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RATIONAL AG — Annual Report 2016
Mar 30, 2017
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Annual Report
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RATIONAL Aktiengesellschaft
Landsberg am Lech
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Lagebericht
1. DAS UNTERNEHMEN RATIONAL
Das 1973 gegründete Unternehmen ist der Markt- und Technologieführer für Produkte zur thermischen Speisenzubereitung in Groß- und Gewerbeküchen mit einem Marktanteil von rund 50 %. Die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) ist die Hauptgesellschaft des Konzerns mit Firmensitz in Landsberg am Lech. Mit 33 Tochtergesellschaften, davon 26 Vertriebsgesellschaften, vermarkten wir unsere Produkte in allen Regionen der Welt. Die konzernweiten Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch den Verkauf von Gargeräten, Zubehör sowie Pflegeprodukten und Serviceteilen erzielt.
Die RATIONAL AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse vor allem aus dem Verkauf der Produkte an Vertriebstochtergesellschaften im In- und Ausland, der Vereinnahmung von Kundenstammleasinggebühren sowie der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen.
Die zum Bilanzstichtag unmittelbaren und mittelbaren acht nationalen und 25 internationalen Tochtergesellschaften dienen überwiegend dem Vertrieb sowie dem Service vor Ort. Eine Übersicht der Beteiligungen ist im Anhang dargestellt.
Den größten Anteil unserer Umsatzerlöse erzielen wir mit dem SelfCookingCenter®. Dieses ist ein Combi-Dämpfer mit intelligenten Garprozessen. Bei der Combi-Dämpfer-Technologie erfolgt die Wärmeübertragung während des Kochens durch Dampf, Heißluft oder durch die Kombination aus beidem. So können 40 bis 50 % aller traditionellen Gargeräte, wie zum Beispiel Heißluftöfen, Herde oder Kessel ersetzt werden. Die im SelfCookingCenter® eingebaute Software erkennt die Größe und Konsistenz der Speisen und steuert den Garprozess selbstständig bis das gewünschte Garergebnis erreicht ist. Neben der Garintelligenz sind wesentliche Alleinstellungsmerkmale des SelfCookingCenter® die Ressourceneffizienz, die einfache Bedienung, die flexible Nutzung und die vollautomatische Reinigung und Entkalkung. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden ein Combi-Dämpfer-Basismodell an, den CombiMaster® Plus. Mit sieben verschiedenen Gerätegrößen können wir für alle Märkte und Kundengruppen immer das richtige Produkt anbieten.
Unsere Combi-Dämpfer werden am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit über eigene Vertriebsgesellschaften, Vertriebsbüros und Handelspartner vermarktet. Für das erwartete Absatzwachstum der kommenden Jahre werden wir ab Sommer 2017 die Produktionskapazitäten am Standort Landsberg entsprechend erweitern und eine neue Fertigungs- und Montagehalle errichten. Eine weitere Kapazitätserweiterung wird ab dem Jahr 2021 erwartet.
Als Komplementärprodukt zur Combi-Dämpfer-Technologie bietet unsere Tochtergesellschaft FRIMA seit 2005 das VarioCooking Center® an. Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit und ersetzt weitere traditionelle Gargeräte in einer Profiküche.
Märkte, Kunden und Wettbewerbssituation
Unsere Geräte sind ideal für jeden Betrieb geeignet, in dem täglich mindestens 20 warme Mahlzeiten zubereitet werden. Das Marktpotenzial liegt bei mehr als drei Millionen potenziellen Endkunden. Derzeit verwenden nur rund 30 % davon Combi-Dämpfer-Technologie. Die Kundenbasis reicht von Restaurants und Hotels über die Gemeinschaftsverpflegung, wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnissen und Seniorenheimen bis hin zu Fast-Food-Ketten und Caterern. Mittlerweile hat sich unser Zielmarkt auf Supermärkte, Back- und Snackshops, Metzgereien sowie Tankstellen ausgeweitet.
Insbesondere in etablierten Märkten profitieren wir zunehmend davon, dass das SelfCookingCenter® aufgrund seiner kontinuierlichen Weiterentwicklung für die Zubereitung einer wachsenden Speisenvielfalt genutzt werden kann. Kunden erwerben immer öfter ein Zusatzgerät zur Erhöhung ihrer Kapazität und Flexibilität. Die Einführung des
SelfCookingCenter® XS, dem ersten Kompaktgerät von RATIONAL, wird diesen Trend weiter unterstützen.
Es ist Teil unserer Unternehmensphilosophie, das große noch freie Marktpotenzial organisch zu erschließen. Dies erfolgt durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs-, Marketing- und Servicenetzwerks. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend auch das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.
Über eigene Vertriebsgesellschaften und Handelspartner sind wir in mehr als 100 Ländern vertreten. Dabei arbeiten wir in der Regel mit lokalen Vertriebspartnern zusammen. Nach erfolgreicher Etablierung unserer Produkte erhöhen wir unsere Vertriebskapazitäten im jeweiligen Land und dadurch sowohl die Bekanntheit unserer Produkte als auch die Marktdurchdringung.
Die Wettbewerbsstruktur der auf dem Combi-Dämpfer-Markt agierenden Unternehmen ist regional unterschiedlich. Der Großteil der Wettbewerber bedient lediglich den jeweiligen Heimatmarkt, nur wenige Anbieter sind global tätig. Diese agieren wiederum schwerpunktmäßig in einzelnen Regionen, so dass sich die Hauptwettbewerber von Land zu Land unterscheiden.
Strategie und Ziele
Strategie 2016
Der Vorstand hat im Jahr 2016 erneut die Unternehmensziele und die Strategie zu deren Erreichung auf den Prüfstand gestellt. Die Strategiediskussion hat bestätigt, dass unsere Erfolgsgeschichte auf drei wesentlichen Säulen steht:
| 1. Konzentration auf die Profiküche & Spezialisierung auf thermische Speisenzubereitung | |
| 2. Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel | |
| 3. Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®): unsere Mitarbeiter und die U.i.U.®-Philosophie |
Diese Erfolgsquellen sind seit vielen Jahren in unserem Leitbild festgeschrieben. Sie sind durch die Überprüfung der Strategie 2016 bestätigt worden und werden dadurch neu gestärkt.
Konzentration & Spezialisierung
Konzentration auf die Profiküche
Wir konzentrieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. 2016 haben wir konzernweit signifikant Mitarbeiter im Vertrieb sowie in der Anwendungsforschung, -entwicklung und -beratung eingestellt. Mit gruppenweit inzwischen rund 400 Küchenmeistern in diesen kundennahen Funktionen sind wir das Unternehmen der Köche und für Köche. Wir sind Teil ihrer Welt, kennen ihre Wünsche und Bedürfnisse aus erster Hand und können ihre Herausforderungen deshalb in bester Weise lösen.
Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung
Durch die Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung können wir unseren Kunden immer bessere Lösungen anbieten und ihren Nutzen kontinuierlich erhöhen. Wir sehen uns dabei in erster Linie als Lösungsanbieter und nicht als Maschinenbauer. Mit unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen erleichtern wir die tägliche Arbeit unserer Kunden.
Niedrige Fertigungstiefe, hohe Qualität
Auch in der Fertigung setzen wir auf Spezialisierung und eine niedrige Fertigungstiefe. Eigene Kapazitäten setzen wir nur ein, wenn wir etwas qualitativ besser oder preiswerter herstellen können als Dritte oder wenn ein bestimmtes System-Know-how für die Zukunftsentwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen besonders wichtig ist. Deshalb setzen wir auf langfristige und zuverlässige Partnerschaften mit Lieferanten.
In der Montage leben wir das„One-Piece-Flow“-Prinzip. Jedes Gerät wird von Anfang bis Ende von einer Person montiert und verantwortet. Diese Person garantiert mit ihrem Namen auf dem Typenschild für dessen Qualität. Wir können somit Kundenwünsche bei sehr kurzen Lieferzeiten flexibel und kundenauftragsorientiert erfüllen. Die Auslieferung des Geräts ist schon einen Tag nach der Bestellung möglich, falls vom Kunden gewünscht. Durch die ganzheitliche Verantwortung eines Mitarbeiters für das komplette Gerät nutzen wir den hohen Ausbildungsstand unserer Mitarbeiter und stärken gleichzeitig deren Motivation. Über persönliche Arbeitszeitkonten wird die benötigte Produktionskapazität flexibel an die Anzahl der vorhandenen Aufträge angepasst.
Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel
Unseren Kunden den höchstmöglichen Nutzen zu bieten, ist unser oberstes Unternehmensziel. Bei jeder Handlung und Entscheidung wird hinterfragt, inwieweit sie unseren Kunden nutzt. Dabei wollen wir diese während der gesamten Geschäftsbeziehung begeistern und nicht nur zufriedenstellen. Hierfür benötigen wir die besten Produkte und den besten Service zu einem attraktiven Preis. Dies können wir nur mit den besten Mitarbeitern und ausgezeichneten Führungskräften realisieren.
Eine Voraussetzung für den Unternehmenserfolg sind finanzielle Stabilität und Sicherheit. Diese stellen für uns eine wesentliche Basis für flexibles, zukunftsorientiertes unternehmerisches Handeln im Sinne des maximalen Kundennutzens dar. Hierfür sind aus unserer Sicht eine hohe Eigenkapitalbasis und eine gute Liquiditätssituation unerlässlich.
Umsatz, Wachstum und Gewinn sind keine primären Ziele. Sie sind für uns der Gradmesser für das Erreichen unseres Ziels, den Kunden maximalen Nutzen zu bieten.
Erfolgsfaktor U.i.U. ® (Unternehmer im Unternehmen)
Ein wichtiger Erfolgsbaustein für die hohe Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®). Der U.i.U.® arbeitet wie ein Unternehmer in seinem Bereich. Er setzt sich für das Wohl seines Unternehmens ein. Er strengt sich an, seine Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, entwickelt seine Arbeitsmethoden weiter, trifft die notwendigen Entscheidungen und übernimmt dafür die Verantwortung. Er lernt aus seinen Fehlern und vermeidet so deren Wiederholung. Er ist auf Augenhöhe mit Kollegen und Vorgesetzten und vertritt seine Meinung.
Steuerungssystem
Planung und Steuerung
In einem mehrstufigen Planungs- und Controllingsystem werden alle Unternehmensprozesse geplant, erfasst, analysiert und mit Qualitäts- und Zufriedenheitskennzahlen bewertet. Diese werden ausgewertet und die Ergebnisse an Entscheidungsträger berichtet. Darauf basierend werden entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -steigerung eingeleitet.
Unser Team „Strategisches Qualitätsmanagement“ implementiert und sichert die langfristige Qualitätsphilosophie des Unternehmens. Dadurch verbessern wir kontinuierlich die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie den effizienten Erstellungsprozess entlang der Wertschöpfungskette. Dies beginnt bei den Lieferanten und geht von der Montage über den Versand bis hin zur Installation und zum technischen Service des Geräts beim Endkunden.
In vielen Bereichen sind tagesaktuelle Daten die Basis für Entscheidungen zur kontinuierlichen Verbesserung. Beanstandungen werden dabei im Rahmen der prozessübergreifenden AQV (Akute Qualitätsverbesserung) täglich analysiert. Wirksame Lösungen werden umgehend erarbeitet. Dabei werden Lieferanten und Servicepartner in die regelmäßigen Prozessaudits einbezogen und nach den gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung bewertet.
Zentrale finanzielle Steuerungskennzahlen
Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig Ineffizienzen identifizieren und erforderliche Anpassungen vornehmen.
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| Finanzielle Steuerungskennzahlen | |
| Absatz-/Umsatzentwicklung | Operative Aufwendungen |
| Rohergebnis / Rohergebnismarge | Forderungsmanagement (DSO) |
Zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen
Die zentrale Steuerungskennzahl für die Mitarbeiterzufriedenheit ist die monatlich ermittelte Fluktuationsquote.
Forschung und Entwicklung
Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung und bringen in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt. Ein Ergebnis des strukturierten Innovationsprozesses und des Einsatzes unserer qualifizierten Mitarbeiter ist die langjährige Technologieführerschaft.
Um unsere Innovationskraft zu stärken, haben wir unsere Entwicklungsmannschaft ausgebaut und in die im Jahr 2016 neu gegründete RATIONAL F & E GmbH ausgegliedert, eine 100 %-Tochter der RATIONAL AG. Neben Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung.
Im Jahr 2016 haben wir 29,7 Mio. Euro (Vj. 24,3 Mio. Euro) oder 7 % der Umsatzerlöse (Vj. 7 %) für die Entwicklung neuer Lösungen und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen ausgegeben.
