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RATIONAL AG Management Reports 2009

Apr 15, 2010

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Management Reports

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RATIONAL Aktiengesellschaft

Landsberg am Lech

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht

A) ÜBERBLICK

Unternehmensphilosophie: Das RATIONAL-Leitbild

Die wichtigste Grundlage für den RATIONAL-Unternehmenserfolg ist die einfache, weltweit gelebte Unternehmensphilosophie, das gemeinsame Leitbild. RATIONAL ist bekennender Spezialist und konzentriert sich auf eine klar definierte Zielgruppe und innerhalb der Zielgruppe auf ihr "Herzstück". Die Zielgruppe sind die Menschen in den Profiküchen der Welt. Das "Herzstück" ist die thermische Speisenzubereitung.

Unseren Kunden stets den höchstmöglichen Nutzen zu bieten, ist das oberste Unternehmensziel. Die konsequente Spezialisierung und Konzentration allen Denkens und Handelns hat über die Jahre dazu geführt, dass wir uns mit unseren Kunden immer enger verbinden und ihre Wünsche und Bedürfnisse immer besser verstehen. So sind wir praktisch Teil ihrer Welt und in der Lage, ihre Probleme in bester Weise – besser als andere – zu lösen.

RATIONAL versteht sich in erster Linie nicht als Maschinenbauer, sondern als innovativer Problemlöser. Die operative Welt der Kunden und das entsprechende wissenschaftliche Umfeld spiegeln sich vor allem auch in der Struktur des Forschungs- und Entwicklungsbereiches wider. Es arbeiten dort Physiker in der Grundlagenforschung, Küchenmeister und Lebensmittelwissenschaftler in der Anwendungsforschung und natürlich Entwicklungsingenieure in der Produktentwicklung.

Die Konzentration aller Ressourcen auf eine einzige Zielgruppe und die strategische Ausrichtung des Gesamtunternehmens auf die Anwendungsseite schaffen gleichzeitig höchste Problemlösungskompetenz. Die dauerhafte Produktführerschaft mit immer größerem Kundennutzen ist die Folge. Die Attraktivität und Anziehungskraft der Marke RATIONAL steigt kontinuierlich.

Produkte: Mehr Kundennutzen durch Innovation

Die RATIONAL AG ist mit einem Weltmarktanteil von über 50 % weltweiter Markt- und Technologieführer im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen. Mit dem SelfCooking Center® und dem VarioCooking Center® verfügt das Unternehmen über zwei Produkte, die in ihrem Segment die weltweiten technologischen Standards setzen. Das SelfCooking Center® ist das einzige Gargerät mit intelligenten Garprozessen für backen, braten, grillen, dämpfen, dünsten, blanchieren und pochieren. Das SelfCooking Center® ersetzt 40 % bis 50 % aller herkömmlichen Gargeräte wie z.B. Heißluftöfen, Herde oder Kessel. Die Wärmeübertragung erfolgt dabei durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beiden.

Die ideale Ergänzung dazu ist das VarioCooking Center®, das die französische Tochtergesellschaft FRIMA Ende 2005 auf den Markt gebracht hat. Mit diesem Gerät wird in Flüssigkeiten oder mit direkter Kontakthitze gegart. Das SelfCooking Center® und das VarioCooking Center® sind gemeinsam in der Lage, praktisch alle traditionellen Gargeräte in Profiküchen zu ersetzen.

Das SelfCooking Center® und das VarioCooking Center® vereinen alle wichtigen Gar- und Zubereitungsanwendungen in Profiküchen. Es kann so eine deutliche Platzersparnis beziehungsweise Ausweitung der Kapazitäten auf gleichem Raum erzielt werden. Mit dem SelfCooking Center® und dem VarioCooking Center® ersetzen wir nicht nur alle traditionellen Gargeräte einer Profiküche, sondern bieten gleichzeitig eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten bei der Speisenqualität und der Speisenzubereitung. Nicht zuletzt zeichnen sich RATIONAL-Geräte durch eine extrem kurze Amortisationszeit aus. Aufgrund von Einsparungen bei Rohwareneinsatz, Personal und Energie erwirtschaften sie ab dem ersten Tag positive Deckungsbeiträge und amortisieren sich bereits in durchschnittlich vier bis zwölf Monaten.

Weltmarkt: Großes freies Potenzial

Weltweit gibt es 2,5 Mio. Profiküchen, in denen RATIONAL-Technologie eingesetzt werden könnte. Das adressierbare freie Marktpotenzial einschließlich des Austauschpotenzials von älteren Combi-Dämpfern beträgt für das SelfCooking Center® rund 95 % dieser 2,5 Mio. Profiküchen. Das VarioCooking Center® spricht die gleiche Zielgruppe an wie das SelfCooking Center®. Das freie Weltmarktpotenzial für diese neue, revolutionäre Technologie beträgt somit praktisch nochmals 100 % der gleichen 2,5 Mio. Profiküchen.

Wachstumsstrategie: Organische Entwicklung

Vor dem Hintergrund des noch großen freien Marktpotenzials setzt RATIONAL auf organisches Wachstum ohne Akquisitionen. Durch ständige Verbesserung des Kundennutzens durch innovative Produkte und Dienstleistungen sowie den Ausbau des Vertriebs- und Marketingnetzwerkes wird der Weltmarkt Jahr für Jahr erfolgreich und mit zunehmender Effizienz erschlossen.

Distributionsstrategie: Marktpotenzialorientierung

Der RATIONAL-Konzern ist über eigene Gesellschaften und exklusive Vertriebspartner in insgesamt 40 Ländern vertreten. In den sonstigen Ländern der Welt erfolgt der Vertrieb über entsprechende Handelspartner. Die Strategie von RATIONAL zielt darauf ab, die Marktdurchdringung pro Land stetig zu erhöhen. Kernabsatzmarkt ist Europa. Hier erzielt der Konzern rund 70 % der Umsatzerlöse. Trotzdem verfügen die Produkte von RATIONAL auch in diesem Markt noch über ein enormes freies Absatzpotenzial. Zusätzlich investiert RATIONAL in besonderem Maße in neue Zukunftsmärkte. Wegen der, in Folge der Wirtschaftskrise, nicht vorhersehbaren Entwicklung einzelner Märkte lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 der Fokus auf der Optimierung und Anpassung der vorhandenen Strukturen an die jeweiligen konjunkturellen Realitäten.

Produktionsstrategie: Geringe Fertigungstiefe, hohe Wertschöpfung

RATIONAL folgt in der Produktion dem Grundprinzip, eigene Kapazitäten nur dann einzubinden, wenn etwas qualitativ besser oder preiswerter hergestellt werden kann als durch andere oder wenn ein bestimmtes System-Know-How für die Zukunftsentwicklung des Unternehmens besonders wichtig ist. Die Konsequenz daraus ist eine relativ niedrige eigene Fertigungstiefe bei gleichzeitig höchster Wertschöpfung und Flexibilität.

B) GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

Beteiligungsstruktur

Die RATIONAL AG mit Sitz in Landsberg am Lech ist die Obergesellschaft des RATIONAL-Konzerns. Gleichzeitig ist sie maßgeblich für die Leistungserbringung zuständig. Am Firmensitz Landsberg am Lech sind die größten Produktionsstandorte der Unternehmensgruppe beheimatet. Ein weiterer Produktionsstandort befindet sich bei der französischen Tochtergesellschaft FRIMA im elsässischen Wittenheim. Die unmittelbaren und mittelbaren 20 internationalen und sieben nationalen Tochtergesellschaften dienen überwiegend dem Vertrieb sowie dem Service vor Ort.

Zur besseren Erschließung des wichtigen europäischen Absatzmarktes Großbritannien mit dem VarioCooking Center® wurde im Dezember 2009 die FRIMA UK Limited gegründet. Weitere Veränderungen in der Beteiligungsstruktur gab es nicht.

Steuerung: Flexibilität als Maxime

Das Unternehmen verfügt über ein mehrstufiges Planungs- und Controllingsystem, das alle weltweiten Aktivitäten umfasst. Alle Unternehmensprozesse werden auf dieser Basis detailliert geplant, erfasst, berichtet, analysiert und im Rahmen des entwickelten Kennzahlensystems bewertet. Eventuell notwendige Anpassungen werden zeitnah erarbeitet und umgesetzt.

Qualität ist bei RATIONAL ein zentrales Steuerungsinstrument. Auch die Qualität aller Lieferanten und Service-Partner wird fortlaufend analysiert und nach gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung bewertet und transparent gemacht. Gemeinsam mit den Lieferanten und Service-Partnern wird fortlaufend an der Verbesserung der Produkt- und Dienstleistungsqualität gearbeitet.

In allen Unternehmensprozessen ist kontinuierliche Verbesserung weltweit gelebte Praxis. Über 2.300 im Jahr 2009 eingereichte Verbesserungsvorschläge sind ein Beleg für das hohe Maß der Identifizierung aller Mitarbeiter mit dem außerordentlichen Qualitätsanspruch.

C) WIRTSCHAFTSBERICHT

Weltwirtschaft: Globale Rezession

Die Weltwirtschaft befand sich im Berichtsjahr in einer extrem schwierigen Situation. Das Übergreifen der Immobilien- und Finanzkrise auf die Real-Wirtschaft führte im Ergebnis zu einer globalen Krise und einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 1,1 %. Charakterisierend für die wirtschaftliche Lage war auch die herrschende große Unsicherheit. Wirtschaftsforschungsinstitute mussten insbesondere im ersten Halbjahr ihre Prognosen ständig nach unten anpassen.

Trotz globaler Krise zeigten sich auch 2009 extreme nationale Unterschiede. Den gravierendsten Abschwung erlebte Russland, wo die Wirtschaftsleistung nach einem Plus von 5,6 % in 2008 auf ein Minus von 7,4 % drehte. Das stark auf Öl- und Gasexporten sowie Investitionen ausländischer Geldgeber basierende Wirtschaftssystem wurde von der Krise besonders hart getroffen. Japan und Spanien setzten 2009 die bereits vorher vorhandene rezessive Konjunkturentwicklung beschleunigt fort. Schwierig war die Lage auch in den USA und in Großbritannien, die insbesondere durch die Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogen wurden. Allerdings war die Entwicklung in den USA nicht so negativ, wie von vielen befürchtet. Ab dem 2. Halbjahr zeichnete sich weltweit auch in den Krisenländern eine konjunkturelle Bodenbildung ab.

Das Währungsergebnis der RATIONAL AG war im Jahr 2009 positiv. Negativ entwickelten sich das Britische Pfund, die Schwedische Krone und der Polnische Zloty. Die positive Entwicklung des US-Dollar und des Japanischen Yen konnten diese negativen Effekte überkompensieren.

Aufgrund der ausgezeichneten Liquiditätsposition und der geringen Verschuldung von RATIONAL konnte das Unternehmen per Saldo nicht von sinkenden Zinsen profitieren. Für die Anlage der liquiden Mittel verschlechterten sich die Zinssätze kontinuierlich. Dennoch hatte der Grundsatz "Sicherheit vor Rendite" für RATIONAL auch in 2009 oberste Priorität.

