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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2021

May 18, 2021

435_10-q_2021-05-18_66b1fb18-9033-40e4-8c91-33bc8891ad06.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020/ 2021

  1. Oktober 2020 – 31. März 2021

thyssenkrupp in Zahlen

Gruppe insgesamt Gruppe – Fortgeführte Aktivitäten1)
1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
Veränderung in % 1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 19.203 16.491 – 2.712 – 14 14.988 16.491 1.502 10
Umsatz Mio € 19.781 15.899 – 3.883 – 20 15.876 15.899 23 0
EBITDA Mio € 232 390 158 68 – 127 406 533 ++
EBIT2) Mio € – 578 – 49 529 92 – 863 – 33 830 96
EBIT-Marge % – 2,9 – 0,3 2,6 89 – 5,4 – 0,2 5,2 96
Bereinigtes EBIT1), 2) Mio € – 64 298 362 ++ – 465 298 763 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % – 0,3 1,9 2,2 ++ – 3,1 1,9 5,0 ++
Ergebnis vor Steuern Mio € – 743 – 217 525 71 – 1.012 – 202 811 80
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw.
Ergebnis nach Steuern
Mio € – 1.310 – 313 997 76 – 1.130 – 297 833 74
davon Anteil der Aktionäre der
thyssenkrupp AG
Mio € – 1.320 – 356 964 73 – 1.140 – 340 800 70
Ergebnis je Aktie – 2,12 – 0,57 1,55 73 – 1,83 – 0,55 1,28 70
Operating Cashflow Mio € – 1.981 – 212 1.769 89 – 2.168 – 209 1.958 90
Cashflow für Investitionen Mio € – 685 – 602 83 12 – 613 – 602 11 2
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € – 3 908 911 ++ – 8 908 916 ++
Free Cashflow3) Mio € – 2.669 94 2.763 ++ – 2.788 97 2.885 ++
Free Cashflow vor M & A3) Mio € – 2.685 – 718 1.967 73 – 2.774 – 718 2.056 74
Netto-Finanzschulden (-Guthaben)
(31.03.)
Mio € 7.549 – 4.229 – 11.778 --
Eigenkapital (31.03.) Mio € 1.174 10.414 9.240 ++
Gearing (31.03.) % 642,9 —4)
Mitarbeiter (31.03.) 160.090 102.306 – 57.784 – 36

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

4) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Aussage der Gearing-Kennzahl bedeutungslos geworden.

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020/2021 thyssenkrupp in Zahlen

Gruppe insgesamt Gruppe – Fortgeführte Aktivitäten1)
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Veränderung in % 2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 9.542 8.646 – 896 – 9 7.559 8.646 1.086 14
Umsatz Mio € 10.108 8.577 – 1.530 – 15 8.247 8.577 331 4
EBITDA Mio € – 6 158 164 ++ – 136 170 306 ++
EBIT2) Mio € – 462 – 69 393 85 – 561 – 57 503 90
EBIT-Marge % – 4,6 – 0,8 3,8 82 – 6,8 – 0,7 6,1 90
Bereinigtes EBIT1), 2) Mio € – 95 220 315 ++ – 279 220 499 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % – 0,8 2,6 3,4 ++ – 3,2 2,6 5,8 ++
Ergebnis vor Steuern Mio € – 537 – 124 413 77 – 630 – 112 518 82
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw.
Ergebnis nach Steuern
Mio € – 946 – 187 758 80 – 688 – 175 513 75
davon Anteil der Aktionäre der
thyssenkrupp AG
Mio € – 948 – 211 737 78 – 691 – 199 492 71
Ergebnis je Aktie – 1,52 – 0,34 1,18 78 – 1,11 – 0,32 0,79 71
Operating Cashflow Mio € 151 – 476 – 627 -- – 58 – 474 – 415 --
Cashflow für Investitionen Mio € – 359 – 328 30 8 – 318 – 328 – 10 – 3
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € – 7 35 43 ++ – 13 35 48 ++
Free Cashflow3) Mio € – 215 – 769 – 554 -- – 390 – 767 – 377 – 97
Free Cashflow vor M & A3) Mio € – 209 – 750 – 541 -- – 367 – 750 – 383 --
Netto-Finanzschulden (-Guthaben)
(31.03.)
Mio € 7.549 – 4.229 – 11.778 --
Eigenkapital (31.03.) Mio € 1.174 10.414 9.240 ++
Gearing (31.03.) % 642,9 —4)
Mitarbeiter (31.03.) 160.090 102.306 – 57.784 – 36

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

4) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Aussage der Gearing-Kennzahl bedeutungslos geworden.

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende März 2021 11,39
ADR (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende März 2021 Mio € 7.091
Kürzel
Aktien TKA
ADR TKAMY

Inhalt

  • 02 thyssenkrupp in Zahlen
  • 06 Zwischenlagebericht
  • 06 Vorbemerkungen
  • 07 Wirtschaftsbericht
  • 08 Zusammenfassung
  • 10 Makro- und Branchenumfeld
  • 13 Geschäftsverlauf in den Segmenten im 2. Quartal
  • 21 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 25 Compliance
  • 25 Mitarbeiter
  • 26 Technologie und Innovationen
  • 28 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
  • 28 Prognose 2020 / 2021
  • 31 Chancen und Risiken

32 Verkürzter Zwischenabschluss

  • 33 thyssenkrupp-Gruppe Bilanz
  • 35 thyssenkrupp-Gruppe –
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • 36 thyssenkrupp-Gruppe Gesamtergebnisrechnung
  • 38 thyssenkrupp-Gruppe Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 40 thyssenkrupp-Gruppe Kapitalflussrechnung
  • 42 thyssenkrupp-Gruppe Verkürzter Anhang
  • 61 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
  • 62 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

63 Weitere Informationen

63 Kontakt und Finanzkalender 2021 / 2022

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

Wir verwenden in diesem Finanzbericht im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die grammatisch männliche Form (z.B. "Mitarbeiter"). Sie bezieht sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht: männlich, weiblich, divers.

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Im Zuge der Konkretisierung der Neuausrichtung werden seit dem 1. Oktober 2020 bestimmte Geschäfte, für die das Unternehmen kurz- bis mittelfristig andere Eigentumsverhältnisse in Erwägung zieht, zu dem neuen eigenständigen Segment Multi Tracks zusammengefasst und im Sinne eines aktiven Beteiligungsmanagements durch einen eigenen Segmentvorstand geführt. Die zuvor erwähnten anderen Eigentumsverhältnisse können beispielsweise den vollständigen Verkauf oder Teilverkauf oder auch die Fortführung des Geschäfts zusammen mit einem oder mehreren externen Partnern beinhalten. In diesem Zusammenhang wurden mit Beginn des Geschäftsjahres 2020 / 2021 folgende Geschäfte organisatorisch dem neuen Segment Multi Tracks zugeordnet: der Anlagenbau, d.h. die Geschäfte mit Chemie-Anlagen, Zement-Anlagen sowie Anlagen und Ausrüstung im Bereich Mining, das Edelstahlwerk im italienischen Terni (AST) inkl. der dazugehörigen Vertriebsorganisation sowie die Einheit Infrastructure aus dem Segment Materials Services, Automation Engineering (System Engineering Antrieb bzw. Powertrain Solutions und Battery Solutions) sowie Springs & Stabilizers aus dem Segment Automotive Technology und Heavy Plate (Grobblech) aus dem Segment Steel Europe. Auch die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 / 2020 in der Berichtszeile "Überleitung" unter Special Units berücksichtigte Elevator Rückbeteiligung sowie die unter Special Services angesiedelte thyssenkrupp Carbon Components werden seit dem 1. Oktober 2020 diesem neuen Segment zugeordnet.

Darstellung und Ausweis der entsprechenden Vorjahresperioden wurden unter Berücksichtigung der zuvor genannten Änderungen entsprechend angepasst.

Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 wurde die Definition für das Bereinigte EBIT dahingehend angepasst, dass eine engere Definition der Sondereffekte erfolgt, wonach nur noch Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungsaufwendungen bzw. Erträge aus Zuschreibungen sowie Veräußerungsgewinne bzw. -verluste bereinigt werden. Auch hier wurde der Ausweis der Vorjahresperioden entsprechend angepasst.

thyssenkrupp hatte Ende Februar 2020 mit einem Bieterkonsortium um Advent International und Cinven eine Vereinbarung zum vollständigen Verkauf seines Aufzuggeschäfts Elevator Technology unterzeichnet. Nach Freigabe durch die zuständigen Behörden erfolgte der Vollzug der Transaktion (Closing) verbunden mit der Entkonsolidierung von Elevator Technology am 31. Juli 2020. Die Transaktion erfüllte die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis von Elevator Technology als nicht fortgeführte Aktivität. Sie umfasste Elevator Technology und einzelne Einheiten aus Corporate Headquarters. Gemäß IFRS 5 wurden für die nicht fortgeführten Aufzugaktivitäten die Darstellung für das Vorjahresquartal angepasst und alle Aufwendungen und Erträge separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie alle Cashflows separat in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Darüber hinaus müssen in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugsaktivitäten stehende noch anfallende nachlaufende Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen werden. Infolge des Ende Juli 2020 erfolgten Verkaufs war in der Bilanz zum 30. September 2020 ein gesonderter Ausweis der auf Elevator Technology entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht mehr erforderlich.

Seit der Veräußerung des Aufzuggeschäfts Elevator Technology am 31. Juli 2020 hält thyssenkrupp eine Rückbeteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war. Zu weiteren Einzelheiten hinsichtlich der Rückbeteiligung siehe auch Anhang-Nr. 02 (Nicht fortgeführte Aktivitäten) und Anhang-Nr. 08 (Segmentberichterstattung).

Darüber hinaus werden die thyssenkrupp AG und ihre Tochterunternehmen in diesem Zwischenlagebericht nicht als "Konzern", sondern als "Gruppe" bezeichnet. Die Gruppe umfasst dabei den rechtlichen Konsolidierungskreis.

Ab diesem Bericht gliedert sich der Geschäftsverlauf nach Segmenten statt wie bisher nach Kennzahlen. Damit soll auch in der unterjährigen Berichterstattung das Group of Companies Konzept reflektiert werden. Der Fokus liegt dabei auf dem aktuellen Quartal und dem Vergleich zum Vorjahresquartal.

Wirtschaftsbericht

Auftragseingang
Mio €
Umsatz
Mio €
EBIT1)
Mio €
Bereinigtes EBIT1), 2)
Mio €
Mitarbeiter
1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
31.03.2020 31.03.2021
Materials Services2) 5.596 5.579 5.664 5.256 33 143 42 131 16.984 15.495
Industrial Components 1.147 1.318 1.117 1.247 47 188 95 198 13.318 13.005
Automotive Technology2) 2.213 2.341 2.283 2.382 – 73 191 38 184 21.409 20.719
Steel Europe2) 4.219 4.845 3.875 4.155 – 438 – 138 – 308 68 27.059 25.912
Marine Systems 242 664 811 1.054 0 8 4 7 6.165 6.466
Multi Tracks2) 2.597 2.785 2.937 2.622 – 254 – 317 – 192 – 191 19.293 18.305
Corporate Headquarters2) 1 2 1 9 – 156 – 110 – 124 – 103 971 642
Überleitung2) – 1.025 – 1.042 – 812 – 827 – 22 3 – 19 4 2.324 1.762
Gruppe fortgeführte
Aktivitäten2)
14.988 16.491 15.876 15.899 – 863 – 33 – 465 298 107.523 102.306
Nicht fortgeführte
Aufzugaktivitäten2)
4.214 0 3.905 0 285 – 16 401 0 52.567 0
Gruppe insgesamt 19.203 16.491 19.781 15.899 – 578 – 49 – 64 298 160.090 102.306

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang
Mio €
Umsatz
Mio €
EBIT1)
Mio €
Bereinigtes EBIT1)
Mio €
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Materials Services2) 2.845 3.096 2.975 2.888 21 132 29 126
Industrial Components 589 656 573 626 5 90 52 97
Automotive Technology2) 1.065 1.158 1.101 1.167 – 80 74 – 8 75
Steel Europe2) 2.165 2.437 2.078 2.238 – 307 – 161 – 181 47
Marine Systems 133 405 424 689 – 1 3 3 2
Multi Tracks2) 1.268 1.360 1.495 1.422 – 110 – 133 – 100 – 80
Corporate Headquarters2) 0 0 1 5 – 73 – 56 – 59 – 49
Überleitung2) – 507 – 468 – 401 – 457 – 14 – 7 – 15 1
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 7.559 8.646 8.247 8.577 – 561 – 57 – 279 220
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 1.983 0 1.861 0 98 – 12 184 0
Gruppe insgesamt 9.542 8.646 10.108 8.577 – 462 – 69 – 95 220

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

Zusammenfassung

Markterholung sowie Restrukturierungen in allen Segmenten führen erneut zu deutlicher Ergebnisverbesserung im 2. Quartal und damit im 1. Halbjahr

  • Geschäftsentwicklung zeigt Fortschritte bei Transformation des Unternehmens; zur nachhaltigen Leistungsfähigkeit weitere Schritte erforderlich
  • Deutlich verbesserte Geschäftsentwicklung der fortgeführten Aktivitäten im 1. Halbjahr gegenüber dem Vorjahr:
  • Auftragseingang mit signifikanter Verbesserung aufgrund positiver Entwicklungen insb. bei Steel Europe und Marine Systems; dabei alle Segmente im 2. Quartal über Vorjahr
  • Umsatz im 1. Halbjahr insgesamt leicht über Vorjahr: Anstieg bei Industrial Components, Automotive Technology, Steel Europe und Marine Systems gegenüber Rückgang bei Materials Services und bei Multi Tracks; im 2. Quartal Umsatz über Vorjahr
  • Bereinigtes EBIT mit deutlicher Verbesserung und positiv in allen Segmenten mit Ausnahme Multi Tracks, zusätzlich unterstützt durch Effekte aus den eingeleiteten Restrukturierungen sowie dem Produktmix; im 2. Quartal alle Segmente über Vorjahr mit Ausnahme Marine Systems
  • Geschäftsverlauf in den Segmenten im 1. Halbjahr:
  • Materials Services mit signifikanter Steigerung von Bereinigtem EBIT und Bereinigter EBIT-Marge aufgrund deutlichem Anstieg im 2. Quartal; i.W. resultierend aus deutlich steigenden Walzstahl- und Edelstahlpreisen, Nachfrage übersteigt Verfügbarkeit, infolgedessen nur geringes Absatzplus sowie rückläufiger Umsatz
  • Industrial Components mit signifikanter Steigerung von Umsatz und Bereinigtem EBIT in beiden Quartalen unterstützt durch gestiegene Nachfrage im Anwendungsbereich Windenergie und in der Absatzregion China sowie deutliche Nachfragerholung im Schmiedegeschäft in allen Regionen und Anwendungsbereichen
  • Automotive Technology mit Steigerung von Auftragseingang und Umsatz durch Zuwächse im automobilen Seriengeschäft insb. bei Lenkungen, Nockenwellenmodulen und Dämpfersys-

temen und bei insgesamt guter Nachfrage in China; signifikante Steigerung von Bereinigtem EBIT durch Verbesserungen über alle Produktgruppen sowie höhere Auslastungen der neuen Werke in beiden Quartalen

