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SFC Energy AG Annual Report 2010

Apr 29, 2011

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Annual Report

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SFC Energy AG

Brunnthal

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

GESCHÄFTSBERICHT 2010

BERICHT DES AUFSICHTSRATSBERICHT DES AUFSICHTSRATS

ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Das vergangene Geschäftsjahr 2010 war entscheidend geprägt von der neuen Ausrichtung des Unternehmens vom reinen Anbieter von Brennstoffzellen hin zum Anbieter von kompletten Energieversorgungslösungen. Dies beinhaltet die Identifizierung potenzieller neuer Märkte, der Kundenbedürfnisse, entsprechende Anpassungen des Produktportfolios sowie entsprechender strategischer Änderungen. An diesem Prozess hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen. Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat die Arbeit des Vorstands eng begleitet, ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie unten näher erläutert, frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

AUFSICHTSRATSZUSAMMENSETZUNG

Dem nach § 10 Absatz 1 der Satzung aus insgesamt sechs Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2010 an:

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(I) Herr Dr. Rolf Bartke (Aufsichtsratsvorsitzender),
(II) Herr Rüdiger C. Olschowy (stv. Aufsichtsratsvorsitzender),
(III) Herr Wolfgang Biedermann (bis zum 31. Dezember 2010),
(IV) Herr Jakob-Hinrich Leverkus (bis zum 31. Dezember 2010),
(V) Herr David Morgan sowie
(VI) Herr Dr. Manfred Stefener.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2010 zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf insgesamt fünf Sitzungen -am 24. März (Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2009), 6. Mai, 26. Juli, 27. Oktober und 9. Dezember 2010 -beraten. Sämtliche Sitzungen wurden als Präsenzsitzungen abgehalten.

Auf den Aufsichtsratssitzungen hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie der konzernweiten Compliance, die strategischen Ziele sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Organisation der Gesellschaft und des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert, sich von der Leistungsfähigkeit dieser Organisation und des Risikomanagements überzeugt und wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat in verschiedenen Aufsichtsratssitzungen über den Status der einzelnen Business Units, die wirtschaftliche, finanzielle und strategische Situation der Gesellschaft sowie über wesentliche Entwicklungen und Ereignisse (etwa den Umzug in den neuen Firmensitz und die Änderung der Firma der Gesellschaft), die Wachstumsstrategie des Unternehmens und kapitalmarktrechtliche Fragen. Regelmäßige Themen der Beratungen des Plenums waren zudem die Bereiche Finanzen und Controlling, Vertrieb und Marketing, Operations, Qualitätsmanagement, Human Resources, Forschung und Entwicklung sowie Patent- und Wettbewerbssituation. Der Vorstand erstattete zudem regelmäßig Bericht über die strategische Situation der US-amerikanischen Tochtergesellschaft der SFC Energy AG sowie die wesentlichen Entwicklungen in Bezug auf diese.

Darüber hinaus hat der Vorstand nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für ihn erlassenen Geschäftsordnung dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und dem Gesamtgremium auf den Aufsichtsratssitzungen ausführlich durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft sowie durch die Mitteilung von Finanzdaten (jeweils im Vergleich zum Budget und zum Vorjahr) informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, insbesondere zum Vorstandsvorsitzenden, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete.

Ein wesentliches Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2010 war der Einstieg eines Private Equity Investors in die Gesellschaft. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand der Gesellschaft in verschiedenen Sitzungen über mögliche Investoren und ihre strategischen Ziele sowie die Folgen für die Gesellschaft informiert, sich umfangreich zu den Vor- und Nachteilen der potentiellen Investoren berichten lassen, hierzu Fragen gestellt, und nach ausführlicher Diskussion und Beratung den Abschluss einer Lock-up-Vereinbarung mit dem Investor HPE PRO Institutional Fund B.V. zugestimmt.

Ein weiteres wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2010 bildete daneben die M&A-Strategie des Unternehmens. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich mit möglichen Akquisitionen sowie der Beauftragung einer M&A-Beratungsfirma mit der Identifizierung potentieller Zielunternehmen, ließ sich vom Vorstand und anderen Mitarbeitern der Gesellschaft ausführlich hierzu informieren und beteiligte sich an den Ausführungen zur M&A-Strategie der Gesellschaft aktiv mit Fragen und eigenen Vorschlägen, diskutierte mit dem Vorstand ausführlich die Chancen und Risiken vorgeschlagener Maßnahmen und forderte weitere Informationen zu diesen an.

Der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2010 weiterhin mit Vorstandsangelegenheiten, etwa den Jahresboni für das Geschäftsjahr 2009 für die Mitglieder des Vorstandes, der Übernahme eines Aufsichtsratsmandats durch das Vorstandsmitglied Herrn Dr. Podesser sowie dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Herrn Dr. Müller aus dem Vorstand zum 31. Dezember 2010 und die damit verbundene vorübergehende Besetzung des Vorstands mit nur einer Person.

Auf der Aufsichtsratssitzung vom 24. März 2010 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und Lagebericht sowie dem IFRS-Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2009 befasst und diese in Abstimmung mit seinem Prüfungsausschuss und in Gegenwart des Abschlussprüfers der Gesellschaft erörtert und gebilligt. Auf der Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember 2010 ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Strategie und Planung einschließlich des Budgets für das Jahr 2011 unterrichten.

Die Aufsichtsratsmitglieder Herr Dr. Rolf Bartke (Aufsichtsratsvorsitzender), Herr David Morgan und Herr Dr. Manfred Stefener nahmen an sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 teil. Die Aufsichtsratsmitglieder Herr Rüdiger C. Olschowy und Herr Wolfgang Biedermann fehlten auf einer, Herr Jakob-Hinrich Leverkus auf zwei Aufsichtsratssitzungen, jeweils entschuldigt. Kein Aufsichtsratsmitglied fehlte damit in mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats.

AUSSCHÜSSE

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert zwei ständige Ausschüsse gebildet, (I) den Prüfungsausschuss, der aus den Herren Wolfgang Biedermann (bis zum 31. Dezember 2010; bis zum 21. Dezember 2010 Ausschussvorsitzender), Dr. Manfred Stefener (bis zum 31. Januar 2011), Dr. Rolf Bartke und David Morgan (seit dem 21. Dezember 2010; seitdem Ausschussvorsitzender) bestand, sowie (II) den Personalausschuss, dem die Herren Dr. Rolf Bartke (Ausschussvorsitzender), Rüdiger C. Olschowy und Jakob-Hinrich Leverkus (bis zum 31. Dezember 2010) angehörten. Der Personalausschuss hat im Geschäftsjahr 2010 dreimal getagt, nämlich am 23. März, 27. Juli und am 9. Dezember: Der Prüfungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2010 viermal getagt und zwar am 27. Januar (Telefonkonferenz), 18. März, 23. April und 27. Oktober. Dabei waren mit einer Ausnahme stets alle Ausschussmitglieder persönlich anwesend oder den Ausschusssitzungen telefonisch zugeschaltet.

Der Prüfungsausschuss hat den Aufsichtsrat bei der Prüfung des Jahresabschlusses 2009 beraten und die Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers diskutiert und bewertet. Er hat den Aufsichtsrat ferner bei Fragen der Sicherung und Verbesserung der Unternehmensüberwachung unterstützt und damit die ihm zugewiesene Controlling Funktion erfüllt. Weiterhin beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit dem Risikomanagementsystem des Unternehmens sowie mit dem bestehenden Versicherungsschutz der Gesellschaft. Der Prüfungsausschuss hat mit dem Vorstand die jeweiligen Quartalszahlen besprochen, sich ausführlich über die Geschäftslage berichten lassen, Finanzkennziffern eingehend erörtert und diskutiert und sich im Hinblick auf die Kapitalmarktkommunikation mit diesem abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat dem Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 24. März 2010 eine Geschäftsordnung gegeben.

Der Personalausschuss hat den Aufsichtsrat bei der Vorbereitung der dem Plenum vorbehaltenen Personalentscheidungen unterstützt. So hat sich der Personalausschuss etwa über die Zielerreichungsgrade, die einverständliche Beendigung des Vorstandsvertrages von Herrn Dr. Müller sowie die Verlängerung des Vorstandsvertrages von Herrn Dr. Podesser beraten und abgestimmt und Empfehlungen für den Aufsichtsrat ausgesprochen.

CORPORATE GOVERNANCE

Informationen zu den aufsichtsratsbezogenen Aspekten der Corporate Governance der Gesellschaft sind in dem Corporate Governance Bericht und der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 31 ff. des Geschäftsberichts zu finden.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Vergütungsbericht, der auf den Seiten 39 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist, individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2010 ausführlich mit potentiellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr potentielle Interessenkonflikte in Bezug auf die Aufsichtratsmitglieder Dr. Manfred Stefener und Jakob-Hinrich Leverkus festgestellt. Herr Dr. Stefener ist alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der elcomax GmbH, deren Unternehmensgegenstand die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Brennstoffzellkomponenten ist und die offenbar seit dem Frühjahr 2010 auch Brennstoffzellensysteme, die ihn ähnliche Märkte wie die der SFC Energy AG geliefert werden sollen, produzieren und vermarkten will und somit eine Wettbewerbssituation zur Gesellschaft entstanden ist. Herr Leverkus ist Mitglied des Beirats dieser Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat ein Rechtsgutachten einer renommierten Anwaltskanzlei zu den rechtlich gebotenen Maßnahmen eingeholt. Im Einklang mit diesem Gutachten hat der Aufsichtsrat am 6. Mai 2010 beschlossen, die beiden betroffenen Aufsichtsratsmitglieder für die Zukunft von Strategiebesprechungen des Aufsichtsrats auszuschließen. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat hat Herr Leverkus zudem sein Aufsichtsratsmandat bei der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2010 und Herr Dr. Stefener sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Januar 2011 niedergelegt. Weitere Interessenkonflikte sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.

Der Aufsichtsrat hat im Hinblick auf die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auch im Geschäftsjahr 2010 eine Effizienzprüfung seiner Aufsichtsratstätigkeit vorgenommen. Die Gesellschaft bekennt sich zu den im Corporate Governance Kodex niedergelegten Empfehlungen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich abzugebende Entsprechenserklärung, zuletzt vom 23. März 2011, ist auf der Homepage der Gesellschaft unter http://www.investor-sfc.de/de/corporate_governance.phi abrufbar, oder auch im Geschäftsbericht auf den Seiten 31 ff.

RECHNUNGSLEGUNG

Als Abschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag verhandelt, Prüfungspunkte vorgegeben und den Auftrag erteilt. Die vereinbarten Prüfungsschwerpunkte waren: Erstmalige Anwendung der neuen handelsrechtlichen Vorschriften nach BilMoG; Aktivierung von Entwicklungskosten, insbesondere für Projekte ELENA und EFOY 2.0 (Phase 1 und 2); Behandlung der Zuschüsse der öffentlichen Hand, insbesondere Realisierung/Cut-Off zum Bilanzstichtag; Aktivierung von Mietereinbauten im Rahmen des Umzugs in das neue Firmengebäude Eugen-Sänger-Ring 7; turnusmäßige Prüfung des internen Kontrollsystems mit Schwerpunkt auf den Prozessbereichen Finanzmanagement, Absatz; Prüfung des Konzernlageberichts und des Konzernanhangs (insbesondere auf Vollständigkeit der Angaben nach IFRS).

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2010 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Am 23. März 2011 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie Prüfberichte und alle sonstigen Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung rechtzeitig ausgehändigt und von diesen sorgfältig studiert. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Da der Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2010 beendete Geschäftsjahr keinen Bilanzgewinn ausweist, bedurfte es keines Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinnes. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen, ergänzende Auskünfte sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung der Prüfberichte der Abschlussprüfer sowie in Gespräch und Diskussion mit diesen den Jahres- und Konzernabschluss sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat auf Basis seiner eigenen Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss sowie der jeweiligen Lageberichte danach festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er billigte in dieser Bilanzaufsichtsratssitzung am 23. März 2011 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 mit den jeweiligen Lageberichten. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG).

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2010 erzielten, besonderen Erfolge.

Brunnthal, 23. März 2011

Der Aufsichtsrat

Dr. Rolf Bartke

(Vorsitzender)

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT UND ERKLÄRUNG

ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB

Im Folgenden berichten der Vorstand und der Aufsichtsrat über die Corporate Governance bei der SFC Energy AG gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der nachstehende Bericht enthält zugleich die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB sowie den Vergütungsbericht.

Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste, transparente und an einer nachhaltigen Wertschaffung orientierte Unternehmensführung und umfasst das gesamte Leitungs- und Überwachungssystem eines Unternehmens einschließlich seiner Organisation, geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie der internen und externen Steuerungs- und Überwachungsmechanismen. Corporate Governance fördert das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Geschäftspartner, der Finanzmärkte, der Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in die Führung und Überwachung der SFC Energy AG. Mittel einer effektiven Corporate Governance sind die vertrauensvolle und effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Aktionärsinteressen sowie eine offene und aktuelle Unternehmenskommunikation. Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG fühlen sich den Grundsätzen einer guten Corporate Governance verpflichtet und sind davon überzeugt, dass diese eine wesentliche Grundlage für den Erfolg des Unternehmens ist.

Die Corporate Governance wird bei SFC Energy AG in regelmäßigen Abständen überprüft und weiter entwickelt. Die SFC Energy AG folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit nur wenigen Ausnahmen, die der folgenden Erklärung gemäß §161 Aktiengesetz (AktG) entnommen werden können.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG

Nach §161 Aktiengesetz (AktG) haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex ("Kodex") entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden bzw. werden. Die Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen. Die Gesellschaften können somit von den Empfehlungen des Kodex abweichen, sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen und zu begründen. Dies ermöglicht den Gesellschaften die Berücksichtigung branchen- oder unternehmensspezifischer Bedürfnisse. So trägt der Kodex zur Flexibilisierung und Selbstregulierung der deutschen Unternehmensverfassung bei.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 23. März 2011 gemäß §161 AktG nachfolgende Erklärung abgegeben. Diese bezieht sich für den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom 22. März 2010 (aktualisiert am 9. Dezember 2010) bis zum 1. Juni 2010 auf die Kodex-Fassung vom 18. Juni 2009, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger vom 5. August 2009. Seit dem 2. Juni 2010 bezieht sich die Erklärung auf den Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010, die am 2. Juni 2010 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Die Entsprechenserklärung vom 23. März 2011 lautet wie folgt:

"Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG erklären gemäß §161 AktG, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der jeweils einschlägigen Fassung mit folgenden Ausnahmen durchgängig entsprochen wurde und wird:

Gemäß Ziffer 2.3.3 Satz 2 des Kodex in seiner Fassung vom 25. Mai 2010 soll die Gesellschaft die Aktionäre auch bei der Briefwahl und bei der Stimmrechtsvertretung unterstützen. Die Satzung der SFC Energy AG sieht die Möglichkeit der Stimmrechtsabgabe mittels Briefwahl bisher noch nicht vor. Die Verwaltung wird der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, den Vorstand in der Satzung zu ermächtigen, die Abstimmung per Briefwahl in der Einladung zur Hauptversammlung vorzusehen. Wird der Vorschlag angenommen und lässt der Vorstand die Briefwahl zu, wird die Gesellschaft die Aktionäre auch bei der Briefwahl unterstützen. Die SFC Energy AG ermöglicht es ihren Aktionären zudem bereits jetzt, sich nach Maßgabe der Weisungen der Aktionäre durch einen von der SFC Energy AG benannten Stimmrechtsvertreter bei der Abstimmung vertreten zu lassen und auf diese Weise ihre Stimme schon vor dem Tag der Hauptversammlung abzugeben.
Gemäß Ziffer 3.8 Abs. 2 des Kodex in seiner Fassung vom 6. Juni 2008 sollte für den Fall, dass die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O-Versicherung abschließt, ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden. Nach Ziffer 3.8 Abs. 2 Satz 1 des Kodex in seiner Fassung vom 18. Juni 2009, der der Bestimmung des §93 Abs. 2 Satz 2 AktG in der Fassung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) entspricht, hat der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu betragen. Die SFC Energy AG hat vor Verkündung des VorstAG eine D&O-Versicherung für die Mitglieder des Vorstands abgeschlossen, die einen solchen Selbstbehalt nicht vorsieht. Die Versicherung war auf Anfrage auch nicht bereit, gegen die nachträgliche Vereinbarung eines Selbstbehalts eine niedrigere Prämie einzusetzen. Nach §23 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG musste der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder bis spätestens 1. Juli 2010 an die Vorschriften des VorstAG angepasst werden. Zum 1. Juli 2010 hat die SFC Energy AG eine neue D&O-Versicherung für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats abgeschlossen, die die gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt, so dass seit diesem Zeitpunkt insoweit keine Abweichung mehr vorliegt.
Gemäß Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Bis einschließlich 31. Dezember 2010 bestand der Vorstand aus zwei Personen, nämlich einem Chief Executive Officer (CEO) und einem Chief Operating Officer (COO). Am 31. Dezember 2010 lief die Amtzeit des Chief Operating Officer (COO) aus und die entsprechende Person stand für eine erneute Bestellung als Vorstandsmitglied nicht zur Verfügung. Seit dem 1. Januar 2011 werden die Leitungsaufgaben des Vorstands daher vorerst von dem vormaligen Chief Executive Officer (CEO) allein übernommen. Hierdurch wird unter anderem geschäftspolitische Kontinuität gewährleistet. Mittelfristig beabsichtigt der Aufsichtsrat, wieder ein zweites Vorstandsmitglied zu bestellen. Hierzu bedarf es indes eines sorgfältigen und pflichtgemäßen, umfassenden Auswahlprozesses. Aus diesen Gründen besteht der Vorstand seit dem 1. Januar 2011 zunächst nur aus nur einer Person und verfügt seit diesem Zeitpunkt auch nicht mehr über einen Vorsitzenden oder Sprecher.
Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 4 des Kodex soll bei Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Der Vorstandsanstellungsvertrag des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds sowie der bis zum 31. März 2011 laufende Vorstandsanstellungsvertrag des amtierenden Vorstandsmitglieds sahen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund keinen solchen Abfindungs-Cap vor. Ein entsprechender Cap wäre im Ergebnis nicht relevant geworden, da es zu keiner vorzeitigen Beendigung dieser Vorstandsanstellungsverträge gekommen ist. Der ab dem 1. April 2011 geltende Vorstandsanstellungsvertrag enthält einen entsprechenden Cap, so dass ab diesem Zeitpunkt insoweit keine Abweichung mehr vorliegt.
Gemäß Ziffer 5.3.1 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden, wobei nach 5.3.2 des Kodex insbesondere ein Prüfungsausschuss (Audit Committee) eingerichtet werden soll. Derzeit hat der Aufsichtsrat der SFC Energy AG zwei Ausschüsse aus seiner Mitte gebildet, nämlich einen Prüfungsausschuss und einen Personalausschuss. Die Verwaltung wird der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, die satzungsmäßige Größe des Aufsichtsrates von sechs auf drei Mitglieder zu verringern. Für den Fall, dass dieser Vorschlag von der Hauptversammlung der SFC Energy AG angenommen wird, ist der Aufsichtsrat im Einklang mit dem juristischen Schrifttum der Ansicht, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann. Im Falle der Annahme des Vorschlags durch die Hauptversammlung wird der Aufsichtsrat die derzeit eingerichteten Ausschüsse daher auflösen, so dass ab diesem Zeitpunkt eine Abweichung von den Empfehlungen in Ziffern 5.3.1 und 5.3.2 des Kodex vorliegen wird.
Gemäß Ziffer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat hat keinen Nominierungsausschuss gebildet. Die SFC Energy AG vertritt im Einklang mit dem juristischen Schrifttum die Ansicht, dass die Bildung eines Nominierungsausschusses obsolet ist, wenn im Aufsichtsrat keine Arbeitnehmer vertreten sind. Sie nimmt daher von der Bildung eines solchen Ausschusses Abstand.
Gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 der Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010 soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Von der Empfehlung zur Formulierung, Berücksichtigung und Veröffentlichung konkreter Ziele wird abgewichen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats muss eine am Unternehmensinteresse ausgerichtete effektive Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleisten. Um eine pflichtgemäße Wahrnehmung dieser gesetzlichen Aufgaben sicherzustellen, wird sich der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen auch zukünftig in erster Linie von den Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der in Betracht kommenden Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen. Dabei wird der Aufsichtsrat auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats niedergelegte Altersgrenze sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Die vorherige Festlegung konkreter Ziele oder geschlechtsspezifischer Quoten erachtet der Aufsichtsrat indes weder für erforderlich noch für angemessen, da hierdurch die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten gerade für die SFC Energy AG als kleinere börsennotierte Aktiengesellschaft pauschal eingeschränkt würde. Dementsprechend erfolgt im Corporate Governance Bericht auch keine Berichterstattung über eine diesbezügliche Zielsetzung.
Gemäß Ziffer 5.4.6 Satz 4 des Kodex sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Dies ist derzeit nach der Satzung der SFC Energy AG der Fall. Die Verwaltung wird der nächsten ordentlichen Hauptversammlung allerdings vorschlagen, die Vergütung auf eine reine Festvergütung umzustellen. Für die Zukunft ist also eine Abweichung von Ziffer 5.4.6 Satz 4 des Kodex geplant. Nach Ansicht der SFC Energy AG trägt eine fixe Vergütungsstruktur der gesetzlichen Beratungs- und Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats, die unabhängig vom Unternehmenserfolg zu erfüllen ist, besser Rechnung als eine Kombination mit erfolgsorientierten Vergütungskomponenten. Auf diese Weise werden auch potentielle Interessenkonflikte bei den Aufsichtsratsmitgliedern ausgeschlossen, die sich aus den Erfolgskriterien ergeben können. Zudem wird eine Beeinträchtigung der Kontrollfunktion des Aufsichtsrats in Fällen der Parallelität von vorstands- und aufsichtsratsbezogenen Erfolgskriterien ausgeschlossen."

Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der SFC Energy AG unter www.investor-sfc.de/de/corporate_governance.php dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

STRUKTUR UND ARBEITSWEISE DER LEITUNGS- UND KONTROLLORGANE

Eine verantwortungsvolle und transparente Unternehmensführung und Kontrollstruktur ist für SFC Energy AG die zentrale Grundlage zur Schaffung von Werten und Vertrauen. Die Struktur der Leitungs- und Kontrollorgane innerhalb der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der SFC Energy AG nehmen ihre Rechte am Unternehmen in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Mitsprache- und Stimmrecht aus. Die SFC Energy AG unterrichtet ihre Aktionäre, wie auch Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig in einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht ist. Im Rahmen ihrer Investor Relations-Tätigkeit finden regelmäßige Treffen der Gesellschaft mit Analysten und institutionellen Anlegern statt. Zudem hält die Gesellschaft jährlich eine Analystenkonferenz, zuletzt am 23. November 2010, ab.

Die Hauptversammlung der SFC Energy AG findet jährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres statt und entscheidet über sämtliche ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben wie die Gewinnverwendung, Wahl und Entlastung der Aufsichtsrats- sowie Entlastung der Vorstandsmitglieder, Wahl des Abschlussprüfers, Änderung der Satzung der Gesellschaft sowie weitere Aufgaben.

Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte und zur Vorbereitung der Aktionäre auf die Hauptversammlung werden diese bereits im Vorfeld der Hauptversammlung durch den Geschäftsbericht und die Einladung zur Versammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die anstehenden Tagesordnungspunkte unterrichtet. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, einschließlich des Geschäftsberichts, sind auch auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht. Um die Wahrnehmung der Aktionärsrechte zu erleichtern, bietet SFC Energy AG allen Aktionären, die ihre Stimmrechte nicht selbst ausüben können oder wollen, an, über einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter in der Hauptversammlung abzustimmen.

Vorstand

Der Vorstand der SFC Energy AG leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen. Der Vorstand handelt dabei frei von Weisungen Dritter und nach Maßgabe des Gesetzes, der Satzung und der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand der SFC Energy AG zudem auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Unbeschadet des Grundsatzes der Gesamtverantwortung, wonach alle Mitglieder des Vorstands die Verantwortung für die Geschäftsführung gemeinsam tragen, führt jedes Mitglied des Vorstands das ihm übertragene Ressort in eigener Verantwortung. Der Vorstandsvorsitzende hat die Federführung in der Gesamtleitung und der Geschäftspolitik des Unternehmens. Er sorgt für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestand der Vorstand der SFC Energy AG aus zwei Mitgliedern, nämlich Herrn Dr. Peter Podesser, der die Funktion des Chief Executive Officer (CEO) ausübte, und Herrn Dr. Jens Müller, dem die Aufgabe des Chief Operating Officer (COO) zugewiesen war. Seit dem 1. Januar 2011 leitet Herr Dr. Peter Podesser die SFC Energy AG aus den in der vorstehenden Entsprechenserklärung zu Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex dargelegten Gründen vorübergehend als Alleinvorstand. Mittelfristig soll wieder ein zweites Vorstandsmitglied bestellt werden.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der SFC Energy AG arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Strategie, der Risikolage und des Risikomanagements sowie über alle sonstigen wichtigen Ereignisse, die für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind. Auch die strategische Ausrichtung der SFC Energy AG wird regelmäßig mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands sind nach der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand zudem an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten bei den Mitgliedern des Vorstands der SFC Energy AG keine Interessenkonflikte auf, die unverzüglich gegenüber den Aufsichtsrat offenzulegen gewesen wären. Kein Vorstandsmitglied war Mitglied des Aufsichtsrats bei nicht zum Konzern gehörenden Handelsgesellschaften.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und überwacht diesen bei der Leitung der SFC Energy AG. In Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Bestimmte Angelegenheiten der Geschäftsführung bedürfen nach Maßgabe von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des Vorstands oder Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat seiner Zustimmung. Der Aufsichtsrat begleitet den Vorstand aktiv durch Beratungen und Diskussionen, nimmt die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwacht die Geschäftsführung auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend (siehe hierzu auch den Bericht des Aufsichtsrats ab Seite 23).

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Aufsichtsratssitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Mit dem Vorstand steht er in regelmäßigem Kontakt und berät mit ihm insbesondere die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die im Rahmen von Gesetz und Satzung u. a. Regelungen zu den Aufsichtsratssitzungen, den Aufsichtsratsausschüssen, zur Verschwiegenheitspflicht und zum Umgang mit Interessenkonflikten enthält.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats:

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß derzeit aus insgesamt sechs Mitgliedern, die allesamt von den Aktionären gewählt werden. Nach dem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat von Herrn Wolfgang Biedermann und Herrn Jakob-Hinrich Leverkus zum Ablauf des 31. Dezember 2010 sowie Herrn Dr. Manfred Stefener zum Ablauf des 31. Januar 2011 gehören dem Aufsichtsrat gegenwärtig drei von der Hauptversammlung der Gesellschaft gewählte Mitglieder an, nämlich die Herren (i) Dr. Rolf Bartke (Aufsichtsratsvorsitzender), Wirtschaftsingenieur aus Berlin, (ii) Rüdiger C. Olschowy (stv. Aufsichtsratsvorsitzender), Kaufmann aus Schliersee, sowie (iii) Herr David Morgan, Kaufmann aus Rolvenden, Kent, UK. Herr David Morgan wurde zunächst auf Antrag des Vorstands zum 8. März 2010 vom Amtsgericht München zum Aufsichtsrat der Gesellschaft bestellt, bevor er am 6. Mai 2010 von der ordentlichen Hauptversammlung zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt wurde. Herr Rüdiger C. Olschowy hat sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Mai 2011 niedergelegt.

Mit Ausnahme von Herrn Dr. Manfred Stefener (bis zum 31. Januar 2011) gehörten oder gehören dem Aufsichtsrat keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG an. Der Aktionär HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, der mehr als 25 Prozent der Stimmrechte an der SFC Energy AG hält, hat vorgeschlagen, auf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung das ehemalige Vorstandsmitglied Herrn Dr. Jens Müller in den Aufsichtsrat zu wählen. Dem Aufsichtsrat gehört nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an.

Des Weiteren wird der nächsten ordentlichen Hauptversammlung von der Verwaltung der SFC Energy AG vorgeschlagen werden, die satzungsmäßige Größe des Aufsichtsrats von derzeit sechs auf zukünftig nur noch drei Aufsichtsratsmitglieder zu verringern. Dies entspricht der Zahl der aktuell amtierenden Aufsichtsratsmitglieder. Wie die gegenwärtige Praxis zeigt, ermöglicht ein mit drei Mitgliedern besetzter Aufsichtsrat zum einen eine effektive Beratung und Überwachung des Vorstands der SFC Energy AG als einer kleineren börsennotierten Aktiengesellschaft und führt im Vergleich zu einem sechsköpfigen Gremium zum anderen zu erheblichen Kosteneinsparungen und schnelleren Entscheidungsprozessen. Nach Ansicht des Aufsichtsrats erweist sich ein aus nur drei Mitgliedern bestehender Aufsichtsrat für die SFC Energy AG als einer kleineren börsennotierten Aktiengesellschaft damit als effizienter.

Im Geschäftsjahr 2010 hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit potentiellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Potentielle Interessenkonflikte wurden in Bezug auf die Aufsichtratsmitglieder Dr. Manfred Stefener und Jakob-Hinrich Leverkus festgestellt. Herr Dr. Stefener ist alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der elcomax GmbH, deren Unternehmensgegenstand die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Brennstoffzellenkomponenten ist und die offenbar seit dem Frühjahr 2010 auch Brennstoffzellensysteme, die in ähnliche Märkte wie die der SFC Energy AG geliefert werden sollen, produzieren und vermarkten will und somit eine Wettbewerbssituation zur Gesellschaft entstanden ist. Herr Leverkus ist Mitglied des Beirats dieser Gesellschaft. Der Aufsichtsrat der SFC Energy AG holte ein Rechtsgutachten einer renommierten Anwaltskanzlei zu den rechtlich gebotenen Maßnahmen ein. Im Einklang mit diesem Gutachten beschloss der Aufsichtsrat am 6. Mai 2010, die beiden betroffenen Aufsichtsratsmitglieder für die Zukunft von Strategiebesprechungen des Aufsichtsrats auszuschließen. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat legte Herr Leverkus sein Aufsichtsratsmandat bei der SFC Energy AG zum Ablauf des 31. Dezember 2010 nieder und Herr Dr. Stefener zum Ablauf des 31. Januar 2011. Weitere Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Es bestanden auch keine Berater- und/oder sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft.

Ausschüsse des Aufsichtsrats:

Es bestehen zwei Aufsichtsratsausschüsse, der Prüfungsausschuss, der im Jahr 2010 viermal tagte, sowie der Personalausschuss, der im Jahr 2010 dreimal tagte. Dem Prüfungsausschuss gehören bzw. gehörten die Herren Wolfgang Biedermann (bis zum 31. Dezember 2010; bis zum 21. Dezember 2010 Ausschussvorsitzender), Dr. Manfred Stefener (bis zum 31. Januar 2011), Dr. Rolf Bartke und David Morgan (seit dem 21. Dezember 2010; seitdem Ausschussvorsitzender), dem Personalausschuss die Herren Dr. Rolf Bartke (Ausschussvorsitzender), Rüdiger C. Olschowy und Jakob-Hinrich Leverkus (bis zum 31. Dezember 2010) an. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Von den amtierenden Aufsichtsratsmitgliedern qualifiziert sich insbesondere der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr David Morgan, als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des §100 Abs. 5 AktG. Er verfügt über langjährige Berufserfahrung als englischer Wirtschaftsprüfer und ist seit mehreren Jahren in unterschiedlichen herausgehobenen Positionen im Bereich der Unternehmensfinanzen tätig. Der Personalausschuss unterstützt den Aufsichtsrat insbesondere bei der Vorbereitung der dem Aufsichtsrat vorbehaltenen Personalentscheidungen.

Seit dem 14. Juni 2007 empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3.3 ferner die Bildung eines Nominierungsausschusses, der ausschließlich mit Anteilseignern besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Die SFC Energy AG vertritt im Einklang mit dem juristischen Schrifttum die Ansicht, dass die Bildung eines Nominierungsausschusses obsolet ist, wenn im Aufsichtsrat keine Arbeitnehmer vertreten sind. Sie nimmt daher von der Bildung eines solchen Ausschusses Abstand.

Wie bereits erläutert, wird die Verwaltung auf der nächsten Hauptversammlung eine Verkleinerung des Aufsichtsrats von sechs auf drei Mitglieder vorschlagen. Im Falle der Annahme dieses Vorschlags durch die Hauptversammlung wird der Aufsichtsrat die bestehenden Ausschüsse auflösen, so dass insoweit eine Abweichung von den Ziffern 5.3.1 und 5.3.2 des Kodex vorliegen wird. In Übereinstimmung mit dem juristischen Schrifttum ist die SFC Energy AG nämlich der Ansicht, dass eine Ausschussbildung innerhalb eines nur dreiköpfigen Aufsichtsgremiums nicht sinnvoll erscheint und zu keinerlei Effizienzvorteilen in Bezug auf die Wahrnehmung der Beratungs- und Kontrollfunktion führt. Die jeweiligen Aufgaben, die aktuell noch dem Prüfungsausschuss bzw. dem Personalausschuss übertragen sind, werden dann vollständig von dem verkleinerten Gesamtaufsichtsrat wahrgenommen.

Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken zählt zu den Aufgaben einer guten Corporate Governance. Der Vorstand der SFC Energy AG stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen sicher. Hierdurch ist gewährleistet, dass Risiken rechtzeitig erkannt und Risikopotenziale minimiert werden. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Chancen- und Risikobericht (Abschnitt 6 des Lageberichts) (siehe hierzu den Konzernlagebericht der Gesellschaft, Seite 59) dargestellt.

Transparenz

Es ist das Ziel der SFC Energy AG, eine größtmögliche Transparenz zu gewährleisten und allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Über das Internet können sich alle Zielgruppen über aktuelle Entwicklungen bei der Gesellschaft informieren. Adhoc-Mitteilungen der Gesellschaft sind auf der Webseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Auch Pressemitteilungen sowie sonstige Unternehmensnachrichten werden hier zur Verfügung gestellt. Die Entsprechenserklärung und alle nicht mehr aktuellen Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex sind auf der Internetseite der Gesellschaft ebenfalls zugänglich gemacht.

Nach §15a Wertpapierhandelsgesetz müssen die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG und bestimmte Mitarbeiter in Führungspositionen sowie die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen legen.

Das Vorstandmitglied Herr Dr. Peter Podesser hat der SFC Energy AG mitgeteilt, dass er am 7. und 29. Dezember 2010 jeweils 25.000 Stückaktien, am 03. Januar 2011 1.000 Stückaktien und am 28. Februar 40.000 Stückaktien der Gesellschaft erworben hat. Das Aufsichtsratsmitglied Herr David Morgan hat der SFC Energy AG mitgeteilt, dass er am 27. April und 13. Dezember 2010 jeweils 2.000 Stückaktien der Gesellschaft erworben hat. Das Aufsichtsratsmitglied Herr Rüdiger C. Olschowy hat der Gesellschaft mitgeteilt, dass die MIT Munich Industrial Technologies AG, an der er beteiligt ist, am 17. November 2010 20.600 Stückaktien der Gesellschaft erworben hat. Das damalige Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. Manfred Stefener hat der SFC Energy AG mitgeteilt, dass er am 15. Dezember 2010 846.187 Stückaktien der Gesellschaft veräußert hat.

Sämtliche Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz sind auf der Webseite der Gesellschaft unter www.sfc.com veröffentlicht. Der Gesamtbesitz aller Vorstandsmitglieder an Aktien der SFC Energy AG betrug zum 31. Dezember 2010 3,26 %%, der aller Aufsichtsratsmitglieder 7,05 %% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss der SFC Energy AG sowie die Zwischenberichte erfolgen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) gemäß den Vorgaben des International Accounting Standards Board. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 wurde von der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats über den Konzernabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Anteilseignern und Interessenten stehen der Abschluss und die Zwischenberichte auf der Webseite der Gesellschaft zur Verfügung.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Vergütungssystem des Vorstandes

Nach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen:

Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf bzw. dreizehn Monatsraten gezahlt wird.

Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2010 waren die Ziele jeweils mit 25 % von der Budgetzielerreichung Umsatz, Bruttomarge und EBIT abhängig. 25 %% des Bonus stehen im Ermessen des Aufsichtsrates.

Darüber hinaus besteht für die Vorstände die Möglichkeit, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms (LTIP) des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele, Bonuszahlungen für den Zeitraum 1.1.2009 bis 31.12.2013 zu erhalten. Dieses Programm basiert auf einem Phantomaktienmodell und ist in drei jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 umfassen. Die Vergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes ist im Wesentlichen vom Aktienkurs der Gesellschaft und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig. Weitere Einzelheiten zum LTIP finden Sie im Konzernlagebericht auf Seite 57.

Schließlich erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft beiden Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für beide Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen. Herr Dr. Peter Podesser erhält im Geschäftsjahr 2011 zudem eine einmalige Wiederbestellungsprämie als Gegenleistung für die frühzeitige Verlängerung seiner Amtszeit, den Abschluss eines neuen Vorstandsanstellungsvertrages und die Übernahme von weiteren Aufgaben als (temporärer) Alleinvorstand.

Vorstandsvergütung im Jahr 2010

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf insgesamt € 864.882,00. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2010 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das Long Term Incentive Programm sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2010 ausgezahlt oder im Konzernabschluss 2010 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2009 zurückgestellten Beträge. Die Vergütung Wettbewerbsverbot für Herrn Dr. Jens Müller im Jahr 2010 betrifft den zurückgestellten Aufwand für das vereinbarte nachvertragliche Wettbewerbsverbot für 6 Monate nach Beendigung des Vorstandsvertrages.

Die Gesamt- und Einzelbezüge des Vorstands (inkl. Sachbezüge) verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2010 wie folgt:

GESCHÄFTSJAHR 2010

scroll

in €
fixe Vergütung kurzfristige

erfolgsabhängige

Vergütung
langfristige

erfolgsabhängige

Vergütung
Vergütung

Wettbewerbsverbot
Gesamtbetrag
--- --- --- --- --- ---
Dr. Peter Podesser 320.441 141.062 4.584 0 466.087
Dr. Jens Müller 249.300 68.949 487 80.000 398.735
Gesamt 569.740 210.011 5.071 80.000 864.822

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsräte setzt sich entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex derzeit noch aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen. Die Höhe der Vergütung wurde zuletzt in der Hauptversammlung am 2. April 2007 angepasst.

Demnach haben die Mitglieder des Aufsichtsrates Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung. Daneben erhalten sie eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die für das einzelne Mitglied € 20.000,00 beträgt. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jeden Vorsitz in einem Ausschuss des Aufsichtsrates eine zusätzliche jährliche Vergütung von € 5.000,00 und für jede Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrates eine zusätzliche jährliche Vergütung von € 2.500,00. Daneben erhält jedes Mitglied eine variable Vergütung von € 100,00 für jede € 0,01 ausgeschütteter Dividenden je Aktie, die den Betrag von € 1,00 Dividende je Aktie übersteigt. Dieser Vergütungsbestandteil war im Geschäftsjahr 2010 nicht relevant, da keine Dividende ausgeschüttet worden ist.

Die Verwaltung wird der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder aus den in der vorstehenden Entsprechenserklärung zu Ziffer 5.4.6 Satz 4 des Kodex dargelegten Gründen auf eine reine Festvergütung in Höhe von € 25.000,00 pro Mitglied umzustellen, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende weiterhin das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhalten sollen.

Die Gesamt- und Einzelbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

GESAMT- UND EINZELBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2010

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in €
Dr. Rolf Bartke 47.500
Rüdiger C. Olschowy 32.500
Wolfgang Biedermann 25.000
Jakob-Hinrich Leverkus 22.500
David Morgan 16.290
Dr. Manfred Stefener 22.500
Gesamt 166.290

Aktienoptionsprogramme

Im Geschäftsjahr 2010 waren keine Aktienoptionen mehr ausstehend. Aus den in den Vorjahren aufgelegten Aktienoptionsprogrammen wurden im Geschäftsjahr 2008 letztmals Aktienoptionen ausgeübt.

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur

Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG (SFC; ehemals SFC Smart Fuel Cell AG] ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige Geräte, unter anderem auf Basis der Direkt-Methanol-Brennstoffzellentechnologie (Direct Methanol Fuel Cell, kurz DMFC] sowie die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen in Betriebsanlagen und alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, speziell Tankpatronen, und Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen und -verbrauchern (sog. "Power Manager"]. SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über echte kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Methanol-Brennstoffzellen für eine Reihe von Zielmärkten.

SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen. In der Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 wurde demzufolge eine entsprechende Erweiterung des Unternehmensgegenstandes beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde darüber hinaus der Umfirmierung des Mutterunternehmens von SFC Smart Fuel Cell AG in SFC Energy AG zugestimmt. Die Namensänderung spiegelt die zukünftige Positionierung des Unternehmens als Anbieter von Gesamtsystemen zur netzfernen Energieversorgung wider. Die Eintragung der Firmenänderung in das Handelsregister ist am 16. Juli 2010 erfolgt.

Standort des Unternehmens in Deutschland ist Brunnthal, in den USA ist SFC durch die Tochtergesellschaft SFC Energy, Inc. in Atlanta vertreten.

SFC profitiert von mehreren wichtigen wirtschaftlich-technischen und gesellschaftlichen Trends (Markttreibern], z. B. erhöhten Bedürfnissen nach Komfort und Funktionalität in Freizeit- und Sonderfahrzeugen, verstärktem Einsatz drahtloser Informationstechnologie, verstärkter Automatisierung von Messaufgaben, intelligenten Verkehrsleit-, Überwachungs- und Sicherheitssystemen, erhöhtem Stromverbrauch im Militärbereich, veränderter politischer Sicherheitslage, Trend zur effizienten, ressourcenschonenden Energieversorgung. Eine saubere, leistungsfähige netzunabhängige Stromversorgung ist eine echte "enabling technology" und ermöglicht nach Einschätzung von SFC eine Vielzahl von Produkten, die heute an einer mangelhaften Energieversorgung scheitern.

Die wichtigsten Produkte des Konzerns sind kompakte Brennstoffzellengeneratoren, die unter der Marke EFOY überwiegend in den europäischen Freizeitmarkt (primär als Bordstromversorgung für Reisemobile] sowie in den Markt für netzunabhängige Industrieapplikationen verkauft werden. Stark miniaturisierte Versionen dieser Produkte werden als tragbare Stromquellen an Kunden im Verteidigungsbereich geliefert. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements] erwirtschaftet.

SFC ist in folgenden Märkten aktiv: Für den Freizeitmarkt (Leisure) bietet SFC über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) serienmäßige Produkte an. Im Industriebereich (Industry) wird der Markt netzferner, stationärer Stromversorgungslösungen z. B. für Umweltsensorik, Sicherheits- und Verkehrstechnik bedient. Das Verteidigungsgeschäft (Defense) beinhaltet zum einen Seriengeschäft mit Produkten, zum anderen Entwicklungsaufträge, in deren Rahmen Militärorganisationen mit Prototypen beliefert werden. Daneben betreibt SFC die Erschließung weiterer Märkte, z. B. die Energieversorgung im Bereich der Mobilität (Mobility) unterhalb der Pkw-Ebene sowie der Bordstromversorgung für Behörden- und Sonderfahrzeuge.

Durch das öffentliche Aktienangebot und das Bezugsrechtsangebot im Mai 2007 verfügt SFC über eine solide Kapitalausstattung zur Finanzierung des weiteren Wachstums.

