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Renault Audit Report / Information 2007

Dec 20, 2010

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Audit Report / Information

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Publication

Renault Deutschland AG

Brühl

Jahresabschluss zum 31.12.2007

Lagebericht

2.1 BERICHT ÜBER DIE ERTRAGSLAGE

2.1.1 Ergebnisse im Verkauf

2.1.2 Kommentare zu den Finanzergebnissen

2.1.3 Finanzinformationen über die Allianz

2.1.4 Bericht über die Fortschritte bei Renault Commitment 2009

2.1.5 Ausblick

2.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

2.2.1 Einführung

2.2.2 F&E und Renault Commitment 2009

2.2.3 F&E-Höhepunkte in 2007

2.2.4 F&E für eine wettbewerbsfähigere Technik

2.3 RISIKOMANAGEMENT

2.3.1 Operatives Risiko

2.3.2 Finanzielles Risiko

2.3.3 Kunden- und Netzrisiko von RCI Banque

2.3.4 Rechtliche Risiken

2.3.5 Sonstige Risiken

2.3.6 Streitigkeiten

2.1 BERICHT ÜBER DIE ERTRAGSLAGE

2.1.1 ERGEBNISSE IM VERKAUF

In der Darstellung der Verkaufsergebnisse der Renault-Gruppe spiegelt sich die am 1. Januar 2006 eingeführte geografische Gliederung in 5 Regionen wider: Frankreich, Europa (ohne Frankreich), Euromed, Amerika sowie Asien & Afrika.

Im Geschäftsjahr 2007 ist der Absatz der Renault-Gruppe weltweit um 2,1 % auf 2.484.000 Fahrzeuge gestiegen. Zu diesem Ergebnis haben unterschiedliche Entwicklungen beigetragen:

· In den Regionen Frankreich und Europa, wo der Markt durch einen hohen Grad an Wettbewerb gekennzeichnet ist, hat der Absatz der Gruppe gegenüber 2006 um 4,1 % abgenommen. In der zweiten Jahreshälfte wirkte sich die Einführung des neuen Twingo und des neuen Laguna jedoch positiv aus und der Absatz legte im letzten Quartal um 4,6 % zu. Die Marke Renault besitzt einen kombinierten Marktanteil von 8,4 % bei Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen (PKW + LCV) und kann ihre Führerschaft auf dem LCV-Markt mit einem Marktanteil von 14,2 % behaupten. Die Marke Dacia ist dabei, ihren Kundenstamm weiter auszubauen. Sie verzeichnet mit dem Logan und Logan MCV weiteres Wachstum, die beides innovative Konzepte in Europa darstellen. Bei der Marke Dacia hat sich der Absatz um nahezu 68 % erhöht.

· Außerhalb Europas hat das Absatzwachstum an Tempo zugelegt. In den Regionen Euromed, Amerika sowie Asien & Afrika ist der Absatz um 16,3 % gestiegen. Hierauf entfallen inzwischen 35 % des gesamten Absatzes der Gruppe (2006: 30 %). Bei Dacia hat sich der Absatz um 1,0 % erhöht, während bei der Marke Renault der Absatz mit 25,7 % sprunghaft gestiegen ist. Bei Renault Samsung Motors ist der Absatz um 1,5 % zurückgegangen.

2.1.1.1 Sparte Automobile

WELTWEITER ABSATZ DER RENAULT-GRUPPE

PKW + LCV (Stückzahlen) 2007* 2006* VERÄNDERUNGEN IN

%
GRUPPE 2.484.472 2.433.610 2,1
NACH REGION
Frankreich 656.523 668.679 -1,8
Europa 966.619 1.024.224 -5,6
Frankreich + Europa 1.623.142 1.692.903 -4,1
Euromed 424.431 380.657 11,5
Amerika 245.197 185.438 32,2
Asien & Afrika 191.702 174.612 9,8
Euromed + Amerika + Asien & Afrika 861.330 740.707 16,3
NACH MARKE 2.134.484 2.115.572 0,9
Renault
Dacia 230.164 196.378 17,2
Renault Samsung 119.824 121.660 -1,5
NACH FAHRZEUGTTYP 2.080.110 2.042.796 1,8
Personenkraftwagen
Leichte Nutzfahrzeuge 404.362 390.814 3,5
* Vorläufige Zahlen

Im Geschäftsjahr 2007 ist der Absatz der Renault-Gruppe weltweit um 2,1 % auf 2.484.000 Fahrzeuge gestiegen. Der Absatz in Frankreich und Europa ist zwar um 4,1 % auf 1.623.000 Fahrzeuge zurückgegangen, doch aufgrund neu vorgestellter Fahrzeugmodelle war im zweiten Halbjahr ein Zuwachs von 1,8 % zu beobachten. In den übrigen Regionen der Welt hat sich der Absatz um 120.600 Fahrzeuge oder 16,3 % erhöht.

Bei der Marke Dacia legte der Absatz um 17,2 % zu, wobei 33.800 Fahrzeuge zusätzlich verkauft wurden. Bei der Marke Renault verbesserte sich der Absatz um 18.900 Fahrzeuge bzw. 0,9 %. Bei der Marke Renault Samsung Motors blieb der Absatz mit 119.800 Fahrzeugen praktisch stabil.

FRANKREICH & EUROPA – GRUPPENABSATZ NACH MARKE

PKW + LCV (Stückzahlen) 2007* 2006* VERÄNDERUNG IN

%
Frankreich
Renault 623.839 649.888 -4
Dacia 32.684 18.791 73,9
Gruppe 656.523 668.679 -1,8
Europa
Renault 919.563 995.518 -7,6
Dacia 47.056 28.706 63,9
Gruppe 966.619 1.024.224 -5,6
Frankreich + Europa
Renault 1.543.402 1.645.406 -6,2
Dacia 79.740 47.497 67,9
Gruppe 1.623.142 1.692.903 -4,1

* Vorläufige Zahlen

Auf dem Markt für Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge ist der Absatz 2007 um 1,5 % auf 18 Millionen Stück gestiegen. Auf diesem heftig umkämpften Markt ist der Absatz der Renault-Gruppe um 4,1 % auf 1.623.000 Fahrzeuge zurückgegangen, was einem Marktanteil von 8,8 % entspricht (2006: 9,4 %). Allerdings ist es gelungen, diesen Trend durch die Produktoffensive umzukehren, so dass es im zweiten Halbjahr wieder zu Wachstum kam. Im vierten Quartal hat sich der Absatz dabei um 4,6 % verbessert.

Die Entwicklungen auf den nationalen Märkten stellten sich ganz unterschiedlich dar. Für den französischen Markt schloss das Geschäftsjahr mit einem Absatzplus von 3,5 % ab. In Italien fachte die beim Eintausch von Gebrauchtwagen gezahlte Prämie das Wachstum an, das sich auf 6,8 % belief. In Großbritannien legte der Absatz um 2,7 % und in Polen sogar um beachtliche 24,1 % zu.

Dagegen ging der Absatz in Spanien um 1,0 % und in Deutschland um 8,0 % als Folge der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Anhebung der Mehrwertsteuer um 3 Prozentpunkte zurück.

Die Marke Renault

Bei der Marke Renault wurden 2007 insgesamt 1.543.000 Fahrzeuge verkauft, was einem Rückgang von 6,2 % entspricht. Damit steht die Marke Renault auf dem Markt für Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge an dritter Stelle mit einem Marktanteil von 8,4 %, was gegenüber 2006 eine Abnahme von 0,7 % bedeutet.

Nachdem in der ersten Jahreshälfte der Absatz um 10,2 % gesunken war, fiel mit der Einführung des neuen Twingo im Juni und des neuen Laguna im Oktober der Startschuss für die Produktoffensive, mit der in Europa Marktanteile für die Marke Renault zurückerobert werden sollen.

Absatz nach Ländern

In Frankreich ist der Absatz bei der Marke Renault um 4,0 % zurückgegangen und der Marktanteil um 2,0 % auf 23,5 % gesunken. Der Twingo (Twingo I plus der Mitte Juni eingeführte neue Twingo) ist in seinem Segment bereits führend. Mit 52.900 verkauften Fahrzeugen hat sich der Absatz im Vergleich zu 2006 um 35,6 % erhöht. Der Mégane II, dem die im März 2006 eingeführte Phase-2-Version zugute kam, und der Clio (einschließlich Clio Campus und Clio III) waren die Modelle, die sich in Frankreich am zweitbesten bzw. drittbesten verkauften. Ihr Anteil am PKW-Markt belief sich auf 7,5 % bzw. 7,0 %. Der Laguna (Laguna II einschließlich der neue Laguna) belegte in Frankreich in seinem Segment den zweiten Platz. Sein Marktanteil ist mit 13,9 % um 0,8 % gestiegen.

In der Region Europa war lag die Marke Renault in Portugal (13,1 %) und Slowenien (19,4 %) auf Platz 1 sowie in Spanien (10,1 %) und Kroatien (10,8 %) auf Platz 2.

In Spanien setzte Renault seine selektive Vertriebspolitik auf einem von heftigem Wettbewerb geprägten Markt weiter fort. Hier schrumpfte der Absatz um 4,3 %. Der Twingo wurde erst im Januar 2008 auf diesem Markt eingeführt.

In Deutschland war der Automobilmarkt das gesamte Jahr über rückläufig. Die Marke Renault verzeichnete hier einen Rückgang um 15,8 % und wies einen Marktanteil von 4,2 % auf.

In Großbritannien sanken die Zulassungen bei Renault um 7,1 % auf einem Markt, auf dem allmählich wieder Wachstum einsetzte (+2,7 %). In diesem Land entfallen auf den Flottenverkauf 60 % des Marktes und Renault zählt auf den neuen Laguna, um Marktanteile zurück zu gewinnen.

In Polen ist der Absatz bei Renault um 12,4 % auf 23.700 Fahrzeuge gestiegen. Renault profitierte von einer deutlichen Erholung am Markt, der nach einer mehrjährigen Phase, in der Gebrauchtwagenimporte aus Westeuropa den Absatz von Neufahrzeugen weitgehend verdrängt hatten, um 24,1 % zugelegt hat.

Absatz nach Modellen - Personenkraftwagen

Der PKW-Markt in Frankreich und Europa belief sich auf insgesamt 15,8 Millionen Fahrzeuge, was gegenüber 2006 einen Zuwachs von 0,8 % bedeutete. Auf die Marke Renault entfiel ein Marktanteil von 7,5 %, wobei der Absatz um 8,3 % zurückging.

Dabei erzielte Renault bei den verschiedenen Modellen ganz unterschiedliche Ergebnisse:

· Im Cityfahrzeugsegment (Segment A) ist der neue Twingo das erste Fahrzeug, das im Zuge von Renault Commitment 2009 ein neues Styling erfahren hat. Der neue Twingo wird im Renault-Werk Novo Mesto in Slowenien hergestellt, wo auch schon der Clio II produziert wird. Der neue Twingo spricht eine breitere internationalere Käuferschicht als das Vorgängermodell an. Er wird in Frankreich seit Mitte Juni und in acht anderen europäischen Ländern seit September verkauft. Vom neuen Twingo wurden insgesamt 56.300 Stück abgesetzt. Der Produktmix liegt am oberen Ende und die Versionen Dynamique, GT und Initiale machen mehr als die Hälfte des Absatzes aus. Zusammen mit dem Twingo I ist der neue Twingo in Frankreich in seinem Segment mit einem Marktanteil von 32,2 % führend (+8,6 %). Im Jahr 2007 wurden in Frankreich und Europa insgesamt 88.100 Twingos zugelassen, was einen Zuwachs von 60,3 % bedeutet.

· Bei den Modellen Modus and Clio/Thalia besitzt Renault im Kleinwagensegment (Segment B) einen Marktanteil von 10,8 % (-1,5 % gegenüber 2006).

Auf ihn entfallen im Segment Mini-MPV 9,7 %. Das Angebot von Renault im Segment B wurde seit Anfang 2008 mit dem Grand Modus und dem Phase-2-Modus aufgebessert. Der Grand Modus ist ganze 93 mm länger als der normale Modus und hat in seiner Kategorie einen der größten Kofferräume. Damit bringt er alles mit, was der Haupt-PKW in einem Haushalt braucht. Das Design des Phase-2-Modus (neuer Modus) wurde mit einer eleganten Linienführung überarbeitet. Der Grand Modus und der neue Modus werden im Renault-Werk in Valladolid in Spanien produziert.

Der Clio liegt im Segment B mit einem Marktanteil von 8,7 % an dritter Stelle. Bei diesem Fahrzeugmodell ist die Zahl der Zulassungen um 11,3 % zurückgegangen. Für den Clio III, der seit Januar 2006 in Flins (Frankreich) und Bursa (Türkei) bzw. seit Oktober 2006 in Valladolid (Spanien) produziert wird, hat im September 2007 das dritte Jahr auf dem Markt begonnen. Er ist die Schräghecklimousine, die sich in Frankreich am besten verkauft. Der Clio II wurde in Clio Campus umbenannt und wird nun als Einstiegsfahrzeug in der Renault-Palette vermarktet. Auf ihn entfallen 24,9 % des gesamten Clio-Absatzes.

Von der Limousinenausführung des Clio – Thalia – wurden 2007 insgesamt 6.600 Stück verkauft.

Zusammen sind die Kleinwagensegmente A und B um 1,0 % gewachsen und erzielten 36,0 % des Absatzes in Frankreich und Europa.

· Mit einem Marktanteil von 10,8 % (2006: 13,5 %) liegt der Kangoo im Personen-Van-Segment auf dem dritten Platz. Obwohl der Kangoo bereits zehn Jahre auf dem Markt ist, kann er sich bis zu seiner Erneuerung Anfang 2008 immer noch gut behaupten.

· Der Mégane II, der seit fünf Jahren auf dem Markt ist, profitierte von der Einführung eines Phase-2-Modells im Jahr 2006, auch wenn der Absatz bei diesem Modell 2007 um 10,7 % zurückgegangen ist. Der Mégane II liegt im Segment C an dritter Stelle mit einem Marktanteil von 9,6 % (2006: 10,8 %). Der Mégane ist in diesem Segment in Frankreich mit einem Marktanteil von 22,6 % sowie in Slowenien mit 18,8 % und Portugal mit 17,1 % führend.

· In dem um 0,3 % rückläufigen Segment C wurden 2007 vom Mégane (I und II) in Frankreich und Europa 472.600 Stück verkauft. Renault will in der Mégane-Reihe seinen ersten E-85-Bioethanol-Motor in Europa anbieten. Dieser neue Motor ist in Frankreich seit Ende Juni 2007 beim Mégane in der Schrägheckversion und beim Mégane Estate zu haben. Ebenfalls in diesem Segment ist der Absatz des Scénic II um 3,6 % auf 253.000 Fahrzeuge zurückgegangen. Der Scénic ist aber nach wie vor der MPV-Führer.

· Im oberen Mittelklassesegment D wurden 71.000 Lagunas (Laguna II/neuer Laguna) zugelassen. Das bedeutet ein Minus von 7,5 % in einem um 5,4 % geschrumpften Segment. Der neue Laguna ist ein Fahrzeug, das die Qualitätsverpflichtung im Rahmen von Renault Commitment 2009 verkörpert. Das bedeutet, dass der neue Laguna vom Zeitpunkt seiner Markteinführung an bei Produkt- und Servicequalität zu den Top 3 im Segment gehören soll. Von Oktober an wurde das Modell in 15 europäischen Ländern jeweils im Abstand von ein paar Tagen vorgestellt. Der neue Laguna wird im Werk Sandouville (Frankreich) produziert. Er löst den Laguna II ab, der im Juni 2007 eingestellt wurde. Der neue Laguna findet großen Anklang im Vertriebsnetz. Innerhalb von zweieinhalb Monaten wurden von dem neuen Modell 22.600 Stück verkauft. Mit dem dCi-Motor von 110 PS erreicht der neue Laguna einen CO2-Emissionswert von 130 Gramm pro Kilometer. Dieser Wert ist in seinem Segment Spitze und Beispiel für die Renault-Umweltinitiative eco2. Der neue Laguna Estate ist in den letzten Tagen von 2007 bei den Händlern eingetroffen. Dieses neue Modell ist auf die Nachfrage in europäischen Ländern wie z. B. Italien und Deutschland abgestimmt, wo Kombis besonders beliebt sind. Das Laguna Coupé, das dem auf der IAA in Frankfurt präsentierten Konzeptfahrzeug sehr ähnlich ist, soll im letzten Quartal 2008 eingeführt werden.

· Mit 3.000 Neuzulassungen beim Vel Satis ist der Anteil von Renault im oberen Segment E1 um zwei Zehntel auf 0,5 % gesunken.

· Im Segment MPV S (oder Groß-MPV) hat der Espace IV, dem die Einführung eines Phase-2-Modells im März 2006 zugute gekommen ist, einen Marktanteil von 14,7 %, was gegenüber 2006 ein Minus von 0,2 % bedeutet. Er liegt in diesem Segment auf Platz 2. Der Espace ist der Segmentführer in Frankreich mit einem Marktanteil von 34,6 % und in der Schweiz mit 24,0 %. In den Benelux-Ländern, Polen, Slowenien, der Tschechischen Republik und Kroatien liegt er an zweiter Stelle. Beim Espace IV sind die Absatzmengen und der Marktanteil in einem allgemein stabilen Segment inzwischen beständig. Dies ist auf eine innovative Vertriebspolitik zurückzuführen, zu der eine Vereinfachung des Angebots und die erfolgreiche Auflegung limitierter Sondermodelle wie z. B. Tech Run und Argos gehörten.

Absatz nach Modellen – Leichte Nutzfahrzeuge

Der Markt für leichte Nutzfahrzeuge in Frankreich und Europa belief sich auf insgesamt 2,27 Millionen Stück, was gegenüber 2006 einen Zuwachs von 6,7 % bedeutete. Die Zahl der LCV-Zulassungen ist im Verhältnis zu 2006 um 1,0 % gestiegen. Damit erreichte die Marke Renault einen Marktanteil von 14,2 % und hat ihre Führerschaft aufgrund des Erfolgs der Modelle Kangoo Express, Trafic und Master das zehnte Jahr in Folge behaupten können. Dieses Ergebnis ist besonders wichtig, weil die LCV-Reihe die einträglichste Komponente im Angebot von Renault darstellt.

In den meisten europäischen Ländern sind die Absatzzahlen von Renault deutlich gestiegen: Portugal (+20,9 %), Schweiz (+7,1 %), Belgien-Luxemburg (+8,3 %), Polen (+32,8 %), Mitteleuropa (+22,1 %) und Italien (+2,1 %).

Im Segment Kleintransporter liegt der Kangoo Express mit einem Marktanteil von 18,3 % auf Platz 2.

Im Segment Car-Derived Van hat der Clio Van seine Spitzenposition mit einem Marktanteil von 14,8 % behauptet (+0,5 % im Vergleich zu 2006).

Im Segment Transporter hatte Renault einen Marktanteil von 12,4 % (-1,3 %). Beim Modell Trafic hat sich die Zahl der Zulassungen um 14,6 % erhöht. Durch die Einführung eines Phase-2-Trafic und eines Phase-3-Master im Oktober 2006 hat sich nicht nur die Attraktivität der Modellreihe erhöht, sondern auch der Verkauf neuen Auftrieb erhalten. Damit die Anforderungen der Euro-4-Normen erfüllt werden, wurde die Dieselmotorpalette mit der Einführung des im Rahmen der Allianz zwischen Renault und Nissan entwickelten 2.0 dCi komplett erneuert.

Die Marke Dacia

Seit der Einführung des Logan in Europa im Jahr 2004 wurden 159.300 Fahrzeuge dieses Modells verkauft. Damit hat sich Dacia in den Regionen Frankreich und Europa erfolgreich etabliert. Der Logan-Absatz legte 2007 mit der Einführung der Kombiausführung Logan MCV zu, auf den Ende 2007 33,1 % des Logan-Absatzmix entfielen. Durch dieses Doppelangebot stieg der Logan-Absatz im Vergleich zu 2006 um 67,8 % auf insgesamt 79.500 Fahrzeuge, davon 32.700 in Frankreich. Die Logan-Reihe wurde in Frankreich und Europa im März 2006 durch einen 1.5-dCi-Dieselmotor erweitert, der auch schon im Clio, Modus und Kangoo angeboten wird. In vielen Ländern ist dies der preisgünstigste Diesel, der auf dem Markt zu haben ist. Im Zulassungsmix in den Regionen Frankreich und Europa macht er 44,5 % aus.

REGION EUROMED – GRUPPENABSATZ NACH MARKE

PKW + LCV (Stückzahlen) 2007* 2006* VERÄNDERUNG IN

%
Renault 277.638 235.093 18,1
Dacia 146.793 145.481 0,9
Renault Samsung - 83 -
GRUPPE 424.431 380.657 11,5

* Vorläufige Zahlen

Im Vergleich zu 2006 ist der Automobilmarkt in der Region Euromed 2007 um 26,0 % gewachsen. Der Absatz der Gruppe erhöhte sich um 11,5 % auf 424.400 Fahrzeuge. Das entspricht einem Anteil von 9,2 % des Marktes und 17,1 % des weltweiten Gruppenabsatzes.

Die Marke Renault

Die Marke Renault hat mit 277.600 verkauften Fahrzeugen bzw. einem Anteil von 65,4 % des Gruppenabsatzes in der Region um weitere 18,1 % zugelegt. Der Marktanteil der Marke Renault belief sich auf 6,0 % (-0,3 % gegenüber 2006).

Russland ist der am schnellsten wachsende Markt in der Region und verzeichnete ein Plus von 36,2 %. Wegen des anhaltenden Erfolgs, den der unter der Marke Renault in diesem Land verkaufte Logan erlebt, verbesserte sich der Absatz der Marke um beachtliche 39,6 %. In Russland wurden 67.800 Logan-Fahrzeuge verkauft. Das entspricht einem Anteil von 67,1 % am Absatz der Gruppe in diesem Land. Nach Rumänien ist Russland damit der größte Markt für dieses Modell. Als Folge dieser guten Ergebnisse konnte Renault seinen Marktanteil auf 4,0 % ausbauen (+0,1 % gegenüber 2006). Der Logan wird seit April 2005 im Avtoframos-Werk in Moskau montiert und seit September 2005 regional vermarktet. Im Juni 2007 wurde die Produktion im Moskauer Werk erhöht, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Ein weiterer Kapazitätsausbau erfolgt Mitte 2009. Der Erfolg der Marke lässt sich auch auf den Absatz des Mégane und des Clio Symbol zurückzuführen, der im Vergleich zu 2006 um 36,8 % bzw. 63,3 % gestiegen ist. Renault hat seine Entschlossenheit, auf dem russischen Markt noch einen Schritt weiter zu gehen, mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung mit AvtoVAZ im Dezember 2007 deutlich gemacht. Diese Investition wird helfen, die Wettbewerbspositionen von Renault bzw. der Allianz Renault-Nissan auf dem russischen Markt erheblich zu stärken.

In Rumänien nimmt der Wettbewerbsdruck auf dem Markt immer stärker zu. Die Marke Renault hat hier neben Dacia erhebliche Fortschritte gemacht, denn der Absatz stieg um 36,6 % auf 32.400 Fahrzeuge und der Marktanteil erhöhte sich auf 9,2 % (2006: 8,2 %). Der Absatz der Clio, auf den die Hälfte des Absatzmix der Marke entfiel, erhöhte sich um 22,2 %. Zurückzuführen war dies auf die Einführung des Clio III und die guten Ergebnisse des Thalia (+17,7 %). Auch der Mégane II überzeugte durch seine solide Leistung, denn der Absatz stieg um 72,4 %.

In der Türkei ist der Markt nach der Abwertung der türkischen Lira im Mai 2006 um weitere 2,7 % geschrumpft. Vor diesem Hintergrund verzeichnete die Marke einen Marktanteil von 13,9 % (+0,1 %). Bereits das elfte Jahr in Folge konnte Renault seine Spitzenposition auf dem Automobilmarkt behaupten. Der Absatz des Clio verbesserte sich nach der erfolgreichen Einführung des Clio III um 9,3 % auf 9.400 Stück.

In Marokko erreichte Renault einen Marktanteil von 17,1 % (+0,5 %), wobei der Markt insgesamt um 21,3 % gewachsen ist. Der Absatz der Marke stieg um 25,0 % auf 17.500 Stück. Dazu beigetragen haben die guten Ergebnisse des Mégane (+15,3 %), die sprunghaft gestiegenen Verkaufszahlen des Clio nach der Einführung des Clio III (+68,2 %), die anhaltende Beliebtheit des Thalia (+49,1 %) und die bemerkenswerten Erfolge der LCV-Reihe, die einen Zuwachs von 93,9 % verbuchte. Der Absatz des Kangoo, auf den 32,2 % des Absatzes der Marke in Marokko entfallen, ist weiter gestiegen (+16,8 %). Im September 2007 unterzeichnete die Allianz eine Vereinbarung mit dem Königreich Marokko über den Aufbau eines Industriekomplexes in der Region Tanger. Das Werk wird für eine Kapazität von 400.000 Fahrzeugen pro Jahr ausgelegt sein. Die anfängliche Betriebskapazität wird sich auf 200.000 Stück pro Jahr ab 2010 belaufen.

In Algerien, wo der Markt einen Zuwachs von 37,7 % erreichte, verkaufte Renault 23.600 Fahrzeuge, was ein Plus von 38,9 % bedeutete. Damit Renault liegt auf dem PKW- und LCV-Markt an dritter Stelle.

Die Marke Dacia

In der Region Euromed hat sich der Absatz der Marke Dacia im Vergleich zu 2006 um 0,9 % erhöht. Mit 146.800 Zulassungen besitzt Dacia einen Marktanteil von 3,2 % in der Region.

In Rumänien ist der Dacia-Absatz um 5,5 % auf 101.800 Fahrzeuge zurückgegangen. Der Markt insgesamt ist jedoch um 21,6 % gewachsen. Diese rückläufige Entwicklung lässt sich zum Teil auf den Zustrom von Importmarken sowie auf die Einstellung des Pickup im Jahr 2006 zurückführen. Infolgedessen konnte die gesamte installierte Kapazität bei diesem Modell auf das Logan-Programm umgestellt werden. Dennoch bleibt Dacia Marktführer mit einem Anteil von 29,0 %.

Die Logan-Reihe wurde mit der Einführung des Logan MCV Ende 2006 und der LCV-Ausführung auf Basis des Logan MCV im Februar 2007 erweitert. Die neuen Modelle trugen 17,8 % bzw. 6,7 % zum Logan-Absatzmix in Rumänien bei. Der Absatz des Logan hat sich um 6,0 % auf 101.800 Fahrzeuge erhöht. Damit entfallen auf Logan 28,9 % des rumänischen PKW- und LCV-Marktes.

In der Ukraine ist Dacia weiter gewachsen. Auf diesem rasch expandierenden Markt wurden 2007 9.400 Fahrzeuge abgesetzt, was einem Plus von 57,8 % gegenüber 2006 entspricht. Dacia besitzt hier einen Marktanteil von 1,7 %. Nachdem der Logan MCV schon im Mai bei der Automobilmesse in Kiew auf positive Resonanz gestoßen war, hat er sich nach der Markteinführung im Juli gut verkauft. Durch den Erfolg des Logan kann sich die Marke Dacia langfristig auf dem ukrainischen Automobilmarkt etablieren.

In Marokko wurden 2007 12.600 Stück des Logan verkauft, der im Somaca-Werk in Casablanca montiert wird (-0,7 % im Vergleich zu 2006). Mit 12,4 % hat sich Dacia 2007 nach wie vor einen erheblichen Marktanteil sichern können (2006: 15,1 %). Dacia ist inzwischen die zweitgrößte Marke auf dem marokkanischen Markt direkt hinter Renault und der Logan ist das Fahrzeug, das sich in allen Kategorien am besten verkauft.

REGION AMERIKA – GRUPPENABSATZ NACH MARKE

PKW + LCV (Stückzahlen) 2007* 2006* VERÄNDERUNG IN

%
Renault 242.072 182.551 32,6
Dacia 504 448 12,5
Renault Samsung 2.621 2.439 7,5
GRUPPE 245.197 185.438 32,2

* Vorläufige Zahlen

In Brasilien, wo der Markt um 27,5 % zugelegt hat, erhöhte sich der Absatz von Renault im Verhältnis zu 2006 um 42,4 % auf ein Rekordniveau von 73.600 Fahrzeugen. Über einen Zeitraum von 18 Monaten sind im Werk Curitiba vier neue Modelle in Produktion gegangen:

· der Mégane II, der im März 2006 eingeführt wurde, und der Mégane Grand Tour (die Kombi-Ausführung des Mégane II), dessen Einführung im November 2006 erfolgte. Sie trieben 2007 den gesamten Mégane-Absatz auf 21.500 Stück (+83,2 %) in die Höhe.

· der Logan, der vor Ort gefertigt ist. Nach einer erfolgreichen Premiere am Markt im Juli 2007 wurden von diesem Fahrzeug 14.600 Stück verkauft. Der Logan wird mit Bioethanol-Motoren angeboten, an denen auf dem brasilianischen Markt kein Weg vorbei führt.

· der Sandero. Dieser Fünftürer mit Steilheck wurde auf Basis der Logan-Plattform entwickelt und hat Ende 2007 ein viel versprechendes Debüt am Markt gegeben.

In Argentinien ist der Gruppenabsatz um 39,0 % auf 67.000 Fahrzeuge gestiegen. Damit wurde das Marktwachstum von 27,1 % sogar noch übertroffen. Der Marktanteil von Renault erhöhte sich um 1,1 % und profitierte damit von Maßnahmen zur Verjüngung des Fahrzeugangebots (Einführung des Logan und vier Ergänzungen zur Mégane-Familie). Seit Anfang 2008 kommt den Verkaufszahlen in Argentinien auch die Einführung des Sandero zugute.

In Kolumbien wird der Logan seit 2005 vermarktet. Der Absatz von Renault ist hier um 17,6 % auf 39.000 Fahrzeuge gestiegen, was die Position von Renault als Nummer 2 am Markt festigt. Alle Modelle der Fahrzeugpalette und insbesondere der Logan (+30,9 %) trugen 2007 zum Rekordergebnis bei.

In Mexiko schrumpfte der Markt um 3,4 %, denn er öffnete sich für Importe von Gebrauchtwagen, die in heftiger Konkurrenz zu Fahrzeugen mit einem Preis unter US-Dollar 15.000 stehen. Der Absatz von Renault hat sich um 8,2 % auf 18.600 Stück vermindert. Im Juli 2007 wurden der Kangoo und der Clio III eingeführt, von denen 4.400 bzw. 900 Stück verkauft wurden. Die LCV-Reihe wurde mit der Einführung des Transporters Trafic und des Kombi-Transporters Kangoo Express erfolgreich ausgebaut.

In Venezuela hat sich der Absatz der Gruppe 2007 mit einem Plus von 126,8 % mehr als verdoppelt. Der Markt an sich hat dabei um 42,0 % zugelegt.

Der Logan (+153,4 %) stellte 44,9 % des Renault-Absatzes dar und leistete einen erheblichen Beitrag zu diesem Zuwachs. Renault konnte seinen Marktanteil um 2,3 % steigern und ist nun die fünftgrößte Marke.

REGION ASIEN & AFRIKA – GRUPPENABSATZ NACH MARKE

PKW + LCV (Stückzahlen) 2007* 2006* VERÄNDERUNG IN

%
Renault 71.372 52.522 +35,9
Dacia 3.127 2.952 +5,9
Renault Samsung 117.203 119.138 -1,6
GRUPPE 191.702 174.612 +9,8

In der Region Asien & Afrika ist der Markt im Verhältnis zu 2006 um 3,5 % gewachsen. Der Absatz der Gruppe erhöhte sich um 9,8 % auf 191.700 Fahrzeuge. Auf den Absatz in der Region Asien & Afrika entfallen 7,7 % des weltweiten Gruppenabsatzes.

Die Marke Renault Samsung

In Südkorea, wo die Marke 97,8 % ihres Absatzes erzielt, konnte Renault Samsung Motors die Rekordmengen von 2006 aufrechterhalten. Verkauft wurden 117.200 Stück trotz anstehender neuer Produkteinführungen. Der QM5, das erste Crossover-Fahrzeug der Gruppe, das von Renault entworfen, von Nissan entwickelt und von RSM gefertigt wird, wurde erst im Dezember vorgestellt. Aus diesem Grunde wird der QM5 erst von 2008 an in vollem Umfang zu den Ergebnissen der Marke beitragen. Der QM5 wird vom Frühjahr 2008 an auch außerhalb von Südkorea als Koleos vermarktet. Am Ende werden rund 50 % der Produktion exportiert.

Der Anteil von Renault Samsung am südkoreanischen PKW-Markt belief sich auf 11,3 %.

· Der Absatz des SM7 ist 2007 um 18,6 % auf 14.200 Stück zurückgegangen.

· Beim SM5 hat sich der Absatz auf 73.000 Fahrzeuge erhöht (+1,6 % im Vergleich zu 2006). Das Modell profitierte von der erfolgreichen Einführung der überarbeiteten Ausführung Anfang Juli. Renault Samsung besitzt im Mittelklassesegment einen Anteil von 7,0 %.

· Der Absatz des SM3 ist 2007 um 7,7 % auf 27.500 Stück gesunken. Auf den SM3 entfallen 13,1 % in der unteren Mittelklasse, wodurch Renault Samsung in diesem Segment an dritter Stelle liegt.

Ende Dezember hatte Renault Samsung Motors 52.400 Fahrzeuge exportiert, davon die meisten für einen Verkauf durch Nissan unter dessen eigener Marke im Rahmen der Allianz-Vereinbarung.

Die Marke Renault

In der Region Asien & Afrika ist der Absatz der Marke Renault um 35,9 % auf 71.400 Fahrzeuge gestiegen.

In Indien, wo der Markt 2007 einen Zuwachs von 13,5 % verzeichnete, ist der erste Logan, der im Werk Nashik produziert wurde, Anfang April vom Band gelaufen. Bis Ende 2007 wurden in Indien 17.700 Logans zugelassen. In seinem ersten Jahr am Markt hat der Logan zwei bedeutende Auszeichnungen gewonnen. In der JD Power IQS India 2007 Umfrage belegte der Logan im Einstiegssegment den ersten Platz und in der TNS TCS India 2007 Umfrage erreichte der Logan-Diesel im Diesel-Mittelklassesegment den höchsten Platz. Der im März 2005 geschlossenen Vereinbarung zufolge hat das Jointventure Mahindra-Renault eine Produktionskapazität von 50.000 Fahrzeugen im Zweischichtbetrieb.

Renault ist bereits dabei, seine Entwicklung in Indien weiter voranzutreiben. Es bestehen Pläne für ein Renault-Werk, in dem Antriebe produziert werden sollen, und für einen neuen Industriekomplex in Oragadam in der Nähe von Chennai mit einer langfristigen Produktionskapazität von 400.000 Stück, den Renault und Nissan gemeinsam betreiben wollen. Indien entwickelt sich damit zu einem der Knotenpunkte für die Expansion von Renault auf Schwellenmärkten.

In Südafrika (einschließlich Namibia) ist der Absatz im Vergleich zu 2006 um 46,0 % zurückgegangen. Dies ist in der Hauptsache auf die Abwertung des Rand gegenüber dem Euro zurückzuführen. Hierdurch hat sich die Gruppe zu einer restriktiveren Vertriebspolitik veranlasst gesehen, um ihre Rentabilität zu erhalten, da sie keine lokalen Fertigungsbetriebe besitzt.

Im Iran, dem führenden Markt von Renault in der Region, hat sich der Tondar (unter dieser Bezeichnung wird der Logan in Iran verkauft) als gewaltiger Erfolg erwiesen. Bereits in der ersten Woche nach der Markteinführung im März 2007 lagen 85.000 feste Bestellungen für dieses Fahrzeug vor. Aufgrund schwieriger wirtschaftlicher und finanzieller Bedingungen dauerte es länger als erwartet, die Produktion im Werk hochzufahren. Bis Ende 2007 wurden 10.700 Tondars ausgeliefert. Korrekturmaßnahmen wurden in die Wege geleitet und an den Absatzzielen für die nächsten Jahre hat sich nichts verändert.

INTERNATIONALE EINFÜHRUNG DES LOGAN-PROGRAMMS

LOGAN -ABSATZZAHLEN 2007* 2006* 2005 2004 GESAMT SEIT Sep 04
MARKE DACIA 32.684 18.791 9.798 61.273
Frankreich
Europa 46.850 28.605 20.511 2.080 98.046
Euromed 146.793 133.707 103.301 20.751 404.552
davon Rumänien 101.799 96.037 88.275 20.274 306.385
davon Marokko 12.638 12.723 2.499 27.860
davon Algerien 9.090 8.560 2.819 20.469
Amerika 504 417 162 1.083
Asien & Afrika 3.127 2.952 1.412 2 7.493
UNTER DER MARKE DACIA VERKAUFTE GESAMTANZAHL VON LOGAN-FAHRZEUGEN 229.958 184.472 135.184 22.833 572.447
MARKE RENAULT 67.844 49.323 7.057 124.224
Euromed
davon Russland 67.844 49.323 7.057 124.224
Amerika 40.609 13.811 2.858 57.278
davon Venezuela 12.762 5.037 689 18.488
davon Kolumbien 9.450 7.219 1.894 18.563
Asien & Afrika 28.368 28.368
davon Indien 17.706 17.706
davon Iran 10.657 10.657
UNTER DER MARKE RENAULT VERKAUFTE GESAMTANZAHL VON LOGAN-FAHRZEUGEN 136.821 63.134 9.915 209.870
LOGAN-ABSATZ GESAMT 366.779 247.606 145.099 22.833 782.317

* Vorläufige Zahlen

Produktion

Das Werk in Rumänien ist der wichtigste Logan-Produktionsstandort, von dem aus alle Länder in den Regionen Frankreich und Europa sowie die Türkei, Algerien, die Ukraine, der Mittlere Osten und Zentralafrika beliefert werden. Die Logan-Limousine wird hier seit Juni 2004, der Logan MCV seit September 2006 und die LCV-Ausführung des Logan seit Dezember 2006 gefertigt.

Drei weitere Standorte haben 2005 mit der Produktion der Logan-Limousine begonnen: Moskau in Russland (April 2005), Casablanca in Marokko (Juni 2005) und Envigado in Kolumbien (Juli 2005).

Die Gruppe baut zurzeit die Produktionskapazitäten aus, um mit den Absatzzuwächsen des Logan Schritt zu halten. So wurde die Kapazität am Standort Envigado in Kolumbien im August 2006 von 45.000 auf 70.000 Stück pro Jahr aufgestockt. In Russland hat die Gruppe die Fertigung im Juni 2007 von 60.000 auf 80.000 Stück pro Jahr erhöht. Angesichts der Binnennachfrage auf dem russischen Markt und seines Potentials hat die Gruppe im Februar 2007 einen weiteren Ausbau der Kapazität im Avtoframos-Werk auf 160.000 Stück bis Mitte 2009 beschlossen. Dort sollen dann neue Modelle der Logan-Reihe gefertigt werden. In Rumänien werden etwa 100 Millionen Euro investiert, um die Produktionskapazität im Werk Pitesti von 235.000 Stück im Jahr 2006 auf 350.000 Stück bis Februar 2008 zu erhöhen.

Im Geschäftsjahr 2007 ist mit der Aufnahme der Produktion in Brasilien, Indien und Iran eine neue Phase erreicht worden. Damit gibt es inzwischen sieben Produktionsstandorte für den Logan.

Im Februar 2007 hat die Produktion in Brasilien für den Inlandsmarkt und Argentinien begonnen. Im Werk in Curitiba hergestellte Wagen werden auch nach Mexiko verkauft, wo Nissan einen Logan-Ableger unter seiner eigenen Marke vertreibt. Zum Ausbau der Produktion hat Renault Anfang April 2007 eine zweite Schicht im PKW-Montagebetrieb eingeführt und 600 Mitarbeiter eingestellt. In Indien sieht die Vereinbarung, die im März 2005 mit Mahindra, dem indischen Partner von Renault, geschlossen wurde, auch die Produktion eines Logan mit Rechtssteuerung vor. In Nashik ist der erste Logan am 4. April 2007 vom Band gelaufen.

Im Iran wird die installierte Produktionskapazität bis 2009 bei 300.000 Stück pro Jahr liegen und sich auf die Betriebe der beiden lokalen Partner von Renault - Iran Khodro und Saipa – aufteilen.

Im November 2007 gab Renault bekannt, dass mit der Fertigung des Sandero (das fünfte Fahrzeug, das auf der Plattform B0 basiert) im Werk Curitiba in Brasilien begonnen werde. Im Nissan-Werk in Rosslyn in Südafrika wird die Produktion des Sandero 2009 starten. Gefertigt wird der Sandero von 2008 an auch im Werk in Pitesti.

Verkauf und Marketing

Im Geschäftsjahr 2007 wurden weltweit insgesamt 366.800 Logans unter der Marke Renault und Dacia verkauft: Das sind 48,1 % mehr als 2006. Der Logan nimmt in der internationalen Expansion der Gruppe eine Schlüsselstellung ein, denn mehr als 78 % der Mengen werden außerhalb Europas abgesetzt. Seit der Einführung des ersten Modells in Rumänien im September 2004 wurden bisher 782.300 Fahrzeuge verkauft. Der Erfolg der MCV-Ausführung hat dazu beigetragen, diese Zuwächse aufrechtzuerhalten, die von der Mitte des Jahres eingeführten Dieselausführung mit 85 PS weiter profitierten. Der Logan wird nun auf 57 Märkten verkauft: davon auf 46 unter der Marke Dacia und auf 11 unter der Marke Renault.

Besonders kräftige Absatzzuwächse wurden 2007 in der Region Amerika verzeichnet. Dort wurden 41.100 Logans verkauft, was ein Plus von 189,0 % gegenüber 2006 bedeutet. Zurückzuführen war dies auf die Popularität des Modells in Kolumbien (+30,9 %) und Venezuela (+153,4 %) sowie die Einführung des Logan in Argentinien im Juni (1.800 Stück). Mit dem im Juli eingeführten Logan und dem brandneuen Sandero im Dezember hat Brasilien 14.900 Fahrzeuge im Zuge dieses Programms abgesetzt. Erhöht hat sich der Absatz auch in den Regionen Frankreich und Europa um 67,8 % auf 79.500 Stück.

In Asien & Afrika wurden nach der Modelleinführung in Indien und im Iran insgesamt 31.500 Logan-Fahrzeuge verkauft.

Die zehn Länder mit den höchsten Logan-Verkaufszahlen sind Rumänien, Russland, Frankreich, Indien, Deutschland, Brasilien, Venezuela, Marokko, Iran und Kolumbien.

Ausbau der Modellreihe

Die Logan-Modellreihe wurde durch die Einführung des MCV (Multi Convivial Vehicle) im Oktober 2006 in Rumänien und Bulgarien weiter ausgebaut. Der Logan MCV ist ein Kombi, in dem bis zu sieben Erwachsene Platz haben. Dieses Modell ist inzwischen in 33 verschiedenen Ländern zu haben und 81.200 Fahrzeuge wurden bereits verkauft. Auf den Logan MCV entfallen 22,2 % des Logan-Absatzes. Das Modell ist ein derartiger Erfolg, dass in manchen Ländern schon Lieferzeiten von mehr als einem Jahr bestehen. Doch durch die Aufstockung der Produktionskapazität normalisiert sich die Situation allmählich wieder. Der Logan Van, ein vom Logan MCV abgeleitetes leichtes Nutzfahrzeug, wurde im Februar 2007 in Rumänien und Bulgarien eingeführt. Von diesem Modell wurden 2007 insgesamt 7.300 Stück verkauft, das sind 2,0 % des Absatzmix in der Logan-Familie. Der Sandero, der im Dezember 2007 in Brasilien und im Januar 2008 in Argentinien eingeführt wurde, stellt den jüngsten Schritt in der internationalen Expansion der Gruppe dar. Im Jahr 2008 wird eine Ausführung unter der Marke Dacia in Pitesti (Rumänien) für die europäischen und nordafrikanischen Märkte produziert. Im Jahr 2009 wird der Renault Sandero in Südafrika gebaut und verkauft. Weitere Märkte werden zurzeit geprüft. Insgesamt bietet das Logan-Programm sechs Fahrzeuge im Rahmen des Plans Renault Commitment 2009 an.

2.1.1.2 SPARTE SALES FINANCING

ANTEIL FINANZIERTER NEUFAHRZEUGE

Im Geschäftsjahr 2007 hat RCI Banque 33,1 % der neu zugelassenen Renault-, Nissan- und Dacia-Fahrzeuge in den Regionen Frankreich und Europa finanziert (2006: 33,9 %). Bei Renault-Fahrzeugen hat RCI Banque dabei einen stabilen Anteil finanziert (35,4 % gegenüber 35,3 % im Jahr 2006), der Anteil bei Nissan-Zulassungen ist dagegen zurückgegangen (24,1 % im Verhältnis zu 28,9 % im Jahr 2006).

In der Region Amerika ist der Anteil von RCI Banque an den finanzierten Neuzulassungen von 30,4 % im Jahr 2006 auf 26,2 % gesunken. Dabei reichten die guten Ergebnisse in Argentinien nicht aus, um den Rückgang in Brasilien wettzumachen.

Deutlich auf 26,6 % gestiegen ist der Anteil von RCI Banque in Südkorea, der einzigen Niederlassung von RCI Banque in der Region Asien & Afrika (2006: 12,7 %).

In der Region Euromed (in der Rumänien das einzige konsolidierte Land ist) hat sich der Anteil von RCI Banque auf 31,4 % verbessert (2006: 30,7 %).

NEUE FINANZIERUNGSVERTRÄGE UND DURCHSCHNITTLICHE AUSGEREICHTE KREDITE

Bei neuen Finanzierungsverträgen erzielte RCI Banque im Geschäftsjahr 2007 ein Volumen von EUR 9,4 Mrd. (-3,1 % gegenüber 2006 mit EUR 9,7 Mrd.), die sich aus 898.334 neuen Fahrzeugverträgen (-5,0 % im Verhältnis zu 2006 mit 946.036 neuen Verträgen) ergeben. Davon ausgenommen sind gewerbliche und private „Karten”-Kredite.

Die durchschnittlichen ausgereichten Kredite von RCI Banque gingen 2007 um 1,2 % auf EUR 22,9 Mrd. (bei gleich bleibender Basis) zurück.

INTERNATIONALES WACHSTUM

In Großbritannien hat RCI Banque seine Struktur verändert und RCI Financial Services gegründet. Diese 100%ige Tochtergesellschaft von RCI in Großbritannien kümmert sich nun um die Geschäfte von Renault und Nissan (bis zum 30. Juni 2007 wurde das Finanzierungsgeschäft von Renault gemeinsam mit HBOS verwaltet).

Eine Präsenz in Skandinavien hat RCI mit einer Niederlassung aufgebaut, die am 1. Januar 2008 ihre Tätigkeit aufgenommen hat. In Marokko wurde ein Finanzunternehmen gegründet, nachdem die marokkanische Zentralbank hierzu ihre Genehmigung erteilt hatte. Die Finanzierung für Verbraucher wird im November und die Finanzierung für das Netz im Dezember beginnen, beides wird in vollem Umfang von RCI Maroc finanziert. In der Ukraine wurde ein Vertriebsunternehmen gegründet, das seine Arbeit im ersten Quartal 2008 aufnehmen soll.

Verstärkt hat RCI seine Präsenz auch in Polen, wo am 1. Januar 2007 mit der Netzwerkfinanzierung und dem Nissan-Kundengeschäft begonnen wurde.

Darüber hinaus hat RCI Banque 2007 weitere Finanzunternehmen gegründet:

· in Slowenien: Aufnahme des operativen Betriebs der Niederlassung und des Netzwerkfinanzierungsgeschäfts; Übertragung von Renault-Kundenkaufverträgen am 1. Januar 2007.

· in den baltischen Staaten: operativer Beginn der Kaufvertrages mit Hansa Leasing.

· in der Slowakei: Beginn des Netzwerkfinanzierungsgeschäfts am 1. Mai 2007.

2.1.1.3 ABSATZ- UND PRODUKTIONSSTATISTIK

GESAMTES BRANCHENVOLUMEN - NEUZULASSUNGEN

Hauptmärkte der Renaultgruppe

PKW + LCV (Stückzahlen) 2007* 2006* VERÄNDERUNG IN

%
REGION FRANKREICH 2.526.005 2.440.580 3,5
REGION EUROPA 15.513.732 15.333.358 1,2
davon: Deutschland 3.376.044 3.670.406 -8
Italien 2.725.861 2.553.329 6,8
Großbritannien 2.752.175 2.678.943 2,7
Spanien + Kanarische Inseln 1.890.694 1.909.241 -1
Belgien + Luxemburg 648.104 641.083 1,1
Polen 347.378 280.020 24,1
REGION EUROMED 4.610.779 3.658.517 26
davon: Rumänien 351.445 289.066 21,6
Russland 2.569.522 1.886.824 36,2
Türkei 594.762 617.838 -3,7
Algerien 196.853 142.955 37,7
Marokko 102.202 84.277 21,3
REGION AMERIKA 5.373.872 4.558.090 17,9
davon: Mexiko 1.093.988 1.132.417 -3,4
Kolumbien 225.504 176.273 27,9
Brasilien 2.339.920 1.834.581 27,5
Argentinien 534.199 420.304 27,1
REGION ASIEN & AFRIKA 21.889.036 21.139.614 3,5
davon: Südafrika 587.131 619.968 -5,3
Südkorea 1.256.598 1.182.680 6,3
EUROMED + AMERIKA**
+ ASIEN & AFRIKA 31.873.687 29.356.221 8,6

* Vorläufige Zahlen

** Ausgenommen Nordamerika

RENAULT-GRUPPE – ZULASSUNGEN (ZUL.) UND MARKTANTEIL (MA.)

