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Sino AG Annual Report 2008

Jan 2, 2009

5464_10-k_2009-01-02_c1cf22c3-ed5c-4bcd-b242-250fb566ec19.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht 2007/08 | sino AG High End Brokerage | WKN 576550 | XTP Bei der sino AG | High End Brokerage wird weltweit an 35 Börsen und mit 11 außerbörslichen Partnern gehandelt.

High End Brokerage

High End Brokerage

Kennzahlen 2007/2008 2006/2007 Veränderung
Ausgeführte Orders 1.303.444 1.406.378 -7,32 %
Depots per Geschäftsjahresende 615 606 1,49 %
Netto-Erlöse (in TEUR) 13.174 14.455 -8,86 %
Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen (in TEUR) 9.258 9.411 -1,63 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (in TEUR) 3.792 5.009 -24,29 %
Jahresüberschuss (in TEUR) 2.793 2.992 -6,65 %
Anzahl der Aktien 2.337.500 2.337.500 +/- 0 %
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,19 1,28 -7,03%
Eigenkapital (in TEUR) auf den jeweiligen Stichtag 5.381 5.580 -3,56 %
Eigenkapitalquote in Prozent auf den jeweiligen Stichtag 65,58 59,82 9,63 %
Cost-Income-Ratio (in Prozent) * 73,38 67,80 8,23 %

*Allgemeine Verwaltungsaufwendungen/Nettoprovisionserlöse

sino AG | High End Brokerage Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr

  1. Oktober 2007 – 30. September 2008 wkn 576550 | xtp

7 sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 Vorwort des Vorstands

Erfolgreich gemeistert: Ein anspruchsvolles Geschäftsjahr

Das hinter uns liegende Geschäftsjahr 2007/2008 brachte die größten Herausforderungen in der Geschichte der sino AG. Nach einem fulminanten Start mit dem besten ersten Quartal unseres zehnjährigen Bestehens und dem umsatz stärksten Handelstag im zweiten Quartal trübte sich das Börsenwetter dramatisch ein.

Im dritten Quartal hatten wir schließlich Börsenumsätze hinzunehmen, die um rund 50% unter dem Durchschnitt des letzten Jahres lagen. Die Finanzkrise lähmte die Märkte. Am 16. Juni haben wir ad hoc mitgeteilt, dass es durch die parallel deutlich rückläufigen Tradezahlen nicht mehr als wahrscheinlich gelten konnte, dass wir unsere Ergebnisprognose erreichen.

Aber der September brachte eine unverhoffte Wende: Die Achterbahnfahrt der Volkswagenaktie mag stellvertretend für die heftigen Kursaus schläge genannt sein, die der letzte Monat des Geschäftsjahres mit sich brachte. Zweistellige Kursauf - oder -abschläge bei internationalen Blue Chips wurden nahezu zur alltäglichen Praxis. Durch diese Volatilität und die großen Börsenum sätze stiegen die Handelsaktivitäten unserer Kunden erheblich. Das tsunamihafte Orderauf kommen und der überdurchschnittliche Erlös pro Order ließen uns schließlich den höchsten Monats gewinn in der Geschichte der sino AG verbuchen.

So gelang es uns, das Geschäftsjahr 2007/2008 der sino AG (01.10.2007–30.09.2008) nach dem spannenden Auf und Ab mit einem Jahresüber schuss von 2,79 Millionen Euro abzuschließen: nur leicht unter dem Rekordwert des Vorjahres. Der Gewinn pro Aktie beträgt 1,19 Euro. Auch unser Beteiligungsunternehmen tick -TS AG blickt mit einem höchst erfreulichen Ergebnis von 760.000 Euro auf ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und trägt mit 312.000 Euro zum Ergebnis der sino AG bei.

Für die Führungsrolle der sino AG als deutscher High -End -Anbieter ist es gerade in diesen

anspruchsvollen Marktszenarien kaum hoch genug einzuschätzen, dass die Handelsplattform sino MXPRO in den Tagen mit den höchsten Umsätzen 100,0 Prozent stabil zur Verfügung stand. Dafür einen herzlichen Dank an die kompetenten Software -Entwickler der tick -TS AG. Nicht zuletzt auch ihr Verdienst war es, dass die sino AG in einer Umfrage von Börse -Online als »heimlicher Gewinner« tituliert wurde und bei Euro am Sonntag als einziger Anbieter auf Platz 1 triumphieren konnte.

Auf dieser Basis fühlen wir uns auch für kommende Herausforderungen gut gewappnet und sind optimistisch, die sino AG weiterhin erfolgreich als den Anbieter für Heavy Trader führen zu können.

Zum Schluss wollen wir Sie schon heute für den 12. März 2009 zu unserer Hauptversammlung nach Düsseldorf einladen. Wir möchten auch in diesem Jahr eine attraktive Ausschüttung vornehmen und freuen uns, der Hauptversammlung eine Dividende von 0,80 Euro pro Aktie vorschlagen zu können.

Düsseldorf, im Januar 2009

Ingo Hillen Matthias Hocke

Vorstand sino AG Vorstand sino AG

9 sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 Inhaltsverzeichnis

  • 12 Highlights
  • 14 Kunst@sino
  • 16 Der Geschäftsverlauf
  • 22 Software -Tochter tick -TS AG
  • 23 Investor Relations
  • 24 Unternehmenskommunikation
  • 26 Ausblick
  • 27 Aufsichtsrat
  • 28 Bericht des Aufsichtsrats
  • 32 sino AG | Lagebericht
  • 46 sino AG | Gewinn - und Verlustrechnung
  • 48 sino AG | Bilanz 52 sino AG | Anhang
  • 58 sino AG | Anlagespiegel 60 sino AG | Bestätigungsvermerk
  • 61 sino AG | Erklärung der gesetzlichen Vertreter
  • 64 sino Konzern | Lagebericht
  • 80 sino Konzern | Bilanz
  • 82 sino Konzern | Gewinn - und Verlustrechnung
  • 84 sino Konzern | Kapitalflussrechnung
  • 86 sino Konzern | Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 90 sino Konzern | Anhang
  • 120 sino Konzern | Bestätigungsvermerk
  • 120 sino Konzern | Erklärung der gesetzlichen Vertreter

122 Impressum

Geschäftsbericht 01.10.2007 — 30.09.2008 Inhaltsverzeichnis

Unser Markt am Michigan-See: Chicago Board of Trade (CBOT)

Weltbekannt für die legendären Viehauktionen ist Chicago heute auch Sitz der größten Warentermin und Derivate-Börse der Welt. Seinen Anfang nimmt das CBOT um 1850 mit Kontrakten über die zukünftige Lieferung von Mehl, Grassamen oder Heu. Mittlerweile werden hier beinahe 1.000.000.000 Kontrakte jährlich abgewickelt – ein Volumen, das mit modernster Elektronik und per Ausruf bewältigt

wird. Hier handeln die Kunden der sino AG über die Handelsplattform sino MXPRO

www.cbot.com

Geschwindigkeit ist keine Hexerei. Daytrader benötigen dafür leistungsfähige Handelssysteme. Nur wirklich gute Tools versprechen profitable Geschäfte. Welche Broker das beste Angebot haben.

Den 25. Juli werden die Aktionäre der Münchener Rück so schnell nicht vergessen. An diesem Tag, um 10.34 Uhr und fünf Sekunden, servierte der DAX-Konzern ihnen via Ad-hoc-Meldung schwache Quartalszahlen. Der Gewinn hatte sich halbiert, gleichzeitig schoben die Münchner eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr hinterher. Anleger waren entsetzt, die Aktie rauschte in wenigen Minuten in den Keller. Doch wer blitzschnell reagierte, konnte daran verdienen. »Bereits zwölf Sekunden nach Veröffentlichung der Ad-hoc ging der erste unserer Kunden mit 10 000 Stück bei Münchener Rück short«, berichtet Ingo Hillen, Vorstand beim Broker sino AG. Beim Shortselling verkaufen Anleger Aktien, die sie nicht haben, in der Hoffnung auf fallende Kurse. Für den Shortseller lief das Münchener-Rück-Geschäft glänzend. »Bereits um 10.37 Uhr fing er an, die Positionen glattzustellen«, sagt Hillen. Mit schönem Gewinn. Denn die Münchener Rück fiel in diesen drei Minuten von 113,10 auf 108,10 Euro – mit der Spekulation waren also 4,5 Prozent Gewinn drin. Wer als Anleger solche Deals machen will, muss besonders fix sein. Da zählt oft jede Sekunde. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Handelssysteme der Broker. Ständige Realtime-Kurse, Einblick ins Orderbuch und Times & Sales, sind dabei ebenso Standard wie Informationssysteme über Nachrichten und Ad-hoc-Meldungen. Basis für das Geschäft der Daytrader sind volatile Märkte. Denn nur wo's stark schwankt, sind schnelle Schnäppchen drin. (…)

Daytrader setzen aber nicht nur auf Shortselling. Gutes und vor allem schnelles Geld lässt sich immer wieder mit Cross Border Trading verdienen. »Cross-Border-Geschäfte sind für Anleger

interessant, die Kursdifferenzen zwischen verschiedenen Börsen nutzen wollen«, erklärt Hillen. So kaufen clevere Trader eine US-Aktie je nach Marktlage billig an einer US-Börse und verkaufen sie fast zeitgleich einige Prozent teurer in Deutschland. In Kombination mit Shortselling bietet das schöne Gewinnmöglichkeiten.

Um wirklich schnell handeln und ihre Markterwartung exakt spielen zu können, nutzen Daytrader zahlreiche Orderzusätze. Besonders wichtig für sie ist dabei die Möglichkeit von Orderzusätzen wie Stops mit Limit, die Begrenzung der Gültigkeit von Auktionen und Immediate or Cancel, also die Vermeidung von Teilausführungen. Im Test erhalten Broker die Note »befriedigend«, wenn sie die grundlegenden Zusätze wie Stops und Limit bieten. Sehr gut sind Angebote, die dem Trader gleich eine Vielzahl von Orderzusätzen ermöglichen. Besonders umfangreich ist die Palette bei Interactive Brokers. Dort haben Anleger die Wahl unter rund 40 Zusätzen. Ähnlich umfangreich ist das Angebot bei sino. Neben vielen Grundeinstellungen können Anleger dort ihre Orderzusätze je nach Bedarf sogar einfach mit Excel selbst programmieren.

Mit Click-Trading bieten etwa CortalConsors und sino ein Werkzeug, mit dem Anleger einfach per Mausklick eine Order ins System einstellen können. Bei all diesen schnellen Handelsmöglichkeiten ist das eigene Kapital der Trader aber oft in kürzester Zeit auf verschiedene Positionen verteilt und ausgeschöpft. Um den Spielraum zu erweitern, bieten alle Broker im Test daher Wertpapierkredite an. Einige Anbieter räumen ihren Kunden für Intraday-Geschäfte sogar hohe Handelslinien bis zum Fünffachen des jeweiligen Eigenkapitals ein. Daytrader sollten zudem darauf achten, dass ihre Order schnell an die Börse geleitet wird. In aller Regel dauert das ein bis zwei Sekunden. Beim Traden auf Ad-hoc-Meldungen à la Münchener Rück hat man damit

dann fast immer die Nase vorn. Apropos Nase vorn: In unserem speziellen Test für Daytrader belegt sino mit 30 Punkten den 1. Platz. Dicht gefolgt von Interactive Brokers mit 29 Punkten, die nur beim außerbörslichen Handel leicht schwächeln. sino hat ein maßgeschneidertes Angebot für absolute Heavy Trader mit mindestens 25 000 Euro an eigenen Mitteln. Weniger aktive Kunden sind aber auch bei Etrade, die 27 von 30 möglichen Punkten erreichten, oder CortalConsors (25 Punkte) auf den Plätzen 3 und 4 gut aufgehoben.

Georg Pröbstl © €uro am Sonntag vom 24. August 2008

Blitzschnelle Gewinne sino hat wieder die Nase vorn« »

Nach der Vernissage ging's zur 10-Jahres-Party in die Raketenstation Hombroich. Auf dem ehemaligen NATO-Gelände ist heute die Stiftung Langen Foundation zu Hause. In diesen Räumen bot sich komfortabel Gelegenheit für manchen Smalltalk jenseits des Geschäftslebens. Ein guter Schluck und ein einladendes Büffet sorgten außerdem für beste Stimmung.

Im Laufe des weiteren Abends setzte Mel Gaynor, Drummer der Simple Minds, mit einem Schlagzeugsolo der Extraklasse einen unüberhörbaren Akzent und eröffnete den Tanz.

Auch an diesem Abend zeigte sich mal wieder, dass Heavy Trader nicht nur heavy traden, sondern auch heavy feiern können. Niemand wollte sich gerade diese sino Party entgehen lassen, da ja nicht jedes Jahr ein Zehnjähriges zu feiern ist.

Bitte Katalog bestellen

Wer die Bilder der Ausstellung »Money« noch einmal in Ruhe auf sich wirken lassen will, dem sei unser kleiner Katalog empfohlen, den wir auf Anfrage gerne zusenden.

sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 Kunst@sino

Ein zehnjähriges Bestehen feiert man ja nicht einfach mit einer netten Party – dachten wir uns. Es sollte schon etwas sein, an das man sich erinnern kann. Naheliegend war natürlich eine Fortsetzung unserer Ausstellungsreihe, die wir mit Mischa Kuball zum zweiten Börsenjubiläum begonnen hatten...

Mit Dr. Reinhard Spieler fanden wir einen Berater, dessen Kunstsachverstand außer Frage steht und dessen Energie groß genug ist, um so ein Projekt aktiv gestaltend zu begleiten. Als ehemaliger Mitarbeiter der Kunstsammlung NRW (heute Direktor am Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen), kannte er die Düsseldorfer Szene gut genug, um unseren dezenten Lokalpatriotismus bei der Auswahl der Künstler nicht zu kurz kommen zu lassen. Schon bald hatten wir uns auf das Ausstellungsthema »Geld« geeinigt.

Geld hat die Kunst schon immer interessiert

Geld ist natürlich etwas, das zum Brokerage gehört wie das Salz in die Suppe, und Geld ist auch etwas, das die Kunst schon immer interessiert hat: Nicht nur als Honorar, sondern auch als Thema. Als wir gemeinsam einen Querschnitt durch die aktuellen Produktionen junger Künstler zogen, fiel uns so viel Material in die Hände, dass wir bald sicher sein konnten, eine wunderbare Ausstellung zu bekommen. Es war spannend zu sehen, welche unterschiedlichen Perspektiven die Künstler so einem abstrakten Sujet abgewinnen konnten. Früh schon hatten

wir uns in die ironischen Zeichnungen des Düsseldorfer Akademie-Meisterschülers Markus Vater verliebt. Ebenso gefiel uns die künstlerische Fassung des Maestro Logos von Guido Münch (schauen Sie mal auf Ihre ec-Karte) sowie die hintergründigen Arbeiten von Timm Ulrichs.

Party in der Raketenstation

Mit einigem Stolz konnten wir auch die Fotoarbeit von Andreas Gursky integrieren, die wir auf einer Benefizversteigerung für unseren Konferenzraum erworben haben, und das »Dollarbündel«, das Ulli Maier schon 2004 für unsere Pressekonferenz zum Börsengang gestaltet hatte.

Daneben reihten sich nach und nach Arbeiten von Künstlern, die gerade beginnen, sich einen Namen zu machen, und Arbeiten von international renommierten Legenden wie Anton Stankowski oder Marcel Broodthaers. Wir können uns nicht genug bei Künstlern, Museen und Galerien bedanken, die auf die eine oder andere Art dazu beigetragen haben, diese Ausstellung in unseren Räumen möglich werden zu lassen.

Die Rede zur Eröffnung mit Kunden, Geschäftspartnern, Künstlern, Galeristen und Düsseldorfer Kunstfreunden hielt Dr. Spieler, dem wir natürlich schon persönlich gesagt haben, wie gerne unsere Kunden, unsere Gäste und wir von seinen unterhaltsam vorgetragenen Erläuterungen profitiert haben.

Die Architektur von Tadao Ando:

Langen Foundation

Heinrich Gartentor: Niesen, 2006

Money Art oder: die Art der Kunst mit Geld umzugehen

Nach dem sehr guten Abschluss des Geschäftsjahres 2006/2007 – das mit Abstand beste der sino AG überhaupt – sah es zu Beginn des neuen so aus, als ob sich die »Serie von Höhepunkten« fortsetzen ließe. Dazu ein Blick in die Statistik.

Die 615 Depots des Unternehmens erbrachten zwischen Januar und September 2007 insgesamt ein Ordervolumen von 38,4 Milliarden Euro, und jeder sino Kunde machte durchschnittlich 230 Trades im Monat. Zum Vergleich: Die Comdirect-Bank schaffte mit rund tausendmal mehr Kunden (600.000) im gleichen Zeitraum nur wenig mehr Volumen: 41,8 Milliarden Euro.

Entsprechend positiv begann das Geschäftsjahr 2007/2008. Hintergrund der erfreulich starken Handelsaktivitäten sind nicht zuletzt die umfangreichen Handelsmöglichkeiten der Trading-Plattform sino MXPRO. Über ein einziges System können Heavy Trader bei sino derzeit an 35 Börsenplätzen weltweit ordern. Dazu kommen 11 Direkthandelspartner im außerbörslichen Handel. Ständig werden zusätzliche Märkte angeschlossen. Anfang 2007 kam der Forex-Handel mit Währungen dazu, in den nächsten Monaten sollen US-Futures folgen.

Mit einem Ergebnis von 1,36 Millionen Euro war schließlich das erste Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008 das beste »erste« während des zehnjährigen Bestehens der sino AG – ein neuer Unternehmensrekord; der November 2007 endete übrigens als einer unserer profitabelsten Monate überhaupt.

Die Zahl der im gesamten Quartal ausgeführten Orders lag bei 328.361, ein Plus von 11% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Im zweiten Quartal erlebte der DAX am 21. Januar den bis dato größten Kursverlust seit dem 11. September 2001. Heavy Trader, die ihre Aktien schnell verkaufen wollten, waren gut beraten, Kunde der sino AG zu sein. Hier lief der Handel

über den sino MXPRO beruhigend reibungslos und – wieder einmal - einhundertprozentig stabil, das war bei anderen Anbietern anders.

Umsatzstärkster Tag der bisherigen Unternehmensgeschichte

Der 22. Januar 2008 markierte dann mit dem dreifachen Ordervolumen eines durchschnittlichen Handelstages eine Bestmarke als umsatzstärkster Tag der bisherigen Unternehmensgeschichte: An einem einzigen Tag führte das Unternehmen 16.735 Orders für seine Kunden aus - mehr als das Dreifache eines normalen Handelstages – ebenfalls bei stabilen und verzögerungsfrei funktionierenden Handelssystemen.

Diese Orderflut übertraf damit auch noch deutlich den bisherigen Rekord vom 27. Februar 2007 mit 15.172 Orders. Am Ende des Monats hatten sich die Tradezahlen gegenüber dem Vormonat mehr als verdoppelt. Ähnlich stark waren auch die Börsenumsätze gestiegen.

Ein weiteres Highlight des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2007/2008 war, dass die sino AG bei einer Umfrage des Anlegermagazins Börse-Online zum »Heimlichen Gewinner« avancierte und in 12 von 35 Einzelwertungen die beste Note erhielt, zum Beispiel in den Kategorien: Kursversorgung, Fachkompetenz der Mitarbeiter sowie Erreichbarkeit telefonisch und über das Internet an »hektischen« und »normalen« Börsentagen.

Für den offiziellen Platz 1 der Umfrage reichte die absolute Zahl der für sino abgegebenen Stimmen nicht aus, was aber angesichts der nach Hunderttausenden zählenden Kundschaft der Discount-Broker für einen High-End-Anbieter nicht überraschend sein kann. Im Februar und März entwickelten sich die Umsätze an allen deutschen Börsen saisonal untypisch: Im Februar fielen sie gegenüber dem Vorjahresmonat zum Beispiel um 23 Prozent.

Die Umsätze bei TecDAX und Auslandsaktien fielen im März gegenüber dem Januar 2008 um rund 45 Prozent.

Schließlich belief sich der Gewinn vor Steuern im zweiten Quartal auf 902.000 Euro. Das Ergebnis pro Aktie lag bei 0,26 Euro. Das war ein Minus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der Börsenflaute konnte die sino AG dennoch insgesamt ein »gutes« erstes Halbjahr melden (01.10.2007-31.03.2008).

Das war unter anderem auch auf die gestiegene Zahl der Futures-Orders, die an der Eurex ausgeführt werden, zurückzuführen. Hier konnte die sino AG gegenüber dem Vorjahresquartal eine Steigerung von mehr als 150 Prozent verzeichnen. Dies ist ein großer Erfolg der neu eingeführten Handelsoberfläche The GRID – auch wenn die Erlöse pro Trade geringer als bei Aktien ausfallen.

Börsenumsätze rund 50% unter dem Vorjahresniveau

Schließlich brachte das dritte Quartal Börsenumsätze, die rund 50 Prozent unter denen des Vorjahres lagen. Damit waren sie auf einem nicht zufrieden stellenden Niveau angelangt. Die Umsätze an allen deutschen Börsen sanken im August gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 50 Prozent. Die vorherige Panik vieler Investoren gerann zu Untätigkeit. Die Tradezahlen des Unternehmens verharrten im Sog der geringen Börsenumsätze auf einem ungewöhnlich niedrigen Niveau. Am 16. Juni teilte der sino Vorstand per Ad-hoc mit, dass es durch die mit den Börsenumsätzen rückläufigen Tradezahlen nicht mehr als wahrscheinlich gelten konnte, dass die ursprüngliche Ergebnisprognose erreicht würde.

Das Ergebnis des dritten Quartals endete dann im Rahmen der gesenkten Erwartungen. Mit einem Ergebnis vor Steuern von 485.000 Euro beschloss die sino AG das dritte Quartal des Geschäftsjahres. Damit hatte begonnen, was man im Rückblick

die Ruhe vor dem Sturm nennen kann. Immer häufiger machte die Finanzkrise bedrohliche Schlagzeilen, wahre Horrorszenarien zeichneten sich in den USA ab und mehr und mehr machten sich auch in Deutschland die Bären breit.

Am 15. Juli sackte der DAX auf ein Zweijahrestief und kam mit einem Tagestief von 6007 Punkten nur knapp über der 6.000er-Marke zum Halten – Schlusstand: 6.082, -1,9%. Ausgelöst hatte den Kurseinbruch unter anderem eine pessimistisch interpretierte Äußerung von FED-Präsident Bernd Bernanke. So dünnhäutig waren die Börsianer.

Aber neben den dramatischen Einbrüchen gab es im August auch kaum vorhersehbare Phasen des Aufschwungs. Bald wurden die ersten Investoren wieder optimistisch: Eine Daimler-Aktie kostete fast nur die Hälfte wie im November – ein Kaufsignal? Nicht zu vergessen die Dividendenrenditen mancher DAX-Werte: sechs, sieben oder gar acht Prozent... Nicht einmal der Ausruf des Ex-Notenbankers Alan Greenspan »Dies ist eine Jahrhundertkrise« konnte die Investitionsbereitschaft einzelner Anleger zähmen.

Euro am Sonntag: sino als einziger Anbieter auf Platz 1

Die nächste gute Nachricht für die sino AG kam am 24. August 2008: Euro am Sonntag hatte in ihrer aktuellen Ausgabe zehn Online-Broker für Daytrader getestet. Die sino AG hat als einziger Anbieter die volle Punktzahl und damit den ersten Platz in der Gesamtwertung erreicht. Im Verlauf des Septembers wurden die Kurse dann volatiler und volatiler – normalerweise ein von sino Heavy Tradern gesuchtes Umfeld. Dieses Mal waren die kurzfristigen Entwicklungen jedoch kaum in tragfähige Handelsstrategien umzusetzen. DAX-Gewinne oder Verluste von 2 oder fast 3 Prozent waren keine Seltenheit. Eine neue Qualität erhielt das Auf und Ab, als die

Der Geschäftsverlauf: Auf und Ab mit gutem Ausgang

Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fanny Mae verstaatlicht wurden.

Am 15. September kam dann der große Einbruch: Der »schwarze Montag« überraschte mit der Nachricht, dass Lehman Brothers Insolvenz anmelden mussten, Merrill Lynch verkauft wurde und der Versicherungskonzern AIG Milliardenkredite zum Überleben brauchte. Eine traditionsreiche amerikanische Investmentbank war gescheitert – und es gab keine Rettung. Wahrlich ein Einschnitt für die weitere Entwicklung der Banken und des Gesamtmarktes.

Vorzeigeunternehmen verschwanden vom Börsenparkett

Der DAX rauschte im Laufe des Tages unter die 6.000-Punkte-Marke und schloss bei minus 2,74 Prozent oder 6.064,16 Punkten. Auch die asiatischen Börsen reagierten mit großen Verlusten auf die dramatischen Veränderungen im amerikanischen Bankensystem.

Die knapper werdende Liquidität belastete bald die gesamte Wirtschaft, vor allem das Finanzwesen. Ehemalige Anhänger einer freien Marktwirtschaft riefen unversehens nach staatlichen Rettungspaketen in Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar. Am 16. September erlitt der Dow-Jones-Index den stärksten Tagesverlust seit Sommer 2002. Aber: Am folgenden Freitag verabschiedete sich der DAX mit einer Hausse von über 5 Prozent aus einer äußerst dramatischen Handelswoche. Einzelne Finanzwerte verbuchten Kursgewinne von über 14 Prozent.

Grund des Kursfeuerwerks war die Aussicht auf Gespräche zwischen der US-Notenbank und der amerikanischen Regierung über die möglichen Rettungsaktionen. Gleichzeitig erlebte die VW-Aktie eine »Short-Squeeze-Rally« (SPIEGEL Online) nie gekannten Ausmaßes.

In diesem Szenario von extremer Volatilität und

hoher Liquidität agierten die Heavy Trader der sino AG wieder äußerst lebhaft und profitierten abermals von der hohen Stabilität und Zuverlässigkeit der sino Handelssysteme. Aus Sorge, so genannte »Leerverkäufer« könnten auch deutsche Finanzinstitute in den Konkurs treiben, kündigte die BaFin eine schärfere Regulierung für »Short-Selling« an. Am Montag, dem 22. September, gehörte die sino AG wahrscheinlich zu den ersten Finanzdienstleistern in Deutschland, die den Erlass der BaFin schon vor Börseneröffnung zu 100 Prozent elektronisch umgesetzt hatten. Der sino Vorstand kommentierte den Erlass in der Presse mit deutlichen Worten.

»Wir halten die Verfügung der BaFin für unpräzise und die Aktienauswahl für willkürlich. Das Ganze wirkt ein wenig hektisch und nicht gut durchdacht«, zitierte die Financial Times Deutschland sino Vorstand Ingo Hillen. Und weiter: »Beispielsweise sind sowohl die Rechtsgrundlagen als auch die -folgen unklar.«

In den letzten Tagen des Geschäftsjahres 2007/2008 liefen die Börsen wieder deutlich nach unten. Die Finanzkrise zeigte sich jetzt auch mit aller Dramatik in Europa. So auch in Deutschland, wo beispielsweise die Hypo Real Estate in die Schlagzeilen kam. Der Markt pendelte knapp unter 6.000 Punkten, eine Grenze nach unten war nicht abzusehen.

Am 30. September 2008 gerieten die europäischen Börsen abermals in den Sog der Wallstreet. Die Verhandlungen über das 700 Milliarden schwere Rettungspaket, das die amerikanische Regierung für ihren Finanzsektor schnüren wollte, war im Repräsentantenhaus zunächst durchgefallen. Der DAX fiel um mehr als 2 Prozent auf 5667 Punkte. Finanztitel hatten weitaus heftigere Verluste, auch im zweistelligen Bereich, hinzunehmen. Experten zeigten sich entsetzt über das Scheitern der Rettungsversuche.

Die sino AG schloss nur leicht unter dem Rekordwert des Vorjahres

Trotz allem: Nach dem vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007/2008 hat die sino AG mit einem Jahresüberschuss von 2,79 Millionen Euro nur leicht unter dem Rekordwert des starken Vorjahres abgeschlossen. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 3,79 Millionen Euro – ein Rückgang von 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Tradezahlen gingen um 7,3 Prozent von 1,41 Millionen auf 1,30 Millionen zurück. Die Zahl der Depotkunden stieg um 1,5 Prozent auf 615; dabei wurden im laufenden Geschäftsjahr insgesamt 126 inaktive Kundendepots geschlossen – das entspricht rund 20 Prozent der aktuellen Kundenbasis.

Um die Konsequenzen der 2009 kommenden Abgeltungssteuer auf Veräußerungsgewinne für Heavy Trader zu minimieren, hat HSBC Trinkaus als konto- und depotführende Bank der sino Kunden schon erste Maßnahmen implementiert. Zum Beispiel können sino Kunden auf Veräußerungsverluste im Jahr 2009 unmittelbar nach

Abschluss des Verlustgeschäfts de facto eine 'Steuergutschrift' maximal bis zur Höhe der bereits bei HSBC Trinkaus gezahlten Abgeltungssteuer auf Veräußerungsgewinne bereits einen Tag nach Abschluss der Transaktion erhalten.

Das Thema Abgeltungssteuer und weitere juristische und fiskalische Themen wurden auch in der sino Akademie diskutiert – eine Veranstaltung, die das Unternehmen in unregelmäßigen Abständen in verschiedenen deutschen Städten abhält, um den Service für bestehende Kunden zu verbessern und mit neuen Heavy Tradern ins Gespräch zu kommen. Diese Reihe wird im neuen Geschäftsjahr fortgesetzt.

Entwicklung der Trades pro Monat Quelle: SES

sino Poster, World of Trading, November 2008

Unser Markt auf 1.700 m Höhe: JSE (Johannesburg Stock Exchange)

Johannesburg, auf Zulu »iGol« (Die Goldene Stelle), ist mit acht Millionen Einwohnern die größte Stadt im südlichen Afrika. Seit rund drei Millionen Jahren leben Menschen hier. Das heutige Johannes burg wurde 1886 als Goldgräber -Siedlung gegründet. Schon ein Jahr später entstand die erste Börse. Seit 1996 läuft der Handel über eine elektronische Plattform – seit 2002 in Partnerschaft mit der London Stock Exchange. Kunden der sino AG handeln hier telefonisch.

www.jse.co.za

22 23 sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 Investor Relations

Die im Verlauf des Geschäftsjahres mehrfach ausgezeichnete Trading-Plattform für Kunden der sino AG wurde von der tick Trading Software AG (tick-TS) entwickelt, an der die sino AG maßgeblich beteiligt ist (43,2 Prozent).

Das Magazin Börse-Online kürte die sino AG in seiner Ausgabe vom 14. Februar 2008 nicht zuletzt aufgrund der Bestnoten für ihr Handelssystem sino MXPRO zum »heimlichen Gewinner« bei der Umfrage nach dem Broker des Jahres. In den Kategorien Kursversorgung, Schnelligkeit der Orderabwicklung und Ordermaske wurde jeweils der erste Platz erreicht. Am 24. August 2008 berichtete das Anlegermagazin »Euro am Sonntag« über die Vorteile eines »blitzschnellen« Handelssystems, wie es der sino MXPRO nach Meinung der Experten darstellt.

Unter dem Namen TradeBase MX wird das System auch an institutionelle Interessenten vertrieben. Insgesamt zählt das Unternehmen 1.700 User im System bei rund 80 verschiedenen Kunden.

Für ihren Kunden HSBC Trinkaus hat die tick-TS AG in ihrem abgelaufenen Geschäftsjahr (01.10.2007-30.09.2008) die Zukunft des Fondshandels eingeläutet: Als erste Bank in Deutschland verfügt HSBC Trinkaus seit dem Sommer 2008 über die technischen Voraussetzungen, Fondsorders per »HSBCfast« automatisch abzuwickeln und damit Fehler zu vermeiden und neue Märkte zu erschließen.

Eine gemeinsame Tochterfirma der tick-TS AG und der sino AG ist die Trade Haven GmbH. Das Unternehmen hat sich mit zwei Rechenzentren in Frankfurt und Düsseldorf erfolgreich darauf spezialisiert, Wertpapier-Handelsprogramme wie den sino MXPRO, Kurssysteme und Börsen-Schnittstellen im Auftrag ihrer Kunden zu betreiben und zu warten.

Das Angebot wird von mehr und mehr Marktteilnehmern in Anspruch genommen und so hat sich diese gemeinsame Gründung von sino AG und tick-TS AG erfolgreich entwickelt. Zu den Kunden der Trade Haven GmbH zählen Privatbanken, Brokerhäuser, Makler, Daytrader, Vermögensberater etc.

Das Ergebnis der Trade Haven GmbH lag im Berichtszeitraum mit -76.000 Euro im Rahmen der Erwartungen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Trade Haven GmbH ein positives Ergebnis.

Das Geschäftsergebnis der tick-TS

Die tick-TS AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Ergebnis nach Steuern um 56 Prozent auf 760.000 Euro gesteigert.

Sie wird ihren Bilanzgewinn wie im letzten Jahr vollständig an die Aktionäre ausschütten. Dadurch ergibt sich im Geschäftsjahr 2008/2009 für die sino AG ein nahezu steuerfreier Beteiligungsertrag von 312.000 Euro bzw. 0,13 Euro pro sino Aktie.

Software-Tochter tick-TS sammelt Erfolge: Bei Privaten und Institutionellen gut im Geschäft

sino Investor Relations: Im Dialog mit Analysten und Anlegern

Das am 30. September beendete Geschäftsjahr 2007/2008 war von außerordentlichen Höhen und tiefen Tälern geprägt. Stand der DAX im ersten Quartal noch bei rund 8.000 Punkten, so fiel er bis zum ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres um fast die Hälfte: auf rund 4.000 Punkte. Die Spannweite, in der die Analysten die sino Aktie (XTP, WKN 576550) sahen, war nicht ganz so breit, aber der Wert schwankte zwischen 9 und 19 Euro.

Empfahl SRC im ersten Analystenurteil des neuen Geschäftsjahres am 21. November 2007 noch »Kaufen!« mit Kursziel 23,00 €, konnte sich die Aktie den sommerlichen Turbulenzen in der Folge der Finanzkrise nicht entziehen. Zusätzlich wurde der Wert durch die außerordentlich stark zurückgehenden Börsenumsätze belastet, die für spürbare Einbußen bei den Erlösen sorgten.

Die Aktie wurde daraufhin von verschiedenen Analysten deutlich unter 20,00 € gesehen, startete aber am 08. November nach einem SES Update wieder mit 13,50 € in das neue Geschäftsjahr 2008/2009.

Gerade in diesen turbulenten Phasen konnte das Unternehmen mit seiner offenen und transparenten Kommunikationspolitik überzeugen. Jeweils zum fünften Bankarbeitstag des Monats wurden konsequent die Tradezahlen per Pressemitteilung veröffentlicht und auf der Website (www.sino.de) zusammen mit der regelmäßigen Pressemitteilung dokumentiert.

Jenseits aller Kursschwankungen erhielt die Dividendenpolitik des Unternehmens Lob und sorgte für positive Schlagzeilen. Ebenso war die Stabilität des Handelssystems sino MXPRO ein ergiebiges Thema. Über 1,3 Millionen Trades wurden darüber abgewickelt. Genauer: »615 Heavy Trader schaffen beinahe das gleiche Ordervolumen wie 600 000 Kunden bei Comdirect« (Euro am Sonntag, 02.12.2007).

Alles in allem haben sich die sino AG und ihr Vorstand mittlerweile zu einer Referenzadresse im Online-Brokerage entwickelt. Wenn etwas los ist im Markt, sprechen Journalisten den sino Vorstand an, um zu hören, was die Meinung der Insider ist. So auch gegen Ende des Geschäftsjahres, als die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angesichts der sich verschärfenden Bankenkrise in den USA auch in Deutschland ausgewählte Aktien der Finanzbranche unter Short-Verbot stellte. BaFin-Präsident Jochen Sanio hatte gesagt: »In der derzeitigen Marktsituation kann Shortselling Finanzunternehmen in den Untergang treiben«.

Mit seinem Kommentar auf Börsenradio-Network fand sino Vorstand Ingo Hillen am 22. September 2008 auch im Online-Bericht der FAZ Widerhall: »Unternehmen gehen nicht durch Leerverkäufe unter, sondern durch schlechtes Management.« Auch die Financial Times Deutschland berichtete.

Zehn Jahre ist es her, dass sich die sino AG mit dem Claim »High End Brokerage« vom Rest der Online-Broker absetzte und sich konsequent auf die Abwicklung von Wertpapiergeschäften für die aktivsten und anspruchsvollsten Kunden in Deutschland spezialisierte. 2008 ist das Unternehmen schon lange kein Anbieter unter anderen mehr und taucht regelmäßig in Tests und Umfragen der einschlägigen Anlegermagazine auf den ersten Plätzen auf – zuletzt in »Der Aktionär« vom 14. Februar und »Euro am Sonntag« vom 24. August 2008.

Zum zehnjährigen Jubiläum wurde auch das bisherige Erscheinungsbild des Unternehmens behutsam der jungen und anspruchsvollen Klientel angepasst. Das bisherige Logo wurde

modernisiert. Es war gestaltet aus der Schrift »Rotis«, mit der Designerlegende Otl Aicher die Kluft zwischen klassischen Antiqua- und moderneren Schriften schließen wollte. Das Ergebnis galt aber bei zahlreichen Fachleuten gleichzeitig als »eigenartig unentschlossen« (FontShop).

In keiner anderen Disziplin als im Corporate Design wird jedoch mehr Durchsetzungskraft von einer Schrift gefordert, die hier von der Visitenkarte bis zum Messedisplay uneingeschränkt funktionieren muss.

Die jetzt bei sino neu als Logo- und Hausschrift eingesetzte FF Fago ist eine ideale Corporate Schrift. Gestaltet wurde dieser moderne Klassiker mit seinen vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Ole Schäfer, Vertreter einer neueren Designergeneration, die auf Schlichtheit und Geradlinigkeit setzt.

»Beispielhaft«: Der sino Geschäftsbericht in der Edition Deutsche Standards

Entsprechend überarbeitet wurden auch die Designs von Anzeigenauftritt und Geschäftsbericht. Der Berichtsband 2006/2007 im neuen Design fand schon bei externen Fachleuten Anklang. Die Edition »Deutsche Standards – Beispielhafte Geschäftsberichte« nahm die Veröffentlichung der sino AG in die Ausgabe 2008 auf. Der Verlag erklärt dazu: »Es sind jene Publikationen, die sich durch gestalterischen Mut, Transparenz und sprachliche Qualität auszeichnen.« Andere Geschäftsberichte, die dort Erwähnung fanden, waren z.B. Deutsche Bank, Porsche und ThyssenKrupp.

In Vorbereitung ist auch der Relaunch der Website des Unternehmens, der ebenfalls durch das neue Design gekennzeichnet sein wird. Die sino Akademie, eine Seminarreihe, bei der von Hamburg über Berlin bis München professionelles Know-how für sino Kunden und

Werbung und Public Relation: sino im neuen Corporate Design

interessierte Heavy Trader präsentiert wird, hat sich für das Unternehmen zu einem effektiven Instrument der Neukundengewinnung entwickelt.

Besonders geschätzt wurde von den Teilnehmern der vorausschauende Umgang mit der Zinsabschlagssteuer. In den Seminaren der sino Akademie wurden professionelle Tipps von erfahrenen Wertpapierspezialisten und Anwälten geliefert.

Ebenfalls in diesem Rahmen wurde im dritten Quartal die Version 3.2 der Handelsplattform sino MXPRO vorgestellt: mit integrierten Realtime-News, weiteren internationalen Börsenanbindungen und neuen Funktionalitäten.

Darüber hinaus zeigte das Unternehmen mit seinen Produkten Präsenz auf verschiedenen Börsentagen und Messen. So zum Beispiel auf der Traders World vom 16. bis 17. November 2007 in Frankfurt und auf der Invest vom 11. bis 13. April 2008 in Stuttgart. In beiden Fällen gelang es, neue Kontakte zu interessierten Heavy Tradern zu schließen und ihnen beim Probehandeln mit The GRID im sino MXPRO ein eindrückliches Produkterlebnis zu vermitteln.

Insgesamt erschienen im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 20 größere Artikel über die Aktivitäten und Chancen der sino AG. Unter den Medien fanden sich sowohl Special-Interest-Titel wie die Börsenzeitung, Der Aktionär, Börse-Online oder Focus Money, aber auch überregionale Tageszeitungen wie Die Frankfurter Allgemeine, das Handelsblatt, die Süddeutsche Zeitung oder die Financial Times Deutschland.

Der Tenor der Veröffentlichungen war durchweg positiv und wohlwollend. Vergleichsweise regelmäßig wurde von boerse.ARD.de über die Tradezahlenstatistik der sino AG berichtet.

Zusätzlich erschienen zahlreiche Publikationen in einschlägigen Branchendiensten und Analystenhäusern (vgl. Kapitel Investor Relations), die sich dezidiert mit Investor-Relations-Themen der sino AG beschäftigten.

Stellvertretend wurde ein längerer Beitrag in Euro am Sonntag zu Beginn des Geschäftsberichts abgedruckt. Eine Auswahl weiterer Veröffentlichungen über das Unternehmen befindet sich im Pressezentrum unter www.sino.de.

»Beispielhaft«: Der sino Geschäftsbericht 2006/2007 in der Edition Deutsche Standards

sino Anzeige im Traders' Magazin 10/2008

Wie das alte Geschäftsjahr endete, begann das neue...

Die ungebrochene Volatilität der Märkte sorgte unentwegt für Kursschwankungen in neuen Dimensionen. Der 06. Oktober ging als »Trauma-Tag« (SPIEGEL-Online) in das Tagebuch der Weltbörsen ein – DAX und Dow Jones testeten neue Tiefststände. Am 08. Oktober schloss der DAX 6 Prozent unter Vortagesniveau, nachdem er zwischenzeitlich über 8 Prozent verloren hatte und unter die 5.000er-Marke gefallen war. Am 10. Oktober ging es zeitweise um fast 10 Prozent nach unten, um am 13. – nach der Vorstellung des Banken-Rettungsplanes durch die US-Regierung – wieder deutlich ins Plus zu drehen – und so weiter …

Das beste Monatsergebnis der Geschichte

Die sino AG verzeichnete in diesem Umfeld die größte Anzahl von Trades und das mit Abstand beste Monatsergebnis ihrer Geschichte. Der Handel an allen wichtigen Börsen über den sino MXPRO war auch und gerade an den Tagen mit den größten Handelsumsätzen jederzeit zu 100 Prozent und ohne jegliche Verzögerungen möglich.

Ebenso sorgte der November für geschäftliche Dynamik. Nachdem die Börsen weltweit deutliche Verluste hinnehmen mussten (der DAX fiel beispielsweise bis in die Nähe der 4.000er-Marke), gab es am 24. November ein Kursfeuerwerk sondergleichen: Gute Vorgaben aus den USA ließen den DAX rund 10 Prozent nach oben schnellen.

Alles in allem brachte der November ein eher durchschnittliches Ergebnis. Im Dezember entwickelten sich die Börsenumsätze erwartungsgemäß auf eher niedrigem Niveau. Insgesamt wurden im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 allerdings sehr erfreuliche 394.000 Orders abgewickelt - ein Plus von 20,0% gegenüber dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008. Das Ergebnis des gesamten ersten Quartals des Geschäftsjahres 2008/2009 dürfte dementsprechend hervorragend ausfallen.

Angesichts der fortdauernden Finanz- und Wirtschaftskrise ist eine Prognose über die Entwicklung der Märkte in den kommenden Quartalen des restlichen Geschäftsjahres so schwierig wie die Vorhersage des Kursverlaufs einzelner Wertpapiere. Deshalb verzichtet der Vorstand der sino AG im Moment auf eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2008/2009.

Dr. Volker Lang, Vorsitzender des Aufsichtsrats der sino AG, hat sein Amt niedergelegt. Der Vorstand dankt ihm für sein Engagement und seine Expertise. Zum Nachfolger hat der Aufsichtsrat der sino AG am 06. Juni 2008 Rechtsanwalt Dr. Robert Manger gewählt.

Dr. Robert Manger ist Partner einer internationalen Anwaltssozietät in Düsseldorf. Er hat seinen Schwerpunkt im Bereich Gesellschaftsrecht und Mergers & Acquisitions.

Er studierte an der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, und promovierte an der Universität Hannover.

Der Aufsichtsrat der sino AG besteht damit aus Dr. Robert Manger als Vorsitzendem und Hans-Hugo Hocke als stellvertretendem Vorsitzenden sowie dem Aufsichtsrat Gerd Goetz.

Dynamischer Start ins neue Geschäftsjahr: 01. Oktober 2008 – 31. Dezember 2008

Der neue Vorsitzende des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrates der sino Aktiengesellschaft über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lage- sowie des Konzernlageberichtes und des Vorschlages des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns für das zum 30. September 2008 geendete Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat der sino AG erstattet gemäß § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für die betreffend das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2007 bis zum 30. September 2008 (nachfolgend das »Geschäftsjahr 2007/2008«) vorzunehmenden Prüfungen.

Wir haben uns im Geschäftsjahr 2007/2008 in den Aufsichtsratssitzungen umfassend vom Vorstand über die Lage der sino AG sowie der mit der sino AG verbundenen Unternehmen unterrichten lassen und so die Geschäftsführung des Vorstandes während des Geschäftsjahres geprüft und überwacht. Insbesondere haben wir mit dem Vorstand über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik beraten.

Während des Berichtszeitraumes hatte der Vorstand den Aufsichtsrat über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens laufend unterrichtet. Schwerpunkt der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die fortlaufende Erweiterung des Dienstleistungsangebotes an die Kunden der Gesellschaft sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens in der Zukunft.

Insgesamt hat der Vorstand sämtliche wichtigen Themen laufend mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Während des Geschäftsjahres fanden drei Sitzungen des Aufsichtsrates – am 14.01.2008, am 16.06.2008 und am 27.08.2008 – statt; zudem erfolgte am 09.06.2008 eine telefonische Aufsichtsratssitzung. Ausschüsse hat der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat nicht gebildet. Auch im Geschäftsjahr 2007/2008 hat sich die Gesellschaft dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Stand: 14.6.2007) unterworfen und die »Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der sino Aktiengesellschaft zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG« entsprechend angepasst.

In seiner Sitzung vom 16.06.2008 hat sich der Aufsichtsrat unter anderem mit den Bestellungen der Vorstandsmitglieder befasst und beide Vorstandsmitglieder neu bis zum Juni 2013 bestellt.

Der vom Vorstand für das zum 30. September 2008 geendete Geschäftsjahr aufgestellte Jahresabschluss sowie der aufgestellte Konzernabschluss und der Lage- sowie der Konzernlagebericht der sino Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Warth & Klein GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht der sino AG, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An den Beratungen hierzu hat der Abschlussprüfer gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der jeweilige Prüfungsbericht und angrenzende Themen wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dem Ergebnis der Prüfung durch die Warth & Klein GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stimmen wir zu.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den

Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht der sino AG für das Geschäftsjahr 2007/2008. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der vormalige Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft, Herr Dr. Lang, ist aus zeitlichen Gründen mit Wirkung zum 30.05.2008 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Wir danken Herrn Dr. Lang für die lange und konstruktive Zusammenarbeit.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Düsseldorf, den 12. Januar 2009

Dr. Robert Manger Vorsitzender des Aufsichtsrates

Bericht des Aufsichtsrates der sino Aktiengesellschaft

Unser Markt in Nippon: Tokyo Stock Exchange (TSE)

Nicht weit vom Tokioter Stadtteil Ginza liegt der Tsukiji Fischmarkt, der größte der Welt: Über 2000 Tonnen Fisch von 400 Arten aus allen Himmelsrichtungen wechseln hier täglich den Besitzer. Etwas weiter südlich liegt das traditionsreiche Kabuto -cho Viertel, in dem auch die Büros der Tokyo Stock Exchange liegen – gegründet 1878 und heute nach New York die zweitgrößte Börse der Welt. Hier handeln die Kunden der sino AG über die Handelsplattform sino MXPRO

Fischmarkt Tsukiji

www.tse.or.jp

ergebnis des Vorjahres liegt. Dennoch konnte die zu Anfang des Geschäftsjahres aufgestellte Gewinnprognose eines Ergebnisses zwischen 4,5 und 5,5 Millionen Euro vor Steuern, vor dem Hintergrund anhaltender schwacher Börsenumsätze, nicht mehr aufrechterhalten werden. Im Geschäftsjahr gingen die Gesamterlöse der Gesellschaft um 8,8% von 14,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 13,1 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag bei 3,79 Millionen Euro nach 5,0 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss betrug 2,79 Millionen Euro und lag damit lediglich rd. 7% unter dem Vorjahreswert. Dieser nur leichte Rückgang lässt sich vor allem durch eine niedrigere Steuerquote von lediglich 26,35% erklären. Die sino AG ist trotz ihres Einspruchs — das Unternehmen führt keine Konten und Depots für Privatkunden — zur Mitgliedschaft in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) verpflichtet worden.

Weiterhin konnte die sino AG auch im abgelaufenen schwierigen Geschäftsjahr von ihrem Status als börsennotierter Online-Broker profitieren und hat ein weitreichendes und regelmäßig positives Medienecho erfahren. Beachtung findet weiterhin auch die monatliche Veröffentlichung unserer Tradezahlen, die parallel mit der Ver-öffentlichung der comdirect Bank über ihre abgewickelten Orders stattfindet. So belegte die Gesellschaft am 24. August im Test der Zeitschrift »Euro am Sonntag« mit 30 von maximal 30 Punkten den alleinigen 1. Platz. Auch beim Wettbewerb »Online-Broker des Jahres« der Zeitschrift Börse-Online erzielte die sino AG die beste Durchschnittsnote. Am 24. März 2008 jährte sich zum zehnten Mal die Gründung der sino Wertpa-pierhandelsgesellschaft mbH, die am 01. August 2000 in eine AG umgewandelt wurde und seit dem 27. September 2004 börsennotiert ist. Das Unternehmen nahm den Jahrestag zum Anlass, sich am 29. März vor allem bei Kunden,

den Mitarbeitern und Geschäftsfreunden mit einer besonderen Feier für zehn erfolgreiche Jahre zu bedanken und mit neuen Partnern ins Gespräch zu kommen.

Die sino AG schreibt auch mit diesem Ergebnis seit nunmehr zehn Jahren kontinuierlich schwarze Zahlen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entwickelte sich in den letzten drei Jahren wie folgt: 2005/2006: 4,4 Mio. Euro, 2006/2007 5,0 Mio. Euro, 2007/2008 3,8 Mio. Euro. Wie in den vergangenen Jahren hatten auch in diesem Jahr der außerordentliche Einsatz aller sino Mitarbeiter und die sehr gute Zusammenarbeit mit unserem Tochterunternehmen tick-Trading Software AG, Düsseldorf (tick-TS AG), wesentlichen Anteil an dem trotz des schwierigen Marktumfeldes guten Ergebnis. Die sino AG hält unverändert 43,2% des Grundkapitals der tick-TS AG.

II. Mitarbeiter und Vergütungsbericht

Zum Bilanzstichtag waren, einschließlich des Vorstands und der Auszubildenden, 25 Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt. Neueinstellungen im laufenden Geschäftsjahr betrafen nur die Buchhaltung. Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Buchhaltung, Technik und Kundenbetreuung unterteilen. Die Überwachung des Risikos aus Kundenpositionen bzw. aus dem Handel der Kunden wurde in Zusammenarbeit mit HSBC Trinkaus & Burkhardt AG weiter intensiviert. Vor dem Hintergrund des stetig erweiterten Produktangebotes (z.B. Einführung neuer Börsenplätze und Release der Handelsplattform sino MXPRO) bewegen sich die Anforderungen an die Mitarbeiter kontinuierlich auf hohem Niveau und haben auch in diesem Jahr teilweise zugenommen. Das Unternehmen trägt diesen gehobenen Anforderungen weiterhin durch stetige Mitarbeiterschulungen sowohl intern als auch extern Rechnung, die von den Mitarbeitern gerne

A. Konjunkturelle Entwicklung

I. Gesamtwirtschaft

Das reale Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland in den ersten drei Quartalen des Kalenderjahrs 2008 um etwa 1,7% gewachsen. Ende des Jahres 2007 hatte die Regierung noch mit einem Wirtschaftswachstum von 2,0% gerechnet. Die unklaren Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise, der starke Euro und der hohe Ölpreis belasteten die Märkte Anfang 2008 jedoch zunehmend, so dass die Prognose bereits im Januar auf 1,7% korrigiert werden musste. Im zweiten und im dritten Quartal wurden sogar negative Wachstumsraten verzeichnet. Doch nicht nur Deutschland ist von einer Rezession betroffen, auch die USA und der gesamte europäische Raum sind in die Rezession abgeglitten.

Trotz des starken Euros und der sich abkühlenden Konjunktur blieben die Exporte zunächst überraschend stabil. Im August allerdings fielen die deutschen Ausfuhren dann so stark wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Im September konnten die Exporte hingegen wieder leicht gesteigert werden. Nach Einschätzung der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) wird China dieses Jahr wahrscheinlich noch Deutschland als Exportweltmeister ablösen, nachdem China erst in diesem Jahr die USA von dem zweiten Platz verdrängte.

II. Wertpapiermärkte

Die Lage am Aktienmarkt war im abgelaufenen Geschäftsjahr – vor allem durch die Verschärfung der Finanzkrise – angespannt. Im Zeitraum vom 01.10.2007 bis zum 30.09.2008 verlor der Deutsche Aktienindex DAX rund 26%. Die Entwicklung der Aktienmärkte war gleich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres durch ein hohes Maß an Volatilität

geprägt. So schwankten sowohl der Nikkei und der Dow als auch der DAX-Index häufig täglich um mehrere Prozentpunkte. Der November 2007 stand bereits ganz im Zeichen der amerikanischen Immobilienkrise, die die Anleger zunehmend verunsicherte. Vor allem Banktitel standen auf der Verkaufsliste. Durch das Eingreifen der Notenbanken erholten sich die Börsen jedoch. Der DAX überwand im Dezember gleich mehrmals die 8.000er-Marke, ohne sie jedoch dauerhaft zu überschreiten. Im Kalenderjahr 2007 konnte der DAX ein Plus von 22,3% verzeichnen. Der Start in das Jahr 2008 fiel jedoch sehr schlecht aus. Innerhalb von drei Wochen gab der DAX um mehr als 15% nach. Ein Auslöser waren die Fehlspekulationen der Société Générale. Nach den hohen Börsenumsätzen im Januar halbierten sich diese bis Juni und gingen somit auf das niedrigste Niveau seit zwei Jahren zurück.

Die Neuemissionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr war analog zu der schwachen Verfassung der Gesamtbörsen deutlich rückläufig.

B. Entwicklung der Gesellschaft

I. Geschäftsverlauf

Die sino AG ist der einzige deutsche Online Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut. Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dies umfasst leistungsfähige und stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service und Konto- und Depotführung über HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf. Die Entwicklung der Gesellschaft in den zwölf Monaten des Geschäftsjahres war vor dem Hintergrund der sehr schwierigen Entwicklung der Aktienmärkte und der insgesamt deutlich gesunkenen Börsenumsätze zufriedenstellend, so dass das Ergebnis nur leicht unter dem Rekord-

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007/2008

üblich. Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft, tick–TS AG, Düsseldorf, an der die sino AG mit 43,2% beteiligt ist, verlief auch in diesem Jahr, insbesondere vor dem Hintergrund der nachlassenden Börsenumsätze sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten. In der Gesellschaft sind unter Einbeziehung des Vorstandsmitgliedes Herrn Oliver Wagner acht Mitarbeiter angestellt; zwei der Mitarbeiter übernehmen, bei wichtigen Kunden zusammen mit Herrn Oliver Wagner, parallel auch Vertriebsaufgaben. Oliver Wagner, Matthias Hocke und Ingo Hillen sind Vorstände der tick-TS AG.

Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen zu entwickeln. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, konnte die tick-TS AG auch in diesem Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit HSBC Trinkaus & Burkhardt AG betreut die tick-TS AG unter anderem das Bankhaus MM Warburg & CO KGaA, Hamburg, als Kunden. Kooperationsgespräche mit weiteren größeren Banken, auch im europäischen Ausland, laufen und sind teilweise im fortgeschrittenen Stadium.

Es ist beabsichtigt, den Gewinn der tick-TS AG für das Geschäftsjahr 2007/2008 vollständig an die Gesellschafter auszuschütten; hieraus erwartet die sino AG einen Beteiligungsertrag in Höhe von rund 312 TEUR bzw. 0,13 Euro pro Aktie der sino AG.

An der Trade Haven GmbH ist die sino AG mit 46,25% am Stammkapital von 200.000 Euro beteiligt. Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Trade Haven GmbH im Geschäftsjahr 2007/2008 betrug -76 TEUR und lag damit innerhalb der Erwartungen. Zur Vermeidung einer Überschuldung der Trade Haven GmbH und zur Sicherstellung der Liquidität hat die sino AG gegenüber der Gesellschaft eine Rangrücktritts- und Patronatserklärung abgegeben, so dass die weitere Entwicklung der Gesellschaft sichergestellt ist. Für das neue Geschäftsjahr erwarten wir planmäßig eine erhebliche Ergebnisverbesserung.

Aufgrund der hohen Bedeutung der tick-TS AG und der Trade Haven GmbH sowie der bestehenden einheitlichen Leitung durch die sino AG wurde auch für das Geschäftsjahr 2007/2008 ein Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt, in dem die Jahresabschlüsse der sino AG, der tick-TS AG und der Trade Haven GmbH konsolidiert wurden.

Die im vorangegangenen Geschäftsjahr erworbene sino institutional GmbH, Düsseldorf, ist derzeit noch nicht operativ tätig.

V. Investitionen und Produktinnovationen

Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in EDV-Hardware investiert. Der sino MXPRO wurde von der tick-TS AG laufend weiterentwickelt und die verschiedenen Updates den sino Kunden zur Verfügung gestellt. Die Futures-Handelsoberfläche »The Grid« des sino MXPRO wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr stark beworben und erfreut sich bei Kunden und Interessenten großer Beliebtheit. Unsere Seminarreihe

angenommen werden. Regelmäßig durchgeführte Leistungskontrollen bestätigen dies. Zudem nahmen Mitarbeiter an Seminaren zum Thema Interne Revision, Compliance und Steuerrecht teil. Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil.

Die Abteilungen Backoffice, Controlling, Buchhaltung, Technik sowie die Rechtsabteilung erhalten ein Grundgehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige leistungsbezogene Entgelte. Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist noch stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten, wie die soziale Kompetenz, berücksichtigt.

Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter. Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1.050 TEUR. Die Vorstandsbezüge setzen sich aus laufenden Bezügen (Fixum und PKW-Gestellung) in Höhe von 492 TEUR (Ingo Hillen: 252 TEUR, Matthias Hocke: 240 TEUR) sowie

gewinnabhängigen Bezügen in Höhe von 558 TEUR (Ingo Hillen: 279 TEUR, Matthias Hocke: 279 TEUR) zusammen. Der Vorstand hat sich die Tantieme für das Geschäftsjahr 2006/2007 in Höhe von TEUR 598 nicht auszahlen lassen, sondern aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen in sogenannte Lebensarbeitszeitkonten eingebracht. Das diesbezügliche Wertguthaben, das von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist, wird dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt. Der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamtbetrag für Bezüge des Aufsichtsrates belief sich auf 34 TEUR. Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2007/2008 10 TEUR anteilig auf Herrn Dr. Lang, anteilig 5 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 11 TEUR auf Herrn Hans-Hugo Hocke sowie 8 TEUR auf Herrn Gerd Goetz.

III.Kundenzahl und Ordervolumen

Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch unsere Kunden verharrte auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99% aller insgesamt aufgegebenen Orders. Wir haben auch in diesem Geschäftsjahr die Zahl unserer Depotkunden um 1,5% auf 615 steigern können — dabei wurden insgesamt 126 inaktive Kundendepots geschlossen. Die Anzahl der ausgeführten Orders ging gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 7,8% von 1,41 Millionen auf 1,30 Millionen zurück.

IV. Verbundene Unternehmen

Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handelsfrontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MXPRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist markt-

sprechen die Regelungen in § 5 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 5 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Derzeit sind zwei Vorstandsmitglieder bestellt. Die aktuellen Verträge mit den Vorständen haben eine Laufzeit bis zum 30.06.2013. Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Diese Beschlüsse bedürfen in der Regel einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. In denjenigen Fällen, in denen das Gesetz einer derartigen Regelung nicht entgegensteht, genügt gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung der sino AG die einfache Mehrheit der Stimmen und in den Fällen, in denen das Gesetz neben der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit erfordert, die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Die Ausgabe von Aktien oder ein Aktienrückkauf bedürfen vorheriger Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft, etwa in Form von Beschlüssen über reguläre Kapitalerhöhungen, über bedingte oder genehmigte Kapitalia, Beschlüssen über den Erwerb eigener Aktien gem. § 71 AktG oder über die Einziehung von Aktien nach den Vorschriften über die Herabsetzung des Grundkapitals. Gemäß § 4 der Satzung der sino AG besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG; der Vorstand ist hiernach ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Mai 2010 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 1.168.750,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen. Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern. Derzeit bestehen keine Hauptversammlungsbeschlüsse, die den Vorstand ermächtigen, eigene Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen oder einzuziehen. Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es existieren keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Mitarbeitern der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebotes.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen

'sino Akademie', mit der wir gezielt bestehende Kunden und Interessenten ansprechen, wurde weiter ausgebaut. Innerhalb dieser Veranstaltung werden Tipps und Tricks zur Nutzung des sino MXPRO vorgestellt und Informationen zur Abgeltungsteuer dargestellt sowie rechtliche Aspekte des Wertpapierhandels von einem Rechtsanwalt erläutert.

Wir haben mit diesen Veranstaltungen, die in verschiedenen Städten in ganz Deutschland stattfinden, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einige neue Kunden gewinnen können.

VI. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das gesamte gezeichnete Kapital der Gesellschaft besteht aus 2.337.500 Inhaberaktien ohne Nennwert. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Alle Aktien verkörpern gleiche Rechte nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung der Gesellschaft. Es existieren keine Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien. Es existiert keine Höchststimmrechtsregelung; es gibt keine stimmrechtslosen Vorzugsaktien und keine stimmrechtslosen sonstigen Aktien; es gibt keine Mehrfachstimmrechte. Die Aktien der Gesellschaft sind nicht vinkuliert. Dem Vorstand der sino AG sind auch keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, aus denen sich Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien ergeben könnten.

Die Aktien der Gesellschaft lauten auf den Inhaber. Daher sind der Gesellschaft nicht alle Aktionäre bekannt. Zur Ermittlung bedeutender Beteiligungen kann die Gesellschaft nicht auf ein Aktienregister zurückgreifen; vielmehr sind ihr nur diejenigen Aktionäre zuverlässig bekannt, die als Inhaber von nach dem WpHG meldepflichtigen Beständen ihren Anteilsbesitz bei der Gesellschaft angezeigt haben. Zum Ende des Geschäftsjahres 30.09.2008 bestand nur eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 %

der Stimmrechte überschreitet: Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, hielt unmittelbar eine Beteiligung von 25,13% der Stimmrechte; diese unmittelbare Beteiligung war folgenden Gesellschaften zuzurechnen: HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, HSBC Bank plc, London, und HSBC Holdings plc, London. Diese unmittelbare und die mittelbaren Beteiligungen bestehen bis zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung unverändert fort.

Es gibt bei der Gesellschaft keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Der Vorstand leitet die Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung in eigener Verantwortung. Es besteht kein Beherrschungsvertrag mit der sino AG als abhängigem Unternehmen; die sino AG ist nicht Teil eines Gleichordnungskonzerns.

Es bestehen keine besonderen Formen der Stimmrechtskontrolle in Fällen, in denen Arbeitnehmer der Gesellschaft am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht selbst ausüben. Die Gesellschaft hat keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme aufgelegt, bei denen Mitarbeiter der Gesellschaft Aktien erhalten, deren Rechte nicht unmittelbar ausgeübt werden können.

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich grundsätzlich nach § 84 AktG. Hiernach ist der Aufsichtsrat zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie zur etwaigen Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden berufen. Diese Regelung ist zwingend; sie kann durch Satzungsregelung, Hauptversammlungsbeschluss oder Vereinbarung mit Dritten weder abbedungen noch modifiziert werden. Allenfalls kann in dringenden Fällen ein fehlendes Vorstandsmitglied gerichtlich bestellt werden. Die Bestellung als Vorstandsmitglied darf auf längstens fünf Jahre erfolgen. Dem ent-

C. Lage der Gesellschaft und des Konzerns

I. Ertragslage

Die Provisionserlöse der sino AG gingen bedingt durch die anhaltend schwachen Börsenumsätze im Geschäftsjahr um 8,6% auf 12.042 TEUR (Vorjahr 13.174 TEUR) zurück. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 14.218 TEUR (Vorjahr 15.312 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen von 2.176 TEUR (Vorjahr 2.138 TEUR) zusammen.

Vor dem Hintergrund niedriger Tradezahlen und der gesunkenen Provisionserträge sind die umsatz- und leistungsabhängigen Aufwendungen zwar ebenfalls gefallen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen fielen jedoch im Vergleich zu den Provisionserträgen lediglich unterproportional von 8.926 TEUR auf 8.837 TEUR.

Nach Abzug der Kosten weisen wir für das Geschäftsjahr 2007/2008 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 3.792 TEUR (Vorjahr 5.009 TEUR) sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von 2.793 TEUR (Vorjahr 2.992 TEUR) aus. Die Cost-Income-Ratio definiert als

»Allgemeine Verwaltungsaufwendungen« durch »Netto-Provisionserlöse« liegt nur leicht verändert gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr bei 0,73 (Vorjahr: 0,68).

II. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt 8.205 TEUR. Bei einem Eigenkapital von 5.381 TEUR liegt die Eigenkapitalquote bei 65,58%. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Wesentliche Posten der Aktivseite sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel wie Kontoguthaben, Festgelder sowie Aktien, die mit 5,0 Mio. Euro rund 61,1% aller Aktivposten ausmachen, die jedoch entsprechend der Angaben im Anhang im Zusammenhang mit dem bestehenden Dispositions- und Ausfallrisiko an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet sind.

III. Finanzlage

Einen Überblick über den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflow gibt die nachfolgende Berechnung:

Einzelabschluss
2007/2008
TEUR
Einzelabschluss
2006/2007
TEUR
Jahresüberschuss 2.793 2.992
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 422 486
+ Zunahme der Rückstellungen 0 1.181
- Abnahme der Rückstellungen -1.001 0
= Cashflow 2.214 4.659

D. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

E. Risikobericht

I. Allgemeines

Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.

Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagement-Systems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.

Zu den Risikomanagement-Systemen der sino AG zählt ein umfangreiches, täglich aktualisiertes Analyseprogramm, das sämtliche Erlöse der Gesellschaft erfasst.

Das Risikomanagement-System der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich

durchgeführt werden, sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet sowie einmal jährlich ein Bericht an den Vorstand und Aufsichtsrat verfasst wird. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden. Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden. Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.

Im Rahmen des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) festgestellten Entschädigungsverfahrens im Zusammenhang mit der Phoenix Kapitaldienst GmbH prüft die Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), ob und in welcher Höhe die Anleger Entschädigungsansprüche haben. Die Mittel der EdW haben die Mitglieder durch Jahresbeiträge und Sonderbeiträge zu erbringen. Die Höhe der Sonderbeiträge richtet sich nach dem Anteil des zuletzt vom Institut zu zahlenden Betrags am gesamten zu zahlenden Beitragsaufkommen.

Die sino AG ist als Finanzdienstleistungsinstitut der EdW angeschlossen. Die im Vorjahr für erwartete Sonderumlagen der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) aufgrund des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht festgestellten Entschädigungsfalls bei der Phönix Kapitaldienst GmbH gebildete Rückstellung in Höhe von TEUR 430 wurde auf Basis des im Geschäftsjahr ergangenen Sonderbeitragsbescheids mit 277 TEUR in Anspruch genommen. Aufgrund der

ungeklärten Rechtslage gehen wir jedoch weiterhin davon aus, dass zusätzliche Sonderbeiträge erhoben werden. Dementsprechend wurde die teilweise in Anspruch genommene Rückstellung zum 30.09.2008 auf Basis der bisherigen Sonderbeitragshöhe um 127 TEUR auf insgesamt 280 TEUR aufgestockt. Zur genauen Höhe der endgültigen Sonderbeiträge macht die EdW keine näheren Angaben. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass von der EdW weitere Beiträge geltend gemacht werden. Die sino AG wird jedoch alles daransetzen, den zu leistenden Sonderbeitrag so gering wie möglich zu halten. Im Zusammenhang mit von sino Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren bestehen sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert wurden. Das Gesamtrisiko beläuft sich auf ca. EUR 1,0 Mio. Da die sino AG aufgrund der von ihr eingeholten Rechtsgutachten nicht von einer vollständigen Inanspruchnahme ausgehen muss, wurden die in diesem Zusammenhang im Vorjahr gebildeten Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 225 beibehalten. Im Berichtsjahr bestanden keine Risiken, die das Fortbestehen der sino AG gefährden könnten.

II. Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken

Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, ist nach wie vor äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend könnte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen mit entsprechenden nachteiligen Auswirkungen führen. Einige der Wettbewerber verfügen über längere Geschäftserfahrung und bedeutend umfangreichere finanzielle Ressourcen als die Gesellschaft. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein, schneller auf sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren

und kostenintensivere Vermarktungsaktivitäten sowie eine aggressivere Preispolitik zu betreiben. Darüber hinaus können weitere nachhaltige Abwärtsbewegungen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten und andere Marktrisiken zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung im Jahr 2009 (Änderung der Spekulationsfrist, Einführung einer Abgeltungssteuer) hervorgerufen werden und damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen. Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei der Umsetzung der Abgeltungssteuer, um in der Lage zu sein, schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können.

III.Unternehmensbezogene Risiken

1. Risiken der System- und Softwaresicherheit

Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt.

Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel. Die bei der Trade Haven GmbH unterhaltenen Kapazitäten an Hardund Software sind, auch unter Berücksichtigung der gestiegenen Kunden- und Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen. Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter und sonstige Störungen, etwa durch Computerviren oder durch Ausfälle von Servern, nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die Trade Haven GmbH, wodurch eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindung an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der Trade Haven GmbH redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die Trade Haven GmbH über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls.

Sämtliche kritischen Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.

2. Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter

Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperations-

vertrages ausschließlich von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, vorgenommen, so dass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG existiert. Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das sog. Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat.

Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung). Für Day Trading gewährt die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können.

Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt durch vorgegebene individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDV-seitig kontrolliert werden können. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG »realtime« die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden. Abschließend führt die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende

sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden.

Auffälligkeiten werden dem Backoffice der sino AG kurzfristig mitgeteilt. Eine Mitarbeiterin ist beinahe ausschließlich für das Risiko Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken gewährleistet ist.

F. Prognosebericht

Die nur schwer vorhersehbare Entwicklung des Gesamtmarktes aufgrund der bestehenden Unsicherheiten durch die Finanzkrise macht eine Ergebnisprognose für dieses Jahr sehr schwierig. Die Umsätze an den deutschen Börsen sind ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG. Das abgelaufene Geschäftsjahr hat gezeigt, wie maßgeblich der Erfolg der sino AG von den Umsätzen an den Börsen abhängt und macht deutlich, wie schwer es in der aktuellen Situation ist, eine Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2008/2009 aufzustellen. Daher verzichten wir derzeit auf die Aufstellung einer konkreten Prognose. Gleichwohl sehen wir uns sehr gut aufgestellt, um auch in einem möglicherweise deutlich schwieriger werdenden Marktumfeld erfolgreich zu bleiben.

42 43 sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 Lagebericht

G. Schlusswort

Neben Kunden, Mitarbeitern und Kooperationspartnern, die uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hervorragend unterstützt haben, danken wir auch unserem Aufsichtsrat und unseren Aktionären. Allen Aktionären möchten wir versichern, dass wir auch weiterhin, als größte private Aktionäre der sino AG, alles daransetzen werden, die Erfolgsgeschichte des Unternehmens auch zukünftig und trotz der Finanzkrise zu einer Erfolgsgeschichte der Aktie zu machen.

Auch sind wir weiterhin davon überzeugt, trotz der aktuell sehr anspruchsvollen Marktbedingungen, durch die ausgezeichnete Qualität unserer Dienstleistungen Kunden- und Tradezahlen zu steigern und uns, wie auch in den letzten Jahren, langfristig deutlich besser zu entwickeln als die Wettbewerber.

Düsseldorf, den 19. Dezember 2008

Ingo Hillen Matthias Hocke

Unser Markt am Arabischen Meer: BSE (Bombay Stock Exchange)

Mumbai, die Stadt moderner Software-, Mode- und Filmindustrie (Bollywood), ist auch Sitz der ältesten Börse Asiens; die BSE geht zurück auf eine Gründung von 1875. Wenn es um die Zahl der gelisteten Unternehmen geht, ist die BSE heute mit 4.700 Gesellschaften größte Börse der Welt. Seit 1995 ist auch der elektronische Handel mit Aktien, Kreditinstrumenten und Derivativen etabliert. Kunden der sino AG handeln telefonisch an der BSE.

www.bseindia.com

10. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren
sowie aus der Auflösung von Rückstellungen
im Kreditgeschäft
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Forderungen und bestimmte
Wertpapiere sowie Zuführungen zu
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Euro 01.10.07
– 30.09.2008
Euro
Euro
01.10.06
– 30.09.2007
Euro
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen
-421.836,49 -485.605,90
8. Sonstige betriebliche Anwendungen -28.051,38 -23.368,34
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Forderungen und bestimmte
Wertpapiere sowie Zuführungen zu
Rückstellungen im Kreditgeschäft
-95.382,71 -11.410,97
10. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren
sowie aus der Auflösung von Rückstellungen
im Kreditgeschäft
94.986,87 125.309,54
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.792.138,38 5.008.512,59
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -986.248,92 -2.012.325,76
13. Sonstige Steuern -12.975,77 -4.187,19
14. Jahresüberschuss 2.792.913,69 2.991.999,64
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 13.644,67 13.645,03
  1. Bilanzgewinn 2.806.558,36 3.005.644,67

Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 1.10.2007 – 30.09.2008

Euro Euro 01.10.07
– 30.09.2008
Euro
01.10.06
– 30.09.2007
Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 75.259,90 64.031,40
2. Zinsaufwendungen -24.768,80 50.491,10 -14.955,10
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht
festverzinslichen Wertpapieren
163.531,71 108.724,68
b) Beteiligungen 0,00 0,00
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 203.040,00 366.571,71 103.680,00
4. Provisionserträge 12.042.498,71 13.173.721,86
5. Sonstige betriebliche Erträge 619.447,44 894.044,29
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -2.353.720,84 -2.465.454,33
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
-darunter für Altersversorgung:
Euro 10.181,69 (i.V. EUR 9.262,61)
-193.195,50 -2.546.916,34 -205.714,36
b) andere Verwaltungsaufwendungen -6.289.670,53 -8.836.586,87 -6.254.490,18
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
3. Rückstellungen
4. Eigenkapital
c) Gewinnrücklagen
P A S S I V A Euro Stand
30.09.2008
Euro
Stand
30.09.2007
Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
täglich fällig 232.321,52 70.189,66
2. Sonstige Verbindlichkeiten 255.754,31 340.084,28
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 166.474,00 1.687.563,00
b) andere Rückstellungen 2.170.164,37 2.336.638,37 1.649.578,28
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 2.337.500,00 2.337.500,00
b) Kapitalrücklage 34.375,00 34.375,00
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 199.375,00 199.375,00
cb) andere Gewinnrücklagen 2.897,99 2.897,99
d) Bilanzgewinn 2.806.558,36 5.380.706,35 3.005.644,67
8.205.420,55 9.327.207,88

Bilanz zum 30. September 2008

A K T I V A Euro Stand
30.09.2008
Euro
Stand
30.09.2007
Euro
1. Barreserve
Kassenbestand 1.788,95 5.972,30
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 94.359,39 502.278,49
b) andere Forderungen 3.935.029,70 4.029.389,09 962.353,89
3. Forderungen an Kunden 564.539,86 532.220,15
darunter an
Finanzdienstleistungsinstitute:
EUR 514.039,28 (i.V. EUR 384.734,56)
4. Aktien und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere
981.733,56 5.251.716,04
5. Anteile an verbundenen
Unternehmen
552.501,70 509.300,00
6. Immaterielle Anlagewerte 217.611,50 367.050,00
7. Sachanlagen 717.327,01 721.135,42
8. Sonstige Vermögensgegenstände 1.026.238,61 370.488,77
9. Rechnungsabgrenzungsposten 114.290,27 104.692,82

8.205.420,55 9.327.207,88

Berücksichtigung der entsprechend steuerrechtlichen Vorschriften linear vorgenommen. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung werden durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen berücksichtigt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von EUR 410,00, die bis zum 31.12.2007 angeschafft worden sind, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Ab dem 01.01.2008 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von EUR 150,00 werden im Zugangsjahr ebenfalls vollständig abgeschrieben. Für ab dem 01.01.2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 151,00 und EUR 1.000,00 sind aufgrund der geänderten steuerlichen Vorschriften Sammelposten gebildet worden, die über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben werden. Die sonstigen Vermögensgegenstände und die Rechnungsabgrenzungsposten werden in Anwendung der gesetzlichen Vorschriften angesetzt und bewertet.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden nach den gesetzlichen Vorschriften bilanziert und mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Das Eigenkapital untergliedert sich in die Positionen gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage, gesetzliche Rücklage, andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn. Zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen in Fremdwährung werden regelmäßig zu Anschaffungskosten bewertet. Niedrigere Devisenkurse am Bilanzstich-

tag werden durch Abwertungen berücksichtigt, soweit die Forderungen nicht durch entsprechende Devisentermingeschäfte abgesichert sind. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Mittelkurs des Bilanzstichtages bewertet, soweit dieser über dem Anschaffungskurs liegt. Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich zum Tageskurs bewertet.

Einzelangaben zur Bilanz

Aktiva

Die anderen Forderungen an Kreditinstitute (3.935 TEUR) sowie die Forderungen an Kunden (565 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Von den Forderungen an Kunden lauten umgerechnet 514 TEUR ursprünglich auf USD.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere (982 TEUR) enthalten mit 431 TEUR Anteile an der Bayer Schering Pharma AG. Die Anteile sind börsennotiert. In Höhe von 551 TEUR sind nicht börsennotierte und nicht börsenfähige Investmentfondsanteile ausgewiesen, die der Absicherung von Wertguthaben im Zusammenhang mit Lebensarbeitszeitkonten dienen.

Die bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten die Anteile an der tick Trading Software AG, Düsseldorf, Anteile an der Trade Haven GmbH, Düsseldorf, sowie Anteile an der nicht aktiv tätigen sino Institutional GmbH. Im Dezember 2007 hat die sino AG ihre Beteiligung an der Trade Haven GmbH durch einen Anteilskauf von der tick Trading Software AG auf 46,25% aufgestockt. Die tick Trading Software AG und die sino AG halten nunmehr jeweils den gleichen Anteil an der Trade Haven GmbH.

Der Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB gliedert sich danach wie folgt:

Allgemeine Angaben

Gegenstand der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf (sino AG), ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen.

Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.

Der vorliegende Jahresabschluss der sino AG ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2007 bis zum 30. September 2008 aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden insbesondere die Regelungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes sowie die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach dieser Verordnung gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Die Aktien der sino AG sind seit dem 27.09.2004 an der Börse Düsseldorf zum Handel im regulierten Markt (vormals: geregelter Markt) zugelassen.

Die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex (Stand 14.06.2007) haben Vorstand und Aufsichtsrat der sino AG am 14.01.2008 abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kreditinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Bilanz der sino AG ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten sowie die Form der Darstellung sind mit Ausnahme der Regelungen für die Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertminderungen wird durch Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Dauernden Wertminderungen wird durch Abschreibungen Rechnung getragen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Dabei werden die steuerlichen Vorschriften beachtet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und unter

Anhang für das Geschäftsjahr 2007/2008

sowie für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub, Jahresabschluss- und Beratungskosten

und für ausstehende Rechnungen. Der Vorstand hat sich die Tantieme für das Geschäftsjahr 2006/2007 in Höhe von TEUR 598 nicht auszahlen lassen, sondern aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen in sogenannte Lebensarbeitszeitkonten eingebracht. Das diesbezügliche Wertguthaben, das von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist, wird dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt. Die im Vorjahr für erwartete Sonderumlagen der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) aufgrund des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht festgestellten Entschädigungsfalls bei der Phönix Kapitaldienst GmbH in Höhe von 430 TEUR gebildete Rückstellung wurde auf Basis des im Geschäftsjahr ergangenen Sonderbeitragsbescheids mit 277 TEUR in Anspruch genommen. Da eine abschließende Entscheidung zur Art und Weise der Anlegerentschädigung immer noch aussteht, geht der Vorstand weiterhin davon aus, dass die sino AG mit zusätzlichen Sonderbeiträgen belastet werden könnte. Vor diesem Hintergrund wurde die teilweise in Anspruch genommene Rückstellung zum 30.09.2008 auf Basis der bisherigen Sonderbeitragshöhe um 127 TEUR auf insgesamt 280 TEUR aufgestockt. Die im Vorjahr gebildete Rückstellung in Höhe von 225 TEUR für Settlement-Risiken wurde unverändert beibehalten. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 2.337.500,00. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je EUR 1,00 ausgegeben. unverändert EUR 34.375,00. Weitere Einstellungen in die gesetzlichen Rücklagen waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10% des maßgeblichen Kapitals bereits durch Einstellungen in den Vorjahren erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 2.897,99 bestehen unverändert zum Vorjahr. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von EUR 3.005.644,67 wurden im Geschäftsjahr EUR 2.992.000,00 an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 13.644,67 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich die Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2006/2007 der tick Trading Software AG in Höhe des Anteils der sino AG am Kapital der Gesellschaft. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen (14.218 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen (2.176 TEUR) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt. Die erwirtschafteten sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus Anlageverkäufen, Sachbezügen sowie aus Softwareüberlassung und -vertrieb. Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Kosten für Software- und Hardwarepflege, Börsen- und Kursinformations-

Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag

Die Anteile an der tick Trading Software AG sind börsenfähig, aber nicht börsennotiert. Die übrigen Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht börsenfähig.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagespiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind postenbezogen gesondert vermerkt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen das Finanzamt aus Steuerüberzahlungen von insgesamt 681 TEUR, Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 254 TEUR, Mitarbeiterdarlehen und –vorschüssen in Höhe von 39 TEUR sowie gezahlten Kautionen für die angemieteten Büroräume in Höhe von 43 TEUR zusammen.

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 254 TEUR die Trade Haven GmbH.

Passiva

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 146 TEUR; hierin sind Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf, in Höhe von 83 TEUR, sowie Trade Haven GmbH, Düsseldorf, in Höhe von 4 TEUR enthalten. Darüber hinaus umfassen die sonstigen Verbindlichkeiten Verpflichtungen aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von insgesamt 67 TEUR. Die genannten Verpflichtungen betreffen ausschließlich den Kalendermonat September und waren zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung beglichen. Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt bestanden in Höhe von 9 TEUR. Weiterhin sind die Aufsichtsratsvergütungen für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von 34 TEUR passiviert.

Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbesteuer, die Körperschaftsteuer sowie den Solidaritätszuschlag des Geschäftsjahres 2006/2007.

Die anderen Rückstellungen bestehen insbesondere für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Vorstandstantiemen (TEUR 559), Lebensarbeitszeitkonten (TEUR 551), Sonderumlagen der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (TEUR 280), Settlementrisiken (TEUR 225)

Name und Sitz Höhe des Anteils
am Kapital (in %)
Eigenkapital
zum Bilanz
stichtag
30.09.2008
(in TEUR)
Jahresüber
schuss/
-fehlbetrag des
abgelaufenen
Geschäftsjahres
2007/08
(in TEUR)
tick Trading Software AG, Düsseldorf 43,20 1.811 760
Trade Haven GmbH, Düsseldorf 46,25 - 306 - 76
sino Institutional GmbH, Düsseldorf 100,00 5 - 1

sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 Anhang

Aus unbefristeten Verträgen mit dem verbundenen Unternehmen tick Trading Software AG, Düsseldorf, bestehen Verpflichtungen in Höhe von 152 TEUR (p.a.).

Genehmigtes Kapital

Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 29. März 2007 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Mai 2010 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 1.168.750,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien zu erhöhen.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die

Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der

Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern.

Zusatzangaben

Organe:
Der Vorstand besteht aus zwei Personen.
Ingo Hillen, Kaufmann,
Matthias Hocke, Kaufmann
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen.
• Dr. Volker Lang, (Vorsitzender), Rechtsanwalt
(bis 30.05.2008)
• Dr. Robert Manger, (Vorsitzender),
Rechtsanwalt (ab 06.06.2008),
• Hans Hugo Hocke (stellvertretender
Vorsitzender), Kaufmann,
• Gerd Goetz, Bankangestellter (ab 01.10.2007)
(Rainer Müller, Kaufmann bis 30.09.2007)
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr
Hans Hugo Hocke sowie Herr Gerd Goetz sind
darüber hinaus Aufsichtsratsmitglieder der
tick Trading Software AG, Düsseldorf.

gebühren, Kosten für Online- bzw. Telekommunikationsentgelte sowie um Beiträge, Werbekosten, Kfz-Kosten und Kosten für die Rechtsberatung der Gesellschaft.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen EUR 56.750,82 und in den anderen Verwaltungsaufwendungen EUR 1.031.274,50 enthalten, die auf Leistungsbeziehungen mit der Tochtergesellschaft tick Trading Software AG, Düsseldorf, zurückzuführen sind. Aufwendungen aus Leistungsbeziehungen mit der Tochtergesellschaft Trade Haven GmbH, Düsseldorf, sind in Höhe von EUR 877.390,41 enthalten; Zinserträge aus der in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Darlehensforderung an die Trade Haven GmbH sind in Höhe von EUR 12.386,60 entstanden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen ausschließlich Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Buchverluste). Aus Veräußerungen eines Teils des Wertpapierbestandes konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 95 TEUR erzielt werden.

Haftungsverhältnisse

Für die sino AG wurden durch ein Kreditinstitut zum 30.09.2008 Bürgschaften in Höhe von TEUR 68 gewährt, die in dieser Höhe durch die Verpfändung von auf der Aktivseite unter dem Posten »Forderungen an Kreditinstitute« ausgewiesenen Festgeldern gesichert sind.

Darüber hinaus sind zum 30.09.2008 »Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere« (TEUR 431) und unter den »Forderungen an Kreditinstitute« ausgewiesene Festgelder (TEUR 1.900) sowie alle gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG offenen Retrozessionsansprüche zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG (TEUR 1.342) verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag sowie der Absicherung der von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten, die der sino AG den Wertpapierhandel im Ausland bis zu einem Volumen von USD 11,0 Millionen ermöglichen.

Im Zusammenhang mit den von den Kunden durchgeführten Geschäften hat die sino AG zu Gunsten eines ihrer Kunden ein weiteres Konto bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet. Die Verpfändung dient bis zu einer Höhe von maximal TEUR 560 der Absicherung eines von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30.09.2008 mit TEUR 385. Gemäß der gegenüber der Trade Haven GmbH ausgesprochenen Rangrücktrittserklärung tritt die sino AG mit Darlehensforderungen in Höhe von EUR 254.492,50 einschließlich aller daraus resultierender Zinsansprüche in der Weise hinter die Forderungen aller Gläubiger der Trade Haven GmbH zurück, dass ihre Forderungen nur aus Liquidationsüberschüssen oder aus weiteren die sonstigen Schulden der Gesellschaft übersteigenden Aktivvermögen zu begleichen sind. Die darüber hinaus gegenüber der Trade Haven GmbH gewährte Liquiditätszusage in Höhe von EUR 75.000,00 besteht ebenfalls mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2010 fort.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB betreffen im Wesentlichen den mit der Deutschen Börse, Düsseldorf, abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv und Lagerräume sowie Garagenstellplätze für die restliche Mietlaufzeit der ersten Mietperiode, die zum 31. Mai 2011 endet. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Büroausstattung- sowie PKW-Leasingverträgen. Insgesamt ergeben sich hiernach zum Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr 238

Verpflichtungen mit einer Laufzeit von einem Jahr bis zu fünf Jahren 375

TEUR
613

Verpflichtungen mit einer Laufzeit von über fünf Jahren 0

Mitteilung bestehender Beteiligungen:

Der Gesellschaft wurden folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

HSBC Holdings plc, London, Stimmrechtsanteil 25,13%; der Stimmrechtsanteil ist der HSBC Holding plc, London, gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Unmittelbar an der sino AG beteiligt ist die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf (Mitteilung vom 3. April 2007).

LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, Stimmrechtsanteil 5,01% (Mitteilung vom 02. März 2007).

Der Vorstand der sino AG ist wie folgt an der Gesellschaft beteiligt:

  • • Ingo Hillen, Mönchengladbach, Stimm rechtsanteil 6,36% (Mitteilung vom 03. April 2007)
  • • Matthias Hocke, Düsseldorf, Stimmrechtsanteil 5,96% (Mitteilung vom 03. April 2007)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten per 30.09.2008 wie folgt Anteile an der Gesellschaft : Herr Dr. Robert Manger und Herr Gerd Goetz halten keine Aktien, Herr Hans Hugo Hocke hält 2.000 Aktien der sino AG.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Aus dem Bilanzgewinn zum 30.09.2008 in Höhe von 2.806.558,36 EUR werden 1.870.000,00 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet. Daraus ergibt sich eine Dividende von 0,80 EUR pro Aktie. Der verbleibende Betrag in Höhe von 936.558,36 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Düsseldorf, den 19. November 2008

Ingo Hillen Matthias Hocke

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1.050 TEUR. Die Vorstandsbezüge setzen sich aus laufenden Bezügen in Höhe von 492 TEUR (Ingo Hillen: 252 TEUR, Matthias Hocke: 240 TEUR) sowie gewinnabhängigen Bezügen in Höhe von 558 TEUR (Ingo Hillen: 279 TEUR, Matthias Hocke: 279 TEUR) zusammen. An den Vorstand wurden keine Darlehen gewährt.

Der Vorstand hat sich die Tantieme für das Geschäftsjahr 2006/2007 in Höhe von TEUR 598 nicht auszahlen lassen, sondern aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen in sogenannte Lebensarbeitszeitkonten eingebracht. Das diesbezügliche Wertguthaben, das von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist, wird dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt.

Der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamtbetrag für Bezüge des Aufsichtsrates belief sich auf 34 TEUR.

Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2007/2008 10 TEUR anteilig auf Herrn Dr. Lang, anteilig 5 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 11 TEUR auf Herrn Hans Hugo Hocke sowie 8 TEUR auf Herrn Gerd Goetz.

Honorar des Abschlussprüfers:

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR
Abschlussprüfung 121
sonstige Bestätigungsleistungen 46
Steuerberatungsleistungen 4
Summe 171

Arbeitnehmer:

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 23 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Die zum 30.09.2008 beschäftigten 25 Mitarbeiter (ohne Vorstand) sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:

Bereich
Mitarbeiter
anzahl
Handel 9
Technik 4
Backoffice 4
Controlling 2
Buchhaltung 3
Rechtsabteilung 1
Sonstige 2
Insgesamt 25
EUR
Jahresüberschuss 2.792.913,69
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 13.644,67
Bilanzgewinn 2.806.558,36

Entwicklung des Anlagevermögens Geschäftsjahr 2007/2008

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
Stand
01.10.2007
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand
30.09.2008
Euro
Stand
01.10.2007
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand
30.09.2008
Euro
Stand
30.09.2008
Euro
Stand
30.09.2007
Euro
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 509.300,00 51.201,70 8.000,00 552.501,70 0,00 0,00 0,00 0,00 552.501,70 509.300,00
2. Immaterielle Anlagewerte
-Konzessionen, gewerb
liche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
1.818.585,78 31.815,84 133.846,34 1.716.555,28 1.451.535,78 180.687,34 133.279,34 1.498.943,78 217.611,50 367.050,00
3. Sachanlagen
-Betriebs und Geschäfts
ausstattung
2.614.663,18 280.377,66 676.712,99 2.218.327,85 1.893.527,76 241.149,15 633.676,07 1.501.000,84 717.327,01 721.135,42
4.942.548,96 363.395,20 818.559,33 4.487.384,83 3.345.063,54 421.836,49 766.955,41 2.999.944,62 1.487.440,21 1.597.485,42

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2007 bis 30. September 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 07.01.2009

Warth & Klein GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Senger Dirk Holzheimer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Düsseldorf, den 19. Dezember 2008

Ingo Hillen Matthias Hocke

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Unser Markt in der Stadt der Engel: SET (Stock Exchange of Thailand)

In der Thai-Sprache führt Bangkok mit 168 Buchstaben den längsten Ortnamen der Welt – darunter den Namensbestandteil »Stadt der Engel«. Seit dem 18. Jahrhundert hat sich entlang der schwimmenden Märkte auf den Khlongs die Stadt entwickelt. Das Börsenleben begann während des Baubooms der 1960er Jahre. 20 Jahre später öffnete sich Thailand als einer der Tigerstaaten den internationalen Finanzmärkten. Hier handeln Kunden der sino AG telefonisch.

Die historischen Khlongs von Bangkok

www.set.or.th

Steigerung des Ertrags. Die sino AG ist der einzige deutsche Online Broker, der ausschließlich Heavy Trader betreut.

Diesen sehr aktiven Marktteilnehmern bietet die Gesellschaft ein besonderes Leistungspaket an. Dies umfasst leistungsfähige und stabile Frontends, faire und attraktive Gebühren, kompetenten und persönlichen Service und Konto- und Depotführung über HSBC Trinkaus & Burkardt AG, Düsseldorf. Die Entwicklung der Gesellschaft in den zwölf Monaten des Geschäftsjahres war vor dem Hintergrund der sehr schwierigen Entwicklung der Aktienmärkte und der insgesamt deutlich gesunkenen Börsenumsätze zufriedenstellend, so dass das Ergebnis nur leicht unter dem Rekordergebnis des Vorjahres liegt. Dennoch konnte die zu Anfang des Geschäftsjahres aufgestellte Gewinnprognose eines Ergebnisses zwischen 4,5 und 5,5 Millionen Euro vor Steuern, vor dem Hintergrund anhaltender schwacher Börsenumsätze, nicht mehr aufrechterhalten werden. Im Geschäftsjahr gingen die Gesamterlöse der Gesellschaft um 8,8% von 14,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 13,1 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag bei 3,79 Millionen Euro nach 5,0 Mio Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss betrug 2,79 Millionen Euro und lag damit lediglich rund 7% unter dem Vorjahreswert. Dieser nur leichte Rückgang lässt sich vor allem durch eine niedrigere Steuerquote von lediglich 26,35% erklären.

Die sino AG ist trotz ihres Einspruchs – das Unternehmen führt keine Konten und Depots für Privatkunden – zur Mitgliedschaft in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) verpflichtet worden.

Weiterhin konnte der Konzern auch im abgelaufenen Geschäftsjahr vom Status der sino AG als börsennotiertem Online Broker profitieren und hat ein sehr weitreichendes und regelmäßig positives Medienecho erfahren. Beachtung findet

auch die monatliche Veröffentlichung der Tradezahlen der sino AG, die parallel mit der Veröffentlichung der comdirect Bank über ihre abgewickelten Orders stattfindet. So belegte die Gesellschaft am 24. August im Test der Zeitschrift »Euro am Sonntag« mit 30 von maximal 30 Punkten den alleinigen 1. Platz. Auch beim Wettbewerb »Online-Broker des Jahres« der Zeitschrift Börse-Online erzielte die sino AG die beste Durchschnittsnote. Die Homepage der tick-TS AG ist um einen umfassenden Supportbereich erweitert worden.

Am 24. März 2008 jährte sich zum zehnten Mal die Gründung der sino Wertpapierhandelsgesellschaft mbH, die am 01. August 2000 in eine AG umgewandelt wurde und seit dem 27. September 2004 börsennotiert ist. Das Unternehmen nahm den Jahrestag zum Anlass, sich am 29. März vor allem bei Kunden, den Mitarbeitern und Geschäftsfreunden mit einer besonderen Feier für zehn erfolgreiche Jahre zu bedanken und mit neuen Partnern ins Gespräch zu kommen. Die sino AG schreibt auch mit diesem Ergebnis seit nunmehr zehn Jahren kontinuierlich schwarze Zahlen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit entwickelte sich in den letzten drei Jahren wie folgt: 2005/2006: 4,4 Mio. Euro, 2006/2007 5,0 Mio. Euro, 2007/2008 3,8 Mio. Euro.

Wie in den vergangenen Jahren hatten auch in diesem Jahr der außerordentliche Einsatz aller Konzernmitarbeiter und die sehr gute Zusammenarbeit der sino AG und der tick-TS AG untereinander wesentlichen Anteil daran.

Die Trade Haven GmbH hat Mitte 2007 ihre Geschäftstätigkeit erfolgreich aufgenommen. Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel. Neben der sino AG wurden bereits die ersten weiteren Kunden gewonnen.

A. Konjunkturelle Entwicklung

I. Gesamtwirtschaft

Das reale Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland in den ersten drei Quartalen des Kalenderjahrs 2008 um etwa 1,7% gewachsen. Ende des Jahres 2007 hatte die Regierung noch mit einem Wirtschaftswachstum von 2,0% gerechnet. Die unklaren Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise, der starke Euro und der hohe Ölpreis belasteten die Märkte Anfang 2008 jedoch zunehmend, so dass die Prognose bereits im Januar auf 1,7% korrigiert werden musste. Im zweiten und im dritten Quartal wurden sogar negative Wachstumsraten verzeichnet. Doch nicht nur Deutschland ist von einer Rezession betroffen, auch die USA und der gesamte europäische Raum sind in die Rezession abgeglitten. Trotz des starken Euros und der sich abkühlenden Konjunktur blieben die Exporte zunächst überraschend stabil. Im August allerdings fielen die deutschen Ausfuhren dann so stark wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Im September konnten die Exporte hingegen wieder leicht gesteigert werden. Nach Einschätzung der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) wird China dieses Jahr wahrscheinlich noch Deutschland als Exportweltmeister ablösen, nachdem China erst in diesem Jahr die USA von dem zweiten Platz verdrängte.

II. Wertpapiermärkte

Die Lage am Aktienmarkt war im abgelaufenen Geschäftsjahr – vor allem durch die Verschärfung der Finanzkrise – angespannt. Im Zeitraum vom 01.10.2007 bis zum 30.09.2008 verlor der Deutsche Aktienindex DAX rund 26%. Die Entwicklung der Aktienmärkte war gleich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres durch ein hohes Maß an Volatilität geprägt. So schwankten sowohl der Nikkei und der Dow als auch der DAX-Index häufig täglich um

mehrere Prozentpunkte. Der November 2007 stand bereits ganz im Zeichen der amerikanischen Immobilienkrise, die die Anleger zunehmend verunsicherte. Vor allem Banktitel standen auf der Verkaufsliste. Durch das Eingreifen der Notenbanken erholten sich die Börsen jedoch. Der DAX überwand im Dezember gleich mehrmals die 8.000er-Marke, ohne sie jedoch dauerhaft zu überschreiten. Im Kalenderjahr 2007 konnte der DAX ein Plus von 22,3% verzeichnen. Der Start in das Jahr 2008 fiel jedoch schlecht aus. Innerhalb von drei Wochen gab der DAX um mehr als 15% nach. Ein Auslöser waren die Fehlspekulationen der Société Générale. Nach den hohen Börsenumsätzen im Januar halbierten sich diese bis Juni und gingen somit auf das niedrigste Niveau seit zwei Jahren zurück. Die Neuemissionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr war analog zu der schwachen Verfassung der Gesamtbörsen deutlich rückläufig.

B. Entwicklung des Konzerns

I. Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der tick-TS AG im Geschäftsjahr war, insbesondere vor dem Hintergrund der nachlassenden Börsenumsätze, sehr erfreulich. Es ist dem Unternehmen gelungen, die Zahl der Kunden und einhergehend Umsatz und Gewinn erneut deutlich zu steigern. Durch die Vertriebskooperation mit HSBC Trinkaus und Burkhardt AG, Düsseldorf, konnte die tick-TS AG auch in diesem Jahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit HSBC Trinkaus und Burkhardt AG betreut die tick-TS AG unter anderem das Bankhaus MM Warburg & CO als Kunden. Kooperationsgespräche mit weiteren größeren Banken, auch im europäischen Ausland laufen und sind teilweise im fortgeschrittenen Stadium. Daher rechnen wir für das Geschäftsjahr 2008/2009 mit einer erneuten Zunahme des Geschäftsvolumens und einer nochmaligen

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007/2008

II. Mitarbeiter und Vergütungsbericht

Zum Bilanzstichtag waren, einschließlich des Vorstands und der Auszubildenden, 38 Angestellte im Konzern beschäftigt. Neueinstellungen im laufenden Geschäftsjahr betrafen u.a. die Buchhaltung, die Programmierung und den Kundensupport. Organisatorisch lässt sich das Unternehmen in die Bereiche Geschäftsleitung, Backoffice, Buchhaltung, Controlling, Rechtsabteilung, Technik und Kundenbetreuung unterteilen. Die Überwachung des Risikos aus Kundenpositionen bzw. aus dem Handel der Kunden wurde in Zusammenarbeit mit HSBC Trinkaus & Burkhardt AG weiter intensiviert.

Vor dem Hintergrund des stetig erweiterten Produktangebotes (z.B. Einführung neuer Börsenplätze und Release der Handelsplattform sino MXPRO) bewegen sich die Anforderungen an die Mitarbeiter kontinuierlich auf hohem Niveau und haben auch in diesem Jahr teilweise zugenommen. Das Unternehmen trägt diesen gehobenen Anforderungen weiterhin durch stetige Mitarbeiterschulungen sowohl intern als auch extern Rechnung, die von den Mitarbeitern gerne angenommen werden. Regelmäßig durchgeführte Leistungskontrollen bestätigen dies. Zudem nahmen Mitarbeiter an Seminaren zum Thema Interne Revision, Compliance und Steuerrecht teil.

Das Vergütungssystem der sino AG besteht unverändert im Wesentlichen aus zwei Komponenten, dem Grundgehalt sowie einem individuellen leistungsbezogenen Anteil. Die Abteilungen Backoffice, Buchhaltung und Technik erhalten ein Grundgehalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Position und Leistung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Laufbahnen sowie darüber hinausgehende freiwillige leistungsbezogene Entgelte. Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Kundenbetreuung ist noch

stärker leistungsbezogen, es enthält neben dem Grundgehalt einen quartalsweise berechneten Bonus, der sowohl Aspekte wie Akquisitionserfolg und Provisionserlöse des Unternehmens als auch individuelle Komponenten, wie die soziale Kompetenz, berücksichtigt.

Dieses Vergütungssystem sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit und ist somit gleichzeitig zusätzlicher Ansporn für den einzelnen Mitarbeiter. Hierbei achten wir darauf, dass die prozentuale Beteiligung jedes Kundenbetreuers an den Provisionserlösen seiner Kunden nicht zu hoch ist, so dass Fehlanreize vermieden werden. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen definierter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1.050 TEUR. Die Vorstandsbezüge setzen sich aus laufenden Bezügen (Fixum und PKW-Gestellung) in Höhe von 492 TEUR (Ingo Hillen: 252 TEUR, Matthias Hocke: 240 TEUR) sowie gewinnabhängigen Bezügen in Höhe von 558 TEUR (Ingo Hillen: 279 TEUR, Matthias Hocke: 279 TEUR) zusammen.

Der Vorstand hat sich die Tantieme für das Geschäftsjahr 2006/2007 in Höhe von 598 TEUR nicht auszahlen lassen, sondern aufgrund entsprechender Einzelvereinbarungen in sogenannte Lebensarbeitszeitkonten eingebracht. Das diesbezügliche Wertguthaben, das von der Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist, wird dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt. Der Vorstand der sino AG ist gleichzeitig Vorstand der tick-TS AG. Die Bezüge des Vorstands in der sino AG werden auf die Bezüge in der tick-TS AG angerechnet. Der Vorstand der sino AG

erhält aus diesem Grund in der tick-TS AG derzeit keine Bezüge. Die als Aufwand erfassten fixen jährlichen Gesamtbezüge des Aufsichtsrates der sino AG beliefen sich im Geschäftsjahr auf 34 TEUR.

Hiervon entfielen als Vergütung für das Wirtschaftsjahr 2007/2008 10 TEUR anteilig auf Herrn Dr. Volker Lang, anteilig 5 TEUR auf Herrn Dr. Robert Manger, 11 TEUR auf Herrn Hans Hugo Hocke sowie 8 TEUR auf Herrn Gerd Goetz.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der tick-TS AG besteht aus einer festen Jahresvergütung (Fixum) und einer variablen Tantieme, die sich am Erreichen bestimmter Jahresüberschussziele des Unternehmens orientiert. Die Vergütung von Ingo Hillen und Matthias Hocke als Vorstandsmitglieder der sino AG wird auf die Vergütung der beiden als Vorstandsmitglieder der tick-TS AG angerechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entstanden für die tick-TS AG damit für diese beiden Personen keine Gehaltsaufwendungen. Auf die Veröffentlichung des Gehalts von Oliver Wagner wird verzichtet. Es wird von der Schutzklausel Gebrauch gemacht. Mitarbeiter der tick-TS AG erhalten neben einem

Fixgehalt auch einen leistungsbezogenen Bonus.

III.Kundenzahl und Ordervolumen

Die Nutzung der elektronischen Handelsplattformen durch die Kunden der sino AG verharrte auf unverändert hohem Niveau von mehr als 99% aller insgesamt aufgegebenen Orders.

Die tick-TS AG betreute per 30.09.2008 mehr als 80 institutionelle Kunden und erwartet auch steigende Kundenzahlen in den nächsten Jahren.

IV. Verbundene Unternehmen

Die tick-TS AG stellt der sino AG das Handelsfrontend Tradebase MX zur Verfügung, das die sino AG den eigenen Kunden unter dem Label sino MXPRO anbietet. Die Vergütung besteht zum überwiegenden Teil aus einer festen Vergütung pro abgewickelter Transaktion und ist marktüblich.

Wir haben auch in diesem Geschäftsjahr die Zahl unserer Depotkunden um 1,5% auf 615 steigern können – dabei wurden insgesamt 126 inaktive Kundendepots geschlossen. Die Anzahl der ausgeführten Orders ging gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 7,8% von 1,41 auf 1,30 Millionen zurück. Ziel der tick-TS AG ist es, das komfortabelste Solutionpaket für den Realtime-Handel mit Aktien, Futures und Optionen zu entwickeln. Mit dem Produkt Tradebase MX, das nicht nur bei der sino AG, sondern auch bei einer Vielzahl institutioneller Kunden im Einsatz ist, sieht sich die tick-TS AG sehr gut aufgestellt. Durch die Vertriebskooperation mit HSBC Trinkaus &

Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft, tick-TS AG, Düsseldorf, an der die sino AG mit 43,2% beteiligt ist, verlief auch in diesem Jahr, insbesondere vor dem Hintergrund der nachlassenden Börsenumsätze, sehr erfreulich. Die sino AG nutzt das Produkt der tick-TS AG, Tradebase MX, für den Aktienhandel an deutschen, europäischen und amerikanischen Aktienbörsen, für den Handel mit Futures an der Eurex sowie als Plattform für den Direkthandel mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten. In der Gesellschaft sind unter Einbeziehung des Vorstandsmitgliedes Herrn Oliver Wagner acht Mitarbeiter angestellt; zwei der Programmierer übernehmen, bei wichtigen Kunden zusammen mit Herrn Oliver Wagner, parallel auch Vertriebsaufgaben. Oliver Wagner, Matthias Hocke und Ingo Hillen sind Vorstände der tick-TS AG. Die tick-TS AG übernimmt die Entwicklungstätigkeit neuer Softwareprodukte für die sino AG.

Burkhardt AG, Düsseldorf, konnte die tick-TS AG auch in diesem Geschäftsjahr einige institutionelle Kunden gewinnen. Außerhalb der Kooperation mit HSBC Trinkaus & Burkhardt AG betreut die tick-TS AG das Bankhaus MM Warburg & CO KGaA, Hamburg als Kunden. Kooperationsgespräche mit weiteren größeren Banken, auch im europäischen Ausland, laufen und sind teilweise im fortgeschrittenen Stadium.

Es ist beabsichtigt, den Gewinn der tick-TS AG für das Geschäftsjahr 2007/2008 vollständig an die Gesellschafter auszuschütten; hieraus erwartet die sino AG einen Beteiligungsertrag in Höhe von rund 312 TEUR bzw. 0,13 Euro pro Aktie.

An der Trade Haven GmbH ist die sino AG mit 46,25% am Stammkapital von 200.000 Euro beteiligt. Die tick-TS AG hält seit diesem Geschäftsjahr ebenfalls noch 46,25% der Anteile an der Trade Haven GmbH. Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Das Ergebnis nach HGB der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Trade Haven GmbH im Geschäftsjahr 2007/2008 betrug -76 TEUR und lag damit innerhalb der Erwartungen. Zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung der Trade Haven GmbH und zur Sicherstellung der Liquidität hat die sino AG gegenüber der Gesellschaft eine Rangrücktritts- und Patronatserklärung abgegeben, so dass die weitere Entwicklung der Gesellschaft sichergestellt ist. Für das neue Geschäftsjahr erwarten wir planmäßig eine erhebliche Ergebnisverbesserung.

Aufgrund der hohen Bedeutung der tick-TS AG und der Trade Haven GmbH sowie der bestehenden einheitlichen Leitung durch die sino AG wurde für das Geschäftsjahr 2007/2008 ein Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt, in dem die Jahresabschlüsse der sino AG und der tick-TS AG und der Trade Haven GmbH konsolidiert wurden. Die im vorangegangenen Geschäftsjahr erworbene sino Institutional GmbH, Düsseldorf, ist nicht operativ tätig.

V. Investitionen und Produktinnovationen

Im Bereich der Sachanlagen wurde im Wesentlichen in EDV-Hardware investiert. Der sino MXPRO wurde von der tick-TS AG laufend weiterentwickelt und die verschiedenen Updates den sino Kunden zur Verfügung gestellt. Die Futures-Handelsoberfläche »The Grid« des sino MXPRO wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr stark beworben und erfreut sich bei Kunden und Interessenten großer Beliebtheit.

Unsere Seminarreihe 'sino Akademie', mit der wir gezielt bestehende Kunden und Interessenten ansprechen, wurde weiter ausgebaut. Innerhalb dieser Veranstaltung werden Tipps und Tricks zur Nutzung des sino MXPRO vorgestellt sowie rechtliche Aspekte des Wertpapierhandels von einem Rechtsanwalt und Informationen zur Abgeltungsteuer erläutert. Wir haben mit diesen Veranstaltungen, die in verschiedenen Städten in ganz Deutschland stattfinden, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einige neue Kunden gewinnen können.

VI. Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Das gesamte gezeichnete Kapital der sino AG besteht aus 2.337.500 Inhaberaktien ohne Nennwert. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Alle Aktien verkörpern gleiche Rechte nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung der Gesellschaft. Es existieren keine Beschränkungen der Stimmrechte oder der

Übertragung von Aktien. Es existiert keine Höchststimmrechtsregelung; es gibt keine stimmrechtslosen Vorzugsaktien und keine stimmrechtslosen sonstigen Aktien; es gibt keine Mehrfachstimmrechte. Die Aktien der Gesellschaft sind nicht vinkuliert. Dem Vorstand der sino AG sind auch keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, aus denen sich Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien ergeben könnten.

Die Aktien der Gesellschaft lauten auf den Inhaber. Daher sind der Gesellschaft nicht alle Aktionäre bekannt. Zur Ermittlung bedeutender Beteiligungen kann die Gesellschaft nicht auf ein Aktienregister zurückgreifen; vielmehr sind ihr nur diejenigen Aktionäre zuverlässig bekannt, die als Inhaber von nach dem WpHG meldepflichtigen Beständen ihren Anteilsbesitz bei der Gesellschaft angezeigt haben. Zum Ende des Geschäftsjahres 30.09.2008 bestand nur eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreitet: Die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf, hielt unmittelbar eine Beteiligung von 25,13% der Stimmrechte; diese unmittelbare Beteiligung war folgenden Gesellschaften zuzurechnen: HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, HSBC Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, HSBC Bank plc, London, und HSBC Holdings plc, London. Diese unmittelbare und die mittelbaren Beteiligungen bestehen bis zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung unverändert fort.

Es gibt bei der Gesellschaft keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Der Vorstand leitet die Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung in eigener Verantwortung. Es besteht kein Beherrschungsvertrag mit der sino AG als abhängigem Unternehmen; die sino AG ist nicht Teil eines Gleichordnungskonzerns. Es bestehen keine

besonderen Formen der Stimmrechtskontrolle in Fällen, in denen Arbeitnehmer der Gesellschaft am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht selbst ausüben. Die Gesellschaft hat keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme aufgelegt, bei denen Mitarbeiter der Gesellschaft Aktien erhalten, deren Rechte nicht unmittelbar ausgeübt werden können.

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich grundsätzlich nach § 84 AktG. Hiernach ist der Aufsichtsrat zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie zur etwaigen Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden berufen. Diese Regelung ist zwingend; sie kann durch Satzungsregelung, Hauptversammlungsbeschluss oder Vereinbarung mit Dritten weder abbedungen noch modifiziert werden. Allenfalls kann in dringenden Fällen ein fehlendes Vorstandsmitglied gerichtlich bestellt werden. Die Bestellung als Vorstandsmitglied darf auf längstens fünf Jahre erfolgen. Dem entsprechen die Regelungen in § 5 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 5 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Derzeit sind zwei Vorstandsmitglieder bestellt. Die aktuellen Verträge mit den Vorständen haben eine Laufzeit bis zum 30.06.2013.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Diese Beschlüsse bedürfen in der Regel einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. In denjenigen Fällen, in denen das Gesetz einer derartigen Regelung nicht entgegensteht, genügt gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung der sino AG die einfache Mehrheit der Stimmen und in den Fällen, in denen das Gesetz neben der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit erfordert, die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Die Ausgabe von Aktien oder ein Aktienrückkauf bedürfen vorheriger Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft, etwa in Form von Beschlüssen über reguläre Kapitalerhöhungen, über bedingte oder genehmigte Kapitalia, Beschlüssen über den Erwerb eigener Aktien gem. § 71 AktG oder über die Einziehung von Aktien nach den Vorschriften über die Herabsetzung des Grundkapitals.

Gemäß § 4 der Satzung der sino AG besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG; der Vorstand ist hiernach ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Mai 2010 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 1.168.750,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern. Derzeit bestehen keine Hauptversammlungsbeschlüsse, die den Vorstand ermächtigen, eigene Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen oder einzuziehen.

Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es existieren keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Mitarbeitern der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebotes.

C. Lage des Konzerns

I. Ertragslage

Die Provisionserlöse des Konzerns gingen bedingt durch die anhaltend schwachen Börsenumsätze im Geschäftsjahr um 8,6% auf 12.042 TEUR (Vorjahr 13.174 TEUR) zurück. Die ausgewiesenen Provisionserträge setzen sich aus Retrozessionen in Höhe von 14.218 TEUR (Vorjahr 15.312 TEUR) gemindert um Kommissionserstattungen von 2.176 TEUR (Vorjahr 2.138 TEUR) zusammen.

Vor dem Hintergrund niedriger Tradezahlen und der gesunkenen Provisionserträge sind die umsatz- und leistungsabhängigen Aufwendungen zwar ebenfalls gefallen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen jedoch im Vergleich zu den Provisionserträgen lediglich unterproportional von TEUR 8.796 auf TEUR 8.869. Nach Abzug der Kosten weisen wir für das Geschäftsjahr 2007/2008 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 4.708 TEUR (Vorjahr 5.392 TEUR) sowie einen Jahresüberschuss vor Anteilen Dritter in Höhe von 3.313 TEUR (Vorjahr 3.156 TEUR) aus. Die Cost-Income-Ratio definiert als »Allgemeine Verwaltungsaufwendungen« durch »Netto-Provisionserlöse« beläuft sich für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 0,74 (Vorjahr 0,67).

II. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt 9.029 TEUR (Vorjahr 10.511 TEUR). Bei einem Eigenkapital von 6.472 TEUR (Vorjahr 6.478 TEUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 71,7% (Vorjahr 61,6%). Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Der Vorstand der Gesellschaft hat in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Anlageform der liquiden Mittel flexibilisiert, um die Rendite bei weiterhin geringem Risiko zu optimieren.

Innerhalb der Rückstellungen sind zum einen die

noch auszuzahlenden Tantiemen für den Vorstand
erfasst. Außerdem ist die sino AG trotz ihres Ein
spruchs – das Unternehmen führt keine Konten
und Depots für Privatkunden – zur Mitgliedschaft
in der Entschädigungseinrichtung der Wert
papierhandelsunternehmen (EdW) verpflichtet
worden. Nach eingehender Erörterung mit ihren
Beratern hat die Gesellschaft für mögliche Sonder
beiträge eine Rückstellung in Höhe von 430 TEUR
gebildet.
Wesentliche Posten der Aktivseite sind liquide
oder liquiditätsähnliche Mittel wie Konto
guthaben sowie Aktien, die mit 1.853 TEUR (Vor
jahr 6.686 TEUR) rund 21% (Vorjahr 64%) aller
Aktivposten ausmachen.
III. Finanzlage
Einen Überblick über den im Geschäftsjahr

erwirtschafteten Cashflow gibt die nachfolgende

Berechnung:

2007/2008
TEUR
2006/2007
TEUR
Jahresüberschuss vor Minderheiten 3.313 3.156
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 544 507
+ Zunahme der Rückstellungen 3 933
= Cashflow 3.860 4.596

D. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

E. Risikobericht

I. Allgemeines

Die tick-TS AG, die Trade Haven GmbH und die sino AG unterliegen in Ihrem Geschäftsbetrieb unterschiedlichen Risiken. Die Risiken der tick-TS AG lassen sich in zwei Hauptfelder unterteilen. Hierbei sind zunächst die unternehmensbezogenen Risiken zu nennen, die sich aus der geringen Größe der Gesellschaft ergeben können.

So ist die Abhängigkeit von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen deutlich größer. Zudem ergibt sich ein Risiko im Hinblick auf den hohen Umsatzanteil eines Produkts, des TradeBase MX, und der Abhängigkeit von wenigen Produkten des Unternehmens insgesamt – dies insbesondere vor dem Hintergrund der begrenzten Schutzfähigkeit geistigen Eigentums der Gesellschaft und der möglichen Verletzung gewerblicher Schutzrechte Dritter. Zudem existieren marktbezogene Risiken im Zusammenhang mit dem schnellen technologischen Wandel in der Softwarebranche, die kleine Gesellschaften naturgemäß vor größere Probleme stellt. Letztlich ist allgemein die Abhängigkeit der Softwarebranche von der allgemeinen Marktentwicklung sowie von der allgemeinen konjunkturellen und wirtschaftlichen Entwicklung zu nennen.

Risiken für die prognostizierte Umsatz- und Gewinnentwicklung können sich aus einem verschärften Margendruck im Zusammenhang mit weiteren neuen Anbietern von elektronischen Handelsplattformen ergeben. Außerdem können bestehende Konkurrenten ihre Preise erheblich senken.

Die Risiken der Trade Haven GmbH umfassen insbesondere die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Services. Die Kapazitäten von Hard- und Software sind, auch unter Berücksichtigung der gestiegenen Kunden- und Tradeanzahl, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die sino AG einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der sino AG bereits seit 1998 ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.

Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der sino AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagement-Systems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern.

Zu den Risikomanagement-Systemen der sino AG zählt ein umfangreiches, täglich aktualisiertes Analyseprogramm, das sämtliche Erlöse der Gesellschaft erfasst.

Das Risikomanagement-System der sino AG umfasst laufende Kontrollen, die täglich durchgeführt werden, sowie eine interne Revision, über deren Ergebnisse unverzüglich an den Vorstand berichtet sowie einmal jährlich ein Bericht an den Vorstand und Aufsichtsrat verfasst wird. Als wichtigste Controlling-Instrumente für die laufende Planung und Kontrolle dienen täglich aktualisierte Analysetools, in denen sämtliche Kosten und Erlöse der Gesellschaft sowie die Kundenaktivitäten nach einzelnen Segmenten erfasst werden. Die Risiken der Gesellschaft erstrecken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Betriebs-, Markt- und Technikrisiken, die im Risikohandbuch der sino AG ausführlich erläutert werden. Die entsprechenden Maßnahmen der Gesellschaft zur Risikovermeidung werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben. Das Risikomanagement-System der sino AG umfasst darüber hinaus auch die laufende Kontrolle der Tochtergesellschaften tick-TS AG sowie der Trade Haven GmbH.

Im Rahmen des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) festgestellten Entschädigungsverfahrens im Zusammenhang mit der Phoenix Kapitaldienst GmbH prüft die Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), ob und in welcher Höhe die Anleger Entschädigungsansprüche haben. Die Mittel der EdW haben die Mitglieder durch Jahresbeiträge und Sonderbeiträge zu erbringen. Die Höhe der Sonderbeiträge richtet sich nach dem Anteil des zuletzt vom Institut zu zahlenden Betrags am gesamten zu zahlenden Beitragsaufkommen.

Die sino AG ist als Finanzdienstleistungsinstitut der EdW angeschlossen. Die im Vorjahr für erwartete Sonderumlagen der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) aufgrund des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht festgestellten Entschädigungsfalls bei der Phönix Kapitaldienst GmbH gebildete Rückstellung in Höhe von 430 TEUR wurde auf Basis des im Geschäftsjahr ergan-

genen Sonderbeitragsbescheids mit 277 TEUR in Anspruch genommen. Aufgrund der ungeklärten Rechtslage wird weiterhin das Risiko gesehen, dass zusätzliche Sonderbeiträge erhoben werden. Dementsprechend wurde die teilweise in Anspruch genommene Rückstellung zum 30.09.2008 auf Basis der bisherigen Sonderbeitragshöhe um 127 TEUR auf insgesamt 280 TEUR aufgestockt. Zur genauen Höhe der endgültigen Sonderbeiträge macht die EdW derzeit keine näheren Angaben. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass von der EdW weitere Beiträge geltend gemacht werden. Die sino AG wird jedoch alles daran setzen, den zu leistenden Sonderbeitrag so gering wie möglich zu halten.

Im Zusammenhang mit von sino Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren bestehen sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert wurden. Das Gesamtrisiko beläuft sich auf ca. EUR 1,0 Mio. Da die sino AG aufgrund der von ihr eingeholten Rechtsgutachten nicht von einer vollständigen Inanspruchnahme ausgehen muss, wurden im Vorjahr in diesem Zusammenhang Rückstellungen in Höhe von insgesamt 225 TEUR gebildet. Im Berichtsjahr bestanden keine Risiken, die das Fortbestehen der sino AG gefährden könnten.

II. Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken

Die Branche, in der der Konzern tätig ist, ist nach wie vor äußerst wettbewerbsorientiert. Dieser Trend könnte sich in Zukunft noch verstärken. Der zunehmende Wettbewerb könnte zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und reduzierten Gewinnspannen mit entsprechenden nachteiligen Auswirkungen führen. Einige der Wettbewerber verfügen über längere Geschäftserfahrung und bedeutend umfangreichere finanzielle Ressourcen als der Konzern. Hierdurch könnten diese Unternehmen in der Lage sein,

schneller auf sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren und kostenintensivere Vermarktungsaktivitäten sowie eine aggressivere Preispolitik zu betreiben.

Darüber hinaus können nachhaltige Abwärtsbewegungen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten und andere Marktrisiken zu einem zurückgehenden Interesse von Heavy Tradern am Trading und damit an den Dienstleistungen der sino AG führen, da die Handelsaktivitäten von Heavy Tradern deutlich positiv mit den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität korrelieren. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung im Jahr 2009 (Änderung der Spekulationsfrist, Einführung der Abgeltungssteuer) hervorgerufen werden und damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der sino AG führen. Wir überwachen laufend die neuesten Entwicklungen bei der Umsetzung der Abgeltungssteuer, um in der Lage zu sein, schnell auf wesentliche Änderungen reagieren zu können. Außerdem versuchen wir, diese Risiken durch die permanente Überwachung der Aktivitäten der Mitbewerber am Markt und durch die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reduzieren, um kurzfristig geeignete Gegenkonzepte erarbeiten zu können. Für die tick-TS AG ergibt sich ein Risiko im Hinblick auf den hohen Umsatzanteil eines Produkts, des Trade Base MX, und der Abhängigkeit von wenigen Produkten des Unternehmens insgesamt – dies insbesondere vor dem Hintergrund der begrenzten Schutzfähigkeit geistigen Eigentums der Gesellschaft und der möglichen Verletzung gewerblicher Schutzrechte Dritter. Zudem existieren marktbezogene Risiken im Zusammenhang mit dem schnellen technologischen Wandel in der Softwarebranche, die kleine Gesellschaften naturgemäß vor größere Probleme stellt. Bei der Trade Haven GmbH kommt zu den Risiken im Hinblick auf die geringe Größe der Gesellschaft

noch dazu, dass die Gesellschaft aufgrund der erst kürzlich erfolgten Aufnahme der Geschäftstätigkeit noch weithin unbekannt ist und somit – außer der sino AG – über keinerlei Referenzen verfügt.

III.Unternehmensbezogene Risiken

1. Risiken der System- und Softwaresicherheit

Die Erreichbarkeit der Handelssysteme via Internet, Dial-In und die Erreichbarkeit des technischen Service und der Kundenbetreuer per Telefon ist für die Geschäftstätigkeit der sino AG von besonderer Bedeutung. Die sino AG hat die Trade Haven GmbH mit dem Hosting sämtlicher zum Börsenhandel genutzten Serversysteme beauftragt. Geschäftszweck der Trade Haven GmbH ist das Housing und Hosting von komplexen Serversystemen für den Börsenhandel. Die bei der Trade Haven GmbH unterhaltenen Kapazitäten an Hardund Software sind, auch unter Berücksichtigung der gestiegenen Kunden- und Tradezahlen, auf ein Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt. Bei einem kompletten Systemausfall, also auch einem Ausfall der Backupsysteme, ist die sino AG in der Lage, Aufträge per Telefon und per Telefax entgegenzunehmen.

Durch die verzögerte Umsetzung im Vergleich zur elektronischen Auftragsübermittlung könnten den Kunden der sino AG jedoch Schäden entstehen, zu deren Ersatz die sino AG verpflichtet sein könnte. Des Weiteren können unbefugte Zugriffe Dritter und sonstige Störungen, etwa durch Computerviren oder durch Ausfälle von Servern, nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die sino AG begrenzt diese Risiken im Rahmen eines laufenden Monitoring der Leitungsverbindungen und Börseninterfaces durch die Trade Haven GmbH, so dass eine bestmögliche Systemerreichbarkeit für die Kunden gewährleistet werden soll. Die Anbindung an das Internet und an die handelbaren Börsen sind bei der Trade Haven GmbH redundant, d.h. vollständig mindestens zweifach vorhanden. Ferner verfügt die Trade Haven GmbH über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie über leistungsfähige Firewalls. Sämtliche kritischen Serverkomponenten sind in physikalisch getrennten Rechenzentren ebenfalls mindestens zweifach vorhanden. Die Übertragung aller sicherheitsrelevanten Daten ist durch ein Secure Socket Layer (SSL)-Kryptographieverfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel geschützt. Darüber hinaus sind für die identifizierten Risiken entsprechende Notfallkonzepte erstellt worden.

2. Abhängigkeit von Leistungen und Produkten Dritter

Die effektentechnische Abwicklung der Aufträge der Kunden wird aufgrund eines Kooperationsvertrages ausschließlich von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, vorgenommen, so dass eine entsprechende Abhängigkeit der sino AG von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG existiert.

Die gemeinsamen Kunden von der sino AG und HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wickeln die Anlage in Finanzinstrumenten und den Handel mit diesen Finanzinstrumenten über HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ab. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG beschränkt sich dabei auf »execution-only«.

Die Aufgabe der sino AG besteht in diesem Zusammenhang in der Weiterleitung der von den Kunden erteilten Aufträge und sonstigen Erklärungen an HSBC Trinkaus & Burkhardt AG.

Gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG trägt die sino AG in bestimmten Fällen ganz oder teilweise das sog. Dispositions- und Ausfallrisiko ihrer Kunden. Sollten Kunden der sino AG die ausgeführten Kundenorders nicht erfüllen können, haftet die Gesellschaft gegenüber der HSBC

Trinkaus & Burkhardt AG für den Ausfall der Forderungen gegen den gemeinsamen Kunden, soweit die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG den Umstand, der zum Entstehen der Forderungen geführt hat, nicht zu vertreten hat.

Die Höhe dieser Forderung ergibt sich aus einem möglichen negativen Saldo des Kundendepots nach der Veräußerung sämtlicher Positionen des Depots (Glattstellung). Für Day Trading gewährt die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG in Absprache mit der sino AG Handelslimite, die die auf dem Depot aktuell vorhandenen Vermögenswerte deutlich übersteigen können. Die Überwachung des dargestellten Risikos erfolgt durch vorgegebene individuell vergebene Intraday-Limits jedes Kunden, die beispielsweise Überziehungsfaktoren, Orderstückzahlen oder Verlustobergrenzen berücksichtigen und EDVseitig kontrolliert werden können. Zusätzlich überwachen die Kundenbetreuer der sino AG

»realtime« die Orders und Positionen sämtlicher Depotkunden und können bei Auffälligkeiten kurzfristig eingreifen und die Weiterleitung der Kundenaufträge unterbinden.

Abschließend führt die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine sogenannte Batch-Verarbeitung durch, bei der am Tagesende sämtliche Orders bzw. Positionen des Kunden sowie das Handelsergebnis jedes Kunden analysiert werden. Auffälligkeiten werden dem Backoffice der sino AG kurzfristig mitgeteilt. Eine Mitarbeiterin ist beinahe ausschließlich für das Risiko-Controlling der sino Kunden zuständig, so dass die Kontrolle der Kundenrisiken gewährleistet ist.

F. Prognosebericht

Die nur schwer vorhersehbare Entwicklung des Gesamtmarktes aufgrund der bestehenden Unsicherheiten durch die Finanzkrise macht eine Ergebnisprognose für dieses Jahr sehr schwierig.

Die Umsätze an den deutschen Börsen sind ein maßgeblicher Faktor für die Gewinnentwicklung der sino AG. Das abgelaufene Geschäftsjahr hat gezeigt, wie maßgeblich der Erfolg der sino AG von der Volatilität an den Börsen abhängt und macht deutlich, wie schwer es in der aktuellen Situation ist, eine Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2008/2009 aufzustellen. Daher verzichten wir derzeit auf die Aufstellung einer konkreten Prognose. Gleichwohl sehen wir uns sehr gut aufgestellt, um auch in einem möglicherweise deutlich schwieriger werdenden Marktumfeld erfolgreich zu bleiben.

G. Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der tick Trading Software AG hat aufgrund des bestehenden Abhängigkeitsverhältnisses zur sino AG einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt (Abhängigkeitsbericht). In diesem Bericht wurde abschließend Folgendes erklärt:

»Wir erklären, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitraum der Vornahme bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und durch andere Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG, die getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde.«

H. Schlusswort

Neben Kunden, Mitarbeitern und Kooperationspartnern, die uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hervorragend unterstützt haben, danken wir auch unserem Aufsichtsrat und unseren Aktionären. Allen Aktionären möchten wir versichern, dass wir auch weiterhin als größte private Aktionäre der sino AG alles daransetzen werden, die Erfolgsgeschichte des

Unternehmens auch zukünftig zu einer Erfolgsgeschichte der Aktie zu machen.

Auch sind wir weiterhin davon überzeugt, trotz der aktuell sehr anspruchsvollen Marktbedingungen, durch die ausgezeichnete Qualität unserer Dienstleistungen Kunden- und Tradezahlen zu steigern und uns, wie auch in den letzten Jahren, langfristig deutlich besser zu entwickeln als die Wettbewerber.

Düsseldorf, 05. Januar 2009

Ingo Hillen Matthias Hocke

Unser Markt am Bosporus: ISE (Istanbul Stock Exchange)

Das türkische Börsenwesen reicht zurück in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die traditio nellen ottomanischen Märkte begannen, sich für europäische Investoren zu öffnen. Erst nach dem zweiten Weltkrieg nahm die Zahl der börsenotierten Gesellschaften stetig zu. 1981 trat ein neues Kapitalmarktgesetz in Kraft, in dessen Folge die Istanbul Stock Exchange 1985 gegründet wurde.

Kunden der sino AG können hier telefonisch handeln.

Kapali Carsi – Der große Basar in Istanbul

www.ise.org

Konzern-Bilanz zum 30. September 2008

A K T I V A Euro Stand
30.09.2008
Euro
Stand
30.09.2007
Euro
1. Barreserve
Kassenbestand 1) 3.631,47 8.442,37
2. Forderungen an Kreditinstitute 2)
a) täglich fällig 1.418.548,26 712.636,84
a) andere Forderungen 3.935.029,70 5.353.577,96 962.353,89
3. Forderungen an Kunden 3) 772.485,41 769.011,66
darunter an
Finanzdienstleistungsinstitute:
EUR 514.039,28 (i.V. EUR 384.734,56)
4. Aktien und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere 4)
430.630,00 5.965.049,75
5. Anteile an verbundenen
Unternehmen 5)
27.500,00 27.500,00
6. Darlehnsforderungen 6) 32.792,81 37.703,22
7. Immaterielle Anlagewerte 7) 278.176,00 349.655,00
8. Sachanlagen 8) 1.040.951,51 1.049.784,94
9. Ertragsteueransprüche aus laufenden Steuern 9) 684.322,34 83.590,88
10. Ertragsteueransprüche aus latenten Steuern 9) 159.031,89 181.069,83
11. Sonstige Aktiva 10) 245.774,29 363.723,32

9.028.873,68 10.510.521,70

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
4. Ertragsteuerverpflichtungen
5. Ertragsteuerverpflichtungen
7. Eigenkapital 15)
c) Rücklagen aus der erfolgsneutralen
e) Ausgleichsposten für Anteile
P A S S I V A Euro Stand
30.09.2008
Euro
Stand
30.09.2007
Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 11) 232.321,52 70.189,66
2. Finanzierungsverbindlichkeiten 11) 0,00 4.066,90
3. Sonstige Passiva 12) 274.934,05 367.094,56
4. Ertragsteuerverpflichtungen
aus laufenden Steuern 13)
214.923,00 1.737.430,16
5. Ertragsteuerverpflichtungen
aus latenten Steuern 14)
17.149,58 39.580,36
6. Rückstellungen 14) 1.817.263,20 1.814.364,12
7. Eigenkapital 15)
a) gezeichnetes Kapital 2.337.500,00 2.337.500,00
b) Kapitalrücklage -151.412,97 -151.412,97
c) Rücklagen aus der erfolgsneutralen
Marktbewertung von Finanzinstrumenten
0,00 59.932,41
d) Gewinnrücklagen 3.256.195,35 3.365.012,20
e) Ausgleichsposten für Anteile
anderer Gesellschafter
1.029.999,95 866.764,30
6.472.282,33 6.477.795,94
9.028.873,68 10.510.521,70
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere
sowie Zuführungen zu Rückstellungen
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen
und bestimmten Wertpapieren sowie aus der
01.10.07
– 30.09.2008
Euro
01.10.06
– 30.09.2007
Euro
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 23)
-543.672,58 -507.381,25
9. Sonstige betriebliche Anwendungen 24) -28.814,88 -27.851,67
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere
sowie Zuführungen zu Rückstellungen
im Kreditgeschäft 25)
-95.382,71 -14.410,97
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen
und bestimmten Wertpapieren sowie aus der
Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 26)
121.465,93 145.894,46
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.708.110,38 5.392.233,81
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27) -1.379.422,88 -2.228.682,08
14. Sonstige Steuern 28) -15.308,70 -7.844,35
15. Jahresüberschuss vor Minderheiten 3.313.378,80 3.155.707,38
16. Anderen Gesellschaftern zustehender Anteil am Gewinn -431.731,01 -294.864,20
17. Den Anteilseignern des Konzerns zustehendes Ergebnis 2.881.647,79 2.860.843,18
Ergebnis je Aktie 1,23 1,22

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 1.10.2007 – 30.09.2008

Euro 01.10.07
– 30.09.2008
Euro
01.10.06
– 30.09.2007
Euro
1. Zinserträge aus 17)
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 82.413,62 66.892,07
2. Zinsaufwendungen 17) -24.783,69 57.629,93 -16.221,44
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 18) 163.531,71 129.852,03
4. Provisionserträge 19) 12.042.498,71 13.173.721,86
5. Andere aktivierte Eigenleistungen 20) 15.325,00 91.189,00
6. Sonstige betriebliche Erträge 21) 1.844.213,72 1.146.682,74
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 22)
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -3.092.756,74 -3.147.094,35
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
-darunter für Altersversorgung: EUR 26.958,68
(i.V. EUR 19.564,61)
-303.176,33 -3.395.933,07 -299.107,60
b) andere Verwaltungsaufwendungen -5.472.751,38 -5.349.931,07

Konzernkapitalflussrechnung Geschäftsjahr 1.10.2007 – 30.09.2008

1.10.2007
– 30.09.2008
Euro
1.10.2006
– 30.09.2007
Euro
Periodenergebnis nach Steuern (einschließlich
Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern)
3.313.378,80 3.155.707,38
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf
Gegenstände des Anlagevermögens
543.672,58 507.381,25
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.899,08 932.653,81
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.379.422,88 2.228.682,08
+/- Zinsaufwand/-ertrag -57.629,93 -50.670,63
-/+ Gewinn/Verlust aus Abgängen von Gegenständen
des Anlagevermögens
-6.443,59 25.458,82
-/+ Gewinn/Verlust aus Abgängen von Gegenständen
des Umlaufvermögens
-263.512,23 0,00
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände
des Umlaufvermögens
27.949,44 0,00
- Auszahlung für Ertragsteuern -3.515.331,28 -1.913.884,59
+ Einzahlungen für Ertragsteuern 70.053,68 10.711,11
- Auszahlung für Zinsen -24.782,29 -15.263,46
+ Einzahlungen aus Zinsen 59.879,44 64.276,60
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden -3.473,75 -393.399,28
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute aus
Retrozessionen/Lieferungen und Leistungen
-512.675,81 102.440,74
-/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Aktiva 117.949,03 -69.448,31
-/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
4.910,41 29.350,91
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 162.131,86 -35.980,08
+/- Zunahme/Abnahme anderer Passiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-91.891,01 84.093,78
= Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.206.507,31 4.662.110,13
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
- Auszahlungen für Investitionen
- Auszahlungen aus dem Erwerb eines
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
- Auszahlungen für Investitionen in das
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen
- Auszahlungen an Unternehmenseigner
1.10.2007
– 30.09.2008
Euro
1.10.2006
– 30.09.2007
Euro
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Sachanlagevermögens 78.440,53 -3.615,58
- Auszahlungen für Investitionen
in das Sachanlagevermögen
-541.527,58 -617.391,93
- Auszahlungen aus dem Erwerb eines
(nicht-)konsolidierten Unternehmens
0,00 -27.500,00
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
immateriellen Anlagevermögens 24.497,00 23.763,99
- Auszahlungen für Investitionen in das
immaterielle Anlagevermögen
-18.326,51 -100.573,80
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen
im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition
8.139.017,02 0,00
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen
der kurzfristigen Finanzmitteldisposition
-4.928.547,25 -5.412.388,38
= Cash Flow der Investitionstätigkeit 2.753.553,21 -6.137.705,70
- Auszahlungen an Unternehmenseigner
und Minderheitsgesellschafter
-3.258.960,00 -2.730.945,00
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten 0,00 0,00
= Cash Flow der Finanzierungstätigkeit -3.258.960,00 -2.730.945,00
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 701.100,52 -4.206.540,57
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 721.079,21 4.927.619,78

= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.422.179,73 721.079,21

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.10.2007 – 30.09.2008

Grundkapital Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Markt
bewertung
finanzielle
Vermögens
werte
Minderheits
gesellschafter
Eigenkapital
gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 01.10.2006 2.337.500,00 -151.412,97 3.058.842,54 0,00 748.171,58 5.993.101,15
Ausschüttung für Vorjahre 0,00 0,00 -2.730.945,00 0,00 0,00 -2.730.945,00
Kapitelerhöhung sino AG 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Erstkonsolidierung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung Minderheiten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zuf. Marktbewertung finanz. Vermögenswerte 0,00 0,00 0,00 59.932,41 0,00 59.932,41
Konzernjahresüberschuss 06/07 nach Minderheiten 0,00 0,00 3.037.114,66 0,00 0,00 3.037.114,66
Zuweisung Minderheitenanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 118.592,72 118.592,72
Stand 30.09.2007 2.337.500,00 -151.412,97 3.365.012,20 59.932,41 866.764,30 6.477.795,94
Stand 01.10.2007 2.337.500,00 -151.412,97 3.365.012,20 59.932,41 866.764,30 6.477.795,94
Ausschüttung für Vorjahre 0,00 0,00 -3.258.960,00 0,00 0,00 -3.258.960,00
Ausb. Marktbewertung finanz. Vermögenswerte 0,00 0,00 0,00 -59.932,41 0,00 -59.932,41
Konzernjahresüberschuss 07/08 nach Minderheiten 0,00 0,00 3.150.143,15 0,00 0,00 3.150.143,15
Zuweisung Minderheitenanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 163.235,65 163.235,65
Stand 30.09.2008 2.337.500,00 -151.412,97 3.256.195,35 0,00 1.029.999,95 6.472.282,33

Unser Markt an der Seine: NYSE/EURONEXT

Im 19. Jahrhundert mussten die »agents de change«, die Pariser Wertpapierhändler, noch die französi sche Staatsbürgerschaft besitzen. Nach der Einführung eines vollelektronischen Handelssystems Ende 1989 trieb die Börse das EURONEXT Projekt voran und ging 2000 in der NYSE Euronext auf: der führenden Börsengruppe der Welt mit Märkten in sechs Ländern, fast 4.000 gelisteten Gesellschaften und einem monatlichen Handelsvolumen von ca. 2 Billionen Dollar.

Kunstmarkt an der Place du Tertre

www.euronext.com

Grundlagen der Rechnungslegung

Allgemeine Angaben

Gegenstand der sino AG ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten in fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Anlageberatung.

Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Einbringung dieser Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ihrer Kunden zu verschaffen. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften.

Der Konzernabschluss der sino AG zum 30. September 2008 ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie von der EU übernommen wurden, aufgestellt. Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden.

Es werden alle am Bilanzstichtag gültigen Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, angewendet. Zudem werden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet.

Es werden keine wesentlichen Auswirkungen aus den erstmals in 2007 anzuwendenden IAS/IFRS-Vorschriften erwartet. IFRS 8 zur Segmentberichterstattung wird vorzeitig freiwillig angewendet.

Die freiwillige vorzeitige Anwendung von IFRS 8 führt nicht zu einer Segmentberichterstattung bei der sino AG. Neben der Bilanz und der Gewinnund Verlustrechnung wird eine Kapitalflussrechnung erstellt und die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.

Folgende neue oder überarbeitete Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2007/2008 vom IASB bzw. IFRIC verabschiedet. Sie werden im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2007/2008 von der sino AG noch nicht angewandt, da diese zum 30. September 2008 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind oder noch nicht durch die Europäische Kommission endorsed wurden:

  • IAS 32 (»Financial Instruments: Presentation«)
  • IFRS 3 revised (»Business Combinations«)
  • Amendments to:
  • • IFRS 1 (»First-time Adoption of International Financial Reporting Standards«)
  • • IFRS 2 (»Share-based Payment«)
  • • IFRS 5 (»Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations«)
  • • IFRS 7 (»Financial Instruments: Disclosure«)
  • • IAS 1 (»Presentation of Financial Statements«)
  • • IAS 8 (»Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors«)
  • • IAS 10 (»Events after the Balance Sheet Date«)
  • • IAS 16 (»Property, Plant and Equipment«)
  • • IAS 18 (»Revenue«)
  • • IAS 19 (»Employee Benefits«)
  • • IAS 20 (»Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance«)
  • • IAS 23 (»Borrowing Costs«)
  • • IAS 27 (»Consolidated and
  • Separate Financial Statements«)
  • • IAS 28 (»Investments in Associates«) • IAS 29 (»Financial Reporting in Hyperinflationary Economies«)
  • • IAS 31 (»Interests in Joint Ventures«)
  • • IAS 34 (»Interim Financial Reporting«)
  • • IAS 36 (»Impairment of Assets«)

  • • IAS 38 (»Intangible Assets«)

  • • IAS 39 (»Financial Instruments: Recognition and Measurement«)
  • • IAS 40 (»Investment Property«)
  • • IAS 41 (»Agriculture«)
  • IFRIC 15 (»Agreements for the Construction of Real Estate«)
  • IFRIC 16 (»Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation«)

IAS 32 ist wie viele der neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen. Dies betrifft auch die Änderungen der oben angegebenen Standards, sowie IFRIC 15. IFRS 3 revised ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen. IFRIC 16 ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Oktober 2008 beginnen. Die Anwendung des IFRIC 15 und IFRIC 16 setzen noch die ausstehende Anerkennung durch die EU voraus.

Die im Geschäftsjahr veröffentlichten Rechnungslegungsvorschriften werden keinen wesentlichen Einfluss auf den sino Konzern haben.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der sino AG und ihrer vollkonsolidierten Tochterunternehmen weicht vom Kalenderjahr ab und umfasst den Zeitraum vom 01. Oktober 2007 bis zum 30. September 2008. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt.

Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen
werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Die Aktien der sino AG sind seit dem 27. September
2004 an der Börse Düsseldorf zum Handel im regu
lierten Markt zugelassen.
Die Erstellung des Konzernabschlusses der sino AG
erfolgt mit dem Ziel, die Zulassungsbedingungen/
-folgepflichten (Prime Standard) der Deutschen
Börse AG zu erfüllen, und ist nach den IFRS, wie
sie in der EU anzuwenden sind, und nach den
nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden
handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Über die Chancen und Risiken der künftigen
Entwicklung nach § 315 Abs. 1 HGB berichten wir
im Risikobericht im Rahmen des Konzernlage
berichts.
Ein geprüfter Konzernabschluss nebst
Konzernlagebericht der sino AG für den Zeitraum
01. Oktober 2006 bis zum 30. September 2007
wurde am 31. Januar 2008 beim Betreiber des
elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.
Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und
den Konzernlagebericht für den Zeitraum
01. Oktober 2006 bis zum 30. September 2007 am
14. Januar 2008 gebilligt und somit zur Veröffent
lichung freigegeben. Die sino AG hat ihren Sitz in
Düsseldorf (Deutschland), Ernst-Schneider-Platz 1.
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem
Mutterunternehmen, der sino AG, zwei Tochter
gesellschaften, die tick Trading Software AG, Düssel
dorf, und die Trade Haven GmbH, Düsseldorf.
Einen Überblick über die in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen ergibt die nachfol
gende Aufstellung:

Konzernanhang der sino Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.10.2007 bis zum 30.09.2008

92 93 sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 Anhang des sino Konzerns

Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 30. September 2008, der zugleich auch Stichtag für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und aller vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ist. Die sino AG hält nicht mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der tick Trading Software AG. Die tick Trading Software AG wird dennoch als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der sino AG einbezogen, da eine Beherrschung nach IAS 27.13 d) vorliegt.

Am 23.07.2007 hat die sino AG drei Verträge mit der tick Trading Software AG abgeschlossen, die die Veräußerung, den Rückerwerb und die Veroptionierung von Geschäftsanteilen an der Trade Haven GmbH, Düsseldorf, betrafen. Die entsprechenden Verträge wurden unter dem Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrates der tick TS AG abgeschlossen. Der Aufsichtsrat der tick TS AG hat den vorstehenden Vereinbarungen am 06. Dezember 2007 zugestimmt. Damit halten die sino AG und die tick Trading Software AG an der Trade Haven GmbH jeweils 46,25%. Darüber hinaus besitzt die sino AG das Recht, einen weiteren Geschäftsanteil der Trade Haven GmbH in Höhe von nominal EUR 8.000,00 von der tick Trading Software AG zu erwerben. Die sino AG hält im aktuellen Geschäftsjahr weiterhin 100% an der nicht aktiv tätigen sino Institutional GmbH, Düsseldorf, (Anschaffungskosten TEUR 28). Aufgrund der Nichtaufnahme der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird diese nicht konsolidiert. Die Gesellschaft weist ein Eigenkapital (nach HGB) von TEUR 6 zum 31. Dezember 2007 aus.

Konsolidierungsgrundsätze

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode in Form der Neubewertungsmethode durchgeführt (IFRS 3). Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem neubewerteten anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen aufgerechnet. Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem neubewertetem anteiligen Eigenkapital wird den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten der sino AG und der tick Trading Software AG für die Trade Haven GmbH betrugen TEUR 186. Die sino AG sowie die tick Trading Software AG halten jeweils einen prozentualen Anteil von 46,25%. Im Geschäftsjahr hat die tick Trading Software AG der sino AG einen Anteil von 21,35% an der Trade Haven GmbH zum Buchwert verkauft. Für das bereits vor dem 01. Oktober 2004 in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen tick Trading Software AG wird von der Erleichterungsvorschrift des IFRS 1.15 Gebrauch gemacht, so dass der im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandene Unterschiedsbetrag mit den Gewinnrücklagen verrechnet bleibt.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Währungsumrechnung

Für alle einbezogenen Unternehmen stellt der EUR die funktionale Währung dar. Zum Zweck der Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen in EUR werden unterjährig die jeweiligen Transaktionskurse zu Grunde gelegt. Zum Jahresende werden die offenen Fremdwährungssalden mit dem Stichtagskurs umgerechnet und die Währungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst. Der US-Dollar Kurs hat sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

aufgestellt. Die Wertansätze im Konzernabschluss
werden unbeeinflusst von steuerlichen Vorschrif
ten allein von der wirtschaftlichen Darstellung
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rah
men der Vorschriften des IFRS bestimmt.
Die Gliederung der Bilanz erfolgt in Überein
stimmung mit der Verordnung über die Rechnungs
legung der Kreditinstitute und Finanzdienst
leistungsinstitute (RechKredV) und abweichend
von der Gliederung nach Fristigkeit nach der
Liquidität gemäß IAS 1.51 i.V.m. IAS 1.54.
Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle
wesentlichen mit der Nutzung verbundenen
Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die
Bewertung erfolgt mit Ausnahme bestimmter
finanzieller Vermögenswerte zu fortgeführten
Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegen
leistungen, die aufgebracht wurden, um einen
Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen
betriebsbereiten Zustand zu setzen.
Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem
Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie
angemessene Teile der produktionsbezogenen
Gemeinkosten. Finanzierungskosten für den

Erwerb bzw. den Zeitraum der Herstellung sind nicht angefallen. Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten, selbsterstellte immaterielle Anlagewerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger

Nr. Gesellschaft gehalten
von
Anteil am
Kapital/
Ergebnis in %
Eigenkapital
(IFRS) TEUR
Jahres
überschuss /
-fehlbetrag
(IFRS) TEUR
Mitarbeiter
(Durchschnitt)
01. sino AG 5.425 2.846 23
02.tick Trading Software AG 01 43,20 1.813 760 7
03. Trade Haven GmbH 01 46,25 -147 -89 3
03. Trade Haven GmbH 02 46,25
Mittelkurs in EUR am Bilanzstichtag
Wechselkurse 30.09.2007 30.09.2008
USA 1 USD 0,7013 0,6923
1 Euro = USD 1,426 1,445

Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.

Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden. Werden die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungskosten nicht erfüllt, so werden diese als laufender Aufwand behandelt.

Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibung, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.

Das Sachanlagevermögen wird regelmäßig über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern abgeschrieben.

Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:

Gemietete Sachanlagen, bei denen der Konzern nach den Kriterien des IAS 17 alle wesentlichen mit dem Gegenstand verbundenen Chancen und Risiken trägt (Finanzierungs-Leasing), werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts bzw. des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. gegebenenfalls über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind als Verbindlichkeit passiviert, wobei der zukünftige Zinsaufwand jedoch unberücksichtigt bleibt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie sonstige Aktiva werden bei erstmaliger Erfassung mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen, auf Erfahrungswerten gestützten Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertminderungen Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden grundsätzlich der Kategorie »Fair Value through profit or loss« sowie »Available for Sale« zugeordnet. Die Bilanzierung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag zum Fair Value. Die Bewertungsergebnisse werden im Falle der Kategorie »Fair Value through profit or loss« erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust rechnung und im Falle der Kategorie »Available for Sale« erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine der Kategorie »Available for Sale« zuzuordnenden Wertpapiere bilanziert.

Sicherungsderivate werden im sino Konzern ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Entsprechend IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Ihre Einbuchung erfolgt erstmalig am Erfüllungstag, der in der Regel wenige Tage nach dem Verpflichtungsgeschäft (Handelstag) liegt. Änderungen im Fair Value von derivativen Finanzinstrumenten, die der Konzern zur Absicherung bilanzierter Vermögenswerte einsetzt, werden erfolgswirksam erfasst. Aufgrund der erfolgswirksamen Erfassung der Wertänderungen des gegenläufigen Grundgeschäfts, ergeben sich die angestrebten kompen-

satorischen Effekte im Gewinnausweis. Hedge-Accounting wird im sino Konzern nicht durchgeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Sicherungsderivate bilanziert.

Darlehensforderungen werden der Kategorie »Held-to-Maturity« zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Pensionsverpflichtungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung basieren auf einem gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber, der grundsätzlich als leistungsorientierter Plan einzuordnen ist. Es stehen jedoch entsprechend IAS 19.29 und IAS 19.30 keine ausreichenden Informationen hinsichtlich des Anteils des sino Konzerns an der leistungsorientierten Verpflichtung, am Planvermögen und den mit dem Plan verbundenen Kosten zur Verfügung. Grund dafür ist die für die erforderlichen Angaben nicht ausreichende Mitteilung durch die bestehende Unterstützungskasse. Der gemeinschaftliche Plan mehrerer Arbeitgeber kann deshalb nicht wie ein leistungsorientierter Plan bilanziert werden, sondern wird nach IAS 19.30 (a) wie ein beitragsorientierter Plan bilanziert. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen werden im Personalaufwand ausgewiesen; eine Rückstellung ist nicht zu bilden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen ist nicht zulässig. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegen-

EDV-Software 3 – 10 Jahre
Gewerbliche Schutzrechte,
Lizenzen
10 Jahre
Betriebs- und Geschäfts 2 – 15 Jahre
ausstattung

über Dritten zu Grunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag nach IAS 37 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Zu den Finanziellen Verbindlichkeiten zählen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie Finanzierungsverbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing Transaktionen. Die Bewertung erfolgt zu (abdiskontierten) Rückzahlungsbeträgen.

Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist.

Die Latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Temporäre Bewertungsunterschiede der Vergangenheit wurden auf den neuen Prozentsatz angepasst. Im aktuellen Geschäftsjahr wird für die inländischen Konzerngesellschaften mit einem Körperschaftsteuersatz von 15% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag sowie einem aktuellen Hebesatz von 445 (Vorjahr 445) gerechnet.

Die Erfassung von Zinserträgen, Provisionserträgen und sonstigen betrieblichen Erträgen wird periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich vereinnahmt, wenn der Anspruch

rechtlich entstanden ist. Rückstellungen für Gewährleistung werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die der jeweiligen Schätzung zu Grunde liegenden Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Barreserve

Die Barreserve wird nicht verzinst und unterliegt daher keinem Zinsänderungsrisiko.

2. Forderungen an Kreditinstitute

Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 5 (i.V. TEUR 11) berücksichtigt, die in der Position »Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

TEUR Restlaufzeit
bis 3 Monate
Restlaufzeit
über 1 Jahr
Gesamt
30.09.2007
Restlaufzeit
bis 3 Monate
Restlaufzeit
über 1 Jahr
Gesamt
30.09.2008
tägl. fällig 713 0 713 1.418 0 1.418
andere
Forderungen
962 0 962 3.935 0 3.935
1.675 0 1.675 5.353 0 5.353
laufenden Bankkonten. Bei den täglich fälligen Kontobeständen handelt
es sich ausschließlich um die bei der HSBC
Trinkaus & Burkhardt AG (kurz: TuB) geführten,
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditge
schäft« erfasst sind.
(TEUR 1.342, i.V. TEUR 721). Die anderen Forderungen enthalten im Wesent
lichen mit TEUR 1.968 (i.V. TEUR 168) bei der TuB
angelegte Monatsgelder und mit TEUR 1.406 (i.V.
TEUR 794) Forderungen aus Dienstleistungen
(insbesondere Retrozessionen) gegenüber TuB
4. Aktien und andere nicht festverzinzliche
Wertpapiere
Die im Vorjahr ausgewiesenen Aktien an der
Bayrische Hypo- und Vereinsbank AG (TEUR 3.710)
sowie weitere Anteile an der Credit Agricole Asset
Höhe ausgebucht. Die Forderung gegenüber der Goldman Sachs
GmbH & Co. oHG mit einem Nennwert von TEUR 16
wurde aus Uneinbringlichkeitsgründen in voller
Management Arbitr. Var2 Actions au Porteur o.N.
(TEUR 2.161) und eine Anlage in Anteile an dem
HSBC Trinkaus Euro Geldmarktfonds INKA (TEUR 94)
wurden im Berichtsjahr vollständig veräußert.
Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen Aktien und
3. Forderungen an Kunden anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere
betreffen ausschließlich Aktien an der Bayer
Die Forderungen an Kunden sind sämtlich in
nerhalb der nächsten drei Monate fällig. Die
Schering Pharma AG. Alle gehaltenen Anteile
sind börsennotiert.
risiko. Forderungen an Kunden werden nicht verzinst
und unterliegen daher keinem Zinsänderungs
Darüber hinaus sind zum 30.09.2008 »Aktien und
andere nicht festverzinsliche Wertpapiere«
(TEUR 431) und unter den »Forderungen an
Kreditinstitute« ausgewiesene Festgelder (TEUR
Insgesamt sind in den Forderungen an Kunden 1.900) sowie alle gegenüber der HSBC Trinkaus &

Burkhardt AG offenen Retrozessionsansprüche zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG (TEUR 1.342) verpfändet.

TEUR
30.09.2007
Kassenbestand 8 4
30.09.2008

Die Abschreibung sämtlicher immaterieller Anlagewerte wird innerhalb der Konzern-Gewinn- und –Verlustrechnung unter dem Posten »Abschreibungen« gezeigt. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr betragen TEUR 1.098 (i.V. TEUR 854). Entwicklungskosten wurden in Höhe von TEUR 15 aktiviert (i.V. TEUR 91).

98 99 sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 Anhang des sino Konzerns

Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag sowie der Absicherung der von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten, die der sino AG den Wertpapierhandel im Ausland bis zu einem Volumen von USD 11,0 Mio ermöglichen.

Die ausgewiesenen Wertpapiere werden sämtlich der Kategorie »Zu Handelszwecken gehalten« zugeordnet. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zum Börsenkurs am Bilanzstichtag. Die variable Verzinsung erfolgt zu marktgerechten Konditionen.

5. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Anteile (100%) an der sino Institutional GmbH. Die Gesellschaft hat noch keine Geschäftstätigkeit aufgenommen.

6. Darlehensforderungen

Bei dieser Position handelt es sich um Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 33 (i.V. TEUR 38), die an Mitarbeiter gewährt wurden. Die Verzinsung erfolgt zu marktgerechten Konditionen.

7. Immaterielle Anlagewerte

TEUR selbsterstellte
Sofware
erworbene
Software
Schutzrechte
und Lizenzen
Gesamt
2006/2007
Anschaffungs- und Herstellungs
kosten Stand 01.10.2006 453 964 39 1.456
Zugänge 91 7 3 101
Abgänge -23 -49 0 -72
Stand 30.09.2007 521 922 42 1.485
Abschreibungen
Stand 01.10.2006
166 952 17 1.135
Zugänge 61 -18 4 48
Abgänge -23 -25 0 -48
Stand 30.09.2007 205 909 21 1.135
Buchwerte Stand 30.09.2006 287 12 22 321
Buchwerte Stand 30.09.2007 316 13 21 350
TEUR selbsterstellte
Sofware
erworbene
Software
Schutzrechte
und Lizenzen
Gesamt
2007/2008
Anschaffungs- und Herstellungs
kosten Stand 01.10.2007
521 916 48 1.485
Zugänge 15 3 0 18
Abgänge -59 -75 0 -134
Stand 30.09.2008 477 844 48 1.369
Abschreibungen
Stand 01.10.2007
205 909 21 1.135
Zugänge 58 3 4 65
Abgänge -35 -98 0 -133
Stand 30.09.2008 228 814 25 1.067
Buchwerte Stand 30.09.2007 316 7 27 350
Buchwerte Stand 30.09.2008 249 30 23 302

Die Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Die in den Sachanlagen aktivierten Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen belaufen sich auf

Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind als Verbindlichkeit passiviert worden, wobei der zukünftige Zinsaufwand jedoch unberücksichtigt blieb.

8. Sachanlagen

Die Sachanlagen betreffen ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.

ab 5 Jahre Gesamt
geben. Im Vorjahr stellten sich die Werte wie folgt dar:
so dass sich keine Fortführungsbeträge für die
Leasingzahlungen und die Abzinsungsbeträge er­
Kopierer. Dieser Kopierer ist im Vorjahr abgegangen,
TEUR 0 (i.V. TEUR 4) und betrafen im Vorjahr einen
2006/2007
2.593
617
-68
3.142
1.679
459
-45
2.093
914
1.049
2007/2008
3.142
542
782
2.902
2.093
489
710
1.872
1.049
1.030

TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr

bis 5 Jahre 30.09.2007
Leasingzahlungen 3,3 1,3 0 4,6
Abzinsungsbeträge 0,4 0,1 0 0,5
Barwerte 2,9 1,2 0 4,1
TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr
bis 5 Jahre
ab 5 Jahre Gesamt
30.09.2008
Fahrzeuge 61 28 0 89
Büroausstattung 2 9 0 11
Immobilienverträge 243 408 0 651
306 445 0 751
TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr
bis 5 Jahre
TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr
bis 5 Jahre
ab 5 Jahre Gesamt
30.09.2007
Fahrzeuge 65 23 0 88
Immobilienverträge 208 583 0 791
273 606 0 879

Die Vorjahreswerte setzten sich wie folgt zusammen:

Leasingzahlungen in Folgejahren Operating Leasing

Unser Markt am Main: Die Deutsche Börse, Frankfurt

Seit fast 1000 Jahren ist Frankfurt bekannt für seine Messen und Märkte. Im 16. Jahrhundert etablierte sich ein internationales Bankwesen. 1585 taten sich die Messekaufleute zusammen und legten einheitliche Wechselkurse fest: Dieses Ereignis gilt als Geburtsstunde der Frankfurter Wertpapierbörse. Weltgeltung erreichte die Frankfurter Börse spätestens 1997 mit dem elektronischen Handel über XETRA. Hier handeln die Kunden der sino AG seit mehr als 10 Jahren.

Weihnachtsmarkt, Römer, Frankfurt

www.deutsche -boerse.de

Es erfolgt eine variable Verzinsung zu marktgerechten Konditionen.

12. Sonstige Passiva

In den Sonstigen Passiva sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sowie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt, Lohnund Kirchensteuer und Sozialversicherung enthalten.

Die Sonstigen Passiva werden nicht verzinst. Sie unterliegen nur einem unwesentlichen Zinsänderungsrisiko.

13. Ertragsteuerverpflichtungen

Die Ertragssteuerverpflichtungen aus laufenden Steuern haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sie beinhalten ausschließlich die Steuern auf das laufende Ergebnis. Die latenten Ertragsteueransprüche und –verpflichtungen werden saldiert, soweit sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Die Ertragsteuerverpflichtungen aus latenten Steuern haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

14.Rückstellungen

Die Verträge aus Operating Leasing betreffen im Wesentlichen den mit der Deutsche Börse, Düsseldorf, abgeschlossenen Mietvertrag über die Büro-, Archiv- und Lagerräume für die restliche Mietlaufzeit der ersten Mietperiode, die zum 31. Mai 2011 endet. Darüber hinaus bestehen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen von 7 (i.V. 7) PKW-Leasingverträgen. Weiterhin ist im Berichtsjahr ein Leasingvertrag für einen Kopierer hinzugekommen.

9. Ertragsteueransprüche

Die Vermögenswerte aus zukünftigen Ertragsteuerentlastungen umfassen aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie die Steuerersparnisse aus als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen. Die laufenden sowie die latenten Ertragsteueransprüche werden unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag (Punkt 28) weitergehend erläutert. Die latenten Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden saldiert, soweit sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.

10. Sonstige Aktiva

Die sonstigen Aktiva beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuer-Forderungen gegenüber dem Finanzamt. Weiter werden aufgrund der Standortverlegung geleistete Kautionen für die angemieteten Büroräumlichkeiten am Ernst-Schneider-Platz 1 sowie vorausbezahlte Versicherungsprämien, Beiträge sowie im Voraus fällige Listingkosten für Research-Dienstleister ausgewiesen. Die Sonstigen Aktiva werden nicht verzinst und unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko.

11. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Finanzierungsverbindlichkeiten

TEUR täglich fällig Restlaufzeit
von 1 bis 5
Jahre
Gesamt
30.09.2008
gegenüber Kunden 232 0 232
Finanzierungsverbindlichkeiten 0 0 0
232 0 232
TEUR täglich fällig Restlaufzeit
von 1 bis 5
Jahre
Gesamt
30.09.2007
gegenüber Kunden 70 0 70
Finanzierungsverbindlichkeiten 0 4 4
70 4 74

Die Vorjahreswerte setzten sich wie folgt zusammen:

TEUR Anfangs
bestand
01.10.2007
TEUR Anfangs
bestand
01.10.2007
Verbrauch Umbuchun gen Auflösung Zuführung Endbestand
30.09.2008
Personalrückstellungen
Tantieme 668 -69 -599 0 634 634
Boni Mitarbeiter 95 -95 0 0 120 120
Urlaubsrückstellung 108 -102 0 0 110 116
Übrige Rückstellungen
Sonderbeitrag EdW 430 -277 0 0 127 280
Settlement-Risiken 225 0 0 0 0 225
Ausstehende Rechnungen 69 -43 0 -26 168 168
Jahresabschlusskosten 87 -87 0 0 130 130
Errorerstattung 90 -90 0 0 35 35
Berufsgenossenschaft 14 -14 0 0 4 4
Sonstige 28 -16 0 0 93 105
1.814 -793 -599 -26 1.421 1.817

der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Befristung der Ermächtigung entsprechend zu ändern. Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter beträgt TEUR 1.030 (i.V. TEUR 867). Aufgrund des Jahresfehlbetrags in Höhe von TEUR 89 bei der Trade Haven GmbH ergibt sich weiterhin ein negativer Minderheitenanteil im aktuellen Geschäftsjahr. Der Minderheitenanteil wurde aus diesem Grund im aktuellen Geschäftsjahr auf TEUR 0 zurückgenommen. Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.030 betrifft ausschließlich die tick Trading Software AG und entfällt mit TEUR 432 auf den aktuellen Jahresüberschuss.

Aus der erfolgsneutralen Bewertung von Wertpapieren, die der Kategorie »Available for Sale« zugeordnet waren, wurden im Vorjahr latente Ertragsteuererstattungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 40 erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Diese Position ist im Berichtsjahr vollständig aufgelöst worden.

Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass auch in Zukunft die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleibt, um das Vertrauen der Investoren, Gläubiger und des Marktes aufrechtzuerhalten und die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig zu sichern. Zudem überprüft der Vorstand auch regelmäßig die Höhe der Dividenden und beabsichtigt das erwirtschaftete Jahresergebnis vollständig auszuschütten. Alle Tochtergesellschaften sowie die sino AG unterliegen keinen externen Mindestkapitalanforderungen. Es gab in der Berichtsperiode keine Änderung im Kapitalmanagementansatz des Konzerns.

16. Sonstige Ansprüche und Verpflichtungen

Für die sino AG wurden durch ein Kreditinstitut zum 30. September 2008 Bürgschaften in Höhe von TEUR 68 gewährt, die in dieser Höhe durch die Verpfändung von der auf der Aktivseite unter dem Posten »Forderungen an Kreditinstitute« ausgewiesenen Festgeldern gesichert sind.

Darüber hinaus sind zum 30. September 2008 »Aktien und andere nicht festverzinslichen Wertpapiere« (TEUR 431) und unter den »Forderungen an Kreditinstitute« ausgewiesene Festgelder (TEUR 1.900) sowie alle gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG offenen Retrozessionsansprüche zu Gunsten der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG (TEUR 1.342) verpfändet.

Die Verpfändung dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche aus dem Kooperationsvertrag sowie der Absicherung der von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG zur Verfügung gestellten Direkt-Handelsvollmachten, die der sino AG den Wertpapierhandel im Ausland bis zu einem Volumen von USD 11,0 Mio ermöglichen.

Im Zusammenhang mit den von den Kunden durchgeführten Geschäften hat die sino AG zu Gunsten eines ihrer Kunden ein weiteres Konto bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet.

Die Verpfändung dient bis zu einer Höhe von maximal TEUR 560 der Absicherung eines von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG an den Kunden herausgelegten Kontokorrentkredits. Der Kredit valutierte per 30. September 2008 mit TEUR 385.

In den übrigen Rückstellungen ist im Wesentlichen eine Rückstellung für ausstehende Beitragsverpflichtungen im Zusammenhang mit zu erwartenden Sonderumlagen der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (kurz: EdW) ausgewiesen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz: BaFin) hat am 15. März 2005 den Entschädigungsfall bei der Phönix Kapitaldienst GmbH festgestellt. Die Rückstellung wurde auf Basis des im Geschäftsjahr ergangenen Sonderbeitragsbescheids mit TEUR 227 in Anspruch genommen. Da eine abschließende Entscheidung zur Art und Weise der Anlegerentschädigung immer noch aussteht, sieht der Vorstand weiterhin ein wirtschaftliches Risiko, dass die sino AG mit zusätzlichen Sonderbeiträgen belastet werden könnte. Vor diesem Hintergrund wurde die teilweise in Anspruch genommene Rückstellung zum 30. September 2008 auf Basis der bisherigen Sonderbeitragshöhe um TEUR 127 auf insgesamt TEUR 280 aufgestockt.

Weiter bestehen im Zusammenhang mit von sino-Kunden getätigten Geschäften in US-Wertpapieren sogenannte Settlement-Risiken, die daraus resultieren, dass sino-Kunden Verkaufsgeschäfte in Aktien nicht in ausreichendem Umfang beliefert haben. Dieses Risiko wird mit TEUR 225 berücksichtigt und hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Die Restlaufzeit der Rückstellungen liegt jeweils unter einem Jahr. Ab- bzw. Aufzinsungen waren nicht vorzunehmen.

15. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der sino AG beträgt zum Bilanzstichtag EUR 2.337.500,00. Die sino AG hat 2.337.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je EUR 1,00 ausgegeben. Weitere Einstellungen in die gesetzlichen Rücklagen der sino AG waren nicht erforderlich, da die gesetzlich geforderte Gesamthöhe von 10% des maßgeblichen Kapitals bereits im Vorjahr erreicht wurde. Satzungsgemäß sind keine weiteren Rücklagen erforderlich.

Laut Satzung der sino AG in der Fassung vom 29. März 2007 besteht ein genehmigtes Kapital gemäß § 202 Abs. 1 AktG. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Mai 2010 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 1.168.750,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Aktien zu erhöhen.

Ausgegeben werden dürfen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können jedoch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätige Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen oder sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder sofern die Kapitalerhöhung einmalig gegen Bareinlagen erfolgt und zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten

entnehmen. Sowohl im Geschäftsjahr 2007/2008 als auch im Vergleichsjahr 2006/2007 ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

24. Sonstige betrieblichen Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich zusammen aus Aufwendungen für Anlagenabgänge (Buchverluste) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften.

25. Aufwendungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 95 (i.V. TEUR 11) vorgenommen.

26. Erträge aus Zuschreibungen auf Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft

Im Geschäftsjahr wurden Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere veräußert. Dies hat zu einem Ertrag von TEUR 108 geführt.

27. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten
zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand
dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steuer
aufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit
einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen
Ertragsteuersatz von 31,4% (i.V. 39,8%) multipli
ziert.
Dieser besteht für das Geschäftsjahr 2007/2008
aus einem Steuersatz von 15% für Körperschaft
steuer zuzüglich 5,5% für Solidaritätszuschlag
und einem Hebesatz von 445 für Gewerbe
steuer (i.V. 445). Der erwartete Steueraufwand
wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand
verglichen.

Überleitung des erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand:

17/2008
1.340
39

Erläuterungen zur Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

17. Zinsüberschuss

Die Zinserträge resultieren aus den bei Kreditinstituten gehaltenen Guthaben der laufenden Bankkonten und der Tages-/Monatsgeldguthaben.

18.Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren

Die Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren belaufen sich auf TEUR 163 (i.V. TEUR 130).

19. Provisionserträge

Die Provisionserträge betragen im Berichtsjahr TEUR 12.042 (i.V. TEUR 13.174) und setzen sich aus Retrozessionen (TEUR 14.218, i.V. TEUR 15.312) gemindert um Kommissionserstattungen (TEUR 2.176, i.V. TEUR 2.138) zusammen. Die Provisionserträge werden im Inland erzielt.

20. Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen entfallen ausschließlich auf die aktivierten Entwicklungskosten für selbsterstellte Software im sino Konzern.

21. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erlöse der sino AG aus dem Softwarevertrieb an institutionelle Kunden (TEUR 277, i.V. TEUR 493), Erträge aus privater Kfz-Nutzung der Angestellten (TEUR 140, i.V. TEUR 131) sowie Erträge aus Gebührenabrechnungen der Gesellschaft an ihre Kunden für die Bereitstellung von Software (TEUR 55, i.V. TEUR 68). Im Übrigen werden die extern erzielten Erlöse der tick Trading Software AG sowie der Trade Haven GmbH unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

22. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Der in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthaltene Personalaufwand beträgt einschließlich der Sozialabgaben TEUR 3.396 (i.V. TEUR 3.446). Davon entfallen TEUR 1.050 (i.V. TEUR 1.060) auf die Tätigkeitsvergütung des Vorstandes der sino AG. In den Sozialabgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 27 (i.V. TEUR 23) enthalten. Die als Aufwand erfassten Leistungen an die Unterstützungskasse betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 8 (i.V. TEUR 6). Sie sind Bestandteil der Aufwendungen für Altersversorgung. Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten insbesondere Kosten für Informationsdienste (TEUR 1.495, i.V. TEUR 1.411), Kosten für Software (TEUR 278, i.V. TEUR 59), Kosten für Onlinedienste und Standleitungen (TEUR 514, i.V. TEUR 765), Werbekosten (TEUR 583, i.V. TEUR 540), Kfz-Kosten (TEUR 210, i.V. TEUR 251) sowie Gebäude- und Raummieten (TEUR 367, i.V. TEUR 336).

23. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu

TEUR 2006/2007 2007/2008
Zinserträge aus
Kredit- und Geld
marktgeschäften
67 83
Zinsaufwendungen 16 25
51 58
2006/2007 2007/2008
2.330 1.340
-101 39
2.229 1.379
TEUR 2006/2007 2007/2008
Ergebnis vor Steuern 5.384 4.693
Steuersatz im Konzern 39,8% 31,4%
Erwarteter
Steueraufwand
2.142 1.474
Steuermehrungen
aufgrund steuerlich
nicht abzugsfähiger
Aufwendungen
- sonstige steuerlich
nicht abzugsfähige
Aufwendungen
25 57
Sonstige Steuereffekte 62 38
Tatsächlicher
Steueraufwand
2.229 1.379
Effektiver
Steuersatz in %
41,4% 29,4%

Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu begrenzen und fortlaufend zu überwachen sowie dem Vorstand regelmäßig über die jeweilige Risikolage Bericht zu erstatten.

Kreditrisiko

Unter Kreditrisiko wird die mögliche Gefahr verstanden, dass ein Vertragspartner nicht oder nur eingeschränkt in der Lage ist, seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Die Überwachung der Adressenausfallrisiken erfolgt durch den Vorstand.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte betragen für die einzelnen Kategorien:

Wesentliche Forderungsausfälle oder Verletzungen von Zahlungsvereinbarungen lagen in den letzten zwei Geschäftsjahren nicht vor.

Sämtliche der oben genannten Forderungen und Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Darlehnsforderungen, die marktüblich verzinst werden, sind unverzinslich. In der Gewinnund Verlustrechnung wurden Aufwendungen/ Erträge aus Wertberichtigungen in nicht wesentlicher Höhe erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.Das maximale Kreditrisiko der bilanzierten Forderungen entspricht dem Buchwert.

Die ausgewiesenen Zinserträge stehen mit Tagesgeldern (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten) in Verbindung.

Insgesamt ist von einem geringen Kreditrisiko auszugehen. Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden unterliegen einem allgemeinen Ausfallrisiko. Risiken hieraus werden, sofern zum Bilanzstichtag konkrete Hinweise auf Wertberichtigungsbedarf vorliegen, über ein gesondertes Einzelwertberichtigungskonto erfasst.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die sino AG sowie die Trade Haven GmbH wurden 31,4% (i.V. 39,8%) als vorgegebener Ertragsteuersatz angesetzt. Die Absenkung resultiert aus einer Reduzierung des Körperschaftsteuersatzes von 25% auf 15%. Für die tick Trading Software AG wurde mit einem Ertragsteuersatz von 31,23% bei einem Gewerbesteuer-Hebesatz von 440 gerechnet. In den sonstigen Steuereffekten wird auch die Anpassung aufgrund von Steuersatzänderungen ausgewiesen, die bei der Berechnung der latenten Steuern zu berücksichtigen sind. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und –belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so

werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet. Erfolgsneutrale Verrechnungen haben sich zum 30. September 2008 nicht ergeben.

Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen. Neben den genannten latenten Steueransprüchen aus Verlustvorträgen bestehen keine weiteren steuerlichen Verlustvorträge, die wegen mangelnder steuerlicher Verwertbarkeit nicht angesetzt werden konnten. Wertberichtigungen auf bilanzierte latente Steuern hat es im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht gegeben.

28. Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern betragen im Berichtsjahr TEUR 15 (i.V. TEUR 7).

29. Angaben zu Finanzinstrumenten

Risikomanagement

Für die Umsetzung und Überwachung der Risikostrategie ist bei der sino AG der Vorstand verantwortlich. Die Umsetzung erfolgt zum einen über das Risikomanagement und zum anderen über das Risikocontrolling. Aufgabe des Risikocontrolling ist die proaktive und bewusste Steuerung aller Risiken in den jeweiligen Geschäftsbereichen. Das Risikocontrolling hat die Aufgabe,

TEUR 2006/2007
aktiv
2006/2007
passiv
2007/2008
aktiv
2007/2008
passiv
Verlustvorträge 172 0 159 0
Immaterielle Vermögenswerte 9 0 0 17
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
0 40 0 0
Saldierung aktiv/passiv 0 0 0 0
181 40 159 17
TEUR 2006/2007 2007/2008
Aktiva
Kredite und
Forderungen
Forderungen an
Kreditinstitute
1.675 5.354
Forderungen
an Kunden
769 772
Fair Value through
profit or loss
Aktien und andere
nicht festverzinsliche
Wertpapiere
5.965 430
Held-to-Maturity
Darlehnsforderungen 38 32
zur Veräußerung
verfügbar
Sonstige Aktiva 364 246
Gesamt 8.811 6.834
TEUR 2006/2007 2007/2008
Passiva
zum Restbuchwert
bewertet
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
70 232
Finanzierungsver
bindlichkeiten
4 0
Sonstige Passiva 367 275
Gesamt 441 507
TEUR 2007/2008
Gesamt
Täglich fällig bis 3 Monate 3 Monate bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5
Jahre
Forderungen an
Kreditinstitute
5.354 1.419 3.935 0 0
Forderungen an Kunden 772 0 772 0 0
Aktien und andere nicht fest
verzinsliche Wertpapiere
430 430 0 0 0
Darlehnsforderungen 32 0 0 2 30
Sonstige Aktiva 246 0 246 0 0
Gesamt 6.834 1.849 4.953 2 30
Verbindlichkeiten an Kunden 232 232 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Sonstige Passiva 275 0 275 0 0
Gesamt 507 232 275 0 0
TEUR 2006/2007
Gesamt
Täglich fällig bis 3 Monate 3 Monate bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5
Jahre
Forderungen an
Kreditinstitute
1.675 713 962 0 0
Forderungen an Kunden 769 0 769 0 0
Aktien und andere nicht fest
verzinsliche Wertpapiere
5.965 5.965 0 0 0
Darlehnsforderungen 38 0 0 2 36
Sonstige Aktiva 364 0 364 0 0
Gesamt 8.811 6.678 2.095 2 36
Verbindlichkeiten an Kunden 70 70 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 4 0 4 0 0
Sonstige Passiva 367 0 367 0 0
Gesamt 441 70 371 0 0

Am Bilanzstichtag zeigt sich folgende Restlaufzeitengliederung:

Weitere wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Wertbeeinflussende Tatsachen nach dem Bilanzstichtag haben nicht bestanden.

33. Sicherungspolitik und Finanzderivate

Das operative Geschäft sowie Finanzierungstransaktionen des sino Konzerns unterliegen Finanzrisiken. Hierbei handelt es sich um Risiken, die sich insbesondere aus Kursschwankungen ergeben.

Entsprechend dem Risikomanagementsystem des sino Konzerns wird neben einer Identifizierung, Analyse und Bewertung dieser Risiken auch über den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten deren Begrenzung vorgenommen. Ein Halten solcher Instrumente zu Spekulationszwecken ist nicht zulässig.

Geschäftspartner von Unternehmen des sino Konzerns bei Kontrakten über derivative Finanzinstrumente sind ausschließlich in- und ausländische Banken mit einwandfreier Bonität. Durch diese Kontrahenten-Anforderung werden Ausfallrisiken, die darin bestehen, dass Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können, minimiert.

34.Corporate Governance

Die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex (Stand 14. Juni 2007) haben Vorstand und Aufsichtsrat der sino AG am 14. Januar 2008 abgegeben. Die Corporate Governance Entsprechenserklärung ist über die Internetseite www.sino.de/ den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

35.Organbezüge

Der Vorstand besteht aus zwei Personen.

Ingo Hillen, Kaufmann, Matthias Hocke, Kaufmann.

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen.

• Dr. Robert Manger (Vorsitzender);
Rechtsanwalt (ab 06. Juni 2008),
• Dr. Volker Lang (Vorsitzender),
Rechtsanwalt (bis 30. Mai 2008),
• Hans-Hugo Hocke (stellvertretender
Vorsitzender), Kaufmann,
• Gerd Goetz, Bankangestellter.
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende
Herr Hans-Hugo Hocke ist darüber hinaus Auf
sichtsratsmitglied der tick Trading Software AG,
Düsseldorf.
Herr Gerd Goetz ist zudem seit dem 15. August
2006 Aufsichtsratmitglied der tick Trading
Software AG, Düsseldorf.
Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich
im Geschäftsjahr auf TEUR 1.050 (i.V. TEUR 1.060).
Die Vorstandsbezüge setzen sich aus laufenden
Bezügen in Höhe von TEUR 492 (i.V. TEUR 462) (Ingo
Hillen: TEUR 252, i.V. TEUR 235, Matthias Hocke:
TEUR 240, i.V. TEUR 227) sowie gewinnabhängigen
Bezügen in Höhe von TEUR 558 (i.V. TEUR 598)
(Ingo Hillen: TEUR 279, i.V. TEUR 299, Matthias Hocke:
TEUR 279, i.V. TEUR 299) zusammen. An den
Vorstand wurden keine Darlehen gewährt. Der
Vorstand hat sich die Tantieme für das Geschäfts
jahr 2006/2007 in Höhe von TEUR 598 nicht
auszahlen lassen, sondern aufgrund entsprech
ender Einzelvereinbarungen in sogenannte
Lebensarbeitszeitkonten eingebracht.
Das diesbezügliche Wertguthaben, das von der

114 115 sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 Anhang des sino Konzerns

Liquiditätsrisiken

Die unter den Bilanzpositionen genannten Verbindlichkeiten resultieren aus Kundenverbindlichkeiten bzw. aus Zahlungen für Leistungen, die im Folgejahr erbracht werden. Die Laufzeit liegt unter einem Jahr. Die vorgehaltenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die kurzfristig fälligen Forderungen reichen aus, diese Verbindlichkeiten zu begleichen. Ein wesentliches Liquiditätsrisiko ist nicht zu identifizieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Unternehmen des sino Konzerns allen Verbindlichkeiten fristgerecht nachkommen.

Marktrisiken

Marktrisiken, insbesondere Zins-, Währungsrisiken oder Börsenkursrisiken sind zum Bilanzstichtag für den sino Konzern ohne Bedeutung.

30. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der sino AG zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Die durchschnittliche Aktienanzahl beträgt 2.337.500 Stück.

Ein verwässertes Ergebnis je Aktie ergab sich nicht.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

31. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend der Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Einflüsse von Konsolidierungskreisänderungen und Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds werden gesondert dargestellt.

Im Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind Zinseinnahmen in Höhe von TEUR 60 (i.V. TEUR 64) und Zinsausgaben in Höhe von TEUR 25 (i.V. TEUR 15) enthalten. Die gezahlten Ertragsteuern belaufen sich auf TEUR 3.515 (i.V. TEUR 1.914). Im aktuellen Geschäftsjahr wurden weiter Ertragsteuern in Höhe von TEUR 70 erstattet. Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestand sowie täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute.

Sonstige Erläuterungen

32.Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Aus dem Bilanzgewinn der sino AG (Einzelabschluss nach HGB) zum 30. September 2008 in Höhe von EUR 2.806.558,36 werden EUR 1.870.000,00 an die Aktionäre ausgeschüttet. Daraus ergibt sich eine Dividende von EUR 0,80 pro Aktie. Aus der avisierten Ausschüttung entsteht der sino AG eine Ertragsteuerbelastung in Höhe von TEUR 493 (i.V. TEUR 790). Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 936.558,36 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

2006/2007 2007/2008
Zustehendes
Konzernjahres
ergebnis (in TEUR) 2.861 2.882
Gewichtete
durchschnittliche
Aktienanzahl
2.337.500,00 2.337.500,00
Unverwässertes
Ergebnis je Aktie
(in EUR) 1,22 1,23

Gesellschaft in Wertpapieren angelegt worden ist, wird dem begünstigten Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß später durch die Gewährung bezahlter Freistellungszeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt. Der Vorstand der sino AG ist gleichzeitig Vorstand der tick Trading Software AG.

Die Bezüge des Vorstands in der sino AG werden auf die Bezüge in der tick Trading Software AG angerechnet. Der Vorstand der sino AG erhält aus diesem Grund in der tick Trading Software AG derzeit keine Bezüge.

Die als Aufwand erfassten Gesamtbezüge des Aufsichtsrates der sino AG beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 34 (i.V. TEUR 37). Hiervon entfielen TEUR 10 (i.V. TEUR 15) auf Herrn Dr. Volker Lang, TEUR 5 auf Herrn Dr. Manger, TEUR 11 (i.V. TEUR 11) auf Herrn Hocke, sowie TEUR 8 auf Herrn Goetz.

36. Honorare des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

*) Davon entfallen TEUR 41 auf die erstmalige Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts für den Zeitraum vom 01. Oktober 2005 bis zum 30. September 2006 nach IFRS.

37. Mitteilung bestehender Beteiligungen

Der Gesellschaft wurden folgende Beteiligungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:

  • • HSBC Holdings plc, London, Stimmrechtsanteil 25,13%; der Stimmrechtsanteil ist der HSBC Holding plc, London, gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Unmittelbar an der sino AG beteiligt ist die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen mbH, Düsseldorf (Mitteilung vom 03. April 2007)
  • • LRI Invest SA, Munsbach, Luxemburg, Stimmrechtsanteil 5,01% (Mitteilung vom 02. März 2007)

Der Vorstand der sino AG ist wie folgt an der Gesellschaft beteiligt (Mitteilung jeweils vom 03. April 2007):

  • • Ingo Hillen, Mönchengladbach, Stimmrechtsanteil 6,36% (i.V. 6,36%)
  • • Matthias Hocke, Düsseldorf, Stimmrechtsanteil 5,96% (i.V. 5,96%)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der sino AG halten zum 30. September 2008 wie folgt Anteile an der Gesellschaft:

Herr Dr. Robert Manger und Herr Gerd Goetz halten keine Aktien. Herr Hans Hugo Hocke hält 2.000 Stückaktien an der sino AG.

38.Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaften des sino Konzerns erbringen im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen. Auch erbringen die jeweiligen Konzernbeteiligungen im Rahmen ihres Geschäftszwecks Leistungen für die sino AG. Die Lieferund Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt. Aufgrund des unter Tz. (38) erläuterten Beteiligungsverhältnisses ist die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG als nahestehendes Unternehmen der sino AG i.S.v. IAS 24 anzusehen.

Die sino AG arbeitet seit Oktober 1998 mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG im Rahmen eines Kooperationsvertrages zusammen. Dieser legt fest, dass die Kunden der sino AG oder ein Teil dieser Kunden die Anlage in Finanzinstrumenten, insbesondere in Aktien und Derivaten, sowie den Handel mit diesen Finanzinstrumenten oder Währungen über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG abwickeln. Die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG beschränkt sich ausschließlich auf die Abwicklung der von den Kunden beauftragten Transaktionen (»execution-only«). Dieser Kooperationsvertrag ist grundsätzlich unbefristet, eine Kündigung ist frühestens zum 31. Dezember 2009 möglich.

Die sino AG ist berechtigt, mit anderen Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten bei der Abwicklung von Währungsgeschäften, Derivategeschäften und Wertpapiergeschäften an deutschen und internationalen Börsen zusammenzuarbeiten, solange mindestens 50% der Wertpapiertransaktionen der Kunden des Vertragspartners über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG abgewickelt werden.

Die sino AG erhält unmittelbar von ihren Kunden für die Übermittlung von Kundenorders kein Entgelt. Vielmehr erhält die sino AG für die Übermittlung von Kundenorders von dem jeweiligen Kooperationspartner sog. Retrozessionen. Retrozessionen sind ein Anteil an denjenigen Provisionen, die der Kooperationspartner für die wertpapiertechnische Abwicklung und Ausführung der Kundenorders von den gemeinsamen Kunden erhält. Diese Retrozessionen bilden die wesentliche Einnahmequelle der sino AG. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 erhielt

die sino AG von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG Retrozessionen in Höhe von TEUR 14.218 (i.V. TEUR 12.316).

Zum 30. September 2008 bestanden Forderungen aus Retrozessionen gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG in Höhe von TEUR 1.342 (i.V. TEUR 721). Im Rahmen eines weiteren Kooperationsvertrages zwischen HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und sino AG und tick Trading Software AG vom 06. Februar 2007/ 13. März 2007 wird das Verhältnis in Bezug auf Direktkunden geregelt. Dieser Kooperationsvertrag ist grundsätzlich ebenfalls unbefristet, eine Kündigung ist frühestens zum 31. Dezember 2009 möglich.

Auf der Basis dieses Vertrags nutzen Direktkunden von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine von tick Trading Software AG entwickelte Software, die von tick Trading Software AG bzw. sino AG lizenziert ist sowie weitere Leistungen der sino AG, um Transaktionsaufträge an HSBC Trinkaus & Burkhardt AG zu leiten. Die sino AG bzw. tick Trading Software AG werden Direktkunden die Orderroutingsoftware, die notwendigen Server zur Weiterleitung des Auftrags an HSBC Trinkaus & Burkhardt AG sowie die Kursdaten der gehaltenen Wertpapiere gegen Berechnung eines festen und/oder variablen Mietentgelts zur Verfügung stellen.

Die sino AG hat weitere Erträge für die in dem Kooperationsvertrag genannten Direktkunden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 erzielt.

Darüber hinaus besteht aus einem weiteren Vertragsverhältnis aus der Bereitstellung von Software der tick Trading Software AG und aus dem Angebot von Dienstleistungen für HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ein Saldo zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 66 (i.V. TEUR 164). Die gesamten Erlöse im Geschäftsjahr 2007/2008 betrugen TEUR 599 (i.V. TEUR 192). Von der Berichtspflicht nach IAS 24 sind außerdem folgende Geschäfts-

TEUR 2006/2007 2007/2008
Abschlussprüfung *) 117 146
sonstige Bestäti
gungsleistungen
9 46
Steuerberatungs
leistungen
9 4
sonstige Leistungen 0 0
135 196

beziehungen von Organen der sino AG bzw. der tick Trading Software AG erfasst:

Der Aufsichtsratsvorsitzende der sino AG, Rechtsanwalt Dr. Robert Manger, berät die sino AG umfassend in Fragen des Kapitalmarktrechts. Zu Beginn seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der sino AG wurde der übrige Aufsichtsrat über diese beratende Tätigkeit informiert und die Zustimmung zur Weiterführung derselben eingeholt. Bei rechtlichen Fragen des Aufsichtrates werden regelmäßig externe Rechtsberater zu Rate gezogen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Der Gesamtbetrag der Beratungsaufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 von McDermott, Will & Emery, Rechtsanwälte Steuerberater LLP betrug TEUR 26. Offene Salden bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 4. Der Aufsichtsratvorsitzende der tick Trading Software AG, Rechtsanwalt Dr. Joachim Schneider berät ebenfalls sowohl die sino AG als auch die tick Trading Software AG seit Jahren. Zu Beginn seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der tick Trading Software AG wurde der übrige Aufsichtsrat über seine beratende Tätigkeit informiert und die Zustimmung zur Weiterführung derselben eingeholt. Bei rechtlichen Fragen des Aufsichtrates werden regelmäßig externe Rechtsberater zu Rate gezogen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Der Gesamtbetrag der Beratungsaufwendungen der Kanzlei Schneider Rechtsanwalt im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 betrug TEUR 38 (i.V. TEUR 37). Offene Salden bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 7.

Weitere berichtspflichtige Beziehungen zu nahe-stehenden Personen i.S.v. IAS 24 liegen nicht vor.

Düsseldorf, den 05. Januar 2009

Ingo Hillen Matthias Hocke

Wir haben den von der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2007 bis 30. September 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss

einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der sino Aktiengesellschaft, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 07.01.2009

Warth & Klein GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Senger Dipl.-Kfm. André Prengel

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Düsseldorf, den 05. Januar 2009

Ingo Hillen Matthias Hocke

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Herausgeber: sino AG | High End Brokerage Der Vorstand: Ingo Hillen, Matthias Hocke Haus der Börse Ernst-Schneider-Platz 1 40212 Düsseldorf

www.sino.de | [email protected] Telefon +49 (0)211 3611-0 Telefax +49 (0)211 3611-1136 Text: sino AG, Warth & Klein GmbH, leschak.com, Carmen Riedmann Creative Direction: Ulrich Leschak, Jörg Waschat Fotografie: Archiv, Egbert Trogemann Produktion: Stefan Güthaus

122 sino ag | geschäftsbericht 2007/2008 Impressum

sino AG | High End Brokerage, Ernst-Schneider-Platz 1, 40212 Düsseldorf