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TDK Corporation — Audit Report / Information 2012
Aug 8, 2012
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Audit Report / Information
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Publication

EPCOS AG
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2011 bis zum 31.03.2012
Jahresabschluss AG
Geschäftsjahr 2012
Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanz
Anhang
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erläuterungen zur Bilanz
Aufstellung des Anteilsbesitzes
Sonstige Angaben
Organe der Gesellschaft und deren Vergütung
Lagebericht
Bestätigungsvermerk
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2011 bis 31. März 2012
(in Tausend EUR)
(Vorjahr für die Zeit vom 1. April 2010 bis 31. März 2011)
| Anhang | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 1.155.809 | 1.202.963 |
| Umsatzkosten | -1.139.973 | -1.178.656 | |
| Bruttoergebnis | 15.836 | 24.307 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -72.165 | -58.157 | |
| Vertriebskosten | -66.147 | -63.954 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -9.647 | -12.922 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (2) | 157.682 | 211.394 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (3) | -96.479 | -88.519 |
| Beteiligungsergebnis | (4) | 87.263 | 60.968 |
| Zinsergebnis | (5) | -6.919 | -6.542 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 61 | 47 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 9.485 | 66.622 | |
| Außerordentliches Ergebnis | -3.987 | -4.007 | |
| 5.498 | 62.615 | ||
| Ertragsteuern | (7) | -1.786 | -3.620 |
| Jahresüberschuss | 3.712 | 58.995 | |
| Gewinnvortrag | 28.873 | 70.826 | |
| Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | -1.855 | -29.497 | |
| Bilanzgewinn | 30.730 | 100.324 |
Bilanz zum 31. März
(in Tausend EUR)
AKTIVA
| Anhang | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | (8) | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 8.717 | 10.338 | |
| II. Sachanlagen | 149.851 | 126.388 | |
| III. Finanzanlagen | 497.281 | 462.019 | |
| 655.849 | 598.745 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | (9) | 72.183 | 50.929 |
| Erhaltene Anzahlungen | -137 | -99 | |
| 72.046 | 50.830 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (10) | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 150.185 | 175.547 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 424.512 | 402.964 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 4.952 | 8.158 | |
| 579.649 | 586.669 | ||
| III. Flüssige Mittel | 52.594 | 66.081 | |
| 704.289 | 703.580 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | (11) | 1.314 | 1.762 |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | (12) | 319 | 262 |
| Summe Aktiva | 1.361.771 | 1.304.349 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang | 2012 | 2011 | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | (14) | 66.682 | 66.682 |
| II. Kapitalrücklagen | (15) | 279.521 | 279.521 |
| III. Gewinnrücklagen | (16) | ||
| andere Gewinnrücklagen | 212.467 | 210.612 | |
| IV. Bilanzgewinn | (17) | 30.730 | 100.324 |
| 589.400 | 657.139 | ||
| B. Rückstellungen | (18) | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 105.288 | 85.500 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 19.472 | 21.175 | |
| 124.760 | 106.675 | ||
| C. Verbindlichkeiten | (19) | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.009 | 1.500 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 21.863 | 32.664 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 144.876 | 202.381 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 465.838 | 303.931 | |
| 647.586 | 540.476 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 25 | 59 | |
| Summe Passiva | 1.361.771 | 1.304.349 |
Anhang zum Jahresabschluss 31. März 2012
Allgemeines
Der Jahresabschluss zum 31. März 2012 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung hat EPCOS zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen.
Alle Wertangaben erfolgen in Tausend EUR soweit nicht anders angegeben.
Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
Die EPCOS AG wendet die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) seit Beginn des Geschäftsjahrs 2011 an. Die folgende Überleitung stellt die wesentlichen Auswirkungen der Umstellung auf die Vorschriften des BilMoG dar. Gemäß den Übergangsvorschriften des EGHGB wurden die Auswirkungen aus der Umstellung zum 01. April 2010 im Außerordentlichen Ergebnis erfasst und bei den entsprechenden Bilanzposten beschrieben.
A) Bewertungsänderungen bei Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Die EPCOS AG hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abzuzinsen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, anstatt die Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen nicht pauschal, sondern einzelvertraglich genau mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abzuzinsen. Es wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sind bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zu berücksichtigen. EPCOS hat von der Übergangsregelung nach Art. 67 EGHGB Gebrauch gemacht, dass bis spätestens zum 31. Dezember 2024 der gesamte zuzuführende Betrag in Jahresraten von mindestens 1/15 erfasst wird. Im Geschäftsjahr wurden 3.987 Tausend EUR im Außerordentlichen Ergebnis erfasst. Somit erfolgt die letzte Zuführung zum Außerordentlichen Ergebnis zum 31. März 2024.
B) Fremdwährungsbewertung
Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt nach den Regelungen des BilMoG nur noch bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr nach dem Imparitätsprinzip.
Damit werden unrealisierte Kursverluste bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr, die sich bei der Umrechnung mit dem Stichtagskurs ergeben, erfolgswirksam erfasst. Sich ergebene unrealisierte Kursgewinne dürfen jedoch nicht erfolgswirksam erfasst werden.
Unrealisierte Kursgewinne und unrealisierte Kursverluste bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die sich bei der Umrechnung mit dem Stichtagskurs ergeben, sind nach den Regelungen des BilMoG erfolgswirksam zu erfassen.
Dies führte zum 1. April 2010 zu einer Erhöhung der Forderungen um 1.379 Tausend EUR und Verringerung der Verbindlichkeiten um 83 Tausend EUR.
C) Jubiläumsrückstellungen
Die Jubiläumsrückstellungen wurden bisher nach dem Teilwertverfahren bewertet. Gemäß BilMoG erfolgt die Bewertung nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit Methode), was zum 31. März 2011 zu einer Auflösung der Rückstellung in Höhe von 830 Tausend EUR geführt hätte.
Die EPCOS AG hat jedoch gemäß der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB die Bewertung der Jubiläumsrückstellung beibehalten, da die Gesellschaft davon ausgeht, dass dieser Auflösungsbetrag bis zum 31. März 2024 wieder zugeführt werden müsste. Die Jubiläumsrückstellung beträgt zum Bilanzstichtag 3.159 Tausend EUR (Vorjahr: 3.663 Tausend EUR).
D) Verrechnung
Verpflichtungen für Pensionen und vergleichbare langfristige Verpflichtungen werden mit Planvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Entsprechend werden auch zugehörige Aufwendungen aus der Abzinsung mit den Erträgen aus dem verrechneten Vermögen netto dargestellt. Die verrechneten Werte sind unter den Nummern 5, 12 und 18 erläutert.
E) Latente Steuern
Passive latente Steuern werden angesetzt, wenn davon auszugehen ist, dass sich aus der Summe der Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen für Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in künftigen Geschäftsjahren eine Steuerbelastung ergibt. Aktive latente Steuerforderungen können angesetzt werden, wenn aus der Umkehr der Differenzen insgesamt eine Steuerentlastung in künftigen Jahren erwartet wird. Passive und aktive latente Steuern werden verrechnet dargestellt. Dabei werden Verlustvorträge insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird.
Des Weiteren werden Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften und Personengesellschaften insoweit einbezogen, als aus deren Umkehrung bei der EPCOS AG als steuerlichem Organträger künftige Steuerbe- und -entlastungen erwartet werden.
Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen des EPCOS Organkreises. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ergibt sich ein Steuersatz von 31,7 Prozent.
Temporäre Differenzen i.S.v. § 274 HGB ergeben sich bei folgenden Bilanzposten:
| ― | Immaterielle Vermögensgegenstände (aktive latente Steuer) |
| ― | Beteiligungen (passive latente Steuer) |
| ― | Forderungen (aktive latente Steuer) |
| ― | Planvermögen (aktive latente Steuer) |
| ― | Pensionsrückstellungen (aktive latente Steuer) |
| ― | Sonstige Rückstellungen (aktive latente Steuer) |
| ― | Verbindlichkeiten (passive latente Steuer) |
Darüber hinaus bestehen steuerliche Verlustvorträge bei der EPCOS AG.
Da per Saldo ein Überhang aktiver latenten Steuern besteht, wird dieser entsprechend dem Wahlrecht von § 274 Abs.1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Ein derivativ erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 255 Abs. 4 Satz 2 HGB (i.d.F. vor BilMoG) über 4 Jahre abgeschrieben. Für Erwerbe ab dem 1. April 2010 erfolgt die Abschreibung über die betriebliche Nutzungsdauer. Sofern erforderlich wird eine Wertminderung der immateriellen Vermögensgegenstände durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgebildet.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.
Geschäfts- und Fabrikgebäude werden über längstens 50 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen über längstens 12 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend über 5 Jahre abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte Sachanlagen werden linear abgeschrieben, während beim Altbestand die degressive Abschreibungsmethode angewandt wird. Vermögensgegenstände mit einem Wert von 150 EUR bis einschließlich 1.000 EUR werden in einem Sammelposten bilanziert und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Auswirkung dieser Neuregelung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist für die Gesellschaft nicht wesentlich. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von 150 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.
Umlaufvermögen
In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt und mit dem gewogenen Durchschnitt bewertet. Fertige und Unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet; die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten, die nach den steuerlichen Bestimmungen aktivierungspflichtig sind. Nach denselben Grundsätzen sind die Unverrechneten Lieferungen und Leistungen bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Ferner werden Abwertungen, die aus Technik- und Preisrisiken resultieren, vorgenommen.
Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert, vermindert um notwendige Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Abschreibungen auf Kreditrisiken werden in ausreichendem Umfang vorgenommen.
Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt.
Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,75 Prozent (Vorjahr: 2,75 Prozent) bei den Entgelten und von 2,00 Prozent (Vorjahr: 2,00 Prozent) bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. März 2012 auf 5,13 Prozent (Vorjahr: 5,14 Prozent); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.
Zusätzlich wurde eine Rückstellung für Entgeltumwandlungszusagen gebildet. Die entsprechenden Aktiva werden gemäß § 253 HGB nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Aufgrund der angenommenen Bewertungseinheit ist die Rückstellung in gleicher Höhe auszuweisen, wobei die Rückstellung mindestens der Rückstellung der Steuerbilanz zu entsprechend hat.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung tragen. Die Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abzuzinsen, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen wurde analog den Pensionsverpflichtungen vorgenommen.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.
Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Umsätze werden bilanziert, wenn sie realisiert oder realisierbar sind. Sie sind unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Zahlung zu berücksichtigen. Als Umsatz wird nur der Nettobetrag nach Abzug von Skonti, Kundenboni, Rabatten und Retouren erfasst.
Die EPCOS AG verrechnet an verbundene Unternehmen die an diese erbrachten Leistungen. Die Kosten werden bei der EPCOS AG verursachungsgerecht unter den Funktionskosten ausgewiesen. Erträge aus der Weiterverrechnung von Umsatzkosten sind in den Umsatzerlösen enthalten, während die Weiterverrechnung von anderen Funktionskosten unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung gegen Währungsrisiken aus bilanzierten, schwebenden und geplanten Grundgeschäften eingesetzt. Die Sicherungsgeschäfte müssen geeignet sein, das in den Grundgeschäften liegende Währungsrisiko zu vermindern bzw. zu neutralisieren. In Fremdwährung denominierte Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sowie die Liquidität wird mit dem Devisenmittelkurs umgerechnet. Die zugehörigen derivativen Devisensicherungsgeschäfte werden zum Marktwert jeweils am Bilanzstichtag angesetzt. Schwebende und geplante Grundgeschäfte in Fremdwährung werden nach vorgegebenen Risikolimits abgesichert. Diese Sicherungsgeschäfte werden imparitätisch bewertet, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
| Aufgliederung der Umsätze (in Tausend EUR) | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Nach Geschäftssegmenten | ||
| Kondensatoren und Induktivitäten | 481.515 | 452.572 |
| Keramische Bauelemente | 292.574 | 313.647 |
| Oberflächenwellen-Komponenten | 381.720 | 436.744 |
| Gesamt | 1.155.809 | 1.202.963 |
| Nach Regionen | ||
| Deutschland | 428.484 | 435.808 |
| Europa ohne Deutschland | 493.292 | 539.654 |
| Übrige Regionen | 234.033 | 227.501 |
| Gesamt | 1.155.809 | 1.202.963 |
Die Umsatzerlöse enthalten Erträge aus der Weiterverrechnung von Umsatzkosten an Tochterunternehmen in Höhe von 34.397 Tausend EUR (Vorjahr: 37.287 Tausend EUR), die sich auf Leistungen beziehen, welche die EPCOS AG für diese erbracht hat.
(2) Sonstige betriebliche Erträge
Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 157.682 Tausend EUR (Vorjahr: 211.394 Tausend EUR) beinhalten im Wesentlichen konzerninterne Leistungsverrechnungen in Höhe von 91.704 Tausend EUR (Vorjahr: 82.985 Tausend EUR) und Währungsgewinne in Höhe von 63.554 Tausend EUR (Vorjahr: 84.980 Tausend EUR). Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten im Vorjahr 22.000 Tausend EUR aus der Nutzungsüberlassung einer Softwarelösung für die TDK-Gruppe. Außerdem erzielte die Gesellschaft periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von 803 Tausend EUR (Vorjahr: 1.052 Tausend EUR).
(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 96.479 Tausend EUR (Vorjahr: 88.519 Tausend EUR) sind im Wesentlichen im Berichtsjahr die Wertberichtigung auf eine kurzfristige Finanzforderung gegenüber dem verbundenen Unternehmen EPCOS Electronic Components S.A., Málaga/Spanien in Höhe 35.000 Tausend EUR sowie Währungsverluste in Höhe von 61.087 Tausend EUR (Vorjahr: 88.378 Tausend EUR) enthalten. Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von 205 Tausend EUR (Vorjahr: 112 Tausend EUR) entstanden.
(4) Beteiligungsergebnis
Im Beteiligungsergebnis sind Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen mit 87.263 Tausend EUR (Vorjahr: 62.404 Tausend EUR) und Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von 0 Tausend EUR (Vorjahr: minus 1.436 Tausend EUR) enthalten.
| (5) Zinsergebnis (in Tausend EUR) |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 10.908 | 7.754 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (10.613) | (7.502) |
| Zinsaufwendungen | -7.563 | -4.315 |
| davon an verbundene Unternehmen | (-7.057) | (-4.096) |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | -10.264 | -9.981 |
| Gesamt | -6.919 | -6.542 |
Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen erfasst. Bei diesen handelt es sich um den Nettoaufwand nach Verrechnung mit Erträgen aus der Vermögensanlage. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen und Arbeitszeitguthaben; sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Nach den BilMoG-Bestimmungen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden die Vermögenserträge mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung wie folgt verrechnet:
Verrechnung Aufzinsungsaufwendungen/Vermögenserträge
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (brutto) | -10.434 | -10.095 |
| Vermögenserträge | 170 | 114 |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (netto) | -10.264 | -9.981 |
(6) Sonstige Steuern
Sonstige Steuern sind mit 2.722 Tausend EUR (Vorjahr: 2.492 Tausend EUR) unter den Funktionskosten erfasst und beinhalten im Wesentlichen nicht abzugsfähige Business Tax aus China.
(7) Ertragsteuern
Der Posten Ertragsteuern in Höhe von minus 1.786 Tausend EUR (Vorjahr: minus 3.620 Tausend EUR) beinhaltet im Wesentlichen ausländische Quellensteuer. Im Geschäftsjahr ergaben sich wegen bestehender steuerlicher Verluste keine Steuerzahlungen in Deutschland.
Erläuterungen zur Bilanz
(8) Anlagevermögen
Die Aufstellung unseres Anteilsbesitzes ist den folgenden Seiten zu entnehmen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr um 34.004 Tausend EUR erhöht (Vorjahr: 1.653 Tausend EUR reduziert. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Kapitalerhöhung bei der Becromal S.p.A., Mailand/Italien.
