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Splendid Medien AG — Audit Report / Information 2014
Aug 4, 2015
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Audit Report / Information
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Publication
Bank Julius Bär Europe AG
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
LAGEBERICHT 2014
1. Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld 2014
Politische Themen prägten das Jahr 2014. In der Jahresmitte rutschte die deutsche Wirtschaft vor allem wegen der Krise in der Ukraine in eine Wachstumsschwäche. So schlitterte die hiesige Wirtschaft im dritten Quartal sogar nur knapp an einer Rezession vorbei. Zum Jahresausklang hingegen zeigten sich erste Anzeichen einer Konjunkturverbesserung. Auch die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft blieb in der ersten Hälfte des Jahres 2014 hinter den Erwartungen zurück. Daran hatte der Euro-Raum einen entscheidenden Anteil. Denn die für das Frühjahr erwartete Erholung blieb aus, und die Fortsetzung der Konjunkturschwäche war auch in der zweiten Jahreshälfte noch erkennbar. Deutschland beendete die Stagnationsphase im letzten Quartal 2014. Die Binnenwirtschaft war hier der Hauptwachstumstreiber, denn der private Konsum expandierte dank des Einbruches des Ölpreises. Moderate Wachstumsimpulse kamen zudem auch vom Außenhandel.
Der Aufschwung in den übrigen großen Industrieländern war weiterhin intakt. Nur zwischenzeitliche Sonderfaktoren, wie etwa Witterungseinflüsse in den Vereinigten Staaten, störten die Expansion. Die wirtschaftliche Entwicklung beschleunigte sich in den USA danach aber rasant und die gesamtwirtschaftliche Leistung nahm in den Sommermonaten unerwartet stark zu. Für Rückenwind sorgte besonders der private Verbrauch - bedingt durch bessere Arbeitsmarktzahlen, höhere Löhne, steigende Kaufkraft (auch dank niedrigerer Benzinpreise) sowie wachsende Finanz- und Immobilienvermögen. Zahlreiche Firmen konnten die Gewinn- und Umsatzprognosen der Analysten sowohl im zweiten als auch im dritten Quartal übertreffen und fielen ebenfalls positiv ins Gewicht.
In den BRIC-Staaten setzte sich die konjunkturelle Abschwächung im ersten Halbjahr fort. In China ging der Ubergang zu einem stärker vom privaten Konsum getragenen Wachstum nicht ohne Reibungsverluste vonstatten, was zum langsamsten Wachstum seit 1989 führte. Die brasilianische Wirtschaft stagnierte, und die russische Wirtschaft litt unter sinkenden Ölpreisen und den westlichen Wirtschaftssanktionen.
Die zweigeteilte wirtschaftliche Entwicklung in den Industrieländern zeigte sich auch in der Geldpolitik. Die Ausrichtung der Geldpolitik in den Industriestaaten war weiterhin sehr expansiv. Allerdings spiegelten sich die unterschiedlichen Positionen der großen Industrieländer im Konjunkturzyklus in den jüngsten Entscheidungen ihrer Zentralbanken. Die Inflationsraten im Euroraum waren aufgrund der schwachen Nachfrage, aber auch wegen des deutlich gesunkenen Rohölpreises, im Lauf des vergangenen Jahres rückläufig. Dies löste eine Deflationsdebatte aus und veranlasste die EZB bereits im Juni 2014 zur Senkung des Leitzins. Nur vier Monate später überraschte die EZB mit einer weiteren Senkung auf das Rekordtief von 0,05 Prozent. Mit der Leitzinssenkung auf faktisch 0 % und der Ankündigung von Maßnahmen im Bereich der quantitativen Lockerung erfüllte die EZB die hohen Erwartungen.
Die Finanzmärkte reflektierten dieses Wirtschaftsumfeld: Der Index MSCI World verbesserte sich in lokaler Währung unter dem Strich um 2,9 %. Der S&P 500 legte im Kalenderjahr 2014 um 11,4 %, der Dow Jones Industrial Average um 7,5 % zu.
Der EURO STOXX 50 erzielte ein Plus von 1,2 %, während der deutsche Leitindex DAX im Berichtszeitraum 2,7 % zulegen konnte. Uber das Gesamtjahr wurde der DAX durch eine hohe Volatilität geprägt. So konnte sich der DAX von dem Absturz im Sommer auf unter 9.000 Punkte - gegen Ende des Jahres am 05. Dezember - mit dem Höchststand von 10.087 Punkten wieder erholen, um dann wieder auf ca. 9.300 Punkte zu fallen. Hingegen konnten die Börsen in Japan die schwache Anfangsbilanz wieder wettmachen. Der Nikkei-Index steigerte sich insgesamt um 7,1 %.
Seit Jahresbeginn 2014 verzeichneten die Staatsanleihen aus dem Euroraum, gemessen am Index iBoxx, mit einer Laufzeit von 5-7 Jahren einen kräftigen Wertzuwachs von 7,1 %. Bei den richtungsweisenden Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit markierte die Rendite mit zuletzt 0,54 % ein historisches Tief. Auch der 3-Monats-Euribor hat sich im Jahresvergleich um 21 Basispunkte deutlich nach unten auf 0,08 % bewegt.
Der Höhenflug des Euro wurde im abgelaufenen Jahr gestoppt. Seit dem Frühjahr 2014 allein verlor er 13 % gegenüber dem US-Dollar.
Performance Überblick
| Währung | Kurs 31.12.2013 |
Kurs 31.12.2014 |
Performance in lokaler Währung | Performance in EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| MSCI World Index | USD | 1.661,07 | 1.709,67 | 2,93 % | 16,92 % |
| DAX Index | EUR | 9.552,16 | 9.805,55 | k. A. | 2,65 % |
| DJ Euro Stoxx 50 Index | EUR | 3.109,00 | 3.146,43 | k. A. | 1,20 % |
| Dow Jones Industrial Index | USD | 16.576,66 | 17.823,07 | 7,52 % | 22,14 % |
| S&P500 Index | USD | 1.848,36 | 2.058,90 | 11,39 % | 26,54 % |
| REX Performance Index | EUR | 440,54 | 471,82 | k.A. | 7,10 % |
| 3 Monats-Euribor | EUR | 0,29 | 0,08 | - 21 Bp | k.A. |
| German 10 Year Gov. Bond Yield | EUR | 1,93 | 0,54 | - 139 Bp | k.A. |
| US 10 Year Treasury Bond Yield | USD | 3,03 | 2,17 | - 86 Bp | k.A. |
| EUR/USD | - | 1.3743 | 1.2140 | - 11,7 % | k.A. |
Quelle: Bloomberg
2. Geschäftsentwicklung 2014
2 Strategie und Geschäftsfelder
Seit der erstmaligen Buchung von EU-Kunden im Jahr 2013 auf der Abwicklungsplattform in Frankfurt ist die Bank Julius Bär Europe AG in zwei Geschäftsfeldern tätig:
| • | Private Banking für anspruchsvolle vermögende Privatkunden des deutschen Marktes (Gebiet der Bundesrepublik Deutschland) |
| • | Depotführungsstelle und Serviceanbieter für EU-Kunden |
2.1.1 Private Banking in Deutschland
Im Kerngeschäftsfeld Private Banking, das die Bank Julius Bär Europe AG seit 2006 erfolgreich in Deutschland aufgebaut hat, werden die Verwaltung von privaten Vermögen sowie die Vermögensberatung für deutsche Privatkunden und professionelle Kunden nach „MIFID" angeboten. Andere Bankdienstleistungen wie z.B. die Kreditvergabe, der Zahlungsverkehr und das Angebot von Kreditkarten sind als ergänzende Produkte des Kerngeschäftes zu sehen. Im Rahmen des Freistellungsbescheids tritt die Bank Julius Bär Europe AG als Vermittlerin von deutschen Privatkunden für die Bank Julius Bär & Co. AG auf.
Die Betreuungskonzeption der Bank orientiert sich an den Grundwerten der Julius Bär Gruppe, namentlich „Care, Passion and Excellence". Diese Grundwerte beeinflussen die Ausgestaltung der Organisation (Fokus auf Kunden), des Verhaltens aller Mitarbeiter (Engagement und Offenheit gegenüber Kunden wie auch intern) sowie der Leistung (hohe Qualitätsansprüche).
2.1.2 EU-Geschäft
Die Buchung von EU-Kunden in Deutschland als zweites Geschäftsfeld wurde im Rahmen der Akquisition des International-Wealth-Management- Geschäfts (IWM) der Bank of America Merrill Lynch (BAML) außerhalb der USA geschaffen. Die weltweiten verwalteten Kundenvermögen von Merrill Lynch wurden im Wesentlichen auf die drei Buchungszentren: (1) Zürich, (2) Singapur und (3) Frankfurt verteilt.
Bei der Bank Julius Bär Europe AG werden die Kunden aus der Europäischen Union, die an den Standorten London, Dublin, Amsterdam, Luxemburg, Paris und Madrid betreut werden, auf der bestehenden Abwicklungsplattform gebucht. Die Bank hat bereits zum Jahresende 2012 der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht angezeigt, dass sie ihre Bankdienstleistungen in allen 27 Ländern der Europäischen Union und den 3 EWR-Ländern Island, Liechtenstein und Norwegen anbieten wird. Das Projekt ist planmäßig zum Jahresende 2014 abgeschlossen worden. In insgesamt 11 automatischen Transfers wurden die IWM-Kundenvermögen ohne Probleme und Störungen übernommen.
2.1.3 Geschäftsmodell
Die Erweiterung der Geschäftsfelder führt nicht zu einer grundsätzlichen Änderung des Geschäftsmodells der Bank Julius Bär Europe AG, das im Kern auf der möglichst weitgehenden Nutzung von Aus- lagerungs- (Outsourcing-) Konzepten für die Erstellung der Bankdienstleistungen abstellt.
Outsourcing-Möglichkeiten werden insbesondere im Backoffice-Bereich und auf der Administrationsebene umgesetzt, um das Geschäft skalierbarer zu gestalten und hohe Fixkostenblöcke zu vermeiden. Die Transformation der Buchungsplattform für deutsche Kunden auf eine Buchungsplattform für EU-Kunden hat das Outsourcing- Modell zusätzlich komplexer gestaltet, da auch die Outsourcing Partner in das Projekt einbezogen und koordiniert werden mussten. Die Outsourcing- Partner mussten sich wie auch die Bank auf die größeren Anforderungen des EU-Geschäfts einstellen und vorbereiten. Dies konnte erfolgreich 2013 bis 2014 umgesetzt werden.
Die Zusammenarbeit mit der Julius Bär Gruppe hat sich durch das Integrationsprojekt und die zusätzlich angebotenen Dienstleistungen weiter vertieft. Umfangreicher und intensiver gestaltet sich heute die Zusammenarbeit in der IT sowie im Portfolio Management und Investment Advisory. Für das Private-Banking-Geschäft in Deutschland wird - wenn immer möglich - auf die in der Gruppe, insbesondere der Bank Julius Bär in Zürich, vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen in den Bereichen Research, Markteinschätzung, Publikationen, Portfolio Management und Finanzplanung für Kunden zurückgegriffen.
Die Beratung und Betreuung der Kunden im Private Banking im Deutschland-Geschäft erfolgt dagegen unmittelbar durch die Bank Julius Bär Europe AG vor Ort. Es werden sowohl Beratungs- als auch Portfoliomanagementdienstleistungen sowie ergänzende Bankdienstleistungen angeboten. In diesem Frontoffice-Bereich findet die eigentliche Wertschöpfung statt.
