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PVA TePla AG — Management Reports 2011
Apr 28, 2011
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Management Reports
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PVA TePla AG
Wettenberg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT 2010
DER PVA TEPLA AG, WETTENBERG
1. EINLEITUNG
Die PVA TePla-Gruppe ist ein weltweit agierender Anbieter von Systemen, in denen hochwertige Werkstoffe wie Hartmetalle, Metalle, Halbleiter, Keramiken und Silizium hergestellt und weiterbearbeitet werden, aber auch für die kontrollierte Oberflächenbehandlung dieser Materialien und verschiedenster Kunststoffoberflächen. Produktions- und Behandlungsprozesse derartiger Materialien erfordern komplexe Systeme und Anlagen, in denen stabile Prozesse unter reproduzierbaren Bedingungen durchgeführt werden können. Sie finden daher meist im Vakuum oder unter Schutzgasatmosphäre, bei hohen Temperaturen oder mit Unterstützung eines Niederdruckplasmas statt. Die PVA TePla liefert Vakuumanlagen, die Hightech-Materialien und - 0berfIächen im Vakuum bei hohen Temperaturen und im Plasma erzeugen und bearbeiten. Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel die 300mm-Silizium (Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, hochreine (Si)-Wafer aus Floatzonematerial für die Hochleistungselektronik, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe zum Beispiel für Weltraumspiegel, Produktionstechnologien für Metallpulver - zum Beispiel für Hartmetalle-, Produktionstechnologien für Mikrosensoren (MEMS, Micro-Electro-Mechanical-Systems) und leuchtstarke Lichtquellen aus Halbleiter-Dioden (HB LED, High Brightness Light Emitting Diodes), die Technologie zur Herstellung ultra-dünner Wafer, aber auch Oberflächenbehandlungssysteme für Kunststoffe und Stahl. Inspektions- und Analysegeräte zur zerstörungsfreien Qualitätsprüfung hergestellter Materialien sind eine weitere wichtige Komponente des Unternehmensportfolios. Hightech-Werkstoffe werden aller Voraussicht nach auch in Zukunft auf Herstellungsprozesse im Vakuum und unter hoher Temperatur angewiesen sein, so dass für die Produkte der PVA TePla auf dem Weltmarkt auch weiterhin gute Absatzchancen vorhanden sein werden. Die Produkte der PVA TePla finden in technologisch anspruchsvollen Märkten ihren Absatz, zu einem wesentlichen Teil in Marktnischen, aber auch in reifen Märkten wie der Photovoltaik und der Halbleiterindustrie.
2. STRUKTUR DER BERICHTERSTATTUNG
Der vorliegende Lagebericht beschreibt die Geschäftsentwicklung der PVA TePla AG ("Gesellschaft") und deren Tochtergesellschaften (zusammen "PVA TePla" oder der "Konzern") im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010. Aufgrund der weitgehenden Integration zwischen den einzelnen Bereichen der PVA TePla-Gruppe gibt eine isolierte Betrachtung der PVA TePla AG, ohne Einbeziehung der Aktivitäten in den Tochtergesellschaften, nur ein bedingt aussagefähiges Bild über die wirtschaftliche Situation der PVA TePla AG. Daher wurde auch in diesem Jahr darauf verzichtet, einen eigenständigen Lagebericht für die PVA TePla AG aufzustellen. In dem zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht werden die für das Verständnis der Situation der PVA TePla AG notwendigen Aspekte an den entsprechenden Stellen gesondert erläutert. Dieser integrierte Lagebericht ist auch Bestandteil des Einzelabschlusses der PVA TePla AG. Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wurde nach den Grundsätzen der internationalen Rechnungslegung gemäß IFRS erstellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG ist nach den Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Einbeziehung der erstmals anzuwendenden Neuregelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt worden. Die PVA TePla wird in die Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems untergliedert.

Die grau hervorgehobenen Bereiche werden in den AG-Einzelabschluss einbezogen.
Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass diese Erwartungen sich als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u.a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Diese Unsicherheiten sind aufgrund der Ungewissheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft nach der globalen Rezession 2009 und der anhaltenden Krise um den Euro, aufgrund der hohen Verschuldungsraten einzelner Staaten im Euro-Raum, sowie der ungelösten Probleme auf den Immobilienmärkten und im Bankensektor weiterhin vorhanden.
3. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
3.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Die Weltwirtschaft befindet sich zum Ende des Jahres 2010 weiter auf Erholungskurs. Im Gesamtjahr war ein kräftiger Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu verzeichnen. Der weltweite Anstieg des BIP erreichte eine Größenordnung von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr, wobei zu berücksichtigen ist, dass es 2009 auch einen sehr großen Einbruch der Wirtschaftsleistung gegeben hatte und zum ersten Mal seit der großen Depression in den dreißiger Jahren das globale Bruttoinlandsprodukt sank. Zudem wurde der Aufschwung von Seiten der Regierungen auf Kosten eines dramatischen Anstiegs der Staatsverschuldung fiskalpolitisch nahezu erzwungen. Hinzu kommt eine künstlich stimulierte Nachfrage nach Gütern, die die strukturellen Problemfelder der Wirtschaft zu verdecken droht. Seit der Jahresmitte 2010 flachte der konjunkturelle Aufstieg wieder ab, so dass der Höhepunkt der Expansion zunächst einmal gestoppt wurde. Die wirtschaftliche Dynamik war eindeutig wieder von den Schwellenländern geprägt, die von der Finanzkrise in nur geringem Umfang betroffen worden waren, so dass sie relativ schnell wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren konnten. Die weitere Erholung der Weltwirtschaft dürfte sich 2011 fortsetzen, wenn auch nicht mit dem Tempo des Vorjahrs. Institute gehen für 2011 von einer Wachstumsrate des globalen BIP in einer Größenordnung von 3,5 % aus. Die Prognose auf die zukünftige Wirtschaftsentwicklung ist grundsätzlich von großen Unsicherheiten geprägt, da die grundlegenden Probleme der Weltwirtschaft wie z. B. die überbordende Verschuldung der öffentlichen und privaten Hand mancher Staaten ungelöst sind. Wie 2010 kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die wirtschaftliche Dynamik wiederum von den Entwicklungs- und Schwellenländern kommen wird. Während für die Industrieländer von einem moderaten Anstieg des BIP in Höhe von 1,4 % ausgegangen wird, wird für die Entwicklungs- und Schwellenländer ein Anstieg von 6,0 % erwartet.
Auch im Euroraum hatte sich der Aufschwung im Sommer 2010 wieder abgeschwächt. Eine voraussichtlich wieder restriktiver werdende Fiskalpolitik sowie die Anhebung der direkten und indirekten Steuern der europäischen Staaten werden 2011 dazu führen, dass die Binnennachfrage die schwächere Nachfrage aus dem Ausland nicht wird kompensieren können. Generell ist der Euroraum von großen Unterschieden zwischen den einzelnen Volkswirtschaften geprägt. Einige Länder durchleben eine ausgeprägte Krise am Immobilienmarkt und machen nun einen langwierigen Anpassungsprozess durch, während andere Länder nicht betroffen sind und sich bereits wieder auf einem Erholungskurs befinden. Aber auch diese Länder sind weiterhin von der Krise betroffen, da die Nachfrage nach Gütern innerhalb der Europäischen Union sich weiterhin auf niedrigem Niveau befindet. Das Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich 2011 in einer Größenordnung zwischen lediglich 1 - 1,5 % wachsen. Im Gegensatz zu einer ganzen Reihe von Ländern im Euroraum durchlebt Deutschland geradezu einen idealtypischen Aufschwung. Angeregt durch die weltweiten Konjunkturprogramme zogen die Exporte erheblich an. Zusammen mit den gestiegenen Ausfuhren erhöhten die deutschen Unternehmen gleichzeitig die Investitionen und legten den Grundstock für die Erholung am Arbeitsmarkt. Ein Anstieg der Konsumausgaben war die Folge; eine Entwicklung, die auch 2011 anhalten dürfte, wenngleich nicht mit dergleichen Dynamik wie im vergangenen Jahr. Trotzdem wird der Aufschwung in Deutschland an Breite gewinnen. Die deutsche Exportwirtschaft hat sich von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise wesentlich schneller erholt als ursprünglich erwartet. Ein wichtiger Grund hierfür ist die Ausrichtung der deutschen Exportwirtschaft auf die Emerging Markets. Insbesondere der Handel mit den asiatischen Schwellenländern legte im vergangenen Jahr stark zu, wobei die Ausfuhren nach China in den ersten neun Monaten 2010 um 50 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zunahmen. Das traditionell stark auf Investitionsgüter ausgerichtete Produktsortiment der deutschen Exportindustrie hilft dabei, denn gerade diese Güter werden von den dynamischen Schwellenländern verstärkt nachgefragt. Die Exportdynamik wird 2011 jedoch aller Voraussicht nach nachlassen, wobei immer noch von einem Exportwachstum ausgegangen werden kann. Die Binnenwirtschaft wird durch die positiv eingeschätzten Absatzperspektiven und die zunehmende Kapazitätsauslastung in der Industrie weiter wachsen, so dass das BIP 2011 einen Zuwachs von 2 % erfahren dürfte. Die wirtschaftliche Lage in Japan ist aus heutiger Sicht unklar. Nachdem die Wirtschaft auf dem Wege der Erholung war, wird die weitere Entwicklung nun durch die aktuellen Ereignisse (Erdbeben, Tsunami, Reaktorunfall) stark beeinflusst werden. Die amerikanische Wirtschaft hat sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht erholt. Zwar waren in einigen Quartalen kräftige Zuwachsraten bei der gesamtwirtschaftlichen Produktion zu beobachten, aber seit dem Frühjahr 2010 hat sich die Entwicklung wieder verlangsamt. Aufträge und Produktion in der Industrie liegen immer noch deutlich unter dem Wert, der vor der Krise erreicht worden war. Der private Konsum wird als traditioneller Wachstumstreiber der Wirtschaft auch in absehbarer Zeit ausfallen, da die Arbeitslosigkeit bei knapp 10 % liegt. Für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich hoch ist vor allem die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Die hohe Verschuldung der privaten Haushalte und der Verfall der Hauspreise sind weitere Argumente, die eine schnelle Erholung der Binnenwirtschaft unwahrscheinlich erscheinen lassen. Das amerikanische BIP 2011 wird nach Ansicht von Investmentbanken und Wirtschaftsforschungsinstituten bei rund 1,6 % liegen. Im Unterschied zu den etablierten Industriestaaten können die Konjunkturaussichten der sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) als wesentlich besser eingeschätzt werden. Ganz anders dagegen verläuft die wirtschaftliche Entwicklung in China, das 2010 bereits einen Anteil an der Weitproduktion von 13,6 % aufweist. Die Wirtschaft expandiert nach wie vor in hohem Tempo. Eine Wachstumsrate des BIP von rund 10 % in 2010 zeugt von der nach wie vor ungebrochenen Expansion der Wirtschaft. Auch wenn die Forschungsinstitute von einer Abschwächung 2011 ausgehen, liegen doch die avisierten 9 % Steigerung in der Wirtschaftsleistung deutlich über den Zahlen der etablierten Industrieländer. Das Tempo der Entwicklung der indischen Wirtschaft ist mit dem der chinesischen Wirtschaft durchaus vergleichbar, wenn auch nicht auf diesem hohen Niveau. Auch hier ist die Inlandsnachfrage von entscheidender Bedeutung. Die Käufe von Automobilen und anderen langlebigen Konsumgütern nehmen deutlich zu, zudem werden die staatlichen Investitionen zur Verbesserung der Infrastruktur aufgestockt, so dass die Binnennachfrage der wesentliche Treiber für ein Wachstum des BIP 2011 in Höhe von 7,5 % sein wird. In Russland hat die gesamtwirtschaftliche Produktion 2010 spürbar zugenommen, nachdem das Land im Zuge der Wirtschaftskrise 2009 erhebliche Einbußen hat hinnehmen müssen und das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht worden ist. Russland ist nach wie vor in hohem Maße abhängig von der Ölpreisentwicklung und offenbart die tiefen strukturellen Probleme, in denen sich die russische Volkswirtschaft auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion befindet. Der Anstieg des BIP wird für 2011 bei 3,5 % gesehen.
3.2. ENTWICKLUNG DER BRANCHEN
Der deutsche Maschinenbau - mittelständisch geprägt - produziert im Wesentlichen für den Weltmarkt, knapp drei Viertel der Produktion werden exportiert. Rund die Hälfte der Exporte gehen in die Europäische Union, die andere Hälfte nach Osteuropa und Übersee. Der Maschinenbau produziert überwiegend Ausrüstungen für die Herstellung von Industrieprodukten, für die Gewinnung und Veredelung von Rohstoffen und die Erzeugung von Energie. Zu rund zwei Drittel handelt es sich um Investitionsgüter. Im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise, beginnend 2008, wurde wieder einmal die große Abhängigkeit der deutschen Maschinenbauindustrie von der Weltwirtschaft auf dramatische Weise deutlich. Mitte 2009 wurde der Tiefpunkt erreicht: Die Auftragseingänge unterschritten das Volumen des Vorjahrs um 45 %, die Kapazitätsauslastung sank auf rund 68 % während sie 2008 noch bei 92 % lag. Seit der zweiten Hälfte des Jahres 2009 setzte eine Trendwende ein, die dazu führte, dass die Auftragseingänge steil anstiegen. Die Impulse kamen in erster Linie aus den Schwellenländern, die Märkte der Europäischen Union und der Binnenmarkt trugen nur unwesentlich zu dieser Entwicklung bei. 2010 setzte sich diese Entwicklung mit Auftragseingängen von 29 % und 22 % aus dem Inland und den EU-Ländern fort, während der Auftragseingang aus den Schwellenländern um 55 % zulegte. Für 2011 ist mit weiter steigenden Aufträgen zu rechnen, so dass eine um 10 % steigende Produktion erwartet wird. 2010 war für den Halbleitermarkt aus Sicht des Marktforschungsinstituts Gartner eines der besten Jahre in der Geschichte. Die Wachstumsrate beträgt gegenüber dem Vorjahr 31,5 % und dem Markt ist es gelungen, die 300-Mrd.-Dollar-Umsatz-Marke zu überschreiten. Das Geschäftsvolumen für Speichermedien ist 2010 mit einem Umsatzplus von nahezu 50 % am stärksten gewachsen. Auf Applikationen bezogen sind die Smartphones, die mobilen PCs und die Media-Tablets die Anwendungen, die das Halbleiterwachstum bis 2014 vorantreiben. Insbesondere die Media-Tablets sind ein besonders schnell wachsendes Produktsegment und auch für die zukünftige Entwicklung von besonders großer Bedeutung. Zunehmende Konkurrenz soll dieses Produkt für eine größere Anwendergruppe interessant machen. Gartner geht davon aus, dass dieser Markt von 2,4 Mrd. Dollar in 2010 auf 17,8 Mrd. Dollar 2014 anwachsen wird. Die Marktentwicklung für PCs sieht eine gegenteilige Entwicklung voraus. Hier soll ein Umsatzminus von 3,2 % 2011 gegenüber 2010 eintreten. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf sinkende Preise für DRAM zurückzuführen. Gut sieht auch die Prognose für den Halbleiterumsatz im Bereich Mobiltelefone aus, 13,6 % soll dieser gegenüber 2010 steigen. Insgesamt soll das Wachstum des Halbleitermarkts 2011 4,6 % gegenüber 2010 betragen, was einem Umsatz in Höhe von 314 Mrd. Dollar entsprechen würde. Der Weltmarkt für Leuchtdioden (LED) ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Für die Zukunft sieht das Marktforschungsinstitut Databeans weiter zweistellige Wachstumsraten voraus. Während der weltweite Umsatz 2010 6,9 Mrd. Dollar betrug, wird für 2015 ein Umsatz von 17,4 Mrd. Dollar angenommen, was einer jährlichen Durchschnittswachstumsrate von 37 % entspricht. Andere Marktforschungsinstitute kommen sogar auf wesentlich höhere Werte. Wesentliche Wachstumstreiber sind einerseits das Energiesparpotenzial, andererseits der geringe Wartungsbedarf. Die LEDs haben Aussichten, sich sowohl in der allgemeinen Beleuchtung als auch bei industriellen Anwendungen durchzusetzen. Der Photovoltaikmarkt ist 2010 wiederum außerordentlich stark gewachsen. Das Marktforschungsinstitut iSupply sieht aufgrund des starken Wachstums in Deutschland insgesamt einen weltweiten Zubau an Solarmodulen von knapp 16 GW. Das bedeutet ein Wachstum von über 100 % gegenüber 2009. Auch für 2011 sieht das Institut einen vergleichbaren Zuwachs in einer Größenordnung von rund 19 %. Im ersten Halbjahr 2011 wird es vorübergehend einen Rückgang der Neuinstallationen und gleichzeitig höhere Lagerbestände geben, so dass die Preise für Solarmodule unter Druck geraten werden. Die Preise für kristalline Module werden in der ersten Jahreshälfte in einer geschätzten Größenordnung von 15 % nachgeben, so dass hierdurch die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte deutlich angekurbelt wird. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass der wachsende Wettbewerb zwischen den Herstellern in absehbarer Zeit zu deutlich sinkenden Modulpreisen führen wird.