Der Vorstand der SFC leitet den Konzern in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.

Im Geschäftsjahr 2010 und in den Vorjahren lag der Hauptfokus des Konzerns auf dem Aufbau der Märkte und Ausbau der Marktpenetration bei gleichzeitiger Produktkostenreduktion durch technologische Innovation. In 2010 wurde eine Umsatzsteigerung um 14,1 % auf T€ 13.330 verzeichnet, die im Rahmen der Erwartungen des Konzerns lag. Der Konzern konnte seine Marktposition als einziger Anbieter kommerziell verfügbarer Brennstoffzellensysteme als Serienprodukte in seinen Marktsegmenten festigen, erhebliche Erfolge beim weiteren Geschäftsaufbau verzeichnen und die Margensituation deutlich verbessern.

Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z. B. Qualitätsparameter verwendet.

Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Konzerns sind das deutsche Aktien- und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.

2. KONJUNKTURELLE ENTWICKLUNG UND BRANCHENUMFELD: WELTWIRTSCHAFT HAT TIEFPUNKT DER REZESSION ÜBERSCHRITTEN

2010 stand unter dem Eindruck der Erholung von der Weltwirtschaftskrise. Nach den im Rahmen des ifo World Economic Survey1 erhobenen Daten entwickelte sich das Weltwirtschaftsklima stabil, mit leichten Eintrübungen im dritten und vierten Quartal, wobei sich der Indikator jedoch weiterhin über seinem langfristigen Durchschnitt befand. Der leichte Rückgang resultierte ausschließlich aus der Verschlechterung der weltweiten Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Die derzeitige Wirtschaftslage wird von den befragten Experten dagegen besser eingeschätzt als im Vorquartal. Die Ergebnisse deuten insgesamt darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft im nächsten halben Jahr verlangsamt fortsetzen wird. Die Entwicklung bleibt jedoch in den einzelnen Wirtschaftsräumen stark unterschiedlich. Der Wirtschaftsklimaindikator sank erneut in Nordamerika und Asien, stieg aber in Australien und marginal in Westeuropa.

1 ifo Konjunkturprognose 2011, ifo Institut, Nov. 2010

Deutschland - Wirtschaft 2010 erholt sich - Erwartungen für 2011 positiv

Mehr Exporte, Investitionen und Konsumausgaben ließen das Bruttoinlandsprodukt (BIP] 2010 um 3,6 % steigen2 . Das ist der höchste Zuwachs seit 20 Jahren. Dieses Wachstum folgte auf den deutlichen Rückgang im Jahr 2009. In dem Krisenjahr war die Wirtschaft mit 4,7 % so stark zurückgegangen, wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik.

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes3 wurde der Aufschwung von 2010 vor allem von den Exporten getragen, die um 14,2 % zulegten. Aber auch höhere Investitionen der Unternehmen halfen der Wirtschaft: Sie gaben 9,4 % mehr für Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungsgüter aus, während die Bauausgaben um 2,8 % zunahmen. Auch die Verbraucher investierten mehr. Ihre Konsumausgaben stiegen um 0,5 %. Der Staatskonsum legte sogar um 2,2 % zu.

Damit ist der außenwirtschaftliche Impuls auch auf die Binnennachfrage übergesprungen. Sie entwickelt sich zunehmend zur treibenden Kraft und soll nach Angaben des BMWi 2011 zu über drei Vierteln zur gesamtwirtschaftlichen Aktivität beitragen. Die wirtschaftliche Erholung führte insbesondere zu einem Beschäftigungsaufschwung. Die Beschäftigung hat 2010 mit 40,5 Mio. Personen den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.

Trotz des Aufschwungs stieg die deutsche Staatsverschuldung 2010 auf einen Höchstwert. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen gaben 88,57 Milliarden Euro mehr aus, als sie einnahmen. Das Staatsdefizit entspricht 3,5 % des Bruttoinlandsproduktes. Damit wurde die im EU-Stabilitätspakt festgesetzte Schuldengrenze von 3,0 % überschritten. 2009 hatte der Staat lediglich 72,7 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen, was einer Defizitquote von 3,0 % entsprach.

Der ifo Geschäftsklimaindex4 für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands entwickelte sich 2010 kontinuierlich aufwärts und ist im Januar 2011 weiter gestiegen. Das Geschäftsklima 2011 knüpft damit an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres an. Die Geschäftserwartungen für die ersten sechs Monate 2011 werden günstig bewertet.

Freizeitmarkt: Reisemobilindustrie5 und Marine

2010 erholte sich die deutsche Caravaning- und Reisemobilindustrie wieder leicht, nachdem 2009 die in den vorangegangenen Boomjahren aufgebauten hohen Bestände an Neufahrzeugen deutlich reduziert worden waren. Entsprechend stieg die deutsche Reisemobilproduktion um 34,1 % auf 30.756 Reisemobile. Auch der Export wuchs im abgelaufenen Jahr um 30 % auf 14.884 Reisemobile. Dank des florierenden Exports blieb der Bestand an neuen Fahrzeugen beim deutschen Fachhandel auf einem gesunden (niedrigeren] Niveau. Fast 50 % der deutschen Reisemobilproduktion wurden ins Ausland verkauft.

Der Produktions-Turnaround führte im abgelaufenen Jahr zu leicht positiven Zulassungszahlen. In Deutschland wurden im Jahr 2010 von Januar bis Dezember 18.139 Reisemobile neu zugelassen, das entspricht einer Steigerung in Höhe von 3,3 % gegenüber 2009. Das gegenwärtige Stimmungsbild bei Industrie, Zulieferern und Handel lässt für das kommende Jahr eine klare Aufwärtsentwicklung noch nicht erwarten. Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass sich der Freizeitmarkt in Deutschland wie in Europa zwar weiter stabilisiert, insgesamt aber noch leicht rückläufig sein dürfte. Auch im Reisemobilbereich wachsen die Erwartungen nicht in den Himmel. Hier würden Experten Steigerungen im niedrigen einstelligen Bereich bereits als Erfolg werten. Es ist hierbei aber nicht auszuschließen, dass das insgesamt positive Wirtschaftsklima in Europa der Caravaningindustrie zu Rückenwind verhilft.

Insgesamt erzielte die deutsche Caravaningindustrie 2010 470 Millionen Euro Umsatz mit Zubehör, das entspricht einem Plus von 40 Millionen Euro bzw. 9,3 %.

Die European Caravan Federation (ECF)6 erhebt als Dachorganisation der nationalen Vertretungen der europäischen Freizeitfahrzeugindustrie Marktdaten über die Entwicklung bzw. den Absatz von Caravans und Reisemobilen. Nach bislang vorliegenden Zahlen ließen die Europäer 2010 68.817 neue Reisemobile zu, das entspricht einem leichten Anstieg von 0,8 %. Dabei waren die europäischen Märkte deutlich uneinheitlich: Zulassungsanstiege verzeichneten Frankreich (18.673 Neuzulassungen, plus 3,5 %), Deutschland (18.280 Neuzulassungen, plus 3 %), Schweden (3.035 Neuzulassungen, plus 28,7 %), Norwegen (1.857 Neuzulassungen, plus 25,5 %) und Spanien (1.851 Neuzulassungen, plus 0,5 %). Zulassungsverluste gab es in Italien (7.645 Fahrzeuge, minus 10,9 %) und Großbritannien (7.169 Fahrzeuge, minus 10,7 %). Für den europäischen Markt rechnet die ECF 2011 mit einer Seitwärtsentwicklung.

Nach dem Rückgang der Bootsproduktion im Jahr 2009 um knapp 60 % gegenüber dem Spitzenjahr 2006 verbesserte sich nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft7 die Nachfrage nach Booten und Yachten im Jahr 2010 wieder. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm die Bootsproduktion nach Berechnungen des Verbandes um ca. 14 % zu. Diese positive Entwicklung wird durch die Ergebnisse des Konjunkturbarometers des Branchenverbandes zum Jahresende bestätigt. 52,6 % der befragten Unternehmen beurteilen die Geschäftslage besser als im Vergleich zum Vorjahr (2009: 25,5 %). Lediglich 21,1 % (Vorjahr: 50,3 %) der Unternehmen berichten von weiteren Umsatzrückgängen. Die Erholung betrifft nahezu alle Bereiche der maritimen Wirtschaft. Auch das Neubootsegment verspürt die frische Brise.

Trotz des kalten Frühjahrs zeichneten sich 2010 im für SFC relevanten Ausrüstungsbereich Umsätze auf dem zufrieden stellenden Vorjahresniveau ab. Rund vier Fünftel der befragten Unternehmen sprechen von gleich bleibenden oder besseren Umsätzen als im Vorjahr. Die Bootseigner investieren weiterhin in den Werterhalt ihrer Schiffe. Dies gilt neben hochwertigem technischem Zubehör wie Heiz-, Kühl- und Kochtechnik und Entertainment-Ausstattungen auch für Navigations- und Sicherheitsausstattung.

Der Konjunkturverlauf im Marinemarkt in den kommenden zwei bis drei Jahren wird deutlich positiver eingeschätzt: 63,7 % (Vorjahr: 33,3 %) glauben an weitere konjunkturelle Verbesserungen.

2 BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jahreswirtschaftsbericht 2011, Jan. 2011

3 Statistisches Bundesamt Wiesbaden, vorläufige Ergebnisse 2010; Stand: 12. Januar 2011

4 ifo Geschäftsklima Deutschland; ifo Konjunkturtest Januar 2011

5 Daten: CIVD Caravaning Industrie Verband e. V.

6 Daten: ECF European Caravan Federation

7 Daten: Bundesverband Wassersportwirtschaft e. V., Pressemeldung zur boot 2011, Jan. 2011

Industriemarkt: Netzferne Stromversorgungslösungen

In industriellen Anwendungen stieg angesichts einer zunehmenden Zahl von Geräten, die fern der Steckdose eingesetzt werden, auch im Jahr 2010 die Nachfrage nach Lösungen zur zuverlässigen Bereitstellung von netzfernem Strom. Typische Anwendungsfelder sind netzferne Sensoren und Messgeräte, Anlagen in der Überwachungs-, Sicherheits- und Verkehrstechnik und viele mehr. Hier werden die EFOY Pro-Brennstoffzellen von SFC zunehmend als echte "Enabling technology" wahrgenommen, die für viele Betreiber netzferner Anlagen die Realisierung neuer und kostenattraktiverer Konzepte mit erhöhter Funktionalität ermöglicht. Eine Umstellung strategisch und sicherheitstechnisch wichtiger Systeme und Anlagen auf neue Energieversorgungskonzepte erfordert jedoch -nach einer entsprechend langen Testphase -eine Investitionsentscheidung. Im Jahr 2010 erfuhr dieser Markt aufgrund seiner strategischen Bedeutung eine leichte Belebung. Für das Jahr 2011 wird damit gerechnet, dass er weiterhin an Bedeutung gewinnen wird.

Mobilität

SFC ist in zwei Segmenten des Mobilitätsmarktes tätig: im Bereich APUs (engl. Auxiliary Power Units, Hilfsantriebe] für Spezial- und Sonderfahrzeuge und im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK oder engl. CHP Combined Heat and Power Sources] für Batteriefahrzeuge. Im ersten Segment APU liefert SFC existierende Produkte an Nutzer konventioneller Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Hier wird die Marktnachfrage von zunehmend rigider werdenden staatlichen Umweltschutzverordnungen angetrieben, wonach Fahrzeuge zur Erzeugung elektrischen Stroms für die Bordbatterien nicht mehr den laufenden Motor im Standbetrieb nutzen dürfen. Beim zweiten Segment CHP handelt es sich, obwohl dieses relativ junge Segment des E-Mobilitätsmarktes viel öffentliche Aufmerksamkeit erfährt, bislang noch um ein reines Entwicklungsthema. SFC entwickelt brennstoffzellenbasierte Stromerzeugungslösungen, die die vorrangigen Limitationen batteriebetriebener Fahrzeuge adressieren sollen, wie Reichweite und Alljahrestauglichkeit. Bekannte Automobilhersteller planen derzeit Tests der SFC-Lösungen als potenzielle Grundlage für saubere urbane Mobilitätskonzepte. Auch wenn 2011 dieser Bereich weiter öffentliche Aufmerksamkeit und Finanzierung erfahren wird, ist noch nicht mit wirtschaftlichen Auswirkungen aus diesem Markt zu rechnen.

Verteidigung

In Reaktion auf die Wirtschaftskrise haben verschiedene europäische Länder und die Vereinigten Staaten rigide Kürzungen in ihren Verteidigungsetats vorgenommen und Strukturveränderungen gestartet. Dessen ungeachtet ermöglichen tragbare und mobile alternative Stromversorgungslösungen die Realisierung neuer Streitkräfte- und Verteidigungsstrategien. Um asymmetrische/terroristische Bedrohungen besser adressieren zu können, entwickeln sich die Verteidigungskräfte zunehmend weg von einem monolithischen Ansatz hin zu kleineren Einheiten. Bei diesen stellt längere Autonomie mit geringer Detektierbarkeit für Soldaten wie Fahrzeuge eine entscheidende Voraussetzung für längere Einsätze dar. Daher wächst bei Sondereinsatzkommandos und OEM-Partnern der Bedarf nach alternativen Stromversorgungslösungen.

3. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2010 stiegen die Umsatzerlöse von T€ 11.687 im Vorjahreszeitraum um 14,1 % auf T€ 13.330. Der Produktanteil am Umsatz erhöhte sich auf 93,4 %, verglichen mit 90,2 % im Vorjahreszeitraum, während sich der Anteil von Umsätzen aus der Entwicklungszusammenarbeit (JDA) und sonstigen Beratungsleistungen entsprechend verminderte.

Umsatz nach Segmenten

Die Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2010 ist überwiegend auf erhöhte Umsätze von Brennstoffzellensystemen der A-Serie (EFOY, EMILY, FC 250) und C-Serie (JENNY) sowie mit Power Managern zurückzuführen. In dieser Entwicklung spiegeln sich die leichte Erholung im Freizeitmarkt, die zunehmende Akzeptanz der Brennstoffzellen im Industriemarkt sowie gesteigertes Interesse an den Systemlösungen im Verteidigungsmarkt wider.

UMSATZ NACH SEGMENTEN

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in T€ in %
Segment 2010 2009 Veränderung Veränderung
--- --- --- --- ---
A-Serie 9.628 9.355 273 2,9
C-Serie 1.089 388 701 >100
Power Manager 794 136 658 >100
Joint Development Agreements 875 996 -121 -12,1
Sonstiges 944 812 132 16,3
Umsatz 13.330 11.687 1.643 14,1

Im Segment A-Serie konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 um 2,9 % auf T€ 9.628 (T€ 9.355) gesteigert werden, im Wesentlichen aufgrund des deutlichen Zuwachses im Industriebereich, in welchem eine Steigerung um T€ 780 (+48,9 %) zu registrieren war. Der Freizeitbereich lag mit einem Wachstum von T€ 288 (+4,6 %) leicht über Vorjahresniveau. Im Bereich Mobilität reduzierte sich der Umsatz signifikant um T€ 939 (-88,5 %). Die im Vorjahr enthaltenen Umsätze in Zusammenhang mit einem staatlichen Konjunkturprogramm konnten aufgrund des Auslaufens der Programme nicht wiederholt werden. Erneut wurden Umsätze mit speziell für den Verteidigungsbereich entwickelten Systemen (FC 250, EMILY) in Höhe von T€ 429 (T€ 363) erzielt.

Der Umsatz im Segment C-Serie verdreifachte sich annähernd von T€ 388 im Geschäftsjahr 2009 auf T€ 1.089 im Geschäftsjahr 2010, wobei die Anzahl der ausgelieferten Systeme von 31 auf 69 gestiegen ist.

Ein signifikantes Wachstum war auch bei Umsätzen mit Power Managern zu verzeichnen, die sich von T€ 136 auf T€ 794 im Geschäftsjahr 2010 erhöhten, die Anzahl der ausgelieferten Power Manager stieg von 23 auf 88.

Die Zuwächse bei der C-Serie und den Power Managern sind insbesondere auf den im 3. Quartal 2010 erteilten Großauftrag der Deutschen Bundeswehr zurückzuführen und bestätigen die Strategie von SFC, dem Kunden eine Komplett-Energielösung zu bieten. Die Bundeswehr orderte SFC-Systemlösungen, die aus der portablen JENNY-Brennstoffzelle, dem SFC-Power Manager, einer speziell auf das System abgestimmten Hybridbatterie und einem Solarpanel sowie speziellem Zubehör bestehen. Mit der Lieferung dieses Energienetzwerks hat SFC den Schritt vom Entwicklungspartner zum Systemlieferanten vollzogen und die Brennstoffzelle erstmals als Kernkomponente der Ausrüstung einer aktiven Verteidigungsorganisation etabliert.

Der Umsatz des Segments JDAs reduzierte sich im Geschäftsjahr 2010 um 12,1 % auf T€ 875 (T€ 996). Die Vergabe von Aufträgen der US-Streitkräfte erfolgte erst Ende des vierten Quartals 2010. Somit ist in 2011 wieder mit einem Anstieg der Umsätze in diesem Segment zu rechnen.

Der Umsatz des Segments Sonstiges stieg im Geschäftsjahr 2010 um 16,3 % auf T€ 944 (T€ 812). Diese Position beinhaltet neben dem Verkauf von Tankpatronen auch den Verkauf von Testequipment an strategische Partner. Zudem sind erstmals auch Komponenten des oben erwähnten Energienetzwerks wie Solarpanele enthalten. Im Vorjahr beinhaltete die Position ferner Beratungsleistungen in Höhe von T€ 148. Der Umsatz mit Tankpatronen lag um T€ 112 (23,7 %) über Vorjahresniveau.

VERKAUFTE STÜCKZAHLEN SFC A-SERIE

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2010 2009 Veränderung Veränderung in %
Freizeit 3.125 3.268 -143 - 4,4
Industrie 634 550 84 15,3
Mobilität 31 394 -363 -92,1
Verteidigung 41 29 12 41,4
Stückzahlen 3.831 4.241 -410 -9,7

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Absatz von Brennstoffzellensystemen der A-Serie um 9,7 % von 4.241 auf 3.831 Einheiten. Die Umsatzsteigerung im Segment A-Serie beruht im Wesentlichen auf Verschiebungen im Modellmix hin zu leistungsstärkeren Brennstoffzellensystemen und reflektiert den Erfolg der im vierten Quartal 2009 in den Markt eingeführten Modelle EFOY 2200 und EFOY Pro 2200.

UMSATZ 2010 NACH REGIONEN

in %

Das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2010 ist überwiegend durch das signifikante Wachstum in Europa verursacht, wohingegen sich der Umsatz in Nordamerika verringerte. In Deutschland lag der Umsatz auf Vorjahresniveau. Demzufolge sank der Inlandsanteil am Umsatz von 42,8 % im Vorjahreszeitraum auf 37,6 %. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich damit auf 62,4 % (57,2 %).

UMSATZ EUROPA (OHNE DEUTSCHLAND)

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in T€ in %
2010 2009 Veränderung Veränderung
--- --- --- --- ---
A-Serie 5.874 4.347 1.527 35,1
C-Serie 86 146 -60 -41,1
Power Manager 65 52 13 25,0
Sonstiges 412 320 92 28,8
Total 6.437 4.865 1.572 32,2

Das Umsatzwachstum in Europa um 32,3 % auf T€ 6.437 (T€ 4.865) ist insbesondere durch höhere Verkaufszahlen mit Brennstoffzellensystemen der A-Serie in den Märkten Freizeit und Industrie verursacht.

UMSATZ DEUTSCHLAND

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in T€ in %
2010 2009 Veränderung Veränderung
--- --- --- --- ---
A-Serie 3.170 4.439 -1.269 -28,6
C-Serie 921 38 883 >100
Power Manager 470 0 470 n. a.
Joint Development Agreements 0 236 -236 -100,0
Sonstiges 447 289 158 54,7
Total 5.008 5.002 6 0,1

In Deutschland stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 % auf T€ 5.008 (T€ 5.002). Bei der A-Serie war ein deutlicher Rückgang aus dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen der A-Serie in den Bereichen Mobilität und Freizeit zu verzeichnen. Ferner konnten im Unterschied zum Vorjahr keine Umsätze aus einem JDA mit der Bundeswehr realisiert werden. Der deutliche Anstieg bei den Segmenten C-Serie, Power Manager und Sonstiges ist überwiegend auf den oben erwähnten Großauftrag der Bundeswehr zurückzuführen.

UMSATZ NORDAMERIKA

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in T€ in %
2010 2009 Veränderung Veränderung
--- --- --- --- ---
Joint Development Agreements 875 760 115 15,1
A-Serie 348 447 -99 -22,1
Power Manager 252 76 176 >100
C-Serie 58 192 -134 -69,8
Sonstiges 63 189 -126 -66,7
Total 1.596 1.664 -68 -4,1

In Nordamerika sank der Umsatz um 4,1 % auf T€ 1.596 (T€ 1.664). Wesentliche Ursache war der Wegfall der im Vorjahr enthaltenen Beratungsleistungen in Höhe von T€ 148.

UMSATZ ASIEN

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in T€ in %
2010 2009 Veränderung Veränderung
--- --- --- --- ---
A-Serie 148 111 37 33,3
C-Serie 24 0 24 n. a.
Power Manager 7 0 7 n. a.
Sonstiges 16 11 5 45,5
Total 195 122 73 59,8

Der Umsatzanstieg in Asien um 59,8 % von T€ 122 auf T€ 195 in 2010 ist insbesondere durch höhere Umsätze mit Brennstoffzellensystemen der A-Serie und C-Serie bedingt.

UMSATZ REST DER WELT

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in T€ in %
2010 2009 Veränderung Veränderung
--- --- --- --- ---
A-Serie 88 11 77 >100
C-Serie 0 12 -12 -100,0
Power Manager 0 8 -8 -100,0
Sonstiges 6 3 3 100,0
Total 94 34 60 >100

In anderen Teilen der Welt betreibt SFC wie auch in Asien derzeit selbst noch kein aktives Marketing.