Absatzzahlen für die Hauptmärkte

2007* 2006*
PKW + LCV ZUL. (Stückzahlen) MA. (%) ZUL. (Stückzahlen) MA. (%)
--- --- --- --- ---
REGION FRANKREICH 626.705 24,8 641.905 26,3
REGION EUROPA 966.538 6,2 1.024.127 6,7
davon: Deutschland 157.968 4,7 173.276 4,7
Italien 143.800 5,3 142.349 5,6
Großbritannien 148.970 5,4 160.286 6
Spanien+Kanarische Inseln 198.948 10,5 206.326 10,8
Belgien+Luxemburg 63.792 9,8 66.986 10,4
Polen 25.763 7,4 22.475 8
REGIONEN FRANKREICH + EUROPA 1.593.243 8,8 1.666.032 9,4
REGION EUROPA 424.431 9,1 380.657 10,2
davon: Rumänien 134.176 38,2 131.474 45,5
Russland 101.166 3,9 72.484 3,8
Türkei 91.645 15,4 92.366 14,9
Algerien 32.667 16,6 25.629 17,9
Marokko 30.151 29,5 26.750 31,7
REGION AMERIKA 245.197 4,6 185.438 4,1
davon: Mexiko 18.615 1,7 20.274 1,8
Kolumbien 39.053 17,3 33.196 18,8
Brasilien 73.614 3,1 51.682 2,8
Argentinien 66.969 12,5 48.196 11,5
REGION ASIEN & AFRIKA 191.702 0,9 174.612 0,8
davon: Südafrika 8.407 1,4 15.580 2,5
Südkorea 117.203 9,3 119.088 10,1
REGIONEN EUROMED + AMERIKA**+ ASIEN & AFRIKA 861.330 2,7 740.707 2,5

* Vorläufige Zahlen

** Ausgenommen Nordamerika

RENAULT-GRUPPE – ZULASSUNGEN IN DEN REGIONEN FRANKREICH + EUROPA NACH MODELL

PKW + LCV (Stückzahlen) 2007* 2006* Veränderung

in %
Twingo/Twingo II 88.714 55.668 59,4
Clio II/Clio III 434.561 482.307 -9,9
Thalia 6.581 8.267 -20,4
Modus 62.825 82.208 -23,6
Logan/Logan MCV 79.487 47.347 67,9
Mégane/Mégane II 488.653 546.134 -10,5
Laguna II/Laguna III 71.397 77.249 -7,6
Vel Satis 3.043 4.877 -37,6
Espace/Espace IV 40.624 41.366 -1,8
Kangoo 142.061 159.815 -11,1
Trafic/Trafic II 88.950 76.424 16,4
Master/Master II 75.963 73.886 2,8
Mascott**/Master Propulsion 6.897 9.851 -30
Maxity 2.804 - -
Sonstige 683 633 7,9
ZULASSUNGEN IN DEN REGIONEN FRANKREICH + EUROPA 1.593.243 1.666.032 -4,4

* Vorläufige Zahlen

** Mascott wird von Renault Trucks, einer Tochtergesellschaft von AB Volvo, vertrieben

RENAULT-GRUPPE – ZULASSUNGEN IN DEN REGIONEN EUROMED, AMERIKA UND ASIEN & AFRIKA NACH MODELL

PKW + LCV (Stückzahlen) 2007* 2006* VERÄNDERUNG IN

%
Twingo/Twingo II 14.176 13.264 6,9
Clio II/Clio III 97.734 92.179 6
Thalia/Symbol 94.393 85.340 10,6
Modus 1.435 4.157 -65,5
Sandero 279 -
Logan/Logan MCV 287.245 200.210 43,5
Mégane/Mégane II 149.750 125.495 19,3
Laguna/Laguna III 4.152 4.199 -1,1
Vel Satis 66 82 -19,5
Espace/Espace IV 139 289 -51,9
SM3 29.726 31.853 -6,7
SM5 73.330 72.270 1,5
SM7 14.238 17.537 -18,8
QM5 2.518 -
Kangoo 72.271 64.556 12
Trafic/Trafic II 4.064 3.933 3,3
Master/Master II 15.412 13.027 18,3
Mascott**/Master Propulsion 280 452 -38,1
Maxity 52 -
Sonstige 70 11.864 -99,4
ZULASSUNGEN IN DEN REGIONEN EUROMED + AMERIKA + ASIEN & AFRIKA 861.330 740.707 16,3

* Vorläufige Zahlen

** Mascott wird von Renault Trucks, einer Tochtergesellschaft von AB Volvo, vertrieben.

RENAULT-GRUPPE – ABSATZZAHLEN VON MODELLEN NACH SEGMENT IN FRANREICH + EUROPA*

VERÄNDERUNG SEGMENT IN

%
ANTEIL VON RENAULT VERÄNDERUNG (%) RANG
SEGMENT 2007/2006 2007% 2006% 2007/2006 2007
--- --- --- --- --- --- ---
PKW
Twingo/Twingo II A 5,3 7,4 4,9 2,5 6
Clio/Clio III B -0,1 8,7 9,7 -1,1 3
Thalia B -0,1 0,1 0,2 0,0 33
Modus B -0,1 1,3 1,7 -0,4 22
Logan B -0,1 1,8 1,1 0,7 16
Mégane/Mégane II C -0,2 9,6 10,8 -1,1 3
Laguna D -5,4 3,1 3,1 -0,1 11
Vel Satis E1 -5,6 0,5 0,8 -0,3 21
Espace/Espace IV MPV -0,5 14,7 14,9 -0,2 2
Kangoo Personen-Van -1,1 10,9 13,5 -2,6 3
Trafic/Trafic II Personen-Van -1,1 4,2 3,3 0,9 9
Master/Master II Personen-Van -1,1 1,2 1,1 0,1 16
LCV
Car-Derived Vans:
Twingo -0,8 0,2 0,2 0,0 45
Clio -0,8 14,8 14,3 0,5 1
Modus -0,8 0,9 1,3 -0,3 22
Mégane/Mégane II -0,8 5,1 5,4 -0,3 5
Kleintransporter:
Kangoo -0,2 18,3 19,7 -1,4 2
Transporter:
Trafic/Trafic II -11,0 6,4 6,2 0,1 6
Master/Master II -11,0 5,9 6,5 -0,6 7
Mascott/Master Propulsion -11,0 0,6 1,0 -0,4 23

* Vorläufige Zahlen

WELTWEITE PRODUKTION DER RENAULT-GRUPPE NACH MODELL UND SEGMENT (1)

PKW + LCV (Stückzahlen) 2007* 2006* VERÄNDERUNG IN

%
Logan 420.255 256.351 63,9
EINSTIEGSSEGMENT 420.255 256.351 63,9
Twingo/Twingo II 118.082 64.101 45,7
Clio**/Clio III/Thalia 631.567 720.194 -12,3
Modus 67.514 70.979 -4,9
SEGMENTE A UND B 817.163 855.274 -4,4
Mégane/Mégane II 629.612 662.281 -4,9
SM3 82.650 71.817 15,1
QM5/Koleos 5.241 - -
SEGMENT C 717.503 734.098 -2,3
Laguna/Laguna III 99.512 73.065 36,2
SM5 76.363 71.675 6,5
SM7 15.081 17.807 -15,3
Espace IV 40.674 41.432 -1,8
Vel Satis 2.812 4.683 -39,9
SEGMENTE D, E UND MPV 234.442 208.662 12,3
Kangoo 220.038 232.647 -5,4
Neuer Kangoo 7.226 - -
Trafic II (2) 115.904 107.279 8
Master II 119.120 105.789 12,6
Mascott 7.585 17.413 -56,4
Pickup 1310 - 11.208 -
KLEINTRANSPORTER, TRANSPORTER UND PICKUPS 469.873 474.336 -0,9
WELTWEITE PRODUKTION DER GRUPPE 2.659.236 2.528.721 5,2

* Vorläufige Zahlen

** Einschließlich 8.946 unter der Marke Renault gefertigte Clios, die 2007 im Nissan-Werk in Aguascalientes (Mexiko) produziert wurden.

(1) Produktionsdaten beziehen sich auf die Anzahl Fahrzeuge, die vom Band gelaufen sind.

(2) Unter Ausschluss der GM-Produktion in Luton, aber einschließlich der GM-Produktion in Barcelona.

Neue geografische Organisation der Renault-Gruppe - Länder in jeder Region

FRANKREICH

Französisches Mutterland

EUROPA (OHNE FRANKREICH)

Österreich, Baltische Staaten, Belgien-Luxemburg, Bosnien, Kroatien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Italien, Kosovo, Mazedonien, Malta, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien

EUROMED

Osteuropa Bulgarien, Moldau, Rumänien
Russland/GUS Armenien, Weißrussland, Georgien, Kasachstan, Russland, Ukraine
Türkei Türkei, Türkischer Teil Zyperns
Nordafrika Algerien, Marokko, Tunesien

AMERIKA

Nördliches Lateinamerika Kolumbien, Costa Rica, Kuba, Ecuador, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Panama, El Salvador, Venezuela, Dominikanische Republik, Guadeloupe, Französisch-Guayana, Martinique
Südliches Lateinamerika Argentinien, Brasilien, Bolivien, Chile, Paraguay, Peru, Uruguay

ASIEN & AFRIKA

Asien-Pazifik Australien, Indonesien, Japan, Malaysia, Neukaledonien, Neuseeland, Singapur, Tahiti, Thailand

Indien

Mittlerer Osten & französischsprachiges Afrika Saudi-Arabien, Ägypten, Golfstaaten, Jordanien, Libanon, Libyen, Pakistan, Syrien + französischsprachige afrikanische Länder
Südafrika & Indischer Ozean Südafrika + afrikanische Sub-Sahara-Länder, Inseln im Indischen Ozean

Korea

Iran

China Hongkong, Taiwan

Israel

2.1.2 KOMMENTARE ZU DEN FINANZERGEBNISSEN

Die Umsatzerlöse der Gruppe beliefen sich auf insgesamt EUR 40.682 Mio. und fielen bei gleich bleibender Basis (4) damit um 1,8 % höher als im Vorjahr aus. Die operative Marge betrug 2007 EUR 1.354 Mio. bzw. 3,3 % der Umsatzerlöse (2006: EUR 1.063 Mio. und 2,6 %). Die Sparte Automobile trug 2007 EUR 882 Mio. bzw. 2,3 % zu den Umsatzerlösen bei (2006: 1,5 %). Diese Verbesserung trotz zunehmend ungünstiger Wechselkurse ist in der Hauptsache auf das Wachstum außerhalb Europas sowie auf Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen, die vor allem im Einkauf (trotz steigender Rohstoffpreise), aber auch bei den Fertigungs- und Verwaltungskosten durchgeführt wurden. Die Sparte Sales Financing (RCI Banque) steuerte EUR 472 Mio. zur operativen Marge bzw. 23,6 % zu den Umsatzerlösen bei (2006: EUR 492 Mio. bzw. 25,6 %). Aus seinem Anteil an assoziierten Unternehmen – hauptsächlich Nissan und AB Volvo – flossen Renault EUR 1.675 Mio. zu, so dass sich der Jahresüberschuss auf EUR 2.734 Mio. belief. Die Nettofinanzschulden der Sparte Automobile verminderten sich um EUR 326 Mio. auf EUR 2.088 zum 31. Dezember 2007 (31. Dezember 2006: EUR 2.414 Mio.). Das Verhältnis von Finanzfinanzschulden zum Eigenkapital der Gruppe verringerte sich Ende Dezember 2007 auf 9,5 % (Ende Dezember 2006: 11,5 %). Die Sparte Automobile generierte 2007 einen freien Cashflow (5) in Höhe von EUR 961 Mio.

(4) Die Veränderungen an den Bilanzierungsmethoden betreffen in der Hauptsache Geschäftsbetriebe, die Aufträge an Auftragnehmer vergeben, und den Verkauf von Fahrzeugteilen im Rahmen der Garantie an Kunden, die in der Vergangenheit als Umsatzerlöse erfasst worden waren.

(5) Freier Cashflow: Eigenfinanzierungsfähigkeit abzüglich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nach Abzug von Veräußerungen einschließlich Veränderungen beim Betriebskapitalbedarf

2.1.2.1. KONSOLIDIERTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse der Gruppe beliefen sich auf EUR 40.682 Mio. und erhöhten sich damit bei gleich bleibender Basis gegenüber 2006 um 1,8 %.

Beitrag der einzelnen Sparten zu den Gruppenumsatzerlösen

(EUR Mio.) AUSGEWIESEN FÜR 2007 ZAHLEN VON 2006, NEUDARGESTELLT FÜR DIE VERHÄLTNISSE UND METHODEN VON 2007 (1)
H1 H2 JAHR H1 H2 JAHR
--- --- --- --- --- --- ---
Automobile 19.567 19.112 38.679 19.871 18.187 38.058
Sales Financing 995 1.008 2.003 985 926 1.911
GESAMT 20.562 20.120 40.682 20.856 19.113 39.969
(EUR Mio.) VERÄNDERUNG 2007/2006 IN

%
AUSGEWIESEN FÜR 2006
H1 H2 JAHR JAHR
Automobile -1,50% 5,10% 1,60% 39.605
Sales Financing 1,00% 8,90% 4,80% 1.923
GESAMT -1,40% 5,30% 1,80% 41.528

(1) Die Veränderungen an den Bilanzierungsmethoden betreffen in der Hauptsache Geschäftsbetriebe, die Aufträge an Auftragnehmer vergeben, und den Verkauf von Fahrzeugteilen im Rahmen der Garantie an Kunden, die in der Vergangenheit als Umsatzerlöse erfasst worden waren.

Die Sparte Sales Financing (RCI Banque) steuerte EUR 2.003 Mio. zu den Umsatzerlösen bei. Die Zunahme von +4,8 % gegenüber 2006 war hauptsächlich auf höhere Durchschnittszinsen auf das Kundenkreditportfolio zurückzuführen.

Der Beitrag der Sparte Automobile summierte sich auf EUR 38.679, was bei gleich bleibender Basis ein Plus von 1,6 % bedeutete.

Mehrere Trends spielten dabei eine Rolle:

· Der Beitrag, den die Regionen Frankreich und Europa zu den Umsatzerlösen leisteten, ging auf einem von heftigem Wettbewerb gekennzeichneten Markt um 2,6 % zurück. In der zweiten Jahreshälfte waren jedoch Absatzzuwächse zu verzeichnen, denen die Einführung neuer Produkte im vierten Quartal weiteren Auftrieb verlieh.

· Alle anderen Regionen leisteten 2007 aufgrund von hohen Absatzzuwächsen einen positiven Beitrag zu den Umsatzerlösen. Dies gilt insbesondere für die Regionen Amerika und Euromed, wo sich der Produktmix verbesserte. Insgesamt verbesserte sich der Beitrag der Regionen Euromed Amerika und Asien & Afrika im Verhältnis zu 2006 um 3,1 %.

Die gestiegenen Umsatzerlöse erklären sich darüber hinaus durch den höheren Verkauf von Antrieben und Fahrzeugen an Partner, der einen positiven Beitrag von 1,2 % leistete.

Beitrag der einzelnen Sparten zur operativen Marge der Gruppe

(EUR Mio.) H1 2007 H2 2007 JAHR 2007 JAHR 2006 VERÄNDERUNG
Automobile 455 427 882 571 311
% von den Umsatzerlösen 2,3% 2,2% 2,3% 1,5%
Sales Financing 267 205 472 492 -20
% von den Umsatzerlösen 26,8% 20,3% 23,6% 25,7%
GESAMT 722 632 1.354 1.063 291
% von den Umsatzerlösen 3,5% 3,1% 3,3% 2,6%

Die operative Marge der Gruppe betrug 2007 EUR 1.354 Mio. bzw. 3,3 % der Umsatzerlöse (2006: EUR 1.063 Mio. und 2,6 %).

Die Sparte Sales Financing steuerte EUR 472 Mio. zur operativen Marge der Gruppe bzw. 23,6 % zu ihren Umsatzerlösen bei (2006: EUR 492 Mio. bzw. 25,7 %). Dieser geringfügige Rückgang lässt sich durch die rückläufige Entwicklung im Finanzierungsgeschäft aufgrund der sinkenden Absätze bei Automobilen im Geschäftsjahr 2006 und im ersten Halbjahr 2007 erklären.

Trotz ungünstiger wirtschaftlicher Bedingungen, verbunden mit negativen Wechselkurseinflüssen in Höhe von EUR 154 Mio. und einem Anstieg der Rohstoffkosten um EUR 270 Mio., hat sich der Beitrag der Sparte Automobile zur operativen Marge um 54,5 % auf EUR 882 Mio. bzw. 2,3 % der Umsatzerlöse erhöht. Die wesentlichen Gründe hierfür waren:

· Zuwächse beim internationalen Absatz, wobei die drei Regionen außerhalb Europas positive operative Margen erzielten;

· die stetige Leistung des Bereichs Nutzfahrzeuge in Europa;

· anhaltende Kostensenkungsmaßnahmen:

· Die Beschaffungskosten sanken um EUR 660 Mio., wenn man die Auswirkungen von Rohstoffen außer Acht lässt.

· In der Fertigung und Logistik verbesserten sich die Kosten um EUR 137 Mio.

· Die allgemeinen Verwaltungskosten gingen um 2 % bzw. EUR 44 Mio. zurück.

· Spezielle Produktrückruf- und Garantieverlängerungsaktionen wurden zum Schutz des Markenimages der Gruppe durchgeführt. Das hatte eine Erhöhung der garantiebezogenen Kosten um EUR 152 Mio. zur Folge.

Der Produktentwicklungszyklus war der Grund, warum sich die aktivierten F&E-Aufwendungen 2007 um EUR 196 Mio. erhöhten.

Renault-Gruppe – F&E-Aufwendungen*

(EUR Mio.) H1 2007 H2 2007 JAHR 2007 JAHR 2006
F&E-Aufwendungen 1.222 1.240 2.462 2.400
% von den Umsatzerlösen 5,9% 6,2% 6,1% 6,0%
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 666 621 1.287 1.091
% von den F&E-Aufwendungen 54,5% 50,1% 52,3% 45,5%
Abschreibungen 351 324 675 654
ERGEBNISWIRKSAM ERFASSTE F&E-AUFWENDUNGEN 907 943 1.850 1.963

* F&E-Aufwendungen werden in voller Höhe von der Sparte Automobile getragen.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beliefen sich 2007 auf EUR 2.462 Mio. Davon wurden EUR 1.287 Mio. bzw. 52,3 % aktiviert (2006: 45,5 %). In dieser Summe spiegeln sich die fortlaufende Entwicklung und Erneuerung der Fahrzeug- und Antriebspalette im Rahmen von Renault Commitment 2009 wider.

Ingesamt wurden F&E-Aufwendungen in einer Höhe von EUR 1.850 Mio. oder 4,5 % der Umsatzerlöse der Renault-Gruppe erfasst (2006: EUR 1.963 Mio. bzw. 4,9 %, diese Zahlen sind neu dargestellt).

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist 2007 ein Nettoaufwand in Höhe von EUR 116 Mio. festzustellen (2006: Nettoaufwand in Höhe von EUR 186 Mio.).

Dieser Posten setzte sich 2007 im Wesentlichen wie folgt zusammen:

· EUR 143 Mio. an Kosten und Rückstellungen für Umstrukturierungs- und Personalanpassungsmaßnahmen (2006: EUR 241 Mio.).

· EUR 86 Mio. an Gewinnen aus der Veräußerung von Grundstücken, hauptsächlich in Frankreich und Spanien (2006: EUR 109 Mio.).

Nach der Erfassung dieses Postens summierten sich das operative Ergebnis der Gruppe auf EUR 1.238 Mio. (2006: EUR 877 Mio.).

In den Nettofinanzerträgen/-aufwendungen sind 2007 Erträge in Höhe von EUR 76 Mio. enthalten, die damit um EUR 15 Mio. höher als 2006 ausfielen. Wenn man den außerordentlichen Gewinn aus dem Verkauf von Scania-Anteilen, der sich 2006 auf EUR 135 Mio. belief, ausschließt, haben sich die Finanzerträge um EUR 150 Mio. verbessert. Diese Erhöhung lässt sich in der Hauptsache zurückführen auf:

· die niedrigeren Fremdkapitalkosten in der Sparte Automobile. Durch ein vernünftiges Management ihrer finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten arbeitet die Sparte Automobile weiter daran, die Kosten für ihre Schulden zu optimieren, auch wenn sich das durchschnittliche Fremdkapital im Berichtszeitraum geringfügig erhöht hat.

· Erträge in Höhe von EUR 53 Mio. in Zusammenhang mit den positiven Auswirkungen der Veränderung des Zeitwerts von rückzahlbaren Aktien der Renault SA zum Börsenschlusskurs. Dem stand 2006 ein Aufwand in Höhe von EUR 31 entgegen.

Im Geschäftsjahr 2007 erzielte Renault einen Gewinn in Höhe von EUR 1.675 Mio. aus seinem Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen:

· EUR 1.288 Mio. von Nissan;

· EUR 352 Mio. von AB Volvo.

Laufende und latente Steuern beliefen sich auf einen Nettoaufwand in Höhe von EUR 255 Mio. (wie 2006). Der effektive Steuersatz (vor den Auswirkungen von Gewinnen aus assoziierten Unternehmen) lag 2007 bei 19 % (2006: 27 %). Der niedrigere Steuersatz war auf die Erstattung eines Steuerguthabens in Italien und die weitere Verbesserung der Gewinnaussichten bei Renault do Brasil und Renault Argentina zurückzuführen. Hierdurch war es möglich, einen Teil der aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen in diesen Ländern zu erfassen.

Der Jahresüberschuss betrug EUR 2.734 Mio. (2006: EUR 2.960 Mio.). Nach der Neutralisierung der von Nissan gehaltenen Renault-Aktien und der eigenen Aktien belief sich der Gewinne je Aktie auf EUR 10,32 (2006: EUR 11,23).

2.1.2.2. INVESTITIONEN UND ZUKUNFTSBEZOGENE KOSTEN

In der Sparte Automobile summierten sich die Nettoinvestitionsaufwendungen 2007 auf EUR 3.565 Mio. (einschließlich EUR 1.287 Mio. an aktivierten F&E-Aufwendungen). Demgegenüber stand 2006 eine Summe von EUR 3.585 (einschließlich EUR 1.091 Mio. an aktivierten F&E-Aufwendungen).

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Abzug von Veräußerungen nach Sparte

(EUR Mio.) 2007 2006
Investitionen in Sachanlagen 3.160 3.340
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 1.347 1.129
davon aktivierte F&E 1.287 1.091
davon sonstige immaterielle Vermögenswerte 60 38
Zugänge gesamt 4.507 4.469
Veräußerungsgewinne (942) (884)
Summe Automobile 3.565 3.585
Summe Sales Financing (7) (93)
SUMME GRUPPE 3.558 3.492

In der Sparte Automobile waren die Investitionen 2007 vorwiegend für die Erneuerung von Produkten und Komponenten sowie die Aufrüstung von betrieblichen Anlagen bestimmt:

In Europa entfielen 69 % der gesamten Bruttoaufwendungen auf Investitionen in Zusammenhang mit der Produktpalette. Hauptsächlich investiert wurde in den neuen Laguna, den neuen Kangoo und den nächsten Mégane.

Außerhalb Europas hatten die Investitionen einen Anteil von 33 % an den gesamten Bruttoausgaben. Sie flossen überwiegend nach Rumänien, Korea, in die Türkei und den Mercosur-Raum, um die Fahrzeugreihe auszubauen und die Produktionskapazität aufzustocken.

Genau wie 2006 betrafen die wesentlichen nicht produktbezogenen Investitionen die Bereiche Qualität, Arbeitsbedingungen und Umwelt.

Renault-Gruppe – Zukunftsbezogene Kosten

(EUR Mio,) 2007 2006*
Investitionsaufwendungen unter Abzug von Veräußerungen 3.558 3.492
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen (1.287) (1.091)
Leasing-Fahrzeuge (unter Abzug von Veräußerungen) (95) (181)
Industrielle und kaufmännische Nettoinvestitionen (1) 2.176 2.220
% von den Umsatzerlösen 5,3 % 5,5 %
F&E-Aufwendungen (2) 2.462 2.400
% von den Umsatzerlösen 6,1 % 6,0 %
Zukunftsbezogene Kosten (1) + (2) 4.638 4.620
% von den Umsatzerlösen 11,4 % 11,5 %

* Unter Berücksichtigung neu dargestellter Umsatzerlöse

2.1.2.3 NETTOSCHULDEN DER SPARTE AUTOMOBILE

Die Nettofinanzschulden der Sparte Automobile beliefen sich zum 31. Dezember 2007 auf EUR 2.088 Mio. bzw. 9,5 % des Eigenkapitals (31. Dezember 2006: 11,5 % des Eigenkapitals).

Der Abbau der Nettoschulden um EUR 326 Mio. war auf folgende Faktoren zurückzuführen:

einen Cashflow in Höhe von EUR 4.552 Mio., was bei gleich bleibender Basis eine Steigerung von EUR 1.289 Mio. im Vergleich zu 2006 bedeutet. Diese Verbesserung erklärt sich durch einen Anstieg der operativen Marge und der Dividenden von assoziierten Unternehmen, wobei:

EUR 456 Mio. auf Nissan und

EUR 477 Mio. auf AB Volvo entfielen.

ein solides Management der Nettoinvestitionsaufwendungen, die 2007 mit EUR 3.565 Mio. stabil blieben (2006: EUR 3.585 Mio.).

den praktisch stabilen Betriebskapitalbedarf zum Bilanzstichtag Ende Dezember 2007.

Die Sparte Automobile generierte einen freien Cashflow in Höhe von EUR 961 Mio. An Dividenden wurden EUR 913 Mio. ausgezahlt (2006: EUR 681 Mio.), einschließlich EUR 863 Mio., die von Renault SA ausgeschüttet wurden.

Die Nettofinanzschulden der Sparte Automobile verbesserten sich aufgrund von Währungsumrechnungsgewinnen ebenfalls, darunter EUR 233 Mio. in Zusammenhang mit Schulden, die in Yen denominiert waren.

Sparte Automobile - Nettofinanzschulden

(EUR Mio.) 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.141 5.159
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.413 4.423
Langfristige Vermögenswerte - sonstige Wertpapiere. Ausleihungen und Derivate bei Finanzgeschäften (585) (527)
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (1.184) (1.678)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (3.697) (4.963)
NETTOFINANZSCHULDEN 2.088 2.414

2.1.2.4 EIGENKAPITAL

Zum 31. Dezember 2007 hatte sich das Eigenkapital um EUR 998 Mio. auf EUR 22.069 Mio. erhöht (31. Dezember 2006: EUR 21.071 Mio., neu dargestellt).

Die wesentlichen Gründe für diesen Anstieg waren die Erfassung des Jahresüberschuss 2007 in Höhe von EUR 2.734 Mio. abzüglich:

einer Dividendenzahlung von Renault in Höhe von EUR 803 Mio. oder EUR 3,10 je Aktie für 2006, angepasst um die Kapitalbeteiligung von Renault an Nissan und eigene Aktien.

eines Rückgangs der Währungsumrechnungsanpassungen in Höhe von EUR 738 Mio., die hauptsächlich die indirekten Auswirkungen der Veränderung am Nissan-Eigenkapital nach Abzug der Yen-Absicherung beinhalten.

einer Zunahme eigener Aktien um EUR 126 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2006 als Folge der Aktienrückkäufe im zweiten Halbjahr 2007 zwecks Ausgleichs der Verwässerung durch die Ausübung von Mitarbeitern gewährten Optionen.

einer Verminderung der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente in Höhe von EUR 37 (Absicherung von Zahlungsströmen und zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente)

2.1.3 FINANZINFORMATIONEN ÜBER DIE ALLIANZ

Mit den Finanzangaben in diesem Abschnitt werden zweierlei Zwecke verfolgt: Zum einen soll die wirtschaftliche Bedeutung der Allianz Renault-Nissan durch wesentliche Leistungskennzahlen allgemein quantifiziert werden, zum anderen soll der Vergleich von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der beiden Gruppen vereinfacht werden. Die Daten beider Gruppen beruhen auf den Rechnungslegungsstandards, die von Renault 2007 herangezogen wurden.

Den Merkmale der Allianz zufolge dürfen unter anderem die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Renault und Nissan nicht miteinander kombiniert werden. Von daher entsprechen diese Daten keiner Konsolidierung im Sinne allgemein anerkannter Grundsätze der Rechnungslegung und werden von den Abschlussprüfern nicht mit dem Bestätigungsvermerk versehen.

Renault betreffende Informationen beruhen auf den konsolidierten Zahlen, die zum 31. Dezember 2007 veröffentlicht wurden. Sich auf Nissan beziehende Informationen basieren dagegen auf den neu dargestellten konsolidierten Zahlen, die für die Zwecke der Konsolidierung bei Renault für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 aufgestellt wurden. Das Geschäftsjahr von Nissan endet jedoch am 31. März.

2.1.3.1 WESENTLICHE LEISTUNGSINDIKATOREN

Bei der Aufstellung der wesentlichen Leistungsindikatoren nach den Rechnungslegungsgrundsätzen von Renault werden die folgenden Unterschiede gegenüber den Zahlen berücksichtigt, die Nissan nach japanischen Rechnungslegungsstandards publiziert:

Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Verkäufe mit Rücknahmeverpflichtungen wurden neu als Leasingverhältnisse dargestellt.

Umgruppierungen erfolgten dann, wenn dies für eine Harmonisierung der Darstellung wesentlicher Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung notwendig war.

Neudarstellungen zwecks Harmonisierung von Rechnungslegungsstandards und Anpassungen an den Zeitwert, die von Renault für Erwerbe in den Jahren 1999 und 2002 vorgenommen wurden, sind enthalten.

Umsatzerlöse zum 31. Dezember 2007

(EUR Mio.) RENAULT NISSAN (1) ELIMINIERUNG INTERNER GESCHÄFTE ALLIANZ
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 39.190 63.591 (2.953) 99.828
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge 1.492 4.816 - 6.308
UMSATZERLÖSE 40.682 68.407 (2.953) 106.136

(1) Umgerechnet zum Durchschnittskurs 2007: EUR 1 = JPY 161,2

Interne Geschäfte der Allianz setzen sich in der Hauptsache aus Handelsgeschäften zwischen Renault und Nissan zusammen. Bei der Berechnung der Umsatzkennzahl wurden diese Posten eliminiert. Ihr Wert wird anhand der Ergebnisse von Renault für 2007 geschätzt.

Die operative Marge, das operative Ergebnis und der Jahresüberschuss der Allianz stellen sich für 2007 wie folgt dar:

(EUR Mio.) Operative Marge Operatives Ergebnis Jahresüberschuss (2)
Renault 1.354 1.238 1.446
Nissan(1) 4.680 4.380 2.948
ALLIANZ 6.034 5.618 4.394

(1) Umgerechnet zum Durchschnittskurs 2007: EUR 1 = JPY 161,2.

(2) Der Jahresüberschuss von Renault wird um den Beitrag von Nissan angepasst, und der Jahresüberschuss von Nissan wird in ähnlicher Weise um den Beitrag von Renault angepasst.

Interne Geschäfte, die sich auf die Kennzahlen auswirken, haben nur einen geringfügigen Umfang und wurden deswegen nicht eliminiert.

Für die Allianz entspricht die operative Marge 5,7 % der Umsatzerlöse.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Allianz stellen sich für 2007 nach Aktivierung und Abschreibung wie folgt dar:

(EUR Mio.)
Renault 1.850
Nissan 2.251
ALLIANZ 4.101

2.1.3.2 BILANZKENNZAHLEN

BILANZ VON RENAULT UND NISSAN IN KURZFORM

Renault zum 31. Dezember 2007

VERMÖGENSWERTE (EUR Mio.) EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN (EUR Mio.)
Immaterielle Vermögenswerte 4.056 Eigenkapital
Sachanlagen 13.055 Passive latente Steuern 22.069
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (ausgenommen Allianz) 2.011 Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer 118
Aktive latente Steuern 220 Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile 1.203
Vorräte 5.932 Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Sales Financing und Schulden von Sales Financing 6.658
Forderungen der Sparte Sales Financing 20.430 Sonstige Verbindlichkeiten 1,2
Forderungen der Sparte Automobile 2.083 16.682
Sonstige Vermögenswerte 4.724
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.721
Vermögenswerte gesamt, ausgenommen Beteiligung an Nissan 57.232
Beteiligung an Nissan 10.966
VERMÖGENSWERTE GESAMT 68.198 EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 681.98

Nissan zum 31. Dezember 2007 (1)

VERMÖGENSWERTE (EUR Mio.) EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN (EUR Mio.)
Immaterielle Vermögenswerte 4.546 Eigenkapital 27.583
Sachanlagen 31.580 Passive latente Steuern 2.079
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (ausgenommen Allianz) 133 Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer 1.744
Aktive latente Steuern - Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile 4.574
Vorräte 7.922 Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Sales Financing und Schulden von Sales Financing 29.049
Forderungen der Sparte Sales Financing 21.897 Sonstige Verbindlichkeiten 15.773
Forderungen der Sparte Automobile 4.380
Sonstige Vermögenswerte 5.561
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.733
Vermögenswerte gesamt, ausgenommen Beteiligung an Renault 78.752
Beteiligung an Renault 2.050
VERMÖGENSWERTE GESAMT 80.802 EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 80.802

(1) Umgerechnet zum Stichtagskurs 2007: EUR 1 = JPY 164,9

Die für die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausgewiesenen Werte spiegeln Neudarstellungen aus Gründen der Harmonisierung von Rechnungslegungsstandards und Anpassungen an den Zeitwert wider, die Renault für Erwerbe in den Jahren 1999 und 2002 vorgenommen hat. Diese betreffen in der Hauptsache die Neubewertung von Grundstücken und anderen Sachanlagen, die Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen und Pensionsrückstellungen.

Bilanzposten wurden umgruppiert, soweit dies notwendig war, um Konsistenz zwischen den Daten beider Gruppen herbeizuführen.

Die neu dargestellte Bilanz von Nissan beinhaltet die abgesicherten Posten, die im Abschluss von Nissan nach japanischen GAAP als außerbilanzielle Posten dargestellt sind.

Von beiden Gruppen der Allianz wurden 2007 Sachanlagen unter Ausschluss von Leasingfahrzeugen in folgender Höhe erworben:

(EUR Mio.)
Renault 2.290
Nissan 3.129
ALLIANZ 5.419

Anhand der bestmöglichen vorliegenden Informationen schätzt Renault, dass die Vollkonsolidierung von Nissan auf sein nach aktuellen Rechnungslegungsgrundsätzen berechnetes Eigenkapital führen würde zu:

einer maximalen Verminderung der Eigenkapitals – Anteil der Gruppe um 5 bis 10 %;

einer Erhöhung des Eigenkapitals – Minderheitsanteil um EUR 16 Mrd.

2.1.4 BERICHT ÜBER DIE FORTSCHRITTE BEI RENAULT COMMITMENT 2009

Vor zwei Jahren wurde der Plan Renault Commitment 2009 mit drei Zielsetzungen ins Leben gerufen:

ZIEL 1: QUALITÄT

Hierbei wurden folgende Verbesserungen erreicht:

Die Anzahl von Mängeln am Ende der Montagelinie hat sich in den vergangenen beiden Jahren auf ein Sechstel verringert.

Die Anzahl von Vorkommnissen, die in den ersten drei Monaten auf der Straße gemeldet wurden, hat sich zwischen 2005 und 2007 halbiert.

Einige Fahrzeuge gehören zu den Top 3 in ihrem Segment (so wurden z. B. der Scénic, der Modus und der Clio 3 vom ADAC zu den besten drei Fahrzeugen in ihrer Kategorie gekürt und der Logan wurde in Indien von zwei unabhängigen Organisationen als bester Wagen in seiner Kategorie ausgezeichnet).

Alle Indikatoren zeigen, dass der neue Laguna auf dem besten Wege ist, in qualitativer Hinsicht als einer der Top 3 in seinem Segment anerkannt zu werden.

Auch die Servicequalität hat sich erheblich verbessert. Der Anteil der Kunden weltweit, die mit den Verkaufs- und Kundendienstleistungen „voll zufrieden“ sind, hat sich von 72,1 % im Januar 2006 auf 78,4 % Ende 2007 erhöht. Das entspricht 700.000 Kunden mehr, die voll zufrieden sind.

Inzwischen sind alle Prozesse vorhanden, um sicherzustellen, dass diese Fortschritte im gesamten Produktangebot in der ganzen Welt verwirklicht werden, damit Qualität zu einer der nachhaltigen Vorzüge von Renault wird.

ZIEL 2: PROFITABILITÄT

Die Meilensteine, die bei der operativen Marge für 2006 und 2007 gesetzt wurden, sind erreicht. Die operative Marge von 3,3 % im Geschäftsjahr 2007 liegt über der Planzahl von 3 %. Die verbesserte Profitabilität ist 2006 und 2007 in der Hauptsache auf die Anstrengungen zurückzuführen, die alle Unternehmensfunktionen in den vergangenen beiden Jahren zur Produktivitätssteigerung und Kostensenkung unternommen haben:

Die Beschaffungskosten wurden um 9,1 % reduziert, wenn man die Auswirkungen von Rohstoffpreisen nicht berücksichtigt.

Produktivitätszuwächse in den Werken haben dazu beigetragen, die Fertigungskosten um 5,4 % zu vermindern.

Die Logistikkosten sind um 7,3 % gesunken.

Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich trotz der Entwicklung internationaler Geschäftsbetriebe um 5 % verringert.

Die Vertriebskosten sind um 3,1 % gestiegen. Es wird erwartet, dass sie in den nächsten beiden Jahren des Plans sinken werden, wenn die Produktpalette erneuert ist.

Die Investitionskosten wurden um 35 % vermindert, so dass Renault diese intensive Entwicklungsphase ohne erhebliche Zunahme seiner Investitionen durchführen konnte.

Dieses Programm wird 2008 und 2009 mit derselben Zielorientierung fortgesetzt.

Durch die regionalen Managementgremien, die zur Stärkung des internationalen Managements bei Renault geschaffen wurden, hat sich die Anzahl der Profit-Center erhöht und die Abhängigkeit der Gruppe vom europäischen Markt verringert.

Kostensenkung

2007 gegenüber 2005 ZIELSETZUNGEN FÜR 2009
Beschaffungskosten -9,1 % -14 %*
Fertigungskosten -5,4 % -12 %
Logistikkosten -7,3 % -9 %
Allgemeine Verwaltungskosten -5 % (d. h. 4,8 % der Umsatzerlöse) < 4 % der Umsatzerlöse
Vertriebskosten +3,1 % -8 % pro Stück in Europa
Investitionskosten -35 % -50 %
* Zielsetzung 2008.

ZIEL 3: WACHSTUM

Als Schwerpunkte für starkes und nachhaltiges Wachstum wurden die Produktpalette, die Entwicklung neuer Technologien und die geografische Expansion festgelegt:

Noch nie zuvor hat Renault so viele neue Produkte mit einer so hohen Qualität innerhalb so kurzer Zeit wie in den letzten beiden Jahren entwickelt. Die Anzahl der entwickelten neuen Fahrzeuge hat sich zwischen 2005 und 2007 verdoppelt. Das daraus entstehende Tempo von Produkteinführungen wird dem Wachstum durch eine verjüngte Produktreihe, die Erschließung neuer Segmente und eine deutlich bessere Abstimmung auf die Wünsche von Kunden in Frankreich, Deutschland, Brasilien, Indien, Russland oder Korea neuen Auftrieb verleihen.

Neben diesen Produkten wurden neue Technologien, die Leistung, Sicherheit und Umweltschutz miteinander vereinbaren sollen, entwickelt.

Die Antriebspalette wurde durch neue Motoren ergänzt, die in ihren Segmenten Maßstäbe in Sachen Kraftstoffeffizienz setzen. Dazu gehören der 2,0 l dCi, der 1,2 l 100 PS Turbo oder der dCi 110 PS, der dem neuen Laguna einen CO2-Ausstoß von gerade einmal 130 Gramm pro Kilometer ermöglicht. Dank einer Optimierung bestehender Motoren stoßen 48 % aller Renault-Fahrzeuge, die 2007 in Europa verkauft wurden, weniger als 140 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Schließlich hat sich die Führerschaft von Renault im Bereich der Sicherheit durch neun Fahrzeuge bestätigt, die in den Euro-NCAP-Crashtests mit 5 Sternen die höchste Wertung erzielten.

Darüber hinaus hat Renault in der ersten Hälfte des Plans in Wachstumsmärkte expandiert (so wurden nicht nur die Produktionskapazitäten in Kolumbien, Russland, der Türkei und Rumänien aufgestockt, sondern auch neue Märkte wie Indien und Iran erschlossen). Zwischen Ende 2005 und Ende 2007 hat sich die Produktionskapazität einschließlich Kapazitäten bei Partnern um 600.000 Fahrzeuge pro Jahr erhöht.

2.1.5 AUSBLICK

Bei weniger günstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen kann Renault 2008 von der Einführung neun neuer Produkte und seiner Expansion in die dynamischsten und am stärksten wachsende Märkte für den Absatz von Automobilen in der Welt profitieren.

Aus diesem Grunde bestätigt Renault seine angestrebte operative Marge von 4,5 % und eine Erhöhung des Gruppenumsatzes um mehr als 10 % im Vergleich zu 2007.

Bei der Jahreshauptversammlung wird Renault eine Dividende von EUR 3,80 pro Aktie vorschlagen, die 2008 aus den Gewinnen 2007 ausgeschüttet werden sollen (2007 wurde eine Dividende von EUR 3,10 aus den Gewinnen 2006 gezahlt). Dieser Vorschlag steht im Einklang mit der Erklärung von stetig steigenden Dividenden im Rahmen von Renault Commitment 2009.

2.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

2.2.1 EINFÜHRUNG

In der Sparte Automobile wird in großem Umfang in Forschung und Entwicklung investiert. Auf diese Weise soll nicht nur die Fahrzeugpalette erneuert und erweitert werden, sondern es sollen auch die hohen Servicestandards gewährleistet werden, die Kunden erwarten.

Forschung und Entwicklung dienen aber auch dazu, Lösungen für die Herausforderungen in der Automobilindustrie zu finden. Dies gilt insbesondere für die Sicherheit im Straßenverkehr und den Umweltschutz, zu dem sich Renault aus Überzeugung bekennt.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen*

IM SINNE VON IFRS 2007 2006** 2005 2004
F&E-Aufwendungen (EUR Mio.) 2.462 2.400 2.264 1.961
Umsatzerlöse der Gruppe (EUR Mio.) 40.682 39.969 41.338 40.292
Anteil der F&E-Aufwendungen vom Umsatz 6,1 % 6,0 % 5,50 % 4.90 %
Anzahl Mitarbeiter in F&E, Renault-Gruppe 16.219 15.658 12.939 12.352
Patente in der Renault-Gruppe 998 933 895 765

* Alle F&E-Aufwendungen fallen in der Sparte Automobile an.

**Bezogen auf Verhältnisse wie 2007

2.2.2 F&E UND RENAULT COMMITMENT 2009

F&E-Aktivitäten lassen sich in zwei wesentliche Kategorien gliedern:

die Forschung, die sich mit der Vorbereitung und Einführung innovativer Funktionsmerkmale bei neuen Fahrzeugen beschäftigt;

das Design, die Entwicklung und die Fertigung, bei denen es um die Herstellung neuer Fahrzeugreihen und Antriebssubsysteme in Übereinstimmung mit Qualitäts-, Kosten- und Lieferzeitkriterien geht.

Renault verfolgt seine Innovationspolitik auf zweierlei Weise:

Entwicklung von Innovationen, die einen klaren Mehrwert für Kunden bieten.

Entwicklung von Innovationen, die übergreifend in großem Stil in der gesamten Fahrzeugpalette genutzt werden können.

Der 2005 unter dem Begriff „Renault [T]” („Quadrat T”) eingeführte Technologieplan besteht darin, Forschungs- und fortschrittliche Technologieaktivitäten zu priorisieren und zu skalieren, so dass sie mit den strategischen Prioritäten von Renault Commitment 2009 in vier Kernbereichen im Einklang stehen:

Sicherheit,

CO2 und Umwelt;

Reisekomfort;

Leistungsdynamik.

2.2.2.1 SICHERHEIT

Renault will die Sicherheit überall dort, wo das Unternehmen seine Fahrzeuge verkauft, verbessern. Dank seines integrierten Sicherheitskonzepts hat sich Renault in diesem Bereich zu einem anerkannten Führer entwickelt (2007 wurden acht Modelle bei den Euro-NCAP-Crashtests mit fünf Sternen ausgezeichnet). Dieses Konzept beruht auf drei Bausteinen:

der Vermeidung von Unfällen: mit Systemen wie z. B. der Reifendrucküberwachung, dem Tempobegrenzer und der intelligenten Navigation.

der Korrektur des Fahrzeugverhaltens: durch den Bremsassistenten EBA oder die elektronische Stabilitätskontrolle ESP.

dem Schutz der Passagiere im Falle eines Unfalls: durch Knautschzonen, das Renault Protection System (Gurtstraffer, Sicherheitsgurte mit Kraftbegrenzern, sich kontrolliert aufblasende Airbags) und Anti-Submarining.

Für die europäischen Märkte erforscht Renault weiterhin die Aufprallsituationen, die die größten Schäden bewirken: Hierbei hat sich der Schwerpunkt weg vom Frontalaufprall hin zum Seitenaufprall verlagert, der heute oberste Priorität hat.

Renault kümmert sich auch um die Sicherheit im Straßenverkehr auf seinen neuen Märkten. Doch in diesen Ländern herrschen andere Unfallmechanismen als in Europa. Dieser Tatsache muss bei der Anpassung von Modellen an diese Märkte Rechnung getragen werden. Renault weitet deswegen die in Europa durchgeführten Unfallforschungsstudien auf lokale Technikzentren aus. Dazu werden besondere Teams eingesetzt, Kompetenzen und Know-how übertragen und mit lokalen Wissenschaftlern zusammengearbeitet. Der Logan ist eines der sichersten Fahrzeuge auf dem Markt. Er hat einen attraktiven Preis und erzielt hohe Absatzzahlen. Von daher trägt er dazu bei, die Sicherheit auf lokaler Ebene zu verbessern.

2.2.2.2 DIE UMWELT

Wenn es um Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen geht, ist Renault bereits einer der drei führenden Hersteller in Europa. Die Reduzierung von Treibhausgasen, insbesondere CO2, hat nach wie vor Priorität. Sie stellt deswegen einen wesentlichen Schwerpunkt für die Forschung und Entwicklung dar, bei der weiter an umweltfreundlichen Lösungen für sich verändernde Bedürfnisse und neue Kundenverhaltensweisen in den kommenden Jahren gearbeitet wird. Mehrere wesentliche Trends lassen sich in den derzeit laufenden F&E-Studien erkennen, die Folgendes zum Ziel haben:

Mittelfristig sollen konventionelle Fahrzeuge, d. h. solche mit klassischen Verbrennungsmotoren, entwickelt werden, deren Emissionen deutlich unter den Werten liegen, die gegenwärtig von den besten Fahrzeugen auf dem Markt erreicht werden.

Forschungsstudien in diesem Bereich haben schon zu greifbaren Resultaten geführt: Renault ist einer der wenigen Fahrzeughersteller, in dessen Palette elf Modelle mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 140 Gramm pro Kilometer zu finden sind. Bei der Challenge Bibendum hat der Logan „Renault eco²” Concept (siehe nächste Seite) gezeigt, dass die Gruppe zu umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Lösungen mit Emissionen von weniger als 100 Gramm CO2 pro Kilometer fähig ist. Bei Biokraftstoffen, die zu den Zielen im Rahmen von Renault Commitment 2009 gehören (Benzin: 50 % der Fahrzeuge sollen 80 % Ethanol vertragen; Diesel: 100 % der Fahrzeuge sollen 30 % Biodiesel vertragen), will Renault Motoren entwickeln, die mit verschiedenartigen Kraftstoffen aus vielen Quellen betrieben werden können. Da die Dosierungsmengen und die Zusammensetzung von Biokraftstoffen unterschiedlich sind, müssen die Motoren selbst ein hohes Maß an Flexibilität aufweisen.

Mittelfristig sollen Elektroautos für das breite Publikum vermarktet werden. Renault hat in der Vergangenheit bereits Elektroautos verkauft und an der Umsetzung von innovativen elektrischen Mobilitätslösungen teilgenommen (Praxitèle). Mit den dabei gewonnenen Erfahrungen ist Renault in der Lage, neue Anforderungen des Marktes zu erfüllen. So bietet die Lithiumbatterietechnologie beispielsweise die Möglichkeit, das Batteriegewicht zu reduzieren und mehr Energie mit an Bord zu führen. Gleichzeitig setzt die Gruppe ihre F&E-Studien zur Vorbereitung zukünftiger Generationen von Elektrofahrzeugen weiter fort. Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein neues Großprojekt gestartet, das sich mit den Batterien der Zukunft beschäftigt. Im Vordergrund stehen dabei die Leistung und die Zuverlässigkeit.

