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RATIONAL AG — Annual Report 2011
Apr 18, 2012
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Annual Report
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RATIONAL AG
Landsberg a. Lech
Konzernabschluss zum 31.12.2011
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2011 bis 31.12.2011
Lagebericht des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2011
Das Unternehmen RATIONAL
Konzernstruktur und wesentliche Standorte
Das Unternehmen wurde 1973 gegründet. Heute beschäftigen wir weltweit mehr als 1.200 Mitarbeiter in 26 Gesellschaften, davon über 700 in Deutschland.
Hauptgesellschaft des Konzerns ist die RATIONAL Aktiengesellschaft (kurz: RATIONAL AG) mit Firmensitz in Landsberg am Lech. Hier sind die größten Produktionsgesellschaften der Unternehmensgruppe angesiedelt, die das SelfCookingCenter® whitefficiency® und den CombiMaster® Plus herstellen. Das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® wird von der Tochtergesellschaft FRIMA im elsässischen Wittenheim produziert.
Produkte und Märkte
RATIONAL-Produkte setzen Weltstandards
Wir sind der weltweite Markt- und Technologieführer für innovative Lösungen zur thermischen Speisenzubereitung. Unser oberstes Unternehmensziel lautet:
"Wir bieten den Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten, den höchstmöglichen Nutzen."
Damit wir diesem Anspruch auch wirklich gerecht werden, konzentrieren wir alle Ressourcen in der Forschung und Entwicklung auf unsere Kernkompetenz, die Übertragung von Wärmeenergie auf Lebensmittel aller Art. Wir schaffen somit die beste Voraussetzung für den nachhaltigen Wettbewerbsvorsprung. Die Attraktivität und Anziehungskraft unserer Produkte und Dienstleistungen steigt kontinuierlich. Dies drückt sich auch in nachhaltig wachsenden Absatz- und Umsatzzahlen aus. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und der mit großem Abstand führende Weltmarktanteil von über 50 % bestätigen sowohl die Wirksamkeit als auch die Richtigkeit unserer strategischen Unternehmensausrichtung.
Unsere zukunftsweisenden Innovationen, beispielsweise zu den Themen Garintelligenz, Garqualität, selbsterklärende Bedienung und Ressourceneffizienz, sind durch über 400 Patente und Patentanmeldungen geschützt. Sie garantieren jederzeit wiederholbare, perfekte Garergebnisse bei deutlich weniger Einsatz von Energie, Wasser, Rohwaren, Zeit und Raum. Innovative Heiztechnologie ermöglicht große Beladungsmengen und minimalen Garverlust bei erheblich reduzierter Stellfläche.
Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal sind die intelligenten Garprozesse. Entsprechend dem eingestellten Wunschergebnis des Küchenchefs - beispielsweise der äußere Bräunungsgrad und die Garstufe (z. B. rosa oder durch) eines Steaks - ermittelt die eingebaute Kochintelligenz selbstständig den optimalen Garverlauf, sodass das Wunschergebnis ohne Aufsicht und immer punktgenau erreicht wird. Der Koch wird benachrichtigt, sobald der Garprozess beendet ist. Darüber hinaus sind die Produkte äußerst flexibel in der Nutzung. Intelligente Mischbeschickungen erlauben es, verschiedene Speisen gleichzeitig zu garen. Dies erhöht die Auslastung der Geräte und bringt höchste Effizienz.
Unsere Produkte sind in der Lage, praktisch alle Kochprozesse abzubilden. Sie können grillen, dämpfen, gratinieren, backen, gären, braten, schmoren, simmern, dünsten, pochieren, blanchieren, niedertemperaturgaren, frittieren und noch vieles mehr. Dabei werden Kochprozesse, bei denen die Wärmeübertragung im Garraum durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem erfolgt, durch das 2011 neu eingeführte SelfCookingCenter® whitefficiency® und den CombiMaster® Plus abgebildet. Das neue VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® , das ebenfalls 2011 neu auf den Markt gebracht wurde, gart in Flüssigkeiten oder mit direkter Kontakthitze.
Zusammen decken unsere Geräte die gesamte Bandbreite und Vielfalt der thermischen Speisenzubereitung ab und setzen weltweit einen neuen technologischen Standard. Sie ersetzen praktisch alle traditionellen Gargeräte in der Profiküche.
Unsere Produkte sind zudem einfach zu reinigen. Das SelfCookingCenter® whitefficiency® erkennt automatisch den Verschmutzungszustand des Garraums und den Verkalkungsgrad des Dampfgenerators. Es schlägt die zu verwendende Reinigungsstufe und die Menge von Reiniger und Klarspüler vor. Die Reinigung erfolgt dann automatisch - auf Wunsch auch über Nacht. Beim VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® gibt es aufgrund der eingebauten Kochintelligenz kein Anbrennen oder Anhaften, sodass das Gerät sehr einfach mit der eingebauten Handbrause zu reinigen und sofort wieder einsatzbereit ist. Dies spart Reiniger, Energie, Wasser und Arbeitszeit, schont die Umwelt und stellt den jederzeitigen, zuverlässigen Betrieb der Geräte sicher.
Der Nutzen für die Kunden: Das SelfCookingCenter® whitefficiency® und das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® entlasten von Routine-Arbeiten. Gleichzeitig bieten sie ihren Anwendern eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten und verbessern die Speisenqualität. Unsere Geräte zeichnen sich durch extrem kurze Amortisationszeiten aus. Aufgrund von Einsparungen bei Rohwareneinsatz, Wasser, Raum, Personal und Energie amortisiert sich der Kaufpreis abhängig von der Anzahl der Essen bereits nach drei bis zwölf Monaten.
Das SelfCookingCenter® whitefficiency® und der CombiMaster® Plus sind als Gas- und Elektroausführung in jeweils sechs verschiedenen Größen, das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® in drei verschiedenen Größen erhältlich. Wir bieten damit jeder Kundengruppe, je nach Anzahl der Essen, das richtige Gerät in der passenden Größe an.
Zur optimalen Nutzung der Leistungsfähigkeit aller Gerätetypen offerieren wir unseren Kunden intelligentes Zubehör, welches selbst spezielle Anwendungen, wie die Zubereitung ganzer Lämmer oder Spanferkel, immer gelingen lässt.
Märkte und Kunden
Wir fokussieren uns auf eine einzige Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Wir sind nicht nur das Unternehmen für Köche, sondern mit 250 Küchenmeistern im Vertrieb, in der Anwendungsforschung und -beratung auch das Unternehmen der Köche. Dadurch kennen wir die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden genau und sind in der Lage, deren Probleme in bester Weise zu lösen.
Unsere Geräte sind ideal zur Speisenzubereitung für jeden Betrieb ab ca. 30 Essen pro Tag geeignet. Das weltweite Marktpotenzial liegt bei mehr als 2,5 Mio. Profiküchen. Tendenz steigend. Weltweit kochen bisher rund 30 % aller potenziellen Kunden mit Kombidämpfertechnologie von RATIONAL oder von Wettbewerbern, d. h. 70 % verwenden noch traditionelle Kochgeräte. Die Kundenbasis reicht von der Sternegastronomie über Restaurants und Hotels, Gemeinschaftsverpflegung wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime bis hin zu Fastfood-Ketten, Caterern, Supermärkten, Metzgereien und zunehmend auch Back- und Snackshops.
Unsere Technologie überzeugt Kunden auf der ganzen Welt. Über eigene Vertriebsgesellschaften und -partner sind wir in mehr als 100 Ländern vertreten. Die Strategie ist dabei, die Marktdurchdringung im Land stetig zu erhöhen.
Kernabsatzmarkt ist heute noch Europa. Hier erzielen wir rund zwei Drittel der Umsatzerlöse, bei immer noch großem freien Marktpotenzial. Neue Märkte, wie China, Brasilien und Indien, gewinnen aber zunehmend an Bedeutung.
Durch ein Umsatzwachstum von 32 % im Vergleich zu 2010 stieg der Anteil Asiens am Gesamtumsatz im Berichtsjahr von 11 % auf 13 %.
Ein weiterer wichtiger Zukunftsmarkt ist der amerikanische Kontinent, mit den Märkten USA, Kanada und Lateinamerika. Im Jahr 2011 ist Lateinamerika überproportional gewachsen. Amerika repräsentierte rund 15 % (Vj. 16 %) des Gesamtumsatzes.
Größter Einzelmarkt gemessen am Umsatz blieb Deutschland mit einem Anteil von 15 % (Vj. 16 %). Auch hier konnte das Geschäft um weitere 9 % gegenüber dem Vorjahr zulegen. Der Auslandsanteil lag 2011 bei 85 % (Vj. 84 %).
Strategie
Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel
Das Ziel allen Denkens und Handelns unserer Mitarbeiter ist es, dem Kunden stets den höchstmöglichen Nutzen zu bieten. Dieser Anspruch ist im Leitbild des Unternehmens fest verankert. Jede Handlung und Entscheidung wird hinterfragt, inwieweit sie unseren Kunden nutzt.
Finanzielle Kenngrößen wie Wachstum und Gewinn sind dabei keine Ziele, sondern das Ergebnis unserer gelebten Kundennutzenorientierung. Sie werden umso besser, je höher der Kundennutzen ist, den wir bieten.
Kundenorientierter Vertriebsprozess
Wir haben einen sehr speziellen, exakt auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittenen Vertriebsprozess. In einer mehrstündigen Produktvorführung, dem RATIONAL GarenLive und dem FRIMA GarenLive, überzeugen wir Endanwender auf der ganzen Welt vom Mehrnutzen unserer Geräte. Die Bestellung des Gerätes, die Auslieferung an den Kunden und der Kundenservice erfolgen dann über den spezialisierten Fachhandel, der die lokale Kundennähe weltweit sicherstellt.
Niedrige Fertigungstiefe, hohe Wertschöpfung
In der Fertigung setzen wir auf eine niedrige Fertigungstiefe und kombinieren diese mit langfristigen und zuverlässigen Partnerschaften auf der Lieferantenseite. Das Ziel ist maximale Flexibilität und beste Qualität zu optimalen Kosten bei hoher Loyalität der Lieferanten. Eigene Kapazitäten binden wir nur dann, wenn wir etwas qualitativ besser oder preiswerter herstellen können als externe Dritte oder wenn ein bestimmtes System-Know-how für die Zukunftsentwicklung besonders wichtig ist.
In der Montage leben wir das "One-Piece-Flow"-Prinzip. Das heißt, ein Mitarbeiter montiert ein komplettes Gerät und garantiert mit seinem Namen auf dem Typenschild für dessen Qualität. Wir sind so in der Lage, jeden Kundenwunsch hochflexibel und ausschließlich kundenauftragsorientiert bei kürzesten Lieferzeiten zu erfüllen. Ein sonst übliches Fertigwarenlager und viele Schnittstellen entlang des Wertschöpfungsprozesses sind dadurch überflüssig. Durch die ganzheitliche Verantwortung des Mitarbeiters für das komplette Gerät nutzen wir den hohen Ausbildungsstand in Deutschland in bester Weise und stärken gleichzeitig die Motivation. Über persönliche Arbeitszeitkonten wird die benötigte Produktionskapazität täglich hochflexibel an die Anzahl der vorhandenen Aufträge angepasst.
Organisches Wachstum
Wir sind Produkt- und Weltmarktführer für Geräte zur thermischen Speisenzubereitung in den Profiküchen der Welt. Das große, noch freie Marktpotenzial erschließen wir nachhaltig und effizient durch den Ausbau unseres globalen Vertriebsnetzwerkes. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern. Wir werden dabei auch zukünftig ausschließlich auf organisches Wachstum setzen.
Planung und Steuerung
In einem mehrstufigen Planungs- und Controllingsystem erfassen, planen, berichten und analysieren wir alle weltweiten Unternehmensprozesse und bewerten diese mit einem Kennzahlensystem. Notwendige Anpassungen und Korrekturmaßnahmen erarbeiten wir zeitnah und setzen diese unmittelbar um.
Qualität und Effizienz sind zentrale Steuerungsinstrumente. Die Qualität aller Lieferanten und Service-Partner bewerten wir nach den gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung. Die Transparenz gewährleisten wir über klar definierte Unternehmensprozesse und die offene Kommunikation aller Ergebnisse. Gemeinsam mit unseren Lieferanten und Service-Partnern verbessern wir fortlaufend die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen und damit die Effizienz unserer täglichen Arbeit.
In allen Unternehmensprozessen ist kontinuierliche Verbesserung gelebte Praxis. Über 3.000 Verbesserungsvorschläge wurden im Jahr 2011 umgesetzt. Sie sind ein Beleg für die Identifizierung unserer Mitarbeiter mit dem außerordentlich hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens.
Finanzwirtschaftliche Steuerungskennzahlen sind neben der Umsatzentwicklung insbesondere das operative Ergebnis, die Kosten pro Stück, die durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen sowie die Eigenkapitalquote.
Innovation als Wettbewerbsvorteil
Die Überlegenheit der Produkte und Dienstleistungen ist das Fundament unseres wirtschaftlichen Erfolges. Im Jahr 2011 investierten wir allein im Bereich Forschung und Entwicklung 14,9 Mio. Euro (Vj. 13,5 Mio. Euro) in neue Technologien und in die Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen.
Die Technologieführerschaft ist neben der Spezialisierung und dem strukturierten Innovationsprozess insbesondere das Ergebnis des Einsatzes von hochqualifizierten Mitarbeitern im Forschungs- und Entwicklungsbereich. Neben Ingenieuren der verschiedenen Fachrichtungen arbeiten hier Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung.
So werden wir auch im Bereich Forschung und Entwicklung unserem Anspruch gerecht, das Unternehmen der Köche zu sein.
Unternehmerische Verantwortung als Grundprinzip
Wir legen besonderen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und die sparsame Verwendung aller Ressourcen.
Nachhaltiges Wirtschaften ist fester Bestandteil unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse. Dies dient der langfristigen Zukunftssicherung unseres Unternehmens, gleichzeitig nehmen wir damit unsere gesellschaftliche Verantwortung in bester Weise wahr.
Aktiver Umweltschutz
Zertifiziertes Umweltmanagementsystem
Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen ist es unser Anspruch, ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen.
Wir unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Dieses umfasst ein Komitee, welches die Umweltziele des Unternehmens definiert, bearbeitet, verabschiedet und deren Einhaltung überwacht.
Ziele im Rahmen des Umweltmanagementsystems sind die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, die Schärfung des Bewusstseins der Mitarbeiter in Umweltangelegenheiten, die Optimierung der Umweltleistung aller Geschäftspartner und die Sicherstellung der Abwasserqualität. Für den Ressourcenverbrauch setzen wir uns konkrete Einsparziele im Verhältnis zum Produktionsvolumen des jeweiligen Jahres.
Trotz ressourcenintensiver Produkttests für die Einführung der neuen Gerätegenerationen haben wir unsere für 2011 gesteckten Umweltziele weitgehend erreicht.
Innovative Gebäudetechnik minimiert Ressourcenverbrauch
Das 2008 fertig gestellte Montage- und Versandgebäude gewährleistet mit modernster Technik eine nachhaltige Produktion bei geringem Ressourcenverbrauch. So wird durch den Einsatz von Nachtluft-Kältespeichern zur Klimatisierung oder durch die Minimierung des künstlichen Lichteinsatzes durch eine spezielle Architektur des Gebäudes und automatisch regulierende Helligkeitssensoren eine höchstmögliche Energieeffizienz erzielt.
Sehr geringe Emissionswerte
Luftemissionen werden durch den Einsatz neuester Fahrzeugtechnik im firmeneigenen Fuhrpark und bedarfsgerechter Tourenplanung reduziert. So sank der Kraftstoffverbrauch in Relation zur Anzahl der produzierten Geräte im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Das Einsparziel von 6 % konnte erfüllt werden. Die Versandlogistik erfolgt durch ISO 14001-zertifizierte Partnerunternehmen. Dabei streben wir möglichst emissionsarme Transportmethoden an, einschließlich der optimalen Auslastung der Versandkapazitäten und Bündelung der Warenströme.
Nahezu abwasserfreie Produktionsprozesse
Unsere Produktionsprozesse sind nahezu abwasserfrei. Noch anfallendes verunreinigtes Wasser wird durch eine eigene Aufbereitungsanlage, welche regelmäßig von einem unabhängigen Institut geprüft wird, gesäubert und abgeleitet. Die Unbedenklichkeit der Abwasserqualität wird durch sogenannte integrierte Nickel-Schnelltests überprüft und sichergestellt.
Fachgerechtes Recycling
Alle Prozesse werden stets optimiert, um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recycling-Systemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken. Die Entsorgung der in den Produktionsprozessen entstehenden Gefahrengüter erfolgt gemäß den Vorgaben des ISO 14001 und wird durch einen Entsorgungsfachvertrieb durchgeführt. Die Einhaltung der Norm wird jährlich auditiert.
Für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz ausgezeichnet
Seit 2011 sind wir Mitglied des Umweltpakts Bayern, einer freiwilligen Allianz von Politik und Wirtschaft. Die teilnehmenden Unternehmen haben das übergeordnete Ziel, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Grundlagen der heutigen und der künftigen Generationen in Bayern zu verbessern. Im Vordergrund steht dabei die vorausschauende Vermeidung künftiger Umweltbelastungen und nicht deren Beseitigung, nachdem der Schaden bereits eingetreten ist.
Die herausragende Arbeit im Bereich Umweltmanagement wurde von der Umweltberatungsagentur "Lean and Green" besonders ausgezeichnet. "Lean and Green" ist spezialisiert auf die Beratung der produzierenden Industrie hinsichtlich der systematischen und konsequenten Reduzierung des Energieverbrauchs. Wir erhielten 2010 im Rahmen des sogenannten "Green Assessment" als eines der besten Industrieunternehmen Europas den "Lean and Green"-Award. Vor allem die Professionalität im Umweltmanagement und die konsequente Implementierung des Themas Energieeffizienz in allen Unternehmensprozessen wurden dabei als vorbildlich eingestuft.
Mitarbeiter
Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital
Zufriedene Mitarbeiter haben zufriedene Kunden und sichern so den langfristigen Unternehmenserfolg. Ohne hochqualifiziertes und motiviertes Personal wäre der Erfolg des Unternehmens weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft möglich.
Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seiner Stärken und delegieren in großem Maß Verantwortung. Das Resultat ist eine hohe Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit. Gemäß einer Umfrage aus dem Jahr 2011 sind 92 % aller Mitarbeiter stolz, bei RATIONAL zu arbeiten. Die Fluktuationsquote ist mit 5 % in Deutschland und 10 % weltweit relativ gering.
Rund die Hälfte der neu zu besetzenden Führungspositionen konnte auch 2011 mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzt werden.
Die gruppenweite Zahl der Mitarbeiter ist 2011 von 1.092 auf 1.224 (Stichtag 31. Dezember 2011) gestiegen. Davon waren 720 Personen in Deutschland beschäftigt.
Erfolgsfaktor U.i.U.®
Ein wichtiger Erfolgsbaustein zur Erhöhung der Motivation unserer Mitarbeiter ist das Führungsprinzip des "Unternehmers im Unternehmen" (U.i.U.® ). Der U.i.U.® arbeitet wie ein selbstständiger Unternehmer. Er beherrscht seine Aufgaben, entwickelt die Arbeitsmethoden weiter, trifft in seinem Bereich Entscheidungen und übernimmt dafür die Verantwortung. Er lernt aus Fehlern und vermeidet diese in Zukunft. Er ist auf Augenhöhe mit Kollegen und Vorgesetzten, sagt und vertritt seine Meinung. Er trifft Entscheidungen mit Blick für das Ganze und den höchstmöglichen Kundennutzen.
Durch die ganzheitliche Gestaltung der Aufgaben kennen unsere Mitarbeiter ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg genau. Dies erhöht die Motivation und die Zufriedenheit jedes Einzelnen.
Zukunftssicherung durch Ausbildung und Nachwuchsprogramme
Bei der langfristigen Qualifizierung aller Mitarbeiter legen wir großen Wert auf die Ausbildung im Unternehmen selbst. Die qualifizierte Berufsausbildung ist ein wichtiger Baustein, der wesentlich zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beiträgt. Neben der klassischen Berufsausbildung gewinnen duale Studiengänge immer mehr an Bedeutung. Zum Jahresende waren 42 Mitarbeiter in ihrer Ausbildung als Industriekaufleute, Industriemechaniker, Mechatroniker, Fachinformatiker oder Koch. Zusätzlich befinden sich sechs Studenten in einem dualen Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik und International Business.
Parallel bieten wir ein spezielles Nachwuchsprogramm für Hochschulabsolventen. Dieses richtet sich an besonders qualifizierte Hochschulabgänger und wird sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich und im Vertrieb und Marketing angeboten. Es ist darauf ausgerichtet, junge Menschen auf Führungsaufgaben von morgen vorzubereiten. Durch den gezielten Einsatz in verschiedenen Prozessen und die Übernahme von konkreter Verantwortung von Anfang an bauen diese Mitarbeiter breites Fachwissen auf, erkennen ihre Stärken und Vorlieben und entwickeln ihre Persönlichkeit zielgerichtet weiter. Dabei werden sie durch den Vorstand und die jeweilige disziplinarische Führungskraft intensiv begleitet. Zum 31. Dezember 2011 hatten wir in den verschiedenen Bereichen weltweit 29 Nachwuchskräfte im Einsatz.
Stärken stärken - das Grundprinzip der Personalentwicklung
Unser Ziel ist es, die fachlichen und persönlichen Stärken unserer Mitarbeiter weiterzuentwickeln sowie ein ganzheitliches Verständnis für das gesamte Unternehmen zu vermitteln. Zudem fördern wir den Aufbau eines internen Netzwerks durch das Lernen in prozessübergreifenden Gruppen.
Im internationalen Förderkreis erarbeiten sich die potenziellen Führungskräfte von morgen einen detaillierten Einblick, wie unser Unternehmen funktioniert. Fachliche Themen wie Controlling, Marketing und Vertrieb, Produktion und Logistik, Qualitätsmanagement sowie Führung und Persönlichkeit sind wichtige Lerninhalte. Besonderes Highlight ist die Projektarbeit zwischen den einzelnen Modulen, in der sich die Teilnehmer in Teams mit strategischen Fragestellungen auseinandersetzen, die Ergebnisse vor dem Vorstand präsentieren und später im Unternehmen umsetzen.
Vergütung und Sozialleistungen
Die überdurchschnittlichen Leistungen unserer Mitarbeiter vergüten wir auch überdurchschnittlich. Wir gewähren, neben der Zahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld, viele Zusatz- und Sozialleistungen, wie z. B. Essensgeld oder Fahrtkostenzuschüsse. Außerdem beteiligen wir unsere Mitarbeiter seit vielen Jahren auf freiwilliger Basis am Unternehmensgewinn. So hat z. B. jeder berechtigte Mitarbeiter in der Produktion im letzten Jahr 14,7 Monatseinkommen erhalten.
Gleichstellung als Selbstverständlichkeit
Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und identische Chancen. Sie sind zudem aufgerufen, eine Atmosphäre respektvollen Miteinanders zu schaffen und Diskriminierungen entgegenzutreten. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen sind die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.
Angaben zur Frauenquote im Unternehmen sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
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| Mitarbeiter | Anteil Frauen | |
|---|---|---|
| Gesamtbelegschaft | 1.224 | 30 % |
| Deutschland | 720 | 28 % |
| Ausland | 504 | 32 % |
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| Mitarbeiter | Anteil Frauen | |
|---|---|---|
| Führungspositionen | 152 | 22 % |
| Deutschland | 61 | 16 % |
| Ausland | 91 | 25 % |
Stand: 31. Dezember 2011
Gesellschaftliche Verantwortung
Als Partner und Förderer unterstützen wir eine Vielzahl kultureller Projekte in der Region sowie wohltätige und gemeinnützige Organisationen.
Am 9. Juli 2011 fand unser "Tag der offenen Tür" mit über 5.000 Besuchern in Landsberg statt. Den Erlös aus dem Verkauf von Werbeartikeln, von Bildern der Künstlergruppe art@RATIONAL und von zusätzlichen Getränkebons haben wir verdoppelt und aufgerundet. So konnte der "Landsberger Tafel" ein Spendenscheck in Höhe von 10.000 Euro überreicht werden.
Im Dezember 2011 haben wir als Partner der Stiftung "Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB)" eine Typisierungsaktion im Unternehmen veranstaltet. Die Aktion gab allen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich in eine internationale Spenderdatenbank aufnehmen zu lassen und damit gegebenenfalls durch eine Stammzellenspende einem leukämiekranken Menschen das Leben zu retten. 180 Mitarbeiter folgten dem Aufruf und ließen sich typisieren. Die anfallenden Kosten für die Aktion rundeten wir auf. Der Aktion Knochenmarkspende Bayern konnte so ebenfalls eine Spende in Höhe von 10.000 Euro übergeben werden.
