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Softing AG Annual Report 2017

Apr 24, 2018

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Annual Report

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Softing AG

Haar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

der Softing AG sowie des Konzerns

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL

Geschäftsmodell des Konzerns

Softing ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial, Automotive und IT Networks international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.

Im Segment Industrial ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Fertigungs- und Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern. Sie sind bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.

Die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen des Segments Automotive von Softing stehen für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z. B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort. Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO.

Das Segment IT Networks steht für das Testen, Qualifizieren und Zertifizieren von Verkabelungen in IT-Systemen, basierend auf weltweiten technologischen Standards. Die Kunden optimieren mit den Messgeräten der IT Networks für Kupfer- und Glasfasernetze ihre täglichen Arbeitsabläufe und schaffen Sicherheit im Datenaustausch.

Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in allen drei Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung.

DARSTELLUNG DER SEGMENTE

Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive, Industrial und IT Networks aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.

SOFTING AG

Die Softing AG ist die zentrale Management-Holding des Konzerns.

SEGMENT INDUSTRIAL

Industrial Automation GmbH

Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Fertigungs- als auch die Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile.

Softing Italia s.r.l.

Softing Italia ist organisatorisch eine Tochter der Softing Industrial Automation GmbH. Softing Italia in Mailand betreut Kunden in Italien direkt vor Ort. Im Jahr 2017 trug die Gesellschaft erneut positiv zum Gesamtergebnis des Softing-Konzerns bei.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.

Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee, sowie das Vertriebsbüro der Softing Inc. in Newburyport, Massachusetts, sind organisatorisch Töchter der Softing North America Holding Inc. OLDI ist seit fast 30 Jahren ein führender Original Design Manufacturer (ODM) mit einer Bandbreite an Hardware- und Software-Produkten, die zahlreiche industrielle Marktsegmente unterstützen. Große Markenhersteller nutzen OLDI’s tiefreichendes Wissen der industriellen Datenverarbeitung und Kommunikation, um die Markteinführung neuer und bewährter Technologien zu verbessern. Softing Inc. bedient den nordamerikanischen Markt, bietet mit eigenen Kapazitäten Projektdienstleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort. 2017 trugen die amerikanischen Gesellschaften zusammen positiv zum Gesamterfolg des Softing-Konzerns bei.

Buxbaum Automation GmbH

Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort. Die Gesellschaft trug 2017 mit Ihren Verkäufen in den Segmenten Industrie und IT Networks wieder positiv zum Gesamtergebnis des Softing-Konzerns bei.

SEGMENT IT NETWORKS

Softing IT Networks GmbH, Softing Singapore Pte. Ltd. und Shanghai Softing software Co., Ltd./China

Softing IT Networks GmbH mit Sitz in Haar, München, ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von IT-Netzwerken, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Softing Singapore mit Sitz in Singapur entwickelt und liefert Test- und Messgeräte für Kupferkabel- und Glasfaser-Daten-Netzwerke. Dies schließt sowohl die Entwicklung und Herstellung von Produkten mit der höchsten Performance in diesem Bereich als auch Zubehör zur Unterstützung des Vertriebs ein. Shanghai Softing software Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, wurde 2016 gegründet, um die Produktpalette von Softing Singapore auf dem chinesischen Festland zu vertreiben. Neben dem Vertrieb liefert die Gesellschaft auch technischen Support und Kalibrierungsleistungen für die angebotenen Produkte. Die drei Softing IT Networks-Gesellschaften tragen mit einer wachsenden Produktpalette, bestehend aus Eigen- und Distributionsprodukten positiv zum internationalen Erfolg bei.

SEGMENT Automotive

Softing Automotive Electronics GmbH

Die Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation. Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Software-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing.

Softing Messen & Testen GmbH

Die Softing Messen & Testen GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt ist organisatorisch eine Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH. Softing ist seit mehr als 20 Jahren erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen der Fahrzeug-Elektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandene Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert. Darüber hinaus deckt SMT (Softing Mess-Technik) den gesamten Bereich der mobilen und stationären Messwerterfassung ab.

Softing Project Services GmbH

Die Softing Project Services GmbH mit Sitz in Haar ist organisatorisch eine Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH. Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Project Services GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter arbeiten teilweise direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblich Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Project Services GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.

Softing Automotive Electronics Services GmbH

Die Softing Automotive Electronics Services GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt, Deutschland, ist eine durch die Softing Automotive Electronics GmbH im Jahr 2016 gegründete Gesellschaft. Sie fungiert als interne Entwicklungsgesellschaft im Segment Automotive.

Softing Services GmbH

Die Softing Services GmbH mit Sitz in Haar stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.

SoftingROM s.r.l.

Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj, Rumänien, fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT- Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und ist ein strategisch wichtiges Mitglied des Softing-Konzerns.

Softing S.A.R.L.

Die Softing S.A.R.L. mit Sitz in Paris, Frankreich, wurde im Jahr 2015 durch die Softing Services GmbH gegründet. Sie stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für Vertriebsaktivitäten des Softing-Konzerns in Frankreich zur Verfügung.

Geschäftsmodell der Softing AG

Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Erlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, von Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

STEUERUNGSSYSTEM

Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT, dem EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung. Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über ausgewählte Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden stringent nachverfolgt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.

Grundlage der Steuerung sind für die Softing AG auf Grund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen und Dividenden von Konzerngesellschaften. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.

Forschung und Entwicklung

Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat Softing 23,2 Mio. EUR (Vj. 24,0 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer sowie in die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Zusammenhang mit Kundenprojekten investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 29 % (Vj. 30 %).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vj. 2,7 Mio. EUR).

Zum Jahresende waren 251 (Vj. 267) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung. Diese findet ausschließlich in den operativen Gesellschaften statt.

Die Softing Industrial Automation hat 2017 rund 8,2 Mio. EUR in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte investiert. Im Berichtsjahr standen folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Die Produktpalette der Gateways für die Prozessindustrie wurde erweitert: mit den Produkten pnGate PA und mbGate PA werden PROFIBUS PA-Geräte an PROFINET und Modbus TCP Controller angebunden. Dies erlaubt das einfache Anbinden von PROFIBUS PA-Geräten an Siemens und Schneider Electric-Steuerungen. Das neue Produkt mobiLink vereint den Zugriff auf HART, Foundation Fieldbus und PROFIBUS PA-Geräte in einem mobilen Interface. Über Bluetooth oder USB verbindet sich mobiLink mit einem PC auf dem dann die Anwendungen laufen die mit den Geräten kommunizieren.

Bei den Technologie-Integrationsprodukten wurde die 3. Generation der Embedded Kommunikationsmodule für Foundation Fieldbus und PROFIBUS PA fertiggestellt. Diese erlaubt nun Geräteherstellern Foundation Fieldbus und PROFIBUS PA-Geräte ohne Programmierung zu entwickeln. Die von Softing gelieferte Firmware wird vom Kunden nur noch parametriert, um die Geräte passend abzubilden. Die 2016 eingeführten dataFEED UA Gateways wurden um weitere Protokolle wie Modbus erweitert. Zusätzlich wurde in der dataFEED Middleware das Protokoll implementiert, das den Zugriff auf die optimierten Bausteine einer S7 1500 erlaubt.

Bei den OPC-UA Toolkits für .NET unterstützt Softing jetzt eine erweiterte Lösung, die es erlaubt eigene OPC-UA-Produkte zu entwickeln, die neben Microsoft Windows auch auf anderen Betriebssystemen wie z. B. Linux zur Verfügung stehen. Mit dem uaToolkit Embedded wurde auch das Portfolio der OPC-UA Toolkits erweitert. Dieses erlaubt die Realisierung eines OPC UA Servers und Publishers in einem Feldgerät. Damit wurde das OPC-UA-Angebot abgerundet und bietet nun für alle Ebenen der Automatisierungspyramide Lösungen an.

Die konsequente Erweiterung der Xpert-Produktserie manifestierte im Jahr 2017 erneut die Vorreiterrolle der Softing IT Networks GmbH in der Messtechnik für strukturierte Gebäudeverkabelung und Rechenzentren. Neben der Messtechnik für Kupferverkabelungen über den kürzlich verabschiedeten „Kategorie-8-Standard“ hinaus bietet Softing IT Networks auch Messtechnik für Glasfaserverkabelung und WLAN-Planung an. Im Berichtsjahr wurden zudem die Grundlagen für weitere eigenentwickelte Produkte geschaffen. Im Zuge der 2016 verabschiedeten Datenkabel-Standards „Kategorie 8“ konnte Softing Singapur Pte. Ltd. 2017 starke Aktivitäten der Kabel- und Komponentenanbieter beobachten, die ihre „Kategorie-8-Lösungen“ an den Markt brachten. Softing arbeitet kontinuierlich mit diesen Anbietern daran, diese innovativen Lösungen im Feld zu testen. Auch wenn erwartet wird, dass die „Kategorie 8“ ein Nischenprodukt bleibt, hilft die Zusammenarbeit, Softings Profil gegenüber den Herstellern zu pflegen und damit beizutragen, das Geschäft über alle Kabelkategorien hinweg zu erhalten und auszubauen.

Die Softing Automotive Electronics GmbH hat weiterhin ihre standardbasierten Diagnosewerkzeuge im Markt verankert und parallel dazu die neuen Kommunikationslösungen bei ersten Schlüsselkunden ausgeliefert. Regional zeigt sich, dass die Unterstützung von internationalen Standards zunehmend nicht nur in Europa und den USA, sondern auch in Asien signifikant an Bedeutung gewinnt. Neben den seit Jahren bei mehreren Kunden, in großen Stückzahlen, im Einsatz befindlichen Tools der Produktfamilie Diagnostic Tool Set (DTS) stößt auch das noch neue Werkstattsystem Softing TDX auf immer größeres Kundeninteresse und konnte bei einigen Kunden in den produktiven Einsatz gebracht werden. Die ebenfalls im Werkstattumfeld eingesetzte Smartphone-App CAR ASYST (CA) ist inzwischen in größeren Stückzahlen im Einsatz. Ihr wurde mit CA ANALYTICS ein Expertenwerkzeug zur Seite gestellt, mit dem in speziellen Schulungszentren tiefere Fehleranalysen durchgeführt werden können. Dadurch ist ein noch effizienterer Einsatz der CA APP möglich. Die Entwicklung der Softing VCF (Vehicle Communication Framework) – eine Schnittstelle, die in der Entwicklung und Produktion den Zugriff auf physikalische Größen und die Simulation von Steuergeräten ermöglicht – wurde in erste Kundenevaluierungen geliefert. Der Einsatz in Testsystemen und Prüfständen gemeinsam mit den neuen VCIs der VIN|ING-Familie verspricht den Zugang zu neuen Kundengruppen und Synergien mit den Diagnoselösungen auf der gleichen VCI-Plattform.

Die Softing Messen und Testen GmbH konnte 2017 einige Neuentwicklungen mit Ausrichtung auf neue Anforderungen aus der Fahrzeugentwicklung erfolgreich projektieren. Unter anderem wird ein neues SMT-Modul für den Fahrzeugbus CAN FD Mitte 2018 zur Verfügung stehen. Im Bereich „Testen“ konnte der Aufwärtstrend bestätigt werden. Die 2016 angekündigten Aufbauten für 1:1 Fahrzeugmodelle (FMU Funktional Mockup Unit), welche auf Aluprofilbasis sämtliche elektrischen Komponenten beinhalten, erschlossen erfolgreich einen neuen Bereich. Eine weitere Neuheit war der Aufbau eines kompletten Prüfstands für Elektromotoren. Von der gemeinsamen Konzeption mit dem Kunden lieferte Softing ein Komplettsystem mit automatisiertem Ablauf bis hin zur Auswertung. Das Transmissionsmessgerät LTW-1 wurde optimiert und erzielte 2017 einen bisherigen Umsatzrekord. Dieses Messgerät untersucht Kunststoffgehäuse von Steuergeräten auf ihre qualitativen Eigenschaften in der Produktion. Diese Maßnahme soll Undichtigkeiten und hieraus resultierende Rückrufaktionen vermeiden helfen.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Weitere Expansion der Weltwirtschaft in 2017

Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2017 spürbar beschleunigt. Die Weltkonjunktur, die im Verlauf des Jahres 2016 die konjunkturelle Talsohle durchschritten hatte, gewann lt. Kieler Institut für Weltwirtschaft (ifW) 2017 weiter an Fahrt. Im Sommerhalbjahr wurde mit etwas mehr als 2 % die kräftigste Expansion der globalen Produktion in einem Halbjahr seit dem Jahr 2010 verzeichnet. Für das vierte Quartal 2017 signalisierte der IfW-Indikator für die weltwirtschaftliche Aktivität, der auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnet wird, eine weitere Festigung der Konjunktur. Dabei ist die Konjunktur in nahezu allen großen Volkswirtschaften gleichzeitig aufwärtsgerichtet. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat der IfW-Indikator inzwischen ein im Zeitvergleich hohes Niveau erreicht. In den Schwellenländern ist die wirtschaftliche Stimmung demgegenüber zwar weiterhin relativ gedämpft, sie hat sich aber ebenfalls deutlich verbessert. Im Vergleich zur ifW-Prognose von vor einem Jahr (3,5 %) hat sich die Weltproduktion deutlich besser entwickelt. So zeichnet sich für 2017 nun ein Anstieg der Weltproduktion um 3,8 % ab. Nach einer nur moderaten Expansion zu Jahresbeginn nahm das Bruttoinlandsprodukt in den Vereinigten Staaten im zweiten und im dritten Quartal um jeweils 0,8 % zu. Maßgeblich für die Verstärkung der konjunkturellen Grundtendenz war das Anziehen der Investitionen, während die bereits seit geraumer Zeit kräftige Nachfrage der privaten Haushalte robust blieb. Für das vierte Quartal signalisierten Kurzfristprognosemodelle eine abermals deutliche, wenngleich im Vergleich zum Vorquartal etwas geringere Expansion des US-Bruttoinlandsprodukts. In Japan schwächte sich die wirtschaftliche Dynamik im dritten Quartal nur wenig ab, obwohl die inländische Verwendung nach einem sehr kräftigen Zuwachs im Vorquartal nur geringfügig zunahm. Im Zuge einer deutlichen Zunahme der Exporte stieg das Bruttoinlandsprodukt aber immer noch um 0,6 % und damit abermals erheblich stärker als das Produktionspotenzial. Nach wie vor überwiegend von binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getrieben blieb hingegen die konjunkturelle Expansion im Euroraum. Im dritten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt mit 0,6 % kaum schwächer zu als im Quartal zuvor; im Vorjahresvergleich erhöhte sich der Zuwachs im Verlauf des Jahres auf 2,6 %. Besonders kräftig nahmen die Investitionen zu, aber auch der private Konsum expandierte vor dem Hintergrund steigender Beschäftigung und etwas anziehender Löhne deutlich. Bemerkenswert ist, dass die Konjunktur inzwischen in allen Ländern des Euroraums deutlich aufwärtsgerichtet ist. Vergleichsweise mäßig steigt die Produktion derzeit im Vereinigten Königreich, wo das Expansionstempo im dritten Quartal mit 0,4 % nur geringfügig höher war als im ersten Halbjahr. Dämpfend wirkte nach wie vor, dass die Kaufkraft inflationsbedingt nur wenig zugelegt hat.

(Quelle: ifW, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 37, 2017/Q4)

Maschinen- und Anlagenbau: Aufschwung setzt sich 2017 fort

Nach einem erfolgreichen Jahr starten die Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland zuversichtlich und mit Schwung in die kommenden Monate. 2017 übertraf die Maschinenbauindustrie erstmals im Umsatz die Marke von 220 Mrd. EUR, das Jahr 2017 könne daher als Aufschwungsjahr bezeichnet werden. Für 2018 erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) eine gleichbleibende Dynamik, also erneut ein Produktionswachstum von 3%. Allerdings muss die Industrie auch im kommenden Jahr mit vielen Unwägbarkeiten im In- und Ausland leben, die ein höheres Wachstumstempo verhindern könnten. In Deutschland gebe es zwar berechtigte Hoffnung darauf, dass sich der seit langem aufgebaute Investitionsstau nach und nach auflöst. Viele der älteren Maschinen und Anlagen im Markt dürften die fortschreitende Digitalisierung nicht hinreichend meistern. Das macht Mut, dass auch die Inlandsorders endlich wieder Fahrt aufnehmen. Erfolgsgarant für den Maschinenbau aus Deutschland war auch in diesem Jahr der Export. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten Waren für 124,4 Mrd. EUR ins Ausland geliefert – ein Zuwachs von real 6,2% zum Vorjahr. Drei von vier Maschinen waren für den Export bestimmt, wobei die EU die mit Abstand größte Absatzregion blieb. 46,5% aller Ausfuhren gingen in die 27 Partnerländer der Europäischen Union. An der Spitze der größten Einzelexportmärkte behaupteten sich in dieser Periode die USA, das wesentlich stärkere Wachstum wies jedoch China mit einem Zuwachs der Ausfuhren um 24% in den ersten neun Monaten auf. Allerdings werde sich das Wachstum der Exporte nach China 2018 schon wegen des bereits erreichten Niveaus etwas verlangsamen. Mit Sorgen beobachten die Maschinenbauer die Entwicklungen rund um den Brexit. In den ersten neun Monaten 2017 sanken die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich, dem viertgrößten Einzelexportmarkt, gegenüber Vorjahr um 4,5%. Sollten die Briten die Zollunion verlassen, drohen den deutschen Maschinenbauern nach Berechnungen des VDMA Zusatzkosten im Export von mehr als 180 Mio. EUR im Jahr. Hinzu kämen Zusatzkosten im Import von Maschinen aus Großbritannien von 44 Mio. EUR im Jahr plus weitere Aufwendungen für den Import von Komponenten.

