträge 1.933 0 0 0 1.933 920
Kundenstamm 2.595 0 0 0 2.595 649
10.302 0 102 0 10.404 5.069
Geschäfts- oder Firmenwert 47.756 0 0 0 47.756 20.648
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 171 0 0 0 171 82
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.549 0 340 236 1.653 1.067
1.720 0 340 236 1.824 1.149

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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugänge Abgänge Währung 31.12.2009 31.12.2009 1.1.2009
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TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene Software / Auftragsbestand 298 0 0 3.277 719 915
Namens- und Marken rechte 0 0 0 521 1.359 1.359
Wartungsverträge 263 0 0 1.183 750 1.013
Kundenstamm 259 0 0 908 1.687 1.946
820 0 0 5.889 4.515 5.233
Geschäfts- oder Firmenwert 998 0 0 21.646 26.110 27.108
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 11 0 0 93 78 89
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264 209 1 1.123 530 482
275 209 1 1.216 608 571

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der USU Software AG, Möglingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 4.3.2011

Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

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Schupeck Barth
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss 2010

INHALTSVERZEICHNIS:

JAHRESABSCHLUSS

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BILANZ
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ANHANG

USU Software AG, Möglingen

Bilanz zum 31. Dezember 2010

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AKTIVA 31.12.2010 31.12.2009
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
Finanzanlagen (1)
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.791 25.791 24.252 24.252
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2)
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.867 2.878
2. Sonstige Vermögensgegenstände 107 681
2.974 3.559
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 296 209
3.270 3.768
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0 1
29.061 28.021

USU Software AG, Möglingen

Bilanz zum 31. Dezember 2010

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PASSIVA 31.12.2010 31.12.2009
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital (3) 10.524 10.021
II. Kapitalrücklage (6) 13.645 13.645
III. Bilanzgewinn 2.361 3.208
26.530 26.874
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0 18
2. Sonstige Rückstellungen (7) 335 322
335 340
C. VERBINDLICHKEITEN (8)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34 12
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.367 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 795 795
2.196 807
29.061 28.021

USU Software AG, Möglingen

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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2010 2009
Anhang TEUR TEUR TEUR TEUR
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1. Sonstige betriebliche Erträge (11) 863 619
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -355 -347
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -48 -403 -47 -394
(davon für Altersversorgung: TEUR 12; Vorjahr: TEUR 12)
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -969 -820
4. Aufwendungen aus Verlustübernahme (13) -69 0
5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen (13) 2.083 1.930
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (14) 117 66
(davon von verbundenen Unternehmen: TEUR 0; Vorjahr: TEUR 5)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen (15) -900 0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18 1.213 0 1.996
(davon an verbundene Unternehmen: TEUR 17; Vorjahr: TEUR 0)
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 704 1.401
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -47 -42
11. Jahresüberschuss 657 1.359
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.704 2.109
13. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 0 54
14. Entnahmen aus der Rücklage für eigene Anteile 0 106
15. Einstellungen in die Kapitalrücklage 0 -314
16. Aufwand aus der vereinfachten Kapitalherabsetzung 0 -106
17. Bilanzgewinn 2.361 3.208

USU SOFTWARE AG, MÖGLINGEN

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

A. Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der USU Software AG wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Als börsennotierte Gesellschaft gilt die USU Software AG gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB stets als große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 wurden erstmals die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ("BilMoG") angewendet. Aufgrund der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilMoG ergibt sich zum 31. Dezember 2010 im Jahresabschluss eine Durchbrechung der Darstellungs- und Methodenstetigkeit. Die Vorjahresbeträge wurden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist aufgrund des geringen Anpassungsbedarfs jedoch nur unwesentlich eingeschränkt.

Die Betragsangaben erfolgen - soweit nicht anders vermerkt - in Tausend Euro ("TEUR").

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen sowie die sonstigen Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, soweit es sich um dauerhafte Wertminderungen handelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bestehenden Ausfallrisiken wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen werden gegebenenfalls zum Barwert unter Anwendung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bewertet. Voraussichtliche, erst in der Zukunft sich bis zur Erfüllung der Verpflichtung auswirkende Kostensteigerungen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2010 berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB nach dem bilanzorientierten temporary-Konzept ermittelt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Bei der USU Software AG verbleibt nach Verrechnung sowie unter Berücksichtigung der vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge ein Überhang aktiver latenter Steuern. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) keinen Gebrauch gemacht. Die Bewertung latenter Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (zum 31.12.2010: rd. 29 %).

Zum Bilanzstichtag bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 31.093 sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von TEUR 31.081.