Die Unterstützung behinderter Menschen wird besonders durch die intensive Zusammenarbeit mit der Isar-Würm-Lech gGmbH (IWL) und dem Regens-Wagner-Werk Holzhausen geprägt. Diese betreiben Werkstätten für behinderte Menschen, von denen wir verschiedene Vorprodukte und Dienstleistungen beziehen. Ebenso werden Mitarbeiter der IWL im Serviceteileversand eingesetzt.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Weltwirtschaft weiter auf Wachstumskurs
Die Weltwirtschaft entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv. Allen voran waren die BRIC-Staaten 2011 einmal mehr der Wachstumsmotor der Weltkonjunktur. China war dabei mit einer Steigerungsrate von 9 % führend. Aber auch Indien (+7 %) sowie Russland (+4 %) und Brasilien (+3 %) konnten ihre dynamische Entwicklung aus dem Jahr 2010 weitgehend fortsetzen. In den Industriestaaten hat sich im Jahr 2011 die Aufholbewegung aus 2010 jedoch verlangsamt. Die großen Industrienationen konnten ihr Bruttoinlandsprodukt noch um knapp 2 % steigern. Die weltweite Wirtschaftsleistung lag 2011 insgesamt um 4 % über der des Vorjahres (Quelle: IWF, WEO Update, Januar 2012).
Gegen Jahresende traten die weiterhin bestehenden finanzwirtschaftlichen und konjunkturellen Risiken wieder etwas mehr in den Vordergrund. Vor allem die Eurokrise rund um hochverschuldete Staaten, wie Griechenland und Italien, stellt einen erheblichen Unsicherheitsfaktor in Bezug auf die weitere konjunkturelle Entwicklung dar. Aber auch die ungelöste Schuldenproblematik in den USA und die anhaltenden Unruhen im arabischen Raum belasten die Stimmung.
Auch die Entwicklung der Währungskurse war zu weiten Teilen von Verunsicherung geprägt. Der Euro zeigte sich im Jahresverlauf in Relation zu allen für uns relevanten Fremdwährungen sehr volatil. Gegen Ende des Jahres befand sich ein Großteil der Wechselkurse jedoch wieder in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Spürbar negative Kursausschläge gegenüber dem Euro zeigten der polnische Zloty (-11 %) und der brasilianische Real (-8%). Nur geringe Veränderungen verzeichneten der US-Dollar, das britische Pfund, der Schweizer Franken, der russische Rubel und der kanadische Dollar. Gegenüber dem Euro merklich an Wert gewonnen hat der japanische Yen (+9 %) und der chinesische Yuan (+8 %). Per Saldo hatten die Veränderungen an den Devisenmärkten keinen wesentlichen Einfluss auf unser Ergebnis, da sich die unterjährigen Währungsschwankungen in der Summe weitgehend ausgeglichen haben.
Gute Branchenentwicklung
Die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis, das warme Essen außer Haus, bietet ein gewisses Maß an Sicherheit, selbst in Phasen wirtschaftlichen Abschwungs. Eine Umfrage auf einer der wichtigsten Messen der Großküchenbranche, der Internorga, kam Anfang 2011 zu dem Ergebnis, dass rund die Hälfte der Entscheidungsträger in der Gemeinschaftsverpflegung ab 2011 die Anschaffung von Großgeräten, wie beispielsweise Kombidämpfern, plant. Dementsprechend hat sich der positive Branchentrend aus dem Jahr 2010 auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Ertragslage
Geschäftsverlauf 2011 - zweistelliges Umsatzwachstum
Gezielte Vertriebs- und Marketingarbeit und die Einführung der neuen Produktgenerationen führten 2011 zu einem Anstieg der Umsatzerlöse von 350,1 Mio. Euro auf 391,7 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum beträgt 12 % und liegt im oberen Bereich unserer Prognose. Wir sind damit schneller gewachsen als die Branche. Die Steigerung resultiert vollständig aus der guten Absatzentwicklung, da die Durchschnittspreise stabil blieben und Währungseinflüsse nur eine untergeordnete Rolle spielten. Erfreulich ist, dass das Wachstum von allen Regionen der Welt getragen wird.
Dabei war die Umsatzentwicklung in den einzelnen Quartalen sehr unterschiedlich. Das große Umsatzplus im ersten Quartal (+21 %) war unter anderem auch auf das vergleichsweise schwache Vorjahresquartal zurückzuführen. Im zweiten Quartal konnten die Umsatzerlöse um 9 % gesteigert werden, sodass im ersten Halbjahr das Wachstum der Umsatzerlöse insgesamt 14 % betragen hat.
Der Geschäftsverlauf in der zweiten Jahreshälfte war maßgeblich von der Markteinführung des SelfCookingCenter® whitefficiency® und des VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® geprägt. Während nach Bekanntgabe der Markteinführung eine Kaufzurückhaltung zu spüren war, stiegen die Auftragseingänge im Anschluss an die Markteinführung wieder an. Da der somit deutlich gestiegene Auftragsbestand im dritten Quartal nicht mehr ausgeliefert werden konnte, betrug der Umsatzanstieg im dritten Quartal lediglich 7 %. Im vierten Quartal betrugen die Umsatzerlöse dann 119,1 Mio. Euro. Dies stellt einen neuen Höchstwert in der Firmengeschichte dar. Dadurch konnte eine Steigerungsrate von 12 % gegenüber dem schon sehr guten Vorjahresquartal erzielt werden.
Bruttoergebnis um 8 % über Vorjahr
Die Herstellungskosten der Umsatzerlöse stiegen beeinflusst durch die Anlaufphase der neuen und die Auslaufphase der alten Produktlinien im dritten und vierten Quartal überproportional an und lagen für das gesamte Geschäftsjahr bei 157,3 Mio. Euro (Vj. 133,2 Mio. Euro). Auch die im Jahresdurchschnitt höheren Rohstoffkosten beeinflussten die Herstellungskosten negativ. Dadurch wuchs das Bruttoergebnis vom Umsatz unterproportional und lag mit 234,4 Mio. Euro um 8 % über dem Vorjahreswert (217,0 Mio. Euro). Die Rohertragsmarge erreichte 60 % (Vj. 62 %).
RATIONAL investiert in die Zukunft
2011 stiegen die operativen Kosten, bestehend aus den Vertriebs- und Servicekosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten, um 20,5 Mio. Euro oder 18 % von 112,6 Mio. Euro auf 133,1 Mio. Euro an.
Dabei sind aufgrund der weltweiten Einführungsveranstaltungen und des neuen Markenauftritts die Vertriebs- und Servicekosten deutlich überproportional gestiegen. Diese legten im Vorjahresvergleich um 17,3 Mio. Euro oder 21 % auf 100,7 Mio. Euro (Vj. 83,4 Mio. Euro) zu.
Mit Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von 14,9 Mio. Euro (Vj. 13,5 Mio. Euro) haben wir die hohe Bedeutung von Innovationen für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung untermauert.
Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen proportional zum Umsatz um 1,8 Mio. Euro oder 12 % von 15,6 Mio. Euro auf 17,5 Mio. Euro.
Die Steuerquote lag 2011 im Konzern bei 23,1 % (Vj. 24,4 %). Der absolute Steueraufwand belief sich auf 23,7 Mio. Euro (Vj. 25,8 Mio. Euro).
26 % EBIT-Marge
Mit 102,2 Mio. Euro (Vj. 105,8 Mio. Euro) lag das EBIT leicht unter dem Vorjahr. Dies ist vor allem auf Einmalbelastungen in Höhe von rund 8 Mio. Euro zurückzuführen, die im Zuge der Markteinführung der neuen Produktgenerationen entstanden sind.
Mit einer EBIT-Marge von 26 % (Vj. 30 %) sind wir ein außergewöhnlich ertragsstarkes Unternehmen. Der Jahresüberschuss in Höhe von 78,7 Mio. Euro liegt leicht unter dem Vorjahresergebnis (Vj. 79,8 Mio. Euro). Die Nettomarge beträgt 20 % (Vj. 23 %).
Rendite auf das eingesetzte Kapital auf hohem Niveau
Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) erreichte erneut ein hohes Niveau. 2011 lag der ROIC bei 33 %, nach 34 % im Vorjahr. Damit überstieg der ROIC den zugrunde gelegten Kapitalkostensatz von 9 % um 24 Prozentpunkte. Daraus resultierte ein positiver Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts von 57,3 Mio. Euro.
5,50 Euro Dividende vorgeschlagen
Trotz der vorhandenen Unsicherheiten, insbesondere aufgrund der Eurokrise, erwarten wir für 2012 eine weitestgehend stabile konjunkturelle Entwicklung. Die kurzfristige Liquidität des Unternehmens war mit einem Finanzmittelbestand von 120,8 Mio. Euro (Vj. 163,1 Mio. Euro) zum Jahresende weiterhin gut. Aufsichtsrat und Vorstand haben daher beschlossen, der Hauptversammlung für 2011 eine Erhöhung der Dividende von 5,00 Euro auf 5,50 Euro pro Aktie vorzuschlagen.
Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 3,3 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2011). Insgesamt ist eine Ausschüttung von 62,5 Mio. Euro geplant. Dadurch bleibt die Liquiditätsausstattung des Unternehmens selbst nach der Dividendenausschüttung ausgezeichnet. Wir sind so gut gewappnet, mögliche Probleme zu meistern, die sich aus der Eurokrise noch ergeben könnten.
Finanz- und Vermögenslage
Hohe Liquidität gibt Flexibilität und Sicherheit
Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, insbesondere der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.
Ziel ist es, die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ständig zu optimieren. 2011 wurden keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnet. Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über Bankakkreditive wurde eine durchschnittliche Deckungsquote des Forderungsbestands von über 90 % erreicht.
Solide Bilanzstruktur
Wir verfügen über eine sehr solide Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2011 um 7 % von 305,7 Mio. Euro auf 283,2 Mio. Euro gesunken. Dies resultiert in erster Linie aus der Dividendenausschüttung in Höhe von 102,3 Mio. Euro (inkl. 45,5 Mio. Euro Sonderdividende), durch die sich sowohl die liquiden Mittel als auch das Eigenkapital reduzierten. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 73,1 % dennoch nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 75,3 %).
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich 2011 um 1,2 Mio. Euro reduziert. Da die gesamte Bilanzsumme stärker zurückgegangen ist, hat sich die Struktur der Aktiva aber insgesamt etwas hin zu den langfristigen Vermögenswerten verschoben. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt 79 % (Vj. 81 %), der Finanzmittelbestand repräsentiert 43 % aller Vermögenswerte (Vj. 53 %).
Größte Position in den langfristigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 17,2 Mio. Euro (Vj. 19,0 Mio. Euro). Diese dienen der Finanzierung des 2008 fertig gestellten Montage- und Versandgebäudes sowie der Finanzierung von Fertigungsanlagen der Komponentenfabrik. Der Großteil der Darlehenssumme hat eine Laufzeit bis 2022 und eine Zinsbindung bis 2017.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in entsprechende Zweckgesellschaften findet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Aus diesen erwarten wir in den nächsten fünf Jahren Zahlungen in Höhe von 9,9 Mio. Euro. Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente daher keinen wesentlichen Einfluss.
Investitionsanalyse
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir durch die Produkteinführung unserer neuen Gerätegenerationen insbesondere in das Zukunftswachstum investiert. Hierzu sind Mittel in die Forschung und Entwicklung sowie in umfassende Marketingaktivitäten im Rahmen der Produkteinführung geflossen, ohne dass eine Aktivierung der Leistungen erfolgte. Die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 5,7 Mio. Euro (Vj. 4,5 Mio. Euro) waren weitgehend Erhaltungsinvestitionen.
Working Capital
Das Working Capital ist im abgelaufenen Geschäftsjahr wachstumsbedingt um 15,2 Mio. Euro angestiegen. Hauptursache dafür sind die um 5,4 Mio. Euro gestiegenen Vorratsbestände und die aufgrund des Umsatzwachstums im vierten Quartal um 13,0 Mio. Euro höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum Jahresende betrug das Working Capital 73,4 Mio. Euro (Vj. 58,2 Mio. Euro) oder 19 % vom Umsatz (Vj. 17 %).
Operativer Cashflow auf hohem Niveau
Der Free-Cashflow, bestehend aus dem operativen Cashflow (67,7 Mio. Euro) abzüglich der Investitionen ins Anlagevermögen (5,7 Mio. Euro), erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 62,0 Mio. Euro (Vj. 82,4 Mio. Euro) und blieb damit hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Hauptursachen dafür waren das etwas niedrigere Ergebnis, der Anstieg des Working Capitals und um 6,6 Mio. Euro höhere Ertragsteuerzahlungen im Jahr 2011.
Für das Geschäftsjahr 2010 wurden im Berichtsjahr Dividenden in Höhe von insgesamt 102,3 Mio. Euro an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Zusammen mit den Tilgungen und Zinszahlungen für unsere Bankdarlehen belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf -106,0 Mio. Euro (Vj. -52,2 Mio. Euro). Der Finanzmittelbestand reduzierte sich im Jahresverlauf um 42,3 Mio. Euro auf 120,8 Mio. Euro (Vj. 163,1 Mio. Euro).
Nachhaltig hohe Ertragskraft und finanzielle Stabilität
Nummer 1 im Handelsblatt Renditecheck
Unsere Ertragsstärke und finanzielle Stabilität wird von der deutschen Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" bestätigt. Jährlich werden die im DAX, MDAX, SDAX und TecDax gelisteten Unternehmen nach den Kriterien Eigenkapitalquote, Kapitalrendite, Cashflow/Umsatz und Cashflow/Gesamtkapital bewertet und so deren Ertragsstärke ermittelt.
Mit 850 von 1.000 möglichen Punkten schafften wir im abgelaufenen Geschäftsjahr den Sprung auf Platz 1 und wurden als "Renditekönig" unter den 135 größten börsennotierten deutschen Unternehmen ausgezeichnet. Basis dafür waren die Finanzzahlen aus dem Geschäftsjahr 2010.
Noch höher zu bewerten ist die Top-Platzierung in der 5-Jahreswertung. Hier belegen wir mit durchschnittlich 865 Punkten mit deutlichem Vorsprung die Spitzenposition. Dies ist ein Beleg für die Nachhaltigkeit unserer Ertragsstruktur und das Ergebnis der erfolgreichen Umsetzung unserer langfristigen strategischen Unternehmensausrichtung.
Hohe Bonitätsbewertung durch Banken
Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken mit einer sehr guten Bonitätsnote von AA bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Rating-Agentur.
Gute Aktienkursentwicklung
Entsprechend der positiven Geschäftsentwicklung entwickelte sich auch der Aktienkurs im abgelaufenen Geschäftsjahr. Während der DAX um 15 % zurückging, konnte unsere Aktie mit einem Jahresschlusskurs von 168,20 Euro den Schlusskurs des Vorjahres (161,89 Euro) übertreffen. Genauere Informationen hierzu sind in der Rubrik "Die Aktie" zu finden.
Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand
Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind gut. Weltweit ist ein hohes freies Marktpotenzial für unsere technologisch führenden Produkte vorhanden. Wir sind heute bereits mit großem Abstand Weltmarktführer und erzielen Spitzenwerte hinsichtlich Markenbekanntheit, Kundenzufriedenheit und Wiederkaufsraten.
Mit der guten Liquiditätsausstattung, fortlaufender Liquiditätsgenerierung und einer intakten Ertragsentwicklung bei gleichzeitig hoher Eigenkapitalausstattung ist das Unternehmen auch für die Zukunft bestens aufgestellt. Zusätzlich haben wir bewiesen, dass wir uns selbst in Krisenzeiten schnell und hochflexibel an unerwartete Situationen anpassen können.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Ständige Optimierung aller Unternehmensprozesse
Die Verbesserung der gesamten Unternehmensqualität ist eine fortlaufende zentrale Aufgabe aller Mitarbeiter. Unser Unternehmen ist ganzheitlich nach Prozessen organisiert. Die Prozesse sind detailliert beschrieben und über entsprechende Kennzahlen sowohl qualitativ als auch quantitativ messbar.
Das Qualitätsmanagement ist unternehmensübergreifend ausgelegt. In die auditierten Prozesse werden auch alle Lieferanten, Service- und Handelspartner einbezogen. In vielen Bereichen sind tagesaktuelle Daten die Basis für Entscheidungen zur weiteren Verbesserung der Prozesse. Gemeinsam mit den vorgelagerten Stufen, den Lieferanten, als auch den nachgelagerten Stufen, den Service- und Handelspartnern, wird an der ständigen Prozessoptimierung gearbeitet.
Sollte es zu Kundenbeschwerden oder Reklamationen kommen, gilt der Anspruch, dass jeder aufgetretene Fehler überkompensiert wird. Ein wichtiges Instrument ist dabei das in Deutschland eingeführte System "Customer Care". Es sorgt für höchste Transparenz, für klare Verantwortung und bietet automatische Eskalationsmöglichkeiten, die sicherstellen, dass noch schneller und besser reagiert wird.
Immer die bestmögliche Technologie zu einem angemessenen Preis
Wir versprechen unseren Kunden immer die bestmögliche Technologie und Qualität zu einem angemessenen Preis. Auch 2011 wurden wir mit der Markteinführung des SelfCookingCenter® whitefficiency® und des VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® diesem Anspruch gerecht. Dem Kunden werden deutlich verbesserte Produkteigenschaften, größere Flexibilität und Effizienz sowie einfachere Bedienung angeboten, und zwar ohne Preiserhöhung.
Dies wurde auch durch eine Jury aus Fachhändlern, Journalisten und Kochprofis auf der Mailänder Gastronomiemesse HOST eindrucksvoll bestätigt. Das SelfCookingCenter® whitefficiency® wurde aus über 100 in Profiküchen eingesetzten Geräten als innovativstes Produkt (Gold Innovation) und als Produkt mit den besten Werten in Bezug auf Nachhaltigkeit und Effizienz (Green Excellence) ausgezeichnet.
Langfristige Partnerschaft mit Lieferanten
Als Unternehmen mit geringer Fertigungstiefe sind die Qualität, Produktivität und Zuverlässigkeit unserer Lieferanten für den Erfolg des Unternehmens besonders wichtig. Wir bieten unseren Lieferanten eine langfristige, zuverlässige und vertrauensvolle Partnerschaft und erwarten dafür im Gegenzug Loyalität, Qualität, Engagement, Flexibilität und Innovationskraft. Anstatt immer mehr Druck auf niedrigere Einkaufspreise zu machen, arbeiten wir mit unseren Schlüssellieferanten nach dem Prinzip der verlängerten Werkbank in gemeinsamen Reengineering-Projekten an anspruchsvollen Qualitäts-, Produktivitäts- oder Kostensenkungszielen.
Basis der erfolgreichen Zusammenarbeit sind neben der Lieferantenzertifizierung jährliche Partnerpläne mit Qualitäts- und Produktivitätszielen, ein monatliches Berichtswesen der wichtigsten Kennziffern und regelmäßige Auditierungen. Das RATIONAL-Lieferantensystem beurteilt differenziert die Produktqualität, aber auch die Qualität der Zusammenarbeit. Auf dem jährlichen Lieferantentag werden die besten Lieferanten ausgezeichnet.
Enge Kundenbindung nach dem Kauf
Mit dem CLUB RATIONAL, der Akademie RATIONAL und dem RATIONAL Geschäftskundenportal verfügt das Unternehmen über neue Wege, den Endkunden nach dem Kauf besser und enger zu binden. Der CLUB RATIONAL hat heute bereits rund 32.000 Mitglieder weltweit. Neben vielen kostenlosen Serviceleistungen haben die Mitglieder den direkten Zugriff auf die aktuellsten Software-Updates für das SelfCookingCenter® whitefficiency® und nehmen damit an den Fortschritten der RATIONAL-Garforschung teil. Außerdem wird kompetente Hilfestellung von Koch zu Koch geboten. Eine umfangreiche Rezeptdatenbank und die Möglichkeit, eigene Rezepte zu veröffentlichen, runden das kostenlose Service-Angebot ab.
Die Akademie RATIONAL bietet unseren Kunden die Möglichkeit, von der RATIONAL-Kochkompetenz zu profitieren. Kunden kochen gemeinsam mit unseren Küchenmeistern und lernen so, ihr Gerät optimal einzusetzen und den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.
Mit dem RATIONAL-Portal hat ein neues Zeitalter der Kommunikation begonnen. Diese besondere Web-Applikation steht Händlern, Planern, Service-Partnern und dem Vertrieb seit Juli 2011 zur Verfügung. Produkt- und Serviceinformationen werden bereitgestellt. Bestellungen für Geräte, Zubehör, Ersatzteile, Merchandising-Artikel und Printmedien sind möglich. Termine von Messen und RATIONAL GarenLive sind jederzeit abrufbar. Alles unter einem Dach mit intuitiver Bedienung, stets aktuell.
Steigende Bekanntheit im Finanzmarkt
Die Börsennotierung und nicht zuletzt die Mitgliedschaft im MDAX sind ein Beitrag zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Unternehmens im globalen Finanzmarkt. Der konstruktive Dialog mit externen Analysten und Investoren verstärkt das unternehmensinterne Bewusstsein für effiziente Prozesse, wirksames Risikomanagement, transparente Strukturen und eine offene Kommunikation. Analysten und institutionelle Investoren, aber auch Privataktionäre und die Presse werden zeitnah und offen über aktuelle Entwicklungen informiert.
Zweimarkenstrategie
Die Marke RATIONAL besitzt weltweit einen der höchsten Bekanntheitsgrade in der Branche. Aus Kundensicht steht die Marke insbesondere für Innovations- und Marktführerschaft, für höchste Qualität, breites Nutzen- und Anwendungsspektrum, absolute Zuverlässigkeit, Langlebigkeit, bestes Preis-Leistungs-Verhältnis und einfachste Bedienung.
Mit der Marke FRIMA, unter der wir das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® vertreiben, nutzen wir die große Chance, eine weitere internationale und innovative Marke in der Großküchenbranche zu etablieren. Durch den Aufbau dieser zweiten starken Marke wird der Unternehmenswert nachhaltig gesteigert. Aus unserer Sicht sind zwei Marken mit je einem marktführenden Produkt letztendlich mehr wert als eine Marke mit zwei Produkten.
Vergütungsbericht
Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.
Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.
Für das Geschäftsjahr 2011 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 3,7 Mio. Euro (Vj. 3,5 Mio. Euro). In diesem Betrag war ein erfolgsabhängiger Gehaltsbestandteil in Höhe von 2,0 Mio. Euro (Vj. 1,8 Mio. Euro) enthalten. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,3 Mio. Euro (Vj. 0,3 Mio. Euro) beliefen.
Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2011 nicht stattgefunden. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2011 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.
Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 betrug 572 Tsd. Euro (Vj. 580 Tsd. Euro).
Übernahmerechtliche Angaben zu § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht
Zum 31. Dezember 2011 betrug das Grundkapital der RATIONAL AG 11.370.000 Euro und ist in 11.370.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 1,00 Euro am gezeichneten Kapital beteiligt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor.
Zum 31. Dezember 2011 hielt der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.161.411 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt er die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Mai 2009 wurde § 8 der Satzung der RATIONAL AG geändert und um ein Entsendungsrecht ergänzt. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: "Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat anstelle eines weggefallenen Aufsichtsratsmitgliedes zu entsenden. Das Entsendungsrecht kann ausgeübt werden, sobald ein Mitglied des Aufsichtsrats, welcher vollständig von der Hauptversammlung bestellt wurde, weggefallen ist. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben."
Herr Meister und Herr Kurtz haben 2011 von ihrem satzungsgemäßen Entsendungsrecht Gebrauch gemacht. Sie haben bis zu den nächsten turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung im Jahr 2014 Herrn Dr. Hans Maerz anstelle von Herrn Roland Poczka entsandt. Dieser hat mit Wirkung zum 31. August 2011 sein Amt als Aufsichtsratsmitglied gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der RATIONAL AG niedergelegt.
Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.
Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.
Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechende Anwendung. 2011 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.
Die letzten Satzungsänderungen erfolgten durch Hauptversammlungsbeschluss am 21. April 2010 und betrafen die Aufhebung des genehmigten Kapitals der Gesellschaft sowie Anpassungen der Regelungen zur Hauptversammlung, insbesondere der Hinterlegung und Anmeldung, indem die Satzung hier an die neue Gesetzeslage angepasst wurde.
Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien.
Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.
Risiko- und Chancenbericht
Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand
Eine Vielzahl weltweiter, aktueller gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen beeinflusst unsere Geschäftsentwicklung. Dies ist neben dem globalen Bevölkerungswachstum auch das zunehmende Wohlstandsniveau in den Emerging Markets. Auch das mehr und mehr an Bedeutung gewinnende Bewusstsein für gesunde und variantenreiche Ernährung ist eine Chance für die Großküchenbranche insgesamt, vor allem aber für unsere hochflexiblen Produkte. Vor dem Hintergrund des noch unerschlossenen, weltweiten Marktpotenzials, der technologisch marktführenden Produkte und der unangefochtenen Marktführerschaft beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortzuschreiben.