4. STRUKTURELLE ÄNDERUNGEN IN DER PVA TEPLA-GRUPPE
Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 kam es zu einer Veränderung in der Struktur der Tochtergesellschaften der PVA TePia-Gruppe: Die Anteile am assoziierten Unternehmen PVA MIMtech LLC, Cedar Grove/NJ, USA, an welchem die PVA TePla AG mittelbar mit 50 % beteiligt war, wurden im vierten Quartal 2010 veräußert.
Die bereits im Konzernlagebericht 2009 erläuterte Restrukturierung des Bereichs Plasma Systems am Standort Feldkirchen wurde im Verlauf des Jahres 2010 erfolgreich abgeschlossen und führte zu einer Verlagerung der Bereiche Produktion und Logistik an den Standort Jena. Die Fixkosten für den Bereich Plasma Systems konnten durch diese Maßnahmen signifikant gesenkt werden. Hierdurch sind die Voraussetzungen geschaffen worden, nachhaltig positive Ergebnisse zu erzielen.
5. UMSÄTZE
Die PVA TePla-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen Konzernumsatz von 120,4 Mio. € (VJ 134,7 Mio. €) und lag damit unterhalb des Vorjahresumsatzes. Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 und der damit einhergehenden Investitionszurückhaltung der Kunden im gesamten Verlauf des Jahres 2009 war es zu einem Rückgang des Auftragsbestands 2009 gekommen. Dieser deutlich geringere Auftragsbestand wirkte sich auf den Konzernumsatz 2010 aus, welcher auch im Vorfeld entsprechend prognostiziert worden war. Der Umsatz erreichte im vierten Quartal 2010 einen Wert von 25,4 Mio. € (Ql 33,0 Mio. €, QU 30,8 Mio. €, Qlll 31,1 Mio. €). Der Rückgang des Umsatzes in der zweiten Jahreshälfte 2010 hängt mit dem Auslaufen der Lieferung von Kristallzuchtanlagen an einen chinesischen Kunden Mitte 2010 zusammen. In Deutschland werden 41 % (VJ 61 %) des Konzernumsatzes erzielt. Die Bedeutung des asiatischen Markts hat zugenommen. 44 % (VJ 27 %) des Gesamtumsatzes entfällt auf diese Region. Insbesondere die Lieferungen von Kristallzuchtanlagen unterschiedlichen Typs an mehrere chinesische Kunden haben zu diesem hohen Umsatzniveau in dieser Region beigetragen. 13 % des Gesamtumsatzes wird im europäischen Ausland erzielt. Auf Nordamerika entfallen 2 %. Im folgenden Abschnitt werden die Umsätze der drei Geschäftsbereiche Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems im Einzelnen dargestellt.
UMSATZ NACH REGIONEN
in %

Geschäftsbereich Industrial Systems
Der GB Industrial Systems erzielte mit 28,4 Mio. € einen geringeren Umsatz als im Geschäftsjahr 2009 mit 38,9 Mio. €. Der Anteil am Gesamtumsatz belief sich auf 24 %. Wie oben bereits beschrieben war der Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2009 durch die Wirtschaftskrise stark zurückgegangen, so dass der Umsatz wie erwartet entsprechend geringer als in den Vorjahren ausfiel. Wie in den vorangegangenen Jahren hatte das Marktsegment Hartmetall weiterhin eine große Bedeutung für diesen Geschäftsbereich. Anlagen zur Bearbeitung von Graphitmaterialien und metallisch beheizbare Wärmebehandlungsanlagen machen einen weiteren bedeutsamen Umsatzbeitrag aus. Letztere werden zum Beispiel in der Elektroindustrie zum Löten von Vakuumschaltern eingesetzt. Hochreine Graphite werden in verschiedenen Branchen, wie z. B. in der Halbleiter- und Optoelektronik (LED)-Fertigung oder Luftfahrtindustrie nachgefragt. Asien und insbesondere China sind umsatzmäßig derzeit die wichtigsten Regionen für die Systeme des GB Industrial Systems. Die PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH (LWT) als Tochtergesellschaft der PVA TePla AG arbeitet als Dienstleistungsunternehmen (Contract Processing) im Bereich Hochtemperaturlöten und Wärmebehandlung. Die Tochtergesellschaft generiert ihre Umsätze aus Contract Processing Verträgen, wobei neben reinen Veredelungsarbeiten (Lohnfertigung) auch Komplettprodukte nach Kundenzeichnung hergestellt werden. Der Umsatzanteil der Komplettproduktherstellung am Gesamtumsatz der LWT ist tendenziell steigend, was die zunehmende Bedeutung dieser erweiterten Dienstleistung widerspiegelt. Da im Contract Processing Geschäft die räumliche Nähe zwischen Lieferant und Kunde aus logistischen Gründen von besonderer Bedeutung ist, konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten der LWT im Wesentlichen auf den westeuropäischen Raum, wobei Deutschland mit weitem Abstand der bedeutendste Markt ist.
Geschäftsbereich Semiconductor Systems
Der Umsatz im GB Semiconductor Systems belief sich 2010 auf 33,9 Mio. € (VJ 38,9 Mio. €). Damit trug dieser Geschäftsbereich 28 % zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Die Halbleiterindustrie befindet sich seit vergangenem Jahr wieder auf einem Wachstumskurs, nachdem die Umsätze über zwei Jahre geschrumpft waren. Auch die Kapazitäten in der Waferindustrie werden wieder aufgestockt, so dass in der nahen Zukunft wieder mit steigenden Umsätzen im Bereich Kristallzuchtanlagen zu rechnen ist. Im Geschäftsjahr 2010 sind aus diesem Bereich jedoch noch keine wesentlichen Impulse für die Geschäftsentwicklung zu verzeichnen gewesen. Die Niederlassung der PVA TePla AG in Dänemark - zuständig für den Bau von Kristallzuchtanlagen nach dem Floatzonesystem - konnte im Jahr 2010 eine zufriedenstellende Entwicklung verzeichnen. Slim Rod Puller und Analysesysteme wurden im Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres an die Kunden geliefert und trugen zum Umsatz dieses Geschäftsbereichs bei. Die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems GmbH, Lieferant von Systemen für die zerstörungsfreie lnspektion und Qualitätskontrolle von Werkstoffen und Materialien durch Ultraschall, lieferte Analysegeräte an führende Technologieunternehmen für die Material- und Bauteilprüfung - über die gesamte Wertschöpfungskette der Chipherstellung hinweg. Diese Tochtergesellschaft hat im besonderen Maße von der Erholung der Halbleiterindustrie profitiert, da sich der Umsatz 2010 verdreifachte und deutlich über den Erwartungen lag. Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einer fortgesetzten positiven Tendenz des Auftragseingangs gerechnet, insbesondere durch MEMS (Micro-Electro-Mechanical-Systems)-Hersteller und weitere Investitionen in weltweiten R&D-Instituten. Eine ebenso erfreuliche Entwicklung zeichnete sich für den Bereich Plasma Systems ab. Der Umsatz der Niederlassung in Feldkirchen bei München hat sich 2010 verdoppelt, und es zeichnet sich nach einigen schwierigen Jahren mit einer grundlegenden Restrukturierung 2009 in diesem Bereich eine nachhaltige Erholung ab. Umsätze wurden insbesondere in der Halbleiterindustrie in den Bereichen Front End für Veraschungs- und Aktivierungsprozesse sowie bei Leistungs- und Verbindungs-Halbleitern, organischen LED Displays (OLED), HBLED, MEMS und im Back End beim Chip Packaging erzielt.
Geschäftsbereich Solar Systems
Der Umsatz im GB Solar Systems belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 58,1 Mio. € (VJ 56,9 Mio. €) und trug 48 % zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Die Umsatzerlöse 2010 stammen im Wesentlichen aus dem Auftrag aus dem Jahr 2008 der Bosch Solar Energy, ehemals ersol Wafers (ASi Industries GmbH) und von zwei chinesischen Solarherstellern zur Lieferung von Anlagen zur Herstellung von mono- bzw. multikristallinen Siliziumkristallen. Dies beinhaltete 50 Anlagen zur Herstellung von monokristallinen Siliziumingots sowie eine Reihe von Anlagen zur Herstellung von multikristallinen Siliziumblöcken.
Die PVA TePla AG weist in ihrem Einzelabschluss einen Umsatzwert von 113,2 Mio. € (VJ 139,1 Mio. €) aus. Der Rückgang ist im geringeren Umsatzumfang im Bereich Vacuum Systems - wie oben bereits geschildert - und einem Umsatzrückgang im Bereich Floatzone Systems in Dänemark begründet.
KONZERN UMSATZ
NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
in Mio. €

6. AUFTRAGSLAGE
AUFTRAGSEINGANG
Im Geschäftsjahr 2010 ist der Auftragseingang des Konzerns mit 93,4 Mio. € deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum (68,9 Mio. €) gestiegen. Die GB Industrial Systems und Semiconductor Systems profitierten von der verbesserten globalen Wirtschaftslage. Auch die Book-to-Bill-Ratio auf Konzernebene mit einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten Wert von 0,8 bringt diese positive Entwicklung zum Ausdruck (VJ 0,5).
Der Geschäftsbereich Industrial Systems erreichte einen Auftragseingang in Höhe von 40,8 Mio. € (VJ 20,2 Mio. €) und trug damit 44 % zum Gesamtauftragseingang bei. Rund 70 % der Bestellungen für Vakuumanlagen kamen wie im Vorjahr aus dem Ausland. Auf Kunden in Asien entfallen rund 55 % aller Aufträge. Der überwiegende Teil der Vakuumanlagen wird nach wie vor von Kunden aus dem Hartmetallmarkt bestellt. Weitere wichtige Geschäftsfelder sind Anlagen zur Herstellung bzw. thermischen Behandlung von Graphit sowie Anlagen, die der Materialherstellung bzw. Lötprozessen in der Elektroindustrie dienen.
Der Geschäftsbereich Semiconductor Systems verzeichnete 2010 ebenfalls einen Zuwachs des Auftragseingangs und kam auf 42,5 Mio. € (VJ 19,2 Mio. €). Der Auftragseingang erzielte nun einen Anteil von 45 % am Gesamtauftragseingang. Die PVA TePla Danmark als Hersteller von Floatzoneanlagen erhielt im Verlauf des Jahres 2010 zwei größere Aufträge aus China über die Lieferung von Systemen, in denen hochreine, monokristalline Siliziumstäbe vorwiegend für Hochleistungsbauteile gezogen werden körn nen. Der Bereich Plasma Systems am Standort Feldkirchen verzeichnete eine sehr erfreuliche Entwicklung und konnte mit 12,8 Mio. € den höchsten Auftragseingang in den vergangenen zehn Geschäftsjahren verbuchen. Ca. 72 % des Auftragseingangs kamen aus Asien, gefolgt von Europa mit 13 %, Deutschland mit 12 % und Nordamerika mit 3 %. Taiwanesische Halbleiterhersteller im Bereich Chip Packaging sowie europäische Hersteller aus dem HBLED Markt sind die wichtigsten Auftraggeber für diesen Bereich. Die Aufträge für Analysesysteme der Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems zur zerstörungsfreien lnspektion von Materialien in Höhe von 9,3 Mio. € kamen in erster Linie aus der Halbleiterindustrie in Europa und Asien.
Der Geschäftsbereich Solar Systems verbuchte Kundenaufträge in Höhe von 10,1 Mio. € (VJ 29,5 Mio. €). Somit erreichte dieser Geschäftsbereich einen Anteil von 11 % am gesamten Auftragseingang und konnte damit die Erwartungen nicht erfüllen. Der chinesische Kunde Tianwei New Energy Wafer Co. Ltd erteilte einen Auftrag zur Lieferung von Anlagen zur Herstellung von multikristallinen Silizium-Ingots im Auftragswert von rund 5 Mio. €.
Bei einer isolierten Betrachtung der PVA TePla AG ist der Auftragseingang auf 80,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum (VJ 61,6 Mio. €) gesteigert worden. Darin ist der Wert von Aufträgen anderer Konzerngesellschaften in Höhe von 4,8 Mio. € (VJ 2,3 Mio. €) enthalten. Insbesondere die deutliche Belebung der Nachfrage in den Bereichen Vacuum Systems, Plasma Systems und Floatzoneanlagen führte zu diesem erfreulichen Auftragseingang.
AUFTRAGSEINGANG
NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
in Mio. €

AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand der PVA TePla-Gruppe wird nach Abzug der gemäß Fertigstellungsgrad bereits berücksichtigten Umsätze (Teilumsatzrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode, PoC) ausgewiesen. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2010 über einen Auftragsbestand in Höhe von 52,9 Mio. € (VJ 87,8 Mio. €). Der Vorjahreswert konnte somit nicht wieder erreicht werden. Wesentlicher Grund hierfür ist der deutliche Rückgang des Auftragsbestands im GB Solar Systems auf 9,1 Mio. € (VJ 64,3 Mio. €). In diesem Bereich wurde der Auftragsbestand um 6,7 Mio. € bereinigt. Ein im ersten Quartal 2008 über einen Systemintegrator hereingenommener Auftrag aus der europäischen Solarindustrie konnte nicht umgesetzt werden. Die GB Industrial Systems sowie GB Semiconductor Systems konnten ihren Auftragsbestand demgegenüber stark erhöhen. Der GB Industrial Systems erreichte 24,7 Mio. € (VJ 11,6 Mio. €) und GB Semiconductor Systems erzielte 19,1 Mio. € (VJ 11,9 Mio. €).
Der Auftragsbestand der PVA TePla AG - in der Einzelbetrachtung zu Nominalwerten entsprechend der deutschen Rechnungslegung - liegt bei 83,7 Mio. € (VJ 125,2 Mio. €). Auch hier ist in erster Linie der Rückgang mit dem rückläufigen Auftragsbestand des Bereichs Solar Systems zu erklären. Die übrigen Bereiche verzeichnen zwar deutliche Zuwächse, können jedoch den Bereich Solar Systems nicht ausgleichen.
AUFTRAGSBESTAND
NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
in Mio, €

7. PRODUKTION
Die Produktion der Systeme und Anlagen sowie das Contract Processing erfolgten im Inland im Geschäftsjahr 2010 an den Standorten Wettenberg, Feldkirchen, Siegen, Aalen und Jena. Die Produktion am Standort Feldkirchen wurde im Rahmen einer Restrukturierung des Bereichs Plasma Systems im Verlaufe 2010 geschlossen und an den Standort Jena verlagert. Im Ausland wurde an den Standorten Corona in den USA und Frederikssund in Dänemark produziert. Die Fertigungstiefe wurde in allen Bereichen weiterhin auf niedrigem Niveau gehalten. Eine eigene Teilefertigung findet nur in geringem Umfang statt. Dies führt zu einem prozentual relativ hohen Wareneinsatz, bietet jedoch die Möglichkeit, die benötigten Produktionskapazitäten auch kurzfristig und flexibel an den eventuell veränderten Bedarf anzupassen.
8. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Kosten für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum im Konzern 3,3 Mio. € (VJ 2,4 Mio. €). Im Folgenden werden einige Beispiele an Entwicklungen aus den einzelnen Geschäftsbereichen aufgezeigt:
Geschäftsbereich Industrial Systems
Im Geschäftsbereich Industrial Systems erfolgen F&E-Arbeiten weitgehend im Rahmen von bezahlten Kundenaufträgen; diese Kosten werden daher als Herstellungskosten des Umsatzes gebucht und nicht gesondert ausgewiesen. Die anteiligen F&E-Leistungen, die zu Neuerungen und Optimierungen der Produkte führen, können mit rund 10 % der gesamten Konstruktionsleistung angesetzt werden.
Geschäftsbereich Semiconductor Systems
Im Bereich Plasma Systems verläuft das Projekt zur Entwicklung eines Scherspannungs-Messgerätes für die neue Generation der 450 mm-Wafer für die Halbleiterindustrie planmäßig. Das Projekt ist Bestandteil der "European Equipment & Materials Initiative for 450mm Wafer" (EEMI 450), in der sich alle führenden europäischen Halbleiter-Anlagenbauer und Materialhersteller zusammengeschlossen haben. Die PVA TePla AG ist Partner in diesem Konsortium, das sich zum Ziel gesetzt hat, als erste Region in der Welt produktionstaugliche 450mm-Techno-logien und -Systeme auf den Markt zu bringen. Im Bereich Analytical Systems wurde 2010 an der Fortentwicklung der erfolgreichen SAM 300/400-Sene -Analysesysteme für die Halbleiterindustrie, Materialforschung und biologisch-medizinische Forschung mit einer nunmehr noch leistungsstärkeren Software zur Datenauswertung - gearbeitet. Signifikante Verbesserungen hinsichtlich Throughput und Abbildungsqualität wurden bei Mehrkanalsystemen erzielt (TWIN und QUAD Serie). Weiterer Schwerpunkt waren die Fortführung der Entwicklungen auf dem Gebiet der vollautomatisierten Waferinspektionssysteme (AUTO WAFER 300) und neuer Systeme für die Inspektion kompletter elektronischer Module (AUTO TRAY). Zudem wurde das Auto-Ingot-System - ein Analysesystem zur Detektion von Fehlstellen in gezogenen Siliziumkristallen - technologisch weiterentwickelt. Weiter reduzierte Fehldetektionen und gesteigerte Nachweisempfindlichkeit (detection limit) garantieren nun eine höhere Produktivität für den Kunden. Im Bereich Floatzone Systems ist 2010 ein neuentwickeltes "Blind Pulling Automation System" für das Floatzonesystem FZ-14M fertig gestellt und erfolgreich getestet worden. Dieses System automatisiert weitergehend den Kristallzuchtprozess und führt somit zu einer größeren Produktivität auf Seiten des Kunden.
Geschäftsbereich Solar Systems
Im Rahmen des ins Leben gerufenen Spitzenclusters "Solarvalley Mitteldeutschland" wird neben einer Reihe von Forschungsvorhaben insbesondere die Weiterentwicklung des Czochralski (Cz)-Verfahrens zur Züchtung von einkristallinen Silizium-Ingots vorangetrieben. In den letzten Jahrzehnten wurde diese Entwicklung in erster Linie von der Halbleiterindustrie getrieben, in der heute hochreine Silizium-Einkristalle mit 300mm Durchmesser produziert werden. Durch das rasante Wachstum in der Photovoltaik wurde in den letzten Jahren begonnen, das Cz-Verfahren auf die im Vergleich zur Mikroelektronik unterschiedlichen Anforderungen in Hinblickauf Materialqualität und Kosten zu modifizieren. Dabei sind noch bei weitem nicht alle Kostenreduktionspotenziale der bestehenden Cz-Technologie ausgeschöpft, die einen signifikanten Beitrag zum Erreichen der Netzparität liefern können. Ein wesentliches Ziel der Weiterentwicklung des Cz-Verfahrens für die Photovoltaik ist es deshalb, durch Einführung innovativer Ansätze eine deutliche Kostenreduktion innerhalb der Cz-Kristallzüchtung zu erreichen. Dies betrifft sowohl die Anlagentechnik als auch den Zyklus des kompletten Züchtungsprozesses. Im Rahmen dieses Vorhabens werden vor allem die Bereiche Nachchargiereinrichtungen, Entwicklung optimierter Wachstums- und Abkühlprozesse und Weiterentwicklung der Messtechnik und Computersimulation weiterentwickelt. Nachchargiereinrichtungen ermöglichen es, Ausgangsmaterial, das in unterschiedlicher Form zum Beispiel als größere Brocken oder als kleineres Granulat vorliegen kann, der heißen Schmelze zuzuführen. Mit Hilfe dieser Einrichtung wird der Tiegel maximal mit Ausgangssilizium befüllt und somit das herstellbare Kristallgewicht pro Kristallzüchtungsversuch maximiert. Durch optimierte Wachstums- und Abkühlprozesse sollen Silizium-Kristalle mit so hoher mechanischer Stabilität hergestellt werden, dass daraus dünnere Wafer gesägt und zu Solarzellen prozessiert werden können, ohne dass die Bruchrate signifikant steigt. Die Optimierung der Abkühlphase erfordert neben der eigentlichen Anlagen- und Prozessmodifikation vor allen Dingen auch eine Anpassung und Optimierung der Prozesssteuerung, die heute noch nicht für eine flexible Prozessführung im Bereich der Abkühlphase ausgelegt ist. Durch die Weiterentwicklung der Messtechnik und Computersimulation sollen genauere, schnellere oder weiterführende Erkenntnisse zu den Wärme- und Stofftransportprozessen erzielt werden. Diese bestimmen maßgeblich die Kristalleigenschaften. Daher müssen die Wachstumsbedingungen in Form von Temperatur, Strömung, Stofftransport und thermische Spannungen und deren Auswirkungen auf den Kristallzüchtungsprozess bekannt sein, um diesen in gewünschter Art und Weise beeinflussen zu können.
9 INVESTITIONEN
Mit einem Wert von 2,5 Mio. € (VJ 2,7 Mio. €) war das Investitionsvolumen im Jahr 2010 etwas geringer als im Vorjahr. Die größte Einzelinvestition war ein weiterer Lötofen für die Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena. Aufgrund der guten Geschäftserwartungen wurde hier eine Kapazitätserweiterung am Standort Wettenberg notwendig. Die weiteren Investitionen sind im Wesentlichen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie auf Lizenzen für Software zurückzuführen. Hinzu kam der Erwerb eines Erweiterungsgrundstücks am Standort Wettenberg.
Auch bei der Einzelbetrachtung der PVA TePla AG lag der Wert der Investitionen 2010 mit 1,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert in Höhe von 1,9 Mio. €. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 0,9 Mio. € (VJ 1,7 Mio. €). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände erreichten einen Wert von 0,4 Mio. € (VJ 0,2 Mio. €). Investitionen in Finanzanlagen wurden wie im Vorjahr nicht getätigt.
10. PERSONALENTWICKLUNG
Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 488 Mitarbeiter (VJ 501 Mitarbeiter). Gegenüber dem Vorjahresstichtag hat sich die Mitarbeiterzahl somit leicht verringert. Im GB Industrial Systems liegt die Anzahl der Mitarbeiter bei 253 Mitarbeitern (VJ 245 Mitarbeiter). Die Mitarbeiterzahl im GB Semiconductor Systems erreicht 218 Mitarbeiter (VJ 242 Mitarbeiter). Die Verringerung der Mitarbeiterzahl in diesem Geschäftsbereich ist im Wesentlichen auf die Restruktunerungsmaßnahmen 2010 im Bereich Plasma Systems am Standort in Feldkirchen zu erklären. Im GB Solar Systems werden 17 Mitarbeiter beschäftigt (VJ 14 Mitarbeiter). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass dieser Bereich wesentliche Lieferungen und Leistungen von den anderen Geschäftsbereichen bezieht. Dies umfasst vor allem die Montage der Anlagen durch die organisatorisch dem GB Semiconductor Systems zugeordnete Tochtergesellschaft PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass in Europa mit 450 (VJ 467) Personen der weitaus größte Teil der Mitarbeiter beschäftigt ist. In den USA waren Ende 2010 25 (VJ 21) Mitarbeiter und in Asien wie zum Vorjahresstichtag 13 Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2010 lag die Zahl junger Menschen in der Ausbildung bei der PVA TePla-Gruppe bei 16 Mitarbeitern (VJ 19). 4 junge Männer und Frauen erhalten eine kaufmännische und 12 eine gewerbliche Ausbildung.
Die PVA TePla AG beschäftigte zum Jahresende 2010 303 Mitarbeiter (VJ 317 Mitarbeiter). Die Verringerung der Mitarbeiterzahl ist auf die Restrukturierungsmaßnahmen 2010 im Bereich Plasma Systems am Standort Feldkirchen zurückzuführen. In Frederikss- und (Dänemark) werden 12 Mitarbeiter (VJ 12 Mitarbeiter) beschäftigt.
11. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
PVA TEPLA-KONZERN
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2010 lag mit 121,7 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert von 128,0 Mio. €.
Der Wert der Sachanlagen ist vor allem durch die planmäßigen Abschreibungen auf 34,1 Mio. € (VJ 34,5 Mio. €) zurückgegangen. Der Wert der immateriellen Vermögenswerte lag unverändert bei 8,7 Mio. € (VJ 8,7 Mio. €). Die latenten Steueransprüche betrugen 2,9 Mio. € (VJ 3,3 Mio. €). Insgesamt betrug der Wert der langfristigen Vermögenswerte 46,2 Mio. € gegenüber 47,6 Mio. € im Vorjahr.
Die kurzfristigen Vermögenswerte wurden insgesamt auf 75,5 Mio. € (VJ 80,4 Mio. €) reduziert. Die größte Veränderung erfolgte bei den kurzfristigen Forderungen. Diese konnten auf 17,0 Mio. € (VJ 22,9 Mio. €) vermindert werden, vor allem durch eine Senkung des Bestandes an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 13,7 Mio. € (VJ 17,2 Mio. €). Die geleisteten Anzahlungen sind durch das geringere Geschäftsvolumen weiter auf 1,5 Mio. € (VJ 3,7 Mio. €) zurückgegangen. Der Wert der flüssigen Mittel wurde aufgrund des hohen operativen Cash Flows auf 30,3 Mio. € (VJ 28,4 Mio. €) gesteigert. Der Wert der Vorräte ist insgesamt leicht auf 21,0 Mio. € (VJ 20,0 Mio. €) angestiegen. Einem Rückgang bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen steht ein Anstieg bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gegenüber. Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind weiter auf 5,8 Mio. € (VJ 8,9 Mio. €) zurückgegangen. Dies ist auf die Abarbeitung der vorhandenen Aufträge und den geringeren Auftragsbestand zurückzuführen.
Die Passivseite der Bilanz zeigt insgesamt einen reduzierten Wert der kurzfristigen Schulden von 42,5 Mio. € zum 31. Dezember 2010 (VJ 51,7 Mio. €). Der größte Rückgang erfolgte bei den Steuerrückstellungen. Vor allem durch entsprechende Steuerzahlungen sind diese auf 2,0 Mio. € (VJ 6,4 Mio. €) gesunken. Ebenso sind die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen im Zuge der weiteren Bearbeitung der Aufträge und aufgrund des geringeren Auftragsbestands von 16,4 Mio. € auf 13,5 Mio. € zurückgegangen, die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen im Gegenzug auf 1,7 Mio. € (VJ 0,6 Mio. €) angestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf 4,3 Mio. € (VJ 3,5 Mio. €) erhöht. Die Werte der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 11,8 Mio. € (VJ 12,6 Mio. €) und der abgegrenzten Schulden in Höhe von 6,8 Mio. € (VJ 7,4 Mio. €) haben sich nicht signifikant verändert. Der Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 1,2 Mio. € (VJ 2,7 Mio. €) ist darauf zurückzuführen, dass ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Akquisition der PVA TePla Analytical Systems im Laufe des Jahres zur Rückzahlung fällig wurde.
Die langfristigen Schulden (einschließlich der langfristigen Rückstellungen) haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahreswert von 25,2 Mio. €auf jetzt 24,8 Mio. € vermindert. Dies ist auf die Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 12,9 Mio. € (VJ 13,3 Mio. €) zurückzuführen. Die Pensionsrückstellungen sind planmäßig auf 8,1 Mio. € (VJ 7,7 Mio. €) gestiegen. Die entsprechenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Der Wert der latenten Steuerverbindlichkeiten hat sich auf 3,1 Mio. € (VJ 3,9 Mio. €) verringert. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses - vermindert um die im Jahr 2010 erstmals gezahlte Dividende in Höhe von 4,4 Mio. € - auf 54,5 Mio. € (VJ 51,1 Mio. €). In Verbindung mit der geringeren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahreswert von 39,9 % auf nunmehr 44,7 % weiter angestiegen.
Die Liquiditätssituation der PVA TePla-Gruppe war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 wieder sehr positiv. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 stehen flüssigen Mitteln in Höhe von 30,3 Mio. € (VJ 28,4 Mio. €) und kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 1,0 Mio. € (VJ 0) Finanzverbindlichkeiten im kurzfristigen Bereich in Höhe von 1,2 Mio. € (VJ 2,7 Mio. €) und im langfristigen Bereich in Höhe von 12,9 Mio. € (VJ 13,3 Mio. €) gegenüber. Damit konnte auch die Nettofinanzposition des Konzerns weiter auf einen Wert von +17,2 Mio. € (VJ +12,4 Mio. €) verbessert werden. Dieser positive Saldo, die Feistigkeit der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die vorliegenden - auf monatlicher Basis aktualisierten - Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) und Avallinien in Höhe von 97,0 Mio. € (VJ 107,0 Mio. €) bieten der PVA TePla aus heutiger Sicht genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Kredit- und Avallinien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.
Auch im Jahr 2010 konnte mit +11,2 Mio. € (VJ +29,6 Mio. €) wieder ein deutlich positiver operativer Cash Flow erzielt werden. Dieser Wert ist in den Bereichen Vakuumanlagen und Kristallzuchtanlagen aufgrund der Projektstruktur der Aufträge stichtagsbezogen starken Schwankungen unterworfen. Zu Beginn der Aufträge erhalten wir nennenswerte Anzahlungen, die bei großen Aufträgen den gesamten Cash Flow positiv beeinflussen. Während der Bearbeitung ist der Cash Flow der Aufträge negativ, wohingegen zeitnah zur Lieferung die Restzahlung bis auf eine geringe Restrate erfolgt. Aufgrund des oben dargestellten Umfangs der Investitionsmaßnahmen lag der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit mit -2,1 Mio. € auf dem des Vorjahres (-2,2 Mio. €). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -7,5 Mio. € (VJ -4,1 Mio. €). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die erstmalige Zahlung einer Dividende in Höhe von 4,4 Mio. € zurückzuführen. Die planmäßige Tilgung der langfristigen Darlehen betrug 1,4 Mio. € (VJ 1,3 Mio. €). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind um 1,5 Mio. € zurückgegangen (VJ Anstieg um 1,5 Mio. €) und die Zinsauszahlungen betrugen 1,1 Mio. € (VJ 1,0 Mio. €). Der Gesamtwert des Cash Flow (einschließlich wechselkursbedingter Veränderungen) lag im Jahr 2010 bei +1,9 Mio. € (VJ +23,2 Mio. €). Das seit dem Stichtag 1. Januar 2008 zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg bestehende weitere Darlehen in Höhe von ursprünglich 10,0 Mio. € wurde zum 31. Dezember 2010 nicht in Anspruch genommen. Hieraus besteht eine weitere Liquiditätsreserve in Höhe von 8,0 Mio. €.
PVA TEPLA AG
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2010 hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 99,4 Mio. € auf jetzt 85,8 Mio. € vermindert. Die größte Veränderung fand dabei im Bereich der Forderungen statt.
Der Wert des Anlagevermögens beträgt insgesamt 34,7 Mio. € (VJ 35,0 Mio. €). Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände ist hierbei mit 0,8 Mio. € (VJ 0,7 Mio. €) leicht angestiegen. Der Wert des Sachanlagevermögens ist auf 25,2 Mio. € (VJ 25,6 Mio. €) leicht gesunken. In beiden Kategorien stehen die oben dargestellten Investitionen den planmäßigen Abschreibungen gegenüber. Der Wert der Finanzanlagen ist mit 8,7 Mio. € (VJ 8,7 Mio. €) unverändert.
Der Gesamtwert der Vorräte lag mit 0,7 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert von 0,9 Mio. €. Dabei hat sich der Wert der fertigen Erzeugnisse und Waren auf 5,4 Mio. € (VJ 2,6 Mio. €) erhöht. Der Wert der unfertigen Erzeugnisse ist auf 31,5 Mio. € (VJ 37,8 Mio. €) zurückgegangen. Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist auf 4,2 Mio. € (VJ 3,7 Mio. €) angestiegen. Das Volumen der abgesetzten erhaltenen Anzahlungen betrug 41,0 Mio. € (VJ 44,2 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem hohen Vorjahreswert von 15,6 Mio. € wieder auf 10,0 Mio. € zurückgegangen. Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist erheblich auf 10,1 Mio. € (VJ 20,6 Mio. €) gesunken. Die Montage der Anlagen für den Bereich Kristallzuchtanlagen und Solar Systems innerhalb der PVA TePla AG erfolgt bei der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Im Zuge der weiteren Abwicklung der Aufträge dieses Bereiches hat sich das Volumen der geleisteten Anzahlungen stark reduziert. Der Wert der liquiden Mittel ist durch den positiven Cash Flow auf 27,2 Mio. € (VJ 25,3 Mio. €) angewachsen. Hinzu kommen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 1,0 Mio. € (VJ 0 Mio. €).
Die Passivseite der Bilanz zeigt einen weiteren Rückgang der Verbindlichkeiten auf 19,9 Mio. € (VJ 29,0 Mio. €). Haupteinflussfaktor für diese Entwicklung war ein deutlicher Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 4,2 Mio. € (VJ 10,9 Mio. €). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf einen Wert von 10,1 Mio. € (VJ 12,0 Mio. €) wurde vor allem durch die planmäßige Rückzahlung eines Darlehens zur Finanzierung der Übernahme der PVA TePla Analytical Systems und die planmäßige Tilgung der weiteren Darlehen verursacht. Die nach der Saldierung verbleibenden erhaltenen Anzahlungen betrugen 2,1 Mio. € (VJ 2,4 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 2,8 Mio. € (VJ 2,3 Mio. €). Die Pensionsrückstellungen haben sich auf 8,2 Mio. € (VJ 7,1 Mio. €) erhöht. Hier wurden bereits in den Vorjahren von den steuerlichen Regelungen abweichende realistischere Parameter gewählt. Insbesondere die Reduzierung des Zinssatzes gegenüber dem steuerlich zulässigen Wert in Höhe von 6 % diente dazu, die tatsächlich zu erwartenden Belastungen realistischer abzubilden. Dennoch ergab sich hier ein Sondereffekt aus der erstmaligen Anwendungen der Neuregelungen des BilMoG. Dieser ist im Wesentlichen auf die Berucksichtigung der Gehalts- und Rententrendszurückzuführen. Die zugrunde liegenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Die Steuerrückstellungen sind auf 1,4 Mio. € (VJ 6,3 Mio. €) gesunken. Dies ist auf Steuerzahlungen im Jahr 2010 zurückzuführen. Die Sonstigen Rückstellungen sind auf 13,5 Mio. € (VJ 15,8 Mio. €) gesunken.
Das Eigenkapital stieg weiter auf 42,7 Mio. € (VJ 41,2 Mio. €) an. Hier steht dem erzielten Jahresüberschuss die erstmalige Auszahlung einer Dividende im Jahr 2010 gegenüber. In Verbindung mit der geringeren Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote auf nunmehr 49,8 % (VJ 41,5 %) weiter verbessert. Auf Basis des guten Ergebnisses konnte auch der Bilanzgewinn auf 18,8 Mio. € (VJ 17,3 Mio. €) weiter gesteigert werden. Auf dieser Basis und vor dem Hintergrund der guten Liquiditätssituation schlägt der Vorstand vor, in diesem Jahr eine Dividende in Höhe von 0,15 € pro Aktie auszuschütten und das verbleibende Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Zum 31. Dezember 2010 standen flüssige Mittel in Höhe von 27,2 Mio. € (VJ 25,3 Mio. €) zur Verfügung. Hinzu kommen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 1,0 Mio. € (VJ 0 Mio. €). Die derzeitige Liquiditätslage sowie die vorliegenden, auf monatlicher Basis aktualisierten Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) und Avallinien in Höhe von 97,0 Mio. € (VJ 107,0 Mio. €) bieten der PVA TePla AG genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Linien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.
12. ERTRAGSLAGE
PVA TEPLA-KONZERN
Im Geschäftsjahr 2010 hat die PVA TePla wieder ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Es wurde trotz des geringeren Geschäftsvolumens ein Betriebsergebnis (EBIT) von 12,0 Mio. € (VJ 16,6 Mio. €) und ein Konzernjahresüberschuss von 7,5 Mio. € (VJ 10,7 Mio. €) erzielt. Die EBIT-Marge lag mit 10,0 % (VJ 12,3 %) am oberen Ende der prognostizierten Bandbreite von 8-10 %. Die Umsatzrendite betrug 6,2 % (VJ 7,9 %). Bei der Reduzierung des Konzernumsatzes auf 120,4 Mio. € (VJ 134,7 Mio. €) betrug das Bruttoergebnis 31,2 Mio. € (VJ 38,9 Mio. €). Somit wurde eine Bruttomarge von 25,9 % erzielt (VJ 28,9 %). Die Vertriebskosten beliefen sich auf 9,0 Mio. € (VJ 8,0 Mio. €). Hier ist relevant, in welchen Teilmärkten die Geschäfte abgewickelt werden und ob dabei Provisionen für Vertretungen anfallen. Die Verwaltungskosten haben sich mit 8,7 Mio. € (VJ 8,4 Mio. €) gegenüber den Vorjahreswerten leicht erhöht. Die F&E-Kosten sind auf 3,3 Mio. € (VJ 2,4 Mio. €) angestiegen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag bei +2,1 Mio. € (VJ-1,2 Mio. €).
Im GB Industrial Systems lag das EBIT mit 2,0 Mio € aufgrund des geringeren Umsatzes unter dem guten Vorjahresergebnis in Höhe von 5,3 Mio. €. Erfreulich ist die deutliche Verbesserung des Ergebnisses im GB Semiconductor Systems. Hier konnte das EBIT auf 2,9 Mio. € (VJ -0,8 Mio. €) erheblich verbessert werden. Dies ist auf das hohe Umsatzvolumen in den Bereichen Analysesysteme, Plasma Systems und Floatzoneanlagen zurückzuführen. Im GB Solar Systems wurde ein EBIT in Höhe von 7,1 Mio. € (VJ 11,8 Mio. €) erzielt.
Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei -0,9 Mio. € (VJ -1,1 Mio. €). Der Ergebnisbeitrag aus dem assoziierten Unternehmen PVA MIMtech LLC betrug -0,4 Mio. € (VJ +0,044 Mio. €) und ist vor allem auf Einmalbeträge aus dem Verkauf der Anteile zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern betrug 10,7 Mio. € (VJ 15,6 Mio. €) und der Jahresüberschuss 7,5 Mio. € (VJ 10,7 Mio. €). Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -3,2 Mio. € (VJ -4,9 Mio. €) setzt sich zusammen aus laufendem Steueraufwand in Höhe von 3,6 Mio. € (VJ 5,6 Mio. €) und einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 0,3 Mio. € (VJ 0,7 Mio. €).
PVA TEPLA AG
Im Geschäftsjahr 2010 hat die PVA TePla AG Umsatzerlöse in Höhe von 113,2 Mio. € (VJ 139,1 Mio. €) erzielt. Das Bruttoergebnis betrug 17,2 Mio. € (VJ 26,4 Mio. €). Die Bruttomarge lag bei 15,2 % (VJ 19,0 %). Die Vertriebskosten sind auf 7,0 Mio. € (VJ 5,7 Mio. €) angestiegen. Die Verwaltungskosten lagen mit 5,9 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (5,9 Mio. €). Die F&E-Kosten stiegen auf 2,0 Mio. € (VJ 1,5 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 7,9 Mio. € lagen über dem Vorjahreswert (5,4 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 4,2 Mio. € deutlich unter dem Vorjahr (6,2 Mio.€). Erträge aus der Ausschüttung von Ergebnissen der Tochtergesellschaften wurden 2010 nicht erzielt (VJ 1,5 Mio. €). Die Erträge aus den Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften betrugen 5,8 Mio. € (VJ 10,4 Mio. €). Der Zinsaufwand betrug 1,4 Mio. € (VJ 1,2 Mio. €). Die Zinserträge erreichten einen Wert von 0,7 Mio. € (VJ 0,5 Mio. €). Aufgrund der schwachen Geschäftsentwicklung der Pla-TeG GmbH, Siegen, wurde gegenüber dieser Tochtergesellschaft ein Darlehensverzicht mit Besserungsabrede in Höhe von 1,1 Mio. € (VJ 0) ausgesprochen. Dieser Aufwand ist wesentlicher Bestandteil der außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 2,0 Mio. € (VJ 2,3 Mio. €). Hinzu kommen hier vor allem Aufwendungen im Bahmen der Umstellungen gemäß BilMoG, speziell aus der Erhöhung der Pensionsrückstellungen. Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich auf 3,0 Mio. € (VJ 5,5 Mio. €). Insgesamt erzielte die PVA TePla AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 11,0 Mio. € (VJ 21,4 Mio. €) und einen Jahresüberschuss in Höhe von 5,8 Mio. € (VJ 13,8 Mio. €). Es wurde eine Umsatzrendite von 5,1 % (VJ 9,9 %) erzielt.
13. NACHTRAGSBERICHT
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres 2010 liegen nicht vor.
14. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
14.1. CHANCEN UND RISIKEN AUS DEN ABSATZMÄRKTEN
Die Chancen auf den Märkten für die Produkte aus unserem Unternehmen ergeben sich aus der Investitionstätigkeit von Kunden, die Hightech-Materialien bearbeiten oder herstellen. Wachsende Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen und in Produktionsstätten z.B. für Automobile weltweit sind nur einige Beispiele für Bereiche, in denen Materialien aus unseren Vakuumsystemen zum Einsatz kommen können. In Märkten wie der Photovoltaik und der Halbleiterindustrie bietet die PVA TePla Technologien an, die auch in Zukunft fester Bestandteil der jeweiligen Wertschöpfungsketten bleiben werden. In der Halbleiterindustrie können dies z. B. Kristallzuchtanlagen zum Ziehen von Siliziumkristallen mit einem Durchmesser von 300 mm oder von hochreinen Siliziumkristallen für die Hochleistungselektronik sein oder Analysesysteme für die zerstörungsfreie Qualitätsüberprüfung in der LED-Fertigung. Insbesondere durch Zukunftstechnologien, die sich mit dem Thema Erneuerbare Energien, z.B. der Photovoltaik auseinandersetzen ergeben sich für Anlagenzulieferer wie der PVA TePla-Gruppe Wachstumschancen. Führende Forschungsinstitute sehen in diesen Bereichen signifikante Wachstumspotenziale.
Die Risiken in den von der PVA TePla bearbeiteten Nischenmärkten liegen besonders in unerwarteten Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden bzw. Branchen. Dieses Risiko wird durch Diversifizierung des Leistungsangebotes in verschiedene Branchen wie Halbleiter, Photovoltaik, Werkzeug- und Hartmetalltechnik, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeugindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie reduziert. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen, wobei bei einer unerwartet großen Nachfrage das Risiko von Produktionsengpässen auftreten kann. Die Strategie einer relativ niedrigen Fertigungstiefe erlaubt hier zeitnahe Reaktionen. Auch werden im PVA TePla-Konzern hochwertige Lohnarbeiten - wie Plasmabehandlung oder Hochvakuumlöten und Wärmebehandeln von Bauteilen -angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden. Besonders das Halbleitergeschäft, eine wichtige Branche für den Konzern, ist gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität und bietet daher neben den beschriebenen Chancen auch Risiken. Obwohl die Halbleiter-Branche in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten Old-Economy-Branchen hatte, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. In den vergangenen Jahren hatten sich für die PVA TePla-Gruppe große Chancen aus der Erweiterung der Kapazitäten für 300mm-Knstalle durch Waferhersteller ergeben. Durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise und die damit einhergehende starke Beeinträchtigung des Halbleitermarkts waren die Marktchancen für entsprechende Anlagen in den letzten beiden Jahren getrübt. Es zeichnet sich jedoch wieder ein verstärkter Investitionsbedarf bei den Halbleiterherstellern ab. Die zukünftige weltweite Gesamtwirtschaftslage kann nicht abschließend beurteilt werden. Nach dem vorläufigen Ende der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise befinden sich die entwickelten Industrieländer zwar nicht mehr in einer Rezession, die weitere wirtschaftliche Entwicklung und insbesondere die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen bleiben jedoch unklar. Lediglich die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer - ein ausgesprochen wichtiger Markt für die PVA TePia-Gruppe -zeigt eindeutig nach oben. Das Unternehmen verfolgt die Entwicklung der Wirtschaftslage aufmerksam. Die Auftragseingänge zu Beginn des Jahres 2011 entwickeln sich in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich. In den Märkten für Anlagen aus dem GB Industrial Systems ist weiterhin eine gestiegene Nachfrage zu beobachten; dies trifft auch für Bereiche mit Seriengeschäft (z. B. Plasma Systems) im GB Semiconductor Systems zu. Im GB Solar Systems ist die Auftragslage 2011 - auch in Anbetracht der zumindest in der ersten Jahreshälfte am Markt aufkommenden Überkapazitäten - schwer zu prognostizieren. In einem großen und mittelfristig stark wachsenden Markt sehen wir zunehmenden Wettbewerbsdruck vor allem in China. Unsere Chancen liegen in einer führenden Technologie und der kontinuierlichen Optimierung unserer Anlagen und deren Kosteneffizienz.
Angesichts des Auftragsbestands und der Projektlage gehen wir davon aus, dass wir die Jahresziele für 2011 erreichen werden. Insgesamt bieten die flexiblen Strukturen mit einer geringen Fertigungstiefe gute Möglichkeiten, die Kapazitäten ggf. auch an eine geringere Nachfrage anzupassen. Die Erhöhung der Montagetiefe, die Reduzierung von Leih- und Zeitarbeitskräften und die Ausnutzung flexibler Arbeitszeitmodelle sind mögliche Maßnahmen.
