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TME Pharma N.V. — Management Reports 2010
Feb 9, 2012
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Management Reports
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Publication
Noxxon Pharma Aktiengesellschaft
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Lagebericht für 2010
1.
GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN
| 1.1 | Wirtschaftliches Umfeld und Entwicklungen in der Branche |
| 1.2 | Geschäftsentwicklung |
2.
UNTERNEHMENSSITUATION
| 2.1 | Ertragslage |
| 2.2 | Vermögenslage |
| 2.3 | Investitionen und Cashflow |
3.
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
4.
NACHTRAGSBERICHT
5.
BERICHT ÜBER DIE CHANCEN UND RISIKEN DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG
| 5.1 | Risikoprofil der Gesellschaft |
| 5.2 | Risikomanagementziele und -methoden in Bezug auf Finanzinstrumente |
| 5.3 | Prognosebericht |
1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN
1.1 Wirtschaftliches Umfeld und Entwicklung in der Branche
Die Finanzkrise war eines der beherrschenden Themen in den Jahren 2008 und 2009 und hat zweifellos Einfluss auf das finanzielle Umfeld, in dem die NOXXON Pharma Aktiengesellschaft ("NOXXON") agiert. Der Kapitalzufluss in Venture Capital Fonds ist im Vergleich zu dem im Jahr 2007 günstigen Finanzierungsumfeld immer noch zurückhaltend. Wie ein kürzlich veröffentlichter Bericht von Ernst und Young zeigt1, wurden im Jahr 2009 in den USA nur 76 Fonds mit einem Fondsvolumen von 15 Milliarden US-Dollar geschlossen. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2007 37 Milliarden US-Dollar in 172 Fonds investiert. Vorläufige Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2010 untermauern das schwierige finanzielle Umfeld; nur 33 Fonds mit einem Volumen von insgesamt 6 Milliarden US-Dollar wurden aufgelegt. In Europa bietet sich ein ähnliches Bild. Hier wurde im ersten Halbjahr 2010 in 11 Fonds insgesamt nur eine Milliarde US-Dollar investiert, verglichen mit 7 Milliarden US-Dollar in 65 Fonds im Kalenderjahr 2008. Dabei gibt es sicherlich eine größere zeitliche Verschiebung zwischen der Möglichkeit der Risikokapitalfonds, Geld einzuwerben und der nachfolgenden Investition des Kapitals in einzelne Unternehmen. Diese geringeren Kapitalzuflüsse haben direkte Auswirkungen auf die Fähigkeit junger Unternehmen, ihre Eigenkapitalfinanzierung zu sichern. Einige Kommentatoren äußern auch Bedenken dahingehend, dass sich insbesondere in Europa die Venture Capital Investoren-Branche selbst konsolidieren werden.
1 Back to Basics – Global Venture Capital Insights and Trends Report 2010 - Ernst & Young
Das Marktumfeld für Investitionen in die Biotechnologie oder die Gesundheitswirtschaft ist nicht immun gegen einen globalen Rückgang der Kapitalzuflüsse. Dennoch konnte die gesamte Branche 2010 Eigenkapital in einer Größenordnung sichern, die selbst das Jahr der „Spekulationsblase" 2000 übertraf. Biotechnologie-Unternehmen weltweit sicherten im Jahr 2010 eine Eigenkapitalfinanzierung in Höhe von 32,7 Milliarden US-Dollar, im Vergleich zu 22,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 20092. Bei genauerem Betrachten zeigt sich jedoch, dass diese Gesamtzahlen eher einen Trend überdecken, bei dem das jährliche Wachstum größtenteils durch private Finanzierungen, den Bezug von Vorzugsaktien und vor allem durch Wandelanleihen zustande kommen. Die Investitionen in private Biotech-Unternehmen wuchsen von 5,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 nur auf 5,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010. Bei den Börsengängen (IPOs) sah es etwas positiver aus. 2010 wagten immerhin 30 Unternehmen (18 in den USA) den Schritt an die Börse und sammelten 2,8 Milliarden US-Dollar an neuen Finanzmitteln ein. Im Jahr 2009 unterstützten Kapitalgeber lediglich 8 Börsengänge und investierten dabei 0,9 Milliarden US-Dollar. Es gibt also Gründe für einen verhaltenen Optimismus, dass sich das Klima an den Finanzmärkten zu verbessern beginnt. Das zeigt sich auch am US Biotechnology Index (BTK), der im 12-Monatszeitraum vom 31. Dezember 2009 bis 31. Dezember 2010 ein eindrucksvolles Wachstum von 37,7 % verzeichnete. Der Vergleich zum Dow Jones Index3, der im selben Zeitraum um 10,9 %, stieg, fällt damit sehr positiv aus.
Untersucht man den biopharmazeutischen Markt, so sind es vor allem die im Folgenden aufgeführten Faktoren, die im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang 2011 und darüber hinaus Wirkung zeigen werden. In diesem Geschäftsklima muss auch NOXXON agieren und, noch wichtiger, sich selbst positionieren, um ein strategisches Wachstum zu erzielen.
a) Gesundheitsreform
Viele Artikel widmen sich dem Thema, die Auswirkungen der Gesundheitsreform in den USA zu untersuchen, und der Feststellung, dass die Regierung der USA (und der amerikanische Steuerzahler) einen größeren Teil der Kosten im Gesundheitswesen tragen müssen. Nach vielen Monaten erhitzter Debatten, vieler Lobbyaktivitäten und politischer Positionierungen wurde die Gesundheitsreform schließlich am 23. März 2010 verabschiedet. Die damit einhergehende Konsolidierung der Nachfragemacht wurde durch die entsprechende Verschiebung der Altersstruktur der Bevölkerung hervorgerufen sowie durch die Erkenntnis, dass die Rolle von Medicare (bietet medizinische Versorgung für alle Bürger ab dem 65. Lebensjahr) und Medicaid (ein Programm zur gesundheitlichen Betreuung von Bewohnern mit niedrigem Einkommen) neu definiert und die Reichweite der medizinischen Versorgung ausgeweitet werden müssen. In einem Bericht4 wird argumentiert, dass sich die allgemeinen Auswirkungen dieser Reform auf längere Sicht positiv auf die Biotechnologiebranche auswirken werden. Zwar wird die Branche einerseits durch Niedrigpreise bei Arzneimitteln und ausbleibende Gebühren kurzfristig Einnahmeverluste erleiden (schätzungsweise bis zu 119 Milliarden US-Dollar), andererseits kann sie aber mit einer Zahl von 32 Millionen neuen Patienten rechnen. Es wird daher erwartet, dass die erwähnten kurzzeitigen Verluste durch diesen zusätzlichen Patienten-Pool in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts mehr als ausgeglichen und letztlich in einen Gewinn von 19 Milliarden US-Dollar münden werden. In den kommenden fünf Jahren wird die Branche jedoch unausweichlich einem starken Druck auf die Umsatzerlöse ausgesetzt sein.
2 Biotech Sector Breaks its Own Record - Signals Magazine -18 January 2011
3 www.nasdaq.com
b) Biosimilars
Eine weitere Grundsatzentscheidung in der Gesetzgebung betrifft die Möglichkeiten der Branche, ihre eigenen Erfindungen zu schützen und dennoch bei einem Teil der Produkte, die preislich zum Premiumsegment gehören, den Weg zu mehr Wettbewerb zu öffnen. Die gesetzlichen Bestimmungen dafür wurden im Biologies Price Competition and Innovation Act (Gesetz zum Preiswettbewerb und zu Innovationen bei biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln) festgeschrieben, der von Präsident Obama im März 2010 unterzeichnet wurde. Es sichert bahnbrechenden neuen Produkten für mindestens 12 Jahre Marktexklusivität zu. Obwohl der exakte Weg für Preisregulierungen bei der Markteinführung von biologischen Nachahmerprodukten (biosimilars) erfolgreicher Produkte immer noch unklar ist, ist es wirtschaftlich geboten, den Druck auf den US-Staatshaushalt zu verringern. Zwar machen biologische Arzneimittel nur ein Fünftel des Pharmamarktes aus, doch wird mit zweistelligen Umsatzzuwächsen bei diesen Produkten gerechnet. Dagegen ist bei konventionellen Arzneimitteln von Umsatzrückgängen und auch vom Verlust des Patentschutzes auszugehen. Die Komplexität der Herstellung biologischer Produkte und die Erkenntnis, dass Biosimilars genau das sind, was der Name sagt - gleichartig, aber nicht identisch - wird laut Economist5 dazu führen, dass große Unternehmen mit besseren finanziellen Möglichkeiten und größeren Produktionskapazitäten erneut im Vorteil sind. Die Ironie in diesem Artikel ist nicht zu überhören, daß die Chancen sich nun wieder den traditionellen Pharmaunternehmen bieten und den größeren Biotechnologie-Firmen die Gefahr droht, die noch vor kurzem Milliardenumsätze mit solchen innovativen Produkten erlöst haben.
4 2010 in Reflection - Nature Reviews in Drug Discovery 10 - January 2011 pp 7-9
5 The Economist 21 October 2010 - Attack of the Biosimilars
c) Patentabläufe
Die unmittelbare finanzielle Bedrohung durch das Ablaufen eines Patents für einen blockbuster (Jahresumsatz eine Milliarde US-Dollar oder mehr) hat seit Jahren eine zunehmende Bedeutung gewonnen. Die so genannte Patentklippe (patent cliff) wird bei Markenmedikamenten, deren Patentschutz zwischen 2010 und 2014 ausläuft, weltweit zu Verkaufseinbrüchen von schätzungsweise 78 Milliarden US-Dollar führen6. Am deutlichsten und am häufigsten zitiert wird dabei das Beispiel des weltweit meist verkauften Markenarzneimittels Lipitor (Atorvastatin), auf das mit 11,4 Milliarden US-Dollar rund 20 % der Umsätze von Pfizer entfallen. Der Patentschutz für dieses Molekül läuft 2011 aus und die Verfügbarkeit von Generika wird den Versicherungen eine kostengünstige Alternative beim Kampf gegen den hohen Cholesterinwert vieler ihrer Patienten bieten. Die "Patentklippe" ist nicht nur auf einige wenige Produkte begrenzt, sie wird auf längere Sicht beträchtliche Umsatzverluste in der pharmazeutischen Industrie verursachen. Diese müssen durch Innovationen ausgeglichen werden und letztlich kann diese Hürde nur genommen werden, wenn „die Branche die Notwendigkeit erkennt, sich neu zu erfinden" (nach Andrew Witty, Vorstandschef von GlaxoSmithKline, in einem Artikel für den Economist).