(Quelle: VDMA, Artikel vom 12.12.2017 www.vdma.org)

Elektroindustrie: Dynamische Entwicklung setzt sich fort

Im Oktober 2017 hat die deutsche Elektroindustrie lt. dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) insgesamt 9,1% mehr neue Aufträge eingefahren als im Vorjahr. Damit hat sich die dynamische Entwicklung der Bestellungen auch mit Beginn des vierten Quartals weiter nahtlos fortgesetzt. Die Inlandsaufträge zogen im Oktober um 7,7% an und die Auslandsaufträge um noch stärkere 10,4%. Kunden aus dem Euroraum orderten 12,3% und Partner aus Drittländern 9,2% mehr als vor einem Jahr. In den kompletten ersten zehn Monaten des Jahres 2017 lagen die Bestellungen 10,2% über ihrem entsprechenden Vorjahresniveau. Hier erhöhten sich die Aufträge aus dem Inland um 9,5% und die aus dem Ausland um 10,8%. Die Nachfrage aus der Eurozone wuchs dabei um 12,4%, und Kunden aus Drittländern steigerten ihre Bestellungen um 9,8%. Die Branchenerlöse im Oktober von 15,5 Mrd. EUR, lagen somit um 8,0% höher als im Vorjahr. Damit hat sich ihr Expansionstempo zuletzt nochmals erhöht. Der Inlandsumsatz stieg im Oktober um 7,3% auf 7,6 Mrd. EUR und der Auslandsumsatz um 8,6% auf 7,9 Mrd. EUR. Die Erlöse aus Geschäften mit Kunden aus dem Euroraum lagen mit 2,9 Mrd. EUR um 7,5% höher als vor einem Jahr. Der Umsatz mit Drittländern erhöhte sich um 9,2% auf 5,0 Mrd. EUR. Kumuliert von Januar bis Oktober 2017 kam der aggregierte Elektroumsatz auf 156,3 Mrd. EUR, womit er seinen Vorjahreswert um 7,1% übertraf. Hier stiegen die Inlandserlöse um 5,1% auf 74,6 Mrd. EUR. Die Auslandserlöse zogen stärker an – um 8,9% auf 81,7 Mrd. EUR. Im Geschäft mit der Eurozone gab es ein Plus von 8,1% auf 29,6 Mrd. EUR und mit Drittländern von 9,4% auf 52,1 Mrd. EUR.

(Quelle: ZVEI-Konjunkturbarometer, Dezember 2017)

Automobilindustrie: Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung

Die deutsche Automobilindustrie hat ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) nach Angaben des Deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA) erneut erhöht. Laut der Europäischen Kommission stiegen im Jahr 2016 die weltweiten Aufwendungen auf 40,2 Mrd. EUR – ein Zuwachs von 7% gegenüber dem Vorjahr. Damit stemmt die deutsche Automobilindustrie mehr als ein Drittel der gesamten weltweiten FuE-Ausgaben der Automobilbranche. Neben der stetigen Optimierung der Verbrennungsmotoren sowie der Investitionen in das vernetzte und automatisierte Fahren stellt vor allem die Entwicklung alternativer Antriebe einen großen FuE-Schwerpunkt dar. 40 Mrd. EUR will die deutsche Automobilindustrie bis 2020 für alternative Antriebe aufwenden. In den nächsten fünf bis acht Jahren werden die deutschen Hersteller mehr als 150 neue Modelle mit Elektroantrieb auf die Straße bringen. Noch vor 2020 wird der Elektroantrieb in allen Segmenten vertreten sein, von der Kompaktklasse bis zum SUV – mit Reichweiten von mehr als 500 Kilometern mit einer Batterieladung. Rund ein Drittel aller weltweiten Patente im Bereich der Elektromobilität und des Hybridantriebs kommen aus Deutschland. Das Nutzfahrzeug-Segment befindet sich inmitten eines massiven Technologiewandels, der sich vielleicht noch schneller vollzieht als beim Pkw. Effizienz und Wirtschaftlichkeit stehen dabei stets im Zentrum aller Überlegungen: Digitalisierung, Automatisierung und alternative Antriebe sind die zentralen Zukunftsfelder, die jedes einzelne Unternehmen im Blick hat und auf die es sein Geschäftsmodell ausrichtet. Die Vernetzung von Nutzfahrzeugen untereinander und mit ihrer Umgebung kann dabei besonders zur Effizienzsteigerung des Straßengüterverkehrs beitragen und die Kapazitäten noch besser auslasten. Die Verkehrssicherheit profitiere von Digitalisierung und Automatisierung ebenso und werde die Zahl der Unfälle und Kollisionen weiter deutlich reduzieren. Neben der Digitalisierung und Automatisierung forscht die deutsche Nutzfahrzeugindustrie weiter an klassischen und alternativen Antrieben, um den Verbrennungsmotor noch effizienter zu machen und zugleich die alternativen Antriebsarten mit aller Kraft weiterzuentwickeln.

(Quelle: VDA, Pressemitteilungen vom 01.12.2017 und 22.12.2017, www.vda.de )

GESCHÄFTSVERLAUF

Softing hat 2017 die schwächeren Umsätze im deutschen Markt trotz deutlichem Wachstum des Geschäfts in den USA und in Asien nicht kompensieren können. 2017 lag der Umsatz mit 78,7 Mio. EUR (Vj. 80,4 Mio. EUR) leicht unter dem Vorjahresniveau, die Prognose von 82,0 Mio. EUR wurde auf Grund der Schwäche im deutschen Markt und des unerwartet starken US-Dollar-Kurses verfehlt. Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 6,8 Mio. EUR (Vj. 12,3 Mio. EUR), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 9 % (Vj. 15 %). Im operativen EBIT von 1,1 Mio. EUR machten sich vor allem die Verzögerungen in der Produktentwicklung und damit einhergehend das Ausbleiben von Aufträgen im Segment Automotive bemerkbar; in einer Tochtergesellschaft, die für einen großen internationalen Hersteller von Automatisierungselektronik tätig ist, hat sich eine noch für 2017 geplante Umsatzrealisierung von knapp 2 Mio. Euro für die Nutzung einer bereits abgeschlossenen Softing Produktentwicklung über das Jahresende hinaus verschoben; darüber hinaus haben die Entwicklung des Wechselkurses Euro zu US-Dollar deutliche bilanzielle Wechselkurseffekte, die sich negativ auf das Jahresergebnis ausgewirkt haben. Aus diesem Grund wurde die Prognose von 5,0 Mio. EUR verfehlt. Das EBIT 2017 erreichte 2,3 Mio. EUR (Vj. 7,2 Mio. EUR inklusive Einmaleffekt aus der Verringerung des variablen Kaufpreises der OLDI von 4,1 Mio. EUR).

Das Segment IT Networks war aufgrund untergeordneter Bedeutung im Jahr 2016 noch Teil des Segments Industrial. Im Jahr 2017 erreichte das Segment IT Networks, aufgrund der guten Umsatzentwicklung, die Schwelle zum eigenen Segment. Zur Vergleichbarkeit verweisen wir auf die Darstellung im Konzernanhang.

Das Segment Industrial erzielte einen Umsatz von 50,9 Mio. EUR (Vj. 57,6 Mio.). Das EBITDA betrug 6,3 Mio. EUR (Vj.7,6 Mio. EUR). Das EBIT von 3,8 Mio. EUR (Vj. 4,2 Mio. EUR) war geprägt durch den Wegfall des Einmaleffektes aus der Verringerung des variablen Kaufpreises der OLDI im Jahre 2016.

Der Umsatz von Automotive blieb mit 17,4 Mio. EUR (Vj. 22,8 Mio. EUR) unter den Erwartungen und resultierte in einem EBITDA von 0,2 Mio. EUR nach 4,3 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBIT sank entsprechend von 3,0 Mio. EUR auf -1,0 Mio. EUR.

Das neue Segment IT Networks setzte 10,4 Mio. EUR um und erzielte ein ausgeglichenes EBITDA von 0,0 Mio. EUR, sowie ein EBIT von -0,5 Mio. EUR.

Daraus resultierte ein Konzernjahresüberschuss von 0,7 Mio. EUR nach 5,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss der Konzernmutter, Softing AG, fiel auf Grund geringerer Gewinnabführung und erstmaligen Aufwendungen für Verlustübernahme von 2,9 Mio. EUR im Jahr 2016 um 6,1 Mio. EUR auf -3,2 Mio. EUR im Jahr 2017.

ERTRAGSLAGE

Ertragslage Konzern

Die finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das erzielte operative EBIT und das EBIT.

Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Konzernumsatz um 2,1 % auf 78,7 Mio. EUR. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) betrugen 4,6 Mio. EUR und lagen um 0,1 Mio. EUR über Vorjahresniveau (4,5 Mio. EUR), der Anteil der aktivierten Eigenleistungen stieg im Verhältnis zum Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2017 an. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 0,9 Mio. EUR wurden stark durch Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von 0,5 Mio. EUR geprägt. Im Vorjahr betrugen die sonstigen betrieblichen Erträge 5,3 Mio. EUR. Darin enthalten waren Erträge aus der Reduktion des variablen Kaufpreises der OLDI von 4,1 Mio. EUR und aus einmaligen Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Brand bei der Tochtergesellschaft Messen und Testen GmbH in Höhe von 0,6 Mio. EUR.

Der Materialaufwand erhöhte sich um 0,9 Mio. EUR oder 2,9 %. Der Grund dafür liegt im US Geschäft das speziell im Hardwarebereich gute Steigerungen aufwies, dies führte neben Kostensteigerungen zu einem erhöhten Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt betrug die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) 41 % (Vj. 39 %) und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) sank von 49,1 Mio. EUR auf 46,5 Mio. EUR.

Der Personalaufwand verringerte sich um 6 % auf 33,0 Mio. EUR auf Grund von reduzierten variablen Vergütungen und einer gesunkenen Mitarbeiterzahl. Zum Stichtag waren 411 Mitarbeiter im Softing-Konzern beschäftigt (Vj. 435).

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sanken von 5,1 auf 4,5 Mio. EUR bedingt durch die Verminderung der Abschreibung auf selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht um 0,5 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR.

Eine zentrale Größe für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT TEUR 1.116 (Vj. TEUR 6.697) bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von TEUR 4.600 (Vj. TEUR 4.512) und deren Abschreibungen von TEUR 2.149 (Vj. TEUR 2.699)

Das EBIT sank von 7,2 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR, wobei ein positiver Einmaleffekt aus der Verminderung des variablen Kaufpreises für OLDI in Höhe von 4,1 Mio. EUR das EBIT im Jahr 2016 erhöht hatte.

Das Zinsergebnis blieb unverändert bei -0,2 Mio. EUR und war auch 2017 durch die Zinsaufwendungen für die Darlehen zur Finanzierung des Kaufpreises von OLDI geprägt.

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte daraus ein Konzernergebnis von 0,7 Mio. EUR (Vj. 5,7 Mio. EUR).

Ertragslage AG

Als Management-Holding erzielte die Softing AG Erlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestanden diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften sowie in der Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten wurden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet wurden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.

Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen.

Ergebnisabführungsverträge bestehen mit folgenden Tochtergesellschaften:

Unmittelbar:

Softing Industrial Automation GmbH
Softing Automotive Electronics GmbH
Softing Services GmbH
Softing IT Networks GmbH

Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):

Softing Messen & Testen GmbH
Softing Project Services GmbH

Die Ergebnisse aus Ergebnisabführungen sind die wesentlichen Steuerungsgrößen für die Softing AG und stellen den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr veränderten sich diese von 4,2 Mio. EUR auf -5,6 Mio. EUR. Die Prognose der Ergebnisse aus Ergebnisabführungen für das Geschäftsjahr 2017 lag bei 3,5 bis 4,0 Mio. EUR. Die Prognose wurde insbesondere durch die Verlustübernahme in den Gesellschaften Softing Automotive Electronics GmbH und Softing Messen & Testen GmbH verfehlt.

Der Personalaufwand sank von 3,0 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR auf Grund geringerer variabler Vergütungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insgesamt von 0,5 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR.

Auf Grund geringerer Kosten im Zusammenhang mit der Steuerung der Tochtergesellschaften ergab sich für 2017 eine Verminderung der Erlöse mit verbundenen Unternehmen von 3,7 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR.

Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres wurden keine Steuerrückstellungen (i. Vj. rund 2,0 Mio. EUR) gebildet, sondern eine Rückforderung für die Jahre 2015 und 2016 in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,9 Mio. EUR eingestellt. Diese Rückforderung entstand durch Ergebnisanpassungen in den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen der HGB Abschlüsse von Tochtergesellschaften mit Projektgeschäft sowie einem körperschaftssteuerlichen Verlustrücktrag.

Der Jahresfehlbetrag beträgt 3,2 Mio. EUR (im Vj. Jahresüberschuss von 2,9 Mio. EUR).

FINANZLAGE

Finanzlage Konzern

Finanzmanagement

Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, dass die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungs-Gesellschaften durch klassische Termingeschäfte abgesichert. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden keine Termingeschäfte abgeschlossen.

Kapitalstruktur

Zum Jahresende 2017 stieg das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 52,3 Mio. EUR (Vj. 47,6 Mio. EUR). Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 erteilten Ermächtigung, wurde mit Eintrag in das Handelsregister vom 12. Juni 2017, das Grundkapital von 6.959.438 EUR um 695.943 EUR gegen Bareinlage erhöht. Der Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung betrug 7,8 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote erreichte 65 %, im Vorjahr 57 %.

Die langfristigen Schulden verminderten sich von 13,7 Mio. EUR auf 11,1 Mio. EUR, aufgrund von Darlehenstilgung und Umgliederungen in die kurzfristigen Schulden.

Die kurzfristigen Schulden sanken um 4,3 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch die Auszahlung des restlichen variablen Kaufpreisanteils der OLDI, der 2017 zur Zahlung fällig war.

Investitionen

Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 4,6 Mio. EUR in selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen im Jahr 2017 1,0 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR). Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.

Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sank vor allem ergebnisbedingt um 5,9 Mio. EUR von 9,5 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 9,8 Mio. EUR (Vj. 6,5 Mio. EUR), größtenteils geprägt durch die Investitionen in Neuentwicklungen und die Auszahlung des variablen Kaufpreises der OLDI Online Development Inc.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 6,0 Mio. EUR und war geprägt durch die Nettoeinzahlungen aus der Kapitalerhöhung und gegenläufig durch Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 0,3 Mio. EUR, sowie die Dividendenzahlung von 1,4 Mio. EUR.

Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel standen zum Jahresende bei 10,3 Mio. EUR (Vj. 10,9 Mio. EUR).

Finanzlage AG

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2017 von 33,8 Mio. EUR auf 37,0 Mio. EUR. Die Veränderungen begründen sich in der Auszahlung der Dividende von -1,4 Mio. EUR, dem Jahresfehlbetrag von -3.2 Mio. EUR und der Kapitalerhöhung von 7,8 Mio. EUR.

Die Eigenkapitalquote betrug 66,4% (Vj. 70,0%).

Die Reduzierung der Rückstellungen von 4,0 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR basiert größtenteils auf Veränderungen in der Rückstellung für variable Vergütungen und verminderte Steuerrückstellungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von 1,2 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR auf Grund der Nichtauszahlung von variablen Vergütungsansprüchen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich leicht um 0,2 Mio. EUR auf Grund regelmäßiger Tilgungen der 2014 aufgenommenen Darlehen von 1,2 Mio. EUR und der gegenläufigen Aufnahme von kurzfristigen Betriebsmitteln von 1,0 Mio. EUR.

Liquidität

Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgte fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigene, operative Geldzuflüsse für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang wurden separate Bankfinanzierungen von Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI hat die Softing AG insgesamt Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen. Diese valutierten zum 31.12.2017 noch mit 6,5 Mio. EUR.

Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 7,1 Mio. EUR (Vj. 3,0 Mio. EUR).

VERMÖGENSLAGE

Vermögenslage Konzern

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und repräsentierten Ende 2017 einen Anteil von 56,9% der Bilanzsumme (Vj. 59,0%). Dem gegenüber standen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von 78,7% (Vj. 74,0%).

Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 3,0 Mio. EUR auf 45,9 Mio. EUR. Die Gründe lagen zum größten Teil in der Verminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts durch einen veränderten Kurs des USD (1,0 Mio. EUR), eines Rückgangs der sonstigen immateriellen Vermögenswerte (1,0 Mio. EUR) und des gesunkenen Bestands an aktiven latenten Steuern (0,8 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von 34,0 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR und sind im Wesentlichen auf einen Anstieg von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Steuererstattungsansprüchen um 1,7 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich um 0,6 Mio. EUR gesunkene Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente aus.