Die Allianz Renault-Nissan und ihr Partner Project Better Place haben den Weg für einen Durchbruch bei Elektroautos auf dem israelischen Markt geebnet. Im Rahmen der Vereinbarung wird Renault Elektroautos mit Lithiumbatterien liefern, die von Nissan durch eine gemeinsame Tochtergesellschaft mit NEC entwickelt wurden. Project Better Place ist für den Aufbau einer Netzinfrastruktur zuständig, mit der sich die Batterien wieder aufladen lassen. Die Elektrofahrzeuge werden 2011 auf den Markt kommen.

Längerfristig soll die Brennstoffzellentechnologie einen größeren Stellenwert erhalten. Renault plant eine Reihe von Demonstrationsfahrzeugen, um von diesem Jahr an Tests unter realen Bedingungen durchzuführen.

Siehe hierzu auch Kapital 3.2 über die Umweltleistung.

Logan „Renault eco2” Concept

Ein technisches Demonstrationsfahrzeug, das an der Michelin Challenge Bibendum in Schanghai teilgenommen hat.

Der Logan „Renault eco²” Concept ist ein besonders wirtschaftliches und umweltfreundliches Fahrzeug, das die drei Kriterien von eco² in Bezug auf Produktion, Betrieb und Recycling erfüllt. Der Logan „Renault eco²” Concept wurde mit CO2-Emissionen von gerade mal 97 Gramm / Kilometer (kombinierter Standardzyklus nach NEDC) und einem Verbrauch von lediglich 3,8 Litern auf 100 Kilometern zugelassen.

Er ist mit einem B30-kompatiblen 1,5 dCi-Motor (63 kW/85 PS) ausgestattet und verfügt über ein ganzes Bündel von Verbesserungen und technischen Lösungen, die Entwicklungspfade für zukünftige Fahrzeuge von Renault vorgeben. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um:

den Antrieb: modifizierte Kolben und Einspritzung für eine bessere Verbrennung; detaillierte Studien zu Spiel und Schmierstoffen für eine minimierte Reibung, neue Getriebeabstufung.

die Aerodynamik: reduzierter Cd-Wert durch den Einsatz von Wirbelgeneratoren (kleine aerodynamische dachseitig montierte Komponenten, die den Luftwiderstand vermindern); ein flexibler Splitter unter dem vorderen Stoßfänger, Radverkleidungen und ein Heckspoiler.

das Fahrwerk: Der Logan „Renault eco²” Concept ist mit Michelin „Pure” 185/65 R15 Reifen mit niedrigem Abrollwiderstand ausgestattet. Spur und Sturz wurden ebenso wie das Bremssystem im Zuge systematischer Maßnahmen zur Verminderung der Reibung optimiert.

Im Armaturenbrett des Logan „Renault eco²” sagt eine Anzeige dem Fahrer, wann er in den nächsten Gang schalten soll. Das hilft ihm, den Kraftstoffverbrauch zu optimieren und CO2-Emissionen zu reduzieren. Mit dieser Funktion hat das Renault-Team bei der Challenge Bibendum mit 71 Gramm CO2 pro Kilometer eine überzeugende Leistung erreicht.

2.2.2.3 REISEKOMFORT

Renault ist ein Volumenhersteller mit anerkannter Expertise und einem Wettbewerbsvorteil, den es im Bereich Reisekomfort zu erhalten gilt. Die im Rahmen von Forschungsstudien bearbeiteten Themen machen die Vielfalt der „Parameter“ deutlich, die hierbei eine Rolle spielen:

akustisches Verhalten: Verringerung aller äußeren und inneren Geräuschquellen (Motorgeräusch und Vibrationen, Reifengeräusch, Resonanz der Karosserie, usw.).

Klimakontrolle: Klimatisierung.

Sicht und Gefühl von Geräumigkeit.

Komfort und Ergonomie: durch die Entwicklung einer einfachen intuitiven Bedienoberfläche.

Materialien, usw.

Renault prüft darüber hinaus Veränderungen im Verhalten der Fahrzeugbenutzer, was sowohl den Innenraum als auch das Äußere seiner Fahrzeuge betrifft, und arbeitet an der Vernetzung. Bei der Benutzung von Telefonen an Bord von Fahrzeugen liegt die Zukunft nicht in einfachen Freisprecheinrichtungen ähnlich wie sie von Fußgängern verwendet werden, sondern in Systemen, die für den Einsatz im Auto maßgeschneidert sind und das Telefon des Benutzers erkennen, wenn er in das Fahrzeug einsteigt. So können Benutzer bei einem Bluetooth-System mit Spracheingabefunktion Telefonate führen und annehmen, ohne das Telefon zu berühren und das Telefonverzeichnis zu öffnen.

Im Bereich Passagierkomfort konzentriert sich Renault auf umweltfreundliche Lösungen. Damit soll einem Trend entgegen gewirkt werden, der aus Gründen des Komforts für Passagiere zu Fahrzeugen mit höherem Energieverbrauch führen könnte. Fahrzeuge der Zukunft von Renault werden bei gleichem oder höherem Reisekomfort weniger Energie verbrauchen. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht beispielsweise die Klimatisierung.

2.2.2.4 LEISTUNGSDYNAMIK

Bei Studien von Renault stehen vorwiegend das Fahrwerk und damit die Fahrleistung, die Fahrzeugsstabilität und das Lenkungsmanagement im Vordergrund.

Das „Active Drive”-System (Vierradantrieb) des zukünftigen Laguna GT Coupé ist ein Beispiel, wie aus F&E-Studien Anwendungen in der Praxis werden.

Active Drive 4WD: Bei konventionellen Fahrzeugen werden nur die Vorderräder angetrieben. Werden gleichzeitig auch die Hinterräder angetrieben, verkleinert das den Wendekreis, was Park- und Ausweichmanöver vereinfacht und dadurch die aktive Sicherheit und den Fahrkomfort erhöht. Im Einzelnen sorgt ein elektrischer Aktuator an der Hinterachse dafür, dass sich die Hinterräder drehen. Sie drehen sich entweder gleichzeitig mit den Vorderräder (für mehr Stabilität) oder in entgegen gesetzter Richtung (für ein einfacheres Handling). In schwierigen Bremssituationen oder beim Ausweichen von Hindernissen zeigt dieses Fahrwerk, was in ihm steckt.

Renault wurde für dieses System am 9. Januar 2008 von der Zeitschrift „L’Automobile Magazine” mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.

2.2.3 F&E-HÖHEPUNKTE IN 2007

2.2.3.1 EIN AUSGEREIFTER TECHNOLOGIEPLAN

Im Geschäftsjahr 2007 hat Renault seinen Technologieplan „[T] (Quadrat T)“ weiter ausreifen lassen:

Konsolidiert wurde darin die Querschnittsfunktionalität von F&E über die technischen Abteilungen hinweg.

Der Plan ist als gemeinsame Priorität von den technischen Abteilungen anerkannt.

Die Verknüpfung mit dem Produktionsplan wurde gestärkt.

Synergien mit Lieferanten (durch gemeinschaftliche Innovationsverträge) und mit Nissan wurden entwickelt.

Zwölf Projekte - Fahrzeuge und Antriebskomponenten - aus dem Technologieplan 2006 wurden in die Entwicklung übertragen.

Ein Plan für „Demonstrationsfahrzeuge” wurde erarbeitet, um Innovationen unter praxisähnlichen Bedingungen zu testen. Eines der ersten Ergebnisse ist der Logan „Renault eco²” Concept, der bei der Michelin Challenge Bibendum einen überzeugenden Eindruck hinterlassen hat.

2.2.3.2 EIN JAHR VOLLER NEUVORSTELLUNGEN

Ihren Höhepunkt finden F&E-Projekte von Renault in der Einführung neuer Produkte, die von kompletten Fahrzeugen bis hin zu Antriebssubsystemen reichen.

Das Jahr 2007 stellte eine maßgebliche Phase in der Produktoffensive von Renault Commitment 2009 mit zahlreichen

Neuvorstellungen dar: So wurden der Logan MCV, der Logan Van, der neue Twingo, der neue Laguna und Laguna Estate, der neue Kangoo, der Sandero, der Logan Pickup, der Clio Estate und der Grand Modus eingeführt.

Im neuen Laguna kommen die Ergebnisse aus F&E-Studien in vielen Bereichen zur Anwendung. Ein Beispiel hierfür ist die Gewichtseinsparung, denn trotz zahlreicher neuer Funktions- und Ausstattungsmerkmale ist der neue Laguna das erste Fahrzeug, das (um 15 Kilogramm) leichter als sein Vorgänger ist. Die hervorragende Akustik ist eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft, denn der neue Laguna ist bei 71 dB zugelassen. Auch bei der Gestaltung der Sound-Schnittstellen des Laguna wurde auf Sicherheit und Komfort an Bord geachtet.

Das neue 4WD Active Drive System ist erstmals im Laguna Coupé Concept eingesetzt worden. Diese Technologie wurde gemeinsam von Renault und Renault Sport Technologies entwickelt und sorgt für ein leichteres Handling bei verbesserter Leistung und Steuerung.

Der bei der IAA in Frankfurt präsentierte V9X Konzeptmotor ist ein neuer V6-Diesel, der im Rahmen der Allianz von Renault und Nissan entwickelt wurde. Er soll unter anderem neue Maßstäbe in der Akustikleistung setzen.

Bei der Michelin Challenge Bibendum präsentierte Renault den Logan „Renault eco²” Concept. Dieses Fahrzeug zeigt, dass sich Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit bei unveränderter Leistung und Funktion durchaus vereinbaren lassen.

Bei den von Automotive Circle International in Deutschland veranstalteten Konferenzen wurde der Laguna beim EuroCarBody Award 2007 mit dem zweiten Preis für die Qualität der lackierten Karosserie ausgezeichnet und lag damit hinter dem Fiat 500 und vor der Mercedes C-Klasse. Nach einem ersten Platz für den Modus und einem dritten Platz für den Scénic II hat Renault damit das dritte Mal eine EuroCarBody-Auszeichnung gewonnen.

2.2.4 F&E FÜR EINE WETTBEWERBSFÄHIGERE TECHNIK

2.2.4.1 WESENTLICHE AUSSTATTUNG

Renault hat seine Ausstattungspolitik weiter fortgesetzt (Katapult- und CEM-Einheit wurden 2006 eröffnet). Dazu gehörte insbesondere die Eröffnung einer neuen Einheit für die Korrosionsschutzzulassung im Technikzentrum in Aubevoye. Durch diese Einheit will Renault mit der Ausweitung seines Fahrzeugsplans Schritt halten und allen Kunden einen überlegenen Korrosionsschutz bieten. Mit Gebäuden von 2.800 Quadratmetern, 18 Kabinen und 600 Metern eigens zu diesem Zweck vorgesehener Pisten besitzt die Korrosionsschutzeinheit die richtige Größe für die Zulassung von Antriebsteilen, PKW und LCV für die Renault-Gruppe. Sie ist außerdem mit Nissan-Testverfahren vereinbar.

Im Rahmen der Allianz mit Nissan hat die Gruppe eine neue Pressstanzanlage für Renault beschlossen, um den wachsenden Bedarf an Werkzeugen zu erfüllen, der durch Renault Commitment 2009 entsteht. Die neue Einheit – Renault Tooling – befindet sich in Rumänien. Die Gruppe ist damit in der Lage, Presstanzwerkzeuge intern zu fertigen.

2.2.4.2 FORSCHUNGS-PARTNERSCHAFTEN

Im Geschäftsjahr 2007 hat sich Renault an 104 gemeinschaftlichen Forschungsprogrammen beteiligt, die von Frankreich oder von der Europäischen Union unterstützt wurden. Alle Programme bieten die Möglichkeit, Forschungskosten miteinander zu teilen und einfallsreiche Innovationen der Spitzeklasse zu fördern.

2.2.4.3 ENTWICKLUNG VON GLOBALER TECHNIKEXPERTISE

Ähnlich wie alle anderen wesentlichen Unternehmensfunktionen erhält auch die Technik bei Renault eine immer stärker global angelegte Dimension und organisiert ihre Tätigkeiten auf globaler Ebene. Das Design und die Entwicklung neuer Produkte stützen sich auf die wichtigsten Technikfunktionen im Unternehmen und auf neue Entwicklungszentren, die in der Nähe der Hauptmärkte angesiedelt sind:

RTA Renault Technology Americas;

RTK Renault Technology Korea;

RTR Renault Technology Romania;

RTS Renault Technology Spain;

RTI Renault Technology India.

Renault Technology Romania wurde im Juni 2007 eröffnet.

2.3 RISIKOMANAGEMENT

Die Renault-Gruppe setzt sich mit allen Kräften dafür ein, die mit ihren Tätigkeiten verbundenen Risiken zu beherrschen. Dazu gehören das operative Risiko, das finanzielle Risiko und das rechtliche Risiko. Diese Risiken sind in Kapital 1.2 „Risikofaktoren” beschrieben. In dem vorliegenden Kapital 2.3 werden die wesentlichen Risiken sowie die Strategien des Unternehmens, die Wahrscheinlichkeit und die Schwere dieser Risiken zu vermindern, näher dargelegt. Doch weil die Gruppe international expandiert, neue Partnerschaften eingeht und in höherem Maße von der Informationstechnologie abhängig wird – und neue böswillige Verhaltensweisen auftauchen -, verschärfen sich bestehende Risiken und entstehen neue Risiken. Durch diese Faktoren können sich die Schwere potenzieller Krisen und die Schäden, die hierdurch gegebenenfalls verursacht werden, erhöhen.

Aus diesem Grunde muss das für jede globale Industrieunternehmen unumgängliche Risikomanagement gestärkt und proaktiver angelegt werden. Risikomanagement ist deswegen fester Bestandteil der operativen Managementverfahren in der Renault-Gruppe.

Die Organisation gliedert sich in zwei Teile:

auf Unternehmensebene: Hier ist die Abteilung Risk Management für Methoden und eine übergeordnete Vision zuständig, um erhebliche Risiken festzustellen und zu verhindern. Dies geschieht insbesondere durch eine Überwachung mit Hilfe von Risikoabbildungsverfahren sowie die Durchführung von Vorbeugungsmaßnahmen in Bereichen mit hohem Risiko.

In allen Einheiten, die an geschäftskritischen Prozessen beteiligt sind, werden die Kompetenzen und die Experten ermittelt, die Risiken feststellen und priorisieren sowie Lösungen zur Risikoeindämmung bereit stellen können.

2.3.1 OPERATIVES RISIKO

2.3.1.1 GEOGRAFISCHES RISIKO

RISIKOFAKTOREN

Die Gruppe besitzt industrielle und/oder kaufmännische Geschäftsbetriebe in Ländern außerhalb Europas6, insbesondere in Südkorea, Rumänien, Brasilien, Argentinien, der Türkei, Kolumbien, Chile, Russland, Marokko, Iran und Indien. Der Gruppenabsatz außerhalb Europas macht 35 % des Gesamtabsatzes aus. Eines der drei Ziele im Rahmen von Renault Commitment 2009 lautet, den Gruppenabsatz zwischen 2005 und 2009 um 800.000 Fahrzeuge zu steigern, wovon 550.000 Stück außerhalb Europas verkauft werden sollen. Der Anteil des außerhalb Europas generierten Absatzes wird sich bis 2009 deswegen voraussichtlich auf annähernd 40 % erhöhen. Das Risikoüberwachungssystem wurde neu gestaltet, um diesen deutlichen Ausbau des Fahrzeugabsatzes zu unterstützen.

Die Tätigkeiten der Gruppe in diesen Ländern sind mit verschiedensten Risiken verbunden. Hierzu gehören zumeist die Volatilität des BIP, wirtschaftliche und politische Instabilität, neue Gesetzesvorschriften, Zahlungsprobleme, Arbeitskämpfe, starke Schwankungen bei Zinsen und Wechselkursen sowie Devisenkontrollmaßnahmen.

MANAGEMENTVERFAHREN

Industrielle und kaufmännische Investitionen von Renault außerhalb Europas sind geografisch gestreut. Das ermöglicht die Bündelung des Risikoportfolios auf Unternehmensebene, insbesondere durch eine weltweite kurzfristige Vereinbarung mit dem französischen Kreditversicherer Coface. BIP-Wachstums- und Solvenzmuster sind von Region zu Region unterschiedlich und verhalten sich häufig antizyklisch.

(6) „Außerhalb Europas” bedeutet die drei Regionen: Euromed, Asien & Afrika und Amerika, die Renault am 1. Januar 2006 im Zuge seiner neuen geografischen Organisation unter Leitung von regionalen Managementgremien festgelegt hat.

Industrielles Risiko

Die Entscheidung, industrielle Basen in Ländern außerhalb Europas aufzubauen, wurde im Rahmen einer Wachstumsstrategie getroffen, bei der die Instabilitätsrisiken in einen übergeordneten Ansatz einfließen.

Die Gruppe ist außerdem bemüht, den lokalen Anteil in ihren Produktionseinheiten in Schwellenländern kontinuierlich zu erhöhen. Dadurch soll die Wettbewerbsfähigkeit dieser Einheiten auf ihren lokalen Märkten erhöht und ihrer Kapazität effizienter genutzt werden, wobei in andere Regionen exportiert wird, wenn Binnenmärkte stocken und sich durch veränderte Kursparitäten die preisliche Wettbewerbsfähigkeit von Produkten außerhalb des Landes verbessert.

Im Iran werden die Investitionen von Renault durch einen Kreditversicherer gedeckt.

Kaufmännisches Risiko

Die Gruppe sichert alle Finanzströme aus kaufmännischen Tätigkeiten in Schwellenländern ab. Als die beiden wichtigsten Sicherungsinstrumente werden Bankgarantien (Standby-Akkreditive von führenden Banken) und kurzfristige Exportkreditgarantien (globale/kaufmännische/politische Deckung von Coface) genutzt.

MASSNAHMEN UND VERBESSERUNGEN

Landesbezogene Risikoprämie

Geografische Risiken werden berücksichtigt, indem bei neuen Investitionsprojekten in einem Schwellenland eine höhere Rentabilität verlangt wird. Die Risikoprämie, die auf die Standardrentabilität aufgeschlagen wird, berechnet sich anhand von Finanzmarktkennzahlen und makroökonomischen Indikatoren.

Kurzfristiges Liquiditätsrisiko

Zur Überwachung von Risiken einschließlich Liquiditätsrisiko wird ein Trendindikator in den Ländern, in denen die Gruppe agiert, herangezogen. Die Gruppe verfolgt diesen Indikator und kann so die Finanzierungspolitik für ihre Tochtergesellschaften in Anbetracht von Veränderungen an der Situation in jedem Land und vorliegenden makroökonomischen Daten anpassen.

Gruppeninterne Finanzströme

Als Unterstützung für ihr globales Wachstum hat die Gruppe ein strahlenförmiges Finanzsystem und ein sternartig aufgebautes Fakturierungssystem konzipiert. So zentralisiert sie ihre Aktivitäten im Bereich Finanzrisikomanagement und kann ein einziges Sicherungsverfahren zu wettbewerbsfähigen Bedingungen anwenden. Die industriellen Tochtergesellschaften verkaufen ihre Exportproduktion an Renault s.a.s. Diese wiederum verkauft sie an importierende Tochtergesellschaften und unabhängige Importeure, wobei sie ihnen Lieferantenkredite gewährt. Die Muttergesellschaft übernimmt das Management des mit diesem Kredit verbundenen Risikos.

Risikomanagement und regionale Managementgremien

Das übergeordnete Landesrisiko wird von jedem regionalen Managementgremium überwacht. Die regionalen Managementgremien können um einen Verzicht auf die allgemeine Regel bitten. In diesem Falle ist die Genehmigung vonseiten des Exekutivkomitees der Gruppe erforderlich.

2.3.1.2 PRODUKTQUALITÄTSRISIKO

RISIKOFAKTOREN

Die Entwicklungen in der Automobilindustrie sind dadurch gekennzeichnet, dass neue Systeme mit immer komplexeren Technologien entstehen. Dies gilt nicht allein für die aktive Sicherheit (Servolenkung und Bremsen, usw.) und die passive Sicherheit (Rückhaltesysteme, usw.), sondern auch für die meisten Systeme, die in modernen Automobilen zum Einsatz kommen.

Dieser Trend spiegelt sich in der raschen Zunahme von automatisierten Systemen wider, die von der Bordelektronik gesteuert werden. Wesentlich ist, dass Fahrer heute immer weniger direkte Verantwortung für das Bedienen dieser Systeme haben.

MANAGEMENTVERFAHREN

Beim Design eines neuen Fahrzeugs richtet Renault ein System ein, um Risiken, die durch die installierte Ausrüstung entstehen, festzustellen, zu bewerten und zu beherrschen:

Dieses System beinhaltet eine besondere Organisation für die Risikobeherrschung, die Festlegung von Methoden und Instrumenten für die betriebliche Sicherheit sowie die Sorge, dass die einschlägigen Normen und Standards eingehalten werden.

Es erstreckt sich auf die Phasen der Fertigung, der Fahrzeugauslieferung, der Wartung und der Reparatur sowie auf das Ende der Nutzungsdauer.

Das System zum Umgang mit Vorkommnissen wurde ebenfalls verbessert durch:

eine raschere Erkennung von Vorkommnissen, damit die entsprechenden fachlichen Experten hiervon so schnell wie möglich erfahren.

die größere Nähe zwischen den für die Erkennung von Vorkommnissen und die Analyse von Auswirkungen zuständigen Funktionen, wodurch die Bedingungen für Bewertungen und Korrekturmaßnahmen verbessert werden.

formale Vorschriften für den Umgang mit Vorkommnissen und Rückrufaktionen.

Das so genannte „Vigilance Committee” unter Vorsitz der Abteilung Quality achtet darauf, dass Maßnahmen zur Feststellung von Vorkommnissen und deren Vorbeugung sowie zum Umgang mit Vorkommnissen ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Renault hat eine Organisation ins Leben gerufen, um die Anzahl der von Vorkommnissen betroffenen Fahrzeuge zu begrenzen. Die Schwere und die sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Vorkommnissen werden bewertet und mit dem Risiko wird so schnell wie möglich umgegangen, insbesondere im Falle einer Rückrufaktion.

Auch die Organisation in Zusammenhang mit Vorschriften wurde verbessert, damit

neue Vorschriften, die schon in der Designphase berücksichtigt werden müssen, effizienter festgestellt werden und

effizienter gewährleistet wird, dass Produkte die Vorschriften erfüllen.

MASSNAHMEN UND VERBESSERUNGEN

Renault hat neue Initiativen zur Verbesserung der Qualität und der Betriebssicherheit seiner Produkte entwickelt.

Das Unternehmen hat sich mit anderen Automobilherstellern, staatlichen Behörden und Normungsorganisationen zusammengetan, um gemeinsame Standards für die Festlegung und Bewertung von Risiken zu finden.

Neben den bereits bestehenden Aktionen hat Renault die folgenden Maßnahmen ergriffen, um das Produktrisiko für die Anwender zu verringern:

Unerwünschte Vorkommnisse beim Kunden, die die Sicherheit der Benutzer wahrscheinlich gefährden, werden auf dem neuesten Stand gehalten und eine bei vernünftiger Betrachtung absehbare Verwendung, durch die Gefahren für die Benutzer entstehen könnten, wird ermittelt.

Es wird sichergestellt, dass technische Abteilungen diese Liste unerwünschter Vorkommnisse beim Kunden auf physische Objekte und logische Systeme anwenden, die derartige gefährdende Vorkommnisse verursachen könnten.

Es wird eine Reihe von empfehlenswerten Verfahren – „Best Practices“ - (gemeinsam mit der PSA-Gruppe) festgelegt, die in allen Bereichen des Unternehmens befolgt werden, auch von den technischen Abteilungen.

Programme zur Sensibilisierung und Schulung in allgemeiner Produktsicherheit und Betriebssicherheit werden im gesamten Unternehmen weiter fortgeführt.

Verfahren und Standards zur Risikobeherrschung werden kontinuierlich während des gesamten Produktlebenszyklus verbessert.

Renault hat ein System eingerichtet, um auf Vorkommnisse beim Kunden zu reagieren:

Renault nutzt verschiedenste Indikatoren, u. a. eine Beobachtung der Medien, eine Kundenplattform und Umfragen zur Kundenzufriedenheit, um die ersten Vorkommnisse beim Kunden frühzeitig zu erkennen.

Nach der Dokumentation erfolgt eine technische Analyse von Vorkommnissen, so dass über Vorbeugungs- oder Korrekturmaßnahmen entschieden werden kann.

Auch die Kundenzufriedenheit fließt in den fortlaufenden Prozess der Produktentwicklung ein.

2.3.1.3 LIEFERANTENRISIKO

RISIKOFAKTOREN

Die wichtigsten Risikofaktoren stehen mit der Qualität und der langfristigen Verlässlichkeit von Lieferungen, der Finanzlage von Lieferanten und ihrer Einhaltung von Vorschriften und Verpflichtungen im Rahmen von nachhaltiger Entwicklung in Zusammenhang.

MANAGEMENTVERFAHREN

A – Die finanzielle Solidität von Lieferanten wird anhand von zwei maßgeblichen Kriterien geprüft:

● einem Ratingsystem, das auf einer Analyse der Geschäftsberichte von Lieferanten basiert;

● der Abhängigkeit von Renault.

Wird ein Lieferant bei Finanzkriterien negativ bewertet, wird dieser Lieferant bei monatlichen Sitzungen durch den Lieferantenrisikoausschuss überwacht. Diesem Ausschuss gehören Mitglieder aus der Leitung der Abteilung Purchasing sowie Vertreter aus den Abteilungen Finance, Legal, Human Resources, Logistics und Public Affairs an.

Die folgenden Punkte werden durch operative Leistungsbewertungen regelmäßig untersucht: technische Exzellenz, Fähigkeit, Forderungen hinsichtlich Volumen, Qualität, Kosten und Lieferzeit nachzukommen, und Eignung der Logistik.

Die Fähigkeit von Lieferanten, die geplanten Teilemengen an die Werke zu liefern, wird mit Hilfe des „Kapazitätsbenchmark“-Prozesses der Gruppe fortlaufend überprüft.

B – Das Risiko, dass Lieferanten die Grundsätze nachhaltiger Entwicklung nicht beachten, wird in der Hauptsache beherrscht durch:

die Aufnahme eines „Filters” in die Lieferantenauswahl- und Beschaffungsprozesse,

die Feststellung von Abweichungen gegenüber Normen und Standards (Selbstbewertungen und Bewertungen seitens der Abteilung Quality im Beschaffungswesen),

die Ergreifung von Korrekturmaßnahmen, wenn ein Lieferant ein annehmbares Niveau unterschreitet (Leistungs-bewertungen).

MASSNAHMEN UND VERBESSERUNGEN

Im Sinne von Renault Commitment 2009 haben sich die Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Risiko der nachhaltigen Entwicklung auf Lieferantenseite auf Folgendes konzentriert:

Im Bereich Beziehungen zwischen den Sozialpartnern müssen Lieferanten eine förmliche Verpflichtung zu den Grundsätzen der Erklärung der Grundrechte von Arbeitnehmern bei Renault abgeben (dazu gehört die Beseitigung von Kinder- und Zwangsarbeit sowie die Einhaltung der Arbeits-, Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen, die in der Gruppenrichtlinie über Arbeitsbedingungen beschrieben sind).

Im Umweltbereich betrafen die Aktionen hauptsächlich die Anwendung der europäischen Richtlinie über das Verbot von Schwermetallen (sechswertiges Chrom und Blei in Aluminiumlegierungen, Ringen und Lagern). Gleichzeitig werden mit der europäischen REACH-Gesetzgebung ehrgeizige Ziele für gefährliche Substanzen aufgestellt. Die Abteilung Purchasing, die ein aktives Mitglied im REACH-Lenkungsausschuss ist, hat eine Struktur für das Management von Aktionen auf Einkäufer- und Lieferantenseite eingerichtet (Informationen über gesetzliche Vorschriften und wichtige Terminvorgaben).

Im Bereich Risikofeststellung (soziale und umweltbezogene Risiken):

wurden 2007 von der Abteilung Quality im Beschaffungswesen 70 Bewertungen durchgeführt.

wurden IT-Systeme entwickelt, mit denen von 2008 an Selbstbewertungsdaten aus dem Lieferantenportal in großem Umfang verarbeitet werden können.

Es wurde ein externes Auditkontrollraster erarbeitet und Genehmigungen für Unternehmen, die Audits durchführen, wurden ausgestellt.

2.3.1.4 PRODUKTIONSRISIKEN

RISIKOFAKTOREN

Die Gruppe ist einem potenziell erheblichen Produktionsrisiko ausgesetzt, weil ihre Industriebetriebe in hohem Maße konzentriert sind und wechselseitige Abhängigkeiten zwischen ihren Werken bestehen. In allen Produktionsbetrieben kommt eine aktive förmliche Vorbeugungspolitik zur Anwendung, die die Sicherheit von Personen und Sachen regelt.

MANAGEMENTVERFAHREN

Zwischen 1990 und 2000 hat sich die Gruppe um eine Verringerung der Feuer-, Explosions- und Maschinenausfallrisiken bemüht. Priorität hatten dabei Antriebs- und Karosseriemontagebetriebe. Bis 2000 hatten die meisten bestehenden Werke die Bewertung als Highly Protected Risk, einem internationalen Standard für die Risikovorbeugung, erhalten.

Seit 2000 sind auch Risiken durch Naturkatastrophen wie Stürme, Überflutungen, Taifune und Erdbeben in der Risikovorbeugungspolitik enthalten.

Die Risikovorbeugungspolitik wird von einem kleinen Expertenteam in der Unternehmenszentrale unterstützt, das Standards zur Anwendung in aller Welt aufstellt und an allen Projekten zur Modernisierung oder Erweiterung bestehender Werke bzw. zum Bau neuer Betriebe teilnimmt. Den Experten in der Unternehmenszentrale stehen in jedem Werk lokale Teams zur Seite, die vernetzt arbeiten. Jedes Jahr überprüfen vier Versicherungsgesellschaften, die wegen ihrer Expertise in besonderen Bereichen ausgewählt werden, die Anwendung von Vorbeugungs- und Schutzvorschriften an jedem Standort.

MASSNAHMEN UND VERBESSERUNGEN

Ende 2005 wurde das Manufacturing Committee damit beauftragt, zwei Mal im Jahr spezifische Risiken aller Art zu untersuchen.

In der Gruppe herrscht ein hohes Niveau bei der Vermeidung industrieller Risiken. Sie bemüht sich um eine kontinuierliche Verbesserung in vielerlei Hinsicht. Dazu gehören unter anderem die Aktualisierung des Managementsystems für die Risikovermeidung sowie Veranstaltungen im Netz zum Thema Vorbeugung.

2.3.1.5 UMWELTRISIKO

RISIKOFAKTOREN

Neben den Systemen und Richtlinien, mit denen die Umweltauswirkungen von Renault-Fahrzeugen in der Design-, Fertigungs-, Betriebs- und Recyclingphase vermindert werden sollen (siehe hierzu auch Kapitel 3.2 Umweltleistung), umfasst das Umweltrisiko bei Renault drei Aspekte:

Auswirkungen auf die äußere Umwelt aufgrund von Störungen in den eigenen Werken;

Beeinträchtigungen von Personen (Mitarbeiter und Anrainer von Werken);

Altlasten in Böden und Grundwasser.

MANAGEMENTVERFAHREN

Umweltrisiken

Bei Renault gibt es keine Hochrisikoanlagen. Dennoch aber hat das Unternehmen ein eigenes Managementsystem zur Vermeidung von Umweltrisiken geschaffen.

Ein zentrales Expertenteam koordiniert die Aufgaben, die im Rahmen des Systems erledigt werden, An allen Standorten sind Techniken und Strukturen eingeführt, um Risiken zu ermitteln, ihre Auswirkungen zu quantifizieren, Vorbeugungs- und Schutzmaßnahmen zu organisieren sowie Kontroll- und Managementmethoden zu definieren.

Für jedes Stadium des Umweltrisikomanagements wurden Methoden und Instrumente festgelegt: Risikoermittlung, Auswahl von Vorbeugungs- und/oder Schutzlösungen, Management- und Schulungsverfahren sowie Raster für Kontroll- und Verifizierungsaudits.

Beseitigung von Altlasten im Boden

Seit Frankreich 1994 eine landesweite Altlastenpolitik betreibt, hat sich Renault aktiv an den vom Umweltministerium koordinierten Maßnahmen beteiligt. Bei der in Frankreich angewendeten Methodik, die 2007 revidiert wurde, wird jeweils im Einzelfall entschieden, ob die betreffenden Risikobereiche saniert oder unter Beobachtung gestellt werden. Diese Methode wurde auf alle Industriestandorte von Renault weltweit angewendet.

Durch diesen proaktiven Ansatz weiß Renault über die Gefährdung aller seiner Standorte Bescheid und hat Verschmutzungsquellen nach Art der Schadstoffe und Art der Aktivitäten identifiziert, so dass die zugehörigen Risiken unter Kontrolle sind. Auf Basis dieser gründlichen Analyse werden angemessene Sanierungsverfahren und technische Lösungen je nach Art der zu beherrschenden Auswirkungen oder der für die betreffenden Standorte ins Auge gefassten Nutzungen optimiert. Durch das in dieser Analysephase erworbene Wissen ist Renault in der Lage gewesen, Risiken ausgesetzte Betriebe festzustellen und einen spezifischen Risikovermeidungsplan zu erarbeiten.

Umweltaudits bei Kauf- und Veräußerungsverträgen

Bevor industrielle und kaufmännische Geschäftsbereiche oder Grundstücke erworben oder veräußert werden, findet eine Umweltprüfung statt. Diese Audits erfolgen nach einem internationalen Verfahren und umfassen:

ein Voraudit,

ein 1. Audit, bei dem die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben durch aktuelle und frühere Tätigkeiten unter Berücksichtigung der hydrogeologischen Bedingungen sowie der potenziellen Umweltauswirkungen dieser Tätigkeiten überprüft werden,

ein 2. Audit, bei dem Böden und Grundwasser einer Analyse unterzogen werden.

MASSNAHMEN UND VERBESSERUNGEN

Renault verstärkt seine Maßnahmen vor Vermeidung des Umweltrisikos. Anfang 2005 wurde das Thema Umweltrisiko in die Produktionsweise von Renault durch das Management von chemischen Produkten und Abfällen am Arbeitsplatz und ganz allgemein in den Umwelt- und Risikomanagementplan jedes Standortes integriert.

Damit Leistungszielsetzungen und behördliche Auflagen erfüllt werden können, wurde ein Selbstbewertungsinstrument entwickelt und seit 2005 in allen Antriebs- und Karosseriemontagebetrieben eingeführt.

Zum 31. Dezember 2007 hatte die Gruppe Rückstellungen in Höhe von EUR 50 Mio. für die Durchsetzung von Umweltvorschriften gebildet. Im Wesentlichen sollen mit diesen Rückstellungen die Sanierung von Grundstücken in Boulogne bezahlt und die Kosten für die Verarbeitung von Altfahrzeugen abgedeckt werden.

2.3.1.6 VERSICHERUNG OPERATIVER RISIKEN

In der Renault-Gruppe gelten für die Versicherung von operativen Risiken drei Aspekte:

Risiken mit großen Auswirkungen und geringer Wahrscheinlichkeit werden auf die Versicherungs- und Rückversicherungsmärkte übertragen.

Für geläufige Risiken, die statistisch bekannt und finanziell abdeckbar sind, werden von der Gruppe Rückstellungen gebildet, sofern keine diesbezügliche gesetzliche Versicherungspflicht besteht.

Die Gruppe handelt globale Versicherungspolicen aus, die gruppenweit Deckung bieten.

Die meisten Unternehmen der Gruppe fallen unter diese globalen Versicherungspolicen. Sie sehen hohe Obergrenzen von bis zu EUR 1,5 Mrd. vor. Auch die Selbstbehalte – die von der Gruppe getragen werden, bevor die Versicherungsgesellschaften Schäden übernehmen – sind hoch. Der höchste Selbstbehalt liegt bei EUR 24 Mio. je Schaden. Einige Risiken wie z. B. unter die Herstellergarantie fallende Mängel und Rückrufaktionen sind nicht versichert.

Dass hohe Selbstbehalte beibehalten werden, liegt in der konsequenten Vorbeugungspolitik, in der Tatsache, dass es in den letzten Jahren keine größeren Schäden gegeben hat, und in dem Wunsch begründet, jeden Bereich, der Risiken trägt, stärker in die Verantwortung zu nehmen. Für 2008 ist keine wesentliche Änderung an der Versicherungsstrategie von Renault geplant.

2.3.1.7 IT-RISIKO

RISIKOFAKTOREN

Renault ist auf den ordnungsgemäßen Betrieb seiner IT-Systeme angewiesen. Für die meisten Funktionen und Prozesse der Gruppe kommen Softwareprogramme und technische Infrastrukturlösungen zur Vernetzung ihrer Standorte zum Einsatz.

Für die Gruppe stellen sich im Wesentlichen folgende Risiken:

Unterbrechung von IT-Diensten unabhängig von der Ursache;

Geheimhaltung und Integrität von Daten.

Bei Renault ist innerhalb der Abteilung Information Systems (DSIR) die Abteilung Networks and Telecoms Security federführend für das Programm zur Verringerung von IT-Risiken und Umsetzung der IT-Sicherheitspolitik zuständig.

MANAGEMENTVERFAHREN

Risiken werden beherrscht durch:

Gremien und Managementdiagramme, mit denen die Anwendung von IT-Sicherheitsverfahren in Übereinstimmung mit internationalen Best Practices überprüft wird (Richtlinien und Normen wie z. B. ISO 27001).

die Sicherheitsfreigabe von wesentlichen Projekten, Verbundschaltungen und technischen Aufrüstungen der Gruppe, um die Anwendung angemessener Sicherheitsmechanismen zu gewährleisten (Klassifizierung von Sicherheitsanforderungen, Standardisierung von Lösungen).

einen Überwachungsplan, dessen Ergebnisse Vertretern des oberen Managements, den Abteilungen, die IT nutzen, der Abteilung Audit und der Abteilung Group Risk Management präsentiert und zur Genehmigung vorgelegt werden. Auditeinsätze und IT-Inspektionen werden je nach Thema hausintern von der Abteilung IT zusammen mit der Abteilung Group Protection and Safety oder unabhängig von der Abteilung Audit und Risk Management durchgeführt.

ein IT Risk Committee, das von der Abteilung IT unter Leitung der Abteilung Audit und Risk Management zusammen mit Vertretern aus anderen Unternehmensabteilungen organisiert wird.

MASSNAHMEN UND VERBESSERUNGEN

Mit den wesentlichen Sicherheitsprogrammen, die 2007 durchgeführt wurden, sollten:

die Umsetzung der zusammen mit Nissan festgelegten Sicherheitspolitik ausgeweitet werden;

Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden, mit denen neuen Problemen als Folge der internationalen Expansion und Partnerschaften der Gruppe Rechnung getragen wird (Zugangsmanagement und Geheimhaltung);

die Sensibilität der Anwender für Sicherheitsfragen auf internationaler Ebne erhöht werden;

die Sicherheits- und Notfallressourcen und –verfahren, die in den Haupt-IT-Zentren der Gruppe vorhanden sind, verstärkt werden.

Durch die für 2008 geplanten Projekte soll in gleicher Weise fortgefahren werden. Außerdem sollen die bestehenden Koordinations- und Schutzsysteme auf Basis der Ziele von Renault Commitment 2009 weiter entwickelt werden.

2.3.1.8 VERTRIEBSRISIKO

RISIKOFAKTOREN

Welche Art von Risiken Renault ausgesetzt ist, hängt jeweils von der Art des betreffenden Produktvertriebsweges ab:

In kaufmännischen Importtochtergesellschaften stehen die wesentlichen Risiken mit der Nutzung von Verkaufs- und Marketingressourcen in Zusammenhang.

In den eigenen Vertriebstochtergesellschaften, die unter dem Dach der Renault Retail Group (früher REAGROUP) gebündelt sind, ergeben sich die Risiken von Renault in erster Linie aus der Dezentralisierung und der Vielfalt dieser Unternehmen.

Auch aus der Finanzlage von Händlernetzen entstehen Risiken.

Ein weiteres Risiko, das mit den Vertriebstätigkeiten der Gruppe in Verbindung steht, ist der Zahlungsausfall von Kunden.

MANAGEMENTVERFAHREN

Importtochtergesellschaften

Zentrale und lokale Systeme und Verfahren wurden eingerichtet, damit die Importtochtergesellschaften der Gruppe die Kosten und die an das Netz gezahlte finanzielle Unterstützung kontrollieren können.

Unabhängige Wirtschaftsprüfer führen in einigen Ländern Prüfungen durch, um sicherzustellen, dass Händler die von ihnen erhaltene Unterstützung belegen können.

Im Geschäftsjahr 2006 wurde eine jährliche Selbstbewertung des internen Kontrollsystems nach einem Standardformat eingeführt, das zusammen mit der Abteilung Group Audit konzipiert wurde.

Die Abteilung Sales & Marketing hat 2007 die Einführung eines Programms zur Zahlung und anschließenden Kontrolle der kaufmännischen Unterstützung für das Netz eingeführt. Dieses Programm wird Schritt für Schritt in allen Vertriebstochtergesellschaften zum Einsatz kommen.

Europäische Vertriebstochtergesellschaften (Renault Retail Group)

Das interne Kontrollsystem in den Vertriebstochtergesellschaften der Gruppe (Renault Retail Group) beruht auf einer Reihe von Standards und Verfahren. Jährliche Selbstbewertungen, die mit Hilfe der Instrumente für die interne Qualitätskontrolle durchgeführt werden, wurden seit Ende 2006 auf alle Länder ausgeweitet.

Diese Instrumente wurden in Zusammenarbeit mit der Abteilung Audit und Risk Management entwickelt. Die Durchführung der Selbstbewertungen wird regelmäßig von Auditoren aus der Abteilung Audit oder Fachunternehmen außerhalb der Gruppe überprüft.

Händlernetz

Renault und RCI Banque (RCI) überwachen gemeinsam die Finanzlage von Händlern in Ländern, in denen RCI präsent ist. Um das Risiko von Zahlungsausfällen oder offenen Forderungen zu vermeiden und zu begrenzen, wird ein Ratingsystem genutzt. In anderen Ländern richtet Renault ein Kreditüberwachungssystem ein.

Jeden Monat treten Risikoausschüsse in Ländern zusammen, in denen RCI Banque tätig ist. In anderen Ländern, insbesondere in Mitteleuropa, kommt ein Risk Supervision Committee alle vier Monate in der Zentrale zusammen, um monatliche operative Berichte über die Finanzlage von Händlernetzen und die Begleichung von Forderungen zu prüfen.

Das Zahlungsausfallrisiko wird auf RCI Banque in geografischen Regionen übertragen, wo RCI Banque Ad-hoc-Stellen für das Risiko aus dem Netz und Einzelkunden in Anspruch nimmt. Wenn RCI dieses Risiko nicht abdecken kann, wird es von Renault direkt getragen.

Im Geschäftsjahr 2007 hat die Credit-Management-Struktur ein Berichtssystem mit Indikatoren eingerichtet, mit denen die Schulden von Kunden in der Sparte Automobile überwacht werden. Diese Instrumente verbessern die Überwachung und Steuerung von Zahlungszielen und helfen bei einem effektiveren Management des Kundenrisikos.

Teile- und Zubehörabteilung

Die Abteilung Group Parts and Accessories, die für das kaufmännische Management des Ersatzteil- und Zubehörvertriebs an alle Renault-Unternehmen verantwortlich ist, hat ein Aktionsprogramm auf Basis von Risikokartografien ins Leben gerufen, die 2004 erstellt und 2007 aktualisiert wurden. Die Aktionspläne konzentrieren sich auf das Risiko einer vom Lieferanten verursachten Störung der Belieferung, der Logistik oder des IT-Ausfalls. Ein spezieller Risikoausschuss überwacht diese Aktionen regelmäßig.

2.3.2 FINANZIELLES RISIKO

2.3.2.1 ALLGEMEINER RAHMEN FÜR DIE BEHERRSCHUNG DES FINANZIELLEN RISIKOS

Das Marktrisikomanagement in der Sparte Automobile betrifft in der Hauptsache die Abteilung Central Cash Management und Financing von Renault SA, Renault Finance und Société Financière et Foncière (SFF), deren wesentliche Aktivitäten in Abschnitt 1.1.3.1 beschrieben sind.

Die Sparte Sales Financing (RCI Banque) gewährleistet das Marktrisikomanagement für ihre eigenen Aktivitäten. Wertpapierhandelsgeschäfte, die von Unternehmen der RCI Banque-Gruppe durchgeführt werden, sind ausschließlich zur Absicherung der Risiken bestimmt, die sich aus der Finanzierung von Verkäufen und Vorräten in den Vertriebsnetzen für Marken der Renault-Gruppe ergeben. Diese Transaktionen werden zumeist vom Trading Room der RCI Banque durchgeführt, der eine Schlüsselrolle bei der Refinanzierung der RCI Banque-Gruppe spielt.

Überwachungs- und Kontrollinstrumente sind für jedes Unternehmen und bei Bedarf auch auf konsolidierter Renault-Gruppenebene vorhanden. Über die Ergebnisse dieser Kontrollen wird monatlich Bericht erstattet.

Für jedes Unternehmen werden finanzielle Risiken auf drei Ebenen überwacht:

Ebene 1: Eigenüberwachung durch Linienmitarbeiter und formalisierte Überwachung durch jeden Geschäftszweigleiter.

Ebene 2: Überwachung durch interne Auditoren unter Aufsicht des Unternehmensleiters.

Ebene 3: Überwachung durch die Kontrollinstanzen (Abteilung Internal Audit von Renault oder von dieser Abteilung beauftragte externe Unternehmen). Kontrollinstanzen der 3. Ebene unterziehen die Qualität des Kontrollsystems einer kritischen unabhängigen Analyse. Auch die Abschlussprüfer tragen zu einer Analyse im Rahmen ihres Auftrags bei.

Da SFF und RCI Banque als Kreditinstitute zugelassen sind, müssen sie darüber hinaus spezielle interne Kontrollsysteme einführen, die den Anforderungen der französischen Regulierungsbehörde für das Bankwesen entsprechen.

WÄHRUNGSRISIKO

Automobile

Die Sparte Automobile ist im Rahmen ihrer industriellen und kaufmännischen Geschäftstätigkeiten Währungsrisiken ausgesetzt. Das Währungsrisiko aus diesen Aktivitäten wird über die Abteilung Central Cash Management und Financing von Renault überwacht.

Fast alle Devisentransaktionen werden von Renault Finance durchgeführt. Wechselkursschwankungen können sich auf fünf Bereiche auswirken:

operative Marge

Finanzergebnisse

Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen

Eigenkapital

Nettofinanzschulden.

Auswirkungen auf die operative Marge: Die operative Marge ist Veränderungen aufgrund von Wechselkursschwankungen unterworfen. Währungssicherungsgeschäfte müssen von der Abteilung Finance oder dem oberen Management formell genehmigt werden. Sobald Sicherungsgeschäfte abgeschlossen sind, müssen dem oberen Management Berichte über die Ergebnisse vorgelegt werden. Im Geschäftsjahr 2007 wurden keine erheblichen Sicherheitsgeschäfte getätigt.

Anhand der Struktur ihrer Ergebnisse und Cashflows aus betrieblichen Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2007 schätzt die Gruppe, dass eine Verteuerung des Euro um 1 % im Verhältnis zu allen anderen Währungen mit EUR 46 Mio. negativ zu Buche geschlagen wäre (unter Ausschluss etwaiger Sicherungsgeschäfte). Die Gruppe war dem Währungsrisiko 2007 in der Hauptsache beim britischen Pfund und koreanischen Won ausgesetzt. Unter denselben Annahmen hätte ein Anstieg des Euro im Verhältnis zum britischen Pfund die operative Marge mit EUR 16 Mio. belastet.

Auswirkungen auf die Finanzergebnisse: Investitionen von Tochtergesellschaften in der Sparte Automobile werden in der Hauptsache durch Kapitaleinlagen finanziert. Grundsätzlich wird sonstiger Finanzierungsbedarf von Renault SA in der jeweiligen Landeswährung gedeckt. Finanzierungsströme in Fremdwährungen, die von Renault SA abgewickelt werden, werden in den gleichen Währungen abgesichert. Damit ist gewährleistet, dass Wechselkursschwankungen nicht zu Verzerrungen der Finanzergebnisse führen.

Wenn eine Refinanzierung durch Renault SA aufgrund lokaler Umstände ausgeschlossen ist, kann die Tochtergesellschaft externe Finanzierungsquellen in Anspruch nehmen. Wenn eine externe Finanzierung in nicht lokalen Währungen notwendig ist, werden die Transaktionen von der Muttergesellschaft streng überwacht. Wenn Liquiditätsüberschüsse in Ländern mit schwacher Währung anfallen und nicht bei der Muttergesellschaft zentralisiert werden, erfolgen üblicherweise Einlagen in der lokalen Währung unter der strengen Kontrolle der Konzernabteilung Finance.

Renault Finance kann innerhalb von streng definierten Risikogrenzen auf eigene Rechnung Devisentransaktionen durchführen. Devisenpositionen werden überwacht und in Echtzeit marktnah bewertet. Derartige spezifische Transaktionen sind in der Hauptsache dazu bestimmt, die Expertise der Gruppe auf den Finanzmärkten zu erhalten. Sie werden gesteuert, damit erhebliche Auswirkungen auf Konzernabschlüsse von Renault vermieden werden.

Alle Währungsrisiken der Gruppe werden verdichtet und in einem monatlichen Bericht erfasst.

