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Schweizer Electronic AG Audit Report / Information 2024

May 7, 2025

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Schweizer Electronic AG SCHWEIZER ELECTRONIC AG, Schramberg BILANZ 31.12.2024 31.12.2023 Aktiva EUR EUR EUR A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 533.686 610.794 II. Sachanlagen 17.662.433 21.220.285 III. Finanzanlagen 22.873.955 17.769.527 41.070.074 39.600.606 B. Umlaufvermögen I. Vorräte 15.953.442 16.457.836 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.705.678 22.075.101 III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.167.026 3.064.468 29.826.146 41.597.405 C. Rechnungsabgrenzungsposten 446.852 547.734 D. Aktive latente Steuern 3.000 880.000 71.346.072 82.625.745 Passiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 9.664.054 9.664.054 ./. Eigene Anteile -23.743 -23.743 9.640.311 9.640.311 II. Kapitalrücklage 21.727.262 21.727.262 III. Gewinnrücklagen Andere Gewinnrücklagen 20.807.971 20.807.971 IV. Bilanzgewinn(+) / Bilanzverlust (-) -34.071.428 -31.082.573 18.104.116 21.092.971 B. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.984.465 6.801.156 2. Steuerrückstellungen 1.164.309 1.363.000 3. Sonstige Rückstellungen 4.221.387 6.243.320 11.370.161 14.407.476 C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.700.000 24.250.000 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.804.924 6.921.528 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.879.652 5.900.139 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, 4. 2.983.405 3.856.085 mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.503.814 6.197.546 41.871.795 47.125.298 71.346.072 82.625.745 SCHWEIZER ELECTRONIC AG, Schramberg GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2024 2023 EUR EUR 1. Umsatzerlöse 102.959.752 110.805.178 2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -93.590.221 -93.382.667 3. Bruttoergebnis vom Umsatz 9.369.531 17.422.511 4. Vertriebskosten -4.510.284 -4.535.280 5. Allgemeine Verwaltungskosten -11.517.516 -13.535.039 6. Sonstige betriebliche Erträge 2.936.878 2.992.867 davon Erträge aus der Währungsumrechnung (1.001.909) (768.790) 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.077.154 -1.272.039 davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (-1.049.648) (-780.553) 8. Erträge aus Wertaufholungen von Beteiligungen 5.550.000 0 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.434 14.045 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 -1.657.095 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.992.322 -2.304.970 davon Aufwendungen aus der Abzinsung (-146.026) (-272.803) 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -771.423 -262.463 davon (+) Ertrag / (-) Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern (-877.000) (-48.000) 13. Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) -2.988.855 -3.137.463 14. Gewinnvortrag (+) / Verlustvortrag (-) -31.082.573 -27.945.111 15. Bilanzgewinn (+) / Bilanzverlust (-) -34.071.428 -31.082.573 SCHWEIZER ELECTRONIC AKTIENGESELLSCHAFT, Schramberg Anhang für 2024 Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Als börsennotiertes Mutterunternehmen der Schweizer Gruppe erstellt die SCHWEIZER ELECTRONIC AKTIENGESELLSCHAFT (im Folgenden: Schweizer Electronic AG) mit Sitz in Schramberg nach § 315e Abs.1 HGB einen Konzernabschluss auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) und der diesbezüglichen Interpretationen, soweit die IFRS und Interpretationen von der Europäischen Union übernommen sind. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Im Geschäftsjahr 2024 wurden im Finanzergebnis und in der Nr. 8 der Gewinn- und Verlustverlustrechnung erstmalig Erträge aus Wertaufholungen von Beteiligungen erfasst. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sowie die davon- Vermerke teilweise ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Für weitere Erläuterungen zu diesem Thema wird auf den Abschnitt „Chancen & Risikobericht“ des Zusammengefassten-Lageberichtes zur Darstellung zu wesentlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Unternehmensfortführung der Schweizer Electronic AG verwiesen. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma SCHWEIZER ELECTRONIC AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Schramberg im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 480540 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen Nutzungsdauern von drei bis acht Jahren zugrunde. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde in Anspruch genommen. Für eine Technologie, die in zukünftigen Leiterplatten angewendet wird und für welche bereits Kundenaufträge vorliegen, wurden die im Geschäftsjahr entstandenen Entwicklungskosten aktiviert. Die voraussichtliche Nutzungsdauer orientiert sich am Produktlebenszyklus und wird auf sechs Jahre festgelegt. Abschreibungen werden ab dem Start der Serienproduktion berücksichtigt. Forschungs- und Entwicklungskosten, die die Ansatzkriterien nicht erfüllen, wurden sofort im Aufwand erfasst. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Erhaltene Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und die durch Fertigung veranlassten Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalkosten wurden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen. Die Festsetzung der Nutzungsdauer bei den Anlagegütern richtet sich nach dem Zeitraum, in welchem es unter Rentabilitätsgesichtspunkten sinnvoll ist, das Anlagengut zu nutzen (wirtschaftliche Nutzungsdauer). Grundstücke und Anlagen im Bau unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Den übrigen Vermögenswerten des Sachanlagevermögens liegen die folgenden Nutzungsdauern für die planmäßige Abschreibung zugrunde: - Gebäude: zehn bis 50 Jahre - Technische Anlagen und Maschinen: fünf bis 20 Jahre - Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: drei bis 20 Jahre Die Abschreibung erfolgt linear. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei Vorliegen von voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Werthaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen. Dies war im Geschäftsjahr erstmalig der Fall. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der Betriebsabrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Oktober 2024 beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigen beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lager- dauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Lieferverpflichtungen sind erforderlichenfalls in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind auf den Bilanzstichtag abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Verfahren nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der „Heubeck Richttafeln 2018 G“ ermittelt. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre verwendet, bei einer pauschal angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren 1,88 % (Stand 31. Oktober 2024) (Vj. 1,82%; Stand 31. Dezember 2023). Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,0 % bzw. 2,5 % (Vj. 2,0 % bzw. 2,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 3,78 % (Vj. 6,51 %) berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen sowie die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung wurden angemessen berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der laufzeitadäquate Marktzins (per 31. Oktober 2024) wurde nach Maßgabe des Einzelbewertungsgrundsatzes für jede einzelne Rückstellung ermittelt und bewegt sich zwischen 1,42 % und 1,93 % (Vj. 1,07 % und 1,71 %, 31. Dezember 2024) Das Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Form von Rückdeckungsversicherungen wurde mit seinem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Diese Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der mit Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen (Altersteilzeit) und sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs entspricht dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Verlustvorträge sind nur insoweit einzubeziehen, als eine Verrechnung mit prognostiziertem steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Planjahre möglich ist. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Nachfolgend werden die in der Bilanz zusammengefassten Posten gesondert erläutert. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschrei- bungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 61) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 3,0 Mio. (Vj. EUR 3,1 Mio.) an. Der unter den Finanzanlagen geführte Beteiligungsbuchwert der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China wurde im Berichtsjahr gem. § 253 Abs. 5 HGB auf die ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 17.550 um TEUR 5.550 zugeschrieben. Verbesserte Ergebnisse im Jahr 2024 und positive Zukunftsaussichten der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China machten dies erforderlich. Angaben zum Anteilsbesitz Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen. (Angaben in Landeswährung (LW), Ergebnis nach Ertragsteuern) Name und Sitz der Gesellschaft Währung Anteil am Eigen- Eigen- Ergebnis Ergebnis Kapital kapital kapital % in TLW in TEUR in TLW in TEUR 31.12.2024 31.12.2024 31.12.2024 2024 2024 Unmittelbar gehaltenen Anteile Schweizer Pte. Ltd., Singapore SGD 100 4.200 2.965 -22 -15 Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., CNY 16 28.617 3.675 -83.515 -11.013 Ltd., China Schweizer Electronic Americas Inc., USD 100 -870 -837 -498 -460 USA Mittelbar gehaltene Anteile über Schweizer Pte. Ltd., Singapore Schweizer Electronic Singapore Pte. SGD 100 11.081 7.823 978 677 Ltd., Singapore Schweizer Trading (Suzhou) Co. Ltd. CNY 100 1.694 223 830 107 Der Mehrheitsanteilseigner der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China, WUS Printed Circuits (Kunshan) Co., Ltd. (China) hat zum Stichtag 6. Dezember 2024 eine Kapitalerhöhung bei dieser Gesellschaft durchgeführt. Die Schweizer Electronic AG hat sich an dieser Kapitalerhöhung nicht beteiligt, sodass sich der bestehende Anteil der Schweizer Electronic AG auf 16 % verwässert hat. Vorräte 31.12.2024 31.12.2023 TEUR TEUR Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.747 5.670 Unfertige Erzeugnisse 3.299 6.065 Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 5.907 4.723 15.953 16.458 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2024 31.12.2023 TEUR TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.759 13.669 davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.585 854 davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0 Forderungen gegen Unternehmen mit denen 96 5.754 ein Beteiligungsverhältnis besteht davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0 Sonstige Vermögensgegenstände 2.266 1.798 davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 17 17 10.706 22.075 Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Im Berichtsjahr erfolgte eine Aufrechnung von gleichartigen und - fälligen Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe von TUSD 6.483 (TEUR 5.847) mit der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China. Aktive latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,13 % (Vj. 29,13 %) zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern (TEUR 940) resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei Sachanlagen. Diese wurden mit aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen (TEUR 943) saldiert. Es besteht insgesamt somit ein Überhang der aktiven latenten Steuern (TEUR 3). Das Ansatzwahlrecht nach §274 HGB wird ausgeübt. Die Verlustvorträge zur Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 9.417 (Vj.: TEUR 1.931) und zur Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 10.367(Vj.: TEUR 2.292) können zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden. Im Geschäftsjahr wurde unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips auf den Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge verzichtet. Entwicklung der latenten Steuern Aktive latente Passive Aktive latente Saldo Steuern auf latente Steuern Steuern auf temporäre auf temporäre Verlustvor- Differenzen Differenzen träge TEUR TEUR TEUR TEUR 31.12.2023 919 738 699 880 31.12.2024 943 940 0 3 Veränderung 24 202 -699 -877 Der Betrag der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3 unterliegt gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre. Eigenkapital Das Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2024 EUR 9.664.054 und ist in 3.780.000 Namensaktien (Stückaktien) eingeteilt. Eigene Anteile Die Schweizer Electronic AG hält zum Bilanzstichtag insgesamt 9.287 Stück (Vj. 9.287 Stück) eigene Stückaktien. Dies entspricht einem Betrag des Grundkapitals in Höhe von TEUR 24 bzw. 0,25 % des Grundkapitals. Die eigenen Anteile sind mit ihrem Nennwert offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Genehmigtes Kapital Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2021 und dessen Eintragung in das Handelsregister ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2026 um bis zu insgesamt 4.832.026,93 EUR durch die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stamm- oder Vorzugsaktien (Stückaktien) gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals ausgenutzt werden. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, welches mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden kann. Bedingtes Kapital Ferner ist der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2021 und dessen Eintragung in das Handelsregister ermächtigt, bis zum 24. Juni 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Schuldverschreibungen (Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinn- schuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente) mit oder ohne Laufzeitbegrenzung bis zu 35 Mio. EUR zu begeben und Inhabern bzw. Gläubigern von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte auf neue, auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 4.832.026,93 EUR zu gewähren. Die Schuldverschreibungen können ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals begeben werden. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, welches mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden kann. Stimmrechtsmitteilungen Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet Investoren, deren Stimmrechtsanteil an börsennotierten Gesellschaften bestimmte Schwellenwerte erreicht, zu einer Mitteilung an die Gesellschaft. Es bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die mittels Stimmrechtsmitteilung nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und wie folgt nach § 40 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind. Nachfolgend werden die letzten abgegebenen Stimmrechtsmitteilungen je Aktionärsgruppe dargestellt: Stimmrechtsmitteilung vom 22. November 2024 1. Angaben zum Emittenten: Schweizer Electronic AG 2. Grund der Mitteilung: Sonstiger Grund: Freiwillige Bestandsmitteilung, siehe Erläuterung unter Nr. 10 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: WUS PRINTED CIRCUIT (Kunshan) Co., Ltd. Registierter Sitz, Staat: Kunshan, Volksrepublik China 4. Namen der Aktionäre: WUS International Company Limited 5. Datum der Schwellenberührung: 04. April 2024 6. Gesamtstimmrechtsanteile Anteil Anteil Summe Gesamtzahl Stimmrechte Stimmrechte Instrumente Anteile des Emittenten (Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ (Summe 7.a. 7.b.2.) + 7.b.) Neu 19,74 % 0 % 19,74 % 3.780.000 letzte n/a % n/a % n/a % / Mitteilung 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen: a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG) ISIN absolut in % direkt zugerechnet direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) DE0005156236 746.220 % 19,74 % Summe 746.220 19.74 % b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: Stimmrechte in %, wenn 3% Instrumente in %, wenn 5% Summe in %, wenn 5% Unternehmen oder höher oder höher oder höher WUS PRINTED CIRCUIT % % % (Kunshan) Co., Ltd. WUS International 19,74% % 19,74% Company Limited 9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG: (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Informationen: Die WUS PRINTED CIRCUIT (Kunshan) Co., Ltd. und die WUS International Company Limited wurden von Hr. LK WU beherrscht und bislang in dessen Stimmrechtsmitteilung mitgemeldet. Hr. LK WU ist verstorben. Nach seinem Tod werden weder die WUS PRINTED CIRCUIT (Kunshan) Co., Ltd. noch die WUS International Company Limited durch die Erben von Hr. LK WU beherrscht. Stimmrechtsmitteilung vom 14. November 2024 1. Angaben zum Emittenten: Schweizer Electronic AG 2. Grund der Mitteilung: Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Alois Berger 4. Namen der Aktionäre: Alois Berger 5. Datum der Schwellenberührung: 31. Oktober 2024 6. Gesamtstimmrechtsanteile Anteil Anteil Summe Gesamtzahl Stimmrechte Stimmrechte Instrumente Anteile des Emittenten (Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ (Summe 7.a. 7.b.2.) + 7.b.) Neu 3,02 % 0 % 3,02 % 3.780.000 letzte 0 % 0 % 0 % / Mitteilung 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen: a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG) ISIN absolut in % direkt zugerechnet direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) DE0005156236 114.300 0 3,02% 0,00 % Summe 114.300 3,02 % b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. 9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG: (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 18. Juni 2020 1. Angaben zum Emittenten: Schweizer Electronic AG 2. Grund der Mitteilung: Sonstiger Grund: Veräußerung von Stimmrechten durch verwaltetes Sondervermögen 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland 4. Namen der Aktionäre: - 5. Datum der Schwellenberührung: 15. Juni 2020 6. Gesamtstimmrechtsanteile Anteil Anteil Summe Gesamtzahl Stimmrechte Stimmrechte Instrumente Anteile des Emittenten (Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ (Summe 7.a. 7.b.2.) + 7.b.) Neu 2,91 % 0 % 2,91 % 3.780.000 letzte 4,97 % 0 % 4,97 % / Mitteilung 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen: a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG) ISIN absolut in % direkt zugerechnet direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) DE0005156236 110.000 % 2,91 % Summe 110.000 2,91 % b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. 9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG: (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 18. Juni 2020 1. Angaben zum Emittenten: Schweizer Electronic AG 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 15. Juni 2020 6. Gesamtstimmrechtsanteile Anteil Anteil Summe Anteile Gesamtzahl Stimmrechte Stimmrechte Instrumente (Summe 7.a. + 7.b.) des Emittenten (Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Neu 2,91 % 0 % 2,91 % 3.780.000 letzte 4,97 % 0 % 4,97 % / Mitteilung 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG) ISIN absolut in % direkt zugerechnet direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) DE0005156236 110.000 2,91 % % Summe 110.000 2,91 % b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. 