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S Immo AG Audit Report / Information 2008

May 5, 2009

758_10-k_2009-05-05_097b5225-3f81-4d38-a92e-9c50a681ba0e.pdf

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Jahresfinanzbericht Gem. § 82 Abs. 4 Börsegesetz BGBI 2007/19

der Sparkassen Immobilien Aktiengesellschaft

zum Stichtag 31.12.2008 für das Geschäftsjahr 2008

Sparkassen Immobilien Aktiengesellschaft

Jahresabschluss zum 31.12.2008

Bilanz zum 31. Dezember 2008

( Beträge in EUR )

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Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008

(Beträge in EUR)

Vorjahr
in TEUR
1. Umsatzerlöse 29.741.331,12 32.560
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung
zum Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen
b)
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
c)
übrige
1.101.577,96
59.772,76
3.469.540,04
4.630.890,76 23.685
82
2.398
3. Aufwendungen für sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
-10.672.008,07 -8.719
4. Personalaufwand
a)
Gehälter
b)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
-1.433.659,73 -505
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
c)
Aufwendungen für Altersversorgung
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
-30.503,80
-57.356,31
0
-343
Abgaben und Pflichtbeiträge
e)
sonstige Sozialaufwendungen
-231.548,91
-14.692,49
-1.767.761,24 -32
0
5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
(davon außerplanmäßig: EUR 1.312.863,40; i.Vj. TEUR 0)
-10.383.391,40 -9.662
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 20 fallen
b) übrige
-1.135.506,92
-10.034.478,21
-11.169.985,13 -1.199
-11.969
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 379.076,04 26.296
8. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 329.557,30;
i.Vj. TEUR 3.698)
- - - - - - - - - - - - -
801.188,45
- - - - - - - -
4.478
9. Erträge aus anderen Wertpapieren des
Finanzanlagevermögens
0,00 263
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 23.065.593,46;
i.Vj.: TEUR 17.740)
23.828.363,61 18.675
11. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens
7.148.004,17 172
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens
-52.958.120,00
a) Abschreibungen
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
-52.955.700,00
-52.955.700,00
-5.934
-6.408
Übertrag -21.180.563,77
- - - - - - - - - - - - -
37.542
- - - - - - - -

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008

(Beträge in EUR)

Vorjahr
in TEUR
Übertrag -21.180.563,77 37.542
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 810.871,22;
i.Vj.: TEUR 6.802)
- - - - - - - - - - - - -
-20.111.875,67
- - - - - - -
-20.510
14. Ergebniszuweisung Genussscheine -4.542.955,66 -22.785
15. Zuweisung anteilige stille Reserven im
Immobilienvermögen für die Genussscheinen
-1.679.000,00 0
16. Zwischensumme aus Z 8 bis 15 -47.514.395,10 -32.049
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - - - - - - - - - - - - -
-47.135.319,06
- - - - - - -
-5.753
18. Aufwand aus der Umstrukturierung Genussscheinfonds -219.730,93 -70.417
19. außerordentliches Ergebnis -219.730,93 -70.417
20. Steuern vom Einkommen
(davon Steuerumlage: EUR 2.713.571,00; i. Vj.: TEUR 1.078)
- - - - - - - - - - - - -
2.225.107,00
- - - - - - -
1.363
21. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -45.129.942,99 -74.806
22. Auflösung unversteuerter Rücklagen = = = = = = = =
219.541,52
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223
23. Auflösung von Kapitalrücklagen 44.910.401,47 49.281
24. Auflösung von Gewinnrücklagen 0,00 25.302
25. Bilanzgewinn 0,00
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======

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. DEZEMBER 2008 (alle Zahlenangaben in Tausend EURO)

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, erstellt. Die Bilanzierung, die Bewertung und der Ausweis der einzelnen Posten des Jahresabschlusses wurden nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 196 bis 211 UGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 221 bis 235 UGB vorgenommen.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Hinsichtlich der Gliederung und des Umfanges der Angaben im Jahresabschluss gelangten die Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 221 Abs 3 UGB zur Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend den Vorschriften des § 231 Abs 2 UGB (Gesamtkostenverfahren) aufgebaut.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich bisher angefallener Abschreibungen bewertet. Der Abschreibungssatz beträgt 25% für Software und 10% für den Firmenwert.

SACHANLAGEN

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Investitionszuschüsse und bisher angefallener Abschreibungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgte linear mit Sätzen von 2% bis 3 % für Gebäude, 1,82% für Baurechte sowie von 10% bis 20% für bewegliche Anlagengegenstände. Im Geschäftsjahr war eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 1.313 auf eine Immobilie erforderlich.

Geringwertige Vermögensgegenstände (Wirtschaftsgüter gemäß § 13 EStG 1988) werden im Jahr der Anschaffung sofort voll abgeschrieben. Bilanziell wurde diese Abschreibung gemäß § 226 Abs 3 UGB als Abgang dargestellt.

FINANZANLAGEN

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips bewertet. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 52.956 vorgenommen.

UMLAUFVERMÖGEN

Die Forderungen wurden zum Nennwert bzw. Barwert bewertet. Ausfallrisken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte mit dem Nennwert.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennwert bewertet.

RÜCKSTELLUNGEN

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik und unter Beachtung der Vorschriften gemäß der International Accounting Standards sowie unter Verwendung der AVÖ 1999 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler.

Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden nach der finanzmathematischen Methode mit einem Rechnungszinssatz von 4% auf Basis eines Pensionsantrittalters von 63,0 Jahren für Männer und 60,0 Jahren für Frauen ermittelt.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen unter Beachtung des Imparitäts- und Höchstwertprinzips alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe jenes Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung hierfür notwendig ist.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungswert bilanziert.

ÄNDERUNG DER BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden im vorliegenden Jahresabschluss beibehalten.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE, SACHANLAGEN

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Liegenschaften sind weitgehend vermietet. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung ist teilweise vermietet.

Bei den Grundstücken und Bauten gab es keine Aktivierung von Zinsen gemäß § 203 Abs 4 UGB.

FINANZANLAGEN

Angaben zu den Anteilen gemäß § 238 Z 2 UGB:

Name Anteil
%
Stichtag Währung Eigen
kapital
Jahres
überschuss/
-fehlbetrag
CEE PROPERTY-INVEST Immobilien AG 100 31.12.2008 TEUR 217.872 8.921
German Property Invest Immobilien GmbH 100 31.12.2008 TEUR 90.187 -1.649
AKIM Beteiligungen GmbH 100 31.12.2008 TEUR 328 19
IMMIN Beteiligungen GmbH 100 31.12.2008 TEUR 11.462 754
WO Immobilienbeteiligungs GmbH 100 31.12.2008 TEUR 9.006 -3.394
H.S.E. Immobilienbeteiligungs GmbH 100 31.12.2008 TEUR 28 -4
A.D.I. Immobilien Beteiligungs GmbH 100 31.12.2008 TEUR 16 -16
E.I.A. eins Immobilieninvestitionsgesellschaft m.b.H. 99 31.12.2008 TEUR -156 -668
Neutorgasse 2-8 Projektverwertungs GmbH 100 31.12.2008 TEUR -3.740 -1.052

Typisch stille Beteiligung an der PCC-Hotelerrichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co.KG:

Einlage EUR 3.633.641,71 zuzüglich Verschmelzungsmehrwert EUR 369.528,03

Sämtliche Gesellschaften haben ihren Sitz in Wien.

Beteiligungen

Hierunter werden die Kommanditbeteiligung an der BGM-IMMORENT Aktiengesellschaft & Co KG und die Beteiligung an der ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. ausgewiesen.

FORDERUNGEN

in TEUR Wert lt. Bilanz Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
über 1 Jahr
1. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
420 420 0
(Vorjahr) (523) (523) (0)
2. Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
536.247 182.730 353.517
(Vorjahr) (539.535) (272.475) (267.060)
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
(Vorjahr)
1.211
(951)
1.211
(951)
0
(0)
4. sonstige Forderungen 81.605 81.140 465
(Vorjahr) (26.685) (1.654) (25.031)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Mieten und Betriebskostenforderungen. Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 491 (i.Vj. TEUR 436) sind bereits abgezogen.

Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 79.068 kurzfristige Termineinlagen, mit TEUR 532 Steuerguthaben, mit TEUR 586 Forderungen aus Annuitätenzuschüssen und mit TEUR 949 die Betriebskostenverrechnung.

KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN

Hierunter werden Bankguthaben in Höhe von TEUR 3.694 und ein Kassabestand von TEUR 1 zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Unter dieser Position werden Garantieprovisionen und Zinsoptionsprämien (für Cap- und Collar-Verträge) erfasst, die entsprechend den Laufzeiten aufgelöst werden.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die Gesellschaft hatte zum Bilanzstichtag Swap-, Cap- und Collar-Verträge abgeschlossen:

Volumen in TEUR Marktwert in TEUR
Swaps 407.000 -26.713
Caps 200.000 1.344
Collars 200.000 -8.447
Summe 807.000 -33.816

EIGENKAPITAL

Das Grundkapital in Höhe von TEUR 247.509 zerfällt in 68.118.718 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien notieren an der Wiener Börse.

Die Kapitalrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
gebundene
Agio 147.106
Unterschiedsbetrag gemäß Art I § 8 Abs 1 1. Euro-JuBeG 4
147.110

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital um bis zu TEUR 123.755 durch Ausgabe von neuen auf Inhaber lautende Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen, mit Bezugsrechtsausschluss im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

GENUSSSCHEINKAPITAL

Die Genussscheinbedingungen für die obligationenähnlichen Genussscheine s IMMO INVEST wurden rückwirkend ab 1. Jänner 2007 geändert und der s IMMO INVEST-Genussscheinfonds aufgelöst (Beschluss der Versammlung der Genussscheininhaber vom 11. Juni 2007 und Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2007).

Die Genussscheininhaber erhalten nach den geänderten Genussscheinbedingungen einen jährlichen Ergebnisanspruch (Zinsen), welcher sich wie folgt errechnet:

Konzern EBIT

(Genussscheinkapital + Ergebnisvortrag) * _____________________________

durchschnittliches Immobilienvermögen ohne Anlagen in Bau

Soweit der Ergebnisanspruch entsprechend den Genussscheinbedingungen nicht ausbezahlt wird, wird dieser dem Ergebnisvortrag des nächsten Jahres zugeschlagen.

Für den Zeitraum Jänner bis Dezember 2008 ergibt sich ein Ergebnisanspruch von TEUR 4.543 (i.Vj. TEUR 22.784)

UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN

Zusammensetzung und Entwicklung:

Verbrauch/
Stand am Auflösung Stand am
1.1.2008 steuerfrei Zuführung 31.12.2008
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Bewertungsreserve
Grund von Sonder- 10.434 -220 0 10.214
abschreibungen *)

*) entfällt auf Sachanlagen (Gebäude)

RÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich Grundbucheintragungsgebühren (TEUR 82) und die Körperschaftsteuer 2007 und 2008 in Höhe von TEUR 546. Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf Rechts-, Prüfungs-, Beratungs-, Schätz- und Veröffentlichungskosten (TEUR 1.517) sowie Personalkosten (TEUR 233), weiters auf Entschädigungsleistungen (TEUR 2.700), eine Vermietungsgarantie (TEUR 240), Kosten aus der Umstrukturierung des Genussscheinfonds (TEUR 400) sowie noch nicht abrechenbare Baukosten (TEUR 983).

VERBINDLICHKEITEN

in TEUR Wert laut
Bilanz
Restlaufzeit
bis zu einem
Jahr
Restlaufzeit
zwischen
einem und
fünf Jahren
Restlaufzeit
über fünf
Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
373.502 218.378 69.538 *) 85.586 *)
(Vorjahr) (242.762) (108.724) (67.249) *) (66.789) *)
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
(Vorjahr)
3.117
(2.451)
3.117
(2.384)
0
(67)
0
(0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
39.224 39.224 0 0
(Vorjahr) (96.778) (96.778) (0) (0)
4. sonstige Verbindlichkeiten 91.283 12.864 28.852 49.567
(Vorjahr) (105.352) (16.443) (32.703) (56.206)
5. Baukosten- bzw. Finan-
zierungsbeiträge gemäß
§ 69 WWFSG 1989
11.739 0 0 11.739
(Vorjahr) (11.699) (0) (0) (11.699)

*) davon dingliche Besicherung: TEUR 90.391 (i. Vj.: TEUR 78.872) (Grundpfandrecht)

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 5.136 Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln (Wohnbauförderung), welche bei Verletzung der Förderungsbestimmungen zurückzuzahlen sind, mit TEUR 82.011 Barvorlagen sowie mit TEUR 1.027 Verbindlichkeiten aus der Betriebskostenverrechnung.

Die Baukosten- bzw. Finanzierungsbeiträge gemäß § 69 des Wiener Wohnbauförderungs- und Sanierungsgesetzes 1989 wurden von den Mietern von vier Objekten geleistet. Die Baukosten- bzw. Finanzierungsbeiträge unterliegen einer Wertanpassung und sind bei Beendigung des Mietverhältnisses an den jeweiligen Mieter zurückzuzahlen, wobei sich der Rückzahlungsbetrag für jedes Jahr der Laufzeit des Mietvertrages um 2% ("Verwohnung") vermindert. Diese Verminderung stellt einen zusätzlichen Mieterlös dar.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Unter dieser Position werden im Wesentlichen die Erlöse aus dem Verkauf eines Mietrechtes (TEUR 1.436) ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Laufzeiten der Mietverträge.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 24.547 (i.Vj. TEUR 27.130) auf Erlöse aus der Vermietung von Immobilien (einschließlich Erlöse aus der "Verwohnung"), mit TEUR 5.158 (i.Vj. TEUR 5.251) auf die Betriebskostenverrechnung und mit TEUR 36 (i.Vj. TEUR 179) auf sonstige Mieten. Die Gesellschaft war nur im Inland tätig.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die übrigen betrieblichen Erträge entfallen unter anderem mit TEUR 1.102 (i.Vj. TEUR 22.798) auf Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen, mit TEUR 489 (i.Vj. TEUR 489) auf die anteilige Auflösung der Wohnbauförderung, mit TEUR 538 (i.Vj. TEUR 573) auf Erlöse aus Verwaltungstätigkeiten für ausländische Töchter und mit TEUR 1.890 (i.Vj. TEUR 0) auf Provisionserträge.

AUFWENDUNGEN FÜR SONSTIGE

BEZOGENE HERSTELLUNGSLEISTUNGEN

Unter dieser Position werden mit TEUR 6.333 (i.Vj. TEUR 6.657) die Betriebskosten und laufenden öffentlichen Abgaben gemäß § 21 Abs 1 und 2 MRG für die vermieteten bebauten Liegenschaften und mit TEUR 4.339 (i. Vj. TEUR 2.062) Instandhaltungsaufwendungen erfasst.

PERSONALAUFWAND

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 15 Angestellte (einschließlich 3 Vorstandsmitglieder) und keine Arbeiter.

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder betrugen insgesamt TEUR 712. Die Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 48 und Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von TEUR 10 betreffen Vorstandsmitglieder.

ABSCHREIBUNGEN

Hierunter werden planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (abzüglich der aliquoten Auflösung eines Investitionszuschusses) von TEUR 9.071 (i.Vj. TEUR 9.662) und eine außerplanmäßige Abschreibung von TEUR 1.313 (i.V. TEUR 0) ausgewiesen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die Steuern betreffen im Wesentlichen Kredit- und Pfandrechtsgebühren.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 10.034 (i.Vj. TEUR 11.969) entfallen im Wesentlichen mit TEUR 7.365 (i. Vj. TEUR 9.534) auf Verwaltungskosten (Verwaltungskosten lt. Managementvertrag mit IMMORENT AG, Wien, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten, Veröffentlichungskosten und Aufsichtsratsvergütungen), mit TEUR 1.459 (i.Vj. TEUR 1.581) auf Verkaufskosten (Werbung, Vermittlungsprovisionen), mit TEUR 231 (i.Vj. TEUR 269) auf Garantieprovisionen, mit TEUR 104 (i.Vj. TEUR 128) auf Aufwendungen für Forderungsausfälle und die Dotierung von Wertberichtigungen zu Forderungen, sowie mit TEUR 110 (i.Vj. TEUR 372) auf den Wertanpassungsaufwand für die erhaltenen Baukosten- und Finanzierungsbeiträge gemäß § 69 Wr. WWFSG 1989.

An Aufsichtsratsmitglieder wurden Vergütungen in Höhe von TEUR 43 (i.Vj. TEUR 39) gewährt.

ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN

Hierunter werden im Wesentlichen die Gewinnausschüttung einer Konzerntochter (TEUR 293) und die Gewinnzuweisung aus der im Anlagevermögen gehaltenen Kommanditbeteiligung an der BGM – IMMORENT Aktiengesellschaft & Co KG (TEUR 472) ausgewiesen.

SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren mit TEUR 763 (i.Vj. TEUR 765) aus Bankzinsen und mit TEUR 23.066 aus Barvorlagen (i.Vj. TEUR 17.371).

ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON FINANZANLAGEN UND WERTPAPIEREN DES UMLAUFVERMÖGENS

Diese Erträge resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von zwei Personengesellschaften, in die fünf Immobilien als Sacheinlage eingebracht wurden.

AUFWENDUNGEN AUS FINANZANLAGEN UND

AUS WERTPAPIEREN DES UMLAUFVERMÖGENS

Hier wird im Wesentlichen die außerplanmäßige Abschreibung der German Property Invest Immobilien GmbH in Höhe von TEUR 52.956 ausgewiesen.

ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

Der Zinsenaufwand resultiert mit TEUR 14.098 (i.Vj. TEUR 10.474) aus Bankzinsen, mit TEUR 811 (i.Vj. TEUR 5.035) aus Barvorlagen und mit TEUR 5.203 (i. Vj. TEUR 5.001) aus sonstigen Zinsen.

ERGEBNISANSPRUCH DER GENUSSSCHEININHABER

Der Ergebnisanspruch der Genussscheininhaber für das Jahr 2008 beträgt TEUR 4.543.

ZUWEISUNG ANTEILIGE STILLE RESERVEN IM

IMMOBILIENVERMÖGEN FÜR DIE GENUSSSCHEINE

Gemäß § 6 Abs 4 der Genussscheinbedingungen haben die Genussscheininhaber bei Laufzeitende, bei Kündigung und im Falle der Auflösung einen Anteil an den in der Konzernbilanz (nach IFRS) nicht bilanzierten stillen Reserven. Zum 31. Dezember 2008 errechnete sich dieser Anteil mit EUR 1.679.000,00. Da dieser Anteil im Jahresabschluss nach UGB im Geschäftsjahr 2008 erstmalig ausgewiesen wird, ergibt sich hieraus ein Aufwand in der selben Höhe.

AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS

Dieser Aufwand von TEUR 220 resultiert aus dem Einzug von 76.005 Stück (eigenen) Genussscheinen und ist mit den darauf entfallenden Ausschüttungen (TEUR 218) saldiert.

STEUERN VOM EINKOMMEN

Dieser Posten beinhaltet mit TEUR 489 den Körperschaftsteuer-Aufwand der Unternehmensgruppe nach § 9 KStG. für das Jahr 2008. Weiters gelangen Erträge aus Steuerumlagen von zur Unternehmensgruppe gehörenden Gruppenmitgliedern in Höhe von TEUR 2.714 zum Ausweis.

Ertragsteuerbelastung auf Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit TEUR 489
Ertragsteuer auf außerordentliches Ergebnis TEUR -14
Ertragsteuerbelastung auf Auflösung unversteuerter Rücklagen TEUR 14

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Unter dieser Position gelangen Verpflichtungen aus abgegebenen Garantien und Bürgschaften zum Ausweis.

Weiters hat die Gesellschaft gegenüber zwei Konzerngesellschaften Patronatserklärungen abgegeben. Sie garantiert damit (a) die jeweilige Gesellschaft auf erste Aufforderung stets so mit finanziellen Mitteln auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, alle Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können und (b) auch alle sonstigen Maßnahmen zu treffen, die notwendig sind um eine Insolvenz der jeweiligen Gesellschaft zu vermeiden.

Darüberhinaus hat die Gesellschaft gegenüber inländischen und ausländischen Banken Erklärungen abgegeben, dass sie sich verpflichtet, mehrere ausländische Konzerngesellschaften in der Weise mit finanziellen Mitteln auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage sind, sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen, solange ein Kreditverhältnis gegenüber diesen Banken besteht.

V. KONZERNBEZIEHUNGEN

Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, welcher beim Firmenbuch des Handelsgerichts Wien hinterlegt wird.

VI. SONSTIGES

Die Organe der Gesellschaft setzten sich wie folgt zusammen:

Aufsichtsrat :

Dr. Martin SIMHANDL, Wien (Vorsitzender) Dr. Klaus BRAUNEGG, Wien (1. Vorsitzender-Stellvertreter), verstorben im Jänner 2009 Mag. Franz KERBER, Wien (2. Vorsitzender-Stellvertreter) Mag. Christian AHLFELD, Wien (bis 27.5.2008) Dipl.Ing. Dr. Gerald ANTONITSCH, Wien Dipl.Ing. Manfred RAPF, Wien (bis 27.5.2008) Dr. Reinhold SCHÜRER-WALDHEIM, Wien Richard WILKINSON, Wien Mag. Peter NEMSCHAK , Wien (ab 28.5.2008) Mag. Erwin HAMMERBACHER, Wien (ab 28.5.2008)

Vorstand:

MMag. Holger SCHMIDTMAYR, Wien Mag. Ernst VEJDOVSZKY, Wien Mag. Friedrich WACHERNIG, Wien

Die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates erhielten weder Kredite noch Vorschüsse, es bestehen auch keine zugunsten dieser Personen eingegangenen Haftungsverhältnisse.

Wien, im April 2009

MMag. Holger SCHMIDTMAYR e.h. Mag. Ernst VEJDOVSZKY e.h.

Mag. Friedrich WACHERNIG e.h.

Lagebericht (Auszug aus dem Geschäftsbericht)

Lagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Immobilienmärkte im Überblick

ÖSTERREICH

Wirtschaftlicher Überblick

Österreich verzeichnete 2008 ein reales BIP-Wachstum von 1,8 % p. a. gegenüber 3,1 % im Jahr 2007. Damit liegt Österreich signifikant über der Wachstumsrate der Eurozone von 0,8 %. Entsprechend der internationalen Entwicklung war das Jahr durch zwei sehr unterschiedliche Phasen gekennzeichnet: Während man im ersten Halbjahr ein robustes Wachstum verzeichnete, wobei die Hauptsorge der Inflationsentwicklung galt, kam es im zweiten Halbjahr und hier vor allem im letzten Quartal zu einer markanten Abschwächung der Wirtschaftsaktivität mit einem annualisierten realen BIP-Wachstum von nur noch 0,5 % im vierten Quartal. Hauptgrund dafür war der Rückgang des Exportwachstums – also jenes Sektors, der sich in der Vergangenheit als wichtigster Wachstumsmotor erwiesen hat.

Aufgrund der 2008 noch zufriedenstellenden Wirtschaftsentwicklung erreichte die Arbeitslosenrate ein Mehrjahrestief von 3,5 % und blieb somit deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Die Verbraucherpreise stiegen im ersten Halbjahr aufgrund der hohen Rohstoffpreise stark an, fielen aber ebenso rasch wieder und schlossen das Jahr mit einem moderaten Plus von 3,2 % ab. Angesichts des nachlassenden Inflationsdruckes und der schlechter werdenden wirtschaftlichen Aussichten senkte die Europäische Zentralbank 2008 den Leitzins von 3,75 % auf 2,5 %. Auch die Fiskalpolitik rückte bei der Bekämpfung der potenziellen Auswirkungen der Rezession in den Mittelpunkt des Interesses: Die österreichische Regierung setzte diverse Maßnahmen wie Einkommensteuersenkungen und höhere Transferzahlungen an die Familien ein, um die verfügbaren Einkommen gezielt zu erhöhen. In Kombination mit sinkenden Steuereinnahmen führte dies zu einem zwar über den Erwartungen liegenden, aber noch durchaus bewältigbarem Budgetdefizit von 0,5 %.

Immobilienüberblick

Die Marktmieten stiegen 2008 bei stabilen Leerständen quer durch die verschiedenen Nutzungsarten oder blieben konstant. Das Gesamtinvestitionsvolumen ging 2008 von EUR 2,7 Mrd. um 30 % auf EUR 2,0 Mrd. zurück. Die nachlassende Investitionstätigkeit und Unsicherheiten auf dem Markt führten jedoch nur zu geringeren Anpassungen der Renditen. Da Investitionsaktivitäten und Wachstumsraten in der Vergangenheit vergleichsweise moderat ausfielen und kein rapider Anstieg der Immobilienwerte festzustellen war, blieb der Markt selbst in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten stabil.

Bei den Büroflächen kam es 2008 in Österreich zu Mieterhöhungen. Immobilien in zentralen Lagen in Wien erzielten Monatsmieten von EUR 23,50/m2 /Monat (eine Steigerung von 7 % gegenüber dem Vorjahr). Zugleich schwankten die Monatsmieten in guten Lagen, wie zum Beispiel dem Prater, zwischen EUR 10–20/m2 /Monat. Die Leerstände gehen in Wien seit 2004 kontinuierlich zurück und blieben vom dritten auf das vierte Quartal 2008 mit 4,3 % konstant. Betroffen waren fast ausschließlich ältere Gebäude mit veralteten technischen Standards. Die Fertigstellung neuer Büroflächen ging in Wien 2008 um 17 % zurück. Die Spitzenrenditen stiegen von 4,75 % im vierten Quartal 2007 auf 5,5 % zum Jahresende 2008.

