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RATIONAL AG Interim / Quarterly Report 2017

Aug 8, 2017

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Interim / Quarterly Report

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RATIONAL AG

Landsberg a. Lech

RATIONAL AG: Bericht über das erste Halbjahr 2017

Konzernlagebericht

Wirtschaftsbericht

Weltwirtschaft wächst um 4 %

Die Einschätzung hinsichtlich der Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2017 verbessert sich leicht auf 3,6 %. Grund für die höhere Konjunkturdynamik ist, dass sich die ökonomischen Rahmenbedingungen in den letzten Monaten deutlich verbessert haben. Vor allem in den Schwellenländern wird mit einer positiven Entwicklung gerechnet, wodurch das Wirtschaftswachstum hier auf 4,5 % (Vj. 4,1 %) ansteigen soll. Auch der Ausblick für die Industrieländer ist mit 2,0 % Wirtschaftswachstum (Vj. 1,7 %) positiv. Abnehmende politische Unsicherheiten wirken sich positiv auf die realwirtschaftliche Entwicklung aus. Die Prognosen für die Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung in Japan (0,8 %) und dem Euroland (1,7 %) sind gegenüber Vorjahr nahezu unverändert geblieben. In den USA (2,3 %) wird eine höhere Steigerungsrate als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Vj. 1,6 %) erwartet. Für Großbritannien wurde die Prognose nach dem Tief im Jahr 2016 aufgrund des Brexit-Votums auf 2,0 % (Vj. 1,8%) erhöht. (Quelle: Warburg, Juni 2017)

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatzerlöse steigen im ersten Halbjahr um 17 %

Nach dem sehr guten Start im ersten Quartal 2017 konnte die RATIONAL AG im zweiten Quartal mit einem Umsatzwachstum von 12 % die erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortsetzen.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr Umsatzerlöse in Höhe von 331,1 Mio. Euro erzielt (Vj. 283,1 Mio. Euro), das entspricht einer Steigerungsrate von 17 % gegenüber dem Vorjahr.

Die für RATIONAL relevanten Fremdwährungen haben im Vorjahresvergleich in Relation zum Euro durchschnittlich an Wert verloren. Dementsprechend war die Umsatzentwicklung vor allem durch die Schwäche des britischen Pfunds negativ durch Wechselkursveränderungen belastet. Währungsbereinigt lag das Umsatzwachstum nach sechs Monaten bei 18 %.

Wachstumsträger Amerika und Asien

Hauptwachstumsträger waren im bisherigen Geschäftsverlauf die amerikanischen Märkte und Asien.

Hierbei konnte insbesondere der nordamerikanische Markt (USA und Kanada) mit einem Umsatzplus von 40 % überzeugen. Sowohl das Geschäft mit kleinen und mittleren Kettenkunden als auch die positive Entwicklung im Flächengeschäft trugen wie schon im ersten Quartal zum Umsatzanstieg bei. Daneben unterstützte eine vom Vorjahr in das erste Quartal 2017 verschobene Auslieferung an einen mittleren Kettenkunden das Umsatzplus.

Zum hohen Wachstum in Lateinamerika nach sechs Monaten (43 %) leisteten alle Märkte ihren Beitrag, wobei sich vor allem Brasilien erfolgreich entwickelt. Dabei profitierte der brasilianische Markt von der Einführung der neuen SelfCookingCenter® -Generation im ersten Quartal 2017 und von Aufträgen mittelgroßer Kettenkunden.

Die Region Asien konnte das hohe Wachstum aus dem ersten Quartal halten und erreichte zum Halbjahr ein Umsatzplus von 21 %. Hier tragen vor allem die großen Märkte in China und Japan zur positiven Entwicklung bei. In China wachsen sowohl die Umsätze in der Fläche als auch das Kettengeschäft deutlich. In Japan entwickelt sich vor allem das Flächengeschäft positiv, unter anderem mit dem VarioCooking Center® .

Europa (ohne Deutschland) lag nach sechs Monaten weiterhin auf Wachstumspfad und konnte die Umsatzerlöse um 11% steigern. Wesentliche Wachstumstreiber sind die südeuropäischen Länder wie Spanien und Italien, in denen sowohl der Umsatz mit dem SelfCookingCenter® als auch mit dem VarioCooking Center® zulegt. Auch in Frankreich, Österreich und der Schweiz steigt das Geschäft mit beiden Produktsegmenten. Zudem konnten Russland und Griechenland, welche in der Vergangenheit unter politischen Einflüssen litten, wieder deutlich wachsen. Der Umsatz in Großbritannien bleibt bedingt durch negative Wechselkurseffekte auf Vorjahresniveau.