Branchen- und Marktentwicklung: Normalisierung des Bestellverhaltens

Die Investitionsneigung der Kunden für Großküchentechnik hat sich 2009 auf deutlich niedrigerem Niveau stabilisiert. Nach dem Einbruch im Markt zu Jahresbeginn gab es im Laufe des Jahres wieder eine Rückkehr zum weitestgehend normalen monatlichen Orderverhalten.

Bei den Beschaffungspreisen für Stahl und entsprechende Legierungen profitierte die Branche von der konjunkturellen Talsohle und damit einhergehend von niedrigeren Preisen als in den Jahren 2007 und 2008.

Geschäftsverlauf 2009: Stabilisierung auf niedrigerem Niveau

Die Geschäftsentwicklung der RATIONAL AG war 2009 gekennzeichnet durch eine weltweit deutlich spürbare Zurückhaltung der Kunden bei Neuinvestitionen. Allerdings ist es RATIONAL gelungen, die negativen Effekte bezüglich Orderzahlen und Umsatz auf wenige Ländermärkte zu begrenzen. So gingen insbesondere die Umsatzerlöse mit USA (-40 %) und Spanien (-34 %) und mit den OEMs (-17 %) stark zurück. Erfreulich war die Entwicklung in Japan, wo der Umsatz sogar um 6 % gesteigert werden konnte.

RATIONAL ist es einerseits gelungen, in etablierten Märkten, wie dem deutschen Heimatmarkt, dank der hohen Kundenzufriedenheit und der damit direkt zusammenhängenden großen Wiederkaufsrate im Ersatzgeschäft eine stabile Entwicklung zu erreichen. Andererseits konnte RATIONAL in Märkten, die weniger von der allgemeinen Krise betroffen waren, wie einzelne asiatische Länder, vorhandene Wachstumschancen nutzen. In den von der Krise besonders getroffenen Ländern Spanien und USA, wo auch RATIONAL unter der ausgeprägten Krise zu leiden hatte, wurden die Strukturen und damit die Kosten zügig an die neuen Gegebenheiten angepasst, um die Ertragskraft zu erhalten.

D) ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Umsatzentwicklung

Die kumulierten Umsatzerlöse von 224,0 Mio. Euro entsprachen einem Rückgang von 13,2 % im Vergleich zum Vorjahr (258,2 Mio. Euro).

Die RATIONAL AG konnte die Umsätze ab dem dritten Quartal wieder steigern. Insbesondere im vierten Quartal 2009 zeigte sich ein spürbarer saisonaler Effekt. Vor dem Hintergrund des nach wie vor herausfordernden Umfelds kann dies als positives Signal gewertet werden, drückt sich darin doch eine weitgehende Normalisierung der Nachfrage aus.

Diese Normalisierung lässt sich auch bei einer tiefer gehenden Analyse der Umsatzverteilung auf die einzelnen Monate belegen. Die Umsatzentwicklung und -verteilung folgt auf ermäßigtem Niveau wieder den Gesetzmäßigkeiten des Marktes und den langjährigen Erfahrungswerten. Dadurch wird die Planbarkeit der Geschäftsentwicklung wieder etwas verbessert.

Internationalität: Chancen in Wachstumsmärkten nutzen

Die starke internationale Ausrichtung der RATIONAL AG erwies sich auch in der gegenwärtigen Krise als klarer Vorteil. Insbesondere im dritten und vierten Quartal konnte in einigen regionalen Absatzmärkten der Vorjahresumsatz übertroffen werden.

Der Exportanteil verringerte sich 2009 nur geringfügig von 81,4 % auf 80,4 %. Der Fremdwährungsanteil blieb konstant bei 28 %.

Ertragslage: Erwartungen deutlich übertroffen

Die Ertragslage der RATIONAL AG entwickelte sich 2009 trotz des deutlichen Umsatzrückgangs gegenüber dem Vorjahr nur leicht rückläufig. Das Bruttoergebnis reduzierte sich umsatzbedingt um 12,2 % von 127,5 Mio. Euro auf 112,0 Mio. Euro. Infolge der wesentlich niedrigeren operativen Kosten sank das EBIT nur leicht um 2,0 % von 68,7 Mio. Euro auf 67,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss lag mit 63,4 Mio. Euro in 2009 lediglich 3,9 % unter dem Wert des Vorjahres (66,0 Mio. Euro).

Kostenmanagement: Verbesserung der Margen

Die Rohertragsmarge (Bruttoergebnis vom Umsatz bezogen auf die Umsatzerlöse) von RATIONAL erreichte 2009 einen leicht über dem Vorjahr liegenden Wert von 50,0 % (Vj. 49,4 %). Besonders hervorzuheben ist die gute Entwicklung im dritten und vierten Quartal. Ausschlaggebend für diesen Erfolg ist, dass RATIONAL ausschließlich auftragsbezogen fertigt. Das gesamte Produktionssystem passt sich von der Beschaffung über die Produktion und Montage bis zur Logistik hoch flexibel an Auftragsschwankungen an – sowohl nach oben als auch nach unten. Damit kann höchstmögliche Produktivität und Effizienz jederzeit gewährleistet werden. Gleichzeitig haben sich 2009 die Rohstoffpreise weiter entspannt und RATIONAL konnte auf der Beschaffungsseite zusätzliche Potenziale heben. Insbesondere die Preise für hochwertigen Edelstahl waren tendenziell rückläufig.

2009 konnte RATIONAL die operativen Kosten, bestehend aus den Vertriebs- und Servicekosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten, um 14,2 Mio. Euro oder 24,2 % von 58,8 Mio. Euro auf 44,6 Mio. Euro senken.

Durch die Rücknahme der in 2008 getätigten hohen Vorinvestitionen im weltweiten Vertrieb wurden in 2009 erhebliche Einsparungen realisiert. So konnten die Vertriebs- und Servicekosten von 30,9 Mio. Euro auf 23,5 Mio. Euro gesenkt werden.

Mit einem F&E-Budget von 10,3 Mio. Euro untermauert RATIONAL die hohe Bedeutung dieser Investitionen in die Zukunft auch und gerade in Zeiten der Krise. Nur so ist es möglich, die Produktführerschaft erfolgreich abzusichern und auszubauen.

Auch die allgemeinen Verwaltungskosten konnten 2009 um 1,6 % von 13,0 Mio. Euro auf 12,8 Mio. Euro gesenkt werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 6,4 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres von 7,3 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit 4,4 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres von 8,7 Mio. Euro. Die Reduzierungen sind auf die gegenüber dem Vorjahr geringere Volatilität in den Wechselkursen zurückzuführen. Weitere Details zur Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind dem Anhang zu entnehmen.

Das Finanzergebnis addierte sich auf 15,4 Mio. Euro und setzt sich aus Beteiligungserträgen in Höhe von 15,6 Mio. Euro und einem negativen Zinsergebnis in Höhe von -0,2 Mio. Euro zusammen. Von der ausgezeichneten Gesamtliquidität zum Jahresende in Höhe von 120,8 Mio. Euro waren 105 Mio. Euro in Festgeldern angelegt. Ein für das Finanzergebnis gegenläufiger Effekt resultierte aus den 2009 auf einen historischen Tiefststand gefallenen Zinsen.

Der Steueraufwand lag nahezu unverändert bei 19,4 Mio. Euro.

Die auf Basis des Umsatzes ermittelten Ergebnismargen haben sich durchweg positiv entwickelt. Neben der Rohertragsmarge stieg auch die EBIT-Marge um 3,5 Prozentpunkte auf 30,1 %. Die EBT-Marge legte um 4,0 Prozentpunkte auf 37,0 % zu. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands hat sich die Nettomarge (Jahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) um 2,8 Prozentpunkte auf 28,3 % verbessert.

Finanzmanagement: Liquiditätssicherung als Maxime in der Krise

Das Finanzmanagement des RATIONAL-Konzerns ist beim Vorstand angesiedelt und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, insbesondere der Finanz- und Geldanlagen, die Cash- und Liquiditätssteuerung, das Management von Marktpreisrisiken bei Zinsen und Währungen und das Forderungsmanagement.

Vor dem Hintergrund des schwierigen Umfelds und um die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, wurden die Maßnahmen zum Forderungseinzug in 2009 ständig weiter verbessert. So konnte die Außenstandsdauer (Days Sales Outstanding − DSO) reduziert und die Altersstruktur der Forderungen noch weiter optimiert werden. RATIONAL verzeichnete auch im Krisenjahr 2009 kaum Forderungsausfälle. Die Wertberichtigungen sind von 2008 auf 2009 zwar deutlich gestiegen – liegen allerdings weiterhin auf niedrigem Niveau. RATIONAL nutzt weltweit eine Warenkreditversicherung und verfügte 2009 über eine durchschnittliche Deckungsquote seines Forderungsbestandes von rund 90 %. Durch das konzernweit professionelle Forderungsmanagement sichert die RATIONAL AG neben ihren Forderungen gegenüber externen Kunden indirekt auch ausstehende Forderungen gegen die Tochtergesellschaften ab.

Finanzierungsanalyse: Ausgezeichnete Eigenkapitalausstattung

Die RATIONAL AG konnte aufgrund des professionellen Ressourcenmanagements in allen Bereichen des Unternehmens die Eigenkapitalquote von 73,6 % zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 78,3 % weiter deutlich verbessern. Die RATIONAL AG verfügt über eine äußerst solide Finanzierungsstruktur, die den entsprechenden Freiraum und die Flexibilität bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen garantiert.

Größte Position im langfristigen Fremdkapital sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 19,7 Mio. Euro. Diese dienen der Finanzierung des neuen Werks sowie der Finanzierung von Fertigungsanlagen der Komponentenfabrik. Der Großteil der Darlehen hat eine Laufzeit bis 2022 und eine Zinsbindung bis 2017.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hält RATIONAL traditionell auf sehr niedrigem Niveau. Das konsequente Management der kurzfristigen Verbindlichkeiten und ihrer Zahlungsziele wirkt sich positiv auf die Vertragsgestaltung mit den Lieferanten aus und ermöglicht die umfangreiche Nutzung von Skonti. RATIONAL konnte die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vom bereits sehr niedrigen Niveau 2008 in Höhe von 6,8 Mio. Euro weiter absenken auf nunmehr 4,1 Mio. Euro.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente: Geringfügige Nutzung

Finanzierungsinstrumente wie Operate-Leasing oder die Auslagerung von Verbindlichkeiten in entsprechende Zweckgesellschaften werden von RATIONAL nicht oder nur in sehr geringem Umfang genutzt. Ein Beispiel für die Nutzung bei RATIONAL sind Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung. Aus diesen erwartet die RATIONAL AG in den nächsten fünf Jahren Zahlungen in Höhe von rund 1,9 Mio. Euro.

Investitionsanalyse: Vorarbeiten geleistet

Im Jahr 2009 hat die RATIONAL AG 1,9 Mio. Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Mit diesem Volumen lagen die Investitionen etwas unter dem sonst üblichen Wert der Erhaltungsinvestitionen. RATIONAL investierte bereits 2007 und 2008 in das Werk am Standort Landsberg sowie ein neues Rechenzentrum und erbrachte damit die Vorleistungen, die in den folgenden vier bis fünf Jahren zu deutlich geringeren Investitionen führen könnten.