Der Erfolg von Unternehmen, die Generika herstellen, hat viele Firmen veranlasst, diesen Geschäftsbereich neu zu bewerten. Dies hat in einigen Fällen zu strategischen Entscheidungen, wie Firmenkäufen oder Fusionen geführt, um die Möglichkeiten der Generika zu nutzen. Im Jahr 2005 investierte Sandoz (Teil von Novartis) 5 Milliarden US-Dollar, um die Hexal AG in Deutschland und Eon Labs in den USA zu kaufen, und so zum weltgrößten Hersteller von Generika7 zu werden. Mit dieser Strategie hat Novartis entschieden, die Möglichkeiten der Generika zu nutzen, statt sie zu bekämpfen.
d) Partnerschaften und Innovationen
Der Rückgang der Produktivität in Forschung und Entwicklung bei Pharmaunternehmen hat dazu geführt, dass das Interesse an Innovationen aus der biopharmazeutischen Industrie wächst, denn häufig können die Umsatzverluste durch Patentabläufe bzw. Generika nicht mit Hilfe neuer Produkte aus der eigenen Forschung ausgeglichen werden. Insofern nimmt die Bereitschaft der auf dem Markt etablierten Unternehmen, Partnerschaften mit Risikoteilung (risk sharing partnerships) einzugehen, deutlich zu. Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung der Zeitschrift Nature Reviews Drug Discovery8 über die Herkunft von 252 neuen Arzneimitteln, die im Zeitraum von 1998 bis 2007 von der FDA (Arzneimittel- und Lebensmittelbehörde der USA) zugelassen wurden, hat ergeben, dass mehr als die Hälfte aller wissenschaftlichinnovativen Moleküle ihren Anfang in einem Unternehmen der Biotechnologie oder in einem Universitätslabor nahmen.
6 The Patent Cliff Steepens - Nature Reviews in Drug Discovery 10 - January 2011 pp 12 - 13
7 Novartis - Company Press Releases
8 The Importance of new companies for drug discovery: origins of a decade of new drugs - Nature Reviews in Drug Discovery 9 - November 2010 pp 867-882
Konfrontiert mit dieser Verschiebung der Innovationskraft, haben viele traditionelle Pharmaunternehmen mit Kooperationen, Fusionen oder Firmenkäufen als zentralem Punkt ihrer Forschungs- und Entwicklungsstrategie reagiert. In einigen Fällen hat die Branche eine Restrukturierung ihrer wissenschaftlichen Bereiche mit dem Ziel vorgenommen, innerhalb einer größeren Organisation eine Biotech-ähnliche Kultur zu implementieren. In dieser veränderten Organisationsstruktur wird auf mehr Unabhängigkeit und kürzere Entscheidungsprozesse gesetzt. Die Notwendigkeit, wirklich innovative Moleküle zu entwickeln, ob im Unternehmen oder außerhalb, bleibt für 2011 das zentrale Thema der Branche. Andrew Witty formuliert "... wir müssen die Fähigkeit zurückerlangen, in Forschung und Entwicklung gerade in der frühen Phase der Wirkstofffindung kreative Talente zu fördern, indem wir in den Labors eine Atmosphäre schaffen, die der Tatsache, dass die Entdeckung eines Arzneimittels ebenso eine Kunst wie ein Entwicklungsprozess ist, gerecht wird...9."
In diesem dynamischen und sich verändernden Marktumfeld muss sich NOXXON positionieren, um weiter wachsen und strategische Möglichkeiten nutzen zu können. Obwohl der Mittelzufluss in Risikokapitalfonds als direkte Reaktion auf die Ergebnisse von Risikoinvestitionen in den letzten Jahren abgenommen hat, ist es NOXXON in diesem schwierigen Finanzklima gelungen, 35 Millionen Euro an privatem Beteiligungskapital bei den bisherigen Investoren zu sichern und neue Investoren zu gewinnen. Der Wertbeitrag der NOXXON-Technologie bleibt für Investoren weiterhin attraktiv. Der Markt für Partnerschaften und Allianzen ist gut, wenngleich auch starke Konkurrenz existiert. Finanziell starke Pharmaunternehmen werden weiterhin bestrebt sein, Geschäfte mit Risikoteilung einzugehen, um sich den Zugang zu den Innovationen von morgen zu sichern. In dem Maße, wie die Konkurrenz für neue Wirkstoffverbindungen wächst, wächst auch die Bereitschaft, Kooperationen in früheren Entwicklungsphasen einzugehen. Bei der Bestimmung des Wertes eines Entwicklungskandidaten werden wie bisher vor allem Phase-II-Daten mit dem erbrachten proof of concept und den vorläufigen Sicherheitsdaten eine besondere Bedeutung haben.
Um erfolgreich zu agieren, muss NOXXON jeden der oben genannten Einflüsse auf die die Pharma-Branche erkennen und aufgreifen. So wird das Unternehmen Vorteile aus der zunehmenden gegenseitigen Abhängigkeit zwischen kleinen, auf Forschung und Entwicklung ausgerichteten Unternehmen und etablierten Pharmaunternehmen ziehen können, um Wertsteigerungen zu realisieren. Der von NOXXON seit mehr als 12 Jahren eingeschlagene Weg hat drei Entwicklungsprogramme - NOX-E36, NOX-
9 The Economist 22 November 2010 - Research and Develop - Andrew Witty - CEO GSK
A12 und NOX-H94 - hervorgebracht. Positive Phase-II-Daten aus einem oder jedem dieser drei Programme werden den Wert des Unternehmens steigern und die der Gründung des Unternehmens zugrunde liegende Spiegelmer-Technologie validieren.
1.2 Geschäftsentwicklung
2010 war ein ereignisreiches Jahr für NOXXONs Geschäftsentwicklung: die Entwicklungsprogramme und NOXXON's Pipeline-Projekte wurden vorangebracht, allerdings wurden auch zwei Pharma-Partnerschaften beendet. Vieles muss in den kommenden Jahren noch getan werden und NOXXON wird sich darauf konzentrieren, vorrangig solche Partnerschaften einzugehen, die zusätzliche Ressourcen für die Entwicklungsprogramme von NOXXON oder Möglichkeiten zur Erzielung zeitnaher Umsätze aus den vorhandenen, gut charakterisierten Spiegelmeren® erbringen.
2010 haben zwei der am weitesten fortgeschrittenen klinischen Entwicklungsprogramme, NOX-E36 und NOX-A12, die Phase-I-Studien mit Mehrfachgaben des Wirkstoffs durchlaufen und sind damit bereits in die Nähe der Phase-II-Studien gerückt, dem entscheidenden Schritt zum proof of concept. Dieser Wirksamkeitsnachweis in Phase II wird neben dem parallel laufenden Nachweis einer akzeptablen Sicherheit zu den wichtigsten Determinanten bei der Bewertung der Entwicklungskandidaten durch die verschiedenen potentiellen Partner in der Pharmaindustrie gehören. In einer in ihren Ressourcen immer stärker beschränkten und konkurrierenden Welt, in der sich Biotechnologie-Unternehmen und ihre Pharma-Partner bewegen, spielen jedoch auch andere Faktoren bei der Bewertung eine wichtige Rolle und werden die Möglichkeiten und die Geschwindigkeit, mit der NOXXONs Moleküle einen Partner finden, stark beeinflussen. Dazu gehören der medizinische Nutzen, den die Arzneimittel bei den von NOXXON gewählten Indikationen erbringen, die Darreichungsform, die Häufigkeit und Einfachheit der Anwendung, die Kosten und Komplexität der Herstellung und nicht zuletzt auch der Wettbewerbsvorteil gegenüber bereits vorhandenen oder sich in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien befindlichen Therapieformen.
2010 war nicht nur ein Jahr von Fortschritten in den klinischen Programmen von NOXXON, sondern auch ein Jahr der strategischen Weiterentwicklung. Die klinischen Entwicklungspläne für NOX-E36 und für NOX-A12 wurden überarbeitet. Für NOX-E36 richtet sich NOXXONs Fokus nunmehr auf schwerkranke Diabetespatienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Für NOX-A12 wird das Unternehmen das vorhandene Potential bei der Behandlung von soliden und hämatologischen Tumoren evaluieren.
Onkologie und diabetische Nephropathie sind Indikationen, bei denen ein Scheitern der Kandidaten in der späten Entwicklungsphase häufig ist. Daraus ergibt sich, dass risikominimierte Entwicklungsprogramme finanziell höher bewertet werden, als frühe Programme, für die weniger attraktive Optionsgeschäfte typisch sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt NOXXON die Strategie, durch den Einsatz geeigneter Biomarker, die frühzeitig Hinweise auf Wirksamkeit geben, eine Risikominimierung der Entwicklungsprogramme zu erreichen.
Parallel zum Streben nach Partnerschaften für die NOXXON-Entwicklungsprogramme ist NOXXONs Business Development auch auf zusätzliche kurzfristige Kooperationsmöglichkeiten ausgerichtet. Ein Beispiel dafür ist die lokale Anwendung von Spiegelmeren® in der Behandlung von Augenkrankheiten. Vier der von NOXXON gefundenen und charakterisierten Spiegelmere® haben Potential für die Ophthalmologie. Sie wurden größeren ophthalmologischen Unternehmen vorgestellt und derzeit laufen entsprechende Gespräche, die das Ziel haben, letztendlich Lizenzen für die Anwendung in der Ophthalmologie zu vergeben. Potentiale sind auch auf anderen Therapiegebieten vorhanden; das Business Development wird dies im kommenden Jahr sondieren.