Die Bilanzsumme verringerte sich im Geschäftsjahr auf 80,7 Mio. EUR (Vj. 82,9 Mio. EUR).

Vermögenslage AG

Die Bilanzsumme der Softing AG erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Mio. EUR auf 55,8 Mio. EUR (Vj. 48,3 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2017 wurden 1,0 Mio. EUR an kurzfristigen Darlehen aufgenommen. Die Softing AG erhielt 2017 Mittel in Höhe von 7,8 Mio. EUR aus der Kapitalerhöhung.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sanken um 0,4 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR aufgrund von Rückzahlungen. Der Bestand an flüssigen Mitteln erhöhte sich aufgrund der Kapitalerhöhung auf 7,1 Mio. EUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen von 12,7 Mio. EUR auf 15,4 Mio. EUR auf Grund erhöhter Forderungen aus dem Cashpooling.

GESAMTAUSSAGE ZUR LAGE DES KONZERNS UND DER AG

Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Konzerns als auch der Softing AG ist weiterhin sehr solide, die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund der Verlustsituation einiger Tochtergesellschaften verschlechtert.

Über die im Laufe des Jahres berichteten Ereignisse hinaus, gab es keine weiteren Risiken für die Gesellschaft, die früheren Einschätzungen der Geschäftsleitung entgegengestanden hätten.

NACHTRAGSBERICHT

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

BERICHTE ZU CHANCEN, RISIKEN UND PROGNOSEN

CHANCENBERICHT

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern als auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.

Softing Industrial GmbH

Im Jahre 2018 wird die Softing Industrial GmbH den Marktanforderungen folgend ihre Aktivitäten weiter fokussieren und die verschiedenen Themen in zwei Geschäftseinheiten bündeln. Unter dem Dach Industrial wird sich die Geschäftseinheit Data Networks auf den Bereich der Informationsvernetzung und Diagnose in der Fertigungsebene der Prozessautomatisierung konzentrieren, während die Geschäftseinheit Data Intelligence ihren Schwerpunkt auf die Vernetzung in der Unternehmenskommunikation zwischen Informationstechnologie (IT) und Operational Technology (OT) und Real-Time Data Analytics legt.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Neupositionierung von Softing als Unternehmensmarke im Geschäftsjahr 2016 entwickelte Softing Industrial eine darunterliegende, geschäftsbereichsspezifische Markenarchitektur auf der Ebene der Produktprogramme. Wesentliche Ziele dieser Maßnahme sind es, erstens das Leistungsangebot im Kontext der langfristig gültigen Trends Internet der Dinge und Industrie 4.0 für den Markt gut verständlich zu präsentieren und zweitens, mittels einer begrifflich und grafisch gegebenen Wiedererkennbarkeit der Marken, die Bewusstheit für das Angebot von Industrial systematisch auszubauen.

Softing IT Networks GmbH, Softing Singapore Pte. Ltd. und Shanghai Softing software Co., Ltd./China

In der Softing IT Networks GmbH zeigten die breitere Ausrichtung des Vertriebs und die Verstärkung des Marketings bereits im abgelaufenen Jahr positive Effekte. Externe negative Faktoren konnten dadurch gänzlich kompensiert werden. Die 2017 angestoßenen Neuentwicklungen der Softing IT Networks GmbH legten die Grundsteine, auch im neuen Jahr wieder getreu dem Motto ‚Softing First‘ in zusätzlichen Bereichen Technologie- und Trendsetter zu sein. Ein Großteil der angestoßenen Entwicklungen wird 2018 Marktreife erlangen und neue Märkte eröffnen. Durch den Ausbau der Arbeit in den internationalen Normungsgremien konnte IT Networks bereits Akzente setzen, die sich auch positiv auf die Weiter- und Neuentwicklungen eigener Produkte niedergeschlagen haben. Softing Singapore Pte. Ltd. plant 2018 weitere Verbesserungen der Produktlinie „WireXpert“, inklusive eines drahtlosen Datentransfers zu entfernten File Servern, was einen bedeutenden Kundennutzen bedeutet. Diese voll in die bestehende „eXport“ Datenmanagement-Software integrierte Fähigkeit wird für größere Kunden mit zentralisierten Projektmanagement-Funktionen von besonderem Wert sein. Das Joint Venture der Shanghai Softing software Co., Ltd., mit der Wind Hill Technologies Inc. als bewährtem Vertriebspartner in China, lässt für 2018 einen verstärkten Marktzugang erwarten.

Online Development Inc. (OLDI)

OLDI unterstützt als führender Original Design Manufacturer (ODM) mit einer großen Bandbreite von Hardware- und Software-Produkten eine Vielzahl von Markenherstellern und Marktsegmenten in der Industrie. Firmenkunden nutzen OLDI’s tiefgehende Kenntnisse von industriespezifischer EDV und Kommunikation, um ihren Markteintritt in neue und bewährte Technologien zu verkürzen. OLDI setzt die Erweiterung ihres Geschäfts auf neue Kunden, Technologien und Projekte fort. Diese neuen Projekte umfassen Funktechnik, Funktionssicherheit und Analysesoftware. Von der dadurch aufgebauten Expertise werden zukünftige Geschäftsmöglichkeiten über 2018 hinaus erwartet.

Softing Automotive Electronics GmbH

Das Produkt- und Leistungsportfolio der Automotive Electronics wurde 2017 weiter geschärft und die Integration des Neuproduktportfolios erfolgreich vollzogen. So hat Automotive Electronics mit der Markteinführung von neuen Produkten im Portfolioelement VC (Vehicle Communication) begonnen. Insbesondere bei großen Kunden wurde die Migration auf Neuprodukte vorbereitet. Darüber hinaus hat Softing Electronics in ihrem Portfolioelement „Application Software“ die Entwicklung von DTS 9 gestartet. Dies wird ein wesentlicher Treiber für das langfristige Wachstum sein.

Softing Messen & Testen GmbH

2018 wird ein deutlicher Aufschwung im Bereich Messtechnik erwartet. Die 2017 auf Eis gelegten Investitionen mehrerer Kunden werden zum großen Teil 2018/2019 nachgeholt. Außerdem wird mit einem namhaften Entwicklungsdienstleister eine strategische Partnerschaft angestrebt. Im Bereich „Testen“ steht Softing kurz vor dem Abschluss eines größeren Auftrags für eine Prüfsystematik. Es handelt sich hierbei um die Unterstützung des Vernetzungskonzepts für eine zukünftige Steuergerätearchitektur. Weiterhin wurde über einen Rahmenvertrag mit einem Premiumhersteller die Zusammenarbeit im Bereich „Mechatroniktester“ für die nächsten drei Jahre abgeschlossen.

SoftingROM

Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, also dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen, und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Cluj in Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da er vergleichsweise schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen ist. Vor Ort stehen gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker zur Verfügung.

RISIKOBERICHT

Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern als auch für die Softing AG. Die Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen alle Segmente.

Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik, der Fahrzeugelektronik und Netzwerkommunikation. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Die Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe der Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagement-System des Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.

Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.

Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.

Um die Risiken bewerten zu können, werden die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:

a. Kleine Risiken sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren.
b. Mittlere Risiken bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen.
c. Große Risiken haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden.
d. Bestandsgefährdende Risiken können den Fortbestand einer Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten.

Um die Risiken überwachen und steuern zu können, nutzt der Konzern eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung der Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken werden regelmäßig überwacht, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.

Im Berichtszeitraum wurden auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei wurde auch abgeschätzt, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.

Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachtet werden.

Umfeldrisiken

Die Beurteilung des Wechselkursrisikos gewinnt mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums eine höhere Bedeutung. Jährlich wird überprüft, ob die Wechselkursrisiken aus den laufenden Geschäften mit den Tochtergesellschaften in den USA und Singapur abgesichert werden sollten. Falls es notwendig erscheint, sichert sich Softing mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften ab. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Der Umsatz ist 2017 im Vergleich zu 2016 leicht gesunken. Grundsätzlich besteht immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Softing begegnet diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um sich schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.

Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Softing reagiert auf dieses Risiko, indem es in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeitet. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.

In Teilen des Geschäfts, sowohl im Segment Industrial als auch bei Automotive ist der Konzern in komplexe Entwicklungsprojekte der Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Softing begegnet diesem Risiko dadurch, dass derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell geplant und der Projektfortschritt sorgfältig überwacht wird. Der Konzern investiert kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedient sich der Konzern in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß die eigenen Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Softing begegnet diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Der Konzern senkt das Risiko dadurch, dass die Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüft und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzt werden. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Ausfall oder Fehlfunktion könnte zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen führen. Softing senkt dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken werden durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch den restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennt der Konzern drohende Insolvenzfälle schneller und könnte rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmen waren auch 2017 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insgesamt wird dieses Risiko als kleineres Risiko eingeschätzt.

Sonstige Risiken

Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat IT-Sicherheitsmaßnahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen wird die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit der Datenbestände oder der Informationssysteme als beherrschbar eingeschätzt. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.

Der wirtschaftliche Erfolg des Softing-Konzerns beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden alle Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung des Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb ist Softing bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Den Mitarbeitern werden neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildungen angeboten. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnte. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.

Bisher ist kein Compliance-Fall bei Softing aufgetreten. Trotzdem nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellt der Konzern sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und diese auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt wird dieses Risiko als geringes Risiko eingeschätzt.

Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach Einschätzung des Managements nicht vor.

Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken wird die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar erachtet. Auf Grund der guten Finanz- und Vermögenslage und sich einer wieder verbessernden Ertragslage im Jahre 2018 ist der Vorstand der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können.

PROGNOSEBERICHT

Gutes Weltwirtschaftswachstum bis 2021 erwartet

Die Konjunkturforscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) erwarten für Deutschland in den Jahren 2018 bis 2021 eine Zunahme des Bruttoinlandprodukts von durchschnittlich 1,8%. Die Unternehmensinvestitionen expandieren mit niedrigeren Raten, dafür aber über einen längeren Zeitraum hinweg. Im Euroraum sieht das IfW für 2018 ein Wachstum von 2,1%, dass sich bis 2021 auf 1,7% abschwächt. Für die Weltkonjunktur wird mit einer Zuwachsrate des globalen BIP für 2018 von 3,8% gerechnet, die sich 2019 auf 3,6% und in den Folgejahren auf 3,1% verlangsamen wird. 2018 erwartet das IfW in den USA ein BIP-Wachstum von 2,3%, in Japan von 1,2%, in China von 6,4%, in Indien von 7,3% und im restlichen Ostasien von 5,0%.

(Quelle: ifW, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 36, 2017/Q3)

Softing Industrial für 2018 gut positioniert und technologisch weiterhin hervorragend aufgestellt

Die Entwicklung der internationalen Märkte für moderne Automatisierungstechnik in den für Softing Industrial relevanten Branchen Prozess- und Fertigungsautomation wird unverändert positiv bewertet.

Die Akquisitionen 2014 verbesserten das Portfolio-Spektrum weiter signifikant und das Technologie-Know-how wurde vertieft. Softing Industrial ist damit ideal positioniert, um sowohl branchenübergreifend als auch in den Hauptmärkten Europa und USA von der positiven Entwicklung zu profitieren.

Im Jahr 2018 wird Industrial das Produktportfolio weiter integrieren und ausbauen. Ziele sind u. a. der Ausbau der Gateway-Familie, die weitere Abrundung der Kommunikationslösungen und der Ausbau des Diagnose-Portfolios für Industrial Ethernet. Technologische und vertriebliche Synergieeffekte der Firmen und Produktgruppen im Segment werden dabei weiterhin ein zentraler Schwerpunkt sein.

Softing Automotive

Im Fokus bei Softing Automotive stehen im kommenden Jahr wiederum die weitere Vermarktung der Standardprodukte DTS-8 und DTS-9, OTX Studio, Interfaces der HS-Familie, Messtechnik (SMT, μ-Serie) sowie SoftingTDX. 2018 wird das Segment Automotive, mit der neu entwickelten VCI-Familie VIN|ing in der Vermarktung weiter voranschreiten. Darüber hinaus ist geplant, die Kundenpräsenz in den Emerging Markets auszuweiten. Weitere erfolgversprechende Kontakte in Asien erfolgten, um Kunden mit den VCIs in Kombination mit der Softing Software-Toolkette zu gewinnen. Die Aktivitäten im Bereich Prüfstandsanwendungen auf Basis der VCI-Produktfamilie werden weiter ausgebaut. Das Segment Automotive wird die im Bereich Messtechnik erweiterte Produktpalette verstärkt vermarkten. Diverse Kunden setzen bereits auf die durchdachte Systematik; basierend auf diesem Erfolg erfolgt der Vermarktungsansatz bei weiteren OEMs und Tier-1-Lieferanten.

Softing IT Networks

Die breitere Ausrichtung des Vertriebs und die Verstärkung des Marketings zeigten bereits im abgelaufenen Jahr positive Effekte. Externe negative Faktoren konnten dadurch gänzlich kompensiert werden. Softing IT Networks legte mit den 2017 angestoßenen Neuentwicklungen die Grundsteine, auch im neuen Jahr wieder getreu dem Motto ‚Softing First‘ in zusätzlichen Bereichen Technologie- und Trendsetter zu sein. Ein Großteil der angestoßenen Entwicklungen wird 2018 Marktreife erlangen und neue Märkte eröffnen. Durch den Ausbau der Arbeit in den internationalen Normungsgremien konnte IT Networks bereits Akzente setzen, die sich auch positiv auf die Weiter- und Neuentwicklungen eigener Produkte niedergeschlagen haben.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 der Softing AG

Erklärtes Ziel der Softing AG ist, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz weltweit systematisch auszubauen.

Softing ist auf Grund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.

Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von einer weiteren positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.

Für das Geschäftsjahr 2018 geht die AG auf Grund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 1,5 Mio. EUR bis 2,0 Mio. EUR aus.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 des Softing-Konzerns

Erklärtes Ziel bleibt es, den Konzern basierend auf einer regional verbreiterten und inhaltlich fokussierten Marktdurchdringung zu einem dynamischen und weltweit agierenden Unternehmen zu formen. Dieser Weg wird auch im Geschäftsjahr 2018 konsequent weiterverfolgt. Auf Grund der Ausrichtung des Konzerns und Rückmeldungen von Kunden sieht Softing für 2018 Chancen für eine Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Dem steht jedoch eine natürliche Unsicherheit in der konjunkturellen Entwicklung sowohl in Europa als auch in Asien und in Nordamerika gegenüber. Einbrüchen an den Nachfragemärkten würde sich auch Softing nicht entziehen können. Diese externen Risiken sind in der Prognose als dämpfender Einflussfaktor berücksichtigt.

Als Technologiekonzern mit Führungsanspruch muss und wird Softing den technischen Wandel aktiv mitgestalten. Die Geschwindigkeit des Wandels nimmt dabei in allen Segmenten weiter deutlich zu. Daher sind auf Basis des durch Bestand und Zukäufe verfügbaren Know-hows auch für 2018 umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten geplant. 2018 wird in Summe tendenziell eine gleichbleibende Aktivierung von Entwicklungskosten, auf Grund hoher Investitionen in neue Produkte erwartet. Einige Produktlinien werden aufgrund Fertigstellung abnehmende Investitionen erfahren, wo hingegen neue Zukunftsthemen angeschoben werden. Demgegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft z.B. in der Prozessindustrie, speziell der Bereich Öl & Gas, zeigt die erwartete konjunkturelle Erholung eine gute Indikation für Produkte der Daten Kommunikation. Es bleiben die bereits erwähnten konjunkturellen Risiken und Unsicherheiten. In Summe wird von einer leichten Steigerung der Umsätze und des Auftragseingangs auf 80 Mio. EUR ausgegangen. Aufgrund der Unsicherheiten gehen wir mit etwas Vorsicht von einem EBIT in Höhe von 4,0 Mio. EUR aus, das operative EBIT ist mit 3,7 Mio. EUR geplant. Auf Segmentebene wird sowohl im Segment Industrial und im Segment IT Networks ein leichter Anstieg von Umsatz, EBIT und operativem EBIT erwartet. Das Segment Automotive rechnet aufgrund eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen eine starke Verbesserung von EBIT und operativem EBIT. Eine erkennbare Umsatzwirkung der neuen Automotive-Produkte erwarten wir ab Jahresmitte. Wir werden quartalsweise eine Präzisierung dieser Größen durchführen und dazu berichten.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern

Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z. B. „Vier-Augen-Prinzip“) sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein „Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken“ gemäß § 91 Absatz 2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt „Risikobericht“ enthalten.

Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z. B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten, die in den Buchhaltungssystemen fehlerhaft abgebildet werden können. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden. Sollten dennoch Fehler auftreten und erkannt werden, werden diese zeitnah korrigiert.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrundeliegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.

Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.

Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z. B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung sogenannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

1. Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2017 betrug 7.655.381 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.
2. Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
3. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet:

Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05.12.2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zuzurechnen:

Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Softing AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
Trier Familienstiftung
Trier Asset Management GmbH
Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG
4. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben.
5. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.
6. Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 7.342.683 Aktien im Umlauf.

Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2015 ermächtigt, bis zum 5. Mai 2020 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.479.719,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 erteilten Ermächtigung, wurde mit Eintrag in das Handelsregister vom 12. Juni 2017, das Grundkapital von 6.959.438 EUR um 695.943 EUR gegen Bareinlage erhöht. Der Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung betrug 7,8 Mio. EUR.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2017 2.783.776 EUR.
7. Das Grundkapital wird um bis zu 3.221.256,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7.Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10 % beschränkt. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2017 sind keine eigenen Aktien im Bestand.
8. Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
9. Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER ORGANE

Die Bezüge des Vorstands teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis. Ebenso ist die Entwicklung des Aktienkurses der Softing AG ein Bemessungsfaktor der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus besteht für die Vorstände der Softing AG Anspruch auf eine Dienstwagenregelung. Ein Aktienoptionsprogramm liegt nicht vor. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen erfolgen im Konzernanhang.

Für ehemalige Mitglieder und ein aktives Mitglied des Vorstands sind zum 31.12.2017 Pensionsrückstellungen gebildet worden. Für Details verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zur Pensionsrückstellung.

Die Verträge des Vorstands laufen bis 2021 bzw. 2023.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 % des Konzern-EBITs vor Belastung mit der variablen Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung ist für den gesamten Aufsichtsrat auf insgesamt maximal 200.000 EUR je Geschäftsjahr begrenzt.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung – zugleich für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist gleichermaßen für Softing AG als Muttergesellschaft als auch für den Konzern gültig. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link https://investor.softing.com/en/corporate-governance/statement-289a-hgb.html auf unserer Homepage www.softing.com.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Softing AG beschrieben sind.

Haar, den 15.03.2018

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

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Angaben

in Tausend €
Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert C1/C2 14.540 15.494
Immaterielle Vermögenswerte C3/C4 27.268 28.262
41.808 43.756
Sachanlagevermögen C5 2.022 2.257
43.830 46.013
Latente Steueransprüche D9 2.071 2.864
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 45.901 48.877
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte C7 9.067 9.214
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen C8 12.067 11.742
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen C9 760 848
12.827 12.590
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte C10 656 712
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern C11 1.991 626
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente C12 10.276 10.869
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 34.817 34.011
Aktiva, gesamt 80.718 82.888
Passiva
Angaben

in Tausend €
Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital C13 7.655 6.959
Kapitalrücklage C13 19.214 12.270
Gewinnrücklagen C13 25.436 28.355
Eigenkapital, Konzernanteile C13 52.305 47.584
Minderheitenanteile C13 -33 -17
Eigenkapital, gesamt 52.272 47.567
Langfristige Schulden
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen C14 2.181 2.237
Langfristige Finanzschulden C15 4.153 6.596
Sonstige langfristige Schulden C15 57 57
Latente Steuern D 9 4.748 4.859
Langfristige Schulden, gesamt 11.139 13.749
Kurzfristige Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen C16 4.574 4.856
Schulden aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen C 9 952 1.027
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden C17 163 287
Schulden aus Ertragsteuern C18 598 2.166
Kurzfristige Finanzschulden C19 4.788 2.660
Kurzfristige, nicht finanzielle Schulden C20 2.663 2.965
Kurzfristige finanzielle Schulden C21 3.569 7.611
Kurzfristige Schulden, gesamt 17.307 21.572
Passiva, gesamt 80.718 82.888

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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Angaben

in Tausend €
Anhang 01.01.2017 - 31.12.2017 01.01.2016 - 31.12.2016
Umsatzerlöse D1 78.708 80.424
Andere aktivierte Eigenleistungen D2 4.600 4.512
Sonstige betriebliche Erträge D3 873 5.339
Betriebliche Erträge 84.181 90.275
Materialaufwand D4 -32.247 -31.353
Personalaufwand D5 -33.031 -35.122
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände D6 -4.494 -5.100
davon Abschreibungen aus Kaufpreisverteilung -1.223 -1.248
Sonstige betriebliche Aufwendungen D7 -12.064 -11.538
Betriebliche Aufwendungen -81.836 -83.113
Betriebsergebnis (EBIT) 2.345 7.162
Zinserträge D8 47 63
Zinsaufwendungen D8 -235 -248
Finanzaufwendungen D8 -1.027 0
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.130 6.977
Steuern vom Einkommen und Ertrag D9 -404 -1.262
Konzernergebnis 726 5.715
Zurechnung
Anteilseigner des Mutterunternehmens E4 742 5.702
Minderheitenanteile E4 -16 13
Konzernergebnis 726 5.715
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 0,10 0,82
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 7.342.683 6.959.438

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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Angaben

in Tausend €
Anhang 01.01.2017 - 31.12.2017 01.01.2016 - 31.12.2016
Konzernergebnis 726 5.715
Posten, die künftig nicht in das Konzern Gesamtergbnis umgeliedert werden:
Neubewertungen C13 51 -397
Steuereffekt -14 111
Neubewertungen 37 -286
Posten, die künftig in das Konzern Gesamtergebnis umgegliedert werden:
Unterschiede aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste -1.161 1.018
Steuereffekt 325 -171
Währungsumrechnung -836 847
Konzern Gesamtergebnis -799 561
Gesamtergebnis der Periode -73 6.276
Zurechnung Gesamtergebnis der Periode
Anteilseigner des Mutterunternehmens -57 6.263
Minderheitenanteile -16 13
Gesamtergebnis der Periode -73 6.276
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 0,10 0,82
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 7.342.683 6.959.438

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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Angaben

in Tausend €
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn und Andere Neubewertungen Währungsumrechung Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2017 6.959 12.270 25.342 -1.358 4.370 28.355
Dividendenausschüttung -1.392 -1.392
Kapitalerhöhung 696 6.944 0
Neubewertungen 51 51
Entkonsolidierungseffekt 36 36
Steuereffekt -14 403 389
Währungsumrechnungen -2.745 -2.745
Jahresüberschuss 2017 742 742
Stand am 31. Dezember 2017 7.655 19.214 24.728 -1.321 2.028 25.436

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Angaben

in Tausend €
Anteile Aktionäre der Softing AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Eigenkapital insgesamt
Stand am 01. Januar 2017 47.584 -17 47.567
Dividendenausschüttung -1.392 -1.392
Kapitalerhöhung 7.640 7.640
Neubewertungen 51 51
Entkonsolidierungseffekt 36 36
Steuereffekt 389 389
Währungsumrechnungen -2.745 -2.745
Jahresüberschuss 2017 742 -16 726
Stand am 31. Dezember 2017 52.305 -33 52.272

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Angaben

in Tausend €
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn und Andere Neubewertungen Währungsumrechung Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01. Januar 2016 6.959 12.270 20.684 -1.072 3.523 23.136
Dividendenausschüttung -1.044 -1.044
Neubewertungen -397 -397
Steuereffekt 111 -171 -60
Währungsumrechnungen 1.018 1.018
Jahresüberschuss 2016 5.702 5.702
Stand am 31. Dezember 2016 6.959 12.270 25.342 -1.358 4.370 28.355

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Angaben

in Tausend €
Anteile Aktionäre der Softing AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Eigenkapital insgesamt
Stand am 01. Januar 2016 42.365 -30 42.335
Dividendenausschüttung -1.044 -1.044
Neubewertungen -397 -397
Steuereffekt -60 -60
Währungsumrechnungen 1.018 1.018
Jahresüberschuss 2016 5.702 13 5.715
Stand am 31. Dezember 2016 47.584 -17 47.567

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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01.01.2017 01.01.2016
- 31.12.2017 - 31.12.2016
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Angaben

in Tausend €
--- --- ---
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis (vor Steuern) 1.130 6.977
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.494 5.100
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen 1.193 -84
Perioden Cashflow 6.817 11.993
Zinserträge -47 -63
Zinsaufwendungen 235 248
Änderung sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden -124 -396
Änderung der Vorräte 147 99
Änderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -237 2.818
Änderung finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte -516 -364
Änderung Schulden aus Lieferungen und Leistungen -282 -842
Änderung der finanziellen und nicht finanziellen und sonstige Schulden -974 -3.685
Erhaltene Zinsen 0 3
Gezahlte Ertragssteuern -1.463 -289
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.556 9.522
Investitionen in Anlagevermögen -970 -1.096
Auszahlung für Investitionen in selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte -4.600 -4.511
Auszahlung für den Erwerb von Tochterunternehmen / variable Kaufpreise -4.209 -914
Cashflow aus Investitionstätigkeit -9.779 -6.521
Auszahlung aus Dividenden -1.392 -1.044
Einzahlung aus der Aufnahme kurzfristiger Banklinie 1.000 1.000
Tilgung Bankdarlehen -1.307 -1.241
Einzahlung aus Kapitalerhöhung 7.864 0
Gezahlte Zinsen -147 -150
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 6.018 -1.435
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -205 1.566
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds -388 117
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.869 9.186
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.276 10.869

Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangsziffer E3 verwiesen.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

1. GRUNDLAGEN

Der Konzernabschluss der Softing AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1.606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Ergänzend wurden die gemäß § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Die Konzerngewinn-und-Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten. Vermögenswerte werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Weiterhin unterscheidet die Konzernbilanz zwischen kurz- und langfristigen Schulden. Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden.

Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2017 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Vorstand der Softing AG hat den Konzernabschluss am 15. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2. GEGENSTAND DES KONZERNS

Muttergesellschaft des Konzerns ist die Softing AG mit Sitz in Haar bei München. Die Softing AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Adresse „Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar“ eingetragen.

Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftlicher Studien, Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung, System- und Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme sowie kommerzielle EDV-Anwendungen. Die Ergebnisse dieser Aktivitäten fließen in Produkte ein, die durch den Softing-Konzern vertrieben werden.

3. NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS

JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN ZU IFRS – ZYKLUS 2013-2015

Der IASB hat den Zyklus jährlicher Verbesserungen 2013-2015 im Dezember 2013 offiziell in sein Arbeitsprogramm aufgenommen, aber im Juli 2014 aufgegeben. Ein Entwurf wurde ursprünglich im dritten Quartal 2014 erwartet, aber der IASB hat aufgrund des Mangels an Themen das einzige identifizierte Thema der Verbesserungen dem nächsten Zyklus 2014-2016 der jährlichen Verbesserungen zugeschlagen.

JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN ZU IFRS – ZYKLUS 2014-2016

Auf dieser Seite fassen wir die Entwicklungen des Zyklus 2014-2016 zusammen. Dieser wurde im Juli 2014 offiziell auf die Agenda des IASB genommen. Im Zyklus 2014-2016 ist auch eine vorgeschlagene Änderung aus dem Zyklus 2013-2015 enthalten, der im Juli 2014 mangels Masse an zu behandelnden Themen eingestellt wurde.

Aktueller Projektstatus

Dieses Projekt ist abgeschlossen. Der IASB hat jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014–2016 am 8. Dezember 2016 veröffentlicht und folgende Standards geändert:

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards: Streichung der befristeten Ausnahmen in den Paragraphen E3–E7 von IFRS 1, weil sie jetzt ihren beabsichtigten Zweck erfüllt haben (Erstanwendung 2018).

IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen: Klarstellung des Anwendungsbereichs des Standards durch Präzisierung, dass die Angabevorschriften im Standard mit Ausnahme derjenigen in den Paragraphen B10–B16 auf die in Paragraph 5 genannten Beteiligungen eines Unternehmens anzuwenden sind, die als zu Veräußerungszwecken gehalten, als zu Ausschüttungszwecken gehalten oder als aufgegebene Geschäftsbereiche nach IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert sind (Erstanwendung 2017).

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures: Klarstellung, dass das Wahlrecht, eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture, die von einem Unternehmen gehalten wird, das eine Wagniskapitalgesellschaft oder ein anderes qualifizierendes Unternehmen ist, zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu bewerten, bei erstmaligem Ansatz für jede Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture auf Einzelbeteiligungsgrundlage zur Verfügung steht (Erstanwendung 2018).

Die Anwendungen dieser Änderungen wirken sich nur unwesentlich auf die Anhangsangaben aus. Die Erstanwendung erfolgt im Jahr 2017.

Die nachstehenden geänderten Standards haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IAS 12 „Ertragsteuern“ – Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste (Erstanwendung 2019).

Änderungen an IAS 7 „Kapitalflussrechnungen“ – Angabeninitiative (Erstanwendung 2017).

Nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen

Es gibt einige neue Standards sowie Änderungen an Standards und Interpretationen, die für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2018 beginnen, angewendet werden können. Diese wurden im vorliegenden Abschluss noch nicht vorzeitig angewandt. Mit Ausnahme der unten aufgeführten Neuerungen wird erwartet, dass diese keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern haben werden.

IFRS 9 (Erstanwendung 2018), „Finanzinstrumente“ befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Dieser Standard ersetzt die Abschnitte des IAS 39, „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“, die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in drei Bewertungskategorien klassifiziert: diejenigen, die erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Festlegung erfolgt bei erstmaligem Ansatz. Die Einstufung hängt davon ab, wie der Konzern seine Finanzinstrumente verwaltet hat, sowie welche vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse mit den Finanzinstrumenten zusammenhängen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die meisten Vorschriften des IAS 39 beibehalten. Die Hauptveränderung liegt darin, dass in den Fällen der Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die Wertveränderungen, die auf Grund des eigenen Unternehmenskreditrisikos entstehen, im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden, es sei denn, dass dies zu einer unzutreffenden Darstellung führt. Der Konzern wird IFRS 9 in dem Geschäftsjahr prospektiv anwenden, welches am 1. Januar 2018 beginnt. Darüber hinaus wird der Konzern die weiteren Phasen des IFRS 9 analysieren, sobald diese vom IASB verabschiedet werden. Derzeit analysiert der Konzern die Auswirkungen des Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Für die Risikoanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das vereinfachte Wertminderungsmodell (Simplified Approach) angewendet, nach dem für alle Instrumente unabhängig von Ihrer Kreditqualität eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist. Bei der Anwendung des neuen Wertminderungsmodells im vereinfachten Verfahren „Simplified Approach“ zur früheren Erfassung von erwarteten Verlusten bei den Forderungen aus Leistungen geht der Konzern daher zum 31. Dezember 2017 nur von einer geringfügigen Erhöhung der erwarteten Verluste von T€ 36 auf nicht wertberichtigte Forderungsbestände in 2018 aus.

Eine Wertminderungsmatrix als Erleichterung für die Berechnung der erwarteten Kreditausfälle nach dem vereinfachten Ansatz kann angewendet werden. Die Wertminderungsmatrix basiert auf beobachteten historischen Ausfallquoten und wird um zukunftsbezogene Schätzungen angepasst.

IFRS 15 (Erstanwendung 2018) legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 „Umsatzerlöse“, IAS 11 „Fertigungsaufträge“ und IFRIC 13 „Kundenbindungsprogramme“. IFRS 15 ist erstmals in der Berichtsperiode eines am 1. Januar 2018 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. In 2017 analysierte der Konzern die Auswirkungen des Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Nach abgeschlossener Beurteilung nach werden keine Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

Am 13. Januar 2016 hat der IASB den finalen neuen Leasingstandard als IFRS 16 veröffentlicht. Die neuen Regelungen sind auch auf bereits bestehende Leasingverhältnisse anzuwenden. Die Änderungen betreffen die Bilanzierung für (nahezu sämtliche) Leasingverhältnisse, die beim Leasingnehmer nach dem sog. „Right of Use“ Ansatz (Nutzungsrechtsansatz) zu erfolgen hat. Nach diesem Modell setzt der Leasingnehmer für das Recht zur Nutzung des Leasinggegenstandes während des Leasingzeitraums einen Vermögenswert und eine Schuld für die Leasingzahlungen an. Die bisherige Unterscheidung zwischen Finanzierungs-Leasing und Operating-Leasing wird nicht mehr beibehalten, vielmehr werden zukünftig (von wenigen Ausnahmen abgesehen) sämtliche wesentliche Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers erfasst werden. Erleichterungswahlrechte bestehen für kurz laufende Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von nicht mehr als 12 Monaten und Leasingvereinbarungen, bei denen der dem Leasingvertrag zu Grunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist.

IFRS 16 (Erstanwendung 2019) ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist nicht vorgesehen. Derzeit analysiert der Konzern die Auswirkungen des Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Abschluss der Analyse wird für das erste Quartal 2018 erwartet. Einer ersten Beurteilung nach werden auf Grund des eingeschränkten Umfangs an Leasingverhältnissen keine übermäßigen wesentlichen Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

Die nachstehenden geänderten Standards haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“ – Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen

IFRS 14: Regulatorische Abgrenzungsposten

Jährliche Verbesserungen zu IFRS – Zyklus 2015-2017

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse (Erstanwendung 2019)
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen (Erstanwendung 2019)
IAS 12 Ertragsteuern (Erstanwendung 2019)
IAS 23 Fremdkapitalkosten (Erstanwendung 2019)

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Abschlüsse der Softing AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewandt.

1. ERFASSUNG VON ERTRÄGEN

Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bemessen. Für die Erfassung von Erträgen gilt im Einzelnen Folgendes:

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Boni und Mengenrabatte ausgewiesen.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen (= kundenspezifische Fertigungsaufträge) werden unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode realisiert. Die Verlässlichkeit der Bewertbarkeit gemäß IAS 18.14 muss gegeben sein. Produktverkäufe, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Dienstleistung stehen, werden ebenfalls gemäß IAS 11.9 unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode erfasst. Umsätze aus sonstigen Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde.

