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Telekom Austria AG Annual Report 2015

Mar 7, 2016

762_10-k_2016-03-07_f3aaa4dd-88d1-4317-bb29-1fa0d0cf3ade.pdf

Annual Report

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JAHRESFINANZBERICHT 2015

gemäß 82 Abs. 4 Börsegesetz

INHALTSVERZEICHNIS

TELEKOM AUSTRIA GROUP

  • 2 Konzernlagebericht
  • 31 Konzernabschluss
  • 103 Bestätigungsvermerk

ERLÄRUNG DES VORSTANDS

105 Erklärung des Vorstands

EINZELABSCHLUSS TELEKOM AUSTRIA AG

  • 106 Jahresabschluss
  • 127 Lagebericht
  • 140 Bestätigungsvermerk

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

142 Erklärung des Vorstands

KONZERNLAGEBERICHT

geprüft gemäß § 269 UGB Gesamtwirtschaftliches Umfeld1)

Im Jahr 2015 setzte sich die wirtschaftliche Erholung in den Industrieländern fort, während die Dynamik in den Entwicklungs- und Schwellenländern – bedingt durch fallende Rohstoffpreise sowie die Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums auf unter 7% – nachließ. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum des Jahres 2015 im Herbst auf 3,1% zurück, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Juli 2015 erwartet wurde. Für 2016 erwarten die Experten des IWF derzeit ein Wachstum von 3,6%, wobei die Risiken einer Verlangsamung zugenommen haben.

In einer Anfang November des Berichtsjahres veröffentlichten Prognose schätzte die Europäische Kommission das Wirtschaftswachstum der Europäischen Union für 2015 mit 1,9% ein, 2016 soll der Zuwachs auf 2,0% steigen. Die österreichische Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2015 ein Wachstum von 0,6%. In Bulgarien soll der Anstieg des BIP im Jahr 2015 1,7% betragen, und in Kroatien dürfte die Wirtschaft im selben Zeitraum nach jahrelangen Rückgängen wieder um 1,1% gewachsen sein. Für Weißrussland hingegen wurde – bedingt durch die Rezession in Russland – ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 3,6% prognostiziert. In Slowenien sowie in der Republik Mazedonien wuchs die Wirtschaft 2015 laut Einschätzung der Europäischen Kommission um 2,6% bzw. 3,2%. Für die Republik Serbien wurde im Jahr 2015 ein BIP-Wachstum von 0,7% erwartet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte im Berichtsjahr die Lockerung ihrer Geldpolitik mithilfe eines Anleihen-Kaufprogramms fort. Im Rahmen dieses im März 2015 gestarteten Programms wird die EZB bis zumindest März 2017 voraussichtlich Wertpapiere im Ausmaß von 60 Mrd. EUR pro Monat kaufen. Unterdessen erhöhte die US-Notenbank (Federal Reserve) im Dezember 2015 erstmals seit 2006 ihren Leitzins von 0,00–0,25% auf 0,25–0,5%.

Entwicklung des realen BIP in den Märkten der Telekom Austria Group (in %)

2014 2015e 2016e
Österreich 0,4 0,6 1,5
Bulgarien 1,5 1,7 1,5
Kroatien –0,4 1,1 1,4
Weißrussland 1,6 –3,6 –2,2
Slowenien 3,0 2,6 1,9
Republik Serbien –1,8 0,7 1,4
Republik Mazedonien 3,8 3,2 3,5

Quellen: IWF für Weißrussland; Europäische Kommission für alle übrigen Länder

Branchentrends und Wettbewerb

Der Geschäftsverlauf der Telekom Austria Group wird von mehreren externen Einflussfaktoren maßgeblich geprägt. Insbesondere in den reifen Märkten zeigte sich das Marktumfeld sowohl im Festnetz- als auch im Mobilkommunikationsmarkt im Jahr 2015 weiterhin wettbewerbsintensiv, im No-Frills-Segment nicht zuletzt durch den Markteintritt zusätzlicher virtueller Mobilfunkbetreiber (Mobile Virtual Network Operators, MVNOs). Dies führt zu anhaltendem Druck auf das Preisniveau. Weiterhin negativ auf die Umsatz- und Ergebnissituation wirken sich auch die Regulierungsbestimmungen aus. Neben Bestimmungen zu den Terminierungsentgelten und den Roamingtarifen in der Mobilkommunikation zählt hierzu auch die Verdreifachung der Frequenznutzungsentgelte in Kroatien. Des Weiteren prägte die unsichere politische und wirtschaftliche Situation im CEE-Raum das Konsumverhalten in vielen Ländern, auch wenn hier eine leichte Erholung erkennbar ist. Die Telekom Austria Group begegnet diesen Einflussfaktoren mit der konsequenten Umsetzung ihrer Konvergenzstrategie, einem klaren Fokus auf Kundensegmente mit hoher Wertschöpfung, innovativen Produkten und Serviceleistungen sowie striktem Kostenmanagement.

In Österreich bietet die Telekom Austria Group unter der Marke A1 ein umfassendes und konvergentes Produktportfolio aus Festnetz- und Mobilkommunikationslösungen an. Der jüngste Marktbericht der Regulierungsbehörde, der die aktuellsten Marktdaten in Österreich bis zum

1) Quellen: BIP-Angaben zu Welt und Weißrussland: IWF http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2015/02/pdf/text.pdf, Stand Oktober 2015, Seiten 2, 35; Europäische Union, Österreich, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Republik Mazedonien und Republik Serbien: http://ec.europa.eu/economy_finance/publications/eeip/pdf/ip011_en.pdf, Stand 5. November 2015, Seiten 22, 71, 89, 107, 115, 127 und 131

  1. Halbjahr 2015 erfasst, zeigt den hohen Reifegrad des österreichischen Marktes und beschreibt die folgenden Trends im Durchschnitt über alle Betreiber:2)

  2. › Die monatlichen Umsatzerlöse eines Durchschnittskunden konnten im Mobilfunkbereich im 1. Halbjahr von EUR 14,1 auf EUR 14,5 angehoben werden, und auch die Endkundenumsätze zeigten im Jahresvergleich einen Anstieg um 1,8%. Während sich die Zahl der Sprachminuten gegenüber dem 1. Halbjahr 2014 leicht um 1,7% reduzierte und die SMS-Anzahl erneut einen deutlichen Rückgang von 17,2% verzeichnete, nahm das Datenvolumen mit einem Plus von 71,3% einmal mehr signifikant zu. Starke Impulse gingen dabei weiterhin von Smartphone-Nutzern aus, bei denen ein Anstieg um 5,7% auf mehr als 3,6 Millionen zu registrieren war.

  3. › Im österreichischen Festnetzmarkt setzte sich die Substitution durch die Mobilkommunikation im Berichtsjahr tendenziell fort die Zahl der Festnetzanschlüsse reduzierte sich im Jahresvergleich um 2,7%. Weiter zurückgegangen ist auch der Anteil der Sprachminuten via Festnetz am Gesamtvolumen von 14,2% im 1. Halbjahr 2014 auf 13,1% im 1. Halbjahr 2015. Ebenfalls immer noch rückläufig zeigten sich die durchschnittlichen monatlichen Telefonieumsätze im Festnetz: Sie gingen bei Privatkunden um 10,3% und bei Geschäftskunden um 7,5% zurück. Die starke Nachfrage nach Breitbandlösungen setzte sich 2015 fort und führte in Summe zu einem Anstieg um 4,0% auf mehr als 8 Millionen Breitbandanschlüsse. Festnetz-Breitband legte dabei um 5,3% zu, während mobiles Breitband stabil blieb.

Laut Statistik Austria ist der Anteil der österreichischen Haushalte mit Internetanschluss von 81% auf 82% gestiegen. Die Breitbandanschlüsse im Bereich der privaten Haushalte haben auf 81% zugenommen, jene der Unternehmen sind bei 96% stabil geblieben.3) Die zuvor genannten Indikatoren lassen in Summe zwar auf eine vermehrte Nutzung von Telekommunikationslösungen schließen, gleichzeitig gehen jedoch die damit verbundenen Ausgaben im Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen der Anwender in der Regel zurück. Tendenziell bestätigt wird dies durch den Informations- und Kommunikations-Technologie (IKT)-Preiskorb, den die International Telecommunication Union (ITU) regelmäßig veröffentlicht. Er berechnet die Ausgaben eines definierten Leistungskorbs aus Festnetz- und Mobiltelefonie sowie Festnetz-Breitband im Verhältnis zum durchschnittlichen Bruttonationaleinkommen pro Kopf. Für Österreich ging der Indexwert von 1,1% im Jahr 2008 auf 0,5% im Jahr 2013 zurück. Im Jahr 2014, in dem die jüngste Erhebung erfolgte, wurde ein leichter Anstieg auf 0,6% verzeichnet.4)

IKT-Ausgaben in den Märkten der Telekom Austria Group in % des Bruttonationaleinkommens pro Kopf

2013 2014
Österreich 0,5 0,6
Bulgarien 3,2 3,0
Kroatien 1,5 1,7
Weißrussland 1,0 1,0
Slowenien 1,2 1,2
Republik Serbien 2,8 2,6
Republik Mazedonien 2,7 2,8

2) https://www.rtr.at/de/inf/TK_Monitor_4_2015/TM4_2015.pdf, Seiten 12, 17, 18, 19, 34, 48, 53, 55, 66 (Telekom Austria Group-Berechnungen)

3) http://www.statistik.at/web_de/statistiken/informationsgesellschaft/index.html

4) http://www.itu.int/en/ITU-D/Statistics/Documents/publications/mis2009/MIS2009_w5.pdf, Seite 56;

http://www.itu.int/en/ITU-D/Statistics/Documents/publications/mis2014/MIS2014_without_Annex_4.pdf, Seiten 166–167;

http://www.itu.int/en/ITU-D/Statistics/Documents/publications/misr2015/MISR2015-w5.pdf, Seite 140

In Bulgarien wirkten sich die hohe Wettbewerbsintensität und das schwierige Marktumfeld im Berichtsjahr weiterhin massiv auf die Preisgestaltung der Mobilkommunikationsangebote, aber auch die konvergente Produktpakete aus. Die Internetquote aller Haushalte stieg 2015 im Jahresvergleich von 56,7% auf 59,1%, mobiles Breitband nehmen derzeit 38,7% aller Nutzer in Anspruch.5)

Der kroatische IKT-Markt ließ gegen Ende des Berichtsjahres eine leichte Abnahme der Wettbewerbsintensität erkennen, und auch die gesamtwirtschaftliche Situation begann sich zu erholen. Vor diesem Hintergrund blieb die Anzahl der Mobilfunkkunden zum Ende des 3. Quartals 2015 im Jahresvergleich nahezu stabil. Die Breitbandpenetration im Festnetzbereich betrug im 3. Quartal 2015 22,7%.6)

In Weißrussland hat sich der IKT-Markt in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt, was sich in einem stetigen Anstieg der Internetkunden sowie der Anzahl der Mobiltelefonnutzer manifestiert. Der Anteil an Haushalten mit Internetzugang hat sich ebenfalls stetig erhöht und betrug per Ende 2014 57,1%.7)

Im Segment Weitere Märkte der Telekom Austria Group war Slowenien mit einer Internet-Penetrationsrate von 77,6% im Berichtsjahr der am weitesten entwickelte IKT-Markt. Dabei war im Jahr 2015 in Slowenien laut offizieller Statistik eine weitere Zunahme der Sprachminuten über Mobiltelefone zu verzeichnen, während die Sprachminuten über Festnetz deutlich abnahmen.8)

In der Republik Serbien setzte sich der Aufholprozess bei den Internetanschlüssen fort – ausgehend von einem deutlich niedrigeren Niveau als in den anderen Märkten der Telekom Austria Group. Insgesamt verfügten im Jahr 2015 bereits 63,8% der Haushalte über einen Internetzugang. Mittlerweile besitzen darüber hinaus 90,3% aller serbischen Haushalte Mobiltelefone sowie 64,4% einen Computer.9)

Nach Angaben des Statistikamts der Republik Mazedonien verfügten im 1. Quartal 2015 69,4% aller mazedonischen Haushalte über einen Internetzugang, 99,5% davon via Breitbandanschluss. 71,2% der Personen mit Internetzugang nutzen das Web über ein Mobilgerät.10)

Regulierung

Als Marktführer ist die A1 Telekom Austria AG in Österreich als Anbieter mit erheblicher Marktmacht eingestuft und unterliegt daher entsprechenden regulatorischen Maßnahmen. Dazu gehören umfangreiche Netzzugangs- und Preisregulierungen. Auch die internationalen Tochtergesellschaften der Telekom Austria Group sind auf ihren jeweiligen nationalen Märkten weitreichenden Regulierungsmaßnahmen ausgesetzt. Die für die A1 Telekom Austria AG im Festnetz relevante Regulierung ist auf Endkunden- und auf Vorleistungsebene wirksam. Darunter fallen auch Zugangsverpflichtungen, die alternativen Anbietern den Zugang zu Infrastruktur und Diensten ermöglichen. Regulierungsentscheidungen werden aber nicht nur auf nationaler Ebene, sondern immer öfter auch auf europäischer Ebene getroffen. Dies gilt beispielsweise für die Roamingverordnungen der Europäischen Kommission, die für alle EU-Mitgliedstaaten gleichermaßen gelten.

Festnetz

Die österreichische Regulierungsbehörde hat im Frühjahr 2015 die fünfte Runde der gesetzlich vorgeschriebenen Marktüberprüfungsverfahren eingeleitet und orientiert sich dabei an der neuen "Märkte-Empfehlung" der Europäischen Kommission vom Oktober 2014. Mit ersten Entscheidungen in den zu untersuchenden Märkten ist nicht vor Ende des 1. Quartals 2016 zu rechnen. In den vorangegangenen Regulierungsent-

5) http://www.nsi.bg/en/content/6099/households-who-have-internet-access-home

6) http://www.hakom.hr/UserDocsImages/2015/e_trziste/KVA%20ENG%203Q%202015%20Share%20of%20prepaid%20and%20postpaid%20subscribers_Mobile.pdf;

http://www.hakom.hr/UserDocsImages/2015/e_trziste/KVA%20ENG%20Q3%202015%20Fixed%20broadband%20penetration.pdf

7) http://belstat.gov.by/en/ofitsialnaya-statistika/otrasli-statistiki/transport-i-svyaz/osnovnye-pokazateli-za-period-s-1995-po-2010-gody/main-indicators-of-general-usecommunications-development/;

http://belstat.gov.by/en/bgd/katalog-publikatsii/public_compilation/index_219/, Seite 351

8) http://pxweb.stat.si/pxweb/Dialog/viewplus.asp?ma=H087E&ti=&path=../Database/Hitre_Repozitorij/&lang=1;

http://pxweb.stat.si/pxweb/Dialog/viewplus.asp?ma=H083E&ti=&path=../Database/Hitre_Repozitorij/&lang=1

9)

http://webrzs.stat.gov.rs/WebSite/Public/ReportResultView.aspx?rptKey=indId%3d270101IND01%2662%3d1%2c2%2c3%2c4%2c5%2635%3d6%262%3d%23All%231%26sAreaI d%3d270101%26dType%3dName%26lType%3dEnglish;

http://webrzs.stat.gov.rs/WebSite/Public/ReportResultView.aspx?rptKey=indId%3d270102IND01%2c270102IND02%2c270102IND03%262%3d201500%2635%3d6%26sAreaId %3d270102%26dType%3dName%26lType%3dEnglish

10) http://www.stat.gov.mk/PrikaziSoopstenie_en.aspx?rbrtxt=77

scheidungen hatte die Behörde vor allem das Ziel verfolgt, gemäß der Vorlage der Terminierungsempfehlung der Europäischen Kommission die Festnetz- und Mobilfunk-Zustellungsentgelte auf ein EU-weit vergleichbares und deutlich niedrigeres Niveau zu senken. Im Zuge der neuen Marktüberprüfungsverfahren wurden am 22. Dezember 2015 die ersten Bescheide zur Festnetz- und Mobilfunkoriginierung veröffentlicht, die eine Aufhebung der Preisregulierung für im Festnetz und Mobilfunk ankommende Anrufe aus Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) vorsehen. Damit wird dem Beispiel mehrerer EU-Mitgliedstaaten gefolgt, die nationalen Betreibern die freie Verhandlung von Terminierungsentgelten ermöglichen, wenn die zugrunde liegenden Anrufe aus Nicht-EWR-Staaten stammen. Hier existiert nämlich eine erhebliche Unausgewogenheit der Entgelte, die in einem Nettozahlungsabfluss aus den EU-Ländern mit strenger Preisregulierung in Drittländer resultiert.

Im Rahmen des Netzausbaus in Richtung "Next Generation Access (NGA)" setzt die A1 Telekom Austria AG auf ein innovatives Vorleistungsprodukt, die "Virtuelle Entbündelung (VULA)". Mittlerweile haben die diesbezüglichen Vorreiter A1 Telekom Austria AG und British Telecommunications plc Schule gemacht, und viele Betreiber in Europa bieten ähnliche Vorleistungsprodukte an. Das Produkt VULA wird sowohl von der nationalen Regulierungsbehörde als auch von der Europäischen Kommission als zentrales Vorleistungsprodukt für den NGA-Ausbau bestätigt. Dementsprechend sind auch die Auflagen in den aktuellen Bescheiden zu den Vorleistungsmärkten "Physischer Zugang" und "Breitbandvorleistung" ausgestaltet. Das Produkt dient zudem der Erfüllung der "Open-Access-Verpflichtung" im Zuge von geförderten Ausbauprojekten und wird auch beim Breitbandausbau mittels Vectoring-Technologie eingesetzt.

Mobilkommunikationsmärkte

Die Mobilkommunikationsmärkte der Telekom Austria Group unterliegen unterschiedlichen Regulierungssystemen: Aufgrund ihrer Mitgliedschaft sind für Österreich, Bulgarien, Kroatien und Slowenien die Bestimmungen der EU bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ausschlaggebend. Sie bestimmen die Roamingtarife und Terminierungsentgelte zwischen den einzelnen Marktteilnehmern. Das regulatorische Umfeld in Weißrussland, der Republik Serbien und der Republik Mazedonien ist unterschiedlich stark entwickelt bzw. ausgeprägt. Generell ist auch in diesen Ländern eine schrittweise Annäherung an EU-rechtliche Bestimmungen festzustellen.

Jan. 14 Jul. 14 Sep. 14 Jan. 15 Jul. 15 Jan. 16
Österreich (EUR) 0,008049 0,008049 0,008049 0,008049 0,008049 0,008049
Bulgarien (BGN) 0,02 0,02 0,02 0,019 0,019 0,019
Kroatien (HRK) 0,1282* 0,1282* 0,1282* 0,063* 0,063* 0,063*¹)
Weißrussland (BYR) 180/90** 180/90** 180/90** 180/90** 180/90** 180/90**
Slowenien (EUR) 0,0324 0,0324 0,0114 0,0114 0,0114 0,0114
Republik Serbien (RSD) 3,95 3,95 3,95 3,43 3,43 3,43)
¹
Republik Mazedonien (MKD) 1,20 1,20 0,90 0,90 0,90 0,90

Gleitpfadmodelle Mobile Terminierungsraten

* Nationale Mobile Terminierungsraten (MTR); internationale Terminierungsraten weichen davon ab

** Werte für Weißrussland: peak times/off-peak times – der durchschnittsgewichtete MTR-Wert beträgt BYR 150 pro Minute

1) Die nationale Regulierungsbehörde begutachtet derzeit die Wholesale-Märkte und Kostenrechnungsmodelle. Das Ergebnis der Analyse/des Verfahrens kann zu MTR-Einschnitten im 1. Quartal 2016 führen.

Nach zweijähriger Verhandlungsdauer wurde im Oktober 2015 die neue Verordnung über Netzneutralität und Roaming ("Connected Continent" oder auch "Telecom Single Market"-Paket) im Plenum des Europäischen Parlaments bestätigt. Anbieter von Internet-Zugangsdiensten müssen demnach den gesamten Datenverkehr unabhängig von Sender, Empfänger, Anwendung oder Endgerät gleich behandeln. Darüber hinaus können zusätzlich zu den Internet-Zugangsdiensten auch spezialisierte Dienste angeboten werden, die aber gewissen Einschränkungen unterliegen.

Hinsichtlich des Roamings in EU-Mitgliedstaaten wurde die Abschaffung der Retail-Roamingzuschläge per 15. Juni 2017 beschlossen. Vom 30. April 2016 bis zum 14. Juni 2017 wird es einen Übergangszeitraum geben, in dem Netzbetreiber zusätzlich zu den Inlandspreisen Roamingaufschläge in Höhe der Vorleistungskosten-Obergrenzen verrechnen können. Eine spätestens bis zum 15. Dezember 2016 zu erlassende Durchführungsverordnung soll so genannte "Fair Use"-Grenzen festlegen, um missbräuchliche oder anormale Nutzung zu verhindern. Die genannten Bestimmungen werden die Mobilkommunikationsunternehmen der Telekom Austria Group in den EWR-Mitgliedstaaten Österreich, Bulgarien, Kroatien und Slowenien betreffen und sich negativ auf die zukünftigen Roamingerlöse auswirken. Allerdings lässt die Verordnung sowohl beim Thema Netzneutralität als auch beim Thema Roaming Details vermissen bzw. Interpretationsspielräume zu.

Roaming – Gleitpfadmodell der EU

Endkunden/Retail (in EURc) Jul. 14 30. April 2016 15. Juli 2017
Datenroaming (pro MB) 20 Inlandstarif + 5* Inlandstarif
Ausgehende Gespräche (pro Minute) 19 Inlandstarif + 5* Inlandstarif
Eingehende Gespräche (pro Minute) 5 Gewichtete durchschnittliche MTR* Inlandstarif
SMS (per SMS) 6 Inlandstarif + 2* Inlandstarif
Wholesale (in EURc) Jul. 14 30. April 2016 15. Juli 2017
Datenroaming (pro MB) 5 5 ?**
Gespräche (pro Minute) 5 5 ?**
SMS (per SMS) 2 2 ?**

* Die Summe des Inlandstarifs und des Aufpreises, der für regulierte Roaminganrufe, regulierte Roaming-SMS sowie regulierte Roamingdatenservices verrechnet wird, darf nicht die Beträge EUR 0,19 pro Minute, EUR 0,06 pro SMS sowie EUR 0,20 pro Megabyte übersteigen. Jeder Aufpreis, der für passive Roaminganrufe verrechnet wird, darf nicht den gewichteten Durchschnitt der mobilen Terminierungsraten der Union übersteigen.

** Mit Inkrafttreten der neuen Regulierung soll die Europäische Kommission die Wholesale-Roamingmärkte im Hinblick auf notwendige Maßnahmen überprüfen, die die Abschaffung der Roamingaufpreise für Endkunden bewirken.

Im Berichtsjahr haben die internationalen Tochterunternehmen der Gruppe um insgesamt 29,9 Mio. EUR weitere Frequenznutzungsrechte erworben. Des Weiteren wurden im November 2015 in der Republik Serbien um 35,0 Mio. EUR Frequenzen im 800-MHz-Frequenzband erworben, welche im Jänner 2016 zahlbar waren. Für 2016 stehen weitere Vergabeverfahren bzw. Verlängerungen in den Märkten der Telekom Austria Group an (Details siehe das Kapitel Ausblick 2016).

Erläuterung zur Finanzberichterstattung

Die Telekom Austria Group berichtet in fünf Geschäftssegmenten: Österreich, Bulgarien, Kroatien, Weißrussland und Weitere Märkte. Der Bereich Holding & Sonstige übernimmt strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben sowie Finanzierungsagenden.

Die Telekom Austria Group weist die Kennzahlen EBITDA bereinigt sowie EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung aus, um die operative Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche transparent darzustellen. Die Kennzahl EBITDA wird dabei als Jahresergebnis exklusive Finanzergebnis, Steuern vom Einkommen und Abschreibungen definiert. Das EBITDA bereinigt errechnet sich aus dem EBITDA, angepasst um Aufwendungen aus dem Restrukturierungsprogramm und gegebenenfalls aus Wertminderungen sowie um Erträge aus Wertaufholungen.

Das Restrukturierungsprogramm beinhaltet Sozialpläne für Mitarbeiter in Österreich, deren Dienstverhältnis auf sozial verträgliche Weise aufgelöst wird, sowie zukünftige Aufwendungen für Beamte, die dauerhaft aus dem Leistungsprozess ausscheiden und deren Dienstverhältnis aufgrund ihres Beamtenstatus nicht beendet werden kann. Zudem werden Aufwendungen für den Wechsel von Beamten zum Bund im Restrukturierungsaufwand berücksichtigt.

Bei der Summierung gerundeter Beträge können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Anwendung IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"

Nach der Einstufung Weißrusslands als Hyperinflationsland wurde im Segments Weißrussland von 2011 bis 2014 Rechnungslegung in Hochinflationsländern gemäß IAS 29 Anwendung angewandt. (siehe Anhangangabe (1) und (3))

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Finanzkennzahlen
(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Umsatzerlöse 4.026,6 4.018,0 0,2
EBITDA bereinigt 1.372,6 1.286,1 6,7
EBITDA-bereinigt-Marge 34,1% 32,0%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 1.372,2 850,8 61,3
Betriebsergebnis 574,0 –3,0 o. A.
Jahresergebnis 392,8 –185,4 o. A.
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,55 –0,46 o. A.
Free Cashflow je Aktie (in EUR) 0,53 0,34 57,9
Anlagenzugänge 780,0 757,4 3,0
Nettoverschuldung 2.676,4 2.693,3 –0,6

* Exklusive der Zugänge für die Verpflichtung aus der Stilllegung von Vermögenswerten

Aufwendungen (in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Materialaufwand 518,6 497,3 4,3
Personalaufwand 853,2 876,4 –2,6
Sonstiger betrieblicher Aufwand 1.408,4 1.477,1 –4,7
Restrukturierung 0,4 89,6 99,6
Wertminderungsaufwand 0,0 345,7 o. A.
Abschreibungen 798,2 853,8 –6,5

Im Geschäftsjahr 2015 fokussierte die Telekom Austria Group einmal mehr darauf, wettbewerbsbedingtem Preisdruck und regulatorischen Einschnitten durch klare Wertorientierung und striktes Kostenmanagement zu begegnen. Zusätzlich zu den operativen Fortschritten stärkte die Telekom Austria Group ihre Position mit M&A-Aktivitäten, wobei folgende Transaktionen hervorzuheben sind:

  • Die Akquisition des Festnetz-Entbündlers Amis in Slowenien und Kroatien, konsolidiert per 1. September 2015
  • Die Akquisition des Festnetzanbieters Blizoo in Bulgarien, konsolidiert per 1. Oktober 2015.
  • Die Fusion von Vip operator in der Republik Mazedonien und der Nummer Drei des Landes, ONE, konsolidiert per 1. Oktober 2015.

Nähere Details zu den Kaufpreisen und Zahlungsmittelabflüssen sind in der Anhangangabe (2) ersichtlich.

Zusätzlich wurde die Entwicklung im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr durch folgende Sondereffekte beeinflusst:

  • Negative außerordentliche Effekte in Höhe von 28,2 Mio. EUR im Umsatz im Segment Österreich im 2. Quartal 2014: Einführung einer neuen Schnittstelle im Rechnungslegungssystem im Festnetzbereich

  • Positive außerordentliche Effekte von in Summe 10,5 Mio. EUR im Umsatz im Segment Österreich im 4. Quartal 2015: Auflösung von Rückstellungen

  • Positiver Einmaleffekt in Höhe von 26,8 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Erträgen im 3. Quartal 2014: Fusion zwischen mobilkom Liechtenstein und der Telekom Liechtenstein

  • Positiver außerordentlicher Effekt in Höhe von 30,0 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Erträgen von Slowenien im 1. Quartal 2015 (20,0 Mio. EUR) und im 4. Quartal 2015 (10,0 Mio. EUR): Vertrag zur Regelung der gegenseitigen Beziehungen und Zusammenarbeit mit Telekom Slovenije

  • Negativer außerordentlicher Effekt in Höhe von 30,1 Mio. EUR in den betrieblichen Aufwendungen im Segment Österreich im 4. Quartal 2014: Rückstellung für etwaige Nachzahlungen an Beamte

Negative Effekte aus der Währungsumrechnung im Umsatz in Höhe von 80,7 Mio. EUR und im EBITDA bereinigt von 38,8 Mio. EUR im Jahr 2015, davon 75,3 Mio. EUR bzw. 37,7 Mio. EUR aus Weißrussland

In Österreich erhöhten neu in den Markt eingetretene virtuelle Mobilfunkbetreiber (Mobile Virtual Network Operators, MVNOs) vor allem im No-Frills- und SIM-only-Bereich den Wettbewerbsdruck. Um den Premium-Kundenbereich dagegen abzusichern, wurden 2015 die Stützungen wieder deutlich erhöht sowie die Tarife bestehender und neuer Kunden um zusätzliche Datenvolumina und Bandbreiten erweitert. Im Festnetz fokussierte die A1 Telekom Austria AG im Berichtsjahr verstärkt auf die Entwicklung von Kapazitäten und Dienstleistungen im Breitbandgeschäft, um der steigenden Nachfrage nach Daten gerecht werden zu können. In diesem Sinne plant das Management für den Glasfaserausbau in Österreich zwischen 2015 und 2018 rund 400,0 Mio. EUR zusätzlich zu den regulären Anlagenzugängen zu investieren. Voraussetzungen für diesen Investitionsplan sind unter anderem die in Aussicht gestellten Förderungen durch den Bund sowie die jährliche Genehmigung der Investitionsbudgets durch den Aufsichtsrat. Da die Breitbandförderung erst am 22. Dezember 2015 genehmigt wurde, konzentrierte sich der Ausbau im Jahr 2015 auf nicht geförderte Projekte.

Das Segment Bulgarien litt 2015 weiterhin unter starkem makroökonomischem Druck und intensivem Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt, wovon insbesondere der Geschäftskundenbereich betroffen war. Mobiltel setzte ihren Fokus auf wertorientiertes Management und verstärkte Bemühungen zur Bindung hochwertiger Kunden fort. Darüber hinaus wurde die konvergente Basis mit der Akquisition des zweitgrößten Festnetzbetreibers, Blizoo, am 1. Oktober 2015 gestärkt. In Kroatien war nach Jahren der Rezession 2015 wieder eine leichte Erholung im wirtschaftlichen Umfeld zu erkennen, und auch die Intensität der Wettbewerbssituation hat etwas nachgelassen. Negativ auf die Profitabilität wirkten sich die regulatorischen Einschnitte seit dem EU-Beitritt des Landes im Juli 2013 sowie die Verdreifachung der Frequenznutzungsgebühren im Juli 2014 aus. Die Ende März 2015 eingeführten Mobilfunktarife, die auf LTE- und Daten-Monetarisierung fokussieren, hatten im Berichtsjahr allerdings spürbar positiven Einfluss auf die Umsatzerlöse. Das deutliche Wachstum im Festnetzbereich setzte sich auch 2015 fort.

Das makroökonomische Umfeld in Weißrussland verschlechterte sich im Berichtsjahr beeinflusst durch die Rezession in Russland deutlich. Dennoch zeigte velcom starke operative Ergebnisse, die durch die anhaltend starke Nachfrage nach Smartphone-Tarifen und höherem Datenvolumen getragen wurden. Das anhaltend hohe Wechselkursrisiko zeigte sich erneut in Form einer Abwertung des weißrussischen Rubels, insbesondere im Jänner und August 2015. Das Segment Weitere Märkte wurde im Berichtsjahr durch die Übernahme des Festnetz-Entbündlers Amis in Slowenien per 1. September 2015 sowie die Fusion von Vip operator mit ONE in der Republik Mazedonien per 1. Oktober 2015 geprägt. Währenddessen drückte in der Republik Serbien das geänderte Vertriebsmodell von Endgeräten durch die daraus geänderte Verbuchungslogik auf die Umsatzerlöse.

In Summe verzeichnete die Telekom Austria Group im Berichtsjahr bei den Mobilfunkkunden ein Wachstum um 3,5% auf rund 20,7 Millionen Kunden. Das stärkste Wachstum fand in der Republik Mazedonien durch die Fusion mit ONE statt, die rund 590.000 Kunden dazu beitrug. In Österreich und in Slowenien stieg die Mobilkundenbasis um 30.600 bzw. 27.000 Kunden an. Auch in Bulgarien stieg die Kundenzahl um 14.700 Kunden. Vip mobile in der Republik Serbien verlor 50.200 Mobilfunkkunden, vor allem im Prepaid-Bereich. Im Festnetzgeschäft wurden auf Gruppenebene rund 645.000 Anschlüsse dazugewonnen, was einem Zuwachs von 23,7% auf rund 3,4 Millionen Anschlüsse entspricht. Dieses Wachstum stammte primär aus der Akquisition von Blizoo in Bulgarien mit etwa 378.000 Kunden sowie Amis in Slowenien und Kroatien mit etwa 90.000 Kunden. Des Weiteren stieg die Anzahl der Festnetzanschlüsse durch die Fusion von Vip operator mit ONE in der Republik Mazedonien sowie in Österreich durch die Nachfrage nach Breitbanddiensten.

Als Resultat der zuvor beschriebenen Entwicklungen verzeichnete die Telekom Austria Group 2015 ein leichtes Umsatzwachstum von 0,2% auf 4.026,6 Mio. EUR. Höheren Umsatzerlösen in den Segmenten Österreich und Weitere Märkte standen dabei Umsatzeinbußen in Bulgarien, Kroatien und Weißrussland gegenüber. Ohne die oben erwähnten Sonder- und FX-Effekte stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 1,3%.

Kennzahlen Telekom Austria Group

Umsatzerlöse 2015 2014 Veränderung in %
Österreich 2.526,7 2.472,0 2,2
Bulgarien 364,7 371,3 –1,8
Kroatien 371,3 378,2 –1,8
Weißrussland 327,1 355,0 –7,9
Weitere Märkte 481,4 481,1 0,1
Holding & Sonstige, Eliminierungen* –44,6 –39,6 o. A.
Gesamt 4.026,6 4.018,0 0,2
EBITDA bereinigt 2015 2014 Veränderung in %
Österreich 886,3 755,4 17,3
Bulgarien 132,8 143,1 –7,2
Kroatien 83,0 84,3 –1,5
Weißrussland 163,6 172,4 –5,1
Weitere Märkte 138,2 137,0 0,9
Holding & Sonstige, Eliminierungen* –31,3 –6,0 o. A.
Gesamt 1.372,6 1.286,1 6,7
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 2015 2014 Veränderung in %
Österreich 885,9 665,8 33,1
Bulgarien 132,8 –197,5 o. A.
Kroatien 83,0 84,3 –1,5
Weißrussland 163,6 172,4 -5,1
Weitere Märkte 138,2 131,9 4,8
Holding & Sonstige, Eliminierungen* –31,3 –6,0 o. A.
Gesamt 1.372,2 850,8 61,3
Betriebsergebnis 2015 2014 Veränderung in %
Österreich 418,1 157,2 166,0
Bulgarien 42,1 –284,9 o. A.
Kroatien 13,1 15,9 –17,5
Weißrussland 86,6 82,2 5,4
Weitere Märkte 45,4 31,8 42,5
Holding & Sonstige, Eliminierungen* –31,3 –5,2 o. A.
Gesamt 574,0 –3,0 o. A.

* Bezüglich des Inhalts und der Zusammensetzung des Überleitungspostens verweisen wir auf die Berichterstattung über die Geschäftssegmente im Anhang zum Konzernabschluss.

Die Telekom Austria Group setzte auch 2015 auf eine laufende Optimierung der betrieblichen Effizienz sowie auf striktes Kostenmanagement. Neben niedrigeren Personalaufwendungen waren niedrigere Zusammenschaltungsaufwendungen und ein Rückgang der Aufwendungen für Support-Services die dominanten Faktoren, die per Saldo die betrieblichen Aufwendungen um 2,5% auf 2.780,3 Mio. EUR reduzierten. Die Personalaufwendungen profitierten im Jahresvergleich von dem erwähnten negativen Einmaleffekt im Segment Österreich aus dem Jahr 2014. Die organisatorische Zusammenfassung von Kroatien und der Republik Mazedonien sowie von Slowenien und der Republik Serbien in Clustern soll zusätzlich Einsparungen z. B. in den Bereichen Personal, IT und Marktaktivitäten sowie Investitionen bringen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen 2015 beeinflusst durch die oben erwähnten positiven außerordentlichen Effekte um 6,1% auf 126,3 Mio. EUR.

Das EBITDA bereinigt wuchs im Geschäftsjahr 2015 deutlich um 6,7% auf 1.372,6 Mio. EUR, primär bedingt durch die Senkung der betrieblichen Aufwendungen. Zuwächse wurden in den Segmenten Österreich und Weitere Märkte mit 17,3% bzw. 0,9% erzielt und glichen den Rückgang des EBITDA bereinigt in den Segmenten Bulgarien, Kroatien und Weißrussland um 7,2%, 1,5% bzw. 5,1% mehr als aus. Ohne die oben erwähnten Sonder- und FX-Effekte stieg das EBITDA bereinigt im Jahresvergleich um 4,0%. In Summe kam es damit zu einer Verbesserung der EBIT-DA-bereinigt-Marge von 32,0% im Vorjahr auf 34,1% im Berichtsjahr.

Die Restrukturierungsaufwendungen, die zur Gänze aus dem Segment Österreich stammen, betrugen im Berichtsjahr 0,4 Mio. EUR nach 89,6 Mio. EUR im Vorjahr. Sie beinhalten Sozialpläne für freigestellte Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis auf sozial verträgliche Weise aufgelöst wird, sowie Transfers von Beamten zum Bund. Der Restrukturierungsaufwand beinhaltet einen positiven Einmaleffekt von 21,6 Mio. EUR im 4. Quartal 2015, welcher aus einem Vergleich resultiert. Der starke Rückgang im Jahresvergleich ist weiters auf einen negativen Einmaleffekt in Höhe von 15,0 Mio. EUR durch eine Rückstellung für Zahlungen an Beamte im Jahr 2014 zurückzuführen.

Darüber hinaus kam es 2014 zu Wertminderungen im Segment Bulgarien und in der Republik Mazedonien in Höhe von 340,6 Mio. EUR bzw. 5,1 Mio. EUR.

Primär infolge dieser Effekte stieg das EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung um 61,3% auf 1.372,2 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Abschreibungen sanken im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahresniveau um 6,5% auf 798,2 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis erhöhte sich von negativen 3,0 Mio. EUR im Vorjahr auf positive 574,0 Mio. EUR.

Das Finanzergebnis der Telekom Austria Group belief sich im Berichtsjahr auf negative 157,4 Mio. EUR, was einer Verschmälerung von 13,1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies war primär bedingt durch die Reduktion des Zinsergebnisses um 24,4 Mio. EUR. Dafür verantwortlich waren zum einen der für die Restrukturierung- und Personalrückstellung angewandte niedrigere Zinssatz und zum anderen der niedrigere Verschuldungsgrad sowie höhere Zinserträge aus der Veranlagung der im Vorjahr durchgeführten Kapitalerhöhung. Die Wechselkursdifferenzen lagen im Berichtsjahr bei negativen 2,3 Mio. EUR nach negativen 1,9 Mio. EUR im Jahr 2014.

Der Steueraufwand stieg im Berichtsjahr aufgrund des positiven Ergebnisses aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit auf 23,8 Mio. EUR im Vergleich zu 1,3 Mio. EUR im Jahr 2014.

In Summe weist die Telekom Austria Group für das Berichtsjahr 2015 ein positives Jahresergebnis von 392,8 Mio. EUR im Vergleich zu negativen 185,4 Mio. EUR im Vorjahr aus.

Unternehmenskennzahlen 2015 2014 Veränderung in %
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,55 –0,46 o. A.
Dividende je Aktie (in EUR) 0,05*) 0,05 o. A.
Free Cashflow je Aktie (in EUR) 0,53 0,34 57,9
ROE 16,9% –10,1%
ROIC 9,3% –0,1%

* Vorschlag an die Hauptversammlung 2015, die am 25. Mai 2016 stattfinden wird.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur (in Mio. EUR) 31. Dez. 2015 In % der Bilanzsumme 31. Dez. 2014 In % der Bilanzsumme
Kurzfristige Aktiva 1.905,2 22,9 2.047,3 24,6
Sachanlagen 2.357,4 28,4 2.246,1 27,0
Firmenwerte 1.229,7 14,8 1.189,5 14,3
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2.507,9 30,2 2.570,1 30,9
Sonstige Aktiva 304,4 3,7 263,4 3,2
AKTIVA 8.304,5 100,0 8.316,4 100,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.253,3 27,1 1.537,5 18,5
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.584,1 31,1 3.385,0 40,7
Personalrückstellungen 196,5 2,4 200,9 2,4
Langfristige Rückstellungen 750,3 9,0 867,5 10,4
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 94,3 1,1 107,4 1,3
Eigenkapital 2.426,0 29,2 2.218,0 26,7
PASSIVA 8.304,5 100,0 8.316,4 100,0

Die Bilanzsumme blieb per 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil bei 8.304,5 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Aktiva verzeichneten im Berichtsjahr einen Rückgang um 6,9% auf 1.905,2 Mio. EUR. Dies resultiert primär aus geringeren liquiden Mitteln. Wie im Cashflow-Kapitel beschrieben, gingen die liquiden Mittel aufgrund der Tatsache zurück, dass der im Vorjahresvergleich gestiegene Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit durch den höheren Mittelabfluss aus Investitions- sowie Finanzierungstätigkeit überkompensiert wurde. Ebenfalls rückläufig waren die Forderungen aus Ertragsteuern, bedingt durch das bessere steuerliche Ergebnis insbesondere in Österreich.

Die langfristigen Aktiva stiegen um 2,1% auf 6.399,3 Mio. EUR aufgrund höherer Sachanlagen und Firmenwerte in Folge der Akquisitionen während des Geschäftsjahres sowie Investitionen, primär in den österreichischen LTE- und Glasfaserausbau. Diese Zugänge zu Sachanlagen fielen im Berichtsjahr höher als die Abschreibungen aus. Dem gegenüber standen Differenzen aus der Währungsumrechnung, vor allem in Weißrussland. Da seit 1. Jänner 2015 die Rechnungslegung für Hochinflationsländer gemäß IAS 29 für Weißrussland keine Anwendung mehr findet, kam es im Geschäftsjahr zu keiner Inflationierung der Sachanlagen in Weißrussland mehr.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen 2015 um 46,6% auf 2.253,3 Mio. EUR an, was im Wesentlichen durch die Umgliederung einer Anleihe über 750 Mio. EUR, die am 29. Jänner 2016 fällig wird, in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten bedingt war. Die Anleihe wird aus dem laufenden Cashflow getilgt. Gemildert wurde der Anstieg in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch einen niedrigeren Anteil an fällig werdenden langfristigen Krediten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen durch die Verbindlichkeit des noch offenen Kaufpreises in Höhe von 100 Mio. EUR für die Akquisition von ONE in der Republik Mazedonien im Vorfeld der Fusion mit Vip operator an. Der Kaufvertrag beinhaltet Call- und Put-Optionen für den Ausstieg von Telekom Slovenije Group innerhalb von drei Jahren ab Closing der Transaktion. Die langfristigen Verbindlichkeiten gingen infolge der oben beschriebenen Umgliederung der Anleihe um 20,5% auf 3.625,2 Mio. EUR zurück. Verstärkt wurde dieser Rückgang durch niedrigere langfristige Rückstellungen aufgrund des laufenden Verbrauches der Restrukturierungsrückstellung.

Die Dividendenzahlungen für das Berichtsjahr 2014, welche auch die Kuponzahlungen in Höhe von 33,8 Mio. EUR für die ausstehende 600 Mio. EUR Hybridanleihe beinhalten, stiegen von 56,0 Mio. im Vorjahr auf 67,1 Mio. EUR im Berichtsjahr. Dies ergab sich aus dem Anstieg der Stückaktien im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2014 von 443.000.000 auf 664.500.000 bei gleich bleibender Dividende je Aktie von EUR 0,05.

Der Anstieg des Eigenkapitals von 2.218,0 Mio. EUR auf 2.426,0 Mio. EUR resultiert aus dem Jahresergebnis 2015 in Verbindung mit einbehaltenen Gewinnen. Damit verbunden war eine Erhöhung der Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2015 auf 29,2% nach 26,7% zum Stichtag des Vorjahres.

Nettoverschuldung

Nettoverschuldung (in Mio. EUR) 31.Dez. 2015 31. Dez. 2014
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.584,1 3.385,0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.003,8 340,8
Liquide Mittel und kurzfristige Finanzinvestitionen –911,5 –1.032,5
Derivative Finanzinstrumente für Hedgingaktivitäten 0,0 0,0
Nettoverschuldung Telekom Austria Group 2.676,4 2.693,3
Nettoverschuldung/EBITDA bereinigt 1,9x 2,1x

Im Berichtsjahr sank die Nettoverschuldung der Telekom Austria Group durch eine positive Cashflow-Entwicklung leicht um 0,6% auf 2.676,4 Mio. EUR. (Details dazu sind im nachfolgenden Kapitel Cashflow beschrieben.) Zusammen mit dem Anstieg des EBITDA bereinigt führte dies dazu, dass das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA bereinigt von 2,1x zum 31. Dezember 2014 auf 1,9x zum 31. Dezember 2015 zurückging.

Cashflow

Cashflow (in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Cashflow aus dem Ergebnis 1.221,3 1.190,4 2,6
Veränderung der Vermögenswerte und Schulden – 149,0 – 289,0 o. A.
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.072,4 901,4 19,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 864,0 – 781,6 o. A.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 311,4 696,5 o. A.
Auswirkungen von Wechselkursschwankungen – 5,9 – 0,1 o. A.
Kaufkraftverlust auf liquide Mittel 0,0 0,5 o. A.
Veränderung der liquiden Mittel – 108,9 816,7 o. A.

In Anlehnung an die positive operative Entwicklung erhöhte sich auch der Cashflow aus dem Ergebnis im Jahresvergleich um 2,6%. Die Veränderung in den Vermögenswerten und Schulden (Working Capital) um 149,0 Mio. EUR ergab sich im Wesentlichen durch den laufenden Verbrauch der Restrukturierungsrückstellung sowie gestiegene Forderungen in Österreich, in der Republik Serbien, in Weißrussland und in Kroatien. Im Jahresvergleich reduzierte sich der Bedarf an Working Capital bedingt durch vorgezogene Zahlungen von Verbindlichkeiten im Vorjahr sowie den vergleichsweise höheren Anstieg an Teilzahlungsplänen für Endgeräte im Jahr 2014. Daraus resultierend stieg der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Jahresvergleich um 19,0% auf 1.072,4 Mio. EUR.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit stieg von 781,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 864,0 Mio. EUR im Berichtsjahr und war primär getrieben durch den Erwerb von Blizoo in Bulgarien sowie Amis in Slowenien und Kroatien. Dem gegenüber stand eine Reduktion der Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Berichtsjahr. Dieser Rückgang ist primär dadurch begründet, dass zusätzliches Spektrum im 800-MHz-Frequenzband, welches im November 2015 in der Republik Serbien erworben wurde, erst zu Beginn des Jahres 2016 bezahlt wurde.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit reduzierte sich von Mittelzuflüssen über 696,5 Mio. EUR im Vorjahr – diese beinhalteten die Kapitalerhöhung über 996,6 Mio. EUR – auf Mittelabflüsse von 311,4 Mio. EUR im Berichtsjahr.

Daraus resultiert in Summe ein Rückgang der liquiden Mittel um 108,9 Mio. EUR im Berichtsjahr im Vergleich zu einem Anstieg von 816,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Free Cashflow, der sich aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich des Erwerbs bzw. zuzüglich des Abgangs von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten berechnet, stieg im Berichtsjahr primär aufgrund des höheren Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 156,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 354,9 Mio. EUR an.

Anlagenzugänge

Anlagenzugänge (in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Sachanlagenzugänge Österreich 355,8 288,4 23,4
Sachanlagenzugänge Bulgarien 50,3 45,3 10,9
Sachanlagenzugänge Kroatien 45,3 57,7 – 21,5
Sachanlagenzugänge Weißrussland 55,6 42,2 31,7
Sachanlagenzugänge Weitere Märkte 63,3 55,0 15,1
Sachanlagenzugänge Holding & Sonstige, Eliminierungen – 2,3 0,0 o. A.
Zugänge zu Sachanlagen gesamt 568,0 488,6 16,2
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Österreich 96,6 110,3 – 12,4
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Bulgarien 24,0 57,6 – 58,2
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Kroatien 27,1 12,2 121,8
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Weißrussland 10,5 6,2 68,5
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Weitere Märkte 53,8 82,5 – 34,8
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Holding & Sonstige, Eliminierungen 0,0 0,0 o. A.
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten gesamt 212,0 268,8 – 21,1
Summe Anlagenzugänge 780,0 757,4 3,0

* Exklusive der Zugänge für die Verpflichtung aus der Stilllegung von Vermögenswerten

Die Anlagenzugänge stiegen im Berichtsjahr um 3,0% auf 780,0 Mio. EUR an, was im Wesentlichen auf die Investitionen für den Glasfaserausbau in Österreich im Berichtsjahr zurückzuführen war.

Die Sachanlagenzugänge stiegen 2015 um 16,2% auf 568,0 Mio. EUR, wobei höheren Investitionen in den Segmenten Österreich, Bulgarien und Weißrussland sowie der Republik Mazedonien Rückgänge im Segment Kroatien sowie in Slowenien und der Republik Serbien gegenüberstanden. Der Anstieg der Sachanlagenzugänge in Österreich war bedingt durch erhöhte Investitionen für den Glasfaserausbau. Die Sachanlagenzugänge im Segment Kroatien sanken gegenüber dem Vorjahr bedingt durch niedrigere Netzwerkausgaben. Die Integration von ONE und Vip operator in ein Unternehmen, one.Vip, ließ die Sachanlagenzugänge in der Republik Mazedonien gegenüber dem Vorjahr ansteigen.

Die mit 212,0 Mio. EUR deutlich geringeren Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten (2014: 268,8 Mio. EUR) sind primär dem Erwerb der Mobilfunkfrequenzen in Bulgarien und Slowenien im Vorjahr zuzuschreiben. Geringere Ausgaben für IT und die Mobilfunk-Betriebssoftware hatten einen Rückgang der Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten in Österreich zur Folge. In Bulgarien sanken die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten gegenüber dem Vorjahr nach der Verlängerung der 900-MHz- und 1.800-MHz-Frequenzbereiche für 30,6 Mio. EUR im April 2014. In Kroatien stiegen die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten gegenüber dem Vorjahr durch den Erwerb von 1.800-MHz Spektrum für 18,5 Mio. EUR. In Weißrussland führte der Erwerb von Spektrum im 900-MHz-Frequenzbereich um 4,5 Mio. EUR im Dezember 2015 zu höheren Zugängen zu den immateriellen Vermögenswerten. In Slowenien reduzierten sich die Zugängen zu den immateriellen Vermögenswerten durch den Erwerb des Mobilfunkspektrums für 63,9 Mio. EUR im Vorjahr deutlich, während in der Republik Serbien die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten durch den Erwerb von Spektrum im 1.800-MHz-Frequenzbereich um 6,9 Mio. EUR im Februar 2015 anstiegen. Im November 2015 wurde in der Republik Serbien zusätzliches Spektrum im 800-MHz-Frequenzband um 35,0 Mio. EUR erworben und zu Beginn des Jahres 2016 bezahlt.

Entwicklung der Segmente

Segment Österreich

Kennzahlen Österreich

Finanzkennzahlen
(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Umsatzerlöse 2.526,7 2.472,0 2,2
davon Grund- und Verbindungsentgelte 1.807,3 1.777,2 1,7
davon Daten- und ICT-Lösungen 225,0 220,7 1,9
davon Wholesale (inkl. Roaming) 145,9 147,7 –1,3
davon Zusammenschaltung 182,2 191,8 –5,0
davon Verkauf von Endgeräten 138,7 112,9 22,8
davon Sonstige 27,7 21,6 28,4
EBITDA bereinigt 886,3 755,4 17,3
EBITDA-bereinigt-Marge 35,1% 30,6%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 885,9 665,8 33,1
Betriebsergebnis 418,1 157,2 166,0
Anlagenzugänge 452,4 398,7 13,5

Mobilkommunikation

ARPU (in EUR)* 15,9 16,2 –1,4
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 5.454,7 5.424,1 0,6
Vertragskundenanteil 68,3% 70,2%
Marktanteil 39,5% 41,1%
Mobile Breitbandkunden (in 1.000) 663,1 714,9 -7,2
Penetration 161,2% 155,1%

Festnetz

ARPL (in EUR) 29,6 30,4 –2,7
Summe der Anschlüsse (in 1.000) 2.290,6 2.287,1 0,2
davon Festnetz-Breitbandanschlüsse (in 1.000) 1.533,2 1.469,1 4,4
hiervon Retail 1.495,2 1.433,1 4,3
hiervon Wholesale 38,1 36,1 5,6
Entbündelte Leitungen (in 1.000) 236,1 239,3 –1,3
Festnetzsprachminuten (in Mio. Min.) 1.639,5 1.821,9 –10,0
davon nationaler Verkehr 995,3 1.138,1 –12,5
davon Verkehr zwischen Fest- und Mobilkommunikation 465,3 483,5 –3,8
davon internationaler Festnetzverkehr 178,8 200,3 –10,7
Mobile und Festnetz-Breitband-Penetration in Österreich in % der Haushalte 130,6% 124,2%
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte per 31.12.) 8.512 8.635 –1,4

* Mit dem 1. Quartal 2015 enthält der durchschnittliche monatliche Erlös pro Kunde (ARPU) keine mobilen Mehrwertdienste mehr.

Der Wettbewerb im österreichischen Mobilkommunikationsmarkt intensivierte sich 2015 mit dem Einstieg zusätzlicher virtueller Mobilfunkbetreiber (Mobile Virtual Network Operators, MVNOs) vor allem im No-Frills- und SIM-only-Bereich. Vor diesem Hintergrund gelang es der A1 Telekom Austria AG, den Premium-Kundenbereich mittels stärkerer Gerätestützungen und erhöhter inkludierter Datenvolumina sowie Bandbreiten gegenüber den neuen Mitbewerbern abzusichern. Aber auch im No-Frills-Bereich konnte die A1 Telekom Austria AG ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Preisanpassungen und erhöhte inkludierte Datenvolumina erhalten.

Konvergente Produktpakete blieben 2015 weiterhin ein zentrales Element der operativen Strategie. Dementsprechend setzte das Unternehmen im Berichtsjahr im Festnetz verstärkt auf die Entwicklung von Kapazitäten und Dienstleistungen im Breitbandgeschäft, um der steigenden Nachfrage nach Daten gerecht werden zu können. Vor diesem Hintergrund begann die A1 Telekom Austria AG 2015, verstärkt in den Glasfaserausbau in Österreich zu investieren. Hierfür plant das Unternehmen zwischen 2015 und 2018 zusätzlich zu den regulären Investitionen Ausgaben von in Summe rund 400 Mio. EUR ein. Voraussetzungen für diesen Investitionsplan sind unter anderem die in Aussicht gestellten Förderungen durch den Bund sowie die jährliche Genehmigung der Investitionsbudgets durch den Aufsichtsrat. Da die Breitbandförderung erst am 22. Dezember 2015 genehmigt wurde, konzentrierte sich der Ausbau im Jahr 2015 auf nicht geförderte Projekte.

Im Berichtsjahr verzeichnete die A1 Telekom Austria AG bedingt durch die niedrigere Abwanderungsquote sowie höhere Neukundenzugänge einen leichten Anstieg der Mobilkommunikationskunden um 0,6% auf rund 5,5 Millionen. Dennoch sank der Marktanteil in der Mobilkommunikation von 41,1% im Vorjahr auf 39,5% im Berichtsjahr. Der Vertragskundenanteil verringerte sich ebenfalls von 70,2% im Vorjahr auf 68,3% im Berichtsjahr. Die Festnetzanschlüsse stiegen im Jahresvergleich um 3.500 Anschlüsse auf beinahe 2,3 Millionen Anschlüsse leicht an. Sowohl das Festnetz-Breitband als auch A1 TV verzeichneten einen deutlichen Zuwachs um 4,4% bzw. 7,0% im Jahresvergleich auf mehr als 1,5 Millionen bzw. 269.400 Kunden. Die Zuwächse bei den Festnetz-Breitbandanschlüssen waren vor allem getrieben durch die steigende Nachfrage nach 16- und 30-Mbit/s-Produkten. Diesen positiven Entwicklungen steht ein weiterer Rückgang der Festnetzsprachminuten um 10.0% (2014: –12,8%) gegenüber.

Umsatzseitig verzeichnete das Segment Österreich im Jahr 2015 ein Wachstum um 2,2% auf 2.526,7 Mio. EUR. Das 4. Quartal 2015 beinhaltet positive außerordentliche Effekte in den Positionen Grund- und Verbindungsentgelte (im Bereich Festnetz) sowie Wholesale (inkl. Roaming) von in Summe 10,5 Mio. EUR. Im 2. Quartal 2014 waren negative außerordentliche Effekte in den Umsatzpositionen Grund- und Verbindungsentgelte sowie Daten- und ICT-Lösungen und positive außerordentliche Effekte in den Umsatzpositionen Wholesale (inkl. Roaming) sowie den sonstigen Umsatzerlösen von in Summe negativen 28,2 Mio. EUR verbucht worden. Auch ohne die außerordentlichen Effekte konnte ein Umsatzwachstum von 0,6% erwirtschaftet werden. Der Anstieg der Neukundenzugänge in der Mobilkommunikation sowie niedrigere Stützungen zur Kundenbindung bei einer stabilen Anzahl an ersetzten Geräten führten zu einem Wachstum der Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten. Die Wholesale-Erlöse zeigen auch bereinigt um die Einmaleffekte ein Wachstum, das auf höhere Einnahmen aus Satelliten-Lösungen und Roamingerlöse von Fremdkunden zurückzuführen ist. Der bereinigte Rückgang der Erlöse aus den Grund- und Verbindungsentgelten sowie die niedrigeren Terminierungsentgelte schwächten die Gesamtzuwächse etwas ab. Niedrigeren Umsätzen aus mobilen Datentarifen sowie im No-Frills-Bereich standen stabile Premium-Kundenumsätze gegenüber und führten insgesamt zu niedrigeren Erlösen aus Mobilfunkdienstleistungen. Rückläufige Sprachminuten wirkten sich weiterhin negativ auf die Umsatzerlöse im Festnetzgeschäft aus, doch wurden sie teilweise durch Zuwächse bei Breitband und TV ausgeglichen.