Bruttoergebnis vom Umsatz:

Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010 im Wesentlichen aufgrund der oben dargestellten Umsatzeffekte im Segment A-Serie und den gestiegenen Umsätzen mit Produkten aus dem Verteidigungsbereich (insbesondere C-Serie und Power Manager) um 26,5 % auf T€ 4.042 (T€ 3.194). Bei der A-Serie steigerte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um T€ 362, die Bruttomarge vom Umsatz stieg auf 29,8 % (26,8 %). Demzufolge erhöhte sich die Bruttomarge vom Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2010 auf 30,3 % (27,3 %). Erwähnenswert sind auch die weiteren Fortschritte bei der Kostenreduzierung der im Segment Sonstiges enthaltenen Tankpatronen: Bei einem um T€ 112 erhöhten Umsatzvolumen verbesserte sich das Bruttoergebnis um T€ 40. Die Verschlechterung des Bruttoergebnisses vom Umsatz im Segment Sonstiges um T€ 10 ist im Wesentlichen durch den Entfall der im Vorjahr enthaltenen margenträchtigen Beratungsleistungen begründet.

In einer Kernkomponente der Brennstoffzelle wird Platin verwendet. Platin stieg vom 31. Dezember 2009 von 1.475 USD/Unze um 18,8 % auf 1.752 USD/Unze zum 31. Dezember 2010 (Vorjahr: +60,0 %). Infolgedessen ist das Bruttoergebnis vom Umsatz durch den Anstieg des Platinpreises belastet. Demgegenüber stehen die Erträge aus der Absicherung des Platins durch Platintermingeschäfte, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind.

Vertriebskosten:

Die Vertriebskosten stiegen im Geschäftsjahr 2010 um 6,9 % auf T€ 4.751 (T€ 4.445), im Wesentlichen durch den Aufbau der U.S.-Organisation.

Forschungs- und Entwicklungskosten:

Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich 2010 von T€ 1.508 um 25,4 % auf T€ 1.891. In diesem Zeitraum wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 1.071 (T€ 980) sowie selbst erstellte Patente in Höhe von T€ 30 (T€ 59) aktiviert. Dabei ist zu beachten, dass die im Rahmen von JDAs angefallenen Entwicklungskosten unter den Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen und Zuschüsse von öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten mit den Entwicklungskosten verrechnet werden. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in 2010 beliefen sich unter Berücksichtigung dieser beiden Effekte sowie der aktivierten Entwicklungskosten und Patente auf T€ 4.725, eine Erhöhung von 5,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 4.493).

Allgemeine Verwaltungskosten:

Die Allgemeinen Verwaltungskosten reduzierten sich in 2010 um 3,6 % auf T€ 2.052 (T€ 2.129), hauptsächlich verursacht durch niedrigere Beratungskosten und Kosten für Investor Relations.

Sonstige betriebliche Erträge:

Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich im Wesentlichen aufgrund von niedrigeren Erträgen aus der Bewertung von offenen Platintermingeschäften von T€ 417 im Vorjahreszeitraum um 45,3 % auf T€ 228 im Geschäftsjahr 2010.

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in 2010 insbesondere durch höhere Aufwendungen aus Kursdifferenzen von T€ 36 auf T€ 87.

Betriebsergebnis (EBIT): Das EBIT des Konzerns war mit minus T€ 4.510 im Geschäftsjahr 2010 nahezu auf Vorjahresniveau (minus T€ 4.507). Das EBIT in Relation zum Umsatz verbesserte sich auf minus 33,8 % (minus 38,6 %).

Zinsen und ähnliche Erträge:

Die Zinsen und ähnliche Erträge sanken hauptsächlich durch das niedrigere Zinsniveau von T€ 744 um 45,0 % auf T€ 409.

Ergebnis nach Steuern:

Das Ergebnis nach Steuern sank im Geschäftsjahr 2010 um 8,9 % auf minus T€ 4.123 nach minus T€ 3.785 im Vorjahr.

Ergebnis je Aktie:

Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS (verwässert) verminderte sich von minus € 0,53 auf minus € 0,58.

Finanzlage

Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.

Im Geschäftsjahr 2010 erhöhte sich der Mittelabfluss von Finanzmitteln von T€ 5.023 im Vorjahr auf T€ 6.982.

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Ende Dezember 2010 beliefen sich auf T€ 33.560 (Ende Dezember 2009: T€ 40.544).

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit:

Der Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit hat sich auf T€ 4.635 (T€ 3.677) im Geschäftsjahr 2010 erhöht. Eine wesentliche Ursache war die im Vorjahreszeitraum enthaltene Steuererstattung in Höhe von T€ 719, die sich in 2010 auf T€ 212 reduzierte. Ferner erhöhte sich das Net Working Capital (Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) in 2010 um T€ 1.665, verglichen mit einem Anstieg von T€ 100 in 2009.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit:

Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 2.347 (T€ 1.227) ab. Diese Erhöhung wurde wesentlich durch die Auszahlung für ein verpfändetes Festgeld (Bankbürgschaft für den Mietvertrag des neuen Gebäudes von SFC) in Höhe von T€ 570 bedingt. Daneben flossen auch um T€ 426 niedrigere Zinsen zu.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit:

Der Rückgang des Mittelabflusses aus der Finanzierungstätigkeit in 2010 auf T€ 0 (T€ 120) ist im Wesentlichen durch die im Vorjahr enthaltenen Zahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von T€ 118 begründet.

Vermögenslage

Ein positives Bild zeigt nach wie vor die Vermögenslage des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 90,1 % (31. Dezember 2009: 90,9 %).

Die Bilanzsumme reduzierte sich zum 31. Dezember 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 8,2 % auf T€ 46.312 (T€ 50.442).

Die Vorräte erhöhten sich aufgrund der Umsatzsteigerung, den zunehmenden Stückzahlen von Produkten im Verteidigungsbereich und dem Aufbau des Lagers der Tochtergesellschaft in den USA von T€ 1.328 um 45,9 %% auf T€ 1.937.

Aufgrund des Umsatzwachstums stiegen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 2.200 um 23,3 %% auf T€ 2.713.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Investitionen in aktivierte Entwicklungskosten und Sachanlagen von T€ 4.846 zum 31. Dezember 2009 auf T€ 6.145 zum 31. Dezember 2010. Der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich von 9,6 % auf 13,3 %. Dabei ist zu beachten, dass das Firmengebäude langfristig angemietet wurde und nicht bei langfristigen Vermögenswerten erscheint.

Bei den kurzfristigen Schulden reduzierten sich hauptsächlich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf T€ 1.384 zum 31. Dezember 2010 (31. Dezember 2009: T€ 1.957).

Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden an der Bilanzsumme auf 9,9 % (31. Dezember 2009: 9,1 %).

Durch das negative Ergebnis nach Steuern verminderte sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2010 auf T€ 41.721 im Vergleich zum 31. Dezember 2009 (T€ 45.860).

Forschung und Entwicklung

Der Konzern investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2010 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 4.725 (Vorjahr: T€ 4.493) im Bereich F&E aufgewendet. Mit zum Stichtag 28 Mitarbeitern (Vorjahr: 29) ist rund ein Drittel des gesamten Personals von SFC mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie und deren Umsetzung in den Produkten des Konzerns beschäftigt. Der Konzern verfolgt eine aktive Patentstrategie zur Verteidigung von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von mehr als 30 verschiedenen Patentanmeldungen bzw. erteilten Patenten.

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten waren im Geschäftsjahr 2010 unverändert folgende:

Reduzierung der Stückkosten durch technologische Innovationen, im Speziellen beim Brennstoffzellen-Stack -dem technischen Kern von Brennstoffzellensystemen mit einem sehr hohen Kostenanteil. Hier wurde die konsequente Entwicklung zu erhöhter Leistungsdichte und dabei verringerter Degradation bei geringerem Materialeinsatz fortgesetzt.
Wesentliche Verbesserung und deutliche Erweiterung der Funktionalität; Neuentwicklungen der Produkte (z. B. Leistungssteigerung, neue marktspezifische Ausstattungsmerkmale, erhebliche Steigerung der Robustheit und Zuverlässigkeit unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen), um neben den bereits adressierten Märkten auch weitere Anwendungsfelder für die Produkte erschließen zu können.
Signifikante Steigerung der Zuverlässigkeit, Robustheit und Lebensdauer der für den Industriemarkt entwickelten Geräte, um die Attraktivität der Produkte weiter zu steigern und den technologischen Vorsprung des Konzerns auszubauen.
Miniaturisierung der Produkte, um Märkte mit hohen Anforderungen an die Tragbarkeit der Energiequelle erfolgreich erschließen zu können, speziell im Verteidigungsbereich.

Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2010 verstärkt komplette Energieversorgungslösungen -typischerweise bestehend aus Brennstoffzellensystem, Hybridbatterie, Power Management, Zubehör, teilweise auch Solarzellen -entwickelt, um Kundenanforderungen speziell aus den Segmenten Verteidigung, Industrie und Mobilität besser erfüllen zu können.

Auch weiterhin plant der Konzern prozentual hohe Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Konzerns in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z. B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie".

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2010 wurden T€ 1.071 (T€ 980) für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellensysteme, Power Manager und Netzwerklösungen aktiviert. Darüber hinaus wurde unter anderem in diverse Spritzgußwerkzeuge für weitere Kostenreduktionen bei den Produkten von SFC, eine automatische Abfüllanlage für Tankpatronen, einen Wareneingangsprüfstand zur Qualitätsverbesserung sowie Einbauten für den Neubau eines Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäudes, das SFC Anfang April 2010 bezogen hat, investiert.

Insgesamt beliefen sich die Investitionen in 2010 auf T€ 2.593 (T€ 2.351). Davon wurden T€ 246 (T€ 304) über Zuschüsse der öffentlichen Hand finanziert und von den Anschaffungskosten abgesetzt, die übrigen Investitionen wurden aus Eigenmitteln vorgenommen.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Die Entwicklung des Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2010 war durch den hohen Auftragseingang für die zivilen EFOY Brennstoffzellensysteme der A-Serie im vierten Quartal 2009 beeinflusst. Der Auftragseingang für EFOY Brennstoffzellen sank von T€ 10.160 im Vorjahr auf T€ 7.710 im Jahr 2010. Infolgedessen bewegte sich der Auftragseingang insgesamt unter dem Vorjahresniveau.

Ein wichtiger Meilenstein konnte im dritten Quartal 2010 mit dem oben unter Punkt 3. erwähnten Großauftrag der Deutschen Bundeswehr im Verteidigungsbereich erzielt werden.

Darüber hinaus hat SFC im vierten Quartal 2010 einen weiteren Auftrag des U.S. Army Operational Test Command (ATEC) erhalten. Der Auftrag beinhaltet die Entwicklung und Lieferung von 100 W-Feldladegeräten und hat eine Laufzeit von 18 Monaten. Das Auftragsvolumen beträgt knapp 2 Millionen US-Dollar und beinhaltet eine Entwicklungsphase und die anschließende Lieferung einer Kleinserie von 100 W-Feldladegeräten.

Diese beiden Aufträge hatten einen wesentlichen Einfluss auf den Anstieg des Auftragseingangs für die Produkte für den Verteidigungsmarkt C-Serie, Power Manager und A-Serie (FC 100, FC 250, EMILY). Der Auftragseingang stieg in Summe von T€ 792 im Jahr 2009 auf T€ 2.994 im Geschäftsjahr 2010.

Insgesamt sank der Auftragseingang von T€ 13.384 in 2009 um 2,4 % auf T€ 13.068 im Geschäftsjahr 2010. Demzufolge belief sich der Auftragsbestand zum Jahresende 2010 auf T€ 3.150, eine Reduzierung um 7,7 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 3.412).

Mitarbeiter zum Jahresende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2010 stellt sich wie folgt dar:

MITARBEITER

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31.12.2010 31.12.2009 Veränderung
Vorstand 2 2 0
Forschung und Entwicklung 28 29 -1
Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement 25 24 + 1
Vertrieb und Marketing 29 25 + 4
Verwaltung 13 11 + 2
Festangestellte Mitarbeiter 97 91 +6

SFC hat zum 31. Dezember 2010 insgesamt 8 (7) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt.

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2010 lag mit 97 (91) leicht über Vorjahresniveau.

VERTEILUNG DER MITARBEITER AUF DIE ABTEILUNGEN 2010

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass der Konzern zum Stichtag über eine solide Vermögens- und Finanzlage verfügt. Bei einer gleichbleibend negativen Ertragslage könnte sich das Gesamtbild jedoch langfristig gesehen verschlechtern.

4. VERGÜTUNGSBERICHT

Vergütungsstruktur des Vorstands

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes.

Die Vorstandsverträge werden vom Personalausschuss unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden erarbeitet. Die Vergütung wird jeweils nach 12 Monaten Vertragslaufzeit vom Personalausschuss überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung und im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus).

Darüber hinaus bestehen Vereinbarungen für die Vorstände, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum 1.1.2009 bis 31.12.2013 zu erhalten. Dieses Programm basiert auf einem Phantomaktienmodell und ist in drei jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 umfassen. Die Vergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes erfolgt als Barausgleich und ist im Wesentlichen vom Aktienkurs von SFC und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig.

Zusätzlich stellt SFC beiden Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. SFC übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils Euro 10.000,00 jährlich und hat für beide Vorstandsmitglieder Directors & Officers-Haftpflichtversicherungen abgeschlossen, die ab 1. Juli 2010 einen Selbstbehalt in Höhe von 10 Prozent des Schadens bis maximal des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vorsehen.

Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsräte setzt sich entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen. Die Höhe der Vergütung wurde zuletzt in der Hauptversammlung am 2. April 2007 angepasst.

Demnach haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen sowie auf Einbeziehung in die von SFC für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung. Daneben erhalten sie eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die für das einzelne Mitglied Euro 20.000,00 beträgt. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jeden Vorsitz in einem Ausschuss des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche Vergütung von Euro 5.000,00 und für jede Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche Vergütung von Euro 2.500,00. Daneben erhält jedes Mitglied eine variable Vergütung von Euro 100,00 für jede Euro 0,01 ausgeschütteter Dividenden je Aktie, die den Betrag von Euro 1,00 Dividende je Aktie übersteigt.

Angaben, die gemäß §314 Abs. 1 Nr. 6a HGB Bestandteil des Konzernanhangs sind, werden in diesem dargestellt.

Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen

Wir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen" im Konzernanhang.

5. ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB

Das Grundkapital der SFC Energy AG beträgt insgesamt Euro 7.152.887,00 und ist eingeteilt in 7.152.887 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von EUR 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt8 :

AM KAPITAL BETEILIGTE

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in %
Holland Private Equity Management B. V. (über HPE PRO Institutional Fund B. V.) 25,01
Conduit Ventures Limited (über Conduit Ventures General Partner II Limited und Conduit Ventures IIA LP) 10,64

Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben sich aus den §§84, 85 Aktiengesetz (AktG) und §7 Abs. 2 der Satzung.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß §179 AktG in Verbindung mit §20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Mai 2013 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu Euro 3.568.121,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. §5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital II in Höhe von Euro 127.716,00 für die Durchführung von Aktienoptionsprogrammen. Zum 31.12.2010 bestehen keine weiteren Optionsausübungsrechte mehr, das Aktienoptionsprogramm ist abgeschlossen.

Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.

Bei der SFC Energy AG liegen derzeit keine Vereinbarungen vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit Arbeitnehmern existieren keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.

8 Es handelt sich um die zuletzt gemäß WpHG gemeldeten Beteiligungen, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts bei SFC eingegangen sind.

6. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt.

Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation. Quartalsweise wird die Entwicklung der definierten Risikofelder in einer Balanced Score Card dargestellt.

Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Konzerns, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jede Business Unit (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches Projektmanagement-Tool für den gesamten Konzern und weitere prozesstechnische Indikatoren.

Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen ggf. zu ergreifen sind.

Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden.

Aus der Geschäftstätigkeit von SFC ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken.

Marktrisiken

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung:

Die Weltwirtschaft befindet sich noch immer in einer Situation mit aktuell nur schwierig berechenbaren Auswirkungen. Aktuelle Prognosen der Regierungen sowie der Wirtschaftsforschungsinstitute enthalten für die wichtigsten Märkte des Konzerns zwar Hinweise auf eine Bodenbildung; belastbare Anzeichen für einen bevorstehenden nachhaltigen konjunkturellen Aufschwung fehlen jedoch derzeit, so dass weiterhin Unsicherheit die Planungen und Prognosen erschweren.

Freizeitmarkt:

Diese Unsicherheit betrifft nach wie vor die Märkte für Freizeitfahrzeuge in Europa. Marktexperten sehen derzeit noch keine eindeutige Trendwende. Diese Entwicklung betrifft auch den Zubehörbereich, wodurch das Risiko weiter steigt, dass sich die Umsätze mit EFOY-Brennstoffzellen in dieser Saison europaweit unter Plan entwickeln.

Industriemarkt:

Der Industriemarkt ist durch das schwierige öffentliche Marktumfeld mit auslaufenden staatlichen Konjunkturprogrammen sowie weiterhin langen Testphasen und komplexen Investitionsentscheidungen beeinflusst, die das Risiko einer geringeren Wachstumsgeschwindigkeit und eines verlangsamten Marktaufbaus mit sich bringen. Auch die gravierende Verschuldung öffentlicher Haushalte ist geeignet, die Wachstumsgeschwindigkeit in diesem Segment zu bremsen.

Mobilitätsmarkt:

Die erwähnten auslaufenden staatlichen Konjunkturprogramme betreffen auch den Mobilitätsmarkt; zusätzlich könnten auch hier mittelfristig Risiken durch verschärfte Sparbemühungen öffentlicher Haushalte entstehen.

Verteidigungsmarkt:

Der Verteidigungsmarkt ist unverändert schwer vorhersehbar, aufgrund geringer Transparenz, Abhängigkeit von politischen Entscheidungen und Entwicklungen, schwieriger Prognostizierbarkeit und einer ausgeprägten Projektorientierung. Es ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass sich die erwarteten Auftragsvergaben an SFC in der Folge weiter verzögern können, auch wenn erste Ausschreibungen bzw. Ankündigungen auf zukünftige Ausschreibungen mittlerweile publik sind. Zusätzlich liegt ein Risiko in möglicherweise sinkenden Ausgaben für den Verteidigungsbereich angesichts der in vielen Ländern laufenden Strukturdiskussionen und stark gestiegener Staatsverschuldung in vielen Regionen.

Technologische Risiken

Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung und höhere Stückzahlen weiter zu senken. Wiederum konnten weitere Kostensenkungen wie beispielsweise beim Stack (Kernkomponente des Brennstoffzellensystems) und Tankpatronen im Berichtszeitraum 2010 ohne Qualitätseinbußen realisiert werden. Das dabei entstehende Know-how stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen hochinnovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.

Patentrechtliche Risiken

Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (mittlerweile: rund 20 Patente erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen.

Wettbewerb

Derzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft im Bereich DMFC-Systeme und den Vermarktungsvorsprung. Dieser Vorsprung wird u. a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings -speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang erste Prototypenlieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Verteidigungsgeschäft zu verzeichnen. In den Zielmärkten Freizeit und netzunabhängige Stromversorgung gibt es aktuell erste Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Folglich bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine fokussierte und innovative Produktweiterentwicklung entgegen.

Beschaffungs- und produktionstechnische Risiken

SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung ihrer Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten.

Währungskurs- und Rohstoffpreisrisiken

SFC erzielt insbesondere aufgrund des Geschäftsvolumens mit den U.S.-Streitkräften einen Teil des Umsatzes in US-Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar gegenüberstehen. Für das Jahr 2010 gab es aufgrund des Aufbaus der Tochtergesellschaft in den USA keine wesentlichen US-Dollar-Überschüsse, weshalb auf eine Sicherung verzichtet wurde. Lediglich 0,11 Mio. USD aus in 2009 abgeschlossenen Devisentermingeschäften wurden Ende 2009 geswapt und Anfang des Jahres 2010 verkauft. Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet SFC aufgrund der bestehenden Aufträge mit den U.S.-Streitkräften wieder steigende US-Dollar-Überschüsse. Zum Bilanzstichtag wurden noch keine Devisentermingeschäfte für 2011 abgeschlossen. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze ein Fremdwährungsrisiko.

Für das Geschäftsjahr 2010 wurde ein Großteil des Platinbedarfs abgesichert. Aufgrund der Markteinschätzung wurde im Geschäftsjahr 2010 noch keine Sicherung für den erwarteten Platinbedarf für das Geschäftsjahr 2011 abgeschlossen. Demzufolge existiert für den nicht abgesicherten Teil des Platinbedarfs ein Preisrisiko. Ausgehend vom Platinpreis zum 31. Dezember 2010 hätte eine Änderung des Platinpreises um 5 % bei unverändertem Dollarkurs eine Auswirkung auf das Ergebnis von rund TEUR 42 beim angenommenen Volumen für das Geschäftsjahr 2011.

Grundsätzlich können wie in der Vergangenheit bei volatilen Preisentwicklungen von Dollar oder Platin Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.

Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können.

Finanz- und Liquiditätsrisiken

Umsatz und Deckungsbeiträge reichten im Berichtszeitraum noch nicht aus, den Konzern profitabel zu machen. Die strategische Ausrichtung von SFC erfordern weitere massive Aufbauarbeit, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden muss -speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Fertigung, Erschließung weiterer Marktsegmente, Aufbau des Vertriebs und der insgesamt wachsenden Organisation. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in den Konzern geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Aufbauarbeit eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Geldmarktfonds, Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

Demzufolge wird das aktuelle Liquiditätsrisiko aufgrund von Zahlungsstromschwankungen als gering eingeschätzt. Dennoch besteht ein Risiko, falls ein größerer Kunde oder eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen an SFC nicht mehr nachkommen könnte.