Unsere Innovationen sind durch 512 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster (Vj. 495) geschützt. Als ein Ergebnis der Innovationsaktivitäten steigerten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unseren Umsatz abermals und erzielten einmal mehr eine neue Bestmarke in der Firmengeschichte.
Mitarbeiter und Personalentwicklung
Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seiner Stärken, delegieren in großem Maße Verantwortung und fördern Selbst- und Mitbestimmung. Dieses Konzept entspricht den Eigenschaften des U.i.U.®. Potenzialstarke Mitarbeiter werden im Rahmen unserer strukturierten Nachfolgeplanung individuell gefördert und weiterentwickelt. Dadurch werden sie auf die zukünftige Übernahme von Schlüsselpositionen und Führungsaufgaben bei RATIONAL vorbereitet. Im Jahr 2016 konnten wir gruppenweit rund 67 % (Vj. 71 %) der vakanten Führungspositionen mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzen.
Die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit ist auf hohem Niveau. Die Fluktuationsrate beträgt in der RATIONAL AG lediglich 3 % (Vj. 3 %). 2016 waren durchschnittlich 297 Mitarbeiter in der RATIONAL AG beschäftigt (Vj. 348 Mitarbeiter). Im Juni des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden im Rahmen der Gründung der RATIONAL F & E GmbH 128 Mitarbeiter von der RATIONAL AG in die RATIONAL F & E GmbH versetzt.
Junge, talentierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die qualifizierte Berufsausbildung genießt deshalb bei RATIONAL einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell befinden sich gruppenweit 64 Mitarbeiter in der Ausbildung als Industriekaufleute, Industriemechaniker, Mechatroniker, Anlagenbediener und Fachinformatiker. 15 Mitarbeiter absolvieren ein duales Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik, International Business sowie LifeCycle Catering. Darüber hinaus bieten wir im technischen und kaufmännischen Bereich sowie im Vertrieb Nachwuchsprogramme für qualifizierte Hochschulabsolventen an. Sie bereiten die jungen Menschen auf die Fach- und Führungsaufgaben von morgen vor. Durch den gezielten Einsatz in verschiedenen Prozessen und die frühzeitige Übernahme von konkreter Verantwortung bauen diese Mitarbeiter ein breites Fachwissen auf, erkennen ihre Stärken und entwickeln ihre Persönlichkeit zielgerichtet weiter. Dabei werden sie durch den Vorstand und die jeweilige Führungskraft intensiv begleitet. Zum Bilanzstichtag befanden sich gruppenweit insgesamt 34 Nachwuchskräfte in den unterschiedlichen Programmen.
Vergütungen und Sozialleistungen
Überdurchschnittliche Leistungen vergüten wir auch überdurchschnittlich. Bei Lohn- und Gehaltsanpassungen orientieren wir uns an den Lohnsteigerungen der IG Metall oder übertreffen diese. Wir gewähren zusätzlich Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine freiwillige Prämie sowie Zusatzleistungen, wie Essensgeld, Fahrtkostenzuschüsse und Prämien für die langjährige Betriebszugehörigkeit.
Gleichstellung als Selbstverständlichkeit
Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Jeder Mitarbeiter hat sich durch Unterzeichnung des Arbeitsvertrags schriftlich dazu verpflichtet, Diskriminierungen jeglicher Art sowie sexuelle Belästigung oder sonstige persönliche Angriffe auf einzelne Personen zu unterlassen und diesen entgegenzutreten. Zwei Vertrauenspersonen stehen den Mitarbeitern im Unternehmen jederzeit zur Verfügung. Etwaige Anliegen können anonym vorgebracht und gelöst werden. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen und der Vergütungshöhe sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.
Angaben zu den Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat und im Vorstand der RATIONAL AG sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG als auch Fristen zu deren Erreichung werden im Geschäftsbericht 2016 und im Bericht zur Corporate Governance und der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB auf der RATIONAL-Website dargestellt.
Unternehmerische Verantwortung als Grundprinzip
Als Unternehmen haben wir eine große Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Deshalb sind nachhaltiges Wirtschaften und verantwortungsvolle Unternehmensführung seit der Gründung des Unternehmens feste Bestandteile unserer Unternehmenspolitik. Nachhaltige Entwicklung bedeutet für uns, Umweltaspekte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen.
Ressourcenschonende Prozesse und Produkte, zufriedene Mitarbeiter, eine positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, loyale Lieferanten und zufriedene Kunden sind wichtige Treiber für die langfristige Entwicklung von RATIONAL. Dadurch sichern wir das langfristige Bestehen und Wachstum des Unternehmens, schaffen Arbeitsplätze und unterstützen die Entwicklung der Stadt und Region Landsberg.
Corporate Governance und Compliance
Für uns bedeutet Corporate Governance verantwortungsvolle Unternehmensführung und eine effiziente Kontrolle der Geschäftstätigkeit. Rechtliche Vorschriften zu respektieren und ethisch einwandfreies Verhalten sind eine Selbstverständlichkeit. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wird in unseren „Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr“ für die Mitarbeiter verständlich beschrieben. Der Compliance-Officer berichtet direkt an den Vorstand und berät diesen bei entsprechenden Sachverhalten. Er ist dafür verantwortlich, das Compliance-System weiterzuentwickeln und gemeinsam mit der Unternehmensführung effizient umzusetzen. Der ehrliche und faire Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern ist ein wichtiges Element der Firmenkultur. Ein weiterer Baustein ist die offene, transparente und vertrauensvolle Kommunikation mit allen Interessengruppen.
Aktiver Umweltschutz
Wir wollen aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Wir erreichen dies zum Beispiel durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten und unsere umweltzertifizierte Produktion. Auch für unsere Kunden wird die Ressourceneffizienz bei Investitionsentscheidungen immer bedeutender. Deshalb ist der minimale Mitteleinsatz beim täglichen Einsatz unserer Geräte in der Küche von größter Bedeutung. Durch unsere Technologie wird der Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungsmitteln reduziert. Über unserer Produkte sorgen wir für die größten Ressourceneinsparungen bei unseren Kunden.
Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen beziehen wir ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen mit ein. Wir unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem und setzen uns anspruchsvolle Ziele bezüglich der Senkung des Abfallaufkommens als auch des Ressourcen-, Wasser-, Energie- und Kraftstoffverbrauchs. Trotz umfangreicher Baumaßnahmen in Landsberg sowie verstärkter Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung konnten wir die für 2016 gesetzten Ziele erreichen.
Beim Bau neuer Gebäude legen wir besonderes Augenmerk auf hohe Ressourceneffizienz durch die Verwendung modernster Gebäudetechnik sowie energieeffizienter Baustoffe und
-verfahren.
Alle Prozesse werden stets optimiert, um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recyclingsystemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken. Die geringen Mengen an entstandenem Gefahrgut werden gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Fachbetrieb entsorgt. Die Einhaltung der Normen wird jährlich auditiert.
Gesellschaftliche Verantwortung
Zusätzlich liegt uns die Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen am Herzen. Wir engagieren uns durch Spenden an lokale soziale Organisationen. RATIONAL bezieht zudem Vorprodukte und Dienstleistungen von zwei Werkstätten für Menschen mit Behinderung und setzt deren Mitarbeiter auch im RATIONAL-Serviceteileversand ein.
Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferanten
Als Unternehmen mit geringer Fertigungstiefe sind Qualität, Produktivität und Zuverlässigkeit unserer Lieferanten für den Erfolg besonders wichtig. Wir bieten unseren Lieferanten eine langfristige, zuverlässige und vertrauensvolle Partnerschaft. Wir erwarten dafür im Gegenzug Loyalität, Qualität, Engagement, Flexibilität und Innovationskraft. Auf dem jährlich stattfindenden Lieferantentag werden die besten Lieferanten besonders ausgezeichnet.
2. WIRTSCHAFTSBERICHT
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Weltwirtschaft wächst im Jahr 2016 um 3,1 %
Im abgelaufenen Jahr 2016 setzte die Weltwirtschaft ihren Wachstumskurs mit einer Steigerungsrate von 3,1 % fort. Zu Jahresbeginn kamen Befürchtungen hinsichtlich einer globalen Rezession auf. Diese konnten sich zwar nicht bewahrheiten, dennoch sprechen Konjunkturexperten von einem eher verhaltenen Wirtschaftswachstum im Jahr 2016. Dies lässt sich insbesondere durch die anhaltend schwache Konjunkturdynamik in Schwellenländern begründen. Russland und Brasilien sind nach wie vor von einer Rezession betroffen, und auch viele andere Länder wiesen deutlich geringere Wachstumsraten aus, als noch im Vorjahr. Insgesamt reduzierte sich das Wachstum der Schwellenländer auf rund 4 %. Eine positive Entwicklung wurde allerdings in Indien und China erzielt, mit Wachstumsraten von 7,6 % bzw. 6,6 %. Auch die Industrieländer wuchsen schwächer als prognostiziert, wobei insbesondere die USA mit einem Wachstum von 1,6 % das Vorjahreswachstum von 2,6 % deutlich verfehlten. Ursächlich hierfür waren vornehmlich der niedrige Ölpreis sowie die Aufwertung des US-Dollars, der die Exportstärke US-amerikanischer Unternehmen eindämmte. Die Wirtschaft im Euroraum konnte, trotz politischer Unsicherheiten, den mäßigen Aufschwung von 1,7 % fortsetzen (Quelle: Warburg Research, Januar 2017).
Gute Zukunftsaussichten in der Großküchenbranche
Die Stimmung in der deutschen Großküchenbranche war im vergangenen Jahr erneut positiv. Durch den Einsatz der Produkte und Dienstleistungen in unterschiedlichsten Bereichen der thermischen Speisenzubereitung ist die Geschäftsentwicklung von RATIONAL im Vergleich zu anderen Branchen und Unternehmen deutlich weniger von der Gesamtkonjunktur abhängig. Vielmehr haben in einer Umfrage auf der internationalen Leitmesse Internorga die Betriebe aus dem Bereich Gemeinschaftsverpflegung ihre anhaltend hohe Investitionsbereitschaft bekräftigt. Mehr als die Hälfte aller befragten Betriebe plante 2016, in große Geräte zu investieren, rund jeder dritte Betrieb in Kochausstattung (Quelle: Internorga 2016).
Auch die Aussichten für die Gastronomiebranche sind unverändert gut. Die Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung sind in den vergangenen Jahren um rund 3 - 4 % p.a. angestiegen (Quelle: Bundesverband der Deutschen Ernährungsindustrie 2016).
Wichtige Trends, die hierzu beitragen, sind unverändert intakt. Diese sind das im Durchschnitt zunehmende Wohlstandsniveau der Weltbevölkerung, die steigende Anzahl an Singlehaushalten in entwickelten Märkten und die zunehmenden Anforderungen an Qualität, Vielfalt und Internationalität der Speisen und Speisendarbietung. Deshalb wird auch in den kommenden Jahren mit steigenden Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung gerechnet.
Vom guten Geschäft ihrer Endkunden und Handelspartner profitierten die Großküchenausrüster aus den verschiedenen Bereichen. Die Combi-Dämpfer-Branche hat sich, wie bereits im Vorjahr, gut entwickelt. Laut dem Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) haben die Hersteller im Jahresverlauf deutlich mehr Geräte abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Unsere mit großem Abstand führende Stellung von rund 50 % Marktanteil konnten wir weiter festigen (Quelle: HKI-Statistik, November 2016).
Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2016
Neuer Standard der Kompaktklasse: das SelfCookingCenter ® XS
Im August 2016 haben wir das SelfCookingCenter® XS auf den Markt gebracht und bieten seitdem erstmals ein Gerät der Kompaktklasse an. Es verfügt trotz kleinster Abmessungen über die volle RATIONAL-Leistung und -Garintelligenz. Auch die größeren Geräte der SelfCookingCenter®-Serie wurden weiter verbessert und präsentiert.
Gründung RATIONAL F & E GmbH
Im Geschäftsjahr 2016 wurde die RATIONAL F & E GmbH mit Sitz in Landsberg am Lech gegründet. Die RATIONAL AG hält hieran eine Beteiligung von 100%. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen im Forschungs- und Entwicklungsbereich. Zwischen der RATIONAL AG und der RATIONAL F & E GmbH wurde ein Dienstleistungsvertrag geschlossen.
Investitionen in die Zukunft
Um in Zukunft unseren technologischen Vorsprung erhalten bzw. ausbauen zu können, wurde 2016 in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Landsberg am Lech investiert.
Geschäftsverlauf 2016 – Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand
Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Die Geschäftsentwicklung 2016 wird vom Vorstand vor diesem Hintergrund als günstig eingestuft.
Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz um 15 % wachsen. Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen.