  • Steel Europe mit deutlich verbessertem Auftragseingang, Umsatz und Bereinigtem EBIT in beiden Quartalen wg. signifikant gestiegener Nachfrage insb. bei Auto; Zuwächse bedingt sowohl durch gestiegene Durchschnittserlöse und höheren Versand als auch höhere Auslastung der Aggregate
  • Marine Systems mit deutlicher Umsatzsteigerung und verbessertem Bereinigten EBIT i.W. wg. Ablieferung der dritten Fregatte F125 im 2. Quartal sowie Absicherung der Margen durch das Performance Programm
  • Multi Tracks mit gestiegenem Auftragseingang in fast allen Geschäftseinheiten in pandemiebedingt schwierigem Marktumfeld sowie leicht verringertem Verlust beim Bereinigtem EBIT; dabei heterogene Entwicklungen über das Portfolio: Heavy Plate, Mining und Springs & Stabilizers mit verbessertem Ergebnis, übrige Gesellschaften mit Ergebnisrückgang – Corporate Headquarters mit i. W. geringeren Verwaltungskosten
  • Periodenergebnis der fortgeführten Aktivitäten mit signifikanter Verbesserung gegenüber Vorjahr und weiterhin negativ; Verbesserung i. W. aufgrund der gestiegenen und positiven Ergebnisbeiträge in nahezu allen Segmenten
  • FCF vor M & A der fortgeführten Aktivitäten mit deutlicher Verbesserung gegenüber Vorjahr i.W. durch gestiegenes Bereinigtes EBIT und positive Effekte aus der Normalisierung des Umlaufvermögens; 2. Quartal aufgrund von markterholungsbedingtem Aufbau des Umlaufvermögens unter Vorjahresquartal
  • Gesamtjahresprognose für Umsatz und Bereinigtes EBIT aufgrund der positiven Entwicklung im 1. Halbjahr erneut angehoben
  • Update "Strategische Neuausrichtung"
  • Portfolio: Prüfung einer Verselbstständigung von Steel Europe in frühem Stadium, Klärung der Rahmenbedingungen für grüne Transformation und entsprechende Planungssicherheit wesentliche Voraussetzung; Schließung des Grobblechwerks (Heavy Plate) bis Ende des Geschäftsjahres beschlossen, am 18. März letzter Arbeitstag an der "Walze" im zentralen Aggregat, derzeit letzte Auftragseingänge in Abwicklung; Verkaufsprozess Mining mit fortgeschrittenen bilateralen Verhandlungen (mit Aussicht auf ein zeitnahes Signing); Verkaufsprozess Edelstahlwerk in Terni (AST) inkl. der dazugehörigen Vertriebsorganisation mit zahlreichen Interessensbekundungen; Infrastructure: Verkaufsprozess in der ersten Due Diligence Phase eines M & A-Prozesses; Weiterentwicklung des Wasserstoffgeschäfts als eigenständige Einheit innerhalb der Gruppe mit dem bestehenden Joint-Venture-Partner Industrie De Nora, daher vorrübergehende Herausnahme des Chemieanlagenbaus aus dem Verkaufsprozess
  • Performance: Weitere Umsetzung von umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen in allen Segmenten (s. Geschäftsverlauf in den Segmenten) mit dem Ziel der deutlichen Verbesserung von Bereinigtem EBIT und FCF vor M & A

Makro- und Branchenumfeld

Erholung der Weltwirtschaft schreitet weiter voran – Unsicherheiten bleiben pandemiebedingt hoch

  • Im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres Prognose für das Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 bei einem Plus von 5,2% etwas nach oben angepasst
  • Industrieländer: Der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion wird 2021 bei einer Rate von 4,3% etwas stärker ausfallen als zuletzt erwartet
  • Schwellenländer: BIP-Wachstum 2021 um 5,9% leicht höher als zu Geschäftsjahresbeginn prognostiziert
  • Risiken und Unsicherheiten: Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie insb. beim Tempo der Durchimpfung und aufgrund möglicher neuer Virus-Mutationen sowie erneuter und verschärfter Lockdown-Maßnahmen; Ungewissheit über die weitere Entwicklung handelspolitischer Konflikte und geopolitischer Krisenherde; mögliche Wachstumsabschwächung in China; Verschuldungsproblematik insbesondere in einigen Ländern Europas auch als Folge der zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Abschwächung der Pandemie-Folgen; volatile Material- und Rohstoffkosten

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 2020 20211)
Euroraum – 6,6 3,9
Deutschland – 4,9 3,2
Russland – 3,1 2,8
Übriges Mittel-/Osteuropa – 4,0 3,1
USA – 3,5 5,5
Brasilien – 4,4 3,4
Japan – 4,9 2,6
China 2,3 7,8
Indien – 8,2 9,8
Naher Osten & Afrika – 4,5 3,8
Welt – 3,6 5,2

1) Prognosen

Quellen: IHS Markit, IMF, Consensus Forecasts, diverse Banken und Forschungsinstitute, eigene Schätzungen

Automobilindustrie

  • Weltweiter Absatz und Produktion von Pkw sowie leichten Nutzfahrzeugen in 2020 mit zweistelligem prozentualen Rückgang gegenüber Vorjahr, v.a. getrieben durch allgemeine Lockdowns, konjunkturelle Unsicherheiten und mehrwöchige Produktionsstillstände in Verbindung mit der Corona-Pandemie; antizipierte Erholung in 2021 gebremst durch seit Ende des Kalenderjahres 2020 bestehende Engpässe in der Versorgung mit Halbleitern und Rohmaterialien sowie damit verbundene logistische Herausforderungen in den globalen Lieferketten; für 2022 Fortsetzung des Erholungstrends erwartet, unter der Prämisse einer möglichen Kompensation engpassbezogener Produktionsausfälle aus 2021 und einer erfolgreichen Kontrolle des Infektionsgeschehens
  • Europa: 2021 Erholung erwartet, jedoch weiterhin signifikant unter Vorkrisenniveau; zudem Herausforderungen durch Anpassung an veränderte Handelsbedingungen mit Großbritannien infolge des Brexits und verschärfte CO2-Anforderungen für OEMs
  • Nordamerika: 2021 deutlich über Vorjahr erwartet
  • China: 2021 mit fortsetzendem positiven Trend erwartet

Maschinenbau

  • Deutschland: Nach zweistelligem Produktionsminus in 2020 positive Wachstumsprognose für 2021 merklich nach oben revidiert; zuletzt wieder steigende Auftragseingänge, höhere Auslastungskapazitäten und anziehende Exportwerte stützen Produktionsentwicklung
  • USA: Deutlicher Produktionsrückgang in 2020; Ausblick für 2021 positiver aufgrund robuster Frühindikatoren, steigender Ausrüstungsinvestitionen und fiskalischer konjunktureller Hilfsmaßnahmen
  • China: Nach bereits positiven Vorjahreszahlen stärkeres Wachstum für 2021 erwartet; solider Erholungsprozess im Verarbeitenden Gewerbe kommt weiter voran, Vorkrisenniveaus bereits deutlich übertroffen

Bauwirtschaft

  • Deutschland: Expansionstempo auch 2021 weiterhin solide; aufgestaute Kaufkraft, nach wie vor günstige Finanzierungsbedingungen und Bedarf an neuem Wohnraum und Büroflächen stützen
  • USA: Nach Produktionsminus 2020 deutliche Expansion in diesem Jahr Ausblick positiv aufgrund weiterhin niedriger Zinsen und solider Dynamik beim Wohnungsbau
  • China: Nach schwachem Wachstum 2020 Produktion im laufenden Jahr angesichts gesamtwirtschaftlicher Erholung deutlich im Plus – anhaltender Trend zur Urbanisierung stützt die Wohnungs- und Tiefbauinvestitionen weiterhin

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020/2021 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

2020 20211)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge2)
Welt 72,9 81,4
Westeuropa (inkl. Deutschland) 10,0 11,6
Deutschland 3,7 4,3
Nordamerika (USA, Mexiko, Kanada) 13,0 15,7
USA 8,6 10,7
Mexiko 3,0 3,6
Japan 7,7 8,1
China 23,3 24,6
Indien 3,2 4,2
Brasilien 1,9 2,3
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt – 3,7 8,9
Europa – 12,3 9,9
Deutschland – 12,0 7,0
USA – 5,3 7,3
Japan – 8,7 13,4
China 6,5 8,1
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Euroraum – 6,4 6,6
Deutschland 3,2 3,0
USA – 2,0 5,9
China 1,3 10,2
Indien – 18,3 19,0
Stahlnachfrage, in % gegenüber Vorjahr
Welt – 0,2 5,8
Deutschland – 11,6 9,3
EU28 – 11,4 10,2
USA – 18,0 8,1
China 9,1 3,0

1) Prognosen (März/April 2021)

2) Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t (nur vollständig montierte Fahrzeuge, ohne sog. CKD-Einheiten) Quellen: IHS Markit, Oxford Economics, worldsteel, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Stahlmarkt

  • Globale Walzstahlnachfrage erholt sich 2021 voraussichtlich um 5,8 %; China stützt mit 3,0%; EU mit Wachstum um 10,2%
  • EU-Markt für Qualitätsflachstahl in 2020 um 12 % eingebrochen; Belebung in der 2. Jahreshälfte v.a. der Nachfrage Material aus EU-Produktion; Importe steigen zum Jahresbeginn wieder an, bleiben jedoch deutlich unter Vorjahresniveau
  • Signifikanter Anstieg der Spotmarktpreise seit dem Tiefpunkt im Juli 2020
  • Marktumfeld weiterhin mit Risiken behaftet; hierzu zählen u. a. die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie, Produktionsstörungen durch Halbleiter-Engpässe und die zunehmenden globalen Handelsbeschränkungen

Geschäftsverlauf in den Segmenten im 2. Quartal

Ab diesem Bericht gliedert sich der Geschäftsverlauf nach Segmenten statt wie bisher nach Kennzahlen. Damit soll auch in der unterjährigen Berichterstattung das Group of Companies Konzept reflektiert werden. Der Fokus liegt dabei auf dem aktuellen Quartal und dem Vergleich zum Vorjahresquartal.

Materials Services

MATERIALS SERVICES IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
Veränderung
in %
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 5.596 5.579 0 2.845 3.096 9
Umsatz Mio € 5.664 5.256 – 7 2.975 2.888 – 3
EBITDA Mio € 98 210 115 53 166 212
EBIT Mio € 33 143 333 21 132 ++
Bereinigtes EBIT1) Mio € 42 131 215 29 126 331
Bereinigte-EBIT-Marge % 0,7 2,5 1,0 4,4
Investitionen Mio € 40 42 4 25 16 – 35
Mitarbeiter (31.03.) 16.984 15.495 – 9 16.984 15.495 – 9

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang

  • Insgesamt signifikant über Vorjahr
  • Im Streckengeschäft deutlich steigende Auftragseingänge durch wieder steigende Materialverfügbarkeit und höhere Preise
  • Im lagerhaltenden Werkstoffhandel mengenbedingt leicht rückläufige Auftragseingänge (Ausnahme Osteuropa), ebenso bei den automobilnahen Service-Centern und bei Aerospace

Umsatz

  • Insgesamt unter Vorjahr i. W. durch Materialknappheit im lagerführenden Werkstoffhandel; Umsatzplus hier lediglich in Osteuropa sowie bei den europäischen Service-Centern, dort überkompensiert der Preisanstieg den Mengenrückgang
  • Werk- und Rohstoff-Absatz insgesamt aufgrund der hohen Mengen beim Streckengeschäft (Materials Trading +25%) über Vorjahr (2,3 Mio t vs. 2,2 Mio t); Lagerabsatz aufgrund der Materialknappheit leicht unter Vorjahr
  • Überwiegend stark steigende Produktpreise, insb. bei Walzstahl; Edelstahl aufgrund des hohen Nickelpreises ebenfalls über Vorjahr
  • Weiterhin schwache Nachfrage aus der Luftfahrtindustrie

Bereinigtes EBIT

  • Signifikant über Vorjahr
  • Signifikante Erholung der Marge bei beiden Business Units durch Preisanstieg, auch bedingt durch Materialknappheit
  • Weitere Fortschritte bei der strategischen Transformation, u.a. durch Restrukturierungen und Netzwerkoptimierungen mit entsprechendem Personalabbau: Verkauf der Plastics-Gesellschaft Röhm Italia mit drei Standorten, die Schließung der Aerospace-Niederlassung Varel, die Abgabe des Edelstahl-Service-Center in Dortmund an das Segment Multi Tracks, Schließung des Lagerstandorts Serbien
  • Reduzierung der Belegschaft um 9 % gegenüber Vorjahr; dadurch auch deutliche Verbesserung der Produktivität (Lagerabsatz pro Mitarbeiter) um 7% gegenüber Vorjahreshalbjahr

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ Erträge aus dem Verkauf des im Jahr 2020 aufgegebenen Standorts Leverkusen von Materials Processing Europe sowie aus der Veräußerung der Plastics-Gesellschaft Röhm Italia

Investitionen

  • Ankauf eines Lagerstandortes in Frechen (Deutschland)
  • Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen bei Lager- und Serviceeinheiten; Fortsetzung der digitalen Transformation

Industrial Components

INDUSTRIAL COMPONENTS IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
Veränderung
in %
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 1.147 1.318 15 589 656 11
Umsatz Mio € 1.117 1.247 12 573 626 9
EBITDA Mio € 153 237 55 81 115 42
EBIT Mio € 47 188 298 5 90 ++
Bereinigtes EBIT1) Mio € 95 198 107 52 97 89
Bereinigte-EBIT-Marge % 8,5 15,9 9,0 15,5
Investitionen Mio € 54 81 51 25 49 95
Mitarbeiter (31.03.) 13.318 13.005 – 2 13.318 13.005 – 2

