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RATIONAL AG — Annual Report 2015
May 19, 2016
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Annual Report
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RATIONAL AG
Landsberg am Lech
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015
Konzernlagebericht
1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
Geschäftsmodell des Konzerns
Organisatorische Struktur des Konzerns und Standorte
Das 1973 gegründete Unternehmen ist der Markt- und Technologieführer für Produkte zur thermischen Speisenzubereitung in der Groß- und Gewerbeküche mit einem weltweiten Marktanteil von rund 50 %. Umsatzerlöse werden durch den Verkauf von Gargeräten, Zubehör sowie Pflegeprodukten und Serviceteilen erzielt. Hauptgesellschaft des Konzerns ist die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) mit Firmensitz in Landsberg am Lech. Mit 31 Tochtergesellschaften, davon 25 Vertriebsgesellschaften, vermarkten wir unsere Produkte in allen Regionen der Welt. Die RATIONAL-Gruppe ist in zwei operative Segmente gegliedert, RATIONAL und FRIMA. Diese werden wie Unternehmen im Unternehmen gesteuert. Die internen Berichtsstrukturen bilden diese Segmentierung ab.
Segment RATIONAL
Den größten Anteil unserer Umsatzerlöse erzielen wir mit dem im Jahr 2014 neu auf dem Markt eingeführten SelfCookingCenter® 5 Senses. Dieses ist ein Combi-Dämpfer mit intelligenten Garprozessen. Er ersetzt 40 bis 50 % traditioneller Gargeräte, wie zum Beispiel Heißluftöfen, Herde oder Kessel. Die Wärmeübertragung erfolgt durch Dampf, Heißluft oder durch die Kombination aus beidem. Wesentliche Alleinstellungsmerkmale sind die Garintelligenz, die Ressourceneffizienz, die einfache Bedienung, die flexible Nutzung und der minimale Reinigungs- und Pflegeaufwand. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden ein Combi-Dämpfer-Basismodell an, den CombiMaster® Plus. Unsere Produkte werden am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit über eigene Vertriebsgesellschaften, Vertriebsbüros und Handelspartner vermarktet.
Segment FRIMA
Als Komplementärprodukt zur Combi-Dämpfer-Technologie bietet unsere Tochtergesellschaft FRIMA seit 2005 das VarioCooking Center® an.Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit und ersetzt weitere traditionelle Gargeräte in einer Profiküche. Das
VarioCooking Center® begründet eine neue Produktkategorie, wie der Combi-Dämpfer vor knapp 40 Jahren. Es adressiert dieselbe Kundengruppe und steht aufgrund der jungen Produkthistorie erst am Anfang der Markterschließung. FRIMA hat den Hauptsitz in Balgach, Schweiz. Die Produkte werden in Wittenheim, Frankreich hergestellt. Der Vertrieb erfolgt über eigene Vertriebsgesellschaften und Handelspartner, vorwiegend in Europa.
Märkte , Kunden und Wettbewerbssituation
Unsere Geräte sind ideal für jeden Betrieb ab rund 30 Essen pro Tag geeignet. Das weltweite Marktpotenzial liegt bei mehr als drei Millionen potenziellen Endkunden. Derzeit verwenden nur rund 30 % davon Combi-Dämpfer-Technologie von RATIONAL oder von einem Wettbewerber. Die Kundenbasis reicht dabei von Restaurants und Hotels über Gemeinschaftsverpflegung, wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnissen und Seniorenheimen bis hin zu Fast-Food-Ketten, Caterern, Metzgereien und mittlerweile auch Supermärkten und Back- und Snackshops sowie Tankstellen.
Über eigene Vertriebsgesellschaften und Handelspartner sind wir in mehr als 100 Ländern vertreten. Dabei arbeiten wir in der Regel mit lokalen Vertriebspartnern zusammen. Nach erfolgreicher Etablierung unserer Produkte erhöhen wir durch die stufenweise Stärkung unserer Vertriebskapazitäten im jeweiligen Land die Bekanntheit der Marken und Produkte von RATIONAL und FRIMA und damit Schritt für Schritt die Marktdurchdringung.
Kernabsatzmarkt ist Europa. Hier erzielen wir über 60 % der Umsatzerlöse bei noch großem freien Marktpotenzial. In Europa ersetzt das SelfCookingCenter® 5 Senses auch die bereits großen Bestände alter Combi-Dämpfer. Neue Märkte in Amerika und Asien, wie die USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, China und Indien, gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Die Wettbewerbsstruktur der auf dem Combi-Dämpfer-Markt agierenden Unternehmen ist regional unterschiedlich. Der Großteil der Wettbewerber bedient nur den jeweiligen Heimmarkt, nur wenige Anbieter sind global tätig. Diese sind wiederum schwerpunktmäßig in einzelnen Märkten tätig, so dass sich die Hauptwettbewerber von Markt zu Markt unterscheiden.
Strategie und Ziele
Strategie 2015
Der Vorstand hat im Jahr 2015 erneut die Unternehmensziele und die Strategie zu deren Erreichung auf den Prüfstand gestellt. Die Strategiediskussion hat bestätigt, dass unsere Erfolgsgeschichte auf drei wesentlichen Säulen steht:
| 1. | Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel |
| 2. | Konzentration auf die Profiküche & Spezialisierung auf thermische Speisenzubereitung |
| 3. | Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®): unsere Mitarbeiter und die U.i.U.®-Philosophie |
Diese Erfolgsquellen sind seit vielen Jahren in unserem Leitbild festgeschrieben. Sie sind durch die „Strategie 2015“ bestätigt worden und werden dadurch neu gestärkt.
Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel
Unseren Kunden den höchstmöglichen Nutzen zu bieten ist unser oberstes Unternehmensziel. Dabei wollen wir diese während der gesamten Geschäftsbeziehung begeistern und nicht nur zufriedenstellen. Hierfür benötigen wir die besten Produkte und den besten Service zu einem attraktiven Preis. Dies können wir nur mit den besten Mitarbeitern und ausgezeichneten Führungskräften realisieren. Das Ziel allen Denkens und Handelns unserer Mitarbeiter ist es, den Kunden maximalen Nutzen zu bieten. Jede Handlung und Entscheidung wird hinterfragt, inwieweit sie unseren Kunden nützt.
Die Konzentration auf eine klar definierte Zielgruppe und deren wichtigste Aufgabe, das Kochen, verlangt und ermöglicht die Spezialisierung. Wir werden auch in Zukunft unsere Markt- und Technologieführerschaft weiter ausbauen und so unseren Kunden beste Lösungen für die thermische Speisenzubereitung bieten.
Finanzielle Größen, wie Umsatz, Wachstum und Gewinn, sind für uns der Maßstab für das Erreichen unseres Ziels, den Kunden maximalen Nutzen zu bieten.
Kundenorientierte Dienstleistungen vor dem Kauf
Für unsere Kunden haben wir einen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Vertriebs- und Marketingprozess. In mehrstündigen GarenLive-Seminaren überzeugen wir weltweit potenzielle Kunden vom Nutzen unserer Geräte. Letztlich resultiert aus einer steigenden Anzahl von Seminarteilnehmern zeitversetzt eine Absatz- und Umsatzsteigerung. Für den Bereich Ketten- und Systemgastronomie beschäftigen wir Mitarbeiter, die sich speziell um die Belange dieser Zielgruppe kümmern und gemeinsam mit den Kunden maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten.
Die Bestellung, die Auslieferung, die Finanzierung sowie die Installation und der Service der Geräte beim Kunden erfolgen in der Regel über den regionalen Fachhandel. Durch das breite, weltweite Händlernetzwerk stellen wir zudem lokale Kundennähe sicher.
Kundenbindung nach dem Kauf
Über den weiteren Verlauf der Geschäftsbeziehung begleiten wir unsere Kunden, sodass sie während der gesamten Lebensdauer ihr Gerät optimal nutzen können. Mit einem schnellen und zuverlässigen technischen Service durch unsere weltweit rund 1.100 Servicepartner sichern wir die dauerhafte Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit unserer Produkte.
Ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Kundennutzenstrategie ist die Weiterbildung der Kunden. Dies umfasst die optimale Nutzung der vielen Optionen und Gewinnpotenziale der RATIONAL-Geräte. Die Academy RATIONAL bietet Köchen die Gelegenheit, sich über aktuelle Techniken, Trends und Zubereitungsformen zu informieren. Neben einem kostenfreien Basistraining werden seit 2015 kostenpflichtige Aufbauseminare angeboten. Für alle Küchenbetriebe – vom Restaurant und Hotel bis hin zum Kindergarten oder Krankenhaus – gibt es ein auf spezielle Anforderungen der Kunden abgestimmtes Programm.
Mit weiteren Serviceangeboten, wie dem ClubRATIONAL, dem RATIONAL-Portal, der ChefLine® und unserer Experten-App sowie Social-Media-Auftritten, verfügen wir über effiziente Wege, um dem Endkunden nach dem Kauf zu helfen und damit die Kundenbindung nachhaltig zu festigen. Wir bleiben dadurch immer im Dialog mit unserer Zielgruppe und erfahren so ihre aktuellen Interessen und Probleme unmittelbar. Dadurch können wir unseren Kunden wichtige Hinweise, Tipps, Informationen und Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Diese können dadurch die Nutzung ihres Geräts weiter verbessern.
Konzentration & Spezialisierung
Konzentration auf die Profiküche
Wir konzentrieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Mit rund 300 Küchenmeistern im Vertrieb sowie in der Anwendungsforschung und -beratung sind wir das Unternehmen der Köche. Wir sind Teil ihrer Welt, kennen ihre Wünsche und Bedürfnisse aus erster Hand und können ihre Herausforderungen deshalb in bester Weise lösen.
Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung
Durch die Spezialisierung können wir unseren Kunden immer bessere Lösungen anbieten und damit ihren Nutzen kontinuierlich erhöhen. Wir sehen uns dabei in erster Linie als Lösungsanbieter und nicht als Maschinenbauer. Mit unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen erleichtern wir die tägliche Arbeit unserer Kunden.
Niedrige Fertigungstiefe, hohe Wertschöpfung
Auch in der Fertigung setzen wir auf Spezialisierung und eine niedrige Fertigungstiefe. Eigene Kapazitäten setzen wir nur ein, wenn wir etwas qualitativ besser oder preiswerter herstellen können als Dritte oder wenn ein bestimmtes System-Know-how für die Zukunftsentwicklung unserer Produkte und Services besonders wichtig ist. Deshalb setzen wir auf langfristige und zuverlässige Partnerschaften mit Lieferanten.
In der Montage leben wir das „One-Piece-Flow“-Prinzip. Ein Mitarbeiter produziert ein komplettes Gerät und garantiert mit seinem Namen auf dem Typenschild für dessen Qualität. Wir können so Kundenwünsche bei sehr kurzen Lieferzeiten flexibel und kundenauftragsorientiert erfüllen. Die Auslieferung des Geräts ist schon einen Tag nach der Bestellung möglich, falls vom Kunden gewünscht. Durch die ganzheitliche Verantwortung eines Mitarbeiters für das komplette Gerät nutzen wir den hohen Ausbildungsstand unserer Mitarbeiter und stärken gleichzeitig deren Motivation. Über persönliche Arbeitszeitkonten wird die benötigte Produktionskapazität flexibel an die Anzahl der vorhandenen Aufträge angepasst.
Organisches Wachstum
Das große noch freie Marktpotenzial erschließen wir organisch durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs-, Marketing- und Servicenetzwerks. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend auch das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.
Eine Voraussetzung für den Unternehmenserfolg ist finanzielle Stabilität und Sicherheit. Dies stellt für uns eine wesentliche Basis für flexibles, zukunftsorientiertes unternehmerisches Handeln dar. Zur Eigenfinanzierung des Wachstums sind eine hohe Eigenkapitalbasis und eine gute Liquiditätssituation unerlässlich.
Erfolgsfaktor U.i.U. ® (Unternehmer im Unternehmen)
Ein wichtiger Erfolgsbaustein für die hohe Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®). Der U.i.U.® arbeitet wie ein Unternehmer in seinem Bereich. Er strengt sich an, seine Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, entwickelt seine Arbeitsmethoden weiter, trifft die notwendigen Entscheidungen und übernimmt dafür die Verantwortung. Er lernt aus seinen Fehlern und vermeidet so deren Wiederholung. Er ist auf Augenhöhe mit Kollegen und Vorgesetzten und vertritt seine Meinung.
Steuerungssystem
Planung und Steuerung
Die Planung und Steuerung erfolgt bei RATIONAL und FRIMA einheitlich. In einem mehrstufigen Planungs- und Controllingsystem werden alle Unternehmensprozesse geplant, erfasst, analysiert und mit Qualitäts- und Zufriedenheitskennzahlen bewertet. Diese werden analysiert und die Ergebnisse an Entscheidungsträger berichtet. Darauf basierend werden entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -steigerung eingeleitet.
Der Prozess „Strategisches Qualitätsmanagement“ ist für die Umsetzung der langfristigen Qualitätsphilosophie verantwortlich. Dadurch verbessern wir kontinuierlich die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie den effizienten Erstellungsprozess entlang der Wertschöpfungskette. Dies beginnt bei den Lieferanten und geht von der Montage über den Versand bis hin zur Installation und zum technischen Service des Geräts beim Endkunden.
In vielen Bereichen sind tagesaktuelle Daten die Basis für Entscheidungen zur kontinuierlichen Verbesserung. Beanstandungen durch unsere weltweiten Kunden – extern oder intern – werden dabei im Rahmen der prozessübergreifenden AQV (Akute Qualitätsverbesserung) täglich analysiert. Wirksame Lösungen werden umgehend erarbeitet. Dabei werden Lieferanten und Servicepartner in die regelmäßigen Prozessaudits einbezogen und nach den gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung bewertet.
Unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert und arbeiten kontinuierlich an Qualitäts-, Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen. Dies wird durch rund 4.300 umgesetzte Verbesserungsvorschläge (Vj. 3.900) allein im Jahr 2015 unterstrichen. Durch die ganzheitliche Qualitätsverantwortung aller Mitarbeiter und die enge Einbeziehung unserer Lieferanten und Servicepartner verbessern wir fortlaufend die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen.
Zentrale finanzielle Steuerungskennzahlen
Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen für beide Segmente des RATIONAL-Konzerns sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig Ineffizienzen identifizieren und erforderliche Anpassungen vornehmen.
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| Finanzielle Steuerungskennzahlen | |
|---|---|
| Absatz-/Umsatzentwicklung | EBIT / EBIT-Marge |
| Rohertrag / Rohertragsmarge | Forderungsmanagement (DSO) |
| Operative Kosten | Entwicklung der Eigenkapitalquote |
Zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen
Die zentrale Steuerungskennzahl für das Interesse an unseren Produkten und die Kundenzufriedenheit ist die Anzahl der Teilnehmer an unseren GarenLive-Seminaren. Diese stellt für uns einen wichtigen Frühindikator für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar.
Die zentrale Steuerungskennzahl für die Mitarbeiterzufriedenheit ist die monatlich ermittelte Fluktuationsquote. Weiter wird in jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragungen der Anteil der Mitarbeiter ermittelt, die stolz sind, bei RATIONAL oder FRIMA zu arbeiten.
Forschung und Entwicklung
Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung und bringen in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt. Ein Ergebnis des strukturierten Innovationsprozesses und des Einsatzes unserer qualifizierten Mitarbeiter ist die langjährige Technologieführerschaft. Um unsere Innovationskraft weiter zu stärken, haben wir unsere Entwicklungsmannschaft zusätzlich ausgebaut. Neben Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung.
Im Jahr 2015 haben wir 26,5 Mio. Euro (Vj. 19,1 Mio. Euro) oder 5 % der Umsatzerlöse (Vj. 4 %) für die Entwicklung neuer Lösungen und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen ausgegeben. 23,6 Mio. Euro davon wurden aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 2,9 Mio. Euro wurden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert und werden nach dem Produktionsstart der jeweiligen Produkte und Dienstleistungen über die entsprechende Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Jahr 2016 planen wir, die Entwicklungsausgaben weiter zu steigern.
Unsere Innovationen sind durch rund 495 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster (Vj. 480) geschützt. Als ein Ergebnis der Innovationsaktivitäten steigerten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unseren Umsatz abermals und erzielten einmal mehr eine neue Bestmarke in der Firmengeschichte.
Mitarbeiter und Personalentwicklung
Die gruppenweite Zahl der Mitarbeiter ist 2015 von 1.424 auf 1.530 (Stichtag 31. Dezember 2015) gestiegen. Davon waren 865 Personen (Vj. 810) in Deutschland beschäftigt.
Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seinen Stärken, delegieren in großem Maße Verantwortung und fördern Selbst- und Mitbestimmung. Dieses Konzept entspricht den Eigenschaften des U.i.U.®. Potenzialstarke Mitarbeiter werden im Rahmen unserer strukturierten Nachfolgeplanung individuell gefördert und weiterentwickelt. Dadurch werden sie auf die zukünftige Übernahme von Schlüsselpositionen und Führungsaufgaben bei RATIONAL vorbereitet. Im Jahr 2015 konnten wir rund 71 % (Vj. 71 %) der vakanten Führungspositionen mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzen.
Die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit ist auf hohem Niveau. Gemäß Umfrageergebnissen aus dem Jahr 2015 sind 94 % (Vj. 92 %) aller Mitarbeiter stolz, bei RATIONAL zu arbeiten. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. 2015 wurden 93 Mitarbeiter für ihre langjährige Firmenzugehörigkeit geehrt. Die Fluktuationsrate beträgt in Deutschland lediglich 4 % und weltweit 8 % (Vj. 3 % bzw. 8 %).
Die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiter liegt RATIONAL am Herzen. Zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter werden regelmäßig Sicherheitsunterweisungen und -schulungen sowie Untersuchungen durch den Betriebsarzt durchgeführt.
Junge, talentierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die qualifizierte Berufsausbildung genießt deshalb bei RATIONAL einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell befinden sich 63 Mitarbeiter in der Ausbildung als Industriekaufleute, Industriemechaniker, Mechatroniker und Fachinformatiker. 18 Mitarbeiter absolvieren ein duales Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik, International Business sowie Hotel- und Gastronomiemanagement. Darüber hinaus bieten wir im technischen und kaufmännischen Bereich sowie im Vertrieb Nachwuchsprogramme für qualifizierte Hochschulabsolventen an. Sie bereiten die jungen Menschen auf Fach- und Führungsaufgaben von morgen vor. Durch den gezielten Einsatz in verschiedenen Prozessen und die frühzeitige Übernahme von konkreter Verantwortung bauen diese Mitarbeiter breites Fachwissen auf, erkennen ihre Stärken und entwickeln ihre Persönlichkeit zielgerichtet weiter. Dabei werden sie durch den Vorstand und die jeweilige Führungskraft intensiv begleitet. Zum Bilanzstichtag befanden sich insgesamt 37 Nachwuchskräfte in den unterschiedlichen Programmen.
Vergütungen und Sozialleistungen
Überdurchschnittliche Leistungen vergüten wir auch überdurchschnittlich. Bei Lohn- und Gehaltsanpassungen orientieren wir uns an den Lohnsteigerungen der IG Metall oder übertreffen diese. Wir gewähren zusätzlich Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine freiwillige Prämie sowie Zusatzleistungen, wie Essensgeld, Fahrtkostenzuschüsse und Prämien für die langjährige Betriebszugehörigkeit.
Gleichstellung als Selbstverständlichkeit
Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Alle Mitarbeiter haben sich durch Unterzeichnung ihres Arbeitsvertrags schriftlich dazu verpflichtet, Diskriminierungen jeglicher Art sowie sexuelle Belästigung oder sonstige persönliche Angriffe auf einzelne Personen zu unterlassen und entgegenzutreten. Zwei Vertrauenspersonen stehen den Mitarbeitern im Unternehmen jederzeit zur Verfügung. Etwaige Anliegen können anonym vorgebracht und gelöst werden. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen und der Vergütungshöhe sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.
Angaben zu den Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat und im Vorstand der RATIONAL AG sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG sowie Fristen für die Erreichung dieser Zielgrößen werden im Bericht zur Corporate Governance/Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a HGB auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance und im Geschäftsbericht 2015 dargestellt.
Rund 150 neue Arbeitsplätze für 201 6 weltweit geplant
2016 planen wir, chancenorientiert in den Ausbau des Vertriebs- und Marketingnetzwerks zu investieren und den Mitarbeiteraufbau der vergangenen Jahre fortzusetzen. Insgesamt sollen weltweit rund 150 neue Stellen geschaffen werden, über die Hälfte davon im Vertrieb.
Unternehmerische Verantwortung als Grundprinzip
Das Thema Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der allgemeinen Unternehmenspolitik. Nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung bedeutet, Umweltaspekte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Das Ziel ist dabei, unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen.
Nachhaltiges Wirtschaften als Wettbewerbsvorteil
Nachhaltiges Wirtschaften und die Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft sind seit der Gründung des Unternehmens feste Bestandteile unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse.
Ressourcenschonende Prozesse und Produkte, zufriedene Mitarbeiter, eine positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, loyale Lieferanten und zufriedene Kunden sind wichtige Treiber für die erfolgreiche Entwicklung und die langfristige Zukunftssicherung von Unternehmen. Neben der obligatorischen Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften steht vor allem ethisches und faires Verhalten im Mittelpunkt.
Corporate Governance und Compliance
Für uns bedeutet Corporate Governance verantwortungsvolle Unternehmensführung und eine effiziente Kontrolle der Geschäftstätigkeit. Rechtliche Vorschriften zu respektieren und ethisch einwandfreies Verhalten sind eine Selbstverständlichkeit. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wird in unseren „Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr“ für die Mitarbeiter verständlich beschrieben. Der Compliance-Officer, welcher direkt an den Vorstand berichtet, entwickelt das Compliance-System kontinuierlich weiter und berät den Vorstand bei entsprechenden Sachverhalten. Er ist gemeinsam mit dem Vorstand für die effiziente Umsetzung verantwortlich.
Ehrlicher und fairer Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern ist ein wichtiges Element der Firmenkultur. Ein weiterer Baustein ist die offene, transparente und vertrauensvolle Kommunikation mit allen Interessengruppen. Zur Vermeidung von Korruption erhalten alle Mitarbeiter beim Eintritt in das Unternehmen eine konzernweit geltende Richtlinie mit Verhaltensregeln bei Vorteilszuwendungen durch Dritte. Bei Korruptionsverdacht können sich unsere Mitarbeiter jederzeit auch anonym an den Compliance-Officer wenden.
Aktiver Umweltschutz
Wir wollen aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Wir erreichen dies zum Beispiel durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten und unsere umweltzertifizierte Produktion. Auch für unsere Kunden wird die Ressourceneffizienz bei Investitionsentscheidungen immer bedeutender. Deshalb ist die hohe Ressourceneffizienz beim täglichen Einsatz unserer Geräte in der Küche von größter Bedeutung. Durch die Möglichkeit, mit unserer Technologie den Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungschemie zu reduzieren, werden im Lebenszyklus unserer Produkte die größten Einsparungen erreicht.
Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen beziehen wir ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen ein. Wir unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem und setzen anspruchsvolle Ziele bezüglich der Senkung des Abfallaufkommens sowie des Ressourcen-, Wasser-, Energie- und Kraftstoffverbrauchs. Aufgrund von umfangreichen Umbau- und Renovierungsmaßnahmen am Standort Landsberg sowie verstärkten Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung konnten wir die für 2015 gesetzten Ziele nicht ganz erreichen.
Beim Bau neuer Gebäude legen wir besonderes Augenmerk auf hohe Ressourceneffizienz durch die Verwendung modernster Gebäudetechnik sowie energieeffizienter Baustoffe und -verfahren.
Alle Prozesse werden stets optimiert, um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recyclingsystemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken. Die geringen Mengen an entstandenem Gefahrgut werden gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Fachbetrieb entsorgt. Die Einhaltung der Normen wird jährlich auditiert.
Gesellschaftliche Verantwortung
Als Unternehmen haben wir eine große Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Durch nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung sichern wir das langfristige Bestehen und Wachstum des Unternehmens, schaffen Arbeitsplätze und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Stadt und Region Landsberg.
Zusätzlich liegt uns die Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen am Herzen. Wir engagieren uns durch Spenden an lokale soziale Organisationen. RATIONAL bezieht zudem Vorprodukte und Dienstleistungen von zwei Werkstätten für behinderte Menschen (Isar-Würm Lech GmbH (IWL) und Regens-Wagner-Werk Holzhausen) und setzt deren Mitarbeiter auch im RATIONAL-Serviceteileversand ein.
Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferanten
Als Unternehmen mit geringer Fertigungstiefe sind Qualität, Produktivität und Zuverlässigkeit unserer Lieferanten für den Erfolg besonders wichtig. Wir bieten unseren Lieferanten eine langfristige, zuverlässige und vertrauensvolle Partnerschaft. Wir erwarten dafür im Gegenzug Loyalität, Qualität, Engagement, Flexibilität und Innovationskraft. Auf dem jährlich stattfindenden Lieferantentag werden die besten Lieferanten besonders ausgezeichnet.
2. WIRTSCHAFTSBERICHT
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Weltwirtschaft wächst im Jahr 2015 um 3,1 %
Die Einschätzungen hinsichtlich der Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2015 sind mit 3,1 % leicht rückläufig. Für China wurde die Prognose aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der vergleichsweise schwachen Konjunktur auf 6,8 % leicht reduziert. Brasilien und Russland befinden sich weiterhin in einer Rezession mit einem erwarteten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,0 % bzw. 3,8 % im Jahr 2015. Die Prognose für das Wachstum in den USA wurde leicht angehoben und liegt nun bei 2,6 %. Die Wachstumsprognosen für den Euroraum (1,5 %) sowie Asien (6,5 %) blieben weitestgehend unverändert. Insgesamt prognostizieren Konjunkturexperten für die Weltwirtschaft 2015 ein geringeres Wachstum. Eine neue globale Wirtschaftskrise wird allerdings nicht erwartet. (Quelle: Warburg, Januar 2016)
Gute Zukunftsaussichten in der Großküchenbranche
Die Stimmung in der deutschen Großküchenbranche war im vergangenen Jahr erneut positiv. Durch den Einsatz der Produkte und Dienstleistungen in unterschiedlichsten Bereichen der thermischen Speisenzubereitung ist die Geschäftsentwicklung von RATIONAL im Vergleich zu anderen Branchen und Unternehmen deutlich weniger von der Gesamtkonjunktur abhängig. Vielmehr haben in einer Umfrage auf der internationalen Leitmesse Internorga die Betriebe aus dem Bereich Gemeinschaftsverpflegung ihre anhaltend hohe Investitionsbereitschaft bekräftigt. Rund 60 % aller befragten Betriebe plante 2015, in große Geräte zu investieren, rund jeder dritte Betrieb in Kochausstattung.
Auch die Aussichten für die Gastronomiebranche sind unverändert gut. Die Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung steigen seit Jahren kontinuierlich an und werden dies voraussichtlich auch in Zukunft tun. Insbesondere die Trends zu schnellen Snacks sowie zur System- und Erlebnisgastronomie bieten gute Chancen für die Hersteller von Großküchentechnik.