Ertragslage
Umsatzsteigerung von Quartal zu Quartal
Die ersten drei Monate wiesen mit 11 % eine hohe Umsatzsteigerung auf. Insgesamt konnten Umsatzerlöse in Höhe von 89,6 Mio. Euro realisiert werden (Vj. 80,8 Mio. Euro). Das Wachstum konnte auch im zweiten Quartal mit einem Erlösplus von 2 % auf 95,1 Mio. Euro (Vj. 84,3 Mio. Euro) fortgesetzt werden, so dass im ersten Halbjahr ein Wachstum von 12 % auf 184,7 Mio. Euro (Vj. 165,2 Mio. Euro) zu Buche stand. Mit Umsatzerlösen von 99,8 Mio. Euro (Vj. 94,3 Mio. Euro) und einer Wachstumsrate von 6 % im dritten Quartal konnten wir den Wachstumskurs des ersten Halbjahres fortsetzen. Die Umsatzerlöse des vierten Quartals erreichten 137,4 Mio. Euro (Vj. 108,9 Mio. Euro). Damit konnten wir auch gegenüber dem Vorjahresquartal eine Steigerungsrate von 26 % erzielen. Insgesamt erzielten wir im Geschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 421,9 Mio. Euro (Vj. 368,4 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerungsrate von 15 %.
19 % der Umsatzerlöse werden im Inland (Vj. 16 %), 81 % im Ausland (Vj. 84 %) erzielt. Davon wird der größte Anteil an die Schweizer Tochtergesellschaft RATIONAL International AG fakturiert, deren Absatzmärkte vor allem außerhalb Europas liegen. Konzernweit verteilen sich die Umsätze nach Regionen auf Deutschland mit 13 % Anteil, Europa mit 48 %, Nordamerika mit 15 %, Lateinamerika 5 %, Asien mit 13 % und übrige Welt mit 6 %.
Rohergebnis
Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwand) stieg um 14 % von 186,0 Mio. Euro auf 211,3 Mio. Euro. Die Rohergebnismarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 51 % auf 50 % verringert.
Kosten- und Ergebnisentwicklung
Im Jahr 2016 sind operative Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von 113,7 Mio. Euro angefallen und damit 21 % mehr als im Vorjahr (Vj. 94,1 Mio. Euro), was hauptsächlich auf die erhöhten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie allgemein auf die im Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung gestiegenen Aufwendungen zurückzuführen ist.
Die EBT-Marge (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bezogen auf die Umsatzerlöse) lag mit 37 % (Vj. 37 %) auf Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands hat sich die Nettomarge (Jahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) mit 29 % (Vj. 29 %) gegenüber Vorjahr nicht verändert.
Der Steueraufwand belief sich auf 29,6 Mio. Euro (Vj. 28,9 Mio. Euro). Die Steuerquote lag 2016 bei 19,2 % (Vj. 21 %). Bereinigt um erhaltene Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften ergibt sich eine rechnerische Steuerquote von 28 % (Vj. 28 %).
Der Jahresüberschuss lag mit 124,7 Mio. Euro um 15 % über dem Vorjahreswert von 108,6 Mio. Euro. Hierin sind Beteiligungserträge und Gewinnabführungen von zusammen 51,9 Mio. Euro (Vj. 38,5 Mio. Euro) enthalten.
Finanzlage
Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite
Kern der Finanzstrategie von RATIONAL ist die finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit. Sicherheit geht dabei vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.
Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Fremdkapitalgebern. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wir finanzieren unser Wachstum nahezu ausschließlich aus eigenen Mitteln und haben Liquiditätsreserven für unerwartet auftretende gesamtwirtschaftliche Risiken.
Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Wir verzichten bewusst auf höhere Renditen und vermeiden Risiken bei der Geldanlage. Deshalb legen wir vorwiegend in kurz laufende, Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit gutem Rating an.
Hohe Liquidität
Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen erhöhte sich im Jahresverlauf um 28,5 Mio. Euro auf 246,5 Mio. Euro (Vj. 218,0 Mio. Euro). Die liquiden Mittel repräsentierten damit 61 % der Bilanzsumme (Vj. 62 %).
Zusätzlich verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 29,2 Mio. Euro (Vj. 29,1 Mio. Euro).
Unsere Aktionäre beteiligen wir angemessen am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt rund 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausgeschüttet.
10,00 Euro Dividende vorgeschlagen
Die Konjunkturprognosen gehen für 2017 von einer soliden Entwicklung der Weltwirtschaft aus, bei unverändert hoher Unsicherheit. In Anbetracht der guten Liquidität werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2017 die Ausschüttung einer Dividende von 8,00 Euro pro Aktie (Vj. 7,50 Euro) und einer Sonderdividende von 2,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 vorschlagen. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 2,4 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2016). Insgesamt ist eine Ausschüttung von 113,7 Mio. Euro (Vj. 85,3 Mio. Euro) geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt eine ausreichend hohe Liquiditätsreserve im Unternehmen.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in Zweckgesellschaften findet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Daraus ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vj. 2,3 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente keinen wesentlichen Einfluss.
Langfristige Finanzierungsmaßnahmen
Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir auch durch langfristige Bankdarlehen. Dementsprechend sind die größten Positionen in den Verbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 25,7 Mio. Euro (Vj. 25,7 Mio. Euro). Die ausstehenden Darlehen dienen zur Finanzierung von Gebäuden und Fertigungsanlagen. Der Großteil der Darlehenssumme betrifft Annuitätendarlehen mit einer Endfälligkeit in den Jahren 2022 (13,8 Mio. Euro) bzw. 2023 (6,6 Mio. Euro). Die restliche Darlehenssumme wird in den Jahren 2017 bis 2020 fällig. Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein neues Darlehen zur Finanzierung eines Umbaus am Unternehmensstandort Landsberg in Höhe von 4,5 Mio. Euro aufgenommen.
Hohe Bonitätsbewertung durch Banken
Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken mit sehr guten Bonitätsnoten von A bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Rating-Agentur.
Vermögenslage
Hohe Eigenkapitalquote
Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2016 um 15 % von 349,6 Mio. Euro auf 402,5 Mio. Euro angestiegen. Dies resultierte maßgeblich aus einem Jahresüberschuss von 124,7 Mio. Euro, dem eine Dividendenausschüttung von 85,3 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch ist das Eigenkapital deutlich um 14 % auf 325,0 Mio. Euro (Vj. 285,5 Mio. Euro) gewachsen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 81 % leicht unter dem Vorjahr (Vj. 82 %).
Kurzfristige Kapitalbindung
Das Umlaufvermögen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 44,0 Mio. Euro gewachsen. Hier war vor allem die Erhöhung der liquiden Mittel (+28,6 Mio. Euro) der wesentliche Treiber. Die Bestände an Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind ebenfalls gestiegen (+13,8 Mio. Euro). Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte lag zum Bilanzstichtag mit 81 % auf Vorjahresniveau (Vj. 81 %).
Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir laufend. Dabei achten wir stets darauf, eine Balance zwischen bestmöglicher Händlerunterstützung und geringstmöglicher Kapitalbindung zu finden. In den etablierten Märkten konnten die Forderungslaufzeiten weiter reduziert werden. Unsere Fachhandelskunden in einigen Schwellenmärkten unterstützen wir durch die Gewährung von längeren Zahlungszielen. Insgesamt ergab sich somit eine durchschnittliche konzernweite Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) in 2016 von 46 Tagen (Vj. 48 Tage). Der Anteil der konzernweit überfälligen Forderungen lag durchschnittlich bei 6 % (Vj. 6 %).
Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde – unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung – zum Bilanzstichtag eine konzernweite Deckungsquote des Forderungsbestands von 84 % (Vj. 84 %) erreicht. Dadurch sichern wir indirekt auch die aus der internen Lieferbeziehung entstehenden Forderungen der RATIONAL AG gegenüber den Vertriebstöchtern ab.
Investitionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir Investitionen in Höhe von 15,5 Mio. Euro (Vj. 13,5 Mio. Euro) in das Anlagevermögen getätigt, dies ist hauptsächlich aus Zugängen im Bereich Grundstücke und Bauten, Technische Anlagen und Maschinen sowie Investitionen in immaterielle Vermögengenstände zurückzuführen.
Für das Jahr 2017 erwarten wir Erhaltungs-, Ersatz- und Neuinvestitionen in unsere Produktionsanlagen und Geschäftsräume von rund 40 bis 50 Mio. Euro. Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2017 betragen rund 3 Mio. Euro. Zusätzlich besteht ein bedingter Kaufvertrag für den Erwerb eines Grundstücks in Höhe von 2,5 Mio. Euro (Vj. 2,5 Mio. Euro). Voraussetzung für das Inkrafttreten des Vertrags ist, dass der entsprechende Bebauungsplan in Kraft tritt. Darüber hinaus bestehen für das kommende Geschäftsjahr keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.
Prognose-Ist-Vergleich
Im Jahresabschluss 2015 hatten wir ein moderates Umsatz- und Absatzwachstum prognostiziert. Mit Umsatzerlösen von 421,9 Mio. Euro (+15 %) und einer ähnlichen Absatzsteigerung konnten wir die Erwartungen übertreffen. Das Rohergebnis wurde um 14 % auf 211,3 Mio. Euro gesteigert und verfehlte damit die Erwartung leicht (Erwartung 2015: Anstieg proportional zu den Umsatzerlösen). Die Rohergebnismarge von 50,1% erreichte wie erwartet das Niveau des Vorjahres (50,5 %).
Die operativen Aufwendungen entwickelten sich in 2016 wie prognostiziert überproportional zum Umsatz mit einer Steigerung um 21 % im Vorjahresvergleich.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr verblieb die Mitarbeiterzufriedenheit, wie erwartet, auf einem hohen Wert. Die Fluktuationsquote lag 2016 unverändert bei 3 %.
Die konzernweite Außenstandsdauer (DSO) lag mit 46 Tagen leicht unter dem avisierten Wert.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.
3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Prognosebericht
Prämissen der Prognosen
Unsere Prognosen beinhalten alle zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts bekannten Faktoren mit Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von RATIONAL. Dies betrifft sowohl allgemeine Marktindikatoren als auch branchenbezogene und unternehmensspezifische Sachverhalte.
Marktbezogene Parameter sind das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse und der Rohstoffpreise. Branchenbezogene Sachverhalte betreffen vorrangig die wirtschaftliche Entwicklung der Anwender unserer Produkte und Dienstleistungen, den Fachhandel und die Wettbewerbssituation unter den Anbietern verschiedener Gartechnologien.
Unternehmensspezifische Faktoren sind die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Die Prognose berücksichtigt bereits implementierte Aktivitäten und geplante Maßnahmen, um diese weiter zu festigen und zu verbessern.
Weltwirtschaft auf Wachstumskurs
Für das Jahr 2017 rechnen Konjunkturexperten mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,4 %. Insbesondere die Schwellenländer - darunter Brasilien, Russland, Indien und China, die durch ihre wirtschaftliche Größe bedeutend für das globale Wirtschaftswachstum sind – sollen im Jahr 2017 eine deutliche Konjunkturerholung aufweisen. Diese positive Entwicklung wird vor allem durch sich erholende Rohstoffpreise getrieben. Auch für Industrieländer wird eine höhere Konjunkturdynamik prognostiziert, die vor allem durch ein stärkeres Wachstum der USA getrieben wird, für die eine Wachstumsrate von 2,2 % vorhergesagt wird. Die Wachstumsprognosen für den Euroraum liegen bei mäßigen 1,5 % und wird möglicherweise durch anstehende politische Entscheidungen beeinflusst (Quelle: Warburg Research, Januar 2017).
Finanzielle Steuerungskennzahlen
Absatz-, Umsatz- und Ergebnisprognose 2017
Die für unsere Geschäftsentwicklung relevanten Trends sind unverändert intakt. Aufgrund der erwarteten Ausgabensteigerungen im Außer-Haus-Markt in den kommenden Jahren gehen wir auch von einer weiter zunehmenden Nachfrage nach hochqualitativen Produkten zur thermischen Speisenzubereitung aus. Die Mehrzahl unserer Kunden ist so zufrieden, dass sie jederzeit wieder ein Produkt aus unserem Haus kaufen und dies auch Kollegen empfehlen würde.
Die Entwicklung der Wechselkurse war in den letzten Jahren zunehmend volatiler. Für 2017 erwarten wir, dass die Entwicklungen der Fremdwährungskurse sich weitgehend ausgleichen werden. Wir gehen daher von einem neutralen bis leicht negativen Währungseinfluss auf unsere Umsatzentwicklung aus.
Zusätzliches Wachstumspotenzial ergibt sich 2017 aus der Markteinführung des SelfCookingCenter® XS. Im Jahr 2017 werden wir dieses für uns neue Marktsegment im ganzen Kalenderjahr bedienen, während dem im Jahr 2016 lediglich wenige Monate gegenüberstehen.