Die Beratung der EU-Kunden erfolgt durch die Advisory Offices in den einzelnen EU-Ländern, während die Kontoführung sowie die Ausführung von Wertpapieraufträgen etc. von der Bank Julius Bär Europe AG als deutsches Buchungszentrum bereitgestellt werden. Die Teil-Bankdienstleistungen von zwei Anbietern - dem Advisory Office und dem Buchungszentrum - werden erst direkt am Kunden zu einer kompletten Bankdienstleistung zusammengeführt. Da die EU-Advisory Offices als Finanzdienstleistungsinstitute nur über die Beratungslizenz verfügen, werden alle über die Vermögensberatung hinausgehenden Bankdienstleistungen, für die eine Vollbanklizenz erforderlich ist, ausschließlich vom Buchungszentrum angeboten. Letztere sind insbesondere das Portfoliomanagement von Kundenvermögen und die Kreditgewährung.
2.2 Geschäftsverlauf und Wettbewerbsposition
2.2.1. Private Banking in Deutschland
Im Geschäftsjahr 2014 konnte die Bank Julius Bär Europe AG im inländischen Private-Banking- Geschäft wiederum die hohen Wachstumsraten des Vorjahres wiederholen. Die Anzahl der betreuten Kunden, das akquirierte Neugeld und die verwalteten Vermögen wurden deutlich an allen bestehenden Standorten in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Kiel, Mannheim, München, Stuttgart und Würzburg gesteigert. Am 1. April 2014 wurden die neuen Geschäftsräume in der Mannheimer Innenstadt in einem repräsentativen Neubau bezogen. Alle Standorte sind durch zahlreiche Kundenevents fest in den regionalen Märkten vernetzt und haben sich eine gute Wettbewerbsposition erarbeitet. Erfreulich hoch ist die Rate der Weiterempfehlungen von bestehenden Kunden.
Infolge der stärkeren Marktdurchdringung ist die Anzahl der Kunden erneut um 25 % (Vorjahr: +30 %) sowie das Volumen der verwalteten Vermögen um 22 % (Vorjahr: +42 %) gestiegen, was im Wesentlichen auf den anhaltend hohen Neugeldzufluss zurückgeht. Die Marktperformance war mit -0,6 % (Vorjahr: +2 %) negativ. Die Marge konnte im Vergleich zum Vorjahr leicht ausgebaut werden.
Mehr denn je erwiesen sich das spezielle Geschäftsmodell sowie die kundenorientierte Geschäftsphilosophie als die Erfolgsfaktoren im Privatkundengeschäft in Deutschland. Kunden sowie hochprofessionelle Bankfachleute erkannten die Attraktivität des ausschließlich auf die Vermögensbetreuung ausgerichteten Instituts, dessen Marktauftritt sich von den Wettbewerbern durch Kontinuität und hohe fachliche Kompetenz unterscheidet.
Auch für das Jahr 2014 wurde die Bank für die Fachexpertise und den kompetitiven Marktauftritt ausgezeichnet. Das renommierte Wirtschaftsmagazin WirtschaftsWoche untersuchte in dem Ranking „Die besten Vermögensverwalter im Ranking" (Heft Nr. 2/2015) die Portfolien mit einer defensiven, einer ausgewogenen und einer offensiven Strategie von insgesamt 400 Vermögensmanagern hinsichtlich der 3-Jahres-Rendite, der Volatilität und des maximalen monatlichen Verlusts in Prozent, der einträte, wenn ein Depot zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt verkauft worden wäre. Die Portfolien von Julius Bär überzeugten in den vergangenen drei Jahren durch hohe Renditen bei insgesamt überschaubarem und kontrolliertem Risiko. Somit konnte die Bank in der Kategorie „Defensive" einen sehr guten zweiten Platz belegen. Auch in den Kategorien „Ausgewogen" und „Offensive" ist die Bank mit dem vierten und mit dem sechsten Platz vertreten.
Der erfolgreiche Marktauftritt von Julius Bär in Deutschland wird im Einzelnen bestimmt durch:
| 1. | Fokussierung auf die Vermögensberatung und Vermögensverwaltung von gehobenen Privatkunden |
| 2. | Unabhängigkeit der Julius Bär Gruppe |
| 3. | Internationalität der Julius Bär Gruppe durch starkes Wachstum in Asien, Mittlerer Osten, Osteuropa und Lateinamerika |
| 4. | Solide Bilanzqualität und hohe Eigenkapitalquote |
| 5. | Anbieter von Lösungen in Finanzfragen, kein Produktverkauf |
| 6. | Offene Produktplattform, Unabhängigkeit der Kundenberater in der Beratung |
| 7. | Internationales Kapitalmarkt-Knowhow durch internationale Präsenz |
Folgende Kernprodukte werden den vermögenden Privatkunden angeboten: 1. das Vermögensverwaltungsmandat, 2. das Beratungsmandat und 3. das Portfolio Advisory-Mandat.
Bei dem ersten Mandatstyp übernimmt die Bank die Vermögensverwaltung auf Grundlage einer mit dem Kunden und dessen Risikoprofil vereinbarten Strategie. Das Angebot an Strategien reicht vom klassischen Relative Return-Mandat bis hin zu flexiblen, speziellen und themenbezogenen Mandatstypen. Beim zweiten und dritten Mandatstyp treffen die Kunden die Anlageentscheidungen selbst, werden jedoch von den Kundenberatern und Anlagespezialisten umfassend beraten. Auf Basis einer regelmäßigen Analyse des Kundenportfolios werden von der Bank proaktiv auf das Anlageprofil des Kunden zugeschnittene Investitionsvorschläge erarbeitet und den Kunden unterbreitet. Damit ist die dynamische Anpassung der Portfoliostruktur bei sich verändernden Marktverhältnissen sichergestellt.
Ergänzende Dienstleistungen wie die Vermögens- und Finanzplanung sowie individuelle Finanzierungslösungen runden das Angebot im Private Banking ab. Kunden können auf Lombardkredite zurückgreifen, um ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Die Bank bietet des Weiteren Hypothekarkredite an, da die Anlage in Immobilien Bestandteil einer langfristigen Vermögensanlage ist. In Zusammenarbeit mit Master Card wird den Kunden eine exklusive Kreditkarte mit umfangreichen Dienstleistungen offeriert.
Zur Angebotspalette im Inlandsgeschäft gehören weiterhin Produkte der betrieblichen Altersvorsorge. Dabei übernimmt die Bank zum einen die Rolle des Unternehmenstreuhänders im Rahmen eines Contractual Trust Agreements (CTA) und zum anderen die Rolle des Verwalters von „Pensionsgeldern" unter Einschaltung der Swiss & Global Asset Management Kapital AG als erfahrenem Portfolio Manager.
2.2.2. EU-Geschäft
Ab Juli 2013 wurden bis einschließlich Dezember 2014 in insgesamt 11 automatisierten Transfers die Vermögen der Kunden aus Luxemburg, UK, Spanien, den Niederlanden, Frankreich und Irland auf der IT-Plattform der Bank gebucht. Vorausgegangen war die Selektion der Kunden, die Kundenidentifizierung und Kundendokumentation nach den deutschen regulatorischen Vorgaben.
Für die EU-Kunden bietet die Bank Julius Bär Europe AG im Prinzip die gleiche umfassende Palette von Bankdienstleistungen an, die auch den deutschen Kunden zur Verfügung gestellt wird. Allerdings hat die Julius Bär Gruppe beschlossen, die Vermögensberatung nach Intensität der Betreuung in zwei Produkte zu gliedern:
| 1. | Products and Securities Recommendations (PSR) |
| 2. | Investment Service Mandate (ISM) |
Mit dem Dienstleistungsmodell „Products and Services Recommendations (PSR)" wird den EU- Kunden von den Kundenberatern der EU Advisory Offices eine Auswahl von Anlageideen angeboten, der EU Kunde trifft selbst die Anlageentscheidungen. Der EU-Kunde erhält Zugang zum gesamten Spektrum der Anlage- und Finanzinstrumente, die auf der offenen Produkt- und Dienstleistungsplattform zur Verfügung stehen, und zum globalen Netzwerk von Anlagespezialisten der Julius Bär Gruppe. Die Beratung durch die EU Advisory Offices erfolgt gelegentlich oder nach einem vereinbarten Rhythmus. Die Überwachung der PSR- Portfolios erfolgt nach den internen und regulatorischen Vorgaben. Es wird ein regelmäßiges Reporting zur Verfügung gestellt.
Beim „Investment Service Mandat (ISM)" wird den EU-Kunden von unserer Bank eine systematische Überwachung der Portfoliorisiken gemäß den vordefinierten Anlagerichtlinien angeboten, während die Anlageentscheidungen beim Kunden verbleiben. Ein erfahrener Investment Advisor überwacht fortwährend das gesamte Kundenportfolio, beurteilt die Anlagerisiken und macht daraufhin gezielte Anlageempfehlungen zur Portfoliooptimierung. Der EU-Kunde erhält zudem vierteljährlich eine ganzheitliche Qualitätsüberprüfung des gesamten Portfolios. Sämtliche Kommunikation zwischen dem EU- Kunden und der Bank erfolgt durch seinen Kundenberater in den EU Advisory Offices.
Die Produkte „Investment Advisory direct" und „Investment Advisoy indirect" sowie Portfolio Management werden bereits im Deutschland-Geschäft angeboten. Hier ist ein auf die EU-Kunden erweitertes Anlageuniversum zu betreuen bzw. im Portfolio Management sind länderspezifische Restriktionen in der Anlagestrategie zu beachten.
Im Finanzierungsgeschäft werden den EU-Kunden die gleichen Produkte wie den deutschen Kunden angeboten, allerdings im Bereich der Immobilienkredite nur für in Deutschland gelegene Objekte. Unterschiede zum Deutschland-Geschäft ergeben sich hinsichtlich des Vertragswesens, das auf die Verbraucherschutzbestimmungen in den einzelnen Ländern angepasst wurde sowie in der Besicherung der Kredite. Den EU-Kunden wird eine goldene Master Card als Kreditkarte offeriert.
Alle Kreditarten werden ausschließlich den Bestandskunden der Zielgruppe der Bank und nur in Verbindung mit bei der Bank angelegten Vermögenswerten angeboten ("keine Nur-Kredit- kunden").
Von der Erweiterung der Abwicklungsplattform profitieren auch die deutschen Kunden, da die Kapazitäten z.B. in den Bereichen Devisen- und Derivatehandel deutlich erweitert wurden.
2.3. Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand der Bank bestand während des Gesamtjahres 2014 aus Herrn Heiko Schlag als dem Vorsitzenden des Vorstands und aus den Mitgliedern Herrn Dr. Gerhard Grebe und Herrn Alexander Jecht.
Die Hauptversammlung der Bank Julius Bär Europe AG hat per 2. Juni 2014 Christian E. Dubler, Gesamtverantwortlicher Private Banking deutsche Kunden bei Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats berufen. Der Aufsichtsrat hat ihn zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Christian E. Dubler folgt auf Gian A. Rossi, der diese Position seit Dezember 2006 verantwortete. Dr. Urs Monstein bleibt der stellvertretende Vorsitzende. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats ist Frau Ingeborg König als Arbeitnehmervertreterin. Aufgrund der Geschäftsausweitung hat der Aufsichtsrat zudem beschlossen, ab 1. Juni 2014 eine erweiterte Geschäftsleitung einzusetzen. Diese wird den Vorstand bei der Strategieumsetzung und Projektsteuerung unterstützen. Zu Mitgliedern der Erweiterten Geschäftsleitung wurden Gerrit Groeneveld, Head Legal & Compliance seit Februar 1999, und Michael Clotten, Head Business Management/Projektmanagement seit Januar 2013, ernannt. Beide sind Generalbevollmächtigte der Bank Julius Bär Europe AG.