Auswirkungen auf den Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen: Legt man ihren Betrag zu den Ergebnissen 2007 zugrunde und lässt alle sonstigen Faktoren unverändert, hätte ein Anstieg des Euro im Verhältnis zum japanischen Yen bzw. zur schwedischen Krone um 1 % den Beitrag von Nissan bzw. Volvo zum Überschuss von Renault um EUR 13 Mio. bzw. EUR 4 Mio. geschmälert.

Auswirkungen auf das Eigenkapital: Eigenkapitalbeteiligungen in anderen Währungen als Euro werden üblicherweise nicht abgesichert. Dies kann zu Währungsumrechnungsanpassungen führen, die in das Eigenkapital der Gruppe verrechnet werden. Allerdings wurde angesichts des Umfangs der Beteiligung an Nissan der Anteil von Renault am Nettowert von Nissan in Yen durch ein spezifisches Devisensicherungsgeschäft abgedeckt, das sich zum 31. Dezember 2007 auf JPY 824 Mrd. belief und Fälligkeiten bis 2014 vorsieht. Art und Umfang jeder Transaktion werden im Anhang zum Konzernabschluss unter Punkt 13-G angegeben.

Auswirkungen auf die Nettofinanzschulden: Wie bereits erwähnt, ist ein Teil der Finanzschulden von Renault in Yen denominiert, um die Beteiligung an Nissan zum Teil abzudecken. Eine Erhöhung des Euro gegenüber dem Yen um 1 % würde die Nettoschulden der Sparte Automobile um EUR 49 Mio. vermindern.

Sales Financing

Die konsolidierte Devisenposition von RCI Banque ist immer sehr niedrig gewesen. In Zusammenhang mit der Refinanzierungstätigkeit sind keine Devisenpositionen zulässig: Der Trading Room von RCI Banque sichert systematisch alle betreffenden Cashflows ab.

Tochtergesellschaften in der Sparte Sales Financing müssen sich in ihren Landeswährungen refinanzieren und sind deswegen keinem Währungsrisiko ausgesetzt.

Allerdings können restliche oder vorübergehende Devisenpositionen in Zusammenhang mit zeitlichen Differenzen bei Finanzströmen bestehen, die beim Management einer Liquiditätsposition in mehreren Währungen unvermeidlich sind. Derartige Positionen werden täglich überwacht und systematisch abgesichert.

Zum 31. Dezember 2007 belief sich die Devisenposition auf EUR 2,3 Mio.

ZINSRISIKO

Automobile

Das Zinsrisiko lässt sich anhand von Schulden und Finanzanlagen und der in den zugehörigen Verträgen dargelegten Zahlungskonditionen bewerten (fest- oder variabelverzinslich). Ausführliche Informationen über diese Schulden sind im Anhang zum Konzernabschluss unter Punkt 24 zu finden.

In der Sparte Automobile beruht das Zinsmanagementrisiko auf zwei Grundsätzen: Langfristige Anlagen werden zu festen Zinsen finanziert, während Liquiditätsreserven zu variablen Zinsen aufgebaut werden. Darüber hinaus wird die in Yen denominierte Finanzierung zur Absicherung des Eigenkapitals von Nissan für Zeiträume von 1 Monat bis 7 Jahren zu festen Zinsen abgeschlossen.

Die finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile beliefen sich zum 31. Dezember 2007 auf EUR 7.554 Mio. Nach Abzug von Derivaten beziehen sich davon EUR 4.996 Mio. (JPY 824 Mrd.) auf Yen und setzen sich entweder aus in Yen denominierten Papieren (Samurai-Anleihen, EMTN) oder synthetischen Schulden (Euro-Kredite, bei denen ein Swap in Yen erfolgte) zusammen.

Soweit wie möglich zentralisiert Renault SA den freien Cashflow aus der Sparte Automobile und investiert ihn ausschließlich in Euro. Im Rahmen ihrer Richtlinie für die Anlage von flüssigen Mitteln hielt die Sparte zum 31. Dezember 2007 EUR 3.697 Mio. an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Investmentfonds und andere Wertpapiere). Diese Vermögenswerte erfüllen strenge Standards hinsichtlich der Anlagensicherheit (kein Eigenkapitalrisiko während des Anlagezeitraums, kein Währungsrisiko und Liquiditätsrisiko).

Renault Finance handelt innerhalb von streng definierten Risikogrenzen des Weiteren auf eigene Rechnung mit Zinsinstrumenten. Diese Positionen werden überwacht und in Echtzeit marktnah bewertet. Diese Tätigkeit ist mit einem sehr geringen Risiko verbunden und hat keine erheblichen Auswirkungen auf die Ergebnisse der Gruppe.

Sales Financing

Für die Renault-Gruppe ergibt sich das Zinsrisiko in der Hauptsache aus der Finanzierung von Verkäufen durch RCI Banque und seine Tochterunternehmen.

Das Zinsrisiko wird täglich durch die Bestimmung der Sensitivität für jede Währung, jede Managementeinheit und jedes Vermögensportfolio überwacht. Die gesamte RCI Banque-Gruppe wendet eine einheitliche Reihe von Methoden an, damit sichergestellt ist, dass das Zinsrisiko innerhalb des gesamten Konsolidierungskreises einheitlich gemessen wird.

Das Portfolio kaufmännischer Vermögenswerte wird täglich anhand einer Sensitivitätsanalyse überwacht und systematisch abgesichert. Jede Tochtergesellschaft strebt danach, ihr gesamtes Zinsrisiko abzusichern, um ihre Handelsmarge zu schützen. Allerdings ist ein geringfügiger Spielraum bei der Risikoabsicherung zulässig. Denn darin siegelt sich die Schwierigkeit wider, die Fremdkapitalstruktur genau auf die Struktur von Kundenkrediten abzustimmen.

Das konsolidierte Zinsrisiko von RCI Banque im Verlauf von 2007 zeigt, dass sich die Sensitivität – also das Risiko, dass Gruppenergebnisse durch eine Zu- oder Abnahme der Zinsen um 100 Basispunkte steigen oder fallen, – in Grenzen hielt.

RCI BANQUE: TÄGLICHE EMPFINDLICHKEIT AUF ZINSÄNDERUNGEN (2007)

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Nähere Einzelheiten zu konsolidierten außerbilanziellen Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten und Art der Tätigkeit sind im Anhang zum Konzernabschluss in Punkt 25 zu finden.

KONTRAHENTENRISIKO

Die Gruppe ist bei ihren Finanzmarkttransaktionen und Bankgeschäften, bei ihrem Währungs- und Zinsmanagement sowie beim Management von Zahlungsströmen dem Kontrahentenrisiko ausgesetzt. Sie arbeitet mit erstklassigen Banken und unterliegt keiner erheblichen Risikokonzentration.

Das Management des Kontrahentenrisikos in den Unternehmen der Gruppe erfolgt in enger Koordination. Zum Einsatz kommt hierbei ein Bewertungssystem, das in der Hauptsache auf dem langfristigen Bonitätsrating der Kontrahenten und ihrer Eigenkapitalausstattung beruht. Dieses System wird von allen Unternehmen der Renault-Gruppe genutzt, die dem Kontrahentenrisiko ausgesetzt sind.

Aufgrund der Art ihrer Geschäftstätigkeit besteht in einigen Unternehmen der Gruppe ein nennenswertes Kontrahentenrisiko. Durch tägliche Kontrollen nach genauen internen Verfahren wird in diesen Unternehmen sichergestellt, dass sie die genehmigten Grenzen einhalten.

Die Gruppe hat ein konsolidiertes monatliches Berichtssystem eingeführt, das alle ihre Kontrahenten umfasst und nach Bonitätsrating geordnet ist. Diese Berichte enthalten eine detaillierte Analyse, inwieweit die Grenzen für Umfang, Laufzeit und Art der Risiken eingehalten wurden, und listen die wesentlichen Risiken auf.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Die Gruppe muss zu allen Zeiten über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, nicht nur um den alltäglichen Geschäftsbetrieb und notwendige Investitionen für die zukünftige Expansion zu finanzieren, sondern auch um gegebenenfalls vorkommende außerordentliche Ereignisse bewältigen zu können.

Emissionsprogramme der Gruppe und Ratings zum 31. Dezember 2007

EMITTENT PROGRAMM (1) MARKT OBERGRENZE (Mio.) S&P MOODY’S FITCH
Renault SA CP Euro EUR 1.500 A2 P2
Renault SA EMTN Euro EUR 7.000 BBB+ Baa1 BBB+
Renault SA Shelf Documentation Yen JPY 150.000
RCI Banque Euro CP Euro EUR 2.000 A2 P2 F2
RCI Banque EMTN Euro EUR 12.000 A- A3 A-
RCI Banque CD Frankreich EUR 4.000 A2 P2 F2
RCI Banque MTNB Frankreich EUR 2.000 A- A3 A
Diac CD Frankreich EUR 1.500 A2 P2 F2
Diac MTNB Frankreich EUR 1.500 A- A3 A
RCI Banque + Overlease + Renault
AutoFin (RCI als Bürge) CP Belgien EUR 500 A2 P2 F2
EMITTENT R&I JCR
Renault SA
Renault SA
Renault SA A A
RCI Banque a1
RCI Banque A
RCI Banque
RCI Banque
Diac
Diac
RCI Banque + Overlease + Renault
AutoFin (RCI als Bürge)

(1) EMTN: Euro Medium Term Note – CP: Commercial Paper – CD: Einlagenzertifikat – MTNB: Medium Term Negotiable Bill

Die Programme der RCI Banque Gruppe beziehen sich auf zwei Emittenten (RCI Banque und Diac) mit einem Volumen von insgesamt mehr als EUR 23,5 Mio.

Automobile

Renault SA beschafft die Refinanzierung für die Sparte Automobile überwiegend an den Kapitalmärkten durch langfristige Finanzinstrumente (Ausgabe von Anleihen, private Platzierung). Dadurch steht der Sparte Automobile zu allen Zeiten ein Mindestmaß an Barreserven zur Verfügung.

Zur Diversifizierung seiner langfristigen Finanzierungsquellen hat Renault SA seine Präsenz auf dem japanischen Rentenmarkt durch die Ausgabe von fünf Samurai-Anleihen seit 2001 verstärkt. Zum 31. Dezember 2007 lagen die Laufzeiten dieser Papiere zwischen einem und fünf Jahren. Renault SA besitzt eine besondere vereinfachte Dokumentation für inländische japanische Emissionen (Shelf Registration Statement), wobei bis September 2009 maximal JPY 150 Mrd. zur Verfügung stehen. Das EMTN-Programm von Renault SA wurde im Juni 2007 aktualisiert, wobei ein verfügbarer Höchstbetrag von EUR 7 Mrd. aufrechterhalten wurde.

FÄLLIGKEITSÜBERSICHT ÜBER ANLEIHEN UND ÄHNLICHE SCHULDTITEL VON RENAULT SA ZUM 31. DEZEMBER 2007(1)

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(1) Marktnahe Bewertung von Nennbeträgen zum 31. Dezember 2007

Darüber hinaus kann Renault SA bestätigte erneuerbare Kreditlinien bei Banken in einer Gesamthöhe von EUR 4,5 Mrd. und Laufzeiten bis 2012 nutzen. Diese Kredite sind nicht als dauerhafte und erhebliche Quelle für flüssige Mittel bestimmt. Sie stellen eine Liquiditätsreserve für die Sparte Automobile dar und sind zum Teil auch als Backup-Linien für die Ausgabe von Commercial Papers mit kurzer Laufzeit gedacht.

Die vertragliche Dokumentation zu diesen bestätigten Kreditlinien enthält keine Klauseln, die die Beschaffung von bzw. weitere Versorgung mit Krediten beeinträchtigen könnten, falls sich das Rating von Renault ändert.

Sales Financing

RCI Banque hält zu allen Zeiten sichere Finanzierungsquellen zur Gewährleistung seiner Geschäftstätigkeiten aufrecht. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen strenge interne Richtlinien eingeführt.

Verfügbare Sicherheiten in Höhe von EUR 7.778 Mio. (EUR 5.361 Mio. an bestätigten Kreditlinien, was gegenüber dem 31. Dezember 2006 stabil ist; EUR 2.417 Mio. an Zahlungsmitteln und bei der Zentralbank in Zahlungsmittel umwandelbare Forderungen) decken die insgesamt ausstehenden Commercial Papers und Einlagenzertifikate 1,7 Mal ab. Die RCI Banque-Gruppe verfügt somit über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 3.077 Mio.

Außerdem unterhält RCI Banque seit 2002 ein Verbriefungsprogramm, das der gesamten RCI Banque-Gruppe die Möglichkeit gibt, ihre finanziellen Ressourcen zu diversifizieren und ihre Anlegerbasis zu verbreitern. Bei diesem Programm werden die Vermögenswerte von französischen oder ausländischen Tochtergesellschaften auf lokale Zweckgesellschaften übertragen, die als Master Trusts fungieren. Der gesamte Kreditbestand in einem Geschäftssegment, der die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, wird fortlaufend auf die Zweckgesellschaften übertragen. Das Portfolio wird dann zum Teil durch Wertpapiere mit mittlerer Laufzeit finanziert, die von Anlegern auf dem europäischen Markt gezeichnet werden. Die Differenz zwischen dem übertragenen Portfolio und der Summe der mittelfristigen Schuldtitel wird durch kurzfristige private Platzierungen finanziert. In Anbetracht der Merkmale dieser Transaktionen werden diese verbrieften Forderungen in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsgrundsätzen der Gruppe nach wie vor als Vermögenswerte in der Konzernbilanz ausgewiesen.

Anfang 2005 hat RCI Banque außerdem die Händlerkredite in der Bilanz von Cogera, der französischen Tochtergesellschaft, die die Finanzierung für das Renault- und Nissan-Händlernetz abwickelt, verbrieft. Normalerweise werden derartige Transaktionen auf dem US-amerikanischen Markt genutzt. Doch diese Transaktion mit einem Umfang von EUR 850 Mio. war die erste in Europa, wo vorher noch nie Händlerkredite durch öffentlich ausgegebene Wertpapiere verbrieft wurden.

Das erste 2002 durchgeführte Verbriefungsprogramm umfasste EUR 1,6 Mrd. an Verbraucherkrediten von Diac, einer französischen Tochtergesellschaft der RCI Banque-Gruppe. Die Transaktion wurde 2006 zurückgezahlt. Daran angeschlossen hat sich eine erneute Ausgabe im Oktober in einem Portfolio von EUR 2,4 Mio., in dem auch Ballonkontrakte enthalten waren.

Das Programm zur Verbriefung von Kundenkrediten, das 2003 in Italien aufgelegt wurde, ist in voller Höhe zurückgezahlt. Im Juli 2007 wurde die Ausgabe mit einem Umfang von EUR 850 Mio. wieder eröffnet.

Eine im Oktober von der deutschen Niederlassung geplante Ausgabe für ausstehende Kundenkredite wurde aufgrund sich verschlechternder Bedingungen am Kreditmarkt umstrukturiert. Dabei wurde ein Portfolio von EUR 1,6 Mrd. übertragen und durch private Platzierungen finanziert.

FÄLLIGKEITEN VON RCI BANQUE-ANLEIHEN ZUM 31. DEZEMBER 2007

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RATING

Die Ratings von Renault SA wurden 2007 bestätigt (Moody’s: Baa1; S&P und Fitch: BBB+ bei stabilen Aussichten).

RCI Banque SA, der Finanzarm der Renault-Gruppe, wird von den drei Ratingagenturen jeweils eine Stufe höher als Renault SA bewertet. Dieses Rating wurde 2007 aufrechterhalten: S&P (A2; A- seit 2005), Moody’s (P2; A3 seit 2004) und Fitch (F2; A- seit 2006).

ROHSTOFFRISIKO

Die Abteilung Purchasing von Renault kann das Währungsrisiko mit Hilfe von Finanzinstrumenten absichern. Sicherungsgeschäfte beschränken sich dabei auf Beschaffungen, die der Einkauf von Renault und die Einkaufsorganisation Renault-Nissan für Renault-Projekte in Europa tätigen. Diese Sicherungsgeschäfte stehen mit physischen Beschaffungsvorgängen in Zusammenhang, mit denen der Bedarf der Werke gedeckt wird.

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die neutralisierten Rohstoffsicherungspositionen bestimmter Kupfer- und Aluminiumbeschaffungen bis zum Verfall aufrechterhalten. Im Dezember wurde ein Sicherungsgeschäft im Rahmen des Budgets 2008 für den geplanten Aluminiumverbrauch in 2008 abgeschlossen.

Bei der Durchführung dieser Sicherungsgeschäfte an den Märkten nimmt die Gruppe Renault Finance in Anspruch. Renault Finance verfolgt die Metallmärkte und nimmt täglich eine marktnahe Bewertung aller seiner Sicherungsinstrumente vor. Als Dealing Room der Allianz hat Renault Finance diese Handels- und Überwachungstätigkeit auf den Bedarf der Nissan-Gruppe ausgeweitet.

Diese Transaktionen werden vom oberen Management mit Grenzen für Umfang, Fälligkeit und Preisschwellen genehmigt. Sie werden in monatlichen Berichten erläutert, in denen die Ergebnisse der Sicherungsgeschäfte und der abgesicherten Grundgeschäfte im Einzelnen dargelegt werden. Entscheidungen über Rohstoffsicherungsgeschäfte fällt ein ad hoc gebildeter Lenkungsausschuss, in dem der Chief Financial Officer und der Executive Vice President, Purchasing, gemeinsam den Vorsitz führen und der vierteljährlich zusammentritt.

2.3.3 KUNDEN- UND NETZRISIKO VON RCI BANQUE

Risiken in Zusammenhang mit der Qualität von Kundenkrediten werden mit Hilfe eines Bewertungssystems beurteilt und nach Kundensegment, d. h. Verbraucher, Unternehmen oder Händler, überwacht.

Die Verfahren für die Gewährung von Krediten an Privat- und Geschäftskunden basiert auf Bonitätsbewertungssystemen und Recherchen in externen Datenbanken. Streitigkeiten werden jeweils im Einzelfall nach einer strikten Reihe von Verfahren geklärt, die die Anforderungen vonseiten der Bankaufsichtsbehörden erfüllen. Ziel dieser Verfahren ist, die ausstehenden Summen oder die Fahrzeuge so schnell wie möglich auf gütlichem oder gerichtlichem Wege einzutreiben bzw. zurückzuholen. Die Kosten für das Retail-Risiko liegen 2007 0,01 Prozent unter dem Zielwert (0,69 %). Für die Kosten des Retail-Risikos in 2008 hat die Gruppe einen Zielwert von 0,61 % der Außenstände festgelegt.

Finanzierungen für das Netz werden anhand eines internen Ratingsystems vergeben, bei dem die Finanzlage der Händler berücksichtigt wird. Seit mehreren Jahren werden die Regeln für das Netzwerkrisiko hierbei standardisiert (insbesondere für die Bildung von Rückstellungen). So war es möglich, die Überwachung von Risiken und die Bildung von zugehörigen Rückstellungen zu verstärken. In den Kosten für das Retail-Risiko werden seit 2002 die neue europäische Verordnung über den Vertrieb von Automobilen sowie der Konjunkturabschwung berücksichtigt.

RCI BANQUE: GESAMTVERLUSTE AUS KUNDENFINANZIERUNG

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2.3.5 SONSTIGE RISIKEN

2.3.5.1 AUSSERBILANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die Verpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf Garantien und Erklärungen, die die Gruppe im normalen Geschäftsverkehr abgegeben hat, sowie auf Sparpläne in Argentinien. Außerbilanzielle Verpflichtungen werden im Anhang zum Konzernabschluss in Punkt 29 erörtert. Nach dem Kenntnisstand des oberen Managements wurden keine erheblichen außerbilanziellen Verpflichtungen ausgelassen.

2.3.5.2 RISIKEN IN ZUSAMMENHANG MIT PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

Renault ist in Ländern tätig, in denen im Allgemeinen öffentliche Pensionssysteme unterhalten werden. Diesbezügliche Verpflichtungen von Renault setzen sich in erster Line aus Pensionsleistungen zusammen, die im Anhang des Konzernabschlusses in Punkt 20 erläutert werden. Diese Verpflichtungen können von Änderungen an den für ihre Berechnung zugrunde gelegten Parametern abhängig sein (Finanzierung, sich auf das Arbeitsverhältnis beziehende Faktoren, Zinssätze).

2.3.5.3 STEUER- UND ZOLLRISIKEN

Die Gruppe wird in Frankreich und anderen Ländern, in den sie ihren Geschäften nachgeht, regelmäßigen Steuerprüfungen unterzogen. Rechtsgültige Forderungen wegen Steuerrückständen werden über Rückstellungen erfasst. Strittige Forderungen werden jeweils im Einzelfall anhand von Schätzungen erfasst, bei denen das Risiko, dass strittige Forderungen nicht abgewendet werden können, obwohl Maßnahmen und Einsprüche der Gruppe hinreichend begründet sind, berücksichtigt wird.

2.3.6 STREITIGKEITEN

Generell werden alle bekannten Rechtsstreitigkeiten, an denen Renault oder Unternehmen der Gruppe beteiligt sind, zum Jahresende untersucht. Nachdem hierzu die Meinung der entsprechenden Berater eingeholt wurde, bildet die Gruppe die Rückstellungen, die zur Abdeckung des geschätzten Risikos notwendig sind.

Im normalen Geschäftsverkehr ist die Gruppe an verschiedensten rechtlichen Verfahren beteiligt, die mit der Nutzung ihrer Produkte in Zusammenhang stehen. Zurzeit wird nach Schätzungen von Renault wahrscheinlich keines dieser Verfahren das Vermögen, die Finanzlage, die Aktivitäten oder die Ertragslage der Gruppe erheblich beeinträchtigen.

Konzernabschluss

07 Jahresabschluss

7.1 BERICHT DER ABSCHLUSSPRÜFER ÜBER DEN KONZERNABSCHLUSS

7.2 KONZERNABSCHLUSS

7.2.1 Konzerngewinn- und Verlustrechnung

7.2.2 Konzernbilanz

7.2.3 Konzerneigenkapital

7.2.4 Konzernkapitalflussrechnung

7.2.5 Segmentangaben

7.2.6 Anhang zum Konzernabschluss

7.1 BERICHT DER ABSCHLUSSPRÜFER ÜBER DEN KONZERNABSCHLUSS

Renault

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2007

Bericht der Abschlussprüfer über den Konzernabschluss (deutsche Wiedergabe einer freien englischen Übersetzung des französischen Originals)

Dies ist die deutsche Wiedergabe einer freien englischen Übersetzung des in Französisch verfassten Berichts der Abschlussprüfer, die ausschließlich zum besseren Verständnis englischsprachiger Leser erfolgte. Dieser Bericht enthält Informationen, die nach französischem Recht in allen Abschlussprüfungsberichten unabhängig davon, ob diese einen uneingeschränkten oder eingeschränkten Bestätigungsvermerk enthalten, ausdrücklich gefordert werden. Diese Angaben finden sich weiter unten nach der Beurteilung des Konzernabschlusses. Diese Informationen enthalten Erläuterungen zu den Beurteilungen bestimmter erheblicher Rechnungslegungshandlungen durch die Abschlussprüfer. Diese Prüfungshandlungen erfolgten, um den Abschluss in seiner Gesamtheit zu beurteilen und nicht um einzelne Posten oder Informationen aus dem Konzernabschluss gesondert zu bestätigen. Der Bericht enthält darüber hinaus Informationen zu der besonderen Prüfung von Angaben im Lagebericht der Gruppe.

Dieser Bericht ist nach Maßgabe französischen Rechts und der in Frankreich geltenden Standards für Abschlussprüfungen zu lesen und in deren Sinne auszulegen.

An die Aktionäre

Gemäß unserer Bestellung als Abschlussprüfer durch Ihre Hauptversammlung haben wir den beiliegenden Konzernabschluss von Renault für das zum 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr geprüft.

Dieser Konzernabschluss wurde vom Verwaltungsrat genehmigt. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfungen ein Urteil über den Abschluss abzugeben.

I. BEURTEILUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Wir haben unsere Prüfung nach den in Frankreich geltenden einschlägigen Standards durchgeführt. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, dass der Abschluss keine wesentlichen Falschaussagen enthält. Im Rahmen der Prüfung werden Nachweise für die Summen und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst außerdem die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind überzeugt, dass unsere Prüfung eine angemessene Grundlage für unsere Beurteilungen darstellt.

Nach unserer Ansicht vermittelt der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanzlage der Gruppe zum 31. Dezember 2007 und ihrer Ertragslage für das zu diesem Zeitpunkt endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union gebilligten IFRS.

Ohne unseren Bestätigungsvermerk einzuschränken, machen wir Sie auf den Sachverhalt aufmerksam, der im Anhang zum Abschluss unter Punkt 2-A hinsichtlich der 2007 eingeführten Veränderungen an Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden erörtert wird.

II. BEGRÜNDUNG UNSERER BEURTEILUNGEN

Laut Artikel L.823-9 des französischen Handelsgesetzbuchs („Code de Commerce“), in dem die Begründung unserer Beurteilungen geregelt ist, machen wir Sie auf Folgendes aufmerksam:

· Wie in Punkt 13-A des Konzernanhangs dargelegt, bilanziert die Gruppe ihre Beteiligung an Nissan nach der Equity-Methode. Unsere Prüfung des Konsolidierungskreises beinhaltete eine Betrachtung der sachlichen und rechtlichen Aspekte der Allianz, die als Grundlage für diese Bilanzierungsmethode dienen.

· Im Zuge unserer Prüfung der von der Gruppe herangezogenen Bilanzierungsmethoden haben wir die Methodik für die Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen als immaterielle Vermögenswerte, ihre Abschreibung und ihren erzielbaren Betrag geprüft und uns davon vergewissert, dass diese Methoden im Anhang in den Punkten 2-J, 2-L und 11-C ordnungsgemäß dargelegt werden.

· Zwecks Aufstellung des Konzernabschluss trifft die Leitung der Renault-Gruppe bestimmte Schätzungen und Annahmen, die in erster Linie die Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, die Forderungen im Bereich Sales Financing, latente Steuern und Rückstellungen – insbesondere die Garantierückstellungen – sowie Pensionen und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer betreffen. Im Hinblick auf langfristige Vermögenswerte nutzt die Renault-Gruppe Planungsprogramme und mehrjährige Finanzpläne, bei denen die verschiedenen Komponenten (insbesondere Cashflows und prognostiziertes steuerpflichtiges Ergebnis) zur Untermauerung des erzielbaren Werts von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten genutzt werden. Bei Schätzungen von Rückstellungen greift Renault auf interne oder externe Gutachten, insbesondere bei Garantien, zurück, die auf statistischen Erhebungen über technische Mängel beruhen. Bei allen derartigen Schätzungen haben wir die vorliegende Dokumentation geprüft und uns vergewissert, dass die Beurteilungen angemessen sind.

Die Beurteilungen erfolgten somit im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses in seiner Gesamtheit und haben daher zur Bildung unseres Gesamturteils, das wir im ersten Teil dieses Berichts abgegeben haben, beigetragen.

III. BESONDERE ÜBERPRÜFUNG

Nach Maßgabe der in Frankreich geltenden Prüfungsstandards haben wir außerdem die Angaben im Lagebericht der Gruppe geprüft. Wir haben hinsichtlich ihrer angemessenen Darstellung und Übereinstimmung mit dem Konzernabschluss nichts zu beanstanden.

Neuilly-sur-Seine und Paris-La Défense, den 13. Februar 2008

Die Abschlussprüfer

7.2 KONZERNABSCHLUSS

In den Vergleichszahlen für die Geschäftsjahre 2005 und 2006 sind Anpassungen aufgrund von Änderungen an Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Abschluss 2007 eingeführt wurden, enthalten.

7.2.1 KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 39.190 38.901 38.886
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge 1.492 1.431 1.360
Umsatzerlöse (Punkt 4) 40.682 40.332 40.246
Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse verkauften Waren und erbrachten Dienstleistungen (31.408) (31.343) (31.080)
Kosten der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge (Punkt 5) (1.121) (985) (926)
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (Punkt 11-C) (1.850) (1.963) (2.034)
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen (4.949) (4.978) (4.883)
Operative Marge (Punkt 6) 1.354 1.063 1.323
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen (Punkt 7) (116) (186) 191
Operatives Ergebnis 1.238 877 1.514
Zinserträge (-aufwendungen). Netto (101) (110) (95)
Zinserträge 274 223 153
Zinsaufwendungen (375) (333) (248)
Sonstige Finanzerträge und –aufwendungen, netto 177 171 (232)
Finanzaufwendungen (Punkt 8) 76 61 (327)
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 1.675 2.277 2.606
Nissan (Punkt 13) 1.288 1.888 2.284
Sonstige assoziierte Unternehmen (Punkt 14) 387 389 322
Ergebnis vor Steuern 2.989 3.215 3.793
Laufende und latente Steuern (Punkt 9) (255) (255) (331)
Jahresüberschuss 2.734 2.960 3.462
Jahresüberschuss – Minderheitsanteile 65 74 86
Jahresüberschuss - Anteil von Renault 2.669 2.886 3.376
Gewinn je Aktie (1) in EUR (Punkt 10) 10,32 11,23 13,23
Verwässerter Gewinn je Aktie (1) in EUR (Punkt 10) 10,17 11,10 13,12
Anzahl in Umlauf befindlicher Aktien (in Tsd.) (Punkt 10)
für den Gewinn je Aktie herangezogen 258.621 256.994 255.177
für den verwässerten Gewinn je Aktie herangezogen 262.362 260.090 257.342

(1) Jahresüberschuss – Anteil von Renault, dividiert durch die Anzahl der angegebenen Aktien

7.2.2. KONZERNBILANZ

(EUR Mio.) 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
VERMÖGENSWERTE Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte (Punkt 11) 4.056 3.422 2.972
Sachanlagen (Punkt 12) 13.055 13.166 12.691
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 12.977 12.958 12.372
Nissan (Punkt 13) 10.966 10.777 10.441
Sonstige assoziierte Unternehmen (Punkt 14) 2.011 2.181 1.931
Langfristige finanzielle Vermögenswerte (Punkt 22 und 25) 606 563 577
Aktive latente Steuern (Punkt 9) 220 313 355
Sonstige langfristige Vermögenswerte 504 376 358
Langfristige Vermögenswerte gesamt 31.418 30.798 29.325
Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte (Punkt 15) 5.932 5.309 5.857
Forderungen der Sparte Sales Financing (Punkt 16 und 25) 20.430 20.360 20.700
Forderungen der Sparte Automobile (Punkt 17 und 25) 2.083 2.102 2.055
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (Punkt 22 und 25) 1.239 2.229 1.871
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (Punkt 18) 2.375 2.043 2.413
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Punkt 23) 4.721 6.010 6.151
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 36.780 38.053 39.047
VERMÖGENSWERTE GESAMT 68.198 68.851 68.372
(EUR Mio.) 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN Eigenkapital Stammkapital 1.086 1.086 1.086
Agio 3.453 3.453 3.453
Eigene Aktien (499) (373) (456)
Neubewertung von Finanzinstrumenten 68 105 54
Wähungsumrechnungsanpassung (982) (269) 548
Rücklagen 15.782 13.700 10.968
Jahresüberschuss – Anteil von Renault 2.669 2.886 3.376
Eigenkapital – Anteil von Renault 21.577 20.588 19.029
Eigenkapital – Minderheitsanteile 492 483 463
EIGENKAPITAL GESAMT (Punkt 19) 22.069 21.071 19.492
Langfristige Verbindlichkeiten Passive latente Steuern (Punkt 9) 118 251 231
Rückstellungen – langfristig (Punkt 20) 1.765 1.847 1.884
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (Punkt 24 und 25) 5.413 5.430 5.901
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 523 428 516
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 7.819 7.956 8.532
Kurzfristige Verbindlichkeiten Rückstellungen – kurzfristig (Punkt 20) 954 1.053 1.264
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (Punkt 24 und 25) 1.517 3.715 2.547
Schulden der Sparte Sales Financing (Punkt 24 und 25) 21.196 21.212 22.427
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Punkt 25) 8.224 7.384 7.788
Kurzfristige Steuerverbindlichkeit 166 121 215
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (Punkt 21) 6.253 6.339 6.107
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 38.310 39.824 40.348
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 68.198 68.851 68.372

7.2.3 KONZERNEIGENKAPITAL

A – DARSTELLUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR

Alle Beträge sind unter Abzug von Steuern ausgewiesen.

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Jahresüberschuss 2.734 2.960 3.462
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen(1) (60) 21 (95)
Währungsumrechnungsanpassungen bei Tätigkeiten im Ausland (1) (2) (738) (835) 796
Zeitwertanpassungen bei Instrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen(1) (3) (38) 85 26
Zeitwertanpassungen bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten(1) (3) 1 (34) (70)
In das Eigenkapital verrechnete Erträge und Aufwendungen (835) (763) 657
ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR GESAMT 1.899 2.197 4.119
Anteil von Renault 1.862 2.141 4.001
Minderheitsanteile 37 56 118

(1) Anteil assoziierter Unternehmen (EUR Mio.).

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Versicherungsmathematische Gewinne und (Verluste (12) 77 (29)
Währungsumrechnungsanpassungen bei Tätigkeiten im Ausland (662) (1.182) 630
Absicherungen von Zahlungsströmen (18) 17 (26)
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 5 34

(2) Einschließlich EUR 153 Mio. für die Teilabsicherung der Beteiligung an Nissan in 2007 (2006: EUR 351 Mio. und 2005: EUR(10).

(3) Siehe Punkt 19-F.

B – DARSTELUNG VON VERÄNDERUNGEN AM EIGENKAPITAL

(EUR Mio.) ANZAHL AKTIEN (Tsd.) STAMMKAPITAL AGIO EIGENE AKTIEN NEUBEWERTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN WÄHRUNGS UMRECHNUNGSANPASSUNG
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2005 284.937 1.086 3.453 (456) 54 548
Jahresüberschuss 2006
In das Eigenkapital verrechnete Erträge und Aufwendungen 51 (817)
Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr gesamt 51 (817)
Verwendung des Jahresüberschusses 2005
Dividenden
Kosten von Aktienoptions-plänen
{0>(Acquisitions)/disposals of treasury shares<}0{>(Erwerb)/Veräußerung eigener Aktien<0} 83
Auswirkung von Veränderungen am Konsolidierungskreis und Kapitalerhöhungen(1)
STAND ZUM 31. Dezember 2006 284.937 1.086 3.453 (373) 105 (269)
Jahresüberschuss 2007
In das Eigenkapital verrechnete Erträge und Aufwendungen (37) (713)
Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr gesamt (37) (713)
Verwendung des Jahresüberschusses 2006
Dividenden
Kosten von Aktienoptions-plänen
(Erwerb)/Veräußerung eigener Aktien (126)
Auswirkung von Veränderungen am Konsolidierungskreis und Kapitalerhöhungen(1)
STAND ZUM 31. Dezember 2007 284.937 1.086 3.453 (499) 68 (982)
(EUR Mio.) RÜCKLAGEN Jahresüberschuss – Anteil von Renault EIGENKAPITAL (ANTEIL VON RENAULT) EIGENKAPITAL (MINDERHEITSANTEILE) EIGENKAPITAL GESAMT
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2005 10.968 3.376 19.029 463 19.492
Jahresüberschuss 2006 2.886 2.886 74 2.960
In das Eigenkapital verrechnete Erträge und Aufwendungen 21 (745) (18) (763)
Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr gesamt 21 2.886 2.141 56 2.197
Verwendung des Jahresüberschusses 2005 3.376 (3.376) - -
Dividenden (617) (617) (18) (635)
Kosten von Aktienoptions-plänen 55 55 55
{0>(Acquisitions)/disposals of treasury shares<}0{>(Erwerb)/Veräußerung eigener Aktien<0} 83 83
Auswirkung von Veränderungen am Konsolidierungskreis und Kapitalerhöhungen(1) (103) (103) (18) (121)
STAND ZUM 31. Dezember 2006 13.700 2.886 20.588 483 21.071
Jahresüberschuss 2007 2.669 2.669 65 2.734
In das Eigenkapital verrechnete Erträge und Aufwendungen (57) (807) (28) (835)
Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr gesamt (57) 2.669 1.862 37 1.899
Verwendung des Jahresüberschusses 2006 2.886 (2.886) - -
Dividenden (803) (803) (50) (853)
Kosten von Aktienoptions-plänen 66 66 66
(Erwerb)/Veräußerung eigener Aktien (126) (126)
Auswirkung von Veränderungen am Konsolidierungskreis und Kapitalerhöhungen(1) (10) (10) 22 12
STAND ZUM 31. Dezember 2007 15.782 2.669 21.577 492 22.069

(1) Die Auswirkung von Veränderungen am Konsolidierungskreis auf den Anteil von Renault am Eigenkapital ergeben sich aus der Bilanzierung von erworbenen Minderungsanteilen und Put-Optionen für den Aufkauf von Minderheitsbeteiligungen an beherrschten Unternehmen (Punkt 2-J).

Nähere Einzelheiten zu Veränderungen am Konzerneigenkapital in 2007 sind in Punkt 19 zu finden.

7.2.4 KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
JAHRESÜBERSCHUSS 2.734 2.960 3.462
Aufhebung von nicht realisierten Erträgen und Aufwendungen:
Abschreibungen 2.865 2.835 2.705
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen (1.675) (2.277) (2.606)
Dividenden aus assoziierten Unternehmen 936 602 516
Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen (Punkt 27-A) (1) (114) (430) 164
Cashflow 4.746 3.690 4.241
Finanzierungen für Endkunden (11.114) (12.008) (12.998)
Kundenrückzahlungen 11.708 12.300 12.485
Nettoveränderung bei erneuerbaren Finanzierungen für Händler (37) 231 (304)
Abnahme (Zunahme) bei Forderungen der Sparte Sales Financing 557 523 (817)
Ausgabe von Anleihen durch die Sparte Sales Financing (Punkt 24-A) 2.022 1.875 2.988
Rückzahlung von Anleihen durch die Sparte Sales Financing (Punkt 24-A) (3.139) (2.966) (2.866)
Nettoveränderung bei sonstigen Schulden der Sparte Sales Financing 1.265 (792) 1.952
Nettoveränderungen bei sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen der Sparte Sales Financing (359) (58) (39)
Nettoveränderung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Sparte Sales Financing (211) (1.941) 2.035
Abnahme (Zunahme) des Nettoumlaufvermögens (Punkt 27-B) (1) (347) 314 (374)
CASHFLOWS AUS BETRIEBLICHEN TÄTIGKEITEN 4.745 2.586 5.085
Investitionsaufwendungen (Punkt 27-C) (4.644) (4.644) (4.018)
Erwerb von Beteiligungen nach Abzug erworbener Zahlungsmittel (67) (30) (59)
Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 1.086 1.152 1.073
Veräußerung von Beteiligungen nach Abzug übertragener Zahlungsmittel und Sonstiges 63 55 100
Nettoabnahme (-zunahme) bei sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen in der Sparte Automobile (2) 615 423 (149)
CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEITEN (2.947) (3.044) (3.053)
Transaktionen mit Minderheitsanteilseigner (3) 26 (131) (2)
Dividendenzahlungen an Anteilseigener der Muttergesellschaft (Punkt 19-D) (863) (664) (494)
Dividendenzahlungen an Minderheitsanteilseigner (50) (22) (60)
Erwerb/Verkauf von eigenen Aktien (126) 85 56
Cashflows mit Aktionären (1.013) (732) (500)
Ausgabe von Anleihen durch die Sparte Automobile (Punkt 24-A) 588 851 245
Rückzahlung von Anleihen durch die Sparte Automobile (Punkt 24-A) (451) (928) (388)
Nettozunahme (-abnahme) bei sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile (2.065) 1.069 (867)
Nettoveränderung bei finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile (1.928) 992 (1.010)
CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITEN (2.941) 260 (1.510)
ABNAHME (ZUNAHME) BEI ZAHLUNGSMITTELN UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEN (1.143) (198) 522

(1) Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen enthalten die Veränderung bei Nettozuweisungen zu lang- und kurzfristigen Rückstellungen. Der kurzfristige Anteil war früher in der Abnahme (Zunahme) des Betriebskapitalbedarfs enthalten (siehe Punkt 2-A).

(2) Im Geschäftsjahr 2006 war darin ein Gewinn in Höhe von EUR135 Mio. aus dem Verkauf von Scania-Aktien enthalten.

(3) Durch Kapitalerhöhungen oder –herabsetzungenn und Erwerb weiterer Beteiligungen an beherrschten Unternehmen (Punkt 2-J).

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente: Eröffnungsbestand 6.010 6.151 5.521
Zunahme (Abnahme) (1.143) (198) 522
Effekt von Wechselkurs- und sonstigen Veränderungen (146) 57 108
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente: Schlussbestand 4.721 6.010 6.151

Zu näheren Einzelheiten über Zinsen, die die Sparte Automobile erhalten und gezahlt hat, wird auf Punkt 27-D verwiesen.

Über von der Gruppe gezahlte laufende Steuern wird in Punkt 9-A berichtet.

7.2.5. SEGMENTANGABEN

A – ANGABEN NACH SPARTE

A1 – KONZERNBILANZ NACH SPARTE

(EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN (1) SUMME KONSOLIDIERT
2007
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 38.679 511 - 39.190
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge - 1.492 1.492
Externe Umsatzerlöse (Punkt 4) 38.679 2.003 - 40.682
Umsätze zwischen den Sparten(1) (276) 327 (51) -
Umsatzerlöse 38.403 2.330 (51) 40.682
Operative Marge 858 472 24 1.354
Operatives Ergebnis 767 457 14 1.238
Finanzaufwendungen 76
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 1.668 7 - 1.675
Ergebnis vor Steuern 2.989
Laufende und latente Steuern (255)
Jahresüberschuss 2.734
2006
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 38.409 492 - 38.901
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge - 1.431 - 1.431
Externe Umsatzerlöse (Punkt 4) 38.409 1.923 - 40.332
Umsätze zwischen den Sparten(1) (203) 270 (67) -
Umsatzerlöse 38.206 2.193 (67) 40.332
Operative Marge 486 492 85 1.063
Operatives Ergebnis 303 489 85 877
Finanzaufwendungen 61
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 2.272 5 - 2.277
Ergebnis vor Steuern 3.215
Laufende und latente Steuern (255)
Jahresüberschuss 2.960
2005
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 38.366 520 - 38.886
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge - 1.360 - 1.360
Externe Umsatzerlöse (Punkt 4) 38.366 1.880 - 40.246
Umsätze zwischen den Sparten(1) (34) 268 (234) -
Umsatzerlöse 38.332 2.148 (234) 40.246
Operative Marge 858 465 - 1.323
Operatives Ergebnis 1.058 456 - 1.514
Finanzaufwendungen (327)
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 2.604 2 - 2.606
Ergebnis vor Steuern 3.793
Laufende und latente Steuern (331)
Jahresüberschuss 3.462

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

A2 – KONZERNBILANZ NACH SPARTE

31. DEZEMBER 2007 (EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN (1) SUMME KONSOLIDIERT
Langfristige Vermögenswerte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 16.788 343 (20) 17.111
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 12.956 21 - 12.977
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 2.423 10 (2.395) 38
Langfristige finanzielle Vermögenswerte – sonstige Wertpapiere, Ausleihungen und Derivate bei Finanzgeschäften der Sparte Automobile 585 (17) 568
Aktive latente Steuern und sonstige langfristige Vermögenswerte 603 111 10 724
Langfristige Vermögenswerte gesamt 33.355 485 (2.422) 31.418
Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 5.927 5 - 5.932
Kundenforderungen 2.177 21.104 (768) 22.513
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.184 608 (553) 1.239
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.839 2.124 (1.588) 2.375
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.697 1.319 (295) 4.721
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 14.824 25.160 (3.204) 36.780
VERMÖGENSWERTE GESAMT 48.179 25.645 (5.626) 68.198
EIGENKAPITAL 21.987 2.385 (2.303) 22.069
Langfristige Verbindlichkeiten Passive latente Steuern und langfristige Rückstellungen 1.582 248 53 1.883
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.141 272 - 5.413
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 459 64 - 523
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 7.182 584 53 7.819
Kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Rückstellungen 902 52 - 954
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.413 - (896) 1.517
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Schulden der Sparte Sales Financing 8.347 21.964 (891) 29.420
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Steuerverbindlichkeit 7.348 660 (1.589) 6.419
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 19.010 22.676 (3.376) 38.310
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 48.179 25.645 (5.626) 68.198

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen

31. Dezember 2006(EUR m io.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN(1) SUMME KONSOLIDIERT
Langfristige Vermögenswerte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 16.263 371 (46) 16.588
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 12.943 15 - 12.958
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 2.401 2 (2.367) 36
Langfristige finanzielle Vermögenswerte – sonstige Wertpapiere, Ausleihungen und Derivate bei Finanzgeschäften der Sparte Automobile 527 - - 527
Aktive latente Steuern und sonstige langfristige Vermögenswerte 588 103 (2) 689
Langfristige Vermögenswerte gesamt 32.722 491 (2.415) 30.798
Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 5.301 8 - 5.309
Kundenforderungen 2.210 20.869 (617) 22.462
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.678 1.171 (620) 2.229
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.633 1.957 (1.547) 2.043
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.963 1.077 (30) 6.010
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 15.785 25.082 (2.814) 38.053
VERMÖGENSWERTE GESAMT 48.507 25.573 (5.229) 68.851
EIGENKAPITAL 21.000 2.366 (2.295) 21.071
Langfristige Verbindlichkeiten Passive latente Steuern und langfristige Rückstellungen 1.776 268 54 2.098
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.159 271 - 5.430
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 371 57 - 428
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 7.306 596 54 7.956
Kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Rückstellungen 994 59 - 1.053
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 4.423 - (708) 3.715
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Schulden der Sparte Sales Financing 7.487 21.786 (677) 28.596
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Steuerverbindlichkeit 7.297 766 (1.603) 6.460
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 20.201 22.611 (2.988) 39.824
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 48.507 25.573 (5.229) 68.851

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

31. Dezember 2005 (EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN (1) SUMME KONSOLIDIERT
Langfristige Vermögenswerte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 15.215 540 (92) 15.663
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 12.359 13 - 12.372
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 2.107 17 (2.024) 100
Langfristige finanzielle Vermögenswerte – sonstige Wertpapiere. Ausleihungen und Derivate bei Finanzgeschäften der Sparte Automobile 477 - - 477
Aktive latente Steuern und sonstige langfristige Vermögenswerte 592 91 30 713
Langfristige Vermögenswerte gesamt 30.750 661 (2.086) 29.325
Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 5.846 11 - 5.857
Kundenforderungen 2.164 21.219 (628) 22.755
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.917 590 (636) 1.871
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.858 1.977 (1.422) 2.413
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.277 1.909 (35) 6.151
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 16.062 25.706 (2.721) 39.047
VERMÖGENSWERTE GESAMT 46.812 26.367 (4.807) 68.372
EIGENKAPITAL 19.459 2.015 (1.982) 19.492
Langfristige Verbindlichkeiten Passive latente Steuern und langfristige Rückstellungen 1.853 218 44 2.115
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.634 267 - 5.901
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 466 50 - 516
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 7.953 535 44 8.532
Kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Rückstellungen 1.191 73 - 1.264
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 3.289 - (742) 2.547
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Schulden der Sparte Sales Financing 7.853 23.022 (660) 30.215
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Steuerverbindlichkeit 7.067 722 (1.467) 6.322
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 19.400 23.817 (2.869) 40.348
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 46.812 26.367 (4.807) 68.372

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

A3 – KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG NACH SPARTE

(EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN (1) SUMME KONSOLIDIERT
2007
Jahresüberschuss 2.654 323 (243) 2.734
Aufhebung von nicht realisierten Erträgen und Aufwendungen: Abschreibungen 2.815 87 (37) 2.865
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen (1.668) (7) - (1.675)
Dividenden aus assoziierten Unternehmen 936 - - 936
Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen (2) (185) 55 16 (114)
Cashflow 4.552 458 (264) 4.746
Abnahme (Zunahme) bei Forderungen der Sparte Sales Financing - 413 144 557
Nettoveränderung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Sparte Sales Financing - 13 (224) (211)
Abnahme (Zunahme) des Nettoumlaufvermögens (2) (26) (336) 15 (347)
CASHFLOWS AUS BETRIEBLICHEN TÄTIGKEITEN 4.526 548 (329) 4.745
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (1.347) (1) - (1.348)
Erwerb von Sachanlagen (3) (3.160) (145) 9 (3.296)
Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (3) 942 141 3 1.086
Erwerb von Beteiligungen unter Abzug von Veräußerungen und Sonstiges 41 (45) - (4)
Nettoabnahme (-zunahme) bei sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen der Sparte Automobile (3) 652 - (37) 615
CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEITEN (2.872) (50) (25) (2.947)
Cashflows mit Aktionären (1.017) (248) 252 (1.013)
Nettoveränderung bei finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile (1.765) - (163) (1.928)
CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITEN (2.782) (248) 89 (2.941)
ABNAHME (ZUNAHME) BEI ZAHLUNGSMITTELN UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEN (1.128) 250 (265) (1.143)

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

(2) Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen enthalten die Veränderung bei Nettozuweisungen zu lang- und kurzfristigen Rückstellungen. Der kurzfristige Anteil war früher in der Abnahme (Zunahme) des Betriebskapitalbedarfs enthalten (siehe Punkt 2-A).