Entwicklung des Anlagevermögens (Handelsbilanz) zum 31. März 2012, in Tausend EUR
| 2011 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten | 25.274 | 2.399 | 0 | -9 | 27.664 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9.188 | 0 | 0 | 0 | 9.188 |
| Summe | 34.462 | 2.399 | 0 | -9 | 36.852 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.767 | 428 | 47 | -8 | 4.234 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 250.753 | 40.330 | 8.291 | -11.627 | 287.747 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 73.490 | 7.588 | 591 | -4.494 | 77.175 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 12.425 | 1.362 | -8.929 | 0 | 4.858 |
| Summe | 340.435 | 49.708 | 0 | -16.129 | 374.014 |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 471.559 | 34.004 | 0 | 0 | 505.563 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 7.171 | 2.003 | 0 | -745 | 8.429 |
| Summe | 478.730 | 36.007 | 0 | -745 | 513.992 |
| Summe Anlagevermögen | 853.627 | 88.114 | 0 | -16.883 | 924.858 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwert 2012 | Buchwert 2011 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten | 18.947 | 8.717 | 9.263 | 2.945 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9.188 | 0 | 1.075 | 1.075 |
| Summe | 28.135 | 8.717 | 10.338 | 4.020 |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.532 | 702 | 324 | 89 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 167.446 | 120.301 | 89.738 | 14.579 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 53.185 | 23.990 | 23.901 | 6.521 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 4.858 | 12.425 | 0 |
| Summe | 224.163 | 149.851 | 126.388 | 21.189 |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.711 | 488.852 | 454.848 | 0 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 8.429 | 7.171 | 0 |
| Summe | 16.711 | 497.281 | 462.019 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 269.009 | 655.849 | 598.745 | 25.209 |
Aufstellung des Anteilsbesitzes der EPCOS AG, München,
gem. § 285 Nr. 11 HGB zum 31. März 2012 (Angaben Basis IFRS)
Beteiligungen zum 31. März 2012 (Angaben gemäß IFRS inkl. Kaufpreisanpassungen)
| Tochtergesellschaften | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Ergebnis in Tsd. EUR |
Kapitalanteil in Prozent |
|---|---|---|---|
| Deutschland | |||
| TDK-EPC AG & Co. KG, Berlin | 6.428 | 1.324 | 100 |
| Herrmann Beteiligungs GmbH, Berlin | 40 | 2 | 100 |
| Europa ohne Deutschland | |||
| Becromal Iceland ehf, Akureyri/Island | 5.908 | (6.336) | 60 |
| Becromal S.p.A., Rozzano, Mailand/Italien | 52.743 | (23.449) | 100 |
| EPCOS Beteiligungs GmbH., Deutschlandsberg/Österreich | 143.182 | (1.293) | 100 |
| EPCOS Lagerbetriebs GmbH., Deutschlandsberg/Österreich | 63 | 23 | 100 |
| EPCOS OHG, Deutschlandsberg/Österreich | 66.490 | 1.657 | 100 |
| EPCOS Verwaltungsgesellschaft m.b.H., Deutschlandsberg/Österreich | 149.838 | 20 | 100 |
| EPCOS SAS, Pantin/Frankreich | 2.560 | 858 | 100 |
| EPCOS Nordic OY, Espoo/Finnland | 411 | 193 | 100 |
| EPCOS UK Ltd., Bracknell/Großbritannien | 1.369 | 157 | 100 |
| EPCOS Croatia d.o.o., Kutina/Kroatien | 1.988 | 19 | 100 |
| EPCOS Netherlands B.V., Nijmegen/Niederlande | 3.312 | 223 | 100 |
| EPCOS Polska Sp.z.o.o., Warschau/Polen** | 151 | 64 | 100 |
| EPCOS 2 Portugal LDA, Lissabon/Portugal | 78 | (15) | 100 |
| EPCOS LLC, Moskau/Russland** | 100 | 30 | 100 |
| EPCOS Nordic AB, Kista/Schweden | 647 | 161 | 100 |
| EPCOS Schweiz Vertriebs GmbH, Baden/Schweiz** | 57 | 32 | 100 |
| EPCOS Electronic Components S.A., Málaga/Spanien | 5.773 | 30.415 | 100 |
| EPCOS s.r.o., Sumperk/Tschechien | 24.197 | 3.962 | 100 |
| EPCOS Elektronikai Alkatrész Kft., Szombathely/Ungarn | 47.409 | 12.772 | 100 |
| TDK-EPC Italy S.r.L., Mailand/Italien** | 260 | 149 | 100 |
| Asien | |||
| EPCOS (Anhui) Feida Electronics Co., Ltd., Ningguo City/China | 28.351 | (3.512) | 90 |
| EPCOS (China) Investment Ltd., Shanghai/China | 148.587 | 40.708 | 100 |
| EPCOS (Shanghai), Ltd., Shanghai/China | 2.962 | 362 | 100 |
| EPCOS (Xiamen) Co., Ltd., Xiamen/China | 21.325 | 4.339 | 60 |
| EPCOS (Xiaogan) Co., Ltd., Xiaogan/China | 5.191 | 2.054 | 76 |
| EPCOS (Zhuhai) Co., Ltd., Zhuhai/China | 22.338 | 5.584 | 100 |
| EPCOS (Zhuhai FTZ) Co., Ltd., Zhuhai/China | 42.214 | 15.202 | 100 |
| EPCOS Limited, Hong Kong/China | 3.042 | 1.233 | 100 |
| EPCOS Technology (Wuxi) Co., Ltd., Wuxi/China | 50.010 | 4.745 | 100 |
| Baoke Electronic (Wuxi) Co., Ltd, Wuxi/China | 2.514 | (577) | 53,6 |
| EPCOS India Private Ltd., Kalyani/Indien | 21.918 | 1.267 | 100 |
| PT. EPCOS Indonesia, Batam/Indonesien | 2.996 | 252 | 100 |
| EPCOS RDC SDN. BHD., Johor Bahru/Malaysia | 18.985 | 7.367 | 100 |
| EPCOS SDN. BHD., Johor Bahru/Malaysia | 11.704 | 5.551 | 100 |
| EPCOS PTE LTD, Singapur | 75.212 | 1.427 | 100 |
| EPCOS Korea LLC, Seoul/Südkorea** | 763 | 181 | 100 |
| EPCOS Taiwan Co. Ltd., Taipei/Taiwan** | 207 | 71 | 75 |
| Amerika | |||
| Becromal of America Inc., Clinton, Tennessee/USA | (4.458) | (9.556) | 100 |
| EPCOS Inc., Iselin, New Jersey/USA (Teilkonzern) | 11.580 | 2.946 | 100 |
| EPCOS do Brasil Ltda., Gravataí/Brasilien | 23.588 | (1.305) | 100 |
| Assoziierte Unternehmen | |||
| Becromal Properties ehf, Reykjavik/Island | 13.520 | 3.327 | 40 |
* Nach Berücksichtigung Ergebnisabführungsvertrag gem. deutscher Bilanzierungsvorschriften
** Nicht konsolidierte Gesellschaften
| (9) Vorräte zum 31. März (in Tausend EUR) |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 21.590 | 17.755 |
| Unfertige Erzeugnisse | 9.324 | 6.678 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 40.207 | 25.466 |
| Unverrechnete Lieferungen und Leistungen | 1.062 | 1.030 |
| Erhaltene Anzahlungen | -137 | -99 |
| Gesamt | 72.046 | 50.830 |
(10) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Im Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 424.512 Tausend EUR (Vorjahr: 402.964 Tausend EUR) sind Forderungen aus Lieferung und Leistungen in Höhe von 98.280 Tausend EUR (Vorjahr: 88.955 Tausend EUR), kurzfristige Finanzforderungen in Höhe von 265.696 Tausend EUR (Vorjahr: 264.101 Tausend EUR), langfristige Finanzforderung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 58.595 Tausend EUR (Vorjahr: 44.273 Tausend EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 1.941 Tausend EUR (Vorjahr: 5.635 Tausend EUR) enthalten.
(11) Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen die Abgrenzung aus Vermögensschadenhaftpflichtversicherung in Höhe von 725 Tausend EUR (Vorjahr: 1.195 Tausend EUR).
(12) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Die in sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Abfindungen für Altersteilzeit wurden mit den Vermögenswerten im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB wie folgt verrechnet:
| Verpflichtung, Vermögen zum 31. März (in Tausend EUR) |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten Abfindung für Altersteilzeit | 2.298 | 2.995 |
| 2. Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -2.617 | -3.257 |
| 3. Nettoverpflichtung (= Verpflichtung - Planvermögen) | -319 | -262 |
Der übersteigende Betrag von 319 Tausend EUR (Vorjahr: 262 Tausend EUR) wird auf der Aktivseite in der Position ,Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung' ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens entsprechen dem Zeitwert. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um EUR-Anlagen im Geldmarkt mit Laufzeiten von jeweils längstens drei Monaten.
(13) Derivative Finanzinstrumente
Im Rahmen des Risikomanagements des Unternehmens wird eine Reihe von derivativen Finanzinstrumenten eingesetzt, um Risiken, die hauptsächlich aus Wechselkursschwankungen resultieren, zu begrenzen. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Übersicht der zum 31. März 2012 bestehenden derivativen Finanzinstrumente. Korrespondierende Geschäfte mit verbundenen Unternehmen sind nicht enthalten.
| Derivative Finanzinstrumente zum 31. März (in Tausend EUR) |
Nominalvolumen | Marktwert | ||
|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 178.451 | 257.638 | 517 | 967 |
Die Nominalbeträge der derivativen Finanzgeschäfte entsprechen den Kauf- oder Verkaufsbeträgen bzw. den Kontraktwerten der gesicherten Grundgeschäfte.
Als Marktwert eines Finanzinstruments gilt der Betrag, der zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspersonen unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Bei der Bestimmung des Marktwertes eines derivativen Finanzinstruments bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften (z.B. schwebende Geschäfte und antizipierte Transaktionen) unberücksichtigt.
Im Einzelnen bestimmt sich der Marktwert für die unterschiedlichen Derivate wie folgt:
Währungsderivate
| Der Marktwert von Devisentermingeschäften und Devisenoptionen bestimmt sich in Abhängigkeit von Devisenterminkursen. |
Die Vertragspartner des Unternehmens bei derivativen Finanzinstrumenten sind Banken erstklassiger Bonität.
In den folgenden Bilanzposten sind die nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanzierungsfähigen derivativen Finanzinstrumente mit den angegebenen Buchwerten erfasst:
| Sonstige Rückstellungen zum 31. März (in Tausend EUR) |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 1.970 | 5.070 |
(14) Gezeichnetes Kapital
(1) Grundkapital
Die Gesellschaft verfügt zum 31. März 2012 über ein Grundkapital von 66.682.270 EUR, eingeteilt in 66.682.270 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1 EUR je Stück.
(2) Bedingtes Kapital
Die Gesellschaft verfügt zum 31. März 2012 über kein Bedingtes Kapital.
Der Bestand des Bedingten Kapitals betrug im Vorjahr (31. März 2011) 1.946.000 EUR („Bedingtes Kapital 1999/I"). Das Bedingte Kapital 1999/I war für die Bedienung von Aktienoptionen vorgesehen, die aufgrund des EPCOS Aktienoptionsplans 1999 gewährt wurden. Sämtliche Bezugsrechte, die im Rahmen des EPCOS Aktienoptionsplans 1999 ausgegeben wurden, wurden mittlerweile erfüllt, in Bar ausgeglichen oder sind durch Zeitablauf erloschen. Das Bedingte Kapital 1999/I ist somit erloschen und die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend angepasst.
Das Bedingte Kapital hat sich wie folgt entwickelt:
Bedingtes Kapital (in Tausend EUR)
| Bestand zum 31. März 2010 | 1.946 |
| Veränderung | - |
| Bestand zum 31. März 2011 | 1.946 |
| Streichung des obsolet gewordenen Bedingten Kapitals 1999/I in der Satzung der Gesellschaft | (1.946) |
| Bestand zum 31. März 2012 | - |
(15) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der EPCOS AG.
(16) Gewinnrücklagen
Vom Jahresüberschuss in Höhe von 3.712 Tausend EUR (Vorjahr: 58.995 Tausend EUR) wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG 1.855 Tausend EUR (Vorjahr: 29.497 Tausend EUR) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
(17) Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
| Bilanzgewinn zum 31. März (in Tausend EUR) |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 3.712 | 58.995 |
| Gewinnvortrag | 28.873 | 70.826 |
| Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | -1.855 | -29.497 |
| Bilanzgewinn | 30.730 | 100.324 |
Aufsichtsrat und Vorstand beabsichtigen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, dem zum 31.03.2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn der EPCOS AG in Höhe von EUR 30.730.000,00 auf neue Rechnung vorzutragen.
Für das zum 31. März 2011 endende Geschäftsjahr wurde am 04.08.2011 von der Hauptversammlung der Beschluss gefasst eine Bardividende von 1,07 EUR je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Dividendenzahlung von 71.451.000 EUR, die am 31.01.2014 unverzinslich ausgezahlt wird.
(18) Rückstellungen
Pensionsrückstellungen
Die Pensionsrückstellungen umfassen die vertraglichen Versorgungsansprüche der Mitarbeiter, die unmittelbar gegenüber der im Geschäftsjahr 2002/2003 gegründeten EPCOS Unterstützungskasse e.V. bestehen, sowie deren Ansprüche auf Übergangszuschüsse. Im Geschäftsjahr 2012 wurde die EPCOS Unterstützungskasse e.V. nicht dotiert (Vorjahr: 38.000 Tausend EUR dotiert), jedoch Zahlungen an Leistungsempfänger in Höhe von 6.019 Tausend EUR (Vorjahr: 6.560 Tausend EUR) geleistet. Das Vermögen der Unterstützungskasse beträgt zum 31. März 2012 51.741 Tausend EUR (Vorjahr: 57.760 Tausend EUR). Die aus der BilMoG Umstellung noch nicht bilanzierte Zuführung zu den Pensionsrückstellungen beläuft sich zum 31.03.2012 auf 47.846 Tausend EUR. (Vorjahr: 51.834 Tausend EUR) Laut versicherungsmathematischem Gutachten beträgt die Verpflichtung 170.532 Tausend EUR, unter Abzug der Unterstützungskasse ergibt sich eine Verpflichtung von 118.791 Tausend EUR.
Verpflichtung, Vermögen und Rückstellung aus Pensionsverpflichtungen
zum 31. März (in Tausend EUR)
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| 1. Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 118.791 | 98.318 |
| 2. Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -13.503 | -12.818 |
| 3. Nettopensionsverpflichtung (= Verpflichtung - Planvermögen) | 105.288 | 85.500 |
Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens entsprechen dem Zeitwert. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um EUR-Anlagen im Geldmarkt mit Laufzeiten von jeweils längstens drei Monaten.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Vorsorgen im sonstigen Personalbereich in Höhe von 12.295 Tausend EUR (Vorjahr: 11.364 Tausend EUR). Davon entfällt ein Anteil in Höhe von TEUR 1.885 auf die Rückstellung für Altersteilzeit. Die Verpflichtungen im sonstigen Personalbereich wurden mit Vermögenswerten im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB wie folgt verrechnet:
Verpflichtung, Vermögen und Rückstellung aus Altersteilzeit
zum 31. März (in Tausend EUR)
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| 1. Rückstellung für Altersteilzeit | 4.282 | 3.470 |
| 2. Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -2.397 | -2.212 |
| 3. Nettoverpflichtung (= Verpflichtung - Planvermögen) | 1.885 | 1.258 |
Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens entsprechen dem Zeitwert. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um EUR-Anlagen im Geldmarkt mit Laufzeiten von jeweils längstens drei Monaten.
Ferner sind Rückstellungen für derivative Devisensicherung in Höhe von 1.970 Tausend EUR (Vorjahr: 5.070 Tausend EUR) sowie für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 2.412 Tausend EUR (Vorjahr: 2.284 Tausend EUR) enthalten.
(19) Verbindlichkeiten zum 31. März
(in Tausend EUR)
die Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt:
| 2012 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.009 | 15.009 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 21.863 | 21.863 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 566.327 | 494.876 | 71.451 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 44.387 | 44.387 | 0 | 0 |
| Gesamt | 647.586 | 576.135 | 71.451 | 0 |
| 2011 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.500 | 1.500 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 32.664 | 32.664 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 472.381 | 472.381 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 33.931 | 33.931 | 0 | 0 |
| Gesamt | 540.476 | 540.476 | 0 | 0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 350.000 Tausend EUR (Vorjahr: 270.000 Tausend EUR) gegenüber der TDK Gruppe und 71.451 Tausend EUR aus noch nicht erfolgter Dividendenzahlung für das zum 31.03.2011 endende Geschäftsjahr gegenüber der TDK Gruppe. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerschulden in Höhe von 2.092 Tausend EUR (Vorjahr: 2.203 Tausend EUR) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 473 Tausend EUR (Vorjahr: 425 Tausend EUR).
Sonstige Angaben
| (20) Materialaufwand (in Tausend EUR) |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 969.641 | 1.020.497 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 97.465 | 76.960 |
| Gesamt | 1.067.106 | 1.097.457 |
| (21) Personalaufwand (in Tausend EUR) |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 126.105 | 124.357 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 18.174 | 17.228 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 5.785 | 7.738 |
| Gesamt | 150.064 | 149.323 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung sind um den Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 10.434 Tausend EUR (Vorjahr: 10.095 Tausend EUR) gekürzt. Dieser Betrag wird als Aufwand im Zinsergebnis ausgewiesen.
Anzahl von Mitarbeitern zum Stichtag 31. März in folgenden Funktionen:
| Personalstruktur | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Produktion | 1.200 | 1.134 |
| Vertrieb | 242 | 239 |
| Forschung und Entwicklung | 253 | 227 |
| Verwaltung und allgemeine Dienste | 68 | 66 |
| Gesamt | 1.763 | 1.666 |
Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 1.713 (Vorjahr: 1.613) Mitarbeiter beschäftigt.
(22) Organe der Gesellschaft und deren Vergütung
1. Mitglieder des Aufsichtsrats
Stand 31. März 2012
| Klaus Ziegler | Vorsitzender; |
| Chairman des Board of Directors der TDK-EPC Corporation, Japan. | |
| Takehiro Kamigama | Representative Director, President & Chief Executive Officer der TDK Corporation, Japan; |
| Representative Director, President & Chief Executive Officer der TDK-EPC Corporation, Japan; | |
| Director der Toppan TDK Label Co. Ltd., Japan. | |
| Prof. Dr. Anton Kathrein | Stellvertreter des Vorsitzenden; |
| geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der KATHREIN-Werke KG. | |
| Dr. Bodo Lüttge | Ehemaliges Mitglied des Vorstands der EPCOS AG. |
| Seiji Osaka (seit 4. August 2011) |
Corporate Officer, General Manager der Corporate Planning Group und General Manager des Corporate Planning Department der Corporate Planning Group der TDK Corporation, Japan; |
| Director der Toppan TDK Label Co. Ltd., Japan. | |
| Shiro Nomi (bis 4. August 2011) |
Berater der TDK Corporation, Japan. |
| Prof. Dr. Claus Weyrich | Ehemaliges Mitglied des Vorstands der Siemens AG. |
| Gültekin Demirel | Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der EPCOS AG; |
| Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Betriebsstätte München der EPCOS AG. | |
| Martin Heigl | Gewerkschaftssekretär der IG Metall Verwaltungsstelle München. |
| Peter Hoffmann | Stellvertreter des Vorsitzenden; |
| Betriebsratsvorsitzender der Betriebsstätte Heidenheim der EPCOS AG. | |
| Hans-Jörg Napravnik | Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Heidenheim. |
| Joachim Niestroj | Leitung Bereich SAW WT der EPCOS AG. |
| Claus Ryschawy | Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der EPCOS AG; |
| Vorsitzender des Betriebsrats der Betriebsstätte München der EPCOS AG; | |
| Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats des EPCOS Konzerns. |
2. Mitglieder des Vorstands
Stand 31. März 2012
| Joachim Zichlarz | Sprecher, Kaufmännische Leitung (Finanzierung, Rechnungswesen), Personal, Informationstechnik und Logistik, Recht, Revision. |
| Dr. Werner Faber | Technologie und Qualität, Geschäftsbereiche Aluminum Electrolytic Capacitors (ALU), Film Capacitors (FILM), Magnetics (MAG), Piezo and Protection Devices (PPD), Systems, Acoustics, Waves (SAW), Sensors (SEN). |
| Joachim Thiele (seit 01. Februar 2012) |
Vertrieb und Corporate Center. |
| Gerhard Pegam | Seit 1. Februar 2012 freigestellt von seinen Ämtern und Pflichten als Mitglied und Vorsitzender des Vorstands. Scheidet mit Ablauf des 31. Juli 2012 auch formal aus dem Vorstand aus. |
3. Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen im Berichtszeitraum insgesamt 323 Tausend EUR (Vorjahr: 322 Tausend EUR).
4. Vergütung des Vorstands
a. Gesamtbezüge
Die Gesamtbezüge aller vier (Vorjahr: drei) Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012 betrugen 1.286 Tausend EUR (Vorjahr: 2.888 Tausend EUR). Davon entfielen 1.042 Tausend EUR (Vorjahr: 914 Tausend EUR) auf erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile und 244 Tausend EUR (Vorjahr: 1.974 Tausend EUR) auf erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile.
Die Beträge sind dem Geschäftsjahr zugeordnet, für das die variable Vergütungskomponente gezahlt wurde. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt im Juni des nächsten Geschäftsjahres.
Aktienkursbasierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung wurden in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 nicht gewährt.
b. Ruhegehaltszusagen Jahresbetrag
Die Jahresbeträge der am 31. März 2012 an die vier (Vorjahr: drei) Vorstandsmitglieder erteilten Ruhegehaltszusagen betrugen im Geschäftsjahr 2012 zusammen 457 Tausend EUR (Vorjahr: 402 Tausend EUR).
c. Pensionsrückstellungen
Den Pensionsrückstellungen wurden für die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2012 nach HGB insgesamt rund 3.406 Tausend EUR (Vorjahr: 773 Tausend EUR) zugeführt. Die erhöhte Zuführung zu den Pensionsrückstellungen resultiert im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Dotierung für Rückstellungen und Ruhegehalt für den im Berichtsjahr freigestellten Vorstand.
d. Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen
An ausgeschiedene Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2012 Bezüge in Höhe von insgesamt 176 Tausend EUR (Vorjahr: 337 Tausend EUR) gezahlt. Darüber hinaus gehende Ansprüche wurden entweder von der Siemens AG erfüllt oder sind bereits abgewickelt. Die Rückstellungen für Pensionsansprüche dieses Personenkreises betrugen zum 31. März 2012 nach HGB insgesamt 2.233 Tausend EUR und zum 31. März 2011 2.240 Tausend EUR.
e. Sonstiges
Den Vorstandsmitgliedern wurden weder Vorschüsse oder Kredite gewährt, noch wurden für sie Haftungsverhältnisse eingegangen.
