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Renault — Audit Report / Information 2014
Oct 29, 2015
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Audit Report / Information
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Publication
Renault Deutschland AG
Brühl
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Bericht des Aufsichtsrats
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet.
Die Berichte waren Gegenstand eingehender Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen und bildeten die Grundlage für die durchgeführte Überwachung der Geschäftsführung. Anlass zu Beanstandungen hat es nicht gegeben.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die letzte ordentliche Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Düsseldorf, geprüft worden. Sie hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Im Falle des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen trägt der Vermerk folgenden Wortlaut:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." |
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der nach § 172 Aktiengesetz festgestellt ist.
Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Brüht im Juni 2015
Der Aufsichtsrat
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Renault Deutschland AG, Brühl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. lm Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und den Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 26. Mai 2015
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Rukes, Wirtschaftsprüfer
Müller, Wirtschaftsprüferin
Bilanz zum 31. Dezember 2014
Aktiva
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Software | 19.347,91 | 2.361,11 |
| B. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 18.225.446,99 | 19.565.074,37 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 247.419,10 | 293.837,12 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 487.148,15 | 571.878,72 |
| 18.960.014,24 | 20.430.790,21 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.961.987,87 | 11.961.987,87 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung | 1.665.898,00 | 1.825.038,04 |
| 13.627.885,87 | 13.787.025,91 | |
| 32.607.248,02 | 34.220.177,23 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Hilfs- und Betriebsstoffe | 107.457,18 | 160.902,43 |
| 2. Waren | 11.740.973,27 | 13.344.530,46 |
| 11.848.430,45 | 13.505.432,89 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.281.180,63 | 1.254.494,76 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 511.516.385,91 | 425.600.800,29 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 34.577.105,75 | 40.974.125,92 |
| 548.374.672,29 | 467.829.420,97 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 62.429,12 | 7.952,22 |
| 560.285.531,86 | 481.342.806,08 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 39.425,25 | 90.201,02 |
| D. Aktive latente Steuern | 11.706.781,00 | 11.622.781,00 |
| 604.638.986,13 | 527.275.965,33 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| EUR | EUR | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 10.655.322,80 | 10.655.322,80 |
| II. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 1.065.532,28 | 1.065.532,28 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 20.742,80 | 20.742,80 |
| 1.086.275,08 | 1.086.275,08 | |
| III. Bilanzgewinn | 23.082.991,86 | 14.516.825,00 |
| 34.824.569,74 | 26.258.422,88 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 30.538.765,00 | 30.547.842,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 3.377.255,01 | 1.149.012,91 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 404.987.182,55 | 366.669.221,17 |
| 438.903.202,56 | 398.366.076,08 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 57.816.614,83 | 55.248.653,43 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 43.339.911,69 | 32.568.365,39 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 29.754.667,51 | 14.834.447,55 |
| davon aus Steuern EUR 19.539.737,77 (Vorjahr: TEUR 13.775) | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 88) | ||
| 130.911.193,83 | 102.651.466,37 | |
| 604.638.986,13 | 527.275.965,33 |
Gewinn- und Verlustrechnung für 2014
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 1.032.308.052,37 | 955.757.782,50 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 182.846.165,90 | 181.710.795,27 |
| 1.215.154.218,27 | 1.137.468.577,77 | |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 201.531.379,37 | 204.759.396,18 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 34.069.140,76 | 29.269.929,41 |
| 235.600.520,13 | 234.029.325,59 | |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 28.970.348,82 | 29.775.228,31 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 5.523.426,19 | 6.322.482,36 |
| - davon für Altersversorgung: EUR 1.205.001,78 (Vj. TEUR 2.134) | ||
| 34.493.775,01 | 36.097.710,67 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 1.841.967,84 | 1.908.682,30 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 905.287.889,44 | 832.611.674,05 |
| 37.930.065,85 | 32.821.185,16 | |
| 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 5.000,00 | 5.000,00 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 664.289,69 | 245.145,07 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 258.219,69 (Vj. TEUR 245) | ||
| - davon aus Abzinsung der sonstigen Rückstellungen EUR 406.070,00 (Vj. TEUR 0) | ||
| 9. Aufwendungen aus Verlustübernahmen | 1.242.513,75 | 3.835.515,86 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 19.603.203,93 | 20.976.078,21 |
| - davon an verbundene Unternehmen: EUR 17.773.510,93 (Vj. TEUR 18.966) | ||
| - davon aus Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen EUR 1.799.350,00 (Vj. TEUR 1.954) | ||
| - davon aus Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen EUR 30.343,00 (Vj. TEUR 56) | ||
| 20.176.427,99 | 24.561.449,00 | |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 17.753.637,86 | 8.259.736,16 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vorn Ertrag | 6.270.019,10 | 3.647.077,13 |
| 13. Sonstige Steuern | 41.531,90 | 40.488,23 |
| 6.311.551,00 | 3.687.565,36 | |
| 14. Jahresüberschuss | 11.442.086,86 | 4.572.170,80 |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 11.640.905,00 | 9.944.654,20 |
| 16. Bilanzgewinn | 23.082.991,86 | 14.516.825,00 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2014
Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Realisation- und Imparitätsprinzip wurden beachtet, Vermögensgegenstände sind grundsätzlich höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei Jahre um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und zehn Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Anschaffungspreis von EUR 150,00 werden sofort als Aufwand erfasst und von EUR 150,01 bis EUR 1.000,00 im Zugangsjahr in einem Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung von außenplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind zu den vom Versicherer mitgeteilten Aktivwerten zum Bilanzstichtag angesetzt.
Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der FiFo-Methode unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Waren (Dienst- und Gebrauchtwagen, Ersatzteile) werden grundsätzlich mit den einzelnen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Unter Berücksichtigung der Verkaufserlöse der Vergangenheit sowie der Marktwerte zum Bilanzstichtag wurden Wertberichtigungen für Fahrzeuge in angemessener Höhe gebildet.
Bestandsrisiken der Teile, die sich aus verminderter Verkaufsfähigkeit und aus der Lagerdauer ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Liquide Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.
Latente Steuern
Nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept wurden auf sämtliche Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz latente Steuern berechnet. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.
Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Pensionsrückstellungen
Es wurden Rückstellungen für unmittelbare und mittelbare Pensionsverpflichtungen bilanziert. Es wird das Ansatzwahlrecht der Bilanzierung mittelbarer Pensionsverpflichtungen in Anspruch genommen. Das bedeutet, dass die Pensionsrückstellungen in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Versorgungsverpflichtungen und dem vorhandenen Kassenvermögen bei der Konzern-Unterstützungskasse der Renault Deutschland AG bilanziert werden. Die Berechnungsmethodik der Pensionsrückstellungen berücksichtigt alle Mitarbeiter unabhängig vom Erreichen der Altersgrenze von 30 Jahren oder mit einer unter fünf Jahren liegenden Dienstzeit Die pensionsfähigen Bezüge werden mit dem voraussichtlichen Stand am Bilanzstichtag kalkuliert.
Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Rechnungszinsfuß wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Zinssatz von 4,62 % (Vorjahr: 4,9 %) zugrunde gelegt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem PUC-Verfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn des Dienstverhältnisses, das sich bei Annahme einer pauschal en Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Beim PUC-Verfahren wird der Barwert erwarteter künftigen Zahlungen ermittelt, die erforderlich sind, um die aufgrund von Arbeitnehmerleistungen bis zum Bilanzstichtag entstandenen Verpflichtungen abgelten zu können.
Außerdem wurden der Bewertung folgende Annahmen zugrunde gelegt:
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Gehaltserhöhungen | 2,50 % p.a. | 3,50 % p.a. |
| Rentenanpassungen | 1,60 % p.a. | 1,60 % p.a. |
| Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenze | 2,50 % p.a. | 3,50 % p.a. |
| Fluktuationsrate | 3,47 % p.a. | 4,00% p.a. |
Ferner dienten für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen als biometrische Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Die Veränderung der Pensionsrückstellung sowie der Altersteilzeit (ATZ)-Rückstellung wurde in einen Zins- und einen Personalaufwand aufgeteilt und entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für erwartete Verluste aus Rücknahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz von 2,8 % bis 3,5 % (Vorjahr: 3,5 % bis 5,5 %) abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Kommissionserlöse sowie Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt der Veräußerung an den Kunden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst. Gemäß § 277 Abs. 5 HGB wurden wie in Vorjahren Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und der ATZ-Rückstellung unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" erfasst.
Kommissionsgeschäft
Die Renault Deutschland AG wickelt die Neuwagen- und Ersatzteilverkäufe der Marken Renault und Dacia als Kommissionär für die Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, ab. Die Kommission, die als Vergütung für diese Tätigkeit gewährt wird, beinhaltet neben einem fixen Teil auch einen variablen Teil, der zur Abdeckung der Kosten von Verkaufsförderaktionen dient.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.
Umlaufvermögen
Die Warenbestände der Renault Deutschland AG sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 13.345) auf TEUR 11.741 gesunken. Der Fahrzeugbestand beträgt TEUR 9.656 (Vorjahr: TEUR 10.936). Im Übrigen handelt es sich um Teile in Höhe von TEUR 497 (Vorjahr: TEUR 563) sowie um sonstige Warenbestände wie Werbematerial, Kfz-Briefe etc. in Höhe von TEUR 1.588 (Vorjahr: TEUR 1.846).
Bei den Hilfs- und Betriebsstoffen von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 161) handelt es sich uni Heizöl und Kraftstoffe sowie um sonstiges Verpackungsmaterial.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 511.516 (Vorjahr: TEUR 425.601) bestehen TEUR 393.355 (Vorjahr: TEUR 311.054) gegen den Cash-Pool-Führer Renault s.a.s. bei dem Kreditinstitut BNP PARIBAS, Paris/Frankreich. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 118.161 (Vorjahr: TEUR 114.547) resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus der Ergebnisübernahme der Tochtergesellschaften und betreffen mit TEUR 108.943 (Vorjahr: TEUR 114.533) den Gesellschafter Renault s.a.s.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 34.577 (Vorjahr: TEUR 40.974) enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen den Gesellschafter Renault s.a.s aus Buy-Back-Geschäften von TEUR 31.489 (Vorjahr: TEUR 37.943). Da diese rechtlich noch nicht entstanden sind, werden sie unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Bei den restlichen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Forderungen, ausstehende Gutschriften von Lieferanten und debitorische Kreditoren TEUR 3.088 (Vorjahr: TEUR 3.031).
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Aktive Latente Steuern
Es wurde ein aktiver latenter Steuerüberhang in Höhe von TEUR 11.707 (Vorjahr: TEUR 11.623), der auf Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ermittelt wurde, aktiviert. Es handelt sich hierbei insbesondere um Unterschiede bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen sowie um Rückstellungen für Werbebeteiligungen. Dabei werden bei der Renault Deutschland AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,23 %.
Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Sachverhalten:
| Sachverhalt | Differenz zur Steuerbilanz | Aktive latente Steuern (+) / passive latente Steuern (-) |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | -642 | -200 |
| Vorratsvermögen | 41 | 13 |
| Pensionsrückstellung/ATZ | 14.633 | 4.570 |
| Sonstige Rückstellungen | 20.452 | 6.387 |
| Differenzen der Organgesellschaften | 3.001 | 937 |
| Total | 37.485 | 11.707 |
Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern unterliegen gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre.
Eigenkapital
Das Grundkapital der Renault Deutschland AG beträgt TEUR 10.655 und ist in 20.840 Stückaktien aufgeteilt. Bei den Aktien handelt es sich um Namensaktien.
Zu der am Stichtag bestehenden Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 11.707 verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen zu den aktiven latenten Steuern.
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen TEUR 30.539 (Vorjahr: TEUR 30.548). Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 55.692 (Vorjahr: TEUR 55.364) wurden mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens der Unterstützungskasse Deutsche Renault AG e.V., Brüht, von TEUR 25.153 (Vorjahr: TEUR 24.816) saldiert. Die Anschaffungskosten entsprechen dem ausgewiesenen Wert.
Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 3.377 (Vorjahr: TEUR 1.149) betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer TEUR 1.786 (Vorjahr: TEUR 661), Solidaritätszuschlag TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 33) sowie Gewerbesteuer TEUR 1.496 (Vorjahr: 455 TEUR) für das Jahr 2014.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 404.987 (Vorjahr: TEUR 366.669) betreffen überwiegend Rückstellungen für Werbebeteiligungen an Renault-Händler, Boni für Fahrzeuge im Netz, Verluste aus Buy-Back-Geschäften, Rückstellungen aus Service-Verträgen und Garantieaufwendungen sowie für Restrukturierungskosten für das Händlernetz.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeitenspiegel
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Gesamtbetrag | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 57.817 | 57.817 |
| (Vorjahr) | (55.249) | (55.249) |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 43.340 | 43.340 |
| (Vorjahr) | (32.568) | (32.568) |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 29.754 | 29.754 |
| (Vorjahr) | (14.834) | (14.834) |
| davon aus Steuern | 19.540 | 19.540 |
| (Vorjahr) | (13.775) | (13.775) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (68) | (68) |
| 130.911 | 130.911 | |
| (102.651) | (102.651) |
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 29.754 (Vorjahr: TEUR 14.834) enthalten hauptsächlich Umsatzsteuerverbindlichkeiten.
Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):
| 2014 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Verkäufe von Neu-, Dienst- und Gebrauchtwagen | 903 | 848 |
| Ersatzteilverkäufe | 94 | 77 |
| Übrige | 35 | 31 |
| 1.032 | 956 |
Die Umsatzerlöse entfallen wie im Vorjahr nahezu ausschließlich auf die Bundesrepublik Deutschland.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 182.846 (Vorjahr: TEUR 181.711) setzen sich hauptsächlich aus weiterberechneten Aufwendungen für Garantie- und Transportleistungen sowie sonstigen Nebenkosten zusammen. Periodenfremde Erträge sind aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 1.172) entstanden.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 905.288 (Vorjahr: TEUR 832.612) sind im Wesentlichen Aufwendungen für Beihilfen und Zuschüsse an Händler, Garantieaufwendungen, Werbeaufwendungen, Frachtkosten, Fremdarbeiten, Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen, Mietaufwendungen und Beratungskosten zusammengefasst. Von dem Gesamtbetrag wurden TEUR 803.830 (Vorjahr: TEUR 735.908) im Rahmen der Kommissionärsverträge an Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, weiterbelastet. Der entsprechende Ertrag ist als Kommissionsprovision in den Umsatzerlösen enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In 2014 wurden insgesamt TEUR 6.270 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gebucht, davon Körperschaftsteuer TEUR 2.725 (Vorjahr: TEUR 3.135), Solidaritätszuschlag TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 125), Gewerbesteuer TEUR 3.479 (Vorjahr: TEUR 3.063) und TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 1.695) als Ertrag aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern.