Der Heimatmarkt Deutschland wächst nach sechs Monaten um 5 %, nachdem die Umsatzerlöse im ersten Quartal aufgrund des Basiseffekts einer angekündigten Preiserhöhung in 2016 noch zurückgegangen waren. Dabei resultiert das Umsatzplus vor allem aus dem Segment FRIMA, welches in Deutschland um 24 % zulegt. Aber auch das Combi-Dämpfer-Segment befindet sich mit einem Umsatzplus von 2 % zum Halbjahr wieder auf Wachstumskurs.

Die Region "Übrige Welt" schloss das erste Halbjahr 2017 mit einer Steigerung der Umsatzerlöse zur Vergleichsperiode um 11 %, bedingt durch steigenden Umsatz mit einem großen Partner in Australien.

61 % Rohertragsmarge

Im ersten Halbjahr 2017 erzielten wir ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 202,5 Mio. Euro (Vj. 175,5 Mio. Euro). Im Vorjahresvergleich entspricht das einer Steigerung von 15 %. Die Rohertragsmarge lag mit gut 61 % (Vj. 62 %) auf dem bereits hohen Niveau des Vorjahres. Negative Beiträge aus der Rohstoffpreisentwicklung und aus dem avisierten Wachstum kleiner, margenschwächerer Geräte konnten durch fortlaufend realisierte Effizienzsteigerungen in der Fertigung und im Einkauf nahezu kompensiert werden.

EBIT-Marge währungsbereinigt 26 %

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) wuchs etwas unterproportional zum Umsatz um 14 % und lag mit 83,8 Mio. Euro deutlich über dem Wert des Vorjahres (Vj. 73,6 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erreichte nach sechs Monaten 25 % (Vj. 26 %).

Die operativen Kosten sind im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 proportional zum Umsatzwachstum um 17 % auf 117,0 Mio. Euro angestiegen (Vj. 100,1 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultiert zu einem großen Teil aus den Bereichen Vertrieb und Service mit einer Steigerungsrate von 15 % auf 87,0 Mio. Euro (Vj. 75,4 Mio. Euro). Hier wurde weiter in den Ausbau der weltweiten Vertriebs- und Serviceorganisation investiert, insbesondere in den Wachstumsmärkten in Übersee. Die Kosten für Forschung und Entwicklung stiegen nach sechs Monaten um 31 % auf 15,7 Mio. Euro (Vj. 12,0 Mio. Euro). Der wesentliche Grund hierfür ist die geringere Aktivierung von Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vj. 1,4 Mio. Euro) im ersten Halbjahr. Bereinigt um diesen Effekt stiegen die Entwicklungskosten um 19 %. Die Verwaltungskosten wiesen eine im Vergleich zum Umsatz unterproportionale Steigerung von 12 % auf und betrugen nach sechs Monaten 14,4 Mio. Euro (Vj. 12,8 Mio. Euro).

Einen negativen Einfluss auf unser EBIT hatten nach sechs Monaten Umbewertungseffekte unserer Fremdwährungspositionen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen. Hier wirkte insbesondere die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Die Umbewertungseffekte verringerten das Ergebnis um 2,1 Mio. Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres schlug dieser Effekt mit 1,8 Mio. Euro negativ zu Buche. Bereinigt um diesen Bewertungseffekt erzielte RATIONAL im ersten Halbjahr 2017 eine EBIT-Marge von 26 % (Vj. 27 %).

Der Periodenüberschuss erreichte nach sechs Monaten 64,0 Mio. Euro und lag damit um 14 % über Vorjahr. Die Steuerquote verblieb nahezu unverändert bei 24 %.

73 % Eigenkapitalquote

Zum Stichtag 30. Juni 2017 lag die Eigenkapitalquote mit 73 % auf gewohnt hohem Niveau (Vj. 73 %). Die kurzfristigen liquiden Mittel repräsentieren mit 200,3 Mio. Euro (Vj. 205,2 Mio. Euro) rund 42 % der Bilanzsumme (Vj. 46 %).

