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SFC Energy AG Management Reports 2016

Jul 18, 2016

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Management Reports

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SFC Energy AG

Brunnthal

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Das vergangene Geschäftsjahr 2015 war entscheidend durch die Kapitalmarktstrategie und die geschäftlichen Herausforderungen aufgrund der allgemeinen Marktentwicklungen geprägt. An diesen Prozessen hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen. Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat die Arbeit des Vorstands eng begleitet, ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie unten näher erläutert, frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

AUFSICHTSRATSZUSAMMENSETZUNG

Nach § 10 Abs. 1 der Satzung setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 aus insgesamt drei Mitgliedern zusammen. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015 waren: (i) Herr Tim van Delden, (ii) Herr David Morgan, (iii) Herr Hubertus Krossa. Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2015 Herr Tim van Delden, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender war Herr David Morgan.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2015 zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf insgesamt acht Sitzungen - am 15. Februar, 24. März (Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2014), 7. Mai, 28. Juli, 27. Oktober, 10. November, 25. November und 16. Dezember 2015 - beraten. Davon fanden sechs Sitzungen, nämlich am 15. Februar, 24. März, 7. Mai, 28. Juli, 27. Oktober und 16. Dezember 2015, als Präsenzsitzungen statt, an denen stets alle Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Die übrigen zwei Sitzungen am 10. November und am 25. November wurden als Telefonkonferenzen abgehalten. Darüber hinaus stimmte sich der Aufsichtsrat - soweit erforderlich - auch außerhalb seiner Sitzungen telefonisch, persönlich und per Email ab.

Der Aufsichtsrat hat sich auf seinen Sitzungen vom Vorstand ausführlich über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die konzernweite Compliance, die strategischen Ziele sowie alle wesentlichen organisatorischen und personellen Veränderungen zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Organisation der Gesellschaft und des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert, sich von der Leistungsfähigkeit dieser Organisation und des Risikomanagements überzeugt und wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat in verschiedenen Aufsichtsratssitzungen über den Status der einzelnen Geschäftsbereiche (Business Units), die wirtschaftliche, finanzielle, technologische und strategische Situation der Gesellschaft und des Konzerns, die Wachstumsstrategie des Unternehmens im In- und Ausland sowie über wesentliche Entwicklungen und Ereignisse, etwa zu (drohenden) Rechtsstreitigkeiten. Regelmäßige Themen der Beratungen des Plenums waren zudem die Bereiche Finanzen und Controlling, Vertrieb und Marketing, Operations, Qualitätsmanagement, Human Resources sowie Forschung und Entwicklung. Der Vorstand erstattete zudem Bericht über die strategische Situation der ausländischen Tochtergesellschaften der SFC Energy AG sowie die wesentlichen Entwicklungen in Bezug auf diese. Dabei hat sich der Aufsichtsrat u. a. mit den Entwicklungen bei der Tochtergesellschaft Simark aufgrund des fallenden Ölpreises und den Möglichkeiten der SFC Energy AG im Geschäftsbereich "Defense" befasst.

Darüber hinaus hat der Vorstand nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für ihn erlassenen Geschäftsordnung dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und dem Gesamtgremium auf den Aufsichtsratssitzungen ausführlich durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft sowie durch die Mitteilung von Finanzdaten (jeweils im Vergleich zum Budget und zum Vorjahr) informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, insbesondere zum Vorstandsvorsitzenden, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete.

Ein weiteres wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2015 bildete erneut die Kapitalmarktstrategie der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand unter Einbindung externer Berater detailliert über mögliche Maßnahmen zur Gewinnung neuer Investoren im In- und Ausland, zur Finanzierung des weiteren Wachstums sowie zur Verbesserung der Equity Story der Gesellschaft berichten, erörterte diese Maßnahmen intern und mit dem Vorstand und wägte ihre Vor- und Nachteile gegeneinander ab. Zur zusätzlichen Incentivierung bei der Suche nach strategischen Partnern und zur Minimierung von Interessenkonflikten stellte der Aufsichtsrat dem Vorstandsvorsitzendem, Herrn Dr. Peter Podesser, und dem Finanzvorstand, Herrn Steffen Schneider, einen Transaktionsbonus in Aussicht. Zudem ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über den Stand der Umsetzung berichten und begleitete und überwachte diesen Prozess.

Die Umsetzung des neuen Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wurde vom Vorstand erläutert. Der Aufsichtsrat hat eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der SFC Energy AG festgelegt sowie die beschlossenen konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats nebst ihrer Umsetzung und Aktualisierung überprüft. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Abschluss einer D&O-Versicherung, die den von der Hauptversammlung vorgegebenen Anforderungen entspricht und ließ sich hierbei vom Vorstand und externen Beratern unterstützen.

Der Aufsichtsrat erörterte auf seiner Sitzung am 12. Februar 2015 u. a. die Beauftragung eines Investor Relation Beraters in den USA und den Sales Forecast für das Jahr 2015. Auf der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2015 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht sowie dem IFRS-Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 befasst und diese in Gegenwart des Abschlussprüfers der Gesellschaft erörtert und gebilligt. Zudem diskutierte er den Ausblick auf die Finanzlage der Gesellschaft im 1. Quartal 2015. Im Rahmen der Sitzung vom 7. Mai 2015 ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand u. a. detailliert über die aktuellen Entwicklungen, die Finanzsituation im ersten Quartal 2015 sowie die Risiken und Probleme in den verschiedenen Business Units und den Tochtergesellschaften der SFC Energy AG informieren und richtete dabei ein besonderes Augenmerk auf die Liquiditätsversorgung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften. Thema der Aufsichtsratssitzung am 28. Juli 2015 war u. a. ein Überblick über die Tätigkeit der Business Units und die Festlegung einer Zielquote für den Frauenanteil im Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft. Auf der Aufsichtsratssitzung am 27. Oktober 2015 erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat einen umfassenden Bericht über die Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015 sowie zu den Erwartungen für den Rest des Jahres. Themen der Sitzung waren zudem die Geschäftsentwicklung (insbes. bei Simark und im Bereich Defense) sowie die Kapitalmarktstrategie der Gesellschaft. Auf der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 10. November 2015 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat in erster Linie über die am 9. November 2015 veröffentlichte Gewinnwarnung und die Gründe für diese. Der Aufsichtsrat verlangte zudem regelmässige Berichte über die Liquidität der Gesellschaft vom Vorstand. Thema der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 25. November 2015 war erneut die Kapitalmarktstrategie der Gesellschaft. Auf der Aufsichtsratssitzung am 16. Dezember 2015 diskutierte der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand das Budget für 2016 sowie die Mittelfristplanung 2016 bis 2018 für den SFC-Konzern und die einzelnen Konzerngesellschaften, die Kapitalmarktstrategie der Gesellschaft, insbesondere die Möglichkeit zur Begebung einer Wandelschuldverschreibung, die geplanten Nachfolgeregelungen in der Führung der kanadischen Tochtergesellschaften sowie das Risikomanagement des SFC-Konzerns.

AUSSCHÜSSE

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2015 keine Ausschüsse gebildet, da er - im Einklang mit dem juristischen Schrifttum - die Ansicht vertritt, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann.

CORPORATE GOVERNANCE

Informationen zu den aufsichtsratsbezogenen Aspekten der Corporate Governance der Gesellschaft sind in dem Corporate Governance Bericht zu finden, der als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 36 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Vergütungsbericht, der auf den Seiten 44 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist, individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen.

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2015 ausführlich mit potentiellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr keine potentiellen Interessenkonflikte in Bezug auf ein Aufsichtsratsmitglied festgestellt. Zudem stellte der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 21. März 2014 fest, dass ihm eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder i.S.v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex angehören. Kein Mitglied des Aufsichtsrats steht in einer persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann.

Das Aufsichtsratsmitglied David Morgan, der gleichzeitig Vorsitzender des Beirats von Conduit Ventures Ltd. (Conduit) ist, ist durch Beschluss des Aufsichtsrats von der Beschlussfassung im Aufsichtsrat ausgeschlossen, wenn über den Erwerb von Unternehmen oder enge Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen abgestimmt werden sollte, an denen Conduit beteiligt ist. Hierdurch sollen Interessenkonflikte vermieden werden. Zu entsprechenden Beschlussfassungen ist es im Berichtsjahr allerdings nicht gekommen.

Die Gesellschaft bekennt sich zu den im Deutschen Corporate Governance Kodex niedergelegten Empfehlungen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich abzugebende Entsprechenserklärung, zuletzt vom 29. März 2016, ist auf der Homepage der Gesellschaft unter http://www.sfc.com/de/investoren/corporate-governanceheader abrufbar. Sie ist auch im Geschäftsbericht abgedruckt (auf Seite 36 ff.).

RECHNUNGSLEGUNG

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag verhandelt, Prüfungspunkte vorgegeben und den Auftrag erteilt.

Die vereinbarten Prüfungsschwerpunkte waren:

IFRS-Konzernabschluss

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(i) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
(ii) Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen
(iii) Verwertung der Teilbereichsprüfung Simark Controls
(iv) Vergütungsbericht des Vorstands

HGB-Jahresabschluss

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(i) Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
(ii) Bewertung der Vorräte
(iii) Kapitalerhöhung
(iv) Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen
(v) Umsatzerlösrealisierung
(vi) Vergütungsbericht des Vorstands
(vii) Rechnungslegungsbezogene Kontrollen in den Prozessbereichen Absatz und Sachanlagen

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2015 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Am 21. April 2016 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2015 statt. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie Prüfberichte und alle sonstigen Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung rechtzeitig ausgehändigt und von diesen sorgfältig studiert. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Da der Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2015 beendete Geschäftsjahr keinen Bilanzgewinn ausweist, bedurfte es keines Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinnes. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen, ergänzende Auskünfte sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung der Prüfberichte der Abschlussprüfer sowie in Gespräch und Diskussion mit diesen den Jahres- und Konzernabschluss sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat auf Basis seiner eigenen Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss sowie der jeweiligen Lageberichte danach festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er billigte in dieser Bilanzaufsichtsratssitzung am 21. April 2016 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 mit den jeweiligen Lageberichten. Der Jahresabschluss 2015 ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG).

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2015 erzielten, besonderen Erfolge.

Brunnthal, 21. April 2016

Der Aufsichtsrat

Tim van Delden, Vorsitzender

Konzernlagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell des Konzerns

Organisatorische Struktur des Konzerns und Standorte

Der Konzern besteht aus der SFC Energy AG, Brunnthal, der SFC Energy Inc., Gaithersburg, USA (SFC), der PBF Group B.V., Almelo, Niederlande, und deren Tochterunternehmen (PBF) sowie der Simark Controls Ltd., Calgary, Kanada, (Simark). Die drei Gesellschaften in Kanada wurden zum Stichtag 30. Juni 2015 bzw. 1. Juli 2015 verschmolzen. Aufnehmende Gesellschaft war die Simark Controls Ltd.

Der Vorstand der SFC leitet den Konzern in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.

Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Konzerns sind das deutsche Aktien- und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.

Standort von SFC in Deutschland ist Brunnthal, in den USA ist SFC durch die Tochtergesellschaft SFC Energy Inc. in Gaithersburg, Maryland, USA, vertreten. PBF hat seinen Sitz in Almelo, Niederlande, sowie in Cluj, Rumänien. Der Sitz von Simark ist Calgary, Kanada, mit weiteren kanadischen Niederlassungen in Edmonton, Vancouver, Fort St. John und Saskatoon.

Segmente, Absatzmärkte, Produkte und Dienstleistungen

Seit dem Geschäftsjahr 2014 steuert der Vorstand den Konzern nach den Segmenten "Öl & Gas", "Sicherheit & Industrie" und "Freizeit". Diese Segmente sind gleichbedeutend mit den wichtigsten Absatzmärkten des Konzerns.

Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Methanol-Brennstoffzellen für eine Reihe von Absatzmärkten.

Im Segment Sicherheit & Industrie erzielt SFC Umsätze in den Märkten Industrie sowie Verteidigung & Sicherheit. Der Industriemarkt ist stark diversifiziert. Im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement sowie in der Windindustrie. Zum Markt "Verteidigung & Sicherheit" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen die tragbare JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, der SFC Power Manager sowie Netzwerklösungen. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) erwirtschaftet. Für den Freizeitmarkt bietet SFC über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) kompakte Brennstoffzellengeneratoren unter der Marke EFOY COMFORT als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an. Darüber hinaus bietet SFC über die erwähnten Handelskanäle als auch über einen Onlineshop die tragbare Steckdose EFOY GO!, eine Batterie mit integriertem Wechselrichter, an.

PBF entwickelt und produziert hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme. Das technologieorientierte Unternehmen entwickelt in intensiver Abstimmung mit seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie auch Spezialspulen. Der Produktbereich reicht in Bauformen vom relativ einfachen Open Frame bis hin zum äußerst komplexen und leistungsstarken Power Cabinet mit kleinen bis mittelgroßen Serienmengen, die von wenigen bis hin zu einigen zehntausend Stück pro Jahr betragen können. Die Produkte der PBF finden Anwendung in den Bereichen Analysesysteme, Forschung & Wissenschaft, Verteidigung & Sicherheit, Industrie und Halbleiter. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner sowie ergänzend über Direktvertrieb. PBF erzielt seine Umsätze ausschließlich im Segment Sicherheit & Industrie.

Simark ist ein spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen für Hightech Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der kanadischen Öl & Gas Industrie mit einer hochqualifizierten, erfahrenen und breit aufgestellten Vertriebs- und Serviceorganisation. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik für unterschiedliche Anwendungen in der Öl & Gas Industrie, sowie in den Märkten Bergbau, Forstwirtschaft und kommunale Versorgung. Bei Simark erfolgt der Verkauf der Produkte über Direktvertrieb. Die Umsätze von Simark werden ausschließlich dem Segment Öl & Gas zugeordnet.

Ziele und Strategien

SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen.

Die Akquisitionen von PBF im Jahr 2011 und Simark im Jahr 2013 waren weitere wichtige Schritte in der strategischen Ausrichtung des Konzerns zum Systemanbieter.

Steuerungssystem

Für die interne Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Kerngrößen Umsatzerlöse, Bruttomarge, das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sowie das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT).

Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z. B. Qualitätsparameter verwendet.

Wie auch schon im Geschäftsjahr 2014 lag im Berichtszeitraum der Hauptfokus des Konzerns auf der Ausrichtung des Portfolios auf integrierten Gesamtlösungen. Der Konzern unternahm weiter gezielt Anstrengungen zum Aufbau der internationalen Märkte und Ausbau der Marktpenetration.

Forschung und Entwicklung

Der Konzern investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2015 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 7.657 (Vorjahr: T€ 5.641) im Bereich F&E aufgewendet.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 994 (Vorjahr: T€ 281) aktiviert. Ursächlich für den starken Anstieg waren die Entwicklungsleistungen bei SFC für die Produkte EFOY Pro 12000 mit T€ 623 und JENNY 1200 mit T€ 199. Die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden unter den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen. Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten waren mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 23) zu verbuchen. Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert von PBF waren anteilig in Höhe von T€ 1.747 (Vorjahr: T€ 0) zu verzeichnen. Aus der Kaufpreisallokation für PBF wurden T€ 205 (Vorjahr: T€ 205) auf immaterielle Vermögenswerte abgeschrieben. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten (Aktivierungsquote) ohne die Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation und Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert PBF betrug somit 17,4 % (Vorjahr: 5,2 %).

Mit zum Stichtag 49 Mitarbeitern (davon bei SFC 18, bei PBF 29 und bei Simark 2) ist etwa ein Fünftel des gesamten Personals des Konzerns im Wesentlichen mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Spannungswandlern und Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in den Produkten des Konzerns beschäftigt. SFC verfolgt eine aktive Patentstrategie zum Aufbau von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von 18 (Vorjahr: 18) erteilten Patentfamilien.

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von SFC waren im Geschäftsjahr 2015 folgende:

Konsequente Qualitätsverbesserungen an den Serienprodukten wurden vorangetrieben.
Konzeption und Entwicklung neuer Energielösungen für den Verteidigungsbereich wurden vorgenommen.

1. Entwicklung und Aufbau einer vergrabbaren Energielösung im Rahmen eines Entwicklungsprojektes im Verteidigungsbereich.

2. Wiederaufnahme der Entwicklung und der Serienreifmachung der JENNY 1200 auf Basis der Beauftragung durch eine internationale Verteidigungsorganisation.
Evaluierung und Qualifizierung von Einzelkomponenten von leistungsgesteigerten Energieversorgungslösungen für stationäre Anwendungen und für den Fahrzeugbereich, um Kundenanforderungen besser erfüllen zu können.
Evaluierung und Qualifizierung der EFOY Pro 12000 in einem Feldtestprogramm, gefolgt von der Überführung in die Vorserie.
Untersuchungen zur Leistungssteigerung und zur weiteren Reduzierung der Stückkosten wurden durchgeführt, um bei erhöhter Leistungsdichte eine verringerte Degradation bei geringerem Materialeinsatz zu erzielen.

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von PBF waren folgende:

Die Entwicklung in den bestehenden Projekten wurde erfolgreich vorangetrieben und einige der Projekte wurden in Serie überführt.
Ein 3,5 kW und 1,5 kW Laser Power Produktplattform wurde getestet und ist planmäßig Anfang 2016 als Prototyp verfügbar.
Die ersten Prototypen für die 8 kW Stromversorgungseingangsstufe, ein wichtiges Produkt für den Lasermarkt, wurden ausgeliefert.
Ende 2015 wurde ein Projekt zur Produktion von unterschiedlichen Wechselrichtern gestartet. Die ersten Produkte von diesem Projekt werden Anfang 2016 ausgeliefert werden.
Technische Vorarbeiten für ein neues Entwicklungsprojekt für die Luftfahrtindustrie, das im Februar 2016 gestartet ist.

Folgende Produktverbesserungen und -neuentwicklungen wurden von PBF und SFC gemeinsam weitergeführt:

Qualifizierung, Optimierung und konsequente Weiterentwicklung verschiedener Energielösungen, insbesondere der EFOY ProEnergyBox sowie der EFOY ProCube, die den Kunden in Industrieanwendungen unter extremen Einsatzbedingungen unterschiedliche Applikationen erschließen und eine zuverlässige Energieversorgung darstellen.
Entwicklung und Serienüberführung der neuen Produktplattform EFOY GO!.

Auch weiterhin plant der Konzern deutliche Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Konzerns in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Handsignifikant gefördert, z.B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie". Im Geschäftsjahr 2015 betrugen die Zuschüsse T€ 383 (T€ 453).

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Verhaltener Aufschwung der Gesamtwirtschaft setzt sich fort

Nach Angaben des ifo-Instituts1 entwickelte sich die Weltwirtschaft 2015 in moderatem Expansionstempo. In den aufstrebenden Volkswirtschaften zeigte sich die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte etwas kräftiger als in den ersten sechs Monaten. Dies führen die Experten auf eine leichte Entschärfung der negativen Tendenzen in wichtigen rohstoffexportierenden Schwellenländern wie Brasilien, Russland und Indonesien zurück, die unter den seit Mitte vergangenen Jahres stark gesunkenen Preisen für Erdöl litten. In Russland wirkten sich zudem die Wirtschaftssanktionen in Folge des Konfliktes mit dem Westen negativ aus, während in Brasilien die Finanzpolitik die Konjunktur spürbar dämpfte. In China und weiteren rohstoffimportierenden Schwellenländern war die konjunkturelle Dynamik unverändert und im Vergleich zum Vorjahr eher moderat. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verlangsamte sich der Zuwachs der Wirtschaftsleistung leicht in der zweiten Jahreshälfte aufgrund temporärer und nicht-konjunktureller Faktoren in den USA. Ungeachtet dessen wurde die Konjunktur in nahezu allen Industrieländern von den günstigen Rohstoffpreisen gestützt. Dabei war jedoch die wirtschaftliche Entwicklung über die einzelnen Ökonomien hinweg sehr heterogen.

1 ifo Konjunkturprognose 2015-2017, ifo Institut, 9. Dezember 2015

Die Experten des ifo-Instituts gehen davon aus, dass in der ersten Jahreshälfte 2016 die Auftriebskräfte durch die neuerlich stark gesunkenen Ölpreise wieder zunehmen werden. Sie rechnen damit, dass der positive Effekt auf die erdölimportierenden Länder aufgrund ihrer höheren Ausgabebereitschaft stärker ausfallen wird als die konjunkturellen Belastungen, die sich für die ölexportierenden Ökonomien ergeben werden. Da diese Effekte im Verlauf des kommenden Jahres langsam auslaufen werden, soll das globale Expansionstempo wieder etwas zurückgehen. Alles in allem dürfte nach Meinung der ifo-Experten die gesamtwirtschaftliche Produktion in der Welt in 2015 mit 3,0 % gewachsen sein und im laufenden Jahr mit 3,5 % sowie im Jahr 2017 mit 3,8 % zu nehmen. Der Welthandel wird in diesem Jahr voraussichtlich um lediglich 3,3 % expandieren, ehe sich seine Zuwachsrate bei 4,2 % in den beiden Folgejahren stabilisiert.

Deutsche Wirtschaft folgt gesamtwirtschaftlichem Trend

Die ifo-Experten erwarten eine Fortsetzung des verhaltenen Aufschwungs, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit einiger Zeit befindet. Nach dem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts um 1,7 % in 2015 soll es 2016 um 1,9 % steigen, bevor 2017 die Zuwachsrate dann wieder auf 1,7 % zurückgehen dürfte. Stütze des Aufschwungs soll weiterhin der private Konsum bleiben, befördert durch erneut gesunkene Rohölpreise, steigende Arbeits- und Transfereinkommen und eine per Saldo sinkende Steuer- und Abgabenbelastung der Haushalte. Zudem soll die Finanz- und Sozialpolitik ihre expansiven Impulse erhöhen, nicht zuletzt aufgrund der im Zusammenhang mit der Flüchtlingsmigration deutlich steigenden staatlichen Konsumausgaben und Transfers. Während die Bauinvestitionen im Prognosezeitraum wieder stärker expandieren dürften, werden die Ausrüstungsinvestitionen ungeachtet der günstigen Finanzierungsbedingungen nur verhalten zulegen. Da die Importe angesichts der erwarteten kräftigen Inlandsnachfrage stärker steigen werden als die Exporte, erwarten die ifo-Experten vom Außenhandel nahezu keine Impulse.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis)2 war die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2015 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das um 1,7 % gestiegene preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahresdurchschnitt 2015 höher als im Vorjahr. Im vorangegangenen Jahr war das BIP ähnlich gewachsen (+1,6 %), 2013 lediglich um 0,3 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,3 % gelegen hat.

Wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war im Jahr 2015 der Konsum. Während die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 1,9 %, zulegten, stiegen die Konsumausgaben des Staates sogar um 2,8 % gegenüber Vorjahr. Auch die Investitionen nahmen zu: Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 3,6 % mehr in Ausrüstungen - vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - als ein Jahr zuvor. Die preisbereinigten Bauinvestitionen erzielten ebenfalls ein leichtes Plus von 0,2 %. Der deutsche Außenhandel gewann 2015 weiter an Dynamik: Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 5,4 % höher als im Vorjahr. Die Importe legten in ähnlicher Größenordnung zu (+5,7 %), so dass der resultierende Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, nur einen vergleichsweise geringen Beitrag zum BIP-Wachstum leistete (+0,2 Prozentpunkte).

2 Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Pressemitteilung 014/16; 14. Januar 2016

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche stieg 2015 gegenüber Vorjahr um 1,6 %. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2015 erstmals von mehr als 43 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht, damit waren 2015 rund 329.000 Personen oder 0,8 % mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Dies ist eine Fortsetzung des seit zehn Jahren anhaltenden Aufwärtstrends.

Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi3 sieht in der deutschen Wirtschaft nach wie vor die Auftriebskräfte überwiegen, obwohl aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld gegenwärtig nicht nur positive Signale kommen. Nachdem die Industrieproduktion im Jahresendquartal 2015 einen Dämpfer erhalten hatte, stimmten die Experten die zuletzt gemeldeten Auftragseingänge zuversichtlich. Die stärker binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereiche befinden sich unverändert im Aufwärtstrend. Auch das Geschäftsklima in der Industrie hat sich weiter stabilisiert. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich im Januar 2016 den vierten Monat in Folge. Konjunkturell stützend wirken weiterhin der deutliche Ölpreisrückgang, die niedrigen Zinsen und der für die Exportwirtschaft günstige Wechselkurs des Euro. Die hohe Zuwanderung von Flüchtlingen löst, wenngleich in überschaubarer Größenordnung, ebenfalls Nachfrageimpulse aus.

Öl- und Gasmarkt

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen Simark tätig ist (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik) werden Daten zu den internationalen Öl- und Gasmärkten verwendet. Der Weltölmarkt ist nach Angaben der U.S. Energy Information Administration (EIA), einer unabhängigen Organisation, die Statistiken und Analysen zur internationalen Energieindustrie erstellt, sehr komplex. Ihn beherrschen staatlich kontrollierte und private Wirtschaftsunternehmen, wobei die staatlich kontrollierten nationalen Ölfirmen im Jahr 2010 85 % der nachgewiesenen Ölvorkommen und 58 % der Produktion kontrollierten. 2013 bezifferte die Agentur die nachgewiesenen Ölvorkommen mit ca. 1,5 Billionen Barrel und die Produktion mit 89 Millionen Barrel pro Tag.

Kanada, der Heimatmarkt von Simark, ist der fünftgrößte Gas- und Rohölproduzent der Welt. Das in Kanada produzierte Rohöl deckt 40 % des inländischen Energiebedarfs und macht 17 % der Exporte des Landes aus. Kanada verfügt über das drittgrößte Rohölvorkommen der Welt nach Venezuela und Saudi Arabien4.

Im Juni 2015 meldete die Canadian Association of Petroleum Producers (CAPP) in ihrem 2015 Crude Oil Forecast, Markets and Transportation Report5, der jeweils im Juni des laufenden Jahres veröffentlicht wird, eine Verlangsamung des Wachstums der kanadischen Ölproduktion für die nächsten zwei Jahrzehnte aufgrund des weltweit starken Ölpreisverfalls. Die CAPP rechnet damit, dass die kanadische Ölproduktion in den nächsten Jahren um 43 % von 3,7 Mio. Barrel pro Tag im Jahr 2014 auf 5,3 Mio. Barrel pro Tag im Jahr 2030 wachsen wird. Im Juni 2014 hatten die Vorhersagen der CAPP noch bei 6,4 Mio. Barrel pro Tag im Jahr 2030 gelegen. Neuere Daten aus Kanada lagen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nicht vor.

3 BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Pressemitteilung "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2016", 13. Januar 2016

4 Canadian Association of Petroleum Producers (CAPP), Webseite, Basic Statistics

5 Canadian Association of Petroleum Producers (CAPP), Pressemitteilung, 9. Juni 2015

Nach CAPP-Angaben vom Juni hätte die kanadische Öl- und Gasindustrie im Jahr 2015 Investitionen in Höhe von CAD 45 Mrd. tätigen sollen, 40 % weniger als die CAD 73 Mrd. im Jahr 2014. Nachdem die kanadischen Raffinerien noch immer nahezu 80 % ihres Öls aus ausländischen Quellen beziehen, sahen die Experten im Sommer 2015 hier großes Wachstumspotenzial für die inländische Ölindustrie. Zudem erwarteten sie auch eine wachsende Nachfrage nach kanadischem Öl aus Washington, Kalifornien, Asien und Europa. Hierfür seien bereits Anträge für den Neubau von Pipelines beantragt, um den bisherigen Transport per Zug zu ersetzen.

Nach Angaben der U.S. Energy Information Administration in ihrem neuesten Energy Outlook6 gingen die Rohölpreise weiter zurück. Die als Richtwerte verwendeten Preiskurven Brent und WTI (West Texas Intermediate - siehe Grafik 1) zeigen den starken Preisverfall. Nachdem der Preis für North Sea Brent im Dezember 2015 bereits mit einem Durchschnittspreis von USD 38 pro Barrel seinen tiefsten Stand seit 2004 erreicht hatte, sank er im Januar 2016 weiter auf USD 31 und seinen niedrigsten Durchschnittspreis seit Dezember 2003. Im Jahresdurchschnitt 2015 lag der Preis für Brent bei USD 52, und damit sowohl unter den früheren Vorhersagen der EIA als auch USD 47 unter dem Durchschnittspreis von 2014. Nachdem die EIA im Januar noch für 2016 bei Brent einen durchschnittlichen Preis von USD 40, für 2017 von USD 50 erwartet und damit ihre Prognose vom Vorjahr signifikant reduziert hatte, gingen die Experten im Februar davon aus, dass der fortgesetzte weltweite Lageraufbau weitere Ölpreisverfälle auslösen könnte. Zusätzlich führten sie aus, dass derzeit die Spanne der Prognosen von Marktexperten für die durchschnittliche WTI-Preisentwicklung 2016 von USD 25 bis USD 56 reiche, was einem Konfidenzintervall von 95 % entspräche und verlässliche Prognosen unmöglich mache.

Die weltweiten Lagerbestände stiegen 2015 nach Angaben der EIA bereits das zweite Jahr in Folge, und zwar um 1,9 Mio. Barrel pro Tag. Diese Überproduktion trug entscheidend zu den tiefsten Monatsdurchschnittspreisen seit 2004 bei. Auch 2016 sollen die Lagerbestände 0,7 Mio. Barrel pro Tag weiter wachsen, bevor die weltweiten Ölmärkte sich 2017 wieder beruhigen sollten. Die EIA erwartet den ersten Abruf aus den Öllagerbeständen nach 15 Quartalen in Folge im dritten Quartal 2017.

In den Nicht-OPEC Ländern wuchs nach EIA-Angaben die Ölproduktion im Jahr 2015 um 1,3 Mio. Barrel pro Tag, erneut hauptsächlich aufgrund des Produktionswachstums in den USA. Die EIA erwartet mittlerweile für 2016 einen Rückgang der Nicht-OPEC-Produktion um 0,6 Mio. Barrel pro Tag, das wäre der erste Rückgang seit 2008. Auch hier wird der Großteil des Rückgangs für die USA erwartet, gefolgt von den Nordseeproduzenten und Russland. 2017 soll sich der Rückgang der Nicht-OPEC-Produktion auf weitere 0,1 Mio. Barrel pro Tag belaufen.

6 EIA, Short-term Energy Outlook, 12. Januar 2016 und 9. Februar 2016

Für Kanada werden im Prognosezeitraum steigende Produktionsmengen erwartet. In Kanada ist die Produktion nach Angaben der Agentur 2015 um 50.000 Barrel pro Tag gestiegen und soll 2016 um 50.000 Barrel pro Tag weiter steigen. Der Grund hierfür ist die Aufnahme der Produktion durch die Inbetriebnahme einer Reihe von Ölsandprojekten, die noch vor dem scharfen Rückgang des Ölpreises kommissioniert worden waren.

In den OPEC-Ländern, zu denen nach dem Dezember-Beschluss der OPEC-Mitglieder nun auch wieder Indonesien gehört, lag die durchschnittliche Rohölproduktion nach EIA-Angaben bei 31,6 Mio. Barrel pro Tag, ein Zuwachs von 0,9 Mio. Barrel pro Tag gegenüber Vorjahr, hauptsächlich verursacht durch den Irak mit einem Produktionsanstieg von 0,7 Mio. Barrel pro Tag. Saudi Arabien konnte ebenfalls seine Produktion steigern, und zwar um 0,3 Mio. Barrel pro Tag. Die Experten erwarten für die OPEC-Länder einen Produktionsanstieg von 0,5 Mio. Barrel pro Tag für 2016, wozu vor allem der Iran nach dem Ende der internationalen Ölsanktionen beitragen sollte. 2017 soll die Produktionsmenge um weitere 0,6 Mio. Barrel pro Tag steigen, wobei ebenfalls wieder der Iran den größten Wachstumsbeitrag leisten dürfte.

Sicherheits- und Industriemarkt

a) Brennstoffzellen

Nach Angaben des Beratungsunternehmens E4Tech, das 2015 erneut den Fuel Cell Industry Review7 erstellte, befindet sich die Brennstoffzellenindustrie immer noch im Aufbau, wobei sich der Markt konsolidiert und die Zahl der Anbieter weiter zurück ging. Der Gesamtverkauf stieg mit weltweit insgesamt 71.500 Einheiten leicht gegenüber 2014, jedoch war die Gesamtkapazität der verkauften Brennstoffzellensysteme mit ca. 350 MW fast doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. Nur rund 10 % der Systeme wurden nach Europa verkauft, der weitaus größte Anteil der Verkäufe ging nach Korea und in die USA. Nach Märkten betrachtet, wurde der Löwenanteil der Brennstoffzellen in die Telekommunikation verkauft. Für 2016 gehen die Experten von leicht höheren Verkaufszahlen als 2015 aus. Der von SFC Energy bearbeitete Markt im niedrigen bis mittleren Leistungsbereich ging 2015 leicht zurück. In diesem Leistungsbereich sehen die Experten gute Wachstumschancen für Brennstoffzellen als netzferne Stromversorger, insbesondere in industriellen Anwendungen wie Baustellen, Sensor- und Messanlagen, sowie Öl- und Gasinfrastrukturprojekten, sowie im Freizeitbereich. Auch der Verteidigungsmarkt wird von den Experten als stabil wachsender Markt gesehen, wobei vor allem stationäre, autark arbeitende Komplettsysteme von großem Interesse für die Anwender sein dürften. Insgesamt setzte sich 2015 der Trend fort hin zu integrierten, fernsteuerbaren, wetterunabhängigen Lösungen, die fern der Steckdose eingesetzt werden. Das Hybridthema wird wieder wichtiger. Ebenso ist ein wachsender Bedarf an autonomen Batterieladegeräten an Bord konventioneller Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu verzeichnen.

b) Leistungselektronik und Schaltnetzteile

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen PBF tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" ("Electronic components & systems") aus der Branchenunterteilung des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) herangezogen.

7 E4Tech: "The Fuel Cell Industry Review 2015", November 2015

8 Daten: ZVEI "Welt-Elektromarkt - Ausblick bis 2016" 24. Juli 2015

Nach Angaben des Verbands8 im Juli 2015 wuchs der Welt-Elektromarkt im Jahr 2014 um 5 % auf € 3.701 Mrd. Für die Jahre 2015 und 2016 prognostizierte der Verband für den Industriemarkt, der zu den größten der Welt zählt, ein Wachstum von jeweils 5 %. Auf Asien entfielen der Schätzung zufolge 2014 mit € 2.188 Mrd. 59 % des globalen Marktes. Mit einem Zuwachs von 7 % legte der asiatische Markt 2014 erneut überdurchschnittlich zu. 2015 und 2016 dürfte er sich nach Angaben des Verbands um je 7 % erhöht haben bzw. erhöhen. Der amerikanische Markt wuchs 2014 schätzungsweise um 3 % auf € 755 Mrd. Sein Anteil am globalen Markt beläuft sich damit auf 20 %. Die Wachstumsaussichten für 2015 und 2016 sieht der Verband bei jeweils 4 %. In Europa war das Marktwachstum 2014 mit 3 % auf € 633 Mrd. etwas schwächer. Der europäische Elektromarkt macht heute noch 18 % des Weltmarktes aus. 2015 und 2016 sollte er um 2 % bzw. 3 % wachsen, aber langsamer als der globale Markt insgesamt. Der deutsche Markt ist 2014 um 2 % auf € 109 Mrd. gewachsen, bleibt aber hinter China, den USA, Japan und Südkorea der fünftgrößte der Welt. Für 2015 und 2016 rechnet der Verband mit leichten Zuwächsen von je 3 %.
Für Deutschland meldete der Verband9 im Januar 2016 ein Wachstum der Produktion in der Elektroindustrie um knapp 1% gegenüber Vorjahr (Zeitraum Januar bis November 2015). Die Umsätze im selben Zeitraum wuchsen sogar um knapp 4 % auf € 162 Mrd. Für das Gesamtjahr erwartet der ZVEI einen Branchenumsatz in Höhe von knapp € 178 Mrd. Vor allem der Außenhandel entwickelte sich 2015 dynamisch, hier erwarten die ZVEI-Experten einen neuen Rekordwert von rd. € 174 Mrd., einschließlich Re-Importen in 2015. Begünstigt durch den Wechselkurs zogen die Ausfuhren in die USA mit einem Plus von 16 % auf € 14,5 Mrd. besonders stark an. Damit waren die USA das stärkste Abnehmerland vor China mit € 13,6 Mrd. Ausfuhren. 2015 beschäftigte die Branche 853.000 Menschen, ein Plus von 8.000 gegenüber 2014. Insgesamt verzeichnete die deutsche Elektroindustrie im betrachteten Zeitraum ein Auftragsplus von knapp 9 %, dabei nahmen inländische Bestellungen um 2 % zu, die Auslandsaufträge sogar um 10 %. Insgesamt hatte sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektronindustrie zum Jahresende wieder aufgehellt, die Exporterwartungen sind stark gestiegen.
Im Teilmarkt "Elektronische Bauelemente" (Inhouse-Hersteller und Electronic Manufacturing Services Provider) erwartete der ZVEI im Mai 201510 für den Markt der elektronischen Baugruppen in Deutschland einen Anstieg von 8,6 % auf € 27,8 Mrd. Im Dezember 201511 meldete er einen gleich gebliebenen Umsatz für das dritte Quartal 2015 und einen Rückgang im Auftragseingang von 8 % aufgrund der traditionell verstärkten Auftragserteilung der Automobilindustrie im 2. Quartal. Die Unternehmen bezeichneten laut Verband den Auftragseingang im 3. Quartal als gut.

c) Verteidigung und Sicherheit

Nach Angaben des "The Military Balance 2016" Berichts des International Institute for Strategic Studies' (IISS)12 , das jährlich die Verteidigungsfähigkeiten und -budgets von 171 Ländern weltweit analysiert, war der Anstieg hochprofilierter Terrorangriffe Ende 2015 das letzte Fanal in einem von Krisen, Konflikten und Unsicherheiten gekennzeichneten Jahr. Islamischer Terror in Frankreich, Mali und im Luftraum über der Sinai-Halbinsel folgte auf frühere terroristische Akte in Kenia, dem Libanon, Pakistan, Afghanistan und weiteren Regionen. Die schweren Konflikte und die stetige Instabilität in Syrien, Libyen, dem Jemen und der Sahelzone unterstützten nicht nur die Anwerbung neuer Terroristen, sondern auch die Argumentation der Terrororganisationen in ihrer Informationspolitik. Instabilität und Gewalt führten zudem zu Flüchtlingswellen aus den betroffenen Ländern und zu großen Herausforderungen an die Grenzsicherungsfähigkeit der europäischen Staaten. Auf Grund dieser Vorkommnisse und weiteren prekären Situationen auf der Welt in 2015 ließ insgesamt die zunehmend komplexer werdende internationale Sicherheitslage den Verteidigungsorganisationen wenig Raum für die Entwicklung radikal neuer Strategieinitiativen. In den USA, so das Institut, werden sich zum Ende der Obama-Administration die Hauptprioritäten im Verteidigungsbereich vermutlich wenig ändern, obwohl die Experten davon ausgehen, dass sich der Obama-Nachfolger oder die Nachfolger einem immer energischer agierenden Russland und den durch den Aufstieg von China ausgelösten Wirtschafts- und Sicherheitsherausforderungen bald wird stellen müssen.

9 Daten: ZVEI-Pressemitteilung 2/2016, 26. Januar 2016, und ZVEI Konjunkturbarometer vom 14. Januar 2016

10 Daten: ZVEI-Pressemitteilung 95/2015, 19. Mai 2015

11 Daten: ZVEI-Pressemitteilung 95/2015, 14. Dezember 2015

12 International Institute for Strategic Studies' (IISS) "The Military Balance 2016", 9. Februar 2016

In Europa zeigen sich nach Ansicht der IISS-Experten nun die Folgen der langjährigen, durch die Finanzkrise verschärften Verteidigungshaushaltskürzungen. Die Terrorakte treffen Europa im eigenen Territorium. Obwohl damit Themen der inneren und äußeren Sicherheit nun wieder verstärkt in den Fokus rücken sollten, rechnen die Experten mit stagnierenden, wenn nicht sogar weiter rückläufigen Budgets in Europa. Nur vier der 26 europäischen NATO-Partner geben derzeit wie vereinbart 2 % ihres Bruttosozialprodukts für Verteidigung aus. In der Folge fehlen fast USD 100 Mrd. gegenüber den Planungen. Gerade vor diesem Hintergrund stellt Smart Defense, eine strategische Initiative der NATO, einen kooperativen Ansatz um fortschrittliche Verteidigungstechnologien kosteneffizienter zukünftig zu etablieren. Im Oktober 2015 haben Belgien und Niederlande als weitere NATO Partner eine Absichtserklärung hierzu unterzeichnet13.

Entscheidendes Gewicht geben die IISS-Experten dem Thema Modernisierung von Geräten und Waffensystemen, wo sie die westlichen Staaten in Gefahr sehen, von Ländern wie Russland oder China überholt zu werden. Hier müssen sich Verteidigungsorganisationen insbesondere auch mit der immer unschärfer werdenden Grenze zwischen zivilen und militärischen Anwendungen auseinandersetzen. Die Experten erwarten, dass die Verteidigungsausgaben nicht nur in Asien wie bereits im Vorjahr überproportional weitersteigen werden, sondern zunehmend auch in der Region am persischen Golf, getrieben von der Aufhebung der Ölsanktionen im Iran, niedrigen Ölpreisen und den Konflikten in den dortigen Staaten.

13 Daten: NATO news, 8. October 2015 & 9. November 2015

In ihrem Ausblick auf die weltweite Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie für das Jahr 201614 rechnen die Deloitte Marktexperten nach vier Jahren rückläufigen Verteidigungsetats angesichts zunehmender globaler Bedrohungen, niedriger Ölpreise und gestiegener bzw. wieder freigegebener (in den USA) Verteidigungsbudgets für 2016 mit dem Beginn eines neuen Wachstumszyklus und einem entsprechenden Anstieg der weltweiten Verteidigungsausgaben. Neben den USA sehen die Experten vorrangig die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi Arabien, Indien, Südkorea, Japan, China und Russland ihre Verteidigungsetats erhöhen. Hierbei werden höhere Ausgaben vor allem zum Erwerb von Verteidigungstechnologien und -ausstattung der nächsten Generation erwartet. Allein für die USA erwarten die Deloitte-Experten einen Anstieg des Verteidigungsbudgets um USD 13 Mrd., wobei vor allem auch verstärkte Auslandseinkäufe erwartet werden. Sie waren in den letzten Jahren besonders stark gestiegen: Von USD 21 Mrd. im Jahr 2010 auf USD 47 Mrd. im Jahr 2015, das entspricht einem Anstieg um fast 120 %. Von diesem Trend profitieren vor allem europäische und asiatische Anbieter. Insgesamt soll der weltweite Luftfahrt- und Verteidigungsmarkt 2016 um 3 % wachsen.

Freizeitmarkt

a) Reisemobile

Nach Angaben des CIVD15 und der European Caravaning Federation (ECF)16 überzeugte der europäische Markt für Reisemobile und Caravans 2015 mit einer außerordentlich starken Performance und lieferte damit das beste Branchenergebnis seit fünf Jahren. Die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen stiegen europaweit um starke 10 % auf 151.293 neu angemeldete Reisemobile und Caravans. Nachdem sich noch 2014 nur sieben europäische Märkte im Plus befunden hatten, vermeldeten 2015 nahezu alle europäischen Freizeitfahrzeugmärkte positive Absatzzahlen. Deutschland war auch 2015 wieder mit herausragender Zulassungsentwicklung der Wachstumsmotor in Europa. Mit 47.143 neu registrierten Fahrzeugen verbuchte der deutsche Markt einen Zuwachs von nahezu 10 % gegenüber Vorjahr, dicht gefolgt von Großbritannien mit 31.577 neu angemeldeten Fahrzeugen und einem Plus von 16 % sowie Frankreich mit 25.334 neuen Einheiten und einem Plus von 9 %. Neu schloss sich auch der spanische Markt dem Trend an, der 2015 nach vielen Jahren erstmals wieder wuchs.

Vor allem der Teilmarkt für Reisemobile, der für SFC Energy besonders interessant ist, wuchs europaweit um fast 13 % auf 81.298 Fahrzeuge, davon wurden allein in Deutschland 28.348 Fahrzeuge zugelassen, ein Plus von über 10 %. Die Zahl der neu zugelassenen Caravans erhöhte sich europaweit um 7,5 % auf 69.995 neu zugelassene Fahrzeuge.

Insgesamt durchbrach die deutsche Caravaning-Industrie 2015 erstmals die 7-Milliarden-Marke17 und erzielte mit einem Rekordumsatz von € 7,57 Mrd. das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Neben dem Markt für neue Reisemobile und Caravans trugen hierzu auch das starke Geschäft mit Gebrauchtfahrzeugen und Zubehör bei. Der Zubehörmarkt, der für SFC Energy besonders interessant ist, erzielte mit einem Plus von fast 14 % einen Umsatz von € 0,72 Mrd.

Im Januar erwartete der CIVD nach einer Mitgliederbefragung18 nach den Umsatzrekorden des Vorjahres weitere Zuwächse für das Jahr 2016 sowohl im Inlands- als auch Auslandsgeschäft.

14 Daten: Daten: Deloitte Touche Tohmatsu Ltd: "Deloitte 2016 Global aerospace and defense sector outlook: Poised for a rebound", Januar 2016

15 Daten: CIVD Caravaning Industrie Verband e.V., Presseinformation "Erfolgreiches Jahr" vom 18. Januar 2016

16 Daten: ECF European Caravaning Federation, Presseinformation " Outstanding performance by the European leisure vehicle sector in 2015", 18. Januar 2016

17 CIVD Caravaning Industrie Verband e.V.; Presseinformation "Erneuter Rekordumsatz" vom 18. Januar 2016

18 CIVD Caravaning Industrie Verband e.V.; Presseinformation "Beste Aussichten" vom 18. Januar

b) Marinemarkt

Die Wassersportwirtschaft in Deutschland kann nach Angaben ihres Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW)19 2015 auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. In einer Konjunkturumfrage des Verbandes zur Jahresmitte 2015 beurteilten 75 % der Unternehmen die Geschäftslage als gleich gut oder besser im Vergleich zum Vorjahr, 44 % berichteten sogar von Umsatzzuwächsen. Insgesamt erwartet der Verband für 2015 einen Gesamtumsatz an maritimen Gütern und Dienstleistungen (ohne Megayachtsegment) von rund € 1,85 Mrd., das entspricht einem Plus von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Die deutschen Bootshersteller konnten sich im internationalen Wettbewerb dank innovativer Produkte und einem guten Preis-Leistungsverhältnis bestens behaupten. Während nach Angaben des Verbands im ersten Halbjahr 2015 der Export an Motoryachten wertmäßig um 11,5 % gegenüber dem Vorjahreshalbjahr zulegte, sank der Umsatz im Segelbootbereich um 13,9 %. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 1.483 Motor- und Segelyachten im Gesamtwert von rund € 130 Mio. ins Ausland exportiert. Der Ausrüstungsbereich profitiert vom Trend, das eigene Boot länger zu nutzen oder ein neues Gebrauchtes zu erwerben. Hinzu kommt, dass die immer älter werdende Bootsbevölkerung mehr Zeit an Bord ihrer Yachten verbringt. Beides führt zu zusätzlichen Investitionen, vor allem im Bereich Komfort.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte der SFC Konzern (im Folgenden "Konzern") einen Umsatz von T€ 47.310. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 53.631) entspricht dies einer Verminderung von 11,8 %.

SFC erzielte einen Umsatz von T€ 10.233 und lag damit unter Vorjahresniveau (T€ 11.180). Wesentlich hierfür war eine deutliche Reduzierung der Umsätze im zivilen Industriegeschäft.

PBF lag mit einem Umsatz von T€ 11.101 ebenfalls unter Vorjahresniveau (T€ 13.121). Wesentlich hierfür waren langsamere Anlaufzeiten neuer Produkte sowie die Verschiebung von Aufträgen.

Simark verzeichnete mit einem Umsatz von T€ 25.976 einen Rückgang von rund 11 % gegenüber dem Zwölfmonatszeitraum 2014 (T€ 29.329).

Das EBIT des Konzerns veränderte sich im Vergleich der beiden Geschäftsjahre von minus T€ 4.269 auf minus T€ 10.645.

Die folgenden Sondereffekte werden im bereinigten Ergebnis nicht berücksichtigt:

Folgebewertung Erwerb von Simark: Personalaufwand resultierend aus der vereinbarten bedingten Gegenleistung und dem Bonus Verbleib Schlüsselpersonal T€ 1.334 (Vorjahr: T€ 1.191) sowie Abschreibung und Aufwand resultierend aus der Kaufpreisallokation T€ 1.087 (Vorjahr: T€ 1.152).
Folgebewertung Erwerb von PBF: Unter Berücksichtigung des Impairmentbedarfs für den Firmenwert von PBF ergeben sich für das Geschäftsjahr 2015 Wertminderungsaufwendungen in Höhe von T€ 3.493 (Vorjahr: T€ 0).
Weitere Aufwendungen in 2015: Aufwendungen für SAR Programm und Transaktionsbonus Vorstand (T€ 136) und Aufwendungen für Abfindungen (T€ 203).

19 Daten: Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW), Pressemitteilungen zur boot "Maritime Wirtschaft auf Wachstumskurs", 17. November 2015

Die Überleitung auf das bereinigte EBIT (= bereinigtes Betriebsergebnis) und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:

ÜBERLEITUNG AUF DAS BEREINIGTE BETRIEBSERGEBNIS

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in T€ 2015 2014
Betriebsergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung -10.645 -4.269
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistung
Wertminderungsaufwand auf Anlagen 0 339
Barkomponente Unternehmenszusammenschluss Simark, Personalaufwand 203 196
Kaufpreisallokation, Abschreibung auf Auftragsbestand Simark 35 97
Abfindungszahlungen, Personalaufwand PBF 94 0
Abfindungszahlungen, Personalaufwand SFC 29 0
Forschungs- und Entwicklungskosten
Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwert PBF 1.747 0
Abfindungszahlungen, Personalaufwand PBF 61 0
Vertriebskosten
Kaufpreisallokation, Abschreibung Kundenbeziehung & Markenzeichen Simark 1.052 1.055
Barkomponente Unternehmenszusammenschluss Simark, Personalaufwand 769 744
Vertragsauflösung PBF 0 118
Bonus Verbleib Schlüsselpersonal, Personalaufwand Simark 159 70
Aufwendungen für SAR Programm Vorstand, Personalaufwand 85 50
Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwert PBF 1.746 0
Verwaltungskosten
Barkomponente Unternehmenszusammenschluss Simark, Personalaufwand 203 196
Aufwendungen für SAR Programm Vorstand, Personalaufwand 51 68
Abfindungszahlungen, Personalaufwand PBF 19 42
Sonstige betriebliche Erträge
Auflösung Rückstellung Earn-out Unternehmenszusammenschluss Simark 0 -15
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Drohverluste Mietaufwendungen und Leasing 0 86
Bereinigtes Betriebsergebnis -4.392 -1.223

Das bereinigte EBITDA verringerte sich ebenfalls. Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein bereinigtes EBITDA von minus T€ 2.978 erreicht. Im entsprechenden Zeitraum 2014 hingegen war das bereinigte EBITDA positiv mit T€ 379.

Der Konzern lag mit dem erreichten Umsatz und den erzielten Ergebniskennzahlen deutlich unter den Erwartungen und der Prognose, in der zunächst von einem Umsatz von € 55 Mio. bis € 65 Mio. sowie einem erneut leicht verbesserten positiven bereinigten EBITDA und einem erneut leicht verbesserten bereinigten EBIT ausgegangen wurde. Diese Prognose wurde mit Meldung vom 9. November 2015, bedingt durch ein schwaches Umfeld im Öl- & Gasmarkt sowie die Verschiebung eines Großprojekts im Verteidigungsbereich, auf eine Umsatzgröße von € 48 Mio. bis € 50 Mio. sowie einer geringeren Profitabilität als in 2014 revidiert. Diese Prognose wurde fast erreicht.

Umsatz nach Segmenten

Die Umsatzsegmentierung für das Geschäftsjahr 2015 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

UMSATZ NACH SEGMENTEN

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Segment 2015 2014 Veränderung

in T€
Veränderung

in %
Öl & Gas 25.976 29.335 -3.359 -11,5
Sicherheit & Industrie 17.570 20.186 -2.616 -13,0
Freizeit 3.764 4.110 -346 -8,4
Gesamt 47.310 53.631 -6.321 -11,8

Im Segment Öl & Gas verringerte sich der Umsatz von T€ 29.335 auf T€ 25.976. In diesem Segment sind ausschließlich die Umsätze von Simark enthalten. Der Umsatz wurde dabei mit dem Vertrieb und der Integration von Produkten für den Öl & Gas-Markt in Nordamerika erzielt.

Im Markt für Sicherheit & Industrie verringerte sich der Umsatz von T€ 20.186 auf T€ 17.570. PBF erzielte ausnahmslos Umsätze in diesem Segment und ist in dieser Umsatzzahl mit T€ 11.101 (Vorjahr: T€ 13.121) enthalten. Der Umsatz von SFC verminderte sich von T€ 7.065 um -8,4 % auf T€ 6.469, die Stückzahl an EFOY Brennstoffzellen verringerte sich dabei von 1.029 auf 753. Ursächlich für diese Entwicklung bei SFC war das zivile Industriegeschäft, das einen Rückgang um T€ 1.482 im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Das im Vorjahr enthaltene Großprojekt im Bereich Verkehrstechnik mit einem Umsatzvolumen von T€ 1.057 konnte in diesem Umfang in 2015 nicht wiederholt werden. Dagegen erhöhten sich im Teilbereich Verteidigung die Umsätze bei SFC von T€ 1.816 in 2014 um 48,5 % auf T€ 2.697 in 2015. Die Auslieferung von 82 EMILY Brennstoffzellen an die deutsche Bundeswehr im 3. Quartal 2015 hat mit einem Umsatz von T€ 1.272 wesentlich dazu beigetragen.

Im Freizeitmarkt war im Geschäftsjahr 2015 mit T€ 3.764 ein Umsatz unter Vorjahresniveau (T€ 4.110) zu verzeichnen. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen verringerte sich dabei leicht von 1.450 auf 1.281. Hier konnten Umsatzsteigerungen in Nordamerika den Abwärtstrend in Frankreich und Australien nicht kompensieren.

Umsatz nach Regionen

Der Umsatz nach Regionen hat sich wie folgt entwickelt:

UMSATZ NACH REGIONEN

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Region 2015 2014 Veränderung

in T€
Veränderung

in %
Nordamerika 26.390 30.500 -4.110 -13,5
Europa (ohne Deutschland) 11.990 12.944 -954 -7,4
Deutschland 6.705 7.805 -1.100 -14,1
Asien 1.468 1.794 -326 -18,2
Rest der Welt 757 588 169 28,7
Gesamt 47.310 53.631 -6.321 -11,8

Im bedeutendsten Markt Nordamerika resultierte der starke Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2015 aus der Krise im Öl-und Gasgeschäft im kanadischen Markt.

Im Markt Europa (ohne Deutschland) wurden Umsätze durch PBF in Höhe von T€ 7.531 (Vorjahr: T€ 8.242) und durch SFC in Höhe von T€ 4.459 (Vorjahr: T€ 4.702) erzielt.

In Deutschland ist eine leichte Steigerung des Umsatzes von SFC von T€ 4.407 auf T€ 4.424 im Geschäftsjahr 2015 zu verzeichnen. PBF trug mit T€ 2.281 (Vorjahr: T€ 3.398) zum Umsatz in Deutschland bei.

Der Inlandsanteil am Umsatz verringerte sich im Geschäftsjahr 2015 von 14,6 % auf 14,2 %.

In Asien war insbesondere PBF mit T€ 1.126 (Vorjahr: T€ 1.224) vertreten. Bei SFC waren im Geschäftsjahr 2015 überwiegend Umsätze mit Projekten im Industriemarkt in Japan zu verzeichnen.

Bruttoergebnis vom Umsatz

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von T€ 13.227 oder 28,0 % vom Umsatz erzielt. Im Vorjahr waren T€ 15.661 oder 29,2 % vom Umsatz zu verzeichnen gewesen. Die Veränderung der Bruttomarge vom Umsatz ist neben den Verschiebungen zwischen den Segmenten auch durch den höheren Umsatzanteil des margenschwächeren Konzernunternehmens Simark verursacht. Die Marge in dem Segment Öl & Gas liegt auf Grund des unterschiedlichen Geschäftsmodells von Simark bei 22,3 % (Vorjahr: 26,0 %), während durch die Konzernunternehmen SFC und PBF eine Marge im Segment Freizeit von 25,6 % (Vorjahr: 22,7 %) und im Segment Sicherheit & Industrie von 36,8 % (Vorjahr: 35,1 %) erzielt wurde. Das Bruttoergebnis vom Umsatz auf Konzernebene ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um T€ 2.434 oder 15,5 % gesunken.

Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ

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Segment 2015 2014 Veränderung

in T€
Veränderung

in %
Öl & Gas 5.805 7.637 -1.832 -24,0
Sicherheit & Industrie 6.457 7.090 -633 -8,9
Freizeit 965 934 31 3,3
Gesamt 13.227 15.661 -2.434 -15,5

Auf Grund der anhaltenden Marktbedingungen in Kanada ist das Bruttoergebnis vom Umsatz im Segment Öl & Gas um T€ 1.832 gesunken. Dies entspricht in Anbetracht der Situation im Öl- und Gasmarkt sowohl prozentual als auch absolut den Erwartungen.

Das Segment Sicherheit & Industrie erzielte ein Bruttoergebnis vom Umsatz von T€ 6.457 und lag damit unter dem Vorjahreswert von T€ 7.090. Die Bruttomarge konnte im Wesentlichen aufgrund des höheren Umsatzanteils im Verteidigungsgeschäft von SFC in diesem Segment von 35,1 % auf 36,8 % gesteigert werden.

Im Segment Freizeit ist die Bruttomarge im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % angestiegen. Ursächlich für die niedrigere Marge im Geschäftsjahr 2014 war der einmalige Effekt aus der Wertberichtigung einer Anlage.

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten erhöhten sich von T€ 10.540 um 18,6 % auf T€ 12.499. Der hohe Anstieg in den Vertriebskosten ist im Wesentlichen auf den Effekt aus der anteiligen Abschreibung des Firmenwertes von PBF in Höhe von T€ 1.746 zurückzuführen.

Konzernweit sind die Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz damit von 19,7 % auf 26,4 % angestiegen.

Für das Konzernunternehmen SFC war mit T€ 3.884 ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit T€ 3.520 zu verzeichnen.

Für Simark fielen inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation sowie der anteiligen Barkomponente Vertriebskosten in Höhe von T€ 5.880 (Vorjahr: T€ 6.039) an.

Die Vertriebskosten für PBF beliefen sich auf T€ 988 (Vorjahr: T€ 979). Zusätzlich wurde auf Konzernebene bei den Vertriebskosten der Impairmentbedarf auf den Firmenwert PBF in Höhe von T€ 1.746 erfasst.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2015 von T€ 4.530 um T€ 1.276 auf T€ 5.806, nicht zuletzt bedingt durch die im laufenden Geschäftsjahr enthaltenen Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert von PBF in Höhe von T€ 1.747.

Für SFC war eine Verminderung von T€ 1.581 auf T€ 1.076 zu verzeichnen. Wesentliche Ursache war der Anstieg der aktivierten Entwicklungsleistungen in 2015.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten für PBF beliefen sich auf T€ 2.762 und waren damit über Vorjahresniveau (T€ 2.537). Höhere Kosten für Beratung und sonstige Kosten im Zusammenhang von Entwicklungsaktivitäten haben im Wesentlichen zum Anstieg der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen bei PBF im Geschäftsjahr 2015 beigetragen. Zusätzlich wurde auf Konzernebene bei den Forschungs- und Entwicklungskosten der Impairmentbedarf auf den Firmenwert PBF in Höhe von T€ 1.747 erfasst.

Simark ist mit T€ 221 (T€ 412) in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die Allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich 2015 von T€ 4.872 um 13,8 % auf T€ 5.546. Damit wurde für den Konzern eine Quote von 11,7 % im Verhältnis zum Umsatz erreicht, während im Vorjahr noch 9,1 % zu verzeichnen waren. Hauptursächlich für den Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten waren die höheren Beratungskosten und die höheren Aufwendungen für Investors Relations Themen bei der Gesellschaft SFC und die gestiegen Personalkosten bei der Gesellschaft PBF.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 141 (Vorjahr: T€ 170) beinhalten mit T€ 112 (Vorjahr: T€ 96) Erträge aus Kursdifferenzen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf T€ 161 (Vorjahr: T€ 159). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2015 enthalten nahezu ausschließlich Aufwendungen aus Kursdifferenzen, die im Vorjahr mit T€ 49 ausgewiesen wurden.

Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

Das EBITDA verringerte sich erheblich im Vergleich zum Vorjahr von minus T€ 1.177 auf minus T€ 4.650. Das EBITDA in Relation zum Umsatz veränderte sich von minus 2,2 % auf minus 9,8 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug minus T€ 2.978 (Vorjahr: plus T€ 379) oder minus 6,3 % (Vorjahr: plus 0,7 %) im Verhältnis vom Umsatz.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT des Konzerns verminderte sich 2015 signifikant von minus T€ 4.269 auf minus T€ 10.645. Das EBIT in Relation zum Umsatz verschlechterte sich von minus 8,0 % auf minus 22,5 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug minus T€ 4.392 (Vorjahr: minus T€ 1.223) oder minus 9,3 % (Vorjahr: minus 2,3 %) im Verhältnis vom Umsatz.

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnliche Erträge sanken hauptsächlich durch den niedrigeren Zahlungsmittelbestand von T€ 14 auf T€ 4.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 318 (Vorjahr: T€ 312) beinhalten Zinsen an Kreditinstitute sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Konzernjahresergebnis

Das Konzernjahresergebnis veränderte sich im Geschäftsjahr 2015 auf minus T€ 10.669 nach minus T€ 4.826 im Vorjahr. Darin sind im Geschäftsjahr 2015 die oben angeführten Sondereffekte von in Summe T€ 6.253 (Vorjahr: T€ 3.046) enthalten.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS (unverwässert und verwässert) verschlechterte sich auf Grund der Entwicklung des Konzernjahresergebnisses von minus € 0,60 auf minus € 1,24.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Während im Geschäftsjahr 2014 Auftragseingänge von T€ 46.621 erfolgt sind, konnten in 2015 T€ 48.442 verzeichnet werden.

Demzufolge verbesserte sich der Auftragsbestand im Konzern zum 31. Dezember 2015 auf T€ 11.759 (Vorjahr: T€ 10.626). Davon entfielen auf SFC T€ 2.897 (Vorjahr: T€ 685) und auf PBF T€ 6.325 (Vorjahr: T€ 3.898). Simark ist in dieser Zahl mit T€ 2.537 (Vorjahr: T€ 6.044) enthalten.

Finanzlage

Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.

Kapitalstruktur

SFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007, der Barkapitalerhöhung im November 2014 sowie der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2015 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Zum Erwerb eigener Aktien ist SFC bis zum 6. Mai 2020 in Höhe von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals ermächtigt.

Das Kapitalmanagement des Konzerns bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Im Dezember 2015 gab SFC eine Tranche (T€ 1.650) einer Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennwert von T€ 5.000 mit einem Abschlag von 10 % aus. Im Rahmen einer Privatplatzierung wurden T€ 1.485 eingeworben. Der beizulegende Zeitwert des zusammengesetzten Instruments wurde in seine Eigenkapital- und Schuldkomponente aufgeteilt. Den Komponenten wurden Transaktionskosten gemäß dem Anteil der beizulegenden Zeitwerte jeder Komponente zugeordnet. Zum 31. Dezember 2015 wurden hierfür in der Gewinn- und Verlustrechnung Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 4 und im sonstigen Ergebnis Finanzierungskosten in Höhe von T€ 5 erfasst. Zusätzlich hat sich zum Stichtag ein Abwertungsbedarf der Kündigungskomponente in Höhe von T€ 1 ergeben.

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen zum 31. Dezember 2015 T€ 3.277 (Vorjahr: T€ 6.122).

Die gesamten kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf T€ 4.217 (Vorjahr: T€ 5.058).

Im Rahmen der Finanzierung der Tochtergesellschaft Simark wurden mit den kreditfinanzierenden Banken umfangreiche Financial Covenants (Kreditvereinbarungsklauseln) in Abhängigkeit diverser Kennzahlen von Simark und Rückzahlungsklauseln bei Nichteinhaltung vereinbart. Folgende Covenants und Schwellenwerte wurden für Simark zum 31.12.2015 vereinbart:

Working Capital Ratio (WCR): Kurzfristige Vermögenswerte / Kurzfristige Schulden: >1,20
Debt Service Coverage Ratio (DSCR): EBITDA / Schuldendienst:>1,20
Funded Debt to EBITDA Ratio (FDER): Zinstragende Verbindlichkeiten / EBITDA: <2,75

Die Schwellenwerte für WCR, DSCR und FDER wurden zum 31. Dezember 2015 überschritten. In Gesprächen mit den Banken wurde ein sogenannter Waiver erreicht, so dass die Nichteinhaltung der Covenants als geheilt angesehen werden kann. Dies wird Simark zwar mit zusätzlichen Verbindlichkeiten im Rahmen eines Gesellschafterdarlehens gegenüber SFC AG gegen Ende März 2016 in Höhe von CAD 1,7 Mio. belasten, ermöglicht es aber in den kommenden Jahren die Geschäfte mit einer stabilen Finanzierungsbasis weiterzuentwickeln. Die SFC AG hat gegenüber den Banken eine Rangrücktrittserklärung in Höhe des Gesellschafterdarlehens abgegeben.

Im Rahmen der Finanzierung der Tochtergesellschaft PBF wurde mit der kreditfinanzierenden Bank eine Financial Covenant (Kreditvereinbarungsklausel) vereinbart. Die Kreditvereinbarung sieht die Einhaltung der folgenden Klausel vor:

Eigenkapitalquote von 35 %: Garantiekapital / Gesamtkapital

Die definierte Eigenkapitalquote wurde zum 31. Dezember 2015 nicht erreicht. In Gesprächen mit der Bank wurde im März 2016 eine neue Kreditvereinbarung vorbehaltlich der Einhaltung der ursprünglich definierten Financial Covenants abgeschlossen. Die SFC AG hat gegenüber der Bank eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von T€ 2.350 eines bereits bestehenden Gesellschafterdarlehens abgegeben. Damit wurde die Nichteinhaltung der Financial Covenant geheilt.

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme des Konzerns zu den jeweiligen Stichtagen:

EIGENKAPITALQUOTE DES KONZERNS

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in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Eigenkapital 16.558 27.589
als % vom Gesamtkapital 46,1 58,4
Langfristige Schulden 6.291 6.296
Kurzfristige Schulden 13.040 13.371
Fremdkapital 19.331 19.667
als % vom Gesamtkapital 53,9 41,6
Gesamtkapital 35.889 47.256

Die Kapitalstruktur im Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2015 auf Grund des negativen Konzernperiodenergebnisses verschlechtert. Der Konzern weist damit noch eine Eigenkapitalquote von 46,1 % (Vorjahr: 58,4 %) aus.

Das Anlagevermögen ist weiterhin über das Eigenkapital finanziert, die kurzfristigen Vermögenswerte decken die kurzfristigen Schulden.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2015 wurden T€ 994 (T€ 281) für die Weiterentwicklung der Produkte aktiviert. Darüber hinaus wurden insbesondere Investitionen für Software, Maschinen und Betriebsausstattung vorgenommen.

Insgesamt beliefen sich die Investitionen 2015 auf T€ 1.349 (T€ 750). Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln bzw. im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarungen vorgenommen.

In geringem Umfang wurden Finanzierungsleasingverträge abgeschlossen.

Liquidität

Im Geschäftsjahr 2015 war ein Mittelabfluss von Finanzmitteln in Höhe von T€ 2.849 zu verzeichnen, im Geschäftsjahr 2014 flossen Mittel in Höhe von T€ 1.029 ab. Eine wesentliche Ursache für den Mittelabfluss in den beiden Geschäftsjahren war jeweils der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Ende Dezember 2015 reduzierten sich demzufolge auf T€ 3.277 (Ende Dezember 2014: T€ 6.122). Zudem waren Zahlungsmittel in Höhe von T€ 285 (Vorjahr: T€ 285) zu Gunsten eines Vermieters und in Höhe von T€ 150 (Vorjahr: T€ 0) zugunsten eines Lieferanten gesperrt.

Zum Bilanzstichtag bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 2.014 (Vorjahr: T€ 2.013).

Zum Stichtag bestehen Kreditlinien, die wie folgt in Anspruch genommen sind:

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Simark: Kreditlinie TCAD 3.500, davon ausgeübt: TCAD 969
PBF: Kreditlinie T€ 750, davon ausgeübt: T€ 443
PBF: Kreditlinie T€ 300, davon ausgeübt: T€ 300

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Aus betrieblicher Tätigkeit war 2015 ein Abfluss von T€ 1.864 zu verzeichnen, im Vorjahr betrug der Mittelabfluss T€ 3.553.

Ursache für den Abfluss 2015 sind das negative Ergebnis und der daraus resultierende negative operative Cashflow vor Working-Capital-Veränderung in Höhe von T€ 4.276 während im Vorjahr hier ein negativer Cashflow in Höhe von T€ 1.117 erzielt wurde.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 1.483 (Vorjahr: T€ 618) ab. Im Wesentlichen ist die Erhöhung auf den Anstieg der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten von T€ 281 im Vorjahr auf T€ 994 in 2015 zurückzuführen.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit 2015 flossen insgesamt Mittel in Höhe von T€ 498 zu, im Vorjahr war ein Mittelzufluss in Höhe von T€ 3.143 zu verzeichnen gewesen. Der Mittelzufluss in 2015 wurde im Wesentlichen durch die Platzierung der Wandelschuldverschreibung bei SFC verursacht. Hieraus flossen SFC bis zum 31. Dezember 2015 T€ 1.371 (netto) zu.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015 hat sich mit T€ 35.889 gegenüber dem 31. Dezember 2014 (T€ 47.256) um 24,1 % vermindert.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf Grund des Periodenverlustes im Geschäftsjahr 2015 auf 46,1 % (Vorjahr: 58,4 %)

Die Vorräte, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen aus Percentage-of-Completion sind um T€ 4.148 oder 20,3 % im Wesentlichen auf Grund des im Vergleich zum Vorjahr schwächeren vierten Quartals gesunken.

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert von Simark in Höhe von T€ 6.894 (Vorjahr: T€ 7.411) sowie PBF in Höhe von T€ 1.179 (Vorjahr: T€ 4.672), andere immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark in Höhe von T€ 1.362 (Vorjahr: T€ 2.560) und PBF in Höhe von T€ 1.083 (Vorjahr: T€ 1.464) sowie aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 1.757 (Vorjahr: T€ 1.140). Im Geschäftsjahr 2015 wurden auf den Geschäfts- oder Firmenwert von PBF Wertminderungsaufwendungen in Höhe von T€ 3.493 (Vorjahr: T€ 0) erfasst. Die Reduzierung der anderen immateriellen Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark und PBF ist auf die planmäßige Abschreibung der Kundenbeziehungen und der Technologie zurückzuführen. Bei den aktivierten Entwicklungskosten wurden im Geschäftsjahr 2015 T€ 994 (Vorjahr: T€ 281) aktiviert sowie T€ 376 (Vorjahr: T€ 407) abgeschrieben.

Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich von T€ 19.714 auf T€ 14.736. Der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen ging folglich von 41,7 % auf 41,1 % zurück.

Die Schulden sind von T€ 19.667 um 1,7 % auf T€ 19.331 leicht gesunken.

Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden am Gesamtkapital auf 53,9 % (Vorjahr: 41,6 %).

Durch das negative Ergebnis nach Steuern im laufenden Geschäftsjahr verminderte sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2015 auf T€ 16.558 im Vergleich zum 31. Dezember 2014 (Vorjahr: T€ 27.589).

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Vorstand legt großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns. Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2015 wurden oben bereits dargestellt.

Von den nichtfinanziellen Kennzahlen und Leistungsindikatoren zieht der Vorstand für die Unternehmensführung in erster Linie die folgenden regelmäßig erhobenen mitarbeiterbasierten Größen bzw. Nachhaltigkeitskennzahlen heran:

Anzahl der Beschäftigten und Mitarbeiterentwicklung
Qualitätskennzahlen, -bewertungen und Ausschussquoten

Die Lieferantenqualität war mit einer Quote von knapp unter 4 % fehlerhaften Lieferungen leicht besser als im Vorjahr. Die mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall (Mean Time To Failure) konnte im Industriesegment aufgrund der neuen Generation von Brennstoffzellen um 59 % verbessert werden.

Nachhaltigkeit ist eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Geschäftserfolg des Konzerns. SFC strebt eine möglichst hohe ökologische Effizienz aller Aktivitäten an. Dieser Aspekt steht sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Produktionsprozessen im Mittelpunkt. Darüber hinaus nimmt SFC seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahr.

Für eine möglichst umweltschonende Produktion arbeitet der Konzern daran, den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu optimieren. Häufig wirken sich diese Maßnahmen auch kostensenkend aus.

Voraussetzung für ein möglichst nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften ist höchste Qualität. Neben einer langen Lebensdauer stellt sie einen möglichst geringen Ausschuss im Produktionsprozess sicher. SFC ist nach ISO 9001 und für ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 zertifiziert.

Der Vorstand wird laufend über Lieferantenqualität und Produktqualität informiert.

Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung bietet SFC seinen Mitarbeitern ein motivierendes und sozial ausgewogenes Arbeitsumfeld. SFC legt Wert auf zufriedene Mitarbeiter, um eine langfristige Bindung an das Unternehmen zu erreichen. Mitarbeiter werden bei SFC individuell gefördert. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden hierzu auch fachübergreifende Fortbildungen wie Projektmanagement, Teamseminare, Software-Schulungen oder Fremdsprachenkurse angeboten. Zudem beteiligt SFC die Mitarbeiter über einen variablen Anteil angemessen am Unternehmenserfolg.

Mitarbeiter zum Jahresende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2015 stellt sich wie folgt dar:

MITARBEITER

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31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
Vorstand 3 3 0
Forschung und Entwicklung 49 51 -2
Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement 89 99 -10
Vertrieb & Marketing 69 70 -1
Verwaltung 25 23 2
Festangestellte Mitarbeiter 235 246 -11

Der Konzern hat zum 31. Dezember 2015 insgesamt 8 (Vorjahr: 8) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt.

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2015 lag für SFC mit 77 (Vorjahr: 72) über dem Vorjahresniveau.

Bei PBF verringerte sich die Mitarbeiterzahl von 97 auf 92.

Bei Simark waren zum Bilanzstichtag mit 66 Mitarbeitern ebenfalls weniger Mitarbeiter (Vorjahr: 77) beschäftigt.

Zusammenfassung zu Geschäftsverlauf und Lage

Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass der Konzern zum Stichtag, insbesondere auf Grund der durchgeführten Begebung der Wandelschuldverschreibung und unter Berücksichtigung weiterer zukünftiger Kapitalzuführungen über eine stabile Vermögenslage verfügt. Bei einer auftretenden negativen Entwicklung der Ertragslage in Abweichung von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen und einer damit einhergehenden Verschlechterung der Finanzlage könnte sich das Gesamtbild jedoch negativ verändern.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Vergütungssystem des Vorstandes

Nach dem Aktiengesetz ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen:

Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird.

Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2015 waren die Ziele jeweils mit 1/3 von der Budgetzielerreichung Konzernumsatz (basierend auf dem budgetierten Umrechnungskurs des kanadischen Dollars zum Euro), Bruttomarge bereinigt und EBITDA bereinigt abhängig.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde ausgewählten Vorständen des Unternehmens ein sogenannter Transaktionsbonus in Aussicht gestellt. Dieser am langfristigen Erfolg der Gesellschaft ausgerichtete Transaktionsbonus wird im Falle eines erfolgreichen öffentlichen Übernahmeangebots bis zum 31. Mai 2016 für die SFC Aktien in Form einer Barzahlung in Abhängigkeit der Höhe des jeweiligen Übernahmeangebots gewährt.

Darüber hinaus bestand für die Vorstände bis zum Geschäftsjahr 2015 die Möglichkeit, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms (LTIP) des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum der Dauer ihrer Vorstandsverträge zu erhalten. Herr Dr. Podesser nimmt an dem LTIP seit dem Jahr 2009 teil. Das LTIP basiert auf einem sog. Phantomaktienmodell und ist in jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012, 2011 bis 2013, 2012 bis 2014 und 2013 bis 2015 umfassen. Die Barvergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes ist im Wesentlichen vom Aktienkurs der Gesellschaft und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) implementiert, das für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge gilt und die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht. Weitere Informationen zum SAR-Programm 2014-2016 finden Sie unter der Überschrift "Aktienoptionsprogramme" auf Seite 47 des Geschäftsberichts.

Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft den Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10% des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht.

Vorstandsvergütung im Jahr 2015

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf insgesamt € 1.045.727,00. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2015 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das SAR Programm, sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2015 ausgezahlt oder im Konzernabschluss 2015 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2014 zurückgestellten Beträge.

Der Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder in individualisierter Form erfolgt auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. In Tabelle 1 werden die im Geschäftsjahr 2015 gewährten Zuwendungen, in Tabelle 2 die ausgezahlten Zuflüsse ausgewiesen. Da keine Höchstbeträge für die Vergütung im Rahmen der LTIPs und des SARP vorgesehen sind, werden abweichend vom Deutschen Corporate Governance Kodex keine Maximalbeträge für die Vergütung ausgewiesen.

TABELLE 1 - VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2015 (ZUWENDUNGSBETRACHTUNG* ) €

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Dr. Peter Podesser Hans Pol
Vorstandsvorsitzender Vorstand (CSO)
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seit 1.11.2006 seit 1.1.2014
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Gewährte Zuwendungen 2014 2015 2015 (Min) 2014 2015 2015 (Min)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 350.000 350.000 350.000 180.000 172.500 172.500
Nebenleistungen 20.648 23.722 23.722 20.564 19.411 19.411
Summe 370.648 373.722 373.722 200.564 191.911 191.911
Einjährige variable Vergütung 112.571 56.946 0 30.000 8.029 0
Mehrjährige variable Vergütung 242.317 0 0 49.376 209.956 0
LTIP 2011-2013 0 0 0 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0 0 0 0
SARP 2014-2016 242.317 0 0 49.376 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0 0 209.956 0
Summe 725.536 430.668 373.722 279.940 409.896 191.911
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 725.536 430.668 373.722 279.940 409.896 191.911

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Steffen Schneider Gerhard Inninger
Vorstand (CFO) Vorstand (CFO)
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seit 1.9.2014 16.8.2011 bis 16.5.2014
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Gewährte Zuwendungen 2014 2015 2015 (Min) 2014 2015 2015 (Min)
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Festvergütung 60.000 180.000 180.000 67.742 0 0
Nebenleistungen 6.976 19.876 19.876 12.228 0 0
Summe 66.976 199.876 199.876 79.970 0 0
Einjährige variable Vergütung 16.667 5.287 0 18.374 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 293.900 0 0 0 0 0
LTIP 2011-2013 0 0 0 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0 0 0 0
SARP 2014-2016 293.900 0 0 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0 0 0 0
Summe 377.543 205.163 199.822 98.344 0 0
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 377.543 205.163 199.822 98.344 0 0

* Da für die Vergütung teilweise keine Höchstwerte vorgesehen sind, wird von einer Ausweisung des Höchstbetrages abgesehen.

TABELLE 2 - VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2015 (ZUFLUSSBETRACHTUNG) €

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Dr. Peter Podesser Hans Pol Steffen Schneider
Vorstandsvorsitzender Vorstand (CSO) Vorstand (CFO)
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seit 1.11.2006 seit 1.1.2014 seit 1.9.2014
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Zufluss 2014 2015 2014 2015 2014 2015
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Festvergütung 350.000 350.000 180.000 172.500 60.000 180.000
Nebenleistungen 20.648 22.889 10.564 9.411 3.643 18.989
Summe 370.648 372.889 190.564 181.911 63.643 198.989
Einjährige variable Vergütung 55.571 144.510 0 38.029 0 16.667
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
LTIP 2011-2013 0 0 0 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0 0 0 0
Summe 426.219 517.399 190.564 219.940 63.643 215.656
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 426.219 517.399 190.564 219.940 63.643 215.656

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Gerhard Inninger
Vorstand (CFO)
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16.8.2011 bis 16.5.2014
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Zufluss 2014 2015
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Festvergütung 67.742 0
Nebenleistungen 12.228 0
Summe 79.970 0
Einjährige variable Vergütung 33.374 0
Mehrjährige variable Vergütung 77.161 0
LTIP 2011-2013 0 0
LTIP 2012-2014 49.974 0
LTIP 2013-2015 27.187 0
SARP 2014-2016 0 0
SARP 2015-2018 0 0
Summe 190.505 0
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 190.505 0

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine jährliche Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung.

Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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GESCHÄFTSJAHR 2015 in €
Tim van Delden, Vorsitzender 50.000
David Morgan, stellv. Vorsitzender 37.500
Hubertus Krossa 25.000
Gesamt 112.500

Aktienoptionsprogramme

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014-2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab. Herr Hans Pol hat im Rahmen der Verlängerung seines Vorstandsabstellungsvertrages eine zweite Tranche des SARP erhalten (SARP 2015-2018 oder TR 2).

Nach Ablauf einer festgelegten Wartezeit gewähren die virtuellen Aktienoptionen bei Ausübung ein Recht auf Barauszahlung in Abhängigkeit vom Aktienkurs der Aktie der SFC Energy AG zum Zeitpunkt der Ausübung. Die Stückzahl der zuzuteilenden virtuellen Aktienoptionen ist von vornherein begrenzt und reduziert sich, wenn zu vorab festgelegten Stichtagen der Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft vereinbarte Schwellen unterschreitet. Das virtuelle Aktienoptionsprogramm hat eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ein Teil der ausgegebenen virtuellen Aktienoptionen gegen Zahlung eines Ausübungspreises von EUR 1,00 je virtueller Aktienoption ausgeübt werden kann, sofern vorab die definierte Erfolgsziele erreicht worden sind.

Die Rahmenbedingungen für das SAR-Programm 2014-2016 und 2015-2018 lauten wie folgt:

RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DAS SAR-PROGRAMM 2014-2016 UND 2015-2018

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Ausgabedatum 1. Januar 2014 (Hans Pol Tranche 1); 1. April 2014 (Dr Peter Podesser); 1. September 2014 (Steffen Schneider); 1. Juli 2015 (Hans Pol TR 2)
Laufzeit 7 Jahre
Wartezeit 4 Jahre (Hans Pol TRI); 4 bis 6 Jahre (Dr. Peter Podesser), 4 bis 6 Jahre (Steffen Schneider); 4 bis 6 Jahre (Hans Pol TR2)
Verfalldater 1. Januar 2015 (Hans Pol); 1. April 2015, 1. April 2016 und 1. April 2017 (Dr. Peter Podesser), 1. September 2015, 1. September 2016 und 1. September 2017 (Steffen Schneider); 1. Juli 2016, 1. Juli 2017 und zum 1. Juli 2018 (Hans Pol TR2)
Ausübungspreis € 1,00
Erfolgsziel Kursanstieg gegenüber Aktienkurs am Ausgabetag und bessere Entwicklung als Benchmark-Index (ÖkoDax)

Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Wir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen" im Konzernanhang.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.

Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst.

Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen.

Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wird durch das Mutterunternehmen erledigt bzw. kontrolliert, so dass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet ist.

Die Buchhaltung des niederländischen Tochterunternehmens PBF nebst Tochtergesellschaften wird durch die Buchhaltungsabteilung in den Niederlanden erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal vor Ort sowie des Mutterunternehmens sichergestellt.

Die Buchhaltung des kanadischen Tochterunternehmens Simark wird durch die Buchhaltungsabteilung in Kanada erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal des Mutterunternehmens sichergestellt.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Konzerns nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine konzerneigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Konzerns nicht unterhalten.

Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2015 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Aufsichtsrat der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Risikomanagementsystem

Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand des Risikoausmaßes sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko-Managementsystem bildet ausschließlich die Risiken des Konzerns ab, Chancen werden nicht erfasst.

Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation.

Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Konzerns, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jedes Segment (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches Projektmanagement-Tool für den gesamten Konzern und weitere prozesstechnische Indikatoren. PBF und Simark wurden in das bestehende Risiko-Managementsystem integriert.

Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen ggfls. zu ergreifen sind.

RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden.

Die Gesellschaft und der Konzern unterliegen im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken. Hierunter fallen Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Kreditrisiken. Zu den Finanzinstrumenten zählen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte.

Originäre Finanzinstrumente sind auf der Aktivseite die flüssigen Mittel sowie Forderungen, Finanzanlagen. Darüber hinaus wird zum Stichtag die Kündigungskomponente der Wandelanleihe als derivatives Finanzinstrument ausgewiesen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird dazu auf die Ausführungen im Konzernanhang hingewiesen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite sind den Finanzinstrumenten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie die Fremd- und Eigenkapitalkomponente für die Wandelanleihe zuzuordnen.

Ziel des Risikomanagementsystems ist die Minimierung der oben angeführten Risiken. Zu diesem Zweck werden folgende Methoden eingesetzt:

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet. Für die Tochterunternehmen PBF und Simark erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos in der Weise, dass auf Grund des überschaubaren Kundenkreises überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeiter nachgegangen und sodann durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.

Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 sowie im November 2014 als auch die Begebung der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2015 begegnet. Die Liquiditätsreserven sind jedoch aufgrund des Jahresfehlbetrages in 2015 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. SFC steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert im Wesentlichen aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.

Zudem unterliegt der Konzern Zinsänderungsrisiken aus kurz- und langfristigen variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten.

Bei einer Nichteinhaltung bzw. Nichterfüllung der Covenants besteht das Risiko, dass ein Zuschlag bei der Verzinsung zu entrichten ist bzw. der entsprechende Kredit vorzeitig fällig gestellt wird.

Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.

Währungsrisiko

SFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark einen wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen. Ferner erzielen SFC und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in USA gegenüberstehen. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein.

Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsposition berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo Großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte.

Derivative Finanzinstrumente wurden auch unterjährig zur Absicherung von Währungsgeschäften nicht eingesetzt.

Kreditrisiko

In den Kreditverträgen die durch Simark in Hinblick auf die Finanzierung des Unternehmenszusammenschlusses Simark und der Finanzierung des operativen kanadischen Geschäftes geschlossen wurden, sind Financial Covenants (Kreditvereinbarungsklauseln) bezogen auf Simark vereinbart.

Bei einer Nichteinhaltung bzw. Nichterfüllung der Covenants besteht das Risiko, dass ein Zuschlag bei der Verzinsung zu entrichten ist bzw. der entsprechende Kredit vorzeitig fällig gestellt wird. Neben der Ergebnissituation von Simark kann auch ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenant-Risiko führen.

Des Weiteren besteht das Risiko, dass das Darlehen der PBF wegen Nichterreichung von definierten Ergebnis- oder Kennzahlen aufgekündigt wird.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB)

Das Grundkapital der SFC Energy AG beträgt insgesamt € 8.611.204,00 und ist eingeteilt in 8.611.204 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt20 :

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AM KAPITAL BETEILIGTE Anteil

in %
Holland Private Equity B. V. (über HPE PRO Institutional Fund B. V.) 24,50

Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2015 wurde das Genehmigte Kapital 2013 in § 5 Abs. 5 der Satzung aufgehoben. Der Vorstand wurde sodann ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 6. Mai 2020 um insgesamt bis zu € 4.305.602,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 4.305.602 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015).

Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der SFC Energy AG vom 7. Mai 2015 wurde dem Vorstand der Gesellschaft die Ermächtigung erteilt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 6. Mai 2020 auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder eine Kombination sämtlicher dieser Instrumente (gemeinsam Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu € 14.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte (auch mit Wandlungs- bzw. Optionspflicht) auf neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu € 4.305.602,00 nach näherer Maßgabe der Wandel-bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren.

Am 16. Dezember 2015 hat der Vorstand der SFC Energy AG die Ermächtigung der Hauptversammlung teilweise ausgeübt und die Ausgabe einer bis zu € 5.000.000,00 Wandelanleihe 2015/2018, unterteilt in bis zu 100 Teil-Wandelanleihen im Nennbetrag von jeweils € 50.000,00 (die Wandelanleihe und die einzelnen Teil-Wandelschuldverschreibungen) beschlossen. Der Vorstand konnte am 18. Dezember 2015 Teil-Wandelschuldverschreibungen in Höhe von insgesamt € 1.650.000,00 bei zwei Investoren und am 11. Januar 2016 weitere Teil-Wandelschuldverschreibungen in Höhe von € 550.000,00 bei einem weiteren Investor platzieren. Zusätzlich wurden im März 2016 weitere Teil-Wandelschuldverschreibungen platziert.

20 Es handelt sich um die zuletzt gemäß WpHG gemeldeten Beteiligungen, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei SFC eingegangen sind.

Die Aktiengesellschaft verfügt über ein Bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443,00 sowie ein Bedingtes Kapital in Höhe von € 729.159,00 (Bedingtes Kapital 2015) für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Die Hauptversammlung vom 7. Mai 2015 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 6. Mai 2020 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 7. Mai 2015 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.

Bei der SFC Energy AG liegen derzeit folgende Vereinbarungen vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Der Vorstandsanstellungsvertrag von Dr. Peter Podesser wurde ab dem 1. April 2014 um drei weitere Jahre verlängert. In diesem Vertrag ist geregelt, dass Dr. Peter Podesser im Fall der Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte an SFC durch einen Dritten (Kontrollwechsel) den Vorstandsanstellungsvertrag aus wichtigem Grund kündigen kann. Diese Kündigung durch Dr. Peter Podesser kann - auf Wunsch des Aufsichtsrats von SFC und/oder des Erwerbers der Kontrollmehrheit - nur mit einer Frist von einem Jahr erfolgen. Dr. Podesser hat im Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund eines Kontrollwechsels bis zum 31. März 2016 grundsätzlich einen Anspruch auf Auszahlung des Werts einer Jahresvergütung unter Zugrundelegung einer 100 %igen Zielerreichung, maximal aber auf Auszahlung des Werts der Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstandsanstellungsvertrags zum Zeitpunkt des Ausscheidens. Die Abfindung wird mit Eintritt des Kontrollwechsels fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels nach dem 31. März 2016 ist das außerordentliche Kündigungsrecht von Dr. Podesser hingegen ausgeschlossen, eine Abfindungszahlung erfolgt nicht. Die gleichen Regelungen sieht der Anstellungsvertrag des CFO Herrn Steffen Schneider vor.

Ferner wurden Dr. Podesser gemäß obigen Vertrag am 1. April 2014 360.000 virtuelle Aktienoptionen ("Stock Appreciation Rights"; SAR) für das SAR-Programm 2014-2016 mit einem Ausübungspreis pro virtueller Aktienoption von € 1,00 gewährt. Die SAR können in einem festgelegten Umfang an drei definierten Stichtagen in Abhängigkeit des Aktienkurses von SFC verfallen. Nach einer Wartezeit von vier bis sechs Jahren kann je ein Drittel des nicht verfallenen Volumens zum definierten Referenzkurs bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ausgeübt werden. Im Falle eines Kontrollerwerbs an SFC sind die SAR, die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebotes noch nicht verfallen waren, gemäß festgelegten Bandbreiten in Abhängigkeit vom Referenzkurs auszuzahlen. Der Referenzkurs entspricht dabei dem Angebotspreis im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG.

Hans Pol wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2014 bis zum 30. Juni 2015 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018. Herrn Pol wurden am 1. Januar 2014 90.000 SAR gewährt. Am 24. März 2015 wurde der Vorstandsanstellungsvertrag von Hans Pol bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Im Rahmen dessen wurden Hans Pol am 1. Juli 2015 weitere 180.000 SAR gewährt (SAR Programm 2015-2018).

Steffen Schneider wurde mit Wirkung ab 1. September 2014 bis zum 31. August 2017 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016 mit einer Laufzeit bis zum 1. September 2021. Herrn Schneider wurden am 1. September 2014 180.000 SAR gewährt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde ausgewählten Vorständen des Unternehmens ein sogenannter Transaktionsbonus gewährt. Dieser Transaktionsbonus verbrieft im Falle eines erfolgreichen öffentlichen Übernahmeangebots für die SFC Aktien eine Barzahlung in Abhängigkeit der Höhe des jeweiligen Übernahmeangebots.

Vergleichbare Entschädigungsvereinbarungen mit Mitarbeitern bestehen nicht.

RISIKOBERICHT

Aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken. Soweit nachfolgend nicht einzelne Segmente benannt sind, beziehen sich die Risiken auf alle Segmente. Die Risiken zu den Konzernunternehmen Simark und PBF beziehen sich jeweils auf die Segmente Öl & Gas sowie Sicherheit & Industrie.

Marktrisiken

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Ein wesentliches Risiko für die Weltkonjunktur geht für 2016 nach Einschätzung des ifo-Instituts von den politischen Spannungen im Nahen Osten und den unübersichtlichen Interessenslagen der an den zahlreichen Konflikten beteiligten Parteien aus. Auch wenn sie keine nennenswerten konjunkturellen Auswirkungen aus den Terroranschlägen in 2015 erwarten, zeigten die daraus hervorgehenden politischen Reaktionen Frankreichs sowie anderer Nationen doch, wie brisant die geopolitische Lage ist. Eine Eskalation der Zerwürfnisse im Nahen Osten könnte, so die Experten, Konsumenten, Produzenten und Investoren auf der ganzen Welt verunsichern und somit die konjunkturelle Entwicklung spürbar dämpfen. In einem solchen Szenario könnte es auch zu einem sprunghaften Anstieg der Ölpreise kommen, denn viele dieser Länder im Nahen Osten gehören zu den wichtigsten Förderern dieses Rohstoffs.

Risiken gehen auch von der allmählichen Straffung der Geldpolitik in den USA aus, nachdem die Fed im Dezember erste Zinsanhebungen vorgenommen hat. Dies erhöht nach Einschätzung der Experten die relative Attraktivität der USA als Anlagestandort und dürfte Portfolioumschichtungen zulasten anderer Regionen nach sich ziehen. Im Extremfall könnte dies erneut zu Kapitalabflüssen aus den Schwellenländern führen mit der Folge starker Finanzmarktturbulenzen oder gar Wechselkurskrisen.

Auch die zuletzt durch die EZB beschlossene Verlängerung des Wertpapierankaufprogramms birgt nach Meinung der ifo-Experten Gefahren für die wirtschaftliche Entwicklung nicht nur im Euroraum. So könnte die lockerere Bereitstellung billigen Geldes die Bildung von Vermögenspreisblasen begünstigen, deren Platzen zu schmerzhaften Verwerfungen an den inner- und außereuropäischen Finanzmärkten führen könnte. Zudem generiere gerade das Staatsanleiheaufkaufprogramm der EZB auch Fehlanreize für die Finanzpolitik. Bereits jetzt ist eine Reihe europäischer Regierungen, z.B. in Spanien und Italien, in der Lage, mehrjährige Anleihen mit einer negativen Verzinsung zu emittieren. Die dadurch entstehenden fiskalischen Puffer würden vielerorts jedoch nicht dazu genutzt, um staatliche Defizite weiter zu reduzieren oder gar Schulden abzubauen. Damit, so die Experten, nehme das Risiko krisenhafter Verwerfungen und einer Neuauflage der europäischen Schuldenkrise zu.

Öl- & Gasmarkt

Die Konjunkturaussichten für den Öl- und Gasmarkt werden von den Experten angesichts des anhaltenden signifikanten Ölpreisverfalls sehr verhalten beurteilt. Keine der Organisationen legt sich auf feste Voraussagen fest. Insbesondere ist zu befürchten, dass aufgrund der negativen Preisentwicklung geplante Investitionen in neue Öl- und Gasfelder zurückgestellt oder komplett gestrichen werden. Da insbesondere in Kanada im Jahr 2016 mehrere neue Ölförderanlagen in Betrieb gehen und die Produktionsmengen in dieser Region weiter erhöhen werden, ist das weitere Investitionsverhalten der Ölproduzenten schwer abzuschätzen. Weiterhin besteht das zusätzliche Risiko, dass innovative Technologien erst mit einer gewissen Verzögerung Eingang in diese Industrie finden.

Sicherheit- und Industriemarkt

Brennstoffzellen: Es wird erwartet, dass der sich entwickelnde Markt der netzfernen und mobilen Industriesysteme aufgrund seiner wachsenden strategischen Bedeutung weiter wächst. Jedoch spielt auch hier die Abhängigkeit vieler Industriebereiche von der Gesamtwirtschaftslage, von öffentlichen Haushalten und staatlichen Konjunkturprogrammen eine wichtige Rolle.

Leistungselektronik und Schaltnetzteile: Leistungselektronik-Bauelemente und Komponenten werden überall benötigt, wo Strom verwendet wird. Die Entwicklung des Elektronikmarktes folgt in der Regel der wirtschaftlichen Gesamtkonjunktur. Insbesondere in den neu entstehenden Energie- und Zukunftsmärkten spielt die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Strom eine große Rolle, damit werden diese Bauteile überall und stetig benötigt. Risiken sind in dem nach wie vor schwer einschätzbaren Orderverhalten internationaler Großkunden zu sehen, die in den letzten beiden Jahren lieber Lager abbauten, anstatt neue Ware zu ordern.

Verteidigung & Sicherheit: Insgesamt gehen die Experten davon aus, dass weltweit die Verteidigungsausgaben unter dem Einfluss der jüngsten Terrorangriffe und der Krisenherde im Nahen Osten ansteigen werden, insbesondere im Bereich Innovation, Modernisierung und Effizienzsteigerung. Dies könnte sich für SFC sowohl im Bereich der Entwicklungsprogramme mit Verteidigungspartnern als auch für das Segment der kommerziellen Aufträge positiv auswirken. Jedoch kann es auf Grund von neuen Prioritäten in den öffentlichen Haushalten zu Verzögerungen kommen. Projekte können komplett eingestellt oder erst gar nicht beauftragt werden.

Freizeitmarkt

Reisemobile: Der deutsche Caravaning-Verband CIVD und die European Caravaning Federation ECF blicken sehr optimistisch in die Zukunft. Die niedrigen Treibstoffpreise laden ein zu mehr Mobilität, den Verbrauchern verbleibt durch Energiekosteneinsparungen mehr Geld im Beutel. Jedoch wird angesichts der politischen und wirtschaftlichen Unabwägbarkeiten die Investitionsbereitschaft der Verbraucher von den Wirtschaftsinstituten nach wie vor als zurückhaltend eingeschätzt und ist insbesondere in diesem Markt schwer abschätzbar, mit entsprechendem Risiko für die Verkäufe von EFOY Brennstoffzellen. Es ist weiter zu erwarten, dass das klassische Segment der Reisemobilkäufer, in der Regel wohlhabende Pensionäre, abnimmt. Jüngere Kunden ziehen andere, günstigere Fahrzeug- und Reisealternativen vor.

Marine: Der Marinebereich steht, trotz seines Wachstums in den letzten Jahren, ebenfalls in dieser Abhängigkeit, dies betrifft auch den für SFC relevanten Zubehörbereich. Der Bundesverband Wassersportwirtschaft weist auf dieses Risiko hin, erwartet jedoch insgesamt für 2016 eine positive Marktentwicklung in einstelligen Bereich in fast allen Marktsegmenten.

Technologische Risiken

Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung weiter zu senken. Das dabei entstehende Know-How stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen innovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.

Nicht alle im Konzern hergestellten Produkte unterliegen einem Patentschutz. Demzufolge besteht das generelle Risiko, dass Wettbewerber mit Eigenentwicklungen in Konkurrenz treten. Durch Geschwindigkeit im Entwicklungsprozess und faktischen Schutz in Form des im Konzerns befindlichen Know-Hows werden solche Risiken abgemildert.

Patentrechtliche Risiken

Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (aktuell: 18 Patentfamilien erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass zur Verteidigung der Patente Rechtskosten entstehen können. Durch die Ausrichtung von SFC als Anbieter von Energieversorgungslösungen besteht das Risiko, dass Integrationslösungen bereits erteilten Schutzrechten unterliegen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen.

SFC hat im zweiten Quartal 2011 eine Vereinbarung über den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC Energy Inc. und der SFC Energy AG an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology abgeschlossen. Diese Vereinbarung soll weitgehende patentrechtliche Sicherheit bei dem Verkauf von SFC Produkten an den US-amerikanischen Endverbraucher sicherstellen. Dieser Vereinbarung liegen Mindeststückzahlen für den Verkauf von Brennstoffzellen zugrunde. Der Vertrag wurde im Januar 2014 dergestalt angepasst, dass sich Mindeststückzahlen und das damit verbundene Risiko von Zahlungen deutlich reduziert haben.

Wettbewerb

Derzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft und den Vermarktungsvorsprung im Bereich DMFC-Systeme. Dieser Vorsprung wird u. a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen und nicht beauftragt zu werden. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang Lieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Markt für Verteidigung & Sicherheit zu verzeichnen. Auch in den Märkten Freizeit und Industrie gibt es erste Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Infolgedessen bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine auf Standardprodukte und Systemlösungen fokussierte Produktentwicklung entgegen.

Bei PBF Produkten unterliegt der Konzern den üblichen Risiken des Wettbewerbs. Durch kundenspezifische "Design-in" Konzepte tritt man diesen Risiken gezielt entgegen und baut somit Wettbewerbsbarrieren auf.

Im Bereich von Simark unterliegt der Vertrieb der Produkte den üblichen Risiken des Wettbewerbs in einer reifen Abnehmerindustrie. Intensive Pflege der langfristig etablierten Kundenbeziehungen, eine klare Schwerpunktsetzung im Bereich Service und die Fokussierung auf Produkt- und Systemintegration führen zu Wettbewerbsvorteilen und damit Risikominimierung.

Produktrisiken

Produktrisiken, wie beispielsweise Haftungsansprüchen aufgrund von Produktmängeln, werden wir durch die hohe Qualität unserer Produkte sowie unserer Dienstleistungen gerecht. Gleichwohl kann letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass Fehler oder Defekte - auch verursacht durch Zulieferer, die Qualitätsvorgaben nicht erfüllen - bei unseren Produkten auftreten, die zu Kosten, allgemeinen Beeinträchtigungen oder einem Imageschaden führen. Schadensersatz-, Minderungs- oder Rückabwicklungsansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, zumal der Konzern die Produkte auch selbst in den Markt bringt und vertreibt. Bei Großprojekten im Segment Sicherheit & Industrie besteht zudem das Risiko, diese Projekte nicht innerhalb des geplanten Zeitraums mit der entsprechenden Qualität abzuschließen, was Auswirkungen auf Folgebeauftragungen haben könnte.

Der im Vorjahr im Segment Sicherheit & Industrie erwähnte Fall, in dem mit dem Kunden technische Nacharbeiten vereinbart worden waren, wurde erfolgreich abgeschlossen.

Beschaffungs- und produktionstechnische Risiken

SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung seiner Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Für einige Komponenten wurden adäquate Zweitlieferanten aufgebaut. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten oder bei Ausfall eines Lieferanten. Des Weiteren besteht das Risiko aus nicht ausgeschöpften Rahmenverträgen in Anspruch genommen zu werden.

In Erwartung eines Großauftrages aus dem Verteidigungsbereich ist SFC in Vorleistung getreten und hat sich einen Großteil des erwarteten Auftragsvolumens zum 31. Dezember 2015 auf Lager gelegt. Die Auftragserteilung wurde in das Jahr 2016 verschoben. Bei einer Nichtbeauftragung besteht das Risiko, dass die nicht wertberichtigten Vorräte in Höhe von rund € 2,6 Mio. nur in geringerem Umfang an andere Kunden veräußert werden können.

Simark erzielte 2015 rund 67 % seines Umsatzes mit den Produkten von zwei Zulieferern. Infolgedessen hängt das Ergebnis von Simark maßgeblich von der Stabilität dieser Lieferantenbeziehungen ab.

Rohstoffpreisrisiken

In einer wesentlichen Komponente der Brennstoffzelle wird Platin und in geringem Umfang auch Ruthenium als Katalysator eingesetzt. Um für den mittelfristigen Bedarfs der Edelmetalle Kalkulationssicherheit sicherzustellen, werden Platin und Ruthenium bei Unterschreiten gewisser Mindestmengen und in Abhängigkeit der Markteinschätzungen zur Preisentwicklung zum Tageskurs beim Lieferanten der Komponente gekauft und auf einem separaten Konto verwaltet. Daneben werden die Edelmetalle aus der Komponente von recycelten Brennstoffzellensystemen ebenfalls auf diesem Konto gutgeschrieben. Bei Lieferung der Komponente werden die entsprechenden Mengen an Platin und Ruthenium von diesem Konto verwendet. Beide Edelmetalle sind zu Tageskursen handelbar.

Bis zum Verbrauch in den Produkten von SFC werden die Edelmetalle in der Bilanz als Vorratsvermögen ausgewiesen. Eine Abwertung der Edelmetalle wäre nur vorzunehmen, wenn das damit produzierte Produkt am Markt nicht kostendeckend veräußert werden kann. Der Wert von Platin und Ruthenium zum Bilanzstichtag betrug T€ 102.

Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können. Bei einer Volatilität des Platinpreises von 5 % beträgt die Auswirkung rund T€ 30 p.a.

Währungskursrisiken

SFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark einen wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen.

Ferner erzielen SFC und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in USA gegenüberstehen. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Transaktionen ein Fremdwährungsrisiko.

Grundsätzlich können bei volatilen Preisentwicklungen von US-Dollar und kanadischem Dollar Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.

Bei einer Änderung des Wechselkurses des kanadischen Dollar im Vergleich zu den Annahmen in der Unternehmensplanung von 5 % hat dies eine Auswirkung von rund 2 % auf den Konzernumsatz und rund 2 % auf das bereinigte Konzern-EBITDA.

Finanz- und Liquiditätsrisiken

Die strategische Ausrichtung von SFC erfordert weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung und Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 und der Barkapitalerhöhung im November 2014 sowie der Begebung der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2015 in den Konzern geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

Wegen der bedingten Zahlung aufgrund des Erwerbs von Simark sowie des Geschäftsergebnisses 2015 hat sich der Finanzmittelbestand deutlich verringert. Durch ein Darlehen der SFC AG in Höhe von insgesamt CAD 1,7 Mio. an Simark wurde die Nichteinhaltung der Covenants zum 31. Dezember 2015 geheilt.

Aufgrund der Kundenstruktur des Konzerns (hoher Anteil von Industriekunden, Militärkunden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) waren im Jahr 2015 keine erwähnenswerten Zahlungsausfälle zu verzeichnen, die nicht durch Wertberichtigungen abgesichert waren. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden zum Bilanzstichtag bei SFC Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt T€ 165 gebildet. Bei PBF wurden T€ 120 und bei Simark T€ 235 einzelwertberichtigt.

Weitere Liquiditätsrisiken können sich aus der Verschiebung von Großprojekten ergeben. Hier ist beispielweise die oben erwähnte Verschiebung von Großprojekten im Verteidigungsbereich auf Grund des erwarteten Umsatzvolumens zu nennen. Sollte durch den zukünftigen Umschlag im Vorratsbestand die erwartete Liquidität nicht zufließen, könnten sich hieraus bestandsgefährdende Risiken erwachsen.

Zinsänderungsrisiken

Das Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus der oben erwähnten Fremdfinanzierung von Simark, der ein variabler und risikoabhängiger Zinssatz zu Grunde liegt.

Daneben besteht ein Zinsrisiko aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Auf Grund des derzeit niedrigen Zinsniveaus und des verringerten Zahlungsmittelbestandes hält sich dieses Risiko in Grenzen und beträgt bei einer Änderung des Zinssatzes um 0,1 % rund T€ 2.

Personalwirtschaftliche Risiken

Der Konzern ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Konzerns entwickelt. Zudem besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonal den Konzern verlässt.

Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht der Konzern, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Durch die Veränderung der Eigentumsverhältnisse bei Simark ergeben sich Risiken zur Bindung des Managements und des Schlüsselpersonals. In der Öl- und Gasindustrie sind spezielle Branchenkenntnisse ein wesentlicher Faktor des wirtschaftlichen Erfolgs. Durch vertragliche Vereinbarungen und monetäre Anreize soll sichergestellt werden, dass die wesentlichen Know-how-Träger bei Simark langfristig an den Konzern gebunden werden.

Informationstechnologische Risiken

Wichtige IT-Merkmale wie Datensicherung, Wiederverfügbarkeit, Redundanz und Ausfallsicherheit wurden stetig vorangetrieben und weiter verbessert. Das Monitoring der hochverfügbaren Serverlandschaft wurde ebenfalls den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Softwareupdates wie Antivirenprogramme sowie Updates des Serverbetriebssystems auf den Fileservern stellen die Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur bei SFC sicher. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit zwischen den Standorten Brunnthal und Almelo intensiviert, so dass sich die IT-Teams gegenseitig unterstützen können.

Risiken im regulatorischen Umfeld

Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld von SFC ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u. a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z. B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland beanstandet. SFC arbeitet an einer rechtlichen Klärung. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z. B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Konzerns entstehen. Um negative Auswirkungen auf den Verkauf von Produkten zu vermeiden, bietet SFC in Deutschland Zusatzschulungen im Endkundenhandel zur Sicherstellung von weitergehender Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben an.

Sonstige Risiken

Eine veränderte Haushaltslage in Deutschland könnte zu Restriktionen bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung aus Eigenmitteln bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisbelastung mit sich bringen. Eine Verschiebung bzw. Nichtbeauftragung von geplanten Großprojekten im Verteidigungsbereich könnte zu bestandsgefährdenden Risiken führen.

Zusammenfassung zum Risikobericht

Nach den uns heute bekannten Informationen sind bei einer Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2016 entsprechend der verabschiedeten Unternehmensplanung keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Konzerns oder wesentlicher Konzernunternehmen gefährden könnten.

CHANCENBERICHT

Marktchancen

Wesentliche Chancen zur Verbesserung und Beschleunigung der zukünftigen Entwicklung des Konzerns liegen vor allem in Maßnahmen zur Umsatzsteigerung. Dabei sind vor allem Volumen- und Margensteigerung in bestehenden Märkten - insbesondere Sicherheit und Verteidigung, Öl- & Gasindustrie außerhalb der bereits bearbeiteten Märkte, regionale Ausweitung des bestehenden Geschäftes, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen sowie Auf- und Ausbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich zu erwähnen. Darüber hinaus eröffnen Produkte wie EFOY GO! neue Märkte.

Öl- & Gasindustrie

Die starke Vertriebs- und Serviceorganisation von Simark in Kanada soll den Absatz von SFC Produkten in der kanadischen Öl- & Gasindustrie über Simarks direkten Marktzugang und unter weiterer Nutzung der bisherigen SFC-Partnerstruktur weiterhin beschleunigen. Der nächste logische Schritt ist die weitere regionale Ausweitung der Geschäftstätigkeit von Simark nach Ost-Kanada sowie in die USA. Die Verstärkung der internationalen Vertriebsaktivitäten für Simark Produkte im Bereich Messung und Instrumentierung stellen ein weiteres Wachstumsfeld dar.

Die in Kanada erworbene Anwendungs- und Produktintegrationskompetenz in dieser Industrie soll in weiterer Folge auch in die Markterschließungsaktivitäten in Russland und anderen Staaten einfließen und auch dort zu Markterfolgen und damit Wachstumsimpulsen führen.

Verteidigung & Sicherheit

SFC hat für das Geschäftsjahr 2016 eine progressivere Planung für diesen Markt vorgenommen, da sich Kernparameter, z. B. die allgemeine Sicherheitslage und erhöhte Verteidigungshaushalte in den NATO Mitgliedsländern, geändert hatten. Sehr gute technische Testergebnisse von SFC Produkten sowie die Bestätigung des Interesses und des steigenden Bedarfes nach leichten, mobilen und schwer detektierbaren Energieversorgungssystemen von Seiten bedeutender Nutzergruppen sind wichtige Voraussetzungen für eine Fortsetzung des in 2015 eingeschlagenen Wachstumskurses in diesem Markt. Nachfragebelebung in den Kernmärkten Deutschland und Israel, kombiniert mit einer regionalen Ausweitung der Aktivitäten, z. B. in weiteren NATO Staaten, wie Frankreich und USA, sind wichtige Schritte auf dem Wege dorthin.

Aufgrund der diversen internationalen Krisen scheint ein Umdenken innerhalb der NATO Staaten statt zu finden, so dass es wieder zu einer wesentlichen Erhöhung der Verteidigungsbudgets kommen kann. Das Ziel der NATO in Höhe von 2 % des BIP wird weiterhin nur von wenigen Mitgliedern erreicht. Für SFC ergeben sich daraus signifikante Chancen, da insbesondere Spezialkräfte zuerst von den Erhöhungen profitieren sollten.

Breitere Kundenbasis PBF

Die weitere Steigerung des Umsatzes mit Neukunden und Belebung des Geschäftes mit bestehenden Großkunden stellt ein beträchtliches Wachstumspotenzial für diesen Bereich des Geschäftes dar. Darüber wird die Entwicklung einer gemeinsamen Produktentwicklungsplattform, z. B. für die Laserindustrie, die Geschwindigkeit in neuen Projekten erhöhen und die Entwicklungskosten verringern. Dies wird die Kundenattraktivität weiter erhöhen.

Verbesserter Produktmix

Der kontinuierliche Trend der letzten Jahre hin zu Produkten höherer Leistungsklassen bei Brennstoffzellensystemen, z. B. der EFOY Pro 12000, sowie zu integrierten Produktlösungen im Bereich Powermanagement stellen ein erhebliches Verbesserungspotenzial bei den zu erzielenden Bruttomargen auf Produktebene dar. Die Kombination von Produkten wie der EFOY GO! mit von Simark vertriebenen Produkten, ermöglicht die Erschließung neuer Potentiale wie beispielsweise im Bereich Home Back-up.

Sonstige Chancen

Kosten und Effizienz

Die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen, welche im Jahr 2015 gesetzt wurden, führen 2016 und den Folgejahren zu höherer Effizienz und verbesserter Kostenstruktur bei PBF und Simark. Eine Einhaltung der bestehenden Planung oder eine mögliche Übererfüllung können hier merklich positive Ergebniseffekte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 bringen. Als Folge des erneuten Preisverfalles für Rohöl im Januar 2016 und um den damit veränderten Marktbedingungen Rechnung zu tragen wurde ein weiteres umfassendes Kostensenkungsprogramm für Simark verabschiedet und im Januar und März 2016 umgesetzt. Darüber hinaus wurde durch den weiteren Transfer im Geschäftsjahr 2015 von Produkten von den Niederlanden nach Rumänien erneut Kosten gesenkt, die die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte weiter erhöhen.

Innovation und Weiterentwicklung

Mit dem verstärkten Absatz von Systemlösungen in allen Produktbereichen deckt SFC größere Teile der Wertschöpfungskette ab und kann damit anteilig höhere Produktumsätze pro Auftrag realisieren. Eine beschleunigte Marktdurchdringung im vollintegrierten Systemgeschäft bietet damit wesentliche Wachstumsmöglichkeiten in bereits bestehenden Geschäftsfeldern und auf Basis bestehender Kundenbeziehungen.

Neue Produkte wie die Next Generation Fuel Cell (NGFC) als auch Weiterentwicklungen auf Basis der JENNY-Plattform ermöglichen Anwendungen im Bereich Grenzschutz und Terror-Abwehr durch Polizei- und oder Verteidigungsstreitkräften.

Integrierte Systeme zur Sicherheit der Datenübertragung und Messung, gekoppelt mit netzferner Energieversorgung auf Brennstoffzellenbasis, stellen ein erhebliches Wachstumsfeld insbesondere in der Öl- und Gasindustrie dar.

Weitere Chancen auf der Ergebnisseite liegen in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen.

Externe Bestimmungsfaktoren

Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: Aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren.

Eine neue Priorisierung von Forschung & Entwicklung in Deutschland könnte zu einer Erhöhung bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisverbesserung mit sich bringen.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand hat die Erklärung zur Unternehmensführung 2015 abgegeben und auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB hat der Vorstand am 29. März 2016 abgeben und im Internet unter www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance öffentlich zugänglich gemacht.

PROGNOSEBERICHT

Für das Segment Öl & Gas wird die weitere Entwicklung des Öl- und Gaspreises von entscheidender Bedeutung sein. Während wir grundsätzlich weiterhin von einem langfristigen Wachstum im Öl- und Gassegment ausgehen, so erwarten wir für 2016, aufgrund der negativen Entwicklung des Öl- und Gaspreises, eine stabile bis merklich rückläufige Entwicklung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr für SFC.

Für 2016 nimmt SFC im Segment Sicherheit & Industrie eine weitere Wiederbelebung des Verteidigungsgeschäfts sowie eine Ausweitung des internationalen Industriegeschäfts an. Das wesentliche Wachstum wird in diesen Märkten erwartet und soll neben organischem Wachstum auch mit strategischen Partnerschaften durch die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Im Markt für Verteidigung & Sicherheit wird angenommen, dass verschobene Projekte in 2016 beauftragt werden. Demzufolge ist in diesem Segment von einem deutlich steigenden Umsatz auszugehen.

In wie weit sich die oben erwähnten positiven Effekte aus den gesunkenen Öl- und Gaspreisen auch für das Freizeitsegment auswirken, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Im Freizeitmarkt wird die erstmals ganzjährige Verfügbarkeit der neuen Produktplattform EFOY GO! Wachstumsimpulse geben. Der Vorstand geht für den Freizeitmarkt mindestens von Umsätzen auf Vorjahresniveau aus.

Der Vorstand rechnet daher für das Gesamtjahr 2016 mit einem Konzernumsatz zwischen € 50 Mio. und € 52 Mio. sowie einem deutlich verbesserten bereinigten EBITDA und einem deutlich verbesserten bereinigten EBIT.

Wir erwarten, dass sich die Volatilität an den globalen Devisenmärkten in 2016 fortsetzen wird. Der Vorstand geht bei der Berechnung der Umsatzerlöse sowie des Ergebnisses von Simark von einem Umrechnungskurs des kanadischen Dollars zum Euro von 1,50 aus. Branchenprognosen werden den Annahmen des Unternehmens zugrunde gelegt. Eine negative Preisentwicklung des Öl- und Gaspreises hätte negative Auswirkungen auf Investitionen der Öl- und Gaskunden, insbesondere im Hinblick auf neue Projekte. Die Aktivierungsquote der Forschungs- und Entwicklungskosten wird voraussichtlich leicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Es wird mit einer leicht rückläufigen bis stabilen Mitarbeiteranzahl gerechnet. Bei den Qualitätskennzahlen wird von einer weiteren Verbesserung ausgegangen.

Zum Bilanzstichtag weist der Konzern frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von € 3,3 Mio. aus. Bei einer Entwicklung der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2016 entsprechend der prognostizierten Umsätze und Ergebnisse wird der Konzern über ausreichend liquide Mittel verfügen, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die tatsächliche Entwicklung von SFC und seinen Segmenten kann aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen (siehe hierzu Risikobericht sowie Chancenbericht).

NACHTRAGSBERICHT

Im Januar 2016 wurde im Rahmen einer Privatplatzierung der Wandelschuldverschreibung eine weitere Tranche in Höhe von T€ 550 platziert. Dies entspricht mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 495. Im März 2016 wurde eine weitere Tranche von T€ 1.100 platziert. Dies entspricht mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 990.

Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet wird.

Brunnthal, den 21. April 2016

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender CEO

Steffen Schneider, Vorstand CFO

Hans Pol, Vorstand CSO

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015

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in € Konzernanhang 2015 2014
Umsatzerlöse (1) 47.310.120 53.630.938
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (2) -34.083.397 -37.969.890
Bruttoergebnis vom Umsatz 13.226.723 15.661.048
Vertriebskosten (3) -12.499.308 -10.539.535
Forschungs- und Entwicklungskosten (4) -5.806.406 -4.529.853
Allgemeine Verwaltungskosten (5) -5.546.087 -4.871.731
Sonstige betriebliche Erträge (6) 141.495 169.627
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -160.984 -158.714
Restrukturierungsaufwendungen (8) 0 0
Betriebsergebnis -10.644.567 -4.269.158
Zinsen und ähnliche Erträge (9) 3.567 13.605
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (9) -318.159 -311.600
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -10.959.159 -4.567.152
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (10) 290.178 -259.111
Konzernjahresverlust -10.668.981 -4.826.263
ERGEBNIS JE AKTIE (36)
unverwässert -1,24 -0,60
verwässert -1,24 -0,60

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015

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in € Konzernanhang 2015 2014
Konzernjahresverlust -10.668.981 -4.826.263
Sonstiges Ergebnis, das zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert wird:
Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften -424.207 376.055
Summe sonstiges Ergebnis (30) -424.207 376.055
Konzern-Gesamtergebnis des Jahres -11.093.188 -4.450.208

Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.

Konzern-Bilanz zum 31. DEZEMBER 2015

Aktiva

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in € Konzernanhang 31.12.2015 31.12.2014
Kurzfristige Vermögenswerte 21.153.724 27.541.581
Vorräte (14) 8.781.766 7.653.349
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 6.759.498 11.546.354
Forderungen aus Percentage-of-Completion (16) 729.989 1.219.263
Forderungen aus Ertragsteuern (17) 428.127 3.711
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen (18) 742.278 711.486
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (19) 3.277.066 6.122.418
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung (20) 435.000 285.000
Langfristige Vermögenswerte 14.735.533 19.714.352
Immaterielle Vermögenswerte (21) 12.767.993 17.813.125
Sachanlagen (22) 1.389.621 1.601.049
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen (18) 3.303 0
Aktive latente Steuern (10) 574.616 300.178
Aktiva 35.889.257 47.255.933
Passiva
in € Konzernanhang 31.12.2015 31.12.2014
Kurzfristige Schulden 13.040.475 13.371.035
Steuerrückstellungen (23) 57.463 60.505
Sonstige Rückstellungen (23) 609.563 625.698
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (24) 2.014.131 2.013.013
Verbindlichkeiten aus Anzahlungen (25) 21.319 3.220
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) 7.262.550 6.871.734
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (27) 42.380 49.259
Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion (16) 0 57.853
Sonstige Verbindlichkeiten (28) 2.827.058 3.536.483
Ertragsteuerverbindlichkeiten (29) 206.011 153.270
Langfristige Schulden 6.290.972 6.295.965
Sonstige Rückstellungen (23) 1.586.987 1.736.567
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (24) 2.202.797 3.045.313
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (27) 45.400 86.433
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten (28) 1.316.756 0
Sonstige Verbindlichkeiten (28) 61.948 118.428
Passive latente Steuern (10) 1.077.084 1.309.225
Eigenkapital 16.557.810 27.588.933
Gezeichnetes Kapital (30) 8.611.204 8.611.204
Kapitalrücklage (30) 72.017.015 71.954.950
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung (30) -712.455 -288.248
Konzernbilanzverlust (30) -63.357.954 -52.688.973
Passiva 35.889.257 47.255.933

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015

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in € Konzernanhang 2015 2014
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern -10.959.159 -4.567.152
+ Zinsergebnis (9), (37) 314.592 297.995
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (12), (21), (22) 5.994.275 3.092.550
+ Aufwand aus SAR Plan / Transaktionsbonus (32) 135.702 118.428
+ Änderung von Wertberichtigungen (14), (15) 332.150 89.622
-/+ Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (21), (22) -11.489 6.766
- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -81.921 -155.415
Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen -4.275.850 -1.117.207
- Veränderung der Rückstellungen (23) -233.516 -238.257
+/- Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 4.261.723 -2.154.356
-/+ Veränderung der Vorräte (14) -1.309.255 181.568
+/- Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte (16), (17), (18) 397.247 -439.743
+ Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) 643.137 1.604.578
- Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten (25), (28) -777.046 -968.981
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern -1.293.560 -3.132.398
- Ertragsteuerzahlungen (10), (37) -570.387 -420.737
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -1.863.947 -3.553.135

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015

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in € Konzernanhang 2015 2014
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
- Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten (21) -993.503 -281.216
- Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte (21) -61.668 -171.148
- Investitionen in Sachanlagen (22), (27) -293.619 -181.000
+ Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge (9), (37) 4.167 14.065
- Auszahlungen für den Erwerb von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung (20) -150.000 0
+ Verkauf von Anlagevermögen (21), (22) 11.500 1.246
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.483.123 -618.054
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung (30) 0 3.263.198
- Kosten der Kapitalerhöhung (30) 0 -287.014
+ Aufnahme von Finanzschulden (24) 0 1.363.971
- Tilgung von Finanzschulden (24) -672.082 -469.701
+ Erlöse aus der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen (28) 1.485.000 0
- Kosten aus der Ausgabe von Wandelschuldverscheibungen (28) -113.899 0
+/- Veränderung von Kontokorrentverbindlichkeiten (24) 97.264 -431.047
- Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (27) -54.124 -68.442
- Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen (9), (37) -244.514 -228.283
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 497.645 3.142.682
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.849.425 -1.028.506
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 4.073 8.388
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode (19) 6.122.418 7.142.536
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode (19) 3.277.066 6.122.418
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -2.849.425 -1.028.506
Zahlungsmittel in der Bilanz
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.277.066 6.122.418

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015

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in € Konzernanhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapital-

veränderung
Konzern-

bilanzverlust
Summe
Stand 01.01.2014 8.020.045 69.569.925 -664.303 -47.862.710 29.062.957
Konzernjahresverlust -4.826.263 -4.826.263
Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung (30) 376.055 376.055
Konzern-Gesamtergebnis des Jahres -4.450.208
Kapitalerhöhung
Ausgabe von Aktien (genehmigtes Kapital) (30) 591.159 2.672.039 3.263.198
Abzüglich Kosten der Kapitalerhöhung (30) -287.014 -287.014
Stand 31.12.2014 8.611.204 71.954.950 -288.248 -52.688.973 27.588.933
Konzernjahresverlust -10.668.981 -10.668.981
Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung (30) -424.207 -424.207
Konzern-Gesamtergebnis des Jahres -11.093.188
Kapitalerhöhung
Wandelschuldverschreibung -Eigenkapitalkomponente (30) 67.206 67.206
Abzüglich Kosten der Kapitalerhöhung (30) -5.141 -5.141
Stand 31.12.2015 8.611.204 72.017.015 -712.455 -63.357.954 16.557.810

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015

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Öl & Gas Sicherheit & Industrie Freizeit
2015 2014 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 25.975.939 29.335.224 17.569.605 20.185.697 3.764.576 4.110.017
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -20.171.517 -21.697.836 -11.112.641 -13.095.691 -2.799.239 -3.176.363
Bruttoergebnis vom Umsatz 5.804.422 7.637.388 6.456.964 7.090.006 965.337 933.654
Vertriebskosten -6.189.428 -6.578.561 -5.243.538 -2.992.243 -1.066.342 -968.730
Forschungs- und Entwicklungskosten -221.042 -429.302 -5.090.323 -3.753.128 -495.041 -347.422
Allgemeine Verwaltungskosten -1.578.556 -1.667.068 -3.115.320 -2.510.619 -852.211 -694.043
Andere Aufwendungen/ Erträge (Saldo) -115.262 -1.994 68.576 15.453 27.197 -2.547
Betriebsergebnis (EBIT) -2.299.866 -1.039.537 -6.923.641 -2.150.531 -1.421.060 -1.079.089
Anpassungen EBIT 2.427.843 2.397.844 3.787.306 338.927 36.925 309.086
EBIT bereinigt 127.978 1.358.307 -3.136.335 -1.811.605 -1.384.135 -770.003
Abschreibungen -1.191.456 -1.255.690 -4.545.311 -1.360.304 -257.507 -476.555
EBITDA -1.108.410 216.153 -2.378.330 -790.227 -1.163.553 -602.535
Anpassungen EBITDA 1.340.824 1.240.120 294.199 278.325 36.926 36.688
EBITDA bereinigt 232.414 1.456.274 -2.084.131 -511.903 -1.126.627 -565.847
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Konzernjahresergebnis

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Konzernabschluss
in € 2015 2014
--- --- ---
Umsatzerlöse 47.310.120 53.630.938
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -34.083.397 -37.969.890
Bruttoergebnis vom Umsatz 13.226.723 15.661.048
Vertriebskosten -12.499.308 -10.539.535
Forschungs- und Entwicklungskosten -5.806.406 -4.529.853
Allgemeine Verwaltungskosten -5.546.087 -4.871.731
Andere Aufwendungen/ Erträge (Saldo) -19.489 10.912
Betriebsergebnis (EBIT) -10.644.567 -4.269.158
Anpassungen EBIT 6.252.074 3.045.857
EBIT bereinigt -4.392.493 -1.223.301
Abschreibungen -5.994.274 -3.092.549
EBITDA -4.650.293 -1.176.609
Anpassungen EBITDA 1.671.949 1.555.133
EBITDA bereinigt -2.978.344 378.524
Finanzergebnis -314.592 -297.995
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -10.959.159 -4.567.152
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 290.178 -259.111
Konzernjahresergebnis -10.668.981 -4.826.263

Bezüglich der Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung verweisen wir auf Erläuterung 38 "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung".

Konzernanhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015

1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE UND KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern) sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. Als Anbieter von netzfernen und netzbasierenden Stromversorgungen bedient der Konzern die Kernmärkte "Öl & Gas", "Sicherheit & Industrie" und "Freizeit".

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss 2015 wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Zum 31. Dezember 2015 waren keine geltenden Standards oder Interpretationen anzuwenden, die bis dato nicht von der EU übernommen wurden und die Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten. Entsprechend stimmt der Konzernabschluss auch mit den IFRS in ihrer vom IASB herausgegebenen Fassung überein.

Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).

Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Die Angaben in diesem Konzern-Anhang erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (€). Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die zusätzlichen Angaben zum Material- und Personalaufwand sind im Konzern-Anhang gesondert ausgewiesen. Daneben enthält der Konzernanhang auch die nach § 315a Abs. 1 HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") erforderlichen Angaben.

Der Vorstand der SFC Energy AG hat den Konzernabschluss am 21. April 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Angewandte neue Rechnungslegungsstandards

Die folgenden vom IASB veröffentlichten, zum 1. Januar 2015 in Kraft getretenen und von der EU-Kommission übernommenen Standards und Interpretationen wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2015 angewandt:

IFRIC 21 "Abgaben": IFRIC 21 enthält Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird (z. B. Bankenabgabe). Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Übernahme durch die EU erfolgte im Juni 2014. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da die Gesellschaft derzeit keinen entsprechenden Abgaben unterliegt.

Diverse: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013: Der IASB hat am 12. Dezember 2013 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013 (Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle)" veröffentlicht. Der jährliche Verbesserungsprozess ermöglicht es, weniger dringliche, aber trotzdem notwendige Verbesserungen an den IFRS vorzunehmen. Das Annual-Improvement-Projekt 2011-2013 beinhaltet die Änderungen an den Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 sowie IAS 40 und ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Die Änderungen wurden am 18. Dezember 2014 von der EU übernommen. Die Anwendung der neuen und überarbeiteten Standards wird keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

Neue, noch nicht umgesetzte Rechnungslegungsstandards

Folgende, von der SFC Gruppe nicht vorzeitig für das Jahr 2015 angewandte, neue und überarbeitete Standards wurden bis zum Datum der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts vom IASB veröffentlicht und teilweise von der EU-Kommission anerkannt:

Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative" Der IASB hat im Dezember 2014 Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht. Die Änderungen sollen Verbesserungen der Finanzberichterstattung in Bezug auf die Anhangangaben darstellen und umfassen (a) einen stärkeren Fokus auf den Grundsatz der Wesentlichkeit, (b) eine weitere Untergliederung der Mindestgliederungsposten in der Bilanz sowie Ausweis von Zwischensummen, (c) eine größere Flexibilität bei der Erstellung des Anhangs in Bezug auf die Reihenfolge der Angaben und (d) die Aufhebung der Vorgaben in IAS 1 in Bezug auf die Identifizierung bedeutender Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden als Bestandteil der Anhangangaben. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden am 18. Dezember 2015 von der EU übernommen. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung kann erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist.

Änderungen an IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden": Die Änderung an IAS 16 stellt klar, dass umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht sachgerecht sind. Durch die Änderung an IAS 38 wird die widerlegbare Vermutung eingeführt, dass Umsatzerlöse keine angemessene Basis für die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten darstellen. Diese Vermutung kann nur in den folgenden beiden Fällen widerlegt werden:

a) Wenn der immaterielle Vermögenswert als Maß für die Umsatzerlöse ausgedrückt werden kann. Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn die Vertragslaufzeit einer Konzession zur Förderung von Bodenschätzen nicht an einen bestimmten Zeitraum, sondern an den Gesamtumsatzerlös, den die Förderung der Bodenschätze generiert, geknüpft wäre.

b) Wenn Umsätze und der Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens stark miteinander korrelieren.

Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Der IASB hat im November 2013 Änderungen an IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" veröffentlicht. Die Anpassung fügt ein Wahlrecht in Bezug auf die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen, an denen sich Arbeitnehmer (oder Dritte) durch verpflichtende Beiträge beteiligen, in den Standard ein. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Übernahme durch die EU erfolgte im Dezember 2014. Aus der erstmaligen Anwendung werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Änderungen an IAS 27 "Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen" Mit den Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen. Mit den Änderungen wird einem Unternehmen gestattet, Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss entweder (a) zu Anschaffungskosten, (b) im Einklang mit IFRS 9 Finanzinstrumente oder (c) unter Anwendung der Equity-Methode wie in IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures zu bilanzieren. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da sich das Wahlrecht auf Einzelabschlüsse bezieht.

Änderungen an IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchtragende Pflanzen": Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nur zur Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte verwendet werden, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, sodass sie analog zu Sachanlagen zu bilanzieren sind. Um fruchttragende Pflanzen aus dem Anwendungsbereich auszunehmen und in den Anwendungsbereich von IAS 16 zu bringen und somit Unternehmen zu ermöglichen, sie zu fortgeführten Anschaffungskosten oder nach dem Neubewertungsmodell zu bilanzieren, wird die Definition einer fruchttragenden Pflanze' in beide Standards aufgenommen. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Übernahme durch die EU steht allerdings noch aus. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da das Geschäftsmodell der Gesellschaft nicht auf fruchttragenden Pflanzen aufsetzt.

IFRS 9 "Finanzinstrumente": IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Damit kann die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen.

Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert.
Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor.
Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung.
Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen.
IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).
Neben umfangreichen Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen im Vergleich zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Anhangangaben ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen.

Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 kann erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist.

Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture" Die Änderungen adressieren einen Konflikt zwischen den Vorschriften von IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures und IFRS 10 Konzernabschlüsse. Mit ihnen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 darstellen. Das IASB hat am 17. Dezember 2015 beschlossen, den Erstanwendungszeitpunkt des Änderungsstandards auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Anwendung der Ausnahmevorschrift zur Konsolidierung": Der IASB hat im Dezember 2014 Änderungen an den Standards IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 verabschiedet. Mit den Änderungen wird die Anwendung der Konsolidierungsausnahme, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllt, klargestellt. Es wird nunmehr explizit bestätigt, dass die Ausnahme von der Erstellung eines Konzernabschlusses für Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft gilt, die wiederum selbst Mutterunternehmen sind. Ein Tochterunternehmen, das Dienstleistungen erbringt, die sich auf die Anlagetätigkeit des Mutterunternehmens beziehen (investment-related services), ist nicht zu konsolidieren, wenn das Tochterunternehmen selbst eine Investmentgesellschaft ist. Ebenso ist eine Vereinfachung bei der Anwendung der Equity-Methode für Unternehmen möglich, die selbst keine Investmentgesellschaften sind, jedoch Anteile an einem assoziierten Unternehmen halten, das eine Investmentgesellschaft ist. Investmentgesellschaften, die alle ihre Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert bewerten, haben die nach IFRS 12 vorgeschriebenen Angaben zu Investmentgesellschaften zu leisten. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da die Gesellschaft die Definition einer Investmentgesellschaft nicht erfüllt.

Änderungen an IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit": Die Änderungen an IFRS 11 enthalten Leitlinien, wie der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit zu bilanzieren ist, wenn diese einen Geschäftsbetrieb i.S.d. IFRS 3 darstellt. In diesem Fall sind alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Die Änderungen sind auf Erwerbe von Anteilen an einer bestehenden gemeinschaftlichen Tätigkeit und auf die Erwerbe von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit bei ihrer Gründung anzuwenden, solange die Begründung der gemeinschaftlichen Tätigkeit nicht mit der Begründung des Geschäftsbetriebs einhergeht. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden am 24. November 2015 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden": In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:

Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 Leasingverhältnisse fallen;
Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen, IAS 27 Separate Abschlüsse oder IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures fallen;
Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 Versicherungsverträge; und
nicht finanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern.

Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden. Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von input- oder outputorientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold-Vereinbarungen. In den Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrags sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen. Schließlich enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss eines IFRS-Berichterstatters zu leisten sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:

seine Verträge mit Kunden,
wesentliche Ermessensentscheidungen und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden,
jegliche Vermögenswerte, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren.

Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Aus der erstmaligen Anwendung könnten aufgrund der tiefgreifenden Änderungen, die IFRS 15 mit sich zieht, wesentliche Anpassungen in den Bereichen "interne Kontrollen" sowie in der IT-Architektur nötig werden. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 kann jedoch erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist.

IFRS 16 "Leasingverhältnisse": Der neue Leasingstandard führt zu tiefgreifenden Änderungen, insbesondere bei der Bilanzierung beim Leasingnehmer. Die gravierendste Änderung besteht darin, dass Leasingverhältnisse zukünftig nicht mehr als Mietverhältnisse und somit als schwebende Geschäfte angesehen werden, sondern in der Bilanz angesetzt werden müssen. Es entfällt somit die bisherige Differenzierung zwischen Operate- und Finanzierungsleasing für den Leasingnehmer. Leasingnehmer werden künftig grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse im Anwendungsbereich des Standards einen "Right-of-use"-Vermögenswert sowie eine Leasingverbindlichkeit bilanzieren. Über die Vertragslaufzeit wird der Vermögenswert entsprechend den Vorschriften für nicht-finanzielle Vermögenswerte abgeschrieben und die Verbindlichkeit gemäß den Vorschriften für Finanzinstrumente bilanziert. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung des neuen Standards ist möglich, sofern auch der Standard IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" angewendet wird. Der Standard wurde bisher noch nicht von der EU übernommen. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 16 kann erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist.

Diverse: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2012", "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013", "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2014": Der IASB hat am 12. Dezember 2013 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2012 (Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle)" sowie am 25. September 2014 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2014 (Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle)" veröffentlicht. Der jährliche Verbesserungsprozess ermöglicht es, weniger dringliche, aber trotzdem notwendige Verbesserungen an den IFRS vorzunehmen. Durch das Annual Improvement Projekt 2010-2012 wurden kleinere Änderungen an folgenden Standards vorgenommen: IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16/IAS 38, IAS 24. Die jeweiligen Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen und sind nur prospektiv anzuwenden. Die Änderungen wurden am 17. Dezember 2014 von der EU übernommen. Das Annual Improvement Projekt 2012-2014 beinhaltet die Änderungen an folgenden Standards: IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34 und ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden am 15. Dezember 2015 von der EU übernommen. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der neuen und überarbeiteten Standards keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

Bewertung von Rückstellungen: Zur Bewertung der Rückstellungen werden Schätzungen des Managements herangezogen. Die Höhe der Gewährleistungsrückstellung basiert dabei auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftigen, möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Die unter diesen Annahmen ermittelten langfristigen Rückstellungen werden abgezinst. Im Berichtsjahr wurden die bisher verwendeten Zinssätze an die aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Erläuterung 23 enthält Informationen zu den verwendeten Zinssätzen, der Entwicklung der Barwerte und den Auswirkungen, die sich aufgrund der Anpassungen ergeben hat. Ferner wird im Rahmen der Bildung von Drohverlustrückstellungen für Mietaufwendungen (siehe Erläuterung 23) die wahrscheinliche Inanspruchnahme geschätzt.

Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. SFC überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es zu keiner veränderten Schätzung von Nutzungsdauern. Im Rahmen von Unternehmenserwerben wurden die Nutzungsdauern der Kundenbeziehungen anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die Nutzungsdauer der erworbenen Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt (siehe Erläuterungen zu "Immaterielle Vermögenswerte" in Abschnitt 2. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze).

Aktivierungspflicht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte: Basierend auf den Planungen und Einschätzungen des Managements werden Entwicklungskosten, sofern die Ansatzkriterien nach IFRS erfüllt sind, aktiviert. Zur Entwicklung und der im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten siehe Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte".

Ansatz aktiver latenter Steuern, insbesondere auf Verlustvorträge: Auf steuerliche Verlustvorträge der Gesellschaft und ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft werden aktive latente Steuern basierend auf steuerlichen Ergebnisplanungen bilanziert. Siehe hierzu Erläuterung 10 "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".

Bewertung von anteilsbasierter Vergütung: Die Gesellschaft hat ein Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte verabschiedet. Darüber hinaus wurden zwischen der Gesellschaft und den drei Vorständen ein Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Plans (SAR Plan) geschlossen. Erläuterung 34 "Anteilsbasierte Vergütung" enthält Angaben über die in das Bewertungsmodell eingehenden geschätzten Bewertungsparameter zur Ermittlung der daraus resultierenden Aufwendungen.

Umsatzrealisierung bei Auftragsentwicklung: Im Rahmen der Joint Development Agreements ("JDA") führt SFC Auftragsentwicklungen durch. Ebenso ergeben sich bei Simark langfristige Kundenaufträge, die nach der Percentage-of-Completion Methode bilanziert werden.

Bei der Percentage-of-Completion Methode müssen unter anderem die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie die Gesamtauftragserlöse eingeschätzt werden. Hierbei können z. B. Auftragsänderungen vom Kunden zu einer Erhöhung oder Reduzierung der bisher eingeschätzten Auftragserlöse und -kosten führen. Zu den notwendigen Anpassungen im Geschäftsjahr siehe Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion".

Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte: Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag für alle nicht-finanziellen Vermögenswerte, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich überprüft unabhängig davon, ob Anzeichen vorliegen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte und der Zahlungsmittel generierenden Einheiten ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden.

Werthaltigkeit von Forderungen: Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, werden seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt. Siehe hierzu Erläuterung 33 "Finanzinstrumente".

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind die SFC sowie alle Unternehmen, die die Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht dann, wenn die Gesellschaft die Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die Gesellschaft nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben.

Wenn die Gesellschaft keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so beherrscht sie das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch ihre Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt die Gesellschaft alle Tatsachen und Umstände, darunter:

den Umfang der im Besitz der Gesellschaft befindlichen Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang der Verteilung der Stimmrechte anderer Stimmrechtsinhaber;
potentielle Stimmrechte der Gesellschaft, anderer Stimmrechtsinhaber und anderer Parteien;
Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen; und
weitere Tatsachen und Umstände, die darauf hinweisen, dass die Gesellschaft die gegenwärtige Möglichkeit besitzt oder nicht besitzt, die maßgeblichen Tätigkeiten zu den Zeitpunkten, zu denen Entscheidungen getroffen werden müssen, unter Berücksichtigung des Abstimmungsverhaltens bei früheren Haupt- bzw. Gesellschafterversammlungen zu bestimmen.

Der Konzernabschluss umfasst somit die SFC als oberstes Mutterunternehmen, ihre US-amerikanische Tochtergesellschaft, die im Jahr 2011 erworbene PBF Gruppe sowie die im Jahr 2013 erworbene Simark Controls Ltd. Die drei Gesellschaften Simark Controls Ltd., die im Jahr 2013 gegründete Simark Holdings Ltd. und 541462 Alberta Ltd. wurden zum Stichtag 30. Juni 2015 bzw. 1. Juli 2015 verschmolzen. Aufnehmende Gesellschaft war die Simark Controls Ltd. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst. Das Geschäftsjahr der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).

Der in den Konsolidierungskreis aufgenommene direkte und indirekte Anteilsbesitz der Gesellschaft an Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2015 geht aus der folgenden Tabelle hervor.

TOCHTERUNTERNEHMEN, DIE VOLL IN DEN KONSOLIDIERUNGSKREIS EINBEZOGEN WERDEN in %

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Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Währung
unmittelbar mittelbar gesamt
--- --- --- --- --- ---
SFC Energy, Inc. Gaithersburg (USA) 100,00 - 100,00 USD
Simark Controls Ltd. Calgary (Kanada) 100,00 - 100,00 CAD
PBF Group B.V. Almelo (Niederlande) 100,00 - 100,00 EUR
PBF Power Srl Cluj-Napoca (Rumänien) - 100,00 100,00 RON

Daneben hält die PBF Group B.V. noch einen 100 %igen Anteil an der PBF Hong Kong Limited, China. Die nicht operative Tochtergesellschaft hatte zum Erwerbsstichtag einen beizulegenden Wert von € 0 und wurde wegen Unwesentlichkeit nicht mit in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2015 waren keine Veränderungen von Eigentumsanteilen im Konzern zu verzeichnen, die zu einem Beherrschungsverlust geführt hätten. Es liegen keine maßgeblichen Beschränkungen der Möglichkeiten des Konzerns oder der Tochterunternehmen vor, Zugang zu Vermögenswerten des Konzerns und deren Nutzung bzw. die Erfüllung von Verbindlichkeiten des Konzerns zu erlangen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Umsatzrealisierung

Der größte Anteil am Umsatz von SFC wird mit dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen erzielt. Die EFOY COMFORT kommt unter anderem im Freizeitmarkt, insbesondere in Wohnmobilen und auf Booten, zum Einsatz. Daneben wird die Industrievariante EFOY Pro für netzferne Industrieapplikationen verkauft. Ferner werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von speziell für den Markt Verteidigung & Sicherheit entwickelten Brennstoffzellensystemen (EMILY) und aus Verkäufen von portablen Brennstoffzellen (JENNY) erzielt. In diesem Markt kommt auch der Power Manager zum Einsatz. Das Produkt Power Manager ist ein elektronischer, universell einsetzbarer Wandler, der Ladung und Betrieb verschiedener Endgeräte und Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen ermöglicht. Ferner werden Umsätze aus Verkäufen von Tankpatronen und sonstigen Produkten für Netzwerklösungen realisiert.

Die PBF entwickelt, produziert und vermarktet kundenspezifische Hightech-Stromversorgungslösungen, von Netzgeräten bis hin zu kompletten Stromsystemen für die Hersteller von Industrieanlagen und -ausstattung. Diese Lösungen überträgt PBF in marktfähige Produkte mit integrierter Elektrotechnik, Elektronik, Mechanikkonstruktion und Software.

Simark ist Value Added Reseller (VAR) und Produktintegrator für Hightech Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der kanadischen Öl & Gas Industrie. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik für unterschiedliche Anwendungen.

Die Erfassung dieser Umsätze erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d. h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist, der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und die in Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Die Umsätze werden mit der zu beanspruchenden Gegenleistung für den Verkauf und die Lieferung des Produktes an den Kunden angesetzt.

Im Rahmen von Joint Development Agreements ("JDA") entwickelt SFC auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmte Brennstoffzellen. Die Joint Development Agreements sind Auftragsentwicklungen, die von der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit verschiedenen öffentlichen Auftraggebern durchgeführt werden.

Diese langfristigen Entwicklungsaufträge sowie die durch Simark erbrachten langfristigen Auftragsfertigungen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Leistungsfortschritt je Auftrag wird dabei durch das Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) bestimmt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Soweit die kumulierten Leistungen (angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne) die Teilabrechnungen im Einzelfall übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Percentage-of-Completion. Verbleibt nach Abzug der Teilabrechnung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion.

Aufwandsrealisierung

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauern betragen für:

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• ERP-Software 5 - 8 Jahre
• Software 3 - 10 Jahre
• Patente 5 - 14 Jahre
• Lizenzen 2 - 5 Jahre

Customizingkosten für die erworbene ERP-Software sind als Anschaffungsnebenkosten den immateriellen Vermögenswerten zugerechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der ERP-Software.

Entwicklungskosten werden gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, wenn ein neu entwickelter Vermögenswert eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die für die Entwicklung angefallenen Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der abzuschreibenden Entwicklungskosten bei SFC liegt bei 5 Jahren und bei PBF bei 6 Jahren. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand ausgewiesen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft.

Bei den im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe identifizierten anderen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemindert.

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• Kundenbeziehungen PBF 8 Jahre
• Technologie PBF 6 Jahre

Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die der Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt.

Bei den im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd. identifizierten anderen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemindert.

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• Auftragsbestand Simark 2 Jahre
• Kundenbeziehungen Simark 4 - 6 Jahre

Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten neben den Einzelkosten alle direkt zuordenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand zu bringen. Die Anschaffungskosten der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen bilanzierten Sachanlagen entsprechen dem Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen.

Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Abschreibungsdauern betragen für:

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• Technische Anlagen und Maschinen 3 - 10 Jahre
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Fremdkapitalkosten

Erstreckt sich die Herstellungsphase von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Übereinstimmung mit den Bedingungen des IAS 23 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2015 sowie im Vorjahr fielen in diesem Zusammenhang keine Fremdkapitalkosten an.

Fertigungsaufträge

Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen, werden die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Abschlussstichtag erfasst. Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den erwarteten Auftragskosten ermittelt.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem zeit- und risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine mögliche Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen eventuellen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn für einen Vermögenswert kein erzielbarer Betrag ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit ermittelt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes (oder der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert (oder die Zahlungsmittel generierende Einheit) in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Zahlungsmittel generierende Einheiten) oder Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, die Synergien aus der jeweiligen Erwerbstransaktion ziehen, zugeordnet. Sofern der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, einschließlich dieses Geschäfts- oder Firmenwertes höher ist als der erzielbare Betrag dieser Gruppe von Vermögenswerten, ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der Wertminderungsaufwand wird zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und danach den anderen Vermögenswerten im Verhältnis ihrer Buchwerte. Gemäß IAS 36 werden keine Wertaufholungen für Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

Leasingverhältnisse

Leasingverträge werden als Finanzierungsleasing ("Finance Leases") klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasinggeschäfte, d. h. Leasingverträge, bei denen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt, sind so genannte "Operating Leases". Im Geschäftsjahr 2015 lagen innerhalb der Tochtergesellschaft Simark Controls Ltd. mehrere Vertragsverhältnisse in Form eines Finanzierungsleasings vor. Siehe zu weiterführenden Informationen die Erläuterung 27 "Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing".

Die Miet- und Leasingzahlungen aus den Operating Leases des Konzerns werden linear über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam erfasst. Die Bilanzierung der Leasinggegenstände erfolgt beim Leasinggeber.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Diese enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

In der Folge werden die Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen, oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind.

SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" und "als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.

Kredite und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.

Zusammengesetzte Finanzinstrumente

Durch den Konzern emittierte zusammengesetzte Finanzinstrumente umfassen Wandelanleihen in Euro, welche nach Wahl des Inhabers in Eigenkapitalanteile umgewandelt werden können, soweit die Zahl der auszugebenen Aktien festgelegt ist und sich nicht durch Änderungen des beizulegenden Zeitwerts ändert, und ein Sonderkündigungsrecht der Wandelanleihe.

Die Fremdkapitalkomponente des zusammengesetzten Finanzinstruments wird beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert einer ähnlichen Verbindlichkeit, die keine Option zur Umwandlung in Eigenkapital enthält, erfasst. Die Eigenkapitalkomponente wird beim erstmaligen Ansatz als Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert des zusammengesetzten Finanzinstruments und dem beizulegenden Zeitwert der Fremdkapitalkomponente erfasst. Die Kündigungskomponente beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert über ein zweistufiges Optionspreismodell ermittelt. Direkt zurechenbare Transaktionskosten sind im Verhältnis der Buchwerte von Fremd- und Eigenkapitalkomponente des Finanzinstruments zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zuzuordnen.

Im Rahmen der Folgebewertung wird die Fremdkapitalkomponente des zusammengesetzten Finanzinstruments zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Eigenkapitalkomponente des zusammengesetzten Finanzinstruments wird mit dem beim erstmaligen Ansatz erfassten Wert fortgeführt. Die Folgebewertung der Kündigungskomponente, die als eingebettetes Derivat klassifiziert wird, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Zinsen in Verbindung mit der finanziellen Verbindlichkeit werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Bei Umwandlung am Fälligkeitsdatum wird die finanzielle Verbindlichkeit in das Eigenkapital umgebucht, ohne dabei den Gewinn oder Verlust zu berühren.

Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte

Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben. Im Konzern bestehen als objektive Hinweise im Wesentlichen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten von Kunden oder ein Vertragsbruch wie etwa ein Ausfall von Zahlungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken ausgewiesen, was dem Marktwert entspricht.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Falls Indikatoren für eine Wertminderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte vorhanden sind, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und PBF und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen und Stromversorgungslösungen gewährt.

Werden die Entwicklungskosten gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, werden die Zuwendungen für Vermögenswerte als Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes bilanziert.

Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Zuschüsse als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten und der allgemeinen Verwaltungskosten direkt ertragswirksam erfasst.

Zuschüsse für Investitionen werden direkt von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht.

Latente und tatsächliche Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur in der Höhe, in welcher sie mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, angesetzt, da zukünftige steuerliche Erträge noch nicht hinreichend sicher angenommen werden können.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten.

Die tatsächlichen Steuern werden mit den länderspezifisch gültigen Steuersätzen berechnet.

Rückstellungen

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs unter Berücksichtigung von künftigen Erträgen aus dem Recycling von Brennstoffzellen gebildet. Garantie- bzw. Gewährleistungsverpflichtungen, die über die geschäftsüblichen Garantie-/ Gewährleistungsverpflichtungen hinausgehen, bestehen nicht.

Eine Rückstellung für Restrukturierung wird nur dann angesetzt, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan vorliegt und bei den Betroffenen die gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Wenn aus einem Vertrag ein Verlust droht, erfasst die Gesellschaft die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Drohverlustrückstellung. Diese wird mit dem niedrigeren Betrag bewertet, um den die zu erwartenden Kosten bei Erfüllung des Vertrags oder die zu erwartenden Kosten bei Nichterfüllung des Vertrags den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag übersteigen.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert.

SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest.

Die finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, abzüglich eventueller mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten, bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Konsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 10 "Konzernabschlüsse" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung.

Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Ebenso erfolgt eine Eliminierung sämtlicher Erträge und Aufwendungen aus angefallenen konzerninternen Transaktionen.

Ergebnisse aus konzerninternen Warenlieferungen, die im Buchwert von Vorräten enthalten sind, werden eliminiert. Auf die durch die Zwischenergebniseliminierung entstandenen Differenzen werden latente Steuern gebildet.

Währungsumrechnung

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Fremdwährungstransaktionen gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" unter der Verwendung des Transaktionskurses bewertet. Gewinne oder Verluste, die aus der Fremdwährungsumrechnung entstehen, werden erfolgswirksam erfasst.

Die Umrechnung des von in fremder Währung aufgestellten Einzelabschlusses der einbezogenen Gesellschaften folgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften der SFC ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaften.

Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert als sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung ausgewiesen.

Der Währungskurs der für den Konzern wesentlichen Fremdwährungen hat sich wie folgt entwickelt:

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in € Durchschnittskurs 2015 Durchschnittskurs 2014 Stichtagskurs 31.12.2015 Stichtagskurs 31.12.2014
US-Dollar (USD) 1,1097 1,3269 1,0893 1,2155
Kanadischer Dollar (CAD) 1,4188 1,4663 1,5130 1,4075

2. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

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in € 2015 2014
Umsatzerlöse 47.310.120 53.630.938
davon aus Percentage-of-Completion 3.708.557 4.859.629

Der Rückgang der Umsatzerlöse um 11,79 % gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die anhaltende konjunkturelle Entwicklung des Öl- und Gasmarktes in Nordamerika zurückzuführen.

Weiterführende Informationen können der Erläuterung 38 "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung" und Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion" entnommen werden.

(2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in € 2015 2014
Materialaufwand 27.272.405 30.948.877
Personalkosten 3.654.958 3.567.321
Raumkosten 1.499.188 1.337.805
Transportkosten 554.629 663.547
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 316.017 383.818
Übrige Abschreibungen 211.443 797.995
Beratung 49.288 135.131
Übrige 525.470 135.396
Gesamt 34.083.397 37.969.890

Der starke Rückgang der übrigen Abschreibungen ist im Wesentlichen auf den Wegfall der Sonderabschreibung aus dem Geschäftsjahr 2014 in Höhe von € 338.735 zurückzuführen.

(3) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten stellen sich wie folgt dar:

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in € 2015 2014
Personalkosten 6.433.966 6.369.204
Abschreibungen 3.046.994 1.340.619
Werbe- und Reisekosten 1.120.589 1.160.631
Beratung / Provision 274.242 501.672
Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen 292.164 116.718
Materialaufwand 92.226 97.765
Übrige 1.239.127 952.926
Gesamt 12.499.308 10.539.535

Unter den Abschreibungen des Geschäftsjahres 2015 wurde der anteilige Wertminderungsbedarf auf den Firmenwert PBF in Höhe von € 1.746.553 erfasst.

(4) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

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in € 2015 2014
Personalkosten 2.913.007 3.198.177
Übrige Abschreibungen 2.174.709 363.867
Materialaufwand 753.740 520.105
Beratung und Patente 569.183 460.720
Raumkosten 359.295 368.947
Wertminderungsaufwand/Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 8.321 41.514
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen -326.104 -363.489
Aktivierung als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte -993.503 -281.216
Übrige 347.758 221.228
Gesamt 5.806.406 4.529.853

In den Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte sind keine Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten enthalten (Vorjahr: € 22.992).

(5) Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:

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in € 2015 2014
Personalkosten 2.454.465 2.509.892
Prüfungs- u. Beratungskosten 981.751 657.969
Investor Relations/Hauptversammlung 382.036 240.898
Abschreibungen 236.791 164.737
Versicherung 213.815 196.040
Reisekosten 187.568 159.148
Personalbeschaffungskosten 184.779 97.412
Kfz-Kosten 146.965 120.581
Aufsichtsratsvergütung 112.500 112.500
Wartungskosten für Hard- und Software 73.983 66.018
Übrige 628.449 635.570
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen -57.016 -89.033
Gesamt 5.546.087 4.871.731

(6) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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in € 2015 2014
Erträge aus Kursdifferenzen 112.175 95.641
Erträge aus der Auflösung der Simark-Earn-Out-Verpflichtung 0 15.289
Übrige 29.320 58.696
Gesamt 141.495 169.627

(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in € 2015 2014
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 160.980 48.545
Drohverluste, Mietaufwendungen und Leasing 0 86.197
Übrige 4 23.972
Gesamt 160.984 158.714

(8) Restrukturierungsaufwendungen

Im Geschäftsjahr 2015 sind wie im Vorjahr keine Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen entstanden.

(9) Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Erträge stellen sich wie folgt dar:

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in € 2015 2014
Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalente 3.567 13.605
Gesamt Zinsen und ähnliche Erträge 3.567 13.605

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:

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in € 2015 2014
Aufzinsung sonstiger Rückstellungen 69.758 83.317
Übrige 248.401 228.283
Gesamt Zinsen und ähnliche Aufwendungen 318.159 311.600

Die übrigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten den Zinsaufwand aus der Wandelschuldverschreibung in Höhe von € 3.887 sowie den Verlust aus der Fair Value-Änderung der Kündigungskomponente in Höhe von € 529.

(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Zusammensetzung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

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in € 2015 2014
Tatsächliche Ertragsteuern auf das Ergebnis des laufenden Jahres 71.064 651.434
Latenter Steuerertrag (-)/ -aufwand (+) aus der:
Auflösung passiver latenter Steuern auf andere immaterielle Vermögenswerte -381.221 -391.665
Bildung passiver latenter Steuern auf aktivierte Entwicklungskosten 0 23.875
Auflösung / Bildung aktiver latenter Steuern auf Vorräte 0 -6.435
Auflösung / Bildung aktiver latenter Steuern auf sonstige Rückstellungen 19.979 -18.098
Saldo Steuerertrag (-) / -aufwand (+) der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -290.178 259.111

Der Hebesatz für die Gewerbesteuer der Gemeinde Brunnthal beträgt 330 % auf den Steuermessbetrag von 3,5 %. Es ergibt sich somit ein Gewerbesteuersatz von 11,55 % und ein Gesamtunternehmenssteuersatz der SFC einschließlich Körperschaftsteuer mit 15 % und Solidaritätszuschlag mit 5,5 % auf die Körperschaftsteuer von 27,38 % (Vorjahr: 27,38 %).

Für die Tochtergesellschaften in den USA, den Niederlanden, Rumänien und Kanada erfolgt die Berechnung der Ertragsteuern mit dem dort geltenden länderspezifischen Steuersatz. Hierbei wurden Steuersätze von 18 % bis 26 % (Vorjahr: 18 % bis 25 %) angewandt.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Aktive latente Steuern
Rückstellungen 224.095 171.904
Verlustvorträge 223.654 35.905
Vorräte 58.280 16.029
Sonstige Schulden -9.658 203
Übrige 78.244 76.137
Gesamt 574.616 300.178
Passive latente Steuern
Andere immaterielle Vermögenswerte 624.879 1.034.931
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 371.529 224.518
Anleihe 27.735 0
Sonstige Vermögenswerte 52.941 49.776
Gesamt 1.077.084 1.309.225

Zum Stichtag bestanden unter dem Vorbehalt der Betriebsprüfung steuerliche Verlustvorträge in Deutschland, in den USA und in Kanada in Höhe von ca. € 47.757.884 (Vorjahr: € 43.275.357) für die Körperschaftsteuer sowie ca. € 40.047.399 (Vorjahr: € 36.907.599) für die Gewerbesteuer. Auf diese steuerlichen Verlustvorträge der SFC, ihrer amerikanischen und ihrer kanadischen Tochtergesellschaft, wurden aktive latente Steuern in Höhe von € 223.654 (Vorjahr: € 35.905) gebildet. Zum 31. Dezember 2015 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von € 86.526.203 (Vorjahr: € 79.915.356) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen ist ein Teilbetrag von € 81.583.273 (Vorjahr: € 75.777.133) in Deutschland unbegrenzt vortragsfähig, während Verlustvorträge in den USA in Höhe von € 4.942.930 (Vorjahr: € 4.138.213) nach 20 Jahren verfallen. Daneben wurden weitere latente Steueransprüche auf abzugsfähige temporäre Differenzen i.H.v. € 9.050 (Vorjahr: € 6.103) nicht erfasst. Die Vorjahreswerte bei den Verlustvorträgen wurden entsprechend den gesonderten Feststellungen des verbleibenden Verlustvortrags angepasst.

Passive latente Steuern auf sog. Outside basis differences bestehen nicht.

Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteuerertrag zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand (+) bzw. -ertrag (-) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:

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in € 2015 2014
Steuersatz 27,38 % 27,38 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -10.959.160 -4.567.152
Erwarteter Steuerertrag -3.000.618 -1.250.486
Überleitung zum ausgewiesenen Steuerertrag /-aufwand
Änderung der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern 1.117.289 1.014.956
Unterschiede im Steuersatz 246.145 110.783
Steuern aus permanenten Differenzen - nicht abzugsfähige Aufwendungen 513.322 542.119
Auswirkung nicht steuerwirksamer Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 956.413 0
Währungsdifferenzen -100.944 -99.646
Sonstige -21.785 -58.614
Steuerertrag /-aufwand laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -290.178 259.111

(11) Materialaufwand

Der Materialaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:

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in € 2015 2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 25.587.047 28.958.867
Bezogene Leistungen 2.531.323 2.771.051
Gesamt 28.118.370 31.729.918

(12) Abschreibungen

Zu den vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen siehe Erläuterungen 21 "Immaterielle Vermögenswerte" und 22 "Sachanlagen".

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren finden sich anteilige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, den Vertriebskosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten.

(13) Personalaufwand und Mitarbeiter

Der Personalaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:

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in € 2015 2014
Löhne und Gehälter 11.299.000 11.381.288
Gesetzliche Sozialaufwendungen 1.355.783 1.359.898
Personalaufwand resultierend aus Barkomponente (Simark) 1.174.695 1.136.643
Aufwendungen für Abfindungen 276.541 0
Variablen / Prämien 423.369 970.315
Sonstige soziale Abgaben, Altersversorgung 333.590 345.596
Aufwand bzw. Ertrag SAR / Transaktionsbonus 135.702 118.428
Übrige 457.717 332.428
Gesamt 15.456.397 15.644.594

In den gesetzlichen Sozialaufwendungen sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von € 569.589 (Vorjahr: € 555.210) enthalten.

Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter hat sich folgendermaßen entwickelt:

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2015 2014
Angestellte in Vollzeit (einschließlich Vorstand) 205 218
Angestellte in Teilzeit 33 32
Gesamt 238 250

Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 6 (Vorjahr: 7) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt.

3. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

(14) Vorräte

Die Vorräte haben eine erwartete Umschlagsdauer von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Fertige Erzeugnisse 5.584.277 4.349.553
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.764.789 2.634.846
Unfertige Erzeugnisse 432.699 668.949
Gesamt 8.781.766 7.653.349

Unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungserlöse wurden folgende Abwertungen auf den Vorratsbestand vorgenommen:

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - vor Abwertung 3.059.060 2.913.176
Bewertungsabschläge -294.271 -278.330
Nettobuchwert 2.764.789 2.634.846

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Unfertige und fertige Erzeugnisse - vor Abwertung 6.440.597 5.479.528
Bewertungsabschläge -423.620 -461.026
Nettobuchwert 6.016.976 5.018.502

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von € 62.553 (Vorjahr: € 131.532) als Aufwand erfasst. Vorräte mit einem Restbuchwert in Höhe von € 3.370.282 (Vorjahr: € 4.745.728) wurden als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.

(15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die für Ausfallrisiken vorgenommenen Einzelwertberichtigungen stellen sich folgendermaßen dar:

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Einzelnachweis 7.279.039 11.774.226
Einzelwertberichtigungen -519.541 -227.872
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.759.498 11.546.354

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zur Entwicklung der Einzelwertberichtigungen siehe Abschnitt "Ausfallrisiko" unter Erläuterung 33 "Finanzinstrumente".

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Restbuchwert in Höhe von € 6.063.860 (Vorjahr: € 8.691.311) sind als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Restbuchwert vor Abwertung in Höhe von € 2.196.368 (Vorjahr: € 3.528.463) sind als Sicherheit für eine Kreditlinie (ursprünglicher Zinssatz 5,5 %) in Höhe von € 306.568 (Vorjahr: € 219.122) verpfändet.

(16) Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion

Sofern die angefallenen Kosten der im Berichtsjahr noch nicht abgeschlossenen Aufträge einschließlich Ergebnisbeiträge, die bereits in Rechnung gestellten Beträge (erfolgte Teilabrechnungen) übersteigen, wird der sich daraus ergebende Saldo als Forderungen aus Percentage-of-Completion ausgewiesen. Umgekehrt werden die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion ausgewiesen.

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in € 31.12.2015 31.12.2014
In der Periode als Umsatzerlöse erfasste Auftragserlöse 3.708.557 4.859.629
Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten und erfasste Gewinne 4.111.381 6.384.315
Erfolgte Teilabrechnungen 3.381.391 5.222.906
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden (Ausweis als Forderungen aus Percentage-of-Completion) 729.989 1.219.263
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden (Ausweis als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion) 0 -57.853

Während der Projektlaufzeit können Auftragsänderungen vom Kunden im Hinblick auf den vereinbarten zu erbringenden Leistungsumfang, z. B. Änderungen an der Spezifikation der Leistung oder der Vertragsdauer, zu einer Erhöhung oder Reduzierung der Auftragserlöse und -kosten führen. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen für die laufende Periode sowie Fremdwährungseffekte werden ergebniswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2015 stiegen die Projektvolumina aufgrund der Erweiterung des Auftrags eines Joint Development Agreements bei der SFC um € 135.193 (Vorjahr: € 2.824). In diesem Zusammenhang haben sich die geschätzten Gesamtprojektkosten im Vergleich zum Vorjahr um € 217.290 verändert (Vorjahr: € 0). Infolgedessen ist das Bruttoergebnis vom Umsatz um € 53.273 (Vorjahr: Anstieg um € 2.824) gesunken. Die Änderung der Gesamtprojektkosten führt in den Folgejahren zu einer Erhöhung der Auftragskosten in Höhe von € 28.823 (Vorjahr: € 0).

Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(17) Forderungen aus Ertragsteuern

Die Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von € 428.128 (Vorjahr: € 3.711) beziehen sich auf Steuerrückforderungen der Simark Controls Ltd. in Höhe von € 359.756 (Vorjahr: € 0), der PBF in Höhe von € 67.279 (Vorjahr: € 0) und der SFC AG in Höhe von € 1.093 (Vorjahr: € 3.711) und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(18) Sonstige Vermögenswerte und Forderungen

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Rechnungsabgrenzungsposten 304.103 349.205
Umsatzsteuerforderungen 218.474 17.033
Sonstige Vorauszahlungen 50.595 217.543
Geleistete Anzahlungen 14.241 14.337
Forderungen aus Zuschüssen 0 45.400
Übrige 154.865 67.970
Gesamt 742.278 711.486

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen umfassen finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 50.595 (Vorjahr: € 262.943).

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen betreffen finanzielle Vermögenswerte aus der Kündigungskomponente der Wandelschuldverschreibung in Höhe von € 3.304 (siehe hierzu Erläuterung 28 "Finanzinstrumente").

(19) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben sowie Fest- und Tagesgeldkonten bei Kreditinstituten zusammen, die innerhalb von drei Monaten fällig sind.

(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung

Im Zusammenhang mit dem Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-Sänger-Ring 7 besteht zum Bilanzstichtag ein zu Gunsten des Vermieters gesperrtes Festgeldkonto in Höhe von € 285.000. Im Geschäftsjahr 2015 wurden zusätzliche Zahlungsmittel in Höhe von € 150.000 als Sicherheit im Rahmen eines Auftrags für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gesperrt.

(21) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

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in € Software Erworbene Patente und Lizenzen Aktivierte Patente Entwicklungskosten Geschäfts- oder Firmenwert PBF Gruppe und Simark Andere immaterielle Vermögenswerte
Anschaffungskosten Stand zum 01.01.2014 731.017 413.381 571.487 4.688.203 13.266.530 6.819.954
Zugänge 139.312 31.836 0 281.216 0 0
Abgänge -23.781 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 6.295 30.101 0 0 284.050 166.045
Stand zum 31.12.2014 852.843 475.318 571.487 4.969.419 13.550.580 6.985.999
Zugänge 50.574 11.097 0 993.503 0 0
Abgänge -4.902 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 1.779 29.796 0 0 -516.507 -301.931
Stand zum 31.12.2015 900.294 516.211 571.487 5.962.922 13.034.073 6.684.068
Abschreibungen und Wertminderungsaufwand Stand zum 01.01.2014 -509.862 -135.505 -541.685 -3.423.102 -1.468.032 -1.358.576
Planmäßige Abschreibung -86.404 -50.257 -18.522 -383.818 0 -1.533.264
Abgänge 22.526 0 0 0 0 0
Wertminderungsaufwand 0 0 0 -22.992 0 0
Währungsdifferenzen -4.985 -7.992 0 0 0 -70.052
Stand zum 31.12.2014 -578.725 -193.754 -560.206 -3.829.913 -1.468.032 -2.961.891
Planmäßige Abschreibung -93.364 -53.281 -8.321 -375.579 0 -1.468.290
Abgänge 4.902 0 0 0 0 0
Wertminderungsaufwand 0 0 0 0 -3.493.106 0
Währungsdifferenzen -3.754 -8.891 0 0 0 191.144
Stand zum 31.12.2015 -670.941 -255.926 -568.527 -4.205.492 -4.961.138 -4.239.037
Buchwerte
Stand zum 01.01.2014 221.154 277.876 29.802 1.265.101 11.798.498 5.461.378
Stand zum 31.12.2014 274.118 281.564 11.281 1.139.506 12.082.548 4.024.108
Stand zum 31.12.2015 229.353 260.286 2.960 1.757.430 8.072.935 2.445.030

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in € Summe
Anschaffungskosten Stand zum 01.01.2014 26.490.572
Zugänge 452.364
Abgänge -23.781
Währungsdifferenzen 486.491
Stand zum 31.12.2014 27.405.646
Zugänge 1.055.174
Abgänge -4.902
Währungsdifferenzen -786.863
Stand zum 31.12.2015 27.669.055
Abschreibungen und Wertminderungsaufwand Stand zum 01.01.2014 -7.436.763
Planmäßige Abschreibung -2.072.264
Abgänge 22.526
Wertminderungsaufwand -22.992
Währungsdifferenzen -83.028
Stand zum 31.12.2014 -9.592.521
Planmäßige Abschreibung -1.998.835
Abgänge 4.902
Wertminderungsaufwand -3.493.106
Währungsdifferenzen 178.499
Stand zum 31.12.2015 -14.901.061
Buchwerte
Stand zum 01.01.2014 19.053.809
Stand zum 31.12.2014 17.813.125
Stand zum 31.12.2015 12.767.993

Entwicklungskosten

In Zusammenhang mit den Entwicklungstätigkeiten wurden Zuschüsse in Höhe von € 383.120 (Vorjahr: € 452.522) vereinnahmt und als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten (€ 326.104, Vorjahr: € 363.489) sowie allgemeinen Verwaltungskosten (€ 57.016, Vorjahr: € 89.033) ausgewiesen.

Impairment Tests für Geschäfts- oder Firmenwerte

Die im Konzernabschluss enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen die im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse der PBF Gruppe sowie der Simark Controls Ltd. entstandenen Unterschiedsbeträge der jeweiligen Kaufpreise über das gemäß IFRS 3 bewertete Nettovermögen der erworbenen Geschäftsbetriebe.

Der Geschäfts- oder Firmenwert der PBF Gruppe wurde in vollem Umfang der zahlungsmittelgenerierenden Einheit PBF Gruppe innerhalb des Segments Sicherheit & Industrie, der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss Simark Controls Ltd. wurde vollständig dem Segment Öl & Gas zugeordnet.

Die Bestimmung des jeweiligen erzielbaren Betrags erfolgt in beiden Fällen durch die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung und des Nutzungswerts mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes fällt unter Berücksichtigung der wesentlichen Inputfaktoren insgesamt unter Stufe 3 der Hierarchie nach IFRS 13.

Dabei werden die geplanten Cash-Flows aus der durch das verantwortliche Management erstellten Dreijahresplanung (2016 bis 2018) verwendet. Darüber hinaus erfolgte im Anschluss eine Extrapolation der Planwerte mit einer Wachstumsrate von 1,5 % (2019) bzw. 0,5 % (2020 ff.), welche auch als nachhaltige Wachstumsrate angesetzt wurde.

Geschäfts- oder Firmenwert PBF Gruppe

Der Geschäfts- oder Firmenwert der PBF Gruppe beläuft sich auf € 1.178.831 (Vorjahr: € 4.671.937).

Wesentliche Grundannahmen bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Kosten der Veräußerung und des Nutzungswerts sind das Umsatzwachstum, die operative EBITDA-Marge sowie der verwendete Kapitalkostensatz.

Umsatzwachstum und EBITDA-Marge

Die Annahmen ergeben sich aus dem durch das Management erstellten Budget, welches eine Projektion der Umsatzerlöse, der operativen Kosten sowie der Investitionen und Abschreibungen für einen Zeitraum von drei Jahren enthält. Die bewertungsrelevanten Cash Flows resultieren aus der Umsatz- und Ergebnisplanung sowie ergänzenden Annahmen zum Working Capital.

Die Wachstumsannahmen basieren auf dem allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Umfeld, der Entwicklung der relevanten Märkte sowie der konkreten Erschließung neuer Zielmärkte in regionaler Hinsicht (Asien) und branchenspezifischer Hinsicht (Laser, Semiconductor, Security), insbesondere auch auf Basis von Systemlösungen. Aufgrund dieser identifizierten Potentiale wird eine überdurchschnittliche Entwicklung erwartet, welche bezogen auf den gesamten Planungshorizont einem durchschnittlichen Wachstum (CAGR) von rd. 11,1 % p.a. entspricht.

Die geplante Entwicklung der EBITDA-Marge basiert auf historisch beobachtbaren Bruttomargen vom Umsatz sowie einer detaillierten Ressourcen- und Sachkostenplanung. Die langfristig erwartete operative EBITDA-Marge beläuft sich auf rd. 7,9 %.

Kapitalkostensatz

Der zur Diskontierung der Cash Flows verwendete Kapitalkostensatz entspricht den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC), welche auf der Basis einer Gruppe von Vergleichsunternehmen in der gleichen Branche wie die PBF Gruppe mittels öffentlich verfügbarer Daten ermittelt wurden. Der WACC gibt die durchschnittliche gewichtete Renditeforderung der Eigen- und Fremdkapitalgeber auf der Basis des Verhältnisses des jeweils gewährten Kapitals zu Zeitwerten an. Zur Ermittlung des WACC ist eine Analyse der Eigenkapitalkosten sowie der Fremdkapitalkosten und der Kapitalstruktur zu Zeitwerten erforderlich. Der verwendete Kapitalkostensatz belief sich im Berichtsjahr auf rd. 7,55 % (bzw. rd. 7,05 % nach Wachstumsabschlag im Terminal Value).

Auf Basis der vorangegangenen Ausführungen wurde im Berichtsjahr ein Wertminderungsaufwand hinsichtlich des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von € 3.493.106 festgestellt, welcher anteilig jeweils zur Hälfte bei den Abschreibungen innerhalb der Vertriebs-, sowie innerhalb der Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst wurde. Hauptursächlich für diese Wertminderung waren die einbezogenen Parameter für die Ermittlung des erzielbaren Betrags für die zahlungsmittelgenerierende Einheit PBF Gruppe, wie die prognostizierten unternehmensspezifischen Cashflows, für die Annahmen bezüglich des Marktumfelds und Wirtschaftswachstums, die im Einklang mit den Markterwartungen und Branchenprognosen stehen, zugrunde gelegt wurden.

Zur Abschätzung der Sensivität des Bewertungsergebnisses wurden Szenarioanalysen vorgenommen. Die Änderung wesentlicher Annahmen würde zu einem zusätzlichen Wertminderungsbedarf hinsichtlich des Geschäfts- und Firmenwerts führen.

Geschäfts- oder Firmenwert der Simark Controls Ltd.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss der Simark Controls Ltd. beläuft sich auf € 6.894.104 (CAD 10.430.435).

Wesentliche Grundannahmen bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Kosten der Veräußerung sind das Umsatzwachstum, die operative EBIDTA-Marge sowie der verwendete Kapitalkostensatz.

Umsatzwachstum und EBITDA-Marge

Die Annahmen ergeben sich aus dem durch das Management erstellten Budget, welches eine Projektion der Umsatzerlöse, der operativen Kosten sowie der Investitionen und Abschreibungen für einen Zeitraum von drei Jahren enthält. Die bewertungsrelevanten Cash Flows resultieren aus der Umsatz- und Ergebnisplanung sowie ergänzenden Annahmen zum Working Capital.

Die Wachstumsannahmen basieren auf dem segmentspezifischen Marktumfeld sowie auf aktuell beobachteten Wachstumsraten des Unternehmens. Bezogen auf den gesamten Planungshorizont beläuft sich das durchschnittliche Umsatzwachstum (CAGR) auf rd. 5,9 % p.a.

Die geplante Entwicklung der EBITDA-Marge basiert auf historisch beobachtbaren Bruttomargen vom Umsatz sowie einer detaillierten Ressourcen- und Sachkostenplanung. Die langfristig erwartete operative EBITDA-Marge beläuft sich auf rd. 9,1 %.

Kapitalkostensatz

Der zur Diskontierung der Cash Flows verwendete Kapitalkostensatz entspricht den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC), welche auf der Basis einer Gruppe von Vergleichsunternehmen in der gleichen Branche wie die Simark Ltd. mittels öffentlich verfügbarer Daten ermittelt wurden. Der WACC gibt die durchschnittliche gewichtete Renditeforderung der Eigen- und Fremdkapitalgeber auf der Basis des Verhältnisses des jeweils gewährten Kapitals zu Zeitwerten an. Zur Ermittlung des WACC ist eine Analyse der Eigenkapitalkosten sowie der Fremdkapitalkosten und der Kapitalstruktur zu Zeitwerten erforderlich. Der verwendete Kapitalkostensatz belief sich im Berichtsjahr auf rd. 8,03 % (bzw. rd. 7,53 % nach Wachstumsabschlag im Terminal Value).

Im Berichtsjahr ergaben sich keine Anzeichen für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Zur Abschätzung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses wurden Szenarioanalysen vorgenommen, die auch bei von als möglich eingeschätzten Änderungen wesentlicher Annahmen nicht zu einer Unterschreitung des Buchwertes führten.

Andere immaterielle Vermögenswerte PBF Gruppe und Simark Controls Ltd.

Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe wurden die Kundenbeziehungen und Technologie sowie der Auftragsbestand des Unternehmens identifiziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen immateriellen Vermögenswerte hinsichtlich des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe:

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in € Kundenbeziehungen Technologie Auftragsbestand Summe
Anschaffungskosten
Stand zum 01.01.2015 1.408.354 1.231.359 14.309 2.654.022
Stand zum 31.12.2015 1.408.354 1.231.359 14.309 2.654.022
Abschreibungen und Wertminderungsaufwand
Stand zum 01.01.2015 -542.802 -632.783 -14.309 -1.189.894
Planmäßige Abschreibung -176.044 -205.227 0 -381.271
Stand zum 31.12.2015 -718.846 -838.010 -14.309 -1.571.165
Buchwerte
Stand zum 01.01.2015 865.552 598.576 0 1.464.128
Stand zum 31.12.2015 689.508 393.349 0 1.082.857
Restabschreibungsdauer (Jahre) 4 2 0

Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd. wurden das Markenzeichen, die Kundenbeziehungen sowie der Auftragsbestand des Unternehmens identifiziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen immateriellen Vermögenswerte hinsichtlich des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd.:

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in € Markenzeichen Kundenbeziehungen Auftragsbestand Summe
Anschaffungskosten
Stand zum 01.01.2015 38.122 3.980.878 312.977 4.331.977
Währungsdifferenzen -2.657 -277.460 -21.814 -301.931
Stand zum 31.12.2015 35.465 3.703.418 291.163 4.030.046
Abschreibungen und Wertminderungsaufwand
Stand zum 01.01.2015 -12.707 -1.446.313 -312.977 -1.771.997
Planmäßige Abschreibung -9.455 -1.077.565 0 -1.087.020
Währungsdifferenzen 1.474 167.856 21.814 191.144
Stand zum 31.12.2015 -20.688 -2.356.022 -291.163 -2.667.873
Buchwerte
Stand zum 01.01.2015 25.415 2.534.565 0 2.559.980
Stand zum 31.12.2015 14.777 1.347.396 0 1.362.173
Restabschreibungsdauer (Jahre) 1 1 -2 0

(22) Sachanlagen

Die Sachanlagen des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

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in € Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungskosten Stand zum 01.01.2014 1.775.382 3.426.235 0 5.201.617
Zugänge 62.385 234.929 0 297.314
Abgänge -18.966 -220.679 0 -239.646
Währungsdifferenzen 2.872 14.472 0 17.344
Stand zum 31.12.2014 1.821.672 3.454.957 0 5.276.630
Zugänge 82.026 194.254 30.459 306.739
Abgänge -7.450 -76.243 0 -83.693
Währungsdifferenzen -5.209 -25.680 0 -30.889
Stand zum 31.12.2015 1.891.039 3.547.288 30.459 5.468.787
Abschreibungen und Wertminderungsaufwand Stand zum 01.01.2014 -857.401 -2.048.216 0 -2.905.617
Planmäßige Abschreibung -231.130 -427.429 0 -658.558
Abgänge 18.951 213.937 0 232.888
Wertminderungsaufwand -338.735 0 0 -338.735
Währungsdifferenzen -487 -5.070 0 -5.557
Stand zum 31.12.2014 -1.408.801 -2.266.778 0 -3.675.579
Planmäßige Abschreibung -134.119 -368.215 0 -502.334
Abgänge 7.449 76.232 0 83.681
Währungsdifferenzen 2.186 12.880 0 15.066
Stand zum 31.12.2015 -1.533.285 -2.545.881 0 -4.079.166
Buchwerte
Stand zum 01.01.2014 917.980 1.378.019 0 2.295.999
Stand zum 31.12.2014 412.871 1.188.179 0 1.601.049
Stand zum 31.12.2015 357.754 1.001.408 30.459 1.389.621

Bei der Simark Controls Ltd. sowie bei der PBF ist Anlagevermögen mit einem Restbuchwert in Höhe von € 1.113.960 (Vorjahr: € 1.473.297) als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.

(23) Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

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in € Gewährleistungs-

rückstellungen
Drohverlust-

rückstellungen
Übrige sonstige Rückstellungen Summe Sonstige Rückstellungen Steuer-

rückstellungen
Stand zum 01.01.2015 1.715.341 550.238 96.686 2.362.265 60.505
Währungsdifferenzen 0 0 -163.814 -163.814 0
Zuführung 233.071 0 85.016 318.087 0
Aufzinsung 46.228 23.531 0 69.759 0
Verbrauch -272.385 -117.361 0 -389.746 0
Auflösung 0 0 0 0 -3.042
Stand zum 31.12.2015 1.722.255 456.408 17.887 2.196.550 57.463
davon mit einer Restlaufzeit zwischen 1 Jahr und 5 Jahren 1.222.776 346.324 17.887 1.586.987 0

Gewährleistungsrückstellungen

Der Ansatz erfolgt in Höhe des Barwerts des Nettobetrags zur Erfüllung der Verpflichtung. Zur Diskontierung wird ein Zinssatz von 2,16 % (Vorjahr: 2,90 %) auf den Teil, der nach 2 Jahren fällig ist, 2,34 % (Vorjahr: 3,07 %) auf den Teil, der nach 3 Jahren fällig ist, 2,54 % (Vorjahr: 3,26 %) auf den Teil, der nach 4 Jahren fällig ist und 2,74 % (Vorjahr: 3,45 %) auf den Teil, der nach 5 Jahren fällig ist, zu Grunde gelegt.

Drohverlustrückstellungen

Bei den Drohverlustrückstellungen handelt es sich um Drohverluste aus Miet-und Leasingaufwendungen. Für den langfristigen Teil der Rückstellungen ist mit einer Inanspruchnahme voraussichtlich erst ab 2017 zu rechnen. Auf Basis bestehender Miet- und Leasingverträge wurde der jeweilige Rückstellungsbedarf ermittelt. Die Abzinsungsfaktoren wurden, in Abhängigkeit von den Restlaufzeiten, mit 2,16 % - 2,74 % (Vorjahr: 2,90 % - 3,62 %) angesetzt.

Übrige sonstige Rückstellungen

Innerhalb der übrigen sonstigen Rückstellungen wird eine Prämie für Mitarbeiter aus dem Vertriebsbereich erfasst, welche jährlich über einen Zeitraum von drei Jahren bei Verbleib im Konzern einen Anspruch auf Auszahlung besitzen.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten niederländische und rumänische Körperschaftsteuern und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(24) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Darlehen sowie Kontokorrentkredite ausgewiesen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus einem an die Simark Controls Ltd. ausgereichten variabel verzinslichen Darlehen in Höhe von € 630.263 (Vorjahr: € 677.482) mit einer Laufzeit bis 15. August 2018 sowie der Inanspruchnahme der Kreditlinie der Simark Controls Ltd. in Höhe von € 640.722 (Vorjahr: € 804.653) und der PBF Gruppe in Höhe von € 743.146 (Vorjahr: € 530.878). Der langfristige Anteil des Darlehens an die Simark Controls Ltd. in Höhe von € 2.202.797 (Vorjahr € 3.045.313) wird unter den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

(25) Verbindlichkeiten aus Anzahlungen

Die Verbindlichkeiten aus Anzahlungen beziehen sich auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(27) Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Der Konzern hat für verschiedene Sachanlagen Finanzierungs-Leasingverhältnisse abgeschlossen. Die Finanzierungs-Leasingverhältnisse des Konzerns betreffen ausschließlich andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen der Simark Controls Ltd. Die Vertragslaufzeiten umfassen dabei zwischen drei bis fünf Jahren. Die Verträge enthalten Verlängerungsklauseln auf Monatsbasis sowie Kaufoptionen zum Ende des Leasingvertrags. Die zum Abschlussstichtag bestehenden Nettobuchwerte der im Rahmen des Finanzierungsleasings aktivierten Leasinggegenstände können der nachfolgenden Darstellung entnommen werden:

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Andere Anlagen und Betriebs-und Geschäftsausstattung 89.886 141.893
Nettobuchwert der aktivierten Leasinggegenstände 89.886 141.893

Die zum Abschlussstichtag aus dem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn-und Verlustrechnung erfasst.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen können auf die Verbindlichkeiten wie folgt übergeleitet werden:

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31.12.2015 31.12.2014
in € Mindestleasing-

zahlungen
In den Leasingzahlungen enthaltene Zinsen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Barwert) Mindestleasing-

zahlungen
In den Leasingzahlungen enthaltene Zinsen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Barwert)
--- --- --- --- --- --- ---
Innerhalb eines Jahres 40.910 1.469 43.380 50.967 1.708 49.259
Zwischen einem und fünf Jahren 34.190 11.210 45.400 107.776 21.342 86.433
Gesamt 75.100 12.680 87.780 158.743 23.050 135.692

(28) Sonstige Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Barkomponente aus dem Unternehmenserwerb (Simark) 1.101.601 1.184.133
Erfolgsorientierte Vergütung/Prämien 479.541 877.210
Ausstehender Urlaub 290.450 335.980
Lohnsteuer 261.704 267.402
Stock-Appreciation Rights Plan / Transaktionsbonus 192.181 0
Im Rahmen der sozialen Sicherheit 147.691 125.654
13. Gehalt 133.330 128.243
Umsatzsteuer 50.492 440.840
Berufsgenossenschaft 37.000 48.000
Aufbewahrung für Geschäftsunterlagen 30.600 30.600
Aufsichtsratvergütung 25.000 0
Schwerbeschädigtenausgleichsabgabe 9.480 10.180
Überstunden 4.968 8.680
Übrige 63.020 79.563
Gesamt 2.827.058 3.536.483

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.163.601 (Vorjahr: € 1.232.133).

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 betreffen ausschließlich die passivierte Schuld aus dem Stock Appreciation Rights Plan (SAR Plan) für Vorstände in Höhe von € 61.948 (Vorjahr: € 118.428).

Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten ausschließlich die Anleihekomponente einer Wandelschuldverschreibung in Höhe von € 1.316.756, die die Gesellschaft am 18. Dezember 2015 mit einem Gesamtwert von € 1.485.000 mit einer Verzinsung von 4 % und einem Nominalbetrag in Höhe von € 1.650.000 emittiert hat. Der Anleiheinhaber ist berechtigt, eine Wandlung in Stammaktien zum Wandlungspreis von € 6,10 vorzunehmen.

Das Wandlungsrecht kann jederzeit im Zeitraum vom 15. Februar 2016 bis zum Geschäftsschluss des 35. Hand-Lungstags vor dem Fälligkeitsdatum am 21. Dezember 2018 ausgeübt werden. Wird das Wandlungsrecht nicht ausgeübt, werden die Anleihen am 21. Dezember 2018 zu ihrem Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zurückgezahlt. Die Zinszahlung erfolgt halbjährlich, bis das Wandlungsrecht ausgeübt oder das Darlehen zurückgezahlt wird, und beträgt fix 4 % p.a. Zudem besteht bei Eintritt bestimmter Ereignisse ein außerordentliches Kündigungsrecht für den Emittenten und die Anleihegläubiger.

Die Wandelschuldverschreibungen setzen sich aus drei Komponenten zusammen: einer Fremdkapitalkomponente (finanzielle Verbindlichkeit), einer Eigenkapitalkomponente und einer Kündigungskomponente (finanzieller Vermögenswert bzw. finanzielle Verbindlichkeit). Die Eigenkapitalkomponente ist im Eigenkapital in der Kapitalrücklage ausgewiesen (siehe Erläuterung 30 "Eigenkapital"). Der Effektivzins der finanziellen Verbindlichkeit bei Zugang beträgt 12,74 %.

Die in der Bilanz innerhalb der sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten angesetzte Position berechnet sich wie folgt:

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Nennbetrag der Wandelschuldverschreibung zum Ausgabezeitpunkt 1.485.000 0
Eigenkapitalkomponente -67.206 0
Fair Value Kündigungskomponente 3.833 0
Fair Value Anleihekomponente 1.421.627 0
Transaktionskosten -108.758 0
Buchwert Anleihekomponente zum Ausgabezeitpunkt 1.312.869 0
Angefallene Zinsen kalkuliert auf Basis einer Effektivverzinsung von 12,74 % 3.887 0
Buchwert Anleihekomponente am 31. Dezember 2015 1.316.756 0

(29) Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von € 206.011 (Vorjahr: € 153.270) beinhalten ausschließlich ausländische Ertragsteuerschulden der Simark Controls Ltd.

(30) Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals der SFC ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 8.611.204 (Vorjahr: € 8.611.204) und ist eingeteilt in 8.611.204 (Vorjahr: 8.611.204) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie.

Unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 6. Mai 2013 beschlossenen Ermächtigung (genehmigtes Kapital 2013) hat die Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats ihr satzungsmäßiges Grundkapital gegen Bareinlagen und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von € 8.020.045 um € 591.159 auf € 8.611.204 durch Ausgabe von 591.159 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von € 1,00 je Stückaktie und mit voller Gewinnanteilberechtigung im Vorjahr ab dem 1. Januar 2014 erhöht. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 2. Dezember 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Das gezeichnete Kapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag € 72.017.015 (Vorjahr: € 71.594.950). Die Erhöhung der Kapitalrücklage um € 62.065 resultiert aus der Wandlungskomponente der Wandelschuldverschreibung, die am 18. Dezember 2015 emittiert wurde.

Bedingtes Kapital

Die Gesellschaft verfügt über ein Bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443 und ein Bedingtes Kapital 2015 in Höhe von € 729.159 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Im Dezember 2015 wurde eine Wandelschuldverschreibung ausgegeben (siehe Erläuterung 28 "Sonstige Verbindlichkeiten"). Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Genehmigtes Kapital

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2015 wurde das Genehmigte Kapital 2013 in § 5 Abs. 5 der Satzung aufgehoben. Der Vorstand wurde sodann ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 6. Mai 2020 um insgesamt bis zu € 4.305.602,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 4.305.602 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015).

Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Genehmigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung vom 7. Mai 2015 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 6. Mai 2020 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 7. Mai 2015 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.

Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung

Die sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung bezieht sich auf erfolgsneutrale Änderungen aus der Währungsumrechnung von ausländischen Tochtergesellschaften.

4. SONSTIGE ANGABEN

(31) Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs der SFC liegen. Ferner stellen gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten dar, wenn eine Inanspruchnahme hieraus nicht wahrscheinlich ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.

Zum Bilanzstichtag waren keine Eventualverbindlichkeiten erkennbar.

(32) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen.

Verpflichtung aus Operating-Leasingverhältnissen

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen, insbesondere aus den Mietverträgen für Geschäfts- und Büroräume sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge, Hardware, Kopierer und Büroausstattung.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden € 2.450.457 (Vorjahr: € 2.401.734) aus Operating-Leasingverhältnissen aufwandswirksam erfasst.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus solchen unkündbaren Operating-Leasingverträgen, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Mindest-Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen
Bis 1 Jahr 1.874.851 1.978.902
1 bis 5 Jahre 4.084.223 5.379.770
Länger als 5 Jahre 0 232.873
Gesamt 5.959.074 7.591.545

In den Operating-Leasingverträgen ist auch die Miete für das Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude der Gesellschaft enthalten. Der Vertrag endet automatisch nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Es besteht eine Mietverlängerungsoption um einmal weitere 5 Jahre. Im Zusammenhang mit leer stehenden Flächen aus diesem Mietvertrag wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet (siehe Erläuterung 23 "Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen").

Bestellobligo

Im Konzern bestehen zum Abschlussstichtag Einkaufsverpflichtungen von € 3.151.516 (Vorjahr: € 6.917.617). Diese betreffen vor allem Rahmenbestellungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen für die bedingte Gegenleistung in Form der zweiten Barkomponente im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses Simark in Höhe von € 1,10 Mio. (Vorjahr: € 1,18 Mio.). Der Betrag wurde bereits innerhalb des Aufstellungszeitraums des Konzernabschlusses 2015 beglichen.

Nichteinhaltung Financial Covenants

Simark Controls Ltd.

Im Rahmen der Finanzierung der Tochtergesellschaft Simark Controls Ltd. wurden mit den kreditfinanzierenden Banken umfangreiche Financial Covenants (Kreditvereinbarungsklauseln) in Abhängigkeit diverser Kennzahlen von Simark und Rückzahlungsklauseln bei Nichteinhaltung vereinbart. Die Schwellenwerte wurden zum 31. Dezember 2015 überschritten. In Gesprächen mit den Banken wurde vereinbart, dass im März 2016 ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von CAD 1,7 Mio. an Simark ausgereicht wird, um die Nichteinhaltung der Covenants von Simark zum 31. Dezember 2015 zu heilen. Das Darlehen an Simark wurde bereits während des Aufstellungszeitraums des Konzernabschlusses gewährt. Des Weiteren hat SFC AG gegenüber den Banken eine Rangrücktrittserklärung in Höhe des Gesellschafterdarlehens abgegeben.

PBF

Im Rahmen der Finanzierung der Tochtergesellschaft PBF wurde mit der kreditfinanzierenden Bank eine Financial Covenant in Abhängigkeit von einer Eigenkapitalquote von 35 % (Garantiekapital/Gesamtkapital) abgeschlossen. Die definierte Eigenkapitalquote wurde zum 31. Dezember 2015 nicht erreicht. In Gesprächen mit der Bank wurde im März 2016 eine neue Kreditvereinbarung vorbehaltlich der Einhaltung der ursprünglich definierten Financial Covenants abgeschlossen. Zusätzlich hat SFC AG gegenüber der Bank eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von T€ 2.350 eines bereits bestehenden Gesellschafterdarlehens abgegeben.

(33) Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Übersicht sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt.

BUCHWERTE LAUT KONZERN-BILANZ

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.759.498 11.546.354
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig 50.595 262.943
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.277.066 6.122.418
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 435.000 285.000
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - langfristig 3.304 0
Finanzielle Schulden
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.216.928 5.058.326
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.262.550 6.871.734
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 87.780 135.692
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.316.756 0
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 1.163.601 1.232.133

Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen weitgehend den beizulegenden Zeitwerten, da diese im Berichtsjahr mit Ausnahme des langfristigen Teils eines aufgenommenen Darlehens sowie der Anleihe- und Kündigungskomponente im Zusammenhang mit der Emission einer Wandelanleihe, kurzfristig sind. Aufgrund der variablen, an Marktzinssätze gebundenen Verzinsung des Darlehens, entspricht dessen langfristiger Teil des Buchwerts ebenfalls dessen beizulegenden Zeitwert. Die Kündigungskomponente in Zusammenhang mit der Emission der Wandelanleihe wird zu deren beizulegenden Zeitwert in der Bilanz ausgewiesen, der beizulegende Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Anleihekomponente beträgt zum Stichtag € 1.423.630. Die Buchwerte der im Vorjahr zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen ebenfalls annähernd den beizulegenden Zeitwerten, da diese mit Ausnahme des beschriebenen langfristigen Teils eines aufgenommenen Darlehens allesamt kurzfristig sind. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden drei Hierarchieebenen zuzuordnen: Der Ebene 1 sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Ebene 2 erfolgt, sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Ebene 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird. Im Geschäftsjahr 2015 bestehen keine finanziellen Verbindlichkeiten und finanzielle Vermögenswerte, die auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der Ebene 3 beruhen.

Die Überleitungsrechnung der Finanzinstrumente, welche der Ebene 3 zuzuordnen sind, ist nachfolgend dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE

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in € 2015 2014
Bilanzausweis zum 01.01. 0 961.406
Ergebniswirksame Veränderungen 0 -15.289
Abgänge -946.117
Bilanzausweis zum 31.12. 0 0

Die Aufwendungen und Erträge der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE FINANZINSTRUMENTE

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in € 2015 2014
Finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen 1.599 17.017
Aufwand aus Wertberichtigungen -270.596 -116.718
Ertrag aus Währungsumrechnung 105.355 93.722
Aufwand aus Währungsumrechnung -79.127 -37.349
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zinsertrag 3.566 13.605
Nettoergebnis der Kredite und Forderungen -239.202 -29.723
zum beizulegenden Zeitwert
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen -langfristig -529 0
Nettoergebnis der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte -529 0
Finanzielle Schulden
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Zinsaufwand -288.215 -228.283
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Ertrag aus Währungsumrechnung 6.819 1.919
Aufwand aus Währungsumrechnung -81.854 -11.196
Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schulden -367.136 -237.560
Finanzielle Schulden
zum beizulegenden Zeitwert
Sonstige Verbindlichkeiten
Ertrag aus der Auflösung der Earn-Out Komponente Simark/PBF 0 15.289
Nettoergebnis der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schulden 0 15.289

Kapitalmanagement

SFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen -speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 sowie der Barkapitalerhöhung im November 2014 und durch Ausgabe der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2015 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der SFC Energy AG vom 7. Mai 2015 wurde dem Vorstand der Gesellschaft die Ermächtigung erteilt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 6. Mai 2020 auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder eine Kombination sämtlicher dieser Instrumente (gemeinsam Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu € 14.000.000 mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte (auch mit Wandlungs- bzw. Optionspflicht) auf neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu € 4.305.602 nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren.

Das Kapitalmanagement des Konzerns bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (siehe Erläuterung "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente"), das Eigenkapital (siehe Erläuterung "Eigenkapital") und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (siehe Erläuterung "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten").

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:

EIGENKAPITALQUOTE DES KONZERNS

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in € 31.12.2015 31.12.2014
Eigenkapital 16.557.811 27.588.933
als % vom Gesamtkapital 46,1 % 58,4 %
Langfristige Schulden 5.944.648 6.295.965
Kurzfristige Schulden 13.386.798 13.371.035
Fremdkapital 19.331.447 19.667.000
als % vom Gesamtkapital 53,9 % 41,6 %
Gesamtkapital 35.889.257 47.255.933

Die Kapitalstruktur von SFC hat sich im Geschäftsjahr 2015 durch die Emission der Wandelschuldverschreibung verändert. Aufgrund des negativen Konzernergebnisses verringert sich die Eigenkapitalquote auf 46,1 % (Vorjahr: 58,4 %).

Bereinigtes Betriebsergebnis

Für die interne Steuerung verwendet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 unter anderem das sogenannte "bereinigte Betriebsergebnis", also das Betriebsergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der SFC ausgewiesenen Betriebsergebnis auf das bereinigte Betriebsergebnis:

ÜBERLEITUNG AUF DAS BEREINIGTE BETRIEBSERGEBNIS

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in € 2015 2014
Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) -10.644.567 -4.269.158
Unter Herstellungskosten ausgewiesen:
Wertminderungsaufwand auf Anlagen 0 338.735
Abschreibungen auf im Rahmen von Akquisitionen identifizierte immaterielle Vermögenswerte 35.212 97.135
Aufwendungen für Personal im Rahmen von Akquisitionen 202.987 196.412
Aufwendungen aus Vertragsauflösungen 121.954 0
Unter Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen:
Wertminderungsaufwand aktivierte Entwicklungsleistungen 61.282 0
Wertminderungsaufwand Goodwill Impairment 1.746.553 0
Unter Vertriebskosten ausgewiesen:
Aufwendungen aus Vertragsauflösungen 0 117.500
Abschreibungen auf im Rahmen von Akquisitionen identifizierte immaterielle Vermögenswerte 1.051.808 1.054.857
Aufwendungen für SAR Programm Vorstand 84.545 50.210
Aufwendungen für Personal, Bonus 158.959 69.606
Aufwendungen für Personal im Rahmen von Akquisitionen 768.720 743.819
Wertminderungsaufwand Goodwill Impairment 1.746.553 0
Unter allgemeine Verwaltungskosten ausgewiesen:
Aufwendungen aus Vertragsauflösungen 19.358 42.045
Aufwendungen für SAR Programm Vorstand 51.157 68.218
Aufwendungen für Personal im Rahmen von Akquisitionen 202.987 196.412
Unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen:
Drohverluste Mietaufwendungen und Leasing 0 86.197
Unter sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen:
Ertrag aus der Auflösung der Earn-out Rückstellung aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 -15.289
Bereinigtes Betriebsergebnis -4.392.491 -1.223.301

In Verbindung mit Finanzinstrumenten können finanzwirtschaftliche Risiken, wie z.B. Markt-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken auftreten, die nachfolgend erläutert werden.

Risiken und Sicherungspolitik

Durch die internationalen Aktivitäten von SFC wirken sich Änderungen der Währungskurse, Rohstoffpreise sowie Zinsen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Ferner bestehen Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet. Für die Tochterunternehmen PBF und Simark erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos in der Weise, dass auf Grund des überschaubaren Kundenkreises bzw. Forderungsausfalls überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeitern nachgegangen wird und sodann durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurde. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 6.759.498 (Vorjahr: € 11.546.354) entfallen auf die 5 größten Kunden € 286.338, € 270.179, € 238.634, € 177.208 bzw. € 176.391, in Summe € 1.148.750. (Vorjahr: auf die 5 größten Kunden € 1.257.311, € 472.029, € 433.706, € 324.827 bzw. € 302.770, in Summe € 2.790.643). Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

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in € 2015 2014
Stand zum 01.01. 227.872 166.746
Zuführung 292.164 116.718
Inanspruchnahme 0 -38.574
Auflösung -494 -17.017
Stand zum 31.12. 519.542 227.872

Die Laufzeitenbänder der überfälligen aber bisher nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 2.146.257 (Vorjahr: € 3.362.522) sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

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in € 2015 2014
Bruttobuchwert der wertgeminderten Forderungen 532.281 227.872
Einzelwertberichtigt -519.541 -227.872
Nettobuchwert der wertgeminderten Forderungen 12.740 0
Weder überfällig, noch wertberichtigt 4.600.501 8.183.831
Überfällig, nicht wertberichtigt
bis zu einem Monat überfällig 1.121.547 1.998.813
ein bis drei Monate überfällig 347.999 723.375
drei bis sechs Monate überfällig 623.707 439.984
über sechs Monate überfällig 53.004 200.350
Forderungsbestand laut Bilanz 6.759.498 11.546.354

Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.

Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.

Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 sowie im November 2014 und durch die Ausgabe der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2015 begegnet. Die Liquiditätsreserven sind jedoch aufgrund des Jahresfehlbetrages in 2015 im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

SFC entstehen aus den gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten Liquiditätsabflüsse, die im unten stehenden Schema mit ihren frühest möglichen Zeitpunkten undiskontiert dargestellt sind. Analog hierzu sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus Finanzinstrumenten der kurz- und langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Der verbleibende Netto-Liquiditätsabfluss wird durch die bestehenden liquiden Mittel gedeckt.

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in € 2015 2014
Summe 1 Jahr > 1 Jahr Summe 1 Jahr >1 Jahr
--- --- --- --- --- --- ---
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -4.216.928 -2.014.131 -2.202.797 -5.058.326 -2.013.013 -3.045.313
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -7.262.550 -7.262.550 0 -6.871.734 -6.871.734 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -87.780 -42.380 -45.400 -135.692 -49.259 -86.433
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten -1.316.756 0 -1.316.756 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -1.163.601 -1.163.601 0 -1.232.133 -1.232.133 0
Liquiditätsabfluss -14.047.615 -10.482.661 -3.564.954 -13.297.886 -10.166.139 -3.131.746
Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte
Liquide Mittel 3.712.066 3.712.066 0 6.407.418 6.407.418 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.759.498 6.759.498 0 11.546.354 11.546.354 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 50.595 50.595 0 262.943 262.943 0
Liquiditätszufluss 10.522.158 10.522.158 0 18.216.714 18.216.714 0
Nettoliquidität aus Finanzinstrumenten -3.525.457 39.497 -3.564.954 4.918.829 8.050.575 -3.131.746

Der Konzern rechnet bezogen auf die Finanzschulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bei Simark bis zum Ende der Restlaufzeit bei einem Zinssatz von 5,20 % (Vorjahr: 5,20 %) mit Zinszahlungen in Höhe von € 298.539 (Vorjahr: € 459.194). Für die Wandelanleihe (Zinssatz 4 %) sind bis zum Ende der Laufzeit € 198.000 an Zinsen zu entrichten.

Die liquiden Mittel sind inkl. der Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung dargestellt.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert im Wesentlichen aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.

Zudem unterliegt der Konzern Zinsänderungsrisiken aus kurz- und langfristigen variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Ein um 50 Basispunkte erhöhtes oder vermindertes Zinsniveau hätte das Zinsergebnis um € 5.231 (Vorjahr: € 4.671) verbessert bzw. verschlechtert. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten.

Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.

Währungsrisiko

SFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark einen wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen. Ferner erzielen SFC und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in USA gegenüberstehen. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der SFC Energy Inc. zum 31. Dezember 2015 hätte sich bei einer Kursschwankung von - 5 % ein Effekt von € 263.165 (Vorjahr: € 225.818) und bei einer Kursschwankung von + 5 % ein Effekt von € - 263.165 (Vorjahr: € - 225.818) ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte. Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der Simark Controls Ltd. zum 31. Dezember 2015 hätte sich bei einer Kursschwankung von - 5 % ein Effekt von € - 904.303 (Vorjahr: € - 998.533) und bei einer Kursschwankung von + 5 % ein Effekt von € 904.303 (Vorjahr: € 998.533) ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte.

Aus der Umrechnung der rumänischen Tochtergesellschaft bzw. der Transaktionen in RON ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen.

Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der SFC, PBF und Simark zum 31. Dezember 2015 hätte bei einer Kursschwankung von - 5 % zu einem um € - 27.601 (Vorjahr: € - 2.756) und bei einer Kursschwankung um + 5 % zu einem um € 27.601 (Vorjahr: € 2.756) veränderten Fremdwährungsergebnis geführt.

Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsposition berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze ein Fremdwährungsrisiko.

(34) Anteilsbasierte Vergütung

Im März 2009 wurde vom Aufsichtsrat ein Long Term Incentive Plan verabschiedet. Dieser Plan soll den Beitrag der Vorstände und ausgewählter Führungskräfte zur Wertsteigerung des Unternehmens honorieren. Der Plan umfasst eine variable Vergütung in Form von Phantom Shares, bei denen es sich um virtuelle Aktien handelt, denen jeweils der Gesamtwert einer SFC-Aktie zugrunde liegt. Eine virtuelle Aktie gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses und die Auszahlung eines Dividendenäquivalents. Die Phantom Shares der Tranche 1 sowie Tranche 3 wurden ggü. Vorständen der SFC Energy AG ausgegeben während die Bezugsrechte der Tranche 2 ggü. Führungskräften gewährt wurden.

Der Plan ist in verschiedene Teiltranchen mit unterschiedlichen Performance-Zeiträumen unterteilt, die je drei Kalenderjahre umfassen. Zu Beginn jedes Performance-Zeitraums wird ein vorläufiger Zuteilungswert ermittelt, der sich auf Basis des Verhältnisses des Zuteilungsvolumens zum gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate des jeweiligen Performance-Zeitraums bemisst.

Die Auszahlung erfolgt nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis der endgültigen Anzahl der Phantom Shares eines Performance-Zeitraums zum durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums. Die Höhe der endgültigen Anzahl der Phantom Shares ist von einem Erfolgsfaktor abhängig, der sich auf Basis definierter EVA (Economic Value Added) Zielgrößen bemisst. Endet das Anstellungsverhältnis erfolgt keine Zuteilung für noch nicht begonnene Performance-Zeiträume. Außer im Falle einer außerordentlichen Kündigung werden bei Tranche 1 und Tranche 3 die Phantom Shares eines zum Zeitpunkt des Ausscheidens laufenden Performance-Zeitraums auf Basis der bei Beginn des jeweiligen Performance-Zeitraums vorläufig zugeteilten Anzahl der Phantom Shares zeitanteilig ausgezahlt. Bei Tranche 2 erfolgt eine zeitanteilige Auszahlung, außer im Falle einer verhaltensbedingten ordentlichen oder einer außerordentlichen Kündigung durch SFC sowie außer im Falle einer wirksamen ordentlichen Kündigung durch eine Führungskraft.

Die Phantom Shares haben sich im Jahr 2015 wie folgt entwickelt:

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Tranche 1 Tranche 2 Tranche 3
Anzahl Phantom Shares 121.629 95.245 37.015
Maximale Laufzeit (Jahre) 2,0 - 4,0 2,0 2,0 - 4,0
Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2015 (in Jahren) 0,0 0,0 1
Zu Beginn der Berichtsperiode 2015 ausstehende Phantom Shares (01.01.2015) 25.265 13.068 0
In der Berichtsperiode 2015
gewährte Phantom Shares 0 0 0
verwirkte Phantom Shares 25.265 13.068 0
ausgeübte Phantom Shares 0 0 0
verfallene Phantom Shares 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2015 ausstehende Phantom Shares (31.12.2015) 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2015 ausübbare Phantom Shares (31.12.2015) 0 0 0

Im Vorjahreszeitraum haben sich die Phantom Shares wie folgt entwickelt:

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Tranche 1 Tranche 2 Tranche 3
Anzahl Phantom Shares 121.629 95.245 37.015
Maximale Laufzeit (Jahre) 2,0 - 4,0 2,0 2,0 - 4,0
Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2014 (in Jahren) 1,0 1,0 1,0 - 2,0
Zu Beginn der Berichtsperiode 2014 ausstehende Phantom Shares (01.01.2014) 61.582 31.853 33.951
In der Berichtsperiode 2014
gewährte Phantom Shares 0 0 0
verwirkte Phantom Shares 36.317 18.785 33.951
ausgeübte Phantom Shares 0 0 0
verfallene Phantom Shares 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2014 ausstehende Phantom Shares (31.12.2014) 25.265 13.068 0
Am Ende der Berichtsperiode 2014 ausübbare Phantom Shares (31.12.2014) 0 0 0

Zum 31.Dezember 2015 sind somit sämtliche zu Beginn des Geschäftsjahres ausstehenden Phantom Shares im Rahmen des LTIP verwirkt, weshalb keine neuerliche Bewertung der Phantom Shares zum 31. Dezember 2015 erforderlich ist.

Aus dem LTIP entsteht der SFC AG zum 31. Dezember 2015 folgender Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen mit Barausgleich:

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in € 2015 2014
Periodenertrag aus anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich 0 0

Zum 31. Dezember 2015 wurde eine Schuld in Höhe von € 0 unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (Vorjahr: € 0) und in Höhe von € 0 unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten (Vorjahr: € 0) passiviert.

Stock Appreciation Rights Plan

Im Zuge der neuen Vorstandsverträge wurden zwischen der Gesellschaft und den drei Vorständen Herrn Dr. Podesser (Tranche PP1), Herrn Pol (Tranche HP1) sowie Herrn Schneider (Tranche StS1) ein Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Plans (SAR Plan) geschlossen. Ziel des Plans ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre fördert, zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Rahmen der Verlängerung des Vorstandsvertrags mit Herrn Pol weitere SAR gewährt (Tranche HP2).

Der Plan sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Stock Appreciation Rights (SAR) vor. Ein SAR gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses bei Ausübung abzüglich des Ausübungspreises. Die SAR können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR hängt dabei wesentlich vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs). Die Anzahl der zum jeweiligen Stichtag verfallenden SAR der im Geschäftsjahr 2015 gewährten SAR stellt sich wie folgt dar:

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Referenzkurs

in €
Tranche HP2 zum 1.7.2016 verfallende SAR Tranche HP2 zum 1.7.2017 verfallende SAR Tranche HP2 zum 1.7.2018 verfallende SAR
< 5,00 60.000 60.000 60.000
5,00 - 5,99 55.000 55.000 55.000
6,00 - 6,99 50.000 50.000 50.000
7,00 - 7,99 45.000 45.000 45.000
8,00 - 8,99 40.000 40.000 40.000
9,00 - 9,99 35.000 35.000 35.000
10,00 - 10,99 30.000 30.000 30.000
11,00 - 11,99 25.000 25.000 25.000
12,00 - 13,99 20.000 20.000 20.000
14,00 - 15,99 15.000 15.000 15.000
ab 16,00 0 0 0

Im Zuge der Erfolgsziele muss der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft 30 Handelstage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartefrist den durchschnittlichen Börsenkurs 30 Handelstage vor Ausgabe der SAR übersteigen. Des Weiteren muss sich der Aktienkurs zum Ablauf der jeweiligen Wartezeit besser entwickelt haben als der ÖkoDAX der Frankfurter Wertpapierbörse.

Die Gewährung der SAR wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SAR wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die SAR gewährt wurden, neu bewertet.

Die SAR haben sich im Jahr 2015 wie folgt entwickelt:

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Tranche PP1 Tranche HP1 Tranche StS1 Tranche HP2
Anzahl Stock Appreciation Rights (SAR) 360.000 90.000 180.000 180.000
Maximale Laufzeit (in Jahren) 7,0 7,0 7,0 7,0
Zu Beginn der Berichtsperiode 2015 ausstehende SAR (1.1.2015) 360.000 7.500 180.000 0
In der Berichtsperiode 2015
gewährte SAR 0 0 0 180.000
verwirkte SAR 120.000 0 60.000 0
ausgeübte SAR 0 0 0 0
verfallene SAR 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2015 ausstehende SAR (31.12.2015) 240.000 7.500 120.000 180.000
Am Ende der Berichtsperiode 2015 ausübbare SAR (31.12.2015) 0 0 0 0

Im Vorjahreszeitraum haben sich die SAR wie folgt entwickelt:

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Tranche PP1 Tranche HP1 Tranche StS1
Anzahl Stock Appreciation Rights (SAR) 360.000 90.000 180.000
Maximale Laufzeit (in Jahren) 7,0 7,0 7,0
Zu Beginn der Berichtsperiode 2014 ausstehende SAR (1.1.2014) 360.000 90.000 180.000
In der Berichtsperiode 2014
gewährte SAR 0 0 0
verwirkte SAR 0 82.500 0
ausgeübte SAR 0 0 0
verfallene SAR 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2014 ausstehende SAR (31.12.2014) 360.000 7.500 180.000
Am Ende der Berichtsperiode 2014 ausübbare SAR (31.12.2014) 0 0 0

Im Rahmen der Bewertung zum 31. Dezember 2015 wurden folgende Parameter berücksichtigt:

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Bewertungszeitpunkt Tranche PP1 31.12.2015 Tranche HP1 31.12.2015 Tranche StS1 31.12.2015 Tranche HP2 31.12.2015
Restlaufzeit (in Jahren) 5,25 5,00 5,67 6,50
Volatilität 36,18 % 34,92 % 35,67 % 36,49 %
Risikoloser Zinssatz - 0,02 % - 0,05 % 0,04 % 0,15 %
Erwartete Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Ausübungspreis € 1,00 € 1,00 € 1,00 € 1,00
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt € 4,50 € 4,50 € 4,50 € 4,50

Im Rahmen der Bewertung zum Vorjahr (31. Dezember 2014) wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

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Bewertungszeitpunkt Tranche PP1 31.12.2014 Tranche HP1 31.12.2014 Tranche StS1 31.12.2014
Restlaufzeit (in Jahren) 6,25 6,00 6,67
Volatilität 38,73 % 38,67 % 43,00 %
Risikoloser Zinssatz 0,11 % 0,09 % 0,15 %
Erwartete Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Ausübungspreis € 1,00 € 1,00 € 1,00
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt € 5,50 € 5,50 € 5,50

Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen Vereinbarung herangezogen. Der Aktienkurs wurde über Bloomberg aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum 31. Dezember 2015 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markteinschätzungen für die Höhe der erwarteten Dividende der SFC Aktie in den Jahren 2015 und 2016.

Zum 31. Dezember 2015 wurde im Rahmen des SAR Plans eine Schuld in Höhe von € 230.116 (davon € 61.948 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (31. Dezember 2014: € 118.428; davon € 118.428 langfristig). Der Periodenaufwand für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember beträgt € 111.689 (Vorjahreszeitraum € 118.428).

Transaktionsbonus

Im Geschäftsjahr 2015 wurde ausgewählten Vorständen des Unternehmens ein sog. Transaktionsbonus gewährt. Dieser Transaktionsbonus verbrieft im Falle eines erfolgreichen öffentlichen Übernahmeangebots für die SFC Aktien eine Barzahlung in Abhängigkeit der Höhe des jeweiligen Übernahmeangebots.

Die Gewährung des Transaktionsbonuses wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen der Bonus gewährt wurde, neu bewertet.

Im Rahmen der Bewertung zum 31. Dezember 2015 wurden folgende Parameter berücksichtigt:

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Bewertungszeitpunkt Transaktionsbonus 31.12.2015
Restlaufzeit (in Jahren) 0,42
Volatilität 36,80 %
Risikoloser Zinssatz - 0,40 %
Erwartete Dividendenrendite 0,00 %
Ausübungspreis € 0,00
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt € 4,50

Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen Vereinbarung herangezogen. Für die Quellen bzw. Annahmen zu den verwendeten Marktparametern wird auf die Ausführungen zu den SAR verwiesen.

Zum 31. Dezember 2015 wurde im Rahmen des Transaktionsbonus eine Schuld in Höhe von € 24.013 (davon € 24.013 kurzfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (31. Dezember 2014: € 0; davon € 0 kurzfristig). Der Periodenaufwand für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember beträgt € 24.013 (Vorjahreszeitraum € 0).

(35) Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie deren nahe Familienangehörige. Vorstand und Aufsichtsrat setzen sich in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 wie folgt zusammen:

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann (Vorsitzender)

Gerhard Inninger, München, Dipl.-Finanzwirt (FH) (bis 16. Mai 2014)

Steffen Schneider, Gräfelfing, Kaufmann (ab 1. September 2014)

Hans Pol, Ede, Niederlande, Kaufmann (ab 1. Januar 2014)

Mitglieder des Aufsichtsrates

Tim van Delden, Düsseldorf, Dipl.-Ingenieur (Vorsitzender)

David William Morgan, Rolvenden (Großbritannien), MA ACA, Kaufmann (Stellvertretender Vorsitzender)

Dr. Jens Müller, München, Dipl.-Chemiker (bis 16. Mai 2014)

Hubertus Krossa, Wiesbaden, Kaufmann (seit 16. Mai 2014)

Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" als nahe stehend zu klassifizieren.

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse i.H.v. € 641 im Zuge einer zu marktüblichen Konditionen erfolgten Transaktion mit einem Mitglied des Aufsichtsrates. Weitere Transaktionen in 2015 mit nahestehenden Unternehmen und Personen fanden nicht statt.

Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind im Folgenden dargestellt:

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in € 2015 2014
Fixer Anteil Variabler Anteil Fixer Anteil Variabler Anteil
--- --- --- --- ---
Vorstand 765.455 174.241 718.158 296.040
Aufsichtsrat 112.500 0 112.500 0
Gesamt 877.955 174.241 830.658 296.040

Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen in Höhe von € 411.622 (Vorjahr: € 449.273) ausgewiesen.

Der variable Anteil beinhaltet unter anderem den Aufwand für den Stock Appreciation Rights Plan (SAR Plan) für die Vorstände.

GESCHÄFTSJAHR 2015

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in € fixe Vergütung kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung langfristige erfolgsabhängige Vergütung Gesamtbetrag
Dr. Peter Podesser 373.722 50.521 - 1.171 423.072
Hans Pol 191.911 8.029 77.009 276.949
Steffen Schneider 199.876 4.002 35.851 239.729
Gesamt 765.509 62.552 111.689 939.750

GESCHÄFTSJAHR 2014

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in € fixe Vergütung kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung langfristige erfolgsabhängige Vergütung Gesamtbetrag
Dr. Peter Podesser 370.648 112.571 76.468 559.687
Gerhard Inninger 79.970 18.374 0 98.344
Hans Pol 200.564 30.000 19.623 250.187
Steffen Schneider 66.976 16.667 22.337 105.980
Gesamt 718.158 177.612 118.428 1.014.197

(36) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien. Im Geschäftsjahr 2015 liegen aufgrund der Emission der Wandelschuldverschreibung erstmals Verwässerungseffekte, die bei der Ermittlung der Anzahl der ausstehenden Aktien berücksichtigt werden müssen, sowie verwässernde Effekte auf das Ergebnis der SFC vor.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ermittlung des unverwässerten und des verwässerten Ergebnisses je Aktie:

ERMITTLUNG DES VERWÄSSERTEN UND UNVERWÄSSERTEN ERGEBNISSES je Aktie

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2015 2014
Zahl der Aktien, die sich am Anfang der Periode im Umlauf befanden 8.611.204 8.020.045
Zahl der Aktien, die sich zum Ende der Periode im Umlauf befanden 8.611.204 8.611.204
Gewichteter Durchschnitt der Aktien im Umlauf 8.611.204 8.069.308
Zahl der potenziell verwässernden Stammaktien 9.767 0
Gewichteter Durchschnitt der Aktien für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie 8.620.971 8.069.308
Konzernjahresergebnis (€) -10.668.981 -4.826.263
Angepasstes Konzernjahresergebnis (€) -10.665.774 -4.826.263
Ergebnis je Aktie (unverwässert) (€) -1,24 -0,60
Ergebnis je Aktie (verwässert) (€) -1,24 -0,60

(37) Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben (€ 849.473; Vorjahr: € 660.765) sowie Termin- und Tagesgeldern (€ 2.427.593; Vorjahr: € 5.461.653) zusammen.

Die Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen betreffen im Wesentlichen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag, die bei der Fälligkeit von Tages- und Festgeldern von Zinsgutschriften einbehalten wurden sowie Ertragsteuerzahlungen für die kanadischen und rumänischen Tochtergesellschaften.

Da vorhandene Liquiditätsüberschüsse der SFC in kurzfristige, risikoarme Finanztitel angelegt werden, werden die erhaltenen Zinsen dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet. Die Zinszahlungen werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit abgebildet.

(38) Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung

Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, welche als Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung dient.

Für die interne Fokussierung auf die Kernmärkte Öl & Gas, Sicherheit & Industrie und Freizeit sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA).

Die Segmentberichterstattung im Geschäftsjahr 2015 entspricht wie im Vorjahr der internen Berichtsstruktur.

Zum Segment "Öl & Gas" gehören der Vertrieb und Service sowie die Produktintegration für Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte für den Öl & Gas-Markt.

Das Segment "Sicherheit & Industrie" ist stark diversifiziert, im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender - mit Ausnahme von Kunden im Öl & Gasbereich - elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Dazu gehören Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement, in der Windindustrie und der Umwelttechnologie sowie Anwendungen im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich von Militärorganisationen und Behörden. Zum Produktportfolio für dieses Segment gehören somit auch die portable JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, der SFC Power Manager sowie Energienetzwerklösungen. Zudem verkauft PBF in diesem Segment seine Hochleistungselektronik-Bauteile, die in Präzisionsgeräten sowie in Test- und Messsystemen integriert werden.

Im Segment "Freizeit" kommen die EFOY COMFORT-Brennstoffzellen von SFC als Stromerzeuger für Reisemobile, Ferienhütten und Segelboote zum Einsatz.

Verrechnungen zwischen den Segmenten finden nicht statt. Im Finanzergebnis wird der Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwand ausgewiesen.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse sowie des langfristigen Segmentvermögens nach Regionen ist nachfolgend dargestellt:

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in € Umsatzerlöse mit externen 2015 aus Geschäften Kunden 2014 Langfristige 31.12.2015 Vermögenswerte 31.12.2014
Nordamerika 26.389.726 30.499.555 8.681.559 10.488.083
Europa (ohne Deutschland) 11.989.841 12.944.192 3.338.584 7.188.753
Deutschland 6.705.278 7.804.914 2.140.774 1.737.338
Asien 1.468.068 1.793.583 0 0
Rest der Welt 757.207 588.694 0 0
Gesamt 47.310.120 53.630.938 14.160.918 19.414.174

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen erfolgte anhand der eingetragenen Firmensitze der jeweiligen Kunden. Im deutschen Heimatmarkt des Konzerns wurden Umsätze in Höhe von € 6.705.278 (Vorjahr: € 7.804.914) erzielt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde mit keinem Kunden ein Umsatz von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes generiert. Im Vorjahr wurde mit einem Kunden ein Umsatz in Höhe von 11,1 % des Gesamtumsatzes generiert.

Die Abschreibungen des Anlagevermögens, welche innerhalb der Herstellungskosten angefallen sind, können den einzelnen Segmenten wie folgt zugeordnet werden:

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in € 2015 2014
Sicherheit & Industrie 306.615 590.634
Freizeit 214.761 445.074
Öl & Gas 0 98.797
Gesamt 521.376 1.134.505

Zinserträge sind innerhalb des Segments "Sicherheit & Industrie" in Höhe von € 2.292, innerhalb des Segments "Freizeit" in Höhe von € 1.343 und innerhalb des Segments "Öl & Gas" in Höhe von € 0 enthalten.

Zinsaufwendungen entfallen auf das Segment "Sicherheit & Industrie" in Höhe von € 72.253, auf das Segment "Freizeit" in Höhe von € 27.732 sowie auf das Segment "Öl & Gas " in Höhe von € 218.174.

Das interne Berichtswesen beschränkt sich auf Aufwands- und Ertragsposten. Die Segmentberichterstattung enthält dementsprechend keine Bilanzposten.

(39) Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare betragen:

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in € 2015 2014
Abschlussprüfungsleistungen 129.500 129.000
Sonstige Leistungen 0 11.000
Steuerberatungsleistungen 0 4.326
Gesamt 129.500 144.326

(40) Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in 2014 abgegeben und diese auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung 2015 hat der Vorstand und Aufsichtsrat am 29. März 2016 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Die Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.

(41) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Januar 2016 wurde im Rahmen einer Privatplatzierung der Wandelschuldverschreibung eine weitere Tranche in Höhe von T€ 550 platziert. Dies entspricht mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 495. Im März 2016 wurde eine weitere Tranche von T€ 1.100 platziert. Dies entspricht mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 990.

Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet wird.

Brunnthal, den 21. April 2016

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender CEO

Steffen Schneider, Vorstand CFO

Hans Pol, Vorstand CSO

Konzernabschluss UND KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Brunnthal, den 21. April 2016

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender CEO

Steffen Schneider, Vorstand CFO

Hans Pol, Vorstand CSO

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der SFC Energy AG, Brunnthal, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands zur Liquidität sowie zu Geschäftsverlauf und Lage im Konzernlagebericht hin. Dort wird in den Abschnitten "Finanz- und Liquiditätsrisiken" und "Beschaffungs- und Produktionstechnische Risiken" sowie "Zusammenfassung von Geschäftsverlauf und Lage" ausgeführt, dass sich aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen Ertragslage und zukünftiger Liquidität des Konzerns ein Abweichen von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen negativ auf die derzeit noch hinreichende Finanzmittelausstattung auswirken könnte. Insbesondere weist der Vorstand darauf hin, dass aus der Verschiebung oder Nichtbeauftragung von Großprojekten im Verteidigungsbereich bestandsgefährdende Risiken entstehen können.

München, den 21. April 2016

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Götz, Wirtschaftsprüfer

Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer