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RATIONAL AG Annual Report 2013

Jun 20, 2014

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Annual Report

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RATIONAL Aktiengesellschaft

Landsberg am Lech

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013

Lagebericht

1. DAS UNTERNEHMEN RATIONAL

Die RATIONAL AG wurde 1973 gegründet, sie ist die Obergesellschaft des RATIONAL-Konzerns. Gleichzeitig ist sie maßgeblich für die Leistungserbringung zuständig. Am Firmensitz in Landsberg am Lech sind die größten Produktionsstandorte der Unternehmensgruppe angesiedelt, die das SelfCookingCenter® whitefficiency® und den CombiMaster® Plus herstellen. Ein weiterer Produktionsstandort befindet sich bei der französischen Tochtergesellschaft FRIMA im elsässischen Wittenheim, die das VarioCookingCenter® MULTIFICIENCY® herstellt.

Die RATIONAL AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf der Produkte an Vertriebstochtergesellschaften im In- und Ausland, der Vereinnahmung von Kundenstammleasinggebühren sowie der Erbringung interner Dienstleistungen.

Die zum Bilanzstichtag unmittelbaren und mittelbaren sieben nationalen und 21 internationalen Tochtergesellschaften dienen überwiegend dem Vertrieb sowie dem Service vor Ort.

Das Unternehmen ist heute weltweiter Markt- und Technologieführer für Produkte zur thermischen Speisenzubereitung in der Groß- und Gewerbeküche. Unser oberstes Unternehmensziel lautet:

„Wir bieten den Menschen, die in den Profiküchen der

Welt Speisen thermisch zubereiten, den höchstmöglichen Nutzen.“

Damit wir diesem Anspruch gerecht werden, konzentrieren wir alle Ressourcen auf unsere Kernkompetenz, die Übertragung von Wärmeenergie auf Lebensmittel aller Art. Wir schaffen so die beste Voraussetzung, unseren Wettbewerbsvorsprung zu halten bzw. weiter auszubauen. Die Attraktivität unserer Produkte und Dienstleistungen verbessert sich Jahr für Jahr. Dies drückt sich in den nachhaltig wachsenden Absatz- und Umsatzzahlen, dem mit großem Abstand führenden Weltmarktanteil von über 50 % sowie den zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen aus.

Mit dem SelfCookingCenter® whitefficiency®, dem CombiMaster® Plus und dem VarioCookingCenter® MULTIFICIENCY® verfügt der RATIONAL-Konzern über Produkte, die in ihrem jeweiligen Segment die weltweiten technologischen Standards setzen. Gemeinsam sind sie in der Lage, praktisch alle traditionellen Gargeräte in der Profiküche zu ersetzen.

Produkte und Märkte

Das SelfCookingCenter ® whitefficiency ® ist der neue Weltstandard

1976 hat der Combi-Dämpfer von Landsberg aus seinen Siegeszug durch Deutschland und Europa und später in alle Welt angetreten und ist inzwischen aus den Profiküchen nicht mehr wegzudenken. Rund 100 Anbieter von Combi-Dämpfern gibt es weltweit, wovon jedoch nur eine Hand voll internationale Bedeutung hat. Weltweit sind aktuell rund 800.000 Combi-Dämpfer im Einsatz, davon ist jeder zweite von RATIONAL.

Den größten Anteil unserer Umsatzerlöse erzielen wir mit dem im Jahr 2011 neu eingeführten SelfCookingCenter® whitefficiency®.

Das SelfCookingCenter® whitefficiency® ist das einzige Gargerät mit intelligenten Garprozessen. Es ersetzt 40 bis 50 % aller herkömmlichen Gargeräte wie z.B. Heißluftöfen, Herde oder Kessel. Die Wärmeübertragung erfolgt durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beiden. Die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale sind Ressourceneffizienz, einfachste Bedienung, Flexibilität in der Nutzung und der minimale Reinigungs- und Pflegeaufwand.

Auch der CombiMaster® Plus überzeugt seine Kunden durch einfache Bedienung, grenzenlose Garvielfalt und einzigartige Garleistung auf ganzer Linie.

Märkte und Kunden

Wir fokussieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Wir sind nicht nur das Unternehmen für Köche, sondern mit 300 Küchenmeistern im Vertrieb sowie in der Anwendungsforschung und -beratung auch das Unternehmen der Köche. Wir sind Teil ihrer Welt und kennen ihre Wünsche und Bedürfnisse aus erster Hand. Deshalb sind wir in der Lage, ihre Herausforderungen in bester Weise zu lösen.

Unsere Geräte sind ideal für jeden Betrieb ab ca. 30 Essen pro Tag geeignet. Das weltweite Marktpotenzial liegt bei mehr als 2,5 Mio. Profiküchen. Derzeit kochen rund 30 % aller potenziellen Kunden mit der Combi-Dämpfer-Technologie von RATIONAL oder von einem Wettbewerber, das heißt, 70 % verwenden noch immer traditionelle Kochgeräte wie Heißluftgeräte, Dampfgarer oder Herde. Die Kundenbasis reicht dabei von der Sternegastronomie über Restaurants und Hotels, Gemeinschaftsverpflegung wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime bis hin zu Fast-Food-Ketten, Caterern, Supermärkten, Metzgereien und mittlerweile auch Back- und Snackshops.

Kernabsatzmarkt ist Europa. Hier ersetzt das SelfCookingCenter® whitefficiency® neben traditioneller Gartechnologie auch bereits die großen Bestände an alten Combi-Dämpfern. Neue Märkte in Amerika und Asien, wie USA, Kanada, Brasilien, Mexiko, China und Indien, gewinnen für uns zunehmend an Bedeutung.

Strategie und Ziele

Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel

Das Ziel allen Denkens und Handelns unserer Mitarbeiter ist es, dem Kunden stets den höchstmöglichen Nutzen zu bieten. Dieser Anspruch ist als oberstes Unternehmensziel im Leitbild des Unternehmens fest verankert. Jede Handlung und Entscheidung wird hinterfragt, inwieweit sie unseren Kunden nützt.

Kundenorientierter Vertriebs - und Marketingprozess

Wir haben einen exakt auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittenen Vertriebs- und Marketingprozess. In einer mehrstündigen Produktvorführung, dem RATIONAL GarenLive, überzeugen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Fachhandel weltweit potenzielle Kunden durch Vorführen und Mitmachen vom Mehrnutzen unserer Geräte. Die Bestellung, die Auslieferung, die Finanzierung sowie die Installation und der Service der Geräte beim Kunden erfolgen in der Regel über den Fachhandel, der weltweit die lokale Kundennähe sicherstellt.

Niedrige Fertigungstiefe, hohe Wertschöpfung

In der Fertigung setzen wir auf eine niedrige Fertigungstiefe und kombinieren diese mit langfristigen und zuverlässigen Partnerschaften auf der Lieferantenseite. Das Ziel ist maximale Flexibilität und beste Qualität zu optimalen Kosten bei hoher Loyalität zu unseren Lieferanten. Eigene Kapazitäten setzen wir nur dann ein, wenn wir etwas qualitativ besser oder preiswerter herstellen können als Dritte oder wenn ein bestimmtes System-Know-how für die Zukunftsentwicklung unserer Produkte besonders wichtig ist.

In der Montage leben wir das „One-Piece-Flow“-Prinzip. Das heißt, ein Mitarbeiter montiert ein komplettes Gerät und garantiert mit seinem Namen auf dem Typenschild für dessen Qualität. Die kleinste wirtschaftliche Losgröße in der Produktion liegt dadurch bei nur einem einzigen Gerät. Wir sind so in der Lage, jeden Kundenwunsch bei kürzesten Lieferzeiten flexibel und kundenauftragsorientiert zu erfüllen. Falls gewünscht, ist eine Auslieferung schon einen Tag nach der Bestellung möglich. Aufgrund der auftragsorientierten Produktion ist ein sonst übliches Fertigwarenlager überflüssig. Durch die ganzheitliche Verantwortung eines Mitarbeiters für das komplette Gerät nutzen wir den hohen Ausbildungsstand unserer Mitarbeiter in bester Weise und stärken gleichzeitig deren Motivation. Über persönliche Arbeitszeitkonten wird die benötigte Produktionskapazität täglich an die Anzahl der vorhandenen Aufträge angepasst.

Organisches Wachstum

Das große noch freie Marktpotenzial erschließen wir nachhaltig und effizient durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs- und Marketingnetzwerks, und dies organisch ohne Akquisitionen. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend auch das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.

Planung und Steuerung

Unser Unternehmen ist nach Prozessen organisiert. Diese sind detailliert beschrieben und über entsprechende Kennzahlen sowohl qualitativ als auch quantitativ messbar. Die Verbesserung der Unternehmensqualität ist eine fortlaufende zentrale Aufgabe aller Mitarbeiter. Der Prozess Strategisches Qualitätsmanagement kümmert sich um die Umsetzung der langfristig orientierten Qualitätsphilosophie. Ziel ist es, die hohe Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie der Unternehmensprozesse zu gewährleisten und Qualitätsverbesserungen aktiv einzufordern und umzusetzen.

In einem mehrstufigen Planungs- und Controllingsystem werden alle weltweiten Unternehmensprozesse geplant, erfasst, analysiert und mit einem Kennzahlensystem bewertet. Die Ergebnisse werden an die entsprechenden Entscheidungsträger berichtet. Notwendige Anpassungen und Korrekturmaßnahmen erarbeiten wir zeitnah und setzen diese unmittelbar um.

In allen Stufen der Wertschöpfung gilt es, die Qualität unserer Produkte und Services zu sichern und zu verbessern. Dies beginnt bei den Lieferanten und geht von der Montage über den Versand bis hin zur Installation und dem technischen Service des Geräts beim Endkunden. Wir ermitteln Qualitäts- und Zufriedenheitskennzahlen, analysieren diese und leiten anhand der Ergebnisse entsprechende Anpassungsmaßnahmen zur Qualitätssteigerung ein.

Die Effizienz der Leistungserstellung ermitteln wir anhand der Rohertragsmarge oder dem operativen Ergebnis. So können wir frühzeitig Ineffizienzen und Ressourcenverschwendung identifizieren und entsprechende Anpassungen vornehmen. Gemeinsam mit unseren Lieferanten und Servicepartnern verbessern wir so fortlaufend die Qualität der Produkte und Dienstleistungen.

Unsere Lieferanten und Servicepartner werden dabei in die regelmäßigen Prozessaudits einbezogen und nach den gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung bewertet. In vielen Bereichen sind tagesaktuelle Daten die Basis für Entscheidungen zur kontinuierlichen Verbesserung. Beanstandungen durch unsere weltweiten Kunden - extern oder auch intern - werden dabei im Rahmen unserer prozessübergreifenden „Akuten Qualitätsverbesserung“ täglich analysiert. Wirksame Lösungen werden schnellstmöglich erarbeitet.

Durch die ganzheitliche Qualitätsverantwortung aller Mitarbeiter sind wir in der Lage, unsere Produkte und Services nachhaltig zu verbessern. Die grundlegende Basis dafür und damit die zentrale Steuerungsgröße ist eine hohe Motivation aller Mitarbeiter und Führungskräfte. Eine im Jahr 2013 durchgeführte Mitarbeiterbefragung hat ergeben, dass konzernweit 91 % aller Mitarbeiter nicht nur zufrieden, sondern sogar stolz sind bei RATIONAL zu arbeiten.

Alle Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind hoch motiviert, kontinuierlich an Qualitäts-, Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen zu arbeiten. Dies wird durch mehr als 1.700 Verbesserungsvorschläge (Vj. 1.700) allein im Jahr 2013 unterstrichen.

Die zentralen finanzwirtschaftlichen Steuerungskennzahlen sind die Absatz- und Umsatzentwicklung, das Rohergebnis und die Rohergebnismarge, die operativen Kosten und das konzernweite Forderungsmanagement (durchschnittliche Außenstandsdauer - DSO).

Die folgende Tabelle zeigt die für die RATIONAL AG zentralen Steuerungsgrößen:

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Finanzielle KPIs Nicht-Finanzielle KPIs
Absatz-/Umsatzentwicklung Mitarbeiterzufriedenheit
Rohergebnis / Rohergebnismarge
Operative Aufwendungen
Forderungsmanagement (DSO)

2. BERICHT ZU FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die wettbewerbsüberlegene Technologie ist das Fundament unseres wirtschaftlichen Erfolges. Um in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt zu bringen, legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2013 investierten wir in diesem Bereich 15,2 Mio. Euro (Vj. 12,3 Mio. Euro) oder 5 % der Umsatzerlöse (Vj. 4 %) in die Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen.

Die Technologieführerschaft ist das Ergebnis unserer Spezialisierung, des strukturierten Innovationsprozesses und des Einsatzes unserer hochqualifizierten Mitarbeiter. Um diesen Vorsprung und unsere Innovationskraft weiter auszubauen, haben wir unsere Entwicklungsmannschaft weiter verstärkt. Mit 91 Spezialisten (Vj. 76) verfügen wir über eines der größten Entwicklungsteams der Branche. Neben Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung. So werden wir auch im Bereich Forschung und Entwicklung unserem Anspruch gerecht, das Unternehmen der Köche zu sein.

