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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2003

Apr 1, 2003

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Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Quartal 2002 2003 01. Oktober - 31. Dezember 2002

future value Innovation

Nichts hat mehr Zukunft als eine gute Idee, die man rechtzeitig erkennt und konsequent umsetzt. Doch welche Ideen sind es wert, für die Zukunft realisiert zu werden? Woran erkennt man sie? Erste Antworten auf diese Fragen gaben wir bereits im Geschäftsbericht 2001/2002, in dem wir Ihnen einige unserer Zukunftswerte vorstellten. Diesen und die folgenden Quartalsberichte 2002/2003 möchten wir dazu nutzen, unsere Zukunftswerte an Hand aktueller Beispiele mit noch mehr Leben zu füllen. Den Anfang macht der Zukunftswert Innovation. Mehr auf Seite 4.

Inhalt

  • ThyssenKrupp im 1. Quartal Ertragskraft gestärkt
  • Der Konzern in Zahlen
  • future value Innovation

Wirtschaftliche Entwicklung

  • Konjunkturelles Umfeld
  • Geschäftslage
  • Segmente
  • ThyssenKrupp best
  • Innovation
  • Corporate Governance
  • Ausblick

Zwischenabschluss

  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Bilanz
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
  • Kontakt
  • I/2 Termine

Die Rechnungslegung der ThyssenKrupp ag erfolgt nach us-gaap.

ThyssenKrupp im 1. Quartal – Ertragskraft gestärkt ThyssenKrupp hat sich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 (01. Oktober bis 31. Dezember 2002) in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld gut behauptet. Auftragseingang und Umsatz haben sich verbessert. Das Konzernergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter erreichte 141 Mio € nach 28 Mio € im entsprechenden Vorjahresquartal.

Die wesentlichen Kennzahlen für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2002/2003 sind:

  • " Der Auftragseingang im Berichtsquartal übertraf mit 9,0 Mrd € den entsprechenden Vorjahreswert um 2 %.
  • " Der Umsatz erhöhte sich um 4 % auf 8,7 Mrd €.
  • " Das ebitda erreichte 588 Mio €, 17 % mehr als im Vorjahr.
  • " Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter nahm um 113 Mio € auf 141 Mio € zu.
  • " Das Ergebnis je Aktie steigerte sich von –0,62 € auf 0,16 €.
  • " Das normalisierte Ergebnis je Aktie stieg von –0,01 € auf 0,16 €.
  • " Die Netto-Finanzverbindlichkeiten lagen am 31. Dezember 2002 bei 4,9 Mrd €. Dies sind rund 120 Mio € mehr als am 30. September 2002. Gegenüber dem 31. Dezember 2001 verminderten sie sich um 2,3 Mrd €.

Trotz der weiterhin gedämpften Konjunkturerwartungen gehen wir auch für das 2. Quartal 2002/2003 von einer deutlichen Steigerung beim Ergebnis vor Steuern gegenüber dem 2. Quartal des vergangenen Geschäftsjahres aus. Angesichts der konjunkturellen und politischen Unsicherheiten lässt sich auch heute für das zweite Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres keine verlässliche Einschätzung vornehmen.

Unter der Voraussetzung, dass sich die Rahmenbedingungen zumindest nicht weiter verschlechtern, streben wir für das Geschäftsjahr 2002/2003 an, das Ergebnis erheblich zu verbessern. Dies würde uns einen wesentlichen Schritt dem Ziel näher bringen, im Geschäftsjahr 2003/2004 ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 1,5 Mrd € zu erreichen.

Unser mittelfristiges Ziel-Gearing von rund 60 % haben wir bereits zum 30. September 2002 erreicht, indem wir die Netto-Finanzverbindlichkeiten auf 4,7 Mrd € abbauen konnten. Die Einhaltung dieses Ziel-Gearings hat für uns auch im laufenden Geschäftsjahr Priorität. Zum 31. Dezember 2002 lag das Gearing saisonal bedingt bei 58,6 %.

Der Konzern in Zahlen

2002/2003
Mio € 8.857 9.040
Mio € 8.339 8.699
Mio € 502 588
Mio € 28 141
Mio € – 320 81
– 0,62 0,16
– 0,01 0,16
191.303 188.439

** 1. Quartal 2001/2002 geändert unter Berücksichtigung der Erstanwendung von SFAS 142

30.09.2002 31.12.2002
Netto-Finanzverbindlichkeiten Mio € 4.742 4.864
Eigenkapital Mio € 8.287 8.302
SEGMENTINFORMATION
in Mio € Auftrags
eingang
Auftrags
eingang
Umsatz Umsatz Ergebnis* Ergebnis* Mitarbeiter Mitarbeiter Mitarbeiter
1. Quartal 1.Quartal 1. Quartal 1.Quartal 1. Quartal 1.Quartal
2001/2002 2002/2003 2001/2002 2002/2003 2001/2002 2002/2003 31.12.2001 30.09.2002 31.12.2002
Steel 2.607 2.937 2.632 2.792 – 26 72 50.962 50.184 49.935
Automotive 1.457 1.511 1.445 1.492 1 20 39.052 38.425 37.733
Elevator 954 954 850 820 72 81 27.915 28.768 28.771
Technologies 1.671 1.338 1.278 1.363 – 7 – 4 32.592 32.781 32.003
Materials 1.945 2.155 2.003 2.144 – 5 14 14.154 13.743 13.674
Serv 639 650 600 597 17 9 25.166 25.932 24.901
Real Estate 77 78 77 78 28 20 778 745 746
Corporate 16 9 16 9 – 53 – 68 684 676 676
Konsolidierung – 509 – 592 – 562 – 596 1 – 3
Konzern 8.857 9.040 8.339 8.699 28 141 191.303 191.254 188.439
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

ThyssenKrupp

"Das Gute an guten Ideen ist, dass man sie weltweit versteht."

Dipl.-Ing. Heiko Lobach, Leiter Fahrzeuglinien, ThyssenKrupp Transrapid, Kassel, Deutschland

Entwickelt in Deutschland, erstmals eingesetzt in China – nicht nur durch seine Höchstgeschwindigkeit lässt der Transrapid die Welt ein wenig kleiner erscheinen.

manchmal dauert es etwas länger, bis man die früchte seiner arbeit ernten kann. Im Falle des Transrapid waren es fast 20 Jahre, die zwischen den ersten Testfahrten im Emsland und dem Startschuss für die kommerzielle Nutzung in China vergingen. Doch inzwischen ist die 30 Kilometer lange Strecke zwischen Flughafen und Finanzzentrum der dynamischen Metropole Shanghai fertig und die Jungfernfahrt wurde erfolgreich absolviert – mit so prominenten Passagieren wie Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji und Bundeskanzler Gerhard Schröder. Anfang 2004 startet der kommerzielle Betrieb. Bei Tempo 430 km/h benötigen die Fahrgäste dann für die Strecke nur noch circa 7,5 Minuten. Schon im Jahr 2005 werden rund 10 Millionen Fahrgäste für den Transrapid erwartet. Ein schöner Erfolg für eine Idee, die ihrer Zeit zunächst viel zu weit voraus schien. Doch oft reicht es eben, einfach an die Zukunft zu glauben, um eine zu haben.

Konjunkturelles Umfeld

Die Weltwirtschaft hat sich im zweiten Halbjahr 2002 enttäuschend entwickelt. Die noch zu Beginn des Vorjahres erstellten Prognosen für eine zügige konjunkturelle Erholung haben sich als zu optimistisch erwiesen. Das Wirtschaftsklima war in den letzten Monaten wieder deutlich eingetrübt.

Regional sehr unterschiedlich war die Lage in den Emerging Markets. Während die asiatischen Schwellenländer hohe Wachstumsraten erzielten, überwogen in Lateinamerika rezessive Tendenzen. Überwiegend günstig entwickelten sich die mittel- und osteuropäischen Länder sowie die gus-Staaten.

Trotz einiger positiver Signale hat sich die us-Konjunktur noch nicht gefestigt. Die Unsicherheiten in Bezug auf den Irak belasten sowohl die Konsumneigung als auch die privaten Investitionen. Expansive Impulse kamen dagegen von höheren Staatsausgaben. Japan leidet weiterhin an der Schwäche der Binnenkonjunktur.

Nur ein sehr geringes Wachstumstempo gab es zum Jahresende 2002 hin auch in Euroland. Die anhaltenden politischen Unsicherheiten, die nur langsame Erholung in den usa und der zuletzt stärkere Euro haben die konjunkturelle Entwicklung beeinträchtigt. Besonders schwach war die Entwicklung in Deutschland; das geringe Wirtschaftswachstum wurde im Wesentlichen vom Export getragen, während die Binnennachfrage zurückging.