14.2. CHANCEN UND RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN VON DEVISENKURSEN
Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte gegenüber den Wettbewerbern - insbesondere aus dem Dollar-Raum - steigt bei fallendem Eurokurs. Diese positive Wirkung einer günstigen Wechselkursrelation ist insbesondere auf den Märkten in den USA bzw. in Ländern, deren Währungen an den Dollar gekoppelt sind, gegeben. Trotz der Absicherung von Wechselkursrisiken in einzelnen Geschäften besteht das Risiko einer erneuten Verschlechterung der Wechselkursrelation speziell zwischen Euro und US-Dollar und einer daraus gegebenenfalls resultierenden Verschlechterung unserer Wettbewerbsposition gegenüber Wettbewerbern aus diesem Währungsraum bzw. des sich daraus ergebenden Preisdrucks. Wir begegnen diesem Risiko durch lokale Fertigung in den USA und verstärkten Zukauf aus diesem Währungsraum. Trotz dieser Maßnahmen ist aber nicht auszuschließen, dass eine erneute Verschlechterung der Wechselkursrelation den Preisdruck auf unsere Produkte erhöht und unsere Wettbewerbsfähigkeit besonders gegenüber Konkurrenten aus dem US-Dollar-Raum verschlechtert.
14.3. CHANCEN UND RISIKEN AUS TECHNOLOGISCHEN ENTWICKLUNGEN
Als Anbieter von Technologie zur Herstellung und Bearbeitung von Materialien und Komponenten für Hightechbranchen, bei deren Herstellung Vakuum und hohe Temperatur eine entscheidende Rolle spielen, bestehen die Chancen, dass sich durch neue Anwendungsfelder für in unseren Anlagen hergestellte Materialien ein zusätzlicher Bedarf entwickelt oder durch die Forschung neue Anforderungen an Materialien definiert werden, die einen neuen Anlagentypus erforderlich machen. Zusammen mit unseren Kunden können wir jederzeit entsprechend diesen neuen Anforderungen neue Anlagen entwickeln und bauen. Nahezu alle von uns gebauten Anlagen sind kundenspezifisch entwickelt worden, so dass wir eine lange Tradition und Erfahrung in technologisch anspruchsvollen Märkten aufweisen können. Reine Atmosphäre - durch Vakuum erzeugt- und hohe Temperatur sind von grundlegender Bedeutung, um die Eigenschaften von Materialien zu beeinflussen und werden auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, um hochwertige Materialien herzustellen. Das Risiko der Auftragsverluste durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchenspezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden und Forschungsinstituten weltweit verfolgt und eingeschätzt. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte wird neben der laufend vorgenommenen Entwicklungstätigkeit zudem durch das Betreiben eigener Dienstleistungszentren, in denen Werkstoffe und Materialien für Kunden prozessiert werden, zusätzlich gesichert. In besonders hohem Maße kommen dort die Entwicklungsabteilungen des Unternehmens mit neuesten Anforderungen an die Werkstoff- und Materialbeschaffenheit von Seiten der Kunden in Kontakt. Die hohe technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt entscheidend davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, so dass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Konzerns sichert. Die technische Komplexität unserer Produkte und die hohen Kundenanforderungen bedingen ebenfalls Qualitätsrisiken, die sich in erhöhten Gewährleistungsaufwendungen niederschlagen können.
14.4. CHANCEN UND RISIKEN AUS ZULIEFERUNGEN
Durch die geringe Wertschöpfungstiefe bei der Produktion unserer Anlagen kann die PVA TePla flexibel auf Marktschwankungen reagieren. Eigene Produktionskapazitäten müssen lediglich in sehr geringem Umfang vorgehalten werden, so dass die Produktion je nach Auftragslage schnell ausgeweitet, aber auch schnell zurückgefahren werden kann. Aufgrund des weltweit gestiegenen Produktionsvolumens im Zuge der positiven Wirtschaftsentwicklung hat sich die Wahrscheinlichkeit von Kapazitätsengpässen auf Seiten der Zulieferer vergrößert. Auch die Preise für Rohstoffe (z.B. für Edelstahl und Kupfer) sind tendenziell aufwärts gerichtet. Neben der positiven Wirtschaftsentwicklung wird die Überschwemmungskatastrophe in Australien im Januar 2011 eine erhebliche Rolle bei der Gestaltung der Stahlpreise spielen, da die australischen Kohleminen - zu einem erheblichen Teil überschwemmt - für die Koksproduktion und somit für die Stahlproduktion von großer Bedeutung sind. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die Auswahl und Qualifikation von Lieferanten und einer intensiven Begleitung unserer Lieferanten begegnet. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird dadurch begrenzt, dass mehrere Lieferanten für wichtige Komponenten qualifiziert werden und die Zulieferungen auf diese Lieferanten aufgeteilt werden. Das Ausfallrisiko von Lieferanten (z. B. durch Insolvenzen) wird durch eine gezielte Auswahl und Qualifizierung alternativer Lieferanten, auch im Ausland, erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem und eine angemessene Haftungsdeckung durch Versicherungen geachtet.
14.5. CHANCEN UND RISIKEN AUS DEN THEMEN PERSONAL UND KAPAZITÄTEN
Die Komplexität unserer Systeme bedingt nicht nur sehr gut ausgebildete und hochqualifizierte Mitarbeiter, sondern auch intensive Fortbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter im Unternehmen. Altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter geben ihr Know-how in der Regel über einen langen Zeitraum an neu eingestellte Mitarbeiter weiter, um sie mit den komplexen Anlagen intensiv vertraut zu machen. Der hohe Grad an Ausbildung und das hohe Maß an Erfahrung der Mitarbeiter trägt dazu bei, den Technologievorsprung gegenüber den Wettbewerbern zu halten und zu verhindern, dass neue Anbieter mit vergleichbaren Systemen auf den Markt kommen. Das Personalkapazitätsrisiko liegt weiterhin besonders bei der Rekrutierung und Integration von kompetentem Führungs- und Fachpersonal zur Substitution insbesondere altersbedingt ausscheidender Führungs- und Fachkräfte und zur Bewältigung von Wachstum und der Einführung neuer Technologien, soweit entsprechendes Personal nicht aus eigenen Reihen entwickelt werden kann. Nachdem sich die Suche nach hoch qualifiziertem Personal in der jüngeren Vergangenheit eher entspannt hatte, ist durch die gute wirtschaftliche Lage in Deutschland wieder eine Anspannung zu beobachten. Es werden Kontakte zu verschiedenen Ausbildungsstätten und Hochschulen unterhalten und ausgebaut, um geeignetes Personal zu finden. Eine nennenswerte Personal-Fluktuation ist über die letzten Jahre nicht zu erkennen. Insgesamt hat das Thema Personalkapazität das Geschäft der PVA TePla weder bislang behindert noch ist dieses zu erwarten. Die freien Positionen konnten angemessen besetzt werden, ein nennenswerter Personalaufbau ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht notwendig. Im Falle des Ausbleibens von Aufträgen kann es zu Personalüberhängen in einzelnen Geschäftsbereichen bzw. Tochtergesellschaften kommen. Die Erhöhung der Montagetiefe, Reduzierung von Leih- und Zeitarbeitskräften, die Ausnutzung flexibler Arbeitszeitmodelle und der Ausgleich von Kapazitäten zwischen den einzelnen Standorten sind mögliche Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung. Im Geschäftsbereich Solar Systems ist aufgrund der vorhandenen Aufträge eine Auslastungslücke zur Jahresmitte zu erwarten. Hier sind ggf. weitere temporäre Maßnahmen zur Reduzierung der Kapazitäten notwendig. Zur Nutzung der Wachstumschancen in diesem Bereich und zur Aufrechterhaltung der Fähigkeiten zur Abwicklung auch großer Aufträge ist die weitgehende Beibehaltung der vorhandenen Kapazitäten und damit auch des Know-hows notwendig.
Alle Unternehmen (mit Ausnahme der PVA TePla Analytical Systems GmbH), an denen die PVA TePla AG zu mehr als 50 % beteiligt ist, sind im Rahmen ihrer Qualitätssicherung nach ISO 9001/2000 zertifiziert. Die Aufrechterhaltung eines auf jedes Konzernunternehmen zugeschnittenen Qualitätssicherungssystems wird von einer zentralen Stelle unterstützt und überwacht. Auch der Abschluss geeigneter Versicherungen zur Abdeckung der verschiedenen Betriebsrisiken wird für die Konzernunternehmen von einer zentralen Stelle koordiniert. Das Risiko des Ausfalls eigener Maschinen ist eher von untergeordneter Bedeutung, da wenige Werkzeugmaschinen im Einsatz (die Produktion hat den Schwerpunkt bei Montage- und Inbetriebnahme-Tätigkeiten) und auch ausreichend geeignete Maschinen bei nahen Unterlieferanten vorhanden sind. An den eigenen Plasmaanlagen und Vakuum-Lötanlagen kann präventive Wartung und rascher Ausfallservice selbst durchgeführt werden.
14.6. CHANCEN UND RISIKEN IN VERBINDUNG MIT IT
Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren und andere Schadsoftware (z.B. sogenannte Trojaner) werden durch regelmäßige und angemessene Datensicherung, durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen externe Einflüsse (z.B. aktueller Virenschutz, Firewall) und durch geeignete Zugangskontrollen reduziert. Weitere technische Maßnahmen sind der Einsatz hoch verfügbarer Systeme mit angemessenen Redundanzen, zentrale Speicherlösungen, die Einführung eines neuen E-Mail-Systems auf dieser Basis und der weitere Ausbau unseres ERP- und PDM-Systems in Verbindung mit unserem CAD-System. Zusätzlich wurden die Sicherheits- und Schutzmaßnahmen unserer IT-Infrastruktur weiter verbessert. Ein wesentliches Projekt war im Jahr 2010 die Einführung des zentralen Engineeringstools "ePIan" für die Elektrokonstruktion. Ziel war hierbei die Integration der Arbeitsabläufe der Elektrokonstruktion mit der IT-Infrastruktur, d.h. eine geschäftsbereichsübergreifende Implementierung in das existierende ERP- und Dokumentenmanagement-System. Die Effizienzsteigerung und Transparenz standen bei dieser Entscheidung im Vordergrund. Zukünftiges Ziel ist es, alle Standorte der PVA TePla-Gruppe an diese Systeme anzubinden. Ein weiterer Schwerpunkt war im Jahr 2010 die Einführung eines neuen Buchhaltungssystems mit einer optimierten Anbindung an das ERP-System. Eine Vereinheitlichung für alle wesentlichen Standorte des Konzerns und die optimierte Datenintegration soll hier das Fehlerrisiko weiter vermindern.
14.7. CHANCEN UND RISIKEN IN VERBINDUNG MIT FINANZINSTRUMENTEN
Im Rahmen der eigentlichen Geschäftstätigkeit der PVA TePla entstehen Finanzinstrumente (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit werden Finanzinstrumente eingesetzt (z. B. Darlehen von Banken) oder es entstehen auch hieraus Finanzinstrumente (z.B. Anlage kurzfristig überschüssiger Liquidität). Zusätzlich werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit (z. B. Wechselkursrisiken) oder aus der Finanzierung (z. B. Zinsrisiken) zu beseitigen oder zu begrenzen. Ein isolierter Einsatz von Finanzinstrumenten ohne Verbindung zur eigentlichen Geschäftstätigkeit erfolgt nicht. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken der einzelnen relevanten Kategorien von Finanzinstrumenten dargestellt:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebes werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, für Einzelsysteme beginnend mit durchschnittlich 30 % bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Darüber hinaus werden gegen Forderungsausfälle in der Regel Zahlungssicherheiten (z.B. Akkreditive) vereinbart und ein intensives Forderungscontrolling durchgeführt.
Im Gegensatz dazu muss der Konzern seinerseits nur bei wenigen Lieferanten eine Anzahlung leisten. Darüber hinaus optimiert der Konzern seinen externen Liquiditätsbedarf durch eine rollierende Liquiditätsvorschau der dem Konzern angehörenden Unternehmen und durch kurzfristige Darlehensgewährungen innerhalb des Konzerns. Dem Konzern stehen sowohl ausreichende Kreditlinien zur kurzfristigen Finanzierung des Geschäfts einschließlich der Ausweitung des Geschäftsvolumens als auch ausreichende Avallinien zur Gewährung von Anzahlungsgarantien für Kunden zur Verfügung. In diesem Bereich können mit den uns begleitenden Banken im Falle von Großaufträgen spezielle Projektlinien zusätzlich vereinbart werden, so dass die bestehenden Linien weiterhin für AbwickIung und Ausbau des Standardgeschäftes zur Verfügung stehen.
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Sonstige Forderungen:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Geleistete Anzahlungen:
Anzahlungen werden von den einzelnen Konzernunternehmen im Wesentlichen nur bei Lieferanten für größere Zulieferungen/Hauptkomponenten geleistet, grundsätzlich erfolgen auf der Beschaffungsseite Anzahlungen gegen eine entsprechende Anzahlungsbürgschaft. Aufgrund dieser Absicherung besteht für den Konzern kein erkennbares Risiko.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente:
Auf Basis der guten Liquiditätslage im Verlauf des Geschäftsjahres 2010 wurde überschüssige Liquidität zur Erzielung von Zinserträgen angelegt. Diese Anlagen erfolgten in risikolosen Instrumenten (z.B. Termingelder) mit einem jeweiligen Zeithorizont von weniger als 12 Monaten. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Finanzverbindlichkeiten:
| ― | Der wesentliche Inhalt dieses Postens sind die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Bankdarlehen. |
| ― | Diese Darlehen sind vollständig entweder mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit vereinbart oder im Falle von Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| ― | Ein nennenswertes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze ist grundsätzlich nicht vorhanden. |
| ― | Allerdings ergibt sich eine besondere Situation daraus, dass die Darlehen auch zum 31. Dezember 2010 aufgrund der guten Liquiditätslage zur Vermeidung von Zinsaufwendungen nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen worden sind. Da die Marktzinssätze zum Bilanzstichtag niedriger waren als die den Sicherungsgeschäften zugrundeliegenden Zinssätze, wurde im Einzelabschluss der PVA TePla AG eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 712 (VJ TEUR 611) notwendig. |
| ― | Ein Kreditrisiko besteht nicht, da die Vertragspartner ihren Verpflichtungen - mit Ausnahme des nicht in Anspruch genommenen weiteren Darlehens zur Finanzierung der Neubaumaßnahmen - bereits vollständig nachgekommen sind. |
| ― | Aufgrund der gegenwärtigen Auftrags- und Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen sehen wir auch kein relevantes Liquiditätsrisiko. |
| ― | Es besteht kein Risiko aus der Nichteinhaltung von financial covenants, da solche Vereinbarungen bislang vermieden werden konnten. |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
| ― | Hier handelt es sich um kurzfristige Positionen, die fast ausschließlich in Euro abgerechnet werden. Ein relevantes Markt- und Kreditrisiko liegt somit nicht vor. |
| ― | Aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen besteht kein Liquiditätsrisiko. |
Sonstige Verbindlichkeiten:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Wechselkurssicherung:
| ― | Der Konzern - dies gilt auch für die PVA TePla AG - realisiert einen Großteil seiner Umsätze im Ausland. Die Fakturierung der Aufträge auch außerhalb des EU-Raumes erfolgt überwiegend in Euro, Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet. Da es sich in Verbindung mit dem Grundgeschäft um geschlossene Positionen handelt, bei denen Zahlungsbeträge und -termine aufeinander abgestimmt sind, besteht kein nennenswertes Marktrisiko. Die Kalkulationen der Grundgeschäfte basieren auf den jeweiligen abgesicherten Terminkursen. |
| ― | Bedingt durch die bereits oben genannte weltweite Lieferantenauswahl erfolgt teilweise eine Beschaffung in Fremdwährungen. Über Natural Hedging (natürliche Absicherung) werden US-Dollar-Bestände für Zahlungsverpflichtungen im geringeren Ausmaß genutzt. Sonstige Fremdwährungsverpflichtungen und größere US-Dollar-Zahlungen werden über Devisentermingeschäfte gesichert, die dem Grundgeschäft in ihrer Zahlungsstruktur entsprechen, und damit das Wechselkursrisiko vermieden. Zu den Risiken im Bereich der Zulieferung/Materialbeschaffung verweisen wir auf die obigen Ausführungen. |
| ― | Das Kredit- und Liquiditätsrisiko liegt in den Lieferforderungen aus dem Grundgeschäft. Wir verweisen dazu auf unsere obigen Ausführungen zu diesem Thema. |
Zinssicherung:
| ― | Ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Neubauten wurde als Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen abgeschlossen und durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| ― | Im Hinblick auf die Risiken dieser Finanzinstrumente verweisen wir daher auf unsere obigen Ausführungen zu Finanzverbindlichkeiten. |
14.8. CHANCEN UND RISIKEN AUS STEUERLICHEN THEMEN
Aufgrund des Umfangs von Großaufträgen aus dem Ausland hat die Komplexität der zugehörigen steuerlichen Themen zugenommen. Dazu zählen vor allem die Themenkreise Verrechnungspreise im Geschäft zwischen den Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe, Umsatzsteuern vor allem auf Dienstleistungen und steuerliche Regelungen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden. Wir bearbeiten diese Themen in enger Zusammenarbeit mit unseren steuerlichen Beratern und sehen hier keine nennenswerten Risiken.