Die Spitzenmieten erstklassiger Einzelhandelsflächen im "goldenen U" von Wien, zwischen Kohlmarkt, Graben und Kärntnerstraße, bewegen sich zwischen EUR 120–350/m2 /Monat, obwohl der Mieterumschlag im obersten Segment sehr gering ist. In zweitklassigen Lagen können Mieten zwischen EUR 30–95/m2 /Monat erzielt werden.

Die Monatsmieten für Wiener Wohnimmobilien in guten Lagen bewegen sich zwischen EUR 8–12/m2 /Monat, in Luxuslagen werden zwischen EUR 15–25/m2 /Monat erzielt. Die Kaufpreise liegen je nach Standort in einer Bandbreite zwischen EUR 3.000 und EUR 16.000/m2 .

2008 verzeichnete der österreichische Hotelmarkt zum elften Mal in Folge Übernachtungszuwächse, die in Wien 6 % betrugen. Wien erreichte im globalen Städte-Ranking 2007 der wichtigsten Kongressstädte der International Congress & Convention Association (ICCA) den ersten Platz. Der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) stieg 2008 um 6,6 %. Der Wiener Hotelmarkt profitiert

25

Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Immobilienmärkte im Überblick

von seinem ausgewogenen Gäste-Mix aus Geschäftsreisenden und Touristen, was sich in einer vergleichsweise hohen Auslastung niederschlägt.

DEUTSCHLAND

Wirtschaftlicher Überblick

Das deutsche BIP fiel von einem 2,5 %-igen Wachstum im Jahr 2007 auf nur noch 1,3 % im Jahr 2008, wobei vor allem im vierten Quartal ein signifikanter Rückgang verzeichnet wurde. Zurückzuführen ist diese Entwicklung hauptsächlich auf die geringeren Exporte und Inlandsinvestitionen, die in den Jahren der Hochkonjunktur davor das BIP bestimmt hatten. Auch der starke Euro war teilweise für den Rückgang der Exportnachfrage um 20 % verantwortlich. Die Arbeitsmarktzahlen hinkten zeitlich hinter der Wirtschaftsentwicklung her und hielten sich noch bis Ende 2008 gut. Im Dezember schließlich kam es zum ersten Anstieg der Arbeitslosigkeit seit drei Jahren. Deutschlands Budgetdefizit hatte 2003 noch 4 % des BIP betragen. Im Laufe einer fünfjährigen Konsolidierungsperiode drehte das Defizit 2008 in einen leichten Überschuss. Deutschland hat nun ein umfangreiches Konjunkturpaket verabschiedet, welches diesen Trend beeinflussen wird. Die Inflation ging 2008 auf 1 % zurück.

Immobilienüberblick

Infolge der schlechteren Verfügbarkeit von Krediten und höherer Finanzierungskosten, aber auch der vorübergehenden Schließung deutscher offener Investmentfonds kam es zu einem Stillstand zwischen Verkäufen und Käufen und das Volumen der Immobilientransaktionen 2008 verringerte sich 2008 um 66 % auf EUR 19,7 Mrd. Nachdem sich der Abstand zwischen den Renditen primärer, sekundärer und sogar tertiärer Objekte während der Boomjahre teilweise verringert hatte, zeigten sich nun Preiskorrekturen quer durch alle Kategorien. Die Investoren forderten verstärkt qualitativ hochwertige Objekte in erstklassigen Lagen, die zu guten Konditionen vermietet sind.

Die Büromieten stiegen in Hamburg um EUR 3/m2 auf EUR 15 bis 26/m2 /Monat für erstklassige Objekte in Innenstadtlagen und blieben in Berlin (EUR 16–23/m2 /Monat) sowie in München (EUR 23–34/m2 /Monat) konstant. Die Leerstände gingen 2008 in den fünf größten Büromärkten Deutschlands – Berlin,

Hamburg, München, Frankfurt und Düsseldorf – von 9,9 % auf 9,3 % zurück. Hamburg hatte die geringsten Leerstände (6,3 %), gefolgt von Berlin (8,6 %) und München (9,1 %). Allerdings ging die Vermietungsleistung der Büroflächen in den fünf wichtigsten deutschen Bürostandorten 2008 mit insgesamt 2,8 Mio. m2 erstmals seit fünf Jahren zurück. Das bedeutet gegenüber 2007 ein Minus von 10 %. Das Investitionsvolumen belief sich insgesamt auf EUR 5,8 Mrd. und somit auf 29 % des gesamten Investitionsmarktes. Infolge der Marktunsicherheiten und der daraus resultierenden geringen Transaktionsaktivität lagen die Spitzenrenditen in München bei 5,0 % und in Berlin bei 5,5 %.

Die Spitzenmieten erstklassiger Retail-Flächen stiegen in Deutschland aufgrund des geringen und nur begrenzt erweiterbarem Angebot von Flächen in 1a-Lagen auch 2008 weiter an. Berlin erlebte eine Steigerung von 11 % auf EUR 245/m2 /Monat. In Hamburg stiegen die Mieten in Top Lagen um 15 % auf EUR 230/m2 /Monat. Die Mieten an B- oder C-Standorten blieben konstant oder gingen etwas zurück. Die größte Nachfrage kam weiterhin aus der Modebranche und von Dienstleistern wie etwa Mobilfunk-Shops. Insgesamt machten die Investitionstransaktionen im Retail-Sektor EUR 6,1 Mrd. aus. Mit 31 % des Gesamtinvestitionsvolumens stellte dieser Sektor den größten Anteil. Die Renditen in Top Einkaufsstraßen landesweit veränderten sich kaum. Größere Bewegungen zeigten allerdings Einkaufszentren und Fachmarktzentren mit einem Anstieg der Spitzenrenditen um 75 Basispunkte auf 5,5 %.

In der ersten Jahreshälfte 2008 verzeichneten Wohnmieten in Berlin ein Wachstum von 5,8 % und lagen bei durchschnittlich EUR 6,35/m2 /Monat. Allerdings sind die Berliner Wohnungskosten weiterhin sehr niedrig. Auch der Anteil der Wohnkosten zur durchschnittlichen Kaufkraft ist niedrig und liegt bei 26,6 % im Vergleich zu 32,1 % in Frankfurt und 29,8 % in München.

TSCHECHIEN

Wirtschaftlicher Überblick

Die tschechische Wirtschaft wuchs 2008 um respektable 3,7 % und das Pro-Kopf-BIP lag bei knapp EUR 15.000. Tschechien blieb somit einer der stabilsten CEE-Staaten. Doch auch Tschechien konnte sich den negativen Auswirkungen der globalen Konjunkturabschichtung nicht entziehen: Aufgrund der engen Handelsbeziehung mit der Eurozone entwickelte sich das BIP-Wachstum im Quartalsvergleich während des letzten Quartals rückläufig. Sowohl die Auftragseingänge als auch die Industrieproduktion gingen im vierten Quartal drastisch zurück. Dies gilt als Hinweis darauf, dass den Jahren des Wachstums zumindest eine vorübergehende Phase der Rezession folgen wird. Die durchschnittliche Verbraucherpreisinflation 2008 betrug 6,4 %, was vor allem auf die Steuerreform und exogene Kostensteigerungen zurückzuführen war.

Zwar sorgte die heimische Wirtschaft im ersten Halbjahr durch hohes Lohn- und robustes Wirtschaftswachstum noch für Inflationsdrücke, im zweiten Halbjahr drehte sich das internationale wirtschaftliche Umfeld und war von einem antiinflationären Trend bestimmt. Dies drückte auch auf den Wechselkurs der Krone zum Euro, der zu Jahresbeginn ein Rekordhoch erreicht hatte, wertete aber zum Jahresende deutlich ab.

Nach mehreren Zinssenkungsschritten lag der Leitzins der Tschechischen Nationalbank bei 2,75 %. Die Regierung behielt das außenwirtschaftliche sowie das Budgetdefizit fest im Griff. Tschechien weist das niedrigste nominelle Budgetdefizit seit 1997 auf. Dank der positiven technischen Handelsbilanz fiel das Defizit der Leistungsbilanz nur sehr gering aus, während die öffentlichen Verschuldungen nur knapp über den Einnahmen lagen. Die Staatsverschuldung wie auch die Auslandsverschuldung blieben gleichermaßen auf einem niedrigen Niveau von unter 30 % des BIP. Obwohl Tschechien alle Maastricht-Kriterien für die Euro-Einführung voraussichtlich bis 2012 erfüllt haben wird, bleibt das tatsächliche Einführungsdatum der gemeinsamen Währung ungewiss.

Immobilienüberblick

Die Investitionsaktivität verringerte sich 2008 im Vergleich zum Rekordjahr davor um 60 %. Das Transaktionsvolumen betrug rund EUR 1,1 Mrd.

Büromieten blieben im Allgemeinen stabil, wobei die Spitzenmieten EUR 21,50–23/m2 /Monat erreichten. Mieten in zentralen Lagen kamen auf EUR 15–17,50/m2 /Monat. Die Vermietungsleistung blieb mit 260.300 m2 hoch. Die höchste Vermietungsleistung mit 80.000 m2 verzeichnete der 4. Bezirk in Prag. 2008 kamen insgesamt 332.000 m2 neue Büroflächen auf den Markt, was einen modernen Büroflächenbestand von 2,5 Mio. m2 zum Jahresende bedeutet. Allerdings stiegen die Leerstände von 6 % (Ende 2007) auf 9 % in 2008. Die Immobilienpreise entwickelten sich von 2002 bis 2007 sehr gut mit fallenden Renditen von 8,5 % im Jahr 2002 auf 5,25 % Ende 2007. Ende 2008, nach einer Umkehrung des Trends, lag die Spitzenrendite unter 7 %.

Der Prager Hotelmarkt ist neben dem Budapester der reifste Hotelmarkt in den CEE-Ländern und erreichte im globalen Städte-Ranking der ICCA den zwölften Platz. Die Stadt wird auch weiterhin von zahlreichen internationalen Fluglinien angeflogen, darunter Billigflieger aus Deutschland, Großbritannien und Irland. Die Stadt profitiert vor allem von ihrem ausgewogenen Business-Mix von Geschäftsreisenden und Touristen. Das Jahr begann für den Prager Hotelmarkt 2008 positiv, schwächte sich jedoch ab dem zweiten Quartal ab. Dies war auf den Konjunkturrückgang in Westeuropa, aber auch auf die Stärke der Tschechischen Krone, zurückzuführen.

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Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

SLOWAKEI

Wirtschaftlicher Überblick

2008 erwies sich für die slowakische Wirtschaft als ein ausgezeichnetes Jahr, obwohl sich das Wachstum parallel zur globalen Wirtschaft gegen Jahresende abschwächte. Das reale BIP-Wachstum 2008 wird auf 6,8 % geschätzt, während das Pro-Kopf-BIP auf über EUR 12.000 anstieg. Da sich jedoch Deutschland und andere wichtige Handelspartner bereits in der Rezession befanden oder darauf zusteuerten, ging die ausländische Nachfrage nach slowakischen Waren und Dienstleistungen zurück. Da auch die Inlandsnachfrage nachließ, wuchs das BIP deutlich langsamer als im Rekordjahr 2007. Trotzdem erwies sich die Slowakei konjunkturell als einer der Wachstumsträger innerhalb der Europäischen Union. Die schlechtere Konjunktursituation trug zu dem signifikanten aber immer noch tragbaren Leistungsbilanzdefizit bei. Am 01.01.2009 führte die Slowakei erfolgreich den Euro ein.

Immobilienüberblick

Die Spitzenmieten der Büroobjekte in Bratislava blieben mit EUR 18/m2 /Monat stabil, obwohl die Mieten in der Innenstadt und in den Randbezirken leicht zurückgingen. Die Leerstände stiegen auf 8,9 %, was teilweise auf eine Zunahme von 18 % des Büroflächenbestandes im Vergleich zu 2007 zurückzuführen ist. Dieser betrug zum Jahresende insgesamt 1,2 Mio. m2 . Im vierten Quartal stieg aber auch die Nachfrage nach Büroflächen auf 37.800 m2 .

UNGARN

Wirtschaftlicher Überblick

Die ungarische Wirtschaft wurde durch die globale Finanzkrise hart getroffen. Die 2006 eingeführten Sparpakete hatten die Steuerlast für private Haushalte und Unternehmen bereits erhöht, was in der Folge einen Rückgang des privaten Konsums brachte. Die Exportleistung begann im letzten Quartal 2008 hauptsächlich aufgrund des Rückganges der globalen Nachfrage abzuschwächen. Insgesamt wuchs das ungarische BIP nur um 0,9 %. Die Arbeitslosenrate stieg auf 8,0 %. Ungarn behielt jedoch infolge der Sparmaßnahmen sein Budgetdefizit mit 3,3 % des BIP im Griff. Die Nationalbank erhöhte die Leitzinsen bis Oktober kontinuierlich (auf 11,5 %), doch im letzten Quartal 2008 kam es zu zwei Zinssenkungsschritten, sodass das Zinsniveau zum Jahresende bei 10,0 % lag. Die Einführung des Euro könnte früher erfolgen als zunächst erwartet.

Immobilienüberblick

In Budapest blieben die Büromieten 2008 stabil: Top-Mieten bewegten sich zwischen EUR 17–20/m2 /Monat, und der Großteil der Transaktionen lag zwischen EUR 12–14/m2 /Monat. Der gesamte Büroflächenbestand stieg 2008 um 13 % auf 2,1 Mio. m2 bei einer Vermietungsleistung von 330.000 m2 , was einer 3 %-igen Steigerung gegenüber 2007 entspricht. Allerdings stiegen die Leerstände 2008 ebenfalls auf 18,8 % an. Das bedeutet ein Plus von 4,6 %. Die Spitzenrenditen von Büroobjekten stiegen über das Jahr um 100 Basispunkte auf 6,75 %.

Der Budapester Hotelmarkt ist neben dem Prager der reifste Hotelmarkt in den CEE-Ländern und erreichte im globalen Städte-Ranking der ICCA den sechsten. Platz. Die Stadt wird ebenfalls von vielen internationalen Fluglinien angeflogen, darunter Billigflieger aus Deutschland, Großbritannien und Irland. Budapest weist nach wie vor vergleichsweise niedrige durchschnittliche Nettozimmerpreise (ADR) auf, die 2008 geringfügig angestiegen sind. Allerdings ging mit dem Rückgang der Belegung in der zweiten Jahreshälfte der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) im Jahresvergleich zurück. Angesichts des hohen Wettbewerbes sind Lage und Qualität die wichtigsten Kriterien für erfolgreiche Hotelprojekte.

KROATIEN

Wirtschaftlicher Überblick

Entsprechend dem globalen Konjunkturabschwung ging das kroatische BIP-Wachstum 2008 signifikant auf 2,3 % zurück. Zugleich stieg das Pro-Kopf-BIP auf EUR 9.400.

Das Wachstum war durch Investitionen und staatliche Ausgaben bestimmt. Unterstützung kam aber auch von der stabilen Performance des Tourismussektors. Die Arbeitslosenrate sank weiter auf 8,9 %. Das Leistungsbilanzdefizit stieg infolge der höheren Importe und geringeren Exporte neuerlich an. Nach dem Höhepunkt im Juli mit einem annualisierten Verbraucherpreisindex (VPI) von 8,4 % lockerte sich der Inflationsdruck gegen Jahresende aufgrund der nachlassenden Öl- und Lebensmittelpreise. Der Wechselkurs wurde während des Jahres durch Einmaleffekte beeinflusst, im Jahresverlauf 2008 stabilisierte sich die kroatische Landeswährung in einer Bandbreite zwischen 7,2 und 7,3 gegenüber dem Euro.

Immobilienüberblick

Da Büroflächen der Klasse A nur beschränkt verfügbar sind, blieb der Vermietungsmarkt in Zagreb 2008 stabil. Die Leerstände erreichten mit unter 5 % ihren tiefsten Stand seit fünf Jahren, obwohl die Vermietungsleistung auf 50.000 m2 zurückging. Als Folge der geringen Leerstände und der allgemein stabilen Nachfrage stiegen die Spitzenmieten 2008 um 6 % auf EUR 18/m2 /Monat.

RUMÄNIEN

Wirtschaftlicher Überblick

Die rumänische Wirtschaft wuchs auch 2008 wieder stark, obwohl das Wachstum im Einklang mit der internationalen Entwicklung zum Jahresende hin nachließ. Das reale BIP-Wachstum erreichte trotzdem geschätzte 7,6 %, was auf Investitionen und die gute Performance der Landwirtschaft, der Bauwirtschaft und des Energiesektors zurückzuführen ist. In der Folge stieg das Pro-Kopf-BIP auf EUR 6.400.

Der Inflationsdruck gab wegen der gesunkenen Rohstoffpreise im Laufe des Jahres deutlich nach, doch dies reichte nicht aus, um die durchschnittliche Verbraucherpreisinflation unter das Niveau des Vorjahres zu drücken. Obwohl sich das Handelsund das Leistungsbilanzdefizit des Landes im Verhältnis zum BIP verringerten, blieb immer noch ein zweistelliges Minus, das erhebliche Auslandsfinanzierungen erforderlich machte.

Trotz der Tatsache, dass die Verschuldung des privaten Sektors nur 41 % des BIP betrug, führten Sorgen über die starke Abhängigkeit Rumäniens von Auslandsfinanzierungen zu Abwertungen des Leu um rund 10 % zum Euro. Der Rückgang wäre sogar noch drastischer ausgefallen, hätte die Nationalbank nicht interveniert und die Zinssätze auf 10,25 % erhöht. Rumänien hatte in den letzten Jahren eine sehr umsichtige Fiskalpolitik verfolgt, die jedoch endete, als vor den Parlamentswahlen im November vermehrt Ausgaben getätigt wurden, während zugleich die Einnahmen im letzten Quartal 2008 hinter den Erwartungen zurückblieben. Das Budgetdefizit – es betrug 4,8 % des BIP – erreichte 2008 seinen Höchststand innerhalb der letzten zehn Jahre. Die öffentliche Verschuldung bewegte sich jedoch nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau, vor allem wenn man sie mit jener der westeuropäischen Staaten vergleicht.

Immobilienüberblick

Die Investitionstätigkeit ging in den ersten beiden Quartalen 2008 nur um 7 % zurück, trotzdem schloss das gesamte Jahr um 64 % unter dem Stand von 2007 bei insgesamt EUR 1 Mrd.

Der Retail-Markt schlug sich 2008 wegen des starken Wirtschaftswachstums mit einem Plus von 14,3 % in den ersten elf Monaten des Jahres neuerlich gut. Einkaufszentren und Objekte in Einkaufsstraßen blieben stabil, wobei sich die Spitzenmieten in erstklassigen Lagen in Einkaufsstraßen um die EUR130/m2 /Monat bewegten, obwohl die Retailer vorsichtiger wurden und geringere Flächen anmieteten. Nachdem in den letzten Jahren ein extremer Druck auf die Renditen entstanden war, entwickelten sich diese 2007 von 6,75 auf 7,0 % und 2008 von 8,00 auf 8,50 %.

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Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Immobilienmärkte im Überblick

Die Büromieten stiegen in Bukarest 2008 weiter an. Der Mangel an verfügbaren Flächen in sehr oder einigermaßen zentralen Lagen (die Leerstände betragen hier 0 % ) unterstützte die Spitzenmieten von EUR 16–26/m2 /Monat. Die Mieten an der Peripherie schwankten zwischen EUR 13 und 16 /m2 /Monat. Bukarest verzeichnete eine Leerstandsquote von insgesamt 2,8 %. Ende 2008 lag der gesamte Büroflächenbestand bei 825.000 m2 , wobei 190.000 m2 2008 neu auf den Markt kamen. So wurde 2008 ein Rekordwert von 230.000 m2 an Büroflächen vermietet oder vorvermietet. Die Renditen stiegen jedoch deutlich von 6,25–6,5 % im Jahr 2007 auf 8,0–8,5 % im Jahr 2008.

Der Hotelmarkt in Bukarest hat noch hohes Entwicklungspotenzial im Mittelklasse-Segment. Obwohl das Angebot 2008 um 2.360 Zimmer anstieg, ist nach wie vor im mittleren Preis-Segment eine gewisse Knappheit internationaler Hotelmarken zu beobachten. Die Übernachtungen begannen im zweiten Quartal 2008 zurückzugehen und fielen im Jahresvergleich um 6,3 %. Dieser Rückgang zeigte sich auch im Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) in Bukarest, der um 14,2 % zurückging.

BULGARIEN

Wirtschaftlicher Überblick

Das bulgarische BIP-Wachstum betrug in der ersten Jahreshälfte 7,1 % und verzeichnete in den letzten beiden Quartalen eine Abschwächung. Das jährliche BIP-Wachstum fiel von 6,2 % im Jahr 2007 auf 5,9 % im Jahr 2008. Zugleich stieg das Pro-Kopf-BIP auf EUR 4.500 an, die Arbeitslosigkeit ging im Jahresvergleich von 6,9 % auf 6,3 % zurück. Der Verbraucherpreisindex sank von 12,5 % m Jahr 2007 deutlich auf 7,8 % im Jahr 2008, und die Auslandsdirektinvestitionen gingen von 22,6 % des BIP im Jahr 2007 auf 14,6 % des BIP im Jahr 2008 zurück. Infolge des erheblichen Einnahmenpuffers, der sich während der Jahre der Hochkonjunktur angesammelt hatte, konnte die bulgarische Wirtschaft ein großes Konjunkturpaket schnüren, das der Wirtschaft in den letzten beiden Monaten 2008 zugute kam und Liquidität in das Bankensystem pumpte.

Immobilienüberblick

Da in ganz Bulgarien nur zehn Einkaufszentren und Malls existieren, ist der Retail-Markt mit nur 22 m2 je 1.000 Einwohner nach wie vor unterversorgt. Der Gesamtbestand an Einkaufszentren erreichte 170.000 m2 im Jahr 2008. In Erwartung, dass mehrere große Projekte verspätet starten oder abgesagt werden, hielten die Mieten in Sofia unverändert. Die Mieten in den Einkaufszentren Sofias bewegten sich Ende 2008 zwischen EUR 30 und EUR 60/m2 /Monat, wobei die Nachfrage immer noch von den großen internationalen Handelsketten bestimmt wurde.

Die Gesamtfläche der modernen Büro-Neubauten nahmen in Sofia 2008 um 15 % zu und erreichten insgesamt 874.000 m2 . Obwohl die Vermietungsleistung in der zweiten Jahreshälfte 2008 anstieg, ging sie im Jahresvergleich um 38 % zurück, was durch die Konjunkturabschwächung in Bulgarien wie auch durch die allgemeine Krise bedingt war. Die Leerstände stiegen auf 9,1 % (80.000 m2 ). In der Folge gingen die Mieten 2008 um 3 % in CBD-Lagen, um 10 % im größeren Zentrum auf durchschnittlich EUR 15,7/m2 /Monat und um 13 % auf EUR13,8/m2 / Monat in Vorstadtlagen zurück.

Quelle: Erste Bank Research, UniCredit Research, Deutsche Bank Research, Colliers International, CB Richard Ellis, Cushman & Wakefield, DTZ, Jones Lang LaSalle.

Immobilienportfolio

Das Immobilienportfolio der Sparkassen Immobilien AG wurde im Geschäftsjahr 2008 um weitere 125.400 m² oder 9 % erweitert und besteht per 31.12.2008 aus 263 Objekten. Inklusive Entwicklungsprojekte verfügt der Konzern über eine Gesamtfläche von 1.511.400 m². Zum Jahresende stieg das daraus resultierende Immobilienvermögen im Vergleich zum Vorjahr um 15 % auf EUR 1,78 Mrd. Die Entwicklungsprojekte machen 16 % des Gesamtportfoliowertes aus und werden At Cost bilanziert. Die Immobilien der Sparkassen Immobilien AG befinden sich ausschließlich in EU-Staaten (ein Bürogebäude in Kroatien ausgenommen).

2008 wurden in Berlin, Leipzig und Rostock 34 Bestandsobjekte mit einer Gesamtnutzfläche von 60.200 m² zugekauft. Zusätzlich hat die Sparkassen Immobilien AG in CEE zwei Geschäftsobjekte in der Slowakei, das Büroobjekt Eurocenter Zagreb in Kroatien sowie zwei Wohn- bzw. Geschäftsgebäude in Österreich erworben und die bestehende Beteiligung am Marriott Wien auf rund 80 % erweitert. Insgesamt wurden EUR 164,3 Mio. in die Akquisition von Ertragsobjekten investiert.

Die Baufortschritte der Entwicklungsprojekte in Österreich und CEE sind im Jahr 2008 planmäßig verlaufen. Die erwartete Gesamtnutzfläche der Entwicklungsprojekte in Bau beträgt ca. 305.000 m². 2008 wurden in Entwicklungsprojekte rund EUR 160,8 Mio. investiert.

Das Ertragsportfolio besteht zu 44 % aus Wohnimmobilien. Der zweitgrößte Anteil entfällt auf Büroobjekte, die 28 % ausmachen. Geschäftsobjekte stellen 17 % und Hotels 7 % dar. Mehr als die Hälfte der Ertragsobjekte liegt in Deutschland, 27 % in Österreich und die übrigen 22 % befinden sich in der Slowakei, Tschechien, Kroatien, Rumänien und Ungarn. Nach Verkehrswert sind 36 % der Ertragsobjekte in Deutschland, 34 % in Österreich, 13 % in Ungarn, 7 % in Tschechien und 5 % in der Slowakei. Die übrigen 5 % liegen in Kroatien und Rumänien.

Flächenwachstum des Gesamtportfolios in den letzten 5 Jahren

Portfoliowert nach Ertragsobjekten und Entwicklungsprojekten

Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

Immobilienportfolio

Portfoliozusammensetzung nach Nutzungsart und Region

Fläche der Ertragsobjekte nach Nutzungsart

Fläche der Ertragsobjekte nach Regionen

Verkehrswerte der Ertragsobjekte nach Region

Insgesamt hat die Sparkassen Immobilien AG im Berichtsjahr acht Objekte mit einem Gesamtwert von EUR 53 Mio. und einer Gesamtfläche von 26.900 m² veräußert. Diese wurden im Schnitt 19 % über dem Verkehrswert (IFRS-Buchwert) verkauft. Ein Gewinn von EUR 8,3 Mio. konnte damit realisiert werden. Dies unterstreicht nicht nur die konservative Bewertungsstrategie der Sparkassen Immobilien AG, sondern auch, dass der Konzern in der Lage ist, selbst in einem schwierigen Marktumfeld günstige Verkaufsszenarien zu erreichen.

Der Vermietungsgrad des Ertragsportfolios zum Bilanzstichtag lag stabil bei 91 %. Weitere Details zu den einzelnen Immobilien sind auf Seite 90 und 91 angeführt.

Anzahl der Objekte 263
Gesamtnutzfläche 1.511.400 m²
davon Österreich 339.900 m²
davon Deutschland 602.700 m²
davon CEE 568.800 m²
Vermietungsgrad Bestandsobjekte
gesamt 91 %
Österreich 95 %
Deutschland 87 %
Rumänien 100 %
Kroatien 100 %
Ungarn 93 %
Tschechien 95 %
Slowakei 100 %

Wesentliche Investitionen in Entwicklungsprojekte

Die Gesamtinvestition in Entwicklungsprojekte betrug zum Jahresende EUR 281,4 Mio. Momentan befinden sich das Wohn- und Bürogebäude Neutorgasse (Wien), das Studentenwohnheim Sechshauser Straße (Wien), die Einkaufszentren Sun Plaza (Bukarest) und Serdika Center (Sofia), das Bürogebäude Galvaniho 4 (Bratislava) sowie das Hotel Vysoká (Bratislava) in Bau.

Neutorgasse, Wien: In der Wiener Innenstadt entstehen in zentraler Lage 35 Eigentumswohnungen und 5.000 m² Fläche für Büros, die sich im Erdgeschoß sowie im 1., 2. und 3. Stockwerk befinden. Die Eigentumswohnungen sind im 4. bis 6. Stock sowie im Dachgeschoß des Gebäudes angelegt. Für den Großteil der Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern bestehen Kaufangebote. Ein Mietvertrag für zwei Drittel der Geschäftsflächen ist mit einer Laufzeit von 15 Jahren abgeschlossen worden. Das Gebäude wird in Zusammenarbeit mit der Immorent AG entwickelt und im zweiten Quartal 2010 fertiggestellt.

Sechshauser Straße, Wien: Im 15. Bezirk in Wien entsteht ein 7.100 m² großes, teils gefördertes Objekt. Das Gebäude ist voll vermietet. Ein geriatrisches Tageszentrum wird das Erdgeschoss des siebenstöckigen Gebäudes nutzen. Der Rest des Gebäudes ist an eine Tochtergesellschaft des ÖAD vermietet. Hier entstehen ein Studentenwohnheim sowie Räumlichkeiten für den Vorstudienlehrgang. Das Gebäude wird im zweiten Halbjahr 2009 fertig gestellt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund EUR 12 Mio.

Sun Plaza, Bukarest, Rumänien: Das Einkaufszentrum wird über 110.000 m² an Einzelhandels- und Büroflächen verfügen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund EUR 200 Mio. Die Fertigstellung der Einzelhandelsflächen ist für Ende 2009 geplant. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem französischrumänischen Entwickler EMCT errichtet. Das Sun Plaza liegt im Süden Bukarests und besitzt neben einem direkten U-Bahn-Zugang auch eine ausgezeichnete Straßenverkehrsanbindung. 84 % der Flächen sind bereits vorverwertet. Ein Lebensmittelhypermarkt, ein Baumarkt, ein Möbelhaus, ein Kinokomplex sowie zahlreiche internationale Ketten sind die Hauptmieter von Sun Plaza und repräsentieren einen hervorragenden Mieter-Mix.

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Immobilienportfolio

Serdika Center, Sofia, Bulgarien: Das innerstädtische Einkaufszentrum wird über 91.000 m² an Einzelhandels- und Büroflächen verfügen und soll 2010 eröffnet werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Sparkassen Immobilien AG beträgt rund EUR 210 Mio. Das Projekt wird zusammen mit ECE, einem der erfolgreichsten Einkaufszentrums-Projektentwickler Europas, entwickelt. Das Einkaufszentrum ist ebenfalls zu über 80 % vorverwertet.

Galvaniho 4, Bratislava, Slowakei: Das sechsstöckige Bürogebäude liegt in einer etablierten Büro- und Geschäftslage in Bratislava. Das Gebäude ist nur 2 km vom Flughafen entfernt und profitiert von der unmittelbaren Autobahnanbindung. Galvaniho 4 liegt neben Galvaniho 1 und 2, gut vermietete Bestandsobjekte im Portfolio der Sparkassen Immobilien AG. Das Gebäude verfügt über 29.000 m² an Nutzfläche und wird im vierten Quartal 2009 fertig gestellt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt ca. EUR 48 Mio.

Weitere Projekte werden aufgrund der derzeitigen Marktlage vorerst nur bis zur Baubewilligung weiterentwickelt. Ein Bauauftrag wird erst entschieden, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern und die wirtschaftlichen Voraussetzungen verbessern.

Bewertung und Mietrendite

Die Bewertung der Ertragsobjekte spiegelt die ungünstige Marktsituation mit deutlich höheren "Yields" auf den meisten Märkten wider. Insgesamt wurden Abwertungen in Höhe von rund EUR 101,7 Mio. vorgenommen. Diese konnten zu einem wesentlichen Teil durch Aufwertungen ausgeglichen werden, sodass das Bewertungsergebnis in Summe EUR -30,7 Mio. betrug. Dies ist vor allem auf die Fertigstellung des Prager Bürogebäudes Gemini und die damit zusammenhängende Umwertung von At Cost zu Fair Value sowie Aufwertungen durch profitable Asset-Management-Maßnahmen, zum Beispiel den Umbau des Hotels Novotel in Bukarest, zurückzuführen.

Die Sparkassen Immobilien AG erwirtschaftete 2008 aus der Veräußerung von acht Immobilien einen Gewinn von EUR 8,3 Mio. Diese Objekte wurden durchschnittlich 19 % über dem Verkehrswert veräußert.

Insgesamt ergeben sich folgende Neubewertungsergebnisse:

Gesamt EUR
-30,7 Mio.
-2,2 %
Projektgewinne EUR +53,9 Mio. +53,0 %
CEE EUR -36,8 Mio. -13,5 %
Deutschland EUR -47,0 Mio. -8,0 %
Österreich EUR
-0,8 Mio.
-0,2 %

Die Mietrenditen nach Neubewertung stellen sich wie folgt dar:

Mietrendite

Gesamt 6,7 %
Kroatien 8,4 %
Rumänien* 6,0 %
Ungarn 7,3 %
Tschechien 6,9 %
Slowakei 7,5 %
Deutschland 6,5 %
Österreich 6,4 %

*Casinoflächenumbau im Hotel Novotel noch nicht berücksichtigt.

Geschäftsverlauf

Im schwierigen Jahr 2008 schaffte es die Sparkassen Immobilien AG trotz eines sich kontinuierlich verschlechternden wirtschaftlichen Umfeldes, ihre Umsatzerlöse deutlich zu steigern und das Geschäftsjahr mit Gewinn abzuschließen. Alle getätigten Immobilien-Verkäufe wurden deutlich über dem Verkehrswert abgewickelt. Die konservative Bewertungsstrategie der vergangenen Jahre hat sich in dieser Marktsituation bewährt. Abwertungen im Immobilienportfolio wurden im Umfang von EUR 101,7 Mio. vorgenommen. Diese konnten zu einem wesentlichen Teil durch Aufwertungen ausgeglichen werden, sodass das Bewertungsergebnis in Summe EUR -30,7 Mio. betrug. Dies ist vor allem auf die Fertigstellung des Prager Bürogebäudes Gemini und die damit zusammenhängende Umwertung von At Cost zu Fair Value sowie Aufwertungen durch wertsteigernde Asset-Management-Maßnahmen, zum Beispiel den Umbau des Hotels Novotel in Bukarest, zurückzuführen.

Umsatz- und Mieterlöse gesteigert

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2008 EUR 109,2 Mio. und stiegen gegenüber dem Vorjahr um 14 %. Die darin enthaltenen Mieterlöse wuchsen ebenfalls um 14 % auf EUR 85,7 Mio. Diese positive Entwicklung ist auf Zukäufe, Neuvermietungen und Leerstandsreduzierungen zurückzuführen. Die Verteilung der Mieterträge nach Regionen zeigt, dass der Großteil der Mieten mit 71 % nach wie vor aus Deutschland und Österreich stammt. Mieterlöse aus den CEE-Ländern betragen 29 %.

Nach Nutzungsart betrachtet, sind die Mieterträge aus dem Wohnsegment am stärksten gewachsen. Durch die Akquisition weiterer Wohnobjekte in Deutschland ist der Anteil der Mieterlöse aus Wohnimmobilien von 22 % im Vorjahr auf 33 % im Berichtsjahr gestiegen. Mieten aus Büronutzung haben sich von 44 % auf 42 % leicht verringert, während der Retail-Anteil auf 20 % fiel (Vorjahr: 26 %). Erträge aus dem Hotelsegment betrugen 5 % (exkl. Marriott Budapest, dessen Gross Operating Profit (GOP) aufgrund des Managementvertrages unter "sonstige betriebliche Erträge" in der Gewinn- und Verlustrechnung angeführt ist).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 66 % auf EUR 6,5 Mio. gestiegen. Dies ist maßgeblich auf den fertig gestellten Umbau des Hotels Marriott Budapest zurückzuführen, wodurch der GOP von EUR 1,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 3,9 Mio. im Berichtsjahr gestiegen ist.

Mieterlöse regional

Mieterlöse nach Nutzungsart

Mieterlöse gesamt

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Geschäftsverlauf

Der Verkauf von acht Immobilien aus dem Bestandsportfolio brachte 2008 einen Gewinn von EUR 8,3 Mio. Die Verkäufe wurden alle über dem letzten Verkehrswert getätigt.

Im Berichtsjahr stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 49,6 Mio. auf EUR 64,8 Mio. Dies ist vor allem auf erhöhte Betriebskosten und einen höheren Instandhaltungsaufwand zurückzuführen, der sich durch den Zuwachs an Wohnimmobilien und die Revitalisierungsmaßnahmen in Deutschland ergeben hat. Durch die Erst- und Neuvermietungen im Bürogebäude Gemini und im Deutschlandportfolio sind auch Vermittlungsprovisionen deutlich gestiegen. Der Internalisierungsprozess hat dazu geführt, dass Management-Honorare und Verwaltungskosten deutlich gefallen sind, da Steuerungsfunktionen nunmehr innerhalb der Sparkassen Immobilien AG ausgeführt werden. Aus diesem Grund haben sich Personalaufwendungen zwar deutlich um 68 % erhöht, in Summe hat sich der Aufwand dieser beiden Posten jedoch um rund EUR 250.000 verringert.

Ertragsentwicklung

Das EBITDA fiel von EUR 78,9 Mio. um 25 % auf EUR 59,2 Mio. Das EBIT lag 2008 bei EUR 23,8 Mio. und verlor 76 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist vorwiegend auf negative Bewertungsergebnisse (Vorjahr: EUR 41,1 Mio. Aufwertung) zurückzuführen. Obwohl der Finanzierungsaufwand durch neue Fremdkapitalaufnahmen um 29 % auf EUR -38,7 Mio. gestiegen ist, besserte sich das Finanzergebnis von EUR -20,5 Mio. auf EUR -9,6 Mio. Hier schlagen sich die stark gestiegenen Finanzierungserträge nieder. Sie setzen sich aus Zinserträgen, Währungserträgen und Erträgen aus Beteiligungen zusammen.

Da das Ergebnis der Genussrechte abhängig vom EBIT ist, hat sich der Genussscheinaufwand von EUR -44,2 Mio. auf EUR -6,4 Mio. stark verringert.

Das EBT sank von EUR 35,4 Mio. auf EUR 7,8 Mio. Ertragsteuern fielen in Höhe von EUR 2,1 Mio. an, wobei der Großteil davon der Kategorie "Latente Steuern" zuzurechnen ist. Der Konzergewinn belief sich zum 31.12.2008 auf EUR 5,7 Mio. Der Gewinn pro Aktie fiel von EUR 0,38 auf EUR 0,09.

Den Net Operating Income (NOI ) konnte die Sparkassen Immobilien AG von EUR 64,5 Mio. auf EUR 67,9 Mio. erhöhen. Dies entspricht einer Steigerung von 5 %. Die NOI-Marge (NOI/Umsatz) lag bei 60 %. Dieser Wert reflektiert im Wesentlichen die erhöhten Betriebskosten aufgrund des größeren Wohnimmobilienportfolios und insbesondere die Kosten des Revitalisierungsprogrammes in Deutschland, das letztendlich zu einer erhöhten Mietauslastung und damit zu höheren Mieterträgen führen soll.

Der operative Cashflow erhöhte sich von EUR 49,4 Mio. auf EUR 50,0 Mio. Die Funds from Operations (FFO) sanken um 22 % und betrugen zum Stichtag EUR 34,2 Mio. (Vorjahr: EUR 43,8 Mio.).

Nettoergebnis (NOI) je Region

in Mio. EUR 2008
Österreich
Umsatzerlöse 31,4
Mieterlöse 26,0
Net Operating Income 22,0
NOI-Marge 70 %
Deutschland
Umsatzerlöse 46,6
Mieterlöse 35,1
Net Operating Income 19,9
NOI-Marge 43 %
Slowakei
Umsatzerlöse 6,5
Mieterlöse 4,9
Net Operating Income 4,6
NOI-Marge 71 %
Tschechien
Umsatzerlöse 7,0
Mieterlöse 5,9
Net Operating Income 4,0
NOI-Marge 58 %
Ungarn
Umsatzerlöse 16,8
Mieterlöse 13,4
Net Operating Income 13,6
NOI-Marge 81 %
Rumänien
Umsatzerlöse 2,4
Mieterlöse 2,4
Net Operating Income 2,0
NOI-Marge 83 %
Kroatien
Umsatzerlöse 2,5
Mieterlöse 2,0
Net Operating Income 2,0
NOI-Marge 80 %

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Geschäftsverlauf

Kurzfassung Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 01.01.-31.12.2008 01.01.-
31.12.2007
Veränderung
Umsatzerlöse 109.211 95.891 14 %
davon Mieterlöse 85.737 74.992 14 %
Neubewertung Liegenschaften -30.682 41.119
Sonstige betriebliche Erträge (inkl. GOP Marriott Budapest) 6.483 3.906
Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien 8.318 12.593
Betriebsleistung 93.330 153.509 -39 %
EBITDA 59.211 78.912
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit/EBIT 23.792 100.037 -76 %
Finanzergebnis -9.552 -20.470
Genussscheinaufwand -6.442 -44.166
Periodenüberschuss vor Steuern/EBT 7.798 35.401 -78 %
Periodenüberschuss nach Steuern 5.726 28.652 -80 %
Den Minderheiten zurechenbarer Jahresüberschuss 87 -2.742
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer Jahresüberschuss 5.813 25.910 -78 %

Vermögens- und Finanzlage

Zum Jahresende 2008 lag die Bilanzsumme der Sparkassen Immobilien AG bei rund EUR 2,1 Mrd. (31.12.2007: EUR 1,7 Mrd.). Das langfristige Vermögen erhöhte sich von EUR 1,5 Mrd. auf EUR 1,8 Mrd. Das kurzfristige Vermögen stieg um 69 % auf EUR 305,4 Mio. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Stichtag 31.12.2008 auf EUR 243,5 Mio.

Solide Bilanzstruktur

Das Konzern-Eigenkapital der Sparkassen Immobilien AG beträgt zum Stichtag 31.12.2008 EUR 603,1 Mio. Der Unternehmensstrategie folgend, stiegen die langfristigen Bankverbindlichkeiten gegenüber Ultimo 2007 von EUR 468,5 Mio. auf EUR 668,8 Mio. Diese waren bei einer Durchschnittsdauer von 13 Jahren mit durchschnittlich 4,5 % verzinst. 11 % der langfristigen Bankverbindlichkeiten haben eine fixe Verzinsung. Der restliche Anteil ist variabel verzinst und mit entsprechenden Zinsabsicherungsinstrumenten gehedgt. Die Loan-to-Value-Ratio betrug zum Stichtag 47 %.

Insgesamt finanziert sich die Sparkassen Immobilien AG über 22 verschiedene Kreditinstitute. 39 % der Verbindlichkeiten sind über Gesellschaften der Erste Group finanziert (inklusive Immorent AG und mehrerer regionaler Sparkassen). 52 % werden von anderen österreichischen Kreditinstituten und 9 % von deutschen Banken finanziert. Insgesamt sind Objekte mit einem Buchwert von EUR 641 Mio. nicht mit Krediten belastet.

Kennzahlen zur Finanzierung

in Mio. EUR 31.12.2008 31.12.2007
Langfristige Bank- und
Finanzverbindlichkeiten
819,6 544,5
Kurzfristige Bank- und
Finanzverbindlichkeiten
260,5 149,0
Summe Bank- und
Finanzverbindlichkeiten
1.080,0 693,5
Liquide Mittel und Wertpapiere 243,5 118,2
Netto-Bankverschuldung 836,5 575,3
Loan-to-Value-Ratio 47 % 37 %

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Geschäftsverlauf

NAV-Entwicklung

Der Net Asset Value (NAV) der s IMMO Aktie fiel im Vergleich zum Vorjahr von EUR 9,7 pro Aktie auf EUR 8,9. In der NAV-Kalkulation werden ausschließlich fertig gestellte Objekte und stille Reserven aus selbst betriebenen Hotels berücksichtigt. Die Entwicklungsprojekte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten At Cost bewertet. Der bilanzierte Rückzahlungsanspruch der Genussscheininhaber betrug EUR 88,96 je Genussschein.

NAV-Berechnung

31.12.2008
577,0
23,6
4,7
605,3
8,9

Personal

Die Mitarbeiter der Sparkassen Immobilien AG sind eines der wichtigsten Assets des Unternehmens. Mit ihrer umfassenden Expertise, ihrer langjährigen Erfahrung und ausgezeichneten Kontakten in den jeweiligen Märkten sichern sie die Qualität des Immobilienportfolios und die nachhaltig ausgerichtete Strategie der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2008 hat die Sparkassen Immobilien AG sämtliche operative Steuerungsfunktionen personell internalisiert. Damit sind die Mitarbeiter aus den Kernbereichen Akquisition, Projektentwicklung, strategisches Asset Management, Controlling und Finance, Risik Management, Recht/Compliance sowie Investor Relations und Kommunikation seit Mai 2008 direkt in der Gesellschaft beschäftigt. Der Vorstand war bereits vor der Internalisierung direkt bei der Sparkassen Immobilien AG angestellt.

Zur Nutzung von Synergien werden einige Unternehmensfunktionen auch weiterhin mittels externer Dienstleistungsverträge abgewickelt. Administrative Bereiche wie IT, Personal, Cash Management, Beteiligungsgestion und Teile des Asset Managements werden im Rahmen des neu verhandelten Verwaltungsvertrages durch die Immorent AG, eine 100 %-Tochter der Erste Group, erbracht.

Ganz wesentlich hervorzuheben ist, dass die Internalisierung von maßgeblichen Lenkungsfunktionen und die Veränderung des Verwaltungsvertrages mit keinerlei Abschlagszahlungen an den bisherigen Dienstleister Immorent AG verbunden waren und somit ohne zusätzliche Kosten für die Aktionäre durchgeführt wurden.

In unserem neuen Head Office im Akademiehof am Karlsplatz in Wien, einem Bürogebäude aus dem eigenen Portfolio, das wir im Oktober 2008 bezogen haben, arbeiten 24 Mitarbeiter (Stichtag: 31.12.2008). Alle wesentlichen Steuerungsfunktionen werden von hier aus wahrgenommen. Durch die Zusammenführung der Mitarbeiter an einen Standort wurde die tägliche Zusammenarbeit und Kommunikation stark vereinfacht und die Effizienz der Arbeitsabläufe gesteigert.

Im Ausland beschäftigt die Sparkassen Immobilien AG 44 Mitarbeiter (Stichtag: 31.12.2008) in eigenen Tochtergesellschaften in Deutschland und Ungarn. Der Vorstand ist seit jeher direkt bei der Sparkassen Immobilien AG angestellt. Um den künftigen Herausforderungen mit dem erforderlichen Know-how begegnen zu können, nahmen die Mitarbeiter umfassende Aus- und Weiterbildungsangebote wahr. Durchschnittlich wurden im Jahr 2008 pro Mitarbeiter EUR 1.000 für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen aufgewendet.

Corporate Social Responsibility

Als Immobilieninvestor ist die Sparkassen Immobilien AG besonders eng mit Wirtschaft und Gesellschaft verflochten. Daraus resultiert eine Verpflichtung unseren Investoren, Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, aber auch der Umwelt und der Gesellschaft im Allgemeinen gegenüber. Wir definieren Corporate Social Responsibility als ein Konzept, das auf freiwilliger Basis verstärkt Verantwortung für soziale und Umweltbelange übernimmt und in die Unternehmenstätigkeit sowie in die Wechselbeziehung mit den Aktionären integriert. Themen wie Ethik, Corporate Governance, Arbeitsbedingungen und weitere Beiträge zum Allgemeinwohl sind elementarer Bestandteil unserer Unternehmensausrichtung. Durch gezieltes, verantwortungsvolles Handeln will das Unternehmen zum Wohl der Gemeinschaft beitragen und dadurch einen nachhaltigen Mehrwert erzielen. Auch unsere langfristig ausgerichtete Investment Strategie, realistische Markteinschätzungen und die vorsichtige Bewertung unserer Immobilien stellen in dem 21-jährigen Bestehen der Sparkassen Immobilien AG nachhaltige Faktoren der Investitionsund Managemententscheidungen dar.

Umwelt

Die Sparkassen Immobilien AG ist gerade durch ihre Kerntätigkeit, die Investition in und Entwicklung von Immobilien, auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Aufgrund unserer langfristig angelegten Unternehmensstrategie achten wir besonders genau auf die Substanz und die Werthaltigkeit der Immobilien. Beinahe die Hälfte unserer Gebäude halten wir bei zunehmender Wertentwicklung bereits länger als zehn Jahre in unserem Portfolio. Während dieser Zeit investieren wir laufend in die Substanz unseres Portfolios und erreichen durch Anwendung sehr hoher Standards zum Beispiel eine deutlich verbesserte Energieeffizienz. Mit jährlichen Investments von über EUR 20 Mio. werten wir Standorte in Österreich, Deutschland und den CEE-Ländern auf, sorgen für zusätzliche Arbeitsplätze, verbessern Wohn- und Arbeitsumfelder und verändern Stadt- und Landschaftsbilder nachhaltig positiv.

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Personal, CSR

Um einen aktiven Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten, setzen die Sparkassen Immobilien AG und ihre Partner auf die höchstmögliche Standards bei der Auswahl von umweltfreundlichen Materialien und Bauweisen. Auch in den CEE-Ländern folgen wir österreichischen Standards, die häufig deutlich über den lokalen Normen liegen. Bei unseren Projektentwicklungen prüfen wir, inwieweit wir bestehende Anforderungen an umweltverträgliche Aspekte übertreffen können. So stehen zum Beispiel bei Fassaden neuer Projekte Überlegungen zur Energieeffizienz immer gleichwertig neben der Ästhetik eines Gebäudes, um hohen Heiz- und Kühlenergieverbrauch und damit verbundene CO2 -Emissionen zu vermeiden. Ein ganz wichtiger Aspekt bei unseren Projektentwicklungen ist die Auswahl des Standortes und die damit verbundene Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Das Bürogebäude Gemini in Prag zum Beispiel liegt direkt neben einer U-Bahn-Station, das Shopping- und Bürocenter Sun Plaza in Bukarest verfügt beispielsweise über einen direkten U-Bahn-Zugang.

Im Zuge umfassender Sanierungsmaßnahmen wurden bei unserem deutschen Wohnportfolio und beim Umbau des Hotels Marriott in Budapest neue, besser isolierende Gebäudehüllen oder neue Heizungssysteme eingebaut. Die Umstellung eines Gebäudes, das zuvor komplett mit Öfen beheizt wurde, auf eine Zentralheizung ergibt eine Reduzierung des Energieverbrauches von bis zu 30 % und der Emissionen von bis zu 50 %. Klima- und Heizungstechnik, modernster Dämm-, Isolier- und Schallschutz erhöhen nicht nur die Rendite und die Effizienz einer Immobilie, sondern reduzieren auch den Energieverbrauch erheblich.

Die Sparkassen Immobilien AG beachtet sämtliche gesetzliche Vorgaben im Hinblick auf behindertengerechte Bauweise und Ausstattung. Wo es schon in der Konzeption möglich ist, versuchen wir, alle neuesten Standards in diesem Bereich umzusetzen. In den CEE-Ländern, in denen der Behindertenschutz einen wesentlich geringeren Stellenwert hat, halten wir konsequent an den hohen österreichischen Standards fest.

Kunden und Partner

Die Sparkassen Immobilien AG ist davon überzeugt, dass umfangreiche und transparente Information, gegenseitiger Respekt und eine faire Gesprächsbasis auf gleicher Augenhöhe die Grundlage für eine langfristig gute Beziehung zu unseren Kunden und Partnern ist. Wir verurteilen sämtliche Vereinbarungen, die das wirksame Spiel eines fairen Wettbewerbs verhindern können, vor allem wenn es um ethisch verwerfliche Geschäftsvorgänge geht, und haben dazu interne Richtlinien für alle Mitarbeiter erarbeitet und eingeführt.

Mitarbeiter

Als international tätiges Unternehmen beschäftigt die Sparkassen Immobilien AG eine Vielzahl von Mitarbeitern, die sich in Geschlecht, Lebensform, Muttersprache, Kultur, Religion und Lebensalter voneinander unterscheiden. Diese Vielfalt betrachten wir als wertvolles Gut, das Kreativität und Innovation fördert. Die berufliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter, aber auch die Ausgeglichenheit zwischen Privatund Berufsleben hat einen hohen Stellenwert in der Sparkassen Immobilien AG. Dafür steht unserem Team ein umfangreiches Service-Angebot aus den Bereichen Gesundheitsvorsorge, Work-Life-Balance und Sport zur Verfügung.

Soziales und gesellschaftliches Engagement

Corporate Social Responsibility umschreibt generell den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. In diesem Sinne unterstützt die Sparkassen Immobilien AG diverse Projekte, die sich speziell um die Themen Obdach und Kunst drehen. Denn während die Immobilie als "Zuhause" eine zentrale Bedingung für ein menschenwürdiges Leben darstellt, bilden Kunst und Kultur jenes Dach, unter dem auch die Seele Behausung findet. Bei allen Projekten, die wir unterstützen, werden in erster Linie langfristige und nachhaltige Kooperationen bevorzugt, aber auch vereinzelt Aktivitäten gesetzt.

Seit mehreren Jahren unterstützen wir das Benefizkonzert der Caritas Socialis für die Weiterentwicklung eines Mutter-Kind-Heimes in Wien. Dabei arbeitet die Sparkassen Immobilien AG eng mit dem Verein "Kunst hilft – Verein zur Förderung sozialer und kultureller Projekte" zusammen.

Mit dem "Wiener Kunstsupermarkt" unterstützten wir auch 2008 in der Wiener Mariahilfer Straße 103, einem Objekt der Sparkassen Immobilien AG, nationale und internationale zeitgenössische Künstler. Unter dem Motto, Kunst für alle erschwinglich zu machen, bietet der Kunstsupermarkt Originalkunstwerke zu niedrigen Preisen. Auf 230 m2 wurden zuletzt über 3.000 Werke präsentiert und zum Großteil verkauft. Ausgewählte Künstler stellen ihre Werke in den Büroräumlichkeiten der Sparkassen Immobilien AG aus.

Seit 2008 besteht eine langfristig ausgerichtete Kooperation mit der Caritas. In diesem Rahmen unterstützt die Sparkassen Immobilien AG drei ganz besondere Obdach-Projekte: eines für Kinder in der Ukraine, eines für Jugendliche in Rumänien und eines für ältere Menschen in Bulgarien.

Anlassbezogen unterstützten wir 2008 über die Wiener Schulsporthilfe ein sonderpädagogisches Zentrum in Wien sowie mehrere Sport- und Kulturveranstaltungen wie die deutschgriechische Dichterlesung "Brücken der Seelen". Bei der Auswahl der Projekte legen wir hohen Wert auf den Bezug zum Kerngeschäft sowie die Einbindung der eigenen Mitarbeiter. Sie waren bei der Auswahl zusätzlicher Projekte für 2009 maßgeblich beteiligt und werden laufend in die Kooperationen eingebunden.

Forschung und Entwicklung

Bei Immobiliengesellschaften, die in mehreren Märkten und Segmenten tätig sind, und darüber hinaus eigene Immobilien entwickeln, besteht Forschung zu einem wesentlichen Teil aus Marktforschung, Analysen und Studien, um zukünftige Tendenzen auf sich verändernden Märkten vorwegnehmen zu können.

Lokale Marktgegebenheiten und verschiedene Nutzungsarten, generelle Mietmarktverhältnisse, die Finanzierungskonditionen, Baukosten, Bautechniken sowie mikro- und makroökonomische Aspekte sind immer wieder Grundlage für alle wesentlichen operativen Entscheidungen und werden sowohl auf Gesellschaftsebene als auch mit Hilfe von Partnern und Beratern kontinuierlich erhoben und weiterentwickelt. Jede Akquisition, Veräußerung oder Projektentwicklung sowie deren Finanzierung und Risk Management basieren auf ausführlicher Marktforschung und Evaluierung der neuesten Trends.

Um den Erfolg der Sparkassen Immobilien AG langfristig zu sichern, werden verschiedene Instrumente und Werkzeuge angewendet, ständig weiterentwickelt und auf neuestem Stand gehalten.

Case-Study: Asset Management Softwareentwicklung

Um das Immobilienportfolio bestmöglich analysieren und Erträge optimieren zu können, wurde mit Hilfe von externen Beratern eine Immobilien-Controlling- und Reporting-Software (ICRS) entwickelt. Durch das umgehende Veranschaulichen von Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren, ist es möglich, auf Marktbewegungen rasch zu reagieren.

Case-Study: Casino im Novotel Bukarest

Im Jahr 2006 wurde das Hotel Novotel in Bukarest von der Sparkassen Immobilien AG erworben. Der Preis reflektierte die damalige Marktmeinung, dass eine Nutzfläche von rund 2.000 m² innerhalb des Hotels nur schlecht genutzt werden könne und die Zielmieten dementsprechend geringer ausfallen würden. Nach einer detaillierten und umfassenden Marktstudie und Sensitivitätsanalyse wurde eine optimale Lösung gefunden: Die vermeintlich schwer zu nutzende Fläche eignet sich hervorragend dafür, ein Casino zu betreiben. Die notwendige Lizenzierung wurde eingeholt, ein Mietvertrag mit einem renommierten, internationalen Betreiber abgeschlossen, und die Flächen 2008 entsprechend umgebaut. Am Ende dieses Prozesses steht nunmehr eine beträchtliche Aufwertung des Objektes, die durch unser Know-how erreicht werden konnte.

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F & E, Risikobericht

Risikobericht

Aufgrund ihres Engagements in unterschiedlichen Märkten und Segmenten ist die Sparkassen Immobilien AG mit mehrfachen Risiken konfrontiert. Diese könnten ohne entsprechendes Risk Management das Geschäftsergebnis negativ beeinflussen und das Erreichen strategischer Unternehmensziele verhindern.

Die bewusste Diversifizierung, die die Sparkassen Immobilien AG betreibt, trägt jedoch zu einer Verringerung möglicher Risiken bei und eröffnet dadurch zugleich zahlreiche Chancen. Risiken und Chancen zusammen bilden das "Risikouniversum" des Konzerns – ein wichtiges Werkzeug im Rahmen des Risk Management-Prozesses.

Risk Management-System

Für den gesamten Konzern wurde ein einheitliches Risk Management-System implementiert. Damit lassen sich nicht nur potenzielle strategische und operationale Risiken identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen treffen, sondern es hilft auch, Chancen und Möglichkeiten für den Konzern zu erkennen. Das Risk Management berichtet als Stabsstelle direkt an den Vorstand. Es bedient sich modernster Instrumente, um Risiken identifizieren, messen, kontrollieren und überwachen zu können. In regelmäßigen Abständen werden gemeinsam mit der Geschäftsleitung Workshops veranstaltet, die darauf abzielen, neue Risikobereiche zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen zu definieren, um so potenziellen Risiken weniger ausgesetzt zu sein.

Die Funktionsfähigkeit unseres Risk Managements wird einmal pro Jahr vom Konzernabschlussprüfer analysiert, der direkt an den Aufsichtsrat berichtet.

Strategisches Risiko

Das strategische Risiko hängt eng mit den Märkten und Segmenten zusammen, in denen die Sparkassen Immobilien AG tätig ist. Deshalb unterliegen die vom Vorstand vorgegebenen Zielsetzungen ihrerseits verschiedenen Risiken. Ob die Sparkassen Immobilien AG ihre Zielvorgaben erreicht, entscheidet sich im Umgang mit diesen Risiken. Es gehört daher

zu unserem strategischen Planungsprozess, relevante Risiken bereits in einem möglichst frühen Stadium zu berücksichtigen. Zur Vermeidung "unbekannter" Risiken, die neue Märkte mit sich bringen, beschränken wir unsere Investitionen grundsätzlich auf Regionen, in denen unser Team bereits Erfahrungen gesammelt hat und in denen wir auf die Netzwerke und Expertise unserer Partner zurückgreifen können.

Die Sparkassen Immobilien AG geht prinzipiell nur quantifizierbare Risiken ein. Damit eine Investition in einer bestimmten Region in Erwägung gezogen werden kann, müssen die dortigen Risiken in Bezug auf die rechtliche und politische Situation, das Marktumfeld und die Stabilität bestimmten Kriterien entsprechen. Kroatien ist das einzige Nicht-EU-Land, in dem die Sparkassen Immobilien AG derzeit investiert ist. Hier beschränkt sich die Tätigkeit des Konzerns auf ein einziges Bürogebäude in Zagreb.

Jede Akquisition wird von der Risk Management-Abteilung einem unabhängigen Monitoring unterzogen. Die Strategie, die mit ihr verfolgt wird, unterliegt kritischen Analysen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden in der Folge, ebenso wie die potenziellen Risiken und Chancen, ausgiebig mit dem Aufsichtsrat diskutiert, bevor eine Genehmigung erteilt werden kann.

Marktrisiko

Unter Marktrisiko verstehen wir die allgemeinen Risiken in jenen Märkten, in denen die Sparkassen Immobilien AG derzeit tätig ist. Dazu gehören insbesondere die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines Landes, die Stärke seines Finanzsektors, die Entwicklung des Nutzer- und Anlegermarktes und die daraus resultierenden Auswirkungen auf Marktmieten und Renditen.

Unser diversifiziertes Portfolio mit seinen unterschiedlichen Zyklen bietet einen wirksamen Schutz gegen die negativen Auswirkungen der oben genannten Faktoren. Überdies handelt es sich bei den von der Sparkassen Immobilien AG erworbenen und gehaltenen Objekten im Allgemeinen um qualitativ hochwertige Immobilien an erstklassigen Standorten. Diese bewähren sich auch angesichts negativer Entwicklungen der Investmentund Mietmärkte, wie sich anhand unserer erfolgreichen Verkäufe gezeigt hat.

Vor jedem Kauf oder Verkauf einer Immobilie wird eine gründliche Analyse der mikro- und makroökonomischen Marktentwicklungen durchgeführt. Zugleich gilt es, regionale und strukturelle Klumpenrisiken zu identifizieren.

Das profunde Verständnis der verschiedenen Marktrisiken in den einzelnen lokalen Märkten hilft uns, Gewinne zu maximieren. Daher setzen wir bewusst auf lokale Partner oder unsere eigenen Teams, wenn es darum geht, erforderliche Ortskenntnis zu erlangen und Richtlinien für unseren Entscheidungsprozess auszuarbeiten. Nur wenn wir die lokalen und regionalen Entwicklungen verstehen, können wir unsere strategische und operative Planung zeitgerecht anpassen. Dieser Zugang hat es uns beispielsweise erlaubt, eine strukturelle Umschichtung der Gewichtung unseres Portfolios vorzunehmen und Immobilien zu verkaufen, als diese ihren jeweils höchsten Marktwert erreicht hatten.

Immobilien- und Objektrisiken

Unter Immobilienrisiken verstehen wir die Risiken der einzelnen Standorte, die sich sowohl auf den Standort selbst als auch auf dessen Umfeld beziehen können. Objektrisiken hängen mit dem Gebäude, seinem Zustand und der Vermietungssituation zusammen.

Das wichtigste Instrument im Umgang mit Immobilien- und Objektrisiken besteht in einer umfassenden Due-Diligence-Prüfung vor dem Kauf. Diese Prüfung bezieht alle wichtigen Fragen mit ein, insbesondere solche, die in Zusammenhang mit der Rechtssituation, dem Immobilienmarkt, mit wirtschaftlichen, steuerlichen und sozialen Fragen und den technischen Aspekten einer Liegenschaft stehen.

Indem wir in erster Linie in erstklassige Objekte in zentralen Lagen investieren, verringern wir schädliche Risiken weitgehend bereits im Vorfeld. Objekte, die diesen Kriterien nicht entsprechen, werden nur in Ausnahmefällen angekauft.

Die Risiken im Zusammenhang mit bestehenden Objekten unterliegen in allen unseren Märkten dem Monitoring und der Kontrolle durch unsere Asset-Management-Teams und Partner vor Ort. Zu jedem Objekt werden regelmäßig kaufmännische

und technische Berichte verfasst. Ein standardisiertes Software-Tool liefert alle Schlüsseldaten und dient als "Frühwarnsystem" für sämtliche Risk Management-Funktionen. Die ausgelagerte Interne Revision der Sparkassen Immobilien AG führt in Absprache mit der Risk Management-Funktion regelmäßige Prüfungen der Asset-Management-Teams und der angewendeten Prozesse durch.

Entwicklungsrisiko

Generell unterliegt das Entwicklungsportfolio höheren Risiken als bereits bestehende Objekte. Diesen höheren Risiken müssen natürlich auch höhere Renditen gegenüberstehen. Im Zuge unserer Risiko-Renditestrategie wird der Anteil von Entwicklungsprojekten am Gesamtportfolio niedrig gehalten, um zu gewährleisten, dass die Erträge größtenteils aus Mieteinnahmen bestehender Objekte generiert werden können. Die Abhängigkeit von höheren Mieteinnahmen und Aufwertungsgewinnen aus neuen Entwicklungsprojekten wird somit verringert. Entwicklungsprojekte machen rund 16 % des Portfoliowertes aus.

In der Vorentwicklungsphase stellen rigorose Analysen und Sensibilitätstests unserer Projektmanager sicher, dass die Projekte selbst dann profitabel bleiben, wenn sich wesentliche Variablen verändern. Diese Phase dient auch dazu, sicherzustellen, dass Baugenehmigungen und gewünschte Widmungen vorliegen und die Kosten möglichst gering gehalten werden. Die Sparkassen Immobilien AG arbeitet ausschließlich mit Entwicklungspartnern zusammen, die eine überzeugende Erfolgsbilanz vorweisen und über einen ausgezeichneten Ruf verfügen.

Um unsere Risiken in der Bauphase zu begrenzen, sehen unsere Verträge eine entsprechende Aufteilung der Anreize zwischen den Parteien und eine gemeinsame Übernahme der Risiken (etwa im Zusammenhang mit der Vermietung oder den Baukosten) vor. Die Sparkassen Immobilien AG sichert sich auch umfangreiche Kontrollrechte. Ein unabhängiger, integrierter Projektrisikomanagement-Prozess begleitet unsere Projektmanager und Partner während des gesamten Projektlebenszyklus. So können wir Risiken bereits zu einem frühen Zeitpunkt identifizieren und Gegenmaßnahmen rechtzeitig einleiten.

Risikobericht

Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

Da die Fremdfinanzierung im derzeitigen Marktumfeld schwierig ist, verlassen wir uns bei der Umsetzung von Projekten nicht auf Baudarlehen, sondern stellen einen Großteil der Finanzierung mit

Schließlich verkauft die Sparkassen Immobilien AG als Immobiliengesellschaft nicht alle Objekte sofort nach ihrer Fertigstellung, sondern kann den Veranlagungszeitraum flexibel entscheiden. Dadurch profitieren wir von hohen Mieterträgen der Objekte und verkaufen erst bei günstigen Marktbedingungen.

Währungs- und Zinsrisiko

Eigenkapital auf.

Das Wechselkursrisiko der Sparkassen Immobilien AG ist minimal, weil fast alle Mietverträge auf Euro lauten.

Die Ausleihungen des Konzerns bestehen mehrheitlich aus langfristigen, variabel verzinsten Krediten. Das Zinsrisiko wird zu 100 % mit Zinsswaps, Caps und Collars abgesichert, deren durchschnittliche Laufzeit sechs bis acht Jahre beträgt.

Regelmäßig durchgeführte Stresstests zeigen, dass dank unserer Hedgingstrategie sogar eine massive Anhebung der Zinssätze nur relativ geringe und unwesentliche Auswirkungen auf unsere Finanzierungskosten hätte. Über die Collar-Instrumente nehmen wir allerdings weiterhin in gewissem Ausmaß an fallenden Zinssätzen teil. Der Hedgingprozess wird von der Risk Management-Abteilung einem unabhängigen Monitoring unterzogen.

Liquiditäts- und Kreditgeberrisiken

Die Sparkassen Immobilien AG minimiert ihre Liquiditätsrisiken durch eine nachhaltige Loan-to-Value Ratio, langfristige Rückzahlungsverpflichtungen und ausreichende Barreserven.

Dank unserem ständigen Liquiditätsmanagement können wir gewährleisten, dass bei Bedarf ausreichende Kredite und Kreditlinien zur Verfügung stehen, um unseren Verpflichtungen nachkommen und Chancen wahrnehmen zu können.

Ein weiterer Vorteil unseres konservativen Risikoansatzes besteht darin, dass rund 36 % des Immobilienbestandes vollständig unbelastet sind und bei Bedarf für Besicherungen

herangezogen werden könnten. Das Liquiditäts- und Finanzmanagement-Team der Sparkassen Immobilien AG kontrolliert die gesamte Finanzplanung und -strukturierung. Diese wird von der Risk Management-Abteilung, die regelmäßige Sensibilitätsanalysen der Liquiditätsplanung durchführt, unabhängig überwacht. Dadurch können zusätzliche Erkenntnisse über das Liquiditätsrisiko des Konzernes gewonnen werden.

Größere Engagements (vor allem auch Projektentwicklungen) dürfen erst nach dem positiven Abschluss einer Liquiditätsprüfung genehmigt werden.

Drittparteien-Risiken im Zusammenhang mit unseren Kreditgebern werden durch ein diversifiziertes Schuldenportfolio mit kleineren Krediten bei vielen verschiedenen Banken minimiert. Zusätzlich kann die Sparkassen Immobilien AG auf ihre langjährigen Beziehungen zu Banken verweisen, die ihr selbst in Zeiten restriktiver Kreditvergaben die benötigten Langzeitkredite sichern.

Operationale Risiken

Operationale Risiken werden durch die organisatorische Trennung betrieblicher Prozesse auf ein Minimum beschränkt: Geschäftsabschluss, Abwicklung und Risk Management erfolgen getrennt, und alle größeren geschäftlichen Transaktionen werden einer strikten internen Kontrolle unterzogen. Das lokale interne Management der Sparkassen Immobilien AG arbeitet in allen Ländern eng mit Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfern zusammen.

Außerdem führt die Interne Revision des Konzerns mit Unterstützung durch internationale Wirtschaftsprüfungskanzleien alljährlich mehrere interne Prüfungen des Konzerns durch. Im Rahmen des rollenden Dreijahresprüfplans werden Systemprüfungen der verschiedenen Konzerneinheiten durchgeführt. Die Interne Revision konzentriert sich auch auf das interne Kontrollsystem (IKS) des Konzerns. Dieses System basiert auf den Standards des Regelwerkes für interne Kontrollsysteme des COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission), einer bewährten internationalen Richtlinie für interne Kontrollverfahren. Dank der detaillierten und transparenten internen Kontrollstruktur des Konzerns können operationale Risiken identifiziert, bewertet und einem ständigen Monitoring unterzogen werden. Die Befolgung der festgelegten und implementierten Richtlinien und Verfahren ist für den Erfolg des IKS entscheidend. Dazu gehören eine vernünftige Aufgabentrennung, formale Richtlinien und Bestimmungen sowie klar definierte Funktionen und Verantwortlichkeiten für alle Mitarbeiter. Detaillierte Risiko- und Kontrollmatrizen (RCM) dienen der Überprüfung der Funktionalität des IKS-Systems in allen wichtigen Prozessen.

Die verschiedenen Länder, in denen die Sparkassen Immobilien AG investiert ist, verfügen über unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen. Fehlende Rechtssicherheit oder die Unmöglichkeit, wirksame Rechtsmittel zeitgerecht in Anspruch zu nehmen, könnte sich auf unsere Finanzposition, die Betriebsergebnisse und Zukunftsaussichten deutlich negativ auswirken. Für Verträge mit internationalen oder lokalen Partnern und Dienstleistern über Eigentum, Entwicklung, Errichtung und Betrieb von Objekten in diesen Ländern gilt meist das Recht des Landes, in dem sich das Objekt befindet. Die Rechtssysteme der CEE-Länder haben sich in den letzten Jahren drastisch zum Positiven verändert. Die Auslegung und der Verfahrensschutz der neuen Rechts- und Aufsichtssysteme müssen erst noch entwickelt werden.

Derartige Änderungen können zu einer uneinheitlichen Anwendung bestehender Gesetze und Vorschriften führen. In einigen Rechtsprechungen bestehen eventuell Unsicherheiten bezüglich des Eigentums an Immobilien, etwa die Verlässlichkeit von Rechtstiteln betreffend, die von früheren Eigentümern übernommen wurden oder bezüglich der Entschädigungsrechte im Enteignungsfall. Gründliche juristische Due-Diligence-Prüfungen verringern die Möglichkeit eines Eintrittes solcher Risiken auf ein Minimum und haben sich als besonders effektiv erwiesen.

Wir unterliegen auch aufgrund unerwarteter Änderungen geltender Gesetze oder regulativer Vorschriften bestimmten Risiken. Neue wirtschaftliche und politische Bedingungen in den Ländern, in denen wir tätig sind, können zu geänderten Vorschriften im Zusammenhang mit Bautätigkeiten, Arbeitssicherheit, aber auch Mieten, Umweltschutz, Steuern, Arbeitsrecht, Datenschutz und sonstigen gesetzlichen Bestimmungen führen. Dies kann sich auf die Entwicklung, das Eigentum und den Betrieb von Immobilien auswirken. Auch diese Risiken werden durch ständige Beobachtung und enge Beziehungen zu den Partnern vor Ort gemanagt.

Der rigorose Ansatz der Sparkassen Immobilien AG im Risk Management ermöglicht es uns, Entscheidungen überlegt und im Interesse unserer Aktionäre zu treffen.

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Risikobericht

Risiken aufgrund der Finanzkrise 2008

Die globale Finanzkrise des Jahres 2008 hat tiefgreifende Auswirkungen auf den Immobilien- und Finanzsektor, die die Geschäftstätigkeit der Sparkassen Immobilien AG beeinflussen. Obwohl sich unsere konservative Strategie im Umgang mit dieser Situation als weitgehend hilfreich erweist, sind wir trotzdem von der Krise betroffen. Uns interessieren in diesem Zusammenhang vor allem zwei Risikofelder: Mieterlöse und Finanzierungen.

Da keine geografische Region von der globalen Finanzkrise verschont geblieben ist, müssen wir davon ausgehen, dass auch einzelne Mieter mehr oder weniger stark darunter leiden, was sich ungünstig auf unsere Mieteinnahmen auswirken könnte. Die Mieten könnten möglicherweise zurückgehen, Mieteinheiten könnten länger leer stehen oder Mietverträge nur auf Teilflächen verlängert werden. Diese Risiken werden von den Asset-Management-Teams so weit wie möglich durch ständiges Monitoring gemildert. Im ständigen Dialog wird die Sparkassen Immobilien AG potenzielle Schwierigkeiten erkennen und entsprechend darauf reagieren.

Was die Finanzierungen betrifft, müssen wir uns dem anhaltenden Druck auf den Finanzmärkten stellen. Kreditvergaben werden heute restriktiver gehandhabt, und Kredite sind teurer, während zugleich der Vergabeprozess länger dauert. Die laufende Verschlechterung der Situation bei den größeren nationalen und internationalen Finanzinstituten könnte Finanzierungen für die Sparkassen Immobilien AG erschweren und in der Folge die Performance der Gruppe beeinträchtigen. Weitgehend gemildert wird dieses Risiko aber durch den geringen Refinanzierungsbedarf in den nächsten Jahren, durch kleinere Kredite bei vielen verschiedenen Instituten, niedrige Beleihungsanforderungen (LTV) und durch unsere langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit mit Banken.

Ausblick

Die allgemeine wirtschaftliche Lage hat sich im vierten Quartal 2008 weiter verschlechtert. Eine mittelfristige, geschweige denn kurzfristige Entspannung der Situation ist gegenwärtig nicht absehbar. Wirtschaftsprognosen wurden mehrfach nach unten revidiert, und es besteht kein Konsens über die Entwicklung wesentlicher Parameter wie Inflation, Deflation, Zinslandschaft, Kapitalmarkt und vor allem den Zeitpunkt des Konjunkturumschwunges in den Investitionsmärkten der Sparkassen Immobilien AG.

Insgesamt herrschen über die Entwicklung der Märkte im Generellen und der Immobilienmärkte im Besonderen unterschiedliche Ansichten. Das vor Kurzem noch als positiv gesehene Aufholpotenzial in den Ländern Zentral- und Osteuropas ist einem negativen Sentiment dieser Region gegenüber gewichen. Fallende Leitzinsen und steigende Immobilienrenditen führen dazu, dass das Interesse an Immobilien langsam wieder wächst – unter anderem aufgrund von längerfristigen Inflationssorgen. Investoren stehen zum Teil wieder in den Startlöchern, jedoch ist die allgemeine Kapitalversorgung und Finanzierungsbereitschaft noch sehr schwach und das Transaktionsvolumen damit weiterhin niedrig.

Wegen der sehr volatilen Situation auf den Finanz- und Immobilienmärkten sind konkrete Ergebnisprognosen derzeit seriös nicht zu tätigen. Davon unabhängig ist die Sparkassen Immobilien AG sehr gut aufgestellt. Wir sind daher zuversichtlich, trotz der Ungewissheit im jetzigen Markt den eingeschlagenen Weg konstant weiter gehen zu können. Wir verfügen über ein nach Nutzungsart, geografischer Lage und Investmentgröße breit diversifiziertes Portfolio, das aus qualitativ hochwertigen Immobilien mit einer soliden Mieterstruktur in sehr guten Lagen besteht. Ein Drittel der Mieterträge stammt aus Wohnimmobilien, und über 70 % der Erträge werden in Deutschland und Österreich generiert, womit unser Portfolio generell widerstandsfähig ist. Angesichts der Situation wurden die Expansionspläne überarbeitet und reduziert. Das Immobilienvermögen der Sparkassen Immobilien AG wird 2010 rund EUR 2 Mrd. betragen. Zusätzlich erlaubt es die sehr schlanke Organisationsstruktur der Sparkassen Immobilien AG, Effizienzen zu steigern und Kosten zu optimieren.

Der strategische Fokus wird 2009 auf der Forcierung und Optimierung des bestehenden Portfolios, aktivem Asset Management, der Fertigstellung der in Bau befindlichen Entwicklungsprojekte und der Konzentration auf günstige Ankaufs- und Verkaufsmöglichkeiten liegen. Das bedeutet für die weitere Entwicklung der Sparkassen Immobilien AG:

_Wir werden mit der Fertigstellung der Projekte unseren Cashflow 2009 und 2010 deutlich steigern.

_Wir werden günstige Gelegenheiten für Ankäufe, zum Beispiel die Akquisition des neuen OMV Head Office in Wien, zur langfristigen Stärkung des Portfolios nutzen.

_Wir werden unsere solide konservative Finanzierungsstruktur beibehalten.

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Vorwort des Vorstandes

Ausblick, Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

In Wien wurden Verträge über den Ankauf des neuen OMV Head Office sowie des Hotels Marriott Courtyard abgeschlossen. Die neuen Objekte sind Bestandteil des Areals Viertel Zwei, das in unmittelbarer Nähe des Messegeländes zwischen Prater und Krieau liegt und einen der vielversprechendsten Bürostandorte in Wien darstellt. Das OMV Head Office verfügt über 40.000 m² Büromietfläche und wurde für das herausragende Gesamtkonzept mit dem DIVA Award ausgezeichnet. Das Vier-Sterne-Hotel Marriott Courtyard verfügt über 251 Betten und profitiert von der unmittelbaren Nähe des Messegeländes sowie der umliegenden Bürostandorte.

Parallel zum Kauf des neuen OMV Head Office wurde Einigung darüber erzielt, den Verkauf der bisherigen OMV-Zentrale am Otto-Wagner-Platz im neunten Wiener Gemeindebezirk an die BLM-IG Bauträger GmbH abzuschließen.

Die Transaktionen werden voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2009 abgeschlossen.

II. Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss der Sparkassen Immobilien Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkassen Immobilien Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, am 3. April 2009

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

(als Gesamtrechtsnachfolgerin der Eidos Deloitte Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mbH)

Mag. Dr. Claudia Fritscher-Notthaft ppa. Mag. DDr. Wolfgang Arndorfer

Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird.

Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

Konzernabschluss

  • 56 Konzernbilanz
  • 58 Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
  • 59 Konzern-Cashflow Statement
  • 60 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Ableitung des Grundkapitals Entwicklung der Aktien Kapitalrücklagen
  • 61 Konzernanhang (Notes)
  • 90 Immobilienportfolio
  • 92 Bilanzeid
  • 92 Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
  • 94 Glossar
  • 96 Impressum

Konzernbilanz

zum 31. Dezember 2008

in TEUR Note 31.12.2008 31.12.2007
AKTIVA
A. Langfristiges Vermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sonstige 296 285
II. Sachanlagen
1. Immobilien 15, 16
a) Vermietete Immobilien 1.377.997 1.209.788
b) Zum Verkauf bestimmte vermietete Immobilien 0 31.600
c) Selbst betriebene Hotels 148.276 90.390
d) Anlagen in Bau und unbebaute Grundstücke 281.389 196.674
1.807.662 1.528.451
2. Sonstige Sachanlagen
a) Sonstige 11.123 5.032
III. Finanzanlagen 17
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 209 227
2. Beteiligungen 2.911 6.597
IV. Langfristige Forderungen
1. Latente Steuern 20 16.951 1.577
1.839.152 1.542.168
B. Kurzfristiges Vermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.575 8.994
2. Finanzierungsforderungen/Barvorlagen 2.617 22.921
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 47.700 29.431
59.892 61.346
II. Wertpapiere, Wertrechte und Anteile 2 87.144
III. Liquide Mittel 19 243.541 31.010
303.435 179.500
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.958 1.080
2.144.545 1.722.748

57 Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

in TEUR Note 31.12.2008 31.12.2007
PASSIVA
A. Eigenkapital 21, 22
I. Grundkapital 247.509 247.509
II. Rücklagen 323.676 329.489
III. Konzerngewinn 5.813 25.910
IV. Fremdanteil 26.088 16.694
603.086 619.602
B. Genussscheinkapital (nachrangig) 23 286.879 297.094
C. Langfristige Verbindlichkeiten
1. Langfristige Bankverbindlichkeiten
24 668.807 468.475
2. Rückstellungen 20, 25
a) Latente Steuern 40.566 34.406
b) Sonstige 17.794 8.613
58.360 43.019
3. Sonstige Verbindlichkeiten 26
a) Langfristige Finanzverbindlichkeiten 150.753 76.014
b) Baukosten- und Finanzierungsbeiträge der Mieter 11.739 11.699
c) Wohnbauförderung 5.136 5.624
d) Andere 12.143 5.489
179.771 98.826
906.938 610.320
D. Kurzfristige Verbindlichkeiten
1. Bank- und Finanzverbindlichkeiten 24 260.457 148.983
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.281 12.563
3. Sonstige Verbindlichkeiten 57.525 29.770
340.263 191.316
E. Rechnungsabgrenzungsposten 7.379 4.416
2.144.545 1.722.748

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung vom 1.1.2008 bis zum 31.12.2008

in TEUR Note 1.1. - 31.12.
2008
1.1. - 31.12.
2007
1. Umsatzerlöse 7 109.211 95.891
davon Mieterlöse 85.737 74.992
2. Neubewertung Liegenschaften 8 -30.682 41.119
3. Sonstige betriebliche Erträge 9 6.483 3.906
4. Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien 10 8.318 12.593
5. Betriebsleistung 93.330 153.509
6. Abschreibungen 16 -4.737 -3.894
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 11 -64.801 -49.578
8. Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit/EBIT 23.792 100.037
9. Finanzergebnis 12 -9.552 -20.470
10. Aufwendungen für Genussscheine 13 -6.442 -44.166
11. Periodenüberschuss vor Steuern/EBT 7.798 35.401
12. Ertragssteuern 14 -2.072 -6.749
13. Periodenüberschuss nach Steuern 5.726 28.652
14. Den Minderheiten zurechenbarer Periodenüberschuss
(Minderheitenanteile)
87 -2.742
15. Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer
Periodenüberschuss (Konzernperiodenüberschuss)
5.813 25.910

Ergebnis je Aktie:

In der Kennziffer "Gewinn je Aktie" wird der Periodenüberschuss der durchschnittlichen Anzahl an im Umlauf befindlichen Stammaktien gegenüber gestellt.

1-12/2008 1-12/2007
Eigenanteil am Konzerngewinn in TEUR 5.813 25.910
Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf 68.118.718 68.118.718
Konzerngewinn je Aktie (unverwässert = verwässert) in EUR 0,09 0,38

Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht

Konzernabschluss Konzern-Cashflow Statement

in TEUR 2008 2007
Jahresüberschuss vor Steuern/EBT 7.798 35.401
Neubewertung von Liegenschaften 30.682 -41.119
Abschreibungen 4.737 3.894
Gewinn aus Veräußerung von Immobilien -8.318 -12.593
Gezahlte Steuern -874 -861
Zinsensaldo 9.552 43.254
Genussscheinaufwand 6.442 21.382
Cashflow I 50.019 49.358
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände -4.714 -11.956
Rückstellungen und sonstige langfristige Verbindlichkeiten 26.433 78.560
Kurzfristige Verbindlichkeiten und PRA 151.909 139.592
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Konzern-Cashflow) 223.647 255.554
Geldflüsse aus Investitionstätigkeit
Erwerb von Immobilienvermögen -330.626 -487.620
Erwerb von Geschäftsausstattung und immateriellen Anlagen -6.102 -3.510
De-/Investitionen in Finanzanlagen 6 -224
Erlös aus Veräußerung von Immobilien bzw. -besitzgesellschaften 52.975 164.977
Erhaltene Zinsen und sonstige Finanzerträge 29.171 8.768
Cashflow aus Investitionstätigkeit -254.576 -317.610
Geldflüsse aus Finanzierungstätigkeit
Geldzufluss aus Begebung von jungen Aktien 0 0
Erwerb eigene Genussrechte -2.039 -61.746
Einzahlung Fremdanteile 10.920 -885
gezahlte Ausschüttung s IMMO INVEST -14.174 -16.714
Netto-Geldzufluss/-abfluss 200.332 207.500
Gezahlte Zinsen -38.723 -28.533
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 156.316 99.622
Nettoveränderung von liquiden Mitteln 125.387 37.566
Liquide Mittel, Wertpapiere, Wertrechte und Anteile am Beginn des Geschäftsjahres 118.154 80.588
Liquide Mittel, Wertpapiere, Wertrechte und Anteile am Ende des Geschäftsjahres 243.541 118.154
125.387 37.566

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

in TEUR Grundkapital Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Fremdanteile Summe
Stand 1.1.2008 247.509 241.301 114.098 16.694 619.602
Cash-Flow Hedges 0 0 -41.850 0 -41.850
darauf entfallende Ertragssteuern 0 10.127 0 10.127
Direkt im Eigenkapital erfasster Nettobetrag 0 0 -31.723 0 -31.723
Konzernergebnis 0 0 5.813 -87 5.726
Summe erfasster Erträge und Aufwendungen 0 0 -25.910 -87 -25.997
Erwerb 0 0 0 10.920 10.920
Abgang 0 0 0 -1.439 -1.439
Stand 31.12.2008 247.509 241.301 88.188 26.088 603.086
in TEUR Grundkapital Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Fremdanteile Summe
Stand 1.1.2007 (At Cost) 247.509 241.301 35.863 33.430 558.103
Änderung der Bilanzierungsmethode/Restatement 0 0 52.989 1.123 54.112
Stand 1.1.2007 (Fair Values) 247.509 241.301 88.852 34.553 612.215
Finanzinstrumente – Available-for-Sale 0 0 4.271 0 4.271
Währungsdifferenzen 0 0 -3.742 -77 -3.819
darauf entfallende Ertragssteuern 0 0 -1.193 0 -1.193
Direkt im Eigenkapital erfasster Nettobetrag 0 0 -664 -77 -741
Konzernergebnis 0 0 25.910 2.742 28.652
Summe erfasster Erträge und Aufwendungen 0 0 25.246 2.665 27.911
Erwerb 0 0 0 5.529 5.529
Abgang 0 0 0 -26.053 -26.053
Stand 31.12.2007 247.509 241.301 114.098 16.694 619.602

Ableitung des Grundkapitals

in TEUR 31.12.2008 1.1.2008 Veränderung
Gesamtes Grundkapital 247.509 247.509 0
Eigene Aktien ( Nominalbetrag) 0 0 0
247.509 247.509 0

Entwicklung der Aktien

in Stück 31.12.2008 1.1.2008
Im Umlauf befindliche Aktien zu Beginn des Geschäftsjahres 68.118.718 68.118.718
Ausgabe junger Aktien im Rahmen der Kapitalerhöhung 0 0
Verkauf eigener Aktien 0 0
Im Umlauf befindliche Aktien zum Ende des Geschäftsjahres 68.118.718 68.118.718
Eigene Aktien im Bestand 0 0
Ausgegebene Aktien 68.118.718 68.118.718

Die Aktien notieren an der Wiener Börse.

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen stellen mit TEUR 147.110 (31.12.2007: TEUR 192.020) gebundene Rücklagen nach § 130 Abs. 1 AktG dar.

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Konzernabschluss Konzernanhang (Notes)

Sparkassen Immobilien Aktiengesellschaft

1. Berichterstattung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 der Sparkassen Immobilien Aktiengesellschaft (kurz "s IMMOBILIEN AG") basiert auf der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und der europäischen Union zur Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (IAS-VO 1606/2002), welche kapitalmarktorientierte Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zur Erstellung und Veröffentlichung ihres Konzernabschlusses für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Jänner 2005 beginnen, nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) verpflichtet. Anzuwenden sind nach Art 3 Abs. 1 der IAS-VO 1606/2002 jene Standards, welche nach Art 6 Abs.2 IAS-VO 1606/2002 im Wege des Komitologieverfahrens in den Rechtsbestand der Europäischen Union übernommen wurden. Die von der Europäischen Union International übernommenen Financial Reporting Standards (IFRS) entfalten in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union unmittelbare Wirkung und bedürfen keiner Umsetzung in nationales Recht. Authentisch im Sinne des Gemeinschaftsrechts sind sämtliche in der jeweiligen Landessprache publizierte International Financial Reporting Standards (IFRS). § 245a Abs. 1 UGB normiert eine Verpflichtung, den Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) in Sinne des Art. 4 Abs 1 IAS-VO 1606/2002 aufzustellen.

1.1. Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen

Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses zur Veröffentlichung waren die folgenden Überarbeitungen und Interpretationen vom IASB veröffentlicht und zum Teil bereits in EU-Recht übernommen, jedoch für das Geschäftsjahr 2008 noch nicht verpflichtend anzuwenden.

a) In EU-Recht übernommen und im Amtsblatt der EU veröffentlicht:

_ IFRS 8 "Geschäftssegmente" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Dieser Standard ersetzt IAS 14 und sieht vor, die Segmentberichterstattung so aufzubereiten, wie unternehmensintern an den zentralen Entscheidungsträger des Unternehmens – als Grundlage für Entscheidungen hinsichtlich Leistungsbeurteilung und Ressourcenallokation – berichtet wird (Management Approach).

  • _Überarbeitete Fassung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" (anzuwenden im Zusammenhang mit qualifizierten Vermögenswerten, deren Aktivierung am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnt): Die wesentlichste Änderung besteht darin, dass die bisherige Benchmark-Methode nicht mehr zulässig sein wird, d.h. Fremdkapitalkosten können nicht mehr ohne Rücksicht auf die Verwendung des Fremdkapitals sofort im Aufwand erfasst werden. Die Überarbeitung wird keine Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns haben, da bereits jetzt die bei qualifizierten Vermögenswerten angefallenen Fremdkapitalkosten aktiviert werden.
  • _Überarbeitete Fassung des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Die Änderungen umfassen im Wesentlichen die Klarstellung der Ausdrücke "Ausübungsbedingungen" und "Annullierungen".
  • _IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" (wäre anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2008 beginnen, wurde aber mit verpflichtender Anwendung für Geschäftsjahre, die nach dem 29. März 2009 beginnen in EU-Recht übernommen): Diese Interpretation enthält Leitlinien zur Bilanzierung von Vereinbarungen, durch die eine Regierung oder eine andere Institution Aufträge an private Betreiber vergibt, um öffentliche Dienstleistungen bereitzustellen.
  • _IFRIC 13 "Kundentreueprogramme" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen): Diese Interpretation widmet sich der Rechnungslegung von Unternehmen, die Prämiengutschriften (Treuepunkte oder Flugmeilen) an Kunden vergeben, die diese beim Kauf anderer Güter oder Dienstleistungen erhalten.
  • _IFRIC 14 "IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Diese Interpretation gibt allgemeine Leitlinien zur Bestimmung der Obergrenze des Überschussbetrags eines Pensionsfonds, der nach IAS 19 als Vermögenswert angesetzt werden kann.

_Überarbeitete Fassung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Diese Überarbeitung betrifft vorwiegend formale Aspekte des IAS 1 und stellt das Ergebnis der ersten Phase des Konvergenzprojekts von IASB und FASB zur Verbesserung und Harmonisierung der Darstellung von Finanzinformationen dar.

_Änderungen des IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben" und des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" im Hinblick auf kündbare Instrumente und Verpflichtungen, die bei Liquidation entstehen (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): In Folge der Änderungen werden einige Finanzinstrumente, die derzeit die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit erfüllen, als Eigenkapital klassifiziert, weil sie den nachrangigsten Anspruch auf das Nettovermögen des Unternehmens darstellen.

_Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" und des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" hinsichtlich der Bestimmung der Anschaffungskosten einer Beteiligung in separaten Abschlüssen (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Bei erstmaliger Anwendung der IFRSs in Einzelabschlüssen sollen es diese Änderungen dem Anwender erleichtern, die Anschaffungskosten von Beteiligungen an Tochtergesellschaften, gemeinschaftlich geführten oder assoziierten Unternehmen zu bestimmen. Außerdem sind die von solchen Unternehmen erhaltenen Dividenden künftig zur Gänze als Ertrag in der Gewinnund Verlustrechnung zu erfassen, unabhängig davon, ob die Ausschüttung aus Ergebnissen vor oder nach dem Erwerbszeitpunkt stammt.

_"Improvements to IFRSs", eine Sammlung von 35 Änderungen an verschiedenen Standards (grundsätzlich anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen, wobei für manche Änderungen abweichende Daten angegeben sind): Dieses Dokument ist das Ergebnis des ersten Annual Improvements Project, das vom IASB zur Durchführung kleinerer, nicht dringender Änderungen an bestehenden Standards ins Leben gerufen wurde.

b) Noch nicht in EU-Recht übernommen:

_Überarbeitete Fassungen des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (beide anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen): Die wesentlichen Änderungen betreffen vornehmlich Unternehmenserwerbe, die keinen vollständigen, d.h. 100%igen Anteilserwerb zum Gegenstand haben (z.B. Neuregelung der bilanziellen Darstellung von Minderheitenanteilen; erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Beteiligungsanteile bei erstmaliger Erlangung der Kontrolle; erfolgsneutrale Erfassung von Änderungen der Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen ohne Kontrollverlust).

_Überarbeitete Fassung des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (anzuwenden von Unternehmen, welche für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen, erstmalig IFRS anwenden): Die Änderungen betreffen ausschließlich den formalen Aufbau von IFRS 1, der Inhalt bleibt unverändert. Durch die neue Struktur soll die Klarheit und die Anwendbarkeit des Standards verbessert werden.

_Ergänzung zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" hinsichtlich Risikopositionen, die für das Hedge Accounting qualifizieren (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen): Die Ergänzung konkretisiert, wie die in IAS 39 enthaltenen Prinzipien zur Abbildung von Sicherungen (Hedge Accounting) auf zwei konkrete Situationen anzuwenden sind: bei einem einseitigen Risiko in Bezug auf ein gesichertes Grundgeschäft und bei Inflation in einem finanziellen gesicherten Grundgeschäft.

_IFRIC 15 "Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Diese Interpretation vereinheitlicht die Bilanzierungspraxis hinsichtlich der Erfassung von Erträgen aus dem Verkauf von Einheiten wie beispielsweise Wohnungen oder einzelnen Häusern "ab Plan" (also bevor die Errichtung abgeschlossen ist) seitens der Errichtungsgesellschaft.

_IFRIC 16 "Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen): Diese Interpretation stellt klar, was als Risiko bei der Absicherung

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Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen ist und wo innerhalb der Unternehmensgruppe das Sicherungsinstrument zur Minderung dieses Risikos gehalten werden darf. Außerdem wird geklärt, wie jene Beträge, die bei Veräußerung der Investition aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern sind, bestimmt werden sollen.

_IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen): Diese Interpretation regelt die Bewertung und Bilanzierung anderer Vermögenswerte als Zahlungsmittel, wenn diese als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner übertragen werden sollen.

_IFRIC 18 "Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden" (anzuwenden für Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 erfolgen): Diese Interpretation stellt die Anforderungen der IFRSs für Vereinbarungen klar, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden ein Objekt, eine Anlage oder Betriebsmittel erhält, die das Unternehmen dann entweder dazu verwenden muss, den Kunden mit einem Leitungsnetz zu verbinden oder dem Kunden einen permanenten Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren (zum Beispiel Versorgung mit Elektrizität, Gas oder Wasser).

_Diverse Ergänzungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" sowie IFRIC 9 "Neubewertung eingebetteter Derivate" mit verpflichtender Anwendung auf Geschäftsjahre, die ab dem 1. Juli 2008 bis zum 30. Juni 2009 beginnen.

Die genannten Neufassungen und Interpretationen werden nicht frühzeitig angewendet. Mögliche Auswirkungen der überarbeiteten Standards und Interpretationen im jeweiligen Jahr der erstmaligen Anwendung werden derzeit durch das Management analysiert.

Für zukünftige Wirtschaftsjahre sind insbesondere aus dem IFRS 8 "Operative Segmente", dem überarbeiteten IAS 23 "Fremdkapitalkosten" sowie den Anpassungen des IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" Auswirkungen auf die s IMMOBILIEN AG absehbar.

2. Allgemeine Erläuterungen

2.1. Geschäftstätigkeit

Die Sparkassen Immobilien AG notiert seit 1992 an der Wiener Börse – seit 2007 notiert die Aktie im Prime Segment. Die Gesellschaft konzentriert sich auf den Ankauf, die Vermietung und Verwertung von Immobilien in verschiedenen Regionen und Segmenten zur optimalen Portfolioveranlagung. Eine weitere Geschäftsaktivität ist die Entwicklung bzw. Errichtung von Immobilien in Kooperation mit Projekt-Entwicklungspartnern. Die Sparkassen Immobilien AG hat ihren Firmensitz in 1010 Wien, Friedrichstraße 10 und verfügt über Immobilienbesitz in Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Rumänien und Bulgarien. Eigene Tochtergesellschaften bestehen zudem in Dänemark, Zypern und in der Ukraine. Sie ist im Firmenbuch beim Handelsgericht Wien unter der Nummer 58358x eingetragen.

2.2. Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss folgt allen zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards, einschließlich der Interpretationen des "International Financial Reporting Interpretations Committee" ("IFRIC" – vormals "SIC").

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsvorschriften der s IMMOBILIEN AG Gruppe zugrunde. Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR"), gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode, aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

3. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der s IMMOBILIEN AG 70 Unternehmen (Immobilienbesitz- und Zwischenholdinggesellschaften), welche unmittelbar und mittelbar im Eigentum der s IMMOBILIEN AG stehen, einbezogen (Vollkonsolidierung):

Gesellschaft
E
Sitz L and N ominalkapital % Währung Stichtag
rstkonsolidierung
CEE Immobilien GmbH Wien A 35.000 100 EUR
CEE PROPERTY-INVEST Immobilien AG Wien A 48.000.000 100 EUR
CEE CZ Immobilien GmbH Wien A 35.000 100 EUR
German Property Invest Immobilien GmbH Wien A 35.000 100 EUR
Hotel DUNA Beteiligungs Gesellschaft m.b.H. Wien A 145.346 100 EUR
AKIM Beteiligungen GmbH Wien A 35.000 100 EUR
IMMIN Beteiligungen GmbH Wien A 35.000 100 EUR
WO Immobilienbeteiligungs GmbH Wien A 35.000 100 EUR
SO Immobilienbeteiligungs GmbH Wien A 35.000 100 EUR
CEE Beteiligungen GmbH Wien A 35.000 100 EUR
API Holding AG Salzburg A 100.000 98 EUR
E.V.I. Immobilienbeteiligungs GmbH Wien A 35.000 100 EUR
SIAG Berlin Wohnimmobilien GmbH Wien A 3.982.500 99,74 EUR
E.I.A. eins Immobilieninvestitionsgesellschaft m.b.H. Wien A 36.336 100 EUR
PCC-Hotelerrichtungs- und
Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co. KG Wien A 8.299.238 70 EUR 31.12.2008 *
PCC-Hotelerrichtungs- und Betriebsgesellchaft m.b.H. Wien A 36.336 100 EUR 31.12.2008
Neutorgasse 2–8 Projektverwertungs GmbH Wien A 35.000 100 EUR 01.01.2008
Hansa Immobilien EOOD Sofia BG 5.000 77 BGN
CEE PROPERTY BULGARIA EOOD Sofia BG 20.000 100 BGN
SIAG HOLDING LIMITED Nicosia CY 3.000 100 EUR
Areal CZ spol. s.r.o. Prag CZ 100.000 100 CZK
Eltima Property Company s.r.o. Prag CZ 200.000 100 CZK
Vila Property s.r.o. Prag CZ 1.200.000 100 CZK
REGA Property Invest s.r.o. Prag CZ 200.000 100 CZK
Tolleson a.s. Prag CZ 200.000 100 CZK
SIAG Burstah Immobilien GmbH Berlin D 25.000 100 EUR
Lützow-Center GmbH Berlin D 25.000 100 EUR
Ikaruspark GmbH Berlin D 25.000 100 EUR
SIAG Deutschland Betriebsgesellschaft mbH Berlin D 25.000 100 EUR
S Immo Geschäftsimmobilien GmbH Berlin D 25.000 100 EUR
S Immo Wohnimmobilien GmbH Berlin D 25.000 100 EUR
Markt Carree Halle Immobilien GmbH Berlin D 25.000 100 EUR
Tölz Immobilien GmbH Berlin D 25.000 100 EUR
Einkaufs-Center Sofia G.m.b.H. & Co KG Hamburg D 27.522.000 65 EUR
SIAG Deutschland Beteiligungs-Verwaltungs GmbH Berlin D 25.000 100 EUR

Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

Konzernanhang

Gesellschaft
E
Sitz L and N ominalkapital % Währung Stichtag
rstkonsolidierung
SIAG Deutschland Beteiligungs GmbH & Co. KG Berlin D 100.000 99,74 EUR
SIAG Leipzig Wohnimmobilien GmbH Berlin D 750.000 99,74 EUR
Maior Domus Hausverwaltung GmbH Berlin D 25.000 75,00 EUR
SIAG Property I GmbH Berlin D 25.000 100 EUR 01.01.2008
K.J. Ejendomme Syd APS Arhus DK 1.000.000 100 EUR
H.W.I. I ApS Arhus DK 7.000.000 100 DKK
H.W.I. III ApS Arhus DK 30.000.000 100 DKK
H.W.I. IV ApS Arhus DK 1.000.000 100 DKK
GERMAN PROPERTY INVESTMENT I APS (GPI I APS) Aarup DK 125.000 99,71 DKK
GERMAN PROPERTY INVESTMENT II APS (GPI II APS) Aarup DK 125.000 99,71 DKK
GERMAN PROPERTY INVESTMENT III APS (GPI III APS) Aarup DK 125.000 99,71 DKK
Bank-garázs Ingatlanfejlesztési és Vagyonhasznosító Kft. Budapest H 500.000 100 HUF
CEE Property-Invest Ingatlan Kft. Budapest H 100.000.000 100 HUF
Maros utca Épitési és Ingatlanhasznositási Kft. Budapest H 477.000.000 100 HUF
Buda Kereskedelmi Központ Kft. Budapest H 3.000.000 100 HUF
Duna Szálloda Zrt. Budapest H 3.392.600.000 100 HUF
Szegedi Holding Kft. Budapest H 500.000 100 HUF 01.07.2008**
Maros Holding Kft. Budapest H 500.000 100 HUF 01.07.2008**
s Immo Hungary Kft. Budapest H 98.600.000 100 HUF 01.07.2008**
Szegedi ut Ingatlankezelö Kft. Budapest H 10.000.000 100 HUF
Nagymezo utcai Projektfejlesztesi Kft. Budapest H 462.590.000 100 HUF
CEE Property-Invest Hungary 2003 Ingatlan Kft Budapest H 3.000.000 100 HUF
CEE PROPERTY INVEST ROMANIA SRL Bukarest RO 1.000 100 RON
Societate Dezvoltare Comercial Sudului (SDCS) S.R.L. Bukarest RO 1.000 100 RON
VICTORIEI BUSINESS PLAZZA S.R.L. Bukarest RO 18.852.144 100 RON
DUAL Construct Invest S.R.L. Bukarest RO 2.000 82 RON
ROTER INVESTITII IMOBILIARE S.R.L. Bukarest RO 4.472.020 100 RON
Galvaniho Business Centrum, s.r.o. Bratislava SK 200.000 100 SKK
Galvaniho 2, s.r.o. Bratislava SK 200.000 100 SKK
IPD - International Property Development, s.r.o. Bratislava SK 1.000.000 100 SKK
SIAG Fachmarktzentren s.r.o. Bratislava SK 200.000 100 SKK
SIAG Hotel Bratislava, s.r.o. Bratislava SK 200.000 100 SKK 01.07.2008
Galvaniho 4, s.r.o. Bratislava SK 200.000 100 SKK 01.01.2008
Austria Real Invest Ukraine LCC Kiew UA 66.382 100 UAH
Eurocenter, d.o.o. Zagreb HR 20.000 100 HRK 01.01.2008

* Nominalkapital = Komplementär- und Kommanditkapital

** Aufspaltung per 01.07.2008

Mit Wirkung zum 1.1.2008 erfolgte der Erwerb sämtlicher Anteile an der Neutorgasse 2-8 Projektverwertungs GmbH, diese ist ihrerseits Alleineigentümerin der EUROCENTER drustvo s ogranicenom odgovornoscu, Zagreb. Der Kaufpreis betrug rund EUR 0,1 Mio., Verbindlichkeiten wurden insgesamt in Höhe von EUR 33,5 Mio. übernommen.

Im Geschäftsjahr wurde das Portfolio um ein Büroprojekt, Galvaniho 4 s.r.o, Bratislava, erweitert. Dieses Objekt wird ein Business Center mit insgesamt 21.800 m2 Büro-Mietfläche und weiteren 1.900 m2 Mietfläche für Retail und ein Restaurant. Der Kaufpreis betrug rund EUR 7,3 Mio. Verbindlichkeiten wurden insgesamt in Höhe von EUR 10,2 Mio. übernommen.

Die SIAG Hotel Bratislava, s.r.o., eine neu gegründete Tochter der CEE CZ Immobilien GmbH, wurde im 3. Quartal 2008 erstkonsolidiert.

Im letzten Quartal wurden Kommanditanteile an der PCC-Hotelerrichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co KG um den vorläufigen Kaufpreis von EUR 23,3 Mio. erworben. Rückstellungen und Verbindlichkeiten wurden insgesamt in Höhe von EUR 26,3 Mio. übernommen. Diese Gesellschaft ist Eigentümer, Betreiber und Errichter des Hotel Marriott im ersten Wiener Gemeindebezirk.

Des weiteren wurden 100 % der Anteile an der PCC-Hotelerrichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. erworben.

Die SIAG Property I GmbH ist eine ab 01.01.2008 voll konsolidierte Tochtergesellschaft der s IMMOBILIEN AG, welche 2008 deutsche Wohnimmobilien erworben hat.

4. Konsolidierungsmethoden

Konzerninterne Transaktionen und damit zusammenhängende Erträge und Aufwendungen, Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Konzerninterne Zwischengewinne werden eliminiert.

5. Währungsumrechnung

Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung

Konzernwährung ist der Euro (EUR). Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Anlagevermögen wird grundsätzlich mit historischen Kursen umgerechnet. Die Neubewertung der vermieteten Immobilien erfolgt ausschließlich in EUR. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt mit den Durchschnittskursen der Periode.

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten abzüglich linearer planmäßiger und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden Nutzungsdauern zwischen drei und sechs Jahren angenommen.

Sachanlagen

Vermietete Immobilien

Die Bewertung des vermieteten Immobilienvermögens erfolgt ab 1.1.2007 nach der im IAS 40 enthaltenen Zeitwertmethode ("fair values").

Die Liegenschaften, welche weitgehend vermietet sind, werden in der Regel jährlich von unabhängigen, allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen unter Berücksichtigung der aktuellen Marktlage bewertet. Die Bewertung erfolgte auf Basis des Ertragswertverfahrens unter Zugrundelegung der

67

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Konzernanhang

Konzernabschluss

zukünftig nachhaltig erwirtschaftbaren Mieterträge und marktüblichen Zinssätze (Inland: 2,5 % – 5,5 %, Ausland: 5,3 % – 9,2 %). Liegenschaften, die zeitnah zum Bilanzstichtag gekauft wurden, werden auf Basis der Anschaffungskosten bewertet.

Zum Verkauf bestimmte vermietete Immobilien

Unter dieser Position werden die Buchwerte jener Immobilien zum Ausweis gebracht, für welche seitens der Konzern-Geschäftsleitung die Intention besteht, diese zeitnah zu veräußern.

Selbst betriebene Hotels, sonstige Sachanlagen

Die selbst betriebenen Hotelimmobilien werden mit den fortgeschriebenen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gem. IAS 16 (at cost) bewertet. Diese Bewertungsmethode wird auch für die sonstigen Sachanlagen angewandt.

Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer. Diese beträgt für:

Nutzungsdauer in Jahren
von bis
Selbst betriebene Hotels 25 33
Sonstige Sachanlagen 3 10

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zur Überprüfung der Wertansätze der Immobilien wird bei Vorliegen von Indizien ein Impairment Test durchgeführt. Dabei wird der beizulegende Wert dem bisher fortgeführten Buchwert der Immobilie gegenüber gestellt. Ist der Buchwert höher, so wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt.

Anlagen in Bau

Unter dieser Position werden Entwicklungen eigener Projekte ausgewiesen. Die Bewertung der Anlagen in Bau erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten einschließlich Finanzierungskosten. Bis zum 31.12.2008 wurden Fremdfinanzierungskosten in Höhe von TEUR 6.049 aktiviert.

Beteiligungen und Wertpapiere

Die Bewertung der Finanzanlage, bei denen ein Marktwert – mangels Börsenotierung – nicht feststellbar ist, erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen.

Wertpapiere und Anteile des Umlaufvermögens werden gemäß IAS 39 mit den Marktwerten bewertet ("Available-for-Sale").

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu Nennwerten, abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen, bilanziert. Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten.

Liquide Mittel

Flüssige Mittel umfassen Bargeld, jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten sowie Veranlagungen bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von unter drei Monaten.

Steuern

Der für die Berichtsperiode ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für die einzelnen Gesellschaften aus dem steuerpflichtigen Einkommen und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz absehbare Steuerquote für das Gesamtjahr und die erfolgswirksame Veränderung der Steuerabgrenzungsposten.

Für temporäre Unterschiedsbeträge in Zusammenhang mit im Rahmen der Erstkonsolidierung zugeordneten stillen Reserven von Immobilien ausländischer Tochtergesellschaften wurden keine passiven Steuerabgrenzungen gebildet, da solches Immobilienvermögen durch den Verkauf von Immobilienbesitzbzw. Zwischenholdinggesellschaften in der Regel steuerfrei veräußert werden kann z.B. in Österreich gemäß § 10 Absatz 2 KStG. Für Unterschiedsbeträge im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von inländischen Tochtergesellschaften wurden die passiven Steuerabgrenzungen unter Berücksichtigung des Steuersatzes und -wertes der erwarteten teilweisen Realisierung angesetzt.

Die latenten Steuern auf Verlustvorträge wurden insoweit aktiviert, als diese mit hoher Wahrscheinlichkeit mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können.

Finanzverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungswert erfasst.

Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellung für latente Steuern erfolgt nach der Liability-Methode mit dem Steuersatz der bei Umkehr der befristeten Unterschiede nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erwarten ist. Andere Rückstellungen wurden jeweils in Höhe der ungewissen Verbindlichkeit gebildet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente

Die s IMMOBILIEN AG Gruppe verwendet als derivative Finanzinstrumente Zinscap- und -collarvereinbarungen sowie Zinssatz-SWAPs, um bestehende Risiken aus Zinssatzerhöhungen zu vermindern. Diese werden vorerst zu Anschaffungskosten und am Abschlussstichtag mit ihrem Marktwert bewertet. Der Ausweis erfolgt unter sonstigen Forderungen (TEUR 1.481; per 31.12.2007: TEUR 6.769) bzw. sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 35.354; per 31.12.2007: TEUR 0).

in TEUR Volumen P ositiver Marktwert N egativer Marktwert
Swaps 415.087 -26.907
Caps 245.000 1.481
Collars 200.000 -8.447
Summe 860.087 1.481 -35.354

Im Geschäftsjahr 2008 ergab sich hieraus ein Aufwand von TEUR 41.850, der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurde und ein Ertrag von TEUR 1.208, der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Finanzierungsertrag" ausgewiesen wird.

Der Geschäftszweck in der s IMMOBILIEN AG umfasst den Kauf und die Entwicklung von Immobilien um aus Vermietung bzw. späteren Verkäufen per Saldo positive Cashflows zu erzielen. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt, neben der Eigenkapitalfinanzierung, auch durch Aufnahme von langfristigem Fremdkapital in Form von Hypothekarkrediten bzw. sonstigen Finanzverbindlichkeiten. Im Wesentlichen werden variabel verzinsliche Kredite, deren Zinsbindung an einen Basiszinssatz d.i. der 3-Monats, 6-Monats- und 12-Monats EURIBOR gekoppelt ist, abgeschlossen. Weiters entspricht es der Risikostrategie der s IMMOBILIEN AG, bereits kontrahierte Kreditlinien, deren Zuzählung erst im Zuge des Baufortschrittes des Immobilienprojektes erfolgt, bereits bei Vertragsabschluss mittels Derivaten (im vollen Volumen) abzusichern. Die Auszahlungen im Zuge des Baufortschrittes stellen erwartete mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Zahlungsflüsse dar.

Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Corporate Governance

Konzernanhang

Investor Relations Lagebericht Konzernabschluss

Die grundsätzliche Risikomanagementstrategie der s IMMOBILIEN AG ist die Absicherung des Zinsänderungsrisikos (d.h. die Variabilität des Basiszinssatzes) mittels gegenläufiger Derivatgeschäfte, um fixe Zahlungsströme zu zahlen und somit Immobilienprojekte langfristig besser kalkulierbar zu machen. Das Ziel des Cashflow Hedgings in der s IMMOBILIEN AG besteht in der Absicherung von bereits bestehenden variabel verzinslichen Krediten, der Reinvestition sowie von mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden zukünftigen Transaktionen ("forecasted transactions") durch das Eingehen gegenläufiger derivativer Finanzinstrumente. Zu diesem Zweck werden Cashflow Sicherheitsbeziehungen gebildet.

Gesichertes Risiko

Das gesicherte Zinsrisiko ist ein liquider Marktzinssatz, nämlich der EURIBOR. Der EURIBOR ist ein identifizierbarer und gesondert bewertbarer Teil des Zinsrisikos von zinstragenden finanziellen Verbindlichkeiten. Der Risikoaufschlag wird nicht berücksichtigt.

Sicherungsinstrumente

Die s IMMOBILIEN AG verwendet als Sicherungsinstrumente ausschließlich Derivate, die aufgrund der den Grundgeschäften gegenläufigen Positionen die erwarteten Veränderungen der Cashflows insbesondere aufgrund von einem Anstieg des Zinsniveaus in fixe Zahlungsströme transformieren. Als Sicherungsinstrumente ("Hedging Instruments") werden Zinsderivate wie Zinsswaps, Zinscaps und Zinscollars eingesetzt. Bei den nicht-linearen als Sicherungsinstrumenten eingesetzten Zinsoptionen wird lediglich der innere Wert als Sicherungsinstrument designiert. Der Zeitwert wird als Ineffektivität in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei den Collars wird darauf geachtet, dass in Summe keine netto geschriebene Position entsteht.

Umsatzrealisierung

Die Realisierung von Mieterlösen erfolgt linear über die Laufzeit des Mietvertrages. Erträge aus Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Konzernbilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.

Käufe und Verkäufe von Wertpapieren wurden zum Handelstag bilanziert.

Zinserträge werden auf Basis des anzuwendenden Zinssatzes und des Forderungsbetrages ermittelt.

Erläuterungen zu den Posten der Gewinnund Verlustrechnung und der Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung

Die Darstellung der Segmente erfolgt nach Regionen basierend auf dem Standort der Immobilien (Hauptsegmentierung) und Nutzungsart der Immobilien (Nebensegmentierung).

Die Hauptsegmentierung umfasst folgende Regionen (in TEUR):

Österreich Deutschland
1–12 1–12 1–12 1–12
in TEUR 2008 2007 2008 2007
Umsatzerlöse 31.440 36.343 46.559 33.079
Neubewertung Liegenschaften 4.045 29.273 -47.003 -7.441
Sonstige betriebliche Erträge
inkl. Veräußerungsgewinne 4.137 3.510 5.894 864
Betriebsleistung 39.622 69.126 5.450 26.502
Abschreibungen -64 -29 -95 -61
Sonstige betriebliche Aufwendungen -19.685 -22.627 -31.842 -15.072
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 19.873 46.470 -26.487 11.369
Langfristiges Vermögen
Stand 31.12. 550.709 451.730 541.898 571.225
Langfristige Verbindlichkeiten
(inkl. Genussrechte in Österreich)
Stand 31.12. 674.278 541.585 275.804 210.269
Slowakei Tschechien Ungarn Bulgarien Rumänien Ukraine Kroatien Summe
1–12
2008
1–12
2007
1–12
2008
1–12
2007
1–12
2008
1–12
2007
1–12
2008
1–12
2007
1–12
2008
1–12
2007
1–12
2008
1–12
2007
1–12
2008
1–12
2007
1–12
2008
1–12
2007
6.486 4.246 7.007 6.491 12.856 12.747 0 0 2.351 2.985 0 0 2.512 0 109.211 95.891
-15.785 1.835 33.720 1.777 -15.968 15.675 0 0 7.838 0 0 0 2.471 0 -30.682 41.119
8 11 767 10.908 4.072 1.100 -197 16 0 90 97 0 23 0 14.801 16.499
-9.291 6.092 41.494 19.176 960 29.522 -197 16 10.189 3.075 97 0 5.006 0 93.330 153.509
-55 -54 -77 -102 -3.336 -2.488 -49 0 -1.055 -1.160 -6 0 0 0 -4.737 -3.894
-2.284 -1.438 -3.401 -3.660 -4.545 -3.983 -401 -324 -1.750 -2.313 -222 -161 -671 0 -64.801 -49.578
-11.630 4.600 38.016 15.414 -6.921 23.051 -647 -308 7.384 -398 -131 -161 4.335 0 23.792 100.037
117.894 65.053 169.155 105.646 194.609 205.121 109.860 59.389 130.851 83.960 38 44 24.138 0 1.839.152 1.542.168
28.369 7.858 44.875 71.095 123.738 76.607 8 0 32.872 0 2 0 13.871 0 1.193.817 907.414

Die Umsatzerlöse weisen folgende Zusammensetzung auf:

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
Mieterträge 85.737 74.992
Betriebskosten 23.474 20.899
109.211 95.891

Nach Nutzungsarten der Immobilien ergibt sich folgende Unterteilung:

Verteilung der Mieterlöse
1-12/2008
Verteilung der Mieterlöse
1-12/2007
Segmentierung nach Nutzungsart in TEUR % in TEUR %
Büroobjekte 35.764 41,71 33.138 44,19
Wohnobjekte 28.599 33,36 16.363 21,82
Geschäftsobjekte 17.377 20,27 19.436 25,92
Hotel 3.997 4,66 6.055 8,07
85.737 100,00 74.992 100,00

8. Neubewertung Liegenschaften

Der Gross Operating Profit (GOP) aus dem Hotel Marriott in Budapest weist folgende Zusammensetzung auf:

3.896 975
Sonstige Kosten -875 -1.212
Direkt zurechenbare Kosten -11.700 -8.831
Umsatzerlöse 16.471 11.018
in TEUR 1-12/2008 1-12/2007

9. Sonstige betriebliche Erträge

Abwertung Anlagen in Bau,

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
Gross Operating
Profit/Hotelbetrieb 3.896 975
Auflösung Wohnbauförderung 489 489
Sonstige 2.098 2.442
6.483 3.906

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007 Veränderung Fair Values -17.474 41.119

Dotierung drohende Verluste -13.208 0

-30.682 41.119

Die Duna Szálloda Zrt. beschäftigte zum Bilanzstichtag 223 (i. Vj. 223) Mitarbeiter. Die Personalkosten für die Hotelmitarbeiter sind in den direkt zurechenbaren Kosten enthalten.

  1. Ergebnis aus der VeräuSSerung von Immobilien
in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
Veräußerungserlös:
Vermietete Immobilien
16.271
Zur Veräußerung bestimmt
36.704
52.975 182.594
Buchwertabgang:
Vermietete Immobilien
-13.057
Zur Veräußerung bestimmt
-31.600
-44.657 -170.001
8.318 12.593

Das Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien umfasst den Erfolg aus dem Verkauf von fünf Immobilien und zwei Liegenschaftsanteilen in Österreich sowie einer deutschen Immobilie.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
den Immobilien direkt zurechenbare Aufwendungen
Betriebskosten 27.496 21.693
Einzelwertberichtigungen von Forderungen 4.259 525
Instandhaltungsaufwand 10.463 6.251
Vermittlungsprovisionen 2.154 575
Sonstige 835 3.348
45.207 32.392
allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Managementhonorare und Verwaltungskosten 3.487 5.135
Personalaufwendungen 3.477 2.077
Rechts-, Prüfungs-, Beratungs- und Schätzkosten 6.541 4.879
Sonstige Steuern und Gebühren 985 632
Vertriebskosten, Werbe- und Repräsentationsaufwand 1.075 1.145
Dotierung der Rückstellung für Transaktionsrisiken 0 1.900
Sonstige 4.029 1.418
19.594 17.186
64.801 49.578

Die Mitglieder des Vorstandes sind Dienstnehmer der s IMMOBILIEN AG. Der Aufwand für Bezüge, welcher auf die im Berichtsjahr tätigen Vorstandsmitglieder entfällt, beträgt insgesamt TEUR 770 (i.Vj. TEUR 848). Dieser beinhaltet auch mit TEUR 150 (i.Vj. TEUR 200) Prämien, mit TEUR 48 (i.Vj. TEUR 343) Aufwendungen für Altersversorgung und mit TEUR 10 (i.Vj. TEUR 1) Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse.

Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt – neben den Mitarbeitern für den Hotelbetrieb – 58 (im Vorjahr 38) eigene Mitarbeiter und 1 freien Mitarbeiter. Einzelne Dienstleistungen sind an die IMMORENT AG ausgelagert.

An Aufsichtsratsmitglieder (einschließlich der Aufsichtsratsmitglieder von Konzerngesellschaften) wurden Vergütungen in Höhe von TEUR 77 (i.Vj. TEUR 71) gewährt. Die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates erhielten weder Kredite noch Vorschüsse, es bestehen auch keine zugunsten dieser Personen eingegangenen Haftungsverhältnisse.

12. Finanzergebnis

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
Finanzierungsaufwand -38.723 -29.975
Finanzierungsertrag 29.171 9.505
-9.552 -20.470

Finanzierungsaufwand

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
Bank-Kreditzinsen -36.962 -23.515
Sonstige Zinsaufwendungen -628 -2.282
Aufwendungen aus der Vorberei
tung einer Kapitalerhöhung
0 -1.055
Sonstige Finanzierungs
aufwendungen
-1.133 -3.123
-38.723 -29.975

Die sonstigen Finanzierungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Nebenkosten der Kreditgewährung.

Finanzierungsertrag

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
Bankzinsen 5.086 5.739
Sonstige Zinserträge
(insbesondere aus Barvorlagen)
2.046 2.408
Erträge aus Beteiligungen 14.194 1.358
Erträge aus Währungsdifferenzen 6.304 0
Diverse 1.541 0
29.171 9.505

Im Zusammenhang mit dem Erwerb von Kommanditanteilen im Nominale von TEUR 5.812 und der damit erforderlichen Erstkonsolidierung der PCC-Hoteleinrichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co KG (einschließlich der an dieser Gesellschaft bestehenden typisch stillen Einlage) ergab sich ein Ertrag aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 13.722.

13. Aufwendungen für Genussscheine

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
Ergebnisanspruch laut
Genussscheinbedingungen -4.543 -22.784
Aufwand aus der Zuweisung
anteiliger stiller Reserven des
Immobilienvermögens -1.679 0
Aufwand aus dem Genussschein
einzug -220 -10.808
Aufwand aus der Änderung der
Genussscheinbedingungen 0 -10.574
-6.442 -44.166

14. Ertragssteuern

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
Laufender Steueraufwand 1.354 468
Latenter Steueraufwand 6.230 9.982
Aperiodischer latenter Steuerertrag -5.512 -3.701
2.072 6.749

Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

Konzernanhang

Die Ertragsteuern beinhalten die in den einzelnen Konzernunternehmen auf Grundlage der steuerlichen Ergebnisse errechneten laufenden Ertragsteuern, Ertragsteuerkorrekturen für Vorjahre sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen.

Die nachstehende Überleitungsrechnung stellt den Zusammenhang zwischen den rechnerischen und den ausgewiesenen Ertragsteuern wie folgt dar:

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
Periodenüberschuss vor Steuern 7.798 35.401
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr zum inländischen
Ertragsteuersatz (25 %) 1.950 8.850
Auswirkungen abweichender ausländischer Steuersätze 5.175 -2.168
Steuerminderungen/Steuermehrungen aufgrund von steuerbefreiten bzw.
steuerneutralen Erträgen und Aufwendungen 459 3.768
Aperiodischer Steueraufwand/-ertrag -5.512 -3.701
Ausgewiesene Ertragsteuern 2.072 6.749

Der aperiodische Steuerertrag resultiert insbesondere aus der Verwertung von bisher nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen in Österreich und aus der Aktivierung von Beteiligungssiebentel gem. § 12 Abs. 3 Z 2 KStG.

Bilanz

15. Vermietete Immobilien

Die vermieteten Anlagen weisen folgende Entwicklung auf:

in TEUR 1-12/2008 1-12/2007
Buchwert zum 1.1. "Fair Values" 1.209.788 844.641
Zugänge 198.740 373.141
Abgänge -13.056 -1.835
Umgliederungen 0 -31.600
Aufwertungen 71.004 52.190
Abwertungen -88.479 -26.749
Buchwert zum 31. 12. 1.377.997 1.209.788

Die Zugänge der vermieteten Anlagen entfallen auf folgende Länder:

in TEUR 1-12/2008
1-12/2007
Österreich 11.569 34.118
Deutschland 50.632 338.225
Tschechien 70.002 194
Ungarn 481 604
Slowakei 41.525 0
Rumänien 2.962 0
Kroatien 21.569 0
198.740 373.141

Zusammensetzung:

Vermietete Immobilien

in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
Österreich 451.121 440.963
Deutschland 541.278 537.650
Tschechien 163.610 59.280
Ungarn 115.668 131.155
Slowakei 71.480 40.740
Rumänien 10.800 0
Kroatien 24.040 0
1.377.997 1.209.788

Zum Verkauf bestimmte vermietete Immobilien

0 31.600
Deutschland 0 31.600

Immobilien mit einem Buchwert von TEUR 1.041.084 sind mit Hypotheken für langfristige Bankverbindlichkeiten belastet.

16. Selbst betriebene Hotels, Anlagen in Bau und unbebaute Grundstücke

Selbst betriebene Hotels

in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
Österreich 59.803 0
Ungarn 65.178 63.093
Rumänien 23.295 27.297
148.276 90.390

Anlagen in Bau und unbebaute Grundstücke

281.389 196.674
Ungarn 7.092 6.721
Slowakei 46.127 24.023
Tschechien 2.818 46.096
Bulgarien 109.736 59.382
Rumänien 96.605 56.514
Deutschland 121 1.486
Österreich 18.890 2.452

Die Verkehrswerte der selbst betriebenen Hotelimmobilien belaufen sich auf TEUR 167.804 (im Vorjahr 122.760).

77 Konzernanhang Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens (ohne als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) zeigt folgende Zusammensetzung:

A nschaffungs- Konsolidierte A nschaffungs
in TEUR werte
1.1.08
Zugänge A
(+)
bgänge
(-)
Kreis-
zugänge
werte
31.12.08
Immaterielle Vermögensgegenstände
a) Sonstige immaterielle Anlagen 326 96 -4 19 437
Sachanlagen
a) Selbst betriebene Hotels 96.097 4.256 -3.042 59.804 157.115
b) Sonstige Sachanlagen 7.073 6.825 -281 821 14.438
Finanzanlagen
a) Anteile an verbundenen Unternehmen 227 7 -25 0 209
b) Beteiligungen 6.597 0 -3.686 0 2.911
Gesamt 110.320 11.184 -7.038 60.644 175.110
Kumulierte
Abschrei-
A Kumulierte
bschrei-
Buch- Buch
bungen A bschrei- bungen werte werte
in TEUR
1.1.08
bungen A bgänge 31.12.08 1.1.08 31.12.08
Immaterielle
Vermögensgegenstände
a) Sonstige immaterielle Anlagen
-41
-101 1 -141 285 296
Sachanlagen
a) Selbst betriebene Hotels
-5.707
-3.227 95 -8.839 90.390 148.276
b) Sonstige Sachanlagen
-2.041
-1.409 135 -3.315 5.032 11.123
Finanzanlagen
a) Anteile an verbundenen
Unternehmen
0
0 0 0 227 209
b) Beteiligungen
0
0 0 0 6.597 2.911
Gesamt
-7.789
-4.737 231 -12.295 102.531 162.815

Werte aus Vorjahr:

Anschaffungs-
werte
Zugänge A bgänge Konsol. A
Kreis-
nschaffungs-
werte
in TEUR 1.1.07 (+) (-) zugänge 31.12.07
Immaterielle Vermögensgegenstände
a) Sonstige immaterielle Anlagen 57 238 0 31 326
Sachanlagen
a) Selbst betriebene Hotels 75.881 20.216 0 0 96.097
b) Sonstige Sachanlagen 3.666 4.231 -929 105 7.073
Finanzanlagen
a) Anteile an verbundenen Unternehmen 141 142 -56 0 227
b) Beteiligungen 6.886 792 -1.081 0 6.597
Gesamt 86.631 25.619 -2.066 136 110.320
Kumulierte
A
bschrei-
bungen A
in TEUR
1.1.07
bschrei-
bungen A
A
bgänge
Kumulierte
bschrei-
bungen
31.12.07
Buch-
werte
1.1.07
Buch-
werte
31.12.07
Immaterielle
Vermögensgegenstände
a) Sonstige immaterielle Anlagen
-21
-20 0 -41 36 285
Sachanlagen
a) Selbst betriebene Hotels
-2.608
-3.099 0 -5.707 73.273 90.390
b) Sonstige Sachanlagen
-1.895
-776 630 -2.041 1.771 5.032
Finanzanlagen
a) Anteile an verbundenen
Unternehmen
0
0 0 0 141 227
b) Beteiligungen
0
0 0 0 6.886 6.597
Gesamt
-4.524
-3.895 630 -7.789 82.107 102.531

17. Finanzanlagen

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen von untergeordneter Bedeutung.

Beteiligungen

Anteil
in %
31.12.2008
in TEUR
BGM-IMMORENT Aktiengesellschaft & Co KG
22,83
2.285
ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH
11,5
621
Sonstige 5
2.911

Lagebericht Konzernabschluss

Konzernanhang

18. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Rahmen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kommen die offenen Vorschreibungen gegenüber den Mietern abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen zum Ausweis.

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind enthalten:

in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
Barwert Erfolgsgarantie 1.615 1.846
Zugesagte, noch nicht erhaltene
Annuitätenzuschüsse
586 708
Laufende Steuerguthaben 19.939 10.084
Verrechnungskonten
Hausverwaltungen
1.059 717
Noch nicht abgerechnete Zinsen,
Zinscaps und -collars
1.498 9.339
Diverse 23.003 6.737
47.700 29.431

19. Liquide Mittel

Hierunter werden täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten und Festgelder erfasst.

243.541 31.010
Kassenbestand 116 88
Andere Kreditinstitute 29.264 11.998
Erste Bank Gruppe 214.161 18.924
in TEUR 31.12.2008 31.12.2007

20. Latente Steueransprüche und Steuerschulden

Betreffend temporäre Differenzen bei latente Steueransprüche latente Steuerschulden
in TEUR 31.12.2008
31.12.2007
31.12.2008 31.12.2007
Steuerliche Verlustvorträge 10.792 3.879 178 386
Immobilienvermögen -2.168 -2.302 -39.117 -32.601
Derivate 8.294 0 0 -1.517
Sonstiges 33 0 -1.627 -674
16.951 1.577 -40.566 -34.406

Die latenten Steuerschulden sind unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steueransprüche und -schulden erfolgte auf Basis der einzelnen Konzerngesellschaften.

21. Eigenanteile am Eigenkapital

Das Grundkapital (der Konzernmuttergesellschaft) in Höhe von TEUR 247.509 zerfällt in 68.118.718 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert. Das Grundkapital ist zur Gänze bar einbezahlt.

Die Aktien notieren an der Wiener Börse.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital um bis zu TEUR 123.755 durch Ausgabe von neuen auf Inhaber lautende Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Im Berichtsjahr erfolgte keine Erhöhung des Grundkapitals.

Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Der Konzern der Sparkassen Immobilien AG steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.

Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Bank- und Finanzverbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Eigenkapital, das den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbar ist, sowie nachrangigem (obligationenähnlichem) Genussscheinkapital, welches in Note 23 näher dargestellt wird. Satzungsmäßige Kapitalerfordernisse bestehen keine.

Das den Aktionären des Mutterunternehmens zustehende Eigenkapital setzt sich aus den ausgegebenen Aktien, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen und dem Konzerngewinn (wie in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt) zusammen.

Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Der Konzern wird auch weiterhin die Kapitalstruktur optimieren, indem er die Aufnahme und Tilgung von Schulden sowie allenfalls Neuemissionen und Aktienrückkäufe vornehmen wird. Ausschüttungen an die Aktionäre sind derzeit nicht vorgesehen (Thesaurierung).

Die Gesamtstrategie des Konzerns ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 unverändert.

22. Fremdanteile am Eigenkapital

Die ausgewiesenen Fremdanteile in Höhe von TEUR 26.088 betreffen mit TEUR 25.755 die Hansa Immobilien EOOD/ Einkaufscenter Sofia G.m.b.H. & Co KG (Fremdanteil 35 %), mit TEUR 167 die DUAL Construct Invest S.R.L. (Fremdanteil 18 %) mit TEUR 165 die SIAG Deutschland Beteiligungs GmbH & Co. KG (Fremdanteil 0,26 %) sowie mit TEUR 1 die API Holding AG (Fremdanteil 2 %).

23. Genussscheinkapital (nachrangig)

Die Genussscheinbedingungen für die obligationenähnlichen Genussscheine s IMMO INVEST wurden rückwirkend ab 1. Jänner 2007 geändert und der s IMMO INVEST-Genussscheinfonds aufgelöst (Beschluss der Versammlung der Genussscheininhaber vom 11. Juni 2007 und Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2007).

Die Genussscheininhaber erhalten nach den geänderten Genussscheinbedingungen einen jährlichen Ergebnisanspruch (Zinsen), welcher sich wie folgt errechnet:

Konzern EBIT
(Genussscheinkapital + Ergebnisvortrag) *
durchschnittliches
Immobilienvermögen
ohne Anlagen in Bau

Soweit diese Zinsen entsprechend den Genussscheinbedingungen nicht ausbezahlt werden, werden sie dem Ergebnisvortrag des nächsten Jahres zugeschlagen.

Für den Zeitraum Jänner bis Dezember 2008 ergibt sich ein Ergebnisanspruch von TEUR 4.543.

Zum Dezember 2008 waren 3.224.884 Genussscheine im Umlauf. Der bilanzierte Rückzahlungsanspruch der Genussscheininhaber zu diesem Stichtag beträgt EUR 88,96 je Genussschein und ermittelt sich wie folgt:

Genussscheinkapital TEUR Ergebnisvortrag TEUR Ergebnis Periode TEUR Anteil an den stillen Reserven des Immobilenvermögens TEUR insgesamt TEUR Genussscheinkapital 1. Jänner 2008 236.242 236.242 Ergebnisvortrag 1. Jänner 2008 38.068 38.068 Ergebnisanspruch der Genussscheininhaber aus 2007 22.784 22.784 Ausschüttung vom 28. April 2008 -14.174 -14.174 Erhöhung des Ergebnisvortrags gem. § 5 (6) Genussscheinbedingungen 8.610 -8.610 0 Rückkauf und Einzug von 76.005 Stück -1.890 -373 -2.263 Ergebnisanspruch der Genussscheininhaber 4.543 4.543 Zuweisung anteilige stille Reserven des Immobilienvermögens 0 0 0 1.679 1.679 Genussscheinkapital zum 31. Dezember 2008 234.352 46.305 4.543 1.679 286.879

Werte aus Vorjahr: Genussschein
kapital
TEUR
Ergebnis
vortrag
TEUR
Ergebnis
Periode
TEUR
insgesamt
TEUR
Genussscheinkapital 278.573
Ergebnisvortrag 1. Jänner 2007 44.889
Rückkauf und Einzug von 582.509
Stück im Juli bzw. September 2007 -42.331 -6.821
Ergebnisanspruch der Genussscheininhaber 22.784
Genussscheinkapital zum 31. Dezember 2007 236.242 38.068 22.784 297.094

Die obligationenähnlichen Genussscheine haben nunmehr eine Laufzeit bis 31. Dezember 2029, wobei sowohl die Genussscheininhaber wie auch die Gesellschaft die Genussscheine (zur Gänze oder in Teilen) ab dem 31. Dezember 2017 jährlich kündigen können.

Für 2008 ist eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 14.060 im ersten Halbjahr 2009 vorgesehen.

24. Bankverbindlichkeiten

< 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Summe
TEUR
langfristige Bankverbindlichkeiten 112.000 556.807 668.807
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 22.509 22.509

Langfristige Bankverbindlichkeiten im Ausmaß von TEUR 86.864 (i. Vj. TEUR 64.185) sind mit fixer Verzinsung ausgestattet. Die restlichen Kredite sind variabel verzinst – in der Regel mit Euribor Bindung. Durch Hedge-Geschäfte sind die Zinsen der variabel verzinslichen Kredite insbesondere gegen steigende Zinsen abgesichert.

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten sind unter der Position kurzfristige Bank- und Finanzverbindlichkeiten erfasst.

25. Rückstellungen

Die Rückstellungen entwickelten sich in Summe wie folgt:

Stand 1.1. Konsol.kreis
Veränderung
Verwendung Auflösung Dotierung Stand 31.12.
Laufende Ertragssteuern 457 0 -457 0 1.140 1.140
Latente Ertragssteuern 34.406 1.655 -647 0 5.152 40.566
Projekt- und Transaktionsrisiken 7.400 0 0 -2.800 7.600 12.200
Diverse 756 0 -722 -34 4.454 4.454
43.019 1.655 -1.826 -2.834 18.346 58.360

Für Risiken im Zusammenhang mit in Abwicklung befindlichen Projekten ist mit TEUR 12.200 vorgesorgt.

Die diversen Rückstellungen enthalten eine Vorsorge für Pensionsleistungen an ein Mitglied des Vorstandes in Höhe von TEUR 549.

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Konzernanhang Konzernabschluss

26. Langfristige sonstige Verbindlichkeiten

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen großteils gegenüber der Erste Bank Gruppe. Diese Position beinhaltet hypothekarisch besicherte Verbindlichkeiten mit einer variablen Zinsbindung.

Die Baukosten- bzw. Finanzierungsbeiträge gemäß § 69 des Wiener Wohnbauförderungs- und Sanierungsgesetzes 1989 in Höhe von TEUR 11.739 (i.Vj. TEUR 11.699) wurden von den Mietern von vier Objekten geleistet. Die Baukosten- bzw. Finanzierungsbeiträge unterliegen einer Wertanpassung und sind bei Beendigung des Mietverhältnisses an den jeweiligen Mieter zurückzuzahlen, wobei sich der Rückzahlungsbetrag für jedes Jahr der Laufzeit des Mietvertrages um 2 % vermindert ("Verwohnung").

Die Wohnbauförderung in Höhe von TEUR 5.136 (i.Vj. TEUR 5.624) ist bei Verletzung der Förderungsbestimmungen zurückzuzahlen (hypothekarische Besicherung auf den geförderten Liegenschaften). Die Restlaufzeit der Baukosten- bzw. Finanzierungsbeiträge und der Wohnbauförderung liegt grundsätzlich über fünf Jahren.

Seitens der S-Tourismusfonds Management Aktiengesellschaft, Wien wurde eine stille Beteiligung an der Duna Szálloda Zrt. (TEUR 2.000) zugezählt.

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betreffen zum Großteil Mieterkautionen.

Sonstige Angaben

27. Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten

Offene Rechtsstreitigkeiten

Es bestehen keine über den Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hinausgehende, nennenswerten offenen Rechtsstreitigkeiten.

28. Wesentliche Verträge

Die vom Konzern abgeschlossenen Mietverträge berücksichtigen i.d.R. folgende wesentliche Vertragsbestandteile:

Bindung an EUR Wertsicherung an internationale Indizes

29. Cash-flow-Statement

Das Cash-flow-Statement zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gruppe im Laufe des Zeitraumes durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Innerhalb des Cash-flow-Statements wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die im Cash-flow-Statement ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

30. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der s IMMOBILIEN AG Konzern wird in den Konzernabschluss der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG nach der Equity-Methode einbezogen. Der Anteil der Erste Bank Gruppe betrug zum Bilanzstichtag 9,03 % .

Es bestehen gegenüber der Erste Bank-Gruppe folgende wesentliche Forderungen und Verbindlichkeiten:

in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
Forderungen:
Sonstige Forderungen 220 1.573
Wertpapiere, Wertrechte
und Anteile 0 39.504
Guthaben bei Kreditinstituten 214.161 22.438
214.381 63.515
Verbindlichkeiten:
Langfristige Bankverbindlichkeiten
274.339 95.093
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 85.575 76.014
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 5.043 38.001
Verbindlichkeiten aus Lieferung
und Leistungen
1.914 2.739
Sonstige Verbindlichkeiten 492 82
367.363 211.929

Gegenüber der Erste Bank-Gruppe fielen im Geschäftsjahr 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 folgende wesentliche Aufwendungen und Erträge an:

in TEUR 2008 2007
Aufwendungen:
Werbeaufwand 0 2
Vermittlungsprovision 1.351 9
Beratung 1.281 228
Verwaltungsentgelte
IMMORENT AG
3.078 5.004
Bank-Kreditzinsen,
sonst. Zinsen, Bankspesen
15.220 7.432
Sonstige Aufwendungen 314 705
21.244 13.380
Erträge:
Miete und Betriebskosten 930 916
Bankzinsen 2.222 470
Sonstige Zinserträge 3.502 498
6.654 1.884

Mit Vertrag vom 14.1.2003 hat die IMMORENT AG eine Erfolgsgarantie für die Vermietung des Objektes Gasgasse 1-7, 1150 Wien, zugunsten der Sparkassen Immobilien AG abgegeben. Das hierfür gezahlte Entgelt betrug TEUR 3.000, der Marktwert zum Stichtag beläuft sich auf TEUR 1.615.

Die Gebäudeverwaltung der meisten österreichischen Liegenschaften wurde von der AREALIS Liegenschaftsmanagement GmbH, Wien, welche zu 50 % im Eigentum der Erste Bank Gruppe steht, besorgt.

31. Kennzahlen je Aktie

Gewinn je Aktie

In der Kennziffer "Gewinn je Aktie" wird der Konzernjahresüberschuss der durchschnittlichen Anzahl an im Umlauf befindlichen Stammaktien gegenübergestellt.

1-12/2008 1-12/2007
Eigenanteil am Konzerngewinn
in TEUR
5.813 25.910
Durchschnittliche Anzahl
der Aktien im Umlauf
68.118.718 68.118.718
Konzerngewinn je Aktie in EUR 0,09 0,38
Verwässerter Konzerngewinn
je Aktie in EUR
0,09 0,38

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Konzernanhang Konzernabschluss

32. Ereignisse nach dem Konzernbilanzstichtag

In Wien wurden Verträge über den Ankauf des neuen OMV Head Office sowie des Hotels Marriott Courtyard abgeschlossen. Die neuen Objekte sind Bestandteil des Viertel Zwei Areals, das in unmittelbarer Nähe des Messegeländes zwischen Prater und Krieau liegt und einen der vielversprechendsten Bürostandorte in Wien darstellt. Das OMV Head Office verfügt über 40.000 m² Büromietfläche und wurde für das herausragende Gesamtkonzept mit dem DIVA Award ausgezeichnet. Das Vier Sterne Hotel Marriott Courtyard verfügt über 251 Betten und profitiert von der unmittelbaren Nähe des Messegeländes sowie der umliegenden Bürostandorte.

Parallel zum Kauf des neuen OMV Head Office wurde Einigung darüber erzielt, den Verkauf der bisherigen OMV-Zentrale am Otto Wagner Platz im neunten Wiener Gemeindebezirk an die BLM-IG Bauträger GmbH abzuschließen.

Die Transaktionen werden voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2009 abgeschlossen.

33. Risikobericht

Aufgrund ihres Engagements in unterschiedlichen Märkten und Segmenten ist die Sparkassen Immobilien AG mit mehrfachen Risiken konfrontiert. Diese könnten ohne entsprechendes Risk Management das Geschäftsergebnis negativ beeinflussen und das Erreichen strategischer Unternehmensziele verhindern.

Die bewusste Diversifizierung, die die Sparkassen Immobilien AG betreibt, trägt jedoch zu einer Verringerung möglicher Risiken bei und eröffnet dadurch zugleich zahlreiche Chancen. Risiken und Chancen zusammen bilden das "Risikouniversum" des Konzerns – ein wichtiges Werkzeug im Rahmen des Risk Management-Prozesses.

Risk Management-System

Für den gesamten Konzern wurde ein einheitliches Risk Management-System implementiert. Damit lassen sich nicht nur potenzielle strategische und operationale Risiken identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen treffen, sondern es hilft auch, Chancen und Möglichkeiten für den Konzern zu erkennen. Das Risk Management berichtet als Stabsstelle direkt an den Vorstand. Es bedient sich modernster Instrumente, um Risiken identifizieren, messen, kontrollieren und überwachen zu können. In regelmäßigen Abständen werden gemeinsam mit der Geschäftsleitung Workshops veranstaltet, die darauf abzielen, neue Risikobereiche zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen zu definieren, um so potenziellen Risiken weniger ausgesetzt zu sein.

Die Funktionsfähigkeit unseres Risk Managements wird einmal pro Jahr vom Konzernabschlussprüfer analysiert, der direkt an den Aufsichtsrat berichtet.

Strategisches Risiko

Das strategische Risiko hängt eng mit den Märkten und Segmenten zusammen, in denen die Sparkassen Immobilien AG tätig ist. Deshalb unterliegen die vom Vorstand vorgegebenen Zielsetzungen ihrerseits verschiedenen Risiken. Ob die Sparkassen Immobilien AG ihre Zielvorgaben erreicht, entscheidet sich im Umgang mit diesen Risiken. Es gehört daher zum strategischen Planungsprozess, relevante Risiken bereits in einem möglichst frühen Stadium zu berücksichtigen. Zur Vermeidung "unbekannter" Risiken, die neue Märkte mit sich bringen, beschränken wir unsere Investitionen grundsätzlich auf Regionen, in denen unser Team bereits Erfahrungen gesammelt hat und in denen wir auf die Netzwerke und Expertise unserer Partner zurückgreifen können.

Die Sparkassen Immobilien AG geht prinzipiell nur quantifizierbare Risiken ein. Damit eine Investition in einer bestimmten Region in Erwägung gezogen werden kann, müssen die dortigen Risiken in Bezug auf die rechtliche und politische Situation, das Marktumfeld und die Stabilität bestimmten Kriterien entsprechen. Kroatien ist das einzige Nicht-EU-Land, in dem die Sparkassen Immobilien AG derzeit investiert ist. Hier beschränkt sich die Tätigkeit des Konzerns auf ein einziges Bürogebäude in Zagreb.

Jede Akquisition wird von der Risk Management-Abteilung einem unabhängigen Monitoring unterzogen. Die Strategie, die mit ihr verfolgt wird, unterliegt kritischen Analysen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden in der Folge, ebenso wie die potenziellen Risiken und Chancen, ausgiebig mit dem Aufsichtsrat diskutiert, bevor eine Genehmigung erteilt werden kann.

Marktrisiko

Unter Marktrisiko verstehen wir die allgemeinen Risiken in jenen Märkten, in denen die Sparkassen Immobilien AG derzeit tätig ist. Dazu gehören insbesondere die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines Landes, die Stärke seines Finanzsektors, die Entwicklung des Nutzer- und Anlegermarktes und die daraus resultierenden Auswirkungen auf Marktmieten und Renditen.

Unser diversifiziertes Portfolio mit seinen unterschiedlichen Zyklen bietet einen wirksamen Schutz gegen die negativen Auswirkungen der oben genannten Faktoren. Überdies handelt es sich bei den von der Sparkassen Immobilien AG erworbenen und gehaltenen Objekten im Allgemeinen um qualitativ hochwertige Immobilien an erstklassigen Standorten. Diese bewähren sich auch angesichts negativer Entwicklungen der Investmentund Mietmärkte, wie sich anhand unserer erfolgreichen Verkäufe gezeigt hat.

Vor jedem Kauf oder Verkauf einer Immobilie wird eine gründliche Analyse der mikro- und makroökonomischen Marktentwicklungen durchgeführt. Zugleich gilt es, regionale und strukturelle Klumpenrisiken zu identifizieren.

Das profunde Verständnis der verschiedenen Marktrisiken in den einzelnen lokalen Märkten hilft uns, Gewinne zu maximieren. Daher setzen wir bewusst auf lokale Partner oder unsere eigenen Teams, wenn es darum geht, erforderliche Ortskenntnis zu erlangen und Richtlinien für unseren Entscheidungsprozess auszuarbeiten. Nur wenn wir die lokalen und regionalen Entwicklungen verstehen, können wir unsere strategische und operative Planung zeitgerecht anpassen. Dieser Zugang hat es uns beispielsweise erlaubt, eine strukturelle Umschichtung der Gewichtung unseres Portfolios vorzunehmen und Immobilien zu verkaufen, als diese ihren jeweils höchsten Marktwert erreicht hatten.

Immobilien- und Objektrisiken

Unter Immobilienrisiken verstehen wir die Risiken der einzelnen Standorte, die sich sowohl auf den Standort selbst als auch auf dessen Umfeld beziehen können. Objektrisiken hängen mit dem Gebäude, seinem Zustand und der Vermietungssituation zusammen.

Das wichtigste Instrument im Umgang mit Immobilien- und Objektrisiken besteht in einer umfassenden Due-Diligence-Prüfung vor dem Kauf. Diese Prüfung bezieht alle wichtigen Fragen mit ein, insbesondere solche, die in Zusammenhang mit der Rechtssituation, dem Immobilienmarkt, mit wirtschaftlichen, steuerlichen und sozialen Fragen und den technischen Aspekten einer Liegenschaft stehen.

Indem wir in erster Linie in erstklassige Objekte in zentralen Lagen investieren, verringern wir schädliche Risiken weitgehend bereits im Vorfeld. Objekte, die diesen Kriterien nicht entsprechen, werden nur in Ausnahmefällen angekauft.

Die Risiken im Zusammenhang mit bestehenden Objekten unterliegen in allen unseren Märkten dem Monitoring und der Kontrolle durch unsere Asset-Management-Teams und Partner vor Ort. Zu jedem Objekt werden regelmäßig kaufmännische und technische Berichte verfasst. Ein standardisiertes Software-Tool liefert alle Schlüsseldaten und dient als "Frühwarnsystem" für sämtliche Risk Management-Funktionen. Die ausgelagerte Interne Revision der Sparkassen Immobilien AG führt in Absprache mit der Risk Management-Funktion regelmäßige Prüfungen der Asset-Management-Teams und der angewendeten Prozesse durch.

Entwicklungsrisiko

Generell unterliegt das Entwicklungsportfolio höheren Risiken als bereits bestehende Objekte. Diesen höheren Risiken müssen natürlich auch höhere Renditen gegenüberstehen. Im Zuge unserer Risiko-Renditestrategie wird der Anteil von Entwicklungsprojekten am Gesamtportfolio niedrig gehalten, um zu gewährleisten, dass die Erträge größtenteils aus Mieteinnahmen bestehender Objekte generiert werden können. Die Abhängigkeit von höheren Mieteinnahmen und Aufwertungsgewinnen aus neuen Entwicklungsprojekten wird somit verringert. Entwicklungsprojekte machen rund 16 % des Portfoliowertes aus.

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Konzernanhang Konzernabschluss

In der Vorentwicklungsphase stellen rigorose Analysen und Sensibilitätstests unserer Projektmanager sicher, dass die Projekte selbst dann profitabel bleiben, wenn sich wesentliche Variablen verändern. Diese Phase dient auch dazu, sicherzustellen, dass Baugenehmigungen und gewünschte Widmungen vorliegen und die Kosten möglichst gering gehalten werden. Die Sparkassen Immobilien AG arbeitet ausschließlich mit Entwicklungspartnern zusammen, die eine überzeugende Erfolgsbilanz vorweisen und über einen ausgezeichneten Ruf verfügen.

Um unsere Risiken in der Bauphase zu begrenzen, sehen unsere Verträge eine entsprechende Aufteilung der Anreize zwischen den Parteien und eine gemeinsame Übernahme der Risiken (etwa im Zusammenhang mit der Vermietung oder den Baukosten) vor. Die Sparkassen Immobilien AG sichert sich auch umfangreiche Kontrollrechte. Ein unabhängiger, integrierter Projektrisikomanagement-Prozess begleitet unsere Projektmanager und Partner während des gesamten Projektlebenszyklus. So können wir Risiken bereits zu einem frühen Zeitpunkt identifizieren und Gegenmaßnahmen rechtzeitig einleiten.

Da die Fremdfinanzierung im derzeitigen Marktumfeld schwierig ist, verlassen wir uns bei der Umsetzung von Projekten nicht auf Baudarlehen, sondern stellen einen Großteil der Finanzierung mit Eigenkapital auf.

Schließlich verkauft die Sparkassen Immobilien AG als Immobiliengesellschaft nicht alle Objekte sofort nach ihrer Fertigstellung, sondern kann den Veranlagungszeitraum flexibel entscheiden. Dadurch profitieren wir von hohen Mieterträgen der Objekte und verkaufen erst bei günstigen Marktbedingungen.

Währungs- und Zinsrisiko

Das Wechselkursrisiko der Sparkassen Immobilien AG ist minimal, weil fast alle Mietverträge auf Euro lauten.

Die Ausleihungen des Konzerns bestehen mehrheitlich aus langfristigen, variabel verzinsten Krediten. Das Zinsrisiko wird zu 100 % mit Zinsswaps, Caps und Collars abgesichert, deren durchschnittliche Laufzeit sechs bis acht Jahre beträgt.

Regelmäßig durchgeführte Stresstests zeigen, dass dank unserer Hedgingstrategie sogar eine massive Anhebung der Zinssätze nur relativ geringe und unwesentliche Auswirkungen auf unsere Finanzierungskosten hätte. Über die Collar-Instrumente nehmen wir allerdings weiterhin in gewissem Ausmaß an fallenden Zinssätzen teil. Der Hedgingprozess wird von der Risk Management-Abteilung einem unabhängigen Monitoring unterzogen.

Liquiditäts- und Kreditgeberrisiken

Die Sparkassen Immobilien AG minimiert ihre Liquiditätsrisiken durch eine nachhaltige Loan-to-Value Ratio, langfristige Rückzahlungsverpflichtungen und ausreichende Barreserven.

Dank unserem kontinuierlichen Liquiditätsmanagement können wir gewährleisten, dass bei Bedarf ausreichende Kredite und Kreditlinien zur Verfügung stehen, um unseren Verpflichtungen nachkommen und Chancen wahrnehmen zu können.

Ein weiterer Vorteil unseres konservativen Risikoansatzes besteht darin, dass rund 36 % des Immobilienbestandes vollständig unbelastet sind und bei Bedarf für Besicherungen herangezogen werden könnten. Das Liquiditäts- und Finanzmanagement-Team der Sparkassen Immobilien AG kontrolliert die gesamte Finanzplanung und -strukturierung. Diese wird von der Risk Management-Abteilung, die regelmäßige Sensibilitätsanalysen der Liquiditätsplanung durchführt, unabhängig überwacht. Dadurch können zusätzliche Erkenntnisse über das Liquiditätsrisiko des Konzernes gewonnen werden.

Größere Engagements (vor allem auch Projektentwicklungen) dürfen erst nach dem positiven Abschluss einer Liquiditätsprüfung genehmigt werden.

Drittparteien-Risiken im Zusammenhang mit unseren Kreditgebern werden durch ein diversifiziertes Schuldenportfolio mit kleineren Krediten bei vielen verschiedenen Banken minimiert. Zusätzlich kann die Sparkassen Immobilien AG auf ihre langjährigen Beziehungen zu Banken verweisen, die ihr selbst in Zeiten restriktiver Kreditvergaben die benötigten Langzeitkredite sichern.

Operationale Risiken

Operationale Risiken werden durch die organisatorische Trennung betrieblicher Prozesse auf ein Minimum beschränkt: Geschäftsabschluss, Abwicklung und Risk Management erfolgen getrennt, und alle größeren geschäftlichen Transaktionen werden einer strikten internen Kontrolle unterzogen. Das lokale interne Management der Sparkassen Immobilien AG arbeitet in allen Ländern eng mit Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfern zusammen.

Außerdem führt die Interne Revision des Konzerns mit Unterstützung durch internationale Wirtschaftsprüfungskanzleien alljährlich mehrere interne Prüfungen des Konzerns durch. Im Rahmen des rollenden Dreijahresprüfplans werden Systemprüfungen der verschiedenen Konzerneinheiten durchgeführt. Die Interne Revision konzentriert sich auch auf das interne Kontrollsystem (IKS) des Konzerns. Dieses System basiert auf den Standards des Regelwerkes für interne Kontrollsysteme des COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission), einer bewährten internationalen Richtlinie für interne Kontrollverfahren. Dank der detaillierten und transparenten internen Kontrollstruktur des Konzerns können operationale Risiken identifiziert, bewertet und einem ständigen Monitoring unterzogen werden. Die Befolgung der festgelegten und implementierten Richtlinien und Verfahren ist für den Erfolg des IKS entscheidend. Dazu gehören eine vernünftige Aufgabentrennung, formale Richtlinien und Bestimmungen sowie klar definierte Funktionen und Verantwortlichkeiten für alle Mitarbeiter. Detaillierte Risiko- und Kontrollmatrizen (RCM) dienen der Überprüfung der Funktionalität des IKS-Systems in allen wichtigen Prozessen.

Die verschiedenen Länder, in denen die Sparkassen Immobilien AG investiert ist, verfügen über unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen. Fehlende Rechtssicherheit oder die Unmöglichkeit, wirksame Rechtsmittel zeitgerecht in Anspruch zu nehmen, könnte sich auf unsere Finanzposition, die Betriebsergebnisse und Zukunftsaussichten deutlich negativ auswirken. Für Verträge mit internationalen oder lokalen Partnern und Dienstleistern über Eigentum, Entwicklung, Errichtung und Betrieb von Objekten in diesen Ländern gilt meist das Recht des Landes, in dem sich das Objekt befindet. Die Rechtssysteme der CEE-Länder haben sich in den letzten Jahren drastisch zum Positiven verändert. Die Auslegung und der Verfahrensschutz der neuen Rechts- und Aufsichtssysteme müssen jedoch erst noch entwickelt werden.

Derartige Änderungen können zu einer uneinheitlichen Anwendung bestehender Gesetze und Vorschriften führen. In einigen Rechtsprechungen bestehen eventuell Unsicherheiten bezüglich des Eigentums an Immobilien, etwa die Verlässlichkeit von Rechtstiteln betreffend, die von früheren Eigentümern übernommen wurden oder bezüglich der Entschädigungsrechte im Enteignungsfall. Gründliche juristische Due-Diligence-Prüfungen verringern die Möglichkeit eines Eintrittes solcher Risiken auf ein Minimum und haben sich als besonders effektiv erwiesen.

Wir unterliegen auch aufgrund unerwarteter Änderungen geltender Gesetze oder regulativer Vorschriften bestimmten Risiken. Neue wirtschaftliche und politische Bedingungen in den Ländern, in denen wir tätig sind, können zu geänderten Vorschriften im Zusammenhang mit Bautätigkeiten, Arbeitssicherheit, aber auch Mieten, Umweltschutz, Steuern, Arbeitsrecht, Datenschutz und sonstigen gesetzlichen Bestimmungen führen. Dies kann sich auf die Entwicklung, das Eigentum und den Betrieb von Immobilien auswirken. Auch diese Risiken werden durch ständige Beobachtung und enge Beziehungen zu den Partnern vor Ort gemanagt.

Der rigorose Ansatz der Sparkassen Immobilien AG im Risk Management ermöglicht es uns, Entscheidungen überlegt und im Interesse unserer Aktionäre zu treffen.

Risiken aufgrund der Finanzkrise 2008

Die globale Finanzkrise des Jahres 2008 hat tiefgreifende Auswirkungen auf den Immobilien- und Finanzsektor, die die Geschäftstätigkeit der Sparkassen Immobilien AG beeinflussen. Obwohl sich unsere konservative Strategie im Umgang mit dieser Situation als weitgehend hilfreich erweist, sind wir trotzdem von der Krise betroffen. Uns interessieren in diesem Zusammenhang vor allem zwei Risikofelder: Mieterlöse und Finanzierungen.

Da keine geografische Region von der globalen Finanzkrise verschont geblieben ist, müssen wir davon ausgehen, dass auch einzelne Mieter mehr oder weniger stark darunter leiden, was sich ungünstig auf unsere Mieteinnahmen auswirken könnte. Die Mieten könnten möglicherweise zurückgehen, Mietein-

Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht Konzernabschluss

Konzernanhang

heiten könnten länger leer stehen oder Mietverträge nur auf Teilflächen verlängert werden. Diese Risiken werden von den Asset-Management-Teams so weit wie möglich durch ständiges Monitoring gemildert. Im ständigen Dialog wird die Sparkassen Immobilien AG potenzielle Schwierigkeiten erkennen und entsprechend darauf reagieren.

Was die Finanzierungen betrifft, müssen wir uns dem anhaltenden Druck auf den Finanzmärkten stellen. Kreditvergaben werden heute restriktiver gehandhabt, und Kredite sind teurer, während zugleich der Vergabeprozess länger dauert. Die laufende Verschlechterung der Situation bei den größeren nationalen und internationalen Finanzinstituten könnte Finanzierungen für die Sparkassen Immobilien AG erschweren und in der Folge die Performance der Gruppe beeinträchtigen. Weitgehend gemildert wird dieses Risiko aber durch den geringen Refinanzierungsbedarf in den nächsten Jahren, durch kleinere Kredite bei vielen verschiedenen Instituten, niedrige Beleihungsanforderungen (LTV) und durch unsere langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit mit Banken.

34. Organe der Sparkassen Immobilien Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Dr. Martin SIMHANDL, Wien (Vorsitzender) Dr. Klaus BRAUNEGG, Wien (1. Vorsitzender-Stellvertreter), verstorben im Jänner 2009 Mag. Franz KERBER, Wien (2. Vorsitzender-Stellvertreter) Mag. Christian AHLFELD, Wien (bis 27.5.2008) DI Dr. Gerald ANTONITSCH, Wien DI Manfred RAPF, Wien (bis 27.5.2008) Dr. Reinhold SCHÜRER-WALDHEIM, Wien Richard WILKINSON, Wien Mag. Erwin HAMMERBACHER, Wien (ab 28.5.2008) Mag. Peter NEMSCHAK, Wien (ab 28.5.2008)

Vorstand

MMag. Holger SCHMIDTMAYR Mag. Ernst VEJDOVSZKY Mag. Friedrich WACHERNIG, MBA

Wien, am 3. April 2009

Der Vorstand:

MMag. Holger Schmidtmayr e.h Mag. Ernst Vejdovszky e.h. Mag. Friedrich Wachernig, MBA e.h.

Portfolio s IMMOBILIEN AG

Objekt Zugang Nutzung Baujahr Fläche Gesamt
in m²
Hauptnutzfläche
in m²
OBJEKTE IN ÖSTERREICH
1010 Wien, Getreidemarkt 2–4, Akademiehof 2007 Büro 1996 5.862 5.462
1010 Wien, Parkring 12a 2003 Büro und Retail 1991 2.563 1.814
1020 Wien, Franzensbrückenstraße 5
1030 Wien, Franzosengraben 12
2001
1990
Büro
Büro
1992
1992
2.948
5.992
2.088
4.767
1030 Wien, Obere Viaduktgasse 36 1990 Büro 1993 2.240 2.040
1031 Wien, Ghegastraße 1 2005 Büro 1985 24.859 19.909
1040 Wien, Theresianumgasse 7
1050 Wien, Bräuhausgasse 3–5
2003
1989
Büro und Wohnen
Büro
1990
1989
5.496
2.277
3.524
1.852
1050 Wien, Schönbrunnerstraße 108 2000 Büro 2002 3.050 2.675
1050 Wien, Schönbrunnerstraße 131
1060 Wien, Mariahilfer Straße 121 b
2000
2001
Büro
Büro
2002
1989
2.901
5.438
2.226
4.238
1060 Wien, Mariahilfer Straße 103 2004 Büro 1910/1995 11.256 7.793
1060 Wien, Windmühlgasse 22–24 1989 Büro 1993 4.646 4.646
1070 Wien, Schottenfeldgasse 29
1090 Wien, Otto Wagner Platz 5
2004
2004
Büro
Büro
1992
1930
9.305
9.067
7.105
8.567
1100 Wien, Hasengasse 56 1999 Büro und Gewerbe vor 1945/1999 7.790 6.316
1130 Wien, Amalienstraße 48 1990 Büro vor 1945/1991 2.122 1.605
1150 Wien, Gasgasse 1–7
1160 Wien, Lerchenfeldergürtel 43
2002
2000
Büro
Büro
1996
2003
7.358
5.829
6.008
4.284
1210 Wien, Gerasdorferstraße 151 2004 Büro 1987 9.099 8.928
1230 Wien, Ketzergasse 6–8 1989 Büro 1993 2.309 1.799
2700 Wiener Neustadt, Prof.Dr.Stefan-Koren-Straße 8a
4020 Linz, Rainerstraße 6–8
1991
1988
Büro
Büro
1993
1993
2.608
5.836
2.261
4.111
5020 Salzburg, Sterneckstraße 50–52 1994 Büro 1993 5.591 3.079
Summe Mietrendite zum Verkehrswert in % 6,1
Summe Verkehrswert in Mio. EUR 236,5
1010 Wien, Ballgasse 4 1990 Wohnen 1785 1.410 1.410
1010 Wien, Neutorgasse 2
1070 Wien, Burggasse 51
2008
1998
Wohnen und Büro
Wohnen
um 1890
1874
4.225
11.303
4.225
11.303
1070 Wien, St. Ulrichsplatz 4 2000 Wohnen 19. Jhd 2.433 2.380
1070 Wien, Stuckgasse 9 1990 Wohnen um 1900 572 416
1150 Wien, Meiselstraße 8
1160 Wien, Lobmeyrgasse 5–7
1996
1992
Wohnen
Wohnen
1998
1992
17.107
16.690
14.007
14.256
1180 Wien, Kreuzgasse 72–74 1999 Wohnen 2001 19.735 14.676
1190 Wien, Heiligenstädterstraße 181 1996 Wohnen 1996 2.012 1.512
1220 Wien, Am Kaisermühlendamm 87 1993 Wohnen 1994/96 10.900 8.268
Summe Mietrendite zum Verkehrswert in %
Summe Verkehrswert in Mio. EUR
5,0
124,8
1010 Wien, Parkring 12a, Hotel Marriott (80 % Beteiligung) 2003 Hotel 1985 19.631 19.631
1060 Wien, Mariahilfer Straße 41–43 (22,8 % Beteiligung)* 1989 Retail und Büro 1975 2.453 1.778
1120 Wien, Meidlinger Hauptstraße 73, Arcade Meidling 2002 Retail und Büro 2004 18.886 14.436
1140 Wien, Scheringgasse 2
1210 Wien, Brünner Straße 72 a
2004
2005
Büro und Gewerbe
Retail
1971
2006
10.465
14.074
10.465
8.724
1210 Wien, Franz-Jonas-Platz 2–3 2007 Retail und Büro 1989 14.773 10.327
2384 Breitenfurt, Hauptstraße 107 1987 Retail 1984 850 850
4061 Linz-Pasching, Schärdinger Straße 5
9560 Feldkirchen, Kindergartenstraße 2
1990
1987
Retail
Retail
1985
1987
2.800
2.000
2.800
2.000
Summe Mietrendite zum Verkehrswert in % 8,0
Summe Verkehrswert in Mio. EUR 149,6
Gesamtfläche Österreich (m²)
Gesamtmietrendite Österreich in %
318.800 260.600
6,4
OBJEKTE IN DEUTSCHLAND
20457 Hamburg, Mönkedamm 5–8 2007 Büro 1996 7.977 6.594
10787 Berlin, Wichmannstraße 7 (Lützow-Center) 2006 Büro 1968-72 50.507 37.932
10179 Berlin, Neue Jakobstraße 6+7, Finanzamt Berlin Mitte
10117 Berlin, Mauerstraße 76
2007
2006
Büro
Büro
1900/1980
1905
13.104
2.069
13.104
2.069
04109 Leipzig, Nikolaistraße 39–45 2008 Büro 1912 5.103 5.103
82178 München/Puchheim, (Ikarus Park) 2006 Büro 1993 14.680 14.680
81397 München, Tölzer Straße 35
28195 Bremen (Lloydhof)
2006
2007
Büro
Retail
1973/74
1981
6.552
18.577
5.579
15.527
06108 Halle an der Saale, Marktplatz 22–24 (Markt Carrée) 2006 Retail, Offfice, Wohnen 2004 14.720 14.720
06112 Halle an der Saale, Delitzscher Straße 65 A 2006 Retail 1997 10.135 10.135
Summe Mietrendite zum Verkehrswert in %
Summe Verkehrswert in Mio. EUR
6,5
177,8
Hamburg, GPI Portfolio (7 Objekte) 2007 Wohnen 1893-1990 15.058 14.733
Hamburg, Notabenus Portfolio (16 Objekte)
Berlin, Portfolio 2006 (15 Objekte)
2006
2006
Wohnen
Wohnen
1928-1999
1880, 1978
55.650
32.315
51.400
32.315
Berlin, Portfolio 2007 (68 Objekte) 2007 Wohnen um 1900 313.473 313.473
Berlin, Portfolio 2008 (2 Objekte) 2008 Wohnen 1910, 1952 5.147 5.147
Halle an der Saale, Kellnerblock (1 Objekt) 2006 Wohnen 2000 5.074 4.674
Rostock Portfolio 2008 (14 Objekte)
Leipzig Portfolio 2007 (18 Objekte)
2008
2007
Wohnen
Wohnen
1904-1937
um 1900
8.376
21.437
8.293
21.437
Leipzig Portfolio 2008 (2 Objekte) 2008 Wohnen um 1900 2.709 2.709
Summe Mietrendite zum Verkehrswert in % 6,5
Summe Verkehrswert in Mio. EUR 363,5
Gesamtfläche Deutschland (m²) 602.700 579.600
Gesamtmietrendite Deutschland in % 6,5

Immobilienportfolio

Objekt Zugang Nutzung Baujahr Fläche Gesamt
in m²
Hauptnutzfläche
in m²
OBJEKTE IN UNGARN
1134 Budapest, Váci út. 35, (The River Estates) 2001 Büro 1998 29.449 19.488
1051 Budapest, Bajcsy-Zsilinszky út 12, (City Center) 2001 Büro 1989 10.842 8.178
1138 Budapest, Váci út. 202, (Unilever Headquarter) 2001 Büro 2002 14.475 9.184
1122 Budapest, Maros utca 19–21 (Maros Utca Business Center) 2004 Büro 1992 8.758 6.649
1065 Budapest, Nagymezö u. 44, (Süba Trade Center) 2006 Büro 1991/92 7.950 5.719
1016 Budapest, Hegyalja út 7–13 (Buda Center) 2005 Büro 1990 7.307 5.474
1138 Budapest, Szegedi út 35–37 (Twin Center)
1052 Budapest, Apaczai Csere Janos u. 2–4 (Budapest Marriott)
2006
2005
Büro
Hotel
1971
1968
8.184
30.000
5.663
28.000
Summe Mietrendite zum Verkehrswert in % 7,3
Summe Verkehrswert in Mio. EUR 195,7
Gesamtfläche Ungarn (m²) 117.000 88.400
OBJEKTE IN TSCHECHIEN
14000 Prag, Na Pankraci 127/1683 (Gemini) Bauteil A 2008 Büro 2008 26.537 19.203
11000 Prag, Narodni 41 2000 Büro 1999 2.780 2.364
11000 Prag, Wenzelsplatz 41 (Luxor) 2002 Hotel und Retail 2002 8.768 8.768
11000 Prag, Wenzelsplatz 22 (Hotel Julis) 2004 Hotel und Retail 2002 6.871 6.871
Summe Mietrendite zum Verkehrswert in % 6,9
Summe Verkehrswert in Mio. EUR 109,2
Gesamtfläche Tschechien (m²) 45.000 37.200
OBJEKTE IN DER SLOWAKEI
82104 Bratislava 2, (Galvaniho Business Center II) 2006 Büro 2006 21.440 13.026
82104 Bratislava 2, (Galvaniho Business Center I) 2004 Büro 2003 11.375 8.553
Trencin, Fachmarktzentrum 2007 Retail 2007 12.167 12.167
Prievidza, Fachmarktzentrum 2007 Retail 2008 13.736 13.736
Summe Mietrendite zum Verkehrswert in %
Summe Verkehrswert in Mio. EUR
7,5
71,5
Gesamtfläche Slowakei (m²) 58.700 47.500
OBJEKT IN KROATIEN
10000 Zagreb, Zelinska 3 (Eurocenter Zagreb) 2008 Büro 2004/2005 11.283 8.208
Mietrendite zum Verkehrswert in % 8,4
Verkehrswert in Mio. EUR 24,0
OBJEKTE IN RUMÄNIEN
Bukarest, Calea Victorei 37B, (Novotel Bukarest) 2006 Hotel 2006 17.298 13.798
Bukarest, Calea Victorei 37B, (Casino im Hotel Novotel) 2008 Retail 2008 1.998 1.998
Summe Mietrendite zum Verkehrswert in % 6,0
Summe Verkehrswert in Mio. EUR 38,8
Gesamtfläche Rumänien (m²) 19.300 15.800
PROJEKTE IM BAU
1150 Wien, Sechshauser Straße 31–33 2006 Studentenwohnheim 2009 7.300 7.100
1010 Wien, Neutorgasse 4–8 2008 Wohnen und Büro 2010 13.800 11.000
14000 Prag, Na Pankraci 127/1683 (Gemini), Bauteil B 2003 Büro 2009 25.000 19.000
Bratislava, Hotel Vysoka
Bukarest, Piata Sudului (Sun Plaza)**
2008
2006
Hotel
Retail und Büro
2009
2009/2010
17.000
110.000
12.000
110.000
Sofia, Sidnakova Blv., (Serdika Center) (Beteiligung: 65 % Retail, 100 % Office)** 2006 Retail und Büro 2010 91.000 91.000
82104 Bratislava, Galvaniho 4 s.r.o. (Galvaniho Business Center IV) 2008 Büro 2009 41.000 29.000
LAND BANK
Grundstücksgröße m²
Bratislava, IPD International (Einsteinova) 2007 Büro 11.600
Sofia, Projekt Washington (Beteiligung 50 %) 2007 Büro 1.600
Bukarest/Jilava, (Roter Investii) 2007 Retail 97.000
Prag 8, Karlin, Pobrezni-Thamova, River Star Karlin 2006 Hotel 1.200
Bukarest, Calea Grivitei Nr. 94, 1. Sektor (Grivitei) (Beteiligung 82 %) 2006 Büro 6.800

Gesamtflächen (m²) 1.511.400 1.347.800

* angegebene Fläche ist Kalkulation des Sparkassen Immobilien AG Anteils und nicht die Gesamtgröße des Gebäudes ** angegebene Gesamtfläche exkludiert unterirdische Parkplätze

ERKLÄRUNG GEMÄSS § 82 (4) Z3 BÖRSEGESETZ

a) Jahresabschluss

Der im Einklang mit den unternehmensrechtlichen Vorschriften (UGB) aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 vermittelt nach unserem besten Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Weiters stellt der beigefügte Lagebericht nach unserem besten Wissen den Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis so dar, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt wird und die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen der Geschäftsverlauf ausgesetzt ist, beschrieben werden.

b) Konzernabschluss

Der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 vermittelt nach unserem besten Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen (Konzern). Weiters stellt der beigefügte Konzernlagebericht nach unserem besten Wissen den Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis so dar, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen (Konzern) vermittelt wird und die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen der Geschäftsverlauf ausgesetzt ist, beschrieben werden.

Wien, am 3. April 2009

Der Vorstand

Bilanzeid Bericht des Abschlussprüfers

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Sparkassen Immobilien Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und die Konzern-Cashflow-Rechnung für das am 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Unternehmensstrategie Investor Relations Corporate Governance Lagebericht

Bilanzeid, Bericht des Abschlussprüfers Konzernabschluss

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 3. April 2009

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

(als Gesamtrechtsnachfolgerin der Eidos Deloitte Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mbH)

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Walter Müller ppa. Mag. DDr. Wolfgang Arndorfer