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Renault Annual Report 2016

Dec 19, 2017

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Annual Report

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Publication

Renault Deutschland AG

Brühl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Renault Deutschland AG, Brühl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und den Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, 20. April 2017

Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rukes, Wirtschaftsprüfer

Brüggenolte, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
--- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 19.379,59 10.781,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.533.605,69 14.484.711,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 286.136,55 164.150,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 304.058,38 399.880,73
14.123.800,62 15.048.742,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.961.987,87 11.961.987,87
2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung 1.166.128,00 1.316.706,00
13.128.115,87 13.278.693,87
27.271.296,08 28.338.218,13
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 75.733,04 84.577,90
2. Waren 11.709.754,38 10.117.533,62
11.785.487,42 10.202.111,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.542.469,71 2.959.639,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 654.393.084,84 577.356.873,68
3. Sonstige Vermögensgegenstände 89.384.352,26 38.811.207,35
746.319.906,81 619.127.720,50
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 392.338,98 7.789,78
758.497.733,21 629.337.621,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.339,67 38.524,12
D. Aktive latente Steuern 9.964.780,66 10.778.128,66
795.791.149,62 668.492.492,71
Passiva
31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.655.322,80 10.655.322,80
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 1.065.532,28 1.065.532,28
2. Andere Gewinnrücklagen 20.742,80 20.742,80
1.086.275,08 1.086.275,08
III. Bilanzgewinn 39.200.398,92 28.424.430,33
50.941.996,80 40.166.028,21
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 34.109.933,00 34.912.902,00
2. Steuerrückstellungen 10.022.924,56 5.836.108,27
3. Sonstige Rückstellungen 512.691.340,16 449.995.180,81
556.824.197,72 490.744.191,08
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.668.625,87 61.392.192,52
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 61.468.360,94 57.417.984,77
3. Sonstige Verbindlichkeiten 82.887.968,29 18.772.096,13
davon aus Steuern EUR 70.536.370,08 (Vorjahr: TEUR 8.597)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 146,41 (Vorjahr: TEUR 0)
188.024.955,10 137.582.273,42
795.791.149,62 668.492.492,71

Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

2016 2015
EUR EUR
--- --- ---
1. Umsatzerlöse 1.464.482.686,88 1.092.862.555,96
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.032.232,02 186.745.118,47
1.469.514.918,90 1.279.607.674,43
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 178.497.017,29 165.708.941,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 224.769.767,07 29.179.640,97
403.266.784,36 194.888.582,70
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 32.880.794,97 30.360.490,03
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.255.518,02 5.265.561,96
davon für Altersversorgung EUR 806.865,20 (Vj. TEUR 1.052)
38.136.312,99 35.626.051,99
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.361.616,29 3.140.801,02
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 964.433.524,17 996.791.258,43
62.316.681,09 49.160.980,29
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 8.709,43 343.527,63
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme 699.518,49 5.607,50
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.063.272,04 23.255.079,91
davon an verbundene Unternehmen EUR 17.144.541,17 (Vj. TEUR 16.177)
davon aus Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen EUR 1.771.726,00 (Vj. TEUR 6.693)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger Rückstellungen EUR 93.517,00 (Vj. TEUR 386)
-19.754.081,10 -22.917.159,78
10. Ergebnis vor Steuern 42.562.599,99 26.243.820,51
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.130.287,83 9.545.528,14
12. Ergebnis nach Steuern 28.432.312,16 16.698.292,37
13. Sonstige Steuern (2015: Ertrag) 25.703,57 -946,10
14. Jahresüberschuss 28.406.608,59 16.699.238,47
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.793.790,33 11.725.191,86
16. Bilanzgewinn 39.200.398,92 28.424.430,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

Allgemeine Hinweise

Sitz der Renault Deutschland AG ist Brühl. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 43252 im Register des Amtsgerichts Köln eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 17. Juli 2015 (BGBI. I 2015, S. 1245) führt zu wesentlichen Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung. So sind die Umsatzerlöse nach neuer Definition um circa 201 MEUR höher sowie die sonstigen betrieblichen Erträge um circa 202 MEUR niedriger als vor Anwendung. Eine weitere Auswirkung ist die Erhöhung des Materialaufwandes für bezogene Leistungen um circa 178 MEUR, die insbesonders aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Einkauf, Fremdarbeit, Sonstige) umgegliedert wurden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet, Vermögensgegenstände sind grundsätzlich höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei Jahre um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und zehn Jahren.

Seit dem Jahr 2015 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 150,01 und EUR 1.000 liegen, nicht mehr zu einem Sammelposten zusammengefasst und gemeinsam über fünf Jahre linear abgeschrieben, sondern alle GWG bis zu einem Anschaffungspreis von EUR 410 werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung von außenplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind zu den vom Versicherer mitgeteilten Werten zum Bilanzstichtag angesetzt.

Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der FiFo-Methode unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Waren (Dienst- und Gebrauchtwagen, Ersatzteile) werden grundsätzlich mit den einzelnen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Unter Berücksichtigung der Verkaufserlöse der Vergangenheit sowie der Marktwerte zum Bilanzstichtag wurden Wertberichtigungen für Fahrzeuge in angemessener Höhe gebildet.

Bestandsrisiken der Teile, die sich aus verminderter Verkaufsfähigkeit und aus der Lagerdauer ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Latente Steuern

Nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept wurden auf sämtliche Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz latente Steuern berechnet. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Pensionsrückstellungen

Es wurden Rückstellungen für unmittelbare und mittelbare Pensionsverpflichtungen bilanziert. Es wird das Ansatzwahlrecht der Bilanzierung mittelbarer Pensionsverpflichtungen in Anspruch genommen. Das bedeutet, dass die Pensionsrückstellungen in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Versorgungsverpflichtungen und dem vorhandenen Kassenvermögen bei der Konzern-Unterstützungskasse der Renault Deutschland AG bilanziert werden. Die Berechnungsmethodik der Pensionsrückstellungen berücksichtigt alle Mitarbeiter unabhängig vom Erreichen der Altersgrenze von 30 Jahren oder mit einer unter fünf Jahren liegenden Dienstzeit. Die pensionsfähigen Bezüge werden mit dem voraussichtlichen Stand am Bilanzstichtag kalkuliert.

Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Rechnungszinsfuß wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Zinssatz von 4,01 % (Vorjahr: 4,00%) zugrunde gelegt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem PUC-Verfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn des Dienstverhältnisses, das sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Beim PUC-Verfahren wird der Barwert erwarteter künftigen Zahlungen ermittelt, die erforderlich sind, um die aufgrund von Arbeitnehmerleistungen bis zum Bilanzstichtag entstandenen Verpflichtungen abgelten zu können. Für diese Ermittlung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz von zehn Jahren verwendet.

Außerdem wurden der Bewertung folgende Annahmen zugrunde gelegt:

31.12.2016 31.12.2015
Gehaltserhöhungen 2,50% p.a. 2,50 % p.a.
Rentenanpassungen 1,60% p.a. 1,60 % p.a.
Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenze p.a. 2,50% p.a. 2,50%
Fluktuationsrate 2,91% p.a. 3,27 % p.a.

Ferner dienten für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen als biometrische Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für erwartete Verluste aus Rücknahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz von 1,84% (Vorjahr: 2,02% bis 2,6%) abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Kommissionserlöse sowie Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt der Veräußerung an den Kunden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst. Gemäß § 277 Abs. 5 HGB wurden wie in Vorjahren Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und der ATZ-Rückstellung unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" erfasst.

Kommissionsgeschäft

Die Renault Deutschland AG wickelt die Neuwagen- und Ersatzteilverkäufe der Marken Renault und Dacia als Kommissionär für die Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, ab. Die Kommission, die als Vergütung für diese Tätigkeit gewährt wird, beinhaltet neben einem fixen Teil auch einen variablen Teil, der zur Abdeckung der Kosten von Verkaufsförderungsaktionen dient.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Umlaufvermögen

Die Warenbestände der Renault Deutschland AG sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 10.117) auf TEUR 11.710 gestiegen. Der Fahrzeugbestand beträgt TEUR 9.143 (Vorjahr: TEUR 8.016). Im Übrigen handelt es sich um Teile in Höhe von TEUR 614 (Vorjahr: TEUR 744) sowie um sonstige Warenbestände wie Werbematerial, Kfz-Briefe etc. in Höhe von TEUR 1.952 (Vorjahr: TEUR 1.357).