Sonstige Steuern
In den sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Aufwendungen für die Grundsteuer TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 39) enthalten.
Sonstige Angaben
Außerbilanzielle Geschäfte
Es bestehen zum 31. Dezember 2014 Rücknahmeverpflichtungen aus Buy-Back-Geschäften für Kraftfahrzeuge gegenüber Autovermietern und anderen Großabnehmern in Höhe von TEUR 73.330 (Vorjahr: TEUR 116.831) sowie Rücknahmeverpflichtungen %I- Dienstwagen und Mit-arbeiter-Leasingfahrzeuge gegenüber der Tochtergesellschaft RRG Köln mit TEUR 11.649 (Vorjahr: TEUR 1.379).
Das Buy-Back-Geschäft dient der mittelfristigen Verbesserung des Cashflows. Risiken bestehen in der Weitervermarktung, die nicht an den Käufer übergeht, und dem festgelegten Rückkaufswert.
Das Factoring mit der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, dient im Wesentlichen der Liquiditätsverbesserung. Dem Vorteil des frühzeitigen Geldeingangs steht der Nachteil der Factoring-aufwendungen gegenüber. Risiken werden aus dem echten Factoring derzeit nicht gesehen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 86) für erteilte Investitionsaufträge und mit TEUR 7.178 (Vorjahr: TEUR 8.316) für finanzielle Verpflichtungen aus diversen Miet- und Pachtverträgen, deren Kündigungstermine zwischen 2015 und 2020 liegen.
Angaben zum Prüfungshonorar
Das Abschlussprüfungshonorar in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 143) betrifft ausschließlich Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung.
Aufgliederung der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl während des Geschäftsjahres nach Gruppen
| 2014 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Leitende Angestellte | 8 | 8 |
| Angestellte | 312 | 328 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 81 | 80 |
| 401 | 416 |
Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und ehemaliger Geschäftsführer
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 betrugen TEUR 1.495 (Vorjahr: TEUR 1.235). Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 90). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sowie gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen sind TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 393) zurückgestellt.
Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2014 beträgt TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4).
Aufsichtsrat und Vorstand der Renault Deutschland AG
Aufsichtsrat
| Michel Kuperminc | Vorsitzender | Directeur Contrôle de Gestion Europe, Renault s.a.s/ Frankreich |
| Laurent David | stellvertretender Vorsitzender | Directeur Adjoit Contröle de Gestion G4, Renault s.a.s/ Frankreich |
| Patrice Cabrier | Mitglied des Aufsichtsrats | Directeur Europe, RCI Banque s.a., Noisy-le-Grand Cedex/Frankreich |
| Patrick Claude | Mitglied des Aufsichtsrats | Directeur DTF, Renault s.a., Paris/Frankreich |
| Uwe Schäfges | Arbeitnehmervertreter | Betriebsratsvorsitzender, Renault Deutschland AG |
| Reiner Kierdorf | Arbeitnehmervertreter | Verkauf NW RRG Deutschland GmbH |
Vorstand
| Achim Schaible | Vorsitzender |
| bis 17. April 2014 | |
| Olivier Gaudefroy | Vorsitzender |
| ab 18. April 2014 | |
| Martha Figel | Vorstand Finanzen |
| Michael Borner | Vorstand Vertrieb |
| bis 31. Januar 2014 | |
| Christophe Mittelberger | Vorstand Vertrieb |
| ab 1. Februar 2014 | |
| Jérôme Strak | Vorstand Qualität und Kundendienst |
| Frédéric Posez | Vorstand Marketing |
| Reinhard Zirpel | Vorstand Öffentlichkeitsarbeit |
Anteilsbesitz der Renault Deutschland AG (Stand 31. Dezember 2014)
| Anteil am Kapital | Eigenkapital 31.12.2014 | Ergebnis 2014 | |
|---|---|---|---|
| % | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Renault Retail Group Deutschland GmbH, Köln | 100 | 12.468 | 0 |
| Renault Retail Group Spezial-Liegenschaften GmbH, Köln | 100 | 25 | 0 |
| SODICAM Vertriebs GmbH, Brühl | 100 | 25 | 0 |
Mit allen aufgeführten Tochtergesellschaften bestehen Gewinnabführungsverträge.
Angaben zum Mutterunternehmen
Die Renault Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Renault S.A., Boulogne-Billancourt/Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist beim Mutterunternehmen bzw. auf deren Internet-Seite erhältlich.
Dividendenzahlung der Renault Deutschland AG
In 2015 ist eine Gewinnverwendung i.H.v. EUR 11.357.800,00 geplant. Der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Brühl, den 26. Mai 2015
Renault Deutschland AG
gez. Olivier Gaudefroy
gez. Martha Figel
gez. Frédéric Posez
gez. Christophe Mittelberger
gez. Reinhard Zirpel
gez. Jérôme Strak
Entwicklung des Anlagevermögens 2014
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2014 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 216.140,11 | 23.615,00 | 1.754,69 | 238.000,42 |
| 216.140,11 | 23.616,00 | 1.754,69 | 238.000,42 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 65.252.376,49 | 150.163,05 | 113.115,18 | 65.289.424,36 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.994.205,81 | 67.631,00 | 97.482,59 | 2.964.354,22 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.456.885,93 | 147.637,19 | 501.392,52 | 7.103.130,60 |
| 75.703.468,23 | 365.431,24 | 711.990,29 | 75.356.909,18 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.505.885,00 | 0,00 | 0,00 | 16.505.885,00 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen | 1.825.038,04 | 0,00 | 159.140,04 | 1.665.898,00 |
| 18.330.923,04 | 0,00 | 159.140,04 | 18.171.783 00 | |
| 94.250.531,38 | 389.046,24 | 872.885,02 | 93.766.692,60 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2014 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 213.779,00 | 6.628,20 | 1.754,69 | 218.652,51 |
| 213.779,00 | 6.628,20 | 1.754,69 | 218.652,51 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 45.687.302,12 | 1.489.790,43 | 113.115,18 | 47.063.977,37 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.700.368,69 | 113.181,45 | 96.615,02 | 2.716.935,12 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.885.007,21 | 232.367,76 | 501.392,52 | 6.615.982,45 |
| 55.272.678,02 | 1.835.339,64 | 711.122,72 | 56.396.894,94 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.543.897,13 | 0,00 | 0,00 | 4.543.897,13 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4.543.897,13 | 0,00 | 0,00 | 4.543.897,13 | |
| 60.030.354,15 | 1.841.967,84 | 712.877,41 | 61.159.444,58 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Software | 19.347,91 | 2 |
| 19.347,91 | 2 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 18.225.446,99 | 19.565 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 247.419,10 | 294 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 487.148,15 | 572 |
| 18.960.014,24 | 20.431 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.961.987,87 | 11.962 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen | 1.665.898,00 | 1.825 |
| 13.627.885,87 | 13.787 | |
| 32.607.248,02 | 34.220 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014
Renault Deutschland AG, eine Tochtergesellschaft zu 60 % der Renault s.a.s., Frankreich, an der die Renault Group BV, Amsterdam, weitere 40 % der Anteile hält, vertreibt als Kommissionärin der Renault s.a.s. Neufahrzeuge der Marken Renault und Dacia sowie Teile und Zubehör für die genannten Marken im eigenen Namen und für Rechnung von Renault s.a.s.. Neben der Belieferung des Renault-/Dacia-Händlernetzes werden auch Direktgeschäfte u.a. mit Autovermietern getätigt.
