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Softing AG — Annual Report 2002
Apr 9, 2003
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Annual Report
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GESCHÄFTS- BERICHT 2002
Kompetenz in Steuerungsund Kommunikationstechnologie

INHALTS- VERZEICHNIS Inhaltsverzeichnis
- 2 | Vorwort des Vorstands
- 4 | Kennzahlen Konzern und Highlights 2002
- 5 | Messebeteiligungen 2002 und Messetermine 2003
- 6 | Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2002
- 12 | Konzern-Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2002
- 19 | Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2002
- 39 | Bestätigungsvermerk der Konzernabschlussprüfer
- 40 | Bericht des Aufsichtsrats
- 41 | Organe der Gesellschaft/Finanzkalender 2003
- 42 | Deutscher Corporate Governance Kodex


Dr. Wolfgang Trier Eduard Himmelsdorfer Dr. Rainer Mittmann

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
für Softing stand das Geschäftsjahr 2002 ganz im Zeichen der Repositionierung. Im Frühjahr 2002 begannen wir mit der Umsetzung von umfangreichen Maßnahmen. Dies bedeutete zunächst den Ausbau der Vertriebsleistung und ein konsequentes Anpassen der Kostenstrukturen an das Marktumfeld. Auftragseingang und Umsatz 2002 belegen erste Erfolge der Neuausrichtung.
Trotz der rezessiven Wirtschaft 2002 lag der Auftragseingang im Softing-Konzern bei sehr erfreulichen 20,4 Mio. EUR. Damit konnten wir bei diesem in unserem Geschäftssystem so entscheidenden Mittel- und Langfristindikator den Auftragseingang des Vorjahres um rund 25 Prozent steigern. Im Umsatz erreichte der Softing-Konzern einen Anstieg um 5 Prozent auf 18,9 Mio. EUR. Im Geschäftsbereich Industrial Automation wurde der Umsatz um 6% auf 10,0 Mio. EUR und im Geschäftsbereich Automotive Electronics um 3% auf 8,9 Mio. EUR gesteigert. Neben der weiter erfolgreichen Durchführung kundenspezifischer Projekte haben wir den Verkauf unserer Produkte zunehmend forciert und inzwischen auf rund zwei Drittel des Umsatzes ausgebaut.
Entscheidend für die langfristige Perspektive von Softing ist die erfolgte konsequente Anpassung der Kostenstrukturen an das geänderte Marktumfeld. Unser Ziel war, für 2003, die Kostenstrukturen um ca. 2 Mio. EUR zu senken. Dabei haben wir sämtliche internen und externen Kosten auf den Prüfstand gestellt. Wir beschritten einen harten Weg, in dessen
Folge wir wesentliche Strukturen und Prozesse neu definierten. Auch mussten wir uns von einigen unserer Mitarbeiter trennen, deren Stellen sich in den neuen Strukturen nicht wiederfanden. Anfang 2003 können wir nun feststellen, dass uns die Umsetzung dieses Ziels gelungen ist.
Der niedrige Auftragsbestand zu Beginn des Jahres, die unzureichenden Kostenstrukturen und die Neudefinition von Prozessen haben 2002 zu einem negativen Betriebsergebnis von - 6,9 Mio. EUR geführt. In diesem Ergebnis sind indirekte Kosten des Umbaus enthalten, die sich aus unvermeidbaren kurzfristigen Einbrüchen in der Effektivität ergeben. Ebenfalls enthalten sind Sonderaufwendungen von 3,4 Mio. EUR, die zu einem hohen Anteil aus nicht-liquiditätswirksamen Aufwendungen stammen. Trotz großer Belastung im Jahr 2002 stellen diese Schritte die unverzichtbare Grundlage zur langfristigen und nachhaltigen Ausrichtung von Softing dar.
Das Kernziel für 2003 ist klar definiert: Softing auch in einem rezessiven Marktumfeld wieder in die Ertragszone zu führen. Vorrangig ist hierbei, dass Softing nach Repositionierungseffekten wieder einen positiven Cash-Flow erreicht und damit weiterhin eine sichere Liquidität erhält. Für 2003 gehen wir auch von einem nahezu ausgeglichenen Betriebsergebnis aus. Neben den 2002 geschaffenen Voraussetzungen auf der Kostenseite wird dies durch eine systematische Konzentration auf leistungsfähige Produkte und Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung realisiert werden.
Aufgrund der ökonomisch wie politisch belastenden Vorgaben rechnen wir frühestens gegen Ende des Jahres 2003 mit einer Belebung des allgemeinen Wirtschaftswachstums. Im Softing-Konzern planen wir daher für 2003 mit einem Umsatz von ca. 19,3 Mio. EUR. Dabei soll der Umsatz im Geschäftsfeld Automotive Electronics 9,0 Mio. EUR und im Geschäftsfeld Industrial Automation 10,3 Mio. EUR betragen. Entscheidend für die Erreichung dieser Ziele ist allerdings, dass sich das wirtschaftliche Umfeld und damit das Investitionsklima bei unseren Kunden mindestens auf dem gegenwärtigen Niveau behauptet.
Nicht nur in Europa auch in den USA sind wir gut positioniert. Mit unseren Produkten Foundation Fieldbus und Komponenten der Industrial Automation erreichten wir erfreuliche Absatzerfolge und planen deshalb auch für unsere Vertriebstochter Softing North America eine Umsatzsteigerung um 40 % auf 1,8 Mio. EUR bei einem positiven Ergebnis. Gerade im technologisch geprägten Umfeld von Softing ist es zentral, unseren Kunden mit attraktiven Produkten und Dienstleistungen Wettbewerbsvorteile in einem sich schnell ändernden Markt zu sichern. Daher liegt der Schwerpunkt in der Vervollständigung von Produktentwicklungen mit besonders hohem Zukunftspotenzial für unsere Kunden. So wurden im Geschäftsfeld Industrial Automation die Produktentwicklungen und Felderprobung von Gateways und Fieldcontrollern erfolgreich abgeschlossen. Auch bietet Softing ihren Kunden als eine der ersten im Markt den Einsatz der FDT-Technologie, wodurch ein schnelles und universelles Zusammenstellen neuer Komponenten in Feldbusnetzen ermöglicht wird. Das Produkt 4Control liegt nunmehr in einer neuen, noch leistungsfähigeren Version vor und wird sowohl im Rahmen von Automatisierungsprojekten im industriellen Prozess- und Fertigungsumfeld der Industrie, als auch in der Gebäudeleittechnik erfolgreich vermarktet. Hier zeichnet sich bereits jetzt für 2003 ein hohes Wachstumspotenzial ab.
Im Geschäftsfeld Automotive Electronics ist Softing als Partner der Automobilindustrie und deren Zulieferer für die onund off-board Kommunikation mit leistungsfähiger Hardund Software exzellent positioniert. Im Wachstumsmarkt für Test- und Diagnosesysteme für Kommunikationsschnittstellen in der Fahrzeugelektronik besitzt Softing mit rund 4.000 Installationen eine führende Stellung, die mit der Produktfreigabe der neuen Version von DTS (Diagnostic Tool Set) im Sommer 2003 weiter ausgebaut wird. Die Integration von DTS in die Produkte starker Partner baut diese Position konsequent aus.
Die Grundlage des Erfolges sind unsere Mitarbeiter. Ihr Einsatzwille und ihre Loyalität sind entscheidende Faktoren bei der Umsetzung unserer Ziele. Wir möchten uns auch auf diesem Weg herzlich für die Verbundenheit und den hohen Einsatz für Softing bedanken.
Der aktuelle Börsenkurs reflektiert weder die derzeitige Geschäftslage noch die finanzielle Ausstattung des Softing Konzerns. Wir, der Vorstand und die Mitarbeiter von Softing werden alles daran setzen, die für 2003 gesteckten Ziele zu erreichen. Wir sind überzeugt, dass sich unsere Anstrengungen auch im Aktienkurs niederschlagen werden. Unser Ziel ist es, durch entsprechende Erfolge den Unternehmenswert wieder deutlich zu steigern und die geschaffenen Potenziale weiter in wirtschaftliche Erfolge zu transformieren.
Wir wünschen uns, dass Sie uns auf dem eingeschlagenen Weg weiter begleiten, damit wir gemeinsam die Früchte der Arbeit ernten können.
Über die Fortschritte werden wir Sie auf dem Laufenden halten!