(23) Haftungsverhältnisse
Die EPCOS AG ist Verpflichtungen aus Garantien in Höhe von 8.137 Tausend EUR (Vorjahr: 12.145 Tausend EUR) eingegangen. Diese waren komplett zu Gunsten verbundener Unternehmen. Für die 100-prozentige Tochtergesellschaft Becromal SpA, Italien, wurden Zahlungsgarantien zugunsten von Material- bzw. Stromlieferanten in Höhe von 6.600 Tausend EUR (Vorjahr: 10.616 Tausend EUR) ausgestellt. Im Vorjahr waren zudem Zahlungsgarantien zugunsten von Becromal Norway AS, Norwegen, enthalten. Mittels dieser Garantien beziehen die Gesellschaften Rohmaterialien bzw. Strom zu weiterhin günstigen Konditionen.
Ferner wurden Patronatserklärungen für verbundene Unternehmen in Höhe von 1.029 Tausend EUR (Vorjahr: 30.130 Tausend EUR) abgegeben. Mittels dieser Patronatserklärungen sind lokale Kreditlinien verbundener Unternehmen besichert, wodurch sie sich zu günstigeren Konditionen auf den jeweiligen Kreditmärkten finanzieren können. Eine im Vorjahr bestehende Patronatserklärung der EPCOS AG zur Besicherung von in Österreich der EPCOS OHG gewährter Kredite und Fördermittel in Höhe von EUR 29.100 Tausend EUR ist im August 2011 ausgelaufen und wurde nicht erneuert.
Auf Basis der derzeitigen Liquiditätssituation und Planung wird keine Inanspruchnahme der abgegebenen Garantien bzw. Patronatserklärungen in absehbarer Zukunft erwartet.
Als Gesellschafterin der EPCOS OHG, Deutschlandsberg (Österreich), und der TDK-EPC AG & Co. KG, Berlin; haftet die EPCOS AG gesamtschuldnerisch und unbeschränkt.
Es bestehen weiterhin generelle Risiken aus der allgemeinen Geschäftstätigkeit, die nachfolgend kurz erläutert werden:
Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften sind im Hinblick auf verschiedene Streitgegenstände und Angelegenheiten Partei in einigen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren. Nach Meinung des Vorstands, der sich dabei auf Aussagen der Rechtsberater der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stützt, werden diese Rechtsstreitigkeiten und Verfahren allerdings selbst für den Fall ihres negativen Ausgangs keine wesentlichen Auswirkungen auf die finanzielle Situation oder das Ergebnis der Gesellschaft haben.
Die Gesellschaft unterliegt in jedem für ihre Betriebstätigkeit relevanten Rechtssystem einer Vielzahl von Umweltschutzbestimmungen, die z.B. Emissionen, Abwasserentsorgung und Lagerung von gefährlichen Materialien und Abfällen regeln. Diese Vorschriften werden auch für die zukünftige Geschäftstätigkeit des Unternehmens eine bedeutende Rolle spielen.
Unabhängig davon ist allerdings nicht auszuschließen, dass es in Zukunft Fälle geben könnte, in denen die Gesellschaft im Zusammenhang mit Umweltschutzbestimmungen Auflagen zu erfüllen haben könnte, in die Haftung genommen oder Straf- oder Bußgeldern unterliegen werden. Ebenfalls ist nicht auszuschließen, dass zukünftige Novellierungen in Umweltgesetzgebungen die Gesellschaft zu substantiellen finanziellen Aufwendungen zwingen, die erhebliche negative Auswirkungen auf die finanzielle Lage bzw. das Ergebnis der Gesellschaft haben könnten.
(24) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte
Bestellobligo
Die Gesellschaft hat aus Bestellungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen langfristige Verpflichtungen in Höhe von 21,8 Millionen EUR. Ferner bestehen langfristige Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 17,5 Millionen EUR.
Konsignationslager
Die Gesellschaft hat mit verschiedenen Lieferanten Verträge über Konsignationslagerentnahmen abgeschlossen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Vorräte in Höhe von ca. 22,3 Millionen EUR (Vorjahr: ca. 24,4 Millionen EUR) über Konsignationslager erworben. Die Gründe für die Schaffung von Konsignationslagern waren unter anderem die Senkung des Vorratsbestandes und die Erhöhung der Verfügbarkeit. Durch die Abrechnung nach Entnahme verringert sich die Kapitalbindung. Eine gleichbleibende Qualität der Produkte ist aufgrund gleicher Lieferanten gesichert. Ein Risiko besteht in der Lieferantenbindung.
Leasing
Am Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 41.945 Tausend EUR (Vorjahr: 18.799 Tausend EUR). Der Anstieg im Berichtsjahr resultiert im Wesentlichen aus der Mietverlängerung der Münchner und Heidenheimer Liegenschaften.
Die bilanzielle Behandlung von Leasing-Transaktionen „Leasingverhältnisse" hängt davon ab, ob der jeweilige Geschäftsvorfall als Finanzierungs-Leasing oder als Operating-Leasing klassifiziert wird. Ein Leasingverhältnis wird dann als Finanzierungs-Leasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer übertragen werden. Im Rahmen von Finanzierungs-Leasing gemietete Vermögenswerte aktiviert die Gesellschaft und weist eine korrespondierende Verpflichtung aus. Nutzt die Gesellschaft Vermögenswerte im Rahmen von Operating-Leasing Verträgen, werden die entsprechenden Leasingzahlungen linear über die Laufzeit in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
a) Operating-Leasing
Derzeit least die Gesellschaft diverse Einrichtungen für Fertigung, Geschäftsführung und Verwaltung sowie verschiedene Ausrüstungsgegenstände unter Operating-Leasing-Verträgen. Die Summe der zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellt sich wie folgt dar:
| Zukünftige Mindestzahlungen Zum 31. März (in Tausend EUR) |
Operating-Leasingverhältnisse | |
|---|---|---|
| 2012 | 2011 | |
| --- | --- | --- |
| Bis zu einem Jahr | 6.492 | 6.426 |
| Zwischen einem und fünf Jahre | 24.262 | 8.842 |
| Länger als fünf Jahre | 11.191 | 2.031 |
| Gesamt | 41.945 | 17.299 |
In dem zum 31. März 2012 endenden Geschäftsjahr sind Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von 5.620 Tausend EUR (Vorjahr: 6.694 Tausend EUR) erfolgswirksam erfasst worden.
b) Finanzierungs-Leasing
Im Geschäftsjahr 2009 wurden Lizenzen in Höhe von 4,5 Millionen EUR im Rahmen einer Sale and Leaseback-Transaktion an fremde Dritte veräußert. Bei dem Verkauf wurde kein Gewinn realisiert. Die Leaseback Transaktion stellt ein Finanzierungs-Leasing dar. Nach Ablauf der Grundmietzeit von 36 Monaten beginnend am 1. April 2009 geht das Eigentum an EPCOS als Leasingnehmer über.
Zukünftige Mindestleasingzahlungen
Zum 31. März (in Tausend EUR)
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | - | 1.500 |
| Zwischen einem und fünf Jahre | _ | _ |
| Gesamt | - | 1.500 |
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Nahe stehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die EPCOS AG Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die EPCOS AG unterliegen.
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden aufgrund von Versorgungsplänen insbesondere mit Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen abgeschlossen. Es handelt sich vor allem um Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Hinsichtlich der Nutzungsüberlassung einer Softwarelösung an die TDK-Gruppe siehe Nummer 2. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden sie regelmäßig zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen.
(25) Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG TDK Corporation und verbundene Unternehmen
a) Die TDK Germany GmbH, Düsseldorf/Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. Oktober 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 17. Oktober 2008 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 35,96 Prozent (das entspricht 23.890.050 Stimmrechten) betrug.
b) Die TDK-EPC Corporation, Tokio/Japan, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 5. Oktober 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 1. Oktober 2009 die Schwellenwerte von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent, 30 Prozent, 50 Prozent und 75 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 95,82 Prozent (63.897.064 Stimmrechte) betrug. Davon werden der TDK-EPC Corporation 30.244.901 Stimmrechte, entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 45,36 Prozent, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Der TDK-EPC Corporation zugerechnete Stimmrechte werden dabei über die TDK Germany GmbH gehalten, die von der TDK-EPC Corporation kontrolliert wird, und deren Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG 3 Prozent oder mehr beträgt.
Zum 31. März 2012 bzw. 2011 werden die Stimmrechte an der EPCOS AG von der TDK-EPC Corporation, Tokio/Japan, zu 54,6 Prozent und von der TDK Germany GmbH, Düsseldorf/Deutschland, zu 45,4 Prozent gehalten.
(26) Offenlegung
Der Jahresabschluss und der Lagebericht und Konzernlagebericht der EPCOS AG für das Geschäftsjahr 2012 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und sind über die Internetseite des Unternehmensregisters zugänglich.
Die EPCOS AG stellt in Anwendung von § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS und einen Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns auf. Der Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und sind über die Internetseite des Unternehmensregisters zugänglich.
(27) Konzernverhältnisse
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der TDK Corporation, Tokio/Japan, einbezogen. Der Konzernabschluss der TDK Corporation ist bei dieser erhältlich.
München, den 18. Mai 2012
Zichlarz
Dr. Faber
Thiele
Lagebericht und Konzernlagebericht
der EPCOS AG, München
ALLGEMEINES
Die EPCOS AG ist ein führender Hersteller elektronischer Bauelemente, Module und Systeme mit Sitz in München, Deutschland. Mit seinem breit gefächerten Portfolio bietet EPCOS ein umfassendes Produkt- und Leistungsangebot aus einer Hand. Das Unternehmen konzentriert sich auf schnell wachsende und technologisch anspruchsvolle Märkte auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik, Automobil-, Industrie- und der Konsum-Elektronik. EPCOS verfügt über Entwicklungs- und Fertigungsstandorte sowie Vertriebsbüros in Europa, Asien, Nord- und Südamerika.
Elektronische Bauelemente befinden sich in jedem elektrischen und elektronischen Gerät. In Mobiltelefonen, Notebooks und Fernsehgeräten etwa übernehmen sie genauso Schlüsselfunktionen wie in Kraftfahrzeugen, Waschmaschinen und Energiesparlampen, in industriellen Werkzeugmaschinen oder in Lokomotiven und Windkraftanlagen. EPCOS Produkte verarbeiten elektrische Signale, schützen elektronische Schaltungen und sichern deren störungsfreien Betrieb. In einem Auto beispielsweise können bis zu 10.000 elektronische Bauelemente verbaut sein.
Historie
EPCOS war aus dem 1989 von Siemens und Matsushita gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Siemens Matsushita Components entstanden und ging 1999 in Frankfurt und New York an die Börse. Der Handel an der New York Stock Exchange wurde 2007 eingestellt.
Am 1. Oktober 2009 wurde EPCOS mit dem Bauelementegeschäft von TDK unter dem Dach der in Japan gegründeten TDK-EPC Corporation (kurz: TDK-EPC) zusammengeführt. Die Börsennotierung von EPCOS an allen deutschen Börsenplätzen endete Anfang November 2009.
Die TDK-EPC Corporation und die TDK Germany GmbH halten seit März 2010 alle Aktien der EPCOS AG.
Geschäftsjahr und Berichterstattung
Der Berichtszeitraum der EPCOS AG erstreckt sich jeweils vom 1. April bis zum 31. März des darauf folgenden Kalenderjahres, das Geschäftsjahr 2012 umfasst also den Zeitraum vom 1. April 2011 bis 31. März 2012.
Seit Beginn des Geschäftsjahres 2011 nutzt EPCOS anstelle des EBIT die Kenngröße Operating Profit und hat damit seine Finanzberichterstattung an jene der TDK Corporation angepasst. Der Operating Profit ist definiert als das Bruttoergebnis vom Umsatz abzüglich der Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.
KONZERN
Abschwächende Konjunktur belastet Geschäftsentwicklung
| in Mio. EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Umsatz | 1.906 | 1.787 |
| Operating Profit | 171 | 49 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 143 | -1 |
| Investitionen in Anlagevermögen | 197 | 221 |
| Abschreibungen | 130 | 134 |
Die globale Konjunktur hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2012 zusehends eingetrübt. Verantwortlich dafür waren in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraums vor allem die Staatsschuldenkrisen und Finanzmarktturbulenzen im Euroraum sowie in den USA. Die daraus erwachsenen Rezessionsängste führten weltweit zu einer deutlichen Abschwächung der Nachfrage. In der Folge ging der Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen über nahezu alle Abnehmerbranchen und Regionen hinweg zum Teil erheblich zurück.
Umsatz
Im Vergleich zu dem außerordentlich guten Geschäftsjahr 2011 verringerte sich im Berichtsjahr der EPCOS Umsatz insgesamt um 6 Prozent auf rund 1,8 Milliarden EUR (Vorjahr: 1,9 Mrd. EUR). Am stärksten zurück ging der Umsatz im Geschäft mit Produkten für die Informations- und Kommunikationstechnik, wo ein Minus von rund 20 Prozent verzeichnet wurde. Der Umsatz mit Bauelementen und Lösungen für die Konsum-Elektronik war um 16 Prozent rückläufig. Stabil entwickelte sich der Umsatz mit Produkten für die Industrie-Elektronik. Gleiches gilt für das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren sowie das Geschäft, das keiner der EPCOS Abnehmerbranchen eindeutig zugeordnet werden kann. Positiv entwickelte sich dagegen der Umsatz mit Produkten für die Automobil-Elektronik; der dabei erzielte Anstieg um 8 Prozent konnte den Umsatzrückgang bei anderen Geschäften allerdings nicht ausgleichen.
Ergebnis
EPCOS konnte im Geschäftsjahr 2012 ein positives operatives Ergebnis erzielen. Der Operating Profit belief sich auf plus 49 Millionen EUR (Vorjahr: 171 Mio. EUR). Wesentliche Gründe für den Rückgang gegenüber Vorjahr waren der geringere Umsatz, ein ungünstigerer Produktmix sowie der wieder stärkere Preisverfall.
Der Jahresfehlbetrag belief sich auf 1 Million EUR (Vorjahr: 143 Mio. EUR Überschuss; darin hatte auch der Ertrag aus der Nutzungsüberlassung einer Softwarelösung an TDK in Höhe von knapp 20 Millionen EUR nach Abzug der Quellensteuer positiv gewirkt).
Investitionen
EPCOS hat im Berichtsjahr 221 Millionen EUR in Anlagevermögen investiert. Damit lagen die Investitionen um 12 Prozent über dem Vorjahreswert (197 Mio. EUR), und sie überstiegen den Wert der Abschreibungen, welcher im abgelaufenen Geschäftsjahr 134 Millionen EUR betrug (Vorjahr: 130 Mio. EUR).
Trotz der im Verlauf des Berichtszeitraums sich abschwächenden Nachfrage war es für EPCOS notwendig, das hohe Investitionsvolumen aufrecht zu erhalten. Es war Voraussetzung dafür, die Qualität der Prozesse und Produkte weiter zu verbessern und somit die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken sowie zukünftiges Wachstum zu sichern. Investiert wurde vor allem in moderne Fertigungslinien für neue Produkte aber auch in solche für bestehende Produkte für Anwendungen mit absehbar überdurchschnittlichem Wachstumspotential. Darüber hinaus hat EPCOS bei bestehenden Produkten auch in Maßnahmen zur Steigerung des Automatisierungsgrades und zur weiteren Kostensenkung investiert.
Der größte Investitionsanteil entfiel auf die Oberflächenwellen-Komponenten, gefolgt von Kondensatoren und Induktivitäten.
Mit 213 Millionen EUR wurde fast die gesamte Investitionssumme für Sachanlagen aufgewendet. Dazu zählt der Kauf von Fertigungsanlagen genauso wie die Fertigstellung neuer Fabrikgebäude. Bei dem Restbetrag in Höhe von rund 8 Millionen EUR handelt es sich überwiegend um die Aktivierung von Entwicklungskosten.
GESCHÄFTSSEGMENTE
Starker Umsatz- und Ergebnisrückgang bei OFW-Komponenten
Kennzahlen nach Geschäftssegmenten
| Umsatz in Mio. EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Kondensatoren und Induktivitäten | 839 | 876 |
| Oberflächenwellen-Komponenten | 620 | 490 |
| Keramische Bauelemente | 447 | 421 |
| Gesamtumsatz | 1.906 | 1.787 |
| Umsatzanteile | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Kondensatoren und Induktivitäten | 44% | 49% |
| Oberflächenwellen-Komponenten | 33% | 27% |
| Keramische Bauelemente | 23% | 24% |
| Operating Profit in Mio. EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Kondensatoren und Induktivitäten | 68 | 55 |
| Oberflächenwellen-Komponenten | 46 | -43 |
| Keramische Bauelemente | 57 | 37 |
Zusammenfassung
In den drei EPCOS Geschäftssegmenten hat sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 uneinheitlich entwickelt: Während er bei den Kondensatoren und Induktivitäten um 4 Prozent auf 876 Millionen EUR gesteigert werden konnte (Vorjahr: 839 Mio. EUR), ging das Geschäft mit Oberflächenwellen-Komponenten (OFW-Komponenten) sowie mit Keramischen Bauelementen zurück:
Im Segment Keramische Bauelemente sank der Umsatz - nach wachstumsstarkem Vorjahr - um 6 Prozent auf 421 Millionen EUR (Vorjahr: 447 Mio. EUR), der Umsatz mit Oberflächenwellen-Komponenten ging um 21 Prozent auf 490 Millionen EUR stark zurück (Vorjahr: 620 Mio. EUR).
Entsprechend deutlich hat sich im Berichtszeitraum die Aufteilung des Umsatzes auf die Segmente verschoben: Der Umsatzanteil, der auf das Geschäft mit Kondensatoren und Induktivitäten entfällt, wuchs gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 5 Prozentpunkte auf 49 Prozent (Vorjahr: 44%); dieses Segment leistete damit erneut den größten Beitrag zum Gesamtumsatz des Unternehmens. Der Anteil des Geschäfts mit OFW-Komponenten sank dagegen um 6 Prozentpunkte auf 27 Prozent (Vorjahr: 33%). Der Umsatzanteil der Keramischen Bauelemente stieg um 1 Prozentpunkt auf 24 Prozent (Vorjahr: 23%).
Mit einem Operating Profit bei den Kondensatoren und Induktivitäten in Höhe von 55 Millionen EUR (Vorjahr: 68 Mio. EUR) konnte dieses Segment erneut den größten Anteil zum Konzernergebnis beigetragen und dabei eine Operating-Profit-Marge von 6,3 Prozent erwirtschaften. Die beste Marge in Höhe von 8,8 Prozent erzielte, wie im Vorjahr, das Segment Keramische Bauelemente; der Operating Profit betrug hier plus 37 Millionen EUR (Vorjahr: plus 57 Mio. EUR). Bei den OFW-Komponenten sank der Operating Profit auf minus 43 Millionen EUR (Vorjahr: plus 46 Mio. EUR), was im Wesentlichen durch den hier stärksten Umsatzrückgang bedingt war.
