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Siemens AG — Annual Report 2020
Mar 16, 2021
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Annual Report
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Finanzbericht: 27868884 Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020
Jahresfinanzbericht zum 30. September 2020
Zusammengefasster Lagebericht
Der Lagebericht der Siemens AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst und im Siemens-Geschäftsbericht 2020 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Siemens AG für das Geschäftsjahr 2020 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Siemens AG sowie der Geschäftsbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 stehen auch im Internet zur Verfügung unter: WWW.SIEMENS.COM/FINANZBERICHTE
A. Jahresabschluss
A.1 Gewinn- und Verlustrechnung
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1 | 16.389 | 22.104 |
| Umsatzkosten | -12.032 | -15.825 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.357 | 6.279 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1.677 | -2.362 | |
| Vertriebskosten | -2.131 | -2.880 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -1.359 | -1.099 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2 | 202 | 9.698 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 2 | -757 | -229 |
| Betriebliches Ergebnis | -1.365 | 9.407 | |
| Beteiligungsergebnis | 3 | 8.078 | 3.754 |
| Zinserträge | 4 | 411 | 422 |
| davon negative Zinsen aus Geldanlage | -18 | -17 | |
| Zinsaufwendungen | 4 | -131 | -195 |
| davon positive Zinsen aus Geldaufnahme | 286 | 193 | |
| Übriges Finanzergebnis | 5 | -1.800 | -793 |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit | 5.192 | 12.596 | |
| Ertragsteuern | 6 | 78 | -1.377 |
| Jahresüberschuss | 5.270 | 11.219 | |
| Gewinnverwendung | 27 | ||
| Jahresüberschuss | 5.270 | 11.219 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 141 | 170 | |
| Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen | 12.694 | - | |
| Vermögensminderung durch Abspaltung | -12.694 | - | |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -2.436 | -6.005 | |
| Bilanzgewinn | 2.975 | 5.384 |
A.2 Bilanz
Aktiva
| 30. September (in Mio. €) | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 225 | 408 | |
| Sachanlagen | 897 | 1.477 | |
| Finanzanlagen | 74.877 | 73.158 | |
| 75.999 | 75.043 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | 11 | 1.869 | 8.362 |
| Erhaltene Anzahlungen | -1.005 | -8.362 | |
| 863 | - | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 12 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.442 | 1.744 | |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 12.694 | 17.049 | |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 1.937 | 959 | |
| 16.074 | 19.752 | ||
| Sonstige Wertpapiere | 435 | 690 | |
| Flüssige Mittel | 8.351 | 3.798 | |
| 25.724 | 24.241 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 133 | 147 | |
| Aktive latente Steuern | 13 | 1.034 | 829 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 14 | 85 | 68 |
| Summe Aktiva | 102.975 | 100.328 |
PASSIVA
| 30. September (in Mio. €) | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 15 | ||
| Gezeichnetes Kapital | 1 | 2.550 | 2.550 |
| Eigene Aktien | -152 | -112 | |
| Ausgegebenes Kapital | 2.398 | 2.438 | |
| Kapitalrücklage | 8.156 | 8.091 | |
| Andere Gewinnrücklagen | 5.387 | 14.514 | |
| Bilanzgewinn | 2.975 | 5.384 | |
| 18.917 | 30.428 | ||
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 619 | 668 | |
| Rückstellungen | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 16 | 11.700 | 12.343 |
| Steuerrückstellungen | 636 | 578 | |
| Sonstige Rückstellungen | 17 | 3.687 | 5.038 |
| 16.023 | 17.959 | ||
| Verbindlichkeiten | 18 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 98 | 27 | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | - | 1.841 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.777 | 1.755 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 63.638 | 45.681 | |
| Übrige Verbindlichkeiten | 1.632 | 1.643 | |
| 67.145 | 50.947 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 271 | 326 | |
| Summe Passiva | 102.975 | 100.328 |
¹ Bedingtes Kapital zum 30. September 2020 in Höhe von 421 (im Vj. 1.081) Mio. €.
A.3 Anhang
A.3.1 Allgemeine Angaben
Die Siemens AG hat ihren Sitz in Berlin und München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 12300 im Register des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg sowie unter der Nummer HRB 6684 im Register des Amtsgerichts München eingetragen. Der Jahresabschluss der Siemens AG wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des deutschen Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro (Mio. €). Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.
A.3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Produkten, der Erbringung von Dienstleistungen und der Gewährung von Lizenzen, einschließlich für Siemens-Markenlizenzverträge, ausgewiesen. Negative Zinsen aus der Geldanlage werden in den Zinserträgen, positive Zinsen aus der Geldaufnahme in den Zinsaufwendungen als Abzugsposten ausgewiesen.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.
Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird grundsätzlich planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben. Diese basiert auf dem erwarteten Nutzen der erworbenen Geschäfte und wird insbesondere durch ökonomische Faktoren wie künftige Wachstums- und Gewinnerwartungen, Synergieeffekte und Mitarbeiterstamm bestimmt.
Sachanlagen: Die Zusammensetzung der Herstellungskosten wird im Kontext der Erläuterungen der Vorräte beschrieben. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. In bestimmten Fällen findet die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. In diesen Fällen wird auf die lineare Abschreibungsmethode übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden sofort aufwandswirksam erfasst beziehungsweise aktiviert und im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.
Nutzungsdauer der Sachanlagen
| Fabrik- und Geschäftsbauten |
| Übrige Bauten |
| Technische Anlagen und Maschinen |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
| Vermietete Erzeugnisse |
Im Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen sind die Rücklagen nach § 6b Einkommensteuergesetz, die in den Geschäftsjahren bis zum Übergang auf die Regelungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz gebildet und übertragen wurden.
Finanzanlagen: Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft eingestuft wird. Das ist der Fall, wenn objektive Hinweise, insbesondere Ereignisse oder veränderte Umstände, auf eine signifikante oder länger anhaltende Wertminderung hindeuten. Im Fall einer vormaligen Abschreibung darf ein niedrigerer Wertansatz nicht beibehalten werden, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen.
Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung von unverrechneten Lieferungen und Leistungen im Anlagen- und Servicegeschäft vorgenommen. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet.
Latente Steuern: Sofern aufgrund von Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in der Bilanz insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese verrechnet dargestellt. Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften sowie von Personengesellschaften werden insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen bei der Siemens AG auszugehen ist.
Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung: Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der Siemens AG zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Die Siemens AG bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, der nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt wird. Für die Abzinsung wird der jeweilige durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, den die Deutsche Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlicht. Leistungsansprüche aus Plänen, die auf Investmenterträgen von zugrunde liegenden Vermögensgegenständen basieren, werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Vermögensgegenstände am Abschlussstichtag bewertet. Ist die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Vermögensgegenstände niedriger als eine zugesagte Rendite, werden zur Ermittlung der Pensionsrückstellung die Beiträge mit der zugesagten Rendite aufgezinst und auf den Barwert abgezinst.# Für Pensionsleistungen, die über einen mittelbaren Durchführungsweg erbracht werden, haftet die Siemens AG nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) weiterhin subsidiär. Soweit das jeweilige Vermögen des Pensionsfonds beziehungsweise der Pensions- oder Unterstützungskasse nicht den Erfüllungsbetrag der jeweiligen Pensionszusagen deckt, bilanziert die Siemens AG die Unterdeckung in den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Für beschlossene Personalmaßnahmen wurden Rückstellungen auf Basis rechtlicher und faktischer Verpflichtungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird.
Währungsumrechnung:
Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Wertpapiere, flüssigen Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts.
Haftungsverhältnisse:
Die Siemens AG erteilt Garantien zur Absicherung der Leistungserfüllungsverpflichtungen aus Liefer- oder Leistungsverträgen von verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen oder mit deren Muttergesellschaften ein Beteiligungsverhältnis besteht (Parent Company Guarantees). Für die Bewertung wird der ursprüngliche Wert des abgesicherten Liefer- oder Leistungsvertrags linear über die geplante Laufzeit des Liefer- oder Leistungsvertrags reduziert, es sei denn es liegen Gründe für eine abweichende Risikobewertung und einen erhöhten Haftungsbetrag vor (»risikoadäquater Haftungsbetrag«). Kreditlinien, die in den Gewährleistungsverpflichtungen im Rahmen der Finanzierung verbundener Unternehmen enthalten sind, werden zum Nominalbetrag ausgewiesen.
Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der Siemens AG nahezu ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt; zurückgestellt wird nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst.
Abschlussgliederung:
Die Siemens AG fasst einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zusammen, sofern sie einen Betrag enthalten, der für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds nicht erheblich ist, und durch eine Zusammenfassung die Klarheit der Darstellung vergrößert wird. Diese Posten weist die Siemens AG im Anhang gesondert aus.
Das geschäftliche und wirtschaftliche Umfeld wird durch die Coronavirus-Pandemie (COVID-19) nachteilig beeinflusst. Aufgrund der fortschreitenden Ausbreitung des Virus ist es schwierig, Dauer und Umfang der daraus resultierenden Auswirkungen auf Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Ergebnisse von der Siemens AG vorherzusagen. Siemens erwartet jedoch, dass die derzeitige COVID-19-Situation nicht von langfristiger Dauer sein wird.
Übertragung und Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts:
Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde der Tätigkeitsbereich »Gas and Power« auf die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG (vormals Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG) im Wege der Einzelrechtsnachfolge übertragen. Darüber hinaus wurden dem Siemens-Energy-Geschäft zuzuordnende in- und ausländische Beteiligungen auf die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG mittel- und unmittelbar übertragen. Die Übertragungen führten vor allem zu einem Zugang der Anteile an verbundenen Unternehmen und Abgängen der übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden, insbesondere Sachanlagen, Wertpapiere, Vorräte, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, erhaltene Anzahlungen, Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Außerdem resultierte daraus im Vergleich zum Vorjahr ein entsprechender Rückgang der Erträge und Aufwendungen. Im Hinblick auf die Verselbstständigung des Siemens-Energy-Geschäfts brachte die Siemens AG am 25. September 2020 (Tag der Abspaltung) in einem ersten Schritt mittel- und unmittelbar Anteile an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG sowie entsprechende Anteile an deren Komplementärin in die Siemens Energy AG gegen Gewährung von Aktien ein. In einem zweiten Schritt wurden im Rahmen einer Abspaltung nach dem Umwandlungsgesetz die verbleibenden Anteile der Siemens AG an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG und an deren Komplementärin auf die Siemens Energy AG übertragen. Dieser Schritt erfolgte mit Zustimmung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 9. Juli 2020 gegen Gewährung von Aktien der Siemens Energy AG an die Aktionäre der Siemens AG. Die gewährten Aktien entsprechen 55 % des Grundkapitals der Siemens Energy AG.
A.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
ZIFFER 1 Umsatzerlöse
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Nach Tätigkeitsbereichen (in Mio. €)
| Geschäftsjahr 2020 | |
| :---------------- | :------------------------------------------------ |
| Digital Industries | 7.304 |
| Smart Infrastructure | 4.664 |
| Gas and Power | 1.659 |
| Portfolio Companies | 805 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 1.957 |
| Umsatzerlöse | 16.389 |
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Nach Regionen (in Mio. €)
| Geschäftsjahr 2020 | |
| :---------------- | :------------------------------------------------ |
| Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 12.668 |
| Amerika | 1.163 |
| Asien, Australien | 2.558 |
| Umsatzerlöse | 16.389 |
ZIFFER 2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 49 (im Vj. 3) Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten Aufwendungen für eine außerplanmäßige Abschreibung auf ein Darlehen in Höhe von 124 Mio. € und aus der Rückstellungsbildung in Höhe von 171 Mio. €, jeweils in Zusammenhang mit einem Beteiligungsverhältnis, sowie Aufwendungen in Zusammenhang mit der Verselbstständigung des Siemens-Energy-Geschäfts.
ZIFFER 3 Beteiligungsergebnis
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| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
| :------------------------ | :--- | :--- |
| Erträge aus Beteiligungen | 4.666 | 3.384 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 4.655 | 3.064 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 1.968 | 301 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen | -6 | -134 |
| Abschreibungen auf Beteiligungen | -1.646 | -218 |
| Zuschreibungen auf Beteiligungen | 664 | 331 |
| Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen | 2.452 | 95 |
| Verluste aus dem Abgang von Beteiligungen | -21 | -5 |
| Beteiligungsergebnis | 8.078 | 3.754 |
Die Erträge aus Beteiligungen umfassen insbesondere die Gewinnausschüttung der Siemens Ltd., China, in Höhe von 1.838 Mio. €, der Siemens Holdings plc., Vereinigtes Königreich, in Höhe von 1.366 Mio. € sowie der Siemens Healthineers AG, Deutschland, in Höhe von 534 Mio. €. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen beinhalten Gewinnabführungen der Siemens Beteiligungen Inland GmbH, Deutschland, in Höhe von 1.250 Mio. €. Die Abschreibungen enthalten vor allem Abschreibungen auf die Beteiligung an der Siemens Energy AG, Deutschland, in Höhe von 1.346 Mio. €. Der zum 30. September 2020 beizulegende Zeitwert der verbleibenden Beteiligung an der Siemens Energy AG wurde mit Hilfe eines externen Sachverständigen ermittelt. Die Zuschreibungen auf Beteiligungen umfassen vor allem Zuschreibungen auf die ehemalige Beteiligung Siemens Gamesa Renewable Energy S.A., Spanien, in Höhe von 653 Mio. €. Die Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen beinhalten Erträge aus dem Abgang der Siemens Ltd., Indien, in Höhe von 2.131 Mio. €.
ZIFFER 4 Zinserträge, Zinsaufwendungen
Die Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 326 (im Vj. 381) Mio. €. Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 88 (im Vj. 165) Mio. €. Die Zinserträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betrugen 81 (im Vj. 86) Mio. €.
ZIFFER 5 Übriges Finanzergebnis
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| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
| :------------------------ | :--- | :--- |
| Zinsanteil in der Veränderung der Pensionsrückstellungen, die nicht in Zusammenhang mit zu verrechnendem Deckungsvermögen stehen | -815 | -1.099 |
| Finanzergebnis aus Pensions- und Personalrückstellungen, die in Zusammenhang mit zu verrechnendem Deckungsvermögen stehen | -31 | -18 |
| Übrige finanzielle Erträge | 218 | 336 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | -277 | -469 |
| Ab-/Zuschreibungen auf Ausleihungen und auf Wertpapiere des Anlage- und des Umlaufvermögens | -895 | 456 |
| Übriges Finanzergebnis | -1.800 | -793 |
Beim Finanzergebnis aus Pensions- und Personalrückstellungen, die in Zusammenhang mit zu verrechnendem Deckungsvermögen stehen, handelt es sich um einen Nettobetrag, der verrechnete Erträge in Höhe von 18 (im Vj. 33) Mio. € und Aufwendungen in Höhe von 50 (im Vj. 51) Mio. € beinhaltet. Die übrigen finanziellen Erträge resultieren aus Kursgewinnen aus Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 186 (im Vj. 1) Mio. € sowie aus der Realisierung von monetären Fremdwährungspositionen in Höhe von 32 (im Vj. Aufwendungen 143) Mio. €. Die übrigen finanziellen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Realisierung von derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen der Währungssicherung in Höhe von 176 (im Vj. 10) Mio. €.Des Weiteren sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 33 (im Vj. 54) Mio. € enthalten. Ab-/Zuschreibungen auf Ausleihungen und auf Wertpapiere des Anlage- und des Umlaufvermögens beinhalten eine außerplanmäßige Abschreibung auf ein Darlehen in Höhe von 543 Mio. € in Zusammenhang mit einem Beteiligungsverhältnis. Außerdem wirkt darin ein Verlust in Höhe von 345 Mio. € aus der Einbringung eines Anteils an der Siemens Gamesa Renewable Energy S.A., Spanien, in die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG.
ZIFFER 6 Ertragsteuern
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Laufende Ertragsteuern | -126 | -151 |
| Latente Ertragsteuern | 204 | -1.226 |
| Ertragsteuern | 78 | -1.377 |
Die laufenden Ertragsteuern resultieren überwiegend aus ausländischen Quellensteuern. In den latenten Ertragsteuern wirken Erträge aus dem erstmaligen Ansatz aktiver latenter Steuern einer Organgesellschaft. Im Vorjahr wirkte darin vor allem der Ansatz passiver latenter Steuern aus der Übertragung der Marke »Siemens« an die Siemens Trademark GmbH & Co. KG. Die Ertragsteuern beinhalten insgesamt Steuerbelastungen aufgrund gesellschaftsrechtlicher Umstrukturierungen und Transaktionen im Zusammenhang mit der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrages.
ZIFFER 7 Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern wirkten mit 16 (im Vj. 45) Mio. € in den Funktionskosten.
ZIFFER 8 Einfluss steuerlicher Vorschriften auf den Jahresüberschuss
Der Jahresüberschuss ist als Folge von in Anspruch genommenen steuerlichen Vergünstigungen um 41 Mio. € erhöht.
ZIFFER 9 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
In der Gewinn- und Verlustrechnung der Siemens AG waren periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 43 Mio. € und periodenfremde Erträge in Höhe von 953 Mio. € enthalten. Die periodenfremden Erträge stammten im Wesentlichen aus Zuschreibungen auf Beteiligungen und der Auflösung von Rückstellungen.
A.3.4 Erläuterungen zur Bilanz
ZIFFER 10 Anlagevermögen
| Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten (in Mio. €) | 1. Okt. 2019 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 30. Sep. 2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte | 1.066 | 76 | - | -738 | 404 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 171 | 117 | - | -86 | 203 |
| 1.238 | 193 | - | -824 | 606 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 676 | 12 | 10 | -306 | 392 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.459 | 38 | 29 | -1.200 | 1.326 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.645 | 122 | 15 | -566 | 1.217 |
| Vermietete Erzeugnisse | 161 | 9 | - | -6 | 164 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 143 | 48 | -54 | -63 | 73 |
| 5.083 | 229 | - | -2.141 | 3.172 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 63.654 | 39.746 | -7.687 | -36.041 | 59.672 |
| Beteiligungen | 2.165 | 216 | 7.687 | -1.171 | 8.896 |
| Ausleihungen | 3.400 | 1.192 | - | -476 | 4.115 |
| Wertpapiere | 6.911 | 254 | - | -1.715 | 5.450 |
| 76.130 | 41.407 | - | -39.404 | 78.133 | |
| 82.451 | 41.829 | - | -42.369 | 81.911 |
| Kumulierte Abschreibungen (in Mio. €) | 1. Okt. 2019 | Abschreibungen | Zuschreibungen | Abgänge | 30. Sep. 2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte | -679 | -38 | - | 420 | -298 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | -151 | -15 | - | 82 | -84 |
| -830 | -53 | - | 502 | -382 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | -388 | -9 | - | 151 | -246 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -1.897 | -76 | - | 966 | -1.008 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -1.233 | -154 | - | 461 | -927 |
| Vermietete Erzeugnisse | -88 | -11 | - | 5 | -95 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - |
| -3.607 | -251 | - | 1.582 | -2.275 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | -1.941 | -288 | 654 | 421 | -1.154 |
| Beteiligungen | -996 | -1.358 | 11 | 821 | -1.523 |
| Ausleihungen | -10 | -544 | - | - | -554 |
| Wertpapiere | -24 | - | - | - | -24 |
| -2.971 | -2.190 | 665 | 1.242 | -3.255 | |
| -7.408 | -2.494 | 665 | 3.326 | -5.912 |
| Buchwerte (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte | 106 | 387 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 119 | 21 |
| 225 | 408 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 146 | 288 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 318 | 561 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 290 | 412 |
| Vermietete Erzeugnisse | 69 | 73 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 73 | 143 |
| 897 | 1.477 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 58.517 | 61.713 |
| Beteiligungen | 7.373 | 1.169 |
| Ausleihungen | 3.561 | 3.390 |
| Wertpapiere | 5.426 | 6.887 |
| 74.877 | 73.158 | |
| 75.999 | 75.043 |
Die Veränderungen der Anteile an verbundenen Unternehmen beinhaltet die Einbringung des Tätigkeitsbereichs »Gas and Power« in die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG gegen Gewährung von Anteilen. Der Wert der eingebrachten Verbindlichkeiten und Rückstellungen überstieg dabei den Wert der eingebrachten Aktiva. Der daraus resultierende Passivüberhang wurde im Wesentlichen durch die Einbringung von Aktien der Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien, in Höhe von 3,2 Mrd. € und eine Bareinlage in Höhe von 1,0 Mrd. € ausgeglichen. Es wurden zudem weitere Bareinlagen sowie Übertragungen von in- und ausländischen Beteiligungen des Siemens-Energy-Geschäfts vorgenommen. Dies betraf vor allem:
- den Kauf von Anteilen an der Siemens Gas and Power Holding B.V, Niederlande, in Höhe von 0,9 Mrd. €, der Siemens Energy Inc., USA, in Höhe von 3,2 Mrd. € sowie der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG in Höhe von 2,6 Mrd. €; diese Anteile wurden zuvor von verbundenen Unternehmen gehalten;
- Bareinlagen in die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG in Höhe von 6,4 Mrd. € sowie in die Siemens Gas and Power Holding B.V, Niederlande, in Höhe von 6,2 Mrd. €, jeweils gegen Gewährung von entsprechenden Anteilen, sowie
- die Einbringung von Anteilen an der Siemens Gas and Power Holding B.V, Niederlande, in Höhe von 7,1 Mrd. € und der Siemens Energy Inc., USA, in Höhe von 3,2 Mrd. € in die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG, jeweils gegen Gewährung von Anteilen.
Darüber hinaus wurden Aktien der Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien, in Höhe von 0,8 Mrd. € gegen Gewährung von Anteilen in die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG eingebracht. Diese Aktien wurden im Februar 2020 von Iberdrola, S.A., Spanien, erworben und im Umlaufvermögen geführt. Die Transaktionen führten insgesamt zu einem Beteiligungsbuchwert der Siemens AG an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG in Höhe von 20,3 Mrd. €. Am Tag der Abspaltung erfolgte:
- die Einbringung von Anteilen an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG in Höhe von 7,6 Mrd. € in die Siemens Energy AG gegen Gewährung von Aktien; diese Aktien von der Siemens Energy AG wurden nach der Abspaltung in Beteiligungen umgebucht; sowie
- die Einbringung der restlichen Anteile an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG in Höhe von 12,7 Mrd. € mittels Abspaltung in die Siemens Energy AG gegen Gewährung von Aktien der Siemens Energy AG an die Aktionäre der Siemens AG.
In den Ausleihungen sind Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 3.249 (im Vj. 2.799) Mio. €, an Beteiligungen in Höhe von 0 (im Vj. 320) Mio. € sowie sonstige Ausleihungen in Höhe von 312 (im Vj. 271) Mio. € enthalten. Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten Anteile an Investmentvermögen. Abgänge in Höhe von 0,8 Mrd. € waren Bestandteil der Einbringung des Tätigkeitsbereichs »Gas and Power« in die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG. Im Anlagevermögen wurden insgesamt außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2.193 (im Vj. 224) Mio. € erfasst.
ZIFFER 11 Vorräte
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 404 | 870 |
| Unfertige Erzeugnisse | 238 | 868 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 280 | 437 |
| Unverrechnete Lieferungen und Leistungen | 874 | 5.882 |
| Geleistete Anzahlungen | 73 | 305 |
| Vorräte | 1.869 | 8.362 |
ZIFFER 12 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 | davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr | 30. Sep. 2019 | davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.442 | 69 | 1.744 | 137 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 12.694 | 2.845 | 17.049 | 3.643 |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 1.937 | 170 | 959 | 140 |
| davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2 | - | 110 | 105 |
| davon sonstige Vermögensgegenstände | 1.936 | 170 | 850 | 34 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 16.074 | 3.084 | 19.752 | 3.920 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren überwiegend aus konzerninternen Finanzierungen und enthielten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 31 (im Vj. 53) Mio. €.
ZIFFER 13 Aktive latente Steuern
Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern resultierten überwiegend aus Pensionsrückstellungen und Vermögenswerten für Pensionen, sonstigen Rückstellungen sowie latenten Steuern von Organgesellschaften. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 31,33 % zugrunde gelegt. Abweichend hiervon wurde für temporäre Differenzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Personengesellschaften ein Steuersatz von 15,83 % verwendet.
ZIFFER 14 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 |
|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens | 1.048 |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellungen | -690 |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Personalrückstellungen | -272 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 85 |
| Anschaffungskosten des Deckungsvermögens | 947 |
ZIFFER 15 Eigenkapital
| (in Mio. €) | 1. Okt. 2019 | Aktienrückkäufe | Ausgabe eigener Aktien im Rahmen von aktienbasierten Vergütungen und Mitarbeiteraktienprogrammen | Verwendung des Bilanzgewinns aus dem Geschäftsjahr 2018/2019 einschließlich Dividendenausschüttung |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 2.550 | - | - | - |
| Eigene Aktien | -112 | -57 | 17 | - |
| Ausgegebenes Kapital | 2.438 | -57 | 17 | - |
| Kapitalrücklage | 8.091 | - | 65 | - |
| Andere Gewinnrücklagen | 14.514 | -1.454 | 516 | 2.069 |
| Bilanzgewinn | 5.384 | - | - | -5.243 |
| Eigenkapital | 30.428 | -1.511 | 598 | -3.174 |
| - - | - - | |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | ||
| Eigene Aktien | ||
| Ausgegebenes Kapital | ||
| Kapitalrücklage | ||
| Andere Gewinnrücklagen | -12.694 | 2.436 |
| Bilanzgewinn | - | 2.834 |
| Eigenkapital | -12.694 | 5.270 |
scrollen (in Mio. €)
| 30. Sep. 2020 | |
|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 2.550 |
| Eigene Aktien | -152 |
| Ausgegebenes Kapital | 2.398 |
| Kapitalrücklage | 8.156 |
| Andere Gewinnrücklagen | 5.387 |
| Bilanzgewinn | 2.975 |
| Eigenkapital | 18.917 |
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Siemens AG ist in 850.000.000 auf Namen lautende, nennwertlose Stückaktien unterteilt, auf die ein anteiliges rechnerisches Grundkapital in Höhe von 3,00 € je Aktie entfällt.
Andere Gewinnrücklagen
Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten einen Eigenkapitalanteil von Wertaufholungen bei Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens in Höhe von 0 (im Vj. 792) Mio. €. Die Minderung der anderen Gewinnrücklagen aufgrund der Abspaltung von Siemens Energy führte zu einer Minderung der Anteile an verbundenen Unternehmen in gleicher Höhe.
Genehmigtes Kapital
Zum 30. September 2020 verfügte die Siemens AG über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 600 Mio. €, das in Teilbeträgen und mit unterschiedlichen Befristungen durch Ausgabe von bis zu 200 Mio. auf Namen lautende Stückaktien ausgegeben werden kann. Im Einzelnen bestehen folgende Ermächtigungen zur Erhöhung des Grundkapitals:
scrollen
- Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Januar 2016 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Januar 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 90,0 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 30 Mio. auf Namen lautende Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur an Arbeitnehmer der Siemens AG und ihrer verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien) ausgegeben werden. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach § 58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen könnten.
- Außerdem ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Januar 2019 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Januar 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 510 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 170 Mio. auf Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Der Vorstand ist unter bestimmten Voraussetzungen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Ausgabe gegen Sacheinlagen auszuschließen. Bei Ausgabe gegen Barleistung sind die Aktien grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, erstens für etwaige Spitzenbeträge, zweitens, um einen Verwässerungsausgleich in Zusammenhang mit bereits begebenen Wandel- beziehungsweise Optionsschuldverschreibungen zu gewähren, und drittens unter bestimmten weiteren Voraussetzungen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet.
Eigene Aktien
Die Entwicklung des Bestands eigener Aktien ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
scrollen (in Stück)
| Geschäftsjahr 2020 | |
|---|---|
| Bestand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 37.232.048 |
| Aktienrückkauf | 19.071.746 |
| Ausgabe im Rahmen von aktienbasierten Vergütungen und Mitarbeiteraktienprogrammen | -5.613.506 |
| Endbestand | 50.690.288 |
Die im Bestand der Siemens AG befindlichen 50.690.288 Aktien entsprechen einem Betrag von nominal 152 Mio. € beziehungsweise 6,0 % des Grundkapitals. Am 8. November 2018 kündigte Siemens einen Aktienrückkauf mit einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € in der Zeit bis längstens zum 15. November 2021 an. Die Durchführung des am 3. Dezember 2018 begonnenen Aktienrückkaufs erfolgte im Berichtszeitraum unter der am 27. Januar 2015 und ab dem 5. Februar 2020 unter der an diesem Tag von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung. Der Aktienrückkauf soll die Aktionäre zusätzlich zur Dividendenpolitik kontinuierlich am Erfolg des Unternehmens partizipieren lassen.
Im Geschäftsjahr 2020 hat die Siemens AG im Rahmen dieses Aktienrückkaufs bis einschließlich 7. Mai 2020 insgesamt 18.219.708 Stück eigene Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Betrag von nominal 55 Mio. € beziehungsweise 2,1 % des Grundkapitals. Hierfür wurden in diesem Zeitraum 1,421 Mrd. € (ohne Erwerbsnebenkosten) aufgewendet; dies entspricht einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 78,02 € je Aktie. Der Erwerb erfolgte im Berichtszeitraum an 125 Xetra-Handelstagen durch eine von der Siemens AG beauftragte Bank ausschließlich über die Börse im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra). Das durchschnittliche Volumen betrug an diesen Handelstagen rund 145.758 Aktien.
Darüber hinaus erwarb die Gesellschaft unter Inanspruchnahme der von der Hauptversammlung am 5. Februar 2020 erteilten Ermächtigung vom 12. Mai 2020 bis zum 15. September 2020 jeweils so viele eigene Aktien zurück, wie notwendig waren, um den Bestand eigener Aktien bis zum rechtlichen Wirksamwerden der Abspaltung von Siemens Energy auf einem bestimmten Niveau stabil zu halten. Insgesamt wurden mit diesem Ziel 852.038 Stück eigene Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 105,27 € und einem Gesamtbetrag von 90 Mio. € zurückgekauft. Dies entspricht einem Betrag von nominal 3 Mio. € beziehungsweise 0,1 % des Grundkapitals. Der Erwerb erfolgte an zehn Xetra-Handelstagen durch eine von der Siemens AG beauftragte Bank ausschließlich über die Börse im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra). Das durchschnittliche Volumen betrug an diesen Handelstagen rund 85.204 Aktien. Der jeweilige Bestand der unter den Aktienrückkäufen erworbenen eigenen Aktien kann zu Zwecken der Einziehung, der Ausgabe an Mitarbeiter, Organmitglieder von mit Siemens verbundenen Unternehmen und Mitglieder des Vorstands sowie der Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen verwendet werden.
Die Siemens AG hat im Rahmen verschiedener aktienbasierter Vergütungen und Mitarbeiteraktienprogramme im Geschäftsjahr 2020 im Konzern insgesamt 5.613.506 eigene Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben. Dies entspricht einem Betrag von 17 Mio. € beziehungsweise 0,7 % des Grundkapitals. Für die 2.753.140 Aktien, die gegen Zahlung eines Erwerbspreises ausgegeben wurden, sind insgesamt 248 Mio. € vereinnahmt worden. Diesen Betrag hat die Siemens AG zur freien Verwendung erhalten. Alle diese Aktien wurden im Rahmen des Share-Matching-Programms als Investment-Aktien an Planteilnehmer veräußert, wobei der Kaufpreis jeweils auf Basis des Xetra-Schlusskurses an festgelegten monatlichen Stichtagen bestimmt wurde. Hiervon entfielen auf den monatlichen Investitionsplan im Berichtszeitraum insgesamt 1.819.802 Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 99,39 € je Aktie, auf den Share Matching Plan 318.977 Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 106,66 € je Aktie und auf das Basis-Aktien-Programm 2020 614.361 Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 53,33 € je Aktie (nach Berücksichtigung eines 50 %igen Unternehmenszuschusses). Die übrigen im Berichtszeitraum ausgegebenen Aktien verteilten sich überwiegend auf die Bedienung von im Jahr 2016 erteilten Aktienzusagen mit 2.137.049 Aktien, auf Matching-Aktien im Rahmen des Share-Matching-Programms aus dem Jahr 2017 mit 573.785 Aktien sowie auf 149.532 Jubiläumsaktien.
Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen
scrollen (in Mio. €)
| Geschäftsjahr 2020 | |
|---|---|
| Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf Basis eines zehn- und siebenjährigen Durchschnittszinssatzes | 1.019 |
| Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern | 1.034 |
| Beträge aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert | 71 |
Diese ausschüttungsgesperrten Beträge sind durch andere Gewinnrücklagen in ausreichender Höhe gedeckt. Es besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn in Höhe von 2.975 Mio. €.
Angaben zu Beteiligungen am Kapital der Siemens AG
Der Gesellschaft lagen folgende Angaben zu mitteilungspflichtigen Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG vor (Stand: 30. September 2020):
- BlackRock, Inc., Wilmington, USA, teilte uns am 11. September 2020 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Siemens AG am 8. September 2020, direkt oder indirekt gehalten, 53.469.290 Stimmrechte oder 6,29 % der Stimmrechte betrug.
- Der State of Qatar, Doha, handelnd über und durch die DIC Company Limited, teilte uns am 10. Mai 2012 mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Siemens AG am 7. Mai 2012, direkt oder indirekt gehalten, die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und zu diesem Tag 27.758.338 Stimmrechte oder 3,04 % der Stimmrechte betrug.
- Die Werner Siemens-Stiftung, Zug, Schweiz, teilte uns am 21. Januar 2008 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Siemens AG am 2. Januar 2008, direkt oder indirekt gehalten, die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und zu diesem Tag 27.739.285 Stimmrechte oder 3,03 % der Stimmrechte betrug.
ZIFFER 16 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
In Deutschland gewährt die Siemens AG Pensionsleistungen durch die BSAV (Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung), eingefrorene Pläne mit Altzusagen und Pläne mit Entgeltumwandlungen. Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter nimmt an der BSAV teil. Die Leistungen aus diesem Plan basieren überwiegend auf den geleisteten Unternehmensbeiträgen und den Investmenterträgen auf diese Beiträge, wobei das Unternehmen eine Mindestverzinsung garantiert.# Im Zuge der Einführung der BSAV wurde für Leistungen aus den eingefrorenen Plänen mit Altzusagen die Wirkung aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert, sodass Bewertungsprämissen für Lohn- und Gehaltssteigerungen inklusive Karrieretrend keine wesentliche Bedeutung für die Pensionsverpflichtungen der Siemens AG mehr haben. Die Pläne sind über Treuhandstrukturen mit Vermögen gedeckt. Ein Teil dieses Treuhandvermögens dient der Deckung von Pensionsverpflichtungen anderer inländischer Tochterunternehmen. Die Vermögensgegenstände erfüllen daher nicht die Voraussetzungen für die Verrechnung mit den Verpflichtungen und werden im Finanzanlagevermögen der Siemens AG ausgewiesen. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags in Höhe von insgesamt 12.390 Mio. € zum 30. September 2020 basierte unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 2,41 % und einem Rententrend von 1,50 % p. a.; Ausnahmen sind BSAV und Entgeltumwandlung mit jeweils 1,00 % per annum. Die verwendeten Sterbetafeln (Siemens Bio 2017/2020) basieren auf Daten der deutschen Siemens-Population sowie auf Daten des deutschen Statistischen Bundesamts unter Verwendung eines Formelwerks, das den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik entspricht.
ZIFFER 17 Sonstige Rückstellungen
Die größten Posten bei den sonstigen Rückstellungen waren Personalrückstellungen in Höhe von 1.141 Mio. €, Rückstellungen für Drohverluste aus derivativen Finanzinstrumenten von 635 Mio. € sowie Rückstellungen für Dekontaminationsverpflichtungen in Höhe von 552 Mio. €, einschließlich Vorausleistungen in Höhe von 95 Mio. € an den Bund für die Errichtung des Endlagers, die als geleistete Anzahlungen aktiviert wurden. Die Rückstellungen für Dekontaminationsverpflichtungen stehen in Zusammenhang mit der Stilllegung des Werks in Hanau sowie des nuklearen Forschungs- und Dienstleistungszentrums in Karlstein. Während im Geschäftsjahr 2017 die Entsorgung radioaktiven Abfalls gesetzlich teilweise neu geregelt wurde (»Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung«), ist Siemens von diesen Regelungen nicht erfasst und befolgt somit weiterhin die Vorschriften der zum 30. September 2020 geltenden Fassung des deutschen Atomgesetzes, wonach der radioaktive Abfall bei der Stilllegung der seinerzeit von Siemens betriebenen nuklearen Anlagen schadlos verwertet und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Bei der Bewertung der Rückstellungen bestehen wesentliche Schätzunsicherheiten. Eine wesentliche Schätzunsicherheit bei der Ermittlung der Höhe der Dekontaminationskosten liegt in der Auswahl potenzieller Endlager durch den deutschen Staat und in der zeitlichen Verfügbarkeit eines Endlagers beziehungsweise dem möglichen Abgabevolumen. Einzelne Schätzparameter zur Einrichtung eines Endlagers für radioaktiven Abfall haben sich durch die Konkretisierung auf das Endlager Schacht Konrad spezifiziert. Darüber hinaus stellen künftige politische Entscheidungen und unvorhersehbare Entwicklungen während des Zeitraums der Einlagerung weitere wesentliche Unsicherheitsfaktoren dar.
ZIFFER 18 Verbindlichkeiten
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 30. Sep. 2019 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 98 | 98 | - | - | 27 | 27 | - | - |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | - | - | - | - | 1.841 | 1.841 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.777 | 1.708 | 69 | - | 1.755 | 1.752 | 3 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 63.638 | 51.802 | 8.674 | 3.163 | 45.681 | 35.650 | 7.077 | 2.954 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 1.632 | 1.619 | 14 | - | 1.643 | 1.558 | 85 | - |
| davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1 | 1 | - | - | 3 | 3 | - | - |
| davon sonstige Verbindlichkeiten | 1.632 | 1.618 | 14 | - | 1.640 | 1.555 | 85 | - |
| darin aus Steuern | 39 | 39 | - | - | 42 | 42 | - | - |
| darin im Rahmen der sozialen Sicherheit | 231 | 231 | - | - | 347 | 347 | - | - |
| Verbindlichkeiten | 67.145 | 55.226 | 8.756 | 3.163 | 50.947 | 40.828 | 7.165 | 2.954 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren vorwiegend aus konzerninternen Finanzierungen.
A.3.5 Sonstige Angaben
ZIFFER 19 Materialaufwand
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -5.299 | -7.906 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -3.211 | -3.897 |
| Materialaufwand | -8.510 | -11.804 |
ZIFFER 20 Personalaufwand
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -4.993 | -6.464 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | -738 | -982 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -437 | -152 |
| Personalaufwand | -6.168 | -7.598 |
Die Personalaufwendungen enthielten nicht die im übrigen Finanzergebnis ausgewiesenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und Personalrückstellungen.
Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:
| Geschäftsjahr 2020 | |
|---|---|
| Produktion | 30.700 |
| Vertrieb | 9.800 |
| Forschung und Entwicklung | 7.300 |
| Verwaltung und allgemeine Dienste | 8.900 |
| Mitarbeiter | 56.700 |
ZIFFER 21 Aktienbasierte Vergütung
Die Siemens AG räumt Mitarbeitern und Mitgliedern des Vorstands die Teilnahme an aktienbasierten Vergütungsprogrammen ein. Zum Zweck der Bedienung aktienbasierter Vergütungsprogramme liefert die Siemens AG auch Siemens-Aktien, die von verbundenen Unternehmen zugesagt wurden.
Aktienzusagen
Die Siemens AG gewährt Mitgliedern des Vorstands, leitenden Angestellten und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern Aktienzusagen (Stock Awards). Aktienzusagen an Begünstigte der Siemens AG werden aufwandswirksam über den Erdienungszeitraum erfasst und ratierlich entsprechend der Erdienung mit dem Kurs der Siemens-Aktie (innerer Wert) am Bilanzstichtag und unter Berücksichtigung des geschätzten Zielerreichungsgrads der den Aktienzusagen zugrunde liegenden Leistungskriterien am Bilanzstichtag bewertet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der von leitenden Angestellten und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern der Siemens AG gehaltenen Aktienzusagen:
| (in Stück) | Geschäftsjahr 2020 |
|---|---|
| Zusagen Bestand zu Beginn des Geschäftsjahrs (nicht erdient) | 4.311.777 |
| Gewährt | 1.689.294 |
| Erdient und übertragen | -852.960 |
| Verfallen | -166.254 |
| Abgegolten (davon 274.245 Stück im Rahmen der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts) | -279.117 |
| Veränderung durch Anpassung der ESG-Zielerreichung | -135.562 |
| Gesellschaftsveränderungen | -1.054.063 |
| Bestand am Ende des Geschäftsjahrs (nicht erdient) | 3.513.115 |
Der anteilige innere Wert der an diese Begünstigten der Siemens AG ausgegebenen Aktienzusagen belief sich zum Bilanzstichtag auf 157 Mio. €.
Share-Matching-Programm
Die Planteilnehmer haben Anspruch auf eine Siemens-Aktie (Matching-Aktie) für je drei über den Erdienungszeitraum gehaltene Investment-Aktien, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten. An Begünstigte der Siemens AG gewährte Matching-Aktien werden aufwandswirksam über den Erdienungszeitraum erfasst und ratierlich entsprechend der Erdienung mit dem Kurs der Siemens-Aktie (innerer Wert) am Bilanzstichtag bewertet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Ansprüche der Begünstigten der Siemens AG auf Matching-Aktien:
| (in Stück) | Geschäftsjahr 2020 |
|---|---|
| Bestand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 950.937 |
| Gewährt | 342.815 |
| Erdient und übertragen | -218.187 |
| Verfallen | -48.442 |
| Abgegolten (davon 18.993 Stück im Rahmen der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts) | -40.663 |
| Gesellschaftsveränderungen | -242.426 |
| Bestand am Ende des Geschäftsjahrs | 744.034 |
Der anteilige innere Wert der an Begünstigte der Siemens AG ausgegebenen Matching-Aktien betrug 47 Mio. €. Aufgrund der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts erhalten Begünstigte, die weiterhin im Siemens Konzern beschäftigt sind, bei Fälligkeit ihrer aktienbasierten Zusagen eine zusätzliche Barzahlung, basierend auf dem Abspaltungsverhältnis von 2:1 und dem Aktienkurs der Siemens Energy AG bei Fälligkeit. Der anteilige innere Wert dieser Zusage mit Barausgleich an Begünstigte der Siemens AG belief sich zum Bilanzstichtag auf 20 Mio. €.
ZIFFER 22 Anteile an Investmentvermögen
Es wurden folgende Anteile an Investmentvermögen nach Anlagezielen gehalten:
| (in Mio. €) | Buchwert | Marktwert | Differenz zum Buchwert |
|---|---|---|---|
| 30. Sep. 2020 | |||
| Mischfonds | 5.858 | 6.470 | 611 |
| Rentenfonds | 319 | 319 | - |
| Aktienfonds | 34 | 34 | - |
| Geldmarktfonds | 65 | 65 | - |
| Anteile an Investmentvermögen nach Anlagezielen | 6.276 | 6.887 | 611 |
Grundsätzlich werden die Anteile an Investmentvermögen als Wertpapiere des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Hiervon ausgenommen waren die Anteile, die als Deckungsvermögen dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und mit diesen Schulden zu verrechnen sind.
ZIFFER 23 Haftungsverhältnisse
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 |
|---|---|
| Verpflichtungen aus Bürgschaften | 3.099 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 124.324 |
| davon im Rahmen der Finanzierung verbundener Unternehmen | 82.698 |
| davon im Liefer- und Leistungsgeschäft verbundener Unternehmen | 15.921 |
| davon Sonstiges | 25.705 |
| Haftungsverhältnisse | 127.423 |
Gewährleistungsverpflichtungen im Rahmen der Finanzierung verbundener Unternehmen beinhalten Garantien gegenüber Kreditinstituten für Kreditlinien von verbundenen Unternehmen, darunter auch eine Garantie der Siemens AG über 12,5 Mrd. € für eine noch nicht in Anspruch genommene Brückenfazilität zur Absicherung der Finanzierung der Akquisition von Varian Medical Systems, Inc. durch die Siemens Healthineers AG.Die Position Sonstiges enthält zugunsten von Siemens-Energy-Konzerngesellschaften bestehende Haftungsverhältnisse in Höhe von 23,0 Mrd. €, für die in vollem Umfang Rückhaftungen gegenüber der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG bestehen. Des Weiteren zählen dazu Schadensersatzverpflichtungen, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten stehen. Diese Schadensersatzverpflichtungen können den Käufer im geschäftsüblichen Rahmen vor jeglichen potenziellen steuerlichen, rechtlichen und anderen Unwägbarkeiten in Verbindung mit der übernommenen Geschäftseinheit schützen. In den Gewährleistungsverpflichtungen waren Verpflichtungen der Siemens AG gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 724 Mio. € enthalten. Die Siemens AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung ein und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen sowie von Unternehmen, mit denen oder mit deren Muttergesellschaften ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die Siemens AG geht derzeit davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können; diese Auffassung beruht auf einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und berücksichtigt die bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse. Die Siemens AG schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.
ZIFFER 24 Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen
Die Aufwendungen aus Leasing- und Mietverträgen gegenüber fremden Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Leasing- beziehungsweise Mietgegenstand nicht der Siemens AG zuzurechnen war und bei denen die Siemens AG diese Vermögensgegenstände daher nicht aktivierte, betrugen 225 Mio. €. Gegenstand dieser Verträge waren insbesondere Immobilien und sonstige Anlagegegenstände. Aus Leasing- und Mietverträgen bestanden Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 1.359 Mio. €, davon 112 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen. Von den aus Leasing- und Mietverträgen insgesamt bestehenden Zahlungsverpflichtungen entfallen 306 Mio. € auf das kommende Geschäftsjahr.
ZIFFER 25 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Eigen- und Fremdkapitaleinzahlungsverpflichtungen betrugen 694 Mio. €, davon gegenüber verbundenen Unternehmen 451 Mio. € und gegenüber assoziierten Unternehmen 243 Mio. €. Aus einem Outsourcing-Vertrag mit einer Laufzeit von mehreren Jahren belief sich zum 30. September 2020 der noch ausstehende Wert auf rund 2,7 Mrd. €.
Die Siemens AG hat sich verpflichtet, dem verbundenen Unternehmen Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Deutschland, ein laufendes Lizenzentgelt für die Nutzung der Siemens-Markenrechte zu entrichten. Das Lizenzentgelt ermittelt sich durch Anwendung von geschäftsspezifischen Lizenzraten auf die getätigten markenrelevanten Umsätze. Der Vertrag ist unbefristet. Für das Geschäftsjahr 2020 betrugen die entsprechenden Aufwendungen 716 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein Lizenzentgelt in annähernd gleicher Höhe erwartet.
Zwischen der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG und der Siemens AG wurde ein nicht exklusives Preferred Financing Agreement abgeschlossen. Der Vertrag regelt die Zusammenarbeit in den Bereichen Fremdkapitalfinanzierung, Commercial Finance und Eigenkapitalfinanzierung von Kunden des Siemens-Energy-Geschäfts und deren Projekten. Die Fremdkapitalfinanzierung umfasst dabei die Bereitstellung von Fremdkapital über marktübliche Fremdkapitalfinanzierungsstrukturen. Für Eigenkapitalfinanzierungen hat die Siemens AG für die ersten fünf Jahre ein Investitionsvolumen von bis zu 300 Mio. € pro Geschäftsjahr zugesagt. Für weitere fünf Jahre wurde vereinbart, etwaige Verkaufserlöse aus dem Eigenkapitalportfolio unter dem Preferred Financing Agreement zu reinvestieren, mindestens jedoch 500 Mio. €. Darüber hinaus können Eigenkapitalfinanzierungen bis zu einem Volumen von insgesamt 210 Mio. € unter der Voraussetzung eines vollen Rückgriffs auf die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG oder die Siemens Energy AG getätigt werden. Des Weiteren besteht mit Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien, ein Preferred Financing Agreement mit einer Finanzierungszusage von bis zu 200 Mio. € pro Geschäftsjahr für einen Zeitraum von 5 Jahren bis zum 30. September 2025.
Die Siemens AG ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit zahlreichen Rechtsstreitigkeiten, regulatorischen Verfahren und behördlichen Untersuchungen (Rechtsstreitigkeiten) konfrontiert. Diese können insbesondere dazu führen, dass der Siemens AG die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages), die Erfüllung anderer Ansprüche sowie straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis resultieren. Ferner können weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet oder bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet werden. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten können negative Entscheidungen für die Siemens AG ergehen, die möglicherweise wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in dem jeweiligen Berichtszeitraum haben. Soweit diese nicht bilanziell berücksichtigt sind, erwartet die Siemens AG zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
ZIFFER 26 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Die Siemens AG ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs- und Zinssatzänderungen ausgesetzt, die im Rahmen eines bewährten Risikomanagementsystems unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimite gesteuert werden. Als Mutterunternehmen des Siemens-Konzerns hat die Siemens AG eine zentrale Funktion hinsichtlich des konzernweiten Managements von Finanzmarktrisiken. Zur Absicherung der Wechselkurs- und Zinssatzänderungen setzt die Siemens AG im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, Zinsswaps, kombinierte Zins-Währungsswaps sowie Zinsoptionen und Zinsfutures ein. Dabei ist es den operativen Einheiten der Siemens AG nicht gestattet, derivative Finanzinstrumente zu spekulativen Zwecken abzuschließen. Die Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind Banken und Börsenmakler, deren Bonität einer ständigen Überwachung unterliegt, sowie verbundene Unternehmen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt das Nominalvolumen und die Marktwerte der bestehenden derivativen Finanzinstrumente, die zum Bilanzstichtag nicht in eine Bewertungseinheit einbezogen wurden:
| 30. Sep. 2020 (in Mio. €) | |
|---|---|
| Nominalvolumen | |
| Zinssicherungskontrakte | |
| Zinsswaps | 5.601 |
| Zinsoptionen | 2.320 |
| Bestehende derivative Finanzinstrumente | 7.921 |
| Marktwerte | |
| Zinssicherungskontrakte | |
| Zinsswaps | 296 |
| Zinsoptionen | -28 |
| Bestehende derivative Finanzinstrumente | 267 |
Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen). Die Ermittlung der Marktwerte der Zinsderivate erfolgt durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktzinsen und Zinsstrukturkurven. Sofern Optionskomponenten enthalten sind, erfolgt die Bewertung auf Basis eines Optionspreismodells oder von börsennotierten Preisen.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte, soweit vorhanden, der derivativen Finanzinstrumente, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen sind, und die Bilanzposten, in denen die Buchwerte erfasst sind:
| 30. Sep. 2020 (in Mio. €) | |
|---|---|
| Sonstige Vermögensgegenstände | |
| Zinssicherungskontrakte | |
| Zinsswaps | - |
| Zinsoptionen | 16 |
| Bilanzierungspflichtige derivative Finanzinstrumente | 16 |
Derivative Finanzinstrumente werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Dabei erfolgte unter Anwendung der Einfrierungsmethode keine bilanzielle Erfassung der Sicherungsgeschäfte. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird entweder durch das Risikomanagement gewährleistet oder sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf Basis der einschlägigen Methoden zur Effektivitätsmessung (beispielsweise Dollar-Offset-Methode, Regressionsanalyse, Sensitivitätsanalyse) nachgewiesen. Bewertungsgewinne und -verluste aus derivativen Finanzinstrumenten und abgesicherten Grundgeschäften werden pro Bewertungseinheit saldiert. In Höhe des Verlustüberhangs wird für die jeweilige Bewertungseinheit eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Gewinnüberhänge bleiben außer Ansatz.
Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos
Siemens-Einheiten sind gemäß der Unternehmenspolitik verantwortlich für die Erfassung, Bewertung und Überwachung ihrer transaktionsbezogenen Fremdwährungsrisiken. Die Nettofremdwährungsposition der Siemens-Einheiten dient als zentrale Steuerungsgröße und ist in einer Bandbreite von mindestens 75 %, aber nicht mehr als 100 % mit der Konzern-Treasury der Siemens AG abzusichern. Das Fremdwährungsrisiko, das nach Aufrechnung gegenläufiger Cashflows in der gleichen Währung verbleibt, sichert die Konzern-Treasury der Siemens AG mit externen Vertragspartnern ab. Die Nettofremdwährungsposition (vor Sicherung) der Siemens AG wird mit den gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden für diesen Zweck jeweils mit den zugrunde liegenden diskontierten Zahlungsströmen bewertet. Bei Währungsderivaten erfolgt die Ermittlung auf Basis der Veränderungen der relevanten Devisenterminkurse.# ZIFFER 26 Finanzinstrumente und Risikomanagement
Die bestehenden derivativen Währungssicherungskontrakte sind vollständig als Sicherungsinstrumente in die Bewertungseinheit einbezogen und weisen eine Laufzeit bis 2040 auf. Die Zahlungsein- und -ausgänge, die aus den Devisensicherungsgeschäften sowie aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen resultieren, sind in der nachfolgenden Tabelle jeweils saldiert ausgewiesen. scrollen (in Mio. €)
| 30. Sep. 2020 | |
|---|---|
| Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen | -2.873 |
| davon Vermögensgegenstände | 16.558 |
| davon Schulden | -19.431 |
| Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen | 371 |
| davon erwartete Zahlungseingänge aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen | 735 |
| davon erwartete Zahlungsausgänge aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen | -364 |
| Nettofremdwährungsposition (vor Sicherung) | -2.502 |
| Devisensicherungsgeschäfte (Netto-Nominalvolumen) | 2.219 |
| davon mit externen Vertragspartnern | 9.377 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | -7.158 |
| Nettofremdwährungsposition (nach Sicherung) | -283 |
Schwebende Geschäfte und antizipative Transaktionen betreffen Geschäfte, bei denen ein rechtsverbindlicher Vertrag abgeschlossen und noch von keinem Vertragspartner erfüllt worden ist, sowie bedingte Zahlungsansprüche für bereits teilweise erfüllte Leistungsverpflichtungen im Projekt- und Produktgeschäft. Der Marktwert der derivativen Finanzinstrumente aus den Devisensicherungsgeschäften betrug zum 30. September 2020 netto 450 Mio. €. Dabei standen positive Marktwerte von 1.278 Mio. € negativen Marktwerten von 829 Mio. € gegenüber. Für die derivativen Finanzinstrumente aus dieser Makro-Bewertungseinheit mit negativem Marktwert wurde entsprechend keine Drohverlustrückstellung gebildet.
Bewertungseinheiten zur Absicherung des Zinsrisikos
Die bei der Siemens AG eingesetzten Zinssicherungsgeschäfte dienen dazu, Zinsänderungsrisiken abzusichern und das Zinsergebnis unter Berücksichtigung intern festgelegter Zins-Benchmarks zu optimieren. Zur Absicherung von mit Tochterunternehmen abgeschlossenen Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken hat die Siemens AG Zinsderivate mit externen Vertragspartnern abgeschlossen.
Die in dieser Makro-Bewertungseinheit erfassten, mit Tochterunternehmen abgeschlossenen Zinsswaps wiesen zum 30. September 2020 ein Nominalvolumen in Höhe von 3.320 Mio. € und Marktwerte in Höhe von - 363 Mio. € auf und hatten eine maximale Laufzeit bis 2028. Diesen Grundgeschäften standen zum Bilanzstichtag externe Zinsderivate mit Marktwerten von 173 Mio. € und einer maximalen Laufzeit bis 2028 gegenüber. Zum 30. September 2020 betrug der aus der Makro-Bewertungseinheit resultierende negative Überhang, der als Drohverlustrückstellung erfasst wurde, 189 Mio. €.
Zur Absicherung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen gegen Zinsänderungsrisiken hat die Siemens AG Zinsderivate mit externen Vertragspartnern abgeschlossen und mit den Grundgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Nominalvolumen der Forderungen, die eine maximale Laufzeit bis 2045 haben, beliefen sich zum 30. September 2020 auf 10.823 Mio. €. Zum 30. September 2020 standen den kumulierten Marktwertveränderungen der Forderungen in Höhe von 236 Mio. € Zinsderivate mit einem positiven Marktwert in Höhe von netto 102 Mio. € und einer maximalen Laufzeit bis 2043 gegenüber. Dabei standen positive Marktwerte von 373 Mio. € negativen Marktwerten von 270 Mio. € gegenüber.
Zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gegen Zinsänderungsrisiken hat die Siemens AG Zinsderivate mit externen Vertragspartnern abgeschlossen. Die in dieser Mikro-Bewertungseinheit abgesicherten Verbindlichkeiten haben zum 30. September 2020 ein Nominalvolumen von 2.124 Mio. € und eine maximale Laufzeit bis 2025. Zum 30. September 2020 standen negative kumulierte Marktwertveränderungen der Verbindlichkeiten in Höhe von 166 Mio. € laufzeitkongruente externe Zinsderivate mit einem positiven Marktwert in Höhe von 182 Mio. € gegenüber. Die Höhe der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Zinsrisiken, die nicht zu einer Drohverlustrückstellung führten, betrug somit insgesamt 443 Mio. €.
ZIFFER 27 Vorschlag zur Gewinnverwendung
Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Bilanzgewinn der Siemens Aktiengesellschaft aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 2.975 Mio. € zur Ausschüttung einer Dividende von 3,50 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den aus dem Bilanzgewinn auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
ZIFFER 28 Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Vergütung der Mitglieder des Vorstands
Die Mitglieder des Vorstands, inklusive der im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Mitglieder, erhielten eine Barvergütung in Höhe von 15,3 Mio. €. Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütung betrug 11,3 Mio. € für 203.460 Aktienzusagen. Den Mitgliedern des Vorstands wurden Beiträge zur BSAV in Höhe von 4,5 Mio. € gewährt. Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Vergütung sowie gewährten Leistungen betrugen somit insgesamt 31,0 Mio. €.
Lisa Davis wurde in Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung ihrer Vorstandstätigkeit eine Abfindungszahlung in Höhe von 2,4 Mio. €, Nebenleistungen in Höhe von 0,7 Mio. € sowie ein BSAV-Sonderbeitrag in Höhe von 0,4 Mio. € gewährt. Michael Sen wurde in Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung seiner Vorstandstätigkeit für den Zeitraum bis zur vorzeitigen Beendigung seines Anstellungsverhältnisses eine Barvergütung in Höhe von 2,2 Mio. €, ein BSAV-Beitrag in Höhe von 0,6 Mio. € und aktienbasierte Vergütung mit einem Zuteilungswert von 1,3 Mio. € gewährt. Für die verbleibende Zeit bis zum regulären Ende seiner Tätigkeit wurde Michael Sen eine Abfindungszahlung in Höhe von 3,5 Mio. € sowie ein BSAV-Sonderbeitrag in Höhe von 0,6 Mio. € gewährt.
Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands
Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten Gesamtbezüge im Sinne von § 285 Abs. 1 Nr. 9b HGB in Höhe von 16,0 Mio. €. Für Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen hat die Siemens AG Pensionsrückstellungen in Höhe von 105,7 Mio. € gebildet.
Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats umfasste eine Grundvergütung sowie eine zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeiten und betrug insgesamt, einschließlich Sitzungsgeldern, 5,3 Mio. €.
Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist, dargestellt.
ZIFFER 29 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens Aktiengesellschaft haben zum 1. Oktober 2020 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website des Unternehmens unter WWW.SIEMENS.COM/DCG-KODEX öffentlich zugänglich gemacht.
ZIFFER 30 Nachtragsbericht
Im Oktober 2020 unterzeichnete Siemens eine Vereinbarung, 100 % seiner Anteile an der Flender GmbH, Deutschland, zu verkaufen. Der Verkaufspreis beträgt 2,0 Mrd. €. Die Transaktion wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2021 abgeschlossen und steht unter dem Vorbehalt von außenwirtschaftlichen und fusionskontrollrechtlichen Freigaben.
ZIFFER 31 Zusammensetzung und Mandate des Vorstands und des Aufsichtsrats
Mitglieder des Vorstands und Mandate der Vorstandsmitglieder
Im Geschäftsjahr 2020 gehörten dem Vorstand folgende Mitglieder an:
scrollen
| Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen | Name | Geburtsdatum | Erste Bestellung | Bestellt bis | Externe Mandate (Stand: 30.09.2020) | Konzernmandate (Stand: 30.09.2020) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorsitzender | Joe Kaeser | 23.06.1957 | 01.05.2006 | Bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2021 | Deutsche Mandate: → Daimler AG, Stuttgart → Mercedes-Benz AG, Stuttgart | Auslandsmandate: → Siemens Ltd., Indien 1 → Siemens Energy AG, München (Vorsitz) 1 → Siemens Gas and Power Management GmbH (jetzt: Siemens Energy Management GmbH), München (Vorsitz ab 12.10.2020) |
| Auslandsmandate: → NXP Semiconductors N.V., Niederlande 1 | ||||||
| Dr. rer. nat. Roland Busch | 22.11.1964 | 01.04.2011 | 31.03.2025 | Deutsche Mandate: → European School of Management and Technology GmbH, Berlin → Siemens Mobility GmbH, München (Vorsitz) | Deutsche Mandate: → Siemens Healthineers AG, München 1 | |
| Auslandsmandate: → Arabia Electric Ltd. (Equipment), Saudi-Arabien → Siemens Ltd., Saudi-Arabien (stellv. Vorsitz) → SiemensW.L.L., Katar | ||||||
| Lisa Davis | 15.10.1963 | 01.08.2014 | Ursprünglich bestellt bis 31.10.2020 | Auslandsmandate: (bis 29.02.2020) → Kosmos Energy Ltd., USA → Penske Automotive Group, Inc., USA 1 | Auslandsmandate: → Siemens Proprietary Ltd., Südafrika (Vorsitz) Stand: 29.02.2020 | |
| Klaus Helmrich | 24.05.1958 | 01.04.2011 | 31.03.2021 | Deutsche Mandate: → EOS Holding AG, Krailling → inpro Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH, Berlin | Auslandsmandate: → Siemens AB, Schweden (Vorsitz) → Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Österreich (Vorsitz) | |
| Janina Kugel (bis 31.01.2020) | 12.01.1970 | 01.02.2015 | 31.01.2020 | Deutsche Mandate: → Pensions-Sicherungs-Verein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Köln | Auslandsmandate: → Konecranes Plc., Finnland 1 | |
| Cedrik Neike | 07.03.1973 | 01.04.2017 | 31.05.2025 | Auslandsmandate: → Atos SE, Frankreich 1 → Siemens France Holding S.A., Frankreich → Siemens Ltd., Indien 1 → Siemens Schweiz AG, Schweiz (Vorsitz) | ||
| Michael Sen (bis 31. 03. 2020) | 17.11.1968 | 01.04.2017 | Ursprünglich bestellt bis 31.03.2022 | Auslandsmandate: → Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien 1 | Stand: 31. 03. 2020 | |
| Prof. Dr. rer. pol. Ralf P. |
Deutsche Mandate:
→ Siemens Energy AG, München
→ Siemens Healthcare GmbH, München (Vorsitz)
→ Siemens Gas and Power Management GmbH (jetzt: Siemens Energy Management GmbH), München
→ Siemens Healthineers AG, München (Vorsitz)
Auslandsmandate:
→ Siemens Proprietary Ltd., Südafrika (Vorsitz)
Matthias Rebellius (geboren am 2. Januar 1965) und Judith Wiese (geboren am 30. Januar 1971) wurden mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 zu Mitgliedern des Vorstands bestellt. Matthias Rebellius wurde bis zum 30. September 2025 und Judith Wiese bis zum 30. September 2023 bestellt. Matthias Rebellius nimmt folgende Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen wahr: Er ist Mitglied des Aufsichtsrats der Siemens Energy AG, München, und Mitglied des Aufsichtsrats der Siemens Energy Management GmbH (vormals: Siemens Gas and Power Management GmbH), München (externe Mandate), sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Siemens Mobility GmbH, München, und des Board of Directors der Siemens Ltd. Australia, Australien (Konzernmandate).
Mitglieder des Aufsichtsrats und Mandate der Aufsichtsratsmitglieder
Der Aufsichtsrat der Siemens AG umfasst 20 Mitglieder. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Anteilseignervertretern und - durch * kenntlich gemachten - Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit gewählt. Wahlen zum Aufsichtsrat werden regelmäßig als Einzelwahl durchgeführt. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer werden nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Im Geschäftsjahr 2020 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
| Name | Ausgeübter Beruf | Geburtsdatum | Mitglied seit | Bestellt bis |
|---|---|---|---|---|
| Jim Hagemann Snabe | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG und des Verwaltungsrats der A.P. Møller-Mærsk A/S | 27.10.1965 | 01.10.2013 | 2021 |
| Birgit Steinborn* | Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG | 26.03.1960 | 24.01.2008 | 2023 |
| Werner Wenning | 2. stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG | 21.10.1946 | 23.01.2013 | 2021 |
| Dr. rer. pol. Werner Brandt | Vorsitzender des Aufsichtsrats der RWE AG und der ProSiebenSat.1 Media SE | 03.01.1954 | 31.01.2018 | 2023 |
| Michael Diekmann | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE | 23.12.1954 | 24.01.2008 | 2023 |
| Andrea Fehrmann* | Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Bezirksleitung Bayern | 21.06.1970 | 31.01.2018 | 2023 |
| Bettina Haller* | Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Siemens AG | 14.03.1959 | 01.04.2007 | 2023 |
| Robert Kensbock* (bis 25. 09. 2020) | Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG | 13.03.1971 | 23.01.2013 | 2023 |
| Harald Kern* | Vorsitzender des Siemens-Europabetriebsrats | 16.03.1960 | 24.01.2008 | 2023 |
| Jürgen Kerner* | Hauptkassierer und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall | 22.01.1969 | 25.01.2012 | 2023 |
| Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller | Chief Executive Officer (CEO) - Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG | 15.12.1959 | 24.01.2008 | 2021 |
| Benoît Potier | Vorstandsvorsitzender (Chairman und Chief Executive Officer) der Air Liquide S.A. | 03.09.1957 | 31.01.2018 | 2023 |
| Hagen Reimer* | Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall | 26.04.1967 | 30.01.2019 | 2023 |
| Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | 29.05.1956 | 27.01.2015 | 2023 |
| Baroness Nemat Shafik (DBE, DPhil) | Director der London School of Economics | 13.08.1962 | 31.01.2018 | 2023 |
| Dr. phil. Nathalie von Siemens | Aufsichtsratsmitglied | 14.07.1971 | 27.01.2015 | 2023 |
| Michael Sigmund* | Vorsitzender des Siemens-Konzernsprecherausschusses und des Gesamtsprecherausschusses der Siemens AG | 13.09.1957 | 01.03.2014 | 2023 |
| Dorothea Simon* | Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens Healthcare GmbH | 03.08.1969 | 01.10.2017 | 2023 |
| Matthias Zachert | Vorstandsvorsitzender der LANXESS AG | 08.11.1967 | 31.01.2018 | 2023 |
| Gunnar Zukunft* | Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens Industry Software GmbH | 21.06.1965 | 31.01.2018 | 2023 |
1 Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 30.09.2020)
2 Börsennotiert.
3 Konzernmandat.
4 Gesellschafterausschuss.
Robert Kensbock ist mit Wirksamwerden der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts am 25. September 2020 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als sein Nachfolger wurde Tobias Bäumler (geboren am 10. Oktober 1979), stellvertretender Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Siemens AG, am 16. Oktober 2020 gerichtlich für die restliche Amtszeit von Robert Kensbock zum Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer bestellt.
ZIFFER 32 Aufstellung des Anteilsbesitzes der Siemens AG gemäß § 285 Nr. 11, Nr. 11 a und Nr. 11 b HGB
| Ergebnis nach Steuern in Mio. € | Eigenkapital in Mio. € | Kapitalanteil in % |
|---|---|---|
| Deutschland (44 Gesellschaften) | ||
| Atecs Mannesmann GmbH, Erlangen | 58 | 7.487 |
| BSAV Kapitalbeteiligungen und Vermögensverwaltungs Management GmbH, Grünwald | 21 | 320 |
| Erlapolis 20 GmbH, München | k. A. | k. A. |
| evosoft GmbH, Nürnberg | 1 | 7 |
| Flender Beteiligungen GmbH & Co. KG, München | 0 | 245 |
| Flender GmbH, Bocholt | 15 | 435 |
| Flender Industriegetriebe GmbH, Penig | 1 | 61 |
| HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover | -3 | 155 |
| Kyros Beteiligungsverwaltung GmbH, Grünwald | 71 | 565 |
| Mentor Graphics (Deutschland) GmbH, München | -10 | 78 |
| Munipolis GmbH, München | 0 | 251 |
| NEO New Oncology GmbH, Köln | -1 | 1.142 |
| Next47 GmbH, München | 22 | 22 |
| OWP Butendiek GmbH & Co. KG, Bremen | 102 | 466 |
| Project Ventures Butendiek Holding GmbH, München | 2 | 66 |
| RISICOM Rückversicherung AG, Grünwald | 3 | 247 |
| Siemens Bank GmbH, München | 28 | 1.122 |
| Siemens Beteiligungen Europa GmbH, München | -116 | 2.813 |
| Siemens Beteiligungen Inland GmbH, München | -1.349 | 22.371 |
| Siemens Beteiligungen USA GmbH, Berlin | 528 | 13.739 |
| Siemens Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. OHG, Kemnath | 2.248 | 23.048 |
| Siemens Campus Erlangen Grundstücks-GmbH & Co. KG, Grünwald | 149 | 175 |
| Siemens Energy AG, München | 0 | 0 |
| Siemens Finance & Leasing GmbH, München | -1 | 116 |
| Siemens Financial Services GmbH, München | 23 | 2.057 |
| Siemens Fonds Invest GmbH, München | 1 | 11 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Marburg | 5 | 482 |
| Siemens Healthcare GmbH, München | 109 | 1.475 |
| Siemens Healthineers AG, München | 1.152 | 18.552 |
| Siemens Healthineers Beteiligungen GmbH & Co. KG, Röttenbach | 122 | 17.896 |
| Siemens Immobilien GmbH & Co. KG, Grünwald | 21 | 268 |
| Siemens Industry Software GmbH, Köln | -49 | 295 |
| Siemens Logistics GmbH, Konstanz | 6 | 55 |
| Siemens Mobility GmbH, München | 89 | 1.997 |
| Siemens Mobility Real Estate GmbH & Co. KG, Grünwald | 9 | 125 |
| Siemens Nixdorf Informationssysteme GmbH, Grünwald | 1 | 28 |
| Siemens Project Ventures GmbH, Erlangen | -41 | 278 |
| Siemens Real Estate GmbH & Co. KG, Kemnath | 13 | 118 |
| Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Kemnath | 651 | 1.188 |
| Siemens Treasury GmbH, München | 1 | 1 |
| SIM 2. Grundstücks-GmbH & Co. KG, Grünwald | 5 | 316 |
| SPT Beteiligungen GmbH & Co. KG, Grünwald | k. A. | k. A. |
| Company Name | Values | Values | Ownership (%) |
|---|---|---|---|
| Valeo Siemens eAutomotive GmbH, Erlangen | -3 | 165 | 50 |
Veja Mate Offshore Project GmbH, Oststeinbek
| Company Name | Values | Values | Ownership (%) |
|---|---|---|---|
| Veja Mate Offshore Project GmbH, Oststeinbek | 148 | 323 | 20 |
Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (90 Gesellschaften)
| Company Name | Values | Values | Ownership (%) |
|---|---|---|---|
| Samtech SA, Angleur/Belgien | -1 | 22 | 100 |
| Siemens Healthcare NV, Beersel/Belgien | 9 | 92 | 100 |
| Siemens Industry Software NV, Leuven/Belgien | 24 | 409 | 100 |
| Siemens S.A./N.V., Beersel/Belgien | 11 | 74 | 100 |
| Siemens A/S, Ballerup/Dänemark | 1 | 48 | 100 |
| Siemens Osakeyhtiö, Espoo/Finnland | 7 | 36 | 100 |
| ATOS SE, Bezons/Frankreich | 3.529 | 7.087 | 11 |
| Siemens France Holding SAS, Saint-Denis/Frankreich | 64 | 385 | 100 |
| Siemens Healthcare SAS, Saint-Denis/Frankreich | 8 | 212 | 100 |
| Siemens Industry Software SAS, Châtillon/Frankreich | 6 | 51 | 100 |
| Siemens Mobility SAS, Châtillon/Frankreich | 19 | 151 | 100 |
| Siemens A.E., Electrotechnical Projects and Products, Athen/Griechenland | 0 | 100 | 100 |
| SIEMENS HEALTHCARE INDUSTRIAL AND COMMERCIAL SINGLE MEMBER SOCIETE ANONYME, Chalandri/Griechenland | 2 | 60 | 100 |
| Mentor Graphics (Holdings) Unlimited Company, Shannon, County Clare/Irland | 0 | 2.039 | 100 |
| Mentor Graphics (Ireland) Limited, Shannon, County Clare/Irland | 124 | 2.010 | 100 |
| Mentor Graphics Development Services (Israel) Ltd., Rehovot/Israel | -1 | 107 | 100 |
| Siemens Concentrated Solar Power Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel | -9 | -362 | 100 |
| Siemens Industry Software Ltd., Airport City/Israel | -2 | 70 | 100 |
| UGS Israeli Holdings (Israel) Ltd., Airport City/Israel | 0 | 1 | 100 |
| Siemens Healthcare S.r.l., Mailand/Italien | 12 | 246 | 100 |
| Siemens S.p.A., Mailand/Italien | 40 | 199 | 100 |
| Siemens W.L.L., Doha/Katar | 34 | 45 | 55 |
| FAST TRACK DIAGNOSTICS LUXEMBOURG S.à r. l., Esch-sur-Alzette/Luxemburg | 34 | 87 | 100 |
| SPT Affiliates, LLC, SARL, Contern/Luxemburg | 8 | 11 | 100 |
| SPT Holding SARL, Luxemburg/Luxemburg | 75 | 750 | 100 |
| SPT Invest Management, SARL, Luxemburg/Luxemburg | 0 | 0 | 100 |
| Fast Track Diagnostics Ltd, Sliema/Malta | 6 | 11 | 100 |
| FTD Europe Ltd, Sliema/Malta | 21 | 20 | 100 |
| Buitengaats C.V., Amsterdam/Niederlande | 44 | 131 | 20 |
| Dresser-Rand International B.V., Den Haag/Niederlande | -2 | 3 | 100 |
| Mendix Technology B.V., Rotterdam/Niederlande | -64 | 198 | 100 |
| Mentor Graphics (Netherlands) B.V., Eindhoven/Niederlande | -1 | 79 | 100 |
| Siemens Gas and Power Holding B.V., Zoeterwoude/Niederlande | k. A. | k. A. | 2 |
| Siemens Healthineers Holding III B.V., Den Haag/Niederlande | 235 | 4.353 | 100 |
| Siemens Healthineers Nederland B.V., Den Haag/Niederlande | -1 | 915 | 100 |
| Siemens Industry Software Holding II B.V., Den Haag/Niederlande | 225 | 404 | 100 |
| Siemens International Holding B.V., Den Haag/Niederlande | 1.998 | 11.235 | 100 |
| Siemens International Holding III B.V., Den Haag/Niederlande | 17 | 1.709 | 100 |
| Siemens Mobility Holding B.V., 's-Gravenhage/Niederlande | 87 | 872 | 100 |
| Siemens Nederland N.V., Den Haag/Niederlande | 28 | 164 | 100 |
| TASS International Holding B.V., Helmond/Niederlande | 0 | 50 | 100 |
| Ural Locomotives Holding Besloten Vennootschap, 's-Gravenhage/Niederlande | 0 | 0 | 50 |
| ZeeEnergie C.V., Amsterdam/Niederlande | 44 | 131 | 20 |
| ETM professional control GmbH, Eisenstadt/Österreich | 13 | 19 | 100 |
| KDAG Beteiligungen GmbH, Wien/Österreich | 0 | 6 | 100 |
| Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Wien/Österreich | 82 | 1.555 | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Wien/Österreich | 7 | 110 | 100 |
| Siemens Konzernbeteiligungen GmbH, Wien/Österreich | 135 | 2.359 | 100 |
| Siemens Metals Technologies Vermögensverwaltungs GmbH, Wien/Österreich | 0 | 46 | 100 |
| SIEMENS HEALTHCARE, UNIPESSOAL, LDA, Amadora/Portugal | 3 | 91 | 100 |
| Siemens S.A., Amadora/Portugal | 3 | 99 | 100 |
| LIMITED LIABILITY COMPANY SIEMENS ELEKTROPRIVOD, St. Petersburg/Russische Föderation | 7 | 32 | 100 |
| OOO Legion II, Moskau/Russische Föderation | 4 | 64 | 100 |
| Siemens Finance and Leasing LLC, Wladiwostok/Russische Föderation | 43 | 78 | 100 |
| Siemens Mobility LLC, Moskau/Russische Föderation | 14 | 23 | 100 |
| Siemens Financial Services AB, Solna/Schweden | 12 | 183 | 100 |
| Siemens Healthcare AG, Zürich/Schweiz | 12 | 146 | 100 |
| Siemens Industry Software GmbH, Zürich/Schweiz | 8 | 121 | 100 |
| Siemens Mobility AG, Wallisellen/Schweiz | 30 | 84 | 100 |
| Siemens Schweiz AG, Zürich/Schweiz | 220 | 1.105 | 100 |
| Siemens Mobility d.o.o. Cerovac, Kragujevac/Serbien | -7 | 43 | 100 |
| Fábrica Electrotécnica Josa, S.A.U., Tres Cantos/Spanien | 2 | 43 | 100 |
| SIEMENS HEALTHCARE, S.L.U., Getafe/Spanien | 5 | 265 | 100 |
| Siemens Holding S.L., Madrid/Spanien | 33 | 242 | 100 |
| SIEMENS MOBILITY, S.L.U., Tres Cantos/Spanien | 5 | 69 | 100 |
| Siemens Rail Automation S.A.U., Tres Cantos/Spanien | 22 | 611 | 100 |
| Siemens S.A., Madrid/Spanien | 11 | 173 | 100 |
| Siemens Proprietary Limited, Midrand/Südafrika | -17 | 50 | 70 |
| OEZ s.r.o., Letohrad/Tschechien | 10 | 44 | 100 |
| Siemens Healthcare Saglik Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei | 2 | 45 | 100 |
| Siemens Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei | 10 | 69 | 100 |
| Electrium Sales Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | -18 | 77 | 100 |
| Galloper Wind Farm Holding Company Limited, Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich | 51 | 74 | 25 |
| GyM Renewables Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | 90 | 64 | 100 |
| Materials Solutions Holdings Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | 0 | 0 | 100 |
| Process Systems Enterprise Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | -11 | 114 | 100 |
| Project Ventures Rail Investments I Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | 12 | 3 | 100 |
| SBS Pension Funding (Scotland) Limited Partnership, Edinburgh/Vereinigtes Königreich | 14 | 544 | 57 |
| Siemens Financial Services Holdings Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich | 31 | 192 | 100 |
| Siemens Financial Services Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich | 23 | 306 | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | 7 | 171 | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Products Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | 4 | 161 | 100 |
| Siemens Healthcare Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | 27 | -52 | 100 |
| Siemens Holdings plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | 270 | 1.306 | 100 |
| Siemens Industry Software Computational Dynamics Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | -8 | 377 | 100 |
| Siemens Industry Software Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | 11 | 113 | 100 |
| Siemens Mobility Limited, London/Vereinigtes Königreich | 113 | 724 | 100 |
| Siemens Pension Funding Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | -2 | 483 | 100 |
| Siemens plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | -68 | 1.606 | 100 |
| VA TECH (UK) Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | 0 | 0 | 100 |
Amerika (44 Gesellschaften)
| Company Name | Values | Values | Ownership (%) |
|---|---|---|---|
| Siemens Industrial S.A., Buenos Aires/Argentinien | -3 | 15 | 100 |
| GNA 1 Geração de Energia S.A., São João da Barra/Brasilien | -8 | 399 | 33 |
| Siemens Healthcare Diagnósticos Ltda., São Paulo/Brasilien | 0 | 115 | 100 |
| Siemens Infraestrutura e Indústria Ltda., São Paulo/Brasilien | 8 | 61 | 100 |
| Siemens Participações Ltda., São Paulo/Brasilien | 6 | 85 | 100 |
| Siemens S.A., Santiago de Chile/Chile | 5 | 57 | 100 |
| EPOCAL INC., Toronto/Kanada | 20 | 106 | 100 |
| Siemens Canada Limited, Oakville/Kanada | 22 | 296 | 100 |
| Siemens Financial Ltd., Oakville/Kanada | 17 | 423 | 100 |
| Siemens Healthcare Limited, Oakville/Kanada | 4 | 81 | 100 |
| Siemens S.A., Tenjo/Kolumbien | -17 | 72 | 100 |
| Grupo Siemens S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko | 53 | 76 | 100 |
| Siemens, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko | -26 | 138 | 100 |
| Bentley Systems, Incorporated, Wilmington, DE/USA | 92 | 298 | 13 |
| CEF-L Holding, LLC, Wilmington, DE/USA | 24 | 291 | 27 |
| ChargePoint, Inc., Campbell, CA/USA | -122 | 53 | 4 |
| Corindus, Inc., Wilmington, DE/USA | -48 | 571 | 100 |
| ECG Acquisition, Inc., Wilmington, DE/USA | 5 | 176 | 100 |
| ECG TopCo Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA | -29 | 145 | 75 |
| eMeter Corporation, Wilmington, DE/USA | -12 | 59 | 100 |
| Enlighted, Inc., Wilmington, DE/USA | -20 | 19 | 100 |
| Fluence Energy, LLC, Wilmington, DE/USA | -39 | 22 | 50 |
| Hickory Run Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA | -1 | 289 | 20 |
| Mannesmann Corporation, New York, NY/USA | 0 | 42 | 100 |
| Mentor Graphics Corporation, Salem, OR/USA | -55 | 1.338 | 100 |
| Mentor Graphics Global Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA | 59 | 2.121 | 100 |
| Next47 Fund 2018, L.P., Palo Alto, CA/USA | 0 | 71 | 100 |
| Next47 Fund 2019, L.P., Palo Alto, CA/USA | 0 | 93 | 100 |
| Next47 Fund 2020, L.P., Palo Alto, CA/USA | 1 | 125 | 100 |
| Panda Hummel Station Intermediate Holdings I LLC, Wilmington, DE/USA | -4 | 0 | 32 |
| Panda Stonewall Intermediate Holdings I, LLC, Wilmington, DE/USA | -3 | 0 | 37 |
| PETNET Solutions, Inc., Knoxville, TN/USA | 18 | 179 | 100 |
| Siemens Capital Company LLC, Wilmington, DE/USA | 493 | 1.529 | 100 |
| Siemens Corporation, Wilmington, DE/USA | 120 | 5.253 | 100 |
| Siemens Financial Services, Inc., Wilmington, DE/USA | 2 | 1.460 | 100 |
| Siemens Government Technologies, Inc., Wilmington, DE/USA | 7 | 375 | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Inc., Los Angeles, CA/USA | -83 | 6.568 | 100 |
| Siemens Industry Software Inc., Wilmington, DE/USA | 177 | 3.641 | 100 |
| Siemens Industry, Inc., Wilmington, DE/USA | 336 | 6.286 | 100 |
| Siemens Medical Solutions USA, Inc., Wilmington, DE/USA | 130 | 8.772 | 100 |
| Siemens Mobility, Inc, Wilmington, DE/USA | 60 | 928 | 100 |
| Siemens Public, Inc., Iselin, NJ/USA | 32 | 1.432 | 100 |
| Siemens USA Holdings, Inc., Wilmington, DE/USA | 559 | 10.371 | 100 |
| SMI Holding LLC, Wilmington, DE/USA | -1 | 13 | 100 |
Asien, Australien (43 Gesellschaften)
| Company Name | Values | Values | Ownership (%) |
|---|---|---|---|
| Siemens Ltd., Bayswater/Australien | -2 | 210 | 100 |
| Siemens Mobility Pty Ltd, Bayswater/Australien | 1 | 128 | 100 |
| Beijing Siemens Cerberus Electronics Ltd., Peking/China | 19 | 26 | 100 |
| Flender Ltd., China, Tianjin/China | 86 | 222 | 100 |
| Mentor Graphics (Shanghai) Electronic Technology Co., Ltd., Shanghai/China | 2 | 56 | 100 |
| Shanghai Electric Power Generation Equipment Co., Ltd., Shanghai/China | 5 | 512 | 40 |
| Siemens Circuit Protection Systems Ltd., Shanghai, Shanghai/China | 17 | 25 | 75 |
| Siemens Electrical Apparatus Ltd., Suzhou, Suzhou/China | 56 | 103 | 100 |
| Siemens Electrical Drives (Shanghai) Ltd., Shanghai/China | 24 | 31 | 100 |
| Siemens Electrical Drives Ltd., Tianjin/China | 74 | 105 | 85 |
| Siemens Factory Automation Engineering Ltd., Peking/China | 31 | 33 | 100 |
| Siemens Finance and Leasing Ltd., Peking/China | 13 | 102 | 100 |
| Siemens Financial Services Ltd., Peking/China | 23 | 382 | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd., Shanghai, Shanghai/China | -8 | 34 | 100 |
| Siemens Healthineers Ltd., Shanghai/China | 113 | 201 | 100 |
| Siemens Industrial Automation Products Ltd., Chengdu, Chengdu/China | 97 | 135 | 100 |
| Siemens Industry Software (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China | 36 | 80 | 100 |
| Siemens International Trading Ltd., Shanghai, | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Siemens Ltd., Shanghai/China | Shanghai/China | 2 | 80 |
| Siemens Ltd., China, Peking/China | Peking/China | 630 | 2.491 |
| Siemens Medium Voltage Switching Technologies (Wuxi) Ltd. | Wuxi/China | 46 | 53 |
| Siemens Mobility Equipment (China) Co., Ltd | Shanghai Pilot Free Trade Zone/China | 11 | 84 |
| Siemens Mobility Technologies (Beijing) Co., Ltd | Peking/China | 22 | 95 |
| Siemens Numerical Control Ltd., Nanjing | Nanjing/China | 32 | 54 |
| Siemens Shanghai Medical Equipment Ltd. | Shanghai/China | 84 | 115 |
| Siemens Shenzhen Magnetic Resonance Ltd. | Shenzhen/China | 60 | 115 |
| Siemens Standard Motors Ltd. | Yizheng/China | 54 | 75 |
| Siemens Switchgear Ltd., Shanghai | Shanghai/China | 25 | 44 |
| Siemens Wiring Accessories Shandong Ltd. | Zibo/China | 10 | 17 |
| Siemens Limited, Hongkong | Hongkong/Hongkong | 12 | 44 |
| Mentor Graphics (India) Private Limited | Neu-Delhi/Indien | 6 | 77 |
| Siemens Financial Services Private Limited | Mumbai/Indien | -8 | 61 |
| Siemens Healthcare Private Limited | Mumbai/Indien | 27 | 140 |
| Siemens Limited, Mumbai | Mumbai/Indien | 64 | 1.423 |
| P.T. Jawa Power | Jakarta/Indonesien | 201 | 1.033 |
| Siemens Healthcare Diagnostics K.K. | Tokio/Japan | 2 | 210 |
| Siemens Healthcare K.K. | Tokio/Japan | 42 | 278 |
| Siemens K.K. | Tokio/Japan | 4 | 217 |
| Siemens Healthineers Ltd. | Seoul/Korea | 13 | 89 |
| Siemens Ltd. Seoul | Seoul/Korea | 12 | 128 |
| Dresser-Rand Asia Pacific Sdn. Bhd. | Kuala Lumpur/Malaysia | 0 | 8 |
| Siemens Malaysia Sdn. Bhd. | Petaling Jaya/Malaysia | 8 | 108 |
| Siemens Pte. Ltd. | Singapur/Singapur | 5 | 187 |
| Siemens Ltd. | Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam | 0 | 50 |
1 Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen nach evtl. Gewinnabführung, bei Tochterunternehmen gemäß IFRS-Abschluss.
2 Die Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft.
3 Ein konsolidiertes Tochterunternehmen der Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft.
4 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.01.2018 - 31.12.2018
5 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.10.2018 - 30.09.2019
6 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.01.2019 - 31.12.2019
7 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.02.2019 - 31.01.2020
8 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.10.2019 - 31.03.2020
k. A. = Es liegen keine Angaben vor.
B. Weitere Informationen
B.1 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
München, den 27. November 2020
Siemens Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Joe Kaeser
Dr. Roland Busch
Klaus Helmrich
Cedrik Neike
Matthias Rebellius
Prof. Dr. Ralf P. Thomas
Judith Wiese
B.2 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München - bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020, der Bilanz zum 30. September 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, geprüft. Das Kapitel A.9.3 »ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG« des zusammengefassten Lageberichts, einschließlich Kapitel C.4.2 des Geschäftsberichts 2020, auf das in Kapitel A.9.3 verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
― entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 und
― vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden »EU-APrVO«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden in Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
AUSGLIEDERUNG UND ABSPALTUNG DES SIEMENS ENERGY GESCHÄFTS
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Abspaltung und Börsennotierung des unter der Siemens Energy AG im Vorfeld der Abspaltung rechtlich verselbstständigten Siemens Gas and Power Geschäfts einschließlich der bisher vom Siemens-Konzern gehaltenen Anteile in Höhe von rund 67 % an der börsennotierten Siemens Gamesa Renewable Energy S.A., Spanien, zusammen mit ihren Tochterunternehmen »SGRE« (im folgenden »Siemens Energy Geschäft«), wurde Ende September 2020 vollzogen. Als Gegenleistung im Rahmen der Abspaltung wurde den Aktionären der Siemens AG 55 % des nach Abspaltungskapitalerhöhung und Sachkapitalerhöhungen bestehenden Grundkapitals der Siemens Energy AG gewährt. Die restlichen 45 % des Grundkapitals der Siemens Energy AG wurden bei Wirksamwerden der Abspaltung zunächst von der Siemens AG und einer 100 %igen Tochtergesellschaft gehalten, wobei im Zusammenhang mit der Abspaltung ein Anteil von 9,9 % des Grundkapitals der Siemens Energy AG von der Siemens AG auf den Siemens Pension-Trust e.V., Deutschland, als Dotierung übertragen wurde. Auch nach der Dotierung bleibt die Siemens AG der wirtschaftliche Eigentümer dieser Anteile. In Vorbereitung der Abspaltung hat die Siemens AG im Januar 2020 den Tätigkeitsbereich »Gas and Power« auf die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG, Deutschland (ehemals Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG), im Wege der Einzelrechtsnachfolge übertragen sowie weitere Übertragungs- und Einbringungsvorgänge zur Bündelung des Siemens Energy Geschäfts bei der Siemens Energy AG vorgenommen. Die Bilanzierung der Ausgliederung und Abspaltung des Siemens Energy Geschäfts stellte aufgrund der Komplexität der Transaktionen und des damit verbundenen bedeutsamen Risikos wesentlich falscher Darstellungen, der Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume bei den vorgenommenen Bewertungen sowie der insgesamt wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft einen der bedeutsamsten Sachverhalte im Rahmen unser Prüfung dar.
Prüferisches Vorgehen:
Im Rahmen unserer Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Bilanzierung der Übertragung des Tätigkeitsbereichs »Gas and Power« von der Siemens AG auf eine Tochtergesellschaft mit Wirkung zum 1. Januar 2020 gewürdigt (Ausgliederung). Insbesondere haben wir dabei ein Verständnis über das methodische Vorgehen hinsichtlich der Abgrenzung der dem Tätigkeitsbereich »Gas and Power« zugeordneten sowie der nicht zu übertragenden Vermögensgegenstände und Schulden erlangt und diese zu vertraglichen Grundlagen abgestimmt.# Bericht des unabhängigen Wirtschaftsprüfers
An die Aktionäre der Siemens AG
Bericht zur Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses
Wir haben den Jahresabschluss der Siemens AG, bestehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung, der Gesamtergebnisrechnung und dem Anhang, der für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 aufgestellt wurde, sowie den Lagebericht für dasselbe Geschäftsjahr geprüft.
Nach unserer Beurteilung ist der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und ergänzenden Bestimmungen der Satzung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln.
In Übereinstimmung mit Artikel 4 des Gesetzes über die Aufgaben und die Verwal-tung der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (Finanzmarktstabilisierungsgesetz – FMStG) haben wir die Übereinstimmung des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seinen Darstellungen und den initWith der Gesellschaft im Rahmen der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen und beur-teilt, ob die Darstellung andererInformationen mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen und dem Verständnis über die Gesellschaft und ihre Umwelt übereinstimmt.
Wesentliche Prüfungssachverhalte
Wesentliche Prüfungssachverhalte sind die Sachverhalte, die nach unserer be-ruflichen Beurteilung am wichtigsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des laufenden Geschäftsjahres waren. Wir bestimmen die wesentlichen Prüfungssachverhalte nicht, um eine Meinung zu einzelnen Sachverhalten und deren Auswirkungen auf die Prüfung des Jahresabschlusses abzugeben, sondern um die Prüfung für das laufende Geschäftsjahr zu gestalten und die Grundlage für unsere Berichterstattung über die wesentlichen Prüfungssachverhalte zu schaffen.
Ausgliederung und Abspaltung des Siemens Energy Geschäfts
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Ausgliederung und Abspaltung des Siemens Energy Geschäfts (nachfolgend „Siemens Energy“) war aufgrund des Umfangs der Transaktion und der damit verbundenen Komplexität und des Umfangs der notwendigen Bilanzierungs- und Bewertungsvorgänge ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Prüferisches Vorgehen:
Weiterhin haben wir die periodengerechte Abgrenzung der Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zusammenhang mit der Übertragung des Tätigkeitsbereichs »Gas and Power« nachvollzogen, insbesondere in Hinblick auf die Bilanzierung von Verträgen im Anlagengeschäft. Dabei haben wir insbesondere bei Drohverlustprojekten im Bereich des Siemens Energy Geschäfts, eine Beurteilung der Umsatz- und Kostenabgrenzungen vorgenommen. Ferner haben wir die weiteren seitens der Siemens AG durchgeführten Übertragungs- und Einbringungsvorgänge zur Bündelung des Siemens Energy Geschäfts im Rahmen unserer Prüfung nachvollzogen. Dabei haben wir unter Einbezug interner Spezialisten, die über besondere Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Unternehmensbewertung verfügen, das methodische Vorgehen, die angewandten Bewertungsmodelle zur Bemessung beizulegender Zeitwerte sowie Annahmen und ermessensbehafteten Schätzungen einschließlich der erfassten Ergebniseffekte beurteilt und die vertraglichen Grundlagen gewürdigt. In diesem Zusammenhang haben wir uns unter anderem mit dem Prozess zur Erstellung der Mehrjahresplanungen auseinandergesetzt. Weiterhin haben wir die angesetzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit der von den gesetzlichen Vertretern erstellten Fünf-Jahres-Planung sowie durch Abstimmung der internen Wachstums- und Ergebnisprognosen mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen und zu wesentlichen Wettbewerbern gewürdigt. Ferner haben wir uns mit den zugrunde gelegten Annahmen und Bewertungsparametern wie beispielsweise den geschätzten Wachstumsraten sowie den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätzen befasst und diese u. a. mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen sowie ergänzende eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Die sich als Ergebnis der durchgeführten Übertragungs- und Einbringungsvorgänge ergebenden Anschaffungskosten der Siemens AG an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG vor der Abspaltung haben wir im Rahmen unserer Prüfung nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir uns mit der Bilanzierung des Abspaltungsvorgangs von 55 % der Anteile an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG auf die Siemens Energy AG einschließlich der seitens der Siemens AG durchgeführten Sacheinlagen und deren Abbildung im Jahresabschluss der Siemens AG befasst. In diesem Zusammenhang haben wir auch ein Verständnis der vertraglichen Vereinbarungen erlangt und die rechtliche Durchführung der Abspaltung dahingehend gewürdigt, ob die umwandlungs- und aktienrechtlichen Voraussetzungen der Abspaltung erfüllt werden. Letztlich haben wir uns mit der Bilanzierung der verbliebenen unmittelbar und mittelbar gehaltenen 45 %-Beteiligung an der Siemens Energy AG sowie der nachgelagerten Dotierung von 9,9 % in den Siemens Pension-Trust e.V. (jeweils zum 25. September 2020) und der Folgebewertung im Jahresabschluss der Siemens AG zum 30. September 2020 befasst. Unsere Prüfungshandlungen bezogen sich insbesondere auf die Würdigung der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligung an der Siemens Energy AG auf Basis des Gutachtens eines unabhängigen Sachverständigen. Dabei haben wir eine Beurteilung des methodischen Vorgehens des von den gesetzlichen Vertretern hinzugezogenen externen Gutachters, der angewandten Bewertungsmodelle sowie der Annahmen und ermessensbehafteten Schätzungen bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts unter Einbezug der Fachkenntnisse interner Spezialisten vorgenommen. Diese umfasste auch die Beurteilung der Eignung des von den gesetzlichen Vertretern beauftragten Gutachtens des unabhängigen Sachverständigen als Grundlage für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowie als Prüfungsnachweis. Hinsichtlich des von den gesetzlichen Vertretern ermittelten niedrigeren beizulegenden Wertes der Beteiligung der Siemens AG an der Siemens Energy AG zum 30. September 2020 haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter nachvollzogen, ob eine Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist, und den Ergebniseffekt der Minderung der Anschaffungskosten nachvollzogen. Ferner haben wir die Angaben zur Ausgliederung und Abspaltung des Siemens Energy Geschäfts im Anhang gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Ausgliederung und Abspaltung des Siemens Energy Geschäfts ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Zu den im Rahmen der Ausgliederung und Abspaltung des Siemens Energy Geschäfts angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel A.3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE sowie auf Kapitel A.3.3 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZIFFER 3 BETEILIGUNGSERGEBNIS und Kapitel A.3.4 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ ZIFFER 10 ANLAGEVERMÖGEN des Anhangs zum Jahresabschluss.
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Bilanzierung von sonstigen Rückstellungen, insbesondere für Rechtsstreitigkeiten, regulatorische Verfahren und behördliche Untersuchungen (Rechtsstreitigkeiten) aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen sowie für Dekontaminationsverpflichtungen, war aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. Diese sind im besonderen Maße mit Unsicherheiten behaftet und erfordern Schätzungen, die einen erheblichen Einfluss auf den Ansatz und die Höhe der jeweiligen Rückstellung und somit die Vermögens- und Ertragslage haben können. Rechtsstreitigkeiten sind mit Unsicherheiten verbunden, da diese häufig komplexe rechtliche Fragestellungen umfassen und folglich erhebliche Ermessensspielräume seitens der gesetzlichen Vertreter bestehen, insbesondere hinsichtlich der Einschätzung, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe eine Rückstellung zur Abdeckung des Risikos erforderlich ist. Die Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf die Dekontaminationsverpflichtungen beziehen sich insbesondere auf die zu erwartenden Kosten der Zwischen- und Endlagerung nuklearer Altlasten und den erwarteten Zeitraum der Zahlungsmittelabflüsse.
Prüferisches Vorgehen:
Im Rahmen unserer Prüfung der bilanziellen Abbildung von Rechtsstreitigkeiten haben wir uns mit den von Siemens eingerichteten Prozessen zur Identifizierung, Beurteilung und Bilanzierung von Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren befasst. Um festzustellen, welche potenziell wesentlichen anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder geltend gemachten Ansprüche bekannt sind, und um die Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zu den erwarteten Mittelabflüssen beurteilen zu können, umfassten unsere Prüfungshandlungen Befragungen der gesetzlichen Vertreter und anderer mit diesen Sachverhalten betrauter Personen innerhalb der Gesellschaft, die Einholung schriftlicher Erklärungen hausinterner Rechtsberater zur Bewertung des geschätzten Mittelabflusses und der Eintrittswahrscheinlichkeit, die Einholung von Bestätigungen von externen Rechtsberatern sowie die Beurteilung interner Stellungnahmen zur bilanziellen Abbildung im Jahresabschluss. Darüber hinaus haben wir Aufwandskonten für Rechtsberatung auf Hinweise für noch nicht berücksichtigte Sachverhalte untersucht. Weiterhin haben wir uns mit behaupteten oder aufgedeckten Nichteinhaltungen von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance-Verstöße) durch Einsichtnahme in interne und externe Stellungnahmen zu einzelnen Sachverhalten, Einholung schriftlicher Erklärungen von externen Rechtsberatern sowie Befragungen der Compliance-Organisation auseinandergesetzt. Dabei haben wir unter anderem die Durchführung und die Ergebnisse interner Untersuchungen durch Einsichtnahme in interne Berichte sowie die getroffenen Maßnahmen zur Behebung festgestellter Schwachstellen gewürdigt und beurteilt, ob etwaige Risiken im Jahresabschluss abzubilden sind. Unsere Prüfungshandlungen in Bezug auf die Dekontaminationsverpflichtungen konzentrierten sich aufgrund der oben genannten Unsicherheiten auf die Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen in Zusammenhang mit der Stilllegung des Standorts in Hanau (Werk Hanau) sowie für das nukleare Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem die Beurteilung der erwarteten Kosten für die Errichtung, den Betrieb sowie die Stilllegung des Endlagers, der Eignung des von den gesetzlichen Vertretern beauftragten Gutachtens eines unabhängigen Sachverständigen hinsichtlich der erwarteten Teuerungsrate als Prüfungsnachweis, der angewandten Bewertungsmethoden unter Einbezug der Fachkenntnisse unserer Bewertungsspezialisten sowie der wesentlichen ermessensbehafteten Schätzungen, die sich insbesondere aus der langen Laufzeit ergeben. Durch Befragungen von mit dem Sachverhalt betrauten Personen und Einsichtnahme in interne und externe Dokumente haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter gewürdigt, ob Siemens zum 30. September 2020 unverändert dem deutschen Atomgesetz unterliegt, wonach der radioaktive Abfall bei der Stilllegung einer kerntechnischen Anlage schadlos verwertet und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Ferner haben wir die Angaben zu Dekontaminationsverpflichtungen im Anhang gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von sonstigen Rückstellungen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Zu den im Rahmen der Bilanzierung von sonstigen Rückstellungen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel A.3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE.
Sonstige gesetzliche und sonstige Regelungsanforderungen
Bestellung des Abschlussprüfers
Die Gesellschaft hat uns mit Schreiben vom 12. Dezember 2019 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 bestellt. Die Bestellung erfolgte auf Grundlage eines Beschlusses des Aufsichtsrats vom 10. Dezember 2019.
Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2005 als Abschlussprüfer der Siemens AG tätig.
Haftungsverhältnisse
Die Angaben in den §§ 289a Abs. 2 Nr. 1 und 3 HGB (Deutschland) sind aus den Unterlagen des Aufsichtsrats und den dort vermerkten Beschlüssen bzw. den entsprechenden Erklärungen der Gesellschaft zu entnehmen.
Unterschrift
München, 16. Dezember 2020
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Unterzeichnet)
Dr. Andreas D. [Name des Prüfers]
Wirtschaftsprüfer
(Unterzeichnet)
[Name des Prüfers]
Wirtschaftsprüfer# Zu Rechtsstreitigkeiten, regulatorischen Verfahren und behördlichen Untersuchungen
Verweisen wir auf Kapitel A.3.5 SONSTIGE ANGABEN ZIFFER 25 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN sowie zu den bestehenden Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf Dekontaminationsverpflichtungen auf Kapitel A.3.4 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ ZIFFER 17 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN des Anhangs zum Jahresabschluss.
UNGEWISSE STEUERPOSITIONEN SOWIE WERTHALTIGKEIT AKTIVER LATENTER STEUERN
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie latenten Steuern war im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte, da diese in hohem Maße Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen durch die gesetzlichen Vertreter erfordert. Dies betrifft insbesondere die Bewertung und die Vollständigkeit von ungewissen Steuerpositionen sowie die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern. Zudem waren die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter zu den steuerlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie von besonderer Bedeutung.
Prüferisches Vorgehen:
Unter Einbindung von internen Steuerspezialisten mit entsprechenden Kenntnissen des Steuerrechts haben wir uns mit den von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Prozessen und internen Kontrollen zur Identifizierung, zum Ansatz und zur Bewertung von Steuerpositionen befasst. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen in Bezug auf ungewisse Steuerpositionen haben wir beurteilt, ob die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu steuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2020, aus denen sich ungewisse Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender ungewisser Steuerpositionen haben können, in Einklang mit dem Steuerrecht stehen. Dies beinhaltet insbesondere steuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen sowie Ausgliederungen, insbesondere im Vorfeld der Abspaltung des Siemens Energy Geschäfts, sowie aus Sachverhalten mit grenzüberschreitendem Bezug wie beispielsweise der Bestimmung von Verrechnungspreisen. Zur Beurteilung der Bewertung und Vollständigkeit haben wir auch Bestätigungen von externen Steuerberatern eingeholt. Ferner haben wir die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Erfolgsaussichten von Rechtsbehelfs- oder Finanzgerichtsverfahren durch Befragungen der Mitarbeiter der Siemens-Steuerabteilung und unter Berücksichtigung der aktuellen Steuerrechtsprechung gewürdigt. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern haben wir vor allem die Annahmen der gesetzlichen Vertreter zu Steuerplanungsstrategien sowie zur Prognose des künftig erwarteten steuerpflichtigen Einkommens insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hinterfragt und zu internen Business-Plänen abgeglichen.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Ertragsteuern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel A.3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE sowie Kapitel A.3.3 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZIFFER 6 ERTRAGSTEUERN und zu Angaben zu aktiven latenten Steuern auf Kapitel A.3.4 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ ZIFFER 13 AKTIVE LATENTE STEUERN des Anhangs zum Jahresabschluss.
WERTHALTIGKEIT VON FINANZANLAGEN
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Überprüfung der Werthaltigkeit von Finanzanlagen war ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, da insbesondere im Rahmen der Prüfung von Anteilen an verbundenen Unternehmen aufgrund deren Wesentlichkeit sowie der Ermessensabhängigkeit der Beurteilung, ob objektive Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Wert und länger anhaltende Wertminderung hindeuten, aus unserer Sicht ein erhöhtes Risiko einer fehlerhaften Bilanzierung besteht. Zudem sind die Bewertungen der Finanzanlagen in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, insbesondere auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, sowie dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig.
Prüferisches Vorgehen:
Hinsichtlich der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten niedrigeren beizulegenden Werte sowie deren Einschätzung, ob eine Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist, haben wir uns mit den zugrunde liegenden Prozessen in Zusammenhang mit der Planung künftiger Zahlungsströme sowie der Ermittlung der beizulegenden Werte befasst. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrunde liegenden Bewertungsmodelle zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Ferner haben wir die Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern der Planung, einschließlich etwaiger Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, eingeholt und untersucht, ob die Budgetplanungen allgemeine und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegeln. Durch stichprobenweise Soll-Ist-Abgleiche von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen wurde die Planungstreue beurteilt. Dabei wurden auch Effekte, die auf die COVID-19-Pandemie zurückgeführt werden, berücksichtigt. Die im Rahmen der Schätzung der beizulegenden Werte verwendeten Bewertungsparameter, wie beispielsweise die geschätzten Wachstumsraten sowie die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze, wurden mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen und gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen einschließlich künftiger Marktbedingungen beurteilt. Um bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer der wesentlichen Annahmen ein mögliches Wertminderungsrisiko einschätzen zu können, haben wir auch eigene Sensitivitätsanalysen vorgenommen.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzanlagen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Zu den im Rahmen der Werthaltigkeit von Finanzanlagen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel A.3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE sowie zu Ab- und Zuschreibungen auf Finanzanlagen auf Kapitel A.3.3 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZIFFER 3 BETEILIGUNGSERGEBNIS sowie Kapitel A.3.4 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ ZIFFER 10 ANLAGEVERMÖGEN des Anhangs zum Jahresabschluss.
Sonstige Informationen
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats in Kapitel C.3 des Geschäftsberichts 2020 verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung in Kapitel C.4 ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung. Ferner umfassen die sonstigen Informationen weitere für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung des Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere:
- die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB in Kapitel B.1 des Berichts »Jahresabschluss der Siemens AG zum 30. September 2020«;
- die Hinweise in Kapitel B.3 des Berichts »Jahresabschluss der Siemens AG zum 30. September 2020«;
- die Versicherung der gesetzlichen Vertreter in Kapitel C.1 des Geschäftsberichts 2020;
- den Bericht des Aufsichtsrats in Kapitel C.3 des Geschäftsberichts 2020;
- Corporate Governance in Kapitel C.4 des Geschäftsberichts 2020;
- Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen in Kapitel C.5 des Geschäftsberichts 2020.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.# Bericht des Aufsichtsrats
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus:
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen beziehungsweise das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Februar 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 5. Februar 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 als Abschlussprüfer der Siemens Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen beziehungsweise für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:
Zusätzlich zur Prüfung des Jahresabschlusses der Siemens AG haben wir die gesetzliche Prüfung des Siemens-Konzernabschlusses, Prüfungen von Abschlüssen von Tochterunternehmen der Siemens AG, prüfungsintegrierte prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen, projektbegleitende IT-Prüfungen sowie Prüfungsleistungen im Zusammenhang mit der Umsetzung von neuen Rechnungslegungsvorschriften durchgeführt. Andere Bestätigungsleistungen umfassten im Wesentlichen Prüfungen von Abschlüssen sowie sonstige Bestätigungsleistungen in Zusammenhang mit M&A-Aktivitäten (insbesondere in Hinblick auf die Siemens Energy Abspaltung), Bestätigungsleistungen bezüglich der Nachhaltigkeitsberichterstattung, Comfort Letter und sonstige gesetzlich vorgeschriebene, vertraglich vereinbarte oder freiwillig beauftragte Bestätigungsleistungen. Zulässige Steuerberatungsleistungen wurden im Zusammenhang mit der prüferischen Begleitung der von Siemens durchgeführten Analyse der Ausgestaltung des Steuerlichen Compliance Managementsystems erbracht.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Spannagl.
München, den 27. November 2020
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Spannagl, Wirtschaftsprüfer
Breitsameter, Wirtschaftsprüferin
Bericht des Aufsichtsrats
Berlin und München, 1.# Dezember 2020
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
im Geschäftsjahr 2020 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Siemens AG eine außerordentliche Leistung erbracht. Das Unternehmen zeigte trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beeindruckende operative Stärke. Gleichzeitig schloss Siemens seine strukturelle und personelle Neuaufstellung erfolgreich ab. Siemens Energy wurde im ursprünglichen Zeitplan an die Börse gebracht. Diese Abspaltung markiert die Umsetzung eines wesentlichen Bausteins des Strategiekonzepts Vision 2020+. Zudem hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2020 den Nachfolgeprozess für den Vorstand der Siemens AG erfolgreich beendet und das neue Vorstandsteam um Dr. Roland Busch aufgestellt. Für die erfolgreiche Weiterentwicklung und das Wachstum einer fokussierten Siemens AG sind damit hervorragende Voraussetzungen geschaffen worden.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorsitzenden des Vorstands sowie den übrigen Vorstandsmitgliedern statt. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat stets informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat diese mit dem Vorstand intensiv und detailliert erörtert. Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats - teilweise vorbereitet durch die Ausschüsse - diese nach intensiver Prüfung und Erörterung gebilligt. Über Maßnahmen und Entscheidungen der damaligen Strategischen Unternehmen von grundlegender Bedeutung wurde der Aufsichtsrat durch das jeweils zuständige Mitglied des Vorstands im vorgegebenen rechtlichen Rahmen informiert.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Tätigkeit in diesem Jahr war die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Insbesondere in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs haben wir uns in unseren Sitzungen und zusätzlichen »Info-Sessions« intensiv mit der Verselbstständigung des Siemens-Energy-Geschäfts im Wege der Abspaltung und anschließenden Börsennotierung auseinandergesetzt. Der Aufsichtsrat unterstützt die Verselbstständigung und hat der Abspaltung und Börsennotierung in seiner außerordentlichen Sitzung am 22. Mai 2020 zugestimmt. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs lag der Schwerpunkt unserer Tätigkeit auf der strategischen Weiterentwicklung der Siemens AG nach der Abspaltung und Börsennotierung. Mit dem Vorstand haben wir Markt und Trends, die Ziele und Prioritäten der Geschäfte sowie die Technologie- und die Personalstrategie diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeit im Berichtsjahr war die Nachfolgeplanung für den Vorstand. Wir haben den Nachfolgeprozess erfolgreich abgeschlossen und das Führungsteam der fokussierten Siemens AG zum 1. Oktober 2020 neu aufgestellt, um die nächste Phase in der Siemens-Geschichte einzuleiten.
Die Themen im Aufsichtsratsplenum
Im Berichtsjahr fanden sechs turnusmäßige und fünf außerordentliche Sitzungen statt. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der Siemens AG und des Konzerns sowie die Finanz- und Ertragslage. Außerdem befassten wir uns anlassbezogen mit Akquisitions- und Desinvestitionsprojekten sowie mit Risiken des Unternehmens. Weiterer Gegenstand der Beratungen waren Portfoliomaßnahmen. Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig auch zeitweise ohne den Vorstand. Dabei wurden Tagesordnungspunkte behandelt, die entweder den Vorstand selbst oder interne Aufsichtsratsangelegenheiten betrafen.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Tätigkeit war die Befassung mit der Abspaltung und anschließenden Börsennotierung des Siemens-Energy-Geschäfts. In den Sitzungen am 6. November 2019, am 4. Dezember 2019 und am 4. Februar 2020 informierte uns der Vorstand jeweils über den aktuellen Stand der Ausgliederung des Siemens-Energy-Geschäfts und über die Fortschritte bei der Vorbereitung der Abspaltung und Börsennotierung. Der Prüfungsausschuss besprach in einer außerordentlichen Sitzung am 15. Januar 2020 finanzielle und bilanzielle sowie weitere Schlüsselthemen im Zusammenhang mit der Abspaltung und Börsennotierung. Am 24. April 2020 fand eine »Info-Session« für die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und am 27. April 2020 eine »Info-Session« für die Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre statt. In diesen »Info-Sessions«, in einer außerordentlichen Prüfungsausschusssitzung am 27. April 2020 und in der Sitzung des Aufsichtsrats am 8. Mai 2020 informierten uns der Vorstand sowie das designierte Führungsteam von Siemens Energy, unter Einbeziehung externer Berater und Gutachter, zur Vorbereitung der für den 22. Mai 2020 vorgesehenen Beschlussfassungen des Aufsichtsrats ausführlich über die Einzelheiten der geplanten Abspaltung und Börsennotierung. In der Sitzung am 8. Mai 2020 billigten wir auf Empfehlung des Prüfungsausschusses die Schlussbilanz der Siemens AG zum 31. März 2020, die zugleich als Schlussbilanz gemäß §§ 125 Satz 1, 17 Abs. 2 UmwG dient. In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 22. Mai 2020 stimmten wir - auf der Grundlage der vorhergehenden ausführlichen Berichterstattung des Vorstands und der intensiven Diskussionen im Aufsichtsrat und mit dem Vorstand - der vom Vorstand beschlossenen Abspaltung und Börsennotierung des Siemens-Energy-Geschäfts zu. Auf Empfehlung des Vergütungsausschusses stimmten wir außerdem den im Zuge der Abspaltung erforderlichen Anpassungen der aktienbasierten Vergütungsprogramme der (aktiven und ehemaligen) Vorstandsmitglieder zu. In dieser Sitzung befassten wir uns zudem mit der Tagesordnung für die außerordentliche Hauptversammlung am 9. Juli 2020 und stimmten den Entscheidungen des Vorstands zur Durchführung als virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten gemäß § 1 Abs. 2 des Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie vom 27. März 2020 (Bundesgesetzblatt I Nr. 14 2020, S. 570) zu.
In der Sitzung am 6. November 2019 besprachen wir die finanziellen Eckdaten des Geschäftsjahrs 2019 und billigten das Budget 2020. Wir behandelten die Ausgliederung und die Vorbereitung der Abspaltung und Börsennotierung des Siemens-Energy-Geschäfts. Des Weiteren legte der Aufsichtsrat nach Empfehlung des Vergütungsausschusses auf Basis der ermittelten Zielerreichung die Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019 fest. Eine interne Prüfung hat deren Angemessenheit bestätigt. Vor dem Hintergrund der sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen und der neuen Konzernstruktur aufgrund des Strategiekonzepts Vision 2020+ hatte der Aufsichtsrat bereits in seiner Sitzung am 18. September 2019 eine Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand ab dem Geschäftsjahr 2020 beschlossen. In dieser Sitzung hatte der Aufsichtsrat zudem die Leistungskriterien für die variable Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2020 festgelegt. Auf dieser Grundlage und auf Vorschlag des Vergütungsausschusses fassten wir in der Sitzung am 6. November 2019 einen Beschluss zur Zielsetzung für die Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2020. In dieser Sitzung stimmten wir außerdem einem Beschluss des Vorstands zu Finanzierungsmaßnahmen zu.
Am 4. Dezember 2019 hat sich der Aufsichtsrat mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern zum 30. September 2019, mit dem Geschäftsbericht 2019 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats, des Corporate-Governance-Berichts und des Vergütungsberichts sowie mit der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 5. Februar 2020 befasst. Außerdem behandelten wir die Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2020. Auf Empfehlung des Vergütungsausschusses beschlossen wir das in der Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung beschriebene System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder, einschließlich der vorgesehenen Maximalvergütungen, mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2019. Außerdem fassten wir auf Empfehlung des Vergütungsausschusses einen weiteren Beschluss zur Zielsetzung und zur Maximalvergütung für die Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2020. Der Vorstand informierte uns über den aktuellen Status von Akquisitionen und Desinvestitionen und über die Geschäftslage und die Geschäftsentwicklung von Siemens Healthineers. Weiter beschäftigten wir uns mit dem Jahresbericht des Chief Compliance Officers und dem jährlichen Bericht des Cybersecurity Officers. Weitere Themen der Sitzung waren die Ausgliederung und die Vorbereitung der Abspaltung und Börsennotierung des Siemens-Energy-Geschäfts. Schließlich stimmten wir auf Empfehlung des Präsidiums der einvernehmlichen Beendigung der Bestellung von Lisa Davis zum ordentlichen Mitglied des Vorstands mit Wirkung zum Ablauf des 29. Februar 2020 zu.
In der Aufsichtsratssitzung am 4. Februar 2020 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des ersten Quartals. Wir behandelten die Ausgliederung und die Vorbereitung der Abspaltung und Börsennotierung des Siemens-Energy-Geschäfts.Außerdem stimmten wir dem Beschluss des Vorstands über den Erwerb aller von Iberdrola S.A., Spanien, gehaltenen Anteile an Siemens Gamesa Renewable Energy zu. Auf Basis der Billigung des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder durch die Hauptversammlung vom 5. Februar 2020 bestätigte der Aufsichtsrat mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2019 seine Beschlussfassungen zur Festsetzung der Vorstandsvergütung vom 4. Dezember 2019. In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 19. März 2020, die als Telefonkonferenz stattfand, beschäftigten wir uns mit Personalangelegenheiten des Vorstands. Im Sinne eines geordneten Nachfolgeprozesses beschlossen wir auf Empfehlung des Präsidiums, Dr. Roland Busch mit Wirkung ab dem 1. April 2020 für eine erneute Amtszeit bis zum 31. März 2025 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands zu bestellen und seine laufende Bestellung einvernehmlich mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2020 zu beenden. Zudem ernannten wir Dr. Roland Busch mit Wirkung spätestens zum Ende der nächsten ordentlichen Hauptversammlung am 3. Februar 2021 zum Vorsitzenden des Vorstands. Außerdem stimmten wir auf Empfehlung des Präsidiums der einvernehmlichen Beendigung der Bestellung von Michael Sen zum ordentlichen Mitglied des Vorstands mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2020 zu und wurden über weitere Personalentscheidungen in Bezug auf Siemens Energy informiert. Der Vorstand informierte uns außerdem über die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Am 24. April 2020 berieten die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und am 27. April 2020 die Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre jeweils im Rahmen einer »Info-Session« vertiefend über die geplante Abspaltung und Börsennotierung des Siemens-Energy-Geschäfts. In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 7. Mai 2020 stimmten wir dem Beschluss des Vorstands über die Vorbereitung einer Abspaltung und anschließenden Börsennotierung von Flender, nach erfolgter Integration des Geschäfts mit Windenergiegeneratoren in Flender, zu. In der Sitzung am 8. Mai 2020 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des zweiten Quartals, insbesondere über die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, sowie über die Abspaltung und Börsennotierung des Siemens-Energy-Geschäfts. Der Vorstand informierte uns außerdem über die Geschäftslage, die Entwicklung und die strategische Ausrichtung des damaligen Strategischen Unternehmens Mobility. Schließlich befassten wir uns mit der Corporate Governance des Unternehmens. Wir stimmten dem internen Kontrollverfahren für Geschäfte mit nahestehenden Personen (Related Party Transactions) zu und übertrugen dem Prüfungsausschuss die Zuständigkeit für die Überwachung dieses Verfahrens. In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 22. Mai 2020 stimmten wir der Verselbstständigung des Siemens-Energy-Geschäfts im Wege der Abspaltung und anschließenden Börsennotierung zu und fassten die oben erwähnten weiteren Beschlüsse. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Digitalisierungsstrategie der Siemens AG. In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Juni 2020 beschlossen wir auf Empfehlung des Präsidiums, Judith Wiese mit Wirkung vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2023 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands und - in Nachfolge von Dr. Roland Busch -zum Arbeitsdirektor zu bestellen. Außerdem befassten wir uns mit der Nachfolgeplanung für den Vorstand. In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Juli 2020 informierte uns der Vorstand über den geplanten Erwerb von Varian Medical Systems, Inc., USA, durch die Siemens Healthineers AG. Wir stimmten dem Beschluss des Vorstands über die Finanzierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dieser Transaktion zu. In unserer Sitzung am 5. August 2020 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des dritten Quartals, einschließlich der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Schwerpunkt der Sitzung war die Berichterstattung des Vorstands zum Status der Umsetzung des Strategiekonzepts Vision 2020+. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat erneut mit der Nachfolgeplanung für den Vorstand beschäftigt. Wir haben auf Empfehlung des Präsidiums beschlossen, die am 31. März 2021 auslaufende Bestellung von Vorstandsmitglied Klaus Helmrich - aufgrund seines Eintritts in den Ruhestand zu diesem Datum - im gegenseitigen Einvernehmen nicht zu verlängern. Auf Empfehlung des Präsidiums haben wir zudem beschlossen, Matthias Rebellius mit Wirkung vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2025 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands zu bestellen. Zudem legten wir die Verantwortungsbereiche der Mitglieder des Vorstands mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 neu fest. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. September 2020 berichtete uns der Vorstand über die Lage des Unternehmens. Ein Schwerpunkt der Sitzung war die Strategie der Siemens AG. Der Vorstand berichtete uns über aktuelle Trends und Marktentwicklungen. Wir diskutierten die Ziele und Prioritäten der Geschäfte sowie die Technologie- und Personalstrategie. Wir befassten uns mit der jährlichen Überprüfung der Vorstandsvergütung und legten nach Vorbereitung und Empfehlung durch den Vergütungsausschuss für jedes Vorstandsmitglied die individuelle Ziel-Gesamtvergütung und Maximalvergütung sowie die Leistungskriterien für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2021 fest. Weitere Gegenstände der Sitzung waren Angelegenheiten der Corporate Governance, insbesondere die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex und die Unabhängigkeit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat. Wir beschlossen Änderungen der Geschäftsordnungen für den Vorstand, den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Insbesondere beschlossen wir, den Compliance-Ausschuss mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 wieder in den Prüfungsausschuss zu integrieren und die Aufgaben des Compliance-Ausschusses auf den Prüfungsausschuss zu übertragen. Zudem beschlossen wir eine Neufassung der Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, einschließlich des Kompetenzprofils und des Diversitätskonzepts für den Aufsichtsrat, die in Kapitel C.4.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289F UND § 315D HGB erläutert werden. Schließlich behandelten wir die Effizienzprüfung unserer Tätigkeit.
Corporate Governance Kodex
In der Aufsichtsratssitzung am 23. September 2020 hat der Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen. Informationen zur Corporate Governance finden Sie in Kapitel C.4 CORPORATE GOVERNANCE. Die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht. Die aktuelle Entsprechenserklärung ist auch in Kapitel C.4.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289F UND § 315D HGB wiedergegeben.
Die Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats
Im Berichtsjahr hatte der Aufsichtsrat sieben Ausschüsse. Sie bereiten Beschlüsse und Themen vor, die im Plenum des Aufsichtsrats zu behandeln sind. Im gesetzlich zulässigen Rahmen sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit in der jeweils folgenden Sitzung. Die Aufgaben und die Mitglieder der Ausschüsse sind in Kapitel C.4.1 FÜHRUNGS- UND KONTROLLSTRUKTUR im Einzelnen aufgeführt.
Präsidium
Das Präsidium tagte elf Mal. Außerdem wurden zwei Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Auch zwischen den Sitzungen, die teilweise in Form von Telefonkonferenzen abgehalten wurden, hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit den Präsidiumsmitgliedern Themen von besonderer Bedeutung besprochen. Das Präsidium hat sich insbesondere mit Personalangelegenheiten, der Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands, Geschäften mit nahestehenden Personen (Related Party Transactions), Corporate-Governance-Fragen sowie mit der Übernahme von Mandaten von Vorstandsmitgliedern in anderen Unternehmen und Institutionen beschäftigt. Über Personalangelegenheiten der damaligen Operativen Unternehmen und Strategischen Unternehmen von grundlegender Bedeutung wurde das Präsidium im vorgegebenen rechtlichen Rahmen informiert beziehungsweise hat diesen zugestimmt.
Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss tagte sechs Mal. Mit Blick auf die 2021 und 2023 turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat hat der Nominierungsausschuss sich eingehend mit der Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat befasst und die Vorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner für die Hauptversammlung 2021 vorbereitet. Dabei wurde er von einem externen Berater unterstützt. Bei der Auswahl möglicher Kandidaten und der Erarbeitung einer Beschlussempfehlung an den Aufsichtsrat hat der Nominierungsausschuss insbesondere die vom Aufsichtsrat verabschiedeten Ziele für die Zusammensetzung einschließlich Kompetenzprofil und Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat berücksichtigt.
Compliance-Ausschuss
Der Compliance-Ausschuss trat vier Mal zusammen. Er behandelte hauptsächlich die Quartalsberichte und den Jahresbericht des Chief Compliance Officers. Weitere Themen waren die Weiterentwicklung und Aufstellung der Compliance-Funktion innerhalb des Siemens-Konzerns vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung.
Vermittlungsausschuss
Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.
Vergütungsausschuss
Der Vergütungsausschuss trat vier Mal zusammen. Zudem wurden zwei Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Der Vergütungsausschuss bereitete insbesondere die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Festlegung der Leistungskriterien und der Zielvorgaben für die variable Vergütung, die Festsetzung und Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung und die Billigung des Vergütungsberichts vor. Außerdem bereitete der Vergütungsausschuss die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die im Zuge der Abspaltung erforderlichen Anpassungen der aktienbasierten Vergütungsprogramme der (aktiven und ehemaligen) Vorstandsmitglieder vor.# Der Innovations- und Finanzausschuss
Der Innovations- und Finanzausschuss tagte zwei Mal. Im Mittelpunkt standen die Empfehlung des Ausschusses zum Budget 2020 sowie die Erörterung der Pensionswirtschaft. Über Maßnahmen und Entscheidungen der damaligen Strategischen Unternehmen von grundlegender Bedeutung wurde der Innovations- und Finanzausschuss im vorgegebenen rechtlichen Rahmen durch das jeweils zuständige Mitglied des Vorstands informiert.
Der Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss hielt sechs turnusmäßige und zwei außerordentliche Sitzungen ab. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern. Der Prüfungsausschuss erörterte den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen mit dem Vorstand und Abschlussprüfer. Zudem besprach der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers den Bericht zur prüferischen Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses sowie des Konzernzwischenlageberichts. Er bereitete die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Billigung der Zwischenbilanz der Siemens AG zum 31. März 2020 vor, die im Zusammenhang mit der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts zugleich als Schlussbilanz gemäß §§ 125 Satz 1, 17 Abs. 2 UmwG dient. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020, bestimmte die Prüfungsschwerpunkte und legte dessen Honorar fest. Der Ausschuss überwachte die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen und befasste sich mit der Überprüfung der Qualität der Abschlussprüfung. Vor dem Hintergrund des Wirecard-Falls hat der Prüfungsausschuss dabei im Berichtsjahr insbesondere die Rolle der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, als Abschlussprüfer der Wirecard AG erörtert. Der Siemens Prüfungsausschuss hat den Abschlussprüfer dazu befragt und Auswirkungen auf die Siemens AG evaluiert. Es wurden keine Hinderungsgründe bekannt, die einer Wahl der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 entgegenstehen. Der Prüfungsausschuss hat außerdem die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, das Risikomanagementsystem des Unternehmens, die Wirksamkeit, Ausstattung und Feststellungen der internen Revision sowie die Berichte über drohende und anhängige Rechtsstreitigkeiten behandelt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses nahmen als Gäste an der Durchsprache des Budgets 2020 im Innovations- und Finanzausschuss teil. In zwei außerordentlichen Sitzungen setzte sich der Prüfungsausschuss vertiefend mit der Abspaltung und Börsennotierung des Siemens-Energy-Geschäfts auseinander und behandelte insbesondere finanzielle und bilanzielle Themen in diesem Zusammenhang.
Weiterbildung und Onboarding
Die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, wie beispielsweise zu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und zu neuen, zukunftsweisenden Technologien, nehmen die Mitglieder des Aufsichtsrats eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft unterstützt. Zur gezielten Weiterbildung werden bei Bedarf interne Informationsveranstaltungen angeboten. Neue Mitglieder des Aufsichtsrats können die Mitglieder des Vorstands und fachverantwortliche Führungskräfte zum Austausch über grundsätzliche und aktuelle Themen treffen und sich so einen Überblick über die relevanten Themen des Unternehmens verschaffen (»Onboarding«).
Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme
Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei 97,4 Prozent. Aufgrund der besonderen Umstände der COVID-19-Pandemie fanden die Sitzungen ab März 2020 als virtuelle Sitzung oder als Präsenzsitzung mit der Möglichkeit der Teilnahme in virtueller Form statt. Die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse wird im Folgenden in individualisierter Form offengelegt:
Aufsichtsratsplenum
| Name | Rolle/Funktion | Sitzungsanzahl/Teilnahme | Anzahl in % |
|---|---|---|---|
| Jim Hagemann Snabe | Vorsitzender | 11/11 | 100 |
| Birgit Steinborn | 1. stellv. Vorsitzende | 11/11 | 100 |
| Werner Wenning | 2. stellv. Vorsitzender | 11/11 | 100 |
| Dr. rer. pol. Werner Brandt | 11/11 | 100 | |
| Michael Diekmann | 11/11 | 100 | |
| Dr. phil. Andrea Fehrmann | 11/11 | 100 | |
| Bettina Haller | 11/11 | 100 | |
| Robert Kensbock (bis 25.09.2020) | 11/11 | 100 | |
| Harald Kern | 11/11 | 100 | |
| Jürgen Kerner | 11/11 | 100 | |
| Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller | 9/11 | 82 | |
| Benoît Potier | 10/11 | 91 | |
| Hagen Reimer | 11/11 | 100 | |
| Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer | 10/11 | 91 | |
| Baroness Nemat Shafik (DBE, DPhil) | 11/11 | 100 | |
| Dr. phil. Nathalie von Siemens | 11/11 | 100 | |
| Michael Sigmund | 11/11 | 100 | |
| Dorothea Simon | 11/11 | 100 | |
| Matthias Zachert | 11/11 | 100 | |
| Gunnar Zukunft | 11/11 | 100 |
Präsidium
| Name | Rolle/Funktion | Sitzungsanzahl/Teilnahme | Anzahl in % |
|---|---|---|---|
| Jim Hagemann Snabe | Vorsitzender | 11/11 | 100 |
| Birgit Steinborn | 1. stellv. Vorsitzende | 11/11 | 100 |
| Werner Wenning | 2. stellv. Vorsitzender | 11/11 | 100 |
| Michael Diekmann | 3/4 | 75 | |
| Jürgen Kerner | 11/11 | 100 | |
| Gunnar Zukunft | 98 | 100 |
Vergütungsausschuss
| Name | Rolle/Funktion | Sitzungsanzahl/Teilnahme | Anzahl in % |
|---|---|---|---|
| Jim Hagemann Snabe | Vorsitzender | 4/4 | 100 |
| Birgit Steinborn | 1. stellv. Vorsitzende | 4/4 | 100 |
| Werner Wenning | 2. stellv. Vorsitzender | 4/4 | 100 |
| Jürgen Kerner | 4/4 | 100 | |
| Gunnar Zukunft | 96 | 100 |
Prüfungsausschuss
| Name | Rolle/Funktion | Sitzungsanzahl/Teilnahme | Anzahl in % |
|---|---|---|---|
| Jim Hagemann Snabe | Vorsitzender | 8/8 | 100 |
| Birgit Steinborn | 1. stellv. Vorsitzende | 8/8 | 100 |
| Dr. rer. pol. Werner Brandt | 8/8 | 100 | |
| Bettina Haller | 8/8 | 100 | |
| Robert Kensbock (bis 25.09.2020) | 8/8 | 100 | |
| Jürgen Kerner | 8/8 | 100 | |
| Matthias Zachert | 8/8 | 100 | |
| Gunnar Zukunft | 95 | 97 |
Compliance-Ausschuss
| Name | Rolle/Funktion | Sitzungsanzahl/Teilnahme | Anzahl in % |
|---|---|---|---|
| Jim Hagemann Snabe | Vorsitzender | 4/4 | 100 |
| Birgit Steinborn | 1. stellv. Vorsitzende | 4/4 | 100 |
| Dr. rer. pol. Werner Brandt | 4/4 | 100 | |
| Bettina Haller | 4/4 | 100 | |
| Jürgen Kerner | 4/4 | 100 | |
| Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller | 3/4 | 75 | |
| Matthias Zachert | 4/4 | 100 | |
| Gunnar Zukunft | 100 | 100 |
Innovations- und Finanzausschuss
| Name | Rolle/Funktion | Sitzungsanzahl/Teilnahme | Anzahl in % |
|---|---|---|---|
| Jim Hagemann Snabe | Vorsitzender | 2/2 | 100 |
| Birgit Steinborn | 1. stellv. Vorsitzende | 2/2 | 100 |
| Werner Wenning | 2. stellv. Vorsitzender | 2/2 | 100 |
| Robert Kensbock (bis 25.09.2020) | 2/2 | 100 | |
| Harald Kern | 2/2 | 100 | |
| Jürgen Kerner | 2/2 | 100 | |
| Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer | 2/2 | 100 | |
| Dr. phil. Nathalie von Siemens | 2/2 | 100 | |
| Gunnar Zukunft | 100 | 100 |
Nominierungsausschuss
| Name | Rolle/Funktion | Sitzungsanzahl/Teilnahme | Anzahl in % |
|---|---|---|---|
| Jim Hagemann Snabe | Vorsitzender | 6/6 | 100 |
| Werner Wenning | 2. stellv. Vorsitzender | 6/6 | 100 |
| Jürgen Kerner | 6/6 | 100 | |
| Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller | 6/6 | 100 | |
| Benoît Potier | 4/6 | 67 | |
| Gunnar Zukunft | 92 | 92 |
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Der Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2020 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, ist seit dem Geschäftsjahr 2009 Abschlussprüfer für die Siemens AG und den Siemens-Konzern. Als Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Katharina Breitsameter seit dem Geschäftsjahr 2016 und als für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Thomas Spannagl seit dem Geschäftsjahr 2014.
Der Jahresabschluss der Siemens AG und der zusammengefasste Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA).
Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind vom Vorstand vorab an uns verteilt worden. Der Dividendenvorschlag wurde in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 10. November 2020 ausführlich behandelt, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 30. November 2020. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss insbesondere mit den im jeweiligen Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss umfasste auch die in den zusammengefassten Lagebericht integrierten nichtfinanziellen Angaben für die Siemens AG und den Konzern.
Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 1. Dezember 2020 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Siemens AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert.
Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgestellt. Wir haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt.# Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 3,50 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den hieraus auf für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht dividendenberechtigte Aktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag haben wir zugestimmt.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Aus dem Vorstand schieden mit Wirkung zum 31. Januar 2020 Janina Kugel, mit Wirkung zum 29. Februar 2020 Lisa Davis und mit Wirkung zum 31. März 2020 Michael Sen aus. Mit Wirkung vom 1. Oktober 2020 bestellte der Aufsichtsrat Judith Wiese und Matthias Rebellius zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands. Mit Wirksamwerden der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts am 25. September 2020 ist Robert Kensbock aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als sein Nachfolger wurde Tobias Bäumler durch Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg vom 16. Oktober 2020 für die restliche Amtszeit von Robert Kensbock zum Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer bestellt.
Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Siemens AG und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Für den Aufsichtsrat
Jim Hagemann Snabe, Vorsitzender
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG zum 1. Oktober 2020 verabschiedet:
Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG
Die Siemens AG hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 1. Oktober 2019 sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der >Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex< in der Fassung vom 7. Februar 2017 (>Kodex 2017<) entsprochen, mit folgender Ausnahme:
- Der Empfehlung in Ziff. 5.4.5 Abs. 1 Satz 2 des Kodex 2017 wurde nicht entsprochen. Nach dieser Empfehlung sollen Vorstandsmitglieder börsennotierter Gesellschaften insgesamt nicht mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von konzernexternen Gesellschaften wahrnehmen, die vergleichbare Anforderungen stellen.
Die Siemens AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der >Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex< in der Fassung vom 16. Dezember 2019 (>Kodex 2019<) und wird ihnen auch zukünftig entsprechen, mit folgenden Ausnahmen:
- Der Empfehlung in B.3 wird nicht entsprochen. Danach soll die Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern für längstens drei Jahre erfolgen.
- Den Empfehlungen in C.4 und C.5 wird nicht entsprochen. Nach der Empfehlung C.4 soll ein Aufsichtsratsmitglied, das keinem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft angehört, insgesamt nicht mehr als fünf Aufsichtsratsmandate bei konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder vergleichbare Funktionen wahrnehmen, wobei ein Aufsichtsratsvorsitz doppelt zählt. Nach der Empfehlung C.5 sollen Vorstandsmitglieder börsennotierter Gesellschaften insgesamt nicht mehr als zwei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder vergleichbare Funktionen und keinen Aufsichtsratsvorsitz in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft wahrnehmen.
Statt die empfohlene längste Bestelldauer bei der Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern und die empfohlene Höchstzahl an Mandaten für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder als starre Obergrenze zu beachten, soll jeweils eine Beurteilung im Einzelfall erfolgen können. Zwar soll die Laufzeit bei der Erstbestellung eines Vorstandsmitglieds in der Regel drei Jahre nicht überschreiten, es soll aber im Einzelfall beurteilt werden können, welche Bestelldauer innerhalb der gesetzlich zulässigen Bestelldauer angemessen erscheint. Hierbei sollen die individuellen Qualifikationen und Erfahrungen des zu bestellenden Vorstandsmitglieds, insbesondere solche, die in langjährigen Führungspositionen innerhalb des Siemens-Konzerns erworben wurden, berücksichtigt werden. Auch bei der Anzahl der von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate soll jeweils im Einzelfall beurteilt werden können, ob die Zahl der wahrgenommenen, im Sinne des Kodex relevanten Mandate angemessen erscheint. Hierbei soll die individuell zu erwartende Arbeitsbelastung durch die wahrgenommenen Mandate berücksichtigt werden, die je nach Mandat unterschiedlich sein kann.
Berlin und München, 1. Oktober 2020
Siemens Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat
Die Entsprechenserklärung kann über die Internetseite der Siemens AG unter WWW.SIEMENS.COM/ENTSPRECHENSERKLAERUNG eingesehen werden. Auf dieser Internetseite sind auch die Entsprechenserklärungen der vergangenen fünf Jahre zugänglich.
B.3 Hinweise
Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Dokumenten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Dokument enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen kommen.
Geschäftsbericht 2020
A. Zusammengefasster Lagebericht
A.1 Organisation des Siemens-Konzerns und Grundlagen der Berichterstattung
Siemens ist ein in nahezu allen Ländern der Welt aktiver Technologiekonzern. Unsere Schwerpunkte liegen auf den Gebieten Automatisierung und Digitalisierung in den Prozess- und Fertigungsindustrien, smarte Infrastruktur für Gebäude und dezentrale Energiesysteme, intelligente Mobilitätslösungen für den Schienen- und Straßenverkehr sowie Medizintechnik und digitale Gesundheitsdienstleistungen. Der Siemens-Konzern umfasst die Siemens Aktiengesellschaft (Siemens AG), eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, als Muttergesellschaft und ihre Tochterunternehmen. Der Sitz unseres Unternehmens befindet sich in Deutschland, mit der Konzernzentrale in München. Zum 30. September 2020 beschäftigte der Konzern rund 293.000 Mitarbeiter (aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird die männliche Form verwendet, sie steht stellvertretend für Personen jeglichen Geschlechts).
Zum 30. September 2020 hatte Siemens die folgenden berichtspflichtigen Segmente: Digital Industries, Smart Infrastructure, Mobility und Siemens Healthineers, die zusammen als »Industrielle Geschäfte« berichtet werden, sowie Siemens Financial Services (SFS), das die Aktivitäten unserer industriellen Geschäfte unterstützt und gleichzeitig eigene Geschäfte mit externen Kunden betreibt. Darüber hinaus berichten wir in Portfolio Companies Geschäfte, die separat geführt werden, um ihre Leistung zu verbessern.
Im Geschäftsjahr 2020 wurde das Energiegeschäft, bestehend aus dem ehemaligen berichtspflichtigen Segment Gas and Power und dem von Siemens gehaltenen Anteil von ungefähr 67 % an Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A. (SGRE) - ebenfalls ein ehemaliges berichtspflichtiges Segment -, als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifiziert. Siemens übertrug das Energiegeschäft in ein neues Unternehmen, die Siemens Energy AG, und brachte es im September 2020 im Wege einer Abspaltung an die Börse. 55,0 % der Anteile an der Siemens Energy AG übertrug Siemens an seine Aktionäre, weitere 9,9 % wurden an den Siemens Pension-Trust e.V. übertragen. Die verbleibenden 35,1 % der Anteile an der Siemens Energy AG werden von Siemens gehalten und unter Überleitung Konzernabschluss als Siemens Energy Beteiligung berichtet. Für weitere Informationen siehe ZIFFERN 3 und 4 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Ebenfalls Teil von Überleitung Konzernabschluss ist Siemens Advanta (früher als Siemens IoT Services bezeichnet). Siemens Advanta ist ein strategischer Berater und Implementierungspartner im Bereich der digitalen Transformation und des industriellen Internets der Dinge.
Unsere berichtspflichtigen Segmente sowie Portfolio Companies können miteinander in Geschäftsbeziehungen stehen, die zu entsprechenden Auftragseingängen und Umsatzerlösen führen. Diese Auftragseingänge und Umsatzerlöse werden auf Konzernebene konsolidiert.
NICHTFINANZIELLE THEMEN DES KONZERNS UND DER SIEMENS AG
Siemens verfügt unter anderem über Konzepte für Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie zur Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Unser Geschäftsmodell ist in den Kapiteln A.1 und A.3 dieses Zusammengefassten Lageberichts beschrieben. Berichtspflichtige Informationen, die erforderlich sind für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, der Geschäftsergebnisse, der Lage des Unternehmens sowie der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf diese Aspekte, sind in diesem Zusammengefassten Lagebericht insbesondere in den Kapiteln A.3 bis A.7 enthalten. Zukunftsgerichtete Aussagen, einschließlich der Darstellung von Risiken, sind in Kapitel A.8 aufgeführt. Kapitel A.9 beinhaltet zusätzliche lageberichtspflichtige Informationen mit Blick auf die Muttergesellschaft Siemens AG. Ergänzend sind im Konzern- beziehungsweise Jahresabschluss zu diesen Aspekten ausgewiesene Beträge und zusätzliche Erläuterungen dazu in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS, ZIFFERN 17, 18, 22, 26 und 27, und im ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS DER SIEMENS AG ZUM 30. SEPTEMBER 2020, ZIFFERN 16, 17, 20, 21 und 25, enthalten.# A.2 Finanzielles Steuerungssystem
A.2.1 Überblick
Das Siemens Financial Framework enthält Ziele, die wir über den Geschäftszyklus der jeweiligen Aktivitäten erreichen wollen.
A.2.2 Wachstum der Umsatzerlöse
Im Siemens Financial Framework haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis um 4 % bis 5 % pro Jahr zu steigern. Zur Steuerung des Wachstums unserer Umsatzerlöse verwenden wir als zentrale Messgröße das vergleichbare Wachstum. Es zeigt die Entwicklung in unserem Geschäft ohne die Berücksichtigung von Währungsumrechnungseffekten, die aus dem von uns nicht beeinflussbaren externen Umfeld resultieren, sowie ohne Portfolioeffekte, die sich aus Geschäftsaktivitäten ergeben, die entweder neu oder nicht länger Bestandteil des jeweiligen Geschäfts sind.
Währungsumrechnungseffekte sind der Unterschiedsbetrag zwischen den Umsatzerlösen der Berichtsperiode zu Wechselkursen der Berichtsperiode abzüglich der Umsatzerlöse der Berichtsperiode zu Wechselkursen der Vergleichsperiode. Um die prozentuale Veränderung zum Vorjahr zu berechnen, wird dieser absolute Unterschiedsbetrag durch die Umsatzerlöse der Vergleichsperiode geteilt.
Ein Portfolioeffekt entsteht im Fall einer Akquisition beziehungsweise einer Desinvestition und wird als Veränderung der Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich berechnet, die aus der Transaktion resultiert. Um die prozentuale Veränderung zu berechnen, wird dieser absolute Unterschiedsbetrag durch die Umsatzerlöse der Vergleichsperiode geteilt. Die gleiche Vorgehensweise verwenden wir auch für die Berechnung von Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekten beim Auftragseingang.
A.2.3 Profitabilität und Kapitaleffizienz
Im Rahmen des Siemens Financial Framework streben wir an, Margen zu erreichen, die mit denen unserer wesentlichen Wettbewerber vergleichbar sind. Daher haben wir für unsere industriellen Geschäfte Ergebnismargenbänder festgelegt, die auf den Ergebnismargen der jeweiligen wesentlichen Wettbewerber beruhen. Die Ergebnismarge ist definiert als Ergebnis des jeweiligen Geschäfts, geteilt durch seine Umsatzerlöse. Die Ergebnisgröße unserer industriellen Geschäfte ist EBITA, in welches das operative Finanzergebnis sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, wieder eingerechnet werden (Angepasstes EBITA).
Wir haben im Siemens Financial Framework folgende Margenbänder festgesetzt:
| Margenband | |
|---|---|
| Digital Industries | 17 - 23 % |
| Smart Infrastructure | 10 - 15 % |
| Mobility | 9 - 12 % |
| Siemens Healthineers | 17 - 21 % |
| Industrielle Geschäfte | 11 - 15 % |
| Siemens Financial Services | (ROE nach Steuern) 17 - 22 % |
Das Margenband für Siemens Healthineers spiegelt unsere Erwartung als Mehrheitseigentümer wider. Die Kapitaleffizienz von Siemens Financial Services messen wir mit der in der Finanzdienstleistungsbranche üblichen finanziellen Kennzahl Eigenkapitalrendite (ROE) nach Steuern. Diese ist definiert als das Ergebnis von Siemens Financial Services (nach Steuern), bezogen auf das Siemens Financial Services durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital.
Für die Steuerung der Profitabilität auf Konzernebene ist der Gewinn nach Steuern unsere zentrale Messgröße. Er hatte den bedeutendsten Einfluss auf das in unserer Kapitalmarktkommunikation im Geschäftsjahr 2020 verwendete unverwässerte Ergebnis je Aktie für den Gewinn nach Steuern. Wir streben an, mit dem von unseren Aktionären und Kreditgebern zur Verfügung gestellten Kapital profitabel und so effizient wie möglich zu arbeiten. Zur Steuerung unserer Kapitaleffizienz verwenden wir als zentrale Messgröße im Siemens Financial Framework die Kapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE). Wir streben an, langfristig einen Wert zwischen 15 % und 20 % zu erreichen.
A.2.4 Kapitalstruktur
Eine nachhaltige Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses wird durch eine solide Kapitalstruktur unterstützt. Daher ist es im Rahmen des Siemens Financial Framework für uns von zentraler Bedeutung, einen breiten Kapitalmarktzugang über verschiedene Fremdfinanzierungsmittel und die Fähigkeit zur Bedienung unserer Finanzschulden im Zeitablauf sicherzustellen.
Als zentrale Messgröße zur Steuerung der Kapitalstruktur verwenden wir den Quotienten aus der Industriellen Nettoverschuldung und dem EBITDA (fortgeführte Aktivitäten). Diese finanzielle Messgröße gibt den ungefähren Zeitraum in Jahren an, der benötigt würde, um die Industrielle Nettoverschuldung durch Gewinne aus fortgeführten Aktivitäten, ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und Abschreibungen, zurückzuzahlen. Wir streben einen Quotienten von bis zu 1,0 an.
A.2.5 Liquidität und Dividende
Wir möchten unseren Aktionären weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Im Rahmen des Siemens Financial Framework beabsichtigen wir, eine Dividende vorzuschlagen, deren Ausschüttungsvolumen einem Anteil von 40 % bis 60 % des Gewinns nach Steuern entspricht, der auf die Aktionäre der Siemens AG entfällt und der zu diesem Zweck um ausgewählte außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte bereinigt werden kann. Wie in der Vergangenheit beabsichtigen wir, die Dividendenausschüttung aus dem Free Cash Flow zu finanzieren.
Um eine Einschätzung unserer Fähigkeit zur Generierung von Zahlungsmitteln zu ermöglichen - und letztlich Dividenden zu zahlen -, berichten wir die Cash Conversion Rate der Industriellen Geschäfte. Diese ist als Verhältnis des Free Cash Flow der Industriellen Geschäfte zum Angepassten EBITA der Industriellen Geschäfte definiert. Da Wachstum entsprechende Investitionen erfordert, streben wir für die Cash Conversion Rate einen Wert von 1 abzüglich der jährlichen vergleichbaren Wachstumsrate der Umsatzerlöse unserer Industriellen Geschäfte an.
Auf der Hauptversammlung wird der Vorstand in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vorschlagen, den Bilanzgewinn der Siemens AG des Geschäftsjahrs 2020 folgendermaßen zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 3,50 € für jede am Tag der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr dividendenberechtigte Stückaktie und Gewinnvortrag des verbleibenden Differenzbetrags. Die Dividende von 3,50 € besteht aus 3,00 €, die sich aus dem oberen Ende unseres Zielbands der Ausschüttungsquote ergeben, ergänzt um weitere 0,50 €. Die Zahlung dieser vorgeschlagenen Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Siemens-Aktionäre auf der Hauptversammlung am 3. Februar 2021.
Die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 betrug 3,90 € pro Aktie. Die vorgeschlagene Dividende von 3,50 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2020 entspricht einer Gesamtausschüttung von 2,8 Mrd. €, basierend auf der geschätzten Anzahl der am Tag der Hauptversammlung dividendenberechtigten Aktien. In Bezug auf den Gewinn nach Steuern des Geschäftsjahrs 2020 in Höhe von 4,0 Mrd. €, der auf die Aktionäre der Siemens AG entfällt, entspricht dies einer Ausschüttungsquote von 70 %.
A.2.6 Berechnung der Kapitalrendite (ROCE)
| Berechnung des ROCE | Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Gewinn nach Steuern | 4.200 | 5.648 | |
| Minus: Übriges Zinsergebnis¹ | -691 | -562 | |
| Plus: Übriges Zinsergebnis SFS | 806 | 763 | |
| Plus: Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (netto) | 66 | 108 | |
| Minus: Zinsanpassungen (nicht fortgeführte Aktivitäten) | 100 | 73 | |
| Minus: Steuern auf Zinsanpassungen (Pauschalsteuersatz 30 %) | -84 | -115 | |
| (I) Gewinn vor Zinsen nach Steuern | 4.397 | 5.916 | |
| (II) Durchschnittlich eingesetztes Kapital | 56.190 | 53.459 | |
| (I)/(II) ROCE | 7,8 % | 11,1 % |
¹ Die Position Übriges Zinsergebnis umfasst im Wesentlichen die Zinsaufwendungen auf Konzernschulden, Zinsen von mit diesen in Zusammenhang stehenden Sicherungsgeschäften und Zinserträge aus Konzernvermögenswerten.
Zur Ermittlung des ROCE in Zwischenberichtsperioden wird der Gewinn vor Zinsen nach Steuern annualisiert. Das durchschnittlich eingesetzte Kapital errechnet sich als Durchschnitt der jeweiligen Werte zu den Quartalsstichtagen im Betrachtungszeitraum.
Berechnung eingesetztes Kapital
- Summe Eigenkapital
- Plus: Langfristige Finanzschulden
- Plus: Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden
- Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
- Minus: Kurzfristige zinstragende Wertpapiere
- Plus: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
- Minus: SFS-Finanzschulden
- Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges
- Plus: Anpassungen aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
- Minus: Anpassungen für latente Steuern auf kumulierte versicherungsmathematische Nettogewinne/-verluste aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Eingesetztes Kapital (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten)
A.3 Segmentinformationen
A.3.1 Segmentübergreifende wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die makroökonomische Entwicklung war im Geschäftsjahr 2020 von der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) und der ihr folgenden Rezession - der schwersten seit dem Zweiten Weltkrieg - bestimmt. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird im Kalenderjahr 2020 voraussichtlich um 4,5 % sinken. Im Kalenderjahr 2019 war es noch um 2,6 % gestiegen. Die Konjunkturentwicklung trübte sich bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2020 ein, da sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China zunehmend negativ auswirkte. Kurz nachdem sich die Konjunkturdaten infolge der Beruhigung des Konflikts aufgrund des Phase-One-Deals zu verbessern begannen, trat das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) auf und begann sich weltweit auszubreiten.# Die zur Eindämmung des Ausbruchs getroffenen freiwilligen und verordneten Maßnahmen zur Kontaktvermeidung beeinträchtigten die Konjunktur massiv.
Dies geschah zuerst in China, dann in anderen asiatischen Ländern, im Nahen und Mittleren Osten sowie Europa und schließlich in Amerika und Afrika. Branchen mit intensivem persönlichen Kontakt mussten ihre Aktivitäten beträchtlich einschränken oder einstellen. Viele andere Branchen waren entweder direkt aufgrund von Problemen in der Versorgungskette oder indirekt durch mangelnde Nachfrage betroffen und unterbrachen ebenso die Produktion. Weltweit reagierten Regierungen und Zentralbanken mit beispiellosen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen. Dies geschah zuerst, um die kurzfristige Liquidität von Unternehmen und Haushalten sicherzustellen, und später, um ihre Volkswirtschaften nach dem tiefen Einbruch anzukurbeln. Dem Internationalen Währungsfonds zufolge führte dies in den G10-Staaten zu fiskalpolitischen Maßnahmen im Umfang von 12 Billionen US-Dollar und zu einer Bilanzverlängerung um fast 7,5 Billionen US-Dollar bei den Zentralbanken. Als Folge davon sowie nach Aufhebung der anfänglichen Lockdown-Maßnahmen im Zuge der Verlangsamung des Virusausbruchs verzeichnete die Wirtschaft in den Sommermonaten des Jahres 2020 eine starke Belebung. Eine vollständige Erholung konnte aufgrund erneuter Ausbrüche des Virus und Einschränkungen in kontaktintensiven Branchen allerdings nicht erreicht werden (sogenannte »90-Prozent-Wirtschaft«). Die einzig hervorhebenswerte Ausnahme war die chinesische Wirtschaft. Hier verlief die Erholung viel schneller als erwartet, und für das Kalenderjahr 2020 wird mit einem positiven BIP-Wachstum in Höhe von 1,9 % gerechnet. Bei allen anderen großen Volkswirtschaften wird für das Kalenderjahr 2020 von Rückgängen des BIP ausgegangen: Europäische Union (EU) - 7,7 %, USA - 3,5 %, Japan - 5,6 %, Indien - 10,8 %. Für die Industrienationen insgesamt wird für das Kalenderjahr 2020 ein BIP-Rückgang um 5,5 % erwartet, für die Schwellenländer wird der Rückgang auf 3,1 % geschätzt. Die hier dargestellten, zum Teil geschätzten Daten für das BIP basieren auf einem Bericht von IHS Markit vom 15. Oktober 2020. Diese wirtschaftlichen Entwicklungen beeinflussten auch den Geschäftsverlauf von Siemens im Geschäftsjahr 2020, insbesondere in Hinblick auf die Effekte in Zusammenhang mit COVID-19. Diese Effekte waren je Geschäft, Absatzmarkt und geografische Region unterschiedlich. Während einige unserer wichtigsten Kundensegmente wie die Automobil- und die Maschinenbauindustrie durch den starken BIP-Rückgang ab dem zweiten Quartal des Kalenderjahrs 2020 schwer belastet waren, beschleunigten andere Kundenbranchen wie die Halbleiterindustrie, die Elektronikindustrie und Rechenzentren ihr Wachstum, um die schnelle weltweite Zunahme der Online-Aktivitäten im Bereich von Arbeit, Freizeit und im Einzelhandel zu bedienen. Die Pandemie bremste unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten aufgrund des eingeschränkten Zugangs zu Kundenstandorten beträchtlich, führte allerdings auch zu Kostensenkungen beispielsweise aufgrund niedrigerer Reise- und Vertriebsaufwendungen. Darüber hinaus konnten wir unsere Produktion aufgrund des Einsatzes unserer eigenen Technologie in unseren Fabriken und unserer diversifizierten Versorgungskette weitgehend stabil halten. Geografisch betrachtet war China sowohl das erste Land, das beträchtlich von COVID-19 betroffen war, als auch die erste große Volkswirtschaft, die gegen Ende des Geschäftsjahrs wieder eine Rückkehr zu Wachstum erreichte. Große Teile Europas und Amerikas sind hingegen weiterhin stark von COVID-19 belastet, nachdem in den Sommermonaten eine vorübergehende Erholung von der ersten Pandemiewelle im Frühjahr eingetreten war. Alle diese Marktentwicklungen wirkten sich wie im Folgenden beschrieben spürbar auf den Auftragseingang, die Umsatzerlöse und das Ergebnis der Geschäfte von Siemens aus.
A.3.2 Digital Industries
Digital Industries bietet ein umfassendes Produktportfolio und Systemlösungen für die Automatisierung an, die in Fertigungs- und Prozessindustrien eingesetzt werden. Hierzu gehören Automatisierungssysteme und Software für Fabriken, numerische Steuerungssysteme, Motoren, Antriebe und Wechselrichter sowie integrierte Automatisierungssysteme für Werkzeug- und Fertigungsmaschinen. Zu den Angeboten von Digital Industries zählen ebenfalls Prozessleitsysteme, Produkte für den automatisierten Informationsaustausch zwischen Maschinen, Sensoren (zur Messung von Druck, Temperatur, Füllstand, Durchfluss, Entfernung oder Form) sowie Radio-Frequency-Identifikationssysteme. Darüber hinaus stellt Digital Industries Produktionsmanagement- und Produktlebenszyklusmanagementsoftware sowie Software für die Simulation und Prüfung mechatronischer Systeme zur Verfügung. Diese führenden Industriesoftwareangebote sind integriert in das elektronische Designautomatisierungssoftware-Portfolio (EDA) von Mentor Graphics (Mentor) und das offene, cloud-basierte industrielle Internet-der-Dinge-Betriebssystem MindSphere, das Maschinen und die physische Infrastruktur mit der digitalen Welt verbindet. Ergänzt wird diese Leistungspalette durch die cloud-basierte Low-Code-Programmierplattform von Mendix, die es den Kunden erlaubt, die Entwicklungszeit von Anwendungen durch die visuelle Abbildung des zugrunde liegenden Codes beträchtlich zu verringern. Digital Industries bietet seinen Kunden darüber hinaus lebenszyklusbezogene und datenbasierte Dienstleistungen an. Zusammengenommen ermöglicht das Angebotsspektrum von Digital Industries den Kunden, ihre gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren -von Produktdesign und -entwicklung bis zu Produktion und Service nach dem Verkauf. Insbesondere durch seine fortschrittlichen Softwarelösungen unterstützt Digital Industries Kunden in Fertigungs-, Hybrid- und Prozessindustrien auf ihrem Weg hin zum »digitalen Unternehmen«, wodurch größere Flexibilität und Effizienz bei Produktionsprozessen sowie eine schnellere Markteinführung neuer Produkte erreicht werden. Zu den wichtigsten Märkten gehören die Automobilindustrie, die Maschinenbauindustrie, die pharmazeutische und chemische Industrie, die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie die Elektronik- und Halbleiterindustrie. Dabei werden die Kunden von Digital Industries durch eine alle Geschäfte umfassende regionale Vertriebsorganisation betreut, wobei je nach Kunde oder Branche unterschiedliche Vertriebskanäle genutzt werden. Schwankungen in der Kundennachfrage - insbesondere nach Standardprodukten - sind stark durch Konjunkturzyklen beeinflusst und können zu erheblichen kurzfristigen Veränderungen der Profitabilität von Digital Industries führen. Das Volumen aus Großaufträgen im Softwaregeschäft, insbesondere bei Mentor, kann ebenfalls starke Schwankungen von Volumen und Profitabilität zwischen den Quartalen verursachen. Die Wettbewerber von Digital Industries sind vorwiegend multinationale Unternehmen, die ein relativ breites Produktportfolio aufweisen, und kleinere Unternehmen, die nur an bestimmten regionalen oder produktbezogenen Märkten aktiv sind. Digital Industries sieht drei Trends, die das Geschäft beeinflussen und langfristige Wachstumsperspektiven eröffnen. Erstens müssen Produzenten von Investitionsgütern in dem heute zunehmend digitalen Umfeld ihre Produktionskapazitäten modernisieren, insbesondere um die Produktionsflexibilität zu erhöhen und die Markteinführungszeit zu reduzieren. Zweitens spornt dieses Umfeld Produzenten an, ihre Kernprodukte um die Angebote vertikaler Lösungen und Dienstleistungen zu ergänzen, die die Kunden entweder wünschen oder benötigen, um die Investitionsgüter optimal nutzen zu können. Und drittens gibt es einen Trend von der Globalisierung hin zur Regionalisierung, um die heimische Wirtschaft zu fördern oder um Lösungen besser an lokale Bedürfnisse anzupassen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) von Digital Industries zielen darauf ab, Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Edge-Computing, Cloud-Technologien, additive Fertigung und industriellen 5G-Mobilfunk in das umfassende Portfolio für industrielle Automatisierung und Digitalisierung von Digital Industries zu integrieren. Über die eigenen FuE-Aktivitäten hinaus arbeitet Digital Industries eng mit Partnern und Kunden zusammen. Ein Beispiel hierfür ist PlantSight, das von Digital Industries gemeinsam mit Bentley Systems, Inc. (Bentley) entwickelt wurde und Echtzeitanalysen sowie KI nutzt, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und Echtzeitzusammenarbeit zwischen Technik-, Betriebs- und Wartungsfunktionen zu ermöglichen. Mit dem neuen NX Sketch Software-Tool für computergestütztes Design (Computer Aided Design, CAD) hat Digital Industries das CAD-Skizzieren durch den Einsatz von KI zum Erkennen von Zusammenhängen ohne Vorbereitung weiterentwickelt, sodass Anwender auf die Papier-Handskizze verzichten und Konzeptentwürfe innerhalb der NX-Umgebung erstellen können. Im Bereich der KI-basierten Dienstleistungen brachte Digital Industries »Predictive Services for Foundry« auf den Markt, die es den Nutzern ermöglichen, insgesamt die Effizienz von Anlagen im Automobilsektor zu steigern. Mit »Siemens Industrial Edge« hat Digital Industries im Geschäftsjahr 2020 Edge-Computing und die intelligente Analyse mit Geräten der Fertigungsautomatisierung verbunden und neue Software-as-a-Service-(SaaS-)Angebote wie Teamcenter X, Teamcenter Share oder Simcenter on the Cloud eingeführt, bei denen die für die Bereitstellung vor Ort normalerweise notwendigen IT-Investitionen nicht erforderlich sind. Zusätzlich führte Digital Industries SIMATIC IOT2050 Gateway am Markt ein, das Cloud-Computing mit der unternehmenseigenen IT und Produktion verbindet. Digital Industries hat auch sein Portfolio und die Partnerschaften im Bereich der industrialisierten additiven Fertigung weiter ausgebaut.# A.3.2 Digital Industries
Mit dem neuen in die NX-Software integrierten NX AM Path Optimizer zeigt Digital Industries, wie der Druckprozess während der Produktionsplanung lokal angepasst und optimiert werden kann. Gemeinsam mit Qualcomm Technologies, Inc. hat Digital Industries unter Verwendung des 3,7-3,8 GHz-Bands das erste private eigenständige 5G-Netzwerk in einer realen industriellen Einsatzumgebung eingerichtet. Durch die Einführung von Xcelerator weist Digital Industries nun ein integriertes Portfolio von Software, Dienstleistungen und Applikationsentwicklungsfähigkeiten auf, das an kunden- und industriespezifische Bedürfnisse angepasst werden kann und damit dazu beiträgt, Firmen aller Größen zu digitalen Unternehmen zu machen. Die wesentlichen Investitionen von Digital Industries im Geschäftsjahr 2020 standen in Verbindung mit den eigenen Fabrikautomatisierungs-, Motion-Control- und Process-Automation-Geschäften, um deren Produktionsstätten weiter zu automatisieren und zu digitalisieren, insbesondere in Deutschland, China und der Tschechischen Republik.
| Geschäftsjahr | Veränderung in % (in Mio. €) | 2020 | 2019 | Ist | Vglb. |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 15.896 | 15.944 | 0 % | 0 % | |
| Umsatzerlöse | 14.997 | 16.087 | -7 % | -6 % | |
| darin: Softwaregeschäft | 4.144 | 4.039 | 3 % | 2 % | |
| Angepasstes EBITA | 3.252 | 2.880 | 13 % | ||
| Angepasste EBITA-Marge | 21,7 % | 17,9 % |
Die globalen Märkte von Digital Industries waren sowohl von Verschiebungen in Kundenbranchen als auch von Faktoren in Zusammenhang mit COVID-19 beeinflusst. Während das Softwaregeschäft ein beträchtliches Wachstum des Auftragseingangs erreichte - einschließlich einer Reihe von Großaufträgen, vor allem im Geschäft mit EDA-Software -, sanken die Auftragseingänge in den Automatisierungsgeschäften infolge geringerer Nachfrage aus einigen der wichtigsten Kundensegmente, insbesondere der Automobil- und der Maschinenbauindustrie. Letzteres war ein wesentlicher Grund für den niedrigeren Auftragseingang in der Region Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten, darin enthalten ein prozentual zweistelliger Rückgang in Deutschland. Der Auftragseingang in den Regionen Amerika sowie Asien, Australien nahm hingegen zu. Beträchtliches Wachstum kam hierbei aus den USA und China.
In ähnlicher Weise waren auch die Umsatzerlöse von Rückgängen in den Automatisierungsgeschäften betroffen. Dies zeigte sich insbesondere in den kurzzyklischen Geschäften Motion Control sowie Factory Automation. Das Softwaregeschäft erreichte ein moderates Wachstum der Umsatzerlöse. Geografisch betrachtet verzeichnete die Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten einen beträchtlichen Rückgang, während die Umsatzerlöse in den Regionen Asien, Australien sowie Amerika nahezu auf Vorjahresniveau lagen.
Das Angepasste EBITA stieg vorwiegend aufgrund eines positiven Effekts von 767 Mio. € in Verbindung mit dem Anteil von Digital Industries an Bentley Systems, Inc. (Bentley). Dieser Effekt ergab sich hauptsächlich aus der Neubewertung infolge des Börsengangs von Bentley im September 2020 und beinhaltete eine Dividendenzahlung von 48 Mio. € für das Gesamtjahr. Das Angepasste EBITA stieg sehr stark im Softwaregeschäft. Im Vorjahr profitierte das Softwaregeschäft von einem Gewinn von 50 Mio. € aus dem Verkauf einer Beteiligung. In den Automatisierungsgeschäften sanken das Angepasste EBITA und die Profitabilität vorwiegend aufgrund niedrigerer Umsatzerlöse in Verbindung mit COVID-19. Diese Entwicklung wurde nur zum Teil durch Kosteneinsparungen aufgrund von Pandemieeinschränkungen, darunter geringere Reisekosten und Vertriebsaufwendungen, ausgeglichen. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen, die hauptsächlich in Zusammenhang mit Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur standen, beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 210 Mio. €; im Vorjahr hatten sie 92 Mio. € betragen.
Der Auftragsbestand von Digital Industries lag zum Ende des Geschäftsjahrs bei 5 Mrd. €. Davon werden voraussichtlich 4 Mrd. € im Geschäftsjahr 2021 als Umsatzerlöse realisiert.
Digital Industries erzielte diese Ergebnisse in einem Marktumfeld, das beginnend mit dem zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2020 stark von Effekten aus COVID-19 belastet war, was zu einem erheblichen Rückgang der Nachfrage nach Investitionsgütern führte. Das Ausmaß und die Dauer der pandemiebedingten Belastungen unterschieden sich zwischen den Regionen und Marktsegmenten. Das Marktvolumen ging im Geschäftsjahr 2020 in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten deutlich zurück. Dies traf in geringerem Umfang auch auf die Region Amerika zu. In der Region Asien, Australien wuchs das Marktvolumen hingegen leicht. In dieser Region gehörte China, das zuerst von der Pandemie betroffen war, zu den ersten Ländern, die gegen Ende des Geschäftsjahrs 2020 eine Erholung verzeichneten.
Eine der wichtigsten von Digital Industries bedienten Branchen, die Automobilindustrie, die sich bereits im Vorjahr in einem Abschwung befand, reagierte auf die Pandemie mit starken Produktionskürzungen. Gleichzeitig musste man sich weiter mit den durch die Reduktion von CO₂-Emissionen bedingten historischen technologischen Veränderungen auseinandersetzen. Die Produktionskürzungen in der Automobilindustrie waren auch ein wesentlicher Faktor für den massiven Nachfragerückgang in der Maschinenbauindustrie. Die Märkte der Nahrungs- und Getränkeindustrie verzeichneten aufgrund der schwachen Getränkenachfrage einen moderaten Rückgang. Die chemische und pharmazeutische Industrie war durch die Pandemie weniger belastet. Dies war im Wesentlichen auf ein stabiles Produktionsniveau in der pharmazeutischen Industrie zurückzuführen. Die globalen Märkte der Elektronik- und Halbleiterindustrie setzten ihr Wachstum im Geschäftsjahr 2020 fort.
Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2021 deuten zwar auf eine leichte Erholung der von Digital Industries bedienten Märkte hin - einschließlich eines moderaten Wachstums der Investitionen in Fertigungsanlagen -, jedoch wird das vor der Pandemie bestehende Marktvolumen im nächsten Geschäftsjahr voraussichtlich nicht erreicht werden.
Im Oktober 2020 wurde der Anteil an Bentley in die innerhalb der Überleitung Konzernabschluss berichteten Zentralen Posten übertragen. Zur Erhöhung des Pensionsvermögens und zur Absicherung der Altersversorgung der Mitarbeiter übertrug Siemens den Anteil an Bentley im November 2020 von Zentrale Posten in den Siemens Pension-Trust e.V.
A.3.3 Smart Infrastructure
Smart Infrastructure bietet Energiesysteme und Gebäudetechnik an und führt sie intelligent zusammen, um die Effizienz und Nachhaltigkeit von öffentlichen und privaten Infrastrukturen beträchtlich zu steigern und die Kunden bei der Bewältigung von technologischen Umbrüchen zu unterstützen. Smart Infrastructure liefert diese Leistungen über eine Reihe von Produkten und Systemen für intelligente Netzsteuerung, Nieder- und Mittelspannungselektrifizierung, Steuerung, Gebäudeautomatisierung sowie Brandschutz, Sicherheit und Energieeffizienz in Gebäuden.
Am »Grid Edge« - der Schnittstelle zwischen Energienetzen sowie Gebäuden und Energieverbrauchern - bedient Smart Infrastructure Märkte mit hohen Wachstumsraten. Hierzu gehören dezentrale Energiesysteme, Infrastruktur für Elektrofahrzeuge, lokal abgegrenzte, kleine Stromnetze (Microgrids) sowie der Energiehandel.
Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2020 wurde das Geschäft mit Verteilertransformatoren in das ehemalige Segment Gas and Power übertragen. Smart Infrastructure bedient die Kunden über verschiedenste Vertriebskanäle. Dazu zählen die weltweite Produkt- und Systemvertriebsorganisation, Distributoren, Schalttafelbauer, Erstausrüster, Mehrwert-Wiederverkäufer und Installateure sowie der weltweite Direktverkauf über die Niederlassungen der regionalen Lösungs- und Dienstleistungseinheiten.
Das Kundenspektrum von Smart Infrastructure ist breit gefächert. Es umfasst Infrastrukturentwickler und Bauunternehmen, Eigentümer, Betreiber und Mieter öffentlicher und gewerblicher Gebäude (darunter Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Flughäfen, Rechenzentren), Versorgungsunternehmen und Betreiber von Stromverteilungsnetzen, Unternehmen der Schwerindustrie wie Öl und Gas, Bergbau und Chemie sowie Fertigungsindustrien wie Automobil- und Maschinenbau. Die Hauptwettbewerber von Smart Infrastructure sind im Wesentlichen große international tätige Unternehmen sowie kleinere Produzenten in Schwellenländern. Das Lösungs- und Dienstleistungsgeschäft steht darüber hinaus im Wettbewerb mit lokalen Unternehmen wie Systemintegratoren und Gebäudemanagementunternehmen.
Das Ausmaß, in dem die Geschäfte von Smart Infrastructure von Veränderungen im allgemeinen konjunkturellen Umfeld betroffen sind, variiert je nach Kundensegment. Während sich die Nachfrage der Kunden in der Fertigungsindustrie schnell und stark mit den konjunkturellen Zyklen ändert, reagiert die Nachfrage im Infrastrukturbereich, im Baugewerbe, in der Schwerindustrie und im Versorgungssektor langsamer. Insbesondere im Lösungs- und Servicegeschäft wirken sich Veränderungen an den Märkten für den Bau gewerblicher Immobilien mit einer zeitlichen Verzögerung von zwei bis vier Quartalen auf Smart Infrastructure aus.
Insgesamt hat Smart Infrastructure durch die regionale und vertikale Diversifizierung, die große Bandbreite an Produkten, Systemen, Lösungen und Dienstleistungen sowie die Partizipation sowohl in kurz- als auch in langzyklischen Märkten eine ausgewogene und robuste Zusammensetzung der Geschäfte. Die bedienten Märkte erfahren Veränderungen, die dort Chancen bieten, wo Gebäudetechnik- und Elektrifizierungsmärkte aufeinandertreffen. Zu den wesentlichen Trends zählen Klimawandel, Bevölkerungswachstum sowie Urbanisierung, die den Bedarf an sicheren und nachhaltigen Umgebungen mit interaktiven, komfortablen Räumen zu erschwinglichen Energie-, Betriebs- und Wartungskosten erhöhen.# Business Overview
These trends lead to cross-sectoral couplings of previously independent technologies such as electrification of heating and transport to increase energy efficiency. Decarbonization shifts the energy generation mix towards renewable energy sources that fluctuate with the time of day and weather conditions. As a result, energy systems are becoming increasingly decentralized, more influenced by energy consumers who are also producers, and more dependent on the integration of intermittent and decentralized energy sources such as wind, photovoltaics, and biomass. Both smarter buildings and the integration of a larger number of decentralized energy sources into conventional power grids lead to increasing complexity, both technologically and in terms of control, due to growing data volumes and bidirectional energy and information flows, which can only be reliably managed through the digitalization of buildings, transport, and energy systems.
On the one hand, Smart Infrastructure's R&D activities are aimed at addressing the trends of decentralization, decarbonization, and digitalization of energy markets. On the other hand, R&D expenditures strengthen Smart Infrastructure's capabilities to create comfortable, safe, and energy-efficient buildings and infrastructures that contribute to increasing the efficiency of building users, equipment, and building space utilization. Smart Infrastructure expands digital offerings within existing businesses and integrates recent acquisitions in critical areas such as power control systems, power electronics, and IoT in buildings. Smart Infrastructure also develops technologies for environmentally friendly and increasingly renewable energy systems. These technologies range from solar inverters and battery storage to charging solutions for e-mobility. Here, data from field devices form the basis for intelligently ensuring grid flexibility and permanently balancing energy supply and demand while simultaneously protecting grid assets. In the field of electrical distribution systems and industrial plants, Smart Infrastructure is continuously driving the digitalization of switching and control products through integrated intelligence, cloud connectivity, and increasingly remote diagnostics as well as edge computing capabilities. Digital twins of products, building systems, and grids benefit customers through online configuration tools as well as maintenance and service management. Smart Infrastructure also develops data-driven applications and digital services. Smart Infrastructure's investments are largely related to product businesses. Investment priorities include the replacement of fixed assets and the further digitalization of factories and technical plants with a focus on innovation.
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Fiscal Year
| 2020 | 2019 | Change in % (in Mio. €) | |
|---|---|---|---|
| Order Intake | 14,734 | 15,590 | -5 % |
| Revenue | 14,323 | 14,597 | -2 % |
| thereof: Product Business | 5,224 | 5,515 | -5 % |
| Adjusted EBITA | 1,302 | 1,465 | -11 % |
| Adjusted EBITA Margin | 9.1 % | 10.0 % |
The decline in order intake at Smart Infrastructure was primarily attributable to the solutions and services business, which recorded a significantly higher volume from large orders in the previous year. Order intake in the product business declined only moderately compared to the previous year, despite the unfavorable market environment for short-cycle activities at the beginning of the fiscal year, which deteriorated considerably due to COVID-19 shortly thereafter. The systems and software business was able to keep order intake almost at the previous year's level. The weakness of the short-cycle markets also heavily impacted the development of revenues in the product business. Revenues in the solutions and services business and the systems and software business remained approximately at the previous year's level. Geographically, the decline in order intake and revenues was attributable to the regions Europe, CIS, Africa, Near and Middle East, and Asia, Australia. In the Americas region, the volume remained largely stable.
Adjusted EBITA declined across businesses and was burdened by personnel restructuring expenses of €195 million (previous year: €46 million) in connection with the implementation of Smart Infrastructure's competitiveness improvement program. The impairments of Adjusted EBITA and profitability due to COVID-19 impacts were partially offset by cost reductions resulting from pandemic restrictions. In fiscal year 2020, Adjusted EBITA was favorably impacted by a profit of €159 million from the divestment of a business, whereas the previous year saw negative effects related to power grid control projects.
Smart Infrastructure's order backlog amounted to €10 billion at the end of the fiscal year, of which an estimated €7 billion is expected to be realized as revenue in fiscal year 2021.
Demand in the markets served by Smart Infrastructure declined moderately in fiscal year 2020, primarily due to COVID-19 impacts that affected most key customer industries and all reporting regions. The strongest declines in market volume were recorded in the automotive, oil and gas, and mechanical engineering industries. In the chemical industry, demand decreased moderately. The grid markets remained largely stable, as utilities continued to prioritize investments that make existing grids more automated, intelligent, flexible, and reliable. Despite an overall moderate decline in demand in the construction industry, the – segment, important for Smart Infrastructure, continued to grow due to the ongoing demand for energy efficiency and digital services. The data center market grew significantly, benefiting from increasing demand for remote work and cloud services.
Geographically, the European markets were most affected by the COVID-19 impacts, followed by the markets in the Asia, Australia region. The impact on the markets in the USA was less severe.
For fiscal year 2021, moderate growth is expected in the utility markets. For the industrial markets, a slight recovery is anticipated. However, overall market development is likely to be burdened by lower demand from the construction industry, which in sum should lead to a year-on-year decline in the volume of markets served by Smart Infrastructure. Geographically, markets in Asia, Australia are expected to return to their growth path, and some countries are expected to reach their pre-pandemic market volumes. For markets in Europe, it is generally expected that they will remain at a lower level. Within the Americas region, a decline in market volume in the USA is expected in fiscal year 2021.
A.3.4 Mobility
Mobility encompasses all Siemens businesses related to the transportation of people and goods. This includes rail vehicles, rail automation, rail electrification, traffic engineering, digital solutions, and associated services. Mobility also offers its customers consulting as well as the planning, financing, construction, servicing, and operation of turnkey mobility systems. Integrated mobility solutions for networking different transport systems round off the range of services. Mobility sells its products, systems, and solutions through its global network of sales units. Mobility's main customers are public and government companies in the transport and logistics sector. The markets served by Mobility are therefore predominantly dependent on public spending. Mobility's customers typically have planning and implementation horizons that extend over many years, and their tender invitations are largely unaffected by short-term economic developments.
Mobility's main competitors are multinational companies. Consolidation among Mobility's competitors is continuing: In May 2020, CRRC Zhuzhou Locomotives Co., Ltd., China (CRRC), completed the acquisition of Vossloh Locomotives GmbH, Germany, in order to gain a foothold in the European market in line with its ambitious growth and internationalization strategy. In September 2020, Alstom SA, France (Alstom), signed the purchase agreement for the acquisition of Bombardier Transportation. As early as July 2020, the European Commission had decided to grant conditional approval for the planned takeover. The completion of the transaction is expected in the first quarter of the calendar year 2021, subject to regulatory approvals and customary closing conditions. While CRRC remains the world's largest train manufacturer in terms of revenue, the planned acquisition of Bombardier Transportation by Alstom will create the world's second-largest train manufacturer. Market consolidation can increase competitive pressure within the rail supply industry. It can also reduce procurement options for railway companies.
The key trends shaping Mobility's markets are urbanization and the need to reduce emissions. The growing population in urban centers requires mobility in everyday life that is simpler, faster, more flexible, more reliable, and more cost-effective.# Mobility
Gleichzeitig stehen Städte und Länder vor der Aufgabe, verkehrsbedingte CO 2- und Lärmemissionen zu reduzieren sowie den Flächenbedarf und die Kosten der Mobilität zu senken. Der Druck auf Mobilitätsanbieter, alle diese Anforderungen zu erfüllen, wird voraussichtlich stetig zunehmen. Die FuE-Strategie von Mobility ist darauf fokussiert, Züge und Infrastrukturen intelligenter zu machen und dabei die Kapitalrentabilität der Kunden zu erhöhen, den Fahrgastkomfort zu verbessern sowie Verfügbarkeit zu gewährleisten. Dekarbonisierung und nahtlos vernetzte (E-)Mobilität sind Schlüsselfaktoren für die Zukunft des Transportwesens. Die wesentlichen FuE-Schwerpunkte bei Mobility umfassen die Entwicklung effizienter Fahrzeugplattformen mit optimierten Lebenszykluskosten sowie maximaler kundenindividueller Flexibilität, eine umweltfreundliche alternative Energieversorgungen für Züge (Batterien, Brennstoffzellen, Dualmodus) und Lastwagen (eHighway, Oberleitungen mit Strom), digitale Dienstleistungen für Bahnen über die Railigent Application Suite, cloud-basierte Signaltechnik in Form einer neuen Systemarchitektur für Bahninfrastrukturen und IoT-/cloud-basierte Konzepte, Lösungen für stärker automatisiertes und autonomes Fahren auf Schienen und Straßen sowie digitale Technologien und IoT-Lösungen, einschließlich Cyber-Sicherheit, Konnektivität, Simulation und digitalen Zwillings, Datenanalyse und KI, additiver Fertigung oder intermodaler Apps und Plattformen sowie verbundener E-Mobilität. Die Investitionen von Mobility konzentrieren sich hauptsächlich auf die Instandhaltung und Erweiterung der Produktionsstätten - beispielsweise in Sacramento in den USA oder am neuen Standort in Goole im Vereinigten Königreich -, um Projektanforderungen zu erfüllen und die Depotservices zu erweitern.
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| Geschäftsjahr | Veränderung in % (in Mio. €) | 2020 | 2019 | Ist | Vglb. |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 9.169 | 12.894 | -29 % | -29 % | |
| Umsatzerlöse | 9.052 | 8.916 | 2 % | 2 % | |
| Angepasstes EBITA | 822 | 983 | -16 % | ||
| Angepasste EBITA-Marge | 9,1 % | 11,0 % |
Auch wenn Mobility im Geschäftsjahr 2020 eine Reihe wichtiger Aufträge gewonnen hat, sank der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr, in dem das Volumen aus Großaufträgen sehr viel höher war. Zu den bedeutenden Aufträgen im Geschäftsjahr 2020 gehörten eine Order über 1,1 Mrd. € für Hochgeschwindigkeitszüge, Aufträge für die Mireo-Plattform für Regionalzüge, darunter eine erste Bestellung batterieelektrischer Züge, einschließlich langfristiger Serviceverträge, die erste Bestellung von 100 Zweikraftlokomotiven aus einem Rahmenvertrag von bis zu 400 Fahrzeugen - diese Aufträge stammten alle aus Deutschland - sowie ein Auftrag für Signalinfrastruktur in Singapur. Die Umsatzerlöse stiegen aufgrund deutlicher Zuwächse im Zuggeschäft durch die starke Abarbeitung des hohen Auftragsbestands sowie im Kundenservicegeschäft. Gegenläufig wirkten niedrigere Umsatzerlöse im Bahninfrastrukturgeschäft. Die Volumenentwicklung in den Bahninfrastruktur- und Kundenservicegeschäften wurde durch Effekte in Verbindung mit COVID-19 belastet. Dazu zählten der eingeschränkte Zugang zu Kundenstandorten und die geringere Fahrleistung im öffentlichen Verkehr. Geografisch betrachtet stiegen die Umsatzerlöse in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, insbesondere aufgrund eines beträchtlichen Wachstumsbeitrags aus Deutschland, und in der Region Amerika. Gegenläufig wirkte ein prozentual zweistelliger Rückgang der Umsatzerlöse in der Region Asien, Australien. Das Angepasste EBITA und die Profitabilität sanken aufgrund einer weniger günstigen Zusammensetzung der Umsatzerlöse mit einem geringeren Anteil aus dem höhermargigen Bahninfrastrukturgeschäft sowie infolge von Aufwendungen in Verbindung mit COVID-19 für interne Maßnahmen zur Gewährleistung der Gesundheit der Mitarbeiter an Fertigungsstandorten. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen betrugen wie im Vorjahr 20 Mio. €. Der Auftragsbestand von Mobility belief sich zum Geschäftsjahresende auf 32 Mrd. €, von denen voraussichtlich 8 Mrd. € im Geschäftsjahr 2021 als Umsatzerlöse realisiert werden.
Während die langfristige Nachfrage nach effizienten und umweltfreundlichen öffentlichen Transportmitteln ein Wachstumstreiber an den von Mobility bedienten Märkten bleibt, spiegelte sich in der Auftragsentwicklung im Geschäftsjahr 2020 teilweise die durch COVID-19 bedingte Verschiebung von großen Zug- und Infrastrukturprojekten wider. Dies führte zu einem vorübergehenden Rückgang des Marktvolumens, insbesondere in Europa. Trotz dieser Verschiebungen war die Marktentwicklung in Europa weiter durch die Vergabe von mittelgroßen bis großen Aufträgen geprägt. Dies zeigte sich insbesondere in Deutschland, Frankreich sowie im Vereinigten Königreich. Die Nachfrage aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Afrika wurde durch anhaltende Unsicherheiten in Zusammenhang mit Budgetbeschränkungen und dem politischen Umfeld beeinträchtigt. Die Investitionstätigkeit in der Region Amerika wurde maßgeblich von der Nachfrage nach Nah- und Fernverkehrszügen getragen; dies galt insbesondere für die USA und Kanada. In der Region Asien, Australien verzeichneten die Märkte in China anhaltende Investitionen in Hochgeschwindigkeitszüge, Nahverkehr, Frachtlogistik und Bahninfrastruktur. Indien investiert weiter in die Modernisierung der Transportinfrastruktur des Landes. Wir erwarten, dass diese regionalen Hauptinvestitionstrends im Geschäftsjahr 2021 anhalten werden. Außerdem erwarten wir, dass das Marktvolumen im Geschäftsjahr 2021 das Niveau vor der Pandemie übertreffen wird. Dies dürfte teilweise auf fiskalpolitische Anreize zurückzuführen sein, die Bahnbetreibern und öffentlichen Verkehrsbetrieben in verschiedenen Ländern zugutekommen. Insgesamt dürften Bahntransport und intermodale Mobilitätslösungen aufgrund der auf der ganzen Welt weiter voranschreitenden Urbanisierung im Fokus bleiben. In den Schwellenländern werden steigende Einkommen voraussichtlich zu einer größeren Nachfrage nach öffentlichen Transportlösungen führen.
A.3.5 Siemens Healthineers
Siemens als Mehrheitseigentümer hält rund 79 % der Aktien an der börsennotierten Siemens Healthineers AG, Deutschland (Siemens Healthineers). Siemens Healthineers ist ein weltweiter Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen und entwickelt, produziert und vertreibt dazu ein vielfältiges Angebot an Bildgebungs-, Diagnostik- und neuartigen Therapieprodukten und Dienstleistungen an Gesundheitsdienstleister. Siemens Healthineers offeriert außerdem klinische Beratungsleistungen, abgerundet durch ein umfangreiches Set an Trainings- und Serviceangeboten. Dieses umfassende Portfolio unterstützt Kunden entlang der Behandlungskette, von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Das Spektrum der Kunden reicht von öffentlichen und privaten Gesundheitsdienstleistern, einschließlich Krankenhäusern und Krankenhaussystemen, öffentlichen und privaten Kliniken und Laboren, Universitäten, Ärzten/Ärztegemeinschaften, öffentlichen Gesundheitsbehörden sowie gesetzlichen und privaten Krankenkassen bis hin zu Pharmaunternehmen und klinischen Forschungsinitiativen. In seinem Imaging-Geschäft sind die wichtigsten Produkte Geräte, die Magnetresonanz, Computertomographie, Röntgensysteme, molekulare Bildgebung und Ultraschall umfassen. Das Diagnostics-Geschäft umfasst Produkte und Dienstleistungen für In-vitro-Diagnostika, die Gesundheitsdienstleistern im Bereich der Labordiagnostik, molekularen Diagnostik und Point-of-Care-Diagnostik zur Verfügung gestellt werden. Die Produkte im Advanced-Therapies-Geschäft erleichtern die bildgesteuerte minimalinvasive Behandlung in Bereichen wie Kardiologie, interventioneller Radiologie, Chirurgie und Radioonkologie. Im Oktober 2019 erwarb Siemens Healthineers Corindus Vascular Robotics, Inc., USA (Corindus), zu einem Kaufpreis von 1,1 Mrd. US$ (1,0 Mrd. €) in bar. Corindus entwickelt und vertreibt eine robotergestützte Plattform für kardiovaskuläre und periphere vaskuläre Eingriffe und wurde in das Advanced-Therapies-Geschäft integriert. Im September 2020 platzierte die Siemens Healthineers AG 75 Mio. neue Aktien bei institutionellen Investoren. Da Siemens an der Kapitalerhöhung nicht teilnahm, reduzierte sich der Siemens-Anteil an Siemens Healthineers von 85 % auf 79 %. Die Wettbewerber in den Imaging- und Advanced-Therapies-Geschäften sind hauptsächlich eine kleine Zahl von großen multinationalen Unternehmen, während der Diagnostikmarkt fragmentiert ist mit globalen Wettbewerbern, die international und über Marktsegmente hinweg konkurrieren und sich zudem mit mehreren regionalen Akteuren und spezialisierten Unternehmen in Nischentechnologien konfrontiert sehen. Ein Großteil der Umsatzerlöse von Siemens Healthineers stammt aus wiederkehrenden Geschäften. Deshalb sind die Geschäftstätigkeiten in bestimmtem Umfang unbeeinflusst von kurzfristigen Konjunkturentwicklungen. Dagegen besteht eine direkte und indirekte Abhängigkeit von weltweiten Trends im Gesundheitsmarkt und Entwicklungen in der Gesundheitspolitik sowie geopolitischen Entwicklungen. Die für Siemens Healthineers relevanten Märkte werden von vier wesentlichen Trends beeinflusst. Der erste ist die demografische Entwicklung, insbesondere die weltweit wachsende und alternde Bevölkerung. Diese Entwicklung stellt die weltweiten Gesundheitssysteme vor große Herausforderungen und bietet gleichzeitig Chancen, da sich die Nachfrage nach kosteneffizienten Lösungen für die Gesundheitsversorgung intensiviert. Der zweite Trend ist die wirtschaftliche Entwicklung in Schwellenländern, die vielen Menschen einen besseren Zugang zu einer Gesundheitsversorgung ermöglicht. Aufgrund der weiter wachsenden Mittelschicht werden nach wie vor signifikante Investitionen in die Erweiterung der privaten und öffentlichen Gesundheitssysteme vorgenommen, die die allgemeine Nachfrage nach Produkten und Services im Gesundheitswesen erhöhen und somit das Marktwachstum fördern.# Der dritte Trend ist die Zunahme an chronischen Erkrankungen, bedingt durch eine wachsende alternde Bevölkerung sowie umwelt- und lebensstilbedingter Veränderungen. Diese Entwicklung setzt die Gesundheitssysteme zusätzlich unter Druck und führt zu erhöhten Kosten, diese Herausforderungen anzugehen. Der vierte globale Trend, die Transformation der Leistungserbringer, resultiert aus einer Kombination von gesellschaftlichen Entwicklungen und Markteinwirkungen. Diese veranlassen Leistungserbringer im Gesundheitswesen dazu, ihre Leistungen in anderer Art und Weise zu planen und zu erbringen. Aufgrund des wachsenden Kostendrucks im Gesundheitswesen werden neue Vergütungsmodelle für Gesundheitsdienstleistungen, wie beispielsweise wertbasierte statt behandlungsbasierte Vergütung, eingeführt. Digitalisierung und KI werden voraussichtlich Schlüsselfaktoren für Gesundheitsversorger sein, da sie sich zunehmend darauf fokussieren, die ganzheitliche Patientenerfahrung zu verbessern, bei besseren Ergebnissen und einer allgemeinen Verringerung der Behandlungskosten. Treiber dieser Entwicklung sind unter anderem zunehmende gesellschaftliche Widerstände gegenüber den Kosten der Gesundheitsversorgung, die wachsende Professionalisierung der Kostenträger, Belastungen durch chronische Krankheiten sowie der rapide wissenschaftliche Fortschritt. Als Folge davon schließen sich Gesundheitsdienstleister in Netzwerken zusammen, woraus größere Klinik- und Laborketten resultieren, oft auf internationaler Ebene, die mehr und mehr wie Großunternehmen agieren. Die Anwendung dieser industriellen Logik auf den Gesundheitsmarkt kann zu systematischen Qualitätsverbesserungen bei gleichzeitig niedrigeren Kosten führen. Aufgrund der Notwendigkeit, dass Gesundheitssysteme weltweit bessere Ergebnisse zu geringeren Kosten erzielen müssen, ist die Regulierung weltweit zunehmend darauf ausgerichtet, neue Vergütungsmodelle für Gesundheitsdienstleistungen einzuführen. Dies führt dazu, dass die Erstattungen im Gesundheitswesen nicht mehr anhand der Anzahl der Eingriffe, sondern auf Grundlage des Behandlungserfolgs ermittelt werden. Derzeit gibt es in den meisten Industrieländern Überlegungen, regulatorische Änderungen innerhalb ihrer Gesundheitssysteme durchzuführen.
Die FuE-Aktivitäten von Siemens Healthineers sind durchgehend darauf ausgerichtet, innovative und nachhaltige Lösungen für die Kunden zu schaffen und gleichzeitig die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und weiter zu verbessern. Insbesondere im Umfeld der KI wurden die Aktivitäten weiter ausgebaut. Mittlerweile hat Siemens Healthineers mehr als 65 KI-basierte Produkte und Anwendungen im Markt, die die Produktivität der Kunden weiter steigern sowie präzisere und individuell auf den Patienten zugeschnittene klinische Entscheidungen ermöglichen. Auch beim Laborsystem Atellica Solution kommt im Bereich der Probenhandhabung und -klassifizierung im Geschäftsjahr 2021 KI-basierte Technologie zum Einsatz. Darüber hinaus erweitert Siemens Healthineers kontinuierlich sein Portfolio an digitalen Dienstleistungen, um Kunden bei der Umsetzung auf wertbasierte Gesundheitsversorgung zu unterstützen. Die digitale Gesundheitsplattform Teamplay bringt Daten, Anwendungen und Dienstleistungen zusammen, um auf effiziente Weise bessere Entscheidungen für Patienten zu treffen. Neben dieser kontinuierlichen Erneuerung des Portfolios verbessert Siemens Healthineers auch bestehende Produkte und Lösungen. Die Investitionen von Siemens Healthineers werden hauptsächlich zur Verbesserung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit eingesetzt und bezogen sich im Wesentlichen auf die Fertigungslandschaft, um die Fertigungskapazitäten und technischen Möglichkeiten zu erweitern, insbesondere in China und den USA, sowie auf immaterielle Vermögenswerte, einschließlich aktivierter Entwicklungsaufwendungen für weitere Produkte innerhalb der Produktlinien Atellica Solution und Blutgasanalytik.
Geschäftsjahr
| Veränderung in % (in Mio. €) | 2020 | 2019 | Ist | Vglb. | |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 16.163 | 15.853 | 2 % | 3 % | |
| Umsatzerlöse | 14.460 | 14.517 | 0 % | 0 % | |
| Angepasstes EBITA | 2.184 | 2.461 | -11 % | ||
| Angepasste EBITA-Marge | 15,1 % | 17,0 % |
Im Geschäftsjahr 2020 stieg der Auftragseingang aufgrund von Zuwächsen im Diagnostics- und im Imaging-Geschäft leicht an, gegenläufig wirkte ein Rückgang im Advanced-Therapies-Geschäft. Regional betrachtet stieg der Auftragseingang in Amerika sowie Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten an, während er in Asien, Australien annähernd auf Vorjahresniveau lag. Bei den Umsatzerlösen wurden leichte Anstiege in den Imaging- und Advanced-Therapies-Geschäften durch einen moderaten Rückgang im Diagnostics-Geschäft aufgewogen. Regional betrachtet wurde moderates Wachstum in Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten durch leichte Abnahmen in Amerika und Asien, Australien aufgewogen. Das Angepasste EBITA war im Vorjahresvergleich rückläufig, hauptsächlich aufgrund des Diagnostics-Geschäfts, bei dem COVID-19 zu einem geringeren Testvolumen für Routineuntersuchungen und höheren Kosten führte. Zudem stiegen die Kosten in Zusammenhang mit Atellica Solution. Im Advanced-Therapies-Geschäft war das Angepasste EBITA leicht rückläufig. Im Gegensatz dazu erzielte das Imaging-Geschäft erneut ein starkes Ergebnis, das höher war als im Vorjahr. Die Aufwendungen für Personalrestrukturierung beliefen sich auf 65 Mio. €, gegenüber 57 Mio. € im Geschäftsjahr 2019. Der Auftragsbestand von Siemens Healthineers belief sich zum Geschäftsjahresende auf 18 Mrd. €. Es wird erwartet, dass davon 6 Mrd. € im Geschäftsjahr 2021 als Umsatzerlöse realisiert werden.
Die Märkte von Siemens Healthineers waren im Geschäftsjahr 2020 von COVID-19 beeinflusst, wobei die langfristigen Markttrends insgesamt intakt blieben. Allerdings verstärkte die Pandemie einige von ihnen und hat so, zum Beispiel, den ohnehin zunehmenden Kostendruck auf Gesundheitssysteme und Kunden auf ein beispielloses Niveau gehoben. Die vom Imaging-Geschäft bedienten Märkte erfuhren im Allgemeinen einen leichten Rückgang. Erhebliche Marktrückgänge in wesentlichen Modalitäten, wie etwa Magnetresonanztomografen, wurden dabei durch eine erhöhte Nachfrage nach Geräten und Lösungen ausgeglichen, die für die Diagnose und Behandlung von COVID-19 genutzt werden. Daraus resultierte ein moderates bis beträchtliches Wachstum dieser Marktsegmente. Siemens Healthineers erwartet, dass eine Markterholung nicht vor Ablauf des Geschäftsjahrs 2021 stattfinden wird. Beim Diagnostics-Geschäft wuchsen die Märkte für Point-of-Care-Tests, die zur Patientenüberwachung eingesetzt werden, sowie für Labortests zum Nachweis von SARS-CoV-2 und zur Antikörperbestimmung. Gleichzeitig verringerte sich die Nachfrage nach bestimmten diagnostischen Reagenzien, insbesondere für Routinetests, da die Anzahl der Patienten abnahm. Die weitere Entwicklung der Diagnostics-Märkte ist abhängig von einer Reihe von Faktoren in Zusammenhang mit COVID-19. Dazu zählen die Entwicklung eines Impfstoffs, weitere Pandemiewellen und eine mögliche aufgestaute Nachfrage an Routine-Tests. Es wird erwartet, dass die Tests auf SARS-CoV-2 dem Markt einen Wachstumsschub im Geschäftsjahr 2021 geben werden. Die Märkte von Advanced Therapies waren beeinträchtigt, was zu einem deutlichen Marktrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr führte. Vor dem Hintergrund, dass Krankenhäuser Kapazitäten und Ressourcen für potenzielle COVID-19-Notfälle vorhalten mussten, nahm die Anzahl an Routine- und elektiven Eingriffen im Geschäftsjahr stark ab. Es wird erwartet, dass sich in diesen Märkten erst nach Ablauf des Geschäftsjahrs 2021 eine vollständige Erholung einstellen wird.
Regional betrachtet unterstützten in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten staatliche Investitionsprogramme in bestimmten Ländern sowie eine COVID-19-bezogene erhöhte Nachfrage in einigen großen Ländern das Marktwachstum für die Imaging- und Advanced-Therapies-Geschäfte. Negative Effekte aufgrund von Ausgangssperren in den Ländern wurden dadurch ausgeglichen, was zu einem insgesamt deutlichen bis beträchtlichen Wachstum dieser Märkte im Geschäftsjahr 2020 führte. Für das deutliche Wachstum des Diagnostics-Marktes in dieser Region waren Testprogramme auf SARS-CoV-2 ausschlaggebend. In den USA führten verschobene und gestoppte Projekte sowie der eingeschränkte Zugang zu Anbietern im Gesundheitswesen infolge der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen Ausgangssperren zu beträchtlichen Rückgängen in allen Imaging- und Advanced-Therapies-Märkten. Die zunehmenden COVID-19-Fallzahlen erhöhten das Wachstum des Diagnostics-Marktes in den USA deutlich, da dadurch auch die Nachfrage nach molekulardiagnostischen und Point-of-Care COVID-19-Tests weiter zunahm. In China, dem wichtigsten Markt für Siemens Healthineers in der Region Asien, Australien, führten Ausgangssperren sowie verschobene und abgesagte elektive Eingriffe zu einem deutlichen Rückgang des Advanced-Therapies-Marktes. Staatliche Investitionen in einzelnen Provinzen mit hohen COVID-19-Fallzahlen bestimmten das beträchtliche Wachstum des Imaging-Marktes. Das zunehmende private Marktsegment war durch COVID-19 stärker belastet, was eine langsamere Erholung und eine Konsolidierung in diesem Segment nach sich ziehen könnte. Auch wenn diagnostische Testverfahren in breitem Umfang angewendet wurden, um SARS-CoV-2 nachzuweisen, darunter auch breit angelegte Testreihen der gesamten Bevölkerung bestimmter Regionen, konnte diese zusätzliche Nachfrage den Rückgang an Routine-Tests nicht auffangen. Dies führte insgesamt zu einem beträchtlichen Marktrückgang im Bereich Diagnostics.
Mit der geplanten Akquisition von Varian Medical Systems, Inc., USA (Varian), die im August 2020 bekannt gegeben wurde, wird Siemens Healthineers ein zusätzliches Geschäft erwerben, das den Bereich der Krebsversorgung bedient und innovative Lösungen in der Strahlentherapie und der dazugehörigen Software anbietet.# A.3.6 Siemens Financial Services
Siemens Financial Services (SFS) unterstützt seine Kunden bei Investitionsvorhaben mit Leasinglösungen, strukturierten Finanzierungen sowie Finanzierungen für Ausrüstungen und Projekte. Dies erfolgt durch die Bereitstellung von Fremd- und Eigenkapital. Aufbauend auf profundem Finanzierungs-Know-how und technologischem Expertenwissen aus den Geschäften von Siemens bietet SFS Finanzlösungen für Siemens-Kunden sowie andere Unternehmen.