Cashflow: Hoher Mittelzufluss

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit entwickelte sich 2009 überaus positiv und erreichte 83,3 Mio. Euro. Trotz des Rückgangs beim Jahresüberschuss konnte eine Steigerung von 23 % gegenüber den 68,0 Mio. Euro aus 2008 erzielt werden. Insbesondere resultiert dies aus dem Rückgang der kurzfristigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Der resultierende positive Effekt auf den Cashflow lag bei 15,4 Mio. Euro.

Die Ausgaben für Investitionstätigkeit haben sich im vergangenen Jahr um insgesamt 24,0 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro reduziert. Dies ist auf die in den Vorjahren durchgeführten umfangreichen Investitionen in die Kapazitätserhöhung am Standort Landsberg zurückzuführen.

Im Jahr 2009 hat die RATIONAL AG einen freien Cashflow von 81,3 Mio. Euro erzielt, er liegt damit deutlich über dem freien Cashflow von 42,0 Mio. Euro des Vorjahres.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasste im Berichtsjahr die Dividendenzahlung für das Jahr 2008 von 11,4 Mio. Euro und die Nettoaufnahme kurzfristiger Darlehen in Höhe von 8 Mio. Euro. Am Jahresende betrug der Finanzmittelbestand der RATIONAL AG 120,8 Mio. Euro (Vj. 44,3 Mio. Euro).

Vermögenslage: Ausgezeichnete Liquidität sichert Flexibilität

Die Bilanzsumme der RATIONAL AG hat sich zum 31. Dezember 2009 um 33,1 % auf 226,4 Mio. Euro erhöht. Dies resultiert in erster Linie aus der ausgezeichneten Ertragsentwicklung in den Jahren 2008 und 2009, verbunden mit der zurückhaltenden Ausschüttungspolitik. Daraus ergeben sich ein deutlicher Anstieg der liquiden Mittel und ein deutlich höheres Eigenkapital. Den gegenläufigen Effekt auf die Bilanzsumme, wenn auch in weit geringerem Umfang, hatte die weitere Optimierung des Working Capital. Die Struktur der Aktiva hat sich aus diesen Gründen etwas hin zu den kurzfristigen Vermögenswerten verschoben. Das Verhältnis langfristiger Vermögenswerte zu kurzfristigen ist mit rund 1 zu 3 Ausdruck der Liquiditätsstärke des Unternehmens.

Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die Geschäftsleitung

Die wirtschaftlichen Voraussetzungen, die sich RATIONAL trotz des schwierigen Umfelds erarbeitet hat, sind ausgezeichnet. Weltweit ist ein hohes freies Marktpotenzial für die technologisch und qualitativ führenden Produkte von RATIONAL vorhanden. RATIONAL ist bereits heute mit großem Abstand Weltmarktführer und erzielt Spitzenwerte hinsichtlich Markenbekanntheit, Kundenzufriedenheit und Wiederkaufsraten.

Mit der sehr guten Liquiditätsausstattung, hoher fortlaufender Cash-Generierung und einer intakten Ertragsentwicklung bei gleichzeitig bester Eigenkapitalausstattung ist RATIONAL finanziell bestens aufgestellt. Das Jahr 2009 hat die außerordentliche Flexibilität und Schnelligkeit des Gesamtunternehmens, auch auf Krisen zu reagieren, eindrucksvoll bewiesen.

E) BERICHT ZU FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Forschung & Entwicklung hat bei RATIONAL schon immer eine sehr hohe Bedeutung. Die technologische Überlegenheit der Produkte und Dienstleistungen ist eine der wichtigsten Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg. RATIONAL sieht sich in erster Linie nicht als Maschinenbauer. Im Mittelpunkt stehen die Anwendungsorientierung, die Problemlösungskompetenz und damit der Kunde.

F) MITARBEITER

Konzernweit beschäftigt RATIONAL rund 1.000 Mitarbeiter, davon über 600 in Deutschland. Die RATIONAL AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt insgesamt 408 Mitarbeiter.

Die Qualität der RATIONAL-Mitarbeiter sowohl individuell als auch in der Zusammenarbeit im Team ist die Basis für den Erfolg des Unternehmens. Deshalb investiert RATIONAL unverändert stark in die Weiterbildung, die berufliche Ausbildung und insbesondere in die Entwicklung seiner Führungskräfte.

Mitarbeiterbindung und der damit einhergehende hohe Ausbildungs- und Wissensstand sowie die besondere Erfahrung unserer Mitarbeiter sind wichtige Erfolgsfaktoren. Ein Beleg für die gute Mitarbeiterbindung ist die Zahl von konzernweit 50 Jubilaren, die in 2009 für ihre langjährige Firmenzugehörigkeit geehrt wurden. Auch Führungspositionen können zunehmend aus den eigenen Reihen besetzt werden.

Aufgrund der guten Ertragsentwicklung und der herausragenden Leistungen der Mitarbeiter hat RATIONAL in 2009 wieder eine freiwillige Ergebnisbeteiligung in Höhe eines zusätzlichen Monatsgehalts an alle bezugsberechtigten Mitarbeiter ausbezahlt.

Unverändert umfangreich engagiert sich RATIONAL auch in der Ausbildung. RATIONAL bildet zum Stichtag 31. Dezember 2009 46 Auszubildende in insgesamt 7 Berufsbildern aus.

G) NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Qualitätsmanagement: Optimierung des Gesamtprozesses

"Quality First" und damit die Verbesserung der gesamten Unternehmensqualität war das zentrale Motto des Jahres 2009. RATIONAL ist ganzheitlich nach Prozessen organisiert. Die Prozesse sind detailliert beschrieben, damit sie operabel und qualitativ messbar sind.

Ausdruck für die Innovationskraft und Qualität von RATIONAL sind die zahlreichen Preise und Auszeichnungen. So wurde RATIONAL in 2009 in Deutschland für die Innovation CareControl® besonders ausgezeichnet. Auch in den USA hat RATIONAL 2009 den in der Branche hoch angesehenen "Kitchen Innovations" Award erhalten.

Marke: Höchste Bekanntheit in der Großküchentechnik

Die Marke RATIONAL genießt ein besonderes Ansehen in der Großküchenbranche. Aus Kundensicht steht die Marke RATIONAL insbesondere für Innovations- und Marktführerschaft, für höchste Qualität, breites Nutzen- und Anwendungsspektrum, absolute Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und einfachste Bedienung.

CLUB RATIONAL – Die optimale Kundenbindung

Mit dem CLUB RATIONAL haben wir eine Einrichtung geschaffen, die es uns ermöglicht, unsere Endkunden besser und enger zu binden.

Im CLUB RATIONAL sind für die heute bereits mehr als 10.000 und weiter stark wachsende Anzahl von Mitgliedern immer die aktuellsten Updates für die Software des SelfCooking Center® verfügbar. Hier können Köche Kontakt zu anderen Köchen mit ähnlichen Herausforderungen knüpfen. Im CLUB RATIONAL wird kompetente Hilfestellung von Koch zu Koch geleistet. Eine umfangreiche Rezeptdatenbank und die Möglichkeit, eigene Rezepte zu veröffentlichen, runden das Service-Angebot ab.

Umweltschutz: Ressourcen schonend und emissionsfrei

Dem verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen wird bei der RATIONAL AG ein hoher Stellenwert eingeräumt. Umweltverträglichkeit und der Ressourcen sparende Umgang mit Rohstoffen und Materialien sind sowohl in der Produktentwicklung als auch für die Produktion, den Versand und den späteren Einsatz der Geräte bei den Kunden von großer Bedeutung.

Wie gesetzlichen Grenzwerte und Standards werden aufgrund der besonders belastungsarmen Produktion und den beispielhaften Umweltschutzmaßnahmen in allen Bereichen erfüllt und oft sogar deutlich unterschritten.

Kapitalmarkt: Steigerung der internationalen Bekanntheit

Die Börsennotierung und nicht zuletzt der in 2009 erfolgte Aufstieg in den MDAX sind ein wichtiger Beitrag zur Bekanntheit des Unternehmens. Die Attraktivität von RATIONAL für neue Mitarbeiter wird durch die Börsennotierung zusätzlich gesteigert. Die kontinuierliche konstruktive Auseinandersetzung mit externen Analysten fördert darüber hinaus das unternehmensinterne Bewusstsein für effiziente Prozesse, wirksames Risikomanagement, transparente Strukturen und eine offene Kommunikation.

H) VERGÜTUNGSBERICHT

Gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Dabei orientiert sich die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen.

Für das Geschäftsjahr 2009 belaufen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 3,6 Mio. Euro (Vj. 3,0 Mio. Euro). In diesem Betrag ist ein erfolgsabhängiger Gehaltsbestandteil in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vj. 1,5 Mio. Euro) enthalten. Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf 0,3 Mio. Euro belaufen. Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2009 nicht stattgefunden. Die RATIONAL AG verzichtet mit Hauptversammlungsbeschluss vom 17. Mai 2006 auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung. Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind die Umsatzerlöse, der Jahresüberschuss, der Ausbau des technologischen Vorsprungs und die Verbesserung der Unternehmensqualität die entscheidenden Kriterien.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 beträgt 555 Tsd. Euro (Vj. 542 Tsd. Euro).

I) ANGABEN NACH § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31. Dezember 2009 genau 11.370.000 Euro und ist in 11.370.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 1,00 Euro am gezeichneten Kapital beteiligt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor.

Zum 31. Dezember 2009 hält der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.159.786 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschreitet er die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.

Bei der RATIONAL AG gab es bislang keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnis verleihen. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Mai 2009 wurde § 8 der Satzung der RATIONAL AG geändert und um ein Entsendungsrecht ergänzt. Der Wortlaut des Beschlusses:

"Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat anstelle eines weggefallenen Aufsichtsratsmitgliedes zu entsenden. Das Entsendungsrecht kann ausgeübt werden, sobald ein Mitglied des Aufsichtsrates, welcher vollständig von der Hauptversammlung bestellt wurde, weggefallen ist. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben."

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Nr. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach § 11 Nr. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechende Anwendung. 2009 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat. Die letzte Satzungsänderung erfolgte durch Hauptversammlungsbeschluss am 6. Mai 2009 und betraf die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern.

Das bedingte Kapital der Gesellschaft beträgt 200.000 Euro und betrifft Optionsrechte für Mitglieder des Vorstands auf bis zu 200.000 Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Optionen von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

Bericht des Vorstands der RATIONAL AG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz

Der Vorstand der RATIONAL AG hat für die Jahre 2005 bis 2009 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Wortlaut der Schlusserklärung lautet:

Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem mit verbundenen Unternehmen vorgenommenen Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Durch die Rechtsgeschäfte wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.

J) ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der RATIONAL AG. Der Vorstand berichtet in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB und Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex – zugleich auch für den Aufsichtsrat – über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.rational-online.com in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.

K) NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATIONAL AG von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 nicht eingetreten.

L) RISIKOBERICHT

Als weltweit agierendes Unternehmen ist RATIONAL verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.

Hierzu werden die Prozesse und Frühwarninstrumente laufend überprüft und verbessert.

Die RATIONAL-Risikoanalyse

Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, finanzielle, operative oder strategische Ziele nicht wie geplant zu erreichen.

Im Rahmen der Risikoanalyse bewerten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos sowie die Schadenshöhe und setzen dabei sowohl quantitative als auch qualitative Methoden ein. Diese sind unternehmensweit einheitlich definiert und ermöglichen damit eine Vergleichbarkeit über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg.

Die Einzelrisiken werden auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihre Auswirkung auf Basis eines Bewertungshorizonts von drei Jahren betrachtet. In diesem Rahmen wurde die letzte Risikoinventur im September 2008 durchgeführt.

Die Ergebnisse der Risikoinventur fließen in die strategische Planung ein, werden in den Geschäftsbereichen bei der Implementierung von internen Kontrollsystemen und organisatorischen Umstrukturierungen berücksichtigt und dienen der Unternehmensleitung dazu, das Augenmerk besonders auf die wesentlichen Risikobereiche und deren Risikomanagement zu richten.

Vor dem Hintergrund der weltweiten wirtschaftlichen Krise im Jahr 2009 lag ein Schwerpunkt des Risikomanagements auf der flexiblen Anpassung der Organisations- und Kostenstruktur und der weiteren Verbesserung des Working Capitals. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die sorgfältige Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Lieferanten, um bei einem Ausfall drohenden Produktionsunterbrechungen entgegenzuwirken.

Das RATIONAL-Risikomanagementsystem

Neben der RATIONAL Risikoanalyse verfügt RATIONAL über eine Vielzahl von Instrumenten, um Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zu analysieren. Dies sind im Einzelnen:

· Ein unternehmensweit einheitlicher Planungsprozess, den weltweit alle Unternehmensbereiche durchlaufen sowie ein umfassendes Berichtswesen.

· Beschreibungen von Prozessen und internen Kontrollsystemen für alle Unternehmensbereiche, deren Qualität und Einhaltung weltweit durch regelmäßige Schulungen mit entsprechenden Erfolgskontrollen sichergestellt wird.Um die Nachhaltigkeit und Ordnungsmäßigkeit von internen Kontrollen und Freigaben zu gewährleisten, bilden wir besonders sensible Abläufe, wie z.B. die Rechnungsfreigabe im Kreditorenbereich, über SAP-Workflows ab.

· Eine interne Revision, die unabhängig und objektiv die Ist-Situation der Unternehmensprozesse erfasst und durch geeignete Maßnahmen festgestellten Abweichungen entgegensteuert.

· Risikoindikatoren mit Schwellenwerten in Bezug auf Vertriebseffizienz, Forderungsmanagement, Supply Chain Management und die Qualität des Service-Netzwerkes, die die Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglichen, sodass frühzeitig und angemessen gegengesteuert werden kann.

· Ein globales, integriertes Treasury Management System für ein optimales weltweites Cash- und Devisen-Management.

· Regelmäßig durchgeführte Kundenzufriedenheitsbefragungen in allen wesentlichen Märkten, die Aussagen zur Produktqualität, Servicequalität und zu unserer Wettbewerbsfähigkeit aus Kundensicht liefern.

· Mit Schlüssellieferanten jährlich vereinbarte Partnerpläne zur Qualitäts- und Produktivitätssteigerung. Durch die enge Zusammenarbeit unseres Einkaufs mit den Lieferanten sowie regelmäßige Auditierungen wirken wir möglichen Versorgungsengpässen und Qualitätsproblemen entgegen.

· Spezielle Prozesse und der Einsatz von entsprechenden Systemen, um dem hohen Stellenwert, den die Informationssicherheit und der Schutz des Know-How für RATIONAL hat, Rechnung zu tragen.

· Ein umfassendes Versicherungskonzept, das jährlich an das neue Risikoumfeld und die Organisationsstruktur angepasst wird.

· Die Zusammenarbeit mit COFACE, einem der größten Warenkreditversicherer, zur Absicherung unserer Forderungen. Durch den Einsatz spezifischer Software-Systeme und der automatischen Aktualisierung von Versicherungsdaten ist die Transparenz über mögliche Kreditrisiken jederzeit und vollständig gegeben.

· Regelmäßig zwischen Aufsichtsrat und Vorstand durchgeführte Strategiegespräche, die das Risiko der strategischen Fehlentwicklung minimieren.

Neben der Risikoanalyse und dem Risikomanagementsystem sind das kontinuierliche Sensibilisieren für Risiken und Chancen bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken unserer Führungskräfte entscheidende Erfolgsfaktoren.

Wirksamkeit und Aktualität des Risikomanagementsystems werden durch die Interne Revision laufend überprüft und angepasst. Zudem überprüft auch der Abschlussprüfer, ob der Vorstand die gem. § 91 Absatz 2 Aktiengesetz erforderlichen Maßnahmen ergriffen hat, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, rechtzeitig zu erkennen.

Risiken

Politische Krisen und Naturkatastrophen

Die Auswirkungen von politischer Instabilität und Naturkatastrophen können den Absatz von Produkten und Dienstleistungen in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen.

Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf allen wesentlichen Märkten der Welt anbieten, geben uns die Flexibilität zum Ausgleich regionaler Schwierigkeiten durch Kompensation auf anderen Märkten.

Als mögliche Folgen von politischer Instabilität sind z.B. Einfuhrbeschränkungen in China, Russland oder Brasilien denkbar. Da unser Umsatzanteil in diesen Regionen noch relativ gering ist, sehen wir dieses Risiko als moderat an.

Wettbewerbs- und Branchenrisiken

Die Entwicklung und Trends der Branche sowie die Marktstrategie der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt. Ein Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Fusionen neue, starke Wettbewerber entstehen, ist vorhanden - den möglicherweise daraus entstehenden Schaden stufen wir als gering ein.

Ökonomische Risiken

Das internationale Wirtschaftsumfeld, in dem sich RATIONAL bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf von RATIONAL-Geräten ist für unsere Kunden mit einer Investition verbunden und unterliegt damit einem Investitionsentscheidungsprozess und der notwendigen Finanzierung.

Eine der wesentlichen Folgen der Finanzkrise im Jahr 2008/2009 war eine spürbare Kaufzurückhaltung vieler Kunden, die sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auch negativ auf die Umsatzentwicklung der RATIONAL AG ausgewirkt hat.

Wie sich jedoch bereits in der Vergangenheit gezeigt hat, führen die besondere Marktposition sowie die hohen Rationalisierungseffekte der von RATIONAL angebotenen Produkte dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft weniger stark auswirken als z.B. im klassischen Maschinenbau.

Die Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung der für RATIONAL wichtigen Märkte erfolgt mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auftretende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet.

Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit entsprechend flexibler Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, sehr gut vorbereitet.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

In 2009 beträgt der Anteil des Gesamtumsatzes in Fremdwährungen außerhalb des Euro-Raums 28 % (Vj. 28 %). Da der überwiegende Teil der Herstellungskosten im Euro-Raum anfällt, beeinflusst eine Veränderung der Wechselkurse die Ertragslage des Unternehmens.

Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich dabei negativ, eine Abwertung des Euro positiv aus. Dementsprechend wirkt sich im Jahr 2009 die relative Kurssteigerung des Euro im Vergleich zu Fremdwährungen wie dem britischen Pfund, dem polnischen Złoty sowie der schwedischen Krone negativ auf unser Geschäftsergebnis aus.

RATIONAL setzt zur Währungssicherung gängige Instrumente wie Optionen oder Termingeschäfte zur Sicherung zukünftig erwarteter Zahlungsströme ein. Die Zusammenarbeit erfolgt dabei mit erstklassigen Finanzpartnern. Art und Umfang der Absicherungen werden durch interne Richtlinien vorgegeben, ihre Abwicklung erfolgt zentral in der Muttergesellschaft.

Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer lang anhaltenden Aufwertung des Euro nicht vermeiden. Die Risiken von kurz- und mittelfristigen Währungsschwankungen für die Zahlungsströme des operativen Geschäfts lassen sich durch die Kurssicherungsgeschäfte jedoch erheblich reduzieren.

Marktrisiken

Der Gesamtumsatz der RATIONAL-Gruppe verteilt sich auf mehrere tausend Einzelkunden.

Besondere Risiken für die zukünftige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Kunden ergeben sich mithin nicht. Vor dem Hintergrund, dass sich der RATIONAL-Vertriebsprozess auch auf den Endanwender fokussiert, führt der Ausfall eines Fachhandelskunden nicht automatisch zu einem größeren Nachfragerückgang auf der Endanwenderseite.

Ausfallrisiken bei "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um diese Ausfallrisiken zu vermeiden oder zu reduzieren, werden die Forderungen durch eine Warenkreditversicherung oder über Bankakkreditive gesichert. Zum Bilanzstichtag waren 85 % (Vj. 85 %) des konzernweiten Forderungsbestandes durch entsprechende Absicherungen gedeckt. Ein für die RATIONAL-Gruppe erhebliches Risiko aufgrund von Forderungsausfällen ist damit weitestgehend ausgeschlossen. Durch das konzernweit professionelle Forderungsmanagement sichert die RATIONAL AG neben ihren Forderungen gegenüber externen Kunden auch ausstehende Forderungen gegen die Tochtergesellschaften ab.

Produktqualität

Die Produktqualität hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Die Verbesserung der Gewährleistungskostenquote, die abnehmende Anzahl von Kundendiensteinsätzen und die Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend.

Dennoch ist sich RATIONAL der möglichen Risiken, die aus Qualitätsmängeln und der fehlerhaften Bedienung der Produkte entstehen könnten, bewusst. Servicemeldungen werden kontinuierlich weltweit qualifiziert und analysiert. Die Risiken aus Produkthaftpflicht sind aus Sicht der Unternehmensleitung über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt.

Produktentwicklung und Markenschutz

RATIONAL ist seit vielen Jahren mit Abstand Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt.

Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Abwehrmaßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen durch RATIONAL werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt und abgewehrt.

Personalwirtschaftliche Risiken

Unsere qualifizierten Mitarbeiter und Führungskräfte bilden die Grundlage für den Erfolg und die positive Weiterentwicklung der RATIONAL AG. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist daher für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Eine hohe Fluktuationsquote, vor allem bei Leistungsträgern, würde die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung sind neben der angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Förderprogramme sowie die unmittelbare Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg.

Rohstoffpreise und Beschaffungsrisiken

RATIONAL ist als produzierendes Unternehmen von der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise betroffen. Dies führt zu schwankenden Material- und Produktionskosten.

Für die Herstellung unserer Produkte sind der Edelstahlgrundpreis und der Nickelpreis, der sich wiederum auf den Preis des Legierungszuschlags für Edelstahl auswirkt, von besonderer Bedeutung.

RATIONAL beobachtet die Rohstoffmärkte intensiv und reduziert das Preisrisiko beim Edelstahlgrundpreis durch langfristige Verträge mit Lieferanten. Beim Legierungszuschlag ist dies so nicht möglich. Änderungen des Legierungszuschlages wirken sich daher unmittelbar sowohl positiv als auch negativ auf unsere Herstellungskosten aus.

Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlicher Qualitäts- und Produktverbesserung und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, so dass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir sind uns dieses Risikos bewusst und beobachten daher die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Die Vorteile und Chancen dieser Strategie überwiegen aus unserer Sicht deutlich die damit verbundenen Risiken.