Die latenten Steuerabgrenzungen betreffen unter Berücksichtigung latenter Steuern aus steuerlichen Organschaften mit Tochtergesellschaften die nachfolgend aufgeführten Bilanzposten:

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31.12.2010
Bilanzposten aktive latente Steuern passive latente Steuern
--- --- ---
Finanzanlagen X
Bewertung Pensionsrückstellungen X
Bewertung sonstige Rückstellungen X
Steuerliche Verlustvorträge X

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die USU Software AG besitzt Anteile an nachfolgend aufgelisteten Gesellschaften:

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Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
31.12.2010 31.12.2010 2010
--- --- --- ---
in% in TEUR in TEUR
--- --- --- ---
USU AG, Möglingen 100,0 8.951 871
LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen1) 100,0 1.380 2.083
Omega Software GmbH, Obersulm1) 100,0 970 -69
Openshop Internet Software GmbH, Ludwigsburg 100,0 -773 0
Aspera GmbH, Aachen2) 51,0 1.667 1.049

1) Jahresergebnis vor/Eigenkapital nach Ergebnisabführung an die USU Software AG.

2) Die Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 1.4.2009 bis 31.3.2010.

Die nachfolgenden Beteiligungen werden mittelbar über die USU AG, Möglingen, gehalten. Die Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis stellen dabei die nach jeweils landesspezifischen Rechnungslegungsvorschriften ermittelten Werte dar.

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Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
31.12.2010 31.12.2010 2010
--- --- --- ---
in% in TEUR in TEUR
--- --- --- ---
USU Software s. r. o., Brno, Tschechische Republik 100,0 296 86
USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz 100,0 -115 157
USU Austria GmbH, Wien, Österreich 100,0 -729 -412
Gentner GmbH ProCOMMUNICATION i. L, 100,0 11 943
Möglingen1)

1) Jahresergebnis vor Konsolidierung

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten sonstige Vermögensgegenstände enthält nahezu ausschließlich Steuererstattungsansprüche.

3. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft von ursprünglich TEUR 10.021 wurde im Zuge einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen um TEUR 503 auf TEUR 10.524 erhöht. Es ist eingeteilt in 10.523.770 (2009: 10.021.054) Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von jeweils EUR 1,00.

4. Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2007 wurde der Vorstand bis zum 11. Juli 2012 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlage oder mit Sacheinlagen um bis zu TEUR 5.168 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge insoweit auszuschließen, als dies erforderlich ist, um Inhabern von Umtausch- oder Bezugsrechten, die von der Gesellschaft gegeben wurden, ein Bezugsrecht neuer Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung eines solchen Umtausch- oder Bezugsrechts zustünde. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen um maximal 10 % des bei erster Ausnutzung des Genehmigten Kapitals vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen mit Sacheinlagen auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhung mit Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt. Im Rahmen des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an der Aspera GmbH hat der Vorstand im Geschäftsjahr 2010 teilweise von der Ermächtigung Gebrauch gemacht und eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen aus dem genehmigten Kapital in Höhe von TEUR 503 durchgeführt. Dementsprechend hat sich das genehmigte Kapital auf TEUR 4.665 verringert.

5. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung aus den Jahren 2000 und 2004 durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien auf TEUR 378 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter verbundener Unternehmen der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2010 waren keine Optionsrechte ausstehend.

6. Kapitalrücklage

Der Bilanzposten blieb zum 31. Dezember 2010 unverändert und ist mit TEUR 13.645 ausgewiesen.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u. a. Kosten für gesellschaftsrechtliche Verpflichtungen von TEUR 199 und Verpflichtungen aus dem Personalbereich von TEUR 90.

8. Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben jeweils eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 694 (2009: TEUR 795).

9. Haftungsverhältnisse

Die USU Software AG haftet gesamtschuldnerisch für die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Mietvertrag der USU AG für das Betriebsgebäude im Spitalhof.

Der Vorstand geht davon aus, dass aufgrund der bei der USU AG vorhandenen Liquiditätsausstattung sowie der nachhaltigen Ertragskraft derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme aus dem vorgenannten Haftungsverhältnis besteht.

Des Weiteren hat die USU Software AG gegenüber der Openshop Internet Software GmbH, Ludwigsburg (verbundenes Unternehmen), Patronatserklärungen abgegeben. Danach hat sich die USU Software AG, Möglingen, dazu verpflichtet, diese Tochtergesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 sowie für das Geschäftsjahr 2011 in der Weise zu leiten und finanziell auszustatten, dass diese ihren Verbindlichkeiten nachkommen kann. Darüber hinaus hat die USU Software AG den Rangrücktritt sämtlicher bestehender Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 786 gegen die Openshop Internet Software GmbH erklärt.