Ihre
(Vorstandsvorsitzender) (Vorstand) (Vorstand)
Dr. Wolfgang Trier Eduard Himmelsdorfer Dr. Rainer Mittmann
Kennzahlen Konzern (nach IFRS)
| 2002 | 2001 | 2000 | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (Mio. EUR) | 18,88 | 17,99 | 18,82 |
| EBIT | (Mio. EUR) | – 6,93 | – 3,54 | – 0,50 |
| Jahresüberschuss | (Mio. EUR) | – 4,28 | – 1,86 | 0,38 |
| Anlagevermögen | (Mio. EUR) | 5,10 | 8,57 | 8,81 |
| Umlaufvermögen | (Mio. EUR) | 10,21 | 12,67 | 16,64 |
| Eigenkapital | (Mio. EUR) | 12,43 | 16,83 | 19,22 |
| Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) |
174 | 182 | 186 | |
| DVFA/SG-Ergebnis je Aktie | (EUR) | – 0,86 | – 0,37 | – 0,01 |
Highlights 2002
| Februar | Großauftrag für 4CONTROL von den Stadtwerken Brunneck |
|---|---|
| März | Auftrag Testautomatisierung Cabriodachfertigung mit 4C und DTS |
| März - November | OPC Roadshow in Belgien, Deutschland, England, Italien, Schweiz |
| April | Vorstellung der neuen Produktfamilie Fieldbus Gateways FG-300 |
| Mai | Eröffnung Automotive Electronics-Vertriebsbüro in Hannover |
| Juli | Technologietag FDT/DTM: Der neue Standard Feldgeräte zu parametrieren |
| Oktober | Vorstellung der Ankopplung von DTS an National Instruments LabView auf der Convergence in Detroit |
| November | Markteinführung 4CONTROL FieldController, der Linux Kompaktsteuerung |
| Dezember | Auftrag von VW/Audi über Upgrade aller Testerplattformen um ASAM MCD-Laufzeitsystem (DTS) |
Messebeteiligungen 2002
Industrial Automation
| 14. – 18. | April | Light & Building, Frankfurt am Main, Deutschland | |
|---|---|---|---|
| 15. – 20. | April | Hannover Messe, Hannover, Deutschland | |
| 16. – 18. | April | SEMICON Europa, München, Deutschland | |
| 11. – 13. | Juni | Facility Management, Düsseldorf, Deutschland | |
| 18. | Juni | HMI & Software, Bologna, Italien | |
| 10. | September | Fieldbus Networks, Mailand, Italien | |
| 12. | September | Fieldbus Networks, Rimini, Italien | |
| 21.– | 24. | Oktober | ISA 2002, Chicago, USA |
| 22.– | 26. | Oktober | Euro Blech, Hannover, Deutschland |
| 19. – 23. | November | BIAS 2002, Mailand, Italien | |
| 26. – 28. | November | SPS/DRIVES, Nürnberg, Deutschland | |
Automotive Electronics
| 4. – 7. |
März | SAE, Detroit, USA |
|---|---|---|
| 6. – 7. |
März | Messtechnik Stuttgart, Deutschland |
| 14. – 16. | Mai | Testing Expo, Stuttgart, Deutschland |
| 4. – 6. |
Juni | ECT, Augsburg, Deutschland |
| 3. – 5. |
September | MessComp, Wiesbaden, Deutschland, |
| 21. – 23. | Oktober | Convergence, Detroit, USA |
Messetermine 2003
Industrial Automation
| 19. – 21. | Februar | Motion Control & Factory Automation, Bologna, Italien | |
|---|---|---|---|
| 7. – 12. | April | Hannover Messe, Hannover, Deutschland | |
| 8. – 11. | April | IT in Production, Göteborg, Schweden | |
| 23. – 25. | April | ESC, San Francisco, USA | |
| 19.– | 24. | Mai | ACHEMA, Frankfurt a.M., Deutschland |
| 3. – | 5. | Juni | Testing Expo, Stuttgart, Deutschland |
| 23. – 27. | November | SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg, Deutschland |
Automotive Electronics
| 3. – 6. |
März | SAE World Congress, Detroit, USA |
|---|---|---|
| 26. – 27. | März | Messtechnik, Stuttgart, Deutschland |
| 3. – 5. |
Juni | Testing Expo, Stuttgart, Deutschland |
| 23. – 25. | September | MeasComp, Wiesbaden, Deutschland |
| 25. – 26. | September | VDI-Kongress Elektronik im Kraftfahrzeug, Baden-Baden, Deutschland |
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2002
2002, das Jahr der Weichenstellung
Das Geschäftsjahr 2002 des Softing-Konzerns stand im Zeichen der Repositionierung und Neuausrichtung. Zum 01.04.2002 wurde Dr. Wolfgang Trier in den Vorstand der Softing AG berufen, seit dem 01.06.2002 steht er als Vorstandsvorsitzender der Softing AG vor. Dr. Manfred Patz, Mitbegründer der Softing AG schied zum 31.03.2002 als Vorstand aus.
Der Softing-Konzern begann im Frühjahr 2002 mit umfangreichen Repostionierungsmaßnahmen. Dies bedeutete ein konsequentes Anpassen der Kostenstrukturen an das Marktumfeld, den Ausbau der Vertriebsleistung sowie Konzentration auf Tätigkeiten mit hoher Wertschöpfung. Damit wurden Voraussetzungen geschaffen, um 2003 nach Repositionierungsaufwendungen ein ausgeglichenes Betriebsergebnis und einen positiven Cash Flow zu erzielen.
Der Softing-Konzern besteht derzeit aus der Softing AG mit Sitz in Haar bei München, der Vertriebstochter Softing Industrial Solutions Italia S.r.l. (Softing Italia) in Brescia, Italien, und Softing North America Inc. (Softing North America) mit Sitz in Newburyport (MA).
Daneben besteht eine Zweigniederlassung der Softing AG in Ratingen bei Düsseldorf. Die Niederlassung in Ettlingen bei Karlsruhe wurde im Zuge der Repositionierungsmaßnahmen aufgelöst.
Umsatz
Der Softing-Konzern ist als Software- und Systemhaus in den Bereichen industrieller Automatisierung und Fahrzeugelektronik tätig. Softing entwickelt komplexe und qualitativ hochwertige Software, Hardware sowie komplette Systemlösungen. Hardwareprototypen werden im eigenen Haus entwickelt, die Fertigung von Hardwareprodukten erfolgt jedoch generell extern.
Im Bereich Industrielle Automatisierung ist Softing als Produkt- und Technologielieferant klar positioniert. Die Schwerpunkte liegen in Komponenten und Werkzeugen für industrielle Steuerungen und Feldbussysteme, sowie in Lösungen für die Produktionsautomatisierung.
Im Bereich der Fahrzeugelektronik entwickelt Softing als Partner der Automobilindustrie und deren Zulieferer für die onund off-board Kommunikation Test- und Diagnosesysteme für Kommunikationsschnittstellen in der Fahrzeugelektronik.
Neben der weiter erfolgreichen Durchführung kundenspezifischer Projekte wurde der Verkauf eigener Produkte zunehmend gesteigert und macht inzwischen den Hauptumsatzanteil bei Softing aus.

Auftragseingang (in Mio. EUR)

Abgerundet wird das Leistungsangebot durch Beratung, Analysen, Studien sowie Schulungen im Umfeld des Kern-Know-hows.
Softing bietet seine Dienstleistungen und Produkte schwerpunktmäßig in Europa an. Ferner konnten deutliche Steigerungen der Umsätze in Nordamerika realisiert werden.
Das Grundkapital der Softing AG beträgt 5,0 Mio. EUR.
Für den Berichtszeitraum wurden die Konzernabschlüsse nach den Anforderungen des Internationalen Accounting Standards Committee (IAS) erstellt.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliches Umfeld
Die schon im Jahr 2001 anhaltend schwache Konjunktur setzte sich im Jahr 2002 in Deutschland sowie im gesamten Euroraum fort. Lediglich in den USA, unterstützt durch drastische Zinssenkungen und eine sehr expansive Finanzpolitik, konnte sich die Konjunktur leicht erholen. Laut Zentralverband für Elektroindustrie (ZVEI) hatte die deutsche Automatisierungsbranche im Jahr 2002 erstmals seit mehreren Jahren wieder rückläufige Produktionszahlen zu verzeichnen. Für das Gesamtjahr 2002 rechnet der ZVEI in der Produktion mit einem Minus von fünf Prozent. Am stärksten war die Messtechnik und Prozessautomatisierung von der schlechten Konjunktur betroffen; sie hatte einen Rückgang der Produktion um über neun Prozent hinzunehmen.
Trotz dieser sehr schwachen konjunkturellen Vorgaben erreichte der Softing-Konzern einen Anstieg des Umsatzes um 5 Prozent auf 18,9 Mio. EUR (Vj.: 18,0 Mio. EUR). Im Geschäftsbereich Industrial Automation lag der Umsatz bei 10,0 Mio. EUR (Vj.: 9,4 Mio. EUR) und im Geschäftsbereich Automotive Electronics bei 8,9 Mio. EUR (Vj.: 8,6 Mio. EUR).
Das Betriebsergebnis beträgt - 6,9 Mio. EUR (Vj.: - 3,5 Mio. EUR). In diesem Ergebnis sind Sonderaufwendungen von 3,4 Mio. EUR enthalten. Diese Sonderaufwendungen setzen sich zum geringeren Teil aus liquiditätswirksamen Aufwendungen in Höhe von 1,1 Mio: EUR, zum weitaus größeren Teil aus nicht-liquiditätswirksamen Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. EUR zusammen. Diese Sondereffekte abgezogen, würde sich ein Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau ergeben.
Der Auftragseingang des Softing-Konzern lag bei sehr erfreulichen 20,4 Mio. EUR (Vj.: 16,3 Mio. EUR). Damit wurde bei diesem entscheidenden Mittel- und Langfristindikator der Auftragseingang des Vorjahres um rund 25 Prozent gesteigert.
Softing Italia erzielte einen Umsatz von 0,3 Mio. EUR (Vj.: 0,3 Mio. EUR) bei einem Jahresfehlbetrag von - 0,2 Mio. EUR (Vj.:- 0,2 Mio. EUR), Softing North America verbuchte 1,1 Mio. EUR Umsatz (Vj.: 0,3 Mio. EUR), bei einem leichten Jahresüberschuss (Vj.: Jahresfehlbetrag - 0,1 Mio. EUR). Der Jahresfehlbetrag des Softing-Konzerns beläuft sich auf - 4,3 Mio. EUR (Vj.: -1,9 Mio. EUR).

Eigenkapital
Jahresfehlbetrag (in Mio.EUR)

Das DVFA/SG-Ergebnis je Aktie beträgt für das Jahr 2002 - 0,86 EUR (Vj.: - 0,37 EUR).
Die Liquiditätslage des Konzerns ist gesichert. Die liquiden Mittel betragen zum Jahresende 2002 4,9 Mio. EUR. Das Eigenkapital des Softing-Konzerns beläuft sich zum Jahresende 2002 auf 12,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr von 16,8 Mio. EUR.
Forschungs- und Produktentwicklungsaufwendungen weiterhin auf hohem Niveau
Der Softing-Konzern investiert seit Jahren beträchtliche Ressourcen in Forschung und Entwicklung. Die F&E-Aktivitäten werden in einem periodisch tagenden Technical Steering Committee koordiniert, um auf Trends und Chancen am Markt zu reagieren und marktrelevante Neuprodukte schnell zur Serienreife zu bringen.
