AI assistant
Softing AG — Annual Report 2017
Jul 3, 2018
405_rns_2018-07-03_eb720233-f636-4b64-b83f-a5196fa0cd37.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Softing AG
Haar
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
Zusammengefasster Lagebericht sowie des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017
der Softing AG
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
GESCHÄFTSMODELL
Geschäftsmodell des Konzerns
Softing ist als Software- und Systemhaus in den Segmenten Industrial, Automotive und IT Networks international etabliert. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet komplexe und hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardware-Prototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung erfolgt extern.
Im Segment Industrial ist Softing ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten für die Fertigungs- und Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Endanwendern. Sie sind bekannt für ihre ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für Feldbussysteme und industrielle Steuerungen sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.
Die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen des Segments Automotive von Softing stehen für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik sowie nah verwandter Elektronik-Bereiche, z. B. in der Nutzfahrzeug- oder Landmaschinen-Branche. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering vor Ort. Softing ist der Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Systeme, von der Entwicklung über die Produktion bis zum Service. Automotive setzt bei seinen Entwicklungen auf Standardisierung. Softing ist aktives Mitglied in den wesentlichen Standardisierungsgremien der Automobilelektronik, wie ASAM und ISO.
Das Segment IT Networks steht für das Testen, Qualifizieren und Zertifizieren von Verkabelungen in IT-Systemen, basierend auf weltweiten technologischen Standards. Die Kunden optimieren mit den Messgeräten der IT Networks für Kupfer- und Glasfasernetze ihre täglichen Arbeitsabläufe und schaffen Sicherheit im Datenaustausch.
Beratung, Analysen, Studien und Schulungen runden in allen drei Geschäftssegmenten das Leistungsangebot ab. Softing bedient mit seinen Dienstleistungen und Produkten schwerpunktmäßig den europäischen und den nordamerikanischen Markt. Die asiatischen Märkte wie China, Japan und Korea gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung.
DARSTELLUNG DER SEGMENTE
Die Segmentierung des Softing-Konzerns erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiken und Ertragsstrukturen der einzelnen Geschäftsfelder. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftsfelder Automotive, Industrial und IT Networks aufgeteilt. Für weitere Details sowie quantitative Angaben zu den Segmenten des Softing-Konzerns verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Konzernanhang.
SOFTING AG
Die Softing AG ist die zentrale Management-Holding des Konzerns.
SEGMENT INDUSTRIAL
Industrial Automation GmbH
Die Softing Industrial Automation GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Kommunikationslösungen und Produkten sowohl für die Fertigungs- als auch die Prozessindustrie. Die Produkte sind zugeschnitten auf die Anforderungen von System- und Geräteherstellern, Maschinen- und Anlagenbauern oder Endanwendern und bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit und funktionalen Vorteile.
Softing Italia s.r.l.
Softing Italia ist organisatorisch eine Tochter der Softing Industrial Automation GmbH. Softing Italia in Mailand betreut Kunden in Italien direkt vor Ort. Im Jahr 2017 trug die Gesellschaft erneut positiv zum Gesamtergebnis des Softing-Konzerns bei.
Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc.
Online Development Inc. (OLDI) und Softing Inc. mit Sitz in Knoxville, Tennessee, sowie das Vertriebsbüro der Softing Inc. in Newburyport, Massachusetts, sind organisatorisch Töchter der Softing North America Holding Inc. OLDI ist seit fast 30 Jahren ein führender Original Design Manufacturer (ODM) mit einer Bandbreite an Hardware- und Software-Produkten, die zahlreiche industrielle Marktsegmente unterstützen. Große Markenhersteller nutzen OLDI’s tiefreichendes Wissen der industriellen Datenverarbeitung und Kommunikation, um die Markteinführung neuer und bewährter Technologien zu verbessern. Softing Inc. bedient den nordamerikanischen Markt, bietet mit eigenen Kapazitäten Projektdienstleistungen an und betreut das Produktgeschäft vor Ort. 2017 trugen die amerikanischen Gesellschaften zusammen positiv zum Gesamterfolg des Softing-Konzerns bei.
Buxbaum Automation GmbH
Die Vertriebsniederlassung Buxbaum Automation GmbH in Eisenstadt betreut Kunden in Österreich direkt vor Ort. Die Gesellschaft trug 2017 mit Ihren Verkäufen in den Segmenten Industrie und IT Networks wieder positiv zum Gesamtergebnis des Softing-Konzerns bei.
SEGMENT IT NETWORKS
Softing IT Networks GmbH, Softing Singapore Pte. Ltd. und Shanghai Softing software Co., Ltd./China
Softing IT Networks GmbH mit Sitz in Haar, München, ist Anbieter von Geräten zur Diagnose von IT-Netzwerken, die im Bereich der Industrieautomation, in der Büroinstallation sowie bei Rechenzentren eingesetzt werden. Softing Singapore mit Sitz in Singapur entwickelt und liefert Test- und Messgeräte für Kupferkabel- und Glasfaser-Daten-Netzwerke. Dies schließt sowohl die Entwicklung und Herstellung von Produkten mit der höchsten Performance in diesem Bereich als auch Zubehör zur Unterstützung des Vertriebs ein. Shanghai Softing software Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, wurde 2016 gegründet, um die Produktpalette von Softing Singapore auf dem chinesischen Festland zu vertreiben. Neben dem Vertrieb liefert die Gesellschaft auch technischen Support und Kalibrierungsleistungen für die angebotenen Produkte. Die drei Softing IT Networks-Gesellschaften tragen mit einer wachsenden Produktpalette, bestehend aus Eigen- und Distributionsprodukten positiv zum internationalen Erfolg bei.
SEGMENT Automotive
Softing Automotive Electronics GmbH
Die Softing Automotive Electronics GmbH mit Sitz in Haar bietet Produkte und Dienstleistungen in der Diagnose und der Testautomatisierung an. Der prozessübergreifende Ansatz der Softing-Lösungen steigert Qualität und Zuverlässigkeit in der Steuergerätekommunikation. Im Wachstumsmarkt für Diagnose- und Testsysteme in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit über 80.000 Installationen eine führende Stellung im Markt. Weltweit vertrauen Fahrzeughersteller sowie System- und Steuergerätelieferanten auf bewährte Hard- und Software-Werkzeuge sowie Lösungen von Softing.
Softing Messen & Testen GmbH
Die Softing Messen & Testen GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt ist organisatorisch eine Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH. Softing ist seit mehr als 20 Jahren erfolgreich im Bereich Automotive Test Solutions tätig und bietet umfangreiches Expertenwissen rund um das automatisierte Testen der Fahrzeug-Elektronik. Für viele im Kraftfahrzeug vorhandene Steuergeräte hat Softing bereits Funktionsprüfungen und Test-Designs realisiert. Darüber hinaus deckt SMT (Softing Mess-Technik) den gesamten Bereich der mobilen und stationären Messwerterfassung ab.
Softing Project Services GmbH
Die Softing Project Services GmbH mit Sitz in Haar ist organisatorisch eine Tochter der Softing Automotive Electronics GmbH. Zur optimalen Unterstützung der Kunden bietet die Softing Project Services GmbH hochwertige Dienstleistungen unmittelbar am jeweiligen Kundenstandort an. Für Kunden werden qualifizierte Consulting- und Engineering-Leistungen mit Fokus auf die Kernthemen Diagnose, Messen und Testen erbracht. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter arbeiten teilweise direkt in den Fachabteilungen der Kunden. Die enge Vernetzung mit allen maßgeblich Beteiligten ist ein wesentliches Kennzeichen der Arbeitsweise der Softing Project Services GmbH und spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Projekte.
Softing Automotive Electronics Services GmbH
Die Softing Automotive Electronics Services GmbH mit Sitz in Kirchentellinsfurt, Deutschland, ist eine durch die Softing Automotive Electronics GmbH im Jahr 2016 gegründete Gesellschaft. Sie fungiert als interne Entwicklungsgesellschaft im Segment Automotive.
Softing Services GmbH
Die Softing Services GmbH mit Sitz in Haar stellt Dienstleistungen für die operativen Gesellschaften der Softing AG zur Verfügung.
SoftingROM s.r.l.
Die Tochter SoftingROM s.r.l. (SoftingROM) mit Sitz in Cluj, Rumänien, fungiert als Tochtergesellschaft der Softing Services GmbH. SoftingROM bildet für den Softing-Konzern einen wichtigen Pool von IT- Spezialisten bei anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben und ist ein strategisch wichtiges Mitglied des Softing-Konzerns.
Softing S.A.R.L.
Die Softing S.A.R.L. mit Sitz in Paris, Frankreich, wurde im Jahr 2015 durch die Softing Services GmbH gegründet. Sie stellt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für Vertriebsaktivitäten des Softing-Konzerns in Frankreich zur Verfügung.
Geschäftsmodell der Softing AG
Die Softing AG fungiert als Management-Holding für den Softing-Konzern. Sie erzielt Erlöse durch die Verrechnung von Management-Leistungen, von Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement an die Tochterunternehmen. Darüber hinaus beschränkt sich das Geschäftsmodell auf die Verwaltung der Beteiligungen.
Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB unter Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
STEUERUNGSSYSTEM
Der Softing-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Konzernumsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT, dem EBIT bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie Auswirkungen aus der Kaufpreisverteilung. Daneben steuert der Softing-Konzern das Working Capital über ausgewählte Kennzahlen. Das Working Capital besteht im Wesentlichen aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem wird anhand kurzfristiger Absatzprognosen die Bestellung neuer Ware im Hinblick auf Verfügbarkeit gesteuert. Ziel ist es, kontinuierlich lieferfähig zu sein, um Produkte auch kurzfristig unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig anhand der Altersstruktur analysiert und auf Wertberichtigungsbedarf überprüft. Die Kunden werden üblicherweise durch interne Limit-Vergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Überfällige Forderungen werden stringent nachverfolgt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden meist unter Ausnutzung von Skontobeträgen beglichen, sofern diese angeboten werden.
Grundlage der Steuerung sind für die Softing AG auf Grund des Geschäftsmodells im Wesentlichen die Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen und Dividenden von Konzerngesellschaften. Durch die oben erläuterte Steuerung der Tochterunternehmen bewirkt die Softing AG auch die Steuerung der Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen in der AG selbst.
Forschung und Entwicklung
Der Softing-Konzern investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus seinen Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Insgesamt hat Softing 23,2 Mio. EUR (Vj. 24,0 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer sowie in die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Zusammenhang mit Kundenprojekten investiert. Dies entspricht einer Investitionsquote (Verhältnis der Entwicklungskosten zu den Umsatzerlösen) in Höhe von 29 % (Vj. 30 %).
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vj. 2,7 Mio. EUR).
Zum Jahresende waren 251 (Vj. 267) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Softing AG selbst betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung. Diese findet ausschließlich in den operativen Gesellschaften statt.
Die Softing Industrial Automation hat 2017 rund 8,2 Mio. EUR in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte investiert. Im Berichtsjahr standen folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:
Die Produktpalette der Gateways für die Prozessindustrie wurde erweitert: mit den Produkten pnGate PA und mbGate PA werden PROFIBUS PA-Geräte an PROFINET und Modbus TCP Controller angebunden. Dies erlaubt das einfache Anbinden von PROFIBUS PA-Geräten an Siemens und Schneider Electric-Steuerungen. Das neue Produkt mobiLink vereint den Zugriff auf HART, Foundation Fieldbus und PROFIBUS PA-Geräte in einem mobilen Interface. Über Bluetooth oder USB verbindet sich mobiLink mit einem PC auf dem dann die Anwendungen laufen die mit den Geräten kommunizieren.
Bei den Technologie-Integrationsprodukten wurde die 3. Generation der Embedded Kommunikationsmodule für Foundation Fieldbus und PROFIBUS PA fertiggestellt. Diese erlaubt nun Geräteherstellern Foundation Fieldbus und PROFIBUS PA-Geräte ohne Programmierung zu entwickeln. Die von Softing gelieferte Firmware wird vom Kunden nur noch parametriert, um die Geräte passend abzubilden. Die 2016 eingeführten dataFEED UA Gateways wurden um weitere Protokolle wie Modbus erweitert. Zusätzlich wurde in der dataFEED Middleware das Protokoll implementiert, das den Zugriff auf die optimierten Bausteine einer S7 1500 erlaubt.
Bei den OPC-UA Toolkits für .NET unterstützt Softing jetzt eine erweiterte Lösung, die es erlaubt eigene OPC-UA-Produkte zu entwickeln, die neben Microsoft Windows auch auf anderen Betriebssystemen wie z. B. Linux zur Verfügung stehen. Mit dem uaToolkit Embedded wurde auch das Portfolio der OPC-UA Toolkits erweitert. Dieses erlaubt die Realisierung eines OPC UA Servers und Publishers in einem Feldgerät. Damit wurde das OPC-UA-Angebot abgerundet und bietet nun für alle Ebenen der Automatisierungspyramide Lösungen an.
