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RATIONAL AG Annual Report 2017

Mar 26, 2018

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Annual Report

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RATIONAL Aktiengesellschaft

Landsberg am Lech

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017

RATIONAL AG

Inhaltsübersicht:

1. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Strategie und Ziele

Steuerungssystem

Forschung und Entwicklung

Mitarbeiter und Personalentwicklung

Aktiver Umweltschutz

2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2017

3. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene

Geschäftsverlauf 2017 - Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Ertragslage

Finanz- und Vermögenslage

Prognose-Ist-Vergleich

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Risikobericht

5. Vergütungsbericht

6. Übernahmerelevante Angaben

7. Erklärung zur Unternehmensführung Grundlagen des Konzerns

1. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Organisatorische Struktur des Konzerns und Standorte

Die RATIONAL-Gruppe bietet Groß- und Gewerbeküchen weltweit Produkte und Lösungen zur thermischen Speisenzubereitung an. Umsatzerlöse werden durch den Verkauf von Gargeräten, Zubehör sowie Pflegeprodukten und Serviceteilen erzielt.

Hauptgesellschaft des Konzerns ist die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) mit Firmensitz in Landsberg am Lech. Mit 33 Tochtergesellschaften, davon 26 Vertriebsgesellschaften, und über lokale Handelspartner vermarktet die Gesellschaft ihre Produkte in allen Regionen der Welt. Eine Übersicht der Konzerngesellschaften ist im Konzernanhang dargestellt.

Die RATIONAL-Gruppe ist in zwei operative Segmente gegliedert: RATIONAL und FRIMA.

Segment RATIONAL

Den größten Anteil der Umsatzerlöse erzielen wir mit dem SelfCookingCenter ® , einem Combi-Dämpfer mit intelligenten Garprozessen. Bei der Combi-Dämpfer-Technologie erfolgt die Wärmeübertragung während des Kochens durch Dampf, Heißluft oder durch die Kombination aus beidem. Das verbessert und erleichtert den Garprozess enorm. Die im SelfCookingCenter ® eingebaute Software erkennt die Größe und Konsistenz der Speisen und steuert den Garprozess selbstständig, bis das gewünschte Garergebnis erreicht ist. Zudem bieten wir unseren Kunden zwei Combi-Dämpfer-Basismodelle an, den CombiMaster ® und den CombiMaster ® Plus. Alle Modelle werden am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit vermarktet. Neben dem Absatz von Combi-Dämpfern realisieren wir im Segment RATIONAL auch Umsatzerlöse aus Pflegeprodukten, Serviceteilen und Zubehör für diese Geräte.

Segment FRIMA

Als Komplementärprodukt zur Combi-Dämpfer-Technologie bieten wir seit 2005 das VarioCooking Center ® an. Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit. Es adressiert dieselben Kundengruppen und kann weitere traditionelle Gargeräte, wie Fritteusen, Kessel oder Kippbratpfannen, ersetzen. Die Produkte werden in Wittenheim, Frankreich hergestellt. Der Vertrieb erfolgt noch vorwiegend in Europa. Über ausgewählte Partner sind wir zudem in einzelnen Überseemärkten, wie Japan oder Australien, aktiv. Neben dem Verkauf des VarioCooking Center ® erzielen wir im Segment FRIMA auch Umsatzerlöse aus Serviceteilen und Zubehör für diese Geräte.

Wir arbeiten intensiv segmentübergreifend zusammen, um die Stärken und Potenziale beider Segmente optimal konzernweit zu nutzen. Beispielsweise setzen wir seit 2017 zunehmend auch die etablierte RATIONAL-Vertriebsinfrastruktur ein, um den Markteintritt mit dem VarioCooking Center ® effizient und erfolgreich zu gestalten. Dabei ist es uns wichtig, dass sich Entwicklung, Produktion und alle damit verbundenen Bereiche auf ihre jeweilige Technik fokussieren können und dabei partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Mit ConnectedCooking bieten wir unseren Kunden seit März 2017 ein verbessertes Onlineportal für die Profiküche und eine kostenlose cloudbasierte Vernetzungslösung. Damit können unsere Kunden ihre Geräte vernetzen, fernsteuern, sie per Softwareupdate auf den neuesten Stand bringen und Garprogramme übertragen. Mit der Zusammenführung von ConnectedCooking, dem bisherigen Club RATIONAL mit über 120.000 Mitgliedern und „Mein FRIMA“ bündeln wir alle unsere digitalen Kundenplattformen. Damit verbinden wir nicht nur die Geräte unserer Kunden, SelfCookingCenter ® und VarioCooking Center ® , sondern auch unsere beiden Produktgruppen und Segmente.

Märkte, Kunden und Wettbewerbssituation

Unsere Zielgruppe sind Betriebe, in denen täglich mindestens 20 warme Mahlzeiten zubereitet werden. Die Kundenbasis reicht von Restaurants und Hotels über die Gemeinschaftsverpflegung, wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime bis hin zu Quick-Service-Restaurants und Caterern sowie Supermärkte, Back- und Snackshops, Metzgereien und Tankstellen.

Das freie Weltmarktpotenzial erschließen wir organisch durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs-, Marketing- und Servicenetzwerks. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend auch das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.

Kernabsatzmarkt ist Europa. Hier erzielen wir rund 60 % der Umsatzerlöse. Neue Märkte in Amerika und Asien, wie die USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, China und Indien, gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Die Zahl der Hersteller von Wettbewerbsprodukten schätzen wir auf rund 100 weltweit. Die Markt- und Wettbewerbsstrukturen sowie die Wettbewerbssituation sind von Land zu Land sehr unterschiedlich.

Strategie und Ziele

Unsere Erfolgsgeschichte basiert auf vier wesentlichen Säulen:

1. Konzentration auf die Profiküche

2. Spezialisierung auf thermische Speisenzubereitung

3. Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel

4. Erfolgsfaktor U.i.U. ® (Unternehmer im Unternehmen)

Diese Erfolgsquellen sind seit vielen Jahrzehnten in unserem Leitbild festgeschrieben.

Konzentration auf die Profiküche

Wir konzentrieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Mit über 400 eigenen Küchenmeistern in kundennahen Funktionen sind wir das Unternehmen der Köche und für Köche. Wir sind Teil ihrer Welt, kennen ihre Wünsche und Bedürfnisse aus erster Hand.

Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung

Durch die Spezialisierung auf thermische Speisenzubereitung können wir unseren Kunden immer bessere Lösungen anbieten und ihren Nutzen kontinuierlich erhöhen. Wir sehen uns dabei in erster Linie als Lösungsanbieter und nicht als Maschinenbauer. Unser Ziel ist es, mit unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen die tägliche Arbeit unserer Kunden zu erleichtern.

Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel

Unseren Kunden während der gesamten Geschäftsbeziehung den höchstmöglichen Nutzen zu bieten, ist unser oberstes Unternehmensziel. Neben leistungsstarken und qualitativ hochwertigen Produkten bieten wir ein umfassendes Dienstleistungsangebot während der gesamten Geschäftsbeziehung, durch das der Kunde in die Lage versetzt wird, sein Gerät jederzeit in bester Weise zu nutzen.

Erfolgsfaktor U.i.U. ® (Unternehmer im Unternehmen)

Ein wichtiger Erfolgsbaustein für die hohe Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U. ® ). Der U.i.U. ® arbeitet in seinem Bereich wie ein Unternehmer.

Steuerungssystem

Zentrale finanzielle Steuerungskennzahlen

Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen für beide Segmente des RATIONAL-Konzerns sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig Ineffizienzen identifizieren und erforderliche Anpassungen vornehmen.

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Finanzielle Steuerungskennzahlen
Absatz-/Umsatzentwicklung EBIT/EBIT-Marge
Rohertragsmarge Forderungsmanagement (DSO)
Operative Kosten Eigenkapitalquote

Zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Die zentrale Steuerungskennzahl für das Interesse an unseren Produkten und die Kundenzufriedenheit ist die Anzahl der Teilnehmer an unseren GarenLive-Seminaren. Diese stellt für uns einen wichtigen Frühindikator für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar.

Die zentrale Steuerungskennzahl für die Mitarbeiterzufriedenheit ist die monatlich ermittelte Fluktuationsquote. Im Jahr 2018 werden wir auch erstmals eine weltweite Mitarbeiterumfrage einführen.

Forschung und Entwicklung

Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung und bringen in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt. Neben Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung. Insgesamt beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 144 Mitarbeiter in diesem Bereich.

Im Jahr 2017 haben wir 33,8 Mio. Euro (Vj. 30,6 Mio. Euro) oder 5 % der Umsatzerlöse (Vj. 5 %) für die Entwicklung neuer Lösungen und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen ausgegeben. 33,2 Mio. Euro (Vj. 28,8 Mio. Euro) davon wurden aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 0,6 Mio. Euro (Vj. 1,8 Mio. Euro) wurden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, da die Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt waren. Diese werden im Konzernanhang unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläutert. Die aktivierten Entwicklungsleistungen werden nach dem Produktionsstart der jeweiligen Produkte und Dienstleistungen über die entsprechende Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen 0,9 Mio. Euro.

Unsere Innovationen sind durch über 600 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster geschützt.

Mitarbeiter und Personalentwicklung

Die gruppenweite Zahl der Mitarbeiter ist 2017 um 171 von 1.713 auf 1.884 (Stichtag 31. Dezember 2017) gestiegen. Davon waren 1.031 Personen (Vj. 958) in Deutschland tätig.

Die gezielte und nachhaltige Förderung junger, talentierter Mitarbeiter ist ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die qualifizierte Berufsausbildung genießt deshalb bei RATIONAL einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell beschäftigen wir 73 Auszubildende in den Fachrichtungen Industriekaufleute, Industriemechaniker, Mechatroniker, Anlagenbediener und Fachinformatiker. 13 Mitarbeiter absolvieren ein duales Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, International Business sowie LifeCycle Catering.

Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seiner Stärken, delegieren in großem Maße Verantwortung und fördern Selbst- und Mitbestimmung. Dieses Konzept entspricht den Eigenschaften des U.i.U. ® . Potenzialstarke Mitarbeiter werden im Rahmen unserer strukturierten Nachfolgeplanung für Hochschulabsolventen individuell gefördert und weiterentwickelt. Durch den gezielten Einsatz in verschiedenen Prozessen und die frühzeitige Übernahme von echter Verantwortung bauen diese Mitarbeiter ein breites Fachwissen auf, erkennen ihre Stärken und entwickeln ihre Persönlichkeit zielgerichtet weiter. Dabei werden sie durch den Vorstand und die jeweilige Führungskraft intensiv begleitet. Zum Bilanzstichtag befanden sich insgesamt 34 Nachwuchskräfte in den unterschiedlichen Programmen.

Die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit sind auf einem hohen Niveau. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. Die Fluktuationsrate betrug weltweit lediglich 8 % (Vj. 9 %).

Die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiter liegt RATIONAL am Herzen. Zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter werden regelmäßig Sicherheitsunterweisungen und -schulungen sowie Untersuchungen durch den Betriebsarzt durchgeführt.

Vergütungen und Sozialleistungen

Überdurchschnittliche Leistungen vergüten wir auch überdurchschnittlich. Bei Lohn- und Gehaltsanpassungen orientieren wir uns an den Lohnsteigerungen der IG Metall oder übertreffen diese. Wir gewähren zusätzlich Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine freiwillige Prämie sowie Zusatzleistungen, wie Essensgeld, Fahrtkostenzuschüsse und Prämien für die langjährige Betriebszugehörigkeit.

Gleichstellung als Selbstverständlichkeit

Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Jeder Mitarbeiter hat sich durch Unterzeichnung des Arbeitsvertrags schriftlich dazu verpflichtet, Diskriminierungen jeglicher Art sowie sexuelle Belästigung oder sonstige persönliche Angriffe auf einzelne Personen zu unterlassen und diesen entgegenzutreten. Vier Vertrauenspersonen stehen den Mitarbeitern im Konzern jederzeit zur Verfügung. Etwaige Anliegen können anonym vorgebracht und gelöst werden. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen und der Vergütungshöhe sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.

Angaben zu Zielgrößen des Frauenanteils im Aufsichtsrat und im Vorstand der RATIONAL AG sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG als auch zu den Fristen für deren Erreichung werden im Bericht zur Corporate Governance/Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB im Geschäftsbericht 2017 sowie auf der RATIONAL-Website dargestellt.

Aktiver Umweltschutz

Wir wollen aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Wir erreichen dies zum Beispiel durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten und unsere umweltzertifizierte Produktion. Auch für unsere Kunden wird die Ressourceneffizienz bei Investitionsentscheidungen immer bedeutender. Deshalb ist der minimale Mitteleinsatz beim täglichen Einsatz unserer Geräte in der Küche von größter Bedeutung. Durch unsere Technologie wird der Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungsmitteln reduziert. Mit unseren Produkten sorgen wir damit für erhebliche Ressourceneinsparungen bei unseren Kunden.

Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen beziehen wir ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen mit ein und unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem und ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem.

Alle Prozesse werden stets optimiert, um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recyclingsystemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken. Die geringen Mengen an entstandenem Gefahrgut werden gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Fachbetrieb entsorgt. Die Einhaltung der Normen wird jährlich auditiert.

Nichtfinanzieller Konzernbericht in Übereinstimmung mit den §§ 315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB

Über die in diesem Lagebericht hinausgehende Angaben zu Umwelt-, Mitarbeiter-, Sozial- und Kundenbelangen, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechlichkeit finden sich im Nachhaltigkeitsbericht 2017 der RATIONAL AG. Der nichtfinanzielle Konzernbericht wird einer freiwilligen betriebswirtschaftlichen Prüfung nach ISAE 3000 (Revised) mit begrenzter Sicherheit durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer unterzogen. Er wird fristgerecht bis 30. April 2018 auf der RATIONAL Investor Relations-Homepage in der Rubrik Publikationen & Downloads im Reiter Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Der Bericht erfüllt die Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI) Standards, Core-Variante.

2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2017

Tod von Herrn Siegfried Meister

Am 28. Juli 2017 ist Herr Siegfried Meister, der Unternehmensgründer, Mehrheitsaktionär und Aufsichtsratsvorsitzende der RATIONAL AG, im Alter von 78 Jahren verstorben. Das Management und die Mitarbeiter der RATIONAL AG trauern um eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit und werden das Unternehmen in Herrn Meisters Sinne weiterführen.

Die dadurch vakante Position des Aufsichtsratsvorsitzenden wurde mit Wirkung zum 11. August 2017 von Herrn Walter Kurtz, bisher stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, übernommen. Die vakante Aufsichtsratsposition wurde mit Wirkung zum 18. Oktober 2017 fristgerecht mit Herrn Dr.-Ing. Georg Sick besetzt.

Siegfried Meister war mit 7.161.311 Aktien Mehrheitsaktionär der RATIONAL AG. Diese Aktien sind entsprechend den am 1. August 2017 und 3. August 2017 veröffentlichten Pflichtmitteilungen auf die Erbengemeinschaft nach Siegfried Meister übergegangen.

Erweiterung der Produktionskapazitäten am Standort Landsberg

Die RATIONAL AG hat am 19. Juli 2017 den Grundstein für den Ausbau des Werks 3 im Frauenwald in Landsberg am Lech gelegt. Die Produktionskapazität wird nördlich der bestehenden Hallen auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern nochmals deutlich erweitert. Damit werden die Voraussetzungen für das erwartete weitere Unternehmenswachstum geschaffen.

Markteinführung CombiMaster ® Plus

Im Mai haben wir die neue Generation der CombiMaster ® Plus-Serie eingeführt. Unser Basismodell verfügt nun ebenso über eine automatische Reinigung, welche weniger Ressourcen benötigt und höhere Hygiene im Küchenalltag sicherstellt. Weiterhin haben wir wie beim SelfCookingCenter ® XS mit dem CombiMaster ® Plus XS unser Produktportfolio mit einer Kompaktgröße vervollständigt.

Sondertilgung von Bankdarlehen in Höhe von 9,5 Mio. Euro

Zusätzlich zu den regulären Tilgungen der ausstehenden Immobilienfinanzierungen haben wir im Berichtsjahr Darlehen in Höhe von 9,5 Mio. Euro vorzeitig zurückgezahlt, bei denen die Zinsbindung abgelaufen war. Dadurch haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Geschäftsjahr 2017 um 13,6 Mio. Euro von 27,8 Mio. Euro auf 14,2 Mio. Euro reduziert.

3. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2017 um 3,6 %

Die Weltwirtschaft war 2017 auf Wachstumskurs, die Wachstumsschätzung des Internationalen Währungsfonds für das abgelaufene Geschäftsjahr liegt bei 3,6 %. Für die Schwellenländer wird dabei mit einem Wachstum von 4,6 % gerechnet, für die Industrieländer mit 2,2 %. (Quelle: Warburg Research, Januar 2018)

Gute Zukunftsaussichten für die Großküchenbranche

Die Stimmung in der deutschen Großküchenbranche war im vergangenen Jahr erneut positiv. In einer Umfrage auf der internationalen Leitmesse Internorga beurteilten 59 % (Vj. 57 %) der befragten Betriebe aus dem Bereich Gemeinschaftsverpflegung das Investitionsklima der Branche als gut, das heißt die Bereitschaft für Investitionsvorhaben und deren Realisierbarkeit werden weiter hoch eingeschätzt. (Quelle: Internorga GV-Barometer 2017)

Auch in der Gastronomie war die Investitionsneigung weiterhin positiv. 70 % der befragten Gastronomie- und 80 % der Hotelbetriebe planten für 2017 Investitionen mindestens in gleicher Höhe wie im Vorjahr. (Quelle: DEHOGA Branchenbericht Frühjahr 2017)

Wichtige Trends, die hierzu beitragen, sind unverändert intakt. Diese sind das im Durchschnitt zunehmende Wohlstandsniveau der Weltbevölkerung, die steigende Anzahl an Singlehaushalten in entwickelten Märkten und die zunehmenden Anforderungen an Qualität, Vielfalt und Internationalität der Speisen und Speisendarbietung. Deshalb wird auch in den kommenden Jahren mit steigenden Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung gerechnet.

Vom guten Geschäft ihrer Endkunden und Handelspartner profitierten die Großküchenausrüster aus den verschiedenen Bereichen. Die Combi-Dämpfer-Branche hat sich, wie bereits im Vorjahr, gut entwickelt. Laut dem Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) haben die Hersteller im Jahresverlauf deutlich mehr Geräte abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. (Quelle: HKI-Statistik, November 2017)

Geschäftsverlauf 2017 - Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte die RATIONAL AG neben der allgemein erfreulichen Geschäftssituation insbesondere von Aufträgen größerer Kunden, vor allem in Nord- und Südamerika. Die Geschäftsentwicklung 2017 wird vom Vorstand vor diesem Hintergrund als außerordentlich gut eingestuft.

Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz besser als ursprünglich erwartet um 15 % wachsen und mit 702,1 Mio. Euro (Vj. 613,0 Mio. Euro) einen neuen Höchstwert erreichen. Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen.

Die Umsatzverteilung nach Quartalen ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

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Umsatz

in Mio. EUR
2016 2017 Wachstum

in %
1. Quartal 135,7 165,7 +22
2. Quartal 147,4 165,4 +12
3. Quartal 153,1 178,1 +16
4. Quartal 176,9 192,9 +9
Geschäftsjahr 613,0 702,1 +15

Umsatzverteilung 2017 nach Quartalen

Die Umsatzentwicklung wurde jedoch durch Währungseffekte negativ beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2017 erzielten wir 44 % unserer Umsatzerlöse in Fremdwährungen. Der US-Dollar (12 % Umsatzanteil), das britische Pfund (9 %), der japanische Yen (4 %) und der kanadische Dollar (4 %) waren die bedeutendsten Währungen außerhalb des Euros. Der Euro war im Vorjahresvergleich gegenüber den für uns relevanten Währungen durchschnittlich deutlich stärker. Daraus resultierte ein umsatzmindernder Einfluss. Bereinigt um die negativen Währungseffekte lag das Umsatzwachstum bei 16 %.

Ertragslage

Weltweites Wachstum - Amerika als Wachstumstreiber

In Nordamerika betrug das Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr 24 %. Hier war vor allem das Geschäft mit Kettenkunden sehr erfolgreich, aber auch das Flächengeschäft überzeugte. Währungsneutral konnte in der Region der Umsatz um 27 % gesteigert werden.

Auch die Region Lateinamerika lag im Umsatz ebenfalls spürbar über dem Vergleichszeitraum und wuchs um 31 %. Neben einer allgemein sehr guten Entwicklung wurden die Umsatzerlöse insbesondere durch Aufträge größerer Kunden und eine Erholung des Markts in Brasilien positiv beeinflusst.

In Europa (ohne Deutschland) konnten die Umsatzerlöse insgesamt um 12 % gesteigert werden. Wesentliche Wachstumstreiber waren die südeuropäischen Märkte, insbesondere Frankreich, Spanien und Italien. Zudem entwickelten sich Märkte positiv, welche in den letzten Jahren unter politischen Einflüssen litten. So nahmen beispielsweise die Erlöse in Russland, Griechenland und der Türkei überproportional zu. Großbritannien konnte nach rückläufigen Umsätzen im Vorjahr trotz erneut signifikant negativer Währungseffekte das Vorjahresniveau leicht übertreffen. Bereinigt um die negativen Währungseffekte wuchs Europa um 14 %.