Zusammenarbeit und Partnerschaften
Im Jahr 2010 endeten NOXXONs Partnerschaften mit Roche und Eli Lilly.
Die Partnerschaft mit Roche ist ausgelaufen. Diese Entscheidung ist vor dem weiteren Hintergrund der von Roche am 17. November 2010 angekündigten Entscheidung, die sIRNA-Forschungsarbeiten zu beenden, zu sehen, was zur Schließung der Einheit in Nutley, New Jersey, führte, mit der NOXXON zusammenarbeitete.
Der im Juni 2008 abgeschlossene Kooperationsvertrag mit Eli Lilly and Company zur Lizenzierung und Entwicklung von Spiegelmeren wurde beendet. Das Ende der Vereinbarung mit Eli Lilly war enttäuschend, da NOXXON Ende 2009 ein Spiegelmer® mit hoher Affinität und Spezifität für das von Eli Lilly gewählte Zielmolekül geliefert hat.
Forschung und Entwicklung
Die internen Aktivitäten im Bereich Entwicklung waren im Jahr 2010 wesentlich auf die Vorbereitung und den Start von klinischen Studien mit Mehrfachgabe der Entwicklungskandidaten NOX-E36 und NOX-A12 sowie auf die Generierung von präklinischen Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit als Grundlage für nachfolgende Studien zum Nachweis der Wirksamkeit in Patienten fokussiert. Darüber hinaus wurde das für die Durchführung der Erstanwendungsstudie mit dem neuen Entwicklungskandidaten NOX-H94 erforderliche präklinische Programm abgeschlossen.
Projekt NOX-E36
Pharmakologie: Zusätzlich zu den bereits vorhandenen robusten pharmakodynamischen Daten zur diabetischen Nephropathie, in denen gezeigt werden konnte, dass mNOX-E36 reproduzierbar einen positiven Effekt auf die glomeruläre Filtrationsrate, auf entzündliche Prozesse in der Niere und die Histopathologie hat, wurden weitere Tierstudien durchgeführt. Darüber hinaus wurden pharmakodynamische Studien an weiteren Modellen begonnen.
Präklinische Entwicklung: Um die Grundlage für eine Behandlung von Patienten über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten zu schaffen, wurde eine toxikologische Prüfung über 90 Tage durchgeführt. In dieser Studie traten bislang keine unerwarteten Ergebnisse in der klinischen Chemie, bei hämatologischen Parametern oder in der Histopathologie auf.
CMC: Im September 2010 wurde eine neue GMP-Charge des NOX-E36 Arzneimittelwirkstoffs in größerem Maßstab und einem optimierten, skalierbaren Prozess hergestellt. Das Material wurde für präklinische Sicherheits- und Stabilitätsstudien eingesetzt bzw. wird in der für 2011/2012 geplanten Phase IIa Proof-of-Concept-Studie verwendet werden.
Regulatory: Im Juni/Juli 2010 wurde die Phase-Ib-Studie mit dem gewählten Auftragsforschungsinstitut (CRO) in Deutschland genehmigt. Diese CRO ist auf die Durchführung von klinischen Studien mit Diabetes-Patienten spezialisiert.
Klinische Entwicklung: Die Erstanwendungsstudie wurde nach Datenbankschluss im März 2010 erfolgreich abgeschlossen. Es wurde festgestellt, dass NOX-E36 in allen getesteten Dosierungen sicher und gut verträglich ist. Die Pharmakokinetik war linear zur Dosis, die Bioverfügbarkeit nach subkutaner Gabe war gut. Anhand des dosisabhängigen Effekts von NOX-E36 auf eine bestimmte Population weißer Blutkörperchen konnte eine signifikante pharmakodynamische Wirkung am Menschen gezeigt werden. Im dritten Quartal 2010 wurde eine Nachfolgestudie (ansteigende mehrfache Dosierung) mit gesunden Probanden und Diabetespatienten mit dem Ziel begonnen, (i) Sicherheit und Verträglichkeit, (ii) pharmakokinetische und (iii) pharmakodynamische Reaktionen multipler intravenöser Wirkstoffgaben von NOX-E36 in beiden Gruppen zu untersuchen. Um die Rekrutierung geeigneter Diabetespatienten für die Studie zu beschleunigen, wurde der Prüfplan für die Studie zu Beginn des Jahres 2011 ergänzt, um zusätzliche Studienzentren einschließen zu können. Zudem wird eine weitere Phase-I-Studie zur Untersuchung der Pharmakokinetik in Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion vorbereitet, um auch diese Patienten in zukünftigen klinischen Studien behandeln zu können.
Projekt NOX-A12
Pharmakologie: Ein wichtiger Aspekt im präklinischen Programm war bislang die Bereitstellung von in vivo-Daten, um die Entwicklung von NOX-A12 zur Mobilisierung von hämatopoetischen Stammzellen zu unterstützen. Die wichtigsten Studien dafür wurden abgeschlossen. Einige Studien mit dem Ziel, die Qualität der mobilisierten Zellen zu untersuchen, laufen weiter. Da jedoch die Effektivität der Zellmobilisierung in der klinischen Studie für die weitere Entwicklung als suboptimal anzusehen ist, wurde der Schwerpunkt der präklinischen Aktivitäten auf die Unterstützung alternativer Indikationen verlegt. Daher wird zurzeit das Potential von NOX-A12 in Modellen getestet, welche die Profilierung von NOX-A12 bei der Behandlung von Krebserkrankungen einschließlich hämatologischer maligner Erkrankungen und solider Tumoren ermöglichen. In der wissenschaftlichen Literatur liegen Hinweise vor, wonach SDF-1, das Zielmolekül von NOX-A12, bei der Entstehung dieser bösartigen Erkrankungen eine Schlüsselrolle spielt. Entsprechende Ergebnisse werden noch in der ersten Hälfte des Jahres 2011 erwartet.
Präklinische Entwicklung: Derzeit werden präklinische Sicherheitsstudien durchgeführt, um die wiederholte, subkutane Gabe von NOX-A12 zu untersuchen und so die Behandlung über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten in den Zielindikationen zu ermöglichen.
Regulatory: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat auf der Grundlage der präklinischen Daten sowie der Daten aus der Erstanwendungsstudie am Menschen die Genehmigung für eine Phase-I-Studie mit Mehrfachgabe des Wirkstoffs erteilt.
Klinische Entwicklung: Für das NOX-A12 Projekt wurde im zweiten Quartal 2010 ein wesentlicher Meilenstein erreicht. In der der Erstanwendungsstudie zeigte sich eine gute Verträglichkeit und durch die erfolgreiche Mobilisierung von hämatopoetischen Stammzellen wurde der Proof of Concept hinsichtlich des Wirkmechanismus' einer SDF-1 Inhibition und damit der Wirksamkeit der Substanz im Menschen erbracht. Anderseits zeigte sich bei der anschließenden Phase I Studie mit Mehrfachgabe der Substanz, dass bei einer täglichen Verabreichung eine dosislimitierende Toxizität erreicht wird. Hinsichtlich des pharmakodynamischen Effekts zeigte sich, dass zwar die Anzahl der mobilisierten Stammzellen im Vergleich zu etablierten Therapieformen z. B. mit G-CSF geringer, diese Mobilisation aber überraschend langanhaltend war. Aufgrund dieser Datenlage hat sich das Unternehmen entschieden, den Fokus auf onkologische Indikationen zu legen. Der beobachtete langanhaltende Mobilisierungseffekt, der durch den Wirkmechanismus begründet wird, bietet sich gerade bei hämatologischen Tumoren als attraktive neue Therapieform an. Eine Evaluierung dieser Indikationen wurde bereits im Jahr 2010 begonnen und wird unter Berücksichtigung der präklinischen Daten und der regulatorischen Gegebenheiten im Jahr 2011 fortgesetzt.
CMC: Im Juli 2010 wurde die zweite GMP-Charge des NOX-A12-Arzneimittelwirkstoffs für die präklinischen Sicherheitsstudien und klinischen Studien erfolgreich abgeschlossen. Eine dritte Produktionskampagne wurde im Dezember 2010 begonnen, um Material für die klinischen Aktivitäten im Rahmen der geplanten Phase-I/II-Machbarkeitsstudien bereitzustellen. Die fortlaufenden GMP-Stabilitätsprüfungen am NOX-A12-Wirkstoff und -Arzneimittelprodukt haben bislang eine ausgezeichnete Stabilität gezeigt.
NOX-H94 Projekt
Pharmakologie: Das Ziel des präklinischen pharmakologischen Programms für NOX-H94 ist es, die Effektivität auf Blutparameter im Zusammenhang mit einer Anämie nachzuweisen. In Tierversuchen ist bereits eine Wirkung der NOX-H94-Behandlung auf die Eisenkonzentration im Serum festgestellt worden. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die Neutralisierung der physiologischen Hepcidin-Menge durch NOX-H94 bei Tieren die Eisenkonzentration im Serum und die Transferrinsättigung erhöht.
Präklinische Entwicklung: Im Jahr 2010 wurden in Vorbereitung der geplanten Erstanwendungsstudie im Menschen die erforderlichen Untersuchungen zur Toxizität und Genotoxizität, zur Sicherheitspharmakologie und DMPK erfolgreich durchgeführt. Die Ergebnisse daraus wurden in einer Investigator's Brochure als Bestandteil des Antrags zur klinischen Prüfung von NOX-H94 zusammengestellt.
Klinische Entwicklung: NOX-H94 wird für die Behandlung von Anämien im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen entwickelt. Die Genehmigung zur Durchführung der ersten klinischen Studie mit gesunden Probanden und Patienten wird für das II. Quartal 2011 erwartet.