2.4. Mitarbeiter
Aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens und der Ausweitung unseres Geschäftes haben wir die Anzahl festangestellter Mitarbeiter im Jahresverlauf 2014 von 151 auf 164 erhöht. Im Jahresdurchschnitt waren 158 Personen bei der Bank beschäftigt. Am Jahresende 2014 teilte sich die Belegschaft in 104 männliche und 60 weibliche Mitarbeiter auf.
Die Erweiterung unseres Geschäftsfeldes um die Depotführungsstelle und Services für EU-Kunden sowie die Anpassungen an neue Rahmenbedingungen haben wir in dem Jahr 2014 erfolgreich umsetzen können. Die damit verbundenen Aufgaben und Prozesse wurden mit einem hohen Maß an Engagement von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgesetzt und ermöglicht. Für ihren flexiblen Einsatz sowie für ihre Bereitschaft Veränderungen nicht nur anzunehmen, sondern maßgeblich mitzu- gestalten, möchten wir uns herzlich bedanken.
2.5. Ertragslage
Die Ertragslage war 2014 wiederum von den Integrations- und Projektkosten im Rahmen der Übernahme und Buchung von EU-Kunden auf der Abwicklungsplattform in Deutschland sowie vom Start des Projekts des Wechsels des Kernbankensystems geprägt.
Im Geschäftsmodell der Bank spielt auch nach der Erweiterung um das EU-Geschäft der Provisionsüberschuss eine wesentliche Rolle. Der Provisionsüberschuss stieg 2014 um 69,8 % von € 22,1 Mio. auf € 37,5 Mio. Dieser deutliche Anstieg wurde durch das anhaltend hohe Wachstum des Private- Banking- Geschäfts mit deutschen Kunden sowie die Aufnahme des Geschäfts mit EU-Kunden generiert und dokumentiert die gute Positionierung der Bank in dem für das Geschäftsmodell besonders wichtigen Dienstleistungssegment.
Das Zinsergebnis spielt betragsmäßig eine untergeordnete Rolle in der Ertragsentwicklung der Bank. Das Zinsergebnis ist dennoch im Geschäftsjahr 2014 um 172,5 % von dem Vorjahresniveau von € 1,7 Mio. auf € 4,7 Mio. angestiegen. Der Zinsüberschuss ist im Wesentlichen auf das Wachstum des Kreditgeschäfts mit Privatkunden zurückzuführen.
Die ordentlichen Erträge der Bank haben die Prognosen für das Jahr 2014 mit einem Anstieg um 136,8 % von € 33,5 Mio. auf € 79,4 Mio. deutlich übertroffen. Allein € 64,7 Mio. entfallen davon auf die Provisionserträge.
Trotz des Ausbaus der Buchungsplattform für EU- Kunden und der Projektkosten für den Wechsel des Kernbankensystems erhöhte sich der allgemeine Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahr nur mäßig um 9,4 % auf € 56,5 Mio. Die Investitionen für ein organisches Wachstum durch die Erweiterung der Anzahl der Kundenbetreuer und der Verstärkung des Middle Office sowie der Administration zeigten sich in den Personalkosten, die um 18,5 % auf € 24,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr anstiegen.
Durch den weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten sowie die Integrations- und Projektkosten, die aus der Übernahme des Merrill Lynch International- Wealth-Management-Geschäft (IWM) resultieren, stiegen die anderen sonstigen Verwaltungsaufwendungen im Berichtsjahr um 3,3 % auf € 31,8 Mio. an.
Dank des fortgesetzten hohen Kundenwachstums und des erneuten Anstieg der Assets und er Management sowie der schlanken Kostenstruktur konnte der Gesamtverlust der Bank trotz der Integ- rations- und Projektkosten im Rahmen des europäischen Projekts von € 30,3 Mio. auf € 12,2 Mio. und somit um 59,7 % reduziert werden.
Im Geschäftsfeld Private Banking für anspruchsvolle vermögende Privatkunden in Deutschland erreichte die Bank bereits im vierten Quartal 2014 einen operativen Gewinn.
2.6. Vermögenslage
Das wachsende Geschäftsvolumen im deutschen und europäischen Geschäft wird in der Bilanz deutlich reflektiert.
Die Bilanzsumme der Bank nahm im Jahresverlauf um 79,4 % von € 1.034 Mio. auf € 1.854 Mio. zu.
Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen um 176,2 % von € 140,7 Mio. auf € 388,4 Mio. Das Volumen an Kundenkrediten konnte erneut deutlich ausgebaut und von € 260,0 Mio. um 139,0 % auf € 621,3 Mio. gesteigert werden. Der größte Teil der Kundenforderungen besteht aus Lombardkrediten. Es waren keine Wertberichtigungen auf Kredite vorzunehmen.
Die Finanzanlagen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2014 gegenüber 2013 um 33,9 %. Die Anlagen in Anleihen und anderen Schuldverschreibungen nahmen von € 31,6 Mio. auf € 42,3 Mio. zu. Das Rating der Anleihen und Schuldverschreibungen im Bestand bewegt sich zwischen A- und AAA.
Die Treuhandforderungen erhöhten sich leicht um 7,0 % von €10,2 Mio. auf € 10,9 Mio. Den Treuhandforderungen standen Treuhandverbindlichkeiten in gleicher Höhe gegenüber. Für diese Einlagen fungiert die Bank als Unternehmenstreuhänder im Rahmen des CTA-Modells.
2.7. Finanzlage
Die Kundeneinlagen stiegen um 79,8 % von €637,3 Mio. auf € 1.145,7 Mio., wobei 97,9 % in täglich fälligen Einlagen angelegt sind. Mit 61,8 % bilden die Kundeneinlagen den größten Einzelposten an der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen 2014 um 130,3 % von € 245,4 Mio. auf € 565,3 Mio. zu und haben damit einen Anteil von 30,5 % an der Bilanzsumme.
Das bilanzielle Eigenkapital nach HGB ist stichtagsbezogen von € 119,0 Mio. auf € 106,8 Mio. gesunken, bedingt durch eine entsprechende Entnahme aus den Kapitalrücklagen zur Abdeckung des Jahresfehlbetrages 2014 in Höhe von € 12,2 Mio. Von den € 106,8 Mio. sind € 15,0 Mio. eingezahltes Grundkapital, € 91,5 Mio. befinden sich in der Kapitalrücklage und € 0,3 bilden andere Gewinnrücklagen.
2.8. Liquiditätslage
Die Bankenaufsicht beurteilt die Liquidität eines Kreditinstituts nach dem Liquiditätsgrundsatz, der die innerhalb eines Monats verfügbaren Zahlungsmittel ins Verhältnis zu den in diesem Zeitraum abrufbaren Zahlungsverpflichtungen setzt. Diese Liquiditätskennzahl belief sich zum Jahresende 2014 auf komfortable 2,89 und lag damit deutlich über 1.
Die Gesamtkapitalquote nach Art. 92 CRR betrug zum Bilanzstichtag 8,88 %.
2.9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank sind geordnet. Die bis zum Erreichen der Gewinnzone anfallenden Verluste können durch Entnahmen aus den Kapitalrücklagen ausgeglichen werden. Darüber hinaus gibt es das Versprechen des Mutterhauses, im Falle größerer Defizite die Kapitalrücklagen zu stärken.
2.10. Nachtragsbericht
Die Bank erhielt am 23. Januar 2015 eine Kapitalerhöhung von € 6,5 Mio. als Zuführung zu Kapitalreserven von der Julius Bär Gruppe AG, Zürich.
Am 30. April 2015 ist Herr Alexander Jecht aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Vorstand besteht ab 1. Mai 2015 aus Herrn Heiko Schlag (Vorsitzenden) und Herrn Dr. Gerhard Grebe.
3. Risikobericht
3.1. Grundsätze
Das Geschäftsmodell der Bank beinhaltet nach einer umfassenden Risikoanalyse des Vorstands insgesamt geringe banktypische Risiken nach MaRisk. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stuft die Bank als nicht systemrelevantes, mittleres Institut in der Risikoklasse C (drittbeste Risikoklasse) ein.
Im auf das Private Banking fokussierten Geschäftsmodell der Bank sind die Geschäftsrisiken durch Nichterreichung der Geschäftsziele und im Zusammenhang mit der neuen Funktion der Bank als EU - Buchungszentrum als die bedeutsamsten Risiken identifiziert worden. Deren Steuerung gilt die Aufmerksamkeit des Vorstands. Darüber hinaus hat sich das Kreditvolumen innerhalb des abgelaufenen Geschäftsjahres in etwa verdoppelt, was dazu geführt hat, die Adressenausfallrisiken höher einzustufen. Allerdings gibt es weiterhin keine Kreditausfälle zu verzeichnen, was sicherlich auf die konservative Kreditvergabepolitik der Bank zurückzuführen ist. Die für das Betreiben von Bankgeschäften typischen Risiken werden nur in dem Umfang eingegangen, der für die Bereitstellung der von den Kunden gewünschten Bank- und Beratungsdienstleistungen notwendig ist. Das systematische Eingehen von Risiken im Zusammenhang mit der Fristentransformation oder im Eigenhandel gehört nicht zur Risikostrategie der Bank. Weitere wesentliche Risiken im Geschäftsmodell der Bank sind die operationellen Risiken aufgrund des weitreichenden Outsourcings der Abwicklung von Bankgeschäften.
In der Geschäftsstrategie der Bank ist die Verzahnung von Geschäfts- und Risikostrategie dokumentiert. Letztere werden jährlich aktualisiert und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die Maßnahmen der Risikoidentifizierung, -überwachung und -steuerung sind im Risikohandbuch der Bank detailliert beschrieben.
3.2. Risikosteuerung
Aufgabe der Risikosteuerung ist nicht die vollständige Risikovermeidung, sondern eine zielkonforme und systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir folgende Grundsätze:
| • | Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken die Reputation der Bank gefährden könnten |
| • | Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken im Verhältnis zu den Ertragschancen ungünstig sind, d.h. Ertragschancen und Risiken müssen in einem angemessenem Verhältnis stehen |
| • | Verzicht auf Geschäfte, welche wir nicht vollständig verstehen und welche nicht in angemessener Art und Weise in unsere Systeme zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung sowie unsere Prozesse integriert werden können |
| • | Weitestgehende Vermeidung von Risikokonzentrationen |
| • | Aktives Management aufgetretener Schadensfälle |
| • | Verwendung rechtlich geprüfter Verträge |
Zentrale Leitlinie der Risikostrategie ist die jederzeitige Gewährleistung der Risikotragfähigkeit der Bank, damit die langjährige Geschäftsstrategie konfliktfrei umgesetzt werden kann. Unter der laufenden Sicherstellung der Risikotragfähigkeit versteht die Bank, dass das Gesamtrisiko jederzeit unterhalb des zur Verfügung gestellten Risikobudgets liegt. Das vorhandene Risikodeckungspotenzial wird in Abhängigkeit der Risikoneigung der Bank nur mit einem bestimmten Anteil als Risikobudget zur Abdeckung des Risikopotenzials zum Ansatz gebracht. Gleichzeitig sorgt die Bank aus Ertragsgesichtspunkten dafür, dass die Marktchancen in angemessenem Ausmaß genutzt werden. Dabei wird sichergestellt, dass die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen jederzeit eingehalten werden.
Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird durch Stresstests ergänzt. Ziel der Bank ist es hier, den Standardinstrumenten zur Risikomessung nicht blind zu vertrauen, sondern diese kritisch zu hinterfragen. Der jährliche „Report zum Stresstesting sowie zu den Konzentrationsrisiken der Bank Julius Bär Europe AG" enthält die für die einzelnen Risikoarten relevanten Szenarien und Analysen. Er stellt eine Ergänzung zum Risikohandbuch dar. Bei den Stresstests wird von einer Fortführungsperspektive der Bank ausgegangen. Zur wirtschaftlich sinnvollen Zusammenführung der Ergebnisse der einzelnen Risikoarten werden übergreifende Szenarien genutzt. Diese helfen bei der Fundierung der Stresstests, ermöglichen einen angemessenen Rahmen für historische sowie hypothetische Stressüberlegungen und ermöglichen die Auffindung von Inter- Risikokonzentrationen. Es werden zwei übergreifende wirtschaftliche Szenarien analysiert: (1) Ein starker konjunktureller Einbruch, dessen Auslöser die Staatskrisen in Europa sind und in deren Folge sich ein Vertrauensverlust bei den Anlegern entwickelt und an den Kapitalmärkten Kurseinbrüche einsetzen. (2) Hoher Wettbewerb um Kunden, der verhindert, dass die Bank ihre Volumens- und Ertragsziele erreicht. Als problematisch kann sich - insbesondere bei den Geschäftsrisiken - ein stärkerer Kundenwettbewerb erweisen. Zusammenfassend spiegeln die Ergebnisse die konservative Risikopolitik sowie eine gute Kreditqualität wider.
Zusätzlich wurden auch inverse Stresstests vorgenommen, d.h. eine Analyse, bei welchen Ereignissen das Geschäftsmodell der Bank nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Nur bei den Geschäftsrisiken zeigt sich das mögliche Gefährdungspotential für die Bank. Andere gefährdende Konzentrationen sind nicht erkennbar.
Zum Risikomanagement gehört auch die eindeutige Regelung von Verantwortlichkeiten sowie die Strukturierung und Abbildung von Prozessen im Detail. Die Arbeitsplatzbeschreibungen und Organisationsrichtlinien sind in einem Organisationshandbuch zusammengestellt und für jeden Bank- Mitarbeiter verbindlich. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter elektronisch zur Verfügung. Durch eine regelmäßige Uberprüfung und Anpassung der Prozesse und der Organisation wird eine Verfeinerung des Risikomanagements erreicht; die jährliche Risikoinventur dient dazu, die Risikolandschaft der Bank grundsätzlich zu überprüfen und zu aktualisieren.
Das ausführliche Management-Informations-System („MIS") ermöglicht, die insbesondere für die Geschäftsrisiken ausschlaggebenden Budgetabweichungen und nicht geplanten geschäftlichen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im MIS wird auch der Darstellung der anderen Risikoarten Raum gegeben. Zur wirksamen Risikokontrolle gehört des Weiteren die Unabhängigkeit des Risikomanagements und -controllings sowie die enge Verzahnung zwischen Risikomanagement, Compliance, Geldwäscheprävention, Financial Controlling, Credit und Interne Revision. Gemeinsam mit Vertretern der Marktbereiche, dem Leiter Legal und Compliance, dem Leiter IT, dem Leiter Kredit, dem Outsourcing Manager und dem Leiter Operations sind diese als Mitglieder im "Risk, Outsourcing und Compliance" („ROC") Committee vertreten.
Dieses Gremium tagt viermal im Jahr und hat als primäre Aufgabe die Identifizierung, Überwachung und Steuerung der Risiken der Bank gem. § 25b Kreditwesengesetz (KWG) und nach den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sowie nach den Mindestanforderungen an die Compliance Funktion. Als Grundlage dieser Überwachung dienen u.a. Risikoberichte, die vom Risk Management / Risk Controlling quartalsweise erstellt und im Vorfeld an die Mitglieder verteilt werden. Darüber hinaus hat das Committee ein Votum zu Entscheidungen von risikopolitischer Bedeutung, bereitet die Risikoberichtserstattung an den Aufsichtsrat vor und leitet diese dem Vorstand zur Genehmigung zu.
3.3. Geschäftsrisiken
Die Bank betrachtet das Geschäftsrisiko als das bedeutendste und wesentliche Risiko, da das Geschäftsmodell auf Private Banking- Dienstleistungen fokussiert ist und daher keine Diversifikationseffekte aus anderen Geschäftsbereichen zum Tragen kommen. Geschäftsrisiken sind primär externer Natur und sind definiert als die Abweichung des Betriebsergebnisses der Bank vom Planergebnis. Das Geschäftsrisiko beinhaltet die drei Ausprägungen „Ertrags- und Vertriebsrisiken, Kostenrisiken und Reputationsrisiken". Gibt es Zweifel an der Reputation von Julius Bär in Deutschland, dürfte sich dies in einem verringerten Neugeldzufluss und/oder einem Abfluss von verwalteten Vermögen und entsprechenden Ertragseinbußen bemerkbar machen. Den festgestellten Ertragskonzentrationen (z.B. bei Neugeld- und Vermögensverwaltungsvolumen und Marktperformance/Geld- und Kapitalmarktentwicklung) trägt die Bank durch entsprechende Szenarienrechnungen und Simulationen Rechnung. Die Geschäftsrisiken werden eng von der Bank überwacht und im monatlichen Vertriebscontrolling bzw. im vierteljährlichen Risikobericht gewürdigt (einschl. etwaiger Ertragskonzentrationen).
3.4. Marktpreisrisiken
Marktpreisrisiken bestehen zum einen im Anlagebuch der Bank. Teile des Eigenkapitals der Bank werden in festverzinslichen Wertpapieren mit hoher Bonität angelegt. Die Auswahl und die Bonitätskontrolle werden in Abstimmung mit Fachabteilungen der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, wahrgenommen. Es werden nur geringe Fremdwährungspositionen eingegangen, wobei der Anteil der Fremdwährungspositionen aufgrund der Geschäftserweiterung insgesamt gestiegen ist. Zum anderen bestehen Marktpreisrisiken in der Anlage der Julius Bär eigenen Pensionsgelder im JB OPEN 1-Fonds. Die Überwachung der Marktpreisrisiken erfolgt anhand des marktüblichen Konzeptes des „Value at Risk". Zum Stichtag 31. Dezember 2014 hat das „Interest Income" nur einen Anteil von 8,6 % an den gesamten Erträgen. Der Basel II-Koeffizient liegt bei 2,13 %. In den Zinsszenarien hat die Bank eine Zinsänderungschance. Die geringe Auswirkung auf die Ertragslage erfordert keine besonderen Schlussfolgerungen für die Steuerung. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken und der Optimierung in der Bilanzbewirtschaftung hat die Bank seit Anfang 2014 ein Asset-Liability-Committee eingerichtet.
3.5. Adressenausfallrisiken
Im Geschäftsmodell der Bank wird das Kreditgeschäft in Form von Lombard-, Aval- und Immobilienkrediten nur als „Beigeschäft" zum Vermögensverwaltungsgeschäft betrieben. Es werden also nur Kredite an Kunden gewährt, die bei der Bank ein Konto/Depot unterhalten, wobei das verwaltete Vermögen größer als die Inanspruchnahme von Lombard- und Avalkrediten sein soll. Immobilienkredite werden durch Grundpfandrechte und eventuell darüber hinaus durch Wertpapiervermögen gesichert.
Der Anteil des Kundenkreditgeschäfts an der Bilanzsumme lag 2014 bei 32,9 % oder 5,9 % an den verwalteten Vermögen. Bisher gab es keine Kreditausfälle. Der Anteil der Blankoanteile lag unter 1 %. Die Gesamtheit der Kredite ist zu etwa 90 % durch Wertpapierverpfändung und zu etwa 10 % durch Grundpfandrechte gesichert. Die Beleihungswerte der einzelnen Titel sowie das Rating des Portfolios werden konservativ festgelegt und täglich über das von der Julius Bär Gruppe zur Verfügung gestellte Controllingsystem TEMOS nach einem festgelegten Algorithmus berechnet und überwacht. Die Limite waren so konservativ gesetzt, dass selbst bei den sehr volatilen Kapitalmärkten nicht die Gefahr bestand, diese zu überschreiten. Bei den Adressenausfallrisiken im Eigengeschäft werden lediglich die Kontrahentenrisiken betrachtet. Ein originäres Eigengeschäft wird bewusst nicht betrieben. Das Adressenausfallrisiko der festverzinslichen Wertpapiere in der Eigenanlage ist bereits über die VaR- Berechnung in den Marktpreisrisiken „Bonds" abgebildet worden. Die Kontrahentenrisiken werden vierteljährlich im Risikobericht dargestellt und als Bestandteil der Kreditrisiken entsprechend bewertet. Eine Streuung der Adressen unter engen Limitvorgaben und ein hoher Anteil von 64,7 % der Anlagen bei der Deutschen Bundesbank zeigen die konservative und risikobewusste Strategie.
Sowohl die Platzierung von Termingeldern, die Investition in festverzinslichen Wertpapieren wie auch die Beurteilung von Lombard- und Immobilienkrediten insbesondere hinsichtlich der sichernden Wertpapiere erfolgen nach den Leitlinien für die entsprechenden Geschäfte der Julius Bär Gruppe in Zürich.
3.6. Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsstromschwankungen im täglichen Geschäft ergeben. Aufgrund des niedrigen Risikoprofils des Geschäftsmodells der Bank und des Verzichts auf Fristentransformationen sind auch die Liquiditätsrisiken als niedrig einzustufen.
Die vom Rechnungswesen erstellten Berechnungen der Liquiditätskennziffern werden täglich dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Der enge Geschäftsrahmen der Bank führt zu sehr stabilen und Freiraum bietenden Auslastungsziffern der Grundsätze.
Liquiditätsrisiken resultieren auch aus Geldmarktanlagen bei anderen Banken. Um diese Risiken zu begrenzen, erfolgen diese Anlagen zum überwiegenden Teil nur in Form von „overnight money", um die Liquidität schnell zurückholen zu können, wenn sich Anzeichen von Instabilität eines Geldhandelspartners zeigen sollten. Infolge der Anspannungen im Bankensystem wurden Liquiditätsüberschüsse 2014 bis zu 64,7 % bei der Deutschen Bundesbank angelegt.
3.7. Operationelle Risiken
Aufgrund der komplexen Organisationsstruktur der Bank mit weitgehendem Outsourcing steht die Kontrolle der operationellen Risiken für die Bank im Vordergrund. Die mit dem Outsourcing verbundenen operationellen Risiken werden von der Bank als wesentliche Risiken im Sinne einer aktiven Steuerung qualifiziert. Die Bank hat für den Outsourcing- Bereich ein detailliertes Monitoring- und Controlling-System aufgebaut. Basis der Überwachung der Outsourcingpartner sind klar definierte Dienstleistungsvereinbarungen („Service Level Agreements - SLAs") für sämtliche ausgelagerten Aktivitäten. Diese SLAs enthalten Vorgaben für die Qualitätskontrolle wie auch die regelmäßige Kontrolle der Leistungserfüllung. Zu diesem Zweck werden alle Geschäftsvorfälle systematisch erfasst und mit den Zielvorgaben abgeglichen. Diese Daten werden vom ROC Committee der Bank ausgewertet und bilden auch die Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Besprechungen mit den Outsourcing Partnern.
Zur besseren Kontrolle der Risiken und Sicherstellung der hohen Qualitätsanforderungen der Bank werden alle Geschäftsvorfälle, deren Abwicklung ausgelagert wurde, vor der Freigabe einer zweiten strengen internen Kontrolle unterworfen. Damit werden die vorhandenen Prozess- und Systemrisiken weiter eingegrenzt. Das Gleiche gilt vor der Aufnahme neuer Geschäfte.
Im Rahmen des Investment Controllings wird die Einhaltung der Anlagerichtlinien und Anlagegrenzen, die Übereinstimmung von Anlagerichtlinien und Risikobereitschaft des Kunden sowie die Einhaltung von Kundenweisungen überprüft.