Vom guten Geschäft ihrer Endkunden und Handelspartner profitierten die Großküchenausrüster aus den verschiedenen Bereichen. Die Combi-Dämpfer-Branche hat sich wie bereits im Vorjahr gut entwickelt. Laut dem Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) haben die Hersteller im Jahresverlauf deutlich mehr Geräte abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Unsere mit großem Abstand führende Stellung von mehr als 50 % Marktanteil konnten wir weiter festigen. (Quelle: HKI-Statistik, November 2015)
Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2015
Erweiterung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat wurde im Jahr 2015 auf sechs Personen erweitert. Mit Herrn Dr.-Ing. Hermann Garbers, Herrn Dr. Gerd Lintz und Herrn Werner Schwind wurden von der Hauptversammlung am 29. April 2015 ausgewiesene Spezialisten für Technik, Wirtschaftsrecht und Vertrieb in den Aufsichtsrat berufen. Damit stellt sich der Aufsichtsrat zukunftsfähig auf, um seiner Aufsichts- und Steuerungsaufgabe auch in Zukunft weiterhin umfassend nachkommen zu können.
Wechsel kaufmännischer Vorstand
Nach mehr als 17 erfolgreichen Jahren als kaufmännischer Vorstand hat Herr Erich Baumgärtner sein Mandat zum 31. Dezember 2015 niedergelegt. Seine Nachfolge trat Herr Dr. Axel Kaufmann an. Er verfügt über einen breiten Finanz- und Industriehintergrund auf internationaler Ebene und hielt bislang Führungspositionen in verschiedenen Branchen, zumeist im Finanzbereich. Zuletzt war er seit 2010 Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender beim SDAX-notierten Familienunternehmen Koenig & Bauer AG. Am 1. Oktober 2015 trat Herr Dr. Kaufmann bei RATIONAL ein und übernahm schrittweise die Aufgaben des von ihm verantworteten Vorstandsressorts.
Internationale Expansion
Im Jahr 2015 haben wir das internationale Wachstum fortgesetzt. Neben dem Ausbau der Vertriebskapazitäten in allen Regionen der Welt haben wir durch die Gründung von Tochtergesellschaften in der Türkei und Singapur den Grundstein für die tiefere Durchdringung des türkischen und der südostasiatischen Märkte gelegt. Damit werden wir unsere Technologien auch in diesen aufstrebenden Märkten Schritt für Schritt immer besser etablieren.
Geschäftsverlauf 201 5 – Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand
Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Die Geschäftsentwicklung 2015 wird vom Vorstand vor diesem Hintergrund als günstig eingestuft.
Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz um 14 % wachsen. Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen. Zusätzlich wird die Umsatzentwicklung durch Währungseffekte positiv beeinflusst. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielten wir rund 40 % unserer Umsatzerlöse in Fremdwährungen. Das britische Pfund (12 % Umsatzanteil) und der US-Dollar (11 %) waren die bedeutendsten Währungen außerhalb des Euro. Der Euro war im Vorjahresvergleich gegenüber den für uns relevanten Währungen durchschnittlich etwas schwächer. Daraus resultierte ein umsatzsteigernder Einfluss. Bereinigt um positive Währungseffekte lag das Umsatzwachstum bei 10 %.
Ertragslage
Mit Umsatzerlösen von 564 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 160 Mio. Euro blickt die RATIONAL-Gruppe auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Unser Umsatzwachstum erreichte 14 %. Das EBIT lag 10 % über Vorjahr und die EBIT-Marge betrug 28 %.
Umsatzsteigerung von Quartal zu Quartal
Die ersten drei Monate wiesen mit 24 % eine außerordentlich hohe Umsatzsteigerung auf. Insgesamt konnten Umsatzerlöse in Höhe von 124,7 Mio. Euro realisiert werden (Vj. 100,8 Mio. Euro). Gründe hierfür waren neben dem insgesamt positiven Geschäftsverlauf vor allem positive Währungseffekte und eine relativ niedrige Vergleichsbasis aufgrund der schwächeren Entwicklung des Vorjahresquartals. Das Wachstum konnte auch im zweiten Quartal mit einem Erlösplus von 11 % auf 135,8 Mio. Euro (Vj. 122,4 Mio. Euro) fortgesetzt werden, so dass im ersten Halbjahr ein Wachstum von 17 % auf 260,5 Mio. Euro (Vj. 223,2 Mio. Euro) zu Buche stand.
Mit Umsatzerlösen von 143,0 Mio. Euro (Vj. 129,5 Mio. Euro) und einer Wachstumsrate von 14 % im dritten Quartal konnten wir den Wachstumskurs des ersten Halbjahres fortsetzen. Die Umsatzerlöse des vierten Quartals erreichten 160,7 Mio. Euro (Vj. 144,0 Mio. Euro). Damit konnten wir auch gegenüber dem sehr starken Vorjahresquartal eine Steigerungsrate von 12 % erzielen. Für das Gesamtjahr resultierten daraus Umsatzerlöse von insgesamt 564,2 Mio. Euro und ein Wachstum von 14 %.
Wachstum in allen Regionen
Seit Anfang 2014 haben wir unseren Vertriebsansatz in Amerika stärker den speziellen Anforderungen des Marktes angepasst. Spezialisierte Vertriebsteams adressieren nun unterschiedliche Kundengruppen mit jeweils maßgeschneiderten Maßnahmen. Dies hat sich 2015 positiv in unseren Verkaufszahlen niedergeschlagen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war der amerikanische Markt mit einem Umsatzplus von 34 % ein wesentlicher Wachstumsmarkt für RATIONAL. Bereinigt um positive Währungseffekte, insbesondere aus dem US-Dollar, wächst Amerika um 22 %.
Einen hohen Beitrag zum Wachstum lieferte zudem Asien mit einer Umsatzsteigerung von 19 %. Im bereits gut erschlossenen Heimmarkt Deutschland entwickelten wir uns über alle Kundensegmente hinweg sehr gut. In Summe stand für 2015 eine Wachstumsrate von 14 %. Die Region „Übrige Welt“ konnte im Umsatz um 16 % gegenüber Vorjahr zulegen, vor allem in Australien und im Nahen und Mittleren Osten.
In den letzten Jahren haben wir in Europa verstärkt in den Ausbau der Vertriebsmannschaft investiert. In den Jahren 2013 und 2014 war die Region ein wesentlicher Treiber für das Gruppenwachstum. Auch 2015 entwickelte sich Europa erneut gut und konnte insgesamt um 5 % wachsen. Bereinigt um den gesamtwirtschaftlich schwachen russischen Markt und den Sondereffekt aus Großbritannien, wo im Vorjahr viele Schulküchen mit RATIONAL-Geräten ausgestattet wurden, wuchs Europa um 9 %. Wie bereits im Jahr 2014 konnten die südeuropäischen Länder 2015 sehr gute Wachstumsraten erzielen. Das Segment FRIMA generierte einen Großteil der Umsatzerlöse im europäischen Markt und hat mit einer Steigerungsrate von 16 % zum Wachstum in Europa beigetragen.
62 % Rohertragsmarge
Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich leicht überproportional zur Umsatzsteigerung um 15 % auf 349,2 Mio. Euro (Vj. 304,0 Mio. Euro). Die Rohertragsmarge lag mit 62 % (Vj. 61 %) leicht über dem bereits hohen Niveau des Vorjahres. Gründe für die gute Rohertragsmarge sind neben Effizienzsteigerungen in der Fertigung positive Beiträge aus der Währungs- und Rohstoffpreisentwicklung.
28 % EBIT-Marge
Im Jahr 2015 sind die operativen Kosten (Vertrieb und Service, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung) etwas überproportional zu den Umsatzerlösen gestiegen.
Der Anstieg resultiert zu einem großen Teil aus den Bereichen Vertrieb und Service mit einer Steigerungsrate von 15 % auf 140,5 Mio. Euro (Vj. 122,3 Mio. Euro). Gründe für die höheren Kosten sind insbesondere ausgeweitete Vertriebskapazitäten, verstärkte Marketing- und Serviceaktivitäten und die aufgrund des erfolgreichen Geschäftsverlaufs ansteigenden Provisionen für Vertriebspartner.
Kosten für die Weiterentwicklung unserer Technologien und Produkte im Bereich Forschung und Entwicklung sind im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 23,6 Mio. Euro angefallen (Vj. 19,1 Mio. Euro). Dies entspricht einer Kostensteigerung von 23 %. Darüber hinaus haben wir 2015 erstmals Entwicklungsleistungen aktiviert. Bislang wurden alle Ausgaben für Forschung und Entwicklung ergebniswirksam gebucht, da die Voraussetzungen des IAS 38.57 für eine Aktivierung nicht erfüllt waren. Die aktivierten Entwicklungsleistungen beliefen sich 2015 auf 2,9 Mio. Euro und sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten. Insgesamt haben wir damit 26,5 Mio. Euro für die Weiterentwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen ausgegeben.
Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 11 % von 22,6 Mio. Euro auf 25,1 Mio. Euro.
Insgesamt fielen operative Kosten in Höhe von 189,2 Mio. Euro an und damit 15 % mehr als im Vorjahr (Vj. 164,0 Mio. Euro).
Mit 160,2 Mio. Euro (Vj. 145,2 Mio. Euro) lag das EBIT um 10 % über Vorjahr. Die EBIT-Marge erreichte 28 % (Vj. 29 %). Bereinigt um die insgesamt positiven Währungseffekte lag das EBIT bei 148,3 Mio. Euro und die EBIT-Marge bei 27%.
Das Finanzergebnis war aufgrund des geringen Anteils des verzinslichen Fremdkapitals und der geringen Guthabenzinsen auf Festgeldanlagen mit -0,5 Mio. Euro (Vj. -0,6 Mio. Euro) von untergeordneter Bedeutung.
Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 159,7 Mio. Euro (Vj. 144,6 Mio. Euro). Es fiel ein absoluter Steueraufwand von 37,9 Mio. Euro (Vj. 34,6 Mio. Euro) an. Die Konzernsteuerquote betrug 24 % (Vj. 24 %). Daraus resultieren ein Jahresüberschuss in Höhe von 121,8 Mio. Euro (Vj. 110,1 Mio. Euro) und eine Nettomarge von 22 % (Vj. 22 %).
Segment RATIONAL
Das Segment RATIONAL steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse um 13 % auf 529,5 Mio. Euro (Vj. 467,3 Mio. Euro). Das EBIT erreichte 157,7 Mio. Euro (Vj. 140,2 Mio. Euro) und lag damit um 12 % über Vorjahr. Daraus resultierte eine EBIT-Marge von 30 % (Vj. 30 %).
Segment FRIMA
Das Segment FRIMA steigerte 2015 die Umsatzerlöse um 16 % auf 38,7 Mio. Euro (Vj. 33,3 Mio. Euro). Das EBIT stieg um 21 % auf 6,7 Mio. Euro (Vj. 5,5 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erreichte 17 % (Vj. 17 %).
Rendite auf das eingesetzte Kapital auf hohem Niveau
Um die Effizienz des eingesetzten Kapitals zu messen, ziehen wir die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) sowie die Eigenkapitalrendite heran. Der ROIC spielt allerdings als operative Steuerungsgröße nur eine untergeordnete Rolle.
Der ROIC (Return on Invested Capital) setzt den um Finanzierungskosten bereinigten Jahresüberschuss in Relation zum investierten Kapital (Eigenkapital plus verzinsliches Fremdkapital) und erreichte 34% (Vj. 34 %). Er überstieg damit den zugrunde gelegten Kapitalkostensatz von 4,6 % um rund 29 Prozentpunkte. Daraus ergab sich ein positiver Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts von rund 106 Mio. Euro.
Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss im Verhältnis zum Eigenkapital) erreichte im Durchschnitt der vergangenen Jahre rund 40 % und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 37 % (Vj. 38 %).
Finanzlage
RATIONAL festigte im Jahr 2015 seine solide Finanzkraft. Eine Liquiditätsquote von 55 % (Vj. 5 3 %) zum Bilanzstichtag und ein operativer Cashflow in Höhe von 143 Mio. Euro unterstreichen unsere Ertragsstärke.
Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite
Kern der Finanzstrategie von RATIONAL ist die finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit. Sicherheit geht dabei vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.
Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Fremdkapitalgebern. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wir finanzieren unser Wachstum nahezu ausschließlich aus eigenen Mitteln und haben Liquiditätsreserven für unerwartet auftretende gesamtwirtschaftliche Risiken.
Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Wir verzichten bewusst auf höhere Renditen und vermeiden Risiken bei der Geldanlage. Deshalb legen wir nur in kurz laufende, Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit gutem Rating an.
Unsere Aktionäre beteiligen wir angemessen am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt rund 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausgeschüttet.
Operativer Cashflow auf hohem Niveau
Aufgrund unseres profitablen und wenig kapitalintensiven Geschäftsmodells mit geringer Fertigungstiefe und des effizienten Forderungsmanagements ist der operative Cashflow regelmäßig auf hohem Niveau.
Im Geschäftsjahr 2015 erreichte dieser 143,0 Mio. Euro und lag damit um 30,5 Mio. Euro über Vorjahr (112,5 Mio. Euro). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem höheren Ergebnis (15,1 Mio. Euro) sowie dem Aufbau von Rückstellungen (5,1 Mio. Euro). Das Nettoumlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr weniger stark angestiegen, der positive Effekt daraus auf den operativen Cashflow beträgt 7,5 Mio. Euro.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -10,5 Mio. Euro (Vj. -38,9 Mio. Euro) enthält unter anderem die Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte. Diese lagen 2015 bei 19,4 Mio. Euro und damit 2,6 Mio. Euro über Vorjahr (Vj. 16,8 Mio. Euro). Darin enthalten sind Renovierungs- und Umbauinvestitionen für Gebäude, Anschaffungskosten für Grundstücke sowie die Erweiterung und Modernisierung unseres Maschinenparks in Höhe von 10,5 Mio. Euro. Daneben haben wir im abgelaufenen Jahr netto 8,1 Mio. Euro Zahlungsmittelzuflüsse aus Geldanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten erzielt (Vj. Zahlungsmittelabflüsse von 23,0 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr 2015 haben wir erstmals Entwicklungsleistungen aktiviert. Diese sind in einem Umfang von 2,9 Mio. EUR (Vj. 0 Mio. Euro) im Investitionscashflow enthalten.
Der Free Cashflow errechnet sich aus dem operativen Cashflow abzüglich der Investitionen ins Anlagevermögen und erreichte 123,6 Mio. Euro (Vj. 95,7 Mio. Euro).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reflektiert die Dividendenausschüttung sowie Tilgungs- und Zinszahlungen für Bankdarlehen. Im Berichtsjahr haben wir für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von 77,3 Mio. Euro an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Daneben haben wir unsere Bankverbindlichkeiten um insgesamt 4,2 Mio. Euro reduziert und Zinsen in Höhe von 1,0 Mio. Euro bezahlt. Insgesamt belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf -82,5 Mio. Euro (Vj. -71,0 Mio. Euro).
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| 2015 | 2014 | Veränderung in Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der operativen Tätigkeit | 143,0 | 112,5 | +30,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -10,5 | -38,9 | +28,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -82,5 | -71,0 | -11,5 |
Hohe Liquidität
Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen erhöhte sich im Jahresverlauf um 41,6 Mio. Euro auf 267,0 Mio. Euro (Vj. 225,4 Mio. Euro). Die liquiden Mittel und Geldanlagen repräsentierten damit 55 % der Bilanzsumme (Vj. 53 %).
Zusätzlich verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 29,1 Mio. Euro (Vj. 29,5 Mio. Euro).
7,50 Euro Dividende vorgeschlagen
Die Konjunkturprognosen gehen für 2016 von einer soliden Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten infolge der internationalen Schuldenkrise, den geopolitischen Spannungen und der Wachstumsschwäche der chinesischen Volkswirtschaft. In Anbetracht der guten Liquidität werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2016 die Ausschüttung einer Dividende von 7,50 Euro pro Aktie (Vj. 6,80 Euro) für das Geschäftsjahr 2015 vorschlagen. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 1,8 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2015).
Insgesamt ist eine Ausschüttung von 85,3 Mio. Euro geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt eine ausreichend hohe Liquiditätsreserve im Unternehmen.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in Zweckgesellschaften findet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Daraus ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 10,6 Mio. Euro (Vj. 10,6 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente keinen wesentlichen Einfluss.
Langfristige Finanzierungsmaßnahmen
Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir unter anderem durch langfristige Bankdarlehen. Dementsprechend sind die größten Positionen in den langfristigen Verbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 21,8 Mio. Euro (Vj. 26,4 Mio. Euro). Darüber hinaus verfügen wir über 6,7 Mio. Euro (Vj. 6,2 Mio. Euro) kurzfristige Darlehenssumme, die entsprechend den Tilgungsplänen innerhalb der nächsten zwölf Monate getilgt wird. Die ausstehenden Darlehen dienen zur Finanzierung von Gebäuden und Fertigungsanlagen. Der Großteil der Darlehenssumme betrifft Annuitätendarlehen mit einer Gesamtlaufzeit bis 2022 (15,9 Mio. Euro) bzw. 2023 (7,6 Mio. Euro). Die restliche ausstehende Darlehenssumme (5,0 Mio. Euro) betrifft Darlehen bzw. Wechsel mit einer Laufzeit bis 2016 bzw. 2018.
Hohe Bonitätsbewertung durch Banken
Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken mit sehr guten Bonitätsnoten von A- bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Ratingagentur.
Vermögenslage
RATIONAL verfügt über eine sehr solide Bilanzstruktur. Eine Eigenkapitalquote von 74 % und ein Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte von 82 % der Bilanzsumme gewährleiste n jederzeit höchste Sicherheit und Flexibilität.
Hohe Eigenkapitalquote
Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2015 um 14 % von 423,4 Mio. Euro auf 482,7 Mio. Euro angestiegen. Dies resultierte maßgeblich aus einem Jahresüberschuss von 121,8 Mio. Euro, dem eine Dividendenausschüttung von 77,3 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch ist das Eigenkapital um 15 % auf 356,1 Mio. Euro (Vj. 310,7 Mio. Euro) gewachsen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 74 % leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 73 %).
Kurzfristige Kapitalbindung
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 47,9 Mio. Euro gewachsen. Hier waren vor allem die liquiden Mittel (41,6 Mio. Euro) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6,7 Mio. Euro) die wesentlichen Treiber. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte betrug zum Bilanzstichtag 82% (Vj. 82 %) und verblieb damit auf dem Stand des Vorjahres.
Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir laufend. Dabei achten wir stets auf eine Balance zwischen bestmöglicher Händlerunterstützung und geringstmöglicher Kapitalbindung. In den etablierten Märkten konnten die Forderungslaufzeiten weiter reduziert werden. Unsere Fachhandelskunden in einigen Schwellenmärkten unterstützen wir durch die Gewährung von längeren Zahlungszielen. Insgesamt ergab sich im Jahr 2015 eine durchschnittliche Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) von 48 Tagen (Vj. 50 Tage). Der Anteil der überfälligen Forderungen lag durchschnittlich bei 6 % (Vj. 6 %).
Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde – zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung – eine Deckungsquote des Forderungsbestands von 84 % (Vj. 84 %) erreicht.
RATIONAL hat ein effektives Working-Capital-Management. Mit Hilfe des Forderungsmanagements halten wir die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf niedrigem Niveau. Durch die auftragsbezogene Fertigung, geringe Fertigungstiefe und dem Kanban-System zur Materialversorgung im Produktionsprozess sind zudem Fertig- und Zwischenwarenlager nur in sehr begrenztem Umfang erforderlich. Bei der Begleichung von Lieferantenrechnungen nutzen wir unsere Zahlungsziele unter Einbeziehung der Vorteile aus der Inanspruchnahme von Skonti. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Working Capital um 1,2 Mio. Euro angestiegen. Den geschäftsverlaufsbedingt angestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräten (+7,4 Mio. Euro) standen höhere kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber (+6,0 Mio. Euro). Zum Jahresende betrug das Working Capital 87,9 Mio. Euro (Vj. 86,7 Mio. Euro) oder 16 % vom Umsatz (Vj. 17 %).
Die Sachanlagen haben sich 2015 insbesondere aufgrund von Neuinvestitionen in Immobilien und Maschinen um 7,0 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ist vor allem auf die 2015 erstmalige Aktivierung von Entwicklungsleistungen zurückzuführen.
Investitionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir Investitionen von 19,4 Mio. Euro in das Anlagevermögen getätigt (Vj. 16,8 Mio. Euro). Darin sind Investitionen für einen Grundstückskauf, die Renovierung und Erneuerung von Immobilien und in den Maschinenpark der Komponentenfabrik in Höhe von 10,5 Mio. Euro sowie aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von 2,9 Mio. EUR enthalten. 18,4 Mio. Euro betreffen das Segment RATIONAL und 1,0 Mio. Euro das Segment FRIMA.
2016 erwarten wir Erhaltungs-, Ersatz- und Neuinvestitionen von rund 21 Mio. Euro. Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2016 betragen 7,0 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.
Die Auslastung unserer Produktionsanlagen liegt derzeit bei rund 70 % (Vj. 70 %). Mit dieser Anlagenkapazität sind wir für das Wachstum der kommenden Jahre gut aufgestellt.
Prognose-Ist-Vergleich
Im Geschäftsbericht des vergangenen Jahres hatten wir eine Fortsetzung des moderaten Wachstumstrends bei Absatz, Umsatz und EBIT prognostiziert. Mit einer Absatzsteigerung von 7 %, Umsatzerlösen von 564,2 Mio. Euro (+14 %) und einem EBIT in Höhe von 160,2 Mio. Euro (+10 %) konnten wir die Erwartungen erreichen bzw. leicht übertreffen. Die überproportionale Entwicklung des EBIT war vor allem durch positive Währungseffekte in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen begründet, die höher als erwartet ausgefallen sind. Die Entwicklung der Rohstoffpreise hatte entsprechend unserer Einschätzung keinen größeren Ergebniseinfluss.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr verblieb die Mitarbeiterzufriedenheit auf dem erwartet hohen Wert. 94 % aller Mitarbeiter sind stolz, bei uns zu arbeiten. Dementsprechend verblieb auch die Fluktuationsquote auf dem erwartet niedrigen Niveau. Auch die Kundenzufriedenheit konnten wir entsprechend unserer Einschätzung auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr halten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte erneut eine Vielzahl bestehender und potenzieller Kunden die Vorteile unserer Produkte aus erster Hand erfahren und selbst ausprobieren. 95.000 Teilnehmer an unseren GarenLive-Seminaren (Vj. 86.000) stellen eine ähnliche Steigerungsrate wie im Vorjahr dar und dokumentieren die Zufriedenheit der Kunden mit unseren Produkten und Dienstleistungen.
Die durchschnittliche Außenstandsdauer (DSO) lag mit 48 Tagen zwei Tage niedriger als avisiert.
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| Finanzielle Kennzahlen | Ist 2014 | Prognose 2015 | Ist 2015 | |
|---|---|---|---|---|
| Absatz w achstum | % | +8 | Fortsetzung des moderaten Wachstumskurses | +7 |
| Umsatz w achstum | % | +8 | Fortsetzung des moderaten Wachstumskurses | +14 |
| Rohertragsmarge | % | 61 | ca. 60 | 62 |
| Steigerung operative n Kosten | % | +10 | Überproportionale Steigerung im Vergleich zum Umsatz | +15 |
| EBIT-Wachstum | % | +13 | Fortsetzung des moderaten Wachstumskurses | +10 |
| EBIT-Marge | % | 29 | 26 - 28 | 28 |
| DSO (Tage) | Tage | 50 | auf Vorjahresniveau | 48 |
| Eigenkapitalquote | % | 73 | ca. 70 | 74 |
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| Nichtfinanzielle Kennzahlen | Ist 2014 | Prognose 2015 | Ist 2015 | |
|---|---|---|---|---|
| Entwicklung GarenLive-Teilnehmer | % | +13 | +10 | +10 |
| Fluktuationsrate Deutschland / weltweit | % | 3 / 8 | auf Vorjahresniveau | 4 / 8 |
| Anteil stolzer Mitarbeiter | % | 92 | auf Vorjahresniveau | 94 |
Rechtliche Rahmenbedingungen
Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.
3. NACHTRAGSBERICHT
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der RATIONAL AG von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, eingetreten.
4. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Prognosebericht
Prämissen der Prognosen
Unsere Prognosen beinhalten alle zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts bekannten Faktoren mit Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des RATIONAL-Konzerns. Dies betrifft allgemeine Marktindikatoren sowie branchenbezogene und unternehmensspezifische Sachverhalte.
Marktbezogene Parameter sind das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse und der Rohstoffpreise. Branchenbezogene Sachverhalte betreffen vorrangig die wirtschaftliche Entwicklung der Anwender unserer Produkte und Dienstleistungen, den Fachhandel und die Wettbewerbssituation unter den Anbietern verschiedener Gartechnologien.
Interne Faktoren sind die Mitarbeiterzufriedenheit und Maßnahmen, um die hohe Motivation zu erhalten und weiter zu stärken. Des Weiteren beinhaltet die Prognose bereits implementierte Aktivitäten und geplante Maßnahmen.
Weltwirtschaft auf Wachstumskurs
Konjunkturexperten beurteilen die Aussichten der Weltkonjunktur weiterhin solide und erwarten für das Jahr 2016 ein globales Wachstum von 3,6 %. Die höchsten Wachstumsprognosen gelten mit rund 4,5 % für die Schwellenländer. Aber auch die USA sind mit einer erwarteten Steigerungsrate von rund 2,8 % voraussichtlich auf solidem Wachstumskurs. Für den Euroraum erwarten die Experten für 2016 ein geringes Wirtschaftswachstum von rund 1,6 %. (Quelle: Warburg, Januar 2016)
Finanzielle Steuerungskennzahlen
Absatz-, Umsatz- und Ergebnisprognose 201 6
Für 2016 erwarten wir, dass sich der Euro in Summe neutral zu den für uns relevanten Fremdwährungen verhält und folglich keinen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnissituation haben wird.
Von den Rohstoffpreisen erwarten wir für 2016 ebenfalls einen neutralen Effekt auf die Herstellungskosten und unsere Gewinnsituation. Beim Stahlbasispreis haben wir für 2016 stabile Preise mit unseren Lieferanten vereinbart, den Legierungszuschlag erwarten wir für 2016 auf dem durchschnittlichen Niveau von 2015.
Bei den gruppenweiten Herstellungskosten rechnen wir insgesamt mit einem Anstieg proportional zu den Umsatzerlösen. Hieraus resultierend sehen wir eine proportionale Erhöhung des Rohertrags. Unsere erwartete Rohertragsmarge liegt demgemäß auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bei leicht über 60 %.
Die operativen Kosten werden aufgrund von Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie des Ausbaus der Vertriebskapazitäten voraussichtlich leicht überproportional zur Umsatzsteigerung zulegen. Für die EBIT-Marge gehen wir von 26 % bis 28 % aus.
Vor diesem Hintergrund und basierend auf den von uns geschaffenen Grundlagen für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung erwarten wir für 2016 die Fortsetzung des moderaten Wachstumstrends bei Absatz, Umsatz und EBIT.