Bei den Hilfs- und Betriebsstoffen TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 85) handelt es sich um Heizöl und Kraftstoffe sowie um sonstiges Verpackungsmaterial.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 654.393 (Vorjahr: TEUR 577.357) bestehen TEUR 508.337 (Vorjahr: TEUR 498.215) gegen den Cash-Pool-Führer Renault s.a.s. bei dem Kreditinstitut BNP PARIBAS, Paris/Frankreich. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 146.056 (Vorjahr: TEUR 79.142) resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus der Ergebnisübernahme der Tochtergesellschaften und betreffen mit TEUR 132.998 (Vorjahr: TEUR 69.092) den Gesellschafter Renault s.a.s.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 89.384 (Vorjahr: TEUR 38.811) enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter Renault s.a.s aus Buy-Back-Geschäften von TEUR 38.468 (Vorjahr: TEUR 35.595). Da diese rechtlich noch nicht entstanden sind, werden sie unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Bei den restlichen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um eine Forderung gegenüber dem Finanzamt aus Vorsteuer in Höhe von TEUR 48.385 (Vorjahr: TEUR 0) sowie sonstige Forderungen, ausstehende Gutschriften von Lieferanten und debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 2.531 (Vorjahr: TEUR 3.216).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktive Latente Steuern

Es wurde ein aktiver latenter Steuerüberhang in Höhe von TEUR 9.965 (Vorjahr: TEUR 10.778), der auf Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ermittelt wurde, aktiviert. Es handelt sich hierbei insbesondere um Unterschiede bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen sowie um Rückstellungen für Werbebeteiligungen. Dabei werden bei der Renault Deutschland AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,27 %.

Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Sachverhalten:

Sachverhalt Differenz zur Steuerbilanz Aktive latente Steuern (+) / passive latente Steuern (-)
Anlagevermögen 81 25
Vorratsvermögen 46 14
Pensionsrückstellung/ATZ 21.706 6.787
Sonstige Rückstellungen 7.519 2.351
Differenzen der Organgesellschaften 2.520 788
Total 31.872 9.965

Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern unterliegen gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Renault Deutschland AG beträgt TEUR 10.655 und ist in 20.840 Stückaktien aufgeteilt. Bei den Aktien handelt es sich um Namensaktien.

Zu der am Stichtag bestehenden Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 17.136 verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen zu den aktiven latenten Steuern (TEUR 9.965) sowie auf den untenstehenden Unterschiedsbetrag aus der Pensionsrückstellung (TEUR 7.171).

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen TEUR 34.110 (Vorjahr: TEUR 34.913). Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 59.820 (Vorjahr: TEUR 60.421) wurden mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens der Unterstützungskasse Deutsche Renault AG e.V., Brühl, von TEUR 25.710 (Vorjahr: TEUR 25.508) saldiert. Die Anschaffungskosten entsprechen dem ausgewiesenen Wert. Der Unterschiedsbetrag, der nach § 253 Absatz 6 HGB ermittelt wurde, beträgt TEUR 7.171 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 10.023 (Vorjahr: TEUR 5.836) betreffen Körperschaft-steuer TEUR 4.328 (Vorjahr: TEUR 3.265), Solidaritätszuschlag TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 92) sowie Gewerbesteuer TEUR 5.457 (Vorjahr: 2.674 TEUR) für das Jahr 2016.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 512.691 (Vorjahr: TEUR 449.995) betreffen überwiegend Rückstellungen für Werbebeteiligungen an Renault-Händler, Boni für Fahrzeuge im Netz, Verluste aus Buy-Back-Geschäften, Rückstellungen aus Service-Verträgen und Garantieaufwendungen sowie für Restrukturierungskosten für das Händlernetz.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamtbetrag
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.669 0 0 43.669
(Vorjahr) (61.392) (0) (0) (61.392)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 61.468 0 0 61.468
(Vorjahr) (57.418) (0) (0) (57.418)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 82.888 0 0 82.888
(Vorjahr) (18.772) (0) (0) (18.772)
davon aus Steuern 70.536 0 0 70.536
(Vorjahr) (8.597) (0) (0) (8.597)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
188.025 0 0 188.025
(137.582) (0) (0) (137.582)

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 82.888 (Vorjahr: TEUR 18.772) enthalten hauptsächlich Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):

2016 Vorjahr nach BilRUG Vorjahr vor BilRUG
Verkäufe von Neu-, Dienst- und Gebrauchtwagen 1.090 948 948
Ersatzteilverkäufe 118 105 105
Übrige 256 219 40
1.464 1.272 1.093

Die Umsatzerlöse entfallen wie im Vorjahr hauptsächlich auf die Bundesrepublik Deutschland. In den übrigen Umsatzerlösen sind nach der BilRUG Umstellung insbesondere Erträge aus weiterbelasteten Garantieleistungen und Erträge aus Transportdienstleistungen enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 5.032 (Vorjahr nach BilRUG: TEUR 6.494; vor BilRUG: TEUR 186.745) setzen sich im aktuellen Geschäftsjahr hauptsächlich aus Auflösungen der Buyback und sonstiger Rückstellungen zusammen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 964.434 (Vorjahr nach BilRUG: TEUR 837.709; vor BilRUG: TEUR 996.791 ) sind im Wesentlichen Aufwendungen für Beihilfen und Zuschüsse an Händler, Werbeaufwendungen, Frachtkosten, Fremdarbeiten, Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen, Mietaufwendungen und Beratungskosten zusammengefasst. Von dem Gesamtbetrag wurden TEUR 952.910 (Vorjahr: TEUR 776.858) im Rahmen der Kommissionärsverträge an Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, weiterbelastet. Der entsprechende Ertrag ist als Kommissionsprovision in den Umsatzerlösen enthalten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Periodenfremde Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 883 (Vorjahr: TEUR 314). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 59 enthalten, die die Bildung von sonstigen Rückstellungen betreffen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In 2016 wurden insgesamt TEUR 14.130 (Vorjahr: TEUR 9.546) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gebucht, davon Körperschaftsteuer TEUR 6.029 (Vorjahr: TEUR 3.743), Solidaritätszuschlag TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 118), Gewerbesteuer TEUR 6.890 (Vorjahr: TEUR 4.468) und TEUR 813 (Vorjahr: TEUR 929) als Aufwand aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern.

Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Aufwendungen für die Grundsteuer in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr Ertrag: TEUR 2) enthalten.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen zum 31. Dezember 2016 Rücknahmeverpflichtungen aus Buy-Back-Geschäften für Kraftfahrzeuge gegenüber Autovermietern und anderen Großabnehmern in Höhe von TEUR 109.077 (Vorjahr: TEUR 82.475) sowie Rücknahmeverpflichtungen für Dienstwagen und Mitarbeiter-Leasingfahrzeuge gegenüber der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland mit TEUR 14.936 (Vorjahr: TEUR 9.963).

Das Buy-Back-Geschäft dient der mittelfristigen Verbesserung des Cashflows. Risiken bestehen in der Weitervermarktung, die nicht an den Käufer übergeht, und dem festgelegten Rückkaufswert.

Das Factoring mit der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, dient im Wesentlichen der Liquiditätsverbesserung. Dem Vorteil des frühzeitigen Geldeingangs steht der Nachteil der Factoringaufwendungen gegenüber. Risiken werden aus dem echten Factoring derzeit nicht gesehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 86) für erteilte Investitionsaufträge und mit TEUR 5.009 (Vorjahr: TEUR 5.479) für finanzielle Verpflichtungen aus diversen Miet- und Pachtverträgen, deren Kündigungstermine zwischen 2017 und 2022 liegen. Daraus ergeben sich TEUR 165 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Angaben zum Prüfungshonorar

Das Abschlussprüfungshonorar in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 103) betrifft ausschließlich Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung.