45 Mio. Euro operativer Cashflow

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurde ein operativer Cashflow von 44,9 Mio. Euro erwirtschaftet (Vj. 44,9 Mio. Euro), womit dieser auf Vorjahresniveau lag. Im Wesentlichen wurde das Ergebniswachstum durch die Begleichung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgeglichen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält die Investitionen in das Sachanlage- und immaterielle Vermögen. Diese betrugen im ersten Halbjahr 8,9 Mio. Euro und sind damit trotz des Rückgangs von 1,6 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr auf einem hohen Niveau. Wesentlich hierfür sind die Neubau- und Renovierungsarbeiten am Standort Landsberg zur Erweiterung der Produktionskapazitäten.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reflektiert im Wesentlichen die im Mai ausbezahlte Dividende in Höhe von 113,7 Mio. Euro (Vj. 85,3 Mio. Euro).

Segmente

RATIONAL

Das Segment RATIONAL, welches die Produktion und den Vertrieb des SelfCookingCenter® und des CombiMaster® Plus repräsentiert, konnte nach sechs Monaten den Segmentumsatz um 17 % auf 307,2 Mio. Euro steigern (Vj. 263,4 Euro). Das durch die oben beschriebenen Währungseffekte negativ belastete Segmentergebnis lag mit 81,2 Mio. Euro um 13 % über Vorjahr (Vj. 71,9 Mio. Euro).

FRIMA

FRIMA produziert und vertreibt das VarioCooking Center MULTIFICIENCY® . Der Segmentumsatz erreichte nach sechs Monaten 24,7 Mio. Euro (Vj. 20,5 Mio. Euro) und damit 21 % mehr als im Vorjahr. Das Segmentergebnis lag mit 2,6 Mio. Euro ebenfalls deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres (Vj. 1,7 Mio. Euro). Ein wesentlicher Treiber für die positive Entwicklung ist weiterhin die Markteinführung des VarioCooking Center® 112 L im Vorjahr sowie die stärkere Eingliederung der VarioCooking Center® -Vertriebsaktivitäten in RATIONAL-Organisationen. Währungseffekte spielen bei FRIMA bislang nur eine untergeordnete Rolle.

Mitarbeiter

109 neue Mitarbeiter im ersten Halbjahr

Im Geschäftsjahr 2017 ist die Schaffung von weltweit rund 190 neuen Positionen geplant. Insbesondere der weitere Ausbau der weltweiten Vertriebs- und Serviceorganisation steht im Fokus. Im ersten Halbjahr 2017 wurden bereits 109 neue Mitarbeiter aufgebaut, knapp die Hälfte davon in Deutschland. Der Großteil der neuen Stellen ist im Vertrieb und in vertriebsnahen Funktionen entstanden.

Prognosebericht

Wachstumsprognose erhöht

Die große Mehrheit der Kunden von RATIONAL und FRIMA sind mit den Produkten und Dienstleistungen so zufrieden, dass sie jederzeit wieder kaufen würden und dies auch Freunden und Kollegen empfehlen. Dies wurde durch das Feedback zur neuen Gerätegeneration bestätigt. Vor diesem Hintergrund und in Verbindung mit dem noch immer sehr großen Marktpotenzial und den in Summe positiven Prognosen für die Weltwirtschaft sieht der Vorstand der RATIONAL AG gute Voraussetzungen, den Wachstumskurs der vergangenen Jahre auch in Zukunft fortsetzen zu können.

Aufgrund der guten Rahmenbedingungen insgesamt, einem soliden Geschäftsverlauf in den meisten Regionen und einigen Großaufträgen, insbesondere aus Nordamerika, wurde der Zielwert für das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2017 Anfang Juli auf 11-13 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht. An der bisherigen Ergebnisprognose einer EBIT-Marge zwischen 26 % und 27 % wird festgehalten.

Chancen- und Risikobericht

RATIONAL setzt weltweit ein Risikomanagementsystem ein, das die frühzeitige Erkennung von Risiken sicherstellt und die Ergreifung entsprechender Korrekturmaßnahmen unterstützt. Die vorhandenen Risiken in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft stellen auch weiterhin einen Unsicherheitsfaktor für die Geschäftsentwicklung dar. Gegenüber der Darstellung der Chancen und Risiken im letzten Konzernabschluss ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.