14.9. RISIKEN AUS DER AKTUELLEN ENTWICKLUNG IN JAPAN
Die aktuellen Entwicklungen durch Erdbeben, Tsunami und Reaktorunfall werden über die unabsehbaren Konsequenzen für die Menschen in Japan hinaus die wirtschaftliche Aktivität in Japan erheblich beeinträchtigen bzw. in Teilbereichen zum Erliegen bringen.
Die PVA TePla hat in verschiedenen Bereichen Geschäftsbeziehungen mit Japan. Auf der Absatzseite umfasst dieses einzelne Projekte im Bereich Anlagenbau und ein begrenztes Volumen im Bereich Seriengeschäft (i.W. Plasma- und Analysesysteme). Aktuell sind hier zwei große und eine kleine Anlage des Bereiches Vakuumanlagen in Auslieferung. In diesen Fällen ist aus heutiger Sicht nicht sicher zustellen, dass diese Anlagen an den Kunden übergeben werden können. Die beiden großen Anlagen werden mit großer Sicherheit in anderen Werken desselben Kundenkonzerns zum Einsatz kommen. Hieraus ergibt sich somit kein signifikantes Risiko für die PVA TePla.
Auf der Einkaufseite kann es zu Verzögerungen oder Engpässen bei Zulieferungen aus Japan kommen. Da der Umfang der Zukäufe aus Japan aber gering ist und typischerweise Alternativlieferanten zur Verfügung stehen, ist auch hier nicht mit einer wesentlichen Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit der PVA TePla zu rechnen.
14.10.EXISTENZBEDROHENDE RISIKEN
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden können, sind nicht erkennbar.
15. RISIKOMANAGEMENT
Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die Risikostrategie basiert auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein "Risikohandbuch" mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.
Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2010 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft/des Konzerns weiter optimiert und an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt. Auf dieser Basis sollen alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden. Als erste Teilbereiche wurden die Zahlungen an Vorstand und Geschäftsbereichsleiter, die Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. sowie die Materialwirtschaft am damaligen Standort Aßlar untersucht. 2010 wurden diese Prüfungen z. B. für die Betriebsstätte PVA TePla Danmark fortgesetzt.
16. INTERNES KONTROLLSYSTEM (IKS) UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM (RMS) BEZOGEN AUF DEN PROZESS DER (KONZERN-) RECHNUNGSLEGUNG
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatonschen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Im Zuge der Implementierung des neuen Buchhaltungssystems sollen hier bislang manuell vorgenommene Kontrollen automatisiert sowie das Fehlerpotenzial durch die optimierte Datenintegration weiter verringert werden.
Die Konsolidierung der Abschlüsse erfolgt durch einen externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Zusätzlich erfolgen intensive Kontrollen der Daten und Ergebnisse durch das zentrale Konzerncontrolling. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein IKS noch ein RMS absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvanablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses insbesondere die Risiken aus der Abwicklung der vorhandenen Großaufträge intensiv verfolgt.
17. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Zum 31. Dezember 2010 setzt sich das gezeichnete Kapital der PVA TePla AG aus 21.749.988 nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € zusammen.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Beschränkungen von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien liegen nicht vor.
Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen hatte am 31. Dezember 2010 die PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg, mit 25,2 % einen Anteil von mehr als 10 % an den Stimmrechten.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern
Es liegt keine Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern vor.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder
Die Bestellung der Vorstände der PVA TePla AG erfolgt gemäß § 84 AktG und nach § 6, Artikel 2 und 3 der Satzung der PVA TePla AG. Dort ist Folgendes geregelt:
| ― | Artikel 2: Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestimmung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands. |
| ― | Artikel 3: Die Bestellung eines Vorstandsmitglieds endet in jedem Fall mit der Vollendung des 65. Lebensjahres. |
Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf
Zum 31. Dezember 2010 hat der Vorstand die Ermächtigung der Hauptversammlung, im Rahmen des genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 10.874.994,00 neue Aktien bis zum 14. Juni 2012 auszugeben. Der Vorstand hat keine Befugnis, Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen.
Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Die aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Banken gehen von einer im Wesentlichen unveränderten Struktur der Gesellschafterverhältnisse aus und sehen für den Fall des Kontrollwechsels Neuverhandlungen bzw. in einem Fall ein Kündigungsrecht seitens der Bank vor. Ebenfalls sehen die Bestimmungen für ein öffentlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein Sonderkündigungsrecht des Fördergebers im Falle des Kontrollwechsels vor. Darüber hinaus liegen keine Vereinbarungen der Gesellschaft vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.
Entschädigungsvereinbarungen - der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern - für den Fall eines Übernahmeangebots
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für Mitglieder des Vorstands oder für Arbeitnehmer im Fall eines Übernahmeangebots.
18. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB sowie der Vergütungsbericht sind als Teil des Corporate Governance Berichts (Compliance Bericht) auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich "Investor Relations - Corporate Governance" oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/pva-tepla-service/investorrelations/corporate-governance und als Teil des Corporate Governance Berichts in diesem Geschäftsbericht einsehbar. Der Vergütungsbericht enthält die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems gemäß § 289 Nr. 5 HGB und ist Bestandteil des Lageberichts.
19. ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Die PA Beteiligungsgesellschaft mbH verfügte im Vorjahr auf der Hauptversammlung der PVA TePla AG über die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Vorstand der PVA TePla AG hat daher erstmals für das Geschäftsjahr 2010 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.
Der Bericht für das Geschäftsjahr 2010 enthält folgende Schlusserklärung des Vorstands: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen."
20. AUSBLICK
Der Vorstand der PVA TePla erwartet für das Geschäftsjahr 2011 einen Konzernumsatz in Höhe von 120-130 Mio. € und eine EBIT-Marge in einer Bandbreite von 8-10 %. Der vorliegende Auftragsbestand zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 52,9 Mio. € sowie die im ersten Quartal eingegangenen Aufträge unterstreichen diese Prognose. Die Entwicklung über das Jahr 2011 hinaus ist aufgrund der oben dargestellten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft nicht sicher einzuschätzen. Vor allem aufgrund der Erwartungen und langfristigen positiven Prognosen zur weiteren Entwicklung der für die PVA TePla-Gruppe relevanten Märkte gehen wir für die Folgejahre von einem Wachstum des Geschäftsvolumens aus. Dabei erwarten wir eine EBIT-Marge in der Größenordnung unserer mittelfristigen Zielsetzung und damit in einer Bandbreite von 10-12 %.
Bei isolierter Betrachtung der PVA TePla AG ist für das Geschäftsjahr 2011 ein Umsatz in der Größenordnung von 100 Mio. € und ein Ergebnis leicht unter den Werten des Jahres 2010 zu erwarten.
Wettenberg, 18. März 2011
PVA TePla AG
Vorstand
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| Peter Abel | Arnd Bohle |
| Vorsitzender des Vorstands | Vorstand Finanzen |
PVA TEPLA AG, WETTENBERG
JAHRESABSCHLUSS
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010
BILANZ
zum 31. Dezember 2010
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| AKTIVA in EUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | 768.150,25 | 680.190,78 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 768.150,25 | 680.190,78 |
| II. Sachanlagen | 25.187.796,74 | 25.602.944,47 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 23.763.356,29 | 23.942.098,13 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 212.839,47 | 245.605,79 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.211.600,98 | 1.415.240,55 |
| III. Finanzanlagen | 8.732.143,61 | 8.732.143,61 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.732.143,61 | 8.732.143,61 |
| Summe Anlagevermögen | 34.688.090,60 | 35.015.278,86 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 691.958,88 | 922.104,57 |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.165.922,86 | 3.725.178,62 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 31.505.947,28 | 37.849.198,09 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 5.350.463,00 | 2.644.930,87 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 691.958,88 | 922.104,57 |
| abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -41.022.333,14 | -44.219.307,58 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 21.726.212,73 | 37.902.977,93 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.967.548,68 | 15.593.225,23 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 10,146.527,92 | 20.619.877,15 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.612.136,13 | 1.689.875,55 |
| III. Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.001.000,00 | 0,00 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 27.231.255,76 | 25.293.106,60 |
| Summe Umlaufvermögen | 50.650.427,37 | 64.118.189,10 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 297.302,12 | 308.544,17 |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 123.268,39 | 0,00 |
| Summe Aktiva | 85.759.088,48 | 99.442.012,13 |
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| PASSIVA in EUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| A Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 21.749.988,00 | 21.749.988,00 |
| II. Kapitalrücklagen | 2.174.998,80 | 2.174.998,80 |
| III. Gewinnrücklage | 22.200,00 | 0,00 |
| IV. Bilanzgewinn | 18.761.464,37 | 17.300.826,29 |
| Summe Eigenkapital | 42.708.651,17 | 41.225.813,09 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 8.202.985,00 | 7.128.042,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 1.426.349,01 | 6.326.096,99 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 13.477.217,60 | 15.767.082,37 |
| Summe Rückstellungen | 23.106.551,61 | 29.221.221,36 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 10.065.832,70 | 11.999.550,59 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.140.496,33 | 2.433.685,49 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.837.568,22 | 2.253.261,68 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.234.740,34 | 10.936.259,73 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 665.248,11 | 1.372.220,19 |
| Summe Verbindlichkeiten | 19.943.885,70 | 28.994.977,68 |
| Summe Passiva | 85.759.088,48 | 99.442.012,13 |
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. Januar bis 31. Dezember 2010
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| in EUR | 01.01.-31.12.2010 | 01.01.-31.12.2009 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 113.171.834,86 | 139.056.768,29 |
| 2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -95.990.662,20 | -112.705.873,91 |
| 3. Bruttoergebnis vom Umsatz | 17.181.172,66 | 26.350.894,38 |
| 4. Vertriebs kosten | -6.987.277,75 | -5.709.155,10 |
| 5. Allgemeine Verwaltungskosten | -5.919.433,42 | -5.937.017,70 |
| 6. Forschungs- und Entwicklungskosten | -2.032.661,36 | -1.505.281,71 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 7.901.348,26 | 5.379.120,22 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.214.290,44 | -6.232.485,66 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0 (Vorjahr EUR 1.460.290,48) | 0,00 | 1.460.290,48 |
| 10. Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen | 5.805.032,26 | 10.589.616,95 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 504.154,85 (Vorjahr EUR 366.687,83) | 682.409,89 | 516.997,80 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,00 | -2.145.078,31 |
| 13. Aufwendungen aufgrund von Gewinnabführungsverträgen | -7.829,25 | -203.904,10 |
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR -96.827,04 (Vorjahr EUR -444.598,37) | -1.402.081,91 | -1.184.076,77 |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 11.006.388,94 | 21.379.920,48 |
| 16. Außerordentliche Erträge | 10.881,40 | 397.347,02 |
| 17. Außerordentliche Aufwendungen | -2.040.218,00 | -2.268.469,35 |
| 18. Außerordentliches Ergebnis | -2.029.336,60 | -1.871.122,33 |
| 19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.966.221,80 | -5.516.954,47 |
| 20. Sonstige Steuern | -200.194,86 | -224.972,68 |
| 21. Jahresüberschuss | 5.810.635,68 | 13.766.871,00 |
| 22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 12.950.828,69 | 3.533.955,29 |
| 23. Bilanzgewinn | 18.761.464,37 | 17.300.826,29 |
PVA TEPLA AG, WETTENBERG
ANHANG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010
A. ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN
1. ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss der PVA TePla AG wurde nach den Vorschriften des 3. Buchs des Handelsgesetzbuchs (§§ 238 ff. HGB) aufgestellt. Insbesondere waren die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) zu beachten. Darüber hinaus waren die Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) sowie die verpflichtend anzuwendenden Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zu beachten. Die Vorjahreszahlen wurden in Ausübung des Wahlrechts in § 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.
Durch die Anwendung des BilMoG ergaben sich insbesondere Änderungen bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen sowie die Bildung von Bewertungseinheiten im Bereich der personenbezogenen Rückstellungen.
Bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung kam das Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB zur Anwendung.
Die PVA TePla AG ist als kapitalmarktnotierte Aktiengesellschaft gem. § 267 Abs, 3 Satz 2 HGB eine große Kapitalgesellschaft.
2. AUSWEISÄNDERUNGEN
Es bestehen außer der verpflichtend anzuwendenden Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) gegenüber dem Vorjahr keine Ausweisänderungen.
3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um linear ermittelte planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände, technischen Anlagen und Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3-15 Jahre. Die Nutzungsdauer der Gebäude ist mit 25-33 Jahren angesetzt. Mietereinbauten werden gegebenenfalls über eine kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.
Abschreibungen von geringwertigen Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 410 werden sofort abgeschrieben, alle darüber liegenden Anschaffungswerte werden aktiviert und planmäßig über ihre Laufzeit abgeschrieben.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert über EUR 150 und unter EUR 1.000, die zwischen dem 01. Januar 2008 und dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, werden über einen Sammelposten über die Zeit von 5 Jahren linear weiter abgeschrieben.
Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, werden die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauerhaft im Wert geminderten Beteiligungen wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen waren im Berichtsjahr keine Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorzunehmen.
Die Vorräte sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert nach § 253 Abs. 3 HGB geboten ist.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Anwendung des Niederstwertprinzips zu gewogenen Durchschnittseinstandspreisen bewertet. Der Wertansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhaltet den Materialaufwand, angefallene Fertigungslöhne und die Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Für das gesamte Vorratsvermögen gilt, dass Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit, niedrigerer Reproduktionskosten oder gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. nicht kostendeckender Verkaufspreise angemessen durch Einzelabschläge berücksichtigt sind.
Geleistete Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert bilanziert.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.
Die in den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Disagien werden linear über den Zeitraum der Zinsbindung der entsprechenden Darlehen abgeschrieben.
Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
Die Rückstellungen sind in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 HGB in Höhe derjenigen Erfüllungsbeträge gebildet worden, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Eine Umstellung erfolgte ebenfalls für die Diskontierung der langfristigen Archivierungsrückstellungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr müssen gemäß den Vorschriften des BilMoG mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst werden, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde. Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG hat sich zum 1. Januar 2010 eine Minderung von TEUR 22 ergeben, die in die Gewinnrücklage eingestellt wurde.