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang

  • Signifikant über Vorjahr durch deutlichen Anstieg sowohl bei den Großwälzlagern als auch im Schmiedegeschäft nach pandemiebedingtem Markteinbruch im Frühjahr und Sommer 2020
  • Großwälzlager: Weiterhin gute Auftragslage mit Zuwächsen zum bereits von Corona-betroffenen – Vorjahresquartal insb. in den Industrie-Anwendungsbereichen und in den Regionen Europa (außerhalb Deutschlands) und Americas; Anwendungsbereich Windenergie auf Vorjahresniveau, ebenso wie Regionen Deutschland und Asien
  • Schmiedegeschäft: Pkw/Lkw mit weiter deutlicher Erholung der Nachfrage in allen Regionen
  • Fahrwerke für Baumaschinen mit deutlicher Erholung der Nachfrage in allen Regionen unterstützt durch die Erweiterung des Produktangebots und Erschließung neuer Märkte / Geschäftsfelder

Umsatz

  • Signifikanter Anstieg zum Vorjahr durch Umsatzausweitung in beiden Geschäftsbereichen
  • Deutlicher Umsatzanstieg insb. bei Windenergie in China, Industrie-Anwendungsbereiche und übrige Regionen insgesamt auf Höhe des Vorjahres
  • Umsatzentwicklung im Schmiedegeschäft folgt dem Auftragseingang und liegt signifikant über Vorjahr

Bereinigtes EBIT

  • Signifikant über Vorjahr durch Umsatzwachstum sowie Kosten- und Effizienzmaßnahmen
  • Großwälzlager: Mengen-, struktur- und maßnahmenbedingt deutlich über Vorjahr; weitere Skaleneffekte insb. im Bereich Windenergie unterstützt durch Produktmix und Produktivitätssteigerung (u.a. Verbesserungen bei Output pro Mitarbeiter und bei der Vertriebs- und Verwaltungskosten-Quote) sowie erste ergebnisverbessernde Effekte aus den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen
  • Schmiedegeschäft: Aufgrund Umsatzerholung und frühzeitig eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen deutlich über Vorjahr; Ergebnisverbesserungen u.a. durch Reduzierung der Belegschaft mit einhergehender Optimierung der Personalkosten-Quote und Senkung der Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie durch umfangreiche Maßnahmen im Einkauf mit Schwerpunkt direktes Produktionsmaterial

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ I.W. Wertberichtigungen im Anlagevermögen sowie im Umlaufvermögen im Rahmen einer Restrukturierung im Schmiedegeschäft

Investitionen

  • Wachstumsinvestitionen zur Erhöhung der Produktionskapazität v.a. im Anwendungsbereich Windenergie und hauptsächlich in europäischen und asiatischen Fertigungsstandorten
  • Fortgesetzte Investition in vollautomatische Schmiedepresse für Lkw-Vorderachsen am deutschen Standort Homburg

Automotive Technology

AUTOMOTIVE TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
Veränderung
in %
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 2.213 2.341 6 1.065 1.158 9
Umsatz Mio € 2.283 2.382 4 1.101 1.167 6
EBITDA Mio € 135 296 120 59 127 115
EBIT Mio € – 73 191 ++ – 80 74 ++
Bereinigtes EBIT1) Mio € 38 184 385 – 8 75 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,7 7,7 – 0,7 6,4
Investitionen Mio € 158 104 – 34 70 54 – 23
Mitarbeiter (31.03.) 21.409 20.719 – 3 21.409 20.719 – 3

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang

  • Signifikant über dem bereits pandemiebedingt schwächeren Vorjahr mit Zuwächsen im automobilen Seriengeschäft, insb. bei Lenkungen, Nockenwellenmodulen und Dämpfersystemen sowie im automobilen Anlagenbau
  • Insgesamt gute Nachfrageentwicklung in China
  • Engpässe in der Lieferkette, insb. bei Halbleiterprodukten mit reduzierender Wirkung auf Kundenabrufe

Umsatz

■ Umsatz folgt dem Auftragseingang im automobilen Seriengeschäft; im automobilen Anlagenbau geringere Umsatzabrechnungen

Bereinigtes EBIT

  • Signifikant über Vorjahr und wieder mit guter Marge von rd. 6 %: Ergebnissteigerungen bei allen Business Units u.a. durch Effizienzsteigerungen in der Produktion – v.a. beim Hochlauf neuer Werke und Projekte (geringere Ausschussraten, Fehlerkosten und geringere Taktzeiten) sowie einer profitablen Auftragsstruktur und geringeren Abschreibungen
  • Belastungen u.a. aus Störungen in der Lieferkette, wie z.B. Engpässe in der Versorgung mit elektronischen Halbleiter- und anderen Vorprodukten sowie höheren Frachtkosten bei knappen Transportkapazitäten
  • Personal- und Sachkostensenkungen durch Restrukturierungen bei Automotive Body Solutions (vorher System Engineering Karosserie) und auf Segmentebene

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ Keine nennenswerten Sondervorgänge

Investitionen

  • Schwerpunkt der Investitionen im Bereich Lenkungen für auftragsbezogene Projekte
  • Aufbau neuer Produktionskapazitäten in China für elektronisch verstellbare Dämpfersysteme auf Basis mehrerer gewonnener Serienaufträge chinesischer Hersteller von Elektrofahrzeugen

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020/2021 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

Steel Europe

STEEL EUROPE IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
Veränderung
in %
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 4.219 4.845 15 2.165 2.437 13
Umsatz Mio € 3.875 4.155 7 2.078 2.238 8
EBITDA Mio € – 212 – 1 100 – 197 – 92 53
EBIT Mio € – 438 – 138 68 – 307 – 161 48
Bereinigtes EBIT1) Mio € – 308 68 ++ – 181 47 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % – 7,9 1,6 – 8,7 2,1
Investitionen Mio € 258 275 7 139 174 25
Mitarbeiter (31.03.) 27.059 25.912 – 4 27.059 25.912 – 4

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang

■ Signifikant über Vorjahr bei 3,0 Mio t (nach bereits deutlichem Anstieg im Vorquartal); hohe Nachfrage durch Lagerergänzungen insb. bei Endverarbeitern und Nachholeffekte vor allem seitens der Automobilindustrie; Bestellrückgang der Industriekunden und im Bereich Handel/ Stahl-Service-Center

Umsatz

■ Signifikant über Vorjahr; deutlicher Anstieg der Erlöse bei Versandmengen auf Vorjahresniveau (2,7 Mio t); besserer Produktmix i.W. bei Auto kompensiert Versandschwächen i. W. im Bereich Handel/ Stahl-Service-Center sowie im Maschinenbausektor und der Rohrindustrie

Bereinigtes EBIT

  • Signifikant über Vorjahr
  • I.W. durch positive Erlösentwicklung, reduzierte Aufwendungen sowie höherer Anlagenauslastung bei gegenläufig wirkenden steigenden Rohstoffkosten
  • Versandmengen stabil ggü. Vorjahr bei gleichzeitig verbessertem Produktmix (i. W. Auto)
  • Fortschreitende Restrukturierungen, laufendes Performanceprogramm sowie geringere Abschreibungen wirken sich zusätzlich positiv auf die Ertragslage aus

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

  • Rückstellungen für laufende Restrukturierung; i.W. betreffend die Basisvereinbarung zwischen IG Metall und tkSE vom 5. März 2021 mit damit verbundenem zusätzlichen Abbau von rund 750 Stellen in der Verwaltung und produktionsnahen Verwaltung der tkSE bis voraussichtlich zum 30. September 2023
  • Weitere Rückstellungen für die Restrukturierung des Standorts Bochum (Schließung des Warmbandwerks 3 und Schließung des Standorts an der Castroper Straße durch Verlagerung der NO-Produktion) aus der Strategie 20-30
  • Gegenläufig konnten bislang gebildete Rückstellungen für Restrukturierungen der Verwaltung aus dem Vorjahreszeitraum teilweise durch weitere weniger kostenintensive Personalinstrumente wieder aufgelöst werden (u.a. Fluktuation)

Investitionen

  • Neue Feuerbeschichtungsanlage 10 (FBA 10) in Dortmund aktuell in Anlagenmontage
  • Auftragsvergaben für die in der Strategie 20-30 enthaltenen Großinvestitionen wie den Umbau der Gießwalzanlage in Duisburg-Bruckhausen in eine neue Stranggießanlage und konventionelle Warmbreitbandstraße sowie am Standort Bochum für den Neubau eines neuen Doppelreversiergerüsts zu einem Großteil erfolgt; Auftragsvergabe für Glüh-Isolierlinie in Bochum ebenfalls erfolgt

Marine Systems

MARINE SYSTEMS IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
Veränderung
in %
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 242 664 174 133 405 204
Umsatz Mio € 811 1.054 30 424 689 63
EBITDA Mio € 28 40 44 13 19 45
EBIT Mio € 0 8 ++ – 1 3 ++
Bereinigtes EBIT1) Mio € 4 7 107 3 2 – 19
Bereinigte-EBIT-Marge % 0,4 0,7 0,7 0,3
Investitionen Mio € 32 46 47 19 10 – 49
Mitarbeiter (31.03.) 6.165 6.466 5 6.165 6.466 5

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang

■ Signifikant über Vorjahr aufgrund eines Auftragseinganges der italienischen Marine im Unterwasserbereich im März, weitere kleinere Auftragseingänge im Bereich Wartung und Service sowie realisierte Auftragserweiterungen im Überwasserbereich

Umsatz

■ Signifikant über Vorjahr i. W. durch die Übergabe der dritten Fregatte F125 im März an die deutsche Marine

Bereinigtes EBIT

  • Leicht unter Vorjahr, einige Bestandsaufträge weiterhin mit schwachen Gewinnmargen; Performance Programm sichert Margen bei Neugeschäften ab und stärkt Bestandsaufträge
  • Planmäßige Maßnahmenrealisierung und -erhärtung im Performance Programm im Rahmen der Einkaufs- und Projektabwicklung
  • Verringerung der Verwaltungskosten-Quote aufgrund Reduktion von Sach- und Personalkosten in den kfm. und administrativen Funktionen bei stabiler Umsatzentwicklung

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ Keine nennenswerten Sondervorgänge

Investitionen

■ Fortsetzung der Werftmodernisierung am Standort Kiel; Vertrag zum Bau einer neuen Schiffbauhalle mit Generalunternehmer unterzeichnet

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020/2021 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

Multi Tracks

MULTI TRACKS IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
Veränderung
in %
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 2.597 2.785 7 1.268 1.360 7
Umsatz Mio € 2.937 2.622 – 11 1.495 1.422 – 5
EBITDA Mio € – 187 – 258 – 38 – 77 – 98 – 28
EBIT Mio € – 254 – 317 – 25 – 110 – 133 – 21
Bereinigtes EBIT1) Mio € – 192 – 191 1 – 100 – 80 20
Bereinigte-EBIT-Marge % – 6,5 – 7,3 – 6,7 – 5,6
Investitionen Mio € 56 50 – 12 27 24 – 12
Mitarbeiter (31.03.) 19.293 18.305 – 5 19.293 18.305 – 5

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang

  • Trotz pandemiebedingt schwierigem Marktumfeld über Vorjahr
  • Edelstahlgeschäft mit anhaltend guter Nachfrage; Anlagenbau und Automation Engineering über Vorjahr und somit nach etwas schwächerem Vorquartal im 1. Halbjahr in Summe leicht über Vorjahr
  • Heavy Plate: Entscheidung zur Schließung führt zu planmäßigem Rückgang im Auftragseingang

Umsatz

  • Trotz pandemiebedingt schwierigem Marktumfeld nur leicht unter Vorjahr bei heterogener Entwicklung in den Gesellschaften
  • Anlagenbau: Gesunkener Umsatz durch Konzentration auf attraktivere Marktsegmente und Zurückhaltung der Kunden bei Großauftragsvergaben im Neuanlagengeschäft; eingeleitete strukturelle Anpassungsmaßnahmen in allen Geschäfts- und Zentralbereichen erweisen sich als notwendig und richtig
  • Heavy Plate: Abwicklung vorhandener Aufträge ohne neue Auftragseingänge führt zu planmäßigem Rückgang
  • Automation Engineering: Rückgang durch geringeren Auftragseingang der Vorperioden bedingt
  • Edelstahl: höhere und stabile Abrufmengen

Bereinigtes EBIT

  • Deutliche Verbesserung des Ergebnisses bei heterogener Entwicklung im Portfolio
  • Steigerung des Ergebnisses i.W. bei Springs & Stabilizers, Automation Engineering, Mining, Heavy Plate
  • Edelstahl: Ergebnisbelastung durch marktbedingte Entwicklungen auf der Preis- und Kostenseite
  • Rund 640 Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen mit Schwerpunkt im laufenden Geschäftsjahr in Deutschland bei Chemieanlagen, Mining, Cement, Springs & Stabilizers, Automation Engineering wirken in nahezu allen Einheiten deutlich verlustreduzierend: Reduzierung von rd. 1400 Mitarbeitern im Anlagenbau, Automation Engineering und Heavy Plate (ggü. Vorjahr); Personalabbau bei Springs & Stabilizers erfolgt primär ab dem zweiten Halbjahr; diesbezügliche Vereinbarungen mit den Mitbestimmungsgremien sind erzielt und entsprechende Rückstellungen bereits gebildet

■ Portfolio: Stillsetzung Heavy Plate in fortgeschrittener Umsetzungsphase; Standortschließungen in Deutschland eingeleitet (Automobilgeschäfte); hohe und weiter zunehmende Dynamik bei Projektanfragen im Wasserstoffbereich; Skalierung des Geschäfts wird mit Hochdruck vorangetrieben

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ i.W. Bildung von Restrukturierungsrückstellungen bei Mining und beim Chemieanlagenbau

Investitionen

■ Fortlaufende Investitionen in die Erweiterung des Technologie-Portfolios zur Absicherung der Marktposition sowie Substanzerhalt

Corporate Headquarters

Bereinigtes EBIT

■ Kosteneinsparungen im Verwaltungsbereich bei den Group Functions und den Regional Platforms

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ Projektaufwand im Zusammenhang mit M & A-Transaktionen