Unsere Innovationen sind durch konzernweit rund 470 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster (Vj. 450) geschützt.

3. WIRTSCHAFTSBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Weltwirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die globale Wirtschaftsleistung um 2,8 % gestiegen. Insbesondere China (+7,8 %) war der Wachstumsmotor, aber auch Japan und die USA wuchsen um jeweils rund 2 %. In Europa dagegen stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (Quelle: Deutsche Bank, Januar 2014).

Das ifo Weltwirtschaftsklima, welches die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation und die Zukunftserwartungen von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kapitalmarkt repräsentiert, hat sich im vierten Quartal 2013 leicht verbessert. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Zukunftserwartungen werden wieder etwas optimistischer eingeschätzt.

Geringe Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis, Essen außer Haus. Deshalb ist unsere Geschäftsentwicklung im Vergleich zu anderen Branchen und Unternehmen deutlich weniger von der Konjunktur abhängig.

Dennoch konnte sich auch die Großküchenbranche im vergangen Jahr den negativen Entwicklungen nicht vollständig entziehen. Insbesondere in den hoch verschuldeten und von hoher Arbeitslosigkeit geprägten südeuropäischen Ländern Italien, Spanien, Griechenland und Portugal konnten sich die Großküchenlieferanten bislang nicht von der mit Beginn der Finanzkrise einsetzenden Verlangsamung des Geschäfts erholen. Allerdings beträgt unser konzernweiter Umsatzanteil in diesen Ländern in Summe lediglich 6%.

Insgesamt hat sich die Großküchenbranche im abgelaufenen Geschäftsjahr verhalten entwickelt. In einem im Wesentlichen stabilen Wettbewerbsumfeld konnten wir über dem Branchendurchschnitt wachsen und damit unsere mit großem Abstand führende Marktstellung weiter festigen (Quelle: HKI-Statistik, Dezember 2013).

WESENTLICHE EREIGNISSE DES GESCHÄFTSJAHRES 2013

Generationenwechsel im Vorstand der RATIONAL AG

Nach 17 Jahren an der Spitze der Unternehmensleitung hat der bisherige Vorstandsvorsitzende, Herr Dr. Günter Blaschke, sein Amt zum Ende des Geschäftsjahres 2013 in beiderseitigem Einvernehmen niedergelegt. Mit unternehmerischer Weitsicht und Engagement ist es ihm gelungen, die Internationalisierung des Unternehmens erfolgreich voranzutreiben und RATIONAL zu einem der besten Unternehmen an der deutschen Börse zu entwickeln.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Peter Stadelmann zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Herr Dr. Stadelmann ist seit Dezember 2012 Mitglied des Vorstands und für die Bereiche Personalentwicklung und Personalmanagement verantwortlich. Als herausragende Persönlichkeit und erfahrene Führungskraft wird er zusammen mit dem Vorstand für eine Fortführung und Weiterentwicklung der bisherigen Unternehmensstrategie und Unternehmensphilosophie sorgen.

Herr Reinhard Banasch, Vorstand Vertrieb und Marketing, hat das Unternehmen zum 31. Januar 2014 verlassen. Seine Aufgaben werden durch Herrn Markus Paschmann übernommen, der im Dezember 2013 in den Vorstand der RATIONAL AG berufen wurde.

Fertigstellung des neuen Büro- und Schulungsgebäudes in Landsberg

Weltweites Wachstum und der Ausbau der internationalen Vertriebsorganisation erfordern auch die entsprechende Anpassung und Erweiterung der Infrastruktur. Deshalb haben wir im Sommer 2012 mit der Errichtung eines neuen Büro- und Schulungsgebäudes am Hauptsitz in Landsberg am Lech begonnen. Dies wurde im April des abgelaufenen Geschäftsjahres fertiggestellt und in Betrieb genommen. Damit sind wir nun in der Lage bis zu 200 Kursteilnehmer (z.B. Kunden, Servicepartner und Mitarbeiter) gleichzeitig zu schulen.

Errichtung eines Serviceteilecenters in Landsberg

Aufgrund der zunehmenden Zahl unserer beim Kunden installierten Geräte stößt der Bereich Serviceteile inzwischen an seine Kapazitätsgrenzen. Im Oktober des vergangenen Jahres haben wir daher mit dem Bau eines neuen Serviceteilecenters in Landsberg begonnen. Neben der räumlichen Erweiterung können wir dadurch auch unsere Prozessabläufe neu gestalten und so Potenziale für weitere Effizienzgewinne erschließen.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Ertragslage

Geschäftsverlauf 2013 - 5 % Umsatzwachstum

Die RATIONAL AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf der Produkte an die Tochtergesellschaften, der Vereinnahmung von Kundenstammleasinggebühren sowie der Erbringung interner Dienstleistungen.

Wir produzieren nach Kundenauftrag mit relativ kurzen Lieferzeiten. Der Auftragsbestand reflektiert in der Regel eine Reichweite von lediglich drei bis vier Wochen. Innerhalb eines Geschäftsjahres gibt es deshalb keine nennenswerten Unterschiede zwischen der Entwicklung der Auftragseingänge und der Umsatzerlöse.

Mit einem Gesamtumsatz von 308,3 Mio. Euro (Vj. 294,5 Mio. Euro) konnten wir im Vergleich zum Vorjahr um 5 % wachsen. Die Umsatzsteigerung resultiert nahezu vollständig aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen.

16 % der Umsatzerlöse werden im Inland (Vj. 17 %), 84 % im Rest von Europa (Vj, 72 %) erzielt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Entwicklung des nordamerikanischen Geschäfts (Vj. 11 %) entsprechend der Strategie für die Entwicklung neuer Märkte an die RATIONAL International AG übertragen.

Erholung im zweiten Halbjahr

Die Geschäftsentwicklung war über den Verlauf des Geschäftsjahres sehr unterschiedlich. Dabei wurden die Umsatzerlöse von Quartal zu Quartal gesteigert.

Während das erste Quartal mit 7 % Wachstum noch im Bereich der Erwartungen lag, war insbesondere das zweite Quartal (-3 %) enttäuschend.

Im zweiten Halbjahr zeigten jedoch die in den ersten sechs Monaten eingeleiteten Maßnahmen bereits positive Wirkung. So stiegen die Umsatzerlöse im dritten Quartal um 4 %. Im vierten Quartal konnten wir den Vorjahreswert um 10 % übertreffen.

Rohergebnis

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwand) stieg um 3 % von 148,6 Mio. Euro auf 153,0 Mio. Euro. Die Rohergebnismarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 50,5 % auf 49,6 % leicht reduziert.

Kosten- und Ergebnisentwicklung

Im Jahr 2013 sind operative Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von 75,8 Mio. Euro angefallen und damit 6 % mehr als im Vorjahr (Vj. 71,3 Mio. Euro). Wesentliche Gründe hierfür waren Kosten für die Weiterentwicklung unserer Technologien und die Neuausrichtung des Vorstands.

Die EBT-Marge (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bezogen auf die Umsatzerlöse) lag mit 36,2 % (Vj. 36,1 %) auf Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands ist auch die Nettomarge (Jahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) mit 28,6 % (Vj. 28,3 %) auf nahezu unverändertem Niveau.

Der Steueraufwand belief sich auf 23,4 Mio. Euro (Vj. 23,2 Mio. Euro). Die Steuerquote lag 2013 bei 21,0 % (Vj. 21,8 %). Bereinigt um erhaltene Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften ergibt sich eine rechnerische Steuerquote von 27,9 % (Vj. 27,3 %).

Der Jahresüberschuss lag mit 88,1 Mio. Euro um 6 % über dem Vorjahreswert von 83,3 Mio. Euro. Dies ist vor allem auf die höheren Beteiligungserträge und Gewinnabführungen von 31,5 Mio. Euro (Vj. 24,9 Mio. Euro) zurückzuführen.

Analyse der Prognoseerreichung

Im Geschäftsbericht des vergangenen Jahres hatten wir ein Umsatz- und EBIT-Wachstum in der Bandbreite der Wachstumsraten der Vorjahre prognostiziert. Dies entspricht einer Steigerungsrate von jeweils rund 10 %.

Aufgrund des Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr - und insbesondere der verhaltenen Entwicklung im zweiten Quartal - sowie aufgrund negativer Währungseffekte konnten wir die Prognose nicht erreichen.

Finanzlage

Die Finanzstrategie von RATIONAL ist es, die finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit sicherzustellen. Sicherheit geht bei der Anlagestrategie vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, insbesondere der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das konzernweite Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.

Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Banken und dem Kapitalmarkt. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, vor allem auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Deshalb legen wir nahezu ausschließlich in kurz laufende, Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit gutem Rating an.

Wir beteiligen auch unsere Aktionäre regelmäßig am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden durchschnittlich mehr als 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausbezahlt.

Hohe Liquidität

Der Finanzmittelbestand erhöhte sich im Jahresverlauf um 28,4 Mio. Euro auf 167,6 Mio. Euro (Vj. 139,2 Mio. Euro). Die liquiden Mittel repräsentierten damit 59 % der Bilanzsumme (Vj. 56 %).

Darin enthalten ist ein Betrag von 10,5 Mio. Euro aus der Darlehensaufnahme zur Finanzierung des neuen Serviceteilecenter-Gebäudes. Dies betrifft Liquidität, die anhand des Baufortschritts noch nicht ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung zugeführt wurde und vertragsgemäß auf einem an die finanzierende Bank verpfändeten Konto geführt wird.

Zudem verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 28,5 Mio. Euro (Vj. 27,5 Mio. Euro).

6,00 Euro Dividende vorgeschlagen

Die Konjunkturprognosen gehen für 2014 von einer positven Entwicklung aus. Dennoch bleiben Unsicherheiten infolge der internationalen Schuldenkrise unverändert bestehen. Vor diesen Hintergrund und in Anbetracht der guten Liquidität haben Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 6,00 Euro pro Aktie (Vj. 5,70 Euro) für das Geschäftsjahr 2013 vorzuschlagen. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 2,5 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2013).

Insgesamt ist eine Ausschüttung von 68,2 Mio. Euro geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt noch eine hohe Liquiditätsreserve im Unternehmen.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in entsprechende Zweckgesellschaften findet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung abgeschlossen. Aus diesen ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 2,0 Mio. Euro (Vj. 2,6 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente daher keinen wesentlichen Einfluss.

Langfristige Finanzierungsmaßnahmen

Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir grundsätzlich durch langfristige Bankdarlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag 32,1 Mio. Euro (Vj. 24,0 Mio. Euro).

Der Anstieg im Vorjahresvergleich resultierte aus der Neuaufnahme von Bankdarlehen zur Finanzierung des neuen Serviceteile-Centers. Die Neubaufinanzierungen wurden bereits in voller Höhe abgerufen und sind durch Grundschuld besichert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2013 um 15 % von 248,1 Mio. Euro auf 285,5 Mio. Euro angestiegen. Dies resultierte in erster Linie daraus, dass einem Nachsteuerergebnis von 88,1 Mio. Euro eine Dividendenausschüttung von 64,8 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch ist das Eigenkapital deutlich um 12 % auf 220,0 Mio. Euro (Vj. 196,7 Mio. Euro) gewachsen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 77 % nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 79 %).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir Investitionen von 9,0 Mio. Euro in das Anlagevermögen getätigt (Vj. 5,9 Mio. Euro). Dies betrifft im Wesentlichen Neuinvestitionen in Immobilien.

Für die Errichtung des neuen Serviceteilecenters sind 2013 bereits Investitionen in Höhe von 1,5 Mio. Euro angefallen. Die gesamte Investitionssumme wird rund 11,5 Mio. Euro betragen. Hierzu wurden entsprechende Verträge mit Baufirmen abgeschlossen.

Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2014 betragen 7,9 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen für das kommende Geschäftsjahr keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.

Die Auslastung unserer Produktionsanlagen liegt derzeit bei rund 70 %. Mit dieser Anlagenkapazität sind wir gut für zukünftiges Wachstum aufgestellt.

Die Finanzanlagen sind mit 0,9 Mio. Euro unverändert. Das Vorratsvermögen blieb mit 9,0 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.

Die Position Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ist 2013 um 5,2 Mio. Euro gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem insgesamt höheren Geschäftsvolumen und insbesondere aus der sehr guten Umsatzentwicklung im Dezember des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Der RATIONAL-Konzern erzielt Umsatzerlöse nahezu ausschließlich über die Aktivitäten der Vertriebstochtergesellschaften. Daraus entstehen Forderungen aus Lieferungen und Leistung der Vertriebstöchter gegen ihre Kunden. Die Kapitalbindung in diesen Forderungen optimieren wir ständig. So konnte die gruppenweite durchschnittliche Außenstandsdauer (DSO - Days Sales Outstanding) 2013 auf 48 Tage (Vj. 49 Tage) reduziert werden.

