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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2016

May 11, 2016

435_10-q_2016-05-11_0664a922-599f-4814-b027-b1d9a7caab03.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Halbjahr 2015/2016 1. Oktober 2015 – 31. März 2016 thyssenkrupp AG

thyssenkrupp in Zahlen

Konzern gesamt

1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
Verän
derung
in % 2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Verän
derung
in %
Auftragseingang Mio € 20.500 18.837 –1.663 –8 10.406 9.027 –1.379 –13
Umsatz Mio € 21.039 19.400 –1.639 –8 10.995 9.852 –1.143 –10
EBITDA Mio € 1.262 1.074 –188 –15 675 585 –90 –13
EBIT Mio € 480 474 –6 –1 199 281 82 41
EBIT-Marge % 2,3 2,4 0,2 1,8 2,9 1,0
Bereinigtes EBIT Mio € 722 560 –162 –22 405 326 –80 –20
Bereinigte-EBIT-Marge % 3,4 2,9 –0,5 3,7 3,3 –0,4
EBT Mio € 209 185 –24 –11 62 151 89 144
Periodenüberschuss/
(-fehlbetrag)
Mio € 88 –9 –97 -- 45 45 0 –1
davon Anteil der Aktionäre
der thyssenkrupp AG
Mio € 98 37 –60 –62 48 61 13 26
Ergebnis je Aktie 0,17 0,07 –0,10 –61 0,09 0,11 0,02 19
Operating Cashflow Mio € –174 –703 –529 -- 212 –105 –318 --
Cashflow für Investitionen Mio € –532 –546 –14 –3 –267 –293 –26 –10
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 134 31 –103 –77 24 27 2 10
Free Cashflow Mio € –572 –1.218 –646 -- –31 –371 –340 --
Free Cashflow vor M&A Mio € –643 –1.212 –569 –89 –30 –365 –335 --
Netto-Finanzschulden (31.03.) Mio € 4.633 4.816 183 4 4.633 4.816 183 4
Eigenkapital (31.03.) Mio € 2.863 2.753 –110 –4 2.863 2.753 –110 –4
Gearing (31.03.) % 161,8 174,9 13,1 161,8 174,9 13,1
Mitarbeiter (31.03.) 155.697 155.453 –244 0 155.697 155.453 –244 0

Fortgeführte Aktivitäten

1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
Verän
derung
in % 2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Verän
derung
in %
Auftragseingang Mio € 20.500 18.837 –1.663 –8 10.406 9.027 –1.379 –13
Umsatz Mio € 21.039 19.400 –1.639 –8 10.995 9.852 –1.143 –10
EBITDA Mio € 1.268 1.074 –194 –15 678 585 –93 –14
EBIT Mio € 486 474 –12 –2 201 281 80 40
EBIT-Marge % 2,3 2,4 0,2 1,8 2,9 1,0
Bereinigtes EBIT Mio € 722 560 –162 –22 405 326 –80 –20
Bereinigte-EBIT-Marge % 3,4 2,9 –0,5 3,7 3,3 –0,4
EBT Mio € 215 185 –31 –14 64 151 87 137
Ergebnis nach Steuern Mio € 94 –9 –103 -- 47 45 –2 –5
davon Anteil der Aktionäre
der thyssenkrupp AG
Mio € 104 37 –67 –64 50 61 11 21
Ergebnis je Aktie 0,18 0,07 –0,11 –63 0,09 0,11 0,02 19
Operating Cashflow Mio € –168 –703 –535 -- 214 –105 –319 --
Cashflow für Investitionen Mio € –532 –546 –14 –3 –267 –293 –26 –10
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 134 31 –103 –77 24 27 2 10
Free Cashflow Mio € –566 –1.218 –652 -- –29 –371 –342 --
Free Cashflow vor M&A Mio € –637 –1.212 –575 –90 –29 –365 –336 --

Business Areas

Auftragseingang
Mio €
Umsatz
Mio €
EBIT
Mio €
Bereinigtes EBIT
Mio €
Mitarbeiter
1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
31.03.2015 31.03.2016
Components
Technology
3.384 3.318 3.329 3.338 146 146 150 157 29.431 30.118
Elevator Technology 3.758 3.824 3.373 3.621 334 364 346 390 51.001 51.532
Industrial Solutions 1.817 2.174 3.010 3.115 203 242 201 244 18.761 19.575
Materials Services 7.269 5.768 7.215 5.827 –151 2 51 13 22.418 19.791
Steel Europe 4.489 4.029 4.245 3.649 193 106 192 115 27.481 27.368
Steel Americas 895 657 955 675 –30 –145 –20 –139 3.562 3.771
Corporate 96 93 93 114 –214 –255 –201 –234 3.043 3.298
Konsolidierung –1.208 –1.025 –1.181 –939 5 14 3 14
Fortgeführte
Aktivitäten
20.500 18.837 21.039 19.400 486 474 722 560 155.697 155.453
Auftragseingang
Mio €
Umsatz
Mio €
EBIT
Mio €
Bereinigtes EBIT
Mio €
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Components
Technology
1.763 1.669 1.732 1.688 79 76 83 86
Elevator Technology 1.890 1.832 1.661 1.752 158 171 168 186
Industrial Solutions 742 644 1.633 1.609 108 152 109 153
Materials Services 3.723 2.922 3.794 3.005 –137 3 49 10
Steel Europe 2.394 2.183 2.260 1.925 113 56 113 65
Steel Americas 420 286 453 325 –19 –61 –20 –65
Corporate 49 36 48 54 –107 –122 –99 –117
Konsolidierung –575 –544 –586 –506 6 8 2 8
Fortgeführte
Aktivitäten
10.406 9.027 10.995 9.852 201 281 405 326

Stammdaten und Kennzahlen zur thyssenkrupp Aktie / ADRs

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 565.937.947
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE0007500001 Kurs Ende März 2016 18,26
ADRs (außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Börsenwert Ende März 2016 Mio € 10.334
Kürzel
Aktien TKA
ADRs TKAMY

Inhalt

02 thyssenkrupp in Zahlen

05 Zwischenlagebericht

  • 05 Wirtschaftsbericht
  • 05 Zusammenfassung
  • 05 Makro- und Branchenumfeld
  • 07 Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas
  • 10 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 13 Compliance
  • 14 Mitarbeiter
  • 14 Technologie & Innovationen
  • 14 Nachtragsbericht
  • 15 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
  • 15 Prognose 2015/2016
  • 16 Chancen und Risiken

17 Verkürzter Zwischenabschluss

  • 18 Konzernbilanz
  • 19 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 20 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 21 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 22 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 23 Verkürzter Konzernanhang
  • 34 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
  • 35 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

36 Weitere Informationen

36 Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats

37 Kontakt und Finanzkalender 2016/2017

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

Wir verwenden in diesem Finanzbericht im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die männliche Pluralform (z.B. "Mitarbeiter" anstatt "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter"). Sie bezieht sich immer zugleich auf weibliche und männliche Personen.

Wirtschaftsbericht Zwischenlagebericht

Zusammenfassung

Industriegütergeschäfte und Effizienzsteigerungsprogramm "impact" mit stabilisierender Wirkung in schwierigem Werkstoffumfeld

  • Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis des Konzerns gegenüber Vorjahr rückläufig; Wachstum bei den Industriegütergeschäften überlagert durch stark eingetrübtes Umfeld bei den Werkstoffgeschäften
  • Alle Industriegütergeschäfte im 1. Halbjahr mit Auftragseingängen und Umsätzen (teilweise auch bedingt durch positive Wechselkurseffekte im 1. Quartal) auf oder über Vorjahresniveau sowie mit zum Teil deutlich steigenden Ergebnissen
  • Werkstoffgeschäfte im Halbjahr mit hohem Importdruck, zudem selektive Versandrücknahme bei Steel Europe; zuletzt Erholungstendenzen bei wieder gestiegenen Spotpreisen auf Roh- und Werkstoffmärkten
  • Bereinigtes EBIT, Periodenergebnis und Free Cashflow des Konzerns gegenüber Vorjahr rückläufig, allerdings deutliche Steigerung im 2. Quartal gegenüber Vorquartal
  • Über 450 Mio € EBIT-Effekte im 1. Halbjahr aus "impact" wirken erheblichem Margendruck entgegen
  • Alle Business Areas bis auf Elevator Technology im 2. Quartal mit verbessertem Bereinigten EBIT gegenüber Vorquartal; Elevator Technology erneut über Vorjahr, aber saisonal bedingt unter Vorquartal
  • Anpassung der Gesamtjahresprognose an das insbesondere im 1. Halbjahr sehr schwache Werkstoffumfeld (siehe Prognosebericht)
  • Deutliche Steigerung bei Ergebnis und Cashflow im 2. Halbjahr gegenüber dem 1. Halbjahr erwartet, dabei sowohl Bereinigtes EBIT der Industriegütergeschäfte in Summe als auch jeweils aller Werkstoffgeschäfte über 1. Halbjahr
  • Temporärer Anstieg des Gearing über 150% insbesondere durch saisonal bedingt erhöhte Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen; Gearing im 2. Halbjahr bei positiven Mittelzuflüssen, entsprechend rückläufigen Nettofinanzschulden sowie positiven Netto-Ergebnissen deutlich rückläufig erwartet
  • Strategische Weiterentwicklung: Vertrag mit Vale zur Übernahme der Minderheitsanteile (26,87%) an thyssenkrupp CSA Anfang April unterzeichnet; Genehmigungen u.a. des Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE) noch ausstehend