Investitionen

■ Keine wesentlichen Investitionsauszahlungen

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

  • Umsatzerlöse der fortgeführten Aktivitäten gegenüber Vorjahr nahezu unverändert, im Berichtsquartal dagegen um 4% über Vorjahr; insgesamt wesentliche Abnahme der Umsatzkosten der fortgeführten Aktivitäten insb. wegen niedrigerer planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bei langfristigen Vermögenswerten, dagegen im Berichtsquartal trotz Umsatzzunahme insgesamt leicht verringerte Umsatzkosten durch deutlich verringerte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bei gleichzeitig v.a. im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen überproportional gestiegenen Personalaufwendungen; Verbesserung der Brutto-Umsatzmarge auf 12,0% (Vorjahr: 8,5%), im Berichtsquartal auf 12,2% (Vorjahr: 7,7%)
  • Rückgang der Vertriebskosten der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich als Folge geringerer Personalaufwendungen, auch im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen; teilweise kompensiert durch höhere verkaufsbedingte Fracht-, Versicherungs- und Zollaufwendungen
  • Deutliche Verminderung der allgemeinen Verwaltungskosten der fortgeführten Aktivitäten insb. als Folge wesentlich geringerer Personalaufwendungen, hauptsächlich verstärkt durch rückläufige IT-, Abschreibungs- und Beratungsaufwendungen
  • Erhöhung der sonstigen Erträge der fortgeführten Aktivitäten durch gestiegene Versicherungsentschädigungen sowie höhere Zuschüsse insb. der öffentlichen Hand in Deutschland im Zusammenhang mit der Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen bei Kurzarbeit beeinflusst

Finanzergebnis

■ Insgesamt rückläufiges Finanzergebnis der fortgeführten Aktivitäten insb. beeinflusst durch vermindertes Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen der fortgeführten Aktivitäten als Folge der im Berichtshalbjahr erfassten anteiligen Verluste der Elevator-Rückbeteiligung; gleichzeitig gegenläufige Effekte aus gesunkenen Zinsaufwendungen für Finanzschulden sowie im Berichtshalbjahr erfasster Erträge aus der Folgebewertung des im Zusammenhang mit der Elevator-Rückbeteiligung erworbenen zinslosen Darlehens

Ergebnis je Aktie

  • Periodenfehlbetrag um 997 Mio € auf 313 Mio € sehr stark vermindert; hierin enthalten auch der Wegfall der Vorjahresverluste der nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) von 180 Mio € als Folge der im Juli 2020 abgeschlossenen Elevator-Transaktion
  • Verlust je Aktie entsprechend um 1,55 € auf 0,57 € verringert

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

■ Negativer, aber deutlich verbesserter Operating Cashflow der fortgeführten Aktivitäten insb. aufgrund erhöhter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenläufig als Folge der positiven Geschäftsentwicklung gestiegener Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; gleichzeitig auf einen Gewinn stark verbessertes Periodenergebnis der fortgeführten Aktivitäten vor Abschreibungen

Cashflow aus Investitionstätigkeit

  • Investitionen insgesamt unter Vorjahr, i.W. durch niedrigere Investitionen bei Automotive Technology
  • Desinvestitionseinzahlungen stark über Vorjahr hauptsächlich als Folge des Abbaus von Termingeldern mit ursprünglicher Laufzeit größer 90 Tage im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

■ Stark gesunkener Cashflow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich aufgrund der im Berichtshalbjahr erfolgten vorzeitigen Tilgung einer Anleihe sowie der insgesamt im Vergleich zum Vorjahr sehr stark verminderten Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten; im Vorjahr hohe Aufnahme von Finanzschulden

Free Cashflow und Netto-Finanzguthaben /-schulden

Mio € 1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
Veränderung 2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Veränderung
Operating Cashflow – fortgeführte Aktivitäten (Kapitalflussrechnung) – 2.168 – 209 1.958 – 58 – 474 – 415
Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten (Kapitalflussrechnung) – 621 306 927 – 331 – 293 38
Free Cashflow – fortgeführte Aktivitäten (FCF)1) – 2.788 97 2.885 – 390 – 767 – 377
–/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M & A-Transaktionen 62 72 10 51 43 – 9
Anpassung w/IFRS 16 – 48 – 37 11 – 29 – 26 3
Anpassung w/Termingelder 0 – 850 – 850 0 0 0
Free Cashflow vor M & A – fortgeführte Aktivitäten (FCF vor M & A)1) – 2.774 – 718 2.056 – 367 – 750 – 383
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten1) 89 0 – 89 158 0 – 158
Free Cashflow vor M & A – insgesamt (FCF vor M & A) – 2.685 – 718 1.967 – 209 – 750 – 541

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M & A

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

  • FCF vor M & A der fortgeführten Aktivitäten mit deutlicher Verbesserung gegenüber Vorjahr i.W. durch gestiegenes Bereinigtes EBIT und positive Effekte aus der Normalisierung des Umlaufvermögens; 2. Quartal aufgrund von markterholungsbedingtem Aufbau des Umlaufvermögens unter Vorjahresquartal
  • Rückgang Netto-Finanzguthaben zum 31. März 2021 im Vergleich zum 30. September 2020 i.W. aufgrund des negativen FCF vor M & A auf 4,2 Mrd €
  • Freie Liquidität von 11,3 Mrd € (9,8 Mrd € flüssige Mittel und 1,5 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien)
  • Commercial-Paper-Programm mit einem maximalen Emissionsvolumen von 3,0 Mrd € zum 31. März 2021 nicht in Anspruch genommen

  • Anleihe über 850 Mio € mit Fälligkeit 8. März 2021 wurde unter Beachtung einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit gemäß Emissionsbedingungen vorzeitig am 8. Dezember 2020 zurückgezahlt

  • Rückzahlung Schuldscheindarlehen über 130 Mio € mit Fälligkeit 11. März 2021

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB- B negative
Moody's B1 not Prime stable
Fitch BB- B stable
  • Die Ratingagentur Standard & Poor's hat im Januar 2021 den Ausblick für das BB- Rating von "stable" auf "negative" gesetzt.
  • Die Ratingagentur Moody's hat im März 2021 den Ausblick für das B1 Rating von "developing" auf "stable" gesetzt.

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

  • Insgesamt geringer Rückgang der immateriellen Vermögenswerte insb. als Folge von über den Zugängen liegenden Abschreibungen
  • Sachanlagen v.a. wegen der unter den Zugängen liegenden Abschreibungen insgesamt leicht erhöht
  • Abnahme der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sowie Zunahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i. W. jeweils als Folge der Fortschreibung der Elevator-Rückbeteiligung
  • Erhöhung der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte nahezu vollständig durch gestiegene geleistete Anzahlungen im Zusammenhang mit Sachanlagen

Kurzfristige Vermögenswerte

  • Anstieg der Vorräte insb. im Segment Steel Europe sowie bei den Automobilgeschäften
  • Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen v.a. bei den Werkstoffgeschäften in den Segmenten Materials Services und Steel Europe sowie bei den Komponentengeschäften im Segment Industrial Components
  • Insgesamt Abnahme der Vertragsvermögenswerte hauptsächlich im Zusammenhang mit der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Anlagenbaugeschäft des Segments Multi Tracks verbunden mit gegenläufigen Effekten aus der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Marinegeschäft
  • Zunahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i.W. als Folge der Derivatebilanzierung
  • Anstieg der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte insb. durch gestiegene Ansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern
  • Insgesamt deutliche Abnahme der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder i.W. als Folge der vorzeitigen Rückzahlung einer ursprünglich im März 2021 fälligen Anleihe Anfang Dezember 2020, der Investitionsauszahlungen der fortgeführten Aktivitäten sowie des negativen Operating Cashflow der fortgeführten Aktivitäten

Eigenkapital

■ Anstieg im Vergleich zum 30. September 2020 hauptsächlich durch im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, aus der Währungsumrechnung sowie aus Cashflow-Hedges; gegenläufiger Effekt durch den Periodenfehlbetrag im Berichtshalbjahr

Langfristige Verbindlichkeiten

  • Abnahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen v.a. durch die aus der Neubewertung der Pensionen resultierenden Gewinne i.W. als Folge der gestiegenen Pensionszinssätze
  • Erhöhung der sonstigen Rückstellungen überwiegend als Folge eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen
  • Abnahme der Finanzschulden insb. durch Umgliederungen einer im März 2022 fälligen Anleihe und eines im Dezember 2021 fälligen Schuldscheindarlehens in kurzfristige Finanzschulden

Kurzfristige Verbindlichkeiten

  • Anstieg Finanzschulden hauptsächlich durch die erwähnten Umgliederungen einer Anleihe und eines Schuldscheindarlehens aus den langfristigen Finanzschulden; gegenläufig die im Dezember 2020 erfolgte vorzeitige Rückzahlung einer ursprünglich im März 2021 fälligen Anleihe
  • Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen v.a. bei den Werkstoffgeschäften in den Segmenten Materials Services und Steel Europe
  • Abnahme der Vertragsverbindlichkeiten insb. durch die Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Anlagenbaugeschäft des Segments Multi Tracks sowie im Marinegeschäft
  • Anstieg der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten überwiegend als Folge erhöhter Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern

Compliance

  • Starke Werte als Fundament unserer Zusammenarbeit insb. auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld; verankert in Mission Statement, Code of Conduct und Compliance Commitment
  • Kontinuierliche Implementierung und Weiterentwicklung des thyssenkrupp Compliance Management Systems in unseren Compliance Kernbereichen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz, Geldwäsche und Außenwirtschaftsrecht
  • Enge Einbindung von Compliance in diverse M & A-Aktivitäten, um bei den verschiedenen kartellrechtlichen Fragestellungen zu beraten
  • Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2019 / 2020 und auf der Website www.thyssenkrupp.com

Mitarbeiter

  • Weltweit 102.306 Mitarbeiter zum 31. März 2021 in den fortgeführten Aktivitäten in der Gruppe; das entspricht einem Rückgang um 1.292 Mitarbeiter oder 1,2% gegenüber dem 30. September 2020 und einem Rückgang um 5.217 Mitarbeiter oder 4,9% gegenüber dem 31. März 2020 in den fortgeführten Aktivitäten (inkl. der nicht fortgeführten Aktivitäten = Rückgang um 57.784 Mitarbeiter oder 36,1% zum 31. März 2020)
  • Im Rahmen der weltweiten Ausbreitung der Corona-Pandemie berät und unterstützt die globale Organisation für Arbeitssicherheit und Gesundheit (OSH) den thyssenkrupp Vorstand mit Fachexperten und einer betrieblichen Krisenorganisation, um die Mitarbeiter bestmöglich zu schützen und die negativen Auswirkungen für die Geschäfte zu begrenzen
  • Nähere Informationen zu den Mitarbeitern bei thyssenkrupp können dem Geschäftsbericht 2019 / 2020 oder der Website www.thyssenkrupp.com entnommen werden

Technologie und Innovationen

Klimaschutz

Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich auf die großen technologischen Herausforderungen der Zukunft. Schwerpunkte sind die digitale Transformation der Industrie, Klimawandel und Energiewende sowie moderne Mobilitätslösungen.

  • Grüner Stahl
  • Konzept für grüne Transformation der Stahlherstellung steht
  • Erste Versuchsphase zum Einsatz von Wasserstoff im Hochofen bei Steel Europe erfolgreich abgeschlossen
  • Zweite Phase: Zunächst an einer Blasform des Hochofens 9 durchgeführte Versuche zum Ersatz von Kohlenstoff durch Wasserstoff jetzt auf alle 28 Blasformen des Hochofens ausgeweitet
  • Bislang werden durch die Blasformen Kohlenstaub und Heißluft in den Hochofen eingeblasen
  • Ersatz von Kohlenstoff durch Wasserstoff ist Teil der Klimastrategie des Unternehmens
  • Ziel: Reduktion der CO2-Emissionen um 30% bis 2030 und Klimaneutralität bis 2050
  • Alkalische Wasser-Elektrolyse zur Wasserstoffproduktion
  • Projekt "Element One" bei thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers gestartet
  • Ziel: Skalierung und Qualifizierung der bisherigen Modulgröße auf einen 20 MW-Standard, um den Wettbewerbsvorteil in großskaligen Installationen weiter auszubauen
  • Skaleneffekte und Weiterentwicklung des Fertigungsprozesses ermöglichen signifikant reduzierte Kosten bei der Wasserstoffproduktion
  • CO2 arme Zement-Anlagen
  • Bei Cement Technologies neu entwickelte polysius® booster mill ermöglicht verstärkten Einsatz von Verbundstoffen als teilweisen Ersatz für Vormaterial Zementklinker
  • Herkömmliche Herstellung von Klinker äußerst CO2 intensiv (etwa 790 kg CO2 pro t Klinker)
  • Mahlanlage verarbeitet Verbundstoff-Klinker-Gemisch zu homogenem Baustoff in kundenseitig geforderten Feinheitsgraden

Digitalisierung

  • E-Commerce
  • Netzwerk bei Materials Services durch weitere E-Commerce Plattform für Vereinigtes Königreich erweitert
  • "Steelbay Exchange" bietet Kunden rund um die Uhr Zugriff auf breites Werkstoffangebot
  • Weitere Werkstoffanbieter interessiert, ihre Produkte ebenfalls auf Steelbay Exchange zu listen
  • Plattform basiert auf thyssenkrupp inhouse-Technologie
  • Künstliche Intelligenz
  • Ausbau Data Analytics und Künstliche Intelligenz zentral für Optimierung der Leistungen im Werkstoffhandel
  • Automatisierte Simulationen berechnen optimierte Verteilungsrouten für Logistik in Deutschland auf Basis von Millionen historischer Transaktionen
  • Produktionssteigerung um 8% im Vergleich zum Vorjahr allein im deutschen Werkstoffhandel
  • Digitale Prozessautomatisierung
  • Ausweitung mit Hilfe von Lean-Methoden zur Prozessanalyse und Auswahl von Automatisierungstechnologien bei Materials Services

  • Schwerpunkttechnologien unter anderem Optical Character Recognition (OCR) und Robotics Process Automation (RPA)

  • Inzwischen werden jährlich mehrere Millionen Auftragspositionen über OCR-Technologie prozessiert
  • Zunehmender Einsatz von RPA in repetitiven Geschäftsprozessen
  • Digitalisierung im Walzwerk
  • Mittelbandfertigung von Steel Europe überwacht Abkühlprozess von Stahlcoils vor Beizvorgang digital
  • Dadurch Reduzierung der Durchlaufzeiten von 72 auf fünf bis sechs Stunden. Digitalisierter Abkühlprozess ist weiterer Schritt auf dem Weg zur voll vernetzten Fabrik

Mobilität der Zukunft

  • Steer-by-Wire auf dem Weg zur Serienreife
  • Automotive Technology treibt im Lenkungsbereich Entwicklung von Steer-by-Wire Produkten voran
  • Neue Software- und Hardwareentwicklungen machen Lenken ausschließlich über elektrische Signale einfacher, kostengünstiger und sicherer für Massenfertigung und Serieneinsatz
  • Agile Produktentwicklung
  • Aufbau weiterer modularer Forschungsplattformen (Modular Research Plattform) bei Automotive Technology; hierdurch Erweiterung kundennaher Entwicklungsarbeit für Chassis-Komponenten und -Systeme
  • Fahrende Forschungsplattformen ermöglichen flexibles Testen von Bauteilen und Systemen in sehr frühem Entwicklungsstadium, unter Realbedingungen; derzeit drei neue Forschungsplattformen im Aufbau
  • Verbundwerkstoff für Elektromobilität
  • Schalldämpfender Sandwichwerkstoff Bondal (Verbundwerkstoff aus Stahl und Kunststoff) von Steel Europe dämpft Geräuschentwicklung in Elektroantrieben nachhaltig
  • Hochfrequenten Schall verursacht vor allem Inverter, der Gleichstrom aus Batterie in Wechselstrom für Antrieb umrichtet
  • Serienauftrag eines Automobilherstellers liegt vor

Nähere Informationen zu Technologie und Innovationen bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2019 / 2020.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose 2020 / 2021 erneut angehoben

Zu wesentlichen Annahmen und erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vgl. Prognosekapitel sowie Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Wirtschaftsbericht des Geschäftsberichts 2019 / 2020 und des vorliegenden Zwischenlageberichts.