9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 16. Januar 2020 1. Angaben zum Emittenten: Schweizer Electronic AG 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Maren Schweizer, Geburtsdatum: 16. November 1972 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 13. Januar 2020 6. Gesamtstimmrechtsanteile Anteil Anteil Summe Anteile Gesamtzahl Stimmrechte Stimmrechte Instrumente (Summe 7.a. + des Emittenten (Summe 7.a.) (Summe 7.b.) 7.b.1.+ 7.b.2.) Neu 2,98 % 0 % 2,98 % 3.780.000 letzte Mitteilung 4,96 % 0 % 4,96 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG) ISIN absolut in % direkt zugerechnet direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) (§ 33 WpHG) (§ 34 WpHG) DE0005156236 112.650 2,98 % % Summe 112.650 2,98 % b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. 9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG: (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 24. Mai 2017 1. Angaben zum Emittenten: Schweizer Electronic AG 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: WUS Printed Circuit Co., Ltd., Kaohsiung, Taiwan 4. Namen der Aktionäre: WUS Group Holding Co., Ltd. 5. Datum der Schwellenberührung: 24. Mai 2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile: Anteil Anteil Summe Anteile Gesamtzahl Stimmrechte Stimmrechte Instrumente (Summe 7.a. + 7.b.) des Emittenten (Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Neu 10,16 % 0% 10,16 % 3.780.000 letzte 0 % 10,16% 10,16 % / Mitteilung 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) ISIN absolut in % direkt zugerechnet direkt zugerechnet (§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG) (§ 21 WpHG) (§22 WpHG) DE0005156236 384.000 % 10,16 % Summe 384.000 10,16 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: Unternehmen Stimmrechte in %, Instrumente in Summe in %, wenn 3% oder %, wenn 5% wenn 5% oder höher oder höher höher WUS Printed Circuit Co., Ltd. % % % WUS Group Holding Co., Ltd. 10,16 % % 10,16 % 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG: (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 28. November 2014 Die Infineon Technologies AG, Neubiberg/Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28. November 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schweizer Electronic AG, Schramberg/Deutschland, am 28. November 2014 die Schwelle von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,39 % (das entspricht 355.000 Stimmrechten) betragen hat. Stimmrechtsmitteilung vom 18. Juli 2014 Herr Christoph Schweizer, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Juli 2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schweizer Electronic AG, Schramberg/ Deutschland, am 15. Juli 2014 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 14,43 % (das entspricht 545.600 Stimmrechten) betragen hat. Stimmrechtsmitteilung vom 2. April 2002 Herr Nicolas Schweizer, Schramberg, hat uns am 2. April 2002 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schweizer Electronic AG zum Stichtag 1. April 2002 8,28 % beträgt. Stimmrechtsmitteilungen der letzten Jahre sind auch auf unserer Internetseite unter https://schweizer.ag/investoren-und-medien/corporate-governance/stimmrechtsmitteilungen veröffentlicht. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen betragen unverändert TEUR 20.808. Bilanzverlust Im Bilanzverlust von TEUR 34.071 ist ein Verlustvortrag von TEUR 31.083 enthalten. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 298. Dieser beinhaltet aktive latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen in Höhe von TEUR 3 und die aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 295. Rückstellungen Für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergibt sich im Geschäftsjahr 2024 ein Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 5.984 (Vj. TEUR 6.801) unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB beträgt im Geschäftsjahr TEUR -25 (Vj. TEUR 50), wenn man den durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre zum Stichtag 31. Oktober 2024 von 1,93% p.a. (Vj. 1,74 % p. a., 31. Dezember 2023) verwendet. Die Altersversorgung wird darüber hinaus von der Unterstützungskasse Christoph Schweizer e.V. getragen. Die Unterstützungskasse wurde für ab dem 30. Juni 1996 neu in die Dienste der Schweizer Electronic AG (Trägerunternehmen) eintretende Betriebsangehörige geschlossen. Eine Rückstellung für diese mittelbare Pensionsverpflichtung wurde nicht angesetzt. Die Zuwendung der Schweizer Electronic AG an die Unterstützungskasse in Höhe von TEUR 120 (Vj. TEUR 120) ist im Personalaufwand erfasst. Auf Grund des negativen Ergebnisses im Jahr 2024 sowie der Existenz steuerlicher Verlustvorträge wurden keine Steuerrückstellungen für das Jahr 2024 gebildet. Die bestehende Steuerrückstellung für das Jahr 2022 konnte durch Verlustrücktrag aus 2023 nach 2022 sowie durch Verlustrücktrag aus 2024 nach 2022 reduziert werden Die sonstigen Rückstellungen enthalten noch nicht genommenen Resturlaub/Mehrstunden, Altersteilzeit, Jubiläumsverpflichtungen, Umweltschutzmaßnahmen, ausstehende Rechnungen, Garantien, Jahresabschlusskosten, sowie Aufsichtsratsvergütungen. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Zusammenhang mit Altersteilzeitverpflichtungen: TEUR Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 896 Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 778 Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 778 Verrechnete Aufwendungen 0 Verrechnete Erträge 1 Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel 2024 in TEUR 31.12.2024 Restlaufzeit grundpfand- gesamt bis Über 1 bis 5 über 5 rechtlich 1 Jahr Jahre Jahre gesichert Art der Verbindlichkeit 1. Verbindlichkeit gegenüber Kredit- 2.550 14.500 4.650 20.804 21.700 instituten 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 5.805 0 0 0 5.805 Leistungen 3. Verbindlichkeiten gegenüber 2.673 3.207 0 0 5.880 verbundenen Unternehmen 4. Verbindlichkeiten gegenüber 2.983 0 0 0 2.983 Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.. Sonstige Verbindlichkeiten 5.504 0 0 0 5.504 - Davon aus Steuern 927 0 0 0 927 - Davon im Rahmen der sozialen 0 0 0 0 0 Sicherheit Von den grundpfandrechtlich besicherten Krediten sind zusätzlich TEUR 896 durch Sicherungsübereignung von Maschinen und Geschäftsausstattung besichert. Eine Zusage unserer Hausbanken zur Prolongation des kurzfristig fälligen Darlehens mit Restschuld von 12.400 TEUR bis 2033 liegt seit November 2024 vor. Verbindlichkeitenspiegel 2023 in TEUR 31.12.2023 Restlaufzeit grundpfand- gesamt bis Über 1 bis 5 über 5 rechtlich 1 Jahr Jahre Jahre gesichert Art der Verbindlichkeit 1. Verbindlichkeit gegenüber Kredit- 2.550 21.700 0 20.804 24.250 instituten 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 6.722 200 0 0 6.922 Leistungen 3. Verbindlichkeiten gegenüber 2.615 3.285 0 0 5.900 verbundenen Unternehmen 4. Verbindlichkeiten gegenüber 3.856 0 0 0 3.856 Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.198 0 0 0 6.198 - Davon aus Steuern 1.447 0 0 0 1.447 - Davon im Rahmen der sozialen 7 0 0 0 7 Sicherheit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen In dieser Position ist ein Darlehen der Unterstützungskasse Christoph Schweizer e. V., Schramberg, in Höhe des Kassenvermögens von TEUR 3.207 (Vj. TEUR 3.285) enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen, sowie ein von der Tochtergesellschaft Schweizer Pte. Ltd., Singapore gewährtes verzinsliches Darlehen über TEUR 2.541 (Vj. TEUR 2.541). Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Hierunter werden Verbindlichkeiten gegenüber Schweizer Electronic (Jiangsu) Co. Ltd. passiviert, die ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen resultieren. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Netto-Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: 2024 2023 TEUR TEUR Nach Tätigkeitsbereichen Durchmetallisierte Schaltungen 12.460 13.438 Nicht durchmetallisierte Schaltungen 2.708 2.393 Multilayer / HDI 86.360 93.528 Sonstige 1.432 1.446 102.960 110.805 Nach Regionen Inland 53.561 64.247 Europa (ohne Deutschland) 34.625 30.460 Amerika 5.026 9.559 Asien 9.292 5.783 Übrige Länder 456 756 102.960 110.805 Materialaufwand Gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB beträgt der Materialaufwand des Geschäftsjahres: 31.12.2024 31.12.2023 TEUR TEUR a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und 51.601 50.604 Betriebsstoffe und für bezogene Ware b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.406 6.244 57.007 56.848 Personalaufwand Gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB beträgt der Personalaufwand des Geschäftsjahres: 31.12.2024 31.12.2023 TEUR TEUR a) Löhne und Gehälter 29.044 30.810 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für 5. 906 6.654 Altersversorgung und Unterstützung davon Altersversorgung 494 1.279 34.950 37.464 In den Aufwendungen für Altersversorgung ist die Zuwendung zur Christoph Schweizer Unterstützungskasse e.V. in Höhe von TEUR 120 (Vj. TEUR 120) enthalten. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Bewertung von Fremdwährungsmitteln in Höhe von TEUR 1.002 (Vj. TEUR 768) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 362 (Vj. TEUR 485). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Bewertung von Fremdwährungsmitteln in Höhe von TEUR 1.050 (Vj. TEUR 781) und Aufwendungen für die Zuführungen zu Garantierückstellungen in Höhe von TEUR 138 (Vj. TEUR 202). Finanzergebnis 2024 2023 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23 14 Wertaufholung von Beteiligungen 5.550 - Summe Finanzerträge 5.573 14 Abschreibungen auf Finanzanlagen - 1.657 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.992 2.305 Summe Finanzaufwendungen 1.992 3.962 Die Anteile der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China wurden im Geschäftsjahr im Rahmen der Wertermittlung des beizulegenden Wertes unter Berücksichtigung des Discounted Cashflow Verfahrens bewertet und auf Grund verbesserter Ergebnisse in 2024 und positiven Zukunftsprognosen in Höhe von insgesamt TEUR 5.550 auf die ursprünglichen Anschaffungskosten zugeschrieben. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern sind in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von TEUR 80 (Vj. TEUR 80), in den Vertriebskosten in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 9), und in den allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 1) enthalten. Sonstige Angaben Angaben zu zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Als Deckungsvermögen (§ 253 Abs. 1 Satz 4 HGB) ist das von der Versicherung, nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik mit den Rechnungsgrundlagen der Prämienkalkulation, zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode berechnete Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung) angesetzt worden. Haftungsverhältnisse 31.12.2024 31.12.2023 TEUR TEUR Haftsumme aus Genossenschaftsanteile 5 5 In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein Darlehen der Unterstützungskasse Christoph Schweizer e. V., Schramberg, in Höhe des Kassenvermögens von TEUR 3.207 (Vj. TEUR 3.285) enthalten, da es sich hierbei um eine Zweckgesellschaft im Sinne des § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB handelt. Der, unter Zugrundelegung der „Heubeck Richttafeln 2018 G“ nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, versicherungsmathematisch ermittelte Barwert der mittelbaren Pensionszusagen übersteigt das tatsächliche Kassenvermögen um TEUR 9.525 (Vj. TEUR 10.417). In dieser Höhe besteht eine Subsidiärhaftung. Die Verbindlichkeiten bestehen im Rahmen der sozialen Sicherheit. Außerbilanzielle Geschäfte 2024 2023 TEUR TEUR Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Sale-and-lease-back Verträge 1.189 1.016 Übrigen Leasingverträgen 336 238 Die finanziellen Verpflichtungen über die Gesamtlaufzeit betragen TEUR 1.154 (Vj. TEUR 1.414). Zweck und Vorteile der Leasingverträge sind die Liquiditätsbeschaffung und partiell die Vermeidung von Restwertrisiken. Risiken liegen in der Vertragsbindung über die Gesamtlaufzeit. Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden partiell regelmäßig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen forfaitiert. Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 8.201 verkauft, wovon TEUR 7.958 noch nicht fällig waren. Zweck und Vorteile der Forfaitierung sind die frühzeitigen Zahlungseingänge auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem stehen die im Zusammenhang mit diesem Finanzinstrument entstehenden Gebühren und Zinsen entgegen. Im Rahmen der Forfaitierung gehen alle wesentlichen Risiken auf den Vertragspartner über. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen folgende Sachverhalte: 2024 TEUR Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen 46 Wartungsverträgen 250 Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 412 Die Mietverträge sowie die Wartungsverträge enden zwischen 2025 und 2026. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter: 2024 2023 Gewerbliche Arbeitnehmer 315 336 Angestellte 203 201 518 537 Auszubildende 11 12 529 549 Organe Vorstand Als Vorstände waren im Geschäftsjahr die folgenden Personen bestellt: Nicolas-Fabian Schweizer Vorstandsvorsitzender Verantwortlich für die Bereiche Sales & Marketing, Human Resources, Legal sowie Media & Communications (PR). Tätigkeiten und Mandate innerhalb der Unternehmensgruppe: ▪ Managing Director der Schweizer Pte. Ltd., Singapur ▪ Managing Director der Schweizer Electronic Singapore Pte. Ltd., Singapur ▪ Supervisor der Schweizer Trading (Suzhou) Co., Ltd., China ▪ President der Schweizer Electronic Americas Inc., Delaware, USA ▪ Vorstandsmitglied der Unterstützungskasse Christoph Schweizer e.V., Schramberg Marc Bunz Mitglied des Vorstands (Stv. Vorsitzender) Verantwortlich für die Bereiche Trading & Supply Chain, Finance & Controlling, Information Technologies und Investor Relations. Tätigkeiten und Mandate innerhalb der Unternehmensgruppe: ▪ Managing Director der Schweizer Pte. Ltd., Singapur ▪ Managing Director der Schweizer Electronic Singapore Pte. Ltd., Singapur Chairman of the Board of Directors der Schweizer Trading (Suzhou) Co., Ltd., China ▪ ▪ Secretary der Schweizer Electronic Americas Inc., Delaware, USA ▪ Director Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., Changzhou City, Jintan, China Vorstandsmitglied der Unterstützungskasse Christoph Schweizer e.V., Schramberg ▪ Thomas Gottwald (seit 1. Mai 2024) Mitglied des Vorstands Verantwortlich für die Operations (Production Germany), Technology und R&D. Tätigkeiten und Mandate innerhalb der Unternehmensgruppe: ▪ keine Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Stefan Krauss Vorsitzender Vorsitzender des Prüfungsausschusses Rechtsanwalt, Partner der Kanzlei KRAUSS-LAW, Lahr/Schwarzwald Dr. Harald Marquardt Stellvertretender Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses Vorsitzender des Vorstands bis 31.12.2024 und ab 01.01.2025 Mitglied des Vorstands der Marquardt Management SE, Rietheim-Weilheim Dr. Andreas Schumacher Mitglied des Prüfungsausschusses Executive Vice President Strategy, Mergers & Acquisitions Infineon Technologies AG, Neubiberg Chris (Chuan Pin) Wu President von WUS Printed Circuit (Kunshan) Co., Ltd., Kunshan, China Sonstige Tätigkeiten und Mandate: ▪ Director Biggering (BVI) Holdings Co., Ltd., British Virgin Islands, United Kingdom ▪ Director Happy Union Investment Co., Ltd., New Territories, Hongkong ▪ Chairman of the Board Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., Changzhou City, Jintan, China Jürgen Kammerer Prozesstechniker Mechanik, Schweizer Electronic AG, Schramberg Petra Gaiselmann (bis 28. Juni 2024) Mitarbeiterin Personalabteilung, Schweizer Electronic AG, Schramberg Markus Kretschmann (seit 28. Juni 2024) Technician Technische Dienste, Schweizer Electronic AG, Schramberg Arbeitnehmervertretung Gesamtbezüge des Vorstands Die Gesamtvergütung des Vorstands belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.376 und umfasst fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile enthalten eine an den Erfolg gebundene Komponente und eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter. Der variable Vergütungsbestandteil unterteilt sich in eine Komponente, die sich an der Erreichung bestimmter Ziele für das jeweilige Geschäftsjahr orientiert (Medium & Short Term Incentive ("MSTI")) sowie in eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter (Long Term Incentive ("LTI")), dessen Performancezeitraum sich über vier Jahre erstreckt. Summe 2024 in TEUR Feste erfolgsunabhängige Vergütung 1.001 Erfolgsabhängige Vergütung 375 davon kurz- und mittelfristige Anreizwirkung (MSTI) 248 davon langfristige Anreizwirkung (LTI) 127 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 180 (fix) und TEUR 0 (variabel). Frühere Geschäftsführer bzw. Vorstandsmitglieder Im Geschäftsjahr 2024 wurden den früheren Geschäftsführern/Vorständen bzw. deren Hinterbliebenen Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 709 gewährt. Die Rückstellungen für diesen Personenkreis betragen für Pensionen TEUR 4.613 sowie für die Zuführung zu Unterstützungskassen TEUR 576. Es besteht außerdem eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.531 gegenüber einem früheren Mitglied des Vorstandes. Konzernverhältnisse Die Schweizer Electronic AG erstellt als Mutterunternehmen für das Geschäftsjahr 2024 einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards gemäß § 290 i.V.m. § 315e HGB für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Unternehmensregister offengelegt. Bilanzverlust Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 34.071.428 ergibt sich aus dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 31.082.573 und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.988.855. Honorar des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr beträgt das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 620 (davon für das Vorjahr TEUR 130), für andere Bestätigungsleistungen im Zusammenhang mit der Stromnetzentgeltverordnung in Höhe von TEUR 6. Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex Die Schweizer Electronic AG hat für 2024 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären im Internet unter https://schweizer.ag/investoren-und- medien/corporate-governance/entsprechenserklaerungen zugänglich gemacht. Schramberg, 16. April 2025 Schweizer Electronic AG Der Vorstand (N. F. Schweizer) (M. Bunz) (T.Gottwald) Entwicklung des Anlagevermögens 2024 Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Zuschreibung Buchwerte 01.01.2024 Korrektur Zugänge Abgänge Umbu- 31.12.2024 01.01.2024 Korrektur Zugänge Abgänge Umbu- Zuschreibung 31.12.2024 31.12.2024 31.12.2023 chungen chungen EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR Sachanlagen Grundstücke und Bauten 37.447.908 0 0 0 0 37.447.908 30.448.793 0 825.563 0 0 0 31.274.356 6.173.551 6.999.115 Technische Anlagen und Maschinen 90.709.562 0 875.704 2.920.641 289.274 88.953.899 78.028.980 0 2.636.188 2.082.274 0 0 78.582.894 10.371.005 12.680.582 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.858.860 0 111.393 481.035 58.716 55.547.933 54.951.324 0 259.084 476.817 0 0 54.733.590 814.343 907.536 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 633.053 0 303.534 224.638 -408.415 303.534 0 0 224.638 224.638 0 0 303.534 633.053 Summe Sachanlagen 184.649.383 0 1.290.631 3.626.314 -60.425 182.253.275 163.429.097 0 3.945.473 2.783.729 0 0 164.590.841 17.662.433 21.220.285 Immaterielle Vermögenswerte gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.921.602 0 32.660 99.600 60.425 5.915.087 5.640.039 0 135.959 99.600 0 0 5.676.398 238.689 281.563 Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte 329.231 0 24.765 0 0 353.996 0 0 58.999 0 0 0 58.999 294.997 329.231 Summe immaterielles Vermögen 6.250.833 0 57.425 99.600 60.425 6.269.083 5.640.039 0 194.958 99.600 0 0 5.735.397 533.686 610.794 190.900.216 0 1.348.056 3.725.914 0 188.522.358 169.069.136 0 4.140.431 2.883.329 0 0 170.326.238 18.196.119 21.831.079 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 5.086.485 0 0 0 0 5.086.485 0 0 0 0 0 0 0 5.086.485 5.086.485 Beteiligungen 13.657.095 3.892.905 0 0 0 17.550.000 1.657.095 3.892.905 0 0 0 5.550.000 0 17.550.000 12.000.000 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 692.671 0 237.193 699.800 0 230.064 9.629 0 -10.118 6.917 0 0 -7.406 237.469 683.041 Summe Finanzanlagen 19.436.251 3.892.905 237.193 699.800 0 22.866.549 1.666.724 3.892.905 -10.118 6.917 0 5.550.000 -7.406 22.873.955 17.769.527 Gesamtsumme 210.336.467 3.892.905 1.585.249 4.425.714 0 211.388.906 170.735.861 3.892.905 4.130.313 2.890.246 0 5.550.000 170.318.832 41.070.074 39.600.606 * im Zuge der Umbuchungen der Anteile an verbundenen Unternehmen in die Beteiligungen wurden diese abzüglich der erfassten Abschreibungen dargestellt. Zusammengefasster Lagebericht des Schweizer-Konzerns und der SCHWEIZER ELECTRONIC AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2024 Dieser Bericht fasst den Konzernlagebericht der Schweizer-Gruppe („SCHWEIZER“ oder „Unternehmen“), bestehend aus der SCHWEIZER ELECTRONIC AKTIENGESELLSCHAFT (im Folgenden: SCHWEIZER ELECTRONIC AG) und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften, mit dem Lagebericht der SCHWEIZER ELECTRONIC AG zusammen. Er sollte im Kontext mit dem Konzernabschluss einschließlich der Angaben des Konzernanhangs gelesen werden. Bezüglich der Angaben zu eigenen Aktien nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf Abschnitt 4.9 des Konzernanhangs verwiesen. Der Konzernabschluss basiert auf einer Reihe von Annahmen sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die detailliert im Konzernanhang dargestellt sind. Entsprechend bezeichnete Passagen sollten darüber hinaus im Kontext mit dem Einzelabschluss einschließlich Anhang gelesen werden. Der zusammengefasste Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Entwicklung und die Erträge von SCHWEIZER. Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Diese sind mit Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. SCHWEIZER übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. Grundlagen des Konzerns Rechtliche und organisatorische Struktur Die SCHWEIZER ELECTRONIC AG mit Sitz in Schramberg ist das Mutterunternehmen des Konzerns und steuert die von ihr unmittelbar und mittelbar gehaltenen Beteiligungen. Die Geschäftsentwicklung der Muttergesellschaft ist eng mit der Entwicklung der Tochtergesellschaften verbunden. 1/53 Konzernstruktur Geschäftsmodell SCHWEIZER ist ein international anerkannter Experte für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Leiterplatten. Eine technologische Beratung über die optimale Leiterplattenlösung zur Optimierung des Gesamtsystems der Kunden differenziert SCHWEIZER zum Wettbewerb. Neben den konventionellen Leiterplatten-Technologien hat sich SCHWEIZER über viele Jahre eine etablierte Position in den Anwendungsbereichen Sensorik und Leistungselektronik erarbeitet. Mit ihren Lösungen adressiert SCHWEIZER unterschiedliche Branchen und Märkte. Neben dem Schwerpunkt Automotive finden die Technologien verstärkt Einzug in die Luftfahrt und bei Industrieanwendungen. SCHWEIZER ermöglicht die effiziente Umsetzung von nachhaltigen Innovationen der Kunden, wie die Elektromobilität oder erneuerbare Energien. Dabei legt SCHWEIZER großen Wert auf eine ressourcenschonende Produktion und verlangt auch von den Lieferanten vorbehaltslos die Einhaltung hoher Umwelt- und Sozialstandards. Unter der Fab-Light-Strategie wird die moderne Leiterplattenfertigung in Deutschland durch das assoziierte Unternehmen der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China, die Produktionswerke von WUS Printed Circuit (Kunshan und Huangshi) und eine wachsende Anzahl von Produktionspartnerschaften auch außerhalb Chinas ergänzt und ermöglicht ein breites Wachstum. 2/53 Geschäftsstrategie – Resilienz und Globalisierung SCHWEIZERs kundenorientierte Struktur mit einer klein- und mittelserienfähigen Produktion in Europa, in Verbindung mit Produktionspartnern für Groß-, Mittel- und Kleinserien, sowie Mustern aus Asien und Europa, ermöglicht es den Kunden ein zielgenaues und wettbewerbsfähiges Angebot für ein breites Spektrum an Leiterplatten- Technologien und Seriengrößen zu erhalten. Bei den Produktionspartnern legt SCHWEIZER hohen Wert auf ein starkes Prozessmanagement, wettbewerbsfähige Preise sowie ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Qualität. Auch Partner außerhalb Chinas spielen dabei eine zunehmend herausragende Rolle. Durch eine intelligente Verknüpfung der deutschen und asiatischen Produktion bietet SCHWEIZER die Antwort auf die akuten Herausforderungen zur Sicherung einer zuverlässigen globalen Supply Chain und von Local-Content-Anforderungen der Branchen. Fokus der globalen Ausrichtung sind die Absatzregionen Europa (EMEA), Nordamerika sowie Japan. Geschäftsstrategie - Leiterplatten und Chip-Embedding Von einfachen 2-Lagen-Schaltungen bis hin zu komplexen Hochstrom-, Logik- oder Radaraufbauten bietet SCHWEIZER ein umfangreiches Technologie- und Lösungsspektrum für höchste Anforderungen an. Für komplexe Problemstellungen stehen den Kunden Experten-Teams zur Verfügung, die kompetent beraten und in Kundenprojekten spezifische Lösungen. Technologiebereiche Standard-Leiterplatten Dem Bereich der Standard-Leiterplatten sind zum Beispiel einfache Multilayer- Aufbauten bis zu komplexen HDI-Schaltungen, die mit herkömmlicher Multilayertechnik nicht realisierbar sind, zugeordnet. Für alle diese Leiterplatten können zusätzlich Impedanz-Anforderungen erfüllt werden. Innovative Leiterplatten-Technologien Dem Bereich der Innovativen Leiterplatten-Technologien sind Lösungen für die Themen Hochstrom, Hochfrequenz, Hochtemperatur und Miniaturisierung zugeordnet. Modernste Leiterplatten-Technologien ermöglichen Highend-Lösungen. Das Inlay Board etwa bietet maximale Entwärmung und Stromtragfähigkeit. Radar-Leiterplatten ermöglichen die exakte Erfassung von Geschwindigkeiten, Abständen und Objekten. Biegbare FR4-Flex-Leiterplatten eignen sich für besonders kleine Einbauräume. Dickkupfer-Leiterplatten mit Stärken bis zu 400 μm ermöglichen eine Stromtragfähigkeit 3/53 von mehreren Hundert Ampere und das Combi-Board verbindet die Funktionalität mehrerer Leiterplatten ohne Steckverbinder und Kabel. Chip-Embedding & Systeme Embedding Lösungen mit integrierten Leistungshalbleitern ermöglichen äußerst zuverlässige Hochleistungsmodule mit erheblich besserem Schaltverhalten und optimierter Erwärmung gegenüber SMT-Lösungen. Die Smart p² Pack Embedding- Lösungen erlauben zudem die Kombination mit der Logik-Beschaltung ohne zusätzliche Verbindungselemente. Forschung und Entwicklung Serienentwicklung Im Jahr 2024 wurde in der Produktentwicklung an der Kontinuität, der als relevant erkannten Geschäftsfelder gearbeitet, um diese auszubauen und zu stärken. Intensivierter Kontakt zu den Entwicklungsabteilungen und Qualitätsabteilungen verschiedener Tier1 und OEM in der Luftfahrtbranche führte zu neuen Entwicklungsprojekten mit den jeweiligen Vorentwicklungsabteilungen. Dies ermöglichte vor allem auch die erfolgreiche Platzierung der SCHWEIZER Powertechnologien wie Inlay, Etched Inlay und auch p² Pack in der Luftfahrt. • Nach Ankündigung der Kooperation zwischen SCHWEIZER und Infineon im Zusammenhang mit dem Einbetten von Silizium-Karbid Halbleitern (SiC) wurde der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten auf die Entwicklung der p² Pack Technologie für Hochvoltanwendungen gelegt, um eine Markteinführung nach Automobilstandards für die ersten interessierten Kunden im Jahr 2026 zu ermöglichen. Neue Prüfkompetenzen für die Bewertung der Zuverlässigkeit der Embedding- Technologie und auch für die Prüfung der zum Einsatz kommenden Materialien wurden aufgebaut. Dieser Aufbau lag sowohl in Testmethodiken als auch in der Verfügbarkeit von Prüfequipment. Eine Vielzahl an interessierten Kunden wurden mit Mustern für die Bewertung der Embedding-Technologie versorgt. Nach dem erfolgreichen Serienhochlauf der p² Pack Technologie im Werk Schramberg im Jahr 2024, wurde das stark ansteigende Produktionsvolumen im Jahr 2024 in das Partnerwerk in China, die Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., transferiert. Der Fertigungshochlauf ist abgeschlossen und zeigt vielversprechende Resultate im Hinblick auf Fertigungsstabilität und damit auch die Skalierbarkeit der Technologie. Innovation Im Jahr 2024 war SCHWEIZER Konsortialmitglied in zwei vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekten. Im Projekt HoGaN (Hochstrom GaN Elektronik, GaN: Gallium Nitrid) beschäftigt sich SCHWEIZER mit dem Ansatz eines produktionsgerechten skalierbarem Leistungskern auf Basis von eingebetteten GaN Leistungshalbleitern für Automobil-Antriebstränge im Bereich 100 bis 300 kW. Das zweite Förderprojekt trustAE (Transformation der Fahrzeugtechnik durch hochintegrierte 4/53 Komponenten für robuste, digitalisierte und effiziente Antriebs- und Energiesysteme basierend auf WBG-Technologien) hat für SCHWEIZER den Fokus auf der Entwicklung von GaN basierten Bauteilen für Multiport DC/DC-Wandler. In beiden Projekten arbeitet SCHWEIZER mit Projektpartnern aus Industrie und Forschung zusammen. Beide Projekte laufen bis Ende 2026. Im Bereich der Hochvolt p2 Pack Technik (800-900V) gab es eine anhaltend hohe Nachfrage nach Demonstratoren, Prototypen und Testleiterplatten. Parallel wurden neue Testmöglichkeiten für Hochvolt-Materialuntersuchungen geschaffen. Ein Projekt aus dem Bereich der Embedding Technologie wurde aus der Vorentwicklung in die Serienentwicklung übergeben. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrugen im Jahr 2024 3,0 Mio. EUR (2023: 3,1 Mio. EUR). SCHWEIZERs Forschungs- und Entwicklungsabteilung liegt in Deutschland. Diesem Bereich waren 32 Mitarbeiter zugeordnet. Die Gesamtzahl erteilter Patente hat sich zum 31. Dezember 2024 auf 50 (31.12.2023: 67) verringert. Mitarbeitende Zum 31.12.2024 waren 522 Mitarbeitende (31.12.2023: 583) beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich durch eine natürliche Fluktuation und die Beendigung von befristeten Arbeitsverträgen. Aufgrund der herausfordernden Marktsituation und einer geringeren Auslastung am Standort Schramberg wurde im vierten Quartal das Instrument der Kurzarbeit genutzt. Qualitätsmanagement Im Jahr 2024 erfolgte die Re-Zertifizierungen gemäß der ISO 14001. Bei den Überprüfungen der IATF 16949, EN 9100, der Nadcap AC 7119, sowie der ISO 50001 wurde sowohl die Systemkonformität an verschiedenen Kundenaufträgen als auch den Produktions- und Geschäftsprozessen bestätigt. Nach erfolgreichem Abschluss des Re-Zertifizierungsaudits im Jahr 2024, laufen die Vorbereitungen für die im Jahr 2025 anstehenden Re-Zertifizierung gemäß der EN 9100 und der ISO 50001. Bei der Überwachung der Produktionsprozesse gemäß Anforderungen der Nadcap wurde der 2-jährliche Turnus erreicht; die nächste Überwachung ist für 2026 vorgesehen. 5/53 Umwelt- und Energiemanagement Obgleich die Produkte und damit die für die Herstellung erforderlichen Prozesse und Arbeitsgänge immer komplexer und vielschichtiger werden, ist es ein hohes Ziel von Schweizer, durch geeignete Produkt- und Prozessentwicklungen die Auswirkungen auf die Umwelt bestmöglich zu begrenzen. Dies ist auch Bestandteil unseres Leitbildes. Die konsequente Anwendung von Umwelt- und Gefährdungsanalysen zum Schutze der Umwelt, unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der an der Produktherstellung/Nutzung beteiligten Geschäftspartner steht an erster Stelle. Die Effektivität unserer Systeme wird unter anderem durch interne Audits regelmäßig überprüft und wurde auch für das Jahr 2024 durch die Zertifizierungsgesellschaft im Rahmen der ISO 14001 und ISO 50001 Zertifizierungen bestätigt. Wirtschaftsbericht Konjunktur und Absatzmärkte Welt Die Weltkonjunktur konnte nur moderate Wachstumsraten erzielen. So lag das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2024 bei 3,2 Prozent und somit noch leicht unter dem Wachstum des Vorjahres. In 2024 expandierte die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten kräftig, während die übrigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften kaum Wachstum verzeichnen konnten. Weiterhin belasteten geopolitische Spannungen und drohende Handelskonflikte dämpften die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern und sorgten für Unsicherheit und Zurückhaltung. Die Dynamik in den Schwellenländern blieb insgesamt intakt, aber uneinheitlich. Die Inflation hatte insbesondere auf Grund wieder steigender Nahrungsmittelpreise zugelegt und dämpfte den privaten Konsum. Die Wirtschaftsleistung in China blieb verhalten, beeinflusst durch eine schwache Inlandsnachfrage und durch die nach wie vor existenten Immobilienkrise. Die Zuwachsraten in Indien hatten sich zuletzt deutlich abgeschwächt, wobei die konjunkturelle Dynamik anderer asiatischen Volkswirtschaften sich positiv zeigte. Die Inflation der Fortgeschrittenen Länder war auch im Jahr 2024 rückläufig und lag mit durchschnittlich 2,7 Prozent deutlich unter den historischen Höchstständen des Vorjahres. In den G7-Ländern lag die Inflationsrate im Oktober durchschnittlich bei +2,3 Prozent. Der Rückgang der Inflationsrate war im Wesentlichen der Energiepreiskomponente geschuldet. Nach anfänglichem Rückgang auch der Kernrate der Inflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) zu Beginn des Jahres verharrte diese bei 2,9 Prozent, was insbesondere auf gestiegene Dienstleistungskosten zurückzuführen ist. 6/53 Die weltwirtschaftliche Expansion war von Dienstleistungen getragen. Der weltweite Warenhandel belebte sich im Frühjahr spürbar, war aber seit den Sommermonaten nur schwach positiv. Negativ hatten sich die deutlich gestiegenen Frachtraten ausgewirkt, die auf Grund des bestehenden Risikos von Attacken durch Rebellen im Suezkanal entstanden. Die Rohstoffpreise hatten sich zuletzt wieder erhöht, nachdem diese bis Mai nachgegeben haben. Der Preis für Rohöl hatte sich im Jahresverlauf reduziert, wohingegen der europäische Gaspreis sich spürbar verteuert hatte. Ursächlich für die Preisentwicklungen für energetische Rohstoffe waren die Sorgen hinsichtlich ihrer Verfügbarkeit verursacht durch die derzeit bestehenden geopolitischen Auseinandersetzungen. China Trotz expansiver Wirtschaftspolitik zeigte die chinesische Wirtschaft keine deutliche Erholung. Zwar deuteten die aktuellen Indikatoren darauf hin, dass die Konjunktur im Herbst an Fahrt gewonnen hatte. So stiegen die Einzelhandelsumsätze und Autoverkäufe zuletzt an, was auf eine Belebung des privaten Konsums hinwies. Auch die Exporte verzeichneten im Oktober einen deutlichen Anstieg, eine Entwicklung, die sich durch vorgezogene Aufträge im Vorfeld der erwarteten US-Zusatzzölle noch verstärken könnte. Die Volkswirtschaft in China wuchs gegenüber dem Vorjahr um +4,9 Prozent und lag somit etwas unter dem Niveau von 2023. Neben außenwirtschaftlichen Schwierigkeiten lasteten nach wie vor strukturelle Probleme, wie die ungelöste Immobilienkrise als auch finanzielle Unsicherheiten auf der Wirtschaft. Im Verhältnis zu den globalen Trends lagen die Verbraucherpreise mit +0,3 Prozent deutlich unter den Werten von Mitteleuropa. USA Das Wachstum der US-Wirtschaft verlangsamte sich. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die US-Wirtschaft mit einer BIP-Rate von +2,8 Prozent. Entscheidenden Einfluss auf das Wachstum hatte der private Konsum, der spürbar zugelegt hatte. Grund hierfür waren neben geringen Arbeitslosenzahlen auch gestiegene Reallöhne und eine reduzierte Sparquote. Mit dem letzten Zinsschritt im Dezember von -0,25 Prozent lag das Leitzinsband bei 4,25 bis 4,5 Prozent. Somit lag das Zinsniveau deutlich unter dem Vorjahr, dennoch bewegte sich die Geldpolitik der US-Notenbank nach wie vor auf einem restriktiven Niveau. Die Verbraucherpreisinflation reduzierte sich das zweite Jahr in Folge und lag bei 2,9 Prozent. EURO-Raum Die Konjunktur blieb im Euro-Raum schwach und verzeichnete im Jahr 2024 ein geringes BIP-Wachstum von +0,8 Prozent. Dieses war in den EU-Ländern jedoch sehr volatil. Von den größeren Volkswirtschaften leisteten Spanien und die Niederlande einen überdurchschnittlichen Beitrag mit starken Wachstumsraten, wohingegen das Wachstum in Frankreich und Deutschland mit einer Wachstumsrate von 0,4 Prozent bzw. 0,1 Prozent unter den Erwartungen blieb. Die Inflationsrate lag bei 2,3 Prozent. Der Rückgang war insbesondere auf die Energiepreiskomponente zurückzuführen. Die Kerninflation hatte sich hartnäckig auf gleichem Niveau gehalten. Eine Reaktion auf die 7/53 schwachen Konjunkturindikatoren waren die Leitzinssenkungen der EZB mit Beginn im Juni von 4,25 Prozent auf schlussendlich 3,15 Prozent im Dezember 2024. Trotz gesunkener Inflation, gelockerter Geldpolitik mit gesunkenen Zinsen und höheren Reallöhnen blieb das Wachstum deutlich hinter den Erwartungen zurück. Indikatoren wie Industrie-Produktion und Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern wogen schwer und dämpften das konjunkturelle Wachstum überproportional. Deutschland Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Jahr 2024 preisbereinigt um -0,2 Prozent und lag somit weit abgeschlagen hinter den Wachstumsraten der europäischen Union mit +0,9 Prozent. Im Verarbeitenden Gewerbe wurde weniger erwirtschaftet, die Bruttowertschöpfung nahm hier gegenüber dem Vorjahr deutlich um -3,0 Prozent ab. Vor allem wichtige Bereiche wie Maschinenbau oder Automobilindustrie produzierten deutlich weniger. Neben der konjunkturellen Schwäche sind auch strukturelle Faktoren für die bestehende Stagnation verantwortlich. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie litt unter den hohen Energiekosten und die Unsicherheit über zukünftige Energiekosten führte zur Zurückhaltung bei Investitionen in neue Technologien und Produktionskapazitäten. Trotz steigender real verfügbarerer Einkommen stagnierte der private Konsum im Jahr 2024. Ursächlich für die Konsumzurückhaltung war die hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit und die Eintrübung am Arbeitsmarkt. Der Rückgang der Erwerbstätigkeit und gleichzeitiger Anstieg der Arbeitslosenquote setzte sich im zweiten Halbjahr 2024 unvermindert fort und mündete bei einer Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent. Die Inflationsrate hat sich also nach einem starken Anstieg im Jahr 2023 beruhigt und lag im Jahresdurchschnitt 2024 bei 2,2 Prozent und somit deutlich geringer als in den drei vorangegangenen Jahren. Die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) lag in 2024 bei 3,0 Prozent, nach 5,1 Prozent im Jahr 2023. Die Preise für Dienstleistungen stiegen 2024 im Vergleich zum Vorjahr 2023 mit 3,8 Prozent überdurchschnittlich. (Quellen: RWI-Konjunkturbericht 75 (4), Kieler Konjunkturberichte Nr. 119 und 120 (2024/Q4), Pressemitteilung Nr. 019, 020 - Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025 Jahresgutachten des Sachverständigenrats 2024/25, eigene Quellen) Branchenumfeld Branchenumfeld Automobil Die globale Automobilindustrie befand sich im Jahr 2024 weiterhin in einer Phase des Wandels und der moderaten Erholung. Laut einer Schätzung von S&P Global Mobility wird der weltweite Fahrzeugabsatz 88,2 Millionen Einheiten im Jahr 2024 erreicht haben. Dies entspricht einem Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber 2023, der durch die fortlaufende Auffüllung der Lagerbestände im Laufe des Jahres und stabilere Lieferketten unterstützt wurde. (S&P Global Mobility) 8/53 In Europa lieg laut Schätzung der west-/mitteleuropäische Markt bei knapp 15,0 Millionen Einheiten (+1,1 Prozent im Jahresvergleich), da die Kunden weiterhin vorsichtig waren und die OEMs ihre Antriebsmischung (Verbrenner vs. Elektrofahrzeuge) weiter verfeinert haben (S&P Global Mobility). In den Vereinigten Staaten haben Probleme mit der Erschwinglichkeit von Neufahrzeugen im Jahr 2024 zu einer Einschränkung der Nachfrage geführt. In einem unsicheren Konsumumfeld wurden laut Schätzungen 16,0 Millionen Einheiten abgesetzt (S&P Global Mobility). In Festlandchina wird für 2024 geschätzt, dass sich die Zahl der Neuwagenverkäufe dank der Verlängerung der Anreize für Elektrofahrzeuge um 130 Milliarden CNY in Kombination mit dem neuen 75- Milliarden-CNY-Inzahlungnahmeprogramm im Jahr 2024 auf mindestens 25,8 Millionen Einheiten (+1,4 Prozent im Jahresvergleich) erholt hat. (S&P Global Mobility) Eine Reihe von Automobilherstellern haben im Jahr 2024 ihre ehrgeizigen Elektrifizierungspläne für die kommenden fünf bis 15 Jahre zurückgenommen. Eine zentrale Frage ist, wie sich die „natürliche“ Nachfrage nach Elektrofahrzeugen entwickelt, während die Regierungen ihre politische Unterstützung, insbesondere Anreize und Subventionen, die Industriepolitik für Elektrofahrzeuge und die Zölle, anpassen. Außerhalb Chinas stehen die Autohersteller bei der Umstellung auf die Elektrifizierung vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen die Produktion verkaufsfähiger Elektrofahrzeuge steigern und bereitwillige Kunden finden, die diese kaufen. (S&P Global Mobility) Dennoch blieb die Elektrifizierung auch im Jahr 2024 ein wichtiger Wachstumstreiber der Automobilindustrie. Während in Europa im ersten Halbjahr 2024 die Verkaufszahlen von vollelektrischen Fahrzeugen (BEV / Battery Electric Vehicle) nur um 3 Prozent zunahm (Fraunhofer IS), wuchs der Absatzmarkt für BEVs 2024 weltweit um knapp 10 Prozent auf rund 11,6 Millionen Einheiten, was einem weltweiten Marktanteil von 13,2 Prozent entspricht. (S&P Global Mobility) Besonders in China gab es ein starkes Wachstum, während Europa und die USA eher stagnierende oder rückläufige Zahlen verzeichneten. Insgesamt zeigt sich, dass der Markt für BEVs weiterhin wächst, jedoch mit regionalen Unterschieden und Herausforderungen. (S&P Global Mobility / Fraunhofer ISI). Die weltweiten Lieferketten in der Automobilindustrie zeigen nach Jahren der Unterbrechungen Anzeichen einer Stabilisierung. Dennoch ist die Automobilbranche weiterhin besorgt über die Kontinuität der Versorgung mit vielen Rohstoffen und Komponenten in den nächsten fünf Jahren. Der Wettbewerb im Automobilsektor hat sich mit der Entspannung der Produktionsbeschränkungen 2024 verschärft. Dies ist besonders im EV-Segment zu beobachten, wo traditionelle Automobilhersteller mit neuen Marktteilnehmern und Technologieunternehmen konkurrieren. 9/53 Branchenumfeld PCB-Industrie Der globale Markt für Leiterplatten (PCBs) zeigte 2024 eine stabile Wachstumsdynamik. Gleichzeitig stehen Hersteller vor den Herausforderungen durch regionale Verschiebungen in der Produktion, wirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Faktoren. Der globale PCB-Markt wird 2024 vorläufig auf 76,12 Milliarden USD geschätzt. (Mordor Intelligence) Während der Automobilmarkt insgesamt stabil wächst (Grandview Research), stieg die Nachfrage nach PCBs für E-Fahrzeuge, Batteriemanagementsysteme (BMS) und Fahrerassistenzsysteme (ADAS) (Globe Newswire). Im Bereich KI & Cloud-Computing profitieren Server- und Rechenzentrums-PCBs stark vom wachsenden Bedarf an Hochleistungsrechnern. Im Bereich IoT & Industrie 4.0 sorgt der wachsende Einsatz von smarten, vernetzten Geräten für höhere PCB-Absätze in industriellen Anwendungen. Der Ausbau von 5G-Netzen erhöht die Nachfrage nach Hochfrequenz-PCBs. Anwendungen in Smartphones, Wearables und faltbaren Displays treiben die Nachfrage nach flexiblen und hochverdichteten Leiterplatten. (HDI) (Mordor Intelligence / Business Insight Research) Asien-Pazifik (China, Taiwan, Südkorea, Japan) dominiert den Markt mit 89,5 Prozent Produktionsanteil (BCC Research). Mit einem Anteil von 57 Prozent ist China mit Abstand der größte Produzent, während Taiwan führend in High-End-Technologien wie HDI- und IC-Substraten ist (MainPCBA). Nordamerika hat einen Marktanteil von 4 Prozent mit Fokus auf Aerospace, Defence und Automotive (Mordor Intelligence / IPC) Europa hatte weiterhin nur einen geringen Marktanteil (ca. 2-3 Prozent) am Produktionsvolumen mit einem Fokus auf Industrieelektronik, Automobil und Medizintechnik (Evertiq). Geopolitische Spannungen, insbesondere der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie Exportkontrollen beeinflussen die PCB-Lieferketten. Während High-End- PCBs boomen, sind Standard-PCBs in einigen Segmenten von Nachfrageschwankungen betroffen. Ertragslage (IFRS) Im folgenden Abschnitt berichten wir über die Ertragslage des Konzerns nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS). Umsatzentwicklung und Auftragsbestände Der Konzernumsatz belief sich auf 144,5 Mio. EUR (2023: 139,4 Mio. EUR). Dies entspricht einer Erhöhung von +3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 10/53 Umsatzerlöse in Mio. EUR / Veränderung zum Vorjahr in % Die Umsatzsteigerung des ersten Halbjahres gegenüber dem Vorjahreshalbjahr betrug +8,1 Prozent. Wohingegen eine spürbare Zurückhaltung bei der Abrufdynamik der Automobilkunden im vierten Quartal, dazu führte, dass im zweiten Halbjahr 2024 ein Umsatzrückgang von -0,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023 zu verzeichnen war. Der Umsatz von in Schramberg produzierten Leiterplatten reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um -16,6 Prozent auf 76,3 Mio. EUR (2023: 91,5 Mio. EUR). Mit Handelsprodukten, welche bei WUS Printed Circuit (Kunshan) Co., Ltd. am Standort Kunshan oder bei Meiko Electronics Co., Ltd. an den Standorten China und Vietnam hergestellt wurden, erzielte die SCHWEIZER-Gruppe einen Umsatz von 68,2 Mio. EUR (2023: 45,6 Mio. EUR). Der Umsatzanteil der Handelsware erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 47,2 Prozent (2023: 32,7 Prozent). Mit Automobil-Kunden wurde ein Umsatzvolumen von 117,4 Mio. EUR erzielt, was einer Erhöhung zum Vorjahr von +18,7 Prozent entspricht. Der Umsatzanteil mit Automotive- Kunden beträgt 81,2 Prozent (2023: 71,0 Prozent). Mit Industrie-Kunden wurde im Geschäftsjahr ein Umsatz von 19,0 Mio. EUR erzielt. Dies entspricht einem Rückgang von -34,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Kundengruppe, deren Anwendungsgebiete vor allem in der Sensorik und Anlagensteuerung liegen, 11/53 repräsentiert 13,2 Prozent des Konzernumsatzes (2023: 20,9 Prozent). Die Umsätze mit sonstigen Kunden aus den Bereichen Communication, Consumer und Computer reduzierten sich um -29,0 Prozent auf 8,1 Mio. EUR. Dieser Kundenbereich entspricht 5,6 Prozent (2023: 8,2 Prozent) des Konzernumsatzes. Somit ergab sich gegenüber dem zweistelligen Zuwachs bei Mobility-Kunden eine Verringerung des Umsatzes mit Non- Mobility-Kunden in Höhe von -33,0 Prozent. Die rückläufige Umsatzentwicklung bei Industriekunden zeichnete sich bereits im Jahr 2023 ab und entsprach der zunehmenden Eintrübung der Konjunktur und nachlassenden Exportaktivitäten in Deutschland. Umsatz nach Kundengruppe in Mio. EUR Bei den Absatzregionen ergab sich gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Verschiebung zugunsten des europäischen Auslands. Im Markt Deutschland war ein Umsatzrückgang von -18,2 Prozent zu verzeichnen, wohingegen der Absatz in den europäischen Märkten um +45,1 Prozent zulegen konnte. Das Wachstum in diesen Regionen war insbesondere auf die Umsätze mit Automotive-Kunden zurückzuführen. Auch die Ausfuhren nach Amerika und konnten um 36,6 Prozent gesteigert werden. Bei den übrigen Exportländern war ein Rückgang um -10,7 Prozent zu verzeichnen. Der Umsatz in den asiatischen Ländern ging um -1,9 Prozent zurück. Auf Deutschland und Europa entfielen 72,3 Prozent der Umsätze (2023: 73,0 Prozent), 19,0 Prozent auf Asien (2023: 20,1 Prozent) und 8,7 Prozent auf Amerika/Übrige Länder (2023: 6,9 Prozent). Insgesamt nahm der Umsatzanteil außerhalb Deutschlands auf 61,5 Prozent (2023: 51,2 Prozent) zu. 12/53 Umsatz nach Regionen in % 2024 2023 in Mio. EUR Deutschland 55,6 68,0 Europa (ohne Deutschland) 48,9 33,7 Asien 27,5 28,1 Amerika 11,2 8,2 Andere 1,3 1,4 144,5 139,4 Der Auftragseingang im Jahr 2024 verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang in Höhe von -46,8 Prozent und beträgt 101,5 Mio. EUR (2023: 190,6 Mio. EUR). Damit reduzierte sich das Book to Bill-Verhältnis (Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz) auf 0,7 (2023: 1,4). Zurückzuführen ist dies auf ein zurückhaltendes Bestellverhalten der Kunden, als Folge der im Jahr 2024 eingetretenen Konjunktur- und Strukturkrise, die sich insbesondere im ersten und zweiten Quartal in rückläufigen Auftragseingängen zeigte. Dieser Trend konnte im dritten Quartal abgeschwächt und die Auftragseingänge normalisiert werden. Die stark rückläufigen Auftragseingänge für Leiterplatten aus 13/53 eigener Produktion wurden durch Zuwächse für die bezogenen Leiterplatten von unseren strategischen Handelspartnern teilweise kompensiert. Der Auftragsbestand betrug Ende des Berichtsjahres 220,4 Mio. EUR (31.12.2023: 251,3 Mio. EUR). Davon steht ein Auftragsbestand in Höhe von 136,7 Mio. EUR für das Jahr 2025 zur Auslieferung an (31.12.2023: 152,0 Mio. EUR für 2024). Der Auftragsbestand für 2026 und Folgejahre betrug zum Bilanzstichtag 83,7 Mio. EUR (31.12.2023: 99,3 Mio. EUR für 2025ff). Operative Marge und Betriebsergebnis Das Bruttoergebnis vom Umsatz belief sich auf +9,7 Mio. EUR (2023: +17,6 Mio. EUR), was einer Bruttomarge von +6,7 Prozent entspricht (2023: +12,6 Prozent). Durch die Veräußerung der Mehrheitsanteile der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China im April 2023, sind im Berichtsjahr keine negativen Bruttoergebnisse des Werkes in China enthalten. Im Vorjahr war das Ergebnis noch mit -6,0 Mio. EUR aus dem Werk in China belastet. Ein negativer Produkt- und Kundenmix sowie eine reduzierte Auslastung und in Folge eine geringere Fixkostendegression haben die Marge belastet. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen +4,0 Mio. EUR (2023: +48,2 Mio. EUR). Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr um -44,2 Mio. EUR ist im Wesentlichen in der Entkonsolidierung der Mehrheitsanteile an der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China im Jahr 2023 mit einem Wert in Höhe von 44,6 Mio. EUR begründet. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres enthielten neben Währungsgewinnen in Höhe von +2,2 Mio. EUR auch +0,9 Mio. EUR aus Abfallverwertungen. Die Funktionskosten des Vertriebes und der Verwaltung reduzierten sich um -3,2 Mio. EUR oder um -15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleichsjahr 2023 war in dieser Position Aufwendungen der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China in Höhe von 2,5 Mio. EUR enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um +0,4 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR, was im Wesentlichen durch höhere Währungsverluste mit -0,4 Mio. EUR zu begründen ist. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) betrug -0,3 Mio. EUR (2023: +47,4 Mio. EUR; bereinigt um das Ergebnis in China und um das positive Entkonsolidierungsergebnis der Beteiligung an der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co. Ltd., China in 2023: +8,9 Mio. EUR). Die EBITDA-Quote entsprach -0,2 Prozent (2023: +34,0 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf -6,2 Mio. EUR (2023: +42,9 Mio. EUR; bereinigt um die Ergebnisse und Entkonsolidierung der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China: +2,9 Mio. EUR). Die Abschreibungen betrugen -6,0 Mio. EUR (2023: -3,0 Mio. EUR). * Nach Korrektur gem. IAS 8, siehe Notes Abschnitt 6.4 14/53 Finanzergebnis Das Finanzergebnis betrug -2,3 Mio. EUR (2023: -3,7 Mio. EUR). Weiterer wesentlicher Bestandteil waren die Verlustzuweisungen der als assoziiertem Unternehmen bilanzierten Beteiligung an der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China in Höhe von -2,1 Mio. EUR (2023: -2,7 Mio. EUR) sowie die außerbilanziellen Abschreibungen der stillen Reserven des assoziierten Unternehmens in Höhe von -1,4 Mio. EUR (2023: 0,9 Mio. EUR). Durch die Kapitalerhöhung der WUS-Gruppe bei der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China wurden für den Anteil der SCHWEIZER Verwässerungseffekte in Höhe von +2,1 Mio. EUR erfolgswirksam realisiert. Die zahlungswirksamen Zinsaufwendungen für kurzfristige und langfristige Finanzverbindlichkeiten beliefen sich auf -1,8 Mio. EUR (2023: -3,0 Mio. EUR). Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie Das Konzernergebnis, das aufgrund des Sondereffekts der Entkonsolidierung der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China in Höhe von +44,6 Mio. EUR im Vorjahr +34,9 Mio. EUR betrug, verschlechterte sich um -43,9 Mio. EUR auf -9,0 Mio. EUR. Durch die Zuführung aktiver latenter Steuern wurde unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag ein steuerlicher Ertrag im Geschäftsjahr +0,8 Mio. EUR (2023: -0,7 Mio. EUR) ausgewiesen. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich für das Geschäftsjahr 2024 auf -2,40 EUR (2023: +9,25 EUR). * Nach Korrektur gem. IAS 8, siehe Notes Abschnitt 6.4 Finanzlage (IFRS) Am Bilanzstichtag bestanden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 21,7 Mio. EUR (2023: 24,3 Mio. EUR). Sämtliche planmäßigen Tilgungen in Höhe von -2,6 Mio. EUR wurden im Berichtszeitraum geleistet. Die langfristigen Finanzierungen betragen 19,2 Mio. EUR. Eine Zusage unserer Hausbanken über eine Prolongation des Darlehens mit einer Restschuld in Höhe von 12,4 Mio. EUR zum 31.12.2025 bis 2033 lag bereits im November 2024 vor. Die Betriebsmittel-Kreditlinien betrugen zum 31.12. des Berichtsjahres 5,7 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag wurden keine Linien in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr wurden verschiedene Forderungsabtretungen in Höhe von kumuliert 40,3 Mio. EUR (2023: 52,2 Mio. EUR) als Finanzierungsinstrumente verwendet. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von insgesamt 8,2 Mio. EUR abgetreten. Liquiditätslage (IFRS) Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 8,2 Mio. EUR. Dies entspricht einer Zunahme um +0,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Die frei verfügbaren Mittel einschließlich nicht in Anspruch genommener Kontokorrent- und Forfaitierungslinien 15/53 betrugen insgesamt 18,3 Mio. EUR. Die Forfaitierungslinie entsprach dem maximalen Betrag für abgetretene Forderungen zum jeweiligen Stand. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich im Geschäftsjahr auf +7,0 Mio. EUR und reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um -2,9 Mio. EUR (2023: +9,9 Mio. EUR). Einen positiven Beitrag haben die Veränderungen von Forderungen und Verbindlichkeiten geleistet, welche saldiert im Berichtsjahr um +10,4 Mio. EUR angestiegen. Im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit war ein aus einer Forderungsabtretung resultierender Effekt zum Stichtag in Höhe von +8,2 Mio. EUR (2023: +7,6 Mio. EUR) enthalten. Die zahlungswirksamen Investitionen betrafen hauptsächlich den zahlungswirksamen Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten für den Standort in Schramberg in Höhe von -1,3 Mio. EUR. Erhöhend wirkte der Verkauf von Anlagen im Rahmen eines Sales-and-Lease-Back Geschäftes in Höhe von 0,9 Mio. EUR aus. Insgesamt betrachtet saldierte sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf -0,5 Mio. EUR (2023: +3,4 Mio. EUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war im Wesentlichen beeinflusst von Tilgungen für bestehende Darlehen und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von -2,6 Mio. EUR sowie von gezahlten Zinsen in Höhe von -1,8 Mio. EUR und saldierte sich somit auf -5,9 Mio. EUR (2023: -9,5 Mio. EUR). Insgesamt betrug die wechselkursbereinigte Veränderung des Finanzmittelfonds +0,5 Mio. EUR (2023: +4,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten der Schweizer Electronic AG wurden jederzeit zum Fälligkeitstermin und unter Ausnutzung von Skontoabzügen ausgeglichen. Unterjährig wurden zur Deckung von Finanzbedarfsspitzen Kontokorrentlinien in Anspruch genommen bzw. Forderungen abgetreten. 