Risikotransfer durch Versicherungsschutz

RATIONAL verfügt über ein in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestelltes globales Deckungskonzept, welches die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken abdeckt. Diese Versicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst. In den letzten beiden Jahren wurden die vertraglich festgeschriebenen Deckungssummen und die Selbstbehalte der Vorjahre weiter verbessert oder zumindest beibehalten.

Es werden grundsätzlich nur solche Versicherer ausgewählt, die von unserem Versicherungsmakler vorab auf gute Bonität (mindestens A- einer namhaften Rating-Agentur) überprüft wurden. Die Bonität wird durch den Makler laufend beobachtet. Bei nachhaltig negativer Entwicklung eines Versicherungsunternehmens erfolgt zeitnah eine Information an RATIONAL zur Entscheidung über die weitere Vorgehensweise.

In allen versicherten Bereichen arbeiten wir kontinuierlich an Verbesserungsmaßnahmen zur Schadensverhütung oder zumindest zur Reduzierung der potentiellen Schadenshöhe. Dies erfolgt beispielsweise durch die laufende Optimierung der Versandverpackung unserer Geräte zur nachhaltigen Reduzierung von Transportschäden.

Zum Schutz unserer Mitarbeiter, der Gebäude, unserer Anlagen und Maschinen sowie der Umwelt haben wir für unsere drei Werke in Landsberg einen hausinternen Werkschutz etabliert. Durch eine 24-stündige Bewachung mit eigenem Personal sowie durch den Einsatz einer internen professionellen Werkschutzzentrale (unter anderem mit permanenter Videoüberwachung und technischer Brandschutzbetreuung) können wir Sicherheit auf höchstem Niveau gewährleisten.

Weiterhin stellen regelmäßige koordinierte Werksbegehungen mit Spezialisten unseres Sachversicherers und unseres Versicherungsmaklers die Umsetzung und Einhaltung definierter Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen zur Risikominimierung sicher.

Zusammenfassung

Trotz der derzeit nicht vorhersehbaren Entwicklung der Weltwirtschaft sind die vorhandenen Risiken für RATIONAL, unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen, der hohen Liquiditätsreserve und der soliden Bilanzstruktur des Unternehmens, weder einzeln noch in ihrer Wechselwirkung bestandsgefährdend.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der RATIONAL AG im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des bei der RATIONAL AG bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

· Die bei der RATIONAL AG und ihren Tochtergesellschaften eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind in Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.

· Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.

· Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen und Controlling sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.

· Die Buchführung der RATIONAL-Gruppe wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.

· Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanz-Systemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

· Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weiter qualifiziert.

· Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.

· Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

· Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse der RATIONAL-Gruppe werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und somit korrigiert werden.

Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in der RATIONAL AG in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

M) PROGNOSEBERICHT

Konjunktur: Moderater Aufschwung erwartet

Die Wirtschaftsforscher gehen überwiegend davon aus, dass die Weltwirtschaft in 2010 und 2011 wieder auf einen moderaten Wachstumspfad einschwenken wird. Die meisten der führenden Wirtschaftsnationen sollen nach dem teilweise deutlichen Rückgang 2009 wieder wachsen. Die Wirtschaft in China und Indien soll sogar noch weiter Fahrt aufnehmen.

Unterschiedliche Prognosen gibt es zum privaten Konsum 2010. Die Wirtschaftsforscher erwarten in Europa bestenfalls eine stabile Entwicklung, auf jeden Fall soll der Zuwachs wohl unter dem des allgemeinen Wirtschaftswachstums liegen. Für die Kunden von RATIONAL könnte die Prognose des privaten Konsums und die damit zusammenhängende Entwicklung beim so genannten Außer-Haus-Verzehr Einfluss auf künftige Investitionsentscheidungen haben.

Marktentwicklung: Ausgezeichnetes Potenzial, noch hemmendes Umfeld

Das vorhandene freie weltweite Marktpotenzial für die Produkte und Lösungen von RATIONAL ist unverändert groß. Weltweit gibt es rund 2,5 Mio. Profiküchen, die für einen Einsatz des SelfCooking Center® und des VarioCooking Center® in Frage kommen. Das freie Weltmarktpotenzial für das SelfCooking Center® liegt derzeit bei rund 95 % und für das VarioCooking Center® bei rund 100 % dieser 2,5 Mio. Profiküchen. Für die weitere Marktdurchdringung ist maßgeblich, wie sich die Investitionsbereitschaft der Entscheider in Profi-Küchen entwickelt.

RATIONAL-Produkte und -Technologien amortisieren sich binnen kürzester Zeit und liefern so beste Argumente für eine positive Investitionsentscheidung. Der Einsatz der RATIONAL-Lösungen erhöht direkt das verfügbare Einkommen der Kunden. Die monatlich erzielbaren Kosteneinsparungen beim Einsatz von Rohwaren, Energie und Personal übersteigen selbst notwendige Finanzierungskosten der Geräte um ein Vielfaches. Sie liefern so bereits ab dem ersten Tag ihres Einsatzes positive Deckungsbeiträge und amortisieren sich binnen kürzester Zeit.

Unternehmensausblick: Mit Vorsicht ins Jahr 2010

Beim konkreten Ausblick für den Geschäftsverlauf für die RATIONAL-Gruppe stehen großen Chancen auch einige Unwägbarkeiten aufgrund marktexterner und konjunktureller Einflüsse gegenüber. RATIONAL selbst hat alle Voraussetzungen geschaffen, um auch 2010 und 2011 erfolgreich zu sein. Das Unternehmen verfügt über die überlegenen Produkte, beste Kundenbindung, ein intaktes Geschäftsmodell und ausgezeichnete finanzwirtschaftliche Grundlagen. Gleichzeitig bietet der Markt ein großes Potenzial. Und dennoch bleiben Risiken in Bezug auf die Investitionsneigung der vorhandenen und neuen Kunden.

Internationalisierung: Konzentration auf Wachstumsmärkte

Nach der bewussten Zurückhaltung in 2009 laufen bei RATIONAL aktuell Vorbereitungen zur vorsichtigen internationalen Expansion. Dabei stehen ausschließlich Ländermärkte im Fokus, die aufgrund ihrer konjunkturellen Rahmenbedingungen und dem vorhandenen Marktpotenzial besonders gute Chancen für zukünftiges Wachstum bieten.

Beschaffung: Moderater Anstieg der Rohstoffpreise erwartet

RATIONAL erwartet für 2010 einen moderaten Anstieg bei den Beschaffungspreisen. Sollte die Weltkonjunktur wieder allmählich Fahrt aufnehmen, ist zu erwarten, dass die Stahlpreise steigen, ebenso wie die Kosten für die von RATIONAL benötigten Legierungen. Bei den Stahlpreisen sorgt RATIONAL über langfristige Kontrakte für eine sichere Kalkulationsgrundlage. Möglich ist aber, dass 2010 die Kosten für den Legierungszuschlag die Materialkosten erhöhen werden.

Investitionen: Kontinuität

Bei den Investitionen in Sachanlagen kann RATIONAL auch 2010 und 2011 weiterhin von den 2007 und 2008 getätigten, deutlich überdurchschnittlichen Ausgaben profitieren. Für 2010 sind daher keine besonderen Investitionen geplant.

Mitarbeiter: Grundlage für die Unternehmensqualität

RATIONAL hat sich bereits zu Beginn 2009 bewusst dagegen entschieden, das Instrument der Kurzarbeit einzusetzen. Vielmehr wurden insbesondere im internationalen Geschäft die neuen, niedrigeren Absatzvolumen akzeptiert und die Belegschaft entsprechend angepasst. Mit der aktuellen Mitarbeiterstruktur hat sich RATIONAL auf das neue Absatzniveau weltweit eingestellt. RATIONAL wird auch 2010 und 2011 in die Mitarbeiterbindung sowie in die Mitarbeiterqualifikation und -entwicklung investieren.

Produkte: Dank führender Position Marktdurchdringung forcieren

Produktseitig wird RATIONAL in den nächsten beiden Jahren den Fokus auf die Weiterentwicklung der Technologie zur Steigerung des Kundennutzens legen. Ziel ist, die Marktdurchdringung des SelfCooking Center® und insbesondere auch die des VarioCooking Center® in den aktuell bearbeiteten internationalen Märkten zu erhöhen und neue Märkte in den Schwellenländern zu erschließen.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir für 2010 beim Umsatz wieder ein leichtes Wachstum.

Landsberg am Lech, den 17. Februar 2010

RATIONAL AG

Der Vorstand

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

AKTIVA

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Stand am 31.12.09 Stand am 31.12.08
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ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 805.616,00 1.405
Firmenwert -- 805.616,00 -- 1.405
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.751.618,50 28.542
technische Anlagen und Maschinen 5.738.495,00 6.923
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.818.666,00 5.128
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 568.678,84 37.877.458,34 -- 40.593
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.804.843,22 9.805
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.445.594,38 17.250.437,60 55.933.511,94 7.159 16.964 58.962
UMLAUFVERMÖGEN
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.465.733,68 6.202
unfertige Erzeugnisse 122.883,40 115
fertige Erzeugnisse und Waren 1.624.263,47 7.212.880,55 1.422 7.739
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.139.177,85 2.100
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.538.251,29 55.066
sonstige Vermögensgegenstände 257.395,89 41.934.825,03 1.661 58.827
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 120.823.062,00 169.970.767,58 44.276 110.842
Rechnungsabgrenzungsposten 470.088,77 221
226.374.368,29 170.025
PASSIVA
Stand am 31.12.09 Stand am 31.12.08
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EIGENKAPITAL
gezeichnetes Kapital bedingtes Kapital: € 200.000,00 (i.Vj.: T€ 200) 11.370.000,00 11.370
Kapitalrücklage 31.016.731,65 31.017
Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 513.541,57 514
Bilanzgewinn 134.178.438,95 177.078.712,17 82.156 125.057
RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 547.001,00 524
Steuerrückstellungen 2.110.000,00 1.342
sonstige Rückstellungen 10.948.629,64 13.605.630,64 11.352 13.218
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.881.574,52 22.025
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.143.479,64 6.828
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 396.837,68 555
sonstige Verbindlichkeiten 2.268.133,64 2.342
davon aus Steuern: € 1.750.705,70 (i.Vj.: T€ 1.398) 35.690.025,48 31.750
226.374.368,29 170.025

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2009

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

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2009 2008
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Umsatzerlöse 224.030.745,13 258.169
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -112.038.347,69 -130.632
Bruttoergebnis vom Umsatz 111.992.397,44 127.537
Vertriebs- und Servicekosten -23.487.446,89 -30.867
Forschungs- und Entwicklungskosten -10.285.283,87 -13.457
allgemeine Verwaltungskosten -12.794.700,19 -13.007
sonstige betriebliche Erträge 6.412.763,89 7.272
sonstige betriebliche Aufwendungen -4.436.764,14 -44.591.431,20 -8.744 -58.803
67.400.966,24 68.734
Erträge aus Beteiligungen 12.300.704,40 15.275
davon aus verbundenen Unternehmen: € 12.300.704,40 (i.Vj.: T€ 15.274)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.295.023,00 849
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.007.124,55 1.593
davon aus verbundenen Unternehmen: € 33.334,11 (i.Vj.: T€ 37)
Abschreibungen auf Finanzanlagen -- -169
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.167.114,28 15.435.737,67 -965 16.583
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 82.836.703,91 85.317
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19.445.499,99 -19.354
Jahresüberschuss 63.391.203,92 65.963
Gewinnvortrag 70.787.235,03 16.194
Bilanzgewinn 134.178.438,95 82.157

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 3 HGB (Umsatzkostenverfahren) zugrunde. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert beibehalten.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über zwei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Die Abschreibungen erfolgen für die Bauten und Außenanlagen linear zwischen 3 % und 10 %. Das übrige Sachanlagevermögen wurde bis 31. Dezember 2007 überwiegend degressiv abgeschrieben, soweit nicht eine Abschreibung nach der linearen Methode günstiger war. Dabei wird für Zugänge ab dem 1. Januar 2001 bis einschließlich 31. Dezember 2007 ein Satz von 20 % angewandt, während für frühere Zugänge mit 30 % gerechnet wird. Für Zugänge nach dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Sonderwirtschaftsgüter (€ 150 bis € 1.000) werden gem. § 6 Abs. 2a EStG in einen jährlichen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Vorräte sind mit dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Materialgemeinkosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalbetrag bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Unverzinsliche langfristige Forderungen werden mit dem Barwert angesetzt. Langfristige Forderungen werden mit einem Zinssatz von 3 % p.a. verzinst.