Die konsequente Erweiterung der Xpert-Produktserie manifestierte im Jahr 2017 erneut die Vorreiterrolle der Softing IT Networks GmbH in der Messtechnik für strukturierte Gebäudeverkabelung und Rechenzentren. Neben der Messtechnik für Kupferverkabelungen über den kürzlich verabschiedeten „Kategorie-8-Standard“ hinaus bietet Softing IT Networks auch Messtechnik für Glasfaserverkabelung und WLAN-Planung an. Im Berichtsjahr wurden zudem die Grundlagen für weitere eigenentwickelte Produkte geschaffen. Im Zuge der 2016 verabschiedeten Datenkabel-Standards „Kategorie 8“ konnte Softing Singapur Pte. Ltd. 2017 starke Aktivitäten der Kabel- und Komponentenanbieter beobachten, die ihre „Kategorie-8-Lösungen“ an den Markt brachten. Softing arbeitet kontinuierlich mit diesen Anbietern daran, diese innovativen Lösungen im Feld zu testen. Auch wenn erwartet wird, dass die „Kategorie 8“ ein Nischenprodukt bleibt, hilft die Zusammenarbeit, Softings Profil gegenüber den Herstellern zu pflegen und damit beizutragen, das Geschäft über alle Kabelkategorien hinweg zu erhalten und auszubauen.
Die Softing Automotive Electronics GmbH hat weiterhin ihre standardbasierten Diagnosewerkzeuge im Markt verankert und parallel dazu die neuen Kommunikationslösungen bei ersten Schlüsselkunden ausgeliefert. Regional zeigt sich, dass die Unterstützung von internationalen Standards zunehmend nicht nur in Europa und den USA, sondern auch in Asien signifikant an Bedeutung gewinnt. Neben den seit Jahren bei mehreren Kunden, in großen Stückzahlen, im Einsatz befindlichen Tools der Produktfamilie Diagnostic Tool Set (DTS) stößt auch das noch neue Werkstattsystem Softing TDX auf immer größeres Kundeninteresse und konnte bei einigen Kunden in den produktiven Einsatz gebracht werden. Die ebenfalls im Werkstattumfeld eingesetzte Smartphone-App CAR ASYST (CA) ist inzwischen in größeren Stückzahlen im Einsatz. Ihr wurde mit CA ANALYTICS ein Expertenwerkzeug zur Seite gestellt, mit dem in speziellen Schulungszentren tiefere Fehleranalysen durchgeführt werden können. Dadurch ist ein noch effizienterer Einsatz der CA APP möglich. Die Entwicklung der Softing VCF (Vehicle Communication Framework) – eine Schnittstelle, die in der Entwicklung und Produktion den Zugriff auf physikalische Größen und die Simulation von Steuergeräten ermöglicht – wurde in erste Kundenevaluierungen geliefert. Der Einsatz in Testsystemen und Prüfständen gemeinsam mit den neuen VCIs der VIN|ING-Familie verspricht den Zugang zu neuen Kundengruppen und Synergien mit den Diagnoselösungen auf der gleichen VCI-Plattform.
Die Softing Messen und Testen GmbH konnte 2017 einige Neuentwicklungen mit Ausrichtung auf neue Anforderungen aus der Fahrzeugentwicklung erfolgreich projektieren. Unter anderem wird ein neues SMT-Modul für den Fahrzeugbus CAN FD Mitte 2018 zur Verfügung stehen. Im Bereich „Testen“ konnte der Aufwärtstrend bestätigt werden. Die 2016 angekündigten Aufbauten für 1:1 Fahrzeugmodelle (FMU Funktional Mockup Unit), welche auf Aluprofilbasis sämtliche elektrischen Komponenten beinhalten, erschlossen erfolgreich einen neuen Bereich. Eine weitere Neuheit war der Aufbau eines kompletten Prüfstands für Elektromotoren. Von der gemeinsamen Konzeption mit dem Kunden lieferte Softing ein Komplettsystem mit automatisiertem Ablauf bis hin zur Auswertung. Das Transmissionsmessgerät LTW-1 wurde optimiert und erzielte 2017 einen bisherigen Umsatzrekord. Dieses Messgerät untersucht Kunststoffgehäuse von Steuergeräten auf ihre qualitativen Eigenschaften in der Produktion. Diese Maßnahme soll Undichtigkeiten und hieraus resultierende Rückrufaktionen vermeiden helfen.
WIRTSCHAFTSBERICHT
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
Weitere Expansion der Weltwirtschaft in 2017
Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2017 spürbar beschleunigt. Die Weltkonjunktur, die im Verlauf des Jahres 2016 die konjunkturelle Talsohle durchschritten hatte, gewann lt. Kieler Institut für Weltwirtschaft (ifW) 2017 weiter an Fahrt. Im Sommerhalbjahr wurde mit etwas mehr als 2 % die kräftigste Expansion der globalen Produktion in einem Halbjahr seit dem Jahr 2010 verzeichnet. Für das vierte Quartal 2017 signalisierte der IfW-Indikator für die weltwirtschaftliche Aktivität, der auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnet wird, eine weitere Festigung der Konjunktur. Dabei ist die Konjunktur in nahezu allen großen Volkswirtschaften gleichzeitig aufwärtsgerichtet. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat der IfW-Indikator inzwischen ein im Zeitvergleich hohes Niveau erreicht. In den Schwellenländern ist die wirtschaftliche Stimmung demgegenüber zwar weiterhin relativ gedämpft, sie hat sich aber ebenfalls deutlich verbessert. Im Vergleich zur ifW-Prognose von vor einem Jahr (3,5 %) hat sich die Weltproduktion deutlich besser entwickelt. So zeichnet sich für 2017 nun ein Anstieg der Weltproduktion um 3,8 % ab. Nach einer nur moderaten Expansion zu Jahresbeginn nahm das Bruttoinlandsprodukt in den Vereinigten Staaten im zweiten und im dritten Quartal um jeweils 0,8 % zu. Maßgeblich für die Verstärkung der konjunkturellen Grundtendenz war das Anziehen der Investitionen, während die bereits seit geraumer Zeit kräftige Nachfrage der privaten Haushalte robust blieb. Für das vierte Quartal signalisierten Kurzfristprognosemodelle eine abermals deutliche, wenngleich im Vergleich zum Vorquartal etwas geringere Expansion des US-Bruttoinlandsprodukts. In Japan schwächte sich die wirtschaftliche Dynamik im dritten Quartal nur wenig ab, obwohl die inländische Verwendung nach einem sehr kräftigen Zuwachs im Vorquartal nur geringfügig zunahm. Im Zuge einer deutlichen Zunahme der Exporte stieg das Bruttoinlandsprodukt aber immer noch um 0,6 % und damit abermals erheblich stärker als das Produktionspotenzial. Nach wie vor überwiegend von binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getrieben blieb hingegen die konjunkturelle Expansion im Euroraum. Im dritten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt mit 0,6 % kaum schwächer zu als im Quartal zuvor; im Vorjahresvergleich erhöhte sich der Zuwachs im Verlauf des Jahres auf 2,6 %. Besonders kräftig nahmen die Investitionen zu, aber auch der private Konsum expandierte vor dem Hintergrund steigender Beschäftigung und etwas anziehender Löhne deutlich. Bemerkenswert ist, dass die Konjunktur inzwischen in allen Ländern des Euroraums deutlich aufwärtsgerichtet ist. Vergleichsweise mäßig steigt die Produktion derzeit im Vereinigten Königreich, wo das Expansionstempo im dritten Quartal mit 0,4 % nur geringfügig höher war als im ersten Halbjahr. Dämpfend wirkte nach wie vor, dass die Kaufkraft inflationsbedingt nur wenig zugelegt hat.
(Quelle: ifW, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 37, 2017/Q4)
Maschinen- und Anlagenbau: Aufschwung setzt sich 2017 fort
Nach einem erfolgreichen Jahr starten die Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland zuversichtlich und mit Schwung in die kommenden Monate. 2017 übertraf die Maschinenbauindustrie erstmals im Umsatz die Marke von 220 Mrd. EUR, das Jahr 2017 könne daher als Aufschwungsjahr bezeichnet werden. Für 2018 erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) eine gleichbleibende Dynamik, also erneut ein Produktionswachstum von 3%. Allerdings muss die Industrie auch im kommenden Jahr mit vielen Unwägbarkeiten im In- und Ausland leben, die ein höheres Wachstumstempo verhindern könnten. In Deutschland gebe es zwar berechtigte Hoffnung darauf, dass sich der seit langem aufgebaute Investitionsstau nach und nach auflöst. Viele der älteren Maschinen und Anlagen im Markt dürften die fortschreitende Digitalisierung nicht hinreichend meistern. Das macht Mut, dass auch die Inlandsorders endlich wieder Fahrt aufnehmen. Erfolgsgarant für den Maschinenbau aus Deutschland war auch in diesem Jahr der Export. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten Waren für 124,4 Mrd. EUR ins Ausland geliefert – ein Zuwachs von real 6,2% zum Vorjahr. Drei von vier Maschinen waren für den Export bestimmt, wobei die EU die mit Abstand größte Absatzregion blieb. 46,5% aller Ausfuhren gingen in die 27 Partnerländer der Europäischen Union. An der Spitze der größten Einzelexportmärkte behaupteten sich in dieser Periode die USA, das wesentlich stärkere Wachstum wies jedoch China mit einem Zuwachs der Ausfuhren um 24% in den ersten neun Monaten auf. Allerdings werde sich das Wachstum der Exporte nach China 2018 schon wegen des bereits erreichten Niveaus etwas verlangsamen. Mit Sorgen beobachten die Maschinenbauer die Entwicklungen rund um den Brexit. In den ersten neun Monaten 2017 sanken die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich, dem viertgrößten Einzelexportmarkt, gegenüber Vorjahr um 4,5%. Sollten die Briten die Zollunion verlassen, drohen den deutschen Maschinenbauern nach Berechnungen des VDMA Zusatzkosten im Export von mehr als 180 Mio. EUR im Jahr. Hinzu kämen Zusatzkosten im Import von Maschinen aus Großbritannien von 44 Mio. EUR im Jahr plus weitere Aufwendungen für den Import von Komponenten.
(Quelle: VDMA, Artikel vom 12.12.2017 www.vdma.org)
Elektroindustrie: Dynamische Entwicklung setzt sich fort
Im Oktober 2017 hat die deutsche Elektroindustrie lt. dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) insgesamt 9,1% mehr neue Aufträge eingefahren als im Vorjahr. Damit hat sich die dynamische Entwicklung der Bestellungen auch mit Beginn des vierten Quartals weiter nahtlos fortgesetzt. Die Inlandsaufträge zogen im Oktober um 7,7% an und die Auslandsaufträge um noch stärkere 10,4%. Kunden aus dem Euroraum orderten 12,3% und Partner aus Drittländern 9,2% mehr als vor einem Jahr. In den kompletten ersten zehn Monaten des Jahres 2017 lagen die Bestellungen 10,2% über ihrem entsprechenden Vorjahresniveau. Hier erhöhten sich die Aufträge aus dem Inland um 9,5% und die aus dem Ausland um 10,8%. Die Nachfrage aus der Eurozone wuchs dabei um 12,4%, und Kunden aus Drittländern steigerten ihre Bestellungen um 9,8%. Die Branchenerlöse im Oktober von 15,5 Mrd. EUR, lagen somit um 8,0% höher als im Vorjahr. Damit hat sich ihr Expansionstempo zuletzt nochmals erhöht. Der Inlandsumsatz stieg im Oktober um 7,3% auf 7,6 Mrd. EUR und der Auslandsumsatz um 8,6% auf 7,9 Mrd. EUR. Die Erlöse aus Geschäften mit Kunden aus dem Euroraum lagen mit 2,9 Mrd. EUR um 7,5% höher als vor einem Jahr. Der Umsatz mit Drittländern erhöhte sich um 9,2% auf 5,0 Mrd. EUR. Kumuliert von Januar bis Oktober 2017 kam der aggregierte Elektroumsatz auf 156,3 Mrd. EUR, womit er seinen Vorjahreswert um 7,1% übertraf. Hier stiegen die Inlandserlöse um 5,1% auf 74,6 Mrd. EUR. Die Auslandserlöse zogen stärker an – um 8,9% auf 81,7 Mrd. EUR. Im Geschäft mit der Eurozone gab es ein Plus von 8,1% auf 29,6 Mrd. EUR und mit Drittländern von 9,4% auf 52,1 Mrd. EUR.