In den für ThyssenKrupp wichtigen Branchen war die Entwicklung uneinheitlich:

  • " Der Stahlmarkt zeigte sich im Berichtsquartal trotz des anhaltend labilen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes in mengenmäßig stabiler Verfassung. Der westeuropäische Stahlmarkt war im Jahr 2002 zwar durch einen niedrigeren Stahlverbrauch gekennzeichnet, wegen des deutlich gesunkenen Importdrucks und maßvollen Lieferverhaltens der westeuropäischen Anbieter geriet er jedoch nicht aus der Balance. Die notwendigen Preiserhöhungen wurden daher wie geplant bei allen wichtigen Kundengruppen durchgesetzt.
  • " Die Fahrzeugnachfrage in den usa hat sich im letzten Quartal 2002 gegenüber dem Vorjahr merklich abgeschwächt; die Produktionszahlen, insbesondere bei leichten Nkw, zeigten aber noch Zuwächse. In Brasilien hat sich die Lage wieder verbessert. Die Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa waren insgesamt stabil, wobei allerdings ein leichter Rückgang auf dem deutschen Markt zu verzeichnen war.
  • " Die Investitionsneigung blieb auch Ende 2002 schwach. Entsprechend gedrückt war die Nachfrage im Investitionsgütersektor. Starke Rückgänge verzeichnet weiterhin der Werkzeugmaschinenmarkt in den usa. Auch im deutschen Maschinenbau gab es Produktionseinbußen.
  • " Unverändert schwierig blieb auch die Lage in der deutschen Bauwirtschaft, insbesondere im Wohnungsbau.

Geschäftslage

Umsatz und Auftragseingang

Das schwache konjunkturelle Umfeld hat die Geschäftsentwicklung im 1. Quartal 2002/2003 belastet. Dennoch haben sich sowohl die Auftragslage als auch der Umsatz verbessert.

Der Auftragseingang stieg leicht um 2 % auf 9,0 Mrd €. Kräftige Zuwächse verzeichneten die Segmente Steel und Materials. Nur bei Technologies gab es einen Rückgang, der seine Ursache in einer zeitlichen Verschiebung bei langfristigen Projekten hat.

Der Konzernumsatz übertraf im 1. Quartal 2002/2003 mit 8,7 Mrd € den Vorjahreswert um 4 %. Die höchsten Umsatzzuwächse gab es bei Steel, Technologies und Materials. Leicht unter dem Vorjahresquartal lagen Elevator und Serv.

UMSATZ
in Mrd €
2001/2002
1. Quartal 8,3
1. Halbjahr 17,4
9 Monate 27,0
12 Monate 36,7
2002/2003
1. Quartal 8,7

Ergebnis

Im 1. Quartal 2002/2003 erreichte ThyssenKrupp einen Gewinn vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter in Höhe von 141 Mio €. Das war eine Steigerung um 113 Mio € gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres, in dem Gewinne aus der Veräußerung von Kone-Aktien in Höhe von 23 Mio € enthalten waren. Bereinigt man diesen Sondereffekt im Vergleichsquartal des Vorjahres, beträgt die Ergebnissteigerung 136 Mio €.

Vor allem das Segment Steel bewirkte den signifikanten Ergebnisanstieg. Aber auch Automotive, Elevator, Technologies und Materials verbesserten sich, wobei Elevator den Gewinn auf hohem Niveau steigerte. Serv und Real Estate verschlechterten sich. Einzelheiten der wirtschaftlichen Entwicklung sind bei den einzelnen Segmenten aufgeführt.

ERGEBNIS*
in Mio €
2001/2002
1. Quartal 28
1. Halbjahr 124
9 Monate 440
12 Monate 762
2002/2003
1. Quartal 141
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Gemäß sfas 142 ist die Sonderabschreibung aus der erstmaligen Anwendung dieser Vorschrift im Jahresüberschuss des 1. Quartals 2001/2002 rückwirkend als "Ergebnis aus der Änderung von Bilanzierungsgrundsätzen" zu berücksichtigen. Nach Einrechnung dieses Effektes beträgt der Jahresüberschuss –320 Mio € für das 1. Quartal 2001/2002; im Vorjahresbericht waren für diesen Zeitraum 18 Mio € veröffentlicht worden. Einzelheiten sind Anhang-Nr. (3) auf den Seiten 22 und 23 zu entnehmen.

Nach Abzug von Ertragsteuern in Höhe von 47 Mio € und Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 1. Quartal 2002/2003 ein Jahresüberschuss von 81 Mio € gegenüber –320 Mio € für den Vergleichszeitraum des Vorjahres. Berücksichtigt man, dass im 1. Quartal 2001/2002 der Gewinn aus dem Verkauf von Kone-Aktien sowie das "Ergebnis aus der Änderung von Bilanzierungsgrundsätzen" enthalten waren, ist das Ergebnis pro Aktie von –0,01 € für das 1. Quartal 2001/2002 auf 0,16 € für das 1. Quartal 2002/2003 gestiegen.

Netto-Finanzverbindlichkeiten und Investitionen

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2002 betrugen 4,9 Mrd €. Im Vergleich zum 30. September sind die Netto-Finanzverbindlichkeiten um rund 120 Mio € angestiegen. Der Anstieg resultiert aus den im 1. Geschäftsjahresquartal üblichen Liquiditätsabflüssen. Gegenläufig wirkte sich die Abwertung des us-Dollar gegenüber dem Euro aus. Gegenüber dem 31. Dezember 2001 haben sich die Netto-Finanzverbindlichkeiten um 2,3 Mrd € vermindert.

Die Investitionen erreichten im 1. Quartal 2002/2003 358 Mio €, dies sind 27 % weniger als im Vorjahr. In Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden 313 Mio € investiert, die übrigen 45 Mio € entfielen auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere Finanzanlagen. Damit setzt ThyssenKrupp die konjunkturell bedingte, restriktive Investitionspolitik fort.

Mitarbeiter

ThyssenKrupp beschäftigte am 31. Dezember 2002 weltweit 188.439 Mitarbeiter, 2.815 oder 1,5 % weniger als am Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Bedingt durch strukturelle und operative Veränderungen sind im 1. Quartal 2002/2003 mehr als 1.900 Mitarbeiter in den Konzern eingetreten, während über 4.700 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben.

Den größten Belegschaftsrückgang gab es bei Automotive, Technologies und Serv. In Deutschland verringerte sich die Belegschaft um 1,0 % auf 101.798; im Ausland, wo auch mehrere Gesellschaften verkauft wurden, um 2,0 % auf 86.641.

Segmente

Steel

SEGMENT STEEL IN ZAHLEN 1. Quartal
2001/2002 2002/2003
Auftragseingang Mio € 2.607 2.937
Umsatz Mio € 2.632 2.792
Ergebnis* Mio € – 26 72
Mitarbeiter (31.12.) 50.962 49.935
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Im Segment Steel verbesserte sich der Auftragseingang im 1. Quartal 2002/2003 um 13 % auf 2,9 Mrd € und erreichte damit wieder früheres Niveau. Der Umsatz konnte auf 2,8 Mrd € ausgeweitet werden. Gegenüber dem mengenmäßig schwachen Vergleichsquartal des Vorjahres bedeutet dies einen Anstieg um 6 %. Die Rohstahlproduktion erreichte ein Volumen von 4,3 Mio t und lag damit um 9 % über Vorjahr.

In der Business Unit Carbon Steel stieg der Auftragseingang auf Grund höherer Nachfrage und verbesserter Erlöse um 16 % auf 1,8 Mrd €. Insbesondere die Bestellungen seitens der Automobilindustrie waren unverändert stabil. Die Auftragslage gewährleistete eine befriedigende Auslastung der Kernaggregate. Der Umsatz nahm im Vorjahresvergleich um 8 % auf 1,7 Mrd € zu. Ursächlich waren auch hier vor allem höhere Mengen, die auch eine schrittweise Anhebung der Preise erlaubten.

Die Business Unit Stainless Steel konnte wegen der positiven Nachfrageentwicklung auf dem Rostfrei-Markt im 1. Quartal 2002/2003 den Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 4 % auf 0,9 Mrd € erhöhen. Vor allem bei dem Kernprodukt Kaltband war eine deutliche Steigerung der Buchungen zu verzeichnen. Der Umsatz von Stainless Steel stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 3 % auf 0,9 Mrd €. Die Gesamtlieferungen lagen leicht über dem Vorjahresniveau. Die Basispreiserhöhung aus dem letzten Quartal 2001/2002 für rostfreie Flachprodukte konnte wegen der anhaltend guten Nachfrage auch in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres auf dem Markt durchgesetzt werden. Die Legierungszuschläge hielten sich auf Grund der Rohstoffpreisentwicklung weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Bereich der Nickelbasislegierungen blieb der Umsatz unter dem Vorjahreswert. Negativ hat sich hier die schwache Entwicklung in der Luftfahrtindustrie sowie im Markt für Elektronikbauteile ausgewirkt.