Die gebildete Pensionsrückstellung wurde nach versicherungsmathematischer Methode auf Basis eines Zinsfußes von 6 % und unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 errechnet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bei Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs bewertet. Liegt der Kurs am Bilanzstichtag niedriger bzw. höher, so erfolgt die Bewertung nach dem Vorsichtsprinzip mit dem niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag.

II. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2009 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag folgende unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen:

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Kapital- Anteil

in %
Bilanzansatz

in T€
Eigenkapital

in T€
Ergebnis in

T€
unmittelbare Beteiligungen:
LechMetall Landsberg GmbH Edelstahlerzeugnisse, Landsberg am Lech 100,0 3.512 154 423*)
RATIONAL Großküchentechnik GmbH, Landsberg am Lech 100,0 26 26 1.331*)
RATIONAL Technical Services GmbH, Landsberg am Lech 100,0 25 93 1.281*)
RATIONAL Komponenten GmbH, Landsberg am Lech 100,0 25 99 70*)
RATIONAL UK Limited, Luton, Großbritannien 100,0 62 1.231 265
FRIMA S.A., Wittenheim, Frankreich 100,0 5.402 5.116 61
RATIONAL Japan K.K., Tokyo, Japan 100,0 65 459 424
RATIONAL USA Inc., Schaumburg, USA 100,0 411 349 918
RATIONAL Scandinavia AB, Lund, Schweden 100,0 12 808 -11
RATIONAL Italia S.r.l., Marcon, Italien 100,0 10 316 167
RATIONAL Schweiz AG, Balsthal, Schweiz 100,0 63 512 201
RATIONAL International AG, Balgach, Schweiz 100,0 64 10.894 9.945
RATIONAL Canada Inc., Toronto, Kanada 100,0 75 494 180
RATIONAL Iberica Cooking Systems S.L., Barcelona, Spanien 100,0 3 468 274
MEIKU Vermögensverwaltung GmbH, Landsberg am Lech 98,0 50 91 64
mittelbare Beteiligungen:
RATIONAL Austria GesmbH, Salzburg, Österreich 100,0 283 1
RATIONAL France SAS, Paris, Frankreich 100,0 57 33
RATIONAL Sp.z.o.o., Warschau, Polen 100,0 376 169
FRIMA International AG, Balgach, Schweiz 100,0 4.885 3.114
FRIMA Deutschland GmbH, Frankfurt am Main 100,0 48 7
FRIMA France SAS, Wittenheim Frankreich 100,0 131 4
RATIONAL China, Shanghai, China 100,0 226 -46
RATIONAL Russland, Moskau, Russland 100,0 422 301
RATIONAL Brasilien, Sao Paolo 100,0 17 -223

*) vor Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft

Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen erfolgte in Bezug auf das Eigenkapital mit den Devisenmittelkursen am Bilanzstichtag sowie in Bezug auf das Ergebnis mit Jahresdurchschnittskursen.

Die Gesellschaft ist außerdem über die MEIKU Vermögensverwaltung GmbH als alleinige Kommanditistin an der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG, die nach einem Jahresüberschuss von T€ 11 ein negatives Eigenkapital von T€ 9 aufweist, mittelbar beteiligt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Fälligkeiten ergeben sich aus folgender Aufstellung:

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Restlaufzeit bis zu 1 Jahr

T€
Restlaufzeit über 1 Jahr T€ Gesamt lt. Bilanz

T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.139 -- 2.139
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.538 -- 39.538
sonstige Vermögensgegenstände 250 8 258
41.927 8 41.935

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3. Eigenkapital

Das Grundkapital der RATIONAL Aktiengesellschaft beträgt € 11.370.000,00 und besteht aus 11.370.000 Stückaktien à € 1,00.

Das bedingte Kapital beträgt € 200.000,00 und beinhaltet Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstandes auf bis zu 200.000 Aktien.

Für das Geschäftsjahr 2008 wurde in 2009 eine Gewinnausschüttung von T€ 11.370 durchgeführt.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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T€
Personalbereich 4.264
Gewährleistung 4.600
ausstehende Rechnungen 1.403
Drohverlust 60
Aufsichtsratsvergütung 234
Boni 388
10.949

5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten:

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bis zu einem Jahr

ein bis fünf Jahre

über fünf Jahre

gesamt lt. Bilanz

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.197.586,42 5.387.758,19 14.296.229,91 28.881.574,52
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.143.479,64 -- -- 4.143.479,64
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 396.837,68 -- -- 396.837,68
sonstige Verbindlichkeiten 2.268.133,64 -- -- 2.268.133,64
16.006.037,38 5.387.758,19 14.296.229,91 35.690.025,48

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde eine Grundschuldeintragung i.H.v. 23 Mio. € veranlasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen überwiegend aus Lieferungen und Leistungen.

6. Haftungsverhältnisse

Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat verschiedenen Banken gegenüber Bürgschaften, Garantien und Patronatserklärungen bis zur Maximalhöhe von insgesamt T€ 5.277 gegeben.

Weiterhin sind selbstschuldnerische Haftungen für abgetretene Bankenbetriebsmittellinien an Tochtergesellschaften (vertraglich als Avallinie oder Barkreditlinie definiert) in Höhe von insgesamt T€ 3.079 übernommen worden. Die Inanspruchnahme durch die Tochtergesellschaften erfolgt im Bereich der Avallinien als Bürgschaften, Garantien oder Avale. Die Inanspruchnahme der Barkreditlinien findet statt im Rahmen der Wechseldiskontierung, bei Bedarf zur Absicherung von Retouren eingereichter Schecks und eingereichter Banklastschriften, zur Absicherung von mehrjährigen Darlehensverträgen zur Finanzierung von Fertigungseinrichtungen und Kreditkartenabrechnungen. Eine Verwendung der Barkreditlinie zur Kreditaufnahme durch die Tochtergesellschaften ist nicht vorgesehen und zum Bilanzstichtag auch nicht erfolgt. Zusätzlich wurde für eventuelle Rücklastschriften aus Bankeinzug für eine Enkelgesellschaft eine betragsmäßig nicht beschränkte selbstschuldnerische Bürgschaft abgegeben, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen ist.

Darüber hinaus bestehen bei der RATIONAL Aktiengesellschaft Bürgschaften und Patronatserklärungen aufgrund Vertragsverhältnissen von Tochter- und Enkelgesellschaften gegenüber Dritten in einer Gesamthöhe von T€ 1.170. Davon beziehen sich T€ 515 auf Verpflichtungen gegenüber Leasinggesellschaften, T€ 27 zugunsten von Zollämtern, T€ 108 zugunsten von Vermietern und T€ 520 zugunsten sonstiger Lieferanten.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen entfallen auf

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Mio. €
Inland 44,0
Übriges Europa 150,7
Amerika 17,3
Asien 12,0
Gesamt 224,0

Die nach dem Umsatzkostenverfahren gegliederte Gewinn- und Verlustrechnung enthält- verteilt auf die einzelnen Positionen - den folgenden Gesamtmaterial- bzw. Gesamtpersonalaufwand:

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Materialaufwand 2009

T€
2008

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 98.843 114.907
Personalaufwand 2009 T€ 2008 T€
Löhne und Gehälter 27.413 27.446
soziale Aufwendungen und Aufwendungen für Altersversorgung 4.278 4.125
davon Altersversorgung: T€ 469 (i.Vj.: T€ 364) 31.691 31.571

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Miet- und Pachtaufwendungen für Geschäftsräume werden im Jahr 2010 voraussichtlich T€ 1.091 betragen. Dabei enthalten die Aufwendungen Pachtzahlungen in Höhe von T€ 551 für das Werk 1 an die LechMetall Landsberg GmbH Edelstahlerzeugnissse. Über die Anmietung von Werk 2 in Landsberg besteht ein Mietvertrag mit der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG mit einer Restlaufzeit bis 30. Juni 2011, der variable Mietzahlungen vorsieht. Außerdem ist an den Leasinggeber ein unverzinsliches Darlehen zu gewähren, das bis zum 31. Dezember 2009 T€ 7.446 betrug und zum Mietende einen Betrag von T€ 7.956 erreichen wird. Die zukünftigen jährlichen Leistungsraten aus Mietzahlungen und Darlehensraten betragen T€ 801.

Außerdem bestehen Verpflichtungen aus abgeschlossenen Verträgen über gemietete Hard-und Software sowie sonstige Anlagengegenstände mit Restlaufzeiten von bis zu fünf Jahren in Höhe von insgesamt T€ 1.925 und Karenzverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern in Höhe von T€ 274.

Es wurden keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte getätigt.

2. Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei RATIONAL zur Absicherung von Devisenwechsel-kursschwankungen bei Liquiditätsströmen in Fremdwährungen, zur Absicherung von Zinsschwankungen und zur Ausnutzung von Zinsdifferenzen zwischen verschiedenen Währungsgebieten eingesetzt. Das Volumen der Liquiditätsströme je Fremdwährung besteht aus geplanten währungsbezogenen Geldeingängen der Vertriebstochtergesellschaften nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung. Zahlungsstromschwankungen werden abgefangen, indem nur ein Teil des Planvolumens abgesichert wird.

Zum Jahresabschluss 2009 sind keine Devisentermingeschäfte zu berücksichtigen.

Die Kategorie Devisenoptionen besteht aus so genannten Zero-Cost-Optionen mit oder ohne Knock-In-Funktion. Bei den bestehenden Knock-In-Funktionen handelt es sich in allen Fällen um die amerikanische (laufzeitbezogene) Variante.