Der durchschnittliche Monatserlös pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) ging im Berichtsjahr von EUR 16,2 auf EUR 15,9 zurück. Dies ist auf eine Änderung der Berechnungsmethode des ARPU, aufgrund derer nunmehr keine Mehrwertdienste mehr enthalten sind, zurückzuführen. Aufgrund weiterer Rückgänge beim Sprachgeschäft im Festnetz, die nur teilweise durch höhere Umsatzerlöse im Breitbandbereich und aus A1 TV abgefangen werden konnten, sank der durchschnittliche Monatserlös pro Festnetzanschluss (ARPL) im Berichtsjahr auf EUR 29,6 (2014: EUR 30,4). Bereinigt um den oben genannten Sondereffekt sank der ARPL um 3,2% auf EUR 29,5.

Aufwendungen Segment Österreich (in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Materialaufwand 265,0 237,2 11,7
Personalaufwand 676,7 704,2 –3,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand 791,7 861,7 –8,1
Restrukturierung 0,4 89,6 99,6
Abschreibungen 467,7 508,6 8,0

Resultierend aus dem strikten Fokus auf Kosteneffizienz wurden die betrieblichen Aufwendungen um 3,9% auf 1.733,4 Mio. EUR gesenkt. Die Materialaufwendungen stiegen dabei infolge vermehrter Neukundenzugänge. Währenddessen führte ein Einmaleffekt in Höhe von 30,1 Mio. EUR im Jahr 2014 zu einer Reduktion der Personalaufwendungen im Jahresvergleich. Kosteneinsparungen in den Bereichen Marketing und Vertrieb sowie Support und Wartungs- und Reparaturaufwendungen reduzierten die betrieblichen Aufwendungen weiter. Die Roaming- sowie Zusammenschaltungsaufwendungen verzeichneten ebenfalls einen Rückgang.

Höhere Umsatzerlöse sowie die Reduktion der betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr führte zu einem Anstieg des berichteten EBITDA bereinigt um 17,3% auf 886,3 Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte aus den Jahren 2014 und 2015 im Umsatz sowie bei den Personalkosten stieg das EBITDA bereinigt um 7,6%. Die EBITDA-bereinigt-Marge verbesserte sich von 30,6% im Vorjahr auf 35,1% im Jahr 2015.

Für das Berichtsjahr 2015 wurde im Segment Österreich ein Restrukturierungsaufwand von 0,4 Mio. EUR (2014: 89,6 Mio. EUR) erfasst, welcher Sozialpläne für freigestellte Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis auf sozial verträgliche Weise aufgelöst wird, sowie Transfers von Beamten zum Bund betrifft. Dieser Wert beinhaltet einen positiven Einmaleffekt von 21,6 Mio. EUR im 4. Quartal 2015, welcher aus einem Vergleich resultiert. Der starke Rückgang im Jahresvergleich ist weiters auf einen negativen Einmaleffekt in Höhe von 15,0 Mio. EUR durch eine Rückstellung für Zahlungen an Beamte im Jahr 2014 zurückzuführen. In Folge stieg das EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung um 33,1% auf 885,9 Mio. EUR.

Die Abschreibungen sanken um 8,0% auf 467,7 Mio. EUR, da niedrigere Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte und der UMTS-Ausrüstung die höheren Infrastrukturabschreibungen bedingt durch den Glasfaser- und LTE-Ausbau mehr als ausglichen. Per Saldo resultiert aus den beschriebenen Entwicklungen für das Segment Österreich ein Betriebsergebnis von 418,1 Mio. EUR (2014: 157,2 Mio. EUR).

Segment Bulgarien

Kennzahlen Bulgarien

Finanzkennzahlen
(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Umsatzerlöse 364,7 371,3 –1,8
EBITDA bereinigt 132,8 143,1 –7,2
EBITDA-bereinigt-Marge 36,4% 38,5%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 132,8 –197,5 o. A.
Betriebsergebnis 42,1 –284,9 o. A.
Anlagenzugänge 74,3 102,9 –27,7
Mobilkommunikation
ARPU (in EUR) 5,5 6,1 –9,3
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 4.235,7 4.221,0 0,3
Vertragskundenanteil 82,5% 78,7%
Marktanteil 38,8% 37,6%
Mobile Breitbandkunden (in 1.000) 319,6 248,9 28,4
Penetration 149,2% 152,7%
Festnetz
ARPL (in EUR) 12,0 14,4 –16,8
Summe der Anschlüsse (in 1.000) 583,6 153,6 279,9
davon Festnetz-Breitbandanschlüsse (in 1.000) 413,8 145,1 185,1
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte per 31.12.) 3.607 2.527 42,8

In Bulgarien war das Marktumfeld 2015 weiterhin von einer schwachen Konjunktur sowie intensivem Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt geprägt, worunter besonders der Geschäftskundenbereich litt. Auf operativer Ebene begegnete Mobiltel diesen Herausforderungen durch eine Ausrichtung auf Wertschöpfung mittels Up- und Cross-Selling sowie die Bindung hochwertiger Kunden. Mit dem Erwerb des zweitgrößten Festnetzbetreibers in Bulgarien, Blizoo, der per 1. Oktober 2015 konsolidiert wurde, stärkte Mobiltel darüber hinaus ihre konvergente Basis. Daneben war das Management bestrebt, den Umsatzdruck auf die Rentabilität durch striktes Kostenmanagement abzuschwächen.

Trotz des signifikanten Preisdrucks gelang es Mobiltel im Berichtsjahr, die Anzahl der Mobilkommunikationskunden leicht zu steigern, wobei die Zugewinne zumeist aus dem Geschäftskunden- sowie dem No-Frills- und Privatkundengeschäft stammten. Der Marktanteil erhöhte sich dadurch von 37,6% auf 38,8%. Die stetig wachsende Datennutzung führte zu einem weiteren Anstieg der mobilen Breitbandkunden um 28,4% auf über 319.600. Darüber hinaus erhöhte sich die Anzahl der Smartphone-Kunden, die Voice- und Datenpakete nutzen, durch erfolgreiche Upselling-Maßnahmen um rund 48%. Im Festnetzbereich stiegen die Anschlussleitungen auf 583.600. Das war primär bedingt durch die Akquisition von Blizoo mit rund 378,000 Anschlüssen, aber auch operativ konnte ein Wachstum der Festnetzanschlüsse in Höhe von rund 34% verzeichnet werden. Die Festnetz-Breitbandanschlüsse stiegen im Jahresvergleich um 268.700. Blizoo trug rund 252.000 Anschlüsse dazu bei. Im TV-Geschäft konnte ebenfalls ein klarer Kundenzugewinn auf 378.600 Kunden verzeichnet werden, wovon Blizoo rund 331.000 Kunden beitrug.

Die Umsatzerlöse sanken im Jahresvergleich um 1,8% auf 364,7 Mio. EUR, was in erster Linie auf einen Rückgang in den Erlösen aus Grundund Verbindungsentgelten zurückzuführen war. Der anhaltend starke Preisdruck im Geschäftskundenbereich führte zu einer deutlichen Verringerung der Erlöse aus Mobilfunkdienstleistungen. Diese negative Entwicklung im mobilen Geschäft konnte der Anstieg der Erlöse aus Festnetzdienstleistungen, erzielt vor allem durch den Beitrag von Blizoo in Höhe von 11,7 Mio. EUR, nur teilweise ausgleichen. Zusätzlich abgemildert wurde der Rückgang durch erhöhte Zusammenschaltungsentgelte aus dem größeren Anteil an Tarifen mit inkludierten Freiminuten in nationale Netze.

Die durchschnittlichen Monatserlöse pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) verzeichneten einen deutlichen Rückgang auf EUR 5,5 (2014: EUR 6,1), bedingt durch Preiserosion sowie einen höheren Anteil an Geschäftskunden mit niedrigem ARPU. Der durchschnittliche Umsatz pro Festnetzanschluss (ARPL) sank von EUR 14,4 im Vorjahr auf EUR 12,0, bedingt durch die Zunahme des Anteils der Satelliten-TV-Kunden mit niedrigen ARPL. Die Umsätze aus dem Festnetzgeschäft verzeichneten einen Anstieg von 42,3% auf 37,8 Mio. EUR.

Um dem anhaltenden Umsatzdruck entgegenzuwirken, fokussierte das Management von Mobiltel im Berichtsjahr weiterhin auf ein effektives Kostenmanagement. Höhere Zusammenschaltungs- und Roamingaufwendungen konnten durch niedrigere Materialaufwendungen infolge einer geringeren Anzahl an verkauften Endgeräten zum Teil abgefedert werden. Der Anstieg der Energie-, Miet- sowie Personalaufwendungen dagegen wurde in erster Linie durch den Blizoo-Erwerb getrieben. In Summe stiegen die betrieblichen Aufwendungen um 2,7% auf 248,3 Mio. EUR.

Als Folge des Umsatzrückgangs und der erhöhten Kosten sank das EBITDA bereinigt im Berichtsjahr um 7,2% auf 132,8 Mio. EUR, ohne den Beitrag von 3,3 Mio. EUR von Blizoo wäre es um 9,5% zurückgegangen. Die EBITDA-bereinigt-Marge sank im Berichtsjahr auf 36,4% (2014: 38,5%). Die Abschreibungen erhöhten sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr, wobei 2014 eine Wertminderung von 340,6 Mio. EUR zu verbuchen gewesen war. Insgesamt resultierte daraus 2015 ein positives Betriebsergebnis von 42,1 Mio. EUR, dem im Jahr 2014 ein negatives Betriebsergebnis von 284,9 Mio. EUR gegenüber gestanden war.

Segment Kroatien

Kennzahlen Kroatien

Finanzkennzahlen
(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Umsatzerlöse 371,3 378,2 –1,8
EBITDA bereinigt 83,0 84,3 –1,5
EBITDA-bereinigt-Marge 22,4% 22,3%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 83,0 84,3 –1,5
Betriebsergebnis 13,1 15,9 –17,5
Anlagenzugänge 72,4 70,0 3,5

Mobilkommunikation

ARPU (in EUR) 11,3 11,1 2,1
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 1.733,6 1.741,0 –0,4
Vertragskundenanteil 48,2% 46,8%
Marktanteil 36,0% 36,0%
Mobile Breitbandkunden (in 1.000) 139,1 144,2 –3,6
Penetration 113,7% 112,6%
Festnetz
ARPL (in EUR) 22,0 21,4 2,9
Summe der Anschlüsse (in 1.000) 283,4 219,9 28,9
davon Festnetz-Breitbandanschlüsse (in 1.000) 200,2 136,0 47,2
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte per 31.12.) 1.239 1.151 7,6

In Kroatien wirkten sich auch 2015 der erhebliche regulatorische Druck in Form von reduzierten mobilen Terminierungsentgelten sowie die Verdreifachung der Frequenznutzungsentgelte im Juni 2014 auf die operative Entwicklung aus. Das wirtschaftliche Umfeld und die Wettbewerbssituation zeigten dagegen erste Anzeichen einer Entspannung. Auch die Ende März 2015 eingeführten Mobilfunktarife, die auf LTE- und Daten-Monetarisierung fokussieren, wirkten sich im Berichtsjahr spürbar positiv auf die Umsatzerlöse aus. Die Entwicklungen im Festnetzgeschäft sind angesichts der Vertriebsoffensive im Bereich Breitband- und TV-Dienstleistungen weiterhin erfreulich. Das Festnetzgeschäft erfuhr mit dem Erwerb von Amis Kroatien, die seit dem 1. September 2015 konsolidiert wird, eine weitere Stärkung.

Die Gesamtanzahl der Mobilkommunikationskunden blieb im Berichtsjahr bei rund 1,7 Millionen nahezu stabil. Der Vertragskundenanteil konnte im Jahresverlauf auf 48,2% (2014: 46,8%) angehoben werden. Der Marktanteil betrug 2015 unverändert 36,0%. Im Festnetzbereich gelang eine Steigerung der Anschlüsse um 28,9% auf 283.400, die sowohl auf organisches Wachstum als auch den Erwerb von Amis Kroatien zurückging. Die Breitbandanschlüsse verzeichneten sogar einen Zuwachs um 47,2% auf rund 200.200 im Berichtsjahr, während die Anzahl der TV-Kunden um 12,5% auf rund 188.700 stieg. Mit Amis Kroatien kamen in Summe 24.300 Festnetzanschlüsse, der Großteil davon Breibandanschlüsse, sowie 9,100 TV-Kunden hinzu.

Bei den Umsatzerlösen verzeichnete Vipnet im Berichtsjahr einen Rückgang um 1,8% auf 371,3 Mio. EUR, der fast ausschließlich auf niedrigere Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten und niedrigere Zusammenschaltungserlöse zurückzuführen war. Während Erstere in Folge geringerer Stützungen für Endgeräte abnahmen, gingen Letztere aufgrund der im Jänner gekürzten mobilen Terminierungsentgelte 2015 zurück. Vor allem gelang jedoch eine Erhöhung der Erlöse aus monatlichen Grund- und Verbindungsentgelten, welche mehrheitlich auf höheren Erlösen aus Festnetzdienstleistungen beruht, und die die genannten Rückgänge zum Teil ausgleichen konnte.

Die durchschnittlichen Monatserlöse pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) konnten von EUR 11,1 auf EUR 11,3 erhöht werden, wobei besonders der Prepaid-ARPU anstieg. Der durchschnittliche Monatserlös pro Festnetzanschluss (ARPL) erhöhte sich aufgrund von Upselling bei Festnetzkunden auf EUR 22,0 (2014: EUR 21,4). In Summe sanken die Erlöse aus Mobilkommunikation um 1,5%. Die Umsätze aus dem Festnetzgeschäft stiegen um 21,9%.

Die betrieblichen Aufwendungen sanken im Berichtsjahr um 3,1% auf 292,0 Mio. EUR, getrieben durch niedrigere Zusammenschaltungsaufwendungen infolge der Senkung der Terminierungsentgelte. Daneben sanken die Materialaufwendungen bedingt durch die geringere Anzahl an verkauften Endgeräten. Abgeschwächt wurden diese Effekte durch den deutlichen Anstieg der Frequenznutzungsgebühren.

Den Rückgang der Umsätze konnten die niedrigeren Kosten etwas abfedern, und dies resultierte in einem EBITDA-bereinigt-Rückgang um 1,5% auf 83,0 Mio. EUR. Die EBITDA-bereinigt-Marge blieb im Berichtsjahr nahezu stabil bei 22,4% (2014: 22,3%). Zusammen mit höheren Abschreibungen ergab dies ein um 17,5% reduziertes Betriebsergebnis von 13,1 Mio. EUR.

Segment Weißrussland

Kennzahlen Weißrussland

Finanzkennzahlen
(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Umsatzerlöse 327,1 355,0 –7,9
EBITDA bereinigt 163,6 172,4 –5,1
EBITDA-bereinigt-Marge 50,0% 48,6%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 163,6 172,4 –5,1
Betriebsergebnis 86,6 82,2 5,4
Anlagenzugänge 66,1 48,5 36,4
Mobilkommunikation
ARPU (in EUR)* 4,6 5,1 –9,5
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 4.956,8 4.949,9 0,1
Vertragskundenanteil 80,9% 80,6%
Marktanteil 42,5% 42,4%
Mobile Breitbandkunden (in 1.000) 308,8 284,1 8,7
Penetration 123,0% 123,3%
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte per 31.12.) 1.777 1.881 –5,5

* Mit September 2015 wurde die Darstellung für Mehrwertdienste im ARPU geändert. Die Änderung wirkt sich negativ auf den ARPU aus.

Seit dem 1. Jänner 2015 findet die Rechnungslegung für Hochinflationsländer gemäß IAS 29 für Weißrussland keine Anwendung mehr. Dies wurde von einem Ausschuss der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften beschlossen, da neben anderen berücksichtigten Faktoren die kumulierte Inflationsrate unter 100% sank. Infolgedessen werden ab dem 1. Quartal 2015 die durchschnittlichen Wechselkurse des Berichtszeitraums zur Konsolidierung herangezogen.

Das makroökonomische Umfeld in Weißrussland trübte sich im Berichtsjahr bedingt durch die Rezession in Russland ein. Bereits im Jänner 2015 verlor der weißrussische Rubel stark an Wert und nach einer vergleichsweise stabilen Entwicklung brach er Ende August erneut ein. Den Rest des Jahres blieb die weißrussische Währung annähernd stabil und verlor somit insgesamt 29,2% an Wert (2014: –9,0%). Die Inflationsrate lag mit 12,0% im Jahr 2015 leicht unter dem Niveau des Vorjahres (16,2%).

Vor diesem Hintergrund legte das Management von velcom neben seiner Positionierung als Premium-Anbieter mit hoher Netzwerkqualität auch 2015 Wert auf ein Tarif- und Endgeräteportfolio mit Fokus auf Smartphones und Tablets, um von der steigenden Nachfrage nach Daten profitieren zu können. Darüber hinaus standen die Optimierung der betrieblichen Aufwendungen sowie deren Entkoppelung von Fremdwährungseffekten weiter im Zentrum der Bemühungen.

Die Gesamtkundenanzahl von velcom blieb im Berichtsjahr stabil bei rund 4,96 Millionen. Der Anstieg bei den mobilen Breitbandkunden um 8,7% auf rund 308.800 spiegelt die oben beschriebene kontinuierlich steigende Nachfrage nach Datendiensten wider. Der Marktanteil von velcom blieb im Berichtsjahr beinahe unverändert bei 42,5% (2014: 42,4%).

Inklusive negativer Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 75,3 Mio. EUR fielen die Umsatzerlöse 2015 im Jahresvergleich um 7,9% auf 327,1 Mio. EUR. In Lokalwährung stiegen sie jedoch um 20,2%. Die inflationsbedingten Preisanpassungen Ende 2014 und per 1. Dezember 2015, Upselling-Effekte sowie die stetig steigende Datennutzung waren wesentliche Gründe für einen Anstieg der Erlöse aus monatlichen Grund- und Verbindungsentgelten. Die Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten stiegen ebenfalls aufgrund währungsgetrieben höherer Preise für Endgeräte. Darüber hinaus verzeichnete velcom höhere Erlöse aus Zusammenschaltung, primär durch höhere internationale Tarife. Infolge der negativen Währungsentwicklung sank der durchschnittliche Monatserlös pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) von EUR 5,1 auf EUR 4,6.

Die betrieblichen Aufwendungen fielen im Berichtsjahr um 10,2% auf 169,4 Mio. EUR, während sie in lokaler Währung um 19,2% stiegen. In erster Linie war dieser Anstieg die Folge von erhöhten Materialaufwendungen, verursacht durch währungsgetrieben höhere Preise für Endgeräte. Andere währungsabhängige Positionen wie z. B. Wartungs- und Reparaturaufwendungen fielen ebenfalls höher aus. Gestiegene Zusammenschaltungsaufwendungen resultierten aus höheren internationalen Tarifen. Gesunkene Aufwendungen für Forderungsverluste sowie erhaltene Leistungen konnten die oben genannten Effekte nicht kompensieren.

Trotz einer positiven operativen Entwicklung sank das EBITDA bereinigt im Berichtsjahr um 5,1% auf 163,6 Mio. EUR, getrieben durch negative Währungseffekte in Höhe von 37,7 Mio. EUR. Die EBITDA-bereinigt-Marge stieg im Berichtsjahr dennoch auf 50,0% (2014: 48,6%), womit das Segment Weißrussland einmal mehr die höchste Marge in der Gruppe erzielen konnte. Die niedrigeren Abschreibungen infolge des negativen Währungseffekts führten trotz des gesunkenen EBITDA bereinigt zu einer Verbesserung des Betriebsergebnisses um 5,4% auf 86,6 Mio. EUR.

Segment Weitere Märkte

Weitere Märkte

Finanzkennzahlen
(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Umsatzerlöse 481,4 481,1 0,1
EBITDA bereinigt 138,2 137,0 0,9
EBITDA-bereinigt-Marge 28,7% 28,5%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 138,2 131,9 4,8
Betriebsergebnis 45,4 31,8 42,5
Anlagenzugänge 117,0 137,4 –14,9

Slowenien

Finanzkennzahlen
(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Umsatzerlöse 190,8 199,6 –4,4
EBITDA bereinigt 80,9 63,6 27,3
EBITDA-bereinigt-Marge 42,4% 31,8%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 80,9 63,6 27,3
Betriebsergebnis 56,7 41,0 38,2
Anlagenzugänge 17,9 89,9 –80,1

Mobilkommunikation

ARPU (in EUR) 16,3 19,1 –14,8
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 708,5 681,5 4,0
Vertragskundenanteil 80,5% 79,4%
Marktanteil 29,9% 29,2%
Mobile Breitbandkunden (in 1.000) 35,7 24,3 46,8
Penetration 113,7% 111,8%
Festnetz
ARPL (in EUR) 42,9 k. A. o. A.
Summe der Anschlüsse (in 1.000) 65,7 k. A. o. A.
davon Festnetz-Breitbandanschlüsse (in 1.000) 65,3 k. A. o. A.
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte per 31.12.) 508 399 27,4

Republik Serbien

Finanzkennzahlen
(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Umsatzerlöse 206,8 213,2 –3,0
EBITDA bereinigt 43,5 64,0 –32,0
EBITDA-bereinigt-Marge 21,0% 30,0%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 43,5 64,0 –32,0
Betriebsergebnis –7,6 –2,9 o. A.
Anlagenzugänge 77,7 37,8 105,2
Mobilkommunikation
ARPU (in EUR) 6,9 6,9 –0,3
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 2.109,3 2.159,5 –2,3
Vertragskundenanteil 55,0% 50,4%
Marktanteil 22,5% 22,5%
Penetration 132,0% 133,6%
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte per 31.12.) 879 933 –5,8

Republik Mazedonien

Finanzkennzahlen
(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung in %
Umsatzerlöse 80,0 62,0 28,9
EBITDA bereinigt 16,8 12,6 33,6
EBITDA-bereinigt-Marge 21,0% 20,3%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 16,8 7,5 124,7
Betriebsergebnis –0,6 –2,6 o. A.
Anlagenzugänge 21,5 9,4 127,7
Mobilkommunikation
ARPU (in EUR) 6,5 6,9 –5,8
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 1.163,5 622,0 87,1
Vertragskundenanteil 54,7% 52,4%
Marktanteil 53,7% 28,2%
Penetration 105,5% 107,4%
Festnetz
ARPL (in EUR) 13,1 k. A. o. A.
Summe der Anschlüsse (in 1.000) 144,5 62,6 130,8
davon Festnetz-Breitbandanschlüsse (in 1.000) 99,9 50,2 99,0
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte per 31.12.) 942 535 76,2

Das Segment Weitere Märkte war im Berichtsjahr in erster Linie durch eine Übernahme sowie eine Fusion geprägt. In Slowenien wurde am 1. September 2015 die Übernahme des Festnetz-Entbündlers Amis abgeschlossen. Dieser Schritt ermöglichte Si.mobil nunmehr, das Geschäft von einem rein mobilen Angebot zu einem konvergenten Angebot auszubauen. In der Republik Mazedonien wurde die Fusion mit ONE am 1. Oktober 2015 abgeschlossen. Durch die Fusion mit der ehemaligen Nummer Drei im Mobilfunkmarkt wurde die Position von Vip operator, nun one.Vip, als führendes Unternehmen auf dem Mobilfunkmarkt des Landes gestärkt.

In der Republik Mazedonien kam es 2015 aufgrund der Fusion mit ONE, welche etwa 590.000 Kunden beitrug, beinahe zu einer Verdoppelung der Kundenbasis im Mobilfunkbereich. In Slowenien stieg die Kundenanzahl um 4,0% vor allem durch Zuwächse im No-Frills- und im Geschäftskundenbereich, während die Kundenanzahl in der Republik Serbien um 2,3% zurückging. Der Marktanteil von one.Vip in der Republik

Mazedonien betrug im Berichtsjahr 53,7%, während er im Jahr 2014 vor der Fusion noch bei 28,2% gelegen war. In Slowenien konnte der Marktanteil von 29,2% im Vorjahr auf 29,9% im Berichtsjahr leicht gesteigert werden, in der Republik Serbien blieb er mit 22,5% dagegen gleich. Per Jahresende 2015 verzeichneten Slowenien und die Republik Mazedonien zudem 65.700 bzw. 144.500 Festnetzanschlüsse.

Die Umsätze im Segment Weitere Märkte waren nahezu stabil bei 481,4 Mio. EUR, in erster Linie durch den Beitrag von ONE in der Republik Mazedonien in Höhe von etwa 13 Mio. EUR. Der Festnetzbetreiber blizoo Mazedonien, der bereits im Juli 2014 erworben worden war, trug 13,3 Mio. EUR zu den Erlösen im Jahr 2015 bei. In Slowenien sanken die Umsätze um 4,4% trotz des Beitrags von Amis in Höhe von 11,1 Mio. EUR. Dies war bedingt durch negative Regulierungseffekte auf die Zusammenschaltungserlöse sowie durch Rückgänge der Grund- und Verbindungsentgelte aufgrund des wettbewerbsintensiven Umfelds. In der Republik Serbien drückte das geänderte Vertriebsmodell von Endgeräten durch die daraus geänderte Verbuchungslogik auf die Grund- und Verbindungsentgelte, während die Zusammenschaltungserlöse nach der Einführung nationaler Terminierungsentgelte für SMS im Juni 2015 stiegen. Ohne die Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von insgesamt 6,4 Mio. EUR stiegen die Umsatzerlöse des Segments um 1,4%.

Die durchschnittlichen Monatserlöse pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) gingen in Slowenien auf EUR 16,3 (2014: EUR 19,1) sowie in der Republik Mazedonien auf EUR 6,5 (2014: EUR 6,9) zurück, während sie in der Republik Serbien unverändert bei EUR 6,9 blieben. Die durchschnittlichen Monatserlöse pro Festnetzanschluss (ARPL) betrugen per Jahresende 2015 in Slowenien EUR 42,9 und in der Republik Mazedonien EUR 13,1.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 31,1 Mio. EUR auf 43,0 Mio. EUR im Berichtsjahr aufgrund eines positiven Einmaleffekts in Höhe von 30,0 Mio. EUR aus dem Vertrag zur Regelung der gegenseitigen Beziehungen und Zusammenarbeit mit Telekom Slovenije an. Die Zahlung durch Telekom Slovenije wurde in zwei Tranchen zu 20,0 Mio. EUR im Jänner 2015 sowie zu 10,0 Mio. EUR im Oktober 2015 geleistet.

Im Segment Weitere Märkte stiegen die betrieblichen Aufwendungen um 8,5% auf 386,2 Mio. EUR, zum Großteil getrieben durch die Republik Mazedonien und die Republik Serbien. Neben höheren Zusammenschaltungsaufwendungen sind vor allem die mit der Fusion verbundenen Kosten wie Personalaufwendungen, bezogene Dienstleistungen und Energieaufwendungen die Kostentreiber in der Republik Mazedonien. Die höheren betrieblichen Aufwendungen in der Republik Serbien sind mehrheitlich auf höhere Zusammenschaltungs- und Roamingaufwendungen zurückzuführen, wobei erstere eine Folge der im Juni 2015 neu eingeführten Terminierungsentgelte für SMS sind.

In Summe führten der gestiegene Umsatz sowie die gestiegenen betrieblichen Aufwendungen bereinigt um den Einmaleffekt in Slowenien sowie die Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1,3 Mio. EUR zu einem EBITDA-bereinigt-Rückgang um 20,1% auf 109,5 Mio. EUR (berichtetes EBITDA bereinigt 138,2 Mio. EUR; 0,9% im Jahresvergleich). Amis trug 0,9 Mio. EUR dazu bei, während ONE rund 2 Mio. EUR sowie blizoo 4,1 Mio. EUR beisteuerten. Das operative Ergebnis stieg 2015 aufgrund dieser Entwicklung sowie dank niedrigerer Abschreibungen um 42,5% auf 45,4 Mio. EUR.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nachhaltige Unternehmensführung

Die Telekom Austria Group strebt eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts unter Berücksichtigung aller relevanten ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte an. Das Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex und die Anwendung aller Vorgaben des internen Kontrollsystems, des Code of Conduct sowie der Compliance-Richtlinien unterstützen diese Zielsetzung. Ein integriertes CSR-Management, festgelegte Standards und Prozesse, ein gruppenweites Umweltmanagement und die Einhaltung der Prinzipien des UN Global Compact sorgen für ein nachhaltig ausgerichtetes Verfolgen von Strategien und Zielen und stellen die Einbindung aller Unternehmenseinheiten und -hierarchien sicher. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgt nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) und wird von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer validiert.

Unter Einbindung verschiedener Interessengruppen wurde eine Wesentlichkeitsanalyse zur Identifikation der zentralen Nachhaltigkeitsthemen durchgeführt. In weiterer Folge wurden daraus vier strategische Handlungsfelder abgeleitet, die als wesentlich für die zukünftige Entwicklung der Telekom Austria Group erachtet werden. Für diese Handlungsfelder wurden konkrete Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen definiert.

Das Handlungsfeld "Providing Responsible Products" stellt auf die innovativen Anwendungsmöglichkeiten von sicheren und leistungsstarken Kommunikationsnetzen sowie deren positive Effekte auf Umwelt und Gesellschaft ab. Das Handlungsfeld "Living Green" beleuchtet die konkreten Maßnahmen zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks der Telekom Austria Group. Um die Zielerreichung in diesem Bereich messbar zu machen, werden gruppenweite Umweltkennzahlen erhoben. Die gezielte Förderung von Mitarbeitern steht im Mittelpunkt des Handlungsfelds "Empowering People". Das Handlungsfeld "Creating Equal Opportunities" schließlich umfasst jene Initiativen der Telekom Austria Group, die auf die Förderung der digitalen Medienkompetenz in ihren Märkten abzielen.

Das Umweltmanagementsystem der A1 Telekom Austria AG sowie von Si.mobil d.d. und Vip mobile d.o.o. ist nach ISO 14001 zertifiziert. Darüber hinaus werden in Österreich und Slowenien die Anforderungen von EMAS erfüllt. Das Energiemanagement der A1 Telekom Austria AG ist zudem nach ISO 50001 zertifiziert. Seit 2014 hat die A1 Telekom Austria AG das erste CO2-neutrale Netz in Österreich, das vom TÜV SÜD nach der internationalen Norm PAS 2060 geprüft und validiert wurde.

Mitarbeiter

Mitarbeiter zu Jahresende 2015 2014 Veränderung in %
Österreich 8.512 8.635 -
1,4
Bulgarien 3.607 2.527 42,8
Kroatien 1.239 1.151 7,6
Weißrussland 1.777 1.881 -
5,5
Weitere Märkte 2.329 1.867 24,8
Holding 209 181 15,9
Gesamt 17.673 16.240 8,8

* Vollzeitäquivalente

Die Telekom Austria Group beschäftigte per Jahresende 2015 mit 17.673 Mitarbeitern um 8,8% mehr als zum Stichtag des Vorjahres. Zurückzuführen war dies primär auf den Erwerb von Blizoo in Bulgarien und Amis in Kroatien und Slowenien sowie auf die Fusion von Vip operator mit ONE in der Republik Mazedonien. Im Segment Österreich wurde der Personalstand im Zuge der fortlaufenden Restrukturierungsmaßnahmen um 1,4% auf 8.512 Mitarbeiter reduziert, von denen rund 50% im Rahmen eines Beamtendienstverhältnisses beschäftigt sind. In den Segmenten außerhalb Österreichs war eine Zunahme um 20,6% auf 8.952 Mitarbeiter zu verzeichnen, die ausschließlich auf den oben genannten Akquisitionen beruht.

Zur Absicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft investiert die Telekom Austria Group laufend in eine fundierte Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Als zentrale Entwicklungsplattform fungiert die Telekom Austria Group Business School, die im Verlauf des Jahres 2015 mehr als 45 Bildungsangebote für 671 Teilnehmer entwickelt und organisiert hat. Zusätzlich zum Bildungsangebot ihrer Business School setzt die Telekom Austria Group verstärkt auf die Nutzung ihrer zentralen eLearning-Plattform, die gruppenweit zeit- und ortsunabhängige Trainings ermöglicht. Neben diesen zentralen Bildungsangeboten der Telekom Austria Group entwickeln die Tochtergesellschaften speziell auf die Bedürfnisse in den jeweiligen Märkten abgestimmte Aus- und Weiterbildungsprogramme. Zur Abdeckung des zukünftigen Bedarfs an Fach- und Führungskräften engagiert sich die Telekom Austria Group in besonderem Maß für die Lehrlingsausbildung und bietet Universitäts- sowie Fachhochschulabsolventen in Österreich ein zwölfmonatiges Graduate Programme und Maturanten das berufsbegleitende A1 Trainee Programme an. Interne Mobilität wird unterstützt, um die richtigen Mitarbeiter und Fähigkeiten am richtigen Ort einsetzen zu können. Um den Know-how-Transfer sowie die Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter zu fördern, wird die Inanspruchnahme von internen Trainings, Coachings und Mentorings forciert.

In Summe beliefen sich die Aus- und Weiterbildungsaufwendungen im Berichtsjahr auf 5,2 Mio. EUR (2014: 7,8 Mio. EUR). Pro Mitarbeiter per Jahresende entspricht dies einer Ausgabe in Höhe von EUR 294 (2014: EUR 480).

Innovation und Technologie

Der dynamischen Zunahme der über die Netze der Telekom Austria Group transportierten Datenvolumina wird mit umfangreichen Entwicklungsaktivitäten Rechnung getragen. Um für die künftigen Anforderungen gerüstet zu sein, steht insbesondere die Weiterentwicklung der Netzinfrastruktur sowie die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen im Fokus der Innovationsstrategie der Gruppe.

Die Telekom Austria Group hat mit der erfolgreichen Durchführung von Feldversuchen zur Virtualisierung der Netzarchitektur und von Netzwerkfunktionen (Network Function Virtualization, NFV) bei den Tochtergesellschaften A1, Mobiltel, Vipnet, Vip mobile sowie one.Vip eine Führungsrolle im diesbezüglichen technologischen Transformationsprozess der Telekommunikationsbranche übernommen. NFV bedeutet einen Paradigmenwechsel, der in den kommenden Jahren massive Auswirkungen auf den gesamten Sektor haben wird. Unter Virtualisierung versteht man dabei die Trennung von Software- und Hardware-Funktionen, um das Netz und dessen Services mit offenen Programmschnittstellen sowie ortsunabhängig und vollständig automatisiert betreiben zu können. Auf diese Weise gestaltet NFV die Bereitstellung von Services effizienter, flexibler und vor allem kostenoptimal. In Österreich wurden bereits erste erfolgreiche Feldversuche mit virtuellen Modemlösungen für den Geschäfts- und Endkundenbereich durchgeführt.

Der forcierte Ausbau von LTE in Österreich, Kroatien, Slowenien, der Republik Serbien sowie der Republik Mazedonien führte zu einer erheblichen Verbesserung der Versorgung mit superschnellem mobilem Internet. Si.mobil bietet hier in Slowenien bereits eine Abdeckung von 96%, A1 in Österreich 74%, Vipnet in Kroatien 55%, one.Vip in der Republik Mazedonien 54% und Vip mobile in der Republik Serbien 24%. Darüber hinaus wurde – nach dem erfolgreichen Abschluss einer Testphase – im Netz von A1 auch Voice over LTE (VoLTE) eingeführt. Diese Technologie ermöglicht einen wesentlich schnelleren Gesprächsaufbau und höchste Sprachqualität.

2015 wurde der größte Breitbandausbau in der Geschichte der A1 gestartet. Zum Ende des Berichtsjahres wurden bereits 39% der österreichischen Privat- und Geschäftsadressen mit dem 30-Mbit/s-Produkt von A1 versorgt. Mit G.fast hatte A1 beispielsweise bereits 2014 in mehreren Versuchen Datenübertragungsraten von mehr als 500 Mbit/s auf herkömmlichen Kupferleitungen erzielt. 2015 demonstrierte sie die neue Breitbandtechnologie (VDSL2 35b). Während G.fast bei Leitungslängen in der Größenordnung von 200 Metern ideal einsetzbar ist, bringt VDSL2 35b vor allem bei Leitungslängen bis etwa 500 Meter ein deutliches Leistungsplus gegenüber herkömmlichen DSL-Technologien. Damit ist diese Technologie auch für weniger dicht besiedelte Gebiete geeignet. In Kombination mit Vectoring – einer Technologie, die die Gruppe bereits seit 2012 zur Filterung von Störungen auf Kupferleitungen einsetzt – nutzt VDSL2 35b höhere Frequenzen und ermöglicht dadurch Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 100 Mbit/s, auf kürzeren Distanzen sogar von rund 200 Mbit/s. A1 hat damit erneut demonstriert, dass die Bandbreitenkriterien der Förderrichtlinie zur so genannten "Breitbandmilliarde" im Rahmen eines FTTC-Ausbaus erfüllt werden können.

Der Geschäftsbereich Machine-to-Machine (M2M) der Telekom Austria Group hat im Berichtszeitraum zahlreiche innovative Projekte erfolgreich durchgeführt. Der Bogen spannt sich hier von Managed Connectivity als Basisprodukt bis zu umfassenden Lösungen z. B. für Asset Tracking oder Flottenmanagement. Bei Smart Metering liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten in Österreich, begründet durch die nationale Umsetzung des EU-rechtlichen Rahmens, der bis 2019 eine Umrüstung von 95% der bestehenden Stromzähler auf Smart Meters vorsieht. Das unter der Bezeichnung "Österreich Zähler" vom Unternehmen auf den Markt gebrachte innovative Produkt verbindet intelligente Stromzählung mit zukunftsorientierter Kommunikationstechnologie und wird bereits von Netz Burgenland, einem Verteilnetzbetreiber, eingesetzt. Darüber hinaus vertrauen bereits sechs Netzbetreiber auf die Smart-Metering-Gesamtlösung der Telekom Austria Group M2M. Auf hohe Aufmerksamkeit stieß darüber hinaus die Vorstellung des europaweit ersten Smart Meters mit LTE-Anbindung.

Forschungskooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie sowie Gemeinschaftsprojekte mit nationalen und internationalen Institutionen unterstützen die Telekom Austria Group bei der Entwicklung und Integration von Zukunftstechnologien für markt- und kundenorientierte Kommunikationslösungen. Im Jahr 2015 unterhielt die Telekom Austria Group Forschungskooperationen mit dem Forschungszentrum Telekommunikation Wien, der Technischen Universität Wien, dem Christian-Doppler-Labor für Funktechnologien für nachhaltige Mobilität und dem Josef Ressel Center for User-friendly Secure Mobile Environments. Über den eigenen Wirkungsbereich hinaus fördert die A1 mit der so genannten "Start-up-Initiative" junge Unternehmen bei der Realisierung ihrer Innovationen durch die Bereitstellung von Knowhow und Infrastruktur. Zudem ist die Telekom Austria Group Partner im Smart-City-Projekt "Loadshift" und beteiligt sich im Rahmen des Stakeholder-Prozesses der Technologieplattform Smart Grids Austria am Diskurs über die künftige Einführung intelligenter Stromnetze. Um für künftige technologische Herausforderungen gerüstet zu sein, engagiert sich die Telekom Austria Group zudem in europäischen (European Telecommunications Standards Institute, ETSI) und internationalen (3rd Generation Partnership Project, 3GPP; TeleManagement Forum, TMF und Next Generation Mobile Networks, NGMN) Organisationen.

Offenlegung gem. § 243a UGB

Aktionärsstruktur und Angaben zum Kapital

Mit Jahresende 2015 befanden sich 59,70% bzw. 396.705.196 Aktien der Telekom Austria AG im direkten und indirekten Besitz von América Móvil, S.A.B. de C.V. ("América Móvil"). Die Republik Österreich hält über die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH ("ÖBIB") – vormals Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG) – 28,42% der Aktien, der Rest von 11,88% entfällt auf den Streubesitz. Von Letzterem wurden 0,1% bzw. 0,4 Millionen Aktien von der Gesellschaft selbst gehalten. Dem Streubesitz sind auch die auf einem Sammeldepot verwahrten Mitarbeiteraktien zuzuordnen. Die damit verbundenen Stimmrechte werden von einem Treuhänder (Notar) ausgeübt. Im Jahr 2015 kam es zu keinen wesentlichen Veränderungen der Aktionärsstruktur. Die Anzahl der Stückaktien liegt unverändert bei 664.500.000.

Die folgenden Informationen bezüglich eines Syndikatsvertrags basieren ausschließlich auf veröffentlichten Informationen. Darüber hinausgehende Informationen liegen der Gesellschaft nicht vor. Am 27. Juni 2014 wurde der Syndikatsvertrag zwischen ÖBIB, América Móvil und Carso Telecom B.V. ("Carso Telecom") wirksam (siehe Anhangangabe (29)). In dem Syndikatsvertrag haben die Parteien vereinbart, im Hinblick auf das Management der Telekom Austria AG langfristig ihre Stimmrechte abgestimmt auszuüben. Darüber hinaus enthält der Syndikatsvertrag Regeln für die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Gremien der Gesellschaft für die Wahl von Aufsichtsrats-und Vorstandsmitgliedern sowie Aktienverkaufsbeschränkungen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus zehn Kapitalvertretern, wobei acht Mitglieder von Carso Telecom und zwei Mitglieder von der ÖBIB nominiert werden. Die ÖBIB verfügt über das Recht, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates

zu stellen. Carso Telecom verfügt über das Recht, den Stellvertreter des Vorsitzenden zu nominieren. Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern. Zwei Mitglieder werden von Carso Telecom nominiert, ein Vorstandsmitglied, nämlich der CEO (Chief Executive Officer), wird von der ÖBIB nominiert. Am 24. Juli 2015 wurden auf Vorschlag der beiden Hauptaktionäre América Móvil und ÖBIB die Zuständigkeiten des Chief Executive Officers der Telekom Austria AG per 1. August 2015 an Alejandro Plater übertragen. Des Weiteren wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. August 2014 die Satzung dahingehend geändert, dass, solange die Republik Österreich direkt oder indirekt zumindest 25% plus eine Aktie am Grundkapital der Gesellschaft hält, Kapitalerhöhungsbeschlüsse und die Begebung von Instrumenten, die ein Wandlungsrecht oder eine Wandlungsverpflichtung in Aktien der Gesellschaft beinhalten, sowie Änderungen dieser betreffenden Satzungsbestimmungen einer Mehrheit bedürfen, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

ÖBIB und Carso Telecom haben vereinbart, dass während des Bestehens des Syndikatsvertrags mindestens 24% der Aktien der Gesellschaft frei handelbar sein sollen. Die Basis dieses Mindestanteils an frei handelbaren Aktien sind die maximalen Anteile der ÖBIB in Höhe von 25% plus eine Aktie. Solange die ÖBIB mehr als 25% plus eine Aktie an der Gesellschaft hält, verringert sich der Mindestanteil an frei handelbaren Aktien entsprechend, damit es América Móvil möglich ist, einen Anteil von 51% an der Gesellschaft zu erreichen. Falls es während des Bestehens des Syndikatsvertrags dazu kommt, dass der Anteil an frei handelbaren Aktien unter den Mindestanteil fällt, hat sich (i) Carso Telecom dazu verpflichtet, innerhalb der nachfolgenden vierundzwanzig Monate Aktien zu verkaufen, und hat sich (ii) América Móvil dazu verpflichtet, dass sie und ihre Konzerngesellschaften keine weiteren Aktien kaufen, bis der Mindestanteil an frei handelbaren Aktien wieder gegeben ist.

Solange die ÖBIB mehr als 25% plus eine Aktie oder mehr am Grundkapital der Telekom Austria AG hält, stehen der ÖBIB nach dem Stimmbindungsvertrag die folgenden Mitbestimmungsrechte zu: unter anderem Vetorechte bei Kapitalerhöhungen der Telekom Austria AG und ihrer Tochtergesellschaften, der Ausgabe bestimmter wandelbarer Instrumente, der Bestellung der Abschlussprüfer, Rechtsgeschäften mit nahestehenden Personen, der Verlegung des Firmensitzes und wesentlicher Geschäftsfunktionen, einschließlich Forschung und Entwicklung, dem Verkauf des Kerngeschäfts, der Änderung der Firma der Telekom Austria AG und der Marken der Telekom Austria AG. Darüber hinaus erhält die ÖBIB die nach geltendem Recht zwingend vorgesehenen Sperrminoritätsrechte eines 25% plus eine Aktie haltenden Minderheitsaktionärs. Die Vetorechte der ÖBIB in Verbindung mit Kapitalerhöhungen und der Ausgabe bestimmter wandelbarer Instrumente sind auch in der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Selbst wenn die Beteiligung der ÖBIB auf unter 20% fällt, sie aber noch mit mindestens 10% beteiligt bleibt, stehen der ÖBIB noch bestimmte Vetorechte zu. Der Stimmbindungsvertrag endet automatisch, wenn die Beteiligung einer Partei auf weniger als 10% fällt.

Marktübliche "Change of Control"-Klauseln, die gegebenenfalls zu einer Vertragsbeendigung führen können, sind in diversen Finanzierungsvereinbarungen enthalten oder betreffen die Mehrzahl der Finanzierungsvereinbarungen. Keine dieser Klauseln wurde im Geschäftsjahr 2015 schlagend.

Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat

In der Hauptversammlung am 27. Mai 2015 schied Rudolf Kemler aus dem Aufsichtsrat aus, in der Folge wurde Wolfgang Ruttenstorfer mit sofortiger Wirkung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Außerdem wurde Karin Exner-Wöhrer in den Aufsichtsrat gewählt und löste damit Günter Leonhartsberger in seiner Funktion als Aufsichtsrat ab.

Telekom Austria AG: Mitglieder des Aufsichtsrates

Name (Geburtsjahr) Erstbestellung Ende der laufenden Funktions
periode/Datum des Ausscheidens
Elisabetta Castiglioni (1964) 29.05.2013 2016*
Karin Exner-Wöhrer (1971) 27.05.2015 2020***
Carlos García Moreno Elizondo, stellvertretender Vorsitzender (1957) 14.08.2014 2018**
Carlos M. Jarque (1954) 14.08.2014 2018**
Alejandro Cantú Jiménez (1972) 14.08.2014 2016*
Rudolf Kemler, Vorsitzender (1956)**** 01.11.2012 27.05.2015
Reinhard Kraxner (1970) 14.08.2014 2016*
Günter Leonhartsberger (1968) 14.08.2014 27.05.2015
Ronny Pecik (1962) 23.05.2012 2018**
Stefan Pinter (1978) 14.08.2014 2016*
27.05.2010 bis 14.08.2014,
Wolfgang Ruttenstorfer, Vorsitzender (1950)* Wiederbestellung am 27.05.2015 2020***
Oscar Von Hauske Solís (1957) 23.10.2012 2018**

Von der Arbeitnehmervertretung entsandte Aufsichtsratsmitglieder

30.01.2009 bis 03.11.2010, Wiederentsendung am
Silvia Bauer (1968) 26.07.2012
Walter Hotz (1959) Wiederentsendung am 06.05.2011
03.08.2007 bis 20.10.2010, Wiederentsendung am
Werner Luksch (1967) 11.01.2011
Alexander Sollak (1978) 03.11.2010
Gottfried Kehrer (1962) 27.10.2010

* Die Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 (voraussichtlich Mai 2016).

** Die Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017 (voraussichtlich Mai 2018).

*** Die Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 (voraussichtlich Mai 2020).

**** Vorsitzender bis 27. Mai 2015

***** Vorsitzender ab 27. Mai 2015

Alejandro Plater wurde per 6. März 2015 für drei Jahre mit Verlängerungsoption für zwei weitere Jahre als Chief Operating Officer (COO) der Telekom Austria Group bestellt und löste damit Chief Technology Officer (CTO) Günther Ottendorfer ab. Der Vertrag von Finanzvorstand Siegfried Mayrhofer wurde mit 1. Juni 2015 um drei Jahre mit Verlängerungsoption für zwei weitere Jahre verlängert. Hannes Ametsreiter legte sein Mandat als Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria AG per 31. Juli 2015 nieder. Alejandro Plater übernahm zusätzlich zu seinen Agenden als COO per 1. August 2015 auch jene des CEO und Vorstandsvorsitzenden.

Mittelverwendungsstrategie

Die Telekom Austria Group verfolgt eine konservative Finanzstrategie, in deren Zentrum ein solides Investment-Grade-Rating von Baa2 durch Moody's und BBB durch Standard & Poor's steht. Diese Ausrichtung gewährleistet eine solide Bilanzstruktur mit moderatem Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung zu EBITDA bereinigt) sowie finanzielle Flexibilität für Investitionen und den ungehinderten Zugang zu Fremdkapitalmärkten.

Die Ausschüttungspolitik der Telekom Austria Group basiert auf einer Mindestdividende von EUR 0,05 je Aktie und zielt auf ein nachhaltiges Auszahlungsniveau mit Wachstumspotenzial ab. Zu Beginn jedes Geschäftsjahres wird die jeweils beabsichtigte Dividende bekanntgegeben. Nach dem Ende des Geschäftsjahres können in Abhängigkeit von den tatsächlichen Ergebnissen zusätzliche an die Aktionäre auszubezahlende Geldbeträge definiert werden. Dabei werden insbesondere der Free Cashflow, die angestrebte Kapitalstruktur der Unternehmensgruppe und die Investitionserfordernisse berücksichtigt. Für das Geschäftsjahr 2015 wird weiterhin die Mindestdividende von EUR 0,05 je Aktie in Aussicht gestellt.

Risikomanagement

Grundsätze und Vorgehensweisen

Als eines der führenden Telekommunikationsunternehmen in Österreich sowie in Zentral- und Osteuropa ist die Telekom Austria Group unterschiedlichsten Risiken sowie Veränderungen der Marktgegebenheiten ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem der Telekom Austria Group antizipiert solche Entwicklungen frühzeitig, um effektiv auf sie reagieren zu können. Es setzt sich im Wesentlichen aus vier Bereichen zusammen: Markt- und Geschäftsrisiken, die in den jeweiligen Ländern durch den Wettbewerb, regulatorische Eingriffe oder eine unklare Rechtslage auftreten können, werden durch einen zentralen Risikomanager gruppenweit überwacht und analysiert. Risiken, die einen Einfluss auf die Gewährleistung der Verfügbarkeit und Sicherheit der angebotenen Dienste und Services nehmen könnten, wie z. B. technische oder topografische Risiken, werden im Rahmen des Betriebsunterbrechungs-Managements abgedeckt. Compliance-Risiken werden durch den Bereich Group Compliance überwacht, der von lokalen Compliance Managern unterstützt wird. Die Handhabung von finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs-, Transfer- und Zinsrisiken erfolgt schließlich durch den Bereich Treasury.

Das Risikomanagement der weiter unten ausgeführten Markt- und Wettbewerbsrisiken erfolgt auf Konzernebene in der Form, dass Risiken bzw. Chancen regelmäßig analysiert und wirkungsvolle Maßnahmen zu ihrer Reduktion bzw. Wahrnehmung gesetzt werden. Dies erfolgt unter anderem durch Monthly Performance Calls (MPC) oder Leadership Team Meetings (LTM). Die Auswirkungen von Planabweichungen werden unter anderem durch Szenarien- und Wahrscheinlichkeitsberechnungen evaluiert. Aus der Gesamtheit der Einzelrisiken leitet sich die Gesamtrisikosituation dieser Risikokategorie ab. Die Telekom Austria Group ist neben dem österreichischen Festnetz- und Mobilkommunikationsmarkt international in sechs weiteren Telekommunikationsmärkten in führenden Positionen aktiv. Damit ist sowohl eine sektorale als auch eine breite geografische Diversifikation gegeben. Die Risiken in den jeweiligen Märkten sind unterschiedlich gelagert, weshalb das Risikomanagement den operativen Einheiten vor Ort obliegt. Gesteuert wird das Risikomanagement dabei von der Holding. Zusätzlich zu den regelmäßigen operativen (MPC) sowie strategischen (LTM) Meetings wird eine Vierjahresplanung erstellt, die auch eine strategische Risikobewertung umfasst. Hier werden die möglichen strategischen Risiken und Chancen der einzelnen Unternehmen und damit der gesamten Gruppe bewertet, dokumentiert und an den Vorstand bzw. Prüfungsausschuss berichtet. Eine entsprechende Risikosteuerung wird durch diese enge Verzahnung des Geschäftsplans mit dem Risikomanagement sichergestellt.

Das Risikomanagement der Telekom Austria Group wird durch den Prüfungsausschuss (Audit Committee) des Aufsichtsrates überwacht.

Aus der Gesamtheit der für die Telekom Austria Group identifizierten Risiken werden nachfolgend die wichtigsten Risikokategorien bzw. Einzelrisiken erläutert, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten.

Risiken

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Eine hohe Wettbewerbsintensität in den Märkten der Telekom Austria Group führt zu deutlichen Preisrückgängen in der Mobilkommunikation und im Datenverkehr. Darüber hinaus stellen innovative und schlank aufgestellte Over-the-Top-Player (OTT), die ihre Dienste unabhängig vom Datennetz anbieten können, neue Konkurrenz dar. Es besteht das Risiko, dass diese Preisrückgänge nicht durch Mengenwachstum kompensiert werden können. Preisrückgänge in der Mobilkommunikation beschleunigen zudem die Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation. Durch attraktive Produktbündel und die Ausdehnung der konvergenten Unternehmensstrategie auf alle Auslandsmärkte wird dieses Risiko adressiert. Der Trend zu Smartphones wird genutzt, um höherwertige Tarife attraktiver zu gestalten, woraus sich allerdings auch eine mögliche Erhöhung von Gerätestützungen (Subsidys) ergibt. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf konvergenten Produkten und auf der Monetarisierung des Datengeschäfts, um auf diese Weise das Umsatzpotenzial zu steigern.

Der Telekommunikationssektor steht vor der Herausforderung, in immer kürzeren Zeitabständen neue Dienstleistungen und Produkte anbieten zu können. TV-Content, Cloud Services, Over-the-Top-Dienste und Machine-to-Machine (M2M) sind nur einige Beispiele für neue Geschäftsfelder, von deren Wachstumspotenzial die Telekom Austria Group überzeugt ist. Kürzere Innovationszyklen sind jedoch auch mit Innovationsrisiken verbunden. Als Teil der América Móvil Gruppe ist die Telekom Austria Group am Austausch und an der Bündelung des Diskurses über Innovationen beteiligt. Entscheidungen über Innovationen werden dabei nicht von jeder Unternehmenseinheit separat gefällt, sondern in Abstimmung mit América Móvil angestoßen.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise führte auf den Märkten der Telekom Austria Group zu einer erhöhten Volatilität im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die Beobachtung zentraler makroökonomischer Indikatoren zur Beurteilung etwaiger Veränderungen im Konsumentenverhalten bildet daher einen wichtigen Aspekt des Risikomanagements und der strategischen Preis- und Produktgestaltung.

Regulatorische und rechtliche Risiken

Für Telekommunikationsdienstleistungen, die von einem Anbieter mit erheblicher Marktmacht angeboten werden, bestehen umfangreiche Netzzugangs- und Preisregulierungen. Die Telekom Austria Group wird in Österreich in mehreren Teilmärkten als solcher Anbieter eingestuft. Die Regulierung auf Endkunden- und auf Vorleistungsebene schränkt die operative Flexibilität für Produkte sowie für Produktbündel ein. Zudem besteht die Verpflichtung, den Zugang zur Infrastruktur und zu Diensten im Festnetzbereich für alternative Anbieter zu öffnen. Auch die internationalen Tochtergesellschaften sind regulatorischen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Zusätzliche regulatorische Entscheidungen

wie z. B. eine Senkung der Mobil- und Festnetzterminierungsentgelte aufgrund der Terminierungsempfehlung der Europäischen Kommission könnten sich weiterhin negativ auf die Ergebnisentwicklung der Telekom Austria Group auswirken.

Wie im Kapitel "Regulierung" beschrieben, liegt darüber hinaus eine neue Verordnung über Netzneutralität und Roaming vor ("Connected Continent" oder auch "Telecom Single Market"-Paket). Allerdings lässt die Verordnung sowohl beim Thema Netzneutralität als auch beim Thema Roaming Details vermissen bzw. Interpretationsspielräume zu, womit das Ausmaß ihrer Auswirkungen derzeit noch nicht vollständig absehbar ist. Damit verbunden sind sowohl rechtlich-regulatorische als auch finanzielle Unsicherheiten.

Die Telekom Austria Group und ihre Tochtergesellschaften sind Parteien in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Mitbewerbern sowie anderen Beteiligten. Der Dialog mit den involvierten Stakeholdern und ein laufender Informationsaustausch zu kontroversiellen Themen, die eine Gefahr für das Unternehmen darstellen könnten, ermöglichen eine frühzeitige Problemerkennung und die Erarbeitung von Initiativen, um hier allenfalls gezielt gegenzusteuern. Die Telekom Austria Group hat sich den laufenden Verfahren im Zusammenhang mit den Malversationen der Vergangenheit als Privatbeteiligte angeschlossen. Diese Verfahren sind zu einem großen Teil noch immer anhängig und befinden sich teilweise im zweiten Rechtsgang.

Compliance-Risiken

Im Rahmen des jährlichen Compliance-Risk-Assessment-Prozesses – dieser stellt ein wesentliches Element des Compliance-Management-Systems der Telekom Austria Group dar – werden auf Basis strukturierter Management-Interviews und Workshops relevante Compliance-Risiken identifiziert und risikominimierende Maßnahmen definiert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Telekom Austria Group ist Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs-, Transfer- und Zinsrisiken ausgesetzt (siehe Anhangangabe (33)).

Beteiligungsrisiko

Im Allgemeinen begegnet die Telekom Austria Group Beteiligungsrisiken mit Maßnahmen wie der aktiven Steuerung der Beteiligungen durch Zielvorgaben und Abstimmungsprozesse sowie im Fall des Erwerbs einer Beteiligung mit einer fundierten Due-Diligence-Prüfung und einer Unternehmensbewertung (siehe Anhangangabe (17)).