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 345 | 632 |
| Eigenkapitalrendite (ROE) (nach Steuern) | 11,7 % | 19,1 % |
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Gesamtvermögen | 28.946 | 29.901 |
Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging im Vergleich zum Vorjahr sehr stark zurück. Aus der seit Beginn des Kalenderjahrs 2020 anhaltend hohen Unsicherheit an den Märkten von SFS, einschließlich der COVID-19-Auswirkungen, resultierte ein sehr starker Anstieg der Kreditvorsorgen im Fremdfinanzierungsgeschäft im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019. Das Ergebnis im Beteiligungsgeschäft lag beträchtlich unter dem des Vorjahrs, hauptsächlich aufgrund der Wertminderung einer Beteiligung in den USA in Höhe von 98 Mio. €. Der Rückgang des Gesamtvermögens gegenüber dem Geschäftsjahresende 2019 ergab sich vorwiegend aus negativen Währungsumrechnungseffekten. Der Geldsaldo von SFS (definiert als die Summe der Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit) betrug -284 Mio. €, im Vergleich zu -782 Mio. € im Geschäftsjahr 2019. Im Geldsaldo wirkten ein Free Cash Flow von 611 (im Vj. 621) Mio. € sowie die übrigen Zahlungsmittelflüsse aus Investitionstätigkeit, unter anderem die Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen, in Höhe von -895 (im Vj. - 1.403) Mio. €. SFS ist vor allem auf die industriellen Geschäfte von Siemens und dessen Märkte ausgerichtet. Daher ist SFS unter anderem von der wirtschaftlichen Entwicklung der von den industriellen Geschäften bedienten Märkte beeinflusst. SFS wird sein Geschäft weiter auf Bereiche fokussieren, die erhebliches Expertenwissen erfordern.
A.3.7 Portfolio Companies
Portfolio Companies umfasst Geschäfte, die ein breites Spektrum von kunden- und anwendungsspezifischen Produkten, Softwareangeboten, Lösungen, Systemen und Services für verschiedene Branchen beinhalten, einschließlich Öl und Gas, Schiffbau, Bergbau, Zement, Wasserwirtschaft, Fasern, Wind, Logistik und Energie. Nichtrealisierte Potenziale dieser Geschäfte erfordern eine Anpassung ihrer Konzepte. Dies geschieht über bestimmte Maßnahmen, wie beispielsweise interne Umorganisationen, Digitalisierung, Kostenverbesserungen sowie Optimierung des Einkaufs, der Produktion und des Service. Nach Erreichen bestimmter Leistungsziele können die Geschäfte in ein industrielles Geschäft von Siemens übertragen, mit externen Geschäften in der jeweiligen Branche kombiniert, im Rahmen einer Börsennotierung abgespalten oder in eine externe Private-Equity-Partnerschaft eingebracht werden. Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2020 wurden die Beteiligungen an Ethos Energy Group Limited sowie Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG, das Unterseesystemgeschäft sowie der größte Teil des Prozesslösungsgeschäfts in das ehemalige Segment Gas and Power übertragen, und im Laufe des zweiten Quartals des Geschäftsjahrs 2020 wurde der Siemens-Anteil an Primetals Technologies Limited verkauft. Nach diesen Veränderungen beinhaltete Portfolio Companies zum Ende des Geschäftsjahrs 2020 hauptsächlich die folgenden vollkonsolidierten Einheiten, die eigenständig geführt werden: Getriebe und Kupplungen (Mechanical Drives) und Generatoren für Windturbinen (Wind Energy Generation), die zum Ende des Geschäftsjahrs 2020 im Unternehmen Flender zusammengefasst wurden, Elektromotoren, Umrichter und Generatoren (Large Drives Applications), Sortiertechnik und -lösungen für Post, Paket, Gepäck und Fracht (Siemens Logistics) sowie bestimmte regional verbleibende Geschäftsaktivitäten des ehemaligen Segments Gas and Power (Siemens Energy Assets), die aufgrund länderspezifischer regulatorischer Beschränkungen oder aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht in Siemens Energy ausgegliedert wurden. Siemens Energy Assets wurde im Laufe des zweiten Quartals des Geschäftsjahrs 2020 in Portfolio Companies umgegliedert. Portfolio Companies hält außerdem eine nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung an der Valeo Siemens eAutomotive GmbH. Abgesehen von einigen Ausnahmen reagiert die Nachfrage innerhalb der Branchen, die durch Portfolio Companies bedient werden, im Allgemeinen verzögert auf Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Einheiten sind allerdings stark von den Investitionszyklen der Kunden ihrer Hauptbranchen abhängig. In rohstoffnahen Industrien wie Öl und Gas oder Bergbau werden diese Zyklen vor allem durch Schwankungen der Rohstoffpreise und weniger durch Produktionsvolumenänderungen bestimmt. Das breite Spektrum der vollkonsolidierten Einheiten mit ihrem insgesamt gesehen heterogenen industriellen Kundenstamm zeigt sich auch in ihren Vertriebskanälen: Während zum Beispiel das Large-Drives-Applications-Geschäft die gemeinsame regionale Vertriebsorganisation der industriellen Geschäfte von Siemens wirksam nutzt, ist bei anderen Geschäften ein spezieller Vertriebsansatz erforderlich, der auf dem profunden Verständnis der jeweiligen Industrie- und Kundenanforderungen basiert.
| Geschäftsjahr | Veränderung in % | (in Mio. €) | 2020 | 2019 | Ist | Vglb. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 5.258 | 5.562 | -5 % | -4 % | ||
| Umsatzerlöse | 5.393 | 5.455 | -1% | 0 % | ||
| Angepasstes EBITA | -504 | 2 | k.A. | |||
| Angepasste EBITA-Marge | -9,3 % | 0,0 % |
Die Volumenentwicklung wurde durch die COVID-19-Auswirkungen und die Ölpreisentwicklung zurückgehalten. Hauptsächlich wegen Siemens Logistics sowie Large Drives Applications war der Auftragseingang rückläufig. Die Umsatzerlöse gingen im Wesentlichen wegen Siemens Energy Assets zurück, vor allem in Zusammenhang mit angeordneten Fabrikschließungen. Dies überwog Zunahmen bei den anderen vollkonsolidierten Einheiten, in erster Linie bei den Geschäften von Flender. Obwohl die vollkonsolidierten Einheiten gute Fortschritte machten und ihr Ergebnis verbesserten, ging ihr Angepasstes EBITA stark gegenüber dem Vorjahr zurück. Dies lag an einer Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 99 Mio. € in Verbindung mit Siemens Energy Assets, hauptsächlich in Folge der Aktivitäten in Asien. Zudem war das Ergebnis aus Beteiligungen sehr stark rückläufig, hauptsächlich aufgrund einer Wertminderung der Beteiligung an Valeo Siemens eAutomotive in Höhe von 453 Mio. €. In den kommenden Quartalen werden volatile Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erwartet. Der Auftragsbestand von Portfolio Companies belief sich zum Geschäftsjahresende auf 4 Mrd. €; es wird erwartet, dass davon 3 Mrd. € im Geschäftsjahr 2021 als Umsatzerlöse realisiert werden. Obwohl Portfolio Companies aufgrund der Breite der Geschäfte auf unterschiedlichen Märkten aktiv ist, gilt allgemein, dass die Hauptmärkte durch zunehmende geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten geprägt sind. Dies schließt die oben erwähnten Entwicklungen ein, und es ist damit zu rechnen, dass darunter die Investitionsneigung auch im folgenden Jahr leidet. Im Geschäftsjahr 2020 verzeichneten die Geschäfte von Flender auf 2.185 (im Vj. 2.021) Mio. € angestiegene Umsatzerlöse sowie ein auf 169 (im Vj. 129) Mio. € verbessertes Angepasstes EBITA. Ende Oktober 2020 vereinbarte Siemens den Verkauf der Flender GmbH, Deutschland, an Carlyle Group Inc., USA, zu einem Preis von 2,0 Mrd. €. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von außenwirtschaftlichen und fusionskontrollrechtlichen Freigaben und wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2021 abgeschlossen. Die Kriterien zur Klassifizierung der Geschäfte von Flender als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten werden im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2021 erfüllt sein.
A.3.8 Überleitung Konzernabschluss Ergebnis
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Siemens Energy Beteiligung | -24 | |
| Siemens Real Estate | 325 | 135 |
| Zentrale Posten | -892 | -472 |
| Zentral getragene Pensionsaufwendungen | -211 | -210 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden | -691 | -634 |
| Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen | -236 | -310 |
| Überleitung Konzernabschluss | -1.730 | -1.491 |
Siemens Energy Beteiligung beinhaltete die Ergebnisse in Verbindung mit unserer Beteiligung an Siemens Energy in der Zeit zwischen dem 25. September 2020 (Tag der Abspaltung) und dem Geschäftsjahresende. Siemens Real Estate erzielte ein höheres Ergebnis vor allem aufgrund von Veräußerungsgewinnen, hauptsächlich aus Übertragungen in den Siemens Pension-Trust e.V. in Deutschland zur Dotierung der Pensionspläne. Diese schließen einen Gewinn in Höhe von 219 Mio. € aus der Übertragung einer Beteiligung im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2020 ein. Die Veränderung bei Zentrale Posten ergab sich durch verschiedene Faktoren. Die Hauptursache war eine positive Wirkung im Vorjahr aus der Bewertung einer wesentlichen Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtung. Die Aufwendungen für Personalrestrukturierung in Zentrale Posten betrugen 68 (im Vj. 99) Mio. €. Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen beinhalteten niedrigere Zinsaufwendungen auf Finanzschulden.
A.4 Ertragslage
A.4.1 Auftragseingang und Umsatzerlöse nach Regionen
Währungsumrechnungseffekte verminderten die Entwicklung des Auftragseingangs und der Umsatzerlöse um jeweils einen Prozentpunkt; Portfoliotransaktionen erhöhten die Entwicklung des Auftragseingangs um einen Prozentpunkt, hatten aber im Vorjahresvergleich nur geringfügige Auswirkungen auf die Umsatzerlösentwicklung. Das sich ergebende Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill) betrug im Geschäftsjahr 2020 für Siemens 1,05.Der Auftragsbestand zum 30. September 2020 belief sich auf 70 Mrd. €.
Auftragseingang (Sitz des Kunden)
| Geschäftsjahr | Veränderung in % (in Mio. €) | 2020 | 2019 | Ist | Vglb. |
|---|---|---|---|---|---|
| Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 28.571 | 32.164 | -11 % | -11 % | |
| davon: Deutschland | 10.927 | 10.088 | 8 % | 8 % | |
| Amerika | 17.045 | 18.469 | -8 % | -9 % | |
| davon: USA | 14.458 | 14.675 | -1 % | -5 % | |
| Asien, Australien | 14.361 | 14.049 | 2 % | 3 % | |
| davon: China | 7.840 | 7.065 | 11 % | 12 % | |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | 59.977 | 64.682 | -7 % | -7 % | |
| davon: Schwellenländer ¹ | 16.120 | 18.111 | -11 % | -8 % |
¹ Definiert in Übereinstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds.
In einem aufgrund von COVID-19 herausfordernden Umfeld war der Auftragseingang von externen Kunden im Vorjahresvergleich deutlich rückläufig, hauptsächlich wegen eines starken Rückgangs bei Mobility, das im Vorjahr ein höheres Volumen aus Großaufträgen erzielt hatte. Während Siemens Healthineers ein leichtes Wachstum verzeichnete, lag der Auftragseingang bei Digital Industries nahe dem Vorjahresniveau, bei Smart Infrastructure ging er deutlich zurück. Der Rückgang in den Schwellenländern war hauptsächlich auf einen niedrigeren Auftragseingang in Russland zurückzuführen, der im Vorjahr einen Auftrag bei Mobility über 1,2 Mrd. € für Hochgeschwindigkeitszüge einschließlich Wartung enthielt. In der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten war der Auftragseingang im Vorjahresvergleich erheblich niedriger, hauptsächlich aufgrund eines geringeren Volumens aus Großaufträgen bei Mobility, das im Vorjahr mehrere solcher Verträge verzeichnete, und der deutlichen Rückgänge bei Smart Infrastructure und Digital Industries, die nur teilweise durch einen moderaten Anstieg bei Siemens Healthineers ausgeglichen wurden. Im Gegensatz zur Region insgesamt stieg der Auftragseingang in Deutschland deutlich, vor allem wegen des sehr starken Wachstums bei Mobility, das im Berichtsjahr mehrere Großaufträge erhielt, darunter einen Auftrag über 1,1 Mrd. € für Hochgeschwindigkeitszüge und einen Auftrag über 0,3 Mrd. € für Regionalzüge. Siemens Healthineers verzeichnete in Deutschland ein deutliches Wachstum, während der Auftragseingang bei Smart Infrastructure und Digital Industries rückläufig war. Der Auftragseingang in der Region Amerika war ebenfalls stark von einem rückläufigen Volumen aus Großaufträgen bei Mobility beeinflusst, das im Vorjahr Großaufträge aus den USA und Kanada enthalten hatte. Dieser Rückgang wurde nur teilweise durch ein deutliches Wachstum bei Digital Industries und einen moderaten Anstieg bei Siemens Healthineers ausgeglichen. Der Auftragseingang von Smart Infrastructure lag leicht unter dem Niveau des Vorjahrs. Die Auftragsentwicklung in den USA folgte weitgehend dem gleichen Muster, wie es für die Region Amerika zu verzeichnen war. In der Region Asien, Australien stieg der Auftragseingang insgesamt leicht an. Einem deutlichen Wachstum bei Digital Industries stand ein Rückgang bei Smart Infrastructure gegenüber. Das Wachstum des Auftragseingangs bei Digital Industries war in China besonders stark. Siemens Healthineers verzeichnete ebenfalls eine Zunahme in diesem Land, während die beiden anderen industriellen Geschäfte Rückgänge berichteten.
Umsatzerlöse (Sitz des Kunden)
| Geschäftsjahr | Veränderung in % (in Mio. €) | 2020 | 2019 | Ist | Vglb. |
|---|---|---|---|---|---|
| Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 28.062 | 28.821 | -3 % | -2 % | |
| davon: Deutschland | 9.726 | 9.882 | -2 % | -2 % | |
| Amerika | 15.464 | 15.597 | -1 % | -1 % | |
| davon: USA | 12.981 | 12.937 | 0 % | -1 % | |
| Asien, Australien | 13.613 | 14.065 | -3 % | -2 % | |
| davon: China | 7.254 | 6.947 | 4 % | 6 % | |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | 57.139 | 58.483 | -2 % | -2 % | |
| davon: Schwellenländer ¹ | 16.168 | 16.773 | -4 % | -1 % |
¹ Definiert in Übereinstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds.
Die Umsatzerlöse mit externen Kunden gingen im Vorjahresvergleich nur leicht zurück, im Wesentlichen aufgrund eines deutlichen Rückgangs bei Digital Industries, das hauptsächlich in den kurzzyklischen Automatisierungsgeschäften einen Rückgang in der Nachfrage verzeichnete. Smart Infrastructure berichtete eine leichte Abnahme, ebenfalls aufgrund der kurzzyklischen Geschäfte, während die Umsatzerlöse bei Siemens Healthineers nahe dem Vorjahresniveau lagen. Im Gegensatz dazu verzeichnete Mobility ein leichtes Umsatzerlöswachstum, im Wesentlichen aufgrund von Zunahmen im Zuggeschäft. Der Rückgang der Umsatzerlöse in den Schwellenländern war hauptsächlich auf niedrigere Umsatzerlöse in Ländern zurückzuführen, die stark von der Pandemie betroffen waren, dazu gehörte insbesondere Indien. Die Umsatzerlöse in Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten gingen moderat zurück. Eine beträchtliche Abnahme bei Digital Industries und ein leichter Rückgang bei Smart Infrastructure wurden dabei nur teilweise von moderatem Wachstum bei Mobility und Siemens Healthineers ausgeglichen. In Deutschland sanken die Umsatzerlöse nur leicht; eine Abnahme bei Digital Industries wurde durch Wachstum bei Mobility größtenteils ausgeglichen. In der Region Amerika lagen die Umsatzerlöse nahezu auf Vorjahresniveau. Dabei verzeichnete Mobility ein deutliches Wachstum, das von Rückgängen bei Siemens Healthineers und Digital Industries aufgewogen wurde. In den USA waren die Veränderungen der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr bei allen industriellen Geschäften gering. Die Umsatzerlöse in Asien, Australien sanken im Vorjahresvergleich moderat. Alle vier industriellen Geschäfte verzeichneten Rückgänge, hauptsächlich aufgrund des oben erwähnten Effekts aus der Pandemie in Indien. Im Gegensatz dazu stiegen die Umsatzerlöse in China moderat an, mit Zuwächsen in allen industriellen Geschäften außer Mobility.
A.4.2 Ergebnis
| Geschäftsjahr | Veränderung (in Mio. €, Ergebnis je Aktie in €) | 2020 | 2019 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Digital Industries | 3.252 | 2.880 | 13 % | |
| Smart Infrastructure | 1.302 | 1.465 | -11 % | |
| Mobility | 822 | 983 | -16 % | |
| Siemens Healthineers | 2.184 | 2.461 | -11 % | |
| Industrielle Geschäfte | 7.560 | 7.789 | -3 % | |
| Angepasste EBITA-Marge Industrielle Geschäfte | 14,3 % | 14,4 % | ||
| Siemens Financial Services | 345 | 632 | -45 % | |
| Portfolio Companies | -504 | 2 | k.A. | |
| Überleitung Konzernabschluss | -1.730 | -1.491 | -16 % | |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern | 5.672 | 6.933 | -18 % | |
| Ertragsteueraufwendungen | -1.382 | -1.775 | 22 % | |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten | 4.290 | 5.158 | -17 % | |
| Gewinn/Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern | -90 | 490 | k.A. | |
| Gewinn nach Steuern | 4.200 | 5.648 | -26 % | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 5,00 | 6,41 | -22 % | |
| ROCE | 7,8 % | 11,1 % |
Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern nahm infolge der oben beschriebenen Entwicklungen um 18 % ab. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen der fortgeführten Aktivitäten betrugen 591 Mio. €; davon entfielen 490 Mio. € auf Industrielle Geschäfte. Die Angepasste EBITA-Marge Industrielle Geschäfte belief sich im Geschäftsjahr 2020 ohne Aufwendungen für Personalrestrukturierung auf 15,2 %. Im Vorjahr betrugen die Personalrestrukturierungsaufwendungen der fortgeführten Aktivitäten 340 Mio. €; davon entfielen 215 Mio. € auf Industrielle Geschäfte. Die Steuerquote von 24 % für das Geschäftsjahr 2020 lag unter dem Wert von 26 % im Vorjahr. Sie profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr von weitgehend steuerfreien Gewinnen aus der Neubewertung der Beteiligung an Bentley und aus der Übertragung von Beteiligungen an den Siemens Pension-Trust e.V. sowie von einem positiven Effekt aus einer rückwirkenden Steuersatzreduzierung; gegenläufig wirkten Verluste aus Wertminderungen, die nicht steuerlich abzugsfähig waren. Im Ergebnis nahm der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten um 17 % ab. Der Gewinn/Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern enthielt in beiden Jahren vor allem Ergebnisse in Zusammenhang mit Siemens Energy. Im Mai 2019 kündigte Siemens seine Absicht an, das Energiegeschäft in ein neues Unternehmen, Siemens Energy AG, einzubringen und im Rahmen einer Abspaltung an der Börse zu platzieren. Siemens Energy, beziehungsweise die Abspaltungsgruppe, umfasst das ehemalige berichtspflichtige Segment Gas and Power und den 67 %-Anteil von Siemens an SGRE, wovon 8,1 % im Februar 2020 von Iberdrola S.A. zu einem Kaufpreis von 1,1 Mrd. € erworben wurden. Die Kriterien einer Klassifizierung der Abspaltungsgruppe als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten waren zum Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahrs 2020 erfüllt. Die Ergebnisse und Zahlungsströme der Abspaltungsgruppe werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise Konzern-Kapitalflussrechnung für alle berichteten Zeiträume auf vergleichbarer Basis als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt. Mit Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten wurde die planmäßige Abschreibung auf die Vermögenswerte innerhalb der Abspaltungsgruppe eingestellt. Die Abspaltung wurde am 25. September 2020 vollzogen und Siemens Energy entkonsolidiert; der verbleibende Minderheitsanteil von Siemens an Siemens Energy wird nach der Equity-Methode bilanziert. Die negative Veränderung im Vorjahresvergleich war hauptsächlich auf Verluste bei Gas and Power sowie SGRE zurückzuführen, die beide im Vorjahr positive Ergebnisse berichtet hatten, sowie auf Ertragsteueraufwendungen in Höhe von 298 Mio. €, die vorwiegend in Verbindung mit der Ausgliederung der Abgangsgruppe von Siemens Energy standen. Gegenläufig wirkte ein Gewinn von 946 Mio. € (nach Abzug zugehöriger Aufwendungen, vor Steuern) in Zusammenhang mit der Abspaltung. Der Rückgang des unverwässerten Ergebnisses je Aktie spiegelt den Rückgang des auf die Aktionäre der Siemens AG entfallenden Gewinns nach Steuern wider, der sich von 5.174 Mio. € im Vorjahr auf 4.030 Mio. € im Geschäftsjahr 2020 verminderte. Gegenläufig wirkte die Verringerung des gewichteten Durchschnitts der Anzahl im Umlauf gewesener Aktien. Mit 7,8 % lag der ROCE, wie erwartet, unterhalb des in unserem Siemens Financial Framework festgelegten Bands.## A.4.3 Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2020 betrugen unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) 4,6 Mrd. €, gegenüber 4,7 Mrd. € im Geschäftsjahr 2019. Die Forschungsintensität, die sich aus dem Verhältnis von FuE-Aufwendungen zu Umsatzerlösen ergibt, lag bei 8,1 % (im Vj. 8,0 %). Die Zugänge zu aktivierten Entwicklungskosten betrugen wie im Vorjahr 0,4 Mrd. €. Zum 30. September 2020 hielt Siemens in seinen fortgeführten Aktivitäten weltweit rund 42.900 (im Vj. rund 42.400) erteilte Patente. Wir beschäftigten im Geschäftsjahr 2020 im Durchschnitt 40.800 FuE-Mitarbeiter. Unsere FuE-Aktivitäten sind letztlich darauf ausgerichtet, innovative und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden - und die Siemens-Geschäfte - zu entwickeln und damit zugleich unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die gemeinsame Umsetzung durch die operativen Einheiten und Corporate Technology, unsere zentrale FuE-Abteilung, stellt sicher, dass Forschungsaktivitäten und Geschäftsstrategien eng aufeinander abgestimmt sind und alle Einheiten gleichermaßen und schnell von technologischen Entwicklungen profitieren. Im Geschäftsjahr 2020 fokussierten wir uns, wie im Geschäftsjahr 2019, auf die folgenden Technologiefelder: additive Fertigung, autonome Robotik, Blockchain-Anwendungen, vernetzte (E-)Mobilität, Konnektivität und Edge Devices, Cyber-Sicherheit, Datenanalytik und künstliche Intelligenz, verteilte Energiesysteme, Energiespeicher, Zukunft der Automatisierung, Materialien, Leistungselektronik, Simulation und digitale Zwillinge sowie Softwaresysteme und -prozesse. Die Weiterentwicklung von Technologien betreiben wir auch durch unser »Open-Innovation-Konzept«. Dabei arbeiten wir eng mit Wissenschaftlern von führenden Hochschulen und Forschungsinstituten zusammen, sowohl im Rahmen bilateraler Kooperationen als auch in öffentlich geförderten Verbundprojekten. Im Fokus stehen dabei unsere strategischen Forschungspartner und insbesondere die acht Wissensaustauschzentren (Center of Knowledge Interchange), die wir an führenden Universitäten weltweit unterhalten. Next47, die weltweite Venture-Capital-Einheit von Siemens, stellt Kapital zur Verfügung, damit Start-ups wachsen und sich weiterentwickeln können. Sie trägt zur Entwicklung der künftigen Geschäfte von Siemens bei, indem sie innovative Firmen auf allen Entwicklungsstufen aufbaut, erwirbt und mit ihnen kooperiert. Next47 konzentriert sich darauf, zu antizipieren, wie neu entstehende Technologien unsere Zielmärkte beeinflussen werden. Durch diese Erkenntnisse können Siemens und unsere Kunden wachsen und sich im Zeitalter der Digitalisierung erfolgreich weiterentwickeln.
A.5 Vermögenslage
| 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 | Veränderung (in Mio. €) in % | |
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14.041 | 12.391 | 13 % |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 14.074 | 18.894 | -26 % |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 8.382 | 10.669 | -21 % |
| Vertragsvermögenswerte | 5.545 | 10.309 | -46 % |
| Vorräte | 7.795 | 14.806 | -47 % |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 1.523 | 1.103 | 38 % |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.271 | 1.960 | -35 % |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 338 | 238 | 42 % |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 52.968 | 70.370 | -25 % |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 20.449 | 30.160 | -32 % |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4.838 | 9.800 | -51 % |
| Sachanlagen | 10.250 | 12.183 | -16 % |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 7.862 | 2.244 | > 200 % |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 22.771 | 19.843 | 15 % |
| Aktive latente Steuern | 2.988 | 3.174 | -6 % |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.769 | 2.475 | -29 % |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 70.928 | 79.878 | -11 % |
| Bilanzsumme | 123.897 | 150.248 | -18 % |
Unsere Bilanzsumme zum Ende des Geschäftsjahrs 2020 war durch negative Währungsumrechnungseffekte von 7,5 Mrd. € beeinflusst, vor allem bedingt durch den US-Dollar. Der Hauptfaktor für den Rückgang der Vermögenswerte von Siemens im Geschäftsjahr 2020 war die Abspaltung von Siemens Energy. Dies betraf vor allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Vertragsvermögenswerte, Vorräte, Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte. Gegenläufig dazu wirkten die Zugänge bei Geschäfts- oder Firmenwerten sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten aufgrund der Akquisitionen von Corindus und ECG Management Consultants, USA (ECG), durch Siemens Healthineers. Für weitere Informationen siehe ZIFFER 3 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Eine ebenfalls abspaltungsbedingte Verringerung der Sachanlagen wurde teilweise durch die im Zuge der Erstanwendung von IFRS 16, Leasingverhältnisse, erfassten Vermögenswerte ausgeglichen. Für weitere Informationen siehe ZIFFER 2 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Der nach der Abspaltung verbliebene Minderheitsanteil an der Siemens Energy AG erhöhte die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen um 6,6 Mrd. €. Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte resultierte hauptsächlich aus einer Neueinschätzung der erwarteten Rückzahlungstermine bei Darlehensforderungen von SFS. Zum Teil wurde dieser Rückgang durch Forderungen ausgeglichen, die aus Kundenverträgen in Zusammenhang mit den Aktivitäten von Siemens Energy stammen und aus rechtlichen Gründen bei Siemens verbleiben. Die oben erwähnte Neueinschätzung der erwarteten Rückzahlungstermine von Darlehensforderungen war zudem der ausschlaggebende Faktor für die Erhöhung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte, zusammen mit der Neubewertung des Siemens-Anteils an Bentley.
A.6 Finanzlage
A.6.1 Kapitalstruktur
| 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 | Veränderung (in Mio. €) in % | |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden | 6.562 | 6.034 | 9 % |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.873 | 11.409 | -31 % |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.958 | 1.743 | 12 % |
| Vertragsverbindlichkeiten | 7.524 | 16.452 | -54 % |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.674 | 3.682 | -55 % |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 2.281 | 2.378 | -4 % |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 6.209 | 9.023 | -31 % |
| Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 35 | 2 | > 200 % |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten | 34.117 | 50.723 | -33 % |
| Langfristige Finanzschulden | 38.005 | 30.414 | 25 % |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 6.360 | 9.896 | -36 % |
| Passive latente Steuern | 664 | 1.305 | -49 % |
| Rückstellungen | 2.352 | 3.714 | -37 % |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 769 | 986 | -22 % |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.808 | 2.226 | -19 % |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 49.957 | 48.541 | 3 % |
| Summe Verbindlichkeiten | 84.074 | 99.265 | -15 % |
| Fremdkapitalquote | 68 % | 66 % | |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG | 36.390 | 48.125 | -24 % |
| Eigenkapitalquote | 32 % | 34 % | |
| Nicht beherrschende Anteile | 3.433 | 2.858 | 20 % |
| Bilanzsumme | 123.897 | 150.248 | -18 % |
Die Abspaltung von Siemens Energy war der Hauptfaktor für den Rückgang bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten, kurzfristigen Rückstellungen, sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Die Abspaltung ließ auch die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zurückgehen, allerdings waren Sonderdotierungen in Deutschland - unter anderem die Übertragung eines 9,9 %-Anteils an der Siemens Energy AG an den Siemens Pension-Trust e.V. - Haupttreiber für die Verringerung. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden und kurzfristig fälligen Anteile langfristiger Finanzschulden resultierte hauptsächlich aus Umgliederungen langfristiger Euro-Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 3,5 Mrd. € aus den langfristigen Finanzschulden, aus Emissionen aus dem Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen in Höhe von 1,3 Mrd. € sowie erhöhten Leasingverbindlichkeiten aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16. Gegenläufig dazu wirkten Rückgänge aufgrund der Rückzahlung von Euro- und US-Dollar-Schuldverschreibungen in Höhe von 4,0 Mrd. € sowie der Ausbuchung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Zusammenhang mit der Abspaltung von Siemens Energy. Die langfristigen Finanzschulden erhöhten sich in erster Linie aufgrund der Ausgabe von Schuldverschreibungen in Euro und britischen Pfund in Höhe von insgesamt 10,3 Mrd. € sowie erhöhten Leasingverbindlichkeiten im Zuge der oben erwähnten Erstanwendung von IFRS 16. Gegenläufig zu diesen Faktoren wirkten Rückgänge aus den oben erwähnten Umgliederungen von Euro-Schuldverschreibungen, Währungsumrechnungseffekte bei in US-Dollar und britischen Pfund ausgegebenen Schuldverschreibungen sowie die Abspaltung von Siemens Energy. Die Hauptgründe für die Verringerung der Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG waren Eigenkapitalveränderungen aus großen Portfoliotransaktionen in Höhe von insgesamt 9,6 Mrd. €, einschließlich der Übertragung des 55 %-Anteils an der Siemens Energy AG an die Siemens-Aktionäre, Dividendenzahlungen von 3,2 Mrd. € (für das Geschäftsjahr 2019), ein negatives sonstiges Ergebnis nach Steuern von 2,8 Mrd. € - überwiegend aufgrund von negativen Währungsumrechnungseffekten - sowie der Rückkauf von 19.071.746 eigenen Anteilen zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von 79,24 € je Aktie, im Gesamtbetrag von 1,5 Mrd. € (einschließlich Erwerbsnebenkosten). Dieser Rückgang wurde teilweise durch den auf die Aktionäre der Siemens AG entfallenden Gewinn nach Steuern in Höhe von 4,0 Mrd. € ausgeglichen.
KAPITALSTRUKTURKENNZAHL
Zum 30. September 2020 stieg unsere Kapitalstrukturkennzahl von 0,6 im Vorjahr auf 1,3. Die Veränderung war vor allem auf den oben genannten Anstieg der langfristigen Finanzschulden zurückzuführen.# FINANZSCHULDEN UND KREDITLINIEN
Zum 30. September 2020 betrugen die Anleihen und Schuldverschreibungen in Summe 38,3 Mrd. €, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,4 Mrd. €, die sonstigen Finanzschulden 2,1 Mrd. € sowie die Leasingverbindlichkeiten 2,8 Mrd. €. Die Anleihen und Schuldverschreibungen waren vorwiegend in US-Dollar und Euro sowie in geringerem Umfang in britischen Pfund begeben. Uns stehen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 23,0 Mrd. € zur Verfügung, die zum 30. September 2020 nicht in Anspruch genommen waren. Darin eingeschlossen ist eine Konsortialbrückenfinanzierung mit einem Betrag von annähernd 12,5 Mrd. € zur Absicherung der Finanzierung der Akquisition von Varian durch die Siemens Healthineers AG. Für weitere Informationen über diese Akquisition siehe ZIFFER 3 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Für weitere Informationen über unsere Finanzschulden siehe ZIFFER 16 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Für weitere Informationen zu den Aufgaben und Zielen des Finanzrisikomanagements siehe ZIFFER 25 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS.
AUSSERBILANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Zum 30. September 2020 betrug der nicht abgezinste maximale Haftungsbetrag, überwiegend für Kreditgarantien/-bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften, insgesamt 28,5 Mrd. €. Darin enthalten sind Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften und Kreditgarantien/-bürgschaften in Zusammenhang mit dem Geschäft von Siemens Energy, für die Siemens Rückgriffsrechte in voller Höhe hat. Zusätzlich zu diesen Verpflichtungen haben wir weitere Garantien/Bürgschaften übernommen. Die maximale Inanspruchnahme, die sich aus diesen Verpflichtungen ergeben könnte - soweit sie nicht als unwahrscheinlich betrachtet wurde -, betrug 0,4 Mrd. €. Die unwiderruflichen Kreditzusagen lagen bei 3,8 Mrd. €. Ein beträchtlicher Anteil dieser Zusagen resultierte aus vermögensbasierten Kreditgeschäften (Asset Based Lending), bei denen die entsprechenden Kreditzusagen erst dann in Anspruch genommen werden können, wenn ausreichend Sicherheiten vom Kreditnehmer gestellt wurden. Für weitere Informationen über unsere sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten siehe ZIFFER 21 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS.
AKTIENRÜCKKÄUFE
Von den oben genannten Rückkäufen eigener Anteile im Geschäftsjahr 2020 wurden 18.219.708 eigene Anteile im Rahmen des im November 2018 angekündigten Aktienrückkaufprogramms - von bis zu 3,0 Mrd. € bis spätestens zum 15. November 2021 - erworben. Darüber hinaus hat Siemens so viele eigene Anteile zurückgekauft, die nötig waren, um den Bestand an eigenen Aktien bis zur Wirksamkeit der Abspaltung von Siemens Energy auf einem bestimmten Niveau zu halten. Im Zuge dessen wurden insgesamt 852.038 eigene Anteile zurückerworben.
A.6.2 Cashflows scrollen (in Mio. €)
| Geschäftsjahr 2020 | |
|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | |
| Gewinn nach Steuern | 4.200 |
| Veränderungen im operativen Nettoumlaufvermögen | -336 |
| Übrige Überleitungspositionen zum Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | |
| – fortgeführte Aktivitäten | 4.314 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – fortgeführte Aktivitäten | 8.178 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten | 684 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | 8.862 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -1.554 |
| Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel | -1.727 |
| Erwerb von Finanzanlagen und von zu Investitionszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten | -1.269 |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen von SFS | -994 |
| Übrige Abgänge von Vermögenswerten | 1.440 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten | -4.105 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten | -1.080 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | -5.184 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | |
| Erwerb eigener Anteile | -1.517 |
| Ausgabe eigener Anteile sowie sonstige Transaktionen mit Eigenkapitalgebern | 2.624 |
| Aufnahme von langfristigen Finanzschulden | 10.255 |
| Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile) | -4.472 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten | 1.588 |
| Gezahlte Zinsen | -833 |
| An Aktionäre der Siemens AG gezahlte Dividenden | -3.174 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Dividenden | -208 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten | 4.263 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten | -1.091 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | 3.172 |
Alle industriellen Geschäfte konnten ihr Angepasstes EBITA in erhebliche Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit umwandeln. Der höchste Beitrag kam dabei von Digital Industries. Die Zahlungsmittelabflüsse aufgrund der Veränderungen beim operativen Nettoumlaufvermögen beinhalteten einen Vorratsaufbau bei Siemens Healthineers. Höhere Zahlungsmittelabflüsse bei Mobility aus Vertragsvermögenswerten wurden annähernd ausgeglichen durch gestiegene Zahlungsmittelzuflüsse aus Vertragsverbindlichkeiten, beides in Zusammenhang mit dem Projektgeschäft von Mobility. Die Zahlungsmittelabflüsse aus Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel ergaben sich vor allem aus Akquisitionen durch Siemens Healthineers, darunter 1,0 Mrd. € für Corindus sowie 0,3 Mrd. € für ECG. Die Zahlungsmittelabflüsse für den Erwerb von Finanzanlagen und von zu Investitionszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten betrafen in erster Linie Zugänge von Vermögenswerten, die als notenbankfähige Sicherheiten genutzt werden können, sowie Auszahlungen in Zusammenhang mit Finanzanlagen wie Fremd- oder Eigenkapitalinvestitionen in verschiedene Projekte. Zahlungsmittelabflüsse aus der Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen von SFS resultierten hauptsächlich aus dem Fremdfinanzierungsgeschäft von SFS. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus übrigen Abgängen von Vermögenswerten beinhalteten vor allem Abgänge der oben erwähnten notenbankfähigen Sicherheiten und von Beteiligungen. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus der Ausgabe eigener Anteile sowie sonstigen Transaktionen mit Eigenkapitalgebern resultierten hauptsächlich aus 2,7 Mrd. € in Verbindung mit der Ausgabe von 75 Mio. neuen Aktien der Siemens Healthineers AG an institutionelle Investoren. Die Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten beinhaltete in erster Linie Zahlungsmittelzuflüsse in Zusammenhang mit kurzfristigen Schuldverschreibungen (Commercial Paper). Die Cashflows aus nicht fortgeführten Aktivitäten standen überwiegend in Verbindung mit dem ehemaligen Energiegeschäft und beinhalteten Zahlungsmittelabflüsse aus Investitionstätigkeit von 0,9 Mrd. € für Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie Zahlungsmittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit von 1,1 Mrd. € in Zusammenhang mit dem Erwerb des 8,1 %-Anteils an Siemens Gamesa Renewable Energy.
Wir berichten den Free Cash Flow als eine ergänzende Liquiditätskennzahl:
Free Cash Flow scrollen
| Geschäftsjahr 2020 | Fortgeführte Aktivitäten | Nicht fortgeführte Aktivitäten | Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | |
|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 8.178 | 684 | 8.862 | |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -1.554 | -905 | -2.458 | |
| Free Cash Flow | 6.625 | -220 | 6.404 |
Der Free Cash Flow für Industrielle Geschäfte betrug 7.142 Mio. €, der zu einer Cash Conversion Rate von 0,94 führte. Mit unserer Fähigkeit, Mittelzuflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten von 8,9 Mrd. € im Geschäftsjahr 2020 zu generieren, unserer Summe Liquidität (definiert als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zuzüglich kurzfristig zinstragender Schuldinstrumente) von 15,3 Mrd. €, unseren nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien und den bestehenden Kreditratings am Geschäftsjahresende sind wir der Überzeugung, dass wir über ausreichende Flexibilität verfügen, um unsere Kapitalerfordernisse zu decken. Wir sind außerdem der Überzeugung, dass unser operatives Nettoumlaufvermögen für unsere derzeitigen Erfordernisse ausreichend ist.
INVESTITIONEN
Die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen aus fortgeführten Aktivitäten beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf insgesamt 1,6 Mrd. €. Innerhalb der industriellen Geschäfte betrafen die fortlaufenden Investitionen hauptsächlich technologische Innovationen, die Instandhaltung und Erweiterung von Kapazitäten (zur Entwicklung, Fertigung und zum Vertrieb neuer Lösungen), Produktivitätsverbesserungen sowie den Ersatz von Anlagevermögen. Diese Investitionen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,1 Mrd. €. Die übrigen Investitionen betrafen vor allem Siemens Real Estate; sie beinhalteten bedeutende Beträge für Projekte wie neue Bürogebäude in Deutschland. Siemens Real Estate ist verantwortlich für ein einheitliches und umfassendes weltweites Immobilienmanagement bei Siemens und unterstützt die industriellen Geschäfte und zentrale Aktivitäten mit kundenspezifischen Immobilienlösungen; ausgenommen sind Siemens Healthineers und Mobility. Bei den Investitionen für fortgeführte Aktivitäten erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021 einen erheblichen Anstieg. In den kommenden Jahren sollen bis zu 0,6 Mrd. € in »Siemensstadt 2.0« investiert werden. Dieses im Geschäftsjahr 2019 begonnene Projekt hat zum Ziel, das bestehende Siemens-Industrieareal in Berlin in einen modernen und von vielfältiger Nutzung geprägten urbanen Stadtteil zu wandeln und Schlüsseltechnologien zu stärken. Weitere Investitionen sind in Zusammenhang mit Siemens Campus Erlangen geplant. Zusätzlich beabsichtigen wir, in den kommenden Jahren beträchtliche Beträge in attraktive Innovationsfelder über Next47, die weltweite Venture-Capital-Einheit von Siemens, zu investieren.# A.7 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Das Geschäftsjahr 2020 war für Siemens in hohem Maße von zwei Faktoren geprägt, einer davon extern - COVID-19 - und einer intern, die Abspaltung und Börsennotierung unseres Energiegeschäfts. Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 führte zur größten Gesundheitskrise und zur tiefsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg und betraf viele unserer wichtigsten Abnehmerbranchen. Siemens hat diese Herausforderung gut gemeistert. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner war und bleibt unsere höchste Priorität. Andere wichtige Ziele während der Krise sind für uns die Sicherstellung der Geschäftskontinuität, wo immer dies auf verantwortungsvolle Weise möglich ist, und die Sicherung der starken finanziellen Position von Siemens. Während sich die Pandemie auf unsere Märkte auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Aussichten auf eine Erholung ausgewirkt hat, blieb Siemens ein zuverlässiger Partner für Kunden und Lieferanten.
Die Pandemie verstärkte die Aktivitäten in der digitalen Wirtschaft und unterstrich die Notwendigkeit der Digitalisierung und der Entwicklung des industriellen Internets der Dinge. Dies sind Kernkompetenzen von Siemens, die alle unsere industriellen Geschäfte - Digital Industries, Smart Infrastructure, Mobility und Siemens Healthineers - gemeinsam haben.
Im Geschäftsjahr 2020 haben wir durch die Abspaltung und Börsennotierung unseres Energiegeschäfts einen unabhängigen Akteur auf dem Energiemarkt unter dem Namen Siemens Energy geschaffen. Nach Zustimmung unserer Aktionäre schlossen wir die Transaktion im September 2020 wie geplant ab. Wir haben 55,00 % unserer Anteile an Siemens Energy an unsere Aktionäre übertragen, weitere 9,9 % übertrugen wir an den Siemens Pension-Trust e.V. und halten die verbleibenden 35,1 % der Anteile. Hierdurch hat Siemens Energy in seinem sich schnell ändernden Marktumfeld mehr unternehmerische Freiheit erhalten. Die drei Siemens-Unternehmen - Siemens, Siemens Healthineers und Siemens Energy - sind nun eine Familie von Unternehmen, die auf ihre jeweiligen Bereiche spezialisiert und durch die starke Marke Siemens verbunden sind.
Bereits zu Beginn des Geschäftsjahrs 2020 waren wir konjunkturellem Gegenwind ausgesetzt. Dies galt insbesondere für unsere kurzzyklischen Geschäfte. Zusätzlich begannen ab dem zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2020 COVID-19-Auswirkungen das Volumen, das Angepasste EBITA und die Angepasste EBITA-Marge unserer industriellen Geschäfte zu belasten. Daher konnten wir die ursprüngliche im Geschäftsbericht 2019 abgegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2020 nicht mehr bestätigen. Im Halbjahresfinanzbericht 2020 revidierten wir unsere Schätzung für das Wachstum der Umsatzerlöse und nahmen Abstand davon, eine Prognose für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) für das Geschäftsjahr 2020 zu geben.
Auch wenn wir - insbesondere unter Berücksichtigung des ungünstigen wirtschaftlichen Umfelds - bei unseren industriellen Geschäften und Siemens Financial Services weiter solide Ergebnisse erzielten, haben wir die im Geschäftsbericht 2019 gesetzten Ziele für unsere zentralen Messgrößen verfehlt, erreichten aber unser revidiertes Ziel für die Umsatzerlösentwicklung. Auf vergleichbarer Basis gingen die Umsatzerlöse um 2 % zurück, das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) belief sich auf 5,00 €, die Kapitalrendite (ROCE) betrug 7,8 %, und unsere Kapitalstrukturkennzahl lag bei 1,3.
Der Auftragseingang belief sich auf 60,0 Mrd. € und sank im Vorjahresvergleich auf nominaler wie auch auf vergleichbarer Basis um 7 %. Diese Entwicklung war vorwiegend auf Mobility zurückzuführen. Grund hierfür war ein sehr starker Rückgang des Volumens aus Großaufträgen gegenüber dem Vorjahr, der teilweise durch Verschiebungen von Ausschreibungen großer Zug- und Infrastrukturprojekte infolge von COVID-19 bedingt war. Ein geringeres Volumen aus Großaufträgen war auch ein wesentlicher Grund für ein deutliches Sinken des Auftragseingangs bei Smart Infrastructure. Digital Industries hielt den Auftragseingang auf Vorjahresniveau. Dies lag am schnellen Wachstum im Softwaregeschäft, während der Auftragseingang in den Automatisierungsgeschäften wegen geringerer Nachfrage aus einigen der wichtigsten Kundensegmente, insbesondere der Automobil- und Maschinenbauindustrie, zurückging. Der Auftragseingang von Siemens Healthineers legte bei Zuwächsen in den Geschäften Diagnostics und Imaging leicht zu. Das Book-to-Bill-Verhältnis für Siemens belief sich auf 1,05 und erfüllte damit unsere Erwartung eines Werts von über 1.
Die Umsatzerlöse sanken auf nominaler und vergleichbarer Basis um 2 % auf 57,1 Mrd. €. Dies war hauptsächlich auf deutliche Einbußen in den Automatisierungsgeschäften von Digital Industries sowie einen etwas geringeren Rückgang bei Smart Infrastructure zurückzuführen. Siemens Healthineers hielt die Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau, während sie bei Mobility aufgrund des Wachstums im Zuggeschäft leicht stiegen. In unserem Geschäftsbericht 2019 hatten wir ein auf vergleichbarer Basis moderates Wachstum der Umsatzerlöse prognostiziert. In unserem Halbjahresfinanzbericht 2020 revidierten wir unsere Erwartung für das Geschäftsjahr 2020 auf einen moderaten Rückgang der vergleichbaren Umsatzerlöse.
Das Angepasste EBITA Industrielle Geschäfte ging um 3 % auf 7,6 Mrd. € zurück. Hierbei sank das Angepasste EBITA bei Siemens Healthineers, bei Smart Infrastructure - mit Rückgängen über die Geschäfte hinweg - sowie bei Mobility, teilweise aufgrund einer ungünstigeren Zusammensetzung der Geschäfte. Diesen negativen Entwicklungen stand ein höheres Angepasstes EBITA bei Digital Industries gegenüber, das einen starken Beitrag aus dem Softwaregeschäft enthielt und von einem positiven Effekt in Höhe von 0,8 Mrd. € profitierte, der vorwiegend aus der Neubewertung des Anteils an Bentley resultierte. Insgesamt war das Angepasste EBITA Industrielle Geschäfte durch im Vorjahresvergleich sehr stark auf 0,5 Mrd. € angestiegene Personalrestrukturierungsaufwendungen belastet. Der größte Teil dieser Aufwendungen entfiel auf Digital Industries und Smart Infrastructure. Beide Geschäfte setzen ihre Programme zur Verbesserung der Kostenstruktur und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit fort.
Die Angepasste EBITA-Marge Industrielle Geschäfte belief sich auf 14,3 % und erreichte damit fast den Vorjahreswert von 14,4 %. Mit Angepassten EBITA-Margen von 21,7 % beziehungsweise 9,1 % lagen Digital Industries und Mobility innerhalb ihrer langfristigen Margenbänder, wobei Digital Industries dies sogar ohne Berücksichtigung des zuvor genannten Effekts in Verbindung mit Bentley, der die Angepasste EBITA-Marge um 5,1 Prozentpunkte erhöhte, erreichte. Mit Angepassten EBITA-Margen von 15,1 % beziehungsweise 9,1 % lagen Siemens Healthineers und Smart Infrastructure unter ihren langfristigen Margenbändern.
Das negative Ergebnis außerhalb der Industriellen Geschäfte erhöhte sich im Vorjahresvergleich stark. Dies war vorwiegend auf eine Wertminderung unserer Beteiligung an Valeo Siemens eAutomotive in Höhe von 0,5 Mrd. € im Geschäftsjahr 2020 zurückzuführen. Darüber hinaus berichtete Siemens Financial Services einen sehr starken Rückgang des Ergebnisses vor Ertragsteuern aufgrund von im Vorjahresvergleich höheren Kreditvorsorgen und eines gesunkenen Ergebnisses im Beteiligungsgeschäft. Die Eigenkapitalrendite (nach Steuern) von 11,7 % lag unterhalb des Margenbands. Im Vorjahr profitierte das Ergebnis außerhalb der Industriellen Geschäfte von einem beträchtlichen positiven Effekt aus der Bewertung einer wesentlichen Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtung.
Der Gewinn nach Steuern sank im Vorjahresvergleich von 5,6 Mrd. € auf 4,2 Mrd. €. Dies ist vorwiegend auf die zuvor genannten niedrigeren Ergebnisse, insbesondere außerhalb der Industriellen Geschäfte, zurückzuführen. Darüber hinaus verzeichneten die nicht fortgeführten Aktivitäten - weitgehend in Zusammenhang mit unserem ehemaligen Energiegeschäft - im Geschäftsjahr 2020 einen Verlust in Höhe von 0,1 Mrd. €, im Vergleich zu einem Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 0,5 Mrd. € im Vorjahr. Dadurch sank das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) von 6,41 € im Geschäftsjahr 2019 auf 5,00 €. In unserem Geschäftsbericht 2019 hatten wir prognostiziert, ein unverwässertes Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) in einer Bandbreite von 6,30 € bis 7,00 € zu erreichen.
Der ROCE belief sich für das Geschäftsjahr 2020 auf 7,8 %, gegenüber 11,1 % im vorherigen Geschäftsjahr. Dieser Rückgang war auf den niedrigeren Gewinn nach Steuern zusammen mit einem Anstieg des durchschnittlich eingesetzten Kapitals zurückzuführen. In unserem Geschäftsbericht 2019 lautete die Prognose für den ROCE, einen prozentual zweistelligen Wert zu erreichen, der aber unter der von uns langfristig angestrebten Bandbreite von 15 % bis 20 % liegen sollte.
Wir messen unsere Kapitalstruktur über das Verhältnis von industrieller Nettoverschuldung zu EBITDA. Vorwiegend aufgrund einer Zunahme der langfristigen Finanzschulden stieg dieses Verhältnis auf 1,3, gegenüber 0,6 im Geschäftsjahr 2019. Die Prognose in unserem Geschäftsbericht 2019 lautete, einen Wert von bis zu 1,0 zu erreichen.
Der Free Cash Flow aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten stieg im Geschäftsjahr 2020 im Vorjahresvergleich um 10 % auf 6,4 Mrd. € und erreichte damit den höchsten Wert seit dem Geschäftsjahr 2010.
Wir wollen unseren Aktionären auch weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Nach der erfolgreichen Abspaltung von Siemens Energy schlägt der Vorstand der Siemens AG in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, eine Dividende von 3,50 (im Vj. 3,90) € je Aktie auszuschütten. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus 3,00 €, die sich aus dem oberen Ende unserer angestrebten Ausschüttungsquote ergeben, ergänzt um weitere 0,50 €.# A.8 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken
A.8.1 Prognosebericht
A.8.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die Weltwirtschaft wird sich im Geschäftsjahr 2021 voraussichtlich von der durch COVID-19 verursachten Rezession im Geschäftsjahr 2020 erholen. Für das weltweite BIP wird im Kalenderjahr 2021 ein Wachstum von 4,4 % prognostiziert. Die mit dieser Basisprognose verbundenen Risiken und Unsicherheiten sind ungewöhnlich groß. Die weitere Entwicklung des Virusausbruchs (beispielsweise Wellen neuer Infektionen, Lockdowns und mögliche Mutationen), Fortschritte bei der medizinischen Behandlung, Verfügbarkeit und Akzeptanz von Impfungen, mögliche Auswirkungen aufgrund schwacher Nachfrage (insbesondere in kontaktintensiven Dienstleistungsbranchen) oder von Spannungen am Finanzmarkt (steigende Anzahl von Insolvenzen) sind zu Beginn des Geschäftsjahrs 2021 sehr schwer vorherzusehen.
In Europa wird erwartet, dass die neue Infektionswelle im Oktober und November 2020, mit einem unterschiedlichen Grad der Lockdowns in den verschiedenen Ländern, die Erholung unterbrechen und zu einem Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2021 führen wird. Die Auswirkungen dürften jedoch weitaus weniger gravierend sein als im Frühjahr 2020, da die Erholung weltweit (insbesondere in Asien und den USA) noch intakt ist und keine wesentlichen Unterbrechungen in der Versorgungskette zu beobachten gewesen sind. Hohe Unsicherheit besteht auch hinsichtlich bedeutsamer politischer Entwicklungen, beispielsweise der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China und des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU sowie der längerfristigen Auswirkungen der Wahlergebnisse im Jahr 2020 in den USA.
In unserer Basisprognose gehen wir davon aus, dass Impfstoffe in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2021 allgemein verfügbar sein werden und dass es zu einer Immunisierung großer Teile der Bevölkerung im Jahr 2021 kommen wird. Bis dahin werden kontaktintensive Branchen weiterhin erheblichen Einschränkungen unterliegen. Von diesen Annahmen ausgehend dürfte die Wirtschaft in den Ländern der EU im Kalenderjahr 2021 um 4,1 % wachsen. Für die USA wird ein Wachstum von 3,7 % erwartet, für China lautet die Prognose auf 7,3 %, für Japan auf 2,2 % und für Indien auf 9,2 %. Aufgrund des starken Rückgangs der Wirtschaftsleistung im Kalenderjahr 2020 ist dies nur ein moderater Wiederanstieg mit einem hohen Niveau an nicht ausgelasteten Ressourcen, wodurch die Investitionstätigkeit insgesamt belastet wird. Dementsprechend wird erwartet, dass die weltweiten Anlageinvestitionen im Kalenderjahr 2021 um lediglich 3,7 % zulegen werden, nachdem sie im Kalenderjahr 2020 um 4,9 % gesunken sind.
Darüber hinaus leiden wesentliche Abnehmerbranchen von Siemens sowohl unter den COVID-19-Auswirkungen als auch unter strukturellen Problemen, so der Maschinenbau (geringe Kapazitätsauslastung), die Öl- und Gasindustrie (Dekarbonisierung) und der Automobilbau (beschleunigter struktureller Wandel). Daher ist für das Geschäftsjahr 2021 mit erheblichem Gegenwind im Marktumfeld von Siemens zu rechnen. Positiv ins Gewicht fallen könnten die Chancen, die sich aus den in den nächsten Jahren möglicherweise angestoßenen großen staatlichen Konjunkturprogrammen ergeben.
Die hier dargestellten Prognosen für das BIP und die Anlageinvestitionen basieren auf einem Bericht von IHS Markit vom 15. Oktober 2020.
A.8.1.2 Siemens-Konzern
Die Prognose des Siemens-Konzerns und seiner berichtspflichtigen Segmente für das Geschäftsjahr 2021 legen wir die oben genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sowie die in A.3 SEGMENTINFORMATIONEN beschriebenen spezifischen Branchenentwicklungen, die wir für unsere jeweiligen industriellen Geschäfte erwarten, zugrunde. Bei unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2021 unterstellen wir, dass COVID-19 die Weltwirtschaft nicht dauerhaft belasten wird. Unter dieser Voraussetzung erwarten wir ein verhältnismäßig robustes Wachstum des globalen BIP. Wir rechnen damit, dass wichtige Kundenbranchen von Siemens weiterhin Herausforderungen in Verbindung mit COVID-19 und branchenspezifischen Strukturveränderungen ausgesetzt sein werden und dies dazu führen wird, dass das Wachstum der globalen Anlageinvestitionen hinter dem BIP-Wachstum zurückbleiben wird. Trotzdem erwarten wir im Geschäftsjahr 2021 verbesserte Bedingungen, insbesondere für unsere hochmargigen kurzzyklischen Geschäfte in der zweiten Geschäftsjahreshälfte.
Von diesem Ausblick ausgenommen sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen sowie Effekte in Verbindung mit der von Siemens Healthineers geplanten Akquisition von Varian, deren Abschluss in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2021 erwartet wird und die im Geschäftsjahr 2021 das nominale Volumenwachstum begünstigen sowie den Gewinn nach Steuern belasten dürfte.
Wir sind Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, vor allem beim US-Dollar, beim britischen Pfund und bei Währungen von Schwellenländern, insbesondere beim chinesischen Yuan. Wir erwarten, dass sich die Volatilität an den globalen Devisenmärkten im Geschäftsjahr 2021 fortsetzen wird. Durch die weltweite Verteilung unserer Produktionsstätten haben wir in den vergangenen Jahren unsere natürliche Sicherung global gesehen verbessert. Da Siemens dennoch weiterhin ein Nettoexporteur aus der Eurozone in die übrige Welt ist, wirkt sich ein schwacher Euro grundsätzlich vorteilhaft auf unser Geschäft aus, während ein starker Euro in der Regel nachteilig ist. Über unsere eben genannte natürliche Sicherungsstrategie hinaus sichern wir Währungsrisiken aus unserem Exportgeschäft auch durch derivative Finanzinstrumente ab. Wir rechnen damit, dass diese Maßnahmen dazu beitragen werden, Ergebniswirkungen aus Währungsthemen im Geschäftsjahr 2021 zu begrenzen. Gleichwohl gehen wir auf Basis der Wechselkurse von Anfang November 2020 davon aus, dass negative Währungseffekte sowohl die nominalen Wachstumsraten beim Volumen als auch das Angepasste EBITA unserer Geschäfte im Geschäftsjahr 2021 stark belasten werden.
Auf Basis dieser Annahmen und Ausnahmen lautet unsere Prognose wie folgt:
SEGMENTE
- Digital Industries erwartet für das Geschäftsjahr 2021 ein auf vergleichbarer Basis leichtes Wachstum der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 17 % und 18 % erwartet.
- Smart Infrastructure geht davon aus, im Geschäftsjahr 2021 ein moderates Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis zu erreichen. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 10 % und 11 % erwartet.
- Mobility erwartet im Geschäftsjahr 2021, vorwiegend aufgrund der Abarbeitung des großen Auftragsbestands, einen Anstieg der Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis im prozentual mittleren einstelligen Bereich. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 9,5 % und 10,5 % erwartet.
- Siemens Healthineers erwartet, im Geschäftsjahr 2021 ein Wachstum der Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis von 5 % bis 8 % zu erreichen. Die Angepasste EBITA-Marge wird voraussichtlich erheblich ansteigen und leicht unter unserem Zielmargenband von 17 % bis 21 % für dieses Segment liegen.
- Siemens Financial Services dürfte im Geschäftsjahr 2021 eine beträchtliche Verbesserung erreichen und sich dem Zielband einer Eigenkapitalrendite (nach Steuern) zwischen 17 % und 22 % annähern.
WACHSTUM DER UMSATZERLÖSE
Wir erwarten, dass der Siemens-Konzern auf vergleichbarer Basis (bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) ein moderates Wachstum der Umsatzerlöse erreichen wird. Ferner erwarten wir, dass der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2021 die Umsatzerlöse übersteigen und das Book-to-Bill-Verhältnis damit über 1 liegen wird. Zum 30. September 2020 belief sich unser Auftragsbestand auf 70 Mrd. €. Wir erwarten, dass die Abarbeitung unseres Auftragsbestands das Wachstum der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 erheblich unterstützen wird. Dabei gehen wir davon aus, dass rund 28 Mrd. € des Auftragsbestands als Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 realisiert werden. Informationen zur erwarteten Realisierung der Umsatzerlöse aus dem Auftragsbestand auf Segmentebene finden sich unter A.3 SEGMENTINFORMATIONEN.
PROFITABILITÄT
Zusätzlich zu den zuvor genannten Erwartungen für unsere Segmente gehen wir davon aus, dass unsere vollkonsolidierten Einheiten in Portfolio Companies profitabel sein werden. Die Ergebnisse aus Beteiligungen von Portfolio Companies werden voraussichtlich volatil sein und weiterhin im negativen Bereich bleiben. Die Ergebnisse in Verbindung mit unserer Beteiligung an Siemens Energy enthalten unseren Anteil an dessen Ergebnis nach Steuern sowie Abschreibungen auf Vermögenswerte, die aus der Kaufpreisallokation infolge des erstmaligen Ansatzes der Beteiligung zum beizulegenden Zeitwert resultieren. Wir gehen davon aus, dass diese Abschreibungen, die sich im Geschäftsjahr 2021 voraussichtlich auf 0,3 Mrd. € nach Steuern belaufen werden, zu einem erheblichen Verlust bei Siemens Energy Beteiligung führen werden. Wir erwarten, dass Siemens Real Estate seine Veräußerungen von Immobilien, in Abhängigkeit vom Marktumfeld, weiter fortsetzen wird, allerdings in geringerem Umfang als im Geschäftsjahr 2020.
Zentrale Posten und Zentral getragene Pensionsaufwendungen verzeichneten im Geschäftsjahr 2020 ein negatives Ergebnis von 1,1 Mrd. €; für das Geschäftsjahr 2021 rechnen wir, einschließlich Belastungen von rund 0,2 Mrd. € bis 0,3 Mrd. € in Verbindung mit Siemens Energy, mit einem Ergebnis in ähnlicher Höhe. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, erwarten wir im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 0,6 Mrd. €, nach 0,7 Mrd. € im Geschäftsjahr 2020. Für Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen, die im Geschäftsjahr 2020 ein negatives Ergebnis von 0,2 Mrd.€ auswiesen, rechnen wir für das Geschäftsjahr 2021 mit einem leicht höheren negativen Wert. Wir erwarten, dass unsere Steuerquote im Geschäftsjahr 2021 zwischen 27 % und 31 % liegen wird, gegenüber 24 % im Geschäftsjahr 2020. Vorwiegend aufgrund des angekündigten Verkaufs von Flender, der voraussichtlich in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2021 abgeschlossen sein wird, erwarten wir einen Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe. Bei unserer Prognose des Gewinns nach Steuern unterstellen wir, dass dem Gewinn aus dem angekündigten Verkauf von Flender in ähnlicher Höhe Belastungen in Verbindung mit Siemens Energy sowie zusätzliche, nachlaufende Aufwendungen in Verbindung mit der Abspaltung gegenüberstehen werden. Unter der Voraussetzung, dass sich die zuvor genannten Annahmen und Erwartungen als zutreffend erweisen, rechnen wir trotz starkem Gegenwind aus Währungseinflüssen mit einem moderaten Anstieg des Gewinns nach Steuern, der sich im Geschäftsjahr 2020 auf 4,2 Mrd. € belief. Unsere Prognose für den Gewinn nach Steuern beruht auf einer Reihe weiterer Annahmen. Wir gehen davon aus, dass wir die solide Projektabwicklung im Geschäftsjahr 2021 fortsetzen werden. Außerdem planen wir, das Verhältnis von FuE-Aufwendungen zu Umsatzerlösen bei über 8 % zu halten, wobei wir uns stark auf Software und digitale Technologien fokussieren werden. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dürften sich im Geschäftsjahr 2021 im Verhältnis zu den Umsatzerlösen ungefähr auf dem Niveau des Geschäftsjahrs 2020 von 18,9 % bewegen. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen, die sich im Geschäftsjahr 2020 auf 0,6 Mrd. € beliefen, werden im Geschäftsjahr 2021 voraussichtlich etwas geringer ausfallen.
KAPITALEFFIZIENZ
Unser langfristiges Ziel ist es, eine Kapitalrendite (ROCE) in einer Bandbreite von 15 % bis 20 % zu erreichen. Vorwiegend aufgrund von Faktoren, die gegenwärtig den Gewinn nach Steuern sowie das durchschnittlich eingesetzte Kapital beeinflussen - insbesondere die jüngsten Akquisitionen von Siemens Healthineers -, erwarten wir, dass der ROCE im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Wert von 7,8 % im Geschäftsjahr 2020 ansteigen, aber weiter prozentual einstellig bleiben wird. Ferner gehen wir davon aus, dass die geplante Akquisition von Varian durch Siemens Healthineers, die von dieser Prognose ausgenommen ist, den ROCE beträchtlich belasten wird.
KAPITALSTRUKTUR
Wir definieren unsere Kapitalstrukturkennzahl als das Verhältnis von industrieller Nettoverschuldung zu EBITDA (fortgeführte Aktivitäten). Dabei streben wir im Allgemeinen einen Wert von bis zu 1,0 an. Vorwiegend aufgrund einer Zunahme der langfristigen Finanzschulden stieg dieses Verhältnis im Geschäftsjahr 2020 auf 1,3 und wird voraussichtlich im Geschäftsjahr 2021 weiterhin über 1 liegen. Die zuvor genannte geplante Akquisition von Varian, die von dieser Prognose ausgenommen ist, wird auch unsere Kapitalstruktur beträchtlich beeinflussen.
A.8.1.3 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung
Bei unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2021 unterstellen wir, dass COVID-19 die Weltwirtschaft nicht dauerhaft belasten wird. Unter dieser Voraussetzung erwarten wir ein verhältnismäßig robustes Wachstum des globalen BIP. Wir rechnen damit, dass wichtige Kundenbranchen von Siemens weiterhin Herausforderungen in Verbindung mit COVID-19 und branchenspezifischen Strukturveränderungen ausgesetzt sein werden und dies dazu führen wird, dass das Wachstum der globalen Anlageinvestitionen hinter dem BIP-Wachstum zurückbleiben wird. Trotzdem erwarten wir im Geschäftsjahr 2021 verbesserte Bedingungen, insbesondere für unsere hochmargigen kurzzyklischen Geschäfte in der zweiten Geschäftsjahreshälfte. Ferner gehen wir davon aus, dass negative Währungseffekte sowohl die nominalen Wachstumsraten beim Volumen als auch das Angepasste EBITA unserer industriellen Geschäfte im Geschäftsjahr 2021 stark belasten werden. Wir erwarten, dass der Siemens-Konzern auf vergleichbarer Basis (bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) ein moderates Wachstum der Umsatzerlöse und ein Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill-Verhältnis) von über 1 erreichen wird. Unter der Voraussetzung, dass sich die zuvor genannten Annahmen als zutreffend erweisen, rechnen wir trotz starkem Gegenwind aus Währung mit einem moderaten Anstieg des Gewinns nach Steuern, der sich im Geschäftsjahr 2020 auf 4,2 Mrd. € belief. Bei unserer Prognose des Gewinns nach Steuern unterstellen wir, dass dem Gewinn aus dem angekündigten Verkauf von Flender Belastungen in Verbindung mit Siemens Energy in ähnlicher Höhe gegenüberstehen werden. Im Beteiligungsergebnis an Siemens Energy erwarten wir neben unserem Anteil am Ergebnis nach Steuern eine Belastung aus der planmäßigen Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von rund 0,3 Mrd. €. Ferner erwarten wir nachlaufende Aufwendungen in Verbindung mit der Abspaltung. Von diesem Ausblick ausgenommen sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen sowie Effekte in Verbindung mit der von Siemens Healthineers geplanten Akquisition von Varian, deren Abschluss in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2021 erwartet wird. Die tatsächliche Entwicklung von Siemens und seinen Segmenten kann aufgrund der unten beschriebenen Chancen und Risiken oder für den Fall, dass unsere Erwartungen und Annahmen nicht eintreten, sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen.
A.8.2 Risikomanagement
A.8.2.1 Grundprinzipien des Risikomanagements
Unsere Risikopolitik entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei angemessene Risiken und Chancen zu steuern und unangemessene Risiken zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei unsere Risikopolitik durch den Vorstand vorgegeben wird. Entsprechend der Organisations- und Verantwortungshierarchie bei Siemens ist das jeweilige Management unserer Organisationseinheiten verpflichtet, ein Risikomanagementsystem zu implementieren, das auf ihre spezifischen Geschäfte und Verantwortlichkeiten zugeschnitten ist und dabei den übergreifenden Grundsätzen entspricht.
A.8.2.2 Prozess des unternehmensweiten Risikomanagements (Enterprise-Risk-Management-Prozess)
Wir bedienen uns einer Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollsysteme, die uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Geschäfts gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Das größte Gewicht haben dabei unsere konzernweiten Prozesse für die strategische Unternehmensplanung und für das interne Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll uns helfen, potenzielle Risiken lange vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abzuschätzen. Das interne Berichtswesen soll es uns ermöglichen, solche Risiken im Geschäftsverlauf genauer zu überwachen. Unsere interne Revision überprüft in regelmäßigen Zeitabständen die Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagements. So können, falls Mängel aufgedeckt werden, geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung initiiert werden. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass Vorstand und Aufsichtsrat vollständig und zeitnah über wesentliche Risiken informiert werden. Das Risikomanagementsystem von Siemens fußt auf einem umfassenden, interaktiven und managementorientierten Enterprise-Risk-Management-(ERM-)Ansatz, der in die Unternehmensorganisation integriert ist und sich sowohl mit Risiken als auch mit Chancen befasst. Unser ERM-Ansatz basiert auf dem weltweit anerkannten COSO-Standard (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) »Enterprise Risk Management -Integrating with Strategy and Performance« (2017) und dem ISO (International Organization for Standardization)-Standard 31000 (2018) und ist an die Anforderungen von Siemens angepasst. Die Rahmenwerke verknüpfen den ERM-Prozess mit unserem Finanzberichterstattungsprozess und unserem internen Kontrollsystem. Sie messen der Unternehmensstrategie, der Effizienz und Effektivität der operativen Geschäftsaktivitäten, der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung wie auch der Einhaltung relevanter Gesetze und Regelungen gleichermaßen Bedeutung bei. Unser ERM-Prozess zielt auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken und Chancen ab, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-bezogenen Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maß beeinflussen können. Der Betrachtungszeitraum beträgt üblicherweise drei Jahre und basiert auf einem Nettoprinzip, bei dem die Risiken und Chancen adressiert werden, die nach Durchführung bestehender Kontrollmaßnahmen verbleiben. Falls Risiken bereits in der Planung, in Budgets, in der Prognose oder im Konzernabschluss (zum Beispiel in Form einer Rückstellung oder Risikovorsorge) berücksichtigt wurden, sollen sie bereits mit ihren finanziellen Auswirkungen in den Geschäftszielen der einzelnen Einheiten berücksichtigt sein. Als Konsequenz sollten nur zusätzliche Risiken aus dem gleichen Thema, wie zum Beispiel Abweichungen von Geschäftszielen, oder im Falle von unterschiedlichen Risikoperspektiven erfasst werden. Um einen umfassenden Blick über unsere Geschäftsaktivitäten zu ermöglichen, werden Risiken und Chancen in einem strukturierten Prozess identifiziert, der Elemente eines Top-down- und eines Bottom-up-Ansatzes kombiniert. Die Berichterstattung erfolgt grundsätzlich quartalsweise, wobei der reguläre Berichterstattungsprozess durch eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt wird, um kritische Themen rechtzeitig zu eskalieren. Relevante Risiken und Chancen werden aus verschiedenen Perspektiven wie Geschäftszielen, Reputation und regulatorischen Anforderungen nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert.# Der Bottom-up-Identifizierungs- und Priorisierungsprozess
Der Bottom-up-Identifizierungs- und Priorisierungsprozess wird durch Workshops mit dem jeweiligen Management unserer Organisationseinheiten unterstützt. Das Top-down-Element stellt sicher, dass potenzielle neue Risiken und Chancen auf unterschiedlichen Managementebenen zur Diskussion gestellt und danach bei Relevanz in die Berichterstattung aufgenommen werden. Die berichteten Risiken und Chancen werden nach möglichen kumulativen Effekten analysiert und auf der jeweiligen Organisationsebene, wie oben dargestellt, aggregiert. Für alle relevanten Risiken und Chancen werden Verantwortlichkeiten festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos beziehungsweise der jeweiligen Chance ab.
In einem ersten Schritt erfordert die Übernahme der Verantwortung für ein spezifisches Risiko oder eine spezifische Chance die Zuordnung zu einer unserer allgemeinen Reaktionsstrategien. Bezogen auf Risiken umfassen unsere Strategien die folgenden Alternativen: Risiken vermeiden, übertragen, vermindern oder akzeptieren. Bezogen auf Chancen ist unsere allgemeine Reaktionsstrategie, sie vollständig zu realisieren.
In einem zweiten Schritt beinhaltet die Risiko- beziehungsweise Chancenverantwortung auch das Entwickeln, Initiieren und Überwachen angemessener Maßnahmen entsprechend der gewählten Reaktionsstrategie. Um eine effektive Risikosteuerung zu ermöglichen, müssen diese Reaktionsmaßnahmen spezifisch zugeschnitten sein. Aus diesem Grund haben wir eine Vielzahl von Reaktionsmaßnahmen mit unterschiedlichen Ausprägungen entwickelt. So versuchen wir zum Beispiel, das Risiko aus Wechselkurs- und Zinsschwankungen durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften zu verringern.
Bezüglich unserer Projekte soll uns unter anderem ein systematisches und umfassendes Projektmanagement mit standardisierten Projektmeilensteinen, einschließlich vorläufiger Abnahmen während der Projektabwicklung, sowie mit eindeutig festgelegten Genehmigungsprozessen dabei unterstützen, mögliche Projektrisiken frühzeitig, sogar vor Eintritt in die Angebotsphase, zu erkennen und diesen zu begegnen. Des Weiteren haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren.
Dem Risiko von Konjunktur- und Nachfrageschwankungen begegnen wir beispielsweise dadurch, dass wir die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der für uns wichtigen Branchen genau beobachten und, falls erforderlich, frühzeitig und konsequent unsere Kapazitäten anpassen und Kostensparmaßnahmen initiieren.
Weltweit bestehen Risiken aufgrund der Übertragung von Infektionserregern vom Tier auf den Menschen, vom Menschen auf den Menschen sowie auf anderen Wegen. Epidemische, pandemische oder andere Ausmaße der Krankheitsverbreitung, zum Beispiel als Folge von Bioterrorismus, drohen hohe Krankheitsraten in verschiedenen Ländern, Regionen oder Kontinenten zu verursachen. Wir prüfen permanent Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der amerikanischen und europäischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention, des deutschen Robert-Koch-Instituts und weiterer Institutionen, um epidemische oder pandemische Risiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Abwehr- und Schutzmaßnahmen so früh wie möglich bestimmen und veranlassen zu können.
A.8.2.3 Organisation des Risikomanagements und der Verantwortlichkeiten
Zur Überwachung des ERM-Prozesses und um die Integration und Vereinheitlichung bestehender Kontrollaktivitäten im Einklang mit den rechtlichen und operativen Anforderungen weiter voranzutreiben, hat der Vorstand eine vom Head of Assurance geleitete Risikomanagement- und interne Kontrollorganisation etabliert. Um eine aussagekräftige Risikodiskussion auf Siemens-Konzernebene führen zu können, werden durch diese Organisation individuelle Risiken und Chancen, die einen ähnlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang haben, zu breiteren Risiko- und Chancenthemen aggregiert. Im Zuge dieser Aggregation kommt es naturgemäß zu einer Mischung von Risiken mit primär qualitativen und primär quantitativen Risikobewertungen. Dementsprechend ist eine rein quantitative Beurteilung von Risikothemen nicht vorgesehen.
Thematische Risiko- und Chancenbewertungen dienen anschließend zur Evaluierung der unternehmensweiten Risiko- und Chancensituation. Der Head of Assurance berichtet vierteljährlich an den Vorstand bezüglich Umsetzung, Durchführung und Überwachung des Risikomanagement- und internen Kontrollsystems und unterstützt diesen beispielsweise bei der Berichterstattung an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
A.8.3 Risiken
Nachfolgend beschreiben wir Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- (einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Cashflows) und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der vier Kategorien spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikoausmaßes für Siemens wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Risiken für uns. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, können unsere Geschäftsaktivitäten und -ziele ebenfalls negativ beeinflussen. Sofern nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Risiken auf alle unsere Organisationseinheiten.
A.8.3.1 Strategische Risiken
COVID-19 Pandemie (COVID-19)
Die Verbreitung von COVID-19 hat sich im Herbst 2020 erneut verschärft, und die Zahl der Neuinfektionen steigt in vielen Ländern rapide an. Die aktuellen Auswirkungen der Pandemie variieren erheblich zwischen Regionen und Kundenbranchen. Regierungen und lokale Behörden bemühen sich, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, indem sie verschiedene Gegenmaßnahmen ergreifen, die von der Empfehlung nach bestimmten Formen der Einschränkung sozialer Kontakte und der Einhaltung hygienischer Mindeststandards bis hin zu breit angelegten »Lockdown-Maßnahmen« und Öffnungsbeschränkungen für bestimmte Wirtschaftszweige reichen. Abhängig von epidemiologischen Trends und politischem Druck wird erwartet, dass Regierungen wirtschaftliche Beschränkungen lockern werden, um den damit verbundenen Schaden zu reduzieren.
Das Ausmaß und die Dauer einzelner Auswirkungen auf unser Geschäft sind daher äußerst schwer vorherzusagen. Wenn beispielsweise Maßnahmen zur Eindämmung kurzfristig eingeleitet werden oder unvorhersehbar lange dauern, kann dies unser Geschäft erheblich beeinträchtigen in einer Weise, die die aktuellen Erwartungen übertrifft und über bereits eingeleitete Schadensbegrenzungsmaßnahmen hinausgeht. Wir könnten uns unerwarteten Schließungen von Standorten, Fabriken oder Bürogebäuden unserer Lieferanten, Kunden oder unserer eigenen Betriebe ausgesetzt sehen, wodurch unsere Fähigkeit zur Produktion oder Lieferung unserer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen beeinträchtigt würde.
Die wesentlichsten Unsicherheiten der COVID-19-Krise sind ihre Dauer - dazu gehören beispielsweise mögliche zusätzliche Infektionswellen oder Mutationen des Virus - und die wirtschaftlichen Kosten der »Lockdown-Maßnahmen«. Seit dem zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2020 haben wir nach und nach die Auswirkungen in unseren Geschäften zu spüren bekommen, sowohl in unseren kurzzyklischen Geschäften als auch in Projektgeschäften, da beispielsweise Kunden Aufträge stornierten oder Investitionen verschoben, wir einem erhöhten Ausfallrisiko ausgesetzt waren und unsere Lieferkette in bestimmten Bereichen Schwierigkeiten hatte. Mögliche Folgen sind ein ungebremster Anstieg der öffentlichen und privaten Schuldenlast, der die Erholung nach der Krise behindert, schwerwiegende Störungen im Finanzsystem und Insolvenzen bei Kunden und Lieferanten von Siemens. Langfristig könnte ein Zurückdrehen der Globalisierung das potenzielle künftige Wachstum verringern.
In allen Funktionsbereichen von Siemens wurden verschiedene Task Forces und Krisenteams eingerichtet, um die unterschiedlichen Auswirkungen von COVID-19 sorgfältig zu überwachen und abzumildern, wobei der Schwerpunkt auf der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Geschäftskontinuität liegt. Auf Konzernebene arbeitet eine zentrale Task Force auf Leitungsebene übergreifende Entscheidungen aus und koordiniert den Informationsfluss durch die verschiedenen Ebenen der Organisation, wobei gleichzeitig das verantwortliche Management in den einzelnen Geschäften und Ländern befähigt wird, seinen Umständen entsprechend angemessene Maßnahmen zu ergreifen.
Wirtschaftliche, politische und geopolitische Rahmenbedingungen (makroökonomische Verschlechterung)
Wir sehen erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der globalen Konjunkturaussichten. Vor allem die erneute Verschärfung von COVID-19 mit einem langanhaltenden weltweit zeitgleichen Shutdown würde die bereits laufende Erholung zum Stillstand bringen und zu einer erneuten tiefen Rezession führen. Da die fiskalischen und geldpolitischen Handlungsspielräume bereits weitgehend ausgeschöpft sein dürften, könnten die wirtschaftlichen Auswirkungen erheblich schwerwiegender als im Geschäftsjahr 2020 sein. Große Unsicherheit besteht auch über die langfristigen Folgen der Pandemie für wichtige Branchen von Siemens-Kunden, wie zum Beispiel die Luftfahrt oder die Errichtung gewerblicher Gebäude. Zudem haben sich jenseits von COVID-19 essenzielle Krisenherde nicht entschärft und teilweise sogar verstärkt. Eine weitere Eskalation des handelspolitischen Konflikts zwischen den USA und China zu einem ausgewachsenen globalen Handelskrieg oder sogar zu einem geopolitischen Konflikt würde die globalen Wachstumsaussichten erheblich verschlechtern. Negative Auswirkungen auf das Vertrauen und die Investitionstätigkeit würden das Siemens-Geschäft stark treffen.Steigende Handelshemmnisse würden sich negativ sowohl auf die Produktionskosten und die Produktivität entlang unserer vielen Wertschöpfungsketten als auch auf unsere Absatzmärkte auswirken. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausstiegs des Vereinigten Königreichs aus dem Europäischen Binnenmarkt ohne Handelsvereinbarung deutlich größer geworden. Ein »No-Deal«-Brexit könnte im Vereinigten Königreich eine tiefe Rezession auslösen und damit die Investitionstätigkeit signifikant verringern sowie ein Risiko für die Finanzmärkte darstellen. Ein weiterer und massiver Verlust wirtschaftlicher Zuversicht sowie eine längere Phase der Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen und der Vergabe neuer Aufträge würden sich negativ auf unsere Geschäfte auswirken. Wir beobachten kontinuierlich den Austrittsprozess und koordinieren unsere lokalen und globalen Maßnahmen zur Risikominderung. Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Wahlergebnissen in den USA könnten die Weltwirtschaft möglicherweise belasten und zu einer Lähmung der amerikanischen Wirtschaftspolitik -mit erheblichen Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen und die Finanzmärkte - führen. Weitere wesentliche Risiken ergeben sich aus geopolitischen Spannungen (insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, in Hongkong und Taiwan), den Beziehungen der Europäischen Union zu Russland, aus der wirtschaftlichen Anfälligkeit mehrerer Schwellenländer (unter anderem Argentinien, Türkei, Venezuela) und aus politischen Umwälzungen. Wir sind von der wirtschaftlichen Entwicklung bestimmter Branchen abhängig; insbesondere trifft uns die anhaltende Schwäche der Automobilmärkte, die wir bedienen, die sowohl zyklische als auch strukturelle Ursachen hat. Ein weiteres Geschäftsrisiko würde sich aus einer abrupten Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums ergeben. Ein terroristischer Mega-Angriff oder ein wesentlicher Fall von Cyber-Kriminalität oder eine Reihe solcher Angriffe oder Vorfälle in großen Volkswirtschaften könnte die weltweite Wirtschaftstätigkeit dämpfen und das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen schwächen. Zudem bleibt die stark vernetzte Weltwirtschaft anfällig für Naturkatastrophen oder weitere Pandemien. Im Allgemeinen besteht aufgrund der langzyklischen Geschäfte unserer Organisationseinheiten sowie der Bedeutung von Verträgen mit langer Laufzeit für Siemens eine zeitliche Verzögerung zwischen den Veränderungen makroökonomischer Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf unsere Finanzergebnisse. Demgegenüber reagieren die kurzzyklischen Geschäfte von Digital Industries und Smart Infrastructure schnell auf Nachfrageschwankungen. Falls das moderate Wachstum bestimmter Märkte wieder zum Erliegen kommt und wir unsere Produktions- und Kostenstrukturen nicht erfolgreich an das geänderte Marktumfeld anpassen können, kann nicht garantiert werden, dass dies keine negativen Auswirkungen haben wird. Zum Beispiel könnten Kaufabsichten bezüglich unserer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sich ändern, sich verzögern oder beendet werden beziehungsweise Käufe oder Verträge, die bereits begonnen wurden, nicht zu Ende geführt werden. Zudem könnten die Preise unserer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen stärker fallen, als wir dies gegenwärtig vorhersehen. Des Weiteren könnten sich die Finanzierungsmöglichkeiten unserer Kunden verschlechtern. Vertraglich festgelegte Zahlungsbedingungen könnten sich nachteilig verändern, insbesondere im Hinblick auf die Höhe an uns zu leistender Kundenanzahlungen im Rahmen von Langzeitprojekten, was sich negativ auf unsere Finanzsituation auswirken könnte. Die weltweite Geschäftsaufstellung von Siemens in nahezu allen relevanten Volkswirtschaften, unser umfangreiches Angebot, das unterschiedlichen Geschäftszyklen folgt, und unsere ausgewogene Mischung verschiedenartiger Geschäftsmodelle - zum Beispiel Ausrüstungs-, Komponenten-, System-, Software-, Service- und Lösungsgeschäft - helfen uns, die Folgen ungünstiger Entwicklungen auf einzelnen Märkten auszugleichen.
Portfoliomaßnahmen, nach der at-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen, sonstige Beteiligungen und strategische Allianzen: Unsere Strategie umfasst in einigen Geschäftsfeldern Desinvestitionen und die Stärkung anderer durch Portfoliomaßnahmen, einschließlich Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen. Desinvestitionspläne beinhalten das Risiko, bestimmte Geschäftsaktivitäten nicht wie geplant veräußern zu können. Außerdem könnten sich durch realisierte Desinvestitionen negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Reputation ergeben. Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten, da sie Risiken aus der Integration von Mitarbeitern, Abläufen, Technologien und Produkten beinhalten. Es kann nicht garantiert werden, dass jedes erworbene Geschäft erfolgreich und entsprechend dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan integriert werden kann oder sich nach der Integration wie erwartet entwickeln wird. Darüber hinaus können aus solchen Transaktionen erhebliche Akquisitions-, Verwaltungs-, Steuer- und sonstige Aufwendungen entstehen, einschließlich Integrationskosten für erworbene Geschäftsaktivitäten. Zudem könnten Portfoliomaßnahmen einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf zur Folge haben und unsere Kapitalstruktur nachteilig beeinflussen. Akquisitionen können auch zu einem signifikanten Anstieg der immateriellen Vermögenswerte, einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte, in unserer Bilanz führen. Sollten wir anhaltend ungünstigen Geschäftsentwicklungen ausgesetzt sein oder bei akquirierten Aktivitäten nicht so erfolgreich sein wie ursprünglich erwartet, könnte dies Wertberichtigungen auf diese immateriellen Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, zur Folge haben, mit negativen Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Unser Anlageportfolio umfasst Beteiligungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und sonstige Beteiligungen. Alle Faktoren, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer nach der at-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und sonstigen Beteiligungen negativ beeinflussen, könnten unseren Ergebnisanteil aus diesen Beteiligungen beeinträchtigen oder zu einer Wertminderung dieser Beteiligungen führen. Außerdem könnte unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch in Zusammenhang mit Darlehen, Garantien oder der Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants) in Verbindung mit diesen nach der at-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen negativ beeinflusst werden. Zudem bergen solche Beteiligungen grundsätzlich Risiken, da es uns nicht möglich sein könnte, potenziellen negativen Auswirkungen auf unser Geschäft und insbesondere auf unsere Reputation durch ausreichende Einflussnahme auf Prozesse der Unternehmensführung (Corporate Governance) oder Geschäftsentscheidungen unserer Beteiligungen, sonstigen Beteiligungen und strategischen Allianzen entgegenzuwirken. Zudem beinhalten auch Gemeinschaftsunternehmen Risiken in Zusammenhang mit der Integration von Mitarbeitern, Abläufen, Technologien und Produkten. Auch strategische Allianzen könnten für uns mit Risiken verbunden sein, da wir in einigen Geschäftsfeldern mit Unternehmen im Wettbewerb stehen, mit denen wir strategische Allianzen eingegangen sind. Neben anderen Maßnahmen begegnen wir diesen Risiken sowohl mit standardisierten Prozessen als auch mit dezidierten Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Umfeld von Unternehmenszusammenschlüssen, Käufen, Verkäufen und Ausgliederungen. Dies beinhaltet die systematische Behandlung aller vertraglichen Verpflichtungen und Ansprüche nach Abschluss einer Transaktion.
Disruptive Technologien: Die Märkte, in denen wir agieren, sind infolge der Einführung innovativer und disruptiver Technologien rasanten und signifikanten Änderungen unterworfen. Auf dem Gebiet der Digitalisierung (beispielsweise Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, Cloud-Computing, Industrie 4.0) entstehen Risiken in Zusammenhang mit neuen Wettbewerbern, der Substitution von existierenden Produkten/Lösungen/Dienstleistungen, neuen Geschäftsmodellen (zum Beispiel bei der Preisbildung, Finanzierung, bei erweiterten Leistungsumfängen im Projektgeschäft oder Abonnementmodellen im Softwaregeschäft) sowie das Risiko, dass unsere Wettbewerber aufgrund überlegener Time-to-Market-Strategien ihre disruptiven Produkte und Lösungen schneller vermarkten können als Siemens. Unsere Geschäftsergebnisse hängen wesentlich von unserer Technologieführerschaft sowie unserer Fähigkeit ab, Änderungen in unseren Märkten zu antizipieren und uns an sie anzupassen sowie unsere Kostenbasis zu optimieren. Die Einführung neuer Produkte und Technologien erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz finanzieller Mittel verbunden ist und nicht immer automatisch erfolgreich ist. Unsere Ertragslage könnte negativ von Investitionen in Technologien beeinflusst werden, die nicht wie erwartet funktionieren oder integriert werden können oder nicht die erwartete Marktakzeptanz finden oder davon, dass unsere Produkte, Lösungen und Systeme, insbesondere im Vergleich zu unseren Wettbewerbern, nicht rechtzeitig am Markt eingeführt oder sogar obsolet werden. Wir beantragen ständig neue Patente und pflegen aktiv unser Portfolio geistigen Eigentums, um unsere Technologieposition zu sichern. Unsere Patente und anderen Rechte an geistigem Eigentum können jedoch nicht verhindern, dass Wettbewerber selbst Produkte und Dienstleistungen entwickeln und verkaufen, die den unseren gleichen.
Wettbewerbsumfeld: Die weltweiten Märkte für unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sind hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, Produktentwicklungs- und Einführungszeiten, Kundenservice und Finanzierungsbedingungen sowie Verschiebungen im Marktbedarf hochgradig wettbewerbsintensiv.# A.8.3.2 Operative Risiken
Wettbewerb
Wir sind mit starken etablierten Wettbewerbern konfrontiert und auch mit aufsteigenden Wettbewerbern aus Schwellenländern und neuen Industrien, die eine günstigere Kostenstruktur aufweisen könnten als wir. Einige Branchen, in denen wir tätig sind, durchlaufen Konsolidierungen, die zu einer Verstärkung des Wettbewerbs, einer Veränderung unserer relativen Marktposition, einem Bestandsaufbau bei (un)fertigen Erzeugnissen oder einer unerwarteten Preiserosion führen könnten. Darüber hinaus gibt es das Risiko, dass wichtige Zulieferer von unseren Wettbewerbern übernommen werden und dass Wettbewerber verstärkt Dienstleistungen für unsere installierte Basis anbieten. Wir begegnen diesen Risiken mit verschiedenen Maßnahmen, wie beispielsweise Benchmarking-Aktivitäten, strategischen Initiativen, Vertriebsinitiativen, der Umsetzung von Produktivitätsmaßnahmen und Projekten zur Erreichung der Zielkosten, Anpassungen bei unseren Standorten, Outsourcing, Fusionen sowie Gemeinschaftsunternehmen und der Optimierung unseres Produkt- und Serviceportfolios. Wir überwachen und analysieren kontinuierlich Wettbewerbs-, Markt- und Branchendaten, um ungünstige Entwicklungen des Wettbewerbsumfelds besser voraussehen zu können, anstatt lediglich auf sie zu reagieren.
Steigender Nachhaltigkeitsfokus
Die zunehmenden Umwelt-, Sozial- und Governance-Anforderungen von Regierungen und Kunden sowie Finanzierungsbeschränkungen von Regierungen, Kundenanforderungen und Finanzierungsbeschränkungen für Technologien, die Treibhausgase emittieren, könnten zu zusätzlichen Kosten führen. Darüber hinaus kann ein geschäftliches Engagement, durch das sensible Umwelt-, Sozial- oder Governance-Aktivitäten berührt sind, negativ wahrgenommen werden und negative Schlagzeilen auslösen. Dies könnte zu Reputationsschäden führen und sich auf die Erreichung unserer Geschäftsziele auswirken. Im Geschäftsjahr 2021 implementieren wir ein Due-Diligence-Tool für Umwelt, Soziales und Governance, das für alle Siemens-Einheiten verpflichtend ist.
Footprint und Restrukturierungen
Wir sehen Risiken, dass wir nicht flexibel genug sind, unsere Organisation und Fertigungslandschaft anzupassen, um schnell auf sich ändernde Marktbedingungen zu reagieren. Die notwendigen Restrukturierungen könnten nicht in dem geplanten Maße und Zeitrahmen umgesetzt werden (zum Beispiel aufgrund lokaler Mitbestimmungsgesetze), was die Verbesserungen unserer Kostenposition mit negativen Ergebnisauswirkungen begrenzen sowie zu einem Verlust von qualifiziertem Personal führen kann. Streiks und Auseinandersetzungen mit Gewerkschaften und Betriebsräten könnten zu negativen Schlagzeilen und Lieferschwierigkeiten führen. Darüber hinaus könnte sich die öffentliche Kritik an Restrukturierungen negativ auf das Ansehen von Siemens auswirken. Wir minimieren diese Risiken, indem wir die Umsetzung der geplanten Maßnahmen genau überwachen, ein striktes Kostenmanagement pflegen und laufende Gespräche mit allen betroffenen Interessengruppen führen.
Cyber- und Informationssicherheit
Digitale Technologien sind ein tief verwurzelter Teil unseres Geschäftsportfolios. Die von uns beobachtete weltweite Zunahme von Bedrohungen für die Cyber-Sicherheit und eine größere Professionalität in der Computerkriminalität führen zu Risiken in Bezug auf die Sicherheit der Produkte, Systeme und Netzwerke sowie zu Risiken hinsichtlich der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von Daten. Verschiedenen externen Datenquellen zufolge hat sich diese Tendenz während COVID-19 beschleunigt. Insbesondere die Anzahl der Phishing-Angriffe sowie die Anzahl der schädlichen Websites hat sich erheblich erhöht. Darüber hinaus konzentriert sich der Markt für Informationstechnologie auf eine kleine Anzahl von Anbietern von Informationstechnologie und Software, was zu einer Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter führen könnte. Es kann nicht garantiert werden, dass die Maßnahmen, die wir zum Schutz unseres geistigen Eigentums und unseres Portfolios ergreifen, unter allen Umständen erfolgreich sind. Auch bleibt das Risiko, dass vertrauliche Informationen gestohlen oder die Integrität unseres Portfolios zerstört werden könnten, zum Beispiel durch Angriffe auf unsere Netze, Social Engineering, Datenmanipulationen in kritischen Applikationen und Verlust kritischer Ressourcen. Dies hätte finanzielle Schäden zur Folge. Die Cyber-Sicherheit deckt die Informationstechnologie unseres gesamten Unternehmens ab, inklusive Büro-IT, Systeme und Applikationen, Spezialnetzwerke und unseres betrieblichen Umfelds wie Fertigung, Forschung und Entwicklung. Wie andere große multinationale Unternehmen sind wir regen Cyber-Angriffen von erfahrenen Gegnern ausgesetzt, die vom organisierten Verbrechen und von Nationen, die Wirtschaftsspionage oder sogar Sabotage betreiben, unterstützt werden. Wir versuchen, diese Risiken durch eine Reihe von Maßnahmen zu mindern, darunter die Schulung der Mitarbeiter unter Berücksichtigung neuer Modelle flexibler Arbeitsumgebungen, die umfassende Überwachung unserer Netzwerke und Systeme durch den Einsatz von Cyber Defense mit einer KI-Lösung zur schnelleren Identifizierung von Angriffen, um Schäden für die Gesellschaft, insbesondere für kritische Infrastrukturen, unsere Kunden, unsere Partner und Siemens insgesamt zu verhindern. Wir haben die industrielle »Charter of Trust« ins Leben gerufen, die von einer wachsenden Anzahl globaler Unternehmen mit der Zielsetzung unterzeichnet wurde, Grundsätze für einen Vertrauensaufbau in die digitalen Technologien festzulegen und die digitale Welt sicherer zu machen. Dennoch bleiben die Systeme, Produkte, Lösungen und Dienstleistungen unseres Unternehmens und die unserer Dienstleister potenziell anfällig für Angriffe. Diese könnten möglicherweise zur Offenlegung, Verfälschung oder zum Verlust von Informationen - wie durch Industriespionage - führen. Sie könnten auch zu einem absichtlichen Missbrauch unserer Informationssysteme oder zu anfälligen Produkten, Produktionsausfällen und Lieferengpässen führen, mit eventuell negativen Auswirkungen auf unsere Reputation, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Geschäftsergebnisse. Für einen zusätzlichen Schutz von Siemens und die Reduzierung potenzieller finanzieller Auswirkungen von Cyber-Vorfällen wurden Möglichkeiten des Risikotransfers eingehend bewertet. Als Ergebnis einer internationalen Versicherungsausschreibung wurden die derzeit versicherbaren Cyber-Sicherheitsrisiken teilweise auf ein Konsortium von Versicherungsunternehmen übertragen.
Interne Programme und Initiativen
Wir befinden uns in einem fortwährenden Prozess funktionsoptimierender Anpassungen und befassen uns laufend mit Kostensenkungsinitiativen. Diese beinhalten ständige Kapazitätsanpassungsmaßnahmen sowie Initiativen zu strukturellen Verbesserungen. Zusammenlegungen von Geschäftsaktivitäten und Fertigungsanlagen, Auslagerungen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Produktportfoliostraffungen sind Bestandteil solcher Kostensenkungsinitiativen. Diese Maßnahmen könnten nicht wie geplant umgesetzt werden, ihr Nutzen könnte geringer sein als ursprünglich abgeschätzt, sie könnten später wirken als angenommen, oder ihre Wirkung könnte ganz ausbleiben. Jede künftige Wirkung aus diesen Programmen auf unsere Profitabilität wird beeinflusst durch die tatsächlich erzielten Einsparungen und unsere Fähigkeit, diese fortlaufenden Bemühungen nachhaltig umzusetzen. Im Falle von Restrukturierungs- und Auslagerungsaktivitäten können wir nicht ausschließen, dass es zu Lieferverzögerungen oder sogar Lieferausfällen kommen könnte. Darüber hinaus könnte eine Verzögerung in kritischen FuE-Projekten negative Folgen für laufende Projekte haben. Wir kontrollieren und überwachen diese Projekte fortlaufend und nutzen standardisierte Ansätze zur Steuerung und Verfolgung von Meilensteinen.
Projektbezogene Risiken
Eine Reihe unserer Segmente führt Aktivitäten im Rahmen von Langfristverträgen durch, die in wettbewerbsintensiven Bieterverfahren vergeben werden. Solche Verträge sind üblich bei Mobility und bei verschiedenen Geschäftsaktivitäten von Smart Infrastructure. Einige dieser Verträge bergen in sich ein inhärentes Risiko, da sie die Übernahme nahezu aller Risiken vorsehen können, die mit der Fertigstellung des Projekts sowie mit Gewährleistungsverpflichtungen nach Abnahme des Projekts verbunden sind. Beispielsweise könnten wir mit dem Risiko konfrontiert sein, die technischen Anforderungen eines Projekts erfüllen zu müssen, ohne vor der Übernahme des Projekts Erfahrungen mit derartigen Anforderungen gesammelt zu haben. Die aus Festpreisverträgen erzielten Ergebnismargen könnten durch Änderungen der Kosten oder der Produktivität während der Vertragslaufzeit von den ursprünglichen Schätzungen abweichen. Manchmal tragen wir das Risiko unerwarteter Projektmodifikationen, des Mangels an qualifizierten Fachkräften, von Qualitätsproblemen, finanziellen Schwierigkeiten unserer Kunden und/oder wesentlicher Partner, Kostenüberschreitungen oder Vertragsstrafen aufgrund unerwarteter technischer Probleme, von unvorhergesehenen Entwicklungen an den Projektstandorten, von unerwarteten Änderungen oder Schwierigkeiten innerhalb des rechtlichen und politischen Umfelds, von Leistungsproblemen bei unseren Zulieferern, Subunternehmern oder Konsortialpartnern oder aufgrund sonstiger logistischer Schwierigkeiten. Einige unserer mehrjährigen Verträge umfassen zudem anspruchsvolle Anforderungen hinsichtlich Installation und Wartung, ferner weitere Erfüllungskriterien wie Zeitvorgaben, Stückkosten und Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen. Diese Anforderungen könnten, wenn sie nicht erfüllt werden, erhebliche Vertragsstrafen, Schadensersatzpflichten, Zahlungsverweigerung oder Vertragskündigungen nach sich ziehen. Wir können nicht garantieren, dass unsere Verträge und Projekte, insbesondere jene mit langer Laufzeit und Festpreiskalkulation, profitabel abgeschlossen werden können.# A.8.3.2 Risikomanagement und interne Kontrollsysteme
Um solchen Risiken zu begegnen, haben wir eine weltweite Projektmanagementorganisation eingeführt, die systematisch die technischen und kaufmännischen Fähigkeiten unserer Projektmanager verbessert. Bei sehr komplexen Projekten führen wir in einem sehr frühen Stadium der Angebotsphase dezidierte Risikoeinschätzungen durch, bevor wir uns entschließen, ein verbindliches Angebot an unsere Kunden abzugeben.