Makro- und Branchenumfeld

Weiterhin geringe globale Konjunkturdynamik – Wachstumserwartungen insgesamt weiter zurückgenommen; Ausblick von großer Unsicherheit geprägt

  • Globales Wirtschaftswachstum 2016 mit knapp 3% noch etwas geringer als im bereits schwachen vergangenen Jahr; Erwartungen bei weiterhin hohen Unsicherheiten nochmals leicht zurückgenommen
  • Sowohl Industrieländer als auch Schwellenländer mit etwas geringerer Konjunkturdynamik
  • USA: im Saldo nochmals etwas geringere BIP-Prognose; weiterhin solider Arbeitsmarkt und Immobiliensektor wirken positiv auf private Konsumbereitschaft
  • Deutschland und Euroraum: BIP-Prognosen für 2016 insgesamt etwas nach unten revidiert; Konjunktur dürfte vor allem aufgrund solider binnenwirtschaftlicher Antriebskräfte wieder an Fahrt aufnehmen
  • China: weiter abflachendes Wirtschaftswachstum; Transformationsprozess hin zu stärkerer Binnenwirtschaft weiterhin von expansiver Geld- und Fiskalpolitik begleitet
  • Brasilien: erneut spürbar nach unten revidierte BIP-Prognose; Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Wirtschaftspolitik mit negativem Einfluss auf Konsum- und Investitionsneigung
  • Russland: BIP-Rückgang nochmals stärker erwartet; Investitionsneigung aufgrund ungünstiger Finanzierungsbedingungen rückläufig, nachlassender privater Konsum bei schrumpfenden Realeinkommen

  • Risiken für globale Konjunkturentwicklung nach wie vor durch zahlreiche geopolitische Krisenherde; inzwischen eingeleitete Zinswende in den USA; potenzielles Wachstumsrisiko insbesondere für Schwellenländer; Abkühlung der Wirtschaft in China; Unsicherheiten innerhalb der EU (Flüchtlingskrise, "Brexit"-Diskussion, etc.) mit Anzeichen einer in manchen Ländern wieder stärker nationalstaatlich ausgerichteten Wirtschaftspolitik; erneutes Aufflammen der Krise im Euroraum

  • Iran: Aufhebung der Sanktionen mit möglicher positiver Wirkung auf das Wirtschaftswachstum und Chancen für internationale Investitionsgüterproduzenten; potenziell zusätzlicher Druck auf Ölpreisentwicklung

Bruttoinlandsprodukt

reale Veränderung zum Vorjahr in % 2015 20161)
Euroraum 1,5 1,6
Deutschland 1,7 1,6
Russland –3,7 –2,0
Übriges Mittel-/Osteuropa 1,1 2,3
USA 2,4 2,3
Brasilien –3,8 –3,5
Japan 0,6 0,8
China 6,9 6,3
Indien 7,3 7,5
Naher Osten 3,2 2,0
Welt 3,0 2,9

1) Prognose

Quellen: IHS, IMF, Consensus Forecasts, diverse Banken und Forschungsinstitute, eigene Schätzungen

Automobilindustrie

  • Prognose für weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen leicht nach oben korrigiert; positive Absatzentwicklungen weiterhin in NAFTA (insbesondere Light Trucks in den USA), Europa und China
  • Chinesischer Pkw-Absatz zu Beginn 2016 positiv; Absatz- und Produktionszuwachs in Zukunft bei durchschnittlich 5% erwartet
  • Brasilianische Pkw-Verkäufe und -Produktion der nächsten Jahre schwach erwartet
  • Prognose für weltweite Produktion von schweren Nutzfahrzeugen eingetrübt durch Entwicklungen in China, NAFTA (insbesondere "Class 8") und Brasilien; Europa aktuell positiv

Maschinenbau

  • Nach leichtem Minus im US-Maschinenbau 2015 nun moderates Plus für 2016
  • Wachstumsprognose für chinesischen Maschinenbau 2016 nochmals leicht zurückgenommen
  • Deutscher Maschinenbau mit Produktionsminus 2015 und bestenfalls Nullwachstum 2016

Bauwirtschaft

  • Weiterhin solide Erholung der US-Bauwirtschaft; Baugenehmigungen und Baubeginne mit deutlichen Zuwachsraten zum Vorjahr; nach wie vor steigende Immobilienpreise
  • Wachstumserwartungen 2016 für Indien etwas nach oben, für China nochmals nach unten angepasst
  • Bau-Prognose für Deutschland 2016 weitgehend bestätigt

Entwicklung in wichtigen Absatzmärkten

2015 20161)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
Welt 86,5 89,0
Westeuropa (inkl. Deutschland) 14,1 14,6
Deutschland 5,9 6,0
USA 11,8 12,3
Japan 8,8 8,9
China 23,6 25,0
Brasilien 2,3 1,9
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland –1,5 0,0
USA –1,1 1,1
Japan 0,3 –1,2
China 4,0 2,5
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland –0,7 1,7
USA 4,5 7,4
China 5,2 2,4
Indien 3,4 7,6

1) Prognose

Quellen: IHS, Oxford Economics, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Stahlumfeld

  • Nach Rückgang 2015 globale Walzstahlnachfrage in diesem Jahr erneut leicht rückläufig, insbesondere durch China
  • EU-Qualitätsflachstahlmarkt voraussichtlich mit Seitwärtsbewegung; Importdruck im 1. Kalenderquartal 2016 weiterhin massiv

Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas

Deutliche Ergebnissteigerung im 2. Quartal gegenüber Vorquartal

  • Im 2. Quartal deutliche Ergebnissteigerung gegenüber Vorquartal: Alle Business Areas bis auf Elevator Technology verbessert zum Vorquartal; Elevator erneut über Vorjahr, aber saisonal bedingt unter Vorquartal; wieder deutlicher Periodenüberschuss
  • Zuwächse im 1. Halbjahr bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis in den Industriegütergeschäften insgesamt jedoch durch den mengen- und insbesondere preisbedingten Rückgang in den Werkstoffgeschäften überlagert

Auftragseingang nach Business Areas

Mio € 1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
Veränderung
in %
Veränderung
auf vergleich
barer Basis1)
in %
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Veränderung
in %
Veränderung
auf vergleich
barer Basis1)
in %
Components Technology 3.384 3.318 –2 –4 1.763 1.669 –5 –4
Elevator Technology 3.758 3.824 2 0 1.890 1.832 –3 –1
Industrial Solutions 1.817 2.174 20 19 742 644 –13 –12
Materials Services 7.269 5.768 –21 –15 3.723 2.922 –22 –16
Steel Europe 4.489 4.029 –10 –11 2.394 2.183 –9 –9
Steel Americas 895 657 –27 –31 420 286 –32 –26
Corporate 96 93 –3 –3 49 36 –26 –25
Konsolidierung –1.208 –1.025 –575 –544
Auftragseingang fortgeführter
Aktivitäten / Konzern
20.500 18.837 –8 –7 10.406 9.027 –13 –10

1) Währungs- und portfoliobereinigt

Die Auftragseingänge der Industriegütergeschäfte liegen im 1. Halbjahr insgesamt auch auf vergleichbarer Basis über dem Vorjahr. Das 2. Quartal – ohne Großprojekt bei Industrial Solutions sowie mit negativen Wechselkurseffekten – entwickelte sich insgesamt verhaltener:

Components Technology

  • Zuwächse bei Pkw-Komponenten (China sowie im 2. Quartal mit allerdings nachlassender Dynamik Europa und USA) sowie positive Wechselkurseffekte im 1. Quartal kompensieren weitgehend die schwächeren Märkte für schwere Nutzfahrzeuge (China, Brasilien, USA) und Baumaschinenkomponenten
  • Großaufträge für elektrisch unterstützte Lenksysteme in den letzten zwölf Monaten mit einem Gesamtumsatz über Produktlebenszyklus von rund 7 Mrd € mit internationalen Automobilherstellern erhalten

Elevator Technology

• Gestiegene Nachfrage im Neuanlagengeschäft in den USA und Südkorea sowie positive Wechselkurseffekte im 1. Quartal; Europa unter Vorjahr; Anzahl Neuinstallationen in China durch Mehrheitserwerb Marohn bei insgesamt niedrigeren Preisen über Vorjahr

Industrial Solutions

  • Resource Technologies: starkes 1. Halbjahr (Großauftrag von Yamama für Zementanlage in Saudi-Arabien im 1. Quartal)
  • Process Technologies: Zurückhaltung der Kunden angesichts niedriger Öl- und Rohstoffpreise, allerdings weiterhin hohes Auftragsvolumen in aussichtsreichem Status
  • System Engineering: erneute Steigerung mit lebhafter Nachfrage nach Fertigungsanlagen für Autos in Europa und Asien und mehreren Aufträgen für Rohbauanlagen von führenden deutschen Automobilherstellern sowie Auftrag für Batteriemontagelinie aus China
  • Marine Systems: kleinere Wartungs- und Serviceaufträge wie im Vorjahr
  • Maßnahmen zur Neustrukturierung für nachhaltiges profitables Wachstum in herausforderndem Marktumfeld angestoßen

Alle Werkstoffgeschäfte liegen i. W. aufgrund deutlicher Preisrückgänge auch auf vergleichbarer Basis (insbesondere bereinigt um Verkauf VDM und RIP bei Materials Services) unter den Vorjahreswerten. Zuletzt zeigten sich jedoch auf den Roh- und Werkstoffmärkten Erholungstendenzen bei wieder gestiegenen Spotpreisen.