Zusätzlich ist zu erwähnen, dass zwischen der A1 Telekom Austria AG und der Telekom Austria Personalmanagement GmbH ein Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag besteht. Aufgrund dessen übernimmt die A1 Telekom Austria AG das Ergebnis der Telekom Austria Personalmanagement GmbH und stellt ihre Liquidität sicher. Weiters besteht zwischen der Telekom Austria AG, der Telekom Projektentwicklungs GmbH (TPG) und der Telekom Finanzmanagement GmbH (TFG) ein Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag, aufgrund dessen einerseits die TFG ihr Ergebnis an TPG abzuliefern und diese das Ergebnis der TFG zu übernehmen hat und andererseits die TPG ihr Ergebnis an die Telekom Austria AG abzuliefern und letztere das Ergebnis der TPG zu übernehmen hat.

Personalrisiken

Die Telekom Austria Group begegnet Personalrisiken auf vielfältige Weise. Die Rekrutierung von jungen Talenten erfolgt etwa im Rahmen der "1A-Karriere", die ihren Fokus auf Graduates, Trainees und Lehrlinge legt und Diversität im Unternehmen sicherstellt. Risiken durch den Abgang von Schlüsselkräften wird durch ein vorausschauendes Skill Management und eine Nachfolgeplanung sowie ein gruppenweites Talent Management entgegengewirkt. Führungskräfte agieren im Rahmen vom gruppenweit gültigen Leadership-Standards, die sich auf die Dimensionen "Person", "Team" und "Business" beziehen. Gruppenweites Feedback zur Weiterentwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern erfolgt im Rahmen von Performance-Dialogen. Eine unternehmensinterne Business School entwickelt die Fertigkeiten und Fähigkeiten der Mitarbeiter und ist Plattform für konzernweiten Know-how-Transfer. Die Personalplanung umfasst neben einer Businessplan-orientierten Kostenplanung auch Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeitermobilität. Führungskräfte sind täglich mit der Herausforderung konfrontiert, mehr Ergebnis mit weniger Mitarbeitern zu erwirtschaften und gleichzeitig Burnouts zu verhindern. Bei A1 wurde eine Umfrage der unabhängigen Agentur IFES durchgeführt. Basierend auf deren Ergebnissen werden gemeinsam mit den Managern und dem Gesundheitsteam Maßnahmen für die folgenden Jahre erarbeitet, um Performance, Work-Life-Balance und Engagement der Mitarbeiter in den nächsten Jahren hoch zu halten.

Die Beamten der Republik Österreich wurden 1996 der Telekom Austria AG, bzw. den Vorgängerunternehmen mit dem so genannten Poststrukturgesetz bis zur Pensionierung zur Dienstleistung zugewiesen. Diese Mitarbeitergruppe kann grundsätzlich nur mit ihrer Zustimmung außerhalb des Unternehmens verwendet werden. Versetzungen innerhalb des Unternehmens sind eingeschränkt möglich. Die Beamten haben ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis, dessen Rechte und Pflichten sich ausschließlich nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften, insbesondere dem Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979, richten.

Die Beamten sind unkündbar. Ihr Dienstverhältnis kann also bei Bedarfsmangel nicht einseitig aufgelöst werden. Bei Pflichtverletzungen, Leistungsmängeln und dauernder Arbeitsunfähigkeit sind formell aufwändige Verwaltungsverfahren vorgesehen. Aufgrund des Gehaltsschemas rücken die Beamten in der Regel alle 2 Jahre in die nächste Gehaltsstufe vor.

Rund 50% der Mitarbeiter des Segments Österreich haben Beamtenstatus, das sind 24% auf Gruppenebene. Zur Adressierung der Personalkostenstruktur wurden im Segment Österreich in Zusammenarbeit mit der Personalvertretung neben mehreren Sozialplänen auch Modelle entwickelt, die den beamteten Mitarbeitern einen Arbeitsplatzwechsel zu Bundesministerien ermöglichen. Darüber hinaus wird auch bei Beamten das Thema interne Mobilität im Sinn eines integrierten Skill Managements weiter forciert.

Technisches und topografisches Risiko

Die Aufrechterhaltung der hohen Verfügbarkeit und Sicherheit der angebotenen Dienste und Services zählt zu den Schwerpunkten des operativen Risikomanagements, da verschiedene Bedrohungen wie z. B. Katastrophen, technische Großstörungen, Einflüsse Dritter durch Bautätigkeiten, verborgene Mängel oder kriminelle Handlungen ihre Qualität beeinträchtigen können. Langfristige Planungen berücksichtigen die Entwicklungen in der Technik, die redundante Ausführung kritischer Komponenten sorgt für Ausfallsicherheit, und effiziente Organisationsstrukturen für Betrieb und Sicherheit dienen der Absicherung der hohen Qualitätsstandards. Eine eigene Konzernrichtlinie stellt zudem eine einheitliche Methodik für die Erkennung und das Management der wichtigsten Risiken von operativen Prozessen sicher. Bei jeder Großstörung werden die Ursachen geklärt und Schlüsse gezogen, wie die Risiken einer Wiederholung gleicher Fehlerursachen verringert werden können. Erfreulicherweise war der Konzern im Jahr 2015 nicht mit derartigen Krisen konfrontiert.

Umweltrisiken

Aus der Klimaveränderung können Risiken für die Netzinfrastruktur der Telekom Austria Group entstehen (z. B. steigende Durchschnittstemperaturen oder große Niederschlagsmengen bis hin zu Hochwasser, Murenabgängen etc.). Die Telekom Austria Group engagiert sich aktiv für den Klimaschutz und beobachtet die diesbezüglichen Entwicklungen laufend, um gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz ihrer Infrastrukturanlagen einleiten zu können.

Internes Kontrollsystem über Finanzberichterstattung

Die Telekom Austria AG führt ein Internes Kontrollsystem (IKS) über die Finanzberichterstattung nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften. Das IKS soll ausreichende Sicherheit über die Verlässlichkeit und Richtigkeit der externen Finanzberichterstattung in Übereinstimmung mit internationalen und nationalen Standards gewährleisten. Mittels regelmäßiger interner Berichterstattung an das Management sowie der Prüfung des IKS durch die Interne Revision wird zudem sichergestellt, dass Schwachstellen rechtzeitig bzw. zeitnah erkannt sowie entsprechend kommuniziert und behoben werden. Die wichtigsten Inhalte und Grundsätze gelten für alle Gesellschaften der Telekom Austria Group. Hinter jeder wesentlichen Finanztransaktion steht eine Risiko-Kontrollmatrix, die sicherstellt, dass die Finanzberichterstattung richtig und vollständig erstellt wird. Die Effektivität dieses Systems wird in periodischen Abständen analysiert, evaluiert und bewertet. Zum Jahresende wird für die relevanten Gesellschaften unter Einbindung der Geschäftsbereiche eine Bewertung des IKS durch das Management durchgeführt. Die Unternehmensführung hat, basierend auf den Erkenntnissen dieser Bewertung und den definierten Kriterien, das Interne Kontrollsystem zum 31. Dezember 2015 als effektiv beurteilt.

Das Listing von América Móvil als Konzernmuttergesellschaft an der New Yorker Börse (NYSE) erfordert die (erneute) Implementierung des U.S. Sarbanes-Oxley Acts (SOX) nach den Vorgaben von América Móvil. Daher war im Geschäftsjahr eine Umstellung und Ergänzung des Internen Kontrollsystems auf diesen Standard durchzuführen. Da seitens América Móvil für die Telekom Austria Group das Geschäftsjahr 2015 als erstes Jahr der SOX-Implementierung definiert wurde. Der Umfang von SOX für 2015 wurde dabei auf Österreich im vollen Umfang und bei allen anderen Segmenten im eingeschränkten Umfang definiert. Der Umfang von SOX wird jedes Geschäftsjahr von der Konzernmuttergesellschaft neu definiert.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Seit dem 31. Dezember 2015 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

Prognose 2016

Der Telekom Austria Group ist es 2015 gelungen, das EBITDA bereinigt zu steigern und ihre Umsatzerlöse zu stabilisieren – und das trotz des verschärften Wettbewerbs auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt und der anhaltend schwierigen Lage in Zentral- und Osteuropa. Eine Abwertung des weißrussischen Rubels dämpfte das in Euro bezifferte Wachstum in Weißrussland, während schwache Volkswirtschaften die Nachfrage weiterhin belasteten. Die Folge war ein intensiver Wettbewerb auf den meisten Mobilfunkmärkten der Gruppe. Darüber hinaus wurde das Geschäft durch regulatorischen Gegenwind erschwert, insbesondere durch eine Verdreifachung der Frequenznutzungsentgelte in Kroatien seit Juni 2014.

Dieses allgemeine Geschäftsklima dürfte auch im Jahr 2016 größtenteils anhalten. Für Österreich ist von einem ungebrochen starken Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt auszugehen, der sich auch weiterhin mehrheitlich auf No-Frills-Angebote konzentrieren sollte. Von dem laut Prognosen gemischten wirtschaftlichen Umfeld in Mittel- und Osteuropa dürften nur mäßige Impulse kommen. Eine weitere Belastung wird sich für die Telekom Austria Group aus der Abschaffung des Endkunden-Roamings ab Mai 2016 ergeben. Positiv ist zu vermerken, dass die Nachfrage nach Festnetzdienstleistungen auf allen konvergenten Märkten der Telekom Austria Group weiterhin günstig ausfallen dürfte.

Trotz der dargelegten Herausforderungen bekennt sich das Management der Telekom Austria Group weiterhin zu seiner Wachstumsstrategie, die auf drei strategische Bereiche fokussiert: Optimierung des Kerngeschäfts, Erweiterung von Produkten und Dienstleistungen sowie wertsteigernde Fusionen und Übernahmen.

Im Zusammenspiel mit diesen Aktivitäten laufen die Bemühungen zur kontinuierlichen Steigerung der betrieblichen Effizienz unvermindert fort.

Für das Jahr 2016 hat sich das Management der Telekom Austria Group das Ziel gesetzt, die negativen Auswirkungen der neuen Roamingbestimmungen auf die Umsatzentwicklung auszugleichen und ein leichtes Wachstum des Konzernumsatzes zu erzielen.

Um den starken Anstieg von Datendiensten zu monetarisieren, wird die Telekom Austria Group weiter in den LTE-Ausbau in ihren Märkten sowie die beschleunigte Glasfaserbereitstellung in Österreich investieren. Die Anlagenzugänge vor Investitionen in Spektrum und Akquisitionen werden im Jahr 2016 auf rund 750 Mio. EUR leicht ansteigen. Für die Dividende wird weiterhin eine Auszahlung von EUR 0,05 je Aktie angestrebt. Zur Gewährleistung ihrer finanziellen Flexibilität strebt die Telekom Austria Group nach wie vor die Beibehaltung der Ratings von Baa2 bzw. BBB von Moody's und Standard & Poor's an.

Dieser Ausblick stützt sich mit Ausnahme des weißrussischen Rubels auf konstante Währungen. Das Management der Telekom Austria Group räumt die begrenzte Berechenbarkeit des weißrussischen Rubels ein, geht für das Jahr 2016 aber von einer Abwertung gegenüber dem Euro nahe der Inflation von rund 20% aus.

Bezüglich der Frequenzen wird erwartet, dass die Regierungen in Kroatien, der Republik Serbien und der Republik Mazedonien 2016 Frequenzen veräußern werden: das 900-MHz-Band in der Republik Serbien und der Republik Mazedonien sowie das 2.100-MHz-Band in Kroatien.

Wien, am 25. Jänner 2016

Der Vorstand

CEO und COO CFO

Alejandro Plater Siegfried Mayrhofer

Konzernabschluss 2015

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 32
TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Gesamtergebnisrechnung 33
TELEKOM AUSTRIA AG – Konzernbilanz 34
TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Kapitalflussrechnung 35
TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 36
TELEKOM AUSTRIA AG – Anhang zum Konzernabschluss 38
Konzern-Geschäftssegmente 38
Entwicklung sonstige immaterielle Vermögenswerte 40
Entwicklung Sachanlagen 41
(1) Die Gesellschaft und ihre wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 42
(2) Unternehmenszusammenschlüsse
(3) Geschäftssegmente
54
57
(4) Umsatzerlöse 58
(5) Sonstige betriebliche Erträge 59
(6) Sonstiger betrieblicher Aufwand 60
(7) Finanzergebnis 60
(8) Kurzfristige Finanzinvestitionen 61
(9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61
(10) Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 63
(11) Vorräte 64
(12) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 64
(13) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 64
(14) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 65
(15) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 66
(16) Langfristige Finanzinvestitionen
(17) Firmenwerte
67
67
(18) Sonstige immaterielle Vermögenswerte 70
(19) Sachanlagen 73
(20) Sonstige langfristige Vermögenswerte 74
(21) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 74
(22) Rückstellungen 75
(23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 78
(24) Kurzfristige passive Rechnungsabgrenzungen 78
(25) Langfristige Finanzverbindlichkeiten 79
(26) Leasingverhältnisse 80
(27) Personalrückstellungen 81
(28) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen
(29) Eigenkapital
85
85
(30) Ertragsteuern 88
(31) Mitarbeiterbeteiligungspläne 91
(32) Kapitalflussrechnung 93
(33) Finanzinstrumente 93
(34) Eventualschulden und -forderungen 99
(35) Angaben über Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates 100
(36) Arbeitnehmer 100
(37) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 100
(38) Konzernunternehmen 101
(39) Freigabe zur Veröffentlichung 102

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Anhang in TEUR 2015 2014
(4) Umsatzerlöse 4.026.582 4.017.964
(5) Sonstige betriebliche Erträge 126.275 119.035
– 518.642 – 497.336
Materialaufwand – 853.198 – 876.409
Personalaufwand, inkl. Sozialleistungen und Abgaben – 1.408.447 – 1.477.149
(6) Sonstiger betrieblicher Aufwand
Betrieblicher Aufwand
– 2.780.288 – 2.850.894
EBITDA bereinigt 1.372.569 1.286.105
(22) Restrukturierung – 394 – 89.565
(17) (18) (19) Wertminderung und Wertaufholung 0 – 345.700
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 1.372.175 850.840
(18) (19) Abschreibungen – 798.179 – 853.826
BETRIEBSERGEBNIS 573.996 – 2.986
(7) Zinsertrag 22.449 14.562
(7) Zinsaufwendungen – 177.990 – 194.545
(7) Wechselkursdifferenzen – 2.257 – 1.921
(7) Sonstiges Finanzergebnis 164 105
(15) Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 240 668
Finanzergebnis – 157.394 – 181.131
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 416.602 – 184.117
(30) Ertragsteuern – 23.829 – 1.281
JAHRESERGEBNIS 392.774 – 185.398
Davon entfällt auf:
Eigentümer der Muttergesellschaft 367.286 – 210.900
Nicht beherrschende Anteile 175 190
(29) Hybridkapitalbesitzer 25.313 25.313
(29) Ergebnis je Aktie – unverwässert und verwässert 0,55 – 0,46

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss.

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Anhang in TEUR 2015 2014
Jahresergebnis 392.774 – 185.398
(8) (16) Nicht realisiertes Ergebnis aus der Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren – 424 – 51
Ertragsteuerertrag/-aufwand 89 5
(7) Realisiertes Ergebnis von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren – 5 14
Ertragsteuerertrag/-aufwand 3 – 3
(33) Realisiertes Ergebnis aus Hedging-Aktivitäten 5.840 5.840
Ertragsteuerertrag/-aufwand – 1.460 – 1.460
(29) Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung – 136.056 – 18.354
Posten, die in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können – 132.014 – 14.010
(27) Neubewertung von Personalrückstellungen 7.044 – 26.115
Ertragsteuerertrag/-aufwand – 1.843 6.433
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden 5.201 – 19.682
Sonstiges Ergebnis (Other Comprehensive Income – OCI) – 126.812 – 33.692
Gesamtergebnis 265.961 – 219.090
Davon entfällt auf:
Eigentümer der Muttergesellschaft 240.474 – 244.593
Nicht beherrschende Anteile 175 191
(29) Hybridkapitalbesitzer 25.313 25.313

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss.

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzernbilanz

31. Dezember 31. Dezember
Anhang in TEUR 2015 2014
AKTIVA
Kurzfristige Aktiva
Liquide Mittel 909.176 1.018.065
(8) Kurzfristige Finanzinvestitionen 2.367 14.433
(9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Wertberichtigungen 624.635 600.068
(10) Forderungen an nahestehende Unternehmen 878 1.255
(11) Vorräte 130.972 140.124
(12) Aktive Rechnungsabgrenzungen 115.597 125.418
(30) Forderungen aus Ertragsteuern 4.448 27.373
(13) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0 413
(14) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 117.129 120.137
Kurzfristige Aktiva gesamt 1.905.203 2.047.288
Langfristige Aktiva
(15) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 40.428 38.253
(16) Langfristige Finanzinvestitionen 8.226 7.400
(17) Firmenwerte 1.229.712 1.189.481
(18) Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2.507.855 2.570.106
(19) Sachanlagen 2.357.367 2.246.115
(20) Sonstige langfristige Vermögenswerte 49.012 46.859
(30) Aktive latente Steuern 206.719 170.895
Langfristige Aktiva gesamt 6.399.319 6.269.110
AKTIVA GESAMT 8.304.522 8.316.397
PASSIVA
Kurzfristige Verbindlichkeiten
(21) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten –903.640 –340.813
(23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –573.650 –522.344
(22) Kurzfristige Rückstellungen –335.473 –337.297
(10) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen –1.829 –7.058
(30) Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern –38.885 –33.448
(23) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten –238.305 –132.703
(24) Kurzfristige passive Rechnungsabgrenzungen –161.518 –163.877
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt –2.253.301 –1.537.539
Langfristige Verbindlichkeiten
(25) Langfristige Finanzverbindlichkeiten –2.584.122 –3.384.984
(27) Personalrückstellungen –196.550 –200.916
(22) Langfristige Rückstellungen –750.298 –867.518
(30) Passive latente Steuern –71.427 –90.804
(28) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen –22.804 –16.595
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt –3.625.200 –4.560.818
Eigenkapital
(29) Grundkapital –1.449.275 –1.449.275
(29) Eigene Aktien 7.803 7.803
(29) Kapitalrücklagen –1.100.148 –1.100.148
(29) Hybridkapital –591.186 –591.186
(29) Bilanzgewinn und Gewinnrücklagen 78.750 418.032
(29) Rücklage für zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 387 50
(29) Hedging-Rücklage 32.848 37.227
(29) Rücklage aus Währungsumrechnung 596.706 460.649
Auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Eigenkapital –2.424.115 –2.216.846
Nicht beherrschende Anteile –1.907 –1.195
EIGENKAPITAL GESAMT –2.426.022 –2.218.041
PASSIVA GESAMT –8.304.522 –8.316.397

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss.

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Kapitalflussrechnung

Anhang in TEUR 2015 2014
Jahresergebnis 392.774 – 185.398
Überleitung des Jahresergebnisses zum Cashflow
(18) (19) Abschreibungen, Wertminderung
(17) und Wertaufholung 798.179 1.199.526
(27) Veränderung der Personalrückstellungen – unbar 10.549 20.806
(6) Forderungsabschreibungen 40.740 48.645
(30) Veränderung der latenten Steuern – 38.783 – 41.614
(15) Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 475 1.056
(31) Anteilsbasierte Vergütungen 955 662
(22) Veränderung der Verpflichtung aus der Stilllegung von Vermögenswerten – unbar 5.160 6.209
(22) Restrukturierungsrückstellung – unbar 7.389 99.017
(7) Ergebnis aus dem Verkauf von finanziellen Vermögenswerten – 20 – 53
(6) Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 3.051 1.041
(7) Gewinn aus der Nettoposition der monetären Posten – unbar 0 841
(32) Sonstiges 868 39.649
Cashflow aus dem Ergebnis 1.221.338 1.190.390
(9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 50.981 – 11.584
(10) Forderungen an nahestehende Unternehmen 389 – 1.274
(11) Vorräte 7.163 – 11.318
(12) (14) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte, aktive Rechnungsabgrenzungen 27.843 – 105.962
(23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 16.050 – 49.555
(27) Personalrückstellungen – 11.284 – 7.840
(22) Rückstellungen – 108.390 – 107.214
(23) (24) Sonstige Verbindlichkeiten, passive Rechnungsabgrenzungen 7.710 4.151
(10) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen – 5.369 1.608
Veränderung der Vermögenswerte und Schulden – 148.968 – 288.989
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.072.370 901.401
(18) (19) Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten – 726.661 – 757.419
(2) (15) Erwerb von Tochtergesellschaften – 155.740 – 25.173
(2) (15) Abgang von Tochtergesellschaften 563 – 4.458
(18) (19) Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 9.234 12.136
(8) (16) Erwerb von Finanzinvestitionen – 4.401 – 16.132
(8) (16) Abgang von Finanzinvestitionen 13.039 9.463
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 863.966 – 781.582
(25) – 247.326 – 246.170
(21) Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten
3.045 4.008
(29) Kapitalerhöhung 0 996.570
(29) – 67.118 – 55.963
Dividendenausschüttung 0 – 1.904
(2) Bezahlter ausstehender Kaufpreis für Unternehmenszusammenschlüsse
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 311.399 696.542
Auswirkungen von Wechselkursschwankungen – 5.895 – 114
Kaufkraftverlust auf liquide Mittel 485
Veränderung der liquiden Mittel – 108.890 816.731
Liquide Mittel zu Beginn des Jahres 1.018.065 201.334
Liquide Mittel am Ende des Jahres 909.176 1.018.065

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss.

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

in TEUR Grundkapital
Nennkapital
Eigene Aktien
Anschaffungskosten
Kapitalrücklagen Hybridkapital Bilanzgewinn und
Gewinnrücklagen
Stand zum 1. Jänner 2014 966.183 –7.803 582.618 591.186 –190.208
Jahresergebnis 0 0 0 0 –185.588
Sonstiges Ergebnis (Other Comprehensive Income – OCI) 0 0 0 0 –19.682
Gesamtergebnis 0 0 0 0 –205.269
Ausschüttung Dividende 0 0 0 0 –47.442
Anpassung Hochinflation 0 0 0 0 24.887
Kapitalerhöhung 483.092 0 517.530 0 0
Stand zum 31. Dezember 2014 1.449.275 –7.803 1.100.148 591.186 –418.032
Jahresergebnis 0 0 0 0 392.598
Sonstiges Ergebnis (Other Comprehensive Income – OCI) 0 0 0 0 5.201
Gesamtergebnis 0 0 0 0 397.800
Ausschüttung Dividende 0 0 0 0 –58.517
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2015 1.449.275 –7.803 1.100.148 591.186 –78.750

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss.

Bei der Summierung gerundeter Beträge können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Steuerertrag auf die Zinsen, die auf die Hybridkapitalbesitzer entfallen, ist in der Dividendenausschüttung enthalten (siehe Anhangangabe (29)).

Rücklage für zur Veräußerung Nicht beherrschende
verfügbare Wertpapiere Hedging-Rücklage Währungsumrechnung Gesamt Anteile Eigenkapital gesamt
–15 –41.607 –442.296 1.458.058 1.089 1.459.147
0 0 0 –185.588 190 –185.398
–36 4.380 –18.354 –33.692 0 –33.692
–36 4.380 –18.354 –219.279 190 –219.090
0 0 0 –47.442 –84 –47.526
0 0 0 24.887 0 24.887
0 0 0 1.000.622 0 1.000.622
–50 –37.227 –460.649 2.216.846 1.195 2.218.041
0 0 0 392.598 175 392.774
–337 4.380 –136.056 –126.812 0 –126.812
–337 4.380 –136.056 265.786 175 265.961
0 0 0 –58.517 –163 –58.680
0 0 0 0 700 700
–387 –32.848 –596.706 2.424.115 1.907 2.426.022

TELEKOM AUSTRIA AG – Anhang zum Konzernabschluss Konzern-Geschäftssegmente

2015 (in TEUR) Österreich Bulgarien Kroatien
Außenumsätze 2.505.897 362.274 360.504
Umsätze zwischen Segmenten 20.801 2.456 10.831
Gesamtumsätze 2.526.698 364.729 371.335
Sonstige betriebliche Erträge 92.922 16.338 3.692
Segmentaufwendungen –1.733.361 –248.290 –291.978
EBITDA bereinigt 886.258 132.777 83.049
Restrukturierung –394 0 0
Wertminderung und Wertaufholung 0 0 0
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 885.865 132.777 83.049
Abschreibungen –467.746 –90.721 –69.954
Betriebsergebnis 418.118 42.056 13.096
Zinsertrag 2.366 2.212 689
Zinsaufwendungen –30.060 –554 –9.213
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 376 0 0
Sonstiges Finanzergebnis 97 38 563
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 390.897 43.752 5.134
Ertragsteuern
Jahresergebnis
Segmentvermögen 4.914.337 991.493 589.637
Segmentverbindlichkeiten –2.540.187 –167.928 –406.931
Langfristige Aktiva 3.671.616 900.142 438.243
Anlagenzugänge 465.649 75.274 72.730
Sonstige zahlungsunwirksame Posten 38.645 2.235 8.947
EBITDA-bereinigt-Marge 35,1% 36,4% 22,4%
2014 (in TEUR) Österreich Bulgarien Kroatien
Außenumsätze 2.452.215 368.624 369.365
Umsätze zwischen Segmenten 19.767 2.636 8.869
Gesamtumsätze 2.471.983 371.260 378.234
Sonstige betriebliche Erträge 86.497 13.541 7.502
Segmentaufwendungen –1.803.110 –241.736 –301.406
EBITDA bereinigt 755.370 143.065 84.331
Restrukturierung –89.565 0 0
Wertminderung und Wertaufholung 0 –340.600 0
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 665.805 –197.535 84.331
Abschreibungen –508.590 –87.333 –68.464
Betriebsergebnis 157.214 –284.868 15.866
Zinsertrag 2.376 1.256 225
Zinsaufwendungen –42.836 –497 –9.784
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 571 0 0
Sonstiges Finanzergebnis 644 –44 –1.137
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 117.969 –284.152 5.170
Ertragsteuern
Segmentvermögen 4.814.359 881.609 596.438
Segmentverbindlichkeiten –2.650.203 –95.041 –421.255
Langfristige Aktiva 3.709.677 789.913 421.643
Anlagenzugänge 404.478 103.341 70.301
Sonstige zahlungsunwirksame Posten 211.392 4.536 13.327
EBITDA-bereinigt-Marge 30,6% 38,5% 22,3%

Für weitere Angaben zu den Geschäftssegmenten siehe Anhangangabe (3).

Jahresergebnis

327.070
470.837
0
0
4.026.582
15
10.521
0
–44.624
0
327.085
481.358
0
–44.624
4.026.582
5.891
43.009
27.514
–63.091
126.275
–169.401
–386.158
–58.920
107.820
–2.780.288
163.576
138.209
–31.405
105
1.372.569
0
0
0
0
–394
0
0
0
0
0
163.576
138.209
–31.405
105
1.372.175
–76.951
–92.818
0
10
–798.179
86.625
45.391
–31.405
115
573.996
13.011
2.399
35.955
–34.184
22.449
–2.009
–4.119
–166.155
34.120
–177.990
0
0
–136
0
240
–1.025
–130
465.500
–467.136
–2.093
96.603
43.542
303.759
–467.085
416.602
–23.829
392.774
402.231
1.029.734
8.007.367
–7.630.276
8.304.522
–53.121
–277.353
–4.287.996
1.855.017
–5.878.501
321.966
762.947
0
21
6.094.935
66.508
118.288
0
–2.305
796.144
4.269
5.486
6.554
0
66.137
50,0%
28,7%
k. A.
k. A.
34,1%
Konsolidiert Eliminierungen Holding & Sonstige Weitere Märkte Weißrussland
Weißrussland Weitere Märkte Holding & Sonstige Eliminierungen Konsolidiert
354.962 472.797 0 0 4.017.964
16 8.295 0 –39.583 0
354.978 481.091 0 –39.583 4.017.964
5.966 11.888 54.500 –60.859 119.035
–188.578 –355.966 –60.025 99.927 –2.850.894
172.366 137.013 –5.525 –515 1.286.105
0 0 0 0 –89.565
0 –5.100 0 0 –345.700
172.366 131.913 –5.525 –515 850.840
–90.168 –100.068 0 797 –853.826
82.198 31.846 –5.525 282 –2.986
9.457 1.308 35.295 –35.354 14.562
–2.015 –2.449 –172.325 35.361 –194.545
0 0 97 0 668
454 –1.118 –662.075 661.461 –1.816
90.095 29.586 –804.533 661.749 –184.117
–1.281
–185.398
568.810 807.660 7.701.935 –7.054.416 8.316.397
–68.228 –198.071 –4.270.118 1.604.559 –6.098.357
477.039 607.454 0 –23 6.005.702
52.104 138.713 0 0 768.936

4.232 5.142 –21.742 0 216.886 48,6% 28,5% k. A. k. A. 32,0%

Entwicklung sonstige immaterielle Vermögenswerte

Anzahlungen/
in TEUR Lizenzen Markennamen Software Kundenstock Anlagen in Bau Sonstige Gesamt
Anschaffungskosten
Stand zum 1. Jänner 2014 1.135.319 573.442 1.205.413 1.121.786 1.082.074 188.264 5.306.298
Anpassung Hochinflation 5.645 5.603 3.729 19.954 523 279 35.733
Zugänge 95.874 0 87.438 0 73.504 11.964 268.780
Abgänge –44 0 –161.204 0 –45 –3.403 –164.696
Umbuchungen 456.499 325 75.709 –51 –522.113 23.377 33.746
Währungsumrechnung –12.145 –104 –1.935 –257 –146 –3.420 –18.006
Änderungen des
Konsolidierungskreises –116 –386 –709 2.633 –1 –116 1.305
Stand zum 31. Dezember 2014 1.681.032 578.881 1.208.440 1.144.064 633.796 216.947 5.463.160
Anpassung Hochinflation 0 0 0 0 0 0 0
Zugänge 27.939 0 56.182 0 105.164 22.709 211.993
Abgänge 0 0 –83.069 0 –374 –9.464 –92.907
Umbuchungen 5.043 0 65.586 0 –62.718 –6.097 1.813
Währungsumrechnung –32.334 –30.245 –23.323 –107.847 –1.421 –2.038 –197.207
Änderungen des
Konsolidierungskreises 20.370 8.986 5.139 90.815 –12 16.572 141.870
Stand zum 31. Dezember 2015 1.702.050 557.622 1.228.954 1.127.032 674.435 238.628 5.528.722
Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderungen
Stand zum 1. Jänner 2014 – 721.564 – 33.227 – 891.954 – 937.306 0 – 131.977 – 2.716.029
Anpassung Hochinflation –2.075 0 –3.317 –13.859 0 –238 –19.489
Zugänge –87.278 –8.401 –149.425 –54.941 0 –13.649 –313.694
Abgänge 37 0 160.740 0 0 1.856 162.633
Umbuchungen 0 –325 –1.519 51 0 –14.443 –16.236
Währungsumrechnung 4.266 13 1.397 163 0 3.108 8.947
Änderungen des
Konsolidierungskreises 68 0 625 0 0 121 814
Stand zum 31. Dezember 2014 –806.546 –41.940 –883.453 –1.005.892 0 –155.223 –2.893.054
Anpassung Hochinflation 0 0 0 0 0 0 0
Zugänge –85.584 –2.220 –142.939 –49.628 0 –14.318 –294.689
Abgänge 0 0 82.451 0 0 9.344 91.795
Umbuchungen 0 0 –201 0 0 4.743 4.541
Währungsumrechnung 14.442 –5 18.413 91.199 0 1.476 125.526
Änderungen des
Konsolidierungskreises –739 0 –2.680 –41.298 0 –10.268 –54.986
Stand zum 31. Dezember 2015 –878.427 –44.165 –928.409 –1.005.619 0 –164.246 –3.020.867
Buchwert zum
31. Dezember 2015 823.623 513.457 300.545 121.413 674.435 74.382 2.507.855
  1. Dezember 2014 874.486 536.941 324.987 138.172 633.796 61.724 2.570.106 Für weitere Angaben zu den sonstigen immateriellen Vermögenswerten siehe Anhangangabe (18).

Entwicklung Sachanlagen

in TEUR Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte
und Bauten, einschließlich der
Bauten auf fremdem Grund
Kommunikations
netze und sonstige
Ausstattungen
Anzahlungen/
Anlagen in Bau
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand zum 1. Jänner 2014 901.845 10.193.057 140.719 11.235.622
Anpassung Hochinflation 2.306 25.324 1.761 29.391
Zugänge 9.306 316.482 174.369 500.156
Abgänge –17.359 –545.079 –374 –562.812
Umbuchungen 2.724 88.583 –124.551 –33.244
Währungsumrechnung –662 –15.926 –1.016 –17.604
Änderungen des Konsolidierungskreises –968 17.488 288 16.808
Stand zum 31. Dezember 2014 897.191 10.079.929 191.197 11.168.317
Anpassung Hochinflation 0 0 0 0
Zugänge 7.737 375.347 201.067 584.151
Abgänge –30.290 –517.481 –1.860 –549.630
Umbuchungen 4.569 168.848 –174.209 –792
Währungsumrechnung –12.571 –146.064 –12.409 –171.044
Änderungen des Konsolidierungskreises 2.939 273.727 8.581 285.247
Stand zum 31. Dezember 2015 869.576 10.234.306 212.366 11.316.249
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Stand zum 1. Jänner 2014 – 596.664 – 8.330.831 0 – 8.927.495
Anpassung Hochinflation –275 –17.218 0 –17.493
Zugänge –30.324 –509.808 0 –540.132
Abgänge 14.739 527.450 0 542.189

Umbuchungen –204 16.219 0 16.015 Währungsumrechnung 327 10.584 0 10.911 Änderungen des Konsolidierungskreises 897 –7.094 0 –6.197 Stand zum 31. Dezember 2014 –611.505 –8.310.697 0 –8.922.202 Anpassung Hochinflation 0 0 0 0 Zugänge –32.340 –471.150 0 –503.490 Abgänge 25.251 478.582 0 503.833 Umbuchungen –666 –4.483 0 –5.149 Währungsumrechnung 2.031 100.615 0 102.646 Änderungen des Konsolidierungskreises –780 –133.739 0 –134.519 Stand zum 31. Dezember 2015 –618.009 –8.340.872 0 –8.958.881

Buchwert zum

31. Dezember 2015 251.567 1.893.434 212.366 2.357.367
31. Dezember 2014 285.686 1.769.232 191.197 2.246.115

Für weitere Angaben zu den Sachanlagen siehe Anhangangabe (19).

(1) Die Gesellschaft und ihre wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Geschäftstätigkeit sowie Beziehungen zur Republik Österreich

Die Telekom Austria AG mit Sitz in Österreich, Lassallestraße 9, 1020 Wien, ist eine eingetragene Aktiengesellschaft im Sinne des österreichischen Aktiengesetzes. Die Telekom Austria AG und ihre Tochtergesellschaften ("Telekom Austria Group") sind Anbieter auf den Gebieten internationale, nationale und drahtlose Telekommunikationsdienstleistungen einschließlich Firmennetzwerkdatendiensten, Internetdienstleistungen sowie Übermittlung von Fernsehsendungen. Weitere Aktivitäten umfassen den Verkauf bzw. die Vermietung von Telefonanlagen und technischer Ausstattung für die Telekommunikation. Diese Geschäftstätigkeit wird vorwiegend in Österreich, Bulgarien, Kroatien, Weißrussland, Slowenien, der Republik Serbien und der Republik Mazedonien ausgeübt.

Das oberste Mutterunternehmen der Telekom Austria Group ist América Móvil, S.A.B. de C.V. ("América Móvil") mit Sitz in Mexiko. Die Republik Österreich ist über die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH ("ÖBIB"), vormals Österreichische Industrieholding AG ("ÖIAG") mit 28,42% zweite wesentliche Hauptaktionärin der Telekom Austria Group. Der Anteil am Grundkapital, der von América Móvil und ÖIAG gehalten wird, ist in Anhangangabe (29) ersichtlich.

Neben den in Anhangangabe (10) beschriebenen Geschäftsbeziehungen reguliert und überwacht die Republik Österreich bestimmte Aktivitäten der Telekom Austria Group durch die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH ("RTR") in Österreich. Darüber hinaus besitzt die Republik Österreich die Steuerhoheit über die inländischen Geschäftstätigkeiten der Telekom Austria Group und dadurch das Recht, Steuern wie beispielsweise Körperschaft- und Umsatzsteuer zu erheben.

Bei der Summierung gerundeter Beträge können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 der Telekom Austria Group wurde entsprechend den vom International Accounting Standards Board ("IASB") verabschiedeten International Financial Reporting Standards ("IFRS/IAS"), den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee ("IFRIC") sowie den Interpretationen des ehemaligen Standards Interpretation Committee ("SIC"), welche zum 31. Dezember 2015 in Geltung und von der Europäischen Union übernommen waren, sowie den ergänzend nach § 245 a des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs anzuwendenden Regelungen aufgestellt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Prinzips der fortgeführten Anschaffungskosten. Hiervon ausgenommen sind zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten aus dem Long Term Incentive Programme. Diese werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Folgende Änderungen bei bestehenden IFRS sowie ein neuer IFRIC sind seit dem 1. Jänner 2015 verpflichtend anzuwenden:

IFRIC 21 Abgaben
alle IFRS Änderungen an verschiedenen IFRS als Ergebnis des Verbesserungsprozesses 2011–2013

Die erstmalige Anwendung der angeführten Standards (IAS, IFRS) und Interpretationen (IFRIC) hatte untergeordnete Auswirkung auf den Konzernabschluss, da die Änderungen nur bedingt anwendbar waren.

Die folgenden Standards und Interpretationen wurden vom IASB verabschiedet, sind allerdings noch nicht verpflichtend auf das Geschäftsjahr 2015 anzuwenden. Die Telekom Austria Group hat von der Wahlmöglichkeit einer früheren Anwendung dieser Standards und Interpretationen nicht Gebrauch gemacht und überprüft zurzeit die Auswirkungen dieser Standards und Interpretationen auf den Konzernabschluss.

Geltend ab* Geltend ab**
IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 1. Juli 2014 1. Februar 2015
alle IFRS Jährliche Verbesserungen 2010–2012 1. Juli 2014 1. Februar 2015
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 1. Jänner 2016 wird nicht übernommen
IFRS 11 Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit 1. Jänner 2016 1. Jänner 2016
IAS 16, 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 1. Jänner 2016 1. Jänner 2016
IAS 41 Landwirtschaft: Produzierte Pflanzen 1. Jänner 2016 1. Jänner 2016
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 1. Jänner 2018 noch nicht übernommen
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Jänner 2018 noch nicht übernommen
alle IFRS Jährliche Verbesserungen 2012–2014 1. Jänner 2016 1. Jänner 2016
IAS 27 Einzelabschlüsse – Equity-Methode 1. Jänner 2016 1. Jänner 2016
IAS 1 Angabeninitiative 1. Jänner 2016 1. Jänner 2016
IFRS 10 Investment Entities – Anwendung der Ausnahmen zu Konsolidierung 1. Jänner 2016 noch nicht übernommen
Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes durch IASB
IFRS 10 Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verschoben noch nicht übernommen
IFRS 16 Leasing 1. Jänner 2019 noch nicht übernommen

* Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen (gem. IASB).

** Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen (gem. EU-Endorsement).

IFRS 15 enthält ein Fünf-Schritte-Modell, das auf Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (mit wenigen Ausnahmen) anzuwenden ist. Die Art der Transaktion oder die Branche des Unternehmens spielen dabei keine Rolle. IFRS 15 enthält zusätzliche qualitative und quantitative Angabepflichten. Diese sollen es den Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden nachvollziehen zu können. Die Auswirkungen von IFRS 15 im Konzern werden derzeit für die einzelnen Umsatzgruppen evaluiert. Mögliche Abweichungen von der bisherigen Erlösrealisierung werden hauptsächlich im Bereich der Mehrkomponentenverträge mit Kunden erwartet. Eine Quantifizierung der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 ist noch nicht möglich.

IFRS 9 behandelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sowie die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten. Die Anwendung der Neuerungen von IFRS 9 wird Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, jedoch keine Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten des Konzerns haben. Das Geschäftsmodell der Telekom Austria Group ist auf "Halten" bzw. "Halten und Verkaufen" von Finanzinstrumenten ausgelegt, und es werden keine derivativen Finanzinstrumente gehalten. Die vertraglichen Zahlungsströme der originären Finanzinstrumente bestehen überwiegend aus Tilgungen und Zinsen. Auch wenn mit keinen großen Bewertungsänderungen von Finanzinstrumenten gerechnet wird, ist eine Quantifizierung der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 noch nicht möglich.

Konsolidierungsgrundsätze

Eine Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2015 und 2014 erfolgt in Anhangangabe (38).

Tochtergesellschaften werden vollkonsolidiert, wenn sie von der Telekom Austria Group beherrscht werden. Beherrschung liegt dann vor, wenn die Telekom Austria Group das Anrecht auf die Renditen besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen.

Gemäß IFRS 3 werden Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode zum Erwerbszeitpunkt, d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der Erwerber die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt, bilanziert. Der Firmenwert ergibt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung und dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und, im Falle eines sukzessiven Erwerbs, dem beizulegenden Zeitwert des zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteils, abzüglich des Saldos der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden. Nicht beherrschende Anteile werden nicht zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, sondern zum entsprechenden Anteil des identifizierten Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Bei nachträglicher Neueinschätzung des Kaufpreises aufgrund von Ereignissen nach dem Erwerbszeitpunkt ist keine Firmenwertanpassung möglich. Im Fall des Erwerbs zu einem Preis unter dem Marktwert wird der resultierende Gewinn sofort in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Transaktionskosten werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Beim stufenweisen Erwerb kommt es zu einer erfolgswirksamen Neubewertung der bisherigen Anteile. Sämtliche Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern werden direkt im Eigenkapital erfasst. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und

Schulden erfolgt im Rahmen der Kaufpreisallokation anhand von praxisüblichen Discounted-Cashflow-Verfahren, bei denen Inputfaktoren der Hierarchiestufe 3 gemäß IFRS 13 verwendet werden.

Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn die Telekom Austria Group über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, aber keine Beherrschung ausübt. Der Konzernabschluss umfasst zwei (2014: zwei) Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Bei Anwendung der Equity-Methode werden nur die Beteiligungsansätze sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber diesen Beteiligungsgesellschaften in der Konzernbilanz ausgewiesen. In die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wird das anteilige Jahresergebnis der Beteiligungsgesellschaften übernommen; in der Konzern-Kapitalflussrechnung werden nur Dividenden, Darlehen oder andere von assoziierten Unternehmen erhaltene oder an sie gezahlte Mittel angeführt.

Alle wesentlichen konzerninternen Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurden im Rahmen der Konsolidierung aufgerechnet.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss der Telekom Austria Group wird in tausend Euro ("TEUR") erstellt.

Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung eine andere als Euro ist, werden entsprechend dem Prinzip der funktionalen Währung umgerechnet. Für Bilanzposten erfolgt die Umrechnung zum Stichtagskurs. Aufwands- und Ertragsposten werden mit dem Jahresdurchschnittskurs bzw. in Tochtergesellschaften in Hochinflationsländern mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst und bis zur Veräußerung der Tochtergesellschaft in der Rücklage aus Währungsumrechnung im Eigenkapital dargestellt.

Währungsumrechnungsdifferenzen, die durch Wechselkursschwankungen zwischen der Erfassung der Transaktion und deren Zahlungswirksamkeit bzw. der Bewertung zum Bilanzstichtag entstehen, werden erfolgswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die Fremdwährungskurse jener Fremdwährungen, in denen die Telekom Austria Group ihre Geschäfte abwickelt:

Stichtagskurse zum 31. Dezember Jahresdurchschnittskurse für das Jahr
2015 2014 2015 2014
Bulgarischer Lew (BGN) 1,9558 1,9558 1,9558 1,9558
Kroatische Kuna (HRK) 7,6380 7,6580 7,6144 7,6348
Tschechische Krone (CZK) 27,0230 27,7350 27,2791 27,5361
Ungarischer Forint (HUF) 315,9800 315,5400 309,9362 308,7371
Serbischer Dinar (RSD) 121,6261 120,9583 120,7386 117,2601
Schweizer Franken (CHF) 1,0835 1,2024 1,0680 1,2146
Rumänischer Leu (RON) 4,5240 4,4828 4,4452 4,4445
Türkische Lira (TRY) 3,1765 2,8320 3,0252 2,9073
Mazedonischer Denar (MKD) 61,5947 61,4814 61,6102 61,6224
Weißrussischer Rubel (BYR)* 20.300,0000 14.380,0000 17.690,3640 14.380,0000
US-Dollar (USD) 1,0887 1,2141 1,1093 1,3284
Britisches Pfund (GBP) 0,7340 0,7789 0,7259 0,793
Bosnische konvertible Mark (BAM) 1,9558 1,9558 1,9558 1,9558
Polnischer Zloty (PLN) 4,2639 4,2732 4,1838 4,1859

* Anwendung des Stichtagskurses auch für Aufwands- und Ertragsposten aufgrund der Anwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" im Jahr 2014.

Rechnungslegung in Hochinflationsländern

Abschlüsse von Tochterunternehmen in Hochinflationsländern werden vor der Umrechnung in Konzernwährung und vor Konsolidierung angepasst, sodass alle Posten mit demselben Kaufkraftniveau angegeben werden. Beträge in der Bilanz, die noch nicht in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit ausgedrückt sind, werden anhand eines allgemeinen Preisindex angepasst. Alle nicht monetären Posten der Bilanz, die zu Anschaffungskosten bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden um Veränderungen des Index zwischen dem Datum des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag angepasst. Monetäre Posten werden nicht angepasst. Sämtliche Bestandteile des Eigenkapitals werden vom Zeitpunkt ihrer Zuführung anhand eines allgemeinen Preisindex angepasst. Alle Posten der Gesamtergebnisrechnung werden anhand des allgemeinen Preisindex ab dem Zeitpunkt, zu dem die jeweiligen Erträge und Aufwendungen erstmals erfasst wurden, angepasst. Gewinne oder Verluste aus der Nettoposition monetärer Posten werden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Finanzergebnis unter den Wechselkursdifferenzen ausgewiesen.

Bis 31. Dezember 2014 wurde für die Tochterunternehmen in Weißrussland Hyperinflationsbilanzierung nach IAS 29 angewandt. Für die Einbeziehung dieser ausländischen Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten sowie der Aufwands- und Ertragsposten bis zum 31. Dezember 2014 zum Stichtagskurs. Am 1. Jänner 2015 wurde die Hyperinflationsbilanzierung beendet, da die Anhaltspunkte, die auf Hochinflation hindeuten, nicht mehr gegeben sind. Alle Beträge, die am 31. Dezember 2014 in der geltenden Maßeinheit ausgedrückt sind, werden als Grundlage für die Buchwerte 2015 herangezogen. Aufwands- und Ertragsposten werden wieder mit dem Durchschnittskurs umgerechnet, während bei der Anwendung von Hyperinflationsbilanzierung der Stichtagskurs am Ende der Berichtsperiode heranzuziehen war.

Die Abschlüsse der in Weißrussland tätigen Tochtergesellschaften basieren grundsätzlich auf dem Konzept historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Von 2011 bis 2014 mussten diese aufgrund von Änderungen der allgemeinen Kaufkraft der funktionalen Währung angepasst werden und sind daher in der am jeweiligen Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit angegeben. Es wurden die vom weißrussischen "National Statistical Committee" veröffentlichten Verbraucherpreisindizes herangezogen. In den folgenden Tabellen ist die für die Berechnung herangezogene Inflation angeführt:

Jahr Inflation in %
2008 13,4
2009 9,8
2010 10,1
2011 108,7
2012 21,8
2013 16,5
2014 16,2

Gliederung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Die Telekom Austria Group definiert EBITDA als Jahresergebnis exklusive Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen. EBITDA bereinigt und EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung werden als Maßstab verwendet, um Trends der einzelnen Geschäftsbereiche besser einschätzen zu können. EBITDA bereinigt beinhaltet das EBITDA, angepasst um Restrukturierungsaufwendungen (siehe Anhangangabe (22)) und gegebenenfalls um Wertminderung bzw. Wertaufholung. Restrukturierungsaufwendungen beinhalten Sozialpläne für gewisse MitarbeiterInnen, deren Dienstverhältnis auf sozial verträgliche Weise aufgelöst wird, und zukünftige Aufwendungen für Beamte, die dauerhaft aus dem Leistungsprozess ausscheiden und deren Dienstverhältnis aufgrund des Beamtenstatus nicht beendet werden kann. Weiters werden Aufwendungen für den Wechsel von Beamten zum Bund für die Ermittlung des bereinigten EBITDA berücksichtigt.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit der Telekom Austria Group resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden abgeführte Steuern ausgewiesen.

Die Telekom Austria Group erzielt Umsätze aus der Erbringung von Festnetzdienstleistungen sowie Dienstleistungen im Bereich der Mobilkommunikation an natürliche Personen, gewerbliche und nicht gewerbliche Organisationen und andere nationale und internationale Netzbetreiber.

Festnetzdienstleistungen umfassen Netzzugangsentgelte, Leistungen im Fern- und Ortsnetzbereich einschließlich Internetdiensten, Verbindungen vom Festnetz zu Mobilfunknetzen, internationalen Verkehr, Sprachmehrwertdienste, Zusammenschaltungen, Call-Center-Leistungen, Daten- und IKT-Lösungen, TV-Services und öffentliche Münztelefonieleistungen.

Mobilkommunikationsdienstleistungen umfassen die digitale Mobilkommunikation einschließlich Mehrwertdiensten wie Text- und Multimedia-Nachrichten, m-Commerce und Informationsdiensten. Bestimmte Verträge verpflichten die Telekom Austria Group zur Lieferung von mehreren Komponenten. Diese Mehrkomponentenverträge beinhalten im Bereich Mobilkommunikationsdienstleistungen typischerweise den Verkauf eines Mobiltelefons, das Freischaltungsentgelt, eine jährliche SIM-Pauschale und den Telefonvertrag. Im Bereich Festnetzdienstleistungen beinhalten diese Verträge typischerweise Internet- und Festnetzleistungen sowie optional Fernsehen und Mobilfunkleistungen. Die Telekom Austria Group teilt diese Verträge generell in separat zu betrachtende Bilanzierungseinheiten ("Units of Accounting") ein. Diese Einteilung basiert auf der Annahme, dass die einzelnen Leistungskomponenten jeweils einen von den anderen Leistungskomponenten getrennten Nutzen für den Kunden haben. Der gesamte Erlös aus diesen Verträgen wird nach Maßgabe relativer beizulegender Werte und unter Beachtung aller Beträge, deren Erlös noch ungewiss ist, auf die einzelnen Leistungskomponenten aufgeteilt.

Für Dienstleistungen im Fern- und Ortsnetzbereich werden Umsätze aufgrund von Gesprächsminuten oder vertraglich vereinbarten Fixtarifen zu jenem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Leistung erbracht wird. Erlöse aus eingehenden Gesprächen von inländischen und ausländischen Netzbetreibern werden in jener Periode ertragswirksam erfasst, in der die Gespräche stattfinden.

Zugangsentgelte, Grundentgelte, Wartungsverträge, Serviceleistungen und Erlöse für Mietleitungen für Geschäftskunden werden im Voraus fakturiert. Diese Entgelte und Erlöse werden passivisch abgegrenzt und als Ertrag über den Leistungszeitraum erfasst. Skonti und Rabatte werden zum Zeitpunkt der Gewährung als Erlösminderung gebucht.

Erlöse aus Handelswarenverkäufen und aus der Erbringung sonstiger Leistungen werden bei Lieferung und Annahme durch den Kunden oder bei der Leistungserbringung entsprechend den Vertragsbedingungen realisiert.

Die Installation von Teilnehmeranschlüssen ist eine gesonderte Dienstleistung, die von der Telekom Austria Group auch unabhängig von anderen Leistungen erbracht wird. Erlöse aus solchen Arbeiten werden erfasst, sobald die Installation abgeschlossen ist.

Die Telekom Austria Group hat einzelne Vereinbarungen mit ausländischen Telekommunikationsunternehmen abgeschlossen, wodurch die Telekom Austria Group vertraglich vereinbarten Zugang zu bestehenden Kapazitäten in ihrem Netzwerk gewährt. Als Gegenleistung erhält die Telekom Austria Group Zugang zum Telefonnetz der anderen Vertragspartei. Die Telekom Austria Group erfasst weder Erlöse noch Verbindlichkeiten gegenüber der Vertragspartei aus solchen Vereinbarungen, da es sich um gleichartige und gleichwertige Leistungen handelt, ausgenommen Umsatzerlöse aus Kundentransaktionen zu normalen Tarifen. Kosten und Nutzen dieser Tauschvereinbarungen wirken sich in jenen Perioden aus, in denen sie durch verminderte Verbindungserlöse bzw. -aufwendungen realisiert werden.

Erlöse aus Verbindungs- und Roamingleistungen werden aufgrund von Gesprächsminuten oder vertraglich vereinbarten Tarifen als Umsatz zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Leistung erbracht wurde. Erlöse aus Roamingleistungen für ausländische Netzbetreiber werden in jener Periode ertragswirksam erfasst, in der die Gespräche stattfinden.

Bestimmte Wertkartendienste werden im Voraus fakturiert. Diese Dienste werden passivisch abgegrenzt und über den Leistungszeitraum als Ertrag erfasst.

Skonti und Rabatte werden zum Zeitpunkt der Gewährung als Erlösminderung gebucht. Aufwendungen zur Kundengewinnung werden verteilt über die vertragliche Mindestbindungsdauer als Marketingaufwendungen erfasst, falls ein Leistungsvertrag abgeschlossen wurde.

Kundenbindungsprogramme, die auf Basis von getätigten Umsätzen zu Ansprüchen auf den Bezug neuer Mobilfunkgeräte oder Zubehör führen und in Form von Bonuspunkten mit den Kunden verrechnet werden, werden umsatzreduzierend zum Zeitpunkt der Gewährung bzw. umsatzerhöhend zum Zeitpunkt der Einlösung und des Verfalls der Ansprüche erfasst.

Freischaltungserträge und die damit zusammenhängenden Aufwendungen werden grundsätzlich über die Mindestvertragsdauer erfasst. Freischaltungsentgelte haben keinen selbstständigen Wert für den Kunden und werden daher als Teil des gesamten Entgelts auf Basis der relativen beizulegenden Werte aufgeteilt.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Forschungsaufwendungen beziehen sich gemäß IAS 38 auf die eigenständige und planmäßige Suche mit der Aussicht, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu gewinnen, und werden als Aufwand in jener Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungsaufwendungen sind Kosten, die anfallen, wenn Forschungserkenntnisse angewendet werden, um diese technisch und wirtschaftlich realisierbar zu machen. Wenn eine Trennung der Entwicklungsaufwendungen von den Forschungsaufwendungen nicht möglich ist bzw. wenn die Aktivierungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind, werden Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 genauso wie Forschungsaufwendungen in jener Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. In den Jahren 2015 bzw. 2014 wurden 15.518 TEUR bzw. 17.136 TEUR Forschungsaufwendungen bzw. nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den Aufwandsarten Personal, Abschreibung und sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Zinsen, Nutzungsentgelte und Dividenden

Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode ("Effective Interest Method") gemäß IAS 39 erfasst. Nutzungsentgelte sind periodengerecht entsprechend den Vertragskonditionen zu erfassen. Dividenden werden bei Entstehung des Rechtsanspruchs der Aktionäre auf Zahlung erfasst.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) wird mittels Division des Periodenergebnisses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Der Vorstand hat festgelegt, die Zuteilung von Aktien im Rahmen des Long Term Incentive Programme in bar abzugelten. Daher wurde für die Jahre 2015 und 2014 im Zusammenhang mit den laufenden Mitarbeiterbeteiligungsplänen kein verwässernder Effekt in die Berechnung einbezogen.

Liquide Mittel

Die Telekom Austria Group weist Guthaben bei Kreditinstituten und hochliquide Finanzanlagen mit Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt, als liquide Mittel aus. Geldmarktveranlagungen mit einer Restlaufzeit von über drei Monaten ab dem Erwerbszeitpunkt werden zusammen mit Wertpapieren in den kurzfristigen Finanzinvestitionen ausgewiesen. Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln, über die die Telekom Austria Group verfügen kann.

Wertpapiere und sonstige langfristige Finanzinstrumente

Entsprechend IAS 39 werden Wertpapiere und bestimmte langfristige Finanzinstrumente von der Telekom Austria Group als zur Veräußerung verfügbare ("Available for Sale") Finanzinvestitionen klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wenn kein beizulegender Zeitwert ermittelbar ist, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen werden nach Abzug von Ertragsteuern im Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI) ausgewiesen.

Die Werthaltigkeitsprüfung für Wertpapiere erfolgt in zwei Stufen, wobei überprüft wird, ob ein wesentlicher Unterschied zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere besteht und über welchen Zeitraum diese Differenz besteht. Die Telekom Austria Group ermittelt auf Basis einer Einzelbewertung, ob die Änderung des beizulegenden Zeitwerts temporär und unwesentlich ist. Wenn die Wertänderung nicht temporär und nicht unwesentlich ist, werden Verluste aus Wertminderungen ergebniswirksam in der Periode als sonstige Aufwendungen im Finanzergebnis erfasst. Weiters evaluiert die Telekom Austria Group, ob es objektive Hinweise auf den möglichen Ausfall eines Schuldners (Kreditrisiko) gibt.

Fallen Wertminderungsgründe in der Folge weg, wird die Wertminderung ganz oder teilweise rückgängig gemacht. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbar gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten dürfen nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht werden. Wenn sich der beizulegende Zeitwert eines zur Veräußerung verfügbar eingestuften Schuldinstruments erhöht und sich diese Erhöhung objektiv auf ein Ereignis zurückführen lässt, das nach der ergebniswirksamen Verbuchung der Wertminderung eingetreten ist, ist diese Wertaufholung ergebniswirksam zu erfassen.

Nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente werden nicht mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, da dieser nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese Eigenkapitalinstrumente werden zu Anschaffungskosten abzüglich eventuell erforderlicher Wertminderungen erfasst. Die Höhe der Wertminderung wird als Differenz zwischen dem Buchwert des finanziellen Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts, ermittelt. Eine Wertaufholung derartiger Wertminderungen in Folgeperioden ist unzulässig.

Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Forderungen werden der Kategorie "Darlehen und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum niedrigeren erzielbaren Betrag angesetzt.

Wenn objektive Anzeichen dafür vorliegen, dass die Telekom Austria Group nicht die ursprünglich vereinbarten Beträge erhalten wird, wird eine Wertminderung zu Darlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen erfasst (Einzelwertberichtigungen). Wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz des Schuldners, Zahlungsverzug oder Zahlungsunfähigkeit sind Indikatoren für eine Wertminderung.

Zusätzlich wird für Gruppen von ähnlichen finanziellen Vermögenswerten eine gruppenweise Einzelwertberichtigung gebildet, welche aufgrund von Zahlungsstatistiken aus der Vergangenheit berechnet wird.

Der Buchwert der Forderungen wird über ein Wertberichtigungskonto vermindert, und der Betrag der Wertminderung wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Wenn eine Forderung tatsächlich uneinbringlich wird, wird diese direkt ausgebucht.

Vorräte

Die Vorräte umfassen Handelswaren, die in Geschäften der Telekom Austria Group oder an Händler verkauft werden, sowie Materialbestände und Ersatzteile, die vor allem im eigenen Netzausbau eingesetzt werden. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus

Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert, wobei die Kosten nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt werden. Der Nettoveräußerungswert der Handelswaren wird aufgrund der bei einer normalen Geschäftsentwicklung geschätzten Verkaufspreise abzüglich der noch anfallenden Vertriebskosten ermittelt. Für Ersatzteile und Materialien stellen Wiederbeschaffungskosten die beste verfügbare Bewertungsgrundlage für den Nettoveräußerungswert dar.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Zum Verkauf vorgesehene langfristige Vermögenswerte werden gemäß IFRS 5 mit dem Buchwert oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, werden keiner weiteren Abschreibung unterzogen und als gesonderter Posten in der Bilanz ausgewiesen. Nettogewinne oder -verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen, das zur Veräußerung gehalten eingestuft war, werden zusammen mit den Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen als sonstiger betrieblicher Ertrag oder Aufwand ausgewiesen.

Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht genutzt werden können, werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern gemäß IAS 36 zumindest einmal pro Jahr im 4. Quartal einem Werthaltigkeitstest unterzogen, unabhängig davon, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt. Dies erfolgt, indem die Buchwerte mit dem erzielbaren Betrag verglichen werden. Wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, wird die Werthaltigkeit auch anlassbezogen geprüft.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die Nutzungsdauer auf den Restwert abgeschrieben, wobei auch hier eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt.

Die Telekom Austria Group hat jährlich die Entscheidung hinsichtlich der Zuordnung von immateriellen Vermögenswerten als solche mit einer unbestimmten Nutzungsdauer zu überprüfen. Ergibt die Überprüfung, dass ein immaterieller Vermögenswert mit einer ursprünglich als unbestimmt angenommenen Nutzungsdauer nunmehr eine begrenzte Nutzungsdauer aufweist, ist dieser auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abzuwerten und der verbleibende Buchwert über die geschätzte verbleibende Nutzungsdauer abzuschreiben.

Zum Zweck der Überprüfung auf eine Wertminderung werden die Vermögenswerte in der kleinsten Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Firmenwerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden vom Übernahmetag an jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von Einheiten zugeordnet, die einen Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen. Die Zuordnung erfolgt unabhängig davon, ob diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zugeordnet worden sind. Jede zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von Einheiten, der ein Firmenwert zugeordnet worden ist, hat (a) die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens darzustellen, der der Firmenwert für interne Managementzwecke zur Überwachung zugeordnet wird, und darf (b) nicht größer sein als ein Geschäftssegment. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen ein Firmenwert zugewiesen wurde, müssen jährlich auf ihre Werthaltigkeit geprüft werden. Die Prüfung der Werthaltigkeit erfolgt, indem der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter Einbeziehung des zugewiesenen Firmenwerts mit dem erzielbaren Betrag dieser Einheit verglichen wird. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert.

Zur Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung wird von der Telekom Austria Group der Nutzungswert mithilfe kapitalwertorientierter Verfahren berechnet. Die angewendeten gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, "WACC") entsprechen der durchschnittlichen gewichteten Verzinsung von Eigen- und Fremdkapital. Der Nutzungswert entspricht den geschätzten künftigen Netto-Zahlungsströmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis der Geschäftspläne, die für einen Zeitraum von vier Jahren erstellt wurden. Die wesentlichen Annahmen bei der Berechnung des Nutzungswerts betreffen die Umsatzentwicklung, die Kostentreiber, die Anlagenzugänge, die Wachstumsrate und den Abzinsungssatz.

Die Annahmen bezüglich der Umsatzentwicklung basieren auf bisherigen Ergebnissen, Industrieprognosen und externen Marktdaten wie der Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP), der Inflationsraten, der Wechselkurse, der Bevölkerungszahlen und sonstiger Parameter.

Die Kostentreiber und die Anlagenzugänge basieren auf Erfahrungswerten und internen Erwartungen.

In den Wachstumsraten der ewigen Rente werden die allgemeine Wachstumsrate sowie das unternehmensspezifische Umsatzwachstum der Vergangenheit bzw. der Detailplanung berücksichtigt.

Die Abzinsungssätze werden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit aus Marktdaten unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken abgeleitet. Die Kosten des Eigenkapitals werden aus den erwarteten Kapitalerträgen der Investoren abgeleitet. Die Kosten des Fremdkapitals sowie die Betafaktoren und die Kapitalstruktur werden von öffentlich verfügbaren Marktdaten der Peer Group abgeleitet.

Liegt der erzielbare Betrag dabei über dem Buchwert, liegt weder für die betreffende zahlungsmittelgenerierende Einheit noch für den ihr zugewiesenen Firmenwert eine Wertminderung vor. Es wird vielmehr untersucht, ob eine in der Vergangenheit erfasste Wertminderung (außer für Firmenwerte) wieder zugeschrieben werden muss. Wenn der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit geringer ist als deren Buchwert, wird ein Aufwand aus Wertminderung in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Wertminderung wird zuerst dem Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. Der übersteigende Betrag wird den sonstigen Vermögenswerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet und auf diese entsprechend ihren Buchwerten verteilt, wobei eine Wertminderung der Buchwerte unter den beizulegenden Zeitwert der sonstigen Vermögenswerte nicht erfolgt. Die Buchwertminderungen stellen Aufwendungen aus der Wertminderung für die einzelnen Vermögenswerte dar.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmten Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahr
Mobilfunk- und Festnetzlizenzen* 3–30
Patente und ähnliche Rechte 2–30
Kundenstock 2–14
Software 2–12
Sonstige 2–50

* Siehe auch Laufzeiten in Anhangangabe (18).

Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit einer Nutzungsdauer von über 20 Jahren handelt es sich um nicht veräußerbare Nutzungsrechte für Glasfaserkabel und Funkfrequenzen, die über einen vereinbarten Zeitraum genutzt werden. Diese Nutzungsrechte werden über die Laufzeiten der Verträge abgeschrieben.

Markennamen werden als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, basierend auf einer Analyse des Produktlebenszyklus, der vertraglichen und gesetzlichen Kontrolle über den Vermögenswert und anderer einschlägiger Faktoren, klassifiziert. Wird beabsichtigt, einen Markennamen in absehbarer Zukunft nicht weiterzuführen, wird dieser über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

Software-Entwicklungskosten

Bestimmte direkte und indirekte Entwicklungskosten für selbst entwickelte Software werden aktiviert, nachdem das Projekt die Umsetzungsphase erreicht hat. Die Entwicklungskosten werden linear über einen Zeitraum von höchstens vier Jahren abgeschrieben, beginnend mit dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert im Wesentlichen einsatzbereit ist. Zu aktivierende Entwicklungskosten umfassen direkte Kosten für Material und bezogene Leistungen sowie Personalaufwand. Kosten während der Anlaufphase der Projekte, Wartungs-, Schulungs- sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden im Jahr des Entstehens sofort als Aufwand erfasst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten enthalten bestimmte Aufwendungen, die während der Errichtung bzw. des Ausbaus des Telekommunikationsnetzes anfallen, wie zum Beispiel Material- und Personalaufwand, direkt zurechenbare Gemeinkosten und Zinsaufwand, sowie den Barwert der Verpflichtungen aus dem Abbau von Vermögenswerten sowie gegebenenfalls der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. Umsatzsteuer, die von Lieferanten in Rechnung gestellt wird und zum Vorsteuerabzug berechtigt, ist nicht Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Auf Basis von Finanzierungsleasing gemietete Sachanlagen werden mit dem Barwert der Mindestleasingraten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens werden linear über die geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer berechnet. Geleaste Sachanlagen (Finanzierungsleasing) und Einbauten in fremden Gebäuden werden linear über den jeweils kürzeren Zeitraum aus Leasingdauer oder betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer der Sachanlagen abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für:

Jahr
Übertragungstechnik 3–20
Linientechnik 2–20
Vermittlungstechnik 5–20
Büro- und Geschäftsausstattung 2–10
Gebäude und Einbauten in fremden Gebäuden 3–50

Instandhaltung und Reparaturen werden im Jahr des Anfalls als laufender Aufwand gebucht, Ersatz- sowie wertsteigernde Investitionen werden aktiviert. Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen in den Büchern als Abgang erfasst, wobei die Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst wird.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten abgezogen. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen.

Wertminderung von Anlagevermögen

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden auf Wertminderungen untersucht, wenn Ereignisse oder Änderungen der Verhältnisse darauf hinweisen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts über dem beizulegenden Zeitwert liegt. Die Werthaltigkeitsprüfung wird dabei für alle Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte durchgeführt, und zwar unabhängig davon, ob diese zum Verkauf bestimmt sind oder nicht. Entsprechend den Vorschriften des IAS 36 wird ein Aufwand aus Wertminderung erfasst, wenn der Buchwert über dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert liegt. Der beizulegende Zeitwert entspricht jenem Betrag, der in einer fremdüblichen Verkaufstransaktion erzielbar ist. Der Nutzungswert entspricht den geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Wertminderungen werden gesondert in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Gibt es einen Anhaltspunkt dafür, dass eine Wertminderung nicht mehr vorliegt, überprüft die Telekom Austria Group, ob die Wertminderung ganz oder teilweise rückgängig gemacht werden muss.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 39 der Kategorie sonstige Verbindlichkeiten zugeordnet und bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags erfasst. Unterschiede zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag werden über die Laufzeit der Verbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen ("Fortgeführte Anschaffungskosten").

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Rückstellungen

Rückstellungen werden angesetzt, wenn Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss bei der Telekom Austria Group führen und die verlässlich geschätzt werden können. Langfristige Personalrückstellungen, Restrukturierungsrückstellungen und Rückstellungen für die Stilllegung von Vermögenswerten werden mit ihrem Barwert angesetzt.

Restrukturierungsrückstellungen beinhalten Rückstellungen für belastende Verträge gemäß IAS 37 sowie Rückstellungen für Sozialpläne gemäß IAS 19.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen der Telekom Austria Group als Mieter im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts übertragen werden, sind als Finanzierungsleasing einzustufen. Andernfalls liegt ein Operating-Leasing-Verhältnis vor. Sachanlagen, die im Zuge von Finanzierungsleasingverträgen erworben werden, werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts oder des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses abzüglich Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen der Telekom Austria Group als Vermieter zurechenbar sind, wird der Leasinggegenstand von der Telekom Austria Group bilanziert. Der Leasinggegenstand wird nach den auf den Vermögenswert anwendbaren Regeln in Übereinstimmung mit IAS 16 angesetzt. Die Leasingzahlungen werden über die Laufzeit des Leasingvertrags erfolgswirksam realisiert. Leasingverhältnisse, bei denen die Telekom Austria Group als Vermieter im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts überträgt, sind als Finanzierungsleasing einzustufen. Leasingforderungen werden in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis erfasst.

Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Die Telekom Austria Group hat Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern sowohl aus beitragsorientierten als auch aus leistungsorientierten Versorgungsplänen.

Im Falle von beitragsorientierten Versorgungsplänen leistet die Telekom Austria Group aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtung Zahlungen in privatwirtschaftliche oder öffentlich-rechtliche Pensionssysteme und Mitarbeitervorsorgekassen. Außer der Beitragszahlung bestehen keine weiteren Verpflichtungen. Die regelmäßigen Beitragsleistungen werden in der jeweiligen Periode im Personalaufwand erfasst.

Alle anderen Verpflichtungen resultieren aus ungedeckten leistungsorientierten Versorgungssystemen und werden entsprechend rückgestellt. Für die Ermittlung der Rückstellung verwendet die Telekom Austria Group in Übereinstimmung mit IAS 19 die Methode der laufenden Einmalprämien. Die zukünftigen Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und basieren auf einer sachgerechten Annahme des Abzinsungsfaktors, des Fluktuationsabschlags und der Gehalts- und Pensionssteigerungen.

Ergebnisse aus der Neubewertung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung werden im Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI), jene der Jubiläumsgeldrückstellung sofort erfolgswirksam erfasst. Die Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung umfasst in der Telekom Austria Group nur versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, da kein Planvermögen vorhanden ist. Der Zinsaufwand aus langfristigen Personalrückstellungen wird im Finanzergebnis und der Dienstzeitaufwand im Personalaufwand erfasst.

Die Telekom Austria Group macht von der gemäß IAS 19.133 erlaubten Unterscheidung in kurz- und langfristige Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit langfristig fälligen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern Gebrauch.

Änderungen bestehender Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen

Die Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen gemäß IAS 16 ("Sachanlagen") auch die erstmalig geschätzten Kosten für den Abbau von Vermögenswerten sowie für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands von Standorten, an denen sie sich befinden. Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen werden nach den Vorschriften von IAS 37 bewertet. Auswirkungen von Bewertungsänderungen von bestehenden Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IFRIC 1 bilanziert. Die Vorschriften sehen vor, dass die Erhöhung derartiger Verpflichtungen, die aus der Aufzinsung resultiert, ergebniswirksam zu erfassen ist. Bewertungsänderungen, die auf Änderungen der geschätzten Fälligkeit oder Höhe des Abflusses von Ressourcen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind, oder auf einer Änderung des Abzinsungssatzes beruhen, sind zu den Anschaffungskosten des dazugehörigen Vermögenswerts in der laufenden Periode hinzuzurechnen bzw. davon abzuziehen. Der von den Anschaffungskosten des Vermögenswerts abgezogene Betrag darf dessen Buchwert nicht übersteigen. Ein etwaiger übersteigender Betrag wird ergebniswirksam erfasst. Wenn die Anpassung zu einem Zugang zu den Anschaffungskosten eines Vermögenswerts führt, hat die Gesellschaft zu überprüfen, ob dies ein Anhaltspunkt dafür ist, dass der neue Buchwert des Vermögenswerts durch dessen erzielbaren Betrag nicht voll gedeckt sein könnte. Liegt ein solcher Anhaltspunkt vor, hat die Gesellschaft den Vermögenswert auf Wertminderung zu prüfen und einen etwaigen Wertminderungsaufwand zu erfassen.

Ertragsteuern

Ertragsteuern werden auf Basis des erwarteten tatsächlichen Steuersatzes für jedes Steuersubjekt separat berechnet. Entsprechend IAS 12 ("Ertragsteuern") werden aktive und passive latente Steuern für alle temporären Unterschiedsbeträge zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und ihren jeweiligen steuerlichen Ansätzen angesetzt. Darüber hinaus werden latente Steuern auf laufende steuerliche Verluste, steuerliche Verlustvorträge sowie steuerlich zu verteilende Beteiligungsabschreibungen gebildet. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit Steuersätzen berechnet, die zum Bilanzstichtag Gültigkeit haben oder in Kürze gelten werden.

Auswirkungen aufgrund von Änderungen des Steuersatzes werden in dem Jahr, in dem die Steuersatzänderung rechtskräftig beschlossen wurde, als Aufwand oder Ertrag erfasst. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ausreichend steuerliche Ergebnisse zur Verrechnung zur Verfügung stehen. Gewinnausschüttungen der Telekom Austria AG haben keine Auswirkung auf den Körperschaftsteuersatz.

Investitionsbegünstigungen mindern die Ertragsteuern im Jahr der Inanspruchnahme. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern betreffen Verpflichtungen aus der laufenden Periode und aus Vorperioden.

Anteilsbasierte Vergütung

Die Telekom Austria Group bewertet die anteilsbasierten Vergütungen gemäß IFRS 2 mit dem beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung. Der Aufwand wird über die erforderliche Reifefrist verteilt. Wenn die anteilsbasierten Vergütungen einen Bezug von Aktien vorsehen, kommt es zu einer Erhöhung des Eigenkapitals, bei einer Barabgeltung zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten. Da der Vorstand festgelegt hat, die im Rahmen des Long Term Incentive Programme zugeteilten Bonusaktien in bar abzugelten, sind die anteilsbasierten Vergütungen als Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden bis zur Barabgeltung der anteilsbasierten Vergütungen zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Änderungen des beizulegenden Werts werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist jeder Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn die Telekom Austria Group Vertragspartei eines Finanzinstruments wird. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag erfasst. Derivative Finanzinstrumente werden am Handelstag erfasst und zum Erfüllungszeitpunkt ausgebucht. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder erbrachten Leistung angesetzt. Transaktionskosten werden, mit Ausnahme von Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, bei der erstmaligen Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt.

Gewinne oder Verluste von finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden bei Ausbuchung derselben erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Telekom Austria Group ein vertragliches Recht zur Aufrechnung hat und auch beabsichtigt, auf Nettobasis zu erfüllen.

Finanzielle Vermögenswerte beinhalten im Besonderen liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen, Forderungen an nahestehende Unternehmen und zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen ("Available for Sale").

Finanzielle Verbindlichkeiten beinhalten im Besonderen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, begebene Anleihen, Bankkredite, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen.

Die Telekom Austria Group klassifiziert finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IAS 39. Die Klassifizierung erfolgt bei der erstmaligen Erfassung.

Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert gemäß IFRS 13 ist der Wert, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts erzielt werden kann, bzw. der Preis, welcher gezahlt werden muss, um eine Schuld zu übertragen. Es ist eine dreistufige Hierarchie anzuwenden. Der Hierarchiestufe 1 werden finanzielle Vermögenswerte und Schulden zugeordnet, sofern ein Börsen- oder Marktpreis für identische Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung zur Hierarchiestufe 2 erfolgt, sofern die Inputfaktoren, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preis oder indirekt aus Preisen beobachtbar sind. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden in der Hierarchiestufe 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Inputfaktoren ermittelt wird. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird zudem das Ausfallrisiko berücksichtigt.

Konzentration von Risiken

Die Umsatzerlöse der Telekom Austria Group stammen zum Teil aus Dienstleistungen, die für Mitbewerber in der Telekommunikationsbranche erbracht werden, insbesondere für alternative Anbieter der Telekommunikations- und Mobilkommunikationsbranche sowie für Anbieter von Internet-Online-Diensten. Diese Kundenstruktur birgt eine gewisse Konzentration von Ausfallrisiken in sich. Um dieses Risiko zu begrenzen, führt die Telekom Austria Group laufend Bonitätsprüfungen dieser Großkunden durch.

Zu den Bilanzstichtagen bestand keine besondere Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten, Kunden oder Kreditgebern, deren plötzlicher Ausfall den Geschäftsbetrieb maßgeblich beeinträchtigen könnte. Des Weiteren besteht keine Konzentration von Personaldienstleistungen oder Anbietern sonstiger Dienstleistungen, Franchise- oder sonstigen Rechten, auf die die Telekom Austria Group angewiesen ist und deren plötzlicher Wegfall den Geschäftsbetrieb ernsthaft gefährden könnte. Die Telekom Austria Group veranlagt ihre liquiden Mittel bei verschiedenen Kreditinstituten einwandfreier Bonität.

Durch die Expansion in Zentral- und Osteuropa ist die Telekom Austria Group auch auf Märkten tätig, die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Änderungen unterliegen, die sich auf die Geschäftsaktivitäten von Unternehmen auswirken. Dies hat zur Folge, dass das wirtschaftliche Umfeld in Zentral- und Osteuropa zum Teil Unsicherheiten, einschließlich Transfer- und Währungsrisiken sowie steuerlicher Unsicherheiten, in sich birgt, die in anderen Märkten nicht bestehen. Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand auf Basis seiner Risikoeinschätzung dieser Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und auf die Finanzlage der Telekom Austria Group erstellt. Die tatsächliche Entwicklung des geschäftlichen Umfelds kann von dieser Risikoeinschätzung abweichen.

Verwendung von Schätzungen

Im Zuge der Erstellung des Konzernabschlusses muss der Vorstand Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, der angeführten Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Aufwendungen und Erträge während des Berichtszeitraums beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen.

Bei der Anwendung der Bilanzierungsmethoden der Telekom Austria Group hat der Vorstand Schätzungen vorgenommen. Weiters hat der Vorstand zum Bilanzstichtag wichtige zukunftsbezogene Annahmen getroffen und wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Bilanzstichtag identifiziert, die mit dem Risiko einer wesentlichen Änderung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im nächsten Geschäftsjahr behaftet sind. Bei allen Sensitivitätsanalysen bleiben die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert, d. h. es werden keine möglichen Korrelationseffekte berücksichtigt.

  • a) Versorgungspläne für Arbeitnehmer: Die Bewertung der Pensionspläne sowie der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldansprüche beruht auf einer Methode, bei der Parameter wie der erwartete Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen sowie Fluktuationsraten angewendet werden. Änderungen dieser Parameter können zu höheren oder niedrigeren Aufwendungen führen (siehe Anhangangabe (27)).
  • b) Wertminderungen: Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Veränderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren, der Umsatzentwicklung, der Kostentreiber sowie der Anlagenzugänge können zu einer Wertminderung oder, soweit zulässig, zu Wertaufholungen führen (siehe Anhangangabe (17)). Hinsichtlich der Buchwerte der Firmenwerte, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen wird auf die Anhangangaben (17), (18) und (19) verwiesen.
  • c) Die geschätzten Nutzungsdauern für abschreibbare Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stellen den geschätzten Zeitraum dar, über den die Vermögenswerte voraussichtlich genutzt werden. Hinsichtlich der Veränderung der Abschreibungen aufgrund von Änderungen der Nutzungsdauern von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird auf Anhangangabe (19) verwiesen.
  • d) Mitarbeiterbeteiligungspläne: Die Verbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Long Term Incentive Programme wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts, welcher auf der erwarteten Erfüllung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht, bewertet. Wenn sich diese Parameter ändern, können Personalaufwand und Verbindlichkeit wesentlich von den zum Bilanzstichtag ermittelten Beträgen abweichen (siehe Anhangangabe (31)).
  • e) Latente Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Wenn dies nicht der Fall ist, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden (siehe Anhangangabe (30)).
  • f) Restrukturierungsrückstellung (beinhaltet Rückstellung für belastende Verträge gemäß IAS 37 sowie Rückstellung für Sozialpläne gemäß IAS 19): Die Bewertung der Rückstellung beruht auf Parametern wie Abzinsungsfaktor, Gehaltssteigerungen, Fluktuation und Wahrscheinlichkeit der Akzeptanz von Abfindungsangeboten. Änderungen dieser Parameter können zu höheren oder niedrigeren Aufwendungen führen (siehe Anhangangabe (22)).

g) Wertberichtigungen zu Forderungen basieren auf Schätzungen hinsichtlich der Ausfallwahrscheinlichkeiten von Forderungen. Abweichendes tatsächliches Zahlungsverhalten von Kunden kann zu höheren oder niedrigeren Aufwendungen führen (siehe Anhangangaben (9), (14), (20)).

(2) Unternehmenszusammenschlüsse

Mit den in der Folge angeführten Erwerben setzt die Telekom Austria Group die Umsetzung ihrer Konvergenzstrategie fort.

Im ersten Halbjahr 2015 hat die Telekom Austria Group 100% an acht mazedonischen Festnetzanbietern durch ihre Tochtergesellschaft Blizoo erworben.

Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt wurden aufgrund der Verteilung des Kaufpreises ermittelt und sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Beizulegende Zeitwerte
Erwerbe durch Blizoo in der Republik Mazedonien in TEUR zum Erwerbszeitpunkt
Sachanlagen 2.867
Immaterielle Vermögenswerte 3.007
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 153
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 13
Liquide Mittel 33
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten –76
Passive latente Steuern –482
Lieferverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten –893
Nettowerte der erworbenen Vermögenswerte 4.622
Firmenwert 1.478
Gewinn aus Unternehmenserwerb zum Preis unter Marktwert –103
Kaufpreis 5.997
Noch nicht bezahlter Kaufpreis –149
Erworbene liquide Mittel –33
Zahlungsmittelabfluss 5.814

Die Vermögenswerte und Schulden dieser acht erworbenen mazedonischen Festnetzanbieter werden im Segment Weitere Märkte ausgewiesen.

Die Faktoren, die zur Erfassung des Firmenwerts führen, sind Ertragserwartungen aus der zukünftigen positiven Entwicklung des Marktanteils in der Republik Mazedonien und erwartete Synergien im Bereich der Kosten. Der Gewinn aus Unternehmenserwerb resultiert aus einer Reduktion eines variabel vereinbarten Kaufpreises. Seit dem Erwerbszeitpunkt haben die acht Gesellschaften Umsatzerlöse in Höhe von 1.665 TEUR und einen Nettogewinn in Höhe von 713 TEUR erzielt. Da der Einfluss der erworbenen Unternehmen auf den konsolidierten Abschluss der Telekom Austria Group unwesentlich ist, wurde keine Pro-forma-Information erstellt. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen ist aus obiger Tabelle ersichtlich. Der Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen beträgt 266 TEUR. Das Management schätzt, dass davon ein Betrag in Höhe von 113 TEUR uneinbringlich sein wird. Die Anschaffungsnebenkosten, die im sonstigen betrieblichen Aufwand in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst wurden, betragen 94 TEUR, wovon allerdings 56 TEUR bereits 2014 erfasst wurden.

Am 1. September 2015 hat die Telekom Austria Group 100% von Amisco NV ("Amis"), der Holdinggesellschaft von Amis Slovenia und Amis Croatia, erworben. Amis agiert als Festnetz-Entbündler in Slowenien und besitzt ein eigenes Glasfasernetz in Kroatien. Die Unternehmen bieten den rund 66.000 Kunden in Slowenien und rund 24.000 Kunden in Kroatien per Jahresende 2015 neben Breitband auch TV und Festnetztelefonie an.

Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt wurden aufgrund der Verteilung des Kaufpreises ermittelt und sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Beizulegende Zeitwerte
Erwerb von Amis in TEUR zum Erwerbszeitpunkt
Sachanlagen 12.918
Immaterielle Vermögenswerte 9.008
Aktive latente Steuern 1.514
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.756
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 3.045
Liquide Mittel 605
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten –5.843
Passive latente Steuern –546
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –6.707
Sonstige Verbindlichkeiten –3.575
Nettowerte der erworbenen Vermögenswerte 16.175
Firmenwert 17.464
Kaufpreis 33.639
Erworbene liquide Mittel –605
Zahlungsmittelabfluss 33.034

Die Vermögenswerte und Schulden von Amis Slovenia werden im Segment Weitere Märkte, jene von Amis Croatia im Segment Kroatien ausgewiesen. Die Faktoren, die zur Erfassung des Firmenwerts führen, sind Ertragserwartungen aus der zukünftigen positiven Entwicklung des Marktanteils in Kroatien und Slowenien und erwartete Synergien im Bereich der Kosten. Seit dem Erwerbszeitpunkt hat Amis Umsatzerlöse in Höhe von 12.764 TEUR und einen Nettoverlust in Höhe von 1.263 TEUR erzielt. Da der Einfluss der erworbenen Unternehmen auf den konsolidierten Abschluss der Telekom Austria Group unwesentlich ist, wurde keine Pro-forma-Information erstellt. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen ist aus obiger Tabelle ersichtlich. Der Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen beträgt 9.161 TEUR. Das Management schätzt, dass davon ein Betrag in Höhe von 3.405 TEUR uneinbringlich sein wird. Die Anschaffungsnebenkosten, die im sonstigen betrieblichen Aufwand in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst wurden, betragen 339 TEUR.

Am 28. September 2015 hat die Telekom Austria Group 100% an der Bultel Cable Bulgaria EAD Gruppe (Blizoo Bulgarien) übernommen. Blizoo Bulgarien ist der zweitgrößte Festnetzbetreiber in Bulgarien und hält einen Anteil von 8% im Breitbandmarkt und 11% im TV-Markt. Das Unternehmen verfügt derzeit über rund 378.000 Kunden, die Festnetztelefonie-, Breitband- und TV-Produkte über DOCSIS 3-Technologie beziehen. In Summe erreicht Blizoo Bulgarien eine Netzabdeckung von 1,3 Millionen Haushalten.

Der Kaufpreis sowie die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt, die aufgrund der vorläufigen Verteilung des Kaufpreises ermittelt wurden, sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Erwerb von Blizoo Bulgarien
in TEUR
Beizulegende Zeitwerte
zum Erwerbszeitpunkt
Sachanlagen 90.156
Immaterielle Vermögenswerte 38.061
Aktive latente Steuern 1.137
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.817
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 1.537
Liquide Mittel 1.618
Bankkredite und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten –84.585
Passive latente Steuern –33
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –4.408
Sonstige Verbindlichkeiten –8.273
Nettowerte der erworbenen Vermögenswerte 37.027
Nicht beherrschende Anteile –752
Gewinn aus Unternehmenserwerb zum Preis unter Marktwert –845
Kaufpreis 35.430
Bezahlte Finanzverbindlichkeiten im Namen von Blizoo 84.341
Erworbene liquide Mittel –1.618
Zahlungsmittelabfluss 118.153

Eine endgültige Kaufpreisverteilung wird vorgenommen, wenn alle notwendigen Informationen verfügbar sind (IFRS 3.45). Die im Namen von Blizoo Bulgarien bezahlten Finanzverbindlichkeiten betreffen Forderungen der ING Bank N.V., Sofia, Bulgarien, sowie Forderungen des Verkäufers, die vom Käufer übernommen wurden. Die Vermögenswerte und Schulden von Blizoo Bulgarien werden im Segment Bulgarien ausgewiesen. Die Faktoren, die zur Erfassung des Firmenwertes führen, sind Ertragserwartungen aus der zukünftigen positiven Entwicklung des Marktanteils in Bulgarien und erwartete Synergien im Bereich der Kosten. Seit dem Erwerbszeitpunkt hat Blizoo Bulgarien Umsatzerlöse in Höhe von 11.654 TEUR und einen Nettoverlust in Höhe von 1.734 TEUR erzielt. Da der Einfluss des erworbenen Unternehmens auf den konsolidierten Abschluss der Telekom Austria Group unwesentlich ist, wurde keine Pro-forma-Information erstellt. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen ist aus obiger Tabelle ersichtlich. Der Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen beträgt 2.131 TEUR. Das Management schätzt, dass davon ein Betrag in Höhe von 314 TEUR uneinbringlich sein wird. Die Anschaffungsnebenkosten, die im sonstigen betrieblichen Aufwand in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst wurden, betragen 434 TEUR.

Am 1. Oktober 2015 wurden Vip operator, eine mazedonische Tochtergesellschaft der Telekom Austria Group, und ONE, eine Tochtergesellschaft von Telekom Slovenije, verschmolzen. Beide Gesellschaften sind in der Republik Mazedonien tätig. Telekom Austria Group hält 55% sowie die alleinige Kontrolle der neu geschaffenen Gesellschaft one.Vip, Telekom Slovenije Group hält 45%. Der Kaufvertrag beinhaltet Call- und Put-Optionen für den Ausstieg der Telekom Slovenije Group innerhalb von drei Jahren ab Closing der Transaktion. Der Kaufpreis enthält den beizulegenden Zeitwert der Option. Aufgrund dieser Put-Optionen und des Ausschlusses der Dividendenberechtigung der Telekom Slovenije werden keine nicht beherrschenden Anteile erfasst. ONE war der drittgrößte Mobilfunkanbieter in der Republik Mazedonien mit einem Marktanteil von 25,4% im 4. Quartal 2014 (Telekom Austria Group Schätzung) und 715.000 Kunden per 31. Dezember 2014. Im Jahr 2014 erreichte ONE einen Umsatz und ein EBITDA von rund 75.700 TEUR bzw. 10.6oo TEUR. Gemäß IFRS 3.B 18 wurde Vip operator als Erwerber identifiziert.

Der Kaufpreis sowie die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt, die aufgrund der vorläufigen Verteilung des Kaufpreises ermittelt wurden, sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Beizulegende Zeitwerte
Erwerb ONE in TEUR zum Erwerbszeitpunkt
Sachanlagen 45.919
Immaterielle Vermögenswerte 35.510
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.862
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 9.150
Liquide Mittel 1.262
Passive latente Steuern –2.262
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –11.446
Sonstige Verbindlichkeiten –8.085
Nettowerte der erworbenen Vermögenswerte 78.910
Firmenwert 21.090
Kaufpreis 100.000
Noch nicht bezahlter Kaufpreis –100.000
Erworbene liquide Mittel –1.262
Zahlungsmittelzufluss –1.262

Eine endgültige Kaufpreisverteilung wird vorgenommen, wenn alle notwendigen Informationen verfügbar sind. Die Vermögenswerte und Schulden von ONE werden im Segment Weitere Märkte ausgewiesen. Die Faktoren, die zur Erfassung des Firmenwerts führen, sind Ertragserwartungen aus der zukünftigen positiven Entwicklung des Marktanteils in der Republik Mazedonien und erwartete Synergien im Bereich der Kosten. Da die Finanzinformationen von ONE nach der Verschmelzung nicht mehr gesondert verfügbar sind, entfallen die Angaben betreffend Umsatzerlöse und Nettogewinn seit dem Erwerbszeitpunkt für ONE. Da der Einfluss des erworbenen Unternehmens auf den konsolidierten Abschluss der Telekom Austria Group unwesentlich ist, wurde keine Pro-forma-Information erstellt. Der Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen beträgt 31.371 TEUR. Das Management schätzt, dass davon ein Betrag in Höhe von 22.509 TEUR uneinbringlich sein wird. Die Anschaffungsnebenkosten, die im sonstigen betrieblichen Aufwand in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst wurden, betragen 765 TEUR, wovon 683 TEUR bereits 2014 erfasst waren.

Im ersten Halbjahr 2015 verkaufte die Telekom Austria Group ihre 90% Beteiligung an der GPS Bulgarien. Der Gewinn von 471 TEUR wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

(3) Geschäftssegmente

Die Berichterstattung der Geschäftssegmente (siehe Tabelle "Konzern-Geschäftssegmente") erfolgt gemäß IFRS 8. Die Bilanzierungsgrundsätze der einzelnen Segmente entsprechen jenen des Konzerns (siehe Anhangangabe (1)).

Die Telekom Austria Group hat ihre Managementstruktur und die darauf basierende Berichterstattung der Geschäftssegmente auf geografische Märkte ausgerichtet. Dadurch berichtet die Telekom Austria Group in fünf operativen Segmenten: Österreich, Bulgarien, Kroatien, Weißrussland und Weitere Märkte. Aufgrund personeller Änderungen im Konzernvorstand der Telekom Austria Group hat es im abgelaufenen Geschäftsjahr auch eine Umstrukturierung der verantwortlichen Unternehmensinstanzen gegeben. Mit 1. Oktober 2015 wurde das so genannte "Extended Board", dem neben dem Konzernvorstand Group Officers für die Bereiche Human Resources und Marketing angehörten, sowie das entsprechende "Extended Board Meeting" aufgelöst. Die seitdem verantwortliche Unternehmensinstanz der Telekom Austria Group ist der Konzernvorstand, welcher im Rahmen regelmäßiger Vorstandssitzungen zusammentrifft. Mitglieder des Konzernvorstandes sind der Group CEO und Group CFO. Zusätzlich wurde das so genannte "Leadership Team Meeting" ins Leben gerufen, dem neben dem Konzernvorstand die CEOs der einzelnen Landesgesellschaften angehören. Das Leadership Team Meeting dient als Entscheidungsgremium für strategische sowie Gruppen-relevante operative Themen. Die wesentlichen Steuerungsgrößen für den Konzernvorstand sind der Umsatz, das bereinigte EBITDA und das EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung.

Die Zusammenfassung von Geschäftssegmenten erfolgt dann, wenn in den Ländern mit ähnlicher langfristiger Geschäftsentwicklung gerechnet wird und die wirtschaftlichen Merkmale der Tochtergesellschaften vergleichbar sind.

Das Segment Österreich bietet konvergente Gesamtpakete für Sprachtelefonie, Internetzugang, Daten- und IT-Lösungen, Mehrwertdienste, Wholesale-Services, Übermittlung von Fernsehsendungen (A1 TV) sowie mobile Business- und Payment-Lösungen in Österreich an.

Das Segment Bulgarien bietet Sprachtelefonie (Mobil- und Festnetztelefonservice), Zugang zu Notdiensten, Datenverzeichnisse, Internetzugang, Daten- und IT-Lösungen, Mehrwertdienste, Wholesale-Services, Verkauf von Geräten an Endkunden, IP-Fernsehen und sonstige IP-basierte Dienste sowie Payment-Lösungen in Bulgarien an.

Das Segment Kroatien bietet Mobil- und Festnetztelefonie, Kabel- und Satellitenfernsehen, Mehrwertdienste sowie Mobil- und Festnetzinternetzugang in Kroatien an.

Das Segment Weißrussland bietet Mobilkommunikationsdienste in Weißrussland an. Im Zeitraum 2011 bis 2014 war im Segment Weißrussland Rechnungslegung in Hochinflationsländern gemäß IAS 29 anzuwenden, daher wurden in diesem Zeitraum alle nicht monetären Vermögenswerte und Schulden sowie alle Posten der Gesamtergebnisrechnung anhand eines allgemeinen Preisindex angepasst und mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Das Segment Weitere Märkte besteht aus einer Mobilfunkgesellschaft in der Republik Serbien. In Slowenien und der Republik Mazedonien werden Mobil- und Festnetzdienste angeboten.

Die Umsatzerlöse, Aufwendungen und Ergebnisse der Segmente beinhalten Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftssegmenten. Solche Lieferungen und Leistungen werden zu Verrechnungspreisen bewertet, die konkurrenzfähigen Marktpreisen entsprechen und nicht nahestehenden Kunden für ähnliche Produkte verrechnet werden. Diese Transaktionen werden im Konzernabschluss eliminiert.

Die Segmente werden auf konsolidierter Basis dargestellt. Vermögenswerte und Schulden der einzelnen Segmente beinhalten keine aktiven und passiven latenten Steuern und keine Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten.

Die Spalte Holding & Sonstige enthält im Wesentlichen Holdinggesellschaften sowie die Konzernfinanzierungsgesellschaft und wird zusätzlich zur Spalte Eliminierungen aus Übersichtlichkeitsgründen dargestellt. Das sonstige Finanzergebnis der Spalte Holding & Sonstige resultiert im Wesentlichen aus Dividendenerträgen von vollkonsolidierten Tochterunternehmen, welche keine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben und somit in den Eliminierungen konsolidiert werden.

Die Spalte Eliminierung enthält die Konsolidierungsbuchungen zwischen den Segmenten und die Überleitungsposten für die Vermögenswerte und Schulden der Segmente zum Konzernabschluss. Anlagenzugänge und Abschreibungen betreffen Sachanlagen sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte.

Sonstige zahlungsunwirksame Posten bestehen in den Jahren 2015 und 2014 im Wesentlichen aus Restrukturierungsaufwand, Vorsorgen für Pensionen und Abfertigungen, Zinsaufwendungen aus Restrukturierungsrückstellung und Verpflichtungen aus der Stilllegung von Vermögenswerten, Forderungsabschreibungen sowie Zinsabgrenzungen in Holding & Sonstige. 2014 sind weiters der Gewinn aus der Verschmelzung der mobilkom liechtenstein in Holding & Sonstige (siehe Anhangangabe (5)), unbare Rückstellungsveränderungen (siehe Anhangangabe (22)), der Einmaleffekt aus der Abgrenzung der Umsatzerlöse (siehe Anhangangabe (9)) im Segment Österreich sowie der Gewinn aus der Nettoposition der monetären Posten aufgrund der Anwendung von Rechnungslegung in Hochinflationsländern im Segment Weißrussland bis 2014 enthalten.

In keinem Segment gibt es Erträge aus Transaktionen mit einem einzigen externen Kunden, die sich zumindest auf 10% der Unternehmenserträge belaufen.

Hinsichtlich Restrukturierung im Segment Österreich wird auf Anhangangabe (22) verwiesen.

Die Position "Sonstiges Finanzergebnis" beinhaltet das sonstige Finanzergebnis sowie Wechselkursdifferenzen.

(4) Umsatzerlöse

in TEUR 2015 2014
Dienstleistungen 3.656.856 3.673.851
Verkauf von Endgeräten 369.726 344.113
Umsatzerlöse 4.026.582 4.017.964

Zur Schätzungsänderung im Geschäftsjahr 2014 bezüglich der Umsatzerlöse aufgrund einer neu implementierten Billing-System-Schnittstelle siehe Anhangangabe (9).

In der folgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse von externen Kunden für jede Produktgruppe angegeben:

in TEUR 2015 2014
Grund- und Verbindungsentgelte 2.922.976 2.939.940
Daten- und IKT-Lösungen 227.022 222.507
Wholesale (inkl. Roaming) 172.292 168.567
Zusammenschaltung 295.481 315.253
Verkauf von Endgeräten 369.726 344.113
Sonstige Umsätze 39.084 27.584
Gesamtumsätze 4.026.582 4.017.964

(5) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2015 2014
Mieterträge 15.736 14.847
Aktivierte Eigenleistungen 46.966 40.061
Sonstige 63.574 64.127
Sonstige betriebliche Erträge 126.275 119.035

Aktivierte Eigenleistungen stellen den Wert der für eigene Zwecke erbrachten Leistung dar und bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten und direkt zurechenbaren Gemeinkosten, die im Wesentlichen als Teil der Sachanlagen aktiviert werden. Betreffend Aktivierung von selbst erstellter Software siehe Anhangangabe (18).

2015 und 2014 sind steuerfreie Forschungs- und Bildungsprämien in Höhe von 1.762 TEUR und 1.896 TEUR in den sonstigen Erträgen enthalten. 2015 ist der Gewinn aus Unternehmenserwerben zu einem Preis unter Marktwert in Höhe von 845 TEUR aus dem Erwerb der Blizoo Bulgarien enthalten sowie der Ertrag aus dem Verkauf der GPS in Höhe von 471 TEUR (siehe Anhangangabe (2)), 2014 der Gewinn aus der Verschmelzung der mobilkom liechtenstein in Höhe von 26.785 TEUR. 2015 und 2014 wurden aus Ansprüchen auf Schadenersatz oder Bereicherungsansprüchen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und leitenden Angestellten 4.415 TEUR und 3.250 TEUR erfasst.

2011 hat Si.mobil eine Klage gegen Telekom Slovenije wegen Verletzung wettbewerbsrechtlicher Vorschriften eingebracht. Am 29. Dezember 2014 wurde eine aufschiebend bedingte Vereinbarung zur Regelung der gegenseitigen Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen Telekom Slovenije und Si.mobil unterzeichnet. Am 21. Jänner 2015 wurde eine Bedingung dieser Vereinbarung erfüllt. Si.mobil hat daraufhin die Klage zurückgezogen und einen Teilbetrag in Höhe von 20.000 TEUR erhalten. Am 1. Oktober 2015 wurde die zweite Bedingung erfüllt und der Restbetrag von 10.000 TEUR überwiesen und wie auch der erste Teilbetrag in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Segment Weitere Märkte erfasst.

(6) Sonstiger betrieblicher Aufwand

in TEUR 2015 2014
Zusammenschaltung 292.486 314.890
Instandhaltung 161.547 165.936
Bezogene Dienstleistungen 170.474 169.983
Lizenzkosten 62.414 51.107
Werbung und Marketing 125.517 144.725
Sonstige Werkleistungen 134.665 149.405
Miete und Leasing 169.743 166.287
Provisionen 74.397 72.731
Forderungsabschreibungen 40.740 48.645
Sonstige Beratung 5.281 10.468
Rechtsberatung 3.478 5.548
Reisespesen 13.675 15.761
Sonstige Steuern 14.160 13.357
Energie 68.289 64.254
Transport 27.540 26.916
Schulungen 5.156 7.789
Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten 3.051 1.041
Sonstige 35.835 48.307
Sonstiger betrieblicher Aufwand 1.408.447 1.477.149

Wertminderungen und Wertaufholungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und von sonstigen Forderungen, die der Kategorie Darlehen und Forderungen zugeordnet sind, werden in den Forderungsabschreibungen erfasst.

Verluste und Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten werden miteinander saldiert. Ein sich ergebender Gewinn wird als sonstiger betrieblicher Ertrag, ein Verlust als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen.

In der Hauptversammlung am 27. Mai 2015 wurde die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H ("EY") als Konzernabschlussprüfer der Telekom Austria AG bestellt. Im Vorjahr war die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, Wien ("Deloitte") als Konzernabschlussprüfer bestellt. Die Honorare für den Konzernabschlussprüfer betragen:

in TEUR 2015 2014
Jahresabschlussprüfungen 850 698
Andere Bestätigungsleistungen 0 1.965
Sonstige Leistungen 19 0
Aufwendungen EY/Deloitte 869 2.663

Im Geschäftsjahr 2014 betreffen die anderen Bestätigungsleistungen von Deloitte im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung (siehe Anhangangabe (29)).

(7) Finanzergebnis

in TEUR 2015 2014
Zinserträge aus Darlehen und Forderungen 12.747 12.371
Zinserträge aus Bankeinlagen 9.459 1.980
Zinserträge aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 244 210
Zinsertrag 22.449 14.562

Der Anstieg der Zinserträge aus Bankeinlagen resultiert überwiegend aus der Veranlagung der Barmittel aus der Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2014 sowie höherer Veranlagungen durch die weißrussische Tochtergesellschaft im Jahr 2015.

in TEUR 2015 2014
Zinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten 157.622 163.410
Zinsaufwand aus Restrukturierungsrückstellung 11.136 19.081
Zinsaufwand aus Personalrückstellungen 4.072 5.845
Zinsaufwand aus Verpflichtungen aus der Stilllegung von Vermögenswerten 5.160 6.209
Zinsaufwendungen 177.990 194.545

Die Restrukturierungsrückstellung beinhaltet Rückstellungen für belastende Verträge gem. IAS 37 sowie Rückstellungen für Sozialpläne gem. IAS 19.

Die Reduktion des Zinsaufwands aus Restrukturierungsrückstellung und Personalrückstellungen resultiert im Wesentlichen aus einer Zinssatzsenkung im Vorjahr (siehe Anhangangabe (22) und (27)).

Wechselkursdifferenzen

in TEUR 2015 2014
Wechselkursgewinne 17.087 8.424
Wechselkursverluste –19.344 –9.503
Gewinn aus der Nettoposition der monetären Posten 0 –841
Wechselkursdifferenzen –2.257 –1.921

Der Anstieg der Wechselkursgewinne und -verluste resultiert überwiegend aus Wechselkursschwankungen des weißrussischen Rubels gegenüber dem Euro und dem US-Dollar.

Sonstiges Finanzergebnis

in TEUR 2015 2014
Erhaltene Dividenden 144 53
Gewinn aus dem Verkauf von zu Anschaffungskosten bewerteten Finanzinvestitionen 15 67
Gewinn aus dem Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
aus dem Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI) transferiert 29 42
Verlust aus dem Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
aus dem Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI) transferiert –24 –56
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 164 105

Die zuerst im Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI) und dann ergebniswirksam erfassten Beträge sind in der Gesamtergebnisrechnung ersichtlich.

(8) Kurzfristige Finanzinvestitionen

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Kurzfristige Wertpapiere – zur Veräußerung verfügbar 2.367 1.050
Sonstige Finanzanlagen 0 13.383
Kurzfristige Finanzinvestitionen 2.367 14.433

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden als kurzfristig eingestuft, wenn die Telekom Austria Group beabsichtigt, diese innerhalb von zwölf Monaten zu verkaufen.

Zum 31. Dezember 2014 betreffen die sonstigen Finanzanlagen Festgeldveranlagungen in Weißrussland.

(9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 624.635 600.068
Wertberichtigungen –200.588 –172.963
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 825.223 773.032
in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014

Zum 31. Dezember 2015 sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 358 TEUR langfristig, während zum 31. Dezember 2014 alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Fälligkeit von weniger als zwölf Monaten haben und als nicht verzinslich einzustufen sind.

Bei der Abgrenzung der Umsatzerlöse kam erstmals im 2. Quartal 2014 eine neu implementierte Billing-System-Schnittstelle zum Einsatz, die eine weitgehend automatisierte Ermittlung der Abgrenzung der nicht verrechneten Umsatzerlöse ermöglichte. Mit dem Einsatz einer separaten Revenue-Assurance-Software erfolgt zusätzlich eine automatisierte Kontrolle dieser Abgrenzungen. Durch diese Systemweiterentwicklungen konnte die Schätzungskomponente reduziert und die Qualität der Daten verbessert werden. Die neue Schnittstelle greift direkt auf die Verrechnungsdaten zu, und die Daten müssen nicht mehr aus verschiedenen Systemen abgezogen und über mehrere maschinelle und manuelle Schnittstellen zusammengefasst werden. Diese Änderung in der Schätzungsmethode führte 2014 zu einer Reduktion der Umsatzerlöse und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 47.505 TEUR im Segment Österreich. Diese Schätzungsänderung gemäß IAS 8 hat keine Auswirkung auf Folgeperioden.

Die Entwicklung der Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2015 2014
Stand zum 1. Jänner 172.963 180.929
Währungsumrechnung –783 –734
Änderungen des Konsolidierungskreises 25.491 1.060
Auflösung –5.603 –6.194
Dotierung 42.115 48.718
Verbrauch –33.364 –50.816
Umgliederung –231 0
Stand zum 31. Dezember 200.588 172.963
Davon
Einzelwertberichtigung 13.253 6.638
Gruppenwertberichtigung 187.335 166.325

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR zum 31. Dezember Brutto
2015
Wertberichtigung
2015
Brutto
2014
Wertberichtigung
2014
Noch nicht fällig 568.698 7.204 523.516 6.949
Überfällig 0–90 Tage 60.408 11.188 75.178 13.493
Überfällig 91–180 Tage 19.506 11.399 19.537 12.797
Überfällig 181–360 Tage 27.538 23.084 25.026 19.910
Länger als ein Jahr 149.072 147.713 129.775 119.815
Gesamt 825.223 200.588 773.032 172.963
in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 256.524 249.516
Wertberichtigung auf überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –193.384 –166.014
Überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto 63.140 83.501

Die Telekom Austria Group hat Forderungen im Hinblick auf verschiedene Risiken zu Gruppen zusammengefasst. Entsprechend den Risiken und aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit legt die Telekom Austria Group einen bestimmten Prozentsatz für die Wertberichtigung pro Gruppe fest, es sind daher alle überfälligen Forderungen zu einem bestimmten Prozentsatz wertberichtigt.

Bei den nicht wertberichtigten, nicht überfälligen Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um abgegrenzte Marketingaufwendungen im Zusammenhang mit Kundenbindung, Roaminggutschriften, Abgrenzungen aus Mehrkomponentenverträgen und vorausfakturierte Grundentgelte.

Die Wertminderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Geschäftskunden und privaten Kunden.

Aufgrund der großen Anzahl der Einzelforderungen ist das Kreditrisiko hinreichend diversifiziert, sodass die Forderungen nicht versichert werden. Es werden jedoch in Abhängigkeit von der Bonitätsprüfung sowohl von Retail-Kunden als auch Wholesale-Kunden Sicherheiten in Form von Bankgarantien, Patronatserklärungen und Barsicherheiten verlangt (siehe Anhangangabe (33)).

(10) Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Aktionäre América Móvil und ÖBIB sind als nahestehende Unternehmen anzusehen, da ihnen der Anteil an der Telekom Austria AG Beherrschung bzw. maßgeblichen Einfluss gewährt. Über América Móvil besitzt die Telekom Austria Group auch ein Naheverhältnis zu deren Tochterunternehmen. Über die ÖBIB besitzt die Telekom Austria Group ein Naheverhältnis zur Republik Österreich, die – ebenso wie ihre Tochterunternehmen, im Wesentlichen der ÖBB-, der ASFINAG- und der Post-Konzern sowie die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH ("RTR") – als nahestehendes Unternehmen einzustufen ist. Die Telekom Austria Group hat die Größenordnung und Art der Transaktionen mit diesen nahestehenden Unternehmen erhoben. Weder Transaktionen mit Behörden noch mit im Staatsbesitz befindlichen Rechtspersonen sind für die Telekom Austria Group im Geschäftsjahr 2015 oder 2014 wesentlich. Die bezogenen Leistungen mit den oben genannten nahestehenden Unternehmen umfassen im Wesentlichen Porto, Transportleistungen, Provisionen, Roamingleistungen und Beiträge an die RTR und betragen 2015 und 2014 7,2% und 4,7% des Material- und sonstigen betrieblichen Aufwands des Segments Österreich. Die Umsätze mit den genannten nahestehenden Unternehmen betragen 2015 und 2014 3,1% und 3,2% des Umsatzes des Segments Österreich.

Im Rahmen der Kapitalerhöhung 2014 hat América Móvil 132,2 Millionen neue Aktien und die ÖBIB 63,0 Millionen neue Aktien gezeichnet (siehe Anhangangabe (29)).

Die Telekom Austria Group ist verpflichtet, Sprachtelefoniedienste für einkommensschwache Haushalte und sonstige berechtigte Kunden zu verminderten Tarifen zu erbringen, wofür sie von der Republik Österreich auf vertraglicher Basis Ausgleichszahlungen erhält. Der Vertrag mit der Republik Österreich vom Juli 2011 legt die Rückerstattung für Kunden mit gültigem Bescheid, der vor dem 1. Juli 2011 ausgestellt wurde, mit 13,81 Euro pro Kunden und Monat fest. Die Rückerstattung für Kunden, für die der Bescheid nach dem 1. Juli 2011 ausgestellt wurde, beträgt 10,00 Euro pro Monat. Die Rückerstattungen werden über den Leistungszeitraum als Umsatz erfasst und betrugen 15.397 TEUR und 16.402 TEUR in den Jahren 2015 und 2014.

Hinsichtlich der Transaktionen betreffend den Wechsel von unkündbaren Beamten zum Bund und den damit erfassten Aufwendungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten wird auf Anhangangabe (22) verwiesen.

Die Aufwendungen und Erträge mit assoziierten Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2015 2014
Umsatzerlöse 402 244
Sonstige betriebliche Erträge 1.459 505
Aufwendungen 24.510 24.805

Die Aufwendungen betreffen 2015 und 2014 im Wesentlichen Leistungen der media.at-Gruppe im Bereich Marketing und Werbung.

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen im Wesentlichen die media.at-Gruppe und Tochterunternehmen der América Móvil, die Forderungen an nahestehenden Unternehmen betreffen im Wesentlichen Telecom Liechtenstein und den Tochterunternehmen der América Móvil (siehe Anhangangabe (15)).

Die Fremdüblichkeit der Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen wird laufend dokumentiert und überwacht.

Die Bezüge der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen sowie die Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen anderer MitarbeiterInnen sind in folgender Tabelle dargestellt. Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen setzen sich aus den Vorständen bzw. Geschäftsführern der wesentlichen operativen Gesellschaften der Telekom Austria Group und den Mitgliedern des Vorstandes der Telekom Austria AG zusammen.

in TEUR 2015 2014
Mitarbeiterentlohnung, kurzfristig 11.559 11.501
Pensionen 693 871
Mitarbeiterentlohnung, langfristig 156 218
Abfertigungen 4.831 2.245
Aktienbasierte Vergütung 752 446
Bezüge der leitenden MitarbeiterInnen 17.991 15.280
Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen anderer MitarbeiterInnen 23.022 22.038

Die Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen anderer MitarbeiterInnen setzen sich aus gesetzlichen sowie freiwilligen Abfertigungsaufwendungen, Beiträgen zu Pensionsplänen und anderen Pensionsleistungen zusammen.

(11) Vorräte

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Ersatzteile, Kabel und Zubehör 52.067 48.429
Handelswaren 78.905 91.696
Vorräte 130.972 140.124

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 betrug der Buchwert der zum Nettoveräußerungspreis angesetzten Handelswaren 37.383 TEUR bzw. 22.449 TEUR. Aus der Bewertung der Vorräte wurden 2015 und 2014 Wertminderungen in Höhe von 19.278 TEUR und 13.583 TEUR bzw. Wertaufholungen von 827 TEUR und 898 TEUR erfasst.

(12) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Gehaltsvorschüsse 17.394 16.906
Mieten 8.774 30.855
Abgegrenzte Marketingaufwendungen 41.138 39.845
Sonstige 48.292 37.813
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 115.597 125.418

Bei den abgegrenzten Marketingaufwendungen handelt es sich hauptsächlich um Stützungen für Mobiltelefone, die auf die Mindestvertragszeit abgegrenzt werden.

(13) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Grundstücke und Gebäude 0 413
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0 413

Die zum 31. Dezember 2014 zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte betreffen Grundstücke und Gebäude im Segment Österreich. 2014 wurde ein Gewinn in Höhe von 2.846 TEUR aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten im Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten erfasst (siehe Anhangangabe (6)). Die zum 31. Dezember 2014 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifizierten Immobilien wurden 2015 zum Sachanlagevermögen zurückgegliedert, da mit einer Veräußerung nicht mehr zu rechnen ist.

(14) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Forderungen aus Ratenverkäufen 84.079 70.775
Finanzierungsleasingforderungen 161 6.805
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.617 7.155
Finanzielle Vermögenswerte 90.857 84.734
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 39.811 47.430
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte, brutto 130.668 132.164
Abzüglich Wertberichtigung für finanzielle Vermögenswerte –10.351 –9.061
Abzüglich Wertberichtigung für nicht finanzielle Vermögenswerte –3.189 –2.966
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 117.129 120.137

Forderungen aus Ratenverkäufen betreffen den Verkauf von Mobiltelefonen und Tablets auf Raten und entsprechen dem Barwert des Verkaufserlöses abzüglich bereits getilgter Beträge. Zum 31. Dezember 2015 und 2014 stammen die Forderungen aus Ratenverkäufen aus allen Segmenten. Die langfristigen Ratenverkäufe im Segment Weißrussland wurden 2015 eingestellt (siehe Anhangangabe (20)).