Insgesamt hat Softing 2,4 Mio. EUR (Vj: 3,7 Mio. EUR) in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte investiert. Die Finanzierung dieser Entwikklungskosten erfolgte wie in den Vorjahren ausschließlich durch Eigenmittel.
Im Geschäftsbereich Industrial Automation wurden Investitionen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vj.: 2,4 Mio. EUR) getätigt. Im Vordergrund stand die generelle Straffung des Produktportfolios sowie eine klare Ausrichtung aller Entwicklungen auf Umsatz- Ertragspotenzial.
Das Softing-Entwicklungswerkzeug "Diagnostic Tool Set" für die Fahrzeugkommunikation wurde auch im Jahr 2002 konsequent weiterentwickelt. Damit wird unseren Kunden die Möglichkeit gegeben, die ständig wachsende Komplexität im Bereich der Fahrzeugelektronik mit einem leistungsfähigen Werkzeug auch in Zukunft zu beherrschen. Ebenso wurde die Produktpalette rund um das "Diagnostic Tool Set" erweitert. Insgesamt wurden im Bereich Automotive Electronics 1,5 Mio. EUR investiert (Vj.: 1,3 Mio. EUR).
Mitarbeiter
Der Softing-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2002 insgesamt 160 fest angestellte Mitarbeiter (Vj. 181). Ende 2002 waren 97 hochqualifizierte Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung beschäftigt (Vj.: 125), in Marketing und Vertrieb waren 42 Mitarbeiter tätig (Vj.:29).

Aktivierungspflichtige Produktentwicklungen
(in Mio. EUR)
Mitarbeiter (Jahresende)

Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft und Risiken
Marktentwicklungen unter verschiedenen Vorzeichen
Nach vorliegenden Markstudien und eigenen Einschätzungen erwarten wir für das Jahr 2003 ein geringes wirtschaftliches Wachstum. Laut Zentralverband für Elektroindustrie und eigenen Erkenntnissen erwarten wir für die deutsche Automatisierungsbranche keine wesentlichen Steigerungsraten.
Das Wachstumspotenzial bei Feldbussystemen wird weiterhin überdurchschnittlich prognostiziert. Das Marktwachstum wird auf über 10 % in den nächsten Jahren geschätzt. Das relative Wachstum in den USA wird dabei deutlich höher eingeschätzt.
In den letzten Jahren hat sich auch im Software-Bereich der Trend weg von einer für jeden Anwender speziell programmierten Lösung hin zu durch kleine Anpassungen individualisierte Standardprodukte verfestigt. Zu dieser Grundtendenz kommt besonders im Bereich der Automobilelektronik die Notwendigkeit nach einer engen Verzahnung zwischen Zulieferern und Herstellern hinzu. Dies bedingt einen zunehmenden Einsatz von Standards zur Handhabung und zum Austausch der wachsenden Datenflut. Dem trägt Softing durch die Ausgestaltung seiner Produkte und durch den wachsenden Produktanteil am Gesamtumsatz Rechnung.
Die Elektronik in Personenwagen und Nutzfahrzeugen entwickelt sich getrieben durch einen unverändert hohen Innovationsdruck weiterhin stark und macht derzeit, abhängig von der Fahrzeugklasse, bis zu 25 % der Wertschöpfung in einem Fahrzeug aus. Marktbeobachter sagen voraus, dass der Markt für Fahrzeugelektronik im Jahr 2003 um 8 bis 10 % wachsen wird.
Ausblick für das Geschäftsjahr 2003
Mit einer spürbaren Belebung des Wirtschaftswachstums rechnen wir erst gegen Ende des Jahres 2003. Im Softing-Konzern gehen wir daher für 2003 von einem Umsatz von ca. 19,3 Mio. EUR aus. Dabei soll der Umsatz im Geschäftsfeld Automotive Electronics 9,0 Mio. EUR und im Geschäftsfeld Industrial Automation 10,3 Mio. EUR betragen. Auf Grund der im Jahr 2002 erfolgreich durchgeführten Maßnahmen rechnen wir nach Repositionierungseffekten mit einem ausgeglichenen Betriebsergebnis und einen positiven Cash Flow.
Die Vertriebstochter Softing Italia plant einen Umsatz von 0,4 Mio. EUR bei einem Ergebnis von - 0,1 Mio. EUR.
Nicht nur in Europa auch in den USA sind wir gut positioniert. Die Vertriebstochter Softing North America plant einen Umsatz von 1,8 Mio. EUR bei einem ausgeglichenen Ergebnis.
Risikomanagement und einzelne Risiken
Softing ist ein internationales Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und der Fahrzeugelektronik. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.
Im Besonderen betrifft dies Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Risikopolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen optimal zu nutzen und die damit verbunden Risiken nur nach sorgfältiger Abwägung der unternehmerischen Perspektiven einzugehen. Daher ist das Risikomanagement fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen.
Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert. Sie beinhalten Aussagen zur Risikostrategie, zur Risikobereitschaft und zum Geltungsbereich.
Zur Überwachung und Steuerung unserer Risiken nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen. Dazu gehört u.a. ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele sowie die damit verbundenen Risiken werden regelmäßig überwacht.
Im Berichtszeitraum entwickelten wir das in früheren Jahren definierte Risikomanagementsystem weiter. Dabei wurden die Risiken in den einzelnen Geschäftsprozessen periodisch erfasst, analysiert und bewertet. In diesem Prozess schätzten wir auch ab, ob Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken zu einem bestandsgefährdenden Risiko führen können. Die im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis stark negativ beeinflussen. Daneben gibt es weitere Risiken, die wir aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt als weniger bedeutsam halten, die aber unsere Entwicklung ebenfalls beeinträchtigen können.
Geschäftsrisiken
Trotz der Tatsache, dass im Berichtsjahr der Auftragseingang nach Produkten und Dienstleistungen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte, war die Situation in unseren Märkten geprägt durch eine starke Unsicherheit in der Nachfrage und dem damit einhergehenden Druck auf die zu erzielenden Erlöse. Wir begegnen diesen Risiken mit einem verschärften Kostenmanagement sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen, um uns schnell Nachfrageänderungen anpassen zu können.
Ein weiteres Risiko stellt die potenzielle mangelnde Bereitschaft unserer Zielmärkte dar, neue innovative Technologien anzunehmen und in Automatisierungsprojekten einzusetzen. Das kann den Markteinführungsprozess wesentlich verzögern und in der Folge zu geringeren Wachstumsraten bei unseren neuen Produktfamilien und damit zu geringeren Erträgen führen. Wir konzentrieren uns deshalb auf die Marktsegmente, in denen unsere neuen Produkte besondere Nutzenvorteile bieten und verstärken insgesamt die Marktkommunikation.
Aus technologischer Sicht ist das Marktgeschehen von einem raschen Wandel der eingesetzten Technologien geprägt. Es besteht die Gefahr, dass erworbenes Know-how durch eine unvorhergesehene Marktentwicklung vorzeitig wertlos wird. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aktiv mitarbeiten, um so Technologietrends frühzeitig zu erkennen und mit zugestalten.
Operative Risiken
In Teilen unseres Geschäfts sind wir in komplexe Entwicklungsprojekte unserer Kunden eingebunden. Zu den Risiken dieser Projekte gehört das Realisierungsrisiko bezüglich des geplanten Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadensersatzansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir derartige Projekte nach einem im Qualitätsmanagement-System definiertem Verfahrensmodell planen und die einzelnen Projektphasen sorgfältig überwachen.
Personalrisiken
Unser Geschäft hängt wesentlich von der Verfügbarkeit hochqualifizierten Personals ab. Wenngleich der Wettbewerb um dieses Personal im Berichtszeitraum nachgelassen hat, stellt es eine erhebliche Schwierigkeit dar, qualifiziertes Personal zu gewinnen und insbesondere halten zu können. In neuen innovativen Rekrutierungsmaßnahmen und intensiven Kontakten zu Hochschulen sehen wir gute Chancen, in der Zukunft unseren Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern decken können. Des weiteren wurde das Personalbeurteilungssystem verbessert, um das Potenzial der Mitarbeiter gezielt zu fördern und weiterzuentwickeln.
Kreditrisiken
Kreditrisiken haben in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt, da unsere Kunden überwiegend finanzkräftige Großunternehmen waren. Die zunehmende Verbreiterung unseres Geschäfts, insbesondere im internationalen Umfeld, und die damit einhergehende Gewinnung von Kleinund mittelständischen Unternehmen kann zu einer Risikoausweitung führen. Wir haben diesem Umstand dadurch Rechnung getragen, dass wir die Kreditprüfung intensivierten und das Forderungsmanagement verstärkten.
Lieferantenrisiken
Bei der Herstellung von Produkten, insbesondere von Hardwareprodukten, bedienen wir uns im erheblichen Umfang der Zulieferung von Fremdfirmen. Die Einbeziehung von Dritten in die Wertschöpfungskette reduziert naturgemäß unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualität, Termintreue und Kosten. Unerwartete Preiserhöhungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko durch möglichst langfristige Lieferverträge. Der Ausfall von Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Wir senken das Risiko dadurch, dass wir unsere Lieferpartner mittels Audits regelmäßig überprüfen und die Lieferanteile eines einzelnen Lieferanten konsequent begrenzen.
Risiken bezüglich des Bestandes der IT-Infrastruktur
Wie bei allen Unternehmen hängt das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse von der Verfügbarkeit der sIT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens dar. Wir sind diesen Risiken mit einer Reihe von Einzelmaßnahmen begegnet, die insbesondere die kurzfristige Wiederherstellung aller Datenbestände beinhaltet. Darüber hinaus wurde mit dem Aufbau eines umfassenden IT-Sicherheitskonzeptes begonnen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ereignet.