Die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung und die strukturelle Verbesserung unserer Geschäfte wird weiter vorangetrieben. Mit der Strukturierung des Portfolios Ende Mai 2020 wurde ein klarer Fokus auf das industrielle Portfolio und Geschäftsmodelle, wettbewerbsfähige Profitabilität und Cashflow der Geschäfte gelegt. Ein Teil der Erlöse aus der Elevator-Transaktion soll weiterhin selektiv dort für die Restrukturierung und Weiterentwicklung der Geschäfte eingesetzt werden, wo entsprechende attraktive Zielrenditen erreicht werden können. Weiterhin sollen Finanzverbindlichkeiten entlang ihres Fälligkeitenprofils zurückgezahlt werden. Angesichts der derzeitigen pandemiebedingt unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage werden wir uns bei der genauen Aufteilung der Mittelverwendung aber unverändert größtmögliche Flexibilität bewahren.

Für 2021 unterstellen wir bislang als Grundannahme ein deutliches Wachstum auf globaler Ebene. Hierbei dürfte im Jahresverlauf – je nach Pandemie-Geschehen – in einigen Ländern (z. B. USA) bereits das Vorkrisenniveau erreicht bzw. übertroffen werden; in anderen Ländern, die stark vom Infektionsgeschehen und auch aufgrund ihrer Wirtschaftsstruktur besonders betroffen sind, dürfte dies erst im kommenden Jahr oder später erreicht werden.

Vor diesem Hintergrund werden wir im laufenden Geschäftsjahr den Schwerpunkt weiter auf die Restrukturierung und strukturelle Verbesserung unserer Geschäfte legen, aber auch gezielt Wachstumsinitiativen weiter fortsetzen. Alle Ziele sind konsequent mit konkreten Maßnahmenplänen zu hinterlegen. Zudem werden wir "best owner"-Konzepte bei Multi Tracks in Richtung eines Abschlusses entwickeln. Daneben werden wir auch weiterhin mit ggfs. kurzfristigen Maßnahmen den Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenwirken.

Die wesentlichen Annahmen zu unseren Märkten, die unserer Prognose zugrunde liegen, finden Sie im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld". Die entsprechenden Chancen und Risiken im anschließenden "Chancen und Risikobericht".

Erwartung 2020/ 2021

Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einer weiter anhaltenden wirtschaftlichen Erholung sowie der strukturellen Verbesserung unserer Geschäfte aus. Aufgrund der positiven Entwicklung im 1. Halbjahr sowie deren Fortsetzung im 2. Halbjahr bei gedämpfter Dynamik, heben wir unsere Prognose in entsprechenden Bandbreiten erneut an.

Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 wurde die Definition für das Bereinigte EBIT dahingehend angepasst, dass eine engere Definition der Sondereffekte erfolgt, wonach nur noch Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungsaufwendungen bzw. Erträge aus Zuschreibungen sowie Veräußerungsgewinne bzw. -verluste bereinigt werden. Auch hier wurde der Ausweis der Vorjahresperiode entsprechend angepasst.

Zur Berücksichtigung der daraus entstehenden Effekte, sowie der neuen Gruppenstruktur mit dem Segment Multi Tracks, wurden die Referenzwerte für das Vorjahr für den Umsatz der einzelnen Segmente sowie das Bereinigte EBIT der Gruppe sowie der Segmente pro-forma ermittelt.

Die Prognose sowie die Referenzwerte des Vorjahres beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten, sofern nicht ausdrücklich auf die Gruppe bezogen.

Die Prognose unterstellt keine Effekte aus möglichen Portfoliomaßnahmen.

Der Umsatzprognose liegen die im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" angegebenen Marktprognosen zugrunde.

Der Umsatz wird voraussichtlich – insb. in Abhängigkeit der auch vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie bestimmten Erholung der Märkte unserer Geschäfte mit Stahl und Werkstoffen sowie Komponenten für Automobile und Nutzfahrzeuge – im niedrigen 2-stelligen Prozentbereich wachsen, jedoch noch deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie bleiben (Vorjahr: 28,9 Mrd €).

Für das Bereinigte EBIT prognostizieren wir infolge der erwarteten Verbesserungen in allen Segmenten eine signifikante Steigerung hin zu einem positiven Ergebnis in Höhe eines mittleren 3-stelligen Millionen-€-Betrags. (Vorjahr: pro forma –1,8 Mrd €). Diese Verbesserungen erfolgen i.W. aufgrund deutlicher struktureller Fortschritte in allen Geschäften sowie in Abhängigkeit der stark von der Marktentwicklung bedingten Umsatzentwicklung. Dabei wird ausschließlich Multi Tracks einen Verlust beitragen, der im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr: pro forma -593 Mio €) ausfallen wird.

  • Bei Materials Services erwarten wir eine signifikante Verbesserung des Bereinigten EBITs auf einen wieder deutlich positiven Wert im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr: pro forma -85 Mio €). Neben strukturellen Verbesserungen und Wegfall belastender Einmaleffekte unterstützen Preiseffekte bei deutlich steigenden Mengen, ausgehend von einem niedrigen Niveau. Eine Rückkehr der Mengen zum Vorkrisenniveau sollte sich jedoch erst in den Folgejahren wieder einstellen.
  • Bei Industrial Components erwarten wir insgesamt einen Umsatzanstieg im niedrigen 2-stelligen Prozentbereich sowie ein deutlich höheres Bereinigtes EBIT im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr, Umsatz: 2,1 Mrd €, pro forma Bereinigtes EBIT: 139 Mio €).

Unterstützend wirken dabei im Schmiedegeschäft die Markterholung sowie Kostensenkungen und bei den Großwälzlagern die gute Nachfrage seitens Windenergie.

  • Bei Automotive Technology erwarten wir, bei einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich (Vorjahr: pro forma 4,1 Mrd €), eine deutliche Erholung des Bereinigten EBIT auf einen wieder signifikant positiven Wert im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr: pro forma –166 Mio €). Dies folgt i. W. aus Markterholung sowie dem steigenden Beitrag der neuen Werke und Projekte auch im Zuge höherer Auslastungen, fortgesetzten Effizienzmaßnahmen sowie geringerer planmäßiger Abschreibungen.
  • Bei Steel Europe erwarten wir infolge des deutlich verbesserten Marktumfeldes eine signifikante Verbesserung des Bereinigten EBITs auf ein wieder positives Ergebnis im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-€-Betrag (Vorjahr: pro forma –820 Mio €). Dies resultiert aus strukturellen Verbesserungen infolge der Umsetzung der Strategie 20-30, geringeren planmäßigen Abschreibungen sowie einer deutlichen Mengenerholung, ausgehend von einem niedrigen Niveau, und auch abhängig von der Entwicklung der Rohstoffkosten. Eine Rückkehr der Mengen zum Vorkrisenniveau sollte sich jedoch erst in den Folgejahren wieder einstellen.
  • Bei Marine Systems erwarten wir, bei einem deutlichen Umsatzanstieg, ein höheres Bereinigtes EBIT (Vorjahr, Umsatz: 1,8 Mrd €, pro forma Bereinigtes EBIT: 20 Mio €). Dabei unterstützen auch höhere Ergebnisbeiträge der neuen Projekte und Verbesserung in der Projektabwicklung.
  • Für die unter Multi Tracks zusammengefassten Geschäfte erwarten wir insgesamt eine stabile Umsatzentwicklung (Vorjahr: pro forma 5,5 Mrd €) sowie eine signifikante Verbesserung des Bereinigten EBIT auf einen Verlust im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr: pro forma Bereinigtes EBIT –593 Mio €).
  • Wesentlicher Treiber der erwarteten Ergebnisverbesserung sind dabei der Anlagenbau (Vorjahr: pro forma –250 Mio €) und das Edelstahlwerk (AST, Vorjahr: pro-forma –78 Mio €). Teils gegenläufig wirkt das Ergebnis von Heavy Plate aufgrund von Belastungen im Zusammenhang mit der bis Ende dieses Geschäftsjahres vorgesehenen Schließung des Grobblechwerkes.
  • Für Corporate Headquarters werden wir den Umbau hin zu einer effizienteren Holding-Struktur weiter vorantreiben und rechnen im Geschäftsjahr mit weiter geringeren Kosten bzw. einer Verbesserung des Bereinigten EBIT im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich (Vorjahr: pro forma Bereinigtes EBIT –221 Mio €).

Im Zuge der Umsetzung der strukturellen Verbesserung erwarten wir aus den erforderlichen Restrukturierungen Aufwendungen (Sondereffekte) in Höhe eines mittleren 3-stelligen Millionen-€- Betrags.

Trotz der deutlichen Verbesserungen erwarten wir einen Jahresfehlbetrag der Gruppe von bis zu einem mittleren 3-stelligen Millionen-€-Betrag (Vorjahr: –5,5 Mrd €).

Die Investitionen werden sich voraussichtlich über Vorjahresniveau bewegen (Vorjahr: 1.440 Mio €). Höhere Investitionen bei Steel Europe im Zusammenhang mit der Stahlstrategie 20-30 bei in Summe weitgehend stabilen Investitionen in den übrigen Geschäften. Die Freigabe der Investitionen wird dabei, insb. infolge des unsicheren Umfeldes, restriktiv und schrittweise erfolgen.

Der Free Cashflow vor M & A wird sich signifikant verbessern und in Richtung –1 Mrd € bewegen (Vorjahr: –5,5 Mrd €). Diese Entwicklung ist abhängig von der Ergebnisverbesserung in allen Segmenten, dem – gegenläufig wirkenden – im Zuge des Umsatzwachstums erforderlichen und von der Preisentwicklung der Rohstoffe abhängigen Aufbau des Nettoumlaufvermögens, den Auszahlungen für Restrukturierungen im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-€-Bereich, der Höhe der über den Abschreibungen liegenden Investitionen sowie Zuflüssen des Auftragseingangs und Zahlungsprofils im Projektgeschäft (i. W. Multi Tracks, Marine Systems).

Der tkVA der Gruppe wird unter Vorjahr und negativ erwartet (Vorjahr, Gruppe: 9,1 Mrd €). Das Vorjahr profitierte erheblich von der Aufzugstransaktion.

Die Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen werden wir – auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Vertretbarkeit – bei der Erarbeitung unseres Dividendenvorschlags an die Hauptversammlung einbeziehen.

Chancen und Risiken

Chancen

  • Detaillierte Ausführungen zu den Chancen gemäß Geschäftsbericht 2019 / 2020 weiterhin gültig
  • Chancen aus konsequenter Umsetzung der Transformation hin zu einer leistungsstarken "Group of Companies": Performance-Kultur, strategische Portfolio-Entscheidungen
  • Chancen aus umfassendem Technologie-Know-how unter einer starken Dachmarke "thyssenkrupp": Marktchancen bei passgenauen technologischen und wettbewerbsfähigen Lösungen
  • Chancen durch Umsetzung unserer Wasserstoffstrategie

Risiken

  • Keine bestandsgefährdenden Risiken; detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2019 / 2020 weiterhin gültig
  • Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie insb. beim Tempo der Durchimpfung und aufgrund möglicher neuer Virus-Mutationen sowie erneuter Lockdown-Maßnahmen; dynamisches Infektionsgeschehen in für uns wichtigen Regionen; Wachstumsrisiken für die Weltwirtschaft und in für thyssenkrupp relevanten Märkten
  • Weitere konjunkturelle Risiken: Ungewissheit über die Entwicklung weiterer handelspolitischer Konflikte und geopolitischer Krisenherde, mögliche Wachstumsabschwächung in China, Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas insb. auch als Folge der zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Abschwächung der Pandemie-Folgen, volatile Material- und Rohstoffkosten
  • Risiken durch temporäre Effizienzverluste in der Produktion infolge von Restrukturierungen im Rahmen unserer Unternehmens-Transformation
  • Risiken von Kosten- und Terminüberschreitungen im Rahmen der Abwicklung von Großaufträgen
  • Risiken aus Angriffen auf die IT-Infrastruktur; Gegenmaßnahme: Weiterer kontinuierlicher Ausbau von Informationssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnologien

Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe

  • 33 thyssenkrupp-Gruppe Bilanz
  • 35 thyssenkrupp-Gruppe Gewinn- und Verlustrechnung
  • 36 thyssenkrupp-Gruppe Gesamtergebnisrechnung
  • 38 thyssenkrupp-Gruppe Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 40 thyssenkrupp-Gruppe Kapitalflussrechnung
  • 42 thyssenkrupp-Gruppe Verkürzter Anhang
  • 61 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
  • 62 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

thyssenkrupp-Gruppe – Bilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.09.2020 31.03.2021
Immaterielle Vermögenswerte 2.075 2.050
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 6.319 6.340
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 722 690
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 658 700
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 230 350
Aktive latente Steuern 497 485
Langfristige Vermögenswerte 10.501 10.615
Vorräte 5.922 6.480
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.833 5.372
Vertragsvermögenswerte 1.575 1.535
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 535 722
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.414 1.533
Laufende Ertragsteueransprüche 162 136
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder 11.547 9.742
Kurzfristige Vermögenswerte 25.989 25.520
Summe Vermögenswerte 36.490 36.134