Die Geschäftssegmente im Einzelnen
1. Kondensatoren und Induktivitäten
| in Mio. EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Umsatz | 839 | 876 |
| Operating Profit | 68 | 55 |
Umsatz
Das Geschäftssegment Kondensatoren und Induktivitäten konnte im Geschäftsjahr 2012 seinen Umsatz um 4 Prozent auf 876 Millionen EUR steigern (Vorjahr: 839 Mio. EUR). Grund für die positive Umsatzentwicklung war das gute Geschäft mit Kondensatoren, das Geschäft mit Induktivitäten verlief stabil.
Kondensatoren
Im Geschäft mit Kondensatoren war es erneut vor allem die Nachfrage aus der Industrie-Elektronik, die zu dem Umsatzwachstum beigetragen hat. Besonders gefragt waren Aluminium-Elektrolyt- und Folien-Kondensatoren für den Einsatz etwa in Systemen zur regenerativen Energieerzeugung und zur Energieübertragung sowie in Anwendungen zur Steigerung der Energieeffizienz. Außerdem sind bei den Kondensatoren die Umsätze mit Produkten für die Automobil-Elektronik gestiegen. Gut entwickelte sich auch das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren.
Induktivitäten
Die Umsatzentwicklung bei den Induktivitäten verlief insgesamt stabil. Vor allem Bauelemente für den Einsatz in der Automobil-Elektronik wurden stark nachgefragt. Für diese Abnehmerbranche bietet EPCOS unter anderem Drosseln, die in Kraftfahrzeugen für den störungsfreien Datenaustausch zwischen einer Vielzahl elektronischer Steuergeräte benötigt werden. Die Nachfrage von Kunden aus der Industrie-Elektronik hingegen war - nach dem sehr guten Vorjahr - insgesamt rückläufig. Ebenfalls schwächer als im Vorjahr war der Bedarf an induktiven Bauelementen für Anwendungen in der Konsum-Elektronik sowie der Informations- und Kommunikationstechnik. Und auch das Geschäft mit den Bauelemente-Distributoren ging im Berichtszeitraum zurück.
Ergebnis
EPCOS konnte im Berichtszeitraum im Segment Kondensatoren und Induktivitäten einen Operating Profit in Höhe von 55 Millionen EUR verzeichnen (Vorjahr: 68 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr haben sowohl gestiegene Rohmaterialpreise als auch Personalkostensteigerungen, speziell in China das Ergebnis überproportional belastet.
2. OFW-Komponenten
| in Mio. EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Umsatz | 620 | 490 |
| Operating Profit | 46 | -43 |
Umsatz
Der Umsatz mit OFW-Komponenten sank im Geschäftsjahr 2012 um 21 Prozent auf 490 Millionen EUR (Vorjahr: 620 Mio. EUR). Dies war vor allem in dem stark rückläufigen Umsatz mit Hochfrequenz-Filterprodukten für Mobiltelefone begründet.
Im Segment OFW-Komponenten bedient EPCOS den sehr schnelllebigen Mobilfunkmarkt hauptsächlich mit applikations- und kundenspezifischen Produkten. Im Berichtsjahr kam es bei den Mobiltelefonherstellern zu deutlichen Verschiebungen der Marktanteile, wodurch der tatsächliche Bauelementebedarf eines großen Kunden erheblich niedriger ausfiel als von ihm vorhergesehen. Bei EPCOS führte dies vor allem im OFW-Segment zu Umsatzausfällen bei kundenspezifischen Filtern und Modulen. Die zugehörigen, kurzfristig frei gewordenen Fertigungsanlagen konnten auch nicht umgehend mit Aufträgen anderer Kunden ausgelastet werden.
Integrierte Hochfrequenzprodukte
Nahezu 40 Prozent des Segmentumsatzes entfielen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Module, die überwiegend in Smartphones eingesetzt werden, also in besonders umfangreich mit Leistungsmerkmalen und Komfortfunktionen ausgestatteten Mobiltelefonen. Nachdem im Berichtsjahr die Nachfrage aus diesem Anwendungsbereich deutlich hinter den Erwartungen blieb, geht EPCOS für das laufende Geschäftsjahr von einem anziehenden Modulgeschäft aus - inzwischen stehen neue, und hier insbesondere Smartphone-Projekte von Kunden kurz vor dem Hochlauf der Massenproduktion.
Für diese High-End-Mobilfunkgeräte bietet EPCOS neben Einzelfiltern und Duplexern ein immer breiteres Portfolio integrierter Hochfrequenzprodukte wie etwa keramische Frontend-Module. Darüber hinaus umfasst die EPCOS Produktpalette auch Module für den ESD-/EMISchutz1 von Mobiltelefonen; Kunden können damit in der Entwicklung ihrer neuen Geräte teurere Halbleiterbauelemente ersetzen.
1 ESD: Electrostatic Discharge; EMI: Electromagnetic Interference
Multimedia- und Mobilfunk-Filter
Der Umsatz mit Multimedia- und mit Mobilfunk-Filtern ist im Berichtsjahr in Summe ebenfalls deutlich gesunken. Während das Geschäft mit Multimedia-Filtern davon geprägt war, dass diese Produkte in Fernsehgeräten und Set-Top-Boxen immer stärker durch Halbleiterlösungen ersetzt werden, waren die Mobilfunk-Filter von dem genannten Nachfrageeinbruch bei OFW-Komponenten für Smartphones betroffen.
Auch bei den Mobilfunk-Filtern geht EPCOS für das laufende Geschäftsjahr davon aus, dass die Nachfrage steigen wird und das Unternehmen davon profitieren kann, dass es bei High¬End-Mobiltelefonen noch besser positioniert ist als in einfacheren Mobilfunkgeräten - im Vergleich zu letzteren beispielsweise benötigen Smartphones mehr OFW-Filter pro Gerät. Zudem bietet EPCOS für die höherwertigen Mobiltelefone eine Reihe weiterer Produkte, etwa die weltweit kleinsten digitalen MEMS-Mikrofone. Sie sind eine innovative Lösung für die Geräuschunterdrückung in Mobiltelefonen oder Headsets, die selbst bei Lärmkulissen ein klares Klangbild schafft.
Ergebnis
Im Segment OFW-Komponenten ging im Geschäftsjahr 2012 der Operating Profit auf minus 43 Millionen EUR erheblich zurück (Vorjahr: plus 46 Mio. EUR). Diese Entwicklung war im Wesentlichen durch den starken Preisverfall und den Umsatzrückgang bedingt, sowie durch gestiegene Kosten für die Entwicklung und den Anlauf neuer Produkte.
3. Keramische Bauelemente
| in Mio. EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Umsatz | 447 | 421 |
| Operating Profit | 57 | 37 |
Umsatz
Im Geschäftssegment Keramische Bauelemente sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 - nach einem wachstumsstarken Vorjahr - um 6 Prozent auf 421 Millionen EUR (Vorjahr: 447 Mio. EUR). Lediglich im Geschäft mit Produkten für den Einsatz in der Automobil-Elektronik konnte EPCOS erneut leichte Zuwächse erzielen.
Schutzbauelemente
Die Nachfrage nach Schutzbauelementen schwächte sich zwar ab, bewegte sich aber erneut auf hohem Niveau. Diese Produkte machten weiterhin den höchsten Anteil des Segmentumsatzes aus.
Zu dem breiten EPCOS Portfolio gehören unter anderem Thermistoren sowie Scheiben- und Vielschichtvaristoren. Diese temperatur- und spannungsabhängigen Widerstände kommen vor allem in der Automobil-, Industrie- und Konsumelektronik zum Einsatz und übernehmen dort entweder Schutz- oder Heizfunktionen. Zu den keramischen Schutzbauelementen zählen auch Ableiter, die insbesondere Telefonanlagen vor zu hohen Spannungen schützen, wie sie bei Blitzschlägen auftreten können.
Piezo-Aktuatoren
Der im Vorjahr bereits hohe Bedarf an keramischen Bauelementen für die Automobil-Elektronik stieg im Berichtsjahr nochmals leicht an, wodurch auch der Umsatz mit Piezo-Aktuatoren weiter zunahm. Diese Produkte sind Schlüsselbauelemente in Piezo-Kraftstoff-Einspritzsystemen, die in Diesel- und Benzinmotoren von Kraftfahrzeugen eine besonders effiziente und schadstoffarme Verbrennung ermöglichen.
Sensoren und Sensor-Systeme
Auch bei den Sensoren und Sensor-Systemen waren Produkte für den Einsatz in der Automobil-Elektronik etwas stärker gefragt als im Vorjahr. Das Geschäft mit Produkten für die Konsum-Elektronik verlief stabil.
EPCOS bietet eine sehr umfangreiche Sensorenpalette an: Temperatursensoren etwa, die beispielsweise in Maschinen messen, ob sich Betriebsflüssigkeiten wie Öl und Kühlwasser zu sehr erhitzt haben. Oder hochpräzise Sensoren zur Druckmessung in rauen Umgebungen, etwa heißen Abgasen oder Kraftstoffdämpfen. In Systemen, mit denen die Leistung, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit von Verbrennungsmotoren merklich verbessert werden kann, sind Drucksensoren von EPCOS Schlüsselbauelemente.
Ergebnis
Im Segment Keramische Bauelemente verringerte sich der Operating Profit im Berichtszeitraum auf 37 Millionen EUR (Vorjahr: 57 Mio. EUR). Wesentliche Ursachen dafür waren der Umsatzrückgang, der Preisverfall sowie gestiegene Materialpreise, besonders bei Metallen.
ABNEHMERBRANCHEN
Automobil-Elektronik nimmt weiter Fahrt auf
| Umsatz nach Abnehmerbranchen in Mio. EUR |
2011 berichtet | 2011 vergleichbar* | 2012 |
|---|---|---|---|
| Industrie-Elektronik | 470 | 448 | 442 |
| Informations- und Kommunikationstechnik | 548 | 548 | 436 |
| Automobil-Elektronik | 360 | 360 | 388 |
| Distribution und Andere | 342 | 375 | 374 |
| Konsum-Elektronik | 186 | 175 | 147 |
| Gesamtumsatz | 1.906 | 1.906 | 1.787 |
| Umsatzanteile nach Abnehmerbranchen | 2011 berichtet | 2011 vergleichbar* | 2012 |
|---|---|---|---|
| Industrie-Elektronik | 25% | 24% | 25% |
| Informations- und Kommunikationstechnik | 29% | 29% | 24% |
| Automobil-Elektronik | 19% | 19% | 22% |
| Distribution und Andere | 17% | 19% | 21% |
| Konsum-Elektronik | 10% | 9% | 8% |
* Mit Beginn des Geschäftsjahres 2012 wird unter dem Titel „Distribution und Andere" auch der Umsatz ausgewiesen, den EPCOS mit der Konzernmuttergesellschaft TDK Corporation tätigt. Diese neue Zuordnung wird - im Hinblick auf die bessere Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr - auch für das Geschäftsjahr 2011 in der Spalte „2011 vergleichbar" berücksichtigt. Die Kennzahlen dieser Spalte sind nicht testiert.
Die global ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führten bei EPCOS im Geschäftsjahr 2012 zu einer uneinheitlichen Umsatzentwicklung innerhalb der einzelnen Abnehmerbranchen: Während der Umsatz mit Produkten und Lösungen für die Automobil-Elektronik gesteigert werden konnte, mussten im Geschäft mit Herstellern von Informations- und Kommunikationstechnik sowie von Konsum-Elektronik Umsatzrückgänge hingenommen werden. Diese konnten durch das vorgenannte Umsatzwachstum nicht ausgeglichen werden. In etwa stabil blieb der Umsatz mit Bauelementen und Lösungen für die Industrie-Elektronik. Gleiches gilt für das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren sowie für den Umsatz, der sich keiner der EPCOS Abnehmerbranchen eindeutig zuordnen lässt. Von dieser heterogenen Umsatzentwicklung abgesehen haben die Megatrends Umweltschutz, Energieeffizienz und Miniaturisierung über alle Zielmärkte hinweg unverändert immer größeren Einfluss auf das Geschäft mit elektronischen Bauelementen.
Hinsichtlich der Anteile der Abnehmerbranchen am Konzernumsatz hat sich im Berichtsjahr die Umsatzstruktur von EPCOS teilweise deutlich verändert. Insgesamt betrachtet ist die Struktur ausgewogener als vor Jahresfrist, wobei die Konsum-Elektronik unverändert einen verhältnismäßig kleinen Umsatzanteil beiträgt. Das Unternehmen arbeitet weiter intensiv daran, innerhalb der Zielmärkte seine Positionen kontinuierlich zu verbessern.
Industrie-Elektronik
Der Umsatz von EPCOS mit Kunden aus der Industrie-Elektronik lag im Berichtszeitraum mit 442 Millionen EUR lediglich 1 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert (2011 vergleichbar: 448 Mio. EUR; 2011 berichtet: 470 Mio. EUR). Der Beitrag dieser Abnehmerbranche zum Konzernumsatz erhöhte sich auf 25 Prozent (2011 vergleichbar: 24%). Die Industrie-Elektronik war damit im abgelaufenen Geschäftsjahr die umsatzstärkste Abnehmerbranche.
Anwendungsfeld Energie unverändert im Trend
Im Geschäft mit Produkten für die Industrie-Elektronik sind Anwendungen zur regenerativen Energieerzeugung in Windkraft- und Photovoltaikanlagen von großer Bedeutung. In diesen Anlagen werden EPCOS Kondensatoren beispielsweise in Wechsel- und Umrichtern verbaut, die den gewonnenen Strom zur Einspeisung ins Netz umformen.
Außerdem wird das EPCOS Geschäft mit der Industrie-Elektronik weiterhin stark von dem Trend zu höherer Energieeffizienz getrieben. Auch in dieser Hinsicht sorgt unter anderem die regenerative Energieerzeugung für Wachstumsimpulse - denn Betreiber von Windkraftanlagen, die fernab von den Versorgungsnetzen etwa auf hoher See installiert werden, setzen für die Netzanbindung zum Festland zunehmend Systeme zur Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGO) ein. Solche Systeme arbeiten im Gegensatz zu konventionellen Wechselspannungslösungen sehr verlustarm. EPCOS liefert dafür große Leistungskondensatoren für Umrichter der Megawatt-Klasse, die an Übergabepunkten zwischen Offshore-Windparks und Versorgungsnetzen den übertragenen Gleichstrom in Wechselstrom wandeln. Erst dieser kann dann in das Versorgungsnetz eingespeist werden. Bis zum Jahr 2020 wird für den weltweiten HGO-Markt eine rasante Entwicklung erwartet: von derzeit mehr als 100 Gigawatt installierter Übertragungsleistung auf dann 350 Gigawatt. Das damit verbundene attraktive Geschäftspotential für EPCOS ist - einerseits - darin begründet, dass vor allem im europäischen Heimmarkt zahlreiche Anbieter von HGO-Systemen ansässig sind und - andererseits - diese verlustarme Übertragungstechnologie auch in Asien, und dort vor allem in China zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Auf dem Gebiet der regenerativen Energieerzeugung spielen auch Schutzbauelemente eine Schlüsselrolle. Varistoren und Ableiter von EPCOS bewahren kostspielige Solar- und Windkraftanlagen zuverlässig vor Schäden durch Überspannungen, wie sie etwa durch Blitzeinschläge entstehen können. Den Überspannungsschutz in den Versorgungsnetzen übernehmen hoch belastbare Blockvaristoren. Kleinere Varianten in Scheibenausführung schützen Stromversorgungen und Steuereinrichtungen.
Der Markt verlangt grundsätzlich nach Lösungen, mit denen sich der Energieverbrauch von Anlagen und Maschinen sowie die Energieverluste bei der Stromerzeugung und -übertragung senken lassen. Um Energie zu sparen, setzt die Industrie auf drehzahlvariable Antriebe. Dafür sind Frequenzumrichter erforderlich, in denen Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren von EPCOS zur Glättung der Spannung eingesetzt werden und damit Schlüsselfunktionen übernehmen.
Rund um den Globus werden Anstrengungen zur Kompensation elektrischer Blindleistung (BLK) in Stromnetzen mit dem Ziel unternommen, die Netze zu entlasten und bei den Energienutzern Stromverbrauch und Kosten zu senken. Als Weltmarktführer bietet EPCOS alle Schlüsselkomponenten für BLK-Systeme und kann außerdem Komplettlösungen liefern, in denen unter anderem Kondensatoren, Thyristor-Module und induktiven Bauelemente des Unternehmens verwendet werden.
In den klassischen Industrieländern ist die Automatisierung von Fertigungsanlagen eine wichtige Säule des EPCOS Geschäfts mit Produkten für die Industrie-Elektronik. Hinzu kommt die Modernisierung und Neuerrichtung von Fabrikanlagen in Ländern wie China, Indien, Brasilien und einigen ASEAN-Staaten. Hersteller von Beleuchtungstechnik benötigen elektronische Bauelemente zur Produktion von Energiespar- und LED-Lampen, die, nicht zuletzt durch gesetzliche Vorgaben bedingt, immer häufiger herkömmliche Glühlampen ersetzen.
Informations- und Kommunikationstechnik
Mit Produkten für die Informations- und Kommunikationstechnik hat EPCOS im Berichtsjahr 436 Millionen EUR umgesetzt (2011 vergleichbar: 548 Mio. EUR; 2011 berichtet: 548 Mio. EUR). Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert ging der Umsatz um rund 20 Prozent und damit im Verhältnis zu den anderen Abnehmerbranchen am stärksten zurück. Gemessen am Umsatz war die Informations- und Kommunikationstechnik zum Ende des Geschäftsjahres 2012 nur noch die zweitgrößte EPCOS Abnehmerbranche, ihr Anteil am Konzernumsatz verkleinerte sich auf 24 Prozent (2011 vergleichbar: 29%).
Mobilfunklösungen weiterhin mit Abstand größter Umsatzträger
Das rückläufige Geschäft mit der Abnehmerbranche Informations- und Kommunikationstechnik ist wesentlich in dem gesunkenen Umsatzvolumen mit Mobiltelefonherstellern begründet. Nahezu vier Fünftel des EPCOS Umsatzes mit der Informations- und Kommunikationstechnik entfielen auch im Geschäftsjahr 2012 auf Bauelemente und Module, die in Mobilfunkgeräten eingesetzt werden.
Das Geschäft mit elektronischen Bauelementen für Anwendungen im Mobilfunk ist von zunehmend kürzeren Innovationszyklen charakterisiert und damit von sich sehr schnell ändernden bzw. immer anspruchsvolleren Kundenwünschen und technischen Anforderungen. Als Beleg dafür sei die Entwicklung neuer Mobilfunkgeräte genannt: Nahezu alle paar Monate kommen neue Modelle auf den Weltmarkt, von dem mehr als 65 Prozent auf die fünf führenden Mobiltelefonhersteller entfallen. In diesem dynamischen Markt haben sich im Geschäftsjahr 2012 die Marktanteile großer Mobilfunkhersteller teilweise deutlich verschoben. In Folge war der tatsächliche Bauelementebedarf eines Leitkunden von EPCOS erheblich niedriger als zunächst vorhergesehen. Bei EPCOS wurden dadurch kurzfristig Fertigungskapazitäten für kundenspezifische Produkte frei, die nicht umgehend durch Geschäft mit anderen Kunden ausgelastet werden konnten.