Aufgliederung der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl während des Geschäftsjahres nach Gruppen

2016 Vorjahr
Leitende Angestellte (Prokuristen) 6 11
Angestellte 330 316
Gewerbliche Arbeitnehmer 68 71
404 398

Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und ehemaliger Geschäftsführer

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 betrugen TEUR 1.670 (Vorjahr: TEUR 1.199). Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 87). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sowie gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen sind TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 363) zurückgestellt.

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2016 beträgt TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4).

Aufsichtsrat und Vorstand der Renault Deutschland AG

Aufsichtsrat

Francois David Vorsitzender Directeur Contrôle de Gestion Europe, Renault s.a.s /Frankreich
Patrick Froidefond stellvertretender Vorsitzender Directeur Performance & Contrôle Commerce G9, Renault s.a.s/Frankreich
Patrice Cabrier Mitglied des Aufsichtsrats Directeur Europe, RCI Banque s.a., Noisy-le-Grand Cedex/Frankreich (bis 11.07.2016)
Andreas Gabriel Mitglied des Aufsichtsrats Directeur des Ventes, Renault s.a.s/Frankreich (ab 11.07.2016)
Denis Le Vot Mitglied des Aufsichtsrats Directeur de Gestion Eurasia, Renault s.a.s/Frankreich (bis 11.07.2016)
Kenneth Ramirez Mitglied des Aufsichtsrats Senior Vice President, Sales & Marketing G9, Renault s.a.s/Frankreich (ab 11.07.2016)
Uwe Schäfges Arbeitnehmervertreter Betriebsratsvorsitzender, Renault Deutschland AG
Alexander Oppelt Arbeitnehmervertreter Renault Retail Group Deutschland GmbH

Vorstand

Olivier Gaudefroy Vorsitzender
(bis 31. Mai 2016)
Uwe Hochgeschurtz Vorsitzender
(ab 1. Juni 2016)
Régis Bavelier Vorstand Finanzen
Christophe Mittelberger Vorstand Vertrieb
Reinhard Zirpel Vorstand Öffentlichkeitsarbeit
(bis 31. März 2016)
Martin Zimmermann Vorstand für Sonderaufgaben
(ab 1. Februar 2016) (1.02. - 31.03.2016)
Vorstand Öffentlichkeitsarbeit
(ab 1.04.2016)
Frédéric Posez Vorstand Marketing
(bis 31. Mai 2016)
Frank Niewöhner Vorstand Marketing
(ab 1. Juni 2016)
Jerome Struk Vorstand Qualität und Kundendienst
(bis 30. Juni 2016)
Frank Lagarde Vorstand Qualität und Kundendienst
(ab 1. Juli 2016)

Anteilsbesitz der Renault Deutschland AG (Stand: 31. Dezember 2016)

Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2016 Ergebnis 2016
% TEUR TEUR
--- --- --- ---
Renault Retail Group Deutschland GmbH, Köln 100 12.468 0
Renault Retail Group Spezial-Liegenschaften GmbH, Köln 100 25 0
SODICAM Vertriebs GmbH, Brühl 100 25 0

Mit allen aufgeführten Tochtergesellschaften bestehen Gewinnabführungsverträge.

Angaben zum Mutterunternehmen

Die Renault Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Renault S.A., Boulogne-Billancourt/ Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist beim Mutterunternehmen bzw. auf dessen Internet-Seite erhältlich.

Dividendenzahlung der Renault Deutschland AG

Für das Geschäftsjahr 2016 ist eine Gewinnverwendung in Höhe von EUR 22.048.720 (Vorjahr: EUR 17.630.640,00) geplant. Der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

Brühl, den 20. April 2017

Renault Deutschland AG

gez. Uwe Hochgeschurtz

gez. Régis Bavelier

gez. Christophe Mittelberger

gez. Martin Zimmermann

gez. Frank Niewöhner

gez. Frank Lagarde

Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 237.997,87 16.940,00 55.316,76 199.621,11
237.997,87 16.940,00 55.316,76 199.621,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.504.108,66 173.330,17 160.152,54 57.517.286,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.887.536,88 197.296,16 517.195,25 2.567.637,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.900.267,47 64.755,00 445.521,63 6.519.500,84
67.291.913,01 435.381,33 1.122.869,42 66.604.424,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.505.885,00 16.505.885,00
2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen 1.316.706,00 150.578,00 1.166.128,00
17.822.591,00 0,00 150.578,00 17.672.013,00
85.352.501,88 452.321,33 1.328.764,18 84.476.059,03
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 227.216,07 8.342,21 55.316,76 180.241,52
227.216,07 8.342,21 55.316,76 180.241,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43.019.397,37 1.124.435,77 160.152,54 43.983.680,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.723.386,44 68.260,96 510.146,16 2.281.501,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.500.386,74 160.577,35 445.521,63 6.215.442,46
52.243.170,55 1.353.274,08 1.115.820,33 52.480.624,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.543.897,13 4.543.897,13
2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00
4.543.897,13 0,00 0,00 4.543.897,13
57.014.283,75 1.361.616,29 1.171.137,09 57.204.762,95
Buchwerte
31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
EUR TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 19.379,59 11
19.379,59 11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.533.605,69 14.485
2. Technische Anlagen und Maschinen 286.136,55 164
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 304.058,38 400
14.123.800,62 15.049
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.961.987,87 11.962
2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen 1.166.128,00 1.317
13.128.115,87 13.279
27.271.296,08 28.339

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Renault Deutschland AG, zu 60 % eine Tochtergesellschaft der Renault s.a.s., Frankreich, an der die Renault Group BV, Amsterdam, weitere 40 % der Anteile hält, vertreibt als Kommissionärin der Renault s.a.s. Neufahrzeuge der Marken Renault und Dacia sowie Teile und Zubehör für die genannten Marken im eigenen Namen und für Rechnung von Renault s.a.s.. Neben der Belieferung des Renault und Dacia Händlernetzes werden auch Direktgeschäfte u.a. mit Autovermietern getätigt.

Wesentliches Eigengeschäft ist der Handel mit Gebrauchtwagen (Buy-Back-Rückläufern).

Die Renault Deutschland AG ist zu 100 % Muttergesellschaft der Renault Retail Group Deutschland GmbH und Renault Retail Group Spezial-Liegenschaften GmbH (beide mit Sitz in Köln) sowie der SODICAM Vertriebs GmbH mit Sitz in Brühl.

Steuerungsindikatoren sind u.a. Marktanteil (Zulassungen), Absatz, Umsatz und Ergebnis vor Steuern.

Der Markt

In Deutschland setzte sich 2016 die gesamtwirtschaftlich positive Entwicklung der Vorjahre fort. Der stabile Arbeitsmarkt mit 43,4 Millionen Erwerbstätigen erreichte einen neuen Höchststand. Das nochmals gestiegene Exportergebnis und die positive Außenhandelsbilanz trugen ebenso zu der günstigen Entwicklung bei, wie die unverändert niedrigen Ölpreise und die moderate Inflation. Die positiven Rahmenbedingungen befeuerten erneut den Automobilmarkt, der mit 3,62 Millionen Neuzulassungen nochmals um 4,9 % gegenüber dem Vorjahr zulegte und eine neue Bestmarke erreichte (2015: 3,45 Millionen). Sowohl der Pkw-Absatz als auch der Verkauf leichter Nutzfahrzeuge (bis 5 t) profitierten von der Marktdynamik.

Die Pkw-Neuzulassungen stiegen gegenüber 2015 um 4,4 % auf 3,35 Millionen Fahrzeuge (2015: 3,21 Millionen Einheiten). Saisonbedingt schwankten die Zulassungen ähnlich wie im Vorjahr. Absolut stärkster Monat war allerdings der Juni, der mit 339.563 Neuzulassungen auch das absolut beste Monatsergebnis der vergangenen drei Jahre markierte. Auch der ferienbedingt schwache August sowie der meist ruhige Dezember lagen 2016 jeweils deutlich über den Vorjahresergebnissen (August 2016: 245.076 Einheiten, +8,3 %; Dezember 2016: 256.533, +3,7 %).