Betreffend Erläuterungen zu Finanzierungsleasingforderungen siehe Anhangangabe (26).

Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Abgrenzungen aus Kundenbindungsprogrammen, Umsatzsteuerforderungen, Ansprüche gegen die Republik Österreich (siehe Anhangangabe (10)), Vorauszahlungen, Entschädigungsleistungen von Versicherungen und Forderungen gegenüber MitarbeiterInnen. Des Weiteren ist 2015 eine Rückforderung aus zu Unrecht vorgeschriebenen Umsatzsteuern in Höhe von TEUR 5.561 in dieser Position enthalten. 2014 ist weiters eine Forderung für eine Investitionsförderung für den Breitbandausbau, die von den Anschaffungskosten abgezogen ist (siehe Anhangangabe (19)), in Höhe von 16.187 TEUR enthalten. Davon sind zum 31. Dezember 2015 noch 1.097 TEUR offen. Die Wertberichtungen für nicht finanzielle Vermögenswerte betreffen überwiegend Schadenersatzforderungen.

Die Altersstruktur der Finanzierungsleasingforderungen, Forderungen aus Ratenverkäufen und sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

in TEUR zum 31. Dezember Brutto
2015
Wertberichtigung
2015
Brutto
2014
Wertberichtigung
2014
Noch nicht fällig 79.904 3.668 76.099 3.840
Überfällig 0–90 Tage 3.045 496 1.435 213
Überfällig 91–180 Tage 2.261 873 2.655 1.137
Überfällig 181–360 Tage 2.007 1.780 2.505 1.835
Länger als ein Jahr 3.639 3.533 2.040 2.036
Gesamt 90.857 10.351 84.734 9.061

Die Entwicklung der Wertberichtigung zu den Finanzierungsleasingforderungen, Forderungen aus Ratenverkäufen und sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2015 2014
Stand zum 1. Jänner 9.061 5.788
Währungsumrechnung –2.256 –367
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 –171
Auflösung 0 –10
Dotierung 3.570 4.189
Verbrauch –257 –367
Umgliederung 231 0
Stand zum 31. Dezember 10.351 9.061
in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Überfällige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, brutto 10.953 8.635
Wertberichtigung auf überfällige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte –6.683 –5.221
Überfällige kurzfristige finanzielle Vermögenswerten, netto 4.270 3.413

(15) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen sowie deren Zuteilung zu den Segmenten zum 31. Dezember 2015 und 2014 sind in Anhangangabe (38) ersichtlich.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertansätze für Beteiligungen an assoziierten Unternehmen:

in TEUR 2015 2014
Stand zum 1. Jänner 38.253 4.979
Erhaltene Dividenden –715 –1.724
Ergebnisanteil 240 668
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 34.330
Währungsumrechnung 2.650 0
Stand zum 31. Dezember 40.428 38.253

Die Beteiligung an der media.at ist mit dem anteiligen Konzerneigenkapital der media.at-Gruppe enthalten.

Die Änderungen des Konsolidierungskreises im Jahr 2014 betreffen die Verschmelzung der Tochtergesellschaft mobilkom liechtenstein in die Telecom Liechtenstein.

Eine Zusammenfassung der Finanzinformationen für die assoziierten Unternehmen, die sich auf die Gesamtwerte und nicht auf die Anteile, die von der Telekom Austria Group gehalten werden, beziehen, ist in den folgenden Tabellen dargestellt:

Gewinn-und-Verlust-Rechnung (in TEUR) 2015 2014
Umsatzerlöse 168.657 153.415
Betriebsergebnis 6.491 7.592
Jahresergebnis 6.282 7.264
media.at-Gruppe für deren abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1. Juli bis 30. Juni.

Telecom Liechtenstein AG für das gesamte Wirtschaftsjahr 2015 und 2014. Das Jahresergebnis entspricht dem Gesamtergebnis.

in TEUR 2015 2014
Kurzfristige Aktiva 52.741 59.215
Langfristige Aktiva 51.595 38.313
Verbindlichkeiten gesamt 39.342 41.109
Eigenkapital 64.994 56.419

media.at-Gruppe zu deren Bilanzstichtag 30. Juni. Auf eine Aufteilung der Passiva in lang- und kurzfristig wurde verzichtet, da sie im Wesentlichen kurzfristig sind.

Der Differenzbetrag zwischen dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen und deren Beteiligungsansatz sowie die Zuteilung zu den Segmenten sind in folgender Tabelle dargestellt:

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Anteiliges Eigenkapital 15.606 13.468
Firmenwerte 14.043 14.043
Kaufpreisallokation 10.779 10.742
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 40.428 38.253
Segment Österreich 3.487 3.826
Holding & Sonstige 36.941 34.427

(16) Langfristige Finanzinvestitionen

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Sonstige Finanzinvestitionen, zu Anschaffungskosten bewertet 1.701 554
Sonstige langfristige Finanzinvestitionen 1.757 600
Langfristige Wertpapiere, zur Veräußerung verfügbar 4.768 6.246
Langfristige Finanzinvestitionen 8.226 7.400

Die sonstigen zu Anschaffungskosten bewerteten Finanzinvestitionen beinhalten nicht notierte Eigenkapitalinstrumente (Beteiligungen). Im Wesentlichen handelt es sich um die Anteile an der CEESEG AG sowie 2015 auch an der CATV-047 d.o.o. Kabelska televizija. Da eine Abtretung des Anteils an der CEESEG nur zum ursprünglichen, wertgesicherten Kaufpreis zu erfolgen hätte, und aufgrund des Fehlens eines aktiven Markts wird dieser Anteil zu Anschaffungskosten bewertet. Am 22. Dezember 2015 hat Vipnet alle Anteile an der CATV-047 d.o.o. Kabelska televizija für einen Kaufpreis von 818 TEUR erworben, welche bis zum Vorliegen der Erwerbsbilanz unter den sonstigen Finanzinvestitionen ausgewiesen wird.

Die sonstigen langfristigen Finanzinvestitionen zum 31. Dezember 2014 beinhalten eine Festgeldveranlagung.

Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere ("Available for Sale") dienen teilweise der Deckung der Pensionsrückstellung. Aufgrund der Absicht der Telekom Austria Group, diese Wertpapiere nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate zu verkaufen, wurden sie als langfristig eingestuft.

(17) Firmenwerte

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Nettobuchwerte der Firmenwerte nach Segmenten:

in TEUR Österreich Bulgarien Kroatien Weitere Märkte Gesamt
Stand zum 1. Jänner 2014 708.211 583.291 94.744 136.260 1.522.506
Erwerbe 0 0 135 12.952 13.088
Wertminderung 0 –340.600 0 –5.100 –345.700
Währungsumrechnung 0 0 –406 –7 –413
Stand zum 31. Dezember 2014 708.211 242.691 94.473 144.106 1.189.481
Erwerbe 0 0 6.093 33.940 40.033
Währungsumrechnung 0 0 180 19 198
Stand zum 31. Dezember 2015 708.211 242.691 100.745 178.065 1.229.712

Hinsichtlich etwaiger Änderungen im Konsolidierungskreis (Erwerbe) wird auf Anhangangabe (2) verwiesen.

Die Anschaffungskosten der Firmenwerte betrugen:

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Segment Österreich 712.231 712.230
Segment Bulgarien 642.691 642.691
Segment Kroatien 105.637 99.352
Segment Weißrussland 516.588 729.258
Segment Weitere Märkte 211.091 177.141
Anschaffungskosten 2.188.238 2.360.673

Konzernabschluss

Die kumulierten Wertminderungen und Abschreibungen der Firmenwerte betrugen:

1.171.192
33.026 33.036
516.588 729.258
4.892 4.879
400.000 400.000
4.020 4.020
2015 2014
958.526

Bei der Durchführung des Wertminderungstests wird der Ermittlung des Nutzungswerts ein vierjähriger Detailplanungszeitraum zugrunde gelegt. Für die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes werden Peer-Group-Betafaktoren und Peer-Group-Leverage-Faktoren verwendet.

2015 waren keine Wertminderungen erforderlich. 2014 wurde eine Wertminderung des Firmenwerts der Mobiltel in Höhe von 340.600 TEUR in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter Wertminderung und Wertaufholung erfasst, da der Buchwert (inklusive Firmenwert) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Bulgarien deren jeweiligen Nutzungswert überstieg.

Die veränderten mittelfristigen makroökonomischen Erwartungen und die schwache operative Performance der Mobiltel im Jahr 2014 führten zu einer abweichenden Einschätzung der Entwicklung der bulgarischen Tochtergesellschaft Mobiltel. Die bisherige Erwartung des Managements, dass sich die Region mittelfristig erholen wird, war somit nicht länger haltbar. Die Veränderung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, "WACC") für das Segment Bulgarien und die veränderten Erwartungen der Entwicklung der bulgarischen Tochtergesellschaft Mobiltel erforderten die Durchführung einer Werthaltigkeitsprüfung im Juni 2014. Das Ergebnis zeigte eine Reduktion des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Bulgarien und führte zu einer entsprechenden Wertminderung.

Bis Juni 2014 stieg der WACC, der zur Berechnung der künftigen Nettozahlungsströme angewendet wird, um mehr als 20% im Vergleich zur letzten Werthaltigkeitsprüfung im 4. Quartal 2013. Dies resultierte aus dem Anstieg des Betafaktors (Maß für die Korrelation der Aktienperformance im Vergleich zum Gesamtmarkt) der Telekom Austria Group und einer Erhöhung des geschätzten Länderrisikoaufschlags für Bulgarien. Die Ratingagentur Standard & Poor's reduzierte aufgrund der Risiken in Bezug auf die Wachstums-, Deflations- und Budgetentwicklung am 13. Juni 2014 die Einstufung der Bonität Bulgariens von BBB auf BBB- und nochmals am 12. Dezember 2014 von BBBauf BB+.

Der WACC (vor Steuern), der zur Berechnung des Nutzungswerts für das Segment Bulgarien herangezogen wurde, sank aufgrund des Rückgangs des risikofreien Zinssatzes sowie des Inflation-Spreads von 12,6%–9,1% im Juni 2014 auf 10,9% im Dezember 2014, dem Zeitpunkt der letzten Werthaltigkeitsprüfung. Der starke Rückgang der externen Faktoren in nur sechs Monaten war der Auslöser für die Erhöhung des Nutzungswerts um rund 84.700 TEUR und zeigt die derzeitige Volatilität der WACC-Parameter.

Im Segment Weitere Märkte wurde im 4. Quartal 2014 aufgrund der Veränderung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, "WACC") für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Vip operator in der Republik Mazedonien eine Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 5.100 TEUR in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter Wertminderung und Wertaufholung erfasst.

Für Zwecke der Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung wird der Firmenwert den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die aus dem Unternehmenszusammenschluss einen Nutzen ziehen, zugeordnet.

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
A1 Telekom Austria – Segment Österreich 708.211 708.211
Mobiltel – Segment Bulgarien 242.691 242.691
Vipnet – Segment Kroatien 100.745 94.473
Si.mobil 147.632 136.260
Vip operator 30.433 7.846
Weitere Märkte gesamt 178.065 144.106
Firmenwerte gesamt 1.229.712 1.189.481

Zur Berechnung der Nutzungswerte wurden folgende Parameter verwendet:

Wachstumsraten der ewigen Rente Abzinsungssatz vor Steuern*
2015** 2014 2015 2014
Segment Österreich 0%–0,5% 0,5% 7,2% 7,5%
Segment Bulgarien 0,8% 1,5% 9,0% 10,9%
Segment Kroatien 1,0% 1,0% 9,5% 10,3%
Segment Weißrussland 12,6% 1,5% 25,6% 33,1%
Segment Weitere Märkte 0,5%–3,3% 0,5%–1,5% 8,9%–13,8% 10,5%–15,6%

* Basierend auf einem risikolosen Fremdkapitalzinssatz, adaptiert um markt-, länder- und branchenspezifische Risiken. Für alle Planperioden kommt ein einheitlicher Kapitalisierungszinssatz zur Anwendung.

**In den Wachstumsraten der ewigen Rente werden im Vergleich zum Vorjahr nicht nur die allgemeine Wachstumsrate, sondern auch das unternehmensspezifische Umsatzwachstum der Vergangenheit und der Detailplanung berücksichtigt.

In den Wachstumsraten der ewigen Rente werden die allgemeine Wachstumsrate sowie das unternehmensspezifische Umsatzwachstum der Vergangenheit und der Detailplanung berücksichtigt. Daraus resultiert 2015 ein Anstieg des Nutzungswertes des Segments Weißrussland.

Die ermittelten Nutzungswerte sind in folgender Tabelle zusammengefasst:

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Segment Österreich 3.852.749 3.978.016
Segment Bulgarien 866.059 775.860
Segment Kroatien 230.760 180.843
Segment Weißrussland 856.995 671.640
Segment Weitere Märkte 1.200.100 785.184

Die ermittelten Nutzungswerte wurden anschließend mit den Buchwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (einschließlich Firmenwerten) verglichen. Wertminderungen werden erfasst, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit über dem ermittelten Nutzungswert liegt.

Konzernabschluss

Sensitivitätsanalyse

Die Verwendung folgender Abzinsungssätze vor Steuern würde dazu führen, dass der Buchwert zum 31. Dezember 2015 und 2014 dem Nutzwert gleicht:

Abzinsungssatz vor Steuern* 2015 2014
Segment Österreich 10,4% 10,8%
Segment Bulgarien 10,0% 11,6%
Segment Kroatien 10,4% 10,4%
Segment Weißrussland 54,3% 45,2%
Segment Weitere Märkte 15,3%–33,8% 12,2%–25,1%

* Basierend auf einem risikolosen Fremdkapitalzinssatz, adaptiert um markt-, länder- und branchenspezifische Risiken.

Im Segment Österreich wurde die Sensitivitätsanalyse nur unter Berücksichtigung der A1 Telekom Austria AG durchgeführt.

Die folgende Tabelle führt in Bezug auf die wesentlichen Märkte die Veränderungen der Umsatzentwicklung, der Kostentreiber sowie der Anlagenzugänge an, die dazu führen würden, dass der Buchwert zum 31. Dezember 2015 und 2014 dem Nutzwert gleicht:

2015 Umsatz Kosten Anlagenzugänge
Segment Österreich –4,0% 5,6% 20,3%
Segment Bulgarien –1,9% 2,9% 11,5%
Segment Kroatien –1,1% 1,4% 7,9%
Segment Weißrussland –16,3% 26,7% 122,1%
2014
Segment Österreich –4,8% 6,8% 25,4%
Segment Bulgarien –1,3% 1,9% 8,3%
Segment Kroatien 0,0% 0,1% 0,4%
Segment Weißrussland –7,5% 12,8% 57,8%

Im Segment Österreich wurde die Sensitivitätsanalyse nur unter Berücksichtigung der A1 Telekom Austria AG durchgeführt.

(18) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Tabelle "Entwicklung sonstige immaterielle Vermögenswerte" dargestellt.

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 sind in der Position Software selbst erstellte Software mit einem Buchwert von 23.462 TEUR bzw. 24.575 TEUR, Anschaffungskosten von 120.372 TEUR und 136.803 TEUR sowie kumulierte Abschreibungen von 96.910 TEUR bzw. 112.228 TEUR enthalten. Die Zugänge beliefen sich 2015 und 2014 auf 1.823 TEUR bzw. 1.890 TEUR.

2015 und 2014 erfolgten Umbuchungen von Anzahlungen/Anlagen in Bau auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

2015 und 2014 wurden Zinsen in Höhe von 8.849 TEUR bzw. 8.799 TEUR als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Zur Berechnung der aktivierten Zinsen für Lizenzen wurde für die Jahre 2015 und 2014 ein Zinssatz von jeweils 3,125% angewendet, welcher aus einer direkt zurechenbaren Finanzierung resultiert. Für die aktivierten Zinsen, welche auf die selbst erstellte Software entfallen, wurde der Zinssatz, welcher auch für die qualifizierten Vermögenswerte des Sachanlagevermögens verwendet wird, zur Anwendung gebracht (siehe Anhangangabe (19)).

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 betrugen die Kaufverpflichtungen für immaterielle Vermögenswerte 21.193 TEUR und 15.163 TEUR.

2015 wurden die Nutzungsdauern einzelner Softwareprogramme aufgrund des schnellen technologischen Fortschritts im Segment Bulgarien verkürzt, was zu einer Erhöhung der Abschreibung in Höhe von 703 TEUR führte.

Lizenzen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Für die wesentlichen Lizenzvereinbarungen werden die Laufzeiten und Gesamtkosten in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

GSM-Lizenzen UMTS-Lizenzen LTE-Lizenzen
Lizenzkosten 1.281.244 304.361 628.657
Laufzeitende 2016–2034 2020–2027 2024–2033

Die Telekom Austria Group besitzt Mobilfunklizenzen, die von den Telekommunikationsbehörden in Österreich, Kroatien, Slowenien, der Republik Serbien, Bulgarien, Weißrussland und der Republik Mazedonien gewährt wurden.

Am 17. November 2015 hat Vipnet in Kroation 2 x 3 MHz und 2 x 4,8 MHz im 1.800-MHz-Spektrum für 18.513 TEUR EUR erworben. Mit dem neu erworbenen Spektrum wird das 4G-Netzwerk von Vipnet weiter gestärkt. Vipnet hält bereits 2 x 29,4 MHz im niedrigen Frequenzbereich (unter 1 GHz), 2 x 25,0 MHz im hohen Frequenzbereich (über 1 GHz) sowie 5,0 MHz TDD-Spektrum.

Am 19. November 2015 hat die serbische Tochtergesellschaft Vip mobile 2 x 5 MHz im 800-MHz-Spektrum zum Ausrufpreis von 35.509 TEUR erworben. Das neu erworbene Spektrum wird für den LTE-Rollout von Vip mobile verwendet und wird High-Speed-Datenservices in ländlichen Gegenden sowie die Datennutzung auf Smartphones fördern. Vip mobile hält bereits 2 x 4,2 MHz im niedrigen Frequenzbereich (unter 1 GHz) sowie 2 x 45,0 MHz im hohen Frequenzbereich (über 1 GHz). Diese Lizenz wird zum 31. Dezember 2015 unter den Anzahlungen/Anlagen in Bau ausgewiesen. Weiters hat Vip mobile am 19. Februar 2015 zusätzliche 2 x 5 MHz im 1.800-MHz-Frequenzspektrum um 6.920 TEUR erworben.

Am 3. April 2014 hat die bulgarische Tochtergesellschaft Mobiltel ihr bestehendes Lizenzportfolio von 2 x 11,2 MHz im 900-MHz- und 2x10 MHz im 1.800-MHz-Spektrum für 30.596 TEUR verlängert. Die bisherige Spektrumausstattung bleibt damit unverändert. Die Frequenzblöcke sind für zehn Jahre bis zum 8. Juni 2024 gültig. Die Konditionen für die Verlängerung wurden von der Communications Regulation Commission (CRC) festgesetzt.

Am 28. April 2014 hat Si.mobil 2x90 MHz FDD-Spektrum sowie 1x45 MHz TDD-Spektrum für einen Kaufpreis von 63.874 TEUR bei der kombinatorischen "Clockauktion" in Slowenien erworben, was ca. 48% des gesamten versteigerten Spektrums entspricht. Die Lizenz für das neue 800-MHz-Spektrum sowie das 2.600-MHz-Spektrum läuft von Mitte 2014 bis Mitte 2029. Die Lizenz für das 2.100-MHz-TDD-Spektrum, ebenfalls ab Mitte 2014 gültig, endet im September 2021. Die Lizenz für das 900-MHz- und das 1.800-MHz-Spektrum ist von Jänner 2016 bis Jänner 2031 gültig. Si.mobil muss innerhalb der nächsten drei Jahre eine 95%ige Bevölkerungsabdeckung mit LTE-Technologie erreichen, um sowohl regulatorische Vorgaben als auch die Zielsetzung der Europäischen Digitalen Agenda in Bezug auf die Abdeckung so genannter "weißer Flecken" auf der Landkarte zu erfüllen. Zum 31. Dezember 2015 sind bereits 96% der Bevölkerungsabdeckung mit LTE-Technologie erreicht.

Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer für die folgenden Perioden:

2016 296.046
2017 230.526
2018 185.587
2019 152.861
2020 124.823
Danach 1.013.607

Konzernabschluss

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Nettobuchwerte der Markennamen nach Segmenten:

in TEUR Österreich Bulgarien Kroatien Weißrussland Weitere Märkte Gesamt
Stand zum 1. Jänner 2014 165.514 244.312 27.714 98.389 4.286 540.215
Erwerbe 0 0 0 0 772 772
Abgänge 0 0 0 0 –1.158 –1.158
Wertminderung 0 0 0 0 0 0
Abschreibung –6.667 –608 –1.019 0 –107 –8.401
Währungsumrechnung 0 0 –111 0 20 –91
Anpassung Hochinflation 0 0 0 5.603 0 5.603
Stand zum 31. Dezember 2014 158.847 243.704 26.584 103.992 3.813 536.941
Erwerbe 0 0 517 0 8.469 8.986
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Abschreibung 0 0 –1.315 0 –906 –2.220
Währungsumrechnung 0 0 68 –30.327 9 –30.250
Anpassung Hochinflation 0 0 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2015 158.847 243.704 25.855 73.665 11.386 513.457

Betreffend die Erwerbe und Abgänge der Markennamen siehe Anhangangabe (2).

Markennamen, die als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer klassifiziert werden, werden im 4. Quartal jedes Geschäftsjahres den Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36, wie unter Anhangangabe (1) beschrieben, unterzogen. Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit auch anlassbezogen geprüft. Da Markennamen keine Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten sind, werden sie zur Berechnung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. In einem zweiten Schritt ist gemäß IAS 36.107 zu untersuchen, ob gegebenenfalls ein Wertminderungsaufwand auf Basis der gesamten zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erfassen ist.

Markennamen, welche nur mehr über einen absehbaren Zeitraum genutzt werden, werden planmäßig abgeschrieben. Dabei handelt es sich um die Marken von B.net und Amis Croatia im Segment Kroatien und um die Markennamen von Amis Slovenia, Blizoo und ONE im Segment Weitere Märkte.

Die Markennamen wurden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
A1 Telekom Austria 144.910 144.910
Cable Runner 491 491
Paybox Bank 496 496
YESSS! 12.950 12.950
Österreich gesamt 158.847 158.847
Mobiltel 243.704 243.704
Bulgarien gesamt 243.704 243.704
Vipnet 25.042 24.976
B.net 594 1.608
Amis Croatia 219 0
Kroatien gesamt 25.855 26.584
velcom 73.665 103.992
Weißrussland gesamt 73.665 103.992
Si.mobil 3.148 3.148
Amis Slovenia 1.707 665
Blizoo 211 0
ONE 6.319 0
Weitere Märkte gesamt 11.386 3.813
Markennamen gesamt 513.457 536.941
Davon mit unbestimmter Nutzungsdauer 504.407 534.668
Davon mit bestimmter Nutzungsdauer 9.051 2.273

(19) Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Tabelle "Entwicklung Sachanlagen" dargestellt. Zum 31. Dezember 2015 sind geleaste Personenkraftwagen mit einem Buchwert von 369 TEUR in den sonstigen Ausstattungen enthalten.

2015 und 2014 wurden Zinsen in Höhe von 2.132 TEUR und 1.595 TEUR als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Zur Berechnung der aktivierten Zinsen wurde für die Jahre 2015 und 2014 ein Zinssatz von 4,6% und 4,3% angewendet.

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 betrug der Buchwert der Grundstücke 56.261 TEUR und 54.750 TEUR.

2015 wurde die Nutzungsdauer einzelner Gebäude und technischer Anlagen aufgrund des schnellen technologischen Fortschritts in den Segmenten Österreich, Bulgarien und Weißrussland und 2014 in den Segmenten Österreich und Weitere Märkte verkürzt. Diese Änderungen führten 2015 und 2014 zu einem Anstieg der Abschreibungen in Höhe von 8.655 TEUR und 2.515 TEUR.

2015 und 2014 betrugen die Zuschüsse der öffentlichen Hand, die von den Anschaffungskosten abgezogen wurden, 3.913 TEUR und 20.827 TEUR.

Die Umbuchungen betreffen Anzahlungen/Anlagen in Bau zu Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bzw. Umgliederungen zu "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte".

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 betrugen die Kaufverpflichtungen für Sachanlagen 107.949 TEUR bzw. 74.303 TEUR.

Sachanlagen in Höhe von 1.750 TEUR sind verpfändet, um Steuerverpflichtungen zu besichern.

Sensitivitätsanalyse

Die geschätzten Nutzungsdauern für abschreibbare Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stellen den geschätzten Zeitraum dar, über den die Vermögenswerte voraussichtlich genutzt werden. Eine Veränderung der Nutzungsdauern um ein Jahr würde zu folgenden Veränderungen der Abschreibungen führen.

in TEUR 2015 2014
Rückgang aufgrund Verlängerung um ein Jahr 163.364 160.293
Erhöhung aufgrund Verkürzung um ein Jahr 189.021 210.524

(20) Sonstige langfristige Vermögenswerte

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Finanzierungsleasingforderungen 2.580 2.741
Forderungen aus Ratenverkäufen 32.830 33.026
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.164 2.642
Finanzielle Vermögenswerte 37.574 38.409
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 12.690 9.882
Sonstige langfristige Vermögenswerte, brutto 50.264 48.291
Abzüglich Wertberichtigung für finanzielle Vermögenswerte –1.252 –1.431
Sonstige langfristige Vermögenswerte 49.012 46.859

Betreffend Erläuterungen zu den Finanzierungsleasingforderungen und Forderungen aus Ratenverkäufen siehe Anhangangaben (26) und (14). Ratenverkäufe in Weißrussland werden nur mehr mit Laufzeiten unter 12 Monaten abgeschlossen. Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Wartungsverträge, Lizenzen und Mieten.

Die Altersstruktur und die Entwicklung der Wertberichtigung der langfristigen Finanzierungsleasingforderungen, der langfristigen Forderungen aus Ratenverkäufen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in TEUR zum 31. Dezember Brutto
2015
Wertberichtigung
2015
Brutto
2014
Wertberichtigung
2014
Noch nicht fällig 37.469 1.147 38.224 1.247
Überfällig 0–90 Tage 105 105 185 185
Gesamt 37.574 1.252 38.409 1.431
in TEUR 2015 2014
Stand zum 1. Jänner 1.431 1.258
Währungsumrechnung –51 –33
Auflösung 57 –47
Dotierung –58 649
Verbrauch –128 –397
Stand zum 31. Dezember 1.252 1.431

(21) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Kurzfristiger Teil langfristiger Verbindlichkeiten 805.236 247.326
Abgegrenzte Zinsen 93.200 93.459
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 5.087 28
Kurzfristiger Teil der Leasingverbindlichkeiten 117 0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 903.640 340.813

Für weitere Erläuterungen zum kurzfristigen Teil der langfristigen Verbindlichkeiten und der Leasingverbindlichkeiten siehe Anhangangaben (25) und (26). Der Anstieg des kurzfristigen Teils der langfristigen Verbindlichkeiten resultiert aus der Umgliederung einer im Jänner 2016

fällig werdenden Anleihe. Abgegrenzte Zinsen beinhalten Zinsen auf Anleihen und Bankkredite (siehe Anhangangabe (25)). Angaben zu weiteren Finanzierungsquellen finden sich in Anhangangabe (33).

(22) Rückstellungen

31. Dezember 2015 583.550 0 0 166.748 0 0 750.298
Davon langfristig
Stand zum 31. Dezember 2015 702.215 122.700 23.704 166.748 31.987 38.417 1.085.771
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 873 0 0 2.127 1.836 4.835
Währungsumrechnung 0 –268 0 –3.604 1 –240 –4.111
Umgliederungen* –2.711 6.889 0 0 0 0 4.178
Aufzinsung 11.136 17 0 5.160 0 0 16.314
Auflösung –106.001 –11.271 –6.855 –2.675 –3.241 –13.435 –143.479
Verbrauch –93.094 –39.475 –18.998 –1.073 –576 –35.155 –188.372
Schätzungsänderungen 13.548 0 0 –31.149 0 0 –17.600
Zugänge 88.706 38.695 21.024 11.700 13.419 35.649 209.193
Stand zum 31. Dezember 2014 790.631 127.241 28.533 188.388 20.258 49.763 1.204.815
in TEUR Restruk
turierung
Mitarbeiter
Innen
Rabatte Vermögens
werten
Rechtsfälle Sonstige Gesamt
Stilllegung von
  1. Dezember 2014 679.130 0 0 188.388 0 0 867.518 * Umgliederungen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie kurzfristiger Teil der Personalrückstellungen.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen muss der Vorstand beurteilen, ob eine Inanspruchnahme der Telekom Austria Group wahrscheinlich ist und ob die voraussichtliche Höhe der Mittelabflüsse zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellung wird in Höhe der wahrscheinlichen Inanspruchnahme angesetzt.

Die Telekom Austria Group erwartet, dass rund 60% der Rückstellungen, mit Ausnahme der Rückstellung für die Stilllegung von Vermögenswerten und für Restrukturierung, im folgenden Geschäftsjahr verbraucht werden. Auch wenn mit einer Auszahlung nicht im folgenden Geschäftsjahr gerechnet wird, erfolgt der Ausweis unter den kurzfristigen Rückstellungen, wenn der Zeitpunkt der Inanspruchnahme nicht von der Telekom Austria Group beeinflusst werden kann.

Restrukturierung

2008 wurde im Segment Österreich mit einer umfassenden Restrukturierung begonnen. Die Rückstellung für Restrukturierung umfasst Bezüge von MitarbeiterInnen, die dauerhaft aus dem Leistungsprozess ausscheiden und deren Dienstverhältnis aufgrund des Beamtenstatus nicht beendet werden kann. Bei diesen Dienstverhältnissen handelt es sich um belastende Verträge im Sinne des IAS 37, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen. Die Restrukturierung umfasst auch Sozialpläne für MitarbeiterInnen, deren Dienstverhältnis auf sozial verträgliche Weise aufgelöst wird. 2009, 2011, 2012, 2013, 2014 und 2015 traten neue Sozialpläne in Kraft, welche Vorruhestands-, Karenzierungs- sowie Sonderabfertigungsmodelle umfassen. Die Sozialpläne stellen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses dar und sind gemäß IAS 19 zu bilanzieren. Zum 31. Dezember 2015 und 2014 beträgt die betreffende Rückstellung 668.491 TEUR und 761.862 TEUR und umfasst 1.914 bzw. 1.810 MitarbeiterInnen.

Der Zugang zur Rückstellung wurde im Restrukturierungsaufwand, die Aufzinsung in den Zinsaufwendungen erfasst. Die Auflösung der Rückstellung resultiert im Wesentlichen daraus, dass MitarbeiterInnen in den Regelbetrieb zurückgekehrt bzw. zum Bund gewechselt sind oder Golden-Handshake-, Karenz- und Vorruhestandsmodelle in einem Ausmaß angenommen wurden, welches bei der Berechnung 2014 nicht abschätzbar war. Die Schätzungsänderungen resultieren aus der Anpassung des Zinssatzes, der Gehaltssteigerung, der Änderung des Pensionsdeckungsbeitrages ab dem Jahr 2017 (siehe Anhangangabe (27)) sowie der Anpassung des zur Berechnung herangezogenen Fluktuationsabschlags von 23,4% im Jahr 2014 auf 22,9% im Jahr 2015. Der Fluktuationsabschlag berücksichtigt zukünftige Personalabgänge und zeitweise Wiederbeschäftigung innerhalb der Telekom Austria Group und bezieht sich nur auf die Rückstellung für MitarbeiterInnen, die dauerhaft aus dem Leistungsprozess ausscheiden, und nicht auf die Rückstellung für Sozialpläne.

Aufgrund der Rahmenvereinbarung für einen Personaltransfer, welcher mit dem Bund 2013 abgeschlossen wurde, können sich MitarbeiterInnen, welche freiwillig zum Bund wechseln wollen, nach einer Probezeit von sechs Monaten fix versetzen lassen. Die Gehälter während der Probezeit sind von der Telekom Austria Group zu tragen. Im Falle der dauerhaften Versetzung muss die Telekom Austria Group dem Bund den Mehraufwand hinsichtlich der unterschiedlichen Einstufungen der Arbeitsplätze abgelten. Außerdem sind finanzielle Ausgleichszahlungen (wahlweise auch Einmalzahlungen) an die Beamten bis zu ihrem 62. Lebensjahr zu leisten.

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 beträgt die Rückstellung für den Wechsel im Rahmen von "Bund sucht Beamte" 33.724 TEUR und 28.769 TEUR und umfasst 205 und 242 MitarbeiterInnen. Weiters wurde eine Verbindlichkeit für den Wechsel im Rahmen von "Bund sucht Beamte" in Höhe von 4.692 TEUR und 3.833 TEUR erfasst (siehe Anhangangabe (23)).

Zur Berechnung der Rückstellungen für Restrukturierung wurden 2015 und 2014 dieselben Gehaltssteigerungen wie für die Personalrückstellungen (siehe Anhangangabe (27)) herangezogen. Die verwendeten Zinssätze sind in folgender Tabelle ersichtlich:

2015 2014
MitarbeiterInnen – dauerhaft aus dem Leistungsprozess ausgeschieden 2,0% 2,0%
Sozialpläne 1,0% 1,3%
Bund sucht Beamte 1,0% 1,3%

Der Restrukturierungsaufwand, um den das EBITDA bereinigt angepasst wurde, setzt sich 2015 aus einem Ertrag von 16.584 TEUR und 2014 aus einem Aufwand von 70.713 TEUR aus dem Restrukturierungsprogramm sowie aus einem Aufwand von 16.978 TEUR bzw. 18.852 TEUR für den Wechsel im Rahmen von "Bund sucht Beamte" zusammen.

Sensitivitätsanalyse

Eine Veränderung des angewendeten Zinssatzes bzw. der Gehaltssteigerungen um einen Prozentpunkt würde zu folgenden Veränderungen der Rückstellung führen (negative Werte bedeuten eine Reduktion der Rückstellung):

in TEUR zum 31. Dezember 2015 1 Prozentpunkt Erhöhung 1 Prozentpunkt Verringerung
Veränderung des Zinssatzes –33.778 37.178
Veränderung der Gehaltssteigerungen 31.345 –29.142
in TEUR zum 31. Dezember 2014
Veränderung des Zinssatzes –44.148 48.771
Veränderung der Gehaltssteigerungen 42.008 –38.899

MitarbeiterInnen

Die Rückstellungen für MitarbeiterInnen umfassen die Rückstellungen für noch nicht konsumierte Urlaube, Prämien sowie den kurzfristigen Teil der Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und Pensionsverpflichtungen (siehe auch Anhangangabe (27)).

Am 11. November 2014 hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) in einem Urteil festgestellt, dass die gesetzliche Regelung des Vorrückungsstichtags für österreichische Beamte (dieser bestimmt die Dauer des Dienstverhältnisses und damit den Zeitpunkt der Vorrückung in den Gehaltsstufen) dem Unionsrecht widerspricht. Die Telekom Austria Group hat daher im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 und 2014 eine Rückstellung in Höhe von 50.255 TEUR und 50.262 für die ihr zugewiesenen Beamten für die drohenden Gehaltsnachzahlungen für MitarbeiterInnen bilanziert.

Rückstellung für Rabatte

Bei der Rückstellung für Rabatte handelt es sich um Aufwendungen in Zusammenhang mit Rabatten, die bereits an Kunden gewährt wurden, jedoch zum Bilanzstichtag noch nicht ausbezahlt waren.

Rückstellung für Verpflichtungen aus der Stilllegung von Vermögenswerten

Die Telekom Austria Group bilanziert Verpflichtungen aus dem Abgang und der Stilllegung von teer- oder salzimprägnierten Holzmasten, Basisstationen, Grundstücken und Gebäuden inklusive gemieteten Geschäftsräumen.

Für die Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Abgang von in Betrieb befindlichen teer- oder salzimprägnierten Holzmasten hat die Telekom Austria Group für die Bewertung der Verpflichtungen die erwarteten Erfüllungszeitpunkte sowie die zukünftig erwarteten Zahlungsströme herangezogen.

Die Telekom Austria Group betreibt Basisstationen auf Grund und Boden, Dachflächen sowie auf anderen Bauten. Für diese Standorte wurden verschiedene Arten von Mietverträgen abgeschlossen. Bei der Schätzung der beizulegenden Zeitwerte der Verpflichtung aus der Stilllegung

ihrer Basisstationen hat die Telekom Austria Group eine Reihe von Annahmen getroffen, die den Zeitpunkt der Stilllegung oder eine frühzeitige Vertragskündigung sowie den prozentuellen Anteil der Basisstationen, die frühzeitig stillgelegt werden, die technologische Entwicklung und die Kosten des Rückbaus beinhalten.

Des Weiteren hat die Telekom Austria Group Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Entsorgung von Problemstoffen und Kampfmitteln sowie der Kontaminierung von Grundstücken bei der Stilllegung von Gebäuden bilanziert. Für Gebäude und Geschäftsräumlichkeiten, welche die Telekom Austria Group im Rahmen von Operating-Leasing-Vereinbarungen gemietet hat, werden Verpflichtungen, die Räumlichkeiten nach Ablauf der Mietverträge in den ursprünglichen Zustand zu versetzen, bilanziert.

2014 erfolgte für die Verpflichtung im Zusammenhang mit der Kontaminierung von Grundstücken bei der Stilllegung von Gebäuden eine Anpassung der Rückstellung aufgrund eines externen Gutachtens.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Inflationsraten, die zur Berechnung der Rückstellung für Verpflichtungen aus der Stilllegung von Vermögenswerten herangezogen wurden, an die allgemeine Entwicklung in den einzelnen Ländern angepasst. Der zur Berechnung herangezogene Zinssatz reflektiert den risikolosen Zinssatz österreichischer Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 25 Jahren bzw. der für Weißrussland vergleichbare geltende Zinssatz, welcher 2015 entsprechend angepasst wurde. Die Änderung der angeführten Parameter sowie die Anpassungen der geschätzten Kosten führten zu einer Reduktion der Rückstellung in Höhe von 31.149 TEUR. 30.168 TEUR wurden ergebnisneutral durch Reduktion der entsprechenden Sachanlagen erfasst, 981 TEUR wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, da die zugrundeliegenden Vermögenswerte bereits voll abgeschrieben sind.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die zur Berechnung herangezogenen Parameter:

Österreich Sonstige Länder Weißrussland
2015
Abzinsungsfaktor 2,0% 2,0% 17,1%
Inflationsrate 1,0% 1,0% 11,5%
2014
Abzinsungsfaktor 2,0% 2,0% 21,0%
Inflationsrate 2,0% 2,0% 15,0%

Sensitivitätsanalyse

Eine Veränderung des angewendeten Zinssatzes bzw. der angewendeten Inflation um einen Prozentpunkt würde zu folgenden Veränderungen der Rückstellung führen (negative Werte bedeuten eine Reduktion der Rückstellung):

in TEUR zum 31. Dezember 2015 1 Prozentpunkt Erhöhung 1 Prozentpunkt Reduktion
Veränderung des Zinssatzes –16.176 18.822
Veränderung der Inflation 19.251 –17.211
in TEUR zum 31. Dezember 2014
Veränderung des Zinssatzes –16.045 25.408
Veränderung der Inflation 25.773 –17.269

Rechtsfälle

Rückstellungen für Rechtsfälle betreffen hauptsächlich Aufwendungen für Rechtsberatung und -streitigkeiten.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen betreffen hauptsächlich Aufwendungen für Prüfungs- und Beratungshonorare, Provisionen, Steuern (exklusive Ertragsteuern), Energie und Pönalen. Die zum 31. Dezember 2014 enthaltene Rückstellung für Pensionsbeiträge wurde aufgrund einer Gesetzesänderung im Dezember 2015 in Höhe von 5.475 TEUR in die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (siehe Anhangangabe (23)) und in Höhe von 9.461 TEUR in die langfristigen sonstigen nicht finanziellen Verbindlichen (siehe Anhangangabe (28)) umgebucht. Der Restbetrag in Höhe von 2.673 TEUR wurde aufgelöst.

(23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 haben 887 TEUR und 278 TEUR der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen eine Fälligkeit von mehr als zwölf Monaten. Bei diesen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Haftrücklässe.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Finanzbehörden 62.787 63.413
Sozialversicherung 10.110 9.571
MitarbeiterInnen 17.270 17.985
Long Term Incentive Programme 1.237 508
Wechsel im Rahmen von "Bund sucht Beamte" 4.692 3.833
Kundenvorauszahlungen 6.595 7.897
Öffentliche Hand 136 144
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 9.167 4.158
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 111.994 107.509
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 126.310 25.194
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 238.305 132.703

Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden bestehen im Wesentlichen aus geschuldeter Umsatzsteuer und Lohnsteuer.

Die Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung betreffen die gesetzlichen Beiträge zur Sozialversicherung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber MitarbeiterInnen betreffen hauptsächlich Gehälter (inklusive Überstunden und Reisekosten) sowie Verbindlichkeiten für einmalige Abfertigungszahlungen.

Die Verbindlichkeiten aus dem Wechsel im Rahmen von "Bund sucht Beamte" betreffen den Ausgleich von Gehaltseinbußen, die pauschale Abgeltung eines allfälligen Pensionsnachteils sowie eine Zusatzzahlung, die den Beamten von der Telekom Austria Group als Einmalzahlung geleistet wird (siehe Anhangangabe (22)).

Betreffend das Long Term Incentive Programme siehe Anhangangabe (31).

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus dem Pensionsbeitrag (siehe Anhangangabe (22)).

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen 2015 und 2014 im Wesentlichen erhaltene Barsicherheiten und Kundenguthaben. Zum 31. Dezember 2015 sind auch noch Kaufpreisverpflichtungen aus den Unternehmenserwerben der acht mazedonischen Festnetzanbieter sowie von ONE in Höhe von 100.149 TEUR enthalten (siehe Anhangangabe (2)).

(24) Kurzfristige passive Rechnungsabgrenzungen

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Erlösabgrenzungen 130.045 126.997
Kundenbindungsprogramme 31.473 36.880
Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten 161.518 163.877

Erlösabgrenzungen betreffen hauptsächlich vorausbezahlte Freischaltungsentgelte, monatliche Grundentgelte sowie Entgelte für Mietleitungen, im Voraus bezahlte Mobilfunkentgelte und Mieteinnahmen für Funkanlagen. Diese Entgelte werden über jenen Zeitraum vereinnahmt, über den die Leistung erbracht wird.

Gemäß IFRIC 13 – Kundenbindungsprogramme ist der auf die Prämie entfallende Umsatz in den passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten, bis der Kunde sein Prämienanrecht einlöst bzw. dieses Anrecht verfällt.

(25) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Laufzeiten und Bedingungen der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und deren kurzfristiger Anteil sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Währung Fälligkeit Nomineller Zinssatz Nennwert Buchwert Nomineller Zinssatz Nennwert Buchwert
Anleihen
TEUR 2017 fix 4,250% 500.000 499.312 fix 4,250% 500.000 498.671
TEUR 2016 fix 6,375% 750.000 749.910 fix 6,375% 750.000 748.772
TEUR 2022 fix 4,000% 750.000 742.764 fix 4,000% 750.000 741.610
TEUR 2023 fix 3,500% 300.000 298.093 fix 3,500% 300.000 297.839
TEUR 2021 fix 3,125% 750.000 743.828 fix 3,125% 750.000 742.787
Summe Anleihen 3.050.000 3.033.907 3.050.000 3.029.679
Bankkredite
TEUR 2016–2019 fix 4,88% 21.305 21.305 fix 4,88% 26.632 26.632
TEUR 2017–2019 fix 4,12% 84.000 84.000 fix 4,32% 126.000 126.000
TEUR 2015 0 0 fix 3,51% 200.000 200.000
TEUR 2016 fix 5,41% 50.000 50.000 fix 5,41% 50.000 50.000
TEUR 2018 fix 3,22% 200.000 200.000 fix 3,44% 200.000 200.000
Summe Bankkredite 355.305 355.305 602.632 602.632
Leasingverbindlichkeiten (Anhangangabe (26)) 263 263 0 0
Finanzverbindlichkeiten 3.405.568 3.389.475 3.652.632 3.632.311
Kurzfristiger Anteil –805.353 –805.353 –247.326 –247.326
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.600.215 2.584.122 3.405.305 3.384.984

Anleihen

2003 hat die Telekom Austria Group ein Euro Medium Term Note ("EMTN") Programme aufgelegt. Im Jänner 2005 wurde eine Anleihe über 500.000 TEUR mit einer Laufzeit von zwölf Jahren und einem fixen Zinskupon von 4,25% begeben. Das Disagio in Höhe von 7.693 TEUR wird entsprechend der Vertragslaufzeit aufgelöst. Zum 31. Dezember 2008 ist das EMTN-Programm ausgelaufen und wurde nicht mehr verlängert.

Am 29. Jänner 2009 hat die Telekom Austria Group eine siebenjährige endfällige Anleihe im Eurobondmarkt mit einem Volumen von 750.000 TEUR und einem fixen Zinskupon von 6,375% begeben. Das Disagio und die Ausgabekosten in Höhe von 7.965 TEUR werden entsprechend der Vertragslaufzeit aufgelöst.

Im März 2012 hat die Telekom Austria Group ein Euro Medium Term Note ("EMTN") Programme mit einem maximalen Volumen von 2.500.000 TEUR aufgelegt. Am 2. April 2012 hat die Telekom Austria Group eine Anleihe unter diesem Programm mit einem Volumen von 750.000 TEUR, einer Laufzeit von zehn Jahren und einem fixen Zinskupon von 4,0% begeben. Das Disagio und die Ausgabekosten in Höhe von 11.575 TEUR werden entsprechend der Laufzeit aufgelöst.

Am 4. Juli 2013 hat die Telekom Austria Group eine Anleihe unter dem EMTN-Programm mit einem Volumen von 300.000 TEUR, einer Laufzeit von zehn Jahren und einem fixen Zinskupon von 3,5% begeben. Das Disagio und die Ausgabekosten in Höhe von 2.574 TEUR werden entsprechend der Vertragslaufzeit aufgelöst.

Am 3. Dezember 2013 hat die Telekom Austria Group eine Anleihe unter dem EMTN-Programm mit einem Volumen von 750.000 TEUR, einer Laufzeit von acht Jahren und einem fixen Zinskupon von 3,125% begeben. Das Disagio und die Ausgabekosten in Höhe von 8.336 TEUR werden entsprechend der Vertragslaufzeit aufgelöst.

Bankkredite

Am 27. Juni 2014 wurde der Syndikatsvertrag zwischen ÖBIB, América Móvil und Carso Telecom wirksam (siehe Anhangangabe (29)). Für die zum 31. Dezember 2014 noch offenen Kredite wurde mit den Kreditgebern vereinbart, dass keine vorzeitige Rückzahlung aufgrund der "Change of Control"-Klausel verlangt wird.

2014 wurden 119.777 TEUR an Bankkrediten vorzeitig getilgt. 2015 erfolgte keine vorzeitige Tilgung von Bankkrediten.

(26) Leasingverhältnisse

Leasingnehmer

Die Telekom Austria Group least Anlagen für ihren Geschäftsbetrieb, die als Operating Leasing eingestuft werden. Die Operating-Leasing-Verträge haben unterschiedliche Laufzeiten bis 2028 und umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Immobilien und Kraftfahrzeugen.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus den unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen zum 31. Dezember 2015 betragen:

Sonstiges
in TEUR Finanzierungsleasing Operating Leasing
2016 117 60.154
2017 83 29.548
2018 52 17.879
2019 16 11.693
2020 0 7.976
Nach 2020 0 18.874
Summe der Mindestleasingzahlungen 268 146.125
Abzüglich Zinsenanteil –5 0
Barwert der Leasingzahlungen 263 0
Abzüglich kurzfristiger Anteil –117 0
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 146 0

Leasinggeber

Die Telekom Austria Group erhält Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen, die hauptsächlich aus Nutzungsrechten (Indefeasible Right of Use), welche in den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen sind, und Nebenstellenanlagen ("PABX") sowie Set-Top-Boxen, welche in den Sachanlagen unter Kommunikationsnetze und sonstige Ausstattungen ausgewiesen sind, betreffen.

Diese Zahlungen werden von der Telekom Austria Group linear über die Laufzeit der Verträge realisiert. Zum 31. Dezember 2015 und 2014 betrugen die Anschaffungskosten dieser Anlagen 36.969 TEUR bzw. 40.230 TEUR und die Buchwerte 12.063 TEUR bzw. 13.176 TEUR. Zum 31. Dezember 2015 betragen die künftigen Mindestleasingzahlungen:

in TEUR Operating Leasing
2016 8.871
2017 6.245
2018 2.048
2019 1.312
2020 981
Nach 2020 5.430
Summe der Mindestleasingzahlungen 24.887

Die Telekom Austria Group vermietet unveräußerliche Nutzungsrechte an Glasfaserleitungen (Indefeasible Right of Use of Dark Fibre) für die Laufzeit bis 2033 im Rahmen von Finanzierungsleasing. Seit 1. Jänner 2014 erfolgt der Verkauf von Mobiltelefonen auch in Form von Ratenverkäufen (siehe Anhangangaben (14) und (20)). Die künftigen Mindestleasingzahlungen für diese Transaktionen zum 31. Dezember 2015 betragen:

in TEUR Finanzierungsleasing
2016 397
2017 311
2018 302
2019 292
2020 282
Nach 2020 2.639
Summe der Mindestleasingzahlungen 4.223
Abzüglich Zinsenanteil –1.482
Barwert der Finanzierungsleasingforderungen 2.741
Abzüglich kurzfristiger Anteil –161
Langfristige Finanzierungsleasingforderungen 2.580

Die Wertberichtigungen zu Finanzierungsleasingforderungen (siehe Anhangangaben (14) und (20)) betragen:

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Wertberichtigung – kurzfristige Finanzierungsleasingforderungen 0 323
Stand zum 31. Dezember 0 323

(27) Personalrückstellungen

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Jubiläumsgelder 70.408 71.893
Abfertigungen 119.316 121.588
Pensionen 6.825 6.812
Sonstige 0 622
Langfristige Personalrückstellungen 196.550 200.916

Versicherungsmathematische Annahmen

Die folgende Tabelle zeigt die bei der Bewertung von Verpflichtungen aus Jubiläumsgeldzuwendungen, Abfertigungen und Pensionen verwendeten wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen:

2015 2014
Abzinsungsfaktor Jubiläumsgelder 1,25% 2,00%
Abzinsungsfaktor Abfertigungen 2,25% 2,00%
Abzinsungsfaktor Pensionen 1,25% 2,00%
Gehaltssteigerungen – Beamte 4,90% 5,50%
Gehaltssteigerungen – Angestellte 3,00% 3,10%
Gehaltssteigerungen – dienstfrei gestellte Beamte 4,50% 4,50%
Pensionssteigerungen 1,60% 1,60%
Fluktuationsrate* 0,0%–2,06% 0,0%–2,01%

* Gestaffelt nach vollendeten Dienstjahren.

Die Festlegung des Abzinsungsfaktors erfolgt wie im Vorjahr auf Basis des Mercer Yield Curve Approach unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Fristigkeit.

Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in Österreich die "AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" herangezogen. Für die Ermittlung der Verpflichtungen im Ausland wurden aufgrund des geringen Anteils dieselben Rechnungsgrundlagen herangezogen.

Jubiläumsgelder

Beamte und bestimmte Angestellte (im Folgenden "MitarbeiterInnen") haben einen Anspruch auf Jubiläumsgelder. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen erhalten die Berechtigten nach 25 Dienstjahren zwei Monatsgehälter und nach 40 Dienstjahren vier Monatsgehälter. MitarbeiterInnen, die zum Zeitpunkt des Pensionsantritts mindestens 35 Dienstjahre aufweisen und in den Ruhestand übertreten (65. Lebensjahr) oder aufgrund einer ganz bestimmten gesetzlichen Regelung in den Ruhestand versetzt werden, gebührt ebenfalls die Jubiläumszuwendung in Höhe von vier Monatsbezügen. Die Rückstellung wird über die Dienstzeit unter Anwendung eines Fluktuationsabschlags für MitarbeiterInnen, die vorzeitig aus dem Dienstverhältnis ausscheiden, gebildet. Für die Telekom Austria Group liegt das Risiko im Wesentlichen in der Entwicklung der Gehaltssteigerungen und der Inflation.

Die folgende Tabelle zeigt die Bestandteile und die Entwicklung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder:

in TEUR 2015 2014
Stand zum 1. Jänner 77.491 70.652
Dienstzeitaufwand 2.162 2.328
Zinsaufwand 1.501 2.379
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen –1.496 635
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Veränderungen demografischer Annahmen 0 –5
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Veränderungen finanzieller Annahmen 1.621 7.444
In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst 3.789 12.780
Änderungen des Konsolidierungskreises 83 0
Zahlungen –5.188 –5.940
Währungsumrechnung 2 –1
Sonstige –5.104 –5.941
Rückstellung zum 31. Dezember 76.176 77.491
Abzüglich kurzfristige Rückstellung –5.768 –5.598
Langfristige Rückstellung 70.408 71.893

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 betrifft weniger als 1% der langfristigen Jubiläumsgeldrückstellung die ausländischen Tochtergesellschaften.

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 beträgt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Jubiläumsgeldrückstellung 7,0 und 7,3 Jahre.

Abfertigungen

MitarbeiterInnen, deren Dienstverhältnis in Österreich am oder nach dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, unterliegen einem beitragsorientierten Versorgungsplan. In diesem Zusammenhang hat die Telekom Austria Group in den Jahren 2015 und 2014 1.976 TEUR bzw. 1.917 TEUR (1,53% des Gehalts bzw. Lohns) in den beitragsorientierten Versorgungsplan (BAWAG Allianz Mitarbeitervorsorgekasse AG) eingezahlt.

Verpflichtungen aus Abfertigungen für MitarbeiterInnen in Österreich, deren Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, werden durch leistungsorientierte Pläne abgedeckt. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses durch die Telekom Austria Group oder bei Pensionsantritt erhalten berechtigte MitarbeiterInnen eine Abfertigung, die – abhängig von ihrer Dienstzeit – ein Mehrfaches ihres monatlichen Grundgehalts zuzüglich variabler Komponenten wie Überstunden oder Prämien, maximal aber zwölf Monatsgehälter beträgt. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses werden maximal drei Monatsgehälter sofort, darüber hinausgehende Beträge über einen Zeitraum von höchstens zehn Monaten verteilt ausgezahlt. Im Falle des Todes haben die Erben der berechtigten MitarbeiterInnen Anspruch auf 50% der Abfertigung. Für die Telekom Austria Group liegt das Risiko im Wesentlichen in der Entwicklung der Gehaltssteigerungen und der Inflation.

Die folgende Tabelle zeigt die Bestandteile und die Entwicklung der Abfertigungsrückstellungen:

in TEUR 2015 2014
Stand zum 1. Jänner 123.091 94.170
Dienstzeitaufwand 5.736 4.864
Zinsaufwand 2.438 3.240
In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst 8.174 8.104
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen –295 129
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Veränderungen demografischer Annahmen –387 –1.807
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Veränderungen finanzieller Annahmen –6.868 26.688
Im Sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst –7.550 25.011
Zahlungen –4.122 –4.175
Änderungen des Konsolidierungskreises 295 0
Währungsumrechnung –2 –18
Sonstige –3.829 –4.193
Rückstellung zum 31. Dezember 119.886 123.091
Abzüglich kurzfristige Rückstellung –570 –1.503
Langfristige Rückstellung 119.316 121.588

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 betreffen rund 3% der langfristigen Abfertigungsrückstellungen ausländische Tochtergesellschaften.

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 betrug die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsrückstellungen jeweils 16,7 Jahre.

Pensionen

Beitragsorientierte Versorgungssysteme

In Österreich werden Pensionsleistungen für Angestellte grundsätzlich durch die Sozialversicherungsträger und für Beamte durch den Staat erbracht. Die Telekom Austria Group ist verpflichtet, Beiträge für Pensionen und Gesundheitsvorsorge für aktive und in Vorruhestand befindliche Beamte sowie für deren Hinterbliebene zu leisten. Für aktive Beamte betrugen diese Beiträge 2015 und 2014 maximal 28,3%, abhängig vom Alter der Beamten. 15,75% werden von der Telekom Austria Group, der Rest wird von den Beamten getragen. Nach Abzug der Arbeitnehmerbeiträge betrugen die Beiträge der Telekom Austria Group an den Staat 38.481 TEUR und 42.281 TEUR für die Jahre 2015 und 2014. Ab dem 1. Jänner 2017 reduziert sich der Beitrag auf maximal 25,1%, abhängig vom Alter der Beamten. 12,55% werden von der Telekom Austria Group, der Rest wird von den Beamten getragen.

Zusätzlich bietet die Telekom Austria Group den Angestellten einiger österreichischer Tochtergesellschaften einen beitragsorientierten Versorgungsplan an. Die Beiträge der Telekom Austria Group berechnen sich als Prozentsatz des Entgelts und dürfen 5% nicht übersteigen. Die Aufwendungen dieses Plans beliefen sich in den Jahren 2015 und 2014 auf 13.508 TEUR und 13.283 TEUR.

Leistungsorientiertes Versorgungssystem

Für bestimmte ehemalige MitarbeiterInnen in Österreich leistet die Telekom Austria Group Zahlungen nach einem leistungsorientierten Pensionsplan. Alle begünstigten MitarbeiterInnen sind bereits in Pension und waren schon vor dem 1. Jänner 1975 angestellt. Der Plan, der über keine Kapitaldeckung verfügt, sieht Pensionen vor, die einen von den Beschäftigungsjahren abhängigen Prozentsatz des Gehalts betragen. Die Pensionen belaufen sich auf höchstens 80% des Gehalts vor der Pensionierung, einschließlich der staatlichen Altersversorgung. Für die Telekom Austria Group liegt das Risiko im Wesentlichen in der Entwicklung der Lebenserwartung und Inflation, da es sich bei den Leistungen aus Pensionen um lebenslange Rentenleistungen handelt.