Umsatz nach Business Areas

Mio € 1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
Veränderung
in %
Veränderung
auf vergleich
barer Basis1)
in %
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Veränderung
in %
Veränderung
auf vergleich
barer Basis1)
in %
Components Technology 3.329 3.338 0 –1 1.732 1.688 –3 –1
Elevator Technology 3.373 3.621 7 6 1.661 1.752 5 8
Industrial Solutions 3.010 3.115 3 3 1.633 1.609 –1 –1
Materials Services 7.215 5.827 –19 –14 3.794 3.005 –21 –15
Steel Europe 4.245 3.649 –14 –14 2.260 1.925 –15 –15
Steel Americas 955 675 –29 –34 453 325 –28 –25
Corporate 93 114 23 23 48 54 12 14
Konsolidierung –1.181 –939 –586 –506
Umsatz fortgeführter
Aktivitäten / Konzern
21.039 19.400 –8 –7 10.995 9.852 –10 –8

1) Währungs- und portfoliobereinigt

Die Umsätze in allen Industriegütergeschäften lagen im 1. Halbjahr auf oder über dem Vorjahresniveau. Diese wurden gestützt durch die soliden Marktpositionen und die globale Aufstellung mit positiven Wechselkurseffekten im 1. Quartal. Im 2. Quartal ergaben sich negative Wechselkurseffekte.

Die Werkstoffgeschäfte waren durch rückläufige Umsätze gekennzeichnet. In einem sehr schwierigen Umfeld fielen die Werkstoffpreise bis deutlich ins 2. Quartal hinein:

Materials Services

  • Hoher Preis- und Wettbewerbsdruck bei nahezu allen Werk- und Rohstoffen sowie Portfolioveränderungen (Veräußerungen VDM und RIP)
  • Umsatzsteigerungen bei Aerospace (neue Kunden, neue Langfristverträge) und AST

Steel Europe

  • Umsatz preis- und mengenbedingt rückläufig (Importdruck); Versand mit 5,2 Miot um 9% gegenüber Vorjahr zurückgenommen
  • Geschäft mit Automobilindustrie stabil; Produktbereich kornorientiertes Elektroband mit starker Nachfrage für besonders hochwertige Güten aus Ökodesign-Richtlinie für Transformatoren

Steel Americas

  • Umsatzrückgang durch gestiegenen Preisdruck in den USA und Südamerika; Versand mit 2,2 Miot um 18% über Vorjahr
  • Aufbau weiterer langfristiger Kundenbeziehungen mit gutem Fortschritt

Bereinigtes EBIT nach Business Areas

Mio € 1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
Veränderung 2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Veränderung
Components Technology 150 157 6 83 86 3
Elevator Technology 346 390 44 168 186 18
Industrial Solutions 201 244 42 109 153 44
Materials Services 51 13 –37 49 10 –39
Steel Europe 192 115 –76 113 65 –48
Steel Americas –20 –139 –119 –20 –65 –45
Corporate –201 –234 –33 –99 –117 –18
Konsolidierung 3 14 2 8
Bereinigtes EBIT fortgeführter Aktivitäten / Konzern 722 560 –162 405 326 –80

Das Bereinigte EBIT lag in allen Industriegütergeschäften, auch unterstützt durch nachhaltige Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen, sowohl im Halbjahr als auch im 2. Quartal über den Vorjahreswerten:

Components Technology

• Verbesserungen bei Komponenten für Pkw und Windenergie überkompensieren Rückgänge bei Komponenten für schwere Nutzfahrzeuge und Baumaschinen sowie schwache Marktentwicklung in Brasilien; Marge im Quartal um 0,3%-Punkte auf 5,1% gesteigert

Elevator Technology

• Bereinigtes EBIT und Marge zum 14. Mal in Folge über Vorjahresquartal; Marge um 0,5%-Punkte auf 10,6% gesteigert – trotz weiterhin schwieriger Marktsituation in einzelnen europäischen Ländern (z.B. Frankreich)

Industrial Solutions

• Bereinigtes EBIT durch starkes 2. Quartal (margenstarke Projekte in Abrechnungsphase) über Vorjahresniveau; Marge im Berichtsquartal mit 9,5% temporär über Zielkorridor (6 bis 7%)

Das Bereinigte EBIT aller Werkstoffgeschäfte lag in einem schwierigen Umfeld unter Vorjahresniveau. Zahlreiche Effizienzmaßnahmen konnten den starken Preis- und Margendruck nicht kompensieren. Im 2. Quartal ergaben sich gegenüber dem Vorquartal leichte, insbesondere mengenbedingte Verbesserungen.

Materials Services

• Handels- und Servicegeschäft deutlich unter Vorjahreswerten; positive Entwicklung hingegen insbesondere im Bereich Aerospace sowie bei AST

Steel Europe

• Niedrigere Mengen und Preise; Entlastung durch niedrigere Rohstoffkosten durch schwächeren Eurokurs zum Teil wieder aufgezehrt

Steel Americas

• Höhere Produktions- und Versandmengen, niedrigere Rohstoff- und Energiekosten sowie im 2. Quartal positive Stichtagseffekte auf Vorsteuerguthaben (im Halbjahr leicht negativ) durch negative Preiseffekte überlagert

Bei Corporate konnte die Effizienz bei Global Shared Services gesteigert werden. Gegenläufig wirkten höhere Aufwendungen zur Vereinheitlichung der IT-Infrastruktur als Voraussetzung für die digitale Transformation sowie höhere Rückstellungen für Mitarbeiterverpflichtungen.

Ergebnis durch Sondereffekte belastet

Sondereffekte nach Business Areas

Mio € 1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
Veränderung 2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Veränderung
Components Technology 4 10 6 4 10 6
Elevator Technology 12 26 13 10 16 6
Industrial Solutions –2 2 4 1 1 0
Materials Services 202 12 –190 186 7 –178
Steel Europe –1 10 11 0 9 9
Steel Americas 10 5 –4 –1 –4 –3
Corporate 13 21 8 8 6 –2
Konsolidierung –2 0 –4 0
Sondereffekte fortgeführter Aktivitäten 236 86 –150 204 45 –159
Stainless Global 6 0 –6 2 0 –2
Konsolidierung 0 0 0 0
Sondereffekte Konzern 242 86 –156 206 45 –161

• Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum:

  • Components Technology: Abschreibungen infolge Überschwemmung (Federn & Stabilisatoren in Großbritannien)
  • Elevator Technology: Restrukturierung und Reorganisation in Europa, Afrika und Nahem Osten
  • Materials Services: mehrere Restrukturierungsmaßnahmen
  • Steel Europe: Wertanpassung Grundstücke nach Nutzungsende
  • Steel Americas: aktualisierte Bewertung eines langfristigen Frachtvertrags
  • Corporate: Aufwendungen aus Desinvestitionsprojekten
    1. Quartal im Vorjahr mit Effekten aus Veräußerung der VDM-Gruppe (EBIT-Effekt −174 Mio €, Effekt nach Steuern −119 Mio €)

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

  • Rückgang der Umsatzkosten leicht überproportional zur Umsatzentwicklung; Brutto-Umsatzmarge um 0,7%-Punkte auf 16,2% erhöht
  • Verbesserung der sonstigen Gewinne/Verluste um 200 Mio € auf einen Gewinn von 57 Mio € i.W. durch die Währungsumrechnung von Erstattungsansprüchen im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern

Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

  • Insgesamt Anstieg des negativen Finanzergebnisses um 70 Mio € auf -314 Mio €
  • Rückgang der Finanzierungserträge insbesondere aus gesunkenen Wechselkursgewinnen im Zusammenhang mit Finanztransaktionen; gegenläufig vor allem geringere Aufwendungen aus Derivaten im Zusammenhang mit der Finanzierung sowie gesunkene Zinsaufwendungen für Finanzschulden
  • Steueraufwand von 194 Mio € durch Quellensteueraufwand und, wie schon im Vorjahr, durch Wertberichtigungen aktiver latenter Ertragsteuern beeinflusst