(Quelle: ZVEI-Konjunkturbarometer, Dezember 2017)
Automobilindustrie: Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung
Die deutsche Automobilindustrie hat ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) nach Angaben des Deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA) erneut erhöht. Laut der Europäischen Kommission stiegen im Jahr 2016 die weltweiten Aufwendungen auf 40,2 Mrd. EUR – ein Zuwachs von 7% gegenüber dem Vorjahr. Damit stemmt die deutsche Automobilindustrie mehr als ein Drittel der gesamten weltweiten FuE-Ausgaben der Automobilbranche. Neben der stetigen Optimierung der Verbrennungsmotoren sowie der Investitionen in das vernetzte und automatisierte Fahren stellt vor allem die Entwicklung alternativer Antriebe einen großen FuE-Schwerpunkt dar. 40 Mrd. EUR will die deutsche Automobilindustrie bis 2020 für alternative Antriebe aufwenden. In den nächsten fünf bis acht Jahren werden die deutschen Hersteller mehr als 150 neue Modelle mit Elektroantrieb auf die Straße bringen. Noch vor 2020 wird der Elektroantrieb in allen Segmenten vertreten sein, von der Kompaktklasse bis zum SUV – mit Reichweiten von mehr als 500 Kilometern mit einer Batterieladung. Rund ein Drittel aller weltweiten Patente im Bereich der Elektromobilität und des Hybridantriebs kommen aus Deutschland. Das Nutzfahrzeug-Segment befindet sich inmitten eines massiven Technologiewandels, der sich vielleicht noch schneller vollzieht als beim Pkw. Effizienz und Wirtschaftlichkeit stehen dabei stets im Zentrum aller Überlegungen: Digitalisierung, Automatisierung und alternative Antriebe sind die zentralen Zukunftsfelder, die jedes einzelne Unternehmen im Blick hat und auf die es sein Geschäftsmodell ausrichtet. Die Vernetzung von Nutzfahrzeugen untereinander und mit ihrer Umgebung kann dabei besonders zur Effizienzsteigerung des Straßengüterverkehrs beitragen und die Kapazitäten noch besser auslasten. Die Verkehrssicherheit profitiere von Digitalisierung und Automatisierung ebenso und werde die Zahl der Unfälle und Kollisionen weiter deutlich reduzieren. Neben der Digitalisierung und Automatisierung forscht die deutsche Nutzfahrzeugindustrie weiter an klassischen und alternativen Antrieben, um den Verbrennungsmotor noch effizienter zu machen und zugleich die alternativen Antriebsarten mit aller Kraft weiterzuentwickeln.
(Quelle: VDA, Pressemitteilungen vom 01.12.2017 und 22.12.2017, www.vda.de )
GESCHÄFTSVERLAUF
Softing hat 2017 die schwächeren Umsätze im deutschen Markt trotz deutlichem Wachstum des Geschäfts in den USA und in Asien nicht kompensieren können. 2017 lag der Umsatz mit 78,7 Mio. EUR (Vj. 80,4 Mio. EUR) leicht unter dem Vorjahresniveau, die Prognose von 82,0 Mio. EUR wurde auf Grund der Schwäche im deutschen Markt und des unerwartet starken US-Dollar-Kurses verfehlt. Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 6,8 Mio. EUR (Vj. 12,3 Mio. EUR), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 9 % (Vj. 15 %). Im operativen EBIT von 1,1 Mio. EUR machten sich vor allem die Verzögerungen in der Produktentwicklung und damit einhergehend das Ausbleiben von Aufträgen im Segment Automotive bemerkbar; in einer Tochtergesellschaft, die für einen großen internationalen Hersteller von Automatisierungselektronik tätig ist, hat sich eine noch für 2017 geplante Umsatzrealisierung von knapp 2 Mio. Euro für die Nutzung einer bereits abgeschlossenen Softing Produktentwicklung über das Jahresende hinaus verschoben; darüber hinaus haben die Entwicklung des Wechselkurses Euro zu US-Dollar deutliche bilanzielle Wechselkurseffekte, die sich negativ auf das Jahresergebnis ausgewirkt haben. Aus diesem Grund wurde die Prognose von 5,0 Mio. EUR verfehlt. Das EBIT 2017 erreichte 2,3 Mio. EUR (Vj. 7,2 Mio. EUR inklusive Einmaleffekt aus der Verringerung des variablen Kaufpreises der OLDI von 4,1 Mio. EUR).
Das Segment IT Networks war aufgrund untergeordneter Bedeutung im Jahr 2016 noch Teil des Segments Industrial. Im Jahr 2017 erreichte das Segment IT Networks, aufgrund der guten Umsatzentwicklung, die Schwelle zum eigenen Segment. Zur Vergleichbarkeit verweisen wir auf die Darstellung im Konzernanhang.
Das Segment Industrial erzielte einen Umsatz von 50,9 Mio. EUR (Vj. 57,6 Mio.). Das EBITDA betrug 6,3 Mio. EUR (Vj.7,6 Mio. EUR). Das EBIT von 3,8 Mio. EUR (Vj. 4,2 Mio. EUR) war geprägt durch den Wegfall des Einmaleffektes aus der Verringerung des variablen Kaufpreises der OLDI im Jahre 2016.
Der Umsatz von Automotive blieb mit 17,4 Mio. EUR (Vj. 22,8 Mio. EUR) unter den Erwartungen und resultierte in einem EBITDA von 0,2 Mio. EUR nach 4,3 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBIT sank entsprechend von 3,0 Mio. EUR auf -1,0 Mio. EUR.
Das neue Segment IT Networks setzte 10,4 Mio. EUR um und erzielte ein ausgeglichenes EBITDA von 0,0 Mio. EUR, sowie ein EBIT von -0,5 Mio. EUR.
Daraus resultierte ein Konzernjahresüberschuss von 0,7 Mio. EUR nach 5,7 Mio. EUR im Vorjahr.
Der Jahresüberschuss der Konzernmutter, Softing AG, fiel auf Grund geringerer Gewinnabführung und erstmaligen Aufwendungen für Verlustübernahme von 2,9 Mio. EUR im Jahr 2016 um 6,1 Mio. EUR auf -3,2 Mio. EUR im Jahr 2017.
ERTRAGSLAGE
Ertragslage Konzern
Die finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das erzielte operative EBIT und das EBIT.
Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Konzernumsatz um 2,1 % auf 78,7 Mio. EUR. Die aktivierten Eigenleistungen (Produktentwicklungen) betrugen 4,6 Mio. EUR und lagen um 0,1 Mio. EUR über Vorjahresniveau (4,5 Mio. EUR), der Anteil der aktivierten Eigenleistungen stieg im Verhältnis zum Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2017 an. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 0,9 Mio. EUR wurden stark durch Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von 0,5 Mio. EUR geprägt. Im Vorjahr betrugen die sonstigen betrieblichen Erträge 5,3 Mio. EUR. Darin enthalten waren Erträge aus der Reduktion des variablen Kaufpreises der OLDI von 4,1 Mio. EUR und aus einmaligen Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Brand bei der Tochtergesellschaft Messen und Testen GmbH in Höhe von 0,6 Mio. EUR.
Der Materialaufwand erhöhte sich um 0,9 Mio. EUR oder 2,9 %. Der Grund dafür liegt im US Geschäft das speziell im Hardwarebereich gute Steigerungen aufwies, dies führte neben Kostensteigerungen zu einem erhöhten Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt betrug die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) 41 % (Vj. 39 %) und der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) sank von 49,1 Mio. EUR auf 46,5 Mio. EUR.
Der Personalaufwand verringerte sich um 6 % auf 33,0 Mio. EUR auf Grund von reduzierten variablen Vergütungen und einer gesunkenen Mitarbeiterzahl. Zum Stichtag waren 411 Mitarbeiter im Softing-Konzern beschäftigt (Vj. 435).
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sanken von 5,1 auf 4,5 Mio. EUR bedingt durch die Verminderung der Abschreibung auf selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht um 0,5 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR.
Eine zentrale Größe für die Beurteilung und die Steuerung der Ertragslage ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem davon abgeleiteten operativen EBIT TEUR 1.116 (Vj. TEUR 6.697) bereinigt um aktivierte Entwicklungsleistungen von TEUR 4.600 (Vj. TEUR 4.512) und deren Abschreibungen von TEUR 2.149 (Vj. TEUR 2.699)
Das EBIT sank von 7,2 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR, wobei ein positiver Einmaleffekt aus der Verminderung des variablen Kaufpreises für OLDI in Höhe von 4,1 Mio. EUR das EBIT im Jahr 2016 erhöht hatte.
Das Zinsergebnis blieb unverändert bei -0,2 Mio. EUR und war auch 2017 durch die Zinsaufwendungen für die Darlehen zur Finanzierung des Kaufpreises von OLDI geprägt.
Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte daraus ein Konzernergebnis von 0,7 Mio. EUR (Vj. 5,7 Mio. EUR).
Ertragslage AG
Als Management-Holding erzielte die Softing AG Erlöse nur durch die Leistungserbringung an die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen bestanden diese Leistungen in der aktiven Geschäftsführung in den Gesellschaften sowie in der Unterstützung in Rechtsfragen und im Qualitätsmanagement. Die hierfür anfallenden Kosten wurden zu festgelegten Teilen an die Tochtergesellschaften belastet; nicht belastet wurden die Kosten für allgemeine Kontrollleistungen.
Die Softing AG tritt nicht direkt am Markt auf, sondern erhält Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen.
Ergebnisabführungsverträge bestehen mit folgenden Tochtergesellschaften:
Unmittelbar:
| • | Softing Industrial Automation GmbH |
| • | Softing Automotive Electronics GmbH |
| • | Softing Services GmbH |
| • | Softing IT Networks GmbH |
Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):
| • | Softing Messen & Testen GmbH |
| • | Softing Project Services GmbH |
Die Ergebnisse aus Ergebnisabführungen sind die wesentlichen Steuerungsgrößen für die Softing AG und stellen den finanziellen Leistungsindikator dar. Im vergangenen Geschäftsjahr veränderten sich diese von 4,2 Mio. EUR auf -5,6 Mio. EUR. Die Prognose der Ergebnisse aus Ergebnisabführungen für das Geschäftsjahr 2017 lag bei 3,5 bis 4,0 Mio. EUR. Die Prognose wurde insbesondere durch die Verlustübernahme in den Gesellschaften Softing Automotive Electronics GmbH und Softing Messen & Testen GmbH verfehlt.
Der Personalaufwand sank von 3,0 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR auf Grund geringerer variabler Vergütungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insgesamt von 0,5 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR.
Auf Grund geringerer Kosten im Zusammenhang mit der Steuerung der Tochtergesellschaften ergab sich für 2017 eine Verminderung der Erlöse mit verbundenen Unternehmen von 3,7 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR.
Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres wurden keine Steuerrückstellungen (i. Vj. rund 2,0 Mio. EUR) gebildet, sondern eine Rückforderung für die Jahre 2015 und 2016 in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,9 Mio. EUR eingestellt. Diese Rückforderung entstand durch Ergebnisanpassungen in den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen der HGB Abschlüsse von Tochtergesellschaften mit Projektgeschäft sowie einem körperschaftssteuerlichen Verlustrücktrag.
Der Jahresfehlbetrag beträgt 3,2 Mio. EUR (im Vj. Jahresüberschuss von 2,9 Mio. EUR).
FINANZLAGE
Finanzlage Konzern
Finanzmanagement
Im Rahmen des Konzern-Finanzmanagements sind die deutschen Tochtergesellschaften in ein Cash Pooling einbezogen, dass die Softing AG führt. Falls notwendig werden die Cashflows der Fremdwährungs-Gesellschaften durch klassische Termingeschäfte abgesichert. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden keine Termingeschäfte abgeschlossen.
Kapitalstruktur
Zum Jahresende 2017 stieg das Eigenkapital des Softing-Konzerns auf 52,3 Mio. EUR (Vj. 47,6 Mio. EUR). Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 erteilten Ermächtigung, wurde mit Eintrag in das Handelsregister vom 12. Juni 2017, das Grundkapital von 6.959.438 EUR um 695.943 EUR gegen Bareinlage erhöht. Der Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung betrug 7,8 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote erreichte 65 %, im Vorjahr 57 %.
Die langfristigen Schulden verminderten sich von 13,7 Mio. EUR auf 11,1 Mio. EUR, aufgrund von Darlehenstilgung und Umgliederungen in die kurzfristigen Schulden.
Die kurzfristigen Schulden sanken um 4,3 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch die Auszahlung des restlichen variablen Kaufpreisanteils der OLDI, der 2017 zur Zahlung fällig war.
Investitionen
Im vergangenen Geschäftsjahr investierte der Softing-Konzern 4,6 Mio. EUR in selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Die Investitionen in das übrige Anlagevermögen betrugen im Jahr 2017 1,0 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR). Hinsichtlich der segmentbezogenen Angaben zu Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.
Liquidität
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sank vor allem ergebnisbedingt um 5,9 Mio. EUR von 9,5 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 9,8 Mio. EUR (Vj. 6,5 Mio. EUR), größtenteils geprägt durch die Investitionen in Neuentwicklungen und die Auszahlung des variablen Kaufpreises der OLDI Online Development Inc.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 6,0 Mio. EUR und war geprägt durch die Nettoeinzahlungen aus der Kapitalerhöhung und gegenläufig durch Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 0,3 Mio. EUR, sowie die Dividendenzahlung von 1,4 Mio. EUR.
Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel standen zum Jahresende bei 10,3 Mio. EUR (Vj. 10,9 Mio. EUR).
Finanzlage AG
Kapitalstruktur
Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2017 von 33,8 Mio. EUR auf 37,0 Mio. EUR. Die Veränderungen begründen sich in der Auszahlung der Dividende von -1,4 Mio. EUR, dem Jahresfehlbetrag von -3.2 Mio. EUR und der Kapitalerhöhung von 7,8 Mio. EUR.
