AI assistant
Sino AG — Annual Report 2019
May 14, 2021
5464_rns_2021-05-14_8fa4c5ad-f318-483d-90cb-e3a864da7993.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Finanzbericht: 28219780
sino Aktiengesellschaft
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2018 bis zum 30.09.2019
Lagebericht
1. Grundlagen zur sino AG und zum Konzern
2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte
2.1 Gesamtwirtschaft
2.2 Wertpapiermärkte
3. Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns
4. Kundenzahl und Ordervolumen
5. Lage der Gesellschaft
5.1 Ertragslage
5.2 Vermögenslage
5.3 Finanzlage
6. Nachtragsbericht
7. Risikobericht
7.1 Allgemeines
7.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
7.3 Unternehmensbezogene Risiken
7.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken
7.5 Risiken aus der Trade Republic
7.6 Haftendes Eigenkapital
7.7 Chancen- und Prognosebericht
8. Sonstiges
8.1 Beteiligungen
8.2 Investitionen und Produktinnovationen
9. Schlusswort
1. Grundlagen zur sino AG und zum Konzern
Die sino AG wurde 1998 gegründet. Die sino AG | High End Brokerage hat sich auf die Abwicklung von Wertpapiergeschäften für die aktivsten und anspruchsvollsten Privatkunden in Deutschland spezialisiert und entwickelte sich in kurzer Zeit zum Synonym für High End Brokerage. Per heute ist die sino AG der einzige deutsche Online-Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dieses umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus) umfasst.
Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung.
Die sino Beteiligungen GmbH, eine 100%-ige Tochter der sino AG, hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen.
Die sino AG hielt mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH zum Bilanzstichtag rund 25,1 % bzw. insgesamt 252.860 Aktien an der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Düsseldorf. Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet.
Im Jahr 2017 hat sich die sino AG über die sino Beteiligungen GmbH mittelbar mit zunächst 67 % an der Trade Republic Bank GmbH, Düsseldorf (vormals: 20.1797 Neon GmbH, München, kurz Trade Republic), beteiligt. Die Beteiligung beträgt zum Bilanzstichtag noch rund 48,1 %. Die Trade Republic ist eine CRR-Wertpapierfirma nach § 1 Absatz 3d Satz 2 KWG i.V.m. Artikel 4 Absatz 1 Nr. 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in der Form des Wertpapierhandelsunternehmens und der Wertpapierhandelsbank nach § 1 Absatz 3d Satz 4 und 5 KWG sowie Kreditinstitut nach § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 4 und 5 KWG aber kein CRR-Kreditinstitut mangels Kredit- und Einlagengeschäft. Die Umfirmierung der 20.1797 Neon GmbH in Trade Republic Bank GmbH erfolgte in Q1 2019.
Als Folge von Verwässerungen durch planmäßige Kapitalerhöhungen bei der Trade Republic hat die sino AG ihren beherrschenden Einfluss an der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018/2019 verloren. Einhergehend mit dem Verlust der Beherrschung wird die Trade Republic nunmehr als assoziiertes Unternehmen gemäß § 312 Abs. 1 HGB "at Equity" im Konzernabschluss der sino AG berücksichtigt. Detaillierte Erläuterungen zur Übergangskonsolidierung und den sich daraus ergebenden Effekten sind aus dem Konzernanhang (Abschnitt: Konsoliderungskreis und dessen Änderung) zu entnehmen.
Trade Republic ermöglicht es, über das Mobiltelefon Aktien, ETFs und Derivate für eine sehr niedrige Fremdkostenpauschale von in der Regel 1,00 Euro zu handeln. Dabei bietet Trade Republic ihren Kunden Funktionen und Dienstleistungen eines klassischen Online-Brokers - von der Depoteröffnung, über den Wertpapierhandel bis hin zu Postbox-Nachrichten - auf einer mobilen Applikation für das Mobiltelefon.
Über diese mobile Applikation der Trade Republic können Kunden Echtzeit-Kursdaten für die handelbaren Finanzprodukte einsehen und das gesamte Produktangebot, welches derzeit ca. 7.800 Aktien und ETFs, 300 ETF-Sparpläne und 40.000 Derivate umfasst, zu einer Fremdkostenpauschale handeln. Aktien und ETFs werden über die LS-X, ein Marktsegment der Börse Hamburg gehandelt, Derivate außerbörsliche über HSBC.
2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Wertpapiermärkte
2.1 Gesamtwirtschaft
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen können erheblichen Einfluss auf die Finanzmärkte und somit auch auf die Handelsaktivitäten der Kunden der sino haben.
Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Mit der Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Leistung im letzten Jahr nimmt das Bruttoinlandsprodukt bereits das zehnte Jahr in Folge zu. Die solide binnenwirtschaftliche Entwicklung bleibt hierfür eine wichtige Basis. Die Beschäftigung, die Einkommen und damit die Konsummöglichkeiten der Deutschen nehmen ebenso weiter spürbar zu wie die Investitionen der Unternehmen. Allerdings hat der Gegenwind vornehmlich aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld zugenommen. Insgesamt hat sich die konjunkturelle Grunddynamik gegenüber 2018 merklich verlangsamt. Mit einem Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,5 Prozent - im Jahr 2020 wird ein Wachstum von 1,0 Prozent erwartet - wächst die deutsche Wirtschaft deutlich langsamer als in den wachstumsstarken Jahren 2016 und 2017 mit je 2,2 Prozent. Die Konjunktur wurde im zweiten Halbjahr 2018 durch zeitlich begrenzte, nationale Sondereffekte, insbesondere den Stau bei der Typenzulassung von Personenkraftwagen, deutlich gebremst. Hinzu kamen Belastungen aus dem sich verschlechternden weltwirtschaftlichen Umfeld.
Im letzten Jahr ist die Entwicklung des Welthandels in deutlich ruhigeres Fahrwasser geraten. Dabei zeigte sich die Zusammensetzung heterogen. Besonders der Außenhandel der entwickelten Volkswirtschaften kam ins Stocken. Die Handelsintensität der Schwellenländer setzte ihren Aufwärtstrend fort. Insgesamt dürfte das Wachstum des Welthandels weiter gedämpft bleiben. Das deutsche Exportgeschäft war in der zweiten Jahreshälfte des letzten Jahres von dem sogenannten Abgasskandal betroffen. Davon dürften sich die Ausfuhren wieder erholen und sich dem Wachstum der deutschen Absatzmärkte annähern. Allerdings sind die Aussichten, zumindest gemäß den Exporterwartungen von ifo und DIHK, eingetrübt. Der effektive Wechselkurs des Euro hat in den letzten Monaten abgewertet und dürfte keinen zusätzlich dämpfenden Effekt auf die Ausfuhren ausüben.
2.2 Wertpapiermärkte
An den internationalen Finanzmärkten richtete sich das Augenmerk der Marktteilnehmer im Herbst 2018 und zu Jahresbeginn 2019 auf mögliche Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft. Zu diesen trugen phasenweise die ungelösten Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie das weiterhin unklare Austrittsprozedere des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union bei. In der Folge gingen die Märkte zunehmend davon aus, dass die Geldpolitik in den großen Währungsräumen nun lockerer als zuvor erwartet ausfallen werde. Das galt vor allem für die USA, wo weitere Leitzinserhöhungen durch die Federal Reserve (Fed) kaum noch angenommen werden. Für den Euroraum verschoben sich - nach der Einstellung der Nettoankäufe im Rahmen des Ankaufprogramms für Vermögenswerte der EZB (expanded Asset Purchase Programme: APP) zum Jahresende 2018 - die Erwartungen für eine erste Zinsanhebung weiter in die Zukunft. Zudem senkten die Finanzanalysten ihre Erwartungen über künftige Unternehmensgewinne beiderseits des Atlantiks stärker als die Wachstumsaussichten. An den Aktienmärkten, die besonders sensibel auf Erwartungsänderungen und sich verschiebende Risikoeinschätzungen reagieren, wurden seit Ende September per Saldo deutliche Kursverluste verzeichnet.