Erträge aus Zinsen

Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden erst als Ertrag erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 sind neben der Softing AG folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar bzw. mittelbar über die Kontrolle/Beherrschung verfügt:

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Softing-Konzern zum 31.12.2017 Kapitalanteil
2017

%
2016

%
--- --- ---
Softing AG, Haar/Deutschland
Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Project Services GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Messen und Testen GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland 100 100
Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Italia s.r.l., Cesano Boscone/Italien 100 100
SoftingROM s.r.l., Cluj-Napoca/Rumänien 100 100
Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich 65 65
Softing Inc., Newburyport/USA 100 100
Softing North America Holding Inc., Delaware/USA 100 100
OLDI Online Development Inc., Knoxville/USA 100 100
Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland 100 100
Softing Singapore Pte. Ltd., Singapur 100 100
Softing S.A.R.L., Paris/Frankreich 100 100
Shanghai Softing software Co., Ltd., Shanghai/China 100 100
Softing Automotive Electronics Services GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland 100 100

Bis zum 31. Dezember 2017 haben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis der Softing AG im Vergleich zum 31. Dezember 2016 ergeben:

Verschmelzung der Samtec automotive software electronics GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland auf die Automotive Communications Kirchentellinsfurt GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland.

Die Automotive Communications Kirchentellinsfurt GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland wurde mit Wirkung zum 29.12.2017 veräußert und gehört nicht mehr dem Konzernverbund an. Aus der Veräußerung ergaben sich keine wesentlichen Effekte, da kein operatives Geschäft veräußert wurde.

Folgende Tochtergesellschaften machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

Softing Industrial Automation GmbH (Haar)
Softing Automotive Electronics GmbH (Haar)
Softing Services GmbH (Haar)
Softing Project Services GmbH (Haar)
Softing Messen & Testen GmbH (Kirchentellinsfurt)
Softing IT Networks GmbH (Haar)

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Die Voraussetzung zur Konsolidierung eines Unternehmens ist die Möglichkeit der Beherrschung. Ein Beherrschungsverhältnis setzt nach IFRS 10 Verfügungsgewalt, Renditen sowie eine Verknüpfung von Verfügungsgewalt und Renditen voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die Renditen haben. Verfügungsgewalt kann mittels Stimmrechten oder sonstiger vertraglicher Rechte nachgewiesen werden. Auch eine Kombination aus beiden kann zu Verfügungsgewalt führen. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn ein Unternehmen mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält und keine sonstigen Vereinbarungen oder Umstände vorliegen, die dagegensprechen. Bei der Beurteilung der Beherrschungseigenschaft sind so genannte potenzielle Stimmrechte, wirtschaftliche Abhängigkeiten und die Beteiligungsquote im Vergleich zu den übrigen Anteilseignern, zusammen mit dem auf Hauptversammlungen praktizierten Abstimmungsverhalten, zu berücksichtigen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs entspricht den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte, der durch den Konzern ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der von den früheren Eigentümern des erworbenen Tochterunternehmens übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Außerdem beinhaltet die übertragene Gegenleistung die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus vereinbarten bedingten Gegenleistungen resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare erworbene Vermögenswerte sowie übernommene Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei Zugang mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Etwaige durch den Konzern zu übertragende bedingte Gegenleistungen werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Künftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden nach IAS 39 bewertet und entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden als Transaktionen mit den Eigentümern des Konzerns, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln, bilanziert. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen dem beizuliegenden Zeitwert der gezahlten Leistung und dem erworbenen Anteil am Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung an nicht beherrschende Anteilseigner entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Die Abschlüssen von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und aktivierte Entwicklungskosten. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung haben alle immateriellen Vermögenswerte eine bestimmte Nutzungsdauer.

5. ENTWICKLUNGSKOSTEN

Entwicklungsaufwendungen für Neuentwicklungen und die wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, eine Absicht zur Fertigstellung besteht, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderung ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Der Softing-Konzern schreibt die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear ab, wobei im Jahr der Fertigstellung zeitanteilig die Abschreibung erfolgt. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

6. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb von Tochterunternehmen und entspricht der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile an dem erworbenen Unternehmen abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Nettovermögens. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile, wird die Differenz unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst.

Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) zugeordnet.

Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen bei Softing den einzelnen Gesellschaften, ausgenommen die Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit in mehrere Segmente fällt. Hier wird eine Aufteilung der jeweiligen Werte nach Segmenten herangezogen. Die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für die Geschäfts- und Firmenwerte sind:

Softing Messen und Testen GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland

Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland

OLDI Online Development Inc., Knoxville/USA

Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland (vormals Psiber Data GmbH) & Softing Singapore Pte. Ltd., Singapore (vormals Psiber Data Pte.Ltd.)

Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag langfristig übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der CGU ihren erzielbaren Betrag, wird die Differenz unmittelbar als Wertminderungsaufwand im Gewinn und Verlust erfasst. Da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nicht mit angemessenem Aufwand ermittelt werden kann, wird der Nutzungswert zugrunde gelegt.

Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde wie folgt ermittelt: Auf Grund der Bottom-Up-Planung der nächsten vier Geschäftsjahre, die vom Management der Softing AG genehmigt worden ist, wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem ein Wachstum von 1,5 % (Vj. 1,5 %) für die Folgejahre angesetzt wurde. Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzungswert für die zugrundeliegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Der verwendete Diskontierungssatz ist ein Vorsteuerzinssatz und reflektiert die spezifischen Risiken der betreffenden Konzern-Gesellschaft. Er wird jeweils nach dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt.

Die Eigenkapitalkosten setzen sich demnach aus dem risikolosen Zinssatz und einem Risikoaufschlag zusammen, der sich aus der Differenz der durchschnittlichen Marktrendite und dem risikolosen Zinssatz multipliziert mit dem unternehmensspezifischen Risiko (Beta-Faktor) ergibt. Der Beta-Faktor wird dafür von einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet. Bei der Nutzungswertermittlung werden je nach zahlungsmittelgenerierender Einheit Diskontierungszinssätze vor Steuern zugrunde gelegt.

Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird in den nachfolgenden Perioden nicht aufgeholt.

7. SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Software und Technologie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei bis sieben Jahre linear abgeschrieben. Rechte und Geschäftsbeziehungen werden über fünf bis zwanzig Jahre abgeschrieben.

8. SACHANLAGEN

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und kumulierte Wertminderungen, nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend des Nutzungsverlaufs nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrages verteilt abgeschrieben. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht, Ergebnisse aus Anlageabgängen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden nur dann dem Buchwert des ursprünglichen Vermögenswertes zugeschlagen bzw. als separater Vermögenswert aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzen in Verbindung mit dem Vermögenswert zufließen wird und dieser Nutzen verlässlich ermittelt werden kann.

9. WERTMINDERUNGEN

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen.

Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den Gruppen von Vermögenswerten (CGU) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer CGU, die einen Firmenwert enthält, wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der CGU, erfolgt keine Wertaufholung.

10. LEASINGVERTRÄGE

Die Gesellschaft hat ausschließlich Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen. Die Leasingraten werden als Aufwand linear über die Laufzeit erfasst. Finanzierungsleasingverträge liegen nicht vor.

11. VORRÄTE

Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren/Fertigerzeugnisse werden grundsätzlich zu dem gewichteten Durchschnitt bewertet.

Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, zum Beispiel auf Grund von Lagerdauer, Beschädigungen oder verminderter Marktgängigkeit, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

12. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Ein finanzieller Vermögenswert wird immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen des finanziellen Vermögenswertes ist. Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt dann, wenn entweder die Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder die Rechte an einen Dritten übertragen werden. Bei der Übertragung sind insbesondere die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich des Übergangs der Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbunden sind, zu würdigen.

Finanzielle Vermögenswerte bei Softing sind in folgende Kategorien unterteilt: (a) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, (b) Ausleihungen und (c) Forderungen an und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Kategorisierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

a. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Kaufabsicht erworben wurde. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Realisierung der Vermögenswerte innerhalb von zwölf Monaten erwartet wird. Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig klassifiziert.

b. Ausleihungen und Forderungen

Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Die Ausleihungen und Forderungen des Konzerns werden in der Bilanz unter „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen“ sowie unter „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ ausgewiesen.

c. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder keiner anderen dargestellten Kategorie zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern, und der Vermögenswert in diesem Zeitraum nicht fällig wird.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt; zugehörige Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst. Für die Folgebewertung werden die finanziellen Vermögenswerte in die oben genannten Kategorien eingeteilt.

Für die Folgebewertung gilt im Einzelnen:

Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Sofern es sich um „zur Veräußerung verfügbare“ finanzielle Vermögenswerte handelt, werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Kursänderungen bis zur Realisierung ergebnisneutral gesondert im sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden. Besteht ein objektiver Hinweis darauf, dass der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, wird der im sonstigen Ergebnis kumulierte Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und ergebniswirksam erfasst. Bei seiner Einschätzung der möglichen Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bezieht das Unternehmen alle verfügbaren Informationen wie Marktbedingungen und Preise, anlagespezifische Faktoren sowie Dauer und Ausmaß des Wertrückgangs unter die Anschaffungskosten. Überschreitet der Rückgang 20 % der Anschaffungskosten oder dauert er länger als sechs Monate an, betrachtet Softing dies als einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung. Eine Wertaufholung eines Wertminderungsaufwands nimmt Softing in den Folgeperioden vor, sofern die Gründe für die Wertminderung entfallen sind.

Sofern es einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung gibt, werden Wertberichtigungen in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und Barwert der erwarteten künftigen Cashflows vorgenommen. Objektive Hinweise sind beispielsweise eine erhebliche oder langfristige Abnahme des beizulegenden Zeitwertes eines finanziellen Vermögenswertes unter seinen Buchwert, eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens oder sonstigen Sanierungsfalls oder ein Vertragsbruch durch den Emittenten, beispielsweise erhebliche Zahlungsverzögerungen.

Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt bei allen Kategorien zum Erfüllungstag. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen die Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere sowie sonstige finanzielle Forderungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen

Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen finanziellen Forderungen werden als „Kredite und Forderungen“ kategorisiert und entsprechend bewertet.

Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Wertpapiere werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert und zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den Bewertungsrücklagen innerhalb des sonstigen Ergebnisses ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung werden die Bewertungsrücklagen um den Wertminderungsbetrag angepasst und der entsprechende Betrag unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Zahlungsmittel sowie Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nominalwert bewertet.

Kategorien von Finanzinstrumenten

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Klassen von Finanzinstrumenten Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Sonstige finanzielle Forderungen (> 1 Jahr) Kredite und Forderungen
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen Kredite und Forderungen
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Finanzielle Forderungen (< 1 Jahr) Kredite und Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kredite und Forderungen
Langfristige Schulden
Sonstige langfristige Finanzschulden (> 1 Jahr) Zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value bewertet
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Schulden aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Kurzfristige finanzielle Schulden Zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value bewertet

13. KUNDENSPEZIFISCHE FERTIGUNGSAUFTRÄGE

Kundenspezifische Fertigungsaufträge (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag) werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) gemäß IAS 11 bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad realisiert werden. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den Gesamtkosten des Auftrags (Cost-to-Cost-Methode). Die Verlässlichkeit der Bewertbarkeit gemäß IAS 18.14 muss gegeben sein. Die erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Fertigstellungsgrad der Fertigungsaufträge verrechnet. Soweit der Leistungsstand die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den „Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen“. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser passivisch unter den „Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen“ ausgewiesen.

14. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten nicht finanzielle Vermögenswerte. Diese werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

15. LAUFENDE UND LATENTE STEUERN

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen.

Steuern werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden (oder in Kürze geltenden) Steuervorschriften der Länder, in denen Softing und ihre Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuernde Einkommen erwirtschaften, berechnet. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind. Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich für alle temporären Wertunterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld und dem für steuerliche Zwecke beizulegenden Wert bilanziert. Latente Steuerforderungen werden auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften bilanziert.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in dem Maße zu bilden, in dem es wahrscheinlich ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft genutzt werden können. Daher wurden sämtliche aktive latente Steuern auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit angesetzt.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam bzw. ergebnisneutral erfasst.

Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Latente Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuerforderungen, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auf Grund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

16. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen sowie eines Rechnungszinses, der sich aus der Rendite hochwertiger festverzinslicher Unternehmensanleihen gleicher Fristigkeit ableitet. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Der Barwert wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von hochwertigen Unternehmensanleihen abgezinst werden. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

17. RÜCKSTELLUNGEN UND ABGEGRENZTE SCHULDEN

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht, eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen den Barwert der zu erwartenden Ausgaben, inkl. einer etwaigen Aufzinsung bei langfristigen Rückstellungen dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

18. FINANZIELLE SCHULDEN

Finanzielle Schulden werden immer nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn Softing Vertragspartei der Regelungen der finanziellen Verbindlichkeit ist. Die Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt dann, wenn diese getilgt ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind oder auslaufen.

Allgemeine und bestimmte Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Die finanziellen Schulden setzen sich aus folgenden Bilanzposten zusammen: „Schulden aus Lieferungen und Leistungen“ sowie „Kurzfristige finanzielle Schulden“.

19. KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN

Kurzfristige Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Laufzeit. Der erstmalige Ansatz von kurzfristigen Finanzschulden erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

20. SONSTIGE SCHULDEN

Die sonstigen Schulden betreffen nicht finanzielle Verbindlichkeiten und sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

21. ERMESSENSAUSÜBUNG UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Vorschriften des IASB erfordert, dass zukunftsbezogene Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen und wesentliche Ermessensausübung bzgl. des erwarteten Eintrittszeitpunkts, der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens und der künftigen Steuerplanungsstrategien (steuerliche Planungsrechnung). Grundsätzlich basieren die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen auf Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Vergangenheit, wobei auch verschiedene gesamtwirtschaftliche Faktoren, die als verlässliche Grundlage eingeschätzt werden, herangezogen werden. Prognosen unterliegen einer natürlichen Unsicherheit und Schwierigkeit, besonders da sie in die Zukunft gerichtet sind. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt bzw. in der Periode der besseren Erkenntnis und in den zukünftigen Perioden, sofern die Änderungen mehrere Perioden umfassen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen am Stichtag wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, bestehen bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen sowie der Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte. Wesentliche Prämissen bei der Durchführung des jährlichen Werthaltigkeitstests zur Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts bilden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten sowie die Steuersätze.

Bei der Umsatzlegung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse in Abhängigkeit vom Leistungsfortschritt. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrads an. Die Auftragserlöse, die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten und die Auftragsrisiken gehören zu den maßgeblichen Schätzgrößen.

Bei der Einschätzung der für die Aktivierung von Entwicklungskosten relevanten Kriterien sowie bei der Höhe der bei einer Aktivierung angewendeten Personalstundensätze besteht ein Ermessensspielraum. Insbesondere die Beurteilung, ob eine technische und kommerzielle Nutzbarkeit des Vermögenswertes zum Verkauf oder zur Eigennutzung gegeben ist, ob wir beabsichtigen und fähig sind, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn entweder zu nutzen oder zu verkaufen sowie ob der Vermögenswert künftig einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss generieren wird, unterliegt unserem Ermessen.

22. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Fremdwährungen werden gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung umgerechnet. Die funktionale Währung aller ausländischen Gesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, mit Ausnahme von Softing IT Networks in Singapur, hier ist die funktionale Währung der USD, da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig primär im jeweiligen Wirtschaftsumfeld betreiben. Das Wechselkursrisiko im Softing-Konzern ist im Wesentlichen auf die Währungen USD und RON beschränkt.

Bei Jahresabschlüssen von Konzernunternehmen, die nicht in EUR berichten, werden für Zwecke des Konzernabschlusses die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis verrechnet.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:

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USD /

EUR
RON /

EUR
2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
Stichtagskurs (31.12.) 1,20 1,05 4,66 4,54
Durchschnittskurs 1,13 1,11 4,57 4,49

Kursgewinne bzw. -verluste aus Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der Gesellschaft) werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

C. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ

1. ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Bis zum 31. Dezember 2017 haben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis der Softing AG im Vergleich zum 31. Dezember 2016 ergeben:

Verschmelzung der Samtec automotive software electronics GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland auf die Automotive Communications Kirchentellinsfurt GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland.

Die Automotive Communications Kirchentellinsfurt GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland wurde mit Wirkung zum 29.12.2017 veräußert und gehört nicht mehr dem Konzernverbund an. Aus der Veräußerung ergaben sich keine wesentlichen Effekte, da kein operatives Geschäft veräußert wurde.

2. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Softing Messen und Testen GmbH 2.055 2.055
Softing Industrial Automation GmbH 384 384
Softing IT Networks GmbH (Psiber Data GmbH) 5.181 5.181
OLDI Online Development Inc. 6.921 7.874
Geschäfts- oder Firmenwert 14.540 15.494

Auf Grund der Wechselkursänderung EUR zu USD hat sich der Geschäft- oder Firmenwert der OLDI Online Development Inc. 2017 um 953 TEUR geändert.