Die Bank betrachtet die Gewährung von Lombardkrediten in erster Linie als operatives Abwicklungsrisiko, da die (konservativen) Beleihwerte auf der Basis der langjährigen Lombardkrediterfahrung der Julius Bär Gruppe festgelegt und täglich überwacht werden. Dies bedeutet, dass in der Regel ausreichend Zeit für Portfolioumschichtungen zur Reduktion des Kreditrisikos besteht.
Die Julius Bär Gruppe hat vor einigen Jahren durch den Bereich Group Risk Management die Schadensfalldatenbank „OPRI" eingeführt. OPRI ist eine umfangreiche Datenbank zur Sammlung von eingetretenen und potentiellen Schäden aus dem Bankgeschäft, deren Wert über CHF 2.500 liegt. Der Umfang der Schäden und damit verbundenen Verluste sowie die Analyse der Schäden werden im ROC Committee diskutiert und regelmäßig dem Vorstand und Aufsichtsrat vorgelegt. Aus der Analyse werden Maßnahmen zur Verringerung der Schäden abgeleitet und beschlossen. OPRI entspricht den Anforderungen des Basel II- Aufsichtsrechts. 2014 wurden insgesamt 13 Schäden über € 1.500 gemeldet und entsprechen einem Volumen i.H.v. TEUR 113.
3.8. Rechtliche Risiken
Die Bank sieht momentan keine besonderen rechtlichen Risiken.
3.9. Risikotragfähigkeit
Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risikotragfähigkeit. In der Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind Risiken und Risikodeckungspotenziale gegenüberzustellen. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn alle wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial abgesichert sind.
Dieses Risikodeckungspotenzial errechnet sich mit einer Höhe von max. € 51,3 Mio., wobei die Risikodeckungsmasse selektiv alloziiert wird.
Die Summe der Risikolimite wurde von den Gremien der Bank festgelegt. Die Limite sind nach den bewerteten Risiken im Risikoszenario bestimmt worden, so dass bei Überschreitung schnell Steuerungsimpulse ausgelöst werden.
Den Geschäftsrisiken wird mit € 8,4 Mio. das höchste Limit zugewiesen. Der Vorstand hat folgende weitere Limite für die einzelnen Risikoarten festgelegt: Das Limit für das Kreditrisiko wird auf € 5,1 Mio. festgesetzt, das Limit für die Marktpreisrisiken des Anlagebuchs und der Pensionsgelder liegt bei € 2,4 Mio., das Limit für operationelle Risiken beträgt € 1,2 Mio. Die Limite für die Risiken belaufen sich insgesamt auf € 17,1 Mio. Die Liquiditätsrisiken sind zum 31. Dezember 2014 nicht Bestandteil der Risikotragfähigkeit, weil die Liquiditätsrisiken als unwesentlich für das Institut eingestuft wurden (gem. AT 4.1, Tz. 4 MaRisk).
Aus der Zusammenstellung der kombinierten Stresstests lässt sich festhalten, dass der Fortbestand der Bank auch unter ausgesprochen negativen Annahmen für die einzelnen Risikoarten gewährleistet ist. In allen Szenarien ist die Risikodeckungsmasse ausreichend, selbst wenn der schlechteste Wert angesetzt wird.
Die MaRisk verlangen von den Instituten sogenannte „inverse Stresstests", d.h. die Analyse, welche Ereignisse das Institut in seiner Überlebensfähigkeit gefährden können. Die Überlebensfähigkeit ist dann als gefährdet anzunehmen, wenn sich das Geschäftsmodell als nicht mehr tragfähig erweist.
Inverse Stresstests stellen eine Ergänzung der sonstigen Stresstests dar. Es wird für die einzelnen Risikoarten untersucht, bei welchen Ereignissen das Stressrisikobudget verbraucht wird. Im Fall der inversen Stresstests wird auch das eingezahlte Eigenkapital dem Risikobudget zugewiesen. Aus der Dem steht ein Kernkapital von € 15,0 Mio. und ein Risikobudget von € 51,3 Mio. gegenüber. Im Normalszenario sind die Risiken damit mehr als ausreichend abgedeckt. Entscheidend für die Bank ist, ob der Eintritt von extremen Risiken auch verkraftet werden kann. Diese extremen Risiken können aus Modellfehlern, überproportional großen Kursschwankungen oder Risikokonzentrationen entstehen. Grundüberlegung ist dabei, dass eine Kennziffer nach CRR von 8 % zu erreichen ist. In den Stressszenarien wird daher kein Eigenkapital für die Risikodeckungsmasse bereitgestellt, um den „going concern" der Bank nicht zu gefährden. Nur für die inversen Stresstests werden auch die gezeichneten Kapitalreserven bereitgestellt.
Das Ergebnis der kombinierten Stresstests bzgl. der einzelnen errechneten Risiken ist in der untenstehenden Tabelle in € Mio. dargestellt (Stand: 31. Dezember 2014):
| € Mio. | Starker konjunktureller Einbruch | Hoher Wettbewerb um Kunden |
|---|---|---|
| Geschäftsrisiko | 11,5 | 12,5 |
| Zinsspannenrisiko | 0,1 | 0,3 |
| Marktpreisrisiko | 1,4 | 3,9 |
| Kreditrisiko Kundengeschäft | 17,4 | 29,6 |
| Kreditrisiko Kontrahenten | 10,7 | 20,0 |
| Operationelle Risiken | 2,4 | 4,7 |
| Summe | 43,5 | 71,0 |
Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Falls können dann wieder Rückschlüsse auf die Risikotragfähigkeit gezogen werden.
Aus den Ergebnissen der inversen Stresstests lässt sich schließen, dass die meisten Szenarien, die zum Aufbrauchen des Risikobudgets führen, mit Ausnahme der Geschäftsrisiken unwahrscheinlich sind. Im Bereich der Adressenausfallrisiken für das Kundengeschäft und das Eigengeschäft sind solche Ereignisse nicht völlig auszuschließen. Hier wird mit einer Limitierung im Kunden- und im Eigengeschäft und konservativen Kreditvergaberichtlinien gegengesteuert. Die kritischsten Werte in Bezug auf das Geschäftsmodell der Bank zeigen sich im Geschäftsrisiko.
4. Prognose und Chancenbericht
Trotz niedriger Zinsen und gesunkener Ölpreise dürfte die wirtschaftliche Expansion in den Industrieländern auch 2015 nur verhalten bleiben. Dank der ultraexpansiven Geldpolitik wird das US- Wachstum stärker als in den übrigen Industrieländern ausfallen. Aber auch die US-Konjunktur steht im nächsten Jahr vor Herausforderungen. Die Aufwertung des US-Dollar um nahezu 10 % wird das Wirtschaftswachstum um rund 1 Prozentpunkt drücken und damit die unterstützende Wirkung der niedrigen Ölpreise größtenteils egalisieren. Darüber hinaus bereitet die amerikanische Notenbank das Ende ihrer Nullzinspolitik vor. Die gestiegene Unsicherheit beim Zinsausblick wird bereits weit vor der ersten Zinserhöhung eine dämpfende Wirkung auf die Konjunktur entfalten. Darüber hinaus dürfte 2015 der schwache und unsichere Konjunkturausblick in zahlreichen Schwellenländern einschließlich Chinas die robuste US-Konjunktur testen.
Erste Anzeichen einer Konjunkturverbesserung in Deutschland nähren Hoffnungen auf ein lebhafteres Wachstum in der Eurozone. Durch die Ukraine-Krise gibt es jedoch erhebliche Risiken für die Exportkonjunktur, obwohl der schwache Euro insbesondere Deutschland bevorteilt. Gebremst wird die wirtschaftliche Expansion vor allem durch Frankreich und Italien. Hier werden zwar notwendige Strukturreformen zaghaft angegangen, aber die Spielräume für mehr Nachfrage sind nicht vorhanden. Hohe Arbeitslosigkeit hält die Nachfrage der privaten Haushalte zurück, und das Bekenntnis zur Budgetkonsolidierung verhindert ein Anziehen der öffentlichen Nachfrage. Die Entwicklung in Spanien ist vielversprechender und zeugt von einer robusten und sich beschleunigenden Wachstumsdynamik. Die schwache Nachfragesituation in der Eurozone sorgt dafür, dass die Konsumentenpreise in Italien, Spanien und den Peripherieländern fallen und deflatorische Risiken für die Eurozone insgesamt zunehmen. Der dramatische Verfall der Ölpreise verstärkt diese Entwicklung noch zusätzlich.
China hat 2015 gute Aussichten, die Wachstumsschwäche zu überwinden. Obwohl der Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik weiterhin auf Strukturreformen liegt, kommt es in China zu einer zunehmenden Stimulierung der Wirtschaft durch eine lockere Geldpolitik. Neben großzügigeren Liquiditätszuteilungen durch die Zentralbank startete der Zinssenkungszyklus bereits im November 2014. Die außerordentliche Wachstumsdynamik in den Schwellenländern bis zum Jahr 2011/2012 mit Exzessen im Kreditwachstum, Defiziten in den öffentlichen Budgets und in der Handels- und Leistungsbilanz werden weiterhin für eine erhöhte Krisenanfälligkeit sorgen. Die Abwertung der heimischen Währungen nimmt daher in der Wirtschaftspolitik vieler Länder eine entscheidende Rolle ein.
Indien ist in dem notwendigen Anpassungsprozess bereits gut vorangekommen.
Die geldpolitische Differenzierung in den entwickelten Volkswirtschaften wird sich entsprechend den unterschiedlichen Konjunkturentwicklungen fortsetzen. Die Zunahme der deflatorischen Risiken in der Eurozone hat die Europäische Zentralbank (EZB) veranlasst, die Zinsen bis auf weiteres fast bis auf Null zu senken und einen negativen Einlagenzins einzuführen. Als weitere Maßnahme sind Anleiheaufkäufe im großen Stil durch die Europäische Zentralbank in den ersten Monaten 2015 beschlossen worden. Die lockere Geldpolitik durch maßgebliche Ausweitung der Zentralbankliquidität wirkt in jedem Fall durch die induzierte Euro-Abwertung unterstützend auf die Konjunkturerholung in der Eurozone, sie ist allerdings nicht der erhoffte Befreiungsschlag, da die schwache Kreditdynamik damit keineswegs zu beheben ist. Die US- Notenbank bereitet dagegen das Ende ihrer Null-Zins-Politik vor. Der Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung ist jedoch noch ungewiss.
Die unterschiedliche geldpolitische Ausrichtung wird sich in einem weiteren Auseinanderdriften von Zinsen und Wechselkursen bemerkbar machen. Der Reflationskurs der Zentralbank wird die Renditen niedrig oder sogar negativ halten und macht die Rentenanlagen unattraktiv. Von dem Anlagenotstand profitieren die Aktienmärkte, insbesondere in den Ländern, deren Währungen abwerten und in denen die Zinsen für längere Zeit auf Rekordtiefniveau bleiben.
Das erwartete Kapitalmarktumfeld stellt eine große Herausforderung für die Kapitalanlage dar. Anleger müssen bei Null-Renditen mehr Risiken eingehen, um allein das Vermögen real zu erhalten. Renditen, die darüber hinausgehen, sind nur mit noch größerem Risikoeinsatz zu erreichen. Dies erfordert eine kompetente und enge Beratung durch erfahrene Kundenberater, die sich auf das internationale Research von Julius Bär stützen können. Die Bankengruppe ist international in mehr als 50 Standorten vertreten und besitzt im Research eine große internationale Expertise. Das kundenzentrierte Geschäftsmodell der Julius Bär Gruppe stößt gerade unter diesem Aspekt bei den vermögenden Privatkunden auf große Wertschätzung: Die Bank ist einerseits groß genug, um den Kunden ein umfassendes Dienstleistungsangebot anzubieten, andererseits noch überschaubar, um eine schnelle, flexible und effektive Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen und Teams zum Nutzen der Kunden zu gewährleisten, die für eine individuelle Betreuung Voraussetzung ist.