Nachgebende Gewinnaussichten angesichts einer voraussichtlich weniger schwungvoll wachsenden Weltwirtschaft sowie erhöhte politische und wirtschaftliche Risiken belasteten im vierten Quartal 2018 die Aktienmärkte stark. Zu Beginn des neuen Jahres 2019 trug dann aber die Einschätzung, dass die US-Geldpolitik flexibel und weniger restriktiv auf die wirtschaftliche Entwicklung reagieren würde, dazu bei, dass sich die Kurse weltweit wieder erholten. Im Ergebnis lagen die Kurse des amerikanischen S&P 500 am 30. September 2019 um 2,1 % höher als Ende September 2018.
Gemessen am marktbreiten Euro Stoxx stiegen die europäischen Aktien seit Ende September 2018 bis zum 30. September 2019 um 6,7% an. Der CDAX entwickelte sich schlechter und verzeichnete Ende September 2019 ein Minus von 1,9 % im Vergleich zum Vorjahreswert.
3. Geschäftsverlauf der sino AG und des Konzerns
Das Geschäftsjahr 2018/2019 hatte einen im Vergleich zum Vorjahr schwachen Start, der sich auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres fortsetzte. Die Handelstätigkeit der Kunden war weiterhin schwach ausgeprägt, eine Verbesserung war auch aufgrund der gesamtwirtschaftlichen sowie regulatorischen Rahmenbedingungen nicht zu verzeichnen.
Die ordentliche Hauptversammlung der sino AG im Geschäftsjahr 2018/2019 fand am 03.05.2019 in Düsseldorf statt. Alle zur Abstimmung gebrachten Beschlüsse wurden mit sehr großer Mehrheit angenommen. Es wurde keine Dividende ausgeschüttet. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017/2018 in Höhe von 2.085.973,10 EUR wurde vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.
Im Geschäftsjahr 2018/2019 fielen die Gesamterlöse der sino AG um 11,79 % von 5,83 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 5,15 Mio. EUR.
Die gesamten Verwaltungsaufwendungen der sino AG inklusive Abschreibungen sind in Folge des Kostensenkungsprogrammes der letzten Geschäftsjahre erneut gesunken und lagen mit 5,28 Mio. EUR um 5,37 % unter denen des Vorjahres (5,57 Mio. EUR). Die sino AG schließt das Geschäftsjahr 2018/2019 mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von -0,12 Mio. Euro (Vorjahr: 0,27 Mio. Euro) ab.
Im Konzern wurde ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von -2,48 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: -1,41 Mio. Euro). Maßgeblich verantwortlich für das negative Konzernergebnis ist das planmäßige negative Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Trade Republic bis zum 19. Juni 2019, als Zeitpunkt des Übergangs von der Vollkonsolidierung zur "at Equity" Bilanzierung, in Höhe von -2,85 Mio. Euro. Der Übergang von der Vollkonsolidierung zur "At Equity" Bilanzierung der Trade Republic wirkte sich hingegen mit einem Ergebnis von 1,08 Mio. Euro positiv auf das Konzernergebnis aus. Die "at Equity" Bilanzierung der Trade Republic im Zeitraum vom 20. Juni bis zum Ende des Geschäftsjahres belastete das Konzernergebnis zusätzlich in Höhe von 0,41 Mio. Euro.
Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der sonstigen Steuern beläuft sich der Jahresfehlbetrag des Konzerns auf 1,62 Mio. Euro (Vorjahr: -0,97 Mio. Euro). Den sino Aktionären ist von diesem Konzernjahresfehlbetrag ein Betrag in Höhe von -0,58 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2018/2019 zuzurechnen.
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der sino AG bzw. des Konzerns entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
scrollen
| Geschäftsjahr | 2014/15 | 2015/16 | 2016/17 | 2017/18 | 2018/19 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (sino AG) | 0,580 | 0,019 | 0,154 | 0,266 | -0,122 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Mio. EUR (Konzern) | 1,139 | 0,602 | 2,299 | -1,408 | -2,481 |
Während der Vorstand mit Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Halbjahr leicht optimistisch war, bei unverändertem Marktumfeld, in der sino AG ein positives Ergebnis erreichen zu können, konnte dieses Ziel aufgrund der anhaltend schwachen Handelstätigkeit der Kunden nicht erreicht werden.
Die ursprüngliche Prognose eines negativen Ergebnisses des sino Konzerns, welches den sino Aktionären zuzurechnen ist, i.H.v. -750 und -960 TEUR ist nicht eingetroffen. Der Konzernjahresfehlbetrag liegt bei -1.621 TEUR. Der Anteil, der davon den sino Aktionären zuzurechnen ist, liegt bei -584 TEUR und damit in der Bandbreite der vom Vorstand am 5.11.2019 angepassten Prognose. Die veränderte Prognose beruhte auf dem besser als erwartetem Ergebnis der Trade Republic.
Insgesamt schätzt der Vorstand den Geschäftsverlauf der sino AG im abgelaufenen Geschäftsjahr als wenig zufriedenstellend ein. Im Wesentlichen beding durch die sehr positive Entwicklung der Trade Republic, bewertet der Vorstand die Entwicklung des Konzerns als sehr positiv.
4. Kundenzahl und Ordervolumen
Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch die Kunden der sino AG blieb auf unverändert hohem Niveau von rund 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.
Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2019 ist mit 385 gegenüber dem Vorjahr (404 Depots) um 4,7 % gesunken. 23 neue Depots wurden eröffnet.
Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 7,8 % von 0,64 Mio. auf 0,59 Mio. gesunken.
5. Lage der Gesellschaft
Die sino AG ist verpflichtet, zusätzlich zu ihrem Jahresabschluss einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die sino Beteiligungen GmbH nach den Regelungen der Vollkonsolidierung einbezogen wurde. Die Trade Republic wurde bis zum 19.06.2019 ebenfalls vollkonsolidiert, das Ergebnis ab dem 20.06.2019 - 30.09.2019 wurde ebenso wie das Ergebnis der tick Trading Software AG mit dem der sino AG zustehenden Anteil am Eigenkapital (at Equity) bilanziert.
Die Ausführungen zum sino Konzern beziehen sich auf den Konzernabschluss der sino AG, der seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 aufgestellt wird und dabei den deutschen Rechnungslegungsvorschriften folgt. Die Angaben zur sino AG beziehen sich auf den ebenfalls nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss der sino AG.
Im Folgenden wird zunächst die Lage der sino AG erläutert und anschließend die ggf. davon abweichende Lage des Konzerns.
5.1 Ertragslage
Die Provisionserlöse der sino AG verringerten sich im Geschäftsverlauf um 12,12 % auf 4.617 TEUR (Vorjahr 5.253 TEUR). Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 5.097 TEUR (Vorjahr 5.758 TEUR), gemindert um Kommissionserstattungen in Höhe von 481 TEUR (Vorjahr 504 TEUR), zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 534 TEUR (Vorjahr 585 TEUR). Die im Vergleich zum Vorjahr ausgebliebenen Veräußerungen von Anlagevermögen, geringere periodenfremde Erträge, sowie geringere Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen begründen im Wesentlichen die Abweichung der Position zum Vorjahr.
Die verbuchte Ausschüttung der Dividende der tick-TS AG in der sino Beteiligungen GmbH betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 329 TEUR.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr leicht um 6,55 % von 5.317 TEUR auf 4.969 TEUR. Die Personalaufwendungen stiegen dabei von 1.696 TEUR auf 1.792 TEUR um 5,6 %, im Wesentlichen aufgrund von höheren variablen Vergütungen im Vergleich zum Vorjahr. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sanken um 12,26 % und begründen hiermit die insgesamt gesunkenen allgemeinen Verwaltungsaufwendungen.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen stiegen von 205 TEUR auf 280 TEUR um 36,87 %.
Für das Geschäftsjahr 2018/2019 ergibt sich für die sino AG ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von -122 TEUR sowie ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 125 TEUR.
Die Cost-Income-Ratio, definiert als "Allgemeine Verwaltungsaufwendungen" durch "Netto-Provisionserlöse", liegt bei 1,08 (im Vorjahr: 1,01).
Die Ertragslage des Konzerns war darüber hinaus geprägt von den Aufwendungen und Erträge der Trade Republic bis zum 19.06.2019 als Zeitpunkt der Übergangskonsolidierung auf die "at Equity" Bilanzierung der Gesellschaft.
Das Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen in Höhe von 5 TEUR beinhaltet den anteiligen Jahresüberschuss der tick Trading Software AG von 416 TEUR, sowie das Ergebnis der Trade Republic für den Zeitraum ab dem 20.06.2019 bis zum Geschäftsjahresende in Höhe von -411 TEUR, darin enthalten ist auch ein Ertrag aus einer nicht-verhältniswahrenden Kapitalerhöhung der Trade Republic von 268 TEUR. Der Ertrag des Vorjahres in Höhe von 338 TEUR resultierte vollständig aus der tick Trading Software AG.
Aus der Übergangskonsolidierung von der Vollkonsolidierung auf die "at Equity" Bilanzierung der Trade Republic resultiert ein Ergebnis von +1.085 TEUR. Weitere Erläuterungen zur Ermittlung des Ertrages sind aus dem Konzernanhang (Abschnitt: Konsoliderungskreis und dessen Änderung) zu entnehmen.
Die Provisionsaufwendungen von 195 TEUR sowie der Anstieg der Personalaufwendungen um 361 TEUR, anderen Verwaltungsaufwendungen um 594 TEUR, sowie der Abschreibungen um 97 TEUR ist auf die Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit der Trade Republic zurückzuführen.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft resultieren in Höhe von 86 TEUR aus der Veräußerung von Aktien.
Aufgrund der Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge aus dem planmäßigen Jahresfehlbetrag der Trade Republic bis zum 19.06.2019 konnten Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 862 TEUR erzielt werden.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresfehlbetrag von 1.621 TEUR (Vorjahresfehlbetrag: 972 TEUR) aus, davon entfallen 1.037 TEUR auf Gesellschafter der Trade Republic. Dieser berücksichtigt deren Anteil am Verlust der Trade Republic im Zeitraum 01.10.2018 bis 19.06.2019.
5.2 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 5.860 TEUR. Bei einem Eigenkapital von 4.660 TEUR (im Vorjahr 4.785 TEUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 79,53 %.
Wesentliche Posten der Aktivseite, neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen, sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit 1.660 TEUR rund 28,32 % aller Aktivposten ausmachen, jedoch teilweise entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet sind. Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich zum Stichtag auf 374 TEUR.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr auf die sino Beteiligungen GmbH zurückzuführen. Die tick-TS AG Anteile der sino Beteiligungen GmbH sind ebenfalls im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko zum Teil an HSBC Trinkaus verpfändet.
Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Tantiemeverpflichtungen (238 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (88 TEUR), sowie Anwalts- und Prozesskosten (8 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (38 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (70 TEUR) gebildet.
Der Anstieg der Gesamtsumme der anderen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (+15 TEUR) und die gebildete Rückstellung für erwartete Beiträge der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) (15 TEUR).
Die Konzernbilanz weist eine Bilanzsumme von 5.555 TEUR bei einer Eigenkapitalquote von 80,49 % aus.
Abweichend zum Jahresabschluss der sino AG werden in der Konzernbilanz zum 30.09.2019 die Beteiligungen an der Tick Trading Software AG sowie erstmals auch der Trade Republic als Anteile an assoziierten Unternehmen in Höhe von 2.518 TEUR ausgewiesen. Davon entfallen 704 TEUR auf die tick Trading Software AG sowie 1.813 auf die Trade Republic. Im Vorjahr entfielen diese Anteile vollständig auf die tick Trading Software AG. Die im Einzelabschluss der sino AG ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen, hierbei handelt es sich um die Anteile an der sino Beteiligungen GmbH, werden in Rahmen der Kapitalkonsolidierung vollständig eliminiert. Darüber hinaus weist die Konzernbilanz um 239 TEUR höhere liquide Mittel aus, welche aus der sino Beteiligungen GmbH resultieren.
Der starke Rückgang der Forderungen an Kreditinstitute von 3.467 TEUR, der immateriellen Anlagewerte von 205 TEUR, der Sachanlagen von 94 TEUR, des Rechnungsabgrenzungsposten von 114 TEUR sowie der sonstigen Verbindlichkeiten von 341 TEUR und Rückstellungen von 114 TEUR ist auf die unterjährige Entkonsolidierung der Trade Republic zurückzuführen. Die im Vorjahr gebildeten aktiven latenten Steuern für die planmäßigen Verlust der Trade Republic sowie der im Eigenkapital gebildete Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile sind ebenfalls aus diesem Grund zum 30.09.2019 entfallen.
5.3 Finanzlage
scrollen
| sino Konzern | 2018/2019 TEUR |
2017/2018 TEUR |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -1.969 | -421 |
| + Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -403 | -695 |
| + Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 2.465 | 2.115 |
| \= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 93 | 999 |
| + Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | -3.184 | 0 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 3.709 | 2.710 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 618 | 3.709 |
Die vollständige Ermittlung ist der Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss zu entnehmen.
Der Rückgang des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit von 1.547 TEUR ist auf gestiegene Auszahlungen im Rahmen des Aufbaus der operativen Geschäftstätigkeit der Trade Republic zurückzuführen. Diese sind bis zum 19.06.2019 (Zeitpunkt der Übergangskonsolidierung) in der Konzernkapitalflussrechnung berücksichtigt.
Der Rückgang des Cashflows aus der Investitionstätigkeit beruht im Wesentlichen darauf, dass im Vorjahr hohe Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie in immaterielle Anlagewerte erfolgt sind, welche sich im Geschäftsjahr 2018/2019 nicht wiederholt haben.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit berücksichtigt Eigenkapitalzuführungen der weiteren Gesellschafter der Trade Republic bis zum 19.06.2019.
Die konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds in Höhe von 3.709 TEUR ist auf die Entkonsolidierung der Trade Republic zum 19.06.2019 zurückzuführen. Es handelt sich hierbei um den Bestand der liquiden Mittel der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Übergangskonsolidierung.
Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei HSBC Trinkaus und der Commerzbank AG. Die Finanzlage der sino AG und des Konzerns ist vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Eigenkapitalquote weiterhin positiv zu bewerten.
6. Nachtragsbericht
Nach Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind dem assoziierten Unternehmen Trade Republic durch zwei Kapitalerhöhungen insgesamt rund 7,8 Millionen Euro zugeflossen. Durch die Kapitalerhöhung haben die Venture Capital Investoren, Creandum V L.P., Guernsey, United Kingdom, und Project A Ventures III GmbH & Co. KG, Berlin, ihren Anteilsbesitz weiter erhöht. Darüber hinaus hat die sino Beteiligungen GmbH Anteile an der Gesellschaft zu einem Verkaufspreis von insgesamt 1,5 Millionen Euro an die beiden Venture Capital Investoren veräußert. Diese Veräußerung wurde nach Abschluss des Inhaberkontrollverfahrens der BaFin (November 2019) wirksam.
Die Aufsichtsbehörden haben das Inhaberkontrollverfahren der Venture Capital Investoren im November 2019 abgeschlossen. Die vereinbarten Kapitalerhöhungen und der Verkauf der Anteile wurden inzwischen durchgeführt. Die sino AG ist nun noch mit rund 30 % mittelbar am Grundkapital der Trade Republic beteiligt, wobei sich dieser Beteiligungsumfang durch vereinbarte Management- und Mitarbeiterbeteiligungsprogamme verringern kann und voraussichtlich auch wird. Auf Ebene des sino-Konzerns wurde aus den Transaktionen insgesamt ein Gewinn in Höhe von rund 3,0 Millionen Euro realisiert. Davon entfällt auf die Kapitalerhöhung runde 1,9 Millionen Euro und auf den Verkauf rund 1,1 Millionen Euro.
Darüber hinaus hat die sino Beteiligungen GmbH im Dezember 2019 außerbörslich 125.000 Aktien des assoziierten Unternehmen tick Trading Software AG zu einem Preis von 21,00 EUR je Aktie veräußert und erlöst damit insgesamt rund 2,6 Millionen Euro.
Nach der Veräußerung wird die sino AG mit rund 12,7 % mittelbar an der tick Trading Software AG beteiligt bleiben. Auf Ebene des sino-Konzerns wird aus der Transaktion ein Veräußerungsgewinn in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro erwartet.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nicht eingetreten.
7. Risikobericht
7.1 Allgemeines
Risikomanagement
Im Rahmen ihrer Tätigkeit sind die sino AG sowie das verbundene Unternehmen sino Beteiligungen GmbH sowie die assoziierten Unternehmen tick Trading Software AG und Trade Republic einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.
Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des sino Konzerns verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.
Das Risikomanagementsystem der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden, sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet wird sowie quartalsweise Berichte an Vorstand und Aufsichtsrat. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.
Risikostruktur der sino AG sowie des Konzerns
Die Struktur der Risiken der sino AG und des Konzerns zeigt sich gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, sowie den spezifischen Risiken der Trade Republic.
Durch die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens entstehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung sämtlicher derzeit bekannter Tatsachen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens im Prognosezeitraum gefährden können.
7.2 Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
Turbulenzen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten, ein lang anhaltender Seitwärtstrend bei geringen Umsätzen und andere Marktrisiken können zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungsteuer, Einführung einer Finanztransaktionssteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen.
Grundidee der Finanztransaktionssteuer ist es, alle Wertpapiertransaktionen mit einem Promillesatz zu belegen. Betreffen soll es Handel mit Devisen, Aktien, Anleihen oder Derivaten. Die sehr niedrigen Steuersätze - diskutiert werden Werte von 0,2 % Prozent des Kurswertes - würden vor allem Heavy Tradern treffen, die innerhalb kürzester Zeit sehr viele Transaktionen abwickeln.
Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen führen, welche jeweils nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Einige der Wettbewerber verfügen dabei über umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, schneller auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren. Sie könnten aus dieser Ausgangsposition ebenso einen Vorsprung in der Gestaltung ihrer Vermarktungsaktivitäten und Preispolitik gewinnen und somit den Kunden attraktivere Bedingungen bieten als die Gesellschaft.
Die sino AG überwacht laufend die neuesten Entwicklungen, z. B. bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, soweit möglich schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem werden diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen überwacht, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.
7.3 Unternehmensbezogene Risiken
Risiken der System- und Softwaresicherheit
Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Services und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die tick Trading Software AG mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Die sino AG hat zudem die IT-Systeme, die den Regulierungen MiFID II, EU Marktmissbrauchsverordnung (EU) und GoBD unterliegen, sowie deren Support weitestgehend outgesourct.
Die bei der tick Trading Software AG unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung möglicherweise wieder steigender Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme bzw. des Ausfall-Rechenzentrums, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter, etwa durch Computerviren, nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die tick Trading Software AG, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindungen an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der tick Trading Software AG redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die tick Trading Software AG über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritische Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch Kryptographieverfahren geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.
Die tick Trading Software AG geht von einer 99,995%tigen Systemstabilität für die sino AG aus. Die tick Trading Software AG wird seit dem Jahr 2012 ISAE-zertifiziert (ISAE 3402). Die entsprechende Bescheinigung bzw. der Bericht der prüfenden Gesellschaft (dhpg IT Services GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) liegt der sino AG vor.
Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter
Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden der sino AG wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus vorgenommen, sodass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von HSBC Trinkaus existiert. Sollte HSBC Trinkaus in der Zukunft gewisse Dienstleistungen, Produkte, Börsenanbindungen o.ä. nicht oder nur in reduzierter Form - sei es in Interpretation gesetzlicher Vorgaben oder Umsetzung interner Konzernrichtlinien - für die gemeinsamen Kunden anbieten, könnte das zu Abwanderungen von Kunden führen, was die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, ggf. wesentlich, beinträchtigen könnte. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und HSBC Trinkaus wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über HSBC Trinkaus ab. HSBC Trinkaus beschränkt sich dabei auf "execution - only". Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das so genannte Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit HSBC Trinkaus den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung).
Für Day Trading gewährt HSBC Trinkaus in Absprache mit der sino AG Handelslimits, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt in enger Abstimmung mit HSBC Trinkaus durch individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können.
Eine Mitarbeiterin ist für das Risiko-Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken jederzeit gewährleistet ist. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG zeitnah die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt HSBC Trinkaus eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden.
EdW Beiträge
Es können künftig auf die sino AG auch weiterhin Belastungen durch Jahresbeitragsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zukommen. Der Jahresbeitrag 2019 betrug 15 TEUR, der Jahresbeitrag 2020 wird nach heutigem Stand bei rund 1 TEUR liegen.
7.4 Sonstige unternehmensbezogene Risiken
Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2019 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Wesentliche Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2019 ebenfalls nicht. Allerdings sind ein Teil der Bankliquidität und die tick-TS Anteile zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.
Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.
Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur/Systemarchitektur/Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.
7.5 Risiken aus der Trade Republic
Die Geschäftstätigkeit der Trade Republic beinhaltet die typischen Risiken eines Startups. Historisch betrachtet scheitern selbst nach einer erfolgreichen Series A Finanzierung noch etwa 50 % aller Startups.
Die Beteiligung der sino AG an der Trade Republic hat seit dem Erstinvestment der sino, bezogen auf den Bewertungskurs der Kapitalerhöhungen, kontinuierlich an Wert gewonnen. Die Erteilung der Lizenz als Wertpapierhandelsbank ist ein wichtiger Meilenstein für die Trade Republic. Am 09.01.2019 nahm die Trade Republic ihre Geschäftstätigkeit auf.
Auf personeller Ebene ergeben sich Risiken aus der hohen Abhängigkeit von den Unternehmensgründern. Insbesondere vor dem Hintergrund des Startup-Charakters der Gesellschaft, sind die Mitarbeit und Beteiligung der Gründer für Geschäftspartner, Mitarbeiter und auch in der Außenwahrnehmung durch die Medien ein wesentlicher Faktor. Ein Weggang der Gründer würde voraussichtlich medial sehr kritisch hinterfragt. Gleichzeitig übernehmen die Gründer wichtige Funktionen beim Geschäftsaufbau - sowohl im Bereich Business Development/Operations als auch auf technischer Seite.
Das Risiko eines marketing- und produktseitigen Scheiterns, das zu einer schwachen Marktpositionierung und Marktdurchdringung der Gesellschaft führen und zu geringe Umsätze aufgrund ausbleibender Depoteröffnungen und Trades nach sich ziehen kann, kann den Unternehmenswert der Trade Republic und damit auch den Wert der Beteiligung der sino Beteiligungen GmbH, ggf. auch erheblich, schmälern.
Der Markteintritt anderer, ggf. größerer, speziell auch ausländischer Wettbewerber könnte ebenso die Kundenakquisition erschweren und den Erfolg gefährden oder sogar unmöglich machen.
Das Produkt der Trade Republic ist auf die rein mobile Nutzung ausgerichtet. Hohe Ausfallzeiten in der App oder weitere technische Fehler könnten die Anzahl der von Kunden ausgeführten Transaktionen mindern. Ähnlich wie bei der sino AG bestehen Abhängigkeiten von Dienstleistungen Dritter z.B. bei der Orderabwicklung.
Für den sino Konzern ergeben sich aus diesen Szenarien finanzielle Risiken. So besteht das Risiko eines hohen Liquiditätsbedarfs der Gesellschaft bis der "Break even" beim Cash-Flow erreicht wird. Die sino könnte, aufgrund ihrer Beteiligung, im Falle eines Liquiditätsengpasses gezwungen sein, bei der Beseitigung eines solchen Engpasses zu helfen. Im Falle einer Insolvenz besteht das Risiko, das eingebrachte Kapital zu verlieren.
Aus aufsichtsrechtlicher bzw. regulatorischer Perspektive bestehen für die sino Haftungs- und Reputationsrisiken aus der Nichterfüllung oder mangelnder Umsetzung regulatorischer Anforderungen durch die Trade Republic.
7.6 Haftendes Eigenkapital
Das haftende Eigenkapital ist gemäß § 10 KWG die Summe aus Kernkapital und Ergänzungskapital abzüglich der Positionen des § 10 Abs. 7 KWG.
Das Kernkapital der Gesellschaft besteht aus dem Kapital abzüglich der immateriellen Vermögensgegenstände:
scrollen
| 30.09.2019 EUR |
|
|---|---|
| Eingezahltes Kapital | 2.337.500,00 |
| + Kapitalrücklage | 34.375,00 |
| + gesetzliche Rücklage | 199.375,00 |
| + andere Gewinnrücklagen | 2.897,99 |
| + Gewinnvortrag nach Verwendung | 2.210.779,32 |
| - Immaterielle Anlagewerte | -451.894,28 |
| - Verluste des laufenden Geschäftsjahres | -124.806,22 |
| Haftendes Eigenkapital | 4.208.266,81 |
7.7 Chancen- und Prognosebericht
Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind im Hinblick auf das volatile und damit schwer einzuschätzende Marktgeschehen sowie gesetzgeberische Unwägbarkeiten (Finanztransaktionssteuer) und regulatorische Maßnahmen (BaFin) mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet.
Chancen und künftige strategische Ausrichtung
Auch zukünftig sollen Neukunden durch attraktive Einstiegskonditionen und spezielle Aktionen hinzugewonnen werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde den Kunden z.B. eine attraktive Flatfee für Optionsscheine, Turbos und Faktor-Zertifikate im Direkthandel mit der Commerzbank AG angeboten. Aufgrund der positiven Resonanz wurde die Aktion bis Mitte 2020 verlängert.
Die sino AG bleibt unverändert der Broker für Heavy Trader in Deutschland. Das neue Release des sino MX-PRO war erfolgreich. Um an diesem Erfolg anzuknüpfen, ist in den kommenden Monaten die Fertigstellung einer neuen sino App für Android und iOS geplant.
Das Konzept der Handelsplattform sino MX-PRO, gilt es nun auch auf mobile Geräte zu übertragen. Die Dauer der Smartphone- und Tablet-Nutzung steigt seit Jahren dauerhaft an. Für den anspruchsvollen Kundenkreis der Heavy-Trader ist eine schnelle und permanente Handlungsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Mit der Ausweitung des Handels auch auf mobilen Endgeräten wird die sino AG diesem Anspruch und den digitalen Gegebenheiten gerecht. Die App bietet den Kunden der sino AG die Möglichkeit, noch schneller und flexibler auf aktuelle Marktgeschehnisse zu reagieren. Die Erweiterung des Serviceangebots ist ein wichtiger Baustein in der anvisierten Kundenakquisition.
Die bisherige Entwicklung der Trade Republic ist insbesondere bei Kunden- und Tradezahlen sehr gut. Seit Marktstart im Januar 2019 ist bis heute eine sehr hohe fünfstellige Kundezahl erreicht worden. Aufgrund der sehr guten Kundenresonanz und des großen Echos der Presse und auch in sozialen Netzwerken und anderen digitalen Kanälen geht die Trade Republic auch für das neue Geschäftsjahr 2019/2020 von einem Kundenwachstum aus, das ebenfalls deutlich über dem initial geplanten Niveau liegen sollte. Dies soll insbesondere durch eine geplante europäische Expansion unterstützt werden. Auf Basis der Post-Money Bewertung zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung im Juli 2019 ergab sich ein rechnerischer Wert der Beteiligung der sino Beteiligungen GmbH an der Trade Republic von 9,5 Mio. Euro. Die Entwicklung der Trade Republic Bank GmbH beurteilt der Vorstand der sino AG, insbesondere seit dieser Kapitalerhöhung, weiterhin sehr positiv und erwartet eine dem entsprechende Entwicklung des Beteiligungswertes.
Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet. Nach dem EU Finanzministertreffen im Dezember 2018 scheint es, dass nur die Einführung einer reinen Aktiensteuer zu erwarten ist, diese Entscheidung allerdings wohl erst in 2020 endgültig fallen wird.
Sollte eine Finanztransaktionssteuer eingeführt werden, wird es von entscheidender Bedeutung sein, wie diese ausgestaltet würde. Die Einführung einer solchen Steuer könnte sich allerdings erheblich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der sino AG auswirken.
Erwartete Geschäfts- und Ertragslage
Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Die Situation der letzten Jahre, in der die Börsenumsätze erheblichen Schwankungen unterlagen, erschwert somit eine seriöse und gleichzeitig aussagekräftige Prognose. Die im Folgenden dargelegten Schätzungen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2019 / 2020.
Wir gehen davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage der sino AG keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität sicherzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbare Vermögenswerte (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden.
Im Konzern wird die Veräußerung von Anteilen an der Trade Republic und der tick Trading Software AG die Anteile an assoziierten Unternehmen spürbar reduzieren.
Der Start in das neue Geschäftsjahr verlief erfreulich. Insgesamt ist der Vorstand sehr optimistisch für das neue Geschäftsjahr und rechnet damit, bei unverändertem Marktumfeld, in der sino AG ein leicht positives operatives Ergebnis vor Steuern erreichen zu können.
Die Erträge in der sino AG sollten in einer Bandbreite zwischen 4,6 und 5,5 Mio. EUR liegen. Die operativen Kosten sollten zwischen 4,9 und 5,4 Millionen EUR liegen und damit etwa auf der Höhe des Vorjahrs (5,1 Millionen EUR). Die Struktur der operativen Aufwendungen wird dabei im Wesentlichen gleichbleiben. Die operative Cost-Income Ratio wird relativ hoch bleiben und wohl über 0,9 liegen.
Die Prognose des Konzernergebnisses ist insbesondere von der Entwicklung der at Equity bewerteten Beteiligung an der Trade Republic abhängig. Aufgrund der ganz erheblichen Investitionen in Wachstum, insbesondere in Marketing und Personal im laufenden Geschäftsjahr und regulatorischer Kosten, z.B. durch die geplante europäische Expansion, lässt sich das Ergebnis der Trade Republic und damit einhergehend das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2019/2020 derzeit nur schwer prognostizieren. Nach derzeitigem Stand werden die Erträge aus der at Equity bewerteten Beteiligung tick Trading Software AG rund 203 TEUR betragen.
Je nach der Höhe der weiteren Mittelzuflüsse in die Trade Republic können die Aufwendungen höher oder niedriger ausfallen. Gleichzeitig sind die Erlöse auch aufgrund der Bewegungen an der Börse recht volatil. Der dem sino Konzern anteilig zuzurechnende operative Verlust aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Trade Republic wird sich voraussichtlich im niedrigen einstelligen Millionenbereich bewegen. Dennoch geht der Vorstand, aufgrund der im Konzernabschluss erfolgswirksam zu erfassenden Kapitalerhöhungen der Trade Republic und der erzielten Veräußerungsgewinne aus den Verkäufen von Anteilen an der Trade Republic und Anteilen an der tick-TS derzeit von einem Konzernergebnis zwischen +1,8 und +3,7 Millionen Euro aus. Diese Prognose gilt bei unverändertem Anteilsbesitz an der Trade Republic.
Etwaige Veränderungen im Anteilsbesitz an der Trade Republic Bank könnten sich auf die Vermögens- und Finanzlage des sino Konzerns auswirken.
8. Sonstiges
8.1 Beteiligungen
Die sino Beteiligungen GmbH hat den Geschäftszweck der Verwaltung eigenen Vermögens und dient als Verwaltungsgesellschaft für Beteiligungen. Dies hat für die sino AG sowohl organisatorische als auch finanzielle Vorteile.
Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, dass die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion.
Die Entwicklung der tick-TS AG verlief auch in diesem Jahr weiterhin sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, TradeBase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten.
Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen anzubieten. Mit dem Produkt TradeBase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt.
Es besteht eine Vertriebskooperation mit HSBC Trinkaus sowie mit einigen ausländischen Banken. Auch außerhalb der Kooperation mit HSBC Trinkaus betreut die tick-TS AG unter anderem einige größere Banken als Kunden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden mehrere Bankkunden durch die Kooperation mit der DIE SOFTWARE Peter Fitzon GmbH gewonnen, welche zu Beginn des Geschäftsjahres 2018/2019 ihre Handelsaktivität mittels OBS-Adapter auf ein TradeBase MX System umstellen. Der OBS-Adapter ermöglicht dabei Kommunikation vom OBS Gesamtbankensystem via FIX Protokoll zu den Marktplätzen XETRA, XONTRO, EUREX und XITARO.
Neben dem Tradebase MX bietet die tick-TS AG auch Tools zur Risiko- und Handelsüberwachung an, unter anderem e-Trading Compliance Monitor. Dieser ermöglicht Finanzdienstleistern, sämtliche Geschäfte, die sie für sich oder Dritte ausführen, auf möglichen Marktmissbrauch elektronisch zu überwachen. Dazu ist jeder Finanzdienstleister in Deutschland seit dem 1. Juli 2016 verpflichtet. Für die sino AG hat die tick-TS AG zudem einen Handelsmonitor entwickelt, der es den Kunden selbst ermöglicht, ihr Handelsverhalten zu überwachen.
Die sino AG ist mittelbar über die sino Beteiligungen GmbH zum Bilanzstichtag mit rund 48,1 % an der Trade Republic Bank GmbH beteiligt.
Die operative Geschäftstätigkeit der Trade Republic wurde im Januar 2019 aufgenommen und hat sich seitdem sehr positiv entwickelt. Sowohl die Anzahl der gewonnenen Kunden als auch die Anzahl der abgewickelten Handelsgeschäfte haben die Erwartungen deutlich übertroffen. Seither ist das Interesse an der Trade Republic sowohl auf Kundenseite als auch medial sehr stark.
Im Mai 2019 wurde die Warteliste für alle verbleibenden Interessenten geöffnet und jedem die direkte Depoteröffnung ermöglicht. Seitdem kann jeder Interessierte direkt den Depoteröffnungsprozess bei der Trade Republic starten. Dies führt nochmals zu einem deutlich gestiegenen Interesse der Kunden und dazu, dass seit Januar 2019 bis heute eine sehr hohe fünfstellige Kundezahl erreicht wurde.
Im Anschluss an die Öffnung der Warteliste hat das Unternehmen weiter in den Ausbau des Produktportfolios investiert, um seinen Kunden einen immer weiter verbesserten Service anbieten zu können. In diesem Zusammenhang wurden im Sommer der Derivate-Handel eingefügt und Anfang November 2019 kostenlos ETF-Sparpläne in das Angebot aufgenommen.
Die Verbesserung des Service und Erweiterung des Angebots, sowohl durch neue Produkte, neue Features oder eine zukünftig geografische Ausdehnung sowie die Gewinnung von Neukunden sind für die Trade Republic von entscheidender Bedeutung.
Die Resonanz der Kunden, sowie die Aktivität in der App sind für das Geschäftsjahr überaus positiv zu bewerten.
Es wurden im zurückliegenden Geschäftsjahr der Trade Republic über 250.000 Handelsgeschäfte über die App der Trade Republic ausgeführt und abgewickelt. Das führte im Geschäftsjahr zu Provisionserlösen in Höhe von rund TEUR 728 und liegt damit rund 33% über Plan. Zusätzlich verwaltete die Trade Republic zum Bilanzstichtag 30.09.2019 ein kumuliertes Kundenvermögen (Cash - AuM) in Höhe von rund 70 Mio. Euro. Die Kundenzahl und Handelsaktivität der Kunden überschreiten bei Weitem das prognostizierte Volumen.
Vor dem Hintergrund der Anforderungen des Kreditwesengesetzes (KWG) an Geschäftsleiter eines Finanzdienstleisters, insbesondere an deren Erfahrung, sind Ingo Hillen, Vorstand der sino AG und Karsten Müller, Prokurist der sino AG, derzeit auch Geschäftsführer der Trade Republic. Die Bestellung von Ingo Hillen und Karsten Müller zu Geschäftsleitern der Trade Republic erfolgte für einen Übergangszeitraum und in vollem Einvernehmen mit den drei Gründern Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri. Zukünftig sollen Christian Hecker und Thomas Pischke die Geschäftsleitung des Fintech, vorbehaltlich der Zustimmung der BaFin, wieder übernehmen.
8.2 Investitionen und Produktinnovationen
Über die sino Beteiligungen GmbH wurden insgesamt rund 2,9 Mio. Euro im Rahmen von Kapitalerhöhungen in die Trade Republic investiert, im Wesentlichen finanziert aus dem Verkaufserlös von rund 2,6 Millionen Euro für rund 175.000 Aktien der tick-TS AG im Mai 2017.
Im Bereich der Sachanlagen wurde in der sino AG im Wesentlichen in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Darüber hinaus wurden bei den immateriellen Anlagewerten vor allem Investitionen im Bereich Software getätigt.
Der sino MX-PRO wurde, in Kooperation mit der tick-TS AG und ausgewählten Kunden der sino AG, laufend weiterentwickelt, u.a. aufgrund von Gesetzesvorgaben sowie umfassenden Anwendungs- und Designanpassungen. Im neuen Release des sino MX-PRO wurden zudem zahlreiche Kundenwünsche an das Frontend umgesetzt.
Die neue, noch leistungsfähigere sino App, die in Zusammenarbeit mit der tick-TS AG entwickelt wird, soll ebenfalls schnellstmöglich allen Kunden zugänglich gemacht werden.
Neben der Vertriebskooperation mit der Commerzbank im Bereich des Direkthandels von Optionsscheinen und Zertifikaten wurden ETFs als neue Produktgruppe im Direkthandel mit der Commerzbank eingeführt. Außerdem sind Prozesse aufgesetzt worden, um die Produktpalette der Direkthandelspartner sukzessive auszubauen.
Zudem wurden im Geschäftsjahr interne Tools im Bereich des Controllings weiter verbessert.
Die Seminarreihe "sino Akademie", ein bewährtes Marketinginstrument der sino AG, mit der gezielt bestehende Kunden und Interessenten angesprochen werden, wurde fortgesetzt.
9. Schlusswort
Der Vorstand bedankt sich bei allen Beteiligten, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben: Dies gilt in besonderer Weise für unsere Mitarbeiter und Kooperationspartner. Wir danken ganz herzlich unserem Aufsichtsrat für die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit und unseren Aktionären für ihre Treue zum Unternehmen.
Auch sämtlichen Mitarbeitern der Trade Republic, insbesondere den drei Gründern, Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri gebührt ein großer Dank. Mit unermüdlichem und äußerst kompetentem Einsatz haben sie das Fintech viele, wichtige Schritte vorangebracht - gemeinsam haben wir viel erreicht. Es gibt noch viel zu tun.
Allen Aktionären können wir versichern, dass wir auch weiterhin alles daran setzen werden, auf der Basis guter Geschäftsergebnisse die Ergebnisse mittelfristig zu steigern und auch wieder eine attraktive Dividende ausschütten zu können.
Im Ergebnis ist der Vorstand optimistisch, dass sich die sino AG unter den aktuellen Rahmenbedingungen im Markt weiterhin erfolgreich behaupten wird.
Düsseldorf, den 06.03.2020
gez. Ingo Hillen
Bilanz
Aktiva
scrollen
| 30.9.2019 EUR |
30.9.2018 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Barreserve | 4.970,84 | 5.696,47 |
| Kassenbestand | 4.970,84 | 5.696,47 |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | 1.659.695,05 | 2.182.661,66 |
| a) täglich fällig | 373.570,26 | 521.032,40 |
| b) andere Forderungen | 1.286.124,79 | 1.661.629,26 |
| 3. Forderungen an Kunden | 7.853,16 | 10.425,48 |
| 4. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.052.609,26 | 3.902.609,26 |
| 5. Immaterielle Anlagewerte | 451.894,28 | 453.842,78 |
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 451.894,28 | 453.842,78 |
| 6. Sachanlagen | 325.255,09 | 377.823,09 |
| 7. Sonstige Vermögensgegenstände | 304.112,74 | 199.029,29 |
| 8. Rechnungsabgrenzungsposten | 53.488,38 | 59.405,11 |
| Summe der Aktiva | 5.859.878,80 | 7.191.493,14 |
| Passiva | ||
| 30.9.2019 EUR |
30.9.2018 EUR |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,10 | 0,00 |
| täglich fällig | 0,10 | 0,00 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.832,55 | 0,00 |
| andere Verbindlichkeiten | 1.832,55 | 0,00 |
| täglich fällig | 1.832,55 | 0,00 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 599.283,09 | 1.849.185,39 |
| 4. Rechnungsabgrenzungsposten | 5.769,20 | 0,00 |
| 5. Rückstellungen | 592.872,77 | 557.380,44 |
| a) Steuerrückstellungen | 104.028,96 | 94.003,70 |
| b) andere Rückstellungen | 488.843,81 | 463.376,74 |
| 6. Eigenkapital | 4.660.121,09 | 4.784.927,31 |
| a) Gezeichnetes Kapital | 2.337.500,00 | 2.337.500,00 |
| b) Kapitalrücklage | 34.375,00 | 34.375,00 |
| c) Gewinnrücklagen | 202.272,99 | 202.272,99 |
| ca) gesetzliche Rücklage | 199.375,00 | 199.375,00 |
| cb) andere Gewinnrücklagen | 2.897,99 | 2.897,99 |
| d) Bilanzgewinn | 2.085.973,10 | 2.210.779,32 |
| Summe der Passiva | 5.859.878,80 | 7.191.493,14 |
Gewinn- und Verlustrechnung
scrollen
| 1.10.2018 - 30.9.2019 EUR |
1.10.2017 - 30.9.2018 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Zinserträge aus | 362,25 | 394,17 |
| Kredit- und Geldmarktgeschäften | 362,25 | 394,17 |
| 2. Zinsaufwendungen | 17.009,60 | 15.179,28 |
| 3. Provisionserträge | 4.616.659,75 | 5.253.323,32 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 534.117,66 | 585.412,56 |
| 5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 4.968.534,09 | 5.316.925,96 |
| a) Personalaufwand | 1.791.681,20 | 1.695.983,99 |
| aa) Löhne und Gehälter | 1.578.895,53 | 1.493.927,56 |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 212.785,67 | 202.056,43 |
| darunter: für Altersversorgung | 6.028,67 | 6.319,37 |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 3.176.852,89 | 3.620.941,97 |
| 6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 280.225,88 | 204.746,23 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 372,94 | 10.308,52 |
| 8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 8.941,01 | 26.991,09 |
| 9. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 2.262,20 | 1.248,10 |
| 10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | -121.681,66 | 266.227,07 |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.382,89 | 115.593,28 |
| 12. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 7 ausgewiesen | 1.741,67 | -9.492,66 |
| 13. Jahresfehlbetrag/-überschuss | -124.806,22 | 160.126,45 |
| 14. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 2.210.779,32 | 2.050.652,87 |
| 15. Bilanzgewinn/Bilanzverlust | 2.085.973,10 | 2.210.779,32 |
Anhang
Allgemeine Angaben
Die sino Aktiengesellschaft (sino AG) mit Sitz in Düsseldorf ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 39572 eingetragen. Gegenstand der sino AG ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.
Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 2. September 1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung seit dem 1. November 2007 als erteilt. Auf die ebenfalls erteilte Erlaubnis für das Eigengeschäft wurde mittlerweile verzichtet.
Die Aktien der sino AG sind zum Handel im Primärmarkt der Börse Düsseldorf, einem Qualitätssegment des Düsseldorfer Freiverkehrs, zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt. Neben den Listingvoraussetzungen müssen die dort gelisteten Unternehmen zusätzliche Transparenzvorschriften und Folgepflichten einhalten, so z. B.: Ad-hoc-Pflicht, Unternehmenskalender, Jahresfinanzbericht (spätestens nach 6 Monaten), Halbjahresfinanzbericht (spätestens nach 3 Monaten), Unternehmenskurzporträt (jährlich zu erneuern).
Der vorliegende Jahresabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
Der Kassenbestand, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Dauernden Wertminderungen wird durch Abschreibungen Rechnung getragen. Wertaufholungen werden, soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen am Bilanzstichtag nicht mehr bestehen, höchstens bis zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen.
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt.
Ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 150,00 EUR werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR sind analog der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben und danach als abgegangen behandelt werden.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet worden und auf den Abschlussstichtag abgezinst worden, sofern die Restlaufzeit länger als ein Jahr beträgt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs des Entstehungstages berücksichtigt.
Auf ausländische Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs oder zum Entstehungszeitpunkt niedrigeren bzw. höheren Kurs bewertet.
Einzelangaben zur Bilanz
Aktiva
Von den anderen Forderungen an Kreditinstitute (1.286 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate 1.094 TEUR (Vorjahr 1.331 TEUR) und 192 TEUR (Vorjahr 331 TEUR) innerhalb von einem Jahr fällig. Insgesamt 6 TEUR (Vorjahr 63 TEUR) der unter den anderen Forderungen an Kreditinstituten ausgewiesenen Gesamtsumme lauten ursprünglich auf US-Dollar.
Insgesamt sind 950 TEUR zugunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus), verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.
Die Forderungen an Kunden in Höhe von 8 TEUR (Vorjahr 10 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate fällig.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar (Angaben zum 30.09.2019):
scrollen
| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital | Eigenkapital (in TEUR) |
Jahresfehlbetrag (in TEUR) |
|---|---|---|---|
| sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf | 100 % | 6.391 | 263 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
scrollen
| 30.09.2019 TEUR |
30.09.2018 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegen das Finanzamt aus Körperschaftsteuer | 224 | 105 |
| Mietkautionen | 43 | 43 |
| Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter | 30 | 19 |
| Übrige | 7 | 32 |
| Summe | 304 | 199 |
Die Forderungen gegen das Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus dem verbuchten Körperschaftsteueranspruch für die Geschäftsjahre 2018 und 2019.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 72 TEUR (Vorjahr 59 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Passiva
Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
scrollen
| 30.09.2019 TEUR |
30.09.2018 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen | 146 | 1.065 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 322 | 619 |
| Vorstandstantieme aus dem Vorjahr | 74 | 108 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen | 45 | 57 |
| Übrige | 12 | 0 |
| Summe | 599 | 1.849 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber der mittelbaren Beteiligung tick Trading Software AG von 191 TEUR enthalten.
Bis auf die Verbindlichkeiten aus der Vorstandstantieme aus dem Vorjahr und den Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen sind alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb von drei Monaten fällig. Die Vorstandstantieme ist jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses auszuzahlen.
Rückstellungen
Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Tantieme (238 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (88 TEUR), Anwalts- und Prozesskosten (8 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (38 TEUR), für ausstehende Rechnungen (70 TEUR) und erwartete EDW Beiträge (15 TEUR) gebildet.
Eigenkapital
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
scrollen
| (in TEUR) | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklage | andere Gewinnrücklagen | Bilanzgewinn | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2018 | 2.338 | 34 | 199 | 3 | 2.211 | 4.785 |
| Jahresfehlbetrag 2018/2019 Ausschüttung | 125 | 125 | ||||
| Stand 30.09.2019 | 2.338 | 34 | 199 | 3 | 2.086 | 4.660 |
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert 34.375,00 EUR. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199.375,00 EUR. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 2.897,99 EUR bestehen ebenfalls unverändert zum Vorjahr.
Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 2.210.779,32 EUR wurde keine Ausschüttung an die Aktionäre vorgenommen. Der Betrag in Höhe von 2.210.779,32 EUR wurde vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.
Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (5.097 TEUR), gemindert um Kommissionserstattungen (480 TEUR), zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1 TEUR), Erlöse aus Sachbezügen (62 TEUR) und Softwareüberlassung und -vertrieb enthalten (335 TEUR).
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft. Periodenfremde Aufwendungen sind in dieser Position in Höhe von 38 TEUR enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen eine Nachberechnung der tick Trading Software AG für Xetra Kosten aus 2017, sowie über die verbuchte Rückstellung für 2017 hinausgehende Nebenkostenanteile, die an den Vermieter abgeführt werden mussten.