Die folgende Tabelle zeigt die Bestandteile und die Entwicklung der Pensionsrückstellungen:

in TEUR 2015 2014
Stand zum 1. Jänner 7.494 6.836
Zinsaufwand 143 227
In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst 143 227
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen 16 205
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Veränderungen finanzieller Annahmen 490 909
Im Sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst 506 1.114
Zahlungen –660 –683
Rückstellung zum 31. Dezember 7.483 7.494
Abzüglich kurzfristige Rückstellung –658 –681
Langfristige Rückstellung 6.825 6.812

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 betrug die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsrückstellungen 9,8 und 9,6 Jahre.

Sonstige

Die sonstigen Personalrückstellungen betrafen zum 31. Dezember 2014 im Wesentlichen ein Bonusprogramm für MitarbeiterInnen in Schlüsselpositionen in Bulgarien.

Sensitivitätsanalyse

In folgender Tabelle sind die erfassten kurz- und langfristigen Rückstellungen zusammengefasst:

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Jubiläumsgelder 76.176 77.491
Abfertigungen 119.886 123.091
Pensionen 7.483 7.494

Eine Veränderung des verwendeten Abzinsungsfaktors um einen halben Prozentpunkt würde zu folgenden Veränderungen der Rückstellungen führen (negative Werte bedeuten eine Reduktion der Rückstellung):

in TEUR zum 31. Dezember 2015
0,5 Prozentpunkte Verringerung
0,5 Prozentpunkte Erhöhung
Jubiläumsgelder 2.677 –2.543
Abfertigungen 10.053 –9.115
Pensionen 364 –334
in TEUR zum 31. Dezember 2014
Jubiläumsgelder 2.878 –2.727
Abfertigungen 10.888 –9.817
Pensionen 357 –328

Eine Veränderung der verwendeten Gehaltssteigerungen um einen Prozentpunkt würde zu folgenden Veränderungen der Rückstellungen führen (negative Werte bedeuten eine Reduktion der Rückstellung):

in TEUR zum 31. Dezember 2015 1 Prozentpunkt Verringerung 1 Prozentpunkt Erhöhung
Jubiläumsgelder –4.832 5.236
Abfertigungen –17.399 20.761
Pensionen –645 750
in TEUR zum 31. Dezember 2014
Jubiläumsgelder –5.174 5.635
Abfertigungen –18.647 22.448
Pensionen –638 742

Eine Veränderung der verwendeten Fluktuationsrate um einen halben Prozentpunkt würde zu folgenden Veränderungen der Rückstellungen führen (negative Werte bedeuten eine Reduktion der Rückstellung):

in TEUR zum 31. Dezember 2015
0,5 Prozentpunkte Verringerung
0,5 Prozentpunkte Erhöhung
Jubiläumsgelder 60 –2.638
Abfertigungen 2.863 –5.122
in TEUR zum 31. Dezember 2014
Jubiläumsgelder 74 –2.846
Abfertigungen 3.547 –5.704

Für die Pensionsrückstellung wird keine Fluktuation berücksichtigt, da alle begünstigten MitarbeiterInnen bereits in Pension sind.

(28) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 839 969
Long Term Incentive Programme 1.166 1.317
Sonstige Verbindlichkeiten 9.461 0
Sonstige passive Rechnungsabgrenzungen 11.338 14.309
Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 21.965 15.626
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten 22.804 16.595

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 beinhalten die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Wesentlichen erhaltene Barsicherheiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus dem Pensionsbeitrag (siehe Anhangangabe (22)).

Betreffend das Long Term Incentive Programme siehe Anhangangabe (31). Die sonstigen passiven Rechnungsabgrenzungen betreffen im Wesentlichen abgegrenzte Mieterlöse.

(29) Eigenkapital

Kapitalmanagement

Die Kapitalstruktur der Telekom Austria Group besteht aus Fremdkapital sowie dem den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbaren Eigenkapital, welches sich, wie in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals ersichtlich, aus Grundkapital, eigenen Aktien, Kapitalrücklagen, Hybridkapital, Bilanzgewinn und Gewinnrücklagen, Rücklagen für zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere, der Hedging-Rücklage sowie Währungsumrechnungsdifferenzen zusammensetzt.

Die Telekom Austria Group betreibt ihr Kapitalmanagement mit dem Ziel, dass alle Tochtergesellschaften bei größtmöglicher Rendite für die Anteilseigner durch Optimierung der Fremd- und Eigenkapitalstruktur der Gesellschaften fortgeführt werden können ("Going Concern").

Auf Konzernebene hat die Absicherung des bestehenden Ratings von Baa2 von Moody's und BBB von Standard & Poor's absolute Priorität. Dies sichert die notwendige finanzielle Flexibilität für strategisch wichtige Projekte. Mit einer transparenten Dividendenpolitik wird ein Gleichgewicht zwischen Aktionärsvergütung und Nutzung der Liquidität zur Rückführung von Verbindlichkeiten sichergestellt.

Die Telekom Austria Group hat das Ziel, die solide Kapitalbasis zu sichern, um das Vertrauen der Investoren, der Gläubiger und des Markts aufrechtzuerhalten und die zukünftige Entwicklung der Telekom Austria Group nachhaltig zu unterstützen.

Grundkapital

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 beträgt das Grundkapital der Telekom Austria AG 1.449.275 TEUR und ist in 664,5 Mio. Stück auf Inhaber lautende Aktien geteilt. Die Aktien haben keinen Nennwert. Zum 31. Dezember 2015 und zum 31.Dezember 2014 werden 59,70% direkt und indirekt von América Móvil gehalten, die ÖBIB (vormals ÖIAG) hält 28,42% der Aktien, der Anteil im Streubesitz inklusive eigener Aktien beträgt 11,88%.

Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Telekom Austria AG vom 14. August 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 169 AktG innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um einen Nennbetrag von höchstens 483.092 TEUR durch Ausgabe von bis zu 221,5 Mio. auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen mit einem Nettoemissionserlös (Gesamtemissionserlös abzüglich aller aus der Emission resultierenden und von der Gesellschaft zu tragenden externen Kosten) von höchstens 1.000.000 TEUR zu erhöhen. Am 27. November 2014 wurde die Kapitalerhöhung im vollen Ausmaß von 221,5 Mio. Aktien zu einem Preis von 4,57 Euro abgeschlossen, was zu einem Bruttoemissionserlös von 1.012.778 TEUR führt. Die Erhöhung des Grundkapitals beträgt 483.092 TEUR, jene der Kapitalrücklagen 529.686 TEUR. Die Transaktionskosten, die als Abzug in den Kapitalrücklagen bilanziert wurden, betragen 16.208 TEUR, der darauf entfallende Steuerertrag, der ebenfalls in den Kapitalrücklagen erfasst ist, beträgt 4.052 TEUR.

Am 23. April 2014 hat die ÖBIB mit Carso Telecom B.V., Niederlande ("Carso Telecom") und América Móvil einen Syndikatsvertrag abgeschlossen, der seit 27. Juni 2014 wirksam ist. In dem Syndikatsvertrag haben die Parteien vereinbart, im Hinblick auf das Management der Telekom Austria Group langfristig ihre Stimmrechte abgestimmt auszuüben. Darüber hinaus enthält der Syndikatsvertrag Regeln für die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Gremien der Telekom Austria Group für die Wahl von Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern sowie Aktienverkaufsbeschränkungen. Der Aufsichtsrat der Telekom Austria Group besteht aus zehn Kapitalvertretern wobei acht Mitglieder von Carso Telecom und zwei Mitglieder von der ÖBIB nominiert werden. Die ÖBIB verfügt über das Recht, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates zu stellen. Carso Telecom verfügt über das Recht, den Stellvertreter des Vorsitzenden zu nominieren. Nach den Bestimmungen des Syndikatsvertrages besteht der Vorstand der Telekom Austria Group aus drei Mitgliedern. Zwei Mitglieder werden von Carso Telecom nominiert, ein Vorstandsmitglied, nämlich der Chief Executive Officer (CEO), wird von der ÖBIB nominiert. Am 24.Juli 2015 wurden auf Vorschlag der beiden Syndikatsparteien die Zuständigkeiten des Chief Executive Officer der Telekom Austria Group an ein von Carso Telecom nominiertes Vorstandsmitglied, nämlich Alejandro Plater, übertragen. Der Vorstand der Telekom Austria Group besteht somit seit 1. August 2015 aus zwei Mitgliedern. Des Weiteren wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. August 2014 die Satzung dahingehend geändert, dass, solange die Republik Österreich direkt oder indirekt zumindest 25% plus eine Aktie am Grundkapital der Gesellschaft hält, Kapitalerhöhungsbeschlüsse und die Begebung von Instrumenten, die ein Wandlungsrecht oder eine Wandlungsverpflichtung in Aktien der Telekom Austria Group beinhalten, sowie Änderungen der betreffenden Satzungsbestimmung einer Mehrheit bedürfen, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Am 15. Mai 2014 hat Carso Telecom, ein Tochterunternehmen von América Móvil, ein öffentliches Übernahmeangebot (das "Öffentliche Angebot") für alle Aktien der Telekom Austria AG gelegt. Nach Ende der Angebotsfrist hielt América Móvil am 17. Juli 2014 50,81% des Kapitals der Telekom Austria Group, während die ÖBIB weiterhin 28,42% hielt. Das Syndikat hielt somit 351,0 Mio. Aktien an Telekom Austria, was einem Anteil an den Stimmrechten von 79,23% entsprach. Während einer zusätzlichen 3-monatigen Nachfrist ("Sell-out"), die am 16. Oktober 2014 endete, konnten Aktionäre ihre Aktien weiterhin zu den Konditionen des Öffentlichen Angebots an Carso Telecom andienen. Carso Telecom hat während dieser Nachfrist weitere 38,4 Mio. Aktien der Telekom Austria AG erworben, was ungefähr 8,68% der Stimmrechte entspricht.

Eine Tochtergesellschaft, die paybox Bank AG, Wien, hat gemäß Bankwesengesetz gewisse regulatorische Mindesteigenmittelerfordernisse für das Kreditrisiko sowie das operationelle Risiko und Liquiditätsdeckungsanforderungen zu erfüllen, welche sowohl am 31. Dezember 2015 als auch 31. Dezember 2014 eingehalten wurden.

Die Anzahl der genehmigten, ausgegebenen und ausstehenden Aktien sowie der eigenen Aktien ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

Stand zum 31. Dezember 2015 2014
Genehmigte Aktien 664.500.000 664.500.000
Ausgegebene Aktien 664.500.000 664.500.000
Eigene Aktien –415.159 –415.159
Ausstehende Aktien 664.084.841 664.084.841

Die ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.

Die Entwicklung der ausstehenden Aktien ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

2015 2014
Ausstehend zum 1. Jänner 664.084.841 442.584.841
Kapitalerhöhung 0 221.500.000
Ausstehend zum 31. Dezember 664.084.841 664.084.841

Dividendenzahlungen

Die folgenden Dividenden wurden von den Aktionären in der Hauptversammlung beschlossen und von der Telekom Austria AG ausgeschüttet (hinsichtlich der geleisteten Kuponzahlung für die Hybridanleihe siehe "Hybridkapital"):

2015 2014
Tag der Hauptversammlung 27. Mai 2015 28. Mai 2014
Dividende pro Aktie in Euro 0,05 0,05
Gesamtsumme der Dividende in TEUR 33.204 22.129
Tag der Ausschüttung 3. Juni 2015 6. Juni 2014

Im Geschäftsjahr 2015 beträgt der Jahresüberschuss der Telekom Austria AG nach dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch 384.941 TEUR, 2014 betrug der Jahresfehlbetrag 1.147.123 TEUR. 2015 wurden 351.700 TEUR den Gewinnrücklagen zugeführt und 2014 1.180.210 TEUR von den Gewinnrücklagen aufgelöst, wodurch ein unternehmensrechtlicher Bilanzgewinn von 33.242 TEUR bzw. 33.205 TEUR verbleibt, welcher keinen Ausschüttungsbeschränkungen unterliegt. Der Vorstand plant mit Zustimmung des Aufsichtsrates der Hauptversammlung vorzuschlagen, vom Bilanzgewinn eine Dividende von 0,05 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten.

Eigene Aktien

Mit Hauptversammlungsbeschluss der Telekom Austria AG vom 29. Mai 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, während einer Geltungsdauer von 18 Monaten bis November 2014 eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 5% des Grundkapitals zu einem Gegenwert von mindestens 5 Euro und höchstens 15 Euro pro Aktie zu erwerben. Des Weiteren wurde der Vorstand dazu ermächtigt, die eigenen Aktien

(a) für die Bedienung der Verbindlichkeiten aus den in Anhangangabe (31) beschriebenen Mitarbeiterbeteiligungsplänen und/oder zur entgeltlichen oder unentgeltlichen Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes/der Geschäftsführung der Telekom Austria AG und mit ihr verbundener Unternehmen zu verwenden, oder

(b) für Unternehmenserwerbe zu verwenden, oder

(c) jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung auf jede andere gesetzlich zulässige Art, auch außerbörslich, zu veräußern, wobei der Vorstand auch über den Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit entscheiden kann.

Bestand eigener Aktien zum 31. Dezember 2015 2014
Anzahl der eigenen Aktien 415.159 415.159
Durchschnittspreis pro Aktie in Euro 18,80 18,80
Abzugsposten im Eigenkapital in TEUR 7.803 7.803

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen resultieren aus der Gründung der Gesellschaft sowie aus nachfolgenden Umgründungsmaßnahmen. Des Weiteren sind Beträge aus aktienbasierten Mitarbeiterbeteiligungsplänen und dem Einzug eigener Aktien enthalten. Die Erhöhung im Jahr 2014 in Höhe von 517.530 TEUR ist auf die oben beschriebene Kapitalerhöhung zurückzuführen.

Hybridkapital

Am 24. Jänner 2013 hat die Telekom Austria Group eine Hybridanleihe mit einem Volumen von 600.000 TEUR begeben. Die Hybridanleihe ist eine nachrangige Schuldverschreibung mit unbefristeter Laufzeit, die nach ihrer Ausgestaltung gemäß IFRS als Eigenkapital zu qualifizieren ist. Dementsprechend wurden das Disagio und die Begebungskosten in Höhe von 11.752 TEUR, abzüglich eines latenten Steuerertrags von 2.938 TEUR, im Eigenkapital erfasst. Das Eigenkapital erhöhte sich deshalb um einen Wert von 591.186 TEUR. Die Tilgung kann erstmals nach einer Laufzeit von fünf Jahren zum Nennwert erfolgen. Darüber hinaus besteht ein vorzeitiges Kündigungsrecht der Telekom Austria AG, das an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. Der jährliche Kupon beträgt bis zum ersten Reset-Termin (1. Februar 2018) 5,625%. In der Folge findet alle fünf Jahre ein Reset-Termin statt. Der Kupon wird zwei Tage vor solchen Reset-Terminen neu festgesetzt. Die im Februar 2015 und 2014 geleistete Kuponzahlung in Höhe von 33.750 TEUR ist als Dividendenausschüttung im Eigenkapital erfasst.

Nach dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch sind die zu zahlenden Kupons im lokalen Abschluss in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Die aus dem Zinsaufwand im lokalen Abschluss in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Ertragsteuern sind gemäß IAS 12 direkt im Konzern-Eigenkapital in der Zeile "Ausschüttung als Dividende" erfasst. Der Betrag des Nettoergebnisses, das auf Hybridkapitalbesitzer entfällt, ist in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung in der Aufteilung des Nettoergebnisses dargestellt und entspricht den unternehmensrechtlich in den Jahren 2015 und 2014 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Zinsen in Höhe von jeweils 33.750 TEUR, abzüglich des 2015 und 2014 im Konzern-Eigenkapital erfassten Steuerertrags aus dieser Zinsabgrenzung in Höhe von jeweils 8.438 TEUR.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie und das verwässerte Ergebnis je Aktie berechnen sich für die Geschäftsjahre 2015 und 2014 wie folgt:

2015 2014
Jahresergebnis, das auf die Eigentümer der Muttergesellschaft entfällt in TEUR 367.286 –210.900
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien 664.084.841 461.296.913
Ergebnis je Aktie – unverwässert und verwässert in Euro 0,55 –0,46

Gemäß IAS 33.12 wird der Nachsteuerbetrag der Dividende auf das Hybridkapital vom Anteil der Eigentümer am Konzernergebnis in Abzug gebracht, da das Hybridkapital Eigenkapital, aber keinen Anteil der Eigentümer am Konzernergebnis darstellt.

Der Vorstand hat festgelegt, alle Mitarbeiterbeteiligungspläne in bar abzugelten. Folglich ergeben sich zum 31. Dezember 2015 und 2014 keine potenziell verwässernden Aktien.

Rücklage für zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere, Hedging-Rücklage und Währungsumrechnung

Die Entwicklung der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere und der Hedging-Rücklage sowie der Währungsumrechnung ist in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Währungsumrechnung resultiert im Wesentlichen aus der Einbeziehung von velcom in Weißrussland und Vip mobile in der Republik Serbien in den Konzernabschluss. Die Rücklage zum 31. Dezember 2015 und 2014 aus der Einbeziehung von Vip mobile beträgt 149.233 TEUR und 147.821 TEUR. Die Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung im Geschäftsjahr 2015 resultiert im Wesentlichen aus der Abwertung des weißrussischen Rubels, da seit 1. Jänner 2015 die Hyperinflationsbilanzierung beendet wurde. Aufgrund der Anwendung von Hyperinflationsbilanzierung nach IAS 29 auf die Tochterunternehmen in Weißrussland bis zum 31. Dezember 2014 betrug die betreffende Rücklage für Weißrussland von 2011 bis 31. Dezember 2014 unverändert 302.062 TEUR. Zum 31. Dezember 2015 beträgt sie 439.834 TEUR.

(30) Ertragsteuern

Der Steueraufwand/-ertrag auf das Ergebnis vor Ertragsteuern setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2015 2014
Laufende Steuern 62.615 43.107
Latente Steuern –38.787 –41.826
Ertragsteuern 23.829 1.281

Nachfolgend wird die Zuordnung der Ertragsteuern im Konzernabschluss dargestellt:

in TEUR 2015 2014
Laufende Geschäftstätigkeit 23.829 1.281
Im Sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Steuern 3.211 –4.974
Steuerertrag im Zusammenhang mit Hybridkapital* –8.438 –8.438
Steuerertrag im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung* 0 –4.052
Ertragsteuern – gesamt 18.602 –16.183

* Siehe Anhangangabe (29).

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Ursachen für den Unterschied zwischen den in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Ertragsteuern und den Ertragsteuern unter Anwendung des gesetzlichen Steuersatzes in Österreich von 25%, bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern:

in TEUR 2015 2014
Körperschaftsteueraufwand/-ertrag zum gesetzlichen Steuersatz 104.151 –46.029
Steuersatzdifferenzen –17.019 33.091
Steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwand 7.165 9.876
Steuerbegünstigungen und steuerfreie Erträge –7.644 –10.428
Steuerfreie Erträge/Aufwendungen aus Finanzanlagen –95 –180
Steueraufwand aus Vorjahren 28 6.854
Veränderung der nicht angesetzten aktiven latenten Steuern –164.261 184.739
Beteiligungsabwertungen/-zuschreibungen und sonstige konzerninterne Beteiligungstransaktionen 101.456 –201.109
Wertminderung Firmenwert 0 30.821
Ergebnis aus Änderungen des Konsolidierungskreises –118 –6.870
Sonstige 166 517
Ertragsteuern 23.829 1.282
Effektiver Körperschaftsteuersatz 5,72% –0,70%

Der nicht abzugsfähige Aufwand der Jahre 2015 und 2014 besteht im Wesentlichen aus Abzugssteuern für Dividenden und Repräsentationsaufwendungen sowie aus nicht abzugsfähigen Managementgehältern in Österreich. Bei den Steuerbegünstigungen und nicht steuerpflichtigen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Investitionsbegünstigungen in Slowenien sowie Steuerbegünstigungen im Rahmen der österreichischen Gruppenbesteuerung. Des Weiteren sind Effekte aus eine Steuerbegünstigung in Weißrussland, welche es ermöglicht, die steuerlichen Buchwerte von Sachanlagen steuerneutral aufzuwerten und damit die künftige Steuerbasis zu erhöhen sowie Forschungs- und Bildungsprämien, Investitionsbegünstigungen und andere staatliche Förderungen enthalten.

Der Steueraufwand aus Vorperioden resultiert 2014 im Wesentlichen aus Effekten der Anwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" in Weißrussland.

Die Wertminderung Firmenwert betraf 2014 im Wesentlichen den Effekt auf die Wertminderung im Segment Bulgarien in Höhe von 34.060 TEUR sowie den damit verbundenen latenten Steuerertrag in Höhe von 3.749 TEUR aus der Auflösung der latenten Steuerverbindlichkeit auf den Firmenwert, da dieser in Bulgarien bis 2006 steuerlich absetzbar war.

Das Ergebnis aus Änderungen des Konsolidierungskreises im Jahr 2015 betrifft den Gewinn aus dem Verkauf der GPS Bulgarien (siehe Anhangangabe (2)). 2014 ist der Gewinn aus der Verschmelzung der mobilkom liechtenstein enthalten.

Die Beteiligungsabwertungen/-zuschreibungen betreffen Abwertungen und Zuschreibungen von Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in Österreich, welche steuerrechtlich über sieben Jahre verteilt geltend gemacht werden und auf welche latente Steuern angesetzt wurden (gemäß der Stellungnahme des Austrian Financial Reporting and Auditing Committee zu "Auswirkungen der steuerlichen Teilwertabschreibungen nach § 12 Abs. 3 Z 2 Körperschaftsteuergesetz ("KStG") auf die Bilanzierung von Ertragsteuern nach IAS 12 in einem Konzern- oder separaten Einzelabschluss nach IFRS").

Konzernabschluss

Die steuerlichen Auswirkungen von temporären Unterschieden, die zum Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern führen, setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Aktive latente Steuern
Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 128.612 149.355
Verlustvorträge 71.972 8.517
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.855 6.463
Passive Rechnungsabgrenzungen und sonstige Verbindlichkeiten 677 715
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und aktive Rechnungsabgrenzungen 821 849
Langfristige Rückstellungen 60.306 66.721
Rückstellungen für MitarbeiterInnen 26.484 28.179
Sachanlagen 2.654 1.463
Sonstige 8.702 9.765
Aktive latente Steuern 307.082 272.026
Passive latente Steuern
Sachanlagen –23.259 –30.375
Sonstige immaterielle Vermögenswerte –140.563 –154.741
Rückstellungen –5.769 –3.915
Steuerliche Abwertung eigener Aktien –1.427 –1.380
Sonstige –772 –1.525
Passive latente Steuern –171.791 –191.935
in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Aktive latente Steuern 206.719 170.895
Passive latente Steuern –71.427 –90.804

Die Telekom Austria Group wendet in Österreich die Gruppenbesteuerung nach § 9 Körperschaftsteuergesetz ("KStG") mit der Telekom Austria AG als Gruppenträgerin an. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden für die Gruppenmitglieder (derzeit die wesentlichsten österreichischen Gesellschaften) saldiert, da die Steuergruppe ein Steuersubjekt darstellt.

Latente Steuern, netto 135.292 80.091

Steuerliche Abschreibungen gemäß § 9 Abs. 7 KStG werden als temporäre Differenz von Anteilen an Tochterunternehmen behandelt, auf welche gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern angesetzt werden. Die Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen betreffen steuerlich über sieben Jahre zu verteilende Beteiligungsabschreibungen in Österreich.

Folgende latente Steuerforderungen wurden nicht angesetzt, da deren Realisierung aufgrund der Steuerplanung in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Verlustvorträge 483.584 576.323
Temporäre Differenzen aus Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 166.885 341.371
Nicht angesetzte latente Steuerforderungen 650.469 917.695

Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern trifft der Vorstand eine Einschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, dass diese Posten in Zukunft tatsächlich realisierbar sind. Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern setzt ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in jenen Perioden voraus, in denen die temporären Unterschiede abzugsfähig werden. Der Vorstand zieht die geplante Auflösung von passiven latenten Steuern und das geschätzte künftige steuerpflichtige Einkommen für diese Beurteilung heran.

Aufgrund der nachhaltig positiven operativen Ergebnisse ist der Vorstand der Meinung, dass trotz steuerlicher Verluste der Vergangenheit auf Basis der Prognosen über das steuerpflichtige Einkommen zukünftiger Jahre, in denen die aktiven latenten Steuern abzugsfähig sind, die Realisierung der Steuervorteile aus den angesetzten aktivierten latenten Steuern wahrscheinlich ist.

Am 31. Dezember 2015 bestanden Verlustvorträge von 2.518.660 TEUR, von denen jene, die im Wesentlichen aus der Republik Serbien stammen, wie folgt verfallen:

Jahr in TEUR
2016 227
2017 88.681
2018 104.245
2019 118.697
2020 106
2022 1.109
Gesamt 313.065

Die verbleibenden Verlustvorträge stammen im Wesentlichen aus Gesellschaften in Österreich und sind unbegrenzt vortragsfähig. Die jährliche Verrechnung von Verlustvorträgen ist in Österreich grundsätzlich mit 75% des jeweiligen steuerlichen Ergebnisses begrenzt.

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 hat die Telekom Austria Group temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 30.178 TEUR und 28.003 TEUR, für die keine latenten Steuerschulden erfasst wurden.

Die Forderungen aus Ertragsteuern betreffen noch nicht veranlagte Steuerjahre. Zum 31. Dezember 2015 und 2014 stammen diese im Wesentlichen aus Österreich und Kroatien. Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern zum 31. Dezember 2015 und 2014 stammen im Wesentlichen aus den ausländischen Gesellschaften.

(31) Mitarbeiterbeteiligungspläne

Long Term Incentive (LTI) Programme

Die Telekom Austria Group hat 2010 ein Long Term Incentive (LTI) Programme eingeführt. Die Teilnehmer müssen ein Eigeninvestment in Telekom Austria Aktien, abhängig vom jährlichen Fixgehalt (brutto) und vom Management-Level der anspruchsberechtigten Person, bis zum Ende der Behaltefrist (mindestens drei Jahre) hinterlegen. Die Berechnung der entsprechend gewährten Anzahl der Aktien erfolgt für jede Tranche separat mit dem Durchschnittskurs der Telekom Austria Aktie über einen definierten Zeitraum. Als Leistungszeitraum für das Erreichen der Ziele wurden je drei Jahre festgelegt.

Am 1. Juni 2011 wurde die zweite Tranche (LTI 2011) und am 1. August 2012 die dritte Tranche (LTI 2012) gewährt. Free Cashflow, Total Shareholder Return und EBITDA wurden als Schlüsselindikatoren bestimmt. Zu Beginn jeder Tranche wurden die Zielwerte für diese Schlüsselindikatoren vom Aufsichtsrat festgelegt. Am Anspruchstag (frühestens drei Jahre nach der Gewährung) werden bei voller Zielerreichung Bonusaktien im selben Ausmaß des Eigeninvestments an die Teilnehmer zugeteilt, die Abgeltung erfolgt in bar. Werden die Ziele zu mehr als 100% erfüllt, werden proportional entsprechend mehr Aktien zugeteilt, höchstens jedoch 175% der auf 100% Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien. Im Falle einer wesentlichen Zielverfehlung werden keine Aktien zugeteilt. Die tatsächliche Zielerreichung sowie die zugeteilten Bonusaktien für LTI 2011 sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.

Am 1. September 2013 wurde die vierte Tranche (LTI 2013) und am 1. Juli 2014 die fünfte Tranche (LTI 2014) gewährt. Jahresergebnis, relativer Total Shareholder Return und EBITDA wurden als Schlüsselindikatoren bestimmt. Der relative Total Shareholder Return wird anhand einer ausgewogenen Vergleichsgruppe von neun europäischen Telekom-Unternehmen ermittelt. Die Zielwerte für diese Schlüsselindikatoren wurden vom Aufsichtsrat festgelegt. Am Anspruchstag (frühestens drei Jahre nach der Gewährung) werden bei voller Zielerreichung Bonusaktien im doppelten Ausmaß des Eigeninvestments an die Teilnehmer zugeteilt, die Abgeltung erfolgt in bar. Werden die Ziele zu mehr als 100% erfüllt, werden proportional entsprechend mehr Aktien zugeteilt, bei einer maximal bzw. gedeckelten Zielerreichung von 175% höchstens jedoch 350% der auf 100% Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien. Im Falle einer wesentlichen Zielverfehlung werden keine Aktien zugeteilt.

Am 1. September 2015 wurde die sechste Tranche von LTI (LTI 2015) gewährt. EBITDA bereinigt, Free Cashflow und eine umsatzbasierte Kennzahl wurden als Schlüsselindikatoren bestimmt. Die Zielwerte für diese Schlüsselindikatoren wurden vom Aufsichtsrat festgelegt. Am Anspruchstag (frühestens drei Jahre nach der Gewährung) werden bei voller Zielerreichung Bonusaktien im doppelten Ausmaß des Eigeninvestments an die Teilnehmer zugeteilt, die Abgeltung erfolgt in bar. Werden die Ziele zu mehr als 100% erfüllt, werden proportional entsprechend mehr Aktien zugeteilt, bei einer maximal bzw. gedeckelten Zielerreichung von 175 % höchstens jedoch 350% der auf 100% Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien. Im Falle einer wesentlichen Zielverfehlung werden keine Aktien zugeteilt.

Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Bedingungen der einzelnen noch nicht ausbezahlten Tranchen zusammen:

LTI 2015 LTI 2014 LTI 2013 LTI 2012
Programmbeginn 1. Jänner 2015 1. Jänner 2014 1. Jänner 2013 1. Jänner 2012
Zeitpunkt der Gewährung 1. September 2015 1. Juli 2014 1. September 2013 1. August 2012
Ende Erdienungszeitraum 31. Dezember 2017 31. Dezember 2016 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Anspruchstag 1. September 2018 1. Juli 2017 1. September 2016 1. August 2015
Eigeninvestment zum Gewährungszeitpunkt 240.835 299.239 343.738 510.986
davon an Mitglieder des Vorstandes**** 57.771 51.974 53.705 42.174
Eigeninvestment zum Bilanzstichtag* 171.259 220.000 247.960 426.658
Erwartete Zielerreichung** 93,30% 50,20% 45,00% 18,00%
Erwartete Bonusaktien*** 284.743 202.969 223.164 0
Maximale Bonusaktien*** 599.408 770.001 867.860 0
Beizulegender Zeitwert des Programms in TEUR 1.413 1.037 1.167 0
Zugeteilte Bonusaktien 0 0 0 71.531
Durchschnittskurs am Ende des Erdienungszeitraums in Euro 0 0 0 5,73
Vergütung in TEUR 0 0 0 410

* Für LTI 2012 Eigeninvestment am Ende des Erdienungszeitraums.

** Für LTI 2012 tatsächliche Zielerreichung am Ende des Erdienungszeitraums.

*** Unter Berücksichtigung der Zuteilung im doppelten Ausmaß des Eigeninvestments für LTI 2013–LTI 2015.

**** LTI 2013–LTI 2015 inkl. Eigeninvestment von Siegfried Mayrhofer, Hannes Ametsreiter und Günther Ottendorfer. LTI 2015 inkl. Eigeninvestment von Alejandro Plater, LTI 2012 inkl. Siegfried Mayrhofer und Hannes Ametsreiter (siehe Anhangangabe (35)).

Für den zukünftig erwarteten Aufwand des LTI-Programms besteht zum Bilanzstichtag für den bereits erdienten Anteil eine Verbindlichkeit, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden auf Basis der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und des erwarteten Aktienpreises, der auf einem Binomialbaumverfahren zur Aktienkursmodellierung beruht, ermittelt. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls in die Berechnung einbezogen. Die Verbindlichkeit wird über den Leistungszeitraum verteilt aufgebaut (siehe Anhangangaben (23) und (28)). In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde folgender Personalaufwand erfasst (negative Werte bedeuten einen Ertrag):

in TEUR 2015 2014
LTI 2011 –5 –20
LTI 2012 –76 149
LTI 2013 386 7
LTI 2014 176 526
LTI 2015 474 0
Aufwand 955 662

Sensitivitätsanalyse

Eine Veränderung des erwarteten Durchschnittskurses am Ende des Erdienungszeitraums um einen Euro würde zu folgenden Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte führen (negative Werte bedeuten eine Reduktion):

in TEUR zum 31. Dezember 1 Euro Erhöhung 1 Euro Verringerung
Beizulegender Zeitwert von LTI 2013 232 –232
Beizulegender Zeitwert von LTI 2014 216 –216
Beizulegender Zeitwert von LTI 2015 285 –285

Eine Veränderung des zur Berechnung herangezogenen EBITDA um fünf Prozentpunkte würde zu folgenden Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte führen (negative Werte bedeuten eine Reduktion):

in TEUR zum 31. Dezember 5 Prozentpunkte Erhöhung 5 Prozentpunkte Verringerung
Beizulegender Zeitwert von LTI 2013 262 –173
Beizulegender Zeitwert von LTI 2014 198 –139
Beizulegender Zeitwert von LTI 2015 109 –95

(32) Kapitalflussrechnung

Zusätzliche Informationen zu den Zahlungsströmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

in TEUR 2015 2014
Auszahlungen für
Zinsen 157.285 162.783
Ertragsteuern 39.551 50.540
Einzahlungen für
Zinsen 19.716 12.326
Ertragsteuern 7.430 0

Zahlungsströme aus Zinsen und Ertragsteuern werden im Cashflow aus laufender Tätigkeit dargestellt. Die 2015 und 2014 erfassten erhaltenen Dividenden (siehe Anhangangabe (7)) waren zum 31. Dezember bereits bezahlt. 2015 und 2014 beinhalten die ausgeschütteten Dividenden 163 TEUR und 84 TEUR Dividenden an nicht beherrschende Anteilseigner von Tochtergesellschaften (siehe Anhangangabe (38)).

Der Posten "Sonstiges" im Jahr 2014 in Höhe von 39.649 TEUR in der Überleitung des Jahresergebnisses zum Cashflow aus dem Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen den unbaren Ertrag aus der Verschmelzung der mobilkom liechtenstein in Höhe von 26.785 TEUR, die Umsatzreduktion aus der Änderung der Schätzungsmethode der Umsatzerlöse in Höhe von 47.505 TEUR (siehe Anhangangabe (9)), den Zinsaufwand aus der Auflösung der Hedging-Rücklage (siehe Anhangangabe (33)) sowie unbare Veränderungen von Rückstellungen (siehe Anhangangabe (22)).

2015 und 2014 wurden Mittel im Zuge von Unternehmenserwerben in Höhe von 3.518 TEUR und 325 TEUR erworben bzw. in Höhe von 129 TEUR und 4.458 TEUR im Zuge von Unternehmensveräußerungen abgegeben (siehe Anhangangabe (2)).

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 sind 187.025 TEUR und 136.196 TEUR der Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen noch nicht bezahlt (siehe "Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen").

(33) Finanzinstrumente

Finanzielles Risikomanagement

Überblick

Die Telekom Austria Group unterliegt hinsichtlich ihrer finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen diversen Finanzrisiken, die das Liquiditätsrisiko, Zinsrisiko, Wechselkursrisiko und das Kreditrisiko beinhalten. Potenzielle Risiken aus Schwankungen von Zinssätzen und Wechselkursen können durch den Einsatz von derivativen Instrumenten begrenzt werden. Diese Grundsätze sind in den Treasury-Richtlinien festgehalten.

Weder hält noch begibt die Telekom Austria Group derivative Finanzinstrumente für Handelszwecke oder spekulative Zwecke.

Mit dieser Anhangangabe werden für jedes der oben genannten Risiken die Zielsetzungen, Grundsätze und Prozesse zur Bewertung und Begrenzung dieser Risiken dargestellt.

Der Finanzvorstand der Holding trägt die Verantwortung für die Einrichtung des Risikomanagements der Telekom Austria Group sowie für die Aufsicht über das Risikomanagement.

Diese Richtlinien dienen der Identifizierung und Analyse der Risiken, denen die Telekom Austria Group unterliegt, der Festlegung von angemessenen Risikogrenzen und der Einführung von Kontrollen sowie der laufenden Überwachung der Risiken und der Einhaltung der Risikogrenzen. Die Richtlinien und Abläufe des Risikomanagements werden regelmäßig überprüft, um Änderungen der Marktbedingungen und Änderungen in den Geschäftsaktivitäten der Telekom Austria Group abbilden zu können. Die Telekom Austria Group ist bestrebt, ein sowohl konstruktives als auch diszipliniertes Kontrollumfeld zu schaffen, in dem sich alle MitarbeiterInnen ihrer Rolle und Verantwortung bewusst sind.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die Telekom Austria Group ihre finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllen kann. Die Zielsetzung des Risikomanagements der Telekom Austria Group ist, ausreichend Liquidität zu schaffen, um unter normalen, aber auch angespannten Bedingungen fällige Verbindlichkeiten begleichen zu können. Weiters sollen alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des Liquiditätsstands laut Liquiditätsplan getroffen werden. Das Liquiditätsrisiko wird durch die monatliche und jährliche kumulierte Differenz zwischen Ein- und Auszahlungen (dynamisches Liquiditätsrisiko) sowie durch die Struktur der Bilanz (strukturelles Liquiditätsrisiko) ausgedrückt.

Mittels Liquiditätsplanung wird die Analyse des dynamischen Liquiditätsrisikos durchgeführt. Dabei wird das monatliche Liquiditätserfordernis auf Basis der Liquiditätsplanung den vorhandenen Finanzierungen oder den verfügbaren Kreditrahmen und liquiden finanziellen Vermögenswerten gegenübergestellt. Die Differenz ist entweder fehlende Liquidität, welche finanziert wird, oder überschüssige Liquidität, welche gegebenenfalls investiert wird. Auf Basis des bestehenden Business-Plans wird ein monatlich rollierender Liquiditätsplan für die Telekom Austria Group erstellt, welcher, basierend auf allen bekannten Ein- und Auszahlungen, ein "Worst-Case-Szenario" beinhaltet.

Die Analyse des strukturellen Liquiditätsrisikos wird bei Festsetzung des Working Capital und der Struktur des Finanzportfolios im Hinblick auf die Rückzahlungstermine (Risiko des Zusammenfallens und der Anhäufung von Fälligkeiten) durchgeführt. Durch optimale Strukturierung der individuellen Anlagenfinanzierung wird ein ausgeglichener Zahlungsplan für das Gesamtportfolio erreicht, und das Zusammenfallen von Fälligkeiten wird für einzelne Geschäftsjahre verhindert.

Überschüssige Liquidität wird ausschließlich in Instrumente mit Partnern und innerhalb der vom Finanzvorstand genehmigten Limits investiert. Alle langfristigen Instrumente und Derivate, sofern solche eingesetzt werden, werden ausschließlich mit Partnern eingesetzt, die ein Investment-Grade-Rating von Standard & Poor's oder ein entsprechendes Rating einer anderen weltweit anerkannten Ratingagentur vorweisen können. Liegt keine externe Beurteilung vor, wird ein internes Rating auf Basis quantitativer Kennzahlen durchgeführt.

Das Liquiditätsrisiko, dessen Entstehen sowie die Zielsetzungen, Richtlinien und Abläufe zur laufenden Überwachung des Risikos und auch die Methoden zur Bewertung des Liquiditätsrisikos blieben im Geschäftsjahr unverändert.

Finanzierungsquellen

Der Kapitalbedarf der Tochtergesellschaften wird von der Telekom Austria Group mittels eines zentralen Treasury gesteuert. Das Treasury der Telekom Austria Group agiert als interner Finanzdienstleister, indem es mögliche Synergien bei der Finanzierung der Tochtergesellschaften optimal ausnutzt. Das vorrangige Ziel dabei ist die kostengünstige Sicherstellung von Liquidität durch Zusammenlegung (Pooling) der Cashflows und das Clearing der Konzernkonten. Dadurch wird die Steuerung kurzfristiger Finanzinvestitionen und Kredite zu optimalen Zinssätzen und mit minimalem Verwaltungsaufwand gewährleistet.

Der operative Cashflow ist der wesentlichste Ausgangspunkt für die Sicherstellung der Liquidität der Telekom Austria Group. Die externen Quellen zur Finanzierung sind Anleihen, die auf österreichischen und internationalen Kapitalmärkten platziert wurden, und Bankenfinanzierungen. Für die zum Bilanzstichtag ausstehenden langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie eine Beschreibung der verschiedenen Gattungen dieser Verbindlichkeiten siehe Anhangangabe (25).

Sonstige Finanzierungsquellen

Um ihre kurzfristigen Finanzierungsquellen zu erweitern, hat die Telekom Austria Group 2007 ein Multi-Currency Short Term Treasury Notes Programme (in der Folge "Multi-Currency-Notes" genannt) mit einem maximalen Volumen von 300.000 TEUR aufgelegt. Das Programm wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2015 und 2014 waren keine Multi-Currency-Notes begeben.

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 hatte die Telekom Austria Group Kreditlinien von insgesamt jeweils 1.000.000 TEUR, welche nicht ausgenutzt waren. Diese Kreditlinien haben eine Laufzeit bis November 2019.

Ausmaß des Liquiditätsrisikos

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich. Zum 31. Dezember 2015 und 2014 bestanden keine variabel verzinsten Verbindlichkeiten. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Vertraglicher 6 Monate oder
Cashflow kürzer 6–12 Monate 1–2 Jahre 2–5 Jahre Länger als 5 Jahre
3.574.938 849.063 33.938 585.188 191.813 1.914.938
387.844 8.193 58.359 57.580 263.711 0
573.650 572.272 489 641 151 97
50.702 34.450 11.545 2.807 927 973
3.707.938 99.063 33.938 883.000 713.063 1.978.875
660.255 12.940 257.803 66.985 322.528 0
523.977 521.492 2.102 171 155 56
54.867 34.950 12.059 3.541 3.273 1.044

Es wird nicht erwartet, dass die Cashflows der in der Fälligkeitsanalyse enthaltenen Finanzverbindlichkeiten wesentlich früher oder zu wesentlich anderen Beträgen anfallen könnten.

Marktrisiken

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich Änderungen in den Marktpreisen, speziell Schwankungen von Fremdwährungskursen und Zinssätzen, auf den Ertrag der Telekom Austria Group oder auf den Wert der von der Telekom Austria Group gehaltenen Finanzinstrumente auswirken. Das Risikomanagement zielt auf die Steuerung und Kontrolle der Marktrisiken innerhalb zulässiger Parameter ab. Alle Finanztransaktionen werden gemäß den Treasury-Richtlinien ausgeführt. Zum 31.Dezember 2015 und 2014 hält Telekom Austria Group keine derivativen Finanzinstrumente.

Als Grundlage für die Berechnung des Fair Value (Mark-to-Market) werden die vertraglich vereinbarten zukünftigen Cashflows (Zahlungsströme) aus solchen Geschäften herangezogen. Um eine stichtagsbezogene Bewertung der bestehenden Finanzinstrumente durchzuführen, wurde die jeweils anzuwendende Zinskurve herangezogen, um daraus die laufzeitkonformen Diskontsätze zu ermitteln.

Die Marktrisiken, ihre Entstehung sowie die Zielsetzungen, Richtlinien und Abläufe zur laufenden Überwachung der Risiken (Zins- und Fremdwährungsrisiko) und auch die Methoden zur Bewertung der Kreditrisiken blieben im Geschäftsjahr unverändert.

Zinsrisiko

Die Telekom Austria Group betrachtet Änderungen in den Zinssätzen als das vorrangige Marktrisiko. Daher zielt die Strategie des Risikomanagements darauf ab, die betreffenden Fair-Value- und Cashflow-Risiken auszugleichen.

Alle langfristigen Finanzverbindlichkeiten der Telekom Austria Group wurden auf der Basis von Fixzinssätzen eingegangen, es besteht daher diesbezüglich kein Zinsrisiko für die Cashflows. Allerdings steigt der beizulegende Wert der Fixzins-Verbindlichkeiten, wenn die Marktzinssätze unter den für diese Finanzverbindlichkeiten fixierten Zinssätzen liegen.

Ausmaß des Zinsrisikos

Aufgrund der kurzfristigen Veranlagungsdauer finanzieller Vermögenswerte ergibt sich kein wesentliches Zinsänderungsrisiko.

Hinsichtlich des Ausmaßes des Zinsrisikos für langfristige Finanzverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe (25) verwiesen.

Sensitivitätsanalyse des beizulegenden Zeitwerts für Finanzinstrumente

Ein Maß für die potenzielle Änderung im Barwert von Finanzverbindlichkeiten bei einer Änderung des Zinsniveaus ist die "Modified Duration". Dieses Maß für die Sensitivität folgt dem Konzept, dass sich Zinssätze und der Barwert von Finanzinstrumenten gegenläufig entwickeln. Die Sensitivität beruht auf der Annahme, dass sich der Marktzinssatz zum Bilanzstichtag in allen Laufzeiten parallel um einen Prozentpunkt ändert. Die Methoden und Annahmen in der Analyse blieben im Geschäftsjahr unverändert. Die Modified Duration (Sensitivität) ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich (die negativ dargestellten Beträge stellen eine Verringerung der Finanzverbindlichkeiten dar):

Veränderung des Finanzportfolios
in TEUR zum 31. Dezember Kapitalbeträge Erhöhung Verringerung
2015
Finanzverbindlichkeiten mit fixer Verzinsung 3.405.305
Sensitivität bei 4,044% –137.711 137.711
2014
Finanzverbindlichkeiten mit fixer Verzinsung 3.626.000
Sensitivität bei 4,913% –178.131 178.131

Sensitivitätsanalyse der Cashflows für Finanzinstrumente mit variabler Verzinsung

Da zum 31. Dezember 2015 und 2014 alle Finanzverbindlichkeiten fix verzinst sind, wird auf die Sensitivitätsanalyse verzichtet.

Information betreffend Absicherungen von Zahlungsströmen (Hedging-Rücklage)

Die Hedging-Rücklage resultiert aus drei im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossenen Forward-Starting-Interest-Rate-Swap-Verträgen (Pre-Hedges) mit einem Nominale von je 100.000 TEUR. Die Auflösung der Hedging-Rücklage über die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgt entsprechend der Erfassung der Zinsen der Anleihe, die am 4. Juli 2013 begeben wurde, da das Zinsrisiko dieser Anleihe abgesichert wurde. 2015 und 2014 wurden aus der Auflösung der Hedging-Rücklage über das sonstige Ergebnis (OCI) jeweils 5.840 TEUR im Zinsaufwand und 1.460 TEUR im Ertragsteuerertrag erfasst.

Wechselkursrisiko

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 lauten von den gesamten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nur folgende auf eine andere als die funktionale Währung der Konzernunternehmen (Fremdwährungskurse siehe Anhangangabe (1)):

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Lautend auf EUR USD Sonstige EUR USD Sonstige
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.822 973 13.553 15.597 2.246 18.673
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.414 7.665 15.568 57.880 6.057 13.003

Wenn sich der EUR gegenüber dem HRK um 5% ändert, erhöhen/reduzieren sich die Wechselkursdifferenzen 2015 und 2014 um 153 TEUR bzw. um 883 TEUR. Wenn sich der RSD gegenüber dem EUR um 10% ändert, erhöhen/reduzieren sich die Wechselkursdifferenzen 2015 und 2014 um 1.191 TEUR bzw. um 1.267 TEUR. Wenn sich der EUR gegenüber dem BYR um 10% ändert, erhöhen/reduzieren sich die Wechselkursdifferenzen 2015 um 367 TEUR. Für Veränderungen des BYR wurde 2014 auf eine Sensitivitätsanalyse aufgrund der Anwendung von Rechnungslegung in Hochinflationsländern verzichtet. Für die übrigen Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung wurde auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet, da aufgrund der Streuung kein wesentliches Risiko besteht.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts, begründet durch die Nichterfüllung einer vertraglichen Verpflichtung eines Kunden oder eines Vertragspartners bei Finanzinstrumenten. Kreditrisiken entstehen hauptsächlich aus bestehenden Kundenforderungen, Veranlagungen sowie aus der Nutzung derivativer Finanzinstrumente, sofern solche eingesetzt werden.

Die Kreditrisiken, ihre Entstehung sowie die Zielsetzungen, Richtlinien und Abläufe zur laufenden Überwachung der Risiken und auch die Methoden zur Bewertung der Kreditrisiken blieben im Geschäftsjahr unverändert.

Abgesehen von der unter Anhangangabe (1) "Rechnungslegungsgrundsätze" beschriebenen Konzentration von Risiken besteht weder bei einzelnen Kunden noch bei Vertragspartnern eine wesentliche Konzentration oder ein wesentliches Kreditrisiko. Durch interne Richtlinien und die Vergabe von Kontrahentenlimits bestehen auch im Bereich einzelner Finanzinstrumente keine wesentlichen Kreditrisiken.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Das Kreditrisiko der Telekom Austria Group wird im Wesentlichen durch die individuellen Eigenschaften der einzelnen Kunden oder Gruppen von Kunden bestimmt. Die Demografie des Kundenstocks, das Ausfallrisiko der Branche und des Landes, in dem die Kunden tätig sind, haben geringeren Einfluss auf das Kreditrisiko.

Die von der Kreditabteilung entwickelten Richtlinien verlangen im Rahmen des gesetzlich erlaubten Umfangs eine individuelle Analyse der Kreditwürdigkeit jedes neuen Kunden.

Das Kreditrisiko oder das Risiko des Zahlungsverzugs wird laufend mittels Kreditabfragen, Kreditbegrenzungen und Routinekontrollen überwacht. Aufgrund der großen Anzahl der Kunden und des hohen Grads an Diversifikation der Portfolios hätte der Ausfall eines einzelnen Kunden keine wesentliche Auswirkung (niedriges Konzentrationsrisiko) auf den Konzernabschluss der Telekom Austria Group. Das operative Kreditmanagement wird in der Telekom Austria Group auf Ebene der operativen Gesellschaften ausgeführt.

Die Telekom Austria Group verlangt in Abhängigkeit des Ergebnisses der Bonitätsprüfung sowohl von Retail-Kunden als auch von Wholesale-Kunden Sicherheiten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für sonstige Forderungen. Diese Sicherheiten bestehen aus Bankgarantien, Patronatserklärungen und Barsicherheiten.

Finanzinvestitionen

Die Telekom Austria Group investiert nur in fungible Finanzinstrumente und veranlagt ausschließlich bei Vertragspartnern mit einem angemessenen internen oder externen Rating, welches auf quantitativen und qualitativen Parametern beruht. Die Telekom Austria Group veranlagt in der Regel kurzfristig und geht daher davon aus, dass ihre Vertragspartner in der Lage sind, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen, daher bestehen keine wesentlichen Kreditrisiken.

Ausmaß des Kreditrisikos

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem maximalen Kreditrisiko. Das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte betrug:

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen 8.884 21.279
Zu Anschaffungskosten bewertete Finanzinvestitionen 1.710 554
Vom Unternehmen ausgereichte Darlehen und Forderungen 117.707 113.905
Liquide Mittel 909.176 1.018.065
Buchwert der finanziellen Vermögenswerte 1.037.476 1.153.803

Zum 31.Dezember 2015 und 2014 bestehen Sicherheiten in Form von Barsicherheiten in Höhe von 7.362 TEUR und 7.214 TEUR (Anhangangaben (23) und (28)) sowie Bankgarantien und Patronatserklärungen in Höhe von 13.235 TEUR und 13.421 TEUR.

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert. Eingeteilt in geografische Regionen betrug dieser:

in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Inland 736.786 689.556
Ausland 88.436 83.475
Wertberichtigungen –200.588 –172.963
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 624.635 600.068

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem wichtigsten Kunden der Telekom Austria Group betragen 10.781 TEUR und 8.744 TEUR zum 31. Dezember 2015 und 2014, eine wesentliche Konzentration von Ausfall- bzw. Kreditrisiken besteht daher nicht. Hinsichtlich der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Wertberichtigungen wird auf Anhangangabe (9) verwiesen.

Beizulegender Zeitwert ("Fair Value") von Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente pro Art der finanziellen Vermögenswerte:

Beizulegender Beizulegender
Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
in TEUR zum 31. Dezember 2015 2014
Finanzielle Vermögenswerte
Liquide Mittel 909.176 909.176 1.018.065 1.018.065
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 624.635 624.635 600.068 600.068
Forderungen an nahestehende Unternehmen 878 878 1.255 1.255
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 80.507 80.507 75.672 75.672
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 36.322 36.322 36.978 36.978
Vom Unternehmen ausgereichte Darlehen und Forderungen 742.342 742.342 713.973 713.973
Langfristige Finanzinvestitionen 6.525 6.525 6.846 6.846
Kurzfristige Finanzinvestitionen 2.367 2.367 14.433 14.433
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen 8.893 8.893 21.279 21.279
Finanzinvestitionen zu Anschaffungskosten bewertet 1.701 1.701 554 554

Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Forderungen haben Fälligkeiten von unter einem Jahr. Daher entsprechen die Buchwerte weitgehend den beizulegenden Zeitwerten, weitere Informationen zur Klassifizierung in eine Fair-Value-Hierarchie sind deshalb nicht enthalten.

Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen langfristigen Forderungen mit Fälligkeiten von über einem Jahr entsprechen den Barwerten der Zahlungsströme aus den betreffenden Vermögenswerten. Die Berechnung der Barwerte erfolgt aufgrund von aktuellen Zinssätzen, die Änderungen der Vertragsbedingungen und Erwartungen sowohl marktseitig als auch seitens der Partner berücksichtigen, und sind somit in der Fair-Value-Hierarchie dem Level 2 zuzuordnen.

Die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen ergeben sich aus den entsprechenden Marktwerten.

Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Investitionen in Eigenkapitalinstrumente und Anteile an nicht konsolidierten Gesellschaften, die über keine notierten Marktpreise in einem aktiven Markt verfügen, schätzt die Telekom Austria Group den beizulegenden Zeitwert näherungsweise anhand der geprüften Jahresabschlüsse, wenn solche verfügbar sind. Betreffend die Anteile an der CEESEG AG und der CATV-047 d.o.o. Kabelska televizija siehe Anhangangabe (16).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente pro Art der finanziellen Verbindlichkeiten (Schulden):

in TEUR zum 31. Dezember Buchwert Beizulegender
Zeitwert
2015
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
2014
Finanzverbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten 5.087 5.087 0 0
Anleihen 3.033.907 3.297.392 3.029.679 3.430.116
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 150.014 150.014 53.755 53.755
Langfristige Bankkredite 355.305 391.617 602.632 655.521
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 839 839 969 969
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 573.650 573.650 522.344 522.344
Verbindlichkeiten an nahestehende Unternehmen 1.829 1.829 7.058 7.058
Abgegrenzte Zinsen 93.200 93.200 93.459 93.459
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 4.214.094 4.508.804 4.309.895 4.763.222

Langfristige Bankkredite inkl. ihres kurzfristigen Anteils.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben Fälligkeiten von unter einem Jahr. Daher entsprechen die bilanzierten Werte weitgehend den beizulegenden Zeitwerten, weitere Informationen zur Klassifizierung in eine Fair-Value-Hierarchie sind deshalb nicht enthalten.

Die beizulegenden Zeitwerte der notierten Anleihen (EMTN-Anleihen und Eurobondanleihe) entsprechen den Nennwerten, multipliziert mit den Börsenkursen zum Stichtag, und sind somit in der Fair-Value-Hierarchie dem Level 1 zuzuordnen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten, Schuldverschreibungen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der Zahlungsströme aus den betreffenden Schulden. Die Berechnung der Barwerte berücksichtigt die maßgebliche Renditekurve und Credit-Spread-Kurve für bestimmte Währungen. Diese sind somit in der Fair-Value-Hierarchie dem Level 2 zuzuordnen.

Fair-Value-Hierarchie von Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchie (je Klasse von Finanzinstrumenten) von zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Finanzinstrumenten, die die Marktnähe der in die Ermittlung eingehenden Daten widerspiegelt:

in TEUR Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Stand zum 31. Dezember 2015
Zur Veräußerung verfügbare & sonstige Finanzinvestitionen 7.136 1.757 0 8.893
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert 7.136 1.757 0 8.893
Stand zum 31. Dezember 2014
Zur Veräußerung verfügbare & sonstige Finanzinvestitionen 7.296 13.983 0 21.279
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert 7.296 13.983 0 21.279

(34) Eventualschulden und -forderungen

Eine steuerliche Betriebsprüfung einer österreichischen Gesellschaft für die Jahre 2003 bis 2007 hat eine potenzielle Nachzahlung für Vorperioden in Höhe von rund 17.000 TEUR ergeben. Aufgrund des Sachverhalts und der zugrundeliegenden Verfahrensvorschriften stuft die Telekom Austria Group eine Nachzahlung als eher unwahrscheinlich ein.

Im Juni 2014 hat Mobiltel EAD ("Mobiltel") einen Steuerbescheid betreffend der steuerlichen Behandlung der Abschreibung des Markennamens und des Kundenstocks im Jahr 2007 erhalten. Mobiltel hat dagegen bei der obersten bulgarischen Steuerbehörde in Sofia berufen. Im Dezember 2014 wurde die Berufung abgewiesen. Mobiltel hat dagegen beim Verwaltungsgericht in Sofia berufen. Der Gesamtbetrag der Steuervorschreibung inklusive Zinsen bis 31. Dezember 2015 beträgt 21.397 TEUR.

Am 26. Oktober 2015 hat das Verwaltungsgericht zugunsten von Mobiltel entschieden. Am 13. November 2015 hat die belangte Steuerbehörde gegen die Entscheidung berufen. Der Fall wird vom obersten Verwaltungsgerichtshof als letzte Instanz entschieden. Mobiltel hat Bankgarantien in Höhe von 22.200 TEUR zur Sicherstellung der etwaigen Steuernachforderung gestellt.