Vor diesem Hintergrund erwarten wir für 2017 die Fortsetzung des moderaten Wachstumstrends bei Absatz und Umsatz.
Beim Materialaufwand rechnen wir insgesamt mit einem Anstieg überproportional zu den Umsatzerlösen. Dies resultiert zum einen aus der etwas niedriger erwarteten Rohergebnismarge des SelfCookingCenter® XS. Darüber hinaus sollten höhere Rohstoffpreise einen leicht kostensteigernden Einfluss haben. Daraus resultieren in Summe leicht negative Effekte auf das Rohergebnis. Deshalb gehen wir von einer unterproportionalen Erhöhung des Rohergebnisses und demgemäß einer etwas niedrigeren Rohergebnismarge aus.
Die operativen Aufwendungen werden aufgrund von Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung, des Ausbaus der Vertriebskapazitäten, Investitionen in die Unternehmensinfrastruktur sowie der Stärkung zentraler Unterstützungsprozesse im Vertrieb, Marketing, technischen Service und der IT überproportional zur Umsatzsteigerung zunehmen.
Nachhaltig solide finanzwirtschaftliche Grundlagen
Für den Verlauf des Jahres 2017 planen wir unverändert eine hohe freie Liquidität. Den Liquiditätsbedarf für die laufenden operativen Aufwendungen, den wachstumsbedingten Aufbau des Working Capitals, die notwendigen Anlageninvestitionen sowie für die geplante Dividendenausschüttung werden wir 2017 im Wesentlichen aus den operativen Mittelzuflüssen und der vorhandenen Nettoliquidität decken.
Bei den gruppenweiten DSO erwarten wir 2017 einen Anstieg auf rund 50 Tage, in erster Linie resultierend aus der Gewährung von teilweise großzügigeren Zahlungszielen zur Unterstützung unserer Partner in Schwellenländern und neuen Märkten, in denen die wirtschaftliche Entwicklung zu einer Verknappung von Kreditlinien seitens der Banken beigetragen hat.
Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen
Wir legen höchsten Wert auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter, die sich als Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®) verstehen. Aus diesem Grund möchten wir die bereits hohe Mitarbeiterzufriedenheit auch 2017 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen weiter verbessern. Die Fluktuationsrate erwarten wir auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Jahr 2016.
Chancen- und Risikobericht
Die Chancen- und Risikopolitik bei der RATIONAL AG zielt auf die Bestandssicherung des Unternehmens sowie die Erreichung finanzieller und strategischer Ziele ab. Durch ein effektives Risikomanagement wird eine frühzeitige Identifizierung und Minimierung von potenziellen Risiken gewährleistet.
Das frühzeitige Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sicher.
Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand
Unsere Prognose für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2017, aber auch unsere langfristigen Erwartungen beinhalten die im Folgenden aufgeführten Einflussfaktoren. Aus einer Vielzahl aktueller Megatrends resultieren Chancen und Risiken, welche unseren Geschäftsverlauf positiv oder negativ beeinflussen können.
Chancen für unsere erfolgreiche Unternehmenszukunft sind der durch innovative Produkte herbeigeführte Austauschbedarf und die Gewinnung neuer Kundengruppen in den etablierten Märkten sowie das zunehmende Wohlstandsniveau in Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des großen Marktpotenzials, technologisch marktführender Produkte und der unangefochtenen Marktführerschaft beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.
Neben den genannten Chancen bestehen Risiken, die zu einer negativen Abweichung von den Prognosen führen können. Neben den versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische Entscheidungen und Veränderungen im Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Veränderungen sowie Produkt- und sonstige operative Risiken.
Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Es geht demnach keine existenzbedrohende Gefährdung für das Unternehmen von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.
Chancenbericht
Das RATIONAL-Chancenmanagement
Der RATIONAL-Konzern ist in einem globalen Umfeld aktiv, welches sich durch eine Vielzahl von Chancen auszeichnet, die sich dem Unternehmen bieten. Das frühzeitige Erkennen und die konsequente Wahrnehmung dieser Chancen sind Kernelemente erfolgreichen unternehmerischen Handelns. Die Nutzung realisierbarer Chancen und die gleichzeitige Vermeidung überflüssiger Risiken sind und bleiben die notwendige Voraussetzung, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten.
Chancen umfassen einerseits externe Faktoren und Trends, wie die steigende Zahl potenzieller Kunden aufgrund des zunehmenden Wohlstands in den Schwellenländern. Chancen resultieren aber auch aus eigenen Stärken, deren optimale Wahrnehmung die erfolgreiche Unternehmensentwicklung begünstigt.
Positive externe Faktoren und Trends
Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis
Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis: Essen außer Haus. Dies gibt uns eine gewisse Sicherheit, selbst in Krisenzeiten. Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandsniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in den Schwellenländern verbessert sich die Kaufkraft in diesen Ländern spürbar. Daraus resultieren die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard, was sich wiederum positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten auswirkt.
Großes freies Weltmarktpotenzial
Nur rund 30 % der mehr als drei Millionen für uns adressierbaren Endkunden kochen bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Da das SelfCookingCenter® neben der traditionellen Gartechnologie aufgrund seiner Kochintelligenz auch ursprüngliche Combi-Dämpfer ersetzt, besteht zusätzliches Marktpotenzial. Für das VarioCooking Center® ergibt sich ein noch höheres Marktpotenzial. Da es erst seit wenigen Jahren am Markt ist, ist der Penetrationsgrad noch relativ gering. Das noch offene Kundenpotenzial beträgt annähernd 100 % der rund drei Millionen Zielkunden. Das große freie Marktpotenzial ermöglicht es uns über tiefere Marktdurchdringung und steigenden Ersatzbedarf zu wachsen.
Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt
Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben sowohl die Bürger als auch die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und variableren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist vitaminschonend und fettarm und damit besonders gesund.
Stärken von RATIONAL
Höchste Kundenzufriedenheit
Der Combi-Dämpfer wird mittlerweile als eines der wichtigsten Gargeräte in der Profiküche gesehen. Wir werden hierbei als innovativer Lösungsanbieter mit qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Produkten sowie höchster Servicequalität wahrgenommen. Gemäß unserer letzten Kundenzufriedenheitsumfrage mit TNS Infratest bestätigen 93 % unserer Kunden, dass wir ihnen den höchsten Nutzen bieten. Daraus resultiert unsere deutlich führende Marktposition. Jeder zweite Combi-Dämpfer, der heute verkauft wird, stammt aus dem Hause RATIONAL.
Marktführende Produkte
Wir verfügen über ein Portfolio marktführender Produkte und Dienstleistungen. Sowohl das SelfCookingCenter® als auch das VarioCooking Center® sind technologisch und anwendungsbezogen führend – und das bei vergleichbarer preislicher Positionierung zum Wettbewerb.
Hohe Innovationskraft
Um unserem Anspruch gerecht zu werden, rund um den Globus Produkte mit dem höchst-möglichen Kundennutzen anzubieten, ist es unabdingbar, regelmäßig Innovationen auf den Markt zu bringen – wie im Jahr 2016 das SelfCookingCenter® XS, die oben beschriebenen Verbesserungen der gesamten SelfCookingCenter®-Serie oder das VarioCooking Center® 112L. Das heißt für uns, permanent nach besseren Lösungen zu suchen und den technolo-gischen Fortschritt voranzutreiben. So gelingt es uns, den hohen technischen Stand unserer Produkte zu sichern, eine stetige Weiterentwicklung zu gewährleisten und unsere Marktstel-lung nicht nur zu behaupten, sondern auszubauen. Wir sind auch in der Lage, neue Kun-dengruppen zu adressieren und innerhalb unserer Zielgruppe das Absatzpotenzial für unsere Produkte zu erweitern.
Ressourceneffizienz
Die Ressourceneffizienz der eingesetzten Technologie gewinnt bei Investitionsentscheidungen in der Profiküche zunehmend an Bedeutung. Das SelfCookingCenter® und das VarioCooking Center® reduzieren den Verbrauch von Energie, Wasser, Fett, Reiniger und den Einsatz von Rohwaren signifikant bei erheblich geringerem Platzbedarf im Vergleich zur traditionellen Gartechnologie. Zudem führt der reduzierte Überwachungs- und Reinigungsaufwand zu geringeren Arbeitskosten.
Erfolgreiche Marktentwicklung
Bei der Erschließung neuer Märkte nehmen wir häufig eine Pionierrolle ein. Daraus resultieren eine steigende Markenbekanntheit und ein Vorsprung bei der Ausschöpfung der vorhandenen Marktpotenziale. Die effiziente und erfolgreiche Erschließung neuer Märkte trägt nachhaltig dazu bei, die Weltmarktführerschaft zu festigen und auszubauen.
Einzigartige Unternehmenskultur
Grundlage für die unternehmensweite Zusammenarbeit und das Selbstverständnis aller Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®) mit dezentraler Führungsstruktur, hoher Eigenverantwortung und Selbstorganisation.
Die konzernweite Prozessorganisation sichert höchste Effizienz durch Vermeidung unnötiger Schnittstellen und erhöht die Motivation und die Identifizierung jedes einzelnen Mitarbeiters mit seinen ganzheitlichen Aufgaben.
Bessere Marktposition durch neue Gerätegrößen
Im Geschäftsjahr 2016 wurden sowohl das neue VarioCooking Center® 112L als auch das neue SelfCookingCenter® XS eingeführt. Durch diese Kompaktgrößen erschließen sich für RATIONAL neue Kundengruppen wie Supermärkte, Tankstellen, Metzgereien oder kleine Restaurants. Es wird besser auf die Bedürfnisse unserer bisherigen Kunden eingegangen. Dadurch sind wir in der Lage, den Kundennutzen weiter zu erhöhen und unsere Markposition zu stärken. Gleichzeitig kann der Fachhandel nun mit RATIONAL alle Gerätegrößen abdecken und wird unabhängig von einem anderen Hersteller.
Risikobericht
Der Risikobericht erläutert die Grundsätze und die Organisation des Risikomanagements bei
RATIONAL und stellt die aktuelle Risikosituation dar. Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, strategische, operative oder finanzielle Ziele nicht wie geplant zu erreichen.
Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.
Das RATIONAL-Risikomanagement
Das Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstands. Der Prozess wird durch den Vorstand des kaufmännischen Bereichs koordiniert. Das Ziel des RATIONAL-Risikomanagements ist die Wahrnehmung realisierbarer Chancen unter Berücksichtigung der bestehenden Risiken.
Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Hierbei sind die kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeiter für Chancen und Risiken und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Führungskräfte entscheidende Erfolgsfaktoren. Um das RATIONAL-Risikomanagement auf einem nachhaltigen und angemessen hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern. Die Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement sind für alle Mitarbeiter verbindlich in einer Konzernrichtlinie dokumentiert. Entsprechend der Organisationsstruktur von RATIONAL ist das Management der einzelnen Unternehmenseinheiten für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken selbst verantwortlich. Für die Berichterstattung über bestehende Risiken an die betreffenden Entscheidungsträger ist ein geeignetes Meldeverfahren definiert.
Im Rahmen einer Chancen- und Risikoanalyse werden externe und interne Risiken aller Unternehmensbereiche für einen Realisierungszeitraum von drei Jahren erfasst und bewertet. Eine Aktualisierung der Ergebnisse der Risikoinventur wurde zuletzt im Jahr 2015 durchgeführt. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnte, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.
Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, mögliche Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, zu erkennen und zu beseitigen.
Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden, sofern strategisch und finanziell sinnvoll, über ein globales Deckungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Versicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.
Das in der RATIONAL-Gruppe implementierte Compliancemanagementsystem wurde im Geschäftsjahr 2015 einer Konzeptionsprüfung gemäß IDW PS 980 unterzogen und im laufenden Geschäftsjahr entsprechend den gesetzlichen Vorschriften weiterentwickelt.
Risikobewertung und Risikobegrenzung
Um die vorhandenen Risiken einzuordnen, bewerten wir diese nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und nach ihrer finanziellen Auswirkung auf die Ertrags- und Vermögenssituation des Unternehmens und haben entsprechende Maßnahmen implementiert, um sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.
Die Darstellung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des EBT-Risikos beinhaltet bereits die implementierten, risikomindernden Maßnahmen (Netto-Betrachtung). Folgende Klassifizierungen werden hierfür verwendet:
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| <= 10 % | Sehr gering |
| > 10 % bis 30 % | Gering |
| > 30 % bis 60 % | Hoch |
| > 60 % | Sehr hoch |
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| Risikoauswirkung | Beschreibung | EBIT-Risiko |
|---|---|---|
| Sehr gering | Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | <= 2 % |
| Gering | Einige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >2 % bis 10 % |
| Hoch | Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >10 % bis 20 % |
| Sehr hoch | Stark negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >20 % |
Risiken
In der folgenden Tabelle werden die vom Vorstand als für die RATIONAL-Gruppe wesentlich eingestuften Unternehmensrisiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Risikoauswirkung gemäß den oben stehenden Definitionen eingestuft.
Die Risiken sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoauswirkung sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
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| Unternehmensrisiken | Eintrittswahrscheinlichkeit | Risikoauswirkung |
|---|---|---|
| Markt- und Wettbewerbsrisiken | Gering | Gering |
| Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken | ||
| Nichtakzeptanz unserer Technologien | ||
| Konjunkturbedingte negative Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden | ||
| Reduzierte Deckung von Kreditrisiken | ||
| Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Kunden | ||
| Politische und rechtliche Risiken | Hoch | Gering |
| Politische Instabilität oder Krisen | ||
| Verletzung von Schutzrechten | ||
| Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften | ||
| Produktions- und Produktrisiken | Gering | Gering |
| Beschaffungsrisiko | ||
| Produktionsunterbrechungsrisiko | ||
| Produktqualität und -haftung | ||
| Operative Risiken | Gering | Gering |
| Personalwirtschaftliche Risiken | ||
| IT-Risiken | ||
| Umweltrisiken | ||
| Finanz- und Kapitalmarktrisiken | Sehr hoch | Gering |
| Fremdwährungsrisiken | ||
| Zinsänderungsrisiken |
Nachstehend folgen Beschreibungen der jeweiligen Risiken und Gegenmaßnahmen
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken
Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Akquisitionen von konkurrierenden Unternehmen neue, größere Wettbewerber mit hoher Innovations- oder Vertriebskraft entstehen. Zusätzlich können neue Wettbewerber in den Markt eintreten, was zu einer stärkeren Wettbewerbsintensität und negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft von RATIONAL führen kann. Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt.
Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategien der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung berücksichtigt.
Nichtakzeptanz unserer Technologien
Um unseren Vorsprung vor dem Wettbewerb zu behaupten und auszubauen, bringen wir in regelmäßigen Abständen neue Produkte mit weiterentwickelten Produkteigenschaften und neuen Funktionen auf den Markt. Hier besteht grundsätzlich die Gefahr, dass unsere Produkte nicht die von uns erwartete Akzeptanz erlangen und vom Markt nicht angenommen werden.
Aufgrund unserer klaren Ausrichtung auf Kundennutzen, der Unternehmensstruktur mit konzernweit rund 400 Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und -beratung sind wir praktisch Teil der Welt unserer Kunden und kennen ihre Wünsche und Bedürfnisse genau. Wir sind dadurch in der Lage, optimale Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und anzubieten.
Konjunkturbedingte Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden
Das internationale Wirtschaftsumfeld, in dem sich RATIONAL bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf unserer Geräte ist für die Kunden mit einer Investition verbunden. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung oder Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Lage können die Investitionsbereitschaft unserer Endkunden negativ beeinflussen.
Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der für uns wichtigen Märkte mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auftretende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit situationsabhängiger Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, gut vorbereitet. Die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis sowie die hohen Rationalisierungseffekte unserer Produkte führen dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft deutlich geringer auswirken als zum Beispiel auf den klassischen Maschinenbau.
Reduzierte Deckung von Kreditrisiken
Eine negative konjunkturelle Entwicklung und die daraus resultierende finanzwirtschaftliche Situation unserer Kunden reduzieren die Bereitschaft der Warenkreditversicherer zur Übernahme von Kreditrisiken und führen zu höheren Forderungsausfallrisiken (siehe Finanz- und Kapitalmarktrisiken).
Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Fachhändlers
Unser Konzernumsatz verteilt sich auf mehrere tausend Fachhändler, die im Wesentlichen im Bereich „Gastronomie-Fachhandel“ tätig sind. Der Anteil des Geschäftsvolumens mit dem konzernweit umsatzstärksten Fachhändler am Gesamtumsatz belief sich im Berichtsjahr auf 3,2 % (Vj. 2,8 %). Bei Ausfall von Fachhändlern können Umsatzpotenziale wegfallen. Besondere Risiken für die zukünftige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Fachhändler ergeben sich aber nicht. Vor dem Hintergrund, dass der Vertriebsprozess insbesondere auf den Endanwender fokussiert ist, führt der Ausfall eines Fachhändlers nicht automatisch zu einem Nachfragerückgang.
Politische und rechtliche Risiken
Politische Instabilität oder Krisen
Die Auswirkungen von politischer Unsicherheit oder Krisen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Aktuelle Beispiele, die RATIONAL als exportstarkes Unternehmen betreffen, sind die schwierige politische Lage in der Türkei, die Entscheidung der Briten zum EU-Austritt bzw. die Unsicherheit über Änderungen der US-Handelspolitik durch den neuen US-Präsidenten. Als mögliche Folgen hieraus sind zum Beispiel Investitionszurückhaltung bei Kunden oder Einfuhrbeschränkungen in diesen Ländern denkbar und teilweise bereits spürbar.
Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte in vielen Regionen der Welt anbieten, ermöglichen jedoch, regionale Schwächen durch Wachstum in anderen Märkten zu kompensieren.
Verletzung von Schutzrechten
Sowohl durch aktive als auch passive Patentverletzungen können Kosten für die Prozessführung sowie für Schadenersatzleistungen entstehen.
Wir sind seit Jahren Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt. Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Maßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen von unserer Seite werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt. RATIONAL ist im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit in kleinere gerichtliche Verfahren im Zusammenhang mit Bestandsfragen im Patentrecht (eigene Patente) involviert.
Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften
Unsere Produkte und Dienstleistungen vermarkten wir aktuell konzernweit in mehr als 100 Ländern. Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen rechtlichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:
| ― | länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen, |
| ― | Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken können, |
| ― | unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben, |
| ― | geschäftliche Gestaltungen, die Verstöße gegen lokal geltendes Wettbewerbs- oder Kartellrecht darstellen, |
| ― | Compliance-Risiken, das heißt mögliche Verstöße durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze. |
Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen.
Produktions- und Produktrisiken
Beschaffungsrisiken
Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlichen Qualitäts- und Produktverbesserungen und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Hierzu gehören unter anderem die Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und der Aufbau eines Systems zur Auditierung von Vorlieferanten.
Produktionsunterbrechungsrisiko
Neben den Beschaffungsrisiken existiert das Risiko, dass durch höhere Gewalt Produktionsanlagen ausfallen, was eine vorübergehende Produktionsunterbrechung zur Folge haben kann. Das daraus resultierende finanzielle Risiko ist durch eine angemessene Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Für existenziell wichtige Produktionsanlagen verfügen wir jeweils über eine zweite Ausfertigung. Diese werden gesondert gelagert und können im Bedarfsfall mit überschaubarem Aufwand und im Vergleich zur Wiederbeschaffung in relativ kurzer Zeit aktiviert werden.
Produktqualität
Die Produktqualität hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Die niedrige gruppenweite Garantiekostenquote und die hohen Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend. Dennoch sind wir uns des möglichen Risikos bewusst, dass qualitativ nicht einwandfreie Produkte an Kunden ausgeliefert werden könnten. Mögliche Folgen aus den Qualitätsmängeln sind Sach- und Personenschäden, aber auch Imageschäden für die als qualitativ hochwertig angesehenen Produkte aus dem Hause RATIONAL.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte, bevor sie unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen, intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden – oder auch intern – auftreten, werden diese im Rahmen unserer täglichen „Akuten Qualitätsverbesserung“ analysiert und schnelle, unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch äußerstes Bemühen, jeden Fehler und daraus entstandene Schäden zu überkompensieren.
Operative Risiken
Personalwirtschaftliche Risiken
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue, kompetente Mitarbeiter zu gewinnen, ist für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohen Fluktuationsrate würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen.
RATIONAL ist sowohl in der Region als auch international ein attraktiver Arbeitgeber. Zur Gewinnung geeigneter Mitarbeiter werden verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise das Hochschulmarketing oder der Besuch von Ausbildungsmessen, durchgeführt. Um Mitarbeiter zu motivieren und langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet das Unternehmen neben einer angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Fördermaßnahmen.
Daneben verfügen wir mit der U.i.U.®-Philosophie über eine besondere Unternehmenskultur, welche die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeiter fördert.
Um Arbeitsunfälle und hohe Krankheitsquoten zu vermeiden, finden im Unternehmen regelmäßig Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen durch den Betriebsarzt statt. Jährliche Mitarbeiterunterweisungen zum Thema Arbeitssicherheit werden über die Initiative „RATIONAL Offensive Sicherheit“ durchgeführt. Den Mitarbeitern werden so allgemeine Sicherheitsvorschriften und Unfallvermeidungsmaßnahmen ins Gedächtnis gerufen und nähergebracht.
IT-Risiken
Risiken können insbesondere durch die sich immer weiter entwickelnde Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen.
Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und eines speziell geschützten Rechenzentrums. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können.
Um der zunehmenden Bedeutung des Schutzes und der Sicherheit von Unternehmensdaten gerecht zu werden, wurden im Jahr 2016 Informationssicherheitstrainings durchgeführt. Hierbei wurden die Mitarbeiter in Bezug auf mögliche IT-Gefahren sensibilisiert und ihr Bewusstsein beim Umgang mit unternehmenssensiblen Daten geschärft.
Umweltrisiken
Wesentliche Umweltrisiken sind für RATIONAL nur bedingt in den Produktionsstandorten gegeben. Hierzu zählen erhöhte Energieverbrauchswerte in der Fertigung und in den Bürogebäuden, Abfallbelastung und Treibhausgasemissionen. Chemische Produkte vertreibt das Unternehmen in Form von Reinigungstabletten. Um Umweltrisiken frühzeitig zu erkennen und Schäden zu verhindern, werden neue Investitionen auch auf umweltrelevante Auswirkungen geprüft. Abwasser, Abfall, Emissionswerte und sonstige Umweltbelastungen werden jährlich erfasst und ausgewertet. Es werden jedes Jahr neue Ziele mit entsprechenden Maßnahmen formuliert, um Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern oder gänzlich zu vermeiden. Lediglich Elektropolierschlamm fällt bei RATIONAL als gefährlich eingestufter Abfall an und wird durch zertifizierte Abfallentsorgungsunternehmen übernommen. Durch den Einsatz modernster Schweißverfahren konnte dieser in den vergangenen Jahren um mehr als 70 % reduziert werden. Es werden regelmäßig Investitionen in moderne und umweltschonende Gebäudetechnik vorgenommen, um beispielsweise Heiz- beziehungsweise Kühlsysteme so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Unsere Produkte werden in Bezug auf ihren Energieverbrauch ständig weiterentwickelt und verbessert, da geringere Energiekosten und verbesserte Verbrauchswerte auch im Interesse unserer Kunden liegen.
Finanz- und Kapitalmarktrisiken
Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken identifiziert.
Währungsschwankungen können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung beeinflussen. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich negativ aus, eine Abwertung positiv. Um diesem Risiko entgegenzutreten, werden gängige Sicherungsinstrumente wie Optionen eingesetzt. Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euro verringern, jedoch nicht vollständig eliminieren.
Zinsänderungsrisiken werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Finanzergebnisses sowohl in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als auch in ihrer möglichen Schadenhöhe als sehr gering eingestuft.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei der RATIONAL AG im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
| • | Die bei der RATIONAL AG und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert. |
| • | Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet. |
| • | Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet. |
| • | Die Buchführung wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten. |
| • | Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. |
| • | Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weitergebildet. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die involvierten Parteien ihr Handeln eng aufeinander ab. |
| • | Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. |
| • | Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das 4-Augen-Prinzip angewendet. |
| • | Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der für den Abschluss wesentlichen Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen. |
| • | Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt. |
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.
4. VERGÜTUNGSBERICHT
Gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.
Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.
Für das Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 5,2 Mio. Euro (Vj. 5,1 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 1,9 Mio. Euro (Vj. 1,4 Mio. Euro) enthalten. Die genannten Bezüge beinhalteten Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vj, 0,9 Mio. Euro). Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,5 Mio. Euro (Vj. 0,3 Mio. Euro) beliefen.
Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.
Darüber hinaus erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Die Nebenleistungen sind Vergütungsbestandteil und daher von den Vorstandsmitgliedern einzeln zu versteuern.
Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2016 nicht stattgefunden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai 2016 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 betrug 1,2 Mio. Euro (Vj. 1,0 Mio. Euro). Mit Beschluss der Hauptversammlung 2015 wurde per Geschäftsjahr 2015 auf eine reine Festvergütung des Aufsichtsrats umgestellt.
5. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
Gemäß § 289 Abs. 4 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.
Zum 31. Dezember 2016 hielt der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.161.311 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt er die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 hat Herr Dr.-Ing. Hermann Garbers sein Amt als Aufsichtsratsmitglied gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der RATIONAL AG niedergelegt. An seine Stelle rückt mit Wirkung zum 1. Januar 2017 Herr Erich Baumgärtner. Dieser wurde von den Hauptaktionären Herrn Siegfried Meister und Herrn Walter Kurtz gemäß ihrem satzungsgemäßen Entsendungsrecht bis zu den nächsten Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung 2019 entsandt.
Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.
Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.
Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechend Anwendung. 2016 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.
Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.
Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.
6. BERICHT DES VORSTANDES DER RATIONAL AG ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN GEMÄß § 312 AKTIENGESETZ
Der Vorstand der RATIONAL AG hat für das Jahr 2016 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Wortlaut der Schlusserklärung lautet:
„Der Vorstand der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklärt hiermit, dass die RATIONAL AG bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Durch die Rechtsgeschäfte wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.“
7. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289a HGB
Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB sind auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.
Landsberg am Lech, den 28. Februar 2017
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Bilanz
Aktiva
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| 31.12.2016 € |
31.12.2015 € |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 3.021.446,00 | 1.928.872,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 764.377,29 | 43.966,80 |
| 3.785.823,29 | 1.972.838,80 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 54.033.990,66 | 48.618.199,71 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 8.579.302,00 | 5.041.238,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.355.146,00 | 5.511.996,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 383.781,13 | 3.075.301,04 |
| 69.352.219,79 | 62.246.734,75 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 965.918,41 | 1.135.092,67 |
| 965.918,41 | 1.135.092,67 | |
| 74.103.961,49 | 65.354.666,22 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 8.796.106,44 | 7.735.227,82 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 262.737,35 | 188.917,30 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.293.556,05 | 2.018.129,60 |
| 11.352.399,84 | 9.942.274,72 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 47.004,21 | 27.560,13 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 69.256.641,62 | 55.427.726,46 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 319.551,02 | 139.884,93 |
| 69.623.196,85 | 55.595.171,52 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 246.510.906,05 | 217.954.125,91 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 456.484,24 | 532.462,94 |
| D. Aktive latente Steuern | 462.457,42 | 200.212,39 |
| 402.509.405,89 | 349.578.913,70 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2016 € |
31.12.2015 € |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 11.370.000,00 | 11.370.000,00 |
| (Nennwert bedingtes Kapital T€ 200; Vorjahr T€ 200) | ||
| II. Kapitalrücklage | 31.016.731,65 | 31.016.731,65 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| Gesetzliche Rücklage | 513.541,57 | 513.541,57 |
| IV. Bilanzgewinn | 282.056.023,33 | 242.626.642,88 |
| (davon Gewinnvortrag: T€ 157.352; Vorjahr T€ 133.977) | ||
| 324.956.296,55 | 285.526.916,10 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 661.960,00 | 693.353,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 789.004,00 | 3.509.966,00 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 15.135.438,13 | 16.392.098,26 |
| 16.586.402,13 | 20.595.417,26 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 25.661.259,71 | 25.704.202,12 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.819.056,23 | 7.888.093,65 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 15.725.732,93 | 3.524.902,40 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 6.760.658,34 | 6.339.382,17 |
| (davon aus Steuern T€ 2.946; Vorjahr T€ 2.304) | ||
| 60.966.707,21 | 43.456.580,34 | |
| 402.509.405,89 | 349.578.913,70 |
Gewinn- und Verlustrechnung
scroll
| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| € | € | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 421.891.041,73 | 368.383.813,76 | ||
| 2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 260.157,74 | -263.792,89 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 5.577.023,27 | 7.669.516,72 | ||
| (davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 4.522; Vorjahr T€ 6.186) | ||||
| 427.728.222,74 | 375.789.537,59 | |||
| 4. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 196.021.990,48 | 174.240.426,24 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 14.786.484,32 | 7.838.634,99 | ||
| 210.808.474,80 | 182.079.061,23 | |||
| 5. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 29.456.279,87 | 34.317.367,26 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 4.633.972,66 | 4.783.786,53 | ||
| (davon für Altersversorgung T€ 896; Vorjahr T€ 745) | ||||
| 34.090.252,53 | 39.101.153,79 | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 6.505.978,51 | 6.172.029,97 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 73.086.342,35 | 48.784.794,34 | ||
| (davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 8.478; Vorjahr T€ 4.111) | ||||
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 50.791.153,94 | 35.363.273,32 | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen T€ 50.791; Vorjahr T€ 35.363) | ||||
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 215.983,10 | 347.284,07 | ||
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 2.238.770,91 | 3.156.832,17 | ||
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 901.562,64 | 987.411,99 | ||
| (davon Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 104; Vorjahr T€ 83) | ||||
| 12. Aufwendungen aus Verlustübernahmen | 1.089.883,88 | 0 | ||
| 13. Ergebnis vor Steuern | 154.491.635,98 | 137.532.475,83 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 29.639.498,80 | 28.882.827,04 | ||
| (davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern T€ 262; Vorjahr T€ 109) | ||||
| 15. Ergebnis nach Steuern | 124.852.137,18 | 108.649.648,79 | ||
| 16. Sonstige Steuern | 147.756,73 | 0 | ||
| 17. Jahresüberschuss | 124.704.380,45 | 108.649.648,79 | ||
| 18. Gewinnvortrag | 157.351.642,88 | 133.976.994,09 | ||
| 19. Bilanzgewinn | 282.056.023,33 | 242.626.642,88 |
Anhang
I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der Änderungen durch das BilRuG aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.
Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, soweit nicht durch das BilRuG betroffen, beibehalten.
Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über zwei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Für Zugänge nach dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Bauten werden überwiegend über 25 bis 33 Jahre abgeschrieben, die sonstigen Anlagen werden überwiegend über 3 bis 10 Jahre abgeschrieben. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter (€ 150 bis € 1.000) werden in einen jährlichen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Vorräte sind mit dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, der auf die Fertigung entfällt, einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalbetrag bilanziert.
Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die in Fremdwährung geführten flüssigen Mittel werden mit dem Devisenkassamittelkurs per 31.12.2016 bewertet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt saldiert.
Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuer wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ als so genannter "davon-Vermerk" ausgewiesen.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,73 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Ausgleichs der Differenzen ergeben wird.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.
Die gebildete Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bei Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Umsatzrealisierung aus dem Produktverkauf an die Tochtergesellschaften erfolgt im vertraglich festgelegten Zeitpunkt des Gefahrenübergangs. Die Erträge aus dem Kundenstammleasing sowie aus den erbrachten internen Dienstleistungen werden vertragsgemäß abgerechnet.
II. Bilanzerläuterungen
1. Anlagevermögen
Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2016 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.
Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 15,5 Mio. Euro in das Anlagevermögen getätigt, dies ist hauptsächlich aus Zugängen im Bereich Grundstücke und Bauten, Technische Anlagen und Maschinen sowie Investitionen in immaterielle Vermögengenstände zurückzuführen.
Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag folgende unmittelbare und mittelbare Beteiligungen:
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| Kapitalanteil in % |
Eigenkapital in T€ 31.12.2016 (Stichtagskurs) | Ergebnis in T€ GJ 2016 (Durchschnittskurs) | |
|---|---|---|---|
| unmittelbare Beteiligungen: | |||
| RATIONAL Großküchentechnik GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 26 | 726* |
| RATIONAL Technical Services GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 93 | 449* |
| RATIONAL Komponenten GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 99 | -1.090* |
| LechMetall GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 51 | 0* |
| RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH Landsberg am Lech | 100,0 | 86 | 375* |
| RATIONAL Montage GmbH Landsberg am Lech | 100,0 | 147 | 689* |
| RATIONAL F & E GmbH Landsberg am Lech | 100,0 | 662 | 637 |
| RATIONAL UK Ltd., Luton, Großbritannien | 100,0 | 3.201 | 2.115 |
| RATIONAL Japan Co., Ltd., Tokyo, Japan | 100,0 | 4.088 | 769 |
| RATIONAL Cooking Systems, Inc., Schaumburg, USA | 100,0 | 5.008 | 2.081 |
| RATIONAL Skandinavia AB, Malmö, Schweden | 100,0 | 868 | 695 |
| RATIONAL Italia s.r.l., Mestre, Italien | 100,0 | 1.288 | 897 |
| RATIONAL Schweiz AG, Balgach, Schweiz | 100,0 | 594 | 409 |
| RATIONAL International AG, Balgach, Schweiz | 100,0 | 47.222 | 45.210 |
| RATIONAL Canada Inc., Mississauga, Kanada | 100,0 | 1.475 | 670 |
| ATIONAL Ibérica Cooking Systems S.L., Barcelona, Spanien | 100,0 | 962 | 742 |
* vor Ergebnisabführung / Verlustübernahme an bzw. durch die Muttergesellschaft
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| Kapitalanteil in % |
Eigenkapital in T€ 31.12.2016 (Stichtagskurs) | Ergebnis in T€ GJ 2016 (Durchschnittskurs) | |
|---|---|---|---|
| mittelbare Beteiligungen: | |||
| RATIONAL Austria GmbH, Salzburg, Österreich | 100,0 | 1.337 | 665 |
| RATIONAL France S.A.S., Wittenheim, Frankreich | 100,0 | 2.342 | 917 |
| RATIONAL Sp. z o.o., Warschau, Polen | 100,0 | 449 | 366 |
| FRIMA International AG, Balgach, Schweiz | 100,0 | 8.614 | 4.344 |
| FRIMA Deutschland GmbH, Frankfurt, Deutschland | 100,0 | 1.089 | 684 |
| FRIMA - T S.A.S., Wittenheim, Frankreich | 100,0 | 6.610 | 1.388 |
| FRIMA France S.A.S., Wittenheim, Frankreich | 100,0 | 1.686 | 459 |
| FRIMA UK Ltd., London, Großbritannien | 100,0 | 168 | 14 |
| RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China | 100,0 | 1.211 | 338 |
| RATIONAL Russland OOO, Moskau, Russland | 100,0 | 1.674 | 204 |
| RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição | |||
| De Sistemas De Cocção Ltda. | |||
| São Paolo, Brasilien | 99,9 | -1.381 | -476 |
| RATIONAL Mexico S.A. DE C.V. | |||
| Mexico City, Mexiko | 100,0 | 1.275 | 455 |
| RATIONAL International India Private Ltd. | |||
| Delhi, Indien | 100,0 | 433 | 330 |
| RATIONAL Colombia – America | |||
| Central SAS, Bogota, Kolumbien | 100,0 | 63 | 29 |
| RATIONAL Endüstriyel Mutfak Ekipmanlari | |||
| Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei | 100,0 | 1.526 | 28 |
| RATIONAL Cooking Systems PTE. Ltd. | |||
| Singapur, Singapur | 100,0 | 419 | 198 |
| RATIONAL Kitchen and Catering Equipment | |||
| Trading FZCO | |||
| Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | 100,0 | 0 | 0 |
Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Beteiligung an der Tochtergesellschaft Singapur an die RATIONAL International AG zum Wert des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2015 veräußert. Des Weiteren wurde in 2016 die RATIONAL F & E GmbH mit dem Zweck von Erbringung von Dienstleistungen im Forschungs- und Entwicklungsbereich gegründet.
Das negative Eigenkapital der brasilianischen Tochtergesellschaft resultiert im Wesentlichen aus der angespannten politischen Lage und den daraus resultierenden Auswirkungen auf das Konsumverhalten. Im Berichtszeitraum wurden Maßnahmen getroffen, um diesen Auswirkungen entgegenzuwirken.
Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen erfolgte in Bezug auf das Eigenkapital mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag sowie in Bezug auf das Ergebnis mit Jahresdurchschnittskursen.
Die RATIONAL Aktiengesellschaft ist Muttergesellschaft des RATIONAL-Konzerns und stellt als oberstes Mutterunternehmen gem. § 315a Abs. 1 HGB einen IFRS Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist auf der Website der Gesellschaft abrufbar.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeiten der Forderungen liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Devisengeschäften und Zinsforderungen.
3. Latente Steuern
Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche insgesamt zu aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 462 führen (Vorjahr: T€ 200), resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden bei der Abzinsung von Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen sowie Unterschieden in der Bemessung der Urlaubs-, Gleitzeit- und Jubiläumsrückstellung und sind folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen.
Latente Steuern zum 31.12.2016
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| Bilanzposten | HB T€ |
StB T€ |
Unterschied T€ |
Aktive(-) /Passive (+) latente Steuer T€ |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 69.623 | 70.146 | 523 | -145 |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 662 | 496 | 166 | -46 |
| Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen | 598 | 435 | 163 | -45 |
| Gewährleistungsrückstellung | 7.879 | 7.778 | 101 | -28 |
| Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung | 1.082 | 916 | 166 | -46 |
| Drohverlustrückstellung | 556 | 0 | 556 | -154 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.819 | 12.826 | 7 | 2 |
Latente Steuern zum 31.12.2015
scroll
| Bilanzposten | HB T€ |
StB T€ |
Unterschied T€ |
Aktive(-) /Passive (+) latente Steuer T€ |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 55.428 | 55.632 | 204 | -57 |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 693 | 510 | 183 | -51 |
| Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen | 1.007 | 899 | 108 | -30 |
| Gewährleistungsrückstellung | 7.160 | 7.108 | 52 | -14 |
| Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung | 1.087 | 912 | 175 | -48 |
Die aktiven latenten Steuern unterliegen einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.
4. Eigenkapital
Das Grundkapital der RATIONAL Aktiengesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr € 11.370.000,00 und besteht aus 11.370.000 Stückaktien à € 1,00. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Beschränkungen bezüglich Stimmrechte oder Übertragung von Aktien liegen nicht vor.
Die Gewinnrücklage betrifft die nach § 150 Abs. 2 AktG erforderliche gesetzliche Rücklage. Die Kapitalrücklage sowie die gesetzliche Rücklage haben wie im Vorjahr bereits den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht.
Das bedingte Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr € 200.000,00 und beinhaltet Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstandes auf bis zu 131.000 Aktien.
Für das Geschäftsjahr 2015 wurde in 2016 eine Dividendenzahlung von T€ 85.275 vorgenommen (Dividendenzahlung für 2014 in 2015: T€ 77.316).
5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Pensionsverpflichtung wurde unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt und betrifft ausschließlich Leistungsempfänger in Rente. Im Rahmen der Ermittlung der Pensionszusage wurde ein Rententrend von 1,75% (Vorjahr: 1,75%) sowie die Richttafeln 2005 G zu Grunde gelegt. Die Abzinsung erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 4,03% (Vorjahr: 3,94%; 7 Jahre). Der Unterschiedsbetrag zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbewertung in Höhe von T€ 45 unterliegt nach §253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.
Zudem bestehen Einzelzusagen und Zusagen für Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsleitung, die über eine Unterstützungskasse durchgeführt werden. Bei den Einzelzusagen handelt es sich um Fixrentenzusagen und beitragsorientierte Zusagen, deren Leistung sich an der versicherungsförmigen Umsetzung des Beitrags bemisst. Die Zusagen betreffen Vorstände und weitere aktive sowie im Ruhestand befindliche ehemalige Führungskräfte. Die bei der Unterstützungskasse durchgeführten Leistungszusagen sind kongruent rückgedeckt, das heißt, dass die Leistungen vollständig von einem Versicherungsunternehmen erstattet werden. Daraus ergibt sich für diese Zusagen beim Unternehmen die Nettoverpflichtung (Pensionsrückstellung) in Höhe von Null.
6. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
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| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Gewährleistung | 7.879 | 7.160 |
| Personalbereich | 4.050 | 6.395 |
| ausstehende Rechnungen | 1.550 | 1.891 |
| Aufsichtsratsvergütung | 1.100 | 946 |
| Drohverlust | 556 | 0 |
| 15.135 | 16.392 |
Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung des Unternehmens für die Funktionalität der Produkte. Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsbestandteile sowie Jubiläen. Im Rahmen der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurden die Richttafeln 2005 G zu Grunde gelegt. Die Fluktuation wurde mit niedrigen Standardwerten angesetzt. Die Rückstellung wird mit einem Diskontierungszinssatz von 3,28% abgezinst.
7. Verbindlichkeiten
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2016:
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| bis zu einem Jahr T€ |
über einem Jahr T€ |
davon über fünf Jahre T€ |
gesamt lt. Bilanz T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten | 4.914 | 20.747 | 4.069 | 25.661 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.819 | -- | -- | 12.819 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 15.726 | -- | -- | 15.726 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.761 | -- | -- | 6.761 |
| 40.220 | 20.747 | 4.069 | 60.967 |
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2015:
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| bis zu einem Jahr T€ |
über einem Jahr T€ |
davon über fünf Jahre T€ |
gesamt lt. Bilanz T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten | 4.043 | 21.661 | 7.630 | 25.704 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.888 | -- | -- | 7.888 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.525 | -- | -- | 3.525 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.340 | -- | -- | 6.340 |
| 21.796 | 21.661 | 7.630 | 43.457 |
Für Grundstücke und Bauten sind Grundschulden in Höhe von T€ 33.500 eingetragen.
Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein neues Darlehen zur Finanzierung eines Umbaus am Unternehmensstandort Landsberg in Höhe von T€ 4.500 aufgenommen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.
8. Haftungsverhältnisse
Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bis zur Maximalhöhe von insgesamt T€ 13.183 (Vorjahr: T€ 14.720) übernommen. Diese betreffen in voller Höhe (wie im Vorjahr) Zahlungsverpflichtungen verbundener Unternehmen gegenüber Dritten. Gemäß § 251 HGB gliedern sie sich in folgende Kategorien:
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| 31.12.2016 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Bürgschaften, Wechsel-, und Scheckbürgschaften | 3.092 | 4.355 |
| Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen | 10.091 | 10.365 |
Mit einer Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse ist aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Zahlungspflichtigen nicht zu rechnen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.
III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Geographische Aufteilung der Umsatzerlöse:
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| BilRUG | |||
|---|---|---|---|
| 2016 T€ |
2015 T€ |
2015 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| übriges Europa | 340.504 | 307.841 | 307.836 |
| Inland | 80.867 | 60.563 | 60.115 |
| Amerika | 350 | 301 | 301 |
| Asien | 170 | 131 | 132 |
| 421.891 | 368.836 | 368.384 |
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
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| BilRUG | |||
|---|---|---|---|
| 2016 T€ |
2015 T€ |
2015 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Verkäufe an Tochtergesellschaften | 365.240 | 332.964 | 332.964 |
| Konzerninterne Dienstleistungen | 33.944 | 13.253 | 13.253 |
| Kundenstammleasinggebühren | 21.948 | 22.030 | 22.030 |
| Sonstige | 759 | 589 | 137 |
| 421.891 | 368.836 | 368.384 |
2. Sonstige betriebliche Erträge
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| BilRUG | |||
|---|---|---|---|
| 2016 T€ |
2015 T€ |
2015 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Wechselkursgewinne | 4.522 | 6.186 | 6.186 |
| Erlöse aus geldwertem Vorteil der Mitarbeiter | 555 | 529 | 771 |
| Schadenersatz Versicherungen | 291 | 485 | 485 |
| Sonstige Erlöse | 77 | 18 | 215 |
| Übrige | 132 | 13 | 13 |
| 5.577 | 7.231 | 7.670 |
Ein wesentlicher Anteil der Wechselkursgewinne kommt aus Wechselkursschwankungen des kanadischen und US-Dollar sowie dem britischen Pfund gegenüber dem Euro.
3. Materialaufwand
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| BilRUG | |||
|---|---|---|---|
| 2016 T€ |
2015 T€ |
2015 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Material- und Wareneinkauf | 196.452 | 175.382 | 174.639 |
| erhaltene Skonti | -430 | -399 | -399 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 14.786 | 7.839 | 7.839 |
| 210.808 | 182.822 | 182.079 |
Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen resultiert im Wesentlichen durch die Anpassung der Abrechnungsmodalitäten der Dienstleistungsverträge mit verbundenen Unternehmen.
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 22.639 | 8.094 |
| Garantie- und Servicekosten | 9.608 | 9.138 |
| Wechselkursverluste | 8.478 | 4.111 |
| Reparatur, Instandhaltung, Leasing | 3.761 | 3.434 |
| Kosten der Warenabgabe | 3.620 | 3.409 |
| Raumkosten | 2.786 | 2.658 |
| Vertrieb, Werbung | 2.348 | 2.272 |
| Steuern, Versicherungen | 2.198 | 2.323 |
| Kfz-Kosten | 2.193 | 2.045 |
| Personalaufwendungen | 1.481 | 3.230 |
| Reisekosten | 1.334 | 1.160 |
| sonstige | 12.640 | 6.911 |
| 73.086 | 48.785 |
Der Anstieg der Entwicklungskosten resultiert im Wesentlichen durch die Ausgliederung von Dienstleistungen im Forschungs- und Entwicklungsbereich in die RATIONAL F & E GmbH und aus verstärkten Entwicklungsaktivitäten. Die Wechselkursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Ein wesentlicher Anteil der Effekte kommt aus Wechselkursschwankungen des US-Dollar und britischen Pfund gegenüber dem Euro.
IV. Sonstige Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 8.990 (Vorjahr: T€ 10.136) im Wesentlichen für Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 3.191 (Vorjahr: T€ 5.646) sowie aus abgeschlossenen Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von T€ 5.534 (Vorjahr: T€ 4.117). Darüber hinaus besteht weiterhin ein bedingter Kaufvertrag für den Erwerb eines Grundstücks in Höhe von T€ 2.455 (Vorjahr: T€ 2.455). Voraussetzung für das Inkrafttreten des Vertrags ist, dass der entsprechende Bebauungsplan in Kraft tritt.
Es wurden keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte getätigt.
2. Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden bei RATIONAL zur Absicherung von Devisenwechselkursschwankungen bei Liquiditätsströmen in Fremdwährungen, zur Absicherung von Zinsschwankungen und zur Ausnutzung von Zinsdifferenzen zwischen verschiedenen Währungsgebieten eingesetzt. Das Volumen der Liquiditätsströme je Fremdwährung ergibt sich aus den geplanten währungsbezogenen Geldeingängen der Vertriebstochtergesellschaften nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung. RATIONAL nutzt sogenannte Natural Hedges in den Währungen, in denen Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, sofern in der jeweiligen Fremdwährung auch Zahlungen für Produktionsmaterial anfallen. Zahlungsstromschwankungen werden abgefangen indem nur ein Teil des Planvolumens abgesichert wird.
Zum Jahresabschluss 2016 bestehen insgesamt 16 Devisen-Put-Optionen sowie 16 verkaufte Devisen-Call-Optionen in den Währungen GBP, USD und CAD. Bei Fälligkeit der Optionen entscheidet der jeweilige Käufer (RATIONAL oder die Bank), abhängig von der Geschäftsart und der Kurssituation, ob diese Optionen ausgeübt werden oder verfallen. Zusätzlich bestehen zum Jahresende 2016 insgesamt 4 Devisentermingeschäfte in den Währungen GBP und USD.
Bei Devisenoptionen entspricht der beizulegende Zeitwert (nach der Black-Scholes-Methode) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt. Die angegebenen Marktwerte der Termingeschäfte (nach der Barwertmethode) errechnen sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum abgeschlossenen Devisenterminkurs.
Die in nachfolgender Tabelle dargestellten Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Die Kategorie Devisenoptionen beinhaltet Put-Optionen mit Kontraktwerten von insgesamt T€ 22.791 (Vorjahr: T€ 12.685) sowie verkaufte Call-Optionen mit Kontraktwerten von T€ 45.711 (Vorjahr T€ 0). Zudem bestehen zum Jahresende 2016 Devisentermingeschäfte mit Kontraktwerten von T€ 3.384 (Vorjahr: T€ 0).
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| Derivative Finanzinstrumente | Kontraktwert T€ |
Positiver beizulegender Zeitwert T€ |
Negativer beizulegender Zeitwert T€ |
|---|---|---|---|
| Devisenoptionen | 68.502 | 165 | 1.084 |
| Devisentermingeschäfte | 3.384 | 27 | 43 |
| 71.886 | 192 | 1.127 |
In der Bilanz aktiviert RATIONAL Put-Kontrakte zu Anschaffungskosten unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips erfolgt zum Jahresende für noch offene Geschäfte mit niedrigerem beizulegendem Zeitwert zum Stichtag eine Abwertung auf insgesamt T€ 165 (Vorjahr: T€ 9).
Bei verkauften Call-Geschäften werden die erhaltenen Optionsprämien (Stillhalterprämien) unter den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 569 (Vorjahr: T€ 0) passiviert. Auf der Basis der beizulegenden Zeitwerte zum Stichtag wurde zudem eine Rückstellung für Drohverluste in Höhe von insgesamt T€ 513 (Vorjahr: T€ 0) gebildet. Für die zum Jahresende bestehenden Devisentermingeschäfte wurde analog und auf Basis der beizulegenden Zeitwerte eine Rückstellung für Drohverluste in Höhe von T€ 43 (Vorjahr: T€ 0) gebildet.