Der Vorstand geht davon aus, dass derzeit keine konkretisierten Risiken der Inanspruchnahme aus dem vorgenannten Haftungsverhältnis bestehen. Die Gesellschaft übt keine aktive Geschäftstätigkeit aus. Sie verfügt über ausreichend liquide Mittel, um Dritten gegenüber bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen der USU Software AG sind vollständig wertberichtigt.

10. Call- und Put-Optionen aus dem Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen

Zum 1. Juli 2010 hat die USU Software AG 51 % der Geschäftsanteile an der Aspera GmbH, Aachen, erworben. Die USU Software AG strebt eine vollständige Übernahme der Gesellschaft innerhalb von 2 Jahren an. Aus diesem Grund wurden den Vertragsparteien entsprechende gegenseitige Optionsrechte eingeräumt, die grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2012 ausübbar sind. Die verbleibenden Gesellschafter der Aspera GmbH haben das Recht (Put-Option), ihre restlichen 49 % der Anteile an der Aspera an die USU Software AG zu veräußern, sofern ein bestimmtes Mindestergebnis (EBIT) in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2011/12 erzielt wird. Der von USU zu zahlende Kaufpreis für diese restlichen 49 % ist bezüglich der Put-Option von dem erzielten Ergebnis der Aspera in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2011/12 abhängig und liegt zwischen TEUR 4.381 und TEUR 8.070.

Die USU Software AG hat ihrerseits das Recht (Call-Option), die restlichen 49 % der Anteile an der Aspera zu erwerben. Die Call-Option ist gleichfalls abhängig vom erzielten Ergebnis der Aspera in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2011/12, wobei der von USU zu zahlende Kaufpreis für die restlichen 49 %-Anteile an der Aspera GmbH bei der Call-Option zwischen TEUR 3.381 und TEUR 8.070 liegt. Darüber hinaus hat USU eine zweite, ergebnisunabhängige Call-Option (Call-Option 2), die von USU, abweichend zu den übrigen Optionsrechten, jederzeit bis zum 31. März 2012 ausgeübt werden kann. Der von USU zu zahlende Kaufpreis für die restlichen 49 % an der Aspera beträgt bei der Call-Option 2 TEUR 8.070, abgezinst vom 31. März 2012 mit einem Faktor von 1,5 % über dem dann aktuellen EURIBOR auf den Tag der Auszahlung. Darüber hinaus erhalten die Altgesellschafter eine Zahlung, die den auf sie entfallenden Gewinnanteilen bis 31. März 2012 entspricht, sofern diese Gewinnanteile nicht bereits früher an die Altgesellschafter ausgeschüttet werden.

Für alle Optionsrechte gilt, dass die USU Software AG berechtigt ist, die Hälfte des Kaufpreises für die restlichen 49 % der Anteile an der Aspera in Aktien der Gesellschaft zu begleichen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus der Verrechnung von konzernintern erbrachten Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 641. Weiterhin enthält der Posten Umsatzsteuerrückerstattungen für Vorjahre aufgrund einer steuerlichen Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 197.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem gesellschaftsrechtlich veranlasste Kosten sowie Aufwendungen für erhaltene Dienstleistungen von der USU AG in Höhe von TEUR 380.

13. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen/Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Gesellschaft hat mit der Openshop Internet Software GmbH am 2. März 2000, mit der Omega Software GmbH am 19. Mai 2005 sowie mit der LeuTek GmbH am 29. Dezember 2006 jeweils einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Danach haben sich die beteiligten Unternehmen verpflichtet, während der Dauer des Vertrages ihren gesamten Gewinn an die USU Software AG abzuführen. Eine Einstellung in die freien Rücklagen ist nur mit Zustimmung durch die USU Software AG möglich. Im Gegenzug hat sich die USU Software AG verpflichtet, jeden während der Dauer des Vertrages entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen, wenn dieser nicht durch die Auflösung von während der Dauer dieses Vertrages gebildeten freien Rücklagen ausgeglichen werden kann.

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 von der LeuTek GmbH erzielte Gewinn wurde von der USU Software AG aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages entsprechend vereinnahmt. Der im Jahresabschluss der Omega Software GmbH ausgewiesene Verlust wurde von der USU Software AG ausgeglichen.

Erträge aus Gewinnabführungen der Openshop Internet Software GmbH wurden seit dem Jahr 2004 nicht erfasst, da in analoger Anwendung des § 301 AktG Jahresüberschüsse der Openshop Internet Software GmbH zum Ausgleich vorvertraglicher Verlustvorträge herangezogen wurden.

14. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten enthält Vorjahre betreffende Zinserträge aus Steuererstattungen in Höhe von insgesamt TEUR 95.

15. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Der Posten enthält mit TEUR 900 die außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert der Anteile an einer Tochtergesellschaft.

E. Sonstige Angaben

16. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2010 an:

Udo Strehl, Vorsitzender

Geschäftsführer der Udo Strehl Private Equity GmbH, Möglingen

Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen

Günter Daiss, Stellvertretender Vorsitzender

Versicherungskaufmann,

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen

Verwaltungsratsmitglied der Kreissparkasse Ludwigsburg, Ludwigsburg

Erwin Staudt,

Diplom-Volkswirt

Hauptamtlicher Präsident des VfB Stuttgart 1893 e.V., Stuttgart

Aufsichtsratsmitglied der Grenke Leasing AG, Baden-Baden

Aufsichtsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach

Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt

Aufsichtsratsmitglied der USU AG, Möglingen

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats enthalten grundsätzlich eine fixe und eine variable Komponente. Der für das Geschäftsjahr 2010 vergütete fixe Anteil belief sich auf TEUR 85, die variable Komponente auf TEUR 26. Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat ausschließlich fixe Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 85.

17. Vorstand

Bernhard Oberschmidt, Pfedelbach

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 260 (2009: TEUR 211). Einzelheiten hierzu werden im Vergütungsbericht zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 dargestellt.

18. Honorare des Abschlussprüfers

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Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss): TEUR 59 (2009: TEUR 50)
Sonstige Leistungen: TEUR 21 (2009: TEUR 4)

19. Mitarbeiter

Durchschnittlich waren während des Geschäftsjahres 2010: 2 (2009: 2) Angestellte bei der Gesellschaft beschäftigt.

20. Konzernverhältnisse

Die USU Software AG ist Mutterunternehmen für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten Unternehmen. Diese sind zur USU Software AG verbundene Unternehmen. Die USU Software AG erstellt gemäß § 315a Abs. 1 HGB den Konzernabschluss nach den IFRS für den kleinsten und für den größten Kreis von Unternehmen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses soll beim elektronischen Bundesanzeiger erfolgen. Ferner ist der Konzernabschluss auf Anfrage bei der USU Software AG in Möglingen erhältlich. Er wird zudem auf der Internetseite der USU Software AG unter www.usu-software.de zugänglich gemacht.

21. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG haben am 9. Dezember 2010 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der USU Software AG unter www.usu-software.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Nähere Ausführungen zur Entsprechenserklärung sind im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu diesem Jahresabschluss enthalten.

22. Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2010 in Höhe von TEUR 2.361 wie folgt zu verwenden:

Zahlung einer Dividende von EUR 0,20 je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien bzw. TEUR 2.105
Vortrag des verbleibenden Gewinns von TEUR 256 auf neue Rechnung.

Möglingen, den 4. März 2011

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Bernhard Oberschmidt
Sprecher des Vorstands

USU Software AG, Möglingen

Entwicklung des Anlagevermögens 2010

Anlage zum Anhang

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
1.1.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010 1.1.2010 Zugänge
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TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 24.512 2.439 0 26.951 260 900
Beteiligungen 200 0 0 200 200 0
24.712 2.439 0 27.151 460 900

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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Abgänge 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
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TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 1.160 25.791 24.252 25.791 24.252
Beteiligungen 0 200 0 0 0 0
0 1.360 25.791 24.252 25.791 24.252

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der USU Software AG, Möglingen, für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlusprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 4.3.2011

Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

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Schupeck Barth
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung des Vorstands

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der USU Software AG und des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der USU Software AG und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der USU Software AG und des Konzerns beschrieben sind.

USU Software AG

Möglingen, 4. März 2011

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Bernhard Oberschmidt
Sprecher des Vorstands

FINANZKALENDER FÜR 2011*

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24. März 2011 Veröffentlichung Konzernabschluss 2010
5. April 2011 Analysten- und Investorenkonferenz

im Rahmen der Veranstaltung

4. LBBW German Equity Conference,

London
12.-13. April 2011 Analysten- und Investorenkonferenz

im Rahmen der Veranstaltung

DVFA Small Cap Forum,

Frankfurt am Main
26. Mai 2011 Veröffentlichung 3-Monatsbericht 2011
30. Juni 2011 Hauptversammlung, Ludwigsburg
18. August 2011 Veröffentlichung 6-Monatsbericht 2011
17. November 2011 Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2011
21.-23. November 2011 Analysten- und Investorenkonferenz

im Rahmen der Veranstaltung

Deutsches Eigenkapitalforum Herbst 2011,

Frankfurt am Main

* Die angegebenen Termine für das Geschäftsjahr 2011 sind vorläufig.Eventuelle Änderungen entnehmen Sie bitte der Homepage der Gesellschaft unter www.usu-software.de

USU Software AG

Spitalhof

D - 71696 Moeglingen

Tel.: +49 (0) 7141 4867-0

Fax: +49(0)7141 4867-20

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Investor Relations:

Falk Sorge

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