Haar, den 13. Februar 2003
Softing AG
(Vorstandsvorsitzender) (Vorstand) (Vorstand)
Dr. Wolfgang Trier Eduard Himmelsdorfer Dr. Rainer Mittmann
Konzern-Bilanz
| Aktiva | 31.12.2002 EUR |
31.12.2001 EUR |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||
| 1. Software und aktivierte Entwicklungskosten | 4.551.090 | 7.427.316 |
| 2. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung | – | 34.248 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | – | 269.898 |
| 4.551.090 | 7.731.462 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 551.051 | 833.793 |
| III. Finanzanlagen | ||
| Sonstige Ausleihungen | 2.013 | 1.676 |
| 5.104.154 | 8.566.931 | |
| B. Latente Steuern | 3.474.754 | 2.227.744 |
| C. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte |
||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 303.302 | 295.295 |
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 698.718 | 1.022.962 |
| 1.002.020 | 1.318.257 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.023.584 | 3.864.243 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 255.094 | 315.884 |
| 4.278.678 | 4.180.127 | |
| III. Wertpapiere | 2.748.625 | 3.997.918 |
| IV. Flüssige Mittel | 2.180.931 | 3.175.732 |
| 10.210.254 | 12.672.034 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 70.204 | 128.566 |
| 18.859.366 | 23.595.275 |
| Passiva | 31.12.2002 EUR |
31.12.2001 EUR |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital |
5.000.000 | 5.000.000 |
| II. Kapitalrücklage | 10.326.278 | 10.434.737 |
| III. Konzernbilanzverlust (Vj. -gewinn) | – 2.888.698 | 1.395.060 |
| 12.437.580 | 16.829.797 | |
| B. Fremdanteile | – | 7.871 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 490.704 | 498.483 |
| 2. Steuerrückstellungen | 1.805.000 | 3.144.500 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 1.949.698 | 1.463.782 |
| 4.245.402 | 5.106.765 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus langfristigen Fertigungsaufträgen | 436.053 | 52.584 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 28.809 | – |
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 350.692 | 121.851 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 484.881 | 713.711 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 837.316 | 762.696 |
| 2.137.751 | 1.650.842 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 38.633 | – |
| 18.859.366 | 23.595.275 | |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| 2002 EUR |
2001 EUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 18.876.124 | 17.992.707 |
| 2. | Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.124.010 | 3.204.224 |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | 533.864 | 880.592 |
| 21.533.998 | 22.077.523 | ||
| 4. | Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und | |||
| Betriebsstoffe und für bezogene Waren | – 3.057.909 | – 2.232.161 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | – 771.621 | – 739.182 | |
| – 3.829.530 | – 2.971.343 | ||
| 5. | Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | – 11.381.328 | – 11.003.399 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für | |||
| Altersversorgung | – 1.898.326 | – 1.866.649 | |
| – 13.279.654 | – 12.870.048 | ||
| 6. | Abschreibungen auf immaterielle | ||
| Vermögensgegenstände des Anlagevermögens | |||
| und Sachanlagen | – 6.430.514 | – 4.487.931 | |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 4.924.305 | – 5.282.577 |
| – 11.354.819 | – 9.770.508 | ||
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 176.576 | 382.076 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | – 53.195 | – 24.371 |
| 123.381 | 357.705 | ||
| 10. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | – 6.806.624 | – 3.176.671 |
| 11. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 2.532.476 | 1.314.332 |
| 12. | Sonstige Steuern | -33.514 | – 2.307 |
| 13. | Anteil Konzernfremder am Verlust | 23.904 | 25.076 |
| 14. | Jahresfehlbetrag | – 4.283.758 | – 1.839.570 |
| 15. | Gewinnvortrag | 1.395.060 | 3.234.630 |
| 16. | Konzernbilanzverlust (Vj. -gewinn) | – 2.888.698 | 1.395.060 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| 2002 TEUR |
2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von | ||
| Minderheitsgesellschaftern) | – 4.308 | – 1.865 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 6.431 | 4.488 |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (vor Saldierung Pensionsrückstellungen und ohne Börseneinführungskosten) |
– 561 | 153 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge | – | – 428 |
| Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | – | 10 |
| Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
– 907 | 28 |
| Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
496 | – 483 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.151 | 1.903 |
| Auszahlungen für Investitionen in selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände |
– 2.443 | – 3.688 |
| Auszahlungen für Investitionen in übrige immaterielle | ||
| Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen | – 499 | – 785 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen | – 9 | – 8 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | – | – 31 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | – 2.951 | – 4.512 |
| Auszahlungen für Börsengangkosten | – 473 | – |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten | 29 | – |
| Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten | – | – 4 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | – 444 | – 4 |
| Zahlungsunwirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | – 2.244 | – 2.613 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 7.174 | 9.787 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 4.930 | 7.174 |
Konzern-Anlagenspiegel
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Zugänge | Umbuchung | Stand | |||
| 1.1.2002 | 31.12.2002 | |||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entwicklungskosten | 25.719.727 | 2.442.732 | – | 28.162.459 | ||
| Software | 690.816 | 368.519 | 269.898 | 1.329.233 | ||
| Software und aktivierte Entwicklungskosten | 26.410.543 | 2.811.251 | 269.898 | 29.491.692 | ||
| Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung | 36.323 | 25.383 | – | 61.706 | ||
| geleistete Anzahlungen | 269.898 | – | – 269.898 | – | ||
| 26.716.764 | 2.836.634 | – | 29.553.398 | |||
| Sachanlagen | ||||||
| andere Anlagen, Betriebs- und | ||||||
| Geschäftsausstattung | ||||||
| Geschäftsausstattung | 2.773.166 | 100.339 | – | 2.873.505 | ||
| Geringwertige Wirtschaftsgüter | 253.046 | 30.427 | – | 283.473 | ||
| 3.026.212 | 130.766 | – | 3.156.978 | |||
| Finanzanlagen | ||||||
| sonstige Ausleihungen | ||||||
| Mietkautionen | 1.676 29.744.652 |
337 2.967.737 |
– – |
2.013 32.712.389 |
||
| Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2002 |
Abschreibungen des Geschäftsjahres |
Stand 31.12.2002 |
31.12.2002 | 31.12.2001 | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| 18.460.641 | 5.707.844 | 24.168.485 | 3.993.974 | 7.259.086 | ||
| 522.586 | 249.531 | 772.117 | 557.116 | 168.230 | ||
| 18.983.227 | 5.957.375 | 24.940.602 | 4.551.090 | 7.427.316 | ||
| 2.075 – |
59.631 – |
61.706 – |
– – |
34.248 269.898 |
||
| 18.985.302 | 6.017.006 | 25.002.308 | 4.551.090 | 7.731.462 | ||
| 2.055.239 | 340.210 | 2.395.449 | 478.056 | 717.927 | ||
| 137.180 | 73.298 | 210.478 | 72.995 | 115.866 | ||
| 2.192.419 | 413.508 | 2.605.927 | 551.051 | 833.793 | ||
| – | – | – | 2.013 | 1.676 | ||
| 21.177.721 | 6.430.514 | 27.608.235 | 5.104.154 | 8.566.931 | ||
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Gezeichnetes Kapital |
Unter- schiedsbe- trag aus der Kapitalkon solidierung |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklage |
Bilanz- gewinn |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand 31.12.1999 / 01.01.2000 | 2.607 | 856 | 1.525 | – | 3.169 | 8.157 |
| Einstellung Bilanzgewinn in Gewinnrücklagen | – | – | – | 328 | – 328 | – |
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln | 1.557 | – | – 1.229 | – 328 | – | – |
| Kapitalerhöhung (Börsengang) | 836 | – | – | – | – | 836 |
| Agio aus Kapitalerhöhung (Börsengang) | – | – | 11.285 | – | – | 11.285 |
| Verrechnung Kosten Börsengang mit Kapitalrücklage |
– | – | – 1.029 | – | – | – 1.029 |
| Auflösung passiver Unterschiedsbetrag | – | – 428 | – | – | – | – 428 |
| Jahresüberschuss 2000 | – | – | – | – | 394 | 394 |
| Stand 31.12.2000 / 01.01.2001 | 5.000 | 428 | 10.552 | – | 3.235 | 19.215 |
| Verrechnung Kosten Börsengang Kapitalrücklage |
– | – | – 117 | – | – | – 117 |
| Auflösung passiver Unterschiedsbetrag | – | – 428 | – | – | – | – 428 |
| Jahresfehlbetrag 2001 | – | – | – | – | – 1.840 | – 1.840 |
| Stand 31.12.2001 / 01.01.2002 | 5.000 | – | 10.435 | – | 1.395 | 16.830 |
| Verrechnung Kosten Börsengang Kapitalrücklage |
– | – | – 109 | – | – | – 109 |
| Auflösung passiver Unterschiedsbetrag | – | – | – | – | – | – |
| Jahresfehlbetrag 2002 | – | – | – | – | – 4.284 | – 4.284 |
| Stand 31.12.2002 | 5.000 | – | 10.326 | – | – 2.889 | 12.437 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2002 (nach IFRS)
Die Softing AG hat als börsennotiertes Mutterunternehmen von dem in § 292a HGB vorgesehenen Wahlrecht Gebrauch gemacht, den Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen aufzustellen. Auf die Erstellung eines handelsrechtlichen Konzernabschlusses konnte daher verzichtet werden. Der Konzernabschluss wird auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt und veröffentlicht. Dabei werden alle zum
Bilanzstichtag anzuwendenden IFRS-Standards beachtet. Berichtswährung ist der Euro (EUR).
In der Gewinn- und Verlustrechung wurden die Vorjahreswerte in den Positionen Bestandsveränderung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Materialaufwand in Höhe von EUR -55.303 angepasst. Die Berichtigung umfasst die Bestandsveränderung von Handelswaren, die im Vorjahr unter der Position Bestandsveränderung ausgewiesen wurde.