Die Region Asien ist im Umsatz um 19 % gewachsen. Alle Märkte der Region konnten ihren Umsatz steigern, wobei sich insbesondere das Geschäft mit lokalen Flächenkunden im chinesischen Markt gut entwickelte. Währungsneutral stieg der Umsatz in Asien um 21 % an.

Im Heimatmarkt Deutschland wurde ein Umsatzplus von 7 % verzeichnet. Das Geschäft mit dem VarioCooking Center ® war in Deutschland mit einer Steigerungsrate von 20 % weiterhin äußerst erfolgreich.

In der übrigen Welt stieg das Geschäftsvolumen um 4 % an.

61 % Rohertragsmarge

Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich leicht unterproportional zur Umsatzsteigerung um 13 % auf 426,4 Mio. Euro (Vj. 378,8 Mio. Euro). Die Rohertragsmarge lag mit 60,7 % (Vj. 61,8 %) rund einen Prozentpunkt unter dem Niveau des Vorjahres. Belastet wurde diese durch die währungsbedingten Umsatzminderungen sowie negative Effekte aus höheren Rohstoffkosten.

27 % EBIT-Marge

Im Jahr 2017 sind die operativen Kosten (Vertrieb und Service, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung) etwas unterproportional zu den Umsatzerlösen gestiegen.

Die Kostensteigerungen resultierten zu einem großen Teil aus den Bereichen Vertrieb und Service. In diesem Bereich stiegen die Aufwendungen um 10 % auf 171,5 Mio. Euro (Vj. 155,6 Mio. Euro). Insbesondere wurden die weltweiten Vertriebs- und Serviceorganisationen durch den Kapazitätsaufbau und die Unterstützung durch die Erweiterung zentraler Marketing- und Serviceprozesse gestärkt.

Kosten für die Weiterentwicklung unserer Technologien und Produkte im Bereich Forschung und Entwicklung sind im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 33,2 Mio. Euro angefallen (Vj. 28,8 Mio. Euro). Dies entspricht einer Kostensteigerung um 15 %. Darüber hinaus haben wir Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro (Vj. 1,8 Mio. Euro) aktiviert. Diese sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten.

Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 13 % von 26,4 Mio. Euro auf 29,8 Mio. Euro.

Insgesamt fielen operative Kosten in Höhe von 234,5 Mio. Euro an und damit 11 % mehr als im Vorjahr (Vj. 210,9 Mio. Euro).

Zudem wirkten Umrechnungseffekte von Fremdwährungspositionen negativ auf das EBIT. Diese sind in Höhe von 5,1 Mio. Euro in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen enthalten. Im Vorjahr reduzierte dieser Effekt das Ergebnis um 2,1 Mio. Euro.

Mit 187,6 Mio. Euro (Vj. 166,5 Mio. Euro) lag das EBIT um 13 % über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge erreichte 26,7 % (Vj. 27,2 %). Bereinigt um das negative Währungsergebnis lag die EBIT-Marge leicht über 27 %.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 187,0 Mio. Euro (Vj. 165,9 Mio. Euro). Es fiel ein absoluter Steueraufwand von 44,0 Mio. Euro (Vj. 38,8 Mio. Euro) an. Die Konzernsteuerquote betrug 23,5 % (Vj. 23,4 %). Daraus resultieren ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 143,0 Mio. Euro (Vj. 127,1 Mio. Euro) und eine Nettomarge von 20,4 % (Vj. 20,7 %).

Segment RATIONAL

Das Segment RATIONAL steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse um 14 % auf 646,3 Mio. Euro (Vj. 567,4 Mio. Euro). Das EBIT erreichte 178,4 Mio. Euro (Vj. 160,4 Mio. Euro) und lag um 11 % über dem Vorjahr. Daraus resultierte eine EBIT-Marge von 27,6 % (Vj. 28,3 %). Die Ursachen für diese Entwicklungen decken sich im Wesentlichen mit den für die Gruppe beschriebenen Effekten.

Segment FRIMA

Das Segment FRIMA steigerte 2017 die Umsatzerlöse um 22 % auf 57,6 Mio. Euro (Vj. 47,3 Mio. Euro), insbesondere aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in Deutschland und einzelnen europäischen Märkten.

Das EBIT stieg um 54 % auf 9,3 Mio. Euro (Vj. 6,0 Mio. Euro). Die überdurchschnittliche Zunahme des EBIT ist vor allem bedingt durch Skaleneffekte in Form höherer Margen im Segment FRIMA. Die EBIT-Marge erreichte 16,1 % (Vj. 12,8 %).

Finanz- und Vermögenslage

Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite

Kern der Finanzstrategie von RATIONAL ist die finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit. Sicherheit geht dabei vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.

Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Fremdkapitalgebern. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wir finanzieren unser Wachstum nahezu ausschließlich aus eigenen Mitteln und haben Liquiditätsreserven für unerwartet auftretende gesamtwirtschaftliche Risiken.

Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Wir verzichten bewusst auf höhere Renditen und vermeiden Risiken bei der Geldanlage. Deshalb legen wir vorwiegend in kurz laufende Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit Investment-Grade-Rating an. Darüber hinaus investieren wir ab 2018 kleinere Anteile in einen Spezialfonds, der nach unseren Vorgaben Anleihen aus dem Investment-Grade-Bereich und Aktien mit hoher Qualität enthalten kann. Der Spezialfonds wird als Wertsicherungsmandat aufgelegt. Das Ziel der Anlage ist der Kapitalerhalt. Die Erstinvestition in den Spezialfonds ist im Februar 2018 erfolgt.

Unsere Aktionäre beteiligen wir angemessen am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt mehr als 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausgeschüttet.

Operativer Cashflow auf hohem Niveau

Aufgrund unseres profitablen und wenig kapitalintensiven Geschäftsmodells mit geringer Fertigungstiefe und des effizienten Forderungsmanagements ist der operative Cashflow regelmäßig auf hohem Niveau.

Im Geschäftsjahr 2017 erreichte dieser 145,9 Mio. Euro und lag um 16,4 Mio. Euro über dem Vorjahr (129,5 Mio. Euro). Die Erhöhung resultierte in erster Linie aus der Ergebnissteigerung und dem im Vorjahresvergleich etwas überproportionalen Aufbau der Rückstellungen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 76,9 Mio. Euro (Vj. -96,7 Mio. Euro) enthält unter anderem die Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte. Diese lagen 2017 bei einem neuen Rekordwert der Unternehmensgeschichte von 43,4 Mio. Euro (Vj. 24,6 Mio. Euro). Darin enthalten sind Immobilieninvestitionen, die Erweiterung und Modernisierung unseres Maschinenparks, angeschaffte Software und Softwarelizenzen sowie aktivierte Entwicklungsleistungen. Rund 9 Mio. Euro dieser Investitionen waren im Geschäftsjahr 2017 nicht zahlungswirksam und sind deshalb nicht im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthalten.

Der freie Cashflow errechnet sich aus dem operativen Cashflow abzüglich des Cashflows für Investitionen in das Anlagevermögen und erreichte 111,7 Mio. Euro (Vj. 104,9 Mio. Euro).

Daneben hatten wir im abgelaufenen Jahr netto 110,5 Mio. Euro Zahlungsmittelzuflüsse aus Geldanlagen (Vj. Zahlungsmittelabflüsse von 72,8 Mio. Euro).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reflektiert die Dividendenausschüttung sowie Tilgungs- und Zinszahlungen für Bankdarlehen. Im Berichtsjahr haben wir für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 113,7 Mio. Euro an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Daneben haben wir unsere Bankverbindlichkeiten um insgesamt 14,7 Mio. Euro reduziert und Zinsen in Höhe von 0,8 Mio. Euro bezahlt. Darin ist die vorzeitige Rückzahlung von Darlehen mit einer Restverbindlichkeit von 9,5 Mio. Euro enthalten, bei denen die Zinsbindungsfrist abgelaufen war. Insgesamt belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf -127,8 Mio. Euro (Vj. -86,7 Mio. Euro).

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2017 2016 Veränderung

in Mio. Euro
Cashflow aus der operativen Tätigkeit +146 +129 +17
Cashflow aus Investitionstätigkeit +77 -97 +174
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -128 -87 -41

Hohe Liquidität

Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen verringerte sich im Jahresverlauf um 11,3 Mio. Euro auf 266,9 Mio. Euro (Vj. 278,2 Mio. Euro). Darüber hinaus verfügen wir über Finanzanlagen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 2,5 Mio. Euro (Vj. 8,0 Mio. Euro). Die liquiden Mittel und Geldanlagen repräsentierten 47 % der Bilanzsumme (Vj. 52 %). Zusätzlich verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 29,7 Mio. Euro (Vj. 29,2 Mio. Euro).

Informationen zu Verfügungsbeschränkungen sind in Anhangangabe 13 „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ angegeben.

11,00 Euro Dividende vorgeschlagen

Die Konjunkturprognosen gehen für 2018 von einer soliden Entwicklung der Weltwirtschaft aus. In Anbetracht der guten Geschäftsentwicklung sowie der guten Liquiditätssituation werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2018 die Ausschüttung einer Dividende von 8,80 Euro je Aktie (Vj. 8,00 Euro) und einer Sonderdividende von 2,20 Euro je Aktie (Vj. 2,00 Euro) vorschlagen. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 2,0 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2017). Insgesamt ist eine Ausschüttung von 125,1 Mio. Euro (Vj. 113,7 Mio. Euro) geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt damit eine ausreichende Liquiditätsreserve im Unternehmen.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in Zweckgesellschaften findet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Daraus ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 14,3 Mio. Euro (Vj. 11,5 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente keinen wesentlichen Einfluss.

Langfristige Finanzierungsmaßnahmen

Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir in der Regel aus eigenen Mitteln, aber auch durch die Aufnahme langfristiger Bankdarlehen, was allerdings die Ausnahme darstellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir Darlehen mit einer Restverbindlichkeit von 9,5 Mio. Euro getilgt, bei denen die Zinsbindungsfrist abgelaufen war. Die Finanzierungsstruktur ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Restlaufzeiten bis Restverbindlichkeiten

in Mio. EUR
2018 2,5
2020 3,0
2021 1,0
2022 2,1
2023 5,7

Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten der RATIONAL AG

Hohe Bonitätsbewertung durch Banken und Kreditversicherer

Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken sowie von unserem Kreditversicherer mit sehr guten Bonitätsnoten von A- bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Ratingagentur.

Hohe Eigenkapitalquote

Die Bilanzsumme stieg zum 31. Dezember 2017 von 539,8 Mio. Euro um 6 % auf 570,7 Mio. Euro. Dies resultierte maßgeblich aus einem Konzernjahresüberschuss von 143,0 Mio. Euro, dem eine Dividendenausschüttung von 113,7 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch wuchs das Eigenkapital um 7 % auf 424,5 Mio. Euro (Vj. 397,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 74 % auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 74 %).

Kurzfristige Kapitalbindung

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen 2017 um 5,8 Mio. Euro zu. Hier waren vor allem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+9,5 Mio. Euro) und die Vorräte (+6,5 Mio. Euro) die wesentlichen Treiber, während die liquiden Mittel (-11,2 Mio. Euro) rückläufig waren. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte betrug zum Bilanzstichtag 76 % (Vj. 79 %).

Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir gezielt. Dabei achten wir stets darauf, eine Balance zwischen bestmöglicher Händlerunterstützung und geringstmöglicher Kapitalbindung zu finden. Entgegen der Erwartung ist es uns 2017 gelungen, die durchschnittliche Außenstandsdauer (DSO - Days Sales Outstanding) mit 46 Tagen (Vj. 46 Tage) auf Vorjahresniveau zu halten. Dies wurde insbesondere durch die Vereinbarung von Zahlungsbedingungen mit Vorkasse-Anteilen in den asiatischen Märkten möglich.

Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde - unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung - zum Bilanzstichtag eine Deckungsquote des Forderungsbestands von 85 % (Vj. 84 %) erreicht.

Die Sachanlagen erhöhten sich 2017 insbesondere aufgrund von Neuinvestitionen in Immobilien und Maschinen um 31,3 Mio. Euro. Die immateriellen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag auf Vorjahresniveau.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierten wir 43,4 Mio. Euro (Vj. 24,6 Mio. Euro) in das Anlagevermögen. Darin sind Investitionen in Immobilien sowie in technische Anlagen in Höhe von insgesamt 37,3 Mio. Euro sowie aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro enthalten. 41,8 Mio. Euro betreffen das Segment RATIONAL und 1,6 Mio. Euro das Segment FRIMA.

2018 erwarten wir insgesamt Erhaltungs-, Ersatz- und Neuinvestitionen von rund 50 Mio. Euro. Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2018 betragen rund 27 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.

Prognose-Ist-Vergleich

Im Geschäftsbericht 2016 hatten wir eine Fortsetzung des moderaten Wachstumstrends bei Absatz, Umsatz und EBIT prognostiziert. Mit einer Absatzsteigerung von 14 % und Umsatzerlösen von 702,1 Mio. Euro (+15 %) haben wir die Erwartungen übertroffen. Das EBIT wuchs um 13 % gegenüber dem Vorjahr auf 187,6 Mio. Euro und konnte damit die Erwartungen deutlich übertreffen. Die EBIT-Marge lag bei 26,7 % und damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite. Die DSO waren mit 46 Tagen deutlich besser als die Erwartungen. Die Eigenkapitalquote lag mit 74 % in der erwarteten Größenordnung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verblieb die Mitarbeiterzufriedenheit auf dem erwartet hohen Niveau. Die Fluktuationsquote betrug weltweit 8 % (Vj. 9 %). Auch die Kundenzufriedenheit konnten wir wie erwartet auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr halten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte erneut eine Vielzahl bestehender und potenzieller Kunden die Vorteile unserer Produkte aus erster Hand erfahren und selbst ausprobieren. 107.000 Teilnehmer an unseren GarenLive-Seminaren (Vj. 100.000) stellen eine Steigerungsrate im Rahmen unserer Erwartungen dar. Die insgesamt sehr hohe Teilnehmerzahl zusammen mit den positiven Rückmeldungen von Kunden, Händlern, Planern und der Fachpresse nach der Einführung des neuen SelfCookingCenter ® Ende 2016 sowie des CombiMaster ® Plus und von ConnectedCooking im abgelaufenen Geschäftsjahr dokumentieren die Zufriedenheit der Kunden mit unseren Produkten und Dienstleistungen.

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Finanzielle Kennzahlen Ist 2016 Prognose 2017 Ist 2017
Absatzwachstum % +11 Fortsetzung des moderaten Wachstumskurses +14
Umsatzwachstum % +9 Fortsetzung des moderaten Wachstumskurses +15
Rohertragsmarge % 62 Leicht über 60 61
Steigerung operative Kosten % +11 Überproportionale Steigerung im Vergleich zum Umsatz +11
EBIT-Wachstum % +4 Leichter Anstieg +13
EBIT-Marge % 27 26 - 27 27
DSO (Tage) Tage 46 Rund 50 Tage 46
Eigenkapitalquote % 74 Rund 70 74
Nichtfinanzielle Kennzahlen Ist 2016 Prognose 2017 Ist 2017
Entwicklung GarenLive-Teilnehmer % +5 +7 +7
Fluktuationsrate weltweit % 9 Auf Vorjahresniveau 8

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Prämissen der Prognosen

Unsere Prognosen beinhalten alle bekannten Einflussfaktoren zum Zeitpunkt der Berichtserstellung. Dies betrifft allgemeine Marktindikatoren sowie branchen- und unternehmensspezifische Sachverhalte. Marktbezogene Parameter sind das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse und der Rohstoffpreise. Branchenbezogene Sachverhalte betreffen die Anwender unserer Produkte, den Fachhandel und die Wettbewerbssituation. Unternehmensspezifische Faktoren sind die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Die Prognose berücksichtigt bereits implementierte Aktivitäten und geplante Maßnahmen.

Weltwirtschaft auf Wachstumskurs

Für das Jahr 2018 rechnen Konjunkturexperten mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 4,0 %. Insbesondere die Schwellenländer sollen im Jahr 2018 eine deutliche Konjunkturbelebung aufweisen (5,2 %). Diese positive Entwicklung wird vor allem durch sich erholende Rohstoffpreise getrieben. Auch für Industrieländer wird eine höhere Konjunkturdynamik prognostiziert, die vor allem durch ein stärkeres Wachstum der USA getrieben wird, für die eine Rate von 2,6 % vorhergesagt wird. Die Prognosen für den Euroraum liegen bei 2,4 %. (Quelle: Warburg Research, Januar 2018)

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Absatz-, Umsatz- und Ergebnisprognose 2018

Die für unsere Geschäftsentwicklung relevanten Trends sind unverändert intakt. Aufgrund der erwarteten Ausgabensteigerungen im Außer-Haus-Markt in den kommenden Jahren gehen wir auch von einer weiter zunehmenden Nachfrage nach innovativen Produkten zur thermischen Speisenzubereitung aus. Unsere Erhebung belegt, dass die Mehrzahl unserer Kunden so zufrieden ist, dass sie jederzeit wieder ein Produkt aus unserem Haus kaufen und dies auch Kollegen empfehlen würde.

Die Entwicklung der Wechselkurse war in den letzten Jahren zunehmend volatiler. Für 2018 erwarten wir, dass der Verlauf der Fremdwährungskurse wieder einen leicht negativen Effekt auf unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben wird.

Insgesamt erwarten wir für 2018 die Fortsetzung des langjährigen moderaten Wachstumstrends bei Absatz und Umsatz, das heißt Steigerungsraten im hohen einstelligen Bereich.

Bei den gruppenweiten Herstellungskosten rechnen wir mit einem Anstieg ungefähr proportional zu den Umsatzerlösen. Darüber hinaus sollten die Rohstoffkosten unter Einbeziehung unserer Sicherungsmaßnahmen weitgehend stabil bleiben und keinen wesentlichen Ergebniseinfluss haben. Deshalb gehen wir von einer proportionalen Erhöhung des Rohertrags und demgemäß einer Rohertragsmarge auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 aus.

Die operativen Kosten werden aufgrund der anhaltenden Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung, des Ausbaus der Vertriebskapazitäten, Investitionen in die Unternehmensinfrastruktur sowie der Stärkung zentraler Unterstützungsprozesse im Vertrieb, Marketing, technischen Service und in der IT etwas überproportional zur Umsatzsteigerung zunehmen.

Wir gehen dementsprechend von einem Anstieg des EBIT in etwa in der Größenordnung des Umsatzwachstums aus. Die EBIT-Marge erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018 zwischen 26 % und 27 %. Mittel- bis langfristig gehen wir unverändert von einer EBIT-Marge im Korridor von 26 % bis 28 % aus.

Aufgrund des noch frühen Marktstadiums des VarioCooking Center ® erwarten wir im Segment FRIMA eine überproportionale Absatz-, Umsatz- und EBIT-Steigerung.

Nachhaltig solide finanzwirtschaftliche Grundlagen

Für den Verlauf des Jahres 2018 planen wir unverändert eine Eigenkapitalquote von rund 70 %.

Bei der durchschnittlichen Außenstandsdauer unserer Forderungen (DSO) erwarten wir 2018 einen leichten Anstieg auf rund 48 Tage. In erster Linie resultiert dies aus großzügigeren Zahlungszielen in Schwellenländern und neuen Märkten, die auch weiterhin durch die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditgewährung gekennzeichnet sind.

Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Die bereits hohe Mitarbeiterzufriedenheit versuchen wir auch 2018 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen weiter zu verbessern. Die Fluktuationsrate erwarten wir auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Jahr 2017.

Die Anzahl der Teilnehmer an GarenLive-Seminaren erwarten wir für 2018 rund 10 % höher als im Vorjahr.

Chancen- und Risikobericht

Die Chancen- und Risikopolitik bei RATIONAL zielt auf eine frühzeitige Identifizierung und Minimierung von potenziellen Risiken und damit auf die Bestandssicherung des Unternehmens. Das frühzeitige Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sowie die Erreichung finanzieller und strategischer Ziele sicher.

Die dargestellten Chancen und Risiken sind für die Segmente RATIONAL und FIRMA gleichermaßen zutreffend.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand

Chancen für unsere erfolgreiche Unternehmenszukunft sind der durch Innovationen herbeigeführte Austauschbedarf bestehender Geräte, die Gewinnung neuer Kundengruppen in den etablierten Märkten sowie das zunehmende Wohlstandsniveau in Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des großen Marktpotenzials und unserer hochwertigen Produkte beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Neben den genannten Chancen bestehen Risiken, die zu einer negativen Abweichung von den Prognosen führen können. Neben den versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische Entwicklungen und Veränderungen im Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Veränderungen sowie Produkt- und sonstige operative Risiken.

Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Es geht demnach keine existenzbedrohende Gefährdung für das Unternehmen von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.

Chancenbericht

Das RATIONAL-Chancenmanagement

Chancen sind insbesondere externe Faktoren und Trends, die die Zukunftsaussichten des Unternehmens positiv beeinflussen. Das frühzeitige Erkennen, die konsequente Wahrnehmung und die Nutzung dieser Chancen bei gleichzeitiger Vermeidung unnötiger Risiken sind notwendige Voraussetzungen, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten. Die unten gezeigten Chancen sind aus unserer Sicht nicht quantifizierbar und sind entsprechend ihrer Bedeutung für die zukünftige Unternehmensentwicklung dargestellt.

Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis

Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis: Essen außer Haus. Dies gibt uns Sicherheit, auch in Krisenzeiten. Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandsniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in Schwellenländern verbessert sich dort die Kaufkraft spürbar. Daraus resultieren die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard. Dies wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten aus.

Großes freies Weltmarktpotenzial

Laut unserer Einschätzung kochen nur rund 30 % der mehr als drei Millionen für uns adressierbaren Endkunden bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Da das SelfCookingCenter ® neben der traditionellen Gartechnologie aufgrund seiner Kochintelligenz auch ursprüngliche Combi-Dämpfer ersetzen kann, sehen wir zusätzliches Marktpotenzial. Die Möglichkeiten für das VarioCooking Center ® beurteilen wir als noch höher, da es erst seit wenigen Jahren auf dem Markt und dementsprechend der Penetrationsgrad noch relativ gering ist.

Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt

Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben sowohl die Bürger als auch die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und variableren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist sowohl vitaminschonend als auch fettarm und damit sehr gesund.

Fachkräftemangel

Der Kochberuf verliert zunehmend an Attraktivität. Deshalb finden Küchen immer schwerer qualifiziertes Personal. Intelligente Garprozesse können den Küchenchefs dabei helfen, diese Engpässe zu kompensieren, da diese eine gleichbleibend hohe Garqualität auch bei ungelerntem Personal garantieren.

Risikobericht

Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, strategische, operative oder finanzielle Ziele nicht zu verwirklichen. Um die Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden oder zu begrenzen.

Das RATIONAL-Risikomanagement

Das Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstands. Der Prozess wird durch den Vorstand des kaufmännischen Bereichs koordiniert. Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Um das Risikomanagement auf einem nachhaltig hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern.

Im Rahmen der Chancen- und Risikoanalyse werden externe und interne Risiken aller Unternehmensbereiche für einen Realisierungszeitraum von drei Jahren erfasst und bewertet. Eine Aktualisierung der Ergebnisse der Risikoinventur wurde im Jahr 2017 durchgeführt. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnten, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.

Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, mögliche Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, zu erkennen und zu beseitigen.

Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden, sofern strategisch und finanziell sinnvoll, über ein globales Deckungskonzept, das in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.

Das in der RATIONAL-Gruppe implementierte Compliance-Managementsystem wurde im Geschäftsjahr 2015 einer Konzeptionsprüfung gemäß IDW PS 980 unterzogen und in den folgenden Geschäftsjahren entsprechend den gesetzlichen Vorschriften weiterentwickelt.

Risikobewertung und Risikobegrenzung

Um die vorhandenen Risiken einzuordnen, bewerten wir diese nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und nach ihrer finanziellen Auswirkung auf die Ertrags- und Vermögenssituation des Unternehmens. Wir haben entsprechende Maßnahmen implementiert, um sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.

Die Darstellung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des EBIT-Risikos beinhaltet bereits die implementierten, risikomindernden Maßnahmen (Netto-Betrachtung). Folgende Klassifizierungen werden hierfür verwendet:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
≤ 10 % Sehr gering
> 10 % bis 30 % Gering
> 30 % bis 60 % Hoch
> 60 % Sehr hoch

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Risikoauswirkung Beschreibung EBIT-Risiko
Sehr gering Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ≤ 2 %
Gering Geringe negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >2 % bis 5 %
Mittel Einige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >5 % bis 10 %
Hoch Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >10 % bis 20 %
Sehr hoch Stark negative Auswirkungen auf die Ver- mögens-, Finanz- und Ertragslage >20 %

Risiken

In der folgenden Tabelle werden die vom Vorstand als für RATIONAL wesentlich eingestuften Unternehmensrisiken hinsichtlich ihrer Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den obenstehenden Definitionen eingestuft. Die Sortierung erfolgt aufsteigend nach Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.

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Unternehmensrisiken Risikoauswirkung Eintrittswahrscheinlichkeit
Markt- und Wettbewerbsrisiken Gering Gering
Produktions- und Produktrisiken Gering Gering
Operative Risiken Gering Gering
Politische und rechtliche Risiken Gering Hoch
Finanz- und Kapitalmarktrisiken Mittel Sehr hoch

Nachstehend folgen Beschreibungen der jeweiligen Risiken und Gegenmaßnahmen bzw. es wird auf entsprechende Stellen innerhalb des Jahresabschlusses verwiesen, in denen die Details dargelegt werden.

Im Vergleich zum letzten Risikobericht hat sich die Einschätzung der Finanz- und Kapitalmarktrisiken geändert. Für eine trennschärfere Kategorisierung der Risikoauswirkungen haben wir eine Kategorie „Mittel“ mit einer negativen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von 5 bis 10 % ergänzt. In diese Bandbreite – die im Vorjahr noch unter „Gering“ eingeordnet war – fällt die Einschätzung der Kapitalmarktrisiken.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken

Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Akquisitionen von konkurrierenden Unternehmen neue, größere Wettbewerber mit hoher Innovations- und Vertriebskraft entstehen. Zusätzlich können neue Konkurrenten in den Markt eintreten, was zu einer stärkeren Wettbewerbsintensität und negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft von RATIONAL führen kann. Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt.

Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategien der Konkurrenten werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung berücksichtigt.

Nichtakzeptanz unserer Technologien

Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass unsere Produkte oder Dienstleistungen nicht die von uns erwartete Akzeptanz am Markt erlangen.

Mit unserer klaren Kundennutzenorientierung, rund 400 Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und -beratung setzen wir uns intensiv mit den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden auseinander und streben es an, optimale Lösungen für diese zu entwickeln und anzubieten.

Konjunkturbedingte Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden

Der Kauf unserer Geräte ist für die Kunden mit einer Investition verbunden. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung oder Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Lage können die Investitionsbereitschaft unserer Endkunden negativ beeinflussen.

Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der für uns wichtigen Märkte mit großer Aufmerksamkeit. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit situationsabhängiger Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve gut vorbereitet. Der erforderliche Handlungsspielraum sowie die Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sind damit gewährleistet.

Produktions- und Produktrisiken

Beschaffungsrisiken

Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Dies führt zu kontinuierlichen Qualitäts- und Produktverbesserungen, hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, so dass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Hinzu kommen aufgrund der konjunkturellen Hochphase in vielen Märkten mögliche Lieferengpässe. Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Hierzu gehören unter anderem die Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und ein System zur Auditierung von Vorlieferanten.

Produktionsunterbrechungsrisiko

Neben den Beschaffungsrisiken existiert das Risiko, dass durch höhere Gewalt Produktionsanlagen ausfallen. Das daraus resultierende finanzielle Risiko einer Produktionsunterbrechung ist durch eine angemessene Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Für existenziell wichtige Produktionsanlagen verfügen wir jeweils über eine zweite Ausfertigung. Diese können im Bedarfsfall in kurzer Zeit aktiviert werden.

Produktqualität

Es besteht das Risiko, dass ausgelieferte Produkte qualitativ nicht einwandfrei sind. Mögliche Folgen daraus sind Sach- und Personenschäden, aber auch Imageschäden.

Um diesen Risiken entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte, bevor sie unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden - oder auch intern - auftreten, werden diese im Rahmen unserer täglichen „Akuten Qualitätsverbesserung“ analysiert und schnelle unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch äußerstes Bemühen, jeden Fehler und daraus entstandene Schäden überzukompensieren.

Operative Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden und neue kompetente Mitarbeiter zu gewinnen sind für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohen Fluktuationsrate würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen.

RATIONAL ist sowohl in der Region als auch international ein attraktiver Arbeitgeber. Zur Gewinnung geeigneter Mitarbeiter werden verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise das Hochschulmarketing oder der Besuch von Ausbildungsmessen, durchgeführt. Um Mitarbeiter zu motivieren und langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet das Unternehmen neben einer angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Fördermaßnahmen. Daneben verfügen wir mit der U.i.U. ® -Philosophie über eine besondere Unternehmenskultur, die die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeiter fördert.

Um Arbeitsunfälle und hohe Krankheitsquoten zu vermeiden, finden im Unternehmen regelmäßig Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen durch den Betriebsarzt statt. Jährliche Mitarbeiterunterweisungen zum Thema Arbeitssicherheit werden über die Initiative „RATIONAL Offensive Sicherheit“ durchgeführt. Den Mitarbeitern werden so allgemeine Sicherheitsvorschriften und Unfallvermeidungsmaßnahmen ins Gedächtnis gerufen und nähergebracht.

IT-Risiken

IT-Risiken können durch die immer stärkere Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen.

Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und eines speziell geschützten Rechenzentrums. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können. Zur Sicherung von Unternehmensdaten werden regelmäßige Informationssicherheitstrainings durchgeführt.

Umweltrisiken

Als produzierendes Unternehmen unterliegen wir grundsätzlich dem Risiko, dass im Rahmen der Produktion durch Unfälle mit Öl, Chemikalien oder anderen Schadstoffen die Umwelt geschädigt wird. Dem treten wir durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, -schulungen und regelmäßige Audits entgegen.

Politische und rechtliche Risiken

Politische Instabilität oder Krisen

Die Auswirkungen von politischer Unsicherheit oder Krisen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Als mögliche Folgen hieraus sind zum Beispiel Investitionszurückhaltung oder Einfuhrbeschränkungen denkbar.

Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte in vielen Regionen der Welt anbieten, ermöglichen jedoch, regionale Schwächen durch Wachstum in anderen Märkten zu kompensieren.

Verletzung von Schutzrechten

Sowohl durch aktive als auch passive Patentverletzungen können Kosten für die Prozessführung sowie für Schadensersatzleistungen entstehen.

Ein Team von Patentspezialisten beobachtet intensiv neue Produkte unserer Wettbewerber und arbeitet eng mit unserer Produktentwicklung zusammen. Durch den Abgleich mit internationalen Patentdatenbanken können so eigene Patentverletzungen vermieden sowie Patentverletzungen unserer Wettbewerber frühzeitig erkannt und verfolgt werden.

Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften

Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen rechtlichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:

länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen,
Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken,
unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben,
geschäftliche Gestaltungen, die Verstöße gegen lokal geltendes Wettbewerbs- oder Kartellrecht darstellen,
Compliance-Risiken, das heißt mögliche Verstöße durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze.

Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Ausfall-, Liquiditäts-, Wechselkurs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken identifiziert.

44 % der Umsatzerlöse werden in Fremdwährungen erlöst. Bei einem im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 10 % schwächeren (stärkeren) Euro wäre der Konzernumsatz dementsprechend rund 4 % höher (niedriger) ausgefallen. Das EBIT wäre bei einer Euroabwertung (Euroaufwertung) von durchschnittlich 10 % um rund 14 % bis 15 % erhöht (reduziert).

Reduzierte Deckung von Kreditrisiken

Eine negative konjunkturelle Entwicklung und die daraus resultierende finanzwirtschaftliche Situation unserer Kunden reduzieren die Bereitschaft der Warenkreditversicherer zur Übernahme von Kreditrisiken und können zu höheren Forderungsausfallrisiken führen (siehe Finanz- und Kapitalmarktrisiken).

Angaben zu weiteren Finanz- und Kapitalmarktrisiken gemäß DRS 20 werden im Konzernanhang unter Anhangangabe 20 „Finanzinstrumente“ gemacht.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Die bei der Muttergesellschaft und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.
Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.
Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.
Die Buchführung wird, soweit möglich, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.
Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weitergebildet. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die involvierten Parteien ihr Handeln eng aufeinander ab.
Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.
Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der für den Konzernabschluss wesentlichen Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen.
Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden sowie verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

5. Vergütungsbericht

Gemäß § 315a Abs. 2 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.

Für das Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 5,1 Mio. Euro (Vj. 5,2 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vj. 1,9 Mio. Euro) sowie Zahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 10 Tsd. Euro (Vj. 0,8 Mio. Euro) enthalten. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,4 Mio. Euro (Vj. 0,5 Mio. Euro) beliefen.

Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.

Darüber hinaus erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Die Nebenleistungen sind Vergütungsbestandteil und daher von den Vorstandsmitgliedern einzeln zu versteuern.

Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2017 nicht stattgefunden.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai 2016 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 betrug 1,1 Mio. Euro (Vj. 1,2 Mio. Euro). Mit Beschluss der Hauptversammlung 2015 wurde ab dem Geschäftsjahr 2015 auf eine reine Festvergütung des Aufsichtsrats umgestellt.

6. Übernahmerelevante Angaben

Gemäß § 315a Abs. 1 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.

Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß DRS 20 werden im Konzernanhang unter Anhangangabe 14 „Eigenkapital“ gemacht.

Zum 31. Dezember 2017 hielt die Erbengemeinschaft nach Siegfried Meister (verstorben am 28. Juli 2017) 7.161.311 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt diese die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“

Mit Wirkung zum 18. Oktober 2017 hat Herr Walter Kurtz gemäß seinem satzungsgemäßen Entsendungsrecht Herrn Dr.-Ing. Georg Sick bis zu den nächsten Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung 2019 entsandt. Damit wurde die durch den Tod von Herrn Meister vakante Aufsichtsratsposition entsprechend § 104 Abs. 2 AktG fristgerecht innerhalb von drei Monaten nachbesetzt.

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechend Anwendung. 2017 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.

Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

7. Erklärung zur Unternehmensführung

Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB sind auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.

Landsberg am Lech, den 27. Februar 2018

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 1. Januar - 31. Dezember

RATIONAL-Konzern

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in TEUR Anhang 2017 2016
Umsatzerlöse 1 702.100 613.010
Umsatzkosten -275.712 -234.188
Bruttoergebnis vom Umsatz 426.388 378.822
Vertriebs- und Servicekosten -171.498 -155.588
Forschungs- und Entwicklungskosten -33.200 -28.842
Allgemeine Verwaltungskosten -29.813 -26.424
Sonstige betriebliche Erträge 2 8.386 12.376
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3 -12.695 -13.833
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 187.568 166.511
Zinsen und ähnliche Erträge 353 398
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -873 -1.041
Ergebnis vor Steuern (EBT) 187.048 165.868
Ertragsteuern 4 -44.047 -38.761
Ergebnis nach Steuern 143.001 127.107
Positionen, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung 14 -1.757 -373
Positionen, die nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Versorgungspläne 14, 15 25 -608
Sonstiges Ergebnis -1.732 -981
Gesamtergebnis 141.269 126.126
Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert/verwässert) 11.370.000 11.370.000
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro, bezogen auf das Ergebnis nach Steuern und die Anzahl der Aktien 5 12,58 11,18

Bilanz

AKTIVA

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in TEUR Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 137.353 112.276
Immaterielle Vermögenswerte 7 8.525 8.803
Sachanlagen 8 116.413 85.067
Finanzanlagen 9 2.500 8.000
Latente Steueransprüche 4 7.475 8.273
Sonstige langfristige Vermögenswerte 12 2.440 2.133
Kurzfristige Vermögenswerte 433.346 427.525
Vorräte 10 45.682 39.214
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11 109.657 100.180
Ertragsteuerforderungen 4 416 749
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 12 10.643 9.230
Geldanlagen 9 70.734 175.700
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13 196.214 102.452
Bilanzsumme 570.699 539.801
PASSIVA
in TEUR Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital 424.527 396.958
Gezeichnetes Kapital 14 11.370 11.370
Kapitalrücklage 14 28.058 28.058
Gewinnrücklagen 14 389.443 360.142
Übriges Eigenkapital 14 -4.344 -2.612
Langfristige Schulden 28.350 34.888
Pensionsrückstellungen 15 3.000 3.223
Sonstige langfristige Rückstellungen 16 10.905 9.203
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17 8.937 20.747
Latente Steuerschulden 4 663 578
Ertragsteuerverbindlichkeiten 4 1.489 1.078
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 18, 4 3.356 59
Kurzfristige Schulden 117.822 107.955
Ertragsteuerverbindlichkeiten 4 7.996 8.340
Kurzfristige Rückstellungen 16 44.414 38.518
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17 5.310 7.046
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18 31.314 25.000
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 18 28.788 29.051
Schulden 146.172 142.843
Bilanzsumme 570.699 539.801

Kapitalflussrechnung für den Zeitraum 1. Januar - 31. Dezember

RATIONAL-Konzern

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in TEUR Anhang 2017 2016
Ergebnis vor Steuern (EBT) 187.048 165.868
Abschreibungen auf Anlagevermögen 7, 8 11.827 9.900
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -1.558 -8
Zinsergebnis 520 643
Veränderungen der Vorräte -6.469 -8.265
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
übrigen Aktiva -10.877 -12.898
Rückstellungen 7.316 3.767
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Passiva 926 12.131
Gezahlte Einkommen- und Ertragsteuern -42.797 -41.648
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 19 145.936 129.490
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 7, 8 -34.224 -24.592
Erlöse Anlagenabgang 217 266
Veränderungen von Festgeldern 110.532 -72.800
Erhaltene Zinsen 348 434
Cashflow aus Investitionstätigkeit 19 76.873 -96.692
Gezahlte Dividende 6 -113.700 -85.275
Aufnahme Bankverbindlichkeiten 17 1.060 4.500
Tilgung Bankverbindlichkeiten 17 -14.674 -5.145
Veränderung sonstige Bankverbindlichkeiten 17 238 3
Gezahlte Zinsen -765 -826
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 19 -127.841 -86.743
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -1.206 275
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmittel äquivalente 93.762 -53.670
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. 13 102.452 156.122
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. 13 196.214 102.452

Eigenkapitalveränderungsrechnung

RATIONAL-Konzern

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Übriges Eigenkapital Gesamt
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
--- --- --- --- --- --- ---
Anhang 14 14 6, 14 14 4, 14, 15
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2016 11.370 28.058 318.310 -1.211 -420 356.107
Dividende - - -85.275 - - -85.275
Ergebnis nach Steuern - - 127.107 - - 127.107
Sonstiges Ergebnis - - - -373 -608 -981
Stand am 31.12.2016 11.370 28.058 360.142 -1.584 -1.028 396.958
Dividende - - -113.700 - - -113.700
Ergebnis nach Steuern - - 143.001 - - 143.001
Sonstiges Ergebnis - - - -1.757 25 -1.732
Stand am 31.12.2017 11.370 28.058 389.443 -3.341 -1.003 424.527

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

des RATIONAL-Konzerns

Inhaltsübersicht:

Grundlagen

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Aktiva

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Passiva

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss

Grundlagen

Darstellung und Erläuterung der Geschäftstätigkeit

Die RATIONAL Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz „RATIONAL AG“) ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Landsberg am Lech, Iglinger Straße 62, eingetragen im Handelsregister Augsburg unter der Nummer HRB 2001.

Der RATIONAL-Konzern (im Folgenden „RATIONAL“ sowie „Konzern“ genannt) ist weltweiter Markt- und Technologieführer im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen. Seit der Gründung im Jahr 1973 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von professionellen Gargeräten für Groß- und Gewerbeküchen. Der weltweite Vertrieb erfolgt sowohl über eigene Tochtergesellschaften als auch über unabhängige Vertriebspartner.

Die Aktien der seit März 2000 börsennotierten Gesellschaft sind im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt zugelassen und werden am regulierten Markt gehandelt. Seit dem 18. September 2017 ist RATIONAL im Auswahl-Index SDAX enthalten.

Darstellung des Abschlusses

Die funktionale Währung und die Darstellungswährung im Konzernabschluss ist der Euro. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit erfolgen die Zahlenangaben in Tausend Euro (Tsd. Euro bzw. TEUR). Die Bilanzstruktur entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung für das zum 31. Dezember endende Geschäftsjahr 2017 und das Vorjahr erfolgt hierbei nach den Fälligkeiten „innerhalb von zwölf Monaten“ als kurzfristig und „über zwölf Monate“ als langfristig. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu ihrem Marktwert bewertet werden.

Die Anhangangaben zum Konzernabschluss dienen dazu, ein umfassendes Urteil über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Chancen und Risiken des Unternehmens zu ermöglichen. Dabei orientiert sich RATIONAL an den Konzernabschlussbestandteilen Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Die spezifischen Erläuterungen erfolgen hierbei jeweils positionsbezogen. Grundsätzliche Angaben zur Rechnungslegung und Konsolidierung sind unter den Gliederungspunkten „Grundlagen der Rechnungslegung“, „Konsolidierungsmethoden“ und „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ dargestellt. Die Beschreibung der Finanzinstrumente sowie positionsunabhängige Informationen sind im Abschnitt „Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss“ enthalten.

Die Freigabe des Abschlusses erfolgte am 27. Februar 2018 durch den Vorstand der RATIONAL AG. Veröffentlichungstermin ist der 15. März 2018.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2017 (unter Angabe der Vorjahreszahlen) erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Alle für das Geschäftsjahr 2017 gültigen und verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die folgenden geänderten Standards wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2017 verbindlich und vorher nicht freiwillig angewendet:

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Inkrafttreten
Änderung IAS 12 "Ertragsteuern - Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten" 01.01.2017
Änderung IAS 7 "Disclosure Initiative" 01.01.2017
Änderung Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2014 - 2016 (Änderungen an IFRS 12) 01.01.2017

Daraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss von RATIONAL.

Folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2017 noch nicht verbindlich anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet:

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Inkrafttreten
Neu IFRS 9 "Finanzinstrumente" 01.01.2018
Neu IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" 01.01.2018
Änderung Klarstellungen zu IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kunden- verträgen" 01.01.2018
Änderung IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente ge- meinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge" 01.01.2018
Änderung Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2014 - 2016 (Änderungen an IAS 28, IFRS 1) 01.01.2018
Neu IFRS 16 "Leasingverhältnisse" 01.01.2019

Der neue IFRS 9 „Finanzinstrumente“ löst künftig den IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ ab. Der Standard enthält drei grundlegend überarbeitete Regelungsbereiche. Die Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten wurden insbesondere für finanzielle Vermögenswerte neu verfasst. Künftig hängt die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte vom zugeordneten Geschäftsmodell und der Art der Zahlungsströme ab. Außerdem ergeben sich durch die neuen Vorschriften zur Bilanzierung von Wertminderungen Änderungen in der Erfassung von Wertberichtigungen. Daneben wurden die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen vollständig überarbeitet, mit dem Ziel Hedge Accounting stärker an der ökonomischen Risikosteuerung eines Unternehmens zu orientieren.

Der IFRS 9 ist erstmals für das am 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung des neuen Standards im RATIONAL-Konzernabschluss findet nicht statt.

Während sich bei der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten durch den IFRS 9 keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den bisher geltenden Regelungen des IAS 39 ergeben werden, hängt die Erst- und Folgebewertung eines finanziellen Vermögenswerts nun vom individuellen Ergebnis der Zugangsklassifizierung nach IFRS 9 ab. Entscheidend dafür sind das Geschäftsmodell des Unternehmens (Geschäftsmodellprämisse) sowie die Eigenschaften der generierten kontraktmäßigen Cashflows (Zahlungsstromprämisse). Das Geschäftsmodell sowie die Zahlungsströme der von RATIONAL gehaltenen originären Schuldinstrumente sprechen nach wie vor für eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die von RATIONAL gehaltenen derivativen Schuldinstrumente erfüllen weder die Geschäftsmodell-, noch die Zahlungsstrombedingung, weshalb sie - wie auch schon nach den Bestimmungen des IAS 39 - erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Demnach haben sich die Wertmaßstäbe der jeweiligen Vermögenswertarten im Vergleich zu IAS 39 nicht verändert. Das bedeutet, durch die neuen Regelungen des IFRS 9 zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten ergeben sich keine Effekte auf den Konzernabschluss von RATIONAL.

RATIONAL wendet kein Hedge Accounting an. Die neuen Regelungen des IFRS 9 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden demnach zum 1. Januar 2018 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.

Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL werden sich dagegen im Bereich der Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten ergeben. Bisher wurden Verluste bei nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten erfasst, wenn objektive Hinweise auf eine Wertminderung hingedeutet haben („Incurred loss Model“). Das neue Wertminderungsmodell nach IFRS 9 sieht vor, erwartete Verluste unter Berücksichtigung der aktuellen und zukünftigen Situation zu erfassen („Expected Loss Model“). Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen. Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor bzw. treten objektive Hinweise auf eine Wertminderung auf, ist eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit zu berücksichtigen. Insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Geldanlagen sind von den neuen Wertminderungsvorschriften betroffen. Es wird erwartet, dass die Anwendung des neuen Wertminderungsmodells zu einer früheren Erfassung von erwarteten Verlusten für die entsprechenden Instrumente und damit höheren Wertminderungsbeträgen führen wird. Der Konzern wird für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das vereinfachte Wertminderungsmodell anwenden. Demnach wird die Risikovorsorge bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unabhängig von der Kreditqualität in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit erfasst. Bei den Geldanlagen wird der erwartete 12-Monats-Verlust nach IFRS 9 anhand des korrespondierenden „Credit Default Swap“ ermittelt. Durch die Umstellung auf den IFRS 9 ergibt sich insgesamt zum 1. Januar 2018 ein Effekt aus der Erhöhung der Risikovorsorge der finanziellen Vermögenswerte von 217 Tsd. Euro. IFRS 9 ist zwar grundsätzlich retrospektiv anzuwenden, allerdings gibt es hierzu Modifikationen, die RATIONAL in Anspruch nehmen wird. Eine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen in den Abschlüssen 2018 wird daher nicht stattfinden. Umstellungseffekte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 werden zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Zusätzlich werden sich in den Konzernabschlüssen ab dem Geschäftsjahr 2018 durch die erweiterten Offenlegungsvorschriften insbesondere im Bereich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte umfangreichere Anhangangaben ergeben als bisher.

Nach dem neuen IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ sowie den zugehörigen Klarstellungen zu IFRS 15 sind Umsatzerlöse dann zu realisieren, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Zur Ermittlung der Umsatzrealisierung sieht das neue Modell ein fünfstufiges Schema vor, wonach zunächst der Kundenvertrag und die darin enthaltenen separaten Leistungsverpflichtungen zu identifizieren sind. Anschließend ist der Transaktionspreis des Kundenvertrags zu ermitteln und auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufzuteilen. Sobald die vereinbarte Leistung erbracht wurde bzw. der Kunde die Verfügungsmacht darüber erlangt hat, ist nach dem neuen Modell für jede Leistungsverpflichtung Umsatz in Höhe des zugeordneten anteiligen Transaktionspreises zu realisieren. Hierbei ist anhand vorgegebener Kriterien zwischen zeitpunktbezogenen und zeitraumbezogenen Leistungserfüllungen zu unterscheiden.

Der IFRS 15 ist erstmals für das am 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung des neuen Standards im RATIONAL-Konzernabschluss findet nicht statt. Das RATIONAL-Geschäftsmodell bringt grundsätzlich einen kurzen Auftragsvorlauf mit sich, die Umsatzrealisierung findet vorwiegend zeitpunktbezogen statt. Bei der Umsatzrealisierung von Produkten wie z. B. Geräten, Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten wird es durch den IFRS 15 aufgrund der sofortigen Leistungserbringung zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss kommen. Im Bereich der Dienstleistungen werden sich dagegen Auswirkungen auf den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung ergeben. Der Umstellungseffekt zum 1. Januar 2018 beträgt 327 Tsd. Euro im Umsatz, hiervon sind 135 Tsd. Euro ergebniswirksam. Dieser Wert basiert auf zum 31. Dezember 2017 noch nicht vollständig erfüllten Verträgen und wird ab 2018 als vertragliche Verpflichtung bilanziert. RATIONAL wird bei Erstanwendung des IFRS 15 den „modifizierten retrospektiven“ Ansatz wählen. Vergleichsperioden werden deshalb nicht auf den IFRS 15 angepasst. IFRS 15 ist lediglich ab dem 1. Januar 2018 auf neue und noch nicht erfüllte Verträge anzuwenden. Der Umstellungseffekt aus bereits bestehenden Verträgen ist bei Erstanwendung kumuliert im Eröffnungsbilanzwert des Eigenkapitals zu erfassen. Zusätzlich fordert der IFRS 15 in den Konzernabschlüssen ab dem Geschäftsjahr 2018 umfangreichere Anhangangaben im Bereich der Umsatzrealisierung als bisher.

Durch die Änderungen des IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge" sowie der Änderungen aufgrund der „Jährlichen Verbesserungen an den IFRS 2014 - 2016“ werden sich voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL ergeben.

IFRS 16 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen und ersetzt dabei den bestehenden IAS 17 sowie die dazugehörigen Interpretationen. Eine vorzeitige Anwendung des IFRS 16 ist nicht vorgesehen.

Für Leasingnehmer sieht der neue Standard ein Bilanzierungsmodell vor, das auf eine Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Mietleasingverträgen verzichtet. Zukünftig sind sämtliche Leasingsachverhalte nach IFRS 16 grundsätzlich bilanziell zu erfassen, sofern der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht an einem Vermögenswert hat. Ausgenommen sind lediglich kurzfristige Leasingverträge und Leasingverträge über Vermögensgegenständen von geringem Wert, wobei für beide Ausnahmen ein Aktivierungswahlrecht besteht. Für Leasinggeber bleibt es dagegen grundsätzlich bei der nach IAS 17 bekannten Bilanzierung mit einer Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Mietleasingverträgen.

Die Prüfung der Auswirkungen des neuen IFRS 16 ist noch nicht abgeschlossen. Nach dem derzeitigen Stand der Analyse werden durch die Erstanwendung des neuen Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung von RATIONAL erwartet. Die Bilanzsumme wird sich durch die Bilanzierung der Nutzungsrechte und Verbindlichkeiten aus Leasing insgesamt um einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag erhöhen. Durch diese Maßnahme sinkt die Eigenkapitalquote um wenige Prozentpunkte.

Folgende geänderte oder neue Standards wurden vom IASB veröffentlicht, aber bisher noch nicht von der EU übernommen und deshalb nicht im Konzernabschluss angewendet:

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Inkrafttreten gemäß Standard
Änderung IAS 40 "Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" 01.01.2018
Änderung IFRIC 22 "Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen" 01.01.2018
Änderung IFRS 2 "Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung" 01.01.2018
Änderung IFRIC 23 "Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung" 01.01.2019
Änderung IFRS 9 "Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichs- leistung" 01.01.2019
Änderung IAS 28 "Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" 01.01.2019
Änderung Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2015 - 2017 01.01.2019
Änderung IAS 19 "Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen" 01.01.2019
Neu IFRS 17 "Versicherungsverträge" 01.01.2021

Diese Standards, Interpretationen und Änderungen werden ab dem Zeitpunkt ihrer verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union im Konzern umgesetzt und haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse von RATIONAL.

Konsolidierungsmethoden

In den RATIONAL-Konzernabschluss werden neben der RATIONAL AG als oberstes Mutterunternehmen alle wesentlichen in- und ausländischen Tochtergesellschaften, die unter der direkten oder indirekten Beherrschung der RATIONAL AG stehen, einbezogen. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt an dem Tag, an dem die Beherrschung über das Unternehmen vorliegt, und endet, wenn die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen nicht mehr besteht.

Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden konsolidiert, Zwischengewinne im Vorratsvermögen eliminiert und konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 gemäß den Vorgaben des IFRS 10 neben der Muttergesellschaft acht inländische (Vj. acht) und 25 ausländische (Vj. 25) Tochtergesellschaften einbezogen. Gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 ergaben sich keine Änderungen am Konsolidierungskreis.

Der Konsolidierungskreis setzt sich zum 31. Dezember 2017 wie folgt zusammen:

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Name und Sitz der Tochterunternehmen der RATIONAL AG % Kapitalanteil/
Deutschland % Stimmrechte
--- --- --- ---
LechMetall GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Komponenten GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Technical Services GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Montage GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Großküchentechnik GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL F & E GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
FRIMA Deutschland GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,0
Europa
RATIONAL UK Ltd. Luton Großbritannien 100,0
FRIMA UK Ltd. (in Liquidation) London Großbritannien 100,0
RATIONAL France S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,0
FRIMA - T S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,0
FRIMA France S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,0
RATIONAL Italia s.r.l. Mestre Italien 100,0
RATIONAL Ibérica Cooking Systems S.L. Barcelona Spanien 100,0
RATIONAL Austria GmbH Salzburg Österreich 100,0
RATIONAL International AG Balgach Schweiz 100,0
RATIONAL Schweiz AG Balgach Schweiz 100,0
FRIMA International AG Balgach Schweiz 100,0
RATIONAL Sp. z o.o. Warschau Polen 100,0
RATIONAL Scandinavia AB Malmö Schweden 100,0
RATIONAL RUS OOO Moskau Russland 100,0
RATIONAL Endüstriyel Mutfak Ekipmanları Ticaret Limited Sirketi Istanbul Türkei 100,0
Amerika
RATIONAL Cooking Systems, Inc. Rolling Meadows USA 100,0
RATIONAL Canada Inc. Mississauga Kanada 100,0
RATIONAL México, S.A. DE C.V. Mexico City Mexiko 100,0
RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição de Sistemas De Cocção Ltda. São Paulo Brasilien 99,9
RATIONAL Colombia - America Central SAS Bogotá Kolumbien 100,0
Asien
RATIONAL Japan Co., Ltd. Tokio Japan 100,0
RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai China 100,0
RATIONAL International India Private Ltd. Gurgaon Indien 100,0
RATIONAL Cooking Systems PTE. LTD. Singapur Singapur 100,0
RATIONAL Kitchen and Catering Equipment Trading FZCO Dubai Vereinigte Arabische Emirate 100,0

Nicht im Konsolidierungskreis enthalten ist die wirtschaftlich inaktive Tochtergesellschaft der FRIMA - T S.A.S., die TOPINOX S.A.R.L., Nantes, Frankreich. Diese ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Beteiligung ist wie im Vorjahr mit einem Buchwert von 0 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser entspricht dem Marktwert.

Das Geschäftsjahr der RATIONAL AG und der Tochterunternehmen, mit Ausnahme der RATIONAL International India Private Ltd., entspricht dem Kalenderjahr. Das indische Tochterunternehmen hat aufgrund lokaler gesetzlicher Vorschriften ein Geschäftsjahr vom 1. April bis 31. März, für Konzernzwecke werden die Zahlen jedoch auf Kalenderjahr-Basis erstellt. Der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist gemäß IFRS 10 der Abschlussstichtag der Muttergesellschaft.

Die inländischen Tochtergesellschaften LechMetall GmbH, RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, RATIONAL Montage GmbH, RATIONAL Komponenten GmbH und RATIONAL F & E GmbH nehmen für das Geschäftsjahr 2017 alle jeweils zulässigen Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Fremdwährungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften werden die Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs resultieren, werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für den Konzernabschluss werden die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung fungiert hierbei die jeweilige Landeswährung. Die RATIONAL International AG und die FRIMA International AG, beide mit Sitz in der Schweiz, sowie die RATIONAL Kitchen and Catering Equipment Trading FZCO mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben abweichend hiervon als funktionale Währung den Euro, da die Umsatzerlöse vorwiegend in Euro erzielt werden. Vermögenswerte und Schulden werden mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die in die Kapitalkonsolidierung einzubeziehenden Teile des Eigenkapitals sowie der Gewinn- oder Verlustvortrag werden mit historischen Kursen umgerechnet. Soweit sich hieraus in der Bilanz Unterschiedsbeträge ergeben, werden diese ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals als „Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung“ erfasst.

Die im Konzernabschluss verwendeten Wechselkurse im Verhältnis zum Euro sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Jahresdurchschnittskurse Stichtagskurse 31.12.
1 Euro entspricht 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- ---
BRL = brasilianischer Real 3,6406 3,8260 3,9707 3,4368
CAD = kanadischer Dollar 1,4719 1,4592 1,5024 1,4223
CHF = Schweizer Franken 1,1161 1,0911 1,1693 1,0750
CNY = chinesischer Yuan 7,6614 7,3399 7,8327 7,3252
COP = kolumbianischer Peso 3.366,9 3.362,2 3.577,6 3.170,0
GBP = britisches Pfund 0,8765 0,8228 0,8874 0,8586
INR = indische Rupie 73,818 74,216 76,560 71,639
JPY = japanischer Yen 127,34 120,43 134,88 123,51
MXN = mexikanischer Peso 21,414 20,705 23,607 21,842
PLN = polnischer Zloty 4,2439 4,3761 4,1752 4,4140
RUB = russischer Rubel 66,116 73,375 69,325 64,682
SEK = schwedische Krone 9,6432 9,4709 9,8300 9,5670
SGD = Singapur-Dollar 1,5612 1,5245 1,6012 1,5259
TRY = türkische Lira 4,1391 3,3451 4,5343 3,7269
USD = US-Dollar 1,1371 1,1037 1,1988 1,0560

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Entwicklungskosten werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Dazu gehören unter anderem die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Vermögenswerts, eine zuverlässige Bewertung der Aufwendungen sowie ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts. Für eine Aktivierung qualifizieren sich Entwicklungsaktivitäten die in Zusammenhang mit der spezifischen Entwicklung neuer Technologien stehen. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Die planmäßige Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts und läuft linear über den geschätzten Nutzungszeitraum (in der Regel fünf Jahre). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind Bestandteil der Umsatzkosten in der Gesamtergebnisrechnung. Die Werthaltigkeit von aktivierten, noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten wird durch jährliche Werthaltigkeitstests überprüft.

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und aus sonstigen Unternehmenserwerben werden gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Liegt der beizulegende Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten oder der Nutzungswert unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, erfolgt eine ergebniswirksame Berücksichtigung der Wertminderung.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Verwaltungs- und Produktionsgebäude werden über einen Zeitraum von 20 bis 36 Jahren abgeschrieben, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt vorwiegend linear. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung „pro rata temporis“.

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert eines immateriellen Vermögenswertes oder einer Sachanlage wertgemindert sein könnte. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes.

Leasing

Gemäß IAS 17 werden Leasingtransaktionen als Operating-Leasing klassifiziert, wenn die wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Die Leasingzahlungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Vermögenswerte des Vorratsvermögens werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Anschaffungspreisminderungen wie Boni und Skonti und andere vergleichbare Beträge werden bei der Ermittlung der Anschaffungskosten berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten.

Finanzinstrumente

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit wird eine Vielzahl vertraglicher Vereinbarungen getroffen, die bei einem Unternehmen zur Entstehung finanzieller Vermögenswerte und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung finanzieller Verbindlichkeiten führen. Hierbei handelt es sich um Finanzinstrumente.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden am Erfüllungstag mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden hierbei berücksichtigt. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird.

Die Folgebewertung wird anhand der folgenden Bewertungskategorien des IAS 39 bestimmt:

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Folgebewertung
Finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet o zu Handelszwecken gehalten o Fair Value Option erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode
Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Ver- mögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode

Die Zuordnung der jeweiligen Finanzinstrumente innerhalb der Bilanzpositionen zu den Kategorien ist zusammenfassend im Kapitel „Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss“ unter Textziffer 20 dargestellt. Von der Fair Value Option macht RATIONAL keinen Gebrauch.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das vertragliche Recht auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen ist oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wurde und RATIONAL im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Eine Forderung wird auch dann ausgebucht, wenn diese uneinbringlich ist. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die entsprechende Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Die Gewinne und Verluste, die durch die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten entstanden sind, werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.

Derivative Finanzinstrumente werden am Handelstag zum beizulegenden Zeitwert erfasst und in der Bilanz in den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Da die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nach IAS 39 nicht erfüllt sind, werden die derivativen Finanzinstrumente der Bewertungskategorie „zu Handelszwecken gehalten“ zugeordnet. Eine Folgebewertung erfolgt somit zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen der bilanziell ausgewiesenen Werte zwischen den Bilanzstichtagen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen enthalten.

Wertberichtigungen auf Forderungen

Wertberichtigungen sind zu bilden für Forderungen, die aufgrund objektiver Kriterien (insbesondere bei nachhaltiger Erfolglosigkeit von Mahnaktivitäten und anschließender Übergabe der Forderung an externe Inkasso-Dienstleister, bei beantragten oder laufenden Insolvenzverfahren sowie im Falle gerichtlich angefochtener Forderungen) als zweifelhaft zu betrachten sind und bei denen keine Erkenntnisse vorliegen, die eine andere Bewertung rechtfertigen. Erforderliche Wertberichtigungen werden auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Falls keine realistischen Aussichten auf die Einbringlichkeit einer wertberichtigten Forderung bestehen, wird der Betrag ausgebucht.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen und werden zum Nennwert bewertet. Guthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Tatsächliche Ertragsteuerforderungen und Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die tatsächlichen Ertragsteuerforderungen und -schulden für die laufenden und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuer n

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode für temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz gebildet. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Die für die Berechnung der latenten Steuern herangezogenen Steuersätze der Tochtergesellschaften betragen zwischen 8 % und 34 % (Vj. 8 % und 39 %). Für die RATIONAL AG wird zur Ermittlung der latenten Steuern ein Steuersatz von 28 % (Vj. 28 %) herangezogen. Die auf Konzernebene erfassten latenten Steuerposten wurden mit dem jeweiligen landesspezifischen Ertragssteuersatz angesetzt.

Latente Steuererstattungsansprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer Rechtsanspruch auf Anrechnung besteht und wenn die latenten Steuererstattungsansprüche und Steuerverbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die für dasselbe Steuersubjekt und von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann.

Rückstellungen

Die Bewertung der leistungsorientierten Pensionsrückstellungen beruht auf dem gemäß IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Zinsaufwand wird sofort ergebniswirksam in der Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ gebucht. Die Pensionsrückstellung in Deutschland wird in Höhe der leistungsorientierten Verpflichtung in der Bilanz ausgewiesen. Die Pensionsrückstellung in der Schweiz wird anhand des Unterschiedsbetrags zwischen der leistungsorientierten Verpflichtung und dem Marktwert des Planvermögens berechnet.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme künftig wahrscheinlich ist und sich die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig schätzen lässt. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Ist der aus der Diskontierung resultierende Effekt wesentlich, wird die Rückstellung abgezinst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit besteht, dass RATIONAL die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Öffentliche Zuwendungen, die als Kompensation für bereits angefallene Aufwendungen gezahlt werden, werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der der Anspruch dafür entsteht.

Öffentliche Zuwendungen für Vermögenswerte reduzieren die in der Bilanz ausgewiesenen Buchwerte der entsprechenden Vermögenswerte. Der Ertrag wird mittels eines reduzierten Abschreibungsbetrags über die Lebensdauer des Vermögenswertes erfasst.