Grundsätzlich aber bleibt der Mobilfunkmarkt für EPCOS eine wichtige und zukunftsträchtige Abnehmerbranche. Mobiltelefone sind inzwischen unverzichtbare Begleiter des Menschen im Privat- als auch im Berufsleben; sie haben sich überwiegend zu Multifunktionsgeräten gewandelt, die über das Telefonieren hinaus zunehmend mehr Anwendungsmöglichkeiten bieten, dabei aber gewohnt handlich klein und leicht bleiben sollen. Auch künftig werden für diese Kleinrechner also immer mehr und immer kleinere und stärker integrierte elektronische Bauelemente benötigt. Unter diesen Umständen profitiert EPCOS von seiner hervorragenden Weltmarktstellung bei Hochfrequenz-Filtern und Modulen und von seiner Technologiekompetenz und Innovationskraft, die das Unternehmen auf dem Gebiet der Hochfrequenz in Bezug auf Miniaturisierung und Integration zum Trendsetter gemacht hat.
Zum weiteren Wachstum von EPCOS innerhalb des Mobilfunkmarktes wird insbesondere der steigende Bedarf an umfangreich mit Leistungsmerkmalen und Komfortfunktionen ausgestatteten Smartphone-Modellen beitragen. Zusätzlich wird die Integration von Diensten wie Blue-tooth und Wireless LAN in Mobiltelefonen die Nachfrage nach Hochfrequenz-Filterlösungen steigern. Im Bereich der mobilen Infrastruktur ist das Wachstum unter anderem geprägt von der Einführung von Netzwerken der vierten Generation mit hohen Bandbreiten und damit enormen Datenübertragungsmengen und -geschwindigkeiten.
Für die klassische Festnetz-Telekommunikation bietet EPCOS ebenfalls ein breites Portfolio. Dazu gehören unter anderem Entstör- und Schutzbauelemente für Telekommunikationsanlagen sowie Produkte für den Einsatz in DSL-Modems für den schnellen Internet-Zugang.
Automobil-Elektronik
Der Umsatz von EPCOS mit Bauelementen und Lösungen für die Automobil-Elektronik konnte im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 8 Prozent auf 388 Millionen EUR gesteigert werden (2011 vergleichbar: 360 Mio. EUR; 2011 berichtet: 360 Mio. EUR). Der zugehörige Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 22 Prozent (2011 vergleichbar: 19%). Damit bleibt die Automobil-Elektronik die drittgrößte EPCOS Abnehmerbranche und eine tragende Säule des Geschäfts.
Wachsende Nachfrage durch steigende Ansprüche an konventionelle Kraftfahrzeugtechnik
EPCOS beliefert seine Kunden in der Automobil-Elektronik mit Produkten aus allen drei Geschäftssegmenten, wobei der Großteil auf die Keramischen Bauelemente entfällt. Viele der Bauelemente und Lösungen sind für Systeme und Geräte der Automobil-Elektronik unverzichtbar. Getrieben wird das Geschäft vor allem von der Anforderung, dass Kraftfahrzeuge ihren Treibstoff immer effizienter nutzen und dabei die Umwelt immer weniger belasten sollen sowie von den steigenden Ansprüchen bei Sicherheit und Komfort.
Im Berichtszeitraum waren es erneut die EPCOS Piezo-Aktuatoren, auf die im Geschäft mit Produkten für die Automobil-Elektronik der größte Umsatzanteil entfiel. Kraftfahrzeughersteller setzen Piezo-Einspritzsysteme vor allem in Dieselmotoren ein, um das Einspritzen des Kraftstoffs exakter steuern und damit feiner dosieren zu können, was wiederum eine effizientere und schadstoffärmere Verbrennung ermöglicht. Zur Verbesserung der Energiebilanz von Autos tragen auch EPCOS Sensoren und Sensorsysteme bei. Diese messen unter anderem die Temperatur der angesaugten Luft sowie von Abgas, Öl und Kühlmittel. Steuergeräte werten diese Daten aus und nutzen sie zur Optimierung des Motorbetriebs. In Kraftfahrzeug-Klimaanlagen ermöglichen EPCOS Temperatursensoren eine verbesserte Regelung. EPCOS Drucksensoren dagegen werden etwa in Abgasrückführungssystemen eingesetzt, mit denen die Emissionswerte von Verbrennungsmotoren spürbar weiter gesenkt werden können.
Elektronische Systeme sorgen auch in Mittel- und Kleinwagen für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen: Airbags, Antiblockier- und Stabilisierungssysteme stellen sicher, dass Bremswege möglichst kurz und Autos in der Spur bleiben. Darüber hinaus werden Kraftfahrzeuge über alle Klassen hinweg mit immer mehr Informations-, Komfort- und Fahrerassistenzsystemen ausgerüstet, deren zunehmender Funktionsumfang einen steigenden Elektronikanteil mit sich bringt. Digitale Audiogeräte beispielsweise gehören immer häufiger jetzt auch in Mittelklasse- und Kleinwagen zur gängigen Ausstattung.
Daneben gewinnt die Telematik im Straßenverkehr - und damit auch in den Bordsystemen der Fahrzeuge - an Bedeutung. Die Technologien, die Telekommunikation und Informatik miteinander verknüpfen, werden auch für Personen- und Lastkraftwagen immer vielfältiger. Dazu gehören satellitengestützte Navigation mit Systemen wie GPS, Galileo und Glonass ebenso wie mobilfunkbasierte Verkehrsleitsysteme und der Internetzugang im Fahrzeug sowie Notruf- und Mautsysteme. EPCOS bietet dafür unter anderem eine ganze Reihe von Hochfrequenz-Filterprodukten, die auf die besonders strengen Anforderungen der Automobilindustrie abgestimmt sind.
Neben den steigenden Ansprüchen an die konventionelle Kraftfahrzeugtechnik hinsichtlich Energieeffizienz und Umweltschutz wird künftig auch die Trendtechnologie Elektromobilität dem Unternehmen EPCOS Geschäftspotentiale bieten. Sowohl in Hybridfahrzeugen (Hybrid Electric Vehicles (HEV)) als auch in komplett elektrisch angetriebenen Fahrzeugen (Electric Vehicles (EV)) gibt es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. EPCOS ist für den wachsenden Markt der Elektromobilität gut gerüstet und bietet dafür schon heute ein Portfolio an Folien- und Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren, induktiven Bauelementen sowie Temperatursensoren und keramischen Heizelementen.
Konsum-Elektronik
Unter der Bezeichnung Konsum-Elektronik fasst EPCOS die Unterhaltungs- und die Haushaltselektronik als weitere Abnehmerbranche zusammen. Im Geschäft mit Herstellern von Konsum-Elektronik ist der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 16 Prozent auf 147 Millionen EUR gesunken (2011 vergleichbar: 175 Mio. EUR; 2011 berichtet: 186 Mio. EUR). Der entsprechende Beitrag zum Konzernumsatz verringerte sich auf 8 Prozent (2011 vergleichbar: 9%).
Fokus auf Unterhaltung und Haushalt
Der im Geschäftsjahr 2012 verzeichnete Umsatzrückgang im EPCOS Geschäft mit Produkten für die Konsum-Elektronik war weit überwiegend in der schwächeren Nachfrage nach Produkten für die Unterhaltungselektronik begründet. Nahezu 40 Prozent des Umsatzes mit der Konsum-Elektronik entfielen auf Anwendungen wie Fernsehgeräte mit HDTV-Flachbildschirmen und auf DVD- und Blu-ray-Geräte, in denen EPCOS Bauelemente und Module genauso Schlüsselbauelemente sind wie in Internet-fähigen Spielekonsolen und MP3-Playern. Dort filtern sie Hochfrequenzsignale, sorgen für Elektromagnetische Verträglichkeit und schützen Elektronik vor elektrostatischen Entladungen.
Die anderen rund 60 Prozent des Umsatzes entfielen auf das breite Produktspektrum für Haushaltsgeräte. EPCOS Bauelemente werden hier vor allem für elektronische Regelungen und neue Technologiekonzepte verwendet, die es ermöglichen, den Energieverbrauch zu senken. Auch in Haushaltsgeräten ist der Elektronikanteil inzwischen hoch und weist weiter steigende Tendenz auf.
Distribution und Andere
Das Geschäft von EPCOS mit Bauelemente-Distributoren und Anderen hat sich im Berichtszeitraum gegenüber dem vergleichbar dargestellten Umsatz 2011 stabil entwickelt. Der Umsatz belief sich auf 374 Millionen EUR (2011 vergleichbar: 375 Mio. EUR; 2011 berichtet: 342 Mio. EUR). Der entsprechende Anteil am Konzernumsatz stieg auf 21 Prozent (2011 vergleichbar: 19%).
Distributoren als wichtige Vertriebspartner bei Standardbauelementen
Rund 80 Prozent des unter „Distribution und Andere" ausgewiesen Umsatzes entfielen im Berichtsjahr auf das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren. Sie sind für EPCOS wichtige Geschäftspartner, die wesentlich dazu beitragen, die Versorgung der Kunden mit Standardbauelementen sicherzustellen. Sie bieten den Kunden eine breite Dienstleistungspalette, womit sich die Verfügbarkeit vieler EPCOS Bauelemente verbessert. Mit Hilfe der Distribution als zusätzlichem Vertriebskanal kann das Unternehmen seine eigene Vertriebsmannschaft noch zielgerichteter und wirkungsvoller einsetzen und Vertriebskosten einsparen. Kunden wiederum können ihren Einkauf von Standardbauelementen auf Distributoren konzentrieren und die Anzahl ihrer Lieferanten und Kosten senken.
Bei den restlichen 20 Prozent des unter „Distribution und Andere" ausgewiesenen Umsatzes handelt es sich um Geschäft, das sich keiner Abnehmerbranche eindeutig zuordnen ließ. Etwa die Hälfte davon machte der Umsatz aus, den EPCOS im Berichtsjahr mit seiner Konzernmuttergesellschaft TDK Corporation tätigte.
REGIONEN
Umsatzrückgang in allen Regionen mit Ausnahme Deutschlands
| Umsatz nach Regionen in Mio. EUR |
2011 | 2012 |
|---|---|---|
| EMEA (Europe, Middle East, Africa) | 1.159 | 1.089 |
| darin Deutschland | 460 | 473 |
| EMEA ohne Deutschland | 699 | 616 |
| Asien | 540 | 520 |
| darin Greater China | 350 | 336 |
| NAFTA | 149 | 126 |
| Andere | 58 | 52 |
| Gesamtumsatz | 1.906 | 1.787 |
| Umsatzanteile nach Regionen | 2011 | 2012 |
| EMEA | 61% | 61% |
| darin Deutschland | 24% | 26% |
| EMEA ohne Deutschland | 37% | 35% |
| Asien | 28% | 29% |
| darin Greater China | 19% | 19% |
| NAFTA | 8% | 7% |
| Andere | 3% | 3% |
Trotz der global schwächeren Konjunktur konnte EPCOS im Geschäftsjahr 2012 seinen Umsatz im Inland steigern. In allen anderen Regionen dagegen war die Umsatzentwicklung rückläufig. Die regionale Umsatzaufteilung hat sich dadurch gegenüber dem Vorjahr kaum verändert: Der größte Anteil entfiel weiterhin auf den EMEA-Wirtschaftsraum (Europa, Naher Osten, Afrika), der Anteil Asiens nahm um einen Prozentpunkt zu, der NAFTA-Umsatzanteil um einen Prozentpunkt ab.
Europa, Mittlerer Osten, Afrika (EMEA)
Der Anteil Deutschlands am EPCOS Umsatz vergrößerte sich im Berichtszeitraum auf 26 Prozent (Vorjahr: 24%). Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum konnte hier der Umsatz um 3 Prozent gesteigert werden. Diese positive Geschäftsentwicklung spiegelt vor allem den höheren Bedarf der im Inland ansässigen Hersteller von Automobil-Elektronik wider. Daneben profitierte EPCOS von der erhöhten Binnennachfrage im Geschäft mit Produkten für die Industrie-Elektronik. Gefragt waren insbesondere Produkte und Lösungen für Anwendungen auf dem Gebiet der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung2, mit der sich elektrische Energie auch über große Distanzen verlustarm zu den Verbrauchern transportieren lässt.
Der Anteil der EMEA-Länder ohne Deutschland verringerte sich auf 35 Prozent (Vorjahr: 37%). Grund dafür war der hier um insgesamt 12 Prozent gesunkene Umsatz. Die Entwicklung war wesentlich von dem geringeren Bedarf an Produkten für die Informations- und Kommunikationstechnik geprägt. Dennoch tätigte EPCOS auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als die Hälfte seines Konzernumsatzes in Europa. Dort sind auf Kundenseite führende Hersteller aus der Kommunikationstechnik sowie aus der Industrie- und der Automobil-Elektronik verwurzelt.
Asien
In Asien stieg im Verlauf des Geschäftsjahres 2012 der Umsatzanteil am Gesamtumsatz des Unternehmens auf 29 Prozent (Vorjahr: 28%), obwohl der in dieser Region erzielte Umsatz um 4 Prozent rückläufig war. Bedingt wurde der Umsatzrückgang vor allem durch die gesunkene Nachfrage nach EPCOS Produkten für die Konsum-Elektronik. Ungeachtet dessen bleibt China - und damit Asien - der mit Abstand größte regionale Elektronikmarkt. EPCOS ist in der Region seit vielen Jahren mit Entwicklungs- und Fertigungsstandorten sowie Vertriebsbüros stark vertreten und erledigt in dieser Region auch Verwaltungsaufgaben.
NAFTA
In der NAFTA-Region ging der Umsatz im Berichtsjahr um 15 Prozent zurück, wodurch auch der Anteil am EPCOS Konzernumsatz um einen Prozentpunkt auf 7 Prozent sank (Vorjahr: 8%). Obwohl dieser Umsatzanteil verhältnismäßig klein ist, bleibt die NAFTA-Region für das EPCOS Geschäft von wesentlicher Bedeutung: Nach wie vor werden neue Geräte und Systeme häufig in Nordamerika entwickelt. Dabei legen die Kunden fest, welche elektronischen Bauelemente welcher Marke für die Herstellung ihrer neuen Anwendungen freigegeben sind. Ist EPCOS bei solchen Design-Ins erfolgreich, partizipiert das Unternehmen mit seinen Lösungen auch an der jeweiligen Serienfertigung, die dann häufig in asiatischen Niedriglohnländern erfolgt.
2 siehe auch Lagebericht, Kapitel Abnehmerbranchen
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Erhöhte Aufwendungen für Innovation
| in Mio. EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Kosten für Forschung und Entwicklung | 92 | 112 |
Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) schaffen die Voraussetzungen für Innovation und kontinuierliche Verbesserung von Prozessen und Produkten. Damit bilden sie eine wichtige Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum und tragen zur Sicherung künftigen Geschäftserfolgs bei. Die Ergebnisse der Innovationsarbeit von EPCOS eröffnen sowohl Kunden als auch dem Unternehmen selbst Vorteile im Wettbewerb und können neue zukunftsträchtige Anwendungen und Märkte erschließen. Überlegene Innovationskraft ist also - neben einwandfreier Qualität und konkurrenzfähigen Kosten - ein entscheidender Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb.
Fundiertes Wissen, umfassende Erfahrung und ausgeklügelte Prozesse sind zwingende Voraussetzungen dafür, die Anforderungen der Märkte nach innovativen Produkten erfüllen zu können. Dabei werden die Rahmenbedingungen von immer kürzeren Innovationszyklen geprägt, in denen immer mehr Endgeräte und Systeme auf den Markt gebracht werden.
Innovationskraft gestärkt
Das hohe Leistungsvermögen von EPCOS auf den Gebieten der Materialforschung, Prozesstechnologie sowie Produktentwicklung versetzt das Unternehmen in die Lage, sowohl Standardbauelemente als auch kundenspezifische Lösungen zu realisieren. Zusätzlich gestärkt wird seine Innovationskraft unter dem Dach von TDK-EPC durch die Zusammenarbeit zwischen TDK und EPCOS auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung und den daraus resultierenden Synergien.
Im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich die F&E-Aufwendungen von EPCOS auf 112 Millionen EUR. Sie lagen damit um mehr als 20 Prozent über dem Vorjahreswert (92 Mio. EUR), was unter anderem durch längerfristig angelegte Entwicklungsprojekte im Geschäftssegment Oberflächenwellen-Komponenten bedingt war. Der Anteil der F&E-Aufwendungen am EPCOS Umsatz, der im Berichtsjahr rückläufig war, stieg damit auf 6,3 Prozent (Vorjahr: 4,8%).
Umweltschutz, Energieeffizienz und Miniaturisierung bleiben Innovationsschwerpunkte
Die Forderungen nach ständig verbesserter Umweltverträglichkeit sowie höherer Energieeffizienz elektrischer Geräte und Systeme gewinnen unverändert an Bedeutung im Geschäft mit elektronischen Bauelementen. Der Trend, den Energieverbrauch und die -kosten sowie die Verluste bei der Energieerzeugung und -verteilung zu senken hält in den EPCOS Abnehmerbranchen genauso unvermindert an wie der Trend zu immer kleineren Bauelementen und stärker integrierten Modulen und Systemen.
Anwendungsgebiete wie die Windenergietechnik und die Photovoltaik stellen deshalb weiterhin einen der Innovationsschwerpunkte des Unternehmens dar. Egal aus welcher der erneuerbaren Energiequellen Sonne oder Wind der Strom gewonnen wird - Produkte von EPCOS spielen eine entscheidende Rolle, wenn elektrischer Strom gewandelt, Anlagen vor Überspannungen geschützt, die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) sichergestellt oder die Energieeffizienz gesteigert werden muss: Um etwa die Verluste bei der Energieübertragung zu senken, werden rund um den Globus immer häufiger Hochspannungs-Gleichstrom-Systeme eingesetzt; für die dafür benötigten Umrichter der Megawatt-Klasse liefert EPCOS Leistungskondensatoren.
Auf dem Gebiet der Elektromobilität ist das Unternehmen ebenfalls aktiv. Auch hier sind es vor allem die eigenen Folien-Kondensatoren, auf denen EPCOS Lösungen für Applikationen der Wandlung elektrischer Energie basieren und die im Antriebsstrang von Hybrid- und Elektrofahrzeugen eingesetzt werden. Dabei sind die EPCOS Power Capacitor Chips (PCCTM) Schlüsselbauelemente, die sich durch ihre hohe Lebensdauer und kompakte Bauweise auszeichnen. Das Ladesystem im Elektrofahrzeug dagegen entwickelt sich zu einem wichtigen Einsatzort für EPCOS Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren; ihre große Speicherkapazität und Belastbarkeit sind zur Pufferung von hohen Strömen beim Ladevorgang erforderlich.
Die Miniaturisierung als weiterer Megatrend in der Elektronik wird unter anderem von der Forderung nach steigender Funktionsdichte in Elektrogeräten getrieben; diese sollen für immer mehr Aufgaben eingesetzt werden und gleichzeitig immer kompakter und leichter sein. So bieten etwa Smartphones schon heute Anwendungsmöglichkeiten, die über das Telefonieren weit hinausgehen. Und obwohl diese Computer immer mehr können, bleiben sie gewohnt handlich. Als Schnittstellen für den Datentransfer bieten sie Bluetooth, Wireless LAN und USB. Außerdem will der Nutzer mit seinem Smartphone überall problemlos telefonieren können, weshalb dasselbe Gerät also in mehreren Mobilfunkstandards funktionieren und damit Multimode- und Multiband-tauglich sein muss. Die Forderung nach immer mehr Leistungsmerkmalen in immer weniger Raum lässt sich aber nur erfüllen, wenn die eingesetzten elektronischen Bauelemente immer kleiner bzw. immer mehr Funktionen integriert werden.