Lieferkettenmanagement:
Die Ergebnisse unserer operativen Einheiten hängen von einer zuverlässigen und effektiven Steuerung unserer Versorgungskette für Komponenten, Bauteile und Materialien ab. Kapazitätsbeschränkungen und Lieferengpässe, die auf eine ineffektive Steuerung der Versorgungskette zurückzuführen sind, könnten zu Produktionsengpässen, Lieferverzögerungen, Qualitätsproblemen und zusätzlichen Kosten führen. Bei der Versorgung mit Vorprodukten, Komponenten und Dienstleistungen sind wir auch auf Fremdanbieter angewiesen. Herstellung, Montage und Funktionsprüfung unserer Produkte durch Dritte können unsere unmittelbaren Möglichkeiten der Einflussnahme auf Produktivität, Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten reduzieren. Obwohl wir eng mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um versorgungsbezogene Probleme zu vermeiden, kann nicht garantiert werden, dass wir in Zukunft nicht in Versorgungsschwierigkeiten geraten, insbesondere falls wir bei kritischen Zulieferteilen nur einen Lieferanten nutzen. Engpässe oder Verzögerungen könnten unsere Geschäftsaktivitäten erheblich schädigen. Unerwartete Preissteigerungen von Komponenten und Rohmaterialien aufgrund von Marktengpässen oder aus anderen Gründen könnten sich ebenfalls negativ auf unsere Leistung auswirken. Des Weiteren könnten wir mit dem Risiko von Verzögerungen und Unterbrechungen der Versorgungskette als Auswirkungen von Katastrophen (einschließlich Pandemien), Cyber-Vorfällen oder finanziellen Problemen einiger Lieferanten konfrontiert werden, insbesondere wenn es uns nicht gelingt, rechtzeitig oder überhaupt alternative Zulieferquellen oder Transportmöglichkeiten zu erschließen. Neben anderen Maßnahmen reduzieren wir das Risiko der weltweit schwankenden Rohmaterialpreise mit verschiedenen Sicherungsinstrumenten.
Mangel an qualifizierten Mitarbeitern:
Der Wettbewerb um eine vielfältige und hoch qualifizierte Belegschaft, wie etwa Spezialisten, Experten oder Talente im Bereich der Digitalisierung, ist in den Branchen und Regionen, in denen wir geschäftlich tätig sind, weiterhin intensiv. Wir benötigen fortwährend hoch qualifizierte Mitarbeiter und sehen überdies die Notwendigkeit, die Vielfalt, Inklusion und das Zugehörigkeitsgefühl unserer Belegschaft zu fördern. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwieweit es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und Talente im Bereich der Digitalisierung und anderes Fachpersonal zu identifizieren, zu beurteilen und einzustellen. Außerdem müssen wir es schaffen, sie zu integrieren, zu entwickeln und an uns zu binden, nachdem sie zu uns gekommen sind. Dies erscheint besonders relevant in Zeiten einer neuen, virtuelleren Arbeitsumgebung. Wir begegnen diesen Themen zum Beispiel mit der Stärkung der Fähigkeiten und Kenntnisse unserer Mitarbeiter in der Personalbeschaffung und haben eine Strategie definiert, um proaktiv Mitarbeiter mit den notwendigen Fähigkeiten für unsere Geschäfte und Märkte zu suchen. Technologie und Digitalisierung helfen uns, Talente - auch im Hinblick auf die Vielfältigkeit unserer Belegschaft - effektiver zu gewinnen und auszuwählen. Außerdem fokussieren wir uns auf Vielfältigkeit und eine strukturierte Nachfolgeplanung.
A.8.3.3 Finanzielle Risiken
Marktpreisrisiken:
Wir unterliegen dem Einfluss von Wechselkursschwankungen, insbesondere zwischen dem US-Dollar und dem Euro, da ein großer Anteil unseres Geschäftsvolumens im Rahmen von Exporten von Europa in Länder, die den US-Dollar als Währung verwenden, abgewickelt wird. Darüber hinaus sind wir Effekten aus Währungen von Schwellenländern ausgesetzt, insbesondere dem chinesischen Yuan. Deutliche Veränderungen der Euro-Wechselkurse könnten unsere Wettbewerbsposition erheblich verändern. Wir sind auch Zinsschwankungen ausgesetzt. Selbst Sicherungsgeschäfte zur Reduzierung solcher Risiken können zu einem gegenteiligen Effekt führen. Wechselkurs- oder Zinsschwankungen, negative Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Änderungen in der Politik der Zentralbanken könnten sich daher negativ auf unser Finanzergebnis auswirken.
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken:
Unsere Treasury- und Finanzierungsaktivitäten könnten ungünstigen Einlagen- und/oder Finanzierungskonditionen ausgesetzt sein, ausgelöst durch negative Entwicklungen im Zusammenhang mit den Finanzmärkten, wie begrenzte Verfügbarkeit von Finanzmitteln und von Sicherungsinstrumenten, einer geänderten Bonitätseinschätzung von Siemens insbesondere von Ratingagenturen, negativen Zinssätzen und Auswirkungen aus restriktiveren Regulierungen des Finanzsektors, der Politik der Zentralbanken sowie der Nutzung von Finanzinstrumenten, die unsere Einlagenkonditionen beziehungsweise Finanzierungskosten verschlechtern. Eine Erhöhung der Kreditrisikoaufschläge aufgrund von Unsicherheit und Risikoaversion an den Finanzmärkten könnte zudem zu einer negativen Veränderung der Marktwerte unserer finanziellen Vermögenswerte, insbesondere unserer derivativen Finanzinstrumente, führen.
Kreditrisiken:
In Zusammenhang mit Aufträgen und Projekten stellen wir unseren Kunden direkte und indirekte Finanzierungen in verschiedenen Ausgestaltungen zur Verfügung, einschließlich Garantien. Insbesondere Siemens Financial Services trägt Kreditrisiken aus Finanzierungsaktivitäten, wenn zum Beispiel Kunden ihre Verpflichtungen aus diesen Finanzierungen nicht, nur teilweise oder verspätet erfüllen.
Risiken aus Pensionsverpflichtungen:
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen können sowohl durch eine Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen, einschließlich des Abzinsungssatzes, als auch durch Veränderungen an den Finanzmärkten oder eine Änderung in der Zusammensetzung unseres Anlagenportfolios beeinflusst werden. Darüber hinaus unterliegen sie unter anderem rechtlichen Risiken mit Blick auf die Plangestaltung. Ein wesentlicher Anstieg der Unterdeckung könnte sich negativ auf unsere Kapitalstruktur sowie unser Rating auswirken und somit die Refinanzierungsmöglichkeiten verringern und die Refinanzierungskosten erhöhen. Um die lokalen Pensionsvorschriften in ausgewählten Ländern einzuhalten, können wir mit dem wirtschaftlichen Risiko einer Zunahme der Mittelabflüsse aufgrund der Änderung des Deckungsgrads gemäß den lokalen Vorschriften unserer Pensionspläne in diesen Ländern und der Änderung der Vorschriften selbst konfrontiert sein. Für weitere Informationen zu Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, derivativen Finanzinstrumenten, Sicherungsaktivitäten, Management von finanziellen Risiken sowie entsprechenden Maßnahmen siehe ZIFFERN 17, 24 und 25 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS.
Untersuchungen von Finanzbehörden sowie Veränderungen in den Steuergesetzen und -regelungen:
Wir sind in nahezu allen Ländern der Welt tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der Steuergesetze und -regelungen in diesen Jurisdiktionen könnten zu höheren Steueraufwendungen und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem könnten Änderungen der Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf unsere Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie auf unsere aktiven und passiven latenten Steuern haben. Zudem könnte die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen. Als global tätiges Unternehmen agieren wir in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden können. Künftige Auslegungen beziehungsweise Entwicklungen der Steuersysteme könnten unsere Geschäfts-, Vermögens- und Ertragslage beeinflussen. Wir werden regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft, und wir identifizieren und bewerten fortlaufend einschlägige Risiken.
A.8.3.4 Compliance-Risiken
Laufende und künftige Untersuchungen hinsichtlich Vorwürfen bezüglich Korruption, Kartellverstößen sowie anderer Gesetzesverletzungen:
Verfahren gegen uns oder unsere Geschäftspartner hinsichtlich Korruptions- oder Kartellvorwürfen sowie Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen könnten zu Bußgeldern führen sowie zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich künftigen Verhaltens, Gewinnabschöpfungen, zum Ausschluss von der direkten oder indirekten Teilnahme an bestimmten Geschäften, zum Verlust von Gewerbekonzessionen, zu anderen Restriktionen und Rechtsfolgen sowie zu einer negativen Berichterstattung in den Medien. Dementsprechend könnte es unter anderem erforderlich werden, dass wir möglichen Leistungspflichten, einschließlich potenzieller Steuerstrafen, in Zusammenhang mit diesen Untersuchungen und Verfahren nachkommen müssen. Darüber hinaus könnte die Aufdeckung von Fällen öffentlicher Korruption, die nicht von den Vergleichen umfasst sind, die wir in den Jahren 2008 und 2009 mit amerikanischen und deutschen Behörden zur Beilegung von Korruptionsvorwürfen geschlossen haben, unser Geschäft mit Behörden und zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen gefährden sowie zur erneuten Ernennung von Überwachungsinstanzen führen, die unsere künftigen Geschäftspraktiken überprüfen, und wir könnten auch in anderer Weise aufgefordert werden, unsere Geschäftspraktiken und unser Compliance-Programm zu ändern. Siemens tätigt einen großen Teil seines Geschäfts mit Regierungen und staatlichen Unternehmen. Wir sind außerdem an verschiedenen Projekten beteiligt, die von Behörden sowie zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen, etwa multilateralen Entwicklungsbanken, finanziert werden.# Anhängige und mögliche künftige Ermittlungen zu Korruptions- oder Kartellvorwürfen oder Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen könnten nachteilige Auswirkungen auf unsere Beziehung mit solchen Partnern haben bis hin zum Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Ferner könnten dadurch bestehende privatwirtschaftliche Geschäftsbeziehungen sowie unsere Fähigkeit, neue Geschäftspartner für möglicherweise bedeutende strategische Projekte und Transaktionen wie strategische Allianzen, Gemeinschaftsunternehmen oder andere Formen der geschäftlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, beeinträchtigt werden. Solche Ermittlungen könnten auch zur Aufhebung einiger unserer bestehenden Verträge führen, und Dritte, einschließlich unserer Wettbewerber, könnten gegen uns Verfahren in erheblichem Umfang einleiten. Darüber hinaus könnten künftige Entwicklungen in laufenden oder potenziellen künftigen Ermittlungen, etwa die Reaktion auf behördliche Ersuchen und die Zusammenarbeit mit den Behörden, die Aufmerksamkeit und die Ressourcen des Managements von anderen Geschäftsangelegenheiten ablenken. Des Weiteren sehen wir uns möglicherweise Compliance-Risiken in Verbindung mit kürzlich erworbenen Geschäften gegenüber, die sich noch im Integrationsprozess befinden. Siemens hat, zusätzlich zu anderen Maßnahmen, eine weltweite Compliance-Organisation etabliert, die unter anderem Compliance-Risikoreduktionsprozesse durchführt, wie beispielsweise Compliance-Risikobewertungen, oder interne Prüfungsaktivitäten anstößt, die durch die interne Revision durchgeführt werden.
Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien:
Als ein diversifiziertes Unternehmen mit globalem Geschäft sind wir unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Wir beobachten die politische und regulatorische Lage in allen unseren wichtigen Märkten, um so potenzielle Problembereiche zu antizipieren mit dem Ziel, unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse schnell an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Gleichwohl können sich Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien nachteilig auf unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse sowie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
Protektionismus (einschließlich Zölle/Handelskrieg):
Protektionismus in der Handelspolitik und Änderungen im politischen und regulatorischen Umfeld in Märkten, in denen wir Geschäfte betreiben, wie Import- und Exportkontrollen, Zollbestimmungen und andere Handelshemmnisse inklusive des Ausschlusses von bestimmten Märkten, sowie Preis- oder Währungsbeschränkungen könnten unsere Geschäfte in nationalen Märkten beeinflussen und unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen. Außerdem könnten wir Strafzahlungen, anderen Sanktionen und Reputationsschäden ausgesetzt sein. Darüber hinaus könnte die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld mancher Regionen unsere Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen, und dazu führen, dass wir steigenden Kosten für angemessene Compliance-Programme unterliegen.
Geopolitische Unsicherheiten einschließlich Sanktionen und Exportkontrolle:
Als global agierendes Unternehmen unterhalten wir Geschäftsaktivitäten mit Kunden in Ländern, die Exportkontrollregulierungen, Embargos, Wirtschaftssanktionen, Ausschlussrichtlinien oder anderen Formen von Handelsbeschränkungen unterliegen (nachstehend bezeichnet als »Sanktionen«), die ihnen durch die USA, die EU oder andere Länder oder Organisationen auferlegt wurden. Neue oder ausgeweitete Sanktionen in Ländern, in denen wir geschäftlich tätig sind, könnten zu einer Einschränkung unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten in diesen Ländern oder indirekt in anderen Ländern führen. Uns sind Richtlinien von nationalen Behörden und institutionellen Investoren, wie Pensionsfonds und Versicherungen, bekannt, die Investitionen in und Transaktionen mit Unternehmen verbieten sowie den Verkauf von Anteilen an Unternehmen vorschreiben, wenn diese Geschäfte mit Ländern betreiben, die vom U. S. Department of State als staatliche Förderer des Terrorismus identifiziert wurden. Es könnte deshalb sein, dass solche Richtlinien dazu führen, dass wir bestimmte Investoren oder Kunden nicht gewinnen oder halten können. Zudem könnten wir aufgrund der Beendigung unserer Geschäfte in Ländern, die Sanktionen unterliegen, Kundenansprüchen oder anderen Maßnahmen ausgesetzt sein. Unsere Reputation könnte auch unter unseren Geschäften mit Vertragsparteien leiden, die in diesen Ländern ansässig oder mit diesen Ländern verbunden sind.
Gesetze und Regelungen zu Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit sowie andere behördliche Regelungen:
Wir sind in einigen stark regulierten Branchen tätig. Gegenwärtige oder künftige umweltrechtliche, gesundheits- oder sicherheitsbezogene oder sonstige staatliche Regelungen oder deren Änderung könnten eine Anpassung unserer operativen Tätigkeit erfordern und zu einer erheblichen Steigerung unserer operativen Kosten oder Produktionskosten führen. Darüber hinaus sehen wir das Risiko möglicher umweltbezogener, gesundheits- oder sicherheitsbezogener Zwischenfälle ebenso wie Risiken durch die Nichteinhaltung von umweltrechtlichen, gesundheits- oder sicherheitsbezogenen Regelungen durch Siemens und unsere Vertragspartner oder Zulieferer, die in der Folge zum Beispiel zu ernsthaften Verletzungen, Strafmaßnahmen, Reputationsverlust oder zu internen beziehungsweise externen Untersuchungen führen. Wenngleich wir über Verfahren verfügen, die sicherstellen sollen, dass wir die anwendbaren behördlichen Regelungen bei der Ausführung unserer Geschäftstätigkeit einhalten, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sowohl von unserer Seite als auch vonseiten Dritter, mit denen wir in einer Vertragsbeziehung stehen, einschließlich Zulieferer und Dienstleistungsanbieter, deren Handeln uns zugerechnet werden könnte, zu Verstößen gegen anwendbare behördliche Regelungen kommen könnte. Jeder solcher Verstoß setzt uns insbesondere dem Risiko von Haftung, Strafen, Bußgeldern, Reputationsschäden oder Verlust von Lizenzen und Genehmigungen aus, die für unser Geschäft wichtig sind. Insbesondere könnten wir mit Schadensersatz- oder Sanierungspflichten aus Umweltverschmutzungen bei Produktionsanlagen, die von uns errichtet oder betrieben werden, konfrontiert werden. Für bestimmte Umweltrisiken haben wir Haftpflichtversicherungen mit Deckungssummen abgeschlossen, die unser Management als angemessen und branchenüblich ansieht. Uns könnten aus Umweltschäden Verluste entstehen, die über die Versicherungssummen hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind, und solche Verluste könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.
Laufende oder künftige Rechtsstreitigkeiten und gerichtliche und behördliche Verfahren:
Siemens ist und wird möglicherweise auch künftig in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit verschiedenen Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren konfrontiert. Diese können insbesondere dazu führen, dass Siemens die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages), die Erfüllung anderer Ansprüche sowie Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis resultieren. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren könnten negative Entscheidungen für Siemens ergehen oder behördliche Entscheidungen, Einschätzungen oder Auflagen anders ausfallen als erwartet, die wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftsaktivitäten sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Für bestimmte rechtliche Risiken hat Siemens eine Haftpflichtversicherung in einer Höhe abgeschlossen, die das Management für angemessen und branchenüblich hält. Der Versicherungsschutz bewahrt Siemens allerdings nicht vor Reputationsschäden. Außerdem kann Siemens aus Rechtsstreitigkeiten Verluste erleiden, die über die Versicherungssumme hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind oder etwaige Rückstellungen für Verluste durch Rechtsstreitigkeiten übersteigen. Schließlich kann nicht gewährleistet werden, dass Siemens auch künftig adäquaten Versicherungsschutz zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen erhält. Für weitere Informationen in Bezug auf konkrete Rechtsstreitigkeiten siehe ZIFFER 22 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS.
A.8.3.5 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Die größten Herausforderungen wurden in jeder der vier Kategorien strategische Risiken, operative Risiken, finanzielle Risiken und Compliance-Risiken zuerst genannt. Während sich unsere Einschätzung der individuellen Risiken im Geschäftsjahr 2020 aufgrund der Entwicklung der externen Bedingungen, Änderungen in unserem Geschäftsportfolio, der Wirkung unserer eigenen Gegenmaßnahmen und der Anpassung unserer Risikobeurteilung verändert haben, hat sich die Gesamtrisikosituation für Siemens mit Ausnahme von COVID-19 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Wir sehen dieses strategische Risiko derzeit als die größte Herausforderung für uns an, gefolgt vom operativen Risiko der Cyber-/Informationssicherheit. Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten.
A.8.4 Chancen
Im Rahmen unseres ERM-Ansatzes identifizieren und bewerten wir regelmäßig die Chancen, die sich in unseren zahlreichen Geschäftsfeldern ergeben, und handeln entsprechend. Im Folgenden beschreiben wir unsere wesentlichsten Chancen. Sofern nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die Chancen auf alle unsere Organisationseinheiten.# A.8.4 Chancen
Die Reihenfolge der dargestellten Chancen spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Ausmaßes für Siemens wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Chancen für uns. Die beschriebenen Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Des Weiteren ist unsere Einschätzung der Chancen Änderungen unterworfen, da sich das Unternehmen, unsere Märkte und Technologien kontinuierlich weiterentwickeln. Es ist auch möglich, dass Chancen, die wir heute sehen, sich niemals verwirklichen.
Wertschaffung durch Innovation
Wir treiben Innovation voran, indem wir signifikant in Forschung und Entwicklung investieren, um nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und gleichzeitig unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Ein innovatives Unternehmen zu sein und ständig neue Technologien zu entwickeln, von denen wir erwarten, dass sie künftigen Anforderungen gerecht werden, die sich aus den Megatrends demografischer Wandel, Urbanisierung, Klimawandel und Globalisierung ergeben, ist eines unserer Kernziele. Wir erhalten jedes Jahr Tausende neue Patente und entwickeln kontinuierlich neue Konzepte und überzeugende neue digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle. Dies hilft uns, die nächste Generation bahnbrechender Innovationen in Bereichen wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz, autonome Maschinen und Edge-Computing zu schaffen. Über unsere operativen Einheiten hinweg profitieren wir von unserer Stärke im »Digital Enterprise«. Vor allem unsere cloud-basierte MindSphere-Plattform steigert die Verfügbarkeit der digitalen Produkte und Systeme unserer Kunden und verbessert ihre Produktivität und Effizienz. Wir bieten Edge-Computing-Apps zusammen mit MindSphere in individuellen Anlagen an, sodass Kunden alle ihre Anlagen verbinden und so ein integriertes Datennetzwerk schaffen können. Wir sehen auch erhebliche Chancen, zusätzliches Volumen zu generieren und von innovativen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen zu profitieren, darunter Cyber-Sicherheit und Anwendungen zur Optimierung des Energieverbrauchs.
Wir sehen Wachstumschancen darin, den Zugang zu neuen Märkten und Kunden zu erschließen, indem wir neue Marketing- und Vertriebsstrategien nutzen, die wir in unseren operativen Einheiten umsetzen. Unsere Position entlang der Wertschöpfungsketten Automatisierung und Digitalisierung ermöglicht uns eine weitere Steigerung der Marktdurchdringung. Entlang dieser Wertschöpfungsketten haben wir mehrere konkrete Wachstumsfelder identifiziert, in denen wir unser größtes langfristiges Potenzial sehen. Daher kombinieren und entwickeln wir unsere Ressourcen beziehungsweise Fähigkeiten mit Blick auf diese Wachstumsfelder.
Nutzung des Marktpotenzials
Durch Vertriebsinitiativen und Masterpläne in unseren operativen Einheiten streben wir kontinuierlich danach, zu wachsen und unsere Geschäfte in etablierten Märkten auszudehnen, neue Märkte für existierende Portfolioelemente zu erschließen und unsere installierte Basis zu stärken, um einen größeren Marktanteil und höhere Gewinne zu erlangen. Darüber hinaus streben wir eine Steigerung unserer Verkäufe unter anderem durch eine verbesserte Kundenbetreuung und neue Vertriebskanäle an.
COVID-19-Herausforderungen in Chancen verwandeln
Die Teilhabe an staatlichen COVID-19-Konjunkturprogrammen wie dem Konjunkturplan »Next Generation EU« der Europäischen Union ist eine Chance für Siemens. Ferner besteht die Möglichkeit unsere Kundenbeziehung durch zusätzliche Marktangebote zu stärken, die sich speziell mit Anwendungsfällen befassen, die direkt mit der COVID-19-Pandemie zusammenhängen. Zusätzliche Potenziale könnten sich durch das Optimierungsprogramm »new normal« ergeben, beispielsweise durch mehr Arbeitsflexibilität für unsere Mitarbeiter.
Zusammenschlüsse, Akquisitionen, Beteiligungen, Partnerschaften, Desinvestitionen sowie Bereinigungen unseres Portfolios
Wir beobachten kontinuierlich unsere gegenwärtigen und potenziellen Märkte im Hinblick auf Chancen für strategische Zusammenschlüsse, Akquisitionen, Beteiligungen und Partnerschaften, mit denen wir unser organisches Wachstum ergänzen können. Derartige Aktivitäten können uns dabei unterstützen, unsere Position in unseren derzeitigen Märkten zu stärken, neue oder unterversorgte Märkte zu erschließen oder unser Technologieportfolio in strategischen Bereichen zu ergänzen. Chancen können sich auch ergeben, wenn durch Maßnahmen zur Portfoliooptimierung Gewinne erzielt werden, die es uns ermöglichen, unsere Strategien für Wachstum und Profitabilität weiter zu verfolgen.
Günstiges politisches und regulatorisches Umfeld einschließlich Nachhaltigkeit
Wir sehen Verbesserungsmöglichkeiten im geopolitischen Umfeld, die schnell eine positivere Stimmung bei den Industrieinvestitionen wiederherstellen könnten, die das Wachstum unserer Märkte unterstützen würde. Darüber hinaus können staatliche Initiativen und Subventionen (inklusive Steuerreformen und ähnlichen Maßnahmen) zu mehr Staatsausgaben, zum Beispiel Infrastruktur- oder Digitalisierungsinvestitionen, führen und für uns letztendlich eine Chance beinhalten, daran in einer Weise teilzuhaben, die unsere Umsatzerlöse und das Ergebnis erhöhen. Indem wir es unseren Kunden ermöglichen, ihre Treibhausgasemissionen mit unserem vielfältigen Angebotsportfolio zu senken, und indem wir den CO 2-Ausstoß in unserem eigenen Betrieb reduzieren, ist Siemens bestrebt, den Trend zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu unterstützen. Jüngste Gesetzgebungsmaßnahmen und ein beschleunigendes Regierungshandeln zur Eindämmung des Klimawandels weltweit, insbesondere in Europa durch den »Green Deal« oder nachhaltige Finanzierungsinitiativen, bieten Siemens eine Chance.
Organisations- und Prozessoptimierung
Einerseits nutzen wir Ideen, um unsere Prozesse und die Kostenstruktur weiter zu verbessern, beispielsweise die gemeinsame Computerarchitektur für die Bildverarbeitung oder die Optimierung der Fabrikkapazitäten für kürzere Vorlaufzeiten. Andererseits sehen wir die Möglichkeit, unsere Märkte weiter zu durchdringen, indem wir die lokale Geschäftsexpertise (zum Beispiel Engineering) steigern und den Grad der lokalen Beschaffung und Fertigung erhöhen.
Zusammenfassende Darstellung der Chancenlage
Die wesentlichste Chance für Siemens ist nach wie vor die Wertschaffung durch Innovation, wie oben beschrieben. Während sich unsere Einschätzung der individuellen Chancen im Geschäftsjahr 2020 sowohl aufgrund von Entwicklungen im externen Umfeld und Änderungen in unserem Geschäftsportfolio als auch durch unsere eigenen Bestrebungen, Chancen wahrzunehmen, sowie durch die Anpassung unserer eigenen strategischen Pläne geändert haben, hat sich die gesamte Chancensituation für Siemens im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.
A.8.5 Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Das übergeordnete Ziel unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems lautet, die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung im Sinne einer Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts des Siemens-Konzerns sowie des Jahresabschlusses der Siemens AG als Mutterunternehmen mit allen einschlägigen Vorschriften sicherzustellen. Unser ERM-Ansatz basiert auf dem weltweit anerkannten COSO Standard (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) »Enterprise Risk Management - Integrating with Strategy and Performance« (2017) und dem ISO (International Organization for Standardization) Standard 31000 (2018) und ist an die Anforderungen von Siemens angepasst. Die Rahmenwerke verknüpfen den ERM-Prozess mit unserer Finanzberichterstattung und unserem internen Kontrollsystem. Sie messen den Aspekten der Unternehmensstrategie, der Effizienz und Effektivität der operativen Geschäftsaktivitäten, der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung wie auch der Einhaltung relevanter Gesetze und Regelungen gleichermaßen Bedeutung bei.
Unser rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem basiert auf dem ebenfalls von COSO entwickelten und international anerkannten Rahmenwerk »Internal Control - Integrated Framework« (2013). Beide Systeme ergänzen sich gegenseitig. Unser Management beurteilt zu jedem Geschäftsjahresende die Angemessenheit und Wirksamkeit des eingerichteten Kontrollsystems. Hierzu verfügt Siemens über ein standardisiertes Verfahren, nach dem notwendige Kontrollen definiert, nach einheitlichen Vorgaben dokumentiert und regelmäßig auf ihre Wirksamkeit geprüft werden.
Dessen ungeachtet gibt es inhärente Beschränkungen hinsichtlich der Wirksamkeit eines jeden Kontrollsystems. Kein Kontrollsystem - auch wenn es als wirksam beurteilt wurde - kann alle unzutreffenden Angaben verhindern oder aufdecken.
Unser Konzernabschluss wird auf Basis eines zentral vorgegebenen konzeptionellen Rahmens erstellt. Dieser umfasst im Wesentlichen einheitliche Vorgaben in Form von Bilanzierungsrichtlinien und einen Kontenplan. Für die Siemens AG und andere nach HGB bilanzierende Gesellschaften des Siemens-Konzerns ergänzen verpflichtende HGB-spezifische Regelungen diesen konzeptionellen Rahmen. Es wird fortlaufend analysiert, ob eine Anpassung des konzeptionellen Rahmens aufgrund von Änderungen im regulatorischen Umfeld erforderlich ist. Quartalsweise werden die Rechnungswesenabteilungen über aktuelle Themen und einzuhaltende Termine informiert, die die Rechnungslegung und den Abschlusserstellungsprozess betreffen.
Die Datengrundlage für die Erstellung unserer Abschlüsse bilden die von der Siemens AG und deren Tochterunternehmen berichteten Abschlussinformationen. Die Erstellung der Abschlussinformationen der meisten unserer Gesellschaften wird durch eine interne Shared-Services-Organisation unterstützt. Darüber hinaus sind weitere Rechnungslegungsaktivitäten, wie Governance- und Überwachungstätigkeiten, in der Regel auf regionaler Ebene gebündelt.In bestimmten Fällen, wie der Bewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, bedienen wir uns der Unterstützung externer Dienstleister. Auf Basis der berichteten Abschlussinformationen wird der Abschluss im Konsolidierungssystem erstellt. Die zur Erstellung des Abschlusses durchzuführenden Schritte werden manuellen wie auch systemtechnischen Kontrollen unterzogen. Die Qualifikation der in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter wird durch geeignete Auswahlprozesse und Schulungen sichergestellt. Grundsätzlich, unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitserwägungen, gilt das »Vier-Augen-Prinzip«; zudem müssen Abschlussinformationen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen. Weitere Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen der einzelnen Posten, sowohl der von Konzerneinheiten berichteten Abschlussinformationen als auch des Konzernabschlusses. Zum Schutz vor nicht autorisiertem Zugriff sind in Übereinstimmung mit unseren Bestimmungen zur Informationssicherheit in den rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen Zugriffsberechtigungen definiert. Die oben genannten manuellen und systemseitigen Kontrollmaßnahmen gelten grundsätzlich auch für die Überleitung der International-Financial-Reporting-Standards-(IFRS-) Abschlussinformationen auf den Jahresabschluss der Siemens AG. Quartalsweise findet ein interner Zertifizierungsprozess statt, bei dem das Management verschiedener Ebenen unserer Organisation - unterstützt durch Bestätigungen des Managements von Einheiten in ihrem Verantwortungsbereich - die Ordnungsmäßigkeit der an die Konzernzentrale berichteten Finanzdaten bestätigt und über die Wirksamkeit der entsprechenden Kontrollsysteme berichtet. Siemens Healthineers unterliegt den konzernweiten Vorgaben zu unserem rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem und verantwortet deren Einhaltung. Das Management von Siemens Healthineers bestätigt dem Vorstand der Siemens AG regelmäßig die Wirksamkeit seines rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Vollständigkeit, Richtigkeit und Verlässlichkeit der an uns übermittelten Finanzdaten. Unsere interne Revision beurteilt systematisch die Integrität unserer Finanzberichterstattung, die Effektivität unseres Kontrollsystems und unseres Risikomanagementsystems sowie die Einhaltung unserer Compliance-Richtlinien. Siemens Healthineers verfügt über eine eigene interne Revisionsabteilung mit eigenem jährlichem Prüfungsplan. Prüfungsplanthemen von Siemens Healthineers, die zugleich Relevanz für unseren Vorstand und Prüfungsausschuss haben, müssen zunächst vom Vorstand und Prüfungsausschuss von Siemens Healthineers mandatiert werden. Im Anschluss daran erfolgt die Mandatierung durch unseren Vorstand und Prüfungsausschuss. Die Prüfungshandlungen für diese Prüfungsplanthemen werden grundsätzlich in gemeinsamen Teams unserer und der internen Revisionsabteilung von Siemens Healthineers durchgeführt. Sie spiegeln damit das Interesse der Siemens AG und von Siemens Healthineers wider. Der Prüfungsausschuss ist zudem in unser Kontrollsystem eingebunden. Er überwacht insbesondere die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Darüber hinaus bestehen Regeln für rechnungslegungsbezogene Beschwerden.
A.9 Siemens AG
Der Jahresabschluss der Siemens AG wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des deutschen Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde der Tätigkeitsbereich »Gas and Power« auf die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG (vormals Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG) im Wege der Einzelrechtsnachfolge übertragen. Darüber hinaus wurden dem Siemens-Energy-Geschäft zuzuordnende in- und ausländische Beteiligungen auf die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG mittel- und unmittelbar übertragen. Die Übertragungen führten vor allem zu einer Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Rückgängen der übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden, insbesondere Sachanlagen, Wertpapiere, Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, erhaltene Anzahlungen, Rückstellungen für Pensionen sowie sonstige Rückstellungen. Außerdem resultierte daraus im Vergleich zum Vorjahr ein entsprechender Rückgang der Erträge und Aufwendungen, insbesondere der Umsatzerlöse, Umsatzkosten, Bruttoergebnis vom Umsatz, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebskosten. Im Hinblick auf die Verselbstständigung des Siemens-Energy-Geschäfts brachte die Siemens AG am 25. September 2020 (Tag der Abspaltung) in einem ersten Schritt mittel- und unmittelbar Anteile an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG sowie entsprechende Anteile an deren Komplementärin in die Siemens Energy AG gegen Gewährung von Aktien ein. In einem zweiten Schritt wurden im Rahmen einer Abspaltung nach dem Umwandlungsgesetz die verbleibenden Anteile der Siemens AG an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG und an deren Komplementärin auf die Siemens Energy AG übertragen. Dieser Schritt erfolgte mit Zustimmung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 9. Juli 2020 gegen Gewährung von Aktien der Siemens Energy AG an die Aktionäre der Siemens AG. Die gewährten Aktien entsprechen 55 % des Grundkapitals der Siemens Energy AG. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2020 umfasste das Geschäft der Siemens AG vor allem die Tätigkeitsbereiche Digital Industries, Smart Infrastructure sowie Portfolio Companies. Die Ergebnisse der Siemens AG sind in erheblichem Maße von ihren direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung der Siemens AG unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die des Siemens-Konzerns. Daher gelten die vorstehenden Ausführungen für den Siemens-Konzern auch für die Siemens AG. Wir gehen davon aus, dass die Erträge aus Beteiligungen beziehungsweise aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen sowie ein wesentlicher Gewinn aus der Vereinbarung zum Verkauf der Flender GmbH, Deutschland, zu einem Preis von 2,0 Mrd. € den Gewinn der Siemens AG erheblich beeinflussen werden. Wir wollen unseren Aktionären auch weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Daher beabsichtigen wir, eine Dividende vorzuschlagen, deren Ausschüttungsvolumen 40 % bis 60 % des auf die Aktionäre der Siemens AG entfallenden Gewinns nach Steuern des Siemens-Konzerns entspricht. Der Gewinn nach Steuern kann zu diesem Zweck um ausgewählte außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte bereinigt werden. Für das Geschäftsjahr 2021 erwarten wir einen Jahresüberschuss der Siemens AG, der ausreichend sein wird, um eine entsprechende Dividende ausschütten zu können. Zum 30. September 2020 betrug die Anzahl der Mitarbeiter 50.400.
A.9.1 Ertragslage
Gewinn- und Verlustrechnung der Siemens AG nach HGB (Kurzfassung)
| Geschäftsjahr | Veränderung (in Mio. €) | 2020 | 2019 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 16.389 | 22.104 | -26 % | |
| Umsatzkosten | -12.032 | -15.825 | 24 % | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.357 | 6.279 | -31 % | |
| in Prozent der Umsatzerlöse | 27 % | 28 % | ||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1.677 | -2.362 | 29 % | |
| Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten | -3.490 | -3.979 | 12 % | |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -555 | 9.469 | k.A. | |
| Finanzergebnis | 8.078 | 6.557 | ||
| darin Beteiligungsergebnis | (im Vj. 3.754) | 3.188 | 106 % | |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit | 5.192 | 12.596 | -59 % | |
| Ertragsteuern | 78 | -1.377 | k.A. | |
| Jahresüberschuss | 5.270 | 11.219 | -53 % | |
| Gewinnvortrag | 141 | 170 | -17 % | |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -2.436 | -6.005 | -59% | |
| Bilanzgewinn | 2.975 | 5.384 | -45% |
Regional betrachtet wurden 77 % der Umsatzerlöse in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, 16 % in der Region Asien, Australien und 7 % in der Region Amerika erzielt. Die Exporte aus Deutschland machten 53 % der gesamten Umsatzerlöse aus. Der Auftragseingang der Siemens AG belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 14,7 Mrd. €. Die FuE-Intensität (FuE-Kosten in Prozent der Umsatzerlöse) lag mit 10 % annähernd auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Die FuE-Aktivitäten der Siemens AG entsprechen im Grunde denen der jeweiligen Tätigkeitsbereiche im Siemens-Konzern. Wir beschäftigten im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 7.300 Mitarbeiter im Bereich FuE. Die Veränderung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses war die Folge eines Gewinns in Höhe von 9,5 Mrd. € in Zusammenhang mit der Übertragung der Marke »Siemens« von der Siemens AG an das verbundene Unternehmen Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Deutschland, im Geschäftsjahr 2019. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen vor allem Aufwendungen in Verbindung mit der Bewertung einer Beteiligung sowie mit der Ausgliederung des Siemens-Energy-Geschäfts enthalten. Die Zunahme des Finanzergebnisses war in erster Linie auf ein höheres Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich einige wesentliche Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Dazu zählen unter anderem ein Ertrag von 1,3 Mrd. € aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Siemens Beteiligungen Inland GmbH, Deutschland, ein Ertrag von 1,4 Mrd. € aus der Beteiligung Siemens Holdings plc, Ltd., Vereinigtes Königreich, sowie ein Gewinn von 2,1 Mrd. € aus der Veräußerung der Siemens Limited, Indien. Gegenläufig dazu wirkte eine Wertminderung der Anteile an der Siemens Energy AG in Höhe von 1,3 Mrd. €. Im Finanzergebnis war darüber hinaus auch die Wertminderung einer Darlehensforderung gegenüber einer Beteiligung in Höhe von 0,5 Mrd. € enthalten. Die Veränderung der Ertragsteuern war vor allem auf den Ansatz passiver latenter Steuern aus der Übertragung der Marke »Siemens« im Geschäftsjahr 2019 zurückzuführen.
A.9.2 Vermögens- und Finanzlage
Bilanz der Siemens AG nach HGB (Kurzfassung)
Aktiva
| 30. Sep. | Veränderung (in Mio. €) |
| :------ | :---------------------- |# €) 2020 2019 in % Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 1.122 | 1.884 | -40 %
Finanzanlagen | 74.877 | 73.158 | 2 %
| 75.999 | 75.043 | 1 %
Umlaufvermögen
Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 16.937 | 19.752 | -14 %
Flüssige Mittel und sonstige Wertpapiere | 8.786 | 4.489 | 96 %
| 25.724 | 24.241 | 6 %
Rechnungsabgrenzungsposten | 133 | 147 | -10 %
Aktive latente Steuern | 1.034 | 829 | 25 %
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 85 | 68 | 26 %
Summe Aktiva | 102.975 | 100.328 | 3 %
PASSIVA
scrollen
| 30. Sep. Veränderung (im Mio. €) | 2020 | 2019 | in % |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 18.917 | 30.428 | -38 % |
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 619 | 668 | -7 % |
| Rückstellungen | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 11.700 | 12.343 | -5 % |
| Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen | 4.323 | 5.616 | -23 % |
| 16.023 | 17.959 | -11 % | |
| Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 98 | 27 | > 200 % |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | - | 1.841 | -100 % |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und übrige Verbindlichkeiten | 67.047 | 49.079 | 37 % |
| 67.145 | 50.947 | 32 % | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 271 | 326 | -17 % |
| Summe Passiva | 102.975 | 100.328 | 3 % |
Die Veränderung der Finanzanlagen beinhaltete insbesondere die Einbringung des Tätigkeitsbereichs »Gas and Power«, von flüssigen Mitteln sowie von in- und ausländischen Beteiligungen des Siemens-Energy-Geschäfts (einschließlich der Anteile an Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien) in die Siemens Energy Global GmbH & Co. KG gegen Gewährung von Anteilen in Höhe von insgesamt 20,3 Mrd. €. Als nächste Schritte wurden Anteile an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG in Höhe von 7,6 Mrd. € in die Siemens Energy AG gegen Gewährung von Aktien eingebracht; Anteile an der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG in Höhe von 12,7 Mrd. € wurden im Zuge einer Abspaltung gegen Gewährung von Aktien der Siemens Energy AG an die Aktionäre der Siemens AG eingebracht. Die flüssigen Mittel und sonstigen Wertpapiere waren wesentlich beeinflusst durch die Abspaltung von Siemens Energy sowie die Liquiditätssteuerung durch die Konzern-Treasury der Siemens AG, die nicht ausschließlich auf die Geschäftsaktivitäten der Siemens AG konzentriert war. Die Liquiditätssteuerung erfolgt auf Basis der Finanzierungspolitik des Siemens-Konzerns, die auf ein ausgewogenes Finanzierungsportfolio, ein diversifiziertes Fälligkeitsprofil und ein komfortables Liquiditätspolster ausgerichtet ist. Der Rückgang des Eigenkapitals war zurückzuführen auf eine Abnahme der Gewinnrücklagen um 12,7 Mrd. € aufgrund der Abspaltung von Siemens Energy, auf die im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2019 von 3,2 Mrd. € sowie auf zurückgekaufte Aktien in Höhe von 1,5 Mrd. €. Gegenläufig zu diesen Faktoren wirkten ein Jahresüberschuss in Höhe von 5,3 Mrd. € sowie die Ausgabe eigener Anteile an Mitarbeiter in Höhe von 0,6 Mrd. € im Rahmen unserer Mitarbeiteraktienprogramme. Die Eigenkapitalquote lag zum Geschäftsjahresende bei 18 % (im Vj. 30 %). Für die Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG betreffend eigene Aktien wird auf Ziffer 15 des Jahresabschlusses der Siemens AG zum 30. September 2020 verwiesen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und übrigen Verbindlichkeiten ergab sich aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, hauptsächlich in Zusammenhang mit konzerninternen Finanzierungen, unter anderem in Verbindung mit der Abspaltung von Siemens Energy.
A.9.3 Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f und § 315d HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und findet sich in C.4.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289F UND § 315D HGB.
A.10 Vergütungsbericht
Der Bericht beschreibt das Vergütungssystem und die Vergütung für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens AG für das Geschäftsjahr 2020 und erläutert detailliert und individualisiert die Struktur und Höhe der einzelnen Bestandteile der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Er richtet sich nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Darüber hinaus enthält der Bericht auf freiwilliger Basis bereits ausgewählte Angaben im Einklang mit den inhaltlichen Anforderungen des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) vom 12. Dezember 2019, wie zum Beispiel detaillierte Angaben zur Anwendung der Leistungskriterien in der variablen Vergütung.
A.10.1 Vergütung der Mitglieder des Vorstands
10.1.1 Vergütungssystem
ZUSTÄNDIGKEIT ZUR FESTLEGUNG DER VORSTANDSVERGÜTUNG
Das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Der Vergütungsausschuss des Aufsichtsrats entwickelt hierfür entsprechende Empfehlungen und bereitet insbesondere die Beschlussfassung des Aufsichtsratsplenums vor. Bei Bedarf kann der Aufsichtsrat externe Berater hinzuziehen. Das vom Aufsichtsrat beschlossene Vergütungssystem wird der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt. Das aktuelle Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands der Siemens AG gilt seit dem Geschäftsjahr 2020 und wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Februar 2020 mit einer Mehrheit von 94,51 % gebilligt.
GRUNDZÜGE DES SYSTEMS DER VORSTANDSVERGÜTUNG
Das System der Vorstandsvergütung leistet einen Beitrag zur Förderung der Geschäftsstrategie: Die Vorstandsmitglieder sollen durch die Ausgestaltung des Vergütungssystems dazu motiviert werden, die in der »Vision 2020+« niedergelegten strategischen Ziele zu erreichen. Das System fördert Innovationen und setzt Anreize für eine wertschaffende und langfristige Entwicklung der Gesellschaft bei gleichzeitiger Vermeidung unverhältnismäßiger Risiken. Entscheidungen zur Ausgestaltung des Vergütungssystems sowie zur Struktur und Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder trifft der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der folgenden Grundsätze:
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- Kopplung von Leistung und Vergütung → Besondere Leistungen sollen angemessen honoriert werden, Zielverfehlungen sollen zu einer spürbaren Verringerung der Vergütung führen.
- Berücksichtigung der gemeinschaftlichen und individuellen Leistung der Vorstandsmitglieder → Die Vergütung berücksichtigt die individuelle Leistung der Vorstandsmitglieder in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen. Die Gesamtverantwortung für die langfristige Entwicklung der Gesellschaft wird über Ziele auf Konzern-Ebene abgebildet, die für alle Vorstandsmitglieder gleichermaßen gelten.
- Durchgängigkeit der Systeme → Das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich auch auf den anderen Managementebenen im Konzern fort.
- Angemessenheit der Vergütung → Die Vergütung der Vorstandsmitglieder soll marktüblich sein und der Größe, der Komplexität sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung tragen.
BESTANDTEILE UND STRUKTUR DER VORSTANDSVERGÜTUNG
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der Siemens AG setzt sich aus festen und variablen Bestandteilen zusammen. Dabei umfasst die feste, erfolgsunabhängige Vergütung die Grundvergütung sowie die Nebenleistungen und die Versorgungszusage. Erfolgsabhängig und somit variabel werden die kurzfristig variable Vergütung (Bonus) sowie die langfristig variable Vergütung (Stock Awards) gewährt. Darüber hinaus bilden die Share Ownership Guidelines einen weiteren wesentlichen Bestandteil des Vergütungssystems. Sie verpflichten die Mitglieder des Vorstands, ein definiertes Vielfaches ihrer Grundvergütung dauerhaft in Siemens-Aktien zu halten und Aktien im Fall einer Unterschreitung des definierten Betrags nachzukaufen. Das System der Vorstandsvergütung wird zudem durch angemessene und marktübliche Zusagen im Zusammenhang mit dem Beginn und der Beendigung der Tätigkeit im Vorstand beziehungsweise der Änderung des Dienstsitzes ergänzt.
Der Aufsichtsrat legt jeweils für das bevorstehende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit dem Vergütungssystem die Höhe der Ziel-Gesamtvergütung für jedes Vorstandsmitglied fest. Dabei berücksichtigt er neben einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds auch die wirtschaftliche Lage sowie den Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat dafür Sorge zu tragen, dass die Ziel-Gesamtvergütung marktüblich ist. Zur Beurteilung der Marktüblichkeit der Gesamtvergütung werden Vergütungsdaten der Unternehmen des Deutschen Aktienindex (DAX) und von vergleichbaren nicht-börsennotierten Unternehmen (soweit verfügbar) sowie - aufgrund der internationalen Aufstellung von Siemens - Vergütungsdaten der Unternehmen des STOXX Europe 50 herangezogen. Bei diesem horizontalen Marktvergleich berücksichtigt der Aufsichtsrat die Marktstellung, die Branchenzugehörigkeit, die Größe und globale Präsenz von Siemens. Daneben berücksichtigt der Aufsichtsrat die Entwicklung der Vorstandsvergütung im Verhältnis zur Vergütung der Belegschaft von Siemens in Deutschland. Bei diesem vertikalen Vergleich unterzieht er die Relation der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der weiteren Belegschaft einem Marktvergleich mit den Unternehmen des DAX. Den oberen Führungskreis hat der Aufsichtsrat zu diesem Zweck wie folgt abgegrenzt: Er besteht aus den Leitenden Angestellten der Vertragsgruppe Oberer Führungskreis und der Vertragsgruppe Top Management. Die weitere Belegschaft setzt sich zusammen aus außertariflichen Mitarbeitern sowie Tarifmitarbeitern. Das Vergütungssystem erlaubt es dem Aufsichtsrat, die Ziel-Gesamtvergütung auf Basis der Funktion des einzelnen Vorstandsmitglieds zu gestalten und so die unterschiedlichen Anforderungen an die jeweilige Vorstandsfunktion sowohl bei der Festlegung der absoluten Vergütungshöhe als auch der Vergütungsstruktur entsprechend zu berücksichtigen.Dabei achtet der Aufsichtsrat darauf, dass die Anteile der einzelnen Vergütungsbestandteile an der Ziel-Gesamtvergütung innerhalb der folgenden Bandbreiten liegen:
- Feste Vergütung: mindestens 36 % bis maximal 43 % der Ziel-Gesamtvergütung
- Kurzfristig variable Vergütung (Bonus): mindestens 20 % bis maximal 28 % der Ziel-Gesamtvergütung
- Langfristig variable Vergütung (Stock Awards): mindestens 30 % bis maximal 42 % der Ziel-Gesamtvergütung
FESTE VERGÜTUNGSBESTANDTEILE
Die feste, erfolgsunabhängige Vergütung setzt sich aus der Grundvergütung, den Nebenleistungen und der Versorgungszusage zusammen.
Grundvergütung
Jedes Vorstandsmitglied erhält eine feste Grundvergütung. Diese wird in zwölf monatlichen Raten ausgezahlt.
Nebenleistungen
Für jedes Vorstandsmitglied wird für das jeweils bevorstehende Geschäftsjahr die maximale Höhe der Nebenleistungen festgelegt. Hierfür bestimmt der Aufsichtsrat einen Betrag in Relation zur Grundvergütung. Mit dem Betrag werden Leistungen zugunsten des Vorstandsmitglieds abgedeckt, wie zum Beispiel firmenseitig gewährte Sachbezüge und Nebenleistungen, wie die Bereitstellung eines Dienstwagens, Zuschüsse zu Versicherungen und Kostenübernahme für Vorsorgeuntersuchungen.
Versorgungszusage
Die Mitglieder des Vorstands sind - wie die Mitarbeiter der Siemens AG - überwiegend in die Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung (BSAV) eingebunden. Im Rahmen der BSAV erhalten die Mitglieder des Vorstands Beiträge, die ihrem Versorgungskonto gutgeschrieben werden. Bei neu bestellten Vorstandsmitgliedern kann anstelle von BSAV-Beiträgen ein fester Betrag zur freien Verfügung als Barzahlung gewährt werden. Soweit ein Mitglied des Vorstands vor Einführung der BSAV einen Pensionsanspruch gegenüber dem Unternehmen erworben hat, entfällt ein Teil seiner Beiträge auf die Finanzierung dieses Altanspruchs.
Weitere wesentliche Merkmale der BSAV für die Mitglieder des Vorstands fasst die nachstehende Tabelle zusammen:
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Anspruch | Auf Antrag mit Vollendung des 62. Lebensjahrs für Versorgungszusagen ab dem 1. Januar 2012; auf Antrag mit Vollendung des 60. Lebensjahrs für Versorgungszusagen vor dem 1. Januar 2012 |
| Unverfallbarkeit | Gemäß gesetzlichen Vorschriften des Betriebsrentengesetzes |
| Auszahlung | Grundsätzlich in zwölf Jahresraten; weitere Auszahlungsvarianten auf Antrag sind: zehn oder elf Raten, Einmalbetrag sowie Verrentung mit/ohne Hinterbliebenenleistung sowie Kombinationen der genannten Auszahlungsvarianten |
| Garantieverzinsung | Bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährliche garantierte Zinsgutschrift auf Versorgungskonto (aktuell: 0,9 %) |
| Invalidität/Tod | Risikoschutz bei Eintritt des Versorgungsfalls vor dem 60. Lebensjahr infolge Invalidität oder Tod durch Beitragszurechnung vom Alter im Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls bis zur Vollendung des 60. Lebensjahrs |
Die Mitglieder des Vorstands, die bereits vor dem 30. September 1983 im Unternehmen tätig waren, haben - wie sonstige anspruchsberechtigte Mitarbeiter der Siemens AG - in den ersten sechs Monaten nach Eintritt in den Ruhestand Anspruch auf Übergangszahlungen in Höhe des Differenzbetrags zwischen der letzten Grundvergütung und dem Leistungsanspruch aus der betrieblichen Altersversorgung.
VARIABLE VERGÜTUNGSBESTANDTEILE
Die variable, erfolgsabhängige Vergütung der Vorstandsmitglieder ist an die Leistung gekoppelt und auf die kurz- und langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet. Sie setzt sich aus einer Kurz- und einer Langfristkomponente zusammen - dem Bonus und den Stock Awards. Wie hoch beide Komponenten ausfallen, ist vom Erreichen finanzieller und nicht-finanzieller Leistungskriterien abhängig. Die Leistungskriterien sind aus den strategischen Zielen und der operativen Steuerung des Unternehmens abgeleitet. Sie schließen entsprechend der gesellschaftlichen Verantwortung von Siemens auch das Leistungskriterium Nachhaltigkeit mit ein. Letztlich messen alle Leistungskriterien die strategisch angestrebte erfolgreiche Wertschaffung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen.
Der Aufsichtsrat stellt sicher, dass die Zielsetzung anspruchsvoll und ambitioniert ist. Werden die Ziele nicht erreicht, kann die variable Vergütung bis auf null sinken. Werden die Ziele deutlich übertroffen, so ist die Zielerreichung auf 200 % begrenzt. Weiter bestehen Malus- und Clawback-Regelungen, die es dem Aufsichtsrat ermöglichen, sowohl die kurzfristig als auch die langfristig variable Vergütung in bestimmten Fällen einzubehalten oder zurückzufordern.
Kurzfristig variable Vergütung (Bonus)
Die kurzfristig variable Vergütung (Bonus) honoriert den Beitrag während eines Geschäftsjahrs zur operativen Umsetzung der Geschäftsstrategie und somit auch zur langfristigen Entwicklung der Gesellschaft. Das Bonus-System basiert auf drei Ziel-Dimensionen, die gleichgewichtet sind und sowohl die Gesamtverantwortung des Vorstands als auch die jeweilige Geschäftsverantwortung sowie die spezifischen Herausforderungen jedes einzelnen Vorstandsmitglieds berücksichtigen:
- »Siemens-Konzern«: Die Dimension »Siemens-Konzern« berücksichtigt die Gesamtverantwortung des Vorstands und misst die Performance des Siemens-Konzerns in seiner Gesamtheit, zu der jeder einzelne Bereich des Unternehmens beiträgt.
- »Vorstandsressort«: Die Dimension »Vorstandsressort« legt den Fokus auf das vom jeweiligen Vorstandsmitglied verantwortete Geschäft und misst die Performance hinsichtlich der festgelegten Ressortstrategie. Bei schwerpunktmäßig funktionaler Verantwortung (zum Beispiel beim Vorstandsvorsitzenden und beim Finanzvorstand) wird die Performance des Siemens-Konzerns herangezogen.
- »Individuelle Ziele«: Die mindestens zwei bis maximal vier individuellen Ziele ermöglichen eine weitere Differenzierung in Abhängigkeit von den konkreten strategischen und operativen Herausforderungen jedes einzelnen Vorstandsmitglieds.
Jeder der drei Ziel-Dimensionen werden, in Abhängigkeit der Unternehmensprioritäten und der Verantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder, Leistungskriterien zugeordnet. Fokussiert wird dabei auf die kurzfristigen Maßnahmen zur Umsetzung der Unternehmensstrategie, wie zum Beispiel Stärkung der Ertragskraft und Sicherstellung von Profitabilität/Kapitaleffizienz sowie von Liquidität.
Den Dimensionen »Siemens-Konzern« und »Vorstandsressort« wird jeweils ein finanzielles Leistungskriterium zugeordnet, dessen Erreichung anhand von Kennzahlen ermittelt wird. Bei den Kennzahlen handelt es sich überwiegend um operative Steuerungsgrößen, abgeleitet aus der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Sie orientieren sich am Siemens Financial Framework und sind in der Regel auch Gegenstand der externen Finanzberichterstattung, siehe A.2 FINANZIELLES STEUERUNGSSYSTEM.
In der Dimension »Individuelle Ziele« können die finanziellen Leistungskriterien Wachstum und Liquidität sowie weitere nicht-finanzielle Leistungskriterien Anwendung finden. Bei den nicht-finanziellen Leistungskriterien wird die Performance der jeweiligen Vorstandsmitglieder in Bezug auf sogenannte Fokusthemen betrachtet, welche neben operativen Aspekten der Umsetzung der Unternehmensstrategie - wie der Geschäftsentwicklung, der Umsetzung von Großprojekten und Optimierungen beziehungsweise Effizienzsteigerung - auch Nachhaltigkeitsaspekte - wie zum Beispiel Diversität, Eigentümerkultur, Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit und Nachfolgeplanung - umfassen.
Nach Ablauf des Geschäftsjahrs wird die Zielerreichung für die einzelnen Kennzahlen der Ziel-Dimensionen »Siemens-Konzern« und »Vorstandsressort« sowie die Erreichung der individuellen Ziele ermittelt und zu einem gewichteten Durchschnitt zusammengefasst. Der Prozentsatz der gewichteten Zielerreichung multipliziert mit dem individuellen Zielbetrag ergibt den rechnerischen Bonus-Auszahlungsbetrag für das abgelaufene Geschäftsjahr. Der zur Abrechnung kommende Bonus ist auf das Zweifache des Zielbetrags begrenzt und wird als Barzahlung geleistet.
Langfristig variable Vergütung (Stock Awards)
Der Vorstand ist dazu angehalten, sich langfristig für das Unternehmen zu engagieren, nachhaltiges Wachstum zu fördern und eine dauerhafte Wertschaffung zu erzielen. Vor diesem Hintergrund ist ein bedeutender Teil der Gesamtvergütung an die langfristige Entwicklung der Siemens-Aktie gebunden. Als langfristig variable Vergütung werden bei Siemens sogenannte Stock Awards gewährt. Bei einem Stock Award handelt es sich um das Anrecht auf Erhalt einer Siemens-Aktie - vorbehaltlich der Zielerreichung - nach Ablauf einer definierten Sperrfrist.
Zuteilung von Stock Awards
Zu Beginn eines Geschäftsjahrs legt der Aufsichtsrat für jedes Vorstandsmitglied einen Zielbetrag in Euro bezogen auf eine Zielerreichung von 100 % fest. Dieser Zielbetrag wird auf eine Zielerreichung von 200 % hochgerechnet (»maximaler Zuteilungswert«). Für diesen maximalen Zuteilungswert werden dem Begünstigten Stock Awards zugeteilt. Die Anzahl der Stock Awards wird rechnerisch durch Division des maximalen Zuteilungswerts mit dem Aktienkurs am Tag der Zuteilung abzüglich abgezinster zu erwartender Dividenden ermittelt (»Zuteilungskurs«). Mit der Zuteilung der Stock Awards beginnt eine rund vierjährige Sperrfrist, nach deren Ablauf Siemens-Aktien übertragen werden. Während der Sperrfrist sind die Begünstigten nicht dividendenberechtigt.
Performance-Kriterien
Wie viele Siemens-Aktien tatsächlich übertragen werden, hängt seit dem Geschäftsjahr 2020 zu 80 % von dem finanziellen Leistungskriterium langfristige Wertsteigerung, gemessen anhand der Kennzahl Aktienrendite (englisch Total Shareholder Return, kurz TSR), und zu 20 % von dem nicht-finanziellen Leistungskriterium Nachhaltigkeit ab.# Zur Messung des Leistungskriteriums Nachhaltigkeit
Zur Messung des Leistungskriteriums Nachhaltigkeit wird die Entwicklung der Siemens AG hinsichtlich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (englisch »Environmental, Social & Governance«, kurz ESG) anhand eines Siemens-internen ESG-/Nachhaltigkeitsindex betrachtet, über dessen Zusammensetzung der Aufsichtsrat jährlich entscheidet.
Total Shareholder Return
Der TSR spiegelt die Wertentwicklung einer Aktie über einen bestimmten Zeitraum wider - im Fall von Siemens während der rund vierjährigen Sperrfrist - und berücksichtigt dabei sowohl eingetretene Kursentwicklungen als auch die in dem Zeitraum angefallenen Dividenden. Um der internationalen Aufstellung des Unternehmens Rechnung zu tragen, wird am Ende der Sperrfrist der TSR der Siemens AG mit dem TSR des internationalen Branchenindex MSCI World Industrials oder eines vergleichbaren Nachfolgeindex verglichen.
Die Zielerreichung des TSR wird konkret ermittelt, indem zunächst ein TSR-Referenzwert für die Siemens AG sowie ein TSR-Referenzwert für den Branchenindex berechnet werden. Der TSR-Referenzwert entspricht dem Durchschnitt der Monatsendwerte während der ersten zwölf Monate der Sperrfrist, der sogenannten Referenz-Periode. Damit am Ende der Sperrfrist festgestellt werden kann, wie sich der TSR der Siemens AG im Vergleich zum Branchenindex entwickelt hat, wird über die nachfolgenden 36 Monate (Performance-Periode) der TSR-Performancewert errechnet. Der TSR-Performancewert ergibt sich aus dem Durchschnitt der Monatsendwerte während der Performance-Periode. Am Ende der Sperrfrist wird jeweils die TSR-Entwicklung von Siemens und des Branchenindex anhand eines Vergleichs der TSR-Referenzwerte mit den TSR-Performancewerten ermittelt.
Für die Ermittlung der Zielerreichung gilt:
* Ist die TSR-Entwicklung der Siemens AG um 20 Prozentpunkte besser als die TSR-Entwicklung des Branchenindex, beträgt die Zielerreichung 200 %.
* Entspricht die TSR-Entwicklung der Siemens AG der TSR-Entwicklung des Branchenindex, beträgt die Zielerreichung 100 %.
* Ist die TSR-Entwicklung der Siemens AG um 20 Prozentpunkte schlechter als die des Branchenindex, beträgt die Zielerreichung 0 %.
Die Zielerreichung bei einer TSR-Entwicklung der Siemens AG zwischen + 20 und - 20 Prozentpunkten gegenüber dem Branchenindex wird durch lineare Interpolation ermittelt.
Umwelt, Soziales und Unternehmensführung
Der Siemens-interne ESG-/Nachhaltigkeitsindex besteht aus drei gleichgewichteten, strukturierten und nachprüfbaren ESG-Kennzahlen. Für die jeweiligen ESG-Kennzahlen legt der Aufsichtsrat zu Beginn jeder Tranche ambitionierte Zielwerte fest. Die Zielmessung erfolgt auf Basis definierter Zwischenziele für jedes Geschäftsjahr. Die Zielerreichung für den Siemens-internen ESG-/Nachhaltigkeitsindex wird am Ende der rund vierjährigen Sperrfrist schließlich auf Basis des gewichteten Durchschnitts der Zielerreichung der einzelnen Kennzahlen ermittelt.
Feststellung der Gesamt-Zielerreichung
Am Ende der rund vierjährigen Sperrfrist stellt der Aufsichtsrat fest, inwieweit die Ziele erreicht wurden. Die Bandbreite der Zielerreichung für den TSR und den Siemens-internen ESG-/Nachhaltigkeitsindex liegt zwischen 0 % und 200 %.
Bei einer Zielerreichung von unter 200 % verfällt eine der Zielunterschreitung entsprechende Anzahl an Stock Awards ersatzlos und es wird folglich eine reduzierte Anzahl an Siemens-Aktien übertragen. Der Wert der Siemens-Aktien, die nach Ablauf der Sperrfrist übertragen werden, ist außerdem auf maximal 300 % des Zielbetrags begrenzt. Wird diese Höchstgrenze überschritten, verfällt auch hier eine entsprechende Anzahl an Stock Awards ersatzlos. Die verbleibende Anzahl an Stock Awards wird durch Übertragung von Siemens-Aktien an das jeweilige Mitglied des Vorstands erfüllt.
Weitere Bestimmungen für die Stock Awards
Für den Fall außerordentlicher, nicht vorhergesehener Entwicklungen, die Auswirkungen auf die Leistungskriterien haben, kann der Aufsichtsrat beschließen, dass die Anzahl der zugesagten Stock Awards nachträglich reduziert wird, dass anstelle der Übertragung von Siemens-Aktien nur ein Barausgleich in einer festzulegenden eingeschränkten Höhe erfolgt oder dass die Übertragung der Siemens-Aktien aus fälligen Stock Awards bis zur Beendigung der kursbeeinflussenden Wirkung der Entwicklung ausgesetzt ist.
Falls der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds während des Geschäftsjahrs beginnt, wird anstelle von Stock Awards eine entsprechende Anzahl von verfallbaren virtuellen Aktienzusagen (Phantom Stock Awards) gewährt. Diese werden nach Ablauf der Sperrfrist im Gegensatz zu den Stock Awards nicht durch Aktienübertrag erfüllt, sondern durch Barzahlung. Die übrigen Regelungen für Stock Awards gelten entsprechend.
Hinsichtlich der Ausgestaltung der Stock Awards gelten für den Vorstand im Wesentlichen die gleichen Rahmenbedingungen wie für die Leitenden Angestellten, die in ZIFFER 26 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS erläutert werden.
MAXIMALVERGÜTUNG
Die Maximalvergütung wird jährlich vom Aufsichtsrat für jedes Vorstandsmitglied gemäß § 87a Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 AktG festgelegt. Die Maximalvergütung entspricht für das jeweilige Vorstandsmitglied der Summe des maximalen Zuflusses aller Vergütungsbestandteile für das betreffende Geschäftsjahr und berechnet sich durch Addition von Grundvergütung, Nebenleistungsmaximum, BSAV-Beitrag beziehungsweise Betrag zur freien Verfügung sowie zweifachem Bonus-Zielbetrag und dreifachem Stock Awards-Zielbetrag.
SHARE OWNERSHIP GUIDELINES
Die Share Ownership Guidelines verpflichten die Mitglieder des Vorstands, nach einer vierjährigen Aufbauphase während ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand ein Vielfaches ihrer Grundvergütung - für den Vorstandsvorsitzenden 300 %, für die weiteren Mitglieder des Vorstands 200 % - dauerhaft in Siemens-Aktien zu halten. Maßgeblich ist hierbei die durchschnittliche Grundvergütung, die das jeweilige Mitglied des Vorstands in den vier Jahren vor dem jeweiligen Nachweistermin bezogen hat. Die Einhaltung dieser Verpflichtung ist erstmalig nach der vierjährigen Aufbauphase und danach jährlich nachzuweisen. Sinkt der Wert des aufgebauten Aktienbestands infolge von Kursschwankungen der Siemens-Aktie unter den jeweils nachzuweisenden Betrag, ist das Vorstandsmitglied zum Nacherwerb von Aktien verpflichtet.
ANRECHNUNG DER VERGÜTUNG FÜR NEBENTÄTIGKEITEN VON VORSTANDSMITGLIEDERN
Die Annahme von öffentlichen Ämtern, Aufsichtsrats- (einschließlich etwaiger Ausschussmitgliedschaften), Verwaltungsrats-, Beirats- und vergleichbaren Mandaten sowie Berufungen in Wissenschaftsgremien bedürfen der vorherigen Zustimmung durch das Präsidium des Aufsichtsrats. Eine Zustimmung zur Neuübernahme von mehr als zwei Aufsichtsratsmandaten in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder von vergleichbaren Funktionen wird grundsätzlich nicht erteilt. Sofern Vorstandsmitglieder konzerninterne Aufsichtsratsmandate wahrnehmen, wird die Mandatsvergütung auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Bei der Übernahme konzernexterner Aufsichtsratsmandate entscheidet der Aufsichtsrat in jedem Einzelfall nach pflichtgemäßem Ermessen, ob und inwieweit die Vergütung anzurechnen ist. Hierbei wird insbesondere berücksichtigt, inwieweit die Tätigkeit im Interesse des Unternehmens oder des Vorstandsmitglieds liegt. Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen sind in Kapitel C.4.1 FÜHRUNGS- UND KONTROLLSTRUKTUR in C.4 CORPORATE GOVERNANCE aufgeführt.
ZUSAGEN IN ZUSAMMENHANG MIT DEM BEGINN DER TÄTIGKEIT IM VORSTAND BEZIEHUNGSWEISE ÄNDERUNG DES DIENSTSITZES
Bei erstmaliger Bestellung zum Mitglied des Vorstands beziehungsweise nachträglicher Änderung des Dienstsitzes auf Wunsch der Gesellschaft entscheidet der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vergütungsausschusses, ob und in welchem Umfang zusätzlich zu den Nebenleistungen folgende Vergütungsleistungen individualvertraglich zugesagt werden:
-
Ausgleich für den Verfall von Leistungen des Vorarbeitgebers
In Abhängigkeit davon, dass bei einem Vorarbeitgeber Vergütungsleistungen aufgrund des Wechsels zur Siemens AG verfallen (zum Beispiel Zusagen langfristig variabler Vergütung oder Versorgungszusagen), kann der Aufsichtsrat einen Ausgleich in Form von (in der Regel Phantom) Stock Awards, Sonderbeiträgen im Rahmen der BSAV oder Barzahlungen zusagen. -
Umzugskosten
Soweit durch die Bestellung zum Mitglied des Vorstands oder durch die Änderung des Dienstsitzes auf Wunsch der Gesellschaft ein Wohnsitzwechsel erforderlich ist, werden Umzugskostenerstattungen bis zur Höhe eines individualvertraglich festzulegenden angemessenen Maximalbetrags gewährt.
ZUSAGEN IN ZUSAMMENHANG MIT DER BEENDIGUNG DER TÄTIGKEIT IM VORSTAND
Das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder regelt auch, wie hoch die Vergütung für ein Vorstandsmitglied ausfällt, wenn die Vorstandstätigkeit vorzeitig beendet wird. Je nach Grund für die Beendigung gelten nachfolgende Bestimmungen für die zugesagte Vergütung beim Ausscheiden aus dem Amt:
Beendigung durch reguläres Auslaufen der Bestellung
Es werden keine Abfindungszahlungen oder Sonderbeiträge zur Versorgung geleistet.# Einvernehmliche Beendigung
Für den Fall der vorzeitigen einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund sehen die Vorstandsverträge eine Abfindungszahlung vor:
- Berechnungsgrundlage: Grundvergütung zuzüglich der im letzten Geschäftsjahr vor der Beendigung tatsächlich erhaltenen kurzfristig variablen Vergütung und der gewährten langfristig variablen Vergütung
- Begrenzung (Abfindungs-Cap): Maximal zwei Jahresvergütungen, jedoch nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags
- Auszahlung: Im Monat des Ausscheidens
Sonderbeitrag Versorgungszusage; einmalig:
* Höhe richtet sich nach dem Beitrag, den das betroffene Mitglied des Vorstands im Vorjahr erhalten hat, und nach der Restlaufzeit der Bestellung
* Auf maximal zwei Jahresbeiträge begrenzt (Cap)
Anhebung/Abzinsung:
* Kürzung der Abfindungszahlung um 5 %, wenn die Restlaufzeit der Bestellung noch mehr als sechs Monate beträgt, zur pauschalen Berücksichtigung einer Abzinsung und Anrechnung eines anderweitigen Verdiensts
* Kürzung bezieht sich nur auf den Teil der Abfindungszahlung, der ohne Berücksichtigung der ersten sechs Monate der restlichen Vertragslaufzeit ermittelt wurde
* Sachbezüge werden durch eine Zahlung in Höhe von 5 % der Abfindungszahlung abgegolten
Anrechnung:
* Im Falle der Vereinbarung eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots Anrechnung der Abfindungszahlung und des Sonderbeitrags auf die Karenzentschädigung
Vorzeitige Beendigung auf Wunsch des Vorstandsmitglieds oder wichtiger Grund für eine Kündigung durch die Gesellschaft: Es werden keine Abfindungszahlungen oder Sonderbeiträge zur Versorgung geleistet.
Kontrollwechsel
Bei Neuabschluss von Vorstands-Anstellungsverträgen (Erstbestellung) oder deren Verlängerung wird keine Sonderregelung für den Fall eines Kontrollwechsels, das heißt weder Sonderkündigungsrechte noch Abfindungszahlungen, vereinbart.
Für bestehende Vorstands-Anstellungsverträge gilt Folgendes: Im Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control), durch den sich die Stellung des einzelnen Mitglieds des Vorstands wesentlich ändert, hat das Vorstandsmitglied das Recht, den Anstellungsvertrag zu kündigen. Übt das Vorstandsmitglied dieses Kündigungsrecht aus, steht ihm für die restliche Amtszeit ein Abfindungsanspruch zu:
- Berechnungsgrundlage: Grundvergütung zuzüglich Zielbetrag für den Bonus und Zielbetrag für die Stock Awards, wobei jeweils auf das letzte vor Vertragsbeendigung abgelaufene Geschäftsjahr abgestellt wird
- Begrenzung (Abfindungs-Cap): Zwei Jahresvergütungen
- Anhebung/Abzinsung:
- Kürzung der Abfindungszahlung um 10 % zur pauschalen Anrechnung einer Abzinsung sowie eines anderweitigen Verdiensts
- Kürzung bezieht sich nur auf den Teil der Abfindungszahlung, der ohne Berücksichtigung der ersten sechs Monate der restlichen Vertragslaufzeit ermittelt wurde
- Sachbezüge werden durch eine Zahlung in Höhe von 5 % der Abfindungssumme abgegolten
- Stock Awards: Die in der Vergangenheit zugesagten aktienbasierten Vergütungsbestandteile bleiben unberührt
Der Abfindungsanspruch besteht nicht, soweit das Vorstandsmitglied in Zusammenhang mit dem Kontrollwechsel Leistungen von Dritten erhält. Ein Recht zur Kündigung besteht ferner nicht, wenn der Kontrollwechsel innerhalb von zwölf Monaten vor Übertritt des Vorstandsmitglieds in den Ruhestand eintritt.
VERGÜTUNGSSYSTEM IM ÜBERBLICK
Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über alle Bestandteile des Vergütungssystems:
A.10.1.2 Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020
Der nachfolgende Teil beschreibt die konkrete Anwendung des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands der Siemens AG im Geschäftsjahr 2020. Er enthält detaillierte Informationen und Hintergründe zur Gesamtvergütung des Vorstands, zur Zielsetzung und Zielerreichung der variablen Vergütung sowie individualisierte Angaben zur Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2020.
GESAMTVERGÜTUNG
Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2020 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 26,53 (im Vj. 33,04) Mio. €; dies entspricht einer Minderung von 19,7 %. Von der Gesamtvergütung entfielen 15,28 (im Vj. 21,97) Mio. € auf die Barvergütung und 11,25 (im Vj. 11,07) Mio. € auf die aktienbasierte Vergütung (Stock Awards).
Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte eine reguläre Anpassung der Gesamtvergütung, exklusive Nebenleistungen, um jeweils plus 3,0 % zugunsten des Zielbetrags der langfristig variablen Vergütung (Stock Awards). Diese Erhöhung orientiert sich unter anderem an den erfolgten Vergütungsanpassungen anderer Mitarbeitergruppen innerhalb des Siemens-Konzerns.
Ferner hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2020 bei drei Mitgliedern des Vorstands von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Vergütung zu differenzieren. Wie in den Vorjahren erfolgte eine Differenzierung bei Joe Kaeser aufgrund seiner Funktion als Vorsitzender in allen Vergütungsbestandteilen. Bei Prof. Dr. Ralf P. Thomas wurde auf Basis der besonderen Verantwortung der Funktion des Finanzvorstands eine Differenzierung im Stock Awards-Zielbetrag vorgenommen. Darüber hinaus erfolgte eine Differenzierung bei Dr. Roland Busch infolge seiner Ernennung zum Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden in der Grundvergütung und dem Stock Awards-Zielbetrag.
Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich dadurch zum 1. Oktober 2019 für Dr. Roland Busch eine Anpassung seiner Gesamtvergütung, exklusive Nebenleistungen, um plus 15 %. Aufgrund der Übernahme zusätzlicher Verantwortung, unter anderem der übergeordneten Koordination für Digital Industries, Smart Infrastructure und Mobility, erfolgte für Dr. Roland Busch zum 1. April 2020 eine weitere Anpassung der Gesamtvergütung, exklusive Nebenleistungen, um plus 12 % zugunsten der Grundvergütung und des Bonus-Zielbetrags.
Die interne Überprüfung der Angemessenheit der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020 hat ergeben, dass die sich aus der Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2020 ergebende Vorstandsvergütung angemessen ist.
GRUNDVERGÜTUNG
Die Grundvergütung betrug im Geschäftsjahr 2020
* für den Vorsitzenden des Vorstands, Joe Kaeser, 2.205.000 €,
* für den Stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Roland Busch, 1.352.300 € und
* für die weiteren Mitglieder des Vorstands 1.101.600 €.
NEBENLEISTUNGEN
Für das Geschäftsjahr 2020 konnten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen jeweils in Höhe von maximal 7,5 % der Grundvergütung in Anspruch nehmen (Nebenleistungsmaximum). Abweichend davon konnte Lisa Davis aufgrund bestehender vertraglicher Zusagen (insbesondere Währungsausgleich) für das Geschäftsjahr 2020 Nebenleistungen in Höhe von maximal 100 % ihrer Grundvergütung beanspruchen.
VERSORGUNGSZUSAGE
Für das Geschäftsjahr 2020 wurden den Mitgliedern des Vorstands auf der Grundlage des am 18. September 2019 vom Aufsichtsrat gefassten Beschlusses im Rahmen der Beitragsorientierten Siemens Altersversorgung (BSAV) Beiträge in Höhe von 4,5 (im Vj. 5,6) Mio. € gewährt; davon entfielen 0,02 (im Vj. 0,02) Mio. € auf die Finanzierung der persönlichen Altzusagen. Der im Geschäftsjahr 2020 gemäß IFRS erfasste Aufwand (Service Cost) für Ansprüche der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2020 aus der BSAV belief sich auf 5,5 (im Vj. 5,4) Mio. €. Die Bereitstellung der BSAV-Beiträge auf dem persönlichen Versorgungskonto erfolgt jeweils im auf das Ende des Geschäftsjahrs folgenden Januar. Auf dem Versorgungskonto wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich jeweils am 1. Januar eine Zinsgutschrift (Garantiezins) in Höhe von derzeit 0,90 % erteilt.
Die folgende Übersicht zeigt die Beiträge (Zuführungen) zur BSAV für das Geschäftsjahr 2020 sowie die Anwartschaftsbarwerte der Pensionszusagen in individualisierter Form:
| Beitrag insgesamt für | Anwartschaftsbarwert sämtlicher Pensionszusagen ohne Entgeltumwandlungen | |
|---|---|---|
| (Angaben in €) | (Angaben in €) | |
| 2020 | 2019 | |
| 2020 | 2019 | |
| Zum 30. September 2020 amtierende Vorstandsmitglieder | ||
| Joe Kaeser | 1.234.800 | 1.234.800 |
| Dr. Roland Busch | 616.896 | 616.896 |
| Klaus Helmrich | 616.896 | 616.896 |
| Cedrik Neike | 616.896 | 616.896 |
| Prof. Dr. Ralf P. Thomas | 616.896 | 616.896 |
| Summe | 3.702.384 | 3.702.384 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||
| Lisa Davis 2 | 257.040 | 616.896 |
| Janina Kugel | 205.632 | 616.896 |
| Michael Sen | 308.448 | 616.896 |
| Summe | 771.120 | 1.850.688 |
¹ Auf Entgeltumwandlungen entfallen insgesamt 3.911.848 (im Vj. 4.125.612) €, davon auf Joe Kaeser 3.512.020 (im Vj. 3.703.123) €, Klaus Helmrich 342.276 (im Vj. 361.494) € und Prof. Dr. Ralf P. Thomas 57.552 (im Vj. 60.995) €.
² Die gemäß den Bestimmungen des BSAV-Plans an Lisa Davis zu zahlenden Leistungen sind in keiner Weise durch den mit dem BSAV-Plan der Gesellschaft verbundenen oder einen sonstigen Trust gesichert oder finanziert. Sie stellen lediglich eine nicht gesicherte, ungedeckte rechtliche Verpflichtung der Gesellschaft zur zukünftigen Zahlung dieser Leistungen unter bestimmten Bedingungen dar und werden nur aus den allgemeinen Vermögenswerten der Gesellschaft ausgezahlt.
Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2020 Gesamtbezüge im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit.b HGB in Höhe von 15,96 (im Vj. 21,09) Mio. €. Der Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation, DBO) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen - inklusive gegenüber Vorstandsmitgliedern, die im Geschäftsjahr 2020 ausgeschieden sind - betrug zum 30. September 2020 176,5 (im Vj. 175,7) Mio. €, die in ZIFFER 17 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS enthalten sind.
KURZFRISTIG VARIABLE VERGÜTUNG (BONUS)
Der Bonus-Zielbetrag betrug im Geschäftsjahr 2020
* für den Vorsitzenden des Vorstands, Joe Kaeser, 2.205.000 €,
* für den Stellvertretenden Vorsitzenden, Dr.# Roland Busch, 1.277.300 € und ― für die weiteren Mitglieder des Vorstands 1.101.600 €.
Ziel-Dimension »Siemens-Konzern«
Für das Geschäftsjahr 2020 hat der Aufsichtsrat der Siemens AG für die Ziel-Dimension »Siemens-Konzern« das Leistungskriterium Ertrag, gemessen am unverwässerten Ergebnis je Aktie (EPS), festgelegt. Sowohl für die Zielsetzung als auch die Zielerreichung wird das durchschnittliche EPS von drei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren herangezogen. Durch die gemittelten Werte wird der langfristigen Entwicklung der Gesellschaft Rechnung getragen und eine nachhaltige Steigerung des Ertrags incentiviert.
Ziel-Dimension »Vorstandsressort«
Für das Geschäftsjahr 2020 hat der Aufsichtsrat der Siemens AG für die Ziel-Dimension »Vorstandsressort« das Leistungskriterium Profitabilität/Kapitaleffizienz gemessen anhand
― der Kapitalrendite (ROCE), für Vorstandsmitglieder mit überwiegend funktionaler Verantwortung, beziehungsweise
― der Ergebnismarge des jeweiligen Geschäfts, für Vorstandsmitglieder mit Geschäftsverantwortung, festgelegt.
Ziel-Dimension »Individuelle Ziele«
Neben den vorstehend genannten finanziellen Zielen hat der Aufsichtsrat der Siemens AG für das Geschäftsjahr 2020 für jedes Vorstandsmitglied jeweils vier gleichgewichtete und auf die jeweiligen Verantwortungsbereiche zugeschnittene »Individuelle Ziele« beschlossen. Für alle Vorstandsmitglieder wurden als individuelle Ziele die erfolgreiche Abspaltung von Siemens Energy und die Erreichung der »Vision 2020+«-Ziele vereinbart. Weiter wurde das Leistungskriterium Liquidität, gemessen anhand der Cash Conversion Rate, als individuelles Ziel beschlossen. Für Vorstandsmitglieder mit funktionaler Verantwortung ist die Cash Conversion Rate der Industriellen Geschäfte maßgeblich, für Vorstandsmitglieder mit Geschäftsverantwortung die Cash Conversion Rate des jeweils verantworteten Geschäfts. Für Klaus Helmrich (Digital Industries) und Cedrik Neike (Smart Infrastructure) bestand ein weiteres individuelles Ziel im Leistungskriterium Wachstum des jeweils verantworteten Geschäfts. Die weiteren individuellen Ziele der Vorstandsmitglieder wurden auf Basis folgender Fokusthemen definiert: Nachfolgeplanung, Innovationsleistung, Geschäftsentwicklung, Mitarbeiterzufriedenheit, Optimierung/Effizienzsteigerung sowie Implementierung weiterer strategischer Zielsetzungen.
Feststellung der Zielerreichung
Die für das Geschäftsjahr 2020 geltende Zielsetzung und Zielerreichung im Bonus fasst die nachfolgende Tabelle zusammen:
Zielsetzung und Zielerreichung in der kurzfristig variablen Vergütung (Bonus)
| Zum 30. September 2020 amtierende Vorstandsmitglieder | Kennzahl | Zielwert | Performance- Korridor (Unter-/ Obergrenze) |
|---|---|---|---|
| Joe Kaeser | Ergebnis je Aktie (EPS) 1 , unverwässert | 6,99 € | 5,49 € - 8,49 € |
| Dr. Roland Busch | Ergebnis je Aktie (EPS) 1 , unverwässert | 6,99 € | 5,49 € - 8,49 € |
| Klaus Helmrich | Ergebnis je Aktie (EPS) 1 , unverwässert | 6,99 € | 5,49 € - 8,49 € |
| Cedrik Neike | Ergebnis je Aktie (EPS) 1 , unverwässert | 6,99 € | 5,49 € - 8,49 € |
| Prof. Dr. Ralf P. Thomas | Ergebnis je Aktie (EPS) 1 , unverwässert | 6,99 € | 5,49 € - 8,49 € |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder 5 | |||
| Janina Kugel | Ergebnis je Aktie (EPS) 1 , unverwässert | 6,99 € | 5,49 € - 8,49 € |
| Michael Sen 6 | Ergebnis je Aktie (EPS) 1 , unverwässert | 6,99 € | 5,49 € - 8,49 € |
| Ziel-Dimension | Zum 30. September 2020 amtierende Vorstandsmitglieder | Kennzahl | Ist-Wert | Zielerreichung |
|---|---|---|---|---|
| »Siemens-Konzern« (Gewichtung 33,34 %) | Joe Kaeser | Kapitalrendite (ROCE) 1 | 6,18 € | 46,00 % |
| Dr. Roland Busch | Kapitalrendite (ROCE) 1 | 6,18 € | 46,00 % | |
| Klaus Helmrich | Ergebnismarge Digital Industries | 6,18 € | 46,00 % | |
| Cedrik Neike | Ergebnismarge Smart Infrastructure | 6,18 € | 46,00 % | |
| Prof. Dr. Ralf P. Thomas | Kapitalrendite (ROCE) 1 | 6,18 € | 46,00 % | |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder 5 | ||||
| Janina Kugel | Kapitalrendite (ROCE) 1 | 6,18 € | 46,00 % | |
| Michael Sen 6 | Ergebnismarge Gas and Power | 6,18 € | 46,00 % | |
| »Vorstandsressort« (Gewichtung 33,33 %) | ||||
| »Individuelle Ziele« (Gewichtung 33,33 %) | ||||
| Zum 30. September 2020 amtierende Vorstandsmitglieder | Zielwert | Performance- Korridor (Unter-/ Obergrenze) | Ist-Wert | |
| Joe Kaeser | 9,63 % | 6,63 % - 12,63 % | 7,82 % | 39,67 % |
| Dr. Roland Busch | 9,63 % | 6,63 % - 12,63 % | 7,82 % | 39,67 % |
| Klaus Helmrich | 17,38 % | 15,38 % - 19,38 % | 17,02 % | 82,00 % |
| Cedrik Neike | 9,97 % | 7,97 % - 11,97 % | 9,09 % | 56,00 % |
| Prof. Dr. Ralf P. Thomas | 9,63 % | 6,63 % - 12,63 % | 7,82 % | 39,67 % |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder 5 | ||||
| Janina Kugel | 9,63 % | 6,63 % - 12,63 % | 7,82 % | 39,67 % |
| Michael Sen 6 | 3,50 % | 0,50 % - 6,50 % | 0,97 % | 15,67 % |
1 Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten.
2 Bezogen auf 100 % Zielerreichung.
3 Der Zielwert entspricht dem Durchschnitt der EPS-Werte der Geschäftsjahre 2017, 2018 und 2019. Der Ist-Wert ergibt sich aus dem Durchschnitt der EPS-Werte der Geschäftsjahre 2018, 2019 und 2020.
4 Die Ergebnismarge von Digital Industries wurde um Portfolioeffekte bereinigt, was die rechnerische Zielerreichung reduziert hat.
5 Ohne Lisa Davis, die zum 29. Februar 2020 ausgeschieden ist und der gemäß Aufhebungsvereinbarung ein zeitanteiliger Bonus für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 476.962 € gewährt wurde.
6 Gemäß Aufhebungsvereinbarung wird der Anspruch von Michael Sen auf den Bonus für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs 2020 (1. Oktober 2019 bis 31. März 2020) gemäß den Regelungen im Anstellungsvertrag und dem tatsächlichen Grad der Zielerreichung mit der Maßgabe abgerechnet, dass Michael Sen von dem an sich erzielten Jahresbonus 50 % (pro rata temporis) erhält. Für die zweiten sechs Monate des Geschäftsjahrs 2020 (1. April 2020 bis 30. September 2020) wird der Bonus auf 100 % des anteiligen Zielbetrags, das heißt 550.800 € brutto, festgelegt.
LANGFRISTIG VARIABLE VERGÜTUNG (STOCK AWARDS)
Informationen zur Gewährung der Tranche 2020
Für die Stock Awards der Tranche 2020 hat der Aufsichtsrat die folgenden Leistungskriterien festgelegt:
― »langfristige Wertsteigerung«, gemessen an der Entwicklung der Aktienrendite (Total Shareholder Return, kurz TSR) der Siemens AG im Vergleich zum internationalen Branchenindex MSCI World Industrials sowie
― »Nachhaltigkeit«, gemessen am Siemens-internen ESG-/Nachhaltigkeits-Index 1 , für den die folgenden drei gleichgewichteten Kennzahlen maßgeblich sind: CO 2-Emissionen (Umwelt), Lernstunden pro Mitarbeiter (Soziales) und Net Promoter Score (Unternehmensführung).
1 Das Kürzel ESG steht für Environmental, Social and Governance, zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung
Der zeitliche Ablauf der Stock Awards Tranche 2020 stellt sich wie folgt dar: Der für die Tranche 2020 maßgebliche Zuteilungskurs betrug 95,80 €. Der Zuteilungstag wurde vom Aufsichtsrat auf den 8. November 2019 festgelegt.
Die Zielbeträge, die maximalen Zuteilungswerte und die zugeteilte maximale Anzahl an Stock Awards stellt sich für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wie folgt dar:
Informationen zur Gewährung der Stock Awards Tranche 2020
| Zielbetrag (bezogen auf 100 % Zielerreichung) | Maximaler Zuteilungswert (bezogen auf 200 % Zielerreichung) | Maximale Anzahl Stock Awards (bezogen auf 200 % Zielerreichung) | |
|---|---|---|---|
| Zum 30. September 2020 amtierende Vorstandsmitglieder | Total Shareholder Return (Gewichtung 80 %) | ESG-/Nachhaltigkeits-Index (Gewichtung 20 %) | |
| Joe Kaeser | 2.516.000 € | 10.505 | 42.021 |
| Dr. Roland Busch | 1.594.000 € | 6.656 | 26.622 |
| Klaus Helmrich | 1.259.000 € | 5.257 | 21.027 |
| Cedrik Neike | 1.259.000 € | 5.257 | 21.027 |
| Prof. Dr. Ralf P. Thomas | 1.544.000 € | 6.447 | 25.787 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | |||
| Lisa Davis 1 | 524.583 € | 2.190 | 8.761 |
| Janina Kugel 2 | 419.667 € | 1.752 | 7.009 |
| Michael Sen 3 | 629.500 € | 2.628 | 10.514 |
1 Anteiliger Zielbetrag für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 29. Februar 2020.
2 Anteiliger Zielbetrag für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 31. Januar 2020.
3 Anteiliger Zielbetrag für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis zum 31. März 2020.
Die konkrete Zielsetzung und der Zielerreichungsgrad des Total Shareholder Returns sowie des Siemens-internen ESG-/Nachhaltigkeits-Index für die Stock Awards der Tranche 2020 wird nach Ablauf der Sperrfrist im Vergütungsbericht veröffentlicht.
Feststellung der Zielerreichung der Tranche 2016
Die Stock Awards der Tranche 2016 waren abhängig von der Kursentwicklung der Siemens-Aktie im Vergleich zur Kursentwicklung der Aktien relevanter Wettbewerber während der rund vierjährigen Sperrfrist von November 2015 bis Oktober 2019. Die nachfolgende Tabelle gibt einen zusammenfassenden Überblick zu wesentlichen Parametern der Stock Awards Tranche 2016.
Zusammenfassung Stock Awards Tranche 2016
| Zielbetrag (bezogen auf 100 % Zielerreichung) | Zuteilungskurs 13.11.2015 | Anzahl zugeteilter Stock Awards | Zielerreichung | Aktienkursentwicklung | Rechnerische Anzahl Stock Awards 1 | Wert am Tag des Übertrags 2 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum 30. September 2020 amtierende Vorstandsmitglieder | |||||||
| Joe Kaeser | 2.120.000 € | 75,60 € | 28.043 | x 131 % | 36.737 | > 4.105.778,12 € | |
| Dr. Roland Busch | 1.080.000 € | 75,60 € | 14.286 | x 131 % | 18.715 | > 2.091.614,38 € | |
| Klaus Helmrich | 1.080.000 € | 75,60 € | 14.286 | x 131 % | 18.715 | > 2.091.614,38 € | |
| Prof. Dr. Ralf P. Thomas | 1.080.000 € | 75,60 € | 14.286 | x 131 % | 18.715 | > 2.091.614,38 € | |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | |||||||
| Lisa Davis | 1.080.000 € | 75,60 € | 14.286 | x 131 % | 18.715 | > 2.091.614,38 € | |
| Janina Kugel | 1.040.000 € | 75,60 € | 13.757 | x 131 % | 18.022 | > 2.014.163,74 € |
1 Die Stock Awards der Tranche 2016 wurden im Einklang mit den Planregeln bis zu einem Zielerreichungsgrad von 100 % durch die Übertragung von Siemens-Aktien erfüllt. Für den Teil der Zielerreichung über 100 % erhielten die Mitglieder des Vorstands gemäß den Planregeln eine Barzahlung.## 2 Die durch Aktienübertrag erfüllten Stock Awards wurden mit dem Tagesniedrigstkurs der Siemens-Aktie am 11. November 2019 in Höhe von 111,52 € bewertet; die durch Barzahlung erfüllten Stock Awards mit dem Xetra-Schlusskurs am 11. November 2019 in Höhe von 112,54 €.
Vorläufige Zielerreichung der Tranchen 2017 bis 2020
Die vorläufige Zielerreichung der Stock Awards Tranchen 2017 bis 2020 stellt sich zum Stand Oktober 2020 wie folgt dar:
| Tranche | Sperrfrist¹ | Performance-Kriterien | Referenz-Periode | Performance-Periode | Zielerreichung (vorläufig) |
|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | Nov. 2016 - Nov. 2020 | Aktienkursentwicklung im Vergleich zu Wettbewerbern | Nov. 2016 - Okt. 2017 | Nov. 2017 - Okt. 2020 | 89 % |
| 2018 | Nov. 2017 - Nov. 2021 | Aktienkursentwicklung im Vergleich zu Wettbewerbern | Nov. 2017 - Okt. 2018 | Nov. 2018 - Okt. 2021 | 89 % |
| 2019 | Nov. 2018 - Nov. 2022 | Aktienkursentwicklung im Vergleich zu Wettbewerbern | Nov. 2018 - Okt. 2019 | Nov. 2019 - Okt. 2022 | 115 % |
| 2020 | Nov. 2019 - Nov. 2023 | TSR im Vergleich zum MSCI World Industrials | Nov. 2019 - Okt. 2020 | Nov. 2020 - Okt. 2023 | - |
| ESG³ | 3 - Okt. 2019 - Sep. 2023 | 92 % |
¹ Die Stock Awards der Tranchen 2017 bis 2019 sind abhängig von der Kursentwicklung der Siemens-Aktie im Vergleich zur Kursentwicklung der Aktien relevanter Wettbewerber während der rund vierjährigen Sperrfrist.
² Die Stock Awards der Tranche 2020 sind zu 80 % abhängig von der Entwicklung der Aktienrendite (engl. Total Shareholder Return, kurz TSR) der Siemens AG im Vergleich zum internationalen Branchenindex MSCI World Industrials sowie zu 20 % von einem Siemens-internen ESG-/Nachhaltigkeits-Index.
³ Im Geschäftsjahr 2020 wurden die drei ESG-Kennzahlen durch die COVID-19-Pandemie stark beeinflusst. Vor diesem Hintergrund wurde entschieden, für das Geschäftsjahr 2020 keine Messung der Zwischenziele vorzunehmen. Die dargestellte vorläufige Zielerreichung basiert auf geschätzten Zielerreichungen der drei ESG-Kennzahlen bis zum Ende der Sperrfrist.
Überprüfung der betragsmäßigen Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt
Im Zuge des Übertrags der Stock Awards Tranche 2016 erfolgte auch eine Überprüfung der Einhaltung der betragsmäßigen Höchstgrenzen des Geschäftsjahrs 2016 für die Vergütung insgesamt. Die jeweils maßgebliche betragsmäßige Höchstgrenze wurde bei keinem der amtierenden oder ehemaligen Vorstandsmitglieder überschritten.
Share Ownership Guidelines
Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands gelten jeweils unterschiedliche Termine des erstmaligen Nachweises der Erfüllung der Share Ownership Guidelines, abhängig vom Zeitpunkt der Bestellung zum Mitglied des Vorstands. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Anzahl der Siemens-Aktien, die von den zum 30. September 2020 amtierenden Mitgliedern des Vorstands zur Erfüllung der Share Ownership Guidelines zum Nachweistermin im März 2020 gehalten wurden und mit Blick auf die weiteren Nachweistermine dauerhaft zu halten sind.
| Verpflichtung nach Share Ownership Guidelines | Erforderlich | Prozentsatz Grundvergütung¹ | Betrag in €² | Aktienanzahl³ | Nachgewiesen | Prozentsatz Grundvergütung¹ | Betrag in €² | Aktienanzahl³ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum 30. September 2020 amtierende und zum 13. März 2020 nachweispflichtige Vorstandsmitglieder | ||||||||
| Joe Kaeser | 300 % | 6.451.313 | 58.900 | 324 % | 6.971.804 | 63.652 | ||
| Dr. Roland Busch | 200 % | 2.188.200 | 19.978 | 239 % | 2.616.015 | 23.884 | ||
| Klaus Helmrich | 200 % | 2.156.950 | 19.693 | 259 % | 2.792.686 | 25.497 | ||
| Prof. Dr. Ralf P. Thomas | 200 % | 2.156.950 | 19.693 | 312 % | 3.367.500 | 30.745 | ||
| Summe | 12.953.413 | 118.264 | 15.748.004 | 143.778 |
¹ Für die Höhe der Verpflichtung ist die durchschnittliche Grundvergütung während der jeweils vergangenen vier Jahre vor dem jeweiligen Nachweistermin maßgeblich.
² Auf Grundlage des durchschnittlichen Xetra-Eröffnungskurses des vierten Quartals 2019 (Oktober - Dezember) in Höhe von 109,53 €.
³ Zum Stichtag 13. März 2020 (Nachweistermin).
LEISTUNGEN IN ZUSAMMENHANG MIT DER BEENDIGUNG DER TÄTIGKEIT IM VORSTAND
Die Bestellung von Janina Kugel zum Mitglied des Vorstands hat regulär zum 31. Januar 2020 geendet. Im Einklang mit den Regelungen im Anstellungsvertrag wurde keine Abfindungszahlung und kein Sonderbeitrag zur Versorgung geleistet.
In Zusammenhang mit der einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit von Lisa Davis wurde vereinbart, dass ihre Bestellung und ihr Anstellungsvertrag zum 29. Februar 2020 vorzeitig enden. Bis zum Beendigungszeitpunkt am 29. Februar 2020 wurden alle vertraglich zugesagten Leistungen weitergewährt. Zur Abgeltung ihrer Ansprüche für die Zeit vom Beendigungszeitpunkt am 29. Februar 2020 bis zum regulären Ende ihrer Bestellung und ihres Anstellungsvertrags am 31. Oktober 2020 wurde mit Lisa Davis eine Abfindungszahlung in Höhe von 2.369.353 € brutto vereinbart, die zum Beendigungszeitpunkt am 29. Februar 2020 fällig war. Ferner erhält Lisa Davis einen Sonderbeitrag in die Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung in Höhe von 411.264 €, der ihrem Versorgungskonto im Januar 2021 zugeführt wird. Sowohl für die regulären Zahlungen bis zum Beendigungszeitpunkt am 29. Februar 2020 als auch für die Abfindungszahlung bekommt Lisa Davis den vertraglich zugesagten Steuerausgleich und den Währungsausgleich auf Basis des in der Abfindungszahlung enthaltenen Grundgehalts und des anteiligen Bonus. Zudem erhält sie für das Kalenderjahr 2020 die ungekürzte Pauschalzahlung für Steuerberatungsleistungen in Höhe von 15.000 € brutto, die zum Beendigungszeitpunkt am 29. Februar 2020 fällig war. Die bereits in der Vergangenheit zugesagten Stock Awards der Tranchen 2017 bis 2020, die sich noch innerhalb der Sperrfrist befinden, verfallen gemäß dem Anstellungsvertrag nicht und bleiben unberührt; für sie gelten die Bedingungen der jeweiligen Richtlinie Siemens Stock Awards fort. Die Stock Awards werden mit Ablauf der regulären Sperrfrist der jeweiligen Tranche fällig und erfüllt.
Das Mandat von Michael Sen als Mitglied des Vorstands der Siemens AG wurde einvernehmlich mit Wirkung zum 31. März 2020 vorzeitig beendet. Davon unberührt besteht sein Anstellungsverhältnis noch bis zum Ablauf des 31. März 2021 fort. Bis zum Beendigungszeitpunkt am 31. März 2021 werden alle vertraglich zugesagten Leistungen weitergewährt. Zur Abgeltung seiner Ansprüche für die Zeit vom Beendigungszeitpunkt am 31. März 2021 bis zum regulären Ende seiner Bestellung und seines Anstellungsvertrags am 31. März 2022 wurde mit Michael Sen eine Abfindungszahlung in Höhe von 3.544.427 € brutto vereinbart, die zum Beendigungszeitpunkt am 31. März 2021 fällig ist. Ferner erhält Michael Sen einen Sonderbeitrag in die Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung in Höhe von 616.896 €, der im Januar 2022 dem Versorgungskonto zugeführt wird. Die bereits in der Vergangenheit zugesagten Stock Awards der Tranchen 2017 bis 2020, die sich noch innerhalb der Sperrfrist befinden, verfallen gemäß dem Anstellungsvertrag nicht und bleiben unberührt; für sie gelten die Bedingungen der jeweiligen Richtlinie Siemens Stock Awards fort. Die Stock Awards werden mit Ablauf der regulären Sperrfrist der jeweiligen Tranche fällig und erfüllt.
SONSTIGES
Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse.
GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN UND GELEISTETE ZAHLUNGEN IM GESCHÄFTSJAHR 2020
Die nachfolgenden Tabellen, die sich an den Mustertabellen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in seiner Fassung vom 7. Februar 2017 orientieren, zeigen die im Geschäftsjahr 2020 und 2019 gewährten Zuwendungen sowie in der Spalte »Zufluss« die geleisteten Zahlungen, individualisiert je Vorstandsmitglied. Die Grundvergütung, der Bonus und die Nebenleistungen beziehen sich auf die Berichtsjahre 2020 und 2019. Der Abschnitt »Gewährte Zuwendungen« zeigt den jeweiligen Zielbetrag der kurzfristig variablen Vergütung (Bonus) einschließlich der Unter- und Obergrenzen. Die im Geschäftsjahr 2020 und 2019 gewährte langfristig variable Vergütung (Stock Awards) wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung angegeben. Die Angaben zu den individuellen Maximalwerten bei der kurzfristig variablen Vergütung (Bonus) und der langfristig variablen Vergütung (Stock Awards) weisen die möglichen Maximalwerte gemäß den jeweils im Vergütungssystem definierten betragsmäßigen Höchstgrenzen aus, das heißt 200 % beziehungsweise 300 % des jeweiligen Zielbetrags. Die in der Spalte »2020 (Max)« unter »Gesamtvergütung (DCGK)« genannte Summe der Maximalvergütung stellt die vertraglich vereinbarte Maximalvergütung für das Geschäftsjahr 2020 nach § 87a Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 AktG dar. Die Maximalvergütung entspricht für das jeweilige Vorstandsmitglied der Summe des maximalen Zuflusses aller Vergütungsbestandteile für das Geschäftsjahr 2020 und berechnet sich durch Addition von Grundvergütung, Nebenleistungsmaximum, BSAV-Beitrag sowie zweifachem Bonus-Zielbetrag und dreifachem Stock Awards-Zielbetrag. Weiter erfolgt im Abschnitt »Gewährte Zuwendungen« der Ausweis der Gesamtvergütung nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, gemäß denen anstelle des Zielwerts der Auszahlungsbetrag der kurzfristig variablen Vergütung (Bonus) anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen ist. Im Abschnitt »Zufluss« werden die in den Jahren 2020 und 2019 geleisteten Zahlungen gezeigt. Die Zuflüsse aus der aktienbasierten Vergütung beziehen sich auf die Zuteilungen für die Geschäftsjahre 2016 beziehungsweise 2015 und 2014.