Am 24. September 2015 hat die Steuerbehörde einen zweiten Steuerbescheid betreffend der steuerlichen Behandlung des Markennamens und der Kundenbasis ausgestellt. Der Bescheid betrifft das Jahr 2008 und schreibt Steuern und Zinsen bis 31. Dezember 2015 in Höhe von 19.738 TEUR vor. Mobiltel hat dagegen bei der obersten bulgarischen Steuerbehörde berufen. Gleichzeitig wurde die Aussetzung des Verfahrens bis zur endgültigen Entscheidung des Gerichtshofs über das Jahr 2007 beantragt. Die Aussetzung des Verfahrens wurde zugestimmt. Drei weitere Bankgarantien zur Sicherung der etwaigen Steuernachforderung für das Jahr 2008 über 20.500 TEUR wurden gestellt.

Zurzeit findet zusätzlich eine Betriebsprüfung der Jahre 2009 bis 2012 statt, deren Ergebnis nur schwer abschätzbar ist, da es vom Ergebnis des Gerichtsverfahrens beim obersten Verwaltungsgerichtshof abhängig ist.

Im Falle einer nachteiligen Entscheidung des zuständigen Gerichtshofs, hat Mobiltel mit Steuernachforderungen inklusive Zinsen bis 31. Dezember 2015 für die Jahre 2009 bis 2012 in Höhe von 59.008 TEUR zurechnen.

Mobiltel erwartet die Entscheidung des Gerichts zugunsten von Mobiltel, da Mobiltel dem Ansatz gefolgt ist, der in der Vergangenheit vom Finanzminister und zwei nachfolgenden Betriebsprüfungen bestätigt wurde. Die Wahrscheinlichkeit der Nachforderung der Steuern samt Anspruchszinsen wird von Mobiltel als eher unwahrscheinlich eingeschätzt. Eine etwaige Steuernachforderung hat Mobiltel bereits durch Bankgarantien in Höhe von bis zu 42.700 TEUR abgesichert.

Für aufgrund der Regelung des § 12 Abs. 1 Z 9 Körperschaftsteuergesetz nicht abzugsfähiger Fremdkapitalzinsen in Höhe von 16.821 TEUR wurde keine Hinzurechnung vorgenommen, da hinsichtlich der Rechtmäßigkeit der steuergesetzlichen Regelung begründete Zweifel bestehen. Eine Vorsorge war nicht zu bilden, da der Betrag in den nicht in Ansatz gebrachten Verlustvorträgen Deckung findet.

Gegen die Telekom Austria AG und deren Tochtergesellschaften sind im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verschiedene Verfahren, Prozesse sowie sonstige Ansprüche anhängig, darunter Verfahren aufgrund von Gesetzen und Verordnungen zum Netzzugang. Diese Sachverhalte sind mit zahlreichen Unsicherheiten behaftet, und die Ergebnisse der Verhandlungen bzw. Prozesse lassen sich nicht mit Sicherheit voraussagen. Demzufolge ist der Vorstand nicht in der Lage, den Gesamtbetrag möglicher finanzieller Verpflichtungen oder deren Auswirkung auf die Finanzlage der Telekom Austria Group zum 31. Dezember 2015 mit abschließender Gewissheit festzustellen. Diese Verfahren könnten bei ihrem Abschluss die Ergebnisse oder Zahlungsströme jedes Quartals materiell beeinflussen. Der Vorstand ist jedoch der Ansicht, dass bei endgültiger Bereinigung solcher Fälle die finanziellen Verpflichtungen oder Auswirkungen die dafür gebildeten Rückstellungen nicht wesentlich übersteigen und daher keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

(35) Angaben über Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Dem Vorstand der Telekom Austria Group gehören zum 31. Dezember 2015 Alejandro Plater als Generaldirektor (CEO) der Telekom Austria Group und Siegfried Mayrhofer als Finanzvorstand (CFO) der Telekom Austria Group an. Alejandro Plater ist seit 6. März 2015 als Vorstand und seit 1. August 2015 als CEO tätig. Siegfried Mayrhofer ist seit 1. Juni 2014 als Nachfolger von Finanzvorstand Hans Tschuden tätig. Hannes Ametsreiter ist als Generaldirektor der Telekom Austria Group am 31. Juli 2015 und Günther Ottendorfer ist als Technikvorstand (CTO) am 5. März 2015 vorzeitig ausgeschieden.

Die Bezüge des Vorstandes sowie die Aufsichtsratsvergütungen betrugen:

in TEUR 2015 2014
Basisvergütung (inkl. Sachbezüge) 1.489 1.484
Variable Vergütung 1.695 1.374
Vergütung aus dem Long Term Incentive Programme* 29 87
Gesamt 3.213 2.945
Abfertigung und beendigungskausale Leistungen im Zusammenhang mit der Vertragsauflösung 3.472 1.800
Aufsichtsratsvergütungen 235 212

* Siehe Anhangangabe (31).

Abfertigung und beendigungskausale Leistungen im Zusammenhang mit Vertragsauflösungen beinhalten 2015 Leistungen an Hannes Ametsreiter, Günther Ottendorfer und Hans Tschuden und 2014 Leistungen an Hans Tschuden.

Hannes Ametsreiter legte seine Funktion als Vorstand per 31. Juli 2015 nieder und sein Anstellungsverhältnis wurde mit gleichem Datum einvernehmlich beendet. In den in der Tabelle dargestellten Werten sind für 2015 beendigungskausale Leistungen im Zusammenhang mit der Vertragsauflösung bzw. Abfertigungen in Höhe von 290 TEUR bzw. 1.114 TEUR enthalten.

Der bis 31. August 2016 laufende Vertrag von Günther Ottendorfer wurde per 5. März 2015 vorzeitig beendet. In den in der Tabelle dargestellten Werten sind für 2015 beendigungskausale Leistungen im Zusammenhang mit der Vertragsauflösung in Höhe von 1.757 TEUR enthalten.

Der bis 31. März 2015 laufende Vertrag von Hans Tschuden wurde per 31. Mai 2014 vorzeitig aufgelöst. In den in der Tabelle dargestellten Werten sind für 2015 beendigungskausale Leistungen in Höhe von 311 TEUR enthalten (2014: 1.800 TEUR).

(36) Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer während der Geschäftsjahre 2015 und 2014 betrug 16.471 und 16.155. Zum 31. Dezember 2015 und 2014 waren 17.673 und 16.240 Arbeitnehmer (Vollzeitäquivalente) beschäftigt.

(37) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Seit dem 31. Dezember 2015 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

(38) Konzernunternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil zum
31.12.2015 in %
Konsolidierungsart* Kapitalanteil zum
31.12.2014 in %
Konsolidierungsart*
Segment Österreich
A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien 100,00 VK 100,00 VK
Telekom Austria Personalmanagement GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
Telekom Austria Beteiligungen GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
CableRunner GmbH, Wien 76,00 VK 76,00 VK
CableRunner Austria GmbH & Co. KG, Wien 76,00 VK 76,00 VK
World-Direct eBusiness solutions Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00 VK 100,00 VK
ÖFEG GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
paybox Bank AG, Wien 100,00 VK 100,00 VK
paybox Service GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
3G Mobile Telecommunications GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
mk Logistik GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
JetStream Hungary Kft., Budapest 100,00 VK 100,00 VK
JetStream Slovakia s.r.o., Bratislava 100,00 VK 100,00 VK
JetStream RO s.r.l., Bukarest 100,00 VK 100,00 VK
JetStream TR Telekomünikasyon Hizmetleri Ve Ticaret Limited Sirketi, Istanbul 100,00 VK 100,00 VK
JetStream Switzerland GmbH, Zürich 100,00 VK 100,00 VK
JetStream Poland Spolka Z Ograniczona Odpowiedzialnoscia, Warschau 100,00 VK 100,00 VK
JetStream Germany GmbH, Frankfurt am Main 100,00 VK 100,00 VK
JetStream Italy S.r.l., Mailand 100,00 VK 100,00 VK
TA CZ sítě s.r.o., Prag 100,00 VK 100,00 VK
JetStream BH d.o.o. drustvo za telekomunikacije, Sarajevo 100,00 VK 100,00 VK
JetStream England Limited, London 100,00 VK 100,00 VK
media.at GmbH, Wien 25,3228 EQ 25,3228 EQ
Segment Bulgarien
Mobiltel EAD, Sofia 100,00 VK 100,00 VK
Bultel Cable EAD, Sofia 100,00 VK - -
Blizoo Media and Broadband EAD, Sofia 100,00 VK - -
Cabletel-Prima AD, Nessebar 51,00 VK - -
Citynet TV OOD, Aytos 51,00 VK - -
Globo EOOD, Sofia 100,00 KK - -
Cable Information System AD, Russe 87,55 KK - -
Evrocom Sofia Cable EOOD, Sofia 100,00 KK - -
Vereia Cable AD, Sofia 100,00 KK - -
M repair and service EAD, Sofia LIQ - 100,00 VK
M Support Services EOOD, Sofia VS - 100,00 VK
GPS Bulgaria AD, Sofia VERK - 90,00 VK
Segment Kroatien
Vipnet d.o.o., Zagreb 100,00 VK 100,00 VK
Vipnet usluge d.o.o., Zagreb 100,00 VK 100,00 VK
CATV–047 d.o.o. Kabelska televizija, Karlovac 100,00 KK - -
Segment Weißrussland
Unitary enterprise velcom, Minsk 100,00 VK 100,00 VK
Unitary enterprise TA-Engineering, Minsk 100,00 VK 100,00 VK
Unitary enterprise TA-Installation, Minsk VS - 100,00 VK
Adelfina Ltd., Minsk 100,00 VK 100,00 VK
Segment Weitere Märkte
Telekom Austria Group M2M GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
Amis d.o.o., Maribor 100,00 VK - -
Si.mobil telekomunikacijske storitve d.d., Ljubljana 100,00 VK 100,00 VK
TA Mreža d.o.o., Ljubljana 100,00 VK 100,00 VK
Vip mobile d.o.o., Belgrad 100,00 VK 100,00 VK
Amis Telekomunikacije d.o.o., Belgrade 100,00 VK - -

JAHRESFINANZBERICHT 2015 / TELEKOM AUSTRIA GROUP 101

Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil zum
31.12.2015 in %
Konsolidierungsart* Kapitalanteil zum
31.12.2014 in %
Konsolidierungsart*
one.Vip DOO, Skopje-Zentar 55,00 VK 100,00 VK
Vip operator uslugi DOOEL, Skopje-Zentar 100,00 VK 100,00 VK
Vip operator prodazba DOOEL, Skopje-Zentar 100,00 VK 100,00 VK
Astra Plus DOOEL , Kocani 100,00 VK - -
Kabel Riz DOOEL, Kocani 100,00 VK - -
Filadelfija -2002 Dooel , Kocani 100,00 VK - -
Studio Andes DOOEL , Radovish 100,00 VK - -
BLIZOO DOOEL, Skopje 100,00 VK 100,00 VK
Digi plus Multimedia DOOEL, Skopje 100,00 VK - -
Holding & Sonstige
Telekom Projektentwicklungs GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
Telekom Finanzmanagement GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
Mobilkom Beteiligungsgesellschaft mbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
mobilkom Bulgarien BeteiligungsverwaltungsgmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
mobilkom CEE Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
mobilkom Mazedonien Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
mobilkom Belarus Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
Kroatien Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,00 VK 100,00 VK
SB Telecom Ltd., Limassol 100,00 VK 100,00 VK
Amisco N.V., Grimbergen 100,00 VK - -
Telecom Liechtenstein AG, Vaduz 24,90 EQ 24,90 EQ

* VK – Vollkonsolidierung, EQ – Equity-Konsolidierung, LIQ – Liquidation, VS – Verschmelzung, KK – keine Konsolidierung wegen Unwesentlichkeit; VERK - Verkauf

Alle Konzernunternehmen haben den 31. Dezember als Bilanzstichtag, bis auf die media.at, welche den 30. Juni als Bilanzstichtag hat.

(39) Freigabe zur Veröffentlichung

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 25. Jänner 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und mitzuteilen, ob er den Konzernabschluss billigt.

Wien, am 25. Jänner 2016

CEO und COO Alejandro Plater CFO Siegfried Mayrhofer

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015, die Konzerngewinnund Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Konzernbuchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 26. Jänner 2016

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Erich Lehner Mag. (FH) Severin Eisl Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Der Vorstand

CEO und COO CFO

Alejandro Plater Siegfried Mayrhofer

TELEKOM AUSTRIA AG GEÄNDERTER JAHRESABSCHLUSS 2015

Einzelabschluss nach österreichischem UGB

BEILAGENVERZEICHNIS

BEILAGE

I GEÄNDERTE BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2015

mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in tausend Euro (TEUR)

II GEÄNDERTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESAMTJAHR

2015

mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in tausend Euro (TEUR)

III GEÄNDERTER ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

(einschließlich Anlage 1 - Anlagenspiegel Anlage 2 – Forderungsspiegel Anlage 3 – Verbindlichkeitenspiegel Anlage 4 – Zusammensetzung der Anteile an verbundenen Unternehmen)

IV GEÄNDERTER LAGEBERICHT DER TELEKOM AUSTRIA AG

für das Geschäftsjahr 2015

V BESTÄTIGUNGSVERMERK

Beilage I/1

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

GEÄNDERTE BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2015

31.12.2015 31.12.2014
Aktiva EUR TEUR
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.622.760.769,00 6.284.371
2. Beteiligungen 543.341,86 543
6.623.304.110,86 6.284.914
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen
1. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 7.206,99 1
2. Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen 112.124.222,63 623.521
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 88
4. Sonstige Forderungen 10.093.096,92 21.594
122.224.526,54 645.204
II.
Eigene Anteile
2.093.646,84 2.285
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 86,35 1
124.318.259,73 647.490
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.292.905,14 12.504
6.756.915.275,73 6.944.908
31.12.2015 31.12.2014
Passiva EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 1.449.274.500,00 1.449.275
II. Kapitalrücklagen
Gebundene 1.582.004.573,67 1.582.004
III. Gewinnrücklagen
1. Rücklage für eigene Anteile 2.093.646,84 2.285
2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 406.892.317,83 314.531
408.985.964,67 316.816
IV. Bilanzgewinn 292.772.081,99 33.205
davon Gewinnvortrag: EUR 767,59
Vorjahr: TEUR 118
3.733.037.120,33 3.381.300
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 4.887.861,19 3.189
2. Steuerrückstellungen 214.034.812,75 238.746
3. Sonstige Rückstellungen 4.842.967,33 6.056
223.765.641,27 247.991
C. Verbindlichkeiten
1. nachrangiges Kapital/Hybridanleihe 600.000.000,00 600.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.791.268,84 30.791
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 2.121.778,35 5.751
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 2.166.019.756,75 2.678.258
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.179.710,19 817
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
EUR 451.823,24; Vorjahr: TEUR 382
2.800.112.514,13 3.315.617
6.756.915.275,73 6.944.908
Eventualverbindlichkeiten aus vertraglichen
Haftungsverhältnissen 4.163.886.683,00 4.155.274

Beilage II

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

GEÄNDERTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

2015 2014
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 27.306.412,88 26.894
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 5
b) Übrige 228.583,09 228.583,09 238 243
3. Personalaufwand
a) Gehälter -22.316.726,01 -20.988
b) Aufwendungen für Abfertigungen und
Leistungen an betriebliche Mitarbeiter
vorsorgekassen -4.492.356,60 -1.120
c) Aufwendungen für Altersversorgung -945.756,66 -1.017
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge -4.318.975,05 -4.259
e) Sonstige Sozialaufwendungen -44.913,25 -32.118.727,57 -69 -27.453
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern -154.013,73 -10.269
b) Übrige -22.445.280,88 -22.599.294,61 -29.138 -39.407
5. Zwischensumme aus Z 1 bis 4 (Betriebsergebnis) -27.183.026,21 -39.723
6. Erträge aus Beteiligungen 220.140.000,00 159.653
davon aus verbundenen Unternehmen:
EUR 220.000.000,00; Vorjahr: TEUR 159.600
7. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 406.670.000,00 71.400
8. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus eigenen Anteilen -129.292.418,67 -1.293.852
davon: a) Abschreibungen: EUR 105.291.388,30;
Vorjahr: TEUR 1.265.240
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen:
EUR 129.101.030,37; Vorjahr: TEUR 1.293.852
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -140.884.786,08 -147.738
davon betreffend verbundene Unternehmen:
EUR 105.379.273,90; Vorjahr: TEUR 112.232
10. Zwischensumme aus Z 6 bis 9 (Finanzergebnis) 356.632.795,25 -1.210.537
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 329.449.769,04 -1.250.260
12. Steuern vom Einkommen 55.491.545,36 103.137
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 384.941.314,40 -1.147.123
14. Auflösung von Gewinnrücklagen 314.500.000,00 1.180.210
15. Zuweisung zu Gewinnrücklagen -406.670.000,00 0
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 767,59 118
17. Bilanzgewinn 292.772.081,99 33.205

BEILAGE III

GEÄNDERTER ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

INHALTSVERZEICHNIS

  • 111 INHALTSVERZEICHNIS
  • 112 1 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
  • 112 1.1 Allgemeine Grundsätze
  • 112 1.2 Anlagevermögen
  • 112 1.3 Umlaufvermögen
  • 113 1.4 Rückstellungen
  • 113 1.5 Verbindlichkeiten

114 2 ERLÄUTERUNGEN DER BILANZ

  • 114 2.1 Anlagevermögen
  • 114 2.2 Forderungen
  • 114 2.3 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
  • 114 2.4 Grundkapital
  • 114 2.5 Gewinnausschüttung
  • 114 2.6 Rückstellungen
  • 115 2.7 Verbindlichkeiten
  • 115 2.8 Haftungsverhältnisse

116 3 ERLÄUTERUNGEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

  • 116 3.1 Umsatzerlöse
  • 116 3.2 Sonstige betriebliche Erträge
  • 116 3.3 Personalaufwand
  • 116 3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen
  • 116 3.5 Erträge aus Beteiligungen
  • 117 3.6 Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen
  • 117 3.7 Aufwendungen aus Finanzanlagen
  • 117 3.8 Steuern vom Einkommen

118 4 SONSTIGE ANGABEN

  • 118 4.1 Bezüge der Organe der Gesellschaft
  • 118 4.2 Long Term Incentive (LTI) Programm
  • 120 4.3 Sonstige Erläuterungen

121 5 MITGLIEDER DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATES

Rundungshinweis: Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1.1 Allgemeine Grundsätze

Beim vorliegenden Jahresabschluss handelt es sich um einen geänderten Jahresabschluss (Änderung des Jahresabschlusses nach Aufstellung und Vorlage des Prüfungsberichtes im Sinne von § 268 Abs 3 UGB).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde, nach erstmaliger Aufstellung mit Datum vom 25. Jänner 2016, geändert, da weitere Gewinnrücklagen aufgelöst wurden.

Die Änderungen in Bilanz und GuV betrafen:

2015
vor Änderung
EUR
2015
nach Änderung
EUR
Unterschied
EUR
Bilanz
A. Eigenkapital
III. Gewinnrücklagen
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) 666.422.317,83 406.892.317,83 -259.530.000,00
A. Eigenkapital
IV. Bilanzgewinn 33.242.081,99 292.772.081,99 259.530.000,00
Gewinn- und Verlustrechnung
14. Auflösung von Gewinnrücklagen 54.970.000,00 314.500.000,00 259.530.000,00
17. Bilanzgewinn 33.242.081,99 292.772.081,99 259.530.000,00

Infolge dieser Änderungen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich entsprechende Änderungen im Anhang:

"Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 25. Mai 2016 vorschlagen, eine Dividende von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten" wurde durch die Formulierung "Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, eine Dividende von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten" ersetzt.

Der Abschluss wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buch-führung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Abschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung im Anhang erfolgt in tausend Euro. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember.

1.2 Anlagevermögen

Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert und die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind.

1.3 Umlaufvermögen

Forderungen werden zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird. Zur Berücksichtigung von Ausfallsrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Forderungen in Fremdwährungen werden zum EUR-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank des Entstehungstages oder zum niedrigeren EUR-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank des Bilanzstichtages bewertet.

Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen eigenen Aktien werden mit den Anschaffungskosten oder entsprechend dem strengen Niederstwertprinzip mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Abwertungen in Höhe von TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen.

1.4 Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden für die gesetzlichen und vertraglichen Ansprüche der Vorstandsmitglieder gebildet sowie für Dienstnehmer, deren Beginn des Dienstverhältnisses in der Telekom Austria Group vor dem 1. Jänner 2003 liegt. Die Berechnung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Tafelwerk AVÖ 2008 P Angestellte – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler) und unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,25 %, sowie eines Fluktuationsabschlages von 0,5 %. Als Pensionsantrittsalter wurde das Pensionsalter gemäß Budgetbegleitgesetz 2011 verwendet. Dieses beträgt für Frauen 56,5-62 Jahre und für Männer 61,5-62 Jahre. Rückstellungen für den Abfertigungen ähnliche Verpflichtungen werden für Jubiläumsgelder gebildet. Die Berechnung erfolgt wie bei den Rückstellungen für Abfertigungen, jedoch unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,25 % und eines Pensionsantrittsalters von 62 Jahren.

In den Vorjahren erfolgte die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen und den Abfertigungen ähnlichen Verpflichtungen nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Teilwertverfahrens. Laut AFRAC-Stellungnahme "Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches" vom Juni 2015 soll die Berechnung von derartigen Verpflichtungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen erfolgen. Diese Berechnungsmethode entspricht auch den Vorschriften des Rechnungslegungsänderungsgesetzes (RÄG) 2014, welches ab 1. Jänner 2016 eine veränderte Fassung des § 211 UGB, und damit die verpflichtende Anwendung der versicherungsmathematischen Berechnungsmethode, vorsieht. Laut der o.a. AFRAC-Stellungnahme ist eine vorzeitige Anwendung möglich, weshalb sich die Gesellschaft dazu entschlossen hat, diese Änderung bereits im Geschäftsjahr 2015 erstmalig anzuwenden. Aus diesem Grund stehen keine vergleichbaren Vorjahreswerte zur Verfügung. Der Unterschiedsbetrag, der aus der erstmaligen Anwendung entsteht, wird sofort ergebniswirksam erfasst.

Unterschiedsbetrag per 01.01.2015
TEUR
Abfertigungen 1.841
Jubiläumsgelder 21
1.862

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten.

1.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum EUR-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank des Entstehungstages oder zum höheren EUR-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank des Bilanzstichtages bewertet.

2 Erläuterungen der Bilanz

2.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage 1) ersichtlich.

Die Zusammensetzung der Anteile an verbundenen Unternehmen ist im Beteiligungsspiegel (Anlage 4) ersichtlich.

Die Telekom Austria AG, 99 %ige Gesellschafterin der Telekom Projektentwicklungs GmbH, hat am 1. April 2009 einerseits mit der Telekom Finanzmanagement GmbH sowie andererseits mit der Telekom Projektentwicklungs GmbH, der Alleingesellschafterin der Telekom Finanzmanagement GmbH, unter Zustimmung der A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft (A1 Telekom Austria AG), die 1 % der Telekom Projektentwicklungs GmbH hält, einen Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag trat mit 1. Jänner 2009 in Kraft und kann von jedem der Vertragsteile unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende eines Geschäftsjahres schriftlich gekündigt werden.

2.2 Forderungen

Die Struktur und Fristigkeiten der Forderungen sind im Forderungsspiegel (Anlage 2) dargestellt.

In den sonstigen Forderungen sind wie im Vorjahr keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

2.3 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen im Wesentlichen aus Disagios für konzernintern gewährte Darlehen, die aus Anleihebegebungen im Rahmen der EMTN-Programme 2012 und 2013, der Begebung einer Hybridanleihe im Jahr 2013 sowie einer Anleihe aus dem Jahr 2009 resultieren.

2.4 Grundkapital

Das Grundkapital der Telekom Austria AG beträgt TEUR 1.449.275 und ist in 664.500.000 Inhaberaktien (Stückaktien) geteilt. Die ÖBIB hält 28,42 %, América Móvil hält direkt und indirekt 59,70 %, 11,81 % der Aktien befinden sich im Streubesitz, die restlichen 0,06 % werden als eigene Anteile gehalten. Die eigenen Anteile betragen TEUR 905 des Grundkapitals, entsprechen 415.159 Stückaktien und wurden im September 2007 erworben.

Der Vorstand ist aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 29. Mai 2013 ermächtigt, eigene Aktien zur entgeltlichen oder unentgeltlichen Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen und/oder zur Bedienung von Ansprüchen dieser Personen aus Performanceshareprogrammen zu verwenden. Der Vorstand wurde ebenfalls ermächtigt eigene Aktien als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland zu verwenden. Außerdem wurde dem Vorstand die Ermächtigung erteilt, eigene Aktien gemäß § 65 Abs 1b AktG jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot für die Dauer von fünf Jahren auf jede andere gesetzlich zulässige Art, auch außerbörslich, zu veräußern, wobei der Vorstand auch über den Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit entscheiden kann.

2.5 Gewinnausschüttung

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, eine Dividende von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der restliche Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

2.6 Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen zum 31. Dezember 2015 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für schwebende Steuern in Höhe von TEUR 212.471 (Vorjahr: TEUR 238.746). Auf Unterschiede zwischen den unternehmens- und steuerrechtlichen Beteiligungsansätzen, die auf Umgründungen zurückzuführen sind, wurde entsprechend der Stellungnahme des Fachsenats für Unternehmensrecht und Revision der Kammer der Wirtschaftstreuhänder "Steuerabgrenzung im Einzelabschluss und im Konzernabschluss" (KFS/RL15) eine Rückstellung für schwebende Steuern gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Vorsorgen für:

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Personal 3.613 5.118
Long Term Incentive Program (LTI) 1.050 764
Übrige 180 174
4.843 6.056

2.7 Verbindlichkeiten

Am 24. Jänner 2013 hat die Telekom Austria AG eine mit 5,625 % verzinsliche unbefristete Hybridanleihe über 600 Mio. EUR aufgelegt. Diese Anleihe wurde mit einem Reofferprice von 98,943 % platziert. Der erste mögliche Rückzahlungstermin wurde mit 1. Februar 2018 festgesetzt.

Die Fristigkeiten und Struktur der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 3) dargestellt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ebenso wie im Vorjahr keine wesentlichen Aufwendungen enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

2.8 Haftungsverhältnisse

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Garantien im Rahmen der EMTN-Programme 2.300.000 2.300.000
Garantie im Rahmen der Anleihe 2009 750.000 750.000
Bankhaftbriefe 1.113.887 1.105.274
4.163.887 4.155.274

Am 27. Jänner 2005 hat die TFG zwei mit 3,375 % und 4,250 % fix verzinste Eurobonds über jeweils 500 Mio. EUR mit einer Laufzeit von fünf bzw. zwölf Jahren unter dem Euro Medium Term Note-Programm (EMTN-Programm) begeben. Die Bonds wurden zu einem Reofferprice von 99,598 % und 98,829 % platziert. Ersterer wurde vertragsgemäß im Jänner 2010 getilgt.

Am 29. Jänner 2009 hat die TFG einen mit 6,375 % fix verzinsten Bond über 750 Mio. EUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren begeben. Der Bond wurde zu einem Reofferprice von 99,238 % platziert und zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten verwendet.

Sowohl die Telekom Austria AG als auch die A1 Telekom Austria AG haben eine unwiderrufliche und unbedingte Garantie zu Gunsten der Anleihegläubiger abgegeben.

Im März 2012 haben die Telekom Austria AG und die Telekom Finanzmanagement GmbH ein EMTN-Programm im Umfang von TEUR 2.500.000 aufgelegt. Alle Zahlungen aus Anleihen, welche die Telekom Finanzmanagement GmbH unter diesem Rahmenprogramm begibt, werden unwiderruflich und unbedingt von der Telekom Austria AG garantiert.

Am 2. April 2012 hat die TFG einen mit 4 % fix verzinsten Bond über TEUR 750.000 mit einer Laufzeit von zehn Jahren unter dem EMTN-Programm begeben. Der Bond wurde zu einem Reofferprice von 98,984 % platziert und zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten verwendet.

Am 4. Juli 2013 hat die TFG einen mit 3,5 % fix verzinsten Bond über TEUR 300.000 mit einer Laufzeit von zehn Jahren unter dem EMTN-Programm begeben. Der Bond wurde zu einem Reofferprice von 99,503 % platziert. Am 3. Dezember 2013 hat die TFG einen mit 3,125 % fix verzinsten Bond über TEUR 750.000 mit einer Laufzeit von acht Jahren unter dem EMTN-Programm begeben. Der Bond wurde zu einem Reofferprice von 99,367 % platziert.

Für die Telekom Finanzmanagement GmbH wurden Garantien in Höhe von TEUR 1.105.274 (Vorjahr: TEUR 1.105.274) abgegeben.

Mit der Garantie vom 10. November 2008 garantiert die Gesellschaft der Telekom Austria Personalmanagement GmbH, dass die A1 Telekom Austria AG ihren aus dem Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag resultierenden Verpflichtungen nachkommt. Weiters garantiert die Gesellschaft im Falle des Nichtnachkommens der Verpflichtungen durch die A1 Telekom Austria AG die Telekom Austria Personalmanagement GmbH in die Lage zu versetzen ihren Verpflichtungen nachzukommen.

3 Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 27.306 (Vorjahr: TEUR 26.894) betreffen überwiegend Leistungen, wie beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations und Kommunikation, Koordination der Produktentwicklung sowie der technischen Infrastruktur, Rechts- und Steuerberatung sowie Beteiligungscontrolling, Leistungen im Zusammenhang mit dem Personalamt und Beamtendienstrecht, Gehalts- und Kollektivvertragsverhandlungen, welche auf Basis von Intercompany Agreements von der Telekom Austria AG an die A1 Telekom Austria AG, die Telekom Austria Group M2M GmbH, die Telekom Finanzmanagement GmbH, die Telekom Austria Personalmanagement GmbH, die MobilTel EAD, die Si.mobil d.d., die Vip mobile d.o.o., die one.VIP d.o.o., die VIPnet d.o.o., die Unitary enterprise Velcom und an die verrechnet werden.

3.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 238) betreffen im Jahr 2015 im Wesentlichen Guthaben aus Gesellschaftssteuern.

3.3 Personalaufwand

2015 2014
TEUR TEUR
Gehälter 22.317 20.988
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 4.492 1.120
Aufwendungen für Altersversorgung 946 1.017
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 4.319 4.259
Sonstige Sozialaufwendungen 45 69
32.119 27.453

Die Aufwendungen für Abfertigungen, Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen und Pensionen setzen sich wie folgt zusammen:

2015 2014
TEUR TEUR
Vorstände 1.418 867
leitende Angestellte 396 62
andere Arbeitnehmer 3.624 1.208
5.438 2.137

Die durchschnittliche Zahl von Angestellten in Vollzeitkräften betrug 176 (Vorjahr: 162). Die durchschnittliche Zahl von Beamten in Vollzeitkräften betrug neun (Vorjahr: zehn).

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von TEUR 4.492 (Vorjahr: TEUR 1.120) beinhalten in Höhe von TEUR 4.289 (Vorjahr: TEUR 957) Aufwendungen für Abfertigungen.

3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2015 2014
TEUR TEUR
Sonstige betriebliche Steuern 154 10.269
Übrige 22.445 29.138
22.599 39.407

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Leistungen der A1 Telekom Austria AG in Höhe von TEUR 12.142 (Vorjahr: TEUR 10.129) enthalten.

Weiters waren im Vorjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 16.208 im Zusammenhang mit der durchgeführten Kapitalerhöhung enthalten, wobei TEUR 10.128 auf Steuern entfielen.

3.5 Erträge aus Beteiligungen

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Dividendenerträge der A1 Telekom Austria AG in Höhe von TEUR 140.000 (Vorjahr: TEUR 159.600) sowie der mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH in Höhe von TEUR 80.000 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Weiters sind Dividendenerträge der CEESEG Aktiengesellschaft in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 53) enthalten.

3.6 Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen

Auf Basis aktueller Unternehmensbewertungen waren Zuschreibungen gemäß § 208 Abs 1 UGB iVm § 6 Z 13 EStG in Höhe von insgesamt TEUR 406.670 (Vorjahr: TEUR 71.400) erforderlich. Die Zuschreibungen wurden in Höhe von TEUR 181.700 für die mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH (Vorjahr: TEUR 71.400) vorgenommen. Weiters wurden im aktuellen Geschäftsjahr Zuschreibungen in Höhe von TEUR 23.400 für die mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH, in Höhe von TEUR 90.200 für die mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH, in Höhe von TEUR 84.770 für die mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH sowie in Höhe von TEUR 26.600 für die A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH vorgenommen.

3.7 Aufwendungen aus Finanzanlagen

Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen resultieren aus Aufwendungen aus dem Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag mit der Telekom Projektentwicklungs GmbH in Höhe von TEUR 24.001 (Vorjahr: TEUR 28.612) sowie aus Abwertungen der A1 Telekom Austria AG in Höhe von TEUR 105.291 (Vorjahr: TEUR 389.400) die auf Basis aktueller Unternehmensbewertungen erforderlich waren. Im Vorjahr wurden zusätzlich Abwertungen der mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH in Höhe von TEUR 212.540, der mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH in Höhe von TEUR 41.700, der mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH in Höhe von TEUR 103.200 und der A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH in Höhe von TEUR 518.400 vorgenommen.

3.8 Steuern vom Einkommen

Die Gesellschaft ist Gruppenträgerin einer Unternehmensgruppe iSd § 9 Körperschaftsteuergesetzes und hat mit den Mitgliedern 3G Mobile Telecommunications GmbH, Telekom Austria Personalmanagement GmbH, A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft, Telekom Projektentwicklungs GmbH, Telekom Finanzmanagement GmbH, ÖFEG GmbH, World-Direct eBusiness solutions Gesellschaft m.b.H., Telekom Austria Beteiligungen GmbH, paybox Bank AG, mk Logistik GmbH sowie paybox Service GmbH einen Gruppen- und Steuerumlagevertrag geschlossen (Stand 31. Dezember 2015). Aufgrund der Ergebnissituation der Unternehmensgruppe wurde der Gruppen- und Steuerumlagevertrag 2005 mit Wirkung vom 1. Jänner 2012 unter Berücksichtigung gesellschaftsrechtlicher Rahmenbedingungen einer grundlegenden Revision unterzogen und wie folgt ausgestaltet:

Gruppenmitglieder, die einen steuerlichen Gewinn an die Gruppenträgerin übertragen, haben in jenem Umfang in dem dieser Gewinn zu einer Steuerbelastung auf Gruppenebene führt, eine Umlage von 25 % an die Gruppenträgerin zu leisten. Die Ermittlung der auf den Gewinn des Gruppenmitglieds entfallenden Steuerbelastung erfolgt durch Division der steuerlichen Bemessungsgrundlage auf Gruppenebene durch den Gesamtbetrag des umlagepflichtigen steuerlichen Gewinns, somit nach Berücksichtigung einer gruppeninternen Verlustwartetaste, jedoch ohne Berücksichtigung der laufenden Verluste, die von Gruppenmitgliedern übertragen werden. Für jenen steuerlichen Gewinn eines Gruppenmitglieds, der zu keiner Steuerbelastung auf Gruppenebene führt, beträgt die Gruppenumlage 12 %. Gruppenmitglieder, die einen steuerlichen Verlust an die Gruppenträgerin weitergeben, erhalten keine Abgeltung, können diesen steuerlichen Verlust jedoch als gruppeninterne Verlustwartetaste vortragen und mit zukünftigen steuerlichen Gewinnen gruppenintern zur Gänze verrechnen. Somit entfällt in Höhe der gruppeninternen Verlustwartetaste eine Umlagepflicht. Eine zum Zeitpunkt des Ausscheidens des Gruppenmitglieds nicht verrechnete gruppeninterne Verlustwartetaste wird im Zuge der Vertragsbeendigung im gesellschaftsrechtlich erforderlichen Umfang abgegolten.

Da zwischen der Gesellschaft und der Telekom Projektentwicklungs GmbH sowie der Telekom Projektentwicklungs GmbH und der Telekom Finanzmanagement GmbH ein Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag besteht, unterbleibt die Verrechnung einer Steuerumlage im Verhältnis zu diesen Gesellschaften.

Die gruppeninternen Verlustwartetasten, für die keine Vorsorgen gebildet wurden, betragen TEUR 113.772 (Vorjahr: TEUR 100.770).

2015 2014
TEUR TEUR
Umlage Gruppenmitglieder
)
46.227 8.690
Steueraufwand der Gruppe laufend*) -17.010 0
Körperschaftsteuer Gruppe*) 29.217 8.690
Rückstellung für schwebende Steuern*) 26.275 94.447
Gesamtsteuerertrag*) 55.492 103.137

Im Berichtsjahr wurden auf Ebene des Gruppenträgers TEUR 204.128 (Vorjahr: TEUR 0) an Verlustvorträgen verwendet.

In der vorliegenden Zusammenstellung zu den Steuern vom Einkommen erfolgt die Darstellung von Erträgen mit positivem und jene von Aufwendungen mit negativem Vorzeichen.

4 Sonstige Angaben

4.1 Bezüge der Organe der Gesellschaft

Die Bezüge des Vorstandes betrugen im Jahr 2015 TEUR 3.185 (Vorjahr: TEUR 2.858), darin enthalten sind Bezüge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 592 (Vorjahr: TEUR 268). In den Bezügen der Vorstandsmitglieder sind Leistungen aus dem LTI-Programm nicht enthalten. Diese Leistungen sind unter Punkt 4.2 beschrieben.

Im Jahr 2015 betrugen die Bezüge für ehemalige Vorstände nach ihrem Ausscheiden TEUR 3.460 (Vorjahr: TEUR 1.800). Im Geschäftsjahr wurden Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 212) ausbezahlt.

4.2 Long Term Incentive (LTI) Programm

Der Aufsichtsrat der Telekom Austria AG hat am 9. Dezember 2009 das LTI Programm, insbesondere die erste Tranche 2010 genehmigt und weitere Tranchen in Aussicht gestellt. Die zweite Tranche wurde am 21. Februar 2011 genehmigt. Die dritte Tranche wurde am 7. Mai 2012 genehmigt. Die vierte Tranche wurde am 6. Mai 2013 genehmigt. Eine fünfte Tranche wurde am 1. Juli 2014 genehmigt. Die sechste Tranche wurde am 21. April 2015 genehmigt und am 1. September 2015 zugeteilt. Die Teilnehmer müssen ein Eigeninvestment in Aktien der Telekom Austria AG, abhängig vom jährlichen Fixgehalt (brutto) und vom Management-Level der anspruchsberechtigten Person, mindestens bis zum Ende der Behaltefrist hinterlegen. Die Berechnung der entsprechend gewährten Anzahl der Aktien erfolgt für jede Tranche separat mit dem Durchschnittskurs der Telekom Austria Aktie über einen definierten Zeitraum. Dieses Recht ist nicht übertragbar.

Als Leistungszeitraum für das Erreichen der Ziele wurden drei Jahre festgelegt. Als Ziele bzw. Schlüsselindikatoren wurden in den Tranchen 2010, 2011 und 2012 "Free Cash Flow", "Total Shareholder Return" und "EBITDA" festgelegt. In den Tranchen 2013 und 2014 wurde "Net Income", "EBITDA" und "Relativer Total Shareholder Return", der anhand einer ausgewogenen Vergleichsgruppe von neun europäischen Telekomunternehmen ermittelt wird, festgelegt. Für die Tranche 2015 wurden "EBITDA comparable", "Free Cash Flow" und eine umsatzbasierte Kennzahl als Schlüsselindikatoren festgelegt. Zu Beginn jeder Tranche werden die Zielwerte für diese Schlüsselindikatoren festgelegt. Am Anspruchstag werden bei den Tranchen 2010, 2011 und 2012 bei voller Zielerreichung Bonusaktien im Ausmaß des Eigeninvestments an die Teilnehmer zugeteilt; für die Tranche 2013, 2014 und 2015 beträgt das Verhältnis Eigeninvestment zu Bonusaktien 0,5, die Abgeltung wird in bar erfolgen. Werden die Ziele zu mehr als 100 % erfüllt, werden proportional entsprechend mehr Aktien zugeteilt, bei einer maximal bzw. gedeckelten Zielerreichung von 175 % höchstens jedoch 350 % der auf 100 % Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien. Im Falle einer wesentlichen Zielverfehlung werden keine Aktien zugeteilt.

Das Programm LTI 2011 wurde im Geschäftsjahr 2014 ausgeübt. Es wurden 0,280 Bonusaktien je Eigeninvestment zu einem Aktienkurs von 6,04 zugeteilt. Die Abgeltung ist in bar erfolgt.

LTI 2011 Anzahl Eigeninvestment bei Ausübung
Dr. Hannes Ametsreiter 25.674
Mag. Johann Tschuden 25.674
leitende Angestellte 17.466
sonstige Angestellte 53.722
Summe Gesellschaft 122.536
Organe und anspruchsberechtigte Mitarbeiter in Tochterunternehmen 321.250

Das Programm LTI 2012 wurde im Geschäftsjahr 2015 ausgeübt. Es wurden 0,180 Bonusaktien je Eigeninvestment zu einem Aktienkurs von 5,73 zugeteilt. Für Herrn Ametsreiter und Herrn Tschuden wurden 0,08 Bonusaktien je Eigeninvestment zugeteilt. Die Abgeltung ist in bar erfolgt.

LTI 2012 Anzahl Eigeninvestment bei Ausübung
Dr. Hannes Ametsreiter 25.674
Dipl.Ing. Siegfried Mayrhofer 16.500
Alejandro Plater 0
Mag. Johann Tschuden 27.000
leitende Angestellte 26.500
sonstige Angestellte 56.141
Summe Gesellschaft 151.815
Organe und anspruchsberechtigte Mitarbeiter in Tochterunternehmen 247.843

Für den zukünftig erwarteten Aufwand des LTI Programms besteht zum Bilanzstichtag für den bereits erdienten Anteil eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch Heranziehen der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und des erwarteten Aktienpreises, der auf einem Binomialbaumverfahren zur Aktienkursmodellierung beruht, ermittelt. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls in die Berechnung einbezogen. Die Rückstellung wird über den Leistungszeitraum verteilt aufgebaut.

LTI 2015 LTI 2014 LTI 2013
Programmbeginn 1. Jänner 2015 1. Jänner 2014 1. Jänner 2013
Zeitpunkt der Gewährung 1. September 2015 1. Juli 2014 1. September 2013
Ende Erdienungszeitraum 31. Dezember 2017 31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
Anspruchstag 1. September 2018 1. Juli 2017 1. September 2016
Eigeninvestment in Stück
zum 31. Dezember 2015 LTI 2015 LTI 2014 LTI 2013
Vorstände
Dr. Hannes Ametsreiter 5.579 13.717 22.108
Dipl.Ing. Siegfried Mayrhofer 24.134 18.825 10.725
Dipl.Ing. Günther Ottendorfer 13.408 19.432 20.872
Alejandro Douglass Plater 14.650
leitende Angestellte 6.950 17.675 17.745
sonstige Angestellte 46.474 56.685 65.067
Summe Gesellschaft 111.195 126.334 136.517
Organe und anspruchsberechtigte Mitarbeiter in
Tochterunternehmen
60.064 108.052 121.436
LTI 2013 2015 2014 2013
Erwartete Bonusaktien 122.865 48.729 187.005
Maximale Bonusaktien 477.810 459.835 480.205
Beizulegender Zeitwert in TEUR 643 266 988
LTI 2014 2015 2014
Erwartete Bonusaktien 116.553 131.078
Maximale Bonusaktien 442.169 466.218
Beizulegender Zeitwert in TEUR 595 699
LTI 2015 2015
Erwartete Bonusaktien 184.873
Maximale Bonusaktien 389.183
Beizulegender Zeitwert in TEUR 917

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde ein Aufwand für das LTI Programm in Höhe von TEUR 427 (Vorjahr: TEUR 389) erfasst.

4.3 Sonstige Erläuterungen

Die Gesellschaft steht mit der América Móvil, S.A.B. de C.V., Mexico City, und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird seit 1. Juli 2014 in deren Konzernabschluss einbezogen. Dies ist der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die América Móvil Group notiert an der Mexican Stock Exchange, an der NASDAQ New York und an der New York Stock Exchange. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der América Móvil, S.A.B. de C.V. erfolgt bei der SEC (U.S. Securities and Exchange Commission) in Washington, D.C.

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinn des § 244 UGB. Dieser Konzernabschluss wird beim Firmenbuch des Handelsgerichts Wien hinterlegt.

Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden im Geschäftsjahr zu fremdüblichen Konditionen abgeschlossen.

Gemäß § 237 Z 14 UGB nimmt die Gesellschaft die Befreiung der Angaben zu Aufwendungen für den Abschlussprüfer in Anspruch.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB.

5 Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Vorstand
GD Alejandro Plater seit 01.08.2015
seit 06.03.2015 Mitglied des Vorstandes
Dipl.Ing. Siegfried Mayrhofer
GD Dr. Hannes Ametsreiter bis 31.07.2015
Dipl.Ing. Günther Ottendorfer bis 05.03.2015
Aufsichtsrat
Dr. Wolfgang Ruttenstorfer Vorsitzender des Aufsichtsrates
seit 27.05.2015
Carlos García Moreno Elizondo, PhD. Stellvertreter des Vorsitzenden
Silvia Bauer
J.D. Alejandro Cantú Jiménez
Dr. Elisabetta Castiglioni
Dr. Karin Exner-Wöhrer seit 27.05.2015
Ing. Walter Hotz
Carlos M. Jarque, MSc PhD.
Ing. Gottfried Kehrer (vorm. Zehetleitner)
Mag. Reinhard Kraxner
Werner Luksch
Ronny Pecik
Mag. Stefan Pinter
Mag. (FH) Alexander Sollak
Oscar Von Hauske Solís
Ing. Rudolf Kemler Vorsitzender des Aufsichtsrates
bis 27.05.2015
Mag. Günter Leonhartsberger bis 27.05.2015

Wien, am 3. Februar 2016

Der Vorstand

GD Alejandro Plater eh Dipl.Ing. Siegfried Mayrhofer eh

ANLAGE 1

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Buchwert Buchwert Zuschreibungen Abschreibungen
Stand am Zugänge Stand am Abschrei- am am für das für das
01.01.2015 31.12.2015 bungen 31.12.2015 31.12.2014 Geschäfts- Geschäfts
jahr 2015 jahr 2015
Finanzanlagen TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
Telekom Projektentwicklungs
GmbH
4,157 0 4,157 2,766 1,391 1,391 0 0
mobilkom Bulgarien Geschäfts
entwicklungsgmbH
988,682 0 988,682 122,340 866,342 776,142 90,200 0
mobilkom Mazedonien
Geschäftsentwicklungs GmbH
124,540 0 124,540 0 124,540 39,770 84,770 0
Mobilkom
Beteiligungsgesellschaft mbH
368,432 2,900 371,332 0 371,332 368,432 0 0
mobilkom CEE
Geschäftsentwicklungs GmbH
392,031 0 392,031 79,800 312,231 288,831 23,400 0
mobilkom Belarus
Geschäftsentwicklungs GmbH
974,700 0 974,700 10,570 964,130 782,430 181,700 0
A1 Kroatien
Geschäftsentwicklungs GmbH
698,790 0 698,790 491,800 206,990 180,390 26,600 0
Amisco N.V., Belgium 0 33,920 33,920 0 33,920 0 0 0
A1 Telekom Austria
Aktiengesellschaft
4,596,606 0 4,596,606 854,721 3,741,885 3,846,985 0 105,100
8,147,938 36,820 8,184,758 1,561,997 6,622,761 6,284,371 406,670 105,100
2. Beteiligungen
CEESEG Aktiengesellschaft 543 0 543 0 543 543 0 0
8,148,481 36,820 8,185,301 1,561,997 6,623,304 6,284,914 406,670 105,100

ANLAGE 2

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

FORDERUNGSSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2015

Restlaufzeit
Werte in TEUR Bilanzwert bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr
1. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 7 7 0
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
- Lieferungen und Leistungen 7.130 7.130 0
- Finanzforderungen 22.797 22.797 0
- Sonstige Forderungen 82.197 82.197 0
112.124 112.124 0
3. Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
- Lieferungen und Leistungen 0 0 0
4. Sonstige Forderungen 10.093 10.093 0
Forderungen 122.224 122.224 0

FORDERUNGSSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2014

Restlaufzeit
Werte in TEUR Bilanzwert bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr
1. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 1 1 0
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
- Lieferungen und Leistungen 6.188 6.188 0
- Finanzforderungen 505.673 505.673 0
- Sonstige Forderungen 111.660 111.660 0
623.521 623.521 0
3. Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
- Lieferungen und Leistungen 88 88 0
4. Sonstige Forderungen 21.594 21.594 0
Forderungen 645.204 645.204 0

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2015

Restlaufzeit
Werte in TEUR Bilanzwert bis zu von einem mehr als
einem Jahr bis fünf Jahre fünf Jahre
1. nachrangiges Kapital/Hybridanleihe 600.000 0 600.000 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.791 30.791 0 0
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 2.122 2.122 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
- Lieferungen und Leistungen 3.495 3.495 0 0
- Finanzverbindlichkeiten 2.131.920 581.920 500.000 1.050.000
- Sonstige Verbindlichkeiten 30.605 30.605 0 0
2.166.020 616.020 500.000 1.050.000
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.180 1.180 0 0
Verbindlichkeiten 2.800.113 650.113 1.100.000 1.050.000

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2014

Restlaufzeit
Werte in TEUR Bilanzwert bis zu von einem mehr als
einem Jahr bis fünf Jahre fünf Jahre
1. nachrangiges Kapital/Hybridanleihe 600.000 0 600.000 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.791 30.791 0 0
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 5.751 5.751 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
- Lieferungen und Leistungen 1.467 1.467 0 0
- Finanzverbindlichkeiten 2.648.179 598.179 1.000.000 1.050.000
- Sonstige Verbindlichkeiten 28.612 28.612 0 0
2.678.258 628.258 1.000.000 1.050.000
5. Sonstige Verbindlichkeiten 817 817 0 0
Verbindlichkeiten 3.315.617 665.617 1.600.000 1.050.000

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

ZUSAMMENSETZUNG DER ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN ZUM 31. DEZEMBER 2015

Beteiligungs
ausmaß
Währungs-
einheit
Eigenkapital Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
Anteile an verbundenen Unternehmen
A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien 100,0% TEUR 1.176.865 260.952
Telekom Projektentwicklungs GmbH, Wien 99,0% TEUR 1.399 -24.001
A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,0% TEUR 206.967 26.594
Mobilkom Beteiligungsgesellschaft mbH, Wien 100,0% TEUR 298.883 905
mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,0% TEUR 312.291 23.396
mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,0% TEUR 1.030.119 247.695
mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,0% TEUR 122.075 82.313
mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH, Wien 100,0% TEUR 866.336 90.194
Amisco N.V., Grimbergen 100,0% TEUR 29.697 5.472 *

*Für die belgische Amisco N.V. liegen nur IFRS-Werte vor.

BEILAGE IV

LAGEBERICHT

der Telekom Austria Aktiengesellschaft für den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember 2015

Geänderter Jahresabschluss

Beim vorliegenden Jahresabschluss handelt es sich um einen geändertes Jahresabschluss (Änderung des Jahresabschlusses nach Aufstellung und Vorlage des Prüfungsberichtes im Sinne von § 268 Abs 3 UGB). Der vorliegende Jahresabschluss wurde, nach erstmaliger Aufstellung mit Datum vom 25. Jänner 2016, geändert.

Bezüglich der Detailangaben zu den durchgeführten Änderungen in Bilanz und GuV verweisen wir auf die Angaben im Anhang Seite 1.

Infolge der dort angeführten Änderungen in Bilanz und GuV ergeben sich folgende Änderungen im Lagebericht:

Die Formulierung "Der Vorstand wird der Hauptversammlung 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,05 EUR je dividendenberechtigte Stückaktie vorschlagen" wurde durch "Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,05 EUR je dividendenberechtigte Stückaktie vorschlagen" ersetzt.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld1

Im Jahr 2015 setzte sich die wirtschaftliche Erholung in den Industrieländern fort, während die Dynamik in den Entwicklungs- und Schwellenländern - bedingt durch fallende Rohstoffpreise sowie die Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums auf unter 7% nachließ. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 im Herbst auf 3,1% zurück, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Juli 2015 erwartet wurde. Für 2016 erwarten die Experten des IWF derzeit ein Wachstum von 3,6%, wobei die Risiken einer Verlangsamung zugenommen haben.

In einer Anfang November des Berichtsjahres veröffentlichten Prognose schätzte die Europäische Kommission das Wirtschaftswachstum der Europäischen Union für 2015 auf 1,9% ein, 2016 soll der Zuwachs auf 2,0% steigen. Die österreichische Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2015 ein Wachstum von 0,6%. In Bulgarien soll der Anstieg des BIP im Jahr 2015 1,7% betragen, und in Kroatien dürfte die Wirtschaft im gleichen Zeitraum nach jahrelangen Rückgängen wieder um 1,1% gewachsen sein. Für Weißrussland hingegen wurde - bedingt durch die Rezession in Russland - ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 3,6% prognostiziert. In Slowenien sowie in der Republik Mazedonien wuchs die Wirtschaft 2015 laut Einschätzung der Europäischen Kommission um 2,6% bzw. 3,2%. Für die Republik Serbien wurde im Jahr 2015 ein BIP-Wachstum von 0,7% erwartet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte im Berichtsjahr die Lockerung ihrer Geldpolitik mithilfe eines Anleihen-Kaufprogramms fort. Im Rahmen dieses im März 2015 gestarteten Programms wird die EZB bis zumindest März 2017 voraussichtlich Wertpapiere im Ausmaß von 60 Mrd. EUR pro Monat kaufen. Unterdessen erhöhte die US-Notenbank (Federal Reserve) im Dezember 2015 erstmals seit 2006 ihren Leitzins von 0,00-0,25% auf 0,25-0,5%.

Branchentrends und Wettbewerb

Der Geschäftsverlauf der Telekom Austria Group wird von mehreren externen Einflussfaktoren maßgeblich geprägt. Insbesondere in den reifen Märkten zeigte sich das Marktumfeld sowohl im Festnetz- als auch im Mobilkommunikationsmarkt im Jahr 2015 weiterhin wettbewerbsintensiv, im No-Frills-Segment nicht zuletzt durch den Markteintritt zusätzlicher virtueller Mobilfunkbetreiber (Mobile Virtual Network Operators, MVNOs). Dies führt zu anhaltendem Druck auf das Preisniveau. Weiterhin negativ auf die Umsatz- und Ergebnissituation wirken sich auch die Regulierungsbestimmungen aus. Neben Bestimmungen zu den Terminierungsentgelten und den Roamingtarifen in der Mobilkommunikation zählt hierzu auch die Verdreifachung der Frequenznutzungsentgelte in Kroatien. Des Weiteren prägte die unsichere politische und wirtschaftliche Situation im CEE-Raum das Konsumverhalten in vielen Ländern, auch wenn hierbei eine leichte Erholung erkennbar ist. Die Telekom Austria Group begegnet diesen Einflussfaktoren mit der konsequenten Umsetzung ihrer Konvergenzstrategie, einem klaren Fokus auf Kundensegmente mit hoher Wertschöpfung, innovativen Produkten und Serviceleistungen sowie striktem Kostenmanagement.

1 Quellen: BIP-Angaben zu Welt und Weißrussland: IWF http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2015/02/pdf/text.pdf, Stand Oktober 2015, Seiten 2, 35; Europäische Union, Österreich, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Republik Mazedonien und Republik Serbien: http://ec.europa.eu/economy_finance/publications/eeip/pdf/ip011_en.pdf, Stand 5. November 2015, Seiten 22, 71, 89, 107, 115, 127 und 131

In Österreich bietet die Telekom Austria Group unter der Marke A1 ein umfassendes und konvergentes Produktportfolio aus Festnetz- und Mobilkommunikationslösungen an. Der jüngste Marktbericht der Regulierungsbehörde, der die aktuellsten Marktdaten in Österreich bis zum 1. Halbjahr 2015 erfasst, zeigt den hohen Reifegrad des österreichischen Marktes und beschreibt die folgenden Trends im Durchschnitt über alle Betreiber:2

  • › Die monatlichen Umsatzerlöse eines Durchschnittskunden konnten im Mobilfunkbereich im 1. Halbjahr von EUR 14,1 auf EUR 14,5 angehoben werden, und auch die Endkundenumsätze zeigten im Jahresvergleich einen Anstieg um 1,8%. Während sich die Zahl der Sprachminuten gegenüber dem 1. Halbjahr 2014 leicht um 1,7% reduzierte und die SMS-Anzahl erneut einen deutlichen Rückgang von 17,2% verzeichnete, nahm das Datenvolumen mit einem Plus von 71,3% einmal mehr signifikant zu. Starke Impulse gingen dabei weiterhin von Smartphone-Nutzern aus, wo ein Anstieg um 5,7% auf mehr als 3,6 Millionen zu registrieren war.
  • › Im österreichischen Festnetzmarkt setzte sich die Substitution durch die Mobilkommunikation im Berichtsjahr tendenziell fort die Zahl der Festnetzanschlüsse reduzierte sich im Jahresvergleich um 2,7%. Weiter zurückgegangen ist auch der Anteil der Sprachminuten via Festnetz am Gesamtvolumen von 14,2% im 1. Halbjahr 2014 auf 13,1% im 1. Halbjahr 2015. Ebenfalls immer noch rückläufig zeigten sich die durchschnittlichen monatlichen Telefonieumsätze im Festnetz: Sie gingen bei Privatkunden um 10,3% und bei Geschäftskunden um 7,5% zurück. Die starke Nachfrage nach Breitbandlösungen setzte sich 2015 fort und führte in Summe zu einem Anstieg um 4,0% auf mehr als 8 Millionen Breitbandanschlüsse. Festnetz-Breitband legte dabei um 5,3% zu, während mobiles Breitband stabil blieb.