Zur Überprüfung möglicher Wertminderungsaufwendungen wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 für die Geschäfts- oder Firmenwerte durchgeführt. Der erzielbare Betrag der CGUs wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts der Gesellschaften ermittelt. Der Werthaltigkeitstest ergab keine Notwendigkeit zur Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Für die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden die folgenden Parameter verwendet:

Diskontierungszinssätze vor Steuern: 8,4 % – 12,1 % (Vj. 7,7 % - 12,2 %)
Risikoloser Zinssatz: 1,22 % – 2,84 % (Vj. 1,00 % – 3,05 %)
Marktrisikoprämie: 5,69 % – 6,50 % (Vj. 6,00 % – 6,50 %)
Beta-Faktor (gewichteter Durchschnitt einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen): 0,99 – 1,08 (Vj. 0,93 – 1,02)

Eine Änderung des Zinssatzes um 100 Basispunkte würde zu keinem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Ein Absinken der geplanten Roherträge um 5 % würde ebenfalls nicht zu einem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwertes führen.

Zu den wesentlichen Planungsprämissen gehören vor allem die erwartete Marktentwicklung in Relation zu der Entwicklung der Softing AG, die Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses sowie der Abzinsungsfaktor. Bei der Festlegung der Annahmen werden sowohl allgemeine Marktprognosen, aktuelle Entwicklungen wie auch historische Erfahrungen berücksichtigt. Die langfristigen Wachstumsraten spiegeln insbesondere geschäftsspezifische Gegebenheiten wider.

Der wesentliche Werttreiber bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags ist neben der Umsatzentwicklung die Marge. Daneben hat der Diskontierungssatz einen deutlichen Einfluss auf die Höhe des Bewertungsergebnisses.

Die Marge wird im Laufe des Budgetzeitraums an die erwarteten Entwicklungen des Marktumfeldes angepasst.

3. ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Entwicklung der aktivierten Entwicklungskosten ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ohne aktivierte Entwicklungskosten) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 18.647 (Vj. TEUR 19.460).

Neben planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

In der folgenden Übersicht sind die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung dargestellt:

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2017

TEUR
2016

TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten 4.600 4.512
Nicht aktivierungsfähige Ausgaben 18.647 19.460
23.247 23.972

4. SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Außer den planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

5. SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dargestellt. Außer den planmäßigen Abschreibungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

6. LEASINGVERTRÄGE

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Miet- und Leasingaufwendungen für Gebäude und Pkw in Höhe von TEUR 1.576 (Vj. TEUR 1.576) enthalten.

7. VORRÄTE

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.307 2.803
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.760 6.411
Vorräte 9.067 9. 214

Die Höhe der erfassten Wertminderungen auf Vorräte beträgt 2017 TEUR 63 (Vj. TEUR 0). Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Die eingekauften Vorräte stehen bis zur Erfüllung der Kaufpreisforderung unter Eigentumsvorbehalt.

8. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.067 11.742
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 760 848
12.827 12.590

Altersstruktur der Finanzinstrumente aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen:

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Buchwert Davon weder überfällig noch wertberichtigt Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
31.12.2017 TEUR TEUR Unter 90 Tage

TEUR
91 bis 180 Tage

TEUR
181 bis 360 Tage

TEUR
Über 360 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.067 7.476 4.590 1 0 0
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 760 760 0 0 0 0
12.827 8.236 4.590 1 0 0

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Buchwert Davon weder überfällig noch wertberichtigt Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
31.12.2016 TEUR TEUR Unter 90 Tage

TEUR
91 bis 180 Tage

TEUR
181 bis 360 Tage

TEUR
Über 360 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.742 9.303 2.148 289 0 0
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 848 848 0 0 0 0
12.590 10.151 2.148 289 0 0

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen.

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

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Stand am 01.01.

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand am 31.12.

TEUR
2017 295 15 0 118 398
2016 294 38 0 39 295

9. FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS KUNDENSPEZIFISCHEN FERTIGUNGSAUFTRÄGEN

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 760 848
Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 952 1.027
Verrechnungssaldo -192 –179

10. SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Forderungen an Mitarbeiter 48 13
Übrige finanzielle Forderungen 192 81
Aktive Rechnungsabgrenzung/Vorauszahlungen 335 317
Geleistete Anzahlungen 35 44
Sonstige Vermögenswerte 46 257
656 712

11. STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE AUS ERTRAGSTEUERN

Die laufenden Ertragssteueransprüche betreffen Körperschaftsteuerforderungen in Höhe von TEUR 1.991 (Vj. TEUR 626). Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D 9 dargestellt.

12. KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE, ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.276 10.869

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten setzen sich aus Festgeldern und aus Geldern auf Kontokorrentkonten zusammen, diese Festgelder sind innerhalb von 3 Monaten liquidierbar. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden nicht wesentlich von ausländischen Währungen beeinflusst. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten.

13. EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.655.381 (Vj. EUR 6.959.438) und ist eingeteilt in 7.655.381 (Vj. 6.959.438) Inhaber-Stückaktienmit rechnerischem Nennbetrag von EUR 1. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 7.342.683 Aktien im Umlauf. Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 erteilten Ermächtigung, wurde mit Eintrag in das Handelsregister vom 12. Juni 2017, das Grundkapital von 6.959.438 EUR um 695.943 EUR gegen Bareinlage erhöht. Der Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung betrug 7,8 Mio. EUR. Die Stückaktien gewähren die gleichen Rechte, insbesondere gleichen Stimmrechte. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.

Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt.

Für weitere Angaben verweisen wir auf die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2020 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.479.719,00 durch Ausgabe von bis zu 3.479.719 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;
wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts auf Grund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2017 EUR 2.783.776,00 (Vj. EUR 3.479.719,00).

Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital wird um bis zu EUR 3.221.256,00 durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien abzüglich Transaktionskosten.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung und deren latente Steuern von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die erfolgsneutralen Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten sowie die erfolgsneutral erfassten Neubewertungen aus Pensionszusagen und deren latente Steuereffekte.

Das sonstige Ergebnis ist in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR –33 (Vj. TEUR –17) betreffen andere Gesellschafter in Österreich.

Eigene Anteile

2017 wurden keine Geschäfte mit eigenen Aktien getätigt.

Zum Bilanzstichtag hatte die Softing AG keine eigenen Aktien im Besitz.

Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals, inklusive der Veränderungen aus Unternehmenserwerben, sind in der Tabelle „Konzern-Eigenkapitalveränderung“ 2017/2016 dargestellt.

14. PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Der Ausweis betrifft die den drei ehemaligen Vorständen sowie einem aktiven Vorstand gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von lebenslangen Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt. Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 2.992 (Vj. TEUR 2.886) wurde mit der Pensionsrückstellung saldiert. Versicherungsmathematische Neubewertungen werden nach IAS 19.120 erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die darin erfassten kumulierten Gewinne und Verluste betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR -1.319 (Vj. TEUR –1.358).

Die Renten aus variablen Zusagen erhöhen oder vermindern sich um die Veränderung des Verbraucherindexes für Deutschland (Grundlage 2010=100). Dieser ist im Jahresdurchschnitt von 2016 auf 2017 von 108,0 auf 109,9 Punkte gestiegen.

Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

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Berechnungsgrundlagen 31.12.2017

%
31.12.2016

%
Rechnungszins 1,6 1,6
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rentenanpassung 1,1 1,1
Fluktuationswahrscheinlichkeit 0,0 0,0
Biometrische Rechnungsgrundlage Richttafeln 2005 G / Prof. Dr. Heubeck

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Entwicklung der Verpflichtung 2017

TEUR
2016

TEUR
DBO Stichtag 1. Januar 5.124 4.638
Dienstzeitaufwand 144 125
Zinsaufwand 80 98
Pensionsleistungen an Pensionäre -168 –168
Erwartete DBO zum Stichtag 31. Dezember 5.180 4.693
tatsächliche DBO zum Stichtag 31. Dezember 5.174 5.124
Neubewertungen, davon -6 431
Effekte aus der Anpassung des Rechnungszinses 0 408
Effekte aus der Änderung der Trendannahmen 0 0
Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen -6 23

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung beträgt 14,5 Jahre (Vj. 15,5 Jahre).

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Ermittlung des Jahresertrags und Jahresaufwands 2017

TEUR
2016

TEUR
Zinsertrag 46 60
Zinsaufwand 80 98
Dienstzeitaufwand 144 125
Jahresaufwand 178 163

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Entwicklung des Planvermögens 2017

TEUR
2016

TEUR
Stand Planvermögen 1. Januar 2.886 2.777
Auszahlung aus Planvermögen -92 –93
Einzahlung in Planvermögen des Arbeitgebers 107 107
Zinsertrag aus Planvermögen 46 60
Anpassung des Planvermögens 45 35
Planvermögen zum Stichtag 31. Dezember 2.992 2.88 6

Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Diese haben jeweils einen direkten Bezug zur zugrundeliegenden Pensionszusage. Die voraussichtlichen Beiträge zum Planvermögen betragen im Jahr 2018 TEUR 107 (Vj. TEUR 107).

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Überleitungsrechnung zum Bilanzausweis 31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) 5.174 5.124
Zeitwert des externen Planvermögens 2.993 2.887
Rückstellung 2.181 2.237

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Entwicklung der Rückstellung 2017

TEUR
2016

TEUR
Stand Rückstellung 1. Januar 2.237 1.860
Dienstzeitaufwand 144 125
Netto-Zinsaufwand/-ertrag 34 38
Versicherungsmathematische Neubewertungen, davon -7 431
Effekte aus der Anpassung des Rechnungszinses 0 408
Effekte aus der Änderung der Trendannahmen 0 0
Effekte aus erfahrungsbedingten Anpassungen -7 23
Anpassung des Planvermögens -44 –35
Auszahlungen -76 –74
Einzahlung in Planvermögen -107 –107
Rückstellung 31. Dezember 2.181 2.237

Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung Annahme – Veränderung Annahme +
--- --- ---
Relative Auswirkung einer Zinsänderung auf DBO 2017 0,25 % 0,25 %
+4,3 % –4,0 %
Relative Auswirkung einer Zinsänderung auf DBO 2016 0,25 % 0,25 %
+4,3 % –4,1 %

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung Annahme – Veränderung Annahme +
--- --- ---
Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends auf DBO 2017 0,25 % 0,25 %
–1,7 % 1,8 %
Relative Auswirkung einer Änderung des Rententrends auf DBO 2016 0,25 % 0,25 %
–1,6 % +1,7%

Auf eine Darstellung der Sensitivität bezogen auf die Lebenserwartung wurde verzichtet, da sich der Kreis der maßgeblichen Personen lediglich auf drei ehemalige Berechtigte und einen aktiven Berechtigten bezieht.

Die Sensitivitäten wurden ermittelt mit der Veränderung eines Parameters und der Beibehaltung aller anderen Parameter.

Für das Geschäftsjahr 2018 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 168 (Vj. TEUR 168) erwartet und Zinserträge von TEUR 48 (Vj. TEUR 46).

15. LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE SCHULDEN

Der langfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. beträgt TEUR 4.109 (Vj. TEUR 6.477) und ist unter den sonstigen langfristigen Finanzschulden ausgewiesen. Es besteht auch die Möglichkeit von kurzfristigen Tilgungen. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG das Kriterium der Eigenkapitalquote problemlos erfüllt. Bezüglich der Abweichung im maximalen Verschuldungsgrad wurden Vereinbarungen mit den finanzierenden Banken getroffen, da die langfristigen Planungen keine Verschlechterung der Financial Covenants zeigen.

Die variablen Anteile des Kaufpreises von OLDI lagen vereinbarungsgemäß innerhalb einer Bandbreite von TUSD 0 und TUSD 9.000, je nach Zielerreichung. Eine Kappung der Höchstbeträge war in den Kaufpreisvereinbarungen enthalten. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Grund der Umsatz- und Ertragsentwicklung der OLDI im letzten Betrachtungszeitraum, mit TEUR 4.269 ermittelt und basiert auf endgültigem Umsatz und EBIT der zugrundeliegenden vertraglichen Vereinbarungen. In 2017 wurde dann ein Betrag von TEUR 4.209 (TUSD 4.500) als variabler Kauf an die Altgesellschafter der OLDI ausbezahlt. Mit dieser Zahlung sind alle variablen Kaufpreisvereinbarungen aus dem Kaufvertrag der OLDI erfüllt. Der Konzern hat diese Zahlung aus eigenen Mitteln geleistet und hat nicht wie Anfangs geplant eine weitere Fremdfinanzierung in Anspruch genommen.

16. SCHULDEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND KUNDENSPEZIFISCHEN FERTIGUNGSAUFTRÄGEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 4.574 (Vj. TEUR 4.856) betreffen ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten für Warenlieferungen und Dienstleistungen. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Schulden aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen belaufen sich auf TEUR 952 (Vj. TEUR 1.027).

17. RÜCKSTELLUNGEN UND ABGEGRENZTE SCHULDEN

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken der Softing-Gruppe gegenüber Dritten gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.

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Stand am 01.01.2017

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand am 31.12.2017

TEUR
Gewährleistung 147 143 4 132 132
Sonstige 140 0 140 31 31
Gesamt 287 143 144 163 163

Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen mit einer geschätzten Fälligkeit innerhalb eines Jahres.

18. SCHULDEN AUS ERTRAGSTEUERN

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten für zu erwartende Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 598 (Vj. TEUR 2.166) bilanziert. Eine ausführliche Darstellung der Konzernsteuern ist im Abschnitt D 9 dargestellt.

19. KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN

Der kurzfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. (TEUR 2.369), der kurzfristige Anteil eines Darlehens an einen ehemaligen Gesellschafter (TEUR 354), eines Darlehens der Softing IT Networks GmbH (TEUR 65) und einer kurzfristigen Nutzung der Banklinie (TEUR 2.000) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.788 (Vj. TEUR 2.660) und steht im folgenden Geschäftsjahr als Pflichttilgung bzw. zur Prolongation an.

20. KURZFRISTIGE, NICHT FINANZIELLE SCHULDEN

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 407 346
Sonstige Steuerverbindlichkeiten (Umsatz- und Lohnsteuer) 768 1.286
Passive Rechnungsabgrenzung 1.379 1.284
Übrige 109 49
2.663 2.965

21. KURZFRISTIGE FINANZIELLE SCHULDEN

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten 3.344 3.158
Kurzfristige variable Kaufpreise aus Unternehmenserwerb 0 4.269
Übrige 225 184
3.569 7.611

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUSTRECHNUNG

1. UMSATZERLÖSE

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Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Gesichtspunkten: 2017

TEUR
2016

TEUR
Inland 25.285 30.586
USA 30.718 26.838
Restliches Ausland 22.705 23.000
78.708 80.424

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Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen: 2017

TEUR
2016

TEUR
Produkte 71.861 71.304
Dienstleistungen 6.847 9.120
78.708 8 0.424

Die Umsatzerlöse enthalten eine Veränderung von TEUR 124 (Vj. TEUR 65) aus langfristigen Fertigungsaufträgen, die unter Zugrundelegung der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert wurden. Hierbei schätzt der Konzern den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Dienstleistungen am Gesamtumfang der zu erbringenden Dienstleistungen.

Die Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen der Periode betragen TEUR 5.036 (Vj. TEUR 6.144).

2017 überschritten 2 Kunden die Umsatzschwelle von 10 %, anteilig zu den Konzernumsatzerlösen, mit jeweils 14 % und 11 %. 2016 überschritten 2 Kunden die Umsatzschwelle von 10 %, anteilig zu den Konzernumsatzerlösen, mit jeweils 12 % und 13 %.

Zu den Angaben nach Geschäftssegmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung (siehe Kapitel E1).

2. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten/Investitionen für die Entwicklung neuer Softwareprodukte.

3. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

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Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: 2017

TEUR
2016

TEUR
Erträge aus Kursdifferenzen 506 355
Erlöse aus Herabsetzung von Wertberichtigungen 15 38
Versicherungsentschädigung 5 661
Vertriebsprovisionen 0 28
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 0 15
Weiterberechnete Kosten 85 17
Erträge aus der Herabsetzung variabler Kaufpreis 0 4.067
Übrige Erträge 262 158
873 5.33 9

4. MATERIALAUFWAND

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2017

TEUR
2016

TEUR
Wareneinkauf Produkte und Bauteile 31.325 30.160
Fremdleistungen 922 1.193
32.247 31.353

5. PERSONALAUFWAND

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2017

TEUR
2016

TEUR
Laufende Gehälter 26.671 27.245
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 4.520 4.714
Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen 1.615 2.947
Kraftfahrzeug-Überlassung Arbeitnehmer 8 3
Sonstige Aushilfslöhne 217 213
33.031 35.122

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wird als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt TEUR 1.439 (Vj. TEUR 1.473).

6. ABSCHREIBUNG UND WERTMINDERUNG AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) aufgegliedert. In 2017 wurden weder Zuschreibungen noch außerplanmäßige Wertminderungen vorgenommen.

7. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

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Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: 2017

TEUR
2016

TEUR
Personalbezogene Kosten 303 339
Infrastrukturkosten 2.889 2.777
Vertriebskosten 3.526 3.351
Beratungskosten 864 906
Fremdleistungen 951 775
Kapitalmarktkosten 296 402
Beiträge und Gebühren 126 113
Betriebskosten 552 668
Sonstige Kosten, brandbedingt 0 28
Kursdifferenzen 640 205
Sonstiger Aufwand der Produktentwicklung 1.388 1.344
Sonstige Kosten 529 630
12.064 11.538

8. ZINSERTRÄGE/ZINSAUFWENDUNGEN

Das Finanzergebnis setzt sich aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen zusammen.

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Die Zinsaufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen: 2017

TEUR
2016

TEUR
Zinsen aus der Aufzinsung Pensionsrückstellungen 81 98
Darlehenszinsen 147 137
Sonstige Zinsen 7 13
235 248

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Die Zinserträge setzen sich wie folgt zusammen: 2017

TEUR
2016

TEUR
Zinserträge aus Pensionsrückstellungen 46 60
Sonstige Zinsen 1 3
47 63

9. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

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Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen: 2017

TEUR
2016

TEUR
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 1.360 –302
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge -489 310
Steueraufwand 871 8
Steueraufwand/Steuerertrag Geschäftsjahr 606 1.255
Steueraufwand/Steuerertrag aus Vorjahren -1.073 –1
Steueraufwand/Steuerertrag -467 1.254
404 1.262
Effektiver Steuersatz 35,75% 18,09 %

Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen und steuerlichen Ansätzen und auf die sich aus der konzerneinheitlichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Der dabei zugrunde gelegte unveränderte Steuersatz für das Inland bestimmt sich wie folgt:

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2017

%
2016

%
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 15,83 15,83
Gewerbesteuersatz 12,25 12,25
28,08 28,08

Die aktiven latenten Steuern auf in- und ausländische steuerliche Verlustvorträge wurden gebildet, da der Konzern auf Grund positiver steuerlicher Planungsrechnungen sowie zum Bilanzstichtag positiver Marktaussichten die Verlustvorträge in der bemessenen Höhe als werthaltig einschätzt.

Von den insgesamt vorhandenen steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 8.239 (Vj. TEUR 3.790) wurden auf TEUR 7.981 (Vj. TEUR 3.532) aktive latente Steuern angesetzt.

Die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaften teilen sich wie folgt auf:

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Nutzbar bis
Softing AG (GewSt) 3.602 0 Unbefristet
Softing AG (KöSt) 2.649 0 Unbefristet
Softing Singapore 1.299 2.940 Unbefristet
Softing North America Holding (Federal/State) 245 592 Unbefristet
Softing Inc. (Federal/State) 186 0 Unbefristet
Buxbaum Automation GmbH 258 258 Unbefristet

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand wie folgt, wobei wie im Vorjahr für den Konzern der Steuersatz der Softing AG als Gesellschaft mit dem wesentlichen Geschäftsanteil verwendet wird.

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2017

TEUR
2016

TEUR
Ergebnis vor Steuern 1.130 6.976
Erwarteter Steueraufwand (28,08 %) 317 1.959
Steuerliche Hinzu- und Abrechnungen 505 131
Abweichende Steuersätze 238 279
Latente Steuern, temporäre Differenzen, Verlustvorträge 95 –894
Steuersatzänderung USA 292 0
Steuern Vorjahre -1.073 –161
Sonstiges 30 –52
Ausgewiesener laufender Steueraufwand lt. Gewinn-und-Verlust-Rechnung 404 1.262

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen:

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2017

TEUR
2016

TEUR
Aktivisch Passivisch Aktivisch Passivisch
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 13 4.070 102 3.599
Pensionsrückstellung 671 671
(Davon direkt im Eigenkapital erfasst) (515) (530)
Währungsumrechnung (im Eigenkapital erfasst) 635 1.248
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 97 43 1.122 12
Sonstige Rückstellungen 129 277
Umlaufvermögen 13 36
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 3 0
Künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen 1.145 656
Bruttobetrag/Bilanzansatz 2.071 4.748 2.864 4.859

E. SONSTIGE ANGABEN

1. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 gemäß dem Management-Approach segmentiert. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IFRS 8 in der folgenden Übersicht dargestellt.

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Aufgliederung nach Segmenten Industrial Automotive IT Networks
2017

TEUR
2016

TEUR
2017

TEUR
2016

TEUR
2017

TEUR
2016

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 50.941 57.590 17.406 22.834 10.361
Abschreibungen 2.495 3.450 1.213 1.322 448
Segmentergebnis (operatives EBIT) 4.244 6.000 -2.889 698 -238
Segmentergebnis (EBIT) 3.811 4.172 -998 2.990 -469
Segmentvermögen 41.248 59.303 18.341 18.616 10.280
Segmentschulden 8.180 13.638 5.115 5.640 1.244
Investitionen 2.023 1.815 3.068 4.338 259

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Aufgliederung nach Segmenten Holding, sonstige Konsolidierung Gesamt
2017

TEUR
2016

TEUR
2017

TEUR
2016

TEUR
--- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 78.708 80.424
Abschreibungen 338 328 4.494 5.100
Segmentergebnis (operatives EBIT) 1.117 6.698
Segmentergebnis (EBIT) 2.344 7.162
Segmentvermögen 10.849 4.969 80.718 82.888
Segmentschulden 13.907 16.043 28.446 35.321
Investitionen 220 392 5.570 6.545

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Aufgliederung nach Segmenten Industrial Automotive
2017

TEUR
2016

TEUR
2017

TEUR
2016

TEUR
--- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 61.302 57.590 17.406 22.834
Abschreibungen 2.943 3.450 1.213 1.322
Segmentergebnis (operatives EBIT) 4.006 6.000 -2.889 698
Segmentergebnis (EBIT) 3.342 4.172 -998 2.990
Segmentvermögen 51.528 59.303 18.341 18.616
Segmentschulden 9.424 13.638 5.115 5.640
Investitionen 2.282 1.815 3.068 4.338

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Aufgliederung nach Segmenten Holding, sonstige Konsolidierung Gesamt
2017

TEUR
2016

TEUR
2017

TEUR
2016

TEUR
--- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 78.708 80.424
Abschreibungen 338 328 4.494 5.100
Segmentergebnis (operatives EBIT) 1.117 6.698
Segmentergebnis (EBIT) 2.344 7.162
Segmentvermögen 10.849 4.969 80.718 82.888
Segmentschulden 13.907 16.043 28.446 35.321
Investitionen 220 392 5.570 6.545

Im Jahr 2016 war das Segment IT Networks, aufgrund untergeordneter Bedeutung, noch Teil des Segmentes Industrial. Im Jahr 2017 erreichte das Segment IT Networks aufgrund der guten Umsatzentwicklung, die Schwelle zum eigenen Segment. Die Segmentinformationen nach der neuen Struktur lagen im Jahr 2016 noch nicht im notwendigen Detailierungsgrad vor. Zur Vergleichbarkeit erfolgt zusätzlich die Darstellung in der alten Struktur.

Die Spalte „Holding, sonstige Konsolidierung“ umfasst die Geschäftstätigkeit der zentralen Einheiten der Softing AG. Deren Kosten werden verursachungsgerecht auf die operativen Segmente belastet. Auf Grund unterschiedlicher Technologien und Kundengruppen bestehen innerhalb der Segmente keine nennenswerten Umsatzerlöse.

Zentrale Größen für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage eines Segments sind das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT TEUR 1.117 (Vj. TEUR 6.698) bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von TEUR 4.600 (Vj. TEUR 4.512) und deren Abschreibungen von TEUR 2.149 (Vj. TEUR 2.699) sowie den Abschreibungen aus der Kaufpreisverteilung von TEUR 1.223 (Vj. TEUR 1.248). Mit Ausnahme der Abschreibungen werden weitere Ertrags- und Aufwandsposten auf Grund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern von der verantwortlichen Unternehmensinstanz nicht regelmäßig auf Segmentebene überprüft und daher nicht nach Segmenten aufgeteilt.

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Aufgliederung nach geographischen Segmenten Umsätze Anlagevermögen Zugänge Anlagevermögen
2017

TEUR
2016

TEUR
2017

TEUR
2016

TEUR
2017

TEUR
2016

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 25.285 30.586 23.547 22.162 5.264 6.271
USA 30.718 26.837 19.990 23.589 132 119
Restliches Ausland 22.705 23.001 293 263 174 155
Gesamt 78.70 8 80.424 43.830 46.014 5.570 6.545

Es werden für die Segmentinformationen die gleichen Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzernabschluss angewendet.

2. GLIEDERUNG DER PRODUKTE NACH SEGMENTEN

Industrial Automation

Produkte und Dienstleistungen zur Integration von Kommunikationsfunktionen in Automatisierungssysteme und -geräte, speziell für Standards wie PROFIBUS, PROFINET, EthernetIP, EtherCAT, Powerlink, Modbus, CAN, CANopen, DeviceNet, FOUNDATION Fieldbus, (Wireless) HART;

Interface-Karten, Integrationsmodule, Chip-Lösungen und Kommunikationssoftware (Stacks) zur Realisierung von Busanschaltungen in Systemen und Geräten der Prozess- und Fertigungsautomatisierung;

Gateways zur Anbindung von Feldbussen an Ethernet-basierte Kommunikationssysteme und an unternehmensweite Planungs- und Verwaltungssysteme;

Werkzeuge zur Netzkonfiguration sowie Toolkits zur Integration von Konfigurationsfunktionen in die Engineering-Systeme der Automatisierungshersteller;

Werkzeuge und Geräte zur Signal- und Protokollanalyse industrieller Kommunikationsnetze;

OPC-Server, OPC-Middleware und Entwicklungswerkzeuge für OPC-Clients und -Server (Toolkits);

Diagnosegeräte für Ethernet-Netzwerke in der Automatisierungsindustrie sowie zur Diagnose von Kupfer- und Glasfasernetzwerken bei Rechenzentren und Büroinstallationen.

Automotive Electronics

Fahrzeug-Adapter und Datenbus-Interfaces:

Interfaces für CAN-, K-Line-, LIN-, Ethernet- und FlexRay-Datenbus-Systeme in unterschiedlichen Formfaktoren mit vielfältigen PC-Anbindungen wie USB, WLAN, Bluetooth, PCI, PCIexpress, PC/104 und PCMCIA. Programmierschnittstellen nach ISO und anderen Standards sowie kundenspezifische Anpassungen. Angepasste Lösungen für die Bereiche Entwicklung/Test, Produktion und Service.

Diagnosewerkzeuge:

Diagnose-Lösungen für Aufgabenstellungen in den Bereichen Entwicklung/Test, Produktion und Service. Editoren für Diagnose-Daten. Diagnose-Server für die Echtzeitverarbeitung von Diagnosedaten basierend auf ISO- und Kundenstandards. Kundenspezifische und proprietäre Analyse-Werkzeuge für Diagnose-Daten. Hierbei spielen Lösungen rund um ODX und OTX eine wichtige Rolle.

Testautomatisierung:

Software-Schnittstellen für die Anbindung von Diagnose-Servern an Produktionssysteme. Editier- und Ablaufsysteme für Testsequenzen mit Anbindung zahlreicher Fremdprodukte. Kundenspezifische Prüfplätze für Entwicklung, Qualitätssicherung und Produktion. Lösungen für die Flash-Programmierung von Steuergeräten. Geräte für die Simulation von elektronischen Steuergeräten und Restbus-Systemen.

Kundenspezifische Entwicklungen:

Soft- und Hardware-Entwicklungen im Umfeld Datenkommunikation/Diagnose/Testsysteme nach Kundenwunsch.

Resident Engineering:

Unterstützung von Kunden vor Ort durch Beratungsleistung, Projektleitung und -mitwirkung sowie aktive Entwicklungstätigkeit in den Arbeitsgebieten Datenkommunikation, Diagnose, Messen und Testsysteme.

Messtechnik:

Die Softing MessTechnik (SMT) stellt eine in ihrer Art einzigartige Systematik dar, deren Entwicklung komplett aus der Fahrzeugentwicklung getrieben wurde. Daraus ergeben sich breite Einsatzgebiete für Prüfstandsbereiche oder „raue“ mobile Anwendungen in der Fahrzeugerprobung. Der Anwendungsbereich dieses kompletten Mess- und Automatisierungssystems ist keinesfalls auf die Automobiltechnik beschränkt, sondern auch für den Einsatz im gesamten industriellen Bereich geeignet.

3. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar und wurde indirekt ermittelt.

Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

4. ERGEBNIS JE AKTIE IAS 33

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2017 2016
Konzernergebnis TEUR 726 5.715
Anteile Fremder TEUR -16 13
Unverwässertes Ergebnis (= verwässertes Ergebnis) TEUR 742 5.702
Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien
Unverwässert Stück 7.342.683 6.959.438
Verwässert Stück 7.342.683 6.959.438
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,10 0,82
Verwässertes Ergebnis pro Aktie EUR 0,10 0,82

Die aus der Kapitalerhöhung 2017 resultierende Veränderung der in Umlauf befindlichen Aktienanzahl wurde zeitanteilig (tagesgenau) ermittelt.

Es bestehen zum 31. Dezember 2017 keine Optionsrechte, die in Zukunft das verwässerte Ergebnis pro Aktie beeinflussen können.

5. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen standen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats – entsprechend IAS 24 – der Softing-Gruppe als Organmitglieder und teilweise auch als Aktionäre nahe.

Bezüglich der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand verweisen wir auf die Kapitel E 10 und 11.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Trier hielt zum 31. Dezember 2017 122.221 (Vj. 112.716) Stück Aktien der Softing AG.

Der Vorstand Ernst Homolka hielt zum 31. Dezember 2017 1.800 (Vj. 1.800) Stück Aktien der Softing AG.

Der Aufsichtsrat Dr. Klaus Fuchs hielt zum 31. Dezember 2017 278.820 (Vj. 278.820) Stück Aktien der Softing AG.

Der Aufsichtsrat Andreas Kratzer hielt zum 31. Dezember 2017 10.155 (Vj. 10.155) Stück Aktien der Softing AG.

6. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Zum Bilanzstichtag ist die Softing AG Bürgschaften in Höhe von TEUR 11.712 (Vj. TEUR 11.712) zur Absicherung von Bankkontokorrentverbindlichkeiten eingegangen. Ein Mittelabfluss auf Grund der Bürgschaften wird als unwahrscheinlich eingeschätzt, weil die Bonität der Schuldner gewährleistet ist. Die Bürgschaften sind im Zusammenhang mit der Darlehensaufnahme für den Erwerb von OLDI durch operative Konzerngesellschaften erfolgt.

7. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i. H. v. TEUR 3.091 (Vj. TEUR 2.995).

Außerdem bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für Gebäude, Pkws und Büromaschinen. Der Mindestbetrag dieser nicht abgezinsten künftigen Zahlungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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2017

TEUR
2016

TEUR
< 1 Jahr 1.355 1.453
1–5 Jahre 2.996 2.696
> 5 Jahre 1.270 0
Gesamt 5.621 4.149

8. ANGABE VON BUCHWERTEN DER EINZELNEN KATEGORIEN VON FINANZINSTRUMENTEN NACH IFRS 7

Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallender Finanzinstrumente im Konzernabschluss. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Buchwerten, da es sich bei den ausgewiesenen Finanzinstrumenten (mit Ausnahme der Zahlungsmittel) fast ausschließlich um originäre kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten handelt. Es bestehen zum 31. Dezember 2017 analog zum Vorjahr keine Finanzinstrumente, die nicht vom IFRS 7 erfasst werden.

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TEUR Buchwert 31.12.2017 Fortgeführte AK Fair Value erfolgswirksam Fair Value 31.12.2017
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.067 12.067 12.067
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 760 760 760
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.276 10.276 10.276
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 4.153 4.153 3.747 3.747
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 4.574 4.574 4.574
Kurzfristige Finanzschulden 4.788 4.788 5.068 5.068
Kurzfristige finanzielle Schulden 3.569 3.569 3.569

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TEUR Buchwert 31.12.2016 Fortgeführte AK Fair Value erfolgswirksam Fair Value 31.12.2016
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.742 11.742 11.742
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 848 848 848
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.869 10.869 10.869
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 6.595 6.595 5.941 5.941
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 4.856 4.856 4.856
Kurzfristige Finanzschulden 2.660 2.660 2.722 2.772
Kurzfristige finanzielle Schulden 7.611 7.611 7.611

Zu den Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Aufstellung der Klassen von Finanzinstrumenten unter B12.

Gemäß IFRS 7.29a sind keine weiteren Informationen über den beizulegenden Zeitwert anzugeben, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind folgenden Stufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet:

Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)
Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen (Stufe 2)
Informationen, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) (Stufe 3)

Die kurzfristigen und langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten der Kategorie „Sonstige langfristige Schulden“ und „Kurzfristige finanzielle Schulden“ werden der Stufe 3 zugeordnet. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der bedingten Gegenleistungen basieren auf einem angenommenen wahrscheinlichkeitsangepassten Umsatz und EBIT der Akquisitionen. Eine Veränderung der Inputfaktoren innerhalb von für möglich gehaltener alternativen Annahmen führt zu keinen bedeutenden Änderungen der beizulegenden Werte.