Die Rückstellungen für Pensionen werden für die Handelsbilanz nach den Bestimmungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" durchgeführt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt aufgrund einer versicherungsmathematischen Berechnung unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 5,15 % sowie der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:
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| in % | 31.12.2010 |
|---|---|
| Einkommenstrend | 3,00 |
| Rententrend | 1,25 |
| Fluktuationsrate | 1,50 |
| Rechnungszins für Anwärter | 5,15 |
| Rechnungszins für Rentner | 5,15 |
Die Rückstellungen für Jubiläen werden versicherungsmathematisch mit dem Teilwert auf Basis eines Zinssatzes von 5,5 % bewertet. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie die Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellung wird für einzelvertragliche Vereinbarungen gebildet. Für potenzielle Anwärter wird wie in den Vorjahren keine Rückstellung gebildet.
Der Ergebniseffekt aus den Auswirkungen der Umstellung der Pensionsrückstellungen gem. BilMoG zum 01. Januar 2010 wird im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen.
Der Ausweis zur Absicherung von Altersteilzeitverpflichtungen ist im Zuge der Umstellung auf die Regelungen des BilMoG im Geschäftsjahr 2010 erstmals in die Makro-Bewertungseinheit einbezogen worden.
Deckungsvermögen ist bei der PVA TePla AG zum 31. Dezember 2010 bei Altersteilzeit vorhanden. Der Aktivwert der Altersteilzeit wird mit der Rückstellung verrechnet und als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in der Bilanz ausgewiesen.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zu Zugangskursen oder jeweils ungünstigeren Briefbzw. Geldkursen zum Bilanzstichtag angesetzt worden. Während des Geschäftsjahres erfolgte die Einbuchung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum jeweiligen amtlichen Mittelkurs des Tages des Geschäftsvorfalls.
B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSITIONEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. ANGABEN ZU DEN POSITIONEN DER BILANZ
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (vgl. Anlage zum Anhang) dargestellt.
Umlaufvermögen
Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen jeweils weniger als ein Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe vonTEUR 3.159 (VJ TEUR 9.820) aus geleisteten Anzahlungen für Vorräte, TEUR 3.587 (VJ TEUR 8.868) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 3.401 (VJ TEUR 1.931) aus sonstigen Vermögensgegenständen.
In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien in Höhe von TEUR 271 (VJ TEUR 293) enthalten.
Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG hat sich zum 1. Januar 2010 im Zusammenhang mit den langfristigen Archivierungsrückstellungen eine Minderung in Höhe von TEUR 22 ergeben, die in die Gewinnrücklage eingestellt wurde.
Im Geschäftsjahr 2010 erfolgte ein Forderungsverzicht mit Besserungsschein in Höhe von TEUR 1.070.
Das Grundkapital ist eingeteilt in 21.749.988 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 1,00. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind voll eingezahlt.
Ein bedingtes Kapital besteht zum 31. Dezember 2010 nicht.
Die Hauptversammlung der PVA TePla AG vom 15. Juli 2007 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 14. Juni 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 10.874.994 durch Ausgabe von bis zu 10.874.994 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre - soweit dies gesetzlich zulässig ist - auszuschließen. Kapitalerhöhungen wurden aus diesem genehmigten Kapital in 2010 nicht beschlossen.
Eigenkapital
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| in TEUR | 01.01.2010 | Jahresüberschuss | Ausschüttung/ Dividende | Zuführung Rücklagen | Entnahmen aus Rücklagen | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 21.750 | 21.750 | ||||
| Kapitalrücklage | 2.175 | 2.175 | ||||
| Gewinnrücklage | 0 | 22 | 22 | |||
| Bilanzgewinn | 17.301 | 5.810 | 4.350 | 18.761 | ||
| Summe | 41.226 | 5.810 | 4.350 | 22 | 0 | 42.708 |
Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für sonstige auftragsbezogene Rückstellungen (TEUR 6.904), personalbezogene Rückstellungen (TEUR 2.604) und Gewährleistungen (TEUR 1.151) zusammen.
Übrige Rückstellungen beinhalten Rückstellungen in Höhe von TEUR 40 (VJ TEUR 51) für den mit 1 Mitarbeiter unterzeichneten Altersteilzeitvertrag, die Aufsichtsratsvergütung (TEUR 100, Vorjahr TEUR 100) sowie Erfindervergütungen (TEUR 60, Vorjahr TEUR 160).
Der Rückstellung aus Altersteilzeit in Höhe von TEUR 40 stehen Vermögensgegenstände zur Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 164 gegenüber. Der Aktivwert der Altersteilzeit wird mit der Rückstellung verrechnet und als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in der Bilanz in Höhe von TEUR 123 ausgewiesen.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Die aktivisch von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 41.022 (VJ TEUR 44.219) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe von TEUR 18.000 gesichert. Diese Absicherung beinhaltet auch das für den Neubau in Wettenberg zusätzlich vereinbarte, aber zum 31. Dezember 2010 nicht in Anspruch genommene Darlehen mit einem verfügbaren Kreditrahmen in Höhe von TEUR 8.000 (VJ TEUR 8.667).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 2.114 (VJ TEUR 8.721) aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von TEUR 735 aus erhaltenen Anzahlungen und in Höhe von TEUR 1.386 (VJ TEUR 2.215) aus sonstigen Verbindlichkeiten.
Sonstige Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 259 (VJ TEUR 908), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2 (VJ TEUR 2) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 403 (VJ TEUR 462).
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| in TEUR | bis 1 Jahr | Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | Gesichert durch |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 433 | 4.740 | 4.893 | 10.066 | s.u. |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.140 | 0 | 0 | 2.140 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.838 | 0 | 0 | 2.838 | i.d.R. Eigentumsvorbehalt |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.235 | 0 | 0 | 4.235 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 665 | 0 | 0 | 665 | |
| Summe | 10.311 | 4.740 | 4.893 | 19.944 |
2. ANGABEN ZU POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Regionen und Geschäftsbereiche wie folgt:
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| Region | in TEUR |
|---|---|
| Deutschland | 59.678 |
| Übriges Europa | 19.689 |
| Nordamerika | 435 |
| Asien | 33.111 |
| Übrige | 259 |
| Summe | 113.172 |
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| Geschäftsbereich | in TEUR |
|---|---|
| IndustriaI Systems | 22.469 |
| Semiconductor Systems | 22.424 |
| Solar Systems | 68.279 |
| Summe | 113.172 |
Materialaufwand
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| in TEUR | |
|---|---|
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 68.100 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 4.276 |
Personalaufwand
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| in TEUR | |
|---|---|
| a) Löhne und Gehälter | 19.166 |
| b) Soziale Abgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für Altersversorgung TEUR 155 (Vorjahr TEUR 213) | 3.443 |
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr 2010 Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 369 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 765.
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
Im Berichtsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.790 angefallen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen und auf die Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremde Aufwendungen enthalten.
Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 154 ausgewiesen, die aus Steuerzahlungen aus den Vorjahren resultieren.
Auf- und Abzinsung von Rückstellungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 340 Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.
Außerordentliche Aufwendungen
Im Geschäftsjahr 2010 resultieren die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.040 im Wesentlichen aus dem Darlehensverzicht (TEUR 1.070) gegenüber der 100 %igen Tochtergesellschaft PlaTeG GmbH sowie auf Anpassungen an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (TEUR 770). Die außerordentlichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von TEUR 2.268 resultierten aus der Bildung von Rückstellungen sowie aus weiteren Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Feldkirchen.
Außerordentliche Erträge
Die außerordentlichen Erträge in Höhe von TEUR 11 resultieren aus Anpassungen an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz.
C. ERGÄNZENDE ANGABEN
1. BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:
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| Name | Sitz | Kapitalanteil | Eigenkapital 31.12.2010 | Ergebnis 2010 |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | in TEUR | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH | Jena, Deutschland | 100 % | ** 235 | 0* |
| PVA TePla America Inc. | Corona/CA, USA | 100 % | 867 | -685 |
| PVA Jena Immobilien GmbH | Jena, Deutschland | 100 % | 2.593 | 0* |
| Xi'an HuaDe CGS Ltd. | Xi'an, VR China | 51 % | -152 | -14 |
| PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH | Jena, Deutschland | 100 % | 26 | 0* |
| PVA Control GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % | 100 | 0* |
| Vakuum Anlagenbau Service GmbH | Hanau, Deutschland | 100 % | Siehe | Unten |
| Plasma Systems GmbH | Feldkirchen, Deutschland | 100 % | -411 | -22 |
| PlaTeG GmbH | Siegen, Deutschland | 100 % | 241 | 619 |
| PVA TePla Singapore Pte, Ltd. | Singapur | 100 % | 705 | 66 |
| PVA TePla Analytical Systems GmbH | Aalen, Deutschland | 100 % | 1.790 | 1.649 |
*) wegen Ergebnisabführungsvertrag
**) mittelbare Beteiligung über PVA Jena Immobilien GmbH
Die Beteiligung an der Vakuum Anlagenbau Service GmbH (100 %, nach Abzug eigener Anteile) wurde in 2002 in voller Höhe abgewertet. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wurde über das Vermögen der Gesellschaft am 25. April 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2002 TEUR -448, das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2002 belief sich auf TEUR -630. Gemäß Mitteilung des Insolvenzverwalters vom 13. Oktober 2010 ist das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen.
Gegenüber dem Jahresabschluss 2009 haben sich folgende Änderungen ergeben:
Die Beteiligung an der PVA MIMtech LLC, Cedar Grove/NJ; USA, mittelbar gehalten über die PVA TePla America Inc., wurde im Dezember 2010 verkauft.
2. PERSONAL
Zum Jahresende waren 303 (VJ 317), im Jahresdurchschnitt 313 (VJ 315) Mitarbeiter in der Gesellschaft tätig. Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen nach Funktionsgruppen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
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| Mitarbeiterzahl nach Funktionsgruppen (Jahresdurchschnittswerte) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Verwaltung | 43 | 40 |
| Vertrieb | 41 | 41 |
| Konstruktion, Forschung und Entwicklung | 82 | 84 |
| Produktion und Service | 147 | 150 |
| Mitarbeiter gesamt | 313 | 315 |
Der Rückgang der Mitarbeiterzahlen ist im Wesentlichen auf die Restruktunerungsmaßnahmen am Standort Feldkirchen zurückzuführen.
Des Weiteren wurden bei der PVA TePla AG 11 (VJ 11) Aushilfskräfte beschäftigt.
3. AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE
Außerbilanzielle Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB zum 31. Dezember 2010 bestehen ausschließlich aus Leasingverträgen für Kfz, Maschinen und Büroausstattung (Operate-Leasing) mit künftigen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 661 (Nominalwert). Die damit verbundenen für Leasingverträge typischen Risiken bestehen insbesondere aus den ungewissen Kosten im Fall der Rückgabe. Die Chancen bestehen vor allem aus der Schonung der Liquidität und der sicheren Kalkulationsgrundlage.
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| Nominalwert | |
|---|---|
| Restlaufzeiten | in TEUR |
| --- | --- |
| Bis ein Jahr | 371 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 288 |
| Über fünf Jahre | 2 |
4. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen
Im Rahmen der Finanzierung des Neubaus einer Montagehalle des Tochterunternehmens PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über TEUR 1.600 übernommen. Das Darlehen ist über 10 Jahre in gleichen vierteljährlichen Raten zu tilgen und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2010 beträgt TEUR 760.
Im Rahmen der Finanzierung eines weiteren Neubaus einer Montagehalle des Tochterunternehmens PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über TEUR 2.000 übernommen. Das Darlehen ist über 10 Jahre in gleichen halbjährlichen Raten zu tilgen und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2010 beträgt TEUR 1.200.
Das Tochterunternehmen PVA Jena Immobilien GmbH hat ein Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 332 aufgenommen. Das Darlehen ist rückzahlbar bis Dezember 2022 und u.a. durch eine Grundschuld besichert. Die PVA TePla AG hat für dieses Darlehen eine Patronatserklärung zugunsten des Kreditinstituts abgegeben. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2010 beträgt TEUR 221.
Im Rahmen der Finanzierung des Neubaus einer Montagehalle der PVA Jena Immobilien GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über TEUR 1.000 übernommen. Das Darlehen ist über 10 Jahre in gleichen halbjährlichen Raten zu tilgen und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2010 beträgt TEUR 600.
Das Tochterunternehmen PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, (LWT) hat zur Finanzierung je eines Lötofens verschiedene Darlehen aufgenommen. Es handelt sich zunächst um ein bis zum März 2013 rückzahlbares Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 429. Das Darlehen ist u.a. durch die Sicherungsübereignung der investierten Anlage sowie durch Grundschulden besichert. Die PVA TePla AG hat für dieses Darlehen Patronatserklärungen zugunsten des Kreditinstituts abgegeben und ist eine Rücknahmeverpflichtung für die mit diesem Darlehen finanzierte Anlage eingegangen. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2010 beträgt TEUR 134.
Des Weiteren hat die LWT ein bis zum Juli 2013 rückzahlbares Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 509 sowie ein weiteres bis zum Oktober 2015 rückzahlbares Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 640 aufgenommen. Diese beiden Darlehen sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften der PVA TePla AG besichert. Der Buchwert beider Darlehen zum 31. Dezember 2010 beträgt insgesamt TEUR 424.
Im Geschäftsjahr 2010 hat die LWT zur Finanzierung eines weiteren Lötofens einen Mietkaufvertrag abgeschlossen, für welchen die PVA TePla AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen hat. Der Restbuchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2010 beträgt TEUR 722.
Alle Schuldner, für die eine Haftung übernommen, eine Patronatserklärung abgegeben und gebürgt wurde, haben ihre Tilgungsverpflichtungen bislang uneingeschränkt erfüllt. Uns liegen keine Erkenntnisse und Risiken vor, dass sich daran etwas ändern wird.
Im Rahmen des Liquiditätsmanagements der PVA TePla-Gruppe werden die Kreditlinien in der Regel einheitlich für die Gruppe auf Basis einer ebenfalls einheitlichen Bonitätsbeurteilung der Gruppe vereinbart. Die Kreditzusage erfolgt dann an die PVA TePla AG mit einer fallweisen Nutzungsmöglichkeit auch für Tochtergesellschaften. In diesen Fällen ist dann in der Regel die Übernahme einer gesamtschuldnerischen Haftung der PVA TePla AG für die Inanspruchnahme durch die Tochtergesellschaften notwendig.
Im Zuge dieser Vorgehensweise hat die PVA TePla AG zum Stichtag 31. Dezember 2010 folgende Haftungen übernommen:
| ― | gesamtschuldnerische Haftung für die Inanspruchnahme einer Avalkreditlinie durch die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, Jena, PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, PVA Control GmbH, Wettenberg, PVA Jena Immobilien GmbH, Jena und PlaTeG GmbH, Siegen mit einem Höchstbetrag von TEUR 15.000. Die tatsächliche Inanspruchnahme dieser Linie durch die die PVA Vakuum Anlagenbau Jena und die PlaTeG zum 31. Dezember 2010 betrug insgesamt TEUR 50. |
Gegenüber den Beteiligungsgesellschaften PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, PVA Control GmbH, Wettenberg und PVA Jena Immobilien GmbH, Jena bestehen zum Bilanzstichtag Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber Dritten i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB beträgt per 31. Dezember 2010 TEUR 1.213. Diese beinhalten finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen sowie aus längerfristigen Vereinbarungen in der Beschaffung mit Ausnahme der unter C.3. genannten Leasingverpflichtungen und gliedern sich wie folgt:
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| Nominalwert | |
|---|---|
| Restlaufzeiten | in TEUR |
| --- | --- |
| Bis ein Jahr | 1.072 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 142 |
| Über fünf Jahre | 0 |
5. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Wechselkurssicherung
In Einzelfällen werden Anlagenverkäufe in Fremdwährung kontrahiert. Zur Absicherung der Wechselkursrisiken werden in diesen Fällen grundsätzlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Per 31. Dezember 2010 waren 4 Devisentermingeschäfte für 2 Kundenaufträge in einem Gesamtwert von TEUR 2.554 offen. Die Fristen decken sich mit den Zahlungsplänen der Grundgeschäfte.