Es bestehen aber auch Risiken, welche die Erreichung unserer Unternehmensziele gefährden. Neben den materiellen, versicherbaren Risiken sind dies insbesondere die konjunkturelle Entwicklung, politische Entscheidungen, zunehmender Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Verwerfungen, Produkt- und operative Risiken. Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. D. h. es geht keine existenzbedrohende Gefährdung des Unternehmens von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele eines oder mehrerer Geschäftsjahre verfehlt werden.
Risikobericht
Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, finanzielle, operative oder strategische Ziele nicht wie geplant zu erreichen. Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.
Das RATIONAL-Risikomanagement
Das kontinuierliche Sensibilisieren für Risiken und Chancen bei den Mitarbeitern und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Führungskräfte sind entscheidende Erfolgsfaktoren des RATIONAL-Risikomanagements. Entsprechend der Organisationsstruktur von RATIONAL ist das Management der einzelnen Unternehmenseinheiten für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken selbst verantwortlich. Für die Berichterstattung zu Risiken ist ein angemessenes Meldeverfahren definiert. Für Risiken, deren Auswirkungen festgelegte Meldegrenzen überschreiten könnten, besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht an die Unternehmensleitung.
Daneben werden im Rahmen einer Risikoanalyse externe und interne Risiken für alle Unternehmensbereiche erfasst und bewertet. In diesem Rahmen wurde die letzte Risikoinventur im August 2011 durchgeführt. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnte, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.
Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht es der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
Risiken
Politische Krisen und Naturkatastrophen
Die Auswirkungen von politischer Instabilität und Naturkatastrophen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf allen wesentlichen Märkten der Welt anbieten, eröffnen die Chance zum Ausgleich regionaler Schwierigkeiten durch Kompensation in anderen Märkten.
Als mögliche Folgen von politischer Instabilität sind z. B. Einfuhrbeschränkungen in einzelnen Schwellenländern denkbar. Da unser Umsatzanteil hier noch relativ gering ist, betrachten wir dieses Risiko zwar als moderat, aber nicht als existenzgefährdend.
Von den Auswirkungen des Erdbebens in Japan mit Tsunami und Reaktorkatastrophe waren weder unsere japanische Tochtergesellschaft noch unsere Lieferanten unmittelbar betroffen.
Wettbewerbs- und Branchenrisiken
Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategie der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt. Ein Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Fusionen neue Wettbewerber entstehen, ist vorhanden - den möglicherweise daraus entstehenden Schaden stufen wir als gering ein.
Ökonomische Risiken
Das internationale Wirtschaftsumfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf unserer Geräte ist für unsere Kunden mit einer Investition verbunden und unterliegt damit einem Investitionsentscheidungsprozess. Die besondere Marktposition sowie die hohen Rationalisierungseffekte unserer Produkte führen dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft deutlich geringer auswirken als z. B. auf den klassischen Maschinenbau.
Die Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung der wichtigen Märkte erfolgt mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auftretende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit entsprechend flexibler Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, gut vorbereitet.
Finanz- und Kapitalmarktrisiken
2011 betrug der Anteil des Gesamtumsatzes in Fremdwährungen 34 % (Vj. 34 %). Da der überwiegende Teil der Herstellungskosten in Euro anfällt, beeinflusst eine Veränderung der Wechselkurse die Ertragslage des Unternehmens. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich dabei negativ, eine Abwertung des Euro positiv aus. Im Jahr 2011 waren die Effekte aus Währungskursentwicklungen auf unser Geschäftsergebnis von untergeordneter Bedeutung.
Zur Währungssicherung werden gängige Instrumente wie Optionen oder Termingeschäfte eingesetzt. Wir arbeiten hier nur mit erstklassigen Finanzpartnern zusammen. Art und Umfang der Absicherungen werden durch interne Richtlinien vorgegeben, ihre Abwicklung erfolgt zentral in der Muttergesellschaft. Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euro nicht vermeiden. Die Risiken von kurzfristigen Währungsschwankungen für die Zahlungsströme des operativen Geschäfts werden durch die Kurssicherungsgeschäfte aber erheblich reduziert.
Markt- und Forderungsausfallrisiken
Ausfallrisiken bei "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um diese Ausfallrisiken zu vermeiden oder zu reduzieren, werden die Forderungen durch eine Warenkreditversicherung oder über Bankakkreditive abgesichert. Zum Bilanzstichtag waren über 90 % des Forderungsbestandes durch entsprechende Absicherungen gedeckt. Ein erhebliches Risiko aufgrund von Forderungsausfällen ist damit weitestgehend ausgeschlossen.
Marktrisiken hingegen beziehen sich auf den Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Kunden. Unser Gesamtumsatz verteilt sich auf mehrere Tausend Einzelkunden. Besondere Risiken für die zukünftige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Kunden ergeben sich mithin nicht. Vor dem Hintergrund, dass sich der Vertriebsprozess auf den Endanwender fokussiert, führt der Ausfall eines Fachhandelskunden nicht automatisch zu einem Nachfragerückgang auf der Endanwenderseite.
Der Anteil des Geschäftsvolumens mit dem umsatzstärksten Einzelkunden am Gesamtumsatz belief sich im Berichtsjahr auf 2,96 % (Vj. 2,99 %). Die Bonitätsbeurteilung dieses Kunden durch unseren Kreditversicherer ist einwandfrei, sodass wir im Hinblick auf die finanzielle Stabilität keine Risiken für den weiteren kontinuierlichen Geschäftsverlauf erkennen können. Unsere Forderungen gegenüber diesem Kunden waren während des Berichtszeitraumes vollumfänglich kreditversichert.
Produktqualität
Die Produktqualität hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Ein weiterer wichtiger Schritt war hierbei die Einführung der neuen Produktgenerationen im Jahr 2011.
Wir testen alle Geräte intensiv, bevor diese unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die uneingeschränkte Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden - oder auch intern - auftreten, werden diese im Rahmen unserer "Akuten Qualitätsverbesserung" täglich in den technischen Prozessen analysiert und schnelle, unmittelbare Lösungen erarbeitet.
Die unverändert niedrige Garantiekostenquote von 1 % (Vj. 1 %) und die Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend. Dennoch sind wir uns der möglichen Risiken, die aus Qualitätsmängeln und der fehlerhaften Bedienung der Produkte entstehen könnten, bewusst. Servicemeldungen werden weltweit qualifiziert und analysiert. Die Risiken aus Produkthaftpflicht sind aus Sicht der Unternehmensleitung über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt.
Produktentwicklung und Schutzrechte
Wir sind seit vielen Jahren mit Abstand Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt. Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Maßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen von unserer Seite werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt.
Aktuell gibt es keine Verfahren gegen uns aufgrund der Verletzung von Schutzrechten.
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken umfassen Änderungen von Gesetzen und Vorschriften in einem Land oder mehreren Ländern, die die Einfuhr oder den Absatz unserer Produkte verhindern oder erschweren könnten. Dies könnten z. B. Zölle sein, aber auch Sicherheitsvorschriften, die unsere Geräte nicht erfüllen. Wir kennen die rechtliche Situation in allen für uns wichtigen Märkten und stufen die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten dieser Risiken sowie die daraus resultierenden Auswirkungen als moderat ein.
Personalwirtschaftliche Risiken
Unsere qualifizierten Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg und die positive Weiterentwicklung des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue hochqualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist daher für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Eine hohe Fluktuationsquote würde die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung sind neben der angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Förderprogramme sowie die unmittelbare Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg.
Rohstoffpreise und Beschaffungsrisiken
Als produzierendes Unternehmen sind wir von der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise betroffen. Dies führt zu schwankenden Material- und Produktionskosten.
Für die Herstellung unserer Produkte sind der Edelstahlgrundpreis und der Nickelpreis, der sich wiederum auf den Preis des Legierungszuschlags für Edelstahl auswirkt, von besonderer Bedeutung. Die Rohstoffmärkte werden intensiv beobachtet. Das Preisrisiko beim Edelstahlgrundpreis wird durch entsprechende Verträge mit Lieferanten reduziert. Beim Legierungszuschlag ist dies so nicht möglich. Änderungen des Legierungszuschlags wirken sich daher, je nach Entwicklung, unmittelbar positiv oder negativ auf unsere Herstellungskosten aus. Da jedoch der Anteil der variablen Rohstoffkosten an den gesamten Herstellungskosten von untergeordneter Bedeutung ist, stufen wir die resultierenden Auswirkungen auf unsere Ertragslage als gering ein.
Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlicher Qualitäts- und Produktverbesserung und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir sind uns dieses Risikos bewusst und beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Die Vorteile und Chancen dieser Strategie überwiegen aus unserer Sicht gegenüber den damit verbundenen Risiken deutlich.
IT-Risiken
Risiken können insbesondere durch die immer weitergehende Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und einem speziell geschützten Rechenzentrum. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können.
Risikotransfer durch Versicherungsschutz
Ein globales Deckungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, deckt die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken ab. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Für den Konzern sich verändernde Risikogegebenheiten werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst. In den letzten beiden Jahren wurden die vertraglich festgeschriebenen Deckungssummen und die Selbstbehalte der Vorjahre weiter verbessert oder zumindest beibehalten.
Es werden grundsätzlich nur solche Versicherer ausgewählt, die von unserem Versicherungsmakler vorab auf gute Bonität (mindestens A- einer namhaften Rating-Agentur) überprüft wurden. Die Bonität wird durch den Makler laufend beobachtet. Bei nachhaltig negativer Entwicklung eines Versicherungsunternehmens erfolgt zeitnah eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise.
In allen versicherten Bereichen arbeiten wir kontinuierlich an Verbesserungsmaßnahmen zur Schadensverhütung oder zumindest zur Reduzierung der potenziellen Schadenshöhe. Dies erfolgt beispielsweise durch die laufende Optimierung der Versandverpackung unserer Geräte zur nachhaltigen Reduzierung von Transportschäden.
Weiterhin stellen regelmäßige koordinierte Werksbegehungen mit Spezialisten unseres Sachversicherers und unseres Versicherungsmaklers die Umsetzung und Einhaltung definierter Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen zur Risikominimierung sicher.
Absicherung der Gebäude und Anlagen
Zum Schutz unserer Mitarbeiter, der Gebäude, unserer Anlagen und Maschinen sowie der Umwelt haben wir für unsere drei Werke in Landsberg einen hausinternen Werkschutz etabliert. Durch eine 24-stündige Bewachung mit eigenem Personal und durch den Einsatz einer internen professionellen Werkschutzzentrale (unter anderem mit permanenter Videoüberwachung und technischer Brandschutzbetreuung) können wir Sicherheit auf hohem Niveau gewährleisten.
Zusammenfassung der Risiken
Aktuell ist die Entwicklung der Weltwirtschaft positiv. Es existieren jedoch finanzwirtschaftliche und konjunkturelle Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen nur schwer vorhersehbar sind. Unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen, unserer hohen Liquiditätsreserve und der soliden Bilanzstruktur des Unternehmens, schätzen wir die beschriebenen Risiken weder einzeln noch in ihrer Wechselwirkung als bestandsgefährdend ein.
Chancenbericht
Unsere nachhaltig erfolgreiche Entwicklung in der Zukunft wird sowohl durch externe Faktoren und Trends als auch durch die Stärken und Wettbewerbsvorteile unserer Produkte und Unternehmensprozesse unterstützt.
Positive externe Faktoren und Trends
Großes freies Weltmarktpotenzial
Weltweit gibt es rund 2,5 Millionen Profiküchen, in denen unsere Technologie eingesetzt werden kann. Tendenz steigend. Nur rund 30 % dieser Küchen kochen heute bereits mit Kombidämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Nur rund 7 % aller Küchen haben das SelfCookingCenter® bzw. das SelfCookingCenter® whitefficiency® im Einsatz. Da das SelfCookingCenter® whitefficiency® neben der traditionellen Gartechnologie auch herkömmliche Kombidämpfer ersetzt, besteht weltweit noch ein freies Kundenpotenzial von rund 93 %.
Für das VarioCookingCenter MULITFICIENCY® besteht dasselbe weltweite Kundenpotenzial. Da dieses erst seit wenigen Jahren am Markt ist, ist der Penetrationsgrad noch gering. Somit beträgt hier das noch offene Kundenpotenzial nahezu 100 % der 2,5 Millionen Profiküchen.
Das große freie Marktpotenzial ermöglicht sowohl uns als auch unseren Wettbewerbern, auch in Zukunft über tiefere Marktdurchdringung und steigenden Ersatzbedarf weiter zu wachsen.
Wachstum der Weltbevölkerung und des globalen Wohlstands
Durch den zunehmenden Wohlstand der wachsenden Bevölkerung in den Emerging Markets steigt das Pro-Kopf-Einkommen in diesen Ländern deutlich an. Daraus resultiert die Bildung neuer Mittelschichten. Essen außer Haus wird mit wachsendem Wohlstand und höherem Lebensstandard auch in diesen aufstrebenden Ländern zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dies wirkt sich positiv auf den Bedarf für unsere Produkte in diesen Märkten aus.
Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt
Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben die Bürger und die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe und insbesondere in der an Bedeutung gewinnenden Systemgastronomie sind Trends hin zu gesünderen und abwechslungsreicheren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist vitaminschonend, fettarm und damit besonders gesund.
Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis
Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis, das warme Essen außer Haus. Dies stellt eine Absicherung auch in Krisenzeiten dar.
Stärken von RATIONAL
Wettbewerbsüberlegene Produkte
Wir verfügen über ein Portfolio wettbewerbsüberlegener Produkte und Dienstleistungen. Sowohl das SelfCooking-Center® whitefficiency® als auch das VarioCookingCenter MULITFICIENCY® sind technologisch und anwendungsbezogen führend. Und das bei vergleichbarer preislicher Positionierung zum Wettbewerb. Dies erhöht die Attraktivität der Produkte und Dienstleistungen bei Kunden, die ein multifunktionales Produkt mit besten Leistungseigenschaften, einfachster Bedienung und hoher Flexibilität erwerben wollen.
Ressourceneffizienz
Die Ressourceneffizienz der eingesetzten Technologie gewinnt bei Investitionsentscheidungen in der Profiküche zunehmend an Bedeutung. Das SelfCookingCenter® whitefficiency® und das VarioCookingCenter MULITFICIENCY® reduzieren den Verbrauch von Energie, Wasser, Platz, Fett, Reiniger und den Einsatz von Rohwaren deutlich. Zudem führt der reduzierte Kontroll- und Reinigungsaufwand zu erheblichen Einsparungen bei der Arbeitszeit.
Weltmarktführerschaft
Unser Weltmarktanteil liegt, bezogen auf den Kombidämpfermarkt, bei über 50 %. Jeder zweite Kombidämpfer, der weltweit verkauft wird, stammt aus dem Hause RATIONAL. Die Vorteile aufgrund der Marktstärke sind vielfältig. Zum einen hat das Unternehmen das weltweit größte und professionellste Vertriebsteam und kann somit die Botschaft der Produkte effizient kommunizieren und den Bekanntheitsgrad weiter verbessern. Zudem verfügen wir über eine hohe Innovationskraft, wodurch der technologische Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb gehalten bzw. noch weiter ausgebaut werden kann.
Hohe Kundenzufriedenheit
Der Kombidämpfer wird als eines der wichtigsten Geräte in der Profiküche angesehen. Wir werden hierbei als innovativer Lösungsanbieter mit hochqualitativen und zuverlässigen Produkten sowie höchster Servicequalität wahrgenommen. Mehr als 80 % unserer Kunden sind sogenannte "Apostel", sie sind so zufrieden, dass sie jederzeit wieder ein RATIONAL-Produkt kaufen, aber auch anderen den Kauf empfehlen.
Erfolgreiche Marktentwicklung
Bei der Erschließung neuer Märkte nehmen wir häufig die Pionierrolle ein. Daraus resultiert die schnelle Markenbekanntheit und ein deutlicher Vorsprung bei der Ausschöpfung der vorhandenen Marktpotenziale. Die effiziente und erfolgreiche Erschließung neuer Märkte trägt nachhaltig dazu bei, die Weltmarktführerschaft zu festigen und auszubauen.
Unternehmenskultur
Grundlage für die unternehmensweite Zusammenarbeit und das Selbstverständnis aller Mitarbeiter ist das Prinzip des "Unternehmers im Unternehmen" (U.i.U.® ) mit dezentraler Führungsstruktur, hoher Eigenverantwortung und Selbstorganisation.
Durch die permanent lernende Organisation nach dem Motto "Von den Besten lernen" und durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess werden Schwächen im Arbeitsbereich jedes einzelnen Mitarbeiters erkannt, beseitigt und damit Verschwendung immer mehr vermieden.
Die konzernweite Prozessorganisation sichert höchste Effizienz durch Vermeidung unnötiger Schnittstellen. Sie erhöht die Motivation und die Identifizierung des einzelnen Mitarbeiters mit seinen ganzheitlichen Aufgaben.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
| ― | Die bei der Muttergesellschaft und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind in Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert. |
| ― | Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet. |
| ― | Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet. |
| ― | Die Buchführung wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten. |
| ― | Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. |
| ― | Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weiterqualifiziert. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche ihr Handeln eng aufeinander ab. |
| ― | Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. |
| ― | Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. |
| ― | Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der Konzern-Gesellschaften durch lokal beauftragte Wirtschaftsprüfer geprüft oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen. |
| ― | Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt. |
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und somit korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.
Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des RATIONAL-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, eingetreten.
Am 16. Januar 2012 haben wir in einer Ad-hoc-Mitteilung vorläufige Zahlen zu den Umsatzerlösen und dem EBIT für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht.
Prognosebericht
Hohes freies Marktpotenzial
Das Marktpotenzial für unsere Produkte ist unverändert groß. Weltweit gibt es rund 2,5 Mio. Profiküchen, die für einen Einsatz des SelfCookingCenter® whitefficiency® und des VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® in Frage kommen. Tendenz steigend. Das freie Weltmarktpotenzial für das SelfCookingCenter® whitefficiency® liegt derzeit bei rund 93 % und für das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® sogar bei nahezu 100 % dieser 2,5 Millionen Profiküchen.
Aufgrund der nach wie vor vorhandenen Investitionsbereitschaft der Entscheidungsträger im Bereich der Profiküchen erwarten wir für die kommenden Jahre ein entsprechendes Branchenwachstum. RATIONAL, als Markt- und Technologieführer, sollte von dieser positiven Entwicklung ebenfalls profitieren.
Erschließung internationaler Marktpotenziale
Auch 2011 haben wir in den Ausbau des weltweiten Vertriebs- und Marketingnetzwerks investiert. Das Ziel war dabei insbesondere, die bestehenden Potenziale in den aufstrebenden Märkten dieser Welt zu erschließen. Aber auch in bereits erschlossenen Regionen ergeben sich weitere Wachstumschancen durch noch tiefere Marktdurchdringung und den Austausch von älteren Kombidämpfern durch das SelfCookingCenter® whitefficiency® . Diese chancenorientierte Wachstumsstrategie wird 2012 weiter fortgesetzt. Deshalb werden wir auch 2012 entsprechend in den potenzialorientierten Aufbau von Mitarbeitern investieren, speziell in Vertriebs- und Marketingfunktionen in allen Regionen der Welt.
Moderater Anstieg der Rohstoffpreise erwartet
Die Edelstahlpreise setzen sich aus dem Stahl-Basispreis und dem Legierungszuschlag zusammen, der maßgeblich von der Nickelpreisentwicklung abhängt. Bis März des abgelaufenen Geschäftsjahres ist der Legierungszuschlag gestiegen, seit April ist er aber bis zum Jahresende wieder kontinuierlich auf ein deutlich niedrigeres Niveau gesunken. Die weitere Preisbewegung beider Komponenten hängt maßgeblich von der Entwicklung der Weltkonjunktur ab. Beim Basispreis für Stahl sorgen langfristige Kontrakte für eine sichere Kalkulationsgrundlage. Der Preis für den Legierungszuschlag liegt aktuell unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Wir gehen davon aus, dass dieser entsprechend der prognostizierten positiven Entwicklung der Weltkonjunktur wieder leicht anziehen wird. Wir erwarten jedoch keine wesentlichen Auswirkungen der Rohstoffpreise auf die Herstellungskosten und somit auf unsere Gewinnsituation.
Zusätzliche Investitionen in ein Schulungs- und Bürogebäude
In der jüngeren Vergangenheit wurden umfangreiche Investitionen in moderne Produktionseinrichtungen und Schlüsselkompetenzen getätigt, die eine ausgezeichnete Basis für eine zukunftssichere Fertigung gelegt haben. Für 2012 sind Investitionen ins Anlagevermögen in Höhe von rund 10 Mio. Euro geplant. Dies umfasst zum Großteil Erhaltungsinvestitionen und die geplante Errichtung eines Schulungs- und Bürogebäudes am Standort Landsberg. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt sowohl aus eigenen Mitteln als auch durch die Aufnahme von Fremdkapital. Zusätzlich werden wir weiter in Forschung und Entwicklung sowie in Marketing und Vertrieb investieren.
Operative Cashflows decken laufenden Liquiditätsbedarf
Unser Liquiditätsbedarf bestimmt sich weitgehend aus den laufenden operativen Kosten, dem wachstumsbedingten Aufbau des Working Capitals, den notwendigen Anlageninvestitionen sowie der geplanten Dividendenausschüttung. Auch in Zukunft wird der Liquiditätsbedarf weitgehend aus den operativen Mittelzuflüssen sowie der aktuell verfügbaren Nettoliquidität bestritten.
Mit Zuversicht ins Jahr 2012
Die aktuell noch guten Konjunkturerwartungen werden durch die sich verschärfende Eurokrise und deren unabsehbaren Folgen belastet. Die Konjunkturexperten des Internationalen Währungsfonds (IWF) gehen für 2012 noch immer von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3 % aus (Quelle: IWF, WEO Update, Januar 2012). Jedoch wurden die Wachstumsprognosen für 2012 in den letzten Monaten schrittweise reduziert, was auch die Verunsicherung bei den Experten ausdrückt.
Wir haben bei RATIONAL alle Voraussetzungen geschaffen, um auch im Jahr 2012 erfolgreich zu sein. Wir verfügen über wettbewerbsüberlegene Produkte, ein großes freies Weltmarktpotenzial, ausgezeichnete Kundenbindung, ein intaktes Geschäftsmodell und solide finanzwirtschaftliche Grundlagen. Die Markteinführung der neuen Produktgenerationen verbessert unsere Wettbewerbsposition zusätzlich. Daher gehen wir mit Zuversicht ins neue Jahr.
Wir erwarten für 2012 und 2013 sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis wieder ein moderates Wachstum. Darüber hinaus sehen wir aufgrund unserer Wettbewerbsstellung, der Produktneueinführung und des Marktpotenzials die Chance zu einer Verbesserung der wesentlichen finanzwirtschaftlichen Steuerungskennzahlen.
Landsberg am Lech, den 15. Februar 2012
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Günter Blaschke, Vorstandsvorsitzender
Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Reinhard Banasch, Vorstand BereichVertrieb und Marketing
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
Bilanz
RATIONAL-Konzern
Aktiva
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| Angaben in TEUR |
Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 58.237 | 59.415 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 12, 13 | 1.257 | 1.155 |
| Sachanlagen | 14, 15 | 52.414 | 54.155 |
| Finanzanlagen | 16 | 0 | 50 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 19 | 206 | 245 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 9 | 4.360 | 3.810 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 224.952 | 246.299 | |
| Vorräte | 17 | 24.739 | 19.347 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18 | 71.685 | 58.726 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 19 | 7.760 | 5.089 |
| Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate | 20 | 50.400 | 115.900 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 21 | 70.368 | 47.237 |
| Bilanzsumme | 283.189 | 305.714 | |
| Passiva | |||
| Angaben in TEUR |
Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Eigenkapital | 22 | 206.915 | 230.266 |
| Gezeichnetes Kapital | 11.370 | 11.370 | |
| Kapitalrücklage | 28.058 | 28.058 | |
| Gewinnrücklagen | 168.809 | 192.394 | |
| Übriges Eigenkapital | -1.322 | -1.556 | |
| Langfristige Schulden | 19.860 | 22.755 | |
| Pensionsrückstellungen | 23 | 681 | 697 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 25 | 1.949 | 3.076 |
| Langfristige Darlehen | 26 | 17.230 | 18.982 |
| Kurzfristige Schulden | 56.414 | 52.693 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 24 | 3.238 | 7.172 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 25 | 19.849 | 17.261 |
| Kurzfristig fälliger Anteil langfristiger Darlehen | 26 | 1.766 | 2.315 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 27 | 10.085 | 9.240 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 28 | 21.476 | 16.705 |
| Schulden | 76.274 | 75.448 | |
| Bilanzsumme | 283.189 | 305.714 |
Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 1. Januar - 31. Dezember
RATIONAL-Konzern
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| Angaben in TEUR |
Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1 | 391.688 | 350.136 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 2 | -157.315 | -133.150 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 234.373 | 216.986 | |
| Vertriebs- und Servicekosten | 3 | -100.718 | -83.443 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 4 | -14.944 | -13.515 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 5 | -17.458 | -15.639 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6 | 7.433 | 9.093 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 7 | -6.521 | -7.715 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 102.165 | 105.767 | |
| Erträge aus Beteiligungen | 8 | 74 | 63 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 8 | 1.303 | 998 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 8 | -1.077 | -1.217 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) | 102.465 | 105.611 | |
| Ertragsteuern | 9 | -23.720 | -25.818 |
| Jahresüberschuss | 78.745 | 79.793 | |
| Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung | 234 | 518 | |
| Gesamtergebnis | 78.979 | 80.311 | |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert/verwässert) | 11.370.000 | 11.370.000 | |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro, bezogen auf das Konzernergebnis und die Anzahl der Aktien | 10 | 6,93 | 7,02 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung
RATIONAL-Konzern
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| Angaben in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2010 | 11.370 | 28.058 | 152.396 | -2.074 | 189.750 |
| Dividende | - | - | -39.795 | - | -39.795 |
| Gesamtergebnis | - | - | 79.793 | 518 | 80.311 |
| Stand am 31.12.2010 | 11.370 | 28.058 | 192.394 | -1.556 | 230.266 |
| Dividende | - | - | -102.330 | - | -102.330 |
| Gesamtergebnis | - | - | 78.745 | 234 | 78.979 |
| Stand am 31.12.2011 | 11.370 | 28.058 | 168.809 | -1.322 | 206.915 |
Kapitalflussrechnung für den Zeitraum 1. Januar - 31. Dezember
RATIONAL-Konzern
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 102.465 | 105.611 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | 7.268 | 6.796 |
| Ergebnis aus Anlagenabgängen | 17 | 11 |
| Nicht realisiertes Fremdwährungsergebnis | 160 | 69 |
| Wertänderung derivativer Finanzinstrumente | 351 | 160 |
| Zins- und Beteiligungserträge | -1.377 | -1.061 |
| Zinsaufwendungen | 1.077 | 1.217 |
| Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens | 109.961 | 112.803 |
| Veränderungen der | ||
| Vorräte | -5.392 | -1.525 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Aktiva | -13.128 | -8.395 |
| Rückstellungen | 1.352 | 1.562 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Passiva | 5.473 | 6.342 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 98.266 | 110.787 |
| Gezahlte Einkommen- und Ertragsteuern | -30.549 | -23.934 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 67.717 | 86.853 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -5.720 | -4.476 |
| Erlöse Anlagenabgang | 72 | 33 |
| Zahlungsmittelzufluss aus Verschmelzung | 81 | - |
| Erwerb von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate | -50.400 | -115.900 |
| Abnahme von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate | 115.900 | 96.000 |
| Erhaltene Zinsen | 1.421 | 852 |
| Erhaltene Dividende | 47 | 46 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 61.401 | -23.445 |
| Gezahlte Dividende | -102.330 | -39.795 |
| Auszahlungen im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen | -434 | -869 |
| Tilgung von Bankverbindlichkeiten | -2.301 | -10.341 |
| Gezahlte Zinsen | -976 | -1.163 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -106.041 | -52.168 |
| Nettoab-/-zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 23.077 | 11.240 |
| Veränderung der Zahlungsmittel aus Wechselkursveränderungen | 54 | 368 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 23.131 | 11.608 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. | 47.237 | 35.629 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. | 70.368 | 47.237 |
Anhang
Grundlagen
Darstellung und Erläuterung der Geschäftstätigkeit
Die RATIONAL Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz RATIONAL AG) ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Landsberg am Lech, Iglinger Straße 62, eingetragen im Handelsregister Augsburg unter der Nummer HRB 2001.
Der RATIONAL-Konzern (im Folgenden "RATIONAL" sowie "Konzern" genannt) ist weltweiter Markt- und Technologieführer im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen. Seit der Gründung im Jahr 1973 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von professionellen Gargeräten für Groß- und Gewerbeküchen. Der weltweite Vertrieb erfolgt sowohl über eigene Tochtergesellschaften als auch über unabhängige Vertriebspartner.
Die Aktien der seit März 2000 börsennotierten Gesellschaft sind im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt zugelassen und werden am regulierten Markt im Marktsegment MDAX gehandelt.
Darstellung des Abschlusses
Die funktionale Währung und die Darstellungswährung im Konzernabschluss ist der Euro. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit erfolgen die Zahlenangaben in Tausend Euro (Tsd. Euro bzw. TEUR). Die Bilanzstruktur entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung für das zum 31. Dezember endende Geschäftsjahr 2011 und das Vorjahr erfolgt hierbei nach den Fälligkeiten "innerhalb von 12 Monaten" als kurzfristig und "über 12 Monate" als langfristig. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu ihrem Marktwert bewertet werden.
Die Anhangangaben zum Konzernabschluss dienen dazu, auf Basis der auch dem Management vorliegenden operativen und strategischen Entscheidungsgrundlagen, ein umfassendes Urteil über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Chancen und Risiken des Unternehmens zu ermöglichen. Dabei orientiert sich RATIONAL an den Konzernabschlussbestandteilen Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Die spezifischen Erläuterungen erfolgen hierbei jeweils positionsbezogen. Grundsätzliche Angaben zur Rechnungslegung und Konsolidierung sind unter den Gliederungspunkten "Grundlagen der Rechnungslegung", "Konsolidierungsmethoden" und "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die Bedeutung von Finanzinstrumenten ist unter dem Punkt "Erläuterungen zu Finanzinstrumenten" dargelegt. Positionsunabhängige Erläuterungen sind im Abschnitt "Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss" enthalten.
Die Freigabe des Abschlusses erfolgte am 15. Februar 2012 durch den Vorstand der RATIONAL AG.
Grundlagen der Rechnungslegung
Die Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2011 (unter Angabe der Vorjahreszahlen) erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Alle für das Geschäftsjahr 2011 gültigen und verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2011 verbindlich und vorher nicht freiwillig angewendet.
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| Inkrafttreten | ||
|---|---|---|
| Änderung | IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung: Einstufung von Bezugsrechten" | 01.02.2010 |
| Änderung | IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS: Begrenzte Befreiung von Vergleichsangaben nach IFRS 7 für erstmalige Anwender" | 01.07.2010 |
| Neu | IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" | 01.07.2010 |
| Änderung | IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" | 01.01.2011 |
| Änderung | IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen" | 01.01.2011 |
| Neu | Annual Improvement Project 2010 | 01.07.2010/ 01.01.2011 |
| ― | Der IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung: Einstufung von Bezugsrechten" wurde dahingehend ergänzt, dass Bezugsrechte, Optionen und Optionsscheine auf eine feste Anzahl eigener Anteile gegen einen festen Betrag in einer beliebigen Währung als Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren sind, solange diese anteilig allen bestehenden Anteilseignern derselben Klassen gewährt werden. Der Konzern hat keine Bezugsrechte ausgegeben, sodass diese Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | Mit der Änderung des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS: Begrenzte Befreiung von Vergleichsangaben nach IFRS 7 für erstmalige Anwender" wurde klargestellt, dass die Ausnahmevorschriften von IFRS 7 zu den im März 2009 aufgenommenen zusätzlichen Anhangangaben auch von IFRS-Erstanwendern angewendet werden können. Hieraus ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" regelt die Bilanzierung beim Schuldner, wenn es diesem durch Neuverhandlung erlaubt ist, finanzielle Verbindlichkeiten durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten zu begleichen. Diese Regelung hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | Der überarbeitete IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" stellt die Definition eines nahestehenden Unternehmens oder einer nahestehenden Person klar. Des Weiteren wurden im Standard Erleichterungen aufgenommen hinsichtlich der Anhangangaben von Unternehmen, die von einer Regierung kontrolliert, gemeinschaftlich geleitet oder maßgeblich beeinflusst werden. Die Änderung des Standards hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RATIONAL AG. |
| ― | IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen" wurde dahingehend geändert, dass der wirtschaftliche Nutzen aus Beitragsvorauszahlungen des Unternehmens zur Erfüllung von Mindestdotierungsverpflichtungen als Vermögenswert aktiviert werden kann. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | Im Rahmen des "Annual Improvement Project 2010" wurden diverse Änderungen an verschiedenen IFRS vorgenommen, die keine wesentlichen Änderungen an den inhaltlichen Aussagen des Standards bewirken. Änderungen wurden in IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards", IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", IAS 1 "Darstellung des Abschlusses", IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse", IAS 34 "Zwischenberichterstattung" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme" vorgenommen. Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
Folgender geänderter Standard war im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verbindlich anzuwenden und wurde auch nicht vorzeitig angewendet.
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| Inkrafttreten | ||
|---|---|---|
| Änderung | IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben: Übertragung finanzieller Vermögenswerte" | 01.07.2011 |
| ― | Der überarbeitete IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" erweitert die Angabepflichten im Hinblick auf die Übertragung finanzieller Vermögenswerte, die vollständig oder teilweise übertragen aber nicht ausgebucht wurden sowie für bestehende Engagements an einem übertragenen finanziellen Vermögenswert. Die Änderung des Standards wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RATIONAL AG haben. |
Folgende Standards, Interpretationen und Änderungen wurden vom IASB veröffentlicht, aber bisher noch nicht von der EU übernommen und sind deshalb nicht im Konzernabschluss angewendet. Diese Standards, Interpretationen und Änderungen werden ab dem Zeitpunkt ihrer verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union im Konzern umgesetzt und haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse der RATIONAL AG.
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| Inkrafttreten gemäß Standard | ||
|---|---|---|
| Änderung | IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS: Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fester Anwendungszeitpunkte für erstmalige Anwender" | 01.07.2011 |
| Änderung | IAS 12 "Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte" | 01.01.2012 |
| Änderung | IAS 1 "Darstellung des Abschlusses - Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses" | 01.07.2012 |
| Änderung | IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" | 01.01.2013 |
| Änderung | IAS 27 "Einzelabschlüsse" | 01.01.2013 |
| Änderung | IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" | 01.01.2013 |
| Änderung | IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" | 01.01.2013 |
| Neu | IFRS 10 "Konzernabschlüsse" | 01.01.2013 |
| Neu | IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" | 01.01.2013 |
| Neu | IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" | 01.01.2013 |
| Neu | IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" | 01.01.2013 |
| Neu | IFRIC 20 "Kosten der Abraumbesteitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau" | 01.01.2013 |
| Änderung | IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" | 01.01.2014 |
| Änderung | IFRS 7 und 9 "Finanzinstrumente: Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Angaben zum Übergang" | 01.01.2015 |
| Neu | IFRS 9 "Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung: Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" | 01.01.2015 |
Das Geschäftsjahr der RATIONAL AG und aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist gemäß IAS 27 der Abschlussstichtag der Muttergesellschaft.
Konsolidierungsmethoden
In den RATIONAL-Konzernabschluss werden neben dem Mutterunternehmen alle wesentlichen in- und ausländischen Tochtergesellschaften, die unter der direkten oder indirekten Kontrolle der RATIONAL AG stehen, einbezogen. Kontrolle liegt vor, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um daraus einen entsprechenden Nutzen ziehen zu können. In der Regel ist dies der Fall, wenn die RATIONAL AG direkt oder indirekt über mehr als die Hälfte der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt.
Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital des erworbenen Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt, unabhängig vom Umfang etwaiger Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Eigenkapital. Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst.
Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert, welcher jährlich oder bei Hinweisen auf eine Wertminderung einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen werden muss. Eine daraus resultierende Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst.
Die Bilanzierung nicht konsolidierter Tochtergesellschaften erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten.
Die Auswirkungen wesentlicher konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden konsolidiert, Zwischengewinne im Vorratsvermögen eliminiert und konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Die Konsolidierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 gemäß den Vorgaben des IAS 27 neben der Muttergesellschaft sechs inländische (Vj. fünf) und 19 ausländische (Vj. 19) Tochtergesellschaften einbezogen. Im Geschäftsjahr 2011 gab es keine wesentlichen Änderungen des Konsolidierungskreises. Dieser setzt sich zum 31. Dezember 2011 wie folgt zusammen:
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| Name und Sitz der Tochterunternehmen der RATIONAL AG | % Kapitalanteil/ % Stimmrechte | ||
|---|---|---|---|
| Deutschland | |||
| LechMetall GmbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| RATIONAL Komponenten GmbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| RATIONAL Technical Services GmbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| RATIONAL Großküchentechnik GmbH | Landsberg am Lech | Deutschland | 100,0 |
| FRIMA Deutschland GmbH | Frankfurt am Main | Deutschland | 100,0 |
| Europa | |||
| RATIONAL UK Ltd. | Luton | Großbritannien | 100,0 |
| FRIMA UK Ltd. | London | Großbritannien | 100,0 |
| FRIMA RATIONAL France SAS | Wittenheim | Frankreich | 100,0 |
| FRIMA - T SAS | Wittenheim | Frankreich | 100,0 |
| FRIMA France SAS | Wittenheim | Frankreich | 100,0 |
| RATIONAL Italia s.r.l. | Mestre | Italien | 100,0 |
| RATIONAL Ibérica Cooking Systems, SL | Barcelona | Spanien | 100,0 |
| RATIONAL Austria GmbH | Salzburg | Österreich | 100,0 |
| RATIONAL International AG | Balgach | Schweiz | 100,0 |
| RATIONAL Schweiz AG | Balgach | Schweiz | 100,0 |
| FRIMA International AG | Balgach | Schweiz | 100,0 |
| RATIONAL Polen Sp. z o.o. | Warschau | Polen | 100,0 |
| RATIONAL Scandinavia AB | Malmö | Schweden | 100,0 |
| RATIONAL RUS OOO | Moskau | Russland | 100,0 |
| Amerika | |||
| RATIONAL USA, Inc. | Schaumburg | USA | 100,0 |
| RATIONAL Canada Inc. | Mississauga | Kanada | 100,0 |
| RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição De Sistemas De Cocção Ltda. | São Paulo | Brasilien | 99,9 |
| Asien | |||
| RATIONAL Japan Co., Ltd. | Tokio | Japan | 100,0 |
| RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai | China | 100,0 |
Die RATIONAL AG, die bisher 98 % der Anteile und Stimmrechte an der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH hielt, erwarb im Mai 2011 die übrigen 2 % der Anteile der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH. Die bislang nicht im Konsolidierungskreis enthaltene MEIKU Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Landsberg am Lech übernahm im Juni 2011 das Vermögen der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG und wurde in der Folge auf die RATIONAL AG verschmolzen. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Nicht im Konsolidierungskreis enthalten ist die wirtschaftlich inaktive Tochtergesellschaft der FRIMA - T SAS, die TOPINOX SARL, Nantes, Frankreich. Diese ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Beteiligung ist wie im Vorjahr mit einem Buchwert von Tsd. Euro 0 ausgewiesen. Dieser entspricht dem Marktwert.
Die inländischen Tochtergesellschaften LechMetall GmbH, RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH und RATIONAL Komponenten GmbH nehmen für das Geschäftsjahr 2011 § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Die Gesellschaften verzichten auf die Erstellung eines Anhangs sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses. Darüber hinaus nehmen die RATIONAL Großküchentechnik GmbH und die RATIONAL Komponenten GmbH die Möglichkeit zur Befreiung von der Erstellung eines Lageberichtes gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
Fremdwährungsumrechnung
In den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften werden die Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs resultieren, werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Für den Konzernabschluss werden die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung fungiert hierbei die jeweilige Landeswährung. Die RATIONAL International AG und die FRIMA International AG, beide mit Sitz in der Schweiz, haben abweichend hiervon als funktionale Währung den Euro. Vermögenswerte und Schulden werden mit den Devisenmittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die in die Kapitalkonsolidierung einzubeziehenden Teile des Eigenkapitals sowie der Gewinn- oder Verlustvortrag werden mit historischen Kursen umgerechnet. Soweit sich hieraus in der Bilanz Unterschiedsbeträge ergeben, werden diese ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals als "Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung" erfasst.
Die im Konzernabschluss verwendeten Wechselkurse im Verhältnis zum Euro und deren Entwicklung im Jahresvergleich sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
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| Jahresdurchschnittskurse | Stichtagskurse 31.12. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Euro entspricht | 2011 | 2010 | Änderung in % |
2011 | 2010 | Änderung in % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| USD = US-Dollar | 1,3989 | 1,3209 | 6 | 1,2932 | 1,3380 | -3 |
| JPY = japanischer Yen | 111,33 | 115,29 | -3 | 100,07 | 108,80 | -8 |
| GBP = britisches Pfund | 0,8712 | 0,8560 | 2 | 0,8367 | 0,8625 | -3 |
| CHF = Schweizer Franken | 1,2320 | 1,3700 | -10 | 1,2165 | 1,2525 | -3 |
| CAD = kanadischer Dollar | 1,3808 | 1,3652 | 1 | 1,3192 | 1,3370 | -1 |
| SEK = schwedische Krone | 9,0160 | 9,4918 | -5 | 8,9171 | 8,9752 | -1 |
| PLN = polnischer Zloty | 4,1422 | 4,0000 | 4 | 4,4580 | 3,9604 | 13 |
| CNY = chinesischer Yuan | 9,0240 | 8,9289 | 1 | 8,1435 | 8,8205 | -8 |
| RUB = russischer Rubel | 41,0361 | 40,2280 | 2 | 41,6868 | 40,9241 | 2 |
| BRL = brasilianischer Real | 2,3370 | 2,3270 | 0 | 2,4137 | 2,2211 | 9 |
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Aktivierungsfähige Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 liegen nicht vor.
Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und aus sonstigen Unternehmenserwerben werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Liegt der beizulegende Zeitwert abzgl. der Verkaufskosten oder der Nutzungswert unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, erfolgt eine ergebniswirksame Berücksichtigung der Wertminderung. Historische Wertminderungen des Firmenwertes dürfen nicht rückgängig gemacht werden.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Verwaltungs- und Produktionsgebäude werden über einen Zeitraum von 25 bis 36 Jahren abgeschrieben, technischen Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über Nutzungsdauern von 1 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt vorwiegend linear. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung "pro rata temporis".
Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert eines immateriellen Vermögenswertes oder einer Sachanlage wertgemindert sein könnte. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes.
Finanzierungsleasing
Trägt ein Konzernunternehmen als Leasingnehmer alle mit dem Eigentum an dem Leasinggegenstand verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen, erfolgt gemäß IAS 17 die Aktivierung des Leasinggegenstandes beim Leasingnehmer zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum Barwert der Leasingraten. Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer, erworbener Anlagegüter.
Vorräte
Vermögenswerte des Vorratsvermögens werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Anschaffungspreisminderungen wie Boni und Skonti werden bei der Ermittlung der Anschaffungskosten berücksichtigt. Die Anschaffungskosten enthalten alle Kosten des Erwerbs sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen.
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten alle dem Produktionsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.
Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt, da es sich bei den Erzeugnissen um keine qualifizierten Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 handelt.
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden in Abhängigkeit vom Einzelfall entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.
Alle finanziellen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d. h. zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung bzw. bei der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums, mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Marktübliche Käufe und Verkäufe eines finanziellen Vermögenswerts werden am Handelstag bilanziell erfasst.
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte betreffen Derivate, die als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft werden. Sollen finanzielle Vermögenswerte bis zu ihrer Endfälligkeit gehalten werden, werden sie nach ihrer erstmaligen Erfassung zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und bei Vorliegen von Wertminderungen wertberichtigt. Kredite und Forderungen werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden nicht gehalten.
Für sämtliche Kategorien von finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert der Wert an den für RATIONAL relevanten Märkten, insbesondere sind dies die für Over-the-Counter-Geschäfte maßgeblichen Konditionen der Banken. Sämtliche zu erfassenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von finanziellen Vermögenswerten werden im Periodenergebnis ausgewiesen.
Derivative Finanzinstrumente
Die derivativen Kontrakte werden in die Bewertungskategorie "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft und zum Marktwert bilanziert, da die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nach IAS 39 (trotz enger Orientierung der Absicherung am Grundgeschäft) nicht vollständig erfüllt sind. Derivative Finanzinstrumente werden am Handelstag zum Kauf- bzw. zum Verkaufspreis erfasst und in der Bilanz in den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen im Marktwert sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen enthalten.
Für die Bilanzierung zum Marktwert werden die stichtagsbezogenen Bewertungen der jeweiligen Kontrahenten-Bank herangezogen. Die Banken bewerten auf Basis der für den betreffenden Stichtag gültigen Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Barwertmethode für Termingeschäfte und Swaps bzw. Black-Scholes-Methode für Optionen). Anhand der zusätzlich mit unserem internen Treasury-Management-System durchgeführten Bewertungen überprüfen wir die von den Banken ermittelten Werte und stellen somit sicher, dass die wesentlichen Annahmen, die bei den Banken der Berechnung zugrunde gelegt werden, zum jeweiligen Stichtag tatsächlich marktgerecht sind.
Der Marktwert (nach der Barwertmethode) von Devisentermingeschäften und Swaps errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum abgeschlossenen Devisenterminkurs.
Bei den Devisenoptionen entspricht der Marktwert (nach der modifizierten Black-Scholes-Formel nach dem Garman-Kohlhagen-Modell) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des Marktwertes bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von bis zu drei Monaten und werden zum Nennwert bewertet. Guthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufenden und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steueransprüche
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode für temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz gebildet. Darüber hinaus werden steuerliche Verlustvorträge, soweit ihre künftige Nutzung wahrscheinlich ist, in Höhe des zukünftigen latenten Steueranspruchs aktiviert. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Die für die Berechnung der latenten Steuern herangezogenen Steuersätze der Tochtergesellschaften betragen zwischen 10 % und 42 % (Vj. 10 % und 42 %). Für die RATIONAL AG wird zur Ermittlung der latenten Steuern wie im Vorjahr ein Steuersatz von 27 % herangezogen. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst.
Latente Steuererstattungsansprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Anrechnung besteht und wenn die latenten Steuererstattungsansprüche und Steuerverbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann.
Rückstellungen
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem gemäß IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme künftig wahrscheinlich ist und sich die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig schätzen lässt. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Ist der aus der Diskontierung resultierende Effekt wesentlich, wird die Rückstellung abgezinst.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betreffen Derivate, die als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten eingestuft werden. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Aufwendungen werden erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit besteht, dass RATIONAL die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Lieferung, d. h. mit dem Gefahrenübergang auf den Kunden, realisiert. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden einzelfallbezogen bzw. bei Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort nach ihrer Entstehung ergebniswirksam berücksichtigt. Finanzierungskosten werden, soweit sie nicht direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zuzuordnen sind, in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.
Verwendung von Schätzungen und Annahmen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert insbesondere für immaterielle Vermögenswerte einschließlich der Firmenwerte, Sachanlagen, latente Steueransprüche sowie Rückstellungen Schätzungen und Annahmen, die die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die Darstellung der Buchwerte der angesprochenen Positionen erfolgt einzeln in den jeweiligen Anhangangaben.
Bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beziehen sich die Annahmen und Schätzungen des Managements insbesondere auf die erwartete Nutzungsdauer, die Einschätzung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen und die Schätzung des erzielbaren Betrags eines wertgeminderten Vermögenswertes. Das Management geht davon aus, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind. Falls sich Änderungen zu den genannten Annahmen und Schätzungen ergeben, würde dies die Vermögens- und Ertragslage verändern.
Bei der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts müssen im Rahmen der Ermittlung des erzielbaren Betrags Annahmen zur weiteren Ertragsentwicklung und der daraus resultierenden zu erwartenden Cashflows der zugrunde gelegten zahlungsmittelgenerierten Einheit getroffen werden. Die tatsächlichen Cashflows können von den auf diesen Schätzungen basierenden Cashflows erheblich abweichen. Dies könnte zu einer Veränderung der Umsatz- und Cashflow-Prognose führen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen würde.
Bei der Überprüfung von Wertminderungen auf Vermögenswerte beziehen sich die Annahmen und Schätzungen zusätzlich auf den zukünftigen Verkaufspreis und das -volumen sowie die Kosten und Diskontierungssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände ein zusätzlicher Wertminderungs- oder Wertaufholungsbedarf resultieren.
Die Berechnung der latenten Steueransprüche erfordert die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben. Die ausgewiesenen latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder aktuelle Steuergesetzgebungen den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.
Die wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Rückstellungen betreffen in die Zukunft gerichtete Bewertungsfaktoren, wie den zugrunde liegenden Rechnungszinsfuß inklusive der verwendeten Annahmen zur Risikosituation und zur Zinsentwicklung. Jede Änderung dieser getroffenen Annahmen wird Auswirkungen auf die Buchwerte dieser Positionen haben.
Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung der Gesellschaften des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. Die Ermittlung dieser Rückstellung erfordert Annahmen hinsichtlich des zukünftigen Aufwands, der uns aus Gewährleistungsfällen entsteht. Im Wesentlichen basiert die Rückstellungsermittlung auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basierend auf historischen Inanspruchnahmen und verkauften Stückzahlen und berücksichtigt eine Garantiezeit in der Regel von zwei Jahren. Sollte die zukünftige Entwicklung von der Erwartung wesentlich abweichen, wirkt sich dies auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.
RATIONAL bildet Rückstellungen für gerichtliche Verfahren, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Die Bildung und die Höhe der Rückstellung unterliegen der Schätzung des Managements. Da sich solche Verfahren meist über einen längeren Zeitraum erstrecken und es sich um komplexe Fragestellungen handelt, sind diese mit Unsicherheiten verbunden. Das Management beurteilt den aktuellen Stand der Verfahren regelmäßig, zum Teil unter Hinzuziehung von externen Anwälten, um die Rückstellungen verlässlich zu schätzen. Dennoch ist es möglich, dass eine Schätzung angepasst werden muss und es zu einer Erhöhung der Rückstellung bzw. zu einer Belastung der Ertragslage kommen kann.
Die tatsächlichen Entwicklungen können unter bestimmten Umständen von den vorgenommenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Der Grundsatz des "True and Fair View" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.
Über Schätzungen und Annahmen hinausgehende, wesentliche Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben nicht stattgefunden.
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
Der weltweite Vertrieb erfolgt bei RATIONAL durch Vertriebsgesellschaften und unabhängige Vertriebspartner, jedoch nicht direkt zum Endkunden, sondern über den Fachhandel. Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit findet eine Vielzahl vertraglicher Vereinbarungen statt, die bei einem Unternehmen zur Entstehung finanzieller Vermögenswerte und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung finanzieller Verbindlichkeiten führen. In diesen sogenannten Finanzinstrumenten können - zusätzlich zu den bereits im Lagebericht beschriebenen operativen Unternehmensrisiken - spezifische Risiken verborgen sein. Die Klassifizierung dieser Risiken erfolgt nach den Kategorien Kreditrisiken, insbesondere für Forderungspositionen, Liquiditätsrisiken für Verbindlichkeitspositionen sowie nach den Marktrisiken, welche Wechselkurs-, Zins- und Preisrisiken umfassen.
RATIONAL verfügt über ein weltweit implementiertes Risikomanagementsystem, das sowohl die frühzeitige Erkennung und Analyse von Chancen und Risiken ermöglicht als auch die Ergreifung entsprechender Präventivmaßnahmen unterstützt. In Bezug auf die mit Finanzinstrumenten verbundenen Chancen und Risiken sind folgende Bestandteile des RATIONAL-Risikomanagementsystems (vgl. hierzu auch den Chancen- und Risikobericht im Konzernlagebericht) von besonderer Bedeutung:
| ― | Der integrierte RATIONAL-Planungsprozess, den weltweit alle Gesellschaften und Unternehmensbereiche durchlaufen, definiert konkrete Absatz- und Finanzziele und legt Maßnahmen für die Zielerreichung fest. |
| ― | Im Berichtswesen wird der Grad der Zielerreichung in allen Unternehmensbereichen zuverlässig und kontinuierlich gemessen, analysiert und kommentiert. Die zeitnahe Bereitstellung der Informationen garantiert eine schnelle, flexible und frühzeitige Gegensteuerungsmöglichkeit bei Fehlentwicklungen. |
| ― | Die Ermittlung von Benchmarks und Schwellenwerten im Finanzbereich und insbesondere im Forderungsmanagement unterstützt die Führungskräfte bei der Früherkennung von Fehlentwicklungen und der angemessenen Gegensteuerung. Zur Absicherung unserer Forderungen arbeiten wir weltweit mit Coface, einem der größten Warenkreditversicherer, zusammen. |
| ― | Alle Geschäftsprozesse und internen Kontrollsysteme sind klar definiert. Qualität und Einhaltung werden durch regelmäßige Schulungen und Kontrollen sichergestellt. Sensible Abläufe, wie z. B. die Rechnungsfreigabe im Kreditorenbereich, werden über SAP-Workflows abgebildet. |
| ― | Die interne Revision erfasst und bewertet unabhängig und objektiv Abweichungen von Soll-Situationen. Fehlentwicklungen werden frühzeitig identifiziert. |
| ― | Um die Qualität des weltweiten Cash-Managements sicherzustellen, ist ein global integriertes Treasury-Management-System im Einsatz. |
| ― | Das umfassende Versicherungskonzept wird jährlich überprüft und an das neue Risikoumfeld angepasst. |
Kreditrisiken
RATIONAL beliefert Kunden auf allen Kontinenten und in nahezu allen Regionen der Welt. Ausfallrisiken bei den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen - die potenzielle Bonitäts- und Liquiditätsrisiken für die RATIONAL-Gruppe nach sich ziehen könnten - zu vermeiden oder zu reduzieren, unterziehen wir die Kunden aller Gesellschaften des Konzerns weltweit einer Bonitätsprüfung durch die Warenkreditversicherungsgesellschaft Coface und deren lokale Partnergesellschaften. Gemäß "Coface @rating Score" wird das RATIONAL-Kundenportfolio als "gering risikobehaftet" bewertet.
Soweit möglich werden basierend auf dieser Bonitätsprüfung die Kundenforderungen auch versichert. Angesichts der Erwartung einer Marktverhärtung im Bereich der Warenkreditversicherung wurden die entsprechenden Verträge im Berichtsjahr vorzeitig für weitere zwei Jahre verlängert. Das zur Verfügung stehende Deckungsvolumen (Summe der vom Versicherer bereitgestellten Versicherungslimits) sowie die Anzahl der versicherten Kunden auf Gruppenebene bieten weiterhin ausreichend Raum für abgesichertes Wachstum. Die Warenkreditversicherung deckt im Rahmen der bestehenden Verträge neben dem Insolvenzrisiko der Kunden auch den sogenannten Protracted Default (Nichtzahlungstatbestand als Versicherungsfall) ab. Im Versicherungsfall werden 90 % der ausgefallenen versicherten Forderung von der Warenkreditversicherung ersetzt.
Eine für die gesamte Gruppe gültige "Creditpolicy" sieht klare Regelungen entlang des gesamten Auftragsprozesses vor, deren Umsetzung durch Schulungen, ein zeitnahes Berichtswesen und durch IT-Unterstützung sichergestellt wird. Die "Creditpolicy" vereint die "Mindestanforderungen für das Creditmanagement" (MaCM) des Bundesverbandes Creditmanagement (BvCM) mit der RATIONAL-spezifischen "One-Piece-Flow"-Prozessorganisation.
Alternativ zur Deckung durch die Warenkreditversicherung werden in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung andere Sicherheiten (z. B. bestätigte und unwiderrufliche Akkreditive, Bankbürgschaften und andere bankübliche Sicherheiten) oder Vorauszahlungen verlangt. Nur in klar definierten Ausnahmefällen wird anhand des dokumentierten Zahlungsverhaltens aus der bisherigen Geschäftsbeziehung in Verbindung mit Bonitätsauskünften von dritter Seite und den vom Kunden selbst zur Verfügung gestellten Finanzdaten (Jahresabschlüsse und betriebswirtschaftliche Auswertungen) eine Belieferung auf offenes Zahlungsziel ohne adäquate Sicherheiten in Erwägung gezogen.
Von einer Bonitätsprüfung und Absicherung gänzlich unberücksichtigt bleiben dagegen Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden der öffentlichen Hand, soweit die jeweilige Länderbonität dem nicht entgegensteht.
In den letzten beiden Jahren wurde das Mahnwesen gruppenweit einer Überarbeitung unterzogen. Durch weitestgehende Standardisierung von Kontoauszügen und Mahnschreiben sowie Ablaufoptimierungen beim Dokumentenversand konnte einerseits die Effizienz des Mahnprozesses gesteigert werden. Andererseits konnte durch einen verständlicheren, einheitlichen und klaren Aufbau der Mahnschreiben und einer stärkeren Einbindung des Vertriebs in das Mahnwesen die Kundenorientierung dahingehend erhöht werden, dass eventuelle Unklarheiten oder Unstimmigkeiten im beiderseitigen Interesse und zum frühestmöglichen Zeitpunkt geklärt werden. In Folge dieser Überarbeitung des Mahnwesens konnte der Anteil der überfälligen Forderungen im Berichtszeitraum auf durchschnittlich 6 % (Vj. 8 %) reduziert werden.
Weitere Informationen zu den Ausfall- und Kreditrisiken finden sich in den Anhangangaben zu den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen".
Verteilt man die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Segmenten, ergibt sich folgende Risikoverteilung:
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| Angaben in TEUR |
2011 | Anteil in % |
2010 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 3.865 | 5 | 3.319 | 6 |
| Europa (ohne Deutschland) | 57.672 | 81 | 45.120 | 77 |
| Amerika | 7.013 | 10 | 7.853 | 13 |
| Asien | 3.036 | 4 | 2.416 | 4 |
| Muttergesellschaft | 99 | 0 | 18 | 0 |
| Gesamt | 71.685 | 100 | 58.726 | 100 |
Ein für RATIONAL bedeutsames Kreditrisiko entsteht grundsätzlich auch im Rahmen der Geldanlage. Dies betrifft insbesondere die mögliche Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Bank. Bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert entsteht ein Kreditrisiko durch mögliche Nichterfüllung seitens des jeweiligen Kontraktpartners. Erläuterungen zu diesen Risikofaktoren werden in den Anhangangaben zu den Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monaten, zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie zu den Marktrisiken gemacht.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen.
Im Corporate Treasury hat die Überwachung und Versorgung mit liquiden Mitteln oberste Priorität. Dies erfolgt durch tägliches Cash-Management und eine rollierende Liquiditätsplanung mit kontinuierlicher Überwachung und Steuerung der konzernweit ein- und abgehenden Zahlungsströme. Mit der vorgehaltenen Liquiditätsreserve kann auch auf beträchtliche Cashflow-Schwankungen oder auftretende Bedarfsspitzen flexibel reagiert und somit allen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachgekommen werden.
Große Bedeutung hat bei RATIONAL die Innenfinanzierung, die im Wesentlichen zur Finanzierung unseres weltweiten Geschäftswachstums in den vergangenen Jahren eingesetzt wurde. Für den Fall, dass RATIONAL zusätzlichen Bedarf an Fremdfinanzierungen haben sollte, stehen vertraglich vereinbarte, fest zugesagte Kreditlinien bei mehreren Kreditinstituten (mit Langfrist-Ratings von A- bis AA+ nach Standard & Poor's) zur Verfügung.
RATIONAL genießt bei Kreditinstituten eine erstklassige Bonität (AA bis AAA). Für die bestehenden Kreditlinien sind keine Auflagen in Form von Bedingungen und Kennziffern (Covenants) vereinbart, deren Nichteinhaltung dazu führen könnte, dass die Kreditlinien neu verhandelt werden müssten. Für die bestehenden Kreditlinienverträge wurden auch keine Sicherheiten abgetreten, stattdessen sind sogenannte Negativerklärungen bzw. Bankengleichbehandlungsrevers vereinbart worden. Damit verpflichtet sich RATIONAL zur Gleichbehandlung aller Kreditinstitute in Bezug auf eine mögliche Besicherung von vergleichbaren Krediten. Die bestehenden Kreditlinien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nur in geringem Umfang genutzt, vornehmlich im Rahmen von Wechseldiskontierungen der Tochtergesellschaft in Japan und durch herausgegebene Garantien für mehrere RATIONAL Gesellschaften.
Zum Bilanzstichtag summiert sich die Liquiditätsreserve aus Eigenmitteln (inklusive aller bestehenden Festgelder, die alle eine Restlaufzeit von maximal fünf Monaten aufweisen) auf insgesamt Tsd. Euro 120.768 (Vj. Tsd. Euro 163.137). Darin sind auch Bestände von Währungen in Höhe von Tsd. Euro 1.692 (Vj. Tsd. Euro 1.430) enthalten, die nicht frei konvertierbar sind oder strengen Währungsrestriktionen unterliegen. Die Höhe der vertraglich fest zugesagten Kreditlinien beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt Tsd. Euro 36.669 (Vj. Tsd. Euro 35.669). Davon sind nach Anrechnung von Abtretungen für Tochtergesellschaften und Avalen Tsd. Euro 31.994 (Vj. Tsd. Euro 31.995) noch nicht ausgeschöpft.
Weitere Informationen, insbesondere zur Liquiditätsreserve sowie zu bestehenden Fremdfinanzierungen und deren Fälligkeitsfristen, sind den Anhangangaben zu den Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monaten, den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu entnehmen.
Marktrisiken
Aufgrund der internationalen Ausrichtung von RATIONAL können der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten in Form verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeitspositionen Marktrisiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen ausgesetzt sein.
Die Wechselkursrisiken beziehen sich hierbei auf in Fremdwährung lautende Forderungen, Verbindlichkeiten und antizipierte Transaktionen. Die antizipierten Transaktionen beinhalten geplante Zahlungsströme, die aufgrund währungsbezogener Geldeingänge bei einer Vertriebsgesellschaft nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung zu erwarten sind. Das Zinsrisiko betrifft die langfristig abgeschlossenen Darlehensverträge. Preisrisiken können in erster Linie im Zusammenhang mit dem Bezug von Rohstoffen für die Fertigung der Produkte entstehen.
Ziel des in der Muttergesellschaft angesiedelten Corporate Treasury ist es, den Risiken durch geeignete Instrumente und Maßnahmen entgegenzuwirken. Diese Aktivitäten sind in Unternehmensrichtlinien schriftlich vereinbart und werden durch ein Treasury-Management-System unterstützt, gesteuert und überwacht. Identifizierten Risiken wird - falls dies sinnvoll erscheint und effektive Sicherungsinstrumente zur Verfügung stehen - durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten entgegengewirkt, wobei sich die Sicherung auf gebuchte, schwebende und antizipierte Geschäfte erstrecken kann. Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind ausschließlich Banken mit guter bis erstklassiger Bonität, d. h. mit einem Rating von mindestens A- nach Standard & Poor's.
Währungsrisiken
Währungsrisiken resultieren einerseits aus der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten bestehender Fremdwährungsbilanzpositionen (in anderen Währungen als der funktionalen Währung) durch Wechselkursschwankungen (Translationsrisiko) zum Stichtag. Davon betroffen sind zum Stichtag bestehende Forderungen, Verbindlichkeiten und Zahlungsmittel in Fremdwährung. Translationsrisiken werden bei RATIONAL nicht durch Sicherungsgeschäfte abgesichert.
Andererseits besteht ein Risiko, dass aus einem Finanzinstrument in einer Fremdwährung resultierende zukünftige Cashflows durch veränderte Wechselkurse deutlich von den zum Stichtagskurs erzielbaren Werten abweichen (Transaktionsrisiko). Transaktionsrisiken sind sowohl liquiditäts-als auch erfolgswirksam.
Die weltweiten Transaktionsrisiken der RATIONAL-Gruppe werden monatlich mit einem Sechs-Monats-Zukunftshorizont ermittelt, zentral gebündelt und gesteuert. Die identifizierten Transaktionsrisiken werden bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Dies gilt insbesondere für Transaktionen in den frei konvertierbaren Währungen unserer Gesellschaften in Schweden, Großbritannien, Schweiz, Polen, USA, Kanada und Japan.
Landeswährungen von Gesellschaften, die strengen Währungsrestriktionen unterliegen (wie Brasilien, Indien und China) sind nicht frei konvertierbar. Für die Bezahlung von Warenimporten und Dividendenzahlungen muss die Landeswährung in Euro getauscht werden. Dies ist ausschließlich innerhalb des Landes und erst nach Genehmigung der entsprechenden Behörden möglich. Aufgrund des geringen Volumens finden bei RATIONAL derzeit keine Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen in nicht frei konvertierbaren oder nur bedingt frei konvertierbaren Währungen statt.
Zur Absicherung von antizipierten Fremdwährungstransaktionen in frei konvertierbaren Währungen setzt RATIONAL Devisenoptionen und Devisentermingeschäfte ein. Bei den Devisenoptionen kommen sowohl einfache Optionen als auch sogenannte Zero-Cost-Optionen mit oder ohne Knock-In-Funktion in Betracht. Dabei kann jeweils eine der beide Varianten der Knock-In-Funktionen, entweder die europäische (stichtagsbezogene) oder die amerikanische (laufzeitbezogene) Variante, zum Einsatz kommen.
Durch die Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten in Fremdwährungen, in denen auch Umsatzerlöse erzielt werden, werden gleichzeitig die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert (Natural Hedge).
Zinsrisiken
Zinsrisiken bezeichnen das Risiko der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten oder künftigen Zahlungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze.
Zinsänderungsrisiken für künftige Zahlungen wird bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung oder Zins-Währungs-Swaps entgegengewirkt.
Für die bestehenden Immobilienfinanzierungen ist eine Zinsbindung bis Jahresende 2017 vereinbart. Bei den laufenden Finanzierungen für Fertigungseinrichtungen ist eine Zinsbindung für die gesamte Laufzeit festgeschrieben.
Zur Ausnutzung von Vorteilen aus Zinssatzdifferenzen zwischen verschiedenen Währungsgebieten sind Zins-Währungs-Swaps mit Laufzeiten von mehreren Jahren abgeschlossen worden. Dabei wird eine feste Zins- und Tilgungsverpflichtung in einer Währung in eine feste Zins- und Tilgungsverpflichtung in einer anderen Währung getauscht. Die Zins- und Tilgungszahlungen erfolgen aus den in der anderen Währung erzielten Erträgen im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit der Tochtergesellschaft des betreffenden Landes. Durch die Zahlung in vorhandener Fremdwährung werden gleichzeitig die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert (Natural Hedge). Die Konditionen der Zins-Währungs-Swaps sind so festgelegt, dass bei Abschluss keine Prämie fällig ist.
Preisrisiken
RATIONAL setzt in der Produktion pro Jahr mehrere Tausend Tonnen hochwertigen rostfreien Edelstahl ein. Das Risiko der Preisänderung für Edelstahl ist sowohl vom Stahlgrundpreis als auch von den börsenbedingten Rohstoffpreisschwankungen der Legierungsmetalle, die sich im sogenannten Legierungszuschlag niederschlagen, abhängig.
Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente besteht weder beim Stahlgrundpreis noch bei den Legierungsmetallen. Für den Stahlpreis bestehen jedoch feste Verträge mit den Lieferanten, die den vereinbarten Bezugspreis für zwölf Monate im Voraus fixieren.
Tabellarische Klassifizierung von Finanzinstrumenten
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) von Finanzinstrumenten. Mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu ihrem Fair Value angesetzt werden, erfolgt der Wertansatz in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten. Basierend auf den relevanten Bilanzpositionen erfolgt eine Überleitung zu den nach IAS 39 auszuweisenden Kategorien von Finanzinstrumenten.
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| Angaben in TEUR |
Bewertungskategorie | Fair-Value-Hierarchie* | Buchwert 31.12.2011 | Fair Value 31.12.2011 | Buchwert 31.12.2010 | Fair Value 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | a | 71.685 | 71.685 | 58.726 | 58.726 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | a | 628 | 628 | 754 | 754 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | a | 206 | 199 | 245 | 237 | |
| Derivate ohne Hedgebeziehung | c | Level 2 | 330 | 330 | 95 | 95 |
| Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate | a | 50.400 | 50.545 | 115.900 | 115.921 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | a | 70.368 | 70.368 | 47.237 | 47.237 | |
| Finanzanlagen | b | 0 | 0 | 50 | 50 | |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | d | 10.085 | 10.085 | 9.240 | 9.240 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | d | 7.686 | 7.686 | 6.554 | 6.554 | |
| Derivate ohne Hedgebeziehung | e | Level 2 | 918 | 918 | 332 | 332 |
| Finanzleasingverbindlichkeiten | d | - | - | 465 | 465 | |
| Verbindlichkeiten aus Darlehen | d | 18.996 | 20.607 | 21.297 | 23.399 | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| a) Kredite und Forderungen | 193.287 | 193.425 | 222.862 | 222.854 | ||
| b) Finanzinvestitionen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden | 0 | 0 | 50 | 50 | ||
| c) Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden | 330 | 330 | 95 | 95 | ||
| d) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | 36.767 | 38.378 | 37.556 | 39.658 | ||
| e) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden | 918 | 918 | 332 | 332 |
* gem. IFRS 7.27B
Die Fair Values von Finanzinstrumenten wurden wie folgt ermittelt:
Bei Finanzinstrumenten mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr wird aufgrund der kurzen Restlaufzeiten grundsätzlich vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Dies betrifft sowohl kurzfristige Vermögenswerte (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte) als auch kurzfristige Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten).
Ausnahmen stellen Derivate, Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten und kurzfristige Anteile langfristiger Kredite dar.
Für Derivate wird der beizulegende Zeitwert nach der Barwertmethode ermittelt. Der Fair Value von europäischen Devisenoptionen wird mit der modifizierten Black-Scholes-Formel nach dem Garman-Kohlhagen-Modell ermittelt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt Kontraktwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente per 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2010, aufgeteilt nach Kategorien. Die Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Unabhängig von Restlaufzeiten werden aus Wesentlichkeitsgründen die Marktwerte der Zins-Währungs-Swaps in den kurzfristigen Vermögenswerten bzw. den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
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| Angaben in TEUR |
Währung | Kontraktwert | Positiver Marktwert | Negativer Marktwert | Negativer Marktwert | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | |||||||
| Devisenoptionen | GBP | 41.948 | 5.332 | 181 | 24 | 440 | 3 |
| Devisenoptionen | USD | 21.620 | 7.035 | 128 | 32 | 232 | 21 |
| Devisenoptionen | JPY | 1.990 | 2.936 | 21 | 39 | 39 | 11 |
| Zins-Währungs-Swaps | JPY | 272 | - | - | - | 100 | - |
| Zwischensumme | 65.830 | 15.303 | 330 | 95 | 811 | 35 | |
| Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | |||||||
| Zins-Währungs-Swaps | JPY | 281 | 1.105 | - | - | 107 | 297 |
| Zwischensumme | 281 | 1.105 | - | - | 107 | 297 | |
| Gesamt | 66.111 | 16.408 | 330 | 95 | 918 | 332 |
Für Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten wurde eine Fair-Value-Ermittlung nach der Barwertmethode durchgeführt. Der Anteil der Zinsen, der dem abgelaufenen Geschäftsjahr zuzuordnen ist, ist in der Position sonstige kurzfristige Vermögenswerte enthalten und wird deshalb hier nicht mehr einbezogen.
Die Fair Values der sonstigen langfristigen Vermögenswerte und der Finanzleasingverbindlichkeiten werden mit der Barwertmethode ermittelt.
Die Ermittlung des Fair Values der Darlehensverbindlichkeiten erfolgt nach der Barwertmethode. Die Cashflows der Annuitätendarlehen zu den unterschiedlichen Zins- und Tilgungszeitterminen wurden hierzu mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen diskontiert.
Die Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Weitere, vor allem quantitative Informationen zu den Finanzinstrumenten sind bei den Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen dargestellt.
Alle Finanzinstrumente, die gemäß IFRS 7.27B zu ihrem Fair Value in der Bilanz anzusetzen sind, werden, wie in der Tabelle oben gezeigt, in die Fair-Value-Hierarchie 2 gemäß IFRS 7.27A eingestuft. Diese Klasse enthält Finanzinstrumente, für die keine an einem öffentlichen Markt notierten Preise vorliegen, die aber anhand von Marktpreisen vergleichbarer Finanzinstrumente oder über Modelle bewertet werden können, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren.
Die Nettoergebnisse nach Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 werden in der folgenden Tabelle gemäß der Systematik aus IFRS 7.20 dargestellt.
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| Angaben in TEUR |
Nettoergebnis | davon: | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | Zinserträge bzw. -aufwendungen | Wertberichtigungen | Sonstiges | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | +1.576 | +1.277 | -509 | +808 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | +74 | - | - | +74 |
| Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden | +546 | - | - | +546 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden | -939 | -959 | - | +20 |
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| Angaben in TEUR |
Nettoergebnis | davon: | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | Zinserträge bzw. -aufwendungen | Wertberichtigungen | Sonstiges | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | +2.716 | +981 | -750 | +2.485 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | +63 | - | - | +63 |
| Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden | -443 | - | - | -443 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden | -1.054 | -1.142 | - | +88 |
Sensitivitätsanalyse zu Finanzinstrumenten
Zur Darstellung der hypothetischen Auswirkung von Marktrisiken auf Ergebnis und Eigenkapital verlangt IFRS 7 eine Sensitivitätsanalyse. Hierbei sind Annahmen zu unternehmensspezifischen Risikovariablen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten zu treffen.
Risiken aus Umrechnung von Währungspositionen
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 unterliegt RATIONAL Währungsrisiken, die auf Aktivitäten in verschiedenen Fremdwährungen zurückzuführen sind und in den Positionen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "sonstige Vermögenswerte", "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" und "sonstige Verbindlichkeiten" reflektiert sind. Wäre der Euro zum 31. Dezember 2011 gegenüber den Fremdwährungen, in denen RATIONAL tätig ist, um 10 % stärker gewesen, wären der Jahresüberschuss und die Währungsrücklage und damit das Eigenkapital insgesamt um Tsd. Euro 3.503 niedriger (Vj. Tsd. Euro 3.242 niedriger). Bei einem um 10 % schwächeren Euro läge der Ausweis in funktionaler Währung um Tsd. Euro 3.503 höher (Vj. Tsd. Euro 3.242 höher). Die hypothetische Ergebnisauswirkung von Tsd. Euro +/-3.503 ergibt sich insbesondere aus den signifikanten Währungssensitivitäten EUR/GBP: Tsd. Euro +/-1.260; EUR/USD: Tsd. Euro +/-698; EUR/JPY: Tsd. Euro. +/-445; EUR/SEK: Tsd. Euro +/-320. Wirkungen aus Derivaten, welche im folgenden Absatz behandelt werden, sind in dieser Betrachtung nicht enthalten.
Risiken aus Derivaten
Transaktionsrisiken im Bereich Währungen und Zinsen begrenzt RATIONAL durch den Einsatz von Derivaten. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei RATIONAL in die Bewertungskategorie "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft und zum Marktwert bilanziert, weil die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nach IAS 39 - trotz enger Orientierung der Absicherung am Grundgeschäft - nicht vollständig erfüllt sind. Die Veränderungen der Marktwerte werden erfolgswirksam gebucht.
Die Fälligkeiten der derivativen Sicherungsgeschäfte beziehen sich alle auf einen Zeitpunkt, der in der Zukunft liegt.
Die gemäß IFRS 7 zu ermittelnden möglichen künftigen Auswirkungen auf das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung werden bei RATIONAL bestimmt, indem theoretische Änderungen der Marktsituation definiert werden. Hierfür wird eine gleichzeitige, parallele Aufwertung (Abwertung) des Euro gegenüber allen anderen Fremdwährungen um 10 % angenommen. Diese Annahme fließt in die Bewertung des Bestandes aller derivativen Finanzinstrumente zum Abschlusstag und somit in die Ermittlung von möglichen Abweichungen zum tatsächlich bilanzierten Marktwert ein.
Die angewandten Bewertungsmethoden basieren auf anerkannten finanzmathematischen Modellen und entsprechen denen, die zur Bewertung derivativer Finanzinstrumente in der Bilanz zum Tragen kommen. Die Bewertung erfolgt
| ― | für Termingeschäfte und Swaps nach der Barwertmethode, |
| ― | für europäische Devisenoptionen nach der modifizierten Black-Scholes-Formel nach dem Garman-Kohlhagen-Modell. |
Das Ziel dieser Bewertung gemäß IFRS 7 zu veränderten angenommenen Marktsituationen ist es, darzustellen, welche Ergebnisauswirkungen zum Jahresabschluss aus der Bewertung entstanden wären, sofern die vorstehend beschriebenen veränderten Marktsituationen zum Jahresende zutreffend gewesen wären. Bei tatsächlichen Veränderungen der Marktsituation stehen den nachfolgend dargestellten Auswirkungen aus den Derivaten die Auswirkungen aus den entsprechenden Grundgeschäften als gegenläufiger Effekt gegenüber.
Die ermittelten und in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung stellen Abschätzungen dar und basieren auf dem möglichen Eintritt der im Rahmen der Sensitivitätsanalyse unterstellten Veränderungen der Marktsituation. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die spätere Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon, aufgrund der real eintretenden weltweiten Marktentwicklung, deutlich abweichen.
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| Theoretische Ergebnisauswirkung* Euroabwertung | Theoretische Ergebnisauswirkung* Euroaufwertung | |||
|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisenoptionen | -2.350 | -641 | 1.568 | 383 |
| Zins-Währungs-Swaps | -86 | -145 | 70 | 145 |
| Gesamt | -2.436 | -786 | 1.638 | 528 |
* Positive Werte stellen eine theoretische Ergebnisverbesserung, negative Werte eine theoretische Ergebnisverschlechterung dar.
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
1. Umsatzerlöse
RATIONAL erfasst Umsatzerlöse aus Produktverkäufen zu dem Zeitpunkt, an dem die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbundenen Risiken und Verfügungsrechte auf den Käufer übergegangen sind. Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die auf die typische Geschäftstätigkeit von RATIONAL zurückzuführen sind.
Im Geschäftsjahr 2011 hat RATIONAL weltweit Umsatzerlöse in Höhe von Tsd. Euro 391.688 (Vj. Tsd. Euro 350.136) erzielt. 77 % (Vj. 77 %) hiervon entfallen auf den Geräteabsatz. Die restlichen 23 % (Vj. 23 %) entstehen aus dem Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten.
Die regionale Aufteilung der Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden stellt sich wie folgt dar:
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| Angaben in TEUR |
2011 | Anteil in % |
2010 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 60.721 | 15 | 55.832 | 16 |
| Europa (ohne Deutschland) | 199.199 | 51 | 181.104 | 51 |
| Amerika | 59.340 | 15 | 55.373 | 16 |
| Asien | 49.803 | 13 | 37.598 | 11 |
| Übrige Welt* | 22.625 | 6 | 20.229 | 6 |
| Gesamt | 391.688 | 100 | 350.136 | 100 |
* Australien, Neuseeland, Naher/Mittlerer Osten, Afrika
Weitere Umsatzaufgliederungen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.
2. Herstellungskosten
Die Herstellungskosten setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Darüber hinaus sind Kosten für den strategischen Einkauf in dieser Position enthalten.
Die Herstellungskosten beliefen sich 2011 auf Tsd. Euro 157.315 (Vj. Tsd. Euro 133.150). Der Anstieg resultiert aus dem erhöhten Absatzvolumen, gestiegenen Einkaufspreisen sowie zusätzlicher Kosten aus der Auslaufphase der alten und der Anlaufphase der neuen Produktlinien. Die darin enthaltenen Materialaufwendungen liegen bei Tsd. Euro 132.112 (Vj. Tsd. Euro 110.992).
3. Vertriebs- und Servicekosten
Die Vertriebs- und Servicekosten beinhalten Aufwendungen der Vertriebsorganisationen im Innen- und Außendienst, Versandkosten sowie Kosten des Marketings, der Anwendungsberatung und des technischen Kundendienstes.
Vor dem Hintergrund des hohen weltweiten Wachstumspotenzials wurde auch im Jahr 2011 gezielt in den Ausbau der Vertriebsorganisation investiert. Im Geschäftsjahr 2011 beinhalten die Vertriebs- und Servicekosten zudem Einmalkosten, die in Zusammenhang mit der Einführung der neuen Produktlinien entstanden sind.
4. Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten finden bei RATIONAL überwiegend in Projekten statt. Schwerpunkte sind die Anwendungsforschung und die Entwicklung neuer Produkte zur Sicherung der Technologieführerschaft und damit des nachhaltigen Unternehmenserfolges. Sie sind in der Position "Forschungs- und Entwicklungskosten" in der Gewinn- und Verlustrechnung vollständig ergebniswirksam enthalten, da die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 nicht vollständig gegeben sind.
5. Allgemeine Verwaltungskosten
In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Aufwendungen für die kaufmännischen Bereiche wie Buchhaltung, Personalwesen, Finanzen, Datenverarbeitung, Rechnungswesen und Controlling sowie anteilige Aufwendungen für die Unternehmensleitung enthalten.
6. Sonstige betriebliche Erträge
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Kursgewinne | 6.553 | 7.958 |
| Versicherungsentschädigungen | 533 | 667 |
| Erträge aus wertberichtigten und ausgebuchten Forderungen | 260 | 303 |
| Übrige (jeweils < Tsd. Euro 100) | 87 | 165 |
| Gesamt | 7.433 | 9.093 |
Die Kursgewinne entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Erträge aus Finanzinstrumenten, die daraus resultieren, dass sie erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind in Höhe von Tsd. Euro 452 (Vj. Tsd. Euro 1.133) in den Kursgewinnen enthalten.
Die Position "Versicherungsentschädigungen" enthält im Berichtsjahr Erträge aus der Warenkreditversicherung für Forderungsausfälle in Höhe von Tsd. Euro 347 (Vj. Tsd. Euro 490).
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Kursverluste | 5.025 | 6.006 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 769 | 1.053 |
| Sonstige Steuern | 305 | 389 |
| Spenden | 292 | 114 |
| Übrige (jeweils < Tsd. Euro 100) | 130 | 153 |
| Gesamt | 6.521 | 7.715 |
Die Kursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die daraus resultieren, dass sie erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind in Höhe von Tsd. Euro 803 (Vj. Tsd. Euro 1.293) in den Kursverlusten enthalten.
8. Finanzergebnis
In der Position "Erträge aus Beteiligungen" sind die Gewinnausschüttungen der im Geschäftsjahr 2011 mit der RATIONAL AG verschmolzenen MEIKU Vermögensverwaltung GmbH enthalten, die vor dem Verschmelzungsstichtag erwirtschaftet wurden.
Die Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus kurzfristigen Geldanlagen. RATIONAL stellt bei Geldanlagen generell den Werterhalt vor die Rendite. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden ausschließlich Tages- und Termingelder genutzt, die über den deutschen Einlagensicherungsfonds gesichert sind. Derivative Zinsinstrumente zur möglichen Verbesserung der Rendite kommen aus Risikogründen nicht zum Einsatz.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten vorwiegend die Zinsaufwendungen für die bestehenden Immobilien- und Maschinenfinanzierungen sowie die Aufwendungen für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen.
9. Ertragsteuern
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Bei der Ermittlung des erwarteten Steueraufwands 2011 wird dabei auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ein durchschnittlicher Steuersatz von rund 27 % (Vj. 27 %) angewendet. Dieser Steuersatz ermittelt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbeertragsteuer mit einem Hebesatz von 320 %, wie sie auf die Muttergesellschaft Anwendung finden. Die auf Konzernebene erfassten latenten Steuerposten wurden mit dem jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersatz angesetzt.
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 102.465 | 105.611 |
| Erwarteter Steuersatz in % | 27,09 | 27,09 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 27.758 | 28.610 |
| Abweichung lokale Steuersätze der Tochtergesellschaften | -3.747 | -2.620 |
| Steuersatzänderung latenter Steuern im Konzern | - | -527 |
| Steuererstattungen aus Vorjahren | -732 | -154 |
| Steueraufwand betreffend Vorjahre | 2 | 61 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen und sonstige Beträge | 439 | 448 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 23.720 | 25.818 |
Die im Geschäftsjahr 2011 gezeigten aktiven latenten Steuern belaufen sich auf Tsd. Euro 4.360 nach Tsd. Euro 3.810 zum Bilanzstichtag 2010. Der dem Jahr 2011 zuzurechnende latente Steuerertrag beläuft sich damit auf Tsd. Euro 550 (Vj. Tsd. Euro 992). Demnach beträgt der tatsächliche Ertragsteueraufwand Tsd. Euro 24.270 (Vj. Tsd. Euro 26.810). In der Position "Nicht abzugsfähige Aufwendungen und sonstige Beträge" sind im Vorjahr staatliche Zuwendungen für Entwicklungsleistungen in Höhe von Tsd. Euro 329 enthalten.
Die latenten Steuerabgrenzungen der Geschäftsjahre 2011 und 2010 entfallen auf folgende Bilanzposten:
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| Angaben in TEUR |
Ergebnisauswirkung | |||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorräte | 4.216 | 3.717 | 499 | 1.189 |
| Rückstellungen | 389 | 279 | 110 | 17 |
| Forderungen | -200 | 37 | -237 | -61 |
| Übrige | -45 | -223 | 178 | -153 |
| Gesamt | 4.360 | 3.810 | 550 | 992 |
Die aktivierten latenten Steuererstattungsansprüche haben in Höhe von Tsd. Euro 4.181 (Vj. Tsd. Euro 3.742) eine voraussichtliche Laufzeit von unter einem Jahr. In Höhe von Tsd. Euro 179 (Vj. Tsd. Euro 68) haben die ausgewiesenen Beträge langfristigen Charakter. Die kurzfristigen latenten Steuern resultieren aus verschiedenen temporären Unterschieden zwischen den IFRS-Werten und der Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, während die langfristigen latenten Steuern auf Bewertungsunterschieden von Rückstellungen und Anlagevermögen basieren. In der Position Forderungen sind latente Steuerverbindlichkeiten aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen enthalten. Diese Steuerverbindlichkeiten unterliegen der Saldierung mit latenten Steuererstattungsansprüchen, welche sich auf andere Bilanzposten beziehen.
Wie im Vorjahr wurden keine latenten Steuern angesetzt, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden.
10. Ergebnis je Aktie
Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 (Earnings per Share) mittels Division des Jahresüberschusses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien.
Auf Basis eines Aktienbestandes von 11.370.000 Stück und eines Jahresüberschusses in Höhe von Tsd. Euro 78.745 (Vj. Tsd. Euro 79.793) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2011 ein (unverwässertes und verwässertes) Ergebnis je Aktie von Euro 6,93 (Vj. Euro 7,02).
11. Dividende je Aktie
Der das Geschäftsjahr 2010 betreffende Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats der RATIONAL AG in Höhe von Euro 5,00 je Aktie zuzüglich einer Sonderdividende von Euro 4,00 je Aktie wurde von der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 mehrheitlich beschlossen. Die Dividendenauszahlung in einer Gesamthöhe von Tsd. Euro 102.330 erfolgte im Mai 2011.
Für das Geschäftsjahr 2011 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von Euro 5,50 je Aktie, d. h. Tsd. Euro 62.535, auszuschütten.
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Aktiva
12. Immaterielle Vermögenswerte
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| Angaben in TEUR |
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | Firmenwerte | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.01.2011 | 4.942 | 424 | 5.366 |
| Zugänge | 541 | - | 541 |
| Abgänge | -358 | - | -358 |
| Stand 31.12.2011 | 5.125 | 424 | 5.549 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.01.2011 | 4.211 | - | 4.211 |
| Zugänge | 438 | - | 438 |
| Abgänge | -357 | - | -357 |
| Stand 31.12.2011 | 4.292 | - | 4.292 |
| Buchwerte | |||
| Stand 31.12.2011 | 833 | 424 | 1.257 |
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.01.2010 | 4.497 | 424 | 4.921 |
| Zugänge | 458 | - | 458 |
| Abgänge | -13 | - | -13 |
| Stand 31.12.2010 | 4.942 | 424 | 5.366 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.01.2010 | 3.662 | - | 3.662 |
| Zugänge | 562 | - | 562 |
| Abgänge | -13 | - | -13 |
| Stand 31.12.2010 | 4.211 | - | 4.211 |
| Buchwerte | |||
| Stand 31.12.2010 | 731 | 424 | 1.155 |
Die immateriellen Vermögenswerte umfassen zu Anschaffungskosten aktivierte gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Firmenwerte. Selbstgeschaffene Vermögenswerte sind nicht enthalten. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2011 lag keine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte vor. Verpfändungen oder Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind folgenden Funktionsbereichen zugeordnet:
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Fertigung | 31 | 34 |
| Vertrieb und Service | 58 | 94 |
| Forschung- und Entwicklung | 28 | 93 |
| Allgemeine Verwaltung | 321 | 341 |
| Gesamt | 438 | 562 |
13. Firmenwerte
In der Position "Immaterielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag ein Restbuchwert aus Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von Tsd. Euro 424 ausgewiesen, der aus dem Erwerb der RATIONAL-Tochtergesellschaft FRIMA - T SAS, Wittenheim, im Jahr 1993 stammt.
Im Dezember 2011 wurde für den Firmenwert der FRIMA -T SAS ein Impairment-Test auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode durchgeführt. Hierzu wurde wie im Vorjahr die legale Einheit FRIMA - T SAS als kleinstmögliche zahlungsmittelgenerierte Einheit identifiziert, deren erzielbarer Betrag auf Basis des Nutzungswerts ermittelt wird. Die Schätzung des zukünftigen Cashflows erfolgte auf der Annahme der fortgeführten Nutzung der Vermögenswerte und unter Einbeziehung aktueller Finanz- und Geschäftspläne des Managements für die nächsten vier Jahre, beruhend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit. Auf der gleichen Basis und unter Verwendung eines Deckungsbeitragsmodells wird die Ergebnisentwicklung ermittelt. Für die Modellrechnung wird ab dem fünften Jahr ein theoretisches Ergebniswachstum von 1 % unterstellt (Vj. 0 %). Zukünftige Restrukturierungen und damit verbundene Ertragskraftsteigerungen wurden gemäß IAS 36 nicht berücksichtigt. Mit dem verwendeten Abzinsungssatz von 8,4 % nach Steuern bzw. 11,4 % vor Steuern (Vj. 7,2 % nach Steuern und 10,2 % vor Steuern) wurden die gegenwärtige Markteinschätzung des Zinseffektes und die Risikoerwartung hinsichtlich der Vermögenswerte angemessen berücksichtigt. Der so ermittelte Kapitalwert liegt deutlich über dem Buchwert der FRIMA - T SAS. Eine Wertminderung wurde somit nicht festgestellt, die Notwendigkeit einer Firmenwertabschreibung liegt nicht vor.
14. Sachanlagen
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| Angaben in TEUR |
Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01.2011 | 58.460 | 22.928 | 15.900 | 97.288 |
| Währungsdifferenzen | 12 | 2 | 81 | 95 |
| Zugänge | 377 | 2.066 | 2.736 | 5.179 |
| Abgänge | -48 | -746 | -1.108 | -1.902 |
| Stand 31.12.2011 | 58.801 | 24.250 | 17.609 | 100.660 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01.2011 | 19.529 | 12.291 | 11.313 | 43.133 |
| Währungsdifferenzen | 10 | 2 | 80 | 92 |
| Zugänge | 2.128 | 2.286 | 2.417 | 6.831 |
| Abgänge | -32 | -736 | -1.042 | -1.810 |
| Stand 31.12.2011 | 21.635 | 13.843 | 12.768 | 48.246 |
| Buchwerte | ||||
| Stand 31.12.2011 | 37.166 | 10.407 | 4.841 | 52.414 |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01.2010 | 58.191 | 20.658 | 14.931 | 93.780 |
| Währungsdifferenzen | 40 | 4 | 255 | 299 |
| Zugänge | 317 | 2.327 | 1.374 | 4.018 |
| Abgänge | -88 | -61 | -660 | -809 |
| Stand 31.12.2010 | 58.460 | 22.928 | 15.900 | 97.288 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01.2010 | 17.840 | 10.043 | 9.576 | 37.459 |
| Währungsdifferenzen | 25 | 2 | 183 | 210 |
| Zugänge | 1.752 | 2.294 | 2.188 | 6.234 |
| Abgänge | -88 | -48 | -634 | -770 |
| Stand 31.12.2010 | 19.529 | 12.291 | 11.313 | 43.133 |
| Buchwerte | ||||
| Stand 31.12.2010 | 38.931 | 10.637 | 4.587 | 54.155 |
Die Position "Sachanlagen" wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2011 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von Tsd. Euro 15 (Vj. Tsd. Euro 0) vorgenommen. Für das dritte Werk in Landsberg ist eine Grundschuld über Tsd. Euro 23.000 eingetragen.
Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung des in Fremdwährung ausgewiesenen Sachanlagevermögens der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung.
Die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen sind folgenden Funktionsbereichen zugeordnet:
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Fertigung | 3.918 | 3.800 |
| Vertrieb und Service | 1.445 | 1.228 |
| Forschung- und Entwicklung | 1.080 | 866 |
| Allgemeine Verwaltung | 388 | 340 |
| Gesamt | 6.831 | 6.234 |
15. Finanzierungsleasing
In der Position "Sachanlagevermögen" sind im Vorjahr Grundstücke und Gebäude enthalten, die gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing dem wirtschaftlichen, nicht aber dem juristischen Eigentum des Konzerns zugerechnet werden. Die Nettobuchwerte dieser Grundstücke und Gebäude betrugen zum 31. Dezember 2010 Tsd. Euro 8.283. Die kumulierten Abschreibungen beliefen sich zum 31. Dezember 2010 auf Tsd. Euro 5.282. Die erwartete Nutzungsdauer der Gebäude beträgt 25 Jahre.
Nach Auslauf des Finanzierungsleasings im Geschäftsjahr 2011 übernahm RATIONAL das juristische Eigentum an den Vermögenswerten. Dies erfolgte im Rahmen der Anwachsung von der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG an die MEIKU Vermögensverwaltung GmbH und der anschließenden Verschmelzung der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH auf die RATIONAL AG. Aufgrund eines Mieterdarlehens, welches bei Laufzeitende des Leasingvertrages den fixierten Verkaufswert des Leasinggegenstands erreicht hatte, gingen das Grundstück und das Gebäude ohne weiteren Liquiditätsbedarf der RATIONAL AG zu.
Wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergaben sich hierdurch nicht.
16. Finanzanlagen
Der Anschaffungswert der Finanzanlagen beträgt Tsd. Euro 30 (Vj. Tsd. Euro 2.725), die aufgelaufenen Abschreibungen belaufen sich auf Tsd. Euro 30 (Vj. Tsd. Euro 2.675). Der Buchwert der Finanzanlagen zum 31. Dezember 2011 beträgt damit Tsd. Euro 0 (Vj. Tsd. Euro 50). Der Wert des Vorjahres reflektiert den Beteiligungsbuchwert an der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH. Im Geschäftsjahr 2011 wurde diese Gesellschaft auf die RATIONAL AG verschmolzen. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
17. Vorräte
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 10.056 | 7.835 |
| Unfertige Erzeugnisse | 700 | 438 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 13.983 | 11.074 |
| Gesamt | 24.739 | 19.347 |
Der Anstieg der Vorräte in Höhe von Tsd. Euro 5.392 im Geschäftsjahr 2011 (Vj. Tsd. Euro 1.525) reflektiert das Wachstum in der Geschäftstätigkeit sowie den Anstieg der Herstellungskosten. Zudem wirkt sich die in den letzten Monaten des Jahres durchgeführte Umstellung von den alten auf die neuen Produktlinien temporär erhöhend auf den Vorratsbestand aus.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von Tsd. Euro 1.081 (Vj. Tsd. Euro 1.034) aufwandswirksam in den Herstellungskosten erfasst.
Wie im Vorjahr unterliegt der Vorratsbestand zum Bilanzstichtag keinerlei Verfügungsbeschränkungen oder Verpfändungen.
18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht wertberichtigt | 70.207 | 57.808 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wertberichtigt | 1.738 | 1.250 |
| Wertberichtigungen | -260 | -332 |
| Gesamt | 71.685 | 58.726 |
Wie im Vorjahr haben sämtliche Forderungen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
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| Angaben in TEUR |
Fälligkeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht wertberichtigt | Gesamt | Nicht fällig | 1-60 Tage | 61-90 Tage | 91-120 Tage | > 120 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2011 | 70.207 | 65.416 | 4.432 | 50 | 272 | 37 |
| Stand 31.12.2010 | 57.808 | 53.550 | 3.781 | 374 | 73 | 30 |
Bei den weder fälligen noch wertberichtigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Hinweise darauf, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| Angaben in TEUR |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen auf Forderungen | Stand zum 01.01. | Währungseffekt | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand zum 31.12. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2011 | 332 | 4 | -131 | -192 | 247 | 260 |
| 2010 | 309 | 17 | -134 | -182 | 322 | 332 |
Erkennbare Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden grundsätzlich durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Die ausgebuchten Forderungen im Geschäftsjahr 2011 betragen Tsd. Euro 522 (Vj. Tsd. Euro 752). Bezahlte oder noch zu erwartende Kompensationsleistungen der Warenkreditversicherung in Höhe von Tsd. Euro 347 (Vj. Tsd. Euro 490) sind hierbei nicht angerechnet.
Das Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird mithilfe von Warenkreditversicherungen und unwiderruflichen bestätigten Bankakkreditiven reduziert. Insgesamt ergibt sich dadurch eine Risiko-Deckungsquote von 84 % (Vj. 86%). Berücksichtigt man weiterhin, dass die bereits abgeführte Umsatzsteuer im Falle eines Forderungsausfalles von den Finanzbehörden zurückerstattet wird, beläuft sich die Deckungsquote auf 95 % (Vj. 96 %). Das wirtschaftliche Risiko von Forderungsausfällen beträgt am Bilanzstichtag Tsd. Euro 3.722 (Vj. Tsd. Euro 2.354).
Nicht abgesicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Nennwert von mehr als Tsd. Euro 100 pro Einzelkunde werden einzeln betrachtet. Die Gesamtsumme dieser Risiken beträgt Tsd. Euro 2.515 (Vj. Tsd. Euro 429) und verteilt sich auf sieben (Vj. drei) Kunden.
Bei nachhaltigen Zahlungsschwierigkeiten von Kunden werden nach Möglichkeit Ratenzahlungsvereinbarungen getroffen oder das Inkasso über den Warenkreditversicherer oder externe Inkassoinstitute eingeleitet. Zum Bilanzstichtag bestehen Ratenzahlungsvereinbarungen für ein Forderungsvolumen von weniger als Tsd. Euro 100 (Vj. Tsd. Euro 100).
19. Sonstige Vermögenswerte
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuererstattungsansprüche | 2.906 | 2.474 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | 2.500 | 154 |
| Forderungen gegen Lieferanten | 1.094 | 1.492 |
| Kautionen | 505 | 408 |
| Zeitwert derivative Finanzinstrumente | 330 | 95 |
| Reisekostenvorschüsse | 272 | 207 |
| Zinsforderungen | 140 | 258 |
| Versicherungen | 129 | 110 |
| Übrige (jeweils < Tsd. Euro 100) | 90 | 136 |
| Gesamt | 7.966 | 5.334 |
Von den dargestellten sonstigen Vermögenswerten sind Tsd. Euro 7.760 (Vj. Tsd. Euro 5.089) als kurzfristig klassifiziert.
In der Position "Kautionen" ist eine langfristige Komponente in Höhe von Tsd. Euro 206 (Vj. Tsd. Euro 245) enthalten. Diese langfristigen Vermögenswerte reflektieren einen Zeitwert von Tsd. Euro 199 (Vj. Tsd. Euro 237). In der Bilanz wurden die langfristigen Vermögenswerte aus Wesentlichkeitsgründen nicht zu ihrem abgezinsten Zeitwert sondern zu Anschaffungskosten angesetzt.
Die Position Forderungen gegen Lieferanten enthält insbesondere aktive Rechnungsabgrenzungen sowie geleistete Anzahlungen.
20. Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate
Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von Tsd. Euro 50.400 (Vj. Tsd. Euro 115.900) in Form von Festgeldern in Deutschland von bis zu sieben Monaten ausgewiesen. Die längste Fälligkeit liegt im Mai 2012. Es bestehen keinerlei Verpfändungen dieser Geldanlagen.
RATIONAL stellt den Werterhalt vor die Rendite, deshalb ist eine ausreichende Sicherung zwingend erforderlich. Bei den Festgeldern ist dies über den deutschen Einlagensicherungsfond gewährleistet. Bei RATIONAL qualifizieren sich zur Geldanlage nur Kreditinstitute mit einem Langfrist-Rating nach Standard & Poor's von mindestens A. Zur Diversifizierung verteilen sich alle Festgelder zum Jahresende auf vier Kreditinstitute.
21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Das Corporate Treasury steuert die Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des Konzerns weltweit, sofern dem keine Einschränkungen des Kapitalverkehrs in einzelnen Ländern, wie beispielsweise in Brasilien, China oder Indien, entgegenstehen.
Der größte Anteil an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten konzentriert sich bei der Muttergesellschaft in Deutschland. Der Bestand verteilt sich auf mehrere Kreditinstitute (Diversifizierung). Durch den Einlagensicherungsfond sind Einlagen bei Banken in Deutschland vor dem Kapitalausfall geschützt. Dazu gehören bei RATIONAL neben Kontokorrentguthaben in Deutschland auch alle Festgelder und sämtliche Tagesgelder.
Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von Tsd. Euro 70.368 (Vj. Tsd. Euro 47.237) ausgewiesen. Guthaben in Fremdwährungen sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Wie im Vorjahr bestehen keine Verpfändungen.
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| Angaben in TEUR |
Währung | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Festgelder mit Laufzeiten bis zu drei Monaten | EUR | 10.000 | 9.900 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | EUR | 45.941 | 23.644 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | GBP | 4.722 | 6.088 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | USD | 3.160 | 2.800 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | SEK | 950 | 829 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | CAD | 842 | 813 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | CHF | 870 | 624 |
| Guthaben inkl. Tagesgelder | PLN | 110 | 164 |
| Guthaben | BRL | 883 | 820 |
| Guthaben | JPY | 1.877 | 758 |
| Guthaben | RUB | 839 | 519 |
| Guthaben | CNY | 72 | 204 |
| Guthaben sonstige Währungen und Kassenbestände | Versch. | 102 | 74 |
| Gesamt | 70.368 | 47.237 |
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Passiva
22. Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31. Dezember 2011 unverändert Tsd. Euro 11.370 und besteht aus 11.370.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von Euro 1,00. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.
Das bedingte Kapital beträgt Tsd. Euro 200 und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstands bis zu einer Anzahl von 200.000 Stückaktien vorgesehen. Davon wurden bereits 69.000 Stückaktien begeben, sodass aktuell noch Bezugsrechte auf 131.000 Stückaktien bestehen. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als die Inhaber der ausgegebenen Optionsrechte von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die Beschreibung des Aktienoptionsprogramms ist in der Anhangsangabe "Aktienoptionspläne" dargestellt.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage besteht im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsengangs erzielten Agio für die Ausgabe von Anteilen abzüglich der damit verbundenen Börseneinführungskosten. Außerdem sind ergebnisneutral verrechnete Aufwands- und Ertragsposten enthalten, die vor allem aus den in Vorjahren als Barabfindung ausbezahlten Ansprüchen des Vorstands aus der zweiten Tranche des Aktienoptionsprogramms vom 3. Februar 2000 resultieren.
Gewinnrücklagen
Die in den Gewinnrücklagen enthaltenen, gemäß § 150 AktG gebildeten gesetzlichen Rücklagen belaufen sich wie im Vorjahr auf Tsd. Euro 514. Weiterhin sind in den Gewinnrücklagen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen enthalten, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.
Übriges Eigenkapital
Das übrige Eigenkapital enthält ausschließlich die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.
Angaben zum Kapitalmanagement
RATIONAL verfolgt das Ziel, die Eigenkapitalbasis und die Geschäftstätigkeit des Unternehmens nachhaltig zu sichern. Hierbei unterliegt RATIONAL keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Kapitalstruktur wird im Rahmen des Berichtsprozesses insbesondere auf Basis der Eigenkapitalquote überwacht und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert. Die Eigenkapitalquote gibt an, in welchem Verhältnis das bilanzielle Eigenkapital zum Gesamtkapital des Unternehmens steht.
Die Eigenkapitalquote von RATIONAL beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf 73,1 % (Vj. 75,3 %). Die Reduzierung der Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Dividendenzahlung des Jahres 2011 zurückzuführen, welche über dem in dieser Periode erwirtschafteten Gesamtergebnis liegt. Die Dividendenzahlung enthielt im Jahr 2011 eine zusätzliche Sonderdividende von Euro 4,00 je Aktie.
23. Pensionsrückstellungen
Die RATIONAL AG hat für einen ehemaligen Geschäftsführer und einen ehemaligen Prokuristen betriebliche Altersversorgungszusagen getroffen. Es handelt sich hierbei um einen Endgehaltsplan. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Pensionsrückstellungen, die sich im Geschäftsjahr 2011 auf Tsd. Euro 681 (Vj. Tsd. Euro 697) reduzierten.
Die zugesagten Leistungen werden gemäß IAS 19 jährlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens versicherungsmathematisch bewertet. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Ermittlung der Pensionskosten wurden gemäß IAS 19 die versicherungsmathematischen Gewinne/ Verluste in voller Höhe sofort erfolgswirksam erfasst. Die Pensionsverpflichtungen werden in Höhe der leistungsorientierten Verpflichtung in der Bilanz ausgewiesen.
Der auf dem Unterschied zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Entwicklung der Pensionsverpflichtung beruhende versicherungsmathematische Gewinn/Verlust der laufenden und vorangegangenen vier Berichtsperioden stellt sich wie folgt dar:
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste (-) | 4 | 6 | -22 | 0 | 1 |
Die Aufwendungen für Versorgungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Zinsaufwand | 32 | 35 |
| Erfasste versicherungsmathematische Verluste | 0 | 21 |
| Gesamt | 32 | 56 |
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind in den Verwaltungs- und Vertriebskosten enthalten, der Zinsaufwand ist Bestandteil des Finanzergebnisses.
Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtung zum 01.01. | 697 | 688 |
| Zinsaufwand | 32 | 35 |
| Gezahlte Leistungen | -48 | -47 |
| Erfasste versicherungsmathematische Verluste | 0 | 21 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung zum 31.12. | 681 | 697 |
Seit 2010 erhalten beide Pensionsempfänger Zahlungen. Die voraussichtlichen Zahlungen im Jahr 2012 betragen Tsd. Euro 48 (Vj. Tsd. Euro 48). Aufgrund der Wesentlichkeit wird auf eine separate Darstellung dieser kurzfristigen Rückstellungsposition in der Bilanz verzichtet.
Den Bewertungen liegen folgende Annahmen zugrunde:
Rechnungszins: 4,80 % (Vj. 4,80 %),
Rententrend: 1,75 % (Vj. 1,75 %).
Als biometrische Berechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck verwendet.
Die leistungsorientierten Verpflichtungen der laufenden und vorangegangenen vier Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einkommen- und Ertragsteuern | 681 | 697 | 688 | 614 | 617 |
24. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten
2011
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| Angaben in TEUR |
Stand 01.01.2011 | Währungsdifferenzen | Verbrauch | Zuführung | Stand 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragsteuern | 7.172 | 39 | -7.211 | 3.238 | 3.238 |
2010
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| Angaben in TEUR |
Stand 01.01.2010 | Währungsdifferenzen | Verbrauch | Zuführung | Stand 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragsteuern | 4.564 | 138 | -4.702 | 7.172 | 7.172 |
25. Sonstige Rückstellungen
2011
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| Angaben in TEUR |
Stand 01.01.2011 | Währungsdifferenzen | Verbrauch | Zuführung | Zinseffekte | Stand 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Personal | 8.584 | 43 | -8.164 | 8.599 | -26 | 9.036 |
| Händlerboni | 2.710 | 34 | -2.744 | 3.436 | - | 3.436 |
| Gewährleistung | 6.305 | 4 | -3.834 | 4.000 | 83 | 6.558 |
| Sonstige | 2.738 | 16 | -2.707 | 2.721 | - | 2.768 |
| Gesamt | 20.337 | 97 | -17.449 | 18.756 | 57 | 21.798 |
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| Angaben in TEUR |
Davon langfristig |
|---|---|
| Personal | 550 |
| Händlerboni | - |
| Gewährleistung | 1.352 |
| Sonstige | 47 |
| Gesamt | 1.949 |
2010
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| Angaben in TEUR |
Stand 01.01.2010 | Währungsdifferenzen | Verbrauch | Zuführung | Zinseffekte | Stand 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Personal | 8.482 | 189 | -8.341 | 8.254 | - | 8.584 |
| Händlerboni | 3.072 | 177 | -3.249 | 2.710 | - | 2.710 |
| Gewährleistung | 4.980 | 8 | -3.512 | 4.829 | - | 6.305 |
| Sonstige | 2.250 | 51 | -2.301 | 2.738 | - | 2.738 |
| Gesamt | 18.784 | 425 | -17.403 | 18.531 | - | 20.337 |
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| Angaben in TEUR |
Davon langfristig |
|---|---|
| Personal | 490 |
| Händlerboni | - |
| Gewährleistung | 2.536 |
| Sonstige | 50 |
| Gesamt | 3.076 |
Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsanteile. Die Rückstellung für Händlerboni wird für noch zu gewährende, am Abschlussstichtag ausstehende Preisnachlässe gebildet. Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. In der Position "Sonstige" sind Rückstellungen für verschiedene Sachverhalte enthalten, deren Wertansätze im Einzelfall unter Tsd. Euro 150 liegen und somit von untergeordneter Bedeutung sind.
Die zum 31. Dezember 2011 gebildeten Personalrückstellungen, die Rückstellungen für Händlerboni sowie die für sonstige Sachverhalte gebildeten Rückstellungen werden im Wesentlichen im ersten Halbjahr 2012 verbraucht. Die Gewährleistungsrückstellungen werden in der Regel innerhalb von zwei Jahren verbraucht. Die landesspezifischen Regelungen zur Abzinsung von Rückstellungen werden aus Wesentlichkeitsgründen im Konzernabschluss beibehalten.
26. Darlehensverbindlichkeiten
Verteilt auf mehrere Kreditinstitute bestehen zum Jahresabschluss Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt Tsd. Euro 18.996 (Vj. Tsd. Euro 21.297).
Eine Abtretung der Rechte an Dritte wurde vertraglich ausgeschlossen.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden zur Anschaffung von Fertigungseinrichtungen Annuitätendarlehensverträge mit Laufzeiten von mehreren Jahren abgeschlossen. Die Zinsbindung hierfür läuft jeweils bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Die letzte Tilgungsrate wird im Jahr 2013 erfolgen. Zum Jahresabschluss betragen die Restverbindlichkeiten dafür Tsd. Euro 566 (Vj. Tsd. Euro 1.613).
Bei den darüber hinaus bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um zwei durch Grundschuld abgesicherte Annuitätendarlehensverträge zur Finanzierung des im Jahr 2008 fertig gestellten Montage- und Versandgebäudes in Landsberg. Für die beiden Verträge sind eine Zinsbindung bis Jahresende 2017 und das Vertragsende zum Ende des Jahres 2022 vereinbart. Zum Jahresabschluss belaufen sich die Restverbindlichkeiten daraus auf Tsd. Euro 18.430 (Vj. Tsd. Euro 19.684).
Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in den Folgeperioden folgende Zins- und Tilgungszahlungen fällig:
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| Angaben in TEUR |
2012 | 2013-2016 | Ab 2017 |
|---|---|---|---|
| Zahlungen aus Sicht des 31.12.2011 | 2.609 | 8.693 | 12.863 |
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2012-2015 | Ab 2016 |
|---|---|---|---|
| Zahlungen aus Sicht des 31.12.2010 | 3.254 | 9.144 | 15.007 |
Für die Zahlungen nach der Zinsbindungsfrist wurden unveränderte Konditionen unterstellt.
27. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Aufgrund der guten Liquiditätssituation werden Lieferantenverbindlichkeiten unter Ausnutzung von Lieferantenskonti beglichen. Basierend auf den Zahlungsvereinbarungen mit unseren Lieferanten stellen sich die Fälligkeiten und damit der erwartete Mittelabfluss wie folgt dar:
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| Angaben in TEUR |
Fälligkeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Bis 30 Tage | 30-60 Tage | > 60 Tage | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 2011 | 10.085 | 9.696 | 377 | 12 |
| 2010 | 9.240 | 8.940 | 294 | 6 |
28. Sonstige Verbindlichkeiten
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten an Handelspartner | 6.294 | 4.060 |
| Umsatzsteuerverbindlichkeiten | 5.831 | 4.742 |
| Verbindlichkeiten aus Löhnen, Gehältern und sonstigen Personalkosten | 5.040 | 3.773 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn-/Kirchensteuer | 2.050 | 1.824 |
| Verbindlichkeiten für Beratungs- und Prüfungsleistungen | 1.229 | 1.346 |
| Zeitwert derivativer Finanzinstrumente | 918 | 332 |
| Sonstige Steuern | 86 | 137 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | - | 465 |
| Übrige (jeweils < Tsd. Euro 100) | 28 | 26 |
| Gesamt | 21.476 | 16.705 |
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen gemäß IAS 17 betrugen zum 31. Dezember 2010 Tsd. Euro 465. Davon wurden im Berichtsjahr Tsd. Euro 434 getilgt und der verbleibende Betrag erfolgswirksam erfasst. Im Vorjahr erfolgte eine Tilgung in Höhe von Tsd. Euro 815.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von Tsd. Euro 8.604 (Vj. Tsd. Euro 7.351) haben einen kurzfristigen Charakter. Die Erfüllung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt im Wesentlichen innerhalb weniger Monate nach dem Bilanzstichtag.
Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
29. Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und die Zahlungsmitteläquivalente von RATIONAL im Berichtsjahr verändert haben. Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend IAS 7 nach der operativen Tätigkeit, die dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit entspricht, nach der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Positionen, die Verfügungsbeschränkungen unterworfen sind. Die Verfügungsbeschränkungen beziehen sich auf einen Betrag von Tsd. Euro 1.692 (Vj. Tsd. Euro 1.430). Der Finanzmittelbestande erhöht sich von Tsd. Euro 47.237 am Geschäftsjahresbeginn auf Tsd. Euro 70.368 zum 31. Dezember 2011. Zusätzlich verfügt RATIONAL zum Bilanzstichtag über Anlagen in Festgelder in Höhe von Tsd. Euro 50.400 (Vj. Tsd. Euro 115.900), die eine Restlaufzeit ab Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten haben und daher nicht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugeordnet werden.
Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss
30. Mitarbeiter und Personalaufwand
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| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl | 2011 | Anteil in % |
2010 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|
| Produktions- und Lieferprozess | 312 | 26 | 285 | 27 |
| Vertrieb und Marketing | 500 | 42 | 423 | 40 |
| Technischer Kundendienst | 125 | 11 | 120 | 11 |
| Forschung und Entwicklung | 83 | 7 | 74 | 7 |
| Verwaltung | 164 | 14 | 156 | 15 |
| Gesamt | 1.184 | 1.058 | ||
| Davon im Ausland | 488 | 41 | 428 | 40 |
Der Personalaufbau im Bereich Vertrieb und Marketing reflektiert den weiteren Ausbau der internationalen Vertriebsorganisationen.
Die Personalaufwendungen des Jahres 2011 belaufen sich auf Tsd. Euro 84.678 (Vj. Tsd. Euro 74.284).
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| Angaben in TEUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Entgelt | 71.512 | 62.800 |
| Sozialabgaben | 13.166 | 11.484 |
| davon Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne | 6.514 | 5.718 |
| Gesamt | 84.678 | 74.284 |
31. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen mögliche Verpflichtungen dar, deren Existenz aber erst noch durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig durch das Unternehmen beeinflusst werden können, bestätigt werden muss. Zum anderen sind darunter bestehende Verpflichtungen zu verstehen, bei denen ein Vermögensabfluss durch die Erfüllung der Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder bei denen die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig bestimmt werden kann.
In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von Tsd. Euro 10.957 (Vj. Tsd. Euro 9.619). Dabei handelt es sich vorwiegend um künftige Zahlungen aufgrund von Leasing- und Wartungsverträgen.
Die Leasingverträge, die entsprechend IAS 17 als operatives Leasing behandelt werden, sind überwiegend für Miete von Büroräumen, Fertigungseinrichtungen, Fahrzeuge, EDV-Ausstattung und sonstige Büromaschinen abgeschlossen worden. Die Verträge haben zum Teil feste Laufzeiten oder sind unbefristet und beinhalten folgende künftige Mindestleasingzahlungen:
Künftige Miet- und Leasingverpflichtungen
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| Angaben in TEUR |
31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 4.639 | 3.853 |
| 1-5 Jahre | 5.238 | 4.689 |
| > 5 Jahre | 33 | 1 |
| Gesamt | 9.910 | 8.543 |
In den Leasingverträgen sind keine auferlegten Beschränkungen enthalten. Die im Geschäftsjahr 2011 ergebniswirksam erfassten Leasingaufwendungen belaufen sich auf Tsd. Euro 5.415 (Vj. Tsd. Euro 4.494).
Ferner bestehen Verpflichtungen über Tsd. Euro 912 (Vj. Tsd. Euro 944) für Wartungsverträge im Zusammenhang mit Grund und Gebäude, für Produktionsmaschinen sowie für die Informationstechnologie.
Zum Stichtag 31. Dezember 2011 bestehen Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagevermögen in Höhe von Tsd. Euro 665 (Vj. Tsd. Euro 1.089) und für den Kauf von immaterielle Vermögenswerten in Höhe von Tsd. Euro 34 (Vj. Tsd. Euro 9).
32. Geschäftssegmente
In den Geschäftssegmenten fasst RATIONAL die in den verschiedenen Regionen ansässigen Gesellschaften zusammen. Dies entspricht der internen Berichtsstruktur und damit dem gemäß IFRS 8 vorgeschriebenen Managementansatz. Hauptentscheidungsträger ist der Vorstand. Geschäftssegmente sind organisatorische Einheiten, für die Informationen an das Management zum Zweck der Erfolgsmessung und der Ressourcenallokation weitergeleitet werden.
Es werden die folgenden fünf Segmente unterschieden: a) Tochtergesellschaften in Deutschland, b) Tochtergesellschaften in Europa ohne Deutschland, c) Tochtergesellschaften in Amerika, d) Tochtergesellschaften in Asien und e) die Tätigkeiten der Muttergesellschaft. Die Segmente erwirtschaften den wesentlichen Teil ihrer Umsatzerlöse aus dem Verkauf von SelfCookingCenter® , CombiMaster® und VarioCookingCenter® .
Neben der RATIONAL Großküchentechnik GmbH wird die FRIMA Deutschland GmbH in das Segment Deutschland einbezogen. Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung werden die Investitionen der RATIONAL Großküchentechnik GmbH durch die RATIONAL AG getätigt. Im Segmentergebnis von Deutschland sind die hierauf entfallenden Abschreibungen enthalten.
Das Segment Europa ohne Deutschland beinhaltet die Gesellschaften in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz, Polen, Schweden und Russland.
Im Segment Amerika werden die Tätigkeiten der Gesellschaften in den USA, Kanada und Brasilien zusammengefasst.
Die Aktivitäten der Tochtergesellschaften in Japan und China werden im Segment Asien gezeigt.
Daneben wird im fünften Segment die Tätigkeit der Muttergesellschaft RATIONAL AG (einschließlich der LechMetall GmbH, der RATIONAL Technical Services GmbH, der RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH und der RATIONAL Komponenten GmbH) abgebildet. Dieses Segment repräsentiert die Entwicklung, Herstellung und Lieferung der Produkte an die Tochtergesellschaften sowie die Erbringung von Serviceleistungen. Die Belieferung der OEM-Kunden wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2010 sukzessive an die RATIONAL International AG übertragen.
Die Segmentumsätze enthalten sowohl die Umsätze mit Dritten als auch die Innenumsätze der Konzerngesellschaften zwischen den Segmenten. Verkäufe und Erlöse im Innenverhältnis werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie vergleichbar auch mit Dritten vereinbart werden.
Wie im Vorjahr gab es keine Kunden, mit denen ein Umsatzanteil von mehr als 10 % erzielt wurde.
Weitere Umsatzaufgliederungen werden in den Anhangangaben zu den Umsatzerlösen dargestellt.
Die in den Segmenten ausgewiesenen Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Sonstige nach IFRS 8.23 angabepflichtige wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen sind weder 2011 noch im Vorjahr entstanden.
Das Segmentvermögen beinhaltet alle einem Segment zu geordneten Vermögenswerte.
Tsd. Euro 50.014 (Vj. Tsd. Euro 51.861) aller langfristigen Vermögenswerte (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) werden in Deutschland ausgewiesen. Tsd. Euro 3.657 (Vj. Tsd. Euro 3.449) sind Drittländern zuzuordnen.
Die Segmentschulden errechnen sich aus der Differenz zwischen dem Segmentvermögen und dem Segmenteigenkapital.
Die Überleitungsspalte enthält die aus Konsolidierungsvorgängen resultierenden Effekte.
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| Geschäftssegmente 2011 | Tätigkeiten der Tochtergesellschaften in: | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR |
Deutschland | Europa ohne Deutschland | Amerika | Asien | Tätigkeiten der Muttergesellschaft | Summe der Segmente | Überleitung | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsätze | 59.425 | 266.318 | 46.929 | 17.750 | 1.266 | 391.688 | - | 391.688 |
| Innenumsätze | 456 | 17.561 | 286 | 128 | 268.265 | 286.696 | -286.696 | - |
| Segmentumsätze | 59.881 | 283.879 | 47.215 | 17.878 | 269.531 | 678.384 | -286.696 | 391.688 |
| Segmentergebnis | +340 | +26.909 | +1.334 | +1.165 | +73.921 | +103.669 | -1.504 | +102.165 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - | - | - | - | 300 |
| Ergebnis vor Steuern | - | - | - | - | - | - | - | +102.465 |
| Segmentvermögen | 5.971 | 101.088 | 20.949 | 10.115 | 220.662 | 358.785 | -75.596 | 283.189 |
| Segmentschulden | 5.851 | 62.883 | 17.231 | 8.143 | 43.918 | 138.026 | -61.752 | 76.274 |
| Segmentinvestitionen | 60 | 1.234 | 112 | 68 | 4.246 | 5.720 | - | 5.720 |
| Segmentabschreibungen | 44 | 914 | 170 | 55 | 6.085 | 7.268 | - | 7.268 |
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| Geschäftssegmente 2010 | Tätigkeiten der Tochtergesellschaften in: | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR |
Deutschland | Europa ohne Deutschland | Amerika | Asien | Tätigkeiten der Muttergesellschaft | Summe der Segmente | Überleitung | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsätze | 54.848 | 223.756 | 46.809 | 14.953 | 9.770 | 350.136 | - | 350.136 |
| Innenumsätze | 330 | 15.315 | - | 87 | 230.203 | 245.935 | -245.935 | - |
| Segmentumsätze | 55.178 | 239.071 | 46.809 | 15.040 | 239.973 | 596.071 | -245.935 | 350.136 |
| Segmentergebnis | +95 | +24.593 | +3.944 | +748 | +78.966 | +108.346 | - 2.579 | +105.767 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - | - | - | - | -156 |
| Ergebnis vor Steuern | - | - | - | - | - | - | - | +105.611 |
| Segmentvermögen | 5.222 | 80.960 | 19.235 | 7.739 | 252.181 | 365.337 | -59.622 | 305.715 |
| Segmentschulden | 5.129 | 47.716 | 15.553 | 6.803 | 47.095 | 122.296 | -46.848 | 75.448 |
| Segmentinvestitionen | 33 | 972 | 85 | 39 | 3.347 | 4.476 | - | 4.476 |
| Segmentabschreibungen | 25 | 736 | 188 | 49 | 5.798 | 6.796 | - | 6.796 |
33. Nahestehende Unternehmen und Personen
Gemäß IAS 24 sind Angaben zu den Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu machen. Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der RATIONAL AG zählen die Tochtergesellschaften, die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie Gesellschaften, an denen dieser Personenkreis beteiligt ist. Mit Herrn Siegfried Meister, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, liegt ein Beherrschungsverhältnis vor, da er die Mehrheit der Aktien an der RATIONAL AG hält.
Die Geschäftsvorfälle mit den im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung eliminiert.
Im Berichtsjahr 2011 liegen Transaktionen mit den nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Tochtergesellschaften MEIKU Vermögensverwaltung GmbH und TAGO GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG vor. Die MEIKU Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Landsberg am Lech übernahm mit Wirkung vom 27. Juni 2011 das Vermögen der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG und wurde in der Folge mit Wirkung zum 30. Juni 2011 mit der RATIONAL AG verschmolzen.
Vor dem Verschmelzungszeitpunkt wurden Rechnungen der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH an die RATIONAL AG, im Wesentlichen für die Verwaltung der Grundstücke und Gebäude in der Siemensstraße 5 in Landsberg am Lech, in Höhe von Tsd. Euro 61 (Vj. Tsd. Euro 120) im Aufwand erfasst. Die bis zum Verschmelzungsstichtag erwirtschafteten Umsätze der RATIONAL AG mit der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH belaufen sich auf Tsd. Euro 12 (Vj. Tsd. Euro 24). Daneben wurden Erträge aus der Beteiligung an der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH in Höhe von Tsd. Euro 64 (Vj. Tsd. Euro 63) erzielt.
Die RATIONAL AG leaste von der TAGO GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG Gebäude an der Siemensstraße 5 in Landsberg am Lech. Bis zum Verschmelzungszeitpunkt beliefen sich die Belastungen hierfür auf Tsd. Euro 288 (Vj. Tsd. Euro 603).
Weiterführende Informationen zu den Gesellschaften MEIKU Vermögensverwaltung GmbH und TAGO GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG finden sich unter den Erläuterungen zum Konsolidierungskreis, zum Finanzierungsleasing und zu den Finanzanlagen.
Aus der Vermögensübertragung und anschließenden Verschmelzung im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Im Vorjahr beliefen sich die Verbindlichkeiten der RATIONAL AG gegenüber der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG auf Tsd. Euro 17. Des Weiteren gewährte die RATIONAL AG der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG ein Mieterdarlehen, das sich zum 31. Dezember 2010 auf Tsd. Euro 7.775 belief.
Mitglieder des Aufsichtsrats halten Anteile an Gesellschaften mit denen eine Liefer- oder Leistungsbeziehung besteht. Der Aufwand für diese Lieferungen und Leistungen beläuft sich 2011 auf Tsd. Euro 1.580 (Vj. Tsd. Euro 1.449). Zum 31. Dezember 2011 waren gegenüber diesen Gesellschaften Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. Euro 7 (Vj. Tsd. Euro 2) zu verzeichnen.
Alle genannten Geschäfte wurden zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart worden wären, abgeschlossen. Darüber hinaus lagen keine weiteren wesentlichen Transaktionen mit Unternehmen oder Personen vor, die der RATIONAL AG in irgendeiner Weise nahestehen.
34. Aufsichtsrat und Vorstand
Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren:
Siegfried Meister, Kaufmann Vorsitzender des Aufsichtsrats
Walter Kurtz, Kaufmann Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Roland Poczka, Kaufmann Mitglied des Aufsichtsrats, bis 31. August 2011
Dr. Hans Maerz, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Mitglied des Aufsichtsrats, seit 1. September 2011
Mit Wirkung zum 31. August 2011 hat Herr Roland Poczka sein Amt als Aufsichtsratsmitglied niedergelegt. An seine Stelle ist mit Wirkung zum 1. September 2011 Herr Dr. Hans Maerz getreten.
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beträgt für das Geschäftsjahr 2011 Tsd. Euro 572 (Vj. Tsd. Euro 580) und verteilt sich auf die Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
2011
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| Angaben in TEUR |
Fest | Erfolgsorientiert | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Siegfried Meister | 150 | 51 | 24 | 225 |
| Walter Kurtz | 125 | 51 | 20 | 196 |
| Dr. Hans Maerz | 33 | 17 | - | 50 |
| Roland Poczka | 67 | 34 | - | 101 |
| Gesamt | 375 | 153 | 44 | 572 |
2010
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| Angaben in TEUR |
Fest | Erfolgsorientiert | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Siegfried Meister | 150 | 53 | 27 | 230 |
| Walter Kurtz | 125 | 53 | 19 | 197 |
| Roland Poczka | 100 | 53 | - | 153 |
| Gesamt | 375 | 159 | 46 | 580 |
Die Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2011 ist zum Bilanzstichtag in Höhe von Tsd. Euro 535 (Vj. Tsd. Euro 533) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten per 31. Dezember 2011 insgesamt 8.049.285 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 8.120.935 Aktien), davon Herr Siegfried Meister 7.161.411 Aktien (Vj. 7.161.411 Aktien).
Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten:
Herr Poczka hat ein Beiratsmandat bei der Glatz Gruppe, Neidenfels, Deutschland. Herr Dr. Maerz ist Mitglied des Aufsichtsrats der FWU AG, München, Deutschland sowie Vorsitzender eines gemäß § 324 HGB gebildeten Prüfungsausschusses bei der FWU Provisions-Factoring GmbH, München, Deutschland.
Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Dr. Günter Blaschke, Dipl.-Kaufmann Vorstandsvorsitzender
Erich Baumgärtner, Dipl.-Betriebswirt Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur Vorstand technischer Bereich
Reinhard Banasch, Dipl.-Betriebswirt Vorstand Vertrieb und Marketing
In der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 wurde in Übereinstimmung mit § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB beschlossen, auf die individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsbezüge zu verzichten.
Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2011 auf Tsd. Euro 3.746 (Vj. Tsd. Euro 3.460). In diesem Betrag ist ein erfolgsabhängiger Gehaltsbestandteil in Höhe von Tsd. Euro 1.969 (Vj. Tsd. Euro 1.826) enthalten. Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf Tsd. Euro 304 belaufen (Vj. Tsd. Euro 303).
Die Mitglieder des Vorstands halten zum Bilanzstichtag zusammen 15.293 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 14.793 Aktien).
Die Mitglieder des Vorstands sind in keinen Aufsichtsratsgremien konzernfremder Unternehmen tätig.
35. Aktienoptionspläne
Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 ein Aktienoptionsprogramm für die Beteiligung der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft aufgelegt. Das Aktienoptionsprogramm soll den Vorstandsmitgliedern zusätzliche Anreize geben, auch mittel- und langfristig den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswertes hinzuwirken.
Es wurde beschlossen, den Bezugsberechtigten zunächst in bis zu fünf Tranchen Optionsrechte auf maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von insgesamt Tsd. Euro 200 zuzuteilen. Für den Abschluss der Optionsvereinbarungen ist ausschließlich der Aufsichtsrat zuständig, der auch den genauen Kreis der Bezugsberechtigten aus den Mitgliedern des Vorstands bestimmt.
Die Laufzeit der Optionsrechte kann bis zu fünf Jahre ab Begebung der einzelnen Tranchen betragen. Nach Ablauf der jeweiligen Sperrfristen ist die Ausübung der Optionsrechte nur innerhalb bestimmter Ausübungsfristen zulässig. Die Ausübungsfristen beginnen jeweils am zweiten und enden am sechsten Handelstag im Anschluss an eine ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft oder die Vorlage eines Quartalsberichtes.
Der Ausübungspreis entspricht bei Optionsrechten, die vor Aufnahme der ersten Notierung der Aktien der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Rahmen der Börseneinführung 2000 begeben werden, dem im Rahmen der Börseneinführung festgelegten Platzierungspreis je Aktie. Bei später begebenen Optionsrechten ist der Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgelegten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft der letzten fünf Handelstage vor der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die entsprechende Begebung von Optionsrechten maßgeblich.
Bislang wurden zwei Tranchen über zusammen 69.000 Optionsrechte begeben, die in den Jahren 2002 und 2006 durch Barzahlungen im Gegenwert von 100 % des Wertes einer Aktie der Gesellschaft abzüglich des Ausübungspreises bedient wurden. Im Aktienoptionsprogramm verbleiben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 noch Bezugsrechte auf maximal 131.000 Stückaktien der RATIONAL AG. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 sind keine Optionen ausgegeben.
36. Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und dargelegt, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Zugrunde gelegt wurde hierbei der Deutsche Corporate Governance Kodex in der aktuellsten Fassung vom 26. Mai 2010. 2011 fand keine Anpassung des Kodex statt. Die Erklärung ist dauerhaft auf der Internetseite der RATIONAL AG unter www.rational-online.com zugänglich.
37. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011 sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATIONAL AG und des Konzerns laut IAS 10 von besonderer Bedeutung wären.
Am 16. Januar 2012 wurde eine Ad-hoc Mitteilung mit den vorläufigen Zahlen zu den Umsatzerlösen und dem EBIT für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht.
38. Abschlussprüferhonorar
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2011 wurde die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählt.
Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beläuft sich insgesamt auf Tsd. Euro 221 und beinhaltet folgende Leistungen:
Abschlussprüfungs-/Konzernabschlussprüfungsleistungen Tsd. Euro 189 und sonstige Leistungen Tsd. Euro 32.
Landsberg am Lech, den 15. Februar 2012
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Günter Blaschke, Vorstandsvorsitzender
Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstandtechnischer Bereich
Reinhard Banasch, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Bilanzeid
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Landsberg am Lech, den 15. Februar 2012
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Günter Blaschke,Vorstandsvorsitzender
Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Reinhard Banasch, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der RATIONAL Aktiengesellschaft aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 15. Februar 2012
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer
Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
für RATIONAL war 2011 ein ganz besonderes Jahr. Mit dem SelfCookingCenter® whitefficiency® und dem VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® haben wir weltweit eine völlig neue, zukunftsweisende Generation von Gargeräten eingeführt und damit unsere Position als der Produkt- und Technologieführer der Branche weiter ausgebaut.
Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung
Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben haben wir 2011 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Der Vorstand berichtete auch außerhalb der Sitzungen über wichtige Geschäftsvorfälle. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation, Preisentwicklungen und die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.
Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich 2011 und im bisherigen Verlauf 2012 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Technologie und Produktentwicklung, Vertriebs- und Marketingorganisation, die weltweite Produkteinführung und der Personalentwicklung.
Wechsel im Aufsichtsrat
Mit Wirkung zum 31. August 2011 hat Herr Roland Poczka sein Amt als Aufsichtsratsmitglied niedergelegt. An seine Stelle ist mit Wirkung zum 1. September 2011 Herr Dr. Hans Maerz getreten. Herr Dr. Maerz ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Er wurde von den Aktionären Herrn Siegfried Meister und Herrn Walter Kurtz in Ausübung des Entsendungsrechts gemäß § 8 Abs. 6 der Satzung bis zu den nächsten turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung im Jahr 2014 in den Aufsichtsrat entsandt.
Der Aufsichtsrat dankt Herrn Roland Poczka für die langjährige und verdienstvolle Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats der RATIONAL Aktiengesellschaft.
Intensive Arbeit im Plenum
Der Aufsichtsrat ist 2011 zu zehn Sitzungen zusammengetreten. Im Jahr 2012 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 29. Februar 2012 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert.
Da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG aus nur drei Mitgliedern besteht, konnte auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet werden.
Der gesetzlichen Forderung, dass wenigstens ein Aufsichtsratsmitglied ein unabhängiger Finanzexperte ist, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG auch im Geschäftsjahr 2011 durchgängig entsprochen.
An allen Sitzungen haben die Mitglieder des Aufsichtsrats vollzählig teilgenommen. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2011 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.
Schwerpunkte der Beratungen
Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z. B.:
| ― | die Auswahl der Wirtschaftsprüfer für das Jahr 2011 |
| ― | die Key-Account-Strategie |
| ― | die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag |
| ― | die Personalentwicklung und Führungskultur (U.i.U.® - der Unternehmer im Unternehmen) |
| ― | die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2012 |
| ― | die Markterschließungsstrategie für neue Märkte |
| ― | die Produkteinführung der neuen Gerätegenerationen SelfCookingCenter® whitefficiency® und VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® |
In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 29. Februar 2012 waren neben der Prüfung und Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses insbesondere die der Hauptversammlung 2012 zu unterbreitenden Beschlussvorlagen ein zentrales Thema.
Für die Abschlussprüfung 2012 wird die Pricewaterhouse-Coopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.
Im Rahmen unserer Tätigkeiten im Jahr 2011 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2012 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.
Corporate Governance
Innerhalb des Vorstandes kam es 2011 zu keinen Veränderungen. Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG besteht weiterhin aus drei Mitgliedern. Mit Wirkung zum 31. August 2011 hat Herr Roland Poczka sein Amt als Aufsichtsratsmitglied gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der RATIONAL AG niedergelegt. An seine Stelle ist mit Wirkung zum 1. September 2011 Herr Dr. Hans Maerz getreten. Herr Dr. Maerz ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Er wurde von den Aktionären Herrn Siegfried Meister und Herrn Walter Kurtz gemäß ihrem satzungsgemäßen Entsendungsrecht bis zu den nächsten turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung im Jahr 2014 entsandt.
§ 8 der Satzung der RATIONAL AG gewährt Herrn Meister und Herrn Kurtz ein gemeinsames Entsendungsrecht. Solange Herr Meister und Herr Kurtz Aktionäre der RATIONAL AG sind, haben sie für den Fall des vorzeitigen Ausscheidens eines Aufsichtsratsmitglieds das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat anstelle eines weggefallenen Aufsichtsratsmitglieds zu entsenden.
Seit der letzten Neufassung vom 26. Mai 2010 wurden keine Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen. Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 hat somit auch für das Geschäftsjahr 2011 Gültigkeit. Den vorliegenden Empfehlungen und Anregungen folgt die RATIONAL AG weitgehend. Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2012 abgegeben werden, über diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 1. Februar 2012 beschlossen. Die Entsprechenserklärung ist im Geschäftsbericht 2011 und auf der RATIONAL-Website www.rational-online.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 gewählt, hat die Pricewaterhouse-Coopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der AG sowie des Konzerns für das Geschäftsjahr 2011 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Der Aufsichtsrat hat sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.
Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 29. Februar 2012 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.
Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die für 2011 festgelegten Prüfungsschwerpunkte, und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Abschlussprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zu unserer Zufriedenheit beantwortet.
Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In der Sitzung vom 29. Februar 2012 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2011 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 in seiner testierten Fassung vom 15. Februar 2012 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 in seiner testierten Fassung vom 15. Februar 2012. Der Jahresabschluss 2011 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.
Abhängigkeitsbericht
Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.
Gewinnverwendung
Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten, der Finanzlage der Gesellschaft und der Erwartungen der Aktionäre stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.
Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 133,1 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 5,50 Euro je Aktie oder insgesamt 62,5 Mio. Euro ausgeschüttet und im Übrigen auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Der Aufsichtsrat dankt dem Management für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen es 2011 wiederum gelungen ist, unsere bestehenden und neuen Kunden vom Nutzen und Mehrwert der RATIONAL-Produkte zu überzeugen und die dadurch die sich weltweit bietenden Marktchancen hervorragend genutzt haben.
Landsberg am Lech, 7. März 2012
Siegfried Meister, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bericht zur Corporate Governance
Neue Entsprechungen 2011
Seit der letzten Neufassung vom 26. Mai 2010 wurden keine Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen. Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 hat somit auch weiterhin Gültigkeit. Den vorliegenden Empfehlungen und Anregungen folgt die RATIONAL AG weitgehend. Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2012 abgegeben werden. Diese ist im Geschäftsbericht 2011 und auf der RATIONAL-Website www.rational-online.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex gibt in Ziffer 3.8 die Empfehlung, für D&O-Versicherungen von Vorstand und Aufsichtsrat einen Selbstbehalt von mindestens 10 % bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu vereinbaren. Für die D&O-Versicherungen des Vorstands folgt RATIONAL dieser Empfehlung seit dem Jahr 2010. Seit 2011 gilt auch für die D&O-Versicherungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Selbstbehalt in Höhe von 10 % des Schadens bis zum Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung.
Aktionäre und Hauptversammlung
An der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 in Augsburg haben 700 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei 87,75 %. Alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden mit großer Mehrheit durch die Hauptversammlung angenommen.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der RATIONALWebsite erläutert.
Vorstand
Interessenskonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Mitglieder des Vorstands, Dr. Günter Blaschke (Vorstandsvorsitzender), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Erich Baumgärtner (Vorstand kaufmännischer Bereich) und Reinhard Banasch (Vorstand Vertrieb und Marketing) üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG besteht weiterhin aus drei Mitgliedern. Mit Wirkung zum 31. August 2011 hat Herr Roland Poczka sein Amt als Aufsichtsratsmitglied gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der RATIONAL AG niedergelegt. An seine Stelle ist mit Wirkung zum 1. September 2011 Herr Dr. Hans Maerz getreten. Herr Dr. Maerz ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Er wurde von den Aktionären Herrn Siegfried Meister und Herrn Walter Kurtz gemäß ihrem satzungsgemäßen Entsendungsrecht bis zu den nächsten turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung im Jahr 2014 entsandt.
§ 8 der Satzung der RATIONAL AG gewährt Herrn Meister und Herrn Kurtz ein gemeinsames Entsendungsrecht. Solange Herr Meister und Herr Kurtz Aktionäre der RATIONAL AG sind, haben sie für den Fall des vorzeitigen Ausscheidens eines Aufsichtsratsmitglieds das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat anstelle eines weggefallenen Aufsichtsratsmitglieds zu entsenden.
Bei Vorschlägen für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird allein auf die besondere Kompetenz und Qualifikation Wert gelegt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung deshalb ohne Bedeutung.
Aufgrund der geringen Anzahl der Mitglieder verzichtet der Aufsichtsrat auf die Bildung von Ausschüssen. Die detaillierten Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert. Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine ausreichende Zahl von unabhängigen Mitgliedern an, die über erforderliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben verfügen. Interessenskonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.
Vergütung der Organe
Die Gesamtvergütung des Vorstands belief sich für das Geschäftsjahr 2011 auf 3.746 Tsd. Euro. In diesem Betrag ist ein erfolgsabhängiger Gehaltsbestandteil in Höhe von 1.969 Tsd. Euro enthalten. Die variablen Vergütungsteile orientieren sich unter anderem an der Ertragsentwicklung des Konzerns. Damit wird gleichzeitig sowohl positiven als auch möglichen negativen Entwicklungen Rechnung getragen. Das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder wurde im Berichtszeitraum nicht geändert.
Der Aufwand des Aufsichtsrats für dessen Beratungs- und Kontrolltätigkeiten wird für 2011 mit einer Vergütung in Höhe von 572 Tsd. Euro honoriert. Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats setzt sich aus fixen und erfolgsabhängigen Bestandteilen zusammen.
Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wie folgt:
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| in TEUR | Fix | Erfolgsorientiert | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Siegfried Meister | 150 | 51 | 24 | 225 |
| Walter Kurtz | 125 | 51 | 20 | 196 |
| Dr. Hans Maerz | 33 | 17 | 0 | 50 |
| Roland Poczka | 67 | 34 | 0 | 101 |
| Gesamt | 375 | 153 | 44 | 572 |
Aktienoptionsprogramm
Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 für die Vorstandsmitglieder ein Aktienoptionsprogramm über maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft aufgelegt. Die Aktienoptionen sind mit Sperr- und Ausübungsfristen versehen, die vom Aufsichtsrat festgelegt und beschlossen wurden. Die Ausübung ist an eine bestimmte Steigerung des Unternehmenswertes in Verbindung mit der Wertentwicklung des SMAX-Performance-Index (ab 1. Januar 2004 ersetzt durch den SDAX-Performance-Index) geknüpft. In den Jahren 2000 und 2004 wurden Tranchen im Gesamtumfang von 69.000 Stückaktien begeben, die nach Ablauf der jeweiligen Sperr- und Ausübungsfristen durch Barabfindung bedient wurden.
Transparenz
Die RATIONAL AG hat im Berichtszeitraum insgesamt fünf Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 WpHG veröffentlicht, um alle Aktionäre unmittelbar über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung zu informieren.
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| Datum | Inhalt |
|---|---|
| 22.03.2011 | Geschäftsjahr 2010 - Rückkehr zu deutlichem Wachstum |
| 11.05.2011 | Guter Start ins Jahr 2011 |
| 09.08.2011 | Weiter auf Wachstumskurs -Erfolgreiches erstes Halbjahr 2011 |
| 12.09.2011 | Neues SelfCookingCenter® whitefficiency® |
| 10.11.2011 | Weiter auf Wachstumskurs -Erfolgreiche Markteinführung des SelfCookingCenter® whitefficiency® |
| 16.01.2012 | RATIONAL AG - Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 |
Folgende Stimmrechtsschwellenmitteilungen sind der RATIONAL AG im Berichtszeitraum zugegangen und wurden umgehend veröffentlicht:
Stimmrechtsschwellenmitteilungen gemäß § 26 Abs.1 WpHG:
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| Datum | Inhalt |
|---|---|
| 04.05.2011 | The Royce Fund, Wilmington, USA, unterschreitet 3 % der Stimmrechte |
| 17.06.2011 | Royce & Associates, LLC, New York, USA, unterschreitet 3 % der Stimmrechte |
| 17.06.2011 | Legg Mason, Inc., Baltimore, USA, unterschreitet 3 % der Stimmrechte |
| 22.06.2011 | Korrektur der Meldung vom 17.06.2011: Royce & Associates, LLC, New York, USA, unterschreitet 3 % der Stimmrechte |
| 22.06.2011 | Korrektur der Meldung vom 17.06.2011: Legg Mason, Inc., Baltimore, USA, unterschreitet 3 % der Stimmrechte |
Folgende Directors'-Dealings-Mitteilungen nach § 15a WpHG wurden der RATIONAL AG im Berichtszeitraum zugeleitet:
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| Datum | Art | Stück | Käufer/ Verkäufer |
|---|---|---|---|
| 12.05.2011 | Verkauf | 10.000 | Gabriella Meister |
| 12.09.2011 | Kauf | 350 | Dr. Hans Maerz |
Alle Ad-hoc-Mitteilungen und Pflichtveröffentlichungen des Berichtszeitraums werden auf der Unternehmenswebsite sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache veröffentlicht.
Der Aktienbesitz des Vorstands liegt deutlich unter 1 % des Grundkapitals. Der addierte mittelbare und unmittelbare Aktienbesitz des Aufsichtsrats liegt entsprechend der letzten Stimmrechtsmitteilungen bei 70,79 %.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung hat am 11. Mai 2011 die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt.
Diese gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird.
Bei einem eventuellen Auftreten wesentlicher, im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellter Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der Wirtschaftsprüfer zusätzlich angehalten, darüber gesondert zu berichten.
Abhängigkeitsbericht
Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts erklärt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.
Entsprechenserklärung der RATIONAL Aktiengesellschaft
Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG:
Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2011 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit den folgenden Ausnahmen entsprochen und beabsichtigt, den Empfehlungen des Kodex zukünftig mit den nachfolgend genannten Ausnahmen zu entsprechen:
Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:
Ziffer 4.2.4: "Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung kann unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat."
Ziffer 4.2.5: "Die Offenlegung soll in einem Vergütungsbericht erfolgen, der als Teil des Corporate Governance Berichts auch das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder in allgemein verständlicher Form erläutert."
Die Hauptversammlung der RATIONAL Aktiengesellschaft hat am 11. Mai 2011 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst. Im Übrigen entspricht die RATIONAL Aktiengesellschaft den Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 dieses Kodex und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen.
Ziffer 5.1.2 Satz 2 des Kodex:
"Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben."
Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtsbezogenen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung der Positionen von Vorstandsmitgliedern legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung deshalb ohne Bedeutung.
Ziffer 5.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):
Der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft hat keine Ausschüsse gebildet. Die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats, etwa eines Prüfungsausschusses, ist für die RATIONAL Aktiengesellschaft nicht sachgerecht, da der Aufsichtsrat aus nur drei Mitgliedern besteht. Es ist daher auch in Zukunft nicht beabsichtigt, Aufsichtsratsausschüsse zu bilden.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex:
Ziffer 5.4.1 Abs. 2: "Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen."
Ziffer 5.4.1 Abs. 3: "Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden."
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL Aktiengesellschaft hat sich am Unternehmensinteresse auszurichten und muss die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands gewährleisten. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden daher ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Dementsprechend wird der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex benennen und diese auch nicht im Corporate Governance Bericht gemäß 5.4.1 Abs. 3 des Kodex veröffentlichen.
Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.
Landsberg, im Februar 2012
RATIONAL Aktiengesellschaft
für den Aufsichtsrat
für den Vorstand