Im Segment FRIMA erwarten wir aufgrund des noch frühen Marktstadiums des VarioCooking Center® ein überproportionales Absatz- und Umsatzwachstum.
Nachhaltig solide finanzwirtschaftliche Grundlagen
Für den Verlauf des Jahres 2016 planen wir unverändert eine Eigenkapitalquote von rund 70 % und hohe freie Liquidität. Den Liquiditätsbedarf für die laufenden operativen Kosten, den wachstumsbedingten Aufbau des Working Capitals, die notwendigen Anlageninvestitionen sowie für die geplante Dividendenausschüttung werden wir 2016 im Wesentlichen aus den operativen Mittelzuflüssen und der vorhandenen Nettoliquidität decken. Darüber hinaus werden wir Baumaßnahmen teilweise mit neuen Bankdarlehen in Höhe von 4,5 Mio. Euro finanzieren.
Bei der durchschnittlichen Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) erwarten wir für 2016 einen Wert leicht über Vorjahresniveau. In erster Linie resultiert dies aus der Gewährung von teilweise großzügigeren Zahlungszielen zur Stützung unserer Partner in den Schwellenländern.
Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen
Wir legen höchsten Wert auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter, die sich als Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®) verstehen. Aus diesem Grund möchten wir die bereits heute hohe Mitarbeiterzufriedenheit auch 2016 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen weiter verbessern. Die Fluktuationsrate erwarten wir auf ähnlich niedrigem Niveau wie im Jahr 2015.
Der Aufbau von Vertriebsmitarbeitern wird zu einer Steigerung der Verkaufsaktivitäten und der Teilnehmer an GarenLive-Seminaren von rund 10 % im Vorjahresvergleich führen.
Chancen- und Risikobericht
Die Risiko- und Chancenpolitik bei der RATIONAL AG zielt auf die Bestandssicherung des Unternehmens, die nachhaltige Unternehmenswertsteigerung sowie die Erreichung finanzieller und strategischer Organisationsziele ab. Durch ein effektives Risikomanagement wird eine frühzeitige Identifizierung und Minimierung von potenziellen Risiken gewährleistet.
Das frühzeitige Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sicher.
Die dargestellten Chancen und Risiken sind für die Segmente RATIONAL und FRIMA gleichermaßen zutreffend.
Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand
Eine Vielzahl aktueller gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen weltweit beeinflusst unsere Geschäftsentwicklung. Daraus resultieren Chancen und Risiken, welche den Geschäftsverlauf positiv oder negativ beeinflussen können. Unsere Prognose für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2016, aber auch unsere langfristigen Erwartungen beinhalten die im Folgenden aufgeführten Einflussfaktoren. Risiken können zu negativen, Chancen zu positiven Abweichungen von der Prognose führen.
Chancen für die zukünftige erfolgreiche Geschäftsentwicklung sind der durch innovative Produkte herbeigeführte Austauschbedarf und die Gewinnung neuer Kundengruppen in den etablierten Märkten sowie das zunehmende Wohlstandsniveau in den Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des großen weltweiten Marktpotenzials, technologisch marktführender Produkte und der unangefochtenen Marktführerschaft beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte in Zukunft fortzuschreiben.
Es bestehen aber Risiken, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden. Neben den versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische Entscheidungen und Veränderungen im Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Veränderungen (zum Beispiel Währungsentwicklungen) sowie Produkt- und sonstige operative Risiken.
Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Es geht demnach keine existenzbedrohende Gefährdung des Unternehmens von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.
Chancenbericht
Das RATIONAL-Chancenmanagement
RATIONAL ist in einem globalen Umfeld aktiv, welches sich durch eine Vielzahl von Chancen auszeichnet, die sich dem Unternehmen bieten. Das frühzeitige Erkennen und die konsequente Wahrnehmung dieser Chancen sind Kernelemente erfolgreichen unternehmerischen Handelns. Die Nutzung realisierbarer Chancen und die gleichzeitige Vermeidung überflüssiger Risiken sind und bleiben die notwendige Voraussetzung, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten.
Chancen umfassen einerseits externe Faktoren und Trends, wie die steigende Zahl potenzieller Kunden aufgrund des zunehmenden Wohlstands in den Schwellenländern. Chancen resultieren aber auch aus eigenen Stärken, durch deren optimale Ausschöpfung die erfolgreiche Zukunftsentwicklung des Unternehmens positiv beeinflusst wird.
Positive externe Faktoren und Trends
Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis
Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis, Essen außer Haus. Dies gibt uns eine gewisse Sicherheit, selbst in Krisenzeiten.
Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandsniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in den Schwellenländern verbessert sich der Wohlstand in diesen Ländern spürbar. Daraus resultieren die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard, der sich wiederum positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten auswirkt.
Großes freies Weltmarktpotenzial
Nur rund 30 % der weltweit mehr als drei Millionen für uns adressierbaren Endkunden kochen heute bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Da das SelfCookingCenter® 5 Senses neben der traditionellen Gartechnologie auch herkömmliche Combi-Dämpfer ersetzt, besteht durch diesen Ersatzbedarf weltweit noch ein zusätzliches freies Marktpotenzial.
Für das VarioCooking Center® MULTIFICIENCY ergibt sich ein noch höheres weltweites Potenzial. Da es erst seit wenigen Jahren am Markt ist, ist der Penetrationsgrad noch relativ gering. Somit beträgt hier das noch offene Kundenpotenzial annähernd 100 % der rund drei Millionen Zielkunden.
Das große freie Marktpotenzial ermöglicht es uns, auch in Zukunft über tiefere Marktdurchdringung und steigenden Ersatzbedarf weiter zu wachsen.
Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt
Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben die Bürger und die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und variableren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist vitaminschonend, fettarm und damit besonders gesund.
Stärken von RATIONAL
H öchste Kundenzufriedenheit
Der Combi-Dämpfer wird mittlerweile als eines der wichtigsten Gargeräte in der Profiküche gesehen. Wir werden hierbei als innovativer Lösungsanbieter mit qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Produkten sowie höchster Servicequalität wahrgenommen. Mehr als 80 % unserer Kunden sind so begeistert, dass sie jederzeit wieder ein RATIONAL-Produkt kaufen, aber auch allen Kollegen den Kauf eines solchen empfehlen würden. Dieses Ergebnis haben unsere letzten beiden Kundenzufriedenheitsumfragen mit TNS Infratest ergeben. Daraus resultiert unsere deutlich führende Marktposition. Jeder zweite Combi-Dämpfer, der heute weltweit verkauft wird, stammt aus dem Hause RATIONAL.
Marktführende Produkte
Wir verfügen über ein Portfolio marktführender Produkte und Dienstleistungen. Sowohl das SelfCookingCenter® 5 Senses als auch das VarioCooking Center® MULTIFICIENCY sind technologisch und anwendungsbezogen weltweit führend – und das bei vergleichbarer preislicher Positionierung zum Wettbewerb.
Hohe Innovationskraft
Um unserem Anspruch gerecht zu werden, rund um den Globus Produkte mit dem höchstmöglichen Kundennutzen anzubieten, ist es unabdingbar, regelmäßig Innovationen auf den Markt zu bringen. Das heißt für uns, permanent nach besseren Lösungen zu suchen und den technologischen Fortschritt voranzutreiben. So gelingt es uns, den hohen technischen Stand unserer Produkte zu sichern, eine stetige Weiterentwicklung zu gewährleisten und damit unsere Marktstellung nicht nur zu behaupten, sondern weiter auszubauen. Wir sind auch in der Lage, neue Kundengruppen zu adressieren und somit innerhalb unserer Zielgruppe das Absatzpotenzial für unsere Produkte noch zu erweitern.
Ressourceneffizienz
Die Ressourceneffizienz der eingesetzten Technologie gewinnt bei Investitionsentscheidungen in der Profiküche zunehmend an Bedeutung. Das SelfCookingCenter® 5 Senses und das VarioCooking Center® MULTIFICIENCYreduzieren den Verbrauch von Energie, Wasser, Fett, Reiniger und den Einsatz von Rohwaren deutlich bei erheblich geringerem Platzbedarf im Vergleich zu traditioneller Gartechnologie. Zudem führt der reduzierte Überwachungs- und Reinigungsaufwand zu geringeren Arbeitskosten.
Erfolgreiche Marktentwicklung
Bei der Erschließung neuer Märkte nehmen wir häufig eine Pionierrolle ein. Daraus resultieren eine steigende Markenbekanntheit und ein Vorsprung bei der Ausschöpfung der vorhandenen Marktpotenziale. Die effiziente und erfolgreiche Erschließung neuer Märkte trägt nachhaltig dazu bei, die Weltmarktführerschaft zu festigen und auszubauen.
Einzigartige Unternehmenskultur
Grundlage für die unternehmensweite Zusammenarbeit und das Selbstverständnis aller Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®) mit dezentraler Führungsstruktur, hoher Eigenverantwortung und Selbstorganisation.
Die konzernweite Prozessorganisation sichert höchste Effizienz durch Vermeidung unnötiger Schnittstellen und erhöht die Motivation und die Identifizierung jedes einzelnen Mitarbeiters mit seinen ganzheitlichen Aufgaben.
Risikobericht
Der Risikobericht erläutert Grundsätze und Organisation des Risikomanagements bei RATIONAL und stellt die aktuelle Risikosituation dar. Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, strategische, operative oder finanzielle Ziele nicht wie geplant zu erreichen.
Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.
Das RATIONAL-Risikomanagement
Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstands. Der Prozess wird durch den Vorstand des kaufmännischen Bereichs koordiniert. Das Ziel des RATIONAL-Risikomanagements ist die Wahrnehmung realisierbarer Chancen unter Berücksichtigung der bestehenden Risiken.
Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Hierbei sind das kontinuierliche Sensibilisieren für Chancen und Risiken bei den Mitarbeitern und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Führungskräfte entscheidende Erfolgsfaktoren. Um das RATIONAL-Risikomanagement auf einem nachhaltigen und angemessen hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern. Die Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement sind für alle Mitarbeiter verbindlich in einer Konzernrichtlinie dokumentiert. Entsprechend der Organisationsstruktur von RATIONAL ist das Management der einzelnen Unternehmenseinheiten für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken selbst verantwortlich. Für die Berichterstattung über bestehende Risiken an die betreffenden Entscheidungsträger ist ein angemessenes Meldeverfahren definiert.
Im Rahmen einer Chancen- und Risikoanalyse werden externe und interne Risiken für alle Unternehmensbereiche für einen Realisierungszeitraum von drei Jahren erfasst und bewertet. Im Jahr 2015 wurden die Ergebnisse der Risikoinventur des Vorjahres aktualisiert. Es wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnte, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.
Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, mögliche Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, zu erkennen und zu beseitigen.
Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden, sofern strategisch und finanziell sinnvoll, über ein globales Deckungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.
2013 wurde das RATIONAL-Compliance-Team gebildet und ein Compliance-Officer für die gesamte RATIONAL-Gruppe bestellt. Auf der Grundlage der Ergebnisse von in verschiedenen Unternehmensbereichen durchgeführten Compliance-Risikoanalysen wurden Maßnahmen definiert, um allen wesentlichen Compliance-Risiken entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen schließen neben einschlägigen internen Compliance-Vorgaben auch die Zusammenarbeit mit lokalen qualifizierten Partnern ein. Des Weiteren wurden in ausgesuchten Ländern, in denen RATIONAL mit eigenen legalen Einheiten und Mitarbeitern vertreten ist, die lokalen Anforderungen an ein Compliance-Programm erfasst und Compliance-Vorgaben entsprechend angepasst, soweit es zur Risikovermeidung erforderlich war.
2015 wurde eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Risikomanagementsystems und der Prüfung der Konzeption des Compliance Management Systems entsprechend der Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) beauftragt. Hierbei wurde die Funktionsfähigkeit beider Systeme bestätigt. Das Compliance Management System sowie das Risikomanagementsystem werden auch in den Folgejahren auf der Basis der bestehenden Konzepte zielgerichtet weiterentwickelt.
Risikobewertung und Risikobegrenzung
Um die vorhandenen Risiken einzuordnen, bewerten wir diese nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und nach ihrer finanziellen Auswirkung auf die Ertrags- und Vermögenssituation des Unternehmens und haben entsprechende Maßnahmen implementiert, um sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.
Die Darstellung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des EBIT-Risikos beinhaltet bereits die implementierten, risikomindernden Maßnahmen (Netto-Betrachtung). Folgende Klassifizierungen werden hierfür verwendet:
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| <= 10 % | Sehr gering |
| > 10 % bis 30 % | Gering |
| > 30 % bis 60 % | Hoch |
| > 60 % | Sehr hoch |
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| Risikoauswirkung | Beschreibung | EBIT-Risiko |
|---|---|---|
| Sehr gering | Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | <= 2 % |
| Gering | Einige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >2 % bis 10 % |
| Hoch | Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >10 % bis 20 % |
| Sehr hoch | Stark negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >20 % |
Risiken
In der folgenden Tabelle werden die vom Vorstand als für RATIONAL wesentlich eingestuften Unternehmensrisiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Risikoauswirkung gemäß den oben stehenden Definitionen eingestuft.
Die Risiken sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoauswirkung sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.
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| Unternehmensrisiken | Eintrittswahrscheinlichkeit | Risikoauswirkung |
|---|---|---|
| Markt - und Wettbewerbsrisiken | Gering | Gering |
| Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken | ||
| Nichtakzeptanz unserer Technologien | ||
| Konjunkturbedingte negative Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden | ||
| Reduzierte Deckung von Kreditrisiken | ||
| Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Kunden | ||
| Politische und rechtliche Risiken | Hoch | Gering |
| Politische Instabilität oder Krisen | ||
| Verletzung von Schutzrechten | ||
| Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften | ||
| Produktions- und Produktrisiken | Gering | Gering |
| Beschaffungsrisiko | ||
| Produktionsunterbrechungsrisiko | ||
| Produktqualität und -haftung | ||
| Operative Risiken | Gering | Gering |
| Personalwirtschaftliche Risiken | ||
| IT-Risiken | ||
| Umweltrisiken | ||
| Finanz- und Kapitalmarktrisiken | Sehr hoch | Gering |
| Ausfallrisiken | ||
| Liquiditätsrisiken | ||
| Wechselkursrisiken | ||
| Zinsänderungsrisiken | ||
| Preisrisiken |
Nachstehend folgen Beschreibungen der jeweiligen Risiken und Gegenmaßnahmen bzw. es wird auf entsprechende Stellen innerhalb des Jahresabschlusses verwiesen, in denen die Details dargelegt werden.
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken
Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse neue, größere Wettbewerber mit höherer Innovations- oder Vertriebskraft entstehen. Zusätzlich können neue Wettbewerber in den Markt eintreten, was zu einer stärkeren Wettbewerbsintensität und negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft von RATIONAL führen kann.
Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt. Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategien der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt.
Nichtakzeptanz unserer Technologien
Um unseren Vorsprung vor dem Wettbewerb zu behaupten und auszubauen, bringen wir in regelmäßigen Abständen neue Produkte mit weiterentwickelten Produkteigenschaften und neuen Funktionen auf den Markt. Hier besteht grundsätzlich die Gefahr, dass unsere Produkte nicht die von uns erwartete Akzeptanz erlangen und vom Markt nicht angenommen werden.
Aufgrund unserer klaren Ausrichtung auf Kundennutzen, der Unternehmensstruktur mit rund 300 Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und -beratung sind wir praktisch Teil der Welt unserer Kunden und kennen deren Wünsche und Bedürfnisse genau. Wir sind dadurch in der Lage, optimale Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und anzubieten.
Konjunkturbedingte Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden
Das internationale Wirtschaftsumfeld, in dem sich RATIONAL bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf unserer Geräte ist für die Kunden mit einer Investition verbunden. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung oder Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung kann die Investitionsbereitschaft unserer Endkunden negativ beeinflussen.
Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der wichtigen Märkte mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auftretende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit flexibler Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, gut vorbereitet. Die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis sowie die hohen Rationalisierungseffekte unserer Produkte führen dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft deutlich geringer auswirken als zum Beispiel auf den klassischen Maschinenbau.
Reduzierte Deckung von Kreditrisiken
Eine negative konjunkturelle Entwicklung und die daraus resultierende finanzwirtschaftliche Situation unserer Kunden reduzieren die Bereitschaft des Warenkreditversicherers zur Übernahme von Kreditrisiken und führen damit zu höheren Forderungsausfallrisiken. (siehe Finanz- und Kapitalmarktrisiken)
Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Fachhändlers
Unser Gesamtumsatz verteilt sich auf mehrere tausend Fachhändler, die im Wesentlichen im Bereich „Gastronomie-Fachhandel“ tätig sind. Der Anteil des Geschäftsvolumens mit dem umsatzstärksten Fachhändler am Gesamtumsatz belief sich im Berichtsjahr auf 2,8 % (Vj. 2,7 %). Bei Ausfall von Fachhändlern können Umsatzpotenziale wegfallen. Besondere Risiken für die zukünftige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Fachhändler ergeben sich aber nicht. Vor dem Hintergrund, dass der Vertriebsprozess insbesondere auf den Endanwender fokussiert ist, führt der Ausfall eines Fachhändlers nicht automatisch zu einem Nachfragerückgang auf der Endanwenderseite.
Politische und rechtliche Risiken
Politische Instabilität oder Krisen
Die Auswirkungen von politischer Instabilität und Krisen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Als mögliche Folgen von politischer Instabilität sind zum Beispiel Einfuhrbeschränkungen in einzelnen Ländern denkbar.
Auch im Geschäftsjahr 2015 führte die Russland-Ukraine-Krise zu einem Umsatzrückgang in diesen Märkten. Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf vielen Märkten der Welt anbieten, eröffnen jedoch die Chance zum Ausgleich regionaler Schwächen durch Kompensation in anderen Märkten.
Verletzung von Schutzrechten
Sowohl durch aktive als auch passive Patentverletzungen können Kosten für die Prozessführung sowie Schadenersatzleistungen entstehen. Wir sind seit Jahren Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt. Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Maßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen von unserer Seite werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt. RATIONAL ist im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit in kleinere gerichtliche Verfahren im Zusammenhang mit Bestandsfragen im Patentrecht (eigene Patente) involviert.
Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften
Unsere Produkte und Dienstleistungen vermarkten wir aktuell in mehr als 100 Ländern. Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen rechtlichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:
| ― | länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen |
| ― | Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken können |
| ― | unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben |
| ― | geschäftliche Gestaltungen, die Verstöße gegen lokal geltendes Wettbewerbs- oder Kartellrecht darstellen |
| ― | Compliance-Risiken, das heißt mögliche Verstöße durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze |
Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen.
Produktions- und Produktrisiken
Beschaffungsrisiken
Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlicher Qualitäts- und Produktverbesserung und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Daneben wurden im Rahmen der im Jahr 2013 durchgeführten Risikoanalyse der Lieferkette unterschiedliche Maßnahmen zur Risikoreduktion beschlossen. Diese beinhalten unter anderem eine Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und den Aufbau eines Systems zur Auditierung von Vorlieferanten.
Produktionsunterbrechungsrisiko
Neben den Beschaffungsrisiken existiert das Risiko, dass durch höhere Gewalt Produktionsanlagen ausfallen, was eine vorübergehende Produktionsunterbrechung zur Folge haben kann. Das daraus resultierende finanzielle Risiko ist durch eine angemessene Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Für existenziell wichtige Produktionsanlagen wurde eine Rückfallebene in Form einer zweiten Ausfertigung der betroffenen Anlagen geschaffen. Diese werden gesondert gelagert und können im Bedarfsfall mit überschaubarem Aufwand und im Vergleich zur Wiederbeschaffung in relativ kurzer Zeit aktiviert werden.
Produktqualität
Die Produktqualität hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Die unverändert niedrige Garantiekostenquote von 1,0 % (Vj. 1,1 %) und die Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend. Dennoch sind wir uns des möglichen Risikos bewusst, dass qualitativ nicht einwandfreie Produkte an Kunden ausgeliefert werden könnten. Mögliche Folgen aus den Qualitätsmängeln sind Sach- und Personenschäden, aber auch Imageschäden für die als qualitativ hochwertig angesehenen Produkte aus dem Hause RATIONAL.
Um diesem Risiko entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte, bevor sie unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen, intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden – oder auch intern – auftreten, werden diese im Rahmen unserer täglichen „Akuten Qualitätsverbesserung“ in den technischen Prozessen analysiert und schnelle, unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch extreme Anstrengungen, jeden Fehler und den entstandenen Schaden zu überkompensieren.
Operative Risiken
Personalwirtschaftliche Risiken
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohen Fluktuationsrate würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen.
RATIONAL ist in der Region sowie international ein attraktiver Arbeitgeber. Zur Gewinnung geeigneter Mitarbeiter werden verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise das Hochschulmarketing oder der Besuch von Ausbildungsmessen, durchgeführt. Um Mitarbeiter zu motivieren und langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet das Unternehmen neben einer angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Fördermaßnahmen.
Daneben verfügen wir mit der U.i.U.®-Philosophie über eine besondere Unternehmenskultur, welche die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeiter fördert.
Um Arbeitsunfälle und hohe Krankheitsquoten zu vermeiden, finden im Unternehmen regelmäßig Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen durch den Betriebsarzt statt. Jährliche Mitarbeiterunterweisungen zum Thema Arbeitssicherheit werden über die Initiative „RATIONAL Offensive Sicherheit“ durchgeführt. Den Mitarbeitern werden so allgemeine Sicherheitsvorschriften und Unfallvermeidungsmaßnahmen ins Gedächtnis gerufen und nähergebracht.
IT-Risiken
Risiken können insbesondere durch die sich immer weiter entwickelnde Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen.
Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und eines speziell geschützten Rechenzentrums. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können.
Um der zunehmenden Bedeutung des Schutzes und der Sicherheit von Unternehmensdaten gerecht zu werden, wurden im Jahr 2015 Informationssicherheitstrainings durchgeführt, um das Bewusstsein der Mitarbeiter beim Umgang mit solchen Daten zu schärfen.
Umweltrisiken
Wesentliche Umweltrisiken sind für RATIONAL nur bedingt in den Produktionsstandorten gegeben. Hierzu zählen erhöhte Energieverbrauchswerte in der Fertigung und in den Bürogebäuden, Abfallbelastung und Treibhausgasemissionen. Chemische Produkte vertreibt das Unternehmen in Form von Reinigungstabletten. Um Umweltrisiken frühzeitig zu erkennen und Schäden zu verhindern, werden neue Investitionen auch auf umweltrelevante Auswirkungen geprüft. Abwasser, Abfall, Emissionswerte und sonstige Umweltbelastungen werden jährlich erfasst und ausgewertet. Es werden jedes Jahr neue Ziele mit entsprechenden Maßnahmen formuliert, um Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern oder gänzlich zu vermeiden. Lediglich Elektropolierschlamm fällt bei RATIONAL als gefährlich eingestufter Abfall an und wird durch zertifizierte Abfallentsorgungsunternehmen entsorgt. Durch den Einsatz modernster Schweißverfahren konnte dieser in den vergangenen Jahren um mehr als 70 % reduziert werden. Es werden regelmäßig Investitionen in moderne und umweltschonende Gebäudetechnik vorgenommen, um beispielsweise Heiz- beziehungsweise Kühlsysteme so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Unsere Produkte werden in Bezug auf Energieverbrauch ständig weiterentwickelt und verbessert, da geringere Energiekosten und verbesserte Verbrauchswerte auch im Interesse unserer Kunden liegen.
Finanz- und Kapitalmarktrisiken
Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Ausfall-, Liquiditäts-, Wechselkurs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken identifiziert.
Angaben zu den Finanz- und Kapitalmarktrisiken gemäß DRS 20 werden im Konzernanhang unter Anhangangabe 28: „Finanzinstrumente/Finanzrisiken“ gemacht.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
› Die bei der Muttergesellschaft und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.
› Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.
› Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.
› Die Buchführung wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.
› Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
› Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weiterqualifiziert. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche ihr Handeln eng aufeinander ab.
› Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.
› Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das 4-Augen-Prinzip angewendet.
› Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der für den Konzernabschluss wesentlichen Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen.
› Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und somit korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.
5. VERGÜTUNGSBERICHT
Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.
Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.
Für das Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 5,1 Mio. Euro (Vj. 6,4 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vj. 1,6 Mio. Euro) enthalten. Daneben beinhalten die genannten Bezüge Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 0,9 Mio. Euro (Vj, 2,0 Mio. Euro). Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,3 Mio. Euro (Vj. 0,4 Mio. Euro) beliefen.
Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.
Darüber hinaus erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Die Nebenleistungen sind Vergütungsbestandteil und daher von den Vorstandsmitgliedern einzeln zu versteuern.
Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2015 nicht stattgefunden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2011 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 betrug 1,0 Mio. Euro (Vj. 0,7 Mio. Euro). Darin waren variable Anteile in Höhe von 0,0 Mio. Euro enthalten (Vj. 0,2 Mio. Euro). Die deutlich höheren Bezüge resultieren aus der Vergrößerung des Aufsichtsrats von drei auf sechs Mitgliedern im Mai 2015.
6. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
Gemäß § 315 Abs. 4 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.
Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß DRS 20 werden im Konzernanhang unter Anhangangabe 21: „Eigenkapital“ gemacht.
Zum 31. Dezember 2015 hielt der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.161.311 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt er die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Entsendungsrecht nicht ausgeübt.
Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.
Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.
Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechend Anwendung. 2015 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.
Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.
Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, d. h. die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.
7. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a HGB sind auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.