CMC: Im dritten Quartal 2010 wurde eine erste GMP-Produktionskampagne des NOX-H94-Wirkstoffes abgeschlossen. Ein Teil des Materials wurde für präklinische Studien und Stabilitätsstudien eingesetzt, während der andere Teil seit Jahresbeginn 2011 für die Herstellung des Arzneimittelprodukts für die geplanten klinischen Studien verwendet wird.
Neue Eigenprojekte
Die NOXXON-Arzneimittelforschung hat in einem der Diabetes-Projekte ein neues Spiegelmer gefunden, das die gesetzten in-vitro-Kriterien erfüllt.
Technologische Entwicklung
Im Jahr 2010 hat NOXXON weiter daran gearbeitet, Technologien zu implementieren, die möglicherweise die Technologieplattform verbreitern werden, wobei dies durch eine Erweiterung der verfügbaren Zielmoleküle oder durch alternative Verfahren zur Identifizierung von Spiegelmer®-Arzneimittelwirkstoffen erreicht werden soll.
Unternehmensaufbau und Mitarbeiterentwicklung
NOXXON verfügt über ein hochqualifiziertes und sehr motiviertes Team, dem zum Bilanzstichtag 67 Vollzeitmitarbeiter angehören. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 22 %. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern für den Drug Development Bereich des Unternehmens.
Zum 17. Mai 2010 wurde Dr. Aram Mangasarian zum Chief Business Officer bestellt. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Morich hat NOXXON zum 15. August 2010 verlassen. Iain Buchanan hat am 1. September 2010 den Vorstandsvorsitz des Unternehmens übernommen. Zum Bilanzstichtag wurde das Unternehmen durch drei Vorstandsmitglieder geführt. Zum 1. Februar 2011 wurde Dr. Matthias Baumann zum Chief Medical Officer bestellt. NOXXON verfügt damit über ein starkes Management-Team, um die vor dem Unternehmen stehenden Herausforderungen erfolgreich meistern zu können.
NOXXON verfügt über ein hundertprozentiges Tochterunternehmen, die NOXXON Pharma Inc.
Mit dem Ziel der Verbesserung der Expertise auf dem Gebiet der Peptidchemie unterhält das Unternehmen auch in diesem Berichtszeitraum die unselbständige Betriebsstätte in Halle/Saale.
2. UNTERNEHMENSSITUATION
2.1 Ertragslage
Die Umsatzerlöse und die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Berichtszeitraum auf T€ 1.498 (gegenüber dem Vorjahr: T€ 4.708). Im Geschäftsjahr sind der Gesellschaft öffentliche Fördermittel in Höhe von T€ 1.013 aus Zuschüssen für Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (gegenüber dem Vorjahr: T€ 821) zugeflossen.
Im Berichtszeitraum betrugen die Gesamtaufwendungen des Unternehmens T€ 18.743 gegenüber T€ 12.761 im Vorjahr. Der Jahresfehlbetrag belief sich auf T€ 17.101 gegenüber T€ 7.894 im Vorjahr.
Der Anstieg der operativen Aufwendungen resultiert aus höheren Kosten für Forschung und Entwicklung, die T€ 16.093 im Jahr 2010 (gegenüber dem Vorjahr: T€ 10.808) betrugen. Maßgeblich hierfür sind Aufwendungen für die Synthese (CMC) von Spiegelmeren® in Höhe von T€ 3.792 (gegenüber dem Vorjahr: T€ 1.027) sowie Aufwendungen für präklinische Studien in Höhe von T€ 2.302 (Vorjahr: T€ 1.650) und klinische Studien in Höhe von T€ 1.690 (Vorjahr T€ 1.085). Auch die Personalaufwendungen stiegen auf T€ 4.700 (gegenüber T€ 3.693 im Vorjahr).
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich damit im Berichtszeitraum auf 86 % der operativen Aufwendungen (gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 85 %).
2.2 Vermögenslage
Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 19.973 (Vorjahr T€ 19.097). Das Anlagevermögen betrug T€ 2.150 (Vorjahr: T€ 2.145). Die flüssigen Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 16.628 (Vorjahr: T€ 15.353).
Zum Bilanzstichtag wies die Gesellschaft ein Grundkapital von € 232.815, eingeteilt in 45.606 nennwertlose Stammaktien und 132.050 nennwertlose stimmberechtigte Vorzugsaktien A und 55.159 nennwertlose stimmberichtigte Vorzugsaktien B mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je € 1,00, aus.
Zur weiteren Finanzierung des Unternehmens hat die Gesellschaft im April 2010 Finanzierungsverträge in einem Gesamtvolumen von € 33 Mio. geschlossen. Zusätzliche Kapitalmaßnahmen im September 2010 führten dazu, dass in dieser Finanzierungsrunde insgesamt € 35 Mio. eingeworben wurden. Die Runde wurde angeführt durch
NGN Capital und komplementiert durch die bisherigen Investoren TVM Capital, Sofin-nova Partners, Edmond de Rothschild Investment Partners, Seventure Partners, VC Fonds Technologie Berlin GmbH, Dow Venture Capital, FCP OP MEDICAL BioHealth-Trends, IBG Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, die Dieckell-Gruppe, CD Ventures und andere.
Im Geschäftsjahr 2010 ist der Gesellschaft Eigenkapital in einem Volumen von € 17,3 Mio. zugeflossen. Die außerordentliche Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hatte die für die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen notwendigen Beschlüsse gefasst. Die Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte am 28. Juni 2010.
Die sonstigen Rückstellungen betrugen zum Bilanzstichtag T€ 1.313 (Vorjahr: T€ 692). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 856 (Vorjahr: T€ 636). Die Erhöhung basiert wesentlich auf der Steigerung der operativen Geschäftstätigkeit.
Auf der Basis der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 und vom 26. Mai 2010 hat die Gesellschaft im Jahr 2010 eigene Aktien erworben. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 4.729 eigene Aktien.
2.3 Investitionen und Cashflow
In der Berichtsperiode wurden notwendige Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in einem Umfang von T€ 787 (Vorjahr T€ 360) getätigt. Es handelt sich hauptsächlich um Laboreinrichtung.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug T€ -15.475 (Vorjahr: T€ -8.322) und aus der Investitionstätigkeit T€ -602 (Vorjahr: T€ -226). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf T€ 17.342 (Vorjahr: T€ 13.396). Die Liquidität am Ende der Berichtsperiode (ohne Geldanlagen für Mietsicherheiten) betrug T€ 16.469 gegenüber T€ 15.204 zum Beginn der Periode.
3. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
NOXXON verfügt sowohl auf der Grundlage der Ergebnisse in Forschung und Entwicklung als auch durch die finanzielle Ausstattung und das Engagement der Investoren über eine solide Basis, um die schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfolgreich meistern zu können.
Abweichend von der im Lagebericht 2009 prognostizierten Entwicklung, ist der Jahresfehlbetrag für 2010 mit € 17,1 Mio. deutlich niedriger als der Prognosewert von € 21,9 Mio. Diese Abweichung basiert im Wesentlichen aus niedrigeren Aufwendungen für die Entwicklungsprojekte, die aus Veränderungen in der Projektplanung und operativen Projektdurchführung sowie aus Kosteneinsparungen resultieren. Die Mehrzahl der zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 gesetzten Unternehmensziele wurde erreicht.
4. NACHTRAGSBERICHT
Im Rahmen der Finanzierungsverträge aus dem Jahr 2010 ist der Gesellschaft nach dem Bilanzstichtag weiteres Eigenkapital durch Einzahlungen in das Grundkapital und durch sonstige Zuzahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in einem Volumen von rund € 17 Mio. zugeflossen.
5. BERICHT ÜBER DIE CHANCEN UND RISIKEN DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG
5.1 Risikoprofil der Gesellschaft
Das Chance-Risiko-Profil der NOXXON ist mit anderen Biotechnologieunternehmen, die Therapeutika in frühen klinischen Entwicklungsstadien bearbeiten, vergleichbar. Allerdings unterscheidet sich NOXXON von anderen Unternehmen der Branche dadurch, dass die Substanzklasse neuartig und exklusiv nur NOXXON zugänglich ist. Dies bietet sowohl Vorteile als auch Nachteile. Die wirtschaftlichen Vorteile einer neuartigen Substanzklasse sind offensichtlich. Die Risiken der klinischen Entwicklung einer neuen therapeutischen Substanzklasse sind ebenfalls naheliegend. Allerdings ist es mit der Durchführung der ersten klinischen Studien für die Spiegelmere® NOX-E36 und NOX-A12 im Vergleich zu den Vorjahren gelungen, das Risikoprofil des Unternehmens entscheidend zu verbessern. Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Sicherheit und Verträglichkeit jedes Moleküls in umfangreichen Repeat dose studies nachzuweisen ist; dieses Profil wird im Jahr 2011 weiter herausgearbeitet.
Mit den beschriebenen Erweiterungen der frühen Pipeline ist es auch hinsichtlich der Breite der bearbeiteten Zielmoleküle bzw. Indikationen gelungen, eine Risikostreuung zu erreichen. Der Vorstand wird auch weiterhin seine Anstrengungen fortsetzen, ein gut aufgestelltes Projekt- und Produkt-Portfolio innerhalb der Spiegelmer®-Substanzklasse zu entwickeln, um ein attraktives Chance-Risiko-Profil herzustellen.
Wie jedes Unternehmen ist NOXXON Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Da unternehmerisches Handeln von der Übernahme angemessener Risiken nicht zu trennen ist, steht der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Risiken im Mittelpunkt der Unternehmensführung. Die Ausfallrate von Molekülen, die in klinische Prüfungen eintreten, ist hoch; nur zirka eins von zehn Molekülen erreicht den Markteintritt.