Aufgrund der Kundenstruktur des Konzerns (hoher Anteil von Militärkunden, Industriekunden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) war die Zahlungsausfallquote von SFC im Jahr 2010 (0,01 % vom Umsatz) in vertretbarem Rahmen. Ein gewisses Risiko besteht darin, dass im Jahr 2010 die 10 größten Kunden 54 % zum Umsatz beitrugen, davon 2 Militärkunden und 5 in- und ausländische Großhändler im Freizeitbereich. Durch Generierung von Neukunden und Ausweitung des Umsatzes mit bestehenden Kunden wird diesem Risiko entgegengewirkt.

Zinsänderungsrisiken

Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.

Personalwirtschaftliche Risiken

SFC ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums und der positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Konzerns entwickelt. Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht SFC, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Jahr 2010 war SFC als Arbeitgeber attraktiv, konnte sehr gut qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnen und damit weitere Voraussetzungen zur Erreichung der Wachstumsziele erfüllen.

Informationstechnologische Risiken

Wichtige IT-Merkmale wie Ausfallsicherheit, Redundanz, Wiederverfügbarkeitsplanung sowie Datensicherungs- und Archivierungsmaßnahmen wurden weiterhin ausgebaut. Zudem sind die kommunikationstechnischen Risiken im neuen Geschäftsgebäude durch infrastrukturelle Maßnahmen nachhaltig reduziert und sicherheitstechnische Vorkehrungen dem Stand der Technik angepasst worden. Die Anbindung externer Mitarbeiter ist ebenso abgesichert wie die redundant ausgelegte Direktverbindung zwischen dem Standort in Brunnthal und der Tochtergesellschaft in den USA.

Risiken im regulatorischen Umfeld

Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld des Konzerns ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u.a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z. B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland und Österreich beanstandet. SFC arbeitet an einer rechtlichen Klärung. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z. B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Konzerns entstehen. Insbesondere könnte SFC verpflichtet werden für Zusatzschulungen im Endkundenhandel zu sorgen, um weitergehende Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben sicherzustellen.

Zusammenfassung

Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die wesentlichen Determinanten der zukünftigen Entwicklung von SFC liegen vor allem in den Maßnahmen zur Umsatzsteigerung (Volumensteigerung in bestehenden Märkten, regionale Ausweitung, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen und neue Applikationen wie Mobilität, Aufbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich) und in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen.

Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren.

7. KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENESINTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.

Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst.

Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung und Arbeitsanweisungen.

Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wird durch das Mutterunternehmen erledigt, so dass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet ist.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Konzerns nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine konzerneigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Konzerns nicht unterhalten.

Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2010 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

8. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand hat am 23. März 2011 die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a HGB abgegeben und im Internet unter ttp://www.investor-sfc.de/de/corporate_governance.php öffentlich zugänglich gemacht.

9. PROGNOSEBERICHT

Der Vorstand geht aktuell fest davon aus, dass SFC seine Führungsposition im Zukunftsmarkt netzunabhängiger Energieversorgung mittels Brennstoffzellen auf Methanolbasis weiter verteidigen kann.

Die Zuwächse im Industrie- und Verteidigungsbereich und insbesondere der im 3. Quartal 2010 erteilte Großauftrag der Deutschen Bundeswehr bestätigen die Strategie von SFC, dem Kunden eine Komplett-Energielösung zu bieten. Die Bundeswehr orderte SFC-Systemlösungen, die aus der portablen JENNY-Brennstoffzelle, dem SFC-Power Manager, einer speziell auf das System abgestimmten Hybridbatterie und einem Solarpanel sowie speziellem Zubehör bestehen. Mit der Lieferung dieses Energienetzwerks hat SFC den Schritt vom Entwicklungspartner zum Systemlieferanten vollzogen und die Brennstoffzelle erstmals als Kernkomponente der Ausrüstung einer aktiven Verteidigungsorganisation etabliert.

Auch bei der Vermarktung sieht der Vorstand mit nunmehr über 20.000 ausgelieferten Brennstoffzellengeneratoren und mehreren Millionen kumulierten Betriebsstunden in der Praxis einen klaren Vorsprung des Konzerns gegenüber Wettbewerbern.

Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet der Vorstand ein organisches Umsatzwachstum ähnlich wie in 2010 -hauptsächlich getragen durch die Märkte Verteidigung und Industrie. Im Freizeitmarkt erwartet der Vorstand eine stabile Umsatzentwicklung mit Wachstumsimpulsen durch den Markteinstieg in Kanada. Weiterer Lagerabbau von Brennstoffzellen bei unseren Kunden im Freizeitbereich kann die Umsätze im ersten Quartal nochmals negativ beeinflussen. Das Wachstum in den Märkten Industrie und Verteidigung soll über strategische Industriepartnerschaften und die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Letzteres schließt auch akquisitorische Schritte nicht aus. Dieses Wachstum kombiniert mit weiterer Verbesserung der Produktkostenstruktur soll nach heutiger Planung zu erheblichen Verbesserungen bei EBIT und Cash Flow führen und damit konkrete Schritte in Richtung Break Even ermöglichen.

Im Jahr 2012 sollen diese Entwicklungen weitergeführt und ausgebaut werden. Auch die regionale Expansion des Freizeitgeschäftes in Nordamerika sollte zur weiteren Umsatzsteigerung beitragen. Zeitgleich sind weitere Effizienzsteigerungen geplant, so dass auch von einer weiteren Verbesserung von Ergebnis und Cash Flow auszugehen ist.

10. NACHTRAGSBERICHT

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.

Brunnthal, den 23. März 2011

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Dr. Peter Podesser
Vorstand

KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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in €
siehe Konzern-Anhang 1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
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1. Umsatzerlöse (1) 13.330.178 11.687.382
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (2) -9.287.856 -8.493.278
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 4.042.322 3.194.104
4. Vertriebskosten (3) -4.751.085 -4.445.176
5. Forschungs- und Entwicklungskosten (4) -1.890.860 -1.507.728
6. Allgemeine Verwaltungskosten (5) -2.052.233 -2.129.109
7. Sonstige betriebliche Erträge (6) 228.089 416.867
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -86.571 -35.747
9. Betriebsergebnis -4.510.338 -4.506.789
10. Zinsen und ähnliche Erträge (8) 408.846 743.630
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (9) -21.769 -21.621
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.123.261 -3.784.780
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (10) 0 0
14. Konzernjahresergebnis -4.123.261 -3.784.780
15. Ergebnisvortrag -28.184.227 -24.399.447
16. Konzernbilanzverlust -32.307.488 -28.184.227
ERGEBNIS JE AKTIE (33)
unverwässert -0,58 -0,53
verwässert -0,58 -0,53

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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in €
2010 2009
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Konzernjahresergebnis -4.123.261 -3.784.780
Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften -15.828 10.448
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen -15.828 10.448
Konzern-Gesamtergebnis des Jahres -4.139.089 -3.774.332

Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen.

Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.

KONZERN-BILANZ

ZUM 31. DEZEMBER 2010

AKTIVA

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in €
siehe Konzern-Anhang 31.12.2010 31.12.2009
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A. Kurzfristige Vermögenswerte 40.167.297 45.596.399
I. Vorräte (14) 1.936.612 1.327.600
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 2.713.062 2.200.369
III. Forderungen aus Percentage-of-Completion (16) 3.833 6.930
IV. Forderungen aus Ertragsteuern (17) 103.567 212.176
V. Sonstige Vermögenswerte und Forderungen1 (18) 1.280.052 1.260.404
VI. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (19) 33.560.171 40.543.600
VII. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung (20) 570.000 45.320
B. Langfristige Vermögenswerte 6.145.106 4.846.064
I. Immaterielle Vermögenswerte (21) 2.946.698 2.410.796
II. Sachanlagen (22) 2.335.363 1.681.233
III. Sonstige Vermögenswerte und Forderungen (18) 66.540 63.285
IV. Aktive latente Steuern (10) 796.505 690.750
Aktiva 46.312.403 50.442.463

1 Zum 31.12.2009 erfolgte ein separater Ausweis der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Diese Position wurde zum 31.12.2010 gemeinsam mit der Position Sonstige Vermögenswerte und Forderungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

PASSIVA

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in €
siehe Konzern-Anhang 31.12.2010 31.12.2009
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A. Kurzfristige Schulden 3.177.805 3.444.426
I. Sonstige Rückstellungen (23) 547.265 571.606
II. Verbindlichkeiten aus Anzahlungen (24) 3.583 18.321
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25) 1.384.029 1.957.452
IV. Sonstige Verbindlichkeiten (26) 1.242.928 897.047
B. Langfristige Schulden 1.413.189 1.137.539
I. Sonstige Rückstellungen (23) 500.865 264.241
II. Sonstige Verbindlichkeiten (26) 115.819 182.548
III. Passive latente Steuern (10) 796.505 690.750
C. Eigenkapital 41.721.409 45.860.498
I. Gezeichnetes Kapital (27) 7.152.887 7.152.887
II. Kapitalrücklage (27) 66.879.638 66.879.638
III. Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung (27) -3.628 12.200
IV. Ergebnisvortrag (27) -28.184.227 -24.399.447
V. Konzernjahresergebnis (27) -4.123.261 -3.784.780
Passiva 46.312.403 50.442.463

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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in €
siehe Konzern-Anhang 1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
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Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern -4.123.261 -3.784.780
- Zinsergebnis (8), (9) -387.077 -722.009
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (12), (21), (22) 1.020.083 927.212
+ Aufwand aus Long Term Incentive Plan (31) 7.899 182.548
-/+ Änderung von Wertberichtigungen (14), (15) -36.739 1.962
+/- Verluste/Gewinne aus dem Abgang Anlagevermögen (21), (22) 6.466 -251
- Gewinn aus Derivaten (30) -90.799 -306.067
Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen -3.603.428 -3.701.385
+ Veränderung der kurz- und langfristigen Rückstellungen (23) 190.721 45.475
-/+ Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) -511.939 180.744
- Veränderung der Vorräte (14) -579.685 -187.829
+/- Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte1 (16), (17), (18) 84.852 -60.689
- Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25) -573.423 -92.874
+/- Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten (24), (26) 248.934 -333.706
- Veränderung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten (34) 0 -33.092
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern -4.743.968 -4.183.356
+ Ertragsteuererstattungen (34) 108.609 506.557
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -4.635.359 -3.676.799

1 Zum 31.12.2009 erfolgte ein separater Ausweis der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Diese Position wurde zum 31.12.2010 gemeinsam mit der Position Sonstige Vermögenswerte und Forderungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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in €
siehe Konzern-Anhang 1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
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Cashflow aus der Investitionstätigkeit
- Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten (21) -1.070.800 -979.700
- Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte (21) -88.816 -93.074
- Investitionen in Sachanlagen (22) -1.061.669 -974.531
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung (20) 45.320 750.000
+ Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge (8), (18) 394.986 820.524
- Auszahlungen aus dem Erwerb von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung (20) -570.000 -750.000
+ Verkauf von Anlagevermögen (22) 4.225 252
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.346.754 -1.226.529
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
- Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (22) 0 -118.182
- Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen (9) -207 -1.745
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -207 -119.927
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -6.982.317 -5.023.255
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -1.112 -666
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode (19) 40.543.600 45.567.521
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode (19) 33.560.171 40.543.600
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -6.982.317 -5.023.255

Wesentliche nicht zahlungswirksame Transaktionen

Im Geschäftsjahr 2010 gab es wie auch im Vorjahr keine wesentlichen nicht zahlungswirksamen Transaktionen.

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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in €
siehe Konzern-Anhang Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Sonstige

ergebnisneutrale

Eigenkapitalveränderung
Konzern-

bilanzverlust
Summe
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Stand 1.1.2009 7.152.887 66.879.638 1.752 -24.399.447 49.634.830
Konzern-Gesamtergebnis des Jahres
Konzernjahresergebnis -3.784.780 -3.784.780
Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung (27) 10.448 10.448
Stand 31.12.2009 7.152.887 66.879.638 12.200 -28.184.227 45.860.498
Konzern-Gesamtergebnis des Jahres
Konzernjahresergebnis -4.123.261 -4.123.261
Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung (27) -15.828 -15.828
Stand 31.12.2010 7.152.887 66.879.638 -3.628 -32.307.488 41.721.409

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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in €
A-Serie C-Serie JDA
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31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
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Anlagevermögen 1.029.028 1.076.559 88.777 18.445 114.329 110.383
Vorräte 1.192.570 1.043.737 461.089 106.223 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.634.829 1.682.570 145.817 38.857 481.365 405.282
Sonstiges Segmentvermögen 1.149.570 779.087 0 245.479 3.833 6.930
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0 0 0 0
Segmentvermögen 5.005.997 4.581.953 695.683 409.004 599.527 522.595
1.1.-31.12.

2010
1.1.-31.12.

2009
1.1.-31.12.

2010
1.1.-31.12.

2009
1.1.-31.12.

2010
1.1.-31.12.

2009
Umsatzerlöse 9.627.595 9.354.604 1.089.149 387.751 874.691 996.561
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -6.758.154 -6.847.485 -583.697 -172.337 -601.326 -613.465
Bruttoergebnis vom Umsatz 2.869.441 2.507.119 505.452 215.414 273.365 383.096
nicht den Produkten zuordenbare betriebliche Kosten
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresergebnis

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in €
Power Manager Sonstige Ausgleichsposten
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen 43.803 5.089 190.945 90.193 3.815.179 2.791.360
Vorräte 156.547 43.222 126.406 134.418 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 301.880 25.877 149.171 47.783 0 0
Sonstiges Segmentvermögen 42.887 0 0 0 1.054.207 1.202.049
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0 0 34.130.171 40.588.920
Segmentvermögen 545.117 74.188 466.522 272.394 38.999.557 44.582.329
1.1.-31.12.

2010
1.1.-31.12.

2009
1.1.-31.12.

2010
1.1.-31.12.

2009
1.1.-31.12.

2010
1.1.-31.12.

2009
Umsatzerlöse 794.237 135.962 944.506 812.504 0 0
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -399.273 -56.939 -945.406 -803.052 0 0
Bruttoergebnis vom Umsatz 394.964 79.023 -900 9.452 0 0
nicht den Produkten zuordenbare betriebliche Kosten
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresergebnis

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in €
Konzernabschluss
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31.12.2010 31.12.2009
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Anlagevermögen 5.282.061 4.092.029
Vorräte 1.936.612 1.327.600
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.713.062 2.200.369
Sonstiges Segmentvermögen 2.250.497 2.233.545
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 34.130.171 40.588.920
Segmentvermögen 46.312.403 50.442.463
1.1.-31.12.

2010
1.1.-31.12.

2009
Umsatzerlöse 13.330.178 11.687.382
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -9.287.856 -8.493.278
Bruttoergebnis vom Umsatz 4.042.322 3.194.104
nicht den Produkten zuordenbare betriebliche Kosten -8.552.660 -7.700.893
Betriebsergebnis -4.510.338 -4.506.789
Finanzergebnis 387.077 722.009
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.123.261 -3.784.780
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
Jahresergebnis -4.123.261 -3.784.780

KONZERNANHANG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

1. ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC"), ehemals SFC Smart Fuel Cell AG, ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7 (seit 6. April 2010, ehemals Eugen-Sänger-Ring 4), 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. In der Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 wurde der Umfirmierung der Gesellschaft von SFC Smart Fuel Cell AG in SFC Energy AG zugestimmt. Die Eintragung der Firmenänderung in das Handelsregister ist am 16. Juli 2010 erfolgt. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihres Tochterunternehmens (der Konzern) sind unter Punkt (35) "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung" beschrieben.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde unter Anwendung von §315a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).

Der Konzernabschluss ist in Euro (€) dargestellt. Die Angaben in diesem Konzern-Anhang erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in Euro (€). Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die zusätzlichen Angaben zum Material- und Personalaufwand sind im Konzern-Anhang gesondert ausgewiesen.

Der vorliegende Konzernabschluss wird am 23. März 2011 durch den Vorstand und den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.

Angewandte Rechnungslegungsstandards

Für das Geschäftsjahr 2010 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2010 beginnen, in der EU verpflichtend anzuwenden sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig auf den Konzern anzuwenden waren und keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten:

Anpassungen IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung":

Das IASB hat im Juni 2009 die Änderungen "Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Konzern" veröffentlicht. Die Änderungen sind rückwirkend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden. Die Änderungen dienen der Klarstellung des Anwendungsbereichs von IFRS 2 und dessen Zusammenwirken mit anderen Standards.

Überarbeiteter IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und Anpassungen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse nach IFRS":

Der geänderte Standard und die Anpassungen wurden im Januar 2008 veröffentlicht und sind erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden. Für die bilanzielle Behandlung von Minderheitenanteilen sieht die neue Fassung des IFRS 3 ein Wahlrecht zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen vor. Weitere wesentliche Änderungen betreffen den sukzessiven Anteilserwerb. Sofern sich die Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Kontrolle über das Unternehmen ändert, müssen die Änderungen erfolgsneutral erfasst werden. Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs sind künftig in voller Höhe als Aufwand zu erfassen.

Änderung des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung":

Im Juli 2008 hat das IASB die Ergänzung "Geeignete Grundgeschäfte" zu IAS 39 veröffentlicht. Die Anpassungen stellen klar, wie die Grundprinzipien des Hedge Accounting in den speziellen Situationen - Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft und Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft -anzuwenden sind. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden.

Änderungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate":

Im März 2009 veröffentlichte das IASB die Änderungen "Eingebettete Derivate" zur Klarstellung der Bilanzierung von eingebetteten Derivaten im Fall einer Umklassifizierung von hybriden Finanzinstrumenten aus der "Fair Value through Profit and Loss"-Kategorie heraus. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden.

Änderungen aus dem "Annual Improvements Project" 2008 - 2009 (AIP):

Dieser Sammelstandard zur Änderung verschiedener Standards und Interpretationen wurde im April 2009 veröffentlicht. Er bewirkt Änderungen bei Darstellung, Ansatz und Bewertung sowie Begriffs- oder redaktionelle Änderungen mit minimalen Auswirkungen auf die Bilanzierung. Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer":

Diese Interpretation wurde im November 2008 veröffentlicht und legt die Bilanzierung von Sachdividenden an Eigentümer eines Unternehmens fest. IFRIC 17 ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 bzw. 1. November 2009 (EU) beginnen.

IFRIC 18 "Übertragungen von Vermögenswerten durch einen Kunden":

Im Januar 2009 wurde IFRIC 18 veröffentlicht. Die Interpretation legt fest, wie die Übertragung von Sachanlagen oder von Zahlungsmitteln für den Bau oder Erwerb einer Sachanlage durch einen Kunden zu bilanzieren ist. IFRIC 18 ist verpflichtend anzuwenden auf Übertragungen von Vermögenswerten, die am oder nach dem 1. Juli 2009 bzw. 1. November 2009 (EU) stattfanden.

Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber nicht verpflichtenden Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:

Anpassung IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben":

Im Oktober 2010 hat das IASB die Änderungen "Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten" zu IFRS 7 veröffentlicht. Die Anpassungen führen zu erweiterten Anhangangaben bei Transaktionen, die zu einer Übertragung von finanziellen Vermögenswerten führen. Mit der Änderung wird das Ziel verfolgt, einen besseren Einblick in Risiken zu gewähren, die beim Übertragenden verbleiben. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Anpassungen sollen voraussichtlich im 2. Quartal 2011 von der EU übernommen werden.

IFRS 9 "Finanzinstrumente":

Im November 2009 hat das IASB eine Neuregelung der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. IFRS 9 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen.

Ergänzung IFRS 9 "Finanzinstrumente":

Im Oktober 2010 hat das IASB Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten veröffentlicht. Die Anpassungen ergänzen den im November 2009 herausgegebenen Standard "Finanzinstrumente" um Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten. Sofern für finanzielle Verbindlichkeiten die Fair Value-Option gewählt wird, ist der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die Änderungen sind verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

Anpassung IAS 12 "Ertragsteuern":

Die vom IASB im Dezember 2010 veröffentlichte Änderung "Latente Steuern: Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten" betreffen Vermögenswerte, die nach IAS 40 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Durch die Änderung wird nunmehr eine widerlegbare Vermutung eingeführt, dass die Realisierung des Buchwerts durch Veräußerung erfolgt. Die Änderungen sollen voraussichtlich im 3. Quartal 2011 von der EU übernommen werden.

Überarbeiteter IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen":

Im November 2009 hat das IASB eine überarbeitete Fassung von IAS 24 veröffentlicht. Die überarbeitete Fassung des Standards befreit regierungsverbundene Unternehmen teilweise von Angabepflichten und die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person wird präzisiert. Der Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.

Anpassungen IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung":

Im Oktober 2009 hat das IASB eine Änderung "Einstufung von Bezugsrechten" zu IAS 32 veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Bilanzierung von ausgegebenen Bezugsrechten (Rechte, Optionen oder Optionsscheine), die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung des Emittenten notiert sind. Diese Bezugsrechte sind künftig als Eigenkapital zu klassifizieren, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen.

Änderungen aus dem "Annual Improvements Project" 2008 - 2010 (AIP):

Im Rahmen des jährlichen Aktualisierungsprozesses zur Verbesserung der IFRSs hat das IASB im Mai 2010 ein Sammelstandard zur Änderung von sechs Standards sowie einer Interpretation veröffentlicht. Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.

Anpassung IFRIC 14 "IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes,

Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung":

Im November 2009 hat das IASB die Änderungen "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen" zu IFRIC 14, der eine Interpretation des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht. Die Änderung soll unbeabsichtigte Folgen von IFRIC 14 beseitigen. Besteht für einen leistungsorientierten Plan eine Mindestdotierungsverpflichtung, kann diese Vorauszahlung nach der vorliegenden Änderung als Vermögenswert bilanziert werden. Die Interpretation ist spätestens für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden.

IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten":

Im November 2009 hat das IFRS Interpretation Committee (ehemals IFRIC) Leitlinien für die Bilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten, die ein Schuldner nach Neuaushandlung der Konditionen einer finanziellen Verbindlichkeit zu deren vollständiger oder teilweiser Tilgung ausgibt, veröffentlicht. Die Interpretation ist spätestens für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, anzuwenden.

Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der neuen und überarbeiteten IFRS keine bzw. keine wesentlichen (mit Ausnahme des IFRS 9) Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

Bewertung von Rückstellungen, insbesondere Garantierückstellungen: Zur Bewertung der Rückstellungen werden Schätzungen des Managements herangezogen. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der ausgewiesenen Rückstellungen € 1.048.130 (Vorjahr: € 835.847). Teile der Gewährleistungsrückstellungen beziehen sich auf langfristige Verpflichtungen. Der langfristige Anteil beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf € 500.865 (Vorjahr: € 264.241). Der Abzinsungsfaktor beträgt 3,9 % auf den Teil, der erst nach 2 Jahren fällig ist bzw. 4,07 % auf den Teil, der nach 3 Jahren fällig ist (Vorjahr: 4,0 %). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt (23) "Sonstige Rückstellungen".
Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. SFC überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es zu keiner veränderten Schätzung von Nutzungsdauern.
Aktivierungspflicht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte: Basierend auf den Planungen und Einschätzungen des Managements werden Entwicklungskosten, sofern die Kriterien des IAS 38.57 erfüllt sind, aktiviert. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Entwicklungskosten und selbsterstellte Patente in Höhe von € 1.100.536 (Vorjahr: € 1.038.846) aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen auf diese selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte belaufen sich in 2010 auf € 554.566 (Vorjahr: € 386.934). Der Buchwert der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag beträgt € 2.798.318 (Vorjahr: € 2.252.348). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen zu "Immaterielle Vermögenswerte" in Abschnitt 2. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze".
Ansatz aktiver latenter Steuern, insbesondere auf Verlustvorträge: Auf steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern maximal in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen aktiven latenten Steuern, mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, gebildet, da das Vorhandensein zukünftiger steuerlicher Ergebnisse zur Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann. Im Geschäftsjahr 2010 wurde aufgrund der höheren passiven latenten Steuern eine Erhöhung des Ansatzes aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von € 46.451 (Vorjahr: € 239.868) vorgenommen. Der Bilanzansatz der aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zum 31. Dezember 2010 beträgt € 737.201 (Vorjahr: € 690.750).
Bewertung von anteilsbasierter Vergütung: Die Gesellschaft hat im Vorjahr ein Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte verabschiedet. Die daraus resultierenden Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2010 € 7.899 (Vorjahr: € 182.548). Bzgl. der Erläuterung dieser Programme, der zu Grunde liegenden Annahmen sowie der daraus resultierenden Aufwendungen verweisen wir auf Punkt (31) "Anteilsbasierte Vergütung".
Teilgewinnrealisierung: Im Rahmen der Joint Development Agreements ("JDA") führt SFC Auftragsentwicklungen durch. Zum 31. Dezember 2010 beträgt der Buchwert der Forderungen aus Percentage-of-Completion € 3.833 (Vorjahr: € 6.930). Die Umsatzerlöse aus Entwicklungsaufträgen betrugen im Geschäftsjahr 2010 € 874.691 (Vorjahr: € 996.561). Hinsichtlich der Ertragserfassung verweisen wir auf Abschnitt 2. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" sowie bzgl. der Buchwerte auf Punkt (16) "Forderungen aus Percentage-of-Completion".
Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte: Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag für alle nicht-finanziellen Vermögenswerte, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine außerplanmäßigen Wertminderungen (Vorjahr: € 28.172) auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Wir verweisen auf Punkt (21) "Immaterielle Vermögenswerte".
Werthaltigkeit von Forderungen: Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, werden seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt. Zum 31. Dezember 2010 bestanden Wertberichtigungen in Höhe von € 1.314 (Vorjahr: € 7.142). Wir verweisen auf Punkt (30) "Finanzinstrumente".
Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten: Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen in etwa den beizulegenden Zeitwerten (Fair Values), da diese ausschließlich kurzfristig sind. Die Ermittlung der Fair Values der im Konzernabschluss erfassten derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis beobachtbarer Marktparameter (insb. Zinsen, Devisen- und Warenpreisen). Für weitere Details verweisen wir auf Punkt (30) "Finanzinstrumente".

Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die SFC als oberstes Mutterunternehmen sowie ihre US-amerikanische Tochtergesellschaft.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik besitzt; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an welchem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die SFC Smart Fuel Cell, Inc. mit Sitz in Atlanta, USA, wurde mit Gründungsurkunde vom 25. Juli 2008 als 100 %ige Tochtergesellschaft der SFC errichtet. In den Konzernabschluss der SFC wurde die SFC Smart Fuel Cell, Inc. zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Im Zusammenhang mit der Umbenennung der SFC Smart Fuel Cell AG in SFC Energy AG wurde auch die SFC Smart Fuel Cell, Inc. im Geschäftsjahr 2010 in SFC Energy, Inc. umbenannt.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst.

Das Geschäftsjahr der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2010

ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil in % Eigenkapital in € Ergebnis in €
SFC Energy, Inc. Atlanta (USA) 100 -1.500.235 -1.125.028

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz.

Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Ebenso erfolgt eine Eliminierung sämtlicher Erträge und Aufwendungen aus angefallenen konzerninternen Transaktionen.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Gewinne aus konzerninternen Warenlieferungen, die im Buchwert von Vorräten enthalten sind, eliminiert. Auf die durch die Zwischengewinneliminierung entstandenen Differenzen wurden aktive latente Steuern gebildet.

Währungsumrechnung

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Fremdwährungstransaktionen gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" unter der Verwendung des Transaktionskurses bewertet. Gewinne oder Verluste, die aus der Fremdwährungsumrechnung entstehen, werden erfolgswirksam erfasst.

Die Umrechnung des von in fremder Währung aufgestellten Einzelabschlusses der einbezogenen Gesellschaft erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaft der SFC ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreibt, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft.

Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert als sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung ausgewiesen.

Der Währungskurs der für den Konzern wesentlichen Fremdwährung hat sich wie folgt entwickelt:

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in €
Durchschnittskurs Stichtagskurs Durchschnittskurs Stichtagskurs
--- --- --- --- ---
2010 31.12.2010 2009 31.12.2009
--- --- --- --- ---
US-Dollar (USD) 0,75415 0,74705 0,71685 0,69589

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Umsatzrealisierung

Den größten Anteil am Umsatz erzielt SFC aus dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen der A-Serie (EFOY, EMILY, FC 250). Die EFOY kommt vor allem im Freizeitbereich, insbesondere in Wohnmobilen und auf Booten, zum Einsatz. Daneben wird die Industrievariante EFOY Pro mit steigendem Erfolg für netzferne Industrieapplikationen verkauft und zudem für Anwendungen im Bereich Mobilität verwendet. Im Geschäftsjahr 2009 wurden erstmals Umsätze mit speziell für den Verteidigungsbereich entwickelten Systemen (FC 250, EMILY) der A-Serie erzielt.

Zunehmend werden Umsätze aus Verkäufen von portablen Brennstoffzellen, der so genannten C-Serie (JENNY), im Verteidigungsbereich generiert.

Dort kommt auch der Power Manager zum Einsatz. Das Produkt Power Manager ist ein elektronischer, universell einsetzbarer Wandler, der Ladung und Betrieb verschiedener Endgeräte und Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen ermöglicht.

Im Rahmen von Joint Development Agreements ("JDA") entwickelt SFC auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmte Brennstoffzellen und Power Manager. Die Joint Development Agreements sind Auftragsentwicklungen, die von der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit verschiedenen öffentlichen Auftraggebern durchgeführt werden.

Ferner werden Umsätze aus Verkäufen von Tankpatronen, Testequipment, sonstigen Produkten für Netzwerklösungen und im Jahr 2009 auch von Beratungsleistungen realisiert.

Langfristige Entwicklungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad je Auftrag wird dabei durch das Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den hochgerechneten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) bestimmt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Soweit die kumulierten Leistungen (angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Percentage-of-Completion. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Anpassungen bei den Schätzwerten der Auftragserlöse und -kosten werden als Änderungen von Schätzungen im Sinne des IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" behandelt.

Die Erfassung der übrigen Umsätze erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d.h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist, der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und die in Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Die Umsätze werden mit der zu beanspruchenden Gegenleistung für den Verkauf und die Lieferung des Produktes an den Kunden angesetzt.

Aufwandsrealisierung

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistung und betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Die Abschreibungsdauern betragen für:

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• ERP-Software 8 Jahre
• Software 3 Jahre
• Patente 5 Jahre
• Lizenzen 3 Jahre

Customizingkosten für die erworbene ERP-Software sind als Anschaffungsnebenkosten den immateriellen Vermögenswerten zugerechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der ERP-Software.

Entwicklungskosten werden gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, wenn ein neu entwickelter Vermögenswert eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die für die Entwicklung angefallenen Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der abzuschreibenden Entwicklungskosten liegt bei 5 Jahren. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten.

Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Abschreibungsdauern betragen für:

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• Technische Anlagen und Maschinen 3 - 10 Jahre
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Fremdkapitalkosten

Erstreckt sich die Herstellungsphase von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Übereinstimmung mit den Bedingungen des IAS 23 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2010 sowie im Vorjahr fielen in diesem Zusammenhang keine Fremdkapitalkosten an.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine mögliche Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen eventuellen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird -soweit dies zulässig ist -eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2010 lagen keine Anzeichen für einen außerordentlichen Wertverfall vor. Daher entfiel die Notwendigkeit eines Werthaltigkeitstests für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen.

Demzufolge wurden im Geschäftsjahr 2010 keine außerplanmäßigen Wertminderungen (Vorjahr: € 28.172) auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Wir verweisen auf Punkt (21) "Immaterielle Vermögenswerte".

Ebenso wurde für Sachanlagen wie auch im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf festgestellt.

Leasingverhältnisse

Leasingverträge werden als Finanzierungsleasing ("Finance Leases") klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasinggeschäfte, d.h. Leasingverträge, bei denen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt, sind so genannte "Operate Leases". Im Geschäftsjahr 2010 wie auch im Vorjahr wurden keine Verträge als "Finance Leases" klassifiziert.

Die Miet- und Leasingzahlungen aus den Operating Leases des Konzerns werden linear über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam erfasst. Die Bilanzierung der Leasinggegenstände erfolgt beim Leasinggeber.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Diese enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

In der Folge werden die Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen, oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind.

SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" und "als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.

Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente aus dem Vorjahr keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter "Derivative Finanzinstrumente".

Im Vorjahr unterjährig zu Handelszwecken erworbene und wiederverkaufte Wertpapiere sind ebenfalls der Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte zugeordnet, da sie mit der Absicht erworben wurden, sie kurzfristig wieder zu verkaufen. Durch den unterjährigen Verkauf bestanden diese Positionen zum Bilanzstichtag nicht.

Kredite und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn der Konzern die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.

Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte

Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken ausgewiesen, was dem Marktwert entspricht.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen finanziellen Vermögenswerte bestehen, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen gewährt. Darüber hinaus wurden Investitionen in Forschungs-, Verfahrensentwicklungs- und Pilotfertigungsinfrastruktur sowie Kosten zur Untersuchung der Produkt-Feldqualität bezuschusst.

Werden die Entwicklungskosten gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, werden die Zuwendungen für Vermögenswerte als Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes bilanziert.

Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Zuschüsse als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten, der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und der allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

Zuschüsse für Investitionen werden direkt von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen. Bislang werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge nur in der Höhe, in welcher sie mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, angesetzt, da zukünftige steuerliche Erträge noch nicht hinreichend sicher angenommen werden können.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten.

Rückstellungen

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs unter Berücksichtigung von künftigen Erträgen aus dem Recycling von Brennstoffzellen gebildet. Garantie- bzw. Gewährleistungsverpflichtungen, die über die geschäftsüblichen Garantie-/Gewährleistungsverpflichtungen hinausgehen, bestehen nicht.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert.

SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest.

Im Konzern bestehen mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente aus dem Vorjahr keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter "Derivative Finanzinstrumente".

Die finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, abzüglich eventueller mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten, bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente bestehen in Devisentermin- bzw. Warentermingeschäften und sind der Kategorie "Fair Value through Profit or Loss" zugeordnet. Sie werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert fortgeschrieben. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst. Ein positiver Marktwert wird unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, ein negativer Marktwert unter den sonstigen Verbindlichkeiten.

Hedge Accounting findet keine Anwendung.

3. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Umsatzerlöse 13.330.178 11.687.382
davon aus PoC 874.691 996.561

Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produkte verweisen wir auf die Konzern-Segmentberichterstattung und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt (35) "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung" dieses Konzern-Anhangs.

(2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Materialaufwand 6.212.255 5.911.987
Personalkosten 1.567.363 1.545.993
Raumkosten 452.897 120.499
Abschreibungen 283.288 285.764
Transportkosten 253.164 258.301
Gewährleistung 191.155 46.013
Beratung 63.230 99.969
Übrige 310.819 276.617
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen -46.315 -51.865
Gesamt 9.287.856 8.493.278

(3) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten stellen sich wie folgt dar:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Personalkosten 2.340.235 2.165.337
Werbe- und Reisekosten 1.024.318 1.001.036
Beratung/Provision 567.384 614.517
Übrige 819.148 664.286
Gesamt 4.751.085 4.445.176

(4) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Personalkosten 2.138.624 2.135.738
Materialaufwand 809.979 776.985
Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 554.566 415.106
Raumkosten 271.631 86.933
Beratung und Patente 144.919 210.640
Übrige Abschreibung 55.453 81.678
Übrige 148.560 172.824
Aktivierung als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte -1.100.536 -1.038.846
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen -1.132.336 -1.333.330
Gesamt 1.890.860 1.507.728

(5) Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Personalkosten 1.010.281 951.694
Prüfungs- und Beratungskosten 286.252 353.050
Aufsichtsratsvergütung 166.290 168.333
Investor Relations/Hauptversammlung 144.758 211.966
Reisekosten 140.011 165.597
Abschreibungen 109.193 123.180
Versicherung 88.443 87.775
Kfz-Kosten 46.050 54.940
Wartungskosten für Hard- und Software 39.283 38.714
Personalbeschaffungskosten 6.250 12.456
Übrige 242.897 254.264
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen -227.475 -292.860
Gesamt 2.052.233 2.129.109

(6) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Erträge aus der Marktbewertung von Derivaten 90.799 306.151
Erträge aus Kursdifferenzen 56.256 64.738
Periodenfremde Erträge 940 3.538
Erträge aus Sale and Lease Back 0 33.092
Übrige 80.094 9.348
Gesamt 228.089 416.867

Bei den Erträgen aus Sale and Lease Back im Vorjahr handelt es sich um die Auflösung der nach IFRS abgegrenzten Gewinne aus der Veräußerung der betroffenen Anlagen.

(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 68.358 31.526
Periodenfremde Aufwendungen 8.593 1.129
Aufwendungen aus der Marktbewertung von Derivaten 0 84
Übrige 9.620 3.008
Gesamt 86.571 35.747

(8) Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge stellen sich wie folgt dar:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 406.758 726.456
Übrige 2.088 17.174
Gesamt 408.846 743.630

(9) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Aufzinsung sonstige Rückstellungen 21.562 21.610
Übrige 207 11
Gesamt 21.769 21.621

(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich im Geschäftsjahr 2010 wie auch im Vorjahr auf € 0.

Der Hebesatz für die Gewerbesteuer der Gemeinde Brunnthal beträgt 330. Es ergibt sich somit ein Gewerbesteuersatz von 11,55 % und ein Gesamtunternehmenssteuersatz einschließlich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag der SFC von 27,4 %.

Für die ausländische Tochtergesellschaft erfolgt die Berechnung der Ertragsteuern mit dem dort geltenden länderspezifischen Steuersatz.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Steuersatz 27,4 % 27,4 %
Aktive latente Steuern
aus sonstigen Vermögenswerten 20.683 0
aus sonstigen Schulden 38.621 0
aus Verlustvorträgen 10.749.202 9.274.180
Wertberichtigung aktive latente Steuern -10.012.001 -8.583.430
Summe 796.505 690.750
Passive latente Steuern
aus immateriellen Vermögenswerten 774.070 628.134
aus sonstigen Vermögenswerten 22.435 56.712
an sonstigen Schulden 0 5.904
Summe 796.505 690.750

Zum Stichtag bestanden unter dem Vorbehalt der Betriebsprüfung steuerliche Verlustvorträge in Höhe von ca. € 39.696.633 (2009: € 35.484.375) für die Körperschaftsteuer sowie ca. € 35.761.205 (2009: € 32.699.383) für die Gewerbesteuer. Auf steuerliche Verlustvorträge wurden -wie oben ersichtlich -aktive latente Steuern maximal in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen latenten Steuern, mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, gebildet, da ein zukünftiger Nutzen aus diesen Verlustvorträgen noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann. Wir verweisen auf die Erläuterungen zu den verwendeten Annahmen und Schätzungen in diesem Konzernanhang. Bei den steuerlichen Verlustvorträgen handelt es sich ausschließlich um Verlustvorträge in Deutschland und den USA. Die Verlustvorträge in Deutschland sind grundsätzlich unbegrenzt vortragsfähig, in den USA verfallen diese nach 20 Jahren.

Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteuerertrag zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand bzw. -ertrag laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:

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in €
2010 2009
--- --- ---
Steuersatz 27,4 % 27,4 %
Jahresergebnis -4.123.261 -3.784.780
Erwarteter Steuerertrag -1.129.773 -1.037.030
Abweichungen
1. Änderung der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern 1.428.571 884.241
2. Unterschiede im Steuersatz -133.879 21.302
3. Steuern aus permanenten Differenzen -nicht abzugsfähige Aufwendungen -23.928 -25.825
4. Sonstige -140.991 157.312
Steueraufwand/-ertrag laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 0 0

(11) Materialaufwand

Der Materialaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 6.349.451 6.132.546
Bezogene Leistungen 877.762 720.250
Gesamt 7.227.213 6.852.796

(12) Abschreibungen

Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens entnommen werden.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren finden sich anteilige Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, den Vertriebskosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten.

(13) Personalaufwand und Mitarbeiter

Der Personalaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Löhne und Gehälter 5.219.078 5.032.042
Gesetzliche Sozialaufwendungen 843.827 799.818
Variablen/Prämien 826.127 633.673
Sonstige soziale Abgaben, Altersversorgung 161.167 141.347
Aufwand Long Term Incentive Plan 7.899 182.548
Übrige -1.595 9.334
Gesamt 7.056.503 6.798.762

In den gesetzlichen Sozialaufwendungen sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von € 443.918 (Vorjahr: € 436.136) enthalten.

Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter hat sich folgendermaßen entwickelt:

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1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
Angestellte in Vollzeit (einschließlich Vorstand) 91 89
Angestellte in Teilzeit 6 6
Gesamt 97 95

Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 10 (Vorjahr: 10) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt.

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

(14) Vorräte

Die Vorräte haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.449.100 925.700
Unfertige Erzeugnisse 67.063 112.300
Fertige Erzeugnisse 420.449 289.600
Gesamt 1.936.612 1.327.600

Unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungserlöse wurden folgende Abwertungen auf den Vorratsbestand vorgenommen:

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - vor Abwertung 1.468.697 954.050
Bewertungsabschläge -19.597 -28.350
Nettobuchwert 1.449.100 925.700

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Unfertige und fertige Erzeugnisse - vor Abwertung 514.907 451.454
Bewertungsabschläge -27.395 -49.554
Nettobuchwert 487.512 401.900

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Wertminderungen von Vorräten in Höhe von € 27.395 (Vorjahr: € 76.648) als Aufwand erfasst.

(15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die für Ausfallrisiken vorgenommenen Einzelwertberichtigungen stellen sich folgendermaßen dar:

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Einzelnachweis 2.714.376 2.207.511
Einzelwertberichtigungen -1.314 -7.142
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.713.062 2.200.369

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(16) Forderungen aus Percentage-of-Completion

Bei den Forderungen aus Percentage-of-Completion wurden angefallene Auftragskosten einschließlich Ergebnisbeiträgen mit erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Da die im Geschäftsjahr 2010 realisierten Umsatzerlöse die jeweils erhaltenen Anzahlungen übersteigen, ergeben sich zum Bilanzstichtag Forderungen aus Percentage-of-Completion.

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Ausgewiesene Erlöse 874.691 996.561
Erfolgte Teilabrechnungen und erhaltene Anzahlungen 870.858 989.631
Forderungen aus Percentage-of-Completion 3.833 6.930
Angefallene Auftragskosten 601.326 613.465

Vorgenommene Anpassungen bei den zu Grunde gelegten Schätzwerten wurden in Übereinstimmung mit IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" als Schätzungsänderung behandelt. Die hieraus resultierenden Auswirkungen wurden ergebniswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2010 änderten sich die geschätzten Gesamtprojektkosten im Vergleich zum Vorjahr nicht (Vorjahr: Erhöhung um € 96.296 im Wesentlichen aufgrund von Änderungen der technischen Spezifikationen). Ferner stiegen bei Aufträgen in Fremdwährung die Projektvolumen, im Wesentlichen aufgrund von angepassten Vertragsbedingungen, aber auch aufgrund von Wechselkursänderungen, um € 18.296 (Vorjahr: € 118.806). Infolgedessen erhöhte sich der Umsatz in 2010 um € 18.296 (Vorjahr: € 118.806) und das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um € 18.296 (Vorjahr: € 22.511). In den Folgejahren führt die Änderung der Gesamtprojektkosten wie im Vorjahr nicht zu veränderten Kosten.

Die Forderungen aus Percentage-of-Completion haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Fremdkapitalkosten sind im Zusammenhang mit der Leistungserstellung für JDAs wie bereits im Vorjahr nicht angefallen.