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 230,94 EUR (Vorjahr: 503,62 EUR) und machen damit bereits den größten Teil der Kostenposition aus.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 104 TEUR und in den anderen Verwaltungsaufwendungen 1.239 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit dem mittelbaren Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG zurückzuführen sind. Erträge aus Geschäftsbeziehungen mit der sino Beteiligungen GmbH als unmittelbarem Beteiligungsunternehmen sind in Höhe von 104 TEUR verbucht sowie Zinsaufwendungen für konzerninterne Darlehensgewährung in Höhe von 10 TEUR. Auf die Geschäftsbeziehung mit der Trade Republik Bank GmbH als weitere über die sino Beteiligung gehaltene mittelbare Beteiligung entfallen Erträge in Höhe von 106 TEUR.
Eventualverbindlichkeiten
Für eine Summe von 200 TEUR hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wurde ein Tagesgeldkonto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30. September 2019 mit 0 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 200 TEUR in Anspruch genommen werden (somit zum 30. September 2019 0 TEUR).
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Kunden als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen der sino AG nicht vor.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsvereinbarungen mit der tick Trading Software AG von jährlich 62 TEUR und den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume sowie Garagenstellplätze bis zum Geschäftsjahr 2020/2021 von jährlich 178 TEUR. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattungsmieten von jährlich 2 TEUR. Für einen PKW-Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 36 Monaten belaufen sich die Kosten bis zum Geschäftsjahr 2021/2022 auf rund 3 TEUR, der Vertrag endet im Juni 2022, für einen weiteren PKW mit der gleichen Laufzeit bestehen Leasingverpflichtungen ebenfalls bis zum Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von 5 TEUR, dieser Vertrag endet im März 2022.
Die sino AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Neben den Jahresbeiträgen können aufgrund von möglichen Entschädigungsfällen Sonderbeiträge von der EdW erhoben werden. Der Jahresbeitrag 2019 wird nach heutigem Stand bei rund 15 TEUR liegen.
Des Weiteren verweisen wir dazu auf die Ausführungen zum EdW im Lagebericht.
Genehmigtes Kapital
Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 19. März 2015 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. März 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 1.168.750,00 EUR gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder von anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn von Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung ausgegeben oder veräußert wurden.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.
Zusatzangaben
Organe:
Der Vorstand besteht aus einer Person,
Herrn Ingo Hillen, Kaufmann.
Herr Ingo Hillen ist darüber hinaus Aufsichtsratsmitglied der tick Trading Software AG, Düsseldorf sowie Geschäftsführer der sino Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, und ist seit dem 19. Dezember 2018 beim Handelsregister als Geschäftsführer der Trade Republic Bank GmbH, Düsseldorf, (vormals 20.1797 Neon GmbH, München) eingetragen.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen:
scrollen
| • | Herrn Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei Ernst & Young Law GmbH, Düsseldorf |
| • | Herrn Dr. Marcus Krumbholz (stellvertretender Vorsitzender), Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Erkrath |
| • | Herrn Götz Röhr, Chief Administrative Officer der HSBC Securities Services Germany |
Herr Götz Röhr ist über die vorgenannte Tätigkeit hinaus Mitglied im Aufsichtsrat der tick Trading Software AG, Düsseldorf, sowie der Theodor-Fliedner-Heim gGmbH, Solingen.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 399 TEUR, davon sind insgesamt 119 TEUR gewinnabhängige Bezüge. Daneben haben Herr Ingo Hillen und das ausgeschiedene Mitglied des Vorstands Herr Matthias Hocke noch Ansprüche in Höhe von 192 TEUR (Ingo Hillen 187 TEUR, Matthias Hocke 5 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung der Vorjahre. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses bei Erreichen von festgelegten Erfolgsgrenzen.
Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2018/2019 beliefen sich auf 54 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung auf Herrn Dr. Robert Manger 24 TEUR, Herrn Dr. Marcus Krumbholz 18 TEUR, sowie auf Herrn Götz Röhr 12 TEUR.
Honorar des Abschlussprüfers:
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB beträgt 76 TEUR und lässt sich wie folgt aufschlüsseln:
scrollen
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 50 |
| andere Bestätigungsleistungen | 26 |
| Summe | 76 |
Arbeitnehmer:
Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 20 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Die zum 30.09.2019 beschäftigten 19 Mitarbeiter (ohne Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:
scrollen
| Bereich | Handel | Technik | Backoffice | Controlling / Revision |
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 6 | 3 | 5 | 1 |
scrollen
| Bereich | Buchhaltung | Rechtsabteilung | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 1 | 1 | 2 | 19 |
Ergebnisverwendungsvorschlag
scrollen
| EUR | |
|---|---|
| Jahresfehlbetrag | 124.806,22 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 2.210.779,32 |
| Bilanzgewinn | 2.085.973,10 |
Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:
Aus dem im Jahresabschluss der sino AG ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 30. September 2019 in Höhe von 2.085.973,10 EUR soll eine Dividende in Höhe von 0,64 EUR je Aktie, insgesamt 1.496.000,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Der verbleibende Betrag in Höhe von 589.973,10 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Düsseldorf, den 06.03.2020
gez. Ingo Hillen
Anlagespiegel
scrollen
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2018 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand 30.09.2019 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.902.609,26 | 0,00 | 850.000,00 | 3.052.609,26 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.909.234,87 | 198.669,62 | 0,00 | 2.107.904,49 |
| 3. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.058.769,24 | 27.039,76 | 0,00 | 1.085.809,00 |
| 6.870.613,37 | 225.709,38 | 850.000,00 | 6.246.322,75 |
scrollen
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2018 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand 30.09.2019 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.455.392,09 | 200.618,12 | 0,00 | 1.656.010,21 |
| 3. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 680.946,15 | 79.607,76 | 0,00 | 760.553,91 |
| 2.136.338,24 | 280.225,88 | 0,00 | 2.416.564,12 |
scrollen
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 30.09.2019 EUR |
Stand 30.09.2018 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.052.609,26 | 3.902.609,26 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 451.894,28 | 453.842,78 |
| 3. Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 325.255,09 | 377.823,09 |
| 3.829.758,63 | 4.734.275,13 |
Bericht des Aufsichtsrats
der sino Aktiengesellschaft
über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lage- sowie des Konzernlageberichts und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2019 beendete Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 (nachfolgend das "Geschäftsjahr 2018/2019") vorzunehmenden Prüfungen.
Wir haben uns im Geschäftsjahr 2018/2019 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der Beteiligungen der sino AG unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.
Während des Berichtszeitraumes hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend und umfassend informiert.
In einem volatilen Marktumfeld war die Unterrichtung des Aufsichtsrats umfangreich und abgestimmt.
Ein Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten im abgelaufenen Geschäftsjahr die Beteiligung an der Trade Republic Bank GmbH, deren Kapitalisierung durch weitere Investoren sowie die Etablierung als erfolgreicher Marktteilnehmer, insbesondere auch im Hinblick auf Kundenwachstum und Trades.
Zudem war die die strategische Ausrichtung der sino AG durch die Prüfung weiterer Handelsmöglichkeiten und zusätzlicher Abwicklungsmöglichkeiten ein weiterer Schwerpunkt. Ferner die Entwicklung einer sino App für mobile Geräte und den Release der grundlegend überarbeiteten Handelsplattform der sino AG, den sino MX-Pro.
Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend sehr intensiv mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden vier Präsenzsitzungen am 21.11.2018, am 22.01.2019, am 30.04.2019 sowie am 02.09.2020 in den Geschäftsräumen der sino AG statt sowie eine telefonische Aufsichtsratssitzung am 05.02.2019.
Der vom Vorstand für das zum 30. September 2019 beendete Geschäftsjahr 2018/2019 aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Aufsichtsratssitzung vom 06.03.2020 den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht der sino AG sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß §171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die DHPG Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, stimmen wir zu.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2018/2019 gebilligt. Der Jahresabschluss wurde somit festgestellt.
Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schloss sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und sehr gute Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und für die Leistung und den erfolgreichen Aufbau der Trade Republic Bank GmbH.
Düsseldorf, den 06. März 2020
gez. Dr. Robert Manger, Aufsichtsratsvorsitzender
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 06.03.2020 festgestellt.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: Lagebericht) der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
scrollen
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
scrollen
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gummersbach, den 6. März 2020
dhpg Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
gez. Stamm, Wirtschaftsprüfer
gez. Bernhardt, Wirtschaftsprüfer