Ergebnis je Aktie

  • Insgesamt Periodenergebnis mit Fehlbetrag von 9 Mio € im 1. Halbjahr noch leicht negativ; dabei 2. Quartal mit im Vergleich zu Q1 verbessertem Betriebs- und Vorsteuerergebnis und Überschuss von 45 Mio € auf Vorjahresniveau
  • Periodenüberschuss nach Abzug der auf Minderheiten entfallende Netto-Verluste mit 37 Mio € im 1. Halbjahr unter Vorjahr, mit 61 Mio € im 2. Quartal über Vorjahr
  • Ergebnis je Aktie entsprechend im Berichtshalbjahr gegenüber Vorjahr um 0,10€ auf 0,07€ vermindert, im 2. Quartal gegenüber Vorjahr um 0,02€ auf 0,11€ gesteigert

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

• Operating Cashflow insbesondere aufgrund geringeren Periodenergebnisses vor Abschreibungen und latenten Steueraufwendungen sowie insgesamt erhöhter Mittelbindung bei operativen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im 1. Halbjahr noch negativ und unter Vorjahr

Cashflow aus Investitionstätigkeit

  • Investitionen auf Vorjahresniveau; Anteil Industriegütergeschäfte mit leichtem Anstieg auf 46%
  • In allen Business Areas und bei Corporate Erneuerung der IT und Harmonisierung der Systemlandschaft zur Effizienzsteigerung, Kostensenkung und als Basis für Industrie 4.0

Investitionen nach Business Areas

Mio € 1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
Veränderung
in %
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Veränderung
in %
Components Technology 145 163 12 71 84 18
Elevator Technology 51 56 10 23 35 51
Industrial Solutions 31 33 8 19 18 0
Materials Services 44 44 1 22 30 37
Steel Europe 196 175 –11 96 89 –7
Steel Americas 24 55 130 14 25 75
Corporate 35 22 –38 21 11 –46
Konsolidierung 6 –2 1 0
Investitionen fortgeführter Aktivitäten / Konzern 532 546 3 267 293 10

Components Technology

  • Auf- und Ausbau von Produktionsstätten in Wachstumsregionen und Regionen mit Kostenvorteilen:
  • Lenkung und elektrische Lenksysteme: Mexiko (auch für US-Markt), China, Werk Ungarn im Aufbau - Nockenwellen: Ausbau Kapazitäten für Haubenmodule in China und für europäischen Markt, Projekte in
  • Mexiko (für US-Markt) und Ungarn in früher Umsetzungsphase
  • Ausbau Großwälzlagerfertigung, speziell Rotorlager für Windenergie, in Deutschland und China
  • Lokalisierung der Produktion unterschiedlicher Technologien (bspw. am Standort Ungarn) sichert hohe Wettbewerbs- und Kostenvorteile; Bündelungsstrategie bereits erfolgreich in Asien implementiert

Elevator Technology

  • Neues Multifunktionsgebäude in Shanghai, China eingeweiht
  • Neue Aufzugsfabrik in Indien im Aufbau
  • Weiterer Fortschritt beim Bau des 246 m hohen Testturms in Rottweil: in Kombination aus aktiver und passiver Bewegung weltweit einmaliges Pendelsystem zum Ausgleich und zur Simulation von Schwingungen installiert

Industrial Solutions

  • Marine Systems: Weitere Umsetzung der Modernisierung der Werft am Standort Kiel
  • Resource Technologies: Ausbau Infrastruktur und Ergänzung Technologie-Portfolio zur Stärkung der Marktposition bei Standardmaschinen im Bereich Mining
  • System Engineering: Wachstum und Internationalisierung im Bereich Umformwerkzeuge

Materials Services

  • Ausbau und Modernisierung der Lager- und Service-Aktivitäten in Europa
  • Erwerb eines Stahl-Servicecenters in Ungarn
  • Modernisierung und Instandhaltung AST

Steel Europe

  • Instandhaltung sowie weitere Verbesserung Umweltschutz
  • Neubau Pfannenofen im Oxygenstahlwerk 2 zur Fertigung metallurgisch anspruchsvoller Güten zur weiteren Ausrichtung auf höherwertige Produkte, insbesondere höchstfeste Stähle für die Automobilindustrie: Auftragsvergaben an Lieferanten erfolgt, Baubeginn für Herbst 2017 geplant
  • Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an einem Unternehmen der Angang-Gruppe in China (Betrieb einer neu gebauten Feuerbeschichtungsanlage)

Steel Americas

• Umweltschutz und Fortsetzung der technischen Optimierung der Anlagen

Corporate

• Überwiegend zentral gebündelte Immobilieninvestitionen

Die Mittelzuflüsse aus Desinvestitionen waren um 103 Mio € geringer. Dies war im Wesentlichen eine Folge der im Vorjahreszeitraum enthaltenen Zuflüsse aus dem Verkauf der Dienstleistungsaktivitäten der RIP-Gruppe in Brasilien.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

  • Im Berichtshalbjahr Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 222 Mio € nach 371 Mio € im entsprechenden Vorjahreszeitraum
  • Abnahme Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 149 Mio €, insbesondere Folge einer insgesamt um 614 Mio € verminderten Aufnahme von Finanzschulden; gegenläufige Effekte hauptsächlich aufgrund gesunkener, in den sonstigen Finanzierungsvorgängen enthaltenen Auszahlungen aus Devisen- und Cross Currency-Swaps im Zusammenhang mit der Konzernfinanzierung

Free Cashflow und Netto-Finanzschulden

  • FCF vor M&A im 1. Halbjahr mit –1.212 Mio € um 569 Mio € erwartungsgemäß unter Vorjahr im Wesentlichen durch gestiegenen negativen Operating Cashflow
  • Netto-Finanzschulden mit entsprechendem Anstieg zum 31. März 2016 auf 4.816 Mio €; 85 Mio € Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG enthalten
  • Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital (Gearing) mit 174,9% über Wert vom 30. September 2015 (103,2%) und temporär über 150%
  • Freie Liquidität von 6,8 Mrd € (3,5 Mrd € flüssige Mittel und 3,3 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien)

Finanzierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt

  • Platzierung Anleihe über insgesamt 850 Mio € im März 2016; Laufzeit 5 Jahre; Kupon von 2,75% p.a.
  • Abschluss Schuldscheindarlehen über 100 Mio € im Dezember 2015 mit dreijähriger Laufzeit und Zinssatz
  • von 0,931% p.a. sowie über 150 Mio € im März 2016 mit fünfjähriger Laufzeit und Zinssatz von 1,75% p.a.
  • Im März 2016 vorzeitige Verlängerung syndizierte Kreditlinie mit Volumen von 2 Mrd € bis März 2021

Rating-Downgrade durch Moody's im Februar 2016 bei stabilem Ausblick

Rating
Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB B stabil
Moody's Ba2 Not Prime stabil
Fitch BB+ B stabil

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

  • Insgesamt Anstieg der langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem 30. September 2015 um 130 Mio € trotz währungsbedingter Rückgänge hauptsächlich bei den Sachanlagen
  • Erhöhung der aktiven latenten Steuern um 199 Mio € im Wesentlichen Folge von Zinssatzänderungen für Pensionsverpflichtungen zum 31. März 2016
  • Zunahme der in den sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern

Kurzfristige Vermögenswerte

  • Verminderung der kurzfristigen Vermögenswerte um insgesamt 1.125 Mio € hauptsächlich aufgrund der deutlichen Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 996 Mio € auf 3.539 Mio €, insbesondere als Folge des im Berichtshalbjahr negativen Free Cashflow von 1.218 Mio €
  • Abnahme der Vorräte um 259 Mio € i.W. durch insgesamt geringere Mittelbindung im Werkstoffgeschäft
  • Anstieg der sonstigen finanziellen Vermögenswerte insbesondere durch Derivatebilanzierung

Eigenkapital

  • Eigenkapital gegenüber dem 30. September 2015 um 554 Mio € auf 2.753 Mio € vermindert
  • Rückgang im Wesentlichen Folge der im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Verluste (nach Steuern) von 398 Mio € aus der Neubewertung von Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen und von 22 Mio € aus der Währungsumrechnung; 85 Mio € Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG enthalten

Langfristige Verbindlichkeiten

  • Zunahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen um 457 Mio € im Wesentlichen durch Neubewertung der Pensionen verursacht
  • Rückgang der Finanzschulden um insgesamt 168 Mio € insbesondere Folge der Umgliederung einer im Februar 2017 fälligen Anleihe mit einem Volumen von 1.250 Mio € in kurzfristige Finanzschulden mit gegenläufigen Wirkungen aufgrund der im März 2016 erfolgten Emission einer Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 850 Mio € sowie der Platzierung von Schuldscheindarlehen im Dezember 2015 und März 2016