Bei der Zero-Cost-Option wird grundsätzlich die für den Kauf der Put-Option zu zahlende Optionsprämie durch den gleichzeitigen Verkauf einer Call-Option finanziert. Die verkaufte Call-Option ohne Knock-In-Funktion ist von Anfang an aktiv. Die verkaufte Call-Option mit Knock-In-Funktion (Auslöserfunktion) wird erst bei Erreichen bzw. Durchbrechen des Knock-In-Kurses aktiviert. Bei Fälligkeit der aktiven Call-Option entscheidet der Käufer (die Bank) abhängig von der Kurssituation, ob ausgeübt wird. Im Gegensatz zum Devisentermingeschäft bietet die Zero-Cost-Option (ohne Ausgaben für Optionsprämien) neben garantierter Absicherungskurse die Möglichkeit, zusätzlich von einer günstigen Entwicklung der Wechselkurse profitieren zu können.

Bei Devisenoptionen entspricht der Marktwert (nach der Black-Scholes-Methode) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des Marktwertes bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt.

Der angegebene Marktwert der Swaps (nach der Barwertmethode) errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum abgeschlossenen Devisenterminkurs.

Die in nachfolgender Tabelle dargestellten Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Für Bewertung und Bilanzierung von Zero-Cost-Optionen werden bei RATIONAL die Einzelelemente (gekaufte Put-Optionen und verkaufte Call-Optionen) jeweils getrennt berücksichtigt. Die Kategorie Devisenoptionen beinhaltet Put-Optionen mit Kontraktwerten von insgesamt T€ 7.082, denen Call-Optionen in Höhe von T€ 13.141 gegenüberstehen.

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Derivative Finanzinstrumente Kontraktwert

T€
Positiver Marktwert

T€
Negativer Marktwert

T€
Devisentermingeschäfte 0 0 0
Devisenoptionen 20.223 73 101
Zins-Währungs-Swaps 1.634 0 50
21.857 73 151

In der Bilanz aktiviert RATIONAL Put-Kontrakte zu Anschaffungskosten unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips erfolgt zum Jahresende für noch offene Geschäfte mit niedrigerem Marktwert zum Stichtag eine Abwertung auf insgesamt T€ 69.

Bei verkauften Call-Geschäften werden die erhaltenen Optionsprämien (Stillhalterprämien) unter den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 108 passiviert.

Zusätzlich wird jeder einzelne Kontrakt der zum Jahresende offenen aktiven Call-Optionen und Swaps einer Überprüfung unterzogen. Auf der Basis der Marktwerte zum Stichtag wurde eine Rückstellung für Drohverluste in Höhe von insgesamt T€ 60 gebildet.

3. Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beinhaltet folgende Leistungen:

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T€
Abschlussprüfungsleistungen 110
andere Bestätigungsleistungen 41
Steuerberatungsleistungen 78
Sonstige Leistungen 10
239

4. Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat während der letzten zwölf Monate vor dem Bilanzstichtag durchschnittlich 408 Mitarbeiter beschäftigt. Die Beschäftigtenzahl setzt sich dabei wie folgt zusammen:

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Marketing 31
Produktion 148
Forschung/Entwicklung 59
Verwaltung 170
408

5. Mitgeteilte Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG

Der Gesellschaft ist im Berichtsjahr der Erwerb zweier Beteiligungen an ihr in einem Umfang von jeweils 3,05% gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt worden. Bei den Erwerbern handelt es sich um die US-amerikanischen Firmen Legg Mason, Inc., Baltimore, sowie Royce & Associates, LLC, New York. Nach § 26 Abs. 1 WpHG war dieser Beteiligungserwerb von der Gesellschaft mitzuteilen. Es wurden dabei folgende Mitteilungen veröffentlicht:

Mitteilung vom 02.04.2009:

„Die Legg Mason, Inc., Baltimore, USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 31.03.2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Rational AG, Landsberg, Deutschland am 27.03.2009 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Tag 3,05% (347.080 Stimmrechte) beträgt. Davon sind Legg Mason, Inc. 3,05 % (347.080 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.“

Mitteilung vom 02.04.2009:

„Die Royce and Associates, LLC., New York USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 01.04.2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Rational AG, Landsberg, Deutschland am 27.03.2009 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Tag 3,05% (347.080 Stimmrechte) beträgt. Davon sind Royce Associates, LLC, 3,05 % (347.080 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.“

6.

Vorstand

Mitglieder des Vorstandes sind die Herren

Dipl.-Kaufmann Dr. Günter Blaschke, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Betriebswirt Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich

Dipl.-Ingenieur Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Dipl.-Betriebswirt Reinhard Banasch, Vorstand Marketing Vertrieb

Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen für das Geschäftsjahr 2009 T€ 3.642.

In der Hauptversammlung vom 6. Mai 2009 wurde beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben.

7. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren

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Siegfried Meister, Kaufmann - Vorsitzender -
Walter Kurtz, Kaufmann - Stellvertreter -
Roland Poczka, Kaufmann

Herr Roland Poczka ist Beirat der Glatz-Gruppe, Neidenfels.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen für das Geschäftsjahr 2009 T€ 555.

Mit nahe stehenden Personen wurden keine wesentlichen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen.

8. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Erklärung abgegeben, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft auf der Homepage der Gesellschaft www.rational-online.com zugänglich gemacht worden.

Landsberg am Lech, den 17. Februar 2010

RATIONAL Aktiengesellschaft

Dr. Günter Blaschke

Erich Baumgärtner

Peter Wiedemann

Reinhard Banasch

Anlagespiegel 2009

ZUSAMMENSETZUNG UND ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2009

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Anschaffungskosten
Stand 01.01.2009

Zugänge

Abgänge

Stand 31.12.2009

--- --- --- --- ---
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.371.580,57 133.643,66 246.275,13 4.258.949,10
Firmenwert 3.089.939,39 0,00 0,00 3.089.939,39
7.461.519,96 133.643,66 246.275,13 7.348.888,49
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.706.061,42 432.041,06 22.943,57 32.115.158,91
Technische Anlagen und Maschinen 14.430.434,49 541.859,63 780.879,63 14.191.414,49
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.362.153,91 245.247,49 1.015.269,45 10.592.131,95
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 568.678,84 0,00 568.678,84
57.498.649,82 1.787.827,02 1.819.092,65 57.467.384,19
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 32.146.123,54 0,00 0,00 32.146.123,54
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.159.276,94 286.317,44 0,00 7.445.594,38
39.305.400,48 286.317,44 0,00 39.591.717,92
104.265.570,26 2.207.788,12 2.065.367,78 104.407.990,60

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Abschreibungen/Wertberichtigungen
Stand 01.01.2009

Zugänge

Abgänge

Stand 31.12.2009

--- --- --- --- ---
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.966.694,57 732.913,66 246.275,13 3.453.333,10
Firmenwert 3.089.939,39 0,00 0,00 3.089.939,39
6.056.633,96 732.913,66 246.275,13 6.543.272,49
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.163.861,92 1.222.237,06 22.558,57 4.363.540,41
Technische Anlagen und Maschinen 7.507.216,49 1.609.094,63 663.391,63 8.452.919,49
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.234.655,91 1.517.317,82 978.507,78 6.773.465,95
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.905.734,32 4.348.649,51 1.664.457,98 19.589.925,85
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 22.341.280,32 0,00 0,00 22.341.280,32
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
22.341.280,32 0,00 0,00 22.341.280,32
45.303.648,60 5.081.563,17 1.910.733,11 48.474.478,66

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Buchwerte
Stand 31.12.2009

Stand 31.12.2008 €
--- --- ---
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 805.616,00 1.404.886,00
Firmenwert 0,00 0,00
805.616,00 1.404.886,00
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.751.618,50 28.542.199,50
Technische Anlagen und Maschinen 5.738.495,00 6.923.218,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.818.666,00 5.127.498,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 568.678,84 0,00
37.877.458,34 40.592.915,50
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.804.843,22 9.804.843,22
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.445.594,38 7.159.276,94
17.250.437,60 16.964.120,16
55.933.511,94 58.961.921,66

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 17. Februar 2010

**Rölfs WP Partner AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Dr. Wenk, Wirtschaftsprüfer

gez. Weissinger Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresfinanzbericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 17. Februar 2010

RATIONAL AG

Der Vorstand

Gewinnverwendungsvorschlag

Verwendung des Bilanzgewinns

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2009 ausgewiesenen Bilanzgewinn der RATIONAL Aktiengesellschaft von Euro 134.178.438,95 wie folgt zu verwenden:

a) Zahlung einer Dividende von Euro 3,50 je Aktie

Euro 39.795.000,00

b) Vortrag des verbleibenden Betrags

Euro 94.383.438,95

auf neue Rechnung.

Landsberg, 11. März 2010

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

für die RATIONAL AG war 2009 aufgrund der weltweiten konjunkturellen Talfahrt ein schwieriges Jahr, in dem alle unternehmerischen Prozesse kritisch analysiert und angepasst wurden. Strukturen wurden überprüft, die Prozesse weiter verbessert und zusätzliche Werkzeuge zum Controlling und zur Steuerung des Unternehmens eingeführt. Der Aufsichtsrat hat diesen Prozess der Optimierung und Anpassung beratend und prüfend begleitet.

Beratung und Überwachung im Dialog mit dem Vorstand

Die nach Gesetz, Satzung und Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben haben wir wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Der Vorstand berichtete auch außerhalb der Sitzungen über wichtige Geschäftsvorfälle. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat insbesondere über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation und die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat und insbesondere ich mich - in meiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrats - fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands, insbesondere jedoch mit dem Vorsitzenden, in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftige Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich 2009 und im bisherigen Verlauf 2010 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Weiterentwicklung der Produkte, die Erschließung neuer Märkte wie z.B. Indien und China oder die Vermarktungsstrategie für das VarioCooking Center®.

Intensive Arbeit im Plenum

Der Aufsichtsrat ist 2009 zu insgesamt zwölf Sitzungen zusammengetreten. 2010 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2010 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft. Da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nur aus drei Mitgliedern besteht, konnte auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet werden.

Der gesetzlichen Forderung, dass wenigstens ein Aufsichtsratsmitglied ein unabhängiger Finanzexperte ist, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG entsprochen. Die Unabhängigkeit wird fortlaufend überprüft.

An allen Sitzungen haben die Mitglieder des Aufsichtsrats vollzählig teilgenommen. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2009 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da kein Mitglied des Aufsichtsrats in wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zu der Gesellschaft oder dem Vorstand steht – abgesehen von der Eigenschaft als Aktionär der Gesellschaft.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und des Konzerns, die Risikolage, das Risikomanagement sowie nicht zuletzt die aktuelle Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z.B.:

- Organisationsanpassungs- und Kostensenkungsmaßnahmen vor dem Hintergrund der sich verstärkenden Rezession

- Gewinnverwendungs- und Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2008

- Entwicklung der Ertragsstruktur des Unternehmens und Sicherstellung der Liquidität

- Kommunikation zur notwendigen Personalanpassung am Standort Landsberg

- Weiterentwicklung der Vermarktungsstrategie für das VarioCooking Center®

- Personalentwicklung und Führungsprinzipien bei RATIONAL

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2010 waren neben der Prüfung und Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses insbesondere die der Hauptversammlung 2010 zu unterbreitenden Beschlussvorlagen ein zentrales Thema. Auch für die Abschlussprüfung 2010 wird die Rölfs WP Partner AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren 2009, insbesondere aber auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2010, der gesamte Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Keine Veränderungen innerhalb der Organe der Gesellschaft

Innerhalb des Vorstands kam es 2009 zu keinen Veränderungen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden auf der Hauptversammlung am 6. Mai 2009 mit Mehrheit wiedergewählt und damit in ihrem Amt bestätigt. Ich darf mich an dieser Stelle, auch im Namen meiner Kollegen, Herrn Walter Kurtz und Herrn Roland Poczka, für das Vertrauen bedanken.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit den neuen Empfehlungen des Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 18. Juni 2009 befasst. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Corporate-Governance-Bericht Rechenschaft für das Jahr 2009 abgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat haben gemeinsam über die Abgabe der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG in der Sitzung am 25. Januar 2010 beschlossen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung wurde im Februar 2010 auf der Unternehmenswebsite der RATIONAL AG veröffentlicht.