NOXXON verfügt über ein Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Hierin werden die relevanten Risiken dokumentiert, potentielle Auswirkungen erfasst und beurteilt, Maßnahmen zur Risikobewältigung aufgezeigt, Risikoverantwortliche benannt sowie die Risikokommunikation festgelegt. Die Bewertung der Risiken erfolgt nach qualitativen Kriterien und ist nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und drohender Schadenshöhe gegliedert. Im Mittelpunkt des Risikomanagementsystems stehen Risiken in Bezug auf die Medikamentenforschung und -entwicklung, Risiken aus der Finanzierung durch Eigenkapital, patentrechtliche und Markenrisiken, Risiken aus Kooperationen, Partnerschaften und Lieferantenbeziehungen, aus Abhängigkeiten von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen sowie Sicherheits-, Umwelt- und Umfeldrisiken.
Um die Innovationskraft und die Entwicklungschancen des Unternehmens nicht zu hemmen, lassen sich bestimmte Risiken in Forschung und Entwicklung jedoch nur eingeschränkt minimieren.
5.2 Risikomanagementziele und -methoden in Bezug auf Finanzinstrumente
Die wichtigsten Finanzinstrumente der NOXXON sind flüssige Mittel aus der Eigenkapitalfinanzierung. Insofern stellt die Finanzierungsrunde 2010 mit einem Volumen von € 35 Mio. von bisherigen und neuen Investoren eine substanzielle Reduzierung des Unternehmensrisikos dar. Die Gesellschaft verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente (insbesondere Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere sowie sonstige unverzinsliche, kurzfristige Vermögenswerte), die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entstehen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Die Gesellschaft legt ihre Finanzmittel in Geldmarktfonds und andere kurzfristige Anlageformen mit Kapitalgarantie an.
Die Forderungen der Gesellschaft sind unbesichert. Die Gesellschaft ist diesbezüglich in der Höhe einem Risiko ausgesetzt, in dem die entsprechenden Beträge uneinbringlich werden könnten. Aus Umsatzerlösen entstanden der Gesellschaft in der Vergangenheit keine Forderungsverluste.
Die Gesellschaft nimmt Finanzinstrumente zur Absicherung von Wechselkursrisiken, die im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit entstehen, in Anspruch.
5.3 Prognosebericht
Um erfolgreich agieren zu können, muss NOXXON alle im Abschnitt 1.1 dargestellten Einflüsse auf die Pharma- und Biotechnologie-Branche aufgreifen. Nur so wird das Unternehmen Vorteile aus der zunehmenden gegenseitigen Abhängigkeit zwischen kleinen, auf Forschung und Entwicklung ausgerichteten Unternehmen und etablierten Pharmaunternehmen ziehen und Wertsteigerungen realisieren können.
Die Zielsetzung für 2011 und die Folgejahre ist es, die Entwicklungsexpertise bis hin zu klinische Phase II - Studien zu erweitern und Wirksamkeitsnachweise von Spiegel-mer®-Kandidaten im Menschen zu erbringen. Für das Geschäftsjahr 2011 ist geplant, dass für zwei Spiegelmere® Phase II - Studien beginnen und ein Spiegelmer® in die klinische Prüfung eintritt. Darüber hinaus werden signifikante Einnahmen aus einer Partnerschaft mit einem größeren Pharmaunternehmen, dessen strategisches Interesse den ausgewählten Molekülen gilt, angestrebt.
NOXXON plant für das Geschäftsjahr 2011 weiterhin signifikante Aufwendungen in Forschung und Entwicklung, die maßgeblich zu dem prognostizierten Verlust in Höhe von ca. € 19,9 Mio. führen. Für das darauffolgende Geschäftsjahr 2012 geht die Gesellschaft von einem Verlust in Höhe von ca. € 17,6 Mio. aus. In den nächsten Jahren sind Investitionen in einem mit den Vorjahren vergleichbaren Volumen vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt weitestgehend über Eigenkapital sowie über Investitionszuschüsse und -zulagen.
Mit den Mittelzuflüssen aus der Finanzierungsrunde 2010 ist die Finanzierung des Geschäftsbetriebes bis in das zweite Halbjahr 2012 gesichert. Die Finanzierung der Gesellschaft darüber hinaus erfordert weitere Mittelzuflüsse durch Eigenkapital bzw. Einnahmen aus den Business Development Aktivitäten.
Berlin, 12. Mai 2011
Vorstand
Bilanz zum 31. Dezember 2010
AKTIVA
| 31.12.2010 € |
31.12.2009 € |
|
|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 706.411,90 | 1.100.070,90 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.424.069,00 | 1.025.744,86 |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 19.564,88 | 19.564,88 |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Vorräte | 274.823,72 | 140.517,17 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 741.112,69 | 1.106.261,90 |
| davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen € 17.159,16 (Vj. € 28.161,15) | ||
| III. Wertpapiere | 41.376,24 | 205.247,98 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 16.627.922,80 | 15.352.840,21 |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 137.390,16 | 146.846,93 |
| 19.972.671,39 | 19.097.094,83 | |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2010 € |
31.12.2009 € |
|
| A. EIGENKAPITAL | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 228.086,00 | 177.666,00 |
| Bedingtes Kapital: € 3.958.808,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 61.765.247,46 | 44.472.744,06 |
| III. Gewinnrücklagen | 0,00 | 205.247,98 |
| IV. Bilanzverlust | 44.691.020,42 | 27.589.819,69 |
| 17.302.313,04 | 17.265.838,35 | |
| B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN | 244.661,00 | 291.543,00 |
| C. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZULAGEN ZUM ANLAGEVERMÖGEN | 248.602,50 | 201.875,00 |
| D. RÜCKSTELLUNGEN | 1.312.687,07 | 691.807,66 |
| E. VERBINDLICHKEITEN | 864.407,78 | 646.030,82 |
| F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 0,00 | 0,00 |
| 19.972.671,39 | 19.097.094,83 |
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2010
| € | 2010 € |
2009 € |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 116.882,03 | 3.463.890,69 | |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 1.381.277,86 | 1.244.526,12 | |
| 1.498.159,89 | 4.708.416,81 | ||
| 3. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 5.428.924,15 | 2.130.121,97 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 4.429.865,12 | 3.590.367,43 | |
| 9.858.789,27 | 5.720.489,40 | ||
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Gehälter | 4.083.685,27 | 3.212.788,10 | |
| b) Soziale Abgaben | 616.712,99 | 479.853,23 | |
| 4.700.398,26 | 3.692.641,33 | ||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 782.482,34 | 745.994,24 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.401.509,53 | 2.601.450,69 | |
| 18.743.179,40 | 12.760.575,66 | ||
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 144.589,12 | 160.475,44 | |
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 64,84 | 259,66 | |
| 144.524,28 | 160.215,78 | ||
| 9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | - 17.100.495,23 | - 7.891.943,07 | |
| 10. Sonstige Steuern | 705,50 | 1.710,61 | |
| 11. Jahresfehlbetrag | 17.101.200,73 | 7.893.653,68 | |
| 12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 27.589.819,69 | 19.696.166,01 | |
| 13. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 0,00 | 7.041,60 | |
| 14. Einstellung in die Rücklage für eigene Anteile | 0,00 | - 7.041,60 | |
| 15. Entnahmen aus der Rücklage für eigene Anteile | 0,00 | 2.184,00 | |
| 16. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung | 0,00 | 1.535.256,00 | |
| 17. Einstellung in die Kapitalrücklage | 0,00 | - 1.537.440,00 | |
| 18. Bilanzverlust | 44.691.020,42 | 27.589.819,69 |
Anhang für 2010
Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
Die NOXXON Pharma AG wendet die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) seit Beginn des Geschäftsjahrs 2010 an. Die im Folgenden aufgeführten Darstellungen der Vorjahreszahlen wurden vor dem Hintergrund der neuen Anforderungen des BilMoG nicht angepasst. Die folgende Überleitung stellt die wesentlichen Auswirkungen der Umstellung auf die Vorschriften des BilMoG dar. Gemäß den Übergangsvorschriften des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die Auswirkungen aus der Umstellung zum 1. Januar 2010 in den Kapitalrücklagen erfasst.
a. Ausweis der Eigenen Anteile
Aufgrund der Neuregelungen des BilMoG sind die eigenen Anteile nicht mehr aktivisch auszuweisen. Der Ausweis wurde an die neuen gesetzlichen Regelungen angepasst, indem der rechnerische Wert der eigenen Anteile (€ 1.906) offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt und ein darüber hinausgehender Betrag (€ 203.342) mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet wurde. Entsprechend wurde die Rücklage für Eigene Anteile aufgelöst und der Betrag in die frei verfügbaren Rücklagen eingestellt.
b. Latente Steuern
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB wird auf die Angabe der latenten Steuern im Anhang verzichtet.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 17 Jahre; lineare Methode) vermindert.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 410,00 (nach dem 31. Dezember 2007 bis zum 31. Dezember 2009 € 150,00) sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und bis zum 31. Dezember 2009 angeschafft worden sind, wurde das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen angesetzt.
Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die angewandten Zinssätze basieren auf den Abzinsungszinssätzen der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Berichtszeitraumes im Anlagenspiegel dargestellt.
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Gesellschaft unterhält seit dem Jahr 2006 ein 100 %-iges Tochterunternehmen in den USA, die NOXXON Pharma Inc, Wilmington (DE). Das Eigenkapital beträgt USD 25.000. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2010 beläuft sich auf USD 7.430.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Rechnungen aus Serviceleistungen. Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen an das Finanzamt aus Umsatzsteuer und Kapitalertragsteuer, aus Investitionszulagen sowie aus ausstehenden Mittelabrufen für öffentliche Forschungszuschüsse. Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Investitionszulagen in Höhe von T€ 121, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.
Guthaben bei Kreditinstituten
In Höhe von T€ 159 werden unter dieser Position Geldanlagen ausgewiesen, die als Mietsicherheiten dienen.