Mit dem Wachstum von jährlich durchschnittlich etwa 40 % bei den verwalteten Vermögen sowie Erträgen in den letzten Jahren hat sich Bank Julius Bär Europe AG im Private Banking-Markt in Deutschland eine gute Position erarbeiten können. Aufgrund der hohen Kundenzufriedenheit ist die Quote der Weiterempfehlung hoch, die gute Reputation sowie der wachsende Bekanntheitsgrad helfen bei der Akquisition von Neukunden, so dass eine sukzessive Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in Deutschland in den nächsten Jahren möglich erscheint. Kernstrategie bleibt, Marktanteile im Zuge eines organischen Wachstums zu gewinnen und nicht über eine Übernahme eines Konkurrenten zu erwerben. Die Muttergesellschaft Julius Bär Gruppe AG unterstützt diese Wachstumsstrategie der Bank Julius Bär Europe AG nachhaltig.
Das Geschäftsmodell sowie die Stabilität und der Erfolg der Julius Bär Gruppe sind nicht nur für vermögende Privatkunden attraktiv, sondern auch für erfahrene Senior-Berater, die sich umorientieren wollen und ein professionelles Umfeld im Private Banking suchen. Als Folge des kontinuierlichen Ausbaus der Betreuerkapazität erwartet die Bank eine weitere substantielle Erhöhung der Zahl an Neukunden mit einer entsprechenden Erhöhung der verwalteten Vermögen und Erträge. Die Kundenbetreuung wird auch 2015 in den einzelnen Standorten in Deutschland weiter ausgebaut, um die erkannten Marktchancen zu nutzen. Die offene Produktarchitektur, die unabhängige Beratung, die globale Expertise, die umfassende Beratung in der langfristigen Finanzplanung und Nachfolgeregelung sowie ein professioneller Kundenservice in unmittelbarer Nähe sind die nachweislichen Erfolgsfaktoren unserer Geschäftsstrategie. Zielgruppen der Akquisitionsbemühungen sind in erster Linie Unternehmer, Privatpersonen und Familien mit individuellen Anforderungen an eine Vermögensstrukturierung und Vermögensverwaltung. Die Bank kann diesen Kundengruppen - mit Unterstützung der Julius Bär Gruppe - maßgeschneiderte Anlagestrategien auf der Basis einer internationalen Asset Allocation unter Einsatz innovativer Produkte und einer stringenten Risikoüberwachung bieten.
Die Bank ist zuversichtlich, in den nächsten zwei Jahren die Strategie der Gewinnung von Marktanteilen in Deutschland im Privatkundengeschäft fortsetzen zu können. Nachdem die Gewinnschwelle im deutschen Private-Banking-Geschäft im vierten Quartal 2014 erreicht wurde, ist das nächste Ziel näher gerückt, 2015 ein positives operatives Jahresergebnis zu erzielen.
Dieser Überschuss sollte in den Jahren nach 2015 infolge der Ertragssteigerungen kontinuierlich ausgebaut werden. Als größtes Risiko für die Expansionsstrategie ist wiederum die Entwicklung der Kapitalmärkte und der Geldpolitik anzusehen. Sollten die Kurse an den Kapitalmärkten wieder stark schwanken oder nach unten tendieren, dürften die Privatkunden weniger an den risikoreicheren und daher höhermargigen Angeboten interessiert sein und stattdessen die risikoarmen Geldmarkt- und Einlagengeschäfte bevorzugen. Die Einführung von Negativzinsen für die Einlagen bei der Zentralbank als zweites Risiko bedeutet höhere Kosten für die Bank, da die Negativzinsen nicht oder nur unvollständig auf die Kunden umverteilt werden können. Drittes Risiko für die Expansionsstrategie der Bank ist die weitere Steigerung der Wettbewerbsintensität. In einem Markt mit hohem Verdrängungswettbewerb bei gleichzeitig weiter steigenden regulatorischen Anforderungen besteht das Risiko, dass die Margenvorgaben nicht mehr am Markt durchsetzbar sind.
Nach Vollendung der Integration der Merrill-Lynch- Privatkunden aus Irland, UK, Niederlande, Luxemburg, Frankreich und Spanien ist im EU-Custody- Geschäft mit einem angemessenen Neugeschäft zu rechnen. Die Depotführung für die EU- Kundenvermögen dürfte dann ab 2015 ausreichend Erträge erbringen, um auch in diesem Segment einen positiven operativen Ergebnisbeitrag zu erwarten. Die Abschreibungen auf den Erwerb der Merrill-Lynch-Kunden sind jedoch noch so hoch, dass das EU-Custody-Geschäft 2015 mit einem Verlust abschließen wird.
Das Gesamtergebnis der Bank wird 2015 nicht nur durch die hohen Abschreibungen belastet sondern darüber hinaus auch durch die Projektkosten für den Wechsel des Kernbankensystems. Der Out-sourcingpartner Avaloq Sourcing (Deutschland) AG hat 2013 beschlossen, das Kernbankensystem von ITREXS auf Avaloq zu migrieren. Die Bank muss innerhalb dieses Projekts Beistellleistungen wie die Durchführung von Tests sowie Anpassung von Schnittstellen und Prozessen liefern, die das Ergebnis 2015 zusätzlich belasten. Die Gesamtbank wird 2015 daher nochmals mit einem Verlust abschließen, der nur unwesentlich unter dem Verlust 2014 liegen dürfte. Mit dem Wegfall der Projektkosten 2016 sollte die Bank dann ein positives Ergebnis ausweisen können.
Mit der Buchung von EU-Kunden aus europäischen Ländern und damit verschiedenen Jurisdiktionen, Kulturkreisen und Sprachen ab Juli 2013 hat sich die Komplexität des Geschäftsmodells der Bank deutlich erhöht.
Das damit einhergehende höhere Risikopotential hat die Bank in ihren Risikomanagementsystemen und in der Ressourcenausstattung entsprechend berücksichtigt. So hat die Bank die Ressourcen in den Bereichen Operations, Kontoeröffnungen, Compliance, Risk Management und Finance & Controlling deutlich aufgestockt, um dem höheren Transaktionsvolumen und der höheren Komplexität Rechnung zu tragen. Nach den Erfahrungen aus 1 % Jahren im EU-Custody-Geschäft ergibt sich für die Bank keine Veranlassung einer Neubewertung der Risiken. Die operationellen Risiken sind unter den Erwartungen geblieben, so dass vor dem Hintergrund der gewonnenen Erfahrungen und der inzwischen ergriffenen Korrekturmaßnahmen mit keiner deutlichen Erhöhung der Risiken zu rechnen ist. Nichtsdestotrotz gilt es für 2015, die neu-eingeführten Prozesse kontinuierlich auf Genauigkeit und Effizienz zu überprüfen und zu verbessern, um die Risiken überschaubar zu halten.
Durch die steigende Zahl von deutschen Kunden und Kunden aus den europäischen Ländern ergeben sich höhere Risiken im Bereich der Bekämpfung der Geldwäsche und betrügerische Handlungen, denen die Bank mit der Verstärkung des Kontrollsystems und dem Ausbau von Compliance und Risk Management begegnet. Die Bank bietet den EU- Kunden nicht nur die Konto-/Depotführung mit der Auftragsabwicklung an, sondern darüber hinaus auch noch andere Bankdienstleistungen wie Portfoliomanagement und Lombardkredite. Im Kreditgeschäft nehmen die Adressenausfallrisiken mit wachsendem Kreditbuch generell zu. Dem wird dadurch entgegengewirkt, dass für die EU-Kunden die gleichen konservativen Maßstäbe an die Bonität wie bei den deutschen Kunden angelegt werden.
5. Verbundene Unternehmen
Uber die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen Bericht erstellt, der mit folgender Erklärung schließt:
"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahme getroffen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung oder einen Nachteilsausgleich erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen wurde, nicht benachteiligt."
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2014
Aktivseite
| EUR | 31.12.2014 EUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Barreserve | |||
| a) Kassenbestand | 62.855,62 | 82 | |
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 714.547.146,32 (Vorjahr: TEUR 554.184) | 714.547.146,32 | 554.184 | |
| 714.610.001,94 | 554.266 | ||
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | |||
| a) täglich fällig | 381.794.277,13 | 129.996 | |
| b) andere Forderungen | 6.772.681,77 | 10.692 | |
| 388.566.958,90 | 140.688 | ||
| 3. Forderungen an Kunden | 621.251.040,38 | 259.963 | |
| darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 41.370.430,46 (Vorjahr: TEUR 20.916) | |||
| 4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||
| ba) von öffentlichen Emittenten | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 21.400.850,34 (Vorjahr: TEUR 23.537) 21.400.850,34 | 23.537 | ||
| bb) von anderen Emittenten | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 20.851.342,81 (Vorjahr: TEUR 8.024) 20.851.342,81 | 8.024 | ||
| 42.252.193,15 | 31.561 | ||
| 5. Anteile an verbundenen Unternehmen | |||
| darunter: an Kreditinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) | 25.564,59 | 26 | |
| darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) | |||
| 6. Treuhandvermögen | |||
| darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0) | 10.946.692,69 | 10.228 | |
| 7. Immaterielle Anlagewerte | |||
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 45.237.016,44 | 16.384 | |
| 8. Sachanlagen | 2.121.679,00 | 2.262 | |
| 9. Sonstige Vermögensgegenstände | 25.530.662,87 | 13.909 | |
| 10. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.494.774,88 | 2.614 | |
| 11. Aktive latente Steuern | 2.063.885,66 | 2.064 | |
| 12. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 537.454,53 | 0 | |
| Summe der Aktiven | 1.854.637.925,03 | 1.033.965 | |
| Passivseite | |||
| EUR | 31.12.2014 EUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||
| a) täglich fällig | 4.667.504,11 | 2.638 | |
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 560.659.463,29 | 242.800 | |
| 565.326.967,40 | 245.438 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||
| ba) täglich fällig | 1.121.124.511,69 | 631.865 | |
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 24.603.674,83 | 5.386 | |
| 1.145.728.186,52 | 637.251 | ||
| 3. Treuhandverbindlichkeiten | |||
| darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0) | 10.946.692,69 | 10.228 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.655.921,20 | 6.519 | |
| 5. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.336.875,20 | 1.518 | |
| 6. Rückstellungen | |||
| a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 0,00 | 257 | |
| b) andere Rückstellungen | 21.007.891,45 | 11.239 | |
| 21.007.891,45 | 11.496 | ||
| 7. Fonds für allgemeine Bankrisiken | 859.212,31 | 2.500 | |
| 8. Eigenkapital | |||
| a) gezeichnetes Kapital | 15.000.000,00 | 15.000 | |
| b) Kapitalrücklage | 91.512.292,60 | 103.751 | |
| c) andere Gewinnrücklagen | 263.885,66 | 264 | |
| 106.776.178,26 | 119.015 | ||
| Summe der Passiven | 1.854.637.925,03 | 1.033.965 | |
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 20.345.988,24 | 26.463 | |
| 2. Andere Verpflichtungen | |||
| c) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 1.675.974,88 | 3.829 |
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014
| Aufwendungen | EUR | 01.01.- 31.12.2014 EUR |
2013 TEUR |
|---|---|---|---|
| 1. Zinsaufwendungen | 2.118.278,13 | 905 | |
| 2. Provisionsaufwendungen | 27.253.028,23 | 6.584 | |
| 3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||
| a) Personalaufwand | |||
| aa) Löhne und Gehälter | 21.559.285,40 | 18.313 | |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | |||
| darunter: für Altersversorgung EUR 1.232.535,43 (Vorjahr: TEUR | 3.168.895,20 | 2.562 | |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 31.761.868,86 | 30.747 | |
| 56.490.049,46 | 51.622 | ||
| 4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 4.531.176,50 | 1.226 | |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 669.683,61 | 678 | |
| 6. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 0,00 | 2.500 | |
| 7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 595.250,00 | 275 | |
| 8. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 1.184,82 | 2 | |
| Summe der Aufwendungen | 91.658.650,75 | 63.792 | |
| 1. Jahresfehlbetrag | 12.238.586,38 | 30.250 | |
| 2. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 12.238.586,38 | 30.250 | |
| 3. Bilanzverlust | 0,00 | 0 |
| Erträge | EUR | 01.01.-31.12.2014 EUR |
2013 TEUR |
|---|---|---|---|
| 1. Zinserträge aus | |||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 5.867.085,49 | 2.388 | |
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 925.279,41 | 232 | |
| 6.792.364,90 | 2.620 | ||
| 2. Provisionserträge | 64.712.083,66 | 28.640 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 6.274.828,12 | 2.282 | |
| 4. Ertrag aus der Auflösung Fonds für allgemeine Bankrisiken | 1.640.787,69 | 0 | |
| 5. Jahresfehlbetrag | 12.238.586,38 | 30.250 | |
| Summe der Erträge | 91.658.650,75 | 63.792 |
Anhang:
Allgemeine Angaben
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31.12.2014 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und des Kreditwesengesetzes (KWG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.
Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach der RechKredV, für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Kontoform gewählt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahrs werden stetig angewendet.
Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
• Kasse und Guthaben wurden zu Nennwerten bilanziert.
• Forderungen an Kunden und Kreditinstitute wurden, unter Berücksichtigung der abgegrenzten Zinsen, zu den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht.
• Aufgrund der gestellten Sicherheiten waren für das im Kreditgeschäft liegende allgemeine Ausfallrisiko keine Einzelwertberichtigungen zu bilden. In Vorjahren waren ebenfalls keine Einzelwertberichtigungen vorzunehmen, entsprechend wurde keine Pauschalwertberichtigung gebildet.
• Die Anleihen und Schuldverschreibungen der Liquiditätsreserve sind gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
• Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zum Marktwert (beizulegender Zeitwert) bewertet. Der bewertete Bestand wurde entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen verrechnet.
• Der Bilanzausweis von Treuhandvermögen respektive -verbindlichkeiten erfolgt zum Marktwert.
• Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu den Anschaffungskosten bilanziert.
• Erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die Nutzungsdauer bzw. unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.
• Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) werden planmäßig linear mit den zulässigen steuerlichen Höchstsätzen abgeschrieben.
• Geringwertige Wirtschaftsgüter unter EUR 410 werden in voller Höhe erfolgswirksam als Aufwand erfasst. In Vorjahren gebildete Sammelposten für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 sind per 31.12.2014 vollständig abgeschrieben.
• Die Bewertung der anderen Vermögensgegenstände erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.
• Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis der biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den Richttafeln in der Fassung 2005G von Prof. Heubeck ermittelt. Die Bewertung erfolgte nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 4,55 sowie einer Bezüge- und Rentendynamik von jeweils 2,00 %.
• Der sich zum Bilanzstichtag ergebende Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens, das dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern dient, verrechnet. Die kumulierten Anschaffungskosten dieses Vermögens betragen TEUR 7.774.
• Die durch Arbeitnehmer finanzierten Anteile in Höhe von TEUR 456 sind mit der Einzahlung unverfallbar.
• Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst und zum Barwert bilanziert.
• Die in den Anderen Rückstellungen enthaltenen Wertguthaben aus Arbeitszeitkonten in Höhe von TEUR 1.142 werden zum Marktwert der zugrunde liegenden Investmentanteile angesetzt.
• Eine Bewertung der am Stichtag bestehenden, geschlossenen Positionen in Devisentermingeschäften erfolgte als Bewertungseinheit zum Nominalbetrag; unrealisierte Gewinne / Drohverlust-Rückstellung wurden nicht ausgewiesen.
• Die Anderen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
• Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind zum EZB Referenzkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet.
• Auf die steuerlichen Verlustvorträge wurden latente Steuern berechnet.
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten täglich fällige Forderungen in Höhe von TEUR 381.794 (Vorjahr: TEUR 129.996) sowie andere Forderungen mit einer Restlaufzeit:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| - bis drei Monate | 1.498 | 239 |
| - drei Monate bis ein Jahr | 5.275 | 10.453 |
| - ein Jahr bis fünf Jahre | 0 | 0 |
| 6.773 | 10.692 |
In den Forderungen sind Forderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 83.508 (Vorjahr: TEUR 57.287) enthalten.
Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| - täglich fällig | 9.290 | 4.092 |
| - bis drei Monate | 526.669 | 200.316 |
| - drei Monate bis ein Jahr | 27.821 | 26.705 |
| - ein Jahr bis fünf Jahre | 32.078 | 11.514 |
| - über fünf Jahre | 25.393 | 17.336 |
| 621.251 | 259.963 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Die der Liquiditätsreserve zugeordneten Wertpapiere von nominal TEUR 40.000 wurden zum Bilanzstichtag nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der aktuelle Kurswert beträgt zum Berichtszeitpunkt TEUR 42.252.
Bei diesen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um börsenfähige und börsennotierte Schuldverschreibungen.
Im Geschäftsjahr 2015 sind insgesamt Schuldverschreibungen von nominal TEUR 17.500 fällig.
Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den niedrigeren Kurswert zum Jahresultimo in Höhe von TEUR 602 vorgenommen.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Bei den Beständen an nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um börsenfähige aber nicht börsennotierte Anteile am Spezialfonds Julius Bär Open 1.
Die Anteile am JB Open 1 wurden als Deckungsvermögen für Verbindlichkeiten aus Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 6, für Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter in Höhe von TEUR 1.142 und für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 8.534 verrechnet.
Da der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Betrag der zu verrechnenden Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen überschreitet wird zum 31.12.2014 ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 537 ausgewiesen.
Das verrechnete Vermögen, das dem Anteil von 22 % an einem Spezial-Sondervermögen i.S.d. § 1 Abs. 6 KAGB entspricht, weist zum 31.12.2014 einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 10.220 (Vorjahr: TEUR 9.698) auf, der dem Marktwert i. S. d. § 168 KAGB entspricht. Der Differenzbetrag zum Buchwert beträgt TEUR 2.446. Beim Spezial-Sondervermögen handelt es sich um einen internationalen, thesaurierenden Mischfonds (Gemischtes Sondervermögen). Der Fonds verfolgt eine konservative Anlagestrategie nach einem Multi-Asset-Ansatz unter Begrenzung des Risikos. Es ist eine Zielrendite von 6 % unter Wahrung einer maximalen Volatilität von 5 % vorgegeben. Des Weiteren ist die strategische Assetallokation in der Weise optimiert, dass die Verluste eine definierte Obergrenze nicht überschreiten können. Dem Sondervermögen wurde im Berichtsjahr ein Betrag von TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 136) zugeführt. Das Vermögen ist dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und somit nicht täglich fällig.
Treuhandvermögen und Treuhandverpflichtungen
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die die Bank in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung hält und von Kunden zur treuhänderischen Verwaltung von zur betrieblichen Altersversorgung bestimmten Vermögensmitteln stammen, gliedern sich nach einzelnen Aktiv- und Passivpositionen wie folgt:
| Forderungen an Banken: | TEUR 10.947 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden: | TEUR 10.947 |
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die nicht börsenfähigen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100 %ige Tochtergesellschaft Julius Bär Capital GmbH, Frankfurt am Main (Eigenkapital TEUR 26). Ergebnis des Geschäftsjahres: Verlust von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2).
Mit der Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich ausgehend von den gesamten Anschaffungskosten wie folgt dar (in TEUR):
| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 |
Zugänge 2014 |
Abgänge 2014 |
Stand 31.12.2014 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere des Anlagevermögens * | 7.628 | 146 | --- | 7.774 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 26 | --- | --- | 26 |
| Immaterielle Anlagewerte | 21.245 | 32.837 | --- | 54.082 |
| Sachanlagen ** | 6.240 | 406 | --- | 6.646 |
| Insgesamt | 35.139 | 33.389 | --- | 68.528 |
| Abschreibungen | Restbuchwert | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon 2014 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere des Anlagevermögens * | --- | --- | 7.774 | 7.628 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | --- | --- | 26 | 26 |
| Immaterielle Anlagewerte | 8.845 | 3.984 | 45.237 | 14.863 |
| Sachanlagen ** | 4.524 | 547 | 2.122 | 2.262 |
| Insgesamt | 13.369 | 4.531 | 55.159 | 26.300 |
* Anschaffungskosten der Wertpapiere
** Das Sachanlagevermögen besteht aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden seit dem 01.01.2010 mit den Pensionsrückstellungen, den Rückstellungen für Zeitwertkonten respektive den Auszahlungsverpflichtungen aus Pensionsverbindlichkeiten verrechnet.
Der Anstieg der immateriellen Anlagewerte resultiert aus der Übernahme von Kundenbeziehungen von der Merrill Lynch Gruppe und wird über 9 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer basiert auf Erfahrungswerten der Julius Bär Gruppe.
Sonstige Vermögensgegenstände
Im Wesentlichen beinhalten diese Posten Provisionsforderungen aus der Vermögensverwaltung für Privatkunden in Höhe von TEUR 15.657, Provisionsforderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 4.550, sowie Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 1.891.
Zudem bestehen Vorsteuerforderungen in Höhe von TEUR 1.664, Körperschaftsteuerforderungen gem. § 37 KStG von TEUR 81 sowie anrechenbare Steuerguthaben des Julius Bär Pensionsfund e.V. von TEUR 68.
Aktive latente Steuern
Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.064 resultieren im Wesentlichen aus der Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen der Gesellschaft sowie aus temporären Differenzen bezüglich der Bewertung von Pensionsrückstellungen, festverzinslichen Wertpapieren und steuerlich nicht nachvollzogenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten.
Für die Ermittlung der latenten Steuern wurden ein Steuersatz von 31,93 % (davon Körperschaftsteuersatz von 15,83 % einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuersatz von 16,1 %) zugrunde gelegt.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausbezahlte Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit externen Dienstleistern in Höhe von TEUR 1.495 (Vorjahr TEUR 2.614)
Auf Fremdwährung lautende Forderungen
Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 501.284 (Vorjahr: TEUR 186.224) in fremder Währung. Darunter USD im Gegenwert von TEUR 348.344 (Vorjahr: TEUR 114.194), GBP im Gegenwert von TEUR 59.912 (Vorjahr: TEUR 11.090) CHF im Gegenwert von TEUR 57.355 (Vorjahr: TEUR 43.788).
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.668 (Vorjahr: TEUR 2.637) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| - bis drei Monate | 469.566 | 191.314 |
| - drei Monate bis ein Jahr | 34.064 | 22.115 |
| - ein Jahr bis fünf Jahre | 33.293 | 12.425 |
| - über fünf Jahre | 23.736 | 16.946 |
| 560.659 | 242.800 |
In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich als verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 561.974 (Vorjahr: TEUR 242.964) enthalten. Darunter sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter drei Monaten in Höhe von TEUR 469.566 (Vorjahr: TEUR 191.314), mit einer Restlaufzeit zwischen drei Monaten und einem Jahr in Höhe von TEUR 34.064 (Vorjahr: TEUR 22.115), TEUR 33.293 (Vorjahr: TEUR 12.425) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren sowie TEUR 23.736 (Vorjahr: TEUR 16.946) mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren enthalten.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.121.124 (Vorjahr: TEUR 631.865) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| - bis drei Monate | 15.670 | 241 |
| - drei Monate bis ein Jahr | 8.934 | 5.145 |
| - ein Jahr bis fünf Jahre | 0 | 0 |
| 24.604 | 5.386 |
In den Verbindlichkeiten sind täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber der Julius Bär Capital GmbH in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 25) enthalten. Die Bank ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH sowie im Einlagensicherungsfonds Deutscher Banken. Eine Nachschusspflicht besteht derzeit nicht.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.656 enthalten im Wesentlichen abzuführende Steuern unserer Kunden in Höhe von TEUR 2.021, abzuführende Lohnsteuer in Höhe von TEUR 407 sowie Marginverbindlichkeiten für Kundengeschäfte in Höhe von TEUR 200. Auszahlungsverbindlichkeiten aus Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter in Höhe von TEUR 6 wurden mit dem Deckungsvermögen verrechnet.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aus Mietzuschüssen für die Standorte Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg in Höhe von TEUR 1.337.
Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 0 | 256 |
| Steuerrückstellungen | 0 | 0 |
| Andere Rückstellungen | 21.008 | 11.239 |
| - Personalrückstellungen | 6.552 | 5.936 |
| - Sonstige Rückstellungen | 14.456 | 5.303 |
| 21.008 | 11.496 |
In den Personalrückstellungen enthalten sind: Rückstellungen für Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 5.636 sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 523.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für bereits erbrachte Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.554 sowie Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 12.596.
In den Rückstellungen sind zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten.
Eigenkapital
Das eingetragene Grundkapital der Bank beläuft sich auf TEUR 15.000. Es ist in 60.000 Stück nennwertlose Namensaktien eingeteilt.
Gewinnrücklagen
Aufgrund der Aktivierung latenter Steuern wurde zum 01.01.2010 ein erfolgsneutraler Umstellungsbetrag von TEUR 264 in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklagen der Bank betragen vor Gewinnverwendung TEUR 103.751
Gewinnverwendung
Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden Kapitalrücklagen zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags von TEUR 12.239 aufgelöst und betragen zum 31.12.2014 TEUR 91.512.
Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 494.381 (Vorjahr: TEUR 185.449) in fremder Währung, darunter CHF im Gegenwert von TEUR 57.052 (Vorjahr: TEUR 43.737), GBP im Gegenwert von TEUR 59.432 (Vorjahr: TEUR 11.023) sowie USD im Gegenwert von TEUR 342.797 (Vorjahr: TEUR 113.866).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen (Bankräumlichkeiten und KFZ) belaufen sich für die nächsten 5 Jahre auf TEUR 11.869
Termingeschäfte
Zum Bilanzstichtag bestehen 809 noch nicht abgewickelte, geschlossene Devisentermingeschäfte, die ausschließlich für Kunden abgeschlossen wurden. Aufgrund der weitgehend geschlossenen Positionen, dem geringen Volumen der offenen Positionen sowie der derzeit nicht erkennbaren Adressenausfallrisiken unserer Kontrahenten erwarten wir aus vorgenannten Geschäften keine Auswirkungen auf die gegenwärtige und künftige Finanzlage der Bank.
| Käufe in TEUR | Verkäufe in TEUR | |||
|---|---|---|---|---|
| bis 3 Monate |
3 Monate bis 1 Jahr |
bis 3 Monate |
3 Monate bis1 Jahr |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| AUD | 137 | 370 | 137 | 370 |
| CHF | 8.131 | 3.988 | 8.131 | 3.988 |
| DKK | 21.657 | 375 | 21.657 | 375 |
| GBP | 6.048 | 978 | 6.048 | 978 |
| JPY | 654 | 807 | 654 | 807 |
| NOK | 6.974 | 6.974 | ||
| SEK | 44.050 | 6.366 | 44.050 | 6.366 |
| USD | 108.426 | 22.050 | 108.421 | 22.050 |
| diverse | 44 | 2.233 | 44 | 2.232 |
| Gesamt | 196.121 | 37.167 | 196.115 | 37.166 |
Eventualverbindlichkeiten
In den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 20.346 (Vorjahr: TEUR 26.463) sind Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.703) enthalten. Hierin enthalten sind ungesicherte Positionen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr 36).
Unwiderrufliche Kreditzusagen
Zum Bilanzstichtag bestehen unwiderruflichen Kreditzusagen aus Baufinanzierungen in Höhe von TEUR 1.676 (Vorjahr: TEUR 3.829). Diese werden voraussichtlich im auf den Bilanzstichtag folgenden Kalenderjahr in Anspruch genommen.
Bewertung zinsbezogener Geschäfte des Bankbuches
Per 31.12.2014 wendet die Bank bei der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuches die IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung RS BFA 3 „Einzelfragen der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs)" vom 30.08.2012 an. In die Bewertung werden die zukünftigen Zahlungsströme aller zinstragenden Geschäfte einbezogen. Dabei werden diese unter Verwendung der Terminkurse zum 31.12.2014 auf den Barwert diskontiert. Die anteiligen Risiko- und Verwaltungskosten werden als Korrekturposten auf den ermittelten Wert berücksichtigt. Das Gesamtergebnis ist deutlich positiv, so dass die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich wird.
Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Dienstleistungsgeschäft
Dienstleistungen erbrachten wir für unsere Kundschaft insbesondere durch Verwaltung und Vermittlung im Wertpapiergeschäft. Die gesamten Provisionserlöse in Höhe von TEUR 64.712 entfielen auf das Geschäft mit Privatkunden.
Die im Private Banking erzielten Provisionen enthalten im Wesentlichen TEUR 15.681 aus der Vermögensverwaltung, TEUR 23.546 aus dem Geschäft mit Beratungskunden sowie TEUR 11.087 vereinnahmte Vermittlungsprovisionen, von denen TEUR 1.691 an die Kunden auszukehren waren.
Sonstiges betriebliches Ergebnis
Diese Position beinhaltet hauptsächlich Vorsteuererstattungen für 2013 von TEUR 3.385, TEUR 375 aus der Bewertung der im Anlagevermögen gehaltenen Anteile am Spezialfonds JB Open 1, TEUR 605 (VJ TEUR 232) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sowie Erlöse aus Geschäftsbesorgungsverträgen von TEUR 1.203.
Abschlussprüferhonorar
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 232. Dieses teilt sich wie folgt auf:
| EUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 167.248 |
| andere Bestätigungsleistungen | 64.600 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 |
| sonstige Leistungen | 0 |
| Gesamt | 231.848 |
Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Folgende Geschäfte wurden im Geschäftsjahr 2014 ausgewiesen:
| Art der Beziehung | Geldanlagen TEUR |
Geldaufnahmen TEUR |
Dienstleistungen Aufwand TEUR |
Dienstleistungen Ertrag TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Mutterunternehmen | 0 | 0 | 3.631 | 0 |
| Schwestergesellschaften | 6.223.382 | 3.176.938 | 21.068 | 6.913 |
| Tochtergesellschaft | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 6.223.382 | 3.176.938 | 24.700 | 6.913 |
Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.
Zum Bilanzstichtag unterhält die Bank Nostrokonten bei Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 34.767.
Auslagerung von betrieblichen Funktionen
Die Bank hat zum Bilanzstichtag folgende wesentlichen Bereiche ausgelagert:
| ― | Back Office Tätigkeiten im Bereich Wertpapier-, Derivate-, Geld- und Devisenhandel |
| ― | Zahlungsverkehr und Liquiditätsmanagement |
| ― | Abwicklung des Depotgeschäftes |
| ― | IT Revision |
| ― | IT Infrastruktur |
| ― | IT On-Site Support |
Die Auslagerungen wurden vor dem Hintergrund des Erhalts von Flexibilität in Bezug auf Fixkostenanteile sowie der Verbesserung des für den Bankbetrieb notwendigen Know-hows abgeschlossen. Den Risiken der vorgenommenen Auslagerungen (z.B. Schlechterfüllung durch die Auslagerungsunternehmen, Entstehen von operationellen Schäden durch eingetretene Risiken) wird durch ein adäquates Risikomanagement mittels enger Uberwachung der Auslagerungsunternehmen durch das Risk-Outsourcing-Compliance- Committee (ROC) der Bank Rechnung getragen.
Country by Country Reporting
Die Bank betreibt als CRR-Kreditinstitut Bankgeschäfte. Darüber hinaus erbringt sie Finanzdienstleistungen. Ihren Sitz hat die Bank in der Bundesrepublik Deutschland. Es werden keine Niederlassungen in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder Drittstaaten unterhalten.
Der Umsatz der Bank nach § 26a KWG betrug im Geschäftsjahr 2014 EUR 48,4 Mio. Die Bank erwirtschaftete einen Verlust vor Steuern in Höhe von EUR 12,2 Mio.; der Ertragsteueraufwand beträgt EUR 0,0 Mio. Die Bank erhält keine öffentlichen Beihilfen und beschäftigte in 2014 durchschnittlich 158,2 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Offenlegung
Die Bank wird den Offenlegungsbericht nach Art. 431 bis Aritkel 451 CRR auf der Homepage der Julius Bär Gruppe veröffentlichen.
| Aufsichtsrat | Vorstand |
| Christian E. Dubler (Vorsitzender ab 02.06.2014) Market Area Head Private Banking Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich |
Heiko Schlag (Vorsitzender) Vorstand Private Banking |
| Gian A. Rossi (Vorsitzender bis 02.06.2014) Market Area Head Private Banking Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich |
Dr. Gerhard Grebe Vorstand Marktfolge |
| Dr. Urs Monstein (stellv. Vorsitzender) Managing Director Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich |
Alexander Jecht (bis 30.04.2015) Vorstand Bankbetrieb |
| Ingeborg König (Arbeitnehmervertreter) Bankangestellte Bank Julius Bär Europe AG, Frankfurt |
Organkredite
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Organkredite.
Organbezüge
Für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen die Bezüge TEUR 210. An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Vergütungen in Höhe von TEUR 1 ausgezahlt. Leistungen, die einem Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied für den Fall der Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt wurden, bestehen nicht. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen am Bilanzstichtag TEUR 1.966. Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.624. In den Gesamtbezügen sind aktienbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 82 enthalten.
Zahl der Mitarbeiter
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inkl. Vorstand) der Bank betrug 158,2 (Vorjahr: 134.0) wovon 57,5 (Vorjahr: 51,3) Mitarbeiter weiblich und 100,7 (Vorjahr: 82,7) männlich waren.
Konzernabschluss
Die Gesellschaft hat von der Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 296 Abs. 2 HGB abgesehen, da die Julius Bär Capital GmbH weniger als 5 % zum Umsatz, zum Ergebnis und zur Bilanzsumme der Bank beigetragen hat und daher von untergeordneter Bedeutung ist.
Konzernzugehörigkeit
Die Bank ist zu 100 % eine Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe AG, Zürich.
Der Jahresabschluss der Bank wird in den Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG einbezogen.
Der Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG kann bei uns angefordert werden.
Frankfurt am Main, 15. Mai 2015
Der Vorstand
Heiko Schlag
Dr. Gerhard Grebe
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bank Julius Bär Europe AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Bank sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Bank und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 15. Mai 2015
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Garz, Wirtschaftsprüfer
Patzak, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung des Vorstandes laufend überwacht und die ihm nach den Gesetzen obliegenden Aufgaben wahrgenommen.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2014 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt; Beanstandungen haben sich nicht ergeben. KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Bericht geprüft und mit dem folgenden Vermerk uneingeschränkt versehen:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung der Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, |
| 3. | bei der im Bericht aufgeführten Maßnahme keine Umstände für eine wesentliche andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. |
Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Prüfungsergebnis an.
Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie den Lagebericht hat der Aufsichtsrat daher gebilligt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind damit festgestellt.
Frankfurt am Main, im Mai 2015
Der Aufsichtsrat
Christian E. Dubler, Vorsitzender