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Sino AG — Management Reports 2021
Sep 27, 2021
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Management Reports
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Finanzbericht: 28959783
sino Aktiengesellschaft
Düsseldorf
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2019 bis zum 30.09.2020
Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019/2020
sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
1. Grundlagen zur sino AG und zum Konzern
1.1 Geschäftsmodell
1.2 Investitionen und Produktinnovationen
1.3 Beteiligungen
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte
2.1.1 Gesamtwirtschaft
2.1.2 Wertpapiermärkte
2.2 Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns
2.2.1 Kundenzahl und Ordervolumen
3. Lage der Gesellschaft und des Konzerns
3.1 Ertragslage
3.2 Vermögenslage
3.3 Finanzlage
4. Nachtragsbericht
5. Risikobericht
5.1 Allgemeines
5.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
5.3 Unternehmensbezogene Risiken
5.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken
5.5 Risiken aus der Trade Republic
5.6 Haftendes Eigenkapital
6. Chancen- und Prognosebericht
1. Grundlagen zur sino AG und zum Konzern
1.1 Geschäftsmodell
Die sino AG wurde 1998 gegründet. Die sino AG | High End Brokerage hat sich auf die Abwicklung von Wertpapiergeschäften für die aktivsten und anspruchsvollsten Privatkunden in Deutschland spezialisiert und entwickelte sich in kurzer Zeit zum Synonym für High End Brokerage. Die sino ist der Broker für Heavy-Trader in Deutschland. Mit der konsequenten Fokussierung auf die anspruchsvollsten und aktivsten Trader verfolgt die sino eine klare Strategie. Diesen sehr aktiven Kunden bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dieses umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, ein faires und attraktives Gebührenmodell, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus).
Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung.
Die sino Beteiligungen GmbH, eine 100%-ige Tochter der sino AG, hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen.
Die sino AG hält zum Bilanzstichtag rund 12,7 % bzw. insgesamt 127.860 Aktien an der tick Trading Software AG, Düsseldorf. Die tick Trading Software AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet.
Zunächst hat sich die sino AG über die sino Beteiligungen GmbH mittelbar mit 67 % an der Trade Republic Bank GmbH, Düsseldorf (vormals: 20.1797 Neon GmbH, München, kurz Trade Republic), beteiligt. Die Beteiligung beträgt zum Bilanzstichtag noch rund 20,94 %. Die Trade Republic ist eine CRR-Wertpapierfirma nach § 1 Absatz 3d Satz 2 KWG i.V.m. Artikel 4 Absatz 1 Nr. 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in der Form des Wertpapierhandelsunternehmens und der Wertpapierhandelsbank nach § 1 Absatz 3d Satz 4 und 5 KWG sowie Kreditinstitut nach § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 4 und 5 KWG aber kein CRR-Kreditinstitut mangels Kredit- und Einlagengeschäft. Die Umfirmierung der 20.1797 Neon GmbH in Trade Republic Bank GmbH erfolgte in Q1 2019.
Unter anderem als Folge von Verwässerungen durch planmäßige Kapitalerhöhungen bei der Trade Republic hat die sino AG ihren beherrschenden Einfluss an der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018/2019 verloren. Einhergehend mit dem Verlust der Beherrschung wird die Trade Republic seit dem Geschäftsjahr 2018/2019 als assoziiertes Unternehmen gemäß § 312 Abs. 1 HGB "at Equity" im Konzernabschluss der sino AG berücksichtigt.
Trade Republic bietet als Deutschlands erster mobiler und provisionsfreier Broker Aktien, ETFs und Derivate für eine sehr niedrige Fremdkostenpauschale von 1,00 EUR an. Dabei bietet Trade Republic ihren Kunden Funktionen und Dienstleistungen eines klassischen Online-Brokers - von der Depoteröffnung, über den Wertpapierhandel bis hin zu Postbox-Nachrichten - auf einer mobilen Applikation für das Mobiltelefon. Die mobile App ermöglicht zu Echt-Kursdaten Aktien und ETFs über das an der Börse Hamburg betriebene elektronische Handelssystem LS Exchange zu handeln. Derivate werden außerbörslich über die HSBC gehandelt.
1.2 Investitionen und Produktinnovationen
Im Bereich der Sachanlagen wurde in der sino AG im Wesentlichen in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Darüber hinaus wurden bei den immateriellen Anlagewerten vor allem Investitionen im Bereich Software getätigt.
Der sino MX-PRO wurde, in Kooperation mit der tick Trading Software AG und ausgewählten Kunden der sino AG, laufend weiterentwickelt, u.a. aufgrund von Gesetzesvorgaben sowie umfassenden Anwendungs- und Designanpassungen. Im neuen Release des sino MX-PRO wurden zudem zahlreiche Kundenwünsche an das Frontend umgesetzt.
Die neue, noch leistungsfähigere sino App, die in Zusammenarbeit mit der tick Trading Software AG entwickelt wird, soll ebenfalls allen Kunden zugänglich gemacht werden.
Neben der Vertriebskooperation mit der Commerzbank im Bereich des Direkthandels von Optionsscheinen und Zertifikaten wurden ETFs als neue Produktgruppe im Direkthandel mit der Commerzbank eingeführt. Außerdem sind Prozesse aufgesetzt worden, um die Produktpalette der Direkthandelspartner sukzessive auszubauen.
Zudem wurden im Geschäftsjahr interne Tools im Bereich des Controllings weiter verbessert.
Die Seminarreihe "sino Akademie", ein bewährtes Marketinginstrument der sino AG, mit der gezielt bestehende Kunden und Interessenten angesprochen werden, wurde fortgesetzt.
1.3 Beteiligungen
Die sino Beteiligungen GmbH hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Dies hat für die sino AG sowohl organisatorische als auch finanzielle Vorteile.
Die tick Trading Software AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, dass die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion.
Die hohe Volatilität an den Börsen und die damit verbundene gestiegene Handelsaktivitäten haben bei der tick Trading Software AG zu einem neuen Rekordergebnis geführt. Die sino AG nutzt das Produkt der tick Trading Software AG, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten.
Ziel der tick Trading Software AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen anzubieten. Mit dem Produkt Tradebase MX Plattform, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick Trading Software AG als sehr gut aufgestellt.
Die tick Trading Software AG unterhält Vertragsbeziehungen zu HSBC Trinkaus und Burkhardt sowie anderen nationalen und internationalen Banken. Der kontinuierliche Fokus auf die Entwicklung neuer Produkte und die Verbesserung des bestehenden Produktportfolios für die Kunden der tick Trading Software AG führte zu Erweiterungen des Geschäftes bei Bestandskunden.
Neben der Tradebase MX Plattform bietet die tick Trading Software AG auch Tools zur Risiko- und Handelsüberwachung an, unter anderem e-Trading Compliance Monitor. Dieser ermöglicht Finanzdienstleistern, sämtliche Geschäfte, die sie für sich oder Dritte ausführen, auf möglichen Marktmissbrauch elektronisch zu überwachen. Dazu ist jeder Finanzdienstleister in Deutschland seit dem 01.07.2016 verpflichtet. Für die sino AG hat die tick Trading Software AG zudem einen Handelsmonitor entwickelt, der es den Kunden selbst ermöglicht, ihr Handelsverhalten zu überwachen.
Im Bereich der Börsenanbindungen wird der weitere Ausbau von Kundenanbindungen an die BXSwiss (Börse Bern) sowie die Migration der Börse Frankfurt durch die Deutsche Börse AG und das damit einhergehende Upgrade auf die T7-Handelsarchitektur in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres durch den Vorstand der tick Trading Software AG erwartet. Die Tradebase MX Plattform wird zukünftig eine Funktion zur Generierung von Quotes (Order-Pärchen) via FIX Protokoll erhalten. Die Tradebase MX Plattform wird damit um eine weitere Schnittstelle für die Generierung von Quotes erweitert. Die tick Trading Software AG entwickelt in Kooperation mit der sino AG eine App für mobile Endgeräte (iOS/Android). Diese richtet sich an Vermögensverwalter, Asset-Manager und an professionelle Händler im Bereich (Online-) Brokerage und wird im Zeitalter der fortschreitenden Digitalisierung die perfekte Unterstützung bei der Orderaufgabe, -überwachung und Portfoliosteuerung bieten. Zukünftig wird diese App auch institutionellen Kunden zur Verfügung gestellt.
Die sino AG ist zum Bilanzstichtag mit rund 12,7 % an der tick Trading Software AG beteiligt.
Die operative Geschäftstätigkeit der Trade Republic Bank GmbH (Trade Republic) wurde im Januar 2019 aufgenommen und hat sich seitdem kontinuierlich äußerst positiv entwickelt. Sowohl die Anzahl der gewonnenen Kunden als auch die Anzahl der abgewickelten Handelsgeschäfte haben die Erwartungen ganz erheblich übertroffen. Das Interesse an der Trade Republic war sowohl auf Kundenseite als auch medial sehr stark.
Im Januar 2020, nur zwölf Monate nach dem erfolgreichen Marktstart in Deutschland, expandierte die Trade Republic nach Österreich. Interessierte konnten sich auf eine Warteliste eintragen und wurden im 2. Quartal freigeschaltet.
Mit Erweiterung des Produktportfolios um Aktiensparpläne war die Trade Republic deutschlandweit die erste Bank, die dauerhaft kostenlos besparbare Aktiensparpläne auf den Markt brachte. Das Handelsblatt hat die Trade Republic 2020 zu einer von "Deutschlands Besten Banken 2020" gekürt.
Die Informationen in der App zum Beispiel Analystenmeinungen und Kennzahlen wurden kontinuierlich erweitert um den Nutzen fortwährend zu erhöhen. Die Erweiterung des Angebots, sowohl durch neue Produkte, neue Features oder eine zukünftige europaweite Expansion sowie die Gewinnung von Neukunden sind für die Trade Republic von hoher Bedeutung.
Ingo Hillen schied im abgelaufenen Geschäftsjahr als Geschäftsführer aus. Karsten Müller ist weiterhin einer der Geschäftsführer.
Der Vorstand der sino schätzt den Geschäftsverlauf der Trade Republic im zurückliegenden Geschäftsjahr und bis heute als sehr zufriedenstellend ein.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte
2.1.1 Gesamtwirtschaft
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen können erheblichen Einfluss auf die Finanzmärkte und somit auch auf die Handelsaktivitäten der Kunden der sino haben.
Die Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) stellte die Welt vor große und bislang nicht gekannte Herausforderungen. Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung haben die deutsche Wirtschaft in die mit Abstand tiefste Rezession ihrer Nachkriegszeit gestürzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,0 % geschrumpft. Nur während der Weltfinanzkrise im Jahr 2009 war der Rückgang mit 5,7 % noch stärker.
Die Grunddynamik der deutschen Wirtschaft, die durch die Corona-Effekte überlagert wird, hat sich indes nicht verändert: Ohne den Ausbruch der Pandemie wäre die Industrierezession allmählich zu einem Ende gekommen. Die Produktion hat sich zum Jahresauftakt deutlich erholt und die Auftragseingänge sowie die vorliegenden Stimmungsindikatoren, die vom Corona-Effekt noch nicht beeinflusst waren, deuteten auf einen verhaltenen Aufwärtstrend hin. Die Krise hinterlässt Spuren am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte im Jahresdurchschnitt 2020 um etwa 450.000 unter ihrem Vorjahreswert liegen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Arbeitslosen um durchschnittlich etwa 430.000 auf 2,7 Millionen. Die Konsumausgaben haben sich in der zweiten Jahreshälfte stabilisiert, insbesondere die vorrübergehende Mehrwertsteuersenkung lieferte positive Impulse. Bedingt durch die schlechtere Einkommenslage aufgrund von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sinken die Konsumausgaben um 6,4 %. Die Unternehmensinvestitionen sind im Vorjahresvergleich eingebrochen. Der weltweite Güterhandel lag im Juni nur noch um rund 9 % unter dem Niveau vom Februar 2020. Zuvor war er von Februar bis April 2020 um 15 % eingebrochen.
2.1.2 Wertpapiermärkte
Mit viel Zuversicht sind die Anleger in das Kalenderjahr 2020 gestartet, allerdings folgte mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar und März ein herber Einbruch an den Finanzmärkten. Der erste Lockdown in weiten Teilen der Welt im Frühjahr 2020 bescherte einen nie dagewesenen Einbruch der Wirtschaftsleistung, dem Regierungen und Notenbanken mit riesigen Unterstützungspaketen entgegengesteuert haben. Nur die wenigsten Marktteilnehmer dürften im April daran geglaubt haben, dass die Aktienmärkte eine V-förmige Erholung hinlegen und das Jahr 2020 noch mit neuen Allzeit-Hochs (z.B. in den USA) oder zumindest in Reichweite ihrer bisherigen Rekordstände abschließen werden.
Bis Mitte Februar 2020 lief für Anleger zunächst alles glatt - das wichtigste deutsche Börsenbarometer DAX kletterte auf neue Rekorde und hatte die 14.000-Punkte-Marke im Visier. Am 19. Februar erreichte der DAX mit einem Schlusskurs von 13.789 Punkten einen historischen Rekordwert, ebenso wie der Stoxx 50, der S&P 500 und die US-Technologiebörse Nasdaq. Zu jener Zeit aber sorgte China für Aufsehen: Die Regierung griff in der Millionen-Metropole Wuhan zu rigiden Maßnahmen, um ein sich verbreitendes Virus einzudämmen. Als dann die ersten Fälle hierzulande auftauchten und die Pandemie in ihrem Ausmaß sichtbar wurde, rauschten die Kurse quasi im freien Fall in den Keller: Von fast 14.000 auf unter 8.000 sackte der DAX ab und das in nur zwei Wochen bis Mitte März. Am 23. März hatte der MSCI World knapp 30 % und der Nasdaq-100 knapp 16 % seit Jahresbeginn verloren.
Massiven Einfluss auf die Konjunktur, aber auch die Aktien- und Finanzmärkte auch die Europäische Zentralbank aus. Die EZB feuert aus allen Rohren, um die europäische Wirtschaft zu unterstützen, die Zinsen extrem niedrig zu halten. Auch die US-Notenbank pumpte massiv Liquidität in den Markt und kaufte in einem historisch einmaligen Ausmaß nicht nur Staatsanleihen und Corporate Bonds, sondern auch Unternehmensanleihen mit zweifelhafter Bonität.
Bereits am 1. Mai war der Nasdaq 100 wieder auf positivem Terrain seit Jahresbeginn und Mitte Mai markierte der Index auch schon wieder ein All-Time-High.
2.2. Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns
Das Geschäftsjahr 2019/2020 hatte einen im Vergleich zum Vorjahr schwachen Start. Die Handelstätigkeit der Kunden war weiterhin durchwachsen, eine Verbesserung war auch aufgrund der gesamtwirtschaftlichen sowie regulatorischen Rahmenbedingungen nicht zu verzeichnen. Im zweiten Quartal verzeichnete die sino AG eine starke Zunahme der Orderzahlen durch sehr hohe Volatilität an den Märkten. Die Kunden reagierten mit deutlich erhöhter Handelstätigkeit. Die Tradezahlen lagen bis zum Geschäftsjahresende auf konstant hohem Niveau.
Die ordentliche Hauptversammlung der sino AG im Geschäftsjahr 2019/2020 fand am 27.05.2020 in Düsseldorf statt. Alle zur Abstimmung gebrachten Beschlüsse wurden mit sehr großer Mehrheit angenommen. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,89 EUR je Aktie, insgesamt 2.080.375,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag in Höhe von 5.598,10 EUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der sino Aktienkurs lag am Tag der Hauptversammlung bei rund 11 EUR.
Im Geschäftsjahr 2019/2020 stiegen die Gesamterlöse (einschließlich der Erträge aus Beteiligungen) der sino AG um mehr als 200 % von 5,15 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 16,92 Mio. EUR. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 8,12 Mio. EUR entfallen auf Gewinnausschüttungen der sino Beteiligungen GmbH.
Die gesamten Verwaltungsaufwendungen der sino AG inklusive Abschreibungen sind in Folge der massiv erhöhten Umsätze im letzten Geschäftsjahr moderat gestiegen und lagen mit 6,68 Mio. EUR um 26,63 % über denen des Vorjahres (5,28 Mio. EUR). Die sino AG schließt das Geschäftsjahr 2019/2020 mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 10,24 Mio. EUR (Vorjahr: -0,12 Mio. EUR) ab.
Im Konzern wurde ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 14,61 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: -2,48 Mio. EUR).
Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der sonstigen Steuern beläuft sich der Jahresüberschuss des Konzerns auf 13,89 Mio. EUR (Vorjahr: -1,62 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss ist vollständig den sino Aktionären zuzurechnen.
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der sino AG bzw. des Konzerns entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
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| Geschäftsjahr | 2015/16 | 2016/17 | 2017/18 | 2018/19 | 2019/2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (sino AG) | 0,019 | 0,154 | 0,266 | -0,122 | 10,24 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (Konzern) | 0,602 | 2,299 | -1,408 | -2,481 | 14,61 |
Während der Vorstand mit Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Halbjahr optimistisch war, bei unverändertem Marktumfeld, in der sino AG ein positives Ergebnis erreichen zu können, konnte dieses Ziel aufgrund der anhaltend starken Handelstätigkeit der Kunden übertroffen werden.
Der Konzernjahresüberschuss liegt bei 13,89 Mio. EUR. Das Ergebnis ist vollständig den sino Aktionären zuzurechnen. Das Ergebnis liegt damit in der Bandbreite der vom Vorstand am 23.09.2020 zuletzt konkretisierten Gewinnprognose von 13,5 - 14,7 Mio. EUR.
Insgesamt schätzt der Vorstand den Geschäftsverlauf der sino AG im abgelaufenen Geschäftsjahr als sehr zufriedenstellend ein. Im Wesentlichen beding durch die sehr positive Entwicklung der Trade Republic und des Kerngeschäfts, bewertet der Vorstand die Entwicklung des Konzerns als sehr positiv.
2.2.1 Kundenzahl und Ordervolumen
Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch die Kunden der sino AG blieb auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.
Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2020 ist mit 345 gegenüber dem Vorjahr (385 Depots) um 10,39 % gesunken. 21 neue Depots wurden eröffnet.
Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 76,1 % von 0,59 Mio. auf 1,039 Mio. gestiegen.
3. Lage der Gesellschaft und des Konzerns
Die sino AG ist verpflichtet, zusätzlich zu ihrem Jahresabschluss einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die sino Beteiligungen GmbH nach den Regelungen der Vollkonsolidierung einbezogen wurde. Das Ergebnis der Trade Republic Bank GmbH wurde ebenso wie das Ergebnis der tick Trading Software AG mit dem der sino AG zustehenden Anteil am Eigenkapital (at Equity) bilanziert.
Die Ausführungen zum sino Konzern beziehen sich auf den Konzernabschluss der sino AG, der seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 aufgestellt wird und dabei den deutschen Rechnungslegungsvorschriften folgt. Die Angaben zur sino AG beziehen sich auf den ebenfalls nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss der sino AG.
Im Folgenden wird zunächst die Lage der sino AG erläutert und anschließend die ggf. davon abweichende Lage des Konzerns.
3.1 Ertragslage
Die Provisionserlöse der sino AG stiegen im Geschäftsverlauf um 84,08 % auf 8.498 TEUR (Vorjahr 4.617 TEUR). Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 9.400 TEUR (Vorjahr 5.097 TEUR), gemindert um Kommissionserstattungen und Settlementgebühren in Höhe von 902 TEUR (Vorjahr 481 TEUR), zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 308 TEUR (Vorjahr 534 TEUR). Die im Vergleich zum Vorjahr wesentlich geringeren Konzernumsätze begründen im Wesentlichen die Abweichung der Position zum Vorjahr.
Die verbuchte Ausschüttung der Dividende der tick Trading Software AG in der sino Beteiligungen GmbH betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 206 TEUR. Die sino Beteiligungen GmbH hat wiederrum Ausschüttungen von insgesamt 8.116 TEUR an die sino AG getätigt.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 28,07% von 4.969 TEUR auf 6.363 TEUR. Die Personalaufwendungen stiegen dabei von 1.792 TEUR auf 2.690 TEUR um 50,11 %, im Wesentlichen aufgrund von höheren variablen Vergütungen im Vergleich zum Vorjahr. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 15,64 %.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen stiegen von 280 TEUR auf 288 TEUR um 2,7 %.
Für das Geschäftsjahr 2019/2020 ergibt sich für die sino AG ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 10.244 TEUR sowie ein Jahresüberschuss in Höhe von 9.490 TEUR.
Die Cost-Income-Ratio, definiert als "Allgemeine Verwaltungsaufwendungen" durch "Netto-Provisionserlöse", liegt bei 0,75 (im Vorjahr: 1,08).
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft beinhalten lediglich Forderungsverluste in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 9 TEUR).
Das für die Ertragslage des Konzern bedeutende Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen in Höhe von 13,3 Mio. EUR beinhaltet neben den anteiligen Jahresergebnissen der tick Trading Software AG sowie der Trade Republic Bank GmbH in Höhe von insgesamt -1,9 Mio. EUR Verkaufserlöse aus Anteilen der tick Trading Software AG (2,3 Mio. EUR) sowie aus Anteilen der Trade Republic Bank GmbH (3,3 Mio. EUR). Zudem wurden in Folge von nichtverhältniswahrenden Kapitalmaßnahmen bei der Trade Republic Bank GmbH Erträge in Höhe von 9,6 Mio. EUR realisiert.
3.2 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 14.121 TEUR. Bei einem Eigenkapital von 12.070 TEUR (im Vorjahr 4.660 TEUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 85,48 %.
Wesentliche Posten der Aktivseite, neben den Beteiligungen, sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit 4.394 TEUR rund 31,12 % aller Aktivposten ausmachen, jedoch teilweise entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet sind. Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich zum Stichtag auf 2.999 TEUR.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr auf die sino Beteiligungen GmbH zurückzuführen. Der Rückgang des Buchwerts resultiert aus einer Kapitalrückzahlung. Unter den Beteiligungen werden Anteile an der tick Trading Software AG, die im Rahmen einer Ausschüttung der sino Beteiligungen GmbH zurück in das Depot der sino AG gebucht wurden, ausgewiesen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen mit 4.693 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) Forderungen gegenüber der sino Beteiligungen GmbH aus Gewinnausschüttungen sowie mit 1.002 TEUR (Vorjahr 224 TEUR) Forderungen an Finanzbehörden.
Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Tantieme (714 TEUR), ausstehende Bonuszahlungen (40 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (84 TEUR), Anwalts- und Prozesskosten (8 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (56 TEUR), für ausstehende Rechnungen (205 TEUR) und erwartete EDW Beiträge (1 TEUR) gebildet.
Der Anstieg der Gesamtsumme der anderen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen für Tantiemeverpflichtungen (+477 TEUR), sowie ausstehende Rechnungen (+115 TEUR) und die gebildete Rückstellung für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (+ 18 TEUR).
Die Konzernbilanz weist eine Bilanzsumme von 19.068 TEUR bei einer Eigenkapitalquote von 85,36 % aus.
In der Konzernbilanz zum 30.09.2020 werden die Beteiligungen an der tick Trading Software AG sowie der Trade Republic Bank GmbH als Anteile an assoziierten Unternehmen in Höhe von 9.362 TEUR ausgewiesen. Davon entfallen 406 TEUR auf die tick Trading Software AG sowie 8.956 TEUR auf die Trade Republic Bank GmbH. Bei den im Einzelabschluss der sino AG ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen handelt es sich um die Anteile an der sino Beteiligungen GmbH, diese werden in Rahmen der Kapitalkonsolidierung vollständig eliminiert. Darüber hinaus weist die Konzernbilanz um 3.342 TEUR höhere liquide Mittel aus, welche aus der sino Beteiligungen GmbH resultieren.
3.3 Finanzlage
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| sino Konzern | 2019/2020 TEUR |
2018/2019 TEUR |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 7.870 | -1.969 |
| + Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -58 | -403 |
| + Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.080 | 2.465 |
| \= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 5.731 | 93 |
| + Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 0 | -3.184 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 618 | 3.709 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.349 | 618 |
Die vollständige Ermittlung ist der Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss zu entnehmen.
Der deutliche Anstieg des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 9.839 TEUR ist auf den Konzernjahresüberschuss von 13,9 Mio. EUR (Vorjahr Konzernjahresfehlbetrag von 1,6 Mio. EUR) zurückzuführen.
Der Rückgang des negativen Cashflows aus der Investitionstätigkeit beruht im Wesentlichen darauf, dass im Vorjahr höhere Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie in immaterielle Anlagewerte erfolgt sind, welche sich im Geschäftsjahr 2019/2020 nicht wiederholt haben. Den Auszahlungen standen im Geschäftsjahr zudem Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens gegenüber.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit berücksichtigt die Auszahlung der Dividende an die Gesellschafter der sino AG.
Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei HSBC Trinkaus und der Commerzbank AG. Die Finanzlage der sino AG und des Konzerns ist vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Eigenkapitalquote weiterhin positiv zu bewerten.
4. Nachtragsbericht
Nach Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses hat der sino Konzern folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung im Zusammenhang mit der mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH gehaltenen Beteiligung an der Trade Republic zu verzeichnen:
Die sino Beteiligungen GmbH wurde am 13.11.2020 darüber informiert, dass das für die Erhöhung der Beteiligung von bestimmten professionellen Investoren an der Trade Republic erforderliche Inhaberkontrollverfahren gem. § 2c KWG abgeschlossen wurde und damit die letzte aufschiebende Bedingung der hierfür geplanten Kapitalerhöhung bei der Trade Republic eingetreten ist. Diese Kapitalerhöhung wurde im Januar 2021 wirksam.
Die Wirksamkeit der vorstehenden Kapitalerhöhung war insbesondere aufschiebende Bedingung einer bereits im April 2020 vereinbarten Veräußerung von Geschäftsanteilen der sino Beteiligungen GmbH an der Trade Republic. Der Vollzug dieser Veräußerung wird nun in Kürze erwartet. Durch die Veräußerung wird auf Ebene der sino Beteiligungen GmbH ein ebenfalls im Geschäftsjahr 2020/2021 zu erfassender Veräußerungsgewinn von rund 5,3 Mio. EUR erwartet. Die positive Veränderung des Konzernergebnisses 2020/2021 durch den Vollzug der Veräußerung ist derzeit nicht abschließend zu bestimmen, wird allerdings in der Größenordnung von ca. 4,6 Mio. EUR liegen.
Im Dezember 2020 wurde erstmals zwischen der sino Beteiligungen GmbH und einem externen Kaufinteressenten eine nicht bindende Vereinbarung über eine weitere Veräußerung von Geschäftsanteilen an der Trade Republic unterschrieben. Bestehende Gesellschafter der Trade Republic haben daraufhin Vorkaufsrechte für diese Geschäftsanteile zu den Bedingungen ausgeübt, die in der nicht bindenden Vereinbarung mit dem Kaufinteressenten geregelt waren. Die bestehenden Gesellschafter sind dadurch als Käufer an die Stelle des externen Kaufinteressenten getreten. Der Vollzug dieser Veräußerung wird nun in Kürze erwartet. Daraus wird der sino Beteiligungen GmbH, erwartet bis Ende Februar 2021, ein Verkaufserlös in Höhe von 11,1 Mio. EUR zufließen. Dies wird zur Realisierung eines Veräußerungsgewinns auf Ebene der sino Beteiligungen GmbH in Höhe der bereits in den Ad-Hoc-Mitteilungen genannten 10,8 Mio. EUR vor Steuern führen.
Nach Vollzug der vorstehenden Maßnahmen sowie einer bereits angestoßenen und in Kürze zu erwartenden weiteren planmäßigen Kapitalerhöhung der Trade Republic würde die Beteiligungsquote der sino Beteiligungen GmbH an der Trade Republic dann auf rund 13,72 % des Stammkapitals sinken. Diese prozentuale Beteiligung kann sich durch Ausübungen bereits zuvor vereinbarter Managementoptionen bis auf 7,1 % des Stammkapitals weiter verringern. Eine solche Verringerung durch künftige Ausübungen von Managementoptionen hält der Vorstand derzeit für überwiegend wahrscheinlich.
Organe und Mitarbeiter der sino sind nicht Parteien dieser Managementoptionen und waren auch nicht Partei der im Dezember geschlossenen Vereinbarung über Anteilsverkäufe.
QUIN Technologies GmbH
Die sino AG hat über ihre 100%-ige Tochtergesellschaft, die sino Beteiligungen GmbH, im Oktober 2020, eine Minderheitsbeteiligung an der QUIN Technologies GmbH ("getquin"), einem Fintech Start-Up, erworben. sino führt dabei eine Finanzierungsrunde über etwas mehr als eine Million Euro als Lead Investor an, außerdem beteiligen sich Runa Capital, eine internationale Wagniskapitalfirma mit Hauptsitz in Palo Alto, Kalifornien, APX (Axel Springer Porsche GmbH & Co. KG) ein führender Frühphaseninvestor und ausgewählte private Investoren.
Quin Technologies ist ein vollständig digitaler und für den Kunden kostenfreier Anlageberater.
Das Berliner Fintech richtet sich an Privatanleger, die sich ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend ETF-Portfolios erstellen lassen möchten. Bei der Auswahl des für den User besten Brokers unterstützt Quin Technologies ebenfalls. getquin selbst führt keine Konten oder Depots. Die mobile Applikation ist seit Juni 2020 in den gängigen App Stores erhältlich und wird bereits von mehreren tausend Anlegern genutzt.
Neobroker haben das Investieren in Wertpapiere bereits deutlich vereinfacht, jedoch stellen insbesondere die Auswahl geeigneter Finanzprodukte und oft ein zu geringes finanzielles Verständnis noch bedeutende Eintrittshürden für viele potenzielle, gerade jüngere, Anleger dar.
Nur rund 15 % der Deutschen legten im Jahr 2019 ihr Geld am Kapitalmarkt an, bei den Jüngeren waren es sogar noch deutlich weniger. QUIN erleichtert es gerade jungen Menschen, sich am Kapitalmarkt zurechtzufinden und in das passende ETF-Portfolio zu investieren. Christian Rokitta, CEO von QUIN: "Wir machen es Anlegern aller Altersklassen so einfach wie möglich, die richtigen Finanzprodukte auszuwählen und den für sie besten Broker zu finden. Unsere App bietet alles, was die Nutzer für eine erfolgreiche Geldanlage brauchen."
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nicht eingetreten.
5. Risikobericht
5.1 Allgemeines
Risikomanagement
Im Rahmen ihrer Tätigkeit sind die sino AG sowie das verbundene Unternehmen sino Beteiligungen GmbH sowie die assoziierten Unternehmen tick Trading Software AG und Trade Republic einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.
Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des sino Konzerns verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.
Das Risikomanagementsystem der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden, sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet wird sowie quartalsweise Berichte an Vorstand und Aufsichtsrat. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.
Risikostruktur der sino AG sowie des Konzerns
Die Struktur der Risiken der sino AG und des Konzerns zeigt sich gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, sowie den spezifischen Risiken der Trade Republic.
Durch die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens entstehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung sämtlicher derzeit bekannter Tatsachen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens im Prognosezeitraum gefährden können.
5.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
Turbulenzen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten, ein lang anhaltender Seitwärtstrend bei geringen Umsätzen und andere Marktrisiken können zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungsteuer, Einführung einer Finanztransaktionssteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen. Die sino AG bewertet das Risiko mit max. 1,2 Mio. EUR.
Finanztransaktionssteuer
Grundidee der Finanztransaktionssteuer ist es, alle Wertpapiertransaktionen mit einem Promillesatz zu belegen. Betreffen soll es Handel mit Devisen, Aktien, Anleihen oder Derivaten. Die sehr niedrigen Steuersätze - diskutiert werden Werte von 0,2 % des Kurswertes - würden vor allem Heavy Tradern treffen, die innerhalb kürzester Zeit sehr viele Transaktionen abwickeln.
Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen führen, welche jeweils nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Einige der Wettbewerber verfügen dabei über umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, schneller auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren. Sie könnten aus dieser Ausgangsposition ebenso einen Vorsprung in der Gestaltung ihrer Vermarktungsaktivitäten und Preispolitik gewinnen und somit den Kunden attraktivere Bedingungen bieten als die Gesellschaft.
Die sino AG überwacht laufend die neuesten Entwicklungen, z. B. bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, soweit möglich schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem werden diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen überwacht, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können. Die sino AG beziffert das Risiko auf max. 600 TEUR.
5.3 Unternehmensbezogene Risiken Risiken der System- und Softwaresicherheit
Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Services und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die tick Trading Software AG mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Die sino AG hat zudem die IT-Systeme, die den Regulierungen MiFID II, EU Marktmissbrauchsverordnung (EU) und GoBD unterliegen, sowie deren Support weitestgehend outgesourct.
Die bei der tick Trading Software AG unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung möglicherweise wieder steigender Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme bzw. des Ausfall-Rechenzentrums, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter, etwa durch Computerviren, nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitorings der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die tick Trading Software AG, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindungen an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der tick Trading Software AG redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die tick Trading Software AG über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritische Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch Kryptographieverfahren geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.
Die tick Trading Software AG geht von einer 99,995%-igen Systemstabilität für die sino AG aus. Die tick Trading Software AG wird seit dem Jahr 2012 ISAE-zertifiziert (ISAE 3402). Die entsprechende Bescheinigung bzw. der Bericht der prüfenden Gesellschaft (dhpg IT Services GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) liegt der sino AG vor. Die sino AG beziffert die Risiken aus IT- und Datenverlust auf ca. 1,1 Mio. EUR.
Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter
Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden der sino AG wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus vorgenommen, sodass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von HSBC Trinkaus existiert. Sollte HSBC Trinkaus in der Zukunft gewisse Dienstleistungen, Produkte, Börsenanbindungen o.ä. nicht oder nur in reduzierter Form - sei es in Interpretation gesetzlicher Vorgaben oder Umsetzung interner Konzernrichtlinien - für die gemeinsamen Kunden anbieten, könnte das zu Abwanderungen von Kunden führen, was die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, ggf. wesentlich, beinträchtigen könnte. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und HSBC Trinkaus wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über HSBC Trinkaus ab. HSBC Trinkaus beschränkt sich dabei auf "execution - only". Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das so genannte Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit HSBC Trinkaus den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung).
Für Day Trading gewährt HSBC Trinkaus in Absprache mit der sino AG Handelslimits, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt in enger Abstimmung mit HSBC Trinkaus durch individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können.
Eine Mitarbeiterin ist für das Risiko-Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken jederzeit gewährleistet ist. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG zeitnah die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt HSBC Trinkaus eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden. Die Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter bewertet die sino AG mit max. 2,25 Mio. EUR.
EdW Beiträge
Es können künftig auf die sino AG auch weiterhin Belastungen durch Jahresbeitragsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zukommen. Der Jahresbeitrag 2020 betrug 1 TEUR, der Jahresbeitrag 2021 wird nach heutigem Stand bei rund 104 TEUR liegen.
5.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken
Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2020 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Wesentliche Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2020 ebenfalls nicht. Allerdings ist ein Teil der Bankliquidität zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.
Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.
Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur/Systemarchitektur/Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.
5.5 Risiken aus der Trade Republic
Die Beteiligung der sino AG an der Trade Republic hat seit dem Erstinvestment der sino, bezogen auf den Bewertungskurs der Kapitalerhöhungen, erheblich an Wert gewonnen. Die Erteilung der Lizenz als Wertpapierhandelsbank ist ein wichtiger Meilenstein für die Trade Republic. Am 09.01.2019 nahm die Trade Republic ihre Geschäftstätigkeit auf.
Das Risiko eines marketing- und produktseitigen Scheiterns, das zu einer schwächeren Marktpositionierung und geringeren Marktdurchdringung der Gesellschaft führen und zu geringe Umsätze aufgrund ausbleibender Depoteröffnungen und Trades nach sich ziehen kann, kann den Unternehmenswert der Trade Republic und damit auch den Wert der Beteiligung der sino Beteiligungen GmbH, ggf. auch erheblich, schmälern.
Der Markteintritt anderer, ggf. größerer, speziell auch ausländischer Wettbewerber könnte ebenso die Kundenakquisition erschweren und den bisherigen Erfolg gefährden.
Das Produkt der Trade Republic ist derzeit auf die rein mobile Nutzung ausgerichtet. Hohe Ausfallzeiten in der App oder weitere technische Fehler könnten die Anzahl der von Kunden ausgeführten Transaktionen mindern. Ähnlich wie bei der sino AG bestehen Abhängigkeiten von Dienstleistungen Dritter z.B. bei der Orderabwicklung.
Für den sino Konzern ergeben sich aus diesen Szenarien keine finanzielle Risiken. So wurde das Risiko eines hohen Liquiditätsbedarfs der Gesellschaft bis der "Break-Even" beim Cash-Flow erreicht wird, durch den Liquiditätszufluss im abgelaufenen Geschäftsjahr eliminiert. Im Falle einer Insolvenz besteht das Risiko nicht mehr, eingebrachtes Kapital zu verlieren, da die Summe der Veräußerungserlöse bereits erheblich höher ist als das gesamte Investment.
5.6 Haftendes Eigenkapital
Das haftende Eigenkapital ist gemäß § 10 KWG die Summe aus Kernkapital und Ergänzungskapital abzüglich der Positionen des § 10 Abs. 7 KWG.
Das Kernkapital der Gesellschaft besteht aus dem Kapital abzüglich der immateriellen Vermögensgegenstände:
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| 30.09.2020 EUR |
|
|---|---|
| Eingezahltes Kapital | 2.337.500,00 |
| + Kapitalrücklage | 34.375,00 |
| + gesetzliche Rücklage | 199.375,00 |
| + andere Gewinnrücklagen | 1.171.647,99 |
| + Gewinnvortrag nach Verwendung | 5.598,10 |
| - Immaterielle Anlagewerte | -302.917,28 |
| - Verluste des laufenden Geschäftsjahres | 0,00 |
| Haftendes Eigenkapital | 3.445.587,88 |
6. Chancen- und Prognosebericht
Die sino AG baut in unsicheren Zeiten und einem schwer prognostizierbaren Umfeld darauf, ihre Fähigkeiten, Kapazitäten und Ressourcen flexibel an die sich ändernden Marktbedingungen anzupassen. Um im Wettbewerb dauerhaft zu bestehen, fokussiert sich die Gesellschaft auf erfolgversprechende Produktstrategien, eine gute finanzielle Position und eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur.
Kontinuierliche Effizienzsteigerung ist als Daueraufgabe in der Gesellschaft verankert, gleichzeitig zieht das, auch und gerade zu Beginn des neuen Geschäftsjahres nochmal gesteigerte Geschäftsvolumen die Notwendigkeit nach sich, Kapazitäten zu erweitern...
Positionierung als TOP Broker in Deutschland
Die sino AG ist der Broker für Heavy-Trader in Deutschland. Mit der konsequenten Fokussierung auf die anspruchsvollsten und aktivsten Trader verfolgt das Unternehmen eine klare Strategie. Mit einem breiten Handelsuniversum, Schnelligkeit und vor allem einem stabilen Handelssystem wird die sino AG den sehr hohen Ansprüchen ihrer Kunden gerecht.
Vor allem der persönliche Kundenservice wird von Kunden sehr wertgeschätzt.
Die persönlichen Ansprechpartner sind weiterhin von 07:15 bis 22:10 Uhr erreichbar. Durch regelmäßige Fortbildungen stellt die sino sicher, dass die Mitarbeiter immer auf dem neuesten Stand sind. Das vergangene Wirtschaftsjahr hat gezeigt, dass gerade an Tagen mit massiv erhöhtem Handelsaufkommen, die IT-Systeme der sino bis 100,00 % performant und stabil liefen.
Die opportunistischen und erfolgreichen Beteiligungen an der tick Trading Software AG und vor allem an der Trade Republic Bank GmbH schaffen für die sino AG durch Anteilsverkäufe eine hohe Liquidität und ein gestärktes Eigenkapital.
MX-PRO
Im Januar 2020 erfolgte eine umfangreichere Umstellung des Handelstools MX-PRO. Durch umfangreiche Produkterweiterung baut die sino AG ihre Positionierung als der Heavy Broker in Deutschland weiter aus. Mit dem Release 4.3 bietet sie ihren Kunden eine erweiterte Personalisierbarkeit, verbesserte grafische Darstellung sowie ein wählbares Backlog für Times & Sales. Damit stellt die sino weiterhin sicher, dass die Trader noch schneller auf das Marktgesehen reagieren können. Im regelmäßigen Austausch mit den Usern nahm die sino AG Updates zur bestmöglichen Handhabung vor. Unter anderem wurden folgende Features implementiert:
- Kleinere Zeilenabstände für mehr Platz in Views
- Personalisierbare Märkte / Sortierung im Simple Trade Fenster (via Settings/Views/Simple Trade)
- Neutralere Farben im Classic Design
- Wählbares Backlog für Times & Sales
Um an diesem Erfolg anzuknüpfen, den gewohnt hohe Standard aufrecht zu halten und sich darüber hinaus weiter zu entwickeln, beabsichtig die sino AG ihre Kapazitäten im IT-Bereich zu erhöhen.
Das Konzept der Handelsplattform sino MX-PRO gilt es nun auch auf mobile Geräte zu übertragen. Mit der Ausweitung des Handels auch auf mobilen Endgeräten wird die sino AG diesem Anspruch und den digitalen Gegebenheiten gerecht. Die App bietet den Kunden der sino die Möglichkeit, noch schneller und flexibler auf aktuelle Marktgeschehnisse zu reagieren. Die Erweiterung des Serviceangebots ist ein wichtiger Baustein in der anvisierten Kundenakquisition. Insbesondere vor dem Hintergrund des sich deutlich erhöhten Handelsvolumens ist die Sicherstellung der Abwicklung besonders wichtig. Die App muss das Kerngeschäft in einer gewohnt hohen Qualität abbilden.
Lizenzerweiterung
Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und die Positionierung auszubauen, prüft die sino kontinuierlich einen Ausbau ihres Geschäftsmodells. Vor diesem Hintergrund eruiert die sino AG derzeit die Erweiterung ihrer bestehenden BaFin-Erlaubnis im Rahmen einer Lizenzerweiterung zur Wertpapierhandelsbank. Die Lizenzerweiterung kann die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern vereinfachen und neue Geschäftsfelder erschließen. Auch zukünftig sollen Neukunden durch attraktive Einstiegskonditionen und spezielle Aktionen hinzugewonnen werden.
Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet. Nach dem EU-Finanzministertreffen im Dezember 2018 scheint es, dass nur die Einführung einer reinen Aktiensteuer zu erwarten ist.
Sollte eine Finanztransaktionssteuer eingeführt werden, wird es von entscheidender Bedeutung sein, wie diese ausgestaltet würde. Die Einführung einer solchen Steuer könnte sich allerdings erheblich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der sino AG auswirken.
Erwartete Geschäfts- und Ertragslage
Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Die Situation der letzten Jahre, in der die Börsenumsätze erheblichen Schwankungen unterlagen, auch wenn sie seit Ausbruch der Pandemie erheblich zugenommen haben, erschwert somit eine seriöse und gleichzeitig aussagekräftige Prognose. Dies zeigen die unerwarteten Ereignisse im vergangenen Wirtschaftsjahr. Das Jahr 2020 war in vieler Hinsicht ein Ausnahmejahr.
Die Erträge in der sino AG sollten in einer Bandbreite zwischen 10,5 und 13,5 Mio. EUR liegen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sollten zwischen 7,2 und 8,9 Mio. EUR liegen nach 6,68 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Struktur der Aufwendungen wird dabei im Wesentlichen gleichbleiben. Die Cost-Income Ratio soll niedriger als im abgelaufenen Jahr liegen.
Weiterhin geht das Unternehmen davon aus, dass nach derzeitigem Stand die laufenden Erträge aus den at Equity bewerteten Beteiligungen insgesamt rund -1,5 Mio. EUR betragen werden.
Auf Ebene der sino Beteiligungen GmbH wird dennoch ein Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020/2021 im Bereich von 12,4 bis 14,1 Mio. EUR nach Steuern erwartet. Wesentlicher Grund dafür ist die Veräußerung von Anteilen an der Trade Republic Bank GmbH. Damit wird auch das Konzernergebnis nach Steuern insgesamt im laufenden Geschäftsjahr sehr positiv sein und im Bereich zwischen 12,5 und 14,9 Mio. EUR erwartet.
Trotz neuer Einschätzungen einzelner Risiken im Geschäftsjahr 2019 / 2020 hat sich die interne Risikolandschaft für die sino AG im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Gegenwärtig sieht der Vorstand der sino AG den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Er geht davon aus, dass das Unternehmen sich bietende Chancen auch zukünftig nutzen kann, ohne dabei unvertretbare hohe Risiken eingehen zu müssen.
Der Vorstand der sino AG strebt ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an. Er ist von der Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems überzeugt.
Im Ergebnis ist der Vorstand optimistisch, dass sich die sino AG unter den aktuellen Rahmenbedingungen im Markt weiterhin erfolgreich behaupten wird.
Schlusswort
Der Vorstand bedankt sich bei allen Beteiligten, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zum großen Erfolg unseres Unternehmens beigetragen haben: Dies gilt in besonderer Weise für unsere Mitarbeiter und Kooperationspartner. Wir danken auch ganz herzlich unserem Aufsichtsrat für die sehr gute, konstruktive und intensive Zusammenarbeit.
Auch sämtlichen Mitarbeitern der Trade Republic, insbesondere den drei Gründern, gebührt ein großer Dank.
Düsseldorf, den 26.02.2021
gez.
Ingo Hillen
gez.
Karsten Müller
Bilanz
Aktiva
scrollen
| 30.9.2020 EUR |
30.9.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Barreserve | 10.072,04 | 7.640,30 |
| Kassenbestand | 10.072,04 | 7.640,30 |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | 7.733.158,81 | 1.896.334,13 |
| a) täglich fällig | 6.338.687,10 | 610.209,34 |
| b) andere Forderungen | 1.394.471,71 | 1.286.124,79 |
| 3. Forderungen an Kunden | 379,99 | 7.853,16 |
| 4. Anteile an assoziierten Unternehmen | 9.361.744,70 | 2.517.677,99 |
| 5. Beteiligungen | 4.902,00 | 0,00 |
| 6. Immaterielle Anlagewerte | 304.037,92 | 453.014,92 |
| a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 304.037,92 | 453.014,92 |
| 7. Sachanlagen | 232.757,04 | 325.255,09 |
| 8. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.294.202,82 | 293.129,79 |
| 9. Rechnungsabgrenzungsposten | 95.968,59 | 54.150,00 |
| 10. Aktive latente Steuern | 30.850,66 | 0,00 |
| Summe der Aktiva | 19.068.074,57 | 5.555.055,38 |
| Passiva | ||
| 30.9.2020 EUR |
30.9.2019 EUR |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,10 | 0,10 |
| täglich fällig | 0,10 | 0,10 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 34.289,87 | 1.832,55 |
| andere Verbindlichkeiten | 34.289,87 | 1.832,55 |
| täglich fällig | 34.289,87 | 1.832,55 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.274.931,31 | 476.852,35 |
| 4. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 5.769,20 |
| 5. Rückstellungen | 1.483.038,10 | 599.141,29 |
| a) Steuerrückstellungen | 370.709,00 | 104.028,96 |
| b) andere Rückstellungen | 1.112.329,10 | 495.112,33 |
| 6. Eigenkapital | 16.275.815,19 | 4.471.459,89 |
| a) Gezeichnetes Kapital | 2.337.500,00 | 2.337.500,00 |
| b) Kapitalrücklage | 34.375,00 | 34.375,00 |
| c) Gewinnrücklagen | 1.371.022,99 | 202.272,99 |
| ca) gesetzliche Rücklagen | 199.375,00 | 199.375,00 |
| cb) andere Gewinnrücklagen | 1.171.647,99 | 2.897,99 |
| d) Bilanzgewinn | 12.532.917,20 | 1.897.311,90 |
| Summe der Passiva | 19.068.074,57 | 5.555.055,38 |
Gewinn- und Verlustrechnung
scrollen
| 1.10.2019 - 30.9.2020 EUR |
1.10.2018 - 30.9.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Zinserträge aus | 2.185,29 | 612,25 |
| Kredit- und Geldmarktgeschäften | 2.185,29 | 612,25 |
| 2. Zinsaufwendungen | 4.926,39 | 7.520,48 |
| 3. Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen | 13.285.621,37 | 5.416,32 |
| 4. Ergebnis aus der Veränderung des Konsolidierungskreises | 0,00 | 1.084.717,43 |
| 5. Provisionserträge | 8.498.316,34 | 4.669.166,62 |
| 6. Provisionsaufwendungen | 0,00 | 194.690,01 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 287.827,09 | 450.348,14 |
| 8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 7.162.947,20 | 8.025.775,93 |
| a) Personalaufwand | 2.691.595,94 | 2.917.471,94 |
| aa) Löhne und Gehälter | 2.478.338,61 | 2.522.396,95 |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 213.257,33 | 395.074,99 |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 4.471.351,26 | 5.108.303,99 |
| 9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen | 287.794,35 | 361.067,98 |
| 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 10.549,39 | 8.969,15 |
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 932,71 | 95.350,51 |
| 12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 760,98 | 2.262,20 |
| 13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 14.607.561,03 | -2.480.851,10 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 714.080,08 | -861.892,01 |
| davon aus latenten Steuern | -30.850,66 | -863.274,39 |
| 15. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10. ausgewiesen | 8.751,16 | 1.741,67 |
| 16. Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag | 13.884.729,79 | -1.620.700,76 |
| 17. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust | 0,00 | 1.036.703,52 |
| 18. Verlust-/Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | -183.062,59 | 2.481.309,14 |
| 19. Einstellung in Gewinnrücklagen | 1.168.750,00 | 0,00 |
| in andere Gewinnrücklagen | 1.168.750,00 | 0,00 |
| 20. Konzernbilanzgewinn | 12.532.917,20 | 1.897.311,90 |
Kapitalflussrechnung
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019/2020
sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
scrollen
| 2019/2020 EUR |
2018/2019 EUR |
|
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag | 13.884.729,80 | -1.620.700,76 |
| +/- Abschreibungen, Wertberichtigungen/Zuschreibungen auf Forderungen und Gegenstände des Anlagevermögens | 288.727,06 | 456.418,49 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 617.216,77 | 187.010,99 |
| +/- Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 0,00 | -1.084.717,43 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens | 12.410,76 | 58,80 |
| +/- sonstige Anpassungen (Saldo) | -932,71 | -95.350,51 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute | -108.346,91 | 375.504,48 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden | 7.473,17 | 2.572,32 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Wertpapiere (soweit nicht Finanzanlagen) | 0,00 | 253.200,00 |
| -/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva aus lfd. Geschäftstätigkeit | -7.235.415,37 | -264.898,45 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 0,00 | 395.757,25 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Kunden | 32.457,32 | 1.832,55 |
| +/- Zunahme/Abnahme anderer Passiva aus lfd. Geschäftstätigkeit | 93.582,20 | -69.170,77 |
| +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge | 2.741,10 | 6.908,23 |
| +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag | 714.080,08 | -861.892,01 |
| + Erhaltene Zinsen und Dividenden | 208.039,89 | 329.330,25 |
| - Gezahlte Zinsen | -4.926,39 | -7.520,48 |
| -/+ Ertragsteuerzahlungen | -641.822,70 | 27.127,41 |
| \= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 7.870.014,06 | -1.968.529,64 |
| + Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 96.624,24 | 0,00 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -85.367,85 | -105.885,41 |
| - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagewerte | -69.986,45 | -297.016,94 |
| \= Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -58.730,06 | -402.902,35 |
| + Einzahlung aus Eigenkapitalzuführung nicht beherrschende Anteile | 0,00 | 2.464.739,20 |
| - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens | -2.080.374,50 | 0,00 |
| \= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.080.374,50 | 2.464.739,20 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 5.730.909,50 | 93.307,21 |
| + Konsolidierungskreisedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 0,00 | -3.184.152,39 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 617.849,64 | 3.708.694,82 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.348.759,14 | 617.849,64 |
Eigenkapitalspiegel
Konzerneigenkapitalspiegel zum 30. September 2020
sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
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| Eigenkapital des Mutterunternehmens | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital EUR |
Kapitalrücklage EUR |
Gewinnrücklagen gesetzliche Rücklage EUR |
andere Gewinnrücklagen EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Oktober 2018 | 2.337.500 | 34.375 | 199.375 | 2.898 |
| Konzernjahresfehlbetrag | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Einzahlungen durch nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||
| Stand am 30. September 2019 | 2.337.500 | 34.375 | 199.375 | 2.898 |
| Stand am 1. Oktober 2019 | 2.337.500 | 34.375 | 199.375 | 2.898 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | 0 | 0 | 0 | 1.168.750 |
| Stand am 30. September 2020 | 2.337.500 | 34.375 | 199.375 | 1.171.648 |
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| Bilanzgewinn EUR |
Erwirtschaftetes Eigenkapital EUR |
|
| --- | --- | --- |
| Stand am 1. Oktober 2018 | 2.481.309 | 2.683.582 |
| Konzernjahresfehlbetrag | -583.997 | -583.997 |
| Einzahlungen durch nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||
| Stand am 30. September 2019 | 1.897.312 | 2.099.585 |
| Stand am 1. Oktober 2019 | 1.897.312 | 2.099.585 |
| Gezahlte Dividenden | -2.080.375 | -2.080.375 |
| Konzernjahresüberschuss | 13.884.730 | 13.884.730 |
| Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | -1.168.750 | 0 |
| Stand am 30. September 2020 | 12.532.917 | 13.903.940 |
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| Nicht beherrschende Anteile EUR |
Konzerneigenkapital EUR |
|
|---|---|---|
| Stand am 1. Oktober 2018 | 1.819.102 | 6.874.559 |
| Konzernjahresfehlbetrag | -1.036.704 | -1.620.701 |
| Einzahlungen durch nicht beherrschende Anteile | 2.464.739 | 2.464.739 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -3.247.138 | -3.247.138 |
| Stand am 30. September 2019 | 0 | 4.471.460 |
| Stand am 1. Oktober 2019 | 0 | 4.471.460 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | -2.080.375 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 13.884.730 |
| Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | 0 | 0 |
| Stand am 30. September 2020 | 0 | 16.275.815 |
Anhang
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019/2020
sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
Die sino Aktiengesellschaft (sino AG) mit Sitz in Düsseldorf ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 39572 eingetragen. Nach § 340i Abs. 1 HGB i. V. m. §§ 290 ff. HGB hat die sino AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen.
Gegenstand der sino AG ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.
Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 02.09.1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung seit dem 01.11.2007 als erteilt. Auf die ebenfalls erteilte Erlaubnis für das Eigengeschäft wurde mittlerweile verzichtet.
Die Aktien der sino AG sind zum Handel im Primärmarkt der Börse Düsseldorf, einem Qualitätssegment des Düsseldorfer Freiverkehrs, zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt. Neben den Listingvoraussetzungen müssen die dort gelisteten Unternehmen zusätzliche Transparenzvorschriften und Folgepflichten einhalten, so z.B.: Unternehmenskalender, Jahresfinanzbericht (spätestens nach 6 Monaten), Halbjahresfinanzbericht (spätestens nach 3 Monaten), Unternehmenskurzportrait (jährlich zu erneuern).
Der vorliegende Konzernabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 01.10.2019 bis zum 30.09.2020 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.
Konsolidierungskreis und dessen Änderung
In dem Konsolidierungskreis ist neben der sino AG als Mutterunternehmen die sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, vollständig einbezogen worden. Der Konsolidierungskreis hat sich insofern gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.
Die sino AG ist über die sino Beteiligungen GmbH zum Bilanzstichtag nunmehr mit 20,934% an der Trade Republic Bank GmbH beteiligt, sie wird als assoziiertes Unternehmen gemäß § 312 Abs. 1 HGB "at Equity" im Konzernabschluss der sino AG berücksichtigt.
Die Anteile an der tick Trading Software AG, Düsseldorf, an der die sino AG im Vorjahr ebenfalls über die sino Beteiligungen GmbH beteiligt war sind zum Bilanzstichtag im Rahmen einer Ausschüttung der sino Beteiligungen GmbH in das Depot der sino AG übertragen worden. Die nun direkte Beteiligung in Höhe von 12,7% wurde als weiteres assoziiertes Unternehmen gemäß § 312 Abs. 1 HGB "at Equity" in den Konzernabschluss einbezogen worden.
Grundlage für den Konzernabschluss sind die auf den Stichtag zum 30.09.2020 aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen, die nach den Vorschriften des HGB bzw. im Falle der Muttergesellschaft und der Trade Republic Bank GmbH auch nach den weiteren o. g. Vorschriften aufgestellt wurden.
Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB unter Anwendung der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital nach Neubewertung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung.
Der Jahresabschluss der einbezogenen Tochterunternehmen, die keine Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitute sind, wurden auf die Gliederungsschemata der RechKredV-Formblätter übergeleitet.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit § 312 HGB (Buchwertmethode) einbezogen.
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge, einschließlich der Beteiligungserträge, zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und wurden auch bei der Aufstellung des Jahresabschlusses des Tochterunternehmens angewandt.
Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden mit dem anteiligen Eigenkapital einschließlich eins ggf. vorhandenen Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert.
Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder - im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung - gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen 3 und 4 Jahre. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Ab dem 01.01.2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 150,00 EUR werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 01.01.2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR sind analog der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben und danach als abgegangen behandelt werden.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet.
Der den aktiven latenten Steuern zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 30 %.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet worden und auf den Abschlussstichtag abgezinst worden, sofern die Restlaufzeit länger als ein Jahr beträgt. Die Abzinsung erfolgte mit den entsprechenden von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs des Entstehungstages berücksichtigt.
Auf ausländische Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs oder zum Entstehungszeitpunkt niedrigeren bzw. höheren Kurs bewertet.
Einzelangaben zur Konzernbilanz
Aktiva
Alle anderen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 1.394 TEUR (Vorjahr 1.286 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate fällig. In diesem Jahr gibt es keine Forderungen die ursprünglich auf US-Dollar lauten.
Insgesamt sind 950 TEUR (Vorjahr 950 TEUR) zugunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus), verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.
Die Forderungen an Kunden in Höhe von 380 EUR (Vorjahr 8 TEUR) sind in voller Höhe innerhalb der nächsten drei Monate fällig.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.
Als assoziiertes Unternehmen wird im Konzernabschluss nach der Equity-Methode die tick Trading Software AG, Düsseldorf, sowie die Trade Republic Bank GmbH, Düsseldorf, bilanziert.
Die Konzernbuchwerte der Beteiligung an assoziierten Unternehmen und das anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens stellen sich zum 30.09.2020 wie folgt dar:
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| Konzernbuchwert TEUR |
Anteiliges Eigenkapital TEUR |
Differenz TEUR |
|
|---|---|---|---|
| tick Trading Software AG, Düsseldorf Trade | 406 | 406 | 0 |
| Republic Bank GmbH, Düsseldorf | 8.956 | 8.889 | 66 |
Die Differenz zwischen dem Konzernbuchwert und dem anteiligen Eigenkapital der Trade Republic Bank GmbH resultiert aus dem fortgeführten Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser wird über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben.
Die Anteile an der tick Trading Software AG sind börsenfähig, aber nicht börsennotiert. Die Anteile an der Trade Republic Bank GmbH, Düsseldorf, sind nicht börsenfähig.
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.09.2020 TEUR |
30.09.2019 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegen das Finanzamt | 1.056 | 199 |
| Darlehen an Dritte | 152 | 0 |
| Mietkautionen | 44 | 43 |
| Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter | 17 | 30 |
| Übrige | 25 | 21 |
| 1.294 | 293 |
Die Forderungen gegen das Finanzamt resultieren aus bestehenden Ertragssteuerforderungen für die Veranlagungszeiträume 2018 und 2020.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 74 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die aktiven latenten Steuern entfallen in voller Höhe auf temporäre Differenzen aus der Zwischenergebniseliminierung.
Passiva
Verbindlichkeiten
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.09.2020 TEUR |
30.09.2019 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 428 | 338 |
| Vorstandstantieme aus Vorjahren | 108 | 74 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen | 32 | 45 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 705 | 0 |
| Übrige | 2 | 20 |
| 1.275 | 477 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem assoziierten Unternehmen tick Trading Software AG von 219 TEUR enthalten.
Bis auf die Verbindlichkeiten aus der Vorstandstantieme aus dem Vorjahr sind alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb von drei Monaten fällig. Die Vorstandstantieme ist jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses der sino AG auszuzahlen.
Rückstellungen
Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Tantieme (695 TEUR), ausstehende Bonuszahlungen (40 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (86 TEUR), Anwalts- und Prozesskosten (8 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (56 TEUR), für ausstehende Rechnungen (207 TEUR) und erwartete EDW Beiträge (1 TEUR) gebildet.
Eigenkapital
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert 34.375,00 EUR. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199.375,00 EUR. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen wurden um 1.168.750,00 EUR erhöht und bestehen zum Bilanzstichtag nunmehr in Höhe von 1.171.647,99 EUR.
Im Konzernbilanzgewinn von 12.533 TEUR ist ein Verlustvortrag von 183 TEUR sowie der Konzernjahresüberschuss, welcher auf die Anteile der sino AG entfällt, von 13.885 TEUR enthalten. An die Aktionäre der sino AG wurden aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn des Vorjahres 2.080 TEUR ausgeschüttet.
Einzelangaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die laufenden Erträge aus at Equity bewerteten Beteiligungen betreffen den anteiligen Jahresüberschuss der tick Trading Software AG sowie anteilig das Ergebnis der Trade Republic Bank GmbH in Höhe des jeweiligen Anteils der sino AG am Kapital der Gesellschaften (insgesamt -1,9 Mio. EUR). Aus der Veräußerung von Anteilen der tick Trading Software AG wurde ein Ergebnis in Höhe von 2,3 Mio. EUR erzielt, der Veräußerungserlös aus Anteilen der Trade Republic Bank GmbH betrug 3,3 Mio. EUR. Zudem wurden in Folge von nichtverhältniswahrenden Kapitalmaßnahmen bei der Trade Republic Bank GmbH Erträge in Höhe von 9,6 Mio. EUR realisiert.
Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 9.400 TEUR (Vorjahr 5.097 TEUR), gemindert um Kommissionserstattungen und Settlementgebühren (902 TEUR; Vorjahr 481 TEUR), zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.
Die ausgewiesenen Provisionsaufwendungen resultieren aus inländischen Abwicklungskosten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erlöse aus Sachbezügen (39 TEUR) und Softwareüberlassung und -vertrieb enthalten (200 TEUR).
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Beratung der Gesellschaft.
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 407,76 EUR (Vorjahr: 230,94 EUR).
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft beinhalten lediglich Forderungsverluste in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 9 TEUR).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 32 TEUR und in den anderen Verwaltungsaufwendungen 1.567 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit dem Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG zurückzuführen sind.
Auf die Geschäftsbeziehung mit der Trade Republik Bank GmbH als über die sino Beteiligungen GmbH gehaltene mittelbare Beteiligung entfallen Erträge in Höhe von 106 TEUR.
Eventualverbindlichkeiten
Für eine Summe von 200 TEUR hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wurde ein Tagesgeldkonto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30.09.2020 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 200 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30.09.2020 0 TEUR).
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der Eventualverbindlichkeiten wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Kunden als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen der sino AG nicht vor.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsvereinbarungen mit der tick Trading Software AG von jährlich 62 TEUR und den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume sowie Garagenstellplätze bis zum Geschäftsjahr 2020/2021 von jährlich 186 TEUR. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattungsmieten von jährlich 2 TEUR. Für einen PKW-Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 36 Monaten belaufen sich die Kosten bis zum Geschäftsjahr 2021/2022 auf rund 3 TEUR, der Vertrag endet im Juni 2022, für einen weiteren PKW mit der gleichen Laufzeit bestehen Leasingverpflichtungen ebenfalls bis zum Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von 5 TEUR, dieser Vertrag endet im März 2022.
Die sino AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Neben den Jahresbeiträgen können aufgrund von möglichen Entschädigungsfällen Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden. Der Jahresbeitrag 2020 wird nach heutigem Stand bei rund 1 TEUR liegen.
Des Weiteren verweisen wir dazu auf die Ausführungen zum EdW im Lagebericht.
Genehmigtes Kapital
Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 27.05.2020 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26.05.2025 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 584.375,00 EUR gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder von anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn von Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung ausgegeben oder veräußert wurden.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.
Zusatzangaben
Organe
Der Vorstand besteht aus zwei Personen,
Herrn Ingo Hillen, Kaufmann (Vorsitzender)
Herrn Karsten Müller, Rechtsanwalt (seit 01.06.2020)
Herr Ingo Hillen ist darüber hinaus Aufsichtsratsmitglied der tick Trading Software AG, Düsseldorf sowie Geschäftsführer der sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, und der MMI Leisure and Capital Management GmbH, Düsseldorf, und war in der Zeit von April 2018 bis April 2020 als Geschäftsführer der Trade Republic Bank GmbH, Düsseldorf, (vormals 20.1797 Neon GmbH, München) tätig.
Herr Müller ist seit dem 01.12.2018 beim Handelsregister als Geschäftsführer der Trade Republic Bank GmbH, Düsseldorf, (vormals 20.1797 Neon GmbH, München) und für die MüMe Ventures UG, Mettmann seit dem 15.09.2020 ebenfalls als Geschäftsführer eingetragen.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen:
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| • | Herrn Dr. Robert Manger (Vorsitzender bis 27.05.2020), Rechtsanwalt bei Ernst & Young Law GmbH, Düsseldorf |
| • | Herrn Dr. Marcus Krumbholz (stellvertretender Vorsitzender bis 26.05.2020 ab 27.05.2020 Vorsitzender), Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Erkrath |
| • | Herrn Götz Röhr (stellvertretender Vorsitzender ab 27.05.2020), Chief Administrative Officer der HSBC Securities Services Germany |
| • | Herrn Stefan Middelhoff (ab 27.05.2020), Daytrader |
Herr Götz Röhr ist über die vorgenannte Tätigkeit hinaus Mitglied im Aufsichtsrat der tick Trading Software AG, Düsseldorf, sowie der Theodor-Fliedner-Heim gGmbH, Solingen.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 906 TEUR, davon sind insgesamt 637 TEUR gewinnabhängige Bezüge. Daneben hat Herr Ingo Hillen noch Ansprüche in Höhe von 166 TEUR aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung der Vorjahre. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses bei Erreichen von festgelegten Erfolgsgrenzen.
Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2019/2020 beliefen sich auf 54 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung auf Herrn Dr. Robert Manger 15 TEUR, Herrn Dr. Marcus Krumbholz 20 TEUR, auf Herrn Götz Röhr 15 TEUR, sowie Herrn Stefan Middelhoff 4 TEUR.
Honorar des Abschlussprüfers
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9. HGB beträgt 95 TEUR und lässt sich wie folgt aufschlüsseln:
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| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 58 |
| andere Bestätigungsleistungen | 26 |
| sonstige Leistungen | 11 |
| 95 |
Arbeitnehmer
Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 18 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Die zum 30.09.2020 beschäftigten 17 Mitarbeiter (ohne Vorstand und Auszubildende) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:
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| Bereich | Handel | Technik | Back-office | Controlling /Revision |
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 6 | 3 | 4 | 1 |
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| Bereich | Buchhaltung | Rechtsabteilung | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 1 | 2 | 17 |
Anteilsbesitzliste
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| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital (in %) |
|---|---|
| sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf | 100,0 |
| Trade Republic Bank GmbH, Düsseldorf (vormals: 20.1797 Neon GmbH, München) | 20,934 |
| tick Trading Software AG, Düsseldorf | 12,7 |
Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung
Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute soweit diese primär dazu dienen, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Einzelnen setzt sich der Finanzmittelfonds wie folgt zusammen:
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| 30.09.2020 TEUR |
30.09.2019 TEUR |
|
|---|---|---|
| Kassenbestand | 10 | 8 |
| Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute | 6.339 | 610 |
| 6.349 | 618 |
Nachtragsbericht
Nach Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses hat der sino Konzern folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung im Zusammenhang mit der mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH gehaltenen Beteiligung an der Trade Republic zu verzeichnen:
Die sino Beteiligungen GmbH wurde am 13.11.2020 darüber informiert, dass das für die Erhöhung der Beteiligung von bestimmten professionellen Investoren an der Trade Republic erforderliche Inhaberkontrollverfahren gem. § 2c KWG abgeschlossen wurde und damit die letzte aufschiebende Bedingung der hierfür geplanten Kapitalerhöhung bei der Trade Republic eingetreten ist. Diese Kapitalerhöhung wurde im Januar 2021 wirksam.
Die Wirksamkeit der vorstehenden Kapitalerhöhung war insbesondere aufschiebende Bedingung einer bereits im April 2020 vereinbarten Veräußerung von Geschäftsanteilen der sino Beteiligungen GmbH an der Trade Republic. Der Vollzug dieser Veräußerung wird nun in Kürze erwartet. Durch die Veräußerung wird auf Ebene der sino Beteiligungen GmbH ein ebenfalls im Geschäftsjahr 2020/2021 zu erfassender Veräußerungsgewinn von rund 5,3 Mio. EUR erwartet. Die positive Veränderung des Konzernergebnisses 2020/2021 durch den Vollzug der Veräußerung ist derzeit nicht abschließend zu bestimmen, wird allerdings in der Größenordnung von ca. 4,6 Mio. EUR liegen.
Im Dezember 2020 wurde erstmals zwischen der sino Beteiligungen GmbH und einem externen Kaufinteressenten eine nicht bindende Vereinbarung über eine weitere Veräußerung von Geschäftsanteilen an der Trade Republic unterschrieben. Bestehende Gesellschafter der Trade Republic haben daraufhin Vorkaufsrechte für diese Geschäftsanteile zu den Bedingungen ausgeübt, die in der nicht bindenden Vereinbarung mit dem Kaufinteressenten geregelt waren. Die bestehenden Gesellschafter sind dadurch als Käufer an die Stelle des externen Kaufinteressenten getreten. Der Vollzug dieser Veräußerung wird nun in Kürze erwartet. Daraus wird der sino Beteiligungen GmbH, erwartet bis Ende Februar 2021, ein Verkaufserlös in Höhe von 11,1 Mio. EUR zufließen. Dies wird zur Realisierung eines Veräußerungsgewinns auf Ebene der sino Beteiligungen GmbH in Höhe der bereits in den Ad-Hoc-Mitteilungen genannten 10,8 Mio. EUR vor Steuern führen.
Nach Vollzug der vorstehenden Maßnahmen sowie einer bereits angestoßenen und in Kürze zu erwartenden weiteren planmäßigen Kapitalerhöhung der Trade Republic würde die Beteiligungsquote der sino Beteiligungen GmbH an der Trade Republic dann auf rund 13,72 % des Stammkapitals sinken. Diese prozentuale Beteiligung kann sich durch Ausübungen bereits zuvor vereinbarter Managementoptionen bis auf 7,1 % des Stammkapitals weiter verringern. Eine solche Verringerung durch künftige Ausübungen von Managementoptionen hält der Vorstand derzeit für überwiegend wahrscheinlich.
Organe und Mitarbeiter der sino AG sind nicht Parteien dieser Managementoptionen und waren auch nicht Partei der im Dezember geschlossenen Vereinbarung über Anteilsverkäufe.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nicht eingetreten.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:
Aus dem im Jahresabschluss der sino AG ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 30.09.2020 in Höhe von 8.327.048,03 EUR soll, unter Berücksichtigung der von der BaFin geforderten Eigenmittelausstattung die maximal mögliche Dividende in Höhe von 2,92 EUR je Aktie, insgesamt 6.825.500,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Der verbleibende Betrag in Höhe von 1.501.548,03 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Düsseldorf, den 26.02.2021
gez.
Ingo Hillen
gez.
Karsten Müller
Anlagespiegel
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019/2020
sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
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| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2019 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand 30.09.2020 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anteile an assoziierten Unternehmen | 2.517.677,99 | 10.554.180,13 | 3.710.113,41 | 9.361.744,70 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 4.902,00 | 0,00 | 4.902,00 |
| 3. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.108.992,13 | 69.986,45 | 0,00 | 2.178.978,58 |
| b) Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.093.930,62 | 85.367,85 | 171.058,82 | 1.008.239,65 |
| 5.720.600,74 | 10.714.436,43 | 3.881.172,23 | 12.553.864,93 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2019 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand 30.09.2020 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anteile an assoziierten Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.655.977,21 | 218.963,45 | 0,00 | 1.874.940,66 |
| b) Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 768.675,53 | 68.830,90 | 62.023,82 | 775.482,61 |
| 2.424.652,74 | 287.794,35 | 62.023,82 | 2.650.423,27 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 30.09.2020 EUR |
Stand 30.09.2019 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| 1. Anteile an assoziierten Unternehmen | 9.361.744,70 | 2.517.677,99 |
| 2. Beteiligungen | 4.902,00 | 0,00 |
| 3. Immaterielle Anlagewerte | ||
| a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 304.037,92 | 453.014,92 |
| b) Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 |
| 4. Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 232.757,04 | 325.255,09 |
| 9.903.441,66 | 3.295.948,00 |
Bericht des Aufsichtsrats
DER SINO AG …
…über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lage- sowie des Konzernlageberichts und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2020 beendete Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 (nachfolgend das "Geschäftsjahr 2019/2020") vorzunehmenden Prüfungen.
Wir haben uns im Geschäftsjahr 2019/2020 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der Beteiligungen der sino AG unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten. Während des Berichtszeitraumes hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend und umfassend informiert.
In einem hoch volatilen und damit schwer vorhersagbaren Marktumfeld war die Unterrichtung des Aufsichtsrats sehr umfangreich und eng abgestimmt. Ein Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere die Beteiligungen an der Trade Republic Bank GmbH und deren zukünftige Kapitalisierung durch weitere Investoren sowie an der Minderheitsbeteiligung an der QUIN Technologies GmbH, kurz "getquin", einem digitalen und bislang kostenlosen Anlageberater. Zudem war die zukünftige strategische Ausrichtung der sino AG durch die Prüfung weiterer Abwicklungsmöglichkeiten sowie der Möglichkeit, das eigene Produktportfolio erheblich zu erweitern, ein Schwerpunkt. Ferner das erfolgreiche Release der überarbeiteten Handelsplattform der sino AG, des sino MX-PRO.
Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend sehr intensiv mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden vier Präsenzsitzungen am 19.11.2019, am 24.01.2020, am 06.03.2020 sowie am 27.05.2020 in den Geschäftsräumen der sino AG statt sowie sechs telefonische oder virtuelle Aufsichtsratssitzungen am 04.12.2019, am 13.01.2020, am 09.04.2020, am 26.05.2020, am 28.08.2020 und am 28.09.2020. Der vom Vorstand für das zum 30. September 2020 beendete Geschäftsjahr 2019/2020 aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Aufsichtsratssitzung vom 01.03.2021 den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht der sino AG sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, stimmen wir zu.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2019/2020 gebilligt. Der Jahresabschluss wurde somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schloss sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die sehr gute Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und für die sehr gute Leistung bei der erfolgreichen Unterstützung der Trade Republic Bank GmbH.
Düsseldorf, den 1. März 2021
gez.
Dr. Marcus Krumbholz, Aufsichtsratsvorsitzender
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Konzernabschluss wurde am 01.03.2021 gebilligt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: Konzernlagebericht) der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| • | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 und |
| • | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| • | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gummersbach, den 01. März 2021
dhpg Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
gez. Stamm, Wirtschaftsprüfer
gez. Bernhardt, Wirtschaftsprüfer