Die Business Unit Special Materials, in der das Geschäft mit Sonderwerkstoffen zusammengefasst ist, verzeichnete einen Umsatz von 368 Mio €. Das Umsatzplus von 13 % geht wesentlich auf die erst im zweiten Halbjahr 2001/2002 erfolgte Zuordnung von ThyssenKrupp Electrical Steel ast zurück.

Steel erreichte im 1. Quartal 2002/2003 einen Gewinn von 72 Mio €. Im 1. Quartal des Vorjahres betrug der Verlust 26 Mio €. Zu der Ergebnisverbesserung trugen sowohl die Business Unit Carbon Steel als auch die Business Unit Stainless Steel bei.

Carbon Steel erzielte einen Gewinn von 27 Mio €; dies sind 71 Mio € mehr als im 1. Quartal des Vorjahres. Die Ergebnisverbesserung ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass das Versandvolumen wieder auf ein normales Niveau erhöht wurde. Die durchgesetzten Preiserhöhungen wirkten dagegen nur mit zeitlicher Verzögerung. Stainless Steel verbesserte den Gewinn gegenüber dem 1. Vorjahresquartal um 44 Mio € auf 49 Mio €. Mengen- und Erlössteigerungen bei den rostfreien Flachprodukten haben den Ergebnisrückgang im Bereich Nickelbasislegierungen mehr als ausgeglichen. Special Materials weist einen Verlust von 9 Mio € aus nach einem Gewinn von 8 Mio € im 1. Vorjahresquartal; alle Produktbereiche hatten Ergebnisrückgänge. Ursächlich dafür waren im Wesentlichen Verschiebungen im Produktportfolio.

Automotive

SEGMENT AUTOMOTIVE IN ZAHLEN 1. Quartal
2001/2002 2002/2003
Auftragseingang Mio € 1.457 1.511
Umsatz Mio € 1.445 1.492
Ergebnis* Mio € 1 20
Mitarbeiter (31.12.) 39.052 37.733
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Das Segment Automotive erzielte im 1. Quartal 2002/2003 einen Umsatz von 1,5 Mrd € und damit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal von 3 %. Diese Ausweitung wurde trotz Belastungen aus der Aufwertung des Euro gegenüber us-Dollar und brasilianischem Real erreicht.

Die leicht rückläufige Pkw-Produktion in Nordamerika hat das Geschäft unserer Werke im Nafta-Raum belastet. Dagegen hat sich das amerikanische Nutzfahrzeuggeschäft entgegen den Erwartungen stabil entwickelt. Sowohl in Europa als auch im Nafta-Raum führte der Produktionsanlauf neuer Fahrzeuge zu zusätzlichen Umsätzen, wodurch insbesondere die negativen Einflüsse aus der rückläufigen Konjunktur in Westeuropa überkompensiert werden konnten.

Automotive verbesserte den Gewinn im 1. Quartal 2002/2003 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 19 Mio € auf 20 Mio €. Die Verbesserung ist Resultat gestiegener Umsätze sowie der im letzten Geschäftsjahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen. In allen Teilbereichen des Segments wurden auch im 1. Quartal 2002/2003 die Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität fortgeführt und Kostenvorteile realisiert.

Die Business Unit Powertrain erhöhte ihren Gewinn deutlich. Die brasilianischen Aktivitäten waren im Exportgeschäft erfolgreich, gestützt durch günstige Währungsrelationen. Auch die Business Unit Chassis steigerte ihr Ergebnis infolge des Umsatzzuwachses. Der Verlust der Business Unit Body hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erhöht. Zwar sind auch hier erste Erfolge der Restrukturierungen in Nordamerika erkennbar, es fielen aber noch Aufwendungen als Folge der Aufgabe von Standorten an.

Elevator

1. Quartal
2001/2002 2002/2003
Auftragseingang Mio € 954 954
Umsatz Mio € 850 820
Ergebnis* Mio € 72 81
Mitarbeiter (31.12.) 27.915 28.771
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter
SEGMENT ELEVATOR IN ZAHLEN

Elevator hat trotz der weltweit schwachen konjunkturellen Lage seine gute Marktposition behauptet. Der Auftragseingang erreichte mit 954 Mio € erneut das hohe Vorjahresniveau. Nahezu alle Business Units konnten sich im Vergleich zum 1. Quartal 2001/2002 steigern. Bedingt durch negative Wechselkurseffekte war der Auftragseingang in der größten Business Unit North America/Australia rückläufig. Auch beim Umsatz führten die Wechselkurseinflüsse im Nordamerika-Geschäft dazu, dass trotz der gestiegenen Umsätze in den anderen Business Units der Gesamtumsatz mit 820 Mio € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht niedriger war.

In der Business Unit Germany/Austria/Switzerland konnte entgegen der weiterhin sehr schwachen Baukonjunktur der Umsatz auf Grund intensivierter Marktbearbeitung gesteigert werden. Das Geschäft in Frankreich und in den Benelux-Ländern verlief stabil. Die Business Unit Spain/Portugal/Latin America blieb auch angesichts der wirtschaftlich instabilen Lage in Südamerika auf Expansionskurs; das unterstreicht die erfolgreiche Entwicklung auf der iberischen Halbinsel. In der Business Unit North America/Australia war der Umsatz in us-Dollar auf Vorjahreshöhe. In den übrigen Ländern konnte durch Akquisitionen und intensivere Marktbearbeitung das Geschäftsvolumen deutlich gesteigert werden. Erfreulich entwickelten sich insbesondere unsere Aktivitäten in China. In der Business Unit Passenger Boarding Bridges hat sich bei rückläufigem Umsatz der Auftragseingang durch die Akquisition eines Großprojektes verfünffacht; für den Flughafen Madrid-Barajas werden wir 81 Fluggastbrücken liefern. Zuwächse erzielte auch die Business Unit Accessibility.

Das Segment Elevator erzielte im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2002/ 2003 ein Ergebnis von 81 Mio € und liegt damit um 9 Mio € über dem Wert des Vorjahres.

Wesentliche Beiträge zu dieser Ergebnissteigerung erbrachten insbesondere die Business Units Germany/Austria/Switzerland, Spain/Portugal/Latin America und Accessibility. Ursächlich dafür sind in Deutschland und innerhalb der Business Unit Accessibility die ersten Erfolge der durchgeführten Strukturveränderungen. Die Business Unit Spain/Portugal/Latin America erzielte wegen der erfolgreichen Geschäftsentwicklung auf der iberischen Halbinsel eine Ergebnissteigerung. Die Business Unit North America/Australia leistete wiederum den größten Ergebnisbeitrag und konnte trotz negativer Wechselkurseffekte das gute Vorjahresergebnis nochmals leicht steigern. Erfreulich war auch die Gewinnentwicklung in China und in Großbritannien. Die Business Units France/Benelux und Passenger Boarding Bridges lagen mit ihrem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres.

Technologies

SEGMENT TECHNOLOGIES IN ZAHLEN 1. Quartal
2001/2002 2002/2003
Auftragseingang Mio € 1.671 1.338
Umsatz Mio € 1.278 1.363
Ergebnis* Mio € – 7 – 4
Mitarbeiter (31.12.) 32.592 32.003
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Im Segment Technologies erreichte der Auftragseingang im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 1,3 Mrd €, 20 % weniger als im Vorjahresquartal. Der Rückgang entfällt im Wesentlichen auf den Bereich Marine, der im Vorjahr einen Korvettenauftrag der Bundesmarine einbuchen konnte. Eine gute Ordertätigkeit verzeichnete der Bereich Plant Technology. Im Bereich Production Systems verzeichnete die Karosserietechnik eine höhere Nachfrage. Rückläufig entwickelte sich dagegen der Auftragseingang in der Zerspanung, insbesondere im Systemgeschäft. Auch der Bereich Mechanical Engineering weist geringere Neubestellungen aus.

Technologies erhöhte im 1. Quartal 2002/2003 den Umsatz um 7 % auf 1,4 Mrd €. Zu diesem Umsatzanstieg trug im Wesentlichen Marine mit einer guten Geschäftstätigkeit im Reparaturbereich und Umsatzabrechnungen aus dem Auftragsbestand bei. Auch Plant Technology erreichte im 1. Quartal abrechnungsbedingt einen höheren Umsatz. Bei Production Systems wirkten sich die weiterhin schwache Nachfrage in den usa sowie Umsatzverschiebungen in der Zerspanung negativ aus. Der geringere Umsatz im Bereich Mechanical Engineering ist zum Teil desinvestitionsbedingt, resultiert aber auch aus einer schwächeren Marktverfassung. Höhere Umsätze konnten aus dem Transrapid-Auftrag Shanghai erzielt werden.