Kurzfristige Verbindlichkeiten

  • Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten um insgesamt 694 Mio € insbesondere durch stark verminderte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere im Werkstoffgeschäft
  • Rückgang verstärkt durch die insgesamt eingetretene Abnahme der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Fertigungsaufträgen sowie die insbesondere aus der Derivatebilanzierung und den Zinsverbindlichkeiten resultierende Verminderung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
  • Insgesamt um 574 Mio € erhöhte Finanzschulden, insbesondere als Folge der erwähnten Umgliederung einer Anleihe aus den langfristigen Finanzschulden sowie erhöhter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten; gegenläufige Wirkungen durch die Tilgung einer Anleihe von 1.000 Mio € im Februar 2016 sowie durch im März 2016 erfolgte Rückzahlungen von Schuldscheindarlehen

Compliance

Compliance – eine Frage der Haltung

  • Basis unserer Unternehmenskultur sind Leistung und Werte
  • Verankerung der Werte insbesondere im thyssenkrupp Konzernleitbild, im thyssenkrupp Code of Conduct und im thyssenkrupp Compliance Commitment
  • Ehrlichkeit, Respekt und gegenseitige Wertschätzung bestimmen Miteinander und sind Basis für Geschäftsbeziehungen zu Kunden, Lieferanten und anderen Marktteilnehmern
  • Nähere Informationen zum thyssenkrupp Compliance-Programm, zur Compliance-Kultur bei thyssenkrupp und zur thyssenkrupp Compliance-Strategie im Geschäftsbericht 2014/2015

Mitarbeiter

  • Weltweit 155.453 Mitarbeiter zum 31. März 2016; 547 oder 0,4% mehr gegenüber dem 30. September 2015 aufgrund von Veränderungen im bestehenden Geschäft
  • Zunahme der Belegschaft um knapp 1.200 Mitarbeiter im Zuge der Erschließung neuer Kunden und Märkte für unsere wachstumsstarken Industriegütergeschäfte insbesondere in Asien sowie im Rahmen des Hochlaufs von Global Shared Services und des Patentmanagements bei Corporate
  • Gleichzeitig Rückgang der Belegschaft in den Werkstoffgeschäften um im Saldo mehr als 600 Mitarbeiter (Materials Services und Steel Europe)
  • Einstellung von über 100 Flüchtlingen als Praktikanten oder Auszubildende im Rahmen des im Herbst 2015 initiierten Programms zur Flüchtlingshilfe "we help"
  • Weitere Informationen zur Personalstrategie im Geschäftsbericht 2014/2015

Technologie & Innovationen

Querschnittsprojekte, Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus

  • Innovation Foresight: Zukunftsszenarien zu "Last Mile Mobility" und "Future of Working in Production" entwickelt; mögliche Zukunftsentwicklungen mit Wachstumsmöglichkeiten für thyssenkrupp beschrieben; Szenarien zu weiteren Themenfeldern in Erarbeitung
  • Product Lifecycle Management: spezifische Implementierungspläne der Business Areas entwickelt; erste Pilotprojekte gestartet, weitere im laufenden Geschäftsjahr
  • Digitalisierung: Markteinführung internetbasierter präventiver Service- und Wartungslösung ("MAX") bei Elevator Technology; Materials Services entwickelt Online-Portale und Online-Shoplösung für europäischen Werkstoffhandel
  • Industrie 4.0: Industrial Data Space e.V. gegründet unter Vorsitz thyssenkrupp; Zusammenschluss umfasst derzeit 16 Wirtschaftsunternehmen, ZVEI und Fraunhofer-Gesellschaft; Ziel: Sicherer Datenraum mit standardisierten Schnittstellen für Vernetzung von Unternehmen bei absoluter Datensouveränität
  • Stromspeicher für die Energiewende: Forschungsprojekt Redox-Flow-Batterien erhält Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie; Ziel: Entwicklung eines neuen, kostengünstigen Herstellungsverfahrens für Bipolarplatten, eine der Kernkomponenten von Redox-Flow-Batterien
  • Umwandlung von Prozessgasen: Versuchsanlage in Duisburg wandelt Koksofengas in vermarktbare Stoffe wie Düngemittel und Treibmittel für die Chemieindustrie um; der CO2-Ausstoß wird vermindert; Anlage ist weltweit erste ihrer Art
  • Neuer Stahlwerkstoff: XABO 1300 erreicht Zugfestigkeiten von 1.400 bis 1.700 Megapascal; signifikante Vorteile beim Einsatz für Baufahrzeuge und Mobilkrane

Nachtragsbericht

Die zwischen dem Stichtag des 1. Halbjahres (31. März 2016) und der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichung (4. Mai 2016) eingetretenen berichtspflichtigen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 08 im Zwischenabschluss dargestellt.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose 2015/2016

Gesamtaussage des Vorstands

  • Fortgesetzte solide Entwicklung der Industriegütergeschäfte im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres überlagert durch erheblich verschlechtertes Werkstoffumfeld:
  • anhaltend hoher Importdruck mit starkem Lagerabbau in Deutschland und Kaufzurückhaltung der Kunden insbesondere im 1. Quartal und starkem Verfall der Werkstoffpreise bis deutlich ins 2. Quartal hinein; - zuletzt Erholungstendenzen bei wieder gestiegenen Spotpreisen ausgehend von niedrigem Niveau
  • Weiterhin deutliche Steigerung des Bereinigten EBIT im 2. Halbjahr gegenüber dem 1. Halbjahr erwartet:
  • Industriegütergeschäfte in Summe über 1. Halbjahr;
  • deutliche Verbesserung aller Werkstoffgeschäfte durch Preiserholung und Kostenmaßnahmen; dabei ist eine weitgehend stabile Wechselkursentwicklung des Brasilianischen Real unterstellt
  • Auf dieser Basis Gesamtjahresprognose gesenkt

Zu weiteren wesentlichen Annahmen und erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vgl. Prognosekapitel sowie Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Wirtschaftsbericht des Geschäftsberichts 2014/2015 und des vorliegenden Zwischenberichts.

Erwartung 2015/2016

  • Konzernumsatz infolge des hohen Importdrucks auf den Werkstoffmärkten auf vergleichbarer Basis im einstelligen Prozentbereich rückläufig
  • Industriegütergeschäfte mit organischem Wachstum bei Components Technology und Elevator Technology im einstelligen Prozentbereich; weitgehend seitwärts gerichtete Entwicklung bei Industrial Solutions
  • Werkstoffgeschäfte bei hohem Importdruck deutlich schwächer
  • Bereinigtes EBIT des Konzerns bei mindestens 1,4 Mrd € (Vorjahr: 1.676 Mio €), gestützt durch 850 Mio € geplante EBIT-Effekte aus "impact"
  • Alle Industriegütergeschäfte auf oder über Vorjahresniveau:
  • Components Technology: Bereinigtes EBIT mindestens auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 313 Mio €) erwartet, infolge des weiteren Hochlaufs der neuen Werke und der Effizienzsteigerungsprogramme trotz eines hohen Preis- und Margendrucks
  • Elevator Technology: Verbesserung des Bereinigten EBIT aus dem Umsatzwachstum und einer Erhöhung der Bereinigte-EBIT-Marge um 0,5 bis 0,7 Prozentpunkte aus Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen (Vorjahr: 794 Mio €; 11,0%)
  • Industrial Solutions: Umsatz, Marge und damit das Bereinigte EBIT voraussichtlich auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 424 Mio €)
  • Alle Werkstoffgeschäfte insbesondere durch sehr schwaches Umfeld im 1. Halbjahr merklich unter Vorjahr:
  • Materials Services: positive Effekte durch Entfall Belastungen aus dem Streik bei AST im Vorjahr und durch Fortschritte bei den Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen und den Vertriebsinitiativen überlagert durch Margendruck auf Werkstoffmärkten und entfallende Ergebnisbeiträge veräußerter Aktivitäten (Bereinigtes EBIT Vorjahr: 206 Mio €)
  • Steel Europe: positive Effekte aus Effizienzsteigerungsprogrammen überlagert durch hohen Import- und Margendruck (Bereinigtes EBIT Vorjahr: 492 Mio €)
  • Steel Americas: operative Fortschritte und positive Effekte aus Effizienzprogrammen überlagert durch schwachen brasilianischen Stahlmarkt und schwieriges Preisumfeld (Bereinigtes EBIT Vorjahr: –138 Mio €)
  • Jahresüberschuss: auch infolge geringerer Belastungen aus Sondereffekten auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 268 Mio €)
  • tkVA: dementsprechend ebenfalls auf Vorjahresniveau (Pro-forma-Vorjahresvergleichswert mit aktuellem Kapitalkostensatz: –238 Mio €)
  • FCF vor M&A: zwischen niedrigem 3-stelligen Mio € Bereich negativ bis ausgeglichen erwartet; abhängig von Anzahlungszeitpunkt bei Großaufträgen (Vorjahr: 115 Mio €)
  • Investitionen: voraussichtlich bei rund 1,5 Mrd € (Vorjahr: 1.235 Mio €)