3. Abschlussprüferhonorar
Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beinhaltet folgende Leistungen:
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| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 181 | 183 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 13 |
| 181 | 196 |
4. Zahl der Arbeitnehmer
Die Gesellschaft hat während der letzten zwölf Monate vor dem Bilanzstichtag durchschnittlich 297 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 348 Mitarbeiter). Der Rückgang der Mitarbeiterzahl ist im Wesentlichen auf die Übernahme von 128 Mitarbeitern aus dem Bereich Forschung und Entwicklung durch die neu gegründete RATIONAL F & E GmbH zurückzuführen.
Die Beschäftigtenzahl setzt sich dabei wie folgt zusammen:
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Verwaltung | 120 | 111 |
| Produktion & Lieferung | 80 | 76 |
| Vertrieb & Marketing | 67 | 58 |
| Forschung & Entwicklung | 30 | 103 |
| 297 | 348 |
5. Vorstand
Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
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| Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt | Vorstandsvorsitzender |
| Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur | Vorstand technischer Bereich |
| Markus Paschmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur | Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing |
| Dr. Axel Kaufmann, Dipl.-Kaufmann | Vorstand kaufmännischer Bereich |
Die Mitglieder des Vorstands sind in folgenden konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Stadelmann ist Mitglied des Verwaltungsrates der KSP Krieg Schlupp Partner Werbeagentur AG, Zürich, Schweiz.
Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2016 auf T€ 5.189 (Vorjahr: T€ 5.118). In diesem Betrag sind erfolgsabhängige Bestandteile in Höhe von T€ 1.927 (Vorjahr: T€ 1.410) enthalten. Die genannten Bezüge beinhalten Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von T€ 821 (Vorjahr: T€ 899). Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf T€ 474 (Vorjahr: T€ 317) belaufen.
In der Hauptversammlung vom 04.05.2016 wurde beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben.
6. Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren
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| Siegfried Meister, Kaufmann | Vorsitzender |
| Walter Kurtz, Kaufmann | Stellvertreter |
| Dr. Hans W. Maerz, Wirtschaftsprüfer | Stellvertreter |
| Dr.-Ing. Hermann Garbers, freiberuflicher Unternehmensberater | bis 31. Dezember 2016 |
| Dr. Gerd Lintz, Notar a.D., selbständiger Rechtsanwalt | |
| Werner Schwind, Kaufmann | |
| Erich Baumgärtner, Kaufmann | seit 1. Januar 2017 |
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 hat Herr Dr.-Ing. Hermann Garbers sein Amt als Aufsichtsratsmitglied gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der RATIONAL AG niedergelegt. An seine Stelle rückt mit Wirkung zum 1. Januar 2017 Herr Erich Baumgärtner. Dieser wurde von den Hauptaktionären Herrn Siegfried Meister und Herrn Walter Kurtz gemäß ihrem satzungsgemäßen Entsendungsrecht bis zu den nächsten Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung 2019 entsandt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland, sowie Vorsitzender des Prüfungsausschusses bei der FWU Factoring GmbH, München, Deutschland. Herr Dr.-Ing. Garbers ist Mitglied des Aufsichtsrats der Deutz AG, Köln, Deutschland.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen für das Geschäftsjahr 2016 T€ 1.151 (Vorjahr: T€ 992).
7. Mitgeteilte Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG
Im Geschäftsjahr 2016 lagen keine Mitteilungen zu bestehenden Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG vor.
8. Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Der Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Erklärung abgegeben, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft auf der Website der Gesellschaft www.rational-online.com zugänglich gemacht worden.
9. Verwendung des Bilanzgewinns
Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 8,00 Euro + 2,00 Euro Sonderdividende je Aktie auszuschütten. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.
10. Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der RATIONAL AG von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, eingetreten.
Landsberg am Lech, den 28. Februar 2017
RATIONAL Aktiengesellschaft
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel 2016)
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| Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Umbuchungen € |
Stand 31.12.2016 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 8.295.469,73 | 2.231.159,66 | 0,00 | 43.966,80 | 10.570.596,19 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 43.966,80 | 764.377,29 | 0,00 | -43.966,80 | 764.377,29 |
| 8.339.436,53 | 2.995.536,95 | 0,00 | 0,00 | 11.334.973,48 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 72.632.641,04 | 5.704.657,54 | 916.422,07 | 1.697.737,08 | 79.118.613,59 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 19.816.135,23 | 3.971.843,70 | 263.547,41 | 1.117.409,92 | 24.641.841,44 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 17.330.133,58 | 2.623.687,90 | 44.417,26 | 10.640,86 | 19.920.045,08 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.075.301,04 | 134.267,95 | 0,00 | -2.825.787,86 | 383.781,13 |
| 112.854.210,89 | 12.434.457,09 | 1.224.386,74 | 0,00 | 124.064.281,24 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.458.255,36 | 25.000,00 | 194.174,26 | 0,00 | 4.289.081,10 |
| 4.458.255,36 | 25.000,00 | 194.174,26 | 0,00 | 4.289.081,10 | |
| 125.651.902,78 | 15.454.994,04 | 1.418.561,00 | 0,00 | 139.688.335,82 |
scroll
| Abschreibungen/Wertberichtigungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Zuschreibungen € |
Stand 31.12.2016 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 6.366.597,73 | 1.182.552,46 | 0,00 | 0,00 | 7.549.150,19 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 6.366.597,73 | 1.182.552,46 | 0,00 | 0,00 | 7.549.150,19 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 24.014.441,33 | 1.986.603,67 | 916.422,07 | 0,00 | 25.084.622,93 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 14.774.897,23 | 1.546.977,62 | 259.335,41 | 0,00 | 16.062.539,44 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.818.137,58 | 1.789.844,76 | 43.083,26 | 0,00 | 13.564.899,08 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 50.607.476,14 | 5.323.426,05 | 1.218.840,74 | 0,00 | 54.712.061,45 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.323.162,69 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.323.162,69 |
| 3.323.162,69 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.323.162,69 | |
| 60.297.236,56 | 6.505.978,51 | 1.218.840,74 | 0,00 | 65.584.374,33 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2016 € |
Stand 31.12.2015 € |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 3.021.446,00 | 1.928.872,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 764.377,29 | 43.966,80 |
| 3.785.823,29 | 1.972.838,80 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 54.033.990,66 | 48.618.199,71 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 8.579.302,00 | 5.041.238,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.355.146,00 | 5.511.996,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 383.781,13 | 3.075.301,04 |
| 69.352.219,79 | 62.246.734,75 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 965.918,41 | 1.135.092,67 |
| 965.918,41 | 1.135.092,67 | |
| 74.103.961,49 | 65.354.666,22 |
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Landsberg am Lech, den 28. Februar 2017
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung, aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse, entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 28. Februar 2017
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer
Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
wie schon in den vergangenen Jahren konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft auch im Geschäftsjahr 2016 ihren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr weiterhin die Stabilität des Gesamtunternehmens und die nachhaltige Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.
Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung
Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2016 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation sowie die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.
Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2016 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2017 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau und Optimierung der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement sowie Planung und Freigabe von Baumaßnahmen am Standort Landsberg.
Beratungen im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2016 zu elf Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2017 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 1. März 2017 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2016 zu drei weiteren internen Beratungen sowie zu drei Sitzungen des Prüfungsausschusses zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert. Nach eigener Prüfung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.
Schwerpunkte der Beratungen
Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen im Aufsichtsrat waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z. B.:
| ― | die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag, |
| ― | die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2017 |
| ― | die Erschließungsstrategie für neue Märkte, |
| ― | die Gründung der RATIONAL F&E GmbH |
| ― | Marktbearbeitung arabischer Raum |
| ― | die Weiterentwicklung im Fokusmarkt USA |
| ― | die Schwerpunkte in der Produktentwicklung |
| ― | die Produkteinführung des neuen Geräts SelfCookingCenter® XS sowie der neuen Gerätegeneration SelfCookingCenter® |
| ― | die Weiterentwicklung des RATIONAL-Compliance-Programms |
| ― | die Bauprojekte an den Standorten Landsberg und Wittenheim |
| ― | die Weiterentwicklung der Mittelfriststrategie, inklusive Produktportfolio, Vertriebs- und Marketingstrategie |
| ― | die Vernetzung der Vertriebsaktivitäten für Combi-Dämpfer und VarioCooking Center® |
In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 1. März 2017 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2017 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.
Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 wird die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.
Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 1. März 2017 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.
Tätigkeit der Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2015 einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Mitglieder sind Herr Walter Kurtz, Herr Dr. Hans Maerz und Herr Werner Schwind. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016 dreimal. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seinen Sitzungen insbesondere mit dem Halbjahresabschluss und dem Jahres- und Konzernabschluss sowie mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Auswahl und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Der Prüfungsausschuss berichtete regelmäßig an den Aufsichtsrat.
Corporate Governance
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 hat Herr Dr.-Ing. Hermann Garbers sein Amt als Aufsichtsratsmitglied gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der RATIONAL AG niedergelegt. An seine Stelle trat mit Wirkung zum 01. Januar 2017 Herr Erich Baumgärtner. Dieser wurde von den Aktionären Herrn Siegfried Meister und Herrn Walter Kurtz gemäß ihrem satzungsgemäßen Entsendungsrecht bis zu den nächsten turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung 2019 entsandt.
Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2016 durchgängig entsprochen.
Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2016 keine Interessenskonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.
Die letzte Änderung des Deutschen Corporate Governance Kodex trat am 12. Juni 2015 in Kraft. Seitdem hat es keine Änderungen mehr gegeben. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Bericht zur Corporate Governance und Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2016 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte eine Entsprechenserklärung mit Stand 25. Januar 2017 abgegeben werden. Diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 25. Januar 2017 beschlossen. Die Entsprechenserklärung mit Stand 25. Januar 2017 ist im Geschäftsbericht 2016 veröffentlicht. Die Entsprechenserklärungen sind auch auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations zu finden.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 4. Mai 2016 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der RATIONAL AG sowie des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss haben sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.
Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden dem Prüfungsausschuss und allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 1. März 2017 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.
Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen der Abschlussprüfer war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Im Hinblick auf die Abschlussprüferreform hält der Aufsichtsrat an der bisherigen firmeninternen Regelung der strikten Trennung von Beratungs- und Prüfungsleistungen fest. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.
Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 1. März 2017 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2016 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 in seiner testierten Fassung vom 28. Februar 2017 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 in seiner testierten Fassung vom 28. Februar 2017. Der Jahresabschluss 2016 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.
Abhängigkeitsbericht
Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“
Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.
Gewinnverwendung
Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.
Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 282,1 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 10,00 Euro je Aktie (8,00 Euro plus eine Sonderdividende von 2,00 Euro je Aktie) oder insgesamt 113,7 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2016 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.
Landsberg am Lech, den 8. März 2017
Siegfried Meister, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Erklärung nach § 161 AktG und Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2015 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ (Fassung vom 12. Juni 2015) mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:
Ziffer 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:
Ziffer 4.2.4: „Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat.“
Ziffer 4.2.5: „Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.
Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.
Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:
| ― | die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung, |
| ― | der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren, |
| ― | bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr. |
Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden.“
Die Hauptversammlung der RATIONAL AG hat am 4. Mai 2016 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst. Auf eine differenzierte Angabe der variablen Vergütung nach kurzfristigen und langfristigen Komponenten wird verzichtet. Im Übrigen entspricht die RATIONAL AG den Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen.
Ziffer 5.1.2 (1) Satz 2 und Satz 3 des Kodex:
Ziffer 5.1.2 (1) Satz 2: „Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten.“
Ziffer 5.1.2 (2) Satz 3: „Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.“
Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die jeder Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist für den Aufsichtsrat allein die besondere Kompetenz und Qualifikation des Kandidaten entscheidend. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt und liegt aus Sicht des Aufsichtsrats auch nicht im Interesse des Unternehmens. Die Bestellung richtet sich ausschließlich nach der Fähigkeit von Vorstandsmitgliedern, das Unternehmen erfolgreich zu führen. Diese Fähigkeit entfällt nicht generell bei Erreichen eines bestimmten Alters. Darüber hinaus könnte sich eine starre Altersgrenze diskriminierend auswirken.
Ziffer 5.3.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):
„Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt.“
Nach der Erweiterung auf sechs Mitglieder durch Beschluss der Hauptversammlung 2015 hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat nicht für erforderlich. Bei einem sechsköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum effiziente Diskussionen und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex:
Ziffer 5.4.1 Abs. 2: „Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.“
Ziffer 5.4.1 Abs. 3: „Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.“
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften wie Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder bzw. eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sind nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.
Landsberg, 25. Januar 2017
RATIONAL Aktiengesellschaft
Siegfried Meister, für den Aufsichtsrat
Dr. Peter Stadelmann, für den Vorstand