Joe Kaeser
Bestellt: 05/2006; Vorstandsvorsitzender seit 08/2013
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss (Angaben in Tsd. |# 2020 Compensation Report
Report of the Supervisory Board
Remuneration of the Management Board
Remuneration Report of the Supervisory Board on the remuneration of the Management Board members for the fiscal year 2020
Explanatory statement on remuneration for the fiscal year 2020
The remuneration system for the members of the Management Board is determined by the Supervisory Board and is based on the recommendations of the Supervisory Board's Nomination Committee. The remuneration system is designed to align the interests of the Management Board members with those of the company and its shareholders, and to promote the long-term success of the company.
The remuneration of the Management Board members consists of a fixed component and a variable component. The fixed component includes a base salary and fringe benefits. The variable component is performance-related and is composed of short-term and long-term incentives.
Remuneration of individual Management Board members
The following tables show the remuneration of the individual Management Board members for the fiscal year 2020. The figures are presented in thousands of Euros (€).
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Non-performance-related remuneration | |||||
| Base salary | 2,205 | 2,205 | 2,205 | 2,205 | 2,205 |
| Fringe benefits | 115 | 115 | 165 | 115 | 115 |
| Total | 2,320 | 2,320 | 2,370 | 2,320 | 2,320 |
| Performance-related remuneration | |||||
| Short-term variable remuneration | |||||
| Bonus | 2,205 | 0 | 4,410 | 2,205 | 1,626 |
| Long-term variable remuneration | |||||
| Stock Awards 2020 (Vesting: 2019 - 23) | 2,904 | 0 | 7,548 | - | - |
| Stock Awards 2019 (Vesting: 2018 - 22) | - | - | - | 2,330 | - |
| Stock Awards 2016 (Vesting: 2015 - 19) | - | - | - | - | 4,106 |
| Stock Awards 2015 (Vesting: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Stock Awards 2014 (Vesting: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Bonus Awards 2014 (Waiting period: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Other | - | - | - | - | - |
| Total non-performance-related/performance-related remuneration | 7,429 | 2,320 | 14,328 | 6,854 | 8,051 |
| Pension expense¹ | 1,220 | 1,220 | 1,235 | 1,271 | 1,220 |
| Total remuneration (DCGK) | 8,649 | 3,540 | 15,563 | 8,125 | 9,271 |
| Remuneration according to applicable accounting principles | |||||
| Performance-related remuneration | |||||
| Short-term variable remuneration | |||||
| Bonus (payout amount) | 1,626 | 2,502 | |||
| Total remuneration (HGB) | 6,850 | 7,151 |
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Inflow (in thousands of €)
2019
| Non-performance-related remuneration | |
| Base salary | 2,205 |
| Fringe benefits | 115 |
| Total | 2,320 |
| Performance-related remuneration | |
| Short-term variable remuneration | |
| Bonus | 2,502 |
| Long-term variable remuneration | |
| Stock Awards 2020 (Vesting: 2019 - 23) | - |
| Stock Awards 2019 (Vesting: 2018 - 22) | - |
| Stock Awards 2016 (Vesting: 2015 - 19) | - |
| Stock Awards 2015 (Vesting: 2014 - 18) | 4,647 |
| Stock Awards 2014 (Vesting: 2014 - 18) | 2,580 |
| Bonus Awards 2014 (Waiting period: 2014 - 18) | 931 |
| Other | - |
| Total non-performance-related/performance-related remuneration | 12,978 |
| Pension expense¹ | 1,271 |
| Total remuneration (DCGK) | 14,249 |
| Remuneration according to applicable accounting principles | |
| Performance-related remuneration | |
| Short-term variable remuneration | |
| Bonus (payout amount) | |
| Total remuneration (HGB) |
¹ In the maximum remuneration, see column "2020 (Max)", the contribution to the contribution-oriented Siemens pension plan (BSAV) was included instead of the pension expense.
Dr. Roland Busch
Appointed: 04/2011; Deputy CEO since 10/2019
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Granted awards
Inflow (in thousands of €)
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Non-performance-related remuneration | |||||
| Base salary | 1,352 | 1,352 | 1,352 | 1,102 | 1,352 |
| Fringe benefits | 98 | 98 | 101 | 57 | 98 |
| Total | 1,450 | 1,450 | 1,454 | 1,159 | 1,450 |
| Performance-related remuneration | |||||
| Short-term variable remuneration | |||||
| Bonus | 1,277 | 0 | 2,555 | 1,102 | 899 |
| Long-term variable remuneration | |||||
| Stock Awards 2020 (Vesting: 2019 - 23) | 1,840 | 0 | 4,782 | - | - |
| Stock Awards 2019 (Vesting: 2018 - 22) | - | - | - | 1,166 | - |
| Stock Awards 2016 (Vesting: 2015 - 19) | - | - | - | - | 2,092 |
| Stock Awards 2015 (Vesting: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Stock Awards 2014 (Vesting: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Bonus Awards 2014 (Waiting period: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Other | - | - | - | - | - |
| Total non-performance-related/performance-related remuneration | 4,567 | 1,450 | 8,790 | 3,426 | 4,441 |
| Pension expense¹ | 608 | 608 | 617 | 566 | 608 |
| Total remuneration (DCGK)² | 5,175 | 2,058 | 8,948 | 3,992 | 5,049 |
| Remuneration according to applicable accounting principles | |||||
| Performance-related remuneration | |||||
| Short-term variable remuneration | |||||
| Bonus (payout amount) | 899 | 1,176 | |||
| Total remuneration (HGB) | 4,189 | 3,501 |
scroll
Inflow (in thousands of €)
2019
| Non-performance-related remuneration | |
| Base salary | 1,102 |
| Fringe benefits | 57 |
| Total | 1,159 |
| Performance-related remuneration | |
| Short-term variable remuneration | |
| Bonus | 1,176 |
| Long-term variable remuneration | |
| Stock Awards 2020 (Vesting: 2019 - 23) | - |
| Stock Awards 2019 (Vesting: 2018 - 22) | - |
| Stock Awards 2016 (Vesting: 2015 - 19) | - |
| Stock Awards 2015 (Vesting: 2014 - 18) | 2,478 |
| Stock Awards 2014 (Vesting: 2014 - 18) | 1,358 |
| Bonus Awards 2014 (Waiting period: 2014 - 18) | 559 |
| Other | - |
| Total non-performance-related/performance-related remuneration | 6,730 |
| Pension expense¹ | 566 |
| Total remuneration (DCGK)² | 7,296 |
| Remuneration according to applicable accounting principles | |
| Performance-related remuneration | |
| Short-term variable remuneration | |
| Bonus (payout amount) | |
| Total remuneration (HGB) |
¹ In the maximum remuneration, see column "2020 (Max)", the contribution to the contribution-oriented Siemens pension plan (BSAV) was included instead of the pension expense.
² The maximum remuneration of Dr. Roland Busch was not adjusted in the course of the increase in his remuneration on April 1, 2020. Consequently, the maximum remuneration, see column "2020 (Max)", does not correspond to the sum of the individual remuneration components.
Lisa Davis
1, 2 Appointed: 08/2014; Resigned: 02/2020
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Granted awards
Inflow (in thousands of €)
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Non-performance-related remuneration | |||||
| Base salary | 459 | 459 | 459 | 1,102 | 459 |
| Fringe benefits | 3 | 459 | 459 | 459 | 751 |
| Total | 918 | 918 | 918 | 1,853 | 940 |
| Performance-related remuneration | |||||
| Short-term variable remuneration | |||||
| Bonus | 4 | 477 | 477 | 477 | 1,102 |
| Long-term variable remuneration | |||||
| Stock Awards 2020 (Vesting: 2019 - 23) | 606 | 0 | 1,574 | - | - |
| Stock Awards 2019 (Vesting: 2018 - 22) | - | - | - | 1,166 | - |
| Stock Awards 2016 (Vesting: 2015 - 19) | - | - | - | - | 2,092 |
| Stock Awards 2015 (Vesting: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Stock Awards 2014 (Vesting: 2014 - 18) | 5 | - | - | - | - |
| Bonus Awards 2014 (Waiting period: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Other | - | - | - | - | - |
| Total non-performance-related/performance-related remuneration | 2,000 | 1,395 | 2,969 | 4,120 | 3,509 |
| Pension expense⁶ | 601 | 601 | 257 | 611 | 601 |
| Total remuneration (DCGK)² | 2,601 | 1,996 | 3,667 | 4,731 | 4,110 |
| Remuneration according to applicable accounting principles | |||||
| Performance-related remuneration | |||||
| Short-term variable remuneration | |||||
| Bonus (payout amount) | 477 | 1,140 | |||
| Total remuneration (HGB) | 2,000 | 4,158 |
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Inflow (in thousands of €)
2019
| Non-performance-related remuneration | |
| Base salary | 1,102 |
| Fringe benefits | 3 |
| Total | 1,830 |
| Performance-related remuneration | |
| Short-term variable remuneration | |
| Bonus | 4 |
| Long-term variable remuneration | |
| Stock Awards 2020 (Vesting: 2019 - 23) | - |
| Stock Awards 2019 (Vesting: 2018 - 22) | - |
| Stock Awards 2016 (Vesting: 2015 - 19) | - |
| Stock Awards 2015 (Vesting: 2014 - 18) | 2,478 |
| Stock Awards 2014 (Vesting: 2014 - 18) | 5 |
| Bonus Awards 2014 (Waiting period: 2014 - 18) | 58 |
| Other | - |
| Total non-performance-related/performance-related remuneration | 7,969 |
| Pension expense⁶ | 611 |
| Total remuneration (DCGK) | 8,580 |
| Remuneration according to applicable accounting principles | |
| Performance-related remuneration | |
| Short-term variable remuneration | |
| Bonus (payout amount) | |
| Total remuneration (HGB) |
¹ Proportionate remuneration for the period from October 1, 2019, to February 29, 2020, due to the early termination of her appointment and management contract. To compensate for her claims for the period from the termination date of February 29, 2020, to the regular end of her appointment and employment contract on October 31, 2020, a severance payment of €2,369,353 gross was agreed with Lisa Davis, which was due at the termination date of February 29, 2020. Furthermore, Lisa Davis will receive a special contribution to the contribution-oriented Siemens pension plan amounting to €411,264, which will be credited to her pension account in January 2021. For this purpose, an additional pension expense of €395,141 was recognized in the fiscal year 2020. The fringe benefits granted to Lisa Davis for the period from March 1, 2020, to October 31, 2020, for payments related to the early termination of her appointment and management contract, including contractually agreed tax and currency compensation, amounted to €684,245.
² Lisa Davis's remuneration was paid in Euros in Germany. It was agreed that the tax burden resulting from higher tax rates in Germany compared to the USA would be compensated. Furthermore, a currency compensation payment was granted for the base salary in the calendar years 2018 and 2019, as well as for the bonus of the fiscal years 2018 and 2019. In addition, Lisa Davis received currency compensation for the base salary in the calendar year 2020 and for the bonus of the fiscal year 2020 until the termination date of February 29, 2020.
³ The fringe benefits shown in the "Inflow" section (fiscal year 2020) include fringe benefits of €22,288 received in October 2019, which were, however, already granted in September 2019 (fiscal year 2019).
⁴ In the termination agreement, Lisa Davis was promised an amount of €476,962 to compensate for her claim to a pro-rata bonus for the fiscal year 2020 for the period from October 1, 2019, to the termination date of February 29, 2020. The upper and lower limits relevant for the bonus did not apply accordingly. The amount of €476,962 is therefore shown in the "Granted awards" section next to the "2020" column, as well as in the "2020 (Min)" and "2020 (Max)" columns.
⁵ The amount mentioned in the "Inflow" section includes €2,236,573 from the fulfillment of Siemens Stock Awards, which were granted to Lisa Davis in fiscal year 2014 as compensation for the forfeiture of benefits from her previous employer.
⁶ In the maximum remuneration, see column "2020 (Max)", the contribution to the contribution-oriented Siemens pension plan (BSAV) was included instead of the pension expense.
Klaus Helmrich
Appointed: 04/2011
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Granted awards
Inflow (in thousands of# (Angaben in Tsd. €) 2020 2020 (Min) 2020 (Max) 2019 2020
Erfolgsunabhängige Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Grundvergütung | 1.102 | 1.102 | 1.102 | 1.102 | 1.102 |
| Nebenleistungen | 45 | 45 | 83 | 45 | 45 |
| Summe | 1.147 | 1.147 | 1.184 | 1.147 | 1.147 |
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bonus | 1.102 | 0 | 2.203 | 1.102 | 947 |
Langfristig variable Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stock Awards 2020 (Sperrfrist: 2019 - 23) | 1.453 | 0 | 3.777 | - | - |
| Stock Awards 2019 (Sperrfrist: 2018 - 22) | - | - | - | 1.166 | - |
| Stock Awards 2016 (Sperrfrist: 2015 - 19) | - | - | - | - | 2.092 |
| Stock Awards 2015 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Stock Awards 2014 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Bonus Awards 2014 (Wartefrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | - |
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung | 3.702 | 1.147 | 7.164 | 3.415 | 4.186 |
| Versorgungsaufwand | 1 | 611 | 611 | 617 | 618 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 4.313 | 1.758 | 7.781 | 4.033 | 4.797 |
Vergütung nach anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Bonus (Auszahlungsbetrag) | 947 | 1.213 |
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Gesamtvergütung (HGB) | 3.548 | 3.526 |
scrollen
Zufluss (Angaben in Tsd. €)
2019
Erfolgsunabhängige Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Grundvergütung | 1.102 |
| Nebenleistungen | 45 |
| Summe | 1.147 |
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Bonus | 1.213 |
Langfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Stock Awards 2020 (Sperrfrist: 2019 - 23) | - |
| Stock Awards 2019 (Sperrfrist: 2018 - 22) | - |
| Stock Awards 2016 (Sperrfrist: 2015 - 19) | - |
| Stock Awards 2015 (Sperrfrist: 2014 - 18) | 2.478 |
| Stock Awards 2014 (Sperrfrist: 2014 - 18) | 1.358 |
| Bonus Awards 2014 (Wartefrist: 2014 - 18) | 483 |
| Sonstiges | - |
| 2019 | |
|---|---|
| Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung | 6.679 |
| Versorgungsaufwand | 1 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 7.297 |
Vergütung nach anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Bonus (Auszahlungsbetrag) |
| 2019 | |
|---|---|
| Gesamtvergütung (HGB) |
1 In die Maximalvergütung, siehe Spalte »2020 (Max)«, wurde anstelle des Versorgungsaufwands der Beitrag zur Beitragsorientierten Siemens Altersversorgung (BSAV) eingerechnet.
Janina Kugel
Bestellt: 02/2015; Ausgeschieden: 01/2020
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Gewährte Zuwendungen
Zufluss (Angaben in Tsd. €)
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 |
|---|---|---|---|---|
Erfolgsunabhängige Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Grundvergütung | 367 | 367 | 367 | 1.102 | 367 |
| Nebenleistungen | 16 | 16 | 28 | 41 | 16 |
| Summe | 383 | 383 | 395 | 1.142 | 383 |
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bonus | 367 | 0 | 734 | 1.102 | 234 |
Langfristig variable Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stock Awards 2020 (Sperrfrist: 2019 - 23) | 484 | 0 | 1.259 | - | - |
| Stock Awards 2019 (Sperrfrist: 2018 - 22) | - | - | - | 1.166 | - |
| Stock Awards 2016 (Sperrfrist: 2015 - 19) | - | - | - | - | 2.014 |
| Stock Awards 2015 (Sperrfrist: 2014 - 18) | 1 | - | - | - | - |
| Stock Awards 2014 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Bonus Awards 2014 (Wartefrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | 1 | - | - | - | - |
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung | 1.235 | 383 | 2.388 | 3.410 | 2.631 |
| Versorgungsaufwand | 2 | 603 | 603 | 206 | 584 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.838 | 986 | 2.594 | 3.994 | 3.235 |
Vergütung nach anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Bonus (Auszahlungsbetrag) | 234 | 1.140 |
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Gesamtvergütung (HGB) | 1.102 | 3.448 |
scrollen
Zufluss (Angaben in Tsd. €)
2019
Erfolgsunabhängige Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Grundvergütung | 1.102 |
| Nebenleistungen | 41 |
| Summe | 1.142 |
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Bonus | 1.140 |
Langfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Stock Awards 2020 (Sperrfrist: 2019 - 23) | - |
| Stock Awards 2019 (Sperrfrist: 2018 - 22) | - |
| Stock Awards 2016 (Sperrfrist: 2015 - 19) | - |
| Stock Awards 2015 (Sperrfrist: 2014 - 18) | 1 |
| Stock Awards 2014 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - |
| Bonus Awards 2014 (Wartefrist: 2014 - 18) | - |
| Sonstiges | 1 |
| 2019 | |
|---|---|
| Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung | 4.192 |
| Versorgungsaufwand | 2 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 4.777 |
Vergütung nach anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Bonus (Auszahlungsbetrag) |
| 2019 | |
|---|---|
| Gesamtvergütung (HGB) |
1 Janina Kugel wurde zum 1. Februar 2015 zum Vorstandsmitglied bestellt. Die Siemens Phantom Stock Awards, die Janina Kugel bei Eintritt in den Vorstand für das anteilige Geschäftsjahr 2015 zugesagt und nach Ablauf der Sperrfrist von vier Jahren im November 2018 erfüllt wurden, sind mit ihrem Wert unter »Stock Awards 2015 (Sperrfrist 2014 -18)« ausgewiesen. Des Weiteren hatte Janina Kugel einen Anspruch auf Siemens Stock Awards der Tranchen 2014 und 2015, den sie im Rahmen ihrer Anstellung bei der Siemens AG vor ihrer Mitgliedschaft im Vorstand erworben hat. Auch diese Stock Awards wurden im November 2018 erfüllt und sind mit ihrem Wert unter Sonstiges (siehe Abschnitt »Zufluss«, Geschäftsjahr 2019) enthalten.
2 In die Maximalvergütung, siehe Spalte »2020 (Max)«, wurde anstelle des Versorgungsaufwands der Beitrag zur Beitragsorientierten Siemens Altersversorgung (BSAV) eingerechnet.
Cedrik Neike
1 Bestellt: 04/2017
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Gewährte Zuwendungen
Zufluss (Angaben in Tsd. €)
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 |
|---|---|---|---|---|
Erfolgsunabhängige Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Grundvergütung | 1.102 | 1.102 | 1.102 | 1.102 | 1.102 |
| Nebenleistungen | 36 | 36 | 83 | 17 | 36 |
| Summe | 1.138 | 1.138 | 1.184 | 1.118 | 1.138 |
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bonus | 1.102 | 0 | 2.203 | 1.102 | 879 |
Langfristig variable Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stock Awards 2020 (Sperrfrist: 2019 - 23) | 1.453 | 0 | 3.777 | - | - |
| Stock Awards 2019 (Sperrfrist: 2018 - 22) | - | - | - | 1.166 | - |
| Stock Awards 2016 (Sperrfrist: 2015 - 19) | - | - | - | - | - |
| Stock Awards 2015 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Stock Awards 2014 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Bonus Awards 2014 (Wartefrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | - |
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung | 3.693 | 1.138 | 7.164 | 3.386 | 2.017 |
| Versorgungsaufwand | 2 | 621 | 621 | 617 | 568 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 4.314 | 1.759 | 7.781 | 3.954 | 2.638 |
Vergütung nach anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Bonus (Auszahlungsbetrag) | 879 | 1.213 |
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Gesamtvergütung (HGB) | 3.471 | 3.497 |
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Zufluss (Angaben in Tsd. €)
2019
Erfolgsunabhängige Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Grundvergütung | 1.102 |
| Nebenleistungen | 17 |
| Summe | 1.118 |
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Bonus | 1.213 |
Langfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Stock Awards 2020 (Sperrfrist: 2019 - 23) | - |
| Stock Awards 2019 (Sperrfrist: 2018 - 22) | - |
| Stock Awards 2016 (Sperrfrist: 2015 - 19) | - |
| Stock Awards 2015 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - |
| Stock Awards 2014 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - |
| Bonus Awards 2014 (Wartefrist: 2014 - 18) | - |
| Sonstiges | - |
| 2019 | |
|---|---|
| Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung | 2.331 |
| Versorgungsaufwand | 2 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 2.899 |
Vergütung nach anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Bonus (Auszahlungsbetrag) |
| 2019 | |
|---|---|
| Gesamtvergütung (HGB) |
1 Cedrik Neike war neben seiner Tätigkeit im Vorstand der Siemens AG bis 31. März 2019 auch Executive Chairman of the Board of Directors der Siemens Ltd. China. Von der im Abschnitt »Zufluss« (Geschäftsjahr 2019) ausgewiesenen Grundvergütung sowie der kurzfristig variablen Vergütung wurde der Betrag in Höhe von 262.260 € von der Siemens Ltd. China gewährt und getragen und auf die Vergütung für die Vorstandstätigkeit bei der Siemens AG angerechnet. Von der im Abschnitt »Gewährte Zuwendungen« (Geschäftsjahr 2019) ausgewiesenen langfristig variablen Vergütung sowie den Nebenleistungen wurde ein Betrag in Höhe von 131.359 € beziehungsweise 10.842 € von der Siemens Ltd. China gewährt und getragen.
2 In die Maximalvergütung, siehe Spalte »2020 (Max)«, wurde anstelle des Versorgungsaufwands der Beitrag zur Beitragsorientierten Siemens Altersversorgung (BSAV) eingerechnet.
Michael Sen
1 Bestellt: 04/2017; Ausgeschieden: 03/2020
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Gewährte Zuwendungen
Zufluss (Angaben in Tsd. €)
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 |
|---|---|---|---|---|
Erfolgsunabhängige Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Grundvergütung | 551 | 551 | 551 | 1.102 | 551 |
| Nebenleistungen | 16 | 16 | 41 | 170 | 16 |
| Summe | 567 | 567 | 592 | 1.272 | 567 |
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bonus | 551 | 0 | 1.102 | 1.102 | 301 |
Langfristig variable Vergütung
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stock Awards 2020 (Sperrfrist: 2019 - 23) | 727 | 0 | 1.889 | - | - |
| Stock Awards 2019 (Sperrfrist: 2018 - 22) | - | - | - | 1.457 | - |
| Stock Awards 2016 (Sperrfrist: 2015 - 19) | - | - | - | - | - |
| Stock Awards 2015 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Stock Awards 2014 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Bonus Awards 2014 (Wartefrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | - |
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung | 1.844 | 567 | 3.582 | 3.831 | 868 |
| Versorgungsaufwand | 2 | 618 | 618 | 308 | 562 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 2.463 | 1.185 | 3.891 | 4.393 | 1.487 |
Vergütung nach anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Bonus (Auszahlungsbetrag) | 301 | 1.176 |
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Gesamtvergütung (HGB) | 1.595 | 3.906 |
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Zufluss (Angaben in Tsd. €)
2019
Erfolgsunabhängige Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Grundvergütung | 1.102 |
| Nebenleistungen | 170 |
| Summe | 1.272 |
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Bonus | 1.176 |
Langfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Stock Awards 2020 (Sperrfrist: 2019 - 23) | - |
| Stock Awards 2019 (Sperrfrist: 2018 - 22) | - |
| Stock Awards 2016 (Sperrfrist: 2015 - 19) | - |
| Stock Awards 2015 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - |
| Stock Awards 2014 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - |
| Bonus Awards 2014 (Wartefrist: 2014 - 18) | - |
| Sonstiges | - |
| 2019 | |
|---|---|
| Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung | 2.448 |
| Versorgungsaufwand | 2 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 3.010 |
Vergütung nach anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
Erfolgsabhängige Vergütung
Kurzfristig variable Vergütung
| 2019 | |
|---|---|
| Bonus (Auszahlungsbetrag) |
| 2019 | |
|---|---|
| Gesamtvergütung (HGB) |
1 Anteilige Vergütung für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis zum 31. März 2020 aufgrund vorzeitiger Beendigung des Vorstandsmandats. Davon unberührt besteht das Anstellungsverhältnis von Michael Sen noch bis zum Ablauf des 31. März 2021 fort. Zusätzlich zu der in vorstehender Tabelle ausgewiesenen Vergütung als Mitglied des Vorstands erhielt Michael Sen für die Zeit vom 1. April 2020 bis zum 30. September 2020 (Geschäftsjahr 2020) folgende Vergütung: Grundvergütung in Höhe von 550.800 €, Nebenleistungen in Höhe von 20.750 €, BSAV-Beitrag in Höhe von 308.448 €, Bonus in Höhe von 550.800 € und Stock Awards in Höhe von 629.500 €.Des Weiteren wurde Michael Sen für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis zur vorzeitigen Beendigung seines Vorstandsanstellungsvertrags mit Ablauf des 31. März 2021 (Geschäftsjahr 2021) folgende Vergütung zugesagt: Grundvergütung in Höhe von 550.800 €, Nebenleistungen in Höhe von maximal 24.357,50 €, BSAV-Beitrag in Höhe von 308.448 €, Bonus in Höhe von 550.800 € und Stock Awards in Höhe von 629.500 €. Gemäß den vertraglichen Regelungen wird der Bonus für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 vollständig als Barzahlung geleistet. Die Stock Awards werden gemäß den vertraglichen Regelungen und der Richtlinie für die Tranche 2020 beziehungsweise 2021 nach Ablauf der Sperrfrist im November 2023 beziehungsweise November 2024 auf Basis des tatsächlichen Grads der Zielerreichung ermittelt und übertragen. Zur Abgeltung seiner Ansprüche für die Zeit vom Beendigungszeitpunkt am 31. März 2021 bis zum regulären Ende seiner Bestellung und seines Anstellungsvertrags am 31. März 2022 wurde mit Michael Sen eine Abfindungszahlung in Höhe von 3.544.427 € brutto vereinbart, die zum Beendigungszeitpunkt am 31. März 2021 fällig ist. Ferner erhält Michael Sen einen Sonderbeitrag in die Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung in Höhe von 616.896 €, der im Januar 2022 dem Versorgungskonto zugeführt wird.
2 In die Maximalvergütung, siehe Spalte »2020 (Max)«, wurde anstelle des Versorgungsaufwands der Beitrag zur Beitragsorientierten Siemens Altersversorgung (BSAV) eingerechnet.
Prof. Dr. Ralf P. Thomas
Bestellt: 09/2013
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Gewährte Zuwendungen
(Angaben in Tsd. €)
| 2020 | 2020 (Min) | 2020 (Max) | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Vergütung | |||||
| Grundvergütung | 1.102 | 1.102 | 1.102 | 1.102 | 1.102 |
| Nebenleistungen | 81 | 81 | 83 | 69 | 81 |
| Summe | 1.183 | 1.183 | 1.184 | 1.171 | 1.183 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | |||||
| Kurzfristig variable Vergütung | |||||
| Bonus | 1.102 | 0 | 2.203 | 1.102 | 812 |
| Langfristig variable Vergütung | |||||
| Stock Awards 2020 (Sperrfrist: 2019 - 23) | 1.782 | 0 | 4.632 | - | - |
| Stock Awards 2019 (Sperrfrist: 2018 - 22) | - | - | - | 1.457 | - |
| Stock Awards 2016 (Sperrfrist: 2015 - 19) | - | - | - | - | 2.092 |
| Stock Awards 2015 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Stock Awards 2014 (Sperrfrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Bonus Awards 2014 (Wartefrist: 2014 - 18) | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | - |
| Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung | 4.067 | 1.183 | 8.019 | 3.730 | 4.087 |
| Versorgungsaufwand 1 | 601 | 601 | 617 | 586 | 601 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 4.668 | 1.784 | 8.636 | 4.315 | 4.688 |
| Vergütung nach anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen | |||||
| Erfolgsabhängige Vergütung | |||||
| Kurzfristig variable Vergütung | |||||
| Bonus (Auszahlungsbetrag) | 812 | 1.250 | |||
| Gesamtvergütung (HGB) | 3.777 | 3.878 |
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Zufluss
(Angaben in Tsd. €)
| 2019 | |
|---|---|
| Erfolgsunabhängige Vergütung | |
| Grundvergütung | 1.102 |
| Nebenleistungen | 69 |
| Summe | 1.171 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | |
| Kurzfristig variable Vergütung | |
| Bonus | 1.250 |
| Langfristig variable Vergütung | |
| Stock Awards 2020 (Sperrfrist: 2019 - 23) | - |
| Stock Awards 2019 (Sperrfrist: 2018 - 22) | - |
| Stock Awards 2016 (Sperrfrist: 2015 - 19) | - |
| Stock Awards 2015 (Sperrfrist: 2014 - 18) | 2.478 |
| Stock Awards 2014 (Sperrfrist: 2014 - 18) | 1.358 |
| Bonus Awards 2014 (Wartefrist: 2014 - 18) | 483 |
| Sonstiges | - |
| Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung | 6.740 |
| Versorgungsaufwand 1 | 586 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 7.325 |
| Vergütung nach anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen | |
| Erfolgsabhängige Vergütung | |
| Kurzfristig variable Vergütung | |
| Bonus (Auszahlungsbetrag) | |
| Gesamtvergütung (HGB) |
1 In die Maximalvergütung, siehe Spalte »2020 (Max)«, wurde anstelle des Versorgungsaufwands der Beitrag zur Beitragsorientierten Siemens Altersversorgung (BSAV) eingerechnet.
A.10.1.3 Zusatzangaben zu aktienbasierten Vergütungsinstrumenten im Geschäftsjahr 2020
Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Bestands der von den Mitgliedern des Vorstands gehaltenen Aktienzusagen im Geschäftsjahr 2020. Darüber hinaus wird der gemäß IFRS in den Geschäftsjahren 2020 und 2019 erfasste Aufwand aus aktienbasierter Vergütung individualisiert je Vorstandsmitglied aufgeführt.
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| Bestand am Anfang des Geschäftsjahrs 2020 | Im Geschäftsjahr gewährt | Im Geschäftsjahr erdient und erfüllt | Im Geschäftsjahr verfallen | Bestand am Ende des Geschäftsjahrs 2020 2 |
|---|---|---|---|---|
| (Angaben in Stück) | ||||
| Verfallbare Zusagen Stock Awards | Verfallbare Zusagen Stock Awards (TSR) | Verfallbare Zusagen Stock Awards (ESG) | Zusagen Stock Awards | Zusagen Stock Awards |
| Zum 30. September 2020 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||
| Joe Kaeser | 128.045 | 42.021 | 10.505 | 28.043 |
| Dr. Roland Busch | 64.316 | 26.622 | 6.656 | 14.286 |
| Klaus Helmrich | 64.316 | 21.027 | 5.257 | 14.286 |
| Cedrik Neike 3 | 44.007 | 21.027 | 5.257 | 0 |
| Prof. Dr. Ralf P. Thomas | 71.019 | 25.787 | 6.447 | 14.286 |
| Summe | 371.703 | 136.484 | 34.122 | 70.901 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||
| Lisa Davis | 64.316 | 8.761 | 2.190 | 14.286 |
| Janina Kugel | 63.294 | 7.009 | 1.752 | 13.757 |
| Michael Sen 4 | 55.912 | 10.514 | 2.628 | 0 |
| Summe | 183.522 | 26.284 | 6.570 | 28.043 |
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Aufwand für aktienbasierte Vergütung (in €)
(Angaben in Stück)
| GJ 2020 | GJ 2019 | |
|---|---|---|
| Zum 30. September 2020 amtierende Vorstandsmitglieder | ||
| Joe Kaeser | 4.196.318 | 1.231.410 |
| Dr. Roland Busch | 1.180.201 | 606.684 |
| Klaus Helmrich | 1.099.367 | 606.940 |
| Cedrik Neike 3 | 1.255.741 | 557.575 |
| Prof. Dr. Ralf P. Thomas | 1.247.806 | 679.797 |
| Summe | 8.979.433 | 3.682.407 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||
| Lisa Davis | 2.109.885 | 605.764 |
| Janina Kugel | 2.006.764 | 578.552 |
| Michael Sen 4 | 4.641.135 | 716.334 |
| Summe | 8.757.785 | 1.900.651 |
1 Als beizulegender Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt ergab sich im Geschäftsjahr 2020 je zugesagtem Stock Award (TSR) ein auf 200 % der Zielerreichung bezogener Wert von 44,42 € und je zugesagtem Stock Award (ESG) ein Wert von 98,80 €.
2 Die Werte berücksichtigen die im November 2019 für das Geschäftsjahr 2020 gewährten Aktienzusagen (Stock Awards). Die vorläufige Zielerreichung für den Teil der Stock Awards Tranche 2020, der vom Siemens-internen ESG-/Nachhaltigkeitsindex abhängig ist (Gewichtung: 20 %), beträgt 92 %. Diese Zielerreichung hat nach IFRS-Bilanzierungsregeln eine Reduktion der Anzahl der Stock Awards zur Folge, welche bilanzierungstechnisch im Rahmen der Aufwandserfassung berücksichtigt worden ist. Da die vorläufige Zielerreichung keinen Aufschluss über die finale Zielerreichung und die Anzahl der nach Ablauf der Sperrfrist zu übertragenden Siemens-Aktien gibt, wird diese Reduktion in der vorstehenden Tabelle nicht dargestellt. Vielmehr wird Wert auf die transparente Darstellung der aktienrechtlichen Zusagen für die einzelnen Vorstandsmitglieder gelegt. Am Ende der Sperrfrist wird auf Basis der tatsächlichen Zielerreichung unter Berücksichtigung der betragsmäßigen Höchstgrenze der Stock Awards eine finale Anzahl an zu übertragenden Siemens-Aktien ermittelt.
3 Die ausgewiesenen Werte enthalten die Aktienzusagen, die Cedrik Neike aufgrund seiner Tätigkeit als Executive Chairman of the Board of Directors von der Siemens Ltd. China gewährt wurden.
4 Die Anzahl zugeteilter Stock Awards an Michael Sen im Geschäftsjahr 2020 umfasst nur den Teil an Stock Awards, der seiner Mitgliedschaft im Vorstand zuzurechnen ist. Der unter »Aufwand für aktienbasierte Vergütung (in €) GJ 2020« ausgewiesene Aufwand umfasst hingegen den vollen Aufwand, der im Rahmen des Geschäftsjahrs 2020 für Michael Sen erfasst wurde. Die Abspaltung von Siemens Energy im Geschäftsjahr 2020 führte zu Anpassungen der bis dahin vereinbarten aktienbasierten Zusagen (Stock Awards Tranchen 2017 bis 2020). Um einer erwarteten Verwässerung durch die Abspaltung entgegenzuwirken, erhalten die Vorstandsmitglieder - wie auch die entsprechend berechtigten Mitarbeiter - bei Fälligkeit ihrer aktienbasierten Zusagen eine zusätzliche Barzahlung, basierend auf dem Abspaltungsverhältnis von 2:1 und dem Kurs der Siemens-Energy-Aktie bei Fälligkeit. Für diese Aktienzusagen wurde im Geschäftsjahr ein Aufwand in Höhe von insgesamt 775.822 € erfasst, der im Aufwand für aktienbasierte Vergütung (siehe vorstehende Tabelle) bereits enthalten ist. Im Geschäftsjahr 2020 wurde gemäß IFRS ein Ertrag aus aktienbasierter Vergütung für das ehemalige Vorstandsmitglied Prof. Dr. Siegfried Russwurm in Höhe von 54.084 € erfasst. Der Ertrag wird durch die erfolgswirksame Auflösung von bereits gebildeten Rückstellungen bedingt, die höher waren als die Auszahlung für die im Geschäftsjahr 2020 zugeflossenen Stock Awards der Tranche 2016 beziehungsweise höher als die erforderlichen Rückstellungen für den in bar zu bedienenden Teil der Tranche 2017. Darüber hinaus wurde ein Ertrag für die zusätzlich für Tranche 2017 anfallende Barzahlung aufgrund der Abspaltung von Siemens Energy in Höhe von 1.630 € erfasst. Die Erfüllung der Stock Awards durch Übertragung von Siemens-Aktien erfolgt für ehemalige Vorstandsmitglieder regulär mit Ablauf der jeweiligen Sperrfrist.
A.10.1.4 Ausblick
Zielsetzung Geschäftsjahr 2021
Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat am 23. September 2020 für die kurzfristig variable Vergütung (Bonus) die folgenden Leistungskriterien für das Geschäftsjahr 2021 beschlossen:
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― für »Siemens-Konzern« das Leistungskriterium Ertrag, gemessen am unverwässerten Ergebnis je Aktie (EPS);
― für »Vorstandsressort« das Leistungskriterium Profitabilität/Kapitaleffizienz, gemessen anhand der Kapitalrendite (ROCE).
Zudem wurden durch den Aufsichtsrat je Vorstandsmitglied zwei bis vier individuelle Ziele festgelegt. Weiter hat der Aufsichtsrat für die Stock Awards Tranche 2021 (Sperrfrist: November 2020 bis November 2024) die folgenden Leistungskriterien beschlossen:
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― »langfristige Wertsteigerung«, gemessen an der Entwicklung der Aktienrendite (Total Shareholder Return, TSR) der Siemens AG im Vergleich zum internationalen Branchenindex MSCI World Industrials, sowie
― »Nachhaltigkeit«, gemessen am Siemens ESG-/Nachhaltigkeits-Index, für den die folgenden drei gleichgewichteten Kennzahlen maßgeblich sind: CO 2-Emissionen (Umwelt), digitale Lernstunden pro Mitarbeiter (Soziales) und Net Promoter Score (Unternehmensführung).# A.10.2 Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats
Die derzeit geltenden Vergütungsregeln für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung am 28. Januar 2014 mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2014 verabschiedet; sie sind in § 17 der Satzung der Siemens AG niedergelegt. Die Aufsichtsratsvergütung ist als reine Festvergütung ausgestaltet. Sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz im Aufsichtsrat sowie Vorsitz und Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss und im Präsidium sowie im Vergütungs-, Compliance- sowie Innovations- und Finanzausschuss werden zusätzlich vergütet.
Nach den derzeit geltenden Regeln erhalten Mitglieder des Aufsichtsrats jährlich eine Grundvergütung und die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit in den jeweiligen Ausschüssen eine zusätzliche Vergütung. Die Vergütung für eine etwaige Tätigkeit im Präsidium wird auf die Vergütung für eine Tätigkeit im Vergütungsausschuss angerechnet. Die Tätigkeit im Compliance-Ausschuss wird nicht zusätzlich vergütet, soweit einem Mitglied dieses Ausschusses eine Vergütung wegen seiner Tätigkeit im Prüfungsausschuss zusteht.
Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Aufsichtsrats nicht teil, reduziert sich ein Drittel der ihm insgesamt zustehenden Vergütung prozentual im Verhältnis der im Geschäftsjahr stattgefundenen Aufsichtsratssitzungen zu den Aufsichtsratssitzungen, an denen das Aufsichtsratsmitglied nicht teilgenommen hat. Bei Veränderungen im Aufsichtsrat oder in seinen Ausschüssen erfolgt die Vergütung zeitanteilig unter Aufrundung auf volle Monate.
Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €. Mitgliedern des Aufsichtsrats werden Auslagen, die in Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie die auf die Bezüge entfallende Umsatzsteuer ersetzt. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats werden darüber hinaus für die Wahrnehmung seiner Aufgaben ein Büro mit Sekretariat und eine Fahrbereitschaft zur Verfügung gestellt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse.
Nach § 113 Abs. 3 Aktiengesetz in der durch das Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) geänderten Fassung ist bei börsennotierten Gesellschaften mindestens alle vier Jahre durch die Hauptversammlung ein Beschluss über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder zu fassen. Ein solcher Beschluss ist für die Hauptversammlung am 3. Februar 2021 geplant. Die derzeitige Regelung in § 17 der Satzung soll mit Wirkung zum 1. Oktober 2021 neu gefasst und durch eine vereinfachte Vergütungsregelung ersetzt werden. Außerdem hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 23. September 2020 beschlossen, den Compliance-Ausschuss mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 wieder in den Prüfungsausschuss zu integrieren. Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 werden die dem Compliance-Ausschuss übertragenen Aufgaben wieder vom Prüfungsausschuss übernommen und der Compliance-Ausschuss damit aufgelöst.
Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats ergab sich die nachfolgend dargestellte Vergütung für das Geschäftsjahr 2020 (individualisierte Angaben).
| 2020 (Angaben in €) | 2019 (Angaben in €) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Grundvergütung | Zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeit | Sitzungsgeld | Gesamt | Grundvergütung | |
| Zum 30. September 2020 amtierende Aufsichtsratsmitglieder | |||||
| Jim Hagemann Snabe | 280.000 | 280.000 | 72.000 | 632.000 | 280.000 |
| Birgit Steinborn 1 | 220.000 | 200.000 | 61.500 | 481.500 | 220.000 |
| Werner Wenning | 220.000 | 140.000 | 51.000 | 411.000 | 220.000 |
| Dr. Werner Brandt | 140.000 | 160.000 | 36.000 | 336.000 | 140.000 |
| Michael Diekmann | 140.000 | 60.000 | 22.500 | 222.500 | 140.000 |
| Dr. Andrea Fehrmann 1 | 140.000 | - | 18.000 | 158.000 | 140.000 |
| Bettina Haller 1 | 140.000 | 80.000 | 36.000 | 256.000 | 140.000 |
| Harald Kern 1 | 140.000 | 80.000 | 27.000 | 247.000 | 140.000 |
| Jürgen Kerner 1 | 140.000 | 200.000 | 61.500 | 401.500 | 140.000 |
| Dr. Nicola Leibinger-Kammüller | 131.515 | 75.152 | 34.500 | 241.167 | 140.000 |
| Benoît Potier | 135.758 | - | 21.000 | 156.758 | 132.222 |
| Hagen Reimer 1 | 140.000 | - | 18.000 | 158.000 | 105.000 |
| Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer | 135.758 | 38.788 | 19.500 | 194.045 | 132.222 |
| Baroness Nemat Shafik (DBE, DPhil) | 140.000 | - | 18.000 | 158.000 | 132.222 |
| Dr. Nathalie von Siemens | 140.000 | 40.000 | 21.000 | 201.000 | 140.000 |
| Michael Sigmund | 140.000 | - | 18.000 | 158.000 | 140.000 |
| Dorothea Simon 1 | 140.000 | - | 18.000 | 158.000 | 140.000 |
| Matthias Zachert | 140.000 | 80.000 | 36.000 | 256.000 | 140.000 |
| Gunnar Zukunft 1 | 140.000 | - | 18.000 | 158.000 | 140.000 |
| Ehemalige Aufsichtsratsmitglieder | |||||
| Robert Kensbock 1,2 | 140.000 | 180.000 | 39.000 | 359.000 | 140.000 |
| Summe 3 | 3.083.031 | 1.613.940 | 646.500 | 5.343.470 | 3.041.666 |
scrollen
| 2019 (Angaben in €) | Sitzungsgeld | Gesamt |
|---|---|---|
| Zum 30. September 2020 amtierende Aufsichtsratsmitglieder | ||
| Jim Hagemann Snabe | 52.500 | 612.500 |
| Birgit Steinborn 1 | 51.000 | 471.000 |
| Werner Wenning | 37.500 | 397.500 |
| Dr. Werner Brandt | 24.000 | 324.000 |
| Michael Diekmann | 15.000 | 215.000 |
| Dr. Andrea Fehrmann 1 | 9.000 | 149.000 |
| Bettina Haller 1 | 24.000 | 244.000 |
| Harald Kern 1 | 19.500 | 239.500 |
| Jürgen Kerner 1 | 51.000 | 391.000 |
| Dr. Nicola Leibinger-Kammüller | 25.500 | 245.500 |
| Benoît Potier | 9.000 | 141.222 |
| Hagen Reimer 1 | 4.500 | 109.500 |
| Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer | 12.000 | 182.000 |
| Baroness Nemat Shafik (DBE, DPhil) | 7.500 | 139.722 |
| Dr. Nathalie von Siemens | 13.500 | 193.500 |
| Michael Sigmund | 9.000 | 149.000 |
| Dorothea Simon 1 | 9.000 | 149.000 |
| Matthias Zachert | 24.000 | 244.000 |
| Gunnar Zukunft 1 | 9.000 | 149.000 |
| Ehemalige Aufsichtsratsmitglieder | ||
| Robert Kensbock 1,2 | 28.500 | 348.500 |
| Summe 3 | 435.000 | 5.094.444 |
1 Diese Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat sowie die Vertreter der Gewerkschaften im Aufsichtsrat haben erklärt, ihre Vergütung entsprechend den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
2 Robert Kensbock ist mit Wirksamwerden der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts am 25. September 2020 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.
3 Die Summe enthält gegenüber den im Vergütungsbericht 2019 ausgewiesenen Beträgen nicht die Vergütung für das ehemalige Aufsichtsratsmitglied Reinhard Hahn von insgesamt 51.167 €.
A.10.3 Sonstiges
Die Gesellschaft unterhält eine Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung für Organmitglieder und bestimmte Mitarbeiter des Siemens-Konzerns. Sie wird jährlich abgeschlossen beziehungsweise verlängert. Die Versicherung deckt das persönliche Haftungsrisiko für den Fall ab, dass der Personenkreis bei Ausübung seiner Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen wird. In der Police für das Geschäftsjahr 2020 ist für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats ein Selbstbehalt enthalten, der den Vorgaben des Aktiengesetzes und des DCGK in seiner Fassung vom 7. Februar 2017 entspricht. Aufgrund der geänderten Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 16. Dezember 2019 ist in der Police für das Geschäftsjahr 2021 ein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht mehr enthalten.
A.11 Übernahmerelevante Angaben (nach § 289a und § 315a HGB) sowie erläuternder Bericht
A.11.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Zum 30. September 2020 belief sich das Grundkapital der Gesellschaft auf 2,550 Mrd. €. Das Grundkapital ist in 850 Mio. auf Namen lautende Stückaktien (Siemens-Aktien) unterteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes (AktG), insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.
A.11.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen.
Siemens-Aktien, die weltweit an Mitarbeiter unter den Mitarbeiteraktienprogrammen ausgegeben werden, die seit Beginn des Geschäftsjahrs 2009 eingeführt wurden (insbesondere Share Matching Plan), unterliegen keiner Veräußerungssperre, soweit nicht lokal anwendbare Rechtsvorschriften eine solche Veräußerungssperre vorsehen. Um für jeweils drei im Rahmen des Share Matching Plans gekaufte Aktien eine Matching-Aktie ohne Zuzahlung zu erhalten, müssen die Teilnehmer des Programms diese Aktien jedoch über mehrere Jahre halten und durchgängig bis zum Ablauf der Haltefrist bei der Siemens AG oder einer anderen Konzerngesellschaft beschäftigt sein. Werden Aktien während der Haltefrist verkauft, übertragen, durch ein Kursabsicherungsgeschäft gesichert, verpfändet oder anderweitig belastet, entfällt der Anspruch auf Matching-Aktien.
Die von Siemens-Vermögensverwaltung GmbH (vSV) hat auf Dauer angelegte Vollmachten, im Namen der Mitglieder der Familie von Siemens die Stimmrechte von 10.599.284 Aktien (Stand: 30. September 2020) auszuüben, wobei diese Aktien einen Teil des Bestands der von den Mitgliedern der Familie von Siemens insgesamt gehaltenen Aktien darstellen. Die Stimmrechtsvollmacht besteht auf der Grundlage eines zwischen der vSV und (unter anderem) Mitgliedern der Siemens-Familie abgeschlossenen Vertrags. Das Stimmrecht für diese Aktien wird einheitlich durch die vSV ausgeübt, unter Berücksichtigung der Vorschläge einer von den Familienmitgliedern gegründeten Familiengesellschaft oder eines ihrer Gremien.
A.11.3 Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung
Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) geregelt.# Der Vorstand besteht gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung aus mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 Abs. 2 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschlüsse ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung der Genehmigten und Bedingten Kapitalia und nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungs- beziehungsweise Ausnutzungsfrist zu ändern. Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen gemäß § 23 Abs. 2 der Satzung der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt.
A.11.4 Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Januar 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 90 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 30 Mio. Siemens-Aktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur an Arbeitnehmer der Siemens AG und ihrer verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien) ausgegeben werden. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach § 58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen könnten. Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Januar 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 510 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 170 Mio. Siemens-Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Zum 30. September 2020 verfügt die Siemens AG somit über Genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 600 Mio. €, das in Teilbeträgen mit unterschiedlichen Befristungen durch Ausgabe von bis zu 200 Mio. Siemens-Aktien ausgenutzt werden kann.
Durch Beschlüsse der Hauptversammlungen am 30. Januar 2019 und 5. Februar 2020 ist der Vorstand ermächtigt, Schuldverschreibungen mit Wandlungs-, Umtausch- beziehungsweise Optionsrechten oder mit Wandlungspflichten oder eine Kombination dieser Instrumente auf bis zu 80 Mio. beziehungsweise bis zu 60 Mio. Siemens-Aktien zu begeben. Aufgrund der beiden Ermächtigungen können jeweils Wandel-/Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 15 Mrd. € von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft in der Zeit bis zum 29. Januar 2024 beziehungsweise bis zum 4. Februar 2025 begeben werden. Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von solchen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen wurde das Grundkapital in den Hauptversammlungen 2019 und 2020 um bis zu 80 Mio. beziehungsweise bis zu 60 Mio. Siemens-Aktien bedingt erhöht (Bedingte Kapitalia 2019 und 2020); dies entspricht insgesamt einer Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 420 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 140 Mio. Siemens-Aktien.
Neue Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2019 und die genannten Schuldverschreibungen können gegen Bar- oder Sachleistung ausgegeben werden. Sie sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Ausgabe gegen Sachleistung auszuschließen. Bei Ausgabe gegen Barleistung kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausgeschlossen werden:
― Der Ausgabepreis der neuen Aktien oder der Schuldverschreibungen unterschreitet deren Börsenpreis beziehungsweise den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 % des Grundkapitals gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG).
― Der Ausschluss ist für Spitzenbeträge erforderlich, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben.
― Der Ausschluss erfolgt, um einen Verwässerungsausgleich in Zusammenhang mit bereits begebenen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen zu gewähren.
Für die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- und Sachleistungen ausgegebenen oder auszugebenden neuen Aktien gelten in bestimmten Fällen weitere Einschränkungen, wie in der jeweiligen Ermächtigung näher beschrieben. Ergänzend hat der Vorstand im Wege einer spätestens am 4. Februar 2025 endenden Selbstverpflichtung erklärt, das Grundkapital der Gesellschaft aus dem Genehmigten Kapital 2019 und den Bedingten Kapitalia 2019 und 2020 um insgesamt nicht mehr als 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Hauptversammlung vom 5. Februar 2020 zu erhöhen, soweit Kapitalerhöhungen unter Ausschluss des Bezugsrechts aus dem Genehmigten Kapital 2019 gegen Bar- oder Sacheinlage oder zur Bedienung von Wandel-/Optionsschuldverschreibungen erfolgen, die unter der am 30. Januar 2019 oder der am 5. Februar 2020 beschlossenen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden.
Die Gesellschaft darf eigene Aktien nur mit vorheriger Ermächtigung der Hauptversammlung oder in den wenigen im Aktiengesetz ausdrücklich geregelten Fällen zurückerwerben. Am 5. Februar 2020 ermächtigte die Hauptversammlung die Gesellschaft, in der Zeit bis zum 4. Februar 2025 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder - sofern dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.
Der Erwerb der Siemens-Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) als Kauf über die Börse oder (2) mittels eines öffentlichen Kaufangebots oder (3) mittels eines öffentlichen Tauschangebots gegen Aktien einer im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG börsennotierten Gesellschaft. Ergänzend wurde der Vorstand ermächtigt, den Erwerb von Siemens-Aktien gemäß der oben beschriebenen Ermächtigung auch unter Einsatz bestimmter Derivate (Put-Optionen, Call-Optionen und Terminkäufe sowie Kombinationen dieser Derivate) durchzuführen. Alle Aktienerwerbe unter Einsatz solcher Derivate sind dabei auf Aktien im Umfang von höchstens 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Laufzeit eines Derivats darf jeweils 18 Monate nicht überschreiten und muss so gewählt werden, dass der Erwerb der Siemens-Aktien in Ausübung des Derivats nicht nach dem 4. Februar 2025 erfolgt.
Der Vorstand ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Februar 2020 ermächtigt, die eigenen Aktien, die aufgrund dieser oder früher erteilter Ermächtigungen erworben wurden, zusätzlich zu einer Veräußerung über die Börse oder über ein Angebot an alle Aktionäre zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch wie folgt, zu verwenden:
― Sie können eingezogen werden.
― Sie können im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungs- beziehungsweise Belegschaftsaktienprogrammen der Gesellschaft oder mit ihr verbundener Unternehmen verwendet und an Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, sowie an Organmitglieder von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ausgegeben werden.
― Außerdem können sie mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten gegen Sachleistungen angeboten und übertragen werden.
― Der Vorstand kann die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Barzahlung veräußern, wenn der Veräußerungspreis den Börsenpreis einer Siemens-Aktie nicht wesentlich unterschreitet (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 % des Grundkapitals entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG).
― Schließlich können sie zur Bedienung beziehungsweise Absicherung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Siemens-Aktien, insbesondere aus und im Zusammenhang mit Wandel-/Optionsschuldverschreibungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften, verwendet werden (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 % des Grundkapitals entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG).
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht auszuschließen, um den Inhabern beziehungsweise Gläubigern von Wandlungs-/Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft beziehungsweise entsprechender Wandlungs-/Optionspflichten zum Ausgleich von Verwässerungen Bezugsrechte in dem Umfang zu gewähren, wie sie ihnen nach bereits erfolgter Ausübung dieser Rechte beziehungsweise Erfüllung dieser Pflichten zustünden, und eigene Aktien zur Bedienung solcher Bezugsrechte zu verwenden. Des Weiteren ist der Aufsichtsrat ermächtigt, die aufgrund dieser oder früher erteilter Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Siemens-Aktien zu verwenden, die mit Vorstandsmitgliedern der Siemens AG im Rahmen der Regelungen zur Vorstandsvergütung vereinbart wurden beziehungsweise werden.
Im November 2018 kündigte die Gesellschaft einen Aktienrückkauf bis längstens zum 15. November 2021 in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € an. Dieser wurde am 3. Dezember 2018 begonnen. Unter Ausnutzung der von den Hauptversammlungen am 27. Januar 2015 und 5. Februar 2020 erteilten Ermächtigungen wurden im Rahmen dieses Aktienrückkaufs bis zum 30. September 2020 28,4 Mio. Siemens-Aktien zu einem Kaufpreis von rund 2,404 Mrd. € (ohne Erwerbsnebenkosten) zurückgekauft.# A.11.4 Eigene Aktien
Der Aktienrückkauf dient ausschließlich den Zwecken der Einziehung, der Ausgabe an Mitarbeiter, Organmitglieder von verbundenen Unternehmen und Mitglieder des Vorstands sowie der Bedienung/Absicherung von Erwerbspflichten oder -rechten auf Siemens-Aktien, insbesondere aus und im Zusammenhang mit Wandel- und Optionsschuldverschreibungen. Mit Blick auf die Abspaltung von Siemens Energy wurde der laufende Rückkauf mit Ablauf des 7. Mai 2020 unterbrochen. Ab dem 8. Mai 2020 bis zum Vollzug der Abspaltung führte die Siemens AG einen technischen Aktienrückkauf durch, mit dem die Zahl der eigenen Aktien konstant gehalten werden sollte. Der technische Rückkauf diente dazu, in Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungs- beziehungsweise Belegschaftsaktienprogrammen der Gesellschaft oder mit ihr verbundener Unternehmen laufende Übertragungen von Aktien der Gesellschaft an Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, sowie an Organmitglieder der Gesellschaft oder von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen auszugleichen. Zum 30. September 2020 verfügte die Gesellschaft über 50.690.288 Stück eigene Aktien. Die Einzelheiten der Ermächtigungen, insbesondere auch die Grenzen der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss und die Anrechnungsmodalitäten, ergeben sich aus dem jeweiligen Ermächtigungsbeschluss und § 4 der Satzung.
A.11.5 Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Zum 30. September 2020 verfügte die Siemens AG über Kreditlinien von insgesamt 10 Mrd. €. Im Zusammenhang mit dem geplanten Erwerb der Aktien an der Varian Medical Systems, Inc. durch die Siemens Healthineers AG steht einer konsolidierten Siemens-Tochtergesellschaft als Darlehensnehmerin unter Garantie der Siemens AG zum 30. September 2020 eine Brückenfinanzierung in Höhe von nahezu 12,5 Mrd. € zur Verfügung, die nicht in Anspruch genommen ist. Außerdem schlossen im März 2020 und Juni 2019 eine konsolidierte Siemens-Tochtergesellschaft als Darlehensnehmerin und die Siemens AG als Garantin jeweils einen bilateralen Darlehensvertrag ab, der jeweils in voller Höhe von 500 Mio. US$ in Anspruch genommen wurde. Die vorgenannten Kreditlinien, die Brückenfinanzierung und die Darlehensverträge sehen ein Kündigungsrecht der jeweiligen Darlehensgeber für den Fall vor, dass (1) die Siemens AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder (2) eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die Siemens AG erwirbt, indem sie die Möglichkeit erhält, einen bestimmenden Einfluss auf die Tätigkeit der Siemens AG auszuüben (Art. 3 (2) Verordnung [EG] Nr. 139/2004 des Rates). Die von der Siemens AG unter den International Swaps and Derivatives Association Inc. (ISDA) Master Agreements geschlossenen Rahmenverträge (ISDA Agreements) gewähren dem jeweiligen Vertragspartner ein Kündigungsrecht, unter anderem in bestimmten Fällen (i) der gesellschaftsrechtlichen Umwandlung, (ii) der Vermögensübertragung oder (iii) der Kontrollerlangung über die Siemens AG oder deren Kontrollgremien. Teilweise ist das Kündigungsrecht zusätzlich daran geknüpft, dass (1) die daraus hervorgehende Einheit nicht gleichzeitig die Verbindlichkeiten der Siemens AG unter den ISDA Agreements übernimmt oder (2) die Kreditwürdigkeit der daraus hervorgehenden Einheit wesentlich schlechter ist als die der Siemens AG unmittelbar vor diesem Ereignis. Grundsätzlich sind die ISDA Agreements derart ausgestaltet, dass im Fall einer Kündigung die ausstehenden und unter den ISDA Agreements dokumentierten Zahlungsansprüche verrechnet werden.
A.11.6 Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind
Die Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern sahen bisher für den Fall eines Kontrollwechsels, durch den sich die Stellung des einzelnen Mitglieds des Vorstands wesentlich ändert (zum Beispiel durch Änderung der Strategie des Unternehmens oder durch Änderung des Tätigkeitsbereichs des Vorstandsmitglieds), ein Kündigungsrecht für das Vorstandsmitglied vor. Ein Kontrollwechsel liegt dabei vor, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre die Stimmrechtsmehrheit an der Siemens AG erwerben und einen beherrschenden Einfluss ausüben oder wenn die Siemens AG durch Abschluss eines Unternehmensvertrags im Sinne des § 291 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird oder auf ein anderes Unternehmen verschmolzen wird. Bei Ausübung dieses Kündigungsrechts hat das Mitglied des Vorstands einen Abfindungsanspruch in Höhe von maximal zwei Jahresvergütungen. In die Berechnung der Jahresvergütung wird zusätzlich zur Grundvergütung und zum Zielbetrag für den Bonus auch der Zielbetrag für die Stock Awards einbezogen, wobei jeweils auf das letzte vor Vertragsbeendigung abgelaufene Geschäftsjahr abgestellt wird. Die in der Vergangenheit zugesagten aktienbasierten Vergütungsbestandteile bleiben unberührt. Zusätzlich werden Sachbezüge durch die Zahlung eines Betrags in Höhe von 5 % der Abfindungssumme abgegolten. Zur pauschalen Anrechnung einer Abzinsung sowie eines anderweitigen Verdienstes wird die Abfindung um 10 % gekürzt; die Kürzung bezieht sich jedoch nur auf den Teil der Abfindungszahlung, der ohne Berücksichtigung der ersten sechs Monate der restlichen Vertragslaufzeit ermittelt wurde. Kein Abfindungsanspruch besteht, soweit das Vorstandsmitglied in Zusammenhang mit dem Kontrollwechsel Leistungen von Dritten erhält. Ein Recht zur Kündigung besteht nicht, wenn der Kontrollwechsel innerhalb von zwölf Monaten vor Übertritt des Vorstandsmitglieds in den Ruhestand stattfindet. Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat am 18. September 2019 beschlossen, dass die Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern künftig ein solches Kündigungsrecht nicht mehr enthalten sollen. Bei einer zwischenzeitlichen Vertragsverlängerung sowie bei dem Neuabschluss von Anstellungsverträgen mit den zum 1. Oktober 2020 neu in den Vorstand berufenen Mitgliedern wurde dies bereits berücksichtigt.
A.11.7 Sonstige übernahmerelevante Angaben
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte erreichen oder überschreiten, sind uns im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gemeldet worden und auch nicht bekannt. Siemens-Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Soweit die Siemens AG im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms beziehungsweise als aktienbasierte Vergütung Aktien an Mitarbeiter ausgibt, werden die Aktien den Mitarbeitern übertragen. Die begünstigten Mitarbeiter können die ihnen aus den Mitarbeiteraktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben.
B. Konzernabschluss
B.1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| Geschäftsjahr (in Mio. €, Ergebnis je Aktie in €) | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2, 30 | 57.139 | 58.483 |
| Umsatzkosten | -36.953 | -36.849 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 20.187 | 21.634 | |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -4.601 | -4.669 | |
| Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen | -10.774 | -10.688 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5 | 631 | 376 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 6 | -403 | -362 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 4 | -596 | 112 |
| Zinserträge | 1.547 | 1.534 | |
| Zinsaufwendungen | -815 | -965 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | 496 | -39 | |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern | 5.672 | 6.933 | |
| Ertragsteueraufwendungen | 7 | -1.382 | -1.775 |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten | 4.290 | 5.158 | |
| Gewinn/Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern | 3 | -90 | 490 |
| Gewinn nach Steuern | 4.200 | 5.648 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Nicht beherrschende Anteile | 170 | 474 | |
| Aktionäre der Siemens AG | 4.030 | 5.174 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 28 | ||
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten | 4,93 | 5,94 | |
| Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 0,06 | 0,47 | |
| Gewinn nach Steuern | 5,00 | 6,41 | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | 28 | ||
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten | 4,86 | 5,86 | |
| Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 0,06 | 0,46 | |
| Gewinn nach Steuern | 4,93 | 6,32 |
B.2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
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| Geschäftsjahr (in Mio. €) | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Gewinn nach Steuern | 4.200 | 5.648 | |
| Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen | 17 | -261 | -1.163 |
| darin: Ertragsteuereffekte | 33 | 624 | |
| Neubewertungen von Eigenkapitalinstrumenten | 5 | -15 | |
| darin: Ertragsteuereffekte | 3 | ||
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 17 | -6 | |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -240 | -1.184 | |
| Unterschied aus Währungsumrechnung | -2.805 | 1.841 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 148 | -177 | |
| darin: Ertragsteuereffekte | -38 | 69 | |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | -89 | -8 | |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -2.746 | 1.656 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -2.986 | 472 | |
| Gesamtergebnis | 1.214 | 6.120 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Nicht beherrschende Anteile | -47 | 540 | |
| Aktionäre der Siemens AG | 1.261 | 5.581 |
B.3 Konzernbilanz
Aktiva
scrollen
| 30. Sep. (in Mio. |
| :--------------- |# Konzernbilanz
(in Mio. €)
| Ziffer | 2020 | 2019 | |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14.041 | 12.391 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 8 | 14.074 | 18.894 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 9 | 8.382 | 10.669 |
| Vertragsvermögenswerte | 10 | 5.545 | 10.309 |
| Vorräte | 11 | 7.795 | 14.806 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 2, 7 | 1.523 | 1.103 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.271 | 1.960 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3 | 338 | 238 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 52.968 | 70.370 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 3, 12 | 20.449 | 30.160 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3, 13 | 4.838 | 9.800 |
| Sachanlagen | 2, 13 | 10.250 | 12.183 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 4 | 7.862 | 2.244 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 14, 23 | 22.771 | 19.843 |
| Aktive latente Steuern | 7 | 2.988 | 3.174 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.769 | 2.475 | |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 70.928 | 79.878 | |
| Summe Aktiva | 123.897 | 150.248 |
Passiva
- Sep. (in Mio. €)
| Ziffer | 2020 | 2019 | |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden | 2, 16 | 6.562 | 6.034 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.873 | 11.409 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.958 | 1.743 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | 10 | 7.524 | 16.452 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 18 | 1.674 | 3.682 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 2.281 | 2.378 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 15 | 6.209 | 9.023 |
| Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 3 | 35 | 2 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten | 34.117 | 50.723 | |
| Langfristige Finanzschulden | 2, 16 | 38.005 | 30.414 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 17 | 6.360 | 9.896 |
| Passive latente Steuern | 7 | 664 | 1.305 |
| Rückstellungen | 18 | 2.352 | 3.714 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 769 | 986 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.808 | 2.226 | |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 49.957 | 48.541 | |
| Summe Verbindlichkeiten | 84.074 | 99.265 | |
| Eigenkapital | 2, 3, 19 | ||
| Gezeichnetes Kapital | 2.550 | 2.550 | |
| Kapitalrücklage | 6.840 | 6.287 | |
| Gewinnrücklagen | 33.078 | 41.818 | |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | -1.449 | 1.134 | |
| Eigene Anteile zu Anschaffungskosten | -4.629 | -3.663 | |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG | 36.390 | 48.125 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 3 | 3.433 | 2.858 |
| Summe Eigenkapital | 39.823 | 50.984 | |
| Summe Passiva | 123.897 | 150.248 |
B.4 Konzern-Kapitalflussrechnung
Geschäftsjahr (in Mio. €)
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Gewinn nach Steuern | 4.200 | 5.648 |
| Überleitung zwischen Gewinn nach Steuern und Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte Aktivitäten | ||
| Gewinn/Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern | 90 | -490 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 3.157 | 2.280 |
| Ertragsteueraufwendungen | 1.382 | 1.775 |
| Zinsergebnis | -732 | -569 |
| Gewinn/Verlust in Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit | -642 | -340 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | 379 | 540 |
| Veränderungen im operativen Nettoumlaufvermögen aus Vertragsvermögenswerten | -723 | -455 |
| Vorräten | -425 | -207 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 236 | -330 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 143 | 139 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 433 | 523 |
| Zugänge zu vermieteten Vermögenswerten unter Operating-Leasingverträgen | -500 | -660 |
| Veränderung bei sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 1.192 | -250 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -1.650 | -2.409 |
| Erhaltene Dividenden | 293 | 242 |
| Erhaltene Zinsen | 1.347 | 1.510 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte Aktivitäten | 8.178 | 6.947 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten | 684 | 1.508 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | 8.862 | 8.456 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | ||
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -1.554 | -1.780 |
| Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel | -1.727 | -958 |
| Erwerb von Finanzanlagen und von zu Investitionszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten | -1.269 | -1.940 |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen | -994 | -1.160 |
| Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 47 | 213 |
| Abgang von Geschäftseinheiten, abzüglich abgegangener Zahlungsmittel | 218 | 17 |
| Abgang von Finanzanlagen und von zu Investitionszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten | 1.174 | 1.402 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten | -4.105 | -4.207 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten | -1.080 | -804 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | -5.184 | -5.011 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Erwerb eigener Anteile | -1.517 | -1.407 |
| Ausgabe eigener Anteile sowie sonstige Transaktionen mit Eigenkapitalgebern | 2.624 | 1.044 |
| Aufnahme von langfristigen Finanzschulden | 10.255 | 6.471 |
| Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile) | -4.472 | -3.205 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten | 1.588 | 211 |
| Gezahlte Zinsen | -833 | -1.064 |
| An Aktionäre der Siemens AG gezahlte Dividenden | -3.174 | -3.060 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Dividenden | -208 | -205 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten | 4.263 | -1.214 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten | -1.091 | -1.063 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | 3.172 | -2.277 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus Entkonsolidierung von Siemens Energy | -4.663 | - |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -525 | 157 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.663 | 1.325 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums | 12.391 | 11.066 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums | 14.054 | 12.391 |
| Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und der nicht fortgeführten Aktivitäten am Ende des Berichtszeitraums | 13 | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums (Konzernbilanz) | 14.041 | 12.391 |
B.5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
(in Mio. €)
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Unterschied aus Währungsumrechnung | Eigene Anteile zu Anschaffungskosten | Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Oktober 2018 | 2.550 | 6.184 | 41.007 | -351 | -3.922 | 45.410 | 2.571 | 47.981 |
| Gewinn nach Steuern | - | - | 5.174 | - | - | 5.174 | 474 | 5.648 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - | 1.760 | - | 406 | 66 | 472 |
| Dividenden | - | - | -3.060 | - | - | -3.060 | -255 | -3.315 |
| Aktienbasierte Vergütung | - | 99 | -114 | - | - | -16 | 6 | -10 |
| Erwerb eigener Anteile | - | - | - | - | -1.350 | -1.350 | - | -1.350 |
| Ausgabe eigener Anteile | - | 4 | -30 | - | 1.609 | 1.583 | - | 1.583 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | -10 | - | - | -10 | - | -10 |
| Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen | - | - | -3 | - | - | -3 | -19 | -22 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | -9 | - | - | -9 | 15 | 7 |
| Stand am 30. September 2019 | 2.550 | 6.287 | 41.818 | 1.409 | -3.663 | 48.125 | 2.858 | 50.984 |
| Stand am 30. September 2019 (wie bisher berichtet) | 2.550 | 6.287 | 41.818 | 1.409 | -3.663 | 48.125 | 2.858 | 50.984 |
| Auswirkungen der retrospektiven Anwendung von IFRS | - | 553 | -28 | - | - | 525 | - | 525 |
| Stand am 1. Oktober 2019 | 2.550 | 6.839 | 41.790 | 1.409 | -3.663 | 48.650 | 2.858 | 51.508 |
| Gewinn nach Steuern | - | - | 4.030 | - | - | 4.030 | 170 | 4.200 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | -185 | -2.701 | - | -2.769 | -218 | -2.986 |
| Dividenden | - | - | -3.174 | - | - | -3.174 | -318 | -3.492 |
| Aktienbasierte Vergütung | - | -6 | -141 | - | - | -147 | - | -147 |
| Erwerb eigener Anteile | - | - | - | - | -1.511 | -1.511 | - | -1.511 |
| Ausgabe eigener Anteile | - | 5 | - | - | 545 | 550 | - | 550 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | -2 | - | - | -2 | - | -2 |
| Eigenkapitalveränderungen aus großen Portfoliotransaktionen | - | - | -9.589 | - | - | -9.589 | - | -9.589 |
| Sonstige Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen | - | 1 | 365 | - | - | 366 | 1.603 | 1.969 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | -15 | - | - | -15 | -663 | -677 |
| Stand am 30. September 2020 | 2.550 | 6.840 | 33.078 | -1.292 | -4.629 | 36.390 | 3.433 | 39.823 |
(in Mio. €)
| Eigenkapitalinstrumente | Derivative Finanzinstrumente | |
|---|---|---|
| Stand am 1. Oktober 2018 | -33 | -26 |
| Gewinn nach Steuern | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -16 | -200 |
| Dividenden | - | - |
| Aktienbasierte Vergütung | - | - |
| Erwerb eigener Anteile | - | - |
| Ausgabe eigener Anteile | - | - |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - |
| Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen | - | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - |
| Stand am 30. September 2019 | -49 | -226 |
| Stand am 30. September 2019 (wie bisher berichtet) | -49 | -226 |
| Auswirkungen der retrospektiven Anwendung von IFRS | - | - |
| Stand am 1. Oktober 2019 | -49 | -226 |
| Gewinn nach Steuern | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 7 | 111 |
| Dividenden | - | - |
| Aktienbasierte Vergütung | - | - |
| Erwerb eigener Anteile | - | - |
| Ausgabe eigener Anteile | - | - |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - |
| Eigenkapitalveränderungen aus großen Portfoliotransaktionen | - | - |
| Sonstige Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen | - | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - |
| Stand am 30. September 2020 | -42 | -115 |
ZIFFER 1 Allgemeine Grundlagen
Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Siemens Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin (Handelsregisternummer HRB 12300) und München (Handelsregisternummer HRB 6684), Deutschland, und ihre Tochterunternehmen (das Unternehmen, die Gesellschaft oder Siemens). Der Konzernabschluss wurde erstellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Konzernabschluss wurde am 27. November 2020 durch den Vorstand aufgestellt. Siemens erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro (€). Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Siemens ist ein in Deutschland ansässiger, international aufgestellter Technologiekonzern.
ZIFFER 2 Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze
In bestimmten Fällen ist es notwendig, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie die Verwendung von Annahmen, von denen einige Sachverhalte betreffen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. Solche schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf ändern und einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Außerdem können sie Schätzungen enthalten, die Siemens in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. Siemens weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das geschäftliche und wirtschaftliche Umfeld von Siemens durch die Coronavirus-Pandemie (COVID-19) nachteilig beeinflusst, wobei sich bestimmte abmildernde Effekte aus den verschiedenen Maßnahmen ergaben, die seitens des Unternehmens oder der Regierungen und Staaten weltweit ergriffen wurden, auch in Form finanzieller Unterstützung. Auftragseingang, Umsatzerlöse und der Gewinn nach Steuern von Siemens waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durch COVID-19 beeinträchtigt; dies gilt insbesondere für die kurzzyklischen Geschäfte. Die Auswirkungen von COVID-19 unterschieden sich dabei je nach Region und Kundenbranche erheblich. Aufgrund der fortschreitenden Ausbreitung des Virus ist es schwierig, Dauer und Umfang der daraus resultierenden Auswirkungen auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Ergebnisse und Cashflows von Siemens vorherzusagen. Die im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2020 getroffenen beziehungsweise unterstellten abschlussrelevanten Schätzungen und Annahmen basierten auf dem seinerzeit vorhandenen Wissensstand und den besten verfügbaren Informationen. Siemens wendete dabei ein Szenario an, das unterstellte, dass die seinerzeitige COVID-19-Situation nicht von langfristiger Dauer sein würde. Entsprechend geht Siemens davon aus, dass die Auswirkungen daraus auf den Konzernabschluss nicht wesentlicher, ernsthafter Natur sein werden.
COVID-19-bedingte Auswirkungen auf den Konzernabschluss können sich weiterhin ergeben aus rückläufigen und volatileren Aktienkursen, Zinsanpassungen in verschiedenen Ländern, zunehmender Volatilität der Fremdwährungskurse, einer sich verschlechternden Kreditwürdigkeit, Zahlungsausfällen oder verspäteten Zahlungen, Verzögerungen im Auftragseingang und ebenso bei der Auftragsausführung beziehungsweise Vertragserfüllung, Vertragsauflösungen, angepassten oder modifizierten Umsatzerlös- und Kostenstrukturen, der eingeschränkten Nutzung von Vermögensgegenständen, der Volatilität in Finanz- und Rohstoffmärkten, dem eingeschränkten beziehungsweise nicht möglichen Zugang zum Betriebsgelände von Kunden oder der Schwierigkeit, Vorhersagen und Prognosen aufgrund von Unsicherheiten hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt von Zahlungsflüssen zu treffen. Diese Faktoren können sich auf beizulegende Zeitwerte und Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Höhe und Zeitpunkt der Ergebnisrealisierung sowie die Zahlungsflüsse auswirken. Es liegt im Rahmen des Möglichen, dass im nächsten Geschäftsjahr Anpassungen von Annahmen und Buchwerten notwendig sein werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass die unterstellten Annahmen die Lage zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses angemessen widerspiegelten (siehe auch ZIFFERN 4 und 23).
- Konsolidierungskreis - Einbezogen in den Konzernabschluss werden die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften, über die sie Beherrschung ausübt. Siemens beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, sofern es Verfügungsgewalt über dieses hat. Darüber hinaus ist Siemens schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt oder besitzt Anrechte auf diese und hat die Fähigkeit, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen.
- Unternehmenszusammenschlüsse - Anschaffungskosten einer Akquisition bemessen sich nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten, einschließlich Eventualverbindlichkeiten, bewertet Siemens erstmalig mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt, unabhängig vom Umfang etwaiger nicht beherrschender Anteile. Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt zum anteiligen beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten (Partial-Goodwill-Methode). Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen erfasst. Zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts werden jegliche verbleibenden Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Als Stillhalter einer Verkaufsoption auf nicht beherrschende Anteile evaluiert Siemens, ob die Voraussetzungen für den Übergang der bestehenden Eigentumsanteile zum Abschlussstichtag erfüllt sind. Sofern das Unternehmen nicht wirtschaftlicher Eigentümer der Anteile ist, die der Verkaufsoption zugrunde liegen, wird zu jedem Abschlussstichtag die Ausübung der Verkaufsoption unterstellt und als eine Transaktion zwischen Anteilseignern unter entsprechender Erfassung einer Kaufpreisverbindlichkeit zum jeweiligen Ausübungspreis abgebildet. Die nicht beherrschenden Anteile sind am Erfolg während des Berichtszeitraums beteiligt.
- Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen - Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen Siemens die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben; dies geschieht in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %. Gemeinschaftsunternehmen sind Unternehmen, bei denen Siemens und eine oder mehrere Partei(en) gemeinschaftlich die Führung ausüben. Gemeinschaftliche Führung liegt vor, wenn Entscheidungen über maßgebliche Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Wurde die Beteiligung im Rahmen einer Transaktion zurückbehalten, bei der Siemens die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verloren hat, entsprechen die Anschaffungskosten bei Erstansatz dem beizulegenden Zeitwert der Beteiligung. Der Anteil von Siemens am Ergebnis des assoziierten beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals unmittelbar im Konzern-Eigenkapital. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt beinhalten auch Effekte aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts und erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert. Entsprechen die Verluste eines assoziierten beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmens, die Siemens zuzurechnen sind, dem Wert des Anteils an diesem Unternehmen oder übersteigen diesen, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, Siemens ist Verpflichtungen für das Unternehmen eingegangen oder hat für das Unternehmen Zahlungen geleistet. Der Anteil an einem assoziierten beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmen ist der Buchwert der Beteiligung, zuzüglich sämtlicher langfristiger Anteile, die dem wirtschaftlichen Gehalt nach der Nettoinvestition von Siemens in das Unternehmen zuzuordnen sind. Siemens überprüft assoziierte beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmen auf Wertminderung, wenn objektive Hinweise darauf vorliegen, zum Beispiel ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter den Buchwert der Beteiligung. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags unterliegt Schätzungen und Annahmen, die mit Unsicherheit verbunden sein können.
- Fremdwährungsumrechnung - Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnet Siemens zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums um. Aufwendungen und Erträge werden hingegen zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital ausgewiesen und erfolgswirksam umgegliedert, wenn der Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf einer ausländischen Tochtergesellschaft erfasst wird.# Anhang
Konzernrechnungslegungsgrundsätze
Die nachfolgenden Grundsätze sind für die Erstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts maßgeblich.
Umrechnung von Fremdwährungen
Die Posten der Konzern-Kapitalflussrechnung werden zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hingegen zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums. Fremdwährungsbewertung - Transaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung einer Unternehmenseinheit abweichende Währung lauten, werden in der funktionalen Währung zum Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer erstmaligen Bilanzierung erfasst. Am Ende des Berichtszeitraums bewertet die Gesellschaft auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der funktionalen Währung mit dem dann gültigen Devisenkassamittelkurs. Gewinne und Verluste aus diesen Fremdwährungsbewertungen erfasst Siemens erfolgswirksam. Nicht monetäre Konzernbilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt.
Realisierung von Umsatzerlösen
Siemens realisiert Umsatzerlöse, wenn die Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht, das heißt, wenn der Kunde die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus zieht. Voraussetzung dabei ist, dass ein Vertrag mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten besteht und unter anderem der Erhalt der Gegenleistung - unter Berücksichtigung der Bonität des Kunden - wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, zu dem Siemens voraussichtlich berechtigt ist. Variable Gegenleistungen sind im Transaktionspreis enthalten, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Der Betrag der variablen Gegenleistung wird entweder nach der Erwartungswertmethode oder mit dem wahrscheinlichsten Betrag ermittelt, abhängig davon, welcher Wert die variable Gegenleistung am zutreffendsten abschätzt. Wenn der Zeitraum zwischen der Übertragung der Güter oder Dienstleistungen und dem Zahlungszeitpunkt zwölf Monate übersteigt und ein signifikanter Nutzen aus der Finanzierung für den Kunden oder Siemens resultiert, wird die Gegenleistung um den Zeitwert des Geldes angepasst. Wenn ein Vertrag mehrere abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen umfasst, wird der Transaktionspreis auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Falls Einzelveräußerungspreise nicht direkt beobachtbar sind, schätzt Siemens diese in angemessener Höhe. Für jede Leistungsverpflichtung werden Umsatzerlöse entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum realisiert.
Umsatzerlöse bei Verträgen im Anlagengeschäft
Umsatzerlöse werden über einen bestimmten Zeitraum nach der Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) basierend auf dem Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten realisiert. Ein erwarteter Verlust aus einem Vertrag wird sofort als Aufwand erfasst. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor. Bei der Percentage-of-Completion-Methode ist die Einschätzung des Fertigstellungsgrads von besonderer Bedeutung; zudem kann sie Schätzungen hinsichtlich des Liefer- und Leistungsumfangs beinhalten, der zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlich ist. Diese wesentlichen Schätzungen umfassen die geschätzten Gesamtkosten, die gesamten geschätzten Umsatzerlöse, die Auftragsrisiken - einschließlich technischer, politischer und regulatorischer Risiken - und andere maßgebliche Größen. Nach der Percentage-of-Completion-Methode können Schätzungsänderungen die Umsatzerlöse erhöhen oder mindern. Außerdem ist zu beurteilen, ob für einen Vertrag dessen Fortsetzung oder dessen Kündigung das wahrscheinlichste Szenario darstellt. Für diese Beurteilung werden individuell für jeden Vertrag alle relevanten Tatsachen und Umstände berücksichtigt.
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen
Umsatzerlöse werden linear über einen bestimmten Zeitraum realisiert oder - sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt - entsprechend der Erbringung der Dienstleistungen, das heißt nach der Percentage-of-Completion-Methode, wie zuvor beschrieben. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor.
Verkauf von Gütern
Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem die Verfügungsgewalt auf den Erwerber übergeht, im Regelfall bei Lieferung der Güter. Rechnungen werden zu diesem Zeitpunkt ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor.
Lizenzvereinbarungen
Für Lizenzvereinbarungen, die dem Kunden ein Recht gewähren, das geistige Eigentum von Siemens zu nutzen, werden Rechnungen gemäß den vertraglichen Bedingungen ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor.
Nutzungsentgelte
Nutzungsentgelte (Lizenzgebühren) werden periodengerecht in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt des zugrunde liegenden Vertrags erfasst.
Zinserträge
Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.
Funktionskosten
Betriebliche Aufwendungen nach Arten werden grundsätzlich nach Maßgabe des Funktionsbereichs der jeweiligen Profitcenter beziehungsweise der jeweiligen Kostenstellen den einzelnen Funktionen zugeordnet. Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sind in den Funktionskosten entsprechend der Nutzung der Vermögenswerte enthalten.
Produktbezogene Aufwendungen
Aufwendungen für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt Siemens zum Zeitpunkt der Erfassung der Umsatzerlöse im Posten Umsatzkosten.
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Forschungsaufwendungen werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Entwicklungsaufwendungen werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien des IAS 38 erfüllt sind. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen setzt das Unternehmen zu Herstellungskosten an, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bei einer Abschreibungsdauer von in der Regel drei bis zehn Jahren.
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Gewinns aus fortgeführten Aktivitäten, des Gewinns aus nicht fortgeführten Aktivitäten beziehungsweise des Gewinns nach Steuern, der jeweils den Stammaktionären der Siemens AG zugerechnet werden kann, durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere und aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise ausgeübt werden.
Geschäfts- oder Firmenwerte
Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Wertminderungen, angesetzt. Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die grundsätzlich durch ein Segment repräsentiert wird. Bei Siemens Healthineers ist dies eine Ebene unter dem Segment. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden. Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses zieht. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Werte den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf abgezinsten Zahlungsströmen (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Es werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden. Das auf Basis dieser Schätzungen prognostizierte Ergebnis wird zum Beispiel beeinflusst von einer erfolgreichen Integration von akquirierten Unternehmen, der Volatilität auf den Kapitalmärkten, den Zinsentwicklungen, den Schwankungen der Wechselkurse oder der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung. Den Discounted-Cashflow-Bewertungen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags liegen Fünf-Jahres-Vorausberechnungen zugrunde, die auf Finanzprognosen aufbauen.# Die Prognosen der Zahlungsströme
Die Prognosen der Zahlungsströme berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der bestmöglichen Einschätzung künftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung. Zahlungsströme jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, und des Nutzungswerts basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten sowie gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte haben.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Siemens schreibt immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer ab. Die voraussichtliche Nutzungsdauer für Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte beträgt in der Regel drei bis fünf Jahre, mit Ausnahme von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen übernommen wurden. Diese bestehen insbesondere aus Kundenbeziehungen und Markennamen sowie Technologie. Deren Nutzungsdauer lag bei bestimmten Transaktionen zwischen vier und 20 Jahren für Kundenbeziehungen und Markennamen sowie zwischen fünf und 18 Jahren für Technologie.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Das Unternehmen wendet die lineare Abschreibungsmethode an. Den Wertansätzen liegen folgende unterstellte Nutzungsdauern zugrunde:
- Fabrik- und Geschäftsbauten: 20 bis 50 Jahre
- Übrige Bauten: 5 bis 10 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen: in der Regel 10 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung: in der Regel 5 Jahre
- Vermietete Erzeugnisse: in der Regel 3 bis 7 Jahre
Wertminderungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Siemens überprüft Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Darüber hinaus überprüft Siemens jedes Jahr noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung. Bei der Überprüfung der Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Wertminderung ist die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte mit Schätzungen verbunden. Dies kann einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben.
Leasingverhältnisse
Gemäß IFRS 16 ist oder beinhaltet ein Vertrag ein Leasingverhältnis, wenn dieser dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Für weitere Informationen zu Leasingverhältnissen siehe ZIFFERN 8, 13 und 16.
Leasinggeber
Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert, abhängig davon, ob alle mit dem Eigentum an einem zugrunde liegenden Vermögenswert verbundenen Risiken und Chancen im Wesentlichen übertragen werden. Wenn dies der Fall ist, wird das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasingverhältnis klassifiziert; anderenfalls handelt es sich um ein Operating-Leasingverhältnis. Der Ansatz von Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen erfolgt in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis. Die den Operating-Leasingverhältnissen zugrunde liegenden Vermögenswerte werden unter Sachanlagen ausgewiesen und linear über die Nutzungsdauer oder auf den geschätzten Restwert abgeschrieben. Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst.
Leasingnehmer
Siemens erfasst gemäß IFRS 16 Vermögenswerte für das Nutzungsrecht sowie Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten, falls der zugrunde liegende Vermögenswert nicht von geringem Wert ist. Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Verlängerungsoptionen werden in die Laufzeit des Leasingverhältnisses einbezogen, wenn ihre Ausübung hinreichend sicher ist. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen; Effekte aus der Neubewertung werden berücksichtigt. Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren Zeitraum aus Laufzeit des Leasingverhältnisses und Nutzungsdauer der zugrunde liegenden Vermögenswerte abgeschrieben. Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen bewertet, die grundsätzlich unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes abgezinst werden. Leasingverbindlichkeiten werden nachfolgend zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie werden im Falle von Änderungen oder Neubewertung des Leasingverhältnisses angepasst.
Bilanzierung als Leasingnehmer im Vorjahr
Bis zum 30. September 2019 wurden IAS 17 und IFRIC 4 angewandt. Bei der Leasingnehmerbilanzierung wurde zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnissen unterschieden. Finanzierungsleasingverhältnisse wurden weitestgehend vergleichbar mit dem derzeit für die Leasingbilanzierung angewandten Nutzungsrechtmodell bilanziert. Operating-Leasingverhältnisse wurden nicht in der Bilanz ausgewiesen, sondern als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.
Nicht fortgeführte Aktivitäten und langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Nicht fortgeführte Aktivitäten werden ausgewiesen, sobald ein Unternehmensbestandteil als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder bereits abgegangen ist und der Unternehmensbestandteil einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt sowie Teil eines abgestimmten Gesamtplans zur Veräußerung ist. Siemens klassifiziert einen langfristigen Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) als zur Veräußerung gehalten, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Kapitalflussrechnung werden nicht fortgeführte Aktivitäten separat von den fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen; Vorjahre werden auf vergleichbarer Basis dargestellt. Angaben im ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS außerhalb von ZIFFER 3 beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten beziehungsweise auf nicht zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und mit ihnen in Verbindung stehende Verbindlichkeiten. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, unterliegt Schätzungen und Annahmen, die mit Unsicherheit verbunden sein können.
Ertragsteuern
Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Steuergesetze, der einschlägigen Rechtsprechung sowie der anzuwendenden Verwaltungsauffassungen ermittelt und unterliegen wegen ihrer Komplexität möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Unterschiedliche Auslegungen von bestehenden oder neuen Steuergesetzen aufgrund von Steuerreformen oder anderen Steuergesetzgebungsverfahren können zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Jahre führen; sie werden basierend auf der Einschätzung der Unternehmensleitung in die Betrachtung einbezogen. Nach der Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) werden aktive und passive latente Steuern mit der künftigen Steuerwirkung angesetzt, die sich aus den Unterschieden zwischen bilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Aktiv- und Passivposten ergibt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen sowie mögliche Steuerstrategien, die Siemens verfolgen würde, miteinbezogen. Auf Basis des erzielten steuerpflichtigen Einkommens zurückliegender Perioden sowie des geplanten künftigen steuerpflichtigen Einkommens beurteilt Siemens zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern. Da künftige Geschäftsentwicklungen unsicher sind und sich teilweise der Steuerung durch Siemens entziehen, sind Annahmen zur Schätzung von künftigen steuerpflichtigen Einkommen sowie über den Zeitpunkt der Realisierung von aktiven latenten Steuern erforderlich. Schätzungen werden in der Periode angepasst, in der ausreichende Hinweise für eine Anpassung vorliegen.
Vertragsvermögenswerte, Vertragsverbindlichkeiten und Forderungen
Hat eine der Parteien des Vertrags mit dem Kunden ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, wird - abhängig vom Verhältnis zwischen der Leistungserbringung von Siemens und der Zahlung des Kunden - ein Vertragsvermögenswert, eine Vertragsverbindlichkeit oder eine Forderung ausgewiesen. Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten werden als kurzfristig ausgewiesen, da sie innerhalb des gewöhnlichen Geschäftszyklus angefallen sind. Forderungen werden ausgewiesen, wenn der Anspruch auf den Erhalt der Gegenleistung keiner Bedingung mehr unterliegt. Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte und Forderungen für Bonitätsrisiken werden entsprechend der Bewertungsmethode für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte gebildet.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bilanziert.# Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert oder ein auf Basis des FIFO-Verfahrens (First in, First out) ermittelter Wert.
Die Ermittlung des Nettoveräußerungswerts unterliegt Schätzungen im Hinblick auf Mengen-, Preis- und technische Risiken.
Leistungsorientierte Pläne
Siemens bewertet die Leistungsansprüche nach der Methode der laufenden Einmalprämien, die den versicherungsmathematischen Barwert der bereits erdienten Anwartschaft widerspiegelt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) wird unter Berücksichtigung künftig erwarteter Gehalts- und Rententrends berechnet. Die Annahmen, die für die Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag des Vorjahrs zugrunde gelegt werden, gelten für die Ermittlung der laufenden Dienstzeitaufwendungen sowie der Zinserträge und Zinsaufwendungen des folgenden Geschäftsjahrs. Für wesentliche Pläne werden individuelle Spot Rates nach der Full-Yield-Curve-Methode zur Bestimmung der laufenden Dienstzeitaufwendungen und der Zinsaufwendungen angewendet. Die Nettozinserträge beziehungsweise Nettozinsaufwendungen für ein Geschäftsjahr ergeben sich aus der Multiplikation des Abzinsungssatzes für das jeweilige Geschäftsjahr mit dem Nettovermögenswert beziehungsweise der Nettoverbindlichkeit aus leistungsorientierten Plänen zum Bilanzstichtag des vorhergehenden Geschäftsjahrs. Die laufenden und nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen sowie Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie nicht mit der Verwaltung des Planvermögens zusammenhängende Verwaltungskosten werden den Funktionskosten zugeordnet. Die nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen sowie Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Sind die Leistungsansprüche nicht durch Vermögen gedeckt, entspricht der im Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthaltene Betrag der DBO. Sind die Leistungsansprüche durch Planvermögen gedeckt, wird ein Nettobetrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens und der DBO -angepasst in Bezug auf jegliche Auswirkungen der Vermögensobergrenze - ausgewiesen. Neubewertungen umfassen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Unterschied zwischen den Erträgen aus Planvermögen und den Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoverbindlichkeit (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Plänen enthalten sind. Sie werden im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erfasst. Versicherungsmathematische Bewertungen beruhen auf wesentlichen Annahmen, unter anderem zu Abzinsungssätzen, erwarteten Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten. Die angesetzten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für hochrangige Unternehmensanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungssätze auf Renditen von Staatsanleihen. Aufgrund sich ändernder Markt-, Wirtschafts- und sozialer Bedingungen können die zugrunde gelegten Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Leistungsansprüche aus Plänen, die auf Investmenterträgen von zugrunde liegenden Vermögenswerten basieren, werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Vermögenswerte am Ende des Berichtszeitraums bewertet. Ist die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Vermögenswerte niedriger als eine zugesagte Rendite, werden zur Ermittlung der DBO die Beiträge mit der zugesagten Rendite aufgezinst und auf den Barwert abgezinst.
Rückstellungen
Siemens bilanziert Rückstellungen, wenn folgende Kriterien kumulativ erfüllt sind: (1) Das Unternehmen hat aus einem Ereignis in der Vergangenheit wahrscheinlich eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung, und (2) es ist wahrscheinlich, dass wirtschaftliche Ressourcen abfließen, um diese Verpflichtung zu erfüllen, und (3) es ist eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich. Dabei ist eine Abzinsung vorzunehmen, wenn der Effekt wesentlich ist. Siemens setzt die Rückstellung in Höhe des Barwerts an, der sich aus der Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Steuern ergibt. Dieser spiegelt die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt wider. Wenn aus einem Vertrag ein Verlust droht, erfasst das Unternehmen die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Rückstellung. Die Bestimmung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, von Gewährleistungsrückstellungen, von Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, regulatorische Verfahren sowie behördliche Untersuchungen (Rechtsstreitigkeiten) ist in erheblichem Maß mit Schätzungen verbunden. Siemens bildet eine Rückstellung für drohende Verluste aus Verträgen mit Kunden, wenn die aktuell geschätzten Gesamtkosten die geschätzten Umsatzerlöse übersteigen. Verluste aus Verträgen mit Kunden identifiziert Siemens durch die laufende Kontrolle des Projektfortschritts und die Aktualisierung der Schätzungen. Dies erfordert in erheblichem Maß Einschätzungen im Hinblick auf die Erfüllung bestimmter Leistungsanforderungen sowie der Einschätzung von Gewährleistungsaufwendungen und Projektverzögerungen, einschließlich der Beurteilung der Zurechenbarkeit dieser Verzögerungen zu den beteiligten Projektpartnern. In Bezug auf Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen umfassen Unsicherheiten die geschätzten Kosten der Stilllegung sowie der Abfallendlagerung aufgrund des langen Zeitraums, über den die künftigen Zahlungsmittelabflüsse erwartet werden, einschließlich der zugehörigen Aufzinsung. Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen können erhebliche Auswirkungen auf die geschätzten Zahlungsmittelabflüsse haben. Rechtsstreitigkeiten liegen häufig komplexe rechtliche Fragestellungen zugrunde, und sie sind mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entsprechend beruht die Beurteilung, ob zum Stichtag wahrscheinlich eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht, ob ein künftiger Mittelabfluss wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung verlässlich schätzbar ist, auf einem erheblichen Ermessen. Die Beurteilung erfolgt in der Regel unter Einbeziehung interner und externer Anwälte. Es kann notwendig werden, dass eine Rückstellung für ein laufendes Verfahren aufgrund neuer Entwicklungen gebildet oder die Höhe einer bestehenden Rückstellung angepasst werden muss. Zudem können durch den Ausgang eines Verfahrens für Siemens Aufwendungen entstehen, die die für den Sachverhalt gebildete Rückstellung übersteigen. Aus Rechtsstreitigkeiten können wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens resultieren.
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Das Unternehmen gewährt Leistungen als Folge eines Angebots zum freiwilligen Austritt aus dem Beschäftigungsverhältnis vor dem regulären Renteneintrittszeitpunkt oder aufgrund der Entscheidung des Unternehmens, das Beschäftigungsverhältnis zu beenden. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer, werden dann als Verbindlichkeiten und Aufwendungen erfasst, wenn Siemens das Angebot solcher Leistungen nicht mehr zurücknehmen kann.
Finanzinstrumente
Finanzinstrument ist jeder Vertrag, der einen finanziellen Vermögenswert bei einer Einheit und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Einheit begründet. Finanzinstrumente werden unter Zugrundelegung ihrer vertraglichen Zahlungsstromeigenschaften und des Geschäftsmodells, in dem sie gehalten werden, in folgende Klassen unterteilt: zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete sowie zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, Kreditzusagen und Kreditgarantien, Vertragsvermögenswerte sowie Forderungen aus Finanzierungsleasing. Marktübliche Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag erfasst. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten, soweit es sich nicht um erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente handelt. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten richtet sich nach der Kategorie, der sie zugeordnet sind:
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVTPL)
a) Schuldinstrumente werden verpflichtend zu FVTPL bewertet, wenn das Geschäftsmodell, in dem sie gehalten werden, nicht dem »Halten« oder »Halten und Verkaufen« entspricht oder wenn ihre vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Zins und Tilgung darstellen. Eigenkapitalinstrumente werden zu FVTPL bewertet, soweit nicht die FVOCI-Option gewählt wurde.
b) Finanzielle Vermögenswerte, die als zu FVTPL bewertet bestimmt wurden, werden unwiderruflich beim erstmaligen Ansatz als solche bestimmt, wenn dadurch Inkongruenzen signifikant verringert werden, die sonst bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie der Erfassung von Gewinnen/Verlusten auf unterschiedlichen Grundlagen entstehen würden.
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im Sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVOCI)
Eigenkapitalinstrumente, für die Siemens bei Zugang des Instruments die unwiderrufliche Option ausübt, Wertschwankungen im Sonstigen Ergebnis zu zeigen. Unrealisierte Gewinne und Verluste, nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteueraufwendungen, sowie Gewinne und Verluste bei Verkauf der Instrumente werden im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern gezeigt.# Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Kredite, Forderungen und andere Schuldinstrumente, die im Geschäftsmodell »Halten« gehalten werden und deren vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Zins und Tilgung darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet, abzüglich Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste. Wertberichtigungen werden für erwartete Kreditverluste gebildet. Sie stellen eine zukunftsgerichtete Bewertung künftiger Kreditverluste dar, die in erheblichem Maß mit Schätzungen verbunden ist. Der erwartete Kreditverlust entspricht dem Bruttobuchwert, abzüglich Sicherheiten, multipliziert mit der Ausfallwahrscheinlichkeit und einem Faktor, der die Verlustquote im Falle eines Ausfalls wiedergibt. Wertberichtigungen werden nicht angesetzt, wenn der Bruttobuchwert ausreichend besichert ist. Ausfallwahrscheinlichkeiten werden im Wesentlichen aus internen Ratings abgeleitet.
Die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie für Vertragsvermögenswerte werden nach einer vereinfachten Vorgehensweise mit den über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditverlusten bemessen.
Die Wertberichtigung für Kredite und andere langfristige Schuldinstrumente, die im Wesentlichen von Siemens Financial Services (SFS) gehalten werden, folgt einem dreistufigen Wertberichtigungsansatz:
- Stufe 1: Bei Zugang wird der über zwölf Monate erwartete Kreditverlust auf Basis einer Zwölf-Monats-Ausfallwahrscheinlichkeit angesetzt.
- Stufe 2: Falls sich das Kreditrisiko des finanziellen Vermögenswerts signifikant erhöht, ohne zu einer Wertminderung zu führen, wird der über die Gesamtlaufzeit erwartete Kreditverlust auf Basis einer Ausfallwahrscheinlichkeit über die Gesamtlaufzeit angesetzt. Eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos wird für jeden finanziellen Vermögenswert individuell anhand von internen Ratings ermittelt. Eine Ratingverschlechterung löst keinen Transfer in Stufe 2 aus, wenn das Rating innerhalb des Investment-Grade-Bereichs bleibt. Mehr als 30 Tage überfällige Zahlungen führen nicht zu einem Transfer in Stufe 2, wenn die Verzögerung nicht kreditrisikoinduziert ist.
- Stufe 3: Wenn der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, ergibt sich die Wertberichtigung aus dem über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditverlust.
Wenn beobachtbare Daten über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten vorliegen und eine hohe Ausfallanfälligkeit vorliegt, wird ein finanzieller Vermögenswert als wertgemindert eingestuft, auch wenn die Definition eines Ausfalls noch nicht erfüllt ist. Hinweise auf eine Wertminderung sind unter anderem Liquiditätsprobleme, der Wunsch nach einer Schuldenumstrukturierung sowie vertragswidriges Verhalten. Eine kreditrisikogetriebene Vertragsanpassung führt stets zu einer Wertminderung des finanziellen Vermögenswerts.