Chancen und Risiken

Chancen

  • Hohe und stabile Ergebnis-, Cash- und Wertbeiträge durch Positionierung als diversifizierter Industriekonzern
  • Chancen durch integrierte Steuerung des Konzerns und Nutzung der Vorteile im Zusammenspiel zwischen Business Areas, Regionen, Konzernfunktionen und Service-Einheiten
  • Strategische und operative Chancen gemäß Geschäftsbericht 2014/2015 weiterhin gültig

Risiken

  • Keine bestandsgefährdenden Risiken; detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2014/2015 weiterhin gültig
  • Vertrag mit Vale zur Übernahme der Minderheitsanteile an thyssenkrupp CSA Anfang April unterzeichnet; Reduktion von Komplexität und Risiken und Erhöhung Handlungsspielraum für weitere Entwicklung CSA; Genehmigungen u.a. des Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE) noch ausstehend
  • Konjunkturelle Risiken aus zahlreichen geopolitischen Krisenherden sowie andauernder Rezession in Brasilien und geringerer Wachstumsdynamik in China; zunehmende Volatilitäten im externen Umfeld; verstärkte Unsicherheit über zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung und deren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle des Konzerns
  • Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bremen im Gemeinschaftsunternehmen Atlas Elektronik:
  • Im seit 2013 laufenden Korruptionsverfahren der Staatsanwaltschaft Bremen wegen Projekten in Griechenland erstmalige Bezugnahme der Staatsanwaltschaft auf ein drohendes Bußgeld in Höhe eines mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbetrags
  • Neben Griechenland Überprüfung der Geschäftsbeziehungen der Atlas Elektronik in der Türkei auf Unregelmäßigkeiten
  • Vollumfängliche Kooperation der Atlas Elektronik mit den Behörden

Verkürzter Zwischenabschluss

  • 18 Konzernbilanz
  • 19 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 20 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 21 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 22 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 23 Verkürzter Konzernanhang

34 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

35 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

thyssenkrupp AG — Konzernbilanz

Aktiva
Mio € Anhang-Nr. 30.09.2015 31.03.2016
Immaterielle Vermögenswerte 4.529 4.510
Sachanlagen 8.728 8.616
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 239 234
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 303 278
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 47 43
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 343 439
Aktive latente Steuern 2.031 2.229
Langfristige Vermögenswerte 16.220 16.350
Vorräte 6.945 6.686
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.118 5.118
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 319 457
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 2.397 2.364
Laufende Ertragsteueransprüche 160 185
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.535 3.539
Kurzfristige Vermögenswerte 19.474 18.349
Summe Vermögenswerte 35.694 34.699
Passiva
Mio € Anhang-Nr. 30.09.2015 31.03.2016
Gezeichnetes Kapital 1.449 1.449
Kapitalrücklage 5.434 5.434
Gewinnrücklagen –4.123 –4.557
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 422 371
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 3.182 2.697
Nicht beherrschende Anteile 125 56
Eigenkapital 3.307 2.753
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 01 7.654 8.111
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 339 306
Sonstige Rückstellungen 906 860
Passive latente Steuern 53 95
Finanzschulden 02 6.385 6.217
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2 3
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 5 6
Langfristige Verbindlichkeiten 15.344 15.597
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 362 287
Sonstige Rückstellungen 1.066 1.053
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 241 250
Finanzschulden 1.570 2.144
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.985 4.237
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.226 1.008
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 7.593 7.369
Kurzfristige Verbindlichkeiten 17.043 16.349
Verbindlichkeiten 32.387 31.945
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 35.694 34.699

thyssenkrupp AG — Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in €
Anhang-Nr.
1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Umsatzerlöse
05
21.039 19.400 10.995 9.852
Umsatzkosten –17.776 –16.261 –9.362 –8.246
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.263 3.139 1.633 1.606
Forschungs- und Entwicklungskosten –150 –169 –78 –88
Vertriebskosten –1.425 –1.403 –725 –700
Allgemeine Verwaltungskosten –1.120 –1.154 –577 –597
Sonstige Erträge 97 88 44 42
Sonstige Aufwendungen –63 –60 –20 –22
Sonstige Gewinne und Verluste –143 57 –99 47
Betriebliches Ergebnis 459 499 178 287
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 27 26 10 10
Finanzierungserträge 846 647 603 277
Finanzierungsaufwendungen –1.117 –987 –727 –423
Finanzergebnis –244 –314 –114 –136
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 215 185 64 151
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –121 –194 –17 –107
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 94 –9 47 45
Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern) –6 0 –2 0
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 88 –9 45 45
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 98 37 48 61
Nicht beherrschende Anteile –10 –46 –3 –16
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 88 –9 45 45
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf
06
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 0,18 0,07 0,09 0,11
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 0,17 0,07 0,09 0,11

thyssenkrupp AG — Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 88 –9 45 45
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis
umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) –1.291 –573 –753 –578
Steuereffekt 396 175 232 172
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt –895 –398 –521 –406
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte
Beteiligungen entfällt
–1 1 –1 –2
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das
Periodenergebnis umgegliedert werden
–896 –397 –522 –408
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis
umgegliedert werden:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 531 –22 511 –136
Realisierte (Gewinne)/Verluste 18 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 549 –22 511 –136
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 3 0 2 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 0 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 3 0 2 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow-Hedges)
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) –42 –32 –48 –17
Realisierte (Gewinne)/Verluste 7 12 5 2
Steuereffekt 11 15 14 9
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt –24 –5 –29 –6
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte
Beteiligungen entfällt
39 –7 34 –7
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das
Periodenergebnis umgegliedert werden
567 –34 518 –149
Sonstiges Ergebnis –329 –431 –4 –557
Gesamtergebnis –241 –440 41 –512
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG –212 –411 54 –511
Nicht beherrschende Anteile –29 –29 –13 –1
Der den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Anteil am Gesamtergebnis
teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten –206 –411 56 –511
Nicht fortgeführte Aktivitäten –6 0 –2 0

thyssenkrupp AG — Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Mio €,
mit Ausnahme der
Aktienanzahl
Aktienanzahl
im Umlauf
Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Unter
schieds
betrag
aus der
Währungs
um
rechnung
Zur
Veräuße
rung
verfügbare
finanzielle
Vermögens
werte
Derivative
Finanz
instrumente
Anteil der
auf nach
der
Equity
Methode
bilanzierte
Beteili
gungen
entfällt
Ins
gesamt
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Stand am 30.09.2014 565.937.947 1.449 5.434 –4.142 248 6 –61 49 2.983 216 3.199
Periodenüberschuss/
(-fehlbetrag)
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
98
–896
–798
566
566
2
2
–21
–21
39
39
98
–310
–212
–10
–19
–29
88
–329
–241
Gewinnausschüttungen
an nicht beherrschende
Anteile
0 –32 –32
Dividendenzahlung der
thyssenkrupp AG
–62 –62 –62
Sonstige
Veränderungen
–2 –2 1 –1
Stand am 31.03.2015 565.937.947 1.449 5.434 –5.004 814 8 –82 88 2.707 156 2.863
Stand am 30.09.2015 565.937.947 1.449 5.434 –4.123 417 6 –58 57 3.182 125 3.307
Periodenüberschuss/
(-fehlbetrag)
37 37 –46 –9
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
–397
–360
–31
–31
0
0
–13
–13
–7
–7
–448
–411
17
–29
–431
–440
Gewinnausschüttungen
an nicht beherrschende
Anteile
0 –24 –24
Dividendenzahlung der
thyssenkrupp AG
–85 –85 –85
Anteilsveränderungen
bei bereits
konsolidierten
Gesellschaften
–3 –3 –4 –7
Sonstige
Veränderungen
14 14 –12 2
Stand am 31.03.2016 565.937.947 1.449 5.434 –4.557 386 6 –71 50 2.697 56 2.753