Landsberg am Lech, den 23. Februar 2016
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Gesamtergebnisrechnung
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| Angaben in TEUR |
Anhangangabe | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1 | 564.231 | 496.727 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 2 | -214.991 | -192.691 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 349.240 | 304.036 | |
| Vertriebs- und Servicekosten | 3 | -140.465 | -122.315 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 4 | -23.585 | -19.134 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 5 | -25.104 | -22.575 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6 | 12.846 | 11.807 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 7 | -12.727 | -6.585 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 160.205 | 145.234 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 8 | 667 | 595 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 8 | -1.181 | -1.207 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) | 159.691 | 144.622 | |
| Ertragsteuern | 9 | -37.902 | -34.559 |
| Jahresüberschuss | 121.789 | 110.063 | |
| Positionen, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können: | |||
| Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung | 21 | 1.300 | 57 |
| Positionen, die nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden können: | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Versorgungspläne | 21, 22 | -338 | -74 |
| Sonstiges Ergebnis | 962 | -17 | |
| Gesamtergebnis | 122.751 | 110.046 | |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert/verwässert) | 11.370.000 | 11.370.000 | |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro, bezogen auf den Jahresüberschuss und die Anzahl der Aktien | 10 | 10,71 | 9,68 |
Bilanz
AKTIVA
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| Angaben in TEUR |
Anhang | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 87.316 | 75.943 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 12, 13 | 5.444 | 2.232 |
| Sachanlagen | 14 | 73.696 | 66.747 |
| Finanzanlagen | 15 | 0 | 0 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 18 | 2.052 | 1.954 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 9 | 6.124 | 5.010 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 395.385 | 347.455 | |
| Vorräte | 16 | 30.949 | 30.289 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17 | 89.613 | 82.902 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 18 | 7.801 | 8.862 |
| Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate | 19 | 110.900 | 119.000 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 20 | 156.122 | 106.402 |
| Bilanzsumme | 482.701 | 423.398 | |
| PASSIVA | |||
| Angaben in TEUR |
Anhang | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| Eigenkapital | 356.107 | 310.672 | |
| Gezeichnetes Kapital | 21 | 11.370 | 11.370 |
| Kapitalrücklage | 21 | 28.058 | 28.058 |
| Gewinnrücklagen | 21 | 318.310 | 273.837 |
| Übriges Eigenkapital | 21 | -1.631 | -2.593 |
| Langfristige Schulden | 32.330 | 31.151 | |
| Pensionsrückstellungen | 22 | 2.597 | 807 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 24 | 6.730 | 3.338 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 25 | 21.769 | 26.414 |
| Latente Steuerschulden | 9 | 471 | 0 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 27 | 763 | 592 |
| Kurzfristige Schulden | 94.264 | 81.575 | |
| Laufende Ertragsteuerverpflichtungen | 23 | 9.860 | 8.988 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 22, 24 | 36.885 | 31.087 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 25 | 6.666 | 6.218 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 26 | 14.681 | 12.403 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 27 | 26.172 | 22.879 |
| Schulden | 126.594 | 112.726 | |
| Bilanzsumme | 482.701 | 423.398 |
Kapitalflussrechnung
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| Angaben in TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 159.691 | 144.622 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | 8.765 | 8.285 |
| Ergebnis aus Anlagenabgängen | 565 | 75 |
| Nicht realisiertes Fremdwährungsergebnis | 945 | 221 |
| Wertänderung derivativer Finanzinstrumente | 864 | -840 |
| Zins- und Beteiligungserträge | -667 | -595 |
| Zinsaufwendungen | 1.181 | 1.207 |
| Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens | 171.344 | 152.975 |
| Veränderungen der | ||
| Vorräte | -660 | -3.120 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Aktiva | -6.657 | -8.229 |
| Rückstellungen | 10.242 | 5.174 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Passiva | 6.334 | 2.868 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 180.603 | 149.668 |
| Gezahlte Einkommen- und Ertragsteuern | -37.646 | -37.214 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 142.957 | 112.454 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -19.432 | -16.779 |
| Erlöse Anlagenabgang | 101 | 273 |
| Erwerb von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate | -110.900 | -119.000 |
| Abnahme von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate | 119.000 | 96.000 |
| Erhaltene Zinsen | 685 | 595 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -10.546 | -38.911 |
| Gezahlte Dividende | -77.316 | -68.220 |
| Tilgung von Bankverbindlichkeiten | -4.197 | -1.743 |
| Gezahlte Zinsen | -1.035 | -1.066 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -82.548 | -71.029 |
| Nettozunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 49.863 | 2.514 |
| Veränderung der Zahlungsmittel aus Wechselkursveränderungen | -143 | -233 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 49.720 | 2.281 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. | 106.402 | 104.121 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. | 156.122 | 106.402 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung
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| Angaben in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Übriges Eigenkapital | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2014 | 11.370 | 28.058 | 231.994 | -2.576 | 268.846 |
| Dividende | -68.220 | -68.220 | |||
| Gesamtergebnis | 110.063 | -17 | 110.046 | ||
| Stand am 31.12.2014 | 11.370 | 28.058 | 273.837 | -2.593 | 310.672 |
| Dividende | -77.316 | -77.316 | |||
| Gesamtergebnis | 121.789 | 962 | 122.751 | ||
| Stand am 31.12.2015 | 11.370 | 28.058 | 318.310 | -1.631 | 356.107 |
Anhang
Grundlagen
Darstellung und Erläuterung der Geschäftstätigkeit
Die RATIONAL Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz „RATIONAL AG") ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Landsberg am Lech, Iglinger Straße 62, eingetragen im Handelsregister Augsburg unter der Nummer HRB 2001.
Der RATIONAL-Konzern (im Folgenden „RATIONAL“ sowie „Konzern“ genannt) ist weltweiter Markt- und Technologieführer im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen. Seit der Gründung im Jahr 1973 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von professionellen Gargeräten für Groß- und Gewerbeküchen. Der weltweite Vertrieb erfolgt sowohl über eigene Tochtergesellschaften als auch über unabhängige Vertriebspartner.
Die Aktien der seit März 2000 börsennotierten Gesellschaft sind im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt zugelassen und werden am regulierten Markt im Marktsegment SDAX gehandelt.
Darstellung des Abschlusses
Die funktionale Währung und die Darstellungswährung im Konzernabschluss ist der Euro. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit erfolgen die Zahlenangaben in Tausend Euro (Tsd. Euro bzw. TEUR). Die Bilanzstruktur entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung für das zum 31. Dezember endende Geschäftsjahr 2015 und das Vorjahr erfolgt hierbei nach den Fälligkeiten „innerhalb von zwölf Monaten" als kurzfristig und „über zwölf Monate" als langfristig. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu ihrem Marktwert bewertet werden.
Die Anhangangaben zum Konzernabschluss dienen dazu, auf Basis der auch dem Management vorliegenden operativen und strategischen Entscheidungsgrundlagen ein umfassendes Urteil über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Chancen und Risiken des Unternehmens zu ermöglichen. Dabei orientiert sich RATIONAL an den Konzernabschlussbestandteilen Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Die spezifischen Erläuterungen erfolgen hierbei jeweils positionsbezogen. Grundsätzliche Angaben zur Rechnungslegung und Konsolidierung sind unter den Gliederungspunkten „Grundlagen der Rechnungslegung", „Konsolidierungsmethoden" und „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die Beschreibung der Finanzinstrumente erfolgt unter dem Punkt „Sonstige Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung". Positionsunabhängige Informationen sind im Abschnitt „Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss" enthalten.
Die Freigabe des Abschlusses erfolgte am 23. Februar 2016 durch den Vorstand der RATIONAL AG. Veröffentlichungstermin ist der 22. März 2016.
Grundlagen der Rechnungslegung
Die Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2015 (unter Angabe der Vorjahreszahlen) erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.
Alle für das Geschäftsjahr 2015 gültigen und verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Die folgenden neuen oder geänderten Standards wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2015 verbindlich und vorher nicht freiwillig angewendet.
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| Inkrafttreten | ||
|---|---|---|
| Neu | IFRIC 21 "Abgaben" | 17.06.2014 |
| Änderung | Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2011 - 2013 | 01.01.2015 |
| • | Der neue IFRIC 21 „Abgaben“ klärt die Fragestellung, wann Verpflichtungen zur Zahlung öffentlicher Abgaben im Abschluss als Verbindlichkeiten oder als Rückstellungen zu erfassen sind. Diese Klarstellung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL. |
| • | Im Rahmen der „Jährlichen Verbesserungen an den IFRS 2011 - 2013“ wurden diverse Änderungen an verschiedenen IFRS vorgenommen, die keine wesentlichen Änderungen an den inhaltlichen Aussagen der Standards bewirken. Änderungen wurden in IAS 40 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“, IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ und IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“ vorgenommen. Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
Folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verbindlich anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet.
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| Inkrafttreten | ||
|---|---|---|
| Änderung | Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2010 - 2012 | 01.02.2015 |
| Änderung | IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer - Mitarbeiterbeiträge" | 01.02.2015 |
| Änderung | IAS 1 "Darstellung des Abschlusses - Disclosure Initiative" | 01.01.2016 |
| Änderung | IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit" | 01.01.2016 |
| Änderung | IAS 16 "Sachanlagen", IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte": Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | 01.01.2016 |
| Änderung | IAS 27 "Einzelabschlüsse - Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss" | 01.01.2016 |
| Änderung | IAS 16 "Sachanlagen", IAS 41 "Landwirtschaft": Produzierende Pflanzen | 01.01.2016 |
| Änderung | Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2012 - 2014 | 01.01.2016 |
| • | Im Rahmen der „Jährlichen Verbesserungen an den IFRS 2010 - 2012“ werden diverse Änderungen an verschiedenen IFRS vorgenommen, die keine wesentlichen Änderungen an den inhaltlichen Aussagen der Standards bewirken. Änderungen werden in IAS 16 „Sachanlagen“, IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“, IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“, IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“, IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ und IFRS 8 „Geschäftssegmente“ vorgenommen. Hieraus ergeben sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| • | Die Änderung des IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer - Mitarbeiterbeiträge“ führt ein Wahlrecht für leistungsorientierte Pensionszusagen ein, an denen sich Arbeitnehmer oder Dritte durch verpflichtende Beiträge beteiligen. Zukünftig können Arbeitnehmerbeiträge, die nicht an die Anzahl der Dienstzeitjahre geknüpft sind, in der Periode erfasst werden, in der die dazugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde. Sind die Beiträge abhängig von der Anzahl der Dienstjahre, müssen diese den Dienstzeiträumen als negative Leistungen gemäß der „Projected Unit Credit Method“ zugeordnet werden. Diese Änderung hat voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL. |
| • | Durch die Änderungen des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses – Disclosure Initiative“ wird klargestellt, dass Anhangangaben nur dann notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Das gilt auch, wenn eine Angabe in anderen Standards explizit gefordert wird. Die Änderungen des IAS 1 beinhalten ferner Vorgaben zur Darstellung von Zwischensummen, der Struktur des Anhangs sowie zu den Angaben zu Rechnungslegungsmethoden bzw. verdeutlichen diese. Daneben wird geregelt, wie Anteile am Sonstigen Ergebnis at Equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Diese Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses von RATIONAL haben. |
| • | Die Änderungen des IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen – Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit“ bewirken, dass Erwerbe und Hinzuerwerbe von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ darstellen, nach den Prinzipien für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen des IFRS 3 und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren sind. Das gilt nur, soweit diese nicht im Konflikt mit Regelungen des IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ stehen. Durch diese Änderungen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL. |
| • | Mit der Änderung des IAS 16 „Sachanlagen“ und des IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ wird dargestellt, welche Methoden hinsichtlich der Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sachgerecht sind. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben. |
| • | Durch die Änderung des IAS 27 „Einzelabschlüsse – Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss“ können Beteiligungen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen im IFRS-Einzelabschluss künftig auch nach der Equity-Methode bilanziert werden. Hieraus ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL. |
| • | Durch die Änderungen des IAS 16 „Sachanlagen“ und des IAS 41 „Landwirtschaft“ wird klargestellt, dass produzierende Pflanzen bis zum Zeitpunkt ihrer Produktionsreife mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen sind und im Anschluss nach den Vorschriften des IAS 16 bilanziert werden müssen. Hieraus werden sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL ergeben. |
| • | Im Rahmen der „Jährlichen Verbesserungen an den IFRS 2012 – 2014“ werden diverse Änderungen an verschiedenen IFRS vorgenommen, die keine wesentlichen Änderungen an den inhaltlichen Aussagen der Standards bewirken. Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL. |
Folgende geänderte oder neue Standards wurden vom IASB veröffentlicht, aber bisher noch nicht von der EU übernommen und deshalb nicht im Konzernabschluss angewendet. Diese Standards, Interpretationen und Änderungen werden ab dem Zeitpunkt ihrer verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union im Konzern umgesetzt und haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse der RATIONAL AG. Bei IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“, IFRS 9 „Finanzinstrumente“ und IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ ist die Prüfung der Auswirkungen noch nicht abgeschlossen.
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| Inkrafttreten gemäß Standard | ||
|---|---|---|
| Neu | IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" | 01.01.2016 |
| Änderung | IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen", IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 01.01.2016 |
| Neu | IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" | 01.01.2018 |
| Neu | IFRS 9 "Finanzinstrumente" | 01.01.2018 |
| Neu | IFRS 16 "Leasingverhältnisse" | 01.01.2019 |
| Änderung | IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Personen": Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | Auf unbestimmte Zeit verschoben |
Das Geschäftsjahr der RATIONAL AG und der Tochterunternehmen, mit Ausnahme der RATIONAL International India Private Ltd., entspricht dem Kalenderjahr. Das indische Tochterunternehmen hat aufgrund lokaler gesetzlicher Vorschriften ein Geschäftsjahr vom 1. April bis 31. März. Der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist gemäß IFRS 10 der Abschlussstichtag der Muttergesellschaft.
Konsolidierungsmethoden
In den RATIONAL-Konzernabschluss werden neben der RATIONAL AG als oberstes Mutterunternehmen alle wesentlichen in- und ausländischen Tochtergesellschaften, die unter der direkten oder indirekten Beherrschung der RATIONAL AG stehen, einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die RATIONAL AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt an dem Tag, an dem die Beherrschung über das Unternehmen vorliegt, und endet, wenn die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen nicht mehr besteht.
Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital des erworbenen Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt, unabhängig vom Umfang etwaiger Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Eigenkapital. Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst.
Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert, welcher jährlich und bei Hinweisen auf eine Wertminderung einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen werden muss. Eine daraus resultierende Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst.
Die Bilanzierung nicht konsolidierter Tochtergesellschaften erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Zeitwerten.
Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden konsolidiert, Zwischengewinne im Vorratsvermögen eliminiert und konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Die Konsolidierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 gemäß den Vorgaben des IFRS 10 neben der Muttergesellschaft sieben inländische (Vj. sieben) und 24 ausländische (Vj. 22) Tochtergesellschaften einbezogen. 2015 wurden zwei neue Tochtergesellschaften in Singapur und der Türkei gegründet. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte im Februar bzw. im Mai 2015.
Der Konsolidierungskreis setzt sich zum 31. Dezember 2015 wie folgt zusammen:
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| Name und Sitz der Tochterunternehmen der RATIONAL AG | % Kapitalanteil/ % Stimmrechte |
||
|---|---|---|---|
| Deutschland | |||
| LechMetall GmbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| RATIONAL Komponenten GmbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| RATIONAL Technical Services GmbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| RATIONAL Montage GmbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| RATIONAL Großküchentechnik GmbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| FRIMA Deutschland GmbH | Frankfurt am Main | Deutschland | 100,0 |
| Europa | |||
| RATIONAL UK Ltd. | Luton | Großbritannien | 100,0 |
| FRIMA UK Ltd. | London | Großbritannien | 100,0 |
| RATIONAL France S.A.S. | Wittenheim | Frankreich | 100,0 |
| FRIMA - T S.A.S. | Wittenheim | Frankreich | 100,0 |
| FRIMA France S.A.S. | Wittenheim | Frankreich | 100,0 |
| RATIONAL Italia s.r.l. | Mestre | Italien | 100,0 |
| RATIONAL Ibérica Cooking Systems, S.L. | Barcelona | Spanien | 100,0 |
| RATIONAL Austria GmbH | Salzburg | Österreich | 100,0 |
| RATIONAL International AG | Balgach | Schweiz | 100,0 |
| RATIONAL Schweiz AG | Balgach | Schweiz | 100,0 |
| FRIMA International AG | Balgach | Schweiz | 100,0 |
| RATIONAL Polen Sp. z o.o. | Warschau | Polen | 100,0 |
| RATIONAL Scandinavia AB | Malmö | Schweden | 100,0 |
| RATIONAL RUS OOO | Moskau | Russland | 100,0 |
| RATIONAL Endüstriyel Mutfak Ekipmanları Ticaret Limited Sirketi | Istanbul | Türkei | 100,0 |
| Amerika | |||
| RATIONAL Cooking Systems, Inc. | Rolling Meadows | USA | 100,0 |
| RATIONAL Canada Inc. | Mississauga | Kanada | 100,0 |
| RATIONAL México S.A. DE C.V. | Mexico City | Mexiko | 100,0 |
| RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição de Sistemas De Cocção Ltda. | São Paulo | Brasilien | 99,9 |
| RATIONAL Colombia - America Central S.A.S. | Bogotá | Kolumbien | 100,0 |
| Asien | |||
| RATIONAL Japan Co., Ltd. | Tokio | Japan | 100,0 |
| RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai | China | 100,0 |
| RATIONAL International India Private Ltd. | Delhi | Indien | 100,0 |
| RATIONAL Cooking Systems PTE. LTD. | Singapur | Singapur | 100,0 |
Nicht im Konsolidierungskreis enthalten ist die wirtschaftlich inaktive Tochtergesellschaft der FRIMA - T S.A.S., die TOPINOX S.A.R.L., Nantes, Frankreich. Diese ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Beteiligung ist wie im Vorjahr mit einem Buchwert von 0 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser entspricht dem Marktwert.
Die inländischen Tochtergesellschaften LechMetall GmbH, RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, RATIONAL Montage GmbH und RATIONAL Komponenten GmbH nehmen für das Geschäftsjahr 2015 § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Die LechMetall GmbH nimmt die Befreiung von der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch. Die übrigen Gesellschaften verzichten auf die Erstellung eines Anhangs sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses. Darüber hinaus nehmen die RATIONAL Großküchentechnik GmbH und die RATIONAL Komponenten GmbH die Möglichkeit zur Befreiung von der Erstellung eines Lageberichtes in Anspruch.
Maßgebliche Beschränkungen
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in den Tochtergesellschaften in Brasilien, Indien und China unterliegen strengen Währungsrestriktionen. Genauere Informationen zu den Beschränkungen finden sich im Abschnitt „Währungsrisiken“ unter Anhangziffer 28 und unter Anhangziffer 20.
Fremdwährungsumrechnung
In den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften werden die Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs resultieren, werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Für den Konzernabschluss werden die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung fungiert hierbei die jeweilige Landeswährung. Die RATIONAL International AG und die FRIMA International AG, beide mit Sitz in der Schweiz, haben abweichend hiervon als funktionale Währung den Euro. Vermögenswerte und Schulden werden mit den Devisenmittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die in die Kapitalkonsolidierung einzubeziehenden Teile des Eigenkapitals sowie der Gewinn- oder Verlustvortrag werden mit historischen Kursen umgerechnet. Soweit sich hieraus in der Bilanz Unterschiedsbeträge ergeben, werden diese ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals als "Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung" erfasst.
Die im Konzernabschluss verwendeten Wechselkurse im Verhältnis zum Euro und deren Entwicklung im Jahresvergleich sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
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| Jahresdurchschnittskurse | |||
|---|---|---|---|
| 1 Euro entspricht | 2015 | 2014 | Änderung in % |
| --- | --- | --- | --- |
| USD = US-Dollar | 1,1044 | 1,3217 | -16 |
| JPY = japanischer Yen | 133,58 | 140,49 | -5 |
| GBP = britisches Pfund | 0,7240 | 0,8034 | -10 |
| CHF = Schweizer Franken | 1,0641 | 1,2128 | -12 |
| CAD = kanadischer Dollar | 1,4246 | 1,4633 | -3 |
| SEK = schwedische Krone | 9,3263 | 9,1231 | +2 |
| PLN = polnischer Zloty | 4,1838 | 4,1940 | -0 |
| CNY = chinesischer Yuan | 6,8898 | 8,1544 | -16 |
| RUB = russischer Rubel | 68,800 | 51,938 | +32 |
| BRL = brasilianischer Real | 3,7444 | 3,1027 | +21 |
| MXN = mexikanischer Peso | 17,667 | 17,643 | +0 |
| INR = indische Rupie | 71,002 | 80,712 | -12 |
| COP = kolumbianischer Peso | 3.056,8 | 2.656,0 | +15 |
| SGD = Singapur-Dollar | 1,5219 | 1,6778 | -9 |
| TRY = türkische Lira | 3,0397 | 2,8952 | +5 |
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| Stichtagskurse 31.12. | |||
|---|---|---|---|
| 1 Euro entspricht | 2015 | 2014 | Änderung in % |
| --- | --- | --- | --- |
| USD = US-Dollar | 1,0892 | 1,2155 | -10 |
| JPY = japanischer Yen | 131,12 | 145,03 | -10 |
| GBP = britisches Pfund | 0,7351 | 0,7786 | -6 |
| CHF = Schweizer Franken | 1,0823 | 1,2024 | -10 |
| CAD = kanadischer Dollar | 1,5126 | 1,4074 | +7 |
| SEK = schwedische Krone | 9,1815 | 9,3999 | -2 |
| PLN = polnischer Zloty | 4,2660 | 4,2820 | -0 |
| CNY = chinesischer Yuan | 7,0728 | 7,4373 | -5 |
| RUB = russischer Rubel | 80,536 | 72,700 | +11 |
| BRL = brasilianischer Real | 4,3141 | 3,2301 | +34 |
| MXN = mexikanischer Peso | 18,923 | 17,864 | +6 |
| INR = indische Rupie | 72,067 | 76,616 | -6 |
| COP = kolumbianischer Peso | 3.457,4 | 2.887,1 | +20 |
| SGD = Singapur-Dollar | 1,5397 | 1,6059 | -4 |
| TRY = türkische Lira | 3,1826 | 2,8291 | +12 |
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.
Entwicklungskosten werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Unter anderem muss der Vermögenswert technisch und wirtschaftlich realisierbar sein, es muss eine zuverlässige Bewertung der Aufwendungen möglich sein sowie ausreichend Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts zur Verfügung stehen. In 2015 sind für bestimmte Entwicklungsprojekte erstmals alle Bedingungen kumulativ erfüllt, was eine Aktivierung der entsprechenden Entwicklungskosten zur Folge hat. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Die planmäßige Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts und läuft linear über den geschätzten Nutzungszeitraum (in der Regel 5 Jahre). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind Bestandteil der Forschungs- und Entwicklungskosten in der Gesamtergebnisrechnung. Die Werthaltigkeit von aktivierten, noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten wird durch jährliche Werthaltigkeitstests überprüft. Entwicklungskosten, die die Kriterien des IAS 38.57 nicht erfüllen sowie alle Forschungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst.
Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und aus sonstigen Unternehmenserwerben werden gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Liegt der beizulegende Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten oder der Nutzungswert unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, erfolgt eine ergebniswirksame Berücksichtigung der Wertminderung.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Verwaltungs- und Produktionsgebäude werden über einen Zeitraum von 25 bis 36 Jahren abgeschrieben, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt vorwiegend linear. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung "pro rata temporis".
Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert eines immateriellen Vermögenswertes oder einer Sachanlage wertgemindert sein könnte. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes.
Leasing
Gemäß IAS 17 werden Leasingtransaktionen als Operating-Leasing klassifiziert, wenn die wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Die Leasingzahlungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vorräte
Vermögenswerte des Vorratsvermögens werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Anschaffungspreisminderungen wie Boni und Skonti und andere vergleichbare Beträge werden bei der Ermittlung der Anschaffungskosten berücksichtigt. Die Anschaffungskosten enthalten alle Kosten des Erwerbs sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen.
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten alle dem Produktionsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.
Finanzinstrumente
Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit wird eine Vielzahl vertraglicher Vereinbarungen getroffen, die bei einem Unternehmen zur Entstehung finanzieller Vermögenswerte und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung finanzieller Verbindlichkeiten führen. Hierbei handelt es sich um Finanzinstrumente. Sie werden zu dem Zeitpunkt berücksichtigt, zu dem RATIONAL Vertragspartei der Finanzinstrumente wird.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden am Erfüllungstag mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden hierbei berücksichtigt. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird.
Die Folgebewertung wird anhand der folgenden Bewertungskategorien des IAS 39 bestimmt:
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| Bewertungskategorie nach IAS 39 | Folgebewertung |
|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet o zu Handelszwecken gehalten o Fair Value Option | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode |
| Kredite und Forderungen | zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode |
Die Zuordnung der jeweiligen Finanzinstrumente innerhalb der Bilanzpositionen zu den Kategorien ist zusammenfassend im Kapitel „Sonstige Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung“ unter Anhangziffer 28 dargestellt. Von der Fair Value Option macht RATIONAL keinen Gebrauch. Bei RATIONAL gibt es keine Finanzinstrumente, die der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet sind.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das vertragliche Recht auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen ist oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wurde und RATIONAL im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Eine Forderung wird auch dann ausgebucht, wenn diese uneinbringlich ist. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die entsprechende Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Die Gewinne und Verluste, die durch die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten entstanden sind, werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden am Handelstag zum beizulegenden Zeitwert erfasst und in der Bilanz in den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Da die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nach IAS 39 - trotz enger Orientierung der Absicherung am Grundgeschäft - nicht vollständig erfüllt sind, werden die derivativen Finanzinstrumente der Bewertungskategorie „zu Handelszwecken gehalten“ zugeordnet. Eine Folgebewertung erfolgt somit zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen der bilanziell ausgewiesenen Werte zwischen den Bilanzstichtagen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen enthalten.
Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts werden als Basis die stichtagsbezogenen bonitätsneutralen Bewertungen der jeweiligen Kontrahenten-Bank herangezogen. Die Banken bewerten auf Basis der für den betreffenden Stichtag gültigen Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Barwertmethode für Termingeschäfte und Swaps bzw. Black-Scholes-Methode für Optionen). Bei der Bestimmung der bonitätsneutralen Bewertung bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt.
Neben den bonitätsneutralen Bewertungen wird außerdem das Risiko der Nichterfüllung (CVA = Credit Value Adjustment bzw. DVA = Debit Value Adjustment) bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt. Die Ermittlung des Debit Value Adjustment aus einer Verpflichtung für RATIONAL zur Leistung einer Zahlung aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgt aufgrund einer Zinskurve, die dem Durchschnitt von Unternehmensanleihen mit vergleichbarer Bonität nach Abzug des Geldmarktsatzes entspricht. Die Ermittlung des Credit Value Adjustment für derivative Finanzinstrumente, bei welchen der Kontrahent zur Leistung einer Zahlung verpflichtet ist, erfolgt unter Berücksichtigung des zum Jahresende bestehenden Credit Default Swap Spreads des jeweiligen Kontrahenten.
Wertberichtigungen auf Forderungen
Wertberichtigungen sind zu bilden für Forderungen, die aufgrund objektiver Kriterien, insbesondere bei nachhaltiger Erfolglosigkeit von Mahnaktivitäten und anschließender Übergabe der Forderung an externe Inkasso-Dienstleister, bei beantragten oder laufenden Insolvenzverfahren sowie im Falle gerichtlich angefochtener Forderungen, als zweifelhaft zu betrachten sind und bei denen keine Erkenntnisse vorliegen, die eine andere Bewertung rechtfertigen. Erforderliche Wertberichtigungen werden auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Falls keine realistischen Aussichten auf die Einbringlichkeit einer wertberichtigten Forderung bestehen, wird der Betrag ausgebucht.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von bis zu drei Monaten und werden zum Nennwert bewertet. Guthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufenden und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuer n
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode für temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz gebildet. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Die für die Berechnung der latenten Steuern herangezogenen Steuersätze der Tochtergesellschaften betragen zwischen 8 % und 38 % (Vj. 8 % und 40 %). Für die RATIONAL AG wird zur Ermittlung der latenten Steuern ein Steuersatz von 28 % (Vj. 28 %) herangezogen.
Latente Steuererstattungsansprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Anrechnung besteht und wenn die latenten Steuererstattungsansprüche und Steuerverbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann.
Rückstellungen
Die Bewertung der leistungsorientierten Pensionsrückstellungen beruht auf dem gemäß IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Zinsaufwand wird sofort ergebniswirksam in der Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ gebucht. Die Pensionsrückstellung in Deutschland wird in Höhe der leistungsorientierten Verpflichtung in der Bilanz ausgewiesen. Die Pensionsrückstellung in der Schweiz wird anhand des Unterschiedsbetrags zwischen der leistungsorientierten Verpflichtung und dem Marktwert des angesparten Vermögens berechnet.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme künftig wahrscheinlich ist und sich die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig schätzen lässt. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Ist der aus der Diskontierung resultierende Effekt wesentlich, wird die Rückstellung abgezinst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit besteht, dass RATIONAL die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.
Öffentliche Zuwendungen, die als Kompensation für bereits angefallene Aufwendungen gezahlt werden, werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der der Anspruch dafür entsteht.
Öffentliche Zuwendungen für Vermögenswerte reduzieren die in der Bilanz ausgewiesenen Buchwerte der entsprechenden Vermögenswerte. Der Ertrag wird mittels eines reduzierten Abschreibungsbetrags über die Lebensdauer des Vermögenswertes erfasst.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Lieferung erfasst, d.h. mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang auf den Kunden, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Die Umsatzerlöse umfassen die zum beizulegenden Zeitwert bemessenen erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistungen und werden ohne Umsatzsteuer, Retouren, Rabatte und Preisnachlässe ausgewiesen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden einzelfallbezogen bzw. bei Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden sofort nach ihrer Entstehung ergebniswirksam berücksichtigt. Finanzierungskosten werden, soweit sie nicht direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zuzuordnen sind, in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.
Verwendung von Schätzungen und Annahmen sowie wesentliche Ermessensentscheidungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert insbesondere für immaterielle Vermögenswerte einschließlich der Firmenwerte, Sachanlagen, latenten Steueransprüche sowie Rückstellungen Schätzungen und Annahmen, die die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die Darstellung der Buchwerte der angesprochenen Positionen erfolgt einzeln in den jeweiligen Anhangangaben.
Bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beziehen sich die Annahmen und Schätzungen des Managements insbesondere auf die erwartete Nutzungsdauer, die Einschätzung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, und die Schätzung des erzielbaren Betrags eines wertgeminderten Vermögenswertes. Das Management geht davon aus, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind. Falls sich Änderungen zu den genannten Annahmen und Schätzungen ergeben, würde dies die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verändern.
Bei der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts sowie bei aktivierten, noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten müssen im Rahmen der Ermittlung des erzielbaren Betrags Annahmen zur weiteren Ertragsentwicklung und zu den daraus resultierenden zu erwartenden Cashflows der zugrunde gelegten zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffen werden. Für noch in der Entwicklung befindliche Projekte müssen darüber hinaus Annahmen über die noch anfallenden Kosten sowie den Zeitraum bis zur Fertigstellung getroffen werden. Die tatsächlichen Cashflows können von den auf diesen Schätzungen basierenden Cashflows erheblich abweichen. Dies könnte zu einer Veränderung der Umsatz- und Cashflow-Prognose führen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen würde.
Bei der Überprüfung von Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte beziehen sich die Annahmen und Schätzungen zusätzlich auf den zukünftigen Verkaufspreis und das -volumen sowie die Kosten und Diskontierungssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnte aus einer Veränderung der Annahmen oder Umstände ein zusätzlicher Wertminderungs- oder Wertaufholungsbedarf resultieren.
Die Berechnung der latenten Steueransprüche erfordert die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben. Die ausgewiesenen latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder aktuelle Steuergesetzgebungen den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.
Die wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Rückstellungen betreffen in die Zukunft gerichtete Bewertungsfaktoren, wie den zugrunde liegenden Rechnungszinsfuß inklusive der verwendeten Annahmen zur Risikosituation und zur Zinsentwicklung. Jede Änderung dieser getroffenen Annahmen hat Auswirkungen auf die Buchwerte dieser Positionen.
Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung der Gesellschaften des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. Die Ermittlung dieser Rückstellung erfordert Annahmen hinsichtlich des zukünftigen Aufwands, der uns aus Gewährleistungs- und Kulanzfällen entsteht. Im Wesentlichen basiert die Rückstellungsermittlung auf Erfahrungswerten der Vergangenheit hinsichtlich historischer Inanspruchnahmen und verkaufter Stückzahlen und berücksichtigt eine Garantiezeit von in der Regel zwei Jahren. Sollte die zukünftige Entwicklung von der Erwartung wesentlich abweichen, wirkt sich dies auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.
Rückstellungen für gerichtliche Verfahren sowie Prozess- und Schadensersatzrisiken werden gebildet, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Die Bildung und die Höhe der Rückstellung unterliegen der Schätzung des Managements. Da sich solche Fälle meist über einen längeren Zeitraum erstrecken und es sich um komplexe Fragestellungen handelt, sind diese mit Unsicherheiten verbunden. Das Management beurteilt den aktuellen Stand regelmäßig, zum Teil unter Hinzuziehung von externen Anwälten, um die Rückstellungen verlässlich zu schätzen. Dennoch ist es möglich, dass eine Schätzung angepasst werden muss und es zu einer Erhöhung der Rückstellung bzw. zu einer Belastung der Ertragslage kommt.
Die tatsächlichen Entwicklungen können unter bestimmten Umständen von den vorgenommenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Der Grundsatz des „True and Fair View" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.
Über Schätzungen und Annahmen hinausgehende wesentliche Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben nicht stattgefunden.
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
1. Umsatzerlöse
Im Geschäftsjahr 2015 hat RATIONAL weltweit Umsatzerlöse in Höhe von 564.231 Tsd. Euro (Vj. 496.727 Tsd. Euro) erzielt. 76 % (Vj. 76 %) hiervon entfallen auf den Geräteabsatz. Die restlichen 24 % (Vj. 24 %) entstehen aus dem Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten.
Die regionale Aufteilung der Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden stellt sich wie folgt dar:
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| Angaben in TEUR |
2015 | Anteil in % |
Veränderung zum Vorjahr in % |
2014 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 75.183 | 13 | +14 | 65.765 | 13 |
| Europa (ohne Deutschland) | 275.650 | 49 | +5 | 261.575 | 53 |
| Amerika | 107.730 | 19 | +34 | 80.097 | 16 |
| Asien | 71.098 | 13 | +19 | 59.573 | 12 |
| Übrige Welt * | 34.570 | 6 | +16 | 29.717 | 6 |
| Gesamt | 564.231 | 100 | +14 | 496.727 | 100 |
| * Australien, Neuseeland, Naher/Mittlerer Osten, Afrika |
Mit Umsatzerlösen in Höhe von 69.727 Tsd. Euro (Vj. 64.908 Tsd. Euro) in Großbritannien und 62.058 Tsd. Euro (Vj. 42.430 Tsd. Euro) in den Vereinigten Staaten von Amerika wurde ein wesentlicher Anteil der Konzernumsatzerlöse in diesen Ländern erzielt. Wie im Vorjahr gab es jedoch keine Kunden, mit denen ein Umsatzanteil von mehr als 10 % erzielt wurde.
Weitere Umsatzaufgliederungen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.
2. Herstellungskosten
Die Herstellungskosten setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen.
Die Herstellungskosten beliefen sich 2015 auf 214.991 Tsd. Euro (Vj. 192.691 Tsd. Euro). Die darin enthaltenen Materialaufwendungen liegen bei 184.815 Tsd. Euro (Vj. 164.491 Tsd. Euro). Der Anstieg resultiert vorwiegend aus dem erhöhten Absatzvolumen.
3. Vertriebs- und Servicekosten
Die Vertriebs- und Servicekosten beinhalten Aufwendungen der Vertriebsorganisationen im Innen- und Außendienst, Versandkosten sowie Kosten des Marketings, der Anwendungsberatung und des technischen Kundendienstes. Im Jahr 2015 sind die Kosten für Vertrieb und Service in etwa proportional im Vergleich zum Umsatzwachstum auf 140.465 Tsd. Euro (Vj. 122.315 Tsd. Euro) angestiegen. Aufgrund des hohen weltweiten Wachstumspotenzials wurde gezielt in den Ausbau der internationalen Vertriebs- und Serviceorganisation investiert.
4. Forschungs- und Entwicklungskosten
Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind die Anwendungsforschung und die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. In den Forschungs- und Entwicklungskosten sind die Kosten für die Grundlagen- und Anwendungsforschung, nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten sowie planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten enthalten.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Forschungs- und Entwicklungskosten deutlich angestiegen, um die Technologieführerschaft und den Unternehmenserfolg nachhaltig zu sichern. 2015 betragen diese 23.585 Tsd. Euro (Vj. 19.134 Tsd. Euro).
In 2015 wurden für bestimmte Projekte erstmals Entwicklungskosten aktiviert. Die zugehörigen Kosten sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten.
5. Allgemeine Verwaltungskosten
In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Aufwendungen für die kaufmännischen Bereiche wie Personalwesen, Finanzen, Datenverarbeitung, Buchhaltung und Controlling sowie anteilige Aufwendungen für die Unternehmensleitung enthalten. Sie betragen in 2015 25.104 Tsd. Euro (Vj. 22.575 Tsd. Euro).
6. Sonstige betriebliche Erträge
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| Angaben in TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Kursgewinne | 10.343 | 9.702 |
| Versicherungsentschädigungen | 1.074 | 1.081 |
| Erträge aus staatlichen Zuwendungen | 645 | 548 |
| Erträge aus wertberichtigten und ausgebuchten Forderungen | 420 | 340 |
| Andere Erträge | 265 | - |
| Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) | 99 | 136 |
| Gesamt | 12.846 | 11.807 |
Kursgewinne entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Im Wesentlichen resultiert der Anstieg in den Kursgewinnen aus der Bewertung von Fremdwährungspositionen in US-Dollar und britischem Pfund. Erträge aus Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in Höhe von 604 Tsd. Euro (Vj. 1.381 Tsd. Euro) in den Kursgewinnen enthalten. Die Position „Andere Erträge“ in Höhe von 265 Tsd. Euro resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung einer Rückstellung aus dem Vorjahr für eine drohende Rückzahlungsverpflichtung aufgrund der Insolvenz eines Kunden.
Die Position „Versicherungsentschädigungen" enthält im Berichtsjahr unter anderem Erträge aus der Warenkreditversicherung für Forderungsausfälle in Höhe von 455 Tsd. Euro (Vj. 586 Tsd. Euro).
In der Position „Erträge aus staatlichen Zuwendungen“ sind Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsleistungen enthalten. Der Anspruch der Leistungen ist in 2015 entstanden.
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| Angaben in TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Kursverluste | 10.471 | 3.904 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 1.034 | 1.431 |
| Verluste aus Anlagenabgang | 614 | 150 |
| Sonstige Steuern | 481 | 732 |
| Spenden | 67 | 63 |
| Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) | 60 | 55 |
| Andere Aufwendungen | - | 250 |
| Gesamt | 12.727 | 6.585 |
Die Kursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Ein wesentlicher Anteil in den Kursverlusten ist auf die Bewertung von Fremdwährungspositionen in russischem Rubel, brasilianischem Real und kanadischem Dollar zurückzuführen. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die daraus resultieren, dass sie erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind in Höhe von 332 Tsd. Euro (Vj. 530 Tsd. Euro) in den Kursverlusten enthalten.
8. Finanzergebnis
Die Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren größtenteils aus kurzfristigen Geldanlagen von bis zu einem Jahr. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten vorwiegend die Zinsaufwendungen für Immobilien- und Maschinenfinanzierungen mit 911 Tsd. Euro (Vj. 1.017 Tsd. Euro) sowie die Aufwendungen für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen mit 146 Tsd. Euro (Vj. 141 Tsd. Euro).
9. Ertragsteuern
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand. Dieser beinhaltet sowohl tatsächliche als auch latente Steuern, die in die Ermittlung des Ergebnisses der Periode einfließen. Bei der Ermittlung des erwarteten Steueraufwands 2015 wird auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ein zusammengefasster Ertragsteuersatz von 27,73 % (Vj. 27,73 %) angewendet. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 340 % zusammen, die auf die Muttergesellschaft Anwendung finden. Die auf Konzernebene erfassten latenten Steuerposten wurden mit dem jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersatz angesetzt.
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| Angaben in TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 159.691 | 144.622 |
| Erwarteter Steuersatz in % | 27,73 | 27,73 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 44.282 | 40.104 |
| Abweichung lokale Steuersätze der Tochtergesellschaften | -7.929 | -7.071 |
| Steuererstattungen aus Vorjahren | -447 | -95 |
| Steueraufwand betreffend Vorjahre | 309 | 242 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 1.687 | 1.379 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 37.902 | 34.559 |
Die im Geschäftsjahr 2015 in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern ergeben netto eine aktive latente Steuer in Höhe von 5.653 Tsd. Euro nach 5.010 Tsd. Euro zum Bilanzstichtag 2014. Der dem Jahr 2015 zuzurechnende latente Steuerertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung beläuft sich unter Berücksichtigung der ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten latenten Steuern (siehe Anhangangabe 21 „Eigenkapital“) auf 563 Tsd. Euro (Vj. 78 Tsd. Euro). Demnach beträgt der tatsächliche Ertragsteueraufwand ohne Berücksichtigung von latenten Steuern 38.545 Tsd. Euro (Vj. 34.668 Tsd. Euro).
Die latenten Steuerabgrenzungen der Geschäftsjahre 2015 und 2014 entfallen auf folgende Bilanzposten:
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| Angaben in TEUR |
aktive latente Steuer | passive latente Steuer | ||
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4 | - | -798 | - |
| Vorräte | 5492 | 4867 | - | - |
| Rückstellungen | 1746 | 737 | - | - |
| Forderungen | 39 | 58 | - | 10 |
| Übrige | 112 | 68 | -942 | 710 |
| Summe latente Steuern aktiv/passiv | 7.393 | 5.730 | -1.740 | 720 |
| Steuerverrechnungen | -1.269 | -720 | 1.269 | -720 |
| Bilanzansatz aktiv/passiv | 6.124 | 5.010 | -471 | 0 |
Der Gesamtbetrag der aktiven bzw. passiven latenten Steuern ergibt sich zu 5.950 Tsd. Euro (Vj. 5.010 Tsd. Euro) aus kurzfristigen Sachverhalten. In Höhe von -298 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro) haben die ausgewiesenen Beträge langfristigen Charakter. Die kurzfristigen latenten Steuern resultieren aus verschiedenen temporären Unterschieden zwischen den IFRS-Werten und der Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, während die langfristigen latenten Steuern auf Bewertungsunterschieden von Rückstellungen und Anlagevermögen basieren.
Am 31. Dezember 2015 bestand eine latente Steuerschuld für temporäre Differenzen in Höhe von 1.365 Tsd. Euro (Vj. 1.678 Tsd. Euro) im Zusammenhang mit Anteilen an bestimmten Tochterunternehmen. Es wurden keine latenten Steuern hierfür angesetzt, da eine Ausschüttung dieser Gewinne nicht beabsichtigt ist.
Daneben bestehen ungenutzte steuerliche Verluste in Höhe von 3.210 Tsd. Euro (Vj. 2.281 Tsd. Euro). Latente Steueransprüche hierauf wurden nicht erfasst, da es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der Konzern die latenten Steueransprüche verwenden kann.
10. Ergebnis je Aktie
Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 mittels Division des Jahresüberschusses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien.
Auf Basis eines Aktienbestandes von 11.370.000 Stück (Vj. 11.370.000 Stück) und eines Jahresüberschusses in Höhe von 121.789 Tsd. Euro (Vj. 110.063 Tsd. Euro) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2015 ein (unverwässertes und verwässertes) Ergebnis je Aktie von 10,71 Euro (Vj. 9,68 Euro).
11. Dividende je Aktie
Der das Geschäftsjahr 2014 betreffende Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats der RATIONAL AG in Höhe von 6,80 Euro je Aktie wurde von der Hauptversammlung am 29. April 2015 mehrheitlich beschlossen. Die Dividendenauszahlung in einer Gesamthöhe von 77.316 Tsd. Euro erfolgte im April 2015.
Für das Geschäftsjahr 2015 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 4. Mai 2016 vor, eine Dividende in Höhe von 7,50 Euro je Aktie, d. h. 85.275 Tsd. Euro, auszuschütten.
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Aktiva
12. Immaterielle Vermögenswerte
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| Angaben in TEUR |
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | Firmenwerte | Aktivierte Entwicklungsleistungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01.2015 | 7.489 | 424 | - | 7.913 |
| Währungsdifferenzen | -35 | - | - | -35 |
| Zugänge | 1.304 | - | 2.878 | 4.182 |
| Abgänge | - | - | - | 0 |
| Stand 31.12.2015 | 8.758 | 424 | 2.878 | 12.060 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01.2015 | 5.681 | - | - | 5.681 |
| Währungsdifferenzen | -7 | - | - | -7 |
| Zugänge | 942 | - | - | 942 |
| Abgänge | - | - | - | 0 |
| Stand 31.12.2015 | 6.616 | - | - | 6.616 |
| Buchwerte | ||||
| Stand 31.12.2015 | 2.142 | 424 | 2.878 | 5.444 |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01.2014 | 6.503 | 424 | - | 6.927 |
| Zugänge | 1.385 | - | - | 1.385 |
| Abgänge | -400 | - | - | -400 |
| Stand 31.12.2014 | 7.489 | 424 | - | 7.913 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01.2014 | 5.256 | - | - | 5.256 |
| Zugänge | 825 | - | - | 825 |
| Abgänge | -400 | - | - | -400 |
| Stand 31.12.2014 | 5.681 | - | - | 5.681 |
| Buchwerte | ||||
| Stand 31.12.2014 | 1.808 | 424 | - | 2.232 |
Die immateriellen Vermögenswerte umfassen zu Anschaffungskosten aktivierte gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Firmenwerte. Erstmals beinhalten die immateriellen Vermögenswerte aktivierte Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 in Höhe von 2.878 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro). Weitere selbstgeschaffene Vermögenswerte sind nicht enthalten. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2015 wurde wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Verpfändungen oder Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung der in Fremdwährung ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind folgenden Funktionsbereichen zugeordnet:
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| Angaben in TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Fertigung | 12 | 9 |
| Vertrieb und Service | 229 | 193 |
| Forschung und Entwicklung | 281 | 136 |
| Allgemeine Verwaltung | 420 | 487 |
| Gesamt | 942 | 825 |
13. Firmenwerte
In der Position „Immaterielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag ein Restbuchwert aus Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von 424 Tsd. Euro (Vj. 424 Tsd. Euro) ausgewiesen, der aus dem Erwerb der RATIONAL-Tochtergesellschaft FRIMA - T S.A.S., Wittenheim, im Jahr 1993 stammt.
Ende 2015 wurde für diesen Firmenwert ein Impairment-Test auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode durchgeführt. Das Geschäftssegment FRIMA wird dabei als Bewertungseinheit identifiziert. Der erzielbare Betrag wird auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Die Schätzung der zukünftigen Cashflows erfolgte auf der Annahme der fortgeführten Nutzung der Vermögenswerte und unter Einbeziehung aktueller Finanz- und Geschäftspläne des Managements für die nächsten vier Jahre, beruhend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit. Auf der gleichen Basis und unter Verwendung eines Deckungsbeitragsmodells wird die Ergebnisentwicklung ermittelt. Für die Modellrechnung wird ab dem fünften Jahr ein theoretisches Ergebniswachstum von 1 % unterstellt (Vj. 1 %). Zukünftige Restrukturierungen und damit verbundene Ertragskraftsteigerungen wurden gemäß IAS 36 nicht berücksichtigt. Mit dem verwendeten Abzinsungssatz von 4,6 % nach Steuern bzw. 5,8 % vor Steuern (Vj. 5,2 % nach Steuern und 6,5 % vor Steuern) wurden die gegenwärtige Markteinschätzung des Zinseffektes und die Risikoerwartung hinsichtlich der Vermögenswerte angemessen berücksichtigt. Der so ermittelte Kapitalwert liegt deutlich über dem Buchwert des Geschäftssegmentes. Eine Wertminderung wurde somit nicht festgestellt, die Notwendigkeit einer Abschreibung des Firmenwertes liegt nicht vor.
Zusätzlich wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Hierfür wurde von einer Erhöhung des Abzinsungssatzes nach Steuern von 4,6 % auf 10,0 % (vor Steuern von 5,8 % auf 12,5 %) ausgegangen. Zudem wurde ein zukünftiges Umsatzwachstum von 0 % unterstellt. Auch unter diesen Annahmen besteht kein Wertberichtigungsbedarf für den Firmenwert.
14. Sachanlagen
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| Angaben in TEUR | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.01.2015 | 77.219 | 29.865 | 21.279 | - | 128.363 |
| Währungsdifferenzen | 185 | 5 | 89 | - | 279 |
| Zugänge | 4.968 | 3.075 | 3.563 | 3.644 | 15.250 |
| Abgänge | -1.011 | -232 | -430 | - | -1.673 |
| Stand 31.12.2015 | 81.361 | 32.713 | 24.501 | 3.644 | 142.219 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01.2015 | 27.392 | 20.160 | 14.063 | - | 61.615 |
| Währungsdifferenzen | 28 | 5 | 47 | - | 80 |
| Zugänge | 2.576 | 2.574 | 2.673 | - | 7.823 |
| Abgänge | -404 | -202 | -389 | - | -995 |
| Stand 31.12.2015 | 29.592 | 22.537 | 16.394 | - | 68.523 |
| Buchwerte | |||||
| Stand 31.12.2015 | 51.769 | 10.176 | 8.107 | 3.644 | 73.696 |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.01.2014 | 67.033 | 29.022 | 21.978 | - | 118.033 |
| Währungsdifferenzen | -7 | 7 | 75 | - | 75 |
| Zugänge | 10.997 | 1.154 | 3.244 | - | 15.395 |
| Abgänge | -804 | -318 | -4.018 | - | -5.140 |
| Stand 31.12.2014 | 77.219 | 29.865 | 21.279 | - | 128.363 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01.2014 | 25.620 | 17.968 | 15.244 | - | 58.832 |
| Währungsdifferenzen | 52 | 7 | 58 | - | 117 |
| Zugänge | 2.522 | 2.489 | 2.447 | - | 7.458 |
| Abgänge | -802 | -304 | -3.686 | - | -4.792 |
| Stand 31.12.2014 | 27.392 | 20.160 | 14.063 | - | 61.615 |
| Buchwerte | |||||
| Stand 31.12.2014 | 49.827 | 9.705 | 7.216 | - | 66.748 |
Die Position "Sachanlagen" wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2015 wurde wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Für Grundstücke und Bauten in Landsberg ist eine Grundschuld in Höhe von 33.500 Tsd. Euro eingetragen (Vj. 33.500 Tsd. Euro). Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung des in Fremdwährung ausgewiesenen Sachanlagevermögens der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung.
Die Zugänge bei den Anschaffungskosten der Grundstücke und Bauten resultieren im Wesentlichen aus Grundstückskäufen sowie Bau- und Umbaumaßnahmen am Standort Landsberg. Investitionen hierfür sind teilweise in den Anlagen im Bau ausgewiesen.
Der Konzern erhielt für die Renovierung eines Bürogebäudes Zuwendungen in Höhe von 119 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro). Diese sind in den Grundstücken und Bauten berücksichtigt und haben den Buchwert entsprechend reduziert.
Die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen sind folgenden Funktionsbereichen zugeordnet:
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| Angaben in TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Fertigung | 2.615 | 2.593 |
| Vertrieb und Service | 702 | 652 |
| Forschung und Entwicklung | 534 | 473 |
| Allgemeine Verwaltung | 3.972 | 3.740 |
| Gesamt | 7.823 | 7.458 |
15. Finanzanlagen
Der Anschaffungswert der Finanzanlagen beträgt 30 Tsd. Euro (Vj. 30 Tsd. Euro), die aufgelaufenen Abschreibungen belaufen sich wie im Vorjahr auf 30 Tsd. Euro. Der Buchwert der Finanzanlagen zum 31. Dezember 2015 beträgt damit unverändert 0 Tsd. Euro.
> Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen“ zugeordnet sind.
16. Vorräte
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| Angaben in TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 10.762 | 10.610 |
| Unfertige Erzeugnisse | 499 | 473 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 19.688 | 19.206 |
| Gesamt | 30.949 | 30.289 |
Die Beschaffung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren und die Produktion der Geräte erfolgten auftragsbezogen.
Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzten Vorräte beträgt 1.446 Tsd. Euro (Vj. 2.266 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr 2015 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 474 Tsd. Euro (Vj. 643 Tsd. Euro) aufwandswirksam in den Herstellungskosten erfasst.
Wie im Vorjahr unterliegt der Vorratsbestand zum Bilanzstichtag keinerlei Verfügungsbeschränkungen oder Verpfändungen.
17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
In der Bilanz sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 89.613 Tsd. Euro (Vj. 82.902 Tsd. Euro) ausgewiesen, die alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr besitzen. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
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| Angaben in TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht wertberichtigt | 89.133 | 82.639 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wertberichtigt | 948 | 885 |
| Wertberichtigungen | -468 | -622 |
| Gesamt | 89.613 | 82.902 |
Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht wertberichtigt wurden, ergibt sich folgende Fälligkeitsstruktur:
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| Angaben
in TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht wertberichtigt | Gesamt | Nicht fällig | Überfällig seit |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | | 1-60 Tage | 61-90 Tage | 91-120 Tage | > 120 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2015 | 89.133 | 77.878 | 9.426 | 667 | 274 | 888 |
| Stand 31.12.2014 | 82.639 | 74.797 | 6.562 | 522 | 237 | 521 |
Bei den weder fälligen noch wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Hinweise darauf, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Um das Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, werden Warenkreditversicherungen und unwiderrufliche, bestätigte Bankakkreditive eingesetzt. Für genauere Informationen zu den Ausfallrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen siehe Abschnitt „Finanzrisiken/Ausfallrisiken“ unter Anhangziffer 28.
Erkennbare Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| Angaben in TEUR |
Stand zum 01.01. | Währungseffekt | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand zum 31.12. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | 622 | -5 | -265 | -274 | 390 | 468 |
| 2014 | 396 | 1 | -258 | -125 | 608 | 622 |
Die ausgebuchten Forderungen im Geschäftsjahr 2015 betragen 782 Tsd. Euro (Vj. 917 Tsd. Euro). Bezahlte oder noch zu erwartende Kompensationsleistungen der Warenkreditversicherung in Höhe von 455 Tsd. Euro (Vj. 586 Tsd. Euro) sind hierbei nicht angerechnet.
> Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet sind.
18. Sonstige Vermögenswerte
Mit Ausnahme der langfristigen Anteile in den Kautionen und den Forderungen aus staatlichen Zuwendungen sowie den sonstigen langfristigen Erstattungsansprüchen sind die sonstigen Vermögenswerte kurzfristig.
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| Angaben in TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kautionen | ||
| davon langfristig | 555 | 419 |
| davon kurzfristig | 115 | 143 |
| Forderungen gegen Lieferanten | 106 | 139 |
| Zinsforderungen | 100 | 118 |
| Zeitwert derivativer Finanzinstrumente | 9 | 873 |
| Forderungngen aus Versicherungen | 20 | 132 |
| Sonstige Erstattungsansprüche gegen Kunden langfristig | 133 | 216 |
| Summe sonstige Vermögenswerte (Finanzinstrumente) | 1.038 | 2.040 |
| Umsatzsteuererstattungsansprüche | 3.804 | 4.222 |
| Forderungen aus staatlichen Zuwendungen | ||
| davon langfristig | 1.199 | 1.198 |
| davon kurzfristig | 645 | 383 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.273 | 921 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | 967 | 994 |
| Sonstige Erstattungsansprüche langfristig | 166 | 120 |
| Vorschüsse an Mitarbeiter | 524 | 439 |
| Anzahlungen | 104 | 341 |
| Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) | 133 | 157 |
| Summe sonstige Vermögenswerte (keine Finanzinstrumente) | 8.815 | 8.775 |
| Gesamtsumme sonstige Vermögenswerte | 9.853 | 10.815 |
> In den sonstigen Vermögenswerten aus Finanzinstrumenten sind Derivate ohne Hedgebeziehung in Höhe von 9 Tsd. Euro (Vj. 873 Tsd. Euro) enthalten. Diese gehören der Bewertungskategorie „Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet – zu Handelszwecken gehalten“ an. Der Restbetrag der sonstigen Vermögenswerte aus Finanzinstrumenten ist der Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet.
19. Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate
Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von 110.900 Tsd. Euro (Vj. 119.000 Tsd. Euro) in Form von Festgeldern in Deutschland mit Gesamtlaufzeiten von bis zu zwölf Monaten ausgewiesen. Die längste Fälligkeit liegt im Juli 2016. Es bestehen keinerlei Verpfändungen dieser Geldanlagen.
RATIONAL stellt den Werterhalt vor die Rendite, deshalb ist eine ausreichende Sicherung zwingend erforderlich. Die zum Jahresende 2015 bestehenden Festgelder sind vollständig durch den deutschen Einlagensicherungsfonds gesichert (detaillierte Angaben zu den Ausfallrisiken werden im Abschnitt „Finanzrisiken“ unter Anhangziffer 28 gemacht).
> Die Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten stellen Finanzinstrumente dar, die in die Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ fallen.
20. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Das Corporate Treasury steuert die Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-äquivalenten des Konzerns weltweit, sofern dem keine Einschränkungen des Kapitalverkehrs in einzelnen Ländern, wie beispielsweise in Brasilien, China oder Indien, entgegenstehen.
Der größte Anteil an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten konzentriert sich bei der Muttergesellschaft in Deutschland. Der Bestand verteilt sich auf mehrere Kreditinstitute. Durch den Einlagensicherungsfonds sind Einlagen bei Banken in Deutschland vor dem Kapitalausfall geschützt. Detaillierte Angaben hierzu werden unter Anhangziffer 28 im Abschnitt „Finanzrisiken“ gemacht.
Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von 156.122 Tsd. Euro (Vj. 106.402 Tsd. Euro) ausgewiesen. Guthaben in Fremdwährungen sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet.
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| Angaben in TEUR |
Währung | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Guthaben inkl. Tagesgelder | EUR | 77.311 | 64.624 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | GBP | 24.985 | 14.250 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | USD | 16.422 | 5.302 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | CAD | 12.709 | 7.500 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | RUB | 5.541 | 1.668 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | MXN | 3.832 | 1.612 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | SEK | 1.876 | 3.014 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | TRY | 1.640 | 16 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | PLN | 1.111 | 200 |
| Guthaben | CHF | 3.662 | 1.475 |
| Guthaben | JPY | 3.607 | 1.937 |
| Guthaben | CNY | 2.331 | 2.463 |
| Guthaben | BRL | 688 | 1.946 |
| Guthaben | INR | 273 | 246 |
| Guthaben sonstige Währungen und Kassenbestände | Versch. | 134 | 149 |
| Gesamt | 156.122 | 106.402 |
In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalente sind Positionen mit Verfügungsbeschränkungen beinhaltet, die sich insgesamt auf einen Betrag von 4.130 Tsd. Euro (Vj. 5.605 Tsd. Euro) beziehen.
> Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stellen Finanzinstrumente dar, die in die Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ eingestuft werden.
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Passiva
21. Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31. Dezember 2015 unverändert 11.370 Tsd. Euro und besteht aus 11.370.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Beschränkungen bezüglich Stimmrechte oder Übertragung von Aktien liegen nicht vor. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.
Das bedingte Kapital beträgt 200 Tsd. Euro und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstands bis zu einer Anzahl von 200.000 Stückaktien vorgesehen. Davon wurden in Vorjahren bereits 69.000 Stückaktien begeben, sodass aktuell noch Bezugsrechte auf 131.000 Stückaktien bestehen. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als die Inhaber der ausgegebenen Optionsrechte von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Das Aktienoptionsprogramm wird in der Anhangangabe 35 „Anteilsbasierte Vergütung" beschrieben.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage besteht im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsengangs erzielten Agio für die Ausgabe von Anteilen abzüglich der damit verbundenen Börseneinführungskosten. Außerdem sind ergebnisneutral verrechnete Aufwands- und Ertragsposten enthalten, die vor allem aus den in Vorjahren als Barabfindung ausbezahlten Ansprüchen des Vorstands aus dem Aktienoptionsprogramm vom 3. Februar 2000 resultieren.
Gewinnrücklagen
Die in den Gewinnrücklagen enthaltenen gemäß § 150 AktG gebildeten gesetzlichen Rücklagen belaufen sich wie im Vorjahr auf 514 Tsd. Euro. Weiterhin sind in den Gewinnrücklagen der Jahresüberschuss der abgelaufenen Periode sowie die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen enthalten, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden. Die Veränderung der Gewinnrücklagen zum Vorjahr resultiert aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 121.789 Tsd. Euro (Vj. 110.063 Tsd. Euro) und der Dividendenausschüttung im April 2015 in Höhe von 77.316 Tsd. Euro (Vj. 68.220 Tsd. Euro).
Übriges Eigenkapital
Das übrige Eigenkapital setzt sich aus den Aufwendungen und Erträgen sowie der darauf anfallenden Ertragsteuer der folgenden Positionen zusammen:
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| Angaben in TEUR |
31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| Vor Ertragsteuern | Ertragsteuern | Nach Ertragsteuern | |
| --- | --- | --- | --- |
| Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung | -1.211 | 0 | -1.211 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -500 | 80 | -420 |
| Gesamt | -1.711 | 80 | -1.631 |
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| Angaben in TEUR |
31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|
| Vor Ertragsteuern | Ertragsteuern | Nach Ertragsteuern | |
| --- | --- | --- | --- |
| Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung | -2.511 | 0 | -2.511 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -113 | 31 | -82 |
| Gesamt | -2.624 | 31 | -2.593 |
Angaben zum Kapitalmanagement
Im Hinblick auf das Kapitalmanagement verfolgt RATIONAL das Ziel, die Unternehmensfortführung nachhaltig sicherzustellen und die Kapitalstruktur mit einer hohen Eigenkapitalbasis aufrechtzuerhalten. Zusätzlich möchte RATIONAL seine Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Hierbei unterliegt RATIONAL keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.
Die Kapitalstruktur wird im Rahmen des Berichtsprozesses insbesondere auf Basis der Eigenkapitalquote überwacht und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert. Die Eigenkapitalquote gibt an, in welchem Verhältnis das bilanzielle Eigenkapital zum Gesamtkapital des Unternehmens steht. Die Eigenkapitalquote von RATIONAL beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 74 % (Vj. 73 %).
Um die Aktionäre angemessen zu beteiligen, passt der Konzern die Dividendenzahlungen an die Anteilseigner entsprechend der Ergebnissituation an.
22. Pensionsrückstellungen
Die Pensionsrückstellungen für die Mitarbeiter des RATIONAL Konzerns umfassen Anwartschaften aktiver oder ausgeschiedener Mitarbeiter in Deutschland und in der Schweiz. In beiden Ländern existieren unterschiedliche Alterssicherungssysteme. Die Höhe der Pensionsrückstellungen bemisst sich im Wesentlichen an der Beschäftigungsdauer, der Vergütungshöhe, der Lebenserwartung und dem aktuellen Zinsniveau.
Deutschland
Die RATIONAL AG Landsberg hat für einen ehemaligen Geschäftsführer und einen ehemaligen Prokuristen betriebliche Altersversorgungszusagen getroffen. Es handelt sich hierbei um einen Endgehaltsplan. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Pensionsrückstellungen, die im Geschäftsjahr 2015 834 Tsd. Euro (Vj. 857 Tsd. Euro) betragen. Beide Pensionsberechtigten beziehen bereits Zahlungen.
Schweiz
Die Betrachtung der Altersvorsorge in der Schweiz schließt die drei Tochtergesellschaften RATIONAL International AG, RATIONAL Schweiz AG und FRIMA International AG ein und umfasst insgesamt 49 pensionsberechtigte, aktive Mitarbeiter. Zum Bilanzstichtag bezog keine dieser Personen Zahlungen. Die Berechnung der Vorsorgeverpflichtung und der Vorsorgekosten erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dies bedeutet, die projizierte erworbene Leistung basiert auf dem Vorsorgeplan und den zurückgelegten Dienstjahren, wobei künftige Lohnerhöhungen eingerechnet werden. Die Altersrente bemisst sich aufgrund der angesammelten Altersgutschriften, der Verzinsung und des Umwandlungssatzes im Rücktrittsalter. Die Risikoleistungen sind lohnabhängig. Pensionspläne unterstehen dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Die Finanzierung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.585 Tsd. Euro erfolgt im Wesentlichen über Einzahlungen in einen bei einer Versicherungsgesellschaft geführten Vorsorgeplan. Der Unterschied zwischen der Pensionsverpflichtung und dem Marktwert des angesparten Vermögens beträgt 1.814 Tsd. Euro und wird über eine Pensionsrückstellung finanziert. Die Veränderungen im Vorjahresvergleich ergeben sich im Wesentlichen aus dem niedrigen Zinsniveau, aus laufendem Dienstzeitaufwand sowie aus Nachholeffekten.
Die Leistungen aus Pensionsplänen in der Schweiz werden im Jahr 2016 voraussichtlich 143 Tsd. Euro betragen. Diese erfolgen aus dem Planvermögen. Dementsprechend ist die Rückstellung in der Schweiz vollständig in der langfristigen Pensionsrückstellung enthalten.
Zahlungen an die Pensionsberechtigten in Deutschland werden im Jahr 2016 voraussichtlich 51 Tsd. Euro betragen. Diese werden als kurzfristig eingestuft. Aufgrund der Unwesentlichkeit wird auf eine separate Darstellung dieser kurzfristigen Rückstellungsposition in der Bilanz verzichtet. Der Betrag ist in den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen enthalten.
Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt in Deutschland 17 Jahre und in der Schweiz 23 Jahre.
Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| Angaben in TEUR |
Deutschland | Schweiz | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 01.01. | 857 | 780 | 2.779 | 3.637 |
| Zinsaufwand | 17 | 25 | 33 | 50 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 | 478 | 478 |
| Gezahlte Leistungen | -51 | -50 | -63 | -114 |
| Erfasste versicherungsmathematische Verluste/Gewinne | 11 | 102 | 357 | 368 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) zum 31.12. | 834 | 857 | 3.585 | 4.419 |
| Marktwert des angesparten Vermögens zum 01.01. | - | - | 1.476 | 1.476 |
| Arbeitgeberbeiträge | - | - | 183 | 183 |
| Arbeitnehmerbeiträge | - | - | 183 | 183 |
| Gezahlte Leistungen | - | - | -91 | -91 |
| Erwarteter Vermögensgewinn | - | - | 19 | 19 |
| Anlagen Gewinn/Verlust | - | - | 0 | 0 |
| Marktwert des angesparten Vermögens zum 31.12. | - | - | 1.771 | 1.771 |
| Rückstellungen zum 31.12. | 834 | 857 | 1.814 | 2.648 |
Die versicherungsmathematischen Verluste im Jahr 2015 enthalten erfahrungsbedingte Anpassungen in Höhe von 368 Tsd. Euro, die auf dem Unterschied zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Entwicklung der Pensionsverpflichtung beruhen.
Den Bewertungen liegen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde:
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| Deutschland | Schweiz | |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 2,0 % | 0,75% |
| (Vj. 2,00 %) | ||
| Gehaltstrend | -- | 1,50% |
| Rententrend | 1,75 % | 0,00% |
| (Vj. 1,75 %) |
Als biometrische Berechnungsgrundlage wurden für Deutschland die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. K. Heubeck und für die Schweiz die BVG-2010-Generationentafel verwendet. Die Bewertung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten.
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt auf, in welcher Weise die Pensionsrückstellungen durch Veränderungen beim Rechnungszins, beim Gehaltstrend, beim Rententrend und bei der Lebenserwartung beeinflusst worden wären:
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| Angaben in TEUR |
Deutschland | Schweiz | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Rechnungszins -0,5 % | +44 | +450 | +494 |
| Rechnungszins +0,5 % | -41 | -378 | -419 |
| Gehaltstrend +0,5 % | 0 | +35 | +35 |
| Rententrend +0,5 % | +42 | +174 | +216 |
| Lebenserwartung +1 Jahr | +36 | +65 | +101 |
In der Sensitivitätsanalyse wird nicht berücksichtigt, dass es zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen Abhängigkeiten gibt. Die Höhe des gewählten Gehalts- und Rententrends und des Rechnungszinses wird unter anderem von der erwarteten Inflationsrate beeinflusst.
23. Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
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| Angaben in TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Rückstellungen | ||
| Stand 01.01. | 8.720 | 10.513 |
| Währungsdifferenzen | 10 | 41 |
| Verbrauch | -8.372 | -10.412 |
| Zuführung | 9.061 | 8.578 |
| Stand 31.12. | 9.419 | 8.720 |
| Verbindlichkeiten | ||
| Stand 31.12. | 441 | 268 |
| laufende Ertragsteuerverpflichtungen | 9.860 | 8.988 |
In der Tabelle sind die kurzfristigen laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten aufgeführt. Der langfristige Teil der laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 763 Tsd. Euro (Vj. 592 Tsd. Euro) wird unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
24. Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen
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| 2015 Angaben in TEUR |
Stand 01.01. | Währungsdifferenzen | Verbrauch |
|---|---|---|---|
| Personal | 14.211 | 147 | -13.644 |
| Händlerboni | 7.845 | 375 | -8.220 |
| Gewährleistung | 8.109 | 5 | -5.829 |
| Sonstige | 4.260 | -165 | -3.739 |
| Gesamt | 34.425 | 362 | -31.432 |
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| 2015 Angaben in TEUR |
Zuführung | Zinseffekte | Stand 31.12. | Davon langfristig |
|---|---|---|---|---|
| Personal | 16.240 | 27 | 16.981 | 3.051 |
| Händlerboni | 11.114 | - | 11.114 | - |
| Gewährleistung | 8.627 | 89 | 11.001 | 3.455 |
| Sonstige | 4.163 | - | 4.519 | 224 |
| Gesamt | 40.144 | 116 | 43.615 | 6.730 |
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| 2014 Angaben in TEUR |
Stand 01.01. | Währungsdifferenzen | Verbrauch |
|---|---|---|---|
| Personal | 12.584 | 80 | -10.980 |
| Händlerboni | 6.104 | 182 | -6.286 |
| Gewährleistung | 7.878 | - | -5.770 |
| Sonstige | 3.163 | 74 | -3.191 |
| Gesamt | 29.729 | 336 | -26.227 |
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| 2014 Angaben in TEUR |
Zuführung | Zinseffekte | Stand 31.12. | Davon langfristig |
|---|---|---|---|---|
| Personal | 12.486 | 41 | 14.211 | 885 |
| Händlerboni | 7.845 | - | 7.845 | - |
| Gewährleistung | 5.894 | 107 | 8.109 | 2.248 |
| Sonstige | 4.214 | - | 4.260 | 205 |
| Gesamt | 30.439 | 148 | 34.425 | 3.338 |
Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsanteile sowie zukünftige Zuwendungen aufgrund langjähriger Betriebszugehörigkeit. Die Rückstellung für Händlerboni wird für noch zu gewährende, am Abschlussstichtag ausstehende Preisnachlässe gebildet. Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung der Konzerngesellschaften für die Funktionalität der Produkte. In der Position „Sonstige“ sind Rückstellungen für verschiedene Sachverhalte enthalten, deren Wertansätze im Einzelfall von untergeordneter Bedeutung sind.
Die zum 31. Dezember 2015 bilanzierten Personalrückstellungen, die Rückstellungen für Händlerboni sowie die für sonstige Sachverhalte gebildeten Rückstellungen werden größtenteils im Jahr 2016 verbraucht. Die Gewährleistungsrückstellungen werden in der Regel innerhalb von zwei Jahren verbraucht. Die landesspezifischen Regelungen zur Abzinsung von Rückstellungen werden aus Wesentlichkeitsgründen im Konzernabschluss beibehalten.
25. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Zum Jahresabschluss bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 28.435 Tsd. Euro (Vj. 32.632 Tsd. Euro). Davon sind 6.666 Tsd. Euro (Vj. 6.218 Tsd. Euro) kurzfristig, da sie innerhalb der nächsten zwölf Monate getilgt werden. Eine Abtretung der Rechte an Dritte wurde vertraglich eingeschränkt.
In den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind diskontierte japanische Wechsel in Höhe von 2.021 Tsd. Euro (Vj. 1.493 Tsd. Euro) enthalten. Erfahrungsgemäß werden Wechsel in Japan in der Regel vollständig bedient, mit Rückzahlungsforderungen der Banken ist deshalb nicht zu rechnen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten überwiegend Immobilienfinanzierungen, welche durch Grundschulden abgesichert sind. Für die meisten Verträge bestehen Zinsbindungen für die gesamte Laufzeit, mit Ausnahme von zwei Verträgen. Diese zwei Verträge haben eine Zinsbindung bis zum Jahresende 2017 und das Vertragsende ist zum Ende des Jahres 2022 vereinbart.
Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in den Folgeperioden folgende Zins- und Tilgungszahlungen fällig. Für die Zahlungen nach der Zinsbindungsfrist wurden unveränderte Konditionen unterstellt.
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| Angaben in TEUR |
2016 | 2017-2020 | Ab 2021 |
|---|---|---|---|
| Zahlungen aus Sicht des 31.12.2015 | 5.430 | 16.099 | 7.930 |
| Angaben in TEUR | 2016 | 2017 - 2020 | Ab 2021 |
| Zahlungen aus Sicht des 31.12.2014 | 5.636 | 17.885 | 11.575 |
> Sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Bestandteil der Bewertungskategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“.
26. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14.681 Tsd. Euro (Vj. 12.403 Tsd. Euro). Aufgrund der guten Liquiditätssituation werden Lieferantenverbindlichkeiten generell unter Ausnutzung von Lieferantenskonti beglichen.
> Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stellen Finanzinstrumente dar, die der Bewertungskategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ zugeordnet sind.
27. Sonstige Verbindlichkeiten
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| Angaben in TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern | 5.422 | 5.869 |
| Verbindlichkeiten für Beratungs- und Prüfungsleistungen | 1.620 | 1.443 |
| Verbindlichkeiten aus Löhnen, Gehältern und sonstigen Personalkosten | 250 | 296 |
| Summe sonstige Verbindlichkeiten (Finanzinstrumente) | 7.292 | 7.608 |
| Umsatzsteuerverbindlichkeiten | 6.248 | 6.829 |
| Verbindlichkeiten aus Urlaubsansprüchen | 4.128 | 4.092 |
| Verbindlichkeiten aus Grundstückskauf | 4.024 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn-/Kirchensteuer | 2.687 | 2.548 |
| Sozialabgaben | 1.416 | 1.583 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten - langfrisitg | 763 | 592 |
| Anzahlungen | 191 | 93 |
| Passive Rechnungsabgrenzung | 133 | - |
| Sonstige Steuern | 42 | 121 |
| Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) | 11 | 5 |
| Summe sonstige Verbindlichkeiten (keine Finanzinstrumente) | 19.643 | 15.863 |
| Gesamtsumme sonstige Verbindlichkeiten | 26.935 | 23.471 |
Mit Ausnahme des langfristigen Anteils der Ertragsteuerverbindlichkeiten haben die sonstigen Verbindlichkeiten kurzfristigen Charakter und werden im Wesentlichen innerhalb weniger Monate nach dem Bilanzstichtag beglichen.
> Die gesamten sonstigen Verbindlichkeiten aus Finanzinstrumenten sind zum Bilanzstichtag der Bewertungskategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ zugeordnet.
Sonstige Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung
28. Finanzinstrumente
Basierend auf den Bewertungskategorien des IAS 39, erfolgt die Folgebilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Bilanz grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Einzige Ausnahme stellen die derivativen Finanzinstrumente dar, die in der Bilanz zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die nach IFRS 7.29 zusätzlich anzugebenen beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten. Im Anschluss daran wird deren Inhalt erläutert.
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| Angaben in TEUR |
Bewertungskategorie | Fair-Value-Hierarchie1) | Buchwert 31.12.2015 | Beizulegender Zeitwert 31.12.2015 | Buchwert 31.12.2014 | Beizulegender Zeitwert 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Finanzanlagen | b | 0 | 0 | |||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.052 | 1.953 | ||||
| Sonstige Vermögenswerte (Finanzinstrumente) | a | Stufe 2 | 688 | 688 | 635 | 632 |
| Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte | kein Finanzinstr. gem. IFRS 7 | 1.364 | 1.318 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | a | 89.613 | 82.902 | |||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 7.801 | 8.862 | ||||
| Derivate ohne Hedgebeziehung | c | Stufe 2 | 9 | 9 | 873 | 873 |
| Sonstige Vermögenswerte (Finanzinstrumente) | a | 341 | 532 | |||
| Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte | kein Finanzinstr. gem. IFRS 7 | 7.451 | 7.457 | |||
| Geldanlagen mit einer Laufzeit über 3 Monaten | a | Stufe 2 | 110.900 | 110.924 | 119.000 | 119.096 |
| Zahlungsmittel und –äquivalente | a | 156.122 | 106.402 | |||
| Passiva | ||||||
| Langfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | d | Stufe 2 | 21.769 | 24.094 | 26.414 | 28.820 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | d | Stufe 2 | 6.666 | 6.735 | 6.218 | 5.628 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | d | 14.681 | 12.403 | |||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 26.172 | 22.879 | ||||
| Derivate ohne Hedgebeziehung | e | Stufe 2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (Finanzinstrumente) | d | 7.292 | 7.608 | |||
| Übrige sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | kein Finanzinstr. gem. IFRS 7 | 18.880 | 15.271 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39: | ||||||
| a) Kredite und Forderungen | 357.664 | 357.688 | 309.471 | 309.564 | ||
| b) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| c) Finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) | 9 | 9 | 873 | 873 | ||
| d) Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 50.408 | 52.802 | 52.643 | 54.459 | ||
| e) Finanzielle Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) | 0 | 0 | 0 | 0 |
1) Gemäß IFRS 13.72 - 13.90
Zuordnung zu Fair-Value-Hierarchiestufen
Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte, ist gemäß IFRS 13 zwischen drei Bemessungshierarchiestufen zu unterscheiden. Dabei sind die jeweiligen Inputfaktoren entscheidend dafür, welche Stufe vorliegt.
Stufe 1: Inputfaktoren für Stufe 1 sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte Preise. Bei RATIONAL gibt es keine Finanzinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte anhand von Inputfaktoren der Stufe 1 bemessen werden.
Stufe 2: In dieser Stufe sind Finanzinstrumente enthalten, für die keine an einem aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Markt notierten Preise vorliegen. Deren beizulegender Zeitwert kann aber anhand von Marktpreisen vergleichbarer Finanzinstrumente oder über Modelle ermittelt werden, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Neben den derivativen Finanzinstrumenten werden, wie in der obigen Tabelle gezeigt, auch die sonstigen langfristigen Vermögenswerte, Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in die Bemessungshierarchiestufe 2 gemäß IFRS 13 eingestuft.
Stufe 3: Für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten der Stufe 3 werden Inputfaktoren verwendet, die nicht beobachtbar sind. Bei RATIONAL existieren keine Finanzinstrumente, bei denen der beizulegende Zeitwert anhand der Inputfaktoren der Stufe 3 bemessen werden.
Während der Berichtsperiode kam es zu keinen Umgliederungen zwischen den Bemessungshierarchiestufen. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden die Finanzinstrumente zum Ende der Berichtsperiode umgegliedert.
Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten
Wurde in der obigen Tabelle für ein Finanzinstrument kein beizulegender Zeitwert ausgewiesen, so stellt der angegebene Buchwert des Finanzinstruments einen angemessenen Näherungswert für dessen beizulegenden Zeitwert dar. Das ist insbesondere bei kurzfristigen Finanzinstrumenten mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr der Fall. Ausnahmen hiervon stellen derivative Finanzinstrumente, Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten und der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dar, für die ein beizulegender Zeitwert berechnet wird.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand folgender Bewertungstechniken:
Finanzanlagen
Die Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Beteiligung ist wie im Vorjahr mit einem Buchwert von 0 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser entspricht dem Marktwert.
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten ausstehende Kautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und sonstige langfristige Erstattungsansprüche. Der beizulegende Zeitwert wird mit der Barwertmethode durch laufzeitkongruente Abzinsung der ausstehenden Beträge ermittelt. Eine Berücksichtigung der Kontrahentenausfallrisiken findet hier aus Wesentlichkeitsgründen nicht statt.
Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten
Für Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten wurde eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts nach der Barwertmethode durchgeführt. Hierzu wurden die Rückzahlungsbeträge am Fälligkeitstag mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen unter Berücksichtigung des Ausfallrisikos des Kontrahenten diskontiert. Der Anteil der Zinsen, der dem abgelaufenen Geschäftsjahr zuzuordnen ist, ist in der Position „Sonstige kurzfristige Vermögenswerte“ enthalten und wird deshalb hier nicht mit einbezogen.
Derivative Finanzinstrumente
Bei den zum Bilanzstichtag angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisenoptionen. Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte wurde bereits bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Grundlagenteil erläutert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt nach der Barwertmethode. Die Cashflows der Annuitätendarlehen zu den unterschiedlichen Zins- und Tilgungsterminen wurden hierzu mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen unter Berücksichtigung des eigenen Ausfallrisikos diskontiert.
Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten
Die folgende Tabelle zeigt die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente pro Bewertungskategorie. Das Zinsergebnis ist hierbei nicht berücksichtigt.
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| Nettogewinne oder -verluste ohne Zinsen Angaben | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | -517 | +2.553 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet werden (zu Handelszwecken gehalten) | +1.038 | +1.818 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | -1.105 | +227 |
Die Nettogewinne bzw. -verluste beinhalten Beträge aus der Währungsumrechnung. Daneben sind im Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen Wertberichtigungen in Höhe von 1.034 Tsd. Euro (Vj. 1.431 Tsd. Euro) sowie Erträge aus wertberichtigten und ausgebuchten Forderungen in Höhe von 420 Tsd. Euro (Vj. 340 Tsd. Euro) enthalten. Diese werden in den „Sonstigen betrieblichen Aufwendungen“ bzw. „Sonstigen betrieblichen Erträgen“ erfasst.
Gesamtzinsertrag und -aufwand
Aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, ergaben sich folgende Gesamtzinserträge bzw. -aufwendungen, die im Finanzergebnis ausgewiesen werden:
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| Gesamtzinserträge bzw. -aufwendungen Angaben | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 647 | 595 |
| Gesamtzinsaufwendungen | 948 | 1.207 |
Saldierung von Finanzinstrumenten
Die folgenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz saldiert ausgewiesen oder unterliegen einer rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarung oder ähnlichen Vereinbarungen:
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| 2015 Angaben in TEUR |
Bruttobetrag finanzielle Vermögenswerte vor Saldierung | Bruttobetrag finanzielle Verbindlichkeiten vor Saldierung | Nettobetrag nach Saldierung in der Bilanz | Potenzielle Aufrechnungsbeträge, die zu keiner Saldierung in der Bilanz geführt haben | Nettobetrag | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente | Barsicherheiten | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Geldanlagen mit einer Laufzeit über 3 Monate, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 267.022 | - | 267.022 | 26.414 | - | 240.608 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 91.555 | 1.941 | 89.614 | - | - | 89.614 |
| Summe | 358.577 | 1.941 | 356.636 | 26.414 | - | 330.222 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 28.435 | 28.435 | 26.414 | - | 2.021 |
| Verbindlichkeiten an Handelspartner | 1.941 | 7.363 | 5.422 | - | - | 5.422 |
| Summe | 1.941 | 35.798 | 33.857 | 26.414 | - | 7.443 |
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| 2014 Angaben in TEUR |
Bruttobetrag finanzielle Vermögenswerte vor Saldierung | Bruttobetrag finanzielle Verbindlichkeiten vor Saldierung | Nettobetrag nach Saldierung in der Bilanz | Potenzielle Aufrechnungsbeträge, die zu keiner Saldierung in der Bilanz geführt haben | Nettobetrag | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente | Barsicherheiten | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Geldanlagen mit einer Laufzeit über 3 Monate, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 225.402 | - | 225.402 | 31.139 | - | 194.263 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 87.356 | 4.454 | 82.902 | - | - | 82.902 |
| Summe | 312.758 | 4.454 | 308.304 | 31.139 | - | 277.165 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 31.139 | 31.139 | 31.139 | - | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern | 4.454 | 10.323 | 5.869 | - | - | 5.869 |
| Summe | 4.454 | 41.462 | 37.008 | 31.139 | - | 5.869 |
Die Bruttobeträge bei den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu keiner Saldierung geführt haben, resultieren aus Globalnettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Dabei ist eine Saldierung nur im Fall der Insolvenz einer der Parteien möglich.
Finanzrisiken
In den Finanzinstrumenten sind spezifische Risiken wie Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken enthalten, welche Wechselkurs-, Zins- und Preisrisiken umfassen.
RATIONAL verfügt über ein weltweit implementiertes Risikomanagementsystem, das sowohl die frühzeitige Erkennung und Analyse von Chancen und Risiken ermöglicht als auch die Ergreifung entsprechender Präventivmaßnahmen unterstützt. In Bezug auf die mit Finanzinstrumenten verbundenen Chancen und Risiken sind folgende Bestandteile des RATIONAL-Risikomanagementsystems (vgl. hierzu auch den Chancen- und Risikobericht im Konzernlagebericht) von besonderer Bedeutung:
| • | Der integrierte Planungsprozess, den weltweit alle Gesellschaften und Unternehmensbereiche durchlaufen, definiert konkrete Absatz- und Finanzziele und legt Maßnahmen für die Zielerreichung fest. |
| • | Im Berichtswesen wird der Grad der Zielerreichung in allen Unternehmensbereichen zuverlässig und kontinuierlich gemessen, analysiert und kommentiert. Die zeitnahe Bereitstellung der Informationen garantiert eine schnelle, flexible und frühzeitige Gegensteuerung bei Fehlentwicklungen. |
| • | Die Ermittlung von Benchmarks und Schwellenwerten im Finanzbereich und insbesondere im Forderungsmanagement unterstützt die Führungskräfte bei der Früherkennung von Fehlentwicklungen und der angemessenen Gegensteuerung. |
| • | Zur Absicherung unserer Forderungen arbeiten wir weltweit mit einem der größten Warenkreditversicherer zusammen. |
| • | Alle Geschäftsprozesse und internen Kontrollsysteme sind klar definiert. Qualität und Einhaltung werden durch regelmäßige Schulungen und Kontrollen sichergestellt. Sensible Abläufe, wie z. B. die Rechnungsfreigabe im Kreditorenbereich, werden über Workflows abgebildet. |
| • | Die interne Revision erfasst und bewertet unabhängig und objektiv Abweichungen von Soll-Situationen. Fehlentwicklungen werden frühzeitig identifiziert. |
| • | Um die Qualität des weltweiten Cash-Managements sicherzustellen, ist ein global integriertes Treasury-Management-System im Einsatz. |
| • | Das umfassende Versicherungskonzept wird jährlich überprüft und an das neue Risikoumfeld angepasst. |
Als Teil einer Krisenprävention hat die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer beschlossen, die Finanzmärkte global gesetzlich zu regulieren. Die RATIONAL-Gruppe ist allen diesbezüglich verabschiedeten und gültigen gesetzlichen Auflagen, Melde- und Risikominimierungspflichten für außerbörslich gehandelte Derivate (OTC-Derivate) termingerecht nachgekommen. Gemäß § 20 Abs. 1 WpHG sind keine der betroffenen RATIONAL Gesellschaften für das Jahr 2015 prüfungspflichtig.
Im Folgenden werden die im RATIONAL-Konzern bestehenden spezifischen Risiken erläutert:
Ausfallrisiken
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
RATIONAL beliefert Kunden auf allen Kontinenten und in nahezu allen Regionen der Welt. Der Vertrieb erfolgt weltweit über den Fachhandel. Endkunden kommen vorwiegend aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in der Regel gegenüber dem Fachhandel. Ausfallrisiken können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Eine für die gesamte Gruppe gültige „Credit Policy“ sieht klare Regelungen entlang des gesamten Auftragsprozesses vor, deren Umsetzung durch Schulungen, ein zeitnahes Berichtswesen und durch IT-Unterstützung sichergestellt wird. Die „Credit Policy“ vereint die „Mindestanforderungen für das Credit Management“ (MaCM) des Bundesverbandes Credit Management (BvCM) mit der RATIONAL-spezifischen „One-Piece-Flow“-Prozessorganisation.
Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen – die potenzielle Bonitäts- und Liquiditätsrisiken für die RATIONAL-Gruppe nach sich ziehen könnten – zu vermeiden oder zu reduzieren, unterziehen wir die Kunden aller Gesellschaften des Konzerns einer Bonitätsprüfung und permanenten -überwachung durch die Warenkreditversicherungsgesellschaft und deren lokale Partnergesellschaften. Gemäß deren Einschätzung wird das RATIONAL-Kundenportfolio als „gering risikobehaftet“ bewertet.
Soweit möglich werden – basierend auf dieser Bonitätsprüfung – die Kundenforderungen versichert. Die Warenkreditversicherung deckt im Rahmen der bestehenden Verträge neben dem Insolvenzrisiko der Kunden auch den sogenannten Protracted Default (Nichtzahlungstatbestand als Versicherungsfall) ab. Im Versicherungsfall werden in der Regel 90 % der ausgefallenen versicherten Forderung von der Warenkreditversicherung ersetzt.
Alternativ zur Deckung durch die Warenkreditversicherung werden in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung andere Sicherheiten (z. B. bestätigte, unwiderrufliche Akkreditive, Bankbürgschaften und andere bankübliche Sicherheiten) oder Vorauszahlungen verlangt. Nur in klar definierten Ausnahmefällen wird anhand des dokumentierten Zahlungsverhaltens aus der bisherigen Geschäftsbeziehung in Verbindung mit Bonitätsauskünften von dritter Seite und den vom Kunden selbst zur Verfügung gestellten Finanzdaten (Jahresabschlüsse und betriebswirtschaftliche Auswertungen) eine Belieferung auf offenes Zahlungsziel ohne adäquate Sicherheiten in Erwägung gezogen.
Von einer Bonitätsprüfung und Absicherung unberücksichtigt bleiben Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden der öffentlichen Hand mit Sitz in Ländern mit einwandfreien Länderbonitäten.
Die folgende Tabelle weist zusammenfassend die Besicherung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie das verbleibende ungedeckte Ausfallrisiko aus:
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| Angaben in TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 89.613 | 82.902 |
| davon kreditversicherte Forderungen 1) | 65.725 | 60.238 |
| davon mit Bankakkreditiven/Bankbürgschaften unterlegte Forderungen | 1.611 | 1.771 |
| davon Forderungen gegen Abnehmer der öffentlichen Hand 2) | 239 | 171 |
| Maximales Netto-Ausfallrisiko | 22.038 | 20.722 |
| abzüglich erstattungsfähiger Umsatzsteuer 2) | 7.572 | 7.171 |
| Ungedecktes Ausfallrisiko | 14.466 | 13.551 |
| Risikodeckungsgrad | 84% | 84% |
1) bewertet mit vertraglicher Versicherungsquote
2) bei einwandfreiem Länderrating
Das nach Berücksichtigung der dargestellten Sicherheiten verbleibende ungedeckte Ausfallrisiko beinhaltet Klumpenrisiken in Höhe von 2.029 Tsd. Euro (Vj. 2.536 Tsd. Euro), die sich auf 13 (Vj. 14) Kunden verteilen. Im Bereich der Klumpenrisiken werden die nicht abgesicherten Forderungen mit einem Nennwert von mehr als 100 Tsd. Euro pro Einzelkunde betrachtet. Bei Kunden mit regelmäßigen Außenständen von mehr als 100 Tsd. Euro kann von Jahresumsätzen im siebenstelligen Euro-Bereich ausgegangen werden. Damit sind diese Kunden dem Segment der A-Kunden zuzurechnen und stehen im direkten Fokus des Managements.
Bei nachhaltigen Zahlungsschwierigkeiten von Kunden werden nach Möglichkeit Ratenzahlungsvereinbarungen getroffen oder das Inkasso über den Warenkreditversicherer oder externe Inkassoinstitute eingeleitet. Zum Bilanzstichtag bestehen direkt mit Kunden abgeschlossene Ratenzahlungsvereinbarungen für ein Forderungsvolumen von 276 Tsd. Euro (Vj. 580 Tsd. Euro).
Forderungen gegenüber Kreditinstituten
Ein für RATIONAL bedeutsames Ausfallrisiko entsteht im Rahmen der Geldanlagen und bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert durch mögliche Nichterfüllung seitens des jeweiligen Kontraktpartners.
Die folgende Tabelle weist die Besicherung der Einlagen bei Banken sowie das verbleibende maximale Nettorisiko bei Ausfall der Kreditinstitute aus:
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| Angaben in TEUR |
Buchwert 31.12.2015 | Besichert durch Einlagensicherungsfond 31.12.2015 | Nettorisiko 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate | 110.900 | 110.900 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 156.122 | 131.128 | 24.994 |
| Gesamt | 267.022 | 242.028 | 24.994 |
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| Angaben in TEUR |
Buchwert 31.12.2014 | Besichert durch Einlagensicherungsfond 31.12.2014 | Nettorisiko 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate | 119.000 | 119.000 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 106.402 | 83.756 | 22.645 |
| Gesamt | 225.402 | 202.756 | 22.645 |
Bei RATIONAL qualifizieren sich zur Geldanlage nur Kreditinstitute mit einem Langfrist-Rating nach Standard & Poor´s von mindestens BBB. Zur Diversifizierung verteilen sich die Geldanlagen zum Jahresende auf mehrere Kreditinstitute.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Das maximale Ausfallrisiko bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht den in der Bilanz angesetzten Werten.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen.
Im Corporate Treasury hat die Überwachung und Versorgung mit liquiden Mitteln oberste Priorität. Dies erfolgt durch tägliches Cash-Management und eine rollierende Liquiditätsplanung mit kontinuierlicher Überwachung und Steuerung der konzernweit ein- und abgehenden Zahlungsströme. Mit der vorgehaltenen Liquiditätsreserve kann auch auf beträchtliche Cashflow-Schwankungen oder auftretende Bedarfsspitzen flexibel reagiert und somit allen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachgekommen werden.
Große Bedeutung hat bei RATIONAL die Innenfinanzierung, die im Wesentlichen zur Finanzierung unseres weltweiten Umsatzwachstums in den vergangenen Jahren eingesetzt wurde. Für den Fall, dass RATIONAL zusätzlichen Bedarf an Fremdfinanzierungen haben sollte, stehen vertraglich vereinbarte, fest zugesagte Kreditlinien bei mehreren Kreditinstituten (mit Langfrist-Ratings von BBB+ bis A+ nach Standard & Poor´s) zur Verfügung.
RATIONAL genießt bei Kreditinstituten eine erstklassige Bonität (A bis AAA). Für die bestehenden Kreditlinien sind keine Auflagen in Form von Bedingungen und Kennziffern vereinbart, deren Nichteinhaltung dazu führen könnte, dass die Kreditlinien neu verhandelt werden müssten. Für die bestehenden Kreditlinienverträge wurden keine Sicherheiten abgetreten, stattdessen sind sogenannte Negativerklärungen bzw. Bankengleichbehandlungsreverse vereinbart worden. Damit verpflichtet sich RATIONAL zur Gleichbehandlung aller Kreditinstitute in Bezug auf eine mögliche Besicherung von vergleichbaren Krediten. Die Höhe der vertraglich fest zugesagten Kreditlinien beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 34.669 Tsd. Euro (Vj. 34.669 Tsd. Euro). Davon sind nach Anrechnung von Abtretungen für Tochtergesellschaften und Avalen 29.119 Tsd. Euro (Vj. 29.493 Tsd. Euro) noch nicht ausgeschöpft.
Zum Bilanzstichtag summiert sich die Liquiditätsreserve aus Eigenmitteln (inklusive aller bestehenden Festgelder) auf insgesamt 267.022 Tsd. Euro (Vj. 225.402 Tsd. Euro). Darin sind auch Bestände von Währungen in Höhe von 4.130 Tsd. Euro (Vj. 5.605 Tsd. Euro) enthalten, die nicht frei konvertierbar sind bzw. strengen Währungs- oder Zahlungsrestriktionen unterliegen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14.681 Tsd. Euro (Vj. 12.403 Tsd. Euro) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 26.935 Tsd. Euro (Vj. 23.471 Tsd. Euro) werden überwiegend innerhalb eines Jahres beglichen. Konkrete Informationen zu den fälligen Zins- und Tilgungszahlungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten können der Anhangziffer 25 „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ entnommen werden.
Marktrisiken
Aufgrund der internationalen Ausrichtung von RATIONAL können der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten in Form verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeitspositionen Marktrisiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen ausgesetzt sein.
Ziel des in der Muttergesellschaft angesiedelten Corporate Treasury ist es, den identifizierten Transaktionsrisiken im Währungs- und Zinsbereich durch geeignete Instrumente und Maßnahmen entgegenzuwirken. Diese Aktivitäten sind in Unternehmensrichtlinien schriftlich vereinbart und werden durch ein Treasury-Management-System unterstützt, gesteuert und überwacht. Identifizierten Risiken wird – falls dies sinnvoll erscheint und effektive Sicherungsinstrumente zur Verfügung stehen – durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten entgegengewirkt. Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind ausschließlich Banken mit guter bis erstklassiger Bonität, d.h. mit einem Rating von mindestens BBB+ nach Standard & Poor´s.
Währungsrisiken
Währungsrisiken resultieren zum einen aus Wechselkursänderungen zum Stichtag und einer daraus folgenden möglichen Veränderung der beizulegenden Zeitwerte bestehender Fremdwährungsbilanzpositionen (Translationsrisiko). Davon sind zum Stichtag die Positionen „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", „Sonstige Vermögenswerte", „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" sowie „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" und „Sonstige Verbindlichkeiten" betroffen. Translationsrisiken werden bei RATIONAL nicht durch Sicherungsgeschäfte abgesichert. Andererseits besteht ein Risiko, dass aus einem Finanzinstrument in einer Fremdwährung resultierende zukünftige Cashflows durch veränderte Wechselkurse deutlich von den zum Stichtagskurs erzielbaren Werten abweichen (Transaktionsrisiko). Transaktionsrisiken sind sowohl liquiditäts- als auch erfolgswirksam.
Die weltweiten Transaktionsrisiken der RATIONAL-Gruppe werden monatlich mit einem Sechs-Monats-Zukunftshorizont ermittelt, zentral gebündelt und gesteuert. Die identifizierten Transaktionsrisiken werden bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, wobei sich die Sicherung auf gebuchte und antizipierte Geschäfte bezieht. Dies gilt insbesondere für Transaktionen in den frei konvertierbaren Währungen unserer Gesellschaften in Schweden, Großbritannien, der Schweiz, Polen, den USA, Kanada und Japan. Zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen in frei konvertierbaren Währungen setzt RATIONAL Devisenoptionen und Devisentermingeschäfte ein.
Die nachfolgende Tabelle zeigt Kontraktwerte und beizulegende Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente per 31. Dezember 2015 und 31. Dezember 2014, aufgeteilt nach Kategorien. Die Kontraktwerte entsprechen der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge der Währungsderivate und geben somit Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag.
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| Angaben in TEUR |
Kontraktwert | ||
|---|---|---|---|
| Währung | 2015 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | |||
| Devisentermingeschäfte | USD | - | 7.374 |
| Devisenoptionen | GBP | 7.692 | - |
| Devisenoptionen | USD | 4.274 | - |
| Devisenoptionen | JPY | 719 | 2.615 |
| Gesamt | 12.685 | 9.989 |
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| Angaben in TEUR |
Positiver beizulegender Zeitwert | Negativer beizulegender Zeitwert | ||
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | ||||
| Devisentermingeschäfte | - | 865 | - | |
| Devisenoptionen | 7 | - | - | |
| Devisenoptionen | 2 | - | - | |
| Devisenoptionen | 0 | 8 | - | |
| Gesamt | 9 | 873 | 0 | 0 |
Derivate mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht.
Landeswährungen von Gesellschaften, die strengen Währungsrestriktionen unterliegen, sind entweder nicht frei konvertierbar (z. B. Brasilien und Indien) oder stehen ausschließlich für nachgewiesene Handelsgeschäfte (z. B. China) zur Verfügung. Für die Bezahlung von Verbindlichkeiten, die gemäß den Restriktionen nicht in Landeswährung bezahlt werden dürfen, muss die Landeswährung in Euro getauscht werden. Dies ist ausschließlich innerhalb des Landes und erst nach Genehmigung der entsprechenden Behörden möglich. Aufgrund des geringen Volumens finden bei RATIONAL derzeit keine Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen in nicht frei konvertierbaren oder nur bedingt konvertierbaren Währungen statt.
Durch die teilweise Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten in Fremdwährungen, in denen auch Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, können die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert werden (Natural Hedge).
Rund 40 % der Umsatzerlöse werden in Fremdwährungen erlöst. Bei einem im Geschäftsjahr 2015 durchschnittlich 10 % schwächeren (stärkeren) Euro wäre der Konzernumsatz dementsprechend rund 4 % höher (niedriger) ausgefallen.
Das EBIT wäre bei einer Euroabwertung (Euroaufwertung) von 10 % um rund 20 % erhöht (reduziert). Darin enthalten sind hypothetische Umbewertungseffekte unserer Fremdwährungsbilanzpositionen in den „Sonstigen betrieblichen Erträgen“ bzw. „Sonstigen betrieblichen Aufwendungen“. Diese hätten den Jahresüberschuss und die Währungsrücklage und damit das Eigenkapital um 12.785 Tsd. Euro reduziert (Vj. 7.703 Tsd. Euro reduziert). Bei einem um 10 % schwächeren Euro läge der Ausweis in funktionaler Währung um 16.153 Tsd. Euro höher (Vj. 9.548 Tsd. Euro höher).
Die hypothetische Ergebnisauswirkung durch Umbewertungseffekte der Fremdwährungsbilanzpositionen von -12.785/+16.153 Tsd. Euro ergibt sich insbesondere aus den folgenden signifikanten Währungssensitivitäten:
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| Angaben in TEUR |
Hypothetische Ergebnisauswirkung | |
|---|---|---|
| Euroaufwertung +10 % 2015 | Euroabwertung -10 % 2015 | |
| --- | --- | --- |
| EUR/GBP | -5.467 | 7.022 |
| EUR/USD | -2.253 | 2.907 |
| EUR/CAD | -1.377 | 1.683 |
| EUR/JPY | -668 | 850 |
| EUR/RUB | -557 | 681 |
Zinsrisiken
Zinsrisiken bezeichnen das Risiko der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten oder künftigen Zahlungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze.
Zinsänderungsrisiken für künftige Zahlungen wird bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung entgegengewirkt. Für einen großen Teil der ausstehenden Darlehen ist eine Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit vereinbart.
Preisrisiken
Preisrisiken können in erster Linie im Zusammenhang mit dem Bezug von Rohstoffen für die Fertigung der Produkte entstehen.
RATIONAL setzt in der Produktion pro Jahr mehrere Tausend Tonnen hochwertigen rostfreien Edelstahl ein. Das Risiko der Preisänderung für Edelstahl ist sowohl vom Stahlgrundpreis als auch von den börsenbedingten Rohstoffpreisschwankungen der Legierungsmetalle (insbesondere Nickel) abhängig, die sich im sogenannten Legierungszuschlag niederschlagen.
Die Schwankungen des Legierungszuschlags wirken sich direkt auf die Herstellkosten und damit auf das Gesamtergebnis aus. Wäre der Legierungszuschlag im Jahr 2015 durchschnittlich um 10 % teurer (billiger) gewesen, so hätte sich der Jahresüberschuss 2015 um ca. 1.131 Tsd. Euro (Vj. 1.058 Tsd. Euro) verringert (erhöht).
Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente besteht weder beim Stahlgrundpreis noch bei den Legierungsmetallen. Für den Stahlgrundpreis bestehen jedoch feste Verträge mit den Lieferanten, die den vereinbarten Bezugspreis für ein bis zwei Jahre im Voraus fixieren.
Grundsätzlich unterliegt RATIONAL Preisrisiken, die aufgrund von schwankenden Rohstoffpreisen für Legierungsmetalle bestehen. Aufgrund des geringen Anteils des Legierungszuschlags an den Gesamtkosten sind die Auswirkungen auf die Ertragslage der RATIONAL AG von untergeordneter Bedeutung.
Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
29. Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und die Zahlungsmitteläquivalente von RATIONAL im Berichtsjahr verändert haben. Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend IAS 7 nach der operativen Tätigkeit, die dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit entspricht, nach der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Der Finanzmittelbestand erhöhte sich von 106.402 Tsd. Euro am Geschäftsjahresbeginn auf 156.122 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2015. Zusätzlich verfügt RATIONAL zum Bilanzstichtag über Anlagen in Festgeldern in Höhe von 110.900 Tsd. Euro (Vj. 119.000 Tsd. Euro), die eine Restlaufzeit ab Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten haben und daher nicht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugeordnet werden.
Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss
30. Mitarbeiter und Personalaufwand
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| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl | 2015 | Anteil in % |
2014 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|
| Produktions- und Lieferprozess | 362 | 24 | 341 | 25 |
| Vertrieb und Marketing | 656 | 43 | 618 | 44 |
| Technischer Kundendienst | 149 | 10 | 138 | 10 |
| Forschung und Entwicklung | 118 | 8 | 104 | 7 |
| Verwaltung | 220 | 15 | 200 | 14 |
| Gesamt | 1.505 | 100 | 1.401 | 100 |
| davon im Ausland | 655 | 44 | 591 | 42 |
Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| Angaben in TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Entgelt | 101.611 | 91.638 |
| Sozialabgaben | 19.914 | 17.133 |
| davon Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne | 8.885 | 8.666 |
| Gesamt | 121.524 | 108.771 |
31. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen mögliche Verpflichtungen dar, deren Existenz aber erst noch durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig durch das Unternehmen beeinflusst werden können, bestätigt werden muss. Zum anderen sind darunter bestehende Verpflichtungen zu verstehen, bei denen ein Vermögensabfluss durch die Erfüllung der Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder bei denen die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig bestimmt werden kann. In den Geschäftsjahren 2015 und 2014 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 20.107 Tsd. Euro (Vj. 14.066 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich vorwiegend um künftige Zahlungen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen sowie Kaufverpflichtungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Die Miet- und Leasingverträge, die entsprechend IAS 17 als operatives Leasing behandelt werden, sind überwiegend für Miete von Büroräumen und Leasing von Fertigungseinrichtungen, Fahrzeugen, EDV-Ausstattung und sonstigen Büromaschinen abgeschlossen worden. Die Verträge haben zum Teil feste Laufzeiten oder sind unbefristet und beinhalten folgende künftige Mindestmiet- und -leasingzahlungen:
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| Angaben in TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 4.991 | 4.617 |
| 1 - 5 Jahre | 5.590 | 6.028 |
| > 5 Jahre | 106 | 751 |
| Gesamt | 10.687 | 11.396 |
| Fair Value | 10.633 | 11.333 |
In den Miet- und Leasingverträgen sind keine auferlegten Beschränkungen enthalten. Die im Geschäftsjahr 2015 ergebniswirksam erfassten Miet- und Leasingaufwendungen belaufen sich auf 6.128 Tsd. Euro (Vj. 5.680 Tsd. Euro).
Die Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten betragen 7.028 Tsd. Euro (Vj. 1.126 Tsd. Euro).
32. Geschäftssegmente
Der Konzern ist ausschließlich im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen tätig. Die Segmentberichterstattung stellt gemäß den Vorgaben des IFRS 8 die Geschäftssegmente RATIONAL und FRIMA dar und spiegelt die Berichtsstruktur des Konzerns für Managementzwecke wider. Geschäftssegmente sind organisatorische Einheiten, für die Informationen an das Management zum Zweck der Erfolgsmessung und der Ressourcenallokation weitergeleitet werden. Hauptentscheidungsträger ist der Vorstand.
RATIONAL konzentriert sich auf Kochprozesse, bei denen die Wärmeübertragung durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem erfolgt. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse wird aus dem Verkauf des SelfCookingCenter® 5 Senses und des CombiMaster® Plus erzielt.
FRIMA fokussiert sich auf Kochanwendungen, bei denen in Flüssigkeit oder mit direkter Kontakthitze gegart wird. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Verkauf des VarioCooking Center MULTIFICIENCY® erzielt.
Beide Segmente beinhalten die Funktionen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service sowie Verwaltung.
Die Segmentumsätze enthalten sowohl Umsätze mit Dritten als auch Innenumsätze der Konzerngesellschaften zwischen den Segmenten. Verkäufe und Erlöse im Innenverhältnis werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Dritten vereinbart werden. Das Segmentergebnis entspricht dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern der jeweiligen Segmente. Neben den Segmentumsätzen sind hierin alle Segmentaufwendungen mit Ausnahme der Ertragsteuern sowie des Finanzergebnisses enthalten.
Weitere Umsatzaufgliederungen werden in den Anhangangaben zu den Umsatzerlösen dargestellt.
Die in den Segmenten ausgewiesenen Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Wesentliche nach IFRS 8.23 angabepflichtige zahlungsunwirksame Aufwendungen sind weder 2015 noch im Vorjahr entstanden.
Die Überleitungsspalte enthält im Wesentlichen die aus Konsolidierungsvorgängen resultierenden Effekte. Daneben sind dort Unterschiede zwischen den im Rahmen des internen Berichtswesens dem Management vorgelegten und den extern berichteten Zahlen enthalten.
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| Geschäftssegmente 2015 Angaben in TEUR |
RATIONAL | FRIMA | Summe der Segmente | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 527.412 | 36.762 | 564.174 | + 57 | 564.231 |
| Innenumsätze | 2.055 | 1.932 | 3.987 | -3.987 | - |
| Segmentumsätze | 529.467 | 38.694 | 568.161 | -3.930 | 564.231 |
| Segmentergebnis | 157.674 | 6.710 | 164.384 | - 4.179 | 160.205 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - | -514 |
| Ergebnis vor Steuern | - | - | - | - | 159.691 |
| Segmentabschreibungen | 8.390 | 375 | 8.765 | - | 8.765 |
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| Geschäftssegmente 2014 Angaben in TEUR |
RATIONAL | FRIMA | Summe der Segmente | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 465.491 | 31.209 | 496.700 | + 27 | 496.727 |
| Innenumsätze | 1.825 | 2.111 | 3.936 | -3.936 | - |
| Segmentumsätze | 467.316 | 33.320 | 500.636 | -3.909 | 496.727 |
| Segmentergebnis | 140.215 | 5.536 | 145.751 | - 517 | 145.234 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - | -612 |
| Ergebnis vor Steuern | - | - | - | - | 144.622 |
| Segmentabschreibungen | 7.918 | 367 | 8.285 | - | 8.285 |
72.056 Tsd. Euro (Vj 63.679 Tsd. Euro) der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte werden in Deutschland ausgewiesen. 7.084 Tsd. Euro (Vj. 5.300 Tsd. Euro) sind Drittländern zuzuordnen.
33. Nahestehende Unternehmen und Personen
Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der RATIONAL AG zählen die Tochtergesellschaften, die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats und deren nahestehende Personen sowie Gesellschaften, an denen dieser Personenkreis beteiligt ist. Mit Herrn
Siegfried Meister, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, liegt ein Beherrschungsverhältnis vor, da er die Mehrheit der Aktien an der RATIONAL AG hält.
Die Geschäftsvorfälle mit den im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung eliminiert.
Mitglieder des Aufsichtsrats halten Anteile an Gesellschaften, mit denen eine Liefer- oder Leistungsbeziehung besteht. Der Aufwand für diese Lieferungen und Leistungen beläuft sich 2015 auf 1.885 Tsd. Euro (Vj. 1.808 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2015 waren gegenüber diesen Gesellschaften 15 Tsd. Euro an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen offen (Vj. 30 Tsd. Euro).
Darüber hinaus hat die RATIONAL AG Lieferungen und Leistungen gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern bzw. gegenüber Gesellschaften an denen Mitglieder des Aufsichtsrats Anteile halten in Höhe von 104 Tsd. Euro erbracht.
Alle genannten Geschäfte wurden zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart worden wären, abgeschlossen. Darüber hinaus lagen im Berichtsjahr keine weiteren wesentlichen Transaktionen mit Unternehmen oder Personen vor, die der RATIONAL AG in irgendeiner Weise nahestehen.
34. Aufsichtsrat und Vorstand
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2015 wurde der Aufsichtsrat der RATIONAL AG auf sechs Personen erweitert. Die aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
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| Siegfried Meister, Kaufmann | Vorsitzender |
| Walter Kurtz, Kaufmann | Stellvertretender Vorsitzender |
| Dr. Hans Maerz, Wirtschaftsprüfer | Stellvertretender Vorsitzender |
| Dr.-Ing. Hermann Garbers, freiberuflicher Unternehmensberater | |
| Dr. Gerd Lintz, Notar a.D., selbständiger Rechtsanwalt | |
| Werner Schwind, Kaufmann |
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beträgt für das Geschäftsjahr 2015 992 Tsd. Euro (Vj. 659 Tsd. Euro) und verteilt sich auf die Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
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| 2015 Angaben in TEUR |
Fest | Erfolgsorientiert | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Siegfried Meister | 250 | 0 | 22 | 272 |
| Walter Kurtz | 200 | 0 | 17 | 217 |
| Dr. Hans Maerz | 200 | 0 | 9 | 209 |
| Dr.-Ing. Hermann Garbers | 98 | 0 | 0 | 98 |
| Dr. Gerd Lintz | 98 | 0 | 0 | 98 |
| Werner Schwind | 98 | 0 | 0 | 98 |
| Gesamt | 944 | 0 | 48 | 992 |
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| 2014 Angaben in TEUR |
Fest | Erfolgsorientiert | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Siegfried Meister | 150 | 71 | 21 | 242 |
| Walter Kurtz | 125 | 71 | 17 | 213 |
| Dr. Hans Maerz | 125 | 71 | 8 | 204 |
| Gesamt | 400 | 213 | 46 | 659 |
Die Aufsichtsratsvergütung ist zum Bilanzstichtag in Höhe von 946 Tsd. Euro (Vj. 613 Tsd. Euro) in den „Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten“ enthalten.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten per 31. Dezember 2015 insgesamt 8.049.695 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 8.049.235 Aktien), davon Herr Siegfried Meister 7.161.311 Aktien (Vj. 7.161.411 Aktien).
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland, sowie Vorsitzender eines gemäß § 324 HGB gebildeten Prüfungsausschusses bei der FWU Provisions-Factoring GmbH, München, Deutschland. Herr Dr.-Ing. Garbers ist Mitglied des Aufsichtsrats der Deutz AG, Köln, Deutschland.
Der Vorstand besteht zum Stichtag 31. Dezember 2015 aus folgenden Mitgliedern:
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| Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt | Vorstandsvorsitzender |
| Erich Baumgärtner, Dipl.-Betriebswirt | Vorstand kaufmännischer Bereich (bis 31. Dezember 2015) |
| Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur | Vorstand technischer Bereich |
| Markus Paschmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur | Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing |
| Dr. Axel Kaufmann, Dipl.-Kaufmann | Vorstand kaufmännischer Bereich (seit 1. Januar 2016) |
Herr Erich Baumgärtner hat sein Amt zum Ende des Geschäftsjahres 2015 niedergelegt. Zu seinem Nachfolger hat der Aufsichtsrat zum 1. Januar 2016 Herrn Dr. Axel Kaufmann berufen. Dieser ist am 1. Oktober 2015 in den Vorstand der RATIONAL AG eingetreten.
In der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 wurde in Übereinstimmung mit § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB beschlossen, auf die individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsbezüge zu verzichten.
Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 5.118 Tsd. Euro (Vj. 6.357 Tsd. Euro). In diesem Betrag sind erfolgsabhängige Bestandteile in Höhe von 1.410 Tsd. Euro (Vj. 1.638 Tsd. Euro) enthalten. Daneben beinhalten die Bezüge Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 899 Tsd. Euro (Vj. 2.028 Tsd. Euro). Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf 317 Tsd. Euro belaufen (Vj. 403 Tsd. Euro).
Die Mitglieder des Vorstands hielten zum Bilanzstichtag zusammen 3.463 Aktien der
RATIONAL AG (Vj. 3.463 Aktien).
Die Mitglieder des Vorstands sind in folgenden konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Stadelmann ist Mitglied des Verwaltungsrates der KSP Krieg Schlupp Partner Werbeagentur AG, Zürich, Schweiz.
35. Anteilsbasierte Vergütung
Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 ein Aktienoptionsprogramm über 200.000 Stückaktien für die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft aufgelegt. Das Aktienoptionsprogramm soll den Vorstandsmitgliedern zusätzliche Anreize geben, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft mittel- und langfristig sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswertes hinzuwirken.
Bislang wurden zwei Tranchen über insgesamt 69.000 Optionsrechte begeben, die in den Jahren 2002 und 2006 durch Barzahlungen im Gegenwert von 100 % des Wertes einer Aktie der Gesellschaft abzüglich des Ausübungspreises bedient wurden.
2015 gab es keine Vereinbarung einer anteilsbasierten Vergütung, somit verbleiben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 noch Bezugsrechte auf maximal 131.000 Stückaktien der RATIONAL AG im Aktienoptionsprogramm.
36. Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und dargelegt, welchen Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Zugrunde gelegt wurde hierbei der Deutsche Corporate Governance Kodex in der aktuellsten Fassung vom 12. Juni 2015. Die Erklärung ist dauerhaft auf der Internetseite der RATIONAL AG unter www.rational-online.com zugänglich.
37. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATIONAL AG und des Konzerns laut IAS 10 von besonderer Bedeutung wären.
38. Abschlussprüfer honorar
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 gewählt. Leitender Prüfer des Jahresabschlusses 2015 war Herr Dietmar Eglauer.
Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beläuft sich insgesamt auf 231 Tsd. Euro (Vj. 233 Tsd. Euro) und beinhaltet Abschlussprüfungs- und Konzernabschlussprüfungsleistungen. Für prüfungsnahe Leistungen sind 13 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro) angefallen.
Landsberg am Lech, den 23. Februar 2016
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Landsberg am Lech, den 23. Februar 2016
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 23. Februar 2016
**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer
Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
auch im Geschäftsjahr 2015 konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft ihren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr weiterhin die Stabilität des Gesamtunternehmens und die nachhaltige Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.
Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung
Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2015 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation und die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.
Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2015 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2016 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau und Optimierung der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement, Planung und Freigabe von Baumaßnahmen am Standort Landsberg.
Beratungen im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2015 zu elf Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2016 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2016 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2015 zu elf weiteren internen Beratungen sowie zu drei Sitzungen des Prüfungsausschusses zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert.
Schwerpunkte der Beratungen
Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen im Aufsichtsrat waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z. B.:
| 1. | Auswahl der Kandidaten für die Erweiterung des Aufsichtsrates |
| 2. | Wahl des Vorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats |
| 3. | das Ausscheiden des bisherigen Finanzvorstandes Erich Baumgärtner zum 31. Dezember 2015 sowie die Bestellung von Dr. Axel Kaufmann als seinen Nachfolger zum 1. Oktober 2015 |
| 4. | die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag, |
| 5. | die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2016 |
| 6. | die Erschließungsstrategie für neue Märkte, die neue Führungsstruktur in Lateinamerika sowie die Konsolidierung in Indien |
| 7. | die Entwicklung im Fokusmarkt USA |
| 8. | die Schwerpunkte in der Produktentwicklung |
| 9. | die Weiterentwicklung des RATIONAL Compliance-Programms |
| 10. | die Bauprojekte an den Standorten Landsberg und Wittenheim |
| 11. | die Weiterentwicklung der Mittelfriststrategie, inkl. Produktportfolio, Vertriebs- und Marketingstrategie |
| 12. | die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand |
| 13. | Bildung Prüfungsausschuss |
In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2016 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2016 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.
Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 wird die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.
Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 24. Februar 2016 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.
Änderung im Vorstand
Nach mehr als 17 erfolgreichen Jahren als kaufmännischer Vorstand des Unternehmens hat Herr Erich Baumgärtner sein Vorstandsmandat im beiderseitigen Einvernehmen zum 31. Dezember 2015 niedergelegt. Durch sein unternehmerisches Denken und Handeln wurde RATIONAL zu einem der begehrtesten Unternehmen an der deutschen Börse. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Erich Baumgärtner für seine langjährige Tätigkeit zum Wohle unserer Kunden und unseres Unternehmens. Als Nachfolger und für den kaufmännischen Bereich allein verantwortlichen Vorstand hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 Herrn Dr. Axel Kaufmann bestellt.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG wurde im Geschäftsjahr 2015 von drei auf sechs Mitglieder vergrößert.
In seiner Sitzung am 21. Juli 2015 hat der Aufsichtsrat ferner den Beschluss gefasst, einen Prüfungsausschuss zu bilden. Zu Mitgliedern des Prüfungsausschusses wurden Herr Walter Kurtz, Herr Dr. Hans Maerz und Herr Werner Schwind gewählt, den Vorsitz hat Herr Dr. Hans Maerz. Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2015 durchgängig entsprochen.
Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2015 keine Interessenskonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.
Am 12. Juni 2015 trat eine Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex in Kraft. Der Aufsichtsrat hat sich mit den neuen Empfehlungen des Kodex eingehend befasst. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Corporate-Governance-Bericht Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2015 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte eine Entsprechenserklärung mit Stand 31. Dezember 2015 abgegeben werden. Über diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. Januar 2015 beschlossen. Aufgrund der Erweiterung des Aufsichtsrats und der Einrichtung eines Prüfungsausschusses wurde diese Entsprechenserklärung aktualisiert und in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. September beschlossen. Die Entsprechenserklärung mit Stand 31. Dezember 2015 ist im Geschäftsbericht 2015 veröffentlicht. Die Entsprechenserklärungen sind auch auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations zu finden.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 29. April 2015 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der RATIONAL AG sowie des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Der Aufsichtsrat hat sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.
Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2016 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.
Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen der Abschlussprüfer war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.
Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 24. Februar 2016 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2015 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 in seiner testierten Fassung vom 23. Februar 2016 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 in seiner testierten Fassung vom 23. Februar 2016. Der Jahresabschluss 2015 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.
Abhängigkeitsbericht
Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“
Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.
Gewinnverwendung
Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.
Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 242,6 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 7,50 Euro je Aktie oder insgesamt 85,3 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2015 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.
Landsberg am Lech, 2. März 2016
Siegfried Meister, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bericht zur Corporate Governance und Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a HGB
Verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung und -erhaltung ausgerichtete Unternehmensführung ist der Maßstab allen Handelns des Vorstands und Aufsichtsrats der RATIONAL AG und Grundlage des Unternehmenserfolgs. Im Folgenden berichten Vorstand und Aufsichtsrat entsprechend unseren Corporate-Governance-Grundsätzen, Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und gemäß §289a HGB über die Corporate Governance bei RATIONAL. Der Bericht wird durch den Vergütungsbericht ergänzt. Dieser ist Bestandteil des Lageberichts der Gesellschaft.
Organe der Gesellschaft
Die RATIONAL AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die jeweils mit eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG arbeiten bei der Leitung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
Der Vorstand und seine Arbeitsweise
Der Vorstand der RATIONAL AG kann sich aus einer oder mehreren Personen zusammensetzen und bestand zum Bilanzstichtag aus fünf Mitgliedern. Die Verteilung der Ressorts auf die einzelnen Mitglieder ist im Geschäftsverteilungsplan geregelt.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie arbeiten kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Ressorts. Jedes Mitglied des Vorstands führt das ihm zugewiesene Ressort im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Der Vorstand beschließt in der Regel in Sitzungen, die in zwei-wöchentlichem Rhythmus stattfinden. Zusätzlich kann jedes Mitglied des Vorstands die Einberufung einer Sitzung unter Mitteilung des Beratungsgegenstandes verlangen. Ebenso kann jedes Mitglied verlangen, dass ein Gegenstand in die Tagesordnung einer Sitzung aufgenommen wird. Der Vorstand beschließt in Sitzungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, außerhalb von Sitzungen mit einfacher Mehrheit seiner Mitglieder.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements.
Die Mitglieder des Vorstands, Dr. Peter Stadelmann (Vorstandsvorsitzender), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Erich Baumgärtner (Vorstand kaufmännischer Bereich bis 31. Dezember 2015), Markus Paschmann (Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing) und Dr. Axel Kaufmann (Vorstand kaufmännischer Bereich ab 1. Januar 2016) üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten.
Der Aufsichtsrat und seine Arbeitsweise
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge – wie beispielsweise die Festlegung der Jahresplanung, größere Investitionen – beinhaltet die in 2015 überarbeitete Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.
Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben.
Detaillierte Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland, sowie Vorsitzender eines gemäß § 324 HGB gebildeten Prüfungsausschusses bei der FWU Provisions-Factoring GmbH, München, Deutschland. Herr Dr. Garbers ist Mitglied des Aufsichtsrats der Deutz AG, Köln, Deutschland.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats erläutert.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Dem Aufsichtsrat der RATIONAL AG gehören gemäß der mit Hauptversammlungsbeschluss vom
29. April 2015 geänderten Satzung sechs Mitglieder an, die von den Aktionären gewählt werden.
Herr Siegfried Meister ist Vorsitzender des Aufsichtsrats, Herr Walter Kurtz und Herr Dr. Hans Maerz sind jeweils Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden. Mit Herrn Dr. Gerd Lintz, Herrn Werner Schwind und Herrn Dr.-Ing. Hermann Garbers wurden von der Hauptversammlung am 29. April 2015 ausgewiesene Spezialisten für die Themen Technik, Wirtschaftsrecht und Vertrieb in den Aufsichtsrat berufen. Damit erweitert der Aufsichtsrat seinen Erfahrungsschatz, um seiner Aufsichts- und Steuerungsaufgabe auch in Zukunft weiterhin umfassend nachkommen zu können..
Dem Gremium gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt grundsätzlich fünf Jahre, die laufende Amtsperiode aller amtierenden Aufsichtsratsmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2019.
Bei Vorschlägen für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird allein auf die besondere Kompetenz und Qualifikation Wert gelegt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht, Alter, nationale Zugehörigkeit oder Dauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat der RATIONAL AG waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG hat sich ein Ziel für den Frauenanteil im Aufsichtsrat im Sinne des „Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (Frauenquote)“ gesetzt und in diesem Bericht veröffentlicht (siehe unten). Darüber hinaus wird der Aufsichtsrat der RATIONAL AG keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex benennen und diese auch nicht im Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 3 des Kodex veröffentlichen.
Entsendungsrecht für Aufsichtsratsmitglieder
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Entsendungsrecht nicht ausgeübt.
Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG bestand bislang aus lediglich drei Mitgliedern. Die Bildung von Ausschüssen war daher nicht sachgerecht. Nach der Erweiterung auf sechs Mitglieder durch Beschluss der Hauptversammlung 2015 hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Mitglieder sind Herr Kurtz, Herr Dr. Maerz und Herr Schwind. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat nicht für angezeigt. Bei einem sechsköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum eine effiziente Diskussion und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.
Festlegung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 des Aktiengesetzes
Die RATIONAL AG ist ein börsennotiertes, jedoch nicht paritätisch mitbestimmtes Unternehmen. Gemäß dem „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (Frauenquote)“ ist deshalb eine Einführung der 30%-igen Frauenquote im Aufsichtsrat der RATIONAL nicht bindend. Aufgrund der Börsennotierung ist das Unternehmen aber verpflichtet, Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie Fristen für die Erreichung dieser Zielgrößen festzulegen.
Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben sich folgende Ziele für den Frauenanteil in Führungspositionen gesetzt und kommen damit den gesetzlichen Pflichten nach:
| ― | Für den Aufsichtsrat wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 % festgelegt. |
| ― | Für den Vorstand wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 % festgelegt. |
| ― | Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 12,5% festgelegt. |
| ― | Für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 30,0% festgelegt. |
| ― | Die Frist für die Erreichung dieser Zielgröße ist der 30. Juni 2017. |
Die festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungspositionen in der RATIONAL AG wurden während des Berichtszeitraums erreicht.
Aktienbesitz der Leitungsorgane
Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten per 31. Dezember 2015 insgesamt 8.049.695 Aktien. Dies entspricht 70,80 % des Grundkapitals. Davon entfielen 7.161.311 Aktien, dies entspricht 62,98 % des Grundkapitals, auf Herrn Siegfried Meister, 887.784 Aktien, dies entspricht 7,81 % des Grundkapitals, auf Herrn Walter Kurtz. Je 300 Aktien, dies entspricht jeweils 0,003 % des Grundkapitals, werden von Herrn Dr. Hans Maerz und Herrn Dr. Gerd Lintz gehalten.
Die Mitglieder des Vorstandes hielten zum Bilanzstichtag insgesamt 3.463 Aktien. Dies entspricht weniger als 1 % des Grundkapitals. Im Geschäftsjahr 2015 fanden keine Käufe oder Verkäufe von RATIONAL-Aktien durch Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglieder statt.
Aktienoptionsprogramm
Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 für die Vorstandsmitglieder ein Aktienoptionsprogramm über maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft aufgelegt. Die Aktienoptionen sind mit Sperr- und Ausübungsfristen versehen, die vom Aufsichtsrat festgelegt und beschlossen wurden. Die Ausübung ist an eine bestimmte Steigerung des Unternehmenswertes in Verbindung mit der Wertentwicklung des SDAX-Performance-Index geknüpft. Im Berichtsjahr wurden keine Aktienoptionen ausgegeben.
Aktionäre und Hauptversammlung
Den Vorsitz in der Hauptversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder ein von ihm bestimmtes Aufsichtsratsmitglied.
An der Hauptversammlung am 29. April 2015 in Augsburg haben rund 700 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei 90,86 % des Grundkapitals. Alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden durch die Hauptversammlung mit großer Mehrheit angenommen.
Compliance
Gesetzestreues, integres und verantwortungsbewusstes Verhalten ist die Grundlage für Sicherheit, Solidität und Zukunftserfolg eines Unternehmens. Um die konzernweite Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien sicherzustellen, wurde bei der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2012 mit dem Aufbau einer Compliance-Organisation begonnen.
Ausgangspunkt für die Compliance-Aktivitäten bilden die Verhaltensgrundsätze der RATIONAL AG („Code of Conduct“), die in Form der RATIONAL-Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr zusammengefasst und unternehmensweit kommuniziert worden sind.
2013 wurde das RATIONAL-Compliance-Team gebildet und ein Compliance Officer für die gesamte RATIONAL-Gruppe bestellt. Auf der Grundlage der Ergebnisse von, in verschiedenen Unternehmensbereichen durchgeführten, Compliance-Risikoanalysen wurden Maßnahmen definiert, um allen wesentlichen Compliance-Risiken entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen schließen neben einschlägigen internen Compliance-Vorgaben auch die Zusammenarbeit mit lokalen, qualifizierten Partnern ein. Des Weiteren wurden in ausgesuchten Ländern, in denen RATIONAL mit eigenen legalen Einheiten und Mitarbeitern vertreten ist, die lokalen Anforderungen an ein Compliance-Programm erfasst und, soweit zur Risikovermeidung erforderlich, die RATIONAL-Compliance-Vorgaben entsprechend angepasst.
2015 wurde eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Risikomanagementsystems und der Prüfung der Konzeption des Compliance-Management-Systems entsprechend der Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) beauftragt. Hierbei wurde die Funktionsfähigkeit beider Systeme bestätigt. Das Compliance Management System sowie das Risikomanagementsystem werden auch in den Folgejahren auf der Basis der bestehenden Konzepte zielgerichtet weiterentwickelt.
Wesentliche Unternehmensführungspraktiken
Verantwortungsvolles, nachhaltiges und soziales Handeln ist für die RATIONAL AG seit jeher ein tragendes Element der unternehmerischen Kultur. Hierzu gehört auch die Integrität im Umgang mit Kunden, Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit.
RATIONAL versteht unter Compliance die Einhaltung von Recht, Gesetz und Satzung sowie die Befolgung der zusätzlichen internen Regelwerke. Darüber hinaus entwickelte die RATIONAL AG auch im Geschäftsjahr 2015 die eigene Corporate Governance weiter und folgt weitestgehend den Regelungen des Kodex in der aktuell gültigen Fassung vom 12. Juni 2015. Weitere freiwillig eingegangene Selbstverpflichtungen gegenüber externen Kodizes und Regelwerken bestehen nicht. Das Unternehmen hat sich selbst ein umfassendes Leitbild gegeben und verfügt über schriftlich niedergelegte Führungsprinzipien sowie einen unternehmensweit gültigen „Code of Conduct“. Das Unternehmensleitbild drückt das Selbstverständnis des Unternehmens, seiner Führungsorgane und Mitarbeiter aus. Es befindet sich auf der RATIONAL Website unter der Rubrik „Unternehmen / Philosophie / Das RATIONAL Leitbild“. Es gibt außerdem Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Kunden, Partnern und Kollegen.
2015 ist eine neue Geschäftsordnung für die Tochtergesellschaften in Kraft getreten, die die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Konzerngesellschaften klar regelt. Diese legt detailliert die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften fest, beinhaltet aber auch Entscheidungsvorbehalte zugunsten des Vorstands der RATIONAL AG.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung hat am 29. April 2015 die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.
Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt. Diese gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird.
Bei einem eventuellen Auftreten wesentlicher im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellter Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der Wirtschaftsprüfer zusätzlich angehalten, darüber gesondert zu berichten.
Leitender Prüfer des Jahresabschlusses 2015 war Herr Dietmar Eglauer.
Abhängigkeitsbericht
Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts erklärt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.
Erklärung nach §161 AktG und Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklären gemäß §161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im August 2015 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ (Fassung vom 12. Juni 2015) mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:
Ziffer 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:
Ziffer 4.2.4: „Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat.“
Ziffer 4.2.5: „Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.
Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.
Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:
| ― | die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung, |
| ― | der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren, |
| ― | bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr. |
Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden.“
Die Hauptversammlung der RATIONAL AG hat am 11. Mai 2011 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst. Auf eine differenzierte Angabe der variablen Vergütung nach kurzfristigen und langfristigen Komponenten wird verzichtet. Im Übrigen entspricht die RATIONAL AG den Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen.
Ziffer 5.1.2 ( 1) Satz 2 und Satz 3 des Kodex:
Ziffer 5.1.2 (1) Satz 2: „Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten.“
Ziffer 5.1.2 (2) Satz 3: „Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.“
Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die jeder Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist für den Aufsichtsrat allein die besondere Kompetenz und Qualifikation des Kandidaten entscheidend. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt und liegt aus Sicht des Aufsichtsrats auch nicht im Interesse des Unternehmens. Die Bestellung richtet sich ausschließlich nach der Fähigkeit von Vorstandsmitgliedern, das Unternehmen erfolgreich zu führen. Diese Fähigkeit entfällt nicht generell bei Erreichen eines bestimmten Alters. Darüber hinaus könnte sich eine starre Altersgrenze diskriminierend auswirken.
Ziffer 5.3.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):
„Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt.“
Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG bestand bis zur Hauptversammlung 2015 aus lediglich drei Mitgliedern. Die Bildung von Ausschüssen war daher nicht sachgerecht. Die ordentliche Hauptversammlung vom 29. April 2015 hat die Erweiterung des Aufsichtsrats auf sechs Mitglieder beschlossen. Seitdem hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat nicht für angezeigt. Bei einem sechsköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum effiziente Diskussionen und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex:
Ziffer 5.4.1 Abs. 2: „Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.“
Ziffer 5.4.1 Abs. 3: „Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.“
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften wie Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder bzw. eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sind nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.
Landsberg, 31. Dezember 2015
RATIONAL Aktiengesellschaft
Siegfried Meister, für den Aufsichtsrat
Dr. Peter Stadelmann, für den Vorstand
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde am 24. Februar 2016 gebilligt.