1. Gegenstand des Konzerns
Gegenstand der Softing AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Analyse, Beratung, Entwicklung und Durchführung von EDV-Projekten sowie betriebswirtschaftliche Studien, Gutachten und Schulungen, insbesondere für die Bereiche Prozessautomatisierung und Betriebsdatenerfassung,
System- und Anwendersoftware für Mikro- und Minirechnersysteme, Datenfernübertragung und Rechnerverbundsysteme, kommerzielle EDV-Anwendung.
Die Softing AG hat ihren Sitz in Haar bei München.
2. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2002 sind neben der Softing AG die Tochtergesellschaften Softing Industrial Solutions Italia S.r.l., Bozen/Italien (Softing Italia), sowie die Softing North America Inc., Newburyport/MA/USA (Softing
North America), einbezogen worden, bei denen die Softing AG unmittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und die einheitliche Leitung ausübt.
| Softing Konzern | ||
|---|---|---|
| Kapitalanteil | 2002 | 2001 |
| % | % |
|---|---|
| 100 | 89 |
| 100 | 100 |
Der Konzern entstand rechtlich im Mai 1997 durch Gründung der Softing Industrial Consult GmbH (heute: Softing AG) und Erwerb der Anteile an der damaligen Softing GmbH für Prozessrechentechnik und angewandte Informationsverarbeitung (Softing GmbH) im Mai 1997.
Mit Verschmelzungsvertrag vom 22. März 2001 wurde die Softing GmbH in die Softing AG mit Wirkung zum 1. Januar 2001 verschmolzen.
Die Softing North America wurde am 23. August 2001 gegründet.
3. Konsolidierungsgrundsätze
Für die Erstkonsolidierung wurde auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile beziehungsweise der Gründung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen abgestellt. Dabei wurde das im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zu verrechnende Eigenkapital, soweit es das Jahresergebnis betrifft, durch Unterstellung eines gleichbleibenden Geschäftsverlaufs statistisch oder auf Grundlage eines Zwischenabschlusses ermittelt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß IAS 22 (revised 1998) nach der Erwerbsmethode (Buchwertmethode) auf den jeweiligen Anschaffungszeitpunkt der Beteiligung. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem Buchwert ihres Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt aufgerechnet. Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden
als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und entsprechend ihrem künftigen wirtschaftlichen Nutzen über einen Zeitraum von zehn Jahren ergebniswirksam abgeschrieben. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden passivisch ausgewiesen und über einen Zeitraum von vier Jahren aufgelöst.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurden eliminiert.
In den Vorräten enthaltene Vermögensgegenstände aus konzerninterner Lieferung enthalten keine zu bereinigenden Zwischenergebnisse.
4. Bewertungsgrundsätze
Als Bewertungsbasis dienen die Anschaffungs- und Herstellungskosten. Die Bewertungsmethoden werden bei den entsprechenden Bilanzpositionen erläutert.
5. Währungsumrechnung
In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten werden ergebniswirksam berücksichtigt.
Der Jahresabschluss der Softing North America wird gemäß IAS 21 nach der Zeitbezugsmethode in EUR umgerechnet.
Die Umrechnung der monetären Bilanzposten der Softing North America erfolgt zum Stichtagskurs. Nicht monetäre Bilanzposten sowie Aufwendungen und Erträge werden zu historischen Kursen umgerechnet.
Aus der Umrechnung resultierende Differenzen werden als Aufwand oder Ertrag erfasst.
6. Angaben zur Konzern-Bilanz
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Software) wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie wurden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig über drei Jahre linear abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen sind nicht aktiviert worden.
Firmen- und Geschäftswert
Bei der Kapitalkonsolidierung der Softing Italia auf den Zeitpunkt der freiwilligen Kapitaleinzahlungen im November 2000 und Oktober 2001 und August 2002 sowie dem Kauf von Gesellschaftsanteilen in Höhe von 9 % vom Stammkapital der Softing Italia im Oktober 2001 und der restlichen 11 % im Dezember 2002 ergaben sich aktive Unterschiedsbeträge von insgesamt TEUR 62, die als Firmenwert aktiviert wurden und linear über zehn Jahre abgeschrieben wurden. Aufgrund der Werteinschätzungen zum Bilanzstichtag wurde der restlich verbleibende Firmenwert in Höhe von TEUR 55 in 2002 voll wertberichtigt. Der Buchwert zum 31. Dezember 2002 beträgt noch TEUR - (Vorjahr: TEUR 34).
Forschung und Entwicklung
Aufwendungen für Forschung und allgemeine Entwicklung werden gemäß IAS 38 (1998) als Aufwand erfasst. Die Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden ab dem Zeitpunkt, zu dem die technologische Durchführbarkeit feststeht, als Entwicklungskosten aktiviert. Gemäß IAS 38 (1998) aktiviert die Gesellschaft eigene Entwicklungskosten
für die selbsterstellte Produkte, sofern die anfallenden Entwicklungskosten zu marktfähigen Produkten führen und entsprechende Umsatzerlöse für die Vergangenheit nachgewiesen werden konnten bzw. die geplanten oder erwarteten Umsatzerlöse die aktivierten Aufwendungen übersteigen. Die Entwicklungskosten für neue Produktlinien und Produktversionen werden auf drei Jahre linear abgeschrieben, wobei im Jahr der Fertigstellung aus Vereinfachungsgründen eine halbe Jahresabschreibung verrechnet wird. Die Forschungskosten sind von untergeordneter Bedeutung. Im Jahr 2002 wurde aus Gründen der einheitlichen Bilanzierung für neue Produktlinien die Abschreibungsmethodik geändert. Neue Produktlinien, die bisher über sechs Jahre abgeschrieben wurden, werden wie alle anderen Entwicklungen auch über drei Jahre abgeschrieben. Aufgrund dieser Bewertungsänderung fielen einmalig Abschreibungen in Höhe von TEU 1.664 an. Aufgrund im Berichtsjahr neu entwickelter Produktversionen, die ältere Versionen am Markt ablösen, wurden die älteren Versionen voll wertberichtigt. Die Restbuchwerte i.H.v. TEUR 554 wurde außerordentlich abgeschrieben. Diese Teilwertabschreibung betrifft das Segment Industrial Automation (IA).
In der Position Software und aktivierte Entwicklungskosten sind Kosten für die Entwicklung neuer Produkte in Höhe von TEUR 3.994 (Vj. TEUR 7.259) enthalten.
Sachanlagevermögen
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungsund Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.
Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über drei Jahre, Betriebsausstattung über fünf bis sieben Jahre und Einbauten entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrages verteilt abgeschrieben.
Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden aktiviert.
Für untergegangene Sachanlagen erhielten wir Entschädigungsleistungen i.H.v. insgesamt TEUR - (Vj. TEUR 7).
Die sonstigen Ausleihungen betreffen ausschließlich eine Mietkaution.
Finanzanlagen
Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen TEUR 660 (Vj. TEUR 267) wurde im Berichtsjahr nach IAS 19 (revised 2000) mit der Pensionsrückstellung saldiert.
Wertminderungen
Sollten sich aufgrund von Tatsachen oder Umständen Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung von langlebigen Vermögensgegenständen ergeben, wird eine Bewertung zu Ertragswerten durchgeführt.
Bei einem Unterschied zwischen dem Buchwert und dem Ertragswert wird eine außerordentliche Abschreibung vorgenommen.
Leasingverträge
Die Gesellschaft hat ausschließlich Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen. Finanzierungsleasingverträge, die nach IAS 17 (revised 1997) zu aktivieren sind, liegen nicht vor.
Aktive latente Steuern
Die Abgrenzung latenter Steuern erfolgt gemäß IAS 12 (revised 2000). Nach der Liability-Methode werden die zum Bilanzstichtag gültigen bzw. beschlossenen Steuersätze verwendet. Die latenten Steuerguthaben betreffen:
| 31.12.2002 | 31.12.2001 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Bewertungsunterschiede zwischen Konzern- und Steuerbilanz | ||
| (kurzfristige Vermögensgegenstände) | – | 32 |
| Bewertungsunterschiede Pensionsrückstellung | 22 | – |
| Künftige Forderungen aus Verlustvorträgen | 3.453 | 2.196 |
| 3.475 | 2.228 | |
Weitere Erläuterungen zu den aktiven latenten Steuern siehe unter "Steuern vom Einkommen und Ertrag".
Vorräte
Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Dabei wurden gewogene Durchschnittskosten zugrunde gelegt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Der Gesamtbuchwert der Vorräte entspricht dem Bilanzansatz.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen werden zu Nominalwerten abzüglich Wertberichtigungen (TEUR 112) für als zweifelhaft anzusehende Forderungen angesetzt und beinhalten auch die künftigen Forderungen aus in Arbeit befindlichen Fertigungsaufträgen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ent-
halten neben der angesetzten Pauschalwertberichtung in Höhe von TEUR 22 Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 90.
| 31.12.2002 TEUR |
31.12.2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Davon: |
4.024 | 3.864 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen Noch nicht abgerechnete Leistungen |
239 47 |
607 74 |
Zur Bewertung der Leistungen aus Fertigungsaufträgen wurde die "percentage of completion method" gemäß IAS 11 (revised 1993) angewandt. Dabei werden als Auftragserlöse die in Festpreisverträgen vereinbarten Erlöse in Höhe des jeweiligen Fertigstellungsgrades angesetzt. Der Fertigstellungsgrad der Leistungen wird durch das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt. Bei langfristigen Fertigungsaufträgen
werden die erhaltenen Anzahlungen mit dem Leistungsstand verrechnet. Der Bilanzausweis der entsprechend als Umsatz realisierten Leistungen und erhaltenen Anzahlungen erfolgt unter "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" bzw. als "Verbindlichkeiten aus langfristigen Fertigungsaufträgen" sowie als "erhaltene Anzahlungen".
| 31.12.2002 TEUR |
31.12.2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der in Arbeit befindlichen Fertigungsaufträge | 1.542 | 1.418 |
| Erhaltene Anzahlungen | – 874 | – 985 |
| Verrechnungssaldo | 668 | 433 |
| Davon ausgewiesen unter: | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.103 | 607 |
| Verbindlichkeiten aus langfristigen Fertigungsaufträgen | – 435 | – 53 |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | – | – 121 |
Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bilanziert.
| 31.12.2002 TEUR |
31.12.2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Steuern | 198 | 210 |
| Forderungen an Mitarbeiter | 13 | 28 |
| Übrige | 44 | 78 |
| 255 | 316 | |
Von den Darlehen an Mitarbeiter haben TEUR - (Vorjahr TEUR 21) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Ein Darlehen wird mit 6,5 % p.a. verzinst. Im Übrigen handelt es sich um unverzinsliche Umzugsdarlehen.