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020/2021 Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Bilanz

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.09.2020 31.03.2021
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664
Gewinnrücklagen 1.472 1.427
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 80 291
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 9.810 9.976
Nicht beherrschende Anteile 364 439
Eigenkapital 10.174 10.414
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 03 8.560 8.151
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 289 294
Sonstige Rückstellungen 04 507 614
Passive latente Steuern 58 111
Finanzschulden 05 5.303 3.916
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 96 64
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 6 3
Langfristige Verbindlichkeiten 14.819 13.153
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 156 163
Sonstige Rückstellungen 04 1.188 1.170
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 166 158
Finanzschulden 05 1.199 1.606
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.475 4.323
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 665 590
Vertragsverbindlichkeiten 3.073 2.726
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.575 1.830
Kurzfristige Verbindlichkeiten 11.497 12.567
Verbindlichkeiten 26.316 25.720
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 36.490 36.134

thyssenkrupp-Gruppe – Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Umsatzerlöse 08, 09 15.876 15.899 8.247 8.577
Umsatzkosten – 14.529 – 13.996 – 7.615 – 7.532
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.347 1.902 632 1.045
Forschungs- und Entwicklungskosten – 125 – 111 – 65 – 60
Vertriebskosten – 1.135 – 1.113 – 580 – 584
Allgemeine Verwaltungskosten – 1.000 – 840 – 542 – 492
Sonstige Erträge 10 98 160 29 60
Sonstige Aufwendungen – 50 – 50 – 25 – 36
Sonstige Gewinne und Verluste 1 14 – 9 3
Betriebliches Ergebnis – 864 – 38 – 561 – 63
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
11 6 – 42 2 9
Finanzierungserträge 703 367 505 156
Finanzierungsaufwendungen – 858 – 489 – 576 – 214
Finanzergebnis – 149 – 164 – 69 – 49
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) – 1.012 – 202 – 630 – 112
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 117 – 95 – 58 – 63
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 1.130 – 297 – 688 – 175
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten
(nach Steuern)
02 – 180 – 16 – 258 – 12
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 1.310 – 313 – 946 – 187
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG – 1.320 – 356 – 948 – 211
Nicht beherrschende Anteile 10 43 2 24
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 1.310 – 313 – 946 – 187
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 12
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
–1,83 – 0,55 – 1,11 – 0,32
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
–2,12 – 0,57 – 1,52 – 0,34

thyssenkrupp-Gruppe – Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 1.310 – 313 – 946 – 187
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das
Periodenergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen
Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 835 355 584 521
Steuereffekt – 290 – 21 – 223 – 15
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen
Verpflichtungen, insgesamt
545 335 361 506
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 0 5 0 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 0 5 0 0
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungen entfällt
0 – 1 0 – 1
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig
nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden
545 339 361 505
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis
umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 191 58 – 102 141
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 01) 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt – 191 58 – 102 141
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 1 5 1 3
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 0 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 1 5 1 3
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Wertminderungen Finanzinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 2 – 2 – 2 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste 1 – 1 1 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt – 1 – 2 – 1 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 90 196 – 70 28
Realisierte (Gewinne)/Verluste 1 3 – 2 14
Steuereffekt 25 – 43 18 2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt – 64 155 – 55 45

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020/2021 Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungen entfällt
0 12 0 – 16
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in
das Periodenergebnis umgegliedert werden können
– 256 228 – 156 173
Sonstiges Ergebnis 290 566 204 678
Gesamtergebnis – 1.020 254 – 741 491
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG – 1.002 188 – 719 459
Nicht beherrschende Anteile – 18 66 – 23 32
Der den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Anteil am
Gesamtergebnis teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten – 760 204 – 419 471
Nicht fortgeführte Aktivitäten – 242 – 16 – 300 – 12

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

1) Die Aufteilung der realisierten bzw. unrealisierten Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung wurde angepasst.

thyssenkrupp-Gruppe – Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG

Mio €,
mit Ausnahme der Aktienanzahl
Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand am 30.09.2019 622.531.741 1.594 6.664 – 6.859
Anpassung aus der Erstanwendung von IFRS 16 – 1
Stand am 1.10.2019 622.531.741 1.594 6.664 – 6.860
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 1.320
Sonstiges Ergebnis 545
Gesamtergebnis – 775
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen 5
Stand am 31.03.2020 622.531.741 1.594 6.664 – 7.629
Stand am 30.09.2020 622.531.741 1.594 6.664 1.472
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 356
Sonstiges Ergebnis 333
Gesamtergebnis – 23
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Anteilsveränderungen bei bereits konsolidierten Gesellschaften – 7
Sonstige Veränderungen – 16
Stand am 31.03.2021 622.531.741 1.594 6.664 1.427

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020/2021

Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG

Cashflow-Hedges
Unterschieds
betrag aus der
Währungs
umrechnung
Marktbewertung
Fremdkapital
instrumente
Marktbewertung
Eigenkapital
instrumente
Wertminderungen
Finanzinstrumente
Designierte
Risikokomponente
Kosten der
Absicherung
Anteil der auf nach
der Equity-Methode
bilanzierte
Beteiligungen
entfällt
Insgesamt Nicht
beherrschende
Anteile
Eigenkapital
187 7 0 46 68 – 1 43 1.751 469 2.220
– 1 0 – 1
187 7 46 68 – 1 43 1.750 469 2.219
– 1.320 10 – 1.310
– 164 0 – 1 – 62 – 1 0 318 – 28 290
– 164 0 – 1 – 62 – 1 0 – 1.002 – 18 – 1.020
0 – 15 – 15
5 – 15 – 10
24 8 0 46 6 – 2 43 753 422 1.174
– 93 6 2 42 84 – 1 40 9.810 364 10.174
– 356 43 – 313
53 3 5 – 2 140 1 12 544 22 566
53 3 5 – 2 140 1 12 188 66 254
0 – 10 – 10
– 7 4 – 3
– 16 16 0
– 40 9 7 40 223 0 52 9.976 439 10.414

thyssenkrupp-Gruppe – Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 1.310 – 313 – 946 – 187
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum
Operating Cashflow:
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 180 16 258 12
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 60 4 21 14
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 735 473 425 243
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte 0 – 34 0 – 16
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen,
soweit nicht zahlungswirksam
– 6 42 – 2 – 9
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 7 – 20 3 – 7
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus
Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
– Vorräte – 62 – 542 488 – 317
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14 – 515 – 290 – 762
– Vertragsvermögenswerte – 294 46 – 166 – 254
– Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 103 – 50 – 19 – 35
– Sonstige Rückstellungen – 319 98 39 199
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 1.354 818 67 609
– Vertragsverbindlichkeiten 532 – 46 288 – 54
– Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit – 234 – 187 – 226 91
Operating Cashflow – fortgeführte Aktivitäten – 2.168 – 209 – 58 – 474
Operating Cashflow – nicht fortgeführte Aktivitäten 187 – 3 209 – 3
Operating Cashflow – 1.981 – 212 151 – 476
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in
langfristige finanzielle Vermögenswerte
– 3 – 2 – 2 0
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich
übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
0 – 37 0 – 2
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und
in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
– 578 – 548 – 296 – 317
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter
Anzahlungen)
– 32 – 15 – 19 – 9
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich
abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
– 32 – 1 – 19 – 1
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 23 59 5 36
Desinvestitionen von Termingeldern 0 850 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten – 621 306 – 331 – 293
Cashflow aus Investitionstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten – 67 0 – 35 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 688 306 – 366 – 293

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020/2021 Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Tilgung von Anleihen 0 – 850 0 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.598 153 1.542 121
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 1.008 – 102 – 492 – 13
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen – 66 – 69 – 34 – 36
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 59 – 138 – 207 – 128
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile – 15 – 10 – 3 – 2
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften 0 – 3 0 – 3
Finanzierung nicht fortgeführter Aktivitäten 182 – 3 205 – 3
Sonstige Finanzierungsvorgänge 10 – 36 – 95 – 46
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten 1.761 – 1.059 915 – 109
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten – 229 3 – 224 3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.532 – 1.056 692 – 107
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
– 1.137 – 962 476 – 876
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
– 52 7 – 38 7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 3.706 10.697 2.079 10.611
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 2.517 9.742 2.517 9.742
[davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der nicht fortgeführten
Aktivitäten]
[223] [0] [223] [0]
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow
fortgeführter Aktivitäten enthalten sind:
Zinseinzahlungen 10 4 4 2
Zinsauszahlungen – 158 – 138 – 130 – 111
Erhaltene Dividenden 0 1 0 0
(Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag – 122 – 72 – 64 – 52

thyssenkrupp-Gruppe – Verkürzter Anhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Gruppe") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 7. Mai 2021 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Zwischenabschluss der Gruppe zum 31. März 2021 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Abschlusses der Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Abschlusses der Gruppe unseres Geschäftsberichts 2019 / 2020 veröffentlicht.

Überprüfung der Schätzungen und Beurteilungen im Rahmen der weltweiten Corona-Pandemie

Zur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies gilt insbesondere im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen der derzeitigen weltweiten Corona-Pandemie. Vor diesem Hintergrund wurden die kritischen Sachverhalte Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, aktive latente Steuern sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte (vgl. Anhang-Nr. 07) einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen; hieraus ergaben sich neben den nachfolgend beschriebenen Sachverhalten lediglich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten Wertminderungen. Im 1. Quartal 2020 / 2021 wurde im Segment Multi Tracks bei der Business Unit Infrastructure zwar ein Wertminderungsaufwand von 14 Mio € ermittelt. Der für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevante erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert, der insgesamt 60 Mio € beträgt und zu dessen Bestimmung ein Diskontierungssatz (nach Steuern) von 6,92 % angesetzt wurde. Der so ermittelte Wertminderungsaufwand konnte jedoch aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 nicht erfasst werden. Im 2. Quartal 2020 / 2021 erfolgte im Segment Multi Tracks bei der thyssenkrupp Carbon Components GmbH aufgrund der geplanten Schließung eine vollständige Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 3 Mio € und der sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 6 Mio €. Der für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevante Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung.

Die Beurteilung der Auswirkungen der fortbestehenden Corona-Pandemie auf die Ertragsaussichten bleibt gegenüber dem 30. September 2020 unverändert. Zwar erfolgten seither insbesondere in Europa Maßnahmenverschärfungen infolge eines erhöhten Infektionsgeschehens und es wurden neuartige, potenziell infektiösere Mutationen des Virus entdeckt. Eine daraus resultierende Beeinträchtigung unserer Produktion und der relevanten Wertschöpfungsketten tritt im Vergleich zur Entwicklung im Vorjahr bislang jedoch nur in deutlich geringerem Ausmaß auf und die daraus erwarteten Effekte im Detail-Planungszeitraum stehen somit weiterhin im Einklang mit der zum 30. September 2020 verwendeten Planung. Die seit dem letzten Abschlussstichtag weltweit erfolgten Impfzulassungen bekräftigen wiederum unsere mittel- und langfristig unterstellten Ertragsaussichten. Für den Automobilsektor als bedeutende Endabnehmerindustrie gehen wir unverändert von einer im Vergleich zu anderen Sektoren langsameren wirtschaftlichen Erholung verbunden mit niedrigeren Wachstumsraten als vor der Corona-Pandemie angenommen aus. Vor dem Hintergrund dieser Beobachtungen und der grundsätzlich positiven Entwicklung des Geschäftsverlaufs im abgelaufenen 1. Halbjahr ergab sich folglich zum 31. März 2021 kein weiterer Wertminderungsbedarf auf Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen.

Bezüglich der Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie auf die aktuelle Geschäftsentwicklung und das wirtschaftliche Umfeld von thyssenkrupp sowie auf die erwartete künftige Entwicklung wird auf die Darstellung im Zwischenlagebericht verwiesen.

01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2020 / 2021 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

  • Änderungen am IFRS Rahmenkonzept: "Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS Standards", Veröffentlichung im März 2018
  • Änderungen an IFRS 3: "Definition of a Business (Amendments to IFRS 3)", Veröffentlichung im Oktober 2018
  • Änderungen an IAS 1 und IAS 8: "Amendments to IAS 1 and IAS 8: Definition of Material", Veröffentlichung im Oktober 2018
  • Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7: "Interest Rate Benchmark Reform", Veröffentlichung im September 2019

Dagegen wendet thyssenkrupp das Wahlrecht der im Mai 2020 veröffentlichten Änderung an IFRS 16 "Leases COVID-19 Related Rent Concessions" nicht an, wonach die Bilanzierung von Zugeständnissen wie Stundung der Mietraten oder Mietpreisnachlässe, die im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Corona Pandemie gewährt werden, vereinfacht erfolgen kann.

02 Nicht fortgeführte Aktivitäten

thyssenkrupp hatte Ende Februar 2020 mit einem Bieterkonsortium um Advent International und Cinven eine Vereinbarung zum vollständigen Verkauf seines Aufzuggeschäfts Elevator Technology unterzeichnet. Nach Freigabe durch die zuständigen Behörden erfolgte der Vollzug der Transaktion (Closing) verbunden mit der Entkonsolidierung von Elevator Technology am 31. Juli 2020. Die Transaktion erfüllte die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis von Elevator Technology als nicht fortgeführte Aktivität. Sie umfasste Elevator Technology und einzelne Einheiten aus Corporate Headquarters. Gemäß IFRS 5 wurden für die nicht fortgeführten Aufzugaktivitäten die Darstellung für das Vorjahresquartal angepasst und alle Aufwendungen und Erträge separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie alle Cashflows separat in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Darüber hinaus müssen die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf stehenden noch anfallenden nachlaufenden Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen werden. Infolge des Ende Juli 2020 erfolgten Verkaufs war in der Bilanz zum 30. September 2020 ein gesonderter Ausweis der auf Elevator Technology entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht mehr erforderlich.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Ergebnisse des 1. Halbjahres 2019 / 2020 sowie des 2. Quartals 2019 / 2020 der bis Ende Juli 2020 als nicht fortgeführte Aktivität klassifizierten Elevator Technology enthalten. Im 1. Halbjahr 2020 / 2021 sowie im 2. Quartal 2020 / 2021 werden hier nachlaufende Aufwendungen ausgewiesen, die aus Verpflichtungen aus dem Vertrag über die Veräußerung der Aufzugaktivitäten im letzten Geschäftsjahr resultieren.