Landsberg am Lech, den 27. Juli 2017

RATIONAL AG

Der Vorstand

Halbjahresabschluss

Gesamtergebnisrechnung RATIONAL-Konzern

Zeitraum 1. Januar - 30. Juni

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in TEUR 2. Quartal

2017
2. Quartal

2016
1. Halbjahr

2017
1. Halbjahr

2016
Umsatzerlöse 165.364 147.405 331.081 283.060
Umsatzkosten -63.982 -55.813 -128.554 -107.571
Bruttoergebnis vom Umsatz 101.382 91.592 202.527 175.489
Vertriebs- und Servicekosten -43.153 -38.492 -86.966 -75.372
Forschungs- und Entwicklungskosten -8.135 -6.256 -15.650 -11.968
Allgemeine Verwaltungskosten -7.348 -6.296 -14.352 -12.775
Sonstige betriebliche Erträge 1.616 3.469 3.765 5.825
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.648 -2.584 -5.476 -7.597
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 39.714 41.433 83.848 73.602
Zinsen und ähnliche Erträge 77 115 161 241
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -204 -210 -409 -428
Ergebnis vor Steuern (EBT) 39.587 41.338 83.600 73.415
Ertragsteuern -9.303 -9.678 -19.646 -17.276
Ergebnis nach Steuern 30.284 31.660 63.954 56.139
Positionen, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung -777 229 -551 -76
Sonstiges Ergebnis -777 229 -551 -76
Gesamtergebnis 29.507 31.889 63.403 56.063
Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert / verwässert) 11.370.000 11.370.000 11.370.000 11.370.000
Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro, bezogen auf das Ergebnis nach Steuern und die Anzahl der Aktien 2,66 2,78 5,62 4,94

Bilanz RATIONAL-Konzern

Aktiva

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in TEUR 30.06.2017 30.06.2016 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 113.371 105.705 112.276
Immaterielle Vermögenswerte 8.239 6.979 8.803
Sachanlagen 88.539 78.197 85.067
Finanzanlagen 5.000 11.000 8.000
Latente Steuererstattungsansprüche 9.156 7.457 8.273
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.437 2.072 2.133
Kurzfristige Vermögenswerte 359.938 344.223 427.525
Vorräte 41.380 35.322 39.214
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 100.839 88.158 100.180
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 17.396 15.546 9.979
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate 72.500 88.957 175.700
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 127.823 116.240 102.452
Bilanzsumme 473.309 449.928 539.801

Passiva

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in TEUR 30.06.2017 30.06.2016 31.12.2016
Eigenkapital 346.661 326.895 396.958
Gezeichnetes Kapital 11.370 11.370 11.370
Kapitalrücklage 28.058 28.058 28.058
Gewinnrücklagen 310.396 289.174 360.142
Übriges Eigenkapital -3.163 -1.707 -2.612
Langfristige Schulden 33.868 34.674 34.888
Pensionsrückstellungen 3.288 2.571 3.223
Sonstige langfristige Rückstellungen 10.065 7.189 9.203
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.412 23.134 20.747
Latente Steuerschulden 739 860 578
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.364 920 1.137
Kurzfristige Schulden 92.780 88.359 107.955
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.486 8.806 8.340
Kurzfristige Rückstellungen 40.559 37.759 38.518
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.034 7.576 7.046
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.426 14.918 25.000
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 23.275 19.300 29.051
Schulden 126.648 123.033 142.843
Bilanzsumme 473.309 449.928 539.801

Kapitalflussrechnung RATIONAL-Konzern

Zeitraum 1. Januar - 30. Juni

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in TEUR 1. Halbjahr

2017
1. Halbjahr

2016
Ergebnis vor Steuern (EBT) 83.600 73.415
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 44.859 44.945
Veränderungen von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate 106.200 10.943
Cashflow aus übriger Investitionstätigkeit -8.649 -10.277
Cashflow aus Investitionstätigkeit 97.551 666
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -116.435 -85.678
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -604 185
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 25.371 -39.882
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. 102.452 156.122
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30.06. 127.823 116.240

Eigenkapitalveränderungsrechnung RATIONAL-Konzern

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in TEUR Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Übriges Eigenkapital Gesamt
Unterschiedsbeträge

aus der Währungs-

umrechnung
Versicherungs-

mathematische

Gewinne und Verluste
--- --- --- --- --- --- ---
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2017 11.370 28.058 360.142 -1.584 -1.028 396.958
Dividende - - -113.700 - - -113.700
Gesamtergebnis - - 63.954 -551 0 63.403
Stand am 30.06.2017 11.370 28.058 310.396 -2.135 -1.028 346.661
Stand am 01.01.2016 11.370 28.058 318.310 -1.211 -420 356.107
Dividende - - -85.275 - - -85.275
Gesamtergebnis - - 56.139 -76 0 56.063
Stand am 30.06.2016 11.370 28.058 289.174 -1.287 -420 326.895