Vorstandsvergütung

Die Festlegung der Vorstandsvergütung erfolgt bei der RATIONAL AG im Gesamtaufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat die Angemessenheit der Vergütung für jedes Mitglied des Vorstands geprüft. Die Angemessenheit konnte bestätigt werden. Die Vergütungsstruktur für den Vorstand der RATIONAL AG ist auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Weitere durch das Gesetz oder den Kodex geforderte Kriterien wie eine Vergütungsstruktur, die nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleitet, oder Begrenzungsmöglichkeiten für außerordentliche Entwicklungen sind bereits umgesetzt oder werden bei Neuverträgen entsprechend erfüllt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 6. Mai 2009 gewählt, hat die Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der AG sowie des Konzerns für das Geschäftsjahr 2009 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor Veröffentlichung des Wahlvorschlags hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Als Schwerpunktthemen für die Prüfung 2009 wurden die Darstellung der Geschäftssegmente in Übereinstimmung mit den IFRS 8 und die Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7 festgelegt.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 und der Lagebericht der Gesellschaft wurden vom Wirtschaftsprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Finan-cial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt, der auch auf die erstmals abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung verweist. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernjahresabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2010 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst. Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch bei den für 2009 festgelegten Prüfungsschwerpunkten, und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Wirtschaftsprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Wesentliche Schwächen in diesem System konnten durch den Wirtschaftsprüfer nicht festgestellt werden. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zu unserer Zufriedenheit beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In der Sitzung vom 24. Februar 2010 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2009 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 in seiner testierten Fassung vom 17. Februar 2010 sowie den Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 in seiner testierten Fassung vom 17. Februar 2010. Der Jahresabschluss 2009 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des Umfelds an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten, der Finanzlage der Gesellschaft und der Erwartungen der Aktionäre stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu. Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 134,2 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 3,50 Euro je Aktie oder insgesamt 39,8 Mio. Euro ausgeschüttet und im Übrigen auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt dem Management für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen es 2009 in einem sehr herausfordernden Umfeld gelungen ist, RATIONAL auch in den Details noch besser zu machen und mit ihrer Zuverlässigkeit und ihrem Enthusiasmus unseren Kunden das „Mehr an Nutzen“ zu bieten, das diese zu Recht von uns erwarten dürfen.

Landsberg am Lech, 01. März 2010

Siegfried Meister, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Entsprechenserklärung

Corporate Governance Bericht

Die RATIONAL AG entwickelte auch im Geschäftsjahr 2009 die eigene Corporate Governance ständig weiter und folgt dabei weitestgehend den durch die Neufassung des Kodex vom 18. Juni 2009 erstmalig aufgenommenen Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex („Kodex“).

Abweichungen werden in der gemeinsamen Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand offen gelegt und begründet.

Die Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat blieben 2009 unverändert. Die Satzung der Gesellschaft wurde durch Hauptversammlungsbeschluss in einem Punkt geändert und im Bereich Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern teilweise neu gefasst.

Aktionäre und Hauptversammlung

An der Hauptversammlung vom 6. Mai 2009 in Augsburg haben insgesamt 700 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei 87,43 %. Alle sechs zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden durch die Hauptversammlung mit großer Mehrheit angenommen.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats erläutert.

Vorstand und Aufsichtsrat berichten wie schon in den Vorjahren auch 2009 im Geschäftsbericht über die Corporate Governance des Unternehmens. Der Corporate Governance Bericht inklusive der Entsprechenserklärung ist zusätzlich Bestandteil der neu eingeführten Erklärung zur Unternehmensführung. Die RATIONAL AG stellt diese Erklärung auf ihrer Unternehmenswebsite dar und verweist im Konzernlagebericht darauf. Zu den Kodexanregungen nimmt die RATIONAL AG im Rahmen des Corporate Governance Berichts Stellung.

Vorstand

Interessenskonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Mitglieder des Vorstands, Dr. Günter Blaschke (Vorstandsvorsitzender), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Erich Baumgärtner (Vorstand kaufmännischer Bereich) und Reinhard Banasch (Vorstand Vertrieb und Marketing) üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.

Aufsichtsrat

Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2009 hat die Herren Siegfried Meister, Walter Kurtz und Roland Poczka zu Aufsichtsräten gewählt und damit in ihrem Amt bestätigt.

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG besteht aus drei Mitgliedern und verzichtet daher auf die Bildung von Ausschüssen. Die detaillierten Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009 sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert. Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern an. Interessenskonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Vergütung der Organe

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2009 eine Gesamtvergütung in Höhe von 3.642 Tsd. Euro. Davon wurden 2.082 Tsd. Euro als variabler erfolgsabhängiger Vergütungsbestandteil ausbezahlt. Die variablen Vergütungsteile orientieren sich an der Ertragsentwicklung des Konzerns. Damit wird gleichzeitig sowohl positiven als auch möglichen negativen Entwicklungen Rechnung getragen.

Der Aufwand des Aufsichtsrats für dessen Beratungs- und Kontrolltätigkeiten wird für 2009 mit einer Vergütung in Höhe von 555 Tsd. Euro honoriert. Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats setzt sich aus fixen und erfolgsabhängigen Bestandteilen zusammen.

Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wie folgt:

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Angaben

in Tausend

Fix Erfolgsorientiert Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 150 45 27 222
Walter Kurtz 125 45 18 188
Roland Poczka 100 45 - 145
Gesamt 375 135 45 555

Aktienoptionsprogramm

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 für die Vorstandsmitglieder ein Aktienoptionsprogramm über maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft aufgelegt. Die Aktienoptionen sind mit Sperr- und Ausübungsfristen versehen, die vom Aufsichtsrat festgelegt und beschlossen wurden. Die Ausübung ist an eine bestimmte Steigerung des Unternehmenswertes in Verbindung mit der Wertentwicklung des SMAX-Performance-Index (ab 1. Januar 2004 ersetzt durch SDAX-Performance-Index) geknüpft. In den Jahren 2000 und 2004 wurden Tranchen im Gesamtumfang von 69.000 Stückaktien begeben, die nach Ablauf der jeweiligen Sperr- und Ausübungsfristen durch Barabfindung bedient wurden.

Transparenz

Die RATIONAL AG hat im Geschäftsjahr 2009 insgesamt vier Ad-hoc Mitteilungen nach § 15 WpHG veröffentlicht, um alle Aktionäre unmittelbar über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung zu informieren.

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Datum Inhalt
26.03.2009 Geschäftsjahr 2008 - weltweiter Konjunktureinbruch bremst Wachstum
06.05.2009 Moderater Umsatzrückgang trotz Weltwirtschaftskrise
11.08.2009 12 Prozent Umsatzrückgang im ersten Halbjahr
10.11.2009 Umsatz im dritten Quartal auf Vorjahresniveau

Folgende Stimmrechtsschwellenmitteilungen sind der RATIONAL AG durch ihre Aktionäre zugegangen und wurden umgehend veröffentlicht:

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Stimmrechtsschwellenmitteilungen gem. § 26 Abs. 1 WpHG
Inhalt Datum
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Royce & Associates, LLC., New York, USA, überschreitet 3 % der Stimmrechte (27. März 2009) 2. April 2009
Legg Mason, Inc., Baltimore, USA, überschreitet 3 % der Stimmrechte (27. März 2009) 2. April 2009

Im Geschäftsjahr 2009 wurden der RATIONAL AG keine Directors´ Dealings Mitteilungen zugeleitet.

Alle Ad-hoc Mitteilungen und Pflichtveröffentlichungen wurden 2009 auf der Unternehmenswebsite eingestellt und sowohl in deutscher, als auch in englischer Sprache veröffentlicht.

Der Aktienbesitz des Vorstands liegt deutlich unter 1 % des Grundkapitals. Der addierte mittelbare und unmittelbare Aktienbesitz des Aufsichtsrats liegt entsprechend der aktuellen Stimmrechtsmitteilungen bei 72,22 %.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung am 6. Mai 2009 hat die Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hatte sich der Aufsichtsrat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt. Diese gab zu keinen Beanstandungen Anlass. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer – wie auch in den Vorjahren – vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach Prüfung des Abhängigkeitsberichts erklärt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.

Der Wirtschaftsprüfer ist zusätzlich ab sofort angehalten, bei einem eventuellen Auftreten wesentlicher, im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellte Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zu berichten.

Entsprechenserklärung der RATIONAL AG

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG:

Die RATIONAL AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18.Juni 2009 („Kodex“) seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2009 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen und beabsichtigt den Empfehlungen des Kodex zukünftig mit den nachfolgend genannten Ausnahmen zu entsprechen:

Ziffer 3.8 des Kodex:

„Schließt die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O-Versicherung ab, ist ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren.“

Für den Vorstand der RATIONAL AG wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Bislang war kein Selbstbehalt vereinbart. Die Gesellschaft wird dies 2010 entsprechend der gesetzlichen Regelungen anpassen.

„In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden.“

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eine Directors & Officers Versicherung. Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass verantwortungsvolles Handeln für alle Organmitglieder selbstverständliche Pflicht ist; eines Selbstbehaltes bedarf es deshalb nicht, zumal im Aufsichtsrat wesentliche Anteilseigner vertreten sind. Daher ist auch in Zukunft nicht beabsichtigt, für die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Selbstbehalt in deren D&O-Versicherungen zu vereinbaren.

Ziffer 4.2.4 des Kodex:

„Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung kann unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat.“.

Auf Grundlage eines Hauptversammlungsbeschlusses vom 17.05.2006 verzichtet die RATIONAL AG auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung. Den weiteren Bestimmungen wurde vollständig entsprochen. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, daran auch im Geschäftsjahr 2010 festzuhalten.

Ziffer 5.3 des Kodex:

„Bildung von Ausschüssen“

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG hat keine Ausschüsse gebildet. Die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats, etwa eines Prüfungsausschusses, ist für die RATIONAL AG nicht sachgerecht, da der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht. Es ist daher auch in Zukunft nicht beabsichtigt, Aufsichtsratsausschüsse zu bilden.

Ziffer 5.4.1

Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

Ziffer 5.4.3

„Wahlen zum Aufsichtsrat sollen als Einzelwahl durchgeführt werden.“

In der Hauptversammlung 2009 wurde der Aufsichtsrat in Listenwahl in seinem Amt bestätigt. Aus zeitökonomischen Gründen hat die Gesellschaft diese Vorgehensweise mit Zustimmung aller anwesenden Aktionäre gewählt.

Landsberg, im Februar 2010

RATIONAL Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand