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Sino AG — Annual Report 2012
Feb 28, 2013
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Annual Report
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sino Aktiengesellschaft
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011/2012
Inhalt
A.
Konjunkturelle Entwicklung
| I. | Gesamtwirtschaft |
| II. | Wertpapiermärkte |
B.
Entwicklung der Gesellschaft
| I. | Geschäftsverlauf |
| II. | Mitarbeiter- und Vergütungsbericht |
| III. | Kundenzahl und Ordervolumen |
| IV. | Beteiligungen |
| V. | Investitionen und Produktinnovationen |
| VI. | Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB |
C.
Lage der Gesellschaft
| I. | Ertragslage |
| II. | Vermögenslage |
| III. | Finanzlage |
D.
Nachtragsbericht
E.
RisikoberichtI.
Allgemeines
II.
Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
III.
Unternehmensbezogene Risiken
| 1. | Risiken der System- und Softwaresicherheit |
| 2. | Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter |
| 3. | EDW-Beiträge |
| 4. | Sonstige unternehmensbezogene Risiken |
F.
Ausblick
G.
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
H.
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
I.
Schlusswort
A. Konjunkturelle Entwicklung
I. Gesamtwirtschaft
Nach zwei eher wachstumsstarken Jahren wird die deutsche Wirtschaft im Jahr 2012 laut DIW und IWF voraussichtlich nur um 0,9 % wachsen. Trotz weitgehend wettbewerbsfähig aufgestellter Unternehmen, robuster Arbeitsmarktdaten und moderater Inflation kann sich Deutschland nicht von der schwachen Entwicklung des restlichen Euro-Raumes abkoppeln. Diese ist weiterhin durch die Euro-Krise geprägt. Auch die globale Nachfrage als Möglichkeit für den deutschen Export entwickelte sich im Verlauf des Jahres 2012 schwächer als zunächst erhofft.
Schon im 4. Quartal 2011 zeigte ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 % eine deutliche Eintrübung der Konjunktur an. Im 1. Quartal 2012 waren 0,1 % Wachstum zu verzeichnen, in den Quartalen 2 und 3 jeweils 0,2 %. Die anhaltende Nachfrageschwäche ist weiterhin nicht gelöst, da sowohl der Export schwächelt als auch die deutschen Unternehmen trotz günstiger Finanzierungsbedingungen nur sehr zurückhaltend investieren. Zurzeit ist daher der private Konsum zur wichtigsten Säule des Wachstums geworden.
Bei der weiteren Prognose zeichnet sich Unsicherheit ab: Während das DIW für 2013 mit einem Wachstum von 1,6 % rechnet, hat der IWF seine Prognose für Deutschland von 1,4 auf 0,9 % nach unten korrigiert und mahnt weitere deutsche Strukturreformen an. Ähnlich urteilt der Sachverständigenrat für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der die Aussichten für Deutschland als „verhältnismäßig robust, jedoch auf einem niedrigen Niveau“ sieht und ein Wachstum von 0,8 % prognostiziert.
II. Wertpapiermärkte
Das erste Quartal des Geschäftsjahres ist an den Börsen von „politischen“ und stark schwankenden Kursen geprägt – das manager magazin spricht vom „Börsenflimmern“. Inmitten von Rettungsbekundungen für Griechenland, den Rücktritten von Papandreou und Berlusconi und Stresstests bei europäischen Banken mit kritischen Ergebnissen, schwankt der DAX zwischen rund 5.200 und 6.350 Punkten.
Schon ab Ende 2011 bis Mitte März 2012 steigt der DAX dann aber relativ stetig und überwindet zum ersten Mal seit sieben Monaten wieder die 7.000er Marke. Diese Entwicklung liegt wohl im erfolgreichen Schuldenschnitt in Griechenland, positiven Stresstestergebnissen bei den US-Banken und der anhaltend guten Liquiditätslage begründet.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres erlebt der DAX dann eine gegenläufige Entwicklung: Über den April und Mai hinweg sinkt er nach und nach angesichts der kritisch beobachteten Entwicklung der Euro-Länder Italien und Spanien und der Wahlen in Griechenland und Frankreich und unterschreitet am 4. Juni 2012 nach einem halben Jahr erstmals wieder die 6.000er Grenze.
Ungeachtet der anhaltend schwierigen Situation in Griechenland und der Gefahr einer Rezession in Europa nimmt der DAX nun wieder Schwung auf - trotz einiger Schwankungen - und schließt am 21.9.2012 mit 7.452 Punkten, dem höchsten Stand seit Juli 2011. Die Ankündigung des EZB Chefs Mario Draghi „alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten“ und das weltweit durch EZB und Fed billig verfügbar gemachte Geld sind sicherlich Treiber dieser Entwicklung, der DAX profitiert wohl aber auch von fehlenden Alternativen zu Aktien angesichts historisch niedriger Zinsen in anderen Anlageformen.
Der DAX schließt zum 30.09.2012 mit 7.216 Punkten ab und ist damit seit dem 01.10.2011 insgesamt um 35,8 % gestiegen.
B. Entwicklung der Gesellschaft
I. Geschäftsverlauf
Die sino AG ist der einzige deutsche Online-Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dieses umfasst leistungsfähige und außerordentlich stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service sowie Konto- und Depotführung über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus).
Im Rahmen der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis erbringt die sino AG somit ausschließlich die Anlage- und Abschlussvermittlung. Die ebenfalls bestehende Erlaubnis zur Durchführung von Eigengeschäften wurde aufgrund der Änderung der Verordnung über die Beiträge an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) zurückgegeben.
Das Umfeld der Gesellschaft in den zwölf Monaten des Geschäftsjahres 2011/2012 war vor dem Hintergrund anhaltend niedriger Börsenumsätze sehr schwierig. Zudem bestanden weiterhin Belastungen durch die EDW-Beiträge. Vor diesem Hintergrund war trotz bereits eingeleiteter Kosteneinsparungen ein Jahresüberschuss nicht zu erwirtschaften. Damit hat die sino AG nach nunmehr 13 Jahren, in denen sie kontinuierlich schwarze Zahlen geschrieben hat, das Geschäftsjahr erstmalig mit einem Verlust beendet. Im Geschäftsjahr 2011/2012 sanken die Gesamterlöse der Gesellschaft um 27 % von TEUR 9.725 im Vorjahreszeitraum auf TEUR 7.106. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag bei TEUR -167 nach TEUR 1.350 im Vorjahr.
Das Ergebnis enthält den Sonderbeitrag an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) in Höhe von TEUR 277.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
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| Geschäftsjahr | 2007/2008 | 2008/2009 | 2009/2010 | 2010/2011 | 2011/2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3,8 Mio. EUR | 3,1 Mio. EUR | 0,8 Mio. EUR | 1,4 Mio. EUR | - 0,17 Mio. EUR |
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fand die sino AG als börsennotierter Online-Broker in den Medien Beachtung, insbesondere über die weiterhin monatlich erfolgende Veröffentlichung der Tradezahlen, die parallel mit der Veröffentlichung der comdirect Bank AG, Quickborn, über ihre abgewickelten Orders stattfindet.
Im April 2012 wurde durch HSBC Trinkaus aufgrund des deutlich gesunkenen Zinsniveaus und der erheblichen Ungleichgewichte, die die bestehende Regelung mit sich brachte, der dringende Wunsch geäußert, den Teil der bisherigen Berechnungsgrundlage für Retrozessionen gemäß Kooperationsvertrag, der sich auf Zinserträgnisse bezieht, neu zu regeln. Es wurde zwischen den Parteien eine Änderung der auf die Zinserträge geleisteten Retrozessionen vereinbart. Diese steigen/sinken nunmehr im Wesentlichen in Abhängigkeit vom EONIA-Tageszinssatz. Der Vorstand stimmte dieser Änderung nach intensiver Beratung zu, da der sino AG ein steigender Zinssatz stärker zu Gute kommt. Weiterhin wurde als teilweise Kompensation eine Gebührenermäßigung zugunsten der sino AG für inaktive Konten/Depots vereinbart. Allerdings haben sich durch die Neuregelung im abgelaufenen Geschäftsjahr Mindereinnahmen ergeben.
Wie in den vergangenen Jahren konnten wir uns auf die Loyalität und den außerordentliche Einsatz aller sino Mitarbeiter auch unter den für alle Beteiligten schwierigen Rahmenbedingungen verlassen und bedanken uns herzlich dafür. Die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gute Zusammenarbeit mit unserem Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf (tick-TS AG) hat dafür gesorgt, dass wir unseren Kunden nicht nur weiterhin ein exzellentes, hochperformantes und außerordentlich stabiles Handelsfrontend zur Verfügung stellen konnten, sondern auch flexibel und mit gutem Erfolg auf die verschiedenen, teilweise einschneidenden, Regulierungsvorgaben reagieren konnten.
II. Mitarbeiter- und Vergütungsbericht
Vergütung allgemein
Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.
Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik, Kundenbetreuung, Rechtsabteilung und Sonstiges unterteilen.
Die Mitarbeiter der Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik sowie die Rechtsabteilung erhalten ein Grundgehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige leistungsbezogene Entgelte.
Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist noch stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt und einem monatlichen variablen Gehaltsbestandteil einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten wie die soziale Kompetenz berücksichtigt. Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter. Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Arbeit der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung auch insoweit als nicht risikoträchtig einzustufen ist, da sie keine eigenen Positionen für die sino AG eröffnen können und eine Beratung der Kunden (Anlageberatung) nicht erlaubt ist und im Verhältnis zum Kunden vertraglich ausgeschlossen wird. Unter bestimmten Umständen kann die variable Vergütung bis auf Null reduziert werden. Die Vergütungssysteme laufen nicht der Überwachungsfunktion der Kontrolleinheiten zuwider.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert. Die Auszahlung der Tantieme erfolgt in vier Tranchen. Die Auszahlung der ersten Tranche in Höhe eines Drittels der Tantieme erfolgt unmittelbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Die verbleibenden Tranchen werden jeweils in den drei Folgejahren zu gleichen Teilen ausgezahlt. Für diese Tranchen besteht eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung. Diese beinhaltet, dass die Tranchen nachhaltig gezahlt werden, d. h. bei der Auszahlung wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft berücksichtigt. Sollte der Gewinn unterhalb einer definierten Grenze bleiben, wird die Auszahlung der jährlichen Tranchen um ein Drittel reduziert, während für das jeweilige Geschäftsjahr gar keine Tantieme gewährt wird.
