Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Softing AG Earnings Release 2008

Sep 5, 2008

405_rns_2008-09-05_2dafb18f-85fa-4c67-9628-2a4e4c1926c6.pdf

Earnings Release

Open in viewer

Opens in your device viewer

€uro am Sonntag News

Softing wird Jahresprognose erhöhen 05.09.2008 08:44:00

Das Münchener Hard- und Softwareunternehmen Softing wird seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr höchstwahrscheinlich anheben. Das signalisierte Vorstandssprecher Wolfgang Trier gegenüber Euro am Sonntag Online: "Wir werden unsere Jahresprognose voraussichtlich in den nächsten Wochen anheben", sagte er. Bislang geht die Firma, die sich auf den Datenaustausch in der industriellen Fertigung und der Fahrzeugelektronik spezialisiert hat, von einem Umsatz von mehr als 31 Millionen Euro und einem Ergebnis je Aktie von mindestens 29 Cent aus. Dem Vernehmen nach dürfte der Umsatz um mehrere Millionen Euro höher ausfallen. Bereits das dritte Quartal dürfte laut Trier die Aufwärtsentwicklung zeigen: "Sie werden sehen, das dritte Quartal wird gut."

Auch darüber hinaus soll Softing stark wachsen: 2010 will der Firmenchef durch zweistelliges organisches Wachstum sowie Zukäufe die 50-Millionen-Euro-Umsatzmarke knacken, bis 2015 soll der Erlös auf 100 Millionen Euro steigen. Gleichzeitig arbeitet das Softing-Management an der Steigerung der Profitabilität. So soll die Ebit-Marge, die im vergangenen Jahr bei acht Prozent lag, zweistellig werden. Trier: "Das wir möglicherweise noch nicht 2008 erreichen, aber werden voraussichtlich in 2009."

Bezüglich Akquisitionen stellte Trier klar, dass er "fast immer in zwei, drei Gesprächen" sei. Entscheidend für einen Zukauf sei, dass das neue Unternehmen in das strategische Konzept von Softing passe. Dabei könne man bis zu 15 Millionen Euro für einen Zukauf stemmen.

Softing macht etwa 60 Prozent seines Umsatzes im Geschäftsbereich Industrial Automation, 40 Prozent entfallen auf das Automotive-Segment. Trier wies darauf hin, dass sich dieses Verhältnis künftig noch weiter zugunsten von Industrial Automation entwickeln dürfte.

Die Firma ist mit ihren Kommunikationslösungen für die Industrie in einer Branche tätig, deren Marktpotenzial Trier auf weltweit etwa eine Milliarde Euro taxiert. Softing besetzt dabei eine Nische und ist beispielsweise von der augenblicklichen Flaute auf dem Automobilmarkt weitgehend unbelastet. Trier: "Die operativen Risiken in unserem Geschäftsmodell sind gedämpft. Wir sind wie ein Tanker - ein neues Produkt braucht ein bis drei Jahre, bis es vom Markt angenommen wird. Doch dann läuft es eine ganze Weile wie von allein." Vor diesem Hintergrund halte er es für unwahrscheinlich, dass Softing von einem Jahr aufs andere in die Verlustzone rutsche.

Dessen ungeachtet hat die Aktie von Softing in den vergangenen zwölf Monaten deutlich nachgegeben. Paradoxerweise sei dies in eine Zeit gefallen, in der die Firma von Quartal zu Quartal steigende Geschäftszahlen präsentiert habe, so Trier. Der Firmenchef führt den Kursverfall insbesondere darauf zurück, dass kleine Unternehmen an den Börsen derzeit zu wenig beachtet würden. Trier: "Mit einem Umsatz von 20 bis 25 Millionen Euro hat eine Firma an der Börse meiner Meinung nach nichts verloren. Darum ist mein Motto: Up or out. Wir haben uns für das Wachstum entschieden."

Eine von Softing bezahlte Analyse von SES Research, wonach die Aktie beim aktuellen Niveau von 2,76 Euro ein Kurspotenzial von über 60 Prozent habe, hält Trier "auf mittlere Frist" für zu gering. Trier, der etwa acht Prozent der Papiere hält, wörtlich: "Unter zehn Euro gebe ich meine Aktien nicht her." Dabei gibt er zu, die Aktie zu pushen - "aber nur durch Wachstum und Ausbau unserer operativen Performance." (tsc)

■ zur €uro am Sonntag Hauptseite