Gezeichnetes Kapital
Zum 1. Januar 2010 betrug das gezeichnete Kapital € 177.666,00 und war in 45.606 nennwertlose Stammaktien und 132.060 nennwertlose stimmberechtigte Vorzugsaktien der Serie A mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je € 1,00 eingeteilt. Sämtliche Aktien sind stimmberechtigte vinkulierte auf den Namen lautende Stückaktien.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 wurde das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bareinlage von € 177.666,00 um bis zu € 44.967,00 auf bis zu € 222.633,00 durch Ausgabe von bis zu 44.967 neuen, auf den Namen lautenden, nennwertlosen stimmberechtigten Vorzugsaktien der Serie B erhöht. Diese Kapitalerhöhung wurde in Höhe von € 44.967,00 durchgeführt. Aufgrund der Schaffung der neuen Aktiengattung wurde auf dieser Hauptversammlung beschlossen, die Satzung in den §§ 5 Abs. 1, 9 Abs. 1 Satz 1, 12 Abs. 1 und 19 Abs. 3 neu zu fassen.
Auf dieser Hauptversammlung wurde ferner beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft unter Berücksichtigung der vorgenannten Kapitalerhöhung in Höhe von bis zu € 222.633,00, eingeteilt in 45.606 nennwertlose Stammaktien und 132.060 nennwertlose stimmberechtigte Vorzugsaktien der Serie A sowie bis zu 44.967 nennwertlose stimmberechtigte Vorzugsaktien der Serie B, zum Zwecke der Beseitigung von Zweifeln betreffend möglicherweise nicht rechtswirksam ausgegebenen Aktien und der Einstellung von Beträgen in die Kapitalrücklage um einen Gesamtbetrag von bis zu € 112.984,00 durch Einziehung voll eingezahlter eigener oder durch die Gesellschaft in der Zeit bis zum 30. Juni 2010 gemäß § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 AktG noch zu erwerbender Vorzugsaktien der Serie A mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von € 1,00 je Aktie im Wege der vereinfachten Einziehung gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 1, Abs. 4 und 5 AktG herabzusetzen. Der Betrag, der dem auf die eingezogenen Aktien entfallenden Betrag des Grundkapitals gleichkam, war in die Kapitalrücklage einzustellen. Diese Kapitalherabsetzung durch vereinfachte Einziehung von Aktien wurde in Höhe von € 112.984,00 durch Einziehung voll eingezahlter eigener Vorzugsaktien der Serie A durchgeführt.
Auf dieser Hauptversammlung wurde weiterhin beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft (unter Berücksichtigung der vorgenannten Kapitalerhöhung und -herabsetzung) von € 109.649,00 um bis zum € 112.974,00 auf bis zu € 222.623,00 durch Ausgabe von bis zu 112.974 neuen stimmberechtigten, auf den Namen lautenden nennwertlosen Vorzugsaktien der Serie A zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde in Höhe von € 112.974,00 durchgeführt.
Die Eintragungen der oben genannten Beschlüsse der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 erfolgten am 28. Juni 2010, am 8. Juli 2010 und am 3. August 2010.
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der NOXXON vom 26. Mai 2010 zur Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals, eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg am 28. Juni 2010, wurden im Geschäftsjahr 2010 folgende Kapitalerhöhungen durchgeführt:
Am 2. Juli 2010 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom selben Tag beschlossen, unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zum Zwecke der Beteiligung von Führungskräften, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern das Grundkapital der Gesellschaft von € 222.623,00 um bis zu € 7.500,00 auf bis zu € 230.123,00 durch Ausgabe von bis zu 7.500 neuen nennwertlosen, vinkulierten, auf den Namen lautenden stimmberechtigten Vorzugsaktien der Serie B zum Ausgabebetrag von € 1,00 je Aktie, mithin zum Gesamtausgabebetrag von bis zu € 7.500,00, durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals wurde in Höhe von € 7.467,00 durchgeführt. Diese Kapitalerhöhung wurde am 11. Oktober 2010 in das Handelsregister eingetragen.
Am 22. September 2010 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom selben Tag beschlossen, unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre das Grundkapital der Gesellschaft um € 2.725,00 durch Ausgabe von 2.725 neuen nennwertlosen, vinkulierten, auf den Namen lautenden stimmberechtigten Vorzugsaktien der Serie B zum Ausgabebetrag von € 1,00 je Aktie, mithin zum Gesamtausgabebetrag von bis zu € 2.725,00, durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals wurde in Höhe von € 2.725,00 durchgeführt. Diese Kapitalerhöhung wurde am 11. Oktober 2010 in das Handelsregister eingetragen.
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 232.815,00 und ist in 45.606 nennwertlose Stammaktien und 132.050 nennwertlose stimmberechtigte Vorzugsaktien der Serie A sowie 55.159 nennwertlose stimmberechtigte Vorzugsaktien der Serie B mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je € 1,00 eingeteilt.
Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 4.729 Stück (Vorjahr 1.906) eigene Anteile, auf die ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 2,03 % (Vorjahr 1,07 %) entfällt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden im Zusammenhang mit der Beseitigung von Zweifeln betreffend möglicherweise nicht rechtswirksam ausgegebener Aktien 112.984
Vorzugsaktien A zu einem Kurs von € 1,00 erworben, von denen 112.974 zum gleichen Kurs erneut ausgegeben wurden; die restlichen 10 eigenen Vorzugsaktien A wurden eingezogen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden zwecks Anpassung von Beteiligungsverhältnissen 5.312 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von € 3,05 pro Aktie erworben, von denen 2.483 eigene Aktien im Laufe des Geschäftsjahres zu einem durchschnittlichen Kurs von € 1,00 wieder veräußert wurden. Gemäß Ermächtigung durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 hat die Gesellschaft 4 Stammaktien zu einem Kurs von € 326,00 erworben. Die eigenen Anteile werden kurzfristig mit dem Ziel der Veräußerung sowie zur Bedienung von Bezugs- und Wandlungsrechten gehalten.
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß der Satzung § 4 Abs. 3 in der Fassung vom 08. Juli 2009 um nominal bis zu € 3.958.808,00 durch Ausgabe von bis zu Stück 3.958.808 vinkulierten Namensaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Einlösung von Aktienoptionen gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG, die im Rahmen des Stock Option Programm 2002 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 27. Juni 2003) ausgegeben wurden, und zur Einlösung von Bezugsrechten gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 1 AktG, die mit der Optionsanleihe II 1999 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 11. Mai 2001), der Optionsanleihe III 2001 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 25. März 2004) sowie der Optionsanleihe 2002 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 22. November 2002) ausgegeben wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Berechtigten der Aktienoptionen von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Die aus den ausgeübten Aktienoptionen hervorgehenden neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil.
Zum Bilanzstichtag beläuft sich das Bedingte Kapital auf € 3.958.808,00.
Unter Aufhebung der bisherigen bedingten Kapitalien I - IV hat die Hauptversammlung vom 27. Juni 2003 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu € 6.924.990,00 durch Ausgabe von bis zu Stück 6.924.990 vinkulierten Namensaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung diente danach der Einlösung von Aktienoptionen gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG, die im Rahmen des Stock Option Programms 2002 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 27. Juni 2003) ausgegeben wurden, und zur Einlösung von Bezugsrechten gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 1 AktG, die mit der Optionsanleihe II 1999 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 11. Mai 2001), der Optionsanleihe III 2001 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 25. März 2004) sowie der Optionsanleihe IV 2002 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 22. November 2002) ausgegeben wurden.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2004 wurde das bestehende Bedingte Kapital in der Weise angepasst, dass die bedingte Kapitalerhöhung nunmehr auch der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen dient, die aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung mit selben Datum ausgegeben wurden; § 4 Abs. 6 Satz 2 der Satzung wurde entsprechend angepasst. Die Eintragung dieser Satzungsänderung in das Handelsregister erfolgte am 7. Mai 2004.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2005 wurde das bestehende bedingte Kapital in der Weise angepasst, dass die bedingte Kapitalerhöhung nunmehr auch der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen dient, die aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung mit selben Datum ausgegeben wurden; § 4 Abs. 6 Satz 2 der Satzung wurde entsprechend angepasst. Die Eintragung dieser Satzungsänderung in das Handelsregister erfolgte am 26. Mai 2005.
Infolge der Ausübung der Wandelungsrechte aus den Wandelschuldverschreibungen der Wandelanleihen 2004 und 2005 wurden an die Anleihegläubiger der Wandelanleihe 2004 Stück 706.682 und an die Anleihegläubiger der Wandelanleihe 2005 Stück 2.259.500 neue Bezugsaktien aus Bedingtem Kapital ausgegeben. Durch die Ausgabe dieser neuen 2.966.182 Bezugsaktien aus bedingtem Kapital verringerte sich die Höhe des Bedingten Kapitals entsprechend; das Grundkapital der Gesellschaft wurde daher tatsächlich um nominal bis zu € 3.958.808,00 durch Ausgabe von bis zu Stück 3.958.808 vinkulierten Namensaktien bedingt erhöht. Die Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung in das Handelsregister und die damit einhergehenden Satzungsänderungen wurden gemäß § 201 Abs. 1 AktG am 30. Januar 2007 angemeldet. Die Eintragung der Durchführung dieser bedingten Kapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte am 12. März 2007.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. April 2007, in welcher die Neufassung der Satzung der Gesellschaft beschlossen wurde, dient die bedingte Kapitalerhöhung der Einlösung von Aktienoptionen gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 1 AktG, die im Rahmen des Stock Option Programm 2002 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 27. Juni 2003) ausgegeben wurden und zur Einlösung von Bezugsrechten gemäß § 192 Abs.2 Nr. 1, die mit der Optionsanleihe II 1999 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 11. Mai 2001), der Optionsanleihe III 2001 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 25. März 2004) sowie der Optionsanleihe 2002 (in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 22. November 2002) ausgegeben wurden.