Umsatzkosten und sonstige Funktionskosten

Die Umsatzkosten umfassen Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse, Anschaffungskosten der verkauften Handelswaren, Gewährleistungsaufwendungen, Wertminderungen auf Vorräte sowie Kosten zur Erbringung von veräußerten Dienstleistungen. In den Vertriebs- und Servicekosten sind Aufwendungen der Vertriebsorganisationen im Innen- und Außendienst, Versandkosten, Kosten des Marketings, der Anwendungsberatung und des technischen Kundendienstes enthalten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten die Kosten für die Grundlagen- und Anwendungsforschung und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten. Die allgemeinen Verwaltungskosten setzen sich zusammen aus Aufwendungen für die kaufmännischen Bereiche Personalwesen, Finanzen, Datenverarbeitung, Buchhaltung und Controlling sowie anteiligen Aufwendungen für die Unternehmensleitung. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind in den Umsatzkosten sowie den sonstigen Funktionskosten verursachungsgerecht enthalten.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Lieferung erfasst, d.h. mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang auf den Kunden, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Die Umsatzerlöse umfassen die zum beizulegenden Zeitwert bemessenen erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistungen und werden ohne Umsatzsteuer, Retouren, Rabatte und Preisnachlässe ausgewiesen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden einzelfallbezogen bzw. bei Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden sofort nach ihrer Entstehung ergebniswirksam berücksichtigt. Finanzierungskosten werden, soweit sie nicht direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zuzuordnen sind, in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Verwendung von Schätzungen und Annahmen sowie wesentliche Ermessens - entscheidungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert insbesondere für immaterielle Vermögenswerte einschließlich der Firmenwerte, Sachanlagen, latenten Steueransprüche sowie Rückstellungen Schätzungen und Annahmen, die die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die Darstellung der Buchwerte der angesprochenen Positionen erfolgt einzeln in den jeweiligen Anhangangaben.

Bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beziehen sich die Annahmen und Schätzungen des Managements insbesondere auf die erwartete Nutzungsdauer, die Einschätzung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, und die Schätzung des erzielbaren Betrags eines wertgeminderten Vermögenswertes. Das Management geht davon aus, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind. Falls sich Änderungen zu den genannten Annahmen und Schätzungen ergeben, würde dies die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verändern.

Bei der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts sowie bei aktivierten, noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten müssen im Rahmen der Ermittlung des erzielbaren Betrags Annahmen zur weiteren Ertragsentwicklung und zu den daraus resultierenden zu erwartenden Cashflows der zugrunde gelegten zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffen werden. Für noch in der Entwicklung befindliche Projekte müssen darüber hinaus Annahmen über die noch anfallenden Kosten sowie den Zeitraum bis zur Fertigstellung getroffen werden. Die tatsächlichen Cashflows können von den auf diesen Schätzungen basierenden Cashflows erheblich abweichen. Dies könnte zu einer Veränderung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Bei der Überprüfung von Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte beziehen sich die Annahmen und Schätzungen zusätzlich auf den zukünftigen Verkaufspreis und das -volumen sowie die Kosten und Diskontierungssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnte aus einer Veränderung der Annahmen oder Umstände ein zusätzlicher Wertminderungs- oder Wertaufholungsbedarf resultieren.

Die Berechnung der latenten Steueransprüche erfordert die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben. Die ausgewiesenen latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder aktuelle Steuergesetzgebungen den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.

Die wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Rückstellungen betreffen in die Zukunft gerichtete Bewertungsfaktoren, wie den zugrundeliegenden Rechnungszinsfuß inklusive der verwendeten Annahmen zur Risikosituation und zur Zinsentwicklung. Jede Änderung dieser getroffenen Annahmen hat Auswirkungen auf die Buchwerte dieser Positionen.

Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung der Gesellschaften des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. Die Ermittlung dieser Rückstellung erfordert Annahmen hinsichtlich des zukünftigen Aufwands, der uns aus Gewährleistungs- und Kulanzfällen entsteht. Im Wesentlichen basiert die Rückstellungsermittlung auf Erfahrungswerten der Vergangenheit hinsichtlich historischer Inanspruchnahmen und verkaufter Stückzahlen. Die dabei berücksichtigte Garantiezeit beträgt in der Regel zwei Jahre. Sollte die zukünftige Entwicklung von der Erwartung wesentlich abweichen, wirkt sich dies auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Rückstellungen für gerichtliche Verfahren sowie Prozess- und Schadensersatzrisiken werden gebildet, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Die Bildung und die Höhe der Rückstellung unterliegen der Schätzung des Managements. Da sich solche Fälle meist über einen längeren Zeitraum erstrecken und es sich um komplexe Fragestellungen handelt, ist die Ermittlung von Rückstellungen für gerichtliche Verfahren sowie Prozess- und Schadensersatzrisiken mit Unsicherheiten verbunden. Das Management beurteilt den aktuellen Stand regelmäßig, zum Teil unter Hinzuziehung von externen Anwälten, um die Rückstellungen verlässlich zu schätzen. Dennoch ist es möglich, dass eine Schätzung angepasst werden muss und es zu einer Erhöhung der Rückstellung bzw. zu einer Belastung der Ertragslage kommt.

Die tatsächlichen Entwicklungen können unter bestimmten Umständen von den vorgenommenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Der Grundsatz des „True and Fair View“ wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Über Schätzungen und Annahmen hinausgehende wesentliche Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben nicht stattgefunden.

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

Die regionale Aufteilung der Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 2017 Anteil

in %
2016 Anteil

in %
Deutschland 88.262 13 82.279 13
Europa (ohne Deutschland) 330.590 47 295.026 48
Nordamerika 113.881 16 91.964 15
Lateinamerika 41.455 6 31.655 5
Asien 91.632 13 77.294 13
Übrige Welt* 36.280 5 34.792 6
Gesamt 702.100 100 613.010 100

* Australien, Neuseeland, Naher / Mittlerer Osten, Afrika

Mit Umsatzerlösen in Höhe von 86.385 Tsd. Euro (Vj. 71.970 Tsd. Euro) in den Vereinigten Staaten von Amerika und 65.979 Tsd. Euro (Vj. 63.861 Tsd. Euro) in Großbritannien wurde ein wesentlicher Anteil der Konzernumsatzerlöse in diesen Ländern erzielt. Wie im Vorjahr gab es keine Kunden, mit denen ein Umsatzanteil von mehr als 10 % erzielt wurde.

75 % (Vj. 75 %) der Umsatzerlöse entfallen auf den Geräteabsatz. Die restlichen 25 % (Vj. 25 %) entstehen aus dem Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten.

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

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in TEUR 2017 2016
Kursgewinne 5.967 10.332
Andere Erträge 2.419 2.044
Gesamt 8.386 12.376

Kursgewinne entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs.

Erträge aus staatlichen Zuwendungen in Höhe von 738 Tsd. Euro (Vj. 543 Tsd. Euro) werden in der Position „Andere Erträge“ berichtet und beinhalten Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Der Anspruch ist in der Berichtsperiode entstanden.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in TEUR 2017 2016
Kursverluste 11.089 12.445
Andere Aufwendungen 1.606 1.388
Gesamt 12.695 13.833

Die Kursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilazpositionen zum Stichtagskurs.

4. Ertragsteuern

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand. Dieser beinhaltet sowohl tatsächliche als auch latente Steuern, die in die Ermittlung des Ergebnisses der Periode einfließen. Bei der Ermittlung des erwarteten Steueraufwands 2017 wird auf das Ergebnis vor Steuern ein zusammengefasster Ertragssteuersatz von 27,73 % (Vj. 27,73 %) angewendet. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 340 % zusammen, die auf die Muttergesellschaft Anwendung finden.

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in TEUR 2017 2016
Ergebnis vor Steuern (EBT) 187.048 165.868
Erwarteter Steuersatz in % 27,73 27,73
Erwarteter Ertragsteueraufwand 51.868 45.995
Abweichung lokale Steuersätze der Tochtergesellschaften -9.279 -8.891
Steuerertrag aus Vorjahren -13 -92
Steueraufwand betreffend Vorjahre 280 184
Nicht abzugsfähige Aufwendungen und sonstige Beträge 1.191 1.565
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 44.047 38.761

In den nicht abzugsfähigen Aufwendungen und sonstigen Beträgen sind in 2017 1.015 Tsd. Euro enthalten, die auf die Änderung des latenten Steuersatzes in den USA (aufgrund der Steuerreform) zurückzuführen sind.

Der dem Jahr 2017 zuzurechnende latente Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung beläuft sich auf 859 Tsd. Euro (Vj. 1.900 Tsd. Euro latenter Steuerertrag). Demnach beträgt der tatsächliche Ertragssteueraufwand ohne Berücksichtigung von latenten Steuern 43.188 Tsd. Euro (Vj. 40.661 Tsd. Euro).

Die latenten Steuerabgrenzungen der Geschäftsjahre 2017 und 2016 entfallen auf folgende Bilanzposten:

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in TEUR Aktive latente Steuer Passive latente Steuer
2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 13 10 -1.126 -1.221
Vorräte 6.503 7.323 - -
Rückstellungen 2.390 2.182 - -
Forderungen 32 80 -1 -
Übrige 277 422 -1.276 -1.101
Summe latente Steuern aktiv / passiv 9.215 10.017 -2.403 -2.322
Steuerverrechnungen -1.740 -1.744 1.740 1.744
Bilanzansatz aktiv / passiv 7.475 8.273 -663 -578

Darin enthalten sind erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste aktive latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von 198 Tsd. Euro (Vj. 222 Tsd. Euro).

Der Gesamtbetrag der aktiven bzw. passiven latenten Steuern ergibt sich zu 6.927 Tsd. Euro (Vj. 8.083 Tsd. Euro) aus kurzfristigen Sachverhalten. In Höhe von -115 Tsd. Euro (Vj. -388 Tsd. Euro) haben die ausgewiesenen Beträge langfristigen Charakter. Die kurzfristigen latenten Steuern resultieren aus verschiedenen temporären Unterschieden zwischen den IFRS-Werten und der Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, während die langfristigen latenten Steuern auf Bewertungsunterschieden von Rückstellungen, immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren.

Am 31. Dezember 2017 bestanden temporäre Differenzen in Höhe von 1.640 Tsd. Euro (Vj. 1.358 Tsd. Euro) in Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, da eine Ausschüttung dieser Gewinne nicht beabsichtigt ist.

Daneben bestehen ungenutzte steuerliche Verluste in Höhe von 1.664 Tsd. Euro (Vj. 2.219 Tsd. Euro). Latente Steueransprüche hierauf wurden nicht erfasst, da es nicht hinreichend sicher ist, dass künftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der Konzern die latenten Steueransprüche verwenden kann.

Die laufenden Ertragsteuerforderungen betragen zum Stichtag 416 Tsd. Euro und werden in der Bilanzposition „Ertragsteuerforderungen“ ausgewiesen. Im Konzernjahresabschluss 2016 wurden diese in Höhe von 749 Tsd. Euro innerhalb der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Die Ertragssteuerverbindlichkeiten betragen zum Stichtag 9.485 Tsd. Euro (Vj. 9.418 Tsd. Euro) und werden unter den Bilanzpositionen „Ertragsteuerverbindlichkeiten“ ausgewiesen. Im Konzernjahresabschluss 2016 war der langfristige Anteil in Höhe von 1.078 Tsd. Euro in den „Sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten“ enthalten.

5. Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 mittels Division des Ergebnisses nach Steuern durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien.

Auf Basis eines Aktienbestandes von 11.370.000 Stück (Vj. 11.370.000 Stück) und eines Ergebnisses nach Steuern in Höhe von 143.001 Tsd. Euro (Vj. 127.107 Tsd. Euro) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2017 ein (unverwässertes und verwässertes) Ergebnis je Aktie von 12,58 Euro (Vj. 11,18 Euro).

6. Dividende je Aktie

Der das Geschäftsjahr 2016 betreffende Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats der RATIONAL AG in Höhe von 10,00 Euro je Aktie (8,00 Euro plus eine Sonderdividende von 2,00 Euro je Aktie), wurde von der Hauptversammlung am 3. Mai 2017 mehrheitlich beschlossen. Die Dividendenauszahlung in einer Gesamthöhe von 113.700 Tsd. Euro erfolgte im Mai 2017.

Für das Geschäftsjahr 2017 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 vor, eine Dividende in Höhe von 11,00 Euro je Aktie (8,80 Euro plus eine Sonderdividende von 2,20 Euro je Aktie), d. h. insgesamt 125.070 Tsd. Euro, auszuschütten.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Aktiva

7. Immaterielle Vermögenswerte

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in TEUR Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Firmenwerte Aktivierte Entwicklungsleistungen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017 11.865 424 4.716 17.005
Währungsdifferenzen -20 - - -20
Zugänge 1.834 - 600 2.434
Abgänge -675 - - -675
Stand 31.12.2017 13.004 424 5.316 18.744
Abschreibungen
Stand 01.01.2017 7.888 - 314 8.202
Währungsdifferenzen -13 - - -13
Zugänge 1.762 - 943 2.705
Abgänge -675 - - -675
Stand 31.12.2017 8.962 - 1.257 10.219
Buchwerte
Stand 31.12.2017 4.042 424 4.059 8.525
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2016 8.758 424 2.878 12.060
Währungsdifferenzen 28 - - 28
Zugänge 3.079 - 1.838 4.917
Abgänge - - - 0
Stand 31.12.2016 11.865 424 4.716 17.005
Abschreibungen
Stand 01.01.2016 6.616 - - 6.616
Währungsdifferenzen 13 - - 13
Zugänge 1.259 - 314 1.573
Abgänge - - - 0
Stand 31.12.2016 7.888 - 314 8.202
Buchwerte
Stand 31.12.2016 3.977 424 4.402 8.803

Der ausgewiesene Firmenwert resultiert aus dem Erwerb der FRIMA - T S.A.S., Wittenheim, im Jahr 1993 und wird auf das Segment FRIMA allokiert. Ende 2017 wurde für diesen Firmenwert ein Impairment-Test auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode durchgeführt. Der ermittelte Kapitalwert liegt deutlich über dem Buchwert.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Verpfändungen oder Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung der in Fremdwährung ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den Kosten der Funktionsbereiche enthalten.

8. Sachanlagen

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in TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017 90.442 40.687 28.491 432 160.052
Währungsdifferenzen -258 -5 -281 - -544
Zugänge 6.015 1.774 4.712 28.493 40.994
Umgliederungen 117 236 55 -408 0
Abgänge -789 -931 -3.096 - -4.816
Stand 31.12.2017 95.527 41.761 29.881 28.517 195.686
Abschreibungen
Stand 01.01.2017 31.107 24.785 19.093 - 74.985
Währungsdifferenzen -111 -5 -182 - -298
Zugänge 2.943 3.059 3.120 - 9.122
Abgänge -727 -869 -2.940 - -4.536
Stand 31.12.2017 33.212 26.970 19.091 - 79.273
Buchwerte
Stand 31.12.2017 62.315 14.791 10.790 28.517 116.413
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2016 81.361 32.713 24.501 3.644 142.219
Währungsdifferenzen 110 2 73 - 185
Zugänge 7.850 7.515 4.137 173 19.675
Umgliederungen 2.209 1.159 17 -3.385 0
Abgänge -1.088 -702 -237 - -2.027
Stand 31.12.2016 90.442 40.687 28.491 432 160.052
Abschreibungen
Stand 01.01.2016 29.592 22.537 16.394 - 68.523
Währungsdifferenzen 21 1 39 - 61
Zugänge 2.511 2.943 2.873 - 8.327
Abgänge -1.017 -696 -213 - -1.926
Stand 31.12.2016 31.107 24.785 19.093 - 74.985
Buchwerte
Stand 31.12.2016 59.335 15.902 9.398 432 85.067

Im Geschäftsjahr 2017 wurde wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die Zugänge zu Grundstücken und Bauten wurden um staatliche Förderungen in Höhe von 185 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro) reduziert. Für Grundstücke und Bauten in Landsberg ist eine Grundschuld in Höhe von 33.500 Tsd. Euro eingetragen (Vj. 33.500 Tsd. Euro). Weitere Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung des in Fremdwährung ausgewiesenen Sachanlagevermögens der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen sind in den Kosten der Funktionsbereiche enthalten.

9. Finanz- und Geldanlagen

Neben einer vollständig wertberichtigten Beteiligung beinhaltet die Bilanzposition „Finanzanlagen“ Geldanlagen mit einer Restlaufzeit von über 12 Monaten. Der kurzfristige Anteil der Geldanlagen ist unter der Bilanzposition „Geldanlagen“ ausgewiesen.

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Geldanlagen

in TEUR
31.12.2017 31.12.2016
kurzfristig 70.734 175.700
langfristig 2.500 8.000
Gesamt 73.234 183.700

Mehr als die Hälfte des zum Jahresende bestehenden Festgeldvolumens ist durch den deutschen Einlagensicherungsfonds gesichert (detaillierte Angaben zu den Ausfallrisiken werden im Abschnitt „Finanzrisiken“ unter Textziffer 20 gemacht). Es bestehen keinerlei Verpfändungen dieser Geldanlagen.

Die Geldanlagen stellen Finanzinstrumente dar, die in die Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ fallen.

10. Vorräte

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.255 12.894
Unfertige Erzeugnisse 763 640
Fertige Erzeugnisse und Waren 30.664 25.680
Gesamt 45.682 39.214

Der Anstieg der Vorräte im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen.

Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzten Vorräte beträgt 1.815 Tsd. Euro (Vj. 1.824 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr 2017 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 1.404 Tsd. Euro (Vj. 740 Tsd. Euro) aufwandswirksam in den Umsatzkosten erfasst.

Insgesamt wurden in der Berichtsperiode 258.155 Tsd. Euro (Vj. 224.271 Tsd. Euro) Vorräte als Aufwand erfasst.

Wie im Vorjahr unterliegt der Vorratsbestand zum Bilanzstichtag keinerlei Verfügungsbeschränkungen oder Verpfändungen.

11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besitzen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf das Umsatzwachstum zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht wertberichtigt 109.519 99.670
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wertberichtigt 720 904
Wertberichtigungen -582 -394
Gesamt 109.657 100.180

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht wertberichtigt wurden, ergibt sich folgende Fälligkeitsstruktur:

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht wertberichtigt

in TEUR
Gesamt Nicht fällig Überfällig seit
1-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage >120 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 31.12.2017 109.519 94.061 14.752 265 98 343
Stand 31.12.2016 99.670 91.054 7.876 174 100 466

Bei den weder fälligen noch wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Hinweise darauf, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Informationen zu den Ausfallrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen finden sich im Abschnitt „Finanzrisiken“ unter Textziffer 20.

Erkennbare Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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in TEUR Stand zum 01.01. Währungseffekt Verbrauch Auflösung Zuführung Stand zum 31.12.
2017 394 -15 -115 -116 434 582
2016 468 8 -165 -296 379 394

Die ausgebuchten Forderungen im Geschäftsjahr 2017 betragen 403 Tsd. Euro (Vj. 620 Tsd. Euro). Bezahlte oder noch zu erwartende Kompensationsleistungen der Warenkreditversicherung in Höhe von 242 Tsd. Euro (Vj. 404 Tsd. Euro) sind hierbei nicht angerechnet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet sind.

12. Sonstige Vermögenswerte

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in TEUR kurzfristig langfristig
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.285 588 739 654
Umsatzsteuererstattungsansprüche 5.895 5.427 - -
Forderungen aus staatlichen Zuwendungen 571 850 1.685 1.479
Rechnungsabgrenzungsposten 1.668 1.415 - -
Übrige 1.224 950 16 -
Summe sonstige nicht finanzielle Vermö - genswerte 9.358 8.642 1.701 1.479
Gesamtsumme sonstige Vermögenswerte 10.643 9.230 2.440 2.133

Im Konzernjahresabschluss 2016 waren in dem Posten „Übrige“ laufende Ertragsteuerforderungen in Höhe von 749 Tsd. Euro enthalten, die nun als separate Position in der Bilanz ausgewiesen wurden.

In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind Derivate ohne Hedgebeziehung in Höhe von 377 Tsd. Euro (Vj. 192 Tsd. Euro) enthalten. Diese gehören der Bewertungskategorie „Finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet – zu Handelszwecken gehalten“ an. Der Restbetrag der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ist der Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet.

13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

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in TEUR Währung 31.12.2017 31.12.2016
Guthaben inkl. Tagesgelder EUR 153.621 74.532
Guthaben inkl. Tagesgelder USD 7.059 4.447
Guthaben inkl. Tagesgelder GBP 6.376 4.831
Guthaben JPY 4.782 2.907
Guthaben CHF 4.729 3.651
Guthaben SEK 4.524 2.096
Guthaben inkl. Tagesgelder CAD 3.222 2.714
Guthaben RUB 3.108 1.827
Guthaben CNY 2.606 988
Guthaben BRL 1.756 844
Guthaben inkl. Tagesgelder TRY 1.254 1.557
Guthaben inkl. Tagesgelder MXN 1.020 958
Guthaben inkl. Tagesgelder PLN 1.016 514
Guthaben sonstige Währungen und Kassenbestände Versch. 1.141 586
Gesamt 196.214 102.452

Guthaben in Fremdwährungen sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Angaben zu den Ausfallrisiken werden unter Textziffer 20 im Abschnitt „Finanzrisiken“ gemacht.

In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind Positionen mit Verfügungsbeschränkungen beinhaltet, die sich insgesamt auf einen Betrag von 4.815 Tsd. Euro (Vj. 2.757 Tsd. Euro) beziehen. Nähere Informationen zu Währungsrestriktionen können dem Abschnitt „Finanzrisiken“ der Textziffer 20 entnommen werden.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stellen Finanzinstrumente dar, die in die Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ eingestuft werden.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Passiva

14. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31. Dezember 2017 unverändert 11.370 Tsd. Euro und besteht aus 11.370.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Beschränkungen bezüglich Stimmrechte oder Übertragung von Aktien liegen nicht vor. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.

Das bedingte Kapital beträgt 200 Tsd. Euro und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstands bis zu einer Anzahl von 200.000 Stückaktien vorgesehen. Das Aktienoptionsprogramm wird in Textziffer 26 „Anteilsbasierte Vergütung“ beschrieben.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage besteht im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsengangs erzielten Agio für die Ausgabe von Anteilen abzüglich der damit verbundenen Börseneinführungskosten. Außerdem sind ergebnisneutral verrechnete Aufwands- und Ertragsposten enthalten, die vor allem aus den in Vorjahren als Barabfindung ausbezahlten Ansprüchen des Vorstands aus dem Aktienoptionsprogramm vom 3. Februar 2000 resultieren.

Gewinnrücklagen

Die in den Gewinnrücklagen enthaltenen gemäß § 150 AktG gebildeten gesetzlichen Rücklagen belaufen sich wie im Vorjahr auf 514 Tsd. Euro. Weiterhin sind in den Gewinnrücklagen das Ergebnis nach Steuern der abgelaufenen Periode sowie die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen enthalten, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden.

Übriges Eigenkapital

Das übrige Eigenkapital setzt sich aus den Unterschiedsbeträgen aus der Währungsumrechnung, den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sowie der darauf anfallenden Ertragsteuer (siehe Textziffer 4) zusammen.

Angaben zum Kapitalmanagement

Im Hinblick auf das Kapitalmanagement verfolgt RATIONAL das Ziel, die Unternehmensfortführung nachhaltig sicherzustellen und die Kapitalstruktur mit einer hohen Eigenkapitalbasis aufrechtzuerhalten. Zusätzlich möchte RATIONAL seine Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Hierbei unterliegt RATIONAL keinen satzungsmäßigen

Kapitalerfordernissen.

Die Kapitalstruktur wird im Rahmen des Berichtsprozesses insbesondere auf Basis der Eigenkapitalquote überwacht und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert. Die Eigenkapitalquote gibt an, in welchem Verhältnis das bilanzielle Eigenkapital zum Gesamtkapital des Unternehmens steht. Die Eigenkapitalquote von RATIONAL beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 74 % (Vj. 74 %).

Um die Aktionäre angemessen zu beteiligen, passt der Konzern die Dividendenzahlungen an die Anteilseigner entsprechend der Ergebnissituation an.

15. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen für die Mitarbeiter des RATIONAL-Konzerns umfassen Anwartschaften aktiver oder ausgeschiedener Mitarbeiter in Deutschland und in der Schweiz. In beiden Ländern existieren unterschiedliche Alterssicherungssysteme. Die Höhe der Pensionsrückstellungen bemisst sich im Wesentlichen an der Beschäftigungsdauer, der Vergütungshöhe, der Lebenserwartung und dem aktuellen Zinsniveau.

Deutschland

Die RATIONAL AG hat für zwei ehemalige Mitarbeiter betriebliche Altersversorgungszusagen getroffen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Pensionsrückstellungen. Beide Pensionsberechtigten beziehen bereits Zahlungen. Diese werden im Jahr 2018 voraussichtlich 51 Tsd. Euro (Vj. 51 Tsd. Euro) betragen.

Zudem bestehen Einzelzusagen und Zusagen für Mitglieder des Vorstands und ausgewählte Mitarbeiter, die über eine Unterstützungskasse durchgeführt werden. Bei den Einzelzusagen handelt es sich um Fixrentenzusagen und beitragsorientierte Zusagen, deren Leistung sich an der versicherungsförmigen Umsetzung des Beitrags bemisst. Die Zusagen betreffen Vorstände und weitere aktive sowie im Ruhestand befindliche ehemalige Führungskräfte. Die bei der Unterstützungskasse durchgeführten Leistungszusagen sind kongruent rückgedeckt, das heißt, dass die Leistungen vollständig von einem Versicherungsunternehmen erstattet werden. Daher ergibt sich bei der RATIONAL AG für diese Zusagen keine Nettoverpflichtung (Pensionsrückstellung).

Schweiz

Die Altersvorsorge in der Schweiz umfasst insgesamt 60 (Vj. 53) pensionsberechtigte, aktive Mitarbeiter. Zum Bilanzstichtag bezog keine dieser Personen Zahlungen. Die Altersvorsorge, der Hinterbliebenenschutz und die Vorsorge für Erwerbsausfall in der Schweiz basieren auf einem Drei-Säulen-System mit unterschiedlicher Finanzierung. Gemäß dem Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) sichert die zweite Säule Berufstätige bzw. deren Hinterbliebene bei Invalidität oder Tod des Versorgers ab. Ab einem Alter von 25 Jahren besteht zudem eine obligatorische Altersabsicherung. Die Finanzierung dieser Absicherung erfolgt durch einkommensabhängige Einzahlungen des Arbeitgebers und Arbeitnehmers in einen Pensionsfond, der vollständig rückversichert ist. Das Planvermögen reflektiert ausschließlich Versicherungsansprüche. Das Gesetz schreibt Minimalleistungen vor. Die Berechnung der Vorsorgeverpflichtung und der Vorsorgekosten erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dies bedeutet, die projizierte erworbene Leistung basiert auf dem Vorsorgeplan und den zurückgelegten Dienstjahren, wobei künftige Lohnerhöhungen eingerechnet werden. Die Altersrente bemisst sich aufgrund der angesammelten Altersgutschriften, der Verzinsung und des Umwandlungssatzes im Rücktrittsalter. Die Risikoleistungen sind lohnabhängig.

Die Arbeitgebereinzahlungen in die Pensionspläne werden im Jahr 2018 voraussichtlich 333 Tsd. Euro (Vj. 236 Tsd. Euro) betragen.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt in Deutschland 16 Jahre (Vj. 17 Jahre) und in der Schweiz 22 Jahre (Vj. 22 Jahre).

Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) M arktwert des Planvermögens Rückstellung
2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Wert zum 01.01 5.852 4.419 2.629 1.771 3.223 2.648
Währungsdifferenz -405 24 -212 12 -193 12
Zinsaufwand 39 43 - - 39 43
Zinsertrag - - 15 15 -15 -15
Laufender Dienstzeitaufwand 520 518 - - 520 518
Versicherungsmathematische Verluste / Gewinne aufgrund von Anpassungen finanzieller Annahmen -238 116 - - -238 116
Versicherungsmathematische Verluste / Gewinne aufgrund von Anpassungen demographischer Annahmen - -61 - - - -61
Erfahrungsbedingte versicherungsmathe- matische Verluste / Gewinne 81 331 - - 81 331
Erträge aus Planvermögen ohne Zinserträge - - -58 -118 58 118
Arbeitgeberbeiträge - - 228 233 -228 -233
Arbeitnehmerbeiträge - - 228 233 -228 -233
Eingebrachte / gezahlte Leistungen -268 462 -249 483 -19 -21
Wert zum 31.12 5.581 5.852 2.581 2.629 3.000 3.223
darin Deutschland 814 838 - - 814 838
darin Schweiz 4.767 5.014 2.581 2.629 2.186 2.385

Den Bewertungen liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

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Deutschland Schweiz
Rechnungszins 1,30% 0,75%
(Vj. 1,50%) (Vj. 0,60%)
Gehaltstrend - 1,50%
- (Vj. 1,50%)
Rententrend 1,75% 0,00%
(Vj. 1,75%) (Vj. 0,00%)

Als biometrische Berechnungsgrundlage wurden für Deutschland die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. K. Heubeck und für die Schweiz die BVG-2015-Generationentafel verwendet. Die Bewertung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten.

Die nachfolgend dargestellte Sensitivitätsanalyse zeigt, wie die Pensionsrückstellung durch mögliche Änderungen der maßgeblichen Annahmen zum Bilanzstichtag beeinflusst würde. In der Sensitivitätsanalyse wird nicht berücksichtigt, dass es zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen Abhängigkeiten gibt. Es wird jeweils nur ein Parameter geändert, die anderen bleiben für die Analyse unverändert. Die Sensitivitätsanalyse dürfte daher nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein.

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in TEUR 2017 2016
Rechnungszins -0,5 % +612 +649
Rechnungszins +0,5 % -522 -554
Gehaltstrend -0,5 % -44 -41
Gehaltstrend +0,5 % +37 +41
Rententrend -0,5 % (nur Deutschland) -37 -38
Rententrend +0,5 % +299 +299
Lebenserwartung +1 Jahr +97 +106

16. Sonstige Rückstellungen

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2017

in TEUR
S tand 01.01. Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung
Personal 18.876 -447 -13.721 16.354
Händlerboni 12.002 -807 -11.195 11.635
Gewährleistung 12.171 -54 -7.168 12.135
Sonstige 4.672 -244 -3.848 4.876
Gesamt 47.721 -1.552 -35.932 45.000
2016

in TEUR
Stand 01.01. Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung
Personal 16.981 -30 -13.708 15.530
Händlerboni 11.114 210 -11.285 11.963
Gewährleistung 11.001 10 -7.422 8.506
Sonstige 4.519 183 -4.461 4.431
Gesamt 43.615 373 -36.876 40.430

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2017

in TEUR
Zinseffekte Stand 31.12. Davon langfristig
Personal 60 21.122 5.039
Händlerboni - 11.635 -
Gewährleistung 22 17.106 5.403
Sonstige - 5.456 463
Gesamt 82 55.319 10.905
2016

in TEUR
Zinseffekte Stand 31.12. Davon langfristig
Personal 103 18.876 4.502
Händlerboni - 12.002 -
Gewährleistung 76 12.171 4.272
Sonstige - 4.672 429
Gesamt 179 47.721 9.203

Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsanteile sowie zukünftige Zuwendungen aufgrund langjähriger Betriebszugehörigkeit. Die Rückstellung für Händlerboni wird für noch zu gewährende, am Abschlussstichtag ausstehende Preisnachlässe gebildet. Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung der Konzerngesellschaften für die Funktionalität der Produkte und wird in der Regel innerhalb von zwei Jahren verbraucht. In der Position „Sonstige“ sind Rückstellungen für verschiedene Sachverhalte enthalten, deren Wertansätze im Einzelfall von untergeordneter Bedeutung sind.

17. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die folgende Tabelle gliedert die Veränderungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in einen zahlungswirksamen und einen zahlungsunwirksamen Teil:

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in TEUR Buchwert 01.01.2017 Zahlungswirksame Veränderungen Zahlungsunwirksame Veränderungen durch Währungseffekte Buchwert 31.12.2017 Davon langfristig
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.793 -13.376 -170 14.247 8.937

In 2017 wurde ein neues Darlehen zur Finanzierung des Umbaus am Unternehmensstandort Landsberg in Höhe von 1.060 Tsd. Euro aufgenommen. Ende Dezember 2017 wurden zwei Finanzierungen nach Auslaufen der Zinsbindungsfrist vollständig getilgt (Resttilgung insgesamt 9.546 Tsd. Euro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Darlehensverträge für Immobilienfinanzierungen, welche durch Grundschulden abgesichert sind. Für alle Verträge zum 31.12.2017 bestehen Zinsbindungen für die gesamte Laufzeit. Eine Abtretung der Rechte an Dritte wurde vertraglich eingeschränkt.

Aus den Darlehensverträgen werden in den Folgeperioden folgende Zins- und Tilgungszahlungen fällig:

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in TEUR 2018 2019-2022 ab 2023
Zahlungen aus Sicht des 31.12.2017 3.386 8.298 956
in TEUR 2017 2018-2021 ab 2022
Zahlungen aus Sicht des 31.12.2016 5.716 17.316 4.122

Daneben bestehen sonstige kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2.091 Tsd. Euro (Vj. 2.024 Tsd. Euro).

Sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Bestandteil der Bewertungskategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“.

18. Sonstige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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in TEUR kurzfristig langfristig
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 6.318 6.032 - -
Verbindlichkeiten aus Grundstückskauf 2.771 3.214 3.214 -
Zeitwert derivativer Finanzinstrumente 157 1.126 - -
Übrige 786 652 - 59
Summe sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10.032 11.024 3.214 59
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 6.376 7.666 - -
Verbindlichkeiten aus Urlaubsansprüchen 5.436 4.975 - -
Verbindlichkeiten aus Lohn- / Kirchensteuer 3.540 3.077 - -
Sozialabgaben 2.059 1.422 - -
Übrige 1.345 887 142 -
Summe sonstige nicht finanzielle Verbind - lichkeiten 18.756 18.027 142 0
Gesamtsumme sonstige Verbindlichkeiten 28.788 29.051 3.356 59

Im Konzernjahresabschluss 2016 waren in den „Sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten“ langfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.078 Tsd. Euro enthalten, die nun in einer separaten Bilanzposition ausgewiesen werden.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert insbesondere aus zum Bilanzstichtag noch nicht beglichenen Investitionen in Sachanlagevermögen.

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden im Wesentlichen innerhalb weniger Monate nach dem Bilanzstichtag beglichen.

In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Derivate ohne Hedgebeziehung in Höhe von 157 Tsd. Euro (Vj. 1.126 Tsd. Euro) enthalten. Diese gehören der Bewertungskategorie „Finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - zu Handelszwecken gehalten“ an. Der Restbetrag der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind der Bewertungskategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ zugeordnet.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

19. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und die Zahlungsmitteläquivalente von RATIONAL im Berichtsjahr verändert haben. Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend IAS 7 nach der operativen Tätigkeit, die dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit entspricht, nach der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Für die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wird die indirekte Methode verwendet. Dazu wird das Ergebnis vor Steuern (EBT) um nichtzahlungswirksame Positionen (wie z. B. den Abschreibungen auf Anlagevermögen, Veränderungen der Vorräte, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten) sowie dem Zinsergebnis bereinigt und die Ertragsteuerzahlungen abgezogen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt. Er ergibt sich im Wesentlichen aus bereits zahlungswirksamen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie dem Erwerb bzw. der Auflösung von Festgeldanlagen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt. Darin enthalten sind größtenteils Dividendenzahlungen an Aktionäre sowie die Auszahlung und Tilgung von Bankdarlehen (Überleitung zur Bilanzposition „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ siehe Textziffer 17).

Der Finanzmittelbestand erhöhte sich von 102.452 Tsd. Euro am Geschäftsjahresbeginn auf 196.214 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2017.

Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss

20. Finanzinstrumente

Basierend auf den Bewertungskategorien des IAS 39 erfolgt die Folgebilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Bilanz grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Einzige Ausnahme stellen die derivativen Finanzinstrumente dar, die in der Bilanz zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die nach IFRS 7.29 zusätzlich anzugebenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten. Wird für ein Finanzinstrument kein beizulegender Zeitwert ausgewiesen, so stellt der angegebene Buchwert des Finanzinstruments einen angemessenen Näherungswert für dessen beizulegenden Zeitwert dar.

Alle Finanzinstrumente, für die ein beizulegender Zeitwert ermittelt wurde, wurden anhand der Bemessungshierarchiestufe 2 gem. IFRS 13 bewertet. Während der Berichtsperiode kam es zu keinen Umgliederungen zwischen den Bemessungshierarchiestufen. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden die Finanzinstrumente zum Ende der Berichtsperiode umgegliedert.

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in TEUR Buchwert 31.12.2017 Beizulegender Zeitwert 31.12.2017 Buchwert 31.12.2016 Beizulegender Zeitwert 31.12.2016
Kredite und Forderungen 380.752 387.382
Langfristige Geldanlagen 1) 2.500 2.501 8.000 8.005
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 2) 739 742 654 654
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 109.657 100.180
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3) 908 396
Kurzfristige Geldanlagen 70.734 70.749 175.700 175.613
Zahlungsmittel und -äquivalente 196.214 102.452
Finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 377 192
Derivate ohne Hedgebeziehung 3) 377 377 192 192
Finanzielle Verb indlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 58.650 62.750
Langfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 8.937 9.340 20.747 22.853
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeinten 4) 3.214 3.088 59
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 5.310 5.341 7.046 7.114
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.314 25.000
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5) 9.875 9.898
Finanzielle Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 157 1.126
Derivate ohne Hedgebeziehung 5) 157 157 1.126 1.126

1) Enthalten in Bilanzposition "Finanzanlagen"

2) Enthalten in Bilanzposition "Sonstige langfristige Vermögenswerte"

3) Enthalten in Bilanzposition "Sonstige kurzfristige Vermögenswerte"

4) Enthalten in Bilanzposition "Sonstige langfristige Verbindlichkeiten"

5) Enthalten in Bilanzposition "Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten"

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand folgender Bewertungstechniken:

Geldanlagen

Für Geldanlagen wurde eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts nach der Barwertmethode durchgeführt. Hierzu wurden die Rückzahlungsbeträge am Fälligkeitstag mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen unter Berücksichtigung des Ausfallrisikos des Kontrahenten diskontiert.

Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen ausstehende Kautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der beizulegende Zeitwert wird mit der Barwertmethode durch laufzeitkongruente Abzinsung der ausstehenden Beträge ermittelt. Eine Berücksichtigung der Kontrahentenausfallrisiken findet hier aus Wesentlichkeitsgründen nicht statt.

Derivative Finanzinstrumente

Bei den zum Bilanzstichtag angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermingeschäfte sowie Devisenoptionen. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts werden als Basis die stichtagsbezogenen bonitätsneutralen Bewertungen der jeweiligen Kontrahenten-Bank herangezogen. Die Banken bewerten auf Basis der für den betreffenden Stichtag gültigen Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Barwertmethode für Termingeschäfte und Swaps bzw. Black-Scholes-Methode für Optionen). Bei der Bestimmung der bonitätsneutralen Bewertung bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt.

Neben den bonitätsneutralen Bewertungen wird außerdem das Risiko der Nichterfüllung (CVA = Credit Value Adjustment bzw. DVA = Debit Value Adjustment) bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt nach der Barwertmethode. Die Cashflows der Annuitätendarlehen zu den unterschiedlichen Zins- und Tilgungsterminen wurden hierzu mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen unter Berücksichtigung des eigenen Ausfallrisikos diskontiert.

Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Der beizulegende Zeitwert der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird mit der Barwertmethode durch laufzeitkongruente Abzinsung des ausstehenden Betrags unter Berücksichtigung des eigenen Ausfallrisikos ermittelt.

Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente pro Bewertungskategorie. Das Zinsergebnis ist hierbei nicht berücksichtigt.

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Nettogewinne oder -verluste ohne Zinsen

in TEUR
2017 2016
Kredite und Forderungen -8.642 -2.360
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 0 0
Finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet werden (zu Handelszwecken gehalten) +1.972 -428
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden +166 +141

Die Nettogewinne bzw. -verluste beinhalten Beträge aus der Währungsumrechnung. Daneben sind im Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Diese werden unter den „Sonstigen betrieblichen Aufwendungen“ bzw. „Sonstigen betrieblichen Erträgen“ erfasst.

Gesamtzinsertrag und -aufwand

Aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, ergaben sich folgende Gesamtzinserträge bzw. -aufwendungen, die im Finanzergebnis ausgewiesen werden:

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Gesamtzinserträge bzw. -aufwendungen Angaben

in TEUR
2017 2016
Gesamtzinserträge 327 364
Gesamtzinsaufwendungen 738 835

Saldierung von Finanzinstrumenten

Die folgenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz entweder saldiert ausgewiesen oder unterliegen einer rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarung oder ähnlichen Vereinbarungen, wodurch eine Saldierung nur im Fall der Insolvenz einer der Parteien möglich ist:

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2017

in TEUR
Bruttobetrag finanzielle Vermögenswerte vor Saldierung Bruttobetrag finanzielle Verbindlichkeiten vor Saldierung Nettobetrag nach Saldierung in der Bilanz Potenzielle Aufrechnungsbeträge, die zu keiner Saldierung in der Bilanz geführt haben Nettobetrag
Finanzielle Vermögenswerte
Derivate 377 - 377 151 226
Geldanlagen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 269.448 - 269.448 5.613 263.835
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 112.910 3.253 109.657 - 109.657
Summe 382.735 3.253 379.482 5.764 373.718
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate - 157 157 151 6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 14.247 14.247 5.613 8.634
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 3.253 9.571 6.318 - 6.318
Summe 3.253 23.975 20.722 5.764 14.958

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2016

in TEUR
Bruttobetrag finanzielle Vermögenswerte vor Saldierung Bruttobetrag finanzielle Verbindlichkeiten vor Saldierung Nettobetrag nach Saldierung in der Bilanz Potenzielle Aufrechnungsbeträge, die zu keiner Saldierung in der Bilanz geführt haben Nettobetrag
Finanzielle Vermögenswerte
Derivate 192 - 192 192 0
Geldanlagen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 286.152 - 286.152 25.769 260.383
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 103.052 2.872 100.180 - 100.180
Summe 389.396 2.872 386.524 25.961 360.563
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate - 1.126 1.126 192 934
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 27.793 27.793 25.769 2.024
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 2.872 8.904 6.032 - 6.032
Summe 2.872 37.823 34.951 25.961 8.990

Finanzrisiken

In den Finanzinstrumenten sind spezifische Risiken wie Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken enthalten, welche Wechselkurs-, Zins- und Preisrisiken umfassen.

RATIONAL verfügt über ein weltweit implementiertes Risikomanagementsystem, das sowohl die frühzeitige Erkennung und Analyse von Chancen und Risiken ermöglicht als auch die Ergreifung entsprechender Präventivmaßnahmen unterstützt. In Bezug auf die mit Finanzinstrumenten verbundenen Chancen und Risiken sind folgende Bestandteile des RATIONAL-Risikomanagementsystems (vgl. hierzu auch den Chancen- und Risikobericht im Konzernlagebericht) von besonderer Bedeutung:

Der weltweit integrierte Planungsprozess definiert konkrete Absatz- und Finanzziele und legt Maßnahmen für die Zielerreichung fest.
Im Berichtswesen wird der Grad der Zielerreichung in allen Unternehmensbereichen zuverlässig und kontinuierlich gemessen, analysiert und kommentiert. Dadurch ist eine schnelle, flexible und frühzeitige Gegensteuerung bei Fehlentwicklungen garantiert.
Die Ermittlung von Benchmarks und Schwellenwerten im Finanzbereich unterstützt die Führungskräfte bei der Früherkennung von Fehlentwicklungen und der angemessenen Gegensteuerung.
Zur Absicherung der Forderungen arbeitet RATIONAL weltweit mit einem der größten Warenkreditversicherer zusammen.
Alle Geschäftsprozesse und internen Kontrollsysteme sind klar definiert. Qualität und Einhaltung werden durch regelmäßige Schulungen und Kontrollen sichergestellt.
Die interne Revision erfasst und bewertet unabhängig und objektiv Abweichungen von Soll-Situationen. Fehlentwicklungen werden frühzeitig identifiziert.
Um die Qualität des weltweiten Cash-Managements sicherzustellen, ist ein global integriertes Treasury-Management-System im Einsatz.
Das umfassende Versicherungskonzept wird jährlich überprüft und an das neue Risikoumfeld angepasst.

Die RATIONAL Gruppe ist allen gültigen gesetzlichen Anforderungen aus der EMIR Verordnung fristgerecht nachgekommen. Die nach § 20 Abs. 1 WpHG erforderliche Sonderprüfung für 2016 ist ohne Beanstandung abgeschlossen worden. Auch für das Jahr 2017 ist die RATIONAL AG prüfungspflichtig. Diese wird gesetzeskonform im Jahr 2018 stattfinden.

Im Folgenden werden die im RATIONAL-Konzern bestehenden spezifischen Risiken erläutert:

Ausfallrisiken

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

RATIONAL beliefert Kunden auf allen Kontinenten und in nahezu allen Regionen der Welt. Der Vertrieb erfolgt weltweit über den Fachhandel. Endkunden kommen vorwiegend aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in der Regel gegenüber dem Fachhandel. Ausfallrisiken können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Eine für die gesamte Gruppe gültige „Credit Policy“ sieht klare Regelungen entlang des gesamten Auftragsprozesses vor, deren Umsetzung durch Schulungen, ein zeitnahes Berichtswesen und durch IT-Unterstützung sichergestellt wird. Die „Credit Policy“ vereint die „Mindestanforderungen für das Credit Management“ (MaCM) des Bundesverbandes Credit Management (BvCM) mit der RATIONAL-spezifischen „One-Piece-Flow“-Prozessorganisation.

Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen - die potenzielle Bonitäts- und Liquiditätsrisiken für die RATIONAL-Gruppe nach sich ziehen könnten - zu vermeiden oder zu reduzieren, werden die Kunden einer Bonitätsprüfung und permanenten -überwachung durch die Warenkreditversicherungsgesellschaft und deren lokale Partnergesellschaften unterzogen. Gemäß deren Einschätzung wird das RATIONAL-Kundenportfolio als „gering risikobehaftet“ bewertet.

Soweit möglich werden - basierend auf dieser Bonitätsprüfung - die Kundenforderungen versichert. Die Warenkreditversicherung deckt im Rahmen der bestehenden Verträge neben dem Insolvenzrisiko der Kunden auch den sogenannten Protracted Default (Nichtzahlungstatbestand als Versicherungsfall) ab. Im Versicherungsfall werden in der Regel 90 % der ausgefallenen versicherten Forderung von der Warenkreditversicherung ersetzt.

Alternativ zur Deckung durch die Warenkreditversicherung werden in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung andere Sicherheiten (z. B. bestätigte, unwiderrufliche Akkreditive, Bankbürgschaften und andere bankübliche Sicherheiten) oder Vorauszahlungen verlangt. Nur in klar definierten Ausnahmefällen wird anhand einer Risiken- / Chancen-Abwägung eine unbesicherte Belieferung auf offenes Zahlungsziel in Betracht gezogen.

Von einer Bonitätsprüfung und Absicherung unberücksichtigt bleiben Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden der öffentlichen Hand mit Sitz in Ländern mit einwandfreien Länderbonitäten.

Die folgende Tabelle stellt die Ermittlung des ungedeckten Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar:

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 109.657 100.180
davon erstattungsfähige Umsatzsteuer *) 9.287 8.562
davon potenzieller Erstattungsbetrag durch die Warenkreditversicherung 79.851 73.118
davon mit Bankakkreditiven / Bankbürgschaften unterlegte Forderungen 3.797 1.882
davon Forderungen gegen Abnehmer der öffentlichen Hand *) 302 278
Ungedecktes Ausfallrisiko 16.420 16.340
Risikodeckungsgrad 85% 84%

*) bei einwandfreiem Länderrating

Das nach Berücksichtigung der dargestellten Sicherheiten verbleibende ungedeckte Ausfallrisiko beinhaltet Klumpenrisiken in Höhe von 550 Tsd. Euro (Vj. 983 Tsd. Euro), die sich auf 2 (Vj. 3) Kunden verteilen. Im Bereich der Klumpenrisiken werden die nicht abgesicherten Forderungen mit einem Nennwert von mehr als 200 Tsd. Euro (Vj. 200 Tsd. Euro) pro Einzelkunde betrachtet. Bei Kunden mit regelmäßigen Außenständen von mehr als 200 Tsd. Euro kann von Jahresumsätzen im deutlich siebenstelligen Euro-Bereich ausgegangen werden. Damit sind diese Kunden dem Segment der A-Kunden zuzurechnen und stehen - auch gemäß interner Kompetenz-Regelungen - im direkten Fokus des Managements.

Forderungen gegenüber Kreditinstituten

Ein Ausfallrisiko besteht im Rahmen der Geldanlagen und bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert durch mögliche Nichterfüllung seitens des jeweiligen Kontraktpartners.

Die folgende Tabelle weist die Besicherung der Einlagen bei Banken sowie das verbleibende maximale Nettorisiko bei Ausfall der Kreditinstitute aus:

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in TEUR Buchwert 31.12.2017 Besichert durch Einlagensicherungsfonds 31.12.2017 Ausfallrisiko 31.12.2017
Geldanlagen 73.234 43.331 29.903
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 196.214 170.737 25.477
Gesamt 269.448 214.068 55.380

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in TEUR Buchwert 31.12.2016 Besichert durch Einlagensicherungsfonds 31.12.2016 Ausfallrisiko 31.12.2016
Geldanlagen 183.700 158.800 24.900
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 102.452 82.025 20.427
Gesamt 286.152 240.825 45.327

Bei RATIONAL qualifizieren sich zur Geldanlage nur Kreditinstitute im Investment Grade mit einem Langfrist-Rating nach Standard & Poor´s von mindestens BBB. Zur Diversifizierung verteilen sich die Geldanlagen zum Jahresende auf mehrere Kreditinstitute.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Das maximale Ausfallrisiko bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht den in der Bilanz angesetzten Werten.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen.

Im Corporate Treasury hat die Überwachung und Versorgung mit liquiden Mitteln oberste Priorität. Dies erfolgt durch tägliches Cash-Management und eine rollierende Liquiditätsplanung mit kontinuierlicher Überwachung und Steuerung der konzernweit ein- und abgehenden Zahlungsströme. Mit der vorgehaltenen Liquiditätsreserve kann auch auf beträchtliche Cashflow-Schwankungen oder auftretende Bedarfsspitzen flexibel reagiert und somit allen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachgekommen werden.

Zum Bilanzstichtag summiert sich die Liquiditätsreserve aus Eigenmitteln (inklusive aller bestehenden kurzfristigen Festgelder) auf insgesamt 266.882 Tsd. Euro (Vj. 278.152 Tsd. Euro). Zusätzlich bestehen zum Bilanzstichtag Festgelder mit einer Restlaufzeit von über 12 Monaten in Höhe von 2.500 Tsd. Euro (Vj. 8.000 Tsd. Euro), die aufgrund der Langfristigkeit der Anlage nicht der Liquiditätsreserve aus Eigenmitteln zugerechnet werden.

Große Bedeutung hat bei RATIONAL die Innenfinanzierung, die im Wesentlichen zur Finanzierung des weltweiten Umsatzwachstums in den vergangenen Jahren eingesetzt wurde. Für den Fall, dass RATIONAL zusätzlichen Bedarf an Fremdfinanzierungen haben sollte, stehen vertraglich vereinbarte, fest zugesagte Kreditlinien bei mehreren Kreditinstituten (mit Langfrist-Ratings von BBB+ bis A nach Standard & Poor´s) zur Verfügung.

RATIONAL genießt bei Kreditinstituten eine erstklassige Bonität. Für die bestehenden Kreditlinien sind keine Auflagen in Form von Bedingungen und Kennziffern vereinbart, deren Nichteinhaltung dazu führen könnte, dass die Kreditlinien neu verhandelt werden müssten. Für die bestehenden Kreditlinienverträge wurden keine Sicherheiten abgetreten, stattdessen sind sogenannte Negativerklärungen bzw. Bankengleichbehandlungsreverse vereinbart worden. Damit verpflichtet sich RATIONAL zur Gleichbehandlung aller Kreditinstitute in Bezug auf eine mögliche Besicherung von vergleichbaren Krediten. Die Höhe der vertraglich fest zugesagten Kreditlinien beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 35.000 Tsd. Euro (Vj. 35.000 Tsd. Euro). Davon sind nach Anrechnung von Abtretungen für Tochtergesellschaften und Avalen 29.661 Tsd. Euro (Vj. 29.245 Tsd. Euro) noch nicht ausgeschöpft.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden überwiegend innerhalb eines Jahres beglichen. Konkrete Informationen zu den fälligen Zins- und Tilgungszahlungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten können der Textziffer 17 „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ entnommen werden.

Marktrisiken

Aufgrund der internationalen Ausrichtung von RATIONAL können der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten in Form verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeitspositionen Marktrisiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen ausgesetzt sein.

Ziel des in der Muttergesellschaft angesiedelten Corporate Treasury ist es, den identifizierten Transaktionsrisiken im Währungs- und Zinsbereich durch geeignete Instrumente und Maßnahmen entgegenzuwirken. Diese Aktivitäten sind in Unternehmensrichtlinien schriftlich vereinbart und werden durch ein Treasury-Management-System unterstützt, gesteuert und überwacht. Identifizierten Risiken wird – falls dies sinnvoll erscheint und effektive Sicherungsinstrumente zur Verfügung stehen – durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten entgegengewirkt. Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind ausschließlich Banken im Investment Grade mit einem Rating von mindestens BBB nach Standard & Poor´s.

Währungsrisiken

Währungsrisiken resultieren zum einen aus Wechselkursänderungen zum Stichtag und einer daraus folgenden möglichen Veränderung der beizulegenden Zeitwerte bestehender Fremdwährungsbilanzpositionen (Translationsrisiko). Davon sind zum Stichtag die Positionen „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“, „Sonstige Vermögenswerte“, „Geldanlagen“, „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ sowie „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ und „Sonstige Verbindlichkeiten“ betroffen. Translationsrisiken werden bei RATIONAL nicht durch Sicherungsgeschäfte abgesichert. Andererseits besteht ein Risiko, dass aus einem Finanzinstrument in einer Fremdwährung resultierende zukünftige Cashflows durch veränderte Wechselkurse deutlich von den zum Stichtagskurs erzielbaren Werten abweichen (Transaktionsrisiko). Transaktionsrisiken sind sowohl liquiditäts- als auch erfolgswirksam.

Die weltweiten Transaktionsrisiken des Konzerns werden monatlich mit einem Sechs-Monats-Zukunftshorizont ermittelt, zentral gebündelt und gesteuert. Die identifizierten Transaktionsrisiken werden bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, wobei sich die Sicherung auf gebuchte und antizipierte Geschäfte bezieht. Dies gilt insbesondere für Transaktionen in den frei konvertierbaren Währungen unserer Gesellschaften in Schweden, Großbritannien, den USA, Kanada, Mexiko und Japan. Zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen in frei konvertierbaren Währungen setzt RATIONAL Devisenoptionen sowie Devisentermingeschäfte ein.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Kontraktwerte und beizulegende Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag, aufgeteilt nach Kategorien. Die Kontraktwerte entsprechen der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge der Währungsderivate und geben somit Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag.

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in TEUR Kontraktwert Positiver beizulegender Zeitwert
Währung 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Devisentermingeschäfte GBP 678 1.946 2 0
Devisentermingeschäfte USD - 1.438 - 27
Devisentermingeschäfte SEK 1.202 - 18 -
Devisenoptionen GBP 46.454 40.181 82 92
Devisenoptionen USD 19.081 22.338 126 58
Devisenoptionen JPY 4.840 - 75 -
Devisenoptionen CAD 7.181 5.983 41 15
Devisenoptionen MXN 1.455 - 33 -
Gesamt 80.891 71.886 377 192

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in TEUR Negativer beizulegender Zeitwert
Währung 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- ---
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Devisentermingeschäfte GBP 0 43
Devisentermingeschäfte USD - 0
Devisentermingeschäfte SEK 0 -
Devisenoptionen GBP 123 692
Devisenoptionen USD 23 331
Devisenoptionen JPY 6 -
Devisenoptionen CAD 5 61
Devisenoptionen MXN 0 -
Gesamt 157 1.127

Derivate mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Landeswährungen von Gesellschaften, die strengen Währungsrestriktionen unterliegen, sind entweder nicht frei konvertierbar (z. B. Brasilien und Indien) oder stehen ausschließlich für nachgewiesene Handelsgeschäfte (z. B. China und Russland) zur Verfügung. Für die Bezahlung von Verbindlichkeiten, die gemäß den Restriktionen nicht in Landeswährung bezahlt werden dürfen, muss die Landeswährung in Euro getauscht werden. Dies ist ausschließlich innerhalb des Landes und erst nach Genehmigung der entsprechenden Behörden möglich. Aufgrund des geringen Volumens und den vergleichsweise hohen Kosten finden derzeit keine Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen in nicht frei konvertierbaren oder nur bedingt konvertierbaren Währungen statt.

Durch die teilweise Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten in Fremdwährungen, in denen auch Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, können die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert werden (Natural Hedge).

Im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten ergäben sich bei geänderten Wechselkursen die im Folgenden dargestellten hypothetischen Auswirkungen auf das Ergebnis und das übrige Eigenkapital:

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in TEUR Hypothetische Ergebnisauswirkung 2017
Euroaufwertung +10

%
Euroabwertung -10

%
--- --- ---
EUR/USD -1.440 1.536
EUR/GBP -849 -814
EUR/SEK -775 946
EUR/JPY -603 755
EUR/BRL -467 571
EUR/CHF -464 567
Übrige -1.972 2.319
Summe -6.570 5.880

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in TEUR Hypothetische Ergebnisauswirkung 2016
Euroaufwertung +10

%
Euroabwertung -10

%
--- --- ---
EUR/USD -644 228
EUR/GBP -276 -780
EUR/SEK -424 518
EUR/JPY -752 919
EUR/CHF -382 467
Übrige -1.750 1.979
Summe -4.228 3.331

Zinsrisiken

Zinsrisiken bezeichnen das Risiko der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten oder künftigen Zahlungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze.

Zinsänderungsrisiken für künftige Zahlungen werden bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung entgegengewirkt. Für die ausstehenden Darlehen ist eine Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit vereinbart.

Preisrisiken

Preisrisiken können in erster Linie in Zusammenhang mit dem Bezug von Rohstoffen für die Fertigung der Produkte entstehen.

RATIONAL setzt in der Produktion pro Jahr mehrere Tausend Tonnen hochwertigen rostfreien Edelstahl ein. Das Risiko der Preisänderung für Edelstahl ist sowohl vom Stahlgrundpreis als auch von den börsenbedingten Rohstoffpreisschwankungen der Legierungsmetalle (insbesondere Nickel) abhängig, die sich im sogenannten Legierungszuschlag niederschlagen.

Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente besteht weder beim Stahlgrundpreis noch bei den Legierungsmetallen. Für den Stahlgrundpreis bestehen jedoch feste Verträge mit den Lieferanten, die den vereinbarten Bezugspreis für ca. ein Jahr im Voraus fixieren. Im Hinblick auf die Legierungsmetalle wurde in 2017 für einen kleinen Teil ebenso eine Bezugspreissicherung durchgeführt.

Die Schwankungen des nicht gesicherten Legierungszuschlags wirken sich direkt auf die Herstellkosten und damit auf das Gesamtergebnis aus. Wäre der ungesicherte Legierungszuschlag im Jahr 2017 durchschnittlich um 10 % teurer (billiger) gewesen, so hätte sich das Ergebnis 2017 um ca. 1.013 Tsd. Euro (Vj. 807 Tsd. Euro) verringert (erhöht).

21. Mitarbeiter und Personalaufwand

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Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 2017 Anteil

in %
2016 Anteil

in %
Produktions- und Lieferprozess 431 23 397 24
Vertrieb und Marketing 814 44 726 44
Technischer Kundendienst 195 11 163 10
Forschung und Entwicklung 141 8 130 8
Verwaltung 255 14 237 14
Gesamt 1.836 100 1.653 100
davon im Ausland 825 45 730 44

Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2017 2016
Entgelt 124.889 111.743
Sozialabgaben 23.571 20.736
davon Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne 9.897 9.043
Gesamt 148.460 132.479

22. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Operating-Leasingverhältnisse ergeben sich überwiegend aus der Anmietung von Büroräumen und aus dem Leasing von Fertigungseinrichtungen, Fahrzeugen, EDV-Ausstattung und sonstigen Büromaschinen. Die Verträge haben zum Teil feste Laufzeiten oder sind unbefristet und beinhalten folgende künftige Mindestmiet- und -leasingzahlungen:

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Bis 1 Jahr 6.283 5.192
1 - 5 Jahre 7.984 6.316
> 5 Jahre 0 85
Gesamt 14.267 11.593
Fair Value 14.271 11.583

In den Miet- und Leasingverträgen sind keine auferlegten Beschränkungen enthalten. Die im Geschäftsjahr 2017 ergebniswirksam erfassten Miet- und Leasingaufwendungen belaufen sich auf 7.278 Tsd. Euro (Vj. 6.388 Tsd. Euro).

Die Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagevermögen betragen 27.143 Tsd. Euro (Vj. 3.505 Tsd. Euro) und für den Kauf von immateriellen Vermögenswerten 168 Tsd. Euro (Vj. 291 Tsd. Euro). Hierin sind im Wesentlichen Bauinvestitionen sowie Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen enthalten.

In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.

23. Geschäftssegmente

Der Konzern gliedert sich in zwei Segmente, RATIONAL und FRIMA. Die interne Steuerung und Berichterstattung an den Vorstand richtet sich an diesen Segmenten aus und reflektiert die organisatorische Ausrichtung des Konzerns. Als Erfolgsgröße dient das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Die Rechnungslegungsgrundsätze für die Segmente entsprechen grundsätzlich denen des Konzerns.

Ab dem Geschäftsjahr 2017 wurde die Definition der Segmente geändert, welche an das Management berichtet werden. Die Berichterstattungsstruktur des Konzerns richtete sich bis dahin an den legalen Einheiten RATIONAL und FRIMA aus. Die neue Betrachtung führt weg von einer legalen Sicht hin zu einer Produktsicht. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend auf die neue Segmentdefinition angepasst.

Das Segment RATIONAL konzentriert sich auf Kochprozesse, bei denen die Wärmeübertragung durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem erfolgt. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse wird aus dem Verkauf des SelfCookingCenter ® und des CombiMaster ® Plus erzielt.

FRIMA fokussiert sich auf Kochanwendungen, bei denen in Flüssigkeit oder mit direkter Kontakthitze gegart wird. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Verkauf des VarioCooking Center ® erzielt.

Beide Segmente beinhalten die Funktionen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service sowie Verwaltung.

Die Segmentumsätze enthalten sowohl Umsätze mit Dritten als auch Umsätze zwischen den Segmenten. Verkäufe und Erlöse im Innenverhältnis werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Dritten vereinbart werden. Das Segmentergebnis entspricht dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern der jeweiligen Segmente. Neben den Segmentumsätzen sind hierin alle Segmentaufwendungen mit Ausnahme der Ertragsteuern sowie des Finanzergebnisses enthalten.

Die in den Segmenten ausgewiesenen Investitionen und Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Wesentliche nach IFRS 8.23 angabepflichtige zahlungsunwirksame Aufwendungen sind weder 2017 noch im Vorjahr entstanden. Vermögenswerte und Schulden werden auf Segmentebene nicht berichtet.