Nahezu alle in Deutschland vertretenen Marken konnten von dem boomenden Pkw-Absatz profitieren oder zumindest an ihr Vorjahresergebnis anknüpfen. Deutliche Ausnahme bildete Volkswagen mit einem starken Rückgang um rund 29.644 Einheiten bzw. 4,3 %. Der Marktanteil des Marktführers ging um 1,81 Prozentpunkte auf 19,6 % zurück. Den größten Zuwachs unter den zehn volumenstärksten Marken erzielte Renault mit einem Plus von 14,2 Prozent auf 126.285 Pkw-Neuzulassungen. Damit legte der Importeur mit 0,32 Prozentpunkten auch beim Marktanteil hinter Mercedes (+0,36 Prozentpunkte) am meisten zu.

Bei den privaten Zulassungen zeichnete sich 2016 eine deutliche Trendumkehr ab: Nachdem die Zulassungen durch private Käufer von 40,1 % in 2011 kontinuierlich auf bis zu 34,2 % im vergangenen Jahr sanken, entschieden sich 2016 erstmals wieder mehr private Käufer für ein Neufahrzeug: 35 % der Neuzulassungen entfielen auf den privaten Sektor. Entsprechend gingen die gewerblichen Zulassungen auf 65 % zurück (2015: 65,8 %).

Eine Trendwende zeichnet sich ebenfalls bei den Anteilen von benzin- und dieselgetriebenen Pkw ab. Nachdem Dieselfahrzeuge in den vergangenen Jahren langsam aber kontinuierlich an Boden gewonnen hatten, ging die Nachfrage 2016 erstmals deutlich zurück und erreichte nur noch 45,9 % (2015: 48 %). Im gleichen Zeitraum stiegen die Neuzulassungen von Benzinern von 50,3 % auf 52,1 %).

Einen kräftigen Zuwachs erzielten Neuwagen mit alternativen Antrieben. 59.406 Neuzulassungen entsprechen einem Marktanteil von 2,0 % gegenüber 1,7 % im Vorjahr. Den größten Anteil nehmen mit 47.996 Einheiten unverändert hybridgetriebene Pkw ein (2015: 33.630 Einheiten). 13.744 Fahrzeuge dieser Kategorie zählen zu den sogenannten Plug-in-Hybriden. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Gesamtzahl der neuzugelassenen Hybridfahrzeuge nahezu vervierfacht (2011: 12.600 Einheiten). Die Nachfrage nach reinen Elektro-Pkw ging leicht zurück auf 11.410 Einheiten, nach einem Höchststand von 12.363 Neuzulassungen im Vorjahr. Nachdem die Bundesregierung eine Förderung der alternativen Antriebe beschlossen hat, dürfte der Marktanteil in den kommenden Jahren erneut steigen: Inklusive der Mindestbeteiligung der Automobilhersteller erhalten Käufer von Elektrofahrzeugen seit Juli 2016 einen Umweltbonus von 4.000 Euro. Hersteller wie Renault stocken die Prämie zudem zusätzlich auf, um die Elektromobilität noch attraktiver zu gestalten.

Mit 52,5 % entfällt trotz eines leichten Rückgangs erneut mehr als die Hälfte der Neuzulassungen auf Kleinwagen sowie die Kompakt- und Mittelklasse (2015: 54,3 %). Trotz eines Zuwachses um 3,8 % bzw. rund 18.000 Einheiten gegenüber dem Vorjahr auf 486.293 Kleinwagen gab der Marktanteil nochmals leicht nach und betrug 14,5 % (2015: 468.600 Zulassungen; 14,6 % Marktanteil). Die Nachfrage in der absolut stärksten Klasse der Kompaktwagen ging leicht zurück auf 845.755 Einheiten, was einem Marktanteil von 25,2 % entspricht (2015: 849.601 Einheiten; 26,5 % Marktanteil). In der Mittelklasse wurden mit 427.495 Fahrzeugen rund 4.000 Einheiten mehr zugelassen als im Vorjahr. Der Marktanteil ging damit auf 12,8 % zurück (2015: 423.700 Einheiten; 13,2 % Marktanteil).

Die Neuzulassungen von Kleinstwagen entwickelten sich rückläufig und gaben über das Gesamtjahr um 3,4 % auf nur noch 236.959 Einheiten nach. Damit liegt der Marktanteil der „Minis“ bei nur noch 7,1 %.

Den größten Zuwachs verzeichneten wie in den Vorjahren die Sports Utility Vehicles und Geländewagen, die zusammengenommen ein Zulassungsplus von 36,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 715.268 Fahrzeuge erzielten. Den prozentual höchsten Zuwachs erreichten erneut die SUVs mit 25,2 % auf 425.803 Einheiten. Damit erzielen die beliebten Fahrzeuge einen Marktanteil von 12,7 % (2015: 339.840 Einheiten; 10,6 % Marktanteil). Von den ebenfalls stark gefragten Geländefahrzeugen wurden 289.465 Fahrzeuge und damit nochmals 11,6 % mehr als im Vorjahr neu registriert. Dies entspricht einem Marktanteil von 8,6 % (2015: 259.325 Einheiten; 8,1 % Marktanteil).

Mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen schlossen die Nischensegmente das vergangene Jahr ab: Während Sportwagen mit 41.443 Einheiten und einem Marktanteil von 1,2 Prozent nahezu exakt das hohe Vorjahresniveau halten konnten (2015: 41.455 Einheiten, 1,3 % Marktanteil), verzeichnete die Oberklasse einen deutlichen Rückgang auf nur noch 27.187 Fahrzeuge und einem Marktanteil von 0,8 % (2015: 30.755 Einheiten; 1,0 % Marktanteil). Wohnmobile konnten den aufsteigenden Trend hingegen weiter festigen. Mit 35.135 Neufahrzeugen erreichten sie ein Zulassungsplus von 23,9 % und einen Marktanteil von 1,0 % (2015: 28.348 Einheiten, 0,9 % Marktanteil).

Der gesamtwirtschaftliche Aufschwung spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen der Nutzfahrzeuge bis 5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht wider. Insgesamt wurden 263.441 Fahrzeuge gegenüber 240.507 Einheiten im Vorjahr in der wichtigen Transporterklasse neu zugelassen. Dies entspricht einem Zuwachs von 9,5 %.

Die Marktdynamik wirkt sich ebenfalls positiv auf den Gebrauchtwagenmarkt aus. 2016 registrierte das Kraftfahrtbundesamt 8.371.034 Besitzumschreibungen – ein Plus von 1,0 %. Den Großteil machen Pkw aus. Insgesamt wechselten im Jahresverlauf 7,4 Millionen Pkw den Halter, was ebenfalls einer Steigerung von 1,0 % entspricht (2015: 7,3 Millionen Einheiten).

Der Pkw-Bestand in Deutschland stieg 2016 um 1,6 % und damit nochmals stärker als im Vorjahr. Er erreichte 45,8 Millionen Fahrzeuge (2015: +1,5 %; 45,1 Millionen Einheiten). Fast zwei Drittel der Fahrzeuge stammen von deutschen Marken. Mit 64,8 % erreichten diese nahezu das Vorjahresniveau (2015: 64,9 %). Renault zählt mit 1,81 Millionen Fahrzeugen zu den am stärksten vertretenen ausländischen Automobilherstellern in Deutschland. Der Marktanteil von Renault beträgt 3,9 %. Der Bestand der Marke Dacia wuchs erneut mit 12,0 % deutlich über Marktdurchschnitt. Mit rund 44.000 Einheiten mehr als im Vorjahr beträgt der Bestand jetzt 429.094 Pkw (2015: +12,9 %, 383.289).