Durch ein weltweites Warenkreditversicherungsprogramm sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde - unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung - eine durchschnittliche Deckungsquote des konzernweiten Forderungsbestandes von 80 % (Vj. 86 %) erreicht. Dadurch sichern wir indirekt auch die aus der internen Lieferbeziehung entstehenden Forderungen der RATIONAL AG gegenüber den Vertriebstöchtern ab.

Ein Grund für den Rückgang der Deckungsquote ist die zunehmende Zurückhaltung des Kreditversicherers bei der Übernahme von Deckungen in den südeuropäischen EU-Ländern. Eine weitere Ursache sind die aufstrebenden asiatischen Länder. Hier konzentrieren sich unsere Vertriebsaktivitäten verstärkt auf junge Fachhandelsunternehmen, bei denen eine fundierte Bonitätsbeurteilung bislang kaum möglich ist. Dadurch ist die Bereitschaft des Versicherers zur Risikoübernahme eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund haben wir uns im Berichtsjahr entschieden, in diesen Regionen in größerem Rahmen bewusst Risiken selbst zu tragen, was letztlich zu dem Rückgang des Risikodeckungsgrads führte.

Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Weltweit ist ein hohes freies Marktpotenzial von 90 % der rund 2,5 Millionen Profiküchen für das SelfCookingCenter® whitefficiency® und den CombiMaster® Plus adressierbar. Wir sind mit großem Abstand Weltmarktführer und erzielen Spitzenwerte hinsichtlich Markenbekanntheit, Kundenzufriedenheit und Wiederkaufsraten.

Mit der guten Liquiditätsausstattung, fortlaufender Liquiditätsgenerierung und einer intakten Ertragsentwicklung bei gleichzeitig hoher Eigenkapitalausstattung ist das Unternehmen auch für die Zukunft bestens aufgestellt. Zusätzlich haben wir bereits bewiesen, dass wir uns schnell und hochflexibel an unerwartete Situationen anpassen können.

4. NACHTRAGSBERICHT

Herr Reinhard Banasch, Vorstand Vertrieb und Marketing, hat das Unternehmen zum 31. Januar 2014 verlassen. Seine Aufgaben werden durch Herrn Markus Paschmann übernommen, der im Dezember 2013 in den Vorstand der RATIONAL AG berufen wurde.

Herr Paschmann bringt für diese Aufgaben ideale Voraussetzungen mit. Er hat nach seinem Studium zum Wirtschaftsingenieur über 20 Jahre Erfahrung im Vertrieb von technischen Produkten gesammelt. Vor seinem Wechsel zu RATIONAL war er als Vorstand beim Weltmarktführer für industrielle Automatisierungslösungen mit über 6.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 970 Mio. Euro tätig.

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des RATIONAL-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, eingetreten.

5. QUALITATIVE STÄRKEN

Enge Kundenbindung nach dem Kauf

Mit dem ClubRATIONAL, der Academy RATIONAL und dem RATIONAL-Portal verfügt das Unternehmen über neue Wege, den Endkunden nach dem Kauf besser und enger zu binden.

Der ClubRATIONAL ist unser Kundennetzwerk und hat heute bereits rund 46.000 Mitglieder weltweit. Als kostenlose Serviceleistungen erhalten die Mitglieder z.B. den direkten Zugriff auf die Software-Updates für das SelfCookingCenter® whitefficiency® und nehmen damit unmittelbar an den Fortschritten der RATIONAL-Garforschung teil. Außerdem wird kompetente Hilfestellung von Koch zu Koch geboten. Eine umfangreiche Rezeptdatenbank und die Möglichkeit, eigene Rezepte zu veröffentlichen, runden das kostenlose Serviceangebot ab.

Die Academy RATIONAL bietet unseren Kunden die Möglichkeit, von der RATIONAL-Kochkompetenz zu profitieren. Kunden kochen gemeinsam mit unseren Küchenmeistern und lernen so, ihr Gerät optimal einzusetzen und den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.

Mit dem RATIONAL-Portal steht Händlern, Planern, Servicepartnern und dem Vertrieb eine spezielle Webplattform zur Verfügung, mit der wir ihnen umfassende Informationen und Dienstleistungen bieten, Produkt- und Serviceinformationen bereitgestellt werden und Bestellungen für Geräte, Zubehör, Ersatzteile, Merchandising-Artikel und Printmedien möglich sind. Termine von Messen und RATIONAL-GarenLive-Veranstaltungen sind jederzeit abrufbar. Alles unter einem Dach mit intuitiver Bedienung, stets aktuell.

Wer direkt mit RATIONAL Kontakt aufnehmen möchte, hat die Möglichkeit, dies zu tun. Die Chefline und das Serviceteam sind per E-Mail oder telefonisch erreichbar.

6. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

PROGNOSEBERICHT

Prämissen der Prognosen

Unsere Prognosen beinhalten alle zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichtes bekannten Faktoren, die einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des RATIONAL-Konzerns haben. Dies betrifft relevante externe Marktindikatoren und unternehmensspezifische Sachverhalte.

Marktbezogene Parameter sind insbesondere das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse sowie der Rohstoffpreise.

Darüber hinaus finden auch unsere führende Marktposition mit den wettbewerbsüberlegenen Produkten, einer hohen Markenbekanntheit verbunden mit einem ausgezeichneten Markenimage und das große freie Weltmarktpotenzial in der Prognose Berücksichtigung. Zudem haben wir zufriedene Kunden, ein nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell und sehr solide finanzwirtschaftliche Grundlagen.

Interne Faktoren sind die Mitarbeiterzufriedenheit und Maßnahmen, um die hohe Motivation zu erhalten und weiter zu stärken. Des Weiteren beinhaltet die Prognose bereits laufende Aktivitäten und geplante Maßnahmen.

Weltwirtschaft auf Wachstumskurs

Konjunkturexperten beurteilen die Aussichten der Weltkonjunktur optimistisch und erwarten für das Jahr 2014 ein globales Wachstum von 3,8 %. Die stärksten Wachstumsprognosen gelten mit rund 6 % für die Schwellenländer. Aber auch Nordamerika ist mit einer erwarteten Steigerungsrate von rund 3 % voraussichtlich auf Wachstumskurs. Europa hat die bislang längste Rezession der Nachkriegsgeschichte hinter sich gelassen. Die Experten erwarten hier für 2014 ein Wirtschaftswachstum von rund 2 % (Quelle: Deutsche Bank, Januar 2014).

Erwartete Währungseffekte für 2014

Die schwache Entwicklung der für uns relevanten Fremdwährungen gegenüber dem Euro, insbesondere des britischen Pfunds hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatz- und Ergebnisentwicklung leicht belastet. Für 2014 gehen wir von einem neutralen Einfluss auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung aus.

Kein wesentlicher Ergebniseinfluss aus der Entwicklung der Rohstoffpreise

Von den Rohstoffpreisen erwarten wir für das Jahr 2014 keine nennenswerten Auswirkungen auf die Herstellungskosten und somit auf unsere Gewinnsituation. Beim Basispreis für Stahl sorgen Jahresverträge für eine sichere Kalkulationsgrundlage. Für 2014 konnten wir für den Stahlbasispreis eine leichte Reduzierung mit unseren Lieferanten vereinbaren.

Der Preis für den Legierungszuschlag ist im Verlauf des Geschäftsjahres 2013 kontinuierlich gefallen und liegt aktuell mit rund einem Euro je Kilo auf einem relativ niedrigen Niveau (Durchschnitt 2013 knapp 1,20 Euro). Aufgrund der prognostizierten Stabilisierung der Weltkonjunktur gehen wir jedoch von etwas steigenden Nickelpreisen aus und rechnen für 2014 mit einem durchschnittlichen Legierungszuschlag von rund 1,30 Euro.

Zufriedene Mitarbeiter haben zufriedene Kunden

Die wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltigen geschäftlichen Erfolg sind begeisterte Kunden und Mitarbeiter.

Nur motivierte und begeisterte Mitarbeiter haben letztlich auch zufrieden Kunden. Wir legen deshalb höchsten Wert auf die Zufriedenheit unser Mitarbeiter, die sich als Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®) verstehen. Aus diesem Grund begnügt sich das Unternehmen nicht mit seiner bereits heute hohen Mitarbeiterzufriedenheit, sondern möchte diese in 2014 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen noch weiter verbessern.

Unsere Kunden und deren höchste Zufriedenheit stehen im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Denn nur begeisterte Kunden sind nachhaltig an unsere Produkte gebunden, empfehlen diese an Kollegen weiter und sichern somit unseren geschäftlichen Erfolg.

Wir werden auch zukünftig in die Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produkte und Services investieren, um so unseren Kunden noch mehr Nutzen bieten zu können. Damit werden wir die hohe Zufriedenheit unserer Kunden, die durch eine aktuelle Kundenzufriedenheitsbefragung des Marktforschungsinstitut TNS Infratest bestätigt wurde, halten und noch weiter verbessern.

Zusätzliche Investitionen am Standort Landsberg am Lech

In der jüngeren Vergangenheit wurden umfangreiche Investitionen getätigt, die eine ausgezeichnete Basis für eine zukunftssichere Fertigung sind. 2014 sind weitere Investitionen ins Anlagevermögen in Höhe von rund 15 Mio. Euro geplant. Dies umfasst Erhaltungsinvestitionen sowie die Fertigstellung des neuen internationalen Serviceteilecenters am Standort Landsberg. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt sowohl aus eigenen Mitteln als auch durch die Aufnahme von Fremdkapital.

Umsatz - und Ergebnis prognose 2014

Basierend auf den konjunkturellen Erwartungen und insbesondere aufgrund der von uns geschaffenen Grundlagen für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung erwarten wir auch für das Jahr 2014 die Fortsetzung des bisherigen moderaten Absatz- und Umsatzwachstums.

Bei den Herstellkosten erwarten wir einen zum Umsatzwachstum leicht überproportionalen Anstieg. Hieraus resultiert ein leicht unterproportionaler Anstieg des Rohergebnisses und demgemäß eine etwas niedrigere Rohergebnismarge.

Die operativen Kosten werden verglichen mit der Umsatzsteigerung leicht unterproportional zulegen.

Für die durchschnittliche Außenstandsdauer (DSO - Days Sales Outstanding) erwarten wir im Jahr 2014 in etwa das Niveau des Vorjahres.

CHANCEN - UND RISIKO BERICHT

Die Risiko- und Chancenpolitik bei der RATIONAL AG zielt neben der Bestandssicherung des Unternehmens darauf ab, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, sowie finanzielle und strategische Organisationsziele zu realisieren. Durch ein effektives Risikomanagement wird eine frühzeitige Identifizierung und Minimierung von potenziellen Risiken gewährleistet. Das Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sicher.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand

Eine Vielzahl aktueller gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen weltweit beeinflusst unsere Geschäftsentwicklung. Daraus resultieren Chancen und Risiken, welche den Geschäftsverlauf positiv oder negativ beeinflussen können. Unsere Prognose für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2014, aber auch unsere langfristigen Erwartungen, beinhalten die im Folgenden aufgeführten Einflussfaktoren. Risiken können zu negativen, Chancen zu positiven Abweichungen von der Prognose führen.

Chancen für die zukünftige erfolgreiche Geschäftsentwicklung sind neben dem durch innovative Produkte herbeigeführten Austauschbedarf in den etablierten Märkten auch das zunehmende Wohlstandsniveau in den Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des weltweiten Marktpotenzials, technologisch marktführender Produkte und der unangefochtenen Marktführerschaft beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte in Zukunft fortzuschreiben.

Es bestehen aber auch Risiken, welche die Erreichung unserer Unternehmensziele gefährden. Neben den materiellen, versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische Entscheidungen, Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Veränderungen (z.B. Währungsentwicklungen) sowie Produkt- und sonstige operative Risiken.

Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Das heißt, es geht keine existenzbedrohende Gefährdung des Unternehmens von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.

Chancenbericht

Das RATIONAL-Chancenmanagement

Die RATIONAL AG ist in einem globalen Umfeld aktiv, welches sich durch eine Vielzahl von Chancen auszeichnet, die sich dem Unternehmen bieten. Das frühzeitige Erkennen und die konsequente Wahrnehmung dieser Chancen sind Kernelemente erfolgreichen unternehmerischen Handelns. Die Nutzung realisierbarer Chancen und die gleichzeitige Vermeidung überflüssiger Risiken sind und bleiben die notwendige Voraussetzung, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten.

Chancen umfassen einerseits externe Faktoren und Trends, wie die steigende Zahl potenzieller Kunden aufgrund des zunehmenden Wohlstands in den Emerging Markets. Chancen resultieren aber auch aus eigenen Stärken, durch deren optimale Ausschöpfung die erfolgreiche Zukunftsentwicklung des Unternehmens positiv beeinflusst wird. Beispiele hierfür sind die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiter, unsere wettbewerbsüberlegenen Produkte und die effizienten Unternehmensprozesse.

Positive externe Faktoren und Trends

Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis

RATIONAL konzentriert sich auf ein menschliches Grundbedürfnis, Essen außer Haus. Dies gibt uns eine gewisse Sicherheit, selbst in Krisenzeiten.

Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in den Emerging Markets verbessert sich auch der Wohlstand in diesen Ländern spürbar. Daraus resultieren die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard, der sich wiederum positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten auswirkt.

Großes freies Weltmarktpotenzial

Nur rund 30 % der weltweit 2,5 Millionen für uns adressierbaren Profiküchen kochen heute bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Nur 10 % aller Küchen haben das SelfCookingCenter® bzw. das SelfCookingCenter® whitefficiency® im Einsatz. Da das SelfCookingCenter® whitefficiency® neben der traditionellen Gartechnologie auch herkömmliche Combi-Dämpfer ersetzt, besteht hierfür weltweit noch ein freies Marktpotenzial von 90 % der 2,5 Millionen Profiküchen.

Das große freie Marktpotenzial ermöglicht es uns, wie unseren Wettbewerbern, auch in Zukunft über tiefere Marktdurchdringung und steigenden Ersatzbedarf weiter zu wachsen.

Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt

Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben die Bürger und die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und abwechslungsreicheren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist vitaminschonend, fettarm und damit besonders gesund.

Stärken von RATIONAL

Wettbewerbsüberlegene Produkte

Wir verfügen über ein Portfolio wettbewerbsüberlegener Produkte und Dienstleistungen. Das SelfCookingCenter® whitefficiency® ist technologisch und anwendungsbezogen weltweit führend. Und das bei vergleichbarer preislicher Positionierung zum Wettbewerb. Dies erhöht die Attraktivität unserer Produkte und Dienstleistungen bei Kunden, die ein multifunktionales Produkt mit besten Leistungseigenschaften, einfachster Bedienung, hoher Flexibilität und einer kurzen Amortisationszeit erwerben wollen.

Hohe Innovationskraft

Um unserem Anspruch gerecht zu werden, rund um den Globus Produkte mit dem höchstmöglichen Kundennutzen anzubieten ist es unabdingbar regelmäßig Innovationen auf den Markt zu bringen. Das heißt für uns nie endgültig zufrieden zu sein, sondern permanent nach besseren Lösungen zu suchen und den technologischen Fortschritt selbst in die Hand zu nehmen. So gelingt es uns den hohen technischen Stand unserer Produkte zu sichern, eine stetige Weiterentwicklung zu gewährleisten und damit unsere herausragende Stellung im Markt nicht nur zu behaupten, sondern sogar weiter auszubauen. Wir sind in der Lage, neue Kundengruppen zu adressieren und somit innerhalb unserer Zielgruppe das Absatzpotenzial für unsere Produkte noch weiter auszubauen.

Höchste Kundenzufriedenheit

Der Combi-Dämpfer wird mittlerweile als eines der wichtigsten Geräte in der Profiküche gesehen. Wir werden hierbei als innovativer Lösungsanbieter mit hochqualitativen und zuverlässigen Produkten sowie höchster Servicequalität wahrgenommen. Mehr als 80 % unserer Kunden sind so begeistert, dass sie jederzeit wieder ein RATIONAL-Produkt kaufen, aber auch allen Kollegen den Kauf eines solchen empfehlen würden. Daraus resultiert unsere mit großem Abstand führende Marktposition. Unser Weltmarktanteil liegt, bezogen auf den Combi-Dämpfer-Markt, bei über 50 %. Jeder zweite Combi-Dämpfer, der weltweit verkauft wird, stammt aus dem Hause RATIONAL.

Erfolgreiche Marktentwicklung

Bei der Erschließung neuer Märkte nehmen wir häufig eine Pionierrolle ein. Daraus resultieren die schnelle Markenbekanntheit und ein deutlicher Vorsprung bei der Ausschöpfung der vorhandenen Marktpotenziale. Die effiziente und erfolgreiche Erschließung neuer Märkte trägt nachhaltig dazu bei, die Weltmarktführerschaft zu festigen und auszubauen.

Ressourceneffizienz

Die Ressourceneffizienz der eingesetzten Technologie gewinnt bei Investitionsentscheidungen in der Profiküche zunehmend an Bedeutung. Das SelfCookingCenter® whitefficiency® reduziert den Verbrauch von Energie, Wasser, Fett, Reiniger und den Einsatz von Rohwaren deutlich, und dies bei erheblich geringerem Platzbedarf im Vergleich zu traditioneller Gartechnologie. Zudem führt der reduzierte Überwachungs- und Reinigungsaufwand zu Einsparungen bei der Arbeitszeit.

Einzigartige Unternehmenskultur

Grundlage für die unternehmensweite Zusammenarbeit und das Selbstverständnis aller Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®) mit dezentraler Führungsstruktur, hoher Eigenverantwortung und Selbstorganisation.

Durch die permanent lernende Organisation nach dem Motto „Von den Besten lernen“ und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess werden Schwächen im Arbeitsbereich jedes einzelnen Mitarbeiters erkannt, beseitigt und damit Verschwendung zunehmend vermieden.

Die konzernweite Prozessorganisation sichert höchste Effizienz durch Vermeidung unnötiger Schnittstellen. Sie erhöht die Motivation und die Identifizierung jedes einzelnen Mitarbeiters mit seinen ganzheitlichen Aufgaben.

Risikobericht

Der Risikobericht erläutert die Grundsätze und die Organisation des Risikomanagements bei RATIONAL und stellt die aktuelle Risikosituation dar. Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, finanzielle, operative oder strategische Ziele nicht wie geplant zu erreichen. Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.

Das RATIONAL-Risikomanagement

Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstandes. Der Prozess wird durch den Vorstand des kaufmännischen Bereiches koordiniert. Das Ziel des RATIONAL-Risikomanagement ist die Wahrnehmung realisierbarer Chancen unter Berücksichtigung der bestehenden Risiken.

Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Hierbei sind das kontinuierliche Sensibilisieren für Risiken und Chancen bei den Mitarbeitern und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Führungskräfte entscheidende Erfolgsfaktoren. Um das RATIONAL-Risikomanagement auf einem nachhaltigen und angemessen hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern. Die Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement sind für alle Mitarbeiter verbindlich in einer Konzernrichtlinie dokumentiert. Entsprechend der Organisationsstruktur von RATIONAL ist das Management der einzelnen Unternehmenseinheiten für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken selbst verantwortlich. Für die Berichterstattung zu Risiken ist ein angemessenes Meldeverfahren definiert.

In einer jährlichen Risikoanalyse werden externe und interne Risiken für alle Unternehmensbereiche erfasst und bewertet. Im Jahr 2012 wurde eine gruppenweite Risikoinventur durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr aktualisiert. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in ihrer Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnte, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.

Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht es der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden über ein globales Deckungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.

2013 wurde das RATIONAL-Compliance-Team gebildet und ein Compliance-Manager für die gesamte RATIONAL-Gruppe bestellt. Der Compliance-Manager hat durch erfolgreiches Ablegen einer Prüfung beim TÜV-Rheinland das Zertifikat als „Compliance Officer (TÜV)“ erworben. Darüber hinaus wurde eine Compliance-Risikoanalyse durchgeführt. Allen wesentlichen Compliance-Risiken wird durch interne Maßnahmen bzw. in Zusammenarbeit mit lokalen, qualifizierten Partnern entgegengewirkt. Die RATIONAL-Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr wurden weiter konkretisiert und entsprechend umgesetzt.

Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg und die positive Weiterentwicklung des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue hochqualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist daher für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohe Fluktuationsquote würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen und wird deshalb als hoch eingestuft.

Geeignete Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung sind anspruchsvolle Aufgaben, eine angemessene Vergütung, gezielte Personalentwicklungs- und Förderprogramme sowie die unmittelbare Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos sehen wir daher als eher gering an.

Produktqualität

Die Produktqualität hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Ein wichtiger Schritt war hierbei die Einführung der neuen Produktgenerationen im Jahr 2011. Die unverändert niedrige konzernweite Garantiekostenquote von 1,3 % (Vj. 1,3 %) und die Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend. Dennoch sind wir uns des möglichen Risikos bewusst, dass qualitativ nicht einwandfreie Produkte an Kunden ausgeliefert werden könnten. Mögliche Folgen aus den Qualitätsmängeln sind Sach- und Personenschäden, aber insbesondere ein Imageschaden für die als hochqualitativ angesehenen Produkte aus dem Hause RATIONAL. Mögliche Sach- und Personenschäden werden über Versicherungen abgedeckt. Ein eventueller Imageschaden ist als hoch zu bewerten.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte bevor diese unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die uneingeschränkte Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden - oder auch intern - auftreten, werden diese im Rahmen unserer „Akuten Qualitätsverbesserung“ täglich in den technischen Prozessen analysiert und schnelle, unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch extreme Anstrengung, jeden Fehler und den entstandenen Schaden zu überkompensieren. Wir stufen die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risiko daher als gering ein.

Akzeptanz unserer Technologien

Um unseren Vorsprung vor dem Wettbewerb zu behaupten und auszubauen bringen wir in regelmäßigen Abständen neue Produkte mit weiter entwickelten Produkteigenschaften und neuen Funktionen auf den Markt. Aufgrund unserer Unternehmensstruktur mit konzernweit rund 300 Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und -beratung sind wir praktisch Teil der Welt unserer Kunden und kennen deren Wünsche und Bedürfnisse genau. Wir sind dadurch in der Lage optimale Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und anzubieten. Den aus mangelnder Akzeptanz möglichen Schaden stufen wir als hoch, die Eintrittswahrscheinlichkeit dagegen als gering ein.

IT-Risiken

Risiken können insbesondere durch die immer weitergehende Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen. Den hieraus resultierenden Schaden stufen wir als hoch ein.

Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und einem speziell geschützten Rechenzentrum. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir deshalb als gering an.

Beschaffungsrisiken

Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlicher Qualitäts- und Produktverbesserung und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir sind uns dieses Risikos und des hohen möglichen Schadens bewusst und beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Daneben wurden im Rahmen der im laufenden Geschäftsjahr durchgeführten Risikoanalyse der Lieferkette unterschiedliche Maßnahmen zur Risikoreduktion beschlossen. Diese sehen unter anderem die regelmäßige Durchführung einer Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und den Aufbau eines Systems zur Auditierung von Vorlieferanten vor. Deshalb bewerten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit der mit dieser Strategie verbundenen Risiken als gering.

Ökonomische Risiken

Das internationale Wirtschaftsumfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf von RATIONAL-Geräte ist für unsere Kunden mit einer Investition verbunden und unterliegt damit einem Investitionsentscheidungsprozess. Das Risiko des Auftretens konjunkturell schwacher Phasen, welche die Investitionsentscheidung unserer Kunden negativ beeinflussen stufen wir aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als hoch ein.

Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der wichtigen Märkte mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auftretende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit entsprechend flexibler Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, gut vorbereitet. Die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis sowie die hohen Rationalisierungseffekte unserer Produkte führen dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft deutlich geringer auswirken als z. B. auf den klassischen Maschinenbau. Wir beurteilen daher den möglicherweise resultierenden Schaden als moderat.

Wettbewerbs- und Branchenrisiken

Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Fusionen neue Wettbewerber entstehen. Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt. Den hieraus entstehenden Schaden stufen wir als moderat bis hoch ein.

Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategie der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit stufen wir deshalb als gering ein.

Politische Krisen und Naturkatastrophen

Die Auswirkungen von politischer Instabilität und Naturkatastrophen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Als mögliche Folgen von politischer Instabilität sind z. B. Einfuhrbeschränkungen in einzelnen Ländern denkbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest zeitlich befristete Einfuhrhemmnisse aufgrund der beschriebenen Sachverhalte auftreten können, erachten wir als hoch.

Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf allen wesentlichen Märkten der Welt anbieten, eröffnen jedoch die Chance zum Ausgleich regionaler Schwierigkeiten durch Kompensation in anderen Märkten. Wir betrachten die aus diesem Risiko resultierenden Folgen als moderat.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken identifiziert. Zinsänderungsrisiken werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Finanzergebnisses sowohl in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als auch in ihrer möglichen Schadenhöhe als sehr gering eingestuft.

Kurzfristige Währungsschwankungen können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung und damit die Erreichung der Unternehmensziele beeinflussen. 2013 betrug der Anteil des Gesamtumsatzes in Fremdwährungen 16% (Vj. 28 %). Der überwiegende Teil der Kosten fällt dagegen in Euro an. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich deshalb negativ, eine Abwertung des Euro positiv aus. In den letzten Jahren haben die Volatilität und die Intensität der Wechselkursschwankungen zugenommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass hieraus negative Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung und die Umsatz- und Ergebnisprognose resultieren schätzen wir als hoch ein.

Um diesem Risiko entgegenzutreten werden zur Währungssicherung gängige Instrumente wie Optionen oder Termingeschäfte eingesetzt. Wir arbeiten hier nur mit erstklassigen Finanzpartnern zusammen. Art und Umfang der Absicherungen werden durch interne Richtlinien vorgegeben, ihre Abwicklung erfolgt zentral in der Muttergesellschaft. Darüber hinaus wird ein Teil der beschafften Komponenten in japanischen Yen und in US-Dollar abgerechnet (Natural Hedge). Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euro verringern, jedoch nicht vollständig eliminieren.

Markt- und Forderungsausfallrisiken

Ausfallrisiken bei „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Aufgrund der hohen Zahl an Kunden in den verschiedenen Regionen der Welt ist die Wahrscheinlichkeit hierfür hoch.

Um diese Ausfallrisiken zu vermeiden oder zu reduzieren, werden die Forderungen durch eine Warenkreditversicherung oder über Bankakkreditive abgesichert. Zum Bilanzstichtag waren - unter Berücksichtigung von im Schadenfall zu tragenden Selbstbehalten - 80 % (Vj. 86 %) des konzernweiten Forderungsbestandes durch entsprechende Absicherungen gedeckt. Ein erhebliches Risiko aufgrund von Forderungsausfällen ist damit weitestgehend ausgeschlossen. Die resultierende Schadenhöhe ist gering.

Marktrisiken hingegen beziehen sich auf den Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Kunden. Unser Konzernumsatz verteilt sich auf mehrere Tausend Einzelkunden, die im Wesentlichen im Bereich „Gastronomie-Fachhandel“ tätig sind. Besondere Risiken für die zukünftige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Kunden ergeben sich mithin nicht. Vor dem Hintergrund, dass der Vertriebsprozess insbesondere auf den Endanwender fokussiert ist, führt der Ausfall eines Fachhandelskunden nicht automatisch zu einem Nachfragerückgang auf der Endanwenderseite. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Höhe eines möglichen Schadens stufen wir als gering ein.

Rohstoffpreise

Als produzierendes Unternehmen sind wir von der Entwicklung der Rohstoffpreise betroffen. Dies führt zu schwankenden Material- und Produktionskosten. Auf die Herstellungskosten unserer Produkte wirken sich der Edelstahlgrundpreis und der Legierungszuschlag unmittelbar aus, der maßgeblich vom Nickelpreis abhängt. Die Rohstoffmärkte werden deshalb intensiv beobachtet. Das Preisrisiko beim Edelstahlgrundpreis wird durch entsprechende Verträge mit Lieferanten reduziert. Beim Legierungszuschlag ist dies so nicht möglich. Änderungen des Legierungszuschlags wirken sich daher unmittelbar positiv oder negativ auf unsere Herstellungskosten aus. Da jedoch der Anteil der variablen Rohstoffkosten an den gesamten Herstellungskosten von untergeordneter Bedeutung ist, stufen wir die resultierenden Auswirkungen auf die Ertragslage als gering ein.

Verletzung von Schutzrechten

Wir sind seit vielen Jahren mit Abstand Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt. Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Maßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen von unserer Seite werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt. Aktuell gibt es keine Verfahren gegen uns aufgrund der Verletzung von Schutzrechten. Wir stufen sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch den möglichen Schaden als gering ein.

Rechtliche Risiken

Unsere Produkte und Dienstleistungen vermarkten wir aktuell in mehr als 100 Ländern in allen Teilen der Welt. Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:

Länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen
Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken können
Unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben
Compliance-Risiken, das heißt der mögliche Verstoß durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze

Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen. Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten dieser Risiken sowie die daraus resultierenden Auswirkungen stufen wir als gering ein.

Gebäude und Anlagen

Zum Schutz unserer Gebäude, Anlagen und Maschinen haben wir für unsere drei Werke in Landsberg einen hausinternen Werkschutz etabliert. Durch eine 24-stündige Bewachung mit eigenem Personal und durch den Einsatz einer Werkschutzzentrale können wir Sicherheit auf hohem Niveau gewährleisten. Die Wahrscheinlichkeit für einen wesentlichen Schadenfall sehen wir als gering an. Die mögliche Schadenhöhe stufen wir als gering ein.

7. DAS INTERNE KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Die wesentlichen Merkmale des bei der RATIONAL AG bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den

(Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Die bei der RATIONAL AG und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind in Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.
Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.
Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.
Die Buchführung wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.
Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weiterqualifiziert. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche ihr Handeln eng aufeinander ab.
Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.
Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vieraugenprinzip angewendet.
Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse aller Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen.
Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und somit korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

8. UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG ALS GRUNDPRINZIP

Das Thema Nachhaltigkeit hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung in der Gesellschaft gewonnen. Nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung bedeutet, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Das Ziel ist dabei, unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen.

Nachh altiges Wirtschaften als Wettbewerbsvorteil

Nachhaltiges Wirtschaften hat sich inzwischen zu einem bedeutenden Wettbewerbsfaktor für Unternehmen entwickelt. Einerseits führt ein geringer Ressourceneinsatz unmittelbar zu geringeren Kosten und wirkt sich damit positiv auf die Ertragssituation aus. Darüber hinaus legen auch Kunden und Lieferanten immer größeren Wert darauf, dass die jeweiligen Vertragspartner einen verantwortungsvollen Umgang mit allen Ressourcen pflegen. Ressourcenschonende Prozesse und Produkte, zufriedene Mitarbeiter, eine positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, loyale Lieferanten und hochzufriedene Kunden sind deshalb kein reiner Selbstzweck. Vielmehr sind sie wesentliche Treiber für die erfolgreiche Entwicklung und die langfristige Zukunftssicherung von Unternehmen. Die Basis hierfür ist die verantwortliche Unternehmensführung. Neben rechtlichen Aspekten - Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften - steht vor allem ethisches und faires Verhalten im Mittelpunkt.

Nachhaltiges Wirtschaften und die Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft ist seit der Gründung von RATIONAL vor 40 Jahren fester Bestandteil unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse. Dies bedeutet eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, die einerseits den respektvollen Umgang und den Erhalt unserer Umwelt fördert. Darüber hinaus übernehmen wir als Unternehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter, liefern einen positiven Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft und arbeiten als langfristiger Partner respektvoll mit unseren Kunden und Zulieferern zusammen.

Corporate Governance

Für uns bedeutet gute Corporate Governance eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und eine effiziente Kontrolle der Geschäftstätigkeit. Das heißt, rechtliche Vorschriften werden respektiert, ethisch einwandfreies Verhalten ist eine Selbstverständlichkeit und die Kommunikation mit allen Interessengruppen ist offen und transparent. Darüber hinaus existiert ein wirksames System zur Kontrolle der Einhaltung von Regeln, um dadurch die daraus resultierenden Risiken zu minimieren.

Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wird in unseren „Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr“ explizit für alle Mitarbeiter geregelt. Nichteinhaltung von Gesetzen wird neben den strafrechtlichen Folgen auch unternehmensintern disziplinarisch geahndet. Der Compliance Officer, welcher direkt an den Vorstand berichtet, berät den Vorstand in allen Sachverhalten, die das Compliance System betreffen und ist für die effiziente Umsetzung verantwortlich. Er steht auch als Ansprechpartner für alle Mitarbeiter bei Unsicherheiten über rechtliche Vorschriften zur Verfügung. Zusätzlich haben wir im letzten Jahr zwei Vertrauenspersonen installiert, an die sich Mitarbeiter bei potenziellem Fehlverhalten von Kollegen wenden können.

Der faire Umgang mit Kollegen, Kunden, Lieferanten und allen anderen Personen ist ein wichtiges Fundament in der Firmenkultur und im Unternehmensleitbild schriftlich niedergelegt. Die im Leitbild festgehaltenen Grundsätze werden allen Mitarbeitern in regelmäßigen Workshops nähergebracht. So stellen wir sicher, dass sie den Mitarbeitern vertraut sind.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist eine offene, transparente und vertrauensvolle Kommunikation mit Interessensgruppen, seien es Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden, aber auch Aktionäre, die lokale Politik oder die breite Öffentlichkeit. Durch den regelmäßigen Kontakt und gegenseitigen Austausch von Informationen, Meinungen, Wünschen und Interessensschwerpunkten gelingt es uns Trends frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren, Risiken zu minimieren und eine positive Wahrnehmung von RATIONAL in der Öffentlichkeit sicherzustellen.

Zur Corporate Governance bei RATIONAL gehört der sorgsame Umgang mit potenziellen Risiken. Hierzu existiert ein angemessenes Risikomanagementsystem, welches kontinuierlich weiterentwickelt wird. Das Risikomanagementsystem hilft uns, Risiken frühzeitig zu identifizieren und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Wesentliche Merkmale unseres Risikomanagementsystems sowie die Beschreibung unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems können dem Risikobericht entnommen werden.

Aktiver Umweltschutz

Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen ist es unser Anspruch, ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen. Wir unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Ein Komitee mit Mitgliedern aus dem Qualitätsmanagement, der Produktentwicklung sowie dem Gebäude- und Fuhrparkmanagement definiert, bearbeitet und verabschiedet die Umweltziele des Unternehmens und überwacht deren Einhaltung. Ziele im Rahmen des Umweltmanagementsystems sind die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und des Abfallaufkommens, die Schärfung des Bewusstseins der Mitarbeiter in Umweltangelegenheiten, die Optimierung der Umweltleistung aller Geschäftspartner und die Sicherstellung der Abwasserqualität. Für den Ressourcenverbrauch setzen wir uns jährliche Einsparziele für Strom, Kraftstoff, Gas und Wasser. Auch 2013 haben wir diese Einsparziele beim Ressourcenverbrauch - gemessen am Produktionsvolumen - weitgehend erreicht.

Mitarbeiter

Die Rational AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 329 Mitarbeiter (Vj. 364). Der Rückgang resultiert aus der Versetzung von 123 Mitarbeitern von der RATIONAL AG in die RATIONAL Montage GmbH im September 2012.

Die Qualität der Mitarbeiter, sowohl individuell als auch in der Zusammenarbeit im Team, ist die Basis für den Erfolg des Unternehmens. Deshalb investieren wir zunehmend in die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie in die Entwicklung unserer Führungskräfte. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 befanden sich 50 Mitarbeiter in insgesamt vier Berufsbildern in der Ausbildung und 13 Mitarbeiter absolvierten einen dualen Studiengang.

Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seinen Stärken, delegieren in großem Maß Verantwortung und fördern Selbst- und Mitbestimmung. Das Resultat ist eine hohe Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit. Gemäß einer Umfrage aus dem Jahr 2013 sind konzernweit 91 % (Vj. 93 %) aller Mitarbeiter stolz bei RATIONAL zu arbeiten. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. 2013 konnten zahlreiche Mitarbeiter für ihre langjährige Firmenzugehörigkeit geehrt werden. Die Fluktuationsquote beträgt lediglich 3 % (Vj. 3 %).

Gesellschaftliche Verantwortung

Als erfolgreiches Unternehmen haben wir eine große Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Diese nehmen wir auch gern wahr. Durch unsere nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung sichern wir das langfristige Bestehen und das Wachstum des Unternehmens, schaffen dadurch Arbeitsplätze und leisten durch unsere Steuerzahlungen einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Stadt und der Region.

Zusätzlich liegt uns die Unterstützung von Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden am Herzen. Wir engagieren uns hier durch Geldspenden an lokale soziale Organisationen wie das Sozialzentrum St. Martin, die Stiftung Lebenshilfe e.V., die SOS Kinderdörfer e.V. oder das Technische Hilfswerk Landsberg.

RATIONAL unterstützt krebskranke und behinderte Menschen

Im Dezember 2011 sind 180 Mitarbeiter dem Aufruf gefolgt, sich in Zusammenarbeit mit der Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) typisieren und sich in eine internationale Spenderdatenbank aufnehmen zu lassen. Anfang August 2013 spendete der erste RATIONALer aus dieser Aktion Stammzellen und kann so mit etwas Glück das Leben eines leukämiekranken Menschen retten

Die Unterstützung behinderter Menschen wird besonders durch die intensive Zusammenarbeit mit der Isar-Würm-Lech GmbH (IWL) und dem Regens-Wagner-Werk Holzhausen geprägt. Diese betreiben Werkstätten für behinderte Menschen, von denen wir verschiedene Vorprodukte und Dienstleistungen beziehen. Ebenso werden Mitarbeiter der IWL im RATIONAL-Serviceteileversand eingesetzt.

Langfristige Kundenbeziehungen

Nachhaltigkeit in der Kundenbeziehung heißt für uns partnerschaftliche, langfristige Zusammenarbeit.

In unserem Unternehmensleitbild ist das oberste Unternehmensziel festgeschrieben: „Höchstmöglicher Kundennutzen“. Denn nur wenn es uns gelingt, unseren Kunden dauerhaft den maximalen Nutzen zu bieten, das heißt die bestmöglichen Lösungen für ihre Probleme zu entwickeln, können wir diese langfristig an unser Unternehmen binden. Der höchstmögliche Kundennutzen ist der entscheidende Treiber unseres nachhaltigen Erfolges.

Neben marktführenden Produkten zum angemessenen Preis und einem vorbildlichen Service ist der richtige Umgang mit unseren Kunden entscheidend. Einer der grundlegenden Ansprüche für den Umgang mit Kunden ist, dass jeder Kontakt mit RATIONAL für unsere Kunden ein positives Erlebnis ist.

Dass uns dies immer besser gelingt zeigt die Kundenzufriedenheitsbefragung des Marktforschungsinstituts TNS Infratest mit 83 % begeisterten Kunden.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferanten

Als Unternehmen mit geringer Fertigungstiefe sind die Qualität, Produktivität und Zuverlässigkeit unserer Lieferanten für den Erfolg des Unternehmens besonders wichtig. Wir bieten unseren Lieferanten eine langfristige, zuverlässige und vertrauensvolle Partnerschaft und erwarten dafür im Gegenzug Loyalität, Qualität, Engagement, Flexibilität und Innovationskraft. Anstatt permanent Druck auf die Einkaufspreise auszuüben, arbeiten wir mit unseren Lieferanten nach dem Prinzip der verlängerten Werkbank in gemeinsamen Reengineering-Projekten an Qualitäts-, Produktivitäts- oder Kostensenkungszielen von deren Ergebnissen beide Seiten profitieren.

Basis der erfolgreichen Zusammenarbeit sind neben der Lieferantenzertifizierung jährliche Partnerpläne, ein monatliches Berichtswesen der wichtigsten Kennziffern und regelmäßige Auditierungen. Das RATIONAL-Lieferantensystem beurteilt differenziert die Produktqualität, aber auch die Qualität der Zusammenarbeit. Auf dem jährlich stattfindenden Lieferantentag werden die besten Lieferanten besonders ausgezeichnet.

9. VERGÜTUNGSBERICHT

Gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.

Die Vergütung setzt sich im Allgemeinen aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen.

Für das Geschäftsjahr 2013 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 7,2 Mio. Euro (Vj. 4,3 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 2,4 Mio. Euro (Vj. 1,9 Mio. Euro) sowie Aufwendungen für die Umgestaltung des Vorstands in Höhe von 1,7 Mio. Euro enthalten. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,5 Mio. Euro (Vj. 0,3 Mio. Euro) beliefen.

Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2013 nicht stattgefunden. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2011 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 betrug 0,6 Mio. Euro (Vj. 0,6 Mio. Euro).

10. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

Gemäß § 289 ABS. 4 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.

Zum 31. Dezember 2013 hielt der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.161.411 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschreitet er die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 8. Mai 2013 wurde § 8 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Entsendungsrecht nicht ausgeübt.

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechende Anwendung. 2013 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.

Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

11. BERICHT DES VORSTANDES DER RATIONAL AG ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN GEMÄß § 312 AKTIENGESETZ

Der Vorstand der RATIONAL AG hat für das Jahr 2013 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Wortlaut der Schlusserklärung lautet:

„Der Vorstand der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklärt hiermit, dass die RATIONAL AG bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Durch die Rechtsgeschäfte wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.“

12. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄß § 289a HGB

Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der RATIONAL AG. Der Vorstand berichtet in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.rational-online.com in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.

Landsberg am Lech, den 20. Februar 2014

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Bilanz

Aktiva

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31.12.2013

31.12.2012

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.169.179,00 1.059.603,00
1.169.179,00 1.059.603,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.077.180,93 33.630.210,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.093.042,00 5.929.052,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.882.706,00 3.275.986,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.353.311,40 2.828.807,66
49.406.240,33 45.664.056,09
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 940.918,27 940.918,21
940.918,27 940.918,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.281.517,19 7.300.170,76
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 174.522,39 172.391,40
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.538.901,43 1.706.801,66
8.994.941,01 9.179.363,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 939,5 101.254,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 56.664.579,31 51.379.069,23
3. Sonstige Vermögensgegenstände 200.837,60 147.591,80
56.866.356,41 51.627.915,29
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 167.615.034,28 139.227.542,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 344.134,92 397.330,52
D. Aktive latente Steuern 120.340,67 49.421,20
285.457.144,89 248.146.150,58
Passiva
31.12.2013

31.12.2012

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 11.370.000,00 11.370.000,00
II. Kapitalrücklage 31.016.731,65 31.016.731,65
III. Gewinnrücklagen gesetzliche Rücklage 513.541,57 513.541,57
IV. Bilanzgewinn 177.128.990,74 153.808.454,88
(davon Gewinvortrag: T€ 88.999; T€ Vorjahr 70.547)
220.029.263,96 196.708.728,10
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 670.058,00 669.411,00
2. Steuerrückstellungen 5.975.506,00 3.217.389,00
3. Sonstige Rückstellungen 14.593.494,92 13.242.193,82
21.239.058,92 17.128.993,82
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.120.726,96 23.968.674,41
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.964.859,43 6.251.419,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.596.952,88 2.077.330,23
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.506.282,74 2.011.004,56
(davon aus Steuern T€ 2.422; Vorjahr T€ 1.896)
44.188.822,01 34.308.428,66
285.457.144,89 248.146.150,58

Gewinn- und Verlustrechnung

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2013 2012
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 308.316.128,83 294.488.241,07
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -166.830,51 40.945,25
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.324.688,24 4.421.068,94
(davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 2.181; Vorjahr T€ 2.887)
311.473.986,56 298.950.255,26
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 148.080.577,48 142.639.452,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.063.984,08 3.333.620,12
155.144.561,56 145.973.072,99
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 29.984.219,92 28.386.086,62
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.111.829,06 4.330.487,99
(davon für Altersversorgung T€ 715; Vorjahr T€ 514)
34.096.048,98 32.716.574,61
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.207.406,63 4.851.017,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.491.428,71 33.683.499,10
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 3.050; Vorjahr T€ 2.695)
8. Erträge aus Beteiligungen 29.394.391,44 22.160.837,02
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 29.394; Vorjahr T€ 22.161)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 450.376,78 758.628,22
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 2.140.475,39 2.759.266,20
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.009.189,32 969.339,00
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 100; Vorjahr T€ 85)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 111.510.594,97 106.435.483,36
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.381.059,11 23.174.515,54
(davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern T€ 71; Vorjahr T€ 170)
14. Jahresüberschuss 88.129.535,86 83.260.967,82
15. Gewinnvortrag 88.999.454,88 70.547.487,06
16. Bilanzgewinn 177.128.990,74 153.808.454,88

Anhang

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über zwei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen erfolgen für die Bauten und Außenanlagen linear zwischen 3 % und 10 %. Das übrige Sachanlagevermögen wurde bis 31. Dezember 2007 überwiegend degressiv abgeschrieben, soweit nicht eine Abschreibung nach der linearen Methode günstiger war. Dabei wird für Zugänge ab dem 1. Januar 2001 bis einschließlich 31. Dezember 2007 ein Satz von 20 % angewandt, während für frühere Zugänge mit 30 % gerechnet wird. Für Zugänge nach dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Sonderwirtschaftsgüter (€ 150 bis € 1.000) werden in einen jährlichen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Vorräte sind mit dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, der auf die Fertigung entfällt, einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalbetrag bilanziert.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die in Fremdwährung geführten flüssigen Mittel werden mit dem Devisenkassamittelkurs per 31.12.2013 bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die gebildete Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bei Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt saldiert.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuer wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ als so genannter "davon-Vermerk" ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,73 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Die Umsatzrealisierung aus dem Geräteverkauf an die Tochtergesellschaften erfolgt mit Auslieferung der Geräte. Die Erträge aus dem Kundenstammleasing sowie aus den erbrachten internen Dienstleistungen werden vertragsgemäß abgerechnet.

II. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2013 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag folgende unmittelbare und mittelbare Beteiligungen:

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Kapitalanteil

in %
Eigenkapital in T€ (Stichtagskurs) Ergebnis in T€ (Durchschnittskurs)
unmittelbare Beteiligungen:
RATIONAL Großküchentechnik GmbH, Landsberg am Lech 100 26 14*
RATIONAL Technical Services GmbH, Landsberg am Lech 100 93 333*
RATIONAL Komponenten GmbH, Landsberg am Lech 100 99 1.296*
LechMetall GmbH, Landsberg am Lech 100 51 -2*
RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH Landsberg am Lech 100 86 146*
RATIONAL Montage GmbH Landsberg am Lech 100 147 353*
RATIONAL UK Ltd., Luton, Großbritannien 100 2.987 2.102
RATIONAL Japan Co., Ltd., Tokyo, Japan 100 2.380 739
RATIONAL Cooking Systems, Inc., Schaumburg, USA 100 3.585 1.110
RATIONAL Skandinavia AB, Malmö, Schweden 100 886 723
RATIONAL Italia s.r.l., Mestre, Italien 100 254 -86
RATIONAL Schweiz AG, Balgach, Schweiz 100 707 326
RATIONAL International AG, Balgach, Schweiz 100 30.909 29.027
RATIONAL Canada Inc., Mississauga, Kanada 100 1.468 680
RATIONAL Ibérica Cooking Systems S.L., Barcelona, Spanien 100 351 4

* vor Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft

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Kapitalanteil

in %
Eigenkapital in T€ (Stichtagskurs) Ergebnis in T€ (Durchschnittskurs)
mittelbare Beteiligungen:
RATIONAL Austria GmbH, Salzburg, Österreich 100,0 480 8
FRIMA - T S.A.S., Wittenheim, Frankreich 100,0 4.997 1.641
RATIONAL France S.A.S., Wittenheim, Frankreich 100,0 1.201 624
RATIONAL Sp. z o.o., Warschau, Polen 100,0 298 129
FRIMA International AG, Balgach, Schweiz 100,0 11.612 2.295
FRIMA Deutschland GmbH, Frankfurt, Deutschland 100,0 282 92
FRIMA France S.A.S., Wittenheim, Frankreich 100,0 552 176
FRIMA UK Ltd., London, Großbritannien 100,0 52 1
RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 100,0 283 0
RATIONAL Russland OOO, Moskau, Russland 100,0 832 466
RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição De Sistemas De Cocção Ltda. São Paolo, Brasilien 99,9 -1.456 -1.470
RATIONAL Mexico S.A. DE C.V. Mexico City, Mexiko 100,0 583 343
RATIONAL International India Private Ltd. Delhi, Indien 100,0 286 86

2013 erfolgte die Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Indien. Die Eintragung in das Handelsregister sowie die Einzahlung des Stammkapitals in Höhe von 17.500 Tsd. INR (rund 252 Tsd. Euro) erfolgte im März 2013.

Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen erfolgte in Bezug auf das Eigenkapital mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag sowie in Bezug auf das Ergebnis mit Jahresdurchschnittskursen.

Die RATIONAL Aktiengesellschaft ist Muttergesellschaft des RATIONAL-Konzerns und stellt als oberstes Mutterunternehmen gem. § 315a Abs. 1 HGB einen IFRS Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist auf der Website der Gesellschaft abrufbar.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Zinsforderungen sowie Forderungen aus Devisengeschäften.

3. Eigenkapital

Das Grundkapital der RATIONAL Aktiengesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr € 11.370.000,00 und besteht aus 11.370.000 Stückaktien à € 1,00.

Die Gewinnrücklage betrifft die nach § 150 Abs. 2 AktG erforderliche gesetzliche Rücklage. Die Kapitalrücklage sowie die gesetzliche Rücklage haben wie im Vorjahr bereits den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht.

Das bedingte Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr € 200.000,00 und beinhaltet Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstandes auf bis zu 131.000 Aktien.

Für das Geschäftsjahr 2012 wurde in 2013 eine Gewinnausschüttung von T€ 64.809 durchgeführt (Gewinnausschüttung für 2011 in 2012: T€ 62.535).

4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtung wurde unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt und betrifft ausschließlich Leistungsempfänger in Rente. Im Rahmen der Ermittlung der Pensionszusage wurde ein Rententrend von 1,75% (Vorjahr: 1,75%) sowie die Richttafeln 2005 zu Grunde gelegt. Die Pensionsrückstellung wird mit einem Diskontierungszinssatz von 4,90% (Vorjahr: 5,06%) abgezinst.

5. Latente Steuern

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche insgesamt zu aktiven latenten Steuern in Höhe von 120 T€ führen (Vorjahr: 49 T€), resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden bei der Abzinsung von Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen sowie Unterschieden in der Bemessung der Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung und sind folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen.

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Bilanzposten HB

T€
StB

T€
Unterschied

T€
Aktive(-)/ Passive (+) latente Steuer 27,73%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 56.665 56.706 41 -11 T€
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 670 529 141 -39 T€
Gewährleistungsrückstellung 5.900 5.868 32 -8 T€
Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung 941 719 222 -62 T€

Die aktiven latenten Steuern unterliegen einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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31.12.2013

T€
31.12.2012

T€
Gewährleistung 5.900 6.600
Personalbereich 6.232 4.311
ausstehende Rechnungen 1.851 1.719
Aufsichtsratsvergütung 608 580
Drohverlust 2 32
14.593 13.242

7. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in 2013:

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bis zu einem Jahr

T€
ein bis fünf Jahre

T€
über fünf Jahre

T€
gesamt lt. Bilanz

T€
Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten 2.464 18.704 10.953 32.121
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.965 -- -- 6.965
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.597 -- -- 2.597
Sonstige Verbindlichkeiten 2.506 -- -- 2.506
14.532 18.704 10.953 44.189

Für Grundstücke und Bauten in Landsberg ist eine Grundschuld in Höhe von T€ 33.500 eingetragen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.

8. Haftungsverhältnisse

Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat verschiedenen Banken gegenüber Bürgschaften, Garantien und Patronatserklärungen bis zur Maximalhöhe von insgesamt von T€ 4.177 (Vorjahr: T€ 3.354) abgegeben. Davon beziehen sich T€ 2.895 (Vorjahr: T€ 1.275) auf Bürgschaften für die Finanzierung von Fertigungseinrichtungen der Tochtergesellschaft RATIONAL Komponenten GmbH. Bei der Tochtergesellschaft RATIONAL Iberica setzen wir im Forderungsmanagement Lastschriftverfahren ein. Zur Absicherung von eventuellen Rücklastschriften wurde anstelle einer Bank-Betriebsmittellinie eine Patronatserklärung in Höhe von T€ 1.000 (Vorjahr: T€ 1.000) installiert. Die restlichen Absicherungen sind ausschließlich im Namen weiterer Tochtergesellschaften des Konzernverbundes zur Sicherung eines reibungslosen Zahlungsverkehr oder zur Deckung von Kreditkartenlinien abgegeben worden.

Weiterhin sind selbstschuldnerische Haftungen für abgetretene Bankenbetriebsmittellinien an Tochtergesellschaften (vertraglich als Avallinie oder Barkreditlinie definiert) in Höhe von insgesamt T€ 3.957 (Vorjahr: T€ 3.866) übernommen. Die Inanspruchnahme durch die Tochtergesellschaften erfolgt im Bereich der Avallinien als Bürgschaften, Garantien oder Avale. Die Inanspruchnahme der Barkreditlinien findet statt im Rahmen der Wechseldiskontierung, bei Bedarf zur Absicherung von Retouren eingereichter Schecks und eingereichter Banklastschriften, zur Absicherung von mehrjährigen Darlehensverträgen zur Finanzierung von Fertigungseinrichtungen und Kreditkartenabrechnungen. Eine Verwendung der Barkreditlinie zur Kreditaufnahme durch die Tochtergesellschaften ist nicht vorgesehen und zum Bilanzstichtag auch nicht erfolgt. Zusätzlich wurde für eventuelle Rücklastschriften aus Bankeinzug für eine Enkelgesellschaft eine betragsmäßig nicht beschränkte selbstschuldnerische Bürgschaft abgegeben, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen ist.

Darüber hinaus bestehen bei der RATIONAL Aktiengesellschaft Bürgschaften und Patronatserklärungen aufgrund von Vertragsverhältnissen von Tochter- und Enkelgesellschaften gegenüber Dritten in einer Gesamthöhe von T€ 1.775 (Vorjahr: T€ 991). Davon beziehen sich T€ 40 (Vorjahr: T€ 555) auf Verpflichtungen gegenüber Leasinggesellschaften, T€ 65 (Vorjahr: T€ 66) zugunsten von Zollämtern, T€ 1.642 (Vorjahr: T€ 175) zugunsten von Vermietern und T€ 28 (Vorjahr: T€ 195) zugunsten sonstiger Lieferanten.

Da sich unsere abgegebenen Garantien, Bürgschaften und Patronatserklärungen auf Tochtergesellschaften beziehen, die in den Konzernverbund eingeschlossen sind, und aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit, schätzen wir das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering ein.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen auf

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2013

T€
2012

T€
Inland 49.387 50.264
übriges Europa 258.681 211.550
Amerika 214 32.640
Asien 34 34
308.316 294.488

Die RATIONAL AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf der Produkte an die Tochtergesellschaften, der Vereinnahmung von Kundenstammleasinggebühren sowie der Erbringung interner Dienstleistungen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

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2013

T€
2012

T€
Wechselkursgewinne 2.181 2.887
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 1
Schadenersatz Versicherungen 238 251
Erträge aus der Herabsetzung der Wertberichtigungen auf Forderungen 2 315
Erlöse aus geldwertem Vorteil der Mitarbeiter 626 602
Ertragswirksame Änderung des Anlagevermögens 45 -13
Steuererstattung für Vorjahre 5 21
Sonstige Erlöse 210 318
Übrige 18 39
3.325 4.421

3. Materialaufwand

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2013

T€
2012

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Material- und Wareneinkauf 148.462 143.016
erhaltene Skonti -381 -377
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.064 3.334
155.145 145.973

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2013

T€
2012

T€
Raumkosten 1.918 1.707
Steuern, Versicherungen 2.075 1.835
Entwicklungskosten 2.485 1.593
Kfz-Kosten 1.912 1.802
Vertrieb, Werbung 2.616 1.856
Reisekosten 1.045 1.366
Kosten der Warenabgabe 2.373 3.153
IC-Servicekosten 6.993 6.558
Reparatur, Instandhaltung, Leasing 2.969 2.737
Personalaufwendungen 3.045 2.164
Finanzbereich 3.226 2.991
sonstige 5.834 5.921
36.491 33.683

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latente Steuer resultieren wie im Vorjahr aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus sind Ertragsteuern aus einer Betriebsprüfung für vergangene Jahre in Höhe von T€ 108 enthalten.

Die Gesellschaft ist für Zwecke der Körperschafts- und Gewerbesteuer Organträgerin für die RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, RATIONAL Komponenten GmbH, RATIONAL Montage GmbH und LechMetall GmbH.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 12.915 (Vorjahr: T€ 9.066) im Wesentlichen für Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 7.855 (Vorjahr: T€ 5.582) sowie aus abgeschlossenen Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von T€ 3.116 (Vorjahr: T€ 3.423).

Es wurden keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte getätigt.

2. Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei RATIONAL zur Absicherung von Devisenwechselkursschwankungen bei Liquiditätsströmen in Fremdwährungen, zur Absicherung von Zinsschwankungen und zur Ausnutzung von Zinsdifferenzen zwischen verschiedenen Währungsgebieten eingesetzt. Das Volumen der Liquiditätsströme je Fremdwährung besteht aus geplanten währungsbezogenen Geldeingängen der Vertriebstochtergesellschaften nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung. Durch Zahlungen für Produktionsmaterial von Lieferantenverbindlichkeiten in Fremdwährungen, in denen Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, werden die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert (Natural Hedge). Zahlungsstromschwankungen werden abgefangen indem nur ein Teil des Planvolumens abgesichert wird.

Zum Jahresabschluss 2013 sind keine Devisentermingeschäfte mit Fälligkeit nach dem Jahresende zu berücksichtigen. Zum Stichtag beinhaltet die Kategorie Devisenoptionen gekaufte einfache Put-Optionen und verkaufte einfache Call-Optionen. Bei Abschluss der Kontrakte wurde jeweils die für den Kauf der Put-Option zu zahlende Optionsprämie durch den gleichzeitigen Verkauf einer Call-Option mit Prämie in identischer Höhe finanziert. Bei Fälligkeit der Option entscheidet der jeweilige Käufer, abhängig von der Kurssituation, ob ausgeübt wird. Durch die Vereinbarung von unterschiedlichen Wechselkursen für die Put-Option und die Call-Option entsteht eine Wechselkursbandbreite, in welcher keiner der beiden Parteien ausüben wird. Innerhalb dieser Bandbreite kann RATIONAL die Fremdwährung dann zum Devisenkassakurs verkaufen. Im Gegensatz zum Devisentermingeschäft bietet diese Kontraktsituation (neben garantierter Absicherungskurse) die prämienneutrale Möglichkeit innerhalb der Bandbreite von einer günstigen Entwicklung der Wechselkurse profitieren zu können.

Bei Devisenoptionen entspricht der beizulegende Zeitwert (nach der Black-Scholes-Methode) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt.

Die in nachfolgender Tabelle dargestellten Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Die Kategorie Devisenoptionen beinhaltet Put-Optionen mit Kontraktwerten von insgesamt T€ 7.208 (Vorjahr: T€ 8.625), denen Call-Optionen in Höhe von T€ 15.310 (Vorjahr: T€ 18.183) gegenüberstehen.

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Derivative Finanzinstrumente Kontraktwert

T€
Positiver beizulegender Zeitwert

T€
Negativer beizulegender Zeitwert

T€
Devisenoptionen 22.518 53 54

In der Bilanz aktiviert RATIONAL Put-Kontrakte zu Anschaffungskosten unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips erfolgt zum Jahresende für noch offene Geschäfte mit niedrigerem beizulegendem Zeitwert zum Stichtag eine Abwertung auf insgesamt T€ 43 (Vorjahr: T€ 57).

Bei verkauften Call-Geschäften werden die erhaltenen Optionsprämien (Stillhalterprämien) unter den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 64 (Vorjahr: T€ 62) passiviert. Zusätzlich wird jeder einzelne Kontrakt der zum Jahresende offenen aktiven Call-Optionen einer Überprüfung unterzogen. Auf der Basis der beizulegenden Zeitwerte zum Stichtag wurde eine Rückstellung für Drohverluste in Höhe von insgesamt T€ 2 (Vorjahr: T€ 33) gebildet.

3. Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beinhaltet folgende Leistungen:

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2013

T€
2012

T€
Abschlussprüfungsleistungen 158 148
Sonstige Leistungen 0 35
158 183

4. Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat während der letzten zwölf Monate vor dem Bilanzstichtag durchschnittlich 329 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 364 Mitarbeiter). Der Rückgang der Mitarbeiterzahl ist auf die Ausgliederung von Mitarbeitern von der RATIONAL AG in die RATIONAL Montage GmbH zurückzuführen.

Die Beschäftigtenzahl setzt sich dabei wie folgt zusammen:

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2013 2012
Vertrieb & Marketing 62 59
Produktion & Lieferung 77 140
Forschung & Entwicklung 91 76
Verwaltung 99 89
329 364

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen
Bezug/Erbringung von Dienstleistungen
Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen
Finanzierungen
Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten
Abreden im Ein- oder Verkauf

6. Vorstand

Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

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Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt Vorstandsvorsitzender (ab 1. Januar 2014) Vorstand Bereich Personal (bis 31. Dezember 2013)
Erich Baumgärtner, Dipl.-Betriebswirt Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Dipl.-Wirtschaftsingenieur (ab 1. Dezember 2013)
Dr. Günter Blaschke, Dipl.-Kaufmann Vorstandsvorsitzender (bis 31. Dezember 2013)
Reinhard Banasch, Dipl.-Betriebswirt Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing (bis 31. Januar 2014)

Die Mitglieder des Vorstands sind in folgenden konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten:

Herr Dr. Stadelmann ist Vizepräsident des Verwaltungsrates der Malik Management Zentrum St. Gallen AG, St. Gallen, Schweiz sowie Mitglied des Verwaltungsrates der KSP Krieg Schlupp Partner Werbeagentur AG, Zürich, Schweiz.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betragen für das Geschäftsjahr 2013 T€ 7.204 (Vorjahr: T€ 4.284). Darin enthalten sind Aufwendungen für die Umgestaltung des Vorstands in Höhe von T€ 1.690.

In der Hauptversammlung vom 11.05.2011 wurde beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben.

7. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren

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Siegfried Meister, Kaufmann - Vorsitzender -
Walter Kurtz, Kaufmann - Stellvertreter -
Dr. Hans W. Maerz Wirtschaftsprüfer - Stellvertreter -

Herr Dr. Hans Maerz belegt ein weiteres Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender bei der FWU AG, München, und ist ferner Vorsitzender eines gem. § 324 HGB gebildeten Prüfungsausschusses bei der FWU Provisions-Factoring GmbH, München.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen für das Geschäftsjahr 2013 T€ 644 (Vorjahr: T€ 621).

8. Mitgeteilte Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2013 lagen keine Mitteilungen zu bestehenden Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG vor.

9. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Erklärung abgegeben, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft auf der Website der Gesellschaft www.rational-online.com zugänglich gemacht worden.

Landsberg am Lech, den 20. Februar 2014

RATIONAL Aktiengesellschaft

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel)

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Anschaffungskosten
Stand 01.01.2013

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen

Stand 31.12.2013

--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.591.430,04 695.473,52 0 0 6.286.903,56
5.591.430,04 695.473,52 0 0 6.286.903,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.515.522,60 3.372.383,08 0 2.828.807,66 58.716.713,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.371.551,38 421.803,70 2.425,00 0 17.790.930,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.162.298,40 3.173.984,83 273.401,05 0 16.062.882,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.828.807,66 1.353.311,40 0 -2.828.807,66 1.353.311,40
85.878.180,04 8.321.483,01 275.826,05 0 93.923.837,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.264.080,90 0,06 0 0 4.264.080,96
4.264.080,90 0,06 0 0 4.264.080,96
95.733.690,98 9.016.956,59 275.826,05 0 104.474.821,52

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Abschreibungen/Wertberichtigungen
Stand 01.01.2013

Zugänge

Abgänge

Zuschreibungen

Stand 31.12.2013

--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.531.827,04 585.897,52 0 0 5.117.724,56
4.531.827,04 585.897,52 0 0 5.117.724,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.885.312,17 1.799.130,58 0 44.910,34 20.639.532,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.442.499,38 1.256.984,70 1.596,00 0 12.697.888,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.886.312,40 1.565.393,83 271.530,05 0 11.180.176,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
40.214.123,95 4.621.509,11 273.126,05 44.910,34 44.517.596,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.323.162,69 0 0 0 3.323.162,69
3.323.162,69 0 0 0 3.323.162,69
48.069.113,68 5.207.406,63 273.126,05 44.910,34 52.958.483,92

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Buchwerte
Stand 31.12.2013

Stand 31.12.2012

--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.169.179,00 1.059.603,00
1.169.179,00 1.059.603,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.077.180,93 33.630.210,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.093.042,00 5.929.052,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.882.706,00 3.275.986,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.353.311,40 2.828.807,66
49.406.240,33 45.664.056,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 940.918,27 940.918,21
940.918,27 940.918,21
51.516.337,60 47.664.577,30

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresfinanzbericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 20. Februar 2014

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Vorstand Kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand, technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich, Vertrieb und Marketing

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung, aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse, entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 20. Februar 2014

Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Rossmeisl, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auch im Geschäftsjahr 2013 konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft ihren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr, vor dem Hintergrund der weiterhin unsicheren weltweiten konjunkturellen Entwicklung, vor allem die Stabilität des Gesamtunternehmens und die weitere Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.

Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2013 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation und die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2013 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2014 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement sowie Planung und Freigabe von Baumaßnahmen am Standort Landsberg.

Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2013 zu 9 Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2014 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2014 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2013 zu 12 weiteren Beratungen zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z. B.:

das Ausscheiden des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Günter Blaschke zum 31. Dezember 2013 und die Bestellung des bisherigen Personalvorstands Herrn Dr. Peter Stadelmann zum neuen Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung zum 1. Januar 2014,
das Ausscheiden des bisherigen Vertriebsvorstands Herrn Reinhard Banasch zum 31.Januar 2014 sowie die Bestellung von Herrn Markus Paschmann zum Vertriebsvorstand mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2013,
die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag,
die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2014,
die Erschließungsstrategie für neue Märkte, insbesondere Nord- und Südamerika und China,
die Schwerpunkte in der Produktentwicklung,
die Weiterentwicklung der Controlling-Organisation,
die Weiterentwicklung des RATIONAL Compliance-Programms,
die Bauprojekte am Standort Landsberg.

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2014 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2014 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 wird die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.

Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 26. Februar 2014 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Änderungen im Vorstand

Nach 17 Jahren an der Spitze der Unternehmensleitung hat der bisherige Vorstandsvorsitzende, Herr Dr. Günter Blaschke, sein Amt zum Ende des Geschäftsjahres 2013 in beiderseitigem Einvernehmen niedergelegt. Mit unternehmerischer Weitsicht und Engagement ist es ihm gelungen, die Internationalisierung des Unternehmens erfolgreich voranzutreiben und RATIONAL zu einem der besten Unternehmen an der deutschen Börse zu entwickeln.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Peter Stadelmann zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Herr Dr. Stadelmann ist seit Dezember 2012 Mitglied des Vorstands und für die Bereiche Personalentwicklung und Personalmanagement verantwortlich. Als herausragende Persönlichkeit und erfahrene Führungskraft wird er zusammen mit dem Vorstand für eine Fortführung und Weiterentwicklung der bisherigen Unternehmensstrategie und Unternehmensphilosophie sorgen.

Herr Reinhard Banasch, Mitglied des Vorstands für den Bereich Vertrieb und Marketing, hat sich entschieden, das Unternehmen zum 31. Januar 2014 zu verlassen. Der bestehende Vertrag wurde in gegenseitigem Einvernehmen beendet. Als nun für Vertrieb und Marketing allein verantwortliches Vorstandsmitglied hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Dezember 2013 Herrn Markus Paschmann eingestellt.

Corporate Governance

Innerhalb des Aufsichtsrats der RATIONAL AG kam es im Geschäftsjahr 2013 zu keinen Veränderungen.

Da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nur aus drei Mitgliedern besteht, wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2013 durchgängig entsprochen.

Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2013 keine Interessenskonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.

Am. 10. Juni 2013 trat eine Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex in Kraft. Der Aufsichtsrat hat sich mit den neuen Empfehlungen des Kodex eingehend befasst. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Corporate-Governance-Bericht Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2013 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2014 abgegeben werden. Über diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 29. Januar 2014 beschlossen. Die Entsprechenserklärung ist im Geschäftsbericht 2013 und auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der AG sowie des Konzerns für das Geschäftsjahr 2013 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Der Aufsichtsrat hat sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2014 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.

Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen der Abschlussprüfer war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 26. Februar 2014 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2013 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 in seiner testierten Fassung vom 20. Februar 2014 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 in seiner testierten Fassung vom 20. Februar 2014. Der Jahresabschluss 2013 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 177,1 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 6,00 Euro je Aktie oder insgesamt 68,2 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2013 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.

Landsberg am Lech, 4. März 2014

Siegfried Meister, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht zur Corporate Governance

Entsprechenserklärung

Am 13. Mai 2013 wurde eine neue Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet und am 10. Juni 2013 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Den Empfehlungen und Anregungen des Kodex folgt die RATIONAL AG weitgehend. Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2014 abgegeben werden. Diese ist im Geschäftsbericht 2013 und auf der RATIONAL-Website www.rational-online.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Aktionäre und Hauptversammlung

An der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 in Augsburg haben rund 630 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei 89,70 %. Alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden mit großer Mehrheit durch die Hauptversammlung angenommen.

Den Vorsitz in der Hauptversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder ein von ihm bestimmtes Aufsichtsratsmitglied.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der RATIONAL-Website erläutert.

Vorstand

Nach 17 Jahren an der Spitze der Unternehmensleitung hat der bisherige Vorstandsvorsitzende, Herr Dr. Günter Blaschke, sein Amt zum Ende des Geschäftsjahres 2013 in beiderseitigem Einvernehmen niedergelegt. Mit unternehmerischer Weitsicht und Engagement ist es ihm gelungen, die Internationalisierung des Unternehmens erfolgreich voranzutreiben und RATIONAL zu einem der besten Unternehmen an der deutschen Börse zu entwickeln.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Peter Stadelmann zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Herr Dr. Stadelmann ist seit Dezember 2012 Mitglied des Vorstands und für die Bereiche Personalentwicklung und Personalmanagement verantwortlich. Als herausragende Persönlichkeit und erfahrene Führungskraft wird er zusammen mit seinen Vorstandskollegen für eine Fortführung und Weiterentwicklung der bisherigen Unternehmensstrategie und Unternehmensphilosophie sorgen.

Herr Reinhard Banasch, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing, hat das Unternehmen zum 31. Januar 2014 verlassen. Seine Aufgaben werden durch Herrn Markus Paschmann übernommen, der zum 1. Dezember 2013 in den Vorstand der RATIONAL AG berufen wurde.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten. Die Mitglieder des Vorstands, Dr. Peter Stadelmann (Vorstandsvorsitzender, seit 1. Januar 2014), Dr. Günter Blaschke (Vorstandsvorsitzender, bis 31. Dezember 2013), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Erich Baumgärtner (Vorstand kaufmännischer Bereich), Reinhard Banasch (Vorstand Vertrieb und Marketing), Markus Paschmann (Vorstand Vertrieb und Marketing) üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG besteht aus drei Mitgliedern. Herr Siegfried Meister ist Vorsitzender des Aufsichtsrats, Herr Walter Kurtz und Herr Dr. Hans Maerz sind jeweils Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden.

§ 8 der Satzung der RATIONAL AG gewährt Herrn Meister und Herrn Kurtz ein gemeinsames Entsendungsrecht. Solange Herr Meister und Herr Kurtz Aktionäre der RATIONAL AG sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.

Bei Vorschlägen für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird allein auf die besondere Kompetenz und Qualifikation Wert gelegt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat der RATIONAL AG keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung gemäß Ziff. 5.4.1 Abs. 2 DCGK benannt.

Aufgrund der geringen Anzahl der Mitglieder verzichtet der Aufsichtsrat auf die Bildung von Ausschüssen. Die detaillierten Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert. Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern an, die über zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen. Interessenkonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Aktienoptionsprogramm

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 für die Vorstandsmitglieder ein Aktienoptionsprogramm über maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft aufgelegt. Die Aktienoptionen sind mit Sperr- und Ausübungsfristen versehen, die vom Aufsichtsrat festgelegt und beschlossen wurden. Die Ausübung ist an eine bestimmte Steigerung des Unternehmenswertes in Verbindung mit der Wertentwicklung des SDAX-Performance-Index geknüpft. In den Jahren 2000 und 2004 wurden Tranchen im Gesamtumfang von 69.000 Stückaktien begeben, die nach Ablauf der jeweiligen Sperr- und Ausübungsfristen durch Barabfindung bedient wurden. Im Berichtsjahr wurden keine Aktienoptionen ausgegeben.

Aktienbesitz der Leitungsorgane

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten per 31. Dezember 2013 insgesamt 8.048.935 Aktien. Dies entspricht 70,79 % des Grundkapitals. Davon entfielen 7.161.411 Aktien, dies entspricht 62,99 % des Grundkapitals auf Herrn Siegfried Meister und 887.524 Aktien, dies entspricht 7,81 % des Grundkapitals auf Herrn Walter Kurtz.

Die Mitglieder des Vorstandes hielten zum Bilanzstichtag insgesamt 4.493 Aktien. Dies entspricht weniger als 1 % des Grundkapitals.

Compliance

Gesetzestreues, integres und verantwortungsbewusstes Verhalten ist die Grundlage für Sicherheit, Solidität und Zukunftserfolg eines Unternehmens. Um die konzernweite Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen sowie der unternehmensinternen Richtlinien sicherzustellen, wurde bei der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2012 mit dem Aufbau einer Compliance-Organisation begonnen.

Ausgangspunkt für die Compliance-Aktivitäten bildeten die Verhaltensgrundsätze der RATIONAL AG („Code of Conduct“), die in Form der RATIONAL-Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr zusammenfasst und unternehmensweit kommuniziert wurden.

2013 wurde das RATIONAL-Compliance-Team gebildet und ein Compliance-Manager für die gesamte RATIONAL-Gruppe bestellt. Der Compliance-Manager hat durch erfolgreiches Ablegen einer Prüfung beim TÜV-Rheinland das Zertifikat als „Compliance Officer (TÜV)“ erworben. Darüber hinaus wurde eine Compliance-Risikoanalyse durchgeführt. Die RATIONAL-Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr wurden weiter konkretisiert. Die weitere Entwicklung der Compliance-Organisation wird auch 2014 gemäß dem RATIONAL-Compliance-Programm fortgesetzt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung hat am 8. Mai 2013 die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten.

Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer vereinbart, den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung zu unterrichten.

Bei einem eventuellen Auftreten wesentlicher im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellter Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der Wirtschaftsprüfer zusätzlich angehalten, darüber gesondert zu berichten.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts erklärt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.

Entsprechenserklärung der RATIONAL Aktiengesellschaft

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG:

Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2013 bis zum 9. Juni 2013 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 und seit dem 10. Juni 2013 den an diesem Tag im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 mit den nachfolgend genannten Ausnahmen entsprochen und wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 auch künftig mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:

Ziffer 4.2.4: „Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat.“

Ziffer 4.2.5 Abs. 1: „Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.“

Die Hauptversammlung der RATIONAL Aktiengesellschaft hat am 11. Mai 2011 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst.

Im Übrigen entspricht die RATIONAL Aktiengesellschaft den Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 dieses Kodex und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen.

Ziffer 5.1.2 Satz 2 des Kodex:

„Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.“

Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtsbezogenen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung der Positionen von Vorstandsmitgliedern legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung deshalb ohne Bedeutung.

Ziffer 5.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):

Der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft hat keine Ausschüsse gebildet. Die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats, etwa eines Prüfungsausschusses, ist für die RATIONAL Aktiengesellschaft nicht sachgerecht, da der Aufsichtsrat aus nur drei Mitgliedern besteht. Es ist daher auch in Zukunft nicht beabsichtigt, Aufsichtsratsausschüsse zu bilden.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex:

Ziffer 5.4.1 Abs. 2: „Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen.“

Ziffer 5.4.1 Abs. 3: „Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.“

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL Aktiengesellschaft richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Dementsprechend wird der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex benennen und diese auch nicht im Corporate Governance Bericht gemäß 5.4.1 Abs. 3 des Kodex veröffentlichen.

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

Ziffer 5.4.3 S. 1 des Kodex:

„Wahlen zum Aufsichtsrat sollen als Einzelwahl durchgeführt werden.“

Aus zeitökonomischen Gründen ist beabsichtigt, die Mitglieder des Aufsichtsrats der RATIONAL Aktiengesellschaft auf der ordentlichen Hauptversammlung 2014 nicht im Wege der Einzelwahl, sondern im Wege der Listenwahl wählen zu lassen.

Landsberg, im Februar 2014

RATIONAL Aktiengesellschaft

Siegfried Meister, für den Aufsichtsrat

Dr. Peter Stadelmann, für den Vorstand

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde am 26. Februar 2014 festgestellt.