Neue Dimensionen der Miniaturisierung und Integration
Insbesondere auf dem Gebiet der Hochfrequenz-Anwendungen gehört EPCOS zu den Trendsettern in der Miniaturisierung und stellt dabei Schlüsselbauelemente wie Filterprodukte und Module her. Dank neuer Gehäusetechnologien ist es EPCOS gelungen, etwa den Platzbedarf von SAW-Duplexern für Mobiltelefone seit 2004 um mehr als 80 Prozent zu verringern. Basis für viele Miniaturisierungserfolge des Unternehmens war die 2001 eingeführte und stetig weiterentwickelte CSSP® -Technologie (Chip-Sized SAW Packaging). Jetzt im Geschäftsjahr 2012 hat das Unternehmen eine neue Dimension der Miniaturisierung erreicht: Mit seiner DSSP® -Technologie (Die-Sized SAW Packaging) bietet EPCOS den höchsten derzeit auf dem Markt verfügbaren Miniaturisierungsgrad. Filter und Duplexer in DSSP-Technologie werden vorrangig für den Einsatz in Hochfrequenz-Modulen entwickelt, da bei diesen Produkten im Hinblick sowohl auf die Grundfläche als auch die Bauhöhe der größte Miniaturisierungsbedarf besteht.
Die Hochfrequenz-Module bilden eines der zukunftsträchtigen Produktgebiete, auf denen die technologische Zusammenarbeit mit TDK und deren Synergien erste sichtbare Erfolge erzielt hat. Als Ergebnis ist ein Smartphone-Modul entstanden, das die von TDK entwickelte SESUB-Technologie (Silicon Embedding Substrate) mit der Anwendungskompetenz von EPCOS kombiniert und damit noch stärker integrierte, also noch kompaktere Mikrosysteme für Mobilfunkanwendungen ermöglicht. Neben ausgezeichneten technischen Eigenschaften profitieren die Kunden davon, dass diese innovativen Module bis zu 70 Prozent weniger Platz benötigen als herkömmliche Lösungen.
PERSONAL
Mitarbeiteranzahl insgesamt verringert,
aber mehr Personal bei Forschung und Entwicklung
| 2011 31.03.2011 |
± | 2012 31.03.2012 |
|
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter Gesamt | 26.293 | -10% | 23.619 |
| Absolut | Anteile | ||
| Mitarbeiter nach Segmenten | 2012 31.03.2012 |
2011 31.03.2011 |
2012 31.03.2012 |
| Kondensatoren und Induktivitäten | 15.364 | 66% | 65% |
| Keramische Bauelemente | 4.411 | 18% | 19% |
| OFW-Komponenten | 3.115 | 13% | 13% |
| Vertrieb, Zentrale | 729 | 3% | 3% |
| Absolut | Anteile | ||
| Mitarbeiter nach Regionen | 2012 31.03.2012 |
2011 31.03.2011 |
2012 31.03.2012 |
| China | 12.322 | 55% | 53% |
| Europa ohne Deutschland | 4.305 | 17% | 18% |
| Asien ohne China | 3.369 | 14% | 14% |
| Deutschland | 1.948 | 7% | 8% |
| Amerika | 1.675 | 7% | 7% |
EPCOS beschäftigte im Geschäftsjahr 2012 zum Stichtag 31. März 2012 weltweit rund 23.600 Mitarbeiter (Geschäftsjahr 2011, Stichtag 31. März 2011: rund 26.300). Die Anzahl der Beschäftigten lag damit um 10 Prozent unter dem Vorjahreswert. 2011 hatte den Personalhöchststand seit Bestehen des Unternehmens markiert, was durch die im Nachgang zur Weltwirtschaftskrise stark gestiegene Nachfrage bedingt war. Nachdem im Verlauf des Berichtszeitraums der Bedarf an elektronischen Bauelementen auf breiter Front wieder sank, war es für EPCOS unumgänglich, im Zuge der Anpassung seiner Fertigungskapazitäten auch die Anzahl seiner Mitarbeiter zu verringern.
Der Stellenabbau erfolgte vor allem in Niedriglohnländern. Absolut betrachtet, verringerte sich dort die Mitarbeiteranzahl um rund 2.600, während sie in Ländern mit hohen Arbeitskosten um rund 60 zurückging. Der Anteil der Beschäftigten in Niedriglohnländern hat sich dadurch aber kaum verändert und betrug für das Berichtsjahr 84 Prozent (Vorjahr: 85%).
Von der Anpassung waren vor allem Mitarbeiter in der Fertigung betroffen. Die Anzahl der in Forschung und Entwicklung tätigen EPCOS Mitarbeiter dagegen hat sich im Zuge der verstärkten Innovationsarbeit weiter erhöht und betrug zum Ende März 2012 rund 1.030 (Vorjahr: rund 920).
Zwei Drittel der Belegschaft in Asien
67 Prozent der Mitarbeiter waren zu diesem Zeitpunkt in Asien tätig (Vorjahr: 69%), mehr als drei Viertel davon in China: In dem weltweit größten regionalen Elektronikmarkt beschäftigt EPCOS damit 53 Prozent seiner Gesamtbelegschaft (Vorjahr: 55%). Im europäischen Ausland stieg der Mitarbeiteranteil um einen Prozentpunkt auf 18 Prozent, der Anteil der in Deutschland Beschäftigten erhöhte sich ebenfalls um einen Prozentpunkt auf 8 Prozent. Der Anteil Amerikas an der Mitarbeiteranzahl blieb mit 7 Prozent unverändert.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Bilanzkennzahlen beeinträchtigt
| Bilanzstruktur in Mio. EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 692 | 583 |
| Fremdkapital | 965 | 1170 |
| Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad | 2011 | 2012 |
| Eigenkapitalquote | 42% | 33% |
| Verschuldungsgrad | 62% | 111% |
| Netto-Cash-Flow in Mio. EUR | 2011 | 2012 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 143 | -1 |
| Abschreibungen | 130 | 134 |
| Veränderung Netto-Umlaufvermögen | -77 | -4 |
| Veränderung Rückstellungen und sonstige Überleitungspositionen | 4 | 6 |
| Mittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit, netto | 200 | 135 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -197 | -221 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Beteiligungen und Unternehmen | --- | --- |
| Erlöse aus Verkäufen/Sonstige | 7 | 6 |
| Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit | -190 | -215 |
| Netto-Cash-Flow | 10* | -80 |
* Wert aufgrund geänderter Rechnungslegungsvorschriften gegenüber Vorjahr angepasst; siehe hierzu im Anhang die Fußnote im Abschnitt 4. Konzern-Kapitalflussrechnung
Aktiva
Im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich die kurzfristigen Aktiva von EPCOS inklusive der liquiden Mittel auf 867 Millionen EUR (Vorjahr: 870 Mio. EUR). Die liquiden Mittel blieben mit 159 Millionen EUR unverändert, da der negative Netto-Cash-Flow durch Kreditaufnahmen ausgeglichen werden konnte.
Der Vorratsbestand hat sich um rund 43 Millionen EUR auf 349 Millionen EUR erhöht. Folgende Umstände bei EPCOS waren für diese Entwicklung ausschlaggebend: In Folge der Rekord-Nachfrage gegen Ende des Geschäftsjahres 2011 hatten sich damals die Vorräte stark verringert und die Lieferzeiten an Kunden erheblich verlängert. Um die Lieferzeiten verkürzen zu können, wurden Vorräte an Fertigprodukten aufgebaut. Außerdem hatte EPCOS während der Boom-Phase im Geschäftsjahr 2011 mit seinen Lieferanten vertraglich vereinbart, größere Materialmengen abzunehmen, um so einer drohenden Knappheit vorzubeugen. Diese zur Versorgungssicherung getroffenen Maßnahmen führten dann im Geschäftsjahr 2012 in Folge der Konjunkturabschwächung zu ansteigenden Materialbeständen. Die inzwischen umgesetzten Anpassungen zeigen bereits Wirkung und führten im letzten Quartal des Berichtsjahres zu einer Verringerung von 32 Millionen EUR.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber Vorjahr deutlich um 51 Millionen EUR verringert; dies ist auf den im Berichtszeitraum rückläufigen Umsatz zurückzuführen. Das Anlagevermögen und die sonstigen langfristigen Aktiva erhöhten sich um 99 Millionen EUR auf 886 Millionen EUR, was im Wesentlichen durch den Anstieg des Sachanlagevermögens bedingt war.
Insgesamt ergab sich somit zum Stichtag 31. März 2012 eine EPCOS Bilanzsumme von 1.753 Millionen EUR. Das entspricht einer Zunahme um 96 Millionen EUR gegenüber dem 31. März 2011.
Passiva
Auf der Passiv-Seite der EPCOS Bilanz stiegen im Geschäftsjahr 2012 die Finanzschulden um 162 Millionen EUR auf 519 Millionen EUR. Darin enthalten sind erstmalig Dividendenverbindlichkeiten an TDK in Höhe von 68 Millionen EUR.
Die Netto-Finanzschulden betrugen zum Bilanzstichtag 649 Millionen EUR und enthielten Pensionsverbindlichkeiten, die sich gegenüber Vorjahr um 55 Millionen EUR auf 289 Millionen EUR erhöht haben. Ursache für den starken Anstieg der Pensionsverbindlichkeiten war im Wesentlichen die versicherungsmathematisch notwendige Anpassung des Rechnungszinssatzes aufgrund des deutlich gesunkenen Marktzinsniveaus (siehe Konzernanhang, Punkt 6.28).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen bedingt durch erhöhte Investitionen und aufgrund verbesserter Zahlungsziele um 15 Millionen EUR auf 219 Millionen EUR. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen und nicht finanziellen Schulden sowie die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sanken um rund 25 Millionen EUR auf 118 Millionen EUR.
Das Eigenkapital verringerte sich von 692 Millionen EUR auf 583 Millionen EUR im Berichtsjahr. Der Rückgang um 109 Millionen EUR resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Gewinnrücklagen (71 Mio. EUR) wegen Dividenden, die - aufgrund noch nicht erfolgter Zahlung - als Dividendenverbindlichkeiten ausgewiesen werden. Eine weitere Verringerung des Eigenkapitals ergab sich durch die versicherungsmathematische Anpassung der Pensionsverpflichtungen (Wirkung: 48 Mio. EUR). Der Saldo aus der Währungsumrechnung führte zu einer positiven Veränderung des Eigenkapitals um 17 Millionen EUR. Die Eigenkapitalquote sank um 9 Prozentpunkte auf 33 Prozent (Vorjahr: 42 Prozent).
Der Verschuldungsgrad von EPCOS hat sich auf 111 Prozent (Vorjahr: 62 Prozent) erhöht. Dies war bedingt durch den Rückgang des Eigenkapitals und unveränderten liquiden Mitteln bei gleichzeitiger Zunahme der Finanzschulden. Definiert ist der Verschuldungsgrad als das Verhältnis der Finanzschulden inklusive Pensionsverbindlichkeiten (808 Mio. EUR) abzüglich liquider Mittel (159 Mio. EUR) zum Eigenkapital (583 Mio. EUR).
Neben den vorhandenen liquiden Mitteln stand EPCOS zum Bilanzstichtag eine Kreditlinie von TDK in Höhe von 350 Millionen EUR zur Verfügung, welche in vollem Umfang in Anspruch genommen wurde. Den zukünftigen Finanzbedarf kann EPCOS aus Darlehen innerhalb des TDK Konzerns im Rahmen der für das Geschäftsjahr 2013 auf 450 Millionen EUR aufgestockten Kreditlinie decken. Darüber hinaus verfügte EPCOS zum 31. März 2012 über weitere Kreditlinien in Höhe von 118 Millionen EUR; davon waren zum Bilanzstichtag 48,6 Millionen EUR in Anspruch genommen.
Netto-Cash-Flow
Der Netto-Cash-Flow von EPCOS belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf minus 80 Millionen EUR. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit machte dabei 135 Millionen EUR aus, positiv wirkten darin die Abschreibungen in Höhe von 134 Millionen EUR. Die Erhöhung des Netto-Umlaufvermögens schlug mit 4 Millionen EUR negativ zu Buche.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 215 Millionen EUR. In diesem sind Ausgaben für Investitionen in Anlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 221 Millionen EUR enthalten. Der Mittelzufluss in Höhe von 6 Millionen EUR stammt vor allem aus der Veräußerung der Geschäftsaktivitäten bei optischen Komponenten der Tochtergesellschaft Crystal Technology Inc. in den USA.
EPCOS AG
Rückgang bei Umsatz und Ergebnis
Bilanzkennzahlen EPCOS AG
| 2011 | + | 2012 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtvermögen | in Mio. EUR | 1.304 | +4,4% | 1.362 | ||
| Eigenkapital | in Mio. EUR | 657 | -10,4% | 589 | ||
| Anteil am Gesamtvermögen | 50% | --- | 43% | |||
| Langfristige Aktiva | in Mio. EUR | 599 | +9,5% | 656 | ||
| Anteil am Gesamtvermögen | 46% | --- | 48% |
Die EPCOS AG, München, ist am 2. September 1999 durch formwechselnde Umwandlung aus der Siemens Matsushita Components GmbH, München (S+M GmbH), entstanden. Diese Gesellschaft firmierte bis zum 17. August 1999 als Siemens Matsushita Components Verwaltungsgesellschaft mbH, München (SMV mbH). Die SMV mbH hatte zuvor, mit Wirkung zum 1. Juli 1999, durch Anwachsung die Aktivitäten der Siemens Matsushita Components GmbH & Co. KG, München (S+M KG), übernommen.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 waren in der EPCOS AG 1.763 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.666 Mitarbeiter).
Der Jahresabschluss der EPCOS AG zum 31. März 2012 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt - im Gegensatz zum Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt wurde, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Umsatz
Die Abschwächung der Weltwirtschaft hat sich im Berichtszeitraum auch auf die Umsatzentwicklung der EPCOS AG negativ ausgewirkt. Der Umsatz war um 4 Prozent rückläufig und belief sich auf 1.156 Millionen EUR. Der hohe Anteil des AG-Umsatzes am Konzernumsatz in Höhe von 1.787 Millionen EUR ist darin begründet, dass die Fakturierung der Umsätze aller wesentlichen Tochtergesellschaften für Europa und ausgewählte Länder über die EPCOS AG erfolgt.
Die drei Geschäftssegmente haben in unterschiedlichem Ausmaß zum Umsatz der EPCOS AG beigetragen: Das Segment Kondensatoren und Induktivitäten konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um 6 Prozent steigern und war damit erneut das umsatzstärkste Segment; sein Anteil am AG-Umsatz stieg auf 42 Prozent (Vorjahr: 38%). Bei den OFW-Komponenten verringerte sich der Umsatz um 13 Prozent, sein Anteil am Gesamtumsatz der EPCOS AG fiel auf 33 Prozent (Vorjahr: 36%). Im Segment Keramische Bauelemente verringerten sich der Umsatz um 7 Prozent und der Anteil am AG-Umsatz auf 25 Prozent (Vorjahr: 26%).
Die regionale Aufteilung des AG-Umsatzes spiegelt die Marktanteilsverschiebung bei den Herstellern von Mobiltelefonen und Mobilfunk-Infrastrukturtechnik wider. Entsprechend ging der im europäischen Ausland erzielte Umsatzanteil auf 43 Prozent zurück (Vorjahr: 45%). Der Anteil des in Deutschland getätigten Umsatzes stieg dagegen auf 37 Prozent (Vorjahr: 36%) genauso leicht an wie der Umsatzbeitrag der übrigen Regionen, der 20 Prozent ausmachte (Vorjahr: 19%).
Ergebnis
In der EPCOS AG konnte im Geschäftsjahr 2012 ein Jahresüberschuss in Höhe von rund 4 Millionen EUR erzielt werden (Vorjahr: 59 Mio. EUR).
Die Verschlechterung gegenüber Vorjahr war - neben dem Umsatzrückgang - unter anderem in der Abschreibung der kurzfristigen Finanzforderungen gegenüber der Tochtergesellschaft EPCOS Electronic Components S.A. in Málaga/Spanien in Höhe von 35 Millionen EUR begründet. Darüber hinaus führte insbesondere die mit dem TDK Mutterkonzern intensivierte Entwicklungsarbeit zu gestiegenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Höhe von 72 Millionen EUR (Vorjahr: 58 Mio. EUR). Dagegen wirkten im Jahresüberschuss die höheren Dividendenzahlungen ausländischer Tochtergesellschaften in Höhe von 87 Millionen EUR positiv (Vorjahr: 61 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen waren im Wesentlichen durch konzerninterne Leistungsverrechnungen und das operative Währungsergebnis beeinflusst.
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagevermögen in der EPCOS AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 50 Millionen EUR. Sie wurden überwiegend im Geschäftssegment OFW-Komponenten, und hier im Wesentlichen für die Erweiterung von Fertigungskapazitäten getätigt. In den beiden Segmenten Kondensatoren und Induktivitäten sowie Keramische Bauelemente wurde nur in sehr geringem Umfang investiert, da der Großteil der Produktion dieser Segmente bereits außerhalb der EPCOS AG erfolgt.
RISIKOBERICHT
Zuverlässiges Risikomanagement
EPCOS ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Diese Risiken zu begrenzen und gleichzeitig die sich bietenden Geschäftschancen wahrzunehmen, ist die dringendste Aufgabe des Unternehmens. Dementsprechend ist die Risikopolitik von EPCOS seiner Geschäftsstrategie angepasst. Innerhalb ihres Rahmens werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um unangemessene Risiken möglichst zu vermeiden.
Durch die in der Folge aufgeführten Risiken könnten das Geschäft, die Finanzausstattung und die Ergebnisse von EPCOS beeinträchtigt werden. Diese Risiken sind aber nicht die einzigen, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Zusätzliche Risiken, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt sind oder derzeit für immateriell gehalten werden, könnten das EPCOS Geschäft ebenfalls beeinflussen.
Teile der beschriebenen Risiken, insbesondere im Währungs- und Zinsbereich, sichert EPCOS mit derivativen Finanzinstrumenten ab. Die zur Finanzierung des weltweiten Geschäfts zur Verfügung stehenden Kredite sind in verschiedenen Währungen mit unterschiedlichen Laufzeiten vereinbart und unterliegen zum Teil einem Zinsänderungsrisiko. Um diese Risiken auf ein Minimum zu reduzieren, führt EPCOS regelmäßig Zinsrisikoanalysen in den für das Unternehmen relevanten Währungen durch. Alle derivativen Finanzinstrumente werden im Konzernabschluss, den IFRS-Vorschriften entsprechend, zu Marktwerten bilanziert. Als Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten wählt EPCOS Banken erstklassiger Bonität, um Ausfallrisiken entgegen zu wirken. Darüber hinaus setzt das Unternehmen im Bedarfsfall derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Marktpreisschwankungen von Edelmetallen zu vermeiden.
Weitere Angaben zu den bestehenden Finanzinstrumenten einschließlich der abgeschlossenen Derivate sind im Konzernanhang unter 6.29 enthalten.