Der Zeitwert der Devisentermingeschäfte beläuft sich auf TEUR 69 und ergibt sich aus der Differenz der Bewertung dieser Geschäfte zu dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenterminkurs für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Eine bilanzielle Abbildung sowohl der Grund- als auch der Sicherungsgeschäfte wurde nicht vorgenommen, da die Geschäfte in einem Absicherungszusammenhang stehen und eine Bewertungseinheit bilden.
Zinssicherung
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investition in neue Gebäude am Standort Wettenberg wurden 2 Zinssicherungsgeschäfte mit einem ursprünglichen Volumen von TEUR 10.000abgeschlossen. Der noch offene Betrag dieser Sicherungsgeschäfte zum Stichtag 31. Dezember 2010 beträgt TEUR 8.333 (VJ TEUR 9.000).
Der beizulegende Zeitwert beider Sicherungsgeschäfte beträgt zum31. Dezember 2010 TEUR -712 (VJ TEUR -611). Dieser Wert wurde auf Basis einer Marktbewertung ermittelt. Da das den Zinssicherungsgeschäften zugrunde liegende Darlehen per 31. Dezember 2010 nicht in Anspruch genommen wurde, wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe des Marktwertes (TEUR 712) gebildet.
Zum 31. Dezember 2010 setzen sich die derivativen Finanzinstrumente wie folgt zusammen:
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| in TEUR | Nominalbetrag 31.12.2010 | Marktwerte 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 2.554 | 69 |
| Zinssicherungsgeschäfte | 8.333 | -712 |
6. LATENTE STEUERN
Latente Steuern werden grundsätzlich insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Vorräten, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.
Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 28 %.
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| in EUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
|---|---|---|
| Forderungen | 746.760 | 11.348 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Rückstellungen | 669.979 | 6.156 |
| Summe latente Steuern | 1.416.739 | 17.504 |
| Saldierung | -17.504 | |
| Aktivüberhang | 1.399.235 |
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2010 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.399. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
7. GESELLSCHAFTSORGANE
Der Vorstand besteht aus
Peter Abel, Wettenberg (Vorsitzender/CEO) Diplom-Ingenieur
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| ― | PVA Jena Immobilien GmbH, Jena |
| ― | Plasma Systems GmbH, Feldkirchen |
| ― | PVA TePla Analytical Systems GmbH, Aalen |
sowie bei folgenden nicht verbundenen Gesellschaften:
| ― | PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg |
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director) |
| ― | Xi'an HuaDe CGS Ltd., Xi'an, China (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| ― | ScheBo Biotech AG, Gießen (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| ― | OptoTec GmbH, Wettenberg (Beiratsvorsitzender) |
| ― | 3D PräzisionsTechnik AG, Aßlar (Aufsichtsratsvorsitzender) |
Arnd Bohle, Bochum (Finanzvorstand/CFO) Diplom-Kaufmann
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| ― | PlaTeG GmbH, Siegen (bis 20. Dezember 2010) |
Keine Mitgliedschaften in Kontrollgremien.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen
im Geschäftsjahr 2010 TEUR 743. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem Grundgehalt, sonstigen Bezügen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens und Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung) und einer erfolgsabhängigen Tantieme zusammen. Die Tantieme wird dabei als Prozentsatz vom Jahresergebnis des PVA TePla-Konzerns bemessen. Im Geschäftsjahr 2010 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:
Bezüge 2010
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| in TEUR | Gehalt | Sonstige Bezüge | Tantieme | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Peter Abel | 240 | 9 | 190 | 439 |
| Arnd Bohle | 180 | 10 | 114 | 304 |
Die aufgeführten Werte für die Tantieme beinhalten die im Jahr 2010 für das Geschäftsjahr 2009 gezahlten und um die im Geschäftsjahr 2009 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2010 für das Geschäftsjahr 2010 gebildete Rückstellung.
Zusätzlich besitzt Peter Abel aufgrund seiner früheren Tätigkeit in dem Unternehmen eine Pensionszusage. Hierfür besteht zum 31. Dezember 2010 eine Rückstellung in Höhe von TEUR 493.
Aktienoptionen wurden Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 nicht gewährt. Es bestehen keine Zusagen für den Fall des Wechsels der Mehrheit im Kreise der Gesellschafter.
Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden im Jahr 2010 Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 62 geleistet. Zum Bilanzstichtag besteht für derartige Pensionsverpflichtungen eine Rückstellung von TEUR 948.
Dem Aufsichtsrat gehören an
Alexander von Witzleben, Weimar (Vorsitzender)
| ― | Feintool International Holding AG, Lyss (Präsident des Verwaltungsrats) |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | VERBIO AG, Zörbig (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| ― | Caverion GmbH, Stuttgart (Aufsichtsratsvorsitzender bis 01. September 2010) |
| ― | Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats) |
Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen (stellvertretender Vorsitzender)
| ― | Global Leader Business Development and Client Service, Grant Thornton International Limited, London/England |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | Comvis AG, Essen (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) |
| ― | Association for Corporate Growth Rhein-Ruhr e.V., Köln (Beirat bis 01. September 2010) |
Prof. Dr. Günter Bräuer, Cremlingen
| ― | Leiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, Braunschweig und geschäftsführender Leiter des Instituts für Oberflächentechnik (IOT) der TU Braunschweig |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | PEP Photonos European Photovoltaics AG, Mainz (Mitglied des Aufsichtsrates) |
| ― | AMG Coating Technologies GmbH, Hanau (Beiratsmitglied) |
| ― | Institut für Solarenergieforschung GmbH, Emmerthal (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats) |
Vergütung des Aufsichtsrats
Satzungsgemäß erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates eine Vergütung in Höhe von 1 % des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, höchstens jedoch TEUR 100. Die Aufteilung dieser Gesamtvergütung unter den Aufsichtsratsmitgliedern erfolgt in der Weise, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten Betrag eines einfachen Aufsichtsratsmitgliedes erhält. Als Mindestvergütung je Geschäftsjahr erhält der Aufsichtsratsvorsitzende einen Betrag von TEUR 10 und ein einfaches Mitglied einen Betrag von TEUR 5. Bei unterjährigem Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Aufsichtsrat erhält dieses eine zeitanteilige Vergütung.
Auf dieser Basis erhielt der Aufsichtsrat im Jahr 2010 eine Vergütung von TEUR 100(VJTEUR 100), die sich wie folgt aufteilt:
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| in TEUR | Fixe Vergütung | Variable Vergütung |
|---|---|---|
| 01.01.-31.12.2010 | 01.01.-31.12.2010 | |
| --- | --- | --- |
| Alexander von Witzleben (Vorsitzender) | 10 | 40 |
| Prof. Dr. Günter Bräuer | 5 | 20 |
| Dr. Gernot Hebestreit | 5 | 20 |
| Summe | 20 | 80 |
Zur Deckung der zivilrechtlichen Haftung von Organmitgliedern wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2010 wurde für diese Versicherung eine Prämie in Höhe von TEUR 17 (VJ TEUR 17) gezahlt.
8. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Parteien sind für die PVA TePla AG in zwei Kategorien relevant: Zum einen handelt es sich hierbei um Geschäfte mit Unternehmen, an denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblich beteiligt sind oder in denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblichen Einfluss haben. Zum anderen handelt es sich um Beziehungen zu dem inzwischen verkauften, assoziierten Unternehmen PVA MIMtech LLC, Cedar Grove/NJ, USA.
Beziehungen zu Organmitgliedern
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit der PVA TePla AG erfolgt auch der Austausch von Leistungen mit Unternehmen, an denen der Vorstandsvorsitzende der PVA TePla AG beteiligt ist bzw. in denen er maßgeblichen Einfluss ausübt. Alle Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Konditionen.
Beziehungen zu assoziierten Unternehmen
Zwischen der PVA TePla AG und dem assoziierten Unternehmen PVA MIMtech LLC, Cedar Grove/NJ, USA gab es keinen Leistungsaustausch. Die Beziehung zur PVA MIMtech LLC als assoziiertes Unternehmen endete mit dem Verkauf im Dezember 2010.
9. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar betrug für
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| in TEUR | |
|---|---|
| a) die Abschlussprüfung | 269 |
| b) sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 0 |
| c) Steuerberatungsleistungen | 0 |
| d) Sonstige Leistungen | 0 |
Innerhalb des Honorars für die Abschlussprüfung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 40 enthalten.
10. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Die nach § 161 AktG/§ 285 Nr. 16 HGB vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären unter www.pvatepla.com in der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich gemacht.
11. ANGABEN GEMÄSS § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG
Herr Peter Abel, Wettenberg hat uns nach den §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. November 2002 die Schwelle von 25 % überschritten hat und nunmehr 29,99 % beträgt. Davon sind ihm 29,32 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG zuzurechnen.
Die Deutsche Bank AG, Frankfurt, Deutschland hat uns am 21. August 2007 gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG i.V.m. § 32 Abs. 2 InvG mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland am 20. August 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der PVA TePla AG, Aßlar, Deutschland überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 5,01 % hält. Dies entspricht 1.089.749 Stimmrechten.
Herr Wilhelm Hof mann, Deutschland hat uns am 29. Oktober 2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Aßlar, Deutschland am 23. Oktober 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 4,64 % hält. Dies entspricht 1.010.086 Stimmrechten.
Zum 31. Dezember 2010 hat die Herrn Abel gehörende PA Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Wettenberg eine Beteiligung von mehr als 25 % an dem Unternehmen.
Im Geschäftsjahr 2010 gab es keine Änderungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG.
12. KONZERNABSCHLUSS
Die PVA TePla AG erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS gem. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (ABI. EG Nr. L 243 S. 1) i.V.m. § 315a Abs. 1 HGB, in den die in Abschnitt C.1. Beteiligungsverhältnisse genannten verbundenen Unternehmen einbezogen sind. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.
13. GEWINNVERWENDUNG/ BILANZGEWINN
Der Jahresabschluss der PVA TePla AG weist zum 31. Dezember 2010 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.810.635,68aus. Nach Saldierung mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 18.761.464,37.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn von Euro 18.761.464,37 wie folgt zu verwenden:
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| in EUR | |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,15 auf jede dividendenberechtigte Stückaktie für das Geschäftsjahr 2010 | 3.262.498,20 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 15.498.966,17 |
| Bilanzgewinn | 18.761.464,37 |
Die Dividende ist am 1. Juli 2011 zahlbar.
Wettenberg, den 18. März 2011
PVA TePla AG
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| Peter Abel | Arnd Bohle |
| Vorsitzender des Vorstands | Vorstand Finanzen |
ANLAGESPIEGEL
zum 31. Dezember 2010
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2010 | Zugänge 2010 | Umbuchungen 2010 | Abgänge 2010 | Stand 31.12.2010 | Stand 01.01.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.375.119,63 | 425.098,74 | 0,00 | 0,00 | 2.800.218,37 | 1.694.928,85 |
| Summe | 2.375.119,63 | 425.098,74 | 0,00 | 0,00 | 2.800.218,37 | 1.694.928,85 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 25.644.643,70 | 595.572,09 | 0,00 | 0,00 | 26.240.215,79 | 1.702.545,57 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.292.531,01 | 13.104,54 | 0,00 | 0,00 | 1.305.635,55 | 1.046.925,22 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.865.353,50 | 284.832,13 | 0,00 | 10.321,38 | 4.139.864,25 | 2.450.112,95 |
| Summe | 30.802.528,21 | 893.508,76 | 0,00 | 10.321,38 | 31.685.715,59 | 5.199.583,74 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
21.635.721,92 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.635.721,92 | 12.903.578,31 |
| Summe | 21.635.721,92 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.635.721,92 | 12.903.578,31 |
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| kumulierte Abschreibungen | Restbuchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Zugänge 2010 | Abgänge 2010 | Stand 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 337.139,26 | 0,00 | 2.032.068,11 | 768.150,25 | 680.190,78 |
| Summe | 337.139,26 | 0,00 | 2.032.068,11 | 768.150,26 | 680.190,78 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 774.313,93 | 0,00 | 2.476.859,50 | 23.763.356,29 | 23.942.098,13 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 45.870,84 | 0,00 | 1.092.796,06 | 212.839,47 | 245.605,79 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 485.148,70 | 6.998,38 | 2.928.263,27 | 1.211.600,98 | 1.415.240,55 |
| Summe | 1.305.333,47 | 6.998,38 | 6.497.918,83 | 25.187.796,76 | 25.602.944,47 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
0,00 | 0,00 | 12.903.578,31 | 8.732.143,61 | 8.732.143,61 |
| Summe | 0,00 | 0,00 | 12.903.578,31 | 8.732.143,61 | 8.732.143,61 |
ANLAGESPIEGEL
zum 31. Dezember 2009
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2009 | Verschmelzung 2009 saldiert | Zugänge 2009 | Umbuchungen 2009 | Abgänge 2009 | Stand 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.889.338,85 | 260.114,00 | 236.052,78 | 0,00 | 1.010.386,00 | 2.375.119,63 |
| Summe | 2.889.338,85 | 260.114,00 | 236.052,78 | 0,00 | 1.010.386,00 | 2.375.119,63 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 24.454.412,27 | 0,00 | 1.115.831,43 | 74.400,00 | 0,00 | 25.644.643,70 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.366.746,84 | 1.764,00 | 25.758,38 | 0,00 | 101.738,21 | 1.292.531,01 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.354.100,40 | 103.648,00 | 570.089,33 | 0,00 | 162.484,23 | 3.865.353,50 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 74.400,00 | 0,00 | 0,00 | -74.400,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 29.249.659,51 | 105.412,00 | 1.711.679,14 | 0,00 | 264.222,44 | 30.802.528,21 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
22.870.721,92 | -1.235.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.635.721,92 |
| Summe | 22.870.721,92 | -1.235.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.635.721,92 |
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| kumulierte Abschreibungen | Restbuchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2009 | Zugänge 2009 | Abgänge 2009 | Stand 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.826.264,93 | 275.504,92 | 406.841,00 | 1.694.928,85 | 680.190,78 | 1.063.073,92 |
| Summe | 1.826.264,93 | 275.504,92 | 406.841,00 | 1.694.928,85 | 680.190,78 | 1.063.073,92 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 926.070,38 | 776.475,19 | 0,00 | 1.702.545,57 | 23.942.098,13 | 23.528.341,89 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.098.491,08 | 48.429,35 | 99.995,21 | 1.046.925,22 | 245.605,79 | 268.255,76 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.121.409,93 | 457.404,75 | 128.701,73 | 2.450.112,95 | 1.415.240,55 | 1.232.690,47 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 74.400,00 |
| Summe | 4.145.971,39 | 1.282.309,29 | 228.696,94 | 5.199.583,74 | 25.602.944,47 | 25.103.688,12 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
10.758.500,00 | 2.145.078,31 | 0,00 | 12.903.578,31 | 8.732.143,61 | 12.112.221,92 |
| Summe | 10.758.500,00 | 2.145.078,31 | 0,00 | 12.903.578,31 | 8.732.143,61 | 12.112.221,92 |
BILANZEID
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
PVA TePla AG
Wettenberg, 18. März 2011
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| Peter Abel | Arnd Bohle |
| Vorsitzender des Vorstands | Vorstand Finanzen |
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der PVA TePla AG, Wettenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungs-bezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 18. März 2011
Ebner Stolz Mönning Bachern GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
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