Die Eigenkapitalquote betrug 66,4% (Vj. 70,0%).
Die Reduzierung der Rückstellungen von 4,0 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR basiert größtenteils auf Veränderungen in der Rückstellung für variable Vergütungen und verminderte Steuerrückstellungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von 1,2 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR auf Grund der Nichtauszahlung von variablen Vergütungsansprüchen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich leicht um 0,2 Mio. EUR auf Grund regelmäßiger Tilgungen der 2014 aufgenommenen Darlehen von 1,2 Mio. EUR und der gegenläufigen Aufnahme von kurzfristigen Betriebsmitteln von 1,0 Mio. EUR.
Liquidität
Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgte fast ausschließlich durch das Cash-Pooling-System der Softing AG und eigene, operative Geldzuflüsse für Tochtergesellschaften, die nicht am Cash-Pooling-System teilnehmen. In geringem Umfang wurden separate Bankfinanzierungen von Tochtergesellschaften genutzt. Zur Finanzierung des festen Kaufpreises von OLDI hat die Softing AG insgesamt Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. EUR von zwei deutschen Geschäftsbanken aufgenommen. Diese valutierten zum 31.12.2017 noch mit 6,5 Mio. EUR.
Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 7,1 Mio. EUR (Vj. 3,0 Mio. EUR).
VERMÖGENSLAGE
Vermögenslage Konzern
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte, das Sachanlagevermögen und latente Steueransprüche und repräsentierten Ende 2017 einen Anteil von 56,9% der Bilanzsumme (Vj. 59,0%). Dem gegenüber standen Eigenkapital und langfristige Schulden in Höhe von 78,7% (Vj. 74,0%).
Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 3,0 Mio. EUR auf 45,9 Mio. EUR. Die Gründe lagen zum größten Teil in der Verminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts durch einen veränderten Kurs des USD (1,0 Mio. EUR), eines Rückgangs der sonstigen immateriellen Vermögenswerte (1,0 Mio. EUR) und des gesunkenen Bestands an aktiven latenten Steuern (0,8 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von 34,0 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR und sind im Wesentlichen auf einen Anstieg von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Steuererstattungsansprüchen um 1,7 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich um 0,6 Mio. EUR gesunkene Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente aus.
Die Bilanzsumme verringerte sich im Geschäftsjahr auf 80,7 Mio. EUR (Vj. 82,9 Mio. EUR).
Vermögenslage AG
Die Bilanzsumme der Softing AG erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Mio. EUR auf 55,8 Mio. EUR (Vj. 48,3 Mio. EUR).
Im Geschäftsjahr 2017 wurden 1,0 Mio. EUR an kurzfristigen Darlehen aufgenommen. Die Softing AG erhielt 2017 Mittel in Höhe von 7,8 Mio. EUR aus der Kapitalerhöhung.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sanken um 0,4 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR aufgrund von Rückzahlungen. Der Bestand an flüssigen Mitteln erhöhte sich aufgrund der Kapitalerhöhung auf 7,1 Mio. EUR.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen von 12,7 Mio. EUR auf 15,4 Mio. EUR auf Grund erhöhter Forderungen aus dem Cashpooling.
GESAMTAUSSAGE ZUR LAGE DES KONZERNS UND DER AG
Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Konzerns als auch der Softing AG ist weiterhin sehr solide, die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund der Verlustsituation einiger Tochtergesellschaften verschlechtert.
Über die im Laufe des Jahres berichteten Ereignisse hinaus, gab es keine weiteren Risiken für die Gesellschaft, die früheren Einschätzungen der Geschäftsleitung entgegengestanden hätten.
NACHTRAGSBERICHT
Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.
BERICHTE ZU CHANCEN, RISIKEN UND PROGNOSEN
CHANCENBERICHT
Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern als auch für die Softing AG. Die Chancen und Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus.
Softing Industrial GmbH
Im Jahre 2018 wird die Softing Industrial GmbH den Marktanforderungen folgend ihre Aktivitäten weiter fokussieren und die verschiedenen Themen in zwei Geschäftseinheiten bündeln. Unter dem Dach Industrial wird sich die Geschäftseinheit Data Networks auf den Bereich der Informationsvernetzung und Diagnose in der Fertigungsebene der Prozessautomatisierung konzentrieren, während die Geschäftseinheit Data Intelligence ihren Schwerpunkt auf die Vernetzung in der Unternehmenskommunikation zwischen Informationstechnologie (IT) und Operational Technology (OT) und Real-Time Data Analytics legt.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Neupositionierung von Softing als Unternehmensmarke im Geschäftsjahr 2016 entwickelte Softing Industrial eine darunterliegende, geschäftsbereichsspezifische Markenarchitektur auf der Ebene der Produktprogramme. Wesentliche Ziele dieser Maßnahme sind es, erstens das Leistungsangebot im Kontext der langfristig gültigen Trends Internet der Dinge und Industrie 4.0 für den Markt gut verständlich zu präsentieren und zweitens, mittels einer begrifflich und grafisch gegebenen Wiedererkennbarkeit der Marken, die Bewusstheit für das Angebot von Industrial systematisch auszubauen.
Softing IT Networks GmbH, Softing Singapore Pte. Ltd. und Shanghai Softing software Co., Ltd./China
In der Softing IT Networks GmbH zeigten die breitere Ausrichtung des Vertriebs und die Verstärkung des Marketings bereits im abgelaufenen Jahr positive Effekte. Externe negative Faktoren konnten dadurch gänzlich kompensiert werden. Die 2017 angestoßenen Neuentwicklungen der Softing IT Networks GmbH legten die Grundsteine, auch im neuen Jahr wieder getreu dem Motto ‚Softing First‘ in zusätzlichen Bereichen Technologie- und Trendsetter zu sein. Ein Großteil der angestoßenen Entwicklungen wird 2018 Marktreife erlangen und neue Märkte eröffnen. Durch den Ausbau der Arbeit in den internationalen Normungsgremien konnte IT Networks bereits Akzente setzen, die sich auch positiv auf die Weiter- und Neuentwicklungen eigener Produkte niedergeschlagen haben. Softing Singapore Pte. Ltd. plant 2018 weitere Verbesserungen der Produktlinie „WireXpert“, inklusive eines drahtlosen Datentransfers zu entfernten File Servern, was einen bedeutenden Kundennutzen bedeutet. Diese voll in die bestehende „eXport“ Datenmanagement-Software integrierte Fähigkeit wird für größere Kunden mit zentralisierten Projektmanagement-Funktionen von besonderem Wert sein. Das Joint Venture der Shanghai Softing software Co., Ltd., mit der Wind Hill Technologies Inc. als bewährtem Vertriebspartner in China, lässt für 2018 einen verstärkten Marktzugang erwarten.
Online Development Inc. (OLDI)
OLDI unterstützt als führender Original Design Manufacturer (ODM) mit einer großen Bandbreite von Hardware- und Software-Produkten eine Vielzahl von Markenherstellern und Marktsegmenten in der Industrie. Firmenkunden nutzen OLDI’s tiefgehende Kenntnisse von industriespezifischer EDV und Kommunikation, um ihren Markteintritt in neue und bewährte Technologien zu verkürzen. OLDI setzt die Erweiterung ihres Geschäfts auf neue Kunden, Technologien und Projekte fort. Diese neuen Projekte umfassen Funktechnik, Funktionssicherheit und Analysesoftware. Von der dadurch aufgebauten Expertise werden zukünftige Geschäftsmöglichkeiten über 2018 hinaus erwartet.
Softing Automotive Electronics GmbH
Das Produkt- und Leistungsportfolio der Automotive Electronics wurde 2017 weiter geschärft und die Integration des Neuproduktportfolios erfolgreich vollzogen. So hat Automotive Electronics mit der Markteinführung von neuen Produkten im Portfolioelement VC (Vehicle Communication) begonnen. Insbesondere bei großen Kunden wurde die Migration auf Neuprodukte vorbereitet. Darüber hinaus hat Softing Electronics in ihrem Portfolioelement „Application Software“ die Entwicklung von DTS 9 gestartet. Dies wird ein wesentlicher Treiber für das langfristige Wachstum sein.
Softing Messen & Testen GmbH
2018 wird ein deutlicher Aufschwung im Bereich Messtechnik erwartet. Die 2017 auf Eis gelegten Investitionen mehrerer Kunden werden zum großen Teil 2018/2019 nachgeholt. Außerdem wird mit einem namhaften Entwicklungsdienstleister eine strategische Partnerschaft angestrebt. Im Bereich „Testen“ steht Softing kurz vor dem Abschluss eines größeren Auftrags für eine Prüfsystematik. Es handelt sich hierbei um die Unterstützung des Vernetzungskonzepts für eine zukünftige Steuergerätearchitektur. Weiterhin wurde über einen Rahmenvertrag mit einem Premiumhersteller die Zusammenarbeit im Bereich „Mechatroniktester“ für die nächsten drei Jahre abgeschlossen.
SoftingROM
Softing entwickelt laufend neue Produkte und Technologien, um einerseits dem technologischen Umbruch, also dem Übergang auf neue Technologien zu begegnen, und andererseits neue Märkte und Wachstumschancen zu erschließen. Der rumänischen Tochtergesellschaft SoftingROM kommt hierbei die Aufgabe zu, die nötigen Entwicklungsleistungen zu verstärken. Cluj in Rumänien ist für Softing ein idealer Standort, da er vergleichsweise schnell und kostengünstig von München aus zu erreichen ist. Vor Ort stehen gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker zur Verfügung.
RISIKOBERICHT
Die dargelegten Ausführungen gelten gleichermaßen für den Konzern als auch für die Softing AG. Die Risiken entstehen in den einzelnen Tochterunternehmen der Softing AG. Über die abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge wirken sie sich direkt, gegebenenfalls mit einem zeitlichen Verzug zur IFRS-Rechnungslegung auch auf den Einzelabschluss der Softing AG aus. Die aufgeführten Risiken betreffen alle Segmente.
Softing ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik, der Fahrzeugelektronik und Netzwerkommunikation. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.
Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Die Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe der Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagement-System des Konzerns bzw. der Softing AG umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen.
Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich.
Bei der Risikoanalyse erfolgt eine Beurteilung der identifizierten Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitätsdimension) und der möglichen Schadenshöhe (Intensitätsdimension). Der Risikobewertung sind jedoch insbesondere im Bereich der operativen Risiken praktische Grenzen gesetzt, da die Anzahl der möglichen Risiken hoch ist, die Risikodaten häufig jedoch nur unvollständig vorliegen. Da der Aufwand für das Risikomanagement im vertretbaren Rahmen liegen sollte, muss daher in vielen Risikobereichen auf eine subjektive Risikoeinschätzung zurückgegriffen werden.
Um die Risiken bewerten zu können, werden die Risiken in verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus dem Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:
| a. | Kleine Risiken sind für das Unternehmen unwesentlich und es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren. |
| b. | Mittlere Risiken bestehen bei einem begrenzten Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Ernstfall rasch zu bewältigen. |
| c. | Große Risiken haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierung reduziert werden. Wenn möglich, sollte das erhebliche Bruttorisiko durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden. |
| d. | Bestandsgefährdende Risiken können den Fortbestand einer Organisationseinheit oder des Softing-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Bruttorisikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten. |
Um die Risiken überwachen und steuern zu können, nutzt der Konzern eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung der Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken werden regelmäßig überwacht, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung.
Im Berichtszeitraum wurden auch die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. Dabei wurde auch abgeschätzt, ob sich Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko entwickeln können.
Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Unerwähnt bleiben Risiken, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geschäftsrelevant erachtet werden.
Umfeldrisiken
Die Beurteilung des Wechselkursrisikos gewinnt mit der stetigen Ausweitung des Geschäfts mit den USA und anderen Staaten des Dollarraums eine höhere Bedeutung. Jährlich wird überprüft, ob die Wechselkursrisiken aus den laufenden Geschäften mit den Tochtergesellschaften in den USA und Singapur abgesichert werden sollten. Falls es notwendig erscheint, sichert sich Softing mit Hilfe von klassischen Devisentermingeschäften ab. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Der Umsatz ist 2017 im Vergleich zu 2016 leicht gesunken. Grundsätzlich besteht immer das Risiko der Unterauslastung und des Drucks auf die zu erzielenden Erlöse. Softing begegnet diesen Risiken mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um sich schnell an Nachfrageänderungen anpassen zu können. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.
Das Marktgeschehen ist geprägt von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien. Damit verbunden ist die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung wertlos wird. Softing reagiert auf dieses Risiko, indem es in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeitet. So lassen sich Technologietrends frühzeitig erkennen und mitgestalten. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.