NICHT FORTGEFÜHRTE AUFZUGAKTIVITÄTEN

Mio € 1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Umsatzerlöse 3.905 0 1.861 0
Andere Erträge 30 0 15 0
Aufwendungen – 3.665 – 16 – 1.783 – 12
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 270 – 16 93 – 12
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 450 0 – 351 0
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 180 – 16 – 258 – 12
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 0 0 0 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 0
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 0 0 0 0
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 180 – 16 – 258 – 12
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG – 180 – 16 – 257 – 12
Nicht beherrschende Anteile 0 0 0 0

Im Zuge der Veräußerung des Aufzuggeschäfts Elevator Technology am 31. Juli 2020 hält thyssenkrupp eine Rückbeteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war. Diese Rückbeteiligung setzt sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammen, die wie folgt bilanziert werden:

  • Stammaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Aufgrund des Vorliegens von maßgeblichem Einfluss werden die Stammaktien nach den Vorgaben des IAS 28 als nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung behandelt und ausgewiesen. Die Fortschreibung der Anschaffungskosten nach der Equity-Methode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten.
  • Vorzugsaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Die Vorzugsaktien werden als Eigenkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital (ohne Recycling) erfasst werden.
  • Zinslose Darlehen (Darlehensnehmer: Vertical Topco I S.A., Luxembourg). Die zinslosen Darlehen werden als Fremdkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und ebenfalls in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Ergebniseffekte aus der Folgebewertung in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis in den Finanzierungserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden.

03 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. März 2021 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.09.2020 31.03.2021
Pensionen 8.274 7.805
Altersteilzeit 242 314
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 45 32
Insgesamt 8.560 8.151

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.09.2020 31.03.2021
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
Diskontierungssatz für Pensionen 0,70 1,25 0,83 0,90 1,54 1,05

04 Sonstige Rückstellungen

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2020 um 104 Mio € auf 493 Mio €. Die Zuführungen in Höhe von 220 Mio € betreffen im Wesentlichen die Segmente Steel Europe und Multi Tracks.

05 Finanzschulden

Am 8. Dezember 2020 wurde die Anleihe über 850 Mio € mit Fälligkeit 8. März 2021 unter Beachtung einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit gemäß den Emissionsbedingungen vorzeitig zurückgezahlt. Darüber hinaus erfolgte am 11. März 2021 die Rückzahlung des Schuldscheindarlehens über 130 Mio €.

Das bestehende Commercial-Paper-Programm mit einem maximalen Emissionsvolumen von 3,0 Mrd € war zum 31. März 2021 nicht in Anspruch genommen.

06 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale
Haftungsvolumen
Rückstellung
Mio € 31.03.2021 31.03.2021
Anzahlungsgarantien 44 0
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 95 0
Sonstige Haftungserklärungen 5 1
Insgesamt 144 1

Die thyssenkrupp-Gruppe hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen; diese verringerten sich zum 31. März 2021 im Vergleich zum 30. September 2020 um 103 Mio € auf 119 Mio €. Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen im Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten.

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb der Gruppe beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die im Segment Steel Europe bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2020 sind die Abnahmeverpflichtungen mit rund 1,1 Mrd € nahezu unverändert.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH hat die thyssenkrupp Steel Europe AG wegen der Eigenstromversorgung einzelner Betriebe des Unternehmens für die Kalenderjahre 2016 bis 2019 im Wege der Stufenklage auf Auskunft und Zahlung von EEG-Umlagen und Zinsen in Anspruch genommen. In einem gerichtlichen Verfahren gegen die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) mit ähnlichem Sachverhalt hat die Amprion GmbH für die Kalenderjahre 2014 bis 2019 Stufenklage auf Auskunft und Zahlung von EEG-Umlagen und Zinsen erhoben und der thyssenkrupp Steel Europe GmbH den Streit verkündet. Aufgrund vertraglicher Vereinbarung ist die thyssenkrupp Steel Europe AG gegenüber der Beklagten regresspflichtig, sollte die Klage der Amprion gegen die (anteilig in den Zwischenabschluss eingezogene) HKM erfolgreich sein. Mit Verweis auf IAS 37.92 geben wir keine weiteren Informationen zu dieser Eventualverbindlichkeit, da über Auskunftsanträge bereits der Umfang der Auseinandersetzung im gerichtlichen Verfahren zu klären ist und keine höchstrichterliche Rechtsprechung zu der dahinterstehenden EEG-rechtlichen Frage existiert.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2019 / 2020 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

07 Finanzinstrumente

Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Rückbeteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den Fremdkapitalinstrumenten unter der Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte – langfristig" sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr. 02. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag oder eigenen Bewertungsmodellen.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrundeliegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 9.804 Mio € zum 31.03.2021 (30.09.2020: 10.023 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 9.869 Mio € (30.09.2020: 9.819 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.09.2020

Mio € 30.09.2020 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 62 0 62 0
Eigenkapitalinstrumente 12 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.179 2.179
Eigenkapitalinstrumente 54 54
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 14 14 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 46 0 46 0
Insgesamt 2.368 21 114 2.232
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 50 0 50 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 18 0 18 0
Insgesamt 68 0 68 0

BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.03.2021

Mio € 31.03.2021 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 65 0 65 0
Eigenkapitalinstrumente 12 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.376 2.376
Eigenkapitalinstrumente 59 59
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 20 20 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 200 0 200 0
Insgesamt 2.732 27 271 2.435
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 50 0 50 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 30 0 30 0
Insgesamt 80 0 80 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird.

Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2. Für die in Level 3 eingestuften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3

Mio €
Stand am 30.09.2020 54
Ergebnisneutrale Veränderungen 5
Stand am 31.03.2021 59

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien aus der Rückbeteiligung. Die Anteile wurden unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente" ausgewiesen.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp folgendes Bewertungsmodell entwickelt:

Die erwarteten Ausfallraten leiten sich im Wesentlichen aus externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent ab, was im Vergleich zur Bildung von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht. Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich in der thyssenkrupp-Gruppe verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Gruppenabschluss zum 31. März 2021 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet, welche die derzeitigen Erwartungen der möglichen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie bereits berücksichtigen. Somit ist in diesem Modell keine zusätzliche Anpassung der Wertberichtigung notwendig.

08 Segmentberichterstattung

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp; hierbei ergeben sich seit dem 1. Oktober 2020 folgende Änderungen der Organisations- und Berichtsstruktur:

Im Zuge der Konkretisierung der Neuausrichtung werden seit dem 1. Oktober 2020 bestimmte Geschäfte, für die sich das Unternehmen kurz- bis mittelfristig andere Eigentumsverhältnisse in Erwägung zieht, zu dem neuen eigenständigen Segment Multi Tracks zusammengefasst und im Sinne eines aktiven Beteiligungsmanagements durch einen eigenen Segmentvorstand geführt. In diesem Zusammenhang wurden mit Beginn des Geschäftsjahres 2020/2021 folgende Geschäfte organisatorisch dem neuen Segment Multi Tracks zugeordnet: der Anlagenbau, d.h. die Geschäfte mit Chemie-Anlagen, Zement-Anlagen sowie Anlagen und Ausrüstung im Bereich Mining, das Edelstahlwerk im italienischen Terni (AST) inkl. der dazugehörigen Vertriebsorganisation sowie die Einheit Infrastructure aus dem Segment Materials Services, Automation Engineering (System Engineering Antrieb bzw. Powertrain Solutions und Battery Solutions) sowie Springs & Stabilizers aus dem Segment Automotive Technology und Heavy Plate (Grobblech) aus dem Segment Steel Europe. Auch die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019/2020 in der Berichtszeile "Überleitung" unter Special Units berücksichtigte Elevator Rückbeteiligung sowie die unter Special Services angesiedelte thyssenkrupp Carbon Components werden seit dem 1. Oktober 2020 diesem neuen Segment zugeordnet.

Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 wurde die Definition für das Bereinigte EBIT dahingehend angepasst, dass eine engere Definition der Sondereffekte erfolgt, wonach nur noch Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungsaufwendungen/Zuschreibungen sowie Veräußerungsgewinne bzw. -verluste bereinigt werden.

Der Vorperiodenausweis wurde entsprechend angepasst.

Die Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2019 / 2020 und das 1. Halbjahr 2020 / 2021 bzw. für das 2. Quartal 2019 / 2020 und das 2. Quartal 2020 / 2021 stellen sich damit wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATION1 )
Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Elevator
Technology2)
Gruppe
1. Halbjahr
2019 / 2020
Außenumsätze 5.535 1.107 2.273 3.420 810 2.752 0 – 20 3.905 19.781
Gruppeninterne Umsätze 129 10 10 455 0 185 2 – 791 0 0
Umsatzerlöse gesamt 5.664 1.117 2.283 3.875 811 2.937 1 – 812 3.905 19.781
EBIT 33 47 – 73 – 438 0 – 254 – 156 – 22 285 – 578
Bereinigtes EBIT 42 95 38 – 308 4 – 192 – 124 – 19 401 – 64
1. Halbjahr
2020 / 2021
Außenumsätze 5.066 1.236 2.381 3.706 1.053 2.423 7 26 0 15.899
Gruppeninterne Umsätze 190 10 1 449 0 199 3 – 853 0 0
Umsatzerlöse gesamt 5.256 1.247 2.382 4.155 1.054 2.622 9 – 827 0 15.899
EBIT 143 188 191 – 138 8 – 317 – 110 3 – 16 – 49
Bereinigtes EBIT 131 198 184 68 7 – 191 – 103 4 0 298
2. Quartal
2019 / 2020
Außenumsätze 2.936 567 1.096 1.835 423 1.402 1 – 13 1.861 10.108
Gruppeninterne Umsätze 39 6 5 244 1 94 1 – 388 0 0
Umsatzerlöse gesamt 2.975 573 1.101 2.078 424 1.495 1 – 401 1.861 10.108
EBIT 21 5 – 80 – 307 – 1 – 110 – 73 – 14 98 – 462
Bereinigtes EBIT 29 52 – 8 – 181 3 – 100 – 59 – 15 184 – 95
2. Quartal
2020 / 2021
Außenumsätze 2.784 621 1.167 1.987 689 1.313 3 14 0 8.577
Gruppeninterne Umsätze 104 5 0 251 1 110 2 – 471 0 0
Umsatzerlöse gesamt 2.888 626 1.167 2.238 689 1.422 5 – 457 0 8.577
EBIT 132 90 74 – 161 3 – 133 – 56 – 7 – 12 – 69
Bereinigtes EBIT 126 97 75 47 2 – 80 – 49 1 0 220

1) Der Ausweis für 2019 / 2020 wurde angepasst. 2) Nicht fortgeführte Aktivität (vgl. Anhang-Nr. 02).

Im Vergleich zum 30. September 2020 verminderte sich zum 31. März 2021 das durchschnittliche Capital Employed bei Automotive Systems um – 469 Mio € auf 2.356 Mio €, bei Steel Europe um – 1.245 Mio € auf 3.858 Mio € und bei Multi Tracks um – 1.097 Mio € auf 821 Mio €, während es sich bei Marine Systems um 472 Mio € auf 1.651 Mio € erhöhte.

Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen:

AUFRISS ÜBERLEITUNG1 )

Mio € Service Units Special Units Konsolidierung Überleitung
1. Halbjahr 2019 / 2020
Außenumsätze 27 10 – 57 – 20
Gruppeninterne Umsätze 104 60 – 956 – 791
Umsatzerlöse gesamt 131 70 – 1.013 – 812
EBIT – 12 – 14 4 – 22
Bereinigtes EBIT – 11 – 12 4 – 19
1. Halbjahr 2020 / 2021
Außenumsätze 20 5 0 26
Gruppeninterne Umsätze 114 25 – 992 – 853
Umsatzerlöse gesamt 135 30 – 992 – 827
EBIT 0 – 16 19 3
Bereinigtes EBIT 0 1 3 4
2. Quartal 2019 / 2020
Außenumsätze 12 4 – 29 – 13
Gruppeninterne Umsätze 55 31 – 474 – 388
Umsatzerlöse gesamt 67 35 – 502 – 401
EBIT – 5 – 12 3 – 14
Bereinigtes EBIT – 7 – 11 3 – 15
2. Quartal 2020 / 2021
Außenumsätze 12 2 0 14
Gruppeninterne Umsätze 59 5 – 535 – 471
Umsatzerlöse gesamt 71 6 – 535 – 457
EBIT 0 – 20 2 – 7
Bereinigtes EBIT 0 0 – 2 1

1) Der Ausweis für 2019 / 2020 wurde angepasst.

Nachfolgend werden die Überleitungsrechnungen der Umsatzerlöse und der Ertragskennzahl EBIT zum Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG UMSATZERLÖSE

Mio € 1. Halbjahr
2019 / 2020
1. Halbjahr
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 2020
2. Quartal
2020 / 2021
Umsatzerlöse gemäß Segmentberichterstattung 19.781 15.899 10.108 8.577
– Umsatzerlöse nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten – 3.905 0 – 1.861 0
Umsatzerlöse gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 15.876 15.899 8.247 8.577

ÜBERLEITUNG EBIT ZUM ERGEBNIS AUS FORTGEFÜHRTEN AKTIVITÄTEN (VOR STEUERN)

Mio € 1. Halbjahr
2019 / 20201)
1. Halbjahr
2020 / 2021
2. Quartal
2019 / 20201)
2. Quartal
2020 / 2021
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung – 64 298 – 80 220
Sondereffekte2) – 514 – 347 – 382 – 289
EBIT gemäß Segmentberichterstattung – 578 – 49 – 462 – 69
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 0 – 53 0 0
+ Finanzierungserträge 710 367 504 156
– Finanzierungsaufwendungen – 881 – 489 – 581 – 214
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher
Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden
5 6 2 3
Ergebnis Gruppe (vor Steuern) – 743 – 217 – 537 – 124
– Ergebnis aus nicht fortgeführte Aktivitäten (vor Steuern) – 270 16 – 93 12
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern)
gemäß Gewinn- und Verlustrechnung
– 1.012 – 202 – 630 – 112

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

2) Vgl. die Erläuterung der Sondereffekte im Wirtschaftsbericht im Geschäftsverlauf in den Segmenten im 2. Quartal.

09 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt:

UMSATZERLÖSE

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Halbjahr 2019 / 20201)
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen
Erzeugnissen
730 967 1.686 3.584 19 1.225 0 – 611 7.600
Umsatzerlöse aus Verkauf von
Handelswaren
4.354 126 221 103 15 87 0 – 124 4.782
Umsatzerlöse aus Erbringung von
Dienstleistungen
315 4 90 73 30 231 1 – 80 664
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 0 279 0 745 1.344 0 – 16 2.352
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit
Kunden
27 23 5 119 3 54 0 – 7 225
Zwischensumme Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden
5.426 1.121 2.282 3.878 811 2.942 1 – 839 15.623
Sonstige Umsatzerlöse 237 – 4 1 – 2 – 1 – 5 0 27 253
Insgesamt 5.664 1.117 2.283 3.875 811 2.937 1 – 812 15.876
1. Halbjahr 2020 / 2021
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen
Erzeugnissen
720 1.064 1.832 3.866 19 1.292 0 – 586 8.207
Umsatzerlöse aus Verkauf von
Handelswaren
4.326 144 207 36 4 163 0 – 173 4.707
Umsatzerlöse aus Erbringung von
Dienstleistungen
239 4 86 108 20 220 9 – 63 624
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 5 0 250 0 994 918 0 – 10 2.158
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit
Kunden
0 34 8 148 17 25 0 – 8 223
Zwischensumme Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden
5.291 1.246 2.383 4.158 1.054 2.619 9 – 840 15.919
Sonstige Umsatzerlöse – 35 1 0 – 3 0 3 0 13 – 21
Insgesamt 5.256 1.247 2.382 4.155 1.054 2.622 9 – 827 15.899

UMSATZERLÖSE

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
2. Quartal 2019 / 20201)
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen
Erzeugnissen
383 495 808 1.923 13 645 0 – 330 3.938
Umsatzerlöse aus Verkauf von
Handelswaren
2.324 68 107 54 0 46 0 – 53 2.546
Umsatzerlöse aus Erbringung von
Dienstleistungen
153 3 44 36 12 97 1 – 43 302
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 0 140 0 397 690 0 – 7 1.220
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit
Kunden
13 10 3 64 2 27 0 – 4 115
Zwischensumme Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden
2.873 576 1.102 2.077 424 1.505 1 – 437 8.121
Sonstige Umsatzerlöse 102 – 3 – 1 1 0 – 9 0 36 126
Insgesamt 2.975 573 1.101 2.078 424 1.496 1 – 401 8.247
2. Quartal 2020 / 2021
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen
Erzeugnissen
399 533 896 2.098 12 659 0 – 322 4.275
Umsatzerlöse aus Verkauf von
Handelswaren
2.382 72 102 0 1 115 0 – 123 2.548
Umsatzerlöse aus Erbringung von
Dienstleistungen
117 2 36 61 10 120 5 – 31 319
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 4 0 131 0 656 515 0 – 7 1.299
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit
Kunden
0 20 3 83 11 15 0 – 4 128
Zwischensumme Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden
2.902 626 1.168 2.242 689 1.425 5 – 488 8.569
Sonstige Umsatzerlöse – 14 – 1 – 1 – 4 1 – 2 0 30 9
Insgesamt 2.888 626 1.167 2.238 689 1.422 5 – 457 8.577

1) Der Ausweis wurde angepasst.

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Halbjahr 2019 / 20201)
Automobilindustrie 722 374 2.152 1.221 0 496 1 – 43 4.923
Handel 900 39 124 900 3 293 0 – 453 1.806
Maschinen- und Anlagenbau 630 646 2 111 6 816 0 – 81 2.129
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 796 16 0 792 0 509 0 – 170 1.943
Bauwirtschaft 262 9 0 16 0 53 0 – 26 314
Öffentliche Hand 25 2 0 0 773 0 0 – 12 789
Verpackungsindustrie 49 1 0 569 0 2 0 – 10 612
Energie und Versorgung 50 8 0 109 0 47 0 – 4 210
Übrige Kundengruppen 1.992 26 4 160 29 726 0 – 39 2.897
Insgesamt 5.426 1.121 2.282 3.878 811 2.942 1 – 839 15.623
1. Halbjahr 2020 / 2021
Automobilindustrie 706 394 2.255 1.261 0 529 1 – 23 5.123
Handel 762 52 112 715 7 239 1 – 267 1.623
Maschinen- und Anlagenbau 568 732 8 106 7 502 0 – 6 1.918
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 933 12 1 1.179 0 572 0 – 547 2.151
Bauwirtschaft 282 9 0 11 0 55 0 – 3 354
Öffentliche Hand 27 1 0 0 1.016 0 0 1 1.046
Verpackungsindustrie 48 0 0 580 0 0 0 0 629
Energie und Versorgung 43 14 0 127 0 20 0 0 205
Übrige Kundengruppen 1.922 30 7 177 24 700 7 5 2.871
Insgesamt 5.291 1.246 2.383 4.158 1.054 2.619 9 – 840 15.919
2. Quartal 2019 / 20201)
Automobilindustrie 370 196 1.042 606 0 227 1 – 3 2.438
Handel 455 15 54 515 2 169 0 – 226 984
Maschinen- und Anlagenbau 328 336 3 64 3 433 0 – 57 1.111
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 434 8 1 430 0 283 0 – 90 1.066
Bauwirtschaft 137 5 0 8 0 27 0 – 14 162
Öffentliche Hand 11 1 0 0 410 0 0 – 5 417
Verpackungsindustrie 23 0 0 306 0 1 0 – 5 325
Energie und Versorgung 33 3 0 58 0 20 0 – 3 111
Übrige Kundengruppen 1.081 12 2 90 9 346 0 – 34 1.507
Insgesamt 2.873 576 1.102 2.077 424 1.505 1 – 437 8.121
2. Quartal 2020 / 2021
Automobilindustrie 372 211 1.099 645 0 271 1 – 20 2.579
Handel 417 25 60 393 6 141 0 – 141 902
Maschinen- und Anlagenbau 329 357 5 56 2 295 0 – 6 1.037
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 504 5 0 677 0 299 0 – 317 1.168
Bauwirtschaft 152 6 0 8 0 28 0 – 2 191
Öffentliche Hand 9 1 0 – 1 665 0 0 0 675
Verpackungsindustrie 27 0 0 294 0 0 0 – 1 320
Energie und Versorgung 24 6 0 73 0 8 0 0 111
Übrige Kundengruppen 1.069 16 4 97 16 382 3 – 1 1.586
Insgesamt 2.902 626 1.168 2.242 689 1.425 5 – 488 8.569

1) Der Ausweis wurde angepasst.

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Halbjahr 2019 / 20201)
Deutschsprachiger Raum2) 2.213 217 749 2.070 168 463 1 – 472 5.410
Westeuropa 836 217 401 805 55 759 0 – 120 2.953
Zentral- und Osteuropa 700 21 138 311 0 298 0 – 49 1.419
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 14 11 7 20 0 70 0 – 5 119
Nordamerika 1.334 264 508 294 3 237 0 – 110 2.530
Südamerika 12 69 30 45 7 149 0 – 11 300
Asien / Pazifik 174 39 18 31 182 369 0 – 27 786
Großraum China 44 255 397 82 5 158 0 – 11 929
Indien 32 18 8 24 18 150 0 – 9 241
Naher Osten & Afrika 67 9 26 196 374 290 0 – 25 936
Insgesamt 5.426 1.121 2.282 3.878 811 2.942 1 – 839 15.623
1. Halbjahr 2020 / 2021
Deutschsprachiger Raum2) 2.043 212 777 2.357 201 448 8 – 577 5.468
Westeuropa 871 206 364 879 59 825 0 – 157 3.046
Zentral- und Osteuropa 780 24 128 308 1 202 0 – 53 1.391
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 22 15 5 25 0 65 0 0 132
Nordamerika 1.210 248 516 312 10 177 1 – 49 2.426
Südamerika 16 74 30 45 16 126 0 1 309
Asien / Pazifik 236 28 25 22 298 220 0 – 3 825
Großraum China 30 411 429 65 3 165 0 – 3 1.100
Indien 23 16 4 22 9 102 0 0 176
Naher Osten & Afrika 60 12 105 123 458 288 0 1 1.047
Insgesamt 5.291 1.246 2.383 4.158 1.054 2.619 9 – 840 15.919

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
2. Quartal 2019 / 20201)
Deutschsprachiger Raum2) 1.211 116 378 1.123 77 226 1 – 225 2.908
Westeuropa 438 116 218 394 23 424 0 – 67 1.545
Zentral- und Osteuropa 374 12 48 174 0 151 0 – 29 731
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 7 4 3 9 0 40 0 – 4 60
Nordamerika 683 138 266 142 2 116 0 – 64 1.284
Südamerika 4 37 14 22 4 69 0 – 8 141
Asien / Pazifik 81 17 10 15 96 195 0 – 21 393
Großraum China 18 123 146 52 0 50 0 7 396
Indien 21 10 3 12 10 87 0 – 8 135
Naher Osten & Afrika 35 4 15 135 213 146 0 – 19 529
Insgesamt 2.873 576 1.102 2.077 424 1.505 1 – 437 8.121
2. Quartal 2020 / 2021
Deutschsprachiger Raum2) 1.152 119 384 1.282 151 256 4 – 320 3.028
Westeuropa 481 105 182 464 32 426 0 – 95 1.597
Zentral- und Osteuropa 434 14 66 167 0 131 0 – 34 777
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 8 8 2 14 0 33 0 0 66
Nordamerika 648 137 263 159 5 91 1 – 31 1.273
Südamerika 14 36 15 25 11 66 0 0 168
Asien / Pazifik 121 13 14 14 222 138 0 – 3 520
Großraum China 12 179 189 35 1 76 0 – 3 489
Indien 13 9 2 11 5 60 0 0 100
Naher Osten & Afrika 19 6 49 71 260 148 0 – 1 552
Insgesamt 2.902 626 1.168 2.242 689 1.425 5 – 488 8.569

1) Der Ausweis wurde angepasst.

2) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren im 1. Halbjahr 2020/2021 2.285 Mio € (Vorjahr: 2.726 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2020/2021 1.188 Mio € (Vorjahr: 1.515 Mio €) aus langfristigen Verträgen und im 1. Halbjahr 2020/2021 13.635 Mio € (Vorjahr: 12.896 Mio €) bzw. 2. Quartal 2020/2021 7.381 Mio € (Vorjahr: 6.606 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. im 1. Halbjahr 2020/2021 2.571 Mio € (Vorjahr: 2.935 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2020/2021 1.351 Mio € (Vorjahr: 1.385 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und im 1. Halbjahr 2020/2021 13.348 Mio € (Vorjahr: 12.688 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2020/2021 7.218 Mio € (Vorjahr: 6.736 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.

10 Sonstige Erträge

Die Erträge aus Zulagen und Zuschüssen in Höhe von 18 Mio € im 1. Halbjahr 2020/2021 bzw. in Höhe von 5 Mio € im 2. Quartal 2020/2021 enthalten im Wesentlichen die Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld in Deutschland, die die Gruppe von der öffentlichen Hand erhalten hat.

11 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" im 1. Halbjahr 2020/2021 Aufwendungen in Höhe von 53 Mio € bzw. im 2. Quartal 2020/2021 Aufwendungen in Höhe von 0 Mio € aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil der Elevator Rückbeteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 02).

12 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

1. Halbjahr 2019 / 2020 1. Halbjahr 2020 / 2021 2. Quartal 2019 / 2020 2. Quartal 2020 / 2021
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
– 1.140 – 1,83 – 340 – 0,55 – 691 – 1,11 – 199 – 0,32
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten
(nach Steuern)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
– 180 – 0,29 – 16 – 0,03 – 257 – 0,41 – 12 – 0,02
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
– 1.320 – 2,12 – 356 – 0,57 – 948 – 1,52 – 211 – 0,34
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741 622.531.741 622.531.741

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

13 Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder" herleiten.

HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS
Mio € 31.03.2020 30.09.2020 31.03.2021
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder gemäß Bilanz 2.295 11.547 9.742
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder der nicht fortgeführten Aktivitäten 223 0 0
– Termingelder 0 – 850 0
Zahlungsmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung 2.517 10.697 9.742

Termingelder werden nicht als Zahlungsmitteläquivalente eingestuft. Termingelder haben eine Vertragslaufzeit von mehr als drei Monaten bis zu 12 Monaten. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Zahlungsmittel.

Per 31. März 2021 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 92 Mio € (Vorjahr: 67 Mio €) von der Joint Operation HKM.

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020/2021 Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Verkürzter Anhang

Essen, den 7. Mai 2021

thyssenkrupp AG Der Vorstand

Merz

Burkhard Keysberg

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Essen, den 10. Mai 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Kayser Michael Preiß

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Gruppenzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe vermittelt und im Gruppenzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gruppe so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gruppe im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Essen, den 7. Mai 2021

thyssenkrupp AG Der Vorstand

Merz

Burkhard Keysberg

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2021/2022

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon: (0201) 844-536043 Telefax: (0201) 844-536041 E-Mail: [email protected]

Investor Relations E-Mail: [email protected] Institutionelle Investoren und Analysten Telefon: (0201) 844-536464 Telefax: (0201) 8456-531000 Privatanleger Telefon: (0201) 844-536367 Telefax: (0201) 8456-531000

Herausgeber

thyssenkrupp AG thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0 Telefax: (0201) 844-536000 E-Mail: [email protected]

www.thyssenkrupp.com

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen sind mit Unsicherheiten verbunden, da sie von thyssenkrupp nicht beeinflusst oder kontrolliert werden können, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Finanzbericht explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Die in diesem Finanzbericht enthaltenen zukunftsbezogene Aussagen werden nicht an Ereignisse oder Entwicklungen angepasst, die nach dem Datum dieses Berichts eintreten.

Finanzkalender 2021 /2022

  1. August 2021 Zwischenbericht 9 Monate 2020 / 2021 (Oktober bis Juni)

  2. November 2021 Geschäftsbericht 2020 / 2021 (Oktober bis September)

  3. Februar 2022 Ordentliche Hauptversammlung

  4. Februar 2022 Zwischenbericht 1. Quartal 2021 / 2022 (Oktober bis Dezember)

  5. Mai 2022 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2021 / 2022 (Oktober bis März)

Dieser Zwischenbericht ist am 11. Mai 2021 erschienen. Inhouse produziert mit firesys.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (−). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 500 % bzw. ≤ −100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. −− angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Finanzberichts der englischen Übersetzung vor.

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