Anhang

Geschäftssegmente RATIONAL-Konzern

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in TEUR
2. Quartal 2017 RATIONAL FRIMA Summe der Segmente Überleitung Konzern
--- --- --- --- --- ---
Außenumsätze 152.476 12.888 165.364 0 165.364
Innenumsätze 383 0 383 -383 -
Segmentumsätze 152.859 12.888 165.747 -383 165.364
Segmentergebnis 37.872 1.802 39.674 40 39.714
Finanzergebnis - - - - -127
Ergebnis vor Steuern - - - - 39.587

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in TEUR
2. Quartal 2016 RATIONAL FRIMA Summe der Segmente Überleitung Konzern
--- --- --- --- --- ---
Außenumsätze 136.395 11.010 147.405 0 147.405
Innenumsätze 390 0 390 -390 -
Segmentumsätze 136.785 11.010 147.795 -390 147.405
Segmentergebnis 40.270 1.136 41.406 27 41.433
Finanzergebnis - - - - -95
Ergebnis vor Steuern - - - - 41.338

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in TEUR
1. Halbjahr 2017 RATIONAL FRIMA Summe der Segmente Überleitung Konzern
--- --- --- --- --- ---
Außenumsätze 306.370 24.711 331.081 0 331.081
Innenumsätze 878 0 878 -878 -
Segmentumsätze 307.248 24.711 331.959 -878 331.081
Segmentergebnis 81.183 2.649 83.832 16 83.848
Finanzergebnis - - - - -248
Ergebnis vor Steuern - - - - 83.600

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in TEUR
1. Halbjahr 2016 RATIONAL FRIMA Summe der Segmente Überleitung Konzern
--- --- --- --- --- ---
Außenumsätze 262.587 20.473 283.060 0 283.060
Innenumsätze 802 0 802 -802 -
Segmentumsätze 263.389 20.473 283.862 -802 283.060
Segmentergebnis 71.910 1.659 73.569 33 73.602
Finanzergebnis - - - - -187
Ergebnis vor Steuern - - - - 73.415

Umsatzerlöse nach Regionen

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in TEUR 2. Quartal 2017 Anteil in % 2. Quartal 2016 Anteil in %
Deutschland 20.521 12 17.343 12
Europa (ohne Deutschland) 76.486 46 73.802 50
Nordamerika 28.960 18 23.158 15
Lateinamerika 9.275 6 6.938 5
Asien 21.521 13 18.022 12
Übrige Welt 8.601 5 8.142 6
Gesamt 165.364 100 147.405 100

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in TEUR 1. Halbjahr 2017 Anteil in % 1. Halbjahr 2016 Anteil in %
Deutschland 39.886 12 37.831 13
Europa (ohne Deutschland) 156.178 47 141.283 50
Nordamerika 57.928 17 41.499 15
Lateinamerika 19.027 6 13.322 5
Asien 41.815 13 34.491 12
Übrige Welt 16.247 5 14.634 5
Gesamt 331.081 100 283.060 100

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernhalbjahresbericht wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei kamen die Regelungen des IAS 34 für einen verkürzten Abschluss zur Anwendung.

Mit dem Beginn des Geschäftsjahres traten keine neuen oder geänderten Standards in Kraft, die nicht vorher freiwillig angewendet wurden und eine wesentliche Auswirkung auf den vorliegenden Konzernzwischenabschluss haben.

Folgende neue Standards waren im Geschäftsjahr 2017 noch nicht verbindlich anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet.

