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Scherzer & Co. AG — Interim / Quarterly Report 2016
Aug 30, 2016
5455_10-q_2016-08-30_083cf814-61ab-4405-a50e-0f1bc9e996c0.pdf
Interim / Quarterly Report
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Halbjahresfinanzbericht 2016
"Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl durch sicherheits- als auch chancenorientierte Investments den langfristigen Aufbau des Vermögens der Gesellschaft zu betreiben."
Inhaltsübersicht
| Zwischenlagebericht des Vorstands | 3 |
|---|---|
| "Sicherheit & Chance" | 8 |
| Halbjahresabschluss zum 30.06.2016 | |
| Bilanz | 10 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 12 |
| Anhang zum Halbjahresfinanzbericht 2016 | 13 |
| Impressum | 17 |
Zwischenlagebericht des Vorstands über das erste Halbjahr 2016
1 Finanzwirtschaftliches Umfeld und Entwicklung der Finanzmärkte
Das Börsenjahr 2016 legte einen klassischen Fehlstart mit teilweise drastischen Kursverlusten und enormer Volatilität hin. Mit rund 8.700 Punkten erreichte beispielsweise der Deutsche Aktienindex am 11. Februar sein vorläufiges Jahrestief und lag damit um 19% unter dem Jahresschlusstand 2015. Die Gründe hierfür waren vielfältig: weltweite Konjunkturschwäche, möglicherweise ausgehend von China, Abwertungswettläufe, Ölpreis im Keller sowie ausgeprägte Schwäche europäischer Bankaktien. Doch schon ab März entspannte sich die Lage an den Märkten und es kam zu kräftigen Gegenbewegungen. Flankiert wurde dies durch positive Wirtschaftsdaten. Nachdem sich die Märkte daraufhin in eine ausgedehnte Seitwärtsbewegung begaben, sendete Ende Juni der negative Ausgang des Referendums in Großbritannien über den Verbleib in der EU (Brexit) Schockwellen an die Weltbörsen. Der Dax beendete das Halbjahr schlussendlich mit einem Minus von 9,89%, der MDAX mit -4,84% und der TecDAX fiel sogar um 12,55%. Der Nikkei sank um 6,5%, hingegen der Dow Jones nur milde 0,8%.
Die Zentralbanken hielten an ihrem Kurs der niedrigen Zinsen fest und bescherten dem Euroraum ein Rekordtief von 0,0%. Banken müssen 0,4% Strafzinsen bei Über-Nacht-Einlagen zahlen und die EZB pumpt nach wie vor seit März 2015 Woche für Woche Milliarden in das Bankensystem. Diese Politik zielt weiterhin auf eine Stärkung des Wirtschaftswachstums und eine Steigerung der Inflation hin.
Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs im Euroraum im 1. Quartal 2016 um 0,6% gegenüber dem Vorquartal. Nach vorläufigen Schätzungen stieg es im 2. Quartal um 0,3%. Die Inflationsrate in der Euro-Zone lag laut Eurostat im Juni 2016 mit einem Plus von 0,1% gegenüber dem Vorjahresmonat weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Restaurant & Cafés, Mieten und Tabak zogen am stärksten -wenn auch leicht- an, während sich Energie weiter am deutlichsten verbilligte.
2 Geschäftsentwicklung
Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2016 waren für die Scherzer & Co. AG aufgrund der widrigen Märkte herausfordernd und wurden mit einem handelsrechtlichen Verlust abgeschlossen. Wesentliche Teile des Ergebnisses der Scherzer & Co. AG im Berichtszeitraum resultieren aus Veräußerungen von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens, aus Zuschreibungen sowie aus Dividendeneinnahmen.
Neben den Kosten der Unternehmensführung und einem negativen Zinssaldo bestimmen die stichtagsbedingt zu bildenden Abschreibungen auf Wertpapiere die Aufwandsseite.
3 Ertragslage
Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 1.956 TEUR (Vorjahr: 5.304 TEUR) setzt sich im Wesentlichen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen, Gewinnen aus Index-Stillhaltergeschäften sowie Gewinnen aus Stillhaltergeschäften auf Einzelaktien zusammen.
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 440 TEUR (Vorjahr: 1.909 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens.
Die GuV-Position "sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 672 TEUR (Vorjahr: 1.516 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens (498 TEUR) und des Umlaufvermögens (21 TEUR) sowie der teilweisen Auflösung von Gewerbesteuerrückstellungen (149 TEUR).
Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 3.525 TEUR (Vorjahr: 1.722 TEUR) vorgenommen.
Die Personalkosten lagen im ersten Halbjahr 2016 bei 583 TEUR (Vorjahr 495 TEUR). Hierin sind abgegrenzte, stichtagsbedingte Tantiemen in Höhe von 300 TEUR enthalten. Die Gesellschaft beschäftigte am Bilanzstichtag fünf eigene Mitarbeiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 330 TEUR (Vorjahr: 267 TEUR).
Im Berichtszeitraum wurden Dividendenerträge in Höhe von 1.182 TEUR (Vorjahr: 1.124 TEUR) vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind.
Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 92 TEUR (Vorjahr: 125 TEUR) Zinsaufwendungen in Höhe von 121 TEUR (Vorjahr: 199 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge". Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der GuV ausgewiesen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum beträgt -1.119 TEUR (Vorjahr: 3.461 TEUR); der Jahresfehlbetrag beträgt -1.119 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss: 3.248 TEUR).
4 Vermögenslage und Kapitalstruktur
Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 39.305 TEUR (31.12.2015: 31.721 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 32.289 TEUR (33.729 TEUR) aktiviert.
Die Bilanzposition "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" in Höhe von 591 TEUR (649 TEUR) betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Forderungen aus Wertpapierverkäufen, abgegrenzte Stückzinserträge und Steuererstattungsansprüche.
Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 48.609 TEUR (51.225 TEUR). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR, der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (8.773 TEUR), den Gewinnrücklagen in Höhe von 9.772 TEUR (9.772 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 43 TEUR (2.659 TEUR) zusammen.
Die Steuerrückstellungen betragen 579 TEUR (728 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 572 TEUR (820 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen Tantiemen sowie Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 22.426 TEUR (17.234 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Im Berichtszeitraum war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
5 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG
Die Ausführungen zu Risiken und dem Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG im Lagebericht des Vorstands zum Geschäftsjahr 2015 gelten unverändert fort, wobei sich die quantitativen Angaben wie folgt verändert haben:
Gegenüber dem Ausweis zum Jahresultimo hat sich der negative Saldo gegenüber Kreditinstituten von 15.405 TEUR auf 22.422 TEUR erhöht.
6 Ausblick auf das 2. Halbjahr 2016
Auch im Jahresverlauf 2016 werden die geopolitischen Spannungen sowie die Auswirkungen des Brexit-Votums präsent sein. Weiterhin steht wie bereits im vergangenen Jahr das Verhalten der bedeutenden Zentralbanken im Fokus der Anleger. Als Konsequenz bleibt der Ausblick auf die Konjunktur und die Finanzmärkte mit hoher Unsicherheit behaftet.
In dieser für eine konkrete Prognose unüberschaubaren wirtschaftlichen und politischen Situation kann eine Voraussage über den weiteren Geschäftsverlauf der Scherzer & Co. AG für das Geschäftsjahr 2016 nicht befriedigend präzisiert werden. Die getätigten Investments werden aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und zielführend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels sogenannter "Corporate Action" stärkere Veränderung erfahren, führt zwar dazu, dass Zielkurse nicht selten kalkulierbar sind, dennoch kann ihr zeitlicher Anfall nicht hinreichend präzisiert werden. So können für das Geschäftsjahr 2016 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur ansprechende positive Ergebnisse geplant, aber nicht versprochen werden. Die Basis hierfür, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist jedenfalls gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest. Ziel bleibt es, durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung der Gesellschaft zu sichern und voranzutreiben.
7 Wesentliche Vorgänge im 2. Halbjahr 2016
Die Scherzer & Co. AG hat am 28. Juli 2016 einen Vertrag zur Veräußerung ihrer Beteiligung an der FIDOR-Bank AG unterzeichnet, der noch unter einer Reihe von aufschiebenden Bedingungen steht und voraussichtlich im vierten Quartal 2016 umgesetzt werden wird. Der Vollzug der Transaktion führt bei der Scherzer & Co. AG zu einem zahlungswirksamen Ertrag in Höhe von circa 2,9 Mio. Euro vor Steuern, der gleichzeitig zu einer Erhöhung des Nettoinventarwertes (NAV) von circa 10 Eurocent je Aktie führen würde. Dieser Effekt wird erst nach Vollzug der Transaktion im NAV berücksichtigt.