In Teilen des Geschäfts, sowohl im Segment Industrial als auch bei Automotive ist der Konzern in komplexe Entwicklungsprojekte der Kunden eingebunden. Diese Projekte beinhalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadenersatzansprüchen führen. Softing begegnet diesem Risiko dadurch, dass derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definierten Verfahrensmodell geplant und der Projektfortschritt sorgfältig überwacht wird. Der Konzern investiert kontinuierlich, um den bereits hohen Qualitätsstandard bei Softing weiter zu verbessern. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedient sich der Konzern in erheblichem Umfang der Zulieferung durch Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß die eigenen Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Softing begegnet diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Der Konzern senkt das Risiko dadurch, dass die Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüft und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzt werden. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Ausfall oder Fehlfunktion könnte zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen führen. Softing senkt dieses Risiko durch einen sorgfältigen, auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmten Entwicklungsprozess. Die wesentlichen verbleibenden Restrisiken werden durch Versicherungsverträge gedeckt. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt. Durch den restriktiven Kreditmanagement-Prozess erkennt der Konzern drohende Insolvenzfälle schneller und könnte rechtzeitig gegensteuern. Als Ergebnis der gesamten Maßnahmen waren auch 2017 keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insgesamt wird dieses Risiko als kleineres Risiko eingeschätzt.
Sonstige Risiken
Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Softing hat IT-Sicherheitsmaßnahmen realisiert, die Schäden durch Computer-Viren und durch Sabotage bisher verhindert haben. Aus diesen Gründen wird die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit der Datenbestände oder der Informationssysteme als beherrschbar eingeschätzt. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko eingeschätzt.
Der wirtschaftliche Erfolg des Softing-Konzerns beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden alle Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.
Auf dem Arbeitsmarkt herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Für eine wertsteigernde Entwicklung des Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Deshalb ist Softing bestrebt, neue, sehr gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, diese optimal zu integrieren, zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Den Mitarbeitern werden neben attraktiven Anstellungsbedingungen gezielte Schulungen und Fortbildungen angeboten. Dennoch besteht das latente Risiko, dass geeignete Fach- oder Führungskräfte nicht rechtzeitig am Markt akquiriert werden können und dies negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnte. Insgesamt wird dieses Risiko als großes Risiko eingeschätzt.
Bisher ist kein Compliance-Fall bei Softing aufgetreten. Trotzdem nehmen Vorstand und Rechtsabteilung den Themenkomplex Compliance unverändert sehr ernst. Durch Teilnahme an Workshops und Vortragsserien stellt der Konzern sicher, die jeweils aktuellen Trends und Themen aufzunehmen und diese auf die Verhältnisse bei Softing abzubilden. Insgesamt wird dieses Risiko als geringes Risiko eingeschätzt.
Akute Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung beeinträchtigen, liegen nach Einschätzung des Managements nicht vor.
Basierend auf der Risikopolitik und der aktuellen Einschätzung der Risiken wird die Risikogefährdung sowohl für den Konzern als auch für die Softing AG als beherrschbar erachtet. Auf Grund der guten Finanz- und Vermögenslage und sich einer wieder verbessernden Ertragslage im Jahre 2018 ist der Vorstand der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch den Konzern getragen werden können.
PROGNOSEBERICHT
Gutes Weltwirtschaftswachstum bis 2021 erwartet
Die Konjunkturforscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) erwarten für Deutschland in den Jahren 2018 bis 2021 eine Zunahme des Bruttoinlandprodukts von durchschnittlich 1,8%. Die Unternehmensinvestitionen expandieren mit niedrigeren Raten, dafür aber über einen längeren Zeitraum hinweg. Im Euroraum sieht das IfW für 2018 ein Wachstum von 2,1%, dass sich bis 2021 auf 1,7% abschwächt. Für die Weltkonjunktur wird mit einer Zuwachsrate des globalen BIP für 2018 von 3,8% gerechnet, die sich 2019 auf 3,6% und in den Folgejahren auf 3,1% verlangsamen wird. 2018 erwartet das IfW in den USA ein BIP-Wachstum von 2,3%, in Japan von 1,2%, in China von 6,4%, in Indien von 7,3% und im restlichen Ostasien von 5,0%.
(Quelle: ifW, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 36, 2017/Q3)
Softing Industrial für 2018 gut positioniert und technologisch weiterhin hervorragend aufgestellt
Die Entwicklung der internationalen Märkte für moderne Automatisierungstechnik in den für Softing Industrial relevanten Branchen Prozess- und Fertigungsautomation wird unverändert positiv bewertet.
Die Akquisitionen 2014 verbesserten das Portfolio-Spektrum weiter signifikant und das Technologie-Know-how wurde vertieft. Softing Industrial ist damit ideal positioniert, um sowohl branchenübergreifend als auch in den Hauptmärkten Europa und USA von der positiven Entwicklung zu profitieren.
Im Jahr 2018 wird Industrial das Produktportfolio weiter integrieren und ausbauen. Ziele sind u. a. der Ausbau der Gateway-Familie, die weitere Abrundung der Kommunikationslösungen und der Ausbau des Diagnose-Portfolios für Industrial Ethernet. Technologische und vertriebliche Synergieeffekte der Firmen und Produktgruppen im Segment werden dabei weiterhin ein zentraler Schwerpunkt sein.
Softing Automotive
Im Fokus bei Softing Automotive stehen im kommenden Jahr wiederum die weitere Vermarktung der Standardprodukte DTS-8 und DTS-9, OTX Studio, Interfaces der HS-Familie, Messtechnik (SMT, μ-Serie) sowie SoftingTDX. 2018 wird das Segment Automotive, mit der neu entwickelten VCI-Familie VIN|ing in der Vermarktung weiter voranschreiten. Darüber hinaus ist geplant, die Kundenpräsenz in den Emerging Markets auszuweiten. Weitere erfolgversprechende Kontakte in Asien erfolgten, um Kunden mit den VCIs in Kombination mit der Softing Software-Toolkette zu gewinnen. Die Aktivitäten im Bereich Prüfstandsanwendungen auf Basis der VCI-Produktfamilie werden weiter ausgebaut. Das Segment Automotive wird die im Bereich Messtechnik erweiterte Produktpalette verstärkt vermarkten. Diverse Kunden setzen bereits auf die durchdachte Systematik; basierend auf diesem Erfolg erfolgt der Vermarktungsansatz bei weiteren OEMs und Tier-1-Lieferanten.
Softing IT Networks
Die breitere Ausrichtung des Vertriebs und die Verstärkung des Marketings zeigten bereits im abgelaufenen Jahr positive Effekte. Externe negative Faktoren konnten dadurch gänzlich kompensiert werden. Softing IT Networks legte mit den 2017 angestoßenen Neuentwicklungen die Grundsteine, auch im neuen Jahr wieder getreu dem Motto ‚Softing First‘ in zusätzlichen Bereichen Technologie- und Trendsetter zu sein. Ein Großteil der angestoßenen Entwicklungen wird 2018 Marktreife erlangen und neue Märkte eröffnen. Durch den Ausbau der Arbeit in den internationalen Normungsgremien konnte IT Networks bereits Akzente setzen, die sich auch positiv auf die Weiter- und Neuentwicklungen eigener Produkte niedergeschlagen haben.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 der Softing AG
Erklärtes Ziel der Softing AG ist, durch Verstärkung der eigenen Aktivitäten sowie durch gezielte Partnerschaften die Präsenz weltweit systematisch auszubauen.
Softing ist auf Grund der Kombination aus modernem Produktportfolio, großer Nähe zum Kunden und guter finanzieller Reserven besser als viele Wettbewerber aufgestellt und damit in der Lage, Chancen am Markt auch kurzfristig wahrzunehmen.
Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von einer weiteren positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen.
Für das Geschäftsjahr 2018 geht die AG auf Grund der geplanten Ergebnisse von Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 1,5 Mio. EUR bis 2,0 Mio. EUR aus.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 des Softing-Konzerns
Erklärtes Ziel bleibt es, den Konzern basierend auf einer regional verbreiterten und inhaltlich fokussierten Marktdurchdringung zu einem dynamischen und weltweit agierenden Unternehmen zu formen. Dieser Weg wird auch im Geschäftsjahr 2018 konsequent weiterverfolgt. Auf Grund der Ausrichtung des Konzerns und Rückmeldungen von Kunden sieht Softing für 2018 Chancen für eine Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Dem steht jedoch eine natürliche Unsicherheit in der konjunkturellen Entwicklung sowohl in Europa als auch in Asien und in Nordamerika gegenüber. Einbrüchen an den Nachfragemärkten würde sich auch Softing nicht entziehen können. Diese externen Risiken sind in der Prognose als dämpfender Einflussfaktor berücksichtigt.
Als Technologiekonzern mit Führungsanspruch muss und wird Softing den technischen Wandel aktiv mitgestalten. Die Geschwindigkeit des Wandels nimmt dabei in allen Segmenten weiter deutlich zu. Daher sind auf Basis des durch Bestand und Zukäufe verfügbaren Know-hows auch für 2018 umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten geplant. 2018 wird in Summe tendenziell eine gleichbleibende Aktivierung von Entwicklungskosten, auf Grund hoher Investitionen in neue Produkte erwartet. Einige Produktlinien werden aufgrund Fertigstellung abnehmende Investitionen erfahren, wo hingegen neue Zukunftsthemen angeschoben werden. Demgegenüber stehen Chancen auf überproportionale Erträge im Bestandsgeschäft z.B. in der Prozessindustrie, speziell der Bereich Öl & Gas, zeigt die erwartete konjunkturelle Erholung eine gute Indikation für Produkte der Daten Kommunikation. Es bleiben die bereits erwähnten konjunkturellen Risiken und Unsicherheiten. In Summe wird von einer leichten Steigerung der Umsätze und des Auftragseingangs auf 80 Mio. EUR ausgegangen. Aufgrund der Unsicherheiten gehen wir mit etwas Vorsicht von einem EBIT in Höhe von 4,0 Mio. EUR aus, das operative EBIT ist mit 3,7 Mio. EUR geplant. Auf Segmentebene wird sowohl im Segment Industrial und im Segment IT Networks ein leichter Anstieg von Umsatz, EBIT und operativem EBIT erwartet. Das Segment Automotive rechnet aufgrund eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen eine starke Verbesserung von EBIT und operativem EBIT. Eine erkennbare Umsatzwirkung der neuen Automotive-Produkte erwarten wir ab Jahresmitte. Wir werden quartalsweise eine Präzisierung dieser Größen durchführen und dazu berichten.
INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Softing-Konzern
Das interne Kontrollsystem im Softing-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Im Softing-Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem.
Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im Softing-Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen (z. B. „Vier-Augen-Prinzip“) sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein Teil der prozessintegrierten Maßnahmen.
Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung und der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im Softing-Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungsrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im Softing-Konzern ein „Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken“ gemäß § 91 Absatz 2 AktG eingerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem sind im Abschnitt „Risikobericht“ enthalten.
Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regelmäßig über Risiken informiert. Risiken werden dabei frühzeitig identifiziert und bewertet. Die Berichterstattung erfolgt über alle Gesellschaften, wobei die erfassten Risiken aufgelistet und bewertet werden. Der Vorstand verantwortet die Definition geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Wesentliche Einzelrisiken werden unabhängig vom Turnus aufgenommen und unverzüglich berichtet.
Einsatz von IT-Systemen
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der deutschen Gesellschaften in dem Buchhaltungssystem des Herstellers IFS. Unsere ausländischen Tochtergesellschaften greifen auf lokale Anbieter von Buchhaltungssystemen zurück. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Softing AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Softing AG zunächst in das Konsolidierungssystem eingestellt werden. Als Konsolidierungssystem wird das System des Softwareherstellers Lucanet verwendet. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der Softing AG, z. B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten, die in den Buchhaltungssystemen fehlerhaft abgebildet werden können. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.
Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung
Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden. Sollten dennoch Fehler auftreten und erkannt werden, werden diese zeitnah korrigiert.
Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass auch bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrundeliegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt.
Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Softing-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.
Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Softing-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.
Die Softing-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Softing-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z. B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.
Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung sogenannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Einschränkende Hinweise
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Softing-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.
Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen damit zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.
ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT
| 1. | Das Grundkapital der Softing AG im Jahr 2017 betrug 7.655.381 EUR, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu. |
| 2. | Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt. Auch sonstige Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Aktionäre der Softing AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb und die Veräußerung von Aktien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Organe der Gesellschaft. Auch sonstige Beschränkungen, die die Übertragbarkeit von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. |
| 3. | Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns gemeldet: Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05.12.2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) beträgt. Davon sind 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zuzurechnen: Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Softing AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: |
| ― | Trier Familienstiftung |
| ― | Trier Asset Management GmbH |
| ― | Trier Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG |
| 4. | Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben. |
| 5. | Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte unmittelbar ausüben können. |
| 6. | Der Vorstand der Softing AG besteht laut § 7 der Satzung der Softing AG aus einer oder mehreren Personen. Auch bei einem Grundkapital der Gesellschaft von mehr als 3.000.000 EUR kann der Vorstand aus einer Person bestehen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Bei weitergehenden Satzungsänderungen sind die §§ 133, 179 AktG einschlägig. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 7.342.683 Aktien im Umlauf. Der Vorstand der Softing AG wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2015 ermächtigt, bis zum 5. Mai 2020 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.479.719,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 erteilten Ermächtigung, wurde mit Eintrag in das Handelsregister vom 12. Juni 2017, das Grundkapital von 6.959.438 EUR um 695.943 EUR gegen Bareinlage erhöht. Der Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung betrug 7,8 Mio. EUR. Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2017 2.783.776 EUR. |
| 7. | Das Grundkapital wird um bis zu 3.221.256,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7.Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die auf Grund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Tage vor dem Erwerb nicht um mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten, eigene Aktien zu erwerben (Aktienrückkauf). Maßgeblicher Kurs ist der Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der Schlussauktion im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra-Handel) oder eines Nachfolgesystems. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Sie ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10 % beschränkt. Die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Der Rückkauf dient dem Aufbau einer mittelfristig benötigten Akquisewährung zu Kursen, die aus Sicht der Gesellschaft deutlich unter dem Fair Value liegen. Zum 31. Dezember 2017 sind keine eigenen Aktien im Bestand. |
| 8. | Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. |
| 9. | Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder eine abgestimmt agierende Aktionärsgruppe durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreicht, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu. |
GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER ORGANE
Die Bezüge des Vorstands teilen sich in fixe und erfolgsabhängige, also variable Gehaltsbestandteile auf. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis. Ebenso ist die Entwicklung des Aktienkurses der Softing AG ein Bemessungsfaktor der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus besteht für die Vorstände der Softing AG Anspruch auf eine Dienstwagenregelung. Ein Aktienoptionsprogramm liegt nicht vor. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen erfolgen im Konzernanhang.
Für ehemalige Mitglieder und ein aktives Mitglied des Vorstands sind zum 31.12.2017 Pensionsrückstellungen gebildet worden. Für Details verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zur Pensionsrückstellung.
Die Verträge des Vorstands laufen bis 2021 bzw. 2023.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 % des Konzern-EBITs vor Belastung mit der variablen Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung ist für den gesamten Aufsichtsrat auf insgesamt maximal 200.000 EUR je Geschäftsjahr begrenzt.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Der Vorstand der Softing AG berichtet in dieser Erklärung – zugleich für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist gleichermaßen für Softing AG als Muttergesellschaft als auch für den Konzern gültig. Zu den Inhalten der Erklärung verweisen wir auf den Link https://investor.softing.com/en/corporate-governance/statement-289a-hgb.html auf unserer Homepage www.softing.com.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Softing AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns und der Softing AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Konzerns und der Softing AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Softing AG beschrieben sind.
Haar, den 15.03.2018
Softing AG
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Trier
Ernst Homolka
Bilanz zum 31. Dezember 2017
Aktiva
scroll
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 129.109,74 | 153.550,99 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.810,61 | 10.701,84 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 17.199.328,96 | 17.199.328,96 | ||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 14.827.981,30 | 15.192.328,97 | ||
| 32.027.310,26 | 32.391.657,93 | |||
| 32.165.230,61 | 32.555.910,76 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 15.375.380,01 | 12.665.863,10 | ||
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.128.666,17 | 16.504.046,18 | 2.494,09 | 12.668.357,19 |
| II. Flüssige Mittel | 7.075.279,69 | 3.016.232,53 | ||
| 23.579.325,87 | 15.684.589,72 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 39.664,54 | 45.581,20 | ||
| 55.784.221,02 | 48.286.081,68 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2017 EUR |
31.12.2016 EUR |
|||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 7.655.381,00 | 6.959.438,00 | ||
| 7.655.381,00 | 6.959.438,00 | |||
| II. Kapitalrücklage | 22.830.566,87 | 15.662.353,97 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| Andere Gewinnrücklagen | 1.283.570,82 | 1.283.570,82 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 5.263.330,57 | 9.896.610,53 | ||
| 37.032.849,26 | 33.801.973,32 | |||
| B. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 787.139,00 | 649.323,40 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 0,00 | 1.966.372,00 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 893.253,44 | 1.409.553,47 | ||
| 1.680.392,44 | 4.025.248,87 | |||
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.477.407,34 | 8.718.148,10 | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 43.998,16 | 12.337,32 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.816.716,37 | 529.112,85 | ||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.707.983,78 | 1.174.387,55 | ||
| 17.046.105,65 | 10.433.985,82 | |||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 24.873,67 | 24.873,67 | ||
| 55.784.221,02 | 48.286.081,68 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
scroll
| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 2.958.391,21 | 3.665.226,84 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 47.893,53 | 160.349,98 | ||
| 3.006.284,74 | 3.825.576,82 | |||
| 3. Materialaufwand | ||||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -786.947,05 | -726.806,02 | ||
| 4. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -1.719.444,63 | -2.848.192,63 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | -324.914,38 | -2.044.359,01 | -134.343,21 | -2.982.535,84 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -30.417,18 | -23.676,62 | ||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -745.868,27 | -520.071,99 | ||
| -601.306,77 | -427.513,65 | |||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 1.274.803,24 | 0,00 | ||
| 8. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 709.263,19 | 4.195.999,40 | ||
| 9. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen | -6.355.480,45 | 0,00 | ||
| 10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 474.573,55 | 547.711,30 | ||
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0,00 | 533,38 | ||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -228.541,80 | -4.125.382,27 | -157.865,90 | 4.586.378,18 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.485.296,68 | -1.216.913,29 | ||
| 14. Ergebnis nach Steuern | -3.241.392,36 | 2.941.951,24 | ||
| 15. Jahresfehlbetrag -/überschuss | -3.241.392,36 | 2.941.951,24 | ||
| 16. Gewinnvortrag | 8.504.722,93 | 6.954.659,29 | ||
| 17. Bilanzgewinn | 5.263.330,57 | 9.896.610,53 |
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 S. 2 HGB. Die Softing AG hat die Funktion einer strategischen konzernleitenden Management-Holding.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Die Softing AG hat ihren Sitz in Haar, Landkreis München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B Reg.Nr. 127604).
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Software wird entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre linear abgeschrieben. Rechte werden über fünf bis acht Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre und Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 410,00) werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben, Sammelposten (EUR 150,00 bis EUR 1.000,00) aus Vorjahren werden noch pro rata temporis abgeschrieben.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung, angesetzt. Die sonstigen Finanzanlagen in Form von Ausleihungen sind mit dem Nominalwert, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung, angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
Die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Pensionsrückstellungen umfassen vertragliche Versorgungsansprüche ehemaliger und eines amtierenden Vorstands. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung einer Restlaufzeit von 15 Jahren.
Der Bewertung wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:
scroll
| 31.12.2017 % |
31.12.2016 % |
|
|---|---|---|
| Zinssatz | 3,68 | 4,01 |
| Gehaltsdynamik allgemein | 0,00 | 0,00 |
| Rententrend p.a. | 1,10 – 2,50 | 1,10 – 2,50 |
| Fluktuation | 0,00 | 0,00 |
| Biometrische Rechnungsgrundlagen | Richttafeln 2005 G/Prof. Dr. Heubeck |
Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre) bewertet worden. Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2017 bei einer Bewertung zum durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von T€ 508 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.
Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet (TEUR 2.992; i. Vj. TEUR 2.887). Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer.
Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einzahlungen, welche in den Folgeperioden zu Ertrag führen.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.
Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.
Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Gesellschaft erfasst.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,075 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,250 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 350 %.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.
Der Anteilsbesitz stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
scroll
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital 31.12.2017 % |
Eigenkapital 31.12.2017 TEUR |
Ergebnis 2017 TEUR |
|---|---|---|---|
| Unmittelbare Beteiligungen | |||
| Softing Automotive Electronics GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 3.634 | 0 1 |
| Softing Services GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 61 | 0 1 |
| Softing Industrial Automation GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 2.450 | 0 1 |
| Buxbaum Automation GmbH, Eisenstadt/Österreich | 65 | -402 | -46 |
| Softing North America Holding Inc., Delaware/USA | 100 | 6.208 2 | 4.161 2 |
| Softing IT Networks GmbH, Haar/Deutschland | 100 | 25 | 0 1 |
| Softing Singapore Pte Ltd/ Singapur | 46 | 584 2 | 603 2 |
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| Softing Italia s.r.l. Boscone/Italien über Softing Industrial Automation GmbH | 100 | 1.541 | 393 |
| Softing Inc. Knoxville/USA über Softing North America Holding Inc. | 100 | -1.182 2 | 320 2 |
| Online Development Inc. Knoxville/USA über Softing North America Holding Inc. | 100 | 4.560 2 | 2.513 2 |
| Softing Messen und Testen GmbH Kirchentellinsfurt/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH | 100 | 1.529 | 0 1 |
| Softing Project Services GmbH, Haar/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH | 100 | 300 | 0 1 |
| SoftingROM s.r.l. Cluj/Rumänien über Softing Services GmbH | 100 | 311 3 | 112 3 |
| Softing Singapore Pte Ltd/ Singapur über Softing IT Networks GmbH | 54 | 686 2 | 7082 |
| Softing S.A.R.L., Paris/Frankreich über Softing Services GmbH | 100 | 63 | 21 |
| Shanghai Softing software Co.,Ltd, Shanghai/China über Softing Services GmbH | 100 | -55 | -73 |
| Softing Automotive Electronics Services GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland über Softing Automotive Electronics GmbH | 100 | 89 | 64 |
1 nach Ergebnisabführung
2 in USD, Stichtagskurs 31.12.2017 = 1,20; Durchschnittskurs 2017 = 1,13
3 in RON, Stichtagskurs 31.12.2017 = 4,66; Durchschnittskurs 2017 = 4,57
Bis zum 31. Dezember 2017 haben sich folgende Änderungen in den Beteiligungen der Softing AG im Vergleich zum 31. Dezember 2016 ergeben:
Verschmelzung der Samtec automotive software electronics GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland auf die Automotive Communications Kirchentellinsfurt GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland.
Die Automotive Communications Kirchentellinsfurt GmbH, Kirchentellinsfurt/Deutschland wurde mit Wirkung zum 29.12.2017 veräußert und gehört nicht mehr zu den Beteiligungen der Softing AG.
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundenen Unternehmen | 15.375 | 12.666 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 1.129 | 2 |
| 16.504 | 12.668 |
Die Zusammensetzung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
scroll
| 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 871 | 1.196 |
| Cash-Pooling | 13.540 | 6.809 |
| Gewinnabführung | 709 | 4.196 |
| Steuerliche Organschaft | 255 | 465 |
| 15.375 | 12.666 |
Die Zusammensetzung der Sonstigen Vermögensgegenstände ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
scroll
| 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Steuern des laufenden Jahres | 386 | 2 |
| Forderungen aus Steuern der Jahre 2015 und 2016 | 741 | 0 |
| Debitorische Kreditoren | 2 | 0 |
| 1.129 | 2 |
Die Erläuterung der Forderung aus Steuern der Jahre 2015 und 2016 ist unter der Erläuterung der Steuerrückstellungen zu finden.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 40 (i. Vj. TEUR 46) enthält im Wesentlichen vorausbezahlte Rechnungen für monatliche Dienstleistungen.
Latente Steuern
Aus der Anwendung des § 274 HGB ergaben sich zum 31. Dezember 2017 nur aktive latente Steuern, die gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt wurden. Die aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2017 betragen insgesamt TEUR 1.530 (i.Vj. TEUR 697) und resultieren aus Pensionsrückstellungen (Steuersatz 28,075 %), Verlustvorträgen auf die Gewerbesteuer (Steuersatz 12,25%) und Verlustvorträgen auf die Körperschaftsteuer (Steuersatz 15,83%).
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.655.381,00 (i. Vj. TEUR 6.959) und ist eingeteilt in 7.655.381 (i. Vj. 6.959.438) Inhaber-Stückaktien mit rechnerischem Nennbetrag von EUR 1. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 7.342.683 Aktien im Umlauf. Auf Grund der von der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 erteilten Ermächtigung, wurde mit Eintrag in das Handelsregister vom 12. Juni 2017, das Grundkapital von 6.959.438 EUR um 695.943 EUR gegen Bareinlage erhöht. Der Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung betrug 7,8 Mio. EUR. Die Stückaktien gewähren die gleichen Rechte, insbesondere gleichen Stimmrechte. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu.
Das Stimmrecht der Aktionäre unterliegt weder durch Gesetz noch durch die Satzung der Gesellschaft Beschränkungen. Die Stimmrechte sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Aktien oder eine bestimmte Stimmenzahl begrenzt.
Für weitere Angaben verweisen wir auf die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 5. Mai 2020 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 3.479.719,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2013/I).
Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2017 EUR 2.783.776 (i. Vj. EUR 3.479.719).
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital wird um bis zu € 3.221.256,00 durch Ausgabe von bis zu 3.221.256 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 bis zum 6. Mai 2018 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw, Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.