Den stärksten Anteil am Gesamtmarkt hält trotz leichter Einbußen weiterhin die Kompaktwagenklasse (26,2 %). Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Kleinwagenklasse (19,5 %) und die Mittelklasse (15,1 %). Wenig überraschend verzeichneten erneut die SUV-Modelle (+20,3 %) und die Geländewagen (+9,6 %) den stärksten Zuwachs. Ihr Anteil am Bestand erreicht 4,8 % beziehungsweise 4,5 %. Auch das Alter des Pkw-Bestandes erhöhte sich nochmals leicht auf 9,3 Jahre gegenüber 9,2 Jahren in 2015. Rund 600.000 in Deutschland registrierte Fahrzeuge sind inzwischen älter als 30 Jahre alt, was einem Anteil am Gesamtbestand von 1,3 % entspricht. Demzufolge erfreut sich auch das Historienkennzeichen weiter steigender Nachfrage. Insgesamt sind mit 430.590 Fahrzeugen und Kfz-Anhängern 10,9 % mehr historische Fahrzeuge registriert als im Vorjahr. Darüber hinaus sind hierzulande 2,3 Millionen Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen versehen (2015: 2,25 Millionen Fahrzeuge). Das seit September 2015 erhältliche Elektrokennzeichen erhielten 22.609 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge.

Der Marktanteil von benzinbetriebenen Pkw war erneut leicht rückläufig und beträgt jetzt 65,5 % (2015: 66,2 %). Trotz der anhaltenden Diesel-Diskussion legte der Anteil der Selbstzünder erneut leicht zu und lag zum 1. Januar 2017 bei 32,9 % (2015: 32,2 %). Der Bestand an Fahrzeugen mit alternativem Antrieb verzeichnete erneut einen deutlichen Zuwachs. Elektrofahrzeuge erreichten ein Plus von 33,4 % auf jetzt 34.022 Einheiten, während die Hybridfahrzeuge um 26,8 % auf 165.405 Einheiten zulegten. Der Gesamtbestand an Fahrzeugen mit alternativem Antrieb stieg um rund 21.973 Einheiten auf 735.533 Fahrzeuge und erreicht mit 1,6 % einen Marktanteil auf Vorjahresniveau.

Der Anteil des Fahrzeugbestandes mit der Emissionsklasse 6 verdoppelte sich fast und erreichte zum 1. Januar 2017 mit 6.138.974 Pkw 13,4 %. Die meisten Fahrzeuge erfüllen allerdings die Abgasvorschriften nach Euro 4 (33,2 %) oder Euro 5 (29,4 %). Die Zahl der Fahrzeuge, die lediglich die Euronorm 1 oder 2 erfüllen, sank erneut deutlich um 830.000 Einheiten (-13,6 %). Der Anteil der Euro-1-Fahrzeuge beträgt noch 1,8 % am Gesamtbestand, in die Emissionsklasse Euro 2 fallen noch 9,8 % der Fahrzeuge.

Gesamtmarkt Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge* in Deutschland

2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
3.982 3.119 3.413 3.307 3.170 3.271 3.447 3.615

* bis fünf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (Neuzulassungen in Mio. Einheiten)

Gesamtmarkt Personenwagen: Die Top Ten in Deutschland

Zulassungen 2016 Marktanteil Zulassungen 2015 Marktanteil
Rang Hersteller (Einheiten) in % (Einheiten) in %
--- --- --- --- --- ---
1. Volkswagen 656.025 19,6 685.669 21,4
2. Mercedes-Benz 312.590 9,3 287.357 9,0
3. Audi 289.617 8,6 269.047 8,4
4. BMW 263.868 7,9 248.074 7,7
5. Opel 243.810 7,3 229.352 7,2
6. Ford 239.845 7,2 224.606 7,0
7. Skoda 186.172 5,6 179.951 5,6
8. Renault 126.285 3,8 110.587 3,5
9. Hyundai 107.269 3,2 108.469 3,4
10. Seat 97.585 2,9 94.673 3,0
... 18. Dacia 49.124 1,5 45.764 1,4

Gesamtmarkt leichte Nutzfahrzeuge bis 5 t: Die Top Ten in Deutschland

Rang Hersteller Zulassungen 2016 (Einheiten) Marktanteil in % Zulassungen 2015 (Einheiten) Marktanteil in %
1. Mercedes-Benz 59.441 22,6 55.697 23,2
2. Volkswagen 55.649 21,1 53.821 22,4
3. Ford 43.527 16,5 34.544 14,4
4. Renault 21.329 8,1 19.453 8,1
5. Fiat 16.788 6,4 16.554 6,9
6. Opel 14.774 5,6 13.277 5,5
7. Citroën 10.436 4,0 10.104 4,2
8. Peugeot 9.071 3,4 9.031 3,8
9. Iveco 7.804 3,0 7.500 3,1
10. Nissan 7.075 2,7 5.244 2,2
... 13. Dacia 1.848 0,7 1.689 0,7

Absatzentwicklung: Die Marken Renault und Dacia

Die Renault Deutschland AG hat 2016 ihren Absatz mit den Marken Renault und Dacia deutlich gesteigert und verzeichnete insgesamt 198.586 neu zugelassene Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis fünf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (2015: 177.493). Dies entspricht einem Absatzplus von 11,9 %, womit die Gruppe mehr als doppelt so stark wuchs wie der Gesamtmarkt, der im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 4,9 % zulegte. Die Renault Gruppe verzeichnete im Jahr 2016 insgesamt 175.409 Pkw-Zulassungen (+12,2 %, 2015: 156.351 Einheiten) und 23.177 neu registrierte leichte Nutzfahrzeuge (+9,6 %, 2015: 21.142 Einheiten). Beide Unternehmensmarken legten dabei stärker als der Marktdurchschnitt zu. Der Marktanteil der Gruppe stieg ebenfalls deutlich und erreichte zum Jahresende 5,49 % (2015: 5,15 %).

Mit 147.614 neu zugelassen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen steigerte die Marke Renault den Absatz um 13,5 Prozent und erzielte damit den prozentual höchsten Zuwachs unter den 20 meistverkauften Automobilmarken in Deutschland (2015: 130.040 Zulassungen). Ein ebenfalls überdurchschnittliches Ergebnis erzielte die Marke Dacia, die mit 50.972 neu registrierten Pkw und Transportern ein Absatzplus von 7,4 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnete (2015: 47.453 Einheiten).

Die Pkw-Zulassungen der Marke Renault stiegen um rund 15.698 Fahrzeuge bzw. 14,2 % auf 126.285 Einheiten (2015: 110.587 Einheiten). Der Pkw-Marktanteil von Renault legte auf 3,77 % zu und lag damit deutlich über dem Vorjahresniveau (3,45 %).

Auf Platz eins der zulassungsstärksten Pkw-Modelle der Marke Renault auf dem deutschen Markt steht erneut der Clio. Mit 24.581 Einheiten verbesserte er sein Vorjahresergebnis um 9,7 % (2015: 22.415). Auf Rang zwei folgt der besonders erfolgreiche Captur mit 21.316 Exemplaren (2015: 16.309 Einheiten). Das kompakte SUV-Modell verbesserte sein Vorjahresergebnis um 30,7 % und belegt den ersten Platz im Segment der sogenannten B-SUV. Auf den dritten Platz der Renault Bestenliste positioniert sich der ebenfalls neue Mégane. Das attraktive Kompaktmodell erzielte mit 19.872 Einheiten ein kräftiges Absatzplus von 35,5 % im Vergleich zum Vorjahr (2015: 14.666 Einheiten) und unterstreicht damit erneut den Erfolg der modernen, attraktiv designten Renault Modelle.

Ebenfalls exzellent entwickelten sich die weiteren jüngeren Modelle der Marke Renault: Das SUV-Modell Kadjar legte um 93,9 % gegenüber dem Vorjahr auf 13.531 Neuzulassungen zu (2015: 6.977 Einheiten). Auch der von Grund auf neu entwickelte Talisman und die Kombivariante Talisman Grandtour feierten einen gelungenen Marktstart: 4.351 Neuzulassungen registrierte das Kraftfahrtbundesamt.

Der Absatz der leichten Nutzfahrzeuge der Marke Renault stieg um 9,6 % auf 21.329 Einheiten und damit ebenfalls deutlich im Vergleich zum Vorjahr (2015: 19.453 Einheiten). Damit entwickelte sich die Marke entsprechend auf dem dynamischen Niveau des Gesamtmarktes, der um 9,5 % zulegte. Der Marktanteil liegt mit 8,1 % erneut auf dem hohen Vorjahresniveau. Damit behauptet sich Renault als stärkste Importmarke in der Transporterklasse und belegt Rang vier auf dem Gesamtmarkt. Alle Renault Modelle trugen zu dem positiven Ergebnis bei und verkauften sich nochmals besser als im Vorjahr. Topseller ist erneut der Master mit 8.588 Einheiten (2015: 7.994 Einheiten; +7,4 %), gefolgt vom Trafic mit 6.258 Neuzulassungen (2015: 6.037 Einheiten; 3,7 %). Der Kangoo Rapid erzielte 5.524 Neuzulassungen (2015: 5.103 Einheiten; 8,3 %).

Entgegen dem leicht rückläufigen Markttrend konnte Renault sein Ergebnis bei den Elektrofahrzeugen gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich verbessern und baute seine Position als Nummer eins weiter aus. Mit 3.157 rein batteriebetriebenen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen setzte der französische Hersteller 51,7 % bzw. knapp 1.100 Einheiten mehr ab als im Vorjahr (2015: 2.081 Einheiten,). Der Marktanteil stieg auf 22,8 % (2015: Marktanteil 15,6 %). Darüber hinaus verkaufte Renault 705 Twizy – ein Plus von 78,5 % gegenüber dem Vorjahr (2015: 395 Einheiten). Der als Quad eingestufte Zweisitzer für den Stadtverkehr wird in der Pkw-Statistik nicht berücksichtigt und erhöht den Renault Marktanteil bei den Elektrofahrzeugen auf 26,6 %. Damit stammt hierzulande jedes vierte Elektrofahrzeug von Renault. Die Nummer eins unter den Renault Elektrofahrzeugen und gleichzeitig das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland und Europa überhaupt war erneut die Kompaktlimousine ZOE. Mit 2.805 verkauften Einheiten markierte das Modell das beste Verkaufsergebnis seit dem Marktstart 2013 und erzielte ein Absatzplus von 57 % gegenüber dem Vorjahr (1.787 Einheiten). Besonders stark positioniert sich der Fünftürer zudem auf dem Privatmarkt: 1.421 neu zugelassene ZOE wechselten in Privathand. Der Elektrotransporter Kangoo Z.E. entwickelte sich ebenfalls sehr positiv und kam mit 352 Neuzulassungen auf ein Absatzplus von 21 % gegenüber dem Vorjahr (2015: 291 Einheiten).

Wie auch Renault schloss die Marke Dacia das Jahr 2016 mit einem überdurchschnittlich guten Ergebnis ab. Mit 50.972 Pkw und leichten Nutzfahrzeugen steigerte die Konzern-Tochter den Absatz um 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr (2015: 47.453 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge). Damit erreichte Dacia nach dem Jahr der Umweltprämie 2009 das zweitbeste Ergebnis seit dem Marktstart in Deutschland vor elf Jahren. Der Marktanteil kletterte von 1,38 % auf 1,41 %.

Der Pkw-Absatz von Dacia stieg um 7,3 Prozent auf 49.124 Einheiten (2015: 45.764 Fahrzeuge). Meistgefragtes Dacia Modell blieb der Fünftürer Sandero, der sich 17.736-mal verkaufte (2015: 16.506: plus 7,5 Prozent). Auf Platz zwei folgt der Duster mit 15.200 Neuzulassungen und einem Plus von 8,0 Prozent gegenüber 2015 (14.073 Einheiten).

Bei den Nutzfahrzeugen erreichte Dacia 1.848 Neuzulassungen, ein Plus von 9,4 Prozent (2015: 1.689 Neuzulassungen).

Besonders gefragt ist Dacia nach wie vor auf dem Privatkundenmarkt: Mit einem Marktanteil von 3,5 Prozent positionierte sich die Renault Tochter hier vor vielen etablierten Wettbewerbern und konnte ihr Image als Marke mit besonders gutem Preis-Wert-Verhältnis weiter festigen. Im privaten Kleinwagen-Segment liegt die Marke mit dem Sandero und dem Logan MCV auf Platz drei des Herstellerrankings.

Die Renault und Dacia Neuwagenzulassungen (Einheiten)

2016 2015 Veränderung in %
Renault Pkw
Twizy* 705 395 78,5%
Twingo (inkl. 2. Generation) 19.868 21.138 -6,0%
Clio (inkl. 3. Generation) 24.581 22.415 9,7%
Captur 21.316 16.309 30,7%
ZOE 2.805 1.787 57,0%
Mégane Familie 29.534 30.784 -4,1%
davon Meane 19.872 14.666 35,5%
davon Scénic/Grand Scénic 9.662 16.118 -40,1%
Fluence 8 -100,0%
Fluence Z.E. 3 -100,0%
Laguna 10 687 -98,5%
Espace (4. und 5. Generation) 2.806 2.423 15,8%
Talisman 4.351 33 13.084,8%
Koleos 3 516 -99,4%
Kadjar 13.531 6.977 93,9%
Kangoo 3.903 4.499 -13,2%
Trafic 2.306 2.068 11,5%
Master 1.262 906 39,3%
Sonstige 9 34 -73,5%
Gesamt Pkw Renault (ohneTwizy) 126.285 110.587 14,2%
Dacia Pkw
Logan einschließlich MCV 6.648 7.001 -5,0%
Sandero 17.736 16.506 7,5%
Lodgy 3.576 3.323 7,6%
Dokker 5.947 4.843 22,8%
Duster 15.200 14.073 8,0%
Sonstige Pkw Dacia 17 18 -5,6%
Gesamt Pkw Dacia 49.124 45.764 7,3%
Renault Pkw (ohne Twizy) + Dacia Pkw 175.409 156.351 12,2%
Renault Nutzfahrzeuge
Kangoo Rapid 5.524 5.103 8,3%
Kangoo Z.E. 352 291 21,0%
Trafic Transporter (2. und 3. Generation) 6.258 6.037 3,7%
Master Transporter 8.588 7.994 7,4%
Clio 4 Societe 592
Sonstige 15 28 -46,4%
Gesamt Nfz Renault bis 5 t 21.329 19.453 9,6%
Dacia Nfz 1.848 1.689 9,4%
Renault Nfz + Dacia Nfz bis 5 t 23.177 21.142 9,6%
Gesamt Pkw (ohne Twizy) + Transporter 198.586 177.493 11,9%

* Zulassungen für den Twizy sind nicht in der offiziellen Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) enthalten

Ertragslage

Der Jahresüberschuss 2016 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 11,7 auf Mio. EUR 28,4.

Die Umsatzerlöse lagen mit Mio. EUR 1.464,5 über dem Vorjahresniveau (Mio. EUR 1.092,8). Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):

2016 Vorjahr nach BilRUG Vorjahr vor BilRUG
Verkäufe von Neu-, Dienst- und Gebrauchtwagen 1.090 948 948
Ersatzteilverkäufe 118 105 105
Übrige 256 219 40
1.464 1.272 1.093

Diese Entwicklung ist insbesondere auf gestiegene Fahrzeugverkäufe und eine damit einhergehende Steigerung der Kommissionserlöse zurückzuführen sowie die Berücksichtigung des Bilanz-Richtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vom 17. Juli 2015 (BGBI. I 2015, S. 1245), welches eine Umgliederung aus den sonstigen betrieblichen Erträgen i. H. v. Mio. EUR 201,4 in die Umsatzerlöse bedingte.

Die Zulassungen der Pkw und leichten Nutzfahrzeuge Renault und Dacia stiegen um 11,9 % bzw. 21.093 Einheiten. Der Marktanteil der Gruppe ist auf 5,5 % (2015: 5,2 %) gestiegen.

Es handelt sich bei den ausgewiesenen Umsätzen hauptsächlich um Kommissionserlöse, da der Neuwagen- und Teilevertrieb, soweit es sich bei den Teilen nicht um Fremdbezüge handelt, auf Kommissionsbasis erfolgte. Als Umsatzerlöse wird hierbei nur die Kommission, die sowohl eine fixe Provision als auch die Erstattung bestimmter Aufwendungen beinhaltet, ausgewiesen. Die Umsatzerlöse beinhalten auch die Vertriebskosten, die im Rahmen der variablen Kommission an den Kommittenten weiterbelastet wurden.

Bedingt durch BilRUG sanken die sonstigen betrieblichen Erträge um Mio. EUR 181,7 auf Mio. EUR 5,0 (Vorjahr vor BilRUG Mio. EUR 186,7; nach BilRUG Mio. EUR 6,5).

Der Materialaufwand erhöhte sich um Mio. EUR 208 auf Mio. EUR 403,3. Ursächlich hierfür ist der Anstieg von Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren um Mio. EUR 12,9 und der Aufwendungen für bezogene Leistungen um Mio. EUR 37,1 sowie die durch BilRUG bedingte Umgliederung aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand i. H. v. Mio. EUR 158.

Der Personalaufwand erhöhte sich um Mio. EUR 2,5 auf Mio. EUR 38,1 (Vorjahr: Mio. EUR 35,6). Im Jahre 2016 waren durchschnittlich 404 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 6 Beschäftigte mehr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um Mio. EUR 32 ab und belaufen sich nunmehr auf Mio. EUR 964,4 (Vorjahr vor BilRUG Mio. EUR 996,8; nach BilRUG Mio. EUR 837,7). Im Wesentlichen ist hierfür die durch BilRUG geforderte Umgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand i. H. v. Mio. EUR 160 sowie gestiegene Aufwendungen für gewährte Rabatte, Zuschüsse und Boni maßgeblich. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird der überwiegende Teil (Mio. EUR 952,9) im Rahmen der Kommission für Neuwagen an Renault s.a.s. weiterbelastet.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen beliefen sich auf TEUR 9. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betragen TEUR 700.

Die Zinsaufwendungen sanken um Mio. EUR 4,2 auf Mio. EUR 19,1. Die Zinserträge betrugen wie im Vorjahr Mio. EUR 0.

Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinsaufwendungen und -erträgen sowie Aufwendungen und Erträgen aus Ergebnisabführung) beträgt Mio. EUR -19,8 (Vorjahr Mio. EUR -22,9).

Der Aufwand aus Ertragsteuern belief sich auf Mio. EUR 14,1 und erhöhte sich damit um Mio. EUR 4,6. Darin enthalten sind Mio. EUR 0,8 an latentem Steueraufwand als Folge der Veränderung der aktiven latenten Steuern.

Vermögenslage

In Sachanlagen wurden Mio. EUR 0,4 investiert.

Die Summe der Vorräte erhöhte sich um Mio. EUR 1,6 (15,5 %) auf Mio. EUR 11,8. Der Grund dafür war im Wesentlichen die Erhöhung des Bestandes an Gebrauchtwagen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um Mio. EUR 127,2 auf Mio. EUR 746,3. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minderten sich um Mio. EUR 0,4. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich dagegen um Mio. EUR 77,0 erhöht. Dabei ist besonders ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus dem Cash-Pool gegen die Muttergesellschaft Renault s.a.s um Mio. EUR 74,0 maßgeblich.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um Mio. EUR 50,6. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme von Forderungen gegen den Gesellschafter Renault s.a.s. aus Buy-Back-Geschäften, die rechtlich noch nicht entstanden sind und deshalb unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden sowie einer Forderung gegenüber dem Finanzamt aus Vorsteuer in Höhe von Mio. EUR 48,4 (Vorjahr: Mio. EUR 0).

Das Eigenkapital erhöhte sich um Mio. EUR 10,8. Ursächlich hierfür war der höhere Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote veränderte sich von 6,0 % auf 6,4 %.

Die Rückstellungen lagen mit Mio. EUR 556,8 um Mio. EUR 66,1 über dem Vorjahresniveau, was größtenteils auf eine Steigerung der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen ist. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Zuführungen für noch auszustellende Gutschriften an Renault Händler im Rahmen der Verkaufsförderung.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich zum Bilanzstichtag um Mio. EUR 50,4 auf Mio. EUR 188,0. Während sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 17,7 reduziert haben, sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 4,1 und die sonstigen Verbindlichkeiten um Mio. EUR 64,1 gestiegen. Der Zuwachs der sonstigen Verbindlichkeiten ist auf die gestiegenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten zurückzuführen.

Finanzlage

Es bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der täglich praktizierte Finanzausgleich (Cash-Pooling und Konzernverrechnung) garantiert eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen. Durch die Zentralisierung der Finanzwirtschaft übernimmt die französische Muttergesellschaft die Verpflichtung, im Rahmen der Konzernfinanzierung für eine möglichst kostengünstige und betragsmäßig stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs der Gesellschaft der Renault-Gruppe in Deutschland zu sorgen. Von Änderungen bei den marktüblichen Kreditkonditionen (z.B. Währungsrisiko) oder einer Einstufung der Kreditwürdigkeit durch Ratings ist die Gesellschaft daher nicht unmittelbar betroffen. Die Zinsen werden aufgrund des positiven monatlichen arithmetischen Mittels des EONIA (European Overnight Index Average) zzgl. 0,15 % berechnet. Bei negativem EONIA-Zinssatz wird auf eine negative Zinsbelastung jedoch verzichtet. Da der EONIA-Zinssatz im gesamten Kalenderjahr 2016 negativ war, resultierte aus der Position der Renault Deutschland AG im Cash-Pool ein Zinsergebnis von Mio. EUR 0.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit i. H. v. Mio. EUR 28,6 (Vorjahr: Mio. EUR 117,6) resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss (Mio. EUR 28,4). Eine Erhöhung der außerhalb des Cash-Pools bestehenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Mio. EUR 66,9 wird durch eine Erhöhung der Rückstellungen um Mio. EUR 66,1 kompensiert und eine Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände um Mio. EUR 50,6 steht einer Erhöhung der Verbindlichkeiten um Mio. EUR 50,4 gegenüber.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. EUR -0,5 ergibt sich aus den Investitionen in Sachanlagen (2015: Mio. EUR -1,4).

Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Cashflow aufgrund von Dividendenzahlungen in Höhe von Mio. EUR -17,6 (Vorjahr: Mio. EUR -11,4).

Der Finanzmittelfond erhöhte sich um Mio. EUR 10,5 auf Mio. EUR 508,7 und setzt sich wie im Vorjahr aus den liquiden Mitteln und den Forderungen aus dem Cash-Pool zusammen. Die wesentlichen Veränderungen erfolgten hierbei bei den Cash-Pool-Forderungen (Mio. EUR 10,1).

Risikobericht

Der Vorstand ist für die Einrichtung und Wirksamkeit eines angemessenen Risikomanagementsystems verantwortlich.

Das Risikomanagementsystem der Renault Deutschland AG ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Die Abteilungsleiter der einzelnen Direktionen sind Risikomanagement-Beauftragte und für die Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -kommunikation in ihrem Bereich verantwortlich.

Bestandgefährdende Risiken oder Risiken, die geeignet sind, die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Unternehmens wesentlich zu beeinträchtigen, sind nicht vorhanden.

Als wesentliche mögliche Risiken hat die Gesellschaft das Risiko des Zahlungsausfalles im Händlernetz, Sicherheitsrisiken im IT-Bereich sowie das Risiko der Mitarbeiter-Fluktuation identifiziert und entsprechende Maßnahmen getroffen.