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Volatilität und zyklisches Nachfrageverhalten kennzeichnen den Markt für elektronische Bauelemente, Module und Systeme. Die Nachfrage hängt in beträchtlichem Ausmaß von den Schwankungen der Weltwirtschaft ab. Das traf auch für das Geschäftsjahr 2012 zu, in dessen Verlauf die Konjunktur sich zusehends eingetrübt hatte. Verantwortlich dafür waren in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraums vor allem die Staatsschulden- und Finanzmarktkrisen im Euroraum sowie in den USA. Die daraus erwachsenen Rezessionsängste führten global zu einer deutlichen Abschwächung des Bedarfs an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen über nahezu alle Abnehmerbranchen und Regionen hinweg.
Nach dieser Schwächephase sind zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Lageberichts (Mai 2012) renommierte Konjunkturforschungsinstitute vorsichtig optimistisch gestimmt. In Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft in 2012 sprechen sie davon, dass die akuten Risiken gegenüber dem vergangenen Herbst gesunken seien. Die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern, die sich im zweiten Halbjahr 2011 stark verschlechtert hatte, hat sich seit der Jahreswende in den meisten Regionen etwas aufgehellt. Gleichwohl bleibt der Ausblick für die internationale Konjunktur verhalten. Denn die europäische Schuldenkrise ist nach wie vor nicht gelöst und stellt ein großes Risiko dar. Außerdem hat sich in letzter Zeit das Tempo der wirtschaftlichen Expansion in China sowie in anderen Schwellenländern verlangsamt. Die Arbeitskosten in China, wo EPCOS über 50 Prozent seiner Belegschaft beschäftigt, zeigen steigende Tendenz. Diese Entwicklung ist durch die staatlich verordnete Erhöhung der Mindesteinkommen bedingt sowie durch eine verschärfte Sozialgesetzgebung.
Die Entwicklung auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten ist für den Geschäftsverlauf von EPCOS ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor. Im Berichtszeitraum wirkten sich die Bürgerkriege und politischen Turbulenzen in mehreren arabischen Ländern und die damit einhergehenden Risiken bezüglich der Weltmarktversorgung mit Erdöl und Erdgas in je nach Verfügbarkeit schwankenden und zum Teil deutlich steigenden Preisen aus.
Die genannten gesellschafts- und finanzpolitischen Krisen haben im EPCOS Geschäftsjahr 2012 außerdem merklich zu einer hohen Volatilität der Wechselkurse und zu inflationären Risiken beigetragen und damit die allgemeine Verunsicherung der Märkte zusätzlich angeschürt.
In ihrer Gesamtheit belegen die hier beschriebenen Einflussfaktoren, dass das konjunkturelle EPCOS Umfeld von einer gewissen Unsicherheit geprägt ist, was Prognosen über künftige Verkaufpreise und Umsatzvolumina erschwert. Die Kunden sind teilweise selbst in zyklischen Branchen tätig und ihr Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen schwankt in starker Abhängigkeit von der Entwicklung ihrer eigenen Märkte. Die Zyklen werden dabei zunehmend kürzer und ausgeprägter. Dies führt dazu, dass die zeitliche Abfolge und das Ausmaß von Nachfrageschwankungen zunehmend schlechter abschätzbar werden.
Die Zyklizität des Geschäfts kann bei EPCOS zu markanten Umsatzveränderungen und in Folge zu steigenden Stückkosten führen. Darüber hinaus können widrige Rahmenbedingungen die Planung von Produktionsstückzahlen und Materialverbrauch behindern. Gleiches gilt für die Vorhersage künftiger Lieferanforderungen von Kunden. Daher passt EPCOS seine Bestände regelmäßig aufgrund möglicher Verbrauchs- bzw. Reichweitenrisiken sowie technischer Risiken an. Das Risiko fallender Preise bezieht das Unternehmen in seine Bestandsbewertung und im Rahmen seiner Bilanzierungsrichtlinien laufend ein.
Risiken durch schnellen technologischen Wandel
Die Märkte, in denen EPCOS überwiegend aktiv ist, zeichnen sich durch hohes Innovationstempo und schnellen technologischen Wandel aus. Daher besteht grundsätzlich das Risiko, dass auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht rasch genug reagiert werden könnte und Marktanteile an den Wettbewerb verloren gehen könnten. Zur Begrenzung dieses Risikos investiert EPCOS einen im Wettbewerbsvergleich verhältnismäßig hohen Anteil seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung.
Risiken durch Wettbewerb
Die Industrie der elektronischen Bauelemente, Module und Systeme ist von einem starken Wettbewerb geprägt. In der Regel fallen die Preise von EPCOS Produkten im Laufe ihres Lebenszyklus. Diesbezüglich haben sich im Zuge der Globalisierung die Rahmenbedingungen gerade des Geschäfts mit elektronischen Bauelementen zusätzlich erschwert: Viele Konkurrenten aus Asien, insbesondere aus China, drängen mit niedrigen Preisen auf den Markt. Ein Bauelementehersteller wie EPCOS unterliegt der Notwendigkeit, neue wettbewerbsfähige Lösungen schnell zu entwickeln und zu vermarkten. Dabei besteht das Risiko, dass der Anlauf neuer Produkte unerwartet hohe Kosten verursacht und die Ertragslage belastet.
Diesen Herausforderungen begegnet EPCOS mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität seiner Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie mit dem Verlagern von Geschäftsprozessen in Niedriglohnländer. Ziel ist, die Kosten laufend zu verringern und gleichzeitig den Kunden den höchst möglichen Nutzen eigener Technologiekompetenz zu bieten. EPCOS investiert daher fortlaufend in die Entwicklung und Vermarktung seiner Technologien und Produkte.
Kreditrisiken
Den finanziellen Verlust, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, definiert EPCOS als Kreditrisiko. Kredit- bzw. Ausfallrisiken bestehen in erster Linie in Zusammenhang mit Forderungen aus operativen Lieferungen und Leistungen. Zur Verringerung dieses Risikos hat das Unternehmen für jeden Kunden ein maximales Volumen offener Forderungen festgelegt. Aufgrund dessen sowie aufgrund der breiten Kundenbasis erreicht diese Forderungshöhe bei einzelnen Kunden keine Größenordnung, die im Falle eines Zahlungsausfalls den Bestand von EPCOS gefährden könnte.
Die aktuelle Höhe der ausstehenden Forderungen wird im Rahmen des EPCOS Asset Managements fortlaufend überwacht und etwaige Überfälligkeiten werden durch ein zeitnahes Mahnwesen verfolgt. Ebenso führt das Unternehmen Kreditwürdigkeitsprüfungen seiner Kunden durch, zu denen auch das Einholen von Bankauskünften zählt. Um dem erhöhten Ausfallrisiko seit der Finanz- und Wirtschaftskrise Rechnung zu tragen, hat EPCOS seine Überwachungsmethoden verfeinert.
Das maximale Ausfallrisiko aus operativen Lieferungen und Leistungen entspricht in der Regel dem Buchwert.
In der Vergangenheit musste EPCOS keine nennenswerten Forderungsausfälle verzeichnen.
Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken stellen das Risiko dar, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Diese Verpflichtungen ergeben sich unter anderem aus Zins- und Tilgungsleistungen, aus Investitionen, Steuern und anderen Zahlungen aus dem operativen Geschäft.
Zum Bilanzstichtag am 31. März 2012 verfügte EPCOS über eine Kreditlinie des TDK Mutterkonzerns in Höhe von 350 Millionen EUR. Diese wurde für das laufende Geschäftsjahr 2013 auf 450 Millionen EUR erhöht und kann bei Bedarf jederzeit kurzfristig aufgestockt werden. Außerdem geht EPCOS davon aus, dass die von verschiedenen Banken gewährten Kredite im bisherigen Umfang über das aktuelle Geschäftsjahr bereitgestellt werden. Ergänzend zu diesen Instrumenten verfolgt das Unternehmen kontinuierlich die an den Finanzmärkten verfügbaren Finanzierungsalternativen einschließlich deren Kosten. Ein wesentliches Ziel dabei ist, die finanzielle Flexibilität des Unternehmens zu erhalten und unangemessene Refinanzierungskosten und -risiken zu begrenzen. EPCOS wird ein besonderes Augenmerk darauf legen, mit Hilfe eines restriktiven Asset Managements seinen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 stark angestiegenen Verschuldungsgrad über die nächsten Jahre hinweg wieder auf ein Niveau von deutlich unter 100 Prozent zurückzuführen.
Grundlage des langfristigen EPCOS Liquiditätsmanagements ist eine rollierende 3-Jahresplanung, auf deren Basis die Finanzierungsstruktur für die zukünftigen Jahre festgelegt wird. Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement wird eine regelmäßige Liquiditätsvorschau sowie eine rollierende Abschätzung des Mittelzu- bzw. -abflusses aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit erstellt. Dadurch kann EPCOS auf etwaige Veränderungen rechtzeitig reagieren, Refinanzierungsrisiken minimieren und kurzfristig überschüssige Mittel zinsoptimiert anlegen.
Die Zahlungsverpflichtungen aus den bilanzierten Verbindlichkeiten werden im Konzernanhang unter Punkt 6.31 dargestellt3.
3 Tabelle Fälligkeiten finanzieller Schulden
Zinsänderungsrisiken
EPCOS unterliegt in moderatem Umfang Zinsänderungsrisiken, da einerseits in einzelnen Darlehensverträgen wie auch in der von TDK bereit gestellten Finanzierung variable Zinssätze vereinbart sind, andererseits die Liquidität kurzfristig über einen rollierenden Zeitraum von maximal drei Monaten angelegt wird. Zum Umfang variabel verzinster Darlehen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang zu den Finanzschulden unter Punkt 6.22.
Zur Reduzierung der Zinsänderungsrisiken stellt die zentrale Finanzabteilung der EPCOS AG den Konzerntochtergesellschaften finanzielle Mittel über interne Darlehen bzw. entsprechende Cashpooling-Systeme zur Verfügung, soweit dies aufgrund länderspezifischer Vorschriften möglich und sinnvoll ist. Umgekehrt führen die Konzerngesellschaften ihre überschüssige Liquidität an die zentrale Finanzabteilung ab, soweit dies lokale Vorschriften erlauben.
EPCOS erfasst und kontrolliert ausschließlich liquiditätswirksame Zinsänderungsrisiken. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Darlehen ergibt sich in Abhängigkeit des Zinsniveaus. Dieses Risiko wirkt sich bilanziell allerdings nicht aus, da Darlehensverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Zinszahlungen für die per 31. März 2012 variabel verzinsten Kredite würden bei einem Anstieg des Zinsniveaus um 100 Basispunkte um 4,1 Mio. EUR pro Jahr steigen.
Währungsrisiken
Die weltweite Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten von EPCOS bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichsten Währungen mit sich, wobei Euro (EUR), US-Dollar (USD), Japanischer Yen (JPY) und Singapur-Dollar (SGD) für das Unternehmen unverändert die größte Bedeutung haben. Da die Konzerngesellschaften einem Währungsrisiko ausgesetzt sind, ist die Absicherung von Wechselkursrisiken ein wesentlicher Bestandteil des EPCOS Risikomanagements. Hinzu kommt, dass sich - bedingt durch Schwankungen in anderen Währungen wie etwa Chinesischer Yuan (CNY), Indische Rupie (INR) oder Ungarischer Forint (HUF) - die Kostenposition von EPCOS verschlechtern und dadurch negative Auswirkungen auf das Ergebnis entstehen können. Aus diesem Kostenvorteil anderer Bauelementehersteller können sich zudem Auswirkungen auf das Marktpreisniveau ergeben.
EPCOS hat in den vergangenen Jahren sowohl Wertschöpfung als auch Einkaufsprozesse von Mitteleuropa in Regionen mit niedrigeren Arbeitskosten verlagert. Die Währungen in vielen dieser Länder sind mehr oder weniger stark an den US-Dollar gebunden. Mittlerweile erbringt EPCOS mehr als 40 Prozent seiner Wertschöpfung im erweiterten US-Dollar-Raum. Dadurch konnte das Unternehmen sein Netto-Währungsrisiko verringern.
Währungsrisiken ergeben sich außerdem aus Zahlungsströmen in den EPCOS Konzerngesellschaften, die nicht auf die jeweilige Bilanzwährung lauten - im Wesentlichen Euro, US-Dollar, Japanischer Yen und Singapur-Dollar. Zur Verringerung dieser Risiken wird darauf geachtet, möglichst viele Transaktionen, wie Umsätze, Einkäufe und Finanzierungen, in der jeweiligen Bilanzwährung zu vereinbaren bzw. eine ausgeglichene Netto-Währungsposition zu schaffen. Verbleibende Währungsrisiken werden durch das zentrale EPCOS Währungsmanagement laufend erfasst. Die Netto-Währungsposition in den einzelnen Währungen sichert das Unternehmen mit Hilfe geeigneter Instrumente - insbesondere Devisentermingeschäften und Optionen - in der Regel über einen Zeitraum von drei Monaten ab.
Zum 31. März 2012 bzw. 31. März 2011 war der Konzern folgendem Währungsrisiko ausgesetzt: Nettowährungsrisiko in Mio., zum 31. März 2012 bzw. 31. März 2011
| 2012 | 2011 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | USD | JPY | SGD | EUR | USD | JPY | SGD | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Liquide Mittel und Finanzanlagen | 16,3 | 22,1 | 420,5 | 8,4 | 12,9 | 19,8 | 80,5 | 7,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 37,4 | 294,6 | 563,2 | 0,0 | 67,5 | 324,1 | 379,9 | 0,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -38,6 | -205,9 | -3.897,3 | -12,3 | -60,0 | -209,5 | -2.449,4 | -5,3 |
| Fremdwährungsfinanzierungen | -18,1 | -50,4 | 0 | -0,3 | -51,7 | -30,3 | 0 | 0 |
| Bilanzielles Währungsrisiko, Brutto | -3,0 | 60,4 | -2913,6 | -4,2 | -31,3 | 104,1 | -1.989,0 | 2,6 |
| Geschätztes zukünftiges Nettorisiko | 21,6 | -30,2 | -881,9 | -14,9 | 36,3 | -47,4 | -365,1 | -12,1 |
| Bestehende Sicherungen | -23,8 | -120,1 | 3.427,0 | 13,5 | -33,1 | -135,3 | 2.105,9 | 12,9 |
| Währungsrisiko, Netto | -5,2 | -89,9 | -368,5 | -5,6 | -28,1 | -78,6 | -248,2 | 3,4 |
Die in der folgenden Tabelle dargestellten Währungssensitivitäten und ihre Wirkung auf das Vorsteuerergebnis ergeben sich unter der Annahme, der Euro habe sich gegenüber dem US-Dollar, Japanischen Yen und Singapur-Dollar zum 31. März 2012 bzw. 31. März 2011 um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet. Ferner unterstellt diese Analyse, dass alle anderen Variablen - insbesondere Zinsen sowie andere als die genannten Währungspaare - unverändert bleiben.
Wechselkurs-Sensitivitäten in Mio. EUR, zum 31. März 2012 bzw. 31. März 2011
| 2012 | 2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | JPY | SGD | USD | JPY | SGD | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis aus einer Aufwertung des EUR um 10% | -0,3 | -0,8 | -0,7 | -0,2 | -0,2 | -0,7 |
| Ergebnis aus einer Abwertung des EUR um 10% | 0,4 | 1,0 | 0,9 | 0,2 | 0,3 | 0,9 |
Beschaffungsrisiken
Um Lieferengpässe und Abhängigkeiten bei den wichtigsten Rohmaterialien möglichst zu vermeiden, verfügt EPCOS in der Regel über alternative Bezugsquellen. Innovationen und die Weiterentwicklung seiner Technologien und Prozesse tragen zudem wesentlich dazu bei, den Bedarf des Unternehmens an kostenintensiven sowie quantitativ und/oder regional beschränkt verfügbaren Rohmaterialien zu verringern. EPCOS legt grundsätzlich Wert darauf, bei Bedarf auf alternative, besser verfügbare Materialen sowie Versorgungswege ausweichen zu können.
EPCOS benötigt für einige seiner Produkte allerdings Materialien, die in der geforderten Qualität nur von einer begrenzten Anzahl Lieferanten bereitgestellt werden können oder auf Rohmaterialien beruhen, die an der Börse gehandelt werden. Daher kann es vereinzelt zu Versorgungsengpässen oder von EPCOS nicht beeinflussbaren Preisschwankungen kommen. Silber-Palladium-Pasten für die Fertigung etwa von Piezo-Aktuatoren sowie Wafer aus Lithium-Niobat, Lithium-Tantalat oder Quarz für die Herstellung von OFW-Komponenten zählen zu solchen Materialien.
Produkthaftung und Garantieansprüche
EPCOS haftet für die Qualität seiner Produkte gegenüber Kunden und Endverbrauchern. Trotz der umfassenden, regelmäßig kontrollierten sowie fortlaufend weiterentwickelten Maßnahmen des Unternehmens zur Qualitätssicherung verbleibt ein geringes Restrisiko, dass einzelne seiner Produkte fehlerhaft sind. Solche Fehler könnten auch in den Anwendungen der Kunden zu Schäden führen - fehlerhafte EPCOS Produkte könnten also zu Garantieansprüchen gegen das Unternehmen oder zu einer Haftung für Schäden führen, die durch solche fehlerhaften Produkte bei Kunden innerhalb der gesamten nachfolgenden Lieferkette entstanden sind. Sobald sich stichhaltige Anhaltspunkte für solche Haftungsfälle ergeben, bildet die Gesellschaft angemessene bilanzielle Vorsorgen.
Fehlerhafte Produkte könnten außerdem den Vermarktungserfolg und die Reputation von EPCOS beeinträchtigen.
Personalrisiken
Der Erfolg des Unternehmens hängt von dem Wissen und der Erfahrung sowie der Motivation, dem Leistungswillen und dem Einsatz seiner Mitarbeiter ab.
Die Weiterentwicklung einer Unternehmenskultur, in der unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln auf allen Ebenen und in allen Teilen der Organisation gefördert werden und zur Entfaltung kommen sollen, steht bei EPCOS im Mittelpunkt der Personalführung. Um sich im globalen Wettbewerb behaupten und gegen zunehmende Konkurrenz immer besser durchsetzen zu können, ist EPCOS darauf angewiesen, dass sich alle Mitarbeiter - und insbesondere die besten und talentiertesten darunter - umfassend einbringen und Spitzenleistungen erbringen.
EPCOS steigert die dazu notwendige Bereitschaft seiner Beschäftigten auch mit Hilfe leistungs- und erfolgsabhängiger Einkommenskomponenten und Entlohnungssysteme. Das Unternehmen ist sich dessen bewusst, dass Leistungsträger kurzfristig nur sehr schwer ersetzt werden können. Um aufstrebende Mitarbeiter möglichst langfristig zu binden und den Verlust von Kompetenz so gut es geht auszuschließen, zumindest aber schnell kompensieren zu können, betreibt EPCOS Nachwuchsförderung und Karriereplanung. Im Bedarfsfall werden hochqualifizierte und erfahrene Fachleute angeworben.