Laut Statistik Austria ist der Anteil der österreichischen Haushalte mit Internetanschluss von 81% auf 82% gestiegen. Die Breitbandanschlüsse im Bereich der privaten Haushalte haben auf 81% zugenommen, jene der Unternehmen sind bei 96% stabil geblieben.3 Die zuvor genannten Indikatoren lassen in Summe zwar auf eine vermehrte Nutzung von Telekommunikationslösungen schließen, gleichzeitig gehen jedoch die damit verbundenen Ausgaben im Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen der Anwender in der Regel zurück. Tendenziell bestätigt wird dies durch den Informations- und Kommunikations-Technologie (IKT)-Preiskorb, den die International Telecommunication Union (ITU) regelmäßig veröffentlicht. Er berechnet die Ausgaben eines definierten Leistungskorbs aus Festnetz- und Mobiltelefonie sowie Festnetz-Breitband im Verhältnis zum durchschnittlichen Bruttonationaleinkommen pro Kopf. Für Österreich ging der Indexwert von 1,1% im Jahr 2008 auf 0,5% im Jahr 2013 zurück. Im Jahr 2014, in dem die jüngste Erhebung erfolgte, wurde ein leichter Anstieg auf 0,6% verzeichnet.4

2 https://www.rtr.at/de/inf/TK_Monitor_4_2015/TM4_2015.pdf; Seiten 12, 17, 18, 19, 34, 48, 53, 55, 66 (TAG-Berechnungen) 3 http://www.statistik.at/web_de/statistiken/informationsgesellschaft/index.html

4 http://www.itu.int/en/ITU-D/Statistics/Documents/publications/mis2009/MIS2009_w5.pdf; Seite 56; http://www.itu.int/en/ITU-D/Statistics/Documents/publications/mis2014/MIS2014_without_Annex_4.pdf; Seiten 166-167; http://www.itu.int/en/ITU-D/Statistics/Documents/publications/misr2015/MISR2015-w5.pdf; Seite 140

In Bulgarien wirkten sich die hohe Wettbewerbsintensität und das schwierige Marktumfeld im Berichtsjahr weiterhin massiv auf die Preisgestaltung der Mobilkommunikationsangebote, aber auch die konvergente Produktpakete aus. Die Internetquote aller Haushalte stieg 2015 im Jahresvergleich von 56,7% auf 59,1%, mobiles Breitband nehmen derzeit 38,7% aller Nutzer in Anspruch.5

Der kroatische IKT-Markt ließ gegen Ende des Berichtsjahres eine leichte Abnahme der Wettbewerbsintensität erkennen, und auch die gesamtwirtschaftliche Situation begann sich zu erholen. Vor diesem Hintergrund blieb die Anzahl der Mobilfunkkunden zum Ende des 3. Quartals 2015 im Jahresvergleich nahezu stabil. Die Breitbandpenetration im Festnetzbereich betrug im 3. Quartal 2015 22,7%.6

In Weißrussland hat sich der IKT-Markt in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt, was sich in einem stetigen Anstieg der Internetkunden sowie der Anzahl der Mobiltelefonnutzer manifestiert. Der Anteil an Haushalten mit Internetzugang hat sich ebenfalls stetig erhöht und betrug per Ende 2014 57,1%.7

Im Segment Weitere Märkte der Telekom Austria Group war Slowenien mit einer Internet-Penetrationsrate von 77,6% im Berichtsjahr der am weitesten entwickelte IKT-Markt. Dabei war im Jahr 2015 in Slowenien laut offizieller Statistik eine weitere Zunahme der Sprachminuten über Mobiltelefone zu verzeichnen, während die Sprachminuten über Festnetz deutlich abnahmen.8

In der Republik Serbien setzte sich der Aufholprozess bei Internetanschlüssen fort – ausgehend von einem deutlich niedrigeren Niveau als in den anderen Märkten der Telekom Austria Group. Insgesamt verfügten im Jahr 2015 bereits 63,8% der Haushalte über einen Internetzugang. Mittlerweile besitzen darüber hinaus 90,3% aller serbischen Haushalte Mobiltelefone sowie 64,4% einen Computer.9

Nach Angaben des Statistikamts der Republik Mazedonien verfügten im 1. Quartal 2015 69,4% aller mazedonischen Haushalte über einen Internetzugang, 99,5% davon via Breitbandanschluss. 71,2% der Personen mit Internetzugang nutzen das Web über ein Mobilgerät.10

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015 lag mit 6.756,9 Mio. EUR um 2,7% unter dem Wert von 6.944,9 Mio. EUR des Vorjahres.

Das Anlagevermögen stieg von 6.284,9 Mio. EUR um 5,4% auf 6.623,3 Mio. EUR. Aufgrund aktueller Unternehmensbewertungen ergaben sich im Finanzanlagevermögen folgende Zuschreibungen und Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen:

Gesamt 406,7 71,4
mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH 23,4 0,0
A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH 26,6 0,0
mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH 84,8 0,0
mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH 90,2 0,0
mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH 181,7 71,4
Zuschreibungen zu Anteilen an verbundenen Unternehmen (in Mio. EUR) 2015 2014

6 http://www.hakom.hr/UserDocsImages/2015/e_trziste/KVA%20ENG%203Q%202015%20Share%20of%20prepaid%20and%20postpaid%20subscribers_Mobile.pdf;

  • 7 http://belstat.gov.by/en/ofitsialnaya-statistika/otrasli-statistiki/transport-i-svyaz/osnovnye-pokazateli-za-period-s-1995-po-2010-gody/main-indicators-of-general-usecommunications-development/; http://belstat.gov.by/en/bgd/katalog-publikatsii/public_compilation/index_219/ (Seite 351)
  • 8 http://pxweb.stat.si/pxweb/Dialog/viewplus.asp?ma=H087E&ti=&path=../Database/Hitre_Repozitorij/&lang=1;
  • http://pxweb.stat.si/pxweb/Dialog/viewplus.asp?ma=H083E&ti=&path=../Database/Hitre_Repozitorij/&lang=1

10 http://www.stat.gov.mk/PrikaziSoopstenie_en.aspx?rbrtxt=77

5 http://www.nsi.bg/en/content/6099/households-who-have-internet-access-home

http://www.hakom.hr/UserDocsImages/2015/e_trziste/KVA%20ENG%20Q3%202015%20Fixed%20broadband%20penetration.pdf

9http://webrzs.stat.gov.rs/WebSite/Public/ReportResultView.aspx?rptKey=indId%3d270101IND01%2662%3d1%2c2%2c3%2c4%2c5%2635%3d6%262%3d%23All%231%26sAre aId%3d270101%26dType%3dName%26lType%3dEnglish;

http://webrzs.stat.gov.rs/WebSite/Public/ReportResultView.aspx?rptKey=indId%3d270102IND01%2c270102IND02%2c270102IND03%262%3d201500%2635%3d6%26sAreaId %3d270102%26dType%3dName%26lType%3dEnglish

Gesamt 105,1 1.265,2
mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH 0,0 41,7
mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH 0,0 103,2
mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH 0,0 212,5
A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH 0,0 518,4
A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft 105,1 389,4
Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen (in Mio. EUR) 2015 2014

Der signifikante Rückgang im Umlaufvermögen von 647,5 Mio. EUR auf 124,3 Mio. EUR per 31. Dezember 2015 ergibt sich aus niedrigeren Cash-Pooling-Forderungen und gesunkenen Forderungen aus Dividenden an verbundene Unternehmen.

Zum 31. Dezember 2015 wird ein Eigenkapital von 3.733,0 Mio. EUR ausgewiesen (31.12.2014: 3.381,3 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresergebnis 2015 in Verbindung mit einbehaltenen Gewinnen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten um 515,5 Mio. EUR auf 2.800,1 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Telekom Finanzmanagement GmbH zurückzuführen.

Die von der Gesellschaft im Jahr 2015 erbrachten Leistungen führten zu einer Steigerung der Umsatzerlöse von 26,9 Mio. EUR im Jahr 2014 auf 27,3 Mio. EUR im Jahr 2015.

Der Personalaufwand stieg vor allem aufgrund von Abfertigungen und beendigungskausalen Leistungen an ehemalige Vorstandsmitglieder von 27,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 32,1 Mio. EUR im Jahr 2015. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres in Höhe von 39,4 Mio. EUR waren durch einmalige Kosten der Kapitalerhöhung belastet und sanken im Berichtsjahr daher auf 22,6 Mio. EUR.

Als Resultat der zuvor beschriebenen Entwicklungen verbesserte sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Jahr 2014 von -39,7 Mio. EUR auf -27,2 Mio. EUR im Jahr 2015.

Die Erträge aus Beteiligungen stiegen von 159,7 Mio. EUR im Jahr 2014 auf 220,1 Mio. EUR im Jahr 2015, vor allem bedingt durch höhere Dividendenausschüttungen innerhalb der Gruppe im Berichtsjahr.

Die Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen in Höhe von 406,7 Mio. EUR (2014: 71,4 Mio. EUR) resultieren aus den bereits dargestellten Zuschreibungen zu Anteilen an verbundenen Unternehmen. Die Aufwendungen aus Finanzanlagen in Höhe von 129,3 Mio. EUR betrafen im Jahr 2015 im Wesentlichen die bereits dargestellten Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 140,9 Mio. EUR, die vorwiegend gegenüber verbundenen Unternehmen anfielen, sanken im Vergleich zum Vorjahr (147,7 Mio. EUR) um 4,6% aufgrund der Reduktion der Verbindlichkeiten.

Bedingt durch die zuvor beschriebenen Faktoren verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf +329,4 Mio. EUR nach -1.250,3 Mio. EUR im Jahr 2014.

Unter dem Posten Steuern vom Einkommen wird für 2015 ein Ertrag von 55,5 Mio. EUR ausgewiesen (2014: 103,1 Mio. EUR), der zum einen aus Steuerumlagen aus dem laufenden Ergebnis in Höhe von 29,2 Mio. EUR (2014: 8,7 Mio. EUR) und zum anderen aus der Auflösung der Rückstellung für latente Steuern in Höhe von 26,3 Mio. EUR (2014: 94,4 Mio. EUR) resultiert.

In Summe ergibt sich aus diesen Entwicklungen für das Geschäftsjahr 2015 ein Jahresüberschuss in der Höhe von 384,9 Mio. EUR (2014: Jahresfehlbetrag von -1.147,1 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wurden Auflösungen der Gewinnrücklagen in Höhe von 314,5 Mio. EUR, sowie Zuweisungen von Gewinnrücklagen in Höhe von 406,67 Mio. EUR vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine Auflösung von Gewinnrücklagen in Höhe von 1.180,2 Mio. EUR vorgenommen.

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,05 EUR je dividendenberechtigte Stückaktie vorschlagen. Der verbleibende Gewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Folgenden wird auf die für die Telekom Austria AG wichtigsten finanz- bzw. erfolgswirtschaftlichen Kennzahlen eingegangen.

  • Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG beträgt zum 31. Dezember 2015 55,2% (31.12.2014: 48,7%). Die Kennzahl errechnet sich aus der Summe des Eigenkapitals dividiert durch das Gesamtkapital.
  • Die "fiktive Schuldentilgungsdauer" gemäß § 24 URG beträgt zum 31. Dezember 2015 über 15 Jahre. Zum 31. Dezember 2014 konnte diese nicht berechnet werden, da ein Nettomittelabfluss vorlag. Die Veränderung resultiert aus höheren Dividendenerträgen aus verbundenen Unternehmen im Berichtsjahr verglichen mit dem Vorjahr. Die "fiktive Schuldentilgungsdauer" zeigt an, wie viele Jahre auf Basis des Ergebnisses der laufenden Geschäftstätigkeit die Rückzahlung der Gesamtschulden theoretisch dauert.
  • Das Ergebnis vor Steuern (Earnings before Interest and Tax EBIT) entspricht dem um den Zinsaufwand und Zinsertrag korrigierten Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Das EBIT verbesserte sich von -1.102,5 Mio. EUR im Jahr 2014 auf +470,3 Mio. EUR im aktuellen Geschäftsjahr. Im Vorjahr wurden Abschreibungen/Zuschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von -1.193,8 Mio. EUR (saldiert) vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen/Zuschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von +301,6 Mio. EUR (saldiert) vorgenommen.
  • Die Eigenkapitalrentabilität (Verhältnis aus EBIT zum Eigenkapital) stieg aus den zuvor erwähnten Gründen von -32,6% im Jahr 2014 auf +12,6% im Jahr 2015. Bei der Gesamtkapitalrentabilität (Verhältnis aus EBIT zum Gesamtkapital) verzeichnete die Gesellschaft eine Verbesserung von -15,9% im Jahr 2014 auf +7,0% im Jahr 2015.
  • Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel. Zum 31.12.2015 blieb die Nettoverschuldung mit 2.745,0 Mio. EUR im Vergleich zu 2.776,7 Mio. EUR im Vorjahr nahezu konstant.
  • Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich von 126,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 103,4 Mio. EUR im Jahr 2015, was primär auf Veränderungen in der Kapitalbindung im Umlaufvermögen zurückzuführen ist. Die Reduzierung des Umlaufvermögens entstand im Wesentlichen aus geringeren Dividenden- und Cash-Pooling-Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
  • Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt 2015 -36,8 Mio. EUR, verglichen mit -7,2 Mio. EUR im Vorjahr. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf den am 1. September 2015 durchgeführten Erwerb von 100% der Amisco NV ("Amis"), der Holdinggesellschaft von Amis Slovenia und Amis Croatia, zurückzuführen.
  • Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich von +368,4 Mio. EUR im Jahr 2014 auf -549,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit des Berichtsjahres ist wesentlich von der Rückzahlung von Finanzierungs-Verbindlichkeiten bei der Telekom Austria Finanzmanagement GmbH beeinflusst. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit des Jahres 2014 war wesentlich durch die Einzahlung durch die Kapitalerhöhung vermindert um die Rückzahlung von Finanzierungs-Verbindlichkeiten bei der Telekom Austria Finanzmanagement GmbH beeinflusst.

Beteiligungen

Die Telekom Austria Group ist per 31. Dezember 2015 neben Österreich in weiteren sechs europäischen Ländern erfolgreich positioniert. Im Bereich der Mobilkommunikation wurden per Jahresende 2015 rund 20,7 Mio. Kunden (2014: 20,0 Mio.) betreut; das Festnetz zählte in Summe rund 3,4 Millionen Anschlussleitungen, 23,7% mehr als im Vorjahr.

Die A1 Telekom Austria AG verzeichnete 2015 einen Anstieg der Gesamtkundenbasis in der Mobilkommunikation um 0,6% auf rund 5,5 Mio. Kunden. Der Marktanteil in der Mobilkommunikation belief sich auf 39,5% gegenüber 41,1% im Vorjahr. Die Mobilfunkpenetration erreichte einen Wert von 161,2% (2014: 155,1%). Der durchschnittliche Erlös pro Mobilkommunikationskunde sank um 1,4% auf 15,9 EUR (2014: 16,2 EUR). Im Festnetz wurde 2015 ein Anstieg um 3.500 Anschlüsse auf rund 2,3 Millionen Anschlüsse verzeichnet. Der durchschnittliche Erlös pro Festnetzanschlussleitung lag bei 29,6 EUR (2014: 30,4 EUR).

MobilTel EAD verzeichnete 2015 einen Anstieg der Mobilkommunikationskunden um 0,3% auf rund 4,2 Millionen Kunden. Der Marktanteil von MobilTel, dem führenden Mobilkommunikationsanbieter in Bulgarien, stieg im Berichtsjahr von 37,6% auf 38,8%. Die Mobilfunkpenetrationsrate sank in Bulgarien auf 149,2% (2014: 152,7%). Nach der Übernahme von Bultel Cable Bulgaria EAD verzeichnete das Segment Bulgarien per Jahresende 2015 einen Anstieg der Festnetzanschlüsse von 153.600 auf 583.600 Anschlüsse.

Bei VIPnet d.o.o., dem zweitgrößten Mobilkommunikationsanbieter in Kroatien, sank 2015 die Anzahl der Mobilkommunikationskunden um 0,4% auf rund 1,7 Millionen Kunden. Vipnet hielt per Jahresende 2015 einen Marktanteil von 36,0% (2014: 36,0%). Die Mobilfunkpenetrationsrate belief sich per Jahresende in Kroatien auf 113,7% (2014: 112,6%). Die Festnetzanschlüsse stiegen 2015 um 28,9% auf 283.400 Anschlüsse.

Unitary Enterprise Velcom, der zweitgrößte Mobilkommunikationsanbieter in Weißrussland, hatte 2015 mit 4,96 Mio. Kunden gegenüber dem Vorjahr eine weitgehend stabile Anzahl von Mobilkommunikationskunden. Der Marktanteil von velcom betrug 42,5% per Ende Dezember 2015 (2014: 42,4%). Die Mobilfunkpenetrationsrate lag in Weißrussland bei 123,0% (2014: 123,3%).

Si.mobil d.d., der zweitgrößte Mobilkommunikationsanbieter in Slowenien, konnte mit Jahresende 2015 die Kundenanzahl um 4,0% auf 708.500 Kunden steigern. Der Marktanteil stieg auf 29,9 % (2014: 29,2%). Die Mobilfunkpenetrationsrate in Slowenien betrug 113,7% mit Jahresende 2015 im Vergleich zu 111,8% Ende 2014. Nach der Übernahme von Amisco N.V. verzeichnete Slowenien per Jahresende 2015 außerdem 65.700 Festnetzanschlüsse.

Vip mobile d.o.o., der drittgrößte Mobilkommunikationsanbieter in der Republik Serbien, hatte mit 2,1 Millionen Mobilkommunikationskunden um 2,3% weniger Kunden als im Vorjahr. Der Marktanteil liegt Ende 2015 bei 22,5% (2014: 22,5%). Die Mobilfunkpenetrationsrate sank in der Republik Serbien mit Ende 2015 132,0% (2014: 133,6%).

one.Vip DOO, entstanden durch die Fusion von Vip Operator DOOEL mit ONE Operator d.o.o. in der Republik Mazedonien, zählte Ende des Jahres 2015 1,2 Millionen Kunden, was einem fusionsbedingten Anstieg von 87,1% entspricht. Der Marktanteil erhöhte sich von 28,2% zum Ende 2014 auf 53,7% zum Jahresende 2015. Per 31. Dezember 2015 betrug die Mobilfunkpenetrationsrate in der Republik Mazedonien 105,5% (2014: 107,4%). Im Festnetzbereich wurde 2015 ein Anstieg von 62.600 Anschlüsse auf 144.500 Anschlüsse verzeichnet.

Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat

In der Hauptversammlung am 27. Mai 2015 schied Rudolf Kemler aus dem Aufsichtsrat aus, in der Folge wurde Wolfgang Ruttenstorfer mit sofortiger Wirkung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Außerdem wurde Karin Exner-Wöhrer in den Aufsichtsrat gewählt und löste damit Günter Leonhartsberger in seiner Funktion als Aufsichtsrat ab.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Ende der laufenden Funktions
Name (Geburtsjahr) Erstbestellung periode / Datum des Ausscheidens
Elisabetta Castiglioni (1964) 29.05.2013 2016*
Karin Exner-Wöhrer (1971) 27.05.2015 2020***
Carlos García Moreno Elizondo, stellvertretender Vorsitzender (1957) 14.08.2014 2018**
Carlos M. Jarque (1954) 14.08.2014 2018**
Alejandro Cantú Jiménez (1972) 14.08.2014 2016*
Rudolf Kemler, Vorsitzender (1956)**** 01.11.2012 27.05.2015
Reinhard Kraxner (1970) 14.08.2014 2016*
Günter Leonhartsberger (1968) 14.08.2014 27.05.2015
Ronny Pecik (1962) 23.05.2012 2018**
Stefan Pinter (1978) 14.08.2014 2016*
27.05.2010 bis 14.08.2014,
Wolfgang Ruttenstorfer, Vorsitzender (1950)* Wiederbestellung am 27.05.2014 2020***
Oscar Von Hauske Solís (1957) 23.10.2012 2018**

Von der Arbeitnehmervertretung entsandte Aufsichtsratsmitglieder

30.01.2009 bis 03.11.2010, Wiederentsendung am
Silvia Bauer (1968) 26.07.2012
Walter Hotz (1959) Wiederentsendung am 06.05.2011
03.08.2007 bis 20.10.2010, Wiederentsendung am
Werner Luksch (1967) 11.01.2011
Alexander Sollak (1978) 03.11.2010
Gottfried Kehrer (1962) 27.10.2010

* Die Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 (voraussichtlich Mai 2016).

** Die Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017 (voraussichtlich Mai 2018).

*** Die Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 (voraussichtlich Mai 2020).

**** Vorsitzender bis 27. Mai 2015

***** Vorsitzender ab 27. Mai 2015

Alejandro Plater wurde per 6. März 2015 für drei Jahre mit Verlängerungsoption für zwei weitere Jahre als Chief Operating Officer (COO) der Telekom Austria Group bestellt, und löste damit Chief Technology Officer (CTO) Günther Ottendorfer ab. Der Vertrag von Finanzvorstand Siegfried Mayrhofer wurde mit 1. Juni 2015 um drei Jahre mit Verlängerungsoption für zwei weitere Jahre verlängert. Hannes Ametsreiter legte sein Mandat als Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria AG per 31. Juli 2015 nieder. Alejandro Plater übernahm zusätzlich zu seinen Agenden als COO per 1. August 2015 auch jene des CEO und Vorstandsvorsitzenden.

Innovation und Technologie

Der dynamischen Zunahme, der über die Netze der Telekom Austria Group transportierten Datenvolumina, wird mit umfangreichen Entwicklungsaktivitäten Rechnung getragen. Um für die künftigen Anforderungen gerüstet zu sein, steht insbesondere die Weiterentwicklung der Netzinfrastruktur sowie die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen im Fokus der Innovationsstrategie der Gruppe.

Die Telekom Austria Group hat mit der erfolgreichen Durchführung von Feldversuchen zur Virtualisierung der Netzarchitektur und von Netzwerkfunktionen (Network Function Virtualization, NFV) bei den Tochtergesellschaften A1, Mobiltel, Vipnet, Vip mobile sowie one.Vip eine Führungsrolle im diesbezüglichen technologischen Transformationsprozess der Telekommunikationsbranche übernommen. NFV bedeutet einen Paradigmenwechsel, der in den kommenden Jahren massive Auswirkungen auf den gesamten Sektor haben wird. Unter Virtualisierung versteht man dabei die Trennung von Software- und Hardware-Funktionen, um das Netz und dessen Services mit offenen Programmschnittstellen sowie ortsunabhängig und vollständig automatisiert betreiben zu können. Auf diese Weise gestaltet NFV die Bereitstellung von Services effizienter, flexibler und vor allem kostenoptimal. In Österreich wurden bereits erste erfolgreiche Feldversuche mit virtuellen Modemlösungen für den Geschäfts- und Endkundenbereich durchgeführt.

Der forcierte Ausbau von LTE in Österreich, Kroatien, Slowenien, der Republik Serbien sowie der Republik Mazedonien führte zu einer erheblichen Verbesserung der Versorgung mit superschnellem mobilem Internet. Si.mobil bietet hierbei in Slowenien bereits eine Abdeckung von 96%, A1 in Österreich 74%, Vipnet in Kroatien 55%, one.Vip in der Republik Mazedonien 54% und Vip mobile in der Republik Serbien 24%. Darüber hinaus wurde - nach dem erfolgreichen Abschluss einer Testphase - im Netz von A1 auch Voice over LTE (VoLTE) eingeführt. Diese Technologie ermöglicht einen wesentlich schnelleren Gesprächsaufbau und höchste Sprachqualität.

2015 wurde der größte Breitbandausbau in der Geschichte der A1 gestartet. Zum Ende des Berichtsjahres wurden bereits 39% der österreichischen Privat- und Geschäftsadressen mit dem 30 Mbit/s-Produkt von A1 versorgt. Mit G.fast hatte A1 beispielsweise bereits 2014 in mehreren Versuchen Datenübertragungsraten von mehr als 500 Mbit/s auf herkömmlichen Kupferleitungen erzielt. 2015 demonstrierte sie die neue Breitbandtechnologie (VDSL2 35b). Während G.fast bei Leitungslängen in der Größenordnung von 200 Metern ideal einsetzbar ist, bringt VDSL2 35b vor allem bei Leitungslängen bis etwa 500 Meter ein deutliches Leistungsplus gegenüber herkömmlichen DSL-Technologien. Damit ist diese Technologie auch für weniger dicht besiedelte Gebiete geeignet. In Kombination mit Vectoring – einer Technologie, die die Gruppe bereits seit 2012 zur Filterung von Störungen auf Kupferleitungen einsetzt – nutzt VDSL2 35b höhere Frequenzen und ermöglicht dadurch Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 100 Mbit/s, auf kürzeren Distanzen sogar von rund 200 Mbit/s. A1 hat damit erneut demonstriert, dass die Bandbreitenkriterien der Förderrichtlinie zu Breitbandmilliarde im Rahmen eines FTTC-Ausbaus erfüllt werden können.

Der Geschäftsbereich Machine-to-Machine (M2M) der Telekom Austria Group hat im Berichtszeitraum zahlreiche innovative Projekte erfolgreich durchgeführt. Der Bogen spannt sich hier von Managed Connectivity als Basisprodukt bis zu umfassenden Lösungen für beispielsweise Asset Tracking oder Flottenmanagement. Bei Smart Metering liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten in Österreich, begründet durch die nationale Umsetzung des EU-rechtlichen Rahmens, der bis 2019 eine Umrüstung von 95% der bestehenden Stromzähler auf Smart Meter vorsieht. Das unter der Bezeichnung "Österreich Zähler" vom Unternehmen auf den Markt gebrachte innovative Produkt verbindet intelligente Stromzählung mit zukunftsorientierter Kommunikationstechnologie und wird bereits von einem Verteilnetzbetreiber, Netz Burgenland, eingesetzt. Darüber hinaus vertrauen bereits sechs Netzbetreiber auf die Smart-Metering-Gesamtlösung der Telekom Austria Group M2M. Auf hohe Aufmerksamkeit stieß darüber hinaus die Vorstellung des europaweit ersten Smart Meters mit LTE-Anbindung.

Forschungskooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie sowie Gemeinschaftsprojekte mit nationalen und internationalen Institutionen unterstützen die Telekom Austria Group bei der Entwicklung und Integration von Zukunftstechnologien für markt- und kundenorientierte Kommunikationslösungen. Im Jahr 2015 unterhielt die Telekom Austria Group Forschungskooperationen mit dem Forschungszentrum Telekommunikation Wien, der Technischen Universität Wien, dem Christian-Doppler-Labor für Funktechnologien für nachhaltige Mobilität und dem Josef Ressel Center for User-friendly Secure Mobile Environments. Über den eigenen Wirkungsbereich hinaus fördert die A1 mit der sogenannten "Start-up-Initiative" junge Unternehmen bei der Realisierung ihrer Innovationen durch die Bereitstellung von Know-how und Infrastruktur. Zudem ist die Telekom Austria Group Partner im Smart-City-Projekt "Loadshift" und beteiligt sich im Rahmen des Stakeholder-Prozesses der Technologieplattform Smart Grids Austria am Diskurs über die künftige Einführung intelligenter Stromnetze. Um für künftige technologische Herausforderungen gerüstet zu sein, engagiert sich die Telekom Austria Group zudem in europäischen (European Telecommunications Standards Institute, ETSI) und internationalen (3rd Generation Partnership Project, 3GPP; TeleManagement Forum, TMF und Next Generation Mobile Networks, NGMN) Organisationen.

Nachhaltige Unternehmensführung

Die Telekom Austria Group strebt eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts unter Berücksichtigung aller relevanten ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte an. Das Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex und die Anwendung aller Vorgaben des internen Kontrollsystems, des Code of Conduct sowie der Compliance-Richtlinien unterstützen diese Zielsetzung. Ein integriertes CSR-Management, festgelegte Standards und Prozesse, ein gruppenweites Umweltmanagement und die Einhaltung der Prinzipien des UN Global Compact sorgen für ein nachhaltig ausgerichtetes Verfolgen von Strategien und Zielen und stellen die Einbindung aller Unternehmenseinheiten und -hierarchien sicher. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgt nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) und wird von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer validiert.

Unter Einbindung verschiedener Interessengruppen wurde eine Wesentlichkeitsanalyse zur Identifikation der zentralen Nachhaltigkeitsthemen durchgeführt. In weiterer Folge wurden daraus vier strategische Handlungsfelder abgeleitet, die als wesentlich für die zukünftige Entwicklung der Telekom Austria Group erachtet werden. Für diese Handlungsfelder wurden konkrete Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen definiert.

Das Handlungsfeld "Providing Responsible Products" stellt auf die innovativen Anwendungsmöglichkeiten von sicheren und leistungsstarken Kommunikationsnetzen sowie deren positive Effekte auf Umwelt und Gesellschaft ab. Das Handlungsfeld "Living Green" beleuchtet die konkreten Maßnahmen zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks der Telekom Austria Group. Um die Zielerreichung in diesem Bereich messbar zu machen, werden gruppenweite Umweltkennzahlen erhoben. Die gezielte Förderung von Mitarbeitern steht im Mittelpunkt des Handlungsfelds "Empowering People". Das Handlungsfeld "Creating Equal Opportunities" schließlich umfasst jene Initiativen der Telekom Austria Group, die auf die Förderung der digitalen Medienkompetenz in ihren Märkten abzielen.

Das Umweltmanagementsystem der A1 Telekom Austria AG sowie von Si.mobil d.d. und Vip mobile d.o.o. ist nach ISO 14001 zertifiziert. Darüber hinaus werden in Österreich und Slowenien die Anforderungen von EMAS erfüllt. Das Energiemanagement der A1 Telekom Austria AG ist zudem nach ISO 50001 zertifiziert. Seit 2014 hat die A1 Telekom Austria AG das erste CO2-neutrale Netz in Österreich, das vom TÜV SÜD nach der internationalen Norm PAS 2060 geprüft und validiert wurde.

Offenlegung gem. § 243a UGB

Aktionärsstruktur und Angaben zum Kapital

Mit Jahresende 2015 befanden sich 59,70% bzw. 396.705.196 Aktien der Telekom Austria AG im direkten und indirekten Besitz von América Móvil, S.A.B. de C.V. Die Republik Österreich hält über die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB) - vormals Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG) - 28,42%, der Rest von 11,88% entfällt auf den Streubesitz. Von Letzterem wurden 0,1% bzw. 0,4 Millionen Aktien von der Gesellschaft selbst gehalten. Dem Streubesitz sind auch die auf einem Sammeldepot verwahrten Mitarbeiteraktien zuzuordnen. Die damit verbundenen Stimmrechte werden von einem Treuhänder (Notar) ausgeübt. Im Jahr 2015 kam es zu keinen wesentlichen Veränderungen der Aktionärsstruktur. Die Anzahl der Stückaktien liegt unverändert bei 664.500.000.

Die folgenden Informationen bezüglich eines Syndikatsvertrages basieren ausschließlich auf veröffentlichten Informationen. Darüber hinausgehende Informationen liegen der Gesellschaft nicht vor. Am 27. Juni 2014 wurde der Syndikatsvertrag zwischen ÖBIB, América Móvil und Carso Telecom B.V. ("Carso Telecom") wirksam. In dem Syndikatsvertrag haben die Parteien vereinbart, im Hinblick auf das Management der Telekom Austria Aktiengesellschaft langfristig ihre Stimmrechte abgestimmt auszuüben. Darüber hinaus enthält der Syndikatsvertrag Regeln für die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Gremien der Gesellschaft für die Wahl von Aufsichtsrats-und Vorstandsmitgliedern sowie Aktienverkaufsbeschränkungen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus zehn Kapitalvertretern, wobei acht Mitglieder von Carso Telecom und zwei Mitglieder von der ÖBIB nominiert werden. Die ÖBIB verfügt über das Recht, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates zu stellen. Carso Telecom verfügt über das Recht, den Stellvertreter des Vorsitzenden zu nominieren. Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern. Zwei Mitglieder werden von Carso Telecom nominiert, ein Vorstandsmitglied, nämlich der CEO (Chief Executive Officer), wird von der ÖBIB nominiert. Am 24. Juli 2015 wurden auf Vorschlag der beiden Hauptaktionäre América Móvil und ÖBIB die Zuständigkeiten des Chief Executive Officer der Telekom Austria AG per 1. August 2015 an Alejandro Plater übertragen. Des Weiteren wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. August 2014 die Satzung dahingehend geändert, dass, solange die Republik Österreich direkt oder indirekt zumindest 25% plus eine Aktie am Grundkapital der Gesellschaft hält, Kapitalerhöhungsbeschlüsse und die Begebung von Instrumenten, die ein Wandlungsrecht oder eine Wandlungsverpflichtung in Aktien der Gesellschaft beinhalten, sowie Änderungen dieser betreffenden Satzungsbestimmungen einer Mehrheit bedürfen, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

ÖBIB und Carso Telecom haben vereinbart, dass während des Bestehens des Syndikatsvertrags mindestens 24% der Aktien der Gesellschaft frei handelbar sein sollen. Die Basis dieses Mindestanteils an frei handelbaren Aktien sind die maximalen Anteile der ÖBIB in Höhe von 25% plus

eine Aktie. Solange die ÖBIB mehr als 25% plus eine Aktie an der Gesellschaft hält, verringert sich der Mindestanteil an frei handelbaren Aktien entsprechend, damit es América Móvil möglich ist, einen Anteil von 51% an der Gesellschaft zu erreichen. Falls es während des Bestehens des Syndikatsvertrags dazu kommt, dass der Anteil an frei handelbaren Aktien unter den Mindestanteil fällt, hat sich (i) Carso Telecom dazu verpflichtet, innerhalb der nachfolgenden vierundzwanzig Monate Aktien zu verkaufen, und hat sich (ii) América Móvil dazu verpflichtet, dass sie und ihre Konzerngesellschaften keine weiteren Aktien kaufen, bis der Mindestanteil an frei handelbaren Aktien wieder gegeben ist.

Solange die ÖBIB mehr als 25% plus eine Aktie oder mehr am Grundkapital der Telekom Austria AG hält, stehen der ÖBIB nach dem Stimmbindungsvertrag die folgenden Mitbestimmungsrechte zu: unter anderem Vetorechte bei Kapitalerhöhungen der Telekom Austria AG und ihrer Tochtergesellschaften, der Ausgabe bestimmter wandelbarer Instrumente, der Bestellung der Abschlussprüfer, Rechtsgeschäften mit nahestehenden Personen, der Verlegung des Firmensitzes und wesentlicher Geschäftsfunktionen, einschließlich Forschung und Entwicklung, dem Verkauf des Kerngeschäfts, der Änderung der Firma der Telekom Austria AG und der Marken der Telekom Austria AG. Darüber hinaus erhält die ÖBIB die nach geltendem Recht zwingend vorgesehenen Sperrminoritätsrechte eines 25% plus eine Aktie haltenden Minderheitsaktionärs. Die Vetorechte der ÖBIB in Verbindung mit Kapitalerhöhungen und der Ausgabe bestimmter wandelbarer Instrumente sind auch in der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Selbst wenn die Beteiligung der ÖBIB auf unter 20% fällt, sie aber noch mit mindestens 10% beteiligt bleibt, stehen der ÖBIB noch bestimmte Vetorechte zu. Der Stimmbindungsvertrag endet automatisch, wenn die Beteiligung einer Partei auf weniger als 10% fällt.

Marktübliche "Change of Control"-Klauseln, die gegebenenfalls zu einer Vertragsbeendigung führen können, sind in diversen Finanzierungsvereinbarungen enthalten oder betreffen die Mehrzahl der Finanzierungsvereinbarungen. Keine dieser Klauseln wurde im Geschäftsjahr 2015 schlagend.

Risikomanagement

Grundsätze und Vorgehensweisen

Als eines der führenden Telekommunikationsunternehmen in Österreich sowie in Zentral- und Osteuropa ist die Telekom Austria Group unterschiedlichsten Risiken sowie Veränderungen der Marktgegebenheiten ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem der Telekom Austria Group antizipiert solche Entwicklungen frühzeitig, um effektiv auf sie reagieren zu können. Es setzt sich im Wesentlichen aus vier Bereichen zusammen: Markt- und Geschäftsrisiken, die in den jeweiligen Ländern durch den Wettbewerb, regulatorische Eingriffe oder eine unklare Rechtslage auftreten können, werden durch einen zentralen Risikomanager gruppenweit überwacht und analysiert. Risiken, die einen Einfluss auf die Gewährleistung der Verfügbarkeit und Sicherheit der angebotenen Dienste und Services nehmen könnten, wie beispielsweise technische oder topografische Risiken, werden im Rahmen des Betriebsunterbrechungs-Managements abgedeckt. Compliance-Risiken werden durch den Bereich Group Compliance überwacht, der von lokalen Compliance Managern unterstützt wird. Die Handhabung von finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs-, Transfer- und Zinsrisiken erfolgt schließlich durch den Bereich Treasury.

Das Risikomanagement der weiter unten ausgeführten Markt- und Wettbewerbsrisiken erfolgt auf Konzernebene in der Form, dass Risiken bzw. Chancen regelmäßig analysiert und wirkungsvolle Maßnahmen zu ihrer Reduktion bzw. Wahrnehmung gesetzt werden. Dies erfolgt unter anderem durch Monthly Performance Calls (MPC) oder Leadership Team Meetings (LTM). Die Auswirkungen von Planabweichungen werden unter anderem durch Szenarien- und Wahrscheinlichkeitsberechnungen evaluiert. Aus der Gesamtheit der Einzelrisiken leitet sich die Gesamtrisikosituation dieser Risikokategorie ab. Die Telekom Austria Group ist neben dem österreichischen Festnetz- und Mobilkommunikationsmarkt international in sechs weiteren Telekommunikationsmärkten in führenden Positionen aktiv. Damit ist sowohl eine sektorale als auch eine breite geografische Diversifikation gegeben. Die Risiken in den jeweiligen Märkten sind unterschiedlich gelagert, weshalb das Risikomanagement den operativen Einheiten vor Ort obliegt. Gesteuert wird das Risikomanagement dabei von der Holding. Zusätzlich zu den regelmäßigen operativen (MPC) sowie strategischen (LTM) Meetings wird eine Vierjahresplanung erstellt, die auch eine strategische Risikobewertung umfasst. Hier werden die möglichen strategischen Risiken und Chancen der einzelnen Unternehmen und damit der gesamten Gruppe bewertet, dokumentiert und an den Vorstand bzw. Prüfungsausschuss berichtet. Eine entsprechende Risikosteuerung wird durch diese enge Verzahnung des Geschäftsplans mit dem Risikomanagement sichergestellt.

Das Risikomanagement der Telekom Austria Group wird durch den Prüfungsausschuss (Audit Committee) des Aufsichtsrats überwacht.

Aus der Gesamtheit der für die Telekom Austria Group identifizierten Risiken werden nachfolgend die wichtigsten Risikokategorien bzw. Einzelrisiken erläutert, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen können.

Risiken

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Eine hohe Wettbewerbsintensität in den Märkten der Telekom Austria Group, führt zu deutlichen Preisrückgängen in der Mobilkommunikation und im Datenverkehr. Es besteht das Risiko, dass diese Preisrückgänge nicht durch Mengenwachstum kompensiert werden können. Preisrückgänge in der Mobilkommunikation beschleunigen zudem die Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation. Durch attraktive Produktbündel und die Ausdehnung der konvergenten Unternehmensstrategie auf alle Auslandsmärkte wird dieses Risiko adressiert. Der Trend zu Smartphones wird genutzt, um höherwertige Tarife attraktiver zu gestalten, woraus sich allerdings auch eine mögliche Erhöhung von Gerätestützungen (Subsidies) ergibt. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf konvergenten Produkten und auf der Monetarisierung des Datengeschäfts, um auf diese Weise das Umsatzpotenzial zu steigern.

Der Telekommunikationssektor steht vor der Herausforderung, in immer kürzeren Zeitabständen neue Dienstleistungen und Produkte anbieten zu können. TV Content, Cloud Services, Over-the-Top (OTT)-Dienste und Machine-to-Machine (M2M) sind nur einige Beispiele für neue Geschäftsfelder, von deren Wachstumspotenzial die Telekom Austria Group überzeugt ist. Kürzere Innovationszyklen sind jedoch auch mit Innovationsrisiken verbunden. Als Teil der América Móvil-Gruppe ist die Telekom Austria Group am Austausch und an der Bündelung des Diskurses über Innovationen beteiligt. Entscheidungen über Innovationen werden dabei nicht von jeder Unternehmenseinheit separat gefällt, sondern in Abstimmung mit América Móvil angestoßen.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise führte auf den Märkten der Telekom Austria Group zu einer erhöhten Volatilität im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die Beobachtung zentraler makroökonomischer Indikatoren zur Beurteilung etwaiger Veränderungen im Konsumentenverhalten bildet daher einen wichtigen Aspekt des Risikomanagements und der strategischen Preis- und Produktgestaltung.

Regulatorische und rechtliche Risiken

Für Telekommunikationsdienstleistungen, die von einem Anbieter mit erheblicher Marktmacht angeboten werden, bestehen umfangreiche Netzzugangs- und Preisregulierungen. Die Telekom Austria Group wird in Österreich in mehreren Teilmärkten als solcher Anbieter eingestuft. Die Regulierung auf Endkunden- und auf Vorleistungsebene schränkt die operative Flexibilität für Produkte sowie für Produktbündel ein. Zudem besteht die Verpflichtung, den Zugang zur Infrastruktur und zu Diensten im Festnetzbereich für alternative Anbieter zu öffnen. Auch die internationalen Tochtergesellschaften sind regulatorischen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Zusätzliche regulatorische Entscheidungen wie z. B. eine Senkung der Mobil- und Festnetzterminierungsentgelte aufgrund der Terminierungsempfehlung der Europäischen Kommission könnten sich weiterhin negativ auf die Ergebnisentwicklung der Telekom Austria Group auswirken.

Nach zweijähriger Verhandlungszeit wurde im Oktober 2015 die neue Verordnung über Netzneutralität und Roaming (Connected Continent oder auch Telecom Single Market Paket) schließlich im Plenum des Europäischen Parlaments bestätigt. Anbieter von Internetzugangsdiensten müssen den gesamten Datenverkehr unabhängig von Sender, Empfänger, Anwendung oder Endgerät gleich behandeln. Darüber hinaus können zusätzlich zu den Internet-Zugangsdiensten auch spezialisierte Dienste angeboten werden, die aber gewissen Einschränkungen unterliegen.

Hinsichtlich des Roamings in EU-Mitgliedsstaaten wurde die Abschaffung der Retail-Roamingzuschläge zum 15. Juni 2017 beschlossen. Vom 30. April 2016 bis 14. Juni 2017 wird es einen Übergangszeitraum geben, in dem Netzbetreiber zusätzlich zu den Inlandspreisen Roamingaufschläge in Höhe der Vorleistungskosten-Obergrenzen verrechnen können. Eine für spätestens bis 15. Dez. 2016 zu erlassende Durchführungsverordnung soll sog. "Fair use"-Grenzen festlegen, um missbräuchliche oder anomale Nutzung zu verhindern. Diese Bestimmungen werden die Mobilkommunikationsunternehmen der Telekom Austria Group in den EWR-Mitgliedsstaaten Österreich, Slowenien, Bulgarien, Kroatien und Liechtenstein betreffen.

In diesen Ländern wird sich die Verordnung negativ auf die zukünftigen Roamingerlöse auswirken . Allerdings lässt die Verordnung sowohl beim Thema Netzneutralität als auch beim Thema Roaming Details vermissen bzw. Interpretationsspielräume zu, womit das Ausmaß ihrer Auswirkungen derzeit noch nicht vollständig absehbar ist. Damit verbunden sind sowohl rechtlich-regulatorische als auch finanzielle Unsicherheiten.

Die Telekom Austria Group und ihre Tochtergesellschaften sind Parteien in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Mitbewerbern sowie anderen Beteiligten. Der Dialog mit den involvierten Stakeholdern und ein laufender Informationsaustausch zu kontroversiellen Themen, die eine Gefahr für das Unternehmen darstellen könnten, ermöglichen eine frühzeitige Problemerkennung und die Erarbeitung von Initiativen, um hier allenfalls gezielt gegenzusteuern. Die Telekom Austria Group hat sich in den laufenden Verfahren im Zusammenhang mit den Malversationen der Vergangenheit als Privatbeteiligter angeschlossen. Diese Verfahren sind zu einem großen Teil noch immer anhängig und befinden sich teilweise im zweiten Rechtsgang.

Compliance-Risiken

Im Rahmen des jährlichen Compliance-Risk-Assessment-Prozesses – dieser stellt ein wesentliches Element des Compliance-Management-Systems der Telekom Austria Group dar – werden auf Basis strukturierter Management-Interviews und Workshops relevante Compliance-Risiken identifiziert und risikominimierende Maßnahmen definiert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Telekom Austria Group unterliegt hinsichtlich ihrer finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen diversen Finanzrisiken, die das Liquiditätsrisiko, Zinsrisiko, Wechselkursrisiko und das Kreditrisiko beinhalten.

Das Liquiditätsrisiko besteht grundsätzlich darin, dass die Telekom Austria Group ihre finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllen kann. Somit ist ein Ziel des Risikomanagements der Telekom Austria Group eine ausreichende Liquidität zu schaffen, um unter normalen, aber auch angespannten Bedingungen fällige Verbindlichkeiten begleichen zu können. Weiter sollen alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des Liquiditätsstands laut Liquiditätsplan getroffen werden. Überschüssige Liquidität wird ausschließlich in Instrumente mit Partnern und innerhalb der vom Finanzvorstand genehmigten Limits investiert. Alle Verträge über langfristige Instrumente und Derivate, sofern solche eingesetzt werden, werden ausschließlich mit Partnern geschlossen, die ein Investment Grade Rating von Standard & Poor's oder ein entsprechendes Rating einer anderen weltweit anerkannten Ratingagentur vorweisen können. Liegt keine externe Beurteilung vor, wird ein internes Rating auf Basis quantitativer Kennzahlen durchgeführt.

Das Zinssatz- sowie Wechselkursrisiko ist das Risiko, dass sich Änderungen von Zinssätzen und Fremdwährungskursen auf den Ertrag der Telekom Austria Group oder auf den Wert der von der Telekom Austria Group gehaltenen Finanzinstrumente auswirken. Das Risikomanagement zielt auf die Steuerung und Kontrolle dieser Risiken innerhalb zulässiger Parameter ab.

Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts, begründet durch die Nichterfüllung einer vertraglichen Verpflichtung eines Kunden oder eines Vertragspartners bei Finanzinstrumenten. Das Kreditrisiko oder das Risiko des Zahlungsverzugs wird laufend mittels Kreditabfragen, Kreditbegrenzungen und Routinekontrollen überwacht. Aufgrund der großen Anzahl der Kunden und des hohen Grads an Diversifikation der Portfolios hat der Ausfall eines einzelnen Kunden keine wesentliche Auswirkung (niedriges Konzentrationsrisiko) auf den Konzernabschluss der Telekom Austria Group. Das operative Kreditmanagement wird in der Telekom Austria Group auf Ebene der operativen Gesellschaften ausgeführt. Es besteht weder bei Vertragspartnern noch bei einzelnen Finanzinstrumenten ein wesentliches Kreditrisiko.

Beteiligungsrisiko

Generell begegnet die Telekom Austria Group Beteiligungsrisiken mit Maßnahmen wie der aktiven Steuerung der Beteiligungen durch Zielvorgaben und Abstimmungsprozesse sowie im Fall des Erwerbs einer Beteiligung mit einer fundierten Due-Diligence-Prüfung und einer Unternehmensbewertung.

Zusätzlich ist zu erwähnen, dass zwischen A1 Telekom Austria AG und Telekom Austria Personalmanagement GmbH ein Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag besteht. Aufgrund dessen übernimmt die A1 Telekom Austria AG das Ergebnis der Telekom Austria Personalmanagement GmbH und stellt ihre Liquidität sicher. Weiters besteht zwischen Telekom Austria AG und Telekom Projektentwicklungs GmbH (TPG) und Telekom Finanzmanagement GmbH (TFG) ein Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag aufgrund dessen einerseits die TFG ihr Ergebnis an TPG abzuliefern und diese das Ergebnis der TFG zu übernehmen hat und andererseits die TPG ihr Ergebnis an die Telekom Austria AG abzuliefern und letztere das Ergebnis der TPG zu übernehmen hat.

Personalrisiken

Die Telekom Austria Group begegnet Personalrisiken auf vielfältige Weise. Die Rekrutierung von jungen Talenten erfolgt etwa im Rahmen der "1A-Karriere", die ihren Fokus auf Graduates, Trainees und Lehrlinge legt und Diversität im Unternehmen sicherstellt. Risiken durch den Abgang von Schlüsselkräften wird durch eine vorrausschauendes Skill-Management und eine Nachfolgeplanung sowie ein gruppenweites Talent-Management entgegengewirkt. Führungskräfte agieren im Rahmen vom gruppenweit gültigen Leadership-Standards, die sich auf die Dimensionen "Person", "Team" und "Business" beziehen. Gruppenweites Feedback zur Weiterentwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern erfolgt im Rahmen von Performance-Dialogen. Eine unternehmensinterne Business School entwickelt die Fertigkeiten und Fähigkeiten der Mitarbeiter und ist Plattform für konzernweiten Know-how-Transfer. Die Personalplanung umfasst neben einer Businessplanorientierten Kostenplanung auch Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeitermobilität. Führungskräfte sind täglich mit der Herausforderung konfrontiert, mehr Ergebnis mit weniger Mitarbeitern zu erwirtschaften und gleichzeitig Burnouts zu verhindern. In A1 wurde eine Umfrage der unabhängigen Agentur IFES durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen werden gemeinsam mit den Managern und dem Gesundheitsteam Maßnahmen für die folgenden Jahre erarbeitet, um Performance, Life Balance und Engagement der Mitarbeiter in den nächsten Jahren hoch zu halten.

Die Beamten der Republik Österreich wurden 1996 der Telekom Austria AG, bzw. den Vorgängerunternehmen mit dem sogenannten Poststrukturgesetz bis zur Pensionierung zur Dienstleistung zugewiesen. Diese Mitarbeitergruppe kann grundsätzlich nur mit ihrer Zustimmung außerhalb des Unternehmens verwendet werden. Versetzungen innerhalb des Unternehmens sind eingeschränkt möglich. Die Beamten haben ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis, dessen Rechte und Pflichten sich ausschließlich nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften, insbesondere dem Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979, richten.

Die Beamten sind unkündbar. Ihr Dienstverhältnis kann also bei Bedarfsmangel nicht einseitig aufgelöst werden. Bei Pflichtverletzungen, Leistungsmängeln und dauernder Arbeitsunfähigkeit sind formell aufwändige Verwaltungsverfahren vorgesehen. Aufgrund des Gehaltsschemas rücken die Beamten in der Regel alle 2 Jahre in die nächste Gehaltsstufe vor.

Rund 50% der Mitarbeiter des Segments Österreich haben Beamtenstatus, das sind 24% auf Gruppenebene. Zur Adressierung der Personalkostenstruktur wurden im Segment Österreich in Zusammenarbeit mit der Personalvertretung neben mehreren Sozialplänen auch Modelle entwickelt, die den beamteten Mitarbeitern einen Arbeitsplatzwechsel zu Bundesministerien ermöglichen. Darüber hinaus wird auch bei Beamten das Thema interne Mobilität im Sinne eines integrierten Skill-Managements weiter forciert.

Technisches und topografisches Risiko

Die Aufrechterhaltung der hohen Verfügbarkeit und Sicherheit der angebotenen Dienste und Services zählt zu den Schwerpunkten des operativen Risikomanagements, da verschiedene Bedrohungen wie z. B. Katastrophen, technische Großstörungen, Einflüsse Dritter durch Bautätigkeiten, verborgene Mängel oder kriminelle Handlungen ihre Qualität beeinträchtigen können. Langfristige Planungen berücksichtigen die Entwicklungen in der Technik, die redundante Ausführung kritischer Komponenten sorgt für Ausfallsicherheit, und effiziente Organisationsstrukturen für Betrieb und Sicherheit dienen der Absicherung der hohen Qualitätsstandards. Eine eigene Konzernrichtlinie stellt zudem eine einheitliche Methodik für die Erkennung und das Management der wichtigsten Risiken von operativen Prozessen sicher. Bei jeder Großstörung werden die Ursachen geklärt und Schlüsse gezogen, wie die Risiken einer Wiederholung gleicher Fehlerursachen verringert werden können. Erfreulicherweise war der Konzern im Jahr 2015 nicht mit derartigen Krisen konfrontiert.

Umweltrisiken

Aus der Klimaveränderung können Risiken für die Netzinfrastruktur der Telekom Austria Group entstehen (z. B. steigende Durchschnittstemperaturen oder große Niederschlagsmengen bis hin zu Hochwasser, Murenabgängen etc.). Die Telekom Austria Group engagiert sich aktiv für den Klimaschutz und beobachtet die diesbezüglichen Entwicklungen laufend, um gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz ihrer Infrastrukturanlagen einleiten zu können.

Internes Kontrollsystem über Finanzberichterstattung

Die Telekom Austria Aktiengesellschaft führt ein Internes Kontrollsystem (IKS) über die Finanzberichterstattung nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften. Das IKS soll ausreichende Sicherheit über die Verlässlichkeit und Richtigkeit der externen Finanzberichterstattung in Übereinstimmung mit internationalen und nationalen Standards gewährleisten. Mittels regelmäßiger interner Berichterstattung an das Management sowie der Prüfung des IKS durch die Interne Revision wird zudem sichergestellt, dass Schwachstellen rechtzeitig bzw. zeitnah erkannt sowie entsprechend kommuniziert und behoben werden. Die wichtigsten Inhalte und Grundsätze gelten für alle Gesellschaften der Telekom Austria Group. Hinter jeder wesentlichen Finanztransaktion steht eine Risiko-Kontrollmatrix, die sicherstellt, dass die Finanzberichterstattung richtig und vollständig erstellt wird. Die Effektivität dieses Systems wird in periodischen Abständen analysiert, evaluiert und bewertet. Zum Jahresende wird für die relevanten Gesellschaften unter Einbindung der Geschäftsbereiche eine Bewertung des IKS durch das Management durchgeführt. Die Unternehmensführung hat, basierend auf den Erkenntnissen dieser Bewertung und den definierten Kriterien, das Interne Kontrollsystem zum 31. Dezember 2015 als effektiv beurteilt.

Das Listing von América Móvil als Konzernmuttergesellschaft an der New Yorker Börse (NYSE) erfordert die (erneute) Implementierung des U.S. Sarbanes-Oxley-Acts (SOX) nach den Vorgaben von América Móvil. Daher war im Geschäftsjahr 2015 eine Umstellung und Ergänzung des Internen Kontrollsystems auf diesen Standard durchzuführen. Da seitens América Móvil für die Telekom Austria Group das Geschäftsjahr 2015 als erstes Jahr der SOX-Implementierung definiert wurde. Der Umfang von SOX für 2015 wurde dabei auf Österreich im vollen Umfang und bei allen anderen Segmenten im eingeschränkten Umfang definiert. Der Umfang von SOX wird jedes Geschäftsjahr von der Konzernmuttergesellschaft neu definiert.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Seit dem 31. Dezember 2015 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

Prognose 2016

Der Telekom Austria Group ist es 2015 gelungen, das EBITDA bereinigt zu steigern und ihre Umsatzerlöse zu stabilisieren – und das trotz des verschärften Wettbewerbs auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt und der anhaltend schwierigen Lage in Zentral- und Osteuropa. Eine Abwertung des weißrussischen Rubels dämpfte das in EUR bezifferte Wachstum in Weißrussland, während schwache Volkswirtschaften die Nachfrage weiterhin belasteten. Die Folge war ein intensiver Wettbewerb auf den meisten Mobilfunkmärkten der Gruppe. Darüber hinaus wurde das Geschäft durch regulatorischen Gegenwind erschwert, insbesondere durch eine Verdreifachung der Frequenzgebühr in Kroatien seit Juni 2014.

Das oben dargelegte Geschäftsklima dürfte auch im Jahr 2016 größtenteils anhalten. Für Österreich ist von einem ungebrochen starken Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt auszugehen, der sich auch weiterhin mehrheitlich auf No-Frills-Angebote konzentrieren sollte. Von dem erwartet gemischten wirtschaftlichen Umfeld in Mittel- und Osteuropa dürften nur mäßige Impulse kommen. Eine weitere Belastung wird sich für die Telekom Austria Group aus der Abschaffung des Endkunden-Roamings ab Mai 2016 ergeben. Positiv ist zu vermerken, dass die Nachfrage nach Festnetzdienstleistungen auf allen konvergenten Märkten der Telekom Austria Group weiterhin günstig ausfallen dürfte.

Trotz der dargelegten Herausforderungen bekennt sich das Management der Telekom Austria Group weiterhin zu ihrer Wachstumsstrategie die auf drei strategische Bereiche fokussiert: Optimierung des Kerngeschäfts, Erweiterung von Produkten und Dienstleistungen sowie wertsteigernde Fusionen und Übernahmen.

Im Zusammenspiel mit diesen Aktivitäten werden fortlaufend Bemühungen zur kontinuierlichen Steigerung der betrieblichen Effizienz angestrebt.

Wien, am 3. Februar 2016

Der Vorstand

CEO und COO CFO

Alejandro Plater Siegfried Mayrhofer

BERICHT ZUM GEÄNDERTEN JAHRESABSCHLUSS

Wir haben den beigefügten geänderten Jahresabschluss der Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser geänderte Jahresabschluss umfasst die geänderte Bilanz zum 31. Dezember 2015, die geänderte Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den geänderten Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung des geänderten Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des geänderten Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem geänderten Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung sowie der Nachtragsprüfung. Wir haben unsere Prüfung sowie die Nachtragsprüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der geänderte Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der

Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015, über welche wir am 26. Jänner 2016 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt haben, hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Unsere Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung der Jahresabschlussposten Gewinnrücklagen und Auflösung von Gewinnrücklagen bezogen hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf die Erläuterungen der Änderung der Gewinnrücklagen und der Auflösung von Gewinnrücklagen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft im geänderten Anhang wird verwiesen. Auf Grund der bei der Nachtragsprüfung gewonnenen Erkenntnisse bleibt das Ergebnis unserer am 26. Jänner 2016 abgeschlossenen Prüfung unverändert aufrecht.

Aussagen zum geänderten Lagebericht

Der geänderte Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem geänderten Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im geänderten Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der geänderte Lagebericht mit dem geänderten Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der geänderte Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem geänderten Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 4. Februar 2016

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Erich Lehner Mag. (FH) Severin Eisl Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Der Vorstand

CEO und COO CFO

Alejandro Plater Siegfried Mayrhofer