Optionsanleihe-Programme
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. November 2002, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juni 2003, wurde das Optionsanleiheprogramm II (Optionsanleihe II) auf die bis dahin tatsächlich ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen Stück 26.599 festgelegt. Zum Bilanzstichtag können keine Bezugsrechte mehr ausgeübt werden (Vorjahr: 18.000).
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5. März 2001, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2001, vom 22. November 2002 und vom 27. Juni 2003, wurde festgelegt, insgesamt bis zu 20.000 Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 60.000,00 (Optionsanleihe III) an Mitglieder des Aufsichtsrates und des wissenschaftlichen Beirats auszugeben. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. März 2004 wurde das Optionsanleihe-Programm III 2001 einvernehmlich aufgehoben und geschlossen. Über die bis dahin ausgegebenen 2.013 Optionsanleihen können keine weiteren mehr ausgegeben werden. Zum Bilanzstichtag können keine Bezugsrechte ausgeübt werden.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2002 (geändert durch Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 22. November 2002 und vom 27. Juni 2003) wurde im Zuge der im Juni 2002 durchgeführten Kapitalerhöhung festgelegt, an diejenigen Aktionäre, die sich an dieser Kapitalerhöhung beteiligt haben, insgesamt bis zu 225.168 Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 1.125.840,00 (Optionsanleihe IV) auszugeben. Zum Bilanzstichtag können Stück 317 Bezugsrechte ausgeübt werden. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ist die Ermächtigung zur Ausgabe der Optionsanleihe IV gemäß Beschlüssen der Hauptversammlung vom 30. August 1999 und vom 28. Juni 2002 (jeweils in der Fassung der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 22. November 2002) für die Zukunft und nur insoweit aufgehoben, als unter diesen Ermächtigungen noch keine Optionsanleihen ausgegeben worden sind.
Mitarbeiterbeteiligungsmodell / Stock Option Programm
Das Stock Option Programm 2000 (von der Hauptversammlung am 30. August 1999 beschlossen und am 7. Juli 2000, 5. März 2001, 11. Mai 2001 sowie am 4. März 2002 geändert) und das Stock Option Programm 2001 (von der Hauptversammlung am 5. März 2001 beschlossen und am 11. Mai 2001 sowie am 4. März 2002 geändert) wurden durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. November 2002 in einem neuem Stock Option Programm 2002 zusammengefasst und insgesamt neu gefasst.
Im Rahmen der Neufassung des neuen Stock Option Programms 2002 wurde der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. November 2002 (geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juni 2003) ermächtigt, insgesamt bis zu Stück 1.384.998 Aktienoptionen an derzeitige und künftige Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der Gesellschaft oder zukünftig verbundener Unternehmen auszugeben. Auf die Mitarbeiter einschließlich der Führungskräfte der Gesellschaft und zukünftig verbundener Unternehmen entfallen bis zu Stück 384.998 Bezugsrechte (bis zu 27,80 % des Gesamtvolumens). Auf die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Vorstände oder Geschäftsführer zukünftig verbundener Unternehmen entfallen bis zu Stück 1.000.000 Bezugsrechte (bis zu 72,20 % des Gesamtvolumens). Nicht ausgeschöpfte Bezugsrechte können an Mitarbeiter ausgegeben werden.
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ist die Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. November 2002 (in der Fassung der Hauptversammlung vom 27. Juni 2003) sowie, höchst vorsorglich, die durch diese Ermächtigung ersetzten Ermächtigungen (i) vom 30. August 1999 (geändert durch Beschlussfassung vom 7. Juli 2000, 5. März 2001, 11. Mai 2001 und 4. März 2002) und (ii) vom 5. März 2001 (geändert durch Beschlussfassung vom 11. Mai 2001 und 4. März 2002) für die Zukunft und nur insoweit aufgehoben, als unter diesen Ermächtigungen noch keine Aktienoptionen gewährt worden sind.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist gemäß der Satzung § 4 Abs. 2 in der Fassung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. April 2015 durch Ausgabe von bis zu 72.247 nennwertlosen, vinkulierten, auf den Namen lautenden stimmberechtigten Vorzugsaktien der Serien A oder B gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 72.247,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital) und dabei einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden und die weiteren Einzelheiten der jeweiligen Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Ein Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur zulässig für eine Ausgabe von Aktien (i) an Mitarbeiter des Unternehmens, Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie Berater und freie Mitarbeiter der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens oder (ii) für Spitzenbeträge oder (iii) an Zeichner, die bis zum 31. Juli 2010 zu identischen Konditionen wie die Zeichner von Aktien aus der durch die Hauptversammlung am 26. Mai 2010 unter TOP 1 beschlossenen Kapitalerhöhung Aktien übernommen haben oder (iv) an Aktionäre jeweils in dem Umfang und zu den Konditionen, in dem bzw. zu denen sie im Rahmen der unter
TOP 1 beschlossenen Kapitalerhöhung Aktien gezeichnet haben oder bis zum 31. Juli 2010 zu identischen Konditionen gezeichnet haben, Gebrauch gemacht werden.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. 1 und 2 der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus Genehmigtem Kapital zu ändern sowie alle sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.
Infolge der Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat vom 2. Juli 2010 und 22. September 2010 unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals durchgeführten Kapitalerhöhung beläuft sich das Genehmigte Kapital zum Bilanzstichtag auf € 62.055,00.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. März 2011 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 29. Februar 2016 um einen Betrag bis zu € 88.840 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital vom 26. Mai 2010 ist aufgehoben (Genehmigtes Kapital 2010).
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage entwickelte sich wie folgt:
| € | |
|---|---|
| Stand 1.1.2010 | 44.472.744,06 |
| Erstanwendung des BilMoG | 1.906,00 |
| Herabsetzung des Grundkapitals im Wege der vereinfachten Einziehung | 112.984,00 |
| Zuzahlungen in die freie Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB | 17.189.813,40 |
| Rückkauf eigener Anteile | - 12.190,00 |
| Einziehung eigener Anteile | - 10,00 |
| Stand 31.12.2010 | 61.765.247,46 |
Gemäß Ermächtigung durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 und vom 26. Mai 2010 erfolgte der Erwerb eigener Anteile in Höhe von € 12.190,00 sowie die Einziehung eigener Anteile in Höhe von € 10,00. Im Rahmen der Finanzierungsverträge aus dem Jahr 2010 ist der Gesellschaft im zweiten Quartal 2011 weiteres Eigenkapital durch sonstige Zuzahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von rund € 17 Mio. zugeflossen.
Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen
Die Investitionszuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" für die Errichtung bzw. Erweiterung einer Betriebsstätte werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der bezuschussten Anlagegegenstände aufgelöst.
Der Sonderposten für Investitionszulagen enthält Zulageansprüche gemäß § 2 InvZulG 1999, gemäß § 2 InvZulG 2007 und § 6 InvZulG 2010 bis einschließlich für das Geschäftsjahr 2010. Der Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände aufgelöst.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen, Boni, Urlaubsansprüche und Berufsgenossenschaftsbeiträge gebildet.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Verbindlichkeitenspiegel in T€
| Art der Verbindlichkeit | Restlaufzeit | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 855 | 0 | 0 | 855 | |
| (Vorjahr) | (636) | (0) | (0) | 636 | |
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten | 9 | 0 | 0 | 9 | |
| (Vorjahr) | (10) | (0) | (0) | 10 |
Haftungsverhältnisse
Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse.
Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für das Bestellobligo, aus Miet- und Leasingsowie aus Lizenzverträgen belaufen sich auf T€ 5.083.
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2012 und 2014.
Derivative Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus öffentlichen Aufwendungszuschüssen (T€ 1.013), Erträge aus Kursdifferenzen (T€ 58), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen (T€ 226), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 16) sowie sonstige Erträge (T€ 67).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt auf:
| 2010 T€ |
|
|---|---|
| Rechts- und Beratungskosten | 1.262 |
| Mieten und Raumkosten | 587 |
| Werbe- und Reisekosten | 364 |
| Kursverluste | 155 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 39 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 995 |
| 3.402 |
Zinserträge
Die Zinserträge resultieren im Wesentlichen aus Geldanlagen für die Zahlungsmittelfonds.
Sonstige Angaben
Aufsichtsrat
| Herr Dr. Walter Wenninger, Vorsitzender | |
| Selbständiger Unternehmensberater, Leverkusen | |
| Herr Bertram Köhler, Diplom-Kaufmann, stellv. Vorsitzender | |
| Vorstand der Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG, Jena | |
| Herr Iain Buchanan, (bis 31. August 2010) | |
| Vorstand der Firma Novexel, Paris, Frankreich | |
| Herr Dr. Peter Johann, (seit 26. Mai 2010) | |
| Managing General Partner der NGN Capital LLC, Heidelberg | |
| Herr Denis Lucquin, | |
| Managing Partner der Sofinnova Partners, Paris | |
| Herr Dr. Axel Polack, | |
| General Partner der TVM Capital GmbH, München | |
| Herr Dr. Lawrence Posner | |
| General Partner der Vedanta Capital LP, Greenwich, CT, USA | |
| Herr Dr. Olivier Litzka, (bis zum 14. Mai 2009 und seit 26. Mai 2010) | |
| Partner der Edmond de Rothschild Investment Partners, Paris |
Vorstand
| Herr Iain Buchanan (seit 1. September 2010) | Vorsitzender |
| Chief Executive Officer | |
| Herr Dr. Frank Morich (bis 14. August.2010) | Vorsitzender |
| Chief Executive Officer | |
| Herr Dr. Sven Klußmann, | |
| Chief Scientific Officer | |
| Dr. Aram Mangasarian, | (seit 17. Mai 2010) |
| Chief Business Officer | |
| Dr. Matthias Baumann, | (seit 1. Februar 2011) |
| Chief Medical Officer |
Gesamtbezüge des Vorstandes
Die Bezüge des Vorstandes betrugen für 2010 T€ 778. An Vorstandsmitglieder wurden außerdem im Geschäftsjahr 2010 insgesamt 5.911 Vorzugsaktien der Gesellschaft ausgegeben, deren beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf Basis des inneren Wertes ermittelt wurde. Dieser beträgt zum Zeitpunkt der Gewährung T€ 0.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf T€ 114. An Aufsichtsratsmitglieder wurden außerdem im Geschäftsjahr 2010 insgesamt 954 Vorzugsaktien der Gesellschaft ausgegeben, deren beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf Basis des inneren Wertes ermittelt wurde. Dieser beträgt zum Zeitpunkt der Gewährung T€ 0.