Köln, 25.08.2016
Dr. Georg Issels Hans Peter Neuroth Vorstand Vorstand
"Sicherheit & Chance"
Gezielte Investments für den langfristigen Vermögensaufbau
sicherheits- und chancenorientierte Investments
Die Scherzer & Co. AG hat sich zum Ziel gesetzt, für die Gesellschaft den langfristigen Aufbau des Vermögens zu betreiben. Sie baut dabei auf ein ausbalanciertes Portfolio aus sicherheitsund auch chancenorientierten Investments.
Investments mit "natürlichem Floor"
Unter sicherheitsorientierten Investments verstehen wir den Aufbau von Beteiligungen an Unternehmen, die ein geringes Kursrisiko aufweisen, ohne dass auf (wenigstens moderate) Kurschancen verzichtet werden muss. Hierbei handelt es sich häufig um Unternehmen, die Ziel eines Übernahme- oder Pflichtangebotes waren bzw. sind. Der dabei angebotene Übernahmepreis bildet für die Zukunft dann häufig eine Kursuntergrenze, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht mehr unterschritten wird. Gleichzeitig sorgt das Bestreben des neuen Großaktionärs, seine Beteiligung weiter auszubauen, dafür, dass die Kurse tendenziell ansteigen. Darüber hinaus werden häufig durch den Mehrheitsaktionär initiierte Strukturmaßnahmen, wie der Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit dem Übernahmeobjekt oder der Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out), durchgeführt. In solchen Fällen muss der Mehrheitsaktionär ein neues Abfindungsangebot auf Basis eines Bewertungsgutachtens machen, in dem nicht selten ein Wert festgelegt wird, der deutlich über dem ursprünglichen angebotenen Übernahmepreis liegt. Und schließlich werden Abfindungsangebote in sogenannten Spruchverfahren regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Im Erfolgsfall winkt dann eine Nachbesserung der Abfindung.
Value Investments nehmen breiten Raum ein
Neben den Engagements in Übernahmesituationen sind auch sogenannte Value Titel Teil unserer sicherheitsorientierten Anlagen. Value Titel zeichnen sich – bei nachvollziehbarem, stabilem und nachhaltigem Geschäftsmodell – durch besonders attraktive Finanz- und Bilanzstrukturkennzahlen aus. Geringe oder keine Verschuldung, im Idealfall eine vorhandene Nettoliquidität, eine hohe Dividendenrendite sowie niedrige Bewertungskennzahlen sind typische Merkmale solcher Unternehmen. Dadurch ist Stabilität und finanzielle Solidität auch in länger anhaltenden rezessiven Konjunkturphasen und ein attraktives Verhältnis von Kurschancen und -risiken gewährleistet.
Bieten sich der Gesellschaft Investmentgelegenheiten, die sehr attraktiv erscheinen, aber nicht den strengen Kriterien eines sicherheitsorientierten Investments genügen, z.B. ein stärker zyklisches Geschäftsmodell, können diese Gelegenheiten unter der Kategorie "Chance" wahrgenommen werden. Bei solchen Investments fehlen zwar das Kursniveau unterstützende oder sogar sichernde Faktoren, dafür sind die Wertsteigerungschancen aber besonders attraktiv. In der Vergangenheit fanden wir solche Investitionsmöglichkeiten häufig im Umfeld von (sanierenden) Kapitalmaßnahmen oder bei der Wiederbelebung von Börsenmänteln. Heute suchen wir aber auch nach Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich mit positiven Aussichten im Umbruch befindet oder die sich unabhängig von allgemeinen Konjunkturtrends positiv entwickeln könnten.
Grundsätzlich verfolgt die Scherzer & Co. AG einen opportunistischen Investmentansatz. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die sich bietenden Investmentchancen im Bereich der Corporate Bonds genutzt. Stillhaltergeschäfte werden mit dem Ziel der Teilsicherung von Investments bzw. zwecks Erhöhung der Rendite des Portfolios durchgeführt, zusätzlich dienen Long-Puts auf Aktienindizes der Teilsicherung des Portfolios.
Großen Wert legt die Gesellschaft auf die Pflege eines Netzwerks erfahrener und erfolgreicher Investoren. Ein solches Netzwerk erhöht die Sicherheit im Selektionsprozess sich bietender Investmentgelegenheiten und befördert die Wahrnehmung existierender Chancen.
Zum 30. Juni 2016 wurden rund 42,13% des Portfolios sicherheitsorientierten Investments und rund 57,87% chancenorientierten Investments zugeordnet.
opportunistischer Investmentansatz
Breites Netzwerk erfahrener und erfolgreicher Investoren
Bilanz
zum 30. Juni 2016 Scherzer & Co. AG, Köln
| Aktiva | Euro | 30.06.2016 Euro |
31.12.2015 Euro |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, | |||
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | |||
| Rechte und Werte sowie Lizenzen an | |||
| solchen Rechten und Werten | 2,00 | 2,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und | |||
| Geschäftsausstattung | 17.754,78 | 18.357,00 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 68.059,66 | 68.059,66 | |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 39.237.042,24 | 31.653.216,29 | |
| B. Umlaufvermögen | 39.305.101,90 | 31.721.275,95 | |
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.077,85 | 2.095.566,55 | |
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | |||
| EUR 8.077,85 (EUR 2.095.566,55) | |||
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen | |||
| ein Beteiligungsverhältnis besteht | 9.460,55 | 9.460,55 | |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 573.552,25 € | 649.489,80 | |
| 591.090,65 | 2.754.516,90 | ||
| – davon mit einer Restlaufzeit von mehr als | |||
| einem Jahr EUR 833,00 (EUR 833,00) | |||
| II. Wertpapiere | |||
| sonstige Wertpapiere | 32.289.347,10 | 33.729.056,38 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 5.684,41 | 1.830.022,41 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 11.364,53 | |
| 72.208.980,84 | 70.064.595,17 |
| Passiva | 30.06.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|
| Euro | Euro | Euro | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 29.940.000,00 | 29.940.000,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 8.772.855,79 | 8.772.855,79 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. gesetzliche Rücklage | 80.166,89 | 80.166,89 | |
| 2. andere Gewinnrücklagen | 9.772.357,75 | 9.772.357,75 | |
| 9.852.524,64 | 9.852.524,64 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 43.497,27 | 2.659.364,37 | |
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 578.718,00 | 728.195,00 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 572.081,00 | 819.710,00 | |
| 1.150.799,00 | 1.547.905,00 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 22.425.984,05 | 17.234.012,92 | |
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | |||
| EUR 9.625.984,05 (EUR 6.234.012,92) | |||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen |
0,00 | 28.720,00 | |
| und Leistungen | |||
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | |||
| EUR 0,00 (EUR 28.720,00) | |||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, | 0,00 | 5.503,19 € | |
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | |||
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | |||
| EUR 0,00 (EUR 5.503,19) | |||
| 4. sonstige Verbindlichkeiten |
23.320,09 | 23.709,26 | |
| 22.449.304,14 | 17.291.945,37 | ||
| – davon aus Steuern EUR 15.638,45 | |||
| (EUR 16.004,11) | |||
| – davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | |||
| EUR 358,71 (EUR 0,00) | |||
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | |||
| EUR 23.320,09 (EUR 23.709,26) | |||
| 72.208.980,84 | 70.064.595,17 | ||
Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016 Scherzer & Co. AG, Köln
| 01.01.2016 bis 30.06.2016 |
01.01.2015 bis 30.06.2016 |
||
|---|---|---|---|
| Euro | Euro | Euro | |
| 1. Erträge aus Finanzinstrumenten | 1.956.237,31 | 5.304.402,17 | |
| 2. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten | -440.304,75 | -1.908.624,38 | |
| 3. sonstige betriebliche Erträge | 671.852,89 | 1.516.403,17 | |
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -582.633,21 | -494.563,89 | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für | |||
| Altersversorgung und für Unterstützung | -18.547,68 | -13.436,20 | |
| -601.180,89 | -508.000,09 | ||
| 5. Abschreibungen | |||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des | |||
| Anlagevermögens und Sachanlagen | -3.264,20 | -3.177,18 | |
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen | -329.720,26 | -266.877,56 | |
| 7. Erträge aus anderen Wertpapieren und | |||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1.181.531,75 | 1.123.505,82 | |
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 91.757,08 | 124.945,90 | |
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf | |||
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | -3.525.148,47 | -1.721.611,66 | |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -120.627,56 | -199.569,52 | |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -1.118.867,10 | 3.461.396,67 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | -213.250,77 | |
| 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | -1.118.867,10 | 3.248.145,90 | |
| 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.162.364,37 | 390.894,34 | |
| 15. Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||
| a) in andere Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 | |
| 16. Bilanzgewinn | 43.497,27 | 3.639.040,24 |
Anhang zum Halbjahresfinanzbericht 2016
1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses
Der Halbjahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in dem Posten Nr. 1 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in dem Posten Nr. 2 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen des Umlaufvermögens sowie Gewinne/Verluste aus Stillhaltergeschäften. Wir halten diese Darstellung für erforderlich, um unsere Geschäftstätigkeit zutreffender darstellen zu können.