Informationstechnische Risiken
Zur Sicherung seines internen Datenverkehrs nutzt EPCOS weltweit ein umfassendes System von Datenleitungen und Netzwerken. Informationstechnische Risiken bestehen darin, dass Netzwerke ausfallen und Daten durch Bedien- und Programmfehler sowie externe Einflüsse - beispielsweise einen unerwünschten Zugriff - missbraucht, gestohlen, verfälscht oder zerstört werden könnten. Diesen Risiken begegnet EPCOS durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen, durch regelmäßige Datensicherungen sowie durch Nutzung von Backup-Systemen. Die zentralen Rechensysteme sind hochverfügbar ausgelegt, sodass ein Komplettausfall dieser Systeme unwahrscheinlich ist.
Die für die informationstechnische Sicherheit zuständigen Mitarbeiter kontrollieren diese Maßnahmen fortlaufend.
Umweltrisiken
Aufgrund seines globalisierten Geschäfts unterliegt EPCOS länderspezifischen Umweltgesetzen und -vorschriften, unter anderem zu Luftemission, Grundwasserverschmutzung, Abwasserbehandlung, Abfallentsorgung, Gebrauch und Behandlung gefährlicher Substanzen sowie Bodenuntersuchung und -entgiftung. Daraus könnten sich für EPCOS Haftungsrisiken aus dem laufenden wie auch vergangenen Geschäftsbetrieb ergeben.
Zusätzliche künftige Umweltanforderungen könnten es erforderlich machen, die bestehenden hohen EPCOS Umweltstandards den neuen Verpflichtungen anzupassen. Die Konsequenzen daraus könnten sich etwa in höheren Produktionskosten und in notwendigen Veränderungen der Produktionsprozesse auswirken.
Chancen
Die am 1. Oktober 2009 in Japan gegründete TDK-EPC Corporation (TDK-EPC) ist ein weltweit führender Hersteller elektronischer Bauelemente, Module und Systeme, der seine breit verankerte Stellung in allen wichtigen Märkten weiter festigen konnte. TDK-EPC profitiert davon, dass sich die Bauelementegeschäfte von TDK und EPCOS kaum überlappen, sondern sehr gut ergänzen. Dies gilt sowohl im Hinblick auf Technologien und Produkte als auch bezüglich Kunden und Absatzmärkte. Von Vorteil ist, dass TDK vor allem in der größten Wachstumsregion Asien sowie speziell in der Konsum-Elektronik und Informationstechnik etabliert ist. EPCOS dagegen verfügt besonders in Europa über eine starke Position in den Wachstumsmärkten der Automobil- und Industrie-Elektronik sowie weltweit auf dem Gebiet der Mobilfunkanwendungen4.
Unter dem Dach von TDK-EPC ergeben sich aus den Synergiepotentialen zusätzliche Chancen für das EPCOS Geschäft: So rücken inzwischen die beiden Unternehmensteile von TDK-EPC etwa auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung sowie der Fertigung näher zusammen, um vorhandenes Know-how gemeinsam besser zu nutzen sowie Produktionsabläufe zu optimieren und aufeinander abzustimmen. Weltweit sind die Vertriebsbüros von TDK und EPCOS jeweils unter einem Dach untergebracht. Ein geschlossenes Auftreten der Vertriebsmannschaften sowie das verbreiterte Produktportfolio stärken die Präsenz bei Kunden vor Ort und schaffen neue Geschäftsmöglichkeiten. Hinzu kommen Einsparerfolge, die beispielsweise aus TDK-EPC weit geltenden Verträgen mit Logistikpartnern resultieren.
Neben den allgemein gültigen Chancen unternehmerischer Tätigkeit ergeben sich für EPCOS weiterhin Chancen aus den anhaltenden Megatrends Umweltschutz, Energieeffizienz und Miniaturisierung, die sich - wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß - in allen EPCOS Abnehmerbranchen auswirken5.
Eine dauerhafte Technologie- und Innovationsführerschaft bietet EPCOS die Chance, seine Positionen in den Abnehmerbranchen nachhaltig zu stärken und weiter auszubauen. Auch auf diesem Gebiet ergibt sich aus der intensiven Zusammenarbeit mit TDK die Chance, auf Grundlage einer verbreiterten und vertieften Technologiekompetenz wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln. Bei TDK-EPC sind eine ganze Reihe gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Arbeit und haben auch bereits zu guten Ergebnissen geführt6. Überlegene Innovationskraft bei Technologien, Prozessen und Produkten ist ein entscheidender Erfolgsfaktor zur Absicherung und Steigerung künftigen Wachstums.
4 siehe auch Lagebericht, Kapitel Abnehmerbranchen
5 siehe auch Lagebericht, Kapitel Abnehmerbranchen
6 siehe auch Lagebericht, Kapitel Forschung und Entwicklung
Zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb gehört auch die einwandfreie Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Insofern bietet die etwa im Rahmen der Null-Fehler-Qualitätsoffensive von EPCOS fortlaufend verbesserte Qualität die Chance, mit Hilfe marktführender Qualität die Marktpositionen des Unternehmens auf den immer qualitätssensibleren Märkten zu festigen und auszubauen.
AUSBLICK
Im Laufe des Jahres Erholung des Geschäfts erwartet
Seit der Jahreswende hat die Weltwirtschaft wieder etwas Fahrt aufgenommen, nachdem sie in der zweiten Hälfte 2011 an Schwung verloren hatte. Der Ausblick für die globale Konjunktur ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts (Mai 2012) allerdings verhalten. Das Expansionstempo der US-Wirtschaft bleibt im Vergleich zu früheren Aufschwüngen mäßig, im Fall von China und anderen Schwellenländern hat es sich verlangsamt. In Europa ist das Bild uneinheitlich: Das eher geringe Wachstum in Deutschland und einigen Nachbarländern wird die rückläufige Entwicklung im Mittelmeerraum 2012 voraussichtlich nicht ausgleichen können.
Weltwirtschaft
Positive Konjunkturprognosen, aber erhebliche Unsicherheitsfaktoren
Konjunkturforschungsinstitute gehen jedoch davon aus, dass die Weltwirtschaft im laufenden Kalenderjahr in Summe erneut wachsen wird, verglichen mit 2011 allerdings weiter abgeschwächt und mit regional deutlichen Unterschieden. So erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2012 eine Wachstumsrate von weltweit 3,5 Prozent (2011: 3,9%). Getragen werde die positive Entwicklung hauptsächlich von Schwellen- und Entwicklungsländern, wo der IWF ein Wachstum von insgesamt 5,7 Prozent erwartet (2011: 6,2%). Dabei geht das Institut davon aus, dass das Wachstum in China mit 8,2 Prozent (2011: 9,2%) sowie in Indien mit 6,9 Prozent (2011: 7,2) robust bleibt. Für die klassischen Industrieländer dagegen prognostiziert der IWF ein gedämpftes Wachstum von insgesamt 1,4 Prozent (2011: 1,6%). Innerhalb Europas gehört Deutschland allerdings zu den Ländern, für die ein unterdurchschnittliches Wachstum erwartet wird: Der Zuwachs soll laut IWF bei 0,6 Prozent liegen (2011: 3,1%).
Beim Ausblick auf die Konjunkturentwicklung dürfen bestehende Unsicherheitsfaktoren nicht übersehen werden: Insbesondere ist die europäische Schuldenkrise nach wie vor nicht gelöst und stellt ein deutliches Risiko für die Entwicklung der globalen Märkte dar. Daneben drohen in wirtschaftlich stark wachsenden Schwellen- und Entwicklungsländern weiterhin Inflationsdruck und die Gefahr einer Marktüberhitzung in Folge zu hoher Kapitalzuflüsse. Ebenfalls verunsichernd wirkt die anhaltende politische Unruhe im arabischen Raum - für die Weltkonjunktur stellt sie vor allem ein Risiko bezüglich der Versorgung mit Erdöl dar; steigende Rohstoffpreise, insbesondere von Erdöl, könnten das Wachstum begrenzen.
EPCOS
Angepasste Ressourcenplanung
Durch seine im Berichtsjahr verhältnismäßig umfangreiche Investitionstätigkeit hat EPCOS gut für eine wieder anziehende Nachfrage und weitere Marktanteilsgewinne vorgesorgt. Dementsprechend konnte das Unternehmen seine Ressourcenplanung für das Geschäftsjahr 2013 (1. April 2012 bis 31. März 2013) zurückfahren und sein Investitionsvolumen gegenüber Vorjahr deutlich auf ein Niveau verringern, das unter dem Wert der Abschreibungen liegt. Investieren wird EPCOS vor allem in Produktionsanlagen.
EPCOS wird seine Anstrengungen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung fortführen. Dabei bleibt die kontinuierliche Qualitätsverbesserung der Prozesse, Produkte und Dienstleistungen eine der wesentlichen Maßnahmen, um die Fehlerkosten im Unternehmen weiter zu senken. Auch in diesen Bereich wird erneut ein nennenswerter Teil der Investitionsausgaben fließen. Wenn sinnvoll und möglich, verlagert EPCOS Geschäftsprozesse in Niedriglohnländer, um insbesondere seine Personalkosten zu verringern. Die Steigerung der Produktivität ist auch künftig eines der wichtigsten Unternehmensziele.
Rückkehr zu Umsatzwachstum, Verbesserung von Ertragslage und Netto-Cash-Flow
In dem Szenario einer voraussichtlich gedämpften Wachstumsdynamik der Weltkonjunktur geht EPCOS von einem insgesamt moderat steigenden Bauelementebedarf aus. Dabei dürfte insbesondere das Geschäft mit Herstellern von Mobiltelefonen volatil bleiben. In Anbetracht der Unwägbarkeiten und unter Berücksichtigung maßgeblicher Risikofaktoren geht das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 davon aus, dass es seinen Umsatz gegenüber Vorjahr steigern (Umsatz Vorjahr: 1,8 Mrd. EUR) sowie seine Ertragslage und seinen Netto-Cash-Flow verbessern wird.
Sollte die Konjunkturerholung anhalten, kann davon ausgegangen werden, dass sich das Geschäft von EPCOS über das Geschäftsjahr 2013 hinaus weiter gut entwickeln wird.
NACHTRAGSBERICHT
Nach dem Geschäftsjahr 2012 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des EPCOS Konzerns von besonderer Bedeutung sind.
Dieser Geschäftsbericht enthält in Bezug auf die Geschäftsergebnisse, die finanzielle Situation, die Strategie und die Pläne von EPCOS Aussagen, die in die Zukunft gerichtet sind. Diese Aussagen sind durch Formulierungen wie »dürften«, »anstreben«, »beabsichtigen«, »davon ausgehen«, »erwarten«, »werden« oder vergleichbare Begriffe erkennbar. Solche vorausschauende Aussagen basieren auf einer Vielzahl von Annahmen, die sich als unrichtig erweisen können. Sie unterliegen außerdem einer Vielzahl äußerer Risikofaktoren, die EPCOS nur sehr bedingt beeinflussen kann. Das können zum Beispiel geringeres Wachstum in bedeutenden Märkten oder Veränderungen in Abnehmerbranchen, in Kundenbeziehungen, in der Durchführbarkeit von Kostensenkungen oder in allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Bedingungen sein. Eine Aktualisierung der in die Zukunft gerichteten Aussagen durch EPCOS ist weder geplant noch übernimmt das Unternehmen die Verpflichtung dazu.
Bestätigungsvermerk
Zu dem Jahresabschluss und dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (,Lagebericht und Konzernlagebericht`) der EPCOS AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, 18. Mai 2012
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Broschulat, Wirtschaftsprüfer
Müller, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionäre,
die im letztjährigen Bericht des Aufsichtsrats geäußerte Erwartung einer insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung in 2011/2012 (T116) hat sich nicht erfüllt:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit 1,787 Milliarden EUR nur ein um ca. 6 Prozent unter der Marke des Vorjahres liegender Umsatz erzielt. Das dabei erwirtschaftete operative Ergebnis lag bei lediglich 49 Millionen EUR (3 % vom Umsatz).
Dieses enttäuschende Abschneiden resultiert aus einer Reihe von Gründen, hauptsächlich aber aus der weit unter den Prognosen gebliebenen Geschäftsentwicklung des Bereiches „Systems, Acoustics, Waves (SAW)“. Mitursächlich hierfür war eine starke Ausrichtung der Geschäftsstrategie auf einen Hauptkunden, dessen erheblicher Rückgang an Marktanteilen bei SAW zu großen Umsatzeinbußen und letztlich empfindlichen Verlusten führte.
Zwischenzeitlich ist es gelungen, Perspektiven zu erschließen, die dem Bereich auch anderweitig neue bedeutende Wachstumsmöglichkeiten eröffnen. Die Realisierung dieser Möglichkeiten ist mit hohen Investitionen sowie technischem und logistischem Aufwand verbunden. Es wird für das Unternehmen und vor allem den Bereich SAW die vordringlichste Aufgabe des laufenden Geschäftsjahres sein, diese Herausforderung zu meistern.
Von SAW abgesehen weisen zwar alle Bereiche des Unternehmens zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres positive operative Ergebnisse aus, die aber - vor allem mit Blick auf wesentliche Konkurrenten - zum Teil deutlich unter den Erwartungen liegen. Auch hier gilt es, spürbare Verbesserungen zu erzielen.
Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse
Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft, über deren Risikolage und Risikomanagement sowie über alle wesentlichen Vorhaben und Planungen mündlich und schriftlich informiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von Plänen und Zielvorgaben wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich diskutiert und beraten. Alle Angelegenheiten, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden diesem vorgelegt. Daneben standen insbesondere der Vorsitzende bzw. Sprecher des Vorstands, aber auch dessen sonstige Mitglieder, mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden laufend in Kontakt, um mit ihm wesentliche Pläne, anstehende Entscheidungen und wichtige Vorkommnisse zu besprechen. Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat die Führung der Geschäfte des Unternehmens sorgfältig überwacht und ist seinen Beratungsaufgaben nachgekommen.
Im Berichtszeitraum fanden fünf Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Schwerpunkte dieser Sitzungen bildeten unter anderem die Verabschiedung von Budget und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2011/2012, die Erörterung der in Folge der eingangs angesprochenen Abweichungen von Geschäftsprognosen durchzuführenden Maßnahmen sowie die im Februar 2012 vorgenommenen Umbesetzungen im Vorstand, zu denen im nächsten Abschnitt noch detaillierter berichtet wird.
Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtszeitraum 5 Mal. Den Schwerpunkt der Arbeit des Ausschusses bildeten dabei wie immer die Prüfung der Quartalskennzahlen des Konzerns sowie die Vorbereitung der Verabschiedung der Jahresabschlüsse der EPCOS AG und des Konzerns durch den Aufsichtsrat. Außerdem überwachte der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und legte dessen Prüfungsschwerpunkte fest. Daneben standen die Vorbereitung des Zustimmungsbeschlusses des Aufsichtsrats zur Budget- und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2011/2012 sowie die Gestaltung der Prüfungspläne der internen Unternehmensrevision im Berichtszeitraum auf den Agenden des Ausschusses.
Der Präsidialausschuss trat während des abgelaufenen Geschäftsjahres zwei Mal zusammen. In diesen Sitzungen wurden die Plenumsbeschlüsse über die vorgenannten Umbesetzungen im Vorstand sowie über Angelegenheiten der Vorstandsvergütung vorbereitet.
Der gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gebildete Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden. Gleiches gilt für den nach den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex eingerichteten Nominierungsausschuss.
Interessenskonflikte in der Person einzelner Mitglieder des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse sind nicht aufgetreten.
Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Im Laufe des Geschäftsjahres 2011/2012 fanden folgende Umbesetzungen in Aufsichtsrat und Vorstand statt: Herr Shiro Nomi schied mit Ende der am 4. August 2011 abgehaltenen Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus. Als sein Nachfolger wurde Herr Seiji Osaka von der Hauptversammlung gewählt. Mit Wirkung ab 1. Februar 2012 wurde Herr Gerhard Pegam von seinen Ämtern als Vorstandsvorsitzender, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor freigestellt. Mit Wirkung zum selben Tage ernannte der Aufsichtsrat Herrn Joachim Zichlarz zum Sprecher des Vorstands und wählte ihn zum neuen Arbeitsdirektor der EPCOS AG. Daneben bleibt Herr Zichlarz weiterhin der Finanzvorstand der Gesellschaft. Neu in den Vorstand bestellt wurde - ebenfalls mit Wirkung zum 1. Februar 2012 - Herr Joachim Thiele. Herr Thiele zeichnet innerhalb des Vorstands für das Ressort „Vertrieb“ verantwortlich.
In seiner ersten Sitzung im Geschäftsjahr 2012/2013 am 15. Mai 2012 stimmte der Aufsichtsrat der einvernehmlichen vorzeitigen Beendigung der Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Werner Faber zum Ende Juni 2012 zu. Herr Dr. Faber wird in der anstehenden Hauptversammlung am 26. Juli 2012 für einen Sitz im Aufsichtsrat kandidieren. In seiner oben genannten Mai-Sitzung bestellte der Aufsichtsrat auch die Herren Dr. Norbert Hess und Christian Block mit Wirkung ab 1. Juni 2012 in den Vorstand. Herr Block wird mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. Faber im Vorstand die Verantwortung für den Geschäftsbereich SAW übernehmen; Herr Dr. Hess wird ab diesem Zeitpunkt im Vorstand für alle anderen Geschäftsbereiche sowie für das Ressort „Technologie und Qualität“ zuständig sein.
Jahresabschluss
Der für das Geschäftsjahr 2011/2012 zum 31. März 2012 aufgestellte Jahresabschluss der EPCOS AG sowie der entsprechende Konzernabschluss gleichen Stichtags wurden, ebenso wie der mit dem Lagebericht der EPCOS AG zusammengefasste Konzernlagebericht, von Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. Ernst & Young hat allen vorgenannten Unterlagen den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und der Aufsichtsrat haben die Abschlüsse und den Lagebericht auch selbst geprüft. Ergänzend hat der Aufsichtsrat Ernst & Young beauftragt, die Wirksamkeit des EPCOS internen Systems zur Kontrolle der Finanzberichterstattung des Unternehmens in Anlehnung an die Anforderungen des US-amerikanischen Sarbanes Oxley Act Section 404 (SOA 404) und an die entsprechenden Anforderungen des japanischen „J-SOX“ zu auditieren. Die Prüfung hat ergeben, dass EPCOS diesbezüglich in allen wesentlichen Belangen über ein wirksames Kontrollsystem verfügt.
Die vorgenannten Abschlüsse einschließlich Lagebericht sowie die Berichte von Ernst & Young über deren Prüfung und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns aus dem Geschäftsjahr 2011/2012 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf übermittelt. Sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 6. Juni 2012 als auch in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom selben Tage wurden diese Unterlagen jeweils in Anwesenheit und unter Einbeziehung des Abschlussprüfers erörtert. Der Abschlussprüfer erstattete dabei über seine Abschlussprüfung und deren Ergebnisse Bericht und führte im Rahmen dessen auch aus, dass das Unternehmen den Feststellungen des Abschlussprüfers zufolge ein in allen wesentlichen Belangen funktionsfähiges Kontrollbzw. Risikomanagementsystem eingerichtet habe. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat hatten gegen die ihnen vorgelegten Unterlagen keine Einwendungen und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben auch den Vorschlag des Vorstands geprüft, den Bilanzgewinn in Höhe von 30.730.000,00 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag zu.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeitern, den Betriebsräten und dem Vorstand für die geleistete Arbeit.
München, im Juni 2012
Klaus Ziegler, Vorsitzender des Aufsichtsrats