Sonstige Wertpapiere
Hier handelt es sich um kurzfristig veräußerbare, festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen eines inländischen Kreditinstitutes. Die Wertpapiere sind mit dem Tageskurs (= Anschaffungskosten) zum 31. Dezember 2002 bewertet
und am 17. Januar 2005 fällig. Der letzte Zinssatz betrug 3,281 %, wobei alle drei Monate eine Zinsanpassung an den Marktzins durch den Emittenten erfolgt.
Flüssige Mittel
Flüssige Mittel beinhalten Barmittel und kurzfristig fällige Guthaben bei Kreditinstituten. Die Entwicklung der flüssigen Mittel, die zusammen mit den Wertpapieren den Finanzmittelfonds gem. IAS 7 (revised 1992) bilden, ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
| 31.12.2002 TEUR |
31.12.2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Kasse | 1 | 1 |
| Bankguthaben | 2.180 | 3.175 |
| 2.181 | 3.176 | |
Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.000.000,00 und ist eingeteilt in 5 Mio. nennwertlose Stückaktien.
Die Ermittlung des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bestimmt sich nach dem Bilanzgewinn der Softing AG gemäß deutschem Handelsrecht.
Genehmigtes Kapital 2001/I
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 16. März 2005 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer Inhaberaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 2.000.000,– zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre entscheiden. Ein Ausschluss des Bezugsrechts ist nur im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zur Vermeidung von freien Spitzenbeträgen zulässig.
Genehmigtes Kapital 2001/II
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 16. März 2005 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer Inhaberaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 500.000,– zu erhöhen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats ist ein Ausschluss des Bezugsrechts bei einer Barkapitalerhöhung
ganz oder teilweise zulässig, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet.
Bedingtes Kapital
Daneben besteht bedingtes Kapital in Höhe von EUR 260.000,00 aus einem Aktienoptionsprogramm.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
Die Hauptversammlung hat am 6. Juni 2002 den Vorstand ermächtigt bis zum 5. Dezember 2003 eigene Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu 10 % zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf den durchschnittlichen Kassakurs der Aktie am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Erwerb der Aktien um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
Der Vorstand wurde außerdem durch die Hauptversammlung ermächtigt, erworbene Aktien auch auf andere Weise als im Weg der Veräußerung über die Börse zu verwerten, indem die erworbenen Aktien außerbörslich veräußert oder gegen Beteiligung an anderen Unternehmen eingetauscht werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist in diesem Fall insoweit ausgeschlossen, als die Aktien gemäß der Ermächtigung Dritten angeboten werden.
| Ergebnis je Aktie IAS 33 (1997): | 31.12.2002 | 31.12.2001 | |
|---|---|---|---|
| Jahresergebnis | (TEUR) | – 4.308 | – 1.865 |
| Anteile Fremder | (TEUR) | 24 | 25 |
| Unverwässertes Ergebnis | (TEUR) | – 4.284 | – 1.840 |
| Aktienanzahl | Stück | 5.000.000 | 5.000.000 |
| Unverwässertes Ergebnis pro Aktie | (EUR) | – 0,86 | – 0,37 |
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage entstand durch die Zuführung von Agiobeträgen aus der Kapitalerhöhung in 2000.
Nachträglichen Aufwendungen für den Börsengang in Höhe von TEUR 173 (bzw. TEUR 108 nach Ertragsteuern) wurden im Berichtsjahr mit der Kapitalrücklage ergebnisneutral verrechnet.
Ausgleichposten für Anteile anderer Gesellschafter
Die Fremdanteile betrafen im Vorjahr die Anteile anderer Gesellschafter bei der Softing Italia.
Rückstellungen
| Entwicklung | Stand 1.1.2002 |
Verbrauch Auflösung Umgliederung Zuführung aus sonstigen Verbindlichkeiten |
Stand 31.12.2002 |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Pensionsrückstellungen | 498 | – | 7 | – | – | 491 |
| Steuerrückstellungen | 3.144 | 1.339 | – | – | – | 1.805 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.464 | 1.329 | 28 | 15 | 1.828 | 1.950 |
| 5.106 | 2.668 | 35 | 15 | 1.828 | 4.246 | |
Rückstellung für Pensionen
Der Ausweis betrifft die den drei Vorständen gewährten und teilweise rückgedeckten, leistungsorientierten Pensionszusagen, die die Gewährung von Alters- und Witwenrenten sowie Voll- und Halbwaisenrenten vorsehen. Dabei besteht neben einer Festbetragszusage zusätzlich eine variable Zusage. Die Höhe der Leistungen ist individuell festgelegt.
Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen wird jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
| Berechnungsgrundlagen | 31.12.2002 % |
31.12.2001 % |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 5,8 | 5,9 |
| Gehaltstrend | 3,0 | 3,0 |
| Rentenanpassung | 1,5 | 1,5 |
| Entwicklung | 2002 TEUR |
2001 TEUR |
|---|---|---|
| Stichtag 1.1.2002 | 767 | 558 |
| Dienstzeitaufwand | 220 | 173 |
| Erträge aus Planvermögen | – 370 | – 14 |
| Zinsaufwand | 49 | 36 |
| Zinsertrag aus Planvermögen | – 21 | – 18 |
| Effekt aus Termination | 114 | – |
| Zeitwert des externen Planvermögens zum 1.1.2002 | – 268 | – 237 |
| Stichtag 31.12.2002 | 491 | 498 |
| Überleitung zum Bilanzausweis | 31.12.2002 TEUR |
31.12.2001 TEUR |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) | 1.150 | 837 |
| Noch nicht erfasste versicherungsmathematische Verluste | – | – 71 |
| Zeitwert des externen Planvermögens zum 31. Dezember 2002 | – 659 | – 268 |
| 491 | 498 |
Die Aufwendungen für die Altersversorgung betrugen TEUR 79 (Vj. TEUR 176).
| 31.12.2002 TEUR |
31.12.2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung enthaltener Zinsaufwand (saldiert mit Zinserträgen aus |
313 | 208 |
| Planvermögen in Höhe von TEUR 21; Vj. TEUR 18) | – 28 | – 18 |
| Übrige Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) | – 206 | – 14 |
| 79 | 176 | |
Im Berichtsjahr wurde erstmals der Dienstzeit- und Zinsaufwand aus der Erhöhung der Pensionsrückstellung mit dem Ertrag aus dem Planvermögen nach IAS 19 (rev. 2000) saldiert. Der verbleibende Zinsaufwand wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die 2001 betreffenden Erträge aus der Erhöhung des Planvermögens werden im periodenfremden Ergebnis gezeigt.
Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich latente Steuern. Die Abgrenzung latenter Steuern erfolgt gemäß IAS 12 (revised 2000) nach der Liability-Methode.
Dabei werden die zum Bilanzstichtag gültigen bzw. beschlossenen Steuersätze verwendet. Die latenten Steuerrückstellungen betreffen:
| 31.12.2002 TEUR |
31.12.2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | 286 | 224 |
| Langfristige Vermögensgegenstände | 1.519 | 2.754 |
| Kurzfristige Rückstellungen | – | 115 |
| Langfristige Rückstellungen | – | 52 |
| 1.805 | 3.145 | |
Weitere Erläuterungen zu den latenten Steuern siehe unter "Steuern vom Einkommen und Ertrag".
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden mit dem zu erwartenden Rückzahlungsbetrag angesetzt. Eine Rückstellung wird gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist und diese zuverlässig bewertbar ist. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2002 TEUR |
31.12.2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gewährleistung | 211 | 50 |
| Personalkosten | 1.239 | 847 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 63 | 62 |
| Fremdleistungen, Honorare | 305 | 495 |
| Betriebsprüfung | 83 | – |
| Sonstige | 49 | 10 |
| 1.950 | 1.464 | |
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Die erhaltenen Anzahlungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 1.225 (Vj. TEUR 985). Davon entfallen auf langfristige Fertigungsaufträge TEUR 874 (Vj. TEUR 863), die mit den
entsprechenden Beständen an unfertigen Leistungen verrechnet wurden.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Der Gesamtbetrag zum Bilanzstichtag ist innerhalb eines Jahres fällig.
Sonstige Verbindlichkeiten
| 31.12.2002 TEUR |
31.12.2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Steuern | 335 | 392 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 235 | 256 |
| Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten | 213 | 11 |
| Sonstige | 54 | 104 |
| 837 | 763 | |
Die sonstigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sind ausnahmslos innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.
7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse werden grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs erfasst.
Zur Bewertung der Leistungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag) wurde die "Percentage-of-Completion"-Methode gemäß IAS 11 (revised 1993) angewandt; die erbrachten Leistungen werden entsprechend als Umsatz ausgewiesen. Die Umsatzerlöse aus der "Percentage-of-Completion"-Methode belaufen sich auf TEUR 1.541 (Vj. TEUR 1.417). Dabei wurde ein Gewinn von TEUR 572 (Vj. TEUR 448) realisiert.
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach geographischen Gesichtspunkten: | TEUR | TEUR |
| Inland | 12.711 | 13.606 |
| Ausland | 6.165 | 4.387 |
| 18.876 | 17.993 | |
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Produkten und Dienstleistungen: | TEUR | TEUR |
| Produkte | 12.234 | 10.701 |
| Dienstleistungen | 6.642 | 7.292 |
| 18.876 | 17.993 | |
Andere aktivierte Eigenleistungen
Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Kosten für die Entwicklung neuer Softwareprodukte, soweit der betreffende Aufwand nicht vom Materialaufwand gekürzt wurde.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Sonstige Periodenfremde Erträge | 197 | – |
| Erlöse Kraftfahrzeug-Überlassung | 124 | 120 |
| Auflösung von Rückstellungen | 28 | 133 |
| Auflösung des Unterschiedsbetrags aus der Erstkonsolidierung | – | 428 |
| Übrige Erträge | 185 | 200 |
| 534 | 881 | |
Materialaufwand
| 2002 TEUR |
2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Wareneinkauf Produkte und Bauteile | 3.377 | 2.716 |
| Honorare freier Mitarbeiter | 191 | 201 |
| Fremdleistungen | 581 | 538 |
| 4.149 | 3.455 | |
| Materialaufwand für interne Produktentwicklungen | – 319 | – 484 |
| 3.830 | 2.971 | |
Personalaufwand
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Gehälter | 10.488 | 10.290 |
| Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen | 225 | 381 |
| Kfz-Überlassung Arbeitnehmer | 139 | 140 |
| Abfindungen | 379 | 38 |
| Überstunden, Mutterschutz, Sonstiges | 47 | 87 |
| Aushilfslöhne | 64 | 58 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 40 | 9 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung | 1.898 | 1.867 |
| 13.280 | 12.870 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Periodenfremde Aufwendungen | 193 | 11 |
| Betriebsaufwendungen | 2.722 | 2.428 |
| Vertriebsaufwendungen | 1.128 | 1.084 |
| Verwaltungsaufwendungen | 806 | 1.750 |
| Aufwand aus Kursdifferenzen | 75 | 10 |
| 4.924 | 5.283 | |
Sonstige Steuern
Diese betreffen Kfz-Steuern für die betrieblich genutzten Kraftfahrzeuge und Steuernachzahlungen für Vorjahre.
Zinsergebnis
Zinsen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand oder Ertrag gebucht.
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Zinserträge | 177 | 382 |
| Zinsaufwendungen | – 54 | – 24 |
| 123 | 358 | |
Die Erträge aus den zur Rückdeckung der Pensionszusagen an die Vorstände abgeschlossenen Lebensversicherungen wurden im Berichtsjahr nach IAS 19 (revised 2000) mit der Zuführung zur Pensionsrückstellung verrechnet.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen ermittelt.
Grundsätzlich unterliegt die Softing AG einer Gewerbeertragsteuer von ca. 15% des steuerpflichtigen Einkommens, die bei der Ermittlung der Körperschaftsteuer abzugsfähig ist. Der Körperschaftsteuersatz (einschließlich Solidaritätszuschlag) beträgt ab 1. Januar 2001 26,38 % (bis einschließlich 2000 40% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag für thesaurierte Gewinne).
Latente Steuern werden nach IAS 12 (revised 2000) für alle wesentlichen temporären Abweichungen zwischen Konzernund Steuerbilanz auf Ebene der Einzelgesellschaften gebildet. Durch die Verabschiedung des Steuerreformgesetzes 2000 bestimmt sich der im Inland ab 1. Januar 2001 zugrunde gelegte Steuersatz wie folgt:
| 2001 % |
|
|---|---|
| Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag | 26,38 |
| Gewerbeertragsteuersatz | 14,89 |
| Minderung Körperschaftsteuer durch Anrechnung Gewerbeertragsteuer | |
| 37,34 | |
Die Steuerbelastung wurde für Softing Italia einschließlich der regionalen ERAP mit 36%, für Softing North America mit 25,76% errechnet.
Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem wahrscheinlich angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielen wird. Die Planungsrechnungen der steuerlichen Ergebnisse lassen eine Realisierung der Verlustvorträge in den nächsten vier Jahren erkennen. Steuerliche Verlustvorträge, die bei der Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigt sind, bestehen in Höhe von TEUR 9.364.
Die Überleitung zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem tatsächlichen Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:
| 2002 TEUR |
2001 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erwarteter Steueraufwand (Ertrag (–)) | – 2.542 | – 1.187 |
| (37,34%) | (37,34%) | |
| Steuerfreie Auflösung Unterschiedsbetrag | – | – 159 |
| Abschreibung Firmenwert | 22 | – |
| Nicht abziehbare Aufwendungen | 7 | 8 |
| Mit Kapitalrücklage direkt verrechnete Kosten | – 65 | – |
| Unterschiedliche Steuersätze bei den latenten Steuern | 44 | 24 |
| Sonstiges | 2 | – |
| – 2.532 | – 1.314 | |
8. Sonstige Angaben
Segmentberichterstattung
Auf die Darstellung geographischer Segmente wurde verzichtet, da nicht mehr als ein angabepflichtiges Segment (Westeuropa) vorhanden ist.
Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist entsprechend IAS 14 (revised 1997) in der folgenden Übersicht dargestellt.
| Industrial Automation |
Automotive Electronics |
nicht verteilt | Gesamt | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2002 | 2001 | 2002 | 2001 | 2002 | 2001 | 2002 | 2001 | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |||
| Umsatzerlöse | 9.982 | 9.382 | 8.894 | 8.611 | – | – | 18.876 | 17.993 | ||
| Abschreibungen | 5.105 | 2.668 | 1.265 | 1.229 | 60 | 591 | 6.430 | 4.488 | ||
| Segmentergebnis | ||||||||||
| (EBIT) | – 7.722 | – 5.008 | 841 | 1.435 | – 49 | 36 | – 6.930 | – 3.537 | ||
| Assets | 1.955 | 5.603 | 2.039 | 1.656 | 14.865 | 16.336 | 18.859 | 23.595 | ||
| Investitionen | ||||||||||
| (ohne Finanz | ||||||||||
| anlagen) | 1.274 | 2.443 | 1.693 | 1.245 | – | 808 | 2.967 | 4.496 | ||
Aufgliederung nach Segmenten:
Gliederung der Produkte nach Segmenten:
Industrial Automation:
Automatisierungssoftware 4CONTROL (Embedded und PC-based), Steuerungssoftware (plattformunabhängig), Visualisierungssoftware, Analysesoftware (4CONTROL Analyzer), Optimierungssoftware (4CONTROL Energiser), Bibliotheken (Technologie-Software, alle 4CONTROL Libs)
Steuerungshardware (kundenspezifisch und standardisiert), 4CONTROL PanelPC, 4CONTROL FieldPC, 4CONTROL Ethernet Controller
Interface-Karten (PROFIBUS, CAN, CANopen, DeviceNet), Gateways (PROFIBUS, FF), Tools (Konfiguratoren, Analyzer (PROFIBUS, CAN)), Server (OPC, PROFIBUS, CANopen), Entwicklungs-Plattformen (OPC-Toolkits)
Kundenspezifische Hardware und kundenindividuelle Software, Entwicklungs- / Portierungs- / Integrationsdienstleistungen, Systemlösungen und Schulungen
Automotive Electronics:
Analysewerkzeuge für die Fahrzeugkommunikation (Diagnostic Tool Set (DTS), CANalyzer, MOST Aktivitäten)
Datenlogger (EDICmobil)
EDIC- und CAN-Produkte (Schnittstellenhardware) mit Protokollsoftware zur (Diagnose-) Kommunikation, DTS Base System API und Elektronik-Diagnose-Interfacesystem als Diagnosekommunikationsplattform z. B. für Werkstatttester, Produktionssysteme in der Fahrzeugherstellung mit Verbindung zu den Fahrzeug-Steuergeräten und Endanwenderprojekten (z. B. Prüfsysteme für Steuergeräte wie Schnittstellenkonverter)
Kundenspezifische Entwicklungen im Bereich der Fahrzeugkommunikation: Test der Fahrzeugelektronik (ELDI, Prüfsysteme), Bandendecodierung und -programmierung von Steuergeräten
Steuergeräte-Kommunikationssoftwareentwicklung
Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Grund hierfür sind im wesentlichen die in 2002 angefallenen Repositionierungsaufwendungen.
Im Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit sind unter anderem TEUR 177 aus Zinserträgen sowie TEUR 54 aus Zinsaufwendungen enthalten. Ertragsteuern wurden im Berichtsjahr nicht gezahlt.
Die sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge im Vorjahr betreffen die Auflösung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Aktienoptionsprogramm
In der Hauptversammlung der Softing AG am 17. März 2000 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu EUR 260.000,– durch Ausgabe von bis zu EUR 260.000,– auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaften. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber
der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Bezugsrecht gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG Gebrauch machen. Die Bezugsrechte können frühestens zwei Jahre nach Begebung ausgeübt werden.
Im Geschäftsjahr 2002 wurden 37.200 Bezugsrechte neu gewährt.
| 2002 Stück |
2001 Stück |
|
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 88.300 | 51.500 |
| Neu gewährte Optionsrechte | 37.200 | 81.200 |
| Verfallene Optionsrechte | – 17.100 | – 10.900 |
| Umtausch gegen Optionsrechte 2001 | – | – 33.500 |
| Stand 31. Dezember | 108.400 | 88.300 |
| Davon: aus 2000 | 8.700 | 12.900 |
| Davon: aus 2001 | 62.500 | 75.400 |
| Davon: aus 2002 | 37.200 | – |
Die Ausübung der Bezugsrechte des Aktienoptionsprogramms ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Der Bezug der Aktien ist nur dann möglich, wenn die Wertentwicklung der Softing-Anteile die Wertentwicklung des CDax-Technologie-Index der Deutschen Börse AG in dem zugrunde liegenden Zeitabschnitt übersteigt.7
Die Ermittlung des Verkehrswertes der Aktienoptionen zum Ausgabezeitpunkt wurde unter Zugrundelegung eines risikolosen Zinssatzes von 4,5 %, einer Dividendenrendite von 0 % und einer Volatilität der Softing-Aktie von 66,2 % vorgenommen. Demnach belief sich der auf Schätzgrößen beruhende
Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Neben den schon in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen folgende Personen – entsprechend IAS 24 – der Softing Gruppe nahe:
Herr Dr. Wolfgang Trier, Aktionär, Vorstand (seit 01.04.2002) Herr Dipl.-Ing. Eduard Himmelsdorfer, Aktionär, Vorstand Herr Dr.-Ing. Rainer Mittmann, Aktionär, Vorstand Herr Dr. Manfred Patz, Aktionär, Vorstand (bis 31.03.2002)
Haftungsverhältnisse
Es bestanden und bestehen keine Haftungsverhältnisse.
Verkehrswert zum Zeitpunkt der Ausgabe auf EUR 0,40 bzw. EUR 0,49 je Optionsrecht.
Die Gesellschaft wendet APB Opinion No. 25 Accounting for Stock Issued to Employees für die Bilanzierung ihres Mitarbeiter-Aktienoptionsplans an. Wäre der Personalaufwand für den Optionsplan der Gesellschaft in Übereinstimmung mit der in SFAS Nr. 123 beschriebenen Methode ausgewiesen worden, hätte sich der ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -4.308 um TEUR 45 vermindert.
Es bestehen keine Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo aus längerfristigen Lieferverträgen i.H.v. TEUR 533.
Außerdem bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für Gebäude, Pkw und Büromaschinen.
Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus Operatingleasing-Verträgen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| TEUR | |
|---|---|
| 2003 | 1.048 |
| 2004 | 944 |
| 2005 | 840 |
| 2006 | 327 |
| Nach 2006 | – |
| Gesamt | 3.159 |
Belegschaft
Die Anzahl der Mitarbeiter betrug ohne Vorstand:
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Zum Bilanzstichtag | 160 | 181 |
| Im Geschäftsjahresdurchschnitt | 174 | 182 |
Vorstand
Dem Vorstand der Softing AG gehören im Jahre 2002 die folgenden Herren an:
Herr Dr. Wolfgang Trier, München (ab 1. April 2002) Herr Dipl.-Ing. Eduard Himmelsdorfer, München Herr Dr.-Ing. Rainer Mittmann, München Herr Dr. Ing. Manfred Patz, Vaterstetten (bis 31. März 2002) Die Bezüge des Vorstands betrugen im Berichtsjahr TEUR 713 (Vj. TEUR 675) ohne die Zuführung zur Pensionsrückstellung.
Erklärung nach § 161 AktG
Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht.
Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat der Softing AG gehören im Jahre 2002 die folgenden Herren an:
Dr. Horst Schiessl, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender) Josef Faltenbacher, Wirtschaftsprüfer, München (stellv. Vorsitzender) Professor Dr. Georg Färber, Hochschuldozent, Ottobrunn
Herr Dr. Schiessl bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate bei: Baader Wertpapierhandelsgesellschaft AG, Unterschleißheim Chiemsee AG, Grabenstätt (Vorsitzender) St. Petersburg Immobilien und Beteiligungs AG SPAG, Mörfelden-Walldorf (stellv. Vorsitzender) Brain International AG, Breisach (Vorsitzender) Dussmann AG & Co. KGaA, Berlin
Herr Faltenbacher bekleidet ein weiteres Aufsichtsratsmandat bei:
Baader Wertpapierhandelsgesellschaft AG, Unterschleißheim
Herr Dr. Färber bekleidet weitere Aufsichtsratsmandate bei: SEP Logistik AG, Weyarn TTTech AG, Wien
Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr TEUR 23.
Haar, den 13. Februar 2003
Der Vorstand der Softing AG
(Vorstandsvorsitzender) (Vorstand) (Vorstand)
Dr. Wolfgang Trier Eduard Himmelsdorfer Dr. Rainer Mittmann
Bestätigungsvermerk
der Konzernabschlussprüfer
Wir haben den von der Softing AG, Haar, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2002 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung beinhaltet die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.
Unsere Prüfung, die sich auch auf den von dem Vorstand für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2002 aufgestellten Konzernlagebericht erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2002 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllen.
München, den 14. Februar 2003
Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Negele Damberger
Bericht des Aufsichtsrats
über das Geschäftsjahr 2002
Im Geschäftsjahr 2002 hat uns der Vorstand in fünf regulären Sitzungen über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge berichtet. Durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands informierten wir uns auch zwischen den Sitzungen laufend über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens. Der Vorstand hat uns dabei stets in jeder Form umfassend Auskünfte erteilt, insbesondere auch über die Risikovorsorge im Unternehmen. In den intensiven Gesprächen unterstützten wir dabei das Unternehmen aktiv, insbesondere bei der Neubesetzung von Schlüsselpositionen, beim Ausbau der internen Effizienz sowie bei der Fokussierung auf ein attraktives Portfolio.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2002 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Gesellschaft von der Bayerischen Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München geprüft worden. Diese hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Ihr Bericht lag uns vor. Wir haben
unsererseits den Jahresabschluss und den Lagebericht des Vorstands geprüft. Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns schließen wir uns an. An diesen Beratungen hat auf unseren Wunsch der Abschlussprüfer teilgenommen. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer treten wir aufgrund unserer eigenen Prüfungen bei.
Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendung zu erheben. Vorstand und Aufsichtsrat haben den Jahresabschluss festgestellt.
Ein Konzernabschluss und ein Konzernlagebericht wurden ebenfalls erstellt. Diese wurden von der Gesellschaft von der Bayerischen Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München geprüft. Diese hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Ihr Bericht lag uns vor.
Haar, den 13. März 2003
Softing AG Der Aufsichtsratsvorsitzende
Dr. Schiessl
Organe der Gesellschaft und Wertpapierbesitz
| Organe | Aktien | Optionen | ||
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2002 | 31.12.2002 | 30.9.2002 | 31.12.2002 | |
| Stück | Stück | Stück | Stück | |
| Aufsichtsrat | ||||
| Dr. Horst Schiessl (Vorsitzender), Rechtsanwalt, München | – | – | – | – |
| Josef Faltenbacher (stellv. Vorsitzender), Wirtschaftsprüfer, München | 1.000 | 1.000 | – | – |
| Professor Dr. Georg Färber, Hochschuldozent, Ottobrunn | 500 | 500 | – | – |
| Vorstand | ||||
| Dr.-Ing. Dr. rer. oec. Wolfgang Trier, München | 24.992 | 24.992 | – | 37.200 |
| Dipl.-Ing. Eduard Himmelsdorfer, München | 410.450 | 410.450 | 3.500 | 3.500 |
| Dr.-Ing. Rainer Mittmann, München | 408.250 | 408.250 | 3.500 | 3.500 |
Ressortverteilung Vorstand
Dr. Wolfgang Trier: Vorsitz, Recht und Corporate Communications Eduard Himmelsdorfer: Entwicklung, Vertrieb und Marketing Dr. Rainer Mittmann: Finanzen, Personal und Verwaltung
Finanzkalender
| 31. März 2003 | Testierter Jahresabschluß 2002 |
|---|---|
| 9. April 2003 | Analystenkonferenz, Frankfurt |
| 9. April 2003 | Bilanzpressekonferenz, München |
| 15. Mai 2003 | Quartalsbericht 1-2003 |
| 28. Mai 2003 | Hauptversammlung |
| 13. August 2003 | Quartalsbericht 2-2003 |
| 14. November 2003 | Quartalsbericht 3-2003 |
Deutscher Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Softing AG befürworten zahlreiche Anregungen und Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodexes und erfüllen die darin enthaltenen Verhaltensempfehlungen. Abweichungen sind von Vorstand und Aufsichtsrat nachstehend kommentiert und offen gelegt. Den vollständigen Kodex finden Sie auf unserer Homepage www.softing.com unter Investor Relations.
Ziffer 2.2.2
In der Satzung der Softing AG wird in § 4 Ziffer 4 der Vorstand ermächtigt, bis zum 16. März 2005 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer Inhaberaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu Euro 500.000 zu erhöhen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats ist ein Ausschluss des Bezugsrechts bei einer Barkapitalerhöhung ganz oder teilweise zulässig, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden und die weiteren Einzelheiten der jeweiligen Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. §4 Ziffer 5 schließt das Bezugsrecht für das bedingte Kapital zur Bedienung des Aktienoptionsplanes durch Ausgabe von bis zu 260.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien aus.
Ziffer 2.3.4
Grundsätzlich befürworten Vorstand und Aufsichtsrat die Übertragung der vollständigen Hauptversammlung, jedoch stehen Kosten für die Gesellschaft bei der Größe von Softing und Nutzen für die Aktionäre in einem ungünstigen Verhältnis und rechtfertigen nicht die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien.
Ziffer 3.8
Eine seit 2001 bestehende D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat sieht derzeit keinen Selbstbehalt vor.
Ziffer 4.2.3
Wir weisen darauf hin, daß in den Geschäftsberichten 2000 und 2001 Angaben zum Aktienoptionsprogramm bereits enthalten sind.
Ziffer 4.2.4
Angaben zur Vergütung der Vorstandsmitglieder werden in der vorgeschriebenen Form gemacht, jedoch nicht individualisiert.
Ziffern 5.3.1, 5.3.3, 5.3.4
Derzeit besteht der Aufsichtsrat der Softing AG aus drei Mitgliedern, wir halten deshalb die Bildung von Ausschüssen für nicht sinnvoll.
Ziffer 5.4.1
Die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern obliegt ausschließlich der Hauptversammlung und nicht dem Vorstand und Aufsichtsrat. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich bei Softing an den oben genannten Kriterien und an den Empfehlungen größerer Aktionäre. Eine festgelegte Altersgrenze könnte hierbei ein nicht gewolltes Ausschlusskriterium für qualifizierte Aufsichtsratsmitglieder sein.
Ziffer 5.4.5
In 2003 plant der Aufsichtsrat eine Änderung der Satzung bzgl. der Vergütung der Aufsichtsräte der Hauptversammlung vorzulegen.
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