9. ZIELSETZUNG UND METHODE DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der Softing AG ist es sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2017 bzw. 31. Dezember 2016 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe der Eigenkapitalquote. Eine konkrete Zielquote wird durch den Vorstand nicht definiert. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 65 % (Vj. 57 %).

Das steuerungsrelevante Kapital der Softing AG besteht aus dem gezeichneten Kapital, den Kapitalrücklagen, den Gewinnrücklagen, dem Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten, den eigenen Anteilen sowie den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter. Die Softing AG versucht soweit wie möglich, die Geschäftsentwicklung aus dem eigenen Cashflow zu finanzieren.

Als international operierendes Unternehmen ist Softing im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist daher, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen.

Bei diesen Risiken handelt es sich um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die auf Grund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Wertes eines Finanzinstruments führen und um zinsbedingte Cashflow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund sich ändernder Marktzinssätze führen.

Zur Beurteilung und Berücksichtigung solcher Risiken hat Softing durch ein zentralisiertes Risikomanagementsystem Grundsätze definiert, die einer einheitlichen und systematischen Erfassung und Bewertung von derartigen Risiken dienen. Zur Überprüfung der Einhaltung aller Grundsätze erfolgt innerhalb von Softing eine kontinuierliche Berichterstattung. Dadurch können auftretende Risiken zeitnah identifiziert und analysiert werden.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Des Weiteren verweisen wir auf die Angaben zu Chancen und Risiken im Lagebericht.

Ausfallrisiken

Softing ist Ausfallrisiken ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung derartiger Risiken werden Kontrakte nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Es bestand an den Stichtagen 31. Dezember 2017 und 31. Dezember 2016 kein wesentliches Ausfallrisiko, so dass nach Auffassung des Vorstands das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner sehr gering, abschließend jedoch nicht vollständig auszuschließen ist.

Ausfallrisiken betreffen Softing im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2017 belaufen sich auf TEUR 398 (Vj. TEUR 295).

Die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten gibt ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Zinsrisiken

Softing ist außerdem Zinsschwankungen ausgesetzt. Die zinssensiblen Aktiva beziehen sich im Wesentlichen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf kurzfristige Wertpapiere. Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 10.276 (Vj. TEUR 10.869) werden zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 0,00 % (Vj. 0,00 %), verzinst. Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 8.942 (Vj. TEUR 9.256) ergeben sich keine wesentlichen Zinsrisiken, da jederzeit die Möglichkeit besteht, auf Festzinsdarlehen umzuschulden.

Ein Anstieg des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte würde sich bezogen auf den Bestand der Darlehen im Zinsaufwand mit TEUR 45 (Vj. TEUR 47) niederschlagen.

Wechselkursrisiko

Das Wechselkursrisiko im Softing-Konzern ist auf zwei Währungen beschränkt, USD und RON. Dem Wechselkursrisiko im USD-Bereich liegt ein natürlicher Hedge zu Grunde, da in den USA und in Singapur (USD als funktionale Währung) Erträge und Aufwendungen für die Produkte anfallen. Bezüglich des rumänischen RON besteht nur ein geringes Wechselkursrisiko, da dieser an den Euro gebunden ist und die Vereinbarungen mit der rumänischen Tochter in EUR abgeschlossen sind.

Zum Bilanzstichtag bestanden, wie in den Vorjahren, keine Devisentermingeschäfte. Bezogen auf den Wechselkurs des USD ergeben sich folgende Sensitivitäten:

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In TEUR/USD USD
Stichtagskurs: USD 1.20 1,32 +10

%
1,08 –10

%
Abweichung Abweichung
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte/Schulden USD USD in EUR +10 % –10 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.584 3.820 3.473 4.244 –347 424
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.188 2.657 2.415 2.952 –242 295
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 76 63 58 70 –6 7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.509 2.091 1.901 2.323 –190 232
Langfristige Schulden gegen verbundene Unternehmen –20.845 –17.371 –15.792 –19.301 1.579 –1.930
Kurzfristige Schulden gegen verbundene Unternehmen –7.914 –6.595 –5.995 –7.328 600 –733
Gesamt –18.402 - 15.3 35 1.395 –1.705

Änderungen aus dem USD-Wechselkurs zum EUR würden sich zum großen Teil im Eigenkapital des Softing-Konzerns niederschlagen.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Konzern nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird primär über das laufende operative Geschäft abgedeckt. Die Softing AG überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer Liquiditätsplanung. Ziel ist es, auch künftig den Liquiditätsbedarf aus dem eigenen Cashflow zu decken.

Der Konzern verfügt über ausreichende Liquidität und nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 5.000, um seine Verpflichtungen in den nächsten vier Jahren gemäß seinen strategischen Planungen zu erfüllen. Zur Beschreibung der Fälligkeiten verweisen wir auf Abschnitt C.

Die Zahlungsmittel betrugen zum Jahresende TEUR 10.276 (Vj. TEUR 10.869). Ihr Anteil am Gesamtvermögen des Konzerns beträgt 13 % (Vj. 13,0 %).

Die folgende Tabelle zeigt die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nach Fälligkeitsklassen, basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag und bezogen auf die vertraglich vereinbarte Endfälligkeit. Bei den in der Tabelle aufgeführten Beträgen handelt es sich um nicht abgezinste Cashflows.

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31.12.2017

(TEUR)
Bis 1 Jahr 2–5 Jahre Über 5 Jahre
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 4.153
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 4.574
Kurzfristige Finanzschulden 4.788

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31.12.2016

(TEUR)
Bis 1 Jahr 2–5 Jahre Über 5 Jahre
Langfristige finanzielle Schulden
Langfristige Finanzschulden 6.596
Kurzfristige finanzielle Schulden
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 4.856
Kurzfristige Finanzschulden 2.660

10. BELEGSCHAFT

Die Anzahl der Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) betrug ohne Vorstand:

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2017 2016
zum Bilanzstichtag 411 435
im Geschäftsjahresdurchschnitt 415 430
Marketing & Sales 115 116
Research & Development 253 265
Administration & General 39 39
Management 8 10

11. VORSTAND

Dem Vorstand der Softing AG gehören die folgenden Herren im Berichtszeitraum an:

Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München, Vorstandsvorsitzender

Herr Ernst Homolka, München, Vorstand Finanzen und Personal

Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge bis zum Jahr 2016. Ab dem Jahr 2017 erfolgt die individualisierte Offenlegung nach der untenstehenden Tabelle:

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Gewährte Bezüge
TEUR Dr. Dr. Wolfgang Trier Ernst Homolka Gesamt
--- --- --- --- ---
Vorstandsvorsitzender Vorstand
--- --- --- --- ---
2017 2017 2017 2016
--- --- --- --- ---
Fixvergütung 513 220 733 733
Nebenleistungen 20 12 32 45
Summe 533 232 765 778
Einjährige variable Vergütung 151 38 189 488
Mehrjährige variable Vergütung 379 81 460 619
Aktienbasierte Vergütung 0 0 0 586
Summe 530 119 649 1.693
Versorgungsaufwand 11 31 42 42
Gesamtvergütung 1.074 382 1.456 2.513

Alle Vergütungsbestandteile sind im Geschäftsjahr zugeflossen

Die Nebenleistungen beinhalten KFZ Pauschalen und die Zuschüsse der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und Zuschüsse zur Altersversorgung.

Die Gesamtvergütung ist nach Maßgabe des IAS 24.17 als kurzfristig einstufen.

Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 144 (Vj. TEUR 125) erfasst.

Es besteht für die Vorstände eine D&O Versicherung mit einem Eigenanteil von 10%

Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder abgestimmt agierende Aktionärsgruppen durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreichen, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2017 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.944 (Vj. TEUR 3.060) gebildet worden. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 168 (Vj. TEUR 168).

12. AUFSICHTSRAT

Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2017 die folgenden Herren an:

Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender)
Dr. Klaus Fuchs, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant (stellv. Vorsitzender)
Andreas Kratzer, Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich, Schweiz

Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:

Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender)

Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats)

Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats)

Dussmann Stiftung & Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats)

Mittelstandswerk Deutschland AG (Vorsitzender)

Herr Dr. Fuchs bekleidete kein weiteres Aufsichtsratsmandat.

Herr Andreas Kratzer bekleidet weitere Verwaltungsratsmandate bei:

SIAT-Swiss Investment & Trade Group AG, Buchs, Schweiz (Verwaltungsrat)

Mobil Power Europe AG, Zürich, Schweiz (Verwaltungsrat)

Lysys AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)

Immoselect AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)

Matam Commodity AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Capella Invest AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)
Biotensidon International AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)

Weinmann Invest AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat)

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5 % des Konzern-EBIT vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.

Für beratende Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Koordination der Softing IT Networks hat das Aufsichtsratsmitglied Dr. Fuchs insgesamt ein Honorar von TEUR 77 erhalten (Vj. TEUR 147).

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 99 (Vj. TEUR 200) und setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR Fix Variabel Gesamt
2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender) 20 20 24 69 44 89
Dr. Klaus Fuchs 15 15 18 52 33 67
Andreas Kratzer 10 10 12 34 22 44

13. HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:

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2017

TEUR
2016

TEUR
Abschlussprüfung 191 119
1 91 119

14. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

15. ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Haar, den 15.03.2018

Softing AG

Der Vorstand

Dr. Wolfgang Trier

Ernst Homolka

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2017

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Angaben

in Tausend €
Anschaffungs- und Herstellungskosten
--- --- --- --- --- ---
01.01.2017 Zugänge Währungs-differenzen Abgänge 31.12.2017
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 15.790 0 -954 0 14.836
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 25.286 4.600 0 0 29.886
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 23.134 126 -2.494 396 20.370
64.210 4.726 -3.448 396 65.092
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.869 844 -69 1.261 4.383
69.079 5.570 -3.517 1.657 69.475

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Angaben

in Tausend €
Kumulierte Abschreibungen
--- --- --- --- --- ---
01.01.2017 Währungsdifferenzen Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2017
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 296 0 0 0 296
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 15.213 0 2.149 0 17.362
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.945 -486 1.562 395 5.626
20.454 -486 3.711 395 23.284
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.612 -33 783 1.001 2.361
23.066 -519 4.494 1.396 25.645

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Angaben

in Tausend €
Buchwerte
--- --- ---
31.12.2017 31.12.2016
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 14.540 15.494
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 12.524 10.073
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 14.744 18.189
41.808 43.756
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.022 2.257
43.830 46.013

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2016

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Angaben

in Tausend €
Anschaffungs- und Herstellungskosten
--- --- --- --- --- ---
01.01.2016 Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 15.539 0 251 0 15.790
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 20.775 4.511 0 0 25.286
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 22.088 388 658 0 23.134
58.402 4.899 909 0 64.210
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.594 701 17 433 4.869
62.995 5.600 926 433 69.079

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Angaben

in Tausend €
Kumulierte Abschreibungen
--- --- --- --- --- ---
01.01.2016 Währungsdifferenzen Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 296 0 0 0 296
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 12.514 0 2.699 0 15.213
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.222 133 1.590 0 4.945
16.032 133 4.289 0 20.454
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.231 8 811 438 2.612
18.263 141 5.100 438 23.066

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Angaben

in Tausend €
Buchwerte
--- --- ---
31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 15.494 15.243
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 10.073 8.261
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 18.189 18.866
43.756 42.370
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.257 2.363
46.013 44.733

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Softing AG, Haar

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Softing AG, Haar, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Softing AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt „Sonstige Informationen“ genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU- APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weiter- gehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1Bilanzierung von kundenbezogenen Fertigungsaufträgen

2Entwicklungsleistungen für selbsterstellte Produktentwicklungen

3Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt

strukturiert:

1 Sachverhalt und Problemstellung

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3 Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1Bilanzierung von kundenbezogenen Fertigungsaufträgen

1 Sachverhalt und Problemstellung

Die im Konzernabschluss der Softing AG ausgewiesenen Umsatzerlöse sind in Höhe von € 5,0 Mio der kundenbezogenen Entwicklung von Software zu zurechnen. Die Bilanzierung der Umsatzerlöse erfolgt hierbei – soweit die Kriterien des IAS 11 erfüllt sind - nach dem Leistungsfortschritt („Percentage of Completion“), wobei die Schätzung des Leistungsfortschritts nach dem Verhältnis der tatsächlich angefallenen Auftragskosten zu den geplanten Gesamtkosten („Cost to cost Methode) gemessen wird. Insbesondere die Schätzung der geplanten Gesamtkosten sowie die sachgerechte Zuordnung vor allem der Personalkosten auf die Projekte erfordern Einschätzungen und das Treffen von Annahmen der gesetzlichen Vertreter.

Aufgrund der Komplexität der Bilanzierung, der Langfristigkeit der Aufträge sowie der daraus resultierenden Schätzunsicherheiten war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die vom Konzern eingerichteten Prozesse

und Kontrollen zur Erfassung von Umsatzerlösen aus der kundenbezogenen Entwicklung von Software unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades beurteilt und getestet. Auf Basis von Stichproben haben wir Projekte auf das Vorliegen der Voraussetzungen zur Teilgewinnrealisation nach IAS 11 geprüft. Ferner haben wir die Bestimmung des Fertigstellungsgrades der kundenspezifischen Fertigungsaufträge nach der „Cost-to-Cost“ Methode und die daraus abgeleitete anteilige Umsatz- und Gewinnrealisierung unter Berücksichtigung der Möglichkeit einer sofortigen Verlusterfassung gewürdigt. In diesem Zusammenhang haben wir die Ermittlung sowohl der geplanten Gesamtkosten als auch der tatsächlich angefallenen Kosten nachvollzogen. Zudem haben wir Stetigkeit und Konsistenz der angewandten Verfahren zur Ermittlung der angefallenen Kosten beurteilt. Außerdem haben wir durch konzernweit konsistente Prüfungshandlungen sichergestellt, dem diesem Prüffeld inhärenten Prüfungsrisiko zu begegnen.

Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zum Ansatz und zur Bewertung der Umsatzerlöse nach der Methode der Teilgewinnrealisierung hinreichend dokumentiert sind und die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen stetig abgeleitet wurden.

3Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zu den Umsatzerlösen aus der kundenbezogenen Entwicklung von

Software sind in den Abschnitten B.13 und C.8, 9 des Konzernanhangs enthalten.

2 Entwicklungsleistungen für selbsterstellte Produktentwicklungen

1 Sachverhalt und Problemstellung

In dem Konzernabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten „Immaterielle Vermögenswerte“ ein Betrag von € 12,5 Mio. für „Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte“ ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Entwicklungsleistungen für Neuentwicklungen und wesentliche Weiterentwicklungen von Produkten oder Prozessen (nachfolgend „Produktentwicklungen“), die nach

den Vorschriften des IAS 38 aktiviert wurden. Die Entwicklungskosten beinhalten zurechenbare Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Die Aktivierbarkeit von selbsterstellten Produktentwicklungen ist von den Kriterien des IAS 38.57 abhängig - insbesondere der technischen Realisierbarkeit der Fertigstellung, die Art und Weise wie der immaterielle Vermögenswert voraussichtlich einen künftigen finanziellen Nutzen erzielen kann sowie verlässlichen Bewertbarkeit - und beinhaltet erhebliche Ermessensspielräume. Ab der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts er- folgt die planmäßige Abschreibung i. d. R. über 5 Jahre. Im Geschäftsjahr trugen die aktivierten Eigenleistungen mit € 4,6 Mio. zum Konzernergebnis bei. Gegenläufig wurden planmäßige Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte von € 2,1 Mio. verbucht. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung, da die Aktivierung und Abschreibung von Entwicklungskosten in einem hohen Maß auf Einschätzungen und Annahmen des Vorstands beruht und damit mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet ist.

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Bei unserer Prüfung haben wir unter anderem die Voraussetzungen für die Aktivierbarkeit in Stichproben für einzelne Projekt anhand der Kriterien des IAS 38.57 gewürdigt.

Weiterhin haben wir das methodische Vorgehen zur Ermittlung der aktivierbaren Kosten nachvollzogen. Wir haben beurteilt, dass der Prozess zur Aktivierung von Entwicklungskosten angemessen ausgestaltet ist und eingerichtete Kontrollen sachgerecht implementiert sind. Die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten und die Werthaltigkeit der Produktentwicklungen haben wir anhand geeigneter Nachweise beurteilt. Dabei haben wir auch Einsicht in Projektunterlagen genommen, um uns von dem jeweiligen Projektfortschritt zu überzeugen. Das von der Gesellschaft angewandte methodische Vorgehen zur Aktivierung der Produktentwicklungen ist aus unserer Sicht sachgerecht und die Projektfortschritte und aktivierten Entwicklungskosten sind nachvollziehbar dokumentiert.

3Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zu den aktivierten Entwicklungskosten sind in den Abschnitten B.5

und C.3 des Konzernanhangs enthalten.

3Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten

1 Sachverhalt und Problemstellung

In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 14,5 Mio. (18 % der Bilanzsumme bzw. 28 % des Eigenkapitals)ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert des jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit der bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

3Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zum Werthaltigkeitstest und zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind im Abschnitt B.6 und C.2 des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die im zusammengefassten Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU- APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2012 als Konzernabschlussprüfer der Softing AG, Haar, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Stefano Mulas.

München, den 15. März 2018

**

PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2017 wurde am 15.03.2018 gebilligt.