16/53 Cashflow in Mio. EUR -0,1 2024 2023 in Mio. EUR Cashflow aus Geschäftstätigkeit +7,0 +9,9 Cashflow aus Investitionstätigkeit -0,5 +3,4 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -5,9 -9,5 Vermögenslage (IFRS) Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich das Gesamtvermögen um -7,2 Mio. EUR auf 102,4 Mio. EUR. Das langfristige Vermögen reduzierte sich um -5,8 Mio. EUR auf 46,0 Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren neben planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und nach der Equity Methode bilanzierte Finanzanlagen auch Verlustzuweisungen von der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China in Höhe von -2,1 Mio. EUR kompensiert um realisierte Verwässerungsgewinne in Höhe von +2,1 Mio. EUR. Die Aktiva im kurzfristigen Bereich reduzierte sich gegenüber dem Stand am Jahresende des Vorjahres um -1,3 Mio. EUR auf 56,5 Mio. EUR (2023: 57,8 Mio. EUR). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich um 0,5 Mio. EUR auf 8,2 17/53 Mio. EUR. Durch konsequentes Forderungsmanagement konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, trotz des Anstiegs des Volumens, um -2,6 Mio. EUR reduziert werden. Das Eigenkapital reduzierte sich auf Grund des Ergebnisses im Jahr 2024 auf 21,6 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote betrug dementsprechend 21,1 Prozent (31.12.2023: 26,7 Prozent). Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten konnten um -2,6 Mio. EUR im Rahmen planmäßiger Tilgungen auf 21,7 Mio. EUR (31.12.2023: 24,2 Mio. EUR) reduziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um +9,0 Mio. EUR auf 28,2 Mio. EUR an (31.12.2023: 19,2 Mio. EUR). Grund hierfür ist neben dem Anstieg des Volumens auch ein höherer Handelsanteil. * Nach Korrektur gem. IAS 8, siehe Notes Abschnitt 6.4 18/53 Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung Die finanziellen Steuerungsgrößen des Unternehmens beziehen sich auf vier Kategorien: - Wirtschaftlichkeit - Wachstum - Kapitalbindung - Finanzierung Die Erreichung der Kategorie-Ziele wird anhand von verschiedenen Kennzahlen gemessen und gegen die gesetzten Ziele verglichen. Nachfolgender Vergleich bezieht sich auf die Zielerreichung im Vergleich zur der am 29. April 2024 veröffentlichten Prognose des Geschäftsberichts 2023 bzw. deren letzten Anpassungen vom 12. Juli / 05. November 2024. 1. Wirtschaftlichkeit SCHWEIZER beurteilt die Wirtschaftlichkeit durch die Profitabilitätskennzahlen EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) in EUR. Das EBITDA in EUR repräsentiert innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung eine Rentabilitätskennzahl, die auch eine hohe Korrelation zum Cashflow aufweist. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, zusätzliche Umsatzpotenziale mit Handelswaren zu erschließen, obwohl die entsprechende Marge unterhalb der bisherigen Durchschnittsmargen liegt. Dadurch kann beispielsweise das Potenzial einer Innen- und Fremdfinanzierung für Investitionen und Entwicklungsleistungen des Unternehmens steigen. SCHWEIZER prognostizierte am 29. April 2024 im Geschäftsbericht 2023 ein bereinigtes EBITDA in einer Bandbreite von 10 bis 11 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2024. Unter schwieriger werdenden Marktbedingungen, geprägt sowohl durch einen zunehmenden Preisdruck als auch durch die Verschiebungen in der Umsatzstruktur, wurde von einem profitablen Umsatzwachstum ausgegangen. Hierbei wurde erwartet, dass der Hochlauf größerer Projekte im Bereich Automotive insbesondere mit der Embedding Technologie, welche für hybride Antriebstechnologien im 48 Volt Bereich eingesetzt wird, ein Wachstumstreiber wird. In der Kapitalmarktmitteilung vom 12. Juli 2024 wurde die Bandbreite des EBITDA auf 2 bis 5 Mio. EUR reduziert. Grund war die anhaltende Kaufzurückhaltung der Kunden. In der Kapitalmarktmitteilung vom 05. November 2024 wurden die erwarteten Bandbreiten für das EBITDA auf zwischen 0 bis 2 Mio. EUR reduziert. Das EBITDA betrug zum Ende des Geschäftsjahres -0,3 Mio. EUR. Ausschlaggebend für die Aktualisierungen der Prognose war die im Jahresverlauf zunehmende Konjunktur- und Strukturschwäche, die zusätzlich durch einen höheren Preisdruck verschärft wurde. 19/53 2. Wachstum SCHWEIZER misst die Kategorie Wachstum anhand der Kennzahlen Wachstumsquote. Die Wachstumsquote zeigt die Veränderung des Umsatzes im Vergleich zur Vorperiode in Prozent. Für das Jahr 2024 setzte sich SCHWEIZER im Geschäftsbericht 2023 ein Wachstumsziel von +5 Prozent bis zu +10 Prozent, was in etwa einem Zielumsatz von ca. 140 bis 150 Mio. EUR entsprach. Im Zuge der Erstellung des Halbjahres- Finanzberichts wurde die Wachstumserwartung bei 140 bis 150 Mio. EUR belassen, da – trotz der rezessiven Entwicklung - sich das Handelsgeschäft in größeren Projekten stabil zeigte. Im Geschäftsjahr wurde ein tatsächlicher Umsatz in Höhe von 144,5 Mio. EUR erwirtschaftet. Dies entspricht einer Steigerung von +3,7 Prozent zum Vorjahr. 3. Kapitalbindung Ein wichtiger Faktor des Liquiditätsmanagements ist die Optimierung der Kapitalbindung. Die Kapitalbindung wird anhand des Working Capital gemessen. Das Working Capital ist die Differenz zwischen kurzfristigem Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Berechnung erfolgt durch Abzug der kurzfristigen Verbindlichkeiten vom Umlaufvermögen (exklusive liquider Mittel). Seitens der Kunden wächst der Druck zu längeren Zahlungszielen und zur Einrichtung von Konsignationslagern. Längere Zahlungsziele kombiniert mit einem höheren Umsatzvolumen führen zu einem Anstieg der Forderungsbestände und somit des Vorfinanzierungsbedarfs. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Bestandsmanagement. Im Rahmen des Working Capital Management wird angestrebt, die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, an Halbfertigfabrikaten sowie an Fertigwarenbeständen zu reduzieren. Die Aufgabe des Working Capital Management ist es, die Lieferantenverbindlichkeiten durch Management der Zahlungsziele beziehungsweise der Einrichtung von Konsignationslagern zu optimieren. SCHWEIZER zieht aus Rentabilitätsoptimierungsgründen wo immer möglich die Nutzung potenzieller Skontoerträge konsequent vor. Dies stellt sich auch noch bei dem aktuellen Zinsniveau als attraktive Alternative dar, selbst wenn das Working Capital dadurch nicht minimiert werden kann. SCHWEIZER hatte im Geschäftsbericht des letzten Jahres ein Working Capital zwischen 20 bis 24 Mio. EUR prognostiziert. In der Prognoseanpassung vom 07. November wurde dieser Wert auf 10 bis 15 Mio. EUR reduziert. Das Working Capital betrug im Geschäftsjahr 10,1 Mio. EUR. Das aktive Forderungsmanagement hat einen Beitrag geleistet, die Forderungsbestände aus Lieferungen und Leistungen – trotz Umsatzwachstum – um 2,6 Mio. EUR zu reduzieren. Auf Grund der geänderten Umsatzstruktur sind im gleichen Zuge die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um +9,0 Mio. EUR auf 28,2 Mio. EUR angestiegen, was im Wesentlichen zur Reduktion des Working Capital um -10,0 Mio. EUR beigetragen hat. 20/53 4. Finanzierung SCHWEIZER konzentrierte sich in den Jahren vor der Direktinvestition in China auf sehr stabile Bilanzstrukturen, hohe Eigenkapitalquoten und eine sehr geringe Verschuldung. Die Kennzahlen, anhand derer die Zielkategorie „Finanzierung“ gemessen wird, sind die Eigenkapitalquote und der Nettoverschuldungsgrad. Für das Jahr 2024 wurde deshalb im Geschäftsbericht 2023 eine Eigenkapitalquote in einer Bandbreite zwischen 25 bis 28 Prozent prognostiziert. Auf Grund der Konjunktur- und Strukturschwäche im Jahr 2024 wurde die Eigenkapitalquote in der Prognoseanpassung vom 12. Juli / 05. November auf letztlich 15 bis 20 Prozent reduziert. Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Geschäftsjahres +21,1 Prozent. Der Nettoverschuldungsgrad errechnet sich aus den verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich der Liquiditätsbestände im Verhältnis zum Eigenkapital. Für das Jahr 2024 wurde im Geschäftsbericht 2023 von einer Nettoverschuldung in einer Bandbreite von 50 bis 80 Prozent ausgegangen. Der Nettoverschuldungsgrad wurde in den Prognosen zum Zwischenabschluss am 12. Juli und zuletzt anlässlich der Quartalsmitteilung zum 05. November des Geschäftsjahres auf dieser Bandbreite moderat erhöht. Die Nettoverschuldungsquote beträgt im Geschäftsjahr 62,8 Prozent. Die folgende Tabelle zeigt die Erreichung der Zielwerte im Geschäftsjahr 2024: Zielerreichung des SCHWEIZER-Konzerns Ist 2023 Ziel 2024 Ist 2024 Prognose Prognoseanpassung Geschäftsbericht am am 29. April 2024 12. Juli / 5., 7. Nov. 2024 Umsatz / 137,2 Mio. EUR / 140 bis 150 Mio. EUR am unteren Ende 144,5 Mio. EUR im Vgl. zu Vj. +4,7%1) der Bandbreite von 140 bis 150 Mio. EUR EBITDA 8,9 Mio. EUR2) 10 bis 11 Mio. EUR 0 bis 2 Mio. EUR -0,3 Mio. EUR Working Capital 20,1 Mio. EUR 20 bis 24 Mio. EUR 10 bis 15 Mio. EUR 10,1 Mio. EUR Nettoverschuldungs 56,5% 50% bis 80% 80% bis 90% 62,8% -grad Eigenkapitalquote 26,7% 25% bis 28% 15% bis 20% 21,1% 1) exklusive SEC-Umsatz Jan bis Apr 2023. 2) exklusive SEC-Werte Jan bis Apr 2023 und Entkonsolidierungsgewinne. * Nach Korrektur gem. IAS 8, siehe Notes Abschnitt 6.4 21/53 SCHWEIZER ELECTRONIC AG Erläuterungen nach HGB Die SCHWEIZER ELECTRONIC AG (in Folgenden „Schweizer Electronic AG“) mit Sitz in Schramberg ist die Muttergesellschaft des fünf Tochterunternehmen umfassenden SCHWEIZER-Konzerns. In Schramberg befindet sich eine Produktionsstätte für Leiterplatten, die Forschung und Entwicklung, der zentrale Vertrieb und die zentralen Verwaltungsfunktionen der Gruppe. Der Abschluss der Schweizer Electronic AG wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB (Kurzfassung) 2024 2023 TEUR TEUR Umsatzerlöse 102.960 110.805 Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -93.590 -93.383 Bruttoergebnis vom Umsatz 9.370 17.422 Vertriebskosten -4.510 -4.535 Allgemeine Verwaltungskosten -11.518 -13.535 Sonstige betriebliche Erträge 2.937 2.993 Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.077 -1.272 Erträge aus Wertaufholung von Beteiligungen 5.550 0 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23 14 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -1.657 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.992 -2.305 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -771 -262 Ergebnis nach Steuern/Jahresfehlbetrag -2.989 -3.137 Verlustvortrag -31.082 -27.945 Bilanzverlust -34.071 -31.082 Die Schweizer Electronic AG erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 103,0 Mio. EUR (2023: 110,8 Mio. EUR). Damit wurde das im Vorjahr prognostizierte Umsatzwachstum in der Bandbreite zwischen +2 und +9 Prozent nicht erreicht. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der Umsatz mit eigengefertigten Produkten am Standort Schramberg in Höhe von 77,9 Mio. EUR (2023: 90,6 Mio. EUR) um -14,0 Prozent zurückging. Der Umsatz aus dem Bezug von Handelsware von strategischen Partnerunternehmen konnte von 20,2 Mio. EUR um +4,8 Mio. EUR auf 25,0 Mio. EUR gesteigert werden. Der Anteil des Umsatzes mit Handelsware betrug 24,3 Prozent des Gesamtumsatzes (2023: 18,2 Prozent). 22/53 Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2024 verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um -53,9 Prozent auf 100,9 Mio. EUR. Von diesem Gesamtbestand sind Leiterplatten im Wert von 59,5 Mio. EUR zur Auslieferung im Jahr 2025 terminiert. Die Bruttomarge hat sich um -8,1 Mio. EUR auf 9,4 Mio. EUR reduziert und entsprach 9,1 Prozent vom Umsatz (2023: 15,7 Prozent). Neben einem konjunkturell bedingten Rückgang des Volumens mit entsprechenden negativen Skaleneffekten belasteten auch Preiserhöhungen und ein ungünstiger Produkt- und Sales Mix die Bruttomarge im Jahr 2024. Die Vertriebskosten lagen mit 4,5 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (2023: 4,5 Mio. EUR). Die Verwaltungskosten konnten um -2,0 Mio. EUR auf 11,5 Mio. EUR (2023: 13,5 Mio. EUR) reduziert werden. Dies entspricht einer Kostenreduktion von -14,9 Prozent. Das Betriebsergebnis / EBIT im Geschäftsjahr betrug -5,8 Mio. EUR (2023: +1,1 Mio. EUR). Die EBIT-Quote lag somit bei -5,6 Prozent (2023: +1,0 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf -1,7 Mio. EUR (2023: +5,2 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBITDA-Quote von -1,6 Prozent (2023: +4,7 Prozent). Der Korridor der Prognose mit +9 Mio. EUR bis +10 Mio. EUR für das Jahr 2024 wurde somit nicht erreicht. 23/53 Vermögens- und Finanzlage Bilanz nach HGB (Kurzfassung) Aktiva 31.12.2024 31.12.2023 TEUR TEUR Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände 534 611 Sachanlagen 17.662 21.220 Finanzanlagen 22.874 17.770 41.070 39.601 Umlaufvermögen Vorräte 15.953 16.458 Forderungen und sonstige 10.706 22.075 Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.167 3.064 29.826 41.597 Rechnungsabgrenzungsposten 446 548 3 880 Aktive latente Steuer Summe Aktiva 71.346 82.626 Passiva Eigenkapital 18.104 21.093 Rückstellungen 11.370 14.408 Verbindlichkeiten 41.872 47.125 Summe Passiva 71.346 82.626 Zum 31. Dezember 2024 hat sich die Bilanzsumme der Schweizer Electronic AG um -11,3 Mio. EUR auf 71,3 Mio. EUR reduziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen reduzierten sich im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um -3,6 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR. Die Investitionen im Geschäftsjahr beliefen sich netto auf 1,3 Mio. EUR. Der unter den Finanzanlagen geführte Beteiligungsbuchwert der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China wurde gem. § 253 Abs. 5 HGB auf die ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von 5,6 Mio. EUR auf 17,6 Mio. EUR zugeschrieben. Die Wertermittlung erfolgte unter Berücksichtigung des Discounted Cashflow Verfahrens. Positive Zukunftsaussichten der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China machten dies erforderlich. Das Umlaufvermögen reduzierte sich um -11,8 Mio. EUR auf 29,8 Mio. EUR. Im Wesentlichen ist dies auf die Verrechnung von gleichartigen und fälligen Forderungen 24/53 und Verbindlichkeiten zwischen der Schweizer Electronic AG und dem Beteiligungsunternehmen in China, der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., China zurückzuführen. Der Umfang der Forfaitierung belief sich auf 8,2 Mio. EUR und übertraf damit das Vorjahresniveau von 7,6 Mio. EUR nur geringfügig. Aktives Management des Working Capital hat ebenfalls zur Reduktion der Vorräte und der Forderungen beigetragen. Am Bilanzstichtag bestanden neben liquiden Mitteln in Höhe von 3,2 Mio. EUR (2023 3,1 Mio. EUR) auch lang- und kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von 21,7 Mio. EUR (2023: 24,3 Mio. EUR). Sämtliche planmäßigen Tilgungen in Höhe von -2,6 Mio. EUR wurden im Berichtszeitraum geleistet. Eine Zusage unserer Hausbanken über eine Prolongation eines Darlehens mit einer Restschuld in Höhe von 12,4 Mio. EUR zum 31.12.2025 bis 2033 lag bereits im November 2024 vor. Die frei verfügbaren Mittel einschließlich nicht in Anspruch genommener Kontokorrent- und Forfaitierungslinien betrugen zum 31.12.2024 insgesamt 12,3 Mio. EUR. Im Berichtsjahr wurde auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gem. § 274 HGB aus Gründen des Vorsichtsprinzips verzichtet. Das Eigenkapital reduzierte sich zum Bilanzstichtag infolge des Jahresfehlbetrages um 3,0 Mio. EUR auf 18,1 Mio. EUR. Durch die reduzierte Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote mit 25,4 Prozent auf gleichem Niveau des Vorjahres (31.12.2023: 25,5 Prozent) stabilisiert werden. Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung (HGB) Aufgrund der engen Verflechtung und ihres Gewichts in der Konzerngruppe spiegelt sich die Zielerreichung der Schweizer Electronic AG in der Zielerreichung des Konzerns wider. Die im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Entwicklung der Geschäftstätigkeit der Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 resultiert wesentlich aus der Entwicklung der Zielgrößen der Muttergesellschaft. Das Umsatzziel der Schweizer Electronic AG und die prognostizierte Wachstumsrate zwischen +2 und +9 Prozent wurden mit einer erzielten Wachstumsquote in Höhe von -7,1 Prozent nicht erfüllt. Die im Jahr 2024 eingetretene Konjunktur- und Strukturkrise in Deutschland sind hierfür im Wesentlichen ursächlich. Kompensierend wirkte sich das expandierende Geschäft mit gehandelten Leiterplatten von unseren strategischen Partnern aus. Als Konsequenz des Rückgangs des Volumens musste ein negatives EBITDA in Höhe von -1,7 Mio. EUR getragen werden. Dies bedeutet einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von -6,9 Mio. EUR. Die entsprechende EBITDA-Quote in Höhe von -1,6 Prozent (2023: +4,7 Prozent) lag nicht im Zielkorridor zwischen +9 Mio. EUR und +10 Mio. EUR. Das Working Capital belief sich auf 1,1 Mio. EUR und nahm gegenüber dem Vorjahr um -7,0 Mio. EUR ab. In der Prognose vom 29. April 2024 wurde mit einer proportional zum Umsatz einhergehenden Entwicklung gerechnet. Durch aktives Management und 25/53 Optimierungsmaßnahmen konnte das Working Capital deutlicher reduziert werden. Die Eigenkapitalquote wurde in der Prognose mit 25 bis 28 Prozent eingeschätzt. Diese beträgt im Geschäftsjahr 2024 25,4 Prozent und liegt somit im Prognosekorridor. Die Netto-Verschuldung sank um -2,7 Mio. EUR auf 18,5 Mio. EUR und entsprach einem Verhältnis zum Eigenkapital in Höhe 102,4 Prozent. Die Prognose lautete auf einen Korridor in Höhe von 50 – 80 Prozent. Prognosebericht (HGB) Die im Prognosebericht des SCHWEIZER-Konzerns aufgeführte Einschätzung der Geschäftsentwicklung gilt auch als Prämisse für die Prognose der Kennzahlen der Schweizer Electronic AG. Die Schweizer Electronic AG erwartet konjunkturbedingt für das Jahr 2025 ein Umsatzniveau, welches unter dem Umsatz aus 2024 liegt. Für das EBITDA wird eine Bandbreite zwischen +1 Mio. EUR und +5 Mio. EUR prognostiziert. Beim Working Capital wird eine zur Umsatzentwicklung proportionale Entwicklung erwartet. Es wird ferner damit gerechnet, dass sich die Eigenkapitalquote moderat reduziert und der Netto- Verschuldungsgrad nennenswert zunimmt. 