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PVA TePla AG — Governance Information 2012
Apr 19, 2012
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Governance Information
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PVA TePla AG
Wettenberg
Jahresabschluss zum 31.12.2011
Corporate Governance Bericht ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
DER PVA TEPLA AG
1. AKTIONÄRE
Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Ihre Stimmrechte können sie eigenhändig oder über Stimmrechtsvertreter gemäß ihren Weisungen wahrnehmen. Die Stimmrechtsvertreter werden vom Vorstand ernannt und im Einladungsschreiben zur Hauptversammlung bekannt gegeben. Die Einladungsunterlagen veröffentlichen wir auf unserer Website.
2. TRANSPARENZ IM KAPITALMARKT
Die Transparenz unternehmerischer Entscheidungen hat bei Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG einen hohen Stellenwert. Ein zeitnaher Dialog mit den Aktionären der Gesellschaft, dem Kapitalmarkt und der interessierten Öffentlichkeit soll ein umfassendes Bild unseres Unternehmens liefern. Alle hierfür relevanten Unterlagen, insbesondere Quartals- und Geschäftsberichte, Dokumente zur Hauptversammlung, Adhoc-Meldungen, sonstige Pressemitteilungen, Finanzkalender, Mitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz und Informationen zu unseren Geschäftsbereichen werden regelmäßig und zeitnah veröffentlicht und sind auf unserer Internetseite (www. pvatepla.com) der Öffentlichkeit zugänglich. Zudem wird Analysten und institutionellen Investoren im Rahmen von Roadshows, Konferenzen, der Analysten- und Bilanzpressekonferenz, regelmäßigen Telefonkonferenzen und in Einzelgesprächen die Gelegenheit gegeben, sich umfassend über die Marktpositionierung, strategische Aufstellung und die Perspektiven unseres Unternehmens zu informieren. Die entsprechenden Präsentationen sind auch auf der Website der PVA TePla für Interessenten einsehbar.
3. GEMEINSAME ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER PVA TEPLA AG GEMÄSS § 161 AKTG
Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Wettenberg erklären hiermit, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der aktuell veröffentlichten Fassung vom 26. Mai 2010 entsprochen wurde und wird. Hiervon ausgenommen sind folgende Kodexregelungen:
| 1. | Der Kodex sieht unter den Ziffern 4.1.5, 5.1.2 Abs. 1 sowie 5.4.1 Abs. 2 vor, bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen bzw. bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Bisher ist das Thema „Vielfalt (Diversity)“ bei der Besetzung von Führungspositionen, des Vorstands und des Aufsichtsrats im Unternehmen nicht zum Tragen gekommen. Begründung: Der Vorstand und der Aufsichtsrat lassen sich auch künftig bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen von dem Ziel leiten, eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen. |
| 2. | Der Kodex sieht unter der Ziffer 4.2.3 Abs. 2 vor, die Vergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die variablen Vergütungsteile sollen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Die variablen Vergütungsteile bemessen sich im Rahmen einer altvertraglichen Regelung zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nach dem operativen Ergebnis eines Jahres. Begründung: Die Neuregelungen des Kodex entsprechen denjenigen des VorstAG vom 5. August 2009. Diese gelten nach der Gesetzesbegründung nicht für Altverträge. In die laufenden Vorstandsverträge wird daher nicht eingegriffen. Bei der Verlängerung bestehender und der Begründung neuer Vorstandsverträge sind Regelungen vereinbart worden, die dem Kodex entsprechen. Bei Herrn Dr. Arno Knebelkamp sind mit dem laufenden Vertrag diese Regelungen zur Anwendung gekommen. Im Falle von Herrn Arnd Bohle sind die Regelungen ebenfalls umgesetzt worden, entfalten ihre Wirksamkeit aber erst im Jahr 2012. |
| 3. | Für den Aufsichtsrat empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3 die Bildung von Ausschüssen. Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfügt über keine gesonderten Ausschüsse. Begründung: Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet. Die in Ziffer 5.3 aufgeführten Themenkomplexe für zu bildende Ausschüsse werden vom Aufsichtsratsplenum behandelt. |
Wettenberg, 5. Dezember 2011
für den Vorstand
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
für den Aufsichtsrat
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats
4. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist als Teil der Corporate Governance auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich „Investor Relations – Corporate Governance” oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/ pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance/unternehmensfuehrung dauerhaft einsehbar.
5. VERGÜTUNGSBERICHT
Der folgende Bericht erläutert die Struktur und die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. € übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Für die Altverträge von Peter Abel und Arnd Bohle besteht noch eine andere Regelung, bei der der Bonus vollständig als Prozentsatz des Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen wird. Ab dem Geschäftsjahr 2012 werden alle Vorstandsverträge auf das oben bestehende Vergütungssystem lauten. Einzelheiten sind im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung beliefen sich die Bezüge des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 100. Satzungsgemäß erhält der Aufsichtsrat eine Gesamtvergütung in Höhe von 1 % des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, höchstens jedoch eine Gesamtvergütung von TEUR 100.
Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 nicht gewährt.
6. AKTIENBESITZ UND BEZUGSRECHTE VON ORGANMITGLIEDERN
VORSTAND
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| Aktien 31.12.2011 | Aktien 31.12.2010 | Bezugsrechte 31.12.2011 | Bezugsrechte 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Arno | ||||
| Knebelkamp | 25.000 | 0 | 0 | 0 |
| Arnd Bohle | 5.000 | 3.000 | 0 | 0 |
AUFSICHTSRAT
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| Aktien 31.12.2011 | Aktien 31.12.2010 | Bezugsrechte 31.12.2011 | Bezugsrechte 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|---|
| Alexander von Witzleben | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Gernot Hebestreit | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Günter Bräuer | 0 | 0 | 0 | 0 |
MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE VON ORGANMITGLIEDERN
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der PVA TePla AG anzuzeigen. Im Verlaufe des Geschäftsjahrs 2011 wurden folgende Transaktionen durchgeführt:
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| Name | Datum und Ort des Geschäftsabschlusses | Grund der Mitteilungs pflicht/Position | Bezeichnung des Finanzinstruments | ISIN | Geschäftsart (Kauf / Verkauf) | Preis pro Stück/ Währung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Arno Knebelkamp | 12.04.2011 XETRA | Vorstand | PVA TePla- Aktie | DE0007461006 | Kauf | 4,50 € |
| Dr. Arno Knebelkamp | 13.04.2011 XETRA | Vorstand | PVA TePla- Aktie | DE0007461006 | Kauf | 4,50 € |
| Arnd Bohle | 16.08.2011 TRADEGATE | Vorstand | PVA TePla- Aktie | DE0007461006 | Kauf | 3,50 € |
| Dr. Arno Knebelkamp | 12.09.2011 TRADEGATE Stuttgart | Vorstand | PVA TePla- Aktie | DE0007461006 | Kauf | 3,40 € |
| Dr. Arno Knebelkamp | 18.11.2011 Stuttgart | Vorstand | PVA TePla- Aktie | DE0007461006 | Kauf | 3,00 € |
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| Name | Stückzahl | Geschäftsvolumen/ Währung |
|---|---|---|
| Dr. Arno Knebelkamp | 9.350 | 42.075,00€ |
| Dr. Arno Knebelkamp | 650 | 2.925,00€ |
| Arnd Bohle | 2.000 | 7.000,00€ |
| Dr. Arno Knebelkamp | 5.000 | 17.000,00€ |
| Dr. Arno Knebelkamp | 10.000 | 30.000,00€ |
7. RISIKOMANAGEMENT
Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Risikostrategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein „Risikohandbuch“ mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken, ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.
Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2011 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft/des Konzerns weiter optimiert und an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt. Auf dieser Basis sollen alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden. Als erste Teilbereiche wurden die Zahlungen an Vorstand und Geschäftsbereichsleiter, die Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. sowie die Materialwirtschaft am damaligen Standort Aßlar untersucht. 2010 wurden diese Prüfungen z.B. für die Betriebsstätte PVA TePla Danmark und 2011 für die Vertriebsabteilung am Standort Wettenberg und die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems am Standort Westhausen fortgesetzt.
INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des Internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Im Zuge der Implementierung des neuen Buchhaltungssystems wurden hier bislang manuell vorgenommene Kontrollen teilweise automatisiert sowie das Fehlerpotenzial durch die optimierte Datenintegration weiter verringert.
Die Konsolidierung der Abschlüsse erfolgt durch einen externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Zusätzlich erfolgen intensive Kontrollen der Daten und Ergebnisse durch das zentrale Konzerncontrolling. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
8. ABSCHLUSSPRÜFER
Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wird entsprechend den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG entspricht den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Die Abschlussprüfer werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auf der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat holt eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers nach Ziffer 7.2.1. des Deutschen Corporate Governance Kodex ein.
Für das Geschäftsjahr 2011 erfolgte die Prüfung der Abschlüsse durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main“. Die Abschlüsse wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
Lagebericht und Konzern-Lagebericht 2011
DER PVA TEPLA AG, WETTENBERG
1. EINLEITUNG
Die PVA TePla-Gruppe ist ein weltweit agierender Anbieter von Systemen, in denen hochwertige Werkstoffe wie Hartmetalle, Metalle, Halbleiter, Keramiken und Silizium hergestellt und weiterbearbeitet werden, aber auch für die kontrollierte Oberflächenbehandlung dieser Materialien und verschiedenster Kunststoffoberflächen. Produktions- und Behandlungsprozesse derartiger Materialien erfordern komplexe Systeme und Anlagen, in denen stabile Prozesse unter reproduzierbaren Bedingungen durchgeführt werden können. Sie finden daher meist im Vakuum oder unter Schutzgasatmosphäre, bei hohen Temperaturen oder mit Unterstützung eines Niederdruckplasmas statt. Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel die 300 mm-Silizium (Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, hochreine Si-Wafer aus Floatzonematerial für die Hochleistungselektronik, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt, Produktionstechnologien für Metallpulver – zum Beispiel für Hartmetalle –, Produktionstechnologien für Mikrosensoren (MEMS, Micro-Electro-Mechanical-Systems) und leuchtstarke Lichtquellen aus Halbleiter-Dioden (HB LED – High Brightness Light Emitting Diodes), die Technologie zur Herstellung ultra-dünner Wafer, aber auch Oberflächenbehandlungssysteme für Kunststoffe in der Life Science-Industrie und metallische Oberflächen. Inspektions- und Analysegeräte zur zerstörungsfreien Qualitätsprüfung hergestellter Materialien sind eine weitere wichtige Komponente des Unternehmensportfolios. Hightech-Werkstoffe werden aller Voraussicht nach auch in Zukunft auf Herstellungsprozesse im Vakuum und unter hoher Temperatur angewiesen sein, sodass für die Produkte der PVA TePla auf dem Weltmarkt auch weiterhin gute Absatzchancen vorhanden sein werden. Die Märkte der PVA TePla sind gekennzeichnet durch hohe technologische Anforderungen sowie langfristiges Wachstum wie die Photovoltaik- und Halbleiterindustrie.
2. STRUKTUR DER BERICHTERSTATTUNG
Der vorliegende Lagebericht beschreibt die Geschäftsentwicklung der PVA TePla AG („Gesellschaft“) und deren Tochtergesellschaften (zusammen „PVA TePla“ oder der „Konzern“) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011. Aufgrund der weitgehenden Integration zwischen den einzelnen Bereichen der PVA TePla-Gruppe gibt eine isolierte Betrachtung der PVA TePla AG, ohne Einbeziehung der Aktivitäten in den Tochtergesellschaften, nur ein bedingt aussagefähiges Bild über die wirtschaftliche Situation der PVA TePla AG. Daher wird darauf verzichtet, einen eigenständigen Lagebericht für die PVA TePla AG aufzustellen. In dem zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht werden die für das Verständnis der Situation der PVA TePla AG notwendigen Aspekte an den entsprechenden Stellen gesondert erläutert. Dieser integrierte Lagebericht ist auch Bestandteil des Einzelabschlusses der PVA TePla AG. Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wurde nach den Grundsätzen der internationalen Rechnungslegung gemäß IFRS erstellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG ist nach den Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Die PVA TePla wird in die Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems untergliedert.
Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass diese Erwartungen sich als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Hinzu kommen Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und die anhaltende Krise um den Euro aufgrund der hohen Verschuldungsraten nahezu aller Staaten im Euroraum.

3. STRUKTURELLE ÄNDERUNGEN IN DER PVA TEPLA-GRUPPE
Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 gibt es eine Veränderung in der Struktur der Tochtergesellschaften der PVA TePla-Gruppe: Im zweiten Quartal 2011 wurde die bisherige Verkaufs- und Service-Repräsentanz der PVA TePla in Peking in eine Gesellschaft chinesischen Rechts, die PVA TePla (China) Ltd., umgewandelt. Diese Maßnahme wurde durch das in den letzten Jahren deutlich gestiegene Auftragsvolumen in China notwendig. Die PVA TePla (China) Ltd. ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der PVA TePla AG. Da die Gesellschaft den Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit auf die Vertriebsunterstützung und das After-Sales-Geschäft für den Produktbereich Vakuumanlagen legt, wurde sie organisatorisch dem GB Industrial Systems zugeordnet.
Die in Siegen ansässige PlaTeG GmbH wird ihren Geschäftssitz im Verlaufe des ersten Quartals 2012 nach Wettenberg verlegen. Durch den Bau der PulsPlasma®-Anlagen am Hauptproduktionsstandort der Vakuumanlagen in Wettenberg wird beabsichtigt, in Zukunft verstärkt Synergieeffekte in deren Kostenstruktur zu realisieren.
4. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
4.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Global
Die sich im Jahr 2010 abzeichnende konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft hat sich 2011 abgekühlt. Nach dem sehr kräftigen Zuwachs des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,9 % im Jahr 2010 ist das BIP im abgelaufenen Jahr nur um 3,6 % gewachsen. Für den verhaltenen Anstieg des weltweiten BIP im ersten Halbjahr 2011 war eine Reihe von Faktoren verantwortlich. Der kräftige Anstieg der Rohstoffpreise wirkte sich belastend aus, und die Folgen des Erdbebens in Japan beeinträchtigten die weltweite Produktion spürbar. Mit dem allmählichen Abklingen dieser Faktoren legte das BIP im dritten Quartal mit einer Jahresrate von ca. 4 % wieder kräftig zu und die Aussichten für einen weiteren positiven Verlauf der Weltwirtschaftsentwicklung bis in das Jahr 2012 mehrten sich. Diese positive Einschätzung drehte sich allerdings innerhalb einer ungewöhnlich kurzen Zeit. Die Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich in den vergangenen Monaten im Zuge der Staatsschuldenkrise etlicher großer Industrienationen deutlich verschlechtert. In den Schwellenländern hat die Dynamik der wirtschaftlichen Expansion nachgelassen und in den entwickelten Industrienationen steigt das BIP in der Tendenz nur schwach, und die Stimmungsindikatoren sind abwärts gerichtet. Die konjunkturellen Risiken spiegeln sich auch an den Finanzmärkten wider. Die Risikoprämien für Staatsanleihen von geringerer Bonität – nicht nur für Länder im Euroraum, sondern auch für Schwellenländer – zogen merklich an, internationale Ratingagenturen werteten die Bonität von immer mehr Staaten einschließlich der USA sukzessive ab. Die Rohstoffpreise gaben zudem kräftig nach. Für 2012 wird mit einem weiteren Rückgang der BIP-Wachstumsrate im Vorjahresvergleich von 3,6 % auf 3,2 % gerechnet.
Euroraum
Im Euroraum zeichnet sich infolge der Verschärfung der Staatsschuldenkrise in den letzten Monaten sogar eine Rezession ab. Eine in einer zunehmenden Zahl von Ländern stark restriktive Finanzpolitik sowie die Unsicherheit über Ausmaß und Ausgestaltung von weiteren Maßnahmen gegen die Schuldenkrise dämpfen die Nachfrage von Industrie und Privatkonsumenten empfindlich. Außerdem haben sich in einer Vielzahl von Ländern die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen deutlich verschlechtert, auch weil die Banken zunehmend unter Druck geraten und bei der Kreditvergabe an Unternehmen sehr vorsichtig agieren. Während der Euroraum im vergangenen Jahr ein bescheidenes Wachstum des BIP von 1,6 % erreichte, wird dieses Wachstum 2012 aller Voraussicht nach noch weiter auf lediglich 0,2 % zurückgehen.
Deutschland
Im vergangenen Jahr ist das BIP Deutschlands um 3 % gewachsen, und damit blickt die deutsche Wirtschaft auf eines der besten Jahre seit der Wiedervereinigung zurück. Die Wachstumsrate lag damit fast so hoch wie in den Rekordjahren 2006 und 2007 mit jeweils 3,7 %. Deutschland liegt mit dieser Wirtschaftsleistung in der Spitzengruppe der europäischen Staaten. Sowohl der Außenhandel als auch der Binnenmarkt haben sich dynamisch gezeigt und zum Wachstum beigetragen. Als einer der Gründe für die positive Entwicklung der Binnennachfrage ist der robuste Arbeitsmarkt anzusehen: Es hat noch nie so viele Erwerbstätige gegeben wie im vergangenen Jahr. Einen wesentlichen Beitrag lieferte zudem die Bauwirtschaft, die nach wie vor von den im Krisenjahr 2009 ins Leben gerufenen Konjunkturpaketen profitierte. 2009 war die Wirtschaftsleistung noch um 5,1 % eingebrochen. Zum Jahresende 2011 hat der weltweite Konjunkturabschwung allerdings auch die deutsche Wirtschaft erfasst, das BIP ist im vierten Quartal um ca. 0,25 % zurückgegangen. Auch zu Beginn des Jahres 2012 rechnen einige Institute mit einer leichten Rezession, für das Gesamtjahr 2012 wird allerdings mit einem Wachstum in der Größenordnung von 0,8 % gerechnet. Auch wenn die Gefahr einer Rezession in Deutschland geringer als in anderen Eurostaaten ist, so hängt die weitere Wirtschaftsentwicklung Deutschlands in erheblichem Maße von der Bewältigung der Schuldenkrise in Europa ab. Falls die Schuldenkrise eskalieren sollte, würde dies aufgrund der großen Bedeutung des Euroraums für die deutsche Exportwirtschaft erhebliche negative Auswirkungen implizieren.
Japan
Das Bruttoinlandsprodukt ist in Japan in drei Quartalen in Folge geschrumpft, erst im dritten Quartal 2011 konnte die Rezession überwunden werden. Über das Gesamtjahr 2011 hinweg betrachtet ergibt sich ein Rückgang des BIP von 0,5 %. Das leichte Wachstum im vierten Quartal 2011 ging in erster Linie vom privaten Konsum aus, gefolgt vom Außenhandel. Die bereits seit längerer Zeit zu beobachtende schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen in Japan setzte sich dagegen fort. Für das laufende Jahr wird von einem Anstieg des BIP in Höhe von 2,3 % ausgegangen.
USA
Für die Wirtschaft in den USA zeichnet sich in den nächsten Jahren eine eher gedämpfte Entwicklung ab. Nachdem sich das BIP im dritten Quartal 2011 mit 2 % ein wenig beschleunigte, zeichnet sich für 2012 ein Zuwachs in der Wirtschaftsleistung von 1,8 % ab und liegt somit in der gleichen Größenordnung wie im Gesamtjahr 2011. Zwar haben sich die Konjunkturindikatoren in den letzten Monaten ein klein wenig aufgehellt, sind aber insgesamt nicht so positiv ausgefallen, dass für die nahe Zukunft von einer deutlich wachsenden Wirtschaftsleistung in den USA ausgegangen werden kann. Sowohl die Unsicherheiten über die Staatsschuldenkrise in Europa, eine globale Abschwächung der Wirtschaft als auch die nach wie vor schwelende Schwäche der amerikanischen Binnennachfrage aufgrund der Immobilienkrise lassen eine nachhaltige Erholung der Konjunktur als unwahrscheinlich erscheinen. Der Spielraum für Konjunkturprogramme ist aufgrund der angespannten öffentlichen Haushaltslage sowie der Zerstrittenheit der politischen Lager praktisch ausgeschöpft.
Brasilien
In Brasilien sind die Aussichten vieler Branchen für 2012 vorsichtig optimistisch. Die brasilianischen Unternehmen gehen davon aus, dass höhere öffentliche Investitionen für den Ausbau der Infrastruktur im Zuge der großen Sportveranstaltungen 2014 und 2016 getätigt werden. Es wird mit einem Anstieg des BIP für 2012 in der Größenordnung von 3,5 % gerechnet. Mit einem positiven Effekt für den Binnenmarkt wird durch die Anhebung des Mindestlohns um 14 % zum Jahresanfang gerechnet. Durch die insgesamt gute Auftragslage in der Industrie wird der Arbeitsmarkt auch weiter stabil sein.
Russland
In Russland hat das BIP 2011 um 3,9 % zugenommen, für 2012 wird eine Zunahme von 3,2 % erwartet. Die Abnahme des Wirtschaftswachstums liegt in erster Linie an der zu erwartenden abflauenden Exportnachfrage nach Rohstoffen und einer fortschreitenden Verlangsamung der Binnennachfrage. Niedrigere Ölpreise im Rahmen eines geringeren Weltwirtschaftswachstums könnten zudem den Spielraum für Konjunkturmaßnahmen zur Ankurbelung der russischen Wirtschaft empfindlich beeinträchtigen. Die große Bedeutung der Einnahmen durch Rohstoffausfuhren für den russischen Haushalt wird durch die Tatsache verdeutlicht, dass das Haushaltsdefizit Russlands ohne diese Einnahmen statt bei 1,2 % 2011 bei nahezu 10 % liegen würde. Grundlegende Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum in Russland wie ein verbessertes Umfeld für Investitionen aus dem Ausland und Strukturreformen sind nach wie vor nicht ausreichend vorhanden.
Indien
Auch in Asiens drittgrößter Wirtschaftsnation – Indien – wird von einer Verlangsamung des Wachstums ausgegangen. Nach einer Zunahme des BIP von 8 % in 2011 wird für 2012 ein Wachstum des BIP von 7,4 % prognostiziert. Das Wachstum wird im Wesentlichen von der Industrieproduktion getragen werden. Aufgrund der abflauenden Weltwirtschaft werden die hohen Exportraten der indischen Wirtschaft aller Voraussicht nach der Vergangenheit angehören.
China
China hat 2011 sein im Vergleich mit den arrivierten Industrienationen immenses Wirtschaftswachstum mit 9 % beibehalten. Seit dem dritten Quartal zeichnet sich aber auch hier eine Verlangsamung ab, die u. a. den geringer ausfallenden Exporten nach Europa geschuldet ist. Aber auch eine restriktivere Zinspolitik in China und ein abkühlender Immobilienmarkt wirken sich bremsend aus, sodass die Konjunkturdaten darauf hindeuten, dass sich die Wirtschaftsleistung in 2012 weiter verlangsamt. Für das laufende Jahr wird daher mit einem Anstieg des BIP von 7,5 % gerechnet.
4.2. ENTWICKLUNG DER BRANCHEN
Maschinenbau
Der deutsche Maschinenbau – mittelständisch geprägt – produziert im Wesentlichen für den Weltmarkt, ca. drei Viertel der Produktion werden exportiert, mit weiter steigender Tendenz seit 2009. Rund die Hälfte der Exporte gehen in die Europäische Union, die andere Hälfte nach Osteuropa und Übersee. Der Maschinenbau produziert überwiegend Ausrüstungen für die Herstellung von Industrieprodukten, für die Gewinnung und Veredelung von Rohstoffen und die Erzeugung von Energie. Zu rund zwei Drittel handelt es sich um Investitionsgüter. In den ersten elf Monaten des Jahres 2011 legte die Produktion im Maschinenbau um knapp 14 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Laut dem Verband „Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. “ VDMA wird für 2012 ein Produktionsplus in der Größenordnung von 4 % erwartet. Die in 2011 kräftig gewachsene Nachfrage hat für einen hohen Auslastungsgrad der Produktion gesorgt. Die positive Entwicklung des deutschen Maschinenbaus ist auch an der Umsatzentwicklung abzulesen: In der Periode Jan. – Okt. 2011 stieg der Umsatz von 136,3 Mrd. € in der Vorjahresperiode auf 160,9 Mrd. €. Eine große Bedeutung für den deutschen Maschinenbau besitzt der Export. In den ersten zehn Monaten 2011 ergab sich eine Steigerung der Exporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum von gut 15 %, wobei China der größte Auslandsmarkt ist und in diesem Zeitraum um fast 29 % wuchs. Hohe Wachstumsraten verzeichneten ebenso der US-amerikanische Markt mit mehr als 20 % sowie der EU-Markt mit gut 11 %. Weit überdurchschnittlich wuchsen der russische Markt mit fast 35 % und der brasilianische Markt mit knapp 23 %.
Halbleiter
2011 wuchs der Halbleitermarkt aus Sicht des Marktforschungsinstituts Gartner um knapp 1 % auf 302 Mrd. US-$. Nach einem sehr starken Jahresauftakt sind die Zuwachsraten aufgrund der Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft stark zurückgegangen. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzzuwachs in Höhe von 2,2 % auf 309 Mrd. US-$ prognostiziert. Wichtige Treiber für den Halbleitermarkt sind mobile Kommunikation wie Smartphones sowie Tablets, portable Spielekonsolen und elektronische Bücher. Der Markt für Leuchtdioden (LED) ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Für die Zukunft werden zwar nach wie vor deutliche Wachstumsraten für den LED-Markt vorhergesagt, für 2012 jedoch eher ein „flaches“ Jahr bezüglich des Umsatzes. Die Anlageninvestitionen im Halbleitermarkt werden dagegen 2012 aufgrund der abflauenden Konjunktur um knapp 19 % auf 35 Mrd. US-$ zurückgehen, um 2013 wieder deutlich zu steigen. Die starke Volatilität im Halbleitermarkt und die Anfälligkeit gegenüber konjunkturellen Entwicklungen kommen hier zum Ausdruck. Sowohl die Investitionen im Bereich „Wafer Fab“ als auch im Bereich „Packaging and Assembly Equipment“ werden 2012 deutlich zurückgehen.
Photovoltaik
Der Photovoltaikmarkt ist 2011 in Deutschland trotz widersprüchlicher Prognosen zu Beginn des Jahres leicht auf 7,5 Gigawatt (GW) gewachsen und konnte das hohe Niveau von 2010 wiederum erreichen. Neben Deutschland hat in Europa auch Italien einen sehr starken Zubau von PV-Anlagen in vergleichbarer Höhe verzeichnet. Zudem haben insbesondere China mit einem Zubau in Höhe von 2,2 GW und Großbritannien dazu beigetragen, dass der weltweite PV-Markt nach aktueller Einschätzung insgesamt einen Zuwachs von ca. 26 GW erreichte. Forschungsinstitute sind mit Prognosen für das laufende Jahr vorsichtig, da noch Unklarheit herrscht, wie einzelne Regierungen bei der Solarförderung vorgehen. Im Allgemeinen wird für 2012 eher mit einer Stagnation im Zubau in Höhe des Jahres 2011 gerechnet. Für den deutschen Markt wird dabei – vor allem aufgrund der zu erwartenden und