Zur Vermeidung von Zahlungsausfallrisiken werden wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, im Rahmen eines echten Factorings veräußert. Darüber hinaus werden Bonität und Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht.

Renault Deutschland AG legt großen Wert darauf, seine Mitarbeiter über ihre gesamte Karriere unabhängig vom Alter zu motivieren, sich weiterzubilden und neue Herausforderungen innerhalb des Konzerns anzunehmen.

Im Bereich Informationstechnik hat die Gesellschaft Sicherungskonzepte entwickelt, die sich auf Mitarbeiter, Organisation, Anwendungen, Systeme und Netzwerk beziehen.

Es gibt für die Mitarbeiter unternehmensweite Richtlinien für den Umgang mit elektronischen Informationen sowie Regelungen zur sicheren Nutzung von Informationssystemen. Dies wird durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter vertieft. Technische Schutzmaßnahmen wie der Einsatz von

Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen dienen ebenfalls der Verminderung von IT-Risiken.

Aufgrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Cash-Pooling- und Konzernverrechnungsverfahrens bestehen beträchtliche Forderungen, die 63,9 % (Vorjahr: 74,6 %) der Bilanzsumme ausmachen. Eine Rückzahlung ist jedoch nach unserer derzeitigen Erkenntnis nicht gefährdet.

Ausblick und Chancen

Ausblick 2016 und tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Ausblick

Für das Jahr 2016 hatten wir vor dem Hintergrund des sich verbessernden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes in Deutschland einen moderaten Anstieg der Neuzulassungen bei den PKW und leichten Nutzfahrzeugen prognostiziert.

Außerdem gingen wir davon aus, dass der Renault Marktanteil in diesem Gesamtmarkt ebenso wie der Marktanteil von Dacia sich positiv entwickeln und leicht steigen würde. Ferner haben wir mit einem Anstieg des Volumens bei den Elektrofahrzeugen über das Niveau von 2015 gerechnet.

Der Gesamtmarkt 2016 für PKW belief sich auf 3,35 Millionen Neuzulassungen und entwickelte sich mit einem Plus von 4,5 % positiv deutlich über unseren Erwartungen. Der Gesamtmarkt der leichten Nutzfahrzeuge schloss mit einem Plus von 9,5 % bei 263.441 Einheiten und damit ebenfalls deutlich über unseren Erwartungen.

In diesem positiven Umfeld entwickelten sich unsere Verkäufe der Renault-Modelle über dem Marktdurchschnitt, mit einem Marktanteil bei den PKW-Neuzulassungen von 3,77 % (Vorjahr: 3,45 %). Bei den leichten Nutzfahrzeugen konnten wir den Marktanteil der Renault-Modelle bei 8,10 % (Vorjahr: 8,09 %) festigen.

Auch bei der Marke Dacia ist es gelungen, den Marktanteil bei den PKW-Neuzulassungen um 0,04 Prozentpunkte von 1,43% auf nunmehr 1,47 % zu steigern. Bei den Nutzfahrzeugen bewegte sich der Marktanteil mit 0,70 % auf dem Niveau des Vorjahres (0,70 %).

Das Ziel, mehr Elektrofahrzeuge als im Jahr 2015 abzusetzen, wurde entgegen der Marktentwicklung erreicht. Der Marktanteil von Renault bei den reinen Elektrofahrzeugen konnte wiederum deutlich gesteigert werden.

Die Umsatzerlöse haben aufgrund gestiegener Fahrzeugverkäufe und damit einhergehend gestiegenen Kommissionserlösen unsere Erwartungen übertroffen (Steigerung um 15,1 % gegenüber Vorjahr). Auch der Jahresüberschuss vor Ertragsteuern hat sich erfreulicher Weise sehr positiv entwickelt. Nach einer Steigerung um 62,1 % beläuft sich dieser auf Mio. EUR 42,5 (Vorjahr: Mio. EUR 26,2).

Ausblick 2017

Für den Gesamtmarkt rechnet die Renault Deutschland AG 2017 mit einem leichten Zuwachs der Neuzulassungen bei PKW und leichten Nutzfahrzeugen.

Auf dieser Basis soll sich der Marktanteil der beiden Konzernmarken Renault und Dacia weiterhin positiv entwickeln und gegenüber dem Vorjahr steigen.

Unsere Zuversicht stützt sich u.a. darauf, dass wir bei den neuen Modellen Talisman, Talisman Grandtour, Mégane, Mégane Grandtour, Scénic und Grand Scénic das erste volle Verkaufsjahr erwarten. Außerdem bringen wir mit dem Koleos einen neuen SUV auf den Markt sowie mit dem Alaskan erstmals einen Pick-up der Marke Renault. Hieraus resultiert eine weitgehende Erneuerung und Komplettierung unserer Renault Modellpalette. Die vorgenannten Modelle sowie die bereits erfolgreich am Markt etablierten Modelle Kadjar und Espace begründen unsere Erwartung, den Umsatz deutlich erhöhen zu können.

Nachdem die Gesamtmarktnachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen in 2016 leicht zurückgegangen ist, gehen wir auch aufgrund der öffentlichen Förderung der Elektromobilität davon aus, dass der Marktanteil der Elektronfahrzeuge weiter steigen wird. Diese Entwicklung unterstützen wir durch Aufstockung der gesetzlichen Mindestbeteiligung im Rahmen des Umweltbonus. Vor diesem Hintergrund rechnen wir damit, das Verkaufsvolumen bei den Elektrofahrzeugen gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern zu können.

Auf Basis dieser Annahmen gehen wir für 2017 von deutlich steigenden Umsätzen und einem annähernd gleichbleibenden Jahresüberschuss vor Steuern aus.

Erklärung zur Unternehmensführung

Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 22. Oktober 2015 wurden die Zielgrößen gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 AktG für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand der Gesellschaft auf jeweils 17 % festgelegt. Darüber hinaus legte der Vorstand mit Beschlussfassung vom 20. Oktober 2015 die Zielgrößen gemäß § 76 Abs. 4 AktG für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 25 % und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 19 % fest. Diese Angaben gelten für die Zeit bis zum 30. Juni 2017.

Mit Stand 31. Dezember 2016 ergab sich für den Aufsichtsrat ein Frauenanteil von 0%. Für die im Juli 2016 erfolgte Nachbesetzung von zwei Aufsichtsratsämter standen keine Kandidatinnen zur Verfügung, so dass die Zielgröße nicht erreicht werden konnte.

Der Frauenanteil im Vorstand betrug zum 31. Dezember 2016 0%. Da keine Kandidatinnen für die Nachbesetzung der Vorstandsämter zur Verfügung standen, konnte die Zielgröße nicht erreicht werden.

Die Zielgröße für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands in Höhe von 25% wurde mit Stand 31. Dezember 2016 erreicht.

Zum 31. Dezember 2016 betrug der Frauenanteil für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands 14,3%. Für die Neu- oder Nachbesetzung dieser Stellen standen keine geeigneten Kandidatinnen zur Verfügung.

Ziel bleibt es, die gesetzten Zielgrößen bis zum 30. Juni 2017 zu erreichen.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat den gemäß § 312 Aktiengesetz erforderlichen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt und mit folgender Schlusserklärung versehen:

"Mit der Ausnahme einer unentgeltlichen Nutzungsüberlassung an ein 100 %iges Tochterunternehmen, mit dem ein Gewinnabführungsvertrag besteht, hat unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch nicht benachteiligt. Bei der vorstehend umschriebenen unentgeltlichen Leistung erfolgt der Nachteilsausgleich im Wege der um die fehlende Gegenleistung erhöhten Gewinnabführung."

Brühl, den 20. April 2017

Uwe Hochgeschurtz

Régis Bavelier

Frank Niewöhner

Christophe Mittelberger

Martin Zimmermann

Frank Lagarde

Bericht des Aufsichtsrats

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet.

Die Berichte waren Gegenstand eingehender Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen und bildeten die Grundlage für die durchgeführte Überwachung der Geschäftsführung. Anlass zu Beanstandungen hat es nicht gegeben.