26/53 Prognose Schweizer Electronic AG Ist 2024 Prognose 2025 Umsatz / Wachstumsquote 103 Mio. EUR / -7,1% -8% bis +2% 1) EBITDA -1,7 Mio. EUR +1 bis +5 Mio. EUR Working Capital 2,3 Mio. EUR proportional zur Umsatzentwicklung Eigenkapitalquote 25,4% 15% bis 20% Nettoverschuldungsgrad 102,4% 120% bis 180% 1) Veränderung zum Vorjahr 27/53 Prognosebericht Marktumfeld Deutschland Arbeitskräftemangel, stagnierende Produktivität und ein veralteter Kapitalstock wirken sich negativ auf das Wachstumspotenzial Deutschlands aus. Zusätzlich leidet die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft unter Standortfaktoren wie hohen Energiekosten, Überregulierung und einer im internationalen Vergleich hohen Steuerlast. Neben diesen nationalen und teilweise europäischen Herausforderungen reihen sich die Risiken der internationalen Politik. Die Prognosen führender nationaler und internationaler Forschungsinstitute liegen für das Jahr 2025 eng zusammen. Während der IWF mit einem Plus von 0,3 Prozent rechnet, geht das Institut für Weltwirtschaft, Kiel von einer Stagnation aus. Das ifo Institut prognostiziert in seinem Basisszenario ein Wachstum von 0,4 Prozent, hält aber ein Alternativszenario bei eine richtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen ein Wachstum von 1,1 Prozent für möglich. Diese Schätzungen liefert einen Indikator zum Wirkungsgrad verschiedenster Reformen, die durch die deutsche Politik angestoßen werden könnten. Eine höhere Investitionsquote, Reallohnzuwächse und ein durch Anreizsetzung gesteigertes Arbeitsangebot könnten sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Wohingegen ein weiterer Rückgang der Exporte durch Zölle und Handelsbeschränkungen, eine restriktive Geldpolitik aufgrund höherer Inflationsrisiken oder geopolitische Verwerfungen sich negative auf eine Erholung der deutschen Wirtschaft im Jahresablauf auswirken können. Automobilbranche Laut einer Prognose von S&P Global Mobility soll die weltweite Automobilproduktion bis 2025 auf etwa 89,6 Millionen Fahrzeuge ansteigen, was deutlich unter dem bisherigen Höchststand von 95 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2017 liegt. Verschiedene Prognosen gehen davon aus, dass der Anteil von Elektrofahrzeugen an den Neuzulassungen in der EU im Jahr 2025 auf etwa 25 Prozent steigen wird. Um die EU-Flottenziele bis 2030 zu erreichen, ist eine Steigerung des Anteils an Elektrofahrzeugen auf 50 Prozent erforderlich. Die deutschen Autobauer können bisher nur unterproportional von diesem Wachstum profitieren. BYD und Tesla dominieren den Weltmarkt im Segment der batteriebetriebenen Fahrzeuge. In dieser Klasse erreicht keine deutsche Marke einen Marktanteil von 5 Prozent. Insgesamt sinkt der Weltmarktanteil deutscher OEMs gemessen an den insgesamt abgesetzten Fahrzeugen seit 2020 sukzessive. Dafür könnte sich der Anteil chinesischer Fabrikate auf deutschen Straßen weiter erhöhen. Die China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) prognostiziert für 2025 ein Wachstum der Fahrzeugexporte um 5,8 Prozent auf 6,2 Millionen Einheiten, was allerdings eine Verlangsamung im Vergleich zum Wachstum von 19,3 Prozent im Jahr 2024 darstellt. Auch der wichtige chinesische Markt wird für deutsche OEMs immer herausfordernder. Die Unterauslastung europäischer Produktionskapazitäten und rückläufige Erträge verstärken die Probleme. Für die nächsten Jahre wird erwartet, dass 28/53 durch den Aufbau von Local-for-local Strukturen ein größer werdender Anteil der Wertschöpfung in die Wachstumsregionen im Ausland verlagert wird. Maschinenbaubranche Der globale Wettbewerb verschärft sich, insbesondere durch den Ausbau der Produktionskapazitäten in China und den USA. Chinesische Hersteller konsolidieren ihre Position in den Schwellenländern, während die USA verstärkt auf heimische Fertigung und Reshoring setzen, was die Marktchancen deutscher Unternehmen einschränkt. Die Maschinenbaubranche blickt mit einem Produktionsminus von 8 Prozent auf ein schwaches Jahr zurück und prognostiziert einen weiteren Rückgang der Produktion um 2 Prozent für das Jahr 2025. Durch die Unterauslastung der Produktion wird im Jahresablauf mit einem erhöhten Stellenabbau gerechnet. Laut einer Umfrage des VDMA unter gut 500 Maschinenbauunternehmen rechnen 61 Prozent der Befragten mit einem Stellenabbau in den kommenden zwölf Monaten und nur 20 Prozent mit Stellenaufbau. Trotz dieser schwachen Aussichten gibt es auch positive Signale. So zeigen sich deutsche Hersteller von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen robuster als andere Teilbranchen im Maschinenbau. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes legte die Produktion in diesem Bereich im Jahr 2024 um 3 Prozent auf knapp 17 Milliarden Euro zu. Leiterplattenbranche Für die Leiterplattenbranche wird für das Jahr 2025 ein moderates Wachstum prognostiziert. Der globale Leiterplattenmarkt, so das Marktforschungsinstitut Mordor Itelligence, wird im Jahr 2025 auf ein Volumen von 76,12 Milliarden US-Dollar geschätzt. Mittelfristig erwartet der Zentralverband der deutschen Elektronikindustrie (ZVEI), dass die Leiterplattenbranche weltweit von 2023 bis 2030 mit einem CAGR von 9,9 % auf 146,7 Milliarden US-Dollar deutlich anwachsen wird. Die Schweizer Electronic AG profitiert durch eine Steigerung des Handelsgeschäfts an dem weltweiten Wachstum der Leiterplattenbranche. Darüber hinaus wir das weltweite Wachstum an Leiterplatten in dem für die Schweizer Electronic AG wichtigen Markt für Elektrofahrzeuge von 2025 bis 2035 mit 8,5 Prozent prognostiziert. In Europa wird der Gesamtmarkt etwas langsamer wachsen, so die Prognosen. Wachstumstreiber sind Leiterplatten für die Elektrifizierung der Automobilindustrie, Industrieelektronik und Militär. Ausblick für die SCHWEIZER-Gruppe Umsatzerwartungen Wir erwarten für das Jahr 2025 einen Umsatz zwischen 130 und 165 Mio. EUR (2024: 144,5 Mio. EUR). Damit rechnen wir mit einem Umsatz, der zum einem etwa dem Niveau des Jahres 2024 entspricht, potenziell aber um bis zu 14 Prozent steigt. Andererseits könnten die allgemeinen Marktrisiken jedoch auch zu einem Umsatzrückgang von bis zu 10 Prozent führen. 29/53 Geprägt ist diese Prognose durch eine eher schwache Marktdynamik unserer Hauptkundengruppe Automotive. Auch der Bereich Industrial zeigt nur sehr verhaltene Besserungstendenzen. Wesentlicher Umsatzreiber für SCHWEIZER wird auch für das Jahr 2025 das Chip-Embedding Produkt p2 Pack sein. Das Produkt findet Einzug in Automobile mit Verbrennungsmotor, welcher durch eine Hybridtechnologie unterstützt wird, um die Verbrauchswerte spürbar zu reduzieren. In diesem Absatzsegment zeigte sich wie auch im vergangenen Jahr eine positive Entwicklung, von welcher Schweizers Embedding-Technologie profitiert. Da die Embedding-Technologie zukünftig auch in rein elektrisch betriebene Kraftfahrzeuge integriert werden kann, ist auch die mittelfristige Prognose für dieses Produkt sehr positiv. Potenzial bietet die verstärkte Akquisition und Betreuung von Kunden aus zusätzlichen wachstumsstarken Branchen und Technologien. Ferner wird SCHWEIZER sein bestehendes Partnernetzwerk ausweiten, um ein breiteres Nachfrageportfolio der Kunden abdecken zu können. Ergebnisprognose Das EBITDA wird für das Jahr 2025 in einer Spanne zwischen 3 und 8 Mio. EUR erwartet (2024: -0,3 Mio. EUR). Das entspricht einer Steigerung von 3,3 bis 8,3 Mio. EUR. Die EBITDA Quote wird somit zwischen 2 und 5 Prozent prognostiziert. Im Jahr 2025 wird sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzen, in welchem sich das Geschäft über die asiatischen Produktionspartner besser entwickeln wird als das mit selbst in Deutschland produzierten Leiterplatten. So erwarten wir, dass 60 bis 70 Prozent des Konzernumsatzes durch die asiatischen Produktionspartner realisiert werden, und sich der Anteil der selbst produzierten Produkte entsprechend verringert. Die frühzeitig durch SCHWEIZER eingeleitete Fab-Light-Strategie zahlt sich mehr und mehr als Stabilitäts- und Wachstumsfaktor aus. Diese wird künftig noch forciert, indem SCHWEIZERs Partnerbasis auch mehr und mehr außerhalb Chinas etabliert wird. Auch für das Jahr 2025 herrscht ein signifikanter Preisdruck seitens der Kunden und das bei gleichzeitig anhaltender allgemeiner Inflation, wenn auch auf niedrigerem Niveau als zuletzt. Diesem Margendruck setzt SCHWEIZER zwei Hauptaktivitäten entgegen. Erstens werden die Anstrengungen verstärkt auf Kunden und Technologien zuzugehen, welche eine geringere Preissensitivität aufweisen. Kunden, welche großen Wert auf Local Sourcing oder hohe Sicherheitsstandards der Daten legen, sind insbesondere für den Produktionsstandort Deutschland eine wichtige Basis für den künftigen Erfolg. Zweitens wird SCHWEIZER das strikte Kostenmanagement des deutschen Produktionsstandorts fortsetzen und intensivieren. Hierfür wurde ein umfangreiches Optimierungsprogramm bereits im Jahr 2024 gestartet. Eine entsprechende Folgewirkung für das Jahr 2025 wird erwartet. Im Jahr 2025 wird dieses 30/53 Optimierungsprogramm fortgesetzt. Dieses hat zum Ziel, die Gewinnschwelle der eigenen Produktion signifikant zu reduzieren. Bilanzkennzahlen Trotz der voraussichtlich positiven Entwicklung der operativen Rentabilitätskennzahlen erwarten wird für das Jahr 2025 auf Grund eines negativen Ergebnisses eine leicht zurück gehende Eigenkapitalquote. Diese wird zwischen 9 und 15 Prozent (2024: 21 Prozent) liegen. Die Finanzverbindlichkeiten werden sich voraussichtlich im Jahr 2025 kaum verändern. Wir erwarten ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen der Höhe der Tilgungen und der Neuaufnahme vom Fremdkapital. Gemäß den aktuellen Kreditverträgen wäre eine Tilgung von 12,4 Mio. EUR für ein endfälliges Darlehen am 31.12.2025 zu leisten. Hierfür liegt eine Refinanzierungsbestätigung der finanzierenden Bankengruppe vor. Die Neuaufnahme von Fremdkapital wird im Schwerpunkt eine Leasingfinanzierung von neuen Produktionsanlagen und die zeitweise zusätzliche Inanspruchnahme der vorhandenen Betriebsmittel- und Factoringlinien sein. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen gehen wir für das Ende des Jahr 2025 von einem Nettoverschuldungsgrad von 200 bis 250 Prozent aus (2024: 63 Prozent). Im Lauf des Jahres 2024 konnte das Working Capital signifikant optimiert werden. Es betrug am Jahresende 10,1 Mio. EUR. Auf Basis der erwarteten Umsatzstrukturen und einer konsequenten Fortsetzung des Working-Capital-Managements, prognostizieren wir eine moderate Zunahme dieser wichtigen Kenngröße für das Jahr 2025. Dabei spielen die Bereiche Forderungs- und Bestandsmanagement, sowie Optimierung der Zahlungsziele Richtung Kunden und Lieferanten eine wichtige Rolle. Gesamtaussage Während das Jahr 2024 von einer negativen und unvorhersehbaren Trendwende im zweiten Quartal geprägt war, sehen wir für das Jahr 2025 keinen weiteren konjunkturellen Abschwung gleichen Ausmaßes. Die Maßnahmen zur Kostenoptimierung wurden bereits Mitte des Jahres 2024 gestartet, mit einer erwarteten Folgewirkung auch für das Jahr 2025. Der Erfolg des Fab-Light-Konzepts wird sich voraussichtlich beschleunigen, wenngleich sich der höhere Anteil an nicht selbst produzierten Leiterplatten verwässernd auf die Gewinnmarge auswirken wird. Auf dieser Basis sehen wir es als realistisch an, wieder ein positives operatives Ergebnis erreichen zu können, sofern keine nicht absehbaren Einflussfaktoren, wie zum Beispiel ein sich verschärfender internationaler Handelskrieg zwischen den drei Industriemächten Nord-Amerika, Asien (insb. China) und Europa, die positive Tendenz überlagern. 31/53 Prognose SCHWEIZER-Konzern Ist 2024 Prognose 2025 Umsatz / Wachstumsquote 144,5 Mio. EUR 130 bis 165 Mio. EUR EBITDA -0,3 Mio. EUR 3 bis 8 Mio. EUR Working Capital 10,1 Mio. EUR 15 Mio. EUR Eigenkapitalquote 21,1% 9% bis 15% Nettoverschuldungsgrad 62,8% 200% bis 250% 32/53 Chancen- und Risikobericht Für SCHWEIZER als Lieferant für technologisch hochwertige und sicherheitsrelevante Produkte ist die strukturierte und transparente Beurteilung von Chancen und Risiken ein wichtiger Baustein für die Geschäftstätigkeit und das Konzernziel, einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zu erreichen. Die Chancen zur Realisierung von Wachstum und die Einführung neuer Technologien sind stets mit einhergehenden Risiken abzuwägen. Vor diesem Hintergrund ist unsere Risikostrategie darauf ausgerichtet, einerseits die sich ergebenden Chancen zu realisieren, andererseits Risiken aktiv mittels Gegenmaßnahmen zu reduzieren und insbesondere bestandsgefährdende Risiken zu vermeiden. Hierzu ist das Risikomanagement eng mit der Unternehmensplanung und der Umsetzung unserer Konzernstrategie verknüpft. SCHWEIZER definiert Risiken und Chancen als Eintritt zukünftiger Abweichungen negativer wie positiver Art von der Geschäftsplanung. Das Risikomanagement der SCHWEIZER-Gruppe umfasst die Muttergesellschaft Schweizer Electronic AG und die einzelnen eingebundenen geschäftsrelevanten Konzerngesellschaften. Die sich aus dem Risikoinventar ergebenden Risiken oder Risikofelder werden den ernannten Risk-Ownern in den jeweiligen Gesellschaften zugeordnet. Die Risk-Owner sind verantwortlich für die Steuerung und Berichterstattung der Risiken und im selben Zuge für die Meldung von Ad-hoc-Risiken. Die Überprüfung der Bewertung und berichteten Maßnahmen durch die Risk-Owner sowie die Risikoberichterstattung auf Ebene des Konzerns obliegen dem Corporate-Risk- Manager. Die Struktur unserer Risikopolitik beruht auf verschiedenen, aufeinander abgestimmten Risikomanagement- und Kontrollsystembausteinen. Im Rahmen eines internen Berichterstattungsprozesses werden funktionsbezogene Themen und zugehörige Chancen und Risiken an den Aufsichtsrat und den Vorstand berichtet. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt mittels regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichterstattung durch den Vorstand. Die Berichterstattung an den Vorstand erfolgt zum einen durch einen jährlichen Risikobericht, der neben dem Einzelrisikostatus und risikobegrenzenden Maßnahmen die Ermittlung der Risikotragfähigkeit, die Bewertung der Risiken und Chancen sowie das aggregierte Gesamtrisiko beinhaltet. Darüber hinaus wird zur Risikoidentifikation, - bewertung und -steuerung in einem Top-Down-Ansatz ein jährlicher Workshop mit dem Vorstand durchgeführt. Als weitere Informationsquellen dienen die 14-tägigen Managementmeetings des Vorstandes mit der ersten Führungsebene, eine wöchentlich rollierende Liquiditätsplanung und das regelmäßige Management-Reporting. In 14-tägig stattfindenden Sitzungen zwischen Vorstand und dem Führungskreis werden mögliche 33/53 materielle Risiken und Chancen besprochen, Ad-hoc-Meldungen zu Risiken eingeordnet und bewertet sowie notwendige Maßnahmen festgelegt. Die Risikobeurteilung erfolgt auf Basis aller Informationen, die dem Management zur Verfügung stehen. Ein weiterer Baustein ist das interne Kontrollsystem im Hinblick auf das Rechnungswesen (IKS). Internes Kontroll- und Risiko-Management-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ) Im Vergleich zum Risikomanagementsystem liegt der Schwerpunkt des internen Kontrollsystems (IKS) auf dem Rechnungslegungsprozess mit dem Ziel der Überwachung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und der Finanzbericht- erstattung. Das interne Kontrollsystem zielt darauf ab, das Risiko der Falschaussage in der Rechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung zu minimieren und einen mit hinreichender Sicherheit regelkonformen Abschluss zu erstellen. Die unternehmensweite Einhaltung gesetzlicher und unternehmensinterner Vorschriften muss dafür gewährleistet werden. Den Prozessen sind jeweils eindeutige Verantwortlichkeiten zugeordnet. Die grundlegende Ausgestaltung des Kontrollsystems hat zum Ziel, Effektivität zu gewährleisten und dabei alle bedeutenden rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen zu erfassen. Das System überwacht die Grundsätze und Verfahren anhand von präventiven und aufdeckenden Kontrollen. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachtet das Unternehmen solche Merkmale des internen Kontroll- und Risiko-Management-Systems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente: ▪ Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess, ▪ Reporting zu den Ergebnissen der Kontrollen des Rechnungslegungsprozesses auf Ebene des Vorstands, ▪ Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in allen operativen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierter Genehmigungs- prozesse in relevanten Bereichen, ▪ Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungs- legungsbezogenen Sachverhalten, die Datenintegrität und die Cyber-Sicherheit sicherstellen, 34/53 ▪ Einbindung von externen Sachverständigen bei komplexen Bilanzierungs- fragestellungen im Rechnungslegungsprozess sowie ein mehrstufiger Beurteilungsprozess zwischen dem Finanz- und Rechnungswesen und Vorstand, ▪ Implementierung eines Risiko-Management-Systems, welches Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von wesentlichen Risiken sowie risikobegrenzende Maßnahmen enthält, um die Ordnungsmäßigkeit des Jahres- und Konzern- abschlusses sicherzustellen. Beurteilung der Wirksamkeit Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungs- prozess wird systematisch bewertet. Zunächst erfolgt eine jährliche Risikoanalyse und bei Bedarf die Überarbeitung der definierten Kontrollen. Dabei identifizieren und aktualisieren wir bedeutende Risiken im Hinblick auf die Rechnungslegung und Finanzberichterstattung. Die für die Identifizierung der Risiken definierten Kontrollen werden gemäß unternehmensweiten Vorgaben dokumentiert. Um die Wirksamkeit der Kontrollen zu beurteilen, führen wir regelmäßig Tests auf Basis von Stichproben durch. Diese bilden die Grundlage für eine Selbsteinschätzung, ob die Kontrollen angemessen ausgestaltet und wirksam sind. Die Ergebnisse dieser Selbsteinschätzung werden in einem einheitlichen System dokumentiert und berichtet. Erkannte Kontrollschwächen werden unter Beachtung ihrer potenziellen Auswirkungen behoben. Darüber hinaus werden im Zuge des monatlichen Reportings der Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage sowie von prozessbezogenen Kennzahlen an den Aufsichtsrat auftretende Risiken systematisch identifiziert und geeignete Korrektur- maßnahmen initiiert. Am Ende des jährlichen Zyklus wird die Effektivität des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess geprüft und bestätigt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über festgestellte wesentliche Kontrollschwächen sowie die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen und in erforderlichem Fall ad hoc mündlich informiert. Das Risikomanagement- und interne Kontrollsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt, um den internen und externen Anforderungen zu entsprechen. Die Verbesserung des Systems dient der fortlaufenden Überwachung der relevanten Risikofelder. Im Berichtsjahr wurden von den verantwortlichen Personen die zugewiesenen Kontrollaufgaben mit der vorgegebenen Frequenz, dem erforderlichen Stichprobenumfang sowie permanenten automatisierten Kontrollen in der Art und Weise durchgeführt, dass eine Angemessenheit und Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie des übergreifenden internen Kontrollsystems gewährleistet war. Erkannte Schwächen im Kontrollsystem wurden aufgegriffen und werden zeitnah umgesetzt. 