Wesentliches Eigengeschäft ist der Handel mit Gebrauchtwagen (Buy-Back-Rückläufern).
Renault Deutschland AG ist zu 100 % Muttergesellschaft der Renault Retail Group Deutschland mit Sitz in Köln.
Steuerungsindikatoren sind u.a. Marktanteil (Zulassungen), Absatz, Umsatz und Ergebnis vor Steuern.
Der Markt
Der gesamtwirtschaftliche Aufwärtstrend hat sich 2014 positiv auf den deutschen Automobilmarkt ausgewirkt Die Neuzulassungen bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis fünf Tonnen stiegen um 3,2 % auf 3,27 Millionen Einheiten (Vorjahr: 3,17 Millionen). Dennoch verhalten sich private Käufer unverändert zurückhaltend: Die privaten Neuzulassungen sanken 2014 erneut und erreichten nur noch 36,2 %. Im Jahr zuvor entfielen noch 37,9 % der Neufahrzeuge auf den privaten Sektor. 2011 lag der Anteil der privaten Zulassungen sogar noch bei 40,1 %.
Dennoch entwickelten sich die Pkw-Neuzulassungen dank der positiven Wirtschaftsimpulse insgesamt sehr erfreulich: 2014 wurden in Deutschland 3,04 Millionen Pkw neu zugelassen — ein Plus von 3,1 %. Die saisonbedingten Schwankungen bei den Neuzulassungen fielen dabei eher etwas moderater aus als in den Vorjahren, ein Indiz für einen weiter gefestigten Gesamtmarkt. Vor allem zum Jahresende behauptete sich der Automobilmarkt spürbar besser. Mit 229.700 neu zugelassenen Pkw und einem Plus von 6,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat setzte der Dezember nochmals einen positiven Schlusspunkt. Insgesamt profitierten die ausländischen Automobilhersteller stärker von dem Aufwärtstrend und verzeichneten 2014 bei den Pkw-Verkäufen ein Plus von 3,8 %, während die deutschen Marken lediglich um 2,3 % zulegten.
Benzingetriebene Fahrzeuge dominieren mit 50,5 % der Neuzulassungen nach wie vor den Pkw-Markt, verzeichneten aber einen leichten Rückgang gegenüber 2013 (50,9 %). Dementsprechend gewannen die Pkw mit Dieselmotor leicht hinzu und erreichten 47,8 % der Neuzulassungen (Vorjahr: 47,5 %). Der Anteil der Fahrzeuge mit alternativem Antrieb steigt weiterhin langsam, aber stetig: Mit 1,7 % kamen nochmals mehr Elektro- und Hybridfahrzeuge auf die Straße, als im Jahr zuvor (Vorjahr: 1,6 %). 27.435 Neufahrzeuge verfügten über einen Hybridantrieb — ein Plus gegenüber 26.348 Exemplaren in 2013, das allerdings nicht so deutlich ausfiel wie gegenüber 2012 (21.400 Einheiten) und 2011 (12.600 Einheiten). Deutlich positiver entwickelten sich die Pkw mit reinem Elektroantrieb, von denen 2014 insgesamt 8.532 Einheiten neu auf die Straße kamen. 2013 erreichten die Neuzulassungen nur 6.051 Fahrzeuge, wobei Citymobile wie der Renault Twizy nicht mitgerechnet sind. Damit bestätigt sich der Trend zu alternativen Antrieben erneut. Auch in den kommenden Jahren dürfte der Marktanteil weiter zulegen.
Bei den Fahrzeugsegmenten setzten die Sport Utility Vehicles wie in den Jahren zuvor ihren Wachstumskurs ungebremst fort. Sie verzeichneten mit einem Plus von 20,6 % die deutlichsten Zuwächse und erreichen damit einen Marktanteil von 9,8 %. Auch die Nachfrage nach Geländewagen ist ungebrochen und stieg nochmals um 6,5 % gegenüber dem Vorjahr auf einen Marktanteil von 7,6 %. Zusammengenommen sicherten sich die beiden Segmente einen Marktanteil von 17,4 % und lassen damit die Mittelklasse mit 12,5 % Marktanteil noch weiter hinter sich als im Jahr zuvor (12,6 % Marktanteil in 2013).
Zweiter Gewinner bei den Zuwächsen ist die Oberklasse, die sich um 19,1 % gegenüber dem Vorjahr verbesserte. Zusammen vereinen Mittelklasse, Kompaktklasse und Kleinwagen dennoch über 50 % Neuzulassungen auf sich. Die Kompaktklasse ist unverändert Markeihrer und verbesserte mit 26,4 % Marktanteil ihr Ergebnis nochmals gegenüber 2013 (25,6 %). An zweiter Stelle folgen die Kleinwagen, die mit 15,1 % gegenüber dem Vorjahr etwas an Boden verloren (2013: 16,3 %).
Der verstärkte Einsatz von Effizienztechnologien wie Downsizing (kleinere Motoren mit Turboaufladung), optimierte Aerodynamik und geringeres Fahrzeuggewicht zeigen sich im weiteren Rückgang des CO2-Ausstoßes der neu zugelassenen Fahrzeuge. 2014 sanken in Deutschland die durchschnittlichen CO2-Emissionen je Pkw auf 132,8 g/km.
Durchschnittliche CO2-Emissionen je Pkw in Deutschland
2014: 132,8 g/km, 2013: 136,4 g/km, 2012: 141,8 g/km, 2011: 146,1 g/km, 2010: 151,7 g/km, 2009: 154,2 g/km, 2008: 165 g/km
Der Gebrauchtwagenmarkt blieb im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau stabil. Insgesamt wechselten 7,07 Millionen Pkw den Halter (Vorjahr: 7,09 Millionen Einheiten).
Mit 44,4 Millionen Fahrzeugen wuchs der Pkw-Bestand 2014 um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr (2013: 43,9 Millionen Einheiten) und macht 82,7 % am Gesamt-Fahrzeugbestand in Deutschland aus. Die Marke Renault platziert sich mit rund 1,9 Millionen Pkw nach wie vor auf dem ersten Platz unter den Importeuren. Der Bestand der Marke Dacia stieg um fast 50.000 Einheiten auf 339.389 Pkw (2013: 292.028), was einem Plus von 16,2 % entspricht. Damit erhöhte sich der Zuwachs bei der Renault Tochter erneut stärker als bei jeder anderen hierzulande vertreten Marke.
Über 60 % des Bestandes setzen sich aus Fahrzeugen der Kleinwagenklasse (19,9 %), der Kompaktklasse (26,4 %) und der Mittelklasse (16,3 %) zusammen. Das Durchschnittsalter aller Pkw stieg erneut leicht an und liegt jetzt bei 9,0 Jahren (2013: 8,8 Jahre). Insgesamt beträgt die Zahl der Oldtimer über 490.000 Fahrzeuge — ein erneuter deutlicher Zuwachs bei den mindestens 30 Jahre alten Fahrzeugen (2013: 450.000 Fahrzeuge). Die Zahl der Fahrzeuge mit Historienkennzeichen erhöhte sich auf gut 350.000 Einheiten. Über ein Saisonkennzeichen verfügen inzwischen 2,2 Millionen Fahrzeuge.
Der Bestand an Pkw mit Benzinmotor ging erneut leicht zurück, dominiert aber mit 67,2 % weiterhin deutlich den Gesamtmarkt. Gegenüber 30,1 % im Vorjahr verfügen inzwischen 31,2 % der Fahrzeuge über einen Dieselmotor. Die Fahrzeuge mit alternativem Antrieb verzeichneten erneut einen Zuwachs und liegen mit 1,6 % Anteil am Gesamtbestand und rund 700.000 Einheiten leicht über Vorjahresniveau. 2014 waren auf deutschen Straßen 18.948 Elektro-Fahrzeuge (2013: 12.156) unterwegs, was einem deutlichen Plus von 55,9 % entspricht. Auch die Hybrid-Fahrzeuge legten mit 107.754 Einheiten und einem Plus von 25,9 % nochmals deutlich zu (2013: 85.575). Ebenfalls ein Plus verzeichnet der Bestand an Fahrzeugen mit Erdgasantrieb: 81.400 zugelassene Erdgasfahrzeuge bedeuten einen Zuwachs von 3 % gegenüber dem Vorjahr (2013: 79.000 Einheiten). Rückläufig zeigte sich hingegen der Bestand an flüssiggasbetriebenen Pkw. Mit 494.000 Einheiten waren 2014 rund 1,3 % weniger LPG-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs als im Vorjahr (2013: 500.900 Einheiten).
Auch die zunehmend strengeren Abgasvorschriften zeigen weiter Wirkung. Zwar liegt der Anteil der Fahrzeuge mit der aktuell strengsten Euronorm Euro 6 bislang nur bei 2,3 %, ein Drittel bzw.. 29,2 % der Fahrzeuge erfüllt aber inzwischen die Euro 5-Norm (2013: 25 %). Weitere 37,5 % entsprechen der Euro 4-Norm. Der Anteil der lediglich mit Euro 1 eingestuften Fahrzeuge sank weiter und beträgt lediglich noch 2,5 % des Bestandes.
Gesamtmarktzulassungen Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge* in Deutschland in Mio.
| 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3,376 | 3,320 | 3,982 | 3,119 | 3,413 | 3,307 | 3,170 | 3,271 |
* bis fünf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (Neuzulassungen in Mio. Einheiten)
Gesamtmarktzulassungen Personenwagen: Die Top Ten in Deutschland
| Zulassungen 2014 | Marktanteil | Zulassungen 2013 | Marktanteil | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Rang | Hersteller | (Einheiten) | in % | (Einheiten) | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. | Volkswagen | 656.494 | 21,6 | 642.190 | 21,8 |
| 2. | Mercedes-Benz | 272.754 | 9,0 | 278.612 | 9,4 |
| 3. | Audi | 259.459 | 8,5 | 251.952 | 8,5 |
| 4. | BMW | 237.854 | 7,8 | 233.725 | 7,9 |
| 5. | Opel | 219.084 | 7,2 | 207.461 | 7,0 |
| 6. | Ford | 209.142 | 6,9 | 198.167 | 6,7 |
| 7. | Skoda | 173.583 | 5,7 | 159.939 | 5,4 |
| 8. | Renault | 105.347 | 3,5 | 99.036 | 3,4 |
| 9. | Hyundai | 99.848 | 3,3 | 101.556 | 3,4 |
| 10. | Seat | 93.129 | 3,1 | 83.364 | 2,8 |
| 17. | Dacia | 48.907 | 1,6 | 45.498 | 1,5 |
Gesamtmarkt leichte Nutzfahrzeuge bis 5 t: Die Top Ten in Deutschland
| Zulassungen 2014 | Marktanteil | Zulassungen 2013 | Marktanteil | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Rang | Hersteller | (Einheiten) | in % | (Einheiten) | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. | Volkswagen | 61.855 | 26,5 | 55.388 | 25,4 |
| 2. | Mercedes-Benz | 54.252 | 23,2 | 51.071 | 23,5 |
| 3. | Ford | 29.601 | 12,7 | 25.920 | 11,9 |
| 4. | Renault | 16.737 | 7,1 | 16.075 | 7,4 |
| 5. | Fiat | 15.347 | 6,6 | 15.461 | 7,1 |
| 6. | Opel | 12.063 | 5,2 | 10.181 | 4,7 |
| 7. | Citroën | 10.079 | 4,3 | 9.864 | 4,5 |
| 8. | Peugeot | 7.946 | 3,4 | 9.234 | 4,2 |
| 9. | Iveco | 6.418 | 2,8 | 7.086 | 3,3 |
| 10. | Nissan | 4.698 | 2,0 | 4.351 | 2,0 |
| 12. | Dacia | 1.796 | 0,8 | 1.694 | 0,8 |
Absatzentwicklung: Die Marken Renault und Dacia
Die Renault Deutschland AG hat mit den Marken Renault und Dacia im Jahr 2014 insgesamt 172.787 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis fünf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zugelassen und setzte damit rund 10.000 Einheiten mehr ab als im Jahr zuvor (Vorjahr: 162.303). Mit einem Absatzplus von 6,5 % entwickelte sich das Unternehmen überdurchschnittlich gut gegenüber dem Gesamtmarkt, der im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 3,2 % verzeichnete. Der Marktanteil der Gruppe verbesserte sich ebenfalls leicht auf 5,3 % (Vorjahr: 5,1 %). Von der Marke Renault wurden 122.084 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zugelassen (Vorjahr: 115.111 Zulassungen). Bei Dacia waren es 50.703 Einheiten (Vorjahr: 47.192).
Im Pkw-Markt erreichte das Unternehmen mit der Marke Renault 105.347 Zulassungen und verkaufte damit über 6.000 Einheiten mehr als im Jahr zuvor (Vorjahr: 99.036 Einheiten). Die Pkw-Zulassungen der Marke Dacia lagen mit einem Plus von 7,5 % bzw. 48.907 Exemplaren ebenfalls deutlich über dem Vorjahresergebnis (Vorjahr: 45.498). Der Anteil der Renault Gruppe am Pkw-Markt stieg auf 5,1 % gegenüber 4,9 % im Vorjahr. Auch die einzelnen Marken verzeichneten bei Renault mit 3,5 % und bei Dacia mit 1,6 % jeweils ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr.
Im Ranking der zulassungsstärksten Pkw-Modelle der Marke Renault auf dem deutschen Markt setzte sich der Clio mit 24.272 Einheiten an die Spitze und verkaufte sich rund 4.000-mal häufiger, als im Jahr zuvor (20.280 Einheiten). Das entspricht einem Zuwachs von 19,7 %. Platz zwei belegt der Twingo, von dem 21.187 Exemplare aus den Renault Verkaufsräumen rollten. Im Vergleich zu den 19.186 Exemplaren des Vorjahres bedeutet dies ein Verkaufsplus von 10,4 %. Mit ausschlaggebend für den Erfolg war die gelungene Markteinführung der dritten Modellgeneration im September 2014, die innerhalb von drei Monaten bereits 7.000-mal in Kundenhand wechselte. Rang drei in der Renault Bestenliste belegt der Mégane, der 17.853 Zulassungen erzielte, dicht gefolgt vom Kompaktvan Scénic, mit 16.648 Verkäufen. Sehr erfolgreich absolvierte auch das Crossover-Modell Captur sein erstes volles Verkaufsjahr: 13.717 Einheiten bzw. ein Verkaufsplus von 83 % gegenüber dem Vorjahr bestätigen die Renault-Strategie, mit neuen Fahrzeugkonzepten auch neue Kundengruppen anzusprechen.
Zufriedenstellend entwickelten sich ebenfalls die Verkäufe bei den leichten Nutzfahrzeugen. Die Renault Gruppe steigerte den Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 4 % und setzte mit 18.533 Einheiten 764 Einheiten mehr ab als im Vorjahr (2013: 17.769). Der Marktanteil bewegt sich mit 7,9 % nahezu auf Vorjahresniveau. Von der Marke Renault verkauften die Händler 16.737 Fahrzeuge, 662 Einheiten oder 4,1 % mehr als im Jahr zuvor. Meistgefragtes Modell bleibt der Master, der mit 7.228 Einheiten in etwa auf Vorjahresniveau liegt. Auf Rang zwei folgt der Kangoo Rapid, dessen Absatz um 14,7 % auf 4.739 Einheiten stieg (2013: 4.133).
Im weiter kräftig steigenden Gesamtmarkt für Elektrofahrzeuge baute Renault seine Topposition weiter aus: Insgesamt verkaufte der französische Hersteller 1.810 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mit reinem Elektroantrieb und mit einem Marktanteil von 19,5 % mehr Fahrzeuge als jeder andere Hersteller. Darüber hinaus wechselten 507 Elektrozweisitzer Twizy in Kundenhand. Mit dem als Quad eingestuften Cityflitzer, der in der Pkw-Statistik nicht berücksichtigt wird, steigt der Absatz von Renault auf 2.317 Einheiten und damit sogar auf einen Marktanteil von 23,7 %. Wichtigstes Renault Modell mit Elektroantrieb ist die Kompaktlimousine ZOE, die sich 2014 besonders erfreulich entwickelte: Renault verkaufte von dem Fünftürer 1.498 Exemplare und steigerte den Absatz damit um 47,0 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 1.019 Einheiten). Darüber hinaus entschieden sich 300 Kunden für den Elektrotransporter Kangoo Z.E.. Für viele Großkunden und Konzerne eignet sich der bewährte Kombivan ideal für den gewerblichen Einsatz und kommt auch mit Batteriebetrieb immer häufiger in Fahrzeugflotten zum Einsatz.
Die Renault Tochter Dacia entwickelte sich zum wiederholten Male in Folge deutlich besser als der Gesamtmarkt. Mit 50.703 verkauften Fahrzeugen steigerte Dacia 2014 das Absatzvolumen um 7,4 % und damit mehr als mehr als doppelt so stark wie der deutsche Automobilmarkt Insgesamt erzielte die Renault Tochter nochmals 3.500 Neuzulassungen mehr als im Vorjahr.
Hervorragend etabliert ist Dacia vor allem im Privatkundenmarkt: Mit einem Anteil von 84 % privaten Käufern positioniert sich Dacia hier weit über dem Marktniveau von 36,2 %.
Meistverkauftes Dacia Modell ist der Sandero, der 18.387 Neuzulassungen erzielte. Zweitwichtigstes Modell der Marke ist das SUV-Modell Dacia Duster mit 15.343 Verkäufen. Aktuell gehören darüber hinaus die Modelle Logan MCV, Lodgy und Dokker zur Dacia Pkw-Palette. Auch bei den leichten Nutzfahrzeugen konnte Dacia das Vorjahresergebnis nochmals - übertreffen. Die Verkäufe des Kombivans Dokker Express stiegen um 3 % gegenüber dem Vorjahr auf 1.745 Einheiten (2013: 1.694 Einheiten).
Die Renault und Dacia Neuwagenzulassungen (Einheiten)
| 2014 | 2013 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Renault | |||
| Twizy* | 507 | 759 | -33% |
| Twingo | 21.187 | 19.186 | +10 % |
| Clio | 24.272 | 20.280 | +20 % |
| Wind | 32 | 202 | -84% |
| Modus | 0 | 676 | -100% |
| Captur | 13.717 | 7.514 | +83 % |
| ZOE | 1.498 | 1.019 | +47 % |
| Mégane Familie | 34.501 | 38.181 | -10% |
| davon Mégane | 17.853 | 20.317 | -12% |
| davon Scénic/Grand Scénic | 16.648 | 17.864 | -7% |
| Fluence | 9 | 23 | -61% |
| Fluence Z.E. | 9 | 37 | -76% |
| Laguna | 1.542 | 1.934 | -20% |
| Espace | 906 | 1.299 | -30% |
| Koleos | 963 | 1.164 | -17% |
| Latitude | 12 | 33 | -64% |
| Kangoo | 5.104 | 5.042 | +1 % |
| Trafic | 1.276 | 1.686 | -24% |
| Master | 318 | 532 | -40% |
| Sonstige | 1 | 228 | -100% |
| Gesamt Pkw Renault (inkl. Twizy) | 105.854 | 99.795 | +6 % |
| Dacia | |||
| Logan einschließlich MCV | 7.990 | 5.063 | +57 % |
| Sandero | 18.387 | 17.423 | +6 % |
| Lodgy | 3.748 | 6.369 | -41% |
| Dokker | 3.439 | 3.825 | -10% |
| Duster | 15.343 | 12.818 | +20 % |
| Gesamt Pkw Dacia | 48.907 | 45.498 | +7 % |
| Renault Pkw + Dada Pkw | 154.761 | 145.293 | +7 % |
| Kangoo Rapid | 4.739 | 4.133 | +15 % |
| Kangoo Z.E. | 300 | 436 | -31% |
| Trafic Transporter | 4.401 | 4.298 | +2 % |
| Master Transporter | 7.228 | 7.176 | +1 % |
| Sonstige | 69 | 32 | +109 % |
| Gesamt Nfz Renault bis 5 t | 16.737 | 16.075 | +4 % |
| Dacia Nfz | 1.796 | 1.694 | +6 % |
| Renault Nfz + Dacia Nfz bis 5 t | 18.533 | 17.768 | +4 % |
| Gesamt Pkw + Transporter | 173.294 | 163.061 | +6 % |
* Zulassungen für den Twizy sind nicht in der offiziellen Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) enthalten
Ertragslage
Der Jahresüberschuss 2014 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 6,9 auf Mio. EUR 11,4.
Die Umsatzerlöse lagen mit Mio. EUR 1.032,3 über dem Vorjahresniveau (Mio. EUR 955,8). Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):
| 2014 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Verkäufe von Neu-, Dienst- und Gebrauchtwagen | 903 | 848 |
| Ersatzteilverkäufe | 94 | 77 |
| Übrige | 35 | 31 |
| 1.032 | 956 |
Dies ist im Wesentlichen gestiegenen Fahrzeugverkäufen und einer damit einhergehenden Steigerung der Kommissionserlöse geschuldet.
Die Zulassungen der Pkw und leichten Nutzfahrzeuge Renault und Dacia stiegen um 6,5 % bzw. 10.484 Einheiten. Der Marktanteil der Gruppe verbesserte sich ebenfalls leicht auf 5,3% (Vorjahr 5,1%).
Es handelt sich bei den ausgewiesenen Umsätzen hauptsächlich um Kommissionserlöse, da der Neuwagen- und Teilevertrieb, soweit es sich bei den Teilen nicht um Fremdbezüge handelt, auf Kommissionsbasis erfolgte. Als Umsatzerlöse wird hierbei nur die Kommission, die sowohl eine fixe Provision als auch die Erstattung bestimmter Aufwendungen beinhaltet, ausgewiesen. Die Umsatzerlöse beinhalten auch die Vertriebskosten, die im Rahmen der variablen Kommission an den Kommittenten weiterbelastet wurden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um Mio. EUR 1,1 (0,6 %).
Der Materialaufwand stieg geringfügig um Mio. EUR 1,6 (+0,7 %) auf Mio. EUR 235,6. Hierbei stehen einem Rückgang von Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren von Mio. EUR 3,2 gestiegene Aufwendungen für bezogene Leistungen von Mio. EUR 4,8 gegenüber. Diese Entwicklung erklärt sich im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für die Rückversicherung der Garantieleistungen.
Der Personalaufwand ist von Mio. EUR 36,1 auf Mio. EUR 34,5 (Mio. EUR -1,6 bzw. -4,4 %) gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die geringere Personalstärke zurückzuführen. Im Jahre 2014 waren durchschnittlich 401 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 15 Beschäftigte weniger.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um Mio. EUR 72,7 bzw. 8,7 % zu und belaufen sich nunmehr auf Mio. EUR 905,3. Im Wesentlichen sind hierfür gestiegene Aufwendungen für Werbung und Verkaufsunterstützungsaktionen im Bereich der Kundenfinanzierung maßgeblich.
Während sich die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen wie im Vorjahr auf TEUR 5 beliefen, sanken die Aufwendungen aus Verlustübernahmen auf Mio. EUR 1,2 (Vorjahr Mio. EUR 3,8).
Die Zinsaufwendungen fielen um Mio. EUR 1,4 auf Mio. EUR 19,6. Gleichzeitig stiegen die Zinserträge um Mio. EUR 0,4 auf Mio. EUR 0,7, was auf Abzinsungseffekte zurückzuführen ist.
Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinsaufwendungen und -erträgen sowie Aufwendungen und Erträgen aus Ergebnisabführung) verbesserte sich um Mio. EUR 3,3 auf Mio. EUR -20,2.
Der Aufwand aus Ertragsteuern belief sich auf Mio. EUR 6,3 und erhöhte sich damit um Mio. EUR 2,6. Darin enthalten sind Mio. EUR 0,1 an latentem Steuerertrag als Folge der Veränderung der aktiven latenten Steuern.
Vermögenslage
In Sachanlagen wurden Mio. EUR 0,4 investiert.
Die Summe der Vorräte verringerte sich um Mio. EUR 1,7 (-12,6 %) auf Mio. EUR 11,8. Der Grund dafür war fast ausschließlich der Rückgang des Bestandes an Gebrauchtwagen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um Mio. EUR 80,5 auf Mio. EUR 548,4. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um Mio. EUR 1,0 Auch haben sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 85,9 erhöht. Dabei ist besonders ein Anstieg der Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr gegen die Muttergesellschaft Renault S.A. als Folge der Weiterbelastung der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bildung der Rückstellungen für verkaufsfördernde Maßnahmen maßgeblich. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um Mio. EUR 6,4. Dies resultiert im Wesentlichen auf dem Rückgang von Forderungen gegen den Gesellschafter Renault s.a.s. aus Buy-Back-Geschäften, die rechtlich noch nicht entstanden sind und deshalb unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden.
Das Eigenkapital erhöhte sich um Mio. EUR 8,6. Ursächlich hierfür war der höhere Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote veränderte sich von 4,9 % auf 5,7 %.
Die Rückstellungen lagen mit Mio. EUR 438,9 um Mio. EUR 40,5 über dem Vorjahresniveau, was nahezu ausschließlich auf eine Steigerung der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen ist. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Zuführungen für noch auszustellende Gutschriften an Renault Händler im Rahmen der Verkaufsförderung.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich zum Bilanzstichtag um Mio. EUR 28,3 auf Mio. EUR 130,9 (27,6 %). Während sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 2,6 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 10,8 erhöhten, erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um Mio. EUR 14,9. Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten stiegen zum einen aufgrund höherer Umsatzsteuerverbindlichkeiten (+Mio. EUR 5,8). Zum anderen erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund eines geänderten Ausweises der kreditorischen Debitoren, die im vorangegangenen Geschäftsjahr noch unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen waren.
Finanzlage
Es bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Der täglich praktizierte Finanzausgleich (Cash-Pooling und Konzernverrechnung) wird weiterhin zu keiner wesentlichen Änderung führen. Zudem garantiert er eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen. Durch die Zentralisierung der Finanzwirtschaft übernimmt die französische Muttergesellschaft die Verpflichtung, im Rahmen der Konzernfinanzierung für eine möglichst kostengünstige und betragsmäßig stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs der Gesellschaft der Renault-Gruppe in Deutschland zu sorgen. Von Änderungen bei den marktüblichen Kreditkonditionen (z.B. Währungsrisiko) oder einer Einstufung der Kreditwürdigkeit durch Ratings ist die Gesellschaft daher nicht unmittelbar betroffen. Die Zinsen werden aufgrund des monatlichen arithmetischen Mittels des EONEA (European Overnight Index Average) zzgl. 0,15 % berechnet.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Mio. EUR 85,6) wird im Wesentlichen durch den starken Anstieg Verbindlichkeiten um Mio. EUR 28,3 und bei den Rückstellungen um Mio. EUR 40,5 bei gleichzeitigem Rückgang der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen um insgesamt Mio. EUR 3,5 positiv beeinflusst.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich aus den Investitionen in Sachanlagen (Mio. EUR -0,4, Vorjahr: Mio. EUR -0,1).
Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Cashflow aufgrund von Dividendenzahlungen in Höhe von Mio. EUR -2,9 (Vorjahr: Mio. EUR -3,0).
Der Finanzmittelfond erhöhte sich um Mio. EUR 82,4 auf Mio. EUR 393,4 und setzt sich wie im Vorjahr aus den liquiden Mitteln und den Forderungen aus dem Cash-Pool zusammen. Die wesentlichen Veränderungen erfolgten hierbei bei den Cash-Pool-Forderungen (Mio. EUR 82,3).
Risikobericht
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Wirksamkeit eines angemessenen Risikomanagementsystems verantwortlich.
Das Risikomanagementsystem der Renault Deutschland AG ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Die Gesamtverantwortung fair das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Die Abteilungsleiter der einzelnen Direktionen sind Risikomanagement-Beauftragte und für die Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -kommunikation in ihrem Bereich verantwortlich. Daneben gibt es einen Risikomanagement-Koordinator, dessen Aufgabe die Organisation der Prozessabläufe des Risikomanagements sowie die eines Bindeglieds zwischen Vorstand und Risikobeauftragten ist.
Bestandgefährdende Risiken oder Risiken, die geeignet sind, die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Unternehmens wesentlich zu beeinträchtigen, sind nicht vorhanden.
Als wesentliche mögliche Risiken hat die Gesellschaft das Risiko des Zahlungsausfalles im Händlernetz, Sicherheitsrisiken im IT-Bereich sowie das Risiko der Mitarbeiter-Fluktuation identifiziert und entsprechende Maßnahmen getroffen.
Zur Vermeidung von Zahlungsausfallrisiken werden wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, im Rahmen eines echten Factorings veräußert. Darüber hinaus werden Bonität und Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht.
Renault legt großen Wert darauf; seine Mitarbeiter über ihre gesamte Karriere unabhängig vom Alter zu motivieren, sich weiterzubilden und neue Herausforderungen innerhalb des Konzerns anzunehmen.
Im Bereich Informationstechnik hat die Gesellschaft Sicherungskonzepte entwickelt, die sich auf Mitarbeiter, Organisation, Anwendungen, Systeme und Netzwerk beziehen.
Es gibt für die Mitarbeiter unternehmensweite Richtlinien für den Umgang mit elektronischen Informationen sowie Regelungen zur sicheren Nutzung von Informationssystemen. Dies wird durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter vertieft. Technische Schutzmaßnahmen wie der Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen dienen ebenfalls der Verminderung von IT-Risiken.
Wir gehen davon aus, dass sich bei unseren Tochtergesellschaften in 2014 konjunkturbedingt eine leichte Verbesserung des Ergebnisses ergibt und zukünftig dann zumindest ausgeglichene Ergebnisse erwirtschaftet werden.
Aufgrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Cash Pooling- und Konzernverrechnungsverfahrens bestehen beträchtliche Forderungen, die 65 % (Vorjahr: 59 %) der Bilanzsumme ausmachen. Eine Rückzahlung ist jedoch aufgrund unserer derzeitigen Erkenntnis nicht gefährdet.
Ausblick und Chancen
Ausblick 2014 und tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Ausblick
Für das Jahr 2014 hatten wir vor dem Hintergrund des sich verbessernden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes in Deutschland einen Gesamtmarkt von rund 3 Millionen Pkw und 220.000 leichten Nutzfahrzeugen prognostiziert. Außerdem gingen wir davon aus, dass der Renault Marktanteil in diesem Gesamtmarkt ebenso wie der Marktanteil von Dacia geringfügig steigen würde.
Wir prognostizierten ebenfalls die Festigung unserer Position als stärkster ausländischer Anbieter bei leichten Nutzfahrzeugen und wollten darüber hinaus im Bereich der Elektrofahrzeuge unser Volumen deutlich über das Niveau 2013 steigern.
Der Gesamtmarkt 2014 für PKW belief sich auf 3,04 Millionen Neuzulassungen und entwickelte sich mit einem Plus von 2,9 % positiv im Rahmen unserer Erwartungen. Der Gesamtmarkt der leichten Nutzfahrzeuge schloß mit einem Plus von 7,3 % bei 233.730 Einheiten deutlich über unseren Erwartungen.
In diesem positiven Umfeld entwickelten sich unsere Verkäufe besser als der Markt, was zu einer Erhöhung des Marktanteils um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 % führte. Der Grund liegt in erster Linie an einer sehr guten Marktaufnahme der neuen Modelle Clio, Captur und Twingo und den weiterhin ordentlichen Verkäufen der übrigen Modellpalette.
Auch die Marke Dacia entwickelte sich wie prognostiziert positiv und steigerte mit 50.703 Verkäufen den Marktanteil um 0,1 Prozentpunkte auf 1,55 %
Hier entwickelten sich insbesondere Logan MCV, Sandero und Duster positiv.
Im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge konnten wir trotz einer Steigerung der Verkäufe um 4,3 % der Gesamtmarktanteilsentwicklung nicht folgen, Festigten aber unsere Position als stärkster ausländischer Anbieter von Nutzfahrzeugen auf dem Markt.
Der Gesamtmarkt Pair Elektrofahrzeuge entwickelte sich erneut unter der von uns prognostizierten Erwartung einer deutlichen Steigerung. Das Ziel, mehr Elektrofahrzeuge als im Jahr 2013 abzusetzen, wurde erreicht.
Die Umsatzerlöse wie auch das Ergebnis vor Steuern haben sich aufgrund gestiegener Fahrzeugverkäufe und damit einhergehend gestiegenen Kommissionserlösen stärker als erwartet verbessert.
Ausblick 2015
Für den Gesamtmarkt rechnet die Renault Deutschland AG 2015 mit einem leichten Zuwachs der Neuzulassungen bei PKW und leichten Nutzfahrzeugen.
Auf dieser Basis soll sich der Marktanteil der beiden Konzernmarken Renault und Dacia weiterhin positiv entwickeln. (In 2014 betrug der Marktanteil Renault und Dacia 5,3 Prozent).
Unsere Zuversicht stützt sich darauf, dass wir beim neuen Twingo das erste volle Verkaufsjahr erwarten.
Außerdem bringen wir mit Espace und Kadjar zwei neue Modelle auf den Markt . Die positive Aufnahme dieser Modelle durch die deutsche Presse stimmt uns zuversichtlich, Absatz, Marktanteil und Umsatz leicht erhöhen zu können.
Die Entwicklung des Elektrofahrzeugmarktes hängt sehr stark von der Qualität der staatlichen Unterstützung ab, die bisher nicht in der Lage war, signifikante Impulse zu setzen.
Wir wollen unser Volumen bei den Elektrofahrzeugen aber über das Absatzvolumen von 2014 steigern.
Insgesamt gehen wir Pur 2015 von leicht steigenden Umsatzerlösen jedoch einem geringeren Jahresüberschuß vor Steuern aus.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es ergaben sich keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Vorstand hat den gemäß § 312 Aktiengesetz erforderlichen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt und mit folgender Schlusserklärung versehen:
"Unsere Gesellschaft hat nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch nicht benachteiligt."
Brühl, den 26. Mai 2015
Olivier Gaudefroy
Martha Figel
Frédéric Posez
Christophe Mittelberger
Reinhard Zirpel
Jérôme Struk