Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

RATIONAL AG Management Reports 2015

Apr 29, 2015

345_rns_2015-04-29_1731e801-e729-4984-925f-537e7c1152e9.html

Management Reports

Open in viewer

Opens in your device viewer

RATIONAL AG

Landsberg am Lech

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht

1. DAS UNTERNEHMEN RATIONAL

Das 1973 gegründete Unternehmen ist der Markt- und Technologieführer für Produkte zur thermischen Speisenzubereitung in der Groß- und Gewerbeküche mit einem weltweiten Marktanteil von rund 50 %. Umsatzerlöse werden durch den Verkauf von Gargeräten, Zubehör sowie Pflegeprodukten und Serviceteilen erzielt. Die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) ist die Hauptgesellschaft des Konzerns RATIONAL mit Firmensitz in Landsberg am Lech. Mit 29 Tochtergesellschaften, davon 23 Vertriebsgesellschaften, vermarkten wir unsere Produkte in allen Regionen der Welt.

Die RATIONAL AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf der Produkte an Vertriebstochtergesellschaften im In- und Ausland, der Vereinnahmung von Kundenstammleasinggebühren sowie der Erbringung interner Dienstleistungen.

Die zum Bilanzstichtag unmittelbaren und mittelbaren sieben nationalen und 22 internationalen Tochtergesellschaften dienen überwiegend dem Vertrieb sowie dem Service vor Ort.

Den größten Anteil unserer Umsatzerlöse erzielen wir mit dem im Jahr 2014 neu auf dem Markt eingeführten SelfCookingCenter® 5 Senses. Dieses ist ein Combi-Dämpfer mit intelligenten Garprozessen. Er ersetzt 40 bis 50 % traditioneller Gargeräte wie z. B. Heißluftöfen, Herde oder Kessel. Die Wärmeübertragung erfolgt durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem. Wesentliche Alleinstellungsmerkmale sind neben der Garintelligenz die Ressourceneffizienz, einfache Bedienung, flexible Nutzung und minimaler Reinigungs- und Pflegeaufwand. Darüber hinaus bieten wir ein Combi-Dämpfer-Basismodell, den CombiMaster® Plus, an. Als Komplementärprodukt zur Combi-Dämpfer-Technologie bietet unsere Tochtergesellschaft FRIMA seit dem Jahr 2005 das VarioCooking Center an.Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit und ersetzt damit weitere traditionelle Gargeräte in einer Profiküche. Das VarioCooking Center begründet eine neue Produktkategorie, wie damals der Combi-Dämpfer.

Unsere Produkte werden ausschließlich am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit über eigene Vertriebsgesellschaften, Vertriebsbüros und Handelspartner vermarktet.

Märkte, Kunden und Wettbewerbssituation

Unsere Geräte sind ideal für jeden Betrieb ab ca. 30 Essen pro Tag geeignet. Das weltweite Marktpotenzial liegt bei mehr als drei Millionen potenziellen Endkunden, von denen derzeit nur rund 30 % Combi-Dämpfer-Technologie von RATIONAL oder von einem Wettbewerber verwenden. Die Kundenbasis reicht dabei von Restaurants und Hotels über Gemeinschaftsverpflegung wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime bis hin zu Fast-Food-Ketten, Caterern, Metzgereien und mittlerweile auch Supermärkten und Back- und Snackshops sowie Tankstellen.

Über Vertriebstöchter und Handelspartner sind wir in mehr als 100 Ländern vertreten. Dabei arbeiten wir in der Regel mit lokalen Vertriebspartnern in den jeweiligen Märkten zusammen. Nach erfolgreicher Etablierung unserer Produkte erhöhen wir durch die stufenweise Stärkung unserer Vertriebskapazitäten im jeweiligen Land die Bekanntheit der Produkte von RATIONAL und damit Schritt für Schritt die Marktdurchdringung.

Die Wettbewerbsstruktur der auf dem Combi-Dämpfer-Markt agierenden Unternehmen ist regional stark unterschiedlich. Wir gehen von ca. 100 Wettbewerbern weltweit aus, wobei nur wenige global tätig sind. Der Großteil bedient deren heimische Märkte und besitzt oftmals vom Volumen her keine große Relevanz. Die wenigen global agierenden Unternehmen sind wiederum schwerpunktmäßig in einzelnen Märkten tätig, so dass sich die Hauptwettbewerber von Markt zu Markt unterscheiden.

Strategie und Ziele

Strategie 2014

Der Vorstand hat im abgelaufenen Geschäftsjahr intensiv getagt, um die Unternehmensziele und die Strategie zu deren Erreichung auf den Prüfstand zu stellen und, wo notwendig, für die Zukunft neu zu definieren.

Die Strategie-Analyse hat bestätigt, dass unsere Erfolgsgeschichte auf drei wesentlichen Säulen steht:

1. Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel

2. Konzentration auf die Profiküche & Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung

3. Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®): unsere Mitarbeiter und die U.i.U.®- Philosophie

Diese Erfolgsquellen sind seit vielen Jahren in unserem Leitbild festgeschrieben. Sie sind durch die „Strategie 2014“ bestätigt worden und werden dadurch neu gestärkt.

Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel

Unser oberstes Unternehmensziel ist es, unseren Kunden den höchstmöglichen Nutzen zu bieten. Das bedeutet, diese während der gesamten Geschäftsbeziehung nicht nur zufriedenzustellen, sondern zu begeistern. Dazu benötigen wir beste Produkte, besten Service und einen attraktiven Preis. Um das bieten zu können, brauchen wir die besten Mitarbeiter und ausgezeichnete Führungskräfte. Das Ziel allen Denkens und Handelns aller Mitarbeiter ist es, den Kunden den maximalen Nutzen zu bieten. Das heißt, jede Handlung und Entscheidung wird hinterfragt, inwieweit sie unseren Kunden nützt.

Die Konzentration auf eine klar definierte Zielgruppe und deren wichtigste Aufgabe, das Kochen, verlangt und ermöglicht die Spezialisierung. Wir werden auch in Zukunft unsere Markt- und Technologieführerschaft noch weiter ausbauen, um so in der Lage zu sein, unseren Kunden auch weiterhin beste Lösungen für die thermische Speisenzubereitung zu bieten.

Finanzielle Größen wie Umsatz, Wachstum und Gewinn sind für uns der Maßstab dafür, wie gut und effizient es uns gelingt, unser Ziel, den Kunden maximalen Nutzen zu bieten, zu erfüllen.

Kundenorientierte Dienstleistungen vor dem Kauf

Für unsere Endkunden haben wir einen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Vertriebs- und Marketingprozess. In mehrstündigen Produktvorführungen, den sogenannten GarenLive-Seminaren, überzeugen wir weltweit potenzielle Kunden vom Mehrnutzen unserer Geräte. Insbesondere in Märkten mit geringer Marktdurchdringung ist das GarenLive-Seminar ein wichtiges Informationsinstrument, das die Kaufentscheidung wesentlich beeinflusst. Letztlich resultiert aus einer steigenden Anzahl von Seminarteilnehmern zeitversetzt eine Absatz- und Umsatzsteigerung.

Für unsere Kunden aus dem Bereich Ketten- und Systemgastronomie beschäftigen wir Mitarbeiter, die sich speziell um die Belange dieser Zielgruppe kümmern und gemeinsam mit den Kunden maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten.

Die Bestellung, die Auslieferung, die Finanzierung sowie die Installation und der Service der Geräte beim Kunden erfolgen in der Regel über den Fachhandel, der weltweit die lokale Kundennähe sicherstellt.

Kundenbindung nach dem Kauf

Auch über den weiteren Verlauf der Geschäftsbeziehung begleiten wir unsere Kunden, sodass sie während der gesamten Lebensdauer ihr Gerät optimal nutzen können. Mit einem schnellen und zuverlässigen technischen Service durch unsere weltweit rund 1.300 Servicepartner sichern wir die Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit unserer Produkte.

Mit unseren zusätzlichen Serviceangeboten, dem ClubRATIONAL, der Academy RATIONAL, dem RATIONAL-Portal, der ChefLine® und unserer Experten-App sowie Social-Media-Auftritten verfügen wir über effiziente Wege, dem Endkunden nach dem Kauf zu helfen und ihn an RATIONAL zu binden. Wir bleiben dadurch immer im Dialog mit unserer Zielgruppe und erfahren so ihre aktuellen Interessen und Probleme unmittelbar. Dadurch sind wir in der Lage unseren Endkunden wichtige Hinweise, Tipps, Informationen und Services zur Verfügung zu stellen, so dass sie die Nutzung ihres Geräts immer weiter verbessern können.

Konzentration & Spezialisierung

Konzentration auf die Profiküche

Wir konzentrieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Mit konzernweit rund 300 Küchenmeistern im Vertrieb sowie in der Anwendungsforschung und -beratung sind wir das Unternehmen der Köche. Wir sind Teil ihrer Welt, kennen ihre Wünsche und Bedürfnisse aus erster Hand und sind deshalb in der Lage, ihre Herausforderungen in bester Weise zu lösen.

Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung

Durch die Spezialisierung können wir unseren Kunden immer bessere Lösungen anbieten und damit den Kundennutzen kontinuierlich erhöhen. Wir sehen uns dabei nicht als Maschinenbauer, sondern als Lösungsanbieter. Mit unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen verbessern wir die Arbeitswelt unserer Kunden.

Niedrige Fertigungstiefe, hohe Wertschöpfung

Auch in der Fertigung verfolgen wir eine Spezialisierungsstrategie. Hier setzen wir auf eine niedrige Fertigungstiefe. Eigene Kapazitäten setzen wir nur dann ein, wenn wir etwas qualitativ besser oder preiswerter herstellen können als Dritte oder wenn ein bestimmtes System-Know-how für die Zukunftsentwicklung unserer Produkte und Services besonders wichtig ist. Deshalb setzen wir auf langfristige und zuverlässige Partnerschaften auf der Lieferantenseite. Das Ziel ist hohe Flexibilität und Qualität zu optimalen Kosten bei hoher Loyalität zu unseren Lieferanten.

In der Montage leben wir das „One-Piece-Flow“-Prinzip. Das heißt, ein Mitarbeiter montiert ein komplettes Gerät und garantiert mit seinem Namen auf dem Typenschild für dessen Qualität. Die kleinste wirtschaftliche Losgröße in der Produktion liegt dadurch bei einem Gerät. Wir können so Kundenwünsche bei sehr kurzen Lieferzeiten flexibel und kundenauftragsorientiert erfüllen. Falls gewünscht, ist eine Auslieferung schon einen Tag nach der Bestellung möglich. Aufgrund der auftragsorientierten Produktion ist ein großes Fertigwarenlager überflüssig. Durch die ganzheitliche Verantwortung eines Mitarbeiters für das komplette Gerät nutzen wir den hohen Ausbildungsstand unserer Mitarbeiter und stärken gleichzeitig deren Motivation. Über persönliche Arbeitszeitkonten wird die benötigte Produktionskapazität täglich an die Anzahl der vorhandenen Aufträge angepasst.

Organisches Wachstum

Das große noch freie Marktpotenzial erschließen wir nachhaltig und effizient durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs-, Marketing- und Servicenetzwerks, und dies organisch ohne Akquisitionen.

Eine wichtige Voraussetzung für den Unternehmenserfolg ist finanzielle Sicherheit. Diese stellt für uns eine wesentliche Basis für flexibles, zukunftsorientiertes unternehmerisches Handeln dar. Zur Eigenfinanzierung des Wachstums sind eine hohe Eigenkapitalbasis und eine gute Liquiditätssituation deshalb unerlässlich.

Erfolgsfaktor U.i.U. ® (Unternehmer im Unternehmen)

Ein wichtiger Erfolgsbaustein zur Erhöhung der Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®). Der U.i.U.® arbeitet wie ein Unternehmer in seinem Bereich. Er strengt sich an, seine Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, entwickelt seine Arbeitsmethoden weiter, trifft die notwendigen Entscheidungen und übernimmt dafür selbst die Verantwortung. Er lernt aus seinen Fehlern und vermeidet so deren Wiederholung. Er ist auf Augenhöhe mit Kollegen und Vorgesetzten und vertritt seine Meinung.

Steuerungssystem

Planung und Steuerung

Unser Unternehmen ist nach Prozessen organisiert. In einem mehrstufigen Planungs- und Controllingsystem werden alle Unternehmensprozesse geplant, erfasst, analysiert und mit Qualitäts- und Zufriedenheitskennzahlen bewertet. Diese werden analysiert und die Ergebnisse werden an die Entscheidungsträger berichtet. Darauf basierend werden entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -steigerung eingeleitet.

Der Prozess „Strategisches Qualitätsmanagement“ ist für die Umsetzung der langfristigen Qualitätsphilosophie verantwortlich. Ziel ist es, die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie deren effizienten Erstellungsprozess entlang der gesamten Wertschöpfungskette immer weiter zu verbessern. Dies beginnt bei den Lieferanten und geht von der Montage über den Versand bis hin zur Installation und zum technischen Service des Geräts beim Endkunden.

In vielen Bereichen sind tagesaktuelle Daten die Basis für Entscheidungen zur kontinuierlichen Verbesserung. Beanstandungen durch unsere weltweiten Kunden – extern oder auch intern – werden dabei im Rahmen der prozessübergreifenden AQV (Akute Qualitätsverbesserung) täglich analysiert. Wirksame Lösungen werden umgehend erarbeitet. Dabei werden Lieferanten und Servicepartner in die regelmäßigen Prozessaudits einbezogen und nach den gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung bewertet. Gemeinsam mit unseren Lieferanten und Servicepartnern verbessern wir so fortlaufend die Qualität der Produkte und Dienstleistungen.

Zentrale finanzwirtschaftliche Steuerungskennzahlen

Die zentralen finanzwirtschaftlichen Steuerungskennzahlen sind die Absatz- und Umsatzentwicklung, das Rohergebnis, die Rohergebnismarge, die operativen Aufwendungen und das Forderungsmanagement (DSO). Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig Ineffizienzen und Ressourcenverschwendung identifizieren und Anpassungen vornehmen.

Zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Die zentrale Steuerungskennzahl der RATIONAL AG für die Mitarbeiterzufriedenheit ist die Fluktuationsquote, welche monatlich ermittelt wird. Weiter wird in jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragungen der Anteil der Mitarbeiter ermittelt, die stolz sind bei RATIONAL zu arbeiten. Unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert, kontinuierlich an Qualitäts-, Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen zu arbeiten. Dies wird durch gruppenweit rund 3.900 Verbesserungsvorschläge (Vj. 3.300) allein im Jahr 2014 unterstrichen. Durch die ganzheitliche Qualitätsverantwortung aller Mitarbeiter sind wir in der Lage, unsere Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern.

Die folgende Tabelle zeigt die für die RATIONAL AG zentralen, Steuerungsgrößen:

scroll

Finanzielle KPIs Nichtfinanzielle KPIs
Absatz-/Umsatzentwicklung Mitarbeiterzufriedenheit
Rohergebnis / Rohergebnismarge
Operative Aufwendungen
Forderungsmanagement (DSO)

Forschung und Entwicklung

Um in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt zu bringen, legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung. Ein Ergebnis des strukturierten Innovationsprozesses und des Einsatzes unserer Mitarbeiter ist die langjährige Technologieführerschaft.

Um unsere Innovationskraft weiter auszubauen, haben wir unsere Entwicklungsmannschaft weiter verstärkt. Neben Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung.

Im Jahr 2014 investierten wir in diesem Bereich 17,5 Mio. Euro (Vj. 15,2 Mio. Euro) oder 5 % der Umsatzerlöse (Vj. 5 %) in die Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen. Unsere Innovationen sind zudem durch konzernweit rund 480 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster (Vj. 470) geschützt. Für 2015 planen wir die Entwicklungsaufwendungen weiter zu erhöhen.

Als ein Ergebnis der Innovationsaktivitäten konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unseren Umsatz abermals steigern und damit eine neue Bestmarke in der Firmengeschichte erzielen.

Mitarbeiter & Personalentwicklung

Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seinen Stärken, delegieren in großem Maße Verantwortung und fördern Selbst- und Mitbestimmung. Dieses Konzept entspricht den Eigenschaften des U.i.U.®. Potenzialstarke Mitarbeiter werden im Rahmen unserer strukturierten Nachfolgeplanung individuell gefördert und weiterentwickelt. Dadurch werden sie auf die zukünftige Übernahme von Schlüsselpositionen und Führungsaufgaben bei RATIONAL vorbereitet. Im Jahr 2014 konnten wir gruppenweit rund 71 % (Vj. 70 %) der vakanten Führungspositionen mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzen.

Dementsprechend ist die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit auf einem hohen Niveau. Gemäß den gruppenweiten Umfrageergebnissen aus dem Jahr 2014 sind 92 % (Vj. 91 %) aller Mitarbeiter stolz, bei RATIONAL zu arbeiten. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. 2014 konnten 22 Mitarbeiter für ihre langjährige Firmenzugehörigkeit geehrt werden. Die Fluktuationsquote beträgt in der RATIONAL AG lediglich 3 % (Vj. 3 %). 2014 waren durchschnittlich 320 Mitarbeiter in der RATIONAL AG beschäftigt.

Für die erfolgreiche Entwicklung von RATIONAL ist es von großer Wichtigkeit, gezielt junge, talentierte Menschen zu gewinnen. Die qualifizierte Berufsausbildung ist ein wichtiger Baustein, der wesentlich zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beiträgt. Aktuell befinden sich 54 Mitarbeiter in der Ausbildung als Industriekaufmann/-frau, Industriemechaniker/in, Mechatroniker/in und Fachinformatiker/in und 16 Mitarbeiter in einem dualen Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik, International Business sowie Hotel- und Gastronomiemanagement. Darüber hinaus bieten wir in allen Bereichen des Unternehmens Nachwuchsprogramme für qualifizierte Hochschulabsolventen an. Sie sind darauf ausgerichtet, junge Menschen auf die Führungsaufgaben von morgen vorzubereiten. Durch den gezielten Einsatz in verschiedenen Prozessen und die frühzeitige Übernahme von konkreter Verantwortung bauen diese Mitarbeiter breites Fachwissen auf, erkennen ihre Stärken und entwickeln ihre Persönlichkeit zielgerichtet weiter. Dabei werden sie durch den Vorstand und die jeweilige Führungskraft intensiv begleitet.

Vergütungen und Sozialleistungen

Überdurchschnittliche Leistungen vergüten wir auch überdurchschnittlich. Wir gewähren Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine freiwillige Gewinnbeteiligung sowie weitere Zusatz- und Sozialleistungen, wie Essensgeld oder Fahrtkostenzuschüsse.

Gleichstellung als Selbstverständlichkeit

Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Sie sind zudem aufgerufen, eine Atmosphäre respektvollen Miteinanders zu schaffen und Diskriminierungen entgegenzutreten. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.

Unternehmerische Verantwortung als Grundprinzip

Das Thema Nachhaltigkeit ist seit mehreren Jahren fester Bestandteil der allgemeinen Unternehmenspolitik. Nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung bedeutet, Umweltaspekte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Das Ziel ist dabei, unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen.

Nachhaltiges Wirtschaften als Wettbewerbsvorteil

Ressourcenschonende Prozesse und Produkte, zufriedene Mitarbeiter, eine positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, loyale Lieferanten und hochzufriedene Kunden sind kein Selbstzweck. Vielmehr sind sie wesentliche Treiber für die erfolgreiche Entwicklung und die langfristige Zukunftssicherung von Unternehmen. Neben der obligatorischen Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften steht vor allem ethisches und faires Verhalten im Mittelpunkt. Nachhaltiges Wirtschaften und die Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft sind feste Bestandteile unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse.

Corporate Governance und Compliance

Für uns bedeutet Corporate Governance verantwortungsvolle Unternehmensführung und eine effiziente Kontrolle der Geschäftstätigkeit. Rechtliche Vorschriften zu respektieren und ethisch einwandfreies Verhalten sind eine Selbstverständlichkeit.

Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wird in unseren „Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr“ für die Mitarbeiter verständlich beschrieben. Der Compliance Officer, welcher direkt an den Vorstand berichtet, berät diesen in Sachverhalten, die das Compliance System betreffen. Er ist gemeinsam mit dem Vorstand für die effiziente Umsetzung verantwortlich. Auch die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Risikomanagementsystems zählt zu den Aufgaben des Compliance Officers.

Der ehrliche und faire Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern ist ein wichtiges Element in der Firmenkultur. Ein weiterer wichtiger Baustein ist eine offene, transparente und vertrauensvolle Kommunikation mit allen Interessensgruppen.

Aktiver Umweltschutz

Wir legen Wert auf verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und eine sparsame Verwendung aller Ressourcen. Auch bei der Investitionsentscheidung unserer Kunden wird die Ressourceneffizienz immer bedeutender. Der Ansatz ist, aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen zu ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten. Erreicht wird dies u.a. durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten sowie durch unsere umweltzertifizierte Produktion. Ganz besonders gilt die Ressourceneffizienz aber beim täglichen Einsatz unserer Geräte in der Küche. Denn vor allem durch die Möglichkeit, mit unserer Technologie nachhaltig den Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungschemie zu reduzieren, werden im Lebenszyklus unserer Produkte die größten Einsparungen erreicht.

Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen ist es unser Anspruch, ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen. Daher unterhalten wir ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem und legen anspruchsvolle Ziele bezüglich der Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, des Abfallaufkommens, des Wasserverbrauchs, des Energieverbrauchs sowie des Kraftstoffverbrauchs fest. Die für 2014 gesetzten Ziele haben wir erreicht und teilweise übertroffen.

Beim Bau neuer Gebäude legen wir besonderes Augenmerk auf hohe Ressourceneffizienz durch die Verwendung modernster Gebäudetechnik sowie den Einsatz energieeffizienter Baustoffe und –verfahren. So wird z.B. durch eine spezielle Gebäudearchitektur mit großen Glasfronten und automatisch regulierenden Helligkeitssensoren eine Minimierung des Einsatzes von künstlichem Licht erzielt. Durch den Einsatz modernster Technik gelingt es uns, die CO2-Emissionen auf relativ niedrigem Niveau zu halten. U.a. durch diese Maßnahmen konnten wir den CO2-Ausstoß je produziertes Gerät seit 2010 um über 25 % reduzieren. Der Energieverbrauch je Gerät wurde im selben Zeitraum sogar um 30 % gesenkt.

Unsere Produktionsprozesse sind nahezu abwasserfrei. Noch anfallendes verunreinigtes Wasser wird durch eine Aufbereitungsanlage, welche regelmäßig von einem unabhängigen Institut geprüft wird, gesäubert und abgeleitet. Die Unbedenklichkeit der Abwasserqualität wird laufend überprüft. Um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recycling-Systemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken, werden alle Prozesse stets optimiert. Die geringen Mengen an entstandenem Gefahrgut werden gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Fachbetrieb entsorgt. Die Einhaltung der Normen wird jährlich auditiert.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten

Nachhaltigkeit in der Kunden- und Lieferantenbeziehung heißt für uns partnerschaftliche, langfristige Zusammenarbeit. In unserem Unternehmensleitbild ist „höchstmöglicher Kundennutzen“ als das oberste Unternehmensziel definiert. Als Unternehmen mit geringer Fertigungstiefe sind Qualität, Produktivität und Zuverlässigkeit unserer Lieferanten für den Erfolg von RATIONAL besonders wichtig. Wir bieten unseren Lieferanten eine langfristige, zuverlässige und vertrauensvolle Partnerschaft. Wir erwarten dafür im Gegenzug Loyalität, Qualität, Engagement, Flexibilität und Innovationskraft.

Basis der erfolgreichen Zusammenarbeit sind neben der Lieferantenzertifizierung jährliche Partnerpläne, ein monatliches Berichtswesen der wichtigsten Kennziffern und regelmäßige Auditierungen. Das RATIONAL-Lieferantensystem beurteilt differenziert die Produktqualität, aber auch die Qualität der Zusammenarbeit. Auf dem jährlich stattfindenden Lieferantentag werden die besten Lieferanten besonders ausgezeichnet.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft wächst um 3,3 %

Die globale Wirtschaftsleistung ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,3 % gewachsen. In Nordamerika wurde ein Wachstum von 2,4 % erreicht. Für den Euroraum liegt der errechnete Wert nur bei 0,8 %. Gründe hierfür sind die anhaltende Russland-Ukraine-Krise, Deflationsbefürchtungen und die wirtschaftliche Schwäche in Frankreich und Italien. Für Japan ergibt sich eine Wachstumsrate von 0,1 %, für Asien ohne Japan wird ein Wert von 6,5 % ausgewiesen. Dagegen wurden in Lateinamerika aufgrund einer Verlangsamung des aktuellen Industriewachstums und gesunkener Investitionsnachfrage lediglich 1,2% erreicht. (Quelle: IWF, Januar 2015)

Das ifo Weltwirtschaftsklima, welches die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation und die Zukunftserwartungen von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kapitalmarkt repräsentiert, hat sich im vierten Quartal 2014 leicht eingetrübt. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Zukunftserwartungen werden ungünstiger eingeschätzt.

Branchenkonjunktur in Deutschland positiv

Durch den Einsatz unserer Produkte in unterschiedlichsten Bereichen der thermischen Speisenzubereitung ist unsere Geschäftsentwicklung im Vergleich zu anderen Branchen und Unternehmen deutlich weniger von der Gesamtkonjunktur abhängig.

Die Stimmung in der deutschen Großküchenbranche war im vergangenen Jahr positiv. In einer Umfrage des Fachhandelsblatts GastroSpiegel beurteilten rund zwei Drittel der befragten Großküchenhändler die Lage der Branche als verbessert im Vergleich zum Vorjahr. Dem folgend erreichte das GastroSpiegel-Fachhandelsbarometer einen der höchsten Stände seit der Finanzkrise. Von der guten Entwicklung ihrer Endkunden und Handelspartner profitierten nicht zuletzt auch die Großküchenausrüster aus den verschiedenen Bereichen.

Nach einem eher verhaltenen Vorjahr hat sich die deutsche Combi-Dämpfer-Branche wieder besser entwickelt. So konnten laut Industrieverband Haus-, Heiz und Küchentechnik e.V (HKI) die Hersteller im Jahresverlauf bis Ende des dritten Quartals rund 3 % mehr Geräte absetzen als im Vorjahreszeitraum. In einem stabilen Wettbewerbsumfeld konnten wir über dem Branchendurchschnitt wachsen und damit unsere mit Abstand führende Stellung von über 50 % Marktanteil weiter festigen. (Quelle: HKI-Statistik, November 2014)

Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2014

Das neue SelfCookingCenter ® 5 Senses

Im Mai 2014 haben wir das neue SelfCookingCenter® 5 Senses eingeführt. Es fühlt, erkennt, denkt mit und voraus, lernt vom Koch und verständigt sich mit ihm. Es zeigt dem Anwender an, was es gerade macht und warum es bestimmte Einstellungen anpasst um ein definiertes Wunschergebnis sicher zu erreichen. Jeder Kunde, der das Vorgängermodell SelfCookingCenter® whitefficiency® besitzt, kann dieses mit Hilfe eines kostenlosen Softwareupdates auf den neuen 5-Senses-Stand aktualisieren.

Die neue Tischvariante des VarioCooking Centers ® MULTIFICIENCY

Im Januar 2014 wurde die neue Tischvariante des VarioCooking Center® MULTIFICIENCY auf den Markt gebracht. Durch die kompakte Größe und Handlichkeit ist es vielseitig und jederzeit ohne umfangreiche Umbaumaßnahmen genau dort einsetzbar, wo der Kunde es benötigt.

Fertigstellung des neuen Serviceteilecenters in Landsberg

Im Juli haben wir unser neues Serviceteilecenter am Standort Landsberg am Lech in Betrieb genommen. Mit 7.700 Quadratmetern bietet das energieeffiziente Gebäude ausreichend Kapazität für die weltweit wachsende Nachfrage an Serviceteilen.

Umgliederung der RATIONAL-Aktie in den SDAX

Nach fünf Jahren im MDAX wurde die Aktie der RATIONAL AG zum 22. September 2014 wieder in den SDAX umgegliedert. Die Indexzusammensetzung richtet sich nach zwei Kriterien: der Marktkapitalisierung und dem Orderbuchumsatz. Diese werden zweimal im Jahr überprüft. Aufgrund des relativ niedrigen Freefloats von 29 % ist der Orderbuchumsatz der RATIONAL-Aktie vergleichsweise gering, weshalb diese wieder in den SDAX zurückgekehrt ist.

Geschäftsverlauf 2014 – Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Die Geschäftsentwicklung 2014 wird vor diesem Hintergrund als insgesamt günstig eingestuft.

Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz um 8 % wachsen. Diese Steigerung resultiert aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen. Die Durchschnittspreise blieben auch in 2014 weitgehend stabil.

Ertragslage

Umsatzsteigerung von Quartal zu Quartal

Die Geschäftsentwicklung war über den Verlauf des Geschäftsjahres sehr unterschiedlich. So konnten die Umsatzerlöse von Quartal zu Quartal gesteigert werden.

Die ersten drei Monate waren mit einem Umsatzrückgang um 2 % auf 67,9 Mio. Euro (Vj. 69,5 Mio. Euro) eher enttäuschend. Der Umsatzrückstand konnte im zweiten Quartal durch einen Umsatzanstieg um 15 % auf 81,8 Mio. Euro (Vj. 71,3 Mio. Euro) kompensiert werden, so dass im ersten Halbjahr ein Wachstum von 6 % auf 149,7 Mio. Euro (Vj. 140,7 Mio. Euro) erreicht wurde.

Auch das zweite Halbjahr begann gut. Mit Umsatzerlösen von 86,8 Mio. Euro (Vj. 76,9 Mio. Euro) im dritten Quartal konnten wir den Wachstumskurs fortsetzen. Im Quartal entspricht dies einer Wachstumsrate von 13 %.

Die Umsatzerlöse des vierten Quartals erreichten 97,5 Mio. Euro (Vj. 90,7 Mio. Euro) und lagen damit über denen des dritten Quartals. Trotz des sehr starken Vorjahresquartals konnten wir gegenüber diesem noch eine Steigerungsrate von 7 % erzielen. Für das Gesamtjahr resultieren daraus Umsatzerlöse von insgesamt 333,9 Mio. Euro und ein Wachstum von 8 %. Der Absatz konnte analog zu den Umsatzerlösen gesteigert werden.

16 % der Umsatzerlöse werden im Inland (Vj. 16 %), 84 % im Rest von Europa (Vj. 84 %) erzielt. Davon wird der größte Anteil an die Schweizer Tochtergesellschaft RATIONAL International fakturiert, deren Absatzmärkte vor allem außerhalb Europas liegen. Konzernweit verteilen sich die Umsätze nach Regionen demnach auf Deutschland mit 13 % Anteil, Europa mit 53 %, Amerika mit 16 %, Asien mit 12 % und übrige Welt mit 6 %.

Rohergebnis

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwand) stieg um 10 % von 153,0 Mio. Euro auf 168,0 Mio. Euro. Die Rohergebnismarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 49,6 % auf 50,3 % verbessert.

Kosten- und Ergebnisentwicklung

Im Jahr 2014 sind operative Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von 79,7 Mio. Euro angefallen und damit 5 % mehr als im Vorjahr (Vj. 75,8 Mio. Euro), was hauptsächlich auf die erhöhten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie allgemein auf die im Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung gestiegenen Aufwendungen zurückzuführen ist.

Die EBT-Marge (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bezogen auf die Umsatzerlöse) lag mit 38,9 % (Vj. 36,2 %) über Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands hat sich auch die Nettomarge (Jahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) mit 30,7 % (Vj. 28,6 %) positiv entwickelt.

Der Steueraufwand belief sich auf 27,5 Mio. Euro (Vj. 23,4 Mio. Euro). Die Steuerquote lag 2014 bei 21,1 % (Vj. 21,0 %). Bereinigt um erhaltene Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften ergibt sich eine zum Vorjahr identische rechnerische Steuerquote von 27,9 % (Vj. 27,9 %).

Der Jahresüberschuss lag mit 102,4 Mio. Euro um 16,2 % über dem Vorjahreswert von 88,1 Mio. Euro. Dies ist unter anderem auf die höheren Beteiligungserträge und Gewinnabführungen von zusammen 35,9 Mio. Euro (Vj. 31,5 Mio. Euro) zurückzuführen.

Finanzlage

Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite

Die Strategie von RATIONAL ist, die jederzeitige finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit sicherzustellen. Sicherheit geht dabei vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, insbesondere der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das konzernweite Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.

Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Fremdkapitalgebern. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wir sind in der Lage, unser Wachstum aus eigenen Mitteln zu finanzieren, und haben zusätzlich eine Liquiditätsreserve für unerwartet auftretende gesamtwirtschaftliche Risiken. Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Deshalb legen wir nahezu ausschließlich in kurz laufende, Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit gutem Rating an.

Unsere Aktionäre beteiligen wir regelmäßig am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt rund 70 % des Konzernergebnisses als Dividende ausbezahlt.

Hohe Liquidität

Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen erhöhte sich im Jahresverlauf um 15,2 Mio. Euro auf 182,8 Mio. Euro (Vj. 167,6 Mio. Euro). Die liquiden Mittel repräsentierten damit 58 % der Bilanzsumme (Vj. 59 %).

Zusätzlich verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 29,5 Mio. Euro

(Vj. 28,5 Mio. Euro).

6,80 Euro Dividende vorgeschlagen

Die Konjunkturprognosen gehen für 2015 von einer soliden Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Dennoch bleiben Unsicherheiten infolge der internationalen Schuldenkrise und der geopolitischen Spannungen in einigen Regionen unverändert bestehen. Vor diesen Hintergrund und in Anbetracht der guten Liquidität haben Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen, der Hauptversammlung 2015 die Ausschüttung einer Dividende von 6,80 Euro pro Aktie (Vj. 6,00 Euro) für das Geschäftsjahr 2014 vorzuschlagen. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 2,6 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2014).

Insgesamt ist eine Ausschüttung von 77,3 Mio. Euro geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt noch eine ausreichend hohe Liquiditätsreserve im Unternehmen.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in entsprechende Zweckgesellschaften findet bei der RATIONAL AG nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Daraus ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 2,4 Mio. Euro (Vj. 2,0 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente keinen wesentlichen Einfluss.

Langfristige Finanzierungsmaßnahmen

Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir auch durch langfristige Bankdarlehen. Dementsprechend sind die größten Positionen in den Verbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 29,7 Mio. Euro (Vj. 32,1 Mio. Euro). Die ausstehenden Darlehen dienen zur Finanzierung des Montage- und Versandgebäudes, des Büro- und Schulungsgebäudes, des Serviceteilecenters sowie von Fertigungsanlagen in der Komponentenfabrik. Der Großteil der Darlehenssumme hat eine Laufzeit bis 2022 (17,8 Mio. Euro) bzw. 2023 (8,5 Mio. Euro). Die restliche Darlehenssumme wird in den Jahren 2016 bis 2018 fällig.Neue Finanzierungsverträge wurden im Jahr 2014 nicht abgeschlossen.

Hohe Bonitätsbewertung durch Banken

Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken mit sehr guten Bonitätsnoten von A bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Rating-Agentur.

Vermögenslage

Die RATIONAL AG verfügt über eine sehr solide Bilanzstruktur. Mit einer Eigenkapitalquote von 81 % und einem Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte von über 81 % der Bilanzsumme gewährleistet diese jederzeit höchste Sicherheit und Flexibilität.

Hohe Eigenkapitalquote

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2014 um 10 % von 285,5 Mio. Euro auf 315,3 Mio. Euro angestiegen. Dies resultierte maßgeblich aus einem Jahresüberschuss von 102,4 Mio. Euro, dem eine Dividendenausschüttung von 68,2 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch ist das Eigenkapital deutlich um 16 % auf 254,2 Mio. Euro (Vj. 220,0 Mio. Euro) gewachsen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 81 % deutlich über dem Vorjahr (Vj. 77 %).

Kurzfristige Kapitalbindung

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich 2014 im Wesentlichen aufgrund von Neuinvestitionen in Immobilien um 7,1 Mio. Euro erhöht.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 22,7 Mio. Euro gewachsen. Hier waren vor allem die Erhöhung der liquiden Mittel (+15,2 Mio. Euro) und der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (+6,4 Mio. Euro) die wesentlichen Treiber. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte betrug zum Bilanzstichtag 81 % (Vj. 82 %) und ist damit leicht gesunken.

Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir laufend. Dabei achten wir stets darauf, eine Balance zwischen bestmöglicher Händlerunterstützung und geringstmöglicher Kapitalbindung zu finden. Während in den etablierten Märkten die gruppenweiten Forderungslaufzeiten weiter reduziert werden konnten, haben wir unsere Kunden in einigen Schwellenmärkten durch längere Zahlungsziele unterstützt. Insgesamt ergab sich somit eine durchschnittliche konzernweite Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) in 2014 von 50 Tagen (Vj. 48 Tage). Der Anteil der überfälligen Forderungen lag durchschnittlich bei 6 % (Vj. 4 %).

Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde

– unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung – zum Bilanzstichtag eine konzernweite Deckungsquote des Forderungsbestands von 84 % (Vj. 80 %) erreicht. Dadurch sichern wir indirekt auch die aus der internen Lieferbeziehung entstehenden Forderungen der RATIONAL AG gegenüber den Vertriebstöchtern ab.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir Investitionen von 13,0 Mio. Euro in das Anlagevermögen getätigt (Vj. 9,0 Mio. Euro). Für die Errichtung des neuen Serviceteilecenters sind 2014 Investitionen in Höhe von 9,3 Mio. Euro angefallen. Die gesamte Investitionssumme hat hier 10,8 Mio. Euro betragen.

Für das Jahr 2015 erwarten wir Erhaltungs-, Ersatz- und Neuinvestitionen in unsere Produktionsanlagen und Geschäftsräume von insgesamt 15,3 Mio. Euro. Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2015 betragen 0,7 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen für das kommende Geschäftsjahr keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.

Die Auslastung unserer Produktionsanlagen liegt derzeit bei rund 70 %. Mit dieser Anlagenkapazität sind wir für zukünftiges Wachstum gut aufgestellt.

Prognose-Ist-Vergleich

Im Geschäftsbericht des vergangenen Jahres hatten wir ein moderates Umsatz- und Absatz-Wachstum prognostiziert. Mit Umsatzerlösen von 333,9 Mio. Euro (+8 %) und einem Rohergebnis in Höhe von 168,0 Mio. Euro (+10 %) konnten wir die Erwartungen erreichen. Der Absatz konnte analog zu den Umsatzerlösen gesteigert werden. Die Entwicklung der Rohstoffpreise hatte entsprechend unserer Einschätzung keinen Ergebniseinfluss.

Die operativen Aufwendungen entwickelten sich in 2014 wie prognostiziert leicht unterproportional zum Umsatz.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verblieb die Mitarbeiterzufriedenheit, wie erwartet, auf einem hohen Wert. Konzernweit sind 92 % aller Mitarbeiter stolz bei uns zu arbeiten.

Die prognostizierten Investitionen in Höhe von rund 15 Mio. Euro haben wir mit 13,0 Mio. Euro etwas unterschritten.

Die konzernweite Risikodeckungsquote unserer ausstehenden Kundenforderungen war entgegen unserer Erwartungen eines Rückgangs mit 84 % leicht besser. Die konzernweite Außenstandsdauer (DSO) lag mit 50 Tagen auf dem Niveau des avisierten Wertes.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.

3. NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der RATIONAL AG von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, eingetreten.

4. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Prognosebericht

Prämissen der Prognosen

Unsere Prognosen beinhalten alle zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichtes bekannten Faktoren, die einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des RATIONAL-Konzerns haben. Dies betrifft relevante allgemeine Marktindikatoren sowie branchenbezogene und unternehmensspezifische Sachverhalte.

Marktbezogene Parameter sind insbesondere das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse und der Rohstoffpreise. Branchenbezogene Sachverhalte betreffen insbesondere die Entwicklung der Endnutzer unserer Produkte und Services, unsere direkten Kunden, den Fachhandel, und die Wettbewerbssituation unter den Anbietern verschiedener Gartechnologien.

Interne Faktoren sind die Mitarbeiterzufriedenheit und Maßnahmen, um die hohe Motivation zu erhalten und weiter zu stärken. Des Weiteren beinhaltet die Prognose bereits implementierte Aktivitäten und geplante Maßnahmen.

Weltwirtschaft auf Wachstumskurs

Konjunkturexperten beurteilen die Aussichten der Weltkonjunktur weiterhin solide und erwarten für das Jahr 2015 ein globales Wachstum von 3,5 %. Die höchsten Wachstumsprognosen gelten mit rund 4,3 % für die Schwellenländer. Aber auch die USA sind mit einer erwarteten Steigerungsrate von rund 3,6 % voraussichtlich auf solidem Wachstumskurs. Für den Euroraum erwarten die Experten für 2015 ein geringes Wirtschaftswachstum von lediglich rund 1,2 %. (Quelle: IWF, Januar 2015)

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Absatz-, Umsatz- und Ergebnisprognose 2015

Für 2015 erwarten wir einen leicht positiven Wechselkurseffekt auf Umsatz und Ergebnis, da ein Großteil der für uns wichtigen Fremdwährungen im Verlaufe des Jahres 2014 deutlich aufgewertet hat und keine Gegenbewegung bzw. sogar eine weiterhin positive Entwicklung vieler Fremdwährungen erwartet wird.

Von den Rohstoffpreisen erwarten wir für das Jahr 2015 keine nennenswerten Auswirkungen auf die Materialaufwendungen und unsere Gewinnsituation. Beim Basispreis für Stahl sorgen Jahresverträge für eine sichere Kalkulationsgrundlage. Für 2015 konnten wir für den Stahlbasispreis im Wesentlichen bereits stabile Preise mit unseren Lieferanten vereinbaren. Der Preis für den Legierungszuschlag ist im Verlauf des ersten Halbjahres 2014 von 1,00 Euro/kg auf über 1,40 Euro/kg gestiegen, hat sich dann auf diesem Niveau eingependelt und ist schließlich in den letzten beiden Monaten wieder auf 1,30 Euro/kg zurückgegangen. Der Durchschnittspreis im Jahr 2014 lag bei 1,25 Euro/kg. Aufgrund der prognostizierten stabilen Entwicklung der Weltwirtschaft gehen wir von leicht höheren Nickelpreisen für das Jahr 2015 aus und rechnen mit einem durchschnittlichen Legierungszuschlag von 1,30 Euro/kg.

Beim Materialaufwand rechnen wir insgesamt mit einem Anstieg proportional zu den Umsatzerlösen. Hieraus resultierend sehen wir einen proportionalen Anstieg des Rohergebnisses.

Die operativen Aufwendungen werden aufgrund von Investitionen in dem Bereich Forschung und Entwicklung etwas überproportional zur Umsatzsteigerung zulegen.

Vor diesem Hintergrund und basierend auf den von uns geschaffenen Grundlagen für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung erwarten wir für 2015 die Fortsetzung des bisherigen moderaten Wachstumstrends bei Absatz und Umsatz.

Nachhaltig solide finanzwirtschaftliche Grundlagen

Für den Verlauf des Jahres 2015 erwarten wir unverändert eine hohe freie Liquidität. Den Liquiditätsbedarf für die laufenden operativen Aufwendungen, den wachstumsbedingten Aufbau des Working Capitals, die notwendigen Anlageninvestitionen sowie für die geplante Dividendenausschüttung werden wir 2015 weitgehend aus den operativen Mittelzuflüssen und der vorhandenen Nettoliquidität decken.

Für das Berichtsjahr 2015 erwarten wir einen leichten Rückgang des Risikodeckungsgrads unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der verstärkten Markterschließung in aufstrebenden Schwellenländern, in denen eine fundierte Bonitätsbeurteilung und somit Kreditversicherungsdeckung junger Fachhandelsunternehmen bislang nur bedingt möglich ist. Bei der durchschnittlichen Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) erwarten wir in 2015 einen Wert auf dem Niveau des Vorjahres.

Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Wir legen höchsten Wert auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter, die sich als Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®) verstehen. Aus diesem Grund begnügen wir uns nicht mit der bereits heute hohen Mitarbeiterzufriedenheit, sondern möchten diese in 2015 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen noch weiter verbessern. Die Fluktuationsquote erwarten wir auf ähnlich niedrigem Niveau wie im Jahr 2014.

Für das kommende Geschäftsjahr planen wir rund 18 neue Arbeitsplätze in der RATIONAL AG zu schaffen.

Chancen- und Risikobericht

Die Risiko- und Chancenpolitik bei der RATIONAL AG zielt nicht nur auf die Bestandssicherung des Unternehmens sondern auch darauf ab, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern sowie finanzielle und strategische Organisationsziele zu realisieren. Durch ein effektives Risikomanagement wird eine frühzeitige Identifizierung und Minimierung von potenziellen Risiken gewährleistet.

Das Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sicher.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand

Eine Vielzahl aktueller gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen weltweit beeinflusst unsere Geschäftsentwicklung. Daraus resultieren Chancen und Risiken, welche den Geschäftsverlauf positiv oder negativ beeinflussen können. Unsere Prognose für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2015, aber auch unsere langfristigen Erwartungen beinhalten die im Folgenden aufgeführten Einflussfaktoren. Risiken können zu negativen, Chancen zu positiven Abweichungen von der Prognose führen.

Chancen für die zukünftige erfolgreiche Geschäftsentwicklung sind neben dem durch innovative Produkte herbeigeführten Austauschbedarf und der Gewinnung neuer Kundengruppen in den etablierten Märkten auch eine steigende Nachfrage in Folge des zunehmenden Wohlstandsniveaus in den Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des weltweiten Marktpotenzials, technologisch marktführender Produkte und der unangefochtenen Marktführerschaft beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte in Zukunft fortzuschreiben.

Es bestehen aber auch Risiken, welche die Erreichung unserer Unternehmensziele gefährden. Neben den materiellen, versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische Entscheidungen und Veränderungen im Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Veränderungen (z. B. Währungsentwicklungen) sowie Produkt- und sonstige operative Risiken.

Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Das heißt, es geht keine existenzbedrohende Gefährdung des Unternehmens von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.

Chancenbericht

Das RATIONAL-Chancenmanagement

Der RATIONAL-Konzern ist in einem globalen Umfeld aktiv, welches sich durch eine Vielzahl von Chancen auszeichnet, die sich dem Unternehmen bieten. Das frühzeitige Erkennen und die konsequente Wahrnehmung dieser Chancen sind Kernelemente erfolgreichen unternehmerischen Handelns. Die Nutzung realisierbarer Chancen und die gleichzeitige Vermeidung überflüssiger Risiken sind und bleiben die notwendige Voraussetzung, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten.

Chancen umfassen einerseits externe Faktoren und Trends wie die steigende Zahl potenzieller Kunden aufgrund des zunehmenden Wohlstands in den Emerging Markets. Chancen resultieren aber auch aus eigenen Stärken, durch deren optimale Ausschöpfung die erfolgreiche Zukunftsentwicklung des Unternehmens positiv beeinflusst wird.

Positive externe Faktoren und Trends

Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis

Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis, Essen außer Haus. Dies gibt uns eine gewisse Sicherheit, selbst in Krisenzeiten.

Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandsniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in den Emerging Markets verbessert sich der Wohlstand in diesen Ländern spürbar. Daraus resultieren die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard, der sich wiederum positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten auswirkt.

Großes freies Weltmarktpotenzial

Nur rund 30 % der weltweit mehr als drei Millionen für uns adressierbaren Endkunden kochen heute bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Rund 10 % aller Küchen haben ein SelfCookingCenter® im Einsatz. Da das SelfCookingCenter® 5 Senses neben der traditionellen Gartechnologie auch herkömmliche Combi-Dämpfer ersetzt, besteht hierfür weltweit noch ein freies Marktpotenzial von 90 % des adressierbaren Marktes.

Für das VarioCooking Center® MULTIFICIENCY ergibt sich ein noch höheres weltweites Potenzial. Da es erst seit wenigen Jahren am Markt ist, ist der Penetrationsgrad noch relativ gering. Somit beträgt hier das noch offene Kundenpotenzial annähernd 100 %.

Das große freie Marktpotenzial ermöglicht es uns wie unseren Wettbewerbern, auch in Zukunft über tiefere Marktdurchdringung und steigenden Ersatzbedarf weiter zu wachsen.

Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt

Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben die Bürger und die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und variableren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist vitaminschonend, fettarm und damit besonders gesund.

Stärken von RATIONAL

Höchste Kundenzufriedenheit

Der Combi-Dämpfer wird mittlerweile als eines der wichtigsten Gargeräte in der Profiküche gesehen. Wir werden hierbei als innovativer Lösungsanbieter mit qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Produkten sowie höchster Servicequalität wahrgenommen. Mehr als 80 % unserer Kunden sind so begeistert, dass sie jederzeit wieder ein RATIONAL-Produkt kaufen, aber auch allen Kollegen den Kauf eines solchen empfehlen würden. Daraus resultiert unsere mit großem Abstand führende Marktposition. Jeder zweite Combi-Dämpfer, der heute weltweit verkauft wird, stammt aus dem Hause RATIONAL.

Wettbewerbsüberlegene Produkte

Wir verfügen über ein Portfolio wettbewerbsüberlegener Produkte und Dienstleistungen. Sowohl das SelfCookingCenter® 5 Senses als auch das VarioCooking Center® MULTIFICIENCY sind technologisch und anwendungsbezogen weltweit führend. Und das bei vergleichbarer preislicher Positionierung zum Wettbewerb.

Hohe Innovationskraft

Um unserem Anspruch gerecht zu werden, rund um den Globus Produkte mit dem höchstmöglichen Kundennutzen anzubieten, ist es unabdingbar, regelmäßig Innovationen auf den Markt zu bringen. Das heißt für uns, nie endgültig zufrieden zu sein, sondern permanent nach besseren Lösungen zu suchen und den technologischen Fortschritt selbst in die Hand zu nehmen. So gelingt es uns, den hohen technischen Stand unserer Produkte zu sichern, eine stetige Weiterentwicklung zu gewährleisten und damit unsere herausragende Stellung im Markt nicht nur zu behaupten, sondern sogar weiter auszubauen. Wir sind außerdem in der Lage, neue Kundengruppen zu adressieren und somit innerhalb unserer Zielgruppe das Absatzpotenzial für unsere Produkte noch zu erweitern.

Ressourceneffizienz

Die Ressourceneffizienz der eingesetzten Technologie gewinnt bei Investitionsentscheidungen in der Profiküche zunehmend an Bedeutung. Das SelfCookingCenter® 5 Senses und das VarioCooking Center® MULTIFICIENCYreduzieren den Verbrauch von Energie, Wasser, Fett, Reiniger und den Einsatz von Rohwaren deutlich und dies bei erheblich geringerem Platzbedarf im Vergleich zu traditioneller Gartechnologie. Zudem führt der reduzierte Überwachungs- und Reinigungsaufwand zu niedrigeren Arbeitskosten.

Erfolgreiche Marktentwicklung

Bei der Erschließung neuer Märkte nehmen wir häufig eine Pionierrolle ein. Daraus resultieren eine steigende Markenbekanntheit und ein Vorsprung bei der Ausschöpfung der vorhandenen Marktpotenziale. Die effiziente und erfolgreiche Erschließung neuer Märkte trägt nachhaltig dazu bei, die Weltmarktführerschaft zu festigen und auszubauen.

Einzigartige Unternehmenskultur

Grundlage für die unternehmensweite Zusammenarbeit und das Selbstverständnis aller Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®) mit dezentraler Führungsstruktur, hoher Eigenverantwortung und Selbstorganisation.

Durch die permanent lernende Organisation nach dem Motto „Von den Besten lernen“ und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess werden Schwächen im Arbeitsbereich jedes einzelnen Mitarbeiters erkannt, beseitigt und damit Verschwendung zunehmend vermieden.

Die konzernweite Prozessorganisation sichert höchste Effizienz durch Vermeidung unnötiger Schnittstellen. Sie erhöht die Motivation und die Identifizierung jedes einzelnen Mitarbeiters mit seinen ganzheitlichen Aufgaben.

Risikobericht

Der Risikobericht erläutert die Grundsätze und die Organisation des Risikomanagements bei RATIONAL und stellt die aktuelle Risikosituation dar. Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, strategische, operative oder finanzielle Ziele nicht wie geplant zu erreichen.

Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.

Das RATIONAL-Risikomanagement

Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstands. Der Prozess wird durch den Vorstand des kaufmännischen Bereichs koordiniert. Das Ziel des RATIONAL-Risikomanagements ist die Wahrnehmung realisierbarer Chancen unter Berücksichtigung der bestehenden Risiken.

Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Hierbei sind das kontinuierliche Sensibilisieren für Risiken und Chancen bei den Mitarbeitern und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Führungskräfte entscheidende Erfolgsfaktoren. Um das RATIONAL-Risikomanagement auf einem nachhaltigen und angemessen hohem Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern. Die Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement sind für alle Mitarbeiter verbindlich in einer Konzernrichtlinie dokumentiert. Entsprechend der Organisationsstruktur von RATIONAL ist das Management der einzelnen Unternehmenseinheiten für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken selbst verantwortlich. Für die Berichterstattung zu Risiken ist ein angemessenes Meldeverfahren definiert.

Im Rahmen einer Risikoanalyse werden externe und interne Risiken für alle Unternehmensbereiche für einen Realisierungszeitraum von drei Jahren erfasst und bewertet. Im Jahr 2014 wurden hierzu die Ergebnisse der konzernweiten Risikoinventur aus dem Vorjahr aktualisiert. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in ihrer Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnte, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.

Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht es der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden, sofern dies strategisch und finanziell sinnvoll ist, über ein globales Deckungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.

2013 wurde das RATIONAL-Compliance-Team gebildet und ein Compliance Officer für die gesamte RATIONAL-Gruppe bestellt. Darüber hinaus wurde eine Compliance-Risikoanalyse durchgeführt. Allen wesentlichen Compliance-Risiken wird durch interne Maßnahmen bzw. in Zusammenarbeit mit lokalen, qualifizierten Partnern entgegengewirkt. In 2014 wurde die Compliance-Organisation gezielt weiterentwickelt. Hierzu wurden in ausgesuchten Ländern, in denen RATIONAL mit eigenen legalen Einheiten und Mitarbeitern vertreten ist, die lokalen Anforderungen an ein Compliance-Programm erfasst und, soweit zur Risikovermeidung erforderlich, die RATIONAL-Compliance-Vorgaben entsprechend angepasst.

Risikobewertung und Risikobegrenzung

Um die vorhandenen Risiken einzuordnen, bewerten wir diese nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und nach ihrer finanziellen Auswirkung auf die Ertrags- und Vermögenssituation des Unternehmens. Entsprechend der Eintrittswahrscheinlichkeit und der resultierenden Schadenshöhe (EBT-Risiko) haben wir entsprechende Maßnahmen implementiert um sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.

Die Darstellung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des EBT-Risikos beinhaltet bereits die implementierten, risikomindernden Maßnahmen (Netto-Betrachtung). Folgende Klassifizierungen werden hierfür verwendet:

scroll

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
<10% Sehr gering
>10% bis 30% Gering
>30% bis 60% Hoch
>60% Sehr hoch

scroll

Risikoauswirkung Beschreibung EBT-Risiko
Sehr gering Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage < 2%
Gering Einige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >2% bis 10%
Hoch Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >10% bis 20%
Sehr hoch Stark negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >20%

Risiken

In der folgenden Tabelle werden die vom Vorstand als für die RATIONAL-Gruppe wesentlich eingestuften Unternehmensrisiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Risikoauswirkung gemäß den oben stehenden Definitionen eingestuft.

Die Risiken sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoauswirkung sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

scroll

Unternehmensrisiken Eintrittswahrscheinlichkeit Risikoauswirkung
Markt- und Wettbewerbsrisiken Gering Gering
Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken
Nichtakzeptanz unserer Technologien
Konjunkturbedingte negative Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden
Reduzierte Deckung von Kreditrisiken
Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Kunden
Politische und rechtliche Risiken Hoch Gering
Politische Instabilität oder Krisen
Verletzung von Schutzrechten
Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften
Produktions- und Produktrisiken Gering Gering
Beschaffungsrisiko
Produktionsunterbrechungsrisiko
Produktqualität und -haftung
Operative Risiken Gering Gering
Personalwirtschaftliche Risiken
IT-Risiken
Finanz- und Kapitalmarktrisiken Sehr hoch Gering
Ausfallrisiken
Liquiditätsrisiken
Wechselkursrisiken
Zinsänderungsrisiken
Preisrisiken

Nachstehend folgen Beschreibungen der jeweiligen Risiken bzw. es wird auf entsprechende Stellen innerhalb des Abschlusses verwiesen, in denen die Details dargelegt werden.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken

Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse neue, größere Wettbewerber mit höherer Innovations- oder Vertriebskraft entstehen. Zusätzlich können neue Wettbewerber in den Markt eintreten, was zu einer höheren Wettbewerbsintensität und negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft von RATIONAL führen kann.

Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt. Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategien der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt.

Nichtakzeptanz unserer Technologien

Um unseren Vorsprung vor dem Wettbewerb zu behaupten und auszubauen, bringen wir in regelmäßigen Abständen neue Produkte mit weiterentwickelten Produkteigenschaften und neuen Funktionen auf den Markt. Aufgrund unserer klaren Ausrichtung auf Kundennutzen, unserer Unternehmensstruktur mit konzernweit rund 300 Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und –beratung sind wir praktisch Teil der Welt unserer Kunden und kennen deren Wünsche und Bedürfnisse genau. Wir sind dadurch in der Lage, optimale Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und anzubieten.

Konjunkturbedingte Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden

Das internationale Wirtschaftsumfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf unserer Geräte ist für unsere Kunden mit einer Investition verbunden. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung oder Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung kann die Investitionsbereitschaft unserer Endkunden negativ beeinflussen.

Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der wichtigen Märkte mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auftretende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit entsprechend flexibler Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, gut vorbereitet. Die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis sowie die hohen Rationalisierungseffekte unserer Produkte führen dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft deutlich geringer auswirken als z. B. auf den klassischen Maschinenbau.

Reduzierte Deckung von Kreditrisiken

Eine negative konjunkturelle Entwicklung und die daraus resultierende finanzwirtschaftliche Situation unserer Kunden reduzieren die Bereitschaft des Warenkreditversicherers zur Übernahme von Kreditrisiken und führen damit zu höheren Forderungsausfallrisiken. (Siehe Finanz- und Kapitalmarktrisiken)

Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Fachhändlers

Unser Konzernumsatz verteilt sich auf mehrere Tausend Fachhändler, die im Wesentlichen im Bereich „Gastronomie-Fachhandel“ tätig sind. Bei Ausfall von Fachhändlern können Umsatzpotenziale wegfallen. Besondere Risiken für die zukünftige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Fachhändler ergeben sich aber nicht. Vor dem Hintergrund, dass der Vertriebsprozess insbesondere auf den Endanwender fokussiert ist, führt der Ausfall eines Fachhändlers nicht automatisch zu einem Nachfragerückgang auf der Endanwenderseite.

Politische und rechtliche Risiken

Politische Instabilität oder Krisen

Die Auswirkungen von politischer Instabilität und Krisen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Als mögliche Folgen von politischer Instabilität sind z. B. Einfuhrbeschränkungen in einzelnen Ländern denkbar.

Aktuell führt die Russland-Ukraine-Krise zu einem Umsatzrückgang in diesen Märkten. Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf vielen Märkten der Welt anbieten, eröffnen jedoch die Chance zum Ausgleich regionaler Schwächen durch Kompensation in anderen Märkten.

Verletzung von Schutzrechten

Sowohl durch aktive als auch passive Patentverletzungen können Kosten für die Prozessführung sowie Schadenersatzleistungen entstehen. Wir sind seit Jahren Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt. Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Maßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen von unserer Seite werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt. Aktuell gibt es keine Verfahren, die aufgrund der Verletzung von Schutzrechten von uns oder gegen uns eingeleitet wurden.

Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften

Unsere Produkte und Dienstleistungen vermarkten wir aktuell konzernweit in mehr als 100 Ländern. Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen rechtlichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:

länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen
Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken können
unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben
geschäftliche Gestaltungen, die Verstöße gegen lokal geltendes Wettbewerbs- oder Kartellrecht darstellen
Compliance-Risiken, das heißt mögliche Verstöße durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze

Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen.

Produktions- und Produktrisiken

Beschaffungsrisiken

Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlicher Qualitäts- und Produktverbesserung und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Daneben wurden im Rahmen der im Jahr 2013 durchgeführten Risikoanalyse der Lieferkette unterschiedliche Maßnahmen zur Risikoreduktion beschlossen. Diese beinhalten unter anderem eine Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und den Aufbau eines Systems zur Auditierung von Vorlieferanten.

Produktionsunterbrechungsrisiko

Neben den Beschaffungsrisiken existiert das Risiko, dass durch höhere Gewalt Produktionsanlagen ausfallen, was eine vorübergehende Produktionsunterbrechung zur Folge haben kann. Das daraus resultierende finanzielle Risiko ist durch eine angemessene Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Für existenziell wichtige Produktionsanlagen wurde eine Rückfallebene in Form einer zweiten Ausfertigung der betroffenen Anlagen geschaffen. Diese werden gesondert gelagert und können im Bedarfsfall mit überschaubarem Aufwand und im Vergleich zur Wiederbeschaffung relativ kurzer Zeit aktiviert werden.

Produktqualität

Die Produktqualität hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Die unverändert niedrige gruppenweite Garantiekostenquote von 1,1 % (Vj. 1,3 %) und die Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend. Dennoch sind wir uns des möglichen Risikos bewusst, dass qualitativ nicht einwandfreie Produkte an Kunden ausgeliefert werden könnten. Mögliche Folgen aus den Qualitätsmängeln sind Sach- und Personenschäden, aber insbesondere ein Imageschaden für die als qualitativ hochwertig angesehenen Produkte aus dem Hause RATIONAL.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte, bevor sie unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden – oder auch intern – auftreten, werden diese im Rahmen unserer täglichen „Akuten Qualitätsverbesserung“ in den technischen Prozessen analysiert und schnelle, unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch extreme Anstrengung, jeden Fehler und den entstandenen Schaden zu überkompensieren.

Operative Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg und die positive Weiterentwicklung des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue, hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist daher für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohen Fluktuationsquote würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen.

RATIONAL ist ein attraktiver Arbeitgeber in der Region. Zur Gewinnung geeigneter Mitarbeiter werden verschiedene Aktivitäten wie beispielsweise das Hochschulmarketing oder der Besuch von Ausbildungsmessen durchgeführt. Um Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet das Unternehmen neben einer angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Fördermaßnahmen. Daneben verfügen wir mit der „Unternehmer im Unternehmen“-Philosophie über eine besondere Unternehmenskultur, welche die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeiter fördert.

IT-Risiken

Risiken können insbesondere durch die immer weiter gehende Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen.

Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und eines speziell geschützten Rechenzentrums. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken identifiziert.

Währungsschwankungen können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung beeinflussen. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich negativ aus, eine Abwertung positiv. Um diesem Risiko entgegenzutreten, werden gängige Sicherungsinstrumente wie Optionen eingesetzt. Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euro verringern, jedoch nicht vollständig eliminieren.

Zinsänderungsrisiken werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Finanzergebnisses sowohl in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als auch in ihrer möglichen Schadenhöhe als sehr gering eingestuft.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bei der RATIONAL AG im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

› Die bei der RATIONAL AG und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.

›Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.

› Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.

› Die Buchführung wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.

› Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

› Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weiterqualifiziert. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche ihr Handeln eng aufeinander ab.

› Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.

› Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das 4-Augen-Prinzip angewendet.

› Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse aller Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen.

› Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und somit korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

5. VERGÜTUNGSBERICHT

Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.

Für das Geschäftsjahr 2014 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der RATIONAL AG auf 6,4 Mio. Euro (Vj. 7,2 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vj. 2,4 Mio. Euro) enthalten. Daneben beinhalten die genannten Bezüge Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 2,0 Mio. Euro. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,4 Mio. Euro (Vj. 0,5 Mio. Euro) beliefen.

Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2014 nicht stattgefunden. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2011 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.

Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.

Darüber hinaus erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Diese Nebenleistungen sind Vergütungsbestandteil und sind von den Vorstandsmitgliedern einzeln zu versteuern.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 betrug 0,7 Mio. Euro (Vj. 0,6 Mio. Euro).

6. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

Gemäß § 289 ABS. 4 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.

Zum 31. Dezember 2014 hielt der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.161.411 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt er die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 8. Mai 2013 wurde § 8 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Entsendungsrecht nicht ausgeübt.

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechende Anwendung. 2014 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.

Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, d.h. die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

7. BERICHT DES VORSTANDES DER RATIONAL AG ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN GEMÄß § 312 AKTIENGESETZ

Der Vorstand der RATIONAL AG hat für das Jahr 2014 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Wortlaut der Schlusserklärung lautet:

„Der Vorstand der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklärt hiermit, dass die RATIONAL AG bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Durch die Rechtsgeschäfte wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.“

8. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄß § 289a HGB

Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der RATIONAL AG. Der Vorstand berichtet in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB – zugleich auch für den Aufsichtsrat – über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.rational-online.com in der Rubrik Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance veröffentlicht.

Landsberg am Lech, den 20. Februar 2015

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Bilanz

Aktiva

scroll

31.12.2014

31.12.2013

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.559.534,00 1.169.179,00
1.559.534,00 1.169.179,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.740.141,58 38.077.180,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.199.894,00 5.093.042,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.181.056,00 4.882.706,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.353.311,40
56.121.091,58 49.406.240,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 940.918,41 940.918,27
940.918,41 940.918,27
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.830.039,42 7.281.517,19
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 191.653,33 174.522,39
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.286.735,93 1.538.901,43
10.308.428,68 8.994.941,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.087,23 939,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 63.078.759,21 56.664.579,31
3. Sonstige Vermögensgegenstände 154.728,14 200.837,60
63.261.574,58 56.866.356,41
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 182.798.775,62 167.615.034,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 202.800,00 344.134,92
D. Aktive latente Steuern 91.009,79 120.340,67
315.284.132,66 285.457.144,89
Passiva
31.12.2014

31.12.2013

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 11.370.000,00 11.370.000,00
(Nennwert Bedingtes Kapital T€ 200; Vorjahr T€ 200)
II. Kapitalrücklage 31.016.731,65 31.016.731,65
III. Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 513.541,57 513.541,57
IV. Bilanzgewinn 211.292.994,09 177.128.990,74
(davon Gewinvortrag: T€ 108.909; Vorjahr T€ 88.999)
254.193.267,31 220.029.263,96
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 667.565,00 670.058,00
2. Steuerrückstellungen 4.069.998,00 5.975.506,00
3. Sonstige Rückstellungen 14.749.004,12 14.593.494,92
19.486.567,12 21.239.058,92
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.656.741,45 32.120.726,96
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.014.196,82 6.964.859,43
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.478.702,30 2.596.952,88
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.454.657,66 2.506.282,74
(davon aus Steuern T€ 2.443; Vorjahr T€ 2.422)
41.604.298,23 44.188.822,01
315.284.132,66 285.457.144,89

Gewinn- und Verlustrechnung

scroll

2014 2013
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 333.936.345,48 308.316.128,83
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 603.051,42 -166.830,51
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.315.923,29 3.324.688,24
(davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 4.905; Vorjahr T€ 2.181)
340.855.320,19 311.473.986,56
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 158.832.359,55 148.080.577,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.738.000,16 7.063.984,08
166.570.359,71 155.144.561,56
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 30.965.207,93 29.984.219,92
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.455.506,94 4.111.829,06
(davon für Altersversorgung T€ 754; Vorjahr T€ 715)
35.420.714,87 34.096.048,98
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.861.227,17 5.207.406,63
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 38.409.962,06 36.491.428,71
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 1.359; Vorjahr T€ 3.050)
8. Erträge aus Beteiligungen 33.143.516,20 29.394.391,44
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 33.144; Vorjahr T€ 29.394)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 454.877,09 450.376,78
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 2.738.903,88 2.140.475,39
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.089.351,96 1.009.189,32
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 89; Vorjahr T€ 100)
12. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 129.841.001,59 111.510.594,97
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.456.998,24 23.381.059,11
(davon Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern T€ 29; Vorjahr T€ 71 Ertrag)
14. Jahresüberschuss 102.384.003,35 88.129.535,86
15. Gewinnvortrag 108.908.990,74 88.999.454,88
16. Bilanzgewinn 211.292.994,09 177.128.990,74

Anhang

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über zwei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen erfolgen für die Bauten und Außenanlagen linear zwischen 3 % und 10 %. Das übrige Sachanlagevermögen wurde bis 31. Dezember 2007 überwiegend degressiv abgeschrieben, soweit nicht eine Abschreibung nach der linearen Methode günstiger war. Dabei wird für Zugänge ab dem 1. Januar 2001 bis einschließlich 31. Dezember 2007 ein Satz von 20 % angewandt, während für frühere Zugänge mit 30 % gerechnet wird. Für Zugänge nach dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Sonderwirtschaftsgüter (€ 150 bis € 1.000) werden in einen jährlichen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Vorräte sind mit dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, der auf die Fertigung entfällt, einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalbetrag bilanziert.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die in Fremdwährung geführten flüssigen Mittel werden mit dem Devisenkassamittelkurs per 31.12.2014 bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die gebildete Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bei Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt saldiert.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuer wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ als so genannter "davon-Vermerk" ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,73 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Die Umsatzrealisierung aus dem Produktverkauf an die Tochtergesellschaften erfolgt mit Auslieferung. Die Erträge aus dem Kundenstammleasing sowie aus den erbrachten internen Dienstleistungen werden vertragsgemäß abgerechnet.

II. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2014 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag folgende unmittelbare und mittelbare Beteiligungen:

scroll

Kapitalanteil

in %
Eigenkapital in T€ 31.12.2014 (Stichtagskurs) Ergebnis in T€ GJ 2014 (Durchschnittskurs)
unmittelbare Beteiligungen:
RATIONAL Großküchentechnik GmbH, Landsberg am Lech 100,0 26 37*
RATIONAL Technical Services GmbH, Landsberg am Lech 100,0 93 373*
RATIONAL Komponenten GmbH, Landsberg am Lech 100,0 99 1.787*
LechMetall GmbH, Landsberg am Lech 100,0 51 -4*
RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH Landsberg am Lech 100,0 86 157*
RATIONAL Montage GmbH Landsberg am Lech 100,0 147 389*
RATIONAL UK Ltd., Luton, Großbritannien 100,0 4.084 2.356
RATIONAL Japan Co., Ltd., Tokyo, Japan 100,0 2.647 462
RATIONAL Cooking Systems, Inc., Schaumburg, USA 100,0 3.296 431
RATIONAL Skandinavia AB, Malmö, Schweden 100,0 849 676
RATIONAL Italia s.r.l., Mestre, Italien 100,0 422 168
RATIONAL Schweiz AG, Balgach, Schweiz 100,0 937 543
RATIONAL International AG, Balgach, Schweiz 100,0 35.571 33.421
RATIONAL Canada Inc., Mississauga, Kanada 100,0 1.676 828
RATIONAL Ibérica Cooking Systems S.L., Barcelona, Spanien 100,0 518 157

* vor Ergebnisabführung / Verlustübernahme an bzw. durch die Muttergesellschaft

scroll

Kapitalanteil

in %
Eigenkapital in T€ 31.12.2014 (Stichtagskurs) Ergebnis in T€ GJ 2014 (Durchschnittskurs)
mittelbare Beteiligungen:
RATIONAL Austria GmbH, Salzburg, Österreich 100,0 826 345
FRIMA - T S.A.S., Wittenheim, Frankreich 100,0 3.597 1.052
RATIONAL France S.A.S., Wittenheim, Frankreich 100,0 1.745 545
RATIONAL Sp. z o.o., Warschau, Polen 100,0 207 107
FRIMA International AG, Balgach, Schweiz 100,0 10.613 3.109
FRIMA Deutschland GmbH, Frankfurt, Deutschland 100,0 635 353
FRIMA France S.A.S., Wittenheim, Frankreich 100,0 841 290
FRIMA UK Ltd., London, Großbritannien 100,0 99 42
RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 100,0 638 292
RATIONAL Russland OOO, Moskau, Russland 100,0 1.289 1.078
RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição De Sistemas De Cocção Ltda. São Paolo, Brasilien 99,9 -1.911 -463
RATIONAL Mexico S.A. DE C.V. Mexico City, Mexiko 100,0 856 270
RATIONAL International India Private Ltd. Delhi, Indien RATIONAL Colombia – America 100,0 456 7
Central SAS, Bogota, Kolumbien 100,0 0 0

2014 erfolgte die Gründung einer Gesellschaft in Kolumbien. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte im Dezember 2014, die Einzahlung des Stammkapitals in Höhe von 80.000 Tsd. COP (rund 28 Tsd. Euro) erfolgte im Januar 2015.

Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen erfolgte in Bezug auf das Eigenkapital mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag sowie in Bezug auf das Ergebnis mit Jahresdurchschnittskursen.

Die RATIONAL Aktiengesellschaft ist Muttergesellschaft des RATIONAL-Konzerns und stellt als oberstes Mutterunternehmen gem. § 315a Abs. 1 HGB einen IFRS Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist auf der Website der Gesellschaft abrufbar.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeiten der Forderungen liegen unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Zinsforderungen sowie Forderungen aus Devisentermingeschäften.

3. Eigenkapital

Das Grundkapital der RATIONAL Aktiengesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr € 11.370.000,00 und besteht aus 11.370.000 Stückaktien à € 1,00.

Die Gewinnrücklage betrifft die nach § 150 Abs. 2 AktG erforderliche gesetzliche Rücklage. Die Kapitalrücklage sowie die gesetzliche Rücklage haben wie im Vorjahr bereits den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht.

Das bedingte Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr € 200.000,00 und beinhaltet Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstandes auf bis zu 131.000 Aktien.

Für das Geschäftsjahr 2013 wurde in 2014 eine Gewinnausschüttung von T€ 68.220 durchgeführt (Gewinnausschüttung für 2012 in 2013: T€ 64.809).

4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtung wurde unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt und betrifft ausschließlich Leistungsempfänger in Rente. Im Rahmen der Ermittlung der Pensionszusage wurde ein Rententrend von 1,75% (Vorjahr: 1,75%) sowie die Richttafeln 2005 zu Grunde gelegt. Die Pensionsrückstellung wird mit einem Diskontierungszinssatz von 4,58% (Vorjahr: 4,90%) abgezinst.

5. Latente Steuern

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche insgesamt zu aktiven latenten Steuern in Höhe von 91 T€ führen (Vorjahr: 120 T€), resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden bei der Abzinsung von Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen sowie Unterschieden in der Bemessung der Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung und sind folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen.

scroll

Bilanzposten HB

T€
StB

T€
Unterschied

T€
Aktive(-) /Passive (+) latente Steuer 27,73%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 63.079 63.042 37 10 T€
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 668 516 152 -42 T€
Gewährleistungsrückstellung 6.108 6.065 43 -12 T€
Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung 1.026 855 171 -47 T€

Die aktiven latenten Steuern unterliegen einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

scroll

31.12.2014

T€
31.12.2013

T€
Gewährleistung 6.108 5.900
Personalbereich 6.367 6.232
ausstehende Rechnungen 1.661 1.851
Aufsichtsratsvergütung 613 608
Drohverlust 0 2
14.749 14.593

7. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in 2014:

scroll

bis zu einem Jahr

T€
ein bis fünf Jahre

T€
über fünf Jahre

T€
Gesamt lt. Bilanz

T€
Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten 3.953 14.751 10.953 29.657
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.014 -- -- 7.014
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.479 -- -- 2.479
Sonstige Verbindlichkeiten 2.454 -- -- 2.454
15.900 14.751 10.953 41.604

Für Grundstücke und Bauten in Landsberg ist eine Grundschuld in Höhe von T€ 33.500 eingetragen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.

8. Haftungsverhältnisse

Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bis zur Maximalhöhe von insgesamt T€ 11.916 (Vorjahr: T€ 9.909) übernommen. Diese betreffen in voller Höhe (wie im Vorjahr) Zahlungsverpflichtungen verbundener Unternehmen gegenüber Dritten. Gemäß § 251 HGB gliedern sie sich in folgende Kategorien:

scroll

31.12.2014

T€
Vorjahr

T€
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln 0 0
Verb. aus Bürgschaften, Wechsel-, und Scheckbürgschaften 3.388 3.362
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 8.528 6.547
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0 0

Mit einer Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse ist aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Zahlungspflichtigen nicht zu rechnen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen auf

scroll

2014

T€
2013

T€
Inland 53.009 49.387
übriges Europa 280.653 258.681
Amerika 227 214
Asien 47 34
333.936 308.316

Die RATIONAL AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf der Produkte an die Tochtergesellschaften, der Vereinnahmung von Kundenstammleasinggebühren sowie der Erbringung interner Dienstleistungen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

scroll

2014

T€
2013

T€
Wechselkursgewinne 4.905 2.181
Schadenersatz Versicherungen 401 238
Erlöse aus geldwertem Vorteil der Mitarbeiter 744 626
Sonstige Erlöse 261 210
Übrige 5 70
6.316 3.325

Der Anstieg der Wechselkursgewinne gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Abwertung des Euro gegenüber anderen für die Gesellschaft wichtigen Währungen, insbesondere dem US-Dollar und dem britischen Pfund.

3. Materialaufwand

scroll

2014

T€
2013

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Material- und Wareneinkauf 159.234 148.462
erhaltene Skonti -402 -381
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.738 7.064
166.570 155.145

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

scroll

2014

T€
2013

T€
Raumkosten 2.060 1.918
Steuern, Versicherungen 2.180 2.075
Entwicklungskosten 3.578 2.485
Kfz-Kosten 2.021 1.912
Vertrieb, Werbung 2.832 2.616
Reisekosten 1.188 1.045
Kosten der Warenabgabe 3.472 2.373
IC-Servicekosten 7.827 6.993
Reparatur, Instandhaltung, Leasing 2.992 2.969
Personalaufwendungen 2.675 3.045
Finanzbereich 1.394 3.226
sonstige 6.191 5.834
38.410 36.491

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latente Steuer resultieren wie im Vorjahr aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Im Vorjahr sind darüber hinaus Ertragsteuern aus einer Betriebsprüfung für vergangene Jahre in Höhe von T€ 108 enthalten.

Die Gesellschaft ist für Zwecke der Körperschafts- und Gewerbesteuer Organträgerin für die RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, RATIONAL Komponenten GmbH, RATIONAL Montage GmbH und LechMetall GmbH.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 4.387 (Vorjahr: T€ 12.915) im Wesentlichen für Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 631 (Vorjahr: T€ 7.855) sowie aus abgeschlossenen Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von T€ 3.428 (Vorjahr: T€ 3.116).

Es wurden keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte getätigt.

2. Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei RATIONAL zur Absicherung von Devisenwechsel-kursschwankungen bei Liquiditätsströmen in Fremdwährungen, zur Absicherung von Zinsschwankungen und zur Ausnutzung von Zinsdifferenzen zwischen verschiedenen Währungsgebieten eingesetzt. Das Volumen der Liquiditätsströme je Fremdwährung besteht aus geplanten währungsbezogenen Geldeingängen der Vertriebstochtergesellschaften nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung. Durch Zahlungen für Produktionsmaterial von Lieferantenverbindlichkeiten in Fremdwährungen, in denen Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, werden die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert (Natural Hedge). Zahlungsstromschwankungen werden abgefangen indem nur ein Teil des Planvolumens abgesichert wird.

Zum Jahresabschluss 2014 bestehen jeweils eine Devisen-Put-Option und ein Devisentermingeschäft. Bei Fälligkeit der Put-Option entscheidet RATIONAL, abhängig von der Kurssituation, ob ausgeübt wird. Der Kontrakt eines Termingeschäfts ist bei Fälligkeit wie vereinbart zu erfüllen.

Bei Devisenoptionen entspricht der beizulegende Zeitwert (nach der Black-Scholes-Methode) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt. Der angegebene Marktwert des Termingeschäfts (nach der Barwertmethode) errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum abgeschlossenen Devisenterminkurs.

Die in nachfolgender Tabelle dargestellten Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Die Kategorie Devisenoptionen beinhaltet Put-Optionen mit Kontraktwerten von insgesamt T€ 2.615 (Vorjahr: T€ 7.208), denen Call-Optionen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 15.310) gegenüberstehen.

scroll

Derivative Finanzinstrumente Kontraktwert

T€
Positiver beizulegender Zeitwert

T€
Negativer beizulegender Zeitwert

T€
Devisentermingeschäfte 7.374 865 0
Devisenoptionen 2.615 8 0
9.989 873 0

In der Bilanz aktiviert RATIONAL Put-Kontrakte zu Anschaffungskosten unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips erfolgt zum Jahresende für noch offene Geschäfte mit niedrigerem beizulegendem Zeitwert zum Stichtag eine Abwertung auf insgesamt T€ 8 (Vorjahr: T€ 43).

3. Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beinhaltet folgende Leistungen:

scroll

2014

T€
2013

T€
Abschlussprüfungsleistungen 174 158
Sonstige Leistungen 0 0
174 158

4. Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat während der letzten zwölf Monate vor dem Bilanzstichtag durchschnittlich 320 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 307 Mitarbeiter).

Die Beschäftigtenzahl setzt sich dabei wie folgt zusammen:

scroll

2014 2013
Vertrieb & Marketing 57 57
Produktion & Lieferung 72 73
Forschung & Entwicklung 90 84
Verwaltung 101 93
320 307

Die Werte des Vorjahres wurden bereinigt um Diplomanden, Werkstudenten und Praktikanten.

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

> Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

> Bezug/Erbringung von Dienstleistungen

> Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen

> Finanzierungen

> Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten

> Abreden im Ein- oder Verkauf

6. Vorstand

Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

scroll

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Dipl.-Volkswirt
Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich
Dipl.-Betriebswirt
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Dipl.-Ingenieur
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Dipl.-Wirtschaftsingenieur

Herr Reinhard Banasch, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing, ist zum 31. Januar 2014 aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Die Mitglieder des Vorstands sind in folgenden konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten:

Herr Dr. Stadelmann ist Mitglied des Verwaltungsrates der Malik Management Zentrum St. Gallen AG, St. Gallen, Schweiz, sowie Mitglied des Verwaltungsrates der KSP Krieg Schlupp Partner Werbeagentur AG, Zürich, Schweiz.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betragen für das Geschäftsjahr 2014 T€ 6.357 (Vorjahr: T€ 7.204). Hierin enthalten sind Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von T€ 2.028 Tsd. Euro. Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf T€ 403 Tsd. Euro belaufen (Vj. T€ 486 Tsd. Euro).

In der Hauptversammlung vom 11.05.2011 wurde beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben.

7. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren

scroll

Siegfried Meister, Kaufmann Vorsitzender
Walter Kurtz, Kaufmann Stellvertreter
Dr. Hans W. Maerz Wirtschaftsprüfer Stellvertreter

Herr Dr. Hans Maerz belegt ein weiteres Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender bei der FWU AG, München, und ist ferner Vorsitzender eines gem. § 324 HGB gebildeten Prüfungsausschusses bei der FWU Provisions-Factoring GmbH, München.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen für das Geschäftsjahr 2014 T€ 659 (Vorjahr: T€ 644).

8. Mitgeteilte Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m . § 26 Abs. 1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2014 lagen keine Mitteilungen zu bestehenden Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG vor.

9. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Erklärung abgegeben, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft auf der Website der Gesellschaft www.rational-online.com zugänglich gemacht worden.

Landsberg am Lech, den 20. Februar 2015

RATIONAL Aktiengesellschaft

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel)

scroll

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2014

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen

Stand 31.12.2014

--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.286.903,56 1.164.357,83 395.845,26 0,00 7.055.416,13
6.286.903,56 1.164.357,83 395.845,26 0,00 7.055.416,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 58.716.713,34 9.306.844,85 334.612,92 1.353.311,40 69.042.256,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.790.930,08 329.048,58 135.947,57 0,00 17.984.031,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.062.882,18 2.207.685,36 2.828.267,87 0,00 15.442.299,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.353.311,40 0,00 0,00 -1.353.311,40 0,00
93.923.837,00 11.843.578,79 3.298.828,36 0,00 102.468.587,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.264.080,96 0,14 0,00 0,00 4.264.081,10
4.264.080,96 0,14 0,00 0,00 4.264.081,10
104.474.821,52 13.007.936,76 3.694.673,62 0,00 113.788.084,66

scroll

Abschreibungen/Wertberichtigungen
Stand 01.01.2014

Zugänge

Abgänge

Zuschreibungen

Stand 31.12.2014

--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.117.724,56 774.002,83 395.845,26 0,00 5.495.882,13
5.117.724,56 774.002,83 395.845,26 0,00 5.495.882,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.639.532,41 1.997.195,60 334.612,92 0,00 22.302.115,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.697.888,08 1.213.141,58 126.892,57 0,00 13.784.137,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.180.176,18 1.876.887,16 2.795.819,67 0,00 10.261.243,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
44.517.596,67 5.087.224,34 3.257.325,16 0,00 46.347.495,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.323.162,69 0,00 0,00 0,00 3.323.162,69
3.323.162,69 0,00 0,00 0,00 3.323.162,69
52.958.483,92 5.861.227,17 3.653.170,42 0,00 55.166.540,67

scroll

Buchwerte
Stand 31.12.2014

Stand 31.12.2013

--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.559.534,00 1.169.179,00
1.559.534,00 1.169.179,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.740.141,58 38.077.180,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.199.894,00 5.093.042,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.181.056,00 4.882.706,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.353.311,40
56.121.091,58 49.406.240,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 940.918,41 940.918,27
940.918,41 940.918,27
58.621.543,99 51.516.337,60

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresfinanzbericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 20. Februar 2015

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Vorstand Kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand Technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand BereichVertrieb und Marketing

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung, aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse, entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 20. Februar 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Rossmeisl, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auch im Geschäftsjahr 2014 konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft ihren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr weiterhin die Stabilität des Gesamtunternehmens und die weitere Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.

Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2014 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation und die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2014 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2015 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau und Optimierung der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement sowie Planung und Freigabe von Baumaßnahmen am Standort Landsberg.

Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2014 zu 11 Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2015 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am

25. Februar 2015 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2014 zu 17 weiteren Beratungen zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z. B.:

die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag,
die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2015,
die Erschließungsstrategie für neue Märkte, insbesondere Tochtergründungen in der Türkei, Kolumbien und Singapur,
die Schwerpunkte in der Produktentwicklung,
die Weiterentwicklung des RATIONAL Compliance-Programms,
die Bauprojekte am Standort Landsberg,
die Erstellung der Mittelfriststrategie, inkl. Produktportfolio, Vertriebs- und Marketingstrategie,
die Erweiterung des Aufsichtsrats und die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung,

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 25. Februar 2015 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2015 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 wird die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet. Der Hauptversammlung wird insbesondere vorgeschlagen, den Aufsichtsrat von 3 auf 6 Mitglieder zu erweitern, um der Größe des Unternehmens und den gestiegenen Anforderungen an die Aufgaben des Aufsichtsrats gerecht zu werden.

Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 25. Februar 2015 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Corporate Governance

Innerhalb des Aufsichtsrats der RATIONAL AG kam es im Geschäftsjahr 2014 zu keinen Veränderungen.

Da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nur aus drei Mitgliedern besteht, wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2014 durchgängig entsprochen.

Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2014 keine Interessenskonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.

Am. 30. September 2014 trat eine Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex in Kraft. Der Aufsichtsrat hat sich mit den neuen Empfehlungen des Kodex eingehend befasst. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Corporate-Governance-Bericht Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2014 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2015 abgegeben werden. Über diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. Januar 2015 beschlossen. Die Entsprechenserklärung ist im Geschäftsbericht 2014 und auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 30. April 2014 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der AG sowie des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Der Aufsichtsrat hat sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 25. Februar 2015 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.

Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen der Abschlussprüfer war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 25. Februar 2015 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2014 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 in seiner testierten Fassung vom 20. Februar 2015 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 in seiner testierten Fassung vom 20. Februar 2015. Der Jahresabschluss 2014 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 211,3 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 6,80 Euro je Aktie oder insgesamt 77,3 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2014 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.

Landsberg am Lech, 4. März 2015

Siegfried Meister, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht zur Corporate Governance

Entsprechenserklärung

Am 24. Juni 2014 wurde eine neue Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet und am 30. September 2014 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Den Empfehlungen und Anregungen des Kodex folgt die RATIONAL AG weitgehend.

Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2015 abgegeben werden. Diese ist im Geschäftsbericht 2014 und auf der RATIONAL-Website www.rational-online.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Aktionäre und Hauptversammlung

An der Hauptversammlung am 30. April 2014 in Augsburg haben rund 620 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei 87,10 %. Alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden durch die Hauptversammlung mit großer Mehrheit angenommen.

Den Vorsitz in der Hauptversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder ein von ihm bestimmtes Aufsichtsratsmitglied.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der RATIONAL-Website erläutert.

Vorstand

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten. Die Mitglieder des Vorstands, Dr. Peter Stadelmann (Vorstandsvorsitzender), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Erich Baumgärtner (Vorstand kaufmännischer Bereich), Markus Paschmann (Vorstand Vertrieb und Marketing) üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG besteht aus drei Mitgliedern. Herr Siegfried Meister ist Vorsitzender des Aufsichtsrats, Herr Walter Kurtz und Herr Dr. Hans Maerz sind jeweils Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden.

§ 8 der Satzung der RATIONAL AG gewährt Herrn Meister und Herrn Kurtz ein gemeinsames Entsendungsrecht. Solange Herr Meister und Herr Kurtz Aktionäre der RATIONAL AG sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.

Bei Vorschlägen für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird allein auf die besondere Kompetenz und Qualifikation Wert gelegt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat der RATIONAL AG keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung gemäß Ziff. 5.4.1 Abs. 2 DCGK benannt.

Aufgrund der geringen Anzahl an Mitgliedern verzichtet der Aufsichtsrat auf die Bildung von Ausschüssen. Die detaillierten Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert. Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern an, die über die zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen. Interessenkonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Aktienoptionsprogramm

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 für die Vorstandsmitglieder ein Aktienoptionsprogramm über maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft aufgelegt. Die Aktienoptionen sind mit Sperr- und Ausübungsfristen versehen, die vom Aufsichtsrat festgelegt und beschlossen wurden. Die Ausübung ist an eine bestimmte Steigerung des Unternehmenswertes in Verbindung mit der Wertentwicklung des SDAX-Performance-Index geknüpft. In den Jahren 2000 und 2004 wurden Tranchen im Gesamtumfang von 69.000 Stückaktien begeben, die nach Ablauf der jeweiligen Sperr- und Ausübungsfristen durch Barabfindung bedient wurden. Im Berichtsjahr wurden keine Aktienoptionen ausgegeben.

Aktienbesitz der Leitungsorgane

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten per 31. Dezember 2014 insgesamt 8.049.235 Aktien. Dies entspricht 70,79 % des Grundkapitals. Davon entfielen 7.161.411 Aktien, dies entspricht 62,99 % des Grundkapitals, auf Herrn Siegfried Meister, 887.524 Aktien, dies entspricht 7,81 % des Grundkapitals, auf Herrn Walter Kurtz und 300 Aktien, dies entspricht 0,003 % des Grundkapitals, auf Herrn Dr. Hans Maerz.

Die Mitglieder des Vorstandes hielten zum Bilanzstichtag insgesamt 3.463 Aktien. Dies entspricht weniger als 1 % des Grundkapitals.

Compliance

Gesetzestreues, integres und verantwortungsbewusstes Verhalten ist die Grundlage für Sicherheit, Solidität und Zukunftserfolg eines Unternehmens. Um die konzernweite Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen sowie der unternehmensinternen Richtlinien sicherzustellen, wurde bei der

RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2012 mit dem Aufbau einer Compliance-Organisation begonnen.

Ausgangspunkt für die Compliance-Aktivitäten bilden die Verhaltensgrundsätze der RATIONAL AG („Code of Conduct“), die in Form der RATIONAL-Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr zusammenfasst und unternehmensweit kommuniziert worden sind.

2013 wurde das RATIONAL-Compliance-Team gebildet, ein Compliance-Manager für die RATIONAL-Gruppe bestellt und eine Compliance-Risikoanalyse durchgeführt. Allen wesentlichen Compliance-Risiken wird durch interne Maßnahmen bzw. in Zusammenarbeit mit qualifizierten Partnern entgegengewirkt.

2014 wurde die Compliance-Organisation gezielt weiterentwickelt. Hierzu wurden in ausgesuchten Ländern, in denen RATIONAL mit eigenen legalen Einheiten und Mitarbeitern vertreten ist, die lokalen Anforderungen an ein Compliance-Programm erfasst und, soweit zur Risikovermeidung erforderlich, die RATIONAL Compliance Vorgaben entsprechend angepasst.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung hat am 30. April 2014 die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.

Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt. Diese gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird.

Bei einem eventuellen Auftreten wesentlicher im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellter Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der Wirtschaftsprüfer zusätzlich angehalten, darüber gesondert zu berichten.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts erklärt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.

Entsprechenserklärung

der RATIONAL Aktiengesellschaft

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG:

Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2014 bis zum 30. September 2014 mit den dort genannten und begründeten Ausnahmen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex („Kodex“) in der Fassung vom 13. Mai 2013 entsprochen. Sie wird auch künftig den Empfehlungen des am 30. September 2014 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers veröffentlichten geänderten Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:

Ziffer 4.2.4: „Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat.“

Ziffer 4.2.5: „Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.

Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.

Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung,
der Zufluss im bzw. für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren,
bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden.“

Die Hauptversammlung der RATIONAL Aktiengesellschaft hat am 11. Mai 2011 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst.

Auf eine differenzierte Angabe der variablen Vergütung nach kurzfristigen und langfristigen Komponenten wird verzichtet.

Im Übrigen entspricht die RATIONAL Aktiengesellschaft den Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 dieses Kodex und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen.

Ziffer 5.1.2 (1) Satz 2 und 5.1.2 (2) Satz 3 des Kodex:

„Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.“

„Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.“

Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtsbezogenen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung der Positionen von Vorstandsmitgliedern legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt, da das Unternehmensinteresse eine Bestellung über das 65. Lebensjahr hinaus erfordern kann. Die Bestellung richtet sich ausschließlich an der Fähigkeit von Vorstandsmitgliedern, das Unternehmen erfolgreich zu führen. Diese Fähigkeit entfällt nicht generell bei Erreichen eines bestimmten Alters. Darüber hinaus könnte sich eine starre Altersgrenze diskriminierend auswirken.

Ziffer 5.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):

Der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft hat keine Ausschüsse gebildet. Die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats, etwa eines Prüfungsausschusses, ist für die RATIONAL Aktiengesellschaft nicht sachgerecht, da der Aufsichtsrat aus nur drei Mitgliedern besteht. Es ist daher auch in Zukunft nicht beabsichtigt, Aufsichtsratsausschüsse zu bilden.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex:

Ziffer 5.4.1 Abs. 2: „Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen.“

Ziffer 5.4.1 Abs. 3: „Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.“

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL Aktiengesellschaft richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Dementsprechend wird der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex benennen und diese auch nicht im Corporate Governance Bericht gemäß 5.4.1 Abs. 3 des Kodex veröffentlichen.

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

Ziffer 5.4.3 Satz 1 des Kodex:

„Wahlen zum Aufsichtsrat sollen als Einzelwahl durchgeführt werden.“

Aus zeitökonomischen Gründen wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats der RATIONAL Aktiengesellschaft auf der ordentlichen Hauptversammlung 2014 nicht im Wege der Einzelwahl, sondern im Wege der Listenwahl gewählt.

Landsberg, im Februar 2014

RATIONAL Aktiengesellschaft

für den Aufsichtsrat

für den Vorstand

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde am 25. Februar 2015 festgestellt.