(3) Einschließlich Auswirkung von Leasingfahrzeugen:

(EUR Mio.) Automobile Sales Financing Gruppe gesamt
Erwerb von Sachanlagen (876) (130) (1.006)
Veräußerung von Sachanlagen 767 144 911
(EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN (1) SUMME KONSOLIDIERT
2006
Jahresüberschuss 2.603 312 45 2.960
Aufhebung von nicht realisierten Erträgen und Aufwendungen: Abschreibungen 2.817 86 (68) 2.835
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen (2.272) (5) - (2.277)
Dividenden aus assoziierten Unternehmen 602 - - 602
Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen (2) (487) 32 25 (430)
Cashflow 3.263 425 2 3.690
Abnahme (Zunahme) bei Forderungen der Sparte Sales Financing - 524 (1) 523
Nettoveränderung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Sparte Sales Financing - (1.935) (6) (1.941)
Abnahme (Zunahme) des Nettoumlaufvermögens (2) 281 70 (37) 314
CASHFLOWS AUS BETRIEBLICHEN TÄTIGKEITEN 3.544 (916) (42) 2.586
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (1.129) (3) - (1.132)
Erwerb von Sachanlagen (3) (3.340) (193) 21 (3.512)
Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (3) 884 268 - 1.152
Erwerb von Beteiligungen unter Abzug von Veräußerungen und Sonstiges 23 2 - 25
Nettoabnahme (-zunahme) bei sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen der Sparte Automobile (4) 421 - 2 423
CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEITEN (3.141) 74 23 (3.044)
Cashflows mit Aktionären (719) (14) 1 (732)
Nettoveränderung bei finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile 966 - 26 992
CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITEN 247 (14) 27 260
ABNAHME (ZUNAHME) BEI ZAHLUNGSMITTELN UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEN 650 (856) 8 (198)

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

(2) Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen enthalten die Veränderung bei Nettozuweisungen zu lang- und kurzfristigen Rückstellungen. Der kurzfristige Anteil war früher in der Abnahme (Zunahme) des Betriebskapitalbedarfs enthalten (siehe Punkt 2-A).

(3) Einschließlich Auswirkung von Leasingfahrzeugen:

(EUR Mio.) Automobile Sales Financing Gruppe gesamt
Erwerb von Sachanlagen (969) (165) (1.134)
Veräußerung von Sachanlagen 685 268 953

(4) Im Geschäftsjahr 2006 war darin ein Gewinn in Höhe von EUR135 Mio. aus dem Verkauf von Scania-Aktien enthalten.

(EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN (1) SUMME KONSOLIDIERT
2005
Jahresüberschuss 3.329 313 (180) 3.462
Aufhebung von nicht realisierten Erträgen und Aufwendungen: - Abschreibungen 2.658 103 (56) 2.705
- Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen (2.604) (2) - (2.606)
- Dividenden aus assoziierten Unternehmen 516 - - 516
- Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen (2) (28) 191 1 164
Cashflow 3.871 605 (235) 4.241
Abnahme (Zunahme) bei Forderungen der Sparte Sales Financing - (1.009) 192 (817)
Nettoveränderung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Sparte Sales Financing - 1.587 448 2.035
Abnahme (Zunahme) des Nettoumlaufvermögens (2) (299) (45) (30) (374)
CASHFLOWS AUS BETRIEBLICHEN TÄTIGKEITEN 3.572 1.138 375 5.085
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (876) (4) - (880)
Erwerb von Sachanlagen (3) (2.903) (288) 53 (3.138)
Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (3) 900 173 - 1.073
Erwerb von Beteiligungen unter Abzug von Veräußerungen und Sonstiges 77 (36) - 41
Nettoabnahme (-zunahme) bei sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen der Sparte Automobile 274 - (423) (149)
CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEITEN (2.528) (155) (370) (3.053)
Cashflows mit Aktionären (500) (180) 180 (500)
Nettoveränderung bei finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile (819) - (191) (1.010)
CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITEN (1.319) (180) (11) (1.510)
ABNAHME (ZUNAHME) BEI ZAHLUNGSMITTELN UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEN (275) 803 (6) 522

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

(2) Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen enthalten die Veränderung bei Nettozuweisungen zu lang- und kurzfristigen Rückstellungen. Der kurzfristige Anteil war früher in der Abnahme (Zunahme) des Betriebskapitalbedarfs enthalten (siehe Punkt 2-A). (3) Einschließlich Auswirkung von Leasingfahrzeugen:

(EUR Mio.) Automobile Sales Financing Gruppe gesamt
Erwerb von Sachanlagen (900) (231) (1.131)
Veräußerung von Sachanlagen 670 168 838

B - ANGABEN NACH GEOGRAFISCHER REGION

(EUR Mio.) FRANKREICH EUROPA EUROMED ASIEN & AFRIKA AMERIKA SUMME KONSOLIDIERT
2007
Umsatzerlöse 13.105 17.342 4.310 2.757 3.168 40.682
Investitionsaufwendungen 3.238 598 408 266 134 4.644
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 11.363 2.559 1.751 756 682 17.111
Sonstige betriebliche Vermögenswerte (1) 5.130 3.060 813 577 810 10.390
2006
Umsatzerlöse 13.643 17.950 3.733 2.689 2.317 40.332
Investitionsaufwendungen 2.961 865 373 283 162 4.644
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 10.928 2.737 1.526 735 662 16.588
Sonstige betriebliche Vermögenswerte (1) 4.779 2.941 766 331 637 9.454
2005
Umsatzerlöse 13.753 18.889 3.396 2.130 2.078 40.246
Investitionsaufwendungen 2.607 861 362 90 98 4.018
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 10.469 2.778 1.297 546 573 15.663
Sonstige betriebliche Vermögenswerte (1) 5.871 3.123 541 272 518 10.325

(1) Sonstige betriebliche Vermögenswerte enthalten Vorräte, Forderungen der Sparte Automobile und sonstige kurzfristige Vermögenswerte.

Konzernumsatzerlöse werden nach dem Sitz der Kunden ausgewiesen.

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, Investitionsaufwendungen und sonstige betriebliche Vermögenswerte werden nach dem Sitz von Tochtergesellschaften und Jointventures dargestellt.

Anhang zum Konzernabschluss

7.2.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

7.2.6.1 BEWERTUNGS- UND BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE SOWIE KONSOLIDIERUNGSKREIS

1 – Genehmigung des Jahresabschlusses

2 – Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

3 – Veränderungen am Konsolidierungskreis

7.2.6.2 Gewinn- und Verlustrechnung

4 – Umsatzerlöse

5 – Kosten aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge

6 – Operative Marge: Erträge und Aufwendungen im Einzelnen nach ihrer Art

7 – Sonstige Betriebliche Erträge und Aufwendungen

8 – Finanzaufwendungen

9 – Laufende und latente Steuern

10 – Unverwässerter und verwässerter Gewinn je Aktie

7.2.6.3 Betriebliche Vermögenswerte und Schulden, Eigenkapital

11 – Immaterielle Vermögenswerte

12 – Sachanlagen

13 – Beteiligung an Nissan

14 – Beteiligungen an sonstigen assoziierten Unternehmen

15 – Vorräte

16 – Forderungen der Sparte Sales Financing

17 – Forderungen der Sparte Automobile

18 – Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

19 – Eigenkapital

20 – Rückstellungen

21 – Sonstige kurzfristige Schulden

7.2.6.4 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

22 – Finanzielle Vermögenswerte

23 – Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

24 – Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing

25 – Zeitwert von Finanzinstrumenten und Auswirkungen auf das Ergebnis

26 – Derivate und Management von Finanzrisiken

7.2.6.5 Cashflows und sonstige Informationen

27 – Cashflows

28 – Nahe stehende Unternehmen und Personen

29 – Außerbilanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

30 – Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

31 – Konsolidierte Unternehmen

7.2.6.1 BEWERTUNGS- UND BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE SOWIE KONSOLIDIERUNGSKREIS

1 – GENEHMIGUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Konzernabschluss der Renault-Gruppe für das Geschäftsjahr 2007 wurde bei der Sitzung des Verwaltungsrats am 12. Februar 2008 fertig gestellt. Er wird der Hauptversammlung am 29. April 2008 zur Genehmigung vorgelegt.

2 – BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

In Anwendung der vom Europäischen Parlament und vom Europarat am 19. Juli 2002 verabschiedeten Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 wird der Konzernabschluss von Renault für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS (International Financial Reporting Standards) aufgestellt, die vom IASB (International Accounting Standards Board) am 31. Dezember 2007 herausgegeben und von der Europäischen Union zum Jahresende gebilligt wurden.

A – Veränderungen bei Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die folgenden Standards und Interpretationen, die seit dem 1. Januar 2007 verbindlich sind und am 31. Dezember 2007 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden, erstmalig angewendet:

· IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“.

Unter Anwendung dieses Standards hat die Gruppe die erforderlichen Angaben in den Anhang zum Jahresabschluss aufgenommen. Die Einordnung und Bewertung von Finanzinstrumenten der Gruppe werden durch die Anwendung von IFRS 7 nicht beeinflusst.

· Änderung an IAS über Angaben zum Kapital.

Zur Anwendung der Änderung an IAS 1 beschreibt die Gruppe ihre Kapitalmanagementrichtlinie (Punkt 19-B).

· IFRIC7 „Anwendung des Anpassungsansatzes unter IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern“.

· IFRIC 8 „Anwendungsbereich von IFRS 2 – Anteilsbasierte Vergütung”.

· IFRIC 9 „Neubeuteilung eingebetteter Derivate”.

Die Anwendung dieser Interpretationen hatte keine Auswirkung auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007.

Eine vorzeitige Anwendung von Standards oder Interpretationen wird von der Gruppe nicht vorgenommen. Dies gilt auch für den folgenden Standard bzw. die folgende Interpretation, die zum 31. Dezember 2007 bereits veröffentlicht waren:

· IFRIC 11 „Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen“ - verbindlich für Geschäftsjahre, die am 1. März 2007 oder danach beginnen.

· IFRS 8 „Geschäftssegmente” als Ersatz für IAS 14 „Segmentberichterstattung“ – verbindlich für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2009 oder danach beginnen.

Die Gruppe erwartet zurzeit nicht, dass die Anwendung dieser Standards oder Interpretationen irgendeinen erheblichen Einfluss auf den Jahresabschluss hat.

Die Gruppe hat 2007 außerdem mehrere neue Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze eingeführt, deren Effekte im Folgenden beschrieben werden.

Die Renault-Gruppe hat sich 2007 entschieden, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in das Eigenkapital zu verrechnen, wie dies nach der Änderung an IAS 19 gestattet ist. Diese grundsätzliche Veränderung hat sich zum 31. Dezember 2007 in einer Höhe von EUR 196 Mio. negativ auf das Eigenkapital ausgewirkt (31. Dezember 2006: EUR 127 Mio. und 31. Dezember 2005: EUR 166 Mio.).

Die Gruppe hat des Weiteren die Bilanzierung bestimmter Umsatzerlösbestandteile überprüft, damit ihre Geschäfte in einer angemesseneren Weise dargestellt werden:

· Der Verkauf von Rohstoffen, Teilen und Motoren an Auftragnehmer gilt nun als Konsignation von Vorräten im Hause von Auftragnehmern und wird nicht mehr in den Umsatzerlösen berücksichtigt. Die betreffenden Vorräte verbleiben in den Vermögenswerten der Gruppe, bis das Fahrzeug an den Endkunden verkauft ist. Diese Veränderung an der Darstellung führt 2007 zu einer Verminderung der Umsatzerlöse um EUR 638 Mio. (2006: EUR 498 Mio. und 2005: EUR 449 Mio.). Auswirkungen auf die operative Marge entstehen dadurch nicht.

· Der Verkauf von Ersatzteilen an Händler, die über Garantiekosten an die Gruppe zurückbelastet werden, ist nicht mehr in den Umsatzerlösen enthalten. Vielmehr erfolgt ein Abzug von den Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Diese Veränderung an der Darstellung führt 2007 zu einer Verminderung der Umsatzerlöse um EUR 529 Mio. (2006: EUR 658 Mio. und 2005: EUR 608 Mio.). Auswirkungen auf die operative Marge entstehen dadurch nicht.

· Die Kosten für Werbekampagnen, bei denen Endkunden zinsvergünstigte Kredite angeboten werden, waren in der Vergangenheit in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Sie werden nun gegen die Umsatzerlöse verrechnet. Diese Veränderung an der Darstellung führt 2007 zu einer Verminderung der Umsatzerlöse um EUR 30 Mio. (2006: EUR 40 Mio. und 2005: EUR 35 Mio.). Auswirkungen auf die operative Marge entstehen dadurch nicht.

Zur Klarstellung bestimmter Kennzahlen in den Kapitalflussrechnungen sind hierin enthaltene Nettozuführungen zu kurzfristigen Rückstellungen nun zusammen mit Nettozuführungen zu langfristigen Rückstellungen in den sonstigen nicht realisierten Erträgen und Aufwendungen enthalten. Diese Veränderung an der Darstellung wirkte sich 2007 in einer Höhe von EUR 401 Mio. negativ auf den Cashflow aus (2006: EUR 623 Mio. und 2005: EUR 229 Mio.). Cashflows aus betrieblichen Tätigkeiten wurden dadurch nicht beeinflusst, da sich diese Umgruppierung in der Veränderung des Nettoumlaufvermögens widerspiegelt.

B – Schätzungen und Beurteilungen

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss Renault Schätzungen und Annahmen heranziehen, die den Buchwert bestimmter Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, Ertrags- und Aufwandsposten sowie die Angaben in bestimmten Abschnitten des Anhangs beeinflussen. Renault führt eine regelmäßige Überprüfung seiner Schätzungen und Beurteilungen durch, um Erfahrungen aus der Vergangenheit und andere in Anbetracht der wirtschaftlichen Umstände für relevant gehaltene Faktoren zu berücksichtigen. Wenn Änderungen an diesen Annahmen oder Umständen nicht wie erwartet eintreten, könnten die Zahlen in zukünftigen Abschlüssen von Renault erheblich von aktuellen Schätzungen abweichen. Der erzielbare Betrag von Anlagevermögen und Forderungen aus der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen, latente Steuern und Rückstellungen, insbesondere Rückstellungen für Fahrzeuggarantien (Punkt 2-G) und Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer (Punkt 20-C) sind die wesentlichen Posten, die von Schätzungen und Annahmen abhängen.

C – Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzerabschluss umfasst die Abschlüsse aller Unternehmen, die von der Gruppe unmittelbar oder mittelbar alleine beherrscht werden („Tochtergesellschaften“). Gemeinsam mit anderen beherrschte Unternehmen („Jointventures”) werden quotenkonsolidiert. Unternehmen, bei denen die Gruppe erheblichen Einfluss ausübt („assoziierte Unternehmen“), werden im Abschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt.

Erhebliche konzerninterne Geschäfte und nicht realisierte konzerninterne Gewinne werden eliminiert.

Nicht konsolidierte Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen, werden als sonstige langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

Von keinem dieser Unternehmen wird ein Einzelbeitrag zu konsolidierten Zahlen geleistet, der folgende Schwellenwerte überschreitet:

· Umsatzerlöse: EUR 20 Mio.

· Vorräte: EUR 20 Mio.

Ihre Konsolidierung hätte lediglich vernachlässigbare Auswirkungen auf den Konzernabschluss, weil es sich hierbei um von der Gruppe finanzierte Unternehmen handelt, deren Verluste gegebenenfalls über Wertminderungen erfasst werden und die:

· nahezu sämtliche Lieferungen und Leistungen bei Konzerngesellschaften beziehen, wobei es sich bei diesen Unternehmen in den meisten Fällen um händlerähnliche Betriebe handelt, oder

· nahezu ihre gesamten Verkaufsgeschäfte mit Konzerngesellschaften tätigen, wobei das wichtigste Unternehmen hierbei Renault Sport ist.

D – Darstellung des Abschlusses

Operatives Ergebnis und operative Marge

Das operative Ergebnis setzt sich zusammen aus allen Umsatzerlösen und Kosten, die sich direkt auf die Aktivitäten der Gruppe beziehen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um wiederkehrende Kosten oder aus einmaligen Entscheidungen oder Vorgängen entstehende Kosten wie z. B. Umstrukturierungskosten handelt.

Die operative Marge entspricht dem operativen Ergebnis vor sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, die umfassen:

· Kosten für Umstrukturierungs- und Personalanpassungsmaßnahmen

· Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen oder operativen Unternehmen

· Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten (ausgenommen Fahrzeugverkäufe)

· außerordentliche Posten, d. h. Erträge und Aufwendungen, die aufgrund ihrer Häufigkeit, ihrer Art oder ihrer Höhe unüblich sind.

Primärsegmentberichterstattung

Informationen über primäre Segmente werden für die folgenden Sparten angegeben:

· die Sparte Automobile, die Produktions-, Verkaufs- und Vertriebstochtergesellschaften für Personen- und leichte Nutzfahrzeuge, Automobilservicetochtergesellschaften und für das Cash Management dieser Unternehmen zuständige Tochtergesellschaften umfasst.

· die Sparte Sales Financing, in der die Gruppe eine operative Tätigkeit sieht, die von RCI Banque sowie deren Tochtergesellschaften für das Vertriebsnetz und Endkunden wahrgenommen wird.

Jede dieser beiden Sparten bildet eine geschlossene Einheit mit ihren eigenen spezifischen Risiken und Erträgen.

Mit Ausnahme von Steuern werden sich auf Sales Financing beziehende Erträge und Aufwendungen als betriebliche Posten ausgewiesen. Der mit dem französischen Konzernbesteuerungssystem verbundene Steuereffekt ist im Steueraufwand der Sparte Automobile enthalten.

Vermögenswerte und Schulden beziehen sich auf jede Sparte einzeln. Forderungen, die die Sparte Automobile an die Sales-Financing-Gesellschaften abtritt, werden von ihr als betriebliche Vermögenswerte behandelt, wenn Risiken und Nutzen im Wesentlichen übertragen werden.

Fahrzeuge, bei denen für die Sparte Automobile eine Rückkaufverpflichtung besteht, sind in den Vermögenswerten der Sparte enthalten. Wenn diese Fahrzeuge von der Sparte Sales Financing finanziert werden, erfasst diese eine Forderung gegen die Sparte Automobile.

Sekundärsegmentberichterstattung

Informationen über sekundäre Segmente werden nach geografischen Regionen entsprechend der Definition im Wachstumsplan Renault Commitment 2009 angegeben.

Kurz- und langfristige Vermögenswerte und Schulden

Forderungen aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge, sonstige Wertpapiere, Derivate, Ausleihungen und finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Sales Financing (ausgenommen rückzahlbare Aktien und nachrangige Darlehen) gelten als kurzfristige Vermögenswerte und Schulden, da sie im normalen Geschäftsverkehr der Sparte anfallen.

Für die Sparte Automobile werden zusätzlich zu den sich direkt auf den Geschäftsverkehr beziehenden Posten alle innerhalb eines Jahres fällig werdenden Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig eingruppiert.

E – Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Unternehmen

Die Darstellungswährung der Gruppe ist der Euro.

Bei ausländischen Unternehmen ist die funktionale Währung allgemein die jeweilige Landeswährung. In Fällen, in denen die meisten Geschäfte in einer anderen Währung erfolgen, wird diese Währung als funktionale Währung zugrunde gelegt.

Zur Feststellung, ob es sich bei einem Land um ein Hochinflationsland handelt, zieht die Gruppe die von der Task Force des AICPA (American Institute of Certified Public Accountants) veröffentliche Liste heran. In dieser Liste war 2007 keines der Länder aufgeführt, in denen Renault erheblichen Geschäftstätigkeiten nachgeht.

Abschlüsse von ausländischen Unternehmen werden in ihrer funktionalen Währung aufgestellt und anschließend wie folgt in die Darstellungswährung der Gruppe umgerechnet:

· Posten der Bilanz (mit Ausnahme von Bestandteilen des Eigenkapitals, die zum historischen Wert ausgewiesen werden) werden zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet.

· Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet.

· Die Währungsumrechnungsanpassung ist im Konzerneigenkapital enthalten und hat keine Auswirkungen auf den Jahresüberschuss.

Geschäfts- oder Firmenwerte und Bewertungsanpassungen, die aus einem Unternehmenszusammenschluss mit einem ausländischen Unternehmen entstehen, werden als Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit des erworbenen Unternehmens behandelt.

Beim Verkauf eines ausländischen Unternehmens werden die im Eigenkapital für dessen Vermögenswerte und Schulden erfassten Währungsumrechnungsanpassungen erfolgswirksam verrechnet.

F – Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen

In einer anderen als der funktionalen Währung des betreffenden Unternehmens getätigte Transaktionen werden erstmalig zu dem zum Transaktionszeitpunkt geltenden Kurs in die funktionale Währung umgerechnet und erfasst.

Zu Rechnungslegungszwecken werden monetäre Posten in einer anderen als der funktionalen Währung zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Alle entstehenden Währungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Davon ausgenommen sind Fremdwährungsgewinne und –verluste aus Schulden, Forderungen und Finanzinstrumente, die als Absicherung der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Punkt 2-V) ausgewiesen sind.

· Sich auf finanzielle Transaktionen der Sparte Automobile beziehende Währungsumrechnungsanpassungen sind im Nettofinanzergebnis enthalten.

· Sonstige Währungsumrechnungsanpassungen sind in der operativen Marge berücksichtigt.

Derivate werden der Beschreibung in Punkt 2-V entsprechend bewertet und angesetzt.

G – Umsatzerlöse und Marge

Umsatzerlöse setzen sich zusammen aus sämtlichen Erlösen aus dem Verkauf von Automobilprodukten der Gruppe, sich auf diese Verkäufe beziehenden Dienstleistungen und den verschiedenen von den Unternehmen der Gruppe bei ihren Kunden vermarkteten Verkaufsfinanzierungsprodukten.

Erfassung des Verkaufs von Waren und Leistungen und der Marge

Erfassung von Verkauf und Marge

Der Verkauf von Waren wird erfasst, wenn die Fahrzeuge dem Vertriebsnetz zur Verfügung gestellt werden (im Falle von nicht zur Gruppe gehörenden Händlern) bzw. bei Auslieferung an den Endkunden (im Falle des direkten Verkaufs). Die Verkaufsmarge wird umgehend bei normalen Verkäufen in der Sparte Automobile erfasst, einschließlich Verkäufe mit zugehörigen Finanzierungsverträgen, die als Finanzierungsleasingverhältnisse angesehen werden können (langfristig oder mit einer Kaufoption). Kein Umsatz wird jedoch erfasst, wenn das Fahrzeug Gegenstand eines Operating-Leasingverhältnisses seitens einer Finanzgesellschaft der Gruppe ist oder die Gruppe eine Rücknahmezusage abgegeben hat, wenn sich die Laufzeit des Vertrages auf einen unzureichenden Teil der Nutzungsdauer des Fahrzeugs erstreckt.

In derartigen Fällen werden die Geschäfte als Operating-Leasingverhältnisse erfasst und sind im Umsatz aus Dienstleistungen enthalten. Die Differenz zwischen dem vom Kunden gezahlten Preis und dem Rückkaufpreis wird als Mieterlös behandelt und über den Zeitraum verteilt, den das Fahrzeug dem Kunden zur Verfügung steht. Die Produktionskosten des betreffenden Neufahrzeugs werden in den Vorräten für Verträge mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr erfasst oder sind in den Sachanlagen unter den an Kunden vermieteten Fahrzeugen enthalten, wenn die Verträge länger als ein Jahr laufen. Am Ende des Leasingvertrages werden beim Verkauf des Fahrzeugs als Gebrauchtwagen der Umsatzerlös und die zugehörige Marge erfasst. Sobald beim Wiederverkauf mit einem Verlust zu rechnen ist, wird eine Rückstellung (wenn das Fahrzeug in den Vorräten enthalten ist) oder eine weitere Abschreibung (wenn das Fahrzeug in den Sachanlagen enthalten) zur Abdeckung des Verlusts erfasst.

Absatzanreizprogramme

Wenn derartige Programme auf dem Volumen oder Preis der verkauften Produkte beruhen, werden die entsprechenden Kosten von den Umsatzerlösen abgezogen, wenn der zugehörige Verkauf erfasst wird. Andernfalls sind die Kosten in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten. Wenn Programme nach dem Verkauf genehmigt werden, wird eine Rückstellung zum Zeitpunkt der entsprechenden Entscheidung gebildet.

Mitunter führt die Gruppe Werbekampagnen durch, bei denen sie Endkunden zinsvergünstigte Kredite anbietet. Die Kosten derartige Kampagnen werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Dieser Aufwand wird direkt erfasst, wenn Refinanzierungs- und Verwaltungskosten durch die angebotenen Zinsen nicht abgedeckt werden können. Andernfalls wird er über die Kreditlaufzeit verteilt.

Garantie

Die sich auf Produkt- oder Teilegarantien beziehenden geschätzten oder entstandenen Kosten, die nicht durch eine Versicherung abgedeckt werden, werden als Aufwand verrechnet, wenn die Umsatzerlöse erfasst werden. Bei Produktrückrufen im Falle von Vorkommnissen, die nach dem Inverkehrbringen des Fahrzeugs offenbar geworden sind, werden Rückstellungen zur Abdeckung der damit verbundenen Kosten gebildet, sobald die Entscheidung über die Rückrufkampagne getroffen wird. Bei Lieferanten geltend gemachte Ansprüche werden vom Garantieaufwand abgezogen, wenn die Durchsetzung dieser Ansprüche für praktisch sicher gehalten wird.

Sich auf den Verkauf von Automobilprodukten beziehende Dienstleistungen

Renault bietet seinen Kunden Garantieverlängerungs- und Wartungsverträge an. Die sich hierauf beziehenden Erlöse und Marge werden über die Vertragslaufzeit erfasst.

Erfassung von Umsatzerlösen und Marge bei der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen

Umsatzerlöse in der Sparte Sales Financing

In der Sparte Sales Financing entstehen Umsatzerlöse durch Finanzierungsgeschäfte beim Verkauf von Fahrzeugen an Händler und Endkunden. Diese Finanzierungsgeschäfte erfolgen in Form von Krediten vonseiten der zur Sparte Sales Financing gehörenden Unternehmen. Sie werden in der Bilanz zu fortgeführten Kosten nach der Effektivsteuersatzmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen geführt. Erträge aus diesen Verträgen werden so berechnet, dass über die Laufzeit eine gleich bleibende Verzinsung entsteht, und in den Umsatzerlösen erfasst.

Kosten in der Sparte Sales Financing

Die Kosten in der Sparte Sales Financing gelten als betriebliche Aufwendungen und sind in der operativen Marge enthalt. Sie umfassen in der Hauptsache Zinsen, die den Sales-Financing-Unternehmen bei der Refinanzierung ihrer Kundengeschäfte entstehen, sonstige sich direkt auf die Abwicklung dieser Art von Refinanzierung beziehende Kosten und Erlöse (vorübergehende Anlagen, Absicherung und Management von Währungs- und Zinsrisiken) sowie die Kosten von anderen als sich auf die Refinanzierung von Forderungen beziehenden Risiken.

An Geschäftsvermittler zu zahlende Provisionen

Provisionen werden als externe Vertriebskosten behandelt. Deswegen werden sie als Anschaffungskosten für Verträge abgrenzt, so dass eine gleich bleibende Verzinsung über die Laufzeit der Finanzierungsverträge entsteht.

Wertgeminderte Forderungen

Wertminderungen für das Kreditrisiko werden erfasst, um das Risiko der Nichtbeitreibung von Forderungen abzudecken. Wenn objektive Anhaltspunkte für einen Wertverlust (überfällige Zahlung, Verschlechterung der Finanzlage, Rechtsstreitigkeiten, usw.) bei einer einzelnen Forderung vorliegen, wird die Wertminderung einzeln bestimmt (anhand einer statistischen Methode oder jeweils von Fall zu Fall). Andernfalls kann eine allgemeine Rückstellung gebildet werden (z. B. bei ungünstigen Entwicklungen eines volkswirtschaftlichen und/oder segmentbezogenen Indikators bei ansonsten verlässlichen Forderungen).

Wertberichtigungen für das Länderisiko werden anhand einer Beurteilung des Transferrisikos (im Hinblick auf die zukünftige Solvenz jedes Landes in der von der Wertberichtigung betroffenen Basis) oder des systemischen Kreditrisikos, dem Schuldner ausgesetzt sind, ermittelt (im Falle einer langfristigen kontinuierlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen und allgemeinen Rahmenbedingungen in den in der Basis enthaltenen Ländern).

H – Finanzerträge (-aufwendungen)

Zinserträge und –aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode erfasst. Dabei werden Zins- und Transaktionskosten versicherungsmathematisch über die Laufzeit der ausgereichten oder aufgenommenen Kredite verteilt.

Zinserträge und –aufwendungen beinhalten angefallene Zinsen auf Zinsderivate, die bei Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts bzw. bei Absicherungen von Zahlungsströmen zum Einsatz kommen (wenn diese Erträge oder Aufwendungen aus dem Eigenkapital umgruppiert werden). Veränderungen am Zeitwert von Zinsderivaten mit Ausnahme angefallener Zinsen sind in den sonstigen Finanzerträgen und –aufwendungen enthalten.

Sonstige Finanzerträge und –aufwendungen enthalten zudem Veränderungen am Zeitwert von rückzahlbaren Aktien.

I - Ertragsteuer

Die Gruppe erfasst latente Steuern für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Steuer- und Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in der Konzernbilanz. Nach der Verbindlichkeitsmethode werden latente Steuern zu dem neuesten Steuersatz berechnet, der zum Bilanzstichtag für die Periode, in der die temporären Differenzen aufgelöst werden, verabschiedet war. Jede einzelne Steuereinheit (rechtlich eigenständige Unternehmen, Betriebe oder Gruppen von Unternehmen, die Steuern an die Finanzverwaltung zahlen), die ihre laufenden aktiven und passiven Steuern gegeneinander aufrechnen darf, berichtet aktive latente und passive Steuern auf Nettobasis. Für aktive latente Steuern werden Wertberichtigungen gebildet, die sich danach richten, inwieweit die Geltendmachung in der Zukunft wahrscheinlich ist.

Bei vollkonsolidierten Unternehmen werden passive latente Steuern für Dividendenausschüttungen ausgewiesen, die wahrscheinlich durch die Gruppe vorgenommen werden.

Bei Jointventures und assoziierten Unternehmen werden passive latente Steuern für sämtliche Differenzen zwischen dem Buchwert und dem Steuerwert der gehaltenen Anteile erfasst.

Steuergutschriften, die nur bei einem steuerpflichtigen Gewinn in Anspruch genommen werden können, werden von der Ertragsteuerverbindlichkeit abgezogen. Steuergutschriften, die unabhängig von der Erwirtschaftung steuerpflichtiger Gewinne im Unternehmen geltend gemacht werden können, werden gegen Aufwendungen entsprechender Art verrechnet.

J – Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwert, der beim Erwerb von Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Jointventures oder assoziierten Unternehmen erfasst wird, entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Anteile gezahlten Kaufpreis (einschließlich Erwerbsaufwendungen) und dem Anteil am Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt des Erwerbs.

Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich oder bei Vorliegen von Anhaltspunkten, dass ein Wertverlust eingetreten ist, auf Wertminderung geprüft. Nach der erstmaligen Erfassung wird Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderung ausgewiesen. Etwaige Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert sind in der operativen Marge enthalten.

Sich auf assoziierte Unternehmen beziehender Geschäfts- oder Firmenwert ist im Bilanzposten „Beteiligungen an assoziierten Unternehmen“ enthalten. Im Falle von Wertminderung wird Wertminderungsaufwand gebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung über den „Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen“ erfasst.

Der Erwerb von weiteren Beteiligungen an beherrschten Unternehmen und Put-Optionen zur Übernahme von Minderheitsanteilen werden als Eigenkapitaltransaktionen behandelt. Der positive oder negative Unterschiedsbetrag zwischen den Kosten für den Erwerb der Anteile (einschließlich Erwerbsaufwendungen) und dem Buchwert der erworbenen Minderheitsanteile wird in das Eigenkapital verrechnet. Die von den Put-Optionen betroffenen Minderheitsanteile werden zum Barwert ausgewiesen und in der Bilanz als Verbindlichkeiten umgruppiert.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Entwicklungsaufwendungen, die zwischen der Genehmigung einer Entscheidung, mit der Entwicklung zu beginnen und neue Produktionsanlagen für ein neues Fahrzeug oder Fahrzeugteil (z. B. Motor oder Getriebe) einzurichten, und der anschließenden Genehmigung des Designs für die Serienfertigung anfallen, werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Sie werden ab dem Zeitpunkt der Produktionsfreigabe über die erwartete Marktlebensdauer des Fahrzeugs oder Fahrzeugsteils linear über maximal sieben Jahre abgeschrieben. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen setzen sich hauptsächlich aus den Kosten von Prototypen, den Kosten von durch externe Unternehmen abgerechneten Studien und einem Anteil an Gemeinkosten, der sich ausschließlich auf Entwicklungstätigkeiten bezieht, zusammen.

Vor der förmlichen Genehmigung einer Produktentwicklung stehende Kosten werden genau wie Forschungsaufwendungen in der Periode, in der sie anfallen, als Kosten erfasst. Nach dem Beginn der Serienfertigung anfallende Kosten werden als Produktionskosten behandelt.

K - Sachanlagen

Der Bruttowert von Sachanlagen entspricht den historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Design- und Vorbereitungskosten sind in den Herstellungskosten von Sachanlagen enthalten.

Fremdkapitalkosten, die während der endgültigen Vorbereitung der Anlagen zur Nutzung anfallen, werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst und nicht im Wert der Anlage berücksichtigt.

Erhaltene Investitionszuschüsse werden vom Bruttowert der betreffenden Anlagen abzogen.

Spätere Aufwendungen für Sachanlagen werden bei Anfall ergebniswirksam erfasst. Davon ausgenommen sind Aufwendungen, mit denen die Produktivität gesteigert oder die Nutzungsdauer einer Anlage verlängert werden.

Von der Gruppe im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen genutzte Anlagen werden als kreditfinanzierte Anlagen behandelt.

An Kunden vermietete Fahrzeuge werden als Fahrzeuge im Rahmen von Leasingverträgen vonseiten einer Finanzgesellschaft der Gruppe, bei denen für die Gruppe eine Rückkaufverpflichtung besteht, oder als Fahrzeuge im Rahmen eines Vertrages mit einer Rückkaufklausel und einer Laufzeit von mehr einem Jahr behandelt (Punkt 2-G).

Abschreibungen

Abschreibungen werden linear über die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern berechnet:

Gebäude (1) 15 bis 30 Jahre
Spezialwerkzeuge 2 bis 7 Jahre
Maschinen und andere Werkzeuge (ausgenommen Pressenstraßen) 5 bis 15 Jahre
Pressenstraßen 20 bis 30 Jahre
Sonstige Sachanlagen 4 bis 6 Jahre

(1) Seit vor 1987 genutzte Gebäude werden über einen Zeitraum von bis zu 40 Jahren abgeschrieben.

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden regelmäßig überprüft. Sonderabschreibungen werden vorgenommen, wenn sich die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer einer Anlage gegenüber der ursprünglichen Erwartung verkürzt. Dies ist insbesondere der Falle, wenn beschlossen wird, ein Fahrzeug oder Fahrzeugteil vom Markt zu nehmen.

L - Wertminderung von Vermögenswerten

Erhebliche ungünstige Entwicklungen auf den Märkten, auf denen Renault agiert, oder wesentliche Veränderungen, die die Umstände sowie die Art und Weise, wie ein Vermögenswert genutzt wird, beeinträchtigen, sind die wichtigsten Anzeichen für Wertminderung bei einem Vermögenswert.

Der erzielbare Betrag von Vermögenswerten wird auf der Ebene jeder Sparte bestimmt. Bei der Sparte Automobile wird die Rendite auf Vermögenswerte für alle europäischen Länder zusammen ermittelt, da die Industriebetriebe und die Produktpalette in ganz Europa eine geschlossene Einheit bilden. Die Rendite auf industrielle Vermögenswerte außerhalb Europas wird für jede geschlossene Untereinheit, die eigenständige Cashflows erwirtschaftet, ermittelt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere aus Nutzungswert und Nettozeitwert eines Vermögenswerts. Der Nutzungswert wird anhand des abgezinsten Werts zukünftiger Cashflows, die aus der Nutzung der Vermögenswerte erwartet werden, ermittelt. Diese zukünftigen Cashflows leiten sich aus dem Geschäftsplan ab, den die Unternehmensleitung aufgestellt und validiert hat. Sie beruhen auf Annahmen wie z. B. den geschätzten Anteilen von Märkten, auf denen die Gruppe tätig ist, und Entwicklungen bei Verkaufspreisen von Produkten und Kosten zugekaufter Komponenten und Rohstoffe. Als Abzinsungsfaktor vor Steuern werden die von Renault ermittelten durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten herangezogen. Für das vorliegende Berichtsjahr (2007) und die hierin berücksichtigten Regionen liegt er bei 10,1 % zuzüglich eines Risikoaufschlags für Regionen außerhalb Europas.

Ist der erzielbare Betrag niedriger als der Buchwert, wird eine der Differenz entsprechende Wertminderung bei den betreffenden Vermögenswerten und der operativen Marge erfasst.

M – Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte bzw. Gruppen von Vermögenswerten

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte sind langfristige Vermögenswerte bzw. Gruppen von Vermögenswerten, die zur Veräußerung zur Verfügung stehen (und keinen erheblichen Aufwand zur Vorbereitung für die Veräußerung erfordern) und höchstwahrscheinlich veräußert werden.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten werden zum niedrigeren Wert aus Nettobuchwert und Zeitwert abzüglich Verkaufskosten angesetzt. Sobald ein Vermögenswert als zur Veräußerung gehalten eingeordnet (oder in einer zur Veräußerung gehaltenen Gruppe von Vermögenswerten enthalten) ist, wird keine weitere Abschreibung mehr erfasst. Diese Vermögenswerte werden in der Bilanz in einem gesonderten Posten berichtet.

N – Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs‑ bzw. Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert angesetzt. In den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten enthalten sind direkte und indirekte Herstellungskosten sowie ein Anteil an den Fertigungsgemeinkosten, der auf einer normalen Beschäftigung beruht. Vorräte werden nach dem FIFO-Prinzip (First In First Out) bewertet.

Wenn der Nettoveräußerungswert niedriger als der Wert nach der FIFO-Methode ist, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz erfasst.

O – Abtretung von Forderungen

An Dritte (im Wege der Verbriefung oder Diskontierung) abgetretene Forderungen werden aus den Vermögenswerten der Gruppe herausgenommen, wenn die damit verbundenen Risiken und Vorteile ebenfalls im Wesentlichen auf die betreffenden Dritten übertragen werden.

Die gleiche Behandlung gilt für Abtretungen zwischen den Sparten Automobile und Sales Financing. Die daraus entstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden als betriebliche Posten ausgewiesen.

P – Eigene Aktien

Eigene Aktien, darunter auch die eigenen Aktien, die für Managern und Unternehmensleitungsmitgliedern der Gruppe gewährte Aktienoptionspläne gehalten werden, werden zu Anschaffungskosten erfasst und bis zum Verkaufstag vom Eigenkapital der Gruppe abgesetzt.

Wenn diese Aktien verkauft werden, wird der Verkaufspreis direkt im Konzerneigenkapital erfasst und nach Eingang der Zahlung in Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umgruppiert. Dementsprechend sind im Periodenüberschuss keine Gewinne oder Verluste aus eigenen Aktien enthalten.

Q – Aktienoptionspläne/Gratisaktienzuteilungspläne

Die Gruppe gewährt für Renault-Aktien Aktienoptionspläne (Kauf- und Bezugsoptionen) und Aktienzuteilungspläne. Der Zuteilungszeitpunkt ist der Zeitpunkt, zu dem Begünstigte von der Entscheidung über die Zuteilung dieser Optionen oder Aktien sowie den Bedingungen der betreffenden Pläne in Kenntnis gesetzt werden. Bei Plänen, die an Leistungskonditionen geknüpft sind, wird bei der Ermittlung der Anzahl zugeteilter Optionen oder Gratisaktien eine Schätzung der Erfüllung dieser Konditionen berücksichtigt. Diese Schätzung wird jährlich anhand von Änderungen an der Wahrscheinlichkeit, dass die Leistungskonditionen erfüllt werden, überprüft. Der endgültige Zeitwert von Leistungen, die im Gegenzug gegen die Zuteilung von Optionen oder Gratisaktien erbracht werden, wird unter Bezugnahme auf den Zeitwert dieser Optionen oder Aktien zum Zeitpunkt ihrer Zuteilung nach einem binomischen mathematischen Modell bestimmt. Ansprüche auf die Zuteilung von Gratisaktien werden anhand des Aktienwerts zum Zuteilungszeitpunkt abzüglich erwarteter Dividenden während des Anwartschaftszeitraums bewertet.

Der Zeitwert wird linear über den Anwartschaftszeitraum des betreffenden Plans verteilt. Die Kosten werden in den Personalaufwendungen mit einer entsprechenden Anpassung an den Konzernrücklagen berücksichtigt. Bei Ausübung der Option wird die Summe in bar, die die Gruppe zur Begleichung des Ausübungspreises erhält, unter Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer entsprechenden Anpassung an den Konzernrücklagen gebucht.

Nach den Übergangsvorschriften von IFRS 2 wurden ausschließlich für Pläne, die nach dem 7. November 2002 beginnen, Optionen auf die oben beschriebene Art und Weise bewertet und erfasst, bei denen am 1. Januar 2005 noch nicht die Unverfallbarkeit eingetreten war.

R – Rückstellungen

Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer

Die Zahlungen der Gruppe für beitragsorientierte Leistungspläne werden in der betreffenden Periode als Aufwand erfasst.

Bei leistungsorientierten Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zieht die Gruppe die Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien zur Berechnung des Barwerts ihrer Verpflichtungen heran. Bei dieser Methode werden die Leistungen nach der Leistungsformel des Plans den Dienstzeiten zugeordnet. Doch auch wenn ein Mitarbeiter in späteren Jahren deutlich höhere Leistungen als in früheren Jahren erdient, werden die Leistungen linear auf die Dienstzeiten verteilt.

Die zukünftigen Zahlungen für Leistungen an Mitarbeiter werden auf Basis zukünftiger Entgeltsteigerungen, Pensionierungsalter, Sterblichkeit und Beschäftigungsdauer beim Unternehmen bewertet und mit einem Faktor abgezinst, der unter Bezugnahme auf Renditen langfristiger Unternehmensanleihen mit hoher Qualität und einer Laufzeit, die der geschätzten Laufzeit des betreffenden Leistungsplans entspricht, ermittelt.

Die sich aus Änderungen an den zugrunde liegenden Annahmen ergebenden nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in das Eigenkapital verrechnet, denn dies ist nach dem in der Änderung an IAS 19 enthaltenen Wahlrecht zulässig (siehe Punkt 2-A).

Der Nettoaufwand für das Jahr, der sich zusammensetzt aus dem Dienstzeitaufwand der laufenden Periode, den abgezinsten Kosten abzüglich des erwarteten Ertrags auf das Fondsvermögens und einem Anteil des abgegrenzten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes, wird in voller Höhe in die operative Marge verrechnet.

Umstrukturierungsmaßnahmen/Kündigungsabfindungen

Die geschätzten Kosten von Umstrukturierung- und Personalanpassungsmaßnahmen werden erfasst, sobald ein detaillierter Plan festgelegt wurde und entweder angekündigt oder im Gange ist.

S – Finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe erfasst einen finanziellen Vermögenswert, wenn sie Partei der vertraglichen Bestimmungen des Instruments wird.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen, bei denen Renault keinen erheblichen Einfluss ausübt, Wertpapiere, Ausleihungen und derivative Instrumente in Zusammenhang mit Finanztransaktionen (Punkt 2-V).

Diese Instrumente werden als langfristige Vermögenswerte dargestellt. Davon ausgenommen sind Instrumente, die innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Diese werden als kurzfristige Vermögenswerte bzw. als Zahlungsmitteläquivalente eingeordnet.

Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen, bei denen Renault keinen erheblichen Einfluss ausübt

Dividenden aus solchen Unternehmen werden im Jahr der Ausschüttung erfasst.

Diese Beteiligungen gelten als „zur Veräußerung verfügbar” und werden dementsprechend zu ihrem Zeitwert zum Bilanzstichtag ausgewiesen, wobei etwaige Veränderungen am Zeitwert direkt in die Konzernrücklagen verrechnet werden. Bei Veräußerung der Beteiligung werden Beträge, die in die Konzernrücklagen verrechnet wurden, in die Gewinn- und Erfolgsrechnung umgruppiert.

Wertminderung wird berechnet und ergebniswirksam erfasst, wenn objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass diese Beteiligungen wertgemindert sind. Ein Indikator, der einen objektiven Anhaltspunkt für Wertminderung darstellt, ist ein erheblicher oder länger andauernder Rückgang des Zeitwerts von Beteiligungen unter ihre Anschaffungskosten.

Die Zeitwerte derartiger Beteiligungen werden nach Möglichkeit anhand des Marktpreises bestimmt.

Wertpapiere, die keine Beteiligung am Kapital eines anderen Unternehmens darstellen

Bei diesen Wertpapieren handelt es sich um kurzfristige Anlagen im Rahmen der Gruppenrichtlinie für das Management von Liquiditätsüberschüssen. Sie werden erstmalig zum Zeitwert ausgewiesen.

Die Bewertungsmethoden und die anschließende Behandlung bei der Bilanzierung sind unterschiedlich je nachdem, ob diese Wertpapiere als „zur Veräußerung verfügbar“ gelten oder von vornherein als „erfolgswirksam zum Zeitwert angesetzte Vermögenswerte“ ausgewiesen sind. Die betreffende Kategorie wird jeweils von Fall zu Fall bestimmt und hängt von der zugrunde liegenden Managementstrategie ab. Wertpapiere, die zur kurzfristigen Veräußerung bestimmt werden, werden als „erfolgswirksam zum Zeitwert angesetzte Vermögenswerte” eingeordnet. Alle anderen Wertpapiere gelten als „zur Veräußerung verfügbar“.

Zur kurzfristigen Veräußerung bestimmte Wertpapiere werden mit dem Zeitwert zum Berichtszeitpunkt angesetzt, wobei Veränderungen am Zeitwert ergebniswirksam erfasst werden.

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden mit dem Zeitwert zum Berichtszeitpunkt angesetzt. Veränderungen an diesem Zeitwert werden direkt in das Eigenkapital verrechnet. In das Eigenkapital verrechnete Beträge werden bei Ausbuchung des Vermögenswerts in die Gewinn- und Verlustrechnung umgruppiert. Wertminderungsaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht, wenn objektive Anhaltspunkte für einen erheblichen langfristigen Wertrückgang vorliegen.

Zeitwerte von Wertpapieren werden hauptsächlich anhand des Marktpreises bestimmt.

Ausleihungen

Ausleihungen enthalten Interbankendarlehen zwecks Anlage von Liquiditätsüberschüssen und ausgereichte Kredite an nicht beherrschte Unternehmen, an denen Renault beteiligt ist.

Ausleihungen werden erstmalig zum Zeitwert zuzüglich direkt zuzurechnender Transaktionskosten ausgewiesen.

Bei jedem Abschlussstichtag werden Ausleihungen zu fortgeschriebenen Kosten bewertet. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird Wertminderung erfasst, wenn objektive Anhaltspunkte für einen Wertrückgang vorliegen, der durch ein nach der erstmaligen Erfassung des Vermögenswerts eingetretenes Ereignis verursacht wird.

T – Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel setzen sich zusammen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Davon ausgenommen sind Kontokorrentkredite, die in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten sind.

Zahlungsmitteläquivalente sind Anlagen, die zur Erfüllung kurzfristiger Liquiditätsverpflichtungen gehalten werden. Damit eine Anlage die Voraussetzungen für ein Zahlungsmitteläquivalent erfüllt, muss sie sich ohne weiteres in eine bekannte Summe in bar umwandeln lassen und einem unerheblichen Risiko von Wertveränderungen unterliegen.

U – Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden aus der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen

Die Gruppe erfasst eine finanzielle Verbindlichkeit (bei der Sparte Automobile) oder eine Schuld aus der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen, wenn sie Partei der Vertragsbestimmungen des Instruments wird.

Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden aus der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen umfassen rückzahlbare Aktien, Anleihen, sonstiges verzinsliches Fremdkapital und derivative Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit Finanztransaktionen (Punkt 2-V).

Rückzahlbare Aktien

Laut IAS 39 geht die Gruppe davon aus, dass es sich bei den variablen Zinsen auf rückzahlbare Aktien um ein eingebettetes Derivat handelt, das nicht getrennt bewertet werden kann. Dementsprechend hat die Gruppe alle ihre rückzahlbaren Aktien zum Zeitwert ausgewiesen. Bei diesen Aktien entspricht der Zeitwert dem Marktwert. Veränderungen am Zeitwert werden unter den Finanzerträgen und ‑aufwendungen erfasst.

Anleihen und anderes verzinsliches Fremdkapital

Anleihen und anderes verzinsliches Fremdkapital werden erstmalig zum Zeitwert abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst.

Zu jedem Berichtszeitpunkt werden diese finanziellen Verbindlichkeiten neu zu fortgeschriebenen Kosten nach der Effektivzinsmethode dargestellt. Davon ausgenommen sind spezifische Methoden für Sicherungsgeschäfte (Punkt 2-V). Die auf diese Weise berechneten Finanzaufwendungen enthalten Ausgabeaufwendungen sowie Ausgabe- oder Rückzahlungsagios zusammen mit den Auswirkungen von neu ausgehandelten Schuldenkonditionen, wenn zwischen den alten und den neuen Bedingungen keine erheblichen Unterschiede bestehen.

Bei neu ausgehandelten Bedingungen für Fremdkapital und ähnlichen Geschäftsvorfällen erfolgt eine Ausbuchung der vorhergehenden Verbindlichkeit und eine Neuerfassung der neuen Verbindlichkeit nur dann, wenn zwischen den alten und den neuen Konditionen erhebliche Unterschiede bestehen. Wenn dies der Fall wird, werden die Kosten für die Neuverhandlung in den Finanzaufwendungen für die Periode, in der die Verhandlung stattfindet, berücksichtigt.

V – Bilanzierung von Derivaten und Sicherungsgeschäften

Bewertung und Darstellung

Derivate werden erstmalig zum Zeitwert angesetzt. Danach wird dieser Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag überprüft.

· Der Zeit von Devisenterminkontrakten beruht auf Marktkonditionen. Der Zeitwert von Währungsswaps wird durch die Abzinsung zukünftiger Cashflows anhand von Wechselkursen und Zinssätzen zum Abschlussstichtag ermittelt.

· Der Zeitwert von Zinsderivaten entspricht der Summe, die die Gruppe bei der Abrechnung offener Kontrakte zum Abschlussstichtag erhalten (oder zahlen) würde. Dabei werden etwaige nicht realisierte Gewinne oder Verluste auf Basis der aktuellen Zinssätze und der Qualität des Kontrahenten bei jedem Kontrakt zum Abschlussstichtag berücksichtigt. In diesem Zeitwert sind angefallene Zinsen enthalten.

· Der Zeit von Rohstoffderivaten beruht auf Marktkonditionen.

In der Sparte Automobile werden Derivate zum Bilanzstichtag als kurzfristig ausgewiesen, wenn sie innerhalb von 12 Monaten fällig werden. Andernfalls gelten sie als langfristig. In der Sparte Sales Financing werden alle Derivate in der Bilanz als kurzfristig dargestellt.

Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Die Behandlung von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente bestimmt sind, hängt von der Art der Sicherungsbeziehung ab:

· Absicherung des beizulegenden Zeitwerts

· Absicherung von Zahlungsströmen

· Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Die Gruppe identifiziert das Sicherungsinstrument und das gesicherte Grundgeschäft, sobald das Sicherungsgeschäft eingerichtet wird, und dokumentiert die Sicherheitsbeziehung unter Angabe der Sicherungsstrategie, des abgesicherten Risikos und der Methode, die zur Beurteilung der Wirksamkeit des Sicherungsgeschäfts herangezogen wird. Diese Dokumentation wird später aktualisiert, so dass die Wirksamkeit des bestimmten Sicherungsgeschäfts nachgewiesen werden kann.

Bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften werden für jede Art von Sicherheitsgeschäften jeweils spezielle Bewertungs- und Ansatzmethoden verwendet.

· Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts: Das gesicherte Grundgeschäft wird unter Berücksichtigung des abgesicherten Risikos an den Zeitwert angepasst und das Sicherungsinstrument wird zum Zeitwert erfasst. Da Veränderungen an diesen Posten gleichzeitig ergebniswirksam verrechnet werden, hat nur der unwirksame Teil des Sicherungsgeschäfts Einfluss auf den Jahresüberschuss. Er wird im gleichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wie Veränderungen am Zeitwert des gesicherten Grundgeschäfts und des Sicherungsinstrumentes erfasst.

· Absicherungen von Zahlungsströmen: Am Wert des gesicherten Grundgeschäfts wird keine Anpassung vorgenommen; lediglich das Sicherungsinstrument wird an den Zeitwert angepasst. Nach dieser Anpassung wird der wirksame Teil der Veränderung am Zeitwert, der auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen ist, nach Abzug von Steuern in das Eigenkapital verrechnet. Der unwirksame Teil fließt in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Der im Eigenkapital enthaltene kumulierte Betrag wird in die Gewinn- und Verlustrechnung umgruppiert, wenn sich das gesicherte Grundgeschäft auf den Jahresüberschuss auswirkt.

· Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb: Das Sicherungsinstrument wird an den Zeitwert angepasst. Nach dieser Anpassung wird der wirksame Teil der Veränderung am Zeitwert, der auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen ist, nach Abzug von Steuern in das Eigenkapital verrechnet. Der unwirksame Teil fließt in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Der im Eigenkapital enthaltene kumulierte Betrag wird zum Zeitpunkt der Liquidation oder Veräußerung der Investition in die Gewinn- und Verlustrechnung umgruppiert. Die Zinskomponente von Finanzinstrumenten, die zur Absicherung der Investition in Nissan herangezogen werden (Terminumsatz- und Fix/Fix-Cross-Currency-Swaps), wird als unwirksamer Teil behandelt und dementsprechend direkt unter den Finanzerträgen und –aufwendungen erfasst.

Nicht als Sicherungsgeschäfte bestimmte Derivate

Veränderungen am Zeitwert von nicht als Sicherungsgeschäften bestimmten Derivaten werden direkt in das Nettofinanzergebnis verrechnet. Davon ausgenommen sind Derivate, die ausschließlich aus eng mit Geschäftsbetrieben in Zusammenhang stehenden Gründen eingegangen werden. In diesem Falle fließen Veränderungen am Zeitwert von Derivaten in die operative Marge ein.

3 – VERÄNDERUNGEN AM KONSOLIDIERUNGSKREIS

AUTOMOBILE SALES FINANCING SUMME
Anzahl konsolidierter Unternehmen zum 31. Dezember 2005 122 48 170
Neu konsolidierte Unternehmen (neu erworbene Unternehmen, neu gegründete Unternehmen, usw.) 35 2 37
Entkonsolidierte Unternehmen (veräußerte Unternehmen, Unternehmenszusammenschlüsse, liquidierte Unternehmen, usw.) (4) (1) (5)
Anzahl konsolidierter Unternehmen zum 31. Dezember 2006 153 49 202
Neu konsolidierte Unternehmen (neu erworbene Unternehmen, neu gegründete Unternehmen, usw.) 3 1 4
Entkonsolidierte Unternehmen (veräußerte Unternehmen, Unternehmenszusammenschlüsse, liquidierte Unternehmen, usw.) (7) (8) (15)
Anzahl konsolidierter Unternehmen zum 31. Dezember 2007 149 42 191

Bei den neu konsolidierten Unternehmen handelt es sich in der Hauptsache um folgende:

2007

Somaca (Société marocaine de construction) wurde erstmals zum 1. Januar 2007 konsolidiert, nachdem Renault seine Beteiligung an diesem Unternehmen durch mehrere aufeinander folgende Erwerbe von Anteilen auf 80 % aufgestockt hatte.

Nach einer Vereinbarung mit der japanischen NTN-Gruppe hat Renault am 31. März 2007 35 % am Kapital von SNR verkauft. Dieser Vereinbarung gemäß hat Renault seine Beteiligung an SNR entkonsolidiert.

Im Juli 2007 hat die Gruppe ihre Beteiligung an Renault Financial Services Ltd. (RFS) von 50 % auf 100 % erhöht. Diese Beteiligung wird nun vollkonsolidiert (bis zum Zeitpunkt der Transaktion wurde sie quotenkonsolidiert). Daraus ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 32 Mio. entstanden.

2006

Renault Pars (Iran) wird seit dem 1. Januar 2006 konsolidiert. Dieses Unternehmen gehört zu 51 % Renault und zu 49 % AID co, einem iranischen Unternehmen, das von der IDRO (Industrial Development & Renovation Organization, einer für die Automobilindustrie zuständigen Stelle im Besitz des iranischen Staates) und von zwei führenden iranischen Automobilherstellern - Iran Khodro und SAIPA - gegründet wurde. Renault Pars halt die Lizenz für den Logan und ist verantwortlich für Technik, Einkauf und Logistik, Koordination der Verkaufspolitik, Marketing und Kundendienstleistungen. Iran Khodro und SAIPA werden den Logan herstellen und verkaufen.

Zum 1. Januar 2006 wurden außerdem 24 Händler in Europa (mit Sitz in Belgien, in der Tschechischen Republik, in Luxemburg, in Polen, in Portugal und in der Schweiz) erstmals konsolidiert.

Ende 2006 wurden Minderheitsanteile an der Holdinggesellschaft COFAL erworben. Im Wesentlichen hat sich dadurch die Beteiligung von Renault an Renault do Brasil und an Renault Argentina auf 100 % erhöht.

7.2.6.2. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

4 - UMSATZERLÖSE

A – Umsatzerlöse 2006 bei Anwendung der Gruppenstruktur und der Methoden 2007

(EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING SUMME
Umsatzerlöse 2006 laut Veröffentlichung 39.605 1.923 41.528
Veränderungen an Bilanzierungsmethoden(1) (1.196) - (1.196)
Veränderungen am Konsolidierungskreis (351) (12) (363)
Umsatzerlöse 2006 bei Anwendung der Gruppenstruktur und der Methoden 2007 38.058 1.911 39.969
UMSATZERLÖSE 2007 38.679 2.003 40.682

(1) Veränderungen an Bilanzierungsmethoden betreffen Transaktionen in Zusammenhang mit Auftragenehmervereinbarungen, Ersatzteilverkäufen in Verbindung mit Kundengarantien und die Kosten von Werbekampagnen, bei denen zinsvergünstigte Kredite angeboten werden. Eine ausführlichere Beschreibung dieser Veränderungen ist in Punkt 2-A enthalten.

B – Aufgliederung der Umsatzerlöse

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen 37.104 37.020 36.976
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen (1) 2.086 1.881 1.910
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 39.190 38.901 38.886
Erlöse aus Kundenfinanzierungen 1.053 997 909
Erlöse aus Leasing- und ähnlichen Geschäften 439 434 451
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge 1.492 1.431 1.360
UMSATZERLÖSE 40.682 40.332 40.246

(1) Darin enthalten sind EUR 511 Mio., die von der Sparte Sales Financing 2007 erwirtschaftet wurden (2006: EUR 492 Mio. und 2005: EUR 520 Mio.)

C-Mieterträge aus Fahrzeugen

Von der Gruppe wurden für Fahrzeugverkäufe mit einer Rückkaufverpflichtung bzw. Fahrzeugvermietungen 2007 Mieterträge in einer Gesamthöhe von EUR 638 Mio. verbucht (2006: EUR 612 Mio. und 2005: EUR 670 Mio.). Diese Erträge sind in den Umsatzerlösen aus Dienstleistungen enthalten.

5 – KOSTEN AUS DER FINANZIERUNG VERKAUFTER FAHRZEUGE

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Neue Wertminderung (291) (269) (269)
Auflösung von Wertminderung 240 255 194
Schuldenerlass und sonstige Nettokreditverluste (103) (127) (89)
Nettokreditverluste (154) (141) (164)
Erträge aus Anlagen von flüssigen Mitteln 294 174 206
Refinanzierungsaufwendungen (1.261) (1.018) (968)
Sonstige Kosten aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge (967) (844) (762)
KOSTEN AUS DER FINANZIERUNG VERKAUFTER FAHRZEUGE (1.121) (985) (926)

6 – OPERATIVE MARGE: ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN IM EINZELNEN NACH IHRER ART

A - Personalaufwendungen

2007 2006 2005
Personalaufwendungen (EUR Mio.) 5.962 5.948 5.782
Anzahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 133.854 134.236 132.831

In den Personalaufwendungen enthalten sind EUR 113 Mio. für Pensionen und sonstige langfristige Leistungen, die 2007 an Mitarbeiter gezahlt wurden (2006: EUR 114 Mio. und 2005: EUR 131 Mio.).

B - Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen beziehen sich ausschließlich auf Aktienoptionen und Gratisaktien, die den Mitarbeitern zugeteilt wurden. Hierdurch sind 2007 Personalaufwendungen in Höhe von EUR 62 Mio. entstanden (2006: EUR 41 Mio. und 2005: EUR 18 Mio.).

Die Planbewertungsmethode wird in Punkt 19-H erläutert.

C - Mietaufwendungen

Für Immobilien wurden 2007 rund EUR 300 Mio. an Mieten gezahlt (stabil gegenüber 2006 und 2005).

D - Wechselkursgewinne/-verluste

In der operativen Marge ist 2007 ein Wechselkursverlust, netto, in Höhe von EUR 56 Mio. enthalten (2006: Wechselkursverlust, netto, von EUR 13 Mio. und 2005: Wechselkursgewinn von EUR 27 Mio.).

7 – SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Kosten und Rückstellungen für Umstrukturierungs- und Personalanpassungsmaßnahmen (143) (241) (109)
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen oder operativen Unternehmen (63) (59) 119
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (ausgenommen Fahrzeugverkäufe) 86 109 148
Außerordentliche Posten 4 5 33
Summe (116) (186) 191

A - Kosten und Rückstellungen für Umstrukturierungs- und Personalanpassungsmaßnahmen

Diese Kosten und Rückstellungen entstehen in der Hauptsache aus der Durchführung von Umstrukturierungsmaßnahmen in bestimmten Geschäftsbereichen und der Anpassung von Personalständen, insbesondere 2006 in Spanien.

B - Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen oder operativen Unternehmen

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen oder operativen Unternehmen enthalten einen Gewinn von EUR 150 Mio., der 2005 bei der Veräußerung der 17,88%igen Beteilung von Renault an Nissan Diesel Motors Co. Ltd. erzielt wurde.

C - Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten (ausgenommen Fahrzeugverkäufe)

Die Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sind zumeist auf den Verkauf von Grundstücken (in Spanien und Frankreich) zurückzuführen, die in den dargestellten Geschäftsjahren getätigt wurden.

8 - FINANZAUFWENDUNGEN

Die sonstigen Finanzerträge und –aufwendungen enthalten:

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Veränderung am Zeitwert von rückzahlbaren Aktien (Punkt 24-A) 53 (31) (271)
Sonstiges 124 202 39
SUMME 177 171 (232)

Die in „Sonstiges“ enthaltenen Wechselkursgewinne und -verluste weisen für 2007 einen Nettoverlust in Höhe von EUR 4 Mio. aus (2006: Nettogewinn in Höhe von EUR 18 Mio. und 2005: Nettoverlust in Höhe von EUR 8 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2006 war in „Sonstiges” ein Gewinn in Höhe von EUR 135 Mio. aus dem Verkauf von Scania-Aktien enthalten.

9 - LAUFENDE UND LATENTE STEUERN

Da sich Renault SA bei seiner Gründung zur Feststellung französischer Ertragssteuern nach dem inländischen Steuerkonsolidierungskonzept entschieden hat, findet diese Regelung Anwendung auf die Gruppe. Die Besteuerung von Renault SA erfolgt hierbei in Frankreich.

Darüber hinaus wendet die Renault-Gruppe andere optionale Konsolidierungssysteme in Deutschland, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden und Portugal an.

A – Laufender und latenter Steueraufwand

Aufgliederung des Steueraufwandes

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Laufende Ertragsteuern (313) (341) (305)
Latente Steuergutschriften (‑aufwendungen) 58 86 (26)
LAUFENDE UND LATENTE STEUERN (255) (255) (331)

Im Geschäftsjahr 2007 wurden von ausländischen Unternehmen laufende Ertragsteuern in Höhe von EUR 323 Mio. generiert (2006: EUR 269 Mio. und 2005: EUR 253 Mio.).

In den latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Aufwand in Höhe von EUR 12 Mio. enthalten, der auf Veränderungen an Steuersätzen im Laufe von 2007 zurückzuführen ist (2006 entstand aus Veränderungen an Steuersätzen ein Ertrag in Höhe von EUR 16 Mio. und 2005 ein Aufwand in Höhe von EUR 7 Mio.).

Von der Gruppe wurden 2007 insgesamt EUR 243 Mio. an laufenden Steuern gezahlt (2006: EUR 309 Mio. und 2005: EUR 430 Mio.).

B – Überleitung zwischen dem französischen Körperschaftsteuersatz und dem effektiven Steuersatz der Gruppe

2007 2006 2005
Französischer Steuersatz 34,4 % 34,4 % 34,9 %
Effekt von Unterschieden zwischen dem lokalen und dem französischen Steuersatz (5,7 %) (8,3 %) (2,4 %)
Steuergutschriften (6,6 %) (7,6 %) (9,1 %)
Passive latente Steuern auf das (ausgeschüttete bzw. nicht ausgeschüttete) Ergebnis von assoziierten Unternehmen 1,9 % 4,3 % 3,8 %
Veränderung bei nicht erfassten aktiven latenten Steuern 1,3 % (0,6 %) (0,6 %)
Sonstige Auswirkungen(1) (5,9 %) 5,0 % 1,3 %
Effektiver Steuersatz vor Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen 19,4 % 27,2 % 27,9 %

(1) Sonstige Auswirkungen beinhalten in der Hauptsache: permanente Differenzen, verminderten Steuersätzen unterliegende Erträge und die Kosten von steuerlichen Neufestsetzungen.

Der effektive Steuersatz für 2007 (unberücksichtigt von Auswirkungen, die Anteile von Renault am Ergebnis assoziierter Unternehmen hätten) belief sich auf 19 % (2006: 27 % und 2005: 28 %). Weitgehend zurückzuführen war er auf die Erstattung von Steuerguthaben in Italien sowie die Erfassung bestimmter aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Brasilien und Argentinien als Folge der anhaltenden Verbesserung von Rentabilitätsaussichten in diesen Ländern.

C – Aufgliederung der latenten Steuern, netto

C1 – Veränderungen bei aktiven und passiven latenten Steuern

(EUR Mio.) 2007 2006
Aktive latente Steuern 313 355
(Passive latente Steuern) (251) (231)
Aktive (passive) latente Steuern, netto, zum 1. Januar 62 124
Latenter Steuerertrag (-aufwand) für die Periode 58 86
In das Eigenkapital verrechnete Veränderungen bei latenten Steuern(1) (30) (158)
Währungsumrechnungsanpassungen (5) -
Veränderungen am Konsolidierungskreis und Sonstiges 17 10
Aktive (passive) latente Steuern, netto, zum 31. Dezember 102 62
Einschließlich: aktive latente Steuern 220 313
(passive latente Steuern) (118) (251)

(1) Bezieht sich hauptsächlich auf Veränderungen an der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Effekt der Absicherung der Beteiligung an Nissan.

C2 – Aufgliederung von aktiven latenten Steuern nach ihrer Art

(EUR Mio.) 31. DEZMEBER 2007 31. DEZMEBER2006 31. DEZMEBER 2005
Latente Steuern auf: Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (84) (83) (72)
Sachanlagen (1.577) (1.372) (1.240)
Rückstellungen und sonstige Aufwendungen bzw. Wertberichtigungen, die bei Inanspruchnahme abzugsfähig sind 762 808 943
Steuerliche Verlustvorträge 1.195 969 762
Sonstiges 457 340 378
Aktive (passive) latente Steuern, netto 753 662 771
Nicht erfasste aktive latente Steuern (Punkt 9-C3) (651) (600) (647)
AUSGEWIESENE AKTIVE (PASSIVE) LATENTE STEUERN, NETTO 102 62 124

C3 – Aufgliederung von nicht erfassten aktiven latenten Steuern nach ihrem Verfallszeitpunkt

31. DEZEMBER 31. DEZEMBER 31. DEZEMBER
(EUR Mio.) 2007 2006 2005
--- --- --- ---
Aktive latente Steuern, netto, die auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden können 509 492 458
Sonstige aktive latente Steuern, netto, die in mehr als 5 Jahren verfallen 12 5 22
Sonstige aktive latente Steuern, netto, die zwischen 1 und als 5 Jahren verfallen 54 60 87
Sonstige aktive latente Steuern, die innerhalb eines Jahres verfallen 76 43 80
Nicht erfasste aktive latente Steuern, netto, gesamt 651 600 647
Einschließlich:
aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 547 545 535
sonstige latente Steuern 104 55 112

10 – UNVERWÄSSERTER UND VERWÄSSERTER GEWINN JE AKTIE

Der unverwässerte und verwässerte Gewinn je Aktie von Renault wird berechnet, indem der Jahresüberschuss von Renault durch die betreffende Anzahl Aktien dividiert wird.

Die Anzahl Aktien, die bei der Berechnung des unverwässerten Gewinns je Aktie herangezogen wird, entspricht der gewichteten durchschnittlichen Anzahl von Stammaktien, die sich im Geschäftsjahr in Umlauf befinden. Das bedeutet nach der Neutralisierung von eigenen Aktien und Renault-Aktien, die von Nissan gehalten werden.

(in Tsd. Aktien) 2007 2006 2005
In Umlauf befindliche Aktien 284.937 284.937 284.937
Eigene Aktien (6.897) (8.500) (10.176)
Von Nissan gehaltene Aktien x Anteil von Renault an Nissan (19.419) (19.443) (19.584)
Anzahl der zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Aktien 258.621 256.994 255.177

Die Anzahl Aktien, die bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie herangezogen wird, entspricht der durchschnittlichen gewichteten Anzahl von Stammaktien, die sich im Geschäftsjahr potenziell in Umlauf befinden. Das heißt, die Anzahl Aktien, die zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegt wird, zuzüglich der Anzahl von verwässernden Aktienoptionen und verwässernden Rechten auf Gratisaktienzuteilungen.

(in Tsd. Aktien) 2007 2006 2005
Anzahl der zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Aktien 258.621 256.994 255.177
Anzahl der verwässernden Aktienoptionen und Rechte auf Gratisaktienzuteilungen 3.741 3.096 2.165
Anzahl der zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Aktien 262.362 260.090 257.342

7.2.6.3 BETRIEBLICHE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN, EIGENKAPITAL

11 – IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

A – Immaterielle Vermögenswerte zum 31. Dezembe r

31. DEZEMBER 31. DEZEMBER 31. DEZEMBER
(EUR Mio.) 2007 2006 2005
--- --- --- ---
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 6.301 5.403 4.647
Geschäfts- oder Firmenwert 300 278 247
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 300 280 301
Immaterielle Vermögenswerte, brutto 6.901 5.961 5.195
Abschreibungen von aktivierten Entwicklungsaufwendungen (2.641) (2.341) (2.030)
Abschreibungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten (204) (198) (193)
Abschreibungen und Wertminderungen (2.845) (2.539) (2.223)
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE.,NETTO 4.056 3.422 2.972

Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich zumeist auf Europa

B – Unterjährige Veränderungen

(EUR Mio. BRUTTOWERT ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN NETTOWERT
Wert zum 31. Dezember 2005 5.195 (2.223) 2.972
Zugänge (Punkt 27-C/
(Abschreibungen) 1.132 (697) 435
(Abgänge)/Auflösungen (381) 379 (2)
Währungsumrechnungsanpassungen (13) 2 (11)
Veränderungen am Konsolidierungskreis und Sonstiges 28 - 28
Wert zum 31. Dezember 2006 5.961 (2.539) 3.422
Zugänge (Punkt 27-C/
(Abschreibungen) 1.348 (724) 624
(Abgänge)/Auflösungen (401) 399 (2)
Währungsumrechnungs-anpassungen (40) 11 (29)
Veränderungen am Konsolidierungskreis und Sonstiges 33 8 41
Wert zum 31. Dezember 2007 6.901 (2.845) 4.056

Die Zugänge bei immateriellen Vermögenswerten in 2007 beinhalten selbst hergestellte Vermögenswerte im Umfang von EUR 1.237 Mio. und erworbene Vermögenswerte in Höhe von EUR 111 Mio. (2006: EUR 976 Mio. bzw. EUR 156 Mio. und 2005: EUR 834 Mio. bzw. EUR 46 Mio.

C – Im Ergebnis enthaltene Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (2.462) (2.400) (2.264)
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 1.287 1.091 833
Abschreibung von aktivierten Entwicklungsaufwendungen (675) (654) (603)
SUMME (1.850) (1.963) (2.034)

12 - SACHANLAGEN

A – Sachanlagen zum 31. Dezember

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006 31. DEZEMBER 2005
Grundstücke 613 645 612
Gebäude 5.571 5.422 5.200
Spezielle Werkzeuge 8.143 7.675 7.064
Maschinen und andere Werkzeuge 11.938 11.605 11.799
An Kunden vermietete Fahrzeuge 2.246 2.308 2.240
Sonstige Sachanlagen 718 830 970
Anlagen im Bau 1.232 1.718 1.086
Sachanlagen. brutto 30.461 30.203 28.971
Grundstücke und Gebäude (2.430) (2.304) (2.228)
Spezielle Werkzeuge (5.947) (5.732) (5.141)
Maschinen und andere Werkzeuge (7.867) (7.675) (7.480)
An Kunden vermietete Fahrzeuge (578) (632) (654)
Sonstige Sachanlagen (584) (694) (777)
Abschreibungen (17.406) (17.037) (16.280)
Sachanlagen, netto 13.055 13.166 12.691

B – Unterjährige Veränderungen

Im Geschäftsjahr 2007 haben sich die Sachanlagen wie folgt verändert:

(EUR Mio.) 31. Dezember 2006 ZUGÄNGE/ (ABSCHREIBUNGEN) (ABGÄNGE)/ AUFLÖSUNGEN UMRECHNUNGSANPASSUNGEN VERÄNDERUNGEN AM KONSOLIDIERUNGSKREIS UND SONSTIGES 31. Dezember 2006
Grundstücke 645 23 (28) (10) (17) 613
Gebäude 5.422 316 (129) (43) 5 5.571
Spezielle Werkzeuge 7.675 1.229 (677) (79) (5) 8.143
Maschinen und andere Werkzeuge 11.605 1.096 (457) (48) (258) 11.938
An Kunden vermietete Fahrzeuge 2.308 1.005 (1.126) (20) 79 2.246
Sonstige Sachanlagen 830 35 (130) (7) (10) 718
Anlagen im Bau(1) 1.718 (426) - (14) (46) 1.232
Sachanlagen. brutto 30.203 3.278 (2.547) (221) (252) 30.461
Grundstücke - - - - - -
Gebäude (2.304) (266) 103 13 24 (2.430)
Spezielle Werkzeuge (5.732) (841) 671 39 (84) (5.947)
Maschinen und andere Werkzeuge (7.675) (875) 395 17 271 (7.867)
An Kunden vermietete Fahrzeuge (632) (124) 215 6 (43) (578)
Sonstige Sachanlagen (694) (35) 137 4 4 (584)
Anlagen im Bau - - - - - -
Abschreibungen (17.037) (2.141) 1.521 79 172 (17.406)
Grundstücke 645 23 (28) (10) (17) 613
Gebäude 3.118 50 (26) (30) 29 3.141
Spezielle Werkzeuge 1.943 388 (6) (40) (89) 2.196
Maschinen und andere Werkzeuge 3.930 221 (62) (31) 13 4.071
An Kunden vermietete Fahrzeuge 1.676 881 (911) (14) 36 1.668
Sonstige Sachanlagen 136 - 7 (3) (6) 134
Anlagen im Bau(1) 1.718 (426) - (14) (46) 1.232
Sachanlagen. Netto 13.166 1.137 (1.026) (142) (80) 13.055

(1) Anlagen im Bau werden in der Spalte „Zugänge/Abschreibungen” berichtet.

Im Geschäftsjahr 2006 haben sich die Sachanlagen wie folgt verändert:

(in EUR Mio.) BRUTTOWERT ABSCHREIBUNGEN NETTOWERT
Wert zum 31. Dezember 2005 28.971 (16.280) 12.691
Zugänge (Punkt27-C)/(Abschreibungen) 3.577 (2.139) 1.438
(Abgänge)/Auflösungen (2.480) 1.420 (1.060)
Währungsumrechnungsanpassungen (22) 31 9
Veränderungen am Konsolidierungskreis 157 (69) 88
Wert zum 31. Dezember 2006 30.203 (17.037) 13.166

13 – BETEILIGUNG AN NISSAN

A – Konsolidierungsmethode bei Nissan

Renault hält an Nissan eine Beteiligung von 44,3 %. Renault und Nissan haben sich zum Aufbau einer einzigartigen Allianz zwischen zwei unterschiedlichen Unternehmen mit gemeinsamen Interessen entschieden. Hierbei werden die Kräfte beider Partner gebündelt, um optimale Ergebnisse zu erreichen. Die Allianz ist so gestaltet, dass jeweils die individuelle Markenidentität erhalten bleibt und die Unternehmenskultur respektiert wird.

Dementsprechend:

· hält Renault nicht die Mehrheit der Stimmrechte von Nissan.

· ist Renault nach den Verträgen zwischen Renault und Nissan nicht berechtigt, die Mehrheit der Verwaltungsratmitglieder von Nissan zu ernennen oder die Mehrheit der Stimmrechte bei Sitzungen des Verwaltungsrates zu halten. Zum 31. Dezember 2007 hat Renault genau wie 2006 und 2005 vier von den insgesamt neun Mitgliedern des Verwaltungsrates von Renault gestellt.

· ist Renault-Nissan b.v., an der Renault und Nissan jeweils zu 50 % beteiligt sind, das gemeinsame Entscheidungsorgan der Allianz bei strategischen Fragen, die jede Gruppe einzeln betreffen. Seine Entscheidungen gelten sowohl für Renault als auch für Nissan. Dieses Unternehmen gibt Renault nicht die Möglichkeit, Weisungen für die Finanz- und Betriebsstrategie von Nissan zu erteilen. Aus diesem Grunde kann nicht unterstellt werden, dass Renault hierdurch eine vertragliche Beherrschung über Nissan ausübt. Sachverhalte, die von Renault-Nissan b.v. seit seiner Gründung geprüft wurden, haben sich streng auf diesen vertraglichen Rahmen beschränkt und stellen daher keinen Anhaltspunkt dafür dar, dass Renault die Beherrschung über Nissan ausübt.

· Renault ist außerdem nicht in der Lage, Vermögenswerte von Nissan in der gleichen Weise wie seine eigenen Vermögenswerte zu nutzen, noch deren Nutzung in dieser Weise beeinflussen.

· Renault leistet keine Garantien für Schulden.

Angesichts dieser Situation ist davon auszugehen, dass Renault erheblichen Einfluss auf Nissan ausübt. Aus diesem Grunde wird bei der Konsolidierung die Equity-Methode für seine Beteiligung an Nissan zugrunde gelegt.

B – Nach der Equity-Methode bei der Konsolidierung von Renault bilanzierter Konzernabschluss von Nissan

Bei dem im Jahresabschluss von Renault nach der Equity-Methode berücksichtigten Jahresabschluss von Nissan handelt es sich um den nach japanischen Rechnungslegungsstandards veröffentlichten Konzernabschluss von Nissan (denn Nissan wird an der Börse in Tokio notiert), an dem Anpassungen für die Erfordernisse der Konsolidierung bei Renault vorgenommen werden.

Nissan veröffentlicht Konzernabschlüsse jeweils zum Quartalsende und jährlich zum 31. März. Zwecks Konsolidierung bei Renault werden die Ergebnisse von Nissan dem Geschäftsjahr von Renault entsprechend berücksichtigt (die Ergebnisse für den Zeitraum von Januar bis Dezember werden im Jahresabschluss von Renault konsolidiert). Der sich auf diese drei Monate beziehende Unterschied bei der Konsolidierung von bestimmten Unternehmen in der Nissan-Gruppe (hauptsächlich Europa und Mexiko) wurde über das Geschäftsjahr 2007 verrechnet. Daraus ist ein Gewinn von rund EUR 50 Mio. entstanden, der im Beitrag von Nissan zum Ergebnis von Renault für 2007 enthalten ist.

Nach Eigenkapitaltransaktionen bei Nissan hielt Nissan zum 31. Dezember 2007 2,7 % seiner eigenen Aktien (31. Dezember 2006: 2,1 % und 31. Dezember 2005: 3,0 %. Dementsprechend betrug die prozentuale Beteiligung von Renault an Nissan zum 31. Dezember 2007 45,6 % (31. Dezember 2006: 45,3 % und 31. Dezember 2005: 45,7 %).

C – Veränderungen bei der Beteiligung an Nissan

(EUR Mio.) VOR NEUTRALISIERUNG (SIEHE RECHTS) NEUTRALISIERUNG VON 44,3 % DER NISSAN-BETEILIGUNG AN RENAULT (1) ANTEIL AN DEN NETTOVERMÖGENS-WERTEN NETTO NETTO-GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT SUMME
Zum 31. Dezember 2005 10.590 -962 9.628 813 10.441
Jahresüberschuss 2006 1.888 - 1.888 - 1.888
Dividendenausschüttung -431 - -431 - -431
Währungsumrechnungs-anpassung -1.093 - -1.093 -92 -1.185
Sonstige Veränderungen(2) 144 - 144 -80 64
Zum 31. Dezember 2006 11.098 -962 10.136 641 10.777
Jahresüberschuss 2007 1.288 - 1.288 - 1.288
Dividendenausschüttung -456 - -456 - -456
Währungsumrechnungs-anpassung -587 - -587 -31 -618
Sonstige Veränderungen(2) -6 - -6 -19 -25
Zum 31. Dezember 2007 11.337 -962 10.375 591 10.966

(1) Zum 31. Dezember 2007 und 2006 war Nissan mit 15 % an Renault beteiligt.

(2) „Sonstige Veränderungen“ enthalten Dividendenzahlungen von Renault an Nissan, Veränderungen bei versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsverpflichtungen, Veränderungen an der Rückbewertungsrücklage für Finanzinstrumente und Veränderungen bei eigenen Aktien von Nissan.

Im Beitrag von Nissan zum Jahresüberschuss 2006 von Renault ist ein außerordentlicher Gewinn in Höhe von EUR 82 Mio. enthalten, der auf den Abschluss der Teilübertragung von Pensionsverpflichtungen Nissans auf den japanischen Staat zurückzuführen ist (2005: EUR 450 Mio.).

D – Neudarstellung der Veränderungen am Eigenkapital von Nissan für die Zwecke der Konsolidierung bei Renault

(JPY Mrd.) 31. Dez 06 Jahresüberschuss 2007 Dividenden Währungsumrechnungsanpassung Sonstige Veränderungen(1) 31. Dez 07
Eigenkapital - Anteil von Nissan nach japanischen GAAP 3.430 427 -152 23 -15 3.713
Neudarstellungen für Erfordernisse der Renault-Gruppe:
Neudarstellung des Anlagevermögens 458 -43 - - - 415
Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer(2) -123 6 - - -25 -142
Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen 497 51 - - - 548
Latente Steuern und sonstige Neudarstellungen -417 16 -11 -31 13 -430
Für Erfordernisse der Renault-Gruppe neu dargestellte Nettovermögenswerte 3.845 457 -163 -8 -27 4.104
(EUR Mio.)
Für Erfordernisse der Renault-Gruppe neu dargestellte Nettovermögenswerte 24.499 2.837 -1.002 -1.289 -162 24.883
Anteil von Renault 45,30% 45,60%
(vor der unten beschriebenen Neutralisierung) 11.098 1.288 -456 -587 -6 11.337
Neutralisierung der 44,3%igen Beteiligung Nissans an Renault (3) -962 - - - - -962
Anteil von Renault an den Nettovermögenswerten von Nissan 10.136 1.288 -456 -587 -6 10.375

(1) „Sonstige Veränderungen“ enthalten Dividendenzahlungen von Renault an Nissan, Veränderungen bei versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsverpflichtungen, Veränderungen an der Rückbewertungsrücklage für Finanzinstrumente und Veränderungen bei eigenen Aktien von Nissan.

(2) Einschließlich in das Eigenkapital verrechneter versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste (Punkt 2-A).

(3) Zum 31. Dezember 2007 war Nissan mit 15 % an Renault beteiligt.

E – Ergebnis von Nissan nach japanischen GAAP

Das Geschäftsjahr von Nissan endet zum 31. März. Deswegen setzt sich das Ergebnis von Nissan, das in der Konsolidierung von Renault für 2007 enthalten ist, zusammen aus dem Ergebnis von Nissan für das letzte Quartal seines Geschäftsjahres 2006 sowie den ersten drei Quartalen seines Geschäftsjahres 2007.

Januar bis März 2007 April bis September 2007
Letztes Quartal des Geschäftsjahres 2006 von Nissan in Japan 1. Quartal des Geschäftsjahres 2006 von Nissan in Japan
--- --- --- --- ---
(in JPY Mrd.) EUR Mio.(1) (in JPY Mrd.) EUR Mio.(1)
--- --- --- --- ---
Ergebnis – Anteil 82,2 525 212,4 1.309
Oktober bis Dezember 2007 Januar bis Dezember 2007
2. Quartal des Geschäftsjahres 2006 von Nissan in Japan 3. Quartal des Geschäftsjahres 2006 von Nissan in Japan
--- --- --- --- ---
(in JPY Mrd.) EUR Mio.(1) (in JPY Mrd.) EUR Mio.(1)
--- --- --- --- ---
Ergebnis – Anteil 132,2 807 426,8 2.641

(1) Für jedes Quartal umgerechnet zum Durchschnittskurs 2007

F – Finanzangaben zu Nissan nach IFRS

Die nachfolgende Tabelle enthält Finanzangaben zu Nissan, die zu Zwecken der Konsolidierung bei Renault für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 neu dargestellt wurden. Die Neudarstellungen enthalten Anpassungen zur Angleichung von Rechnungslegungsstandards sowie die Anpassungen an den Zeitwert von Vermögenswerten und Schulden, die von Renault zum Zeitpunkt von Erwerben in den Jahren 1999 und 2002 vorgenommen wurden.

(in JPY Mrd.) (EUR Mio.) (1)
Umsatzerlöse 2007 11.030 68.407
Ergebnis 2007 (2) 475 2.948
Eigenkapital zum 31. Dezember 2007 4.549 27.583
Bilanzsumme zum 31. Dezember 2007 13.327 80.802

(1) Umgerechnet zum Durchschnittskurs für 2007, d. h.: 161 Yen = 1 Euro bei Posten der GuV bzw. zum Stichtagskurs 31. Dezember 2007: 165 Yen = 1 Euro bei Posten der Bilanz.(2) In dem ausgewiesenen Ergebnis nicht enthalten ist der Beitrag von Renault zum Ergebnis von Nissan.

G – Absicherung der Beteiligung an Nissan

Die Beteiligung an Nissan ist durch Geschäfte mit einem Gesamtwert von JPY 824 Mrd. zum 31. Dezember 2007 abgesichert (umgerechnet EUR 4.996 Mio.). Diese setzen sich zusammen aus privaten Platzierungen am EMTN-Markt und direkt in Yen ausgegebenen Anleihen in Höhe von JPY 150 Mrd. (EUR 909 Mio.) sowie Währungsswaps im Umfang von JPY 674 Mrd. (EUR 4.087 Mio.). Aus diesen Geschäften haben sich 2007 Wechselkursdifferenzen in einer Gesamthöhe von EUR 153 Mio. abzüglich Steuern ergeben, die in die Konzernrücklagen der Gruppe verrechnet wurden (Punkt 19-E).

Sicherungsgeschäfte haben sich 2007 um JPY 44 Mrd. (EUR 273 Mio.) erhöht.

H – Bewertung der Beteiligung von Renault an Nissan zu Börsenkursen

Auf Basis des zum 31. Dezember 2007 notierten Aktienkurses von 1.230 Yen ist die Beteiligung von Renault an Nissan mit EUR 14.945 Mio. zu bewerten (31. Dezember 2006: EUR 18.299 Mio. bei einem Aktienkurs von 1.433 Yen und 31. Dezember 2005: EUR 17.241 Mio. bei einem Aktienkurs von 1.195 Yen).

I - Kooperation zwischen Renault und Nissan

Renault und Nissan verfolgen gemeinsame Strategien bei der Entwicklung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen, bei der Beschaffung sowie bei Ressourcen für Produktion und Vertrieb.

Beide Gruppen haben 2007 im Wesentlichen in folgender Weise zusammengearbeitet:

Gemeinsame Investitionen

Renault und Nissan teilen sich Entwicklungskosten und Investitionen für die Produktion von Getrieben und Motoren von Mittelklassefahrzeugen. Die beiden Gruppen arbeiten seit März 2006 zusammen an der Entwicklung eines neuen V6-Dieselmotors.

Parallel zu diesen Projekten wurden 2007 gemeinsame Entwicklungs- und Investitionsmaßnahmen zur Produktion eines zukünftigen Crossover-Fahrzeugs fortgesetzt. Außerdem werden Entwicklungen und Investitionen für den Bau von Logan-Fahrzeugen in Brasilien geteilt.

Fahrzeugfertigung

In Mexiko erbringt Nissan für Renault Montageleistungen für den Clio. Außerdem montiert Nissan das Modell Platina (Clio-Limousine unter der Marke Nissan). Die Produktion belief sich 2007 insgesamt auf 21.000 Stück.

In Brasilien hat Renault 2007 die Produktion von Logans unter der Marke Nissan im Werk Curitiba aufgenommen. Diese Fahrzeuge sollen auf dem mexikanischen Markt verkauft werden. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 19.000 Stück hergestellt. Renault erbringt darüber hinaus Montageleistungen für den Nissan-Pickup Frontier und X-Terra-Modelle (9.000 Fahrzeuge in 2007).

Renault Samsung Motors hat 2007 SM3-Fahrzeuge unter der Marke Nissan produziert, die von Nissan zum Verkauf über das eigene Netz erworben wurden (hauptsächlich in Russland und im Mittleren Osten).

Bei leichten Nutzfahrzeugen hat Nissan im Laufe des Jahres 86.000 Stück des Transporters Trafic in seinem Werk in Barcelona produziert. Ein Viertel hiervon wird über das Netz von Nissan verkauft. Gleichzeitig hat Renault 11.000 Masters und Kangoos unter der Marke Nissan produziert, die von Nissan zum Verkauf über das eigene Netz erworben wurden.

Verkauf von Fahrzeugteilen

In Europa hat die Renault-Gruppe 2007 mit der Produktion von gemeinsamen Motoren für die Allianz in ihrem Werk in Cléon begonnen. Diese werden in japanischen und britischen Werken von Nissan für die Nissan-Modelle Qashqai und X-Trail eingesetzt. Außerdem setzt Renault die Belieferung des Nissan-Werks in Sunderland (Großbritannien) und in Barcelona (Spanien) mit Getrieben und Motoren fort, die in den Werken in Cacia (Portugal), Valladolid (Spanien) und Cléon (Frankreich) gefertigt werden. Diese Teile kommen in den Nissan-Modellen Micra, Note und Qashqai zum Einsatz. Renault liefert zudem Getriebe, die Nissan in der Produktion in seinen Werken in Japan, China, Südafrika, Indonesien und Thailand verwendet.

In Mexiko liefert Renault Motoren und Getriebe an Nissan für den Clio, den Platina, den Tiida und den Versa.

Insgesamt hat Renault 2007 540.000 Getriebe und 160.000 Motoren geliefert.

In Südkorea wird Renault Samsung Motors von Nissan mit Fahrzeugteilen und Motoren für den SM3, den SM5, den SM7 und den neuen QM5 beliefert.

Renault verwendet den 3,5-Liter-V6-Benzinmotor von Nissan für den Vel Satis und den Espace sowie Ritzel von Nissan für den Mégane. Renault setzt ferner einen neuen zusammen mit Nissan entwickelten 2,0-Liter-Motor für den neuen Laguna und Clio ein.

Verkauf

Auf europäischer Ebene wurden von Renault unterhaltene Gruppenbüros eingerichtet, die den Austausch von empfehlenswerten Verfahrensweisen im Bereich Kundendienstdokumentation und Marketingstudien fördern sollen.

Auf lokaler Ebene wurden gemeinsame Gruppenbüros, die Renault gehören und von Renault betrieben werden, in vier europäischen Ländern ins Leben gerufen: Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien. Bereiche mit Kundenkontakt bleiben für die beiden Gruppen nach wie vor getrennt.

In ähnlicher Weise vermarktet Nissan Fahrzeuge von Renault in Australien und in den Golf-Staaten.

Finanzen

Von Trading Rooms in Lausanne und Singapur aus tritt Renault Finance neben seinen Aufgaben für Renault als Kontrahent der Nissan-Gruppe beim Handel mit Finanzinstrumenten zur Absicherung von Devisen-, Zins- und Rohstoffrisiken auf. Auf den Devisenmärkten hat Renault Finance 2007 Devisentransaktionen mit einem Gesamtvolumen von etwa EUR 16,5 Mrd. im Namen von Nissan durchgeführt. Für Nissan durchgeführte Transaktionen mit Devisen-, Zins- und Rohstoffderivaten werden zum Marktpreis erfasst und sind in den von Renault Finance verwalteten Positionen enthalten. Diese Positionen werden am Markt mit einer Bank als Gegenpartei investiert. Renault Finance beteiligt sich darüber hinaus am Liquiditätsmanagement von Nissan. Von Nissan bei Renault Finance hinterlegte Gelder werden stets am Markt investiert. Sie dürfen nicht zur Finanzierung der Renault-Gruppe verwendet werden.

Gesamtzahlen für 2007

Insgesamt hat Renault 2007 Lieferungen und Leistungen in Höhe von schätzungsweise EUR 1.500 Millionen an Nissan verkauft. Bei Nissan bezogen hat Renault Lieferungen und Leistungen in Höhe von schätzungsweise EUR 1.400 Mio.

Die gemeinsamen Richtlinien für Beschaffungs- und andere administrative Funktionen wie z. B. Informationssystemabteilungen spiegeln sich direkt in den Abschlüssen von Renault und Nissan wider. Deswegen kommt es hierbei zwischen den beiden Gruppen nicht zu einem finanziellen Austausch.

14 – BETEILIGUNGEN AN SONSTIGEN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Beteiligungen an sonstigen assoziierten Unternehmen stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

· Bilanzwert: EUR 2.011 Mio. zum 31. Dezember 2007 (31. Dezember 2006: EUR 2.181 Mio. und 31. Dezember 2005: EUR 1.931 Mio.)

· Anteil von Renault am Ergebnis sonstiger assoziierter Unternehmen: EUR 387 Mio. für 2007 (EUR 389 Mio. für 2006 und EUR 322 Mio. für 2005).

Den überwiegenden Anteil dieser Summen beziehen sich auf die Beteiligungen an AB Volvo, die nach der Equity-Methode bilanziert wird

A – Veränderungen am Wert der Beteiligung von Renault an AB Volvo

(EUR Mio.) ANTEIL AN DEN NETTOVERMÖGENSWERTEN NETTOGESCHÄFTS- ODER FIRMENWER SUMME
Zum 31. Dezember 2005 1.733 41 1.774
Ergebnis 2006 384 - 384
Dividendenausschüttung (158) - (158)
Rückkauf eigener Aktien von AB Volvo (2) (1) (3)
Währungsumrechnungsanpassung, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Neubewertung von Finanzinstrumenten 41 2 43
Zum 31. Dezember 2006 1.998 42 2.040
Ergebnis 2007 352 - 352
Dividendenausschützung (477) - (477)
Rückkauf eigener Aktien von AB Volvo (1) - (1)
Währungsumrechnungsanpassung, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Neubewertung von Finanzinstrumenten (78) (1) (79)
Zum 31. Dezember 2007 1.794 41 1.835

AB Volvo gehörten zum 31. Dezember 2007 4,8 % seiner eigenen Aktien (31. Dezember 2006: 4,9 % und 31. Dezember 2005: 5,0 %). Zum 31. Dezember 2007 machte der Anteil von Renault an AB Volvo 21,8 % aus und hat sich damit gegenüber dem 31. Dezember 2006 und 2005 nicht verändert.

Auf Basis des zum 31. Dezember 2007 notierten Börsenkurses von SEK 108,0 für A-Aktien und SEK 108,5 für B-Aktien ist die Beteiligung von Renault an AB Volvo mit EUR 5.067 Mio. zu bewerten (31. Dezember 2006: EUR 4.650 bei einem Börsenkurs von SEK 486,0 für A-Aktien und SEK 471,5 für B-Aktien).

B – Neudarstellung der Veränderungen am Eigenkapital von AB Volvo für die Zwecke der Konsolidierung bei Renault

(in EUR Mio..) 31. Dezember 2006 Ergebnis 2007 Dividenden Sonstige Veränderungen 31. Dezember 2007
Eigenkapital – AB Volvo-Aktie 9.613 1.615 (2.189) (333) 8.706
Neudarstellungen für Erfordernisse der Renault-Gruppe (451) - - (24) (475)
Für Erfordernisse der Renault-Gruppe neu dargestellte Nettovermögenswerte 9.162 1.615 (2.189) (357) 8.231
Anteil von Renault an den Nettovermögenswerten von AB Volvo 1.998 352 (477) /79) 1.794

Die Neudarstellungen für Erfordernisse der Renault-Gruppe betreffen in der Hauptsache die Ausbuchung von Geschäfts- oder Firmenwert, der bei der Übernahme von AB Volvo durch Renault im Abschluss von AB Volvo erfasst wurde, sowie die Verrechnung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten in das Eigenkapital.

C – Finanzangaben zu AB Volvo nach IFRS

Die von AB Volvo veröffentlichten Finanzangaben für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS lassen sich wie folgt zusammenfassen:

(1) Umgerechnet zum Durchschnittskurs für 2007, d. h.: 9,25 SEK = 1 EUR bei Posten der GuV bzw. zum Stichtagskurs 31. Dezember2007: 9,44 SEK = 1 EUR bei Posten der Bilanz.

(in SEK Mio.) (EUR Mio.) (1)
Umsatzerlöse 2007 285.405 30.848
Ergebnis 2007 (2) 15.029 1.624
Eigenkapital zum 31. Dezember 2007 82.781 8.768
Bilanzsumme zum 31. Dezember 2007 321.582 34.060

15 – VORRÄTE

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006 31. DEZEMBER 2005
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.185 1.052 1.052
Unfertige Produkte 340 370 420
Fertige Produkte (1) 4.407 3.887 4.385
VORRÄTE, NETTO 5.932 5.309 5.857
Vorräte, brutto 6.428 5.785 6.325
Wertminderung (496) (476) /468)

(1) Darin enthalten sind EUR 413 Mio. für Mietfahrzeuge zum 31. Dezember 2007 (31. Dezember 2006: EUR 454 Mio. und 31. Dezember 2005: EUR 546 Mio.)

16 – FORDERUNGEN DER SPARTE SALES FINANCING

A – Forderungen von Sales Financing nach ihrer Art

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006 31. DEZEMBER 2005
Forderungen gegen Händler 4.678 4.503 4.673
Finanzierung für Endkunden 12.184 12.222 12.207
Leasing und leasingähnliche Geschäfte 4.315 4.347 4.498
Bruttowert 21.177 21.072 21.378
Wertminderung (747) (712) (678)
NETTOWERT 20.430 20.360 20.700

Die Sparte Sales Financing hat mehrere Verbriefungen durch Zweckgesellschaften (in Frankreich, Italien und Deutschland) durchgeführt, bei denen es um Forderungen gegen das Händlernetz oder Kredite an Endkunden ging. Dies hat nicht zur Ausbuchung der abgetretenen Forderungen geführt, weil alle Risiken bei der Gruppe verblieben sind. Die Forderungen von Sales Financing in der Bilanz beliefen sich somit zum 31. Dezember 2007 auf EUR 6.776 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 5.727 Mio.). Eine Verbindlichkeit in Höhe von EUR 3.533 Mio. wurde zum 31. Dezember 2007 (31. Dezember 2006: EUR 3.108 Mio.) unter sonstigen Schulden für ein Zertifikat in Zusammenhang mit den Verbriefungen erfasst. Die Differenz zwischen den abgetretenen Forderungen und der Verbindlichkeit entspricht dem höheren Kredit, der für diese Geschäfte erforderlich war, und dem Anteil an Wertpapieren, die RCI Banque zur Bildung einer Liquiditätsrücklage behalten hat.

B – Forderungen von Sales Financing nach ihrer Fälligkeit

31. DEZEMBER 31. DEZEMBER 31. DEZEMBER
(EUR Mio.) 2007 2006 2005
--- --- --- ---
Weniger als 1 Jahr 11.064 10.929 10.902
1 bis 5 Jahre 9.272 9.341 9.679
Mehr als 5 Jahre 94 90 119
FORDERUNGEN VON SALES FINANCING, NETTO, GESAMT 20.430 20.360 20.700

C – Aufgliederung überfälliger Forderungen von Sales Financing (Bruttowert)

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007
Forderungen, für die Wertminderung erfasst wurde(1):Überfällig seit: 526
0 bis 30 Tagen 24
30 bis 90 Tagen 56
90 bis 180 Tagen 110
Mehr als 180 Tagen 336
(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007
Forderungen, für die keine Wertminderung erfasst wurde:Überfällig seit: 117
0 bis 30 Tagen 28
30 bis 90 Tagen 40
90 bis 180 Tagen 49
Mehr als 180 Tagen -

(1) Darin enthalten sind ausschließlich Forderungen von Sales Financing, die durch Einzeltwertminderung ganz oder teilweise abgeschrieben sind.

Das maximale Kreditrisiko stellt sich für Sales Financing durch den Nettobuchwert der zugehörigen Forderungen zuzüglich der Summe der Kunden bestätigten Kredite dar, die unter den außerbilanziellen Verpflichtungen (Punkt 29-A) ausgewiesen ist.

Dieses Risiko wurden durch kundenseitig gestellte Garantien vermindert, die unter den erhaltenen außerbilanziellen Zusagen (Punkt 29-B) genannt sind. In Zusammenhang mit überfälligen oder wertgeminderten Forderungen von Sales Financing gehaltene Garantien beliefen sich zum 31. Dezember 2007 auf EUR 409 Mio.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass die Qualität von noch nicht fälligen oder nicht wertgeminderten Forderungen von Sales Financing beeinträchtigt ist. Außerdem liegt keine erhebliche Konzentration von Risiken innerhalb des Kundenstamms von Sales Financing vor.

D – Veränderung an der Wertminderung für Forderungen von Sales Financing

EUR Mio.)
Wertminderung zum 31. Dezember 2005 (678)
Unterjährig erfasste Wertminderung (287)
Auflösungen wegen Verwendung 119
Auflösung von nicht in Anspruch genommen Restbeträgen 155
Währungsumrechnungsanpassung und Sonstiges (21)
Wertminderung zum 31. Dezember 2006 (712)
Unterjährig erfasste Wertminderung (309)
Auflösungen wegen Verwendung 128
Auflösung von nicht in Anspruch genommen Restbeträgen 127
Währungsumrechnungsanpassung und Sonstiges 19
Wertminderung zum 31. Dezember 2007 (747)

17 – FORDERUNGEN DER SPARTE AUTOMOBILE

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006 31. DEZEMBER 2005
Bruttowert 2.180 2.221 2.176
Wertminderung (97) (119) (121)
FORDERUNGEN VON AUTOMOBILE, NETTO 2.083 2.102 2.055

In diesen Forderungen nicht enthalten sind Forderungen gegen Händler in Frankreich und bestimmten anderen europäischen Ländern, wenn sie an Unternehmen aus der Sparte Sales Financing der Gruppe zusammen mit dem Risiko der Uneinbringlichkeit abgetreten sind. Auf diese Weise übertragene Forderungen sind in den Forderungen der Sparte Sales Financing enthalten. Wenn das Risiko nicht übertragen wird, obwohl die Forderungen in juristischer Hinsicht abgetreten wurden, verbleiben diese Posten bei den Forderungen der Sparte Automobile und es wird eine entsprechende finanzielle Verbindlichkeit (unter sonstiges verzinsliches Fremdkapital) erfasst. Diese Regel gilt auch für Forderungen, die außerhalb der Gruppe abgetreten werden, z. B. im Wege der Diskontierung oder des Factorings. Die Summe abgetretener Forderungen von Automobile, die in der Bilanz ausgewiesen wird, ist für die dargestellten Perioden nicht erheblich. Eine erhebliche Konzentration von Risiken innerhalb des Kundenstamms von Automobile liegt nicht vor.

18 - SONSTIGE KURZFRISTIGE VRMÖGENSWERTE

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006 31. DEZEMBER 2005
Rechnungsabgrenzungsposten 259 148 120
Steuerforderungen 900 910 874
Sonstige Forderungen 892 717 1.160
Derivate zu betrieblichen Transaktionen (1) (Punkt 26-A) 324 268 259
SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 2.375 2.043 2.413
Bruttowert 2.409 2.062 2.437
Wertminderung (34) (19) (24)

(1) Darin enthalten sind EUR 176 Mio. für Derivate zu Finanztransaktionen der Sparte Sales Financing in 2007 (2006: EUR 186 Mio. und 2005: EUR 177 Mio.).

19 - EIGENKAPITAL

A – Stammkapital

Die gesamte Anzahl Stammaktien, die zum 31. Dezember 2007 ausgegeben und vollständig eingezahlt waren, belief sich auf 284.937.000 mit einem Nennwert von EUR 3,81 je Aktie (gegenüber dem 31. Dezember 2006 und 2005 hat sich hierbei nichts verändert).

Auf eigene Aktien werden keine Dividenden gezahlt. Auf sie entfielen 2,65 % des Stammkapitals von Renault zum 31. Dezember 2007 (31. Dezember 2006: 2,70 % und 31. Dezember 2005: 3,35 %).

Die Nissan-Gruppe ist an Renault über ihre 100%ige Tochtergesellschaft Nissan Finance Co., Ltd. zu 15 % beteiligt (die mit diesen Aktien verbundenen Stimmrechte können nicht ausgeübt werden).

B - Kapitalmanagement

Durch ihr Kapitalmanagement will die Gruppe die Fortführung der Geschäftstätigkeit garantieren, um Erträge für Aktionäre und Vorteile für andere Interessensbeteiligte zu erzielen und um eine optimale Kapitalstruktur zur Optimierung ihrer Kosten aufrechtzuerhalten.

Die Gruppe betreibt ein aktives Management ihrer Kapitalstruktur. Dabei nimmt sie Anpassungen an sich verändernde wirtschaftliche Bedingungen vor. Zum Erhalt bzw. zur Abstimmung ihrer Kapitalstruktur kann die Gruppe Dividendenzahlungen an Aktionäre anpassen, Kapital teilweise zurückzahlen oder neue Aktien ausgeben. Gegenüber 2006 hat sich an den Managementzielsetzungen, -richtlinien und -verfahren nichts verändert.

Die Zielsetzungen der Gruppe werden in den verschiedenen Sparten auf unterschiedliche Weisen überwacht.

Beim Kapitalmanagement für eine Sparte bezieht sich die Gruppe auf eine Kennzahl, die sich aus der Nettoverschuldung der Sparte, geteilt durch die Summe des Eigenkapitals ergibt (in der Nettoverschuldung sind alle nicht betrieblichen verzinslichen finanzielle Verbindlichkeiten und Verpflichtungen abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige nicht betriebliche finanzielle Vermögenswerte wie z. B. marktgängige Wertpapiere oder die Ausleihungen der Sparte enthalten; das Eigenkapital entspricht dem Ausweis in der Bilanz der Sparte). Zum 31. Dezember 2007 belief sich diese Kennzahl auf 9,5 % (31. Dezember 2006: 11,5 % und 31. Dezember 2005: 11,6 %).

In der Sparte Sales Financing müssen speziell für Bankgeschäfte geltende aufsichtsrechtliche Kennzahlen eingehalten werden. Der minimale Solvabilitätskoeffizient (Eigenkapital einschließlich nachrangiger Anleihen im Verhältnis zu den gesamten risikogewichteten Vermögenswerten) liegt bei 8 %, die Sparte hat 9,2 % für 2007 erreicht.

Seit 1999 sichert die Gruppe schließlich das Kursrisiko Yen/Euro in Zusammenhang mit ihrer Beteiligung an Nissan zum Teil ab. Diese Sicherungsgeschäfte werden in Punkt 13-G beschrieben und wirken sich auf das Eigenkapital der Gruppe aus, denn sie führten zu Währungsdifferenzen, die in die Rücklagen für Währungsumrechnungsanpassungen der Gruppe verrechnet wurden (Punkt 19-E). Durch diese Beträge werden die Wechselkursdifferenzen, die aus dem Anteil an dem in Yen ausgewiesenen Eigenkapital von Nissan entstehen, zum Teil aufgewogen.

C – Eigene Aktien von Renault

In Übereinstimmung mit Beschlüssen von Hauptversammlungen hat der Verwaltungsrat entschieden, alle eigenen Renault-Aktien laufenden Aktienoptionsplänen, die Managern und Leitungsmitgliedern der Gruppe gewährt wurden, zuzuweisen.

31. DEZEMBER 31. DEZEMBER 31. DEZEMBER
2007 2006 2005
--- --- --- ---
Gesamtwert eigener Aktien (EUR Mio.) 499 373 456
Gesamtanzahl eigener Aktien 7.555.139 7.681.580 9.539.964

D - Ausschüttungen

Bei der ordentlichen und außerordentlichen Hauptversammlung vom 2. Mai 2007 wurde beschlossen, EUR 3,10 je Aktie bzw. EUR 863 Mio. an Dividenden auszuschütten (2006: EUR 2,40 je Aktie bzw. EUR 664 Mio.).

Nach der Eliminierung von Dividenden, die Nissan im Verhältnis zur Beteiligung von Renault an Nissan erhalten hat, beliefen sich die im Eigenkapital erfassten Dividendenausschüttungen 2007 auf EUR 803 Mio. (2006: EUR 617 Mio. und 2005: EUR 459 Mio.).

Bei der ordentlichen und außerordentlichen Hauptversammlung am 29. April 2008 wird eine Dividendenausschüttung von EUR 3,80 je Aktie vorgeschlagen. Das entspricht einer Gesamtausschüttung von EUR 1.054 Mio.

Im Wachstumsplan Renault Commitment 2009 ist für 2009 eine Zieldividende von EUR 4,50 festgesetzt.

E - Währungsumrechnungsanpassung

Die Währungsumrechnungsanpassungen haben sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt verändert:

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Veränderung an der Währungsumrechnungsanpassung auf den Wert der Beteiligung an Nissan (Punkt 13-C) (618) (1.185) 615
Auswirkung der Teilabsicherung der Beteiligung an Nissan nach Abzug von Steuern (Punkt 13-G) 153 351 (10)
Gesamtveränderung an der Währungsumrechnungsanpassung in Zusammenhang mit Nissan (465) (834) 605
Sonstige Veränderungen an der Währungsumrechnungsanpassung (248) 17 159
Gesamtveränderungen an der Währungsumrechnungsanpassung (713) (817) 764

Die Auswirkung der Umrechnung des Abschlusses von Nissan (nach Anpassung um die Teilabsicherung des Anteils am Eigenkapital von Nissan in Yen) betrifft in der Hauptsache die Umrechnung des Eigenkapitals nordamerikanischer und mexikanischer Nissan-Tochtergesellschaften durch Renault.

F – Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente

F1 – Veränderungen an der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente

Die im Folgenden ausgewiesenen Zahlen verstehen sich unberücksichtigt von steuerlichen Effekten.

(EUR Mio.) Absicherung von Zahlungsmittelströmen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte SUMME
Zum 31. Dezember 2005 (1) (1) 55 54
In das Eigenkapital verrechnete Veränderungen am Zeitwert 59 57 116
Umgruppierung aus dem Eigenkapital in die GuV (2) 26 (91) (65)
Zum 31. Dezember 2006 (1) 84 21 105
In das Eigenkapital verrechnete Veränderungen am Zeitwert 24 2 26
Umgruppierung aus dem Eigenkapital in die GuV (2) (62) (1) (63)
Zum 31. Dezember 2007 (1) 46 22 68

(1) Eine Aufgliederung der sich auf die Absicherung von Zahlungsmittelströmen beziehenden Beträge, die in das Eigenkapital verrechnet wurden, findet sich in Punkt F-2 unten.

(2) Die Übersicht der sich auf die Absicherung von Zahlungsmittelströmen beziehenden Beträge, die in das Eigenkapital verrechnet wurden, findet sich in Punkt F-3 unten.

F2 – Aufgliederung der sich auf die Absicherung von Zahlungsmittelströmen beziehenden Beträge, die aus der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente in die GuV umgruppiert wurden

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Absicherungen von Zahlungsströmen -81 -1 57
Operative Marge
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen - - -
Finanzerträge (-aufwendungen), netto -7 - -
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen -4 27 -32
Laufende und latente Steuern 30 - -20
FÜR DIE ABSICHERUNG VON ZAHLUNGSMITTELSTRÖMEN IN DIE GuV UMGRUPPIERTE GESAMTSUMME -62 26 5

F3 – Übersicht der sich auf die Absicherung von Zahlungsmittelströmen beziehenden Beträge, die aus der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente in die GuV umgruppiert wurden

31. Dez
(EUR Mio.) 2007 2006 2005
--- --- --- ---
Innerhalb 1 Jahres 44 52 2
Nach 1 Jahr 9 20 -1
Neubewertungsrücklage für die Absicherung von Zahlungsmittelströmen unter Ausschluss von assoziierten Unternehmen 53 72 1
Neubewertungsrücklage für die Absicherung von Zahlungsmittelströmen - assoziierte Unternehmen -7 12 -2
NEUBEWERTUNGSRÜCKLAGE FÜR DIE ABSICHERUNG VON ZAHLUNGSMITTELSTRÖMEN, GESAMT 46 84 -1

Diese Übersicht beruht auf den vertraglichen Fälligkeiten von Geschäften zur Absicherung von Zahlungsmittelströmen

G – Aktienoptions- und Gratisaktienzuteilungspläne

Seit Oktober 1996 hat der Verwaltungsrat Mitgliedern der Unternehmensleitung und Managern in regelmäßigen Abständen Aktienoptionen mit jeweils planspezifischen Preisen und Ausübungszeiträumen gewährt.

Im Geschäftsjahr 2007 wurden zusätzlich zu den 2006 eingerichteten Plänen ein Aktienoptionsplan und ein Gratisaktienzuteilungsplan im Rahmen von Renault Commitment 2009 eingeführt. Darüber hinaus wurde 2007 ein sich auf die Ergebnisse 2008 beziehender Aktienoptionsplan ins Leben gerufen. Alle Pläne von 2006 und 2007 beinhalten Leistungskonditionen, nach denen sich die Anzahl der Aktien oder Optionen, die den Begünstigten zugeteilt werden, richten.

Veränderungen an der von Mitarbeitern gehaltenen Anzahl von Aktienoptionen

2007 2006
Anzahl Gewichteter durschschnittl. Ausübungspreis (EUR) Gewichteter durchschnittl. Aktienkurs zum Zuteilungs- und Ausübungszeitpunkt (EUR) Anzahl Gewichteter durschschnittl. Ausübungspreis (EUR) Gewichteter durchschnittl. Aktienkurs zum Zuteilungs- und Ausübungszeitpunkt (EUR)
--- --- --- --- --- --- ---
Zum 1. Januar ausstehend 16.539.634 66 13.299.707 54
Zugeteilt 2.018.300 95 96 5.096.400 89 88
Ausgeübt 2.268.502 47 99 1.856.473 46 86
Verfallen 66.500 67 100
Zum 31. Dezember ausstehend 16.222.932 72 16.539.634 66

Zum 31. Dezember 2007 noch auszuübende Optionen und Gratisaktienzuteilungsrechte

PLAN NR. ART DES PLANS ZUTEILUNGSZEITPUNKT AUSÜBUNGSPREIS (EUR) AUSSTEHEND AUSÜBUNGSZEITRAUM
Plan 2 Aktienkaufoptionen 28. Oktober 1997 24,89 - 29. Oktober 2002 – 27. Oktober 2007
Plan 3 Aktienkaufoptionen 27. Oktober 1998 32,13 243.769 28. Oktober 2003 – 26. Oktober 2008
Plan 4 Aktienkaufoptionen 16. März 1999 40,82 20.000 17. März 2004 – 15. März 2009
Plan 5 Aktienkaufoptionen 19. Oktober 1999 50,94 356.714 20. Oktober 2004 – 18. Oktober 2009
Plan 6 Aktienkaufoptionen 7. September 2000 und 24. Oktober 2000 49,27 49,57 486.774 8. September 2005 – 6. September 2010 25. Oktober 2005 – 23. Oktober 2010
Plan 7 Aktienkaufoptionen 18. Dezember 2001 48,97 968.741 19. Dezember 2006 – 17. Dezember 2011
Plan 8 Aktienkaufoptionen 5. September 2002 49,21 1.609.007 6. September 6, 2007 – 4. September 2012
Plan 9 Aktienkaufoptionen 8. September 2003 53,36 1.700.484 9. September 2007 – 7. September 2011
Plan 10 Aktienzeichnungsoptionen 14. September 2004 66,03 2.128.650 15. September 2008 – 13. September 2012
Plan 11 Aktienzeichnungsoptionen 13. September 2005 72,98 1.618.593 14. September 2009 – 12. September 2013
Plan 12 Aktienzeichnungsoptionen 4. Mai 2006, 12. Mai 2006 und 30. Juni 2006 87,98 1.663.200 5. Mai 2010 – 5. Mai 2014
Plan 13 Aktienzeichnungsoptionen 4. Mai 2006, 12. Mai 2006 und 17. Juli 2006 87,98 2.728.700 5. Mai 2010 – 5. Mai 2014
Plan 13a Zuteilung von Gratisaktien 12. Mai 2006 und 17. Juli 2006 - 1.374.500 5. Mai 2012 (1)
Plan 14 Aktienzeichnungsoptionen 5. Dezember 2006 und 19. Februar 2007 93,86 1.843.300 6. Dezember 2010 – 4. Dezember 2014
Plan 15 (2) Aktienzeichnungsoptionen 5. Dezember 2007 96,54 695.000 6. Dezember 2011 – 5. Dezember 2015
Plan 16 (2) Aktienzeichnungsoptionen 5. Dezember 2007 96,54 160.000 6. Dezember 2011 – 5. Dezember 2015
Plan 16a (2) Zuteilung von Gratisaktien 5. Dezember 2007 - 60.000 6. Dezember 2013 (1)

(1)Die Gratisaktien werden den Mitarbeitern am 5. Mai 2010 bzw. 6. Dezember 2011 bei den Plänen 13a und 16a geliefert. Sie müssen vor dem Weiterverkauf mindestens zwei Jahre lang gehalten werden.

(2) Im Rahmen von Plan 15, 16 bzw. 16 bis wurden 695.000 Optionen, 160.000 Optionen bzw. 60.000 Gratisaktien zugeteilt . Die vom Verwaltungsrat genehmigte Gesamtmenge beläuft sich auf 2.080.000 Optionen, 797.787 Optionen bzw. 132.166 Gratisaktien.

Der Zuteilungszeitpunkt ist der Zeitpunkt, zu dem Begünstigte von der Entscheidung über die Zuteilung dieser Optionen oder Aktien sowie den Bedingungen der betreffenden Pläne in Kenntnis gesetzt werden.

H - Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen beziehen sich ausschließlich auf Aktienoptionen und Gratisaktien, die den Mitarbeitern zugeteilt wurden.

Planwerte

Bei den im Rahmen dieser Pläne zugeteilten Optionen tritt die Unverfallbarkeit erst nach fünf Jahren bei den Plänen 1 bis 8 bzw. nach vier Jahren bei den Plänen 9 bis 16 ein. Bei Aktienoptionsplänen erstreckt sich der Ausübungszeitraum dann auf fünf Jahre bei den Plänen 1 bis 8 bzw. auf vier Jahre bei den Plänen 9 bis 16. Der Verlust des Nutzens aus diesen Optionen ist wie folgt geregelt: Alle Optionen verfallen, wenn der Mitarbeiter selbst kündigt. Wenn ein Mitarbeiter auf Veranlassung des Unternehmens ausscheidet, wird in jedem Einzelfall eine Entscheidung getroffen.

Die Bewertungsmethode orientiert sich an einem geeigneten binomischen mathematischen Modell, bei dem die Ausübung der Optionen unterstellt und linear über den Ausübungszeitraum verteilt wird. Als Volatilitätsfaktor wird die implizite Volatilität zum Zuteilungszeitpunkt zugrunde gelegt. Die herangezogene Dividende wird anhand der im Plan Renault Commitment 2009 enthaltenen Übersicht über Dividendenauszahlungen ermittelt.

Die Pläne wurden wie folgt bewertet:

PLAN ANFANGSWERT (EUR Tsd.) ZEITWERT STÜCK AUFWAND FÜR 2007 (EUR Mio.) AUFWAND FÜR 2006 (EUR Mio.) AUFWAND FÜR 2005 (EUR Mio.) AKTIENKURS ZUM ZUTEILUNGSZEITPUNKT (EUR)
Plan 9 32.820 18,15 -6 -8 -8 55,4
Plan 10 39.870 19,75 -9 -9 -9 69,05
Plan 11 22.480 14,65 -6 -8 -1 72,45
Plan 12 (2) 17.324 15,42 -5 -3 - 87,05
Plan 13 (2) 36.634 15,59 -9 -5 - 87,82
Plan 13a (2) 74.666 69,86 -20 -8 - 83,71
Plan 14 (2) 26.066 14,14 -6 - - 92,65
Plan 15 14.849 21,36 -1 - - 99,1
Plan 16 3.418 21,36 - - - 99,1
Plan 16a 4.787 79,78 - - - 99,1
SUMME 272.914 -62 -41 -18
PLAN VOLATILITÄT ZINSSATZ AUSÜBUNGSPREIS (EUR) LAUFZEIT DER OPTION(1) DIVIDENDE JE AKTIE (EUR)
Plan 9 33,00% 3,79% 53,36 4–8 Jahre 1,15
Plan 10 27,00% 3,71% 66,03 4–8 Jahre 1,4
Plan 11 23,50% 2,68% 72,98 4–8 Jahre 1,8
Plan 12 (2) 28,10% 3,90% 87,98 4–8 Jahre 2,40–4,50
Plan 13 (2) 27,20% 3,85% 87,98 4–8 Jahre 2,40–4,50
Plan 13a (2) N. Z. 3,83% N. Z. N. Z. 2,40–4,50
Plan 14 (2) 26,70% 3,88% 93,86 4–8 Jahre 2,40–4,50
Plan 15 34,00% 3,89% 96,54 4–8 Jahre 2,40–4,50
Plan 16 34,00% 3,89% 96,54 4–8 Jahre 2,40–4,50
Plan 16a N. Z. 3,89% N. Z. N. Z. 2,40–4,50
SUMME

(1) Zeitraum, in dem in steuerlicher Hinsicht bei der Option nicht von der Unverfallbarkeit ausgegangen wird.

(2) Bei diesen Plänen wurden Optionen und Gratisaktienzuteilungsrechte zu unterschiedlichen Terminen innerhalb des angegebenen Zeitraums zugeteilt. Die dargestellten Angaben entsprechen gegebenenfalls gewichteten Durchschnitten auf Basis der zu jedem Zuteilungszeitpunkt zugeteilten Anzahlen.

20 - RÜCKSTELLUNGEN

A – Rückstellungen zum 31. Dezember

(EUR Mio.) 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
Rückstellungen (ausgenommen Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer 1.516 1.743 2.093
Rückstellungen für Umstrukturierungs- und Personalanpassungskosten 253 445 435
Rückstellungen für Garantiekosten 819 735 945
Rückstellungen für Steuerrisiken und Rechtsstreitigkeiten 173 222 237
Sonstige Rückstellungen 271 341 476
Rückstellungen für Pensions- und sonstige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer 1.203 1.157 1.055
RÜCKSTELLUNGEN GESAMT 2.719 2.900 3.148
Rückstellungen – langfristig 1.765 1.847 1.884
Rückstellungen – kurzfristig 954 1.053 1.264

Alle bekannten Rechtstreitigkeiten, an denen Renault oder Unternehmen der Gruppe beteiligt sind, werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Nachdem die Meinung von Rechtsberatern eingeholt wurde, werden gegebenenfalls für notwendig befundene Rückstellungen zur Abdeckung des geschätzten Risikos gebildet.

B - Rückstellungen (ausgenommen Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer)

(EUR Mio.) RÜCKSTELLUNGENF FÜR UMSTRUKTURIERUNGEN RÜCKSTELLUNGEN FÜR GARANTIEN RÜCKSTELLUNGEN FÜR STEUERRISIKEN UND RECHTSSTREITIGKEITEN SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN GESAMT
Zum 31. Dezember 2005 435 945 237 476 2.093
Zuführungen 187 649 89 128 1.053
Auflösungen von Rückstellungen zwecks Verwendung (178) (817) (65) (134) (1.194)
Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungssalden (22) (48) (32) (76) (178)
Veränderungen am Konsolidierungskreis - - 1 (4) (3)
Währungsumrechnungsanpassungen und sonstige Veränderungen 23 6 (8) (49) (28)
Zum 31. Dezember 2006 445 735 222 341 1.743
Zuführungen 58 695 59 91 903
Auflösungen von Rückstellungen zwecks Verwendung (278) (589) (26) (81) (974)
Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungssalden (6) (6) (76) (37) (125)
Veränderungen am Konsolidierungskreis - (3) - (26) (29)
Währungsumrechnungsanpassungen und sonstige Veränderungen 34 (13) (6) (17) (2)
Zum 31. Dezember 2007 253 819 173 271 1.516

Die Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Salden ergibt sich in der Hauptsache aus Veränderungen an Annahmen, die bei der Einschätzung der ursprünglichen Rückstellung zugrunde gelegt wurden.

Zum 31. Dezember 2007 waren in den sonstigen Rückstellungen EUR 50 Mio. für Rückstellungen enthalten, die unter Anwendung umweltrechtlicher Vorschriften gebildet wurden (31. Dezember 2006: EUR 81 Mio.). Diese Rückstellungen beziehen sich hauptsächlich auf die Einhaltung von Umweltauflagen für Industriegrundstücke, die die Gruppe veräußern will (insbesondere am Standort Boulogne-Billancourt) und Aufwendungen in Zusammenhang mit der europäischen Altautorichtlinie (Punkt 29-A2). Im Geschäftsjahr 2008 wurden EUR 4 Mio. zu diesen Rückstellungen zugeführt und EUR 20 wurden aufgelöst.

Da die Treibhausgasemissionen niedriger als die der Gruppe zugeteilten Quoten waren, wurden hierfür zum 31. Dezember 2007 keine Rückstellungen gebucht.

C - Rückstellungen für Pensionen und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer

C1 – Pensions- und Leistungspläne

Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf aktuell beschäftigte Mitarbeiter.

Diese Leistungen werden entweder durch Beiträge zu beitrags- oder zu leistungsorientierten Plänen abgedeckt.

Beitragsorientierte Pläne

Die Gruppe leistet Gepflogenheiten vor Ort entsprechend entgeltabhängige Zahlungen an die nationalen Träger, die für Pensionszahlungen und ähnliche finanzielle Leistungen zuständig sind. In Zusammenhang mit diesen Pensionsregelungen bestehen keine versicherungsmathematischen Verbindlichkeiten.

Der gesamte Aufwand für beitragsorientierte Pläne belief sich 2007 auf etwa EUR 450 Mio. (2006: EUR 500 Mio.).

Leistungsorientierte Pläne

Für diese Art von Plänen werden Rückstellungen gebildet. Sie betreffen in der Hauptsache Leistungen, die bei Eintritt in den Ruhestand gezahlt werden, aber auch:

· sonstige Zahlungen bei Eintritt in den Ruhestand und Zusatzpensionen,

· sonstige langfristige Leistungen, meistenteils Jubiläumsgratifikationen und flexible Urlaubsansprüche,

· Kostenübernahme für medizinische Leistungen.

Leistungsorientierte Pläne werden in manchen Fällen durch Fonds abgedeckt, die jährlich anhand des Marktwerts bewertet werden. Der Wert von Fondsvermögen wird gegebenenfalls von der entsprechenden Verbindlichkeit abgezogen. In Anbetracht der hierbei beteiligten Summen (EUR 388 Mio. zum 31. Dezember 2007) ist das Risiko der Gruppe infolge von Veränderungen an diesen Fondsvermögenswerten gering (siehe Punkt 20-C3).

C2 - Versicherungsmathematische Annahmen

Für die Unternehmen in Frankreich als das Land, auf das die meisten Verpflichtungen der Gruppe entfallen, wurden die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:

Pensionierungsalter 60 bis 65
Entgeltsteigerung 3 %
Abzinsungsfaktor (1) 5,3 %

(1) In den meisten Fällen wurden die Verpflichtungen der Gruppe in Frankreich mit einem Abzinsungsfaktor von 5,3 % bewertet (2006: 4,4 % und 2005: 4,0 %). Je nach Fälligkeit der Verpflichtungen werden für die Unternehmen im Einzelnen jedoch unterschiedliche Faktoren herangezogen.

C3 – Übersicht

(EUR Mio.) 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005 31. Dezember 2004
Barwert der Verpflichtungen 1.580 1.507 1.287 1.097
Zeitwert des Fondsvermögens (388) (363) (247) (230)
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Verpflichtungen (335) (242) (138) (30)
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Fondsvermögen 37 27 8 -

C4 - Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer (zum 31. Dezember))

(EUR Mio.) 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
Französische Unternehmen 1.064 978 877
Ausländische Unternehmen 139 179 178
SUMME 1.203 1.157 1.055

C5 – Veränderungen an Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer

(EUR Mio.) VERPFLICHTUNGEN FONDSVERMÖGEN VERPFLICHTUNGEN NACH ABZUG VON FONDSVERMÖGEN NACHZUVERRECHNENDER DIENSTZEITAUFWAND RÜCKSTELLUNGEN IN DER BILANZ
Summe zum 31. Dezember 2005 1.287 (247) 1.040 15 1.055
Nettoaufwand für das Geschäftsjahr 2006 (Punkt 20-C6) 131 (15) 116 (2) 114
Leistungszahlungen und Fondsbeiträge (63) (28) (91) - (91)
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) 102 (19) 83 - 83
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - - - - -
Währungsumrechnungsanpassungen 2 (3) (1) - (1)
Veränderungen am Konsolidierungskreis und Sonstiges 48 (51) (3) - (3)
Summe zum 31. Dezember 2006 1.507 (363) 1.144 13 1.157
Nettoaufwand für das Geschäftsjahr 2007 (Punkt 20-C6) 136 (21) 115 (2) 113
Leistungszahlungen und Fondsbeiträge (91) (16) (107) (107)
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) 93 (10) 83 83
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - - - -
Währungsumrechnungsanpassungen (27) 23 (4) (4)
Veränderungen am Konsolidierungskreis und Sonstiges (38) (1) (39) (39)
Summe zum 31. Dezember 2007 1.580 (388) 1.192 11 1.203

Die Zunahme bei versicherungsmathematischen Verlusten in den Jahren 2007 und 2006 betrifft im Wesentlichen die französischen Unternehmen und ist weitgehend auf die französischen Gesetze über die Finanzierung der Sozialversicherung zurückzuführen. Nach diesen Gesetzen sind Bonuszahlungen bei Eintritt in den Ruhestand sozialversicherungspflichtig, wenn der Mitarbeiter auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheidet. Auch wenn die Gruppe an der Art und Weise, wie sie Pensionierungen handhabt, nichts verändert hat, wurden die Auswirkungen dieser Gesetzesvorschriften in ihren versicherungsmathematischen Parametern berücksichtigt.

C6 – Nettoaufwand für das Geschäftsjahr

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Laufender Dienstzeitaufwand 88 86 97
Kosten für die Auflösung der Abzinsung 46 43 40
Erwarteter Ertrag auf Fondsvermögen (21) (15) (6)
Nettoaufwand für das Geschäftsjahr 113 114 131

C7 – Überleitung zwischen dem Wert der Verpflichtungen und der Rückstellungen

(EUR Mio.) 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
Versicherungsmathematischer Wert von nicht durch Fonds abgedeckten Verpflichtungen 1.130 1.021 944
Versicherungsmathematischer Wert von durch Fonds abgedeckten Verpflichtungen 450 486 343
Wert des Fondsvermögens (Punkt 20-C5) (388) (363) (247)
Verpflichtungen nach Abzug von Fondsvermögen 1.192 1.144 1.040
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 11 13 15
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER 1.203 1.157 1.055

C8 - Aufgliederung des Fondsvermögens

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006 31.DEZEMBER 2005
Aktien 143 229 176
Anleihen 212 126 58
Sonstiges 33 8 13
Fondsvermögen gesamt 388 363 247

Nach aktueller letzter Schätzung belaufen sich die 2008 zu zahlenden Beiträge auf EUR 23 Mio.

21 - SONSTIGE KURZFRISTIGE SCHULDEN

(EUR Mio.) 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
Verbindlichkeiten aus Steuern (unter Ausschluss von laufenden Steuern) 455 496 431
Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen 1.616 1.505 1.403
Sonstige Verbindlichkeiten 3.571 3.894 3.984
Rechnungsabgrenzungsposten 446 414 276
Derivate zu betrieblichen Transaktionen (Punkt 26-A) 165 30 13
SUMME 6.253 6.339 6.107

7.2.6.4 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN

22 – FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

A – Aufgliederung nach ihrer Art

EUR (Mio.) 31. Dez 07 31. Dez 06
LANGFRISTIG KURZFRISTIG SUMME LANGFRISTIG KURZFRISTIG SUMME
--- --- --- --- --- --- ---
Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 38 38 36 - 36
Sonstige Wertpapiere - 204 204 1 312 313
Ausleihungen 72 669 741 78 1.575 1.653
Derivative Vermögenswerte aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile (Punkt 26-A) 496 366 862 448 342 790
SUMME 606 1.239 1.845 563 2.229 2.792
Bruttowert 659 1.240 1.899 600 2.230 2.830
Wertminderung 53 1 54 37 1 38
EUR (Mio.) 31. Dez 05
LANGFRISTIG KURZFRISTIG SUMME
--- --- --- ---
Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 100 - 100
Sonstige Wertpapiere 1 469 470
Ausleihungen 87 1.141 1.228
Derivative Vermögenswerte aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile (Punkt 26-A) 389 261 650
SUMME 577 1.871 2.448
Bruttowert 625 1.872 2.497
Wertminderung 48 1 49

Der kurzfristige Anteil sonstiger Wertpapiere bezieht sich auf Wertpapiere, die nicht als Zahlungsmitteläquivalente eingeordnet werden können. Die Veränderungen am kurzfristigen Anteil sonstiger zur Veräußerung verfügbarer marktgängiger Wertpapiere ergeben sich in der Hauptsache aus der Veräußerung von Scania-Aktien in 2005 und 2006.

Ausleihungen setzen sich im Wesentlichen aus kurzfristigen Anlagen von Liquiditätsüberschüssen der Sparte Automobile bei Kreditinstituten zusammen.

B – Aufgliederung nach Kategorie

(EUR Mio..) zu handelszwecken gehaltene INSTRUMENTe (1) zu sicherungs-zwecken dienende derivate Zur VeräuSSerung verfügbare INSTRUMENTE ausleihunGen und Forderungen SUMME
Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 38 38
Sonstige Wertpapiere 102 102 204
Ausleihungen 741 741
Derivative Vermögenswerte aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 558 304 862
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE GESAMT ZUM 31. DEZEMBER 2007 660 304 140 741 1.845

Einschließlich Derivate, die zu Bilanzierungszwecken nicht als Sicherungsgeschäfte dargestellt sind.

(EUR Mio.) zu handelszwecken gehaltene INSTRUMENTe (1) zu sicherungszwecken dienende derivate Zur VeräuSSerung verfügbare INSTRUMENTE ausleihunGen und Forderungen SUMME
Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 36 36
Sonstige Wertpapiere 138 175 313
Ausleihungen 1.653 1.653
Derivative Vermögenswerte aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 404 386 790
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE GESAMT ZUM 31. DEZEMBER 2006 542 386 211 1.653 2.792
Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 100 100
Sonstige Wertpapiere 191 279 470
Ausleihungen 1.228 1.228
Derivative Vermögenswerte aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 416 234 650
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE GESAMT ZUM 31. DEZEMBER 2005 607 234 379 1.228 2.448

(1) Einschließlich Derivate, die zu Bilanzierungszwecken nicht als Sicherungsgeschäfte dargestellt sind.

23 – ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

(EUR Mio.) 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
Zahlungsmitteläquivalente 1.058 1.694 2.550
Als zu Handelszwecken gehalten eingeordnet 1.041 1.686 2.544
Als zur Veräußerung verfügbar eingeordnet 17 8 6
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.663 4.316 3.601
SUMME 4.721 6.010 6.151

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind unter Ausleihungen und Forderungen eingeordnet.

24 – FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING

A – Aufgliederung nach ihrer Art

EUR (Mio.) 31. Dez 07 31. Dez 06
LANGFRISTIG KURZFRISTIG SUMME LANGFRISTIG KURZFRISTIG SUMME
--- --- --- --- --- --- ---
Rückzahlbare Aktien von Renault SA 697 - 697 749 - 749
Anleihen 3.728 416 4.144 3.575 618 4.193
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden - - - - -
Darlehen bei Kreditinstituten 179 275 454 346 1.508 1.854
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 244 598 842 310 1.397 1.707
Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile (unter Ausschluss von Derivaten) 4.848 1.289 6.137 4.980 3.523 8.503
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 293 228 521 179 192 371
Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile gesamt (Punkt 24-B) 5.141 1.517 6.658 5.159 3.715 8.874
Rückzahlbare Aktien von Diac 19 - 19 19 - 19
Anleihen - 7.847 7.847 - 8.961 8.961
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 253 9.142 9.395 252 7.609 7.861
Darlehen bei Kreditinstituten - 3.989 3.989 - 4.401 4.401
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital - 62 62 - 124 124
Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing gesamt (unter Ausschluss von Derivaten) 272 21.040 21.312 271 21.095 21.366
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Sales Financing - 156 156 - 117 117
Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing (Punkt 24-B) 272 21.196 21.468 271 21.212 21.483
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING GESAMT 5.413 22.713 28.126 5.430 24.927 30.357
EUR (Mio.) 31. Dez 05
LANGFRISTIG KURZFRISTIG SUMME
--- --- --- ---
Rückzahlbare Aktien von Renault SA 718 718
Anleihen 3.415 1.084 4.499
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden - 46 46
Darlehen bei Kreditinstituten 1.063 584 1.647
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 267 626 893
Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile (unter Ausschluss von Derivaten) 5.463 2.340 7.803
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 171 207 378
Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile gesamt (Punkt 24-B) 5.634 2.547 8.181
Rückzahlbare Aktien von Diac 15 - 15
Anleihen - 10.116 10.116
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 252 7.405 7.657
Darlehen bei Kreditinstituten - 4.652 4.652
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital - 75 75
Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing gesamt (unter Ausschluss von Derivaten) 267 22.248 22.515
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Sales Financing - 179 179
Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing (Punkt 24-B) 267 22.427 22.694
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING GESAMT 5.901 24.974 30.875

Rückzahlbare Aktien

Bei den im Oktober 1983 und April 1994 von Renault SA ausgegebenen rückzahlbaren Aktien handelt es sich um nachrangige ewige Aktien. Sie erzielen einen jährlichen Mindestertrag von 9 %, die sich aus einem festen Anteil (6,75 %) und einem variablen Anteil zusammensetzten Der variable Anteil hängt von den Konzernumsatzerlösen ab und wird auf Basis einer gleichen Gruppenstruktur und identischer Methoden berechnet. Der Ertrag auf rückzahlbare Aktien, der sich für 2007 auf EUR 17 Mio. beläuft (gleiche Summe wie 2006 und 2005), ist im Zinsaufwand enthalten. Diese Aktien werden an der Pariser Börse notiert. Sie wurden zum 31. Dezember 2006 zu EUR 940 und zum 31. Dezember 2007 zu EUR 874 bei einem Nennwert von EUR 153 gehandelt. Daraus ergibt sich eine entsprechende Anpassung auf den Zeitwert rückzahlbarer Aktien in Höhe von EUR 53 Mio., die unter sonstigen Finanzerträgen erfasst werden (Punkt 8).

Der Ertrag auf die 1985 ausgegebenen rückzahlbaren Diac-Aktien setzt sich aus einem festen Anteil, der dem jährlichen Geldmarktzins entspricht, und einem variablen Anteil, der durch Multiplikation von 40 % des jährlichen Geldmarktzinssatzes mit der prozentualen Erhöhung des konsolidierten Nettogewinns des Diac-Teilkonzerns im Vergleich zum Vorjahr berechnet wird.

Veränderungen bei Anleihen

Im Geschäftsjahr 2007 hat Renault 2000 und 2004 ausgegebene Anleihen in einer Gesamthöhe von EUR 451 Mio. zurückgezahlt und neue Anleihen in Gesamthöhe von EUR 588 Mio. ausgegeben, die zwischen 2010 und 2017 fällig werden.

Darüber hinaus hat RCI Banque 2007 Anleihen in einer Gesamthöhe von EUR 3.139 Mio. zurückgezahlt und neue Anleihen in einer Gesamthöhe von EUR 2.022 Mio. ausgegeben, die zwischen 2008 und 2012 fällig werden.

Kreditlinien

Zum 31. Dezember 2007 standen der Renault-Gruppe Kreditlinien bei Banken in mehreren Währungen zur Verfügung. Diese beliefen sich auf umgerechnet EUR 10.818 Mio. (2006: EUR 10.731 Mio.) und sind bis 2011 fällt. Der kurzfristige Anteil machte zum 31. Dezember 2007 insgesamt EUR 3.600 Mio. aus (2006: EUR 3.440 Mio.). Von diesen Kreditlinien waren zum 31. Dezember 2007 insgesamt EUR 59 Mio. in Anspruch genommen (2006: EUR 48 Mio.).

B – Aufgliederung nach Kategorie

31. DEZEMBER 2007 (EUR Mio.) zu handelszwecken gehaltene INSTRUMENTe (1) ZU SICHERUNGSZWECKEN DIENENDE DERIVATE SEIT DER ERSTMALIGEN ERFASSUNG ZUM ZEITWERT AUSGEWIESENE INSTRUMENTE ZU FORTGEFÜHRTEN KOSTEN AUSGEWIESENE INSTRUMENTE (2) SUMME
Rückzahlbare Aktien von Renault SA 697 697
Anleihen 10 4.134 4.144
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden -
Darlehen bei Kreditinstituten 454 454
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 842 842
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 503 18 521
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile gesamt 503 18 707 5.430 6.658
Rückzahlbare Aktien von Diac 19 19
Anleihen 7.847 7.847
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 9.395 9.395
Darlehen bei Kreditinstituten 3.989 3.989
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 62 62
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Sales Financing 58 98 156
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING GESAMT 58 98 19 21.293 21.468
31. DEZEMBER 2006 (EUR Mio.) zu handelszwecken gehaltene INSTRUMENTe (1) ZU SICHERUNGSZWECKEN DIENENDE DERIVATE SEIT DER ERSTMALIGEN ERFASSUNG ZUM ZEITWERT AUSGEWIESENE INSTRUMENTE ZU FORTGEFÜHRTEN KOSTEN AUSGEWIESENE INSTRUMENTE (2) SUMME
Rückzahlbare Aktien von Renault SA 749 749
Anleihen 4.193 4.193
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden - -
Darlehen bei Kreditinstituten 1.854 1.854
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 1.707 1.707
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 366 5 371
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile gesamt 366 5 749 7.754 8.874
Rückzahlbare Aktien von Diac 19 19
Anleihen 8.961 8.961
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 7.861 7.861
Darlehen bei Kreditinstituten 4.401 4.401
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 124 124
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Sale Financing 55 62 117
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING GESAMT 55 62 19 21.347 21.483

(1) Einschließlich Derivate, die zu Bilanzierungszwecken nicht als Sicherungsgeschäfte dargestellt sind.

(2) Einschließlich finanzieller Verbindlichkeiten, die durch Sicherungen von Zahlungsmittelströmen abgesichert sind.

31. DEZEMBER 2005 (EUR Mio.) zu handelszwecken gehaltene INSTRUMENTe (1) ZU SICHERUNGSZWECKEN DIENENDE DERIVATE SEIT DER DERMALIGEN ERFASSUNG ZUM ZEITWERT AUSGEWIESENE INSTRUMENTE ZU FORTGEFÜHRTEN KOSTEN AUSGEWIESENE INSTRUMENTE (2) SUMME
Rückzahlbare Aktien von Renault SA 718 718
Anleihen 4.499 4.499
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 46 46
Darlehen bei Kreditinstituten 1.647 1.647
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 893 893
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 366 12 378
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile gesamt 366 12 718 7.085 8.181
Rückzahlbare Aktien von Diac 15 15
Anleihen 10.116 10.116
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 7.657 7.657
Darlehen bei Kreditinstituten 4.652 4.652
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 75 75
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Sales Financing 68 111 179
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING GESAMT 68 111 15 22.500 22.694

(1) Einschließlich Derivate, die zu Bilanzierungszwecken nicht als Sicherungsgeschäfte dargestellt sind.

(2) Einschließlich finanzieller Verbindlichkeiten, die durch Sicherungen von Zahlungsmittelströmen abgesichert sind.

C – Aufgliederung nach Fälligkeit

Bei derivativen Verbindlichkeiten entsprechen die vertraglichen Zahlungsströme den Beträgen, die zu zahlen sind.

Bei sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die vertraglichen Zahlungsströme der Rückzahlung der eigentlichen Hauptsumme und der Zinszahlung.

Bei variabelverzinslichen Finanzinstrumenten werden die Zinsen anhand der Zinssätze zum 31. Dezember berechnet.

Für die rückzahlbaren Aktien von Renault und Dica werden keine vertraglichen Zahlungsströme angegeben, weil sie keinen festen Rückzahlungstermin haben.