Eigene Anteile
Nach Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlungen vom 9. Mai 2008, 26. Mai 2009, 9. Mai 2012 und 4. Mai 2016 wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 insgesamt 532.602 eigene Aktien erworben. Im Jahr 2010 wurden 225.000 eigene Aktien, im Jahr 2013 193.250 Stück, im Jahr 2014 25.298 Stück und im Jahr 2015 89.054 Stück verkauft. Seit dem Jahr 2016 hält die Gesellschaft keine eigenen Aktien mehr.
scroll
| Datum | Stückzahl | Stückpreis EUR |
Verkaufs- preis TEUR |
Betrag Grundkapital TEUR |
Anteil Grundkapital % |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | 532.602 | 533 | 9,45 | ||
| 13.12.2010 | -225.000 | 2,36 | 531 | -225 | -3,99 |
| 31.12.2010 | 307.602 | 308 | 5,46 | ||
| 31.12.2011 | 307.602 | 308 | 5,46 | ||
| 31.12.2012 | 307.602 | 308 | 4,77 | ||
| 12.04.2013 | -193.250 | 6,78 | 1.310 | -193 | -3,00 |
| 31.12.2013 | 114.352 | 114 | 1,77 | ||
| 30.07.2014 | -25.298 | 17,93 | 454 | -25 | -0,36 |
| 31.12.2014 | 89.054 | 89 | 1,27 | ||
| 10.04.2015 | -89.054 | 12,10 | 1.078 | -89 | -1,27 |
| 31.12.2015 | 0 | 0 | 0 | ||
| 31.12.2016 | 0 | 0 | 0 | ||
| 31.12.2017 | 0 | 0 | 0 |
Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wurde der Nennbetrag der eigenen Anteile in Vorjahren offen von dem Posten „Gezeichnetes Kapital“ abgesetzt.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage umfasst Zuzahlungen aufgrund von Kapitalerhöhungen, die den Nennwert der zusätzlich ausgegebenen Aktien übersteigen. Die Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 7.168 resultiert aus der Kapitalerhöhung, die im Juni 2017 durchgeführt wurde.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen betragen unverändert zum Vorjahr TEUR 1.284.
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2017 entwickelte sich wie folgt:
scroll
| TEUR | |
|---|---|
| Bilanzgewinn 31. Dezember 2016 | 9.897 |
| Dividendenausschüttung | -1.392 |
| Jahresfehlbetrag 2017 | -3.242 |
| Bilanzgewinn 31. Dezember 2017 | 5.263 |
Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2017 enthält den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 8.505.
Pensionsrückstellungen
Die Pensionsrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Barwert Pensionsverpflichtungen | 3.779 | 3.536 |
| Aktivwert Rückdeckungsversicherungen | -2.992 | -2.887 |
| 787 | 649 |
Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Sie sind zu Gunsten der aus den Pensionsverpflichtungen anspruchsberechtigten Personen verpfändet.
Der Effekt (Unterschiedsbetrag) aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im operativen Ergebnis erfasst.
Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung zum durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben und zehn Jahre beträgt zum 31. Dezember 2017 T€ 508 und unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.
Steuerrückstellungen
Für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres waren aufgrund des Jahresfehlbetrages keine Steuerrückstellungen (i. Vj. TEUR 1.966) zu bilden. Es ergaben sich Rückforderungen für die Jahre 2015 und 2016, die in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 741 eingestellt wurden. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterung bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag.
Sonstige Rückstellungen
scroll
| 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Personalansprüche | 551 | 965 |
| Urlaub, Überstunden | 121 | 119 |
| Jahresabschluss | 70 | 85 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 104 | 200 |
| Ausstehende Rechnungen u. a. | 47 | 41 |
| 893 | 1.410 |
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind, sind in nachfolgender Tabelle dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Bürgschaften der verbundenen Unternehmen Softing Industrial Automotion GmbH und Softing Automotive Electronics GmbH abgesichert.
scroll
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis ein Jahr TEUR |
mehr als ein Jahr TEUR |
davon mehr als fünf Jahre TEUR |
bis ein Jahr TEUR |
über ein Jahr TEUR |
davon mehr als fünf Jahre TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.368 | 4.109 | 0 | 2.241 | 6.477 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 44 | 0 | 0 | 12 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.817 | 0 | 0 | 529 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.708 | 0 | 0 | 1.175 | 0 | 0 |
| 12.937 | 4.109 | 0 | 3.957 | 6.477 | 0 |
Der langfristige Betrag der Darlehen zur Kaufpreisfinanzierung der OLDI Online Development Inc. beträgt TEUR 4.109 (i. Vj. TEUR 6.477). Es besteht auch die Möglichkeit von kurzfristigen Tilgungen. Die Softing AG hat sich im Zuge der Darlehensgewährung zur Einhaltung von Financial Covenants (Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen) verpflichtet. Die Financial Covenants sind bezogen auf die Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote und eines maximalen Verschuldungsgrades. Im Geschäftsjahr hat die Softing AG das Kriterium der Eigenkapitalquote problemlos erfüllt. Bezüglich der Abweichung im maximalen Verschuldungsgrad wurden Vereinbarungen mit den finanzierenden Banken getroffen, da die langfristigen Planungen keine Verschlechterung der Financial Covenants zeigen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 425 (i. Vj. TEUR 819), Ansprüche auf variable Vergütung des Vorstands aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 916 (i. Vj. TEUR 0), sowie Darlehensverbindlichkeiten (inkl. Zinsverbindlichkeit für 2017) eines ehemaligen Gesellschafters eines Tochterunternehmens in Höhe von TEUR 364 (i. Vj. TEUR 354).
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
scroll
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| bis ein Jahr TEUR |
mehr als ein Jahr TEUR |
bis ein Jahr TEUR |
mehr als ein Jahr TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7 | 0 | 2 | 0 |
| Cash-Pooling | 227 | 0 | 404 | 0 |
| Verlustübernahme | 6.355 | 0 | 0 | 0 |
| Steuerliche Organschaft | 1 | 0 | 31 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 227 | 0 | 92 | 0 |
| 6.817 | 0 | 529 | 0 |
Passive Rechnungsabgrenzung
Bei der passiven Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 25) handelt es sich um die Leistung einer Lebensversicherung, die dem Folgejahr zuzuordnen ist.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Softing AG hat als Konzernholdinggesellschaft im Geschäftsjahr 2017 lediglich Erlöse aus Dienstleistungen für Konzerntöchter.
Sonstige betriebliche Erträge
scroll
| 2017 TEUR |
2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Währungskursdifferenzen | 2 | 89 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 30 | 71 |
| Laufende betriebliche Erträge | 16 | 2 |
| 48 | 161 |
Die periodenfremden Erträge beliefen sich auf TEUR 30 (i. Vj. TEUR 71) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Die im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen stehenden Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 787 (i. Vj. TEUR 727) wurden im Materialaufwand ausgewiesen.
Personalaufwand
Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 262 (i. Vj. TEUR 58).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 746 (i. Vj. TEUR 520). Darin enthalten sind Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen von TEUR 89 (i. Vj. TEUR 11).
Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen
Das Ergebnis aus Gewinnabführungen im Geschäftsjahr ist mit EUR 1,8 Mio. durch Aufwendungen für langfristige Fertigungsprojekte aus den Jahren 2015 und 2016 belastet, die zu Ergebniskorrekturen in den handelsrechtlichen Jahresabschlüsse von Projektgesellschaften geführt haben.
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrugen TEUR 475 (i. Vj. TEUR 548).
Zinsen
scroll
| 2017 TEUR |
2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| Sonstige Zinserträge | 0 | 1 |
| 0 | 1 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen | 80 | 18 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 149 | 140 |
| - davon mit verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| 229 | 158 |
Erträge in Höhe von TEUR 46 (i. Vj. TEUR 60) aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von TEUR 126 (i. Vj. TEUR 78) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 80 (i. Vj. TEUR 18) ist unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind erstattete Steuern in Höhe von TEUR 899 (VJ TEUR 0) enthalten. Diese betreffen zum einen den Rücktrag von körperschaftsteuerlichen Verlusten aus dem Jahr 2017, welche zu einem entsprechenden Steuererstattungsanspruch führten. Darüber hinaus wurden die Steuererklärungen für die Jahre 2015 und 2016 angepasst. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen zu der Position "Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen" dieses Anhangs.
V. Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2017 bestehen, wie im Vorjahr, keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.
Haftungsverhältnisse
scroll
| 2017 TEUR |
2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Bürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen | 359 | 359 |
Auf Grund der aktuellen Bonität der Schuldner wird gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften gerechnet.
Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt des Jahres 2017 waren ohne Vorstände 4 Angestellte (i.Vj. 4) beschäftigt.
Honorare des Abschlussprüfers
Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers PwC im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) betrugen:
scroll
| 2017 TEUR |
2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 191 | 119 |
| 191 | 119 |
Unternehmensverträge
Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit folgenden Gesellschaften:
Unmittelbar:
| • | Softing Industrial Automation GmbH, Haar |
| • | Softing Automotive Electronics GmbH, Haar |
| • | Softing Services GmbH, Haar |
| • | Softing IT Networks GmbH |
Mittelbar (via Softing Automotive Electronics GmbH):
| • | Softing Messen und Testen GmbH, Kirchentellinsfurt |
| • | Softing Project Services GmbH, Haar |
Vorstand
Dem Vorstand der Softing AG gehören oder gehörten die folgenden Herren im Berichtszeitraum an:
Herr Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München, Vorstandsvorsitzender
Herr Ernst Homolka, München, Vorstand Finanzen und Personal
Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge bis zum Jahr 2016. Ab dem Jahr 2017 erfolgt die individualisierte Offenlegung nach der untenstehenden Tabelle:
Offenlegung nach der untenstehenden Tabelle:
scroll
| Gewährte Bezüge | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Dr. Wolfgang Trier | Ernst Homolka | Gesamt | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | 2017 | 2017 | 2017 | 2016 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fixvergütung | 513 | 220 | 733 | 733 | ||
| Nebenleistungen | 20 | 12 | 32 | 45 | ||
| Summe | 533 | 232 | 765 | 778 | ||
| Einjährige variable Vergütung | 151 | 38 | 189 | 488 | ||
| Mehrjährige variable Vergütung | 379 | 81 | 460 | 619 | ||
| Aktienbasierte Vergütung | 0 | 0 | 0 | 586 | ||
| Summe | 530 | 119 | 649 | 1.693 | ||
| Versorgungsaufwand | 11 | 31 | 42 | 42 | ||
| Gesamtvergütung | 1.074 | 382 | 1.456 | 2.513 |
Alle Vergütungsbestandteile sind im Geschäftsjahr zugeflossen
scroll
| Gewährte Zuwendungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Dr. Wolfgang Trier | Ernst Homolka | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2017 | 2017 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | 2017* | min | max | min | max | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fixvergütung | 513 | 513 | 513 | 220 | 220 | 220 |
| Nebenleistungen | 20 | 20 | 20 | 12 | 12 | 12 |
| Einjährige variable Vergütung | 250 | 0 | 500 | 45 | 0 | 90 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 700 | 0 | 1.400 | 110 | 0 | 220 |
| Aktienbasierte Vergütung | 475 | 0 | 950 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 1. 958 | 533 | 3.383 | 3 87 | 232 | 542 |
| Versorgungsaufwand | 11 | 11 | 11 | 31 | 31 | 31 |
| Gesamtvergütung | 1.969 | 544 | 3.394 | 418 | 263 | 573 |
* mittleres Wahrscheinlichkeit Szenario
Die Nebenleistungen beinhalten KFZ Pauschalen und die Zuschüsse der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.
Zudem wurde ein Dienstzeitaufwand in Höhe von TEUR 144 (i. Vj. TEUR 125) erfasst.
Es besteht für die Vorstände eine D&O Versicherung mit einem Eigenanteil von 10%
Der Vorstand bekleidet zugleich die zentralen Schlüsselpositionen des Unternehmens.
Mit einem Vorstand besteht eine Vereinbarung, die ihm, wenn mindestens ein fremder Aktionär oder abgestimmt agierende Aktionärsgruppen durch Eigenbesitz oder Zurechnung 1,4 Millionen Stimmrechte erreichen, ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstand eine Entschädigungsleistung in Höhe von ca. zwei Jahresgehältern zu.
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind zum 31. Dezember 2017 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 942 (i. Vj. TEUR 891) gebildet worden. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen TEUR 168 (i. Vj. TEUR 168).
Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehörten im Jahr 2017 die folgenden Herren an:
| Dr. Horst Schiessl, tätig als Rechtsanwalt, München (Vorsitzender) | |
| Dr. Klaus Fuchs, tätig als freier Berater, Dipl.-Informatiker und Dipl.-Ingenieur, Helfant (stellv. Vorsitzender) | |
| Andreas Kratzer, tätig als Dipl.-Wirtschaftsprüfer, Zürich, Schweiz |
Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate und Beiratsmandate bei:
| Baader Bank AG, Unterschleißheim (Vorsitzender) Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) Dussmann Stiftung, Berlin (Mitglied des Stiftungsrats) Dussmann Stiftung &Co. KG, Berlin (Mitglied des Beirats) Mittelstandswerk Deutschland AG (Vorsitzender) |
Herr Andreas Kratzer bekleidet weitere Verwaltungsratsmandate bei:
| SIAT-Swiss Investment & Trade Group AG, Buchs, Schweiz (Verwaltungsrat) Mobil Power Europe AG, Zürich, Schweiz (Verwaltungsrat) Lysys AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat) Immoselect AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat) Matam Commodity AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat) Capella Invest AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat) Biotensidon International AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat) Weinmann Invest AG, Baar, Schweiz (Verwaltungsrat) |
Herr Dr. Fuchs bekleidet keine weiteren Aufsichtsratsmandate.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 10.000. Darüber hinaus erhalten sie eine variable Vergütung von 0,5 % des Konzern EBIT vor variabler Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung.
Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr TEUR 99 (i. Vj. TEUR 200) und setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| Fix | Variabel | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2017 TEUR |
2016 TEUR |
2017 TEUR |
2016 TEUR |
2017 TEUR |
2016 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender | 20 | 20 | 24 | 69 | 44 | 89 |
| Dr. Klaus Fuchs | 15 | 15 | 18 | 52 | 33 | 67 |
| Andreas Kratzer | 10 | 10 | 12 | 34 | 22 | 44 |
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Vorstand wird vorschlagen, einen Betrag in Höhe von EUR 995.199,53 auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.268.131,04 auf neue Rechnung vorzutragen.
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG
Der Softing AG wurden das Bestehen folgender Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Die Helm Trust Company Limited, St. Helier, Jersey, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05.12.2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 26,69 % (1.504.720 Stimmrechte) beträgt. 26,69 % der Stimmrechte (das entspricht 1.504.720 Stimmrechte) sind Helm Trust Company Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Taaleritehtaan Rahastoyhtiö Oy, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05.11.2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3.13% (das entspricht 218000 Stimmrechte) betrug.3.13% der Stimmrechte (das entspricht 218000 Stimmrechten) sind Taaleritehtaan Rahastoyhtiö Oy gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Taaleritehtaan Varainhoito Oy, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05.11.2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3.13% (das entspricht 218000 Stimmrechte) betrug. 3.13% der Stimmrechte (das entspricht 218000 Stimmrechten) sind Taaleritehtaan Varainhoito Oy gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Taaleritehdas Oyj, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 05.11.2015 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3.13% (das entspricht 218000 Stimmrechte) betrug.3.13% der Stimmrechte (das entspricht 218000 Stimmrechten) sind Taaleritehdas Oyj gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die Grandeur Peak Global Advisors, LLC, Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 08.05.2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland am 24.04.2017 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,87% (das entspricht 199749 Stimmrechten) betragen hat. 2,87% der Stimmrechte (das entspricht 199749 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Taaleri Oyj, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 26.04.2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 24.04.2017 die Schwelle von 3% unterschritten hat und an diesem Tag 2,97% (das entspricht 207000 Stimmrechte) betrug. 2,97% der Stimmrechte (das entspricht 207000 Stimmrechten) sind Taaleri Oyj gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
TR European Growth Trust plc, London, Grossbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 31.08.2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 25.08.2017 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,25% (das entspricht 249140 Stimmrechte) betrug. 3.25% der Stimmrechte (das entspricht 249140 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Janus Henderson Group plc, St. Helier, Jersey, Kanalinseln, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 01.09.2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 25.08.2017 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,25% (das entspricht 249140 Stimmrechte) betrug. 3.25% der Stimmrechte (das entspricht 249140 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
TR European Growth Trust plc, London, Grossbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.11.2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 30.10.2017 die Schwelle von 3% unterschritten hat und an diesem Tag 2,69% (das entspricht 205822 Stimmrechte) betrug. 2,69% der Stimmrechte (das entspricht 205822 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Janus Henderson Group plc, St. Helier, Jersey, Kanalinseln, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.11.2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Softing AG, Haar, Deutschland, am 30.10.2017 die Schwelle von 3% unterschritten hat und an diesem Tag 2,69% (das entspricht 205822 Stimmrechte) betrug. 2,69% der Stimmrechte (das entspricht 205822 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Erklärung nach § 161 AktG
Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG im Dezember 2017 abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Homepage www.softing.com dauerhaft zugänglich gemacht.
Haar, den 15. März 2018
Softing AG
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Trier
Ernst Homolka
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017
scroll
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1.1.2017 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2017 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 173.168,56 | 0,00 | 4.705,82 | 168.462,74 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 35.562,23 | 4.084,70 | 19.136,75 | 20.510,18 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 17.199.328,96 | 0,00 | 0,00 | 17.199.328,96 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 15.192.328,97 | 1.274.803,24 | 1.639.150,91 | 14.827.981,30 |
| 32.391.657,93 | 1.274.803,24 | 1.639.150,91 | 32.027.310,26 | |
| 32.600.388,72 | 1.278.887,94 | 1.662.993,48 | 32.216.283,18 |
scroll
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1.1.2017 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge | 31.12.2017 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 19.617,57 | 24.441,25 | 4.705,82 | 39.353,00 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 24.860,39 | 5.975,93 | 19.136,75 | 11.699,57 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 44.477,96 | 30.417,18 | 23.842,57 | 51.052,57 |
scroll
| Buchwerte | ||
| --- | --- | --- |
| 31.12.2017 EUR |
31.12.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 129.109,74 | 153.550,99 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.810,61 | 10.701,84 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 17.199.328,96 | 17.199.328,96 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 14.827.981,30 | 15.192.328,97 |
| 32.027.310,26 | 32.391.657,93 | |
| 32.165.230,61 | 32.555.910,76 |
Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Softing AG, Haar
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Softing AG, Haar – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Softing AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung: Bewertung von Finanzanlagen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhaltes haben wir wie folgt strukturiert:
① Sachverhalt und Problemstellung
② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
③ Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
① Sachverhalt und Problemstellung
Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten „Finanzanlagen“ Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 17,2 Mio und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 14,8 Mio (zusammen 57 % der Bilanzsumme) ausgewiesen.
Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ermittlung der beizulegenden Werte erfolgt auf der Grundlage des Barwerts der erwarteten künftigen Zahlungsströme je verbundenem Unternehmen, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Der so ermittelte Wert des jeweiligen verbundenen Unternehmens wird mit dem Beteiligungsbuchwert und dem Buchwert der Ausleihungen an dieses verbundene Unternehmen verglichen. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte sachgerecht mittels eines Discounted-Cashflow-Modells unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der ermittelten Werte haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an verbundene Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.
③ Verweis auf weitergehende Informationen
Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen an verbundenen Unternehmen und den Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind in den Abschnitten II und III des Anhangs sowie dem Anlagespiegel als Anlage zum Anhang enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| • | die in Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung“ des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
| • | den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übri ge Angaben gemäß Arti kel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2012 als Abschlussprüfer der Softing AG, Haar, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Stefano Mulas.
München, den 15. März 2018
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer
ppa. Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 15.03.2018 festgestellt.
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2017
Der Aufsichtsrat der Softing AG hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Softing AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien überwacht und begleitet (Compliance). Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.
Im Berichtsjahr 2017 haben 6 Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden: am 16. März, 3. Mai, am 7. Juni, am 20. Juli, am 27. Oktober und am 18. Dezember.
Anwesenheit der Aufsichtsräte
scroll
| Dr. Horst Schiessl | 6/6 |
| Dr. Klaus Fuchs | 6/6 |
| Andreas Kratzer | 6/6 |
Anwesenheit der Vorstände
scroll
| Dr. Wolfgang Trier | 6/6 |
| Ernst Homolka | 6/6 |
Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen sowie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die organisatorische und strategische Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns, die Positionierung der Softing AG, ihre finanzielle Entwicklung und wichtige Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben und Entwicklungen informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Soweit auf Grund gesetzlicher und satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsratsvorsitzende in gesonderten Strategiegesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte erörtert.
Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren der gesamte Rechnungslegungsprozess in der Softing AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisions- und des Risikomanagementsystems.
Schwerpunkte der Sitzungen
In der Aufsichtsratssitzung am 16. März 2017 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016 und den ersten Ergebnissen im Jahr 2017. Ein wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung war des Weiteren die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016, nachdem der anwesende Wirtschaftsprüfer zur abgeschlossenen Prüfung berichtet und Fragen des Aufsichtsrats ausführlich beantwortet hat. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass seine Tätigkeit effizient ist. Ferner genehmigte der Aufsichtsrat die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2017.
In der Aufsichtsratssitzung am 3. Mai 2017 im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung erfolgten eine Nachlese zur Hauptversammlung sowie ein Bericht des Vorstands zum Status und Ausblick des operativen Geschäfts und der Finanzsituation. Darüber hinaus berichtete der Vorstand über geplante Akquisitionen, weiterhin stellte der Vorstand den Risikobericht zum 31. März 2017 vor.
In den Sitzungen vom 7. Juni 2017 erteilte der Aufsichtsrat die Zustimmungen zu der Barkapitalerhöhung und den notwendigen Satzungsänderungen.
Am 20. Juni 2017 präsentierte der Vorstand in der Aufsichtsratssitzung Daten und Hintergründe zu den Geschäftszahlen des ersten Halbjahres und der Finanzplanung. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand detailliert zum Verlauf des Geschäfts in den vergangenen Monaten des laufenden Jahres berichten. Weiterhin wurde über Möglichkeit von zukünftigen Akquisitionen diskutiert.
In der Sitzung vom 27. Oktober 2017 präsentierte der Vorstand den Bericht über die Finanzergebnisse des 3. Quartals und den Risikobericht zum 30. September.
In der Aufsichtsratssitzung am 18. Dezember 2017 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat eine erste Einschätzung des Jahresergebnisses 2017, seine Geschäftsplanung für das Jahr 2018 sowie die Mehrjahresplanung vor. Nach eingehender Prüfung stimmte der Aufsichtsrat beiden Planungen zu. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung umfassend mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und mit dem Thema Diversity befasst. Der Aufsichtsrat fasste den hierzu erforderlichen Beschluss. Der Aufsichtsrat billigte die zusammen mit dem Vorstand erstellte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde. Es erfolgte die jährliche Überprüfung des Vergütungssystems, weiterhin wurde die Genehmigung zum Verkauf der Automotive Communications Kirchentellinsfurt erteilt. Der Aufsichtsrat verlängerte, den im April 2018 auslaufenden Vorstandsdienstvertrag von Herrn Homolka, um weitere 5 Jahre bis zum 30. April 2023.
Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Jahr 2017 an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Unabhängigkeit des Finanzexperten im Aufsichtsrat wurde fortlaufend überprüft und ist gewährleistet.
Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Im Geschäftsjahr 2017 gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat bestand auch im Berichtsjahr weiterhin aus den Herren Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Dr. Klaus Fuchs (stellvertretender Vorsitzender) und Andreas Kratzer. Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe keine Ausschüsse gebildet. Alle Aufgaben und Entscheidungen wurden durch den Gesamtaufsichtsrat wahrgenommen.
Jahres- und Konzernabschluss
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Softing AG sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, dass gesetzliche Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.
Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.
Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 15. März 2017 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Softing AG sowie den Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft. An der Sitzung haben die Abschlussprüfer und der Vorstand teilgenommen.
Die Abschlussprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2017 in seiner Sitzung am 15. März 2018 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Dank
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2017.
Haar, den 15. März 2018
Dr. Horst Schiessl, Vorsitzender
ISIN DE0005178008
Dividendenbekanntmachung
Die ordentliche Hauptversammlung der Softing AG vom 9. Mai 2018 hat beschlossen, vom Bilanzgewinn der Softing AG aus dem Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von Euro 0,13 je für das Geschäftsjahr 2017 dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.
Die Auszahlung der Dividende erfolgt ab dem 14. Mai 2018 unter Abzug von 25 % Kapitalertragsteuer und 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Kapitalertragsteuer (insgesamt 26,375 %) und gegebenenfalls Kirchensteuer auf die Kapitalertragsteuer über die Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, durch die depotführenden Kreditinstitute. Hauptzahlstelle ist die Landesbank Baden Württemberg, Stuttgart.
Mit dem Steuerabzug gilt die deutsche Einkommensteuer für private Kapitalerträge als abgegolten. Unabhängig davon kann auf Antrag die Dividende zusammen mit den übrigen Kapitalerträgen in die Einkommensteuerveranlagung einbezogen werden, wenn dies zu einer niedrigeren individuellen Einkommensteuer führt.
Der Abzug der Kapitalertragsteuer sowie des Solidaritätszuschlages und gegebenenfalls der Kirchensteuer entfällt bei solchen Aktionären, die ihrer Depotbank eine „Nichtveranlagungsbescheinigung“ des für sie zuständigen Finanzamtes eingereicht haben. Das gleiche gilt ganz oder teilweise für Aktionäre, die ihrer Depotbank einen Freistellungsauftrag eingereicht haben, soweit das in diesem Auftrag angeführte Freistellungsvolumen nicht durch andere Erträge aus Kapitalvermögen bereits aufgebraucht ist.
Bei ausländischen Aktionären kann sich die einbehaltene Kapitalertragsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag auf Antrag und unter Vorlage der Steuerbescheinigung (eine Dividendenabrechnung ist nicht mehr ausreichend) nach Maßgabe bestehender Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem jeweiligen Staat ermäßigen. Erstattungsanträge müssen grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2022 beim Bundeszentralamt für Steuern, 53221 Bonn, eingegangen sein.
Haar, im Mai 2018
Der Vorstand