Nicht bonusberechtigte Mitarbeiter erhalten ortsübliche, tarifnahe Vergütungen und in Einzelfällen (z.B. Verbesserungsvorschläge) eine einmalige Sonderzahlung.
Vergütungen im Geschäftsjahr 2011/2012
Zum Bilanzstichtag waren, einschließlich des Vorstands und zweier Auszubildender, 25 Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt.
Die Gesamtvergütungen der sino AG im Geschäftsjahr 2011/2012 betrugen EUR 1.574.197,21, davon entfielen EUR 1.324.109,77 auf feste Vergütungen und EUR 250.087,44 auf variable Vergütungen. Der Anteil der variablen Gehaltsbestandteile entspricht 15,89 % der Gesamtvergütungen der sino AG (Vorstand, Handel/Customer Care und Rechtsabteilung). Neun von insgesamt 25 Mitarbeitern, die zum Bilanzstichtag beschäftigt waren, erhielten im Geschäftsjahr variable Vergütungsbestandteile.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt TEUR 506 (Ingo Hillen TEUR 245, Matthias Hocke TEUR 261). Alle Vorstandsbezüge sind in diesem Jahr ausschließlich laufende Bezüge. Daneben haben die Mitglieder des Vorstands noch Ansprüche in Höhe von TEUR 17 (Ingo Hillen TEUR 8,6, Matthias Hocke TEUR 8,6) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung aus dem Vorjahr. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses. Die Vorstände haben für das kommende Geschäftsjahr einen Gehaltsverzicht ausgesprochen in der Höhe des unwiderruflichen Teils der zum Ende dieses Geschäftsjahrs zur Auszahlung fälligen zweiten Tranche der Tantieme des Jahres 2010/2011.
Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2011/2012
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz von Auslagen eine feste jährliche Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Grundvergütung.
Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich Geschäftsjahr 2011/2012 auf TEUR 45. Hiervon entfielen als Vergütung TEUR 20 auf Herrn Dr. Robert Manger, TEUR 15 auf Herrn Gerd Goetz, sowie TEUR 10 auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz.
III. Kundenzahl und Ordervolumen
Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch unsere Kunden verharrte auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99 % aller insgesamt aufgegebenen Orders.
Die Zahl der Depotkunden per 30.09.2012 ist mit 575 gegenüber dem Vorjahr (605 Depots) deutlich gesunken. Dies ist vor dem Hintergrund zu betrachten, dass die sino AG im Rahmen ihres Kosteneinsparprogramms wenig rentable Depots konsequent geschlossen hat, um die laufenden Kosten zu reduzieren. 75 neue Depots wurden eröffnet. Die Anzahl der ausgeführten Orders ist gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr von 1,48 Mio. auf 1,19 Mio. gesunken.
IV. Beteiligungen
Die sino AG hält unverändert 43,2 % des Grundkapitals der tick Trading Software AG (tick-TS AG), Düsseldorf.
Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handels-Frontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MX-PRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist marktüblich.
Die Entwicklung unserer Beteiligungsgesellschaft tick-TS AG verlief auch in diesem Jahr weiterhin sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex, für den Devisenhandel sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten.
In der Gesellschaft waren unter Einbeziehung des Vorstandsmitgliedes Oliver Wagner und von drei Azubis zum 30.09.2012 19 Mitarbeiter angestellt; zwei der Mitarbeiter übernehmen, bei wichtigen Kunden zusammen mit Oliver Wagner, parallel auch Vertriebsaufgaben.
Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen zu entwickeln. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit HSBC Trinkaus, konnte die tick-TS AG auch in diesem Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit HSBC Trinkaus betreut die tick-TS AG unter anderem einige größere Banken als Kunden. Zudem bestehen Vertriebskooperationen mit ausländischen Banken.
Die tick-TS AG beabsichtigt, den Gewinn für das Geschäftsjahr 2011/2012 vollständig an die Gesellschafter auszuschütten. Die Ausschüttung wird sich voraussichtlich auf ca. TEUR 410 belaufen.
Die Trade Haven GmbH hat ihren Firmensitz im September 2012 von Düsseldorf nach Sprockhövel verlegt. Das Liquidationsverfahren ist eingeleitet. Die Entscheidung zur Liquidation der Trade Haven GmbH erfolgte nach gründlicher wirtschaftlicher Abwägung in der Erwartung von Synergieeffekten und einer größeren Marktpräsenz zum Nutzen der sino AG, der Tick-TS AG und ihrer Kunden. Für die Übernahme des Kundenstamms wurde von der Tick-TS AG ein marktgerechter Kaufpreis gezahlt.
V. Investitionen und Produktinnovationen
Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Der sino MX-PRO wurde, in Kooperation mit der tick-TS AG und ausgewählten Kunden der sino AG, laufend weiterentwickelt.
So wurde im August den Kunden eine neue Version des MX-PRO zur Verfügung gestellt, in der neben einigen funktionalen Verbesserungen auch eine neue Version des für den Futures Handel entwickelten Moduls The Grid enthalten ist. Mit The Grid 2.0 können Heavy Trader noch mehr Funktionalitäten mit einem Mausklick ausführen. So sind nicht nur Ordereinstellungen, –änderungen und –löschungen per Click möglich, zusätzlich kann der Kunde auch mit einem Tastendruck seine Position zur Hälfte oder ganz schließen oder sie auch in die entgegengesetzte Marktrichtung „drehen“. Die Orderzusätze, die über die jeweilige Börse verfügbar sind, können ebenfalls direkt angesteuert werden.
Zur Weiterentwicklung dieser Version des MX-PRO kam es auch in diesem Jahr zu einigen Updates, u.a. aufgrund von Gesetzesvorgaben. Seit dem 01.08.2012 enthält die Nutzeroberfläche der Handelsplattform deutliche Hinweise auf die Kostenpflichtigkeit von Orders (Umsetzung des sog. Button-Gesetzes). Seit Ende Juli arbeitet die sino AG, zusammen mit der tick-TS AG, HSBC Trinkaus und einer Rechtsanwaltskanzlei an der Umsetzung der vom 01.11.2012 an geltenden EU-Leerverkaufsverordnung.
Die Seminarreihe „sino Akademie“, das bewährteste Marketinginstrument der sino AG, mit der gezielt bestehende Kunden und Interessenten angesprochen werden, wurde fortgesetzt. Innerhalb dieser Veranstaltung werden Tipps und Tricks zur Nutzung des sino MX-PRO vorgestellt. Zum anschließenden Abendprogramm sind Kunden und Interessenten zum Erfahrungsaustausch mit Kundenbetreuern der sino AG eingeladen. Die sino hat mit diesen Veranstaltungen, die in verschiedenen deutschen Städten stattfinden, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einige neue Kunden gewinnen können.
Erstmalig wurde in diesem Geschäftsjahr ein Seminar speziell zur API (Application Programming Interface) des MX-PRO angeboten, das auf sehr große Resonanz bei Kunden und Interessenten gestoßen ist. Diese Thematik und eventuell zusätzliche „virtuelle Akademien“, die per Internet Live-Schaltung abgehalten werden, sollen im nächsten Geschäftsjahr ausgebaut werden.
Erfolgreich fortgeführt wurde zudem der Newsletter „Update“, der in Kooperation mit einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei aus Düsseldorf die rechtlichen Hintergründe und Gesetzesänderungen für Kunden verständlich erklärt.
VI. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB
Das gesamte gezeichnete Kapital der Gesellschaft besteht aus 2.337.500 Inhaberaktien ohne Nennwert. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Alle Aktien verkörpern gleiche Rechte nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung der Gesellschaft.
Es existieren keine Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien. Dem Vorstand der sino AG sind auch keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, aus denen sich Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien ergeben könnten.
Zum Ende des Geschäftsjahres bestand nur eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet: Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, hielt unmittelbar eine Beteiligung von 25,13 % der Stimmrechte (laut Mitteilung vom 3. April 2007); diese unmittelbare Beteiligung war folgenden Gesellschaften zuzurechnen: HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, HSBC Bank plc, London, und HSBC Holdings plc, London. Diese unmittelbare und die mittelbaren Beteiligungen bestehen bis zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung fort.
Es gibt bei der Gesellschaft keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Es bestehen keine besonderen Formen der Stimmrechtskontrolle in Fällen, in denen Arbeitnehmer der Gesellschaft am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht selbst ausüben. Die Gesellschaft hat keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme aufgelegt.
Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich grundsätzlich nach § 84 AktG. Hiernach ist der Aufsichtsrat zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie zur etwaigen Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden berufen. Dem entsprechen die Regelungen in § 5 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 5 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Derzeit sind zwei Vorstandsmitglieder bestellt. Die aktuellen Verträge mit den Vorständen haben eine Laufzeit bis zum 30.06.2016.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Diese Beschlüsse bedürfen in der Regel einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. In denjenigen Fällen, in denen das Gesetz einer derartigen Regelung nicht entgegensteht, genügt gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung der sino AG die einfache Mehrheit der Stimmen und in den Fällen, in denen das Gesetz neben der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit erfordert, die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.
Die Ausgabe von Aktien oder ein Aktienrückkauf bedürfen vorheriger Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft. Derzeit bestehen keine Hauptversammlungsbeschlüsse, die den Vorstand ermächtigen, eigene Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen oder einzuziehen.
Gemäß § 4 der Satzung der sino AG besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG; der Vorstand ist hiernach ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. März 2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 1.168.750,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen.
Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates nach Maßgabe der näheren Regelungen des § 4 Absatz 5 der Satzung das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, z.B. soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn von Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter den Bedingungen eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.
Ebenso wurden keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.
C. Lage der Gesellschaft
I. Ertragslage
Die Provisionserlöse der sino AG haben sich aufgrund der deutlich gesunkenen Börsenumsätze um 29,7 % auf TEUR 6.353 (Vorjahr TEUR 9.037) deutlich verringert. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von TEUR 7.210 (Vorjahr TEUR 10.469), gemindert um Kommissionserstattungen von TEUR 857 (Vorjahr TEUR 1.432), zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 284 (Vorjahr TEUR 320).