thyssenkrupp AG — Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 88 –9 45 45
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrages) für die Überleitung zum Operating Cashflow:
Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern) 6 0 2
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 44 26 14 2
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 783 601 477 304
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte –1 –2 0 5
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam –27 –26 –10 –10
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte –1 –16 –11 –17
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis
und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
– Vorräte –132 249 353 457
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 122 –36 –307 103
– Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen –77 –108 –49 –44
– Sonstige Rückstellungen –238 –162 –136 –51
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –19 –723 105 –128
– Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit –716 –498 –269 –771
Operating Cashflow – fortgeführte Aktivitäten –168 –703 214 –105
Operating Cashflow – nicht fortgeführte Aktivitäten –6 0 –2 0
Operating Cashflow – insgesamt –174 –703 212 –105
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in
langfristige finanzielle Vermögenswerte
–1 –8 0 1
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften abzüglich
übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
–19 –16 –1 –16
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in
als Finanzinvestition gehaltene Immobilien –451 –468 –230 –246
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) –61 –55 –36 –32
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und
langfristigen finanziellen Vermögenswerten
5 0 –1 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich
abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
93 9 1 8
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 36 22 25 18
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 0 0 –1 1
Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten –398 –515 –243 –266
Cashflow aus Investitionstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit – insgesamt –398 –515 –243 –266
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 1.350 850 1.350 850
Tilgung von Anleihen –750 –1.000 –750 –1.000
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 787 678 344 670
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –644 –273 –272 –209
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 197 74 108 –41
Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten 1 –2 0 –2
(Zunahme)/Abnahme kurzfristige Wertpapiere 1 –1 1 0
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG –62 –85 –62 –85
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile –32 –24 –22 –2
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften –1 –6 0 –4
Sonstige Finanzierungsvorgänge –476 10 –490 113
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten 371 222 207 290
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – insgesamt 371 222 207 290
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – insgesamt –201 –996 176 –82
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – insgesamt 64 0 75 –27
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode – insgesamt 4.040 4.535 3.652 3.648
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode – insgesamt 3.903 3.539 3.903 3.539
[davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen]
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow
[19] [0] [19] [0]
fortgeführter Aktivitäten enthalten sind:
Zinseinzahlungen 71 51 37 24
Zinsauszahlungen –317 –301 –233 –208
Erhaltene Dividenden 101 54 99 53
Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag –161 –179 –96 –72

thyssenkrupp AG — Verkürzter Konzernanhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis 31. März 2016 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 4. Mai 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß §37w WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2016 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Konzernabschlusses unseres Geschäftsberichts 2014/2015 veröffentlicht.

Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2015/2016 hat thyssenkrupp die nachfolgenden Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards erstmalig angewendet:

Im November 2013 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 19 "Employee Benefits" mit dem Titel "Defined Benefit Plans: Employee Contributions (Amendments to IAS 19)" veröffentlicht. Die Änderungen sind anzuwenden auf die Erfassung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen. Hierdurch ist es gestattet, die Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Die Änderungen des IAS 19 sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Im Rahmen der Übernahme in das EU-Recht wurde die verpflichtende Anwendung verschoben auf Geschäftsjahre, die nach dem 1. Februar 2015 beginnen; von der Möglichkeit einer früheren Anwendung hat thyssenkrupp keinen Gebrauch gemacht. Die Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse.

Im Dezember 2013 hat das IASB im Rahmen des Annual-Improvements-Process-Projekts die jährlichen Verbesserungen für den Zyklus 2010-2012 und für den Zyklus 2011-2013 veröffentlicht. Im Rahmen des Zyklus 2010-2012 erfolgen Klarstellungen bzw. kleinere Änderungen an sieben Standards: IFRS 2 "Sharebased Payment", IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 8 "Operating Segments", IFRS 13 "Fair Value Measurement", IAS 16 "Property, Plant and Equipment", IAS 24 "Related Party Disclosures" sowie IAS 38 "Intangible Assets". Im Rahmen des Zyklus 2011-2013 erfolgen Klarstellungen bzw. kleinere Änderungen an vier Standards: IFRS 1 "First-time Adoption of IFRS", IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 13 "Fair Value Measurement" und IAS 40 "Investment Property". Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Im Rahmen der Übernahme in das EU-Recht wurde die verpflichtende Anwendung verschoben und zwar für den Zyklus 2010-2012 auf Geschäftsjahre, die nach dem 1. Februar 2015 beginnen, und für den Zyklus 2011-2013 auf Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2015 beginnen; von der Möglichkeit einer früheren Anwendung hat thyssenkrupp keinen Gebrauch gemacht. Die Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse.

01 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurde eine Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zum 31. März 2016 vorgenommen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Mio € 30.09.2015 31.03.2016
Pensionen 7.445 7.910
Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen 13 14
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 196 188
Insgesamt 7.654 8.111

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

Durchschnittliche Bewertungsfaktoren

30.09.2015 31.03.2016
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
Diskontierungssatz für Pensionen 2,50 3,02 2,64 1,90 2,74 2,12

02 Begebung Anleihe und Schuldscheindarlehen sowie vorzeitige Verlängerung der syndizierten Kreditlinie

Im März 2016 hat die thyssenkrupp AG im Rahmen ihres 10 Mrd € Debt Issuance Programmes eine Anleihe im Volumen von insgesamt 850 Mio € mit einer Laufzeit von fünf Jahren begeben. Der Zinskupon beträgt 2,75% p.a.

Außerdem hat die thyssenkrupp AG im Dezember 2015 ein Schuldscheindarlehen über 100 Mio € mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Zinssatz von 0,931% p.a. sowie im März 2016 ein Schuldscheindarlehen über 150 Mio € mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz von 1,75% p.a. abgeschlossen.

Darüber hinaus konnte die thyssenkrupp AG im März 2016 die syndizierte Kreditlinie über 2,0 Mrd €, die eine Laufzeit bis zum 28. März 2018 hatte, vorzeitig bis zum 14. März 2021 verlängern. Am Bilanzstichtag war sie nicht in Anspruch genommen.

03 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

Haftungsverhältnisse Maximale
Haftungs
volumen Rückstellung
Mio € 31.03.2016 31.03.2016
Anzahlungsgarantien 169 1
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 131 3
Restwertgarantien 61 16
Sonstige Haftungserklärungen 60 0
Insgesamt 421 20

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder die nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zugrunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die in den Business Areas Steel Europe und Steel Americas bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2015 verringerten sich die Abnahmeverpflichtungen um 0,7 Mrd € auf 4,7 Mrd €.

Bei den sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

04 Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen sowie der jeweilige beizulegende Zeitwert dargestellt. Dabei werden auch die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finance Lease sowie die Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören.

Finanzinstrumente 30.09.2015

Bewertung nach
Bewertung nach IAS 39
IAS 17
Mio € Buchwert lt.
Bilanz
30.09.2015
(Fortgeführte)
Anschaffungs
kosten
Beizulegender
Zeitwert
erfolgswirksam
Beizulegender
Zeitwert
erfolgsneutral
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Beizulegender
Zeitwert
30.09.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(ohne Finance Lease)
5.069 5.069 5.069
Kredite und Forderungen 5.069 5.069
Forderungen aus Finance Lease 49 49 49
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 366 273 58 35 366
Kredite und Forderungen 255 255
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
18 17 35
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte)
58 58
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
(Hedge Accounting)
0 18 18
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.535 4.535 4.535
Kredite und Forderungen 4.535 4.535
Summe finanzielle Vermögenswerte 10.019
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Kredite und Forderungen 9.859 9.859 9.859
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
35 18 17 35
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte)
58 58 58
Finanzschulden (ohne Finance Lease) 7.911 7.911 8.007
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
7.911 8.007
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 44 44 44
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
4.985 4.985 4.985
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
4.985 4.985
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.228 774 326 128 1.228
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
774 774
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte)
326 326
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
(Hedge Accounting)
0 128 128
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 14.168
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
13.670 13.670 13.766
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte)
326 326 326

Finanzinstrumente 31.03.2016

Bewertung nach IAS 39 Bewertung nach
IAS 17
Mio € Buchwert lt.
Bilanz
31.03.2016
(Fortgeführte)
Anschaffungs
kosten
Beizulegender
Zeitwert
erfolgswirksam
Beizulegender
Zeitwert
erfolgsneutral
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Beizulegender
Zeitwert
31.03.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(ohne Finance Lease)
5.069 5.069 5.069
Kredite und Forderungen 5.069 5.069
Forderungen aus Finance Lease 49 49 49
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 500 343 88 70 500
Kredite und Forderungen 327 327
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
16 18 34
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte)
82 82
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
(Hedge Accounting)
6 51 57
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.539 3.539 3.539
Kredite und Forderungen 3.539 3.539
Summe finanzielle Vermögenswerte 9.157
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Kredite und Forderungen 8.934 8.934 8.934
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
34 16 18 34
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte)
82 82 82
Finanzschulden (ohne Finance Lease) 8.323 8.323 8.568
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
8.323 8.568
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 38 38 38
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
4.237 4.237 4.237
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
4.237 4.237
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.011 659 248 103 1.011
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
659 659
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte)
238 238
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
(Hedge Accounting)
10 103 113
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 13.609
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
13.220 13.220 13.465
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte)
238 238 238

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Sie werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert soweit vorhanden auf Börsenkursen zum Bilanzstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor und kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden, erfolgt eine Bewertung der Eigenkapitalinstrumente zu Anschaffungskosten.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrunde liegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Bilanzstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

Bewertungshierarchie 30.09.2015
Mio € 30.09.2015 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)
58 0 58 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 0 0 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 17 15 2 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 18 0 18 0
Insgesamt 93 15 78 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)
326 0 206 120
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 0 0 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 128 0 128 0
Insgesamt 454 0 334 120

Bewertungshierarchie 31.03.2016

Mio € 31.03.2016 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 82 0 82 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 6 0 6 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 18 16 3 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 51 0 51 0
Insgesamt 157 16 142 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 238 0 104 134
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 10 0 10 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 103 0 103 0
Insgesamt 352 0 218 134

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Finanzinstrumente dargestellt:

Überleitungsrechnung Finanzinstrumente Level 3
Mio €
Stand am 30.09.2015 (Vermögenswert/(Verbindlichkeit)) –120
Ergebniswirksame Veränderungen –14
Stand am 31.03.2016 (Vermögenswert/(Verbindlichkeit)) –134

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierende und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Verbindlichkeit beinhaltet ein Frachtderivat, das unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Mindestmenge auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten bewertet wurde. Der aus der Bewertung resultierende ergebniswirksame Effekt wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Sonstige Aufwendungen" bzw. "Sonstige Erträge" ausgewiesen.

Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Derivative Finanzinstrumente

Mio € Nominalwert
30.09.2015
Beizulegender
Zeitwert
30.09.2015
Nominalwert
31.03.2016
Beizulegender
Zeitwert
31.03.2016
Aktiva
Währungsderivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
1.376 27 2.532 56
Währungsderivate im Cashflow-Hedge 264 9 504 23
Eingebettete Derivate 95 1 131 4
Zinsderivate im Cashflow-Hedge1) 635 8 904 21
Warenderivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
331 30 319 22
Warenderivate im Cashflow-Hedge 101 1 63 7
Warenderivate im Fair-Value-Hedge 0 0 27 6
Insgesamt 2.802 76 4.480 139
Passiva
Währungsderivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
2.027 175 1.406 81
Währungsderivate im Cashflow-Hedge 573 26 284 10
Eingebettete Derivate 101 3 104 4
Zinsderivate im Cashflow-Hedge1) 817 78 513 69
Warenderivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung2) 487 148 472 153
Warenderivate im Cashflow-Hedge 119 24 193 25
Warenderivate im Fair-Value-Hedge 0 0 23 10
Insgesamt 4.124 454 2.994 352

1) Inklusive Zins-/Währungsderivate

2) Inklusive Frachtderivate

05 Segmentberichterstattung

Die Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2014/2015 und das 1. Halbjahr 2015/2016 bzw. für das 2. Quartal 2014/2015 und das 2. Quartal 2015/2016 stellen sich wie folgt dar:

Segmentinformation
Mio € Components
Technology
Elevator
Technology
Industrial
Solutions
Materials
Services
Steel
Europe
Steel
Americas
Corporate Stainless
Global1)
Konsoli
dierung
Konzern
1. Halbjahr
2014/2015
Außenumsätze 3.326 3.372 2.998 7.040 3.487 791 25 0 21.039
Konzerninterne Umsätze 3 1 12 175 758 164 68 –1.181 0
Umsatzerlöse gesamt 3.329 3.373 3.010 7.215 4.245 955 93 –1.181 21.039
EBIT 146 334 203 –151 193 –30 –214 –6 5 480
Bereinigtes EBIT 150 346 201 51 192 –20 –201 0 3 722
1. Halbjahr
2015/2016
Außenumsätze 3.335 3.619 3.109 5.695 3.050 573 19 0 19.400
Konzerninterne Umsätze 3 2 6 132 598 102 95 –939 0
Umsatzerlöse gesamt 3.338 3.621 3.115 5.827 3.649 675 114 –939 19.400
EBIT 146 364 242 2 106 –145 –255 14 474
Bereinigtes EBIT 157 390 244 13 115 –139 –234 14 560
2. Quartal 2014/2015
Außenumsätze 1.732 1.661 1.624 3.703 1.853 409 13 0 10.995
Konzerninterne Umsätze 1 0 9 91 407 44 35 –586 0
Umsatzerlöse gesamt 1.732 1.661 1.633 3.794 2.260 453 48 –586 10.995
EBIT 79 158 108 –137 113 –19 –107 –2 6 199
Bereinigtes EBIT 83 168 109 49 113 –20 –99 0 2 405
2. Quartal 2015/2016
Außenumsätze 1.687 1.751 1.605 2.933 1.608 264 4 0 9.852
Konzerninterne Umsätze 1 1 4 73 317 61 50 –506 0
Umsatzerlöse gesamt 1.688 1.752 1.609 3.005 1.925 325 54 –506 9.852
EBIT 76 171 152 3 56 –61 –122 8 281
Bereinigtes EBIT 86 186 153 10 65 –65 –117 8 326

1) Nicht fortgeführte Aktivität

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahlen Bereinigtes EBIT und EBIT zum EBT aus fortgeführten Aktivitäten gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

Überleitung EBIT zu EBT

Mio € 1. Halbjahr
2014/2015
1. Halbjahr
2015/2016
2. Quartal
2014/2015
2. Quartal
2015/2016
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 722 560 405 326
Sondereffekte –242 –86 –206 –45
EBIT gemäß Segmentberichterstattung 480 474 199 281
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 0 1 0 0
+ Finanzierungserträge 846 647 602 277
– Finanzierungsaufwendungen –1.117 –987 –727 –423
– Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung
dem EBIT zugeordnet werden
–30 42 –18 13
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung
dem EBIT zugeordnet werden
30 8 6 3
EBT-Konzern 209 185 62 151
– EBT Stainless Global 6 0 2 0
EBT aus fortgeführten Aktivitäten gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 215 185 64 151

06 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

Ergebnis je Aktie

1. Halbjahr 2014/2015 1. Halbjahr 2015/2016 2. Quartal 2015/2016
Gesamt
betrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamt
betrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamt
betrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamt
betrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
104 0,18 37 0,07 50 0,09 61 0,11
–6 –0,01 0 0,00 –2 0,00 0 0,00
98 0,17 37 0,07 48 0,09 61 0,11
565.937.947 565.937.947 565.937.947 565.937.947
2. Quartal 2014/2015

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der thyssenkrupp AG zurechenbaren Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene, veräußerte oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum berücksichtigt, in dem sie sich im Umlauf befinden.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

07 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" unter Berücksichtigung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die die Veräußerungsgruppen betreffen. Per 31. März 2016 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 114 Mio € (Vorjahr: 71 Mio €) von der Joint Operation HKM.

08 Besondere Ereignisse nach dem Stichtag

Anfang April 2016 wurde mit Vale ein Vertrag zur Übernahme der von Vale gehaltenen Minderheitenanteile an thyssenkrupp CSA in Höhe von 26,87% unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion erfordert noch Genehmigungen u.a. des Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE).

Essen, den 4. Mai 2016

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

Hiesinger

Burkhard Kaufmann Kerkhoff

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis 31. März 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach §37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Essen, den 9. Mai 2016

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Norbert Winkeljohann Michael Preiß Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Essen, den 4. Mai 2016

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

Hiesinger

Burkhard Kaufmann Kerkhoff

Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats Weitere Informationen

Der Zwischenbericht für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/2016 (Oktober 2015 bis März 2016) sowie der Bericht des Konzernabschlussprüfers über die prüferische Durchsicht des verkürzten Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts (Review Report) sind dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 9. Mai 2016 vorgelegt und durch den Vorstand erläutert worden. Der Konzernabschlussprüfer stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenbericht zu.

Essen, den 9. Mai 2016

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses

Prof. Dr. Bernhard Pellens

Kontakt und Finanzkalender 2016/2017

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon (0201) 844-536043 Telefax (0201) 844-536041 E-Mail [email protected]

Investor Relations E-Mail [email protected]

Institutionelle Investoren und Analysten

Telefon (0201) 844-536464 Telefax (0201) 8456-531000

Privatanleger

Telefon (0201) 844-536367 Telefax (0201) 8456-531000

Anschrift

thyssenkrupp AG thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen Telefon (0201) 844-0 Telefax (0201) 844-536000 E-Mail [email protected] www.thyssenkrupp.com

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von thyssenkrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von thyssenkrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt thyssenkrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Finanzkalender 2016/2017

11. August 2016

Zwischenbericht 9 Monate 2015/2016 (Oktober bis Juni) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

24. November 2016

Geschäftsbericht 2015/2016 Bilanzpressekonferenz Analysten- und Investorenkonferenz

27. Januar 2017

Ordentliche Hauptversammlung

9. Februar 2017

Zwischenbericht 1. Quartal 2016/2017 (Oktober bis Dezember) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

9. Mai 2017

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2016/2017 (Oktober bis März) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

Dieser Zwischenbericht ist am 10. Mai 2016 erschienen. Inhouse produziert mit FIRE.sys.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei sämtlichen Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (−). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 500% bzw. ≤ −100%) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. −− angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum Bundesanzeiger elektronisch einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Berichts der englischen Übersetzung vor.