35/53 *) Die in diesem Abschnitt des zusammengefassten Lageberichtes enthaltenen lageberichtsfremden Angaben zur Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sind nicht Bestandteil der Abschlussprüfung. Die Abschlussprüfung umfasst ausschließlich das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem. Risiko- und Chancenmanagementsystem Die für den SCHWEIZER-Konzern maßgeblichen Risiken lassen sich wie folgt kategorisieren: Gesamtbeurteilung Der Vorstand beurteilt einmal jährlich das Unternehmens-Chancen- und Risiko-Profil für die Kategorien Strategie, Finanzen, Operative Themen und Compliance. Die wichtigsten Informationsquellen sind das SCHWEIZER Risikomanagement-System der einzelnen einbezogenen Konzerngesellschaften, Ad-hoc Meldungen sowie weitere interne und externe Analysen und Berichte. ESG-bezogene Chancen und Risiken sind im Risikofrüherkennungssystem von SCHWEIZER integriert. Die in den Risikoberichten enthaltenen Angaben und Erkenntnisse werden bei der Nachhaltigkeitserklärung verwendet. Bei der Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung werden die Sorgfaltspflichten nach Maßgabe des internen Kontrollsystems eingehalten. Aufgrund der zweimal im Jahr stattfindenden Risikoberichterstattung an den Risk-Manager und den Vorstand ist gewährleistet, dass Risiken und Chancen, Maßnahmen und Zielerreichung von den Risk-Ownern und Fachabteilungen prozessual vollständig und inhaltlich zutreffend validiert werden. Weitere Angaben zur Integration von ESG-bezogenen Chancen und Risiken sind dem Kapitel ESRS2 in dem Abschnitt „Unser Vorgehen bei der Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen“ der Nachhaltigkeitserklärung im Nichtfinanziellen Bericht zu entnehmen. 36/53 Alle für den SCHWEIZER-Konzern bedeutsamen Risiken und Chancen werden einheitlich aus quantitativer und qualitativer Sicht in den Dimensionen Grad der Auswirkung (Relevanz) und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Entsprechend der Ausprägung der Grade für die Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß der unten aufgeführten Risikoklassifizierungsmatrix wird das Risiko als „hoch“, „mittel“ oder „niedrig“ klassifiziert: Grad der Auswirkung (Relevanz) 4 Risikoklasse "hoch" 3 Risikoklasse "mittel" 2 Risikoklasse "niedrig" 1 1 2 3 4 Eintrittswahrscheinlichkeit Relevanz 1 < 1 Mio. EUR verkraftbare Auswirkung auf Unternehmensziel 2 < 6 Mio. EUR deutliche Auswirkung auf Unternehmensziel 3 < 10 Mio. EUR überragende Auswirkung auf Unternehmensziel 4 > 10 Mio. EUR katastrophal, existenzgefährdend 37/53 Eintrittswahrscheinlichkeit alle 10 Jahre oder mehr sehr gering wahrscheinlich 1 < 10% 2 < 33% alle 3 Jahre weniger wahrscheinlich alle 2 Jahre wahrscheinlich 3 < 50% 4 > 90% jährlich sicher oder fast sicher Das mit der Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtete Schadensausmaß in EUR definiert die rechenbare Obergrenze eines Brutto-Maximalschadens eines Einzelrisikos. Die Bewertung der Risiken folgt dem Nettoprinzip, indem die bewerteten Einflüsse der Steuerungs- und Absicherungsmaßnahmen vom Brutto-Wert abgesetzt werden. Der sich daraus ergebende Netto-Schaden ist der Basiswert für die in der Risikoaggregation berücksichtigten Einzelrisiken. Mit Hilfe einer mathematischen Monte-Carlo-Simulation werden mittels risikoangepasster Wahrscheinlichkeitsverteilungen umfangeiche Szenarien einer Ergebnisabweichung zum Plan-Erwartungswert berechnet. Die errechneten Werte führen zu einer angenäherten Normalverteilung von Ergebnisabweichungen, welche mit bestimmten Wahrscheinlichkeitsaussagen - darunter dem Value at Risk - zur Ermittlung des Gesamtrisikos der Schweizer Electronic AG führt. Die sich aus der jährlich durchgeführten Risikotragfähigkeitsanalyse ergebende maximale Risikotragfähigkeitsschwelle wird mit einem zu 95 Prozent wahrscheinlichen Gesamtrisiko aus der Risikoaggregation abgeglichen. Damit wird erkennbar, inwieweit die maximale Risikotragfähigkeit von verfügbarer Liquidität bzw. Eigenkapital ausgelastet ist. Die Bewertung der in einigen Risikofeldern immanent liegenden Chancen erfolgt rein qualitativ. Die erreichte Gesamtpunktzahl aus einer Stärken-/ Schwächen- und Risiko-/ Chancen-Analyse (SWOT-Analyse) definiert die Erreichung einer Realisierungschance mit skalierten Abstufungen in „hoch“, „mittel“ und „niedrig“. Im Folgenden werden insbesondere die Risiken beschrieben, die wesentliche bis erhebliche Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben können und den Risikoklassen „hoch“ und „mittel“ zuzuordnen sind. Strategische Risiken Markt und Wettbewerb / Kunden (Risiko: hoch – Chance: niedrig) Geopolitische Spannungen und das makroökonomische Umfeld sind im Jahr 2024 die wesentlichen Faktoren für die Entwicklung der globalen Wirtschaft, der einzelnen Regionen und Branchen. 38/53 Der Bereich Non-Mobility hatte im Jahr 2024 einen Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von 19 Prozent. Mit einem Umsatzanteil von 81 Prozent im Bereich Mobility besteht für SCHWEIZER eine große Abhängigkeit von der Entwicklung der Automobilbranche. Diese hat sich im Berichtsjahr aufgrund der positiven Entwicklung von Projekten mit Chip Embedding Technologie verstärkt. Trotz der weiteren Aufhellung im globalen PKW-Absatz konnte das Niveau von 2019 auch im Jahr 2024 mit 88,2 Millionen Fahrzeugen (S&P) noch nicht wieder vollständig erreicht werden. Gestiegene Fahrzeugpreise, eine sich abschwächende Konsumzuversicht der Verbraucher, und eine uneinheitliche Entwicklung in der zunehmenden Fahrzeugelektrifizierung prägen weiterhin die Marktentwicklung. Darüber hinaus könnte im Jahr 2025 die neue US-Regierung eine Reihe von politischen Maßnahmen umsetzen, darunter allgemeine Zölle, Deregulierung und eine schwankende Unterstützung für BEV, die den Markt von SCHWEIZER beeinflussen. Für das Jahr 2025 liegt die Wachstumsprognose für den weltweiten PKW-Absatz laut S&P Global Mobility bei 1,7 Prozent, ähnlich wie im Vorjahr. Mit einem erwarteten Absatz von 89,6 Millionen Fahrzeugen weltweit wird trotz verhaltenem Wachstum im Jahr 2025 das Vor-Corona-Niveau nicht erreicht. Vor diesem Hintergrund rechnet SCHWEIZER für das Jahr 2025 mit einer nur leicht positiven Marktentwicklung und anhaltenden Herausforderungen im Automobilmarkt. Sollte die schwache Absatzentwicklung bei PKWs weiter andauern oder sich diese durch einen gesamtwirtschaftlichen Abschwung weiter verstärken, hätte dies Auswirkungen auf das Umsatzwachstum und die Profitabilität von SCHWEIZER. Ein weiteres Risiko ist die Wettbewerbssituation im Automobilsegment, die sich im internationalen Kontext signifikant verstärkt. Insbesondere asiatische Leiterplattenunternehmen versuchen nachdrücklich, sich in diesem Kundensegment zu etablieren, um von den mittelfristigen Wachstumschancen zu profitieren und ihr Kundenportfolio besser zu diversifizieren. SCHWEIZER begegnet diesem Trend mit seinem asiatischen Partnernetzwerk, seinem strategischen Partnerwerk der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd. (SEC) in China und dessen erfolgreicher Qualifizierung bei namhaften Kunden. SCHWEIZER eröffnet sich hierdurch die Chance, ein größeres Umsatzpotenzial bei neuen und bestehenden Kunden zu erschließen und durch ein breiteres Portfolio an Technologie-Produkten zusätzliche Marktpotenziale zu gewinnen. Dem generellen Risiko des geringeren PKW-Absatzes steht die Transformation der Automobilindustrie hin zu mehr Hybrid- und Elektrofahrzeugen (also mehr Elektronik pro Fahrzeug) und somit ein höherer Bedarf an Leiterplatten als Chance entgegen. Durch die hohe Qualität und technologische Kompetenz sowie die örtliche Nähe zu vielen der weltweit größten Tier-1s, biete sich für SCHWEIZER die Chance, als zuverlässiger Partner in diesem Markt erfolgreich zu sein. Chancen auf eine sehr gute Marktposition im E-Mobility-Bereich sieht SCHWEIZER durch seine Embedding Technology im Bereich der 48 Volt-Applikationen. Die Gewinnung von Großprojekten in 39/53 den letzten Jahren bestätigt dies. Der Bereich Hochvolt-Embedding ist ein weiterer Meilenstein in dieser Entwicklung. Ein Umsatzanteil von 81 Prozent im Bereich Automotive und einem Anteil der fünf größten Kunden von 66 Prozent am Gesamtumsatz im Jahr 2024 birgt für das Unternehmen im Falle von signifikanten Änderungen in deren Markt, Profitabilität bzw. finanziellen Lage wesentliche Risiken für Schweizer. Durch den weiteren Ausbau des USA-Geschäfts durch eine Partnerschaft mit einem namhaften Handelspartner verbessern sich die Kundenpräsenz von SCHWEIZER in Nordamerika und die weltweiten Chancen in den Fokusmärkten Automotive, Industry, Medical und Aviation weiter. Weiterhin können durch die globale Aufstellung mit einer eigenen Produktionsstätte in Deutschland, einem strategischen Partnerwerk in China und dem Ausbau weiterer Produktionspartner in Asien in den Absatzmärkten neue Kunden besser erschlossen werden. Mit unserem technologischen Know-how, der Flexibilität, sowie dem Qualitätsstandard des Stammwerks in Deutschland und deren Transfer in unser Partnerwerk in China steigen die Chancen, unseren Marktanteil auszubauen. SCHWEIZER konnte sich als zuverlässiger Technologiepartner für die europäischen sowie in Zukunft auch amerikanische und asiatische Automobilzulieferer etablieren. Dies eröffnet gute Chance von der Innovationskraft dieser Kunden zu profitieren. Die wichtigsten Kunden von SCHWEIZER sind Weltmarktführer in ihren Segmenten. Die Markteintrittsbarrieren sind aufgrund des hohen technologischen Know-hows und dem geforderten Qualitätseinsatz für neue Wettbewerber in der Regel hoch. Kooperation (Risiko: hoch – Chance: mittel) Durch die globale Aufstellung mit einer eigenen Produktion in Deutschland und einem zusätzlichen Netzwerk von Produktionspartnern in Asien weitet die Schweizer Electronic AG ihr Angebot an Produktionskapazitäten, Technologien und kosteneffizienten Produkten am Markt aus und verbessert so wesentlich ihre Möglichkeiten zur Erschließung von Absatzmärkten und Kundengewinnung. Aufgrund der Zusammenarbeit mit unserem größten Anteilseigner und Produktionspartner (WUS Printed Circuit Co. Ltd.) können jedoch auch Abhängigkeiten im Zukauf von Produktionsleistungen und der Entwicklung von Absatzmärkten entstehen. Dem begegnen wir durch eine vorausschauende Abstimmung im Tagesgeschäft, umfassenden zweiwöchentlichen Gesprächen zu operativen Produktions-, Kunden- und Marktthemen sowie einer quartalsweisen Strategieabstimmung gemeinsam mit dem Management von WUS Printed Circuit Co.Ltd.. Darüber hinaus bauen wir unser Partnernetzwerk aktiv um weitere Produktionspartner aus, um den Geschäftsanteil mit WUS Printed Circuit auszugleichen und grundsätzlich eine mögliche Abhängigkeit von einzelnen Produktionswerken und Produktionspartnern 40/53 zu reduzieren. Hierzu erweitern wir unser Partnernetzwerk in Südostasien außerhalb von China, um geopolitischen Risiken entgegenzuwirken und zunehmenden Kundenanforderungen insbesondere aus der Automobilindustrie entgegenzukommen. Leistungsstörungen (Risiko: niedrig– Chance: niedrig) Der Bereich Technology beinhaltet die Bereiche Front-End/ Arbeitsplanung, Product Management / Serienentwicklung sowie Innovations-/Vorentwicklung. Im Bereich Front- End werden Serienaufträge geplant, die innerhalb unserer Fertigungsmöglichkeiten liegen, die im Leiterplattenstandard dokumentiert sind. Bei der Planung prüft der Sachbearbeiter die Anforderungen des Kunden gegen unsere Möglichkeiten. Der Auftrag wird im Standard geplant, wenn alle Anforderungen des Kunden innerhalb unserer Fertigungsmöglichkeiten liegen. Daher wird jeder Auftrag, der neu angelegt wird, gemäß intern festgelegter Abläufe geprüft und das Ergebnis in einem sog. Feasibility Committment dokumentiert. Teilweise wird diese Überprüfung Software-gestützt vollzogen, zum Teil muss aber die Prüfung ohne Systemunterstützung durchgeführt werden. Dabei besteht das grundsätzliche Problem, dass Anforderungen außerhalb unserer Spezifikation übersehen werden und damit potenziell die Kundenspezifikation verletzt wird. Diesem Problem wird mit etablierten Qualitätsstandards begegnet, wie der Verwendung von Checklisten und der Überprüfung von Fertigungsplänen im 4-Augen-Prinzip. Risiken, die nicht über Design-Anpassungen verringert werden können und vom Kunden dennoch gewünscht werden, werden vertraglich aus der Gewährleistung ausgeschlossen. Für dennoch auftretende Schäden, die sich ergeben könnten, wurden Produkt-Haftpflichtversicherungen und Rückrufversicherungen abgeschlossen. Product-Management Produkte, die Merkmale außerhalb des Standards aufweisen, aber dennoch für Kunden in Serie gefertigt werden sollen, werden im Rahmen von Kunden-Projekte in der Serienentwicklung entwickelt und über verschiedene Freigabestufen in einen beherrschten Zustand überführt. Als Entwicklungsmethode wird der sog. Stage-Gate- Prozess angewendet. Diese Entwicklungsarbeit beginnt bei Einführung neuer Technologien bereits im Bereich der Vorentwicklung, wo die Grundlagen der Technologie gelegt werden, auf denen dann Produkte entwickelt werden können. Die neue Technologie p² Pack, also das Einbetten von leistungselektronischen Komponenten in die Leiterplatte wurde im Jahr 2023 an den Fertigungsstandort Jintan, China transferiert. Aus diesem Standort sollen auch 90% der Mengen, die Schweizer liefern muss gefertigt werden. Neuanläufe sind immer mit Risiken verbunden, die erst in Erscheinung treten, wenn ein Produkt in hohen Stückzahlen gefertigt wird. Um dieses Risiko zu minimieren hat Schweizer speziell ausgebildetes Personal nach Jintan entsandt, um die Qualifikation und den Fertigungshochlauf zu begleiten und 41/53 abzusichern. Der aktuelle Stand des Hochlaufs wird in wöchentlichen online Meetings besprochen. Innovation / Vorentwicklung Im Bereich der Entwicklung besteht bezüglich Musterterminen ein Risiko in Verspätungen, die dazu führen könnten, dass die Zeitfenster, in denen eine Technologieentscheidung getroffen wird, verpasst werden. Dies kann dazu führen, dass Umsätze später als geplant, oder gar nicht erzielt werden. Dadurch kann ggf. das Umsatzziel des Unternehmens gesamtheitlich gefährdet werden. Diesem Risiko wird durch eine Projektmanagement Systematik begegnet, die auch ein Termincontrolling umfasst. Termine, die nicht eingehalten werden, führen zu einer Projekt-Eskalation, die im Rahmen von regelmäßigen Projektbesprechungen diskutiert und entschieden wird. Technologie (Risiko: niedrig – Chance: mittel) In der Erzeugung von Strom setzt sich die Energieerzeugung aus alternativen Quellen weiter durch und sorgt für einen regenerativen Stromerzeugungsanteil in Deutschland von bis zu 70 Prozent. Die Leistungselektronik, die für die Wandlung von elektrischer Energie benötigt wird, bleibt ein klarer Wachstumsmarkt. Anwendungen wie Solar- Wechselrichter sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge werden weiter stark wachsen. In der Automobilindustrie hat sich der Wechsel zu rein batteriebetrieben Fahrzeugen verlangsamt, was auf die Veränderungen der Subventionspolitik, die immer noch höheren Verkaufspreise sowie die anhaltende Reichweitenangst der Verbraucher zurückzuführen ist. Es ist hingegen ein stärkeres Wachstum im Bereich der Hybrid- Fahrzeuge festzustellen. Das automatisierte Fahren zählt zu den zentralen Trends der Automobilindustrie und treibt die Nachfrage nach Sensoren und Kameras pro Fahrzeug deutlich an, was zu einem dynamischen Marktwachstum führt. Für SCHWEIZER eröffnen sich dadurch vielversprechende Perspektiven, den Markt für Radar- und Kameraanwendungen weiter erfolgreich zu bedienen und zusätzliche Projekte zu akquirieren. Während einfache Systeme einem hohen Kostendruck ausgesetzt sind, steigt die Komplexität bei hochauflösenden Radar- und Kamerasystemen signifikant an. Dies bietet SCHWEIZER die Möglichkeit, sich in diesem anspruchsvollen Segment zu positionieren und neue Geschäftschancen zu nutzen. Gleichzeitig birgt die steigende technische Komplexität gewisse Risiken, die jedoch als beherrschbar eingeschätzt werden. SCHWEIZER verfügt über gute Erfolgsaussichten, neue Projekte im Bereich der Elektromobilität zu gewinnen und bis zur Serienfertigung umzusetzen. Dank des umfassenden Technologieportfolios für leistungselektronische Anwendungen kann SCHWEIZER eine Vielzahl maßgeschneiderter Lösungen für unterschiedlichste Kundenanforderungen anbieten. Die Umstellung der Bordnetzspannungen von 400 V auf 800 V für vollelektrische Fahrzeuge (BEV/NEV – Battery Electric Vehicle, New Energy Vehicle) hält weiterhin an. Dieser Trend erfordert die Qualifikation von 42/53 Basismaterialien, die den hohen Spannungen und den anspruchsvollen Umgebungsbedingungen in der Automobilindustrie langfristig standhalten. Die Verfügbarkeit und Verarbeitung solcher Materialien bergen ein moderates Risiko. Die Nachfrage aus dem Bereich der Antriebsinverter für unsere p² Pack Technologie (in die Leiterplatte eingebettete Leistungshalbleiter) zeigt eine hohe Dynamik, besonders durch Chinesische NEV Fahrzeughersteller und deren Zulieferer. Dies ruft allerdings auch Wettbewerber auf den Plan, die an alternativen Konzepten arbeiten, die unsere, durch internationale Patente geschützte Technologie zu umgehen versuchen, oder möglicherweise auch plump kopieren. Entsprechenden Informationen aus unserem Netzwerk gehen wir akribisch nach und leiten ggf. rechtliche Schritte gegen Verletzer unserer IP ein. War die Verfügbarkeit geeigneter Leistungshalbleiter für die Embedding Technologie zuletzt noch eine hohe Hürde so verbessert sich die Situation allmählich, da interessierte Kunden zwischenzeitlich vermehrt bei ihren Halbleiterpartnern nach solchen für Embedding geeigneten Komponenten nachfragen. Durch das – zumindest im Bereich der westlichen Hemisphäre – sich abschwächende Marktwachstum, insbesondere im Bereich SiC Halbleiter, entsteht ein steigender Wettbewerbsdruck auf die Halbleiterhersteller. Zu den bisher etablierten Halbleiterproduzenten kommen neue Spieler, insbesondere aus China hinzu, die - durch hohe Subventionen gestützt - ihre Produkte deutlich kostengünstiger anbieten können. Für den chinesischen Markt werden sich eigene Lieferketten etablieren müssen, die aufgrund mangelnder Transparenz schwieriger zu erschließen sind als in der westlichen Welt. Für diese Aktivitäten ist es von großem Vorteil über unser Joint Venture Schweizer Electronic China, SEC diese Transparenz einfacher zu erreichen. Im letzten Jahr wurde die Qualifikation weiterer Basismaterialien fortgesetzt, die für die Anforderungen von Hochspannungsanwendungen geeignet sind. Hier konnten weitere Kandidaten identifiziert werden, wodurch das Risiko geringer wird, aufgrund ungeeigneter Materialien die entsprechenden Qualifikationen nicht zu schaffen. Der Hochlauf der Embedding Technologie in unserem Joint Venture SEC für Automotive Produkte ist sehr erfolgreich verlaufen. Es hat sich dabei gezeigt, dass die Konzeption des neu gebauten Werks in China beste Voraussetzungen mitbringt, um diese Produkte mit höchsten Fertigungsausbeuten zu produzieren. Die Nachfrage nach unserer Embedding Technologie, insbesondere aus asiatischen Ländern hat sich in ihrer Dynamik weiter verstärkt. Projektanfragen aus diesem Teil der Welt nehmen deutlich zu. Zusammen mit Partnerwerk der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd. in China können die asiatischen Kunden lokal betreut werden, während aus Deutschland die europäischen und amerikanischen Kunden bedient werden. Der Kostendruck auf die neuen Inverter Technologien bleibt generell hoch, da viele Alternativen für diesen schnell wachsenden Markt entwickelt werden. Dadurch steigt 43/53 auch für uns der Druck, weitere Kostenoptimierungen an unserer Embedding Technologie voranzutreiben. Lieferketten (Risiko: mittel – Chance: mittel) Auch im Jahr 2025 besteht für SCHWEIZER das Risiko, dass gewisse Rohstoffe und Produktionsmaterialien nicht verfügbar sein könnten. Die globalen Konfliktregionen in Europa (Ukrainekrieg), Asien (Konflikt China/Taiwan), Rotes Meer (Angriffe von Rebellengruppen), wetterbedingte Ausnahmesituationen, Streiks und Protestaktionen in Deutschland und Europa bergen im Jahr 2025 unverändert das Risiko, dass sich Engpässe ergeben könnten bzw. Lieferzeiten verlängern. Die Probleme und Risiken in der Transportlogistik sind unverändert vorhanden (u.a. Bahnfracht aus China, Streiks der Gewerkschaften). SCHWEIZER könnte diesbezüglich bei Roh-/Hilfs-/Betriebsstoffen und bei der Handelsware betroffen sein. Für die europäischen Lieferanten und damit auch für SCHWEIZER bleiben die Energiepreissteigerungen der letzten Jahre weiterhin ein Risiko. Ebenso der geringe Marktanteil europäischer Leiterplattenhersteller am gesamten Weltmarkt, der zur Konsequenz hat, dass immer mehr europäische Lieferanten in Turbulenzen geraten können und Beschaffungsumfänge jedweder Art aus Konfliktregionen bezogen werden müssen. Weiterhin bergen die weltweiten Handelsbarrieren in Form hoher Zölle ein nicht zu unterschätzendes Lieferkettenrisiko. Gesetzliche Vorgaben wie das LKSG (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz), CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism), CSDDD (Corporate Sustainability Due Diligence Directive), Conflict Minerals Abwicklung erschweren die Beschaffungsmöglichkeiten bzw. schränken diese strategisch weiter ein. Trotz aller Herausforderungen hat sich die Beschaffungssituation insgesamt im Jahr 2024 stabil gezeigt. Die Lieferzeiten vor allem bei der für SCHWEIZER wichtigsten Warengruppe – dem Basismaterial – sind auf branchenüblichem Niveau. Die Gas- und Strompreise haben sich stabilisiert – wenn auch auf hohem Niveau. Aufgrund möglicher Handelskonflikte kann die Planbarkeit der Materialien und vor allem der Kosten im Jahr 2025 unsichererer sein als in 2024. 