Die laufenden Erträge aus Beteiligungen sind um 30,8 % von TEUR 337 auf TEUR 441 gestiegen, hierbei handelt es sich um die Dividende der tick-TS AG.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr von TEUR 7.834 auf TEUR 7.070 um 9,8 %. Vor allem die Personalaufwendungen sanken dabei ebenfalls, von TEUR 2.169 auf TEUR 1.772, um 18,3 %. Dies ist neben einem Rückgang der erfolgsabhängigen Vergütung vor allem auf entfallene Personalkosten für die Zweigniederlassungen in Holland und Österreich zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen gingen von TEUR 5.665 im Vorjahr auf TEUR 5.299 zurück. Der Rückgang ist überwiegend auf gesunkene Kosten für das Hosting der Serversysteme zurückzuführen, wobei die Beiträge an die EDW mit einem Gesamtbetrag (Sonder- plus Jahresbeitrag) von TEUR 359 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 117 höhere Aufwendungen verursacht haben.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sanken von TEUR 232 auf TEUR 160 um 31,3 % aufgrund der mittlerweile vollständigen Abschreibungen von Softwareprogrammen und Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die unter dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere erfassten TEUR 21 betreffen die außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an der Trade Haven GmbH. Die im Vorjahr ausgewiesenen Abschreibungen von TEUR 243 betrafen überwiegend die sino institutional GmbH, Düsseldorf. In beiden Jahren handelt es sich um einen einmalig belastenden Effekt.
Der unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesene Steuerertrag von TEUR 88 ist auf einen Verlustabzug nach § 10d Einkommensteuergesetz zurückzuführen. Körperschaftsteuerliche Verluste des Geschäftsjahres 2011/2012 wurden von den positiven Einkünften des unmittelbar vorangegangenen Geschäftsjahres 2010/2011 abgezogen, hieraus resultiert eine Erstattung von Ertragsteuern.
Für das Geschäftsjahr 2011/2012 ergibt sich ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von TEUR -167 (Vorjahr TEUR 1.350) sowie ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr Jahresüberschuss von TEUR 881).
Die Cost-Income-Ratio, definiert als „Allgemeine Verwaltungsaufwendungen“ durch „Netto-Provisionserlöse“, liegt bei 1,11, nach 0,87 im Vorjahr.
II. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 5.086. Bei einem Eigenkapital von TEUR 4.259 liegt die Eigenkapitalquote bei 83,7 %. Wesentliche Bankverbindlichkeiten bestehen zum Abschlussstichtag nicht.
Wesentliche Posten der Aktivseite sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel (Kontoguthaben, Festgelder), die mit TEUR 3.128 rund 61,5 % aller Aktivposten ausmachen, die jedoch teilweise entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an HSBC Trinkaus verpfändet sind. Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 1.198.
Die Steigerung der sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 228 auf TEUR 462 resultiert vor allem aus einer Rückforderung aus Körperschaft- und anrechenbarer Kapitalertragsteuer in Höhe von insgesamt TEUR 327.
Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden um 74,5 % (von TEUR 110 auf TEUR 28) beruht auf der besonders niedrigen Geschäftstätigkeit der sino AG Kunden im letzten Monat des Geschäftsjahres.
Steuerrückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer sind aufgrund der Geschäftsentwicklung nicht zu bilden, die im Vorjahr ausgewiesenen Rückstellungen für Steuern wurden im Geschäftsjahr vollständig entrichtet.
Die anderen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Es besteht wie im Vorjahr weiterhin eine Rückstellung für Settlementrisiken in Höhe von TEUR 200. Darüber hinaus enthalten die anderen Rückstellungen: Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 120), Rückstellungen für Jahresabschluss- und Beratungskosten (TEUR 99), Rückstellungen für Prozesskosten für das anhängige Klageverfahren gegen die EDW Jahres- und Sonderbeiträge in Höhe von TEUR 49 sowie sonstige Personalkosten (TEUR 47).
Der Rückgang der anderen Rückstellungen ist überwiegend auf das weitestgehende Entfallen von Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütung und EDW-Jahresbeiträge zurückzuführen. Abweichend zum Vorjahr musste für den EDW-Jahresbeitrag keine Rückstellung gebildet werden, da dieser zum Geschäftsjahresende bereits entrichtet war.
III. Finanzlage
Die im Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflows gibt die nachfolgende Berechnung wieder:
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| 2011/2012 TEUR |
2010/2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | - 154 | - 338 |
| + Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 160 | 1.041 |
| + Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 701 | - 234 |
| \= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | - 1.015 | 469 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 1.288 | 819 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 273 | 1.288 |
Die vollständige Ermittlung ist aus der Kapitalflussrechnung zu entnehmen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt aufgrund der Geschäftsentwicklung auf einem niedrigen Niveau, die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist auf die Sondereffekte des letzten Geschäftsjahres (Auszahlung der Lebensarbeitszeitguthaben in Höhe von TEUR 581 sowie einer älteren Verbindlichkeit gegenüber der EDW in Höhe von TEUR 542) zurückzuführen.
Analoges gilt für den Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der im letzten Jahr aufgrund des Verkaufs der Wertpapierbestände der Lebensarbeitszeitkonten und der Übernahme der Bankbestände der sino institutional GmbH stark positiv beeinflusst wurde.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet, wie im Vorjahr, ausschließlich die im Geschäftsjahr erfolgte Ausschüttung der Dividende für das Vorjahr.
Die Anlage finanzieller Überschüsse erfolgt regelmäßig auf Kontokorrent- und Festgeldkonten bei HSBC Trinkaus und der Commerzbank AG. Vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Eigenkapitalquote, der allerdings ein Jahresfehlbetrag gegenübersteht, sowie der weiterhin positiven Finanzlage ist die Lage der sino AG als ausreichend zu bewerten.
D. Nachtragsbericht
Der zwischen der sino AG und der tick-TS AG geschlossene Kooperationsvertrag aus November 2007, der einen Verteilungsschlüssel für die Vertriebsbeteiligung gemeinsamer Kunden enthält, hat zum 1.10.2012 einvernehmlich seine Beendigung erfahren. Die hieraus entstehenden Mindereinnahmen werden durch eine Kostenreduzierung der durch die tick-TS AG erbrachten Leistungen im Bereich Serverbetrieb in etwa gleicher Höhe kompensiert (rund TEUR 5 pro Monat).
Mit der Bekanntgabe des Jahresergebnisses per ad-hoc am 5.11.2012 hat die sino AG gleichzeitig bekanntgegeben, sich aus dem regulierten Markt zurückzuziehen und einen Segmentwechsel der sino-Aktie vom geregelten Markt der Börse Düsseldorf in ein Qualitätssegment des Freiverkehrs einzuleiten. Der Primärmarkt erfüllt die von verschiedenen Obergerichten an die Ausgestaltung von Qualitätssegmenten gestellten Anforderungen. Die Unternehmen müssen verschiedene Transparenzvorschriften und Folgepflichten für den Primärmarkt einhalten, z.B. eine Quasi-Ad-hoc-Pflicht, die Aufstellung eines Unternehmenskalenders und die Veröffentlichung eines Halbjahres- und Jahresfinanzberichtes. Auch diese Maßnahme dient dazu, durch verringerte Prüfungs- und Meldepflichten weitere Kosten zu sparen. Der Segmentwechsel soll im ersten Quartal 2013 abgeschlossen sein.
Weitere wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben nicht stattgefunden.
E. Risikobericht
I. Allgemeines
Risikomanagement
Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.
Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagement-Systems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.
Das Risikomanagement-System der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet sowie einmal jährlich ein Gesamtbericht an den Vorstand und Aufsichtsrat verfasst wird. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden.
Risikostruktur
Die Struktur der Risiken der sino AG (und damit auch der Risikobericht) zeigt sich gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden. Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.
Im Vergleich zu den Vorjahren ergeben sich keine erheblichen inhaltlichen Veränderungen der Risikoarten, allerdings ist eine verstärkte negative Auswirkung der allgemeinen Marktentwicklung und der regulatorischen Einflussnahmen auf Landes- und Europa-Ebene auf die Geschäftstätigkeit zu verzeichnen. Hier liegt auch ein deutlicher Risikoschwerpunkt für das kommende Geschäftsjahr (je nach weiterer Entwicklung und Umsetzung der Gesetzesentwürfe zur Finanztransaktionssteuer, zu Beschränkungen des Hochfrequenzhandels etc.).
Im Berichtsjahr bestanden keine Risiken, die das Fortbestehen der sino AG gefährden könnten.
II. Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken
Turbulenzen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten, ein lang anhaltender Seitwärtstrend bei geringen Umsätzen und andere Marktrisiken können zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungssteuer, Einführung einer Finanztransaktionssteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen.
Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen führen, welche jeweils nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Einige der Wettbewerber verfügen dabei über umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, schneller auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren. Sie könnten aus dieser Ausgangsposition ebenso einen Vorsprung in der Gestaltung ihrer Vermarktungsaktivitäten und Preispolitik gewinnen und somit den Kunden attraktivere Bedingungen bieten als die Gesellschaft.
Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei den Diskussionen zur Besteuerung von Finanztransaktionen, um in der Lage zu sein, soweit möglich schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.
III. Unternehmensbezogene Risiken
1. Risiken der System- und Softwaresicherheit
Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat ursprünglich die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Geschäftszweck der Trade Haven GmbH war das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel. Der Geschäftsbetrieb ist zwischenzeitlich auf die tick-TS AG übergegangen.
Die bei der tick-TS AG unterhaltenen Kapazitäten an Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung möglicherweise wieder steigender Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme bzw. des Ausfall-Rechenzentrums, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte.
Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die tick-TS AG, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindungen an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der tick-TS AG redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die tick-TS AG über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritischen Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.
2. Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter
Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus vorgenommen, so dass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von HSBC Trinkaus existiert. Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und HSBC Trinkaus wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über HSBC Trinkaus ab. HSBC Trinkaus beschränkt sich dabei auf „execution – only“. Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das so genannte Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit HSBC Trinkaus den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat. Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung).
Für Day Trading gewährt HSBC Trinkaus in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des diesbezüglichen Adressenausfallrisikos aus Kundenpositionen bzw. aus dem Handel der Kunden wurde in Zusammenarbeit mit HSBC Trinkaus im Geschäftsjahr noch weiter intensiviert und verbessert.
Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt in enger Abstimmung mit TuB durch vorgegebene individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG zeitnah die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt HSBC Trinkaus eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden. Eine Mitarbeiterin ist beinahe ausschließlich für das Risiko-Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken jederzeit gewährleistet ist.
3. EDW-Beiträge
Es können künftig auch weiterhin umfangreiche Belastungen auf die sino AG durch Jahres- und Sonderbeitragsbescheide der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) zukommen.
a) Sonderbeiträge wegen Phönix-Entschädigung
Die Phönix Kapitaldienst GmbH hat bei Anlegern einen von der EDW im Umfang von schätzungsweise 297,5 Mio. EUR zu tragenden Schaden angerichtet.
Die EDW hatte im Dezember 2009 für eine Teilentschädigung der Phönix-Anleger bei der Bundesrepublik Deutschland einen verzinslichen Kredit in mehreren abrufbaren Tranchen in Höhe von insgesamt 128 Mio. EUR aufgenommen, welcher bei Vollabruf in fünf Jahren zu jährlichen Tranchen von 26,6 Mio. EUR zurückzuzahlen ist. Diese Kreditaufnahme führte zu einer Sonderbeitragserhebung gegenüber der sino AG im Jahre 2010 von EUR 541.549,77, der Betrag wurde geleistet. Gegen diesen Bescheid wurde Eilantrag beim Verwaltungsgericht Berlin gestellt, der am 7. Juli 2011 abgelehnt wurde; das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Beschwerde eines anderen Institutes gegen die Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin im Dezember 2011 abgelehnt. Am 9. September 2011 wurde Klage beim Verwaltungsgericht gegen diesen Sonderbeitragsbescheid erhoben, das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage durch Urteil vom 11. Mai 2012 zurück. Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wurde eingelegt. Mit einer Entscheidung dürfte im Laufe des Jahres 2013 zu rechnen sein.
Weiterhin erging am 30. August 2011 ein Sonderbeitragsbescheid in Höhe von EUR 175.676,51 und am 17. August 2012 ein Sonderbeitragsbescheid von EUR 276.712,61, gegen die Widerspruch eingelegt wurde. Diese Widerspruchsverfahren ruhen mit Blick auf die „Musterklage“. Die Beträge wurden geleistet.
Die EDW hat im April 2011 von der Bundesrepublik Deutschland einen weiteren Kredit im Umfang von 141 Mio. EUR aufgenommen, um die Phönix-Anleger nunmehr voll zu entschädigen. Allerdings wurde aufgrund einer fehlerhaften Berechnung den Phönix-Anlegern zu wenig ausgezahlt, so dass sie im März 2012 einen erneuten Kredit über 28,5 Mio. EUR aufnehmen musste, womit sich derzeit die Kreditaufnahme auf 297,5 Mio. EUR beläuft. Die EDW gibt an, dass sie Ende 2013/Anfang 2014 mit 88 Mio. Euro aus der Insolvenzmasse rechnet, womit sich die EDW-Sonderbeitragslast auf 209,5 Mio. EUR reduzieren würde.
Der Anteil der sino AG an der Auszahlung an die Phönix-Anleger beträgt (vorbehaltlich unveränderter Beitragszahleranzahl und –struktur) aufgrund der EDW-Beitragsverordnung rund 1,5 %. Von den 209,5 Mio. Euro müsste die sino AG also rund 3,1 Mio. EUR abzüglich der bereits gezahlten Sonderbeiträge leisten. Diese belaufen sich bisher auf rund TEUR 994.
Bei der nächsten Sonderbeitragserhebung greift allerdings die Kappungsgrenze „Aktueller Sonderbeitrag und letzter Jahresbeitrag dürfen zusammen nicht 45 % des Gewinns des Unternehmens überschreiten“. Weiterhin sind die Kappungsgrenzen „Sonderbeitrag darf das Fünffache des letzten Jahresbeitrags nicht überschreiten“ und „nach drei aufeinanderfolgenden Sonderbeiträgen darf der nächste Sonderbeitrag das Doppelte des Jahresbeitrags nicht überschreiten“ zu beachten. Der Sonderbeitrag 2013 wird deshalb nach heutigem Stand im Geschäftsjahr 2012/2013 entfallen.
b) Jahresbeiträge 2010/2011/2012
Am 19. November 2010 wurde Widerspruch gegen den Jahresbeitragsbescheid 2010 in Höhe von EUR 123.404,95 erhoben, gleiches gilt für den Jahresbeitragsbescheid 2011 in Höhe von EUR 66.462,50 und den Jahresbeitragsbescheid 2012 in Höhe von EUR 82.342,35. Die Beträge wurden geleistet.
Gegen den geleisteten Jahresbeitrag 2009 in Höhe von EUR 148.122,73 wurde am 15. August 2011 Klage beim Verwaltungsgericht Berlin erhoben. Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage durch Urteil vom 11. Mai 2012 zurück. Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wurde eingelegt. Mit einer Entscheidung dürfte im Laufe des Jahres 2013 zu rechnen sein. Die Widerspruchsverfahren gegen die Jahresbeitragsbescheide 2010-2012 wurden vor dem Hintergrund des „Musterverfahrens“ ruhend gestellt.
Der Jahresbeitrag 2013 wird vor dem Hintergrund der Kappungsgrenze „Jahresbeitrag darf 10 % des Gewinns nicht überschreiten“ nach heutigem Stand beim Mindestbeitrag von EUR 1.050 liegen.
c) Resümee
Insgesamt bedeutet dies, dass über die künftigen Jahresbeitragsbescheide hinaus in Zukunft die EDW im Umfang von mindestens noch 143,5 Mio. EUR (209,5 Mio. EUR abzüglich 66 Mio. EUR Sonderzahlungen 2010-2012) durch sukzessive Sonderbeiträge einfordern wird. Gleichbleibende Anteile aller Institute am jeweiligen Jahresgesamtbeitragsaufkommen unterstellt, könnten damit auf die sino AG verteilt auf die künftigen Jahre Belastungen im Umfang von rund 2,2 Mio. EUR entfallen. Ein genauer Betrag lässt sich aus mehreren Gründen nicht exakt bestimmen. Es ist nicht klar, ob weitere derzeitige Beitragszahler aus der Beitragspflicht ausscheiden, ob und inwieweit neue Beitragszahler dazukommen. Es sieht derzeit auch so aus, als ob rund 5 Mio. EUR der jährlich von den EDW-Mitgliedern angeforderten rund 27 Mio. EUR aufgrund Einsetzen der Kappungsgrenze bei manchen Instituten nicht einzubringen sind, so dass dieser Restbetrag sodann der nächsten Sonderbeitragstranche hinzugerechnet wird. Insofern ergibt sich die Höhe des Sonderbeitrags letztlich immer auch aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EDW-Mitglieder zueinander. Auch ob die Prognose der EDW stimmt, dass der Phönix-Insolvenzverwalter 88 Mio. EUR an die EDW auszahlen wird, ist unklar.
Die sino AG bleibt bei ihrer Rechtsauffassung, dass insbesondere die EDW-Sonderbeiträge nicht rechtmäßig sind und wird sämtliche rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen, dagegen vorzugehen. Die sino AG hatte sich weiterhin die Frage gestellt, ob im Falle des günstigen Klageausgangs die Rückzahlung der geleisteten Sonderbeiträge durch die EDW hinreichend gesichert erscheint. Da die EDW und auch das Verwaltungsgericht Berlin sowie das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Eilanträge (auch) gerade mit der Begründung zurückweisen, dass aufgrund der Haftung der Bundesrepublik Deutschland kein Insolvenzrisiko der EDW und mithin kein Aussetzungsbedürfnis bei den EDW-Beiträgen besteht, hat die sino AG die Beiträge geleistet. Dies auch vor dem Hintergrund, dass im Falle eines ungünstigen Klageausgangs unter Umständen Zins- und Verzugskosten auf die sino AG zukommen könnten, die angesichts der Summen und der in Rede stehenden Zins- und Verzugssätzen nicht unerheblich sind.
4. Sonstige unternehmensbezogene Risiken
Aufgrund des hohen Anteils an liquiden und liquiditätsähnlichen Werten auf der Aktivseite der Bilanz zum 30.09.2012 ist grundsätzlich kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Wesentliche Bankverbindlichkeiten bestehen zum 30.09.2012 ebenfalls nicht. Allerdings ist ein Teil der Bankliquidität zur Absicherung möglicher Verpflichtungen aus dem Kooperationsvertrag mit HSBC Trinkaus verpfändet.
Die sino AG geht vor dem Hintergrund ihrer Geschäftsausrichtung auf die Anlage- und Abschlussvermittlung und der entsprechenden Erlaubnis der BaFin grundsätzlich keine Positionen ein, die mit Marktpreisrisiken behaftet sind.
Unter die operationellen Risiken fallen insbesondere IT-bezogene Risiken (Infrastruktur / Systemarchitektur / Systemausfälle) sowie personelle und rechtliche Risiken. Hinsichtlich der IT-bezogenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen zu Risiken der System- und Softwaresicherheit. Personelle und rechtliche Risiken beinhalten Fehlerrisiken durch Mitarbeiter sowie Risiken aus Vertrags- und Geschäftsbeziehungen. Maßnahmen zur Risikoreduzierung bestehen in der vorgesehenen kontinuierlichen Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie in der Einholung qualifizierter rechtlicher Beratung.
Im Zusammenhang mit von sino Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren bestehen sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert wurden. Das Gesamtrisiko beläuft sich auf ca. EUR 1,0 Mio. Da die sino AG aufgrund der von ihr eingeholten Rechtsgutachten nicht von einer vollständigen Inanspruchnahme ausgehen muss, wurden die in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2005/2006 gebildeten Rückstellungen in Höhe von ursprünglich insgesamt TEUR 225 nach und nach etwas reduziert, zuletzt - nach Erledigung einer Angelegenheit - um TEUR 14 auf nunmehr TEUR 200.