(17) Forderungen aus Ertragsteuern

Die Forderungen aus Ertragsteuern beziehen sich auf Kapitalertragsteuerrückforderungen (inkl. Solidaritätszuschlag) und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(18) Sonstige Vermögenswerte und Forderungen

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen betreffen geleistete Anzahlungen für die Beschaffung von Bauteilen für Platinen und deren Montage.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Forderungen aus Zuschüssen 933.562 818.264
Geleistete Anzahlungen 192.355 143.016
Rechnungsabgrenzungsposten 39.383 35.334
Zinsforderung Festgelder 29.216 15.357
Marktwert Derivate 0 150.108
Umsatzsteuerforderungen 0 50.417
Übrige 85.536 47.908
Gesamt 1.280.052 1.260.404

Die Vorjahreswerte wurden um die im Vorjahr noch separat ausgewiesenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von € 35.334 erhöht. Dies erfolgte aufgrund der Anpassung an internationale Gepflogenheiten. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zum 31. Dezember 2010 betreffen wie im Vorjahr insbesondere abgegrenzte Wartungskosten sowie Gebühren für Research.

Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen umfassen finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 962.778 (Vorjahr: € 983.729).

(19) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben sowie Fest- und Tagesgeldkonten bei Kreditinstituten zusammen, die innerhalb von drei Monaten fällig sind.

(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung

In Zusammenhang mit dem Mietvertrag für die Geschäftsräume der Gesellschaft über die Nutzung von Büroräumen im Eugen-Sänger-Ring 4 und 6, Brunnthal (StartPoint) bestand im Vorjahr eine Bankbürgschaft in Höhe von € 31.320 und eine Bankbürgschaft gegenüber der Woltering GmbH aufgrund des Mietvertrages für Geschäftsräume über die Nutzung von Büroräumen und Parkplätzen im Eugen-Sänger-Ring 17, Brunnthal, in Höhe von € 14.000, die beide im zweiten Quartal 2010 zurückgegeben worden sind. Im Zusammenhang mit dem neuen Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-Sänger-Ring 7 besteht seit dem ersten Quartal 2010 eine Bankbürgschaft in Höhe von € 570.000.

Hierzu wurden Festgelder in Höhe von € 570.000 (Vorjahr: € 45.320) verpfändet.

Für das vorgenommene Platintermingeschäft im Vorjahr forderte die Deutsche Bank im Vorjahr eine Margenlinie in Höhe von € 750.000, die im März 2009 als Sicherheit hinterlegt wurde. Der hinterlegte Betrag wurde bis zum Jahresende 2009 wieder vollständig freigegeben.

(21) Immaterielle Vermögenswerte

Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens.

In Zusammenhang mit den Entwicklungstätigkeiten wurden Zuschüsse in Höhe von € 1.359.811 (Vorjahr: € 1.626.190) vereinnahmt und als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten sowie allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Kosten in Höhe von € 1.070.800 (Vorjahr: € 979.700) wurden als Entwicklungskosten aktiviert. Die in der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ausgewiesenen Zugänge der Geschäftsjahre 2009 und 2010 betreffen zudem unter anderem die Kosten im Zusammenhang mit den Patenten von SFC. Im Vorjahr 2009 wurde eine außerplanmäßige Wertminderung in Höhe von € 28.172 auf aktivierte Kosten für Patente vorgenommen, da einige Patentanmeldungen nicht mehr weiter verfolgt und aufgegeben wurden.

(22) Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens dargestellt.

Für Investitionen in Forschungs-, Verfahrensentwicklungs- und Pilotfertigungsinfrastruktur wurden Zuschüsse in Höhe von € 246.489 (Vorjahr: € 304.310) gewährt und direkt mit den Anschaffungskosten verrechnet.

Die am 31. Mai 2009 abgelaufene Sale-and-Lease-Back-Vereinbarung betraf IT-Equipment und Laborausstattung von SFC, bei der es sich um ein Finanzierungsleasing gehandelt hat. Im Vorjahr wurden letztmalig Aufwendungen aus diesem Finanzierungsleasing (Abschreibungen in Höhe von € 75.334 und Zinsaufwendungen in Höhe von € 1.733) erfasst. Der Ertrag aus dem Verkauf wurde abgegrenzt und über die erwartete Laufzeit linear aufgelöst. Bezüglich der Auflösung der nach IFRS abgegrenzten Gewinne verweisen wir auf Punkt (6) "Sonstige betriebliche Erträge".

(23) Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:

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in €
1.1.2010 Zuführung Aufzinsung Verbrauch Auflösung 31.12.2010
--- --- --- --- --- --- ---
Gewährleistung 835.847 494.479 21.562 303.758 0 1.048.130
Summe 1.048.130

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in €
davon mit einer Restlaufzeit

> 1 Jahr
--- ---
Gewährleistung 500.865
Summe 500.865

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in €
1.1.2009 Zuführung Aufzinsung Verbrauch Auflösung 31.12.2009
--- --- --- --- --- --- ---
Gewährleistung 770.496 665.513 19.876 620.038 0 835.847
Summe 835.847

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in €
davon mit einer Restlaufzeit

> 1 Jahr
--- ---
Gewährleistung 264.241
Summe 264.241

Teile der Gewährleistungsrückstellung beziehen sich auf langfristige Verpflichtungen. Dieser Anteil in Höhe von € 500.865 (Vorjahr: € 264.241) wird als sonstige Rückstellung bei den langfristigen Schulden ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des Barwerts des Nettobetrags zur Erfüllung der Verpflichtung. Zur Diskontierung wird ein Zinssatz von 3,9 % auf den Teil, der nach 2 Jahren fällig ist bzw. 4,07 % auf den Teil, der nach 3 Jahren fällig ist (Vorjahr: 4 %) zu Grunde gelegt. Die Auswirkungen von Änderungen des Abzinsungssatzes waren nicht wesentlich.

(24) Verbindlichkeiten aus Anzahlungen

Die Verbindlichkeiten aus Anzahlungen beziehen sich auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(25) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(26) Sonstige Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Erfolgsorientierte Vergütung/Prämien 801.110 593.969
Lohnsteuer 86.325 89.016
Wettbewerbsverbot 80.000 0
Ausstehender Urlaub 79.309 111.621
Abfindung und Freistellung 57.786 21.613
Umsatzsteuer 50.398 0
Berufsgenossenschaftsbeiträge 42.700 39.700
Überstunden 9.985 3.348
Schwerbeschädigtenausgleichsabgabe 9.180 8.070
Im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.245 6.297
Arbeitnehmererfindungsvergütungen 1.300 8.725
Aufsichtsratvergütung 0 5.000
Marktwert Derivate 0 84
Übrige 17.590 9.604
Gesamt 1.242.928 897.047

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen die passivierte Schuld aus dem Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte. Für Einzelheiten zu dieser Vereinbarung verweisen wir auf Punkt (31) "Anteilsbasierte Vergütung".

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von € 42.700 (Vorjahr: € 39.784).

(27) Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals der SFC ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.

Gezeichnetes Kapital:

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 7.152.887 (Vorjahr: € 7.152.887) und ist eingeteilt in 7.152.887 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das gezeichnete Kapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Kapitalrücklage:

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag € 66.879.638 (Vorjahr: € 66.879.638).

Bedingtes Kapital:

Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital II in Höhe von € 127.716 für die Durchführung von Aktienoptionsprogrammen. Zum 31. Dezember 2010 bestehen keine weiteren Optionsaus-übungsrechte mehr, das Aktienoptionsprogramm ist abgeschlossen.

Genehmigtes Kapital:

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Mai 2013 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 3.568.121 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Genehmigung zum Erwerb eigener Aktien:

Die Hauptversammlung vom 06. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 05. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 11. November 2010 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 12. Mai 2009 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht.

Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung:

Die sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung bezieht sich auf erfolgsneutrale Änderungen aus der Währungsumrechnung der ausländischen Tochtergesellschaft.

5. SONSTIGE ANGABEN

(28) Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs der SFC liegen. Ferner stellen gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten dar, wenn eine Inanspruchnahme hieraus nicht wahrscheinlich ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.

Zum Bilanzstichtag waren keine Eventualverbindlichkeiten erkennbar.

(29) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen.

Verpflichtung aus Operate Leases:

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Operate Leases, insbesondere aus den Mietverträgen für Geschäfts- und Büroräume sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge, Drucker und Kopierer.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden € 947.341 (Vorjahr: € 421.319) aus Operate Leasingverhältnissen aufwandswirksam erfasst.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus solchen unkündbaren Verträgen aus Operate Leases, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

OPERATE LEASES

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Mietzahlungen innerhalb 1 Jahres 1.242.247 920.051
Mietzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren 4.298.539 4.127.094
Mietzahlungen > 5 Jahre 4.737.876 6.845.180

Bestellobligo:

Im Konzern bestehen Einkaufsverpflichtungen von € 4.317.394 (Vorjahr: € 4.479.944). Diese betreffen vor allem Rahmenbestellungen für Komponenten von Brennstoffzellensystemen.

(30) Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Übersicht sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt:

Buchwerte laut Bilanz

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.713.062 2.200.369
Forderungen aus Percentage-of-Completion 3.833 6.930
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen (abzüglich Derivate) 962.778 833.621
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 33.560.171 40.543.600
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 570.000 45.320
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Derivate mit positivem Marktwert 0 150.108
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.384.029 1.957.452
Sonstige Verbindlichkeiten (abzüglich Derivate) 42.700 39.700
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten
Derivate mit negativem Marktwert 0 84

Die im Vorjahr vorhandenen Derivate mit positivem bzw. negativem Marktwert sind in der Konzern-Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten und Forderungen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Da die Ermittlung dieser Werte auf Basis beobachtbarer Marktparameter (insbesondere Zinsen, Devisen- und Warenpreisen) erfolgt, sind diese dem Level 2 der dreistufigen Bewertungshierarchie nach IFRS 7 zuzuordnen.

Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten, da diese ausschließlich kurzfristig sind.

Die Aufwendungen und Erträge der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

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in €
2010 2009
--- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen 4.798 13.847
Aufwand aus Wertberichtigungen 0 -6.940
Ertrag aus Währungsumrechnung 50.661 58.446
Aufwand aus Währungsumrechnung -32.790 -21.622
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zinsertrag 406.758 726.456
Zinsaufwand -207 -11
Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte 429.220 770.176
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Ertrag aus der Neubewertung von Derivaten mit positivem Marktwert 90.799 306.151
Ertrag aus dem Verkauf von Wertpapieren 0 850
Nettoergebnis der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte 90.799 307.001
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten
Ertrag aus Währungsumrechnung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.595 6.291
Aufwand aus Währungsumrechnung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -35.568 -9.903
Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten -29.973 -3.612
Zum Barwert der Mindestleasingzahlung bewertete Verbindlichkeiten
Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing 0 -1.733
Nettoergebnis der zum Barwert der Mindestleasingzahlung bewerteten Verbindlichkeiten 0 -1.733
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten
Aufwand aus der Neubewertung von Derivaten mit negativem Marktwert 0 -84
Nettoergebnis der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten 0 -84

Kapitalmanagement:

SFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere massive Aufbauarbeit, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden muss -speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Fertigung, Erschließung weiterer Marktsegmente, Aufbau des Vertriebs und der insgesamt wachsenden Organisation. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Aufbauarbeit eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Geldmarktfonds, Festgelder] bei verschiedenen Banken angelegt.

In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Zum Erwerb eigener Aktien ist SFC bis zum 5. Mai 2015 in Höhe von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals ermächtigt.

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Eigenkapital 41.721.409 45.860.498
als % vom Gesamtkapital 90,1 90,9
Langfristige Schulden 1.413.189 1.137.539
Kurzfristige Schulden 3.177.805 3.444.426
Fremdkapital 4.590.994 4.581.965
als % vom Gesamtkapital 9,9 9,1
Gesamtkapital 46.312.403 50.442.463

SFC ist durch die gute Kapitalausstattung und mit einer Eigenkapitalquote von 90,1 % für das geplante Wachstum des Konzerns gut aufgestellt.

Derivate:

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 bestehen keine Finanzderivate mehr.

Die im Vorjahr mit einem positiv beizulegenden Zeitwert in Höhe von € 150.108 ausgewiesenen Warentermingeschäfte (Platin) dienten der Absicherung des in einer der Kernkomponenten der Brennstoffzelle eingesetzten Platins. Im Rahmen der Platinabsicherung wurden mit Fälligkeiten zu den Quartalsenden 2010 Warentermingeschäfte mit einem Gesamtvolumen von 600 Unzen Platin, dies entspricht rund USD 0,66 Mio., abgeschlossen. Die Warentermingeschäfte wurden im Vorjahr unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Das im Vorjahr mit einem negativ beizulegenden Zeitwert in Höhe von € 84 ausgewiesene Devisentermingeschäft wurde zur Sicherung des US-Dollarkurses abgeschlossen und war Ende Januar 2010 fällig. Das Gesamtvolumen betrug 110.000 USD. Das Devisentermingeschäft wurde unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Ermittlung der bankbestätigten Marktwerte der Finanzderivate erfolgte unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Mark-to-Market-Methode).

In Verbindung mit Finanzinstrumenten können finanzwirtschaftliche Risiken, wie z. B. Markt-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken, auftreten, die nachfolgend erläutert werden.

Risiken und Sicherungspolitik:

Durch die internationalen Aktivitäten von SFC wirken sich Änderungen der Währungskurse, Rohstoffpreise sowie Zinsen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Ferner bestehen Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.

Der Vorstand von SFC hat durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften das Ziel, die Risikofaktoren zu steuern und damit zu minimieren. Derivative Finanzinstrumente dürfen bei SFC nur mit der Zustimmung des Vorstands abgeschlossen werden und dienen ausschließlich Sicherungsgeschäften.

Ausfallrisiko:

Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurde. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 2.713.062 (Vorjahr: € 2.200.369) entfallen auf die größten beiden Kunden € 481.365 bzw. € 255.844 (Vorjahr: € 481.385 bzw. € 423.221). Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Im laufenden Geschäftsjahr haben sich die Wertberichtigungen gemäß der folgenden Tabelle entwickelt:

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in €
2010 2009
--- --- ---
Wertberichtigungen zum 1.1. 7.142 16.409
Zuführungen 0 6.940
Verbräuche -1.030 -2.360
Auflösungen -4.798 -13.847
Wertberichtigungen zum 31.12. 1.314 7.142

Die Laufzeitenbänder der überfälligen aber bisher nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der SFC in Höhe von € 546.612 (Vorjahr: € 247.883) sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Bruttobuchwert der wertgeminderten Forderungen 1.564 10.986
Einzelwertberichtigt -1.314 -7.142
Nettobuchwert der wertgeminderten Forderungen 250 3.844
Weder überfällig, noch wertberichtigt 2.166.200 1.948.642
Überfällig, nicht wertberichtigt
bis zu einem Monat überfällig 455.686 132.801
Ein bis drei Monate überfällig 6.973 113.423
drei bis sechs Monate überfällig 76.667 0
über sechs Monate überfällig 7.286 1.659
Forderungsbestand laut Bilanz 2.713.062 2.200.369

Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.

Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.

Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

Liquiditätsrisiko:

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 begegnet. SFC verfügt nach wie vor über komfortable Liquiditätsreserven, um das weitere geplante Wachstum des Konzerns zu finanzieren.

SFC entstehen aus den gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten Liquiditätsabflüsse, die im unten stehenden Schema mit ihren frühest möglichen Zeitpunkten undiskontiert dargestellt sind. Analog hierzu sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus Finanzinstrumenten der kurz- und langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Der verbleibende Netto-Liquiditätsabfluss wird durch die bestehenden liquiden Mittel gedeckt.

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- --- --- ---
Total 1 Jahr > 1 Jahr Total 1 Jahr >1 Jahr
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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.384.029 1.384.029 1.957.452 1.957.452
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 42.700 42.700 39.700 39.700
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate mit negativem Marktwert 0 0 84 84
Liquiditätsabfluss total 1.426.729 1.426.729 0 1.997.236 1.997.236 0
Originäre finanzielle Vermögenswerte
Liquide Mittel 34.130.171 34.130.171 40.588.920 40.588.920
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.713.062 2.713.062 2.200.369 2.200.369
Sonstige finanzielle Forderungen 962.778 962.778 833.621 833.621
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate mit positivem Marktwert 0 0 150.108 150.108
Liquiditätszufluss total 37.806.011 37.806.011 0 43.773.018 43.773.018 0
Nettoliquidität aus Finanzinstrumenten 36.379.282 36.379.282 0 41.775.782 41.775.782 0

Zinsänderungsrisiko:

Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Ein um 50 Basispunkte erhöhtes oder vermindertes Zinsniveau hätte das Zinsergebnis um €171.670 (Vorjahr: € 214.324] verbessert bzw. verschlechtert. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten.

Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.

Währungsrisiko:

SFC erzielt insbesondere aufgrund des Geschäftsvolumens mit den U.S.-Streitkräften einen Teil des Umsatzes in US-Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar gegenüberstehen. Für das Jahr 2010 gab es aufgrund des Aufbaus der Tochtergesellschaft in den USA keine wesentlichen US-Dollar-Überschüsse, weshalb auf eine Sicherung verzichtet wurde.

Ende 2009 wurden 0,11 Mio. USD aus in 2009 abgeschlossenen Devisentermingeschäften geswapt und Anfang des Jahres 2010 verkauft. Die im Vorjahr zum Bilanzstichtag ausgewiesenen US-Dollar-Fremdwährungsderivate hätten bei einer Kursschwankung von -5 % zu einem um € -3.817 und bei einer Kursschwankung um +5 % zu einem um € 3.817 veränderten Fremdwährungsergebnis geführt.

Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der SFC Energy Inc. zum 31. Dezember 2010 hätte sich bei einer Kursschwankung von -5 % ein Effekt von € 75.012 und bei einer Kursschwankung von +5 % ein Effekt von € -75.012 ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte.

Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2010 hätte bei einer Kursschwankung von -5 % zu einem um € -131.861 und bei einer Kursschwankung um +5 % zu einem um € 131.861 veränderten Fremdwährungsergebnis geführt.

Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten USD-Positionen eine offene USD-Bilanz berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben.

Platin-Preisänderungsrisiko:

Bedingt durch das in einer der Kernkomponenten der Brennstoffzelle eingesetzte Platin unterliegt SFC dem Risiko einer Änderung des Platinkurses. Zudem wird Platin üblicherweise in USD gehandelt, so dass sich hinsichtlich der Platintermingeschäfte zusätzliche Wertrisiken durch die Entwicklung des USD ergeben. Um die im Rahmen der Preiskalkulation in Ansatz gebrachten Kosten für Platin teilweise abzusichern, setzt SFC ggfls. derivative Finanzinstrumente ein und sichert quartalsweise den Platinpreis ab.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 bestehen keine Finanzderivate mehr.

Bezogen auf die im Vorjahr zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Derivate verweisen wir auf die Erläuterungen weiter oben unter "Derivate", wobei eine Erhöhung des Platinkurses um 5 % zu einer ergebniswirksam erfassten Marktwertänderung des Derivats um € 30.448, eine Minderung des Platinkurses zu einer Minderung des Fair Values um € 30.448 geführt hätte. Eine gleichzeitige Schwankung des USD Dollar Kurses um 5 % hätte zu einer weiteren Änderung des Fair Value um € -7.310 bei einem Kursanstieg bzw. € 8.079 bei einer Kursminderung geführt.

(31) Anteilsbasierte Vergütung

Im März 2009 wurde vom Aufsichtsrat ein Long Term Incentive Plan (LTIP 2009 - 2011) für die Vorstände verabschiedet (Tranche 1). Im Juli 2009 und Juli 2010 wurde vom Aufsichtsrat die Beteiligung weiterer ausgewählter Führungskräfte genehmigt (Tranche 2). Dieser Plan, mit einer Laufzeit von insgesamt 5 Jahren, soll den Beitrag der Vorstände und ausgewählter Führungskräfte zur Wertsteigerung des Unternehmens honorieren. Der Plan umfasst eine variable Vergütung in Form von Phantom Shares, bei denen es sich um virtuelle Aktien handelt, denen jeweils der Gesamtwert einer SFC-Aktie zugrunde liegt. Eine virtuelle Aktie gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses und die Auszahlung eines Dividendenäquivalents. Ein Anspruch auf SFC-Aktien besteht nicht. Im Geschäftsjahr 2010 wie auch im Vorjahr kam es zu keinen Aufhebungen oder Änderungen dieses Plans.

Der Plan ist in verschiedene Teiltranchen mit unterschiedlichen Performance-Zeiträumen unterteilt, die je drei Kalenderjahre umfassen. Der Performance-Zeitraum der Tranche 1 beginnt für die erste Teiltranche am 1. Januar 2009 und für die restlichen beiden Teiltranchen zeitversetzt um jeweils ein Jahr. Der Performance-Zeitraum der Tranche 2 beginnt für die erste Teiltranche ebenfalls am 1. Januar 2009 und für die zweite Teiltranche zeitversetzt um ein Jahr. Zu Beginn jedes Performance-Zeitraums wird ein vorläufiger Zuteilungswert ermittelt, der sich auf Basis des Verhältnisses des Zuteilungsvolumens zum gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate des jeweiligen Performance-Zeitraums bemisst. Für die erste und die zweite Teiltranche der Tranche 1 wurde ein Zuteilungsvolumen in Höhe von insgesamt je € 220.000 definiert. Für die erste Teiltranche der Tranche 2 betrug das Zuteilungsvolumen ursprünglich € 190.000 und für die zweite Teiltranche der Tranche 2 € 155.000. Die Anzahl der vorläufig zugeteilten Phantom Shares für die erste Teiltranche der Tranche 1 beläuft sich zum 31.12.2010 auf 36.001 Stück (Vorjahr: 36.001 Stück), für die zweite Teiltranche der Tranche 1 auf 35.208 Stück (Vorjahr: 32.892 Stück), für die erste Teiltranche der Tranche 2 auf 31.094 Stück (Vorjahr: 31.094) und für die zweite Teiltranche der Tranche 2 auf 24.813 Stück. Für die dritte Teiltranche der Tranche 1 wird derzeit von einem Zuteilungsvolumen von € 120.000 (Vorjahr: € 220.000) ausgegangen, wobei die Anzahl der vorläufig zugeteilten Phantom Shares auf Basis der im Rahmen des Monte-Carlo-Modells simulierten Kursentwicklung geschätzt wird.