Die Überleitungsspalte enthält im Wesentlichen die aus Konsolidierungsvorgängen resultierenden Effekte.

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Geschäftssegmente 2017

in TEUR
RATIONAL FRIMA Summe der Segmente Überleitung Konzern
Außenumsätze 644.466 57.634 702.100 - 702.100
Innenumsätze 1.869 - 1.869 -1.869 -
Segmentumsätze 646.335 57.634 703.969 -1.869 702.100
Segmentergebnis 178.384 9.307 187.691 - 123 187.568
Finanzergebnis - - - - -520
Ergebnis vor Steuern - - - - 187.048
Segmentinvestitionen 41.787 1.642 43.429 - 43.429
Segmentabschreibungen 11.213 614 11.827 - 11.827

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Geschäftssegmente 2016

in TEUR
RATIONAL FRIMA Summe der Segmente Überleitung Konzern
Außenumsätze 565.697 47.313 613.010 - 613.010
Innenumsätze 1.654 - 1.654 -1.654 -
Segmentumsätze 567.351 47.313 614.664 -1.654 613.010
Segmentergebnis 160.369 6.043 166.412 + 99 166.511
Finanzergebnis - - - - -643
Ergebnis vor Steuern - - - - 165.868
Segmentinvestitionen 21.996 2.596 24.592 - 24.592
Segmentabschreibungen 9.418 482 9.900 - 9.900

114.480 Tsd. Euro (Vj. 85.314 Tsd. Euro) der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte werden in Deutschland ausgewiesen. 10.458 Tsd. Euro (Vj. 8.556 Tsd. Euro) sind Drittländern zuzuordnen.

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in den Anhangangaben zu den Umsatzerlösen dargestellt.

24. Nahestehende Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der RATIONAL AG zählen die Tochtergesellschaften, wesentliche Anteilseigner, die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats und deren nahestehende Personen sowie Gesellschaften, an denen dieser Personenkreis beteiligt ist. Herr Siegfried Meister, der am 28. Juli 2017 verstarb, war Mehrheitsaktionär der RATIONAL AG. Die Aktien sind entsprechend den am 1. August 2017 und 3. August 2017 veröffentlichten Pflichtmitteilungen auf die Erbengemeinschaft nach Siegfried Meister übergegangen.

Die Geschäftsvorfälle mit den im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung eliminiert.

Mitglieder des Aufsichtsrats halten Anteile an Gesellschaften, mit denen eine Liefer- oder Leistungsbeziehung besteht. Der Aufwand für diese Lieferungen und Leistungen beläuft sich 2017 auf 2.395 Tsd. Euro (Vj. 1.996 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2017 waren gegenüber diesen Gesellschaften 44 Tsd. Euro an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen offen (Vj. 55 Tsd. Euro).

Alle genannten Geschäfte wurden zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart worden wären, abgeschlossen. Darüber hinaus lagen im Berichtsjahr keine weiteren wesentlichen Transaktionen mit Unternehmen oder Personen vor, die der RATIONAL AG in irgendeiner Weise nahestehen.

25. Aufsichtsrat und Vorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

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Siegfried Meister, Kaufmann (bis 28. Juli 2017) Vorsitzender
Walter Kurtz, Kaufmann Vorsitzender
Dr. Hans Maerz, Wirtschaftsprüfer Stellvertretender Vorsitzender
Dr. Gerd Lintz, Notar a.D., selbständiger Rechtsanwalt
Werner Schwind, Kaufmann
Erich Baumgärtner, Kaufmann
Dr.-Ing. Georg Sick, Kaufmann (seit 18. Oktober 2017)

Herr Siegfried Meister verstarb am 28. Juli 2017. Den Vorsitz des Aufsichtsrats übernahm Herr Walter Kurtz mit Wirkung zum 11. August 2017. Mit Wirkung zum 18. Oktober 2017 hat Herr Walter Kurtz gemäß seines satzungsgemäßen Entsendungsrechts Herrn Dr.-Ing. Georg Sick bis zu den nächsten Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung 2019 entsandt.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder verteilt sich wie folgt:

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2017

in TEUR
Fest Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 144 13 157
Walter Kurtz 219 18 237
Dr. Hans Maerz 200 12 212
Dr. Gerd Lintz 150 - 150
Werner Schwind 150 - 150
Erich Baumgärtner 150 - 150
Dr. Georg Sick 31 - 31
Gesamt 1.044 43 1.087

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2016

in TEUR
Fest Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 250 22 272
Walter Kurtz 200 17 217
Dr. Hans Maerz 200 12 212
Dr.-Ing. Hermann Garbers 150 - 150
Dr. Gerd Lintz 150 - 150
Werner Schwind 150 - 150
Gesamt 1.100 51 1.151

Die Aufsichtsratsvergütung ist zum Bilanzstichtag in Höhe von 994 Tsd. Euro (Vj. 1.100 Tsd. Euro) in den kurzfristigen Schulden enthalten.

Der Vorstand besteht zum Stichtag 31. Dezember 2017 aus folgenden Mitgliedern:

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Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt Vorstandsvorsitzender
Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Dr. Axel Kaufmann, Dipl.-Kaufmann Vorstand kaufmännischer Bereich

In der Hauptversammlung am 4. Mai 2016 wurde in Übereinstimmung mit § 314 Abs. 3 Satz 1 HGB beschlossen, auf die individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsbezüge zu verzichten.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2017 auf 5.140 Tsd. Euro (Vj. 5.189 Tsd. Euro). In diesem Betrag sind erfolgsabhängige Bestandteile in Höhe von 2.124 Tsd. Euro (Vj. 1.927 Tsd. Euro) enthalten, die kurzfristig fällige Leistungen darstellen. Die genannten Bezüge beinhalten Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 10 Tsd. Euro (Vj. 821 Tsd. Euro). Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf 432 Tsd. Euro belaufen (Vj. 474 Tsd. Euro).

26. Anteilsbasierte Vergütung

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 ein Aktienoptionsprogramm über 200.000 Stückaktien für die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft aufgelegt. Das Aktienoptionsprogramm soll den Vorstandsmitgliedern zusätzliche Anreize geben, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft mittel- und langfristig sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswertes hinzuwirken.

Bislang wurden zwei Tranchen über insgesamt 69.000 Optionsrechte begeben, die in den Jahren 2002 und 2006 durch Barzahlungen im Gegenwert von 100 % des Wertes einer Aktie der Gesellschaft abzüglich des Ausübungspreises bedient wurden.

2017 gab es keine Vereinbarung einer anteilsbasierten Vergütung, somit verbleiben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 noch Bezugsrechte auf maximal 131.000 Stückaktien der RATIONAL AG im Aktienoptionsprogramm.

27. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und dargelegt, welchen Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ entsprochen wurde und wird. Zugrunde gelegt wurde hierbei der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Die Erklärung ist dauerhaft auf der Internetseite der RATIONAL AG unter www.rational-online.com zugänglich.

28. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Februar 2018 hat die RATIONAL AG Verträge mit der Landesbank Baden-Württemberg zur Aufsetzung eines Spezialfonds abgeschlossen. Der Spezialfonds wird als Wertsicherungsmandat aufgelegt. Das Ziel der Anlage ist der Kapitalerhalt. Die Erstinvestition in den Spezialfonds ist im Februar 2018 erfolgt. Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2017 keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATIONAL AG und des Konzerns laut IAS 10 von besonderer Bedeutung wären.

29. Abschlussprüferhonorar

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 3. Mai 2017 wurde die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 gewählt. Verantwortlicher Prüfer des Konzernabschlusses 2017 war Herr Dietmar Eglauer.

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beläuft sich insgesamt auf 241 Tsd. Euro (Vj. 245 Tsd. Euro) und beinhaltet Abschlussprüfungs- und Konzernabschlussprüfungsleistungen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden sonstige Leistungen inklusive Auslagen in Höhe von 11 Tsd. Euro erbracht (Vj. 0 Tsd. Euro).

Landsberg am Lech, den 27. Februar 2018

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 27. Februar 2018

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt „Sonstige Informationen“ genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Aktivierung von Entwicklungskosten

(2) Rückstellungen für Gewährleistungen

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

[1] Sachverhalt und Problemstellung

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Aktivierung von Entwicklungskosten

[1] In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2017 unter dem Bilanzposten „Immaterielle Vermögenswerte“ aus Entwicklungsaktivitäten resultierende selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 4.1 Mio. EUR ausgewiesen. Hiervon entfallen 0,6 Mio. EUR auf neu in 2017 aktivierte Entwicklungskosten. Die gesamten Entwicklungsausgaben einschließlich der aktivierten Beträge belaufen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 33,8 Mio. EUR. Entwicklungskosten für Innovationen neuer Produkte werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Diese sind neben der technischen Realisierbarkeit der Fertigstellung unter anderem die voraussichtliche Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens aus dem immateriellen Vermögenswert, die Verfügbarkeit technischer und finanzieller Ressourcen für den Abschluss der Entwicklung, die Nutzung oder der Verkauf des immateriellen Vermögenswerts sowie die Fähigkeit zur verlässlichen Bewertung der der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben. Die aktivierten Entwicklungskosten beinhalten direkt zurechenbare Einzelkosten unter Einbeziehung unechter Gemeinkosten. Die Folgebewertung erfolgt nach dem Anschaffungskostenmodell. Ab der Nutzungsmöglichkeit des Vermögenswerts erfolgt die planmäßige Abschreibung über fünf Jahre. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung, da die Aktivierung von Entwicklungskosten in einem hohen Maß auf Einschätzungen und Annahmen des Vorstands hinsichtlich der Ansatzkriterien beruht und damit mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet ist.

[2] Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem gewürdigt, ob die Ansatzkriterien des IAS 38.57 erfüllt sind. Dabei haben wir die Annahmen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Erfüllung der Ansatzkriterien beurteilt, indem wir Einsicht in Projekthandbücher und interne Aufzeichnungen der Entwicklungsabteilung genommen haben. Wir haben zudem das methodische Vorgehen zur Ermittlung der aktivierungsfähigen Kosten nachvollzogen und die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten, deren planmäßige Nutzungsdauer und deren Werthaltigkeit anhand geeigneter Nachweise, wie Projektkostenübersichten und zukünftigen Planzahlen, beurteilt. Dabei haben wir auch durch Gespräche mit Projektleitern und Einsichtnahme in Projektunterlagen den jeweiligen Projektfortschritt beurteilt. Das von der Gesellschaft angewandte methodische Vorgehen zur Aktivierung von Entwicklungskosten ist aus unserer Sicht sachgerecht und die Projektfortschritte und aktivierten Entwicklungskosten sind nachvollziehbar dokumentiert.

[3] Die Angaben der Gesellschaft zur Aktivierung von Entwicklungskosten sind in Textziffer 7 und den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernanhangs enthalten.

(2) Rückstellung für Gewährleistungen

[1] In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter den Bilanzposten „Kurzfristige Rückstellungen“ und “Sonstige langfristige Rückstellungen“ zum 31. Dezember 2017 Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 17,1 Mio. EUR ausgewiesen. Die Gesellschaft bildet für erwartete Inanspruchnahmen aus der Haftung für die Mängelfreiheit der verkauften Produkte Rückstellungen. In diesem Zusammenhang werden vom Vorstand Annahmen hinsichtlich der künftigen Inanspruchnahme getroffen. Ansatz und Bewertung erfolgen auf Grundlage von Erfahrungswerten der Vergangenheit und verkaufter Stückzahlen im Geschäftsjahr. Aufgrund der vor diesem Hintergrund bestehenden Schätzunsicherheiten und der Höhe dieser betragsmäßig wesentlichen Posten waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung.

[2] Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Fehlerrisiko in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf das Konzernergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem anhand uns vorgelegter Berechnungsgrundlagen beurteilt. Hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung der Rückstellungen haben wir unter anderem die vorliegenden Verträge, Kostenschätzungen sowie die ermittelten Vergangenheitswerte der Absatzzahlen und Garantiefälle gewürdigt. Zudem haben wir das Berechnungsschema der Rückstellungen nachvollzogen und die erwarteten Zeitpunkte der Inanspruchnahme aus den Rückstellungen gewürdigt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Rückstellungen für Gewährleistungen zu rechtfertigen.

[3] Die Angaben der Gesellschaft zu den betreffenden Rückstellungen sind im Abschnitt 16 und den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die in Abschnitt 7 des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB und die übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. August 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Konzernabschlussprüfer der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dietmar Eglauer.

München, den 27. Februar 2018

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Patrick Konhäuser, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

am 28. Juli 2017 ist Herr Siegfried Meister, der Unternehmensgründer, Mehrheitsaktionär und Aufsichtsratsvorsitzende der RATIONAL AG, im Alter von 78 Jahren verstorben. Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiter der RATIONAL AG trauern um eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit und werden das Unternehmen in Herrn Meisters Sinne weiterführen.

Die dadurch vakante Position des Aufsichtsratsvorsitzenden übernahm am 29. Juli 2017 kommissarisch Herr Walter Kurtz, bisher stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Mit Wirkung zum 11. August 2017 wurde Herr Walter Kurtz zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Die vakante Aufsichtsratsposition wurde mit Wirkung zum 18. Oktober 2017 mit Herrn Dr.-Ing. Georg Sick besetzt.

Siegfried Meister war mit 7.161.311 Aktien Mehrheitsaktionär der RATIONAL AG. Diese Aktien sind entsprechend den am 1. August 2017 und 3. August 2017 veröffentlichten Pflichtmitteilungen auf die Erbengemeinschaft nach Siegfried Meister übergegangen.

Auch im Geschäftsjahr 2017 konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft ihren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr weiterhin die Stabilität des Gesamtunternehmens und die nachhaltige Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.

Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2017 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation sowie die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2017 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2018 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau und Optimierung der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement sowie Planung und Freigabe von Baumaßnahmen am Standort Landsberg.

Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2017 zu elf Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2018 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 28. Februar 2018 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2017 zu acht weiteren internen Beratungen sowie zu vier Sitzungen des Prüfungsausschusses zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, fortlaufend geprüft und weiter verbessert. Nach eigener Prüfung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen im Aufsichtsrat waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie zum Beispiel:

>> die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag

>> die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2018

>> die Neuausrichtung der Anlagestrategie

>> die Wahl des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats

>> die Besetzung der vakanten Aufsichtsratsposition durch Herrn Dr.-Ing. Georg Sick

>> der Wechsel im Prüfungsausschuss von Herrn Werner Schwind zu Herrn Erich Baumgärtner

>> die Festlegung der Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat

>> die Erschließungsstrategie für neue Märkte

>> die Weiterentwicklung im Fokusmarkt USA

>> die Schwerpunkte in der Produktentwicklung

>> die Markteinführung der neuen Gerätegeneration CombiMaster® Plus

>> die Weiterentwicklung des RATIONAL-Compliance-Programms

>> die Bauprojekte an den Standorten Landsberg und Wittenheim

>> die Weiterentwicklung der Mittelfriststrategie, inklusive Produktportfolio, Vertriebs- und Marketingstrategie

>> der Beschluss zu einer U.i.U.®-Sonderzahlung

>> die weitere Vernetzung der Vertriebsaktivitäten für Combi-Dämpfer und VarioCooking Center®

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 28. Februar 2018 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2018 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 wird die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.

Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 28. Februar 2018 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Tätigkeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Mitglieder sind Herr Walter Kurtz, Herr Dr. Hans Maerz und Herr Erich Baumgärtner. Herr Baumgärtner wurde am 11. August 2017 von den Mitgliedern des Aufsichtsrats zum Mitglied des Prüfungsausschusses gewählt, nachdem Herr Werner Schwind aus persönlichen Gründen von seinem Amt als Mitglied des Prüfungsausschusses zurückgetreten war. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2017 viermal. Er befasste sich in seinen Sitzungen insbesondere mit dem Halbjahresabschluss und dem Jahres- und Konzernabschluss sowie mit der Überwachung der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Auswahl und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen sowie den Änderungen hinsichtlich der nichtfinanziellen Erklärung. Der Prüfungsausschuss berichtete regelmäßig an den Aufsichtsrat.

Corporate Governance

Nach dem Tod von Herrn Siegfried Meister am 28. Juli 2017 wurde Herr Walter Kurtz zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt und Herr Dr. Hans Maerz in seinem Amt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt. Ein weiterer stellvertretender Vorsitzender wurde nicht gewählt. Die vakante Position eines Aufsichtsrats wurde am 18. Oktober 2017 mit Herrn Dr.-Ing. Georg Sick besetzt. Dieser wurde von dem Aktionär Herrn Walter Kurtz gemäß seinem satzungsgemäßen Entsendungsrecht bis zu den nächsten turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung 2019 entsandt.

Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2017 durchgängig entsprochen.

Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2017 keine Interessenskonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.

Am 9. März 2017 verabschiedete der Bundestag das Umsetzungsgesetz, das die europäische CSR-Richtlinie (2014/95/EU) in nationales Recht bringt und rückwirkend zum 1. Januar 2017 wirkt. Die nichtfinanzielle Berichterstattung gemäß §§ 289b bzw. 315b HGB ist damit seit dem Geschäftsjahr 2017 Pflicht. Die RATIONAL AG wird den Nachhaltigkeitsbericht 2017, einschließlich der diesbezüglichen Angaben, fristgerecht bis zum 30. April 2018 veröffentlichen.

Die letzte Änderung des Deutschen Corporate Governance Kodex trat am 24. April 2017 in Kraft. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Bericht zur Corporate Governance und Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2017 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte eine Entsprechenserklärung mit Stand Februar 2018 abgegeben werden. Diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 31. Januar 2018 beschlossen und im Geschäftsbericht 2017 veröffentlicht. Die Entsprechenserklärungen der letzten Jahre sind auch auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations zu finden.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 3. Mai 2017 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der RATIONAL AG sowie des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Im Hinblick auf die Abschlussprüferreform hält der Aufsichtsrat an der bisherigen firmeninternen Regelung der strikten Trennung von Beratungs- und Prüfungsleistungen fest. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss haben sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht verfasst. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden dem Prüfungsausschuss und allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 28. Februar 2018 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.

Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen der Abschlussprüfer war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 28. Februar 2018 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2017 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 in seiner testierten Fassung vom 27. Februar 2017 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 in seiner testierten Fassung vom 27. Februar 2017. Der Jahresabschluss 2017 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 297,4 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 11,00 Euro je Aktie (8,80 Euro plus eine Sonderdividende von 2,20 Euro je Aktie) oder insgesamt 125,1 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2017 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.

Landsberg am Lech, den 1. März 2018

Walter Kurtz, Vorsitzender des Aufsichtsrats der RATIONAL AG

Erklärung nach § 161 AktG und Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Januar 2017 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ (zuletzt in der Fassung im Bundesanzeiger am 24. April 2017 bekannt gemachten Fassung) mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 des Kodex:

Ziffer 4.2.3: „Variable Vergütungsbestandteile haben grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll.“

Die variablen Elemente der Vorstandsvergütung in den bestehenden Vorstandsdienstverträgen umfassen verschiedene Elemente des langfristigen Unternehmenserfolgs, jedoch keine ausdrückliche mehrjährige Bemessungsgrundlage. Eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sieht der Aufsichtsrat der RATIONAL AG als Selbstverständnis an. In einem stetigen Prozess wird aus der Unternehmensstrategie eine Mittelfristplanung erstellt, aus der die jährliche Bemessungsgrundlage für die variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsmitglieder stufenweise abgeleitet wird.

Ziffer 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:

Ziffer 4.2.4: „Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offengelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat.“

Ziffer 4.2.5: „Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.

Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.

Ferner sollen im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

>> die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung,

>> der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren,

>> bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr.

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden.“

Die Hauptversammlung der RATIONAL AG hat am 4. Mai 2016 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst. Auf eine differenzierte Angabe der variablen Vergütung nach kurzfristigen und langfristigen Komponenten wird verzichtet.

Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2 und 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 des Kodex:

Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2: „Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten.“

Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3: „Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.“

Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die jeder Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist für den Aufsichtsrat allein die besondere Kompetenz und Qualifikation des Kandidaten entscheidend. Weitere Eigenschaften, wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit, waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt und liegt aus Sicht des Aufsichtsrats auch nicht im Interesse des Unternehmens. Die Bestellung richtet sich ausschließlich nach der Fähigkeit von Vorstandsmitgliedern, das Unternehmen erfolgreich zu führen. Diese Fähigkeit entfällt nicht generell bei Erreichen eines bestimmten Alters. Darüber hinaus könnte sich eine starre Altersgrenze diskriminierend auswirken.

Ziffer 5.3.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):

„Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt.“

Nach der Erweiterung auf sechs Mitglieder durch Beschluss der Hauptversammlung 2015 hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat nicht für erforderlich. Bei einem sechsköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum effiziente Diskussionen und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 und Abs. 4 Satz 1 und Satz 2 des Kodex:

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1: „Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten.“

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2: „Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen.“

Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1: „Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben.

Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 2: „Der Stand der Umsetzung soll im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.“

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften, wie Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit, waren und sind ohne Bedeutung. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder bzw. eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sind nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

Landsberg, im Februar 2018

RATIONAL Aktiengesellschaft

Walter Kurtz, für den Aufsichtsrat

Dr. Peter Stadelmann, für den Vorstand

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde am 28. Februar 2018 gebilligt.