IFRS 9 "Finanzinstrumente": Der IFRS 9 ist erstmals für das am 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden. Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL werden nur im Bereich der Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten erwartet. Durch die Anwendung des neuen "Expected Loss Model" erwarten wir eine Erhöhung der Risikovorsorge bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den Geldanlagen mit einer Laufzeit von über 3 Monaten. Für die Ermittlung der Risikovorsorge bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach IFRS 9 wurde ein neues Wertminderungsmodell entwickelt, das neben objektiven Hinweisen sowohl interne als auch externe Faktoren berücksichtigt und anhand dieser Kriterien den über die Laufzeit erwarteten Kreditverlust ermittelt. Bei den langfristigen und kurzfristigen Geldanlagen mit einer Laufzeit von über 3 Monaten wird der erwartete Kreditausfall nach IFRS 9 anhand des korrespondierenden "Credit Default Swap" ermittelt. Durch die Umstellung auf den IFRS 9 erwarten wir einen Effekt aus der Erhöhung der Risikovorsorge der finanziellen Vermögenswerte von unter 500 Tsd. Euro. Dabei handelt es sich um Schätzungen, basierend auf einer Simulation des letzten Konzernjahresabschlusses. Da wir voraussichtlich die Erleichterung in Anspruch nehmen werden und vergangene Berichtsperioden nach IFRS 9 nicht rückwirkend anpassen, wird der Effekt aus der Umstellung auf IFRS 9 zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Zusätzlich erwarten wir in den Konzernabschlüssen ab dem Geschäftsjahr 2018 insbesondere im Bereich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte deutlich umfangreichere Anhangangaben als bisher.
IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden": Der IFRS 15 ist erstmals für das am 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden. Bei der Umsatzrealisierung von Produkten wie z. B. Geräten, Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten erwarten wir durch den IFRS 15 aufgrund der sofortigen Leistungserbringung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Im Bereich der Dienstleistungen können sich Auswirkungen auf den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung ergeben. Aktuell wird der Umstellungseffekt ungefähr auf 1,2 Mio. Euro im Umsatz geschätzt, etwa die Hälfte hiervon wäre ergebniswirksam. Diese Schätzung basiert auf zum Halbjahr noch nicht erfüllten Verträgen. RATIONAL wird bei Erstanwendung des IFRS 15 voraussichtlich den "modifizierten retrospektiven" Ansatz wählen. Demnach müssen Vergleichsperioden nicht auf den IFRS 15 angepasst werden. IFRS 15 ist lediglich ab dem 1. Januar 2018 auf neue und bestehende Verträge anzuwenden. Der Umstellungseffekt aus bereits bestehenden Verträgen ist bei Erstanwendung kumuliert im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen zu erfassen. Zusätzlich erwarten wir in den Konzernabschlüssen ab dem Geschäftsjahr 2018 im Bereich der Umsatzrealisierung umfangreichere Anhangangaben als bisher.

Dieser Konzernhalbjahresbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis der RATIONAL AG umfasst zum 30. Juni 2017 neben der RATIONAL AG als Muttergesellschaft acht inländische und 25 ausländische Tochtergesellschaften.

Die Veränderung gegenüber dem 30. Juni 2016 resultiert aus der Gründung einer Tochtergesellschaft in Dubai. Die neu gegründete "RATIONAL Kitchen and Catering Equipment Trading FZCO" ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der RATIONAL International AG. Gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 ergaben sich keine Änderungen am Konsolidierungskreis.

Bewertungskategorien gem. IAS 39

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in TEUR Buchwert

30.06.2017
Beizulegender

Zeitwert

30.06.2017
Buchwert

31.12.2016
Beizulegender

Zeitwert

31.12.2016
Kredite und Forderungen 307.631 387.382
Langfristige Geldanlagen1 5.000 4.989 8.000 8.005
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte2 669 669 654 654
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 100.839 100.180
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte3 800 396
Kurzfristige Geldanlagen mit einer Laufzeit über 3 Monate 72.500 72.478 175.700 175.613
Zahlungsmittel und -äquivalente 127.823 102.452
Finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 888 192
Derivate ohne Hedgebeziehung3 888 888 192 192
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 47.835 62.750
Langfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 18.412 20.136 20.747 22.853
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeinten4 0 59
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 7.034 7.111 7.046 7.114
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.426 25.000
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten5 5.963 9.898
Finanzielle Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 102 1.126
Derivate ohne Hedgebeziehung5 102 102 1.126 1.126

1 Enthalten in Bilanzposition "Finanzanlagen"

2 Enthalten in Bilanzposition "Sonstige langfristige Vermögenswerte"

3 Enthalten in Bilanzposition "Sonstige kurzfristige Vermögenswerte"

4 Enthalten in Bilanzposition "Sonstige langfristige Verbindlichkeiten"

5 Enthalten in Bilanzposition "Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten"

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

Basierend auf den Bewertungskategorien des IAS 39, erfolgt die Folgebilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Bilanz grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Einzige Ausnahme stellen die derivativen Finanzinstrumente dar, die in der Bilanz zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die nach IFRS 7.29 zusätzlich anzugebenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten. Wird für ein Finanzinstrument kein beizulegender Zeitwert ausgewiesen, so stellt der angegebene Buchwert des Finanzinstruments einen angemessenen Näherungswert für dessen beizulegenden Zeitwert dar. Das ist insbesondere bei kurzfristigen Finanzinstrumenten mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr der Fall. Ausnahmen hiervon stellen derivative Finanzinstrumente, Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten und der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dar, für die ein beizulegender Zeitwert berechnet wird.

Alle Finanzinstrumente, für die ein beizulegender Zeitwert ermittelt wurde, wurden anhand der Bemessungshierarchiestufe 2 gemäß IFRS 13 bewertet. Während der Berichtsperiode kam es zu keinen Umgliederungen zwischen den Bemessungshierarchiestufen. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden die Finanzinstrumente zum Ende der Berichtsperiode umgegliedert.

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten den nicht aktivierungsfähigen Teil der Forschungs- und Entwicklungskosten. In Höhe von 240 Tsd. Euro (Vj. 1.420 Tsd. Euro) wurden im ersten Halbjahr Entwicklungskosten als immaterieller Vermögenswert aktiviert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kursgewinne in Höhe von 2.696 Tsd. Euro (Vj. 5.188 Tsd. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste in Höhe von 4.834 Tsd. Euro (Vj. 6.978 Tsd. Euro).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

In den immateriellen Vermögenswerten sind zum Stichtag aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 4.171 Tsd. Euro enthalten (Vj. 4.298 Tsd. Euro). Die Position "Finanzanlagen" beinhaltet zum Stichtag 5.000 Tsd. Euro langfristige Festgeldanlagen. Im Vorjahrbericht waren diese in Höhe von 11.000 Tsd. Euro unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. In der Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag Verbindlichkeiten für Beratungs- und Prüfungsleistungen in Höhe von 1.104 Tsd. Euro enthalten. Diese waren im Vorjahresbericht in Höhe von 1.045 Tsd. Euro den sonstigen Verbindlichkeiten zugeordnet.

Geschäftssegmente

Ab dem Geschäftsjahr 2017 wurde die Definition der Segmente geändert, welche an das Management berichtet werden. Die Berichterstattungsstruktur des Konzerns richtete sich bis dahin an den legalen Einheiten RATIONAL und FRIMA aus. Die neue Betrachtung führt weg von einer legalen Sicht hin zu einer Produktsicht. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend auf die neue Segmentdefinition angepasst.

Der Konzern ist ausschließlich im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen tätig. Die Berichterstattungsstruktur des Konzerns richtet sich an den RATIONAL und FRIMA Produkten aus. RATIONAL konzentriert sich auf Kochprozesse, bei denen die Wärmeübertragung durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem erfolgt. FRIMA fokussiert sich auf Kochanwendungen bei denen in Flüssigkeit oder mit direkter Kontakthitze gegart wird. Beide Segmente umfassen die Funktionen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service sowie Verwaltung.

Die Segmentumsätze enthalten sowohl Umsätze mit Dritten als auch Innenumsätze der Konzerngesellschaften zwischen den Segmenten. Verkäufe und Erlöse im Innenverhältnis werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie vergleichbar auch mit Dritten vereinbart werden. Das Segmentergebnis entspricht dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern der jeweiligen Segmente. Neben den Segmentumsätzen sind hierin alle Segmentaufwendungen mit Ausnahme der Ertragsteuern sowie des Finanzergebnisses enthalten.

Die Überleitungsspalte enthält im Wesentlichen die aus Konsolidierungsvorgängen resultierenden Effekte. Daneben sind Unterschiede zwischen den im Rahmen des internen Berichtswesens dem Management vorgelegten und den extern berichteten Zahlen enthalten.

Nahestehende Unternehmen und Personen

In den ersten sechs Monaten 2017 lagen keine wesentlichen Transaktionen mit Unternehmen oder Personen vor, die der RATIONAL AG in irgendeiner Weise nahe stehen.

Bilanzeid

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 27. Juli 2017

RATIONAL AG

Der Vorstand

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Dr. Peter Stadelmann

Vorstandsvorsitzender
Dr. Axel Kaufmann

Vorstand kaufmännischer

Bereich
Peter Wiedemann

Vorstand technischer

Bereich
Markus Paschmann

Vorstand Bereich

Vertrieb und Marketing