Die Auszahlung erfolgt nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis der endgültigen Anzahl der Phantom Shares eines Performance-Zeitraums zum durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums. Die Höhe der endgültigen Anzahl der Phantom Shares ist von einem Erfolgsfaktor abhängig, der sich auf Basis definierter EVA (Economic Value Added) Zielgrößen bemisst. Endet das Anstellungsverhältnis erfolgt keine Zuteilung für noch nicht begonnene Performance-Zeiträume. Außer im Falle einer außerordentlichen Kündigung werden bei Tranche 1 die Phantom Shares eines zum Zeitpunkt des Ausscheidens laufenden Performance-Zeitraums auf Basis der bei Beginn des jeweiligen Performance-Zeitraums vorläufig zugeteilten Anzahl der Phantom Shares zeitanteilig ausgezahlt. Bei Tranche 2 erfolgt eine zeitanteilige Auszahlung, außer im Falle einer verhaltensbedingten ordentlichen oder einer außerordentlichen Kündigung durch SFC sowie außer im Falle einer wirksamen ordentlichen Kündigung durch eine Führungskraft.

Die Phantom Shares haben sich im Jahr 2010 wie folgt entwickelt:

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Tranche 1.1 Tranche 1.2 Tranche 1.3 Tranche 2.1 Tranche 2.2
Anzahl Phantom Shares 36.001 35.208 39.186 31.094 24.813
Maximale Laufzeit (Jahre) 3,0 4,0 5,0 3,0 3,0
Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2010 (in Jahren) 1,0 2,0 3,0 1,0 2,0
Zu Beginn der Berichtsperiode 2010 ausstehende Phantom Shares (1.1.2010) 36.001 32.892 31.994 27.003 0
In der Berichtsperiode 2010 gewährte Phantom Shares 0 2.316 7.192 0 24.813
In der Berichtsperiode 2010 verwirkte Phantom Shares 0 0 14.543 0 0
In der Berichtsperiode 2010 ausgeübte Phantom Shares 16.367 16.000 0 1.637 0
In der Berichtsperiode 2010 verfallene Phantom Shares 0 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2010 ausstehende Phantom Shares (31.12.2010) 19.634 19.208 24.643 25.366 24.813
Am Ende der Berichtsperiode 2010 ausübbare Phantom Shares (31.12.2010) 0 0 0 0 0

Die im Rahmen der Tranche 1.1, Tranche 1.2 und Tranche 2.1 ausgeübten Phantom Shares beziehen sich auf Phantom Shares, die Mitarbeitern, die im Jahr 2010 aus dem Programm ausgeschieden sind, zustehen und ausgezahlt werden. Die geschätzte Anzahl der vorläufig zugeteilten Phantom Shares der Tranchen 1.3 wurde auf Basis einer Monte Carlo Simulation ermittelt und kann sich an den nachfolgenden Bilanzstichtagen in Abhängigkeit der tatsächlichen Kursentwicklung der SFC Aktie ändern.

Im Vorjahreszeitraum haben sich die Phantom Shares wie folgt entwickelt:

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Tranche 1.1 Tranche 1.2 Tranche 1.3 Tranche 2.1
Anzahl Phantom Shares 36.001 32.892 31.994 31.094
Maximale Laufzeit (Jahre) 3,0 4,0 5,0 3,0
Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2009 (in Jahren) 2,0 3,0 4,0 2,0
Zu Beginn der Berichtsperiode 2009 ausstehende Phantom Shares (1.1.2009) 0 0 0 0
In der Berichtsperiode 2009 gewährte Phantom Shares 36.001 32.892 31.994 31.094
In der Berichtsperiode 2009 verwirkte Phantom Shares 0 0 0 4.091
In der Berichtsperiode 2009 ausgeübte Phantom Shares 0 0 0 0
In der Berichtsperiode 2009 verfallene Phantom Shares 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2009 ausstehende Phantom Shares (31.12.2009) 36.001 32.892 31.994 27.003
Am Ende der Berichtsperiode 2009 ausübbare Phantom Shares (31.12.2009) 0 0 0 0

Die gewährten Phantom Shares wurden als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Phantom Shares wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung einer Monte Carlo Simulation und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Phantom Shares gewährt wurden, neu bewertet. Der Bewertung der zum 31.12.2010 und 31.12.2009 noch ausstehenden Optionen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

Bewertungszeitpunkt

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31.12.2010 31.12.2009
Restlaufzeit (in Jahren) 2,0 - 3,0 2,0 - 4,0
Aktienkurs zum Bewertungszeitpunkt € 4,97 € 6,67
Ausübungskurs € 0,00 € 0,00
Erwartete Volatilität 38,09 % - 51,18 % 57,03 % - 70,24 %
Risikoloser Zinssatz 0,66% - 1,28 % 1,38 % - 2,35 %
Dividendenrendite 0,00 % 0,00 %

Als Laufzeit wurde jeweils der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums herangezogen. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der historischen Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Der gewichtete Durchschnitt der beizulegenden Zeitwerte der in der Berichtsperiode gewährten Phantom Shares der Tranche 2.1 beträgt zum Bilanzstichtag € 4,96 (Vorjahr: € 5,94). Aus dem LTIP entsteht der SFC AG zum 31. Dezember 2010 folgender Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen mit Barausgleich:

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in €
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Periodenaufwand aus anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich 7.899 182.548

Zum 31.12.2010 wurde eine Schuld in Höhe von € 190.447 (davon € 115.819 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (Vorjahr: € 182.548; davon € 182.548 langfristig).

(32) Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist. Im Fall der SFC ist der Gesellschafter Dr. Manfred Stefener mit Mandat im Aufsichtsrat als nahe stehend im Sinne des IAS 24 zu klassifizieren.

Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie deren nahe Familienangehörige. Vorstand und Aufsichtsrat setzen sich in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 wie folgt zusammen:

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann (Vorsitzender)

Dr. Jens Müller, München, Dipl.-Chemiker (bis 31. Dezember 2010)

Mitglieder des Aufsichtsrates

Dr. Rolf Bartke, Berlin, Wirtschaftsingenieur (Vorsitzender)

Rüdiger Olschowy, Schliersee, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender)

Wolfgang Biedermann, Hamburg, Kaufmann (bis 31. Dezember 2010)

Jakob-Hinrich Leverkus, Hamburg, Kaufmann (bis 31. Dezember 2010)

David William Morgan, Rolvenden (Großbritannien), MA ACA, Kaufmann (ab 8. März 2010)

Dr. Roland Schlager, München, Kaufmann (bis 30. November 2009)

Dr. Manfred Stefener, München, Ingenieur (bis 31. Januar 2011)

Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" als nahe stehend zu klassifizieren.

In den folgenden Übersichten sind die Transaktionen mit den nahe stehenden Unternehmen und Personen dargestellt.

TRANSAKTIONEN 2010

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in €
Forderungen Verbindlichkeiten Erträge Aufwendungen
--- --- --- --- ---
Personen in Schlüsselpositionen 0 652.639 0 1.031.112
Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss 3.100 0 30.752 0
Gesamt 3.100 652.639 30.752 1.031.112

TRANSAKTIONEN 2009

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in €
Forderungen Verbindlichkeiten Erträge Aufwendungen
--- --- --- --- ---
Personen in Schlüsselpositionen 0 521.367 0 1.019.861
Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss 3.478 0 18.299 0
Gesamt 3.478 521.367 18.299 1.019.861

Im Rahmen einer Lieferbeziehung über Einzelkomponenten und Testequipment mit der Elcomax GmbH, einem Unternehmen, das unter dem wesentlichen Einfluss des Gesellschafters Dr. Manfred Stefener steht, wurden Umsätze in Höhe von € 30.752 (Vorjahr: € 18.299) realisiert. Darüber hinaus arbeitet SFC im Rahmen eines gemeinsamen Förderprojektes mit der Elcomax GmbH zusammen.

Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind im Folgenden dargestellt:

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in €
2010 2009
--- --- --- --- ---
Fixer Anteil Variabler

Anteil
Fixer

Anteil
Variabler

Anteil
--- --- --- --- ---
Vorstand 569.740 295.082 547.113 301.861
Aufsichtsrat 166.290 0 168.333 0
Gesamt 736.030 295.082 715.446 301.861

Der variable Anteil beinhaltet unter anderem den Aufwand für das Long Term Incentive Programm für die Vorstände in Höhe von € 5.071 (Vorjahr: € 163.111). Ferner ist im Geschäftsjahr 2010 der erfasste Aufwand für das vereinbarte nachvertragliche Wettbewerbsverbot für 6 Monate nach Beendigung des Vorstandsvertrages für Dr. Müller (in der nachfolgenden Tabelle unter "Vergütung Wettbewerbsverbot" ausgewiesen) enthalten.

GESCHÄFTSJAHR 2010

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in €
fixe

Vergütung
kurzfristige

erfolgsabhängige

Vergütung
langfristige

erfolgsabhängige

Vergütung
Vergütung

Wettbewerbsverbot
Gesamtbetrag
--- --- --- --- --- ---
Dr. Peter Podesser 320.440 141.062 4.584 0 466.086
Dr. Jens Müller 249.300 68.949 487 80.000 398.736
Gesamt 569.740 210.011 5.071 80.000 864.822

GESCHÄFTSJAHR 2009

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in €
fixe

Vergütung
kurzfristige

erfolgsabhängige

Vergütung
langfristige

erfolgsabhängige

Vergütung
Vergütung

Wettbewerbsverbot
Gesamtbetrag
--- --- --- --- --- ---
Dr. Peter Podesser 311.150 82.500 88.970 0 482.620
Dr. Jens Müller 235.963 56.250 74.141 0 366.354
Gesamt 547.113 138.750 163.111 0 848.974

(33) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Jahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Die zum Bilanzstichtag ausstehenden Anteile (7.152.887 Aktien) haben sich während des Geschäftsjahres wie auch im Vorjahr nicht verändert. Verwässerungseffekte, die bei der Ermittlung der Anzahl der ausstehenden Aktien hätten berücksichtigt werden müssen, sowie verwässernde Effekte auf das Ergebnis der SFC bestehen analog zum Vorjahr nicht.

(34) Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Die Ertragsteuererstattungen betreffen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag, die im Wesentlichen bei der Fälligkeit von Festgeldern von Zinsgutschriften einbehalten wurden.

Da vorhandene Liquiditätsüberschüsse der SFC in kurzfristige, risikoarme Finanztitel angelegt werden, werden die erhaltenen Zinsen dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet. Die Zinszahlungen werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit abgebildet.

Die Veränderung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens im Vorjahr bezog sich auf abgegrenzte Veräußerungsgewinne aus der Sale-and-Lease-Back-Transaktion.

(35) Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung

Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung. Diese erfolgt bei SFC primär nach Produkten, aber auch nach Regionen. Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung bilden jedoch die Produkte bzw. Dienstleistungen. Auf dieser Basis ergeben sich folgende berichtspflichtigen Segmente:

A-Serie
C-Serie
Joint Development Agreements ("J DA"]
Power Manager
Sonstige

Bei der A-Serie handelt es sich um das Serienprodukt Brennstoffzelle (EFOY, EMILY, FC 250].

Die C-Serie (JENNY] betrifft miniaturisierte portable Brennstoffzellen, die aus den Entwicklungstätigkeiten der Joint Development Agreements entstanden sind.

Die Joint Development Agreements sind vertragliche Vereinbarungen mit strategischen Partnern über die Weiterentwicklung von Brennstoffzellen und Power Managern zur Anpassung an die kundenspezifischen Anforderungen.

Der Power Manager ist ein elektronischer, universell einsetzbarer Wandler, der Ladung und Betrieb verschiedener Endgeräte und Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen ermöglicht.

Die Umsätze im Bereich "Sonstige" betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Tankpatronen mit Methanol zum Befüllen der Brennstoffzellen, Testequipment zur Qualifizierung von Komponenten für Brennstoffzellensysteme, sonstige Produkte für Netzwerklösungen sowie im Jahr 2009 auch Beratungsleistungen.

In der separaten Position "Ausgleichsposten" sind sämtliche Beträge, die nicht einem der vorgenannten Segmente zugeordnet werden können sowie Konsolidierungseffekte enthalten.

Die interne Berichterstattung erfolgt an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Je Produktkategorie bzw. Region werden der Umsatz und die verkauften Stückzahlen berichtet. Als Segmentergebnis wird die Bruttomarge der Gesellschaft ausgewiesen. Über Bruttomargen hinausgehende Ergebnisermittlungen bzw. Ergebnisanalysen auf Segmentebene werden mangels Aussagekraft nicht vorgenommen. Verrechnungen zwischen den Segmenten finden nicht statt. Im Finanzergebnis wird der Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwand ausgewiesen.

Die Umsätze nach Regionen setzen sich wie folgt zusammen:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Deutschland
A-Serie 3.169.848 4.438.644
C-Serie 920.425 38.044
JDA 0 236.737
Power Manager 470.068 0
Sonstige 447.947 288.361
Summe Deutschland 5.008.288 5.001.786
Europa
A-Serie 5.874.410 4.346.628
C-Serie 86.295 145.633
Power Manager 65.151 52.105
Sonstige 411.395 320.909
Summe Europa (ohne Deutschland) 6.437.251 4.865.275
Nordamerika
A-Serie 347.558 446.684
C-Serie 58.449 192.084
JDA 874.691 759.824
Power Manager 251.824 76.169
Sonstige 63.020 189.330
Summe Nordamerika 1.595.542 1.664.091
Asien
A-Serie 147.621 111.592
C-Serie 23.980 0
Power Manager 6.797 0
Sonstige 15.956 10.815
Summe Asien 194.354 122.407
Rest der Welt
A-Serie 88.158 11.057
C-Serie 0 11.990
Power Manager 398 7.688
Sonstige 6.187 3.088
Summe Rest der Welt 94.743 33.823
Gesamt 13.330.178 11.687.382

Die regionale Umsatzverteilung wurde anhand des Kundensitzes vorgenommen. Am Sitz von SFC in Deutschland wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 5.008.288 (Vorjahr: € 5.001.786) erzielt. In allen anderen Ländern konnten Umsätze in Höhe von € 8.321.890 (Vorjahr: € 6.685.596) realisiert werden.

Die Umsätze der Großkunden (Umsatzanteil mehr als 10 %) sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

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in € in %
A-Serie C-Serie Power Manager Sonstige Produkte Umsatz Gesamtumsatz
--- --- --- --- --- --- ---
2010
Kunde B 42.391 859.445 453.068 150.432 1.505.336 11,29
2009
Kunde A 1.122.192 0 0 47.957 1.170.149 10,01

Die in den Herstellungskosten des Umsatzes enthaltenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen verteilen sich auf die Segmente wie folgt:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
A-Serie 198.728 236.526
C-Serie 17.145 4.052
JDA 22.080 24.252
Power Manager 8.459 1.118
Sonstige 36.876 19.816
Gesamt 283.288 285.764

Die Zugänge zum Anlagevermögen verteilen sich auf die Segmente wie folgt:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
A-Serie 432.741 538.619
C-Serie 37.334 9.228
JDA 48.079 55.226
Power Manager 18.421 2.546
Sonstige 80.298 45.125
Gesamt 616.873 650.744

Das Anlagevermögen und die Zugänge zum Anlagevermögen wurden im Verhältnis der Abschreibungen pro Segment zu den gesamten Abschreibungen auf das Anlagevermögen den Segmenten zugeordnet.

Die Rechte aus immateriellen Vermögenswerten sowie das gesamte Sachanlagevermögen sind im wesentlichen SFC mit Sitz in Deutschland zuzuordnen.

Zudem bestehen zum Bilanzstichtag langfristige sonstige Vermögenswerte und Forderungen in Höhe von € 66.540 (Vorjahr: € 63.285), die dem Segment "A-Serie" zuzurechnen sind.

(36) Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare betragen:

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in €
1.1. - 31.12.2010 1.1. - 31.12.2009
--- --- ---
Abschlussprüfung 71.000 68.000
Steuerberatung 7.468 2.163
Gesamt 78.468 70.163

(37) Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gem. §161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und am 22. März 2010 sowie eine Aktualisierung am 9. Dezember 2010 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und den Aktionären somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.

(38) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.

Brunnthal, den 23. März 2011

Dr. Peter Podesser

Vorstand

ANLAGE ZUM KONZERN-ANHANG

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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Anschaffungs- und Herstellungskosten in €

Kumulierte Abschreibungen
1.1.2010 Zugänge Abgänge Währungs-

umrechnung
31.12.2010 1.1.2010
--- --- --- --- --- --- ---
A. Immaterielle Vermögenswerte
Software 361.574 59.080 -16.055 -338 404.261 -214.530
Patente und Lizenzen 59.533 0 0 0 59.533 -48.129
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 3.233.904 1.100.536 0 0 4.334.440 -981.556
Immaterielle Vermögenswerte 3.655.011 1.159.616 -16.055 -338 4.798.234 -1.244.215
B. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 663.615 36.195 -15.501 0 684.309 -181.147
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.054.163 1.025.474 -220.632 -194 2.858.811 -855.398
Sachanlagen 2.717.778 1.061.669 -236.133 -194 3.543.120 -1.036.545

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in €
Kumulierte Abschreibungen Buchwert
--- --- --- --- --- --- ---
Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Währungsumrechnung 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- --- --- ---
A. Immaterielle Vermögenswerte
Software -68.706 15.923 28 -267.285 136.976 147.044
Patente und Lizenzen 0 0 0 -48.129 11.404 11.404
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte -554.566 0 0 -1.536.122 2.798.318 2.252.348
Immaterielle Vermögenswerte -623.272 15.923 28 -1.851.536 2.946.698 2.410.796
B. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen -98.165 14.023 0 -265.289 419.020 482.468
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -298.646 211.551 25 -942.468 1.916.343 1.198.765
Sachanlagen -396.811 225.574 25 -1.207.757 2.335.363 1.681.233

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2009

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in €
Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
--- --- --- --- --- --- ---
1.1.2009 Zugänge Abgänge 31.12.2009 1.1.2009 Abschreibung Geschäftsjahr
--- --- --- --- --- --- ---
A. Immaterielle Vermögenswerte
Software 327.646 33.928 0 361.574 -142.717 -71.813
Patente und Lizenzen 59.533 0 0 59.533 -48.129 0
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 2.312.580 1.038.846 -117.522 3.233.904 -683.972 -386.934
Immaterielle Vermögenswerte 2.699.759 1.072.774 -117.522 3.655.011 -874.818 -458.747
B. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 513.320 152.824 -2.529 663.615 -100.007 -83.668
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.232.456 821.707 0 2.054.163 -574.107 -281.291
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung aus Finanzierungsleasing 816.218 0 -816.218 0 -740.884 -75.334
Sachanlagen 2.561.994 974.531 -818.747 2.717.778 -1.414.998 -440.293

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in €
Kumulierte Abschreibungen Buchwert
--- --- --- --- --- ---
Abgänge Wertminderung 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- --- ---
A. Immaterielle Vermögenswerte
Software 0 0 -214.530 147.044 184.929
Patente und Lizenzen 0 0 -48.129 11.404 11.404
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 117.522 -28.172 -981.556 2.252.348 1.628.608
Immaterielle Vermögenswerte 117.522 -28.172 -1.244.215 2.410.796 1.824.941
B. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 2.528 0 -181.147 482.468 413.313
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0 -855.398 1.198.765 658.349
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung aus Finanzierungsleasing 816.218 0 0 0 75.334
Sachanlagen 818.746 0 -1.036.545 1.681.233 1.146.996

SFC ENERGY AG, BRUNNTHAL

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Brunnthal, den 23. März 2011

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Dr. Peter Podesser
Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der SFC Energy AG, Brunnthal, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals und Segmentberichterstattung sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung des Jahresabschlusses des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 23. März 2011

Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Voit ppa. Haussermann
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

FINANZKALENDER 2011

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28. April 2011 Veröffentlichung Quartalsbericht
5. Mai 2011 Hauptversammlung
27. Juli 2011 Veröffentlichung Halbjahresbericht
27. Oktober 2011 Veröffentlichung Neunmonatsbericht

AKTIENINFORMATION

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Bloomberg Symbol F3C
Reuters Symbol CXPNX
WKN 756857
ISIN DE0007568578
Anzahl ausgegebener Aktien 7.152.887
Aktienausstattung Nennwertlose Stückzahlen
Börsensegment Prime Standard, Erneuerbare Energien
Börse Frankfurt, FWB
Designated Sponsor Close Brothers Seydler

INVESTOR-RELATIONS KONTAKT

Barbara von Frankenberg

Leiterin Investor Relations und Public Relations

SFC Energy AG

Eugen-Sänger-Ring 7

85649 Brunnthal

Deutschland

Telefon: +49 (0) 89 / 673 592 - 378

Telefax: +49 (0) 89 / 673 592 -169

E-Mail: [email protected]

IMPRESSUM

SFC Energy AG

Eugen-Sänger-Ring 7

85649 Brunnthal

Deutschland

Telefon: +49 (0) 89 / 673 592 - 0

Telefax: +49 (0) 89 / 673 592 - 369

Verantwortlich: SFC Energy AG

Text & Redaktion: SFC Energy AG

Gestaltung und Umsetzung: Anzinger | Wüschner | Rasp

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen -also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben, "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von SFC liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von SFC. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des Konzerns wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistung. SFC übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.