Finanzielle Vermögenswerte werden als uneinbringlich abgeschrieben, wenn eine Eintreibung unwahrscheinlich erscheint. Dies liegt grundsätzlich nach Ablauf der Verjährungsfrist vor, wenn eine eidesstattliche Versicherung des Schuldners eingeht oder wenn die Forderung wegen Geringfügigkeit nicht weiterverfolgt wird. Forderungen werden mit Beendigung des Insolvenzverfahrens abgeschrieben. Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die Ansprüche auf Zahlung erlöschen oder der finanzielle Vermögenswert auf eine dritte Partei übertragen wird. Eine signifikante Änderung der vertraglichen Konditionen eines zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstruments führt zu seiner Ausbuchung und zum Ansatz eines neuen finanziellen Vermögenswerts. Nicht signifikante Änderungen führen zu einer Anpassung des Buchwerts ohne Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet.
Kreditzusagen und Kreditgarantien
Erwartete Kreditverluste für unwiderrufliche Kreditzusagen werden nach dem dreistufigen Wertberichtigungsansatz für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte ermittelt und als Verbindlichkeit erfasst. Kreditgarantien werden mit dem höheren Betrag aus der für die Stellung der Garantie erhaltenen Gegenleistung und den ermittelten erwarteten Kreditverlusten angesetzt.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Siemens bewertet die finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente - zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswap-Kontrakte bilanziert Siemens zum beizulegenden Zeitwert, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrumente in die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) einbezogen. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente erfasst das Unternehmen entweder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder, sofern es sich um Cashflow Hedges (Absicherung von Zahlungsströmen) handelt, nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern. Bestimmte derivative Finanzinstrumente, die in einen Basisvertrag (Host Contract) eingebettet sind, bilanziert Siemens separat als Derivate.
Fair Value Hedges (Absicherung des beizulegenden Zeitwerts):
Der Buchwert des Grundgeschäfts wird um den Gewinn oder Verlust, der dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, erhöht oder vermindert. Handelt es sich bei dem Grundgeschäft um einen nicht bilanzierten schwebenden Vertrag, stellt Siemens die nachfolgende kumulierte Änderung seines beizulegenden Zeitwerts als separaten finanziellen Vermögenswert oder separate finanzielle Verbindlichkeit in die Konzernbilanz ein; einen entsprechenden Ertrag oder Aufwand erfasst das Unternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Bei Grundgeschäften, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, löst Siemens die Erhöhung oder Verminderung des Buchwerts bis zur Fälligkeit des Grundgeschäfts vollständig auf. Bei abgesicherten schwebenden Verträgen erhöht oder vermindert das Unternehmen die anfänglichen Buchwerte der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die aus der Erfüllung der schwebenden Verträge hervorgehen, um die kumulierten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der vorher separat bilanzierten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
Cashflow Hedges (Absicherung von Zahlungsströmen):
Den effektiven Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts derivativer Instrumente, die als sogenannte Cashflow Hedges bestimmt sind, weist Siemens im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern aus. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital aufgelaufene Beträge werden in den gleichen Perioden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berichtet, in denen sich das Grundgeschäft in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung niederschlägt.
Aktienbasierte Vergütung
Aktienbasierte Zusagen bei Siemens sind vorwiegend mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ausgestaltet. Der beizulegende Zeitwert wird zum Gewährungszeitpunkt ermittelt und aufwandswirksam über den Erdienungszeitraum erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird bestimmt als Börsenkurs der zugrunde liegenden Aktien, unter Berücksichtigung von Dividenden, auf die während des Erdienungszeitraums kein Anspruch besteht, und - soweit erforderlich - von Markt- und Nichtausübungsbedingungen. Pläne, die das Recht auf Erhalt von Aktien eines Tochterunternehmens gewähren, begründen eigene Aktien und werden dementsprechend als Zusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert.
Vorjahresinformationen
Einzelne Vorjahresangaben sind an die aktuelle Darstellung angepasst worden.
Erstanwendung von Rechnungslegungsverlautbarungen IFRS 16, Leasingverhältnisse, wurde zum 1. Oktober 2019 erstmalig modifiziert retrospektiv angewandt (unter Anwendung von praktischen Vereinfachungen und Übergangserleichterungen), das heißt, auf eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde verzichtet. IFRS 16 führte ein einheitliches Leasingnehmerbilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten Vermögenswerte für das Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen, es sei denn, es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert.
Die Erstanwendung von IFRS 16 reduzierte die Gewinnrücklagen um 28 Mio. €. Der Umstellungseffekt bezieht sich überwiegend auf von Siemens gemietete Immobilien. Zum 1. Oktober 2019 wurden zusätzliche Nutzungsrechte in Höhe von 3.176 Mio. € in den Sachanlagen erfasst, die grundsätzlich zum Betrag der Leasingverbindlichkeiten bewertet wurden, angepasst um etwaige im Voraus beglichene oder abgegrenzte Leasingzahlungen.
Künftige Zahlungsverpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen zum 30. September 2019 lassen sich wie folgt auf die Leasingverbindlichkeiten zum 1. Oktober 2019 überleiten:
| scrollen (in Mio. €) | |
|---|---|
| Künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen zum 30. September 2019 (brutto) | 3.518 |
| Künftige Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasing zum 30. September 2019 (brutto) | 158 |
| Änderung der künftigen Mindestleasingzahlungen in Bezug auf Servicekomponenten | -101 |
| Sonstiges (darin: vor dem 30. September 2020 endende Leasingverträge - 34 Mio. €; abgeschlossene, jedoch noch nicht begonnene Leasingverträge - 23 Mio. €) | -37 |
| Künftige Mindestleasingzahlungen aus Leasingverhältnissen unter dem Nutzungsrechtmodell zum 1. Oktober 2019 (brutto) | 3.538 |
| Abzinsung mit Grenzfremdkapitalzinssätzen (gewichteter durchschnittlicher Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Oktober 2019: 1,8 %) | -306 |
| Leasingverbindlichkeiten zum 1. |
Akquisitionen
Im Oktober 2019 erwarb Siemens Healthineers Corindus Vascular Robotics, Inc., USA (Corindus), zu einem Kaufpreis von 1,1 Mrd. US$ (1,0 Mrd. €) in bar. Corindus entwickelt und vertreibt eine robotergestützte Plattform für kardiovaskuläre und periphere vaskuläre Eingriffe. Aus der Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt ergaben sich 306 Mio. € sonstige immaterielle Vermögenswerte, überwiegend aus erworbener Technologie und ein Geschäfts- oder Firmenwert von 751 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert enthält nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Im Wesentlichen werden Synergien aus dem Verkauf der Produkte von Corindus über das Vertriebsnetzwerk von Siemens Healthineers erwartet sowie aus der Kombination der Robotersysteme von Corindus mit den Therapiesystemen und Lösungen im Bereich der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz von Siemens Healthineers. Das erworbene Geschäft hat in der Zeit zwischen der Akquisition und dem 30. September 2020 Umsatzerlöse in Höhe von 8 Mio. € und einen Nettoverlust in Höhe von 48 Mio. €, einschließlich der Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation und Integrationskosten, beigetragen. Wäre Corindus seit dem 1. Oktober 2019 in den Konzernabschluss einbezogen worden, hätten die Umsatzerlöse und der Gewinn nach Steuern, einschließlich der Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation und Integrationskosten, im abgelaufenen Geschäftsjahr 57.140 Mio. € beziehungsweise 4.196 Mio. € betragen.
Im November 2019 erwarb Siemens Healthineers 75 % der Anteile an ECG Management Consultants (ECG). ECG ist ein führendes Beratungsunternehmen in den USA, das sich auf das Gesundheitswesen spezialisiert hat und umfangreiche Beratungsleistungen anbietet. Der in bar bezahlte Kaufpreis betrug einschließlich nachträglicher Anpassungen 219 Mio. US$ (196 Mio. €). Darüber hinaus löste Siemens Healthineers Finanzverbindlichkeiten von ECG in Höhe von 143 Mio. US$ (129 Mio. €) ab. Die Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt ergab hauptsächlich sonstige immaterielle Vermögenswerte von 112 Mio. €, einen Geschäfts- oder Firmenwert von 200 Mio. € sowie kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten von 132 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert umfasst nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Von dem Geschäfts- oder Firmenwert sind 99 Mio. € voraussichtlich steuerlich abzugsfähig.
Darüber hinaus erwarb Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vorjahr mehrere Unternehmen zu einem Kaufpreis von insgesamt 551 (im Vj. 429) Mio. €, der im Wesentlichen bar bezahlt wurde. Die (vorläufigen) Kaufpreisallokationen führten zu sonstigen immateriellen Vermögenswerten von 263 (im Vj. 124) Mio. € sowie Geschäfts- oder Firmenwerten von 298 (im Vj. 311) Mio. €, die nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergien beinhalteten. Die Kaufpreisallokation ist für einige der erworbenen Unternehmen vorläufig, weil eine detaillierte Analyse der Vermögenswerte und Schulden noch nicht abgeschlossen ist. Sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 145 Mio. € sowie Geschäfts- oder Firmenwerte von 35 Mio. € wurden nachträglich in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert.
Im August 2020 vereinbarte Siemens Healthineers den Erwerb sämtlicher Aktien von Varian Medical Systems, Inc., USA (Varian), zu einem Kaufpreis von 16,4 Mrd. US$ (30. September 2020: 14,0 Mrd. €). Bei Abschluss der Akquisition ist Siemens Healthineers verpflichtet, sämtliche Verpflichtungen aus einer bestehenden Kreditvereinbarung von Varian, mit einer maximalen Höhe von 1,2 Mrd. US$ (1,0 Mrd. €), abzulösen. Die Varian-Aktionäre haben dem Erwerb im Oktober 2020 zugestimmt. Der Erwerb steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und anderer üblicher Vollzugsbedingungen; er soll voraussichtlich in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2021 vollzogen werden.
Erwerb eines weiteren Anteils an Siemens Gamesa Renewable Energy
Im Februar 2020 erwarb Siemens den 8,1 %-Anteil der Iberdrola S.A. an Siemens Gamesa Renewable Energy. Der Kaufpreis betrug 1,1 Mrd. €. Die Transaktion wurde als Eigenkapitaltransaktion bilanziert, die zu einem Rückgang der nicht beherrschenden Anteile um 112 Mio. € sowie der auf die Aktionäre der Siemens AG entfallenden Gewinnrücklagen um 967 Mio. € führte.
Verwässerung des Anteils an Siemens Healthineers
Im September 2020 platzierte die Siemens Healthineers AG 75 Mio. neue Aktien bei institutionellen Investoren, wodurch sie einen Bruttoemissionserlös von 2,7 Mrd. € erzielte und ihr Grundkapital auf 1,075 Mrd. € erhöhte. Da Siemens an der Kapitalerhöhung nicht teilnahm, reduzierte sich der Siemens-Anteil an Siemens Healthineers von 85 % auf 79 %. Die Verwässerung wurde als Eigenkapitaltransaktion bilanziert und erhöhte die nicht beherrschenden Anteile um 1,1 Mrd. € sowie die Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG um 1,6 Mrd. € (vor allem durch einen Anstieg der Gewinnrücklagen um 1,5 Mrd. €).
Nicht fortgeführte Aktivitäten: Abspaltung von Siemens Energy
Im Mai 2019 kündigte Siemens an, das Energiegeschäft in ein neues Unternehmen, Siemens Energy AG (Siemens Energy), einzubringen und im Rahmen einer Abspaltung an die Börse zu bringen. Die Abspaltungsgruppe umfasste das frühere Segment Gas and Power und den 67 %-Anteil an Siemens Gamesa Renewable Energy. Darüber hinaus übertrug Siemens einen 24 %-Anteil an Siemens Ltd., Indien, an Siemens Energy. Die Kriterien einer Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten waren für die Abspaltungsgruppe ab dem Ende des zweiten Quartals des abgelaufenen Geschäftsjahrs erfüllt. Mit Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten wurde die planmäßige Abschreibung der Vermögenswerte innerhalb der Abspaltungsgruppe eingestellt.
Im Juli 2020 genehmigten die Aktionäre der Siemens AG auf einer außerordentlichen Hauptversammlung den Abspaltungsplan. Am 25. September 2020 wurde die Abspaltung wirksam. Siemens übertrug 55 % der Anteile an Siemens Energy an seine Aktionäre und gab damit die Beherrschung von Siemens Energy auf. Unmittelbar nach Wirksamwerden der Abspaltung übertrug Siemens 9,9 % der Anteile an Siemens Energy an den Siemens Pension-Trust e.V. Nach diesem Übertrag hält Siemens 35,1 % der Anteile an Siemens Energy und bilanziert die Beteiligung nach der Equity-Methode.
Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Abspaltungsverbindlichkeit und des verbleibenden Anteils an Siemens Energy zum Zeitpunkt der Abspaltung griff Siemens auf ein Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen zurück (Level 3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten). Der beizulegende Zeitwert der Abspaltungsverbindlichkeit, die 55 % der Anteile an Siemens Energy darstellt, betrug 10,5 Mrd. €. Die verbleibenden 35,1 % der Anteile an Siemens Energy wurden mit 6,7 Mrd. € und der an den Siemens Pension-Trust e.V. übertragene 9,9 %-Anteil wurde mit 1,9 Mrd. € bewertet. Die ausgebuchten Nettovermögenswerte, einschließlich der nicht beherrschenden Anteile, beliefen sich auf 16,0 Mrd. €. Die Umgliederung der im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge führte zu Aufwendungen von 0,7 Mrd. €, und die Abspaltungskosten betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,2 Mrd. €.
Die Übertragung des 24 %-Anteils an Siemens Ltd., Indien, wurde als eine erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktion in Höhe von 1,2 Mrd. € klassifiziert; diese Komponente ist nicht bei der Ermittlung des Abspaltungsergebnisses zu berücksichtigen. Nach diesem Übertrag hält Siemens noch 51 % der Anteile an Siemens Ltd., Indien, und übt weiterhin Beherrschung über die Gesellschaft aus. Die nicht beherrschenden Anteile und Gewinnrücklagen erhöhten sich aufgrund dieser Eigenkapitaltransaktion um 0,3 Mrd. € beziehungsweise 0,9 Mrd. €. Insgesamt erfasste Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Abspaltungsgewinn von 0,9 Mrd. €. Die Ausbuchung der Abgangsgruppe wurde als nicht zahlungswirksame Transaktion dargestellt.
Die Ergebnisse und Zahlungsflüsse von Siemens Energy werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise Konzern-Kapitalflussrechnung für alle berichteten Zeiträume als nicht fortgeführte Aktivitäten berichtet.
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 26.259 | 28.366 |
| Aufwendungen | -26.908 | -27.772 |
| Abspaltungsgewinn, nach Abspaltungskosten | 946 | -9 |
| Gewinn/Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten vor Steuern | 297 | 585 |
| Ertragsteuern aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -101 | -100 |
| Sonstige Ertragsteuern | 1 | -298 |
| Gewinn/Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern | -102 | 487 |
| Davon entfallen auf Aktionäre der Siemens AG | 39 | 375 |
1 Beinhaltete insbesondere Ertragsteuern in Zusammenhang mit der rechtlichen Verselbstständigung der Abspaltungsgruppe.
Die Buchwerte der Hauptgruppen der abgespaltenen Vermögenswerte und Schulden waren wie folgt:
| (in Mio. €) | 25. Sep. |
| :---------- | :-------- |## ZIFFER 4 Anteile an anderen Unternehmen
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Anteiliges Ergebnis aus der Equity-Konsolidierung | -114 | -14 |
| Ergebnis aus Veräußerungen | 108 | 131 |
| Wertminderungen und Wertaufholungen | -590 | -5 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | -596 | 112 |
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen beinhaltete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Wertminderungsaufwand in Höhe von 453 Mio. € in Verbindung mit einer Beteiligung, die Bestandteil von Portfolio Companies ist. Die Geschäftslage der Beteiligung, erhöhte Entwicklungsaufwendungen für Kundenprojekte, verbunden mit einer COVID-19-bedingten Eintrübung des Marktumfelds und vertragliche Verpflichtungen waren der Auslöser, eine Wertminderungsüberprüfung durchzuführen. Der erzielbare Betrag wurde als beizulegender Zeitwert der Beteiligung, abzüglich Veräußerungskosten, unter Verwendung einer Discounted-Cashflow-Bewertung ermittelt (Level 3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten). Um den erzielbaren Betrag zu bestimmen, wurden Prognosen der Zahlungsströme herangezogen, die Erfahrungen der Vergangenheit berücksichtigt haben und auf der bestmöglichen Einschätzung künftiger Entwicklungen basierten. Der Berechnung wurde ein Abzinsungssatz (nach Steuern) von 8,0 % zugrunde gelegt.
Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs stellte die von Siemens zurückbehaltene Beteiligung an der Siemens Energy AG ein nach der Equity-Methode bilanziertes assoziiertes Unternehmen dar. Die Siemens Energy AG ist ein börsennotiertes Unternehmen, das im Bereich der Erzeugung und Übertragung elektrischer Energie tätig ist. Die folgenden zusammengefassten Finanzinformationen für die Siemens Energy AG werden auf einer 100-Prozent-Basis dargestellt. Sie wurden an die Bilanzierungsgrundsätze des Siemens-Konzerns angepasst und beinhalten Effekte aus den vorläufigen Anpassungen an die beizulegenden Zeitwerte bei Erstansatz.
Siemens Energy AG eingetragen in München, Deutschland
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 |
|---|---|
| Eigentumsanteil | 35,1 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 23.136 |
| Langfristige Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) | 18.792 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 21.669 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 8.080 |
| Nettovermögen | 12.179 |
| davon auf die Aktionäre der Siemens Energy AG entfallend | 11.731 |
| Geschäftsjahr | 2020 |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 27.457 |
| Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten nach Ertragsteuern | -1.873 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -1.120 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -2.993 |
| davon auf die Aktionäre der Siemens Energy AG entfallend | -2.630 |
Siemens-Anteil am Nettovermögen der Siemens Energy AG bei Erstansatz 4.142
Gesamtergebnis nach Steuern, auf Siemens entfallend (seit Erstansatz) -24
Siemens-Anteil am Nettovermögen der Siemens Energy AG am Geschäftsjahresende 4.118
Konsolidierungsanpassungen (einschließlich vorläufiger Geschäfts- oder Firmenwert) 2.527
Buchwert der Beteiligung an der Siemens Energy AG am Geschäftsjahresende 6.645
Der Buchwert aller einzeln nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen betrug 779 (im Vj. 1.577) Mio. €. Die zusammengefassten Finanzinformationen für alle einzeln nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen, angepasst an die von Siemens gehaltene Beteiligungsquote, sind nachfolgend dargestellt. Die in der Gesamtergebnisrechnung enthaltenen Posten werden entsprechend dem Zwölfmonatszeitraum, der der Bilanzierung nach der Equity-Methode zugrunde lag, dargestellt.
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten | 128 | 154 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 1 | -25 |
| Gesamtergebnis | 129 | 130 |
Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen
Die folgenden zusammengefassten Finanzinformationen werden in Übereinstimmung mit den IFRS und vor konzerninternen Konsolidierungen dargestellt.
Siemens Healthineers AG eingetragen in München, Deutschland
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 |
|---|---|---|
| Eigentumsanteil der nicht beherrschenden Anteile | 21 % | 15 % |
| Kumulierte nicht beherrschende Anteile | 2.623 | 1.469 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 10.268 | 7.779 |
| Langfristige Vermögenswerte | 14.827 | 13.650 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 7.289 | 5.605 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 5.294 | 6.043 |
| Geschäftsjahr | 2020 | Geschäftsjahr 2019 |
|---|---|---|
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn nach Steuern | 241 | 245 |
| Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesene Dividende | 132 | 118 |
| Umsatzerlöse | 14.460 | 14.518 |
| Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern | 1.423 | 1.586 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -598 | 254 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 825 | 1.840 |
| Summe Cashflows | -233 | 367 |
ZIFFER 5 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten Gewinne in Verbindung mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten in Höhe von 177 (im Vj. 49) Mio. €, Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 308 (im Vj. 138) Mio. € sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
ZIFFER 6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen, Wertminderungsaufwand sowie Wirkungen aus Versicherungsbelangen sowie personellen, rechtlichen und regulatorischen Themen.
ZIFFER 7 Ertragsteuern
Die Ertragsteueraufwendungen/-erträge setzten sich wie folgt zusammen:
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 1.601 | 1.372 |
| Latente Steuern | -219 | 403 |
| Ertragsteueraufwendungen | 1.382 | 1.775 |
In den laufenden Steuern waren Steuererträge in Höhe von 63 (im Vj. 413) Mio. € für laufende Steuern früherer Geschäftsjahre enthalten. Die latenten Steuern beinhalteten Steuererträge von 291 (im Vj. Steueraufwendungen von 179) Mio. € in Zusammenhang mit der Entwicklung der temporären Unterschiede.
Für die Ermittlung der laufenden Steuern in Deutschland wurde ein Gesamtsteuersatz von 31 % herangezogen, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 15 % ergibt. Die laufenden Steuern von ausländischen Tochterunternehmen werden auf der Grundlage des jeweiligen nationalen Steuerrechts und mit dem im Sitzland maßgeblichen Steuersatz ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden in Deutschland und im Ausland mit den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Verbindlichkeit gültig sind.
Die auf Basis des deutschen Gesamtsteuersatzes von 31 % erwarteten Ertragsteueraufwendungen (laufende und latente) weichen von den ausgewiesenen wie folgt ab:
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Erwartete Ertragsteueraufwendungen | 1.758 | 2.149 |
| Erhöhung/Minderung der Ertragsteuern durch Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | 658 | 797 |
| Steuerfreie Erträge | -378 | -268 |
| Steuern für Vorjahre | -55 | -393 |
| Veränderung in der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern und von Steuergutschriften | -75 | -93 |
| Effekt Steuersatzänderungen | 7 | 14 |
| Steuersatzunterschiede Ausland | -457 | -400 |
| Steuereffekt aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 33 | 16 |
| Sonstiges, netto (vor allem Unterschiede beim Gewerbesteuersatz in Deutschland) | -109 | -47 |
| Ausgewiesene Ertragsteueraufwendungen | 1.382 | 1.775 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden in der folgenden Übersicht (auf Nettobasis) dargestellt:
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Latente Steuern auf temporäre Differenzen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | -1.302 | -2.496 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.921 | 3.540 |
| Kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | 362 | -169 |
| Langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | -417 | -144 |
| Verlustvorträge und Steuergutschriften | 760 | 1.138 |
| Summe latente Steuern (netto) | 2.324 | 1.869 |
Minusbeträge stehen für passive latente Steuern.
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Stand der aktiven/passiven latenten Steuern zu Beginn des Geschäftsjahrs | -1.869 | -1.249 |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Ertragsteuern | -219 | 403 |
| Veränderungen von Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 8 | -696 |
| Erfolgsneutrale Zugänge infolge von Akquisitionen | 61 | 34 |
| Veränderungen aufgrund von Siemens Energy | -301 | -373 |
| Sonstiges | -4 | 12 |
| Stand der aktiven/passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahrs | -2.324 | -1.869 |
Minusbeträge stehen für aktive latente Steuern.
Für die folgenden Sachverhalte wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt (Bruttobeträge):
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Abzugsfähige temporäre Differenzen | 192 | 524 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 2.172 | 5.062 |
| Gesamt | 2.364 | 5.586 |
Der Rückgang der steuerlichen Verlustvorträge resultierte im Wesentlichen aus der Abspaltung von Siemens Energy. Im Zeitraum bis 2027 verfallen 221 (im Vj. 2.186) Mio. €. Siemens hat für aufgelaufene Ergebnisse der Tochterunternehmen in Höhe von 25.003 (im Vj. 34.075) Mio. € keine passiven latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.Unter Berücksichtigung der direkten Eigenkapitalbuchungen und der Aufwendungen/Erträge aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten ergaben sich die folgenden Steueraufwendungen/-erträge:
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Fortgeführte Aktivitäten | 1.382 | 1.775 |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten | 398 | 118 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -588 | -698 |
| Gesamt | 1.192 | 1.195 |
Aufgrund einer im Ausland beschlossenen Steuerreform und einer unsicheren Steuerregelung kann es zu einer möglichen Zahlungsverpflichtung in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags kommen. Wegen der geringen Wahrscheinlichkeit und des Charakters einer Eventualverbindlichkeit erfolgte kein Ansatz einer Rückstellung.
ZIFFER 8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.071 | 16.928 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 2.003 | 1.966 |
| Gesamt | 14.074 | 18.894 |
Der langfristige Anteil der Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen wird unter der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen und betrug 4.245 (im Vj. 4.210) Mio. €.
Die künftig zu erhaltenden Mindestleasingzahlungen stellten sich wie folgt dar:
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Innerhalb eines Jahres | 2.441 | 2.354 |
| Zwischen ein und zwei Jahren (im Geschäftsjahr 2019 zwischen ein und fünf Jahren) | 1.685 | 4.008 |
| Zwischen zwei und drei Jahren | 1.156 | - |
| Zwischen drei und vier Jahren | 732 | - |
| Zwischen vier und fünf Jahren | 422 | - |
| Nach mehr als fünf Jahren | 717 | 751 |
| Gesamt | 7.153 | 7.112 |
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der künftigen Mindestleasingzahlungen zur Nettoinvestition in Leasingverhältnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr:
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 |
|---|---|
| Künftige Mindestleasingzahlungen | 7.153 |
| Abzüglich: Unrealisierte Finanzerträge in Bezug auf künftige Mindestleasingzahlungen | -778 |
| Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen | 6.375 |
| Zuzüglich: Barwert des nicht garantierten Restwerts | 100 |
| Nettoinvestition in Leasingverhältnisse | 6.475 |
Die Investitionen in Finanzierungsleasingverhältnisse resultierten überwiegend aus dem Leasinggeschäft mit Industrieausrüstungen, medizinischen Geräten, Transportsystemen sowie Büro- und Datenverarbeitungsgeräten. Die Finanzerträge aus der Nettoinvestition in Leasingverhältnisse betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 398 Mio. €.
In der folgenden Tabelle werden die künftigen Mindestleasingzahlungen zur Brutto- und Nettoinvestition in Leasingverhältnisse sowie zum Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen für das Vorjahr übergeleitet:
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2019 |
|---|---|
| Künftige Mindestleasingzahlungen | 7.112 |
| Zuzüglich: Nicht garantierter Restwert | 239 |
| Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse | 7.352 |
| Abzüglich: Unrealisierte Finanzerträge | -992 |
| Nettoinvestition in Leasingverhältnisse | 6.360 |
| Abzüglich: Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen | -184 |
| Abzüglich: Barwert des nicht garantierten Restwerts | -92 |
| Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen | 6.084 |
Zum Ende des Vorjahrs stellten sich die Fälligkeit der Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse sowie der Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen wie folgt dar:
| 30. Sep. 2019 (in Mio. €) | Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse | Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen |
|---|---|---|
| Fällig innerhalb eines Jahres | 2.368 | 1.930 |
| Fällig zwischen ein und fünf Jahren | 4.064 | 3.497 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 920 | 657 |
| Gesamt | 7.352 | 6.084 |
ZIFFER 9
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Darlehensforderungen | 4.904 | 7.893 |
| Zinstragende Schuldinstrumente | 1.256 | 1.331 |
| Derivative Finanzinstrumente | 798 | 775 |
| Sonstige | 1.424 | 669 |
| Gesamt | 8.382 | 10.669 |
ZIFFER 10
Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten
Von den Vertragsvermögenswerten und -verbindlichkeiten werden voraussichtlich 960 (im Vj. 2.106) Mio. € beziehungsweise 1.112 (im Vj. 3.626) Mio. € nach mehr als zwölf Monaten realisiert beziehungsweise erfüllt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verminderten sich die Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten um 4.576 Mio. € beziehungsweise 9.982 Mio. € aufgrund der Abspaltung von Siemens Energy. Die Umsatzerlöse enthielten 4.651 (im Vj. 4.799) Mio. €, die zu Geschäftsjahresbeginn in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen waren.
ZIFFER 11
Vorräte
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.796 | 3.726 |
| Unfertige Erzeugnisse | 3.043 | 5.902 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.355 | 4.258 |
| Geleistete Anzahlungen | 600 | 921 |
| Gesamt | 7.795 | 14.806 |
Die Umsatzkosten enthielten Vorräte in Höhe von 36.406 (im Vj. 36.288) Mio. €, die als Aufwendungen erfasst wurden. Die Wertberichtigungen verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 17 (im Vj. Erhöhung um 64) Mio. €.
ZIFFER 12
Geschäfts- oder Firmenwerte
Anschaffungskosten
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 32.098 | 30.213 |
| Fremdwährungsumrechnung und Sonstiges | -1.642 | 1.152 |
| Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung | 1.247 | 742 |
| Verkäufe und Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -9.632 | -9 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahrs | 22.072 | 32.098 |
Kumulierte Abschreibungen aus Wertminderungen und sonstige Veränderungen
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 1.938 | 1.868 |
| Fremdwährungsumrechnung und Sonstiges | -100 | 72 |
| Wertminderungsaufwand des Geschäftsjahrs (einschließlich jenem, in Verbindung mit Veräußerungsgruppen) | 1 | 99 |
| Verkäufe und Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -314 | -3 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahrs | 1.623 | 1.938 |
Buchwert
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 30.160 | 28.344 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahrs | 20.449 | 30.160 |
1 Der Wertminderungsaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr bezog sich auf Portfolio Companies. Zum 31. März 2020 hat Siemens seine Organisations- und Berichtsstruktur in Bezug auf das lokale Energiegeschäft in bestimmten Ländern, das nach der Abspaltung von Siemens Energy bei Siemens verbleibt, neu aufgestellt. Geschäfts- oder Firmenwerte wurden basierend auf relativen Werten von der ehemaligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gas and Power auf die neu gebildete Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Siemens Energy Assets unter Portfolio Companies neu zugeordnet. Siemens führte im vierten Quartal die verpflichtende jährliche Wertminderungsüberprüfung durch. Die grundlegenden Annahmen, auf deren Basis Siemens den beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestimmte, beinhalteten langfristige Wachstumsraten wie im Vorjahr von bis zu 1,7 % und Abzinsungssätze (nach Steuern) von 5,5 % bis 12,5 % (im Vj. von 5,5 % bis 8,5 %). Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung künftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ist dem Level 3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, wird hauptsächlich durch den Endwert (Barwert der ewigen Rente) bestimmt, der besonders sensitiv auf Veränderungen der Annahmen zur langfristigen Wachstumsrate und zum Abzinsungssatz reagiert. Beide Annahmen werden individuell für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten festgelegt. Die Abzinsungssätze basieren auf dem Konzept gewichteter durchschnittlicher Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Für SFS entspricht der Abzinsungssatz den spezifischen Eigenkapitalkosten. Die Abzinsungssätze werden auf Basis eines risikofreien Zinssatzes und einer Marktrisikoprämie ermittelt. Darüber hinaus spiegeln die Abzinsungssätze die gegenwärtige Marktbeurteilung der spezifischen Risiken jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider, indem Betafaktoren, Verschuldungsgrad und Fremdkapitalkosten spezifischer Peergroups sowie länderspezifische Aufschläge berücksichtigt werden. Die Parameter zur Ermittlung der Abzinsungssätze basieren auf externen Informationsquellen. Die Peergroup ist Gegenstand einer jährlichen Überprüfung und wird, sofern notwendig, angepasst. Die langfristigen Wachstumsraten berücksichtigen externe makroökonomische Daten und branchenspezifische Trends.
Die folgende Tabelle zeigt grundlegende Annahmen, die bei der Wertminderungsüberprüfung der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, herangezogen worden sind:
| 30. Sep. 2020 (in Mio. €) | Geschäfts- oder Firmenwerte | Langfristige Wachstumsrate | Abzinsungsfaktor nach Steuern |
|---|---|---|---|
| Digital Industries | 6.732 | 1,7 % | 8,5 % |
| Imaging von Siemens Healthineers | 5.827 | 1,7 % | 7,0 % |
| Smart Infrastructure | 2.114 | 1,5 % | 7,5 % |
Den Werten der Umsatzerlöse im fünfjährigen Planungszeitraum der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, liegen durchschnittliche Wachstumsraten der Umsatzerlöse (ohne Portfolioeffekte) zwischen 3,1 % und 6,1 % (im Vj. zwischen 2,3 % und 6,2 %) zugrunde.# ZIFFER 13 Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
| (in Mio. €) | Geschäfts- oder Firmenwerte | Langfristige Wachstumsrate | Abzinsungsfaktor nach Steuern |
|---|---|---|---|
| Gas and Power | 7.167 | 1,7 % | 8,0 % |
| Digital Industries | 6.807 | 1,7 % | 8,5 % |
| Imaging von Siemens Healthineers | 5.951 | 1,7 % | 6,5 % |
Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, wurde eine Verminderung der künftigen Zahlungsströme (nach Steuern) um 10 % oder eine Erhöhung der Abzinsungssätze (nach Steuern) um einen Prozentpunkt oder eine Senkung der langfristigen Wachstumsrate um einen Prozentpunkt angenommen. Auf dieser Grundlage kommt Siemens zu dem Ergebnis, dass sich für keine dieser Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Wertminderungsbedarf ergeben würde.
ZIFFER 13 Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
scrollen
(in Mio. €) | Bruttobuchwert 01.10. 2019 | Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen | Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse
---|---|---|---
Selbst erstellte Technologie | 3.885 | -95 |
Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | 7.008 | -202 | 373
Kundenbeziehungen und Markennamen | 9.434 | -333 | 331
Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 20.326 | -630 | 704
Grundstücke und Bauten | 11.319 | -306 | 40
Technische Anlagen und Maschinen | 9.360 | -233 | 7
Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.239 | -206 | 10
Vermietete Erzeugnisse | 3.700 | -168 |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.461 | -39 |
Sachanlagen | 33.080 | -951 | 58
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(in Mio. €) | Zugänge | Umgliederungen | Abgänge
---|---|---|---
Selbst erstellte Technologie | 419 | - | -753
Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | 70 | - | -2.618
Kundenbeziehungen und Markennamen | 6 | - | -4.401
Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 495 | - | -7.772
Grundstücke und Bauten | 1.108 | 396 | -3.902
Technische Anlagen und Maschinen | 288 | 222 | -4.523
Betriebs- und Geschäftsausstattung | 604 | 124 | -2.523
Vermietete Erzeugnisse | 656 | 38 | -545
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 512 | -780 | -418
Sachanlagen | 3.168 | - | -11.911
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(in Mio. €) | Bruttobuchwert 30. 09. 2020 | Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | Buchwert 30. 09. 2020 | Abschreibungen und Wertminderungen im Geschäftsjahr 2020
---|---|---|---|---
Selbst erstellte Technologie | 3.456 | -1.741 | 1.714 | -195
Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | 4.631 | -2.902 | 1.729 | -443
Kundenbeziehungen und Markennamen | 5.037 | -3.642 | 1.395 | -315
Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 13.124 | -8.286 | 4.838 | -953
Grundstücke und Bauten | 8.656 | -3.589 | 5.067 | -695
Technische Anlagen und Maschinen | 5.120 | -3.699 | 1.421 | -302
Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.249 | -4.078 | 1.171 | -584
Vermietete Erzeugnisse | 3.682 | -1.826 | 1.856 | -524
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 736 | -1 | 735 | -
Sachanlagen | 23.443 | -13.194 | 10.250 | -2.105
- 1 Anfangsbestand zum 1. Oktober 2019 einschließlich der Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 16 (siehe Ziffer 2).
- 2 Enthielt Vermögenswerte, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten.
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(in Mio. €) | Bruttobuchwert 01.10. 2018 | Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen | Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse
---|---|---|---
Selbst erstellte Technologie | 3.467 | 85 |
Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | 7.573 | 173 | 97
Kundenbeziehungen und Markennamen | 8.898 | 405 | 183
Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 19.938 | 663 | 279
Grundstücke und Bauten | 8.372 | 171 | 11
Technische Anlagen und Maschinen | 8.716 | 151 | 8
Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.651 | 121 | 5
Vermietete Erzeugnisse | 3.097 | 67 |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.205 | 39 | 1
Sachanlagen | 28.040 | 549 | 26
scrollen
(in Mio. €) | Zugänge | Umgliederungen | Abgänge
---|---|---|---
Selbst erstellte Technologie | 416 | - | -84
Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | 88 | - | -923
Kundenbeziehungen und Markennamen | - | - | -52
Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 504 | - | -1.059
Grundstücke und Bauten | 158 | 137 | -185
Technische Anlagen und Maschinen | 357 | 327 | -355
Betriebs- und Geschäftsausstattung | 754 | 154 | -535
Vermietete Erzeugnisse | 671 | 19 | -387
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 873 | -638 | -18
Sachanlagen | 2.812 | - | -1.480
scrollen
(in Mio. €) | Bruttobuchwert 30. 09. 2019 | Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | Buchwert 30. 09. 2019 | Abschreibungen und Wertminderungen im Geschäftsjahr 2019
---|---|---|---|---
Selbst erstellte Technologie | 3.885 | -1.906 | 1.979 | -211
Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | 7.008 | -3.702 | 3.306 | -428
Kundenbeziehungen und Markennamen | 9.434 | -4.919 | 4.515 | -277
Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 20.326 | -10.526 | 9.800 | -915
Grundstücke und Bauten | 8.664 | -4.046 | 4.619 | -203
Technische Anlagen und Maschinen | 9.205 | -6.495 | 2.710 | -309
Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.150 | -5.515 | 1.635 | -588
Vermietete Erzeugnisse | 3.467 | -1.704 | 1.763 | -327
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.461 | -4 | 1.457 | -
Sachanlagen | 29.948 | -17.765 | 12.183 | -1.427
- 1 Enthielt Vermögenswerte, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten.
Der Bruttobuchwert der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau enthielt 639 (im Vj. 1.335) Mio. € für Sachanlagen im Bau. Die vertraglichen Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagen betrugen 563 (im Vj. 676) Mio. €.
Die Nutzungsrechte werden in den Sachanlagen entsprechend ihrer Art ausgewiesen. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs betrug der Buchwert der Nutzungsrechte 2.474 Mio. €, die Zugänge und Abschreibungen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1.273 Mio. € beziehungsweise 710 Mio. €. Die Nutzungsrechte bezogen sich im Wesentlichen auf die Anmietung von Grundstücken und Bauten mit einem Buchwert von 2.187 Mio. €, die Zugänge und Abschreibungen beliefen sich auf 1.029 Mio. € beziehungsweise 512 Mio. €. Vermietete Erzeugnisse bezogen sich hauptsächlich auf technische Anlagen und Maschinen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung im Eigentum von Siemens mit einem Buchwert zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs von 1.223 Mio. € beziehungsweise 448 Mio. €. Die Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte, die nicht nach dem Nutzungsrechtmodell bilanziert werden, betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 72 Mio. € beziehungsweise 24 Mio. €. Für Sale-and-Leaseback-Transaktionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Gewinne in Höhe von 267 Mio. € erfasst.
Die künftigen Mindestleasingzahlungen von Leasingnehmern aus Operating-Leasingverhältnissen betrugen:
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30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019
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Innerhalb eines Jahres | 454 | 336
Zwischen ein und zwei Jahren (im Geschäftsjahr 2019 zwischen ein und fünf Jahren) | 369 | 705
Zwischen zwei und drei Jahren | 261 | -
Zwischen drei und vier Jahren | 188 | -
Zwischen vier und fünf Jahren | 129 | -
Nach mehr als fünf Jahren | 186 | 164
Gesamt | 1.586 | 1.204
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen 529 Mio. €, davon 110 Mio. € aus variablen Leasingzahlungen.
ZIFFER 14 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
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30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019
---|---|---
Darlehensforderungen | 14.189 | 12.304
Forderungen aus Finanzierungsleasing | 4.245 | 4.210
Derivative Finanzinstrumente | 2.044 | 2.239
Eigenkapitalinstrumente | 1.670 | 890
Sonstiges | 623 | 200
Gesamt | 22.771 | 19.843
Die Position Darlehensforderungen resultierte im Wesentlichen aus langfristigen Darlehenstransaktionen von SFS.
ZIFFER 15 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
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30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019
---|---|---
Personalbezogene Verbindlichkeiten | 4.304 | 5.839
Passive Abgrenzungsposten | 108 | 156
Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen | 518 | 1.204
Sonstiges | 1.280 | 1.824
Gesamt | 6.209 | 9.023
ZIFFER 16 Finanzschulden
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Kurzfristig | Langfristig
(in Mio. €) | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019
---|---|---|---|---
Anleihen und Schuldverschreibungen | 3.537 | 4.029 | 34.728 | 29.176
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 321 | 1.187 | 1.076 | 1.076
Sonstige Finanzschulden | 2.021 | 803 | 55 | 72
Leasingverbindlichkeiten | 683 | 16 | 2.146 | 90
Summe Finanzschulden | 6.562 | 6.034 | 38.005 | 30.414
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfasste das Unternehmen Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 39 Mio. € und Aufwendungen in Zusammenhang mit variablen Leasingzahlungen, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen wurden, in Höhe von 100 Mio. €.
Zahlungsmittelabflüsse, denen Siemens möglicherweise ausgesetzt sein könnte und die nicht in der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt wurden, bezogen sich im Wesentlichen auf vertraglich vereinbarte, aber noch nicht begonnene Leasingverhältnisse und auf Verlängerungsoptionen, deren Ausübung als noch nicht hinreichend sicher eingestuft wurde, in Höhe von insgesamt 2,6 Mrd. € sowie auf variable Leasingzahlungen, die überwiegend auf Neben- und Betriebskosten für von Siemens gemietete Gebäude entfallen und für die in der Zukunft keine wesentlichen Schwankungen erwartet werden.
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungs tätigkeiten
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(in Mio. €) | 01.10.2019 | Cashflows | Nicht zahlungswirksame Veränderungen
---|---|---|---
| | | Akquisitionen/ Verkäufe | Fremdwährungsumrechnung | Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte | Umgliederungen und sonstige Veränderungen
Langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen | 29.176 | 10.256 | - | -1.276 | 120 | -3.549
Kurzfristige Anleihen und Schuldverschreibungen | 4.029 | -3.959 | - | -46 | 4 | 3.509
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) | 2.262 | 891 | -1.387 | -225 | - | -144
Sonstige Finanzschulden (kurz- und langfristig) | 875 | 1.388 | -1 | -209 | - | 24
Leasingverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 3.233 | -911 | -735 | -108 | - | 1.351
Summe Finanzschulden | 39.576 | 7.664 | -2.123 | -1.865 | 124 | 1.191
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(in Mio. €)## Überblick über die Finanzschulden (in Mio. €)
| Datum | Langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen | Kurzfristige Anleihen und Schuldverschreibungen | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) | Sonstige Finanzschulden (kurz- und langfristig) | Leasingverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | Summe Finanzschulden |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2020 | 34.728 | 3.537 | 1.397 | 2.076 | 2.829 | 44.567 |
| 30.09.2019 | 29.176 | 4.029 | 2.262 | 875 | 106 | 36.449 |
1 Anfangsbestand zum 1. Oktober 2019 einschließlich der Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 16 (siehe Ziffer 2).
Darüber hinaus resultierten aus sonstigen Finanzierungstätigkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr Cashflows in Höhe von - 99 Mio. €.
Nicht zahlungswirksame Veränderungen (in Mio. €)
| Datum | Langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen | Kurzfristige Anleihen und Schuldverschreibungen | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) | Sonstige Finanzschulden (kurz- und langfristig) | Leasingverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | Summe Finanzschulden |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.10.2018 | 25.210 | 3.142 | 2.934 | 781 | 110 | 32.177 |
| Cashflows | 6.471 | -3.190 | -752 | -72 | -21 | 2.436 |
| Akquisitionen/ Verkäufe | -1.044 | -228 | 30 | -6 | - | 24 |
| Fremdwährungsumrechnung | 80 | 171 | 1 | 1.524 |
Nicht zahlungswirksame Veränderungen (in Mio. €)
| Datum | Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte | Umgliederungen und sonstige Veränderungen |
|---|---|---|
| Langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen | 405 | -3.954 |
| Kurzfristige Anleihen und Schuldverschreibungen | - | -3.850 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) | - | -30 |
| Sonstige Finanzschulden (kurz- und langfristig) | - | - |
| Leasingverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | - | 16 |
| Summe Finanzschulden | 405 | -118 |
Darüber hinaus resultierten aus sonstigen Finanzierungstätigkeiten im Vorjahr Cashflows in Höhe von 77 Mio. €.
Kreditlinien
Zum Geschäftsjahresende bestanden Kreditlinien in Höhe von insgesamt 22,95 (im Vj. 9,95) Mrd. €; davon waren 22,95 (im Vj. 9,45) Mrd. € nicht in Anspruch genommen.
Im Februar 2020 wurde die nicht genutzte 7,0 Mrd. € Konsortialkreditlinie, die bis 2024 läuft, bis 2025 verlängert; es besteht noch eine weitere Verlängerungsoption um ein Jahr. Im März 2020 wurde eine neue, bislang nicht genutzte Konsortialkreditlinie in Höhe von 3,0 Mrd. € abgeschlossen, die bis Dezember 2020 läuft und eine Verlängerungsoption um drei Monate hat. Im August 2020 wurde eine neue, bislang nicht genutzte Konsortialbrückenfinanzierung in Höhe von 15,2 Mrd. € abgeschlossen, die zur Absicherung der Finanzierung der Akquisition von Varian Medical Systems, Inc. der Siemens Healthineers AG dient. Diese Finanzierung läuft bis 2022; es bestehen zwei Verlängerungsoptionen um jeweils sechs Monate. Im September 2020 wurde die Konsortialbrückenfinanzierung aus Nettoerlösen aufgrund der Ausgabe neuer Aktien der Siemens Healthineers AG auf annähernd 12,5 Mrd. € reduziert. Im September 2020 wurde die nicht in Anspruch genommene revolvierende bilaterale Kreditlinie in Höhe von 450 Mio. € bis September 2021 verlängert. Die Kreditlinien dienen allgemeinen Unternehmenszwecken.
Anleihen und Schuldverschreibungen
| (Zinssatz/Ausgabe/Fälligkeit) | Währung (Nominalwert in Mio.) | Buchwert in Mio. € | 30. Sep. 2019 | Währung (Nominalwert in Mio.) | Buchwert in Mio. € |
|---|---|---|---|---|---|
| 1,5 %/2012/März 2020/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | - | - | - | € | 1.000 |
| 2,75 %/2012/Sep. 2025/£ festverzinsliche Schuldverschreibungen | £ | 350 | 383 | £ | 350 |
| 3,75 %/2012/Sep. 2042/£ festverzinsliche Schuldverschreibungen | £ | 650 | 700 | £ | 650 |
| 1,75 %/2013/März 2021/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.250 | 1.254 | € | 1.250 |
| 2,875 %/2013/März 2028/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.000 | 998 | € | 1.000 |
| 3,5 %/2013/März 2028/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 100 | 84 | US$ | 100 |
| 2013/Juni 2020/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen | - | - | - | US$ | 400 |
| 2014/Sep. 2021/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 400 | 342 | US$ | 400 |
| 0,375 %/2018/Sep. 2023/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.000 | 998 | € | 1.000 |
| 1,0 %/2018/Sep. 2027/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 750 | 746 | € | 750 |
| 1,375 %/2018/Sep. 2030/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.000 | 994 | € | 1.000 |
| 0,3 %/2019/Feb. 2024/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 750 | 764 | € | 750 |
| 0,9 %/2019/Feb. 2028/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 650 | 690 | € | 650 |
| 1,25 %/2019/Feb. 2031/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 800 | 882 | € | 800 |
| 1,75 %/2019/Feb. 2039/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 800 | 963 | € | 800 |
| 0,0 %/2019/Sep. 2021/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.000 | 1.002 | € | 1.000 |
| 0,0 %/2019/Sep. 2024/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 500 | 503 | € | 500 |
| 0,125 %/2019/Sep. 2029/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.000 | 993 | € | 1.000 |
| 0,5 %/2019/Sep. 2034/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.000 | 991 | € | 1.000 |
| 3M-EURIBOR+ 0,7 %/2019/Dez. 2021/€ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.250 | 1.256 | - | - |
| 0,0 %/2020/Feb. 2023/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.250 | 1.253 | - | - |
| 0,0 %/2020/Feb. 2026/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.000 | 997 | - | - |
| 0,25 %/2020/Feb. 2029/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.000 | 996 | - | - |
| 0,5 %/2020/Feb. 2032/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 750 | 747 | - | - |
| 1,0 %/2020/Feb. 2025/£ festverzinsliche Schuldverschreibungen | £ | 850 | 929 | - | - |
| 0,125 %/2020/Juni 2022/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.500 | 1.496 | - | - |
| 0,25 %/2020/Juni 2024/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.000 | 997 | - | - |
| 0,375 %/2020/Juni 2026/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen | € | 1.000 | 998 | - | - |
| 0,875 %/2020/Juni 2023/£ festverzinsliche Schuldverschreibungen | £ | 450 | 491 | - | - |
| Gesamtbetrag Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen | 23.449 | 14.695 | |||
| 6,125 %/2006/Aug. 2026/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.750 | 1.718 | US$ | 1.750 |
| 2,15 %/2015/Mai 2020/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | - | - | - | US$ | 1.000 |
| 2,9 %/2015/Mai 2022/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.750 | 1.493 | US$ | 1.750 |
| 3,25 %/2015/Mai 2025/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.500 | 1.401 | US$ | 1.500 |
| 4,4 %/2015/Mai 2045/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.750 | 1.476 | US$ | 1.750 |
| 1,7 %/2016/Sep. 2021/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.100 | 939 | US$ | 1.100 |
| 2,0 %/2016/Sep. 2023/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 750 | 638 | US$ | 750 |
| 2,35 %/2016/Okt. 2026/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.700 | 1.446 | US$ | 1.700 |
| 3,3 %/2016/Sep. 2046/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.000 | 846 | US$ | 1.000 |
| 3M-LIBOR+ 0,34 %/2017/März 2020/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen | - | - | - | US$ | 800 |
| 2,2 %/2017/März 2020/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | - | - | - | US$ | 1.100 |
| 2,7 %/2017/März 2022/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.000 | 884 | US$ | 1.000 |
| 3M-LIBOR+ 0,61 %/2017/März 2022/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 850 | 725 | US$ | 850 |
| 3,125 %/2017/März 2024/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.000 | 915 | US$ | 1.000 |
| 3,4 %/2017/März 2027/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.250 | 1.064 | US$ | 1.250 |
| 4,2 %/2017/März 2047/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen | US$ | 1.500 | 1.269 | US$ | 1.500 |
| Gesamtbetrag US$-Schuldverschreibungen | 14.816 | 18.511 | |||
| Summe | 38.265 | 33.205 |
1 Enthielt Anpassungen für Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen.
Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen (Debt Issuance Program)
Der Gesellschaft steht ein Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen zur Verfügung, unter dem sie zum Geschäftsjahresende bis zu 25,0 (im Vj. 15,0) Mrd. € an Schuldverschreibungen begeben konnte. Der ausstehende Nominalbetrag belief sich auf 23,2 (im Vj. 14,5) Mrd. €. Im März 2020 wurden die 1,0 Mrd. € 1,5 % festverzinslichen Schuldverschreibungen zum Nominalwert zurückgezahlt. Im Juni 2020 wurden die 400 Mio. US$ variabel verzinslichen Schuldverschreibungen zum Nominalwert zurückgezahlt. Im Dezember 2019 emittierte Siemens 1,25 Mrd. € variabel verzinsliche Schuldverschreibungen mit Fälligkeit im Dezember 2021. Im Februar 2020 emittierte Siemens Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 4,0 Mrd. € in vier Tranchen und zusätzlich eine 850-Mio.-£-Tranche. Im Juni 2020 emittierte Siemens Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 3,5 Mrd. € in drei Tranchen und darüber hinaus eine 450-Mio.-£-Tranche.
US$-Schuldverschreibungen
Im März 2020 wurden die 800 Mio. US$ 3M-LIBOR+ 0,34 % variabel verzinslichen Schuldverschreibungen sowie die 1,1 Mrd. US$ 2,2 % festverzinslichen Schuldverschreibungen zum Nominalwert zurückgezahlt. Im Mai 2020 wurden die 1,0 Mrd. US$ 2,15 % festverzinslichen Schuldverschreibungen zum Nominalwert zurückgezahlt.
Darlehen und Schuldscheindarlehen
Wie im Vorjahr waren zum Geschäftsjahresende zwei bilaterale Darlehen in Höhe von jeweils 500 Mio. US$ in Summe von 854 (im Vj. 918) Mio. € ausstehend. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist eines der beiden Darlehen liquiditätsneutral durch ein neu abgeschlossenes Darlehen in gleicher Höhe, mit Fälligkeit im März 2023 und zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr, abgelöst worden. Das zweite der beiden Darlehen hat eine Laufzeit bis zum Juni 2024.
Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen (Commercial Paper Program)
Siemens steht ein Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen über 9,0 Mrd. US$ (30. September 2020: 7,7 Mrd. €) zur Verfügung, das auch die Möglichkeit zur Begebung von verlängerbaren US$-Schuldverschreibungen einräumt. Zum Geschäftsjahresende standen 2,3 Mrd. US$ (2,0 Mrd. €) (im Vj. 700 Mio. US$ beziehungsweise 643 Mio. €) aus.# ZIFFER 17 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungsorientierte Pläne
Die für Neuzugänge noch offenen leistungsorientierten Pläne basieren vorwiegend auf Unternehmensbeiträgen. Diese Pläne sind nur in begrenztem Umfang von Langlebigkeit, Inflations- und Gehaltssteigerungen beeinflusst und berücksichtigen länderspezifische Unterschiede. Die bedeutendsten Pläne des Unternehmens sind durch Vermögen in externen, zugriffsbeschränkten Versorgungseinrichtungen gedeckt. Diese Pläne werden gemäß lokalem Recht über Treuhandverträge mit der jeweiligen Versorgungseinrichtung im Interesse der Begünstigten verwaltet. Die leistungsorientierten Pläne umfassten 444.000 Anspruchsberechtigte, davon 177.000 Aktive, 85.000 Ehemalige mit unverfallbaren Ansprüchen sowie 182.000 Pensionäre und Hinterbliebene.
DEUTSCHLAND
In Deutschland werden Pensionsleistungen durch die BSAV (Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung), eingefrorene Pläne mit Altzusagen und Pläne mit Entgeltumwandlungen gewährt. Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter nimmt an der BSAV teil. Die Leistungen aus diesem Plan basieren überwiegend auf nominellen Beiträgen und deren Investmenterträgen, wobei der Arbeitgeber eine Mindestverzinsung garantiert. Mit Einführung der BSAV wurde für Leistungen aus den eingefrorenen Plänen mit Altzusagen die Wirkung aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert. Siemens trägt für die eingefrorenen Pläne jedoch weiterhin das Risiko aus der Vermögensanlage, den Zinsänderungen und der Langlebigkeit. Die Pläne sind über vertragliche Treuhandstrukturen (CTA) mit Vermögen gedeckt. In Deutschland bestehen keinerlei rechtliche oder regulatorische Mindestdotierungsverpflichtungen.
USA
In den USA werden Siemens-Pensionspläne unterhalten, die für Neueintritte ebenso wie für das Erdienen weiterer Ansprüche - mit Ausnahme von Zinsgutschriften für Cash-Balance-Konten - größtenteils geschlossen sind. Siemens hat die Aufsicht über die Kapitalanlage der Planvermögen an einen Anlageausschuss delegiert. Die Planvermögen werden in sogenannten Master Trusts verwaltet. Die Treuhänder der Master Trusts, die für die Verwaltung der Vermögenswerte verantwortlich sind, handeln nach Vorgaben des Anlageausschusses. Die Pläne unterliegen den Finanzierungsanforderungen des Employee Retirement Income Security Act of 1974 (ERISA, US-amerikanisches Betriebsrentengesetz) in der jeweils gültigen Fassung. Dabei besteht die Vorschrift, für leistungsorientierte Pläne ein Mindestfinanzierungsniveau von 80 % sicherzustellen, um Leistungsbeschränkungen zu vermeiden. Die Arbeitgeber können nach eigenem Ermessen über diese regulatorische Anforderung hinaus Beiträge leisten. Die jährlichen Beiträge werden von unabhängigen Aktuaren berechnet.
VEREINIGTES KÖNIGREICH
Pensionsleistungen werden überwiegend durch den Siemens Benefit Scheme gewährt, für dessen überwiegenden Teil ein Inflationsausgleich bis zum Rentenbeginn verbindlich vorgeschrieben ist. Die notwendige Finanzierung wird alle drei Jahre durch sogenannte technische Bewertungen nach gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Aufgrund abweichender Vorgaben für die Bestimmung der Abzinsungssätze ist das sogenannte technische Finanzierungsdefizit regelmäßig höher als die Unterdeckung nach IFRS. Zur Reduzierung des Defizits wurden zwischen Siemens und den Treuhändern im Rahmen einer Vereinbarung jährliche Zahlungen in Höhe von 31 Mio. £ (34 Mio. €) bis zum Geschäftsjahr 2033 festgelegt. Gleichzeitig wurde zwischen dem Unternehmen und den Treuhändern die einmalige Abgeltung der verbleibenden jährlichen Zahlungen durch die Siemens AG zum Zeitpunkt einer vorzeitigen Beendigung der Vereinbarung aufgrund Kündigung oder Insolvenz vereinbart.
SCHWEIZ
Nach dem schweizerischen beruflichen Vorsorgegesetz (BVG) hat jeder Arbeitgeber Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an anspruchsberechtigte Mitarbeiter zu gewähren. Dementsprechend unterhält das Unternehmen in der Schweiz Cash-Balance-Pläne. Diese Pläne werden von unternehmensexternen Stiftungen verwaltet. Der Vorstand der bedeutendsten Stiftung setzt sich zu gleichen Teilen aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Der Vorstand ist verantwortlich für die Anlagepolitik und -verwaltung des Planvermögens, für jegliche Änderungen der Planbedingungen und für die Festlegung der Beiträge zur Finanzierung der Leistungen. Die Beiträge des Unternehmens müssen insgesamt mindestens der in den Planbedingungen vorgegebenen Summe der Arbeitnehmerbeiträge entsprechen. Im Fall einer Unterdeckung können Sonderbeiträge vom Arbeitgeber und von den Arbeitnehmern gemäß klar definierten Sanierungsmaßnahmen erhoben werden.
ENTWICKLUNG DER LEISTUNGSORIENTIERTEN PLÄNE
| Geschäftsjahr 2020 (I) | Geschäftsjahr 2019 | Geschäftsjahr 2020 (II) | Geschäftsjahr 2019 | Geschäftsjahr 2020 (III) | Geschäftsjahr 2019 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) | 40.317 | 35.893 | 31.307 | 28.764 | 33 | 86 | |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 33 | 86 | - | - | - | - | |
| Auswirkungen der Vermögensobergrenze (in Mio. €) | - | - | - | - | - | - | |
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 40.317 | 35.893 | 31.307 | 28.764 | 33 | 86 | |
| Laufende Dienstzeitaufwendungen | 595 | 534 | - | - | - | - | |
| Zinsaufwendungen | 406 | 712 | - | - | 2 | 3 | |
| Zinserträge | - | - | 333 | 580 | - | - | |
| Sonstiges | 2 | -31 | 12 | -20 | -12 | - | |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pläne | 903 | 1.215 | 345 | 560 | -10 | 3 | |
| Erträge aus Planvermögen (ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind) | - | - | -74 | 2.601 | - | - | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 303 | 4.448 | - | - | - | - | |
| Auswirkungen der Vermögensobergrenze | - | - | - | - | -18 | -60 | |
| In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen | 303 | 4.448 | -74 | 2.601 | -18 | -60 | |
| Arbeitgeberbeiträge | - | - | 2.898 | 568 | - | - | |
| Beiträge begünstigter Arbeitnehmer | 142 | 130 | 142 | 130 | - | - | |
| Leistungszahlungen | -1.828 | -1.811 | -1.685 | -1.678 | - | - | |
| Zahlungen für Abgeltungen | -3 | -84 | -2 | -84 | - | - | |
| Unternehmenszusammenschlüsse, Veräußerungen und Sonstiges | -3.489 | 48 | -2.394 | 56 | -2 | - | |
| Fremdwährungsumrechnungseffekte | -634 | 436 | -535 | 383 | -2 | 4 | |
| Sonstige Überleitungspositionen | 4 | -5.812 | -1.281 | -1.576 | -626 | -4 | |
| Stand am Ende des Geschäftsjahrs | 35.777 | 40.317 | 29.970 | 31.307 | 11 | 33 | |
| Deutschland | 22.223 | 24.398 | 17.161 | 16.588 | - | - | |
| USA | 2.958 | 4.073 | 2.617 | 3.341 | - | - | |
| Vereinigtes Königreich | 5.637 | 6.064 | 6.000 | 6.764 | 8 | 19 | |
| Schweiz | 3.328 | 3.574 | 3.355 | 3.424 | - | - | |
| Übrige Länder | 1.632 | 2.207 | 838 | 1.190 | 4 | 14 | |
| Summe | 35.777 | 40.317 | 29.970 | 31.307 | 11 | 33 | |
| davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | |||||||
| davon Nettovermögenswerte (ausgewiesen im Posten Sonstige Vermögenswerte) |
| Geschäftsjahr 2020 (I - II + III) | Geschäftsjahr 2019 | ||
|---|---|---|---|
| Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen (in Mio. €) | |||
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 9.042 | 7.215 | |
| Laufende Dienstzeitaufwendungen | 595 | 534 | |
| Zinsaufwendungen | 407 | 715 | |
| Zinserträge | -333 | -580 | |
| Sonstiges | 2 | -11 | |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pläne | 671 | 658 | |
| Erträge aus Planvermögen (ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind) | 74 | -2.601 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 303 | 4.448 | |
| Auswirkungen der Vermögensobergrenze | -18 | -60 | |
| In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen | 359 | 1.787 | |
| Arbeitgeberbeiträge | -2.898 | -568 | |
| Beiträge begünstigter Arbeitnehmer | - | - | |
| Leistungszahlungen | -143 | -133 | |
| Zahlungen für Abgeltungen | -1 | - | |
| Unternehmenszusammenschlüsse, Veräußerungen und Sonstiges | -1.097 | -8 | |
| Fremdwährungsumrechnungseffekte | -101 | 56 | |
| Sonstige Überleitungspositionen | 4 | -4.240 | |
| Stand am Ende des Geschäftsjahrs | 5.819 | 9.042 | |
| Deutschland | 5.062 | 7.811 | |
| USA | 341 | 732 | |
| Vereinigtes Königreich | -356 | -682 | |
| Schweiz | -27 | 150 | |
| Übrige Länder | 798 | 1.031 | |
| Summe | 5.819 | 9.042 | |
| davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 6.360 | 9.896 | |
| davon Nettovermögenswerte (ausgewiesen im Posten Sonstige Vermögenswerte) | 541 | 854 |
1 Die Tabelle zeigt Beträge einschließlich Siemens Energy. Entsprechend umfasst sie fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten.
2 Enthielt nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen/-erträge, Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen sowie verpflichtungsbezogene Verwaltungsgebühren.
3 Davon auf nicht fortgeführte Aktivitäten entfallend: DBO 155 (im Vj. 179) Mio. €, beizulegender Zeitwert des Planvermögens 34 (im Vj. 38) Mio. €, Auswirkungen der Vermögensobergrenze - (im Vj. -) Mio. €, Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen 121 (im Vj. 140) Mio. €.
4 Davon auf nicht fortgeführte Aktivitäten entfallend: DBO -249 (im Vj. -28) Mio. €, beizulegender Zeitwert des Planvermögens 101 (im Vj. 69) Mio. €, Auswirkungen der Vermögensobergrenze - (im Vj. -) Mio. €, Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen -350 (im Vj. -97) Mio. €.
Die Position Unternehmenszusammenschlüsse, Veräußerungen und Sonstiges enthielt die Abgangswerte aus der Abspaltung von Siemens Energy; dabei entfielen auf die DBO 3.416 Mio. €, den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens 2.319 Mio. € und die Auswirkungen der Vermögensobergrenze 2 Mio. €.
Die Arbeitgeberbeiträge enthielten im abgelaufenen Geschäftsjahr Dotierungen in Deutschland in Höhe von 2.730 Mio. €. Darin machte die Übertragung eines 9,9 %-Anteils an der Siemens Energy AG 1.881 Mio. € aus. Zudem war auch die Einbringung von Immobilien von Siemens Real Estate enthalten.
In Zusammenhang mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergaben sich Nettozinsaufwendungen in Höhe von 66 (im Vj. 108) Mio. €.
Die DBO verteilte sich auf Aktive zu 28 % (im Vj. 32 %), auf Ehemalige mit unverfallbaren Ansprüchen zu 14 % (im Vj. 14 %) und auf Pensionäre und Hinterbliebene zu 57 % (im Vj. 54 %).
Die in den Neubewertungen enthaltenen versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste resultierten aus:
| Geschäftsjahr (in Mio. €) |
|---|
VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN
Der gewichtete durchschnittliche Abzinsungssatz, der der versicherungsmathematischen Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag zugrunde lag, stellte sich wie folgt dar:
| 30. Sep. 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | ||
| EUR | 1,1 % | 1,3 % |
| USD | 0,8 % | 0,8 % |
| GBP | 2,5 % | 3,1 % |
| CHF | 1,6 % | 2,0 % |
Die Bestimmung des Abzinsungssatzes basierte auf hochrangigen Unternehmensanleihen mit einem Emissionsvolumen von mehr als 100 Mio. (in der jeweiligen Währung) und einem AA-Rating (oder einem entsprechenden Rating) von mindestens einer der drei Ratingagenturen Moody's Investors Service, S & P Global Ratings oder Fitch Ratings.
Die angewendeten Sterbetafeln waren:
- Deutschland: Siemens-spezifische Richttafeln (Siemens Bio 2017/2020)
- USA: Pri-2012 mit generationsabhängiger projektiver Skala der US Social Security Administration für langfristige demografische Annahmen
- Vereinigtes Königreich: SAPS S2 (Standardsterblichkeitstafeln für selbstverwaltete Pläne mit Berücksichtigung künftiger Sterblichkeitsveränderungen)
- Schweiz: BVG 2015
Die in Deutschland verwendeten Sterbetafeln (Siemens Bio 2017/2020) basieren im Wesentlichen auf Daten der deutschen Siemens-Population sowie in geringerem Umfang auf Daten des Statistischen Bundesamtes in Deutschland, unter Verwendung eines Formelwerks, das den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik entspricht.
Die Gehalts- und Rententrends für Länder, in denen diese Prämissen eine wesentliche Wirkung haben, sind aus nachfolgender Tabelle ersichtlich. Inflationswirkungen sind in den unten genannten Annahmen, soweit zutreffend, berücksichtigt.
| 30. Sep. 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Gehaltstrend | ||
| Vereinigtes Königreich | 2,6 % | 3,5 % |
| Schweiz | 1,4 % | 1,4 % |
| Rententrend | ||
| Deutschland | 1,5 % | 1,4 % |
| Vereinigtes Königreich | 2,7 % | 2,8 % |
SENSITIVITÄTSANALYSEN
Eine Veränderung der oben genannten Annahmen von jeweils einem halben Prozentpunkt würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern:
| Anstieg 30. Sep. 2020 | Rückgang | Anstieg 30. Sep. 2019 | Rückgang | |
|---|---|---|---|---|
| Veränderung der DBO durch einen halben Prozentpunkt (in Mio. €) | ||||
| Abzinsungssatz | -2.134 | 2.412 | -2.410 | 2.740 |
| Gehaltstrend | 95 | -90 | 104 | -94 |
| Rententrend | 1.689 | -1.367 | 1.826 | -1.541 |
Die DBO würde sich infolge einer 10 %igen Senkung der Sterblichkeitsraten für alle Begünstigten um 1.285 (im Vj. 1.318) Mio. € erhöhen. Unverändert zum Vorjahr basiert die Berechnung der Sensitivitäten auf derselben Methode, die für die Berechnung der Verbindlichkeiten aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses angewendet wurde. Die Sensitivitäten spiegeln eine Veränderung der DBO nur für die jeweils geänderte Annahme wider.
ASSET-LIABILITY-MATCHING-STRATEGIEN
Das Unternehmen betrachtet als ein Hauptrisiko die Verschlechterung des Finanzierungsstatus aufgrund der ungünstigen Entwicklung des Planvermögens und/oder der leistungsorientierten Verpflichtungen als Folge sich verändernder Parameter. Aus diesem Grund setzt Siemens ein an den Versorgungsverpflichtungen ausgerichtetes Risikomanagementkonzept um (Asset Liability Matching). Die Risikosteuerung erfolgt auf Basis einer weltweit definierten Risikoobergrenze (Value at Risk). Das Konzept, die Risikoobergrenze sowie die Vermögensentwicklung, einschließlich der Investmentstrategie, werden kontinuierlich unter Beteiligung von führenden externen Experten überprüft und angepasst. Die Auswahl der unabhängigen Vermögensverwalter erfolgt auf Basis quantitativer sowie qualitativer Analysen, die deren Anlageerfolg und Risikoeinschätzung berücksichtigen. Derivate werden zur Risikoreduzierung als Teil des Risikomanagements genutzt.
AUFGLIEDERUNG DES PLANVERMÖGENS
| 30. Sep. (in Mio. €) | |
|---|---|
| 2020 | |
| Aktien | 5.166 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 13.281 |
| Staatsanleihen | 3.727 |
| Unternehmensanleihen | 9.555 |
| Alternative Anlagen | 4.078 |
| Multi-Strategie-Fonds | 3.154 |
| Derivate | 635 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 813 |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.843 |
| Summe | 29.970 |
Nahezu alle Aktien hatten Preisnotierungen an einem aktiven Markt. Der beizulegende Zeitwert der festverzinslichen Wertpapiere basierte auf Preisen, die von Preisserviceagenturen zur Verfügung gestellt wurden. Die festverzinslichen Wertpapiere werden an aktiven Märkten gehandelt, und fast alle festverzinslichen Wertpapiere haben ein Investment-Grade-Rating. Alternative Anlagen umfassten Anteile an Hedgefonds, Anlagen in Private Equity sowie Immobilien, davon vom Unternehmen selbst genutzte Immobilien mit einem beizulegenden Zeitwert von 527 Mio. €. Multi-Strategie-Fonds umfassen Absolute-Return- und Diversified-Growth-Fonds, die innerhalb eines Fonds in verschiedene Vermögensklassen investieren mit dem Ziel, die Vermögenserträge zu stabilisieren und die Volatilität zu reduzieren. Derivate beinhalten überwiegend Finanzinstrumente zur Sicherung des Zins- und Inflationsrisikos. In den sonstigen Vermögenswerten waren zum Geschäftsjahresende Rückdeckungsversicherungen im Umfang von 1.766 (im Vj. 1.344) Mio. € enthalten.
KÜNFTIGE ZAHLUNGSSTRÖME
Die für das Geschäftsjahr 2021 erwarteten Arbeitgeberbeiträge zu den leistungsorientierten Plänen betragen 1.790 Mio. €. Zum Geschäftsjahresende wurden für die kommenden zehn Geschäftsjahre durchschnittlich jährliche Leistungszahlungen in Höhe von 1.730 (im Vj. 1.714) Mio. € erwartet. Die durchschnittlich gewichtete Laufzeit der DBO der leistungsorientierten Pläne von Siemens betrug 13 (im Vj. 13) Jahre.
Beitragsorientierte Pläne und staatliche Pläne
Die erfolgswirksam erfassten Beiträge zu beitragsorientierten Plänen beliefen sich auf 710 (im Vj. 661) Mio. €; davon betrafen nicht fortgeführte Aktivitäten 215 (im Vj. 201) Mio. €. Die Beiträge zu staatlichen Plänen betrugen 1.844 (im Vj. 1.850) Mio. €; davon betrafen nicht fortgeführte Aktivitäten 450 (im Vj. 431) Mio. €.
ZIFFER 18 Rückstellungen
| Stand zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahrs | Zugänge | Verbrauch | Auflösungen | Fremdwährungsumrechnung | Aufwendungen aus der Aufzinsung und Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes | Sonstige Veränderungen (einschließlich Abspaltung von Siemens Energy) | Stand am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. €) | ||||||||
| Gewährleistungen | 4.300 | 633 | -395 | -258 | -33 | - | -2.673 | 1.574 |
| Auftragsbezogene Rückstellungen für Drohverluste und Risiken | 1.114 | 200 | -112 | -65 | -14 | - | -743 | 380 |
| Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen | 702 | 3 | -5 | -5 | -3 | 17 | -5 | 702 |
| Sonstiges | 1.243 | 846 | -311 | -171 | -24 | 4 | -218 | 1.369 |
| Summe | 7.358 | 1.681 | -823 | -499 | -74 | 21 | -3.639 | 4.026 |
| davon langfristig | 3.697 | 2.352 |
Mit Ausnahme der Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen erwartet Siemens für die Mehrheit der Rückstellungen, dass sie in der Regel innerhalb der nächsten 15 Jahre zahlungswirksam werden.
Gewährleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf veräußerte Produkte. Auftragsbezogene Rückstellungen für Drohverluste und Risiken bildet Siemens für erwartete Verluste und Risiken aus nicht beendeten Fertigungsaufträgen, Verkaufs- sowie Leasingverträgen. Das Unternehmen hat bei bestimmten Posten des Sachanlagevermögens Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen. Diese stehen überwiegend in Zusammenhang mit Sanierungskosten (ausgewiesen unter Zentrale Posten in den Segmentinformationen) sowie mit Kosten für Rückbauverpflichtungen von Mietereinbauten am Ende der Mietzeit. Die Sanierungskosten ergaben sich auf Basis der geschätzten Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen für die Stilllegung des Standorts in Hanau (Werk Hanau), an dem Uran- und Mischoxidbrennelemente gefertigt wurden, sowie für ein nukleares Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Während im Geschäftsjahr 2017 die Entsorgung radioaktiven Abfalls gesetzlich teilweise neu geregelt wurde (Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung), ist Siemens von diesen Regelungen nicht abgedeckt und befolgt somit weiterhin die Vorschriften der zum 30. September 2020 geltenden Fassung des deutschen Atomgesetzes, nach denen der radioaktive Abfall bei der Stilllegung einer kerntechnischen Anlage entsorgt und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Vor diesem Hintergrund arbeitete das Unternehmen folgenden Stufenplan für die Stilllegung der Werke in Hanau und Karlstein aus: Rückbau (beinhaltet Reinigung, Dekontamination und Demontage des technischen Geräts und der Anlagen, Dekontamination der Betriebsräume und Gebäude), Aufbereitung und Verpackung sowie Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls (einschließlich Transport zur Endlagerstätte). Außerdem sind begleitend kontinuierliche technische Studien geplant, ebenso die Entnahme von Proben des radioaktiven Materials unter der Aufsicht von Bundes- und Länderbehörden. Dekontamination und Demontage am Standort Karlstein wurden bis zum Ende des Kalenderjahrs 2018 abgeschlossen, wohingegen Abfallaufbereitung und Verpackung bis 2025 fortgesetzt werden sollen. Danach hat das Unternehmen für die Lagerung des radioaktiven Abfalls in einem Zwischenlager zu sorgen, bis dieser zu einem Endlager transportiert und abgegeben wird. In Bezug auf das Werk Hanau ist der Rückbau bereits vollständig abgeschlossen und die Zwischenlagerung eingerichtet. Am 21. September 2006 hat die Gesellschaft eine offizielle Benachrichtigung von den Behörden erhalten, dass das Werk Hanau von der Anwendung des deutschen Atomgesetzes befreit wurde und die weitere Nutzung unbeschränkt ist. Die genaue Höhe der Dekontaminationskosten wird letztlich davon abhängen, für welche Endlager sich die Bundesregierung entscheidet und wann diese zur Verfügung stehen werden.# Verschiedene Parameter, die in Zusammenhang mit der Errichtung eines Endlagers für radioaktiven Abfall stehen, wurden im Hinblick auf das »Schacht Konrad« genannte Endlager festgelegt. Die Bewertung berücksichtigte Annahmen, die aktuelle und detaillierte Kostenschätzungen, Preissteigerungsraten sowie Abzinsungssätze widerspiegelten und laufende Zahlungsmittelabflüsse bis in die 2060er-Jahre für Rückbau, Zwischen- und Endlagerung beinhalteten. Die geschätzten Zahlungsmittelabflüsse könnten sich wesentlich ändern, wenn der Zeitplan der Regierung, das Endlager »Schacht Konrad« fertigzustellen, durch politische Entwicklungen beeinträchtigt wird. Zur Abzinsung der Zahlungsmittelabflüsse verwendet das Unternehmen die zum Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Die Rückstellung belief sich auf 638 (im Vj. 630) Mio. €. In der Summe enthalten waren Vorausleistungen an den Bund in Höhe von 95 Mio. € für die Errichtung des Endlagers, die als geleistete Anzahlungen aktiviert wurden. Die Rückstellung wurde abzüglich eines Barwertabschlags von 75 (im Vj. 103) Mio. € ausgewiesen, der den erwarteten kontinuierlichen Zahlungsmittelabfluss bis in die 2060er-Jahre widerspiegelt.
Die Position Sonstiges beinhaltete transaktionsbezogene Rückstellungen und Rückstellungen nach Transaktionsabschluss in Zusammenhang mit Portfolioaktivitäten sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, soweit die dem jeweiligen Rechtsstreit zugrunde liegenden Risiken nicht bereits in der Projektbilanzierung berücksichtigt wurden. Die in dieser Position enthaltenen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten betrugen 248 (im Vj. 407) Mio. €. Darüber hinaus beinhaltete die Position Sonstiges zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs Rückstellungen für Versicherungsverträge in Höhe von 499 Mio. € in Zusammenhang mit dem Geschäft von Siemens Energy. Dabei handelte es sich um Rückstellungen für zum Geschäftsjahresende eingetretene und gemeldete sowie für eingetretene und noch nicht gemeldete Versicherungsfälle. Zur Ermittlung der Rückstellungen kamen versicherungsmathematische Standardbewertungsverfahren zum Einsatz, mit Parametern auf Basis von historischen Daten.
ZIFFER 19 Eigenkapital
Das Grundkapital der Siemens AG war, wie im Vorjahr, in 850 Mio. auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) aufgeteilt, auf die ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 € je Aktie entfällt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil des Aktionärs am Gewinn nach Steuern der Gesellschaft. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte und Pflichten.
Siemens kaufte 19.071.746 (im Vj. 13.532.557) Aktien zurück. 5.613.506 (im Vj. 16.251.968) eigene Anteile wurden übertragen. Zum Geschäftsjahresende betrug der Bestand an eigenen Anteilen 50.690.288 (im Vj. 37.232.048).
Die Aufwendungen für die aktienbasierte Vergütung führten zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 298 (im Vj. 294) Mio. € (einschließlich nicht beherrschender Anteile). Zur Erfüllung aktienbasierter Zusagen wurden als eigene Anteile gehaltene Siemens-Aktien zu Anschaffungskosten von 310 (im Vj. 188) Mio. € an Mitarbeiter übertragen. Entsprechend verminderten sich die Kapitalrücklage sowie die Gewinnrücklagen um 218 (im Vj. 132) Mio. € beziehungsweise 92 (im Vj. 56) Mio. €.
Wie im Vorjahr verfügte die Siemens AG zum Geschäftsjahresende über Genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 600 Mio. €, aus dem in Teilbeträgen aufgrund verschiedener befristeter Ermächtigungen bis zu 200 Mio. auf den Namen lautende Stückaktien ausgegeben werden können.
Das Bedingte Kapital der Siemens AG betrug nominal 420,6 (im Vj. 1.080,6) Mio. € beziehungsweise 140,2 (im Vj. 360,2) Mio. Aktien. Damit können vor allem Wandelschuldverschreibungen oder Optionsscheine aus Optionsschuldverschreibungen bedient werden, die aufgrund verschiedener befristeter, von der Hauptversammlung beschlossener Ermächtigungen ausgegeben werden konnten beziehungsweise können.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Dividende je Aktie von 3,90 (im Vj. 3,80) € ausgeschüttet. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen die Ausschüttung einer Dividende von 3,50 € je Aktie an die dividendenberechtigten Inhaber vor. Dies entspricht einer erwarteten Gesamtzahlung von rund 2,8 Mrd. €. Die Zahlung der vorgeschlagenen Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Hauptversammlung am 3. Februar 2021.
Im November 2018 kündigte Siemens ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 3 Mrd. € an, das bis zum 15. November 2021 läuft.
ZIFFER 20 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement
Ausschlaggebend für die Steuerung der Kapitalstruktur ist es, sowohl einen breiten Kapitalmarktzugang über verschiedene Fremdfinanzierungsmittel als auch die Bedienung der Finanzschulden sicherzustellen. Um dies zu gewährleisten, strebte Siemens für das Verhältnis von industrieller Nettoverschuldung zu EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vorjahr einen Wert von bis zu 1,0 an. Diese Verhältniszahl gibt Aufschluss darüber, wie viele Jahre es annähernd dauert, bis die industrielle Nettoverschuldung durch Gewinne aus fortgeführten Aktivitäten getilgt werden kann; dabei bleiben Zinsen, das sonstige Finanzergebnis, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen außer Betracht. Der Vorjahreswert wurde ohne Berücksichtigung von im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten rückwirkenden Klassifizierungen als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt und damit wie im Vorjahr berichtet.
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden | 6.562 | 6.034 |
| Plus: Langfristige Finanzschulden | 38.005 | 30.414 |
| Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -14.041 | -12.391 |
| Minus: Kurzfristige zinstragende Schuldinstrumente | -1.256 | -1.331 |
| Nettoverschuldung | 29.270 | 22.726 |
| Minus: SFS-Finanzschulden¹ | -25.267 | -25.959 |
| Plus: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 6.360 | 9.896 |
| Plus: Kreditgarantien | 604 | 447 |
| Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges² | -777 | -706 |
| Industrielle Nettoverschuldung | 10.189 | 6.404 |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern | 5.672 | 7.518 |
| Plus/Minus: Zinserträge, Zinsaufwendungen und Sonstiges Finanzergebnis | -1.228 | -430 |
| Plus: Abschreibungen und Wertminderungen | 3.157 | 3.494 |
| EBITDA | 7.601 | 10.582 |
| Industrielle Nettoverschuldung/EBITDA | 1,3 | 0,6 |
¹ Die Anpassungen berücksichtigen, dass sowohl Moody's als auch S&P SFS als konzerneigene Finanzierungsgesellschaft (Captive Finance Company) betrachten. Diese Ratingagenturen akzeptieren bei den konzerneigenen Finanzierungstochtergesellschaften im Rahmen der Festlegung von Kreditratings im Allgemeinen höhere Schuldenstände. Diesem Ansatz folgend wurden die SFS-Finanzschulden abgezogen, um eine industrielle Nettoverschuldung zu ermitteln, die nicht durch die Finanzierungsaktivitäten von SFS beeinflusst ist.
² Grundsätzlich werden Finanzschulden zu einem Wert ausgewiesen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag entspricht. Nach IFRS werden Finanzschulden, die in einer Sicherungsbeziehung stehen (Fair Value Hedges), um Marktwertänderungen, hauptsächlich zinsinduziert, angepasst. Diese Anpassungen werden rückgängig gemacht, um zu einem Wert zu gelangen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag der Finanzschulden entspricht. Das Geschäft von SFS ist kapitalintensiv und finanziert sich in einem größeren Umfang als das Industriegeschäft durch Finanzschulden.
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Zugeordnetes Eigenkapital | 2.672 | 2.864 |
| SFS-Finanzschulden | 25.267 | 25.959 |
| Verschuldungsgrad | 9,46 | 9,06 |
Das SFS zugeordnete Eigenkapital weicht vom Buchwert des Eigenkapitals ab, da die Zuordnung im Wesentlichen auf Basis der Risiken der zugrunde liegenden Geschäfte erfolgt.
Das derzeitige Kreditrating des Unternehmens zeigt die folgende Tabelle:
| 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 | |
|---|---|---|
| Moody's Investors Service | A1 | A1 |
| S&P Global Ratings | A + | A + |
| Moody's Investors Service | P-1 | P-1 |
| S&P Global Ratings | A-1+ | A-1+ |
ZIFFER 21 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten
Die folgende Tabelle weist den nicht abgezinsten maximalen Betrag aus, für den Siemens am Bilanzstichtag aus wesentlichen Arten von Garantien (einschließlich Bürgschaften) haftete:
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Kreditgarantien/-bürgschaften | 604 | 447 |
| Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften | 27.917 | 2.644 |
| 28.521 | 3.090 |
Die Position Kreditgarantien/-bürgschaften zeigt, in welchem Umfang Siemens für Finanzverpflichtungen Dritter haftet. Dies betrifft in der Regel Fälle, in denen Siemens Lieferant und/oder Vertragspartner ist oder für Verpflichtungen von assoziierten Unternehmen haftet, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Darüber hinaus werden Kreditgarantien/-bürgschaften im Rahmen der Geschäftstätigkeit von SFS gewährt. Bei Kreditgarantien/-bürgschaften garantiert das Unternehmen im Allgemeinen, dass es im Fall der Nichterfüllung durch den Hauptschuldner dessen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Die maximale Haftungssumme entspricht der Inanspruchnahme beziehungsweise der Restschuld des Kredits oder - im Fall von Kreditlinien, die in variabler Höhe in Anspruch genommen werden können - dem Betrag, der maximal in Anspruch genommen werden kann.
Die Restlaufzeit dieser Garantien/Bürgschaften reichte, wie im Vorjahr, bis zu sechs Jahre. Für Kreditgarantien/-bürgschaften bestanden Sicherheiten, im Wesentlichen in Form von Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs waren 271 Mio. € für Kreditgarantien/-bürgschaften in Verbindung mit dem Geschäft von Siemens Energy enthalten, die nicht an Siemens Energy übertragen wurden; Siemens hat entsprechende Rückgriffsrechte gegenüber Siemens Energy. Für Kreditgarantien/-bürgschaften waren Verbindlichkeiten in Höhe von 18 (im Vj. 35) Mio. € bilanziert.# Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
Außerdem garantiert Siemens die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen, hauptsächlich durch Leistungserfüllungsgarantien/-bürgschaften. Kommt der Hauptschuldner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach, wird Siemens bis zu einem vereinbarten Maximalbetrag in Anspruch genommen. Im Regelfall betragen die Laufzeiten dieser Haftungsverhältnisse bis zu zehn Jahre. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs waren 27.687 Mio. € für nicht übertragene Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften in Verbindung mit dem Geschäft von Siemens Energy enthalten; Siemens hat entsprechende Rückgriffsrechte gegenüber Siemens Energy. Für Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften waren Verbindlichkeiten in Höhe von 1 (im Vj. 3) Mio. € bilanziert. Zusätzlich zu den in der obigen Tabelle aufgeführten bestanden weitere Garantien/Bürgschaften. Die maximale Inanspruchnahme, die sich aus diesen Verpflichtungen ergeben könnte, betrug - soweit sie nicht als unwahrscheinlich betrachtet wurde - insgesamt 387 (im Vj. 413) Mio. €. Enthalten sind dabei Schadensersatzverpflichtungen, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten stehen und den Käufer vor potenziellen steuerlichen, rechtlichen und/oder anderen Unwägbarkeiten in Verbindung mit der übernommenen Geschäftseinheit schützen können. Für diese weiteren Verpflichtungen wurden Verbindlichkeiten in Höhe von 73 (im Vj. 146) Mio. € bilanziert. Siemens haftet gesamtschuldnerisch und hat Eigenkapitaleinlageverpflichtungen als Gesellschafterin in Personenhandelsgesellschaften sowie im Rahmen von verschiedenen Konsortien.
ZIFFER 22 Rechtsstreitigkeiten
Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Vertragsverletzungen
Wie berichtet, hat im März 2019 ein brasilianisches Unternehmen in einem Verfahren in Zusammenhang mit der Errichtung eines 2016 fertiggestellten Kraftwerks in Brasilien Ansprüche auf Zahlung eines höheren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags in Landeswährung gegen ein Auftragnehmerkonsortium und jedes Mitglied des Konsortiums, unter anderem Siemens Ltda., Brasilien (Siemens Ltda.), geltend gemacht. Die Konsorten haften gesamtschuldnerisch, der Anteil von Siemens Ltda. am Konsortium beträgt weniger als 3 %. Das Konsortium und die Konsorten verteidigen sich gegen die Klage und machen ihrerseits Zahlungsansprüche in einem niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag in Landeswährung geltend. Im Zuge der Abspaltung von Siemens Energy wird das Verfahren bei Siemens nicht weiter berichtet.
Wie berichtet, erhob die Stadt Jackson, Mississippi, im Juni 2019 in Zusammenhang mit einem Vertrag über die Erbringung von Effizienzverbesserungen eine Klage unter anderem gegen Siemens Industry, Inc. und Siemens Corporation, USA. Im März 2020 schlossen die Stadt Jackson und die Beklagten einen Vergleich in Höhe von rund 90 Mio. US$ ab. Dementsprechend wurden im April 2020 alle Ansprüche endgültig abgewiesen.
Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen
Wie berichtet, hat im Juli 2008 Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE) in Deutschland vor dem Landgericht München eine Auskunftsklage gegenüber der Siemens AG mit dem Ziel erhoben, Siemens zu verurteilen, die Ergebnisse seiner internen Ermittlungen offenzulegen, soweit diese OTE betreffen. OTE begehrt Auskunft zu den Vorwürfen angeblicher unlauterer Einflussnahme und/oder Bestechung in Zusammenhang mit Aufträgen, die zwischen den Kalenderjahren 1992 und 2006 zwischen der Siemens AG und OTE abgeschlossen wurden. Ende Juli 2010 hat OTE die Klage erweitert und beantragt, die Siemens AG wegen angeblich an OTE-Mitarbeiter geleisteter Bestechungszahlungen zur Zahlung von Schadensersatz an OTE in Höhe von mindestens 57 Mio. € zu verurteilen. Im Oktober 2014 hat OTE die Schadensersatzforderung auf mindestens 68 Mio. € erhöht. Die Siemens AG setzt sich weiterhin gegen die erweiterte Klage zur Wehr.
Wie berichtet, forderte die israelische Kartellbehörde im September 2011 Siemens zu einer rechtlichen Stellungnahme im Hinblick auf eine angebliche wettbewerbsbeschränkende Absprache zwischen April 1988 und April 2004 im Bereich gasisolierter Schaltanlagen auf. Im September 2013 veröffentlichte die israelische Kartellbehörde einen Grundlagenbescheid, wonach die Siemens AG an einer wettbewerbswidrigen Absprache betreffend den israelischen Markt für gasisolierte Schaltanlagen zwischen 1988 und 2004 mit einer Unterbrechung von Oktober 1999 bis Februar 2002 teilgenommen habe. Das Unternehmen hat gegen diese Entscheidung im Mai 2014 Rechtsmittel eingelegt. Basierend auf dem vorerwähnten Grundlagenbescheid der israelischen Kartellbehörde haben im September 2013 zwei Stromverbrauchergruppen jeweils einen Antrag auf Zulassung einer Sammelklage wegen Kartellschadensersatz vor einem israelischen staatlichen Gericht gegen verschiedene Gesellschaften, unter anderem die Siemens AG, eingereicht. Eine der Sammelklagen wurde vom Gericht im Geschäftsjahr 2015 abgewiesen. Mit der anderen Sammelklage wurde Ersatz für angebliche Schäden in Höhe von 2,8 Mrd. ILS geltend gemacht. Darüber hinaus hat die Israel Electric Corporation (IEC) Ende Dezember 2013 eine eigenständige Schadensersatzklage gegen die Siemens AG und andere Gesellschaften, die angeblich ein Kartell am israelischen Markt für gasisolierte Schaltanlagen gebildet hätten, in Höhe von 3,8 Mrd. ILS vor einem israelischen staatlichen Gericht erhoben. Im Dezember 2018 wurde in diesen Verfahren ein Vergleich geschlossen, der vom israelischen staatlichen Gericht im abgelaufenen Geschäftsjahr genehmigt wurde. Nach Zahlung eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags im Juli 2020 wurde das Verfahren endgültig abgeschlossen.
Wie berichtet, hat die Landesanwaltschaft (Ministério Público) São Paulo im Mai 2014 Klage gegen Siemens Ltda. sowie andere Unternehmen und verschiedene Personen unter anderem auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 2,5 Mrd. BRL (September 2020: rund 377 Mio. €), zuzüglich Inflationsanpassung und Zinsen, in Zusammenhang mit Verträgen über die Modernisierung von Zügen erhoben, die zwischen 2008 und 2011 geschlossen wurden. Im Januar 2015 hat das Bezirksgericht in São Paulo eine Klage des Staates São Paulo und von zwei Kunden gegen Siemens Ltda., die Siemens AG und andere Unternehmen und Personen auf Zahlung von Schadensersatz in unbezifferter Höhe zugelassen. Im März 2015 hat das Bezirksgericht São Paulo eine Klage der Landesanwaltschaft São Paulo gegen Siemens Ltda. und andere Unternehmen unter anderem auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 487 Mio. BRL (September 2020: rund 74 Mio. €), zuzüglich Inflationsanpassung und Zinsen, in Zusammenhang mit Verträgen über die Wartung von Zügen zugelassen, die 2000 und 2002 geschlossen wurden. Im September 2015 hat das Bezirksgericht São Paulo eine weitere Klage der Landesanwaltschaft São Paulo gegen Siemens Ltda. und andere Unternehmen unter anderem auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 918 Mio. BRL (September 2020: rund 139 Mio. €), zuzüglich Inflationsanpassung und Zinsen, in Zusammenhang mit Verträgen über die Wartung von Zügen zugelassen, die 2006 und 2007 geschlossen wurden. Siemens setzt sich gegen diese Klagen zur Wehr. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere wesentliche Schadensersatzansprüche von Kunden oder dem Staat gegenüber Siemens geltend gemacht werden.
Wie berichtet, hat Siemens Ltda. im Juni 2015 einen Rechtsbehelf beim Obersten Gerichtshof gegen die Entscheidung einer Vorinstanz eingelegt, Siemens Ltda. für die Dauer von fünf Jahren von Ausschreibungen und Verträgen mit öffentlichen Auftraggebern in Brasilien auszuschließen. Die Entscheidung beruhte auf angeblichen Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit öffentlichen Ausschreibungen der brasilianischen Postbehörde in den Kalenderjahren 1999 und 2004. Im Februar 2018 wurde der Rechtsbehelf abgewiesen. Siemens Ltda. hat gegen die Entscheidung einen weiteren Rechtsbehelf eingelegt. Im Juni 2018 entschied das Gericht zugunsten von Siemens, dass die Entscheidung der vorherigen Instanz unwirksam ist. Siemens Ltda. ist derzeit nicht von der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen. Im Februar 2018 hat die Landesanwaltschaft (Ministério Público) Brasilia eine Klage auf Basis desselben Sachverhalts erhoben und darin im Wesentlichen den Ausschluss von Siemens Ltda. von öffentlichen Ausschreibungen für die Dauer von zehn Jahren gefordert. Siemens Ltda. setzt sich gegen die Klage zur Wehr.
Siemens ist in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit zahlreichen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Diese können insbesondere dazu führen, dass Siemens die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages), die Erfüllung anderer Ansprüche sowie Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis resultieren. Ferner können weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet oder bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet werden. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten könnten negative Entscheidungen für Siemens ergehen, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Zu Rechtsstreitigkeiten werden gemäß IAS 37, Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen, geforderte Angaben nicht gemacht, sofern das Unternehmen zu dem Schluss kommt, dass diese Angaben das Ergebnis des Falls ernsthaft beeinträchtigen können.
ZIFFER 23 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:
| 30. Sep. (in Mio. | |
|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Finanzielle Vermögenswerte nach beizulegendem Zeitwert erfolgsneutral erfasst (Fair Value Option) | 169 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.894 |
| Sonstige Forderungen | 2.032 |
| Kassenbestand und Zahlungsmitteläquivalente | 16.574 |
| Zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 |
| Derivate | 6.211 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.096 |
| Gesamt, finanzielle Vermögenswerte | 39.976 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten nach beizulegendem Zeitwert erfolgsneutral erfasst (Fair Value Option) | 23 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.752 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 1.516 |
| Finanzschulden (Bankkredite, Anleihen, Commercial Paper, etc.) | 20.960 |
| Derivate | 6.119 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.490 |
| Gesamt, finanzielle Verbindlichkeiten | 37.860 |
| Nettofinanzvermögen/-verschuldung | 2.116 |
| Nichtbilanzielle Finanzinstrumente | |
| Garantien und Bürgschaften (max. mögliche Inanspruchnahme) | 387 |
| Sonstige Gewährleistungen | 0 |
| Zusagen | 2.821 |
| Verpflichtungen aus Leasingverträgen | 623 |
| Nicht in Anspruch genommene Kreditfazilitäten | 7.231 |
| Unverfallbare Zahlungsverpflichtungen | 1.342 |
| Gesamt, nichtbilanzielle Finanzinstrumente | 12.404 |
| Zusammensetzung des Nettofinanzvermögens/-verschuldung | |
| Finanzielle Vermögenswerte (liquide Mittel, kurzfristige Wertpapiere) | 16.574 |
| Finanzielle Vermögenswerte (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige Forderungen) | 13.926 |
| Finanzielle Vermögenswerte (Derivate, Sonstige) | 9.307 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (Bankkredite, Anleihen, Commercial Paper, etc.) | (20.960) |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Übrige Verbindlichkeiten) | (5.268) |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (Derivate, Sonstige) | (11.609) |
| Nettofinanzverschuldung | (1.970) |
| Finanzielle Vermögenswerte (langfristige) | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristige) | 0 |
| Nettofinanzvermögen/-verschuldung bereinigt um operative Finanzierungskreisläufe | (1.970) |
| 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 | |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert | Buchwert | |
| (in Mio. €) | ||
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 40.868 | 38.264 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzschulden | 3.483 | 3.473 |
Das Unternehmen bewertet festverzinsliche und variabel verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten, einschließlich der Forderungen aus Finanzierungsleasing, auf der Basis verschiedener Parameter wie Zinssätze, spezifischer Länderrisiken, der individuellen Bonität der Kunden und der Risikostruktur des finanzierten Projekts. Auf Grundlage dieser Bewertung erfasst Siemens Wertberichtigungen auf diese Forderungen. Der beizulegende Zeitwert von Anleihen und Schuldverschreibungen basiert auf Preisen zum Bilanzstichtag, die von Preisserviceagenturen zur Verfügung gestellt werden (Level 2). Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden sowie von sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestimmt Siemens durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit den für Finanzschulden mit vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten aktuell geltenden Zinsen (Level 2). Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Hierarchieleveln von beizulegenden Zeitwerten:
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| 30. Sep. 2020 (in Mio. €) | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | 1.288 | 3.023 | 612 | 4.923 |
| Eigenkapitalinstrumente, bewertet zu FVTPL | 1.067 | 77 | 209 | 1.353 |
| Eigenkapitalinstrumente, bewertet zu FVOCI | 1 | 104 | 385 | 491 |
| Schuldinstrumente, bewertet zu FVTPL | 220 | - | 18 | 238 |
| Derivative Finanzinstrumente | - | 2.842 | - | 2.842 |
| Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) | - | 2.052 | - | 2.052 |
| In Verbindung mit Fair Value Hedges | - | 554 | - | 554 |
| In Verbindung mit Cashflow Hedges | - | 236 | - | 236 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | - | |||
| Derivative Finanzinstrumente | - | 978 | - | 978 |
| Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) | - | 765 | - | 765 |
| In Verbindung mit Cashflow Hedges | - | 213 | - | 213 |
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| 30. Sep. 2019 (in Mio. €) | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | 8 | 3.221 | 709 | 3.938 |
| Eigenkapitalinstrumente, bewertet zu FVTPL | 7 | 206 | 164 | 377 |
| Eigenkapitalinstrumente, bewertet zu FVOCI | 1 | 1 | 511 | 513 |
| Schuldinstrumente, bewertet zu FVTPL | - | - | 34 | 34 |
| Derivative Finanzinstrumente | - | 3.014 | - | 3.014 |
| Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) | - | 2.215 | - | 2.215 |
| In Verbindung mit Fair Value Hedges | - | 457 | - | 457 |
| In Verbindung mit Cashflow Hedges | - | 342 | - | 342 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | - | |||
| Derivative Finanzinstrumente | - | 1.273 | - | 1.273 |
| Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) | - | 889 | - | 889 |
| In Verbindung mit Cashflow Hedges | - | 384 | - | 384 |
Der beizulegende Zeitwert der auf einem aktiven Markt notierten Eigenkapitalinstrumente basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert von Schuldinstrumenten basiert entweder auf Preisen, die von Preisserviceagenturen zur Verfügung gestellt werden, oder wird durch Abzinsung künftiger Zahlungsströme mit aktuellen Marktzinssätzen ermittelt. Siemens ermittelt die beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente je nach Art des Instruments. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten ergibt sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts unter Einsatz aktueller Marktzinssätze und Zinsstrukturkurven. Zins-Futures werden mit ihrem Kurswert bewertet, sofern ein solcher vorhanden ist. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Fremdwährungsderivaten erfolgt auf Basis von Devisenterminkursen. Optionen bewertet Siemens grundsätzlich mit ihrem Kurswert oder auf Basis von Optionspreismodellen. Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften (zum Beispiel schwebende Geschäfte und geplante Transaktionen) bleiben unberücksichtigt. Das Unternehmen begrenzt die Ausfallrisiken aus derivativen Finanzinstrumenten, indem es grundsätzlich Transaktionen mit Finanzinstituten abwickelt, die mindestens ein Investment-Grade-Rating haben. Das Kreditrisiko wird über eine Bewertungsanpassung, basierend auf dem Nettorisiko von Siemens gegenüber dem jeweiligen Vertragspartner, berücksichtigt. Die finanziellen Vermögenswerte des Levels 3 enthielten Wagniskapitalbeteiligungen von 386 (im Vj. 291) Mio. € (Beteiligungen von Next47). Neuinvestitionen in beziehungsweise Erwerbe von Level-3-Vermögenswerten betrugen 249 (im Vj. 153) Mio. €. Die Verkäufe machten im abgelaufenen Geschäftsjahr 327 Mio. € aus. Davon betrafen 248 Mio. € die Veräußerung einer zu FVOCI bewerteten Beteiligung an einem Offshore-Windpark. Die Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten betrugen:
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | ||
|---|---|---|
| 2020 | 2019 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -168 | 33 |
| Darlehen, Forderungen und andere zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldinstrumente | -527 | -97 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 1.291 | -1.383 |
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zu FVTPL | 554 | 465 |
Die Beträge beinhalten Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Realisierung sowie aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Nettogewinne/-verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, bewertet zu FVTPL, resultierten aus verpflichtend zu FVTPL Bewerteten und enthielten Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten (einschließlich Zinserträge und -aufwendungen), für die die Regelungen zur Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung nicht angewendet wurden, sowie Dividendenerträge aus und Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von Eigenkapitalinstrumenten, bewertet zu FVTPL. Die Zinserträge und -aufwendungen beinhalteten die folgenden Zinsen aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden:
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | |
|---|---|
| 2020 | 2019 |
| Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten 1.494 1.583 | |
| Zinsaufwendungen auf finanzielle Verbindlichkeiten -779 -973 |
Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste
Darlehen, Forderungen und andere Schuldinstrumente, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Darlehen und andere Schuldinstrumente, entsprechend der allgemeinen Vorgehensweise
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Schuldinstrumente, entsprechend der vereinfachten Vorgehensweise
| (in Mio. €) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahrs | 54 | 12 | 68 |
| Erfolgswirksame Erhöhung der Wertberichtigungen im Berichtszeitraum | 67 | 11 | 43 |
| Ausbuchung von Forderungen | k.A. | k.A. | -35 |
| Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen | k.A. | k.A. | -6 |
| Fremdwährungsumrechnungseffekte und andere Veränderungen | -48 | 4 | 35 |
| Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten | - | - | - |
| Wertberichtigungen am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs | 73 | 27 | 111 |
Vertragsvermögenswerte
Forderungen aus Finanzierungsleasing
| (in Mio. €) | ||
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahrs | 198 | 184 |
| Erfolgswirksame Erhöhung der Wertberichtigungen im Berichtszeitraum | 9 | 97 |
| Ausbuchung von Forderungen | - | -46 |
| Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen | - | 2 |
| Fremdwährungsumrechnungseffekte und andere Veränderungen | -2 | -11 |
| Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten | -169 | - |
| Wertberichtigungen am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs | 36 | 227 |
Darlehen, Forderungen und andere Schuldinstrumente, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Darlehen und andere Schuldinstrumente, entsprechend der allgemeinen Vorgehensweise
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Schuldinstrumente, entsprechend der vereinfachten Vorgehensweise
| (in Mio. €) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Vorjahrs | 48 | 11 | 64 |
| Erfolgswirksame Erhöhung der Wertberichtigungen im Berichtszeitraum | 13 | 3 | 26 |
| Ausbuchung von Forderungen | k.A. | k.A. | -39 |
| Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen | k.A. | k.A. | 2 |
| Fremdwährungsumrechnungseffekte und andere Veränderungen | -6 | -2 | 14 |
| Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten | - | - | - |
| Wertberichtigungen am Ende des Vorjahrs | 54 | 12 | 68 |
Vertragsvermögenswerte
Forderungen aus Finanzierungsleasing
| (in Mio. €) | ||
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Vorjahrs | 160 | 211 |
| Erfolgswirksame Erhöhung der Wertberichtigungen im Berichtszeitraum | 32 | 36 |
| Ausbuchung von Forderungen | - | -72 |
| Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen | - | 2 |
| Fremdwährungsumrechnungseffekte und andere Veränderungen | 6 | 7 |
| Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten | - | - |
| Wertberichtigungen am Ende des Vorjahrs | 198 | 184 |
Wertminderungsaufwand für Finanzinstrumente wird in den Posten Umsatzkosten, Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen sowie Sonstiges Finanzergebnis ausgewiesen. Der Nettoaufwand betrug 404 (im Vj. 237) Mio. €. Ein Wertminderungsaufwand von 33 (im Vj. 113) Mio. € entfiel größtenteils auf das Geschäft von SFS; er wurde im Posten Sonstiges Finanzergebnis ausgewiesen. Sollte die aktuelle COVID-19-Situation zu einer anhaltenden Rezession mit verzögertem Erholungsprozess führen, könnten die Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten um einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag ansteigen.
Saldierungen
Siemens schließt Globalaufrechnungs- und ähnliche Verträge für derivative Finanzinstrumente ab. Die folgende Tabelle zeigt die potenziellen Auswirkungen von Aufrechnungsvereinbarungen:
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Bruttobeträge | 2.571 | 2.575 | 795 | 1.056 |
| Beträge, die in der Konzernbilanz saldiert wurden | 2 | 7 | 2 | 7 |
| Nettobeträge in der Konzernbilanz | 2.569 | 2.568 | 793 | 1.049 |
| Zugehörige Beträge, die nicht in der Konzernbilanz saldiert wurden | 829 | 835 | 571 | 658 |
| Nettobeträge | 1.739 | 1.733 | 221 | 391 |
ZIFFER 24 Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsaktivitäten
Derivative Finanzinstrumente werden abgeschlossen, um Fremdwährungs- und Zinsrisiken in einem 1:1-Sicherungsverhältnis so abzusichern, dass die wesentlichen Charakteristika, wie zum Beispiel Nominalbetrag und Laufzeit, denen des Grundgeschäfts entsprechen (Critical Term Match). Dies stellt sicher, dass die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem Grundgeschäft die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung ermöglicht. Die Nominalbeträge der Sicherungsinstrumente nach Restlaufzeit stellten sich wie folgt dar:
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 |
|---|---|---|
| Bis zu 12 Monate | Mehr als 12 Monate | |
| Devisentermingeschäfte | 10.739 | 4.435 |
| Zinsswaps | 450 | 7.110 |
| davon in Cashflow Hedges einbezogen | - | 598 |
| davon in Fair Value Hedges einbezogen | 450 | 6.512 |
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 |
|---|---|---|
| Bis zu 12 Monate | Mehr als 12 Monate | |
| Devisentermingeschäfte | 7.803 | 8.248 |
| Zinsswaps | - | 7.842 |
| davon in Cashflow Hedges einbezogen | - | 1.195 |
| davon in Fair Value Hedges einbezogen | - | 6.647 |
Die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Arten derivativer Finanzinstrumente, die als finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten in den Posten Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte beziehungsweise Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten berichtet werden, waren wie folgt:
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 |
|---|---|---|
| Aktiva | Passiva | |
| Devisentermingeschäfte | 933 | 617 |
| davon in Cashflow Hedges einbezogen | 231 | 106 |
| Zinsswaps und kombinierte Zins-Währungsswaps | 1.835 | 328 |
| davon in Cashflow Hedges einbezogen | - | 107 |
| davon in Fair Value Hedges einbezogen | 554 | - |
| Sonstige (eingebettete Derivate, Optionen, Rohstoffswaps) | 74 | 33 |
| 2.842 | 978 |
| (in Mio. €) | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 |
|---|---|---|
| Aktiva | Passiva | |
| Devisentermingeschäfte | 942 | 792 |
| davon in Cashflow Hedges einbezogen | 341 | 340 |
| Zinsswaps und kombinierte Zins-Währungsswaps | 1.639 | 248 |
| davon in Cashflow Hedges einbezogen | - | 42 |
| davon in Fair Value Hedges einbezogen | 457 | - |
| Sonstige (eingebettete Derivate, Optionen, Rohstoffswaps) | 434 | 233 |
| 3.014 | 1.273 |
Die sonstigen Bestandteile des Eigenkapitals (nach Steuern) in Bezug auf Cashflow Hedges entwickelten sich wie folgt:
| Zinssicherungen | Fremdwährungssicherungen |
|---|---|
| (in Mio. €) | Cashflow Hedgerücklage |
| Stand zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahrs | -10 |
| Abspaltung von Siemens Energy | - |
| Im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erfasste Sicherungsgewinne/-verluste | -48 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen | -1 |
| Stand am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs | -59 |
| davon Cashflow Hedgerücklage beendeter Sicherungsbeziehungen | - |
| Zinssicherungen | Fremdwährungssicherungen |
|---|---|
| (in Mio. €) | Cashflow Hedgerücklage |
| Stand zu Beginn des Vorjahrs | 35 |
| Im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erfasste Sicherungsgewinne/-verluste | -42 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen | -4 |
| Stand am Ende des Vorjahrs | -10 |
| davon Cashflow Hedgerücklage beendeter Sicherungsbeziehungen | - |
Erfolgswirksame Umgliederungen in Zusammenhang mit Zinssicherungen und nicht operativ bedingten Fremdwährungssicherungen werden im Posten Sonstiges Finanzergebnis ausgewiesen. Umgliederungen in Verbindung mit Fremdwährungssicherungen, die für operative Geschäftszwecke abgeschlossen wurden, sind in den Funktionskosten enthalten. Die Sicherungskosten entsprechen dem Terminelement von Termingeschäften, die nicht für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung bestimmt wurden, und werden linear als Zinsaufwendungen erfasst, da das Grundgeschäft zeitraumbezogen ist.
Fremdwährungsrisikomanagement
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE, DIE NICHT DIE VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE BILANZIERUNG EINER SICHERUNGSBEZIEHUNG ERFÜLLEN
Das Unternehmen sichert Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten, Finanzschulden sowie schwebenden Geschäften und geplanten Transaktionen resultieren, vorwiegend durch einen konzernweiten Portfolioansatz ab. Dieser besteht darin, die konzernweiten Risiken zentral zu bündeln und durch den Einsatz verschiedener derivativer Finanzinstrumente - vor allem Devisentermingeschäfte, Währungsswaps und -optionen - zu minimieren. Eine solche Strategie erfüllt nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting). Siemens bilanziert auch Währungsderivate, die in bestimmte Kauf- und Verkaufsverträge eingebettet sind.
CASHFLOW HEDGES
Die operativen Einheiten des Unternehmens wenden für bestimmte wesentliche, in Fremdwährung lautende geplante Transaktionen und schwebende Geschäfte Hedge Accounting an. Siemens setzt in erster Linie Devisentermingeschäfte ein, um das Risiko von Schwankungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Käufen und Verkäufen sowie schwebenden Geschäften zu vermindern. Dieses Risiko resultiert vor allem aus auf US-Dollar lautenden langfristigen Verträgen, zum Beispiel im Projekt- und im Standardproduktgeschäft der operativen Einheiten von Siemens; daneben hat die Siemens AG zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos aus einem Teil der Kaufpreisverpflichtung für den geplanten Erwerb von Varian Medical Systems, Inc. durch Siemens Healthineers einen Deal Contingent Forward mit einem Nominalbetrag von 7.500 Mio. € abgeschlossen. Zum Geschäftsjahresende war das Risiko gegen den Euro mit einem durchschnittlichen Kurs von 1,2013 €/US$ (im Vj. 1,1972 €/US$) durch Terminkäufe von US-Dollars beziehungsweise 1,1950 €/US$ (im Vj. 1,2547 €/US$) durch Terminverkäufe von US-Dollars abgesichert. Die Sicherungsgeschäfte hatten eine durchschnittliche Laufzeit bis 2022 (im Vj. bis 2020) für Terminkäufe von US-Dollars beziehungsweise von 2021 (im Vj. bis 2024) für Terminverkäufe von US-Dollars.
Zinsrisikomanagement
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE, DIE NICHT DIE VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE BILANZIERUNG EINER SICHERUNGSBEZIEHUNG ERFÜLLEN
Das Zinsrisikomanagement des Konzerns, ausgenommen die Geschäfte von SFS, nutzt derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines portfoliobasierten Ansatzes zur aktiven Steuerung des Zinsrisikos unter Zugrundelegung eines Orientierungswerts (Benchmark).# ZIFFER 25 Management von finanziellen Risiken
Zunehmende Marktpreisschwankungen können für Siemens zu signifikanten Ergebnisrisiken und Zahlungsstromvolatilitätsrisiken führen. Insbesondere Änderungen der Wechselkurse und der Zinssätze beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten des Unternehmens. Um die Allokation der finanziellen Ressourcen über die Siemens-Segmente und -Einheiten hinweg zu optimieren und seine Ziele zu erreichen, identifiziert, analysiert und steuert Siemens die hiermit verbundenen Marktpreisrisiken. Das Unternehmen versucht, diese Risiken in erster Linie im Rahmen der laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten zu steuern und zu überwachen, und setzt - sofern zweckmäßig - derivative Finanzinstrumente ein.
Für die Quantifizierung von Marktpreisrisiken hat Siemens das Konzept des »Value at Risk« (VaR) implementiert, das auch für die interne Steuerung der Aktivitäten der Konzern-Treasury verwendet wird. Die VaR-Werte werden auf Basis der historischen Volatilitäten und Korrelationen verschiedener Risikofaktoren, einer Haltedauer von zehn Tagen sowie eines Konfidenzniveaus von 99,5 % berechnet. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder die Konzern-Gesamtergebnisrechnung können infolge grundlegender konzeptioneller Unterschiede von den ermittelten VaR-Werten deutlich abweichen. Während die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzern-Gesamtergebnisrechnung nach den IFRS erstellt werden, basieren die VaR-Werte auf einem Modell, das aus einer rein finanzwirtschaftlichen Perspektive einen möglichen finanzwirtschaftlichen Verlust errechnet, der bei einer Haltedauer von zehn Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 % nicht überschritten wird.
Obwohl der VaR ein bedeutendes Konzept zur Messung von Marktpreisrisiken ist, können die Modellannahmen zu Einschränkungen führen. Dazu gehören:
- Eine Haltedauer von zehn Tagen unterstellt, dass es möglich ist, die zugrunde liegenden Positionen innerhalb dieser Periode zu veräußern. Dies kann sich in anhaltenden Phasen von illiquiden Märkten als unrichtig erweisen.
- Ein Konfidenzniveau von 99,5 % bedeutet, dass mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 0,5 % Verluste eintreten, die den berechneten VaR übersteigen.
- Bei der Verwendung von historischen Daten als Basis für die Abschätzung des statistischen Verhaltens der relevanten Märkte und letztlich der Quantifizierung der möglichen Bandbreite der künftigen Ergebnisse auf Basis dieses statistischen Verhaltens besteht die Möglichkeit, dass nicht alle möglichen Entwicklungen abgedeckt sind. Dies gilt im Besonderen für das Auftreten außergewöhnlicher Ereignisse.
Marktsensitive Instrumente - einschließlich der Anlagen in Aktien und zinstragende Investments -, die in Zusammenhang mit den Pensionsplänen des Unternehmens stehen, sind nicht Gegenstand der folgenden quantitativen und qualitativen Angaben.
Fremdwährungsrisiko
TRANSAKTIONSRISIKO
Jede Siemens-Einheit ist Risiken in Zusammenhang mit Wechselkursänderungen ausgesetzt, wenn sie Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern abschließt und daraus in der Zukunft Zahlungsströme in Fremdwährungen resultieren, die nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Siemens-Einheit entsprechen. Siemens-Einheiten sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro ausgesetzt. Das Fremdwährungsrisiko wird zum Teil dadurch ausgeglichen, dass Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen in den entsprechenden Fremdwährungen beschafft werden und dass in den lokalen Märkten produziert wird beziehungsweise andere Leistungen entlang der Wertschöpfungskette erbracht werden. Den operativen Einheiten ist es verboten, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen der operativen Einheiten werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt.
Die Siemens-Einheiten sind gemäß der Unternehmenspolitik verantwortlich für die Erfassung, Bewertung und Überwachung ihrer transaktionsbezogenen Fremdwährungsrisiken. Die Nettofremdwährungsposition der Siemens-Einheiten dient als zentrale Steuerungsgröße und ist in einer Bandbreite von mindestens 75 %, aber nicht mehr als 100 % abzusichern. Die operativen Einheiten schließen dazu in der Regel ihre Sicherungstransaktionen intern mit der Konzern-Treasury ab, die wiederum, im Rahmen eines kostenoptimierenden Portfolioansatzes, die Fremdwährungsrisiken mit externen Handelspartnern sichert und begrenzt.
Der VaR für Fremdwährungsrisiken betrug 90 (im Vj. 79) Mio. €. Er wurde ermittelt unter Berücksichtigung von Positionen der Konzernbilanz, der schwebenden Geschäfte in Fremdwährung sowie der Zahlungsströme in Fremdwährung, die sich aus geplanten Transaktionen der folgenden zwölf Monate ergeben. Der Anstieg des VaR resultierte im Wesentlichen aus einer höheren Nettofremdwährungsposition nach Sicherungstransaktionen.
TRANSLATIONSRISIKO
Viele Siemens-Einheiten befinden sich außerhalb der Eurozone. Da die Berichtswährung bei Siemens der Euro ist, rechnet das Unternehmen für die Erstellung des Konzernabschlusses die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro um. Zur Berücksichtigung der translationsbezogenen Fremdwährungsrisiken im Risikomanagement wird generell unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse kontinuierlich reinvestiert werden. Die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung von Nettovermögenspositionen in Euro werden im Posten Eigenkapital des Konzernabschlusses von Siemens erfasst.
Zinsrisiko
Das Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert von künftigen Zahlungsmittelflüssen eines Finanzinstruments aufgrund von Veränderungen des Marktzinssatzes schwankt. Das Risiko tritt immer dann auf, wenn sich die Zinskonditionen von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten unterscheiden. Die Konzern-Treasury führt unter Verwendung fixer oder variabler Zinsen aus Anleiheemissionen und unter Einsatz derivativer Finanzinstrumente ein umfassendes konzernweites Zinsrisikomanagement mit dem Ziel durch, das Zinsrisiko, die Zinserträge und die Zinsaufwendungen des Unternehmens zu steuern. Das Zinsrisiko des Konzerns, mit Ausnahme des SFS-Geschäfts, wird vermindert durch die aktive Steuerung des Zinsrisikos im Verhältnis zu einem Benchmark. Das Zinsrisiko aus dem SFS-Geschäft wird - unter Berücksichtigung der Laufzeitstruktur der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -getrennt gesteuert.
Das Zinsrisikomanagement für die Geschäfte von SFS erfolgt weiterhin als separater Portfolioansatz unter Berücksichtigung der Zinsstruktur der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Keiner der beiden Ansätze erfüllt die Voraussetzungen für eine Anwendung der Regelungen zum Hedge Accounting. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen aus Zinsswaps wurde als Zinsaufwendungen im Posten Sonstiges Finanzergebnis erfasst.
CASHFLOW HEDGES FÜR VARIABEL VERZINSLICHE KURZFRISTIGE SCHULDVERSCHREIBUNGEN (COMMERCIAL PAPER)
Siemens wendet Cashflow Hedge Accounting für ein revolvierendes Portfolio variabel verzinslicher kurzfristiger Schuldverschreibungen mit einem Nominalvolumen von 700 Mio. US$ an. Dabei zahlt das Unternehmen einen festen und erhält einen variablen Zinssatz. Dadurch werden künftige Veränderungen der Zinszahlungen auf die zugrunde liegenden variabel verzinslichen kurzfristigen Schuldverschreibungen ausgeglichen. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen wurde in den Zinsaufwendungen erfasst. Das Unternehmen erhielt im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Zinsswaps variable Zinszahlungen von durchschnittlich 0,23 % (im Vj. 2,11 %) und zahlte feste Zinszahlungen von durchschnittlich 1,95 % (im Vj. 1,95 %).
FAIR VALUE HEDGES FÜR FESTVERZINSLICHE FINANZSCHULDEN
Auf Grundlage der bestehenden Zinsswap-Kontrakte zahlte das Unternehmen, wie im Vorjahr, einen variablen Zinssatz auf einen Kapitalbetrag und erhielt im Gegenzug dafür Zinsen auf Basis eines festen Zinssatzes auf denselben Betrag. Diese Zinsswaps gleichen künftige Veränderungen der als abgesichertes Risiko dokumentierten Zinssätze auf den beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden festverzinslichen Finanzschulden aus.
Buchwerte von 6.938 (im Vj. 7.050) Mio. € von festverzinslichen Finanzschulden wurden im Rahmen von Fair Value Hedges abgesichert, einschließlich kumulierter Buchwertanpassungen in Höhe von 540 (im Vj. 416) Mio. €. Nicht amortisierte Buchwertanpassungen von 220 (im Vj. 281) Mio. € entfielen auf Grundgeschäfte, für die keine bilanzielle Sicherungsbeziehung mehr besteht; sie werden über die Restlaufzeit der bis 2042 auslaufenden Grundgeschäfte amortisiert.
Buchwertanpassungen auf Finanzschulden in Höhe von - 123 (im Vj. 405) Mio. € wurden im Posten Sonstiges Finanzergebnis erfasst; die zugehörigen Zinsswaps führten zu einem Gewinn von 91 (im Vj. Verlust von 417) Mio. €. Der Zinsswap-Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen wurde in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Im Rahmen der bestehenden Zinsswaps zahlte Siemens einen variablen Zinssatz von durchschnittlich -0,13 % (im Vj. 0,825 %) und erhielt einen durchschnittlichen Festzinssatz von 1,49 % (im Vj. 1,523 %).
Der abgesicherte Nominalbetrag der Finanzschulden betrug 6.423 (im Vj. 6.664) Mio. €. Damit wurden 18 % (im Vj. 22 %) des Bestands an Anleihen und Schuldverschreibungen des Unternehmens von festverzinslich auf variabel verzinslich getauscht. Die Zinsswap-Kontrakte werden zu unterschiedlichen Terminen fällig, da sie auf die Laufzeiten der abgesicherten Positionen abgestimmt sind. Der beizulegende Zeitwert der Zinsswaps, die Finanzschulden absicherten, betrug netto, das heißt ohne Berücksichtigung abgegrenzter Zinsen, 520 (im Vj. 428) Mio. €.# Ziffer 25 Finanzrisiken
Das Zinsrisiko von Siemens resultiert in erster Linie aus der Finanzierung in US-Dollar, britischen Pfund und Euro. Soweit länderspezifische Regelungen dem nicht entgegenstehen, stellt die Konzern-Treasury konzernweit die erforderlichen Finanzierungsmittel in Form von Darlehen oder über konzerninterne Verrechnungskonten zur Verfügung. Das gleiche Konzept wird auf Einlagen aus den Zahlungsmitteln angewendet, die die operativen Einheiten erwirtschaften. Der VaR aus dem Zinsrisiko betrug 424 (im Vj. 722) Mio. €. Ausschlaggebend für den Rückgang war im Wesentlichen eine niedrigere Zinsvolatilität, insbesondere im US-Dollar- und im Euro-Bereich.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko für die Gesellschaft besteht darin, dass sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Siemens folgt einer wohlüberlegten Finanzierungspolitik, die auf ein ausgewogenes Finanzierungsportfolio, ein diversifiziertes Fälligkeitsprofil und ein komfortables Liquiditätspolster ausgerichtet ist. Siemens begrenzt das Liquiditätsrisiko durch die Umsetzung einer effektiven Steuerung des Nettoumlaufvermögens und der Zahlungsmittel, durch vereinbarte Kreditlinien bei Finanzinstituten mit hohem Rating, durch ein Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen sowie durch ein globales Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen in mehreren Währungen. Das Liquiditätsrisiko kann ebenfalls durch die Siemens Bank GmbH gemindert werden, die die Flexibilität von Siemens bei Geldanlagen und Refinanzierungen erhöht. Ergänzend verfolgt Siemens kontinuierlich die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten und beobachtet, wie sich Verfügbarkeit und Kosten der Finanzierungsmöglichkeiten entwickeln. Ein wesentliches Ziel ist es dabei, die finanzielle Flexibilität von Siemens zu sichern und Rückzahlungsrisiken zu begrenzen.
Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgung, Rückzahlungen und Zinsen. Die dargestellten erwarteten, nicht abgezinsten Nettozahlungen aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten wurden einzeln für jeden Zahlungszeitpunkt eines Finanzinstruments ermittelt und basieren auf dem frühestmöglichen Zeitpunkt, an dem eine Zahlung von Siemens verlangt werden kann. Den Mittelabflüssen für finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich Zinsen) ohne festen Betrag oder Zeitraum liegen die Konditionen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs zugrunde.
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2021 | 2022 | 2023 bis 2025 | 2026 und danach |
|---|---|---|---|---|
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 4.199 | 6.435 | 10.647 | 23.436 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 347 | 198 | 885 | 6 |
| Übrige Finanzschulden | 2.023 | 2 | 8 | 46 |
| Leasingverbindlichkeiten | 695 | 563 | 921 | 867 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.786 | 53 | 32 | 2 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.480 | 112 | 109 | 21 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Kreditgarantien/-bürgschaften¹ | 513 | 113 | 195 | 172 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen² | 1 | 604 | - | - |
¹ Basierend auf den maximalen Beträgen, für die Siemens im Falle der Nichterfüllung durch den Hauptschuldner in Anspruch genommen werden kann.
² Ein beträchtlicher Anteil resultiert aus vermögenswertbasierten Kreditgeschäften (Asset Based Lending), bei denen die entsprechenden Kreditzusagen erst dann in Anspruch genommen werden können, wenn ausreichende Sicherheiten vom Kreditnehmer gestellt wurden.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko ist definiert als ein unerwarteter Verlust bei Finanzinstrumenten, wenn der Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht vollständig und bei Fälligkeit nachkommt oder wenn Sicherheiten an Wert verlieren. Siemens stellt seinen Kunden, insbesondere in Zusammenhang mit Großprojekten, direkte und indirekte Finanzierungen in verschiedensten Ausprägungen zur Verfügung. Die sich hieraus ergebenden Kreditrisiken werden durch die Bonität des Schuldners, die Werthaltigkeit der Kreditsicherheiten, den Erfolg der Projekte, in die Siemens investiert hat, und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bestimmt. Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken durch Kreditprüfungen und -ratings ist eine Kernkompetenz des Risikomanagementsystems. Siemens hat in diesem Zusammenhang verbindliche Kreditrisikogrundsätze implementiert. Siemens unterhält eine Kreditrisikoeinheit, an die zahlreiche operative Einheiten des Siemens-Konzerns regelmäßig ihre Geschäftspartnerdaten als Grundlage eines zentralisierten Prozesses für Ratings und Kreditlimitempfehlungen liefern. Durch die Identifizierung, Quantifizierung und aktive Verwaltung des Kreditrisikos erhöht dies die Transparenz der Kreditrisiken.
Ratings sowie individuell festgelegte Kreditlimite basieren auf allgemein anerkannten Ratingmethoden, unter Verwendung von Informationen von Kunden, externen Ratingagenturen und Informationsdienstleistungsunternehmen, sowie auf den Erfahrungen von Siemens hinsichtlich Forderungsausfällen. Interne Ratings berücksichtigen entsprechende zukunftsgerichtete Informationen, die für das spezifische Finanzinstrument relevant sind, wie erwartete Veränderungen der finanziellen Lage des Schuldners, der Gesellschafterstruktur, der Geschäftsführung oder der operativen Risiken, sowie breitere zukunftsgerichtete Informationen, wie erwartete makroökonomische sowie branchen- und wettbewerbsbezogene Entwicklungen. Die Ratings berücksichtigen ebenso eine länderspezifische Risikokomponente, die aus externen Länderratings abgeleitet wird. Die Ratings und Limite für Kreditinstitute sowie öffentliche und private Auftraggeber beziehungsweise Kunden von Siemens - die von internen Spezialisten für Risikobewertung ermittelt werden - werden laufend aktualisiert und bei der Anlage von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie der Festlegung der Konditionen für direkte oder indirekte Kundenfinanzierungen berücksichtigt.
Eine Forderung gilt als ausgefallen, wenn der Schuldner nicht bereit oder nicht fähig ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Eine Reihe intern definierter Anlässe löst ein Ausfallrating aus, beispielsweise die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, Forderungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen oder ein Ausfallrating einer externen Ratingagentur.
Für die Analyse und Überwachung des Kreditrisikos wendet die Gesellschaft verschiedene Systeme und Prozesse an. Ein Hauptelement ist eine zentrale IT-Anwendung, die die Daten operativer Einheiten zusammen mit den Rating- und Ausfallinformationen verarbeitet. Daraus ergibt sich eine Schätzung, die als Basis für die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen für Ausfallrisiken genutzt werden kann. Darüber hinaus werden auch qualitative Informationen herangezogen, insbesondere um aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen.
Der maximale Risikobetrag für finanzielle Vermögenswerte, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, entspricht ihrem Buchwert. Sicherheiten verringern die zu bildende Wertberichtigung in dem Maße, wie sie tatsächlich das Kreditrisiko reduzieren. Sie müssen spezifisch, identifizierbar und juristisch verwertbar sein, um berücksichtigt zu werden. Diese Sicherheiten werden überwiegend im Portfolio von SFS gehalten. Der Wert der Sicherheiten - in Form von Aufrechnungsvereinbarungen bei Derivaten für den Fall der Insolvenz des entsprechenden Vertragspartners - für finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, betrug 829 (im Vj. 835) Mio. €. Sicherheiten für wertgeminderte Forderungen aus Finanzierungsleasing bestanden zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs in Höhe von 141 (im Vj. 55) Mio. €. Der Wert der Sicherheiten für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte betrug 4.109 (im Vj. 3.948) Mio. €, darunter 141 (im Vj. 86) Mio. € für wertgeminderte Kredite im Finanzierungsgeschäft von SFS. Die Sicherheiten bestanden überwiegend aus Sachanlagen. Kreditrisiken aus unwiderruflichen Kreditzusagen entsprechen den erwarteten künftigen Auszahlungen.
Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs untergliederte sich das externe Finanzierungsportfolio von SFS nach Ratingklassen (vor Wertberichtigungen) wie folgt:
| Kredite und andere Schuldinstrumente, entsprechend der allgemeinen Vorgehensweise | \multicolumn{3}{c}{Kreditzusagen und Kreditgarantien (in Mio. €)} | \multicolumn{3}{c}{} |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Mit Investment-Grade-Rating | 6.101 | 31 | k.A. | 607 | k.A. | k.A. |
| Mit Non-Investment-Grade-Rating | 12.189 | 776 | 541 | 2.574 | 130 | 100 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing (in Mio. €) | |
|---|---|
| Mit Investment-Grade-Rating | 1.966 |
| Mit Non-Investment-Grade-Rating | 4.172 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der operativen Einheiten erhalten im Allgemeinen ein internes Rating; 43 % (im Vj. 42 %) hatten ein Investment-Grade-Rating, und 57 % (im Vj. 58 %) wurden mit einem Non-Investment-Grade-Rating bewertet. Die Vertragsvermögenswerte der operativen Einheiten zeigen grundsätzlich vergleichbare Risikocharakteristika wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die oben dargestellten Beträge repräsentieren nicht das wirtschaftliche Kreditrisiko, da weder gehaltene Sicherheiten noch bereits gebildete Wertberichtigungen berücksichtigt wurden.
Aktienkursrisiko
Das Anlageportfolio von Siemens umfasst direkte und indirekte Aktienanlagen in börsennotierte Unternehmen, die als langfristige Investitionen klassifiziert werden. Siemens überwacht diese Aktienanlagen anhand ihrer aktuellen Marktwerte, die vor allem durch die Schwankungen der volatilen technologiebezogenen Märkte weltweit beeinflusst werden. Der Marktwert des Siemens-Portfolios, das hauptsächlich aus einer Beteiligung an einem börsennotierten Unternehmen besteht, belief sich zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs auf 1.055 Mio. €. Der VaR aus dem Aktienkursrisiko lag bei 182 Mio. €.
ZIFFER 26 Aktienbasierte Vergütung
Die Erfüllung von aktienbasierten Zusagen kann durch neu ausgegebene Aktien der Siemens AG, durch eigene Anteile oder durch Barausgleich erfolgen.# Aktienbasierte Zusagen
Aktienbasierte Zusagen können verfallen, wenn das Beschäftigungsverhältnis des Begünstigten vor Ablauf des Erdienungszeitraums endet. Für fortgeführte Aktivitäten betrugen die Aufwendungen aus Zusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 298 (im Vj. 250) Mio. €, aus Zusagen mit Barausgleich resultierten Aufwendungen von 26 (im Vj. Erträge von 24) Mio. €.
Die Abspaltung von Siemens Energy führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Änderungen der vereinbarten aktienbasierten Zusagen. Als Ausgleich für die durch die Abspaltung erwartete Verwässerung erhalten Begünstigte, die weiterhin im Siemens-Konzern beschäftigt sind, bei Fälligkeit ihrer aktienbasierten Zusagen eine zusätzliche Barzahlung, basierend auf dem Abspaltungsverhältnis von 2:1 und dem Kurs von Siemens Energy bei Fälligkeit. Aufgrund der Änderungen der zugrunde liegenden Aktienzusagen und Matching-Aktien wurden zum 9. Juli 2020, unter Berücksichtigung des bereits abgelaufenen Erdienungszeitraums, 55 Mio. € vom Eigenkapital in Verbindlichkeiten umgegliedert und als Zusage mit Barausgleich erfasst. Begünstigte, die mit dem Wirksamwerden der Abspaltung aus dem Siemens-Konzern ausschieden und Mitarbeiter von Siemens Energy wurden, nehmen nicht länger an den Aktienzusagen- und Share-Matching-Programmen teil. Die entsprechenden Verpflichtungen von Siemens wurden abgegolten, die Begünstigten erhielten einen Barausgleich von Siemens Energy nach Wirksamwerden der Abspaltung.
Aktienzusagen
Das Unternehmen gewährt Mitgliedern des Vorstands, leitenden Angestellten und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern Aktienzusagen (Stock Awards). Aktienzusagen unterliegen einer Sperrfrist von rund vier Jahren und gewähren einen Anspruch auf Siemens-Aktien, die der Begünstigte nach Ablauf der Sperrfrist erhält, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten.
Aktienzusagen sind an Leistungskriterien geknüpft. Für die im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährten Aktienzusagen sind 80 % des Zielbetrags an die relative Aktienrendite von Siemens im Vergleich zur Entwicklung der Aktienrendite nach Maßgabe des Branchenindex MSCI World Industrials Index (TSR-Ziel) während der vierjährigen Sperrfrist gebunden; 20 % des Zielbetrags sind an ein internes Siemens-Nachhaltigkeitsziel in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance gebunden (ESG-Ziel). Der jährliche Zielbetrag für im Vorjahr und davor gewährte Aktienzusagen ist an die Aktienkursentwicklung von Siemens im Vergleich zur Aktienkursentwicklung von fünf wichtigen Wettbewerbern während der vierjährigen Sperrfrist gebunden. Die Bandbreite der Zielerreichung der einzelnen Leistungskriterien reicht von 0 % bis 200 %. Zusagen beginnend mit dem Geschäftsjahr 2019 werden in Höhe des Zielerreichungsgrads nur in Aktien beglichen. Bei früheren Zusagen werden Zielüberschreitungen über 100 % in bar ausbezahlt. Der Erdienungszeitraum beträgt vier Jahre.
ZUSAGEN AN MITGLIEDER DES VORSTANDS
Die meisten Aktienzusagen an die Mitglieder des Vorstands basieren auf den oben beschriebenen Leistungskriterien. Der beizulegende Zeitwert dieser Ansprüche betrug 12 (im Vj. 11) Mio. € und wurde auf Basis eines Bewertungsmodells ermittelt. In dieses Modell ist für die Mehrheit der Aktienzusagen die Siemens-Aktie mit einer erwarteten gewichteten Volatilität von 21,58 % (im Vj. 21,72 %) und einem Kurs von 116,80 (im Vj. 102,42) € je Siemens-Aktie eingeflossen. Die erwartete Volatilität wurde aus historischen Volatilitäten abgeleitet. Im Modell wurden ein risikoloser Zinssatz von bis zu -0,24 % (im Vj. bis zu 0,14 %) sowie eine erwartete Dividendenrendite von 3,31 % (im Vj. 3,71 %) verwendet. Annahmen zu Korrelationen zwischen dem Siemens-Aktienkurs und a) der Entwicklung des MSCI Index im abgelaufenen Geschäftsjahr beziehungsweise b) dem Preis des Wettbewerber-Basket im Vorjahr wurden auf Basis historischer Kursentwicklungen bestimmt.
ZUSAGEN AN LEITENDE ANGESTELLTE UND ANDERE TEILNAHMEBERECHTIGTE MITARBEITER
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 2.688.334 Aktienzusagen gewährt, die an das TSR-Ziel gebunden sind. Der entsprechende beizulegende Zeitwert der Aktienzusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente betrug 132 Mio. €. 672.197 Aktienzusagen wurden gewährt, die an das ESG-Ziel gebunden sind. Der entsprechende beizulegende Zeitwert der Aktienzusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente betrug 66 Mio. €. Im Vorjahr wurden 3.751.556 Aktienzusagen in Abhängigkeit vom Erreichen des zukunftsgerichteten Kursentwicklungsziels der Siemens-Aktie im Vergleich zu fünf Wettbewerbern gewährt. Der entsprechende beizulegende Zeitwert der Aktienzusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente betrug 168 Mio. €.
Der beizulegende Zeitwert der im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährten TSR-gebundenen sowie der im Vorjahr gewährten Aktienzusagen wurde auf Basis eines Bewertungsmodells ermittelt. In dieses Modell ist die Siemens-Aktie mit einer erwarteten gewichteten Volatilität von 21,58 % (im Vj. 21,73 %) und einem Kurs von 116,02 (im Vj. 98,92) € je Siemens-Aktie eingeflossen. Die erwartete Volatilität wurde aus historischen Volatilitäten abgeleitet. Im Modell wurden ein risikoloser Zinssatz von bis zu -0,26 % (im Vj. bis zu 0,16 %) sowie eine erwartete Dividendenrendite von 3,31 % (im Vj. 3,84 %) verwendet. Annahmen zu Korrelationen zwischen dem Siemens-Aktienkurs und a) der Entwicklung des MSCI Index im abgelaufenen Geschäftsjahr beziehungsweise b) dem Preis des Wettbewerber-Basket im Vorjahr wurden auf Basis historischer Kursentwicklungen bestimmt.
Der beizulegende Zeitwert der an das ESG-Ziel gebundenen Aktienzusagen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 98,02 € je Aktie und ergab sich aus dem Kurs der Siemens-Aktie, abzüglich des Barwerts der erwarteten Dividenden während des Erdienungszeitraums.
Die Aktienzusagen an leitende Angestellte und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter entwickelten sich wie folgt:
| Geschäftsjahr 2020 | Geschäftsjahr 2019 | |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs (nicht erdient) | 8.742.219 | 6.641.400 |
| Gewährt | 3.360.531 | 3.751.556 |
| Erdient und erfüllt | -1.733.082 | -603.572 |
| Anpassungen für Ausübungsbedingungen, die keine Marktbedingungen sind | -351.339 | - |
| Verfallen | -412.903 | -386.041 |
| Umgestellt | - | -643.619 |
| Abgegolten (davon 2.293.915 in Zusammenhang mit der Abspaltung von Siemens Energy im Geschäftsjahr 2020) | -2.303.850 | -17.505 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahrs (nicht erdient) | 7.301.576 | 8.742.219 |
Share-Matching-Programm und die zugrunde liegenden Pläne
Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab Siemens jeweils eine neue Tranche unter den Plänen des Share-Matching-Programms aus.
SHARE MATCHING PLAN
Im Rahmen des Share Matching Plans können leitende Angestellte einen bestimmten Teil ihrer variablen Vergütung in Siemens-Aktien investieren (Investment-Aktien). Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag im zweiten Quartal erworben. Die Planteilnehmer haben Anspruch auf eine Siemens-Aktie (Matching-Aktie) für je drei über den Erdienungszeitraum von rund drei Jahren gehaltene Investment-Aktien, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten. Voraussetzung ist, dass die Planteilnehmer bis zum Ende des Erdienungszeitraums ununterbrochen bei Siemens beschäftigt sind.
MONATLICHER INVESTITIONSPLAN
Im Rahmen des monatlichen Investitionsplans können Mitarbeiter, die nicht leitende Angestellte sind, monatlich über einen Zeitraum von zwölf Monaten einen bestimmten Teil ihrer Vergütung in Siemens-Aktien investieren. Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag monatlich erworben. Wenn der Vorstand entscheidet, dass die unter dem monatlichem Investitionsplan erworbenen Aktien in den Share Matching Plan übertragen werden, erhalten die Planteilnehmer einen Anspruch auf Matching-Aktien zu den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschriebenen Share Matching Plan mit einem Erdienungszeitraum von rund zwei Jahren. Für die im Vorjahr und im Geschäftsjahr 2018 ausgegebenen Tranchen hat der Vorstand entschieden, die erworbenen Aktien im Februar 2020 beziehungsweise Februar 2019 in den Share Matching Plan zu übertragen.
BASIS-AKTIEN-PROGRAMM
Im Rahmen des Basis-Aktien-Programms können Mitarbeiter der Siemens AG und der teilnehmenden inländischen Konzerngesellschaften einen festgesetzten Betrag ihrer Vergütung in Siemens-Aktien investieren, der von der Gesellschaft aufgestockt wird. Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag im zweiten Quartal erworben und gewähren einen Anspruch auf Matching-Aktien zu den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschriebenen Share Matching Plan. Der beizulegende Zeitwert unter dem Basis-Aktien-Programm betrug 33 (im Vj. 33) Mio. €.
Die resultierenden Matching-Aktien entwickelten sich wie folgt:
| Geschäftsjahr 2020 | Geschäftsjahr 2019 | |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 1.785.913 | 1.692.909 |
| Gewährt | 874.793 | 943.399 |
| Erdient und erfüllt | -569.405 | -702.125 |
| Verfallen | -122.659 | -105.092 |
| Abgegolten (davon 420.174 in Zusammenhang mit der Abspaltung von Siemens Energy im Geschäftsjahr 2020) | -459.596 | -43.178 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahrs | 1.509.046 | 1.785.913 |
Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der gewährten Matching-Aktien betrug 89,71 (im Vj. 76,76) € je Aktie und ergab sich aus dem Kurs der Siemens-Aktie, abzüglich des Barwerts der erwarteten Dividenden und unter Berücksichtigung von Nichtausübungsbedingungen.
Jubiläumsaktienprogramm
Bei Erreichen ihres 25. und 40. Dienstjubiläums erhalten berechtigte Mitarbeiter Jubiläumsaktien. Zum Geschäftsjahresende bestanden Ansprüche auf 3,29 (im Vj. 4,23) Mio. Jubiläumsaktien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Zuge der Abspaltung Verpflichtungen zur Bedienung von 0,88 Mio. Jubiläumsaktien an Siemens Energy übertragen.
ZIFFER 27 Personalaufwendungen
| Fortgeführte Aktivitäten | Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | Geschäftsjahr | Geschäftsjahr | (in Mio. €) |
| :------------------------ | :------------------------------------------------ | :------------ | :------------ | :---------- |€) 2020 2019 2020 2019
Löhne und Gehälter 20.132 20.585 26.660 25.975
Sozialabgaben und Aufwendungen für Unterstützung 3.010 3.183 3.970 3.984
Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.031 992 1.348 1.263
24.173 24.760 31.978 31.222
Die Aufwendungen für Personalrestrukturierung aus fortgeführten Aktivitäten betrugen 591 (im Vj. 340) Mio. €, davon betrafen 210 (im Vj. 92) Mio. € Digital Industries sowie 195 (im Vj. 46) Mio. € Smart Infrastructure.
Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig (durchschnittliche Mitarbeiterzahlen auf Basis Kopfzählung):
| Geschäftsjahr (in Tsd.) 2020 | Geschäftsjahr (in Tsd.) 2019 | Geschäftsjahr (in Tsd.) 2020 | Geschäftsjahr (in Tsd.) 2019 | |
|---|---|---|---|---|
| Produktion und Service | 167 | 163 | 219 | 232 |
| Vertrieb | 55 | 57 | 64 | 69 |
| Forschung und Entwicklung | 41 | 40 | 44 | 45 |
| Verwaltung und allgemeine Dienste | 31 | 33 | 35 | 37 |
| 294 | 293 | 363 | 383 |
ZIFFER 28 Ergebnis je Aktie
| Geschäftsjahr (Anzahl der Aktien in Tsd., Ergebnis je Aktie in €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten | 4.290 | 5.158 |
| Abzüglich: Anteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 311 | 362 |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten, der auf Aktionäre der Siemens AG entfällt | 3.979 | 4.796 |
| Abzüglich: Verwässernder Effekt aus aktienbasierter Vergütung von Siemens Healthineers | 3 | - |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten, der auf Aktionäre der Siemens AG entfällt (zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie) | 3.976 | - |
| Gewichteter Durchschnitt im Umlauf gewesener Aktien | 806.335 | 807.273 |
| Effekt aus verwässernder aktienbasierter Vergütung | 11.029 | 10.657 |
| Effekt aus verwässernden Optionsscheinen | - | 380 |
| Gewichteter Durchschnitt im Umlauf gewesener Aktien (verwässert) | 817.364 | 818.309 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten | 4,93 | 5,94 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten | 4,86 | 5,86 |
ZIFFER 29 Segmentinformationen
Auftragseingang
| Geschäftsjahr 2020 (in Mio. €) | Geschäftsjahr 2019 (in Mio. €) | |
|---|---|---|
| Digital Industries | 15.896 | 15.944 |
| Smart Infrastructure | 14.734 | 15.590 |
| Mobility | 9.169 | 12.894 |
| Siemens Healthineers | 16.163 | 15.853 |
| Industrielle Geschäfte | 55.963 | 60.281 |
| Siemens Financial Services | 716 | 832 |
| Portfolio Companies | 5.258 | 5.562 |
| Überleitung Konzernabschluss | -1.959 | -1.993 |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | 59.977 | 64.682 |
Außenumsatzerlöse
| Geschäftsjahr 2020 (in Mio. €) | Geschäftsjahr 2019 (in Mio. €) | |
|---|---|---|
| Digital Industries | 14.279 | 15.319 |
| Smart Infrastructure | 13.742 | 13.986 |
| Mobility | 9.012 | 8.870 |
| Siemens Healthineers | 14.349 | 14.412 |
| Industrielle Geschäfte | 51.381 | 52.587 |
| Siemens Financial Services | 667 | 777 |
| Portfolio Companies | 4.633 | 4.749 |
| Überleitung Konzernabschluss | 458 | 369 |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | 57.139 | 58.483 |
Interne Umsatzerlöse
| Geschäftsjahr 2020 (in Mio. €) | Geschäftsjahr 2019 (in Mio. €) | |
|---|---|---|
| Digital Industries | 718 | 769 |
| Smart Infrastructure | 581 | 612 |
| Mobility | 40 | 45 |
| Siemens Healthineers | 111 | 105 |
| Industrielle Geschäfte | 1.450 | 1.531 |
| Siemens Financial Services | 48 | 55 |
| Portfolio Companies | 760 | 706 |
| Überleitung Konzernabschluss | -2.259 | -2.292 |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | - | - |
Gesamte Umsatzerlöse
| Geschäftsjahr 30. September 2020 (in Mio. €) | Geschäftsjahr 30. September 2019 (in Mio. €) | |
|---|---|---|
| Digital Industries | 14.997 | 16.087 |
| Smart Infrastructure | 14.323 | 14.597 |
| Mobility | 9.052 | 8.916 |
| Siemens Healthineers | 14.460 | 14.517 |
| Industrielle Geschäfte | 52.832 | 54.118 |
| Siemens Financial Services | 716 | 832 |
| Portfolio Companies | 5.393 | 5.455 |
| Überleitung Konzernabschluss | -1.801 | -1.922 |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | 57.139 | 58.483 |
Ergebnis
| Geschäftsjahr 2020 (in Mio. €) | Geschäftsjahr 2019 (in Mio. €) | |
|---|---|---|
| Digital Industries | 3.252 | 2.880 |
| Smart Infrastructure | 1.302 | 1.465 |
| Mobility | 822 | 983 |
| Siemens Healthineers | 2.184 | 2.461 |
| Industrielle Geschäfte | 7.560 | 7.789 |
| Siemens Financial Services | 345 | 632 |
| Portfolio Companies | -504 | 2 |
| Überleitung Konzernabschluss | -1.730 | -1.491 |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | 5.672 | 6.933 |
Vermögen
| Geschäftsjahr 30. September 2020 (in Mio. €) | Geschäftsjahr 30. September 2019 (in Mio. €) | |
|---|---|---|
| Digital Industries | 10.756 | 10.626 |
| Smart Infrastructure | 4.340 | 4.907 |
| Mobility | 3.424 | 3.045 |
| Siemens Healthineers | 15.338 | 13.889 |
| Industrielle Geschäfte | 33.859 | 32.467 |
| Siemens Financial Services | 28.946 | 29.901 |
| Portfolio Companies | 1.544 | 2.383 |
| Überleitung Konzernabschluss | 59.548 | 85.498 |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | 123.897 | 150.248 |
Free Cash Flow
| Geschäftsjahr 2020 (in Mio. €) | Geschäftsjahr 2019 (in Mio. €) | |
|---|---|---|
| Digital Industries | 2.854 | 2.635 |
| Smart Infrastructure | 1.498 | 1.540 |
| Mobility | 862 | 903 |
| Siemens Healthineers | 1.928 | 1.618 |
| Industrielle Geschäfte | 7.142 | 6.696 |
| Siemens Financial Services | 611 | 621 |
| Portfolio Companies | 556 | 189 |
| Überleitung Konzernabschluss | -1.684 | -2.339 |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | 6.625 | 5.167 |
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
| Geschäftsjahr 2020 (in Mio. €) | Geschäftsjahr 2019 (in Mio. €) | |
|---|---|---|
| Digital Industries | 194 | 316 |
| Smart Infrastructure | 182 | 239 |
| Mobility | 183 | 175 |
| Siemens Healthineers | 544 | 575 |
| Industrielle Geschäfte | 1.104 | 1.306 |
| Siemens Financial Services | 23 | 27 |
| Portfolio Companies | 80 | 77 |
| Überleitung Konzernabschluss | 347 | 371 |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | 1.554 | 1.780 |
Abschreibungen und Wertminderungen
| Geschäftsjahr 2020 (in Mio. €) | Geschäftsjahr 2019 (in Mio. €) | |
|---|---|---|
| Digital Industries | 700 | 668 |
| Smart Infrastructure | 337 | 263 |
| Mobility | 292 | 184 |
| Siemens Healthineers | 815 | 620 |
| Industrielle Geschäfte | 2.144 | 1.735 |
| Siemens Financial Services | 253 | 220 |
| Portfolio Companies | 217 | 100 |
| Überleitung Konzernabschluss | 543 | 225 |
| Siemens (fortgeführte Aktivitäten) | 3.157 | 2.280 |
Beschreibung der berichtspflichtigen Segmente
- Digital Industries bietet ein umfassendes Produktportfolio und Systemlösungen für die Automatisierung an, die in Fertigungs- und Prozessindustrien eingesetzt werden, ergänzt durch produktlebenszyklusbezogene und datenbasierte Dienstleistungen.
- Smart Infrastructure verkauft Energiesysteme und Gebäudetechnik und führt sie intelligent zusammen, um die Effizienz und Nachhaltigkeit beträchtlich zu steigern und die Kunden bei der Bewältigung von technologischen Umbrüchen zu unterstützen.
- Mobility fasst alle Geschäfte von Siemens zusammen, die sich mit dem Transport von Menschen und Gütern befassen; hierzu gehören Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierung, Bahnelektrifizierung, Straßenverkehrstechnik, digitale Lösungen und damit verbundene Dienstleistungen.
- Siemens Healthineers ist ein weltweiter Technologieanbieter im Gesundheitswesen. Neben Medizintechnik und Softwarelösungen zählen klinische Beratungsleistungen zum Angebot, das durch ein umfangreiches Set an Trainings- und Serviceangeboten abgerundet wird.
- Siemens Financial Services (SFS) unterstützt seine Kunden bei Investitionsvorhaben mit Leasinglösungen, strukturierten Finanzierungen sowie Finanzierungen für Ausrüstungen und Projekte durch die Bereitstellung von Fremd- und Eigenkapital.
- Portfolio Companies umfasst Geschäfte mit einem breiten Spektrum an kunden- und anwendungsspezifischen Produkten, Software, Lösungen, Systemen und Dienstleistungen für verschiedene Branchen, unter anderem für die Öl- und Gasindustrie, Schiff- und Bergbau, die Wasserwirtschaft, die Zement-, Faser- und Windindustrie sowie den Logistik- und den Energiebereich.
- Überleitung Konzernabschluss
- Siemens Energy Beteiligung - umfasst die nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung des Unternehmens an Siemens Energy nach Abspaltung sowie eine kleinere Beteiligung in Zusammenhang mit Siemens Energy.
- Siemens Real Estate (SRE) - betreut das Immobilienportfolio des Siemens-Konzerns. SRE betreibt die Nutzung der Liegenschaften und Gebäude und ist für Bauvorhaben sowie den Kauf und die Veräußerung von Immobilien verantwortlich; ausgenommen sind die ausgegliederten Immobilien von Mobility und Siemens Healthineers.
- Zentrale Posten - enthalten zentrale Kosten, wie Aufwendungen für die Konzernsteuerung, die Grundlagenforschung von Corporate Technology, Siemens Advanta sowie zentral verantwortete Dienstleistungen und Projekte. Zentrale Posten beinhalten auch Beteiligungen und Aktivitäten, die grundsätzlich eingestellt oder veräußert werden sollen, sowie verbleibende Aktivitäten aus Desinvestitionen und nicht fortgeführten Aktivitäten.
- Zentral getragene Pensionsaufwendungen - beinhalten die nicht den Segmenten, Portfolio Companies oder SRE zugeordneten Aufwendungen und Erträge der Gesellschaft aus Pensionsthemen.
- Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - umfassen die Konsolidierungen von Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten, bestimmte Überleitungs- und Umgliederungspositionen sowie zentrale Finanzierungsaktivitäten. Sie schließen auch Zinserträge und -aufwendungen ein, zum Beispiel Zinsen, die nicht den Segmenten oder Portfolio Companies zugeordnet sind (Finanzierungszinsen), sowie Zinsen in Zusammenhang mit zentralen Finanzierungsaktivitäten oder zinsbezogene Konsolidierungs- und Überleitungseffekte.
Messgrößen der Segmente
Die Rechnungslegungsgrundsätze für die Segmentinformationen entsprechen grundsätzlich denen, die auf den Konzernabschluss Anwendung finden. Die Segmentinformationen werden für die fortgeführten Aktivitäten dargestellt. Die Vorjahreswerte für Vermögen wurden an die Darstellungsweise des abgelaufenen Jahres angepasst. Für die interne Berichterstattung und für die Segmentberichterstattung werden konzerninterne Leasingtransaktionen vom Leasinggeber als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert und vom Leasingnehmer außerbilanziell erfasst (mit Ausnahme von konzerninternen Leasingverhältnissen mit Siemens Healthineers und Mobility als Leasingnehmer). Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu Marktpreisen.
UMSATZERLÖSE
Umsatzerlöse enthalten Erlöse aus Verträgen mit Kunden sowie Erlöse aus Leasinggeschäften. Die Umsatzerlöse aus Leasinggeschäften betrugen 916 (im Vj. 795) Mio. €. Digital Industries realisierte Umsatzerlöse von 4.144 (im Vj. 4.039) Mio. € aus seinem Softwaregeschäft, Smart Infrastructure erzielte Umsatzerlöse von 5.224 (im Vj. 5.515) Mio. € aus seinem Produktgeschäft. Mobility realisiert Umsatzerlöse überwiegend aus Fertigungsprojekten.
ERGEBNIS
Der Vorstand der Siemens AG ist für die Beurteilung des Geschäftserfolgs der Segmente verantwortlich (verantwortliche Unternehmensinstanz). Als Erfolgsgröße für die Segmente (mit Ausnahme von SFS) bestimmte die verantwortliche Unternehmensinstanz das Ergebnis vor Finanzierungszinsen, vor bestimmten Pensionsaufwendungen, vor Ertragsteuern und vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden (Ergebnis). Die wesentlichen Themen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses der Segmente sind, werden unten angegeben. Unter Finanzierungszinsen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses sind, fallen alle Zinserträge und -aufwendungen mit Ausnahme der Zinserträge aus Kundenforderungen, aus den Segmenten zugerechneten Zahlungsmitteln sowie die Zinsaufwendungen auf Lieferantenverbindlichkeiten. Finanzierungszinsen sind vom Ergebnis ausgenommen, da Finanzierungsentscheidungen im Regelfall zentral getroffen werden. Entscheidungen zu wesentlichen Pensionsthemen werden zentral getroffen. Daher enthält das Ergebnis vor allem nur die laufenden Dienstzeitaufwendungen aus Pensionsplänen. Die übrigen regelmäßig anfallenden pensionsbezogenen Aufwendungen werden in der Position Zentral getragene Pensionsaufwendungen in der Überleitung Konzernabschluss ausgewiesen. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, sind nicht Bestandteil des Ergebnisses.# Finanzielle Kennzahlen und Offenlegungen
Ertragsteuern werden vom Ergebnis ausgenommen, da Steuersubjekt nur rechtliche Einheiten sind, die im Regelfall nicht der Struktur der Segmente entsprechen. Die Auswirkungen bestimmter rechtlicher und regulatorischer Themen sind nicht Bestandteil des Ergebnisses, wenn sie nicht bezeichnend für die Leistung sind. Dies gilt ebenso für Themen, die mehr als einem berichtspflichtigen Segment, SRE und/oder Portfolio Companies zuzuordnen sind oder einen Konzern- oder zentralen Charakter aufweisen. Kosten für Unterstützungsfunktionen werden vorwiegend auf die Segmente umgelegt.
ERGEBNIS DES SEGMENTS SFS
Im Gegensatz zur Erfolgsgröße für die anderen Segmente sind Zinserträge und -aufwendungen enthalten, da sie ein ergebnisbestimmender Faktor bei SFS sind.
MESSGRÖSSEN DES VERMÖGENS
Die Unternehmensleitung hat das Vermögen (eingesetztes Nettokapital) zur Grundlage für die Beurteilung der Kapitalintensität der Segmente (mit Ausnahme von SFS) bestimmt. Die Definition des Vermögens entspricht der Messgröße des Ergebnisses, mit Ausnahme der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, erworben im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses sind. Die entsprechenden immateriellen Vermögenswerte sind jedoch Bestandteil des Segmentvermögens. Das Segmentvermögen ergibt sich aus dem Gesamtvermögen der Konzernbilanz, im Wesentlichen abzüglich der konzerninternen Finanzforderungen und der Steuerforderungen sowie abzüglich der Vermögenswerte der nicht fortgeführten Aktivitäten, da die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge nicht in das Ergebnis einfließen. Darüber hinaus werden zinslose Verbindlichkeiten - zum Beispiel Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -, mit Ausnahme von Steuerverbindlichkeiten, abgezogen. Im Gegensatz dazu ist das Vermögen von SFS das Gesamtvermögen. Bei Mobility ist in Einzelfällen die projektbezogene konzerninterne Finanzierung langfristiger Projekte im Vermögen enthalten. Das Vermögen von Siemens Healthineers beinhaltet Immobilien, während die Immobilien aller anderen Segmente von Siemens - ausgenommen die ausgegliederten Immobilien von Mobility - bei SRE ausgewiesen werden.
AUFTRAGSEINGANG
Der Auftragseingang entspricht grundsätzlich den geschätzten Umsatzerlösen der angenommenen Aufträge, für die durchsetzbare Rechte und Pflichten bestehen. Dabei werden auch nachträgliche Änderungen und Korrekturen des Auftragswerts einbezogen. Daneben berücksichtigt Siemens Kündigungsrechte sowie die Kundenbonität. Absichtserklärungen sind nicht Inhalt des Auftragseingangs.
Der Auftragsbestand aus fortgeführten Aktivitäten betrug zum Geschäftsjahresende 70 (im Vj. 69) Mrd. €. Davon entfielen auf Digital Industries 5 (im Vj. 5) Mrd. €, auf Smart Infrastructure 10 (im Vj. 10) Mrd. €, auf Mobility 32 (im Vj. 33) Mrd. € sowie auf Siemens Healthineers 18 (im Vj. 18) Mrd. €. Siemens erwartet, dass rund 28 Mrd. € des Auftragsbestands im Geschäftsjahr 2021 als Umsatzerlöse realisiert werden. Davon werden für Digital Industries rund 4 Mrd. € erwartet, für Smart Infrastructure rund 7 Mrd. €, für Mobility rund 8 Mrd. € und für Siemens Healthineers rund 6 Mrd. €.
FREE CASH FLOW
Der Free Cash Flow der Segmente errechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, abzüglich Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Außer bei SFS schließt er Finanzierungszinsen - ausgenommen qualifizierten Vermögenswerten zugeordnete aktivierte oder als Vertragskosten klassifizierte Zinsen -, Ertragsteuern sowie bestimmte andere Zahlungen und Erlöse aus. Der Free Cash Flow von SFS beinhaltet die zugehörigen Finanzierungszinszahlungen; Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen von SFS sind ausgeschlossen. Bei Mobility ist in Einzelfällen die projektbezogene konzerninterne Finanzierung langfristiger Projekte im Free Cash Flow enthalten.
ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN
Die Abschreibungen und Wertminderungen beinhalten die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte, jeweils nach Abzug von Wertaufholungen.
Messgrößen von Portfolio Companies und Siemens Real Estate
Die Messgrößen für Portfolio Companies entsprechen denen der Segmente (mit Ausnahme von SFS). SRE verwendet die gleichen Messgrößen wie SFS.
Überleitung Konzernabschluss
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Siemens Energy Beteiligung | -24 | - |
| Siemens Real Estate | 325 | 135 |
| Zentrale Posten | -892 | -472 |
| Zentral getragene Pensionsaufwendungen | -211 | -210 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden | -691 | -634 |
| Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen | -236 | -310 |
| Überleitung Konzernabschluss | -1.730 | -1.491 |
Das Ergebnis von SFS enthielt Zinserträge in Höhe von 1.238 (im Vj. 1.331) Mio. € sowie Zinsaufwendungen in Höhe von 436 (im Vj. 564) Mio. €.
Vermögen
| 30. Sep. (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Siemens Energy Beteiligung | 6.748 | - |
| Vermögen Siemens Real Estate | 3.898 | 3.146 |
| Vermögen Zentrale Posten und Pensionen | -612 | 230 |
| Vermögensorientierte Anpassungen Konzerninterne Finanzforderungen | 51.509 | 45.493 |
| Steuerforderungen | 4.383 | 3.052 |
| Verbindlichkeitsorientierte Anpassungen | 28.228 | 26.284 |
| Konsolidierungen, Konzern-Treasury und Sonstiges | -34.607 | 7.294 |
| Überleitung Konzernabschluss | 59.548 | 85.498 |
ZIFFER 30 Informationen nach Regionen
| Geschäftsjahr 2020 | Geschäftsjahr 2019 | 30. Sep. 2020 | 30. Sep. 2019 | 2020 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse nach Sitz des Kunden | ||||||
| Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 28.062 | 28.821 | 29.566 | 30.735 | 17.624 | 25.065 |
| Amerika | 15.464 | 15.597 | 15.154 | 15.243 | 14.410 | 21.795 |
| Asien, Australien | 13.613 | 14.065 | 12.420 | 12.505 | 3.504 | 5.284 |
| Siemens | 57.139 | 58.483 | 57.139 | 58.483 | 35.537 | 52.143 |
| davon Deutschland | 9.726 | 9.882 | 12.020 | 12.390 | 6.995 | 8.701 |
| davon außerhalb Deutschlands | 47.413 | 48.601 | 45.119 | 46.093 | 28.543 | 43.442 |
| darin USA | 12.981 | 12.937 | 12.992 | 12.817 | 13.656 | 20.296 |
Langfristige Vermögenswerte bestehen aus Sachanlagen, Geschäfts- oder Firmenwerten sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten.
ZIFFER 31 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen
Siemens unterhält mit vielen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft Siemens eine große Vielfalt von Produkten und Dienstleistungen grundsätzlich zu Marktbedingungen. Aus der folgenden Tabelle ist der Umfang der Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Rahmen der fortgeführten Aktivitäten ersichtlich:
| Geschäftsjahr 2020 | Geschäftsjahr 2019 | 2020 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|
| Erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge | ||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 147 | 153 | 34 | 12 |
| Assoziierte Unternehmen | 68 | 137 | 87 | 107 |
| Summe | 215 | 290 | 121 | 119 |
| Empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen | ||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 147 | 153 | 34 | 12 |
| Assoziierte Unternehmen | 68 | 137 | 87 | 107 |
| Summe | 215 | 290 | 121 | 119 |
| Forderungen 30. Sep. 2020 | Forderungen 30. Sep. 2019 | Verbindlichkeiten 30. Sep. 2020 | Verbindlichkeiten 30. Sep. 2019 | |
|---|---|---|---|---|
| Gemeinschaftsunternehmen | 76 | 228 | 49 | 197 |
| Assoziierte Unternehmen | 1.105 | 44 | 1.358 | 223 |
| Summe | 1.181 | 272 | 1.407 | 420 |
Erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge aus Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Rahmen der nicht fortgeführten Aktivitäten betrugen 391 (im Vj. 641) Mio. €. Empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen aus Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Rahmen der nicht fortgeführten Aktivitäten betrugen 173 (im Vj. 245) Mio. €.
Die Forderungen an assoziierte Unternehmen am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs enthielten Erstattungsansprüche gegenüber Siemens Energy in Höhe von 658 Mio. €. Diese Ansprüche wurden entsprechend den Verpflichtungen aus Kundenverträgen in Zusammenhang mit rechtlich bei Siemens verbleibenden Aktivitäten von Siemens Energy erfasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs ergaben sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ebenfalls aus diesen Aktivitäten resultierten und die in wirtschaftlicher Hinsicht Siemens Energy zuzuordnen waren.
Die Garantien/Bürgschaften für Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen betrugen 27.505 (im Vj. 470) Mio. €, davon betrafen 27.253 (im Vj. 142) Mio. € assoziierte Unternehmen. Die Garantien/Bürgschaften zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs umfassten hauptsächlich die Verpflichtungen von Siemens aus Vertragserfüllungs- und Kreditgarantien/-bürgschaften in Zusammenhang mit dem Geschäft von Siemens Energy. Bei diesen Garantien/Bürgschaften hat Siemens jeweils in voller Höhe Rückgriffsrechte gegenüber Siemens Energy.
Die an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Darlehen beliefen sich auf 900 (im Vj. 679) Mio. €, davon betrafen 881 (im Vj. 662) Mio. € Gemeinschaftsunternehmen. Die zugehörigen Buchwerte betrugen 26 (im Vj. 481) Mio. €, davon betrafen 20 (im Vj. 477) Mio. € Gemeinschaftsunternehmen. Bewertungsanpassungen im abgelaufenen Geschäftsjahr verminderten die Buchwerte der Darlehen an Gemeinschaftsunternehmen um 744 (im Vj. 100) Mio. €. Die Gesellschaft hatte Eigenkapitalzusagen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 62 (im Vj. 145) Mio. €, wovon 51 (im Vj. 127) Mio. € gegenüber Gemeinschaftsunternehmen bestanden. Die Kreditzusagen an Gemeinschaftsunternehmen betrugen 299 (im Vj. 361) Mio. €.
Seit Wirksamwerden der Abspaltung wird Siemens Energy als ein assoziiertes Unternehmen von Siemens berichtet. Zwischen Siemens und Siemens Energy gibt es zahlreiche Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, wie Käufe oder Verkäufe von Gütern und Dienstleistungen, Leasingverhältnisse, Transaktionen aufgrund von Lizenzverträgen sowie Forschungs- und Entwicklungskooperationen.# Siemens AG
ZIFFER 32 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Für Dienstleistungen des Abschlussprüfers Ernst & Young (EY) fielen die folgenden Honorare an:
| Geschäftsjahr (in Mio. €) | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 58,1 | 51,1 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 10,4 | 6,1 |
| Steuerberatungsleistungen | 0,1 | 0,1 |
| Gesamt | 68,6 | 57,3 |
Von dem berechneten Gesamthonorar entfielen 44 % (im Vj. 35 %) auf die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Deutschland. Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen durch EY bezog sich vor allem auf die Prüfung des Siemens-Konzernabschlusses, Prüfungen der Einzelabschlüsse der Siemens AG und ihrer Tochterunternehmen, prüfungsintegrierte prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen, projektbegleitende IT-Prüfungen sowie Prüfungsleistungen in Zusammenhang mit der Umsetzung von neuen Rechnungslegungsvorschriften. Andere Bestätigungsleistungen umfassten im Wesentlichen Prüfungen von Abschlüssen sowie sonstige Bestätigungsleistungen in Zusammenhang mit M&A-Aktivitäten, Prüfungen von Plänen für Leistungen an Arbeitnehmer, Bestätigungsleistungen bezüglich der Nachhaltigkeitsberichterstattung, Comfort Letter und sonstige gesetzlich vorgeschriebene, vertraglich vereinbarte oder freiwillig beauftragte Bestätigungsleistungen.
ZIFFER 33 Corporate Governance
Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG sowie der Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens Healthineers AG, einer börsennotierten Tochtergesellschaft der Siemens AG, haben zum 1. Oktober 2020 beziehungsweise zum 30. September 2020 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website ihres jeweiligen Unternehmens unter WWW.SIEMENS.COM/DCG-KODEX beziehungsweise unter WWW.CORPORATE.SIEMENS-HEALTHINEERS.COM/DE/INVESTOR-RELATIONS/CORPORATE-GOVERNANCE öffentlich zugänglich gemacht.
ZIFFER 34 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Oktober 2020 unterzeichnete Siemens eine Vereinbarung, 100 % seiner Anteile an der Flender GmbH - einschließlich des Wind-Energy-Generation-Geschäfts von Siemens - (Flender) zu verkaufen. Beides wird gegenwärtig unter Portfolio Companies berichtet. Der Kaufpreis beträgt 2 Mrd. €. (Unternehmenswert). Die Transaktion wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2021 abgeschlossen und steht unter dem Vorbehalt von außenwirtschaftlichen und fusionskontrollrechtlichen Freigaben. Flender wird im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2021 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.
Zur Finanzierung eines Pensionsplans übertrug Siemens im November 2020 seine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Anteile an Bentley Systems Inc. an den Siemens Pension-Trust e.V. Der Wert der Dotierung beläuft sich auf 1.146 Mio. €.
ZIFFER 35 Aufstellung des Anteilsbesitzes des Siemens-Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB
Stand: 30.09.2020
| Kapitalanteil in % | TOCHTERUNTERNEHMEN |
|---|---|
| Deutschland (112 Gesellschaften) | |
| 100 | Airport Munich Logistics and Services GmbH, Hallbergmoos |
| 10 | AIT Applied Information Technologies GmbH & Co. KG, Stuttgart |
| 100 | AIT Verwaltungs-GmbH, Stuttgart |
| 100 | Alpha Verteilertechnik GmbH, Cham |
| 100 | Atecs Mannesmann GmbH, Erlangen |
| 85 | Befund24 GmbH, Erlangen |
| 100 | Berliner Vermögensverwaltung GmbH, Berlin |
| 10 | Capta Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald |
| 100 | Dade Behring Grundstücks GmbH, Kemnath |
| 100 | eos.uptrade GmbH, Hamburg |
| 10 | evosoft GmbH, Nürnberg |
| 10 | Flender Beteiligungen GmbH & Co. KG, München |
| 100 | Flender Beteiligungen Management GmbH, München |
| 7 | Flender GmbH, Bocholt |
| 100 | Flender Industriegetriebe GmbH, Penig |
| 100 | HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover |
| 10 | ILLIT Grundstücksverwaltungs-Management GmbH, Grünwald |
| 85 | IPGD Grundstücksverwaltungs-Gesellschaft mbH, Grünwald |
| 100 | KACO new energy GmbH, Neckarsulm |
| 100 | KompTime GmbH, München |
| 10 | Kyros 51 Aktiengesellschaft, München |
| 7 | Kyros 54 GmbH, München |
| 7 | Kyros 58 GmbH, München |
| 7 | Kyros 62 GmbH, München |
| 7 | Kyros 65 GmbH, München |
| 7 | Kyros 66 GmbH, München |
| 7 | Lincas Electro Vertriebsgesellschaft mbH, Grünwald |
| 100 | Mentor Graphics (Deutschland) GmbH, München |
| 100 | NEO New Oncology GmbH, Köln |
| 100 | Next47 GmbH, München |
| 10 | Next47 Services GmbH, München |
| 10 | Omnetric GmbH, München |
| 100 | OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Tübingen KG, Grünwald |
| 9 | Projektbau-Arena-Berlin GmbH, Grünwald |
| 100 | R & S Restaurant Services GmbH, München |
| 100 | REMECH Systemtechnik GmbH, Unterwellenborn |
| 10 | RISICOM Rückversicherung AG, Grünwald |
| 100 | Siemens Bank GmbH, München |
| 100 | Siemens Beteiligungen Europa GmbH, München |
| 10 | Siemens Beteiligungen Inland GmbH, München |
| 10 | Siemens Beteiligungen Management GmbH, Kemnath |
| 100 | Siemens Beteiligungen USA GmbH, Berlin |
| 10 | Siemens Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. OHG, Kemnath |
| 100 | Siemens Campus Erlangen Grundstücks-GmbH & Co. KG, Grünwald |
| 9 | Siemens Campus Erlangen Objekt 2 GmbH & Co. KG, Grünwald |
| 100 | Siemens Campus Erlangen Objekt 3 GmbH & Co. KG, Grünwald |
| 9 | Siemens Campus Erlangen Objekt 4 GmbH & Co. KG, Grünwald |
| 100 | Siemens Campus Erlangen Objekt 5 GmbH & Co. KG, Grünwald |
| 9 | Siemens Campus Erlangen Objekt 6 GmbH & Co. KG, Grünwald |
| 100 | Siemens Campus Erlangen Objekt 7 GmbH & Co. |
| 9 | DickTabellensplit scrollen |
| 9 Siemens Campus Erlangen Objektmanagement GmbH, Grünwald 100 | |
| Siemens Campus Erlangen Verwaltungs-GmbH, Grünwald 100 | |
| 7 Siemens Digital Logistics GmbH, Frankenthal 100 | |
| 10 Siemens Finance & Leasing GmbH, München 100 | |
| 10 Siemens Financial Services GmbH, München 100 | |
| 10 Siemens Fonds Invest GmbH, München 100 | |
| 10 Siemens Global Innovation Partners Management GmbH, München 100 | |
| 7 Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Marburg 100 | |
| Siemens Healthcare GmbH, München 100 | |
| Siemens Healthineers AG, München 79 | |
| Siemens Healthineers Beteiligungen GmbH & Co. KG, Röttenbach 100 | |
| Siemens Healthineers Beteiligungen Verwaltungs-GmbH, Röttenbach 100 | |
| 7 Siemens Healthineers Holding I GmbH, Röttenbach 100 | |
| Siemens Healthineers Innovation GmbH & Co. KG, Röttenbach 100 | |
| Siemens Healthineers Innovation Verwaltungs-GmbH, Röttenbach 100 | |
| 7 Siemens Immobilien GmbH & Co. KG, Grünwald 100 | |
| 9 Siemens Immobilien Management GmbH, Grünwald 100 | |
| 7 Siemens Industriepark Karlsruhe GmbH & Co. KG, Grünwald 100 | |
| 9 Siemens Industry Software GmbH, Köln 100 | |
| Siemens Liquidity One, München 100 | |
| Siemens Logistics GmbH, Konstanz 100 | |
| 10 Siemens Medical Solutions Health Services GmbH, Grünwald 100 | |
| Siemens Middle East Holding GmbH & Co. KG, Grünwald 100 | |
| 7 Siemens Mobility GmbH, München 100 | |
| 10 Siemens Mobility Real Estate GmbH & Co. KG, Grünwald 100 | |
| 9 Siemens Mobility Real Estate Management GmbH, Grünwald 100 | |
| 7 Siemens Nixdorf Informationssysteme GmbH, Grünwald 100 | |
| Siemens OfficeCenter Frankfurt GmbH & Co. KG, Grünwald 100 | |
| 9 Siemens OfficeCenter Verwaltungs GmbH, Grünwald 100 | |
| Siemens Private Finance Versicherungsvermittlungsgesellschaft mbH, München 100 | |
| 10 Siemens Project Ventures GmbH, Erlangen 100 | |
| 10 Siemens Real Estate Consulting GmbH & Co. KG, München 100 | |
| 9 Siemens Real Estate Consulting Management GmbH, Grünwald 100 | |
| Siemens Real Estate GmbH & Co. KG, Kemnath 100 | |
| Siemens Real Estate Management GmbH, Kemnath 100 | |
| 7 Siemens Spezial-Investmentaktiengesellschaft mit TGV, München 100 | |
| Siemens Technology Accelerator GmbH, München 100 | |
| 10 Siemens Technopark Mülheim GmbH & Co. KG i.L., Grünwald 100 | |
| 9 Siemens Technopark Nürnberg GmbH & Co. KG, Grünwald 100 | |
| 9 Siemens Traction Gears GmbH, Penig 100 | |
| 10 Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Kemnath 100 | |
| 9 Siemens Trademark Management GmbH, Kemnath 100 | |
| 7 Siemens Treasury GmbH, München 100 | |
| 10 Siemens-Fonds C-1, München 100 | |
| Siemens-Fonds Pension Captive, München 100 | |
| Siemens-Fonds S-7, München 100 | |
| Siemens-Fonds S-8, München 100 | |
| Siemensstadt Grundstücks-GmbH & Co. KG, Grünwald 100 | |
| 9 Siemensstadt Management GmbH, Grünwald 100 | |
| 7 SILLIT Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, München 100 | |
| SIMAR Nordost Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 | |
| 10 SIMAR Nordwest Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 | |
| 10 SIMAR Ost Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 | |
| 10 SIMAR Süd Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 | |
| 10 SIMAR West Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 | |
| 10 SIMOS Real Estate GmbH, München 100 | |
| 10 SYKATEC Systeme, Komponenten, Anwendungstechnologie GmbH, Erlangen 100 | |
| 10 VMZ Berlin Betreibergesellschaft mbH, Berlin 100 | |
| VVK Versicherungsvermittlungs- und Verkehrskontor GmbH, München 100 | |
| 10 Weiss Spindeltechnologie GmbH, Maroldsweisach 100 | |
| Zeleni Holding GmbH, Kemnath 100 | |
| Zeleni Real Estate GmbH & Co. KG, Kemnath 100 |
Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (284 Gesellschaften)
Mentor Graphics Egypt Company (A Limited Liability Company - Private Free Zone), Kairo/Ägypten 100
Siemens Healthcare Logistics LLC, Kairo/Ägypten 100
Siemens Healthcare S.A.E., Kairo/Ägypten 100
Siemens Industrial LLC, Neu-Kairo/Ägypten 100
Siemens Mobility Egypt LLC, Kairo/Ägypten 100
ESTEL Rail Automation SPA, Algier/Algerien 51
Siemens Spa, Algier/Algerien 100
Mentor Graphics Development Services CJSC, Jerewan/Armenien 100
Siemens W.L.L., Manama/Bahrain 51
Flender S.R.L., Beersel/Belgien 100
Samtech SA, Angleur/Belgien 100
Siemens Healthcare NV, Beersel/Belgien 100
Siemens Industry Software NV, Leuven/Belgien 100
Siemens Mobility S.A./N.V, Beersel/Belgien 100
Siemens S.A./N.V., Beersel/Belgien 100
Siemens d.o.o. Sarajevo - U Likvidaciji, Sarajevo/Bosnien und Herzegowina 100
Siemens Medicina d.o.o., Sarajevo/Bosnien und Herzegowina 100
Siemens EOOD, Sofia/Bulgarien 100
Siemens Healthcare EOOD, Sofia/Bulgarien 100
Siemens Mobility EOOD, Sofia/Bulgarien 100
Siemens A/S, Ballerup/Dänemark 100
Siemens Healthcare A/S, Ballerup/Dänemark 100
Siemens Industry Software A/S, Ballerup/Dänemark 100
Siemens Mobility A/S, Ballerup/Dänemark 100
Mentor Graphics (Finland) Oy, Espoo/Finnland 100
Siemens Healthcare Oy, Espoo/Finnland 100
Siemens Mobility Oy, Espoo/Finnland 100
Siemens Osakeyhtiö, Espoo/Finnland 100
VIBECO - Virtual Buildings Ecosystem Oy, Espoo/Finnland 100
Aimsun SARL, Paris/Frankreich 100
Flender-Graffenstaden SAS, Illkirch-Graffenstaden/Frankreich 100
KACO new energy SARL, Croissy-Beaubourg/Frankreich 100
Mentor Graphics (France) SARL, Meudon La Forêt/Frankreich 100
Mentor Graphics Development Crolles SARL, Monbonnot-Saint-Martin/Frankreich 100
PETNET Solutions SAS, Lisses/Frankreich 100
Siemens Financial Services SAS, Saint-Denis/Frankreich 100
Siemens France Holding SAS, Saint-Denis/Frankreich 100
Siemens Healthcare SAS, Saint-Denis/Frankreich 100
Siemens Industry Software SAS, Châtillon/Frankreich 100
Siemens Lease Services SAS, Saint-Denis/Frankreich 100
Siemens Logistics SAS, Saint-Denis/Frankreich 100
Siemens Mobility SAS, Châtillon/Frankreich 100
Siemens SAS, Saint-Denis/Frankreich 100
Siemens A.E., Electrotechnical Projects and Products, Athen/Griechenland 100
SIEMENS HEALTHCARE INDUSTRIAL AND COMMERCIAL SINGLE MEMBER SOCIETE ANONYME, Chalandri/Griechenland 100
SIEMENS MOBILITY RAIL AND RAD TRANSPORTATION SOLUTIONS SOCIETE ANONYME, Athen/Griechenland 100
Mentor Graphics (Holdings) Unlimited Company, Shannon, County Clare/Irland 100
13 Mentor Graphics (Ireland) Limited, Shannon, County Clare/Irland 100
Mentor Graphics Development Services Limited, Shannon, County Clare/Irland 100
Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Limited, Swords, County Dublin/Irland 100
Siemens Healthcare Medical Solutions Limited, Swords, County Dublin/Irland 100
Siemens Limited, Dublin/Irland 100
Mentor Graphics (Israel) Limited, Herzilya Pituah/Israel 100
Mentor Graphics Development Services (Israel) Ltd., Rehovot/Israel 100
Siemens Concentrated Solar Power Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 100
Siemens HealthCare Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 100
Siemens Industry Software Ltd., Airport City/Israel 100
Siemens Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 100
Siemens Mobility Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 100
UGS Israeli Holdings (Israel) Ltd., Airport City/Israel 100
Flender Italia S.r.l., Mailand/Italien 100
Siemens Healthcare S.r.l., Mailand/Italien 100
Siemens Industry Software S.r.l., Mailand/Italien 100
Siemens Logistics S.r.l., Mailand/Italien 100
Siemens Mobility S.r.l., Mailand/Italien 100
Siemens S.p.A., Mailand/Italien 100
Siemens Healthcare Limited Liability Partnership, Almaty/Kasachstan 100
Siemens TOO, Almaty/Kasachstan 100
Siemens W.L.L., Doha/Katar 55
Siemens d.d., Zagreb/Kroatien 100
Siemens Healthcare d.o.o., Zagreb/Kroatien 100
Siemens Industrial Business Co. For Electrical, Electronic and Mechanical Contracting WLL, Kuwait-Stadt/Kuwait 49
2 Crabtree (Pty) Ltd, Maseru/Lesotho 100
FAST TRACK DIAGNOSTICS LUXEMBOURG S.à r.l., Esch-sur-Alzette/Luxemburg 100
Siemens Mobility Holding SARL, Luxemburg/Luxemburg 100
SPT Affiliates, LLC, SARL, Contern/Luxemburg 100
SPT Holding SARL, Luxemburg/Luxemburg 100
SPT Invest Management, SARL, Luxemburg/Luxemburg 100
TFM International S.A. i.L., Luxemburg/Luxemburg 100
Fast Track Diagnostics Ltd, Sliema/Malta 100
FTD Europe Ltd, Sliema/Malta 100
Siemens Healthcare SARL, Casablanca/Marokko 100
Siemens Industry Software SARL, Sala Al Jadida/Marokko 100
Siemens S.A., Casablanca/Marokko 100
Castor III B.V., Den Haag/Niederlande 100
Dresser-Rand International B.V., Den Haag/Niederlande 100
Enlighted International B.V., Amsterdam/Niederlande 100
Flender B.V., Rotterdam/Niederlande 100
Flowmaster Group N.V., Eindhoven/Niederlande 100
Mendix Technology B.V., Rotterdam/Niederlande 100
Mentor Graphics (Netherlands) B.V., Eindhoven/Niederlande 100
Pollux III B.V., Den Haag/Niederlande 100
PSE (Europe) B.V., Rotterdam/Niederlande 100
Siemens Finance B.V., Den Haag/Niederlande 100
Siemens Financieringsmaatschappij N.V., Den Haag/Niederlande 100
Siemens Healthineers Holding III B.V., Den Haag/Niederlande 100
Siemens Healthineers Nederland B.V., Den Haag/Niederlande 100
Siemens Industry Software and Services B.V., Rijswijk/Niederlande 100
Siemens Industry Software B.V., Eindhoven/Niederlande 100
Siemens Industry Software Holding II B.V., Den Haag/Niederlande 100
Siemens International Holding B.V., Den Haag/Niederlande 100
Siemens International Holding II B.V., Den Haag/Niederlande 100
Siemens International Holding III B.V., Den Haag/Niederlande 100
Siemens Mobility B.V., Zoetermeer/Niederlande 100
Siemens Mobility Holding B.V., 's-Gravenhage/Niederlande 100
Siemens Nederland N.V., Den Haag/Niederlande 100
TASS International B.V., Helmond/Niederlande 100
TASS International Holding B.V., Helmond/Niederlande 100
Siemens AS, Oslo/Norwegen 100
Siemens Healthcare AS, Oslo/Norwegen 100
Siemens Mobility AS, Oslo/Norwegen 100
ETM professional control GmbH, Eisenstadt/Österreich 100
Flender GmbH, Wien/Österreich 100
Hochquellstrom-Vertriebs GmbH, Wien/Österreich 100
ITH icoserve technology for healthcare GmbH, Innsbruck/Österreich 69
KDAG Beteiligungen GmbH, Wien/Österreich 100
Omnetric GmbH, Wien/Österreich 100
Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Wien/Österreich 100
Siemens Gebäudemanagement & -Services G.m.b.H., Wien/Österreich 100
Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Wien/Österreich 100
Siemens Industry Software GmbH, Linz/Österreich 100
Siemens Konzernbeteiligungen GmbH, Wien/Österreich 100
Siemens Metals Technologies Vermögensverwaltungs GmbH, Wien/Österreich 100
Siemens Mobility Austria GmbH, Wien/Österreich 100
Siemens PersonaldienstleistungenGmbH, Wien/Österreich 100
Steiermärkische Medizinarchiv GesmbH, Graz/Österreich 52
VVK Versicherungs-Vermittlungs- und Verkehrs-Kontor GmbH, Wien/Österreich 100
Siemens Industrial LLC, Muscat/Oman 51
Mentor Graphics Pakistan Development (Private) Limited, Lahore/Pakistan 100
Siemens Healthcare (Private) Limited, Lahore/Pakistan 100
Siemens Pakistan Engineering Co. Ltd., Karatschi/Pakistan 75
Mentor Graphics Polska Sp. z o.o., Posen/Polen 100
Siemens Digital Logistics Sp. z o.o., Breslau/Polen 100
Siemens Finance Sp. z o.o., Warschau/Polen 100
Siemens Healthcare Sp. z o.o., Warschau/Polen 100
Siemens Industry Software Sp. z o.o., Warschau/Polen 100
Siemens Mobility Sp. z o.o., Warschau/Polen 100
Siemens Sp. z o.o., Warschau/Polen 100
UltraSoc Poland sp.zo.o, Warschau/Polen 100
SIEMENS HEALTHCARE, UNIPESSOAL, LDA, Amadora/Portugal 100
Siemens Logistics, Unipessoal Lda, Lissabon/Portugal 100
SIEMENS MOBILITY, UNIPESSOAL LDA, Amadora/Portugal 100
Siemens S.A., Amadora/Portugal 100
J2 Innovative Concepts Europe SRL, Bukarest/Rumänien 100
SIEMENS (AUSTRIA) PROIECT SPITAL COLTEA SRL, Bukarest/Rumänien 100
Siemens Healthcare S.R.L., Bukarest/Rumänien 100
Siemens Industry Software S.R.L., Brasov/Rumänien 100
Siemens Mobility S.R.L., Bukarest/Rumänien 100
Siemens S.R.L., Bukarest/Rumänien 100
SIMEA SIBIU S.R.L., Sibiu/Rumänien 100
LIMITED LIABILITY COMPANY SIEMENS ELEKTROPRIVOD, St. Petersburg/Russische Föderation 100
OOO Legion II, Moskau/Russische Föderation 100
OOO Siemens, Moskau/Russische Föderation 100
OOO Siemens Industry Software, Moskau/Russische Föderation 100
Siemens Finance and Leasing LLC, Wladiwostok/Russische Föderation 100
Siemens Healthcare Limited Liability Company, Moskau/Russische Föderation 100
Siemens Mobility LLC, Moskau/Russische Föderation 100
Arabia Electric Ltd. (Equipment), Jeddah/Saudi-Arabien 51
Siemens Healthcare Limited, Riad/Saudi-Arabien 51
Siemens Ltd., Riad/Saudi-Arabien 51
Siemens Mobility Saudi Ltd, Al Khobar/Saudi-Arabien 51
Mentor Graphics (Scandinavia) AB, Solna/Schweden 100
Siemens AB, Solna/Schweden 100
Siemens Financial Services AB, Solna/Schweden 100
Siemens Healthcare AB, Solna/Schweden 100
Siemens Industry Software AB, Solna/Schweden 100
Siemens Mobility AB, Solna/Schweden 100
Vizendo AB, Göteborg/Schweden 100
BlueWatt engineering Sàrl, Lausanne/Schweiz 100
Mentor Graphics (Schweiz) AG, Zürich/Schweiz 100
Siemens Healthcare AG, Zürich/Schweiz 100
Siemens Industry Software GmbH, Zürich/Schweiz 100
Siemens Logistics AG, Zürich/Schweiz 100
Siemens Mobility AG, Wallisellen/Schweiz 100
Siemens Schweiz AG, Zürich/Schweiz 100
Flender d.o.o. Subotica, Subotica/Serbien 100
Siemens d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien 100
Siemens Healthcare d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien 100
Siemens Mobility d.o.o. Cerovac, Kragujevac/Serbien 100
OEZ Slovakia, spol. s r.o., Bratislava/Slowakei 100
SAT Systémy automatizacnej techniky spol. s.r.o., Bratislava/Slowakei 60
Siemens Healthcare s.r.o., Bratislava/Slowakei 100
Siemens Mobility, s.r.o., Bratislava/Slowakei 100
Siemens s.r.o., Bratislava/Slowakei 100
SIPRIN s.r.o., Bratislava/Slowakei 100
Siemens d.o.o., Ljubljana/Slowenien 100
Siemens Healthcare d.o.o., Ljubljana/Slowenien 100
Siemens Mobility d.o.o., Ljubljana/Slowenien 100
Aimsun S.L., Barcelona/Spanien 100
Fábrica Electrotécnica Josa, S.A.U., Tres Cantos/Spanien 100
FLENDER IBERICA SL, Tres Cantos/Spanien 100
Mentor Graphics (España) SL, Madrid/Spanien 100
SIEMENS HEALTHCARE, S.L.U., Getafe/Spanien 100
Siemens Holding S.L., Madrid/Spanien 100
Siemens Industry Software S.L., Barcelona/Spanien 100
Siemens Logistics S.L. Unipersonal, Madrid/Spanien 100
SIEMENS MOBILITY, S.L.U., Tres Cantos/Spanien 100
Siemens Rail Automation S.A.U., Tres Cantos/Spanien 100
Siemens Renting S.A., Madrid/Spanien 100
Siemens S.A., Madrid/Spanien 100
Telecomunicación, Electrónica y Conmutación S.A., Madrid/Spanien 100
Crabtree South Africa Pty. Limited, Midrand/Südafrika 100
Flender (Pty) Ltd, Johannesburg/Südafrika 100
KACO NEW ENERGY AFRICA (PTY) LTD, Midrand/Südafrika 100
Linacre Investments (Pty) Ltd., Kenilworth/Südafrika 0
S'Mobility Employee Stock Ownership Trust, Johannesburg/Südafrika 0
Siemens Employee Share Ownership Trust, Johannesburg/Südafrika 0
Siemens Healthcare Employee Share Ownership Trust, Midrand/Südafrika 0
Siemens Healthcare Proprietary Limited, Halfway House/Südafrika 75
SIEMENS INDUSTRY SOFTWARE SA (PTY) LTD, Centurion/Südafrika 100
Siemens Mobility (Pty) Ltd, Randburg/Südafrika 75
Siemens Proprietary Limited, Midrand/Südafrika 70
The Flender Employee Share Ownership Trust, Johannesburg/Südafrika 0
Siemens Tanzania Ltd. i.L., Dar Es Salaam/Tansania 100
OEZ s.r.o., Letohrad/Tschechien 100
Siemens Electric Machines s.r.o., Drasov/Tschechien 100
Siemens Healthcare, s.r.o., Prag/Tschechien 100
Siemens Industry Software, s.r.o., Prag/Tschechien 100
Siemens Mobility, s.r.o., Prag/Tschechien 100
Siemens, s.r.o., Prag/Tschechien 100
Flender Mekanik Güc Aktarma Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100
KACO New Enerji Limited Sirketi, Pendik/Türkei 100
Siemens Finansal Kiralama A. S., Istanbul/Türkei 100
Siemens Healthcare Saglik Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100
Siemens Mobility Ulasim Sistemleri Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100
Siemens Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100
Mentor Graphics Tunisia SARL, Tunis/Tunesien 100
Siemens Mobility S.A.R.L., Tunis/Tunesien 100
Siemens S.A., Tunis/Tunesien 100
100 % foreign owned subsidiary »Siemens Ukraine«, Kiew/Ukraine 100
SIEMENS HEALTHCARE LIMITED LIABILITY COMPANY, Kiew/Ukraine 100
evosoft Hungary Szamitastechnikai Kft., Budapest/Ungarn 100
Mentor Graphics Magyarország Kft., Budapest/Ungarn 100
Siemens Healthcare Kft., Budapest/Ungarn 100
Siemens Mobility Kft., Budapest/Ungarn 100
Siemens Zrt., Budapest/Ungarn 100
PSE Software and Consulting L.L.C., Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 49
Samateq FZ LLC, UAE, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 100
SD (Middle East) LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49
Siemens Capital Middle East Ltd, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 100
Siemens Healthcare FZ LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100
Siemens Healthcare L.L.C., Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49
Siemens Industrial LLC, Masdar City/Vereinigte Arabische Emirate 49
Siemens Middle East Limited, Masdar City/Vereinigte Arabische Emirate 100
SIEMENS MOBILITY LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49
AIMSUN LIMITED, London/Vereinigtes Königreich 100
ByteToken, Ltd, Edinburgh/Vereinigtes Königreich 100
Electrium Sales Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
FAST TRACK DIAGNOSTICS RESEARCH LIMITED, Dunblane/Vereinigtes Königreich 100
Flender Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Flomerics Group Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
GyM Renewables Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Lightwork Design Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
LIGHTWORKS SOFTWARE LIMITED, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Materials Solutions Holdings Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Mendix Technology Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Mentor Graphics (UK) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
MRX Technologies Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Preactor International Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Process Systems Enterprise Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Project Ventures Rail Investments I Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
PSE Oil & Gas Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
SBS Pension Funding (Scotland) Limited Partnership, Edinburgh/Vereinigtes Königreich 57
Siemens Financial Services Holdings Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Financial Services Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Healthcare Diagnostics Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Healthcare Diagnostics Products Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Healthcare Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Holdings plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Industry Software Computational Dynamics Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Industry Software Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Industry Software Simulation and Test Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Mobility Limited, London/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Pension Funding (General) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Pension Funding Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Rail Automation Limited, London/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Rail Systems Project Holdings Limited, London/Vereinigtes Königreich 100
Siemens Rail Systems Project Limited, London/Vereinigtes Königreich 100
The Preactor Group Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
UltraSoc Technologies Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
VA TECH (UK) Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100
Amerika (105 Gesellschaften)
Siemens Healthcare S.A., Buenos Aires/Argentinien 100
Siemens Industrial S.A., Buenos Aires/Argentinien 100
Siemens IT Services S.A., Buenos Aires/Argentinien 100
Siemens Mobility S.A., Munro/Argentinien 100
Iriel Indústria e Cómercio de Sistemas Eléctricos Ltda., Canoas/Brasilien 100
Siemens Healthcare Diagnósticos Ltda., São Paulo/Brasilien 100
Siemens Industry Software Ltda., São Caetano do Sul/Brasilien 100
Siemens Infraestrutura e Indústria Ltda., São Paulo/Brasilien 100
Siemens Mobility Soluções de Mobilidade Ltda., São Paulo/Brasilien 100
Siemens Participações# 10-K FILING
II. BUSINESS
ITEM 1. BUSINESS
Subsidiaries
The following are significant consolidated subsidiaries of Siemens AG as of September 30, 2021. The list does not include all subsidiaries, as the aggregate investment in and net assets of the excluded subsidiaries are not material to the Consolidated Statements of Financial Position. Unless otherwise indicated, all of the following are wholly-owned subsidiaries.