F. Ausblick
Die künftige wirtschaftliche Entwicklung haben wir auf der Basis von Annahmen prognostiziert, die aus planerischer Sicht wahrscheinlich erscheinen. Die Planung der sino AG sowie sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind in der aktuellen Marktsituation, insbesondere im Hinblick auf aktuelle und geplante regulatorische Hindernisse mit großen Unsicherheiten behaftet. Eine Finanztransaktionssteuer scheint aufgrund der verstärkten Zusammenarbeit einzelner EU-Länder nun doch eingeführt zu werden. Wie diese ausgestaltet sein wird, bzw. wann diese erstmals erhoben wird, steht aber noch nicht fest. Ebenso wird derzeit der Entwurf eines Gesetzes zur Regulierung des Hochfrequenzhandels diskutiert. Die genauen Folgen lassen sich derzeit nur sehr schwer prognostizieren, erhebliche negative Auswirkungen auf das Handelsverhalten einzelner Kunden können allerdings nicht ausgeschlossen werden. Die tatsächliche Entwicklung des Marktumfelds oder der sino AG kann vor diesem Hintergrund auch deutlich negativ von den getroffenen Erwartungen abweichen. Die weiterhin schwer vorhersehbare Entwicklung des Gesamtmarktes macht insoweit – aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Finanzkrise – eine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2012/2013 besonders schwierig.
Die Finanzkrise insbesondere in der Euro-Zone sorgt nach wie vor für eine starke Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Peripherie-Staaten in Europa, die teilweise sehr stark gestiegene Verschuldung der Staaten und die weitere Währungsentwicklung. Die Uneinigkeit innerhalb der EU bei der Bekämpfung der Staatsschulden verstärkt diesen Trend. Ein klarer Trend für die zukünftige Entwicklung von Kursen und insbesondere Umsätzen an den nationalen und internationalen Börsenplätzen ist nicht zu erkennen.
Die Erfahrungen der sino AG aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Umsätze an den deutschen Börsen ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG sind. Da der Erfolg der sino AG dementsprechend maßgeblich von den Umsätzen an den Börsen abhängt, ist es in der aktuellen Situation ausgesprochen schwierig, eine seriöse und gleichzeitig aussagekräftige Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2012/2013 abzugeben.
Dennoch gehen wir davon aus, dass die Vermögens- und Finanzlage keinen wesentlichen Änderungen unterliegen wird. Insbesondere ist geplant, die Finanzierung der Gesellschaft aus der vorhandenen Liquidität sicherzustellen und weiterhin auf eine Fremdfinanzierung durch Bankverbindlichkeiten zu verzichten. Nicht benötigte finanzielle Überschüsse sollen wie bisher weitgehend in kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten (hauptsächlich Bankguthaben) angelegt werden. Das von der sino AG aufgelegte Kostensparprogramm durch Änderungen bei den Anbietern im Bereich der Kursversorgung sowie Einsparungen im Personalbereich unterstützen den eingeschlagenen Weg.
Im Hinblick auf die Ertragslage verzichten wir auch dieses Jahr zunächst auf die Aufstellung einer konkreten Ergebnisprognose. Der Vorstand strebt ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern an.
Soweit die regulatorischen Auswirkungen überschaubar bleiben – und bei sich nicht weiter negativ entwickelnden Rahmenbedingungen – ist der Vorstand vorsichtig optimistisch, ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern auch für das Folgejahr erreichen zu können. Wir sehen uns gut aufgestellt, um auch weiterhin unseren Kunden ein erstklassiges Paket anbieten zu können – insofern sollten wir von möglicherweise steigenden Börsenumsätzen profitieren können.
G. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der sino AG besteht aus Instrumenten und Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Erkennung und Beseitigung von Risiken. Die Umsetzung erfolgt überwiegend durch das Rechnungswesen der sino AG im Verantwortungsbereich des Vorstandes Ingo Hillen.
Die Verantwortung für die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts der sino AG liegt beim Vorstand der sino AG. Der Jahresabschluss und Lagebericht unterliegt der gesetzlichen Abschlussprüfung. Nach Erteilung des Bestätigungsvermerks findet die Erörterung und Prüfung durch den Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers statt. Sofern keine Einwendungen zu erheben sind, billigt der Aufsichtsrat den Abschluss.
Der Jahresabschluss und Lagebericht der sino AG wird nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.
Die einheitliche Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften ist durch die alleinige Zuständigkeit des Rechnungswesens der sino AG sichergestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses nimmt die sino AG Unterstützung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Anspruch.
Die laufende Verbuchung von Geschäftsvorfällen und die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt mittels der DATEV-Buchhaltungssoftware durch Mitarbeiter der sino AG nach einem Standardkontenplan. Ergänzend wird die Anlagenbuchhaltung der DATEV e. G. genutzt.
Dem Risiko der Verletzung von Bilanzierungsregeln begegnet die sino AG durch den Einsatz qualifizierten Personals einschließlich weiterer Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen, eine angemessene Funktionstrennung und den Einsatz fachkundiger Berater. Verbleibenden Risiken wirkt die Jahresabschlussprüfung entgegen. Zur Vermeidung der Risiken aus der Nichteinhaltung von Fristen und Terminen dient eine Ablauf- und Zeitplanung für die Abschlusserstellung. Während der Erstellung des Jahresabschlusses erfolgen Soll-Ist- und Zeitvergleiche und Analysen der inhaltlichen Zusammensetzung der Positionen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit erfolgt eine restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen. Unterjährig erfolgte eine prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses.
H. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
Die Gesellschaft hat eine Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB abgegeben. Diese ist im Internet unter www.sino.de, Investor Relations, Corporate Governance einsehbar.
I. Schlusswort
Neben Kunden und Mitarbeitern, die uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut unterstützt haben, danken wir auch unserem Aufsichtsrat und unseren Aktionären sowie unseren Kooperationspartnern. Allen Aktionären möchten wir versichern, dass wir auch weiterhin, als größte private Aktionäre der sino AG, alles daran setzen werden, das Unternehmen wieder profitabel zu machen, Dividendenfähigkeit zurückzuerlangen und damit letztendlich auch den Aktienkurs zu steigern.
Auch sind wir weiterhin davon überzeugt, trotz der aktuell schwierigen Marktbedingungen, durch die ausgezeichnete Qualität unserer Dienstleistungen mittelfristig Kunden- und Tradezahlen zu steigern und uns besser entwickeln zu können als die unmittelbaren Wettbewerber.
Düsseldorf, 30. Dezember 2012
Ingo Hillen
Matthias Hocke
Anhang für das Geschäftsjahr 2011/2012
Allgemeine Angaben
Gegenstand der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf (sino AG), ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.
Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung wurde der Gesellschaft am 2. September 1999 erteilt. Gemäß § 64i KWG gilt die Erlaubnis für die Anlageberatung seit dem 1. November 2007 als erteilt. Auf die ebenfalls erteilte Erlaubnis für das Eigengeschäft wurde mittlerweile verzichtet.
Die Aktien der sino AG sind zum Handel im regulierten Markt in Düsseldorf zugelassen und werden an verschiedenen Börsen gehandelt.
Der vorliegende Jahresabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Dauernden Wertminderungen wird durch Abschreibungen Rechnung getragen.
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 150,00 EUR werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR sind analog der steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben und danach als abgegangen behandelt werden.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben, das bis zum Jahr 2017 in gleichen Jahresraten ausgezahlt wird, ist aufgrund der Unverzinslichkeit des Anspruchs mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertermittlung erfolgte mit einem Zinssatz von 4 %.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet worden und auf den Abschlussstichtag abgezinst worden, sofern die Restlaufzeit länger als ein Jahr beträgt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs des Entstehungstages berücksichtigt.
Auf ausländische Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs oder zum Entstehungszeitpunkt niedrigeren bzw. höheren Kurs bewertet.
Einzelangaben zur Bilanz
Aktiva
Von den anderen Forderungen an Kreditinstitute (2.122 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate 2.097 TEUR und 25 TEUR innerhalb von einem Jahr fällig.
Insgesamt sind 1.925 TEUR zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (HSBC Trinkaus), verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus sowie der Absicherung der von dieser zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten.
Die Forderungen an Kunden in Höhe von 193 TEUR sind in Höhe von 37 TEUR innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Der Restbetrag in Höhe von 156 TEUR hat eine unbestimmte Laufzeit. Die unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Forderungen an ein US-amerikanisches Finanzdienstleistungsinstitut in Höhe von umgerechnet 174 TEUR lauten ursprünglich auf US-Dollar.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt. Die ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird selbst genutzt.
Die Beteiligungen stellt sich wie folgt dar:
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| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital (in %) | Eigenkapital (in TEUR) |
Jahresüberschuss (in TEUR) |
|---|---|---|---|
| tick Trading Software AG, Düsseldorf (30.09.2011) | 43,20 | 2.169 | 1.010 |
| Trade Haven GmbH, Sprockhövel (30.09.2011) | 46,25 | 204 | 286 |
Die Angaben des Eigenkapitals und Jahresüberschusses der Beteiligungen sind dem letzten festgestellten Jahresabschluss zum 30.09.2011 entnommen.
Die Beteiligung an der tick Trading Software AG ist börsenfähig, aber nicht börsennotiert. Die Beteiligung an der Trade Haven GmbH ist nicht börsenfähig.
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.09.2012 TEUR |
30.09.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegen das Finanzamt aus Körperschaftsteuer und anrechenbare Kapitalertragsteuer | 327 | 148 |
| Darlehen und Vorschüsse an Mitarbeiter | 67 | 15 |
| Mietkautionen | 47 | 47 |
| Übrige | 21 | 18 |
| 462 | 228 |
Die Forderungen gegen das Finanzamt resultieren aus einem Rücktrag der im Geschäftsjahr erwirtschafteten körperschaftsteuerlichen Verluste in das vorherige Geschäftsjahr, der anrechenbaren Kapitalertragsteuer aufgrund einer Dividendenausschüttung einer Beteiligung und dem aktuell verbleibenden Körperschaftsteuerguthaben.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 197 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Passiva
Verbindlichkeiten
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.09.2012 TEUR |
30.09.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 106 | 154 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen | 61 | 63 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 45 | 42 |
| Vorstandstantieme aus dem Vorjahr | 17 | 0 |
| Übrige | 17 | 2 |
| 246 | 261 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Beteiligung tick Trading Software AG von 50 TEUR enthalten.
Bis auf die Verbindlichkeiten aus der Vorstandstantieme aus dem Vorjahr sind alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb von drei Monaten fällig. Die Vorstandstantieme ist jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses auszuzahlen.
Rückstellungen
Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Settlementrisiken (200 TEUR), Jahresabschluss- und diverse Beratungskosten (99 TEUR) sowie erwartete Kosten für bestehende Klageverfahren im Zusammenhang mit EdW Beiträgen (49 TEUR). Weiterhin wurden Rückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub (32 TEUR) und für ausstehende Rechnungen (120 TEUR) gebildet.
Eigenkapital
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
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| (in TEUR) | Grundkapital | Kapitalrücklage | gesetzliche Rücklage | andere Gewinnrücklagen | Bilanzgewinn | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2011 | 2.338 | 34 | 199 | 3 | 2.468 | 5.042 |
| Ausschüttung | - | - | - | - | - 701 | - 701 |
| Jahresfehlbetrag 2011/2012 | - | - | - | - | - 82 | - 82 |
| Stand 30.09.2012 | 2.338 | 34 | 199 | 3 | 1.685 | 4.259 |
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2.337.500,00 EUR. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR ausgegeben.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag unverändert 34.375,00 EUR. Die gesetzliche Rücklage beträgt 199.375,00 EUR. Weitere Einstellungen in die gesetzliche Rücklage waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10 % des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 2.897,99 EUR bestehen ebenfalls unverändert zum Vorjahr.
Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 2.467.623,76 EUR wurden im Geschäftsjahr 701.250,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag in Höhe von 1.766.373,76 EUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die leicht gesunkenen Zinserträge resultieren überwiegend aus Festgeldzinsen.
Die im Vergleich zum Vorjahr entfallenen Zinserträge aus Geschäften mit Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind durch gestiegene Festgeldzinsen, Zinserträge aus Mitarbeiterdarlehen, sowie Zinserträgen gem. § 233a AO weitestgehend kompensiert worden.
Die laufenden Erträge aus Beteiligungen betreffen die Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2010/2011 der tick Trading Software AG in Höhe des Anteils der sino AG am Kapital der Gesellschaft.
Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (7.210 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (857 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (17 TEUR), Versicherungsentschädigungen (12 TEUR), sowie Erlöse aus Sachbezügen (61 TEUR) und Software-überlassung und -vertrieb enthalten (170 TEUR).
Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 10.572,59 EUR (Vorjahr: 4.368,23 EUR).
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für EdW Beiträge (359 TEUR), Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformationsgebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft. Periodenfremde Aufwendungen sind in dieser Position in Höhe von 55 TEUR enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Mehraufwendungen aus Abschluss- und Prüfungstätigkeiten (23 TEUR); sowie einer einzelnen hohen Kundenerstattung die zum vorherigen Abschlussstichtag nicht abzusehen war (19 TEUR). Die restlichen Beträge resultieren aus unvorhersehbaren Mehraufwendungen für das Vorjahr, welche sich im Wesentlichen aus Kleindifferenzen im Vergleich zu den gebildeten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen ergeben haben.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen überwiegend sonstige Kostenerstattungen von 13 TEUR und Verluste aus Anlagenabgänge (Buchverluste) von 3 TEUR.
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 5.780,53 (Vorjahr: 5.754,50 EUR).
Die unter dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere erfassten 21 TEUR betreffen die außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an der Trade Haven GmbH.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 74 TEUR und in den anderen Verwaltungsaufwendungen 1.601 TEUR enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit dem Beteiligungsunternehmen tick Trading Software AG zurückzuführen sind.
Eventualverbindlichkeiten
Im Zusammenhang mit den von Kunden der sino AG durchgeführten Geschäften sind zwei Konten bei der HSBC Trinkaus verpfändet. Ein Tagesgeldkonto über 175 TEUR dient der Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30. September 2012 mit 0 TEUR; (davon könnte die sino AG mit maximal 70 % in Anspruch genommen werden).
Ein weiteres Tagesgeldkonto über 250 TEUR dient ebenfalls der Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30. September 2012 mit 732 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 250 TEUR in Anspruch genommen werden (zum 30. September 2012 250 TEUR).
Für eine weitere Summe von 75 TEUR hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wird kein zusätzliches Konto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30. September 2012 mit 1 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 75 TEUR in Anspruch genommen werden (zum 30. September 2012 1 TEUR).
Weiter hat die sino AG zur Absicherung eines von der HSBC Trinkaus an einen weiteren Kunden herausgelegten Kontokorrentkredites die Verpflichtung zur Zahlung übernommen; hierfür wird ebenfalls kein weiteres Konto verpfändet. Der Kredit valutierte per 30. September 2012 mit 117 TEUR; davon kann die sino AG mit 100 % aber maximal bis zu 100 TEUR in Anspruch genommen werden (zum 30. September 2012 100 TEUR).
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Kunden als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen der sino AG nicht vor.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsvereinbarungen mit der tick Trading Software AG von jährlich 157 TEUR und den mit der Düsseldorfer Börse abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume sowie Garagenstellplätze bis zum Geschäftsjahr 2016/2017 von jährlich 218 TEUR. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattungsmieten sowie einem PKW-Leasingvertrag von 8 TEUR.
Die sino AG ist Mitglied in der EDW. Neben den Jahresbeiträgen können aufgrund des Entschädigungsfalls „Phönix Kapitaldienst GmbH“ auch Sonderbeiträge von der EDW erhoben werden. Für das kommende Geschäftsjahr entfällt eine Sonderbeitragserhebung aufgrund von Kappungsgrenzen in der EDW-Beitragsordnung, der Jahresbeitrag wird beim Mindestbeitrag von 1 TEUR liegen. Die Erhebung der Sonderbeiträge können in der Zukunft zu finanziellen Belastungen bei der sino AG von bis zu EUR 2,2 Mio. führen (vorbehaltlich unveränderter Beitragszahleranzahl und -struktur der EDW) - wobei sich die Höhe des jährlichen Sonderbeitrags letztlich aus dem Verhältnis der Ertragskraft der EDW-Mitglieder zueinander und diverser Kappungsgrenzen in der EDW-Beitragsordnung ergibt. Hierdurch kann die Bandbreite der tatsächlich zu leistenden jährlichen Sonderbeiträge zwischen Null und mehreren Hunderttausend Euro liegen. Des Weiteren verweisen wir dazu auf die Ausführungen zum EDW im Lagebericht, Abschnitt E. III Nr. 3 „EDW-Beiträge“).
Genehmigtes Kapital
Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 9. März 2010 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. März 2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.168.750,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien zu erhöhen.
Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.
Zusatzangaben
Organe:
Der Vorstand besteht aus zwei Personen:
| Ingo Hillen, Kaufmann (Ressorts: Finanzen und Handel) | |
| Matthias Hocke, Kaufmann (Ressorts: Technik und Marketing) |
Die Vorstände Herr Ingo Hillen und Herr Matthias Hocke sind darüber hinaus Aufsichtsratsmitglieder der tick Trading Software AG, Düsseldorf.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen:
| • | Dr. Robert Manger (Vorsitzender), Rechtsanwalt bei PricewaterhouseCoopers Legal AG, Düsseldorf |
| • | Gerd Goetz (stellvertretender Vorsitzender), Geschäftsführer der HSBC Transaction Services GmbH, Düsseldorf |
| • | Dr. Marcus Krumbholz, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Erkrath |
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Gerd Goetz ist darüber hinaus Aufsichtsratsmitglied der tick Trading Software AG, Düsseldorf.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 506 TEUR (Ingo Hillen 245 TEUR, Matthias Hocke 261 TEUR). Es handelt sich hierbei um laufende Bezüge.
Daneben haben die Mitglieder des Vorstands noch Ansprüche in Höhe von 17 TEUR (Ingo Hillen 8,6 TEUR, Matthias Hocke 8,6 TEUR) aus noch nicht ausgezahlter erfolgsabhängiger Vergütung aus dem Vorjahr. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Dritteln gestaffelt nach Feststellung des Jahresabschlusses.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an die beiden Vorstände keine Vorschusszahlungen gewährt.
Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2011/2012 beliefen sich auf 45 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung auf Herrn Dr. Robert Manger 20 TEUR, auf Herrn Gerd Goetz 15 TEUR, sowie auf Herrn Dr. Marcus Krumbholz 10 TEUR.
Honorar des Abschlussprüfers:
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB beträgt 95 TEUR und lässt sich wie folgt aufschlüsseln:
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| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 65 |
| - davon 19 TEUR für das Vorjahr | |
| andere Bestätigungsleistungen | 30 |
| 95 | |
| - davon 19 TEUR für das Vorjahr |
Arbeitnehmer:
Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 21 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Die zum 30.09.2012 beschäftigten 21 Mitarbeiter (ohne Azubis und Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:
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| Bereich | Handel | Technik | Back-office | Controlling | Buchhaltung | Rechtsabteilung | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | 7 | 3 | 5 | 1 | 3 | 1 | 1 | 21 |
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung:
Die Gesellschaft erstellt gem. § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB eine Kapitalflussrechnung. Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute soweit diese primär dazu dienen, kurzfristige Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Einzelnen setzt sich der Finanzmittelfonds wie folgt zusammen:
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| 30.09.2012 TEUR |
30.09.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Kassenbestand | 5 | 5 |
| Anteil täglich fälliger Forderungen an Kreditinstitute welche primär zum Nachkommen kurzfristiger Zahlungsverpflichtungen dienen | 268 | 1.283 |
| 273 | 1.288 |
Der verbleibende Anteil der täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute von 930 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR) wurden entsprechend nicht dem Finanzmittelfonds zugeordnet.
Mitteilung bestehender Beteiligungen:
Der Gesellschaft wurden von der HSBC Holdings plc, London, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 78,60 % der stimmberechtigten Aktien der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, werden gehalten von der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Bank plc, London.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Bank plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Bank plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, und die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die HSBC Bank plc, London, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Holdings plc, London.
Der Stimmrechtsanteil der HSBC Holdings plc, London, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,13 % (das entspricht 587.349 Stimmrechten). Die vorgenannten Stimmrechte gehören der Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, und sind der HSBC Holdings plc, London, über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, die HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, und die HSBC Bank plc, London, gemäß § 22 Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 02.03.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return“, Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.02.2007 die Schwelle von 5 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,01 % (117.000 Stimmrechte).