2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung
Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.
Unter den Finanzanlagen werden Anteile an einem verbundenen Unternehmen ausgewiesen, die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.
Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Bei einem Aktientausch erfolgte die Bestimmung der Anschaffungskosten der erhaltenen Aktien nach dem Zeitwert der hingegebenen Aktien. Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder
gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Die Wertpapierdepots sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.
Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert (Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG) ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen.
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten
3.1 Angaben zum Kapital
3.1.1 Zusammensetzung des Grundkapitals
Das Grundkapital beträgt Euro 29.940.000,00. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.
3.1.2 Genehmigtes Kapital
Das genehmigte Kapital beträgt Euro 14.970.00,00, eingeteilt in bis zu 14.970.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das genehmigte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 03.06.2013 beschlossen.
3.1.3 Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| Bilanzgewinn zum 31.12.2015 | 2.659.364,37 |
|---|---|
| - Ausschüttung 31.05.2016 | - 1.497.000,00 |
| - Jahresfehlbetrag zum 30.06.2016 | - 1.118.867,10 |
| Bilanzgewinn zum 30.06.2016 | 43.497,27 |
3.2 Sonstige Rückstellungen
Die Position "Sonstige Rückstellungen" enthält u.a. stichtagsbedingte Rückstellungen für Tantiemen in Höhe von 300 TEUR, Rückstellungen für indexbezogene Stillhaltergeschäfte in Höhe von 168 TEUR sowie 21 TEUR für die AR-Vergütung.
3.3 Verbindlichkeiten
Verbindlichk. Restlaufzeit bis 1 Jahr Euro 1-5 Jahre Euro über 5 Jahre Euro Gesamt Euro Gesichert Euro gegenüber Kreditinstituten 9.625.984,05 12.800.000,00 0,00 22.425.984,05 22.425.984,05 aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 Sonstige 23.320,09 0,00 0,00 23.320,09 0,00 Summe 9.649.304,14 12.800.000,00 0,00 22.449.304,14 22.425.984,05
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Abtretung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.
4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen
Die Erträge aus Finanzinstrumenten (1.956 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: Gewinne in Höhe von 213 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 1.142 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Gewinne in Höhe von 563 TEUR aus Stillhaltergeschäften sowie einer Nachbesserung in Höhe von 37 TEUR.
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (440 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: Verluste in Höhe von 440 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (672 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: Zuschreibungen auf das Finanzanlagevermögen (498 TEUR), Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (21 TEUR), teilweise Auflösung von Gewerbesteuerrückstellungen (149 TEUR) sowie sonstigen betrieblichen Erträgen (3 TEUR).
4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen
Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden. In der GuV-Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" sind daher 1.533 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.
5. Sonstige Angaben
5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen
| Vorstand: | Dr. Georg Issels, Kaufmann, Köln, | |
|---|---|---|
| Hans Peter Neuroth, Kaufmann, Meerbusch, | ||
| Aufsichtsrat: | Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bonn (Vorsitzender), | |
| Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender), | ||
| Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München |
5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB
Zum 30. Juni 2016 haben sich hinsichtlich des Anteilsbesitzes gegenüber dem letzten Bilanzstichtag (31.12.2015) folgende Änderungen ergeben:
RM Rheiner Management AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 78.820 von 220.000 Aktien bzw. 35,83% des Grundkapitals. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 3.643 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 1.022 TEUR.
Allerthal-Werke AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 257.423 von 1.200.000 Aktien bzw. 21,45% des Grundkapitals. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital in Höhe von 17.060 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 3.563 TEUR.
Horus AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 2.044.981 von 2.660.000 Aktien bzw. 76,88% des Grundkapitals. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 3.136 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 236 TEUR.
5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)
In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind im Vergleich zum Bilanzstichtag 31.12.2015 in unveränderter Höhe Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten.
5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
Die Firma beschäftigte im Berichtszeitraum fünf Mitarbeiter.
Köln, den 25.08.2016 Der Vorstand
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