Technologies erwirtschaftete im 1. Quartal 2002/2003 einen Verlust von 4 Mio € und hat sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal leicht verbessert.

Im Bereich Production Systems blieb die Zerspanung im 1. Quartal 2002/2003 wie im 1. Quartal des Vorjahres deutlich im Verlust. Plant Technology erzielte nach einem Verlust im Vorjahr wieder Gewinn. Dies resultiert im Wesentlichen aus verbesserten Ergebnissen bei Uhde. Durch die Endabrechnung eines Großauftrags steigerte Marine das Ergebnis deutlich. Im Bereich Mechanical Engineering verschlechterte sich das Ergebnis gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres infolge der anhaltend schwachen Nachfrage in den bauabhängigen Bereichen.

Materials

SEGMENT MATERIALS IN ZAHLEN 1. Quartal
2001/2002 2002/2003
Auftragseingang Mio € 1.945 2.155
Umsatz Mio € 2.003 2.144
Ergebnis* Mio € – 5 14
Mitarbeiter (31.12.) 14.154 13.674
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Das Segment Materials erreichte im 1. Quartal 2002/2003 einen Umsatz von 2,1 Mrd €. Gegenüber dem sehr schwachen Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Anstieg um 7 %. Alle Business Units konnten ihre Umsätze ausweiten. Dies ist auf ein entsprechendes Mengenwachstum zurückzuführen. Dagegen hielt der starke Preis- und Wettbewerbsdruck auch im Berichtszeitraum unverändert an. Insbesondere im Lagergeschäft konnten die Preiserhöhungen der Werke nicht an die Kunden weitergegeben werden.

Materials erwirtschaftete im 1. Quartal 2002/2003 einen Gewinn von 14 Mio € nach einem Verlust von 5 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Dies entspricht einer Verbesserung um 19 Mio €. Alle Business Units haben die Ergebnisse des 1. Vorjahresquartals gesteigert und erzielten positive Ergebnisbeiträge. Den größten Ergebnisbeitrag leistete Special Products.

Serv

SEGMENT SERV IN ZAHLEN 1. Quartal
2001/2002 2002/2003
Auftragseingang Mio € 639 650
Umsatz Mio € 600 597
Ergebnis* Mio € 17 9
Mitarbeiter (31.12.) 25.166 24.901
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Im Segment Serv betrug der Umsatz in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 597 Mio €, 1 % weniger als in der Vergleichszeit des Vorjahres. Dieser Rückgang ist nahezu ausschließlich auf die Business Unit Construction Services zurückzuführen; das Verkaufs- und Vermietungsgeschäft von Schalungen und Gerüsten ist in Folge der anhaltenden Krise in der Bauwirtschaft weiter deutlich gesunken. Die Entwicklung in den übrigen Business Units war stabil; die Kernaktivitäten konnten gegen den Markttrend weiter ausgebaut werden.

Das Segment Serv erreichte ein Ergebnis von 9 Mio €, dies sind 8 Mio € weniger als im 1. Quartal des Vorjahres. Das Ergebnis des Berichtszeitraums ist durch Aufwendungen in Folge der Veräußerung der Umweltaktivitäten belastet. Das Ergebnis des Vorjahresquartals enthielt auch positive Einmaleffekte aus dem Wegfall von Projektrisiken.

Bei Real Estate erreichte der Umsatz im 1. Quartal 2002/2003 mit 78 Mio € das Vorjahresniveau. Mit einem Anteil von 77 % war die Business Unit Wohnimmobilien der Hauptumsatzträger. Das Ergebnis betrug 20 Mio € und liegt damit um 8 Mio € unter dem 1. Quartal des Vorjahres, in dem ein Gewinn aus dem Verkauf von rund 1.400 Wohnungen enthalten war.

Corporate umfasst neben der Konzernverwaltung auch die den einzelnen Segmenten nicht zugeordneten Gesellschaften. Deren Umsatz betrug im 1. Quartal 2002/2003 insgesamt 9 Mio €. Das Ergebnis von Corporate betrug –68 Mio €. Das Ergebnis des Vergleichsquartals im Vorjahr betrug –53 Mio € und enthielt einen Gewinn aus der Veräußerung von Kone-Aktien von 23 Mio €.

Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.

ThyssenKrupp best

Das konzernweite Effizienzsteigerungsprogramm ThyssenKrupp best hat seine dynamische Entwicklung auch in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres fortgesetzt. Zum Ende des Berichtszeitraums, also etwa ein Jahr nach Beginn der Umsetzungsphase, umfasst die Projektlandschaft mehr als 1.300 Projekte. Die Internationalisierung des Programms ist ebenfalls weiter vorangeschritten. Neben Unternehmen in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika sind jetzt auch Gesellschaften in Asien in ThyssenKrupp best einbezogen. Rund 150 Projekte wurden zwischenzeitlich abgeschlossen.

Die Schwerpunkte des Programms liegen bei den vier Initiativen Operative Effizienz, Vertriebsführerschaft, Leistungsqualität und Kapitalproduktivität. Dabei setzen die Projekte an allen wesentlichen Stellhebeln zur Wertsteigerung an; zahlreiche engagiert vorangetriebene Vorhaben beschäftigen sich mit neuen Wegen, die Kosten zu verringern (Operative Effizienz), die Umsätze zu erhöhen (Vertriebsführerschaft) und den Produktnutzen für unsere Kunden zu steigern (Leistungsqualität) sowie das Anlagevermögen bzw. das "net working capital" zu optimieren (Kapitalproduktivität). Insgesamt entfallen rund 80 % der aktuellen Projekte auf diese Schwerpunkte.

Das Konzernprogramm wird auch im Geschäftsjahr 2002/2003 konsequent fortgeführt und weiterentwickelt. Neben der Umsetzung der bereits definierten Projekte sollen kontinuierlich neue Projekte zur Effizienzsteigerung aufgelegt werden. Hierzu sind erneute Untersuchungen in Vorbereitung, mit denen die Geschäftsprozesse der Konzernunternehmen auf weitere Verbesserungsmöglichkeiten hin überprüft werden.

Im laufenden Geschäftsjahr fließen auch verstärkt Vorschläge und Anregungen der Mitarbeiter in Projekte von ThyssenKrupp best ein. In zahlreichen Unternehmen des Konzerns gibt es ein bewährtes Betriebliches Vorschlagswesen, das Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter fördert. Außerdem bestehen zahlreiche so genannte kvp-Gruppen (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess), die ständig Verbesserungen bei Produkten und Betriebsorganisation entwickeln und umsetzen. Alle diese Aktivitäten werden künftig mit ThyssenKrupp best verknüpft. Wo solche Aktivitäten noch nicht bestehen, wird ihre Einführung durch entsprechende Projekte jetzt unterstützt.

Innovation

Den technischen Fortschritt weiter voranzutreiben und für unsere Kunden neue oder verbesserte Produkte und Verfahren zu entwickeln ist Aufgabe unserer rund 3.000 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker in den 40 Forschungs- und Entwicklungszentren von ThyssenKrupp. Sie arbeiten an gewichtsoptimierten Werkstoffen und maßgeschneiderten Fahrzeugkomponenten, konstruieren moderne Anlagentechnik für die internationale Chemieindustrie oder entwickeln beispielsweise internetbasierte Kommunikationslösungen. Unsere Magnetschwebe-Technologie setzt weltweit ebenso neue Maßstäbe wie ein innovatives Aufzugssystem, bei dem zwei Kabinen unabhängig voneinander in nur einem Aufzugsschacht operieren können. Mit ihren Ideen und Initiativen bringen unsere Forscher die Zukunft in Bewegung.

Transrapid-Strecke in Shanghai eröffnet

Die Jungfernfahrt auf der weltweit ersten kommerziellen Transrapid-Strecke in Shanghai hat am 31. Dezember 2002 eine neue Ära des spurgeführten Verkehrs eingeleitet. Mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhu Rongji an Bord erreichte die Magnetschwebebahn Transrapid auf der 30 km langen Strecke bereits die Betriebsgeschwindigkeit von 430 km/h. Fahrplanmäßiger Betrieb ist ab Anfang 2004 vorgesehen. Dann werden die Fahrzeuge auf einem Doppelspurfahrweg im Zehn-Minuten-Takt schweben. Die Fahrzeit beträgt knapp acht Minuten. Derzeit dauert die Fahrt mit Bus oder Taxi mehr als 45 Minuten. Schon im ersten Jahr wird für die Magnetschwebebahn ein Passagieraufkommen von zehn Millionen zwischen dem Finanzzentrum und dem Flughafen der Metropole erwartet. Im Jahr 2010 sollen es 20 Millionen Fahrgäste sein.

Der Transrapid, an dessen Entwicklung ThyssenKrupp mit seinem Segment Technologies von Anfang wesentlichen Anteil hatte, gilt als die erste grundlegende Innovation in der Bahntechnik seit Erfindung der Eisenbahn. Die Magnetschwebebahn funktioniert berührungsfrei und hat weder Räder, Achsen, Getriebe noch Stromabnehmer. Die Funktion von Rad und Schiene – das Tragen und Führen, Antreiben und Bremsen – übernimmt beim Transrapid ein berührungsloses Schwebe- und Antriebssystem. Es beruht auf den anziehenden Kräften zwischen den im Fahrzeug an beiden Seiten angeordneten Elektromagneten und den Statorpaketen, die unterhalb des Fahrwegs installiert sind.

Dabei ziehen die Tragmagnete das Fahrzeug von unten an den Fahrweg heran; die Führmagnete halten es seitlich in der Spur. Ein elektronisches Regelsystem stellt sicher, dass der Transrapid in einem stets gleichbleibenden Abstand von zehn Millimetern zu seinem Fahrweg schwebt.

Im Gegensatz zum klassischen Antriebsprinzip mit dem Motor im Fahrzeug ist der Antrieb beim Transrapid als Linearmotor im Fahrweg eingebaut. Mit ihm wird ein elektromagnetisches Wanderfeld erzeugt, von dem das Fahrzeug mitgezogen und auch wieder abgebremst wird. Das Schwebesystem und andere Energieverbraucher im Fahrzeug werden über Bordbatterien mit Strom versorgt, die während der Fahrt über Lineargeneratoren – natürlich auch berührungsfrei – geladen werden.

Die berührungsfreie Technik macht den Transrapid je nach Einsatzkonzept bis zu 500 km/h schnell; dabei ist er sicher und konkurrenzlos leise. Durch sein hohes Beschleunigungsvermögen kann er nicht nur auf großen Entfernungen, sondern auch auf kurzen und mittleren Strecken vorteilhaft eingesetzt werden. Wirtschaftlich öffnet die Magnetschwebebahn ebenfalls neue Wege: Bei etwa gleichem Investitionsaufwand sind ihre Betriebs- und Instandhaltungskosten deutlich niedriger als die von modernen Eisenbahnen.

Neben weiteren Strecken in China werden auch in anderen Ländern Transrapid-Verbindungen geprüft. In den usa wird eine 60 km lange Strecke zwischen Baltimore und Washington sowie eine 76 km lange Strecke in Pittsburgh als Flughafenanbinder diskutiert. Großes Interesse besteht auch in den Niederlanden.

Entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche internationale Vermarktung des Transrapid ist aber nach wie vor eine Anwendung in Deutschland. Aktuell in der Planung sind zwei

Strecken: der Metrorapid in Nordrhein-Westfalen und die Flughafenanbindung in München. Mit einer Magnetschnellbahn würde Nordrhein-Westfalen eine neue Qualität im öffentlichen Regionalverkehr gewinnen. Das Konzept sieht zunächst eine Trasse zwischen Düsseldorf und Dortmund mit sieben Haltepunkten vor. Bei einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 300 km/h benötigt der Metrorapid inklusive Haltezeiten für die 79 km lange Strecke nur 37 Minuten. Im Zehn-Minuten-Takt kann er mehr als 30 Millionen Passagiere jährlich befördern.

Ob als Hochgeschwindigkeitssystem auf mittleren und langen Strecken, als schnelles Regiosystem oder als schneller Flughafenzubringer, die Magnetschwebebahn erfüllt alle Anforderungen, die heute und morgen an ein modernes Verkehrssystem gestellt werden.

Weltpremiere für twin-Aufzüge

Mehr Mobilität für die Menschen ist auch das Ziel einer wegweisenden Innovation im Segment Elevator, die jetzt ebenfalls Weltpremiere feiern konnte. In einem Stuttgarter Universitätsgebäude hat ein neuartiges Aufzugssystem den Betrieb aufgenommen. twin heißt das System, bei dem zwei Kabinen in demselben Schacht unabhängig voneinander fahren können. Gegenüber der konventionellen Lösung – eine Aufzugskabine je Schacht – lassen sich z.B. bei einer so genannten Vierergruppe von Aufzügen 40 % mehr Personen befördern bzw. 25 % Bauvolumen – also ein kompletter Schacht – einsparen. Das zuständige Universitätsbauamt hatte sich für diese Pilotanlage entschieden, weil die alte Anlage dem Benutzerstrom nicht mehr gewachsen und der Ein- oder Anbau eines weiteren Aufzugsschachtes unmöglich war.

Die neuartige Technik funktioniert wie folgt: In einem Schacht sind zwei Kabinen übereinander angeordnet und benutzen die gleichen Führungsschienen. Die zwei twin-Kabinen sind nicht miteinander verbunden und können unabhängig voneinander übereinander liegende Etagen anfahren. Jeder Aufzug hat seinen eigenen Antrieb. Voraussetzung für das System ist eine intelligente Zielauswahlsteuerung, die entsprechend den Fahrtwünschen der Benutzer die Aufzugsbewegungen koordiniert. Ein neuartiges Sicherheitskonzept garantiert, dass beide Kabinen nicht zusammenstoßen können. In der ersten Stufe erteilt die Zielauswahlsteuerung die Fahrbefehle so, dass sich die Kabinen nicht gegenseitig behindern. Mit der zweiten Stufe werden die Mindestabstände der Kabinen überwacht; ein betriebsmäßiger Halt ist jederzeit möglich, um den geforderten Sicherheitsabstand einzuhalten.

Das innovative Aufzugssystem ist für Gebäude ab einer Förderhöhe von 50 Metern geeignet. Es können sowohl vorhandene Anlagen modernisiert als auch Neuanlagen gebaut werden. Der gewonnene Platz kann beispielsweise für die Verlegung zusätzlicher technischer Verbindungen wie der Klimatechnik genutzt werden.

Gemeinsam haben Transrapid und twin, dass die grundlegenden technischen Erkenntnisse dafür schon relativ alt sind. Bereits im Jahr 1931 wurde das erste Patent eines Aufzugs mit zwei Kabinen in einem Schacht angemeldet; 1935 gab es das Patent für eine "Schwebebahn mit räderlosen Fahrzeugen". Erst in den letzten Jahren waren aber die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen geschaffen, diese Visionen bei ThyssenKrupp erfolgreich umzusetzen und die Ideen in Innovationen umzuwandeln. Das technische Wissen aus Forschung und Entwicklung ist ein wichtiger und zukunftsorientierter Aktivposten unseres Unternehmens.

Corporate Governance

Eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle hat bei ThyssenKrupp traditionell einen hohen Stellenwert. International und national anerkannte Standards auf diesem Gebiet haben wir bereits vor der Veröffentlichung des Deutschen Corporate Governance Kodex berücksichtigt. Den Kodex-Empfehlungen entspricht ThyssenKrupp mit lediglich einer Ausnahme; Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden bisher nicht gesondert vergütet. Der Hauptversammlung am 21. Februar 2003 wird vorgeschlagen, die Satzung der Gesellschaft um eine entsprechende Regelung zu ergänzen. Darüber hinaus folgt ThyssenKrupp weitgehend auch den zusätzlichen Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. So wird im Geschäftsbericht 2001/ 2002 beispielsweise die Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder individualisiert angegeben.

Die Aktionäre der ThyssenKrupp ag nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Über wesentliche Termine werden sie regelmäßig mit einem Finanzkalender unterrichtet, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht wird. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Weisungen zur Stimmrechtsausübung können im Vorfeld der Hauptversammlung am 21. Februar 2003 erstmals auch über elektronische Medien erteilt werden.

Auf unserer Website www.thyssenkrupp.com haben wir für Sie neben umfangreichen Informationen und Zahlen über den Konzern, seine Struktur und Organe, den Geschäftsverlauf und die Aktienkursentwicklung auch zahlreiche Details über die bei ThyssenKrupp praktizierte Corporate Governance zusammengestellt. Ein Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat dazu gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch im Geschäftsbericht 2001/2002 auf den Seiten 34-39 enthalten.

Ausblick

Trotz der weiterhin gedämpften Konjunkturerwartungen gehen wir auch für das 2. Quartal 2002/2003 von einer deutlichen Steigerung beim Ergebnis vor Steuern gegenüber dem 2. Quartal des vergangenen Geschäftsjahres aus. Angesichts der konjunkturellen und politischen Unsicherheiten lässt sich auch heute für das zweite Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres keine verlässliche Einschätzung vornehmen.

Unter der Voraussetzung, dass sich die Rahmenbedingungen zumindest nicht weiter verschlechtern, streben wir für das Geschäftsjahr 2002/2003 an, das Ergebnis erheblich zu verbessern. Dies würde uns einen wesentlichen Schritt dem Ziel näher bringen, im Geschäftsjahr 2003/2004 ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 1,5 Mrd € zu erreichen.

Unser mittelfristiges Ziel-Gearing von rund 60 % haben wir bereits zum 30. September 2002 erreicht, indem wir die Netto-Finanzverbindlichkeiten auf 4,7 Mrd € abbauen konnten. Die Einhaltung dieses Ziel-Gearings hat für uns auch im laufenden Geschäftsjahr Priorität.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 1. Quartal
2001/2002*
1. Quartal
2002/2003
Umsatzerlöse 8 8.339 8.699
Umsatzkosten – 6.951 – 7.153
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.388 1.546
Vertriebskosten – 714 – 703
Allgemeine Verwaltungskosten – 628 – 618
Sonstige betriebliche Erträge 148 112
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 125 – 152
Ergebnis aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften 2 – 2
Betriebliches Ergebnis 71 183
Finanzergebnis – 43 – 42
Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter und
Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen
8 28 141
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 10 – 47
Anteile anderer Gesellschafter am Gewinn/Verlust 0 – 13
Ergebnis vor Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen 18 81
Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen (nach Steuern) 3 *
– 338
0
Konzern-Jahresüberschuss 3 *
– 320
81
Ergebnis je Aktie 3
9
*
– 0,62
0,16
* Geändert unter Berücksichtigung der Erstanwendung von SFAS 142

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.

Konzern-Bilanz

AKTIVA
in Mio € Anhang-Nr. 30.09.2002 31.12.2002
Immaterielle Vermögensgegenstände 4 3.691 3.563
Sachanlagen 11.609 11.367
Finanzanlagen 955 964
Anlagevermögen 16.255 15.894
Vorräte 6.001 6.216
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.353 4.883
Übrige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 1.357 1.359
Wertpapiere 20 22
Flüssige Mittel 921 920
Umlaufvermögen 13.652 13.400
Latente Steuern 1.003 979
Rechnungsabgrenzungsposten 250 253
Summe Aktiva 31.160 30.526
PASSIVA
in Mio €
Anhang-Nr.
30.09.2002 31.12.2002
Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317
Kapitalrücklage 4.684 4.684
Gewinnrücklagen 2.484 2.565
Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen – 198 – 264
Eigenkapital
5
8.287 8.302
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 297 275
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.065 6.980
Übrige Rückstellungen 3.066 2.912
Rückstellungen 10.131 9.892
Finanzverbindlichkeiten 5.683 5.806
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.128 2.727
Übrige Verbindlichkeiten 3.013 2.919
Verbindlichkeiten 11.824 11.452
Latente Steuern 556 542
Rechnungsabgrenzungsposten 65 63
Summe Passiva 31.160 30.526

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Mio € 1. Quartal
2001/2002*
1. Quartal
2002/2003
Konzern-Jahresüberschuss – 320 81
Anpassungen des Konzern-Jahresüberschusses für die Überleitung
zum Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit:
Gewinn/Verlust aus Anteilen anderer Gesellschafter 0 13
Abschreibungen Anlagevermögen 739
*
399
Ergebnisse aus at equity bewerteten Unternehmen, soweit nicht
zahlungswirksam
– 11 – 3
Ergebnis aus Anlagenabgang – 36 – 1
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus
Konsolidierungskreisveränderungen:
- Vorräte – 223 – 220
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 301 458
- Übrige Aktiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit – 187
*
– 54
- Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 14 – 13
- Übrige Rückstellungen – 169 – 118
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 465 – 396
- Übrige Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 115 – 81
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit – 270 65
Investitionen Finanzanlagen – 98 – 45
Übernommene Flüssige Mittel aus dem Erwerb von
konsolidierten Gesellschaften
3 0
Investitionen Sachanlagen – 378 – 305
Investitionen Immaterielle Vermögensgegenstände – 12 – 8
Desinvestitionen Finanzanlagen 75 18
Abgegebene Flüssige Mittel aus dem Verkauf von
konsolidierten Gesellschaften
0 – 2
Desinvestitionen Sachanlagen 94 34
Desinvestitionen Immaterielle Vermögensgegenstände 1 7
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit – 315 – 301
Abnahme Anleihen – 1 – 1
Zunahme Verbindlichkeiten Kreditinstitute 375 56
Zunahme Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 50 184
Abnahme Akzeptverbindlichkeiten 0 – 1
Zunahme Wertpapiere des Umlaufvermögens –5 – 2
Sonstige Finanzierungsvorgänge –36 6
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 383 242
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Flüssigen Mittel 21 – 7
Abnahme der Flüssigen Mittel – 181 – 1
Flüssige Mittel am Beginn der Berichtsperiode 1.234 921
Flüssige Mittel am Ende der Berichtsperiode 1.053 920
* Geändert unter Berücksichtigung der Erstanwendung von SFAS 142

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Der vorliegende ungeprüfte Konzernabschluss zum Zwischenbericht bildet die Geschäftstätigkeit der ThyssenKrupp ag und ihrer Tochtergesellschaften (des "Konzerns") ab. Die Abschlusserstellung erfolgt unter Beachtung der us-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätze, der Generally Accepted Accounting Principles (us-gaap) für Zwischenberichterstattung. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß us-gaap für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlich sind.

Der vorliegende Konzernabschluss zum Zwischenbericht wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen, die nach Art und Umfang keine Abschlussprüfung darstellt. Er enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertragslage zum Zwischenbericht erforderlich sind. Die Ergebnisse der ersten drei Monate bis zum 31. Dezember 2002 lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung künftiger Ergebnisse zu.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des letzten Konzernabschlusses zum Geschäftsjahresende. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Finanzbericht unseres Geschäftsberichts 2001/2002 veröffentlicht.

Die Vergleichszahlen wurden an den Ausweis der Berichtsperiode angepasst.

Im Juni 2001 hat das fasb das Statement fas 143 "Accounting for Asset Retirement Obligations" herausgegeben. Dieses Statement behandelt die Bilanzierungs- und Erläuterungspflichten von Verpflichtungen, die in Verbindung mit dem Abgang oder der Stilllegung von langlebigen Sachanlagen entstehen und der damit verbundenen Aufwendungen. sfas 143 ist zum 01. Oktober 2002 anzuwenden. Der Konzern hat die Implementierung des neuen Standards noch nicht vollständig abgeschlossen und beabsichtigt daher, die im Rahmen der Erstanwendung von sfas 143 erforderlichen Anpassungen rückwirkend in seinem Bericht zum 2. Quartal vorzunehmen.

Im August 2001 hat das fasb das Statement fas 144 "Accounting for the Impairment or Disposal of Long-Lived Assets" herausgegeben, das die Bilanzierungs- und Erläuterungspflichten bei außerplanmäßiger Wertminderung ("impairment") und bei Abgang langlebiger Vermögensgegenstände behandelt. sfas 144 übernimmt die Verpflichtung von apb Opinion Nr. 30 zur separaten Berichterstattung über nicht fortgeführte Aktivitäten ("discontinued operations"), wobei der Gegenstand der Berichterstattung auf Unternehmensteile ausgeweitet wird ("component of an entity" statt "segment of a business"). Die Erstanwendung von sfas 144 zum 01. Oktober 2002 hatte keinen wesentlichen Einfluss auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Im Juni 2002 hat das fasb das Statement fas 146 "Accounting for Costs Associated with Exit or Disposal Activities" herausgegeben. sfas 146 verlangt, dass die mit der Aufgabe von Geschäftsaktivitäten verbundenen Kosten erst dann bilanziell berücksichtigt werden, wenn die Verbindlichkeiten tatsächlich entstanden sind, und nicht schon, wenn der Plan zur Betriebsaufgabe gefasst wird. Die Vorschriften von sfas 146 sind auf alle Aufgabeaktivitäten anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2002 stattfinden. Zwar ist davon auszugehen, dass die Anwendung von sfas 146 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss haben wird, doch ist mit zeitlichen Verschiebungen bei Ansatz und Bewertung von Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Aufgabe von Aktivitäten stehen, zu rechnen.

Im November 2002 hat das fasb die Interpretation Nr. 45, "Guarantor's Accounting and Disclosure Requirements for Guarantees, Including Indirect Guarantees of Indebtedness of Others" herausgegeben. Nach dieser Interpretation hat der Garantiegeber zum Zeitpunkt der Garantiestellung Grundlagen der Berichterstattung 1

eine Rückstellung in Höhe des Zeitwertes der Garantieverpflichtung zu bilanzieren. Die Ansatz- und Bewertungsvorschriften sind auf alle Garantien anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2002 herausgelegt oder modifiziert werden. Zu den geforderten erweiterten Anhangangaben vgl. Anhang-Nr. (6). Der Konzern geht nicht davon aus, dass die Erstanwendung dieser Bilanzierungsvorschriften einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben wird.

Im Dezember 2002 hat das fasb den Standard fas 148, "Accounting for Stock-Based Compensation – Transition and Disclosure, an amendment of fasb Statement 123" herausgegeben. Der Standard hat keine Auswirkungen auf die Bewertung des Long Term Management Incentiveplans von ThyssenKrupp.

Im Dezember 2002 hat die Emerging Issues Task Force (eitf) des fasb die endgültige Fassung des eitf Issue No. 00-21, "Revenue Arrangements with Multiple Deliverables" veröffentlicht, in der regelt wird, wann und wie Umsatzerlöse aus Vertragsverhältnissen, die die Lieferung mehrerer Einzelprodukte oder Dienstleistungen beinhalten, aufzuteilen sind. eitf Issue No. 00-21 ist auf alle Verträge anzuwenden, die in Berichtsperioden abgeschlossen werden, die nach dem 15. Juni 2003 beginnen. Die Beurteilung der Auswirkungen ist noch nicht abgeschlossen.

Im Januar 2003 hat das fasb die Interpretation Nr. 46 "Consolidation of Variable Interest Entities" herausgegeben. Danach sind diejenigen Gesellschaften zu konsolidieren, bei denen der Konzern auf Grund der Größenordnung seiner wirtschaftlichen Interessen ("variable interests") als Hauptbegünstigter der Gesellschaft anzusehen ist. Die Interpretation ist vollumfänglich auf alle Gesellschaften anzuwenden, die nach dem 31. Januar 2003 gegründet werden. Für Gesellschaften, an denen der Konzern aktuell ein wirtschaftliches Interesse hat und die bereits vor dem 31. Januar 2003 gegründet worden sind, besteht eine erweiterte Anhangangabepflicht für alle Finanzberichte, die nach dem 31. Januar 2003 veröffentlicht werden. Die die Bilanzierung betreffenden Regelungen dieser Interpretation sind auf vor dem 31. Januar 2003 gegründete Gesellschaften ("variable interest entities") erst ab der ersten Quartals- oder Jahresberichtsperiode, die nach dem 15. Juni 2003 beginnt, anzuwenden. Anhang-Nr. (6) enthält eine Beschreibung der aktuellen Beteiligung des Konzerns an derartigen Gesellschaften ("variable interest entities").

2

Aufwand aus dem Long Term Management Incentiveplan

Da per 31. Dezember 2002 für die zweite, dritte und vierte Tranche des Incentiveplans die Performance-Hürden als Voraussetzung für eine Vergütung der Wertzuwachsrechte nicht erfüllt sind, enthält das Ergebnis des 1. Quartals 2002/2003 keine Aufwendungen für den Incentiveplan.

3

Anpassung der Vorjahresvergleichsperiode unter Berücksichtigung der Erstanwendung von sfas 142

Der Konzern hat sfas 142 "Goodwill and Other Intangible Assets" erstmalig zum 01. Oktober 2001 angewendet. Der Konzern hat den vom Standard vorgeschriebenen erstmaligen Firmenwert-Impairment-Test ("transitional goodwill impairment test") im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 abgeschlossen und den daraus resultierenden außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf als Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen ausgewiesen.

Obwohl die Implementierungsvorschriften von sfas 142 einen Zeitraum von bis zu einem Jahr vom Beginn bis zum Abschluss des vorgeschriebenen erstmaligen Firmenwert-Impairment-Tests vorsehen, ist die hieraus resultierende außerplanmäßige Abschreibung zum ersten Tag des Geschäftsjahres vorzunehmen, in dem der Standard erstmalig angewendet wird. Deshalb sind die Abschlüsse für die drei, sechs und neun Monate des Geschäftsjahres 2001/2002, die jeweils zu Vergleichszwecken angegeben werden, zu ändern, um das Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen so darzustellen, als ob es bereits zum 01. Oktober 2001 erstmalig ausgewiesen worden wäre.

Das Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen in Höhe von 338 Mio € (nach Steuern von 9 Mio €) wurde erstmalig im Konzernabschluss zum 30. September 2002 ausgewiesen. Weitere Einzelheiten zur Erstanwendung von sfas 142 sind im Finanzbericht zu diesem Konzernabschluss enthalten.

Aus der Änderung von Bilanzierungsgrundsätzen ergibt sich im 1. Quartal 2001/2002 folgender Effekt:

1. Quartal
2001/2002
Gesamtbetrag in Mio €:
Ursprünglich veröffentlichter Konzern-Jahresüberschuss 18
Als Änderung von Bilanzierungsgrundsätzen ausgewiesene Firmenwertabschreibung aus
der Erstanwendung von SFAS 142
– 338
Geänderter Konzern-Jahresüberschuss – 320
Ergebnis je Aktie in €:
Ursprünglich veröffentlichter Konzern-Jahresüberschuss 0,03
Als Änderung von Bilanzierungsgrundsätzen ausgewiesene Firmenwertabschreibung aus
der Erstanwendung von SFAS 142
– 0,65
Geänderter Konzern-Jahresüberschuss – 0,62

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Konzerns verteilen sich auf folgende Hauptgruppen:

Mio € Aufgelaufene
Bruttowerte Abschreibungen Nettowerte
31.12.2002 31.12.2002 31.12.2002
Marken und Warenzeichen 1 0 1
Kundenstamm und Kundenbeziehungen 23 16 7
Wettbewerbsverbote 1 1 0
Lizenzen und Konzessionen 146 83 63
Patente, Urheberrechte und Ähnliches 7 3 4
Dienstleistungsverträge 131 41 90
Sonstige vertragliche Positionen 10 5 5
Erworbene Software und Website 268 201 67
Eigenentwickelte Software und Website 39 21 18
Immaterielle Vermögensgegenstände,
die planmäßig abgeschrieben werden 626 371 255

4

Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände

Darüber hinaus besteht ein nicht abnutzbarer Firmenname mit einem Nettowert in Höhe von 9 Mio €.

Im 1. Quartal 2002/2003 belaufen sich die Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände auf 21 Mio €. Für die nächsten fünf Geschäftsjahre werden hierfür Abschreibungen in Höhe von jährlich ca. 73 Mio € geschätzt.

Im 1. Quartal 2002/2003 veränderten sich die Nettowerte der Firmenwerte (ohne Firmenwerte auf at equity bewertete Beteiligungen) wie folgt:

in Mio €
Steel Automotive Elevator Technologies Materials Serv Real Estate Corporate Gesamt*
Stand am 30.09.2002 825 368 1.185 495 216 195 0 14 3.298
Währungsunterschiede – 10 – 7 – 53 – 7 – 8 – 2 0 0 – 87
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 1 0 4 13 0 0 18
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 – 1 0 0 0 0 0 – 1
Stand am 31.12.2002 815 361 1.132 488 212 206 0 14 3.228

* ohne Firmenwerte auf at equity bewertete Beteiligungen

5

Eigenkapital

Das Eigenkapital entwickelte sich in den drei Monaten bis zum 31. Dezember 2002 wie folgt:

in Mio € Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Unterschieds
betrag aus der
Währungs
umrechnung
Unrealisierte
Ergebnisse aus
Marktbewertung
Wertpapiere
Unterschieds
betrag aus
der Pensions
bewertung
Unrealisierte
Ergebnisse aus
derivativen Finanz
instrumenten
Eigenkapital
gesamt
Stand am 30.09.2002 1.317 4.684 2.484 32 1 – 180 – 51 8.287
Konzern-Jahresüberschuss 81 81
Erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderung
(Other Comprehensive Income)
– 70 0 1 3 – 66
Gesamte Eigenkapitalveränderung
(Comprehensive Income, gesamt)
15
Stand am 31.12.2002 1.317 4.684 2.565 – 38 1 – 179 – 48 8.302

Die gesamte Eigenkapitalveränderung (Comprehensive Income, gesamt) für das 1. Quartal 2001/2002 beträgt 153 Mio €.

Bürgschaften und Garantien

Die ThyssenKrupp ag sowie die Segmentführungsgesellschaften ThyssenKrupp Steel ag, ThyssenKrupp Materials ag und ThyssenKrupp Serv ag haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Auftraggebern oder Kreditgebern ausgestellt. Hierbei handelt es sich um:

  • " Anzahlungsgarantien,
  • " Bietungsgarantien,
  • " Exporteurgarantien,
  • " Gewährleistungs- bzw. Vertragserfüllungsgarantien,
  • " Kreditaufträge,
  • " Patronatserklärungen.

Darüber hinaus bestehen Mietgarantien und sonstige, nicht eindeutig den vorgenannten Kategorien zuordenbare Bürgschaften oder Garantien. Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die ThyssenKrupp ag oder die Segmente ausgestellten Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen Auftraggebers. In Einzelfällen bestehen Sicherheitenvereinbarungen, wie z.B. die Hinterlegung von Barmitteln zur Teilabdeckung einer möglichen Inanspruchnahme.

Des Weiteren haften Konzerngesellschaften dem Käufer gegenüber für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte (Gewährleistung). Hierfür werden Rückstellungen gebildet, deren Bewertungsmethodik von der Art der Produktion abhängig ist. Sofern es sich um Einzelfertigung handelt, erfolgt die Rückstellung bezogen auf das jeweilige Produkt zu herstellungsbezogenen Vollkosten, wenn es wahrscheinlich ist, dass Gewährleistungsansprüche geltend gemacht werden. Im Gegensatz dazu erfolgt die Rückstellungsbildung bei Serien- und Massenfertigung auf Basis prozentualer Werte vom Gesamtumsatz oder auf Grund von Durchschnittswerten aus in der Vergangenheit geltend gemachten Gewährleistungsansprüchen. Ferner sind die Konzerngesellschaften verpflichtet, dem Käufer durch den Gebrauch ihrer Produkte entstandene Schäden zu ersetzen (Produkthaftung). Risiken hieraus werden, sofern möglich, durch Haftpflichtversicherungen abgedeckt. In den verbleibenden Fällen werden Rückstellungen gebildet.

"variable interest entities"

ThyssenKrupp mietet Anlagen zur Produktion von Koks und zum Umschlag von Kohle von Gesellschaften, die "variable interest entities" im Sinne der fasb Interpretation No. 46, "Consolidation of Variable Interest Entities" sind. Zum 01. Juli 2003 kann es im Rahmen der Erstanwendung der in der Interpretation beschriebenen neuen Konsolidierungsregeln nach derzeitigem Sachstand dazu kommen, dass diese Gesellschaften im Konzernabschluss zu konsolidieren sind. Bisher werden diese Verpflichtungen im Konzernabschluss als künftige Mindestmietzahlungen aus "operating lease" unter den son-

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Sonstige Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

stigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt. Eine der Gesellschaften ist Eigentümerin der sich noch im Bau befindlichen Kokerei in Duisburg-Schwelgern. ThyssenKrupp ist durch einen Abnahmevertrag verpflichtet, über einen Zeitraum von 16 Jahren Koks abzunehmen. Durch die Konsolidierung der Gesellschaft würden sich die Konzernaktiva und -passiva um jeweils ca. 818 Mio € erhöhen. Das theoretisch maximale Verlustrisiko, das der Konzern aus der Kokerei tragen muss, beläuft sich auf 31 Mio € und resultiert aus der Restwertgarantie für die Kokerei am Ende der Abnahmeverpflichtung. Eine vergleichbare Struktur wurde zur Miete des Kohleterminals in Rotterdam verwendet, welches zur Be- und Entladung von Kohle dient. Durch die Konsolidierung der Finanzierungsgesellschaft dieses Terminals würden sich die Konzernaktiva und -passiva um jeweils ca. 69 Mio € erhöhen. Das theoretisch maximale Verlustrisiko des Konzerns beläuft sich auf 27 Mio € und resultiert aus der Restwertgarantie für das gemietete Terminal am Vertragsende.

Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von Verfahren ist noch anhängig.

Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

Derivative Finanzinstrumente 7

Die Buch- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

in Mio €
Buchwert
30.09.2002
Marktwert
30.09.2002
Buchwert
31.12.2002
Marktwert
31.12.2002
Derivative Finanzinstrumente
Aktiva
Währungsderivate incl. eingebettete Derivate 115 115 185 185
Warenderivate 4 4 6 6
Passiva
Währungsderivate incl. eingebettete Derivate 58 58 105 105
Zinsderivate 86 86 81 81
Warenderivate 3 3 1 1
Insgesamt 266 266 378 378

Segmentinformationen für das 1. Quartal 2001/2002 und das 1. Quartal 2002/2003:

Segmentberichterstattung 8

in Mio €
Steel Automotive Elevator Technologies Materials Serv Real Estate Corporate Konsolidierung Konzern
1. Quartal 2001/2002
Außenumsätze 2.258 1.435 850 1.269 1.917 524 71 15 0 8.339
konzerninterne Umsätze 374 10 0 9 86 76 6 1 – 562 0
Umsatzerlöse gesamt 2.632 1.445 850 1.278 2.003 600 77 16 – 562 8.339
Ergebnis vor Steuern und Anteilen
anderer Gesellschafter
– 26 1 72 – 7 – 5 17 28 – 53 1 28
1. Quartal 2002/2003
Außenumsätze 2.389 1.484 819 1.340 2.061 524 73 9 0 8.699
konzerninterne Umsätze 403 8 1 23 83 73 5 0 – 596 0
Umsatzerlöse gesamt 2.792 1.492 820 1.363 2.144 597 78 9 – 596 8.699
Ergebnis vor Steuern und Anteilen
anderer Gesellschafter
72 20 81 – 4 14 9 20 – 68 – 3 141

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

1. Quartal 2001/2002 1. Quartal 2002/2003
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Zähler:
Ergebnis vor Änderungen von Bilanzierungs
grundsätzen (nach Steuern)
18 0,03 81 0,16
Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungs
grundsätzen (nach Steuern)
– 338 – 0,65 0 0,00
Konzern-Jahresüberschuss – 320 – 0,62 81 0,16
Nenner:
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück): 514.489.044 514.489.044

Die Ermittlung des gewichteten Durchschnitts der Aktien enthält auch 21.020 (i. Vj.: 24.780) eigene Aktien zur Abfindung der außenstehenden Aktionäre der ehemaligen Thyssen Industrie ag, die ihren Umtauschanspruch bislang noch nicht geltend gemacht haben, aber weiterhin dividendenberechtigt sind. Der Einbezug der eigenen Aktien beeinflusst das Ergebnis je Aktie nur unwesentlich.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

Die rag Aktiengesellschaft, eine 20,6-%-Beteiligung der ThyssenKrupp ag, die nach der Equity-Methode bewertet wird, hat ihre Anteile an der Ruhrgas ag veräußert.

Besondere Ereignisse nach dem Stichtag 10

9

Ergebnis je Aktie

Kontakt

ThyssenKrupp ag

August-Thyssen-Str. 1 40211 Düsseldorf Postfach 10 10 10 40001 Düsseldorf Telefon (0211) 824-0 Fax (0211) 824-36000 E-Mail [email protected]

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

  • " Zentralbereich Kommunikation und Vorstandsbüro Telefon (0211) 824-36007 Telefax (0211) 824-36041 E-Mail [email protected]
  • " Zentralbereich Investor Relations E-Mail [email protected]

Analysten und institutionelle Investoren Telefon (0211) 824-36464 Telefax (0211) 824-36467

Privatanleger Infoline 01802 252 252 (0,06 € pro Gespräch) Telefax (0211) 824-38512

Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor; beide Fassungen stehen auch im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download sowie als eine interaktive Online-Version bereit.

Weitere Exemplare sowie zusätzliches Informationsmaterial über den ThyssenKrupp Konzern schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu. Telefon (0211) 824-38382 und (0211) 824-38371 Telefax (0211) 824-38512, E-Mail [email protected]

TK 176 d 1.10.02.03 DP

Termine 2003 2004

21. Februar 2003 Ordentliche Hauptversammlung
24. Februar 2003 Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2001/2002
15. Mai 2003 Zwischenbericht
2. Quartal 2002/2003
(Januar bis März)
16. Mai 2003 Analystentreffen
14. August 2003 Zwischenbericht
3. Quartal 2002/2003
(April bis Juni)
04. Dezember 2003 Bilanzpressekonferenz
Analystentreffen
23. Januar 2004 Ordentliche Hauptversammlung
13. Februar 2004 Zwischenbericht
1. Quartal 2003/2004
(Oktober bis Dezember)

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