Americas
- South America
- Siemens S.A., São Paulo/Brazil 100
- Flender SpA, Santiago de Chile/Chile 100
- Nimbic Chile SpA, Las Condes/Chile 100
- Siemens Healthcare Equipos Médicos Sociedad por Acciones, Santiago de Chile/Chile 100
- Siemens Mobility SpA, Santiago de Chile/Chile 100
- Siemens S.A., Santiago de Chile/Chile 100
- Siemens Healthcare Diagnostics S.A., San José/Costa Rica 100
- Siemens S.A., San José/Costa Rica 100
- Siemens Mobility, S.R.L., Santo Domingo/Dominikanische Republik 100
- Siemens S.A., Quito/Ecuador 100
- Siemens-Healthcare Cia. Ltda., Quito/Ecuador 100
- Siemens Healthcare, Sociedad Anonima, Antiguo Cuscatlán/El Salvador 100
- Siemens S.A., Antiguo Cuscatlán/El Salvador 100
- Siemens S.A., Guatemala/Guatemala 100
- Dade Behring Hong Kong Holdings Corporation, Tortola/Britische Jungferninseln 100
- Bytemark Canada Inc., Saint John/Kanada 100
- EPOCAL INC., Toronto/Kanada 100
- Mentor Graphics (Canada) ULC, Vancouver/Kanada 100
- Siemens Canada Limited, Oakville/Kanada 100
- Siemens Financial Ltd., Oakville/Kanada 100
- Siemens Healthcare Limited, Oakville/Kanada 100
- Siemens Industry Software ULC, Vancouver/Kanada 100
- Siemens Logistics Ltd., Oakville/Kanada 100
- SIEMENS MOBILITY LIMITED, Oakville/Kanada 100
- Siemens Healthcare S.A.S., Tenjo/Kolumbien 100
- Siemens Mobility S.A.S., Tenjo/Kolumbien 100
- Siemens S.A., Tenjo/Kolumbien 100
- Grupo Siemens S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
- Indústria de Trabajos Eléctricos S.A. de C.V., Ciudad Juárez/Mexiko 100
- Siemens Healthcare Diagnostics, S. de R. L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
- Siemens Healthcare Servicios S. de R. L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
- Siemens Industry Software, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
- Siemens Inmobiliaria S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
- Siemens Logistics S. de R. L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
- Siemens Mobility S. de R. L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
- Siemens Servicios S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
- Siemens, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
- Siemens Healthcare S.A.C., Surquillo/Peru 100
- Siemens Mobility S.A.C., Lima/Peru 100
- Siemens S.A.C., Surquillo/Peru 100
- Siemens S.A., Montevideo/Uruguay 100
- Dresser-Rand de Venezuela, S.A., Maracaibo/Venezuela 100
- Siemens Healthcare S.A., Caracas/Venezuela 100
- Siemens Rail Automation, C.A., Caracas/Venezuela 100
- United States
- Aimsun Inc., New York, NY/USA 100
- Avatar Integrated Systems, Inc., Dover, DE/USA 100
- Building Robotics Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Bytemark Inc., Dover, DE/USA 95
- CD-adapco Battery Design LLC, Dover, DE/USA 50
- Corindus, Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Dedicated2Imaging LLC, Wilmington, DE/USA 80
- ECG Acquisition, Inc., Wilmington, DE/USA 100
- ECG TopCo Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 75
- eMeter Corporation, Wilmington, DE/USA 100
- Enlighted, Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Executive Consulting Group, LLC, Wilmington, DE/USA 100
- Falcon Sub Inc., Wilmington, DE/USA 7
- Flender Corporation, Wilmington, DE/USA 100
- J2 Innovations, Inc., Los Angeles, CA/USA 100
- Mannesmann Corporation, New York, NY/USA 100
- Mentor Graphics Corporation, Salem, OR/USA 100
- Mentor Graphics Global Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 100
- Next47 Fund 2018, L.P., Palo Alto, CA/USA 100
- Next47 Fund 2019, L.P., Palo Alto, CA/USA 100
- Next47 Fund 2020, L.P., Palo Alto, CA/USA 100
- Next47 Fund 2021, L.P., Palo Alto, CA/USA 100
- Next47 Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Next47 Mid-Tier GP 2018, L.P., Wilmington, DE/USA 100
- Next47 Mid-Tier GP 2019, L.P., Wilmington, DE/USA 100
- Next47 Mid-Tier GP 2020, L.P., Wilmington, DE/USA 100
- Next47 Mid-Tier GP 2021, L.P., Wilmington, DE/USA 100
- Next47 TTGP, L.L.C., Wilmington, DE/USA 100
- Omnetric Corp., Wilmington, DE/USA 100
- P.E.T.NET Houston, LLC, Austin, TX/USA 51
- PETNET Indiana, LLC, Indianapolis, IN/USA 50
- PETNET Solutions Cleveland, LLC, Wilmington, DE/USA 63
- PETNET Solutions, Inc., Knoxville, TN/USA 100
- Process Systems Enterprise Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Capital Company LLC, Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Corporation, Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Credit Warehouse, Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Electrical, LLC, Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Financial Services, Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Financial, Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Government Technologies, Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Healthcare Diagnostics Inc., Los Angeles, CA/USA 100
- Siemens Healthcare Laboratory, LLC, Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Industry Software Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Industry, Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Logistics LLC, Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Medical Solutions USA, Inc., Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Mobility, Inc, Wilmington, DE/USA 100
- Siemens Public, Inc., Iselin, NJ/USA 100
- Siemens USA Holdings, Inc., Wilmington, DE/USA 100
- SMI Holding LLC, Wilmington, DE/USA 100
- UltraSoc Inc., Wilmington, DE/USA 100
Asia, Australia (130 companies)
- Aimsun Pty Ltd, Sydney/Australia 100
- Australia Hospital Holding Pty Limited, Bayswater/Australia 100
- Exemplar Health (NBH) 2 Pty Limited, Bayswater/Australia 100
- Exemplar Health (NBH) Holdings 2 Pty Limited, Bayswater/Australia 100
- Exemplar Health (NBH) Trust 2, Bayswater/Australia 100
- Flender Pty. Ltd., Bayswater/Australia 100
- J.R.B. Engineering Pty Ltd, Bayswater/Australia 100
- Siemens Healthcare Pty. Ltd., Melbourne/Australia 100
- Siemens Industry Software Pty Ltd, Bayswater/Australia 100
- Siemens Ltd., Bayswater/Australia 100
- Siemens Mobility Pty Ltd, Bayswater/Australia 100
- SIEMENS RAIL AUTOMATION PTY. LTD., Bayswater/Australia 100
- Siemens Bangladesh Ltd., Dhaka/Bangladesh 100
- Siemens Healthcare Ltd., Dhaka/Bangladesh 100
- Siemens Industrial Limited, Dhaka/Bangladesh 100
- Beijing Siemens Cerberus Electronics Ltd., Peking/China 100
- Camstar Systems Software (Shanghai) Company Limited, Shanghai/China 100
- Flender Ltd., China, Tianjin/China 100
- IBS Industrial Business Software (Shanghai), Ltd., Shanghai/China 100
- Mentor Graphics (Shanghai) Electronic Technology Co., Ltd., Shanghai/China 100
- Siemens Building Technologies (Tianjin) Ltd., Tianjin/China 70
- Siemens Business Information Consulting Co., Ltd, Peking/China 100
- Siemens Circuit Protection Systems Ltd., Shanghai, Shanghai/China 75
- Siemens Computational Science (Shanghai) Co., Ltd, Shanghai/China 100
- Siemens Electrical Apparatus Ltd., Suzhou, Suzhou/China 100
- Siemens Electrical Drives (Shanghai) Ltd., Shanghai/China 100
- Siemens Electrical Drives Ltd., Tianjin/China 85
- Siemens Factory Automation Engineering Ltd., Peking/China 100
- Siemens Finance and Leasing Ltd., Peking/China 100
- Siemens Financial Services Ltd., Peking/China 100
- Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd., Shanghai, Shanghai/China 100
- Siemens Healthineers Diagnostics (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100
- Siemens Healthineers Digital Technology (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100
- Siemens Healthineers Ltd., Shanghai/China 100
- Siemens Industrial Automation Products Ltd., Chengdu, Chengdu/China 100
- Siemens Industry Software (Beijing) Co., Ltd., Peking/China 100
- Siemens Industry Software (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100
- Siemens International Trading Ltd., Shanghai, Shanghai/China 100
- Siemens Investment Consulting Co., Ltd., Peking/China 100
- Siemens Logistics Automation Systems (Beijing) Co., Ltd, Peking/China 100
- Siemens Ltd., China, Peking/China 100
- Siemens Manufacturing and Engineering Centre Ltd., Shanghai/China 51
- Siemens Medium Voltage Switching Technologies (Wuxi) Ltd., Wuxi/China 85
- Siemens Mobility Electrification Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 51
- Siemens Mobility Equipment (China) Co., Ltd, Shanghai Pilot Free Trade Zone/China 100
- Siemens Mobility Rail Equipment (Tianjin) Ltd., Tianjin/China 100
- Siemens Mobility Technologies (Beijing) Co., Ltd, Peking/China 100
- Siemens Numerical Control Ltd., Nanjing, Nanjing/China 80
- Siemens Power Automation Ltd., Nanjing/China 100
- Siemens Sensors & Communication Ltd., Dalian/China 100
- Siemens Shanghai Medical Equipment Ltd., Shanghai/China 100
- Siemens Shenzhen Magnetic Resonance Ltd., Shenzhen/China 100
- Siemens Signalling Co., Ltd., Xi'an/China 70
- Siemens Standard Motors Ltd., Yizheng/China 100
- Siemens Switchgear Ltd., Shanghai, Shanghai/China 55
- Siemens Technology Development Co., Ltd. of Beijing, Peking/China 90
- Siemens Venture Capital Co., Ltd., Peking/China 100
- Siemens Wiring Accessories Shandong Ltd., Zibo/China 100
- Siemens X-Ray Vacuum Technology Ltd., Wuxi, Wuxi/China 100
- TASS International Co. Ltd., Shanghai/China 100
- Siemens Healthcare Limited, Hongkong/Hongkong 100
- Siemens Industry Software Limited, Hongkong/Hongkong 100
- Siemens Limited, Hongkong/Hongkong 100
- Siemens Logistics Limited, Hongkong/Hongkong 100
- Siemens Mobility Limited, Hongkong/Hongkong 100
- AIS Design Automation Private Limited, Bangalore/India 100
- Bytemark India LLP, Bangalore/India 100
- Bytemark Technology Solutions India Pvt Ltd, Bangalore/India 100
- Enlighted Energy Systems Pvt Ltd, Chennai/India 100
- Fast Track Diagnostics Asia Private Limited, Neu-Delhi/India 100
- Flender Drives Private Limited, Kancheepuram, Kancheepuram/India 100
- Flomerics India Private Limited, Mumbai/India 100
- Mentor Graphics (India) Private Limited, Neu-Delhi/India 100
- Mentor Graphics (Sales and Services) Private Limited, Neu-Delhi/India 100
- PETNET Radiopharmaceutical Solutions Pvt. Ltd., Mumbai/India 100
- Preactor Software India Private Limited, Bangalore/India 100
- Siemens Factoring Private Limited, Neu-Mumbai/India 100
- Siemens Financial Services Private Limited, Mumbai/India 100
- Siemens Healthcare Private Limited, Mumbai/India 100
- Siemens Healthineers India LLP, Bangalore/India 100
- Siemens Industry Software (India) Private Limited, Neu-Delhi/India 100
- Siemens Industry Software Computational Dynamics India Pvt. Ltd., Bangalore/India 100
- Siemens Limited, Mumbai/India 51
- Siemens Logistics India Private Limited, Neu-Mumbai/India 100
- Siemens Rail Automation Pvt. Ltd., Neu-Mumbai/India 100
- Siemens Technology and Services Private Limited, Neu-Mumbai/India 100
- P.T.# SONSTIGE BETEILIGUNGEN
Deutschland (8 Gesellschaften)
| Gesellschaft | Ort | Kapitalanteil in % | Ergebnis nach Steuern in Mio. € | Eigenkapital in Mio. € |
|---|---|---|---|---|
| BSAV Kapitalbeteiligungen und Vermögensverwaltungs Management GmbH | Grünwald | 100 | 4,5 | 21 320 |
| Erlapolis 20 GmbH | München | 100 | 4,5 | k.A. |
| Kyros Beteiligungsverwaltung GmbH | Grünwald | 100 | 4,5 | 71 |
| Munipolis GmbH | München | 100 | 4,5 | 0 |
| OWP Butendiek GmbH & Co. KG | Bremen | 23 | 5 | 102 |
| Project Ventures Butendiek Holding GmbH | München | 100 | 4,5 | 2 |
| SIM 2. Grundstücks-GmbH & Co. KG | Grünwald | 90 | 4,5 | 5 |
| SPT Beteiligungen GmbH & Co. KG | Grünwald | 100 | 4,5 | k.A. |
Deutschland (24 Gesellschaften)
| Gesellschaft | Ort | Kapitalanteil in % |
|---|---|---|
| Alchemist Accelerator Europe Fund I GmbH & Co. KG | Grünwald | 41 |
| ATS Projekt Grevenbroich GmbH | Schüttorf | 25 |
| BELLIS GmbH | Braunschweig | 49 |
| Caterva GmbH | Pullach i. Isartal | 50 |
| Curagita Holding GmbH | Heidelberg | 30 |
| DKS Dienstleistungsgesellschaft f. Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH | Köln | 49 |
| egrid applications & consulting GmbH | Kempten | 49 |
| FEAG Fertigungscenter für Elektrische Anlagen GmbH | Erlangen | 49 |
| GuD Herne GmbH | Essen | 50 |
| IFTEC GmbH & Co. KG | Leipzig | 50 |
| INPRO Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH | Berlin | 25 |
| LIB Verwaltungs-GmbH | Leipzig | 50 |
| Ludwig Bölkow Campus GmbH | Taufkirchen | 25 |
| MetisMotion GmbH | München | 23 |
| MeVis BreastCare GmbH & Co. KG | Bremen | 49 |
| MeVis BreastCare Verwaltungsgesellschaft mbH | Bremen | 49 |
| Nordlicht Holding GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main | 33 |
| Nordlicht Holding Verwaltung GmbH | Frankfurt am Main | 33 |
| Siemens Energy AG | München | 35 |
| Siemens EuroCash | München | 5 |
| Sternico GmbH | Wendeburg | 45 |
| Valeo Siemens eAutomotive GmbH | Erlangen | 50 |
| Veja Mate Offshore Project GmbH | Oststeinbek | 20 |
| WUN H2 GmbH | Wunsiedel | 45 |
Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (42 Gesellschaften)
| Gesellschaft | Ort | Kapitalanteil in % |
|---|---|---|
| Armpower CJSC | Jerewan/Armenien | 40 |
| BioMensio Oy | Tampere/Finnland | 23 |
| Padam Mobility S.A.S | Paris/Frankreich | 38 |
| TRIXELL SAS | Moirans/Frankreich | 25 |
| Eviop-Tempo A.E. Electrical Equipment Manufacturers | Vassiliko/Griechenland | 48 |
| Parallel Graphics Ltd. | Dublin/Irland | 57 |
| Reindeer Energy Ltd. | Bnei Berak/Israel | 33 |
| Transfima GEIE | Mailand/Italien | 42 |
| Transfima S.p.A. | Mailand/Italien | 49 |
| VAL 208 Torino GEIE | Mailand/Italien | 86 |
| KACO New Energy Co. | Amman/Jordanien | 49 |
| Temir Zhol Electrification LLP | Astana/Kasachstan | 49 |
| EGM Holding Limited | Marsaskala/Malta | 33 |
| Energie Electrique de Tahaddart S.A. | Tanger/Marokko | 20 |
| Buitengaats C.V. | Amsterdam/Niederlande | 20 |
| Buitengaats Management B.V. | Eemshaven/Niederlande | 20 |
| Infraspeed EPC Consortium V. O. F. | Zoetermeer/Niederlande | 50 |
| Infraspeed Maintainance B.V. | Dordrecht/Niederlande | 50 |
| Locomotive Workshop Rotterdam B.V. | Zoetermeer/Niederlande | 50 |
| Screenpoint Medical B.V. | Nijmegen/Niederlande | 21 |
| Ural Locomotives Holding Besloten Vennootschap | 's-Gravenhage/Niederlande | 50 |
| ZeeEnergie C.V. | Amsterdam/Niederlande | 20 |
| ZeeEnergie Management B.V. | Eemshaven/Niederlande | 20 |
| Aspern Smart City Research GmbH | Wien/Österreich | 44 |
| Aspern Smart City Research GmbH & Co KG | Wien/Österreich | 44 |
| E-Mobility Provider Austria GmbH | Wien/Österreich | 20 |
| SMATRICS GmbH & Co KG | Wien/Österreich | 20 |
| Rousch (Pakistan) Power Ltd. | Islamabad/Pakistan | 26 |
| OOO Transconverter | Moskau/Russische Föderation | 35 |
| Stavro Holding I AB | Stockholm/Schweden | 40 |
| Certas AG | Zürich/Schweiz | 50 |
| Interessengemeinschaft TUS | Männedorf/Schweiz | 50 |
| Nertus Mantenimiento Ferroviario y Servicios S.A. | Madrid/Spanien | 51 |
| WS Tech Energy Global S.L. | Viladecans/Spanien | 49 |
| Impilo Consortium (Pty.) Ltd. | La Lucia/Südafrika | 31 |
| Meomed s.r.o. | Prerov/Tschechien | 47 |
| Awel Y Môr Offshore Wind Farm Limited | Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich | 10 |
| Cross London Trains Holdco 2 Limited | London/Vereinigtes Königreich | 33 |
| Five Estuaries Offshore Wind Farm Limited | Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich | 25 |
| Galloper Wind Farm Holding Company Limited | Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich | 25 |
| Lincs Renewable Energy Holdings Limited | London/Vereinigtes Königreich | 50 |
| Plessey Holdings Ltd. | Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich | 50 |
Amerika (19 Gesellschaften)
| Gesellschaft | Ort | Kapitalanteil in % |
|---|---|---|
| Brasol Participaçoes e Empreendimentos S.A. | Brazil, São Paulo/Brasilien | 97 |
| GNA 1 Geração de Energia S.A. | São João da Barra/Brasilien | 33 |
| Micropower Comerc Energia S.A. | São Paulo/Brasilien | 20 |
| MPC Serviços Energéticos 1A S.A | Navegantes/Brasilien | 48 |
| Akuo Energy Dominicana, S.R.L | Santo Domingo/Dominikanische Republik | 33 |
| Union Temporal Recaudo y Tecnologia | Santiago de Cali/Kolumbien | 20 |
| DELARO, S.A.P.I. DE C.V. | Mexiko-Stadt/Mexiko | 29 |
| CEF-L Holding, LLC | Wilmington, DE/USA | 27 |
| DeepHow Corp. | Princeton, NJ/USA | 23 |
| Fluence Energy, LLC | Wilmington, DE/USA | 50 |
| Hickory Run Holdings, LLC | Wilmington, DE/USA | 20 |
| Panda Hummel Station Intermediate Holdings I LLC | Wilmington, DE/USA | 32 |
| Panda Stonewall Intermediate Holdings I, LLC | Wilmington, DE/USA | 37 |
| PhSiTh LLC | New Castle, DE/USA | 33 |
| Powerit Holdings, Inc. | Seattle, WA/USA | 21 |
| PTG Holdings Company LLC | Dover, DE/USA | 26 |
| Rether networks, Inc. | Berkeley, CA/USA | 30 |
| USARAD Holdings, Inc. | Fort Lauderdale, FL/USA | 30 |
| Wi-Tronix Group Inc. | Dover, DE/USA | 30 |
Asien, Australien (20 Gesellschaften)
| Gesellschaft | Ort | Kapitalanteil in % |
|---|---|---|
| Exemplar Health (NBH) Partnership | Melbourne/Australien | 50 |
| Forest Wind Holdings Pty Limited | Sydney/Australien | 50 |
| Forest Wind Investment Company (1) Pty Limited | Sydney/Australien | 50 |
| PHM Technology Pty Ltd | Melbourne/Australien | 37 |
| DBEST (Beijing) Facility Technology Management Co., Ltd. | Peking/China | 25 |
| Guangzhou Suikai Smart Energy Co., Ltd. | Guangzhou/China | 35 |
| Shanghai Electric Power Generation Equipment Co., Ltd. | Shanghai/China | 40 |
| Siemens Traction Equipment Ltd. | Zhuzhou, Zhuzhou/China | 50 |
| Smart Metering Solutions (Changsha) Co. Ltd. | Changsha/China | 49 |
| TianJin ZongXi Traction Motor Ltd. | Tianjin/China | 50 |
| Xi'An X-Ray Target Ltd. | Xi'an/China | 43 |
| Zhenjiang Siemens Busbar Trunking Systems Co. Ltd. | Yangzhong/China | 50 |
| Zhi Dao Railway Equipment Ltd. | Taiyuan/China | 50 |
| Bangalore International Airport Ltd. | Bangalore/Indien | 20 |
| Orange Sironj Wind Power Private Limited | Neu-Delhi/Indien | 46 |
| Pune IT City Metro Rail Limited | Pune/Indien | 26 |
| Transparent Energy Systems Private Limited | Pune/Indien | 25 |
| P.T. Jawa Power | Jakarta/Indonesien | 50 |
| BE C&I Solutions Holding Pte. Ltd. | Singapur/Singapur | 24 |
| Power Automation Pte. Ltd. | Singapur/Singapur | 49 |
Erläuterungen:
- Beherrschender Einfluss aufgrund Stimmrechtsmehrheit.
- Beherrschender Einfluss aufgrund von Rechten zur Bestellung, Versetzung oder Abberufung von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen.
- Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten.
- Fehlender beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände.
- Fehlender maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände.
- Maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände.
- Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung.
- Verzicht auf die Equity-Fortschreibung wegen untergeordneter Bedeutung.
- Befreiung gemäß § 264 b HGB.
- Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
- Werte gemäß letztem verfügbaren Jahresabschluss (nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften), dem ein vom Siemens-Geschäftsjahr abweichendes Geschäftsjahr zugrunde liegen kann.
- Die Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft.
- Ein konsolidiertes Tochterunternehmen der Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft.
Stand: 30.09.2020Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (1 Gesellschaft)
Siemens Gas and Power Holding B.V., Zoeterwoude/Niederlande | 2 | k.A. | k.A.
Amerika (2 Gesellschaften)
Bentley Systems, Incorporated, Wilmington, DE/USA | 13 | 92 | 298
ChargePoint, Inc., Campbell, CA/USA | 4 | -122 | 53
1 Beherrschender Einfluss aufgrund Stimmrechtsmehrheit.
2 Beherrschender Einfluss aufgrund von Rechten zur Bestellung, Versetzung oder Abberufung von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen.
3 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten.
4 Fehlender beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände.
5 Fehlender maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände.
6 Maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände.
7 Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung.
8 Verzicht auf die Equity-Fortschreibung wegen untergeordneter Bedeutung.
9 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
10 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
11 Werte gemäß letztem verfügbaren Jahresabschluss (nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften), dem ein vom Siemens-Geschäftsjahr abweichendes Geschäftsjahr zugrunde liegen kann.
12 Die Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft.
13 Ein konsolidiertes Tochterunternehmen der Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft.
k.A.= Es liegen keine Angaben vor.
C. Weitere Informationen
C.1 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 27. November 2020
Siemens Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Joe Kaeser
Dr. Roland Busch
Klaus Helmrich
Cedrik Neike
Matthias Rebellius
Prof. Dr. Ralf P. Thomas
Judith Wiese
C.2 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020, der Konzernbilanz zum 30. September 2020, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 sowie dem Anhang zum Konzernabschluss, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden, geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Siemens Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020, der mit dem Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, geprüft.
Das Kapitel A.9.3 »ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG« des zusammengefassten Lageberichts, einschließlich Kapitel C.4.2 des Geschäftsberichts 2020, auf das in Kapitel A.9.3 verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 und
- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden »EU-APrVO«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden in Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
ABSPALTUNG DES SIEMENS-ENERGY-GESCHÄFTS
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Abspaltung und Börsennotierung des unter der Siemens Energy AG im Vorfeld der Abspaltung rechtlich verselbstständigten Siemens-Gas-and-Power-Geschäfts einschließlich der bisher vom Siemens-Konzern gehaltenen Anteile in Höhe von rund 67 % an der börsennotierten Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien, zusammen mit ihren Tochterunternehmen »SGRE« (im Folgenden »Siemens-Energy-Geschäft«) wurde Ende September 2020 vollzogen. Als Gegenleistung im Rahmen der Abspaltung wurden den Aktionären der Siemens AG von der Siemens Energy AG 55 % des nach Abspaltungskapitalerhöhung und Sachkapitalerhöhungen bestehenden Grundkapitals der Siemens Energy AG gewährt. Die restlichen 45 % des Grundkapitals der Siemens Energy AG wurden bei Wirksamwerden der Abspaltung zunächst von der Siemens AG und einer 100 %igen Tochtergesellschaft gehalten, wobei in Zusammenhang mit der Abspaltung ein Anteil von 9,9 % des Grundkapitals der Siemens Energy AG von der Siemens AG auf den Siemens Pension-Trust e.V., Deutschland, als Dotierung übertragen wurde. Die Bilanzierung der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts stellte aufgrund der Komplexität der Transaktion und des damit verbundenen bedeutsamen Risikos wesentlich falscher Darstellungen, der Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume bei den vorgenommenen Bewertungen sowie der insgesamt wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einen der bedeutsamsten Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung dar. Dabei war zunächst die seit dem 31. März 2020 vorgenommene Klassifizierung des Siemens-Energy-Geschäfts als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und als nicht fortgeführte Aktivitäten angesichts der Komplexität von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung. Zudem unterliegt die Erfassung der Abspaltungsverbindlichkeit gemäß IFRIC 17, Sachdividenden an Eigentümer, deren Bewertung zum 25. September 2020 sowie der Abgang dieser Abspaltungsverbindlichkeit und des Buchwertes der als zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Zugang der 45 %-Beteiligung an der Siemens Energy AG einschließlich der erfolgswirksamen Vereinnahmung des Unterschiedsbetrags als Abspaltungsergebnis aufgrund der Komplexität der Bewertungen einem bedeutsamen Risiko.# Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Konzernabschlussprüfung haben wir zunächst die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Erfüllung der in IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche, genannten Kriterien einer Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten zum 31. März 2020 beurteilt. Zu diesem Zweck haben wir ein Verständnis der geplanten vertraglichen Vereinbarungen erlangt und uns mit der Wahrscheinlichkeit der Aktionärszustimmung auf der außerordentlichen Hauptversammlung, dem Fortschritt der Ausgliederungen des Siemens-Gas-and-Power-Geschäfts und den Gremienentscheidungen zur Kapitalausstattung der Abspaltungsgruppe befasst. Zudem haben wir die geplante rechtliche Durchführung der Abspaltung einschließlich des Entherrschungsvertrags dahingehend gewürdigt, ob die gesellschafts- und aktienrechtlichen Voraussetzungen zum Verlust der Kontrolle und somit zur Entkonsolidierung des Siemens-Energy-Geschäfts mit Wirksamwerden der Abspaltung gemäß IFRS 10, Konzernabschlüsse, erfüllt werden. Ferner haben wir die Abgrenzung der unter den Anwendungsbereich des IFRS 5 fallenden Geschäftsaktivitäten anhand vertraglicher Grundlagen gewürdigt und die Umsetzung der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten im Konsolidierungssystem einschließlich der Anpassung der Konsolidierungsbuchungen sowie der Vorjahreswerte in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Kapitalflussrechnung unter Einbindung von internen IT-Spezialisten nachvollzogen. Im Rahmen unserer Beurteilung der unmittelbar vor der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten vorzunehmenden Wertminderungsüberprüfung der in der Abspaltungsgruppe enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte der bisherigen Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gas and Power, SGRE Operation and Maintenance und SGRE Wind Turbines sowie der Wertminderungsüberprüfung für die gesamte Abspaltungsgruppe zum 31. März 2020 und 30. Juni 2020 haben wir uns unter anderem mit dem Prozess zur Erstellung der Mehrjahresplanung im Konzern und für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auseinandergesetzt. Zudem haben wir das methodische Vorgehen sowie die Bewertungsmodelle zur Durchführung der Werthaltigkeitstests unter Einbindung von internen Spezialisten, die über besondere Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Unternehmensbewertung verfügen, nachvollzogen. Weiterhin haben wir die angesetzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit der von den gesetzlichen Vertretern erstellten Fünf-Jahres-Planung sowie durch Abstimmung der internen Wachstums- und Ergebnisprognosen mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen und zu wesentlichen Wettbewerbern gewürdigt. Ferner haben wir uns mit den zugrunde gelegten Annahmen und Parametern befasst und die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen sowie ergänzende eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen. Im Zuge der Erfassung der Abspaltungsverbindlichkeit haben wir eine Beurteilung des methodischen Vorgehens des von den gesetzlichen Vertretern hinzugezogenen externen Gutachters, der angewandten Bewertungsmodelle sowie der Annahmen und ermessensbehafteten Schätzungen bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Abspaltungsverbindlichkeit gemäß IFRIC 17, Sachdividenden an Eigentümer, unter Einbezug der Fachkenntnisse unserer Bewertungsspezialisten sowie unter Berücksichtigung der erlangten Prüfungsnachweise aus den oben genannten Wertminderungsprüfungen vorgenommen. Diese umfasste auch die Beurteilung der Eignung des von den gesetzlichen Vertretern beauftragten Gutachtens eines unabhängigen Sachverständigen als Prüfungsnachweis. Letztlich haben wir uns mit der Bilanzierung des Abgangs der neubewerteten Abspaltungsverbindlichkeit und des Buchwerts der als zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie des Zugangs der 45 %-Beteiligung an der Siemens Energy AG sowie der nachgelagerten Dotierung von 9,9 % in den Siemens Pension-Trust e.V. und deren Abbildung im Konzernabschluss befasst. Unsere Prüfungshandlungen bezogen sich insbesondere auf die Würdigung der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Abspaltungsverbindlichkeit und der Beteiligung an der Siemens Energy AG als assoziiertes Unternehmen zum 25. September 2020 jeweils auf Basis des Gutachtens des unabhängigen Sachverständigen sowie auf die Ermittlung des Abgangsergebnisses. Weitere Prüfungshandlungen bezogen sich auf die Beurteilung des Managements zur Werthaltigkeit der zum 30. September 2020 als assoziiertes Unternehmen bilanzierten 35,1 %-Beteiligung an der Siemens Energy AG. Zudem haben wir unter Einbindung von internen IT-Spezialisten die IT-technische Umsetzung der Entkonsolidierung im Konsolidierungssystem sowie das methodische, rechnerische und buchhalterische Vorgehen bei der Entkonsolidierungsrechnung entsprechend IFRS 10 nachvollzogen. Ferner haben wir die Angaben zur Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts im Konzernanhang gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang in ZIFFER 2 WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze. Eine Erläuterung der Transaktion sowie Angaben zur Entkonsolidierung und zum Abspaltungsergebnis sind in ZIFFER 3 AKQUISITIONEN, UNTERNEHMENSVERKÄUFE UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN des Anhangs zum Konzernabschluss dargestellt.
UMSATZREALISIERUNG BEI VERTRÄGEN IM ANLAGENGESCHÄFT
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Ein wesentlicher Teil der Geschäftstätigkeit der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten des Konzerns, insbesondere im Gas-and-Power-Geschäft sowie bei Siemens Gamesa Renewable Energy (bis zum Wirksamwerden der Abspaltung) sowie im Mobility-Geschäft, wird über Verträge im Anlagengeschäft abgewickelt. Die Realisierung des Umsatzes für langfristige Verträge im Anlagengeschäft erfolgt gemäß IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, in der Regel über einen bestimmten Zeitraum nach der Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad. Die Bilanzierung von Verträgen im Anlagengeschäft ist aus unserer Sicht ein Bereich mit einem bedeutsamen Risiko wesentlich falscher Darstellungen (einschließlich des möglichen Risikos, dass Führungskräfte Kontrollen umgehen) und damit ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, da bei der Ermittlung des Fertigstellungsgrads die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter eine wesentliche Auswirkung haben. Dies gilt vor allem hinsichtlich des erforderlichen Liefer- und Leistungsumfangs, der geschätzten Gesamtkosten, der noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, der geschätzten Umsatzerlöse sowie der Auftragsrisiken einschließlich technischer, politischer, regulatorischer und rechtlicher Risiken. Umsatzerlöse, geschätzte Gesamtkosten und Gewinnrealisierung können aufgrund von neuen Erkenntnissen über Kostenüberschreitungen sowie Änderungen im Projektumfang während der Laufzeit eines Vertrags im Anlagengeschäft teils erheblich von den ursprünglichen Schätzungen abweichen. Zudem waren im Geschäftsjahr 2020 die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) auf das Projektgeschäft, wie beispielsweise Verzögerungen bei der Projektabwicklung aufgrund von Zugangsbeschränkungen an Kundenstandorten oder kurzzeitigen Störungen der Lieferketten, sowie die Inanspruchnahme von Force-Majeure-Klauseln (»Höhere Gewalt«) und Change-in-Law Klauseln in Bezug auf Schadensersatz oder Vertragsstrafen bei Lieferverzögerungen und deren bilanzielle Abbildung von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit den unternehmensintern festgelegten Methoden, Verfahren und Kontrollmechanismen des Projektmanagements in der Angebots- und Abwicklungsphase von Verträgen im Anlagengeschäft auseinandergesetzt. Dabei haben wir die Ausgestaltung und Wirksamkeit der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen im Projektgeschäft durch Nachvollziehen von projektspezifischen Geschäftsvorfällen von deren Entstehung bis zur Abbildung im Konzernabschluss beurteilt. Zudem haben wir Kontrollen auf Managementebene einschließlich Projektdurchsprachen sowie Kontrollen zur zeitnahen Beurteilung von Änderungen von Kostenschätzungen sowie deren zeitnahe und vollständige Erfassung in der Projektkalkulation getestet. Auf Basis risikoorientiert ausgewählter Stichproben haben wir die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Schätzungen und Annahmen im Rahmen von Einzelfallprüfungen beurteilt. Dabei haben wir insbesondere solche Projekte ausgewählt, die wesentliche künftige Unsicherheiten und Risiken aufweisen, wie beispielsweise Festpreis- beziehungsweise schlüsselfertige Anlagenprojekte, Projekte mit hohen technischen Anforderungen oder hohem Leistungsanteil von Zulieferern, Subunternehmen oder Konsortialpartnern, grenzüberschreitende Projekte, Projekte in besonders von der COVID-19-Pandemie betroffenen Regionen sowie Projekte, die Kostenänderungen, Verzögerungen und/oder geringe oder negative Margen aufweisen. Unsere Prüfungshandlungen beinhalteten unter anderem die Durchsicht der vertraglichen Grundlagen sowie Vertragskonditionen einschließlich vertraglich vereinbarter Regelungen über Teillieferungen beziehungsweise -leistungen, Kündigungsrechte, Verzugs- und Vertragsstrafen sowie Schadenersatz.# Prüfungshandlungen
Für die ausgewählten Projekte haben wir uns zur Beurteilung der periodengerechten Ertragsermittlung auch mit den zum Stichtag abrechenbaren Umsatzerlösen sowie den zugehörigen, erfolgswirksam zu buchenden Umsatzkosten unter Zugrundelegung des Fertigstellungsgrads befasst sowie die bilanzielle Abbildung zugehöriger Bilanzpositionen untersucht. Auf Basis der Vorgaben des IFRS 15 haben wir auch die bilanziellen Auswirkungen von Vertragsänderungen oder vertraglichen Optionen gewürdigt. Ferner haben wir Befragungen des Projektmanagements (sowohl kaufmännische als auch technische Projektmanager) zur Entwicklung der Projekte einschließlich der Auswirkungen von COVID-19 auf die Projektabwicklung, zu den Gründen bei Abweichungen zwischen geplanten Kosten und Ist-Kosten, zur aktuellen Beurteilung der bis zur Fertigstellung voraussichtlich noch anfallenden Kosten sowie zu den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter zu Eintrittswahrscheinlichkeiten von Auftragsrisiken durchgeführt. Um Auffälligkeiten in der Margenentwicklung über den Projektverlauf zu erkennen, haben wir auch datenanalytische Verfahren eingesetzt. Bei der Festlegung unserer Prüfungshandlungen haben wir zudem Ergebnisse aus Projektprüfungen der internen Revision berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir Nachweise von Dritten für ausgewählte Projekte eingeholt (zum Beispiel Projektabnahmen, Vertragskonditionen sowie Rechtsanwaltsbestätigungen zu behaupteten Vertragsverletzungen und geltend gemachten Ansprüchen) und Werks- und Projektstandorte besichtigt. Aufgrund der Höhe des Vertragsvolumens und des Risikoprofils, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung in den Märkten für Stromerzeugung, lag hierbei ein besonderer Prüfungsschwerpunkt auf Großaufträgen zur schlüsselfertigen Errichtung von Kraftwerken, im Lösungsgeschäft für Hochspannung-Gleichstrom-Übertragung, zur Lieferung von Hochgeschwindigkeits- und Nahverkehrszügen sowie zur Errichtung von Onshore- und Offshore Windparks. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Umsatzrealisierung bei Verträgen im Anlagengeschäft ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Verträgen im Anlagengeschäft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss in ZIFFER 2 WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE SOWIE SCHÄTZ- UND PRÄMISSENSENSITIVE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE. Zu Vertragsvermögenswerten und -verbindlichkeiten sowie Rückstellungen für Drohverluste und Risiken aus Verträgen im Anlagengeschäft verweisen wir auf ZIFFER 10 VERTRAGSVERMÖGENSWERTE UND -VERBINDLICHKEITEN und ZIFFER 18 RÜCKSTELLUNGEN des Anhangs zum Konzernabschluss.
RÜCKSTELLUNGEN FÜR VERFAHREN AUS ODER IN ZUSAMMENHANG MIT BEHAUPTETEN COMPLIANCE-VORWÜRFEN SOWIE FÜR RÜCKBAU-, STILLLEGE- UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Bilanzierung von Rückstellungen für Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen einschließlich Korruptions- oder Kartellvorwürfen sowie für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen war aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. Diese sind im besonderen Maße mit Unsicherheiten behaftet und erfordern Schätzungen, die einen erheblichen Einfluss auf den Ansatz und die Höhe der jeweiligen Rückstellung und somit die Vermögens- und Ertragslage haben können. Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen sind mit Unsicherheiten verbunden, da diese häufig komplexe rechtliche Fragestellungen umfassen und folglich erhebliche Ermessensspielräume seitens der gesetzlichen Vertreter bestehen, insbesondere hinsichtlich der Einschätzung, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe eine Rückstellung zur Abdeckung des Risikos erforderlich ist. Die Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf die Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen beziehen sich insbesondere auf die zu erwartenden Kosten der Zwischen- und Endlagerung nuklearer Altlasten, den erwarteten Zeitraum der Zahlungsmittelabflüsse sowie die Abzinsungssätze.
Prüferisches Vorgehen:
Im Rahmen unserer Prüfung der bilanziellen Abbildung von Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen haben wir uns mit den von Siemens eingerichteten Prozessen zur Identifizierung, Beurteilung und Bilanzierung von Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren befasst. Um festzustellen, welche potenziell wesentlichen anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder geltend gemachten Ansprüche bekannt sind, und um die Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zu den erwarteten Mittelabflüssen beurteilen zu können, umfassten unsere Prüfungshandlungen Befragungen der gesetzlichen Vertreter und anderer mit diesen Sachverhalten betrauter Personen innerhalb des Konzerns, die Einholung schriftlicher Erklärungen hausinterner Rechtsberater zur Bewertung des geschätzten Mittelabflusses und der Eintrittswahrscheinlichkeit, die Einholung von Bestätigungen von externen Rechtsberatern sowie die Beurteilung interner Stellungnahmen zur bilanziellen Abbildung im Konzernabschluss. Darüber hinaus haben wir Aufwandskonten für Rechtsberatung auf Hinweise für noch nicht berücksichtigte Sachverhalte untersucht. Weiterhin haben wir uns mit behaupteten oder aufgedeckten Nichteinhaltungen von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance-Verstöße) durch Einsichtnahme in interne und externe Stellungnahmen zu einzelnen Sachverhalten, Einholung schriftlicher Erklärungen von externen Rechtsberatern sowie Befragungen der Compliance-Organisation auseinandergesetzt. Dabei haben wir unter anderem die Durchführung und die Ergebnisse interner Untersuchungen durch Einsichtnahme in interne Berichte sowie die getroffenen Maßnahmen zur Behebung festgestellter Schwachstellen gewürdigt und beurteilt, ob etwaige Risiken im Konzernabschluss abzubilden sind.
Unsere Prüfungshandlungen in Bezug auf die Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen konzentrierten sich aufgrund der oben genannten Unsicherheiten auf die Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen in Zusammenhang mit der Stilllegung des Standorts in Hanau (Werk Hanau) sowie für das nukleare Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem die Beurteilung der erwarteten Kosten für die Errichtung, den Betrieb sowie die Stilllegung des Endlagers, der Eignung des von den gesetzlichen Vertretern beauftragten Gutachtens eines unabhängigen Sachverständigen hinsichtlich der erwarteten Teuerungsrate als Prüfungsnachweis, der angewandten Bewertungsmethoden unter Einbezug der Fachkenntnisse unserer Bewertungsspezialisten sowie der wesentlichen ermessensbehafteten Schätzungen, die sich insbesondere aus der langen Laufzeit ergeben. Durch Befragungen von mit dem Sachverhalt betrauten Personen und Einsichtnahme in interne und externe Dokumente haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter gewürdigt, ob Siemens zum 30. September 2020 unverändert dem deutschen Atomgesetz unterliegt, wonach der radioaktive Abfall bei der Stilllegung einer kerntechnischen Anlage schadlos verwertet und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Ferner haben wir die Angaben zu Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen sowie zu Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen im Konzernanhang gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen sowie von Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Rückstellungen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss in ZIFFER 2 WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze. Hinsichtlich der Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen verweisen wir auf ZIFFER 22 RECHTSSTREITIGKEITEN. Zu den bestehenden Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen verweisen wir auf ZIFFER 18 RÜCKSTELLUNGEN.
UNGEWISSE STEUERPOSITIONEN SOWIE LATENTE STEUERN
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Siemens übt seine Geschäftstätigkeit in zahlreichen Ländern mit unterschiedlichem lokalem Steuerrecht aus. Die Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie latenten Steuern war im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte, da diese in hohem Maße Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen durch die gesetzlichen Vertreter erfordert. Dies betrifft insbesondere die Bewertung sowie die Vollständigkeit von ungewissen Steuerpositionen, die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern sowie die Bewertung und Vollständigkeit passiver latenter Steuern. Zudem waren die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter zu den steuerlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie einschließlich der bilanziellen Abbildung von Steuererleichterungen von besonderer Bedeutung.
Prüferisches Vorgehen:
Unter Einbindung von internen Steuerspezialisten mit entsprechenden Kenntnissen des jeweiligen lokalen Steuerrechts haben wir uns mit den von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Prozessen und internen Kontrollen zur Identifizierung, zum Ansatz und zur Bewertung von Steuerpositionen befasst.# Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen in Bezug auf ungewisse Steuerpositionen haben wir beurteilt, ob die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu steuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2020, aus denen sich ungewisse Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender ungewisser Steuerpositionen haben können, in Einklang mit dem Steuerrecht stehen. Dies beinhaltet insbesondere steuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen sowie Ausgliederungen insbesondere im Vorfeld der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts, Ergebnissen von Betriebsprüfungen sowie Sachverhalten mit grenzüberschreitendem Bezug wie beispielsweise der Bestimmung von Verrechnungspreisen. Zur Beurteilung der Bewertung und Vollständigkeit haben wir auch Bestätigungen von externen Steuerberatern eingeholt und von den gesetzlichen Vertretern beauftragte rechtliche beziehungsweise steuerliche Gutachten und Stellungnahmen eingesehen. Ferner haben wir die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Erfolgsaussichten von Rechtsbehelfs- oder Finanzgerichtsverfahren durch Befragungen der Mitarbeiter der Siemens-Steuerabteilung und unter Berücksichtigung der aktuellen Steuerrechtsprechung gewürdigt. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern haben wir vor allem die Annahmen der gesetzlichen Vertreter zu Steuerplanungsstrategien sowie zur Prognose des künftig erwarteten steuerpflichtigen Einkommens insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie hinterfragt und zu internen Business-Plänen abgeglichen. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen zu den passiven latenten Steuern haben wir uns vor allem mit den Annahmen zur zeitlich unbestimmten Reinvestition von aufgelaufenen Ergebnissen von Tochtergesellschaften befasst und diese unter Hinzuziehung der Dividendenplanung beurteilt. Ferner haben wir uns mit den bilanziellen Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRIC 23, Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung, befasst. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie latenten Steuern ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Ertragsteuern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss in ZIFFER 2 WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze und zu Angaben zu aktiven und passiven latenten Steuern auf ZIFFER 7 ERTRAGSTEUERN des Anhangs zum Konzernabschluss.
Sonstige Informationen
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats in Kapitel C.3 des Geschäftsberichts 2020 verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung in Kapitel C.4.2 ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung. Ferner umfassen die sonstigen Informationen weitere für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung des Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere:
- die Versicherung der gesetzlichen Vertreter in Kapitel C.1 des Geschäftsberichts 2020;
- den Bericht des Aufsichtsrats in Kapitel C.3 des Geschäftsberichts 2020;
- Corporate Governance in Kapitel C.4 des Geschäftsberichts 2020;
- Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen in Kapitel C.5 des Geschäftsberichts 2020.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. In Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden, in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.# C.2 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Aktionärinnen und Aktionäre der Siemens Aktiengesellschaft
Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Umfang der Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Wir haben den Konzernabschluss der Siemens Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung, der Veränderung der Eigenkapitalübersicht, der Kapitalflussrechnung und den zugehörigen Anhangangaben für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020, und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020, geprüft.
Nach unserer Beurteilung ist der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln und seine Entwicklung in Übereinstimmung mit den genannten Vorschriften darzustellen. In demselben Sinne vermittelt der Konzernlagebericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild von der Lage des Konzerns sowie die richtigen Angaben zu den voraussichtlichen Gegebenheiten und zu den absehbaren Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung.
Grundlage für unsere Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts gemäß den deutschen gesetzlichen Vorschriften in der für Kapitalgesellschaften geltenden Fassung des Gesetzes über dieolgende Prüfung von Jahresabschlüssen und Hofmanns, die vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften ist im Abschnitt „Verantwortung des Wirtschaftsprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ weiter beschrieben.
Wir sind unabhängig von dem Konzern gemäß den deutschen gesetzlichen Vorschriften und den europäischen Vorschriften (Verordnung (EU) Nr. 537/2014, Artikel 5) und haben unsere berufliche Integrität ausgeübt. Wir haben keine unzulässigen Dienstleistungen erbracht. Die Anforderungen an die Unabhängigkeit sind für unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ebenso wesentlich wie für unsere sonstige Aufgabe.
Wir haben ausreichend und geeignete Prüfungsnachweise erlangt, um unsere Prüfungsurteile zu begründen.
Besondere Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters)
Besondere Prüfungssachverhalte sind die Sachverhalte, die nach unserer Beurteilung bei der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren. Sie sind auch die wesentlichen Sachverhalte in unserer Kommunikation mit den für die Überwachung Verantwortlichen. Wir geben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk nicht wieder, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind für folgende Punkte verantwortlich:
- die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht,
- die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns,
- die Darstellung der Entwicklung und die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Lage des Konzerns sowie die richtigen Angaben zu den voraussichtlichen Gegebenheiten und zu den absehbaren Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung in dem Konzernlagebericht,
- die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen, sei es wegen Betrugs oder Irrtums, ist,
- die Sicherstellung, dass der Konzern und seine Tochtergesellschaften ihre Geschäfte im Einklang mit den gesetzlichen und vertraglichen Bestimmungen führen.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, und, falls zutreffend, Verhältnisse und Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzugeben sowie die Rechnungslegungsgrundsätze der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, den Konzern zu liquidieren oder die Geschäftstätigkeit einzustellen oder haben keine andere realistische Alternative, als dies zu tun.
Die gesetzlichen Vertreter sind ferner dafür verantwortlich, die für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts zuständigen Personen über alle während der Prüfung festgestellten Angelegenheiten zu informieren, die wesentlich sind und die die Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers beeinträchtigen könnten, und die relevanten Schutzmaßnahmen im Hinblick auf die Unabhängigkeit mit diesen Personen zu erörtern.
Verantwortung des Wirtschaftsprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Ziele sind es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen, sei es wegen Betrugs oder Irrtums, ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile enthält. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften durchgeführte Prüfung stets eine wesentliche falsche Darstellung aufdeckt, wenn eine solche vorhanden ist. Wesentliche falsche Darstellungen können aus Betrug oder Irrtum entstehen und sind dann wesentlich, wenn vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie einzeln oder in ihrer Gesamtheit die wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern, die sich auf den Konzernabschluss stützen, beeinflussen.
Als Teil einer Prüfung nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften üben wir professionelles Urteilsvermögen aus und üben professionelle Skepsis während der gesamten Prüfung aus. Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss, sei es wegen Betrugs oder Irrtums, entwerfen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um unsere Prüfungsurteile zu begründen. Die Gefahr, dass wesentliche falsche Darstellungen, die aus Betrug resultieren, nicht aufgedeckt werden, ist höher als bei solchen, die aus Irrtum resultieren, da Betrug durch Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen von internen Kontrollen erfolgen kann.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
Wir holen ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
Wir beurteilen den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
Wir führen Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Februar 2020 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 5. Februar 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 als Konzernabschlussprüfer der Siemens Aktiengesellschaft tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Spannagl.
München, den 27. November 2020
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Spannagl, Wirtschaftsprüfer
Breitsameter, Wirtschaftsprüferin
C.3 Bericht des Aufsichtsrats
Berlin und München, 1. Dezember 2020
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
im Geschäftsjahr 2020 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Siemens AG eine außerordentliche Leistung erbracht. Das Unternehmen zeigte trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beeindruckende operative Stärke. Gleichzeitig schloss Siemens seine strukturelle und personelle Neuaufstellung erfolgreich ab. Siemens Energy wurde im ursprünglichen Zeitplan an die Börse gebracht. Diese Abspaltung markiert die Umsetzung eines wesentlichen Bausteins des Strategiekonzepts Vision 2020+. Zudem hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2020 den Nachfolgeprozess für den Vorstand der Siemens AG erfolgreich beendet und das neue Vorstandsteam um Dr. Roland Busch aufgestellt. Für die erfolgreiche Weiterentwicklung und das Wachstum einer fokussierten Siemens AG sind damit hervorragende Voraussetzungen geschaffen worden.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorsitzenden des Vorstands sowie den übrigen Vorstandsmitgliedern statt. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat stets informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.
Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat diese mit dem Vorstand intensiv und detailliert erörtert. Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats – teilweise vorbereitet durch die Ausschüsse – diese nach intensiver Prüfung und Erörterung gebilligt. Über Maßnahmen und Entscheidungen der damaligen Strategischen Unternehmen von grundlegender Bedeutung wurde der Aufsichtsrat durch das jeweils zuständige Mitglied des Vorstands im vorgegebenen rechtlichen Rahmen informiert.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Tätigkeit in diesem Jahr war die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Insbesondere in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs haben wir uns in unseren Sitzungen und zusätzlichen »Info-Sessions« intensiv mit der Verselbstständigung des Siemens-Energy-Geschäfts im Wege der Abspaltung und anschließenden Börsennotierung auseinandergesetzt. Der Aufsichtsrat unterstützt die Verselbstständigung und hat der Abspaltung und Börsennotierung in seiner außerordentlichen Sitzung am 22. Mai 2020 zugestimmt. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs lag der Schwerpunkt unserer Tätigkeit auf der strategischen Weiterentwicklung der Siemens AG nach der Abspaltung und Börsennotierung. Mit dem Vorstand haben wir Markt und Trends, die Ziele und Prioritäten der Geschäfte sowie die Technologie- und die Personalstrategie diskutiert.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeit im Berichtsjahr war die Nachfolgeplanung für den Vorstand. Wir haben den Nachfolgeprozess erfolgreich abgeschlossen und das Führungsteam der fokussierten Siemens AG zum 1. Oktober 2020 neu aufgestellt, um die nächste Phase in der Siemens-Geschichte einzuleiten.
Die Themen im Aufsichtsratsplenum
Im Berichtsjahr fanden sechs turnusmäßige und fünf außerordentliche Sitzungen statt. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der Siemens AG und des Konzerns sowie die Finanz- und Ertragslage. Außerdem befassten wir uns anlassbezogen mit Akquisitions- und Desinvestitionsprojekten sowie mit Risiken des Unternehmens. Weiterer Gegenstand der Beratungen waren Portfoliomaßnahmen. Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig auch zeitweise ohne den Vorstand.# Corporate Governance Report
Report of the Supervisory Board
The Supervisory Board convened on the following dates during the fiscal year ended September 30, 2020: November 6, 2019; December 4, 2019; February 4, 2020; March 19, 2020 (extraordinary telephone conference); April 24, 2020 (info session for employee representatives on the Supervisory Board); April 27, 2020 (info session for shareholder representatives on the Supervisory Board); April 27, 2020 (extraordinary meeting of the Audit Committee); May 7, 2020 (extraordinary meeting); May 8, 2020; May 22, 2020 (extraordinary meeting); June 30, 2020 (extraordinary meeting); July 30, 2020 (extraordinary meeting); and August 5, 2020.
In these meetings, topics were addressed that either concerned the Management Board itself or internal Supervisory Board matters. A particular focus of our activities was addressing the spin-off and subsequent stock exchange listing of the Siemens Energy business. In the meetings on November 6, 2019, December 4, 2019, and February 4, 2020, the Management Board informed us about the current status of the spin-off of the Siemens Energy business and the progress in preparing for the spin-off and stock exchange listing. The Audit Committee discussed financial, accounting, and other key issues related to the spin-off and stock exchange listing in an extraordinary meeting on January 15, 2020. On April 24, 2020, an "info session" was held for the employee representatives on the Supervisory Board, and on April 27, 2020, an "info session" was held for the shareholder representatives on the Supervisory Board. In these "info sessions," an extraordinary meeting of the Audit Committee on April 27, 2020, and the Supervisory Board meeting on May 8, 2020, the Management Board, along with the designated management team of Siemens Energy, including external advisors and experts, provided us with detailed information on the planned spin-off and stock exchange listing in preparation for the Supervisory Board resolutions scheduled for May 22, 2020. In the meeting on May 8, 2020, upon the recommendation of the Audit Committee, we approved the final financial statements of Siemens AG as of March 31, 2020, which also serve as the final financial statements pursuant to §§ 125 sentence 1, 17 para. 2 UmwG (German Law on Mergers). In the extraordinary Supervisory Board meeting on May 22, 2020, based on the preceding detailed reporting by the Management Board and the intensive discussions within the Supervisory Board and with the Management Board, we approved the spin-off and stock exchange listing of the Siemens Energy business decided by the Management Board. Upon the recommendation of the Compensation Committee, we also approved the necessary adjustments to the share-based compensation programs of the (active and former) Management Board members in connection with the spin-off. In this meeting, we also addressed the agenda for the extraordinary Shareholders' Meeting on July 9, 2020, and approved the Management Board's decisions to hold it as a virtual Shareholders' Meeting without the physical presence of shareholders or their proxies, in accordance with § 1 para. 2 of the Law on Measures in Company, Cooperative, Association, Foundation, and Residential Property Law to Combat the Effects of the COVID-19 Pandemic dated March 27, 2020 (Federal Law Gazette I No. 14 2020, p. 570).
In the meeting on November 6, 2019, we discussed the financial key figures for fiscal year 2019 and approved the budget for 2020. We addressed the spin-off and the preparation of the spin-off and stock exchange listing of the Siemens Energy business. Furthermore, upon the recommendation of the Compensation Committee, the Supervisory Board determined the compensation of the Management Board members for fiscal year 2019 based on the achieved target attainment. An internal audit confirmed their appropriateness. Against the backdrop of changing regulatory frameworks and the new Group structure resulting from the Vision 2020+ strategy concept, the Supervisory Board had already resolved to adapt the compensation system for the Management Board from fiscal year 2020 onwards in its meeting on September 18, 2019. In this meeting, the Supervisory Board had also set the performance criteria for the variable compensation of the Management Board for fiscal year 2020. On this basis and at the proposal of the Compensation Committee, we passed a resolution on the target setting for Management Board compensation for fiscal year 2020 in the meeting on November 6, 2019. In this meeting, we also approved a Management Board resolution on financing measures.
On December 4, 2019, the Supervisory Board dealt with the financial statements and the consolidated management report for Siemens AG and the Group as of September 30, 2019, with the 2019 Annual Report, including the Supervisory Board's Report, the Corporate Governance Report, and the Compensation Report, as well as the agenda for the ordinary Shareholders' Meeting on February 5, 2020. We also addressed Management Board compensation for fiscal year 2020. Upon the recommendation of the Compensation Committee, we resolved on the system for compensating Management Board members described in the convening notice for the ordinary Shareholders' Meeting, including the planned maximum compensation, effective October 1, 2019. Furthermore, upon the recommendation of the Compensation Committee, we passed another resolution on the target setting and maximum compensation for Management Board compensation in fiscal year 2020. The Management Board informed us about the current status of acquisitions and divestitures and about the business situation and development of Siemens Healthineers. We also engaged with the annual report of the Chief Compliance Officer and the annual report of the Cybersecurity Officer. Further topics of the meeting included the spin-off and the preparation of the spin-off and stock exchange listing of the Siemens Energy business. Finally, upon the recommendation of the Presidium, we agreed to the amicable termination of Lisa Davis's appointment as a regular member of the Management Board, effective February 29, 2020.
In the Supervisory Board meeting on February 4, 2020, the Management Board reported on the current business and financial situation after the end of the first quarter. We addressed the spin-off and the preparation of the spin-off and stock exchange listing of the Siemens Energy business. We also approved the Management Board's resolution on the acquisition of all shares in Siemens Gamesa Renewable Energy held by Iberdrola S.A., Spain. Based on the approval of the compensation system for Management Board members by the Shareholders' Meeting on February 5, 2020, the Supervisory Board confirmed its resolutions on setting Management Board compensation from December 4, 2019, effective October 1, 2019. In the extraordinary Supervisory Board meeting on March 19, 2020, which took place as a telephone conference, we dealt with Management Board personnel matters. In the interest of an orderly succession process, we resolved, upon the recommendation of the Presidium, to appoint Dr. Roland Busch as a regular member of the Management Board for a renewed term of office from April 1, 2020, to March 31, 2025, and to amicably terminate his current appointment, effective March 31, 2020. We also appointed Dr. Roland Busch as Chairman of the Management Board, effective no later than the end of the next ordinary Shareholders' Meeting on February 3, 2021. Furthermore, upon the recommendation of the Presidium, we agreed to the amicable termination of Michael Sen's appointment as a regular member of the Management Board, effective March 31, 2020, and were informed about further personnel decisions concerning Siemens Energy. The Management Board also informed us about the effects of the COVID-19 pandemic.
On April 24, 2020, the employee representatives on the Supervisory Board, and on April 27, 2020, the shareholder representatives on the Supervisory Board, discussed the planned spin-off and stock exchange listing of the Siemens Energy business in depth within the framework of an "info session." In the extraordinary Supervisory Board meeting on May 7, 2020, we approved the Management Board's resolution on the preparation of a spin-off and subsequent stock exchange listing of Flender, after the integration of the wind turbine generator business into Flender. In the meeting on May 8, 2020, the Management Board reported on the current business and financial situation after the end of the second quarter, particularly on the effects of the COVID-19 pandemic, as well as on the spin-off and stock exchange listing of the Siemens Energy business. The Management Board also informed us about the business situation, development, and strategic direction of the then Strategic Company Mobility. Finally, we addressed the company's corporate governance. We approved the internal control procedure for transactions with related parties and assigned the Audit Committee the responsibility for monitoring this procedure.
In the extraordinary Supervisory Board meeting on May 22, 2020, we approved the spin-off and subsequent stock exchange listing of the Siemens Energy business and passed the further resolutions mentioned above. Another focus of the meeting was Siemens AG's digitalization strategy. In the extraordinary Supervisory Board meeting on June 30, 2020, we resolved, upon the recommendation of the Presidium, to appoint Judith Wiese as a regular member of the Management Board and, succeeding Dr. Roland Busch, as Chief Labor Director, effective October 1, 2020, to September 30, 2023. We also addressed succession planning for the Management Board. In the extraordinary Supervisory Board meeting on July 30, 2020, the Management Board informed us about the planned acquisition of Varian Medical Systems, Inc., USA, by Siemens Healthineers AG. We approved the Management Board's resolution on the financing measures in connection with this transaction. In our meeting on August 5, 2020, the Management Board reported on the current business and financial situation after the end of the third quarter, including the effects of the COVID-19 pandemic. The focus of the meeting was the Management Board's report on the status of the implementation of the Vision 2020+ strategy concept. The Supervisory Board also revisited Management Board succession planning.# Aufsichtsrat (Supervisory Board)
In unserer Sitzung am 23. September 2020 hat der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Präsidiums beschlossen, die am 31. März 2021 auslaufende Bestellung von Vorstandsmitglied Klaus Helmrich – aufgrund seines Eintritts in den Ruhestand zu diesem Datum – im gegenseitigen Einvernehmen nicht zu verlängern. Auf Empfehlung des Präsidiums haben wir zudem beschlossen, Matthias Rebellius mit Wirkung vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2025 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands zu bestellen. Zudem legten wir die Verantwortungsbereiche der Mitglieder des Vorstands mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 neu fest.
In der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. September 2020 berichtete uns der Vorstand über die Lage des Unternehmens. Ein Schwerpunkt der Sitzung war die Strategie der Siemens AG. Der Vorstand berichtete uns über aktuelle Trends und Marktentwicklungen. Wir diskutierten die Ziele und Prioritäten der Geschäfte sowie die Technologie- und Personalstrategie. Wir befassten uns mit der jährlichen Überprüfung der Vorstandsvergütung und legten nach Vorbereitung und Empfehlung durch den Vergütungsausschuss für jedes Vorstandsmitglied die individuelle Ziel-Gesamtvergütung und Maximalvergütung sowie die Leistungskriterien für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2021 fest. Weitere Gegenstände der Sitzung waren Angelegenheiten der Corporate Governance, insbesondere die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex und die Unabhängigkeit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat. Wir beschlossen Änderungen der Geschäftsordnungen für den Vorstand, den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Insbesondere beschlossen wir, den Compliance-Ausschuss mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 wieder in den Prüfungsausschuss zu integrieren und die Aufgaben des Compliance-Ausschusses auf den Prüfungsausschuss zu übertragen. Zudem beschlossen wir eine Neufassung der Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, einschließlich des Kompetenzprofils und des Diversitätskonzepts für den Aufsichtsrat, die in Kapitel C.4.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289F UND § 315D HGB erläutert werden. Schließlich behandelten wir die Effizienzprüfung unserer Tätigkeit.
Corporate Governance Kodex
In der Aufsichtsratssitzung am 23. September 2020 hat der Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen. Informationen zur Corporate Governance finden Sie in Kapitel C.4 CORPORATE GOVERNANCE. Die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht. Die aktuelle Entsprechenserklärung ist auch in Kapitel C.4.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289F UND § 315D HGB wiedergegeben.
Die Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats
Im Berichtsjahr hatte der Aufsichtsrat sieben Ausschüsse. Sie bereiten Beschlüsse und Themen vor, die im Plenum des Aufsichtsrats zu behandeln sind. Im gesetzlich zulässigen Rahmen sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit in der jeweils folgenden Sitzung. Die Aufgaben und die Mitglieder der Ausschüsse sind in Kapitel C.4.1 FÜHRUNGS- UND KONTROLLSTRUKTUR im Einzelnen aufgeführt.
Präsidium
Das Präsidium tagte elf Mal. Außerdem wurden zwei Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Auch zwischen den Sitzungen, die teilweise in Form von Telefonkonferenzen abgehalten wurden, hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit den Präsidiumsmitgliedern Themen von besonderer Bedeutung besprochen. Das Präsidium hat sich insbesondere mit Personalangelegenheiten, der Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands, Geschäften mit nahestehenden Personen (Related Party Transactions), Corporate-Governance-Fragen sowie mit der Übernahme von Mandaten von Vorstandsmitgliedern in anderen Unternehmen und Institutionen beschäftigt. Über Personalangelegenheiten der damaligen Operativen Unternehmen und Strategischen Unternehmen von grundlegender Bedeutung wurde das Präsidium im vorgegebenen rechtlichen Rahmen informiert beziehungsweise hat diesen zugestimmt.
Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss tagte sechs Mal. Mit Blick auf die 2021 und 2023 turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat hat der Nominierungsausschuss sich eingehend mit der Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat befasst und die Vorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner für die Hauptversammlung 2021 vorbereitet. Dabei wurde er von einem externen Berater unterstützt. Bei der Auswahl möglicher Kandidaten und der Erarbeitung einer Beschlussempfehlung an den Aufsichtsrat hat der Nominierungsausschuss insbesondere die vom Aufsichtsrat verabschiedeten Ziele für die Zusammensetzung einschließlich Kompetenzprofil und Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat berücksichtigt.
Compliance-Ausschuss
Der Compliance-Ausschuss trat vier Mal zusammen. Er behandelte hauptsächlich die Quartalsberichte und den Jahresbericht des Chief Compliance Officers. Weitere Themen waren die Weiterentwicklung und Aufstellung der Compliance-Funktion innerhalb des Siemens-Konzerns vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung.
Vermittlungsausschuss
Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.
Vergütungsausschuss
Der Vergütungsausschuss trat vier Mal zusammen. Zudem wurden zwei Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Der Vergütungsausschuss bereitete insbesondere die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Festlegung der Leistungskriterien und der Zielvorgaben für die variable Vergütung, die Festsetzung und Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung und die Billigung des Vergütungsberichts vor. Außerdem bereitete der Vergütungsausschuss die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die im Zuge der Abspaltung erforderlichen Anpassungen der aktienbasierten Vergütungsprogramme der (aktiven und ehemaligen) Vorstandsmitglieder vor.
Innovations- und Finanzausschuss
Der Innovations- und Finanzausschuss tagte zwei Mal. Im Mittelpunkt standen die Empfehlung des Ausschusses zum Budget 2020 sowie die Erörterung der Pensionswirtschaft. Über Maßnahmen und Entscheidungen der damaligen Strategischen Unternehmen von grundlegender Bedeutung wurde der Innovations- und Finanzausschuss im vorgegebenen rechtlichen Rahmen durch das jeweils zuständige Mitglied des Vorstands informiert.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss hielt sechs turnusmäßige und zwei außerordentliche Sitzungen ab. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern. Der Prüfungsausschuss erörterte den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen mit dem Vorstand und Abschlussprüfer. Zudem besprach der Prüfungsausschuss im Beisoin des Abschlussprüfers den Bericht zur prüferischen Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses sowie des Konzernzwischenlageberichts. Er bereitete die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Billigung der Zwischenbilanz der Siemens AG zum 31. März 2020 vor, die im Zusammenhang mit der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts zugleich als Schlussbilanz gemäß §§ 125 Satz 1, 17 Abs. 2 UmwG dient. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020, bestimmte die Prüfungsschwerpunkte und legte dessen Honorar fest. Der Ausschuss überwachte die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen und befasste sich mit der Überprüfung der Qualität der Abschlussprüfung. Vor dem Hintergrund des Wirecard-Falls hat der Prüfungsausschuss dabei im Berichtsjahr insbesondere die Rolle der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, als Abschlussprüfer der Wirecard AG erörtert. Der Siemens Prüfungsausschuss hat den Abschlussprüfer dazu befragt und Auswirkungen auf die Siemens AG evaluiert. Es wurden keine Hinderungsgründe bekannt, die einer Wahl der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 entgegenstehen. Der Prüfungsausschuss hat außerdem die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, das Risikomanagementsystem des Unternehmens, die Wirksamkeit, Ausstattung und Feststellungen der internen Revision sowie die Berichte über drohende und anhängige Rechtsstreitigkeiten behandelt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses nahmen als Gäste an der Durchsprache des Budgets 2020 im Innovations- und Finanzausschuss teil. In zwei außerordentlichen Sitzungen setzte sich der Prüfungsausschuss vertiefend mit der Abspaltung und Börsennotierung des Siemens-Energy-Geschäfts auseinander und behandelte insbesondere finanzielle und bilanzielle Themen in diesem Zusammenhang.
Aus- und Fortbildung und Onboarding von Aufsichtsratsmitgliedern
Die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, wie beispielsweise zu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und zu neuen, zukunftsweisenden Technologien, nehmen die Mitglieder des Aufsichtsrats eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft unterstützt. Zur gezielten Weiterbildung werden bei Bedarf interne Informationsveranstaltungen angeboten. Neue Mitglieder des Aufsichtsrats können die Mitglieder des Vorstands und fachverantwortliche Führungskräfte zum Austausch über grundsätzliche und aktuelle Themen treffen und sich so einen Überblick über die relevanten Themen des Unternehmens verschaffen (»Onboarding«).
Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme
Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei 97,4 Prozent. Aufgrund der besonderen Umstände der COVID-19-Pandemie fanden die Sitzungen ab März 2020 als virtuelle Sitzung oder als Präsenzsitzung mit der Möglichkeit der Teilnahme in virtueller Form statt.# Die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse wird im Folgenden in individualisierter Form offengelegt:
Aufsichtsratsplenum Präsidium Vergütungsausschuss (Sitzungsanzahl/Teilnahme in %)
| Name | Anzahl in % | Anzahl in % | Anzahl in % |
|---|---|---|---|
| Jim Hagemann Snabe Vorsitzender | 11/11 100 | 11/11 100 | 4/4 100 |
| Birgit Steinborn 1. stellv. Vorsitzende | 11/11 100 | 11/11 100 | 4/4 100 |
| Werner Wenning 2. stellv. Vorsitzender | 11/11 100 | 11/11 100 | 4/4 100 |
| Dr. rer. pol. Werner Brandt | 11/11 100 | ||
| Michael Diekmann | 11/11 100 | 3/4 75 | |
| Dr. phil. Andrea Fehrmann | 11/11 100 | ||
| Bettina Haller | 11/11 100 | ||
| Robert Kensbock (bis 25.09.2020) | 11/11 100 | 4/4 100 | |
| Harald Kern | 11/11 100 | ||
| Jürgen Kerner | 11/11 100 | 11/11 100 | 4/4 100 |
| Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller | 9/11 82 | ||
| Benoît Potier | 10/11 91 | ||
| Hagen Reimer | 11/11 100 | ||
| Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer | 10/11 91 | ||
| Baroness Nemat Shafik (DBE, DPhil) | 11/11 100 | ||
| Dr. phil. Nathalie von Siemens | 11/11 100 | ||
| Michael Sigmund | 11/11 100 | ||
| Dorothea Simon | 11/11 100 | ||
| Matthias Zachert | 11/11 100 | ||
| Gunnar Zukunft | 11/11 100 | 98 | 100 |
Prüfungsausschuss Compliance-Ausschuss Innovations- und Finanzausschuss (Sitzungsanzahl/Teilnahme in %)
| Name | Anzahl in % | Anzahl in % | Anzahl in % |
|---|---|---|---|
| Jim Hagemann Snabe Vorsitzender | 8/8 100 | 4/4 100 | 2/2 100 |
| Birgit Steinborn 1. stellv. Vorsitzende | 8/8 100 | 4/4 100 | 2/2 100 |
| Werner Wenning 2. stellv. Vorsitzender | 2/2 100 | ||
| Dr. rer. pol. Werner Brandt | 8/8 100 | 4/4 100 | |
| Michael Diekmann | |||
| Dr. phil. Andrea Fehrmann | |||
| Bettina Haller | 8/8 100 | 4/4 100 | |
| Robert Kensbock (bis 25.09.2020) | 8/8 100 | 2/2 100 | |
| Harald Kern | 4/4 100 | 2/2 100 | |
| Jürgen Kerner | 8/8 100 | 4/4 100 | 2/2 100 |
| Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller | 5/8 63 | 3/4 75 | |
| Benoît Potier | |||
| Hagen Reimer | |||
| Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer | 2/2 100 | ||
| Baroness Nemat Shafik (DBE, DPhil) | |||
| Dr. phil. Nathalie von Siemens | 2/2 100 | ||
| Michael Sigmund | |||
| Dorothea Simon | |||
| Matthias Zachert | 8/8 100 | 4/4 100 | |
| Gunnar Zukunft | 95 | 97 | 100 |
Nominierungsausschuss (Sitzungsanzahl/Teilnahme in %)
| Name | Anzahl in % |
|---|---|
| Jim Hagemann Snabe Vorsitzender | 6/6 100 |
| Birgit Steinborn 1. stellv. Vorsitzende | |
| Werner Wenning 2. stellv. Vorsitzender | 6/6 100 |
| Dr. rer. pol. Werner Brandt | |
| Michael Diekmann | |
| Dr. phil. Andrea Fehrmann | |
| Bettina Haller | |
| Robert Kensbock (bis 25.09.2020) | |
| Harald Kern | |
| Jürgen Kerner | |
| Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller | 6/6 100 |
| Benoît Potier | 4/6 67 |
| Hagen Reimer | |
| Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer | |
| Baroness Nemat Shafik (DBE, DPhil) | |
| Dr. phil. Nathalie von Siemens | |
| Michael Sigmund | |
| Dorothea Simon | |
| Matthias Zachert | |
| Gunnar Zukunft | 92 |
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Der Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2020 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, ist seit dem Geschäftsjahr 2009 Abschlussprüfer für die Siemens AG und den Siemens-Konzern. Als Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Katharina Breitsameter seit dem Geschäftsjahr 2016 und als für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Thomas Spannagl seit dem Geschäftsjahr 2014.
Der Jahresabschluss der Siemens AG und der zusammengefasste Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden.
Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA).
Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind vom Vorstand vorab an uns verteilt worden. Der Dividendenvorschlag wurde in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 10. November 2020 ausführlich behandelt, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 30. November 2020. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss insbesondere mit den im jeweiligen Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss umfasste auch die in den zusammengefassten Lagebericht integrierten nichtfinanziellen Angaben für die Siemens AG und den Konzern.
Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 1. Dezember 2020 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Siemens AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert.
Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgestellt. Wir haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt.
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 3,50 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den hieraus auf für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht dividendenberechtigte Aktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag haben wir zugestimmt.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Aus dem Vorstand schieden mit Wirkung zum 31. Januar 2020 Janina Kugel, mit Wirkung zum 29. Februar 2020 Lisa Davis und mit Wirkung zum 31. März 2020 Michael Sen aus. Mit Wirkung vom 1. Oktober 2020 bestellte der Aufsichtsrat Judith Wiese und Matthias Rebellius zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands. Mit Wirksamwerden der Abspaltung des Siemens-Energy-Geschäfts am 25. September 2020 ist Robert Kensbock aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als sein Nachfolger wurde Tobias Bäumler durch Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg vom 16. Oktober 2020 für die restliche Amtszeit von Robert Kensbock zum Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer bestellt.
Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Siemens AG und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Für den Aufsichtsrat
Jim Hagemann Snabe, Vorsitzender
C.4 Corporate Governance
C.4.1 Führungs- und Kontrollstruktur
Die Siemens AG unterliegt dem deutschen Aktienrecht und verfügt daher über ein duales Führungssystem, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.
C.4.1.1 Vorstand
Der Vorstand ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung und entscheiden über Grundsatzfragen der Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie sowie über die Jahres- und Mehrjahresplanung. Der Vorstand ist zuständig für die Erstellung der Quartalsmitteilungen und des Halbjahresfinanzberichts des Unternehmens sowie für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der Siemens AG und des Konzerns. Der Vorstand sorgt ferner dafür, dass Rechtsvorschriften, behördliche Regelungen und unternehmensinterne Richtlinien eingehalten werden, und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Der Vorstand hat ein umfassendes Compliance-Management-System eingerichtet. Beschäftigten und Dritten wird die Möglichkeit eingeräumt, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Einzelheiten zum Compliance-Management-System finden sich auf der Internetseite des Unternehmens unter WWW.SIEMENS.COM/NACHHALTIGKEITSINFORMATIONEN
Der Aufsichtsrat hat eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen, die die Aufteilung in verschiedene Ressorts sowie die Regeln für die Zusammenarbeit sowohl innerhalb des Vorstands als auch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat beinhaltet. Gemäß der Geschäftsordnung ist der Vorstand gegliedert in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden und in verschiedene Vorstandsressorts. Der Aufsichtsrat hat in einem Geschäftsverteilungsplan die für die einzelnen Vorstandsressorts verantwortlichen Mitglieder des Vorstands bestimmt. Der Arbeitsdirektor als Leiter des Vorstandsressorts mit Verantwortung für Human Resources wird nach Maßgabe des § 33 des Mitbestimmungsgesetzes bestellt. Die Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern erfolgt in der Regel für längstens drei Jahre, es wird aber jeweils im Einzelfall beurteilt, welche Bestelldauer innerhalb der gesetzlich zulässigen Bestelldauer angemessen erscheint. Dies wird im Kapitel C.4.2.1 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX näher erläutert. Das einzelne Mitglied des Vorstands führt das ihm zugewiesene Vorstandsressort grundsätzlich in eigener Verantwortung.# Maßnahmen und Geschäfte eines Vorstandsressorts, die für das Unternehmen von außergewöhnlicher Bedeutung sind oder mit denen ein außergewöhnliches wirtschaftliches Risiko verbunden ist, bedürfen der vorherigen Zustimmung des gesamten Vorstands. Dasselbe gilt für solche Maßnahmen und Geschäfte, bei denen der Vorsitzende oder ein anderes Mitglied des Vorstands die vorherige Beschlussfassung des Vorstands verlangt. Dem Vorsitzenden des Vorstands obliegt die Koordination aller Vorstandsressorts. Weitere Einzelheiten finden sich in der Geschäftsordnung für den Vorstand unter WWW.SIEMENS.COM/GESCHAEFTSORDNUNG-VORSTAND
Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage und der Compliance sowie über unternehmerische Risiken und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung.
Die Vorstandsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für die Siemens AG einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Sie sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet und dürfen bei ihren Entscheidungen keine persönlichen Interessen verfolgen, insbesondere nicht Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Sie dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Siemens-Konzerns, nur mit Zustimmung des Präsidiums des Aufsichtsrats übernehmen. Die Entscheidung über die Anrechnung einer Vergütung für Nebentätigkeiten obliegt dem Aufsichtsrat. Jedes Vorstandsmitglied ist verpflichtet, Interessenkonflikte unverzüglich gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats offenzulegen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren.
EIGENKAPITAL- UND VERGÜTUNGSAUSSCHUSS DES VORSTANDS
Es gibt einen Vorstandsausschuss, den Eigenkapital- und Vergütungsausschuss. Er ist zuständig für die ihm durch Beschluss des Vorstands zugewiesenen Aufgaben. Diese umfassen insbesondere Aufgaben im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen und Finanzierungselementen mit Eigenkapitalbezug, hinsichtlich der Vergütung der Mitarbeiter und Führungskräfte im Siemens-Konzern (mit Ausnahme der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Topmanagements) sowie hinsichtlich aktienbasierter Vergütungselemente und Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Der Eigenkapital- und Vergütungsausschuss setzt sich zusammen aus dem Vorstandsvorsitzenden, dem Leiter des Vorstandsressorts mit Verantwortung für Human Resources und dem Leiter des Vorstandsressorts mit Verantwortung für Controlling and Finance sowie ab dem 1. Oktober 2020 dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Ihm gehören folgende Mitglieder an: Joe Kaeser (Vorsitzender), Dr. Roland Busch und Prof. Dr. Ralf P. Thomas (Stand: 30. September 2020, ab dem 1. Oktober 2020 außerdem Judith Wiese).
Informationen über Aufgabenbereiche sowie Lebensläufe der Vorstandsmitglieder sind auf der Internetseite des Unternehmens unter q WWW.SIEMENS.COM/UNTERNEHMENSFUEHRUNG verfügbar.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder finden Sie im Kapitel A.10 VERGÜTUNGSBERICHT.
MITGLIEDER DES VORSTANDS UND MANDATE DER VORSTANDSMITGLIEDER
Im Geschäftsjahr 2020 gehörten dem Vorstand folgende Mitglieder an:
| Name | Geburtsdatum | Erste Bestellung | Bestellt bis | Externe Mandate (Stand: 30. 09. 2020) | Konzernmandate (Stand: 30. 09. 2020) # MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS UND MANDATE DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer werden nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Über Einzelheiten der Arbeit des Gremiums informiert das Kapitel C.3 BERICHT DES AUFSICHRATS. Die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Internetseite des Unternehmens unter WWW.SIEMENS.COM/AUFSICHTSRAT veröffentlicht und jährlich aktualisiert. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder finden Sie im Kapitel A.10 VERGÜTUNGSBERICHT.
Im Geschäftsjahr 2020 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
| Name | Ausgeübter Beruf | Geburtsdatum | Mitglied seit | Bestellt bis | Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 30. 09. 2020)
| | # Vorlage und die Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse
C.4.1.2 Aufsichtsrat und seine Ausschüsse
Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags holt der Prüfungsausschuss eine Erklärung des vorgesehenen Abschlussprüfers ein, dass keine Zweifel an seiner Unabhängigkeit bestehen. Der Prüfungsausschuss erteilt nach der Beschlussfassung der Hauptversammlung den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und überwacht die Abschlussprüfung sowie die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Er beurteilt regelmäßig die Qualität der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat steht über den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auch außerhalb der Sitzungen in einem regelmäßigen Dialog mit dem Abschlussprüfer.
Zum 30. September 2020 gehörten dem Prüfungsausschuss folgende Mitglieder an: Dr. Werner Brandt (Vorsitzender), Bettina Haller, Jürgen Kerner, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Jim Hagemann Snabe, Birgit Steinborn und Matthias Zachert. Robert Kensbock gehörte dem Ausschuss bis zum 25. September 2020 an. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut. Nach dem Aktiengesetz muss dem Prüfungsausschuss mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats angehören, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Nach dem Kodex soll der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen, und er soll mit der Abschlussprüfung vertraut und unabhängig sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Dr. Werner Brandt, erfüllt diese Anforderungen.
Der Compliance-Ausschuss befasste sich insbesondere mit der Überwachung der Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). Zum 30. September 2020 gehörten dem Compliance-Ausschuss folgende Mitglieder an: Jim Hagemann Snabe (Vorsitzender), Dr. Werner Brandt, Bettina Haller, Harald Kern, Jürgen Kerner, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Birgit Steinborn und Matthias Zachert. Mit Wirkung vom 1. Oktober 2020 wurden die dem Compliance-Ausschuss übertragenen Aufgaben wieder vom Prüfungsausschuss übernommen und der Compliance-Ausschuss damit aufgelöst.
Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Dabei sollen neben den erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der vorgeschlagenen Kandidaten die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung benannten Ziele und das beschlossene Diversitätskonzept, insbesondere auch Unabhängigkeit und Vielfalt (Diversity), angemessen berücksichtigt und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils angestrebt werden. Es ist auf eine angemessene Beteiligung von Frauen und Männern entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zur Geschlechterquote zu achten sowie darauf, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sind. Zum 30. September 2020 gehörten dem Nominierungsausschuss folgende Mitglieder an: Jim Hagemann Snabe (Vorsitzender), Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Benoît Potier und Werner Wenning.
Der Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung oder den Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern, wenn im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Zum 30. September 2020 gehörten dem Vermittlungsausschuss folgende Mitglieder an: Jim Hagemann Snabe (Vorsitzender), Jürgen Kerner, Birgit Steinborn und Werner Wenning.
Der Innovations- und Finanzausschuss hat insbesondere die Aufgabe, auf der Grundlage der Gesamtstrategie des Unternehmens die Innovationsschwerpunkte des Unternehmens zu erörtern und die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über die finanzielle Lage und Ausstattung der Gesellschaft einschließlich der Jahresplanung (Budget) sowie über Sachanlageinvestitionen und Finanzmaßnahmen vorzubereiten. Darüber hinaus beschließt der Innovations- und Finanzausschuss anstelle des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Geschäften und Maßnahmen, soweit deren Größenordnung unter 600 Mio. € liegt. Zum 30. September 2020 gehörten dem Innovations- und Finanzausschuss folgende Mitglieder an: Jim Hagemann Snabe (Vorsitzender), Harald Kern, Jürgen Kerner, Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer, Dr. Nathalie von Siemens, Birgit Steinborn und Werner Wenning. Robert Kensbock gehörte dem Ausschuss bis zum 25. September 2020 an.
SELBSTBEURTEILUNG DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse überprüfen regelmäßig entweder intern oder unter Einbeziehung von externen Beratern, wie wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen. Im Geschäftsjahr 2020 hat der Aufsichtsrat eine interne Effizienzprüfung durchgeführt, mit deren Ergebnissen sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 23. September 2020 intensiv befasst hat. Die Ergebnisse der Prüfung bestätigen eine professionelle, konstruktive und von einem hohen Maß an Vertrauen und Offenheit geprägte Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und mit dem Vorstand. Auch bestätigen die Ergebnisse eine effiziente Sitzungsorganisation und -durchführung und eine angemessene Informationsversorgung. Grundsätzlicher Veränderungsbedarf hat sich nicht gezeigt. Einzelne Anregungen werden auch unterjährig aufgegriffen und umgesetzt.
C.4.1.3 Aktiengeschäfte von Organmitgliedern
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach Artikel 19 Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Marktmissbrauch (Marktmissbrauchsverordnung) gesetzlich verpflichtet, Eigengeschäfte mit Anteilen oder Schuldtiteln der Siemens AG oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Gesamtbetrag der von dem Mitglied oder ihm nahestehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 € (im Kalenderjahr 2019) bzw. 20.000 € (ab dem Kalenderjahr 2020) erreicht oder übersteigt. Die der Siemens AG im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeldeten Geschäfte wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Internetseite des Unternehmens verfügbar unter WWW.SIEMENS.DE/DIRECTORS-DEALINGS Angaben zu Transaktionen mit Organmitgliedern als nahestehenden Personen finden sich in ZIFFER 31 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS.
C.4.1.4 Hauptversammlung und Aktionärskommunikation
In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet üblicherweise in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahrs statt. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt.
Durch den Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel, insbesondere des Internets, erleichtert der Vorstand den Aktionären die Teilnahme an der Hauptversammlung und ermöglicht es ihnen, sich bei der weisungsgebundenen Ausübung ihres Stimmrechts durch Stimmrechtsvertreter vertreten zu lassen; die Stimmrechtsvertreter sind auch während der Hauptversammlung erreichbar. Aktionäre dürfen ihre Stimmen auch schriftlich oder im Wege elektronischer Kommunikation (Briefwahl) abgeben. Der Vorstand kann vorsehen, dass Aktionäre an der Hauptversammlung auch ohne Anwesenheit vor Ort und ohne einen Bevollmächtigten teilnehmen und sämtliche oder einzelne ihrer Rechte ganz oder teilweise im Wege elektronischer Kommunikation ausüben können. Die Gesellschaft ermöglicht den Aktionären die Verfolgung der gesamten Hauptversammlung über das Internet. Aktionäre können Anträge zu Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat stellen und Beschlüsse der Hauptversammlung anfechten. Aktionäre mit einem Anteilsbetrag am Grundkapital in Höhe von mindestens 100.000 € können darüber hinaus verlangen, dass ein Sonderprüfer zur Überprüfung bestimmter Vorgänge gerichtlich bestellt wird.
Die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte, Unterlagen und Informationen, einschließlich des Geschäftsberichts, sind im Internet verfügbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und gegebenenfalls zugänglich zu machende Gegenanträge oder Wahlvorschläge von Aktionären. Bei Wahlen der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat wird für jeden Kandidaten ein ausführlicher Lebenslauf veröffentlicht.
Die außerordentliche Hauptversammlung am 9. Juli 2020 wurde aufgrund der besonderen Umstände der COVID-19- Pandemie als virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten durchgeführt gemäß § 1 Abs. 2 des Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie vom 27. März 2020 (Bundesgesetzblatt I Nr. 14 2020, S. 570).
Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir umfassend über die Entwicklung im Unternehmen. Siemens nutzt für die Berichterstattung intensiv das Internet; unter WWW.SIEMENS.COM/INVESTOREN wird zusätzlich zu den Quartalsmitteilungen, Halbjahresfinanz- und Geschäftsberichten, Ergebnismeldungen, Ad-hoc-Mitteilungen, Analystenpräsentationen, Aktionärsbriefen und Pressemitteilungen unter anderem der Finanzkalender für das laufende Jahr publiziert, der die für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine und den Termin der Hauptversammlung enthält. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats führt bei Bedarf mit Investoren Gespräche über aufsichtsratsspezifische Themen.# C.4.2 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f und § 315d HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f und § 315d HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB ist die Prüfung der Angaben nach § 289f und § 315d HGB durch den Abschlussprüfer darauf zu beschränken, ob die Angaben gemacht wurden. Die in diesem Kapitel genannten Informationen und Dokumente einschließlich der Geschäftsordnungen des Vorstands, des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sowie des Kodex und der Business Conduct Guidelines sind unter WWW.SIEMENS.DE/289F öffentlich zugänglich.
C.4.2.1 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG zum 1. Oktober 2020 verabschiedet:
Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG
Die Siemens AG hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 1. Oktober 2019 sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der >Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex< in der Fassung vom 7. Februar 2017 (>Kodex 2017<) entsprochen, mit folgender Ausnahme:
- Der Empfehlung in Ziff. 5.4.5 Abs. 1 Satz 2 des Kodex 2017 wurde nicht entsprochen. Nach dieser Empfehlung sollen Vorstandsmitglieder börsennotierter Gesellschaften insgesamt nicht mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von konzernexternen Gesellschaften wahrnehmen, die vergleichbare Anforderungen stellen.
Die Siemens AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der >Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex< in der Fassung vom 16. Dezember 2019 (>Kodex 2019<) und wird ihnen auch zukünftig entsprechen, mit folgenden Ausnahmen:
- Der Empfehlung in B.3 wird nicht entsprochen. Danach soll die Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern für längstens drei Jahre erfolgen.
- Den Empfehlungen in C.4 und C.5 wird nicht entsprochen. Nach der Empfehlung C.4 soll ein Aufsichtsratsmitglied, das keinem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft angehört, insgesamt nicht mehr als fünf Aufsichtsratsmandate bei konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder vergleichbare Funktionen wahrnehmen, wobei ein Aufsichtsratsvorsitz doppelt zählt. Nach der Empfehlung C.5 sollen Vorstandsmitglieder börsennotierter Gesellschaften insgesamt nicht mehr als zwei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder vergleichbare Funktionen und keinen Aufsichtsratsvorsitz in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft wahrnehmen.
Statt die empfohlene längste Bestelldauer bei der Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern und die empfohlene Höchstzahl an Mandaten für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder als starre Obergrenze zu beachten, soll jeweils eine Beurteilung im Einzelfall erfolgen können. Zwar soll die Laufzeit bei der Erstbestellung eines Vorstandsmitglieds in der Regel drei Jahre nicht überschreiten, es soll aber im Einzelfall beurteilt werden können, welche Bestelldauer innerhalb der gesetzlich zulässigen Bestelldauer angemessen erscheint. Hierbei sollen die individuellen Qualifikationen und Erfahrungen des zu bestellenden Vorstandsmitglieds, insbesondere solche, die in langjährigen Führungspositionen innerhalb des Siemens-Konzerns erworben wurden, berücksichtigt werden. Auch bei der Anzahl der von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate soll jeweils im Einzelfall beurteilt werden können, ob die Zahl der wahrgenommenen, im Sinne des Kodex relevanten Mandate angemessen erscheint. Hierbei soll die individuell zu erwartende Arbeitsbelastung durch die wahrgenommenen Mandate berücksichtigt werden, die je nach Mandat unterschiedlich sein kann.
Berlin und München, 1. Oktober 2020
Siemens Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat
Die Entsprechenserklärung kann über die Internetseite der Siemens AG unter WWW.SIEMENS.COM/ENTSPRECHENSERKLAERUNG eingesehen werden. Auf dieser Internetseite sind auch die Entsprechenserklärungen der vergangenen fünf Jahre zugänglich.
C.4.2.2 Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
ANREGUNGEN DES KODEX
Die Siemens AG erfüllt freiwillig auch die Anregungen des Kodex, lediglich mit folgenden Abweichungen:
- Gemäß Anregung A.5 des Kodex sollte der Vorstand im Falle eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der die Aktionäre über das Angebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschließen. Die Einberufung einer Hauptversammlung stellt - selbst unter Berücksichtigung der im Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) vorgesehenen verkürzten Fristen - eine organisatorische Herausforderung für große börsennotierte Unternehmen dar. Es erscheint fraglich, ob der damit verbundene Aufwand auch in den Fällen gerechtfertigt ist, in denen keine relevanten Beschlussfassungen der Hauptversammlung vorgesehen sind. Die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung soll deshalb nur in angezeigten Fällen erfolgen.
- Gemäß Anregung D.8 Satz 2 sollte eine Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse über Telefon- und Videokonferenzen nicht die Regel sein. Bei der Siemens AG ist die persönliche Sitzungsteilnahme der Regelfall. Die Teilnahme per Telefon erfolgt nur in Ausnahmefällen. Aufgrund der besonderen Umstände der COVID-19-Pandemie fanden im Geschäftsjahr 2020 mehrere Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse als virtuelle Sitzung oder als Präsenzsitzung mit der Möglichkeit der Teilnahme in virtueller Form statt.
Weitere Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, sind in unseren Business Conduct Guidelines enthalten.
UNTERNEHMENSWERTE UND BUSINESS CONDUCT GUIDELINES
Unser Unternehmen hat sich in den 173 Jahren seines Bestehens weltweit einen herausragenden Ruf erarbeitet. Technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität haben Siemens zu einem der führenden Unternehmen auf seinen Tätigkeitsgebieten gemacht. Es sind Spitzenleistungen mit hohem ethischen Anspruch, die Siemens stark gemacht haben. Dafür soll das Unternehmen auch in Zukunft stehen. Die Business Conduct Guidelines stecken den ethisch-rechtlichen Rahmen ab, innerhalb dessen wir handeln und auf Erfolgskurs bleiben wollen. Sie enthalten die grundlegenden Prinzipien und Regeln für unser Verhalten innerhalb unseres Unternehmens und in Beziehung zu unseren externen Partnern und der Öffentlichkeit. Sie legen dar, wie wir unsere ethisch-rechtliche Verantwortung als Unternehmen wahrnehmen, und sind Ausdruck unserer Unternehmenswerte »Verantwortungsvoll« →Exzellent« - »Innovativ«.
C.4.2.3 Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise ihrer Ausschüsse
Die Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von deren Ausschüssen einschließlich der Selbstbeurteilung des Aufsichtsrats, wird oben im Kapitel C.4.1 FÜHRUNGS- UND KONTROLLSTRUKTUR beschrieben. Weitere Einzelheiten hierzu ergeben sich aus den Geschäftsordnungen der jeweiligen Gremien.
C.4.2.4 Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands; Angaben zur Einhaltung von Mindestanteilen bei der Besetzung des Aufsichtsrats
In der Siemens AG ist für den Vorstand eine Zielgröße von mindestens 25 % für den Anteil von Frauen bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Vielfalt (Diversity) und strebt insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen sowie der Internationalität an. Der Vorstand hat für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands im Jahr 2017 Zielgrößen von jeweils 20 % bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Die Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen und Männern hat im Berichtszeitraum den gesetzlichen Anforderungen an die Mindestanteile entsprochen.
C.4.2.5 Diversitätskonzept für den Vorstand und langfristige Nachfolgeplanung
Für die Zusammensetzung des Vorstands hat der Aufsichtsrat im September 2018 das nachfolgende Diversitätskonzept beschlossen:
- Ziel ist es, eine möglichst vielfältige, sich gegenseitig ergänzende Zusammensetzung eines führungsstarken Vorstands sicherzustellen. Es wird angestrebt, dass im Vorstand insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von Siemens als wesentlich erachtet werden. Der Aufsichtsrat achtet bei der Auswahl von Mitgliedern des Vorstands auf deren persönliche Eignung, Integrität, überzeugende Führungsqualitäten, internationale Erfahrung, die fachliche Qualifikation für das zu übernehmende Ressort, die bisherigen Leistungen, Kenntnisse über das Unternehmen sowie die Fähigkeit zur Anpassung von Geschäftsmodellen und Prozessen in einer sich verändernden Welt. Der Aspekt der Vielfalt (Diversität) ist bei der Besetzung von Vorstandspositionen ein wichtiges Auswahlkriterium, auch in Bezug auf Aspekte wie Alter, Geschlecht sowie Bildungs- und Berufshintergrund.# Bei der Auswahl von Mitgliedern des Vorstands berücksichtigt der Aufsichtsrat insbesondere auch folgende Gesichtspunkte:
― Neben den erforderlichen spezifischen Fachkenntnissen sowie Management- und Führungserfahrungen für die jeweilige Aufgabe sollen die Vorstandsmitglieder möglichst ein breites Spektrum von Kenntnissen und Erfahrungen sowie Ausbildungs- und Berufshintergründen abdecken.
― Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Internationalität im Sinne von unterschiedlichen kulturellen Hintergründen oder internationalen Erfahrungen (zum Beispiel längere, für Siemens relevante berufliche Erfahrungen im Ausland oder Betreuung ausländischer Geschäftsaktivitäten) geachtet werden.
― Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit über Erfahrungen aus den für Siemens wichtigen Geschäftsfeldern, insbesondere im Industrie-, Energie-, Gesundheits- und Infrastrukturbereich, verfügen.
― Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit über langjährige Erfahrung auf den Gebieten Technologie (einschließlich Informationstechnologie und Digitalisierung), Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Vertrieb, Finanzen sowie Recht (einschließlich Compliance) und Personal verfügen.
― Bei der Besetzung von Vorstandspositionen ist die vom Aufsichtsrat festgelegte Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand zu berücksichtigen. Der Aufsichtsrat hat für den Vorstand einen Frauenanteil von 25 % als Zielgröße zum 30. Juni 2022 festgelegt.
― Es wird als hilfreich angesehen, wenn im Vorstand unterschiedliche Altersgruppen vertreten sind. Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex eine Altersgrenze bestimmt. Danach sollten Mitglieder des Vorstands in der Regel nicht älter als 63 Jahre sein. Maßgeblich für die Entscheidung über die Besetzung einer konkreten Vorstandsposition ist stets das Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls.
UMSETZUNG DES DIVERSITÄTSKONZEPTS FÜR DEN VORSTAND
Die Umsetzung des Diversitätskonzepts für den Vorstand erfolgt im Rahmen des Verfahrens zur Vorstandsbestellung. Der Aufsichtsrat bzw. das Präsidium des Aufsichtsrats beachten bei der Auswahl der Kandidaten bzw. bei den Vorschlägen zur Bestellung der Mitglieder des Vorstands die im Diversitätskonzept für den Vorstand festgelegten Anforderungen. Die Vorstandsmitglieder decken ein breites Spektrum von Kenntnissen und Erfahrungen sowie Ausbildungs- und Berufshintergründen ab und verfügen über internationale Erfahrung. Im Vorstand sind insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden, die angesichts der Aktivitäten von Siemens als wesentlich erachtet werden. Der Vorstand verfügt in seiner Gesamtheit sowohl über Erfahrungen aus den für Siemens wichtigen Geschäftsfeldern, insbesondere im Industrie-, Energie-, Gesundheits- und Infrastrukturbereich, als auch über langjährige Erfahrung auf den Gebieten Technologie (einschließlich Informationstechnologie und Digitalisierung), Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Vertrieb, Finanzen sowie Recht (einschließlich Compliance) und Personal. Im Laufe des Geschäftsjahrs 2020 sind Lisa Davis, Janina Kugel und Michael Sen aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Aufsichtsrat hat im Sommer 2020 unter Berücksichtigung des Diversitätskonzepts und des Unternehmensinteresses mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 Judith Wiese und Matthias Rebellius in den Vorstand berufen. An der Zielgröße zum 30. Juni 2022 wird festgehalten. Die angemessene Berücksichtigung von Frauen ist ein wesentlicher Bestandteil der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Im Vorstand sind unterschiedliche Altersgruppen vertreten. Kein Vorstandsmitglied ist derzeit älter als 63 Jahre.
LANGFRISTIGE NACHFOLGEPLANUNG FÜR DEN VORSTAND
Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand und mit Unterstützung des Präsidiums für die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand. Bei der langfristigen Nachfolgeplanung werden neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Kodex und der Geschäftsordnung für das Präsidium die vom Aufsichtsrat festgelegte Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand sowie die Kriterien entsprechend dem vom Aufsichtsrat für die Zusammensetzung des Vorstands beschlossenen Diversitätskonzept berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der konkreten Qualifikationsanforderungen und der genannten Kriterien erarbeitet das Präsidium ein Idealprofil, auf dessen Basis das Präsidium eine engere Auswahl von verfügbaren Kandidaten erstellt. Mit diesen Kandidaten werden strukturierte Gespräche geführt. Anschließend wird dem Aufsichtsrat eine Empfehlung zur Beschlussfassung unterbreitet. Bei Bedarf werden der Aufsichtsrat bzw. das Präsidium bei der Entwicklung der Anforderungsprofile und der Auswahl der Kandidaten von externen Beratern unterstützt.
C.4.2.6 Ziele für die Zusammensetzung, Kompetenzprofil und Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat im September 2020 geänderte Ziele für seine Zusammensetzung einschließlich Kompetenzprofil und Diversitätskonzept beschlossen:
― Der Aufsichtsrat der Siemens AG soll so besetzt sein, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Hierbei wird ein sich ergänzendes Zusammenwirken von Mitgliedern mit unterschiedlichen persönlichen und fachlichen Hintergründen sowie eine Vielfalt mit Blick auf Internationalität, Alter und Geschlecht als hilfreich angesehen.
KOMPETENZPROFIL
Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten sollen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen, kapitalmarktorientierten Großunternehmen wahrzunehmen und das Ansehen des Siemens-Konzerns in der Öffentlichkeit zu wahren. Dabei soll insbesondere auf die Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von Siemens als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Technologie (einschließlich Informationstechnologie und Digitalisierung), Einkauf, Produktion und Vertrieb, Finanzen sowie Recht (einschließlich Compliance) und Personal. Zudem sollen im Aufsichtsrat Kenntnisse und Erfahrungen aus den für Siemens wichtigen Geschäftsfeldern vorhanden sein, insbesondere im Industrie-, Energie-, Gesundheits- und Infrastrukturbereich. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut sein, in dem die Gesellschaft tätig ist. Mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats soll über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung sowie über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Dem Aufsichtsrat sollen insbesondere auch Personen angehören, die aufgrund der Wahrnehmung einer leitenden Tätigkeit oder als Mitglied eines Aufsichtsrats oder eines vergleichbaren Gremiums Führungserfahrung in einem international tätigen Großunternehmen haben. Im Falle einer anstehenden Neubesetzung ist zu prüfen, welche der wünschenswerten Kenntnisse im Aufsichtsrat verstärkt werden sollen.
INTERNATIONALITÄT
Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens soll darauf geachtet werden, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer langjährigen internationalen Erfahrung angehört. Ziel ist es, dass der derzeit bestehende beachtliche Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern mit langjähriger internationaler Erfahrung gewahrt bleibt.
DIVERSITÄT
Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats soll auf hinreichende Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Dies umfasst neben einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen auch die Vielfalt hinsichtlich der kulturellen Herkunft sowie die Unterschiedlichkeit von Bildungs- und Berufshintergründen, Erfahrungen und Denkweisen. Bei der Prüfung potenzieller Kandidaten für eine Nachwahl oder Neubesetzung vakant werdender Aufsichtsratspositionen soll der Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversity) frühzeitig im Auswahlprozess angemessen berücksichtigt werden. Nach dem Aktiengesetz setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammen. Es soll weiterhin mindestens eine Frau Mitglied des Nominierungsausschusses sein.
UNABHÄNGIGKEIT
Dem Aufsichtsrat soll auf Anteilseignerseite eine nach Einschätzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter soll unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte sollen vermieden werden. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Siemens AG angehören. Die Aufsichtsratsmitglieder sollen für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben, sodass sie das Mandat mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können.
ALTERSGRENZE UND ZUGEHÖRIGKEITSDAUER
Unter Wahrung der vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Altersgrenze sollen zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats in der Regel nur Personen vorgeschlagen werden, die nicht älter als 70 Jahre sind. Der Wahlvorschlag soll die vom Aufsichtsrat festgelegte Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat von drei vollen Amtszeiten berücksichtigen. Es wird als hilfreich angesehen, wenn im Aufsichtsrat unterschiedliche Altersgruppen vertreten sind.# UMSETZUNG DER ZIELE FÜR DIE ZUSAMMEN SETZUNG EINSCHLIESSLICH KOMPETENZPROFIL UND DIVERSITÄTSKONZEPT FÜR DEN AUFSICHTSRAT; UNABHÄNGIGE MITGLIEDER IM AUFSICHTSRAT
Der Aufsichtsrat sowie der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats berücksichtigen die Ziele für die Zusammensetzung und die im Diversitätskonzept festgelegten Anforderungen im Rahmen des Auswahlprozesses und der Nominierung von Kandidaten für den Aufsichtsrat. Zuletzt haben der Aufsichtsrat und der Nominierungsausschuss die Ziele einschließlich des Kompetenzprofils und des Diversitätskonzepts bei den Wahlvorschlägen für die drei von der Hauptversammlung 2021 zu wählenden Vertreter der Anteilseigner berücksichtigt. Nach Auffassung des Aufsichtsrats erfüllt er in seiner derzeitigen Zusammensetzung die Ziele zur Zusammensetzung und füllt das Kompetenzprofil und das Diversitätskonzept aus. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen über die als erforderlich angesehenen fachlichen und persönlichen Qualifikationen. Sie sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut und verfügen über die für Siemens wesentlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen. Ein beachtlicher Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern ist international tätig beziehungsweise verfügt über langjährige internationale Erfahrung. Vielfalt (Diversity) ist im Aufsichtsrat angemessen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2020 gehörten dem Aufsichtsrat sieben weibliche Mitglieder an, davon drei aufseiten der Anteilseigner und vier aufseiten der Arbeitnehmer. Dies entspricht einem Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat von 35 %. Dr. Nicola Leibinger-Kammüller ist Mitglied des Nominierungsausschusses. Dem Aufsichtsrat gehören nach Einschätzung der Anteilseignervertreter gegenwärtig aufseiten der Anteilseignervertreter mindestens acht unabhängige Mitglieder und damit eine angemessene Anzahl an Mitgliedern an, die unabhängig im Sinne des Kodex sind, namentlich Dr. Werner Brandt, Benoît Potier, Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer, Baroness Nemat Shafik, Dr. Nathalie von Siemens, Jim Hagemann Snabe, Werner Wenning und Matthias Zachert. Die Regelung zur Altersgrenze sowie die Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat von drei vollen Amtszeiten werden berücksichtigt.
C.5 Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen
Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Siemens betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie »erwarten«, »wollen«, »antizipieren«, »beabsichtigen«, »planen«, »glauben«, »anstreben«, »einschätzen«, »werden« und »vorhersagen« oder an ähnlichen Begriffen. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten, Prospekten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Siemens-Managements, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens liegen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Kapitel Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren, Ereignisse von höherer Gewalt, wie Pandemien, eintreten oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen, einschließlich künftiger Ereignisse, nicht oder später eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von Siemens (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind. Siemens übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Dieses Dokument enthält - in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte - ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Dokumenten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Dokument enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. Über Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement von Siemens wird in den »Nachhaltigkeitsinformationen 2020« berichtet. Diese finden sich unter: WWW.SIEMENS.COM/INVESTOR/DE/ scrollen
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