Der Gesellschaft wurden von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, gemäß Mitteilung vom 08.11.2011 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return“, Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 28.01.2010 die Schwelle von 5 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,98 % (116.500 Stimmrechte).
Der Stimmrechtsanteil des von der LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, verwalteten Publikumsfonds (Sondervermögen) „Deutsche Aktien Total Return“, Munsbach, Luxemburg, an der sino AG hat am 03.03.2010 die Schwelle von 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,82 % (66.000 Stimmrechte).
Der Gesellschaft wurden von Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil von Herrn Ingo Hillen, Mönchengladbach, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwelle von 10 % unterschritten und beträgt nunmehr 6,36 %.
Der Gesellschaft wurden von Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, gemäß Mitteilung vom 03.04.2007 folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil von Herrn Matthias Hocke, Düsseldorf, an der sino AG hat am 02.04.2007 die Schwelle von 10 % unterschritten und beträgt nunmehr 5,96 %.
Erklärung gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat haben die jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Homepage der sino Aktiengesellschaft (www.sino.de) dauerhaft zugänglich gemacht.
Ergebnisverwendungsvorschlag
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| EUR | |
|---|---|
| Jahresfehlbetrag | 81.721,69 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.766.373,76 |
| Bilanzgewinn | 1.684.652,07 |
Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:
Der Bilanzgewinn zum 30.09.2012 in Höhe von 1.684.652,07 EUR soll vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden. Es soll keine Dividende ausgeschüttet werden.
Düsseldorf, 30. Dezember 2012
Ingo Hillen
Matthias Hocke
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalspiegel, Kapitalflussrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2011 bis 30. September 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gummersbach, 4. Januar 2013
**DHPG AUDIT GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Stamm, Wirtschaftsprüfer
Giorgini, Wirtschaftsprüfer
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011/2012
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| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2011 Euro |
Zugänge Euro |
Abgänge Euro |
Stand 30.09.2012 Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Beteiligungen | 525.001,70 | 0,00 | 0,00 | 525.001,70 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| - entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen ansolchen Rechten und Werten | 1.756.165,69 | 1.749,19 | 0,00 | 1.757.914,88 |
| 3. Sachanlagen | ||||
| - Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.346.405,54 | 181.436,62 | 72.301,94 | 1.455.540,22 |
| - Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 10.936,17 | 0,00 | 10.936,17 |
| 1.346.405,54 | 192.372,79 | 72.301,94 | 1.466.476,39 | |
| 3.627.572,93 | 194.121,98 | 72.301,94 | 3.749.392,97 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2011 Euro |
Zugänge Euro |
Abgänge Euro |
Stand 30.09.2012 Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Beteiligungen | 0,00 | 20.500,00 | 0,00 | 20.500,00 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| - entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen ansolchen Rechten und Werten | 1.702.290,69 | 34.957,19 | 0,00 | 1.737.247,88 |
| 3. Sachanlagen | ||||
| - Betriebs- und Geschäftsausstattung | 898.581,53 | 124.730,12 | 36.839,94 | 986.471,71 |
| - Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 898.581,53 | 124.730,12 | 36.839,94 | 986.471,71 | |
| 2.600.872,22 | 180.187,31 | 36.839,94 | 2.744.219,59 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 30.09.2012 Euro |
Stand 30.09.2011 Euro |
|
| --- | --- | --- |
| 1. Beteiligungen | 504.501,70 | 525.001,70 |
| 2. Immaterielle Anlagewerte | ||
| - entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen ansolchen Rechten und Werten | 20.667,00 | 53.875,00 |
| 3. Sachanlagen | ||
| - Betriebs- und Geschäftsausstattung | 469.068,51 | 447.824,01 |
| - Geleistete Anzahlungen | 10.936,17 | 0,00 |
| 480.004,68 | 447.824,01 | |
| 1.005.173,38 | 1.026.700,71 |
Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2011/2012
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| gezeichnetes Kapital € |
Kapitalrücklage € |
Gewinnrücklagen | Bilanzgewinn € |
erwirtschaftetes Eigenkapital € |
Eigenkapital € |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| gesetzliche Rücklagen € |
andere Gewinnrücklagen € |
||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Oktober 2011 | 2.337.500,00 | 34.375,00 | 199.375,00 | 2.897,99 | 2.467.623,76 | 2.669.896,75 | 5.041.771,75 |
| Ausschüttung für Vorjahre | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | - 701.250,00 | - 701.250,00 | - 701.250,00 |
| Jahresfehlbetrag | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | - 81.721,69 | - 81.721,69 | - 81.721,69 |
| Stand am 30. September 2012 | 2.337.500,00 | 34.375,00 | 199.375,00 | 2.897,99 | 1.684.652,07 | 1.886.925,06 | 4.258.800,06 |
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| gezeichnetes Kapital € |
Kapitalrücklage € |
Gewinnrücklagen | Bilanzgewinn € |
erwirtschaftetes Eigenkapital € |
Eigenkapital € |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| gesetzliche Rücklagen € |
andere Gewinnrücklagen € |
||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Oktober 2010 | 2.337.500,00 | 34.375,00 | 199.375,00 | 2.897,99 | 1.820.545,36 | 2.022.818,35 | 4.394.693,35 |
| Ausschüttung für Vorjahre | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | - 233.750,00 | - 233.750,00 | - 233.750,00 |
| Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 880.828,40 | 880.828,40 | 880.828,40 |
| Stand am 30. September 2011 | 2.337.500,00 | 34.375,00 | 199.375,00 | 2.897,99 | 2.467.623,76 | 2.669.896,75 | 5.041.771,75 |
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben werden.
Düsseldorf, 30. Dezember 2012
sino AG
Ingo Hillen
Vorstand
Matthias Hocke
Vorstand
Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz vom 09.01.2013
Entsprechenserklärung vom 09.01.2013
Die sino Aktiengesellschaft entsprach den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 06.12.2011 geltenden Fassung (Stand vom 26. Mai 2010 und vom 15. Mai 2012) und wird den Empfehlungen weiterhin entsprechen, jeweils mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen:
Ziffer 2.3.4. Die Verfolgung der Hauptversammlung mittels Internet ist aufgrund der Aktionärsstruktur der Gesellschaft entbehrlich. Interessierte Aktionäre nehmen regelmäßig in persona an der Hauptversammlung teil. Die Gesellschaft ist nicht von einer Größenordnung, die es angebracht erscheinen lässt, die Hauptversammlung über das Internet öffentlich zu machen. Die damit verbundenen Kosten stehen in keinem Verhältnis zu dem erstrebten Nutzen.
Ziffer 3.8 Die von der Gesellschaft abgeschlossenen Verträge über D&O Versicherungen sehen für den Aufsichtsrat keinen Selbstbehalt vor, da die Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht zu einer wesentlichen Reduzierung der Versicherungsprämien führt. Vorstand und Aufsichtsrat handeln ferner bereits aufgrund der ihnen nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten verantwortungsvoll und im besten Interesse der Gesellschaft. Sie halten einen Selbstbehalt nicht für geeignet, das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation der Mitglieder des Aufsichtsrats der sino Aktiengesellschaft zu erhöhen.
Ziffer 4.2.1 Der Vorstand der Gesellschaft hat keinen Vorsitzenden oder Sprecher. Der Vorstand der sino Aktiengesellschaft besteht aus zwei gleichberechtigten Mitgliedern. Die Ernennung eines Vorsitzenden oder Sprechers ist derzeit nicht vorgesehen. Die Gesellschaft verfügt über eine Geschäftsordnung für den Vorstand.
Ziffer 4.2.3 Ein Abfindungsbegrenzung bei vorzeitiger Beendigung von Vorstandsverträgen ohne wichtigen Grund auf die Höhe von zwei Jahresvergütungen ist nicht vorgesehen; die entsprechende neue Kodexempfehlung der Fassung vom 15.5.2012 konnte bei den zeitlich davor liegenden Vertragsabschlüssen mit den Vorstandsmitgliedern nicht berücksichtigt werden.
Ziffer 5.1.2 Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass das Alter eines Organmitglieds für dessen Qualifikation nicht entscheidend ist. Deshalb hat sie keine Altersgrenzen für Vorstandsmitglieder festgelegt.
Ziffer 5.3.1 Der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft verfügt nur über drei Mitglieder. Deshalb bildet der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft keine Ausschüsse.
Ziffer 5.3.2 Insbesondere die Bildung eines separaten Prüfungsausschusses (Audit Committee) ist nach Ansicht der Gesellschaft aufgrund des überschaubaren Umfangs der Rechnungslegung und des Risikomanagements sowie des Umstandes, dass der Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft nur über drei Mitglieder verfügt, entbehrlich. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats verschaffen sich ein Bild über die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer; der Prüfungsauftrag wird vom gesamten Aufsichtsrat erteilt, der auch die Prüfungsschwerpunkte festlegt und sich mit der Honorarvereinbarung befasst.
Ziffer 5.3.3. Die Bildung eines Nominierungsausschusses ist aufgrund der geringen Zahl der Aufsichtsratsmitglieder sowie der heterogenen Zusammensetzung des Aufsichtsrates entbehrlich.
Ziffer 5.4.1. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 17.01.2011 konkrete Zielsetzungen für die künftige Besetzung des Aufsichtsrats, die ihn bei seinen künftigen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung leiten sollen, verabschiedet. Diese Zielsetzungen wurden nach der Erweiterung des Kodex in der Fassung vom 15.05.2012 durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 09.01.2013 ergänzt bezüglich der Mindestanzahl unabhängiger Mitglieder. Die Zielsetzungen wurden und werden im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Die Vorgaben beinhalten auch das Ziel einer angemessenen Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat, ohne jedoch eine binnen einer bestimmten Frist zu erreichende konkrete Mindestanzahl oder eine bezifferte Mindestquote festzuschreiben. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass die ansonsten vorgegebenen Qualifikationsanforderungen gerade in einem nur dreiköpfigen Aufsichtsrat einer Gesellschaft mit einem komplexen Geschäftsfeld nicht durch eine über die bisherige Absichtserklärung noch hinausgehende Selbstfestlegung auf eine verbindliche, starre Frauenquote überlagert werden sollten.