Mitarbeiter
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
| Angestellte | 60 | in R&D |
| 8 | in G&A | |
| Auszubildende | 1,5 |
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag an der NOXXON Inc. zu 100 % beteiligt. Das Eigenkapital beträgt USD 25.000. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2010 beläuft sich auf USD 7.430.
Hinsichtlich der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses wird von den größenabhängigen Befreiungsvorschriften nach § 293 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht.
Prüfungs- und Beratungsgebühren
Die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers unterbleibt gemäß § 288 Abs. 2 HGB.
Berlin, 12. Mai 2011
Vorstand
Entwicklung des Anlagevermögens 2010
| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2010 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
31.12.2010 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Software | 136.166,54 | 15.020,31 | 0,00 | 151.186,85 |
| 2. Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten | 5.629.788,28 | 85.000,00 | 0,00 | 5.714.788,28 |
| 5.765.954,82 | 100.020,31 | 0,00 | 5.865.975,13 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.890.309,48 | 687.127,17 | 50.886,00 | 5.526.550,65 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 19.564,88 | 0,00 | 0,00 | 19.564,88 |
| 10.675.829,18 | 787.147,48 | 50.886,00 | 11.412.090,66 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2010 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
31.12.2010 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Software | 108.195,54 | 16.374,31 | 0,00 | 124.569,85 |
| 2. Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten | 4.557.688,38 | 477.305,00 | 0,00 | 5.034.993,38 |
| 4.665.883,92 | 493.679,31 | 0,00 | 5.159.563,23 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.864.564,62 | 288.803,03 | 50.886,00 | 4.102.481,65 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 8.530.448,54 | 782.482,34 | 50.886,00 | 9.262.044,88 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2010 € |
31.12.2009 € |
|
| --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Software | 26.617,00 | 27.971,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten | 679.794,90 | 1.072.099,90 |
| 706.411,90 | 1.100.070,90 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.424.069,00 | 1.025.744,86 |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 19.564,88 | 19.564,88 |
| 2.150.045,78 | 2.145.380,64 |
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NOXXON Pharma Aktiengesellschaft, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 13. Mai 2011
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Schepers, Wirtschaftsprüfer
Stander, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss des Geschäftsjahres vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010
der NOXXON Pharma AG
Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
Während der Berichtszeit hat der Aufsichtsrat den Vorstand regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Zu diesem Zweck hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge in regelmäßigen Abständen mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Vorstand hat insbesondere seine ihm gemäß § 90 AktG gegenüber dem Aufsichtsrat obliegenden Berichtspflichten erfüllt.
Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstandes in insgesamt sechs Sitzungen und einer Telefonkonferenz behandelt. Auch außerhalb dieser Sitzungen wurde die Entwicklung des Unternehmens insbesondere durch den Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand laufend erörtert.
Dem Aufsichtsrat wurden durch den Vorstand im Berichtszeitraum zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt. Er erteilte alle erforderlichen Zustimmungen.
Bedeutende Maßnahmen und Entwicklungen
Die wesentlichen Gegenstände der gemeinsamen Erörterung waren in der Berichtszeit insbesondere:
| • | die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens als Clinical Stage Development Company |
| • | der Status und die Perspektiven der Entwicklungsprojekte; die klinischen Entwicklungspläne für die Spiegelmere NOX-E36 und NOX-A12 sowie das für die Erstanwendungsstudie von NOX-H94 notwendige präklinische Programm |
| • | der Status und die Perspektiven der Pipeline-Projekte |
| • | Statusberichte über die Entwicklung der Gesellschaft: insbesondere Stand und Entwicklung der Projekte und Kooperationen, Business Development, Möglichkeiten für weitere strategische Partnerschaften, Weiterentwicklung der SpiegelmerTechnologie, Patent- und Lizenzangelegenheiten sowie Rückkauf von Aktien |
| • | die Vorbereitung und Durchführung einer Finanzierungsrunde mit dem strategischen Ziel der weiteren präklinischen und klinischen Entwicklung der drei Entwicklungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von 35 Mio. EUR sowie das Stock Participation Program (SPP) zur Beteiligung von Führungskräften, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern sowie Beratern der Gesellschaft |
| • | die Auswahl von Kandidaten zur Verstärkung des Vorstands durch einen Chief Business Officer und dessen Bestellung, das Ausscheiden des Vorstandsvorsitzenden sowie die Auswahl eines neuen Vorstandsvorsitzenden (Chief Executive Officer) sowie dessen Bestellung |
| • | die Auswahl von Kandidaten zur Verstärkung des Vorstands durch einen Chief Medical Officer sowie dessen Bestellung nach Ablauf des Geschäftsjahres |
| • | das Risikomanagement der Gesellschaft |
| • | die Prüfungsberichte zu den Jahresabschlüssen für das Geschäftsjahr 2009 nach |
| • | HGB und IFRS |
| • | die Unternehmensziele und das Budget für das Jahr 2011 (einschließlich eines Ausblicks für das Jahr 2012) sowie die Unternehmensfinanzierung |
| • | und die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2010 (Soll-Ist-Analyse und Finanzstatus), einschließlich eines Revised Budget für das Jahr 2010 und des Ausblicks für die Jahre 2011 und 2012. |
Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat ein Audit Committee und ein Remuneration Committee gebildet. Beide Gremien sind regelmäßig zusammengetreten.
Die Zusammensetzung des Vorstands
Zum 17. Mai 2010 wurde Dr. Aram Mangasarian zum Chief Business Officer bestellt. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Morich hat NOXXON zum 15. August 2010 verlassen. Iain Buchanan hat am 1. September 2010 den Vorstandsvorsitz des Unternehmens übernommen. Im gesamten Geschäftsjahr war Dr. Sven Klußmann als Vorstand Chief Scientific Officer für die Gesellschaft tätig.
Nach Ablauf des Geschäftsjahrs 2010, nämlich zum 1. Februar 2011, wurde Dr. Matthias Baumann zum Vorstand der Gesellschaft (Chief Medical Officer, CMO) bestellt.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates
Im Geschäftsjahr 2010 bestand der Aufsichtsrat aus den folgenden Mitgliedern: Dr. Walter Wenninger (Vorsitzender), Bertram Köhler (stellvertretender Vorsitzender), Iain Buchanan (bis 31. August 2010), Dr. Peter Johann (seit dem 26. Mai 2010), Dr. Olivier Litzka (seit dem 26. Mai 2010), Denis Lucquin, Dr. Axel Polack und Dr. Lawrence Posner.
Corporate Governance
Aufgrund der Ausrichtung des German Corporate Governance Kodex auf börsennotierte Unternehmen hat NOXXON von einer entsprechenden Erklärung abgesehen. Gleichwohl werden wesentliche Prinzipien in Bezug auf Aktionäre und die Hauptversammlung, hinsichtlich der Aufgaben und Zuständigkeiten von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Zusammenwirken, der Transparenz der Unternehmensführung und der Unabhängigkeit der Abschlussprüfer angewandt.
Jahresabschluss und Lagebericht
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. September 2010 hat der Aufsichtsrat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Berlin mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2010 der NOXXON Pharma AG beauftragt.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Gesellschaft von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Berlin geprüft worden. Diese hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Ihr Bericht lag uns vor.
Wir haben unsererseits den Jahresabschluss und den Lagebericht des Vorstandes geprüft. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden gemeinsam mit den Abschlussprüfern in der Aufsichtsratssitzung am 13. Mai 2011 erörtert. Der Abschlussprüfer hat in dieser Sitzung auch über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.
Inhaltlich sind folgende Themenbereiche hervorzuheben:
| ― | Finanzlage: Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätigkeit der Gesellschaft |
| ― | Aktiva: Finanzmittelfonds der Gesellschaft |
| ― | Passiva: die Bilanzierung der durchgeführten Kapitalmaßnahmen |
| ― | Gewinn- und Verlustrechnung: die Aufwendungen für die Entwicklungsprojekte. |
Bei seiner Prüfung des Lageberichtes legte der Aufsichtsrat den Schwerpunkt auf die ordnungsgemäße Darstellung der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und des wirtschaftlichen Umfelds des Unternehmens.
Nach Abschluss seiner Prüfung kam der Aufsichtsrat zu folgenden Ergebnissen:
| ― | Aufgrund seiner eigenen Prüfung stellte der Aufsichtsrat fest, dass der Jahresabschluss und der Lagebericht nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wurden. Der Abschluss entspricht den gesetzlichen Anforderungen und enthält alle erforderlichen Angaben. Der Lagebericht ist übersichtlich gegliedert, enthält alle gesetzlich geforderten Angaben und erläutert nachvollziehbar die Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft. |
| ― | Aufgrund einer eigenen Beurteilung der wesentlichen Ziele des Unternehmens kommt der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht vom Vorstand zutreffend dargestellt und eingeschätzt wird. |
| ― | Der Vorstand hat in den vom ihm regelmäßig erstatteten Berichten die Lage der Gesellschaft stets realistisch und sachlich eingeschätzt. |
| ― | Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes durch den Abschlussprüfer stimmen wir auf Grund unserer eigenen Prüfung zu. |
| ― | Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendungen zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Dieser ist damit festgestellt. |
Dank des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der NOXXON Pharma AG für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2010.
Berlin, 13. Mai 2011
Dr. Walter Wenninger, Vorsitzender des Aufsichtsrates