44/53 Finanzrisiken Going Concern der Schweizer Electronic AG (Risiko: hoch – Chance: mittel) Die fortgesetzte Rezession in Deutschland sowie die allgemeine Absatzkrise in der europäischen Automobilindustrie führten zu einem deutlichen Nachfragerückgang der am Standort Schramberg produzierten Leiterplatten. Infolge der geringen Auslastung des Werkes ergaben sich vor allem Rückgänge im Ertrag und im Cashflow. Ein fortgesetzter rückläufiger Geschäftsverlauf könnte dazu führen, dass die geplanten Umsätze und Ergebnisbeiträge von SCHWEIZER nicht erreicht werden und sich damit auch der Liquiditätsspielraum reduziert. Die Eigenkapitalquote der Schweizer Electronic AG beträgt gemäß HGB-Rechnungslegung zum 31. Dezember 2024 25,4 Prozent (2023: 25,5 Prozent). Die Gegenüberstellung der Risikotragfähigkeit der Schweizer Electronic AG und einem Worst-Case-Szenario aus der Risiko-Aggregation mit einer errechneten Eintrittswahrscheinlichkeit von maximal fünf Prozent ergab für das Jahr 2024 ein ausreichendes Risikodeckungskapital. Die Marktentwicklung wird mittels eines umfangeichen und aktuellen Reporting laufend überwacht und entsprechende Mitigierungsmaßnahmen werden konsequent eingeleitet. Im Jahr 2024 wurde neben der Durchführung von Kurzarbeit ein umfassendes Kosteneinsparungsprogramm durchgeführt, welches zu einer weitgehenden Anpassung von Kapazitäten in Produktion und Verwaltung, zu Preisreduktionen in der Beschaffung und allgemeinen Senkung der Gemeinkosten führte. Im Jahr 2025, welches bereits gegenüber dem Vorjahr eine signifikante Absenkung der Fixkostenschwelle aufweisen wird, ist weiterhin die Durchführung von Kurzarbeit und strukturellen Kostensenkungsmaßnahmen geplant. Der Ausbau unseres Handelsgeschäfts eröffnet strategische Perspektiven für SCHWEIZER, um in einem preissensiblen, in Transition befindlichen Marktumfeld der Automobilindustrie weiter zu wachsen. Entsprechend unserem Fab-Light-Konzept wird die erfolgreiche Vermarktung der Embedding Technologie insbesondere mittels Fertigung und Bezug von Leiterplatten bei unserer Minderheitsbeteiligung an der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd. (SEC) verwirklicht. Dies ermöglicht es SCHWEIZER die Preispunkte in den Märkten zu treffen und damit von dem stark steigenden Nachfragetrend unserer Kunden für Anwendungen in der Elektromobilität zu profitieren. SCHWEIZER hat auch nach der Kapitalerhöhung durch WUS im Dezember 2024 durch den verbleibenden Sitz im Aufsichtsgremium weiterhin maßgeblichen Einfluss auf die SEC. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung der SEC für die SCHWEIZER. Ferner eröffnet die Zusammenarbeit mit unserem Ankerinvestor WUS die Möglichkeit, dass SCHWEIZER auch auf die Technologien der anderen WUS-Werke 45/53 zugreifen kann. Dies verschafft uns den Zugang zu weiteren bisher nicht bearbeiteten Produkt- und Marktsegmenten Die Überprüfung der verfügbaren Liquidität für die nächsten 12 Monate ergibt im angenommenen Planszenario zu keinem Zeitpunkt einen Hinweis auf eine Unterdeckung des Finanzierungsbedarfs der Schweizer Electronic AG und des Konzerns und deshalb geht der Vorstand von einer Unternehmensfortführung aus. Infolge der aufgelaufenen Verluste der vergangenen Jahre und infolge des Jahresverlustes 2024 in Höhe von -3,0 Mio. EUR reduzierte sich das bilanzielle Eigenkapital im Einzelabschluss (HGB) von 21,1 Mio. EUR auf 18,1 Mio. EUR. Das Konzerneigenkapital reduzierte sich aufgrund des negativen Konzernergebnisses von 29,3 Mio. EUR auf 21,6 Mio. EUR. Bei Abweichungen vom Planszenario gegenüber dem angenommenen Konjunkturverlauf infolge einer nachhaltigen Nachfrageschwäche könnten im Prognosezeitraum erhebliche Planrückstände im Umsatz und damit negative Effekte auf den Cashflow auftreten. Dies könnte zu einer zwischenzeitlichen Unterdeckung der Liquidität führen und zeigt auf, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Mittels weiterer Instrumente der Kapitalbeschaffung, zum Beispiel durch Ausgabe neuer Aktien, Wandelschuldverschreibungen oder Unternehmensanleihen, könnte grundsätzlich dem Risiko begegnet und das Wachstum und die hierfür erforderlichen Investitionen auch in Zukunft unterstützt werden. Operative Risiken Prozesse IT (Risiko: mittel – Chance: keine) Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne und externe Kommunikation bei SCHWEIZER hängen stark von IT-Systemen und der dazugehörigen IT-Infrastruktur ab. Diese sind verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen Störungen oder Ausfällen, die durch viele Ursachen entstehen können, sind vor allem Cyber-Angriffe und Cyber-Kriminalität wesentliche Risiken. Dazu gehören Versuche unberechtigter Dritter, auf vertrauliche Informationen oder Daten zuzugreifen, die Kontrolle über Systeme zu übernehmen, Daten zu veröffentlichen oder IT-Systeme und Datensicherungen unbrauchbar zu machen, z. B. durch Verschlüsselung. SCHWEIZER ergreift regelmäßig technische und organisatorische Maßnahmen, um das Risiko von Beeinträchtigungen, Ausfällen von IT-Systemen, Cyber-Angriffen oder ähnlichen Ereignissen zu verringern, die den Betrieb des Unternehmens stark einschränken oder sogar längerfristig unterbrechen könnten. Diese Maßnahmen umfassen Regeln und Verfahren zum IT-Betrieb und zur IT-Sicherheit auf Basis eines Information Security Management Systems. Die IT-Architektur verfolgt einen Zero-Trust Ansatz, was bedeutet, dass Unternehmensdaten und -systeme von den 46/53 Arbeitsplatzsystemen getrennt und isoliert werden. Dadurch wird das Risiko eines Cyber-Angriffs durch menschliche Fehler erheblich reduziert. Zudem werden Schulungsmaßnahmen ausgeweitet, um das Bewusstsein der Belegschaft für die Bedrohung durch Cyber-Angriffe zu steigern. Um die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit unserer Daten und der Daten unserer Kunden sicherzustellen, orientiert sich SCHWEIZER an anerkannten Standards wie ISO27001 und TISAX. Sollten die Maßnahmen nicht ausreichen, um die genannten Risiken wirksam zu begrenzen, könnten SCHWEIZER durch Ausfälle oder die Kenntnis und Nutzung ihrer Informationen durch Dritte erhebliche Schäden und Nachteile entstehen. Weitere Risiken entstehen durch die zunehmende Komplexität der organisatorischen und technischen Vernetzung von Lieferanten und Kunden. Trotz umfangreicher Abwehrmechanismen und kontinuierlicher Maßnahmen und Investitionen in die IT- Sicherheit im Jahr 2024 kann sich ein produzierendes Industrieunternehmen nicht vollständig vor Risiken der Cyberkriminalität schützen. Die finanziellen Folgen daraus sind schwer kalkulierbar. Zur Schadensvermeidung stehen die Fachabteilungen regelmäßig mit den Experten der Versicherungsgesellschaft in Kontakt. Eine entsprechende Cyberversicherung wurde verlängert. SCHWEIZER sieht Chancen vor allem in Konzepten der Industrie 4.0 und im Bereich des maschinellen Lernens, um die Software- und Produktionslandschaft weiter zu automatisieren und neue Effizienzpotenziale zu erschließen. Im Bereich maschinelles Lernen und KI wurden erste Bereiche, z.B. durch MS Copilot, mit KI-basierter Unterstützung von Aufgaben umgesetzt. Compliance-Risiken Verletzung von Patenten und Urheberrechten (Risiko: niedrig – Chance: niedrig) Im Bereich der Elektronik und Leiterplatte gibt es eine immer größere Anzahl von Patenten und Schutzrechten. Durch eine unbewusste Verletzung von Schutzrechten in einem Serienprodukt entsteht das Risiko, dass Produkte nicht mehr gefertigt werden dürfen oder Lizenzgebühren an den Inhaber des Schutzrechtes zu leisten sind. Um dieses Risiko zu minimieren, beinhaltet der interne Stage-Gate-Prozess bei der Produktneuentwicklung die Prüfung einer potenziellen Schutzrechtsverletzung. Dennoch ist aufgrund der oft schwierigen Interpretation von Patenten eine mögliche Kollision nicht immer auszuschließen. SCHWEIZER investiert in den letzten Jahren verstärkt in den Schutz seines geistigen Eigentums. Dadurch steigt die Chance, diesbezügliche Verletzungen von gewerblichen Schutzrechten zu entdecken beziehungsweise zu vermeiden. 47/53 Gesamtbetrachtung Die wirtschaftliche Lage Deutschlands ist von strukturellen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, stagnierender Produktivität und hohen Standortkosten geprägt. Die Wachstumsaussichten bleiben verhalten, da geopolitische Unsicherheiten, Handelsbeschränkungen und eine restriktive Geldpolitik weitere Risiken darstellen. Für SCHWEIZER liegt die Umsatzprognose für 2025 in einer Bandbreite, die sowohl eine Stagnation als auch ein moderates Wachstum gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 ermöglicht. Allerdings könnte sich bei negativer Konjunkturentwicklung in den Weltmärkten auch ein Rückgang des Geschäftsvolumens ergeben. Die schwache Dynamik im Automotive-Sektor sowie ein verhaltenes Industriewachstum stellen nach wie vor Herausforderungen dar. Die Chip-Embedding-Technologie p2 Pack bleibt jedoch ein zentraler Umsatztreiber, insbesondere durch die wachsende Nachfrage im Hybridfahrzeugsegment. SCHWEIZER begegnet diesen Herausforderungen mit einer strategischen Fokussierung auf weniger preissensitive Kunden sowie einer konsequenten Kostenoptimierung des deutschen Produktionsstandorts. Für das bereits in 2024 gestartete Effizienzprogramm wird für 2025 ebenfalls eine positive Folgewirkung mit einer signifikanten Senkung der Gewinnschwelle gerechnet. Der Erfolg des Fab-Light-Konzepts wird sich voraussichtlich beschleunigen, wenngleich sich der höhere Anteil an nicht selbst produzierten Leiterplatten verwässernd auf die Gewinnmarge auswirken wird. Eine positive EBITDA-Entwicklung erscheint realistisch, sofern keine neuen globalen Krisen, z. B. infolge eines eskalierenden Handelskrieges zwischen USA, China und Europa, die wirtschaftliche Erholung belasten. 48/53 Übernahmerelevante Angaben (nach § 289a Abs. 1 und § 315a Abs. 1 HGB) Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 9.664.053,86 EUR ist in 3.780.000 nennwertlose Namensaktien (Stückaktien) eingeteilt. Mit allen Aktien der Gesellschaft sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden, die sich aus den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung ergeben. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten Am gezeichneten Kapital sind Herr Christoph Schweizer, wohnhaft in Schramberg/Deutschland, die WUS Printed Circuit (Kunshan) Co., Ltd., Kunshan/China, der die Stimmrechte der WUS International Company Limited mit Sitz in Tsuen Wan, New Territories/Hong Kong, sowie die WUS Printed Circuit Co., Ltd., mit Sitz in Kaohsiung/Taiwan, der die Stimmrechte der WUS Group Holding Co., Ltd., mit Sitz in Tortola/British Virgin Island, zuzurechnen sind, mit jeweils mehr als zehn Prozent beteiligt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Art der Stimmrechtskontrolle bei Mitarbeiterbeteiligung Mitarbeiterbeteiligungsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen, bei denen Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind, ohne ihre Kontrollrechte unmittelbar auszuüben, liegen nicht vor. 49/53 Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung Die Regelungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder sind in den §§ 84 und 85 des Aktiengesetzes und in § 5 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft wie folgt festgelegt: Die Bestimmung der Anzahl und die Bestellung der Vorstandsmitglieder sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat, ebenso die Ernennung eines Mitglieds des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Die Voraussetzungen einer Änderung der Satzung sind in §§ 179 bis 181 Aktiengesetz und in § 17 Abs. 2 der Satzung geregelt. Die Befugnis zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, hat die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen (vgl. § 12 der Satzung). Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf Genehmigtes Kapital Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2026 um bis zu insgesamt 4.832.026,93 EUR gegen Bar- oder Sacheinlagen durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stamm- oder Vorzugsaktien (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung umfasst die Befugnis, bei mehrmaliger Ausgabe von Vorzugsaktien weitere Vorzugsaktien (mit oder ohne Stimmrecht) auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen. Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre unter den Bedingungen des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Juni 2021 auszuschließen. Von den vorstehend genannten Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag, der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 20 Prozent des Grundkapitals nicht überschreitet (20 Prozent-Grenze), und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung. 50/53 Sofern während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals bis zu seiner Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 20 Prozent-Grenze anzurechnen. Wandelschuldverschreibungen u. a., Bedingtes Kapital Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. Juni 2026 auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag bis zu 35.000.000 EUR zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte auf neue, auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 4.832.026,93 EUR zu gewähren. Die Ausgabe kann auch gegen Sacheinlagen erfolgen. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Bedingungen das Bezugsrecht auszuschließen. Jede Ausgabe von Schuldverschreibungen unter Ausschluss des Bezugsrechts darf unter der vorgenannten Ermächtigung nur erfolgen, wenn der auf die Summe der neuen Aktien, die aufgrund einer solchen Schuldverschreibung auszugeben sind, entfallende rechnerische Anteil des Grundkapitals 20 Prozent des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung. Auf diese Grenze werden Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben oder veräußert werden oder auszugeben sind, angerechnet. Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu 4.832.026,93 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.890.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 25. Juni 2021 bis zum 24. Juni 2026 ausgegeben werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger ausgegebener Schuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stückaktien der Gesellschaft zu gewähren und soweit nicht eigene Aktien oder andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses in den Schuldverschreibungs-/ Optionsbedingungen jeweils zu bestimmenden Wandlungs- oder Optionspreis. Die 51/53 neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten, durch die Erfüllung von Wandlungspflichten oder durch die Ausübung von Andienungsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und deren Verwendung Die Gesellschaft ist ermächtigt, bis zum 24. Juni 2026 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals von 9.664.053,86 EUR oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71 ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien genutzt werden; im Übrigen liegt die Bestimmung des Erwerbszwecks im Ermessen des Vorstands. Der Erwerb der Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse, mittels eines an sämtliche Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Weitere Einzelheiten sind in der öffentlich zugänglichen Einladung zur Haupt- versammlung 2021 unter: https://schweizer.ag/investoren-und-medien/hauptversammlung/archiv beschrieben. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft Im Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder einen dienstvertraglichen Anspruch auf Zahlung einer Abgeltungs- und Abfindungsleistung, die auf drei Jahresvergütungen begrenzt ist. Bei der Berechnung der maßgeblichen Jahresvergütung wird auf den Durchschnitt der Gesamtvergütung der letzten drei Geschäftsjahre vor dem Ausscheiden abgestellt. Erklärung zur Unternehmensführung Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f und § 315d HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und steht als Kapitel „Erklärung zur Unternehmensführung“ im Geschäftsbericht und auf der Internetseite unter: https://schweizer.ag/investoren-und-medien/corporate-governance zur Verfügung. Nichtfinanzieller Bericht der Gesellschaft und des Konzerns Die nichtfinanzielle Erklärung steht in Form eines nichtfinanziellen Berichts der Gesellschaft und des Konzerns als separates Kapitel im Geschäftsbericht und auf der Internetseite unter: https://schweizer.ag/unternehmen/csr zur Verfügung. 52/53 Schramberg, 16. April 2025 SCHWEIZER ELECTRONIC AG Der Vorstand (Nicolas-Fabian Schweizer) (Marc Bunz) (Thomas Gottwald) 53/53