C1 - Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile

31. Dez 07 Bilanzwert Vertragliche Zahlungsströme gesamt -1 Jahr 1-2 Jahre
Von Renault SA ausgegebene Anleihen (nach Ausgabedatum)
2002 1.009 1.009 1.000
2003 1.194 1.194 383
2004 278 278 228
2005 212 212
2006 831 831
2007 592 588
Aufgelaufene Zinsen, Aufwendungen und Agios 28 36 36
Summe 4.144 4.139 419 1.228
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden - -
Darlehen bei Kreditinstituten 454 454 275 109
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 842 842 614 24
Summe 1.296 1.296 889 133
Zukünftige Zinsen auf Anleihen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - 429 136 90
Rückzahlbare Aktien 697
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften 521 521 228 291
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 6.658 6.385 1.672 1.742
31. Dez 07 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre +5 Jahre
Von Renault SA ausgegebene Anleihen (nach Ausgabedatum)
2002
2003 770 41
2004 50
2005 151 61
2006 303 528
2007 8 523 57
Aufgelaufene Zinsen, Aufwendungen und Agios
Summe 929 353 584 626
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden
Darlehen bei Kreditinstituten 7 8 10 45
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 18 26 43 117
Summe 25 34 53 162
Zukünftige Zinsen auf Anleihen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 74 65 45 19
Rückzahlbare Aktien
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften 2
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 1.028 452 682 809

Anhang zum Konzernabschluss (Teil 2)

C2 – Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Sales Financing und Schulden aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge

31. Dez 07 Bilanzwert Vertragliche Zahlungsströme gesamt -1 Jahr 1-2 Jahre
Von RCI Banque ausgegebene Anleihen (Ausgabejahr)
1997 214 214 214
2000 75 75 75
2001 18 18 18
2002 675 675 675
2003 1.048 1.048 1.023
2004 1.124 1.124 25 1.099
2005 1.182 1.182 316
2006 1.380 1.380 555 317
2007 2.022 2.022 640 722
Aufgelaufene Zinsen, Aufwendungen und Agios 109 119 119
Summe 7.847 7.857 3.446 2.352
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 9.395 9.404 5.663 129
Darlehen bei Kreditinstituten 3.989 3.989 2.779 617
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 62 62 62
Summe 13.446 13.455 8.494 746
Zukünftige Zinsen auf Anleihen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - 733 302 227
Rückzahlbare Aktien 19
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften 156 165 97 38
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 21.468 22.250 12.339 3.363
31. Dez 07 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre +5 Jahre
Von RCI Banque ausgegebene Anleihen (Ausgabejahr)
1997
2000
2001
2002
2003 25
2004
2005 832 1 23 10
2006 425 71 1 11
2007 160 500
Aufgelaufene Zinsen, Aufwendungen und Agios
Summe 1.442 72 524 21
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 209 1.985 1.175 253
Darlehen bei Kreditinstituten 319 265 9
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital
Summe 528 2.250 1.175 262
Zukünftige Zinsen auf Anleihen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 114 51 23 56
Rückzahlbare Aktien
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften 18 12
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 2.102 2.385 1.722 339

D – Aufgliederung nach Währung

31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
(EUR Mio.) VOR DERIVATEN NACH DERIVATEN VOR DERIVATEN NACH DERIVATEN VOR DERIVATEN NACH DERIVATEN
--- --- --- --- --- --- ---
Euro 23.581 22.595 25.733 24.258 26.559 24.565
Yen 1.268 1.928 1.078 2.507 1.527 3.321
Sonstige 2.600 2.926 3.058 3.104 2.232 2.432
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN AUS DER FINANZIERUNG VERKAUFTER FAHRZEUGE GESAMT (UNTER AUSSCHLUSS VON DERIVATEN) 27.449 27.449 29.869 29.869 30.318 30.318

25 – ZEITWERT VON FINANZINSTRUMENTEN UND AUSWIRKUNGEN AUF DAS ERGEBNIS

A – Zeitwert von Finanzinstrumenten

Die Finanzinstrumente der Gruppe weisen folgende Buchwerte in der Bilanz und geschätzte Zeitwerte auf:

31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
(EUR Mio.) BILANZWERT ZEITWERT BILANZWERT ZEITWERT BILANZWERT ZEITWERT
--- --- --- --- --- --- ---
VERMÖGENSWERTE Langfristige Vermögenswerte 606 599 563 559 577 573
Forderungen der Sparte Sales Financing 20.430 20.317 20.360 20.329 20.700 20.820
Forderungen der Sparte Automobile 2.083 2.083 2.102 2.102 2.055 2.055
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.239 1.239 2.229 2.229 1.871 1.871
VERBINDLICHKEITEN Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.413 5.427 5.430 5.525 5.901 6.098
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.517 1.521 3.715 3.692 2.547 2.518
Schulden der Sparte Sales Financing 21.196 21.157 21.212 21.296 22.427 22.504
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.224 8.224 7.384 7.384 7.788 7.788

Die geschätzten Zeitwerte beruhen auf Informationen, die auf den Märkten zur Verfügung stehen. Sie werden anhand von Bewertungsmethoden berechnet, die für die Art des betreffenden Instruments jeweils geeignet sind. Allerdings sind die herangezogenen Methoden und Annahmen von Natur aus theoretischer Art. Deswegen spielt das Urteilsvermögen bei der Interpretation von Marktdaten eine wesentliche Rolle. Wenn andere Annahmen und/oder Preisfindungsmethoden herangezogen würden, könnte dies von daher erheblichen Einfluss auf die Schätzwerte haben.

Die Zeitwerte wurden anhand von Informationen ermittelt, die zum Ende des Jahres vorlagen. Spätere Veränderungen sind in ihnen deswegen nicht berücksichtigt.

Wenn das Finanzinstrument auf einem aktiven und liquiden Markt notiert wird, dann wird im Allgemeinen der letzte notierte Preis zur Berechnung des Marktwerts verwendet. Bei nicht notierten Instrumenten wird der Marktwert anhand von anerkannten Bewertungsmodellen bestimmt, die sich auf beobachtbare Marktparameter beziehen. Wenn Renault nicht über Bewertungsinstrumente verfügt, insbesondere bei komplexen Produkten, wird die Bewertung von namhaften Finanzinstituten vorgenommen.

In der Hauptsache wurden die folgenden Annahmen und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt:

· Wertpapiere: Der Zeitwert von Wertpapieren wird hauptsächlich anhand von Marktpreisen bestimmt.

· Ausleihungen: Bei Ausleihungen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und bei variabelverzinslichen Ausleihungen gilt der in der Bilanz ausgewiesene Wert als Zeitwert. Sonstige festverzinsliche Ausleihungen wurden durch die Abzinsung zukünftiger Cashflows mit Hilfe von Zinsen bewertet, die Renault zum 31. Dezember 2007 und 31. Dezember 2006 für Darlehen mit ähnlichen Konditionen und Laufzeiten angeboten wurden.

· Forderungen der Sparte Sales Financing: Festverzinsliche Forderungen der Sparte Sales Financing wurden durch die Abzinsung zukünftiger Cashflows anhand von Zinsen geschätzt, die zum 31. Dezember 2007 und 31. Dezember 2006 für ähnliche Darlehen (Konditionen, Laufzeit und Schuldnerbonität) gelten würden.

· Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing: Der Zeitwert wurde durch die Abzinsung zukünftiger Cashflows mit Hilfe von Zinsen bewertet, die Renault zum 31. Dezember 2007 und 31. Dezember 2006 für Darlehen mit ähnlichen Konditionen und Laufzeiten angeboten wurden. Für Schulden von Sales Financing, durch die ausgegebene Wertpapiere mit einer Laufzeit von weniger als 90 Tagen vorliegen, gilt der in der Bilanz ausgewiesene Wert als Zeitwert.

B – Auswirkungen von Finanzinstrumenten auf das Ergebnis

Finanzielle Vermögenswerte ausgenommen Derivate
31.12.2007 (EUR Mio.) Zu Handelszwecken gehaltene Instrumente Zur Veräußerung verfügbare Instrumente Ausleihungen und Forderungen
--- --- --- ---
AUTOMOBILE
Zinserträge 41 238
Zinsaufwendungen
Veränderung am Zeitwert 19
Wertminderung 1 11
Dividenden 3
Gewinne (Verluste) aus der Veräußerung 13
Wechselkursgewinne und ‑verluste, netto 14 -8
GESAMTAUS-WIRKUNG AUF ERGEBNIS – SPARTE AUTOMOBILE 74 15 219
Einschließlich:
Operative Marge 14 2 17
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 6
Finanzerträge (‑aufwendungen), netto 60 7 236
SALES FINANCING
Zinserträge 9 1.520
Zinsaufwendungen
Veränderung am Zeitwert
Wertminderung 1 155
Dividenden
Gewinne (Verluste) aus der Veräußerung 1 31
Wechselkursgewinne und ‑verluste, netto 2
GESAMTAUS-WIRKUNG AUF ERGEBNIS – SPARTE SALES FINANCING 9 1.336
Einschließlich:
Operative Marge 8 1.336
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 1
Finanzerträge (‑aufwendungen), netto
GEWINNE UND VERLUSTE MIT AUSWIRKUNGEN AUF ERGEBNIS GESAMT 74 24 1.556
Finanzielle Verbindlichkeiten ausgenommen Derivate Derivate Gesamtauswirung auf Ergebnis
31.12.2007 (EUR Mio.) Ergebniswirksam zum Zeitwert bewertete Instrumente Zu fortgeschriebenen Kosten ausgewiesene Instrumente
--- --- --- --- ---
AUTOMOBILE
Zinserträge 279
Zinsaufwendungen 17 362 1 380
Veränderung am Zeitwert 53 21 16 109
Wertminderung 12
Dividenden 3
Gewinne (Verluste) aus der Veräußerung 13
Wechselkursgewinne und ‑verluste, netto 66 60
GESAMTAUS-WIRKUNG AUF ERGEBNIS – SPARTE AUTOMOBILE 36 407 15 -48
Einschließlich:
Operative Marge 63 66 130
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 6
Finanzerträge (‑aufwendungen), netto 36 344 81 76
SALES FINANCING
Zinserträge 131 1.660
Zinsaufwendungen 1.037 67 1.104
Veränderung am Zeitwert 9 9
Wertminderung 156
Dividenden
Gewinne (Verluste) aus der Veräußerung 30
Wechselkursgewinne und ‑verluste, netto 2
GESAMTAUS-WIRKUNG AUF ERGEBNIS – SPARTE SALES FINANCING 1.028 55 372
Einschließlich:
Operative Marge 1.028 55 371
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 1
Finanzerträge (‑aufwendungen), netto
GEWINNE UND VERLUSTE MIT AUSWIRKUNGEN AUF ERGEBNIS GESAMT 36 1.435 70 324

C - Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts

(EUR Mio.) 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
Veränderungen am Zeitwert des Sicherungsinstruments (29) (53) (30)
Veränderungen am Zeitwert des abgesicherten Grundgeschäfts 30 52 30
Nettoauswirkung von Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts auf das Ergebnis 1 (1) -

Diese Nettoauswirkung von Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts auf das Ergebnis entspricht dem unwirksamen Anteil von Sicherungsgeschäften. Methoden zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften werden in Punkt 2-V beschrieben.

26 – DERIVATE UND MANAGEMENT VON FINANZRISIKEN

A – Zeitwert von Derivaten

Der Zeitwert von Derivaten entspricht ihrem Bilanzwert.

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE Finanzielle Vermögenswerte und Schulden von Sales Financing SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
31. Dez 07 (EUR Mio.) Langfristig Kurzfristig Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Kurzfristig
--- --- --- --- --- --- ---
Absicherungen von Zahlungsströmen
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - 1 -
Absicherung der Nettinvestition in Nissan 143 115 - - 10 -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate 129 12 - 115 -
WECHSELKURSIRISIKO GESAMT 143 244 12 - 126 -
Absicherungen von Zahlungsströmen 23 - 116 2 90 -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts 22 - 2 5 8 -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate 308 122 45 286 160 -
ZINSRISIKO GESAMT 353 122 163 293 258 -
Absicherungen von Zahlungsströmen - - - - -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate - 149 - - 165
ROHSTOFFRISIKO GESAMT - 149 - - 165
SUMME 496 366 324 293 384 165
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE Finanzielle Vermögenswerte und Schulden von Sales Financing SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
31. Dez 06 (EUR Mio.) Langfristig Kurzfristig Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Kurzfristig
--- --- --- --- --- --- ---
Absicherungen von Zahlungsströmen - - - - - -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - - -
Absicherung der Nettinvestition in Nissan 193 139 - - - - -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate 98 6 - 90 -
WECHSELKURSIRISIKO GESAMT 193 237 6 - 90 -
Absicherungen von Zahlungsströmen 25 - 123 5 57 -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts 29 - 8 - 6 -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate 201 105 49 174 156 -
ZINSRISIKO GESAMT 255 105 180 179 219 -
Absicherungen von Zahlungsströmen - - - - - -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - - -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate - 82 - - 30
ROHSTOFFRISIKO GESAMT - - 82 - - 30
SUMME 448 342 268 179 309 30
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE Finanzielle Vermögenswerte und Schulden von Sales Financing SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
31. Dez 05 (EUR Mio.) Langfristig Kurzfristig Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Kurzfristig
--- --- --- --- --- --- ---
Absicherungen von Zahlungsströmen - - - - -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - - 6
Absicherung der Nettinvestition in Nissan 103 53 - - -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate - 79 6 - 87
WECHSELKURSIRISIKO GESAMT 103 132 6 - 87 6
Absicherungen von Zahlungsströmen 25 - 23 12 109
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts 53 - 61 - 2
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate 208 129 87 159 188
ZINSRISIKO GESAMT 286 129 171 171 299 -
Absicherungen von Zahlungsströmen - - - - -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate - - 82 - - 7
ROHSTOFFRISIKO GESAMT - - 82 - - 7
SUMME 389 261 259 171 386 13

Die auf den Finanzbereich spezialisierte Tochtergesellschaft Renault Finance wickelt kurzfristige Interbankenanlagen für die Sparte Automobile ab. Sie ist außerdem die Gegenpartei von Nissan beim Handel mit Derivaten zur Absicherung von Devisen-, Zins- und Rohstoffrisiken.

Die Zeitwerte von Derivaten, die in der Konzernbilanz unter den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausgewiesen sind, beziehen sich in der Hauptsache auf Geschäfte, die Renault Finance in eigenem Namen durchführt, und auf Transaktionen von Renault Finance mit Nissan.

B – Management von Finanzrisiken

Aufgrund ihrer Art sind die von der Gruppe gehaltenen Finanzinstrumente den folgenden Finanzrisiken ausgesetzt:

· Marktrisiken (Devisen-, Zins-, Aktien- und Rohstoffrisiken),

· Kontrahentenrisiken,

· Liquiditätsrisiken,

· Kreditrisiken (siehe hierzu die Punkte 16 und 17).

In Sensitivitätsanalysen spiegeln sich die Einflüsse wider, die von Finanzinstrumenten hervorgerufen werden. Diese Angaben stellen somit nicht die wirtschaftliche Sensitivität der Gruppe dar.

B1 - Wechselkursrisiken

Management von Wechselkursrisiken

Die Sparte Automobile ist im Rahmen ihrer industriellen und kaufmännischen Geschäftstätigkeiten Wechselkursrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden bei Renault von der Abteilung Cash and Financing überwacht und zentralisiert.

Bei Renault werden zukünftige Cashflows in Fremdwährungen aus der betrieblichen Tätigkeit grundsätzlich nicht abgesichert.

Cashflows in Fremdwährungen aus der Finanzierungstätigkeit von Tochtergesellschaften werden in denselben Währungen abgesichert, wenn das Management bei Renault SA erfolgt.

Eigenkapitalbeteiligungen werden nicht abgesichert. Davon ausgenommen ist der in Yen ausgewiesene Anteil am Eigenkapital von Nissan, der sich zum 31. Dezember 2007 auf insgesamt JPY 824 Mrd. beläuft (Punkt 13-G).

Renault Finance kann in eigenem Namen Geschäfte tätigen, die nicht mit Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit in Zusammenhang stehen. Dies hat keinen erheblichen Einfluss auf die Konzernergebnisse von Renault.

Die Sparte Sales Financing ist Wechselkursrisiken nur in geringem Maße ausgesetzt, da sie Refinanzierungen für Tochtergesellschaften grundsätzlich in deren eigenen Währungen zur Verfügung stellt.

Die Gruppe hat 2007 keine wesentlichen Änderungen an ihrer Politik für das Management von Wechselkursrisiken vorgenommen.

Analyse der Sensitivität von Finanzinstrumenten gegenüber Wechselkursrisiken

Diese Analyse betrifft die Sensitivität von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (einschließlich konzerninterner Salden) und Derivaten in einer anderen Währung als der Währung des Unternehmens, das diese hält, gegenüber Wechselkursrisiken. Nicht berücksichtigt werden dabei durch Absicherungen des Zeitwerts abgesicherte Grundgeschäfte (abgesicherte Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten und Derivate), bei denen sich Veränderungen am Zeitwert des abgesicherten Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments in der Gewinn- und Verlustrechnung gegenseitig fast vollständig ausgleichen.

Das Risiko der Gruppe betrifft im Wesentlichen Finanzinstrumente in japanischen Yen.

Auswirkungen werden ausschließlich anhand der Umrechnung der betreffenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag nach Heranziehung einer Abweichung des Euro-Umrechnungskurses von 1 % geschätzt

Die Auswirkungen auf das Eigenkapital betreffen eine Abweichung des Euro gegenüber anderen Währungen um 1 %, die bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte und Sicherungen von Zahlungsmittelströmen sowie der Teilabsicherung der Beteiligung an Nissan zugrunde gelegt wird. Alle anderen Auswirkungen beeinflussen das Ergebnis.

In der Sparte Automobile würde sich ein Anstieg des Euro im Verhältnis zu den Hauptwährungen bei Anwendung auf Wechselkursrisiken unterliegenden Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2007 in Höhe von EUR 48 Mio. auf das Eigenkapital auswirken. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital sind in erster Linie auf die Teilabsicherung der Beteiligung an Nissan zurückzuführen. Diese Auswirkungen werden durch die entgegen gesetzte Abweichung der Währungsumrechnungsanpassung auf den Wert der Beteiligung an Nissan ausgeglichen (Punkt 1—D). Die geschätzten Auswirkungen auf das Ergebnis zum 31. Dezember 2007 sind nicht erheblich.

Währungsderivate

31. Dez 07
(EUR Mio.) NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- ---
Währungswaps -Ankäufe 2.594 1.397 1.166 31
Währungsswaps – Verkäufe 2.719 1.431 1.267 21
Terminankäufe 14.851 14.849 2 -
Terminverkäufe 14.808 14.806 2 -
31. Dez 06
(EUR Mio.) NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- ---
Währungswaps -Ankäufe 2.438 669 1.715 54
Währungsswaps – Verkäufe 2.357 555 1.748 54
Terminankäufe 11.508 11.508 - -
Terminverkäufe 11.461 11.461 - -
31. Dez 05
(EUR Mio.) NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- ---
Währungswaps -Ankäufe 2.488 840 1.597 51
Währungsswaps – Verkäufe 2.640 893 1.696 51
Terminankäufe 12.991 12.991 - -
Terminverkäufe 12.983 12.983 - -

B2 - Zinsrisiko

Management des Zinsrisikos

Für die Renault-Gruppe ergibt sich das Zinsrisiko in der Hauptsache aus der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen durch RCI Banque und ihre Tochterunternehmen. Kundenkredite werden im Allgemeinen zu festen Zinsen mit Laufzeiten zwischen 12 und 72 Monaten ausgereicht.

Das Zinsrisiko wird mit Hilfe einer Methodik überwacht, die von der gesamten RCI-Gruppe gemeinsam angewendet wird, um ein übergeordnetes Management von Zinsrisiken auf konsolidierter Gruppenebene zu ermöglichen. Das Risiko wird täglich beurteilt und eine Absicherung erfolgt systematisch mit Hilfe von Swaps, durch die variabelverzinsliche Verbindlichkeiten in festverzinsliche Verbindlichkeiten umgewandelt werden (Absicherung von Zahlungsmittelströmen). Für jede Tochtergesellschaft besteht die Zielsetzung, alle Risiken zum Schutz der Umsatzmarge abzusichern.

Beim Management der Zinsrisiken in der Sparte Automobile kommen zwei elementare Grundsätze zur Anwendung: Bei langfristigen Investitionen erfolgt eine festverzinsliche Finanzierung, bei Anlagen von Liquiditätsüberschüssen erfolgt eine variabelverzinsliche Finanzierung. Darüber hinaus geschieht die Finanzierung in Yen im Rahmen der Sicherung des Eigenkapitals von Nissan zu festen Zinsen, wobei die Laufzeiten zwischen einem Monat und sieben Jahren schwanken können.

Schließlich führt Renault Finance im Rahmen streng definierter Risikogrenzen auch Zinstransaktionen in eigenem Namen durch. Diese Arbitragetätigkeit hat keinen erheblichen Einfluss auf die Konzernergebnisse von Renault.

Die Gruppe hat 2007 keine wesentlichen Änderungen an ihre Politik für das Management von Zinsrisiken vorgenommen.

Analyse der Sensitivität von Finanzinstrumenten gegenüber Zinsrisiken

Die Gruppe ist folgenden Zinsrisiken ausgesetzt:

· Schwankungen bei Zinsströmen auf variabelverzinsliche Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Kosten ausgewiesen sind, und Schwankungen beim Zeitwert von Finanzinstrumenten, die zum Zeitwert dargestellt sind (einschließlich festverzinslicher Instrumente, die durch Swaps in variable Zinsen umgewandelt sind, und strukturierter Produkte).

· Schwankungen beim Zeitwert von festverzinslichen Finanzinstrumenten, die zum Zeitwert ausgewiesen sind.

· Schwankungen beim Zeitwert von Derivaten (Sicherungszwecken dienende Derivate und andere Derivate).

Zinsderivate

31. Dez 07
(EUR Mio.) NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- ---
Zinsswaps 67.865 25.357 41.534 974
FRA 550 550 -
Sonstige Zinssicherungsinstrumente 940 940
31. Dez 06
(EUR Mio.) NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- ---
Zinsswaps 67.947 25.264 41.780 903
FRA
Sonstige Zinssicherungsinstrumente 3.914 3.698 216
31. Dez 05
(EUR Mio.) NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- ---
Zinsswaps 69.558 21.260 47.723 575
FRA - -
Sonstige Zinssicherungsinstrumente 517 292 225

Auswirkungen werden geschätzt, indem man diesen 1%igen Anstieg der Zinsen über ein Jahr auf Finanzinstrumente anwendet, die in der Schlussbilanz ausgewiesen werden.

Die Auswirkungen auf das Eigenkapital entsprechen den Veränderungen am Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren festverzinslichen finanziellen Vermögenswerten und Absicherungen von Zahlungsmittelströmen nach einem Anstieg der Zinsen um 1 %. Alle anderen Auswirkungen beeinflussen das Ergebnis.

In die Berechnung der Sensitivität der einzelnen Sparte gegenüber Zinssätzen fließen spartenübergreifende Ausleihungen und Darlehen ein.

Für die Sparte Automobile hätte ein Anstieg der Zinsen um 1 % bei Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2007 keine erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital (vor Steuern).

Für die Sparte Sales Financing würde sich ein Anstieg der Zinsen um 1 % bei Zinsrisiken unterworfenen Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2007 in Höhe von EUR (5) Mio. auf das Ergebnis bzw. EUR 75 Mio. auf das Eigenkapital (vor Steuern) auswirken. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital sind in der Hauptsache auf die Veränderung am Zeitwert von Swaps zur Absicherung zukünftiger Zahlungsmittelströme zurückzuführen. Die Sensitivität der Sparte Sales Financing gegenüber Zinsrisiken ist im Vergleich zu 2006 stabil.

Aufgliederung von finanziellen Verbindlichkeiten und Schulden im Bereich Sales Financing in fest- und variabelverzinsliche Anteile (unter Ausschluss von Derivaten).

31. Dez
(EUR Mio.) 2007 2006 2005
--- --- --- ---
NACH AUSWIRKUNGEN VON DERIVATEN NACH AUSWIRKUNGEN VON DERIVATEN NACH AUSWIRKUNGEN VON DERIVATEN
Festverzinslicher Anteil 22.215 24.721 22.094
Variabelverzinslicher Anteil 5.234 5.148 8.224
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN VON SALES FINANCING (UNTER AUSSCHLUSS VON DERIVATEN) 27.449 29.869 30.318

B3 - Eigenkapitalrisiken

Management von Eigenkapitalrisiken

Für die Gruppe beziehen sich Eigenkapitalrisiken im Wesentlichen auf marktgängige Wertpapiere, die an Aktienkurse angebunden sind. Die Gruppe macht keinen Gebrauch von Eigenkapitalderivaten zur Absicherung dieses Risikos.

Die Gruppe hat 2007 keine wesentlichen Änderungen an ihrer Politik für das Management von Eigenkapitalrisiken vorgenommen.

Analyse der Sensitivität von Finanzinstrumenten gegenüber Eigenkapitalrisiken

Die Auswirkungen werden geschätzt, indem man bei den betreffenden finanziellen Vermögenswerten zum Jahresende einen Rückgang der Aktienkurse um 10 % betrachtet.

Die Sensitivität der Finanzinstrumente gegenüber Eigenkapitalrisiken ist zum 31. Dezember 2007 nicht erheblich.

B4 - Rohstoffrisiken

Management von Rohstoffrisiken

Bei Renault sichert die Abteilung Purchasing die Rohstoffrisiken zum Teil mit Hilfe von Finanzinstrumenten wie z. B. Terminbeschaffungskontrakten, Beschaffungsoptionen und Tunnelkontrakten ab. Diese Sicherungsgeschäfte beziehen sich auf physische Beschaffungsvorgänge, die von den Werken benötigt werden, und unterliegen mengen- und zeitbezogenen Vorgaben. Die Gruppe geht keine spekulativen Positionen bei Metallen ein.

Rohstoffderivate

Die Gruppe hat 2007 keine wesentlichen Änderungen an ihrer Politik für das Management von Rohstoffrisiken vorgenommen.

Zum 31. Dezember 2007 bezogen sich ausstehende Rohstoffsicherungsgeschäfte auf bestimmte Beschaffungen von Kupfer, Aluminium und Platin. Diese Transaktionen werden zurzeit nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnet und dementsprechend werden Veränderungen an ihrem Zeitwert in den in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen berücksichtigt.

Analyse der Sensitivität von Finanzinstrumenten gegenüber Rohstoffrisiken

Die Sensitivität von Finanzinstrumenten gegenüber Rohstoffrisiken ergibt sich aus Derivaten, die genutzt werden, um die wirtschaftliche Sensitivität der Gruppe gegenüber diesen Risiken abzusichern.

Die Auswirkungen werden geschätzt, indem man bei den Derivaten zum Jahresende einen Anstieg der Rohstoffpreise um 10 % betrachtet.

Die Auswirkungen eines 10%igen Anstiegs von Rohstoffpreisen auf nicht als Sicherungsgeschäfte ausgewiesene Derivate auf das Ergebnis (vor Steuern) würden sich zum 31. Dezember 2007 auf EUR 34 Mio. belaufen.

Die Sensitivität der Finanzinstrumente gegenüber Rohstoffrisiken hat sich gegenüber 2006 erhöht. Dies ist auf die Verstärkung von Sicherungsgeschäften insbesondere bei Aluminium zurückzuführen.

31. Dez 07
(EUR Mio.) NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- ---
Terminankäufe 623 493 130 -
Terminverkäufe 418 305 113 -
31. Dez 06
(EUR Mio.) NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- ---
Terminankäufe 177 177 - -
Terminverkäufe 229 229 - -
31. Dez 05
(EUR Mio.) NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- ---
Terminankäufe 222 111 111 -
Terminverkäufe 118 59 59 -

B5 - Kontrahentenrisiko

Die Gruppe schließt Geschäfte auf den Finanz- und Bankmärkten mit Kontrahenten von hoher Qualität ab und unterliegt keiner erheblichen Risikokonzentration.

Das Management des Kontrahentenrisikos erfolgt für die verschiedenen Unternehmen der Gruppe mit Hilfe eines Bewertungssystems, das in der Hauptsache auf dem langfristigen Kreditrating und der Eigenkapitalausstattung der Kontrahenten beruht. Bei Unternehmen der Gruppen mit erheblichem Risiko wird die Einhaltung zulässiger Kreditlimits täglich nach strengen internen Kontrollverfahren überwacht.

Die Gruppe hat 2007 keine wesentlichen Änderungen an ihrer Politik für das Management von Kontrahentenrisiken vorgenommen.

B6 - Liquiditätsrisiko

Die Sparte Automobile finanziert sich an den Kapitalmärkten durch:

· langfristige Ressourcen (Ausgabe von Anleihen, private Platzierungen, usw.),

· kurzfristige Bankkredite oder die Ausgabe von Commercial Papers,

· ein Forderungsverbriefungsprogramm durch RCI Banque.

Kurzfristige Finanzierungsvorkehrungen werden durch bestätigte „ewige“ oder permanent erneuerbare Kreditvereinbarungen abgesichert. Die Dokumentation für diese Kreditfazilitäten enthält keine Klausel, die die Verfügbarkeit von Krediten im Falle einer Veränderung des Kreditratings von Renault beeinträchtigen könnte.

RCI Banque verfügt somit zu allen Zeit über hinreichende Finanzmittel, um in Übereinstimmung mit strengen internen Standards die Fortführung des Geschäftsbetriebs gewährleisten zu können, ohne dass die Sparte Automobile in Anspruch genommen werden muss.

Die Gruppe hat 2007 keine wesentlichen Änderungen an ihrer Politik für das Management von Liquiditätsrisiken vorgenommen.

Einzelheiten zur Finanzierungsstruktur der Gruppe finden sich in Punkt 24 über die finanziellen Verbindlichkeiten und Schulden von Sales Financing.

7.2.6.5 CASHFLOWS UND SONSTIGE INFORMATIONEN

27 – CASHFLOWS

A – Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Nettozuführungen zu Rückstellungen (185) (256) (19)
Nettoeffekte von Kreditverlusten im Bereich Sales Financing 54 14 167
Nettogewinne (-verluste) aus der Veräußerung von Vermögenswerten (19) (188) (194)
Veränderungen am Zeitwert von rückzahlbaren Aktien (53) 34 271
Veränderungen am Zeitwert von sonstigen Finanzinstrumenten 76 40 (93)
Latente Steuern (58) (86) 26
Sonstiges 71 12 6
SONSTIGE NICHT REALISIERTE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN (114) (430) 164

B – Veränderungen am Nettoumlaufvermögen

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Abnahme/(Zunahme) bei Nettovorräten (862) 656 (496)
Abnahme/(Zunahme) bei Forderungen der Sparte Automobile (171) 51 (88)
Abnahme/(Zunahme) bei sonstigen Vermögenswerten (419) 190 (256)
Zunahme/(Abnahme) bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.008 (522) 364
Zunahme/(Abnahme) bei sonstigen Verbindlichkeiten 97 (61) 102
ABNAHME/(ZUNAHME) DES NETTOUMLAUVERMÖGENS (347) 314 (374)

C - Cashflows aus Investitionstätigkeiten

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (1.348) (1.132) (880)
Erwerb von Sachanlagen (3.278) (3.577) (3.223)
Erwerb des Geschäftsjahres gesamt (4.626) (4.709) (4.103)
Aufgeschobene Zahlungen (18) 65 85
INVESTITIONSAUFWENDUNGEN GESAMT (4.644) (4.644) (4.018)

D – Von der Sparte Automobile erhaltene und gezahlte Zinsen

(EUR Mio.) 2007 2006 2005
Erhaltene Zinsen 280 202 131
Gezahlte Zinsen (350) (281) (200)
ERHALTENE UND GEZAHLTE ZINSEN (70) (79) (69)

28 – NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

A – Vergütung für Mitglieder des Verwaltungsrats und des Vorstands

Die Vergütung und zugehörige Leistungen für den Vorstandsvorsitzenden und den Vorsitzenden des Verwaltungsrates beliefen sich 2007 auf EUR 11,5 Mio. bzw. EUR 2,4 Mio. (2006: EUR 9,2 Mio. bzw. EUR 4,0 Mio.). Die folgenden Beträge wurden in den betreffenden Jahren als Aufwand erfasst:

(EUR Mio.) 2007 2006
Grundgehalt 1,2 1,2
Leistungsabhängiges Gehalt 1,4 1,4
Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung 0,8 0,8
Zusatzpension 0,6 0,7
Aktienoptionspläne 7,4 5,0
Sonstige Vergütungen 0,1 0,1
Vorstandsvorsitzender 11,5 9,2
Grundgehalt - 0,9
Feste Vergütung für den Vorsitzenden des Verwaltungsrates 0,2 0,2
Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung 0,1 0,3
Zusatzpension 0,8 1,2
Aktienoptionspläne 1,3 1,3
Sonstige Vergütungen 0,1 0,1
Vorsitzender des Verwaltungsrates 2,4 4,0

Für Mitglieder des Verwaltungsrates fielen 2007 Vergütungen in Höhe von EUR 557.770 an (2006: EUR 542.752), davon EUR 56.000 für den Vorstandsvorsitzenden und den Vorsitzenden des Verwaltungsrates (unverändert gegenüber 2006).

B – Beteiligung von Renault an Nissan

Nähere Einzelheiten zu der Beteiligung von Renault an Nissan sind Punkt 13 zu entnehmen.

C – Beteiligung von Renault an AB Volvo

Nähere Einzelheiten zu der Beteiligung von Renault an AB Volvo sind Punkt 14 zu entnehmen.

29 - AUSSERBILANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Renault geht im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit eine Reihe von Verpflichtungen ein. Sofern diese Verpflichtungen die Voraussetzungen für Verbindlichkeiten erfüllen, werden hierfür Rückstellungen gebildet (z. B. Altersversorgungs- und andere Leistungen an Mitarbeiter, Rechtstreitigkeiten, usw.).

Nähere Einzelheiten zu außerbilanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen werden weiter unten dargelegt (Punkt 29-A).

Darüber hinaus erhält Renault Verpflichtungen von Kundenseite (Hinterlegungen, Hypotheken, usw.) und kann Kreditlinien bei Kreditinstituten in Anspruch nehmen (Punkt 29-B).

A – Eingegangene außerbilanzielle Verpflichtungen

A1 – Normale Geschäftsvorfälle

Die Gruppe ist zu folgenden Summen verpflichtet

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006 31 DEZEMBER 2005
Sonstige gegebene Garantien 595 540 518
Eröffnung von bestätigten Kreditlinien für Kunden (1) 2.616 2.509 2.198
Feste Bestellungen bei Investitionen 690 799 949
Leasingverpflichtungen 355 404 317
Verpfändete oder durch Hypotheken belastete Vermögenswerte (2) 167 254 216

(1) Von der Sparte Sales Financing eröffnete bestätigte Kreditlinien für Kunden führen zu einer maximalen Zahlung dieses Betrages innerhalb von 12 Monaten nach dem Jahresabschluss.

(2) Bei verpfändeten und durch Hypotheken belasteten Vermögenswerten handelt es sich in der Hauptsache um finanzielle Vermögenswerte, die von Renault Samsung Motors bei der Übernahme durch Renault im Jahre 2000 als Sicherheiten gestellt wurden

Leasingverpflichtungen enthalten Mietzahlungen aus unkündbaren Leasingverhältnissen. Diese gliedern sich wie folgt auf:

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006 31. DEZEMBER 2005
Bis zu 1 Jahr 56 56 55
Zwischen 1 und 5 Jahren 234 239 207
Mehr als 5 Jahre 65 109 55
LEASING-VERPFLICHTUNGEN 355 404 317

A2 - Besondere Geschäftsvorfälle

Altautos

Nach Maßgabe der im September 2000 veröffentlichten Altautorichtlinie 2000/53/EG sind die EU-Mitgliedstaaten zu Maßnahmen verpflichtet, die sicherstellen, dass:

· Fahrzeuge am Ende ihrer Nutzungsdauer für den letzten Halter kostenfrei in einem zugelassenen Verarbeitungszentrum abgegeben werden können.

· bestimmte Fortschrittsziele hinsichtlich der Wiederverwendungsquote von Fahrzeugkomponenten (wobei das Recycling Priorität hat) und des Werts von Komponenten, die wieder verwendet werden können, erfüllt werden.

Seit dem 1. Januar 2007 gilt diese Richtlinie für alle Fahrzeuge, die sich im Verkehr befinden.

Die Gruppe hat jeweils auf Länderbasis Rückstellungen für die entsprechenden Kosten gebildet, als die Richtlinie in innerstaatliches Recht umgesetzt und die Verfahren für Recyclingabläufe festgelegt wurden. Diese Rückstellungen werden regelmäßig überprüft, so dass eine Berücksichtigung von Veränderungen an der Situation in jedem Land gewährleistet ist.

Bei Ländern, in denen die Gesetzesvorschriften noch nicht vollständig sind, lässt sich nicht genau feststellen, ob der Gruppe Restkosten entstehen werden, bis die Gesetze vorliegen.

Renault Argentina

Renault Argentina SA unterhält einen Sparplan namens Plan Rombo SA, der Gruppen von Sparern die Möglichkeit zum Kauf von Fahrzeugen geben soll. Die Sparer leisten hierbei monatliche Beiträge zu dem Plan und am Ende eines bestimmten Zeitraums wird ein Fahrzeug geliefert. Zum 31. Dezember 2007 waren bei Plan Rombo SA etwa 500 Sparergruppen in den Büchern registriert. Renault Argentina SA und Plan Rombo SA sind gegenüber den Mitgliedern gemeinsam für die einwandfreie Durchführung des Plans verantwortlich. Die zugehörige außerbilanzielle Verpflichtung von Renault beläuft sich zum 31. Dezember 2007 auf 82 Mio. argentinische Peso (umgerechnet EUR 18 Mio.).

Sonstige Verpflichtungen

Bei der Veräußerung von Tochtergesellschaften oder Geschäftsbereichen durch die Gruppe sind im Allgemeinen Zusicherungen und Garantien zu Gunsten der jeweiligen Käufer enthalten. Zum 31. Dezember 2007 hat Renault keine erheblichen Risiken in Zusammenhang mit diesen Transaktionen festgestellt.

Als Folge von Teilveräußerungen von Tochtergesellschaften in Vorjahren verfügt Renault noch über Optionen, seine restliche Beteiligung ganz oder teilweise zu verkaufen. Die Ausübung dieser Optionen hätte keine erheblichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Nach einer im April 2003 geschlossenen Vereinbarung, bei der Renault eine 51%ige Beteiligung an Renault Agriculture an Claas verkauft und Claas im Februar 2006 von seiner Option, weitere 29 % zu erwerben, Gebrauch gemacht hat, besitzen Renault und Claas nun eine Verkaufs- bzw. Kaufoption für die noch verbleibenden 20 %, die vom 1. Januar 2010 an ausgeübt werden kann.

Im März 2007 haben Renault und der japanische Konzern NTN eine Vereinbarung über den Verkauf einer 35%igen Beteiligung an SNR geschlossen. Darin ist außerdem eine feste zukünftige Verpflichtung vorgesehen, dass NTN am ersten Jahrestag der Veräußerung weitere 16 % von SNR erwirbt. Des Weiteren haben Renault bzw. NTN eine Verkaufs- bzw. Kaufoption über 29 % von SNR, die innerhalb von 60 Tagen nach dem 3. und 4. Jahrestag der ursprünglichen Transaktion ausgeübt werden kann. Vom 5. Jahrestag an verfügt Renault über eine einseitige Option, seine restliche 20%ige Beteiligung an SNR zu verkaufen. Diese ist fünf Jahre lang gültig. Wenn die Option nicht bis zum Ende des fünfjährigen Zeitraums ausgeübt wird, hat NTN eine Option, die restliche Beteiligung zu erwerben.

Unternehmen der Gruppe werden regelmäßigen Steuerprüfungen in den Ländern, in denen sie tätig sind, unterzogen. Steueranpassungen werden als Rückstellungen im Jahresabschluss ausgewiesen. Angefochtene Steueranpassungen werden jeweils von Fall zu Fall erfasst, wobei das Risiko, dass das Verfahren oder der Einspruch erfolglos verläuft, berücksichtigt wird.

B – Erhaltene außerbilanzielle Verpflichtungen

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006 31. DEZEMBER 2005
Sonstige gegebene Garantien 1.154 784 764
Eröffnung von bestätigten Kreditlinien für Kunden (1) 10.759 10.683 10.643
Feste Bestellungen bei Investitionen 506 395 208
Leasingverpflichtungen 361 537 616
Verpfändete oder durch Hypotheken belastete Vermögenswerte (2) 2.185 2.107 2.150

(1) Die Sparte Sales Financing erhält im Rahmen der Finanzierung von Neu- oder Gebrauchtwagen Garantien von ihren Kunden. Zum 31. Dezember 2007 belaufen sich die von Kundenseite erhaltenen Garantien auf EUR 425 Mio.

(2) Einschließlich EUR 1.574 Mio. für Zusagen, die die Sparte Sales Financing für den Verkauf von Mietwagen am Ende des Mietvertrage an einen Dritten erhalten hat.

30 - EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Erheblicher Kursverlust bei rückzahlbaren Aktien von Renault SA

Der Wert der rückzahlbaren Aktien von Renault SA hat sich Anfang 2008 erheblich vermindert: Dabei ist der Börsenkurs von EUR 874 am 31. Dezember 2007 auf EUR 555 am 31. Januar 2008 gefallen. Da diese Aktien ergebniswirksam zum Zeitwert (Marktwert) ausgewiesen werden, könnte eine Veränderung am Börsenkurs erhebliche Auswirkungen auf die Nettofinanzerträge der Gruppe haben. Die geschätzten potenziellen Auswirkungen auf Basis des Aktienkurses zum 31. Januar 2008 entsprechen einem Finanzertrag von EUR 256 Mio. mit einer entsprechenden Verminderung der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (keine Auswirkungen auf konsolidierte Zahlungsmittel). Diese geschätzten Auswirkungen verändern sich in Abhängigkeit der Schwankungen des Börsenkurses der rückzahlbaren Aktien.

31 – KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN

A – Vollkonsolidierte Unternehmen (Tochtergesellschaften)

BETEILIGUNG DER RENAULT-GRUPPE (IN %) LAND 31. Dez 07 31. Dez 06 31. Dez 05
AUTOMOBILE Frankreich 100 100 100
FRANKREICH
Renault s.a.s
Arkanéo Frankreich 100 100 100
Auto Châssis International (ACI) Le Mans Frankreich 100 100 100
Auto Châssis International (ACI) VillEUR banne Frankreich 100 100 100
Car life Siège und Tochtergesellschaften Frankreich 100 100 100
Emboutissage Tôlerie Gennevilliers (ETG) Frankreich 100 100 100
France Services rapides und Tochtergesellschaft Frankreich - - 100
Fonderie Le Mans Frankreich - - 100
SNR Group (Société Nouvelle de Roulements) Frankreich - 100 100
IDVU Frankreich 100 100 100
Maubeuge construction automobile (MCA) Frankreich 100 100 100
Renault développement industriel et commercial (RDIC) Frankreich 100 100 100
REAGROUP SA und Tochtergesellschaften Frankreich 100 100 100
SCI parc industriel du Mans Frankreich 100 100 100
SCI Plateau de Guyancourt Frankreich 100 100 100
SNC Renault Cléon Frankreich 100 100 100
SNC Renault Douai Frankreich 100 100 100
SNC Renault Flins Frankreich 100 100 100
SNC Renault Le Mans Frankreich 100 100 100
SNC Renault Sandouville Frankreich 100 100 100
Société des automobiles Alpine Renault Frankreich 100 100 100
Sofrastock International Frankreich 100 100 100
Société de transmissions automatiques Frankreich 80 80 80
Société de véhicules automobiles de Batilly (SOVAB) Frankreich 100 100 100
Société Immobilière de Construction Française pour l’Automobile et la Mécanique Frankreich 100 100 100
(SICOFRAM) und Tochtergesellschaft
Société immobilière Renault Habitation (SIRHA) Frankreich 100 100 100
Société Immobilière d’Epone Frankreich 100 100 100
Société Immobilière pour l’Automobile et la Mécanique (SIAM) Frankreich 100 100 100
SODICAM 2 Frankreich 100 100 100
Société financière et foncière (SFF) Frankreich 100 100 100
Technologie et exploitation informatique (TEI) Frankreich 100 100 100
EUROPA Spanien 100 100 100
Auto Châssis International (ACI) Valladolid
Cacia Portugal 100 100 100
Cofal Luxemburg 100 100 77
Grigny Ltd. Großbritannien 100 100 100
Mecanizacion Contable SA (Meconsa) Spanien 100 100 100
Motor Reinsurance Company Luxemburg 100 100 100
Renault Belgique Luxembourg und Tochtergesellschaften Belgien 100 100 100
Renault Ceska Republica und Tochtergesellschaften Tschechische Republik 100 100 100
Renault Croatia Kroatien 100 100 100
Renault Espana Comercial SA (REC SA) und Tochtergesellschaften Spanien 100 100 100
Renault Espana SA und Tochtergesellschaften Spanien 100 100 100
Renault Finance Schweiz 100 100 100
Renault F1 Team Ltd. Großbritannien 100 100 100
Renault Group b.v. Niederlande 100 100 100
BETEILIGUNG DER RENAULT-GRUPPE (IN %) LAND 31. Dez 07 31. Dez 06 31. Dez 05
Renault Hungaria und Tochtergesellschaften Ungarn 100 100 100
Renault Industrie Belgique (RIB) Belgien 100 100 100
Renault Italia und Tochtergesellschaften Italien 100 100 100
Renault Deutsche AG und Tochtergesellschaften Deutschland 100 100 100
Renault Nederland und Tochtergesellschaften Niederlande 100 100 100
Renault Österreich und Tochtergesellschaften Österreich 100 100 100
Renault Nordic Schweden 100 - -
Renault Suisse SA und Tochtergesellschaften Schweiz 100 100 100
Renault Polska Polen 100 100 100
Renault Portuguesa und Tochtergesellschaften Portugal 100 100 100
REAGROUP U.K. Ltd. Großbritannien 100 100 100
Renault Slovakia Slowakei 100 100 100
Renault Nissan Slovenia d.o.o. Slowenien 100 100 100
Renault U.K. Großbritannien 100 100 100
Revoz Slowenien 100 100 100
EUR OMED Russland 100 100 100
AFM Industrie
Auto Châssis International (ACI) Romania Rumänien 100 100 100
Avtoframos Russland 94 94 93
Dacia und Tochtergesellschaften Rumänien 99 99 99
Oyak-Renault Otomobil Fabrikalari Türkei 52 52 52
Renault Algérie Algerien 100 100 100
Renault Industrie Roumanie Rumänien 100 100 100
Renault Maroc Marokko 80 80 80
Renault Mécanique Roumanie Rumänien 100 100 -
Renault Nissan Roumanie Rumänien 100 100 100
Renault Technologie Roumanie Rumänien 100 - -
Renault Ukraine Ukraine 100 100 -
Renault Nissan Bulgarie Bulgarien 100 100 -
Société marocaine de construction (Somaca) Marokko 77 - -
AMERIKA Argentinien 100 100 88
Groupe Renault Argentina
Renault do Brasil LTDA Brasilien 100 100 78
Renault do Brasil SA Brasilien 100 100 77
Renault Corporativo SA de C.V. Mexiko 100 100 100
Renault Mexico Mexiko 100 100 100
Sociedad de Fabricacion de Automotores (SOFASA) Kolumbien 60 60 60
Renault Venezuela Venezuela 100 100 100
ASIEN & AFRIKA Iran 51 51 -
Renault Pars
Renault Samsung Motors Südkorea 80 80 70
Renault South Africa und Tochtergesellschaften Südafrika 51 51 51
SALES FINANCING Frankreich 100 100 100
FRANKREICH
Diac
Diac Location Frankreich 100 100 100
Compagnie de Gestion Rationnelle (Cogera) Frankreich 100 100 100
RCI Banque Frankreich 100 100 100
Réalisation, Études, Courtage et Assurances (RECA) Frankreich 100 100 100
Société Internationale de Gestion et de Maintenance Automobile (SIGMA) Frankreich 100 100 100
Société de Gestion, d’Exploitation de Services en Moyens Administratifs (SOGESMA) Frankreich 100 100 100
BETEILIGUNG DER RENAULT-GRUPPE (IN %) LAND 31. Dez 07 31. Dez 06 31. Dez 05
EUROPA
Accordia Espana SA Spanien - 100 100
ARTIDA Spanien 100 100 100
RCI Financial Services Ltd. Großbritannien 100 100 100
Overlease Espagne Spanien 100 100 100
RCI Banque Autriche Österreich 100 100 100
RCI Bank Polska Polen 100 100 100
RCI Finance CZ Sro Tschechische Republik 100 100 100
RCI Finance SK Slowakei 100 - -
RCI Financial Services Belgique Belgien 100 100 100
RCI Financial Services BV Niederlande 100 100 100
RCI Finanzholding GmbH Deutschland 100 100 100
RCI Gest IFIC und Tochtergesellschaft Portugal 100 100 100
RCI Gest Seguros Portugal 100 100 100
RCI Leasing GmbH Deutschland 100 100 100
RCI Versicherungs Service GmbH Deutschland 100 100 100
Renault Acceptance GmbH Deutschland - - 100
Renault Acceptance Ltd. Großbritannien 100 100 100
Refactor Italien - 100 100
Renault Autofin SA Belgique Belgien 100 100 100
Renault Credit Polska Polen 100 100 100
Renault Financial Services Ltd. (RFS) Großbritannien 100 - -
RCI Zrt Hongrie Ungarn 100 100 100
RCI Finance SA Schweiz 100 100 100
Renault Financiaciones Spanien - 100 100
Renault Services SA Belgique Belgien 100 100 100
RNC (ehemals Accordia) Italien - 100 100
EUR OMED Rumänien 100 100 -
RCI Broker de Assigurare
RCI Leasing Romania Rumänien 100 100 50
RCI Finantare Romania Rumänien 100 100 100
AMERIKA
Consorcio Renault do Brasil Brasilien 100 100 100
Cia Arrademento Mercantil Renault do Brasil Brasilien 60 60 60
CFI Renault do Brasil Brasilien 60 60 60
Renault do Brasil S/A Corr. de Seguros Brasilien 100 100 100
ROMBO Compania Financiera Argentinien 60 60 60
ASIEN & AFRIKA
RCI Korea Südkorea 100 100

B – Quotenkonsolidierte Unternehmen (Jointventures)

BETEILIGUNG DER RENAULT-GRUPPE (IN %) LAND 31. Dez 07 31. Dez 06 31. Dez 05
AUTOMOBILE
AB Volvo Group Schweden 21,8 21,8 21,8
MAIS Türkei 49 49 49
Nissan Group Japan 45,6 45,3 45,7
SALES FINANCING
Nissan Renault Wholesale Mexico Mexiko - 15 15
Nissan Renault Finance Mexico Mexiko 15 15 15

Bei folgendem Unternehmen weichen die prozentualen Anteile für Beherrschung und eigentliche Beteiligung voneinander ab:

PROZENTUALE BEHERRSCHUNG VONSEITEN DER RENAULT-GRUPPE Land 31. Dez 07 31. Dez 06 31. Dez 05
AB Volvo Group Schweden 21,3 21,3 21,3