Ziffer 5.4.2 Dem Aufsichtsrat der sino Aktiengesellschaft gehören Personen an, die Kunden der Gesellschaft sind und/oder der Gesellschaft beratend zur Seite stehen. Alle Aufsichtsratsmitglieder sind verpflichtet, Fälle von Interessenkonflikten unverzüglich offen zu legen. Bei etwaigen Interessenkonflikten werden Vorstand und Aufsichtsrat geeignete Maßnahmen ergreifen, um den Interessenkonflikt zu Gunsten der Gesellschaft aufzulösen. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass hierdurch eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstandes durch den Aufsichtsrat sichergestellt wird.
Ziffer 5.4.3 Aus Praktikabilitätsgründen sollen Wahlen zum Aufsichtsrat nicht nur als Einzelwahl durchgeführt werden. Da der Vorsitzende des Aufsichtsrates in erster Linie die Arbeit des Aufsichtsrates koordinieren soll, muss dieser vor allem das Vertrauen und die Akzeptanz der übrigen Aufsichtsratsmitglieder genießen. Es erscheint daher entbehrlich, den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt zu geben.
Ziffer 7.1.2 Die Gesellschaft veröffentlicht den Geschäftsbericht binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte binnen 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums. Diese Fristen können im Einzelfall geringfügig überschritten werden. Die zu veröffentlichenden Zahlen der Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden dem Aufsichtsrat regelmäßig im Vorfeld durch den Vorstand vorgelegt und erörtert.
Düsseldorf, 09.01.2013
Der Aufsichtsrat
Der Vorstand
Bericht des Aufsichtsrates
der sino Aktiengesellschaft
über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2012 geendete Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 (nachfolgend das „Geschäftsjahr 2011/2012“) vorzunehmenden Prüfungen.
Wir haben uns im Geschäftsjahr 2011/2012 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der Beteiligungen der sino AG unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.
Während des Berichtszeitraumes hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend unterrichtet.
Insbesondere vor dem Hintergrund der Lage an den internationalen Finanzmärkten sowie des weltweit unerfreulichen Börsenumfelds, verbunden mit den nach wie vor vorhandenen Bestrebungen der Bundesregierung zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer und den daraus resultierenden Schwierigkeiten für die sino AG, war die Unterrichtung sehr umfangreich und eng abgestimmt.
Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildete im abgelaufenen Geschäftsjahr das von der sino AG aufgelegte Kostensparprogramm, das den um rund 27 % gesunkenen Gesamterlösen entgegenwirken soll. Zu diesem Zweck wurden in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat in den Bereichen Personal und Kursversorgung erhebliche Einsparungen realisiert.
Ein Börsensegmentwechsel der sino AG vom regulierten Markt der Börse Düsseldorf in ein Qualitätssegment des Freiverkehrs der Börse Düsseldorf (Primärmarkt) wurde vor dem Hintergrund der hieraus resultierenden Einsparmaßnahmen (z.B. Prüfungskosten) intensiv diskutiert und beschlossen.
Zudem wurden die rechtlichen Auswirkungen der Umsetzung einer EU-weiten Shortsell-Regulierung besprochen, sowie die von der sino AG eingeleiteten Maßnahmen, um im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten den Kunden weiterhin Geschäfte in diesem Bereich anbieten zu können.
Ebenso umfasste die Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens, auch in einem nach wie vor kaum prognostizierbaren Marktumfeld.
Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden vier Präsenzsitzungen des Aufsichtsrates in den Geschäftsräumen der sino AG – am 06.12.2011, am 11.01.2012, am 07.05.2012, sowie am 06.07.2012 – statt. Ausschüsse hat der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat nicht gebildet. Auch im Geschäftsjahr 2011/2012 hat sich die Gesellschaft dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Stand: 15.05.2012) unterworfen und die „Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der sino Aktiengesellschaft zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG“ entsprechend abgegeben.
Der vom Vorstand für das zum 30. September 2012 beendete Geschäftsjahr 2011/2012 aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Nexia DHPG GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der sino AG sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die Nexia DHPG, Bonn, stimmen wir zu.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, sowie den Lagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2011/2012. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Düsseldorf, 09. Januar 2013
Dr. Robert Manger, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Bilanz zum 30. September 2012
AKTIVA
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| 30.09.2012 € |
30.09.2011 € |
||
|---|---|---|---|
| 1. Barreserve | |||
| a) Kassenbestand | 5.316,24 | 5.347,27 | |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | |||
| a) täglich fällig | 1.197.639,92 | 1.282.638,42 | |
| b) andere Forderungen | 2.121.718,60 | 3.727.440,79 | |
| 3.319.358,52 | 5.010.079,21 | ||
| 3. Forderungen an Kunden | 193.087,72 | 181.248,01 | |
| - darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute 174.307,62 (EUR 169.754,37) | |||
| 4. Beteiligungen | 504.501,70 | 525.001,70 | |
| 5. Immaterielle Anlagewerte | |||
| a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 20.667,00 | 53.875,00 | |
| 6. Sachanlagen | 480.004,68 | 447.824,01 | |
| 7. Sonstige Vermögensgegenstände | 462.223,93 | 228.119,09 | |
| 8. Rechnungsabgrenzungsposten | 100.487,67 | 113.418,35 | |
| 5.085.647,46 | 6.564.912,64 | ||
| PASSIVA | |||
| EUR | 30.09.2012 € |
30.09.2011 € |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute | |||
| a) täglich fällig | 239,76 | 46,96 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||
| a) andere Verbindlichkeiten | |||
| aa) täglich fällig | 27.985,12 | 109.619,46 | |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 246.373,45 | 261.247,14 | |
| 4. Rückstellungen | |||
| a) Steuerrückstellungen | 0,00 | 339.400,75 | |
| b) andere Rückstellungen | 552.249,07 | 812.826,58 | |
| 552.249,07 | 1.152.227,33 | ||
| 5. Eigenkapital | |||
| a) gezeichnetes Kapital | 2.337.500,00 | 2.337.500,00 | |
| b) Kapitalrücklage | 34.375,00 | 34.375,00 | |
| c) Gewinnrücklagen | |||
| ca) gesetzliche Rücklagen | 199.375,00 | 199.375,00 | |
| cb) andere Gewinnrücklagen | 2.897,99 | 2.897,99 | |
| 202.272,99 | 202.272,99 | ||
| d) Bilanzgewinn | 1.684.652,07 | 2.467.623,76 | |
| 5.085.647,46 | 6.564.912,64 |
Eventualverbindlichkeiten
Haftung aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten EUR 351.287,97 (EUR 377.565,71)
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für den Zeitraum vom 01. Oktober 2011 bis 30. September 2012
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| 30.09.2012 € |
30.09.2011 € |
|
|---|---|---|
| 1. Zinserträge aus | ||
| a) Kredit - und Geldmarktgeschäften | 28.280,11 | 30.641,88 |
| 2. Zinsaufwendungen | 455,84 | 5.604,02 |
| 27.824,27 | 25.037,86 | |
| 3. Laufende Erträge aus Beteiligungen | 440.640,00 | 336.960,00 |
| 4. Provisionserträge | 6.352.894,34 | 9.037.122,27 |
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | 283.813,50 | 320.364,19 |
| 6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | ||
| a) Personalaufwand | ||
| aa) Löhne und Gehälter | 1.574.197,21 | 1.955.226,27 |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 197.485,39 | 213.670,03 |
| 1.771.682,60 | 2.168.896,30 | |
| - darunter: für Altersversorgung € 10.941,41( € 14.509,29) | ||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 5.298.636,50 | 5.665.213,00 |
| 7.070.319,10 | 7.834.109,30 | |
| 7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen | 159.687,31 | 232.358,56 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 21.921,87 | 58.444,33 |
| 9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 652,00 | 1.853,82 |
| 10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 757,76 | 743,43 |
| 11. Abschreibung und Werterichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapier | 20.500,00 | 242.965,70 |
| 12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | - 167.150,41 | 1.350.496,04 |
| 13. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 49.385,53 |
| 14. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 34.014,24 |
| 15. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | 15.371,29 |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 87.687,91 | 476.683,23 |
| --davon aus latenten Steuern € 0,00 (€ 15.400,00) | ||
| 17. Sonstige Steuern, soweit nicht | 2.259,19 | 8.355,70 |
| 18. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss | - 81.721,69 | 880.828,40 |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.766.373,76 | 1.586.795,36 |
| 20. Bilanzgewinn | 1.684.652,07 | 2.467.623,76 |
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011/2012
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| 2011/2012 € |
2010/2011 € |
|
|---|---|---|
| Periodenergebnis vor Ertragsteuern und außerordentlichen Posten | - 169.409,60 | 1.342.140,34 |
| +/- Abscheibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen, Sachanlagen, immaterielle Anlagewerten und Finanzanlagen | 180.187,31 | 476.308,12 |
| +/- Zunahme/Abnahme der anderen Rückstellungen | - 260.577,51 | - 476.192,26 |
| +/- Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | ||
| -/+ Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen | 1.251,92 | - 14.858,34 |
| \= Zwischensumme | - 248.547,88 | 1.327.397,86 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden | - 11.839,71 | 65.225,96 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der anderen Forderungen/Verbindlichkeiten an Kreditinstituten aus laufender Geschäftstätigkeit | 675.699,52 | - 1.370.130,75 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände | - 55.633,35 | 194.706,31 |
| -/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva | 12.930,68 | - 8.890,91 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - 81.634,34 | - 13.118,96 |
| +/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten | - 14.873,69 | - 510.664,10 |
| - Ertragsteuerzahlungen | - 430.184,33 | - 22.820,05 |
| \= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | - 154.083,10 | - 338.294,64 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren | 588.952,60 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in Anteile an verbundenen Unternehmen | - 200.000,00 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 34.210,08 | 56.375,41 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | ||
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | - 192.372,79 | - 133.133,91 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | - 1.749,19 | - 12.648,87 |
| + Einzahlungen aus der Verschmelzung von verbundenen Unternehmen | 741.505,45 | |
| \= Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 159.911,90 | 1.041.050,68 |
| - Auszahlungen an Unternehmenseigner(Dividenden) | - 701.250,00 | - 233.750,00 |
| \= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 701.250,00 | - 233.750,00 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | - 1.015.245,00 | 469.006,04 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 1.287.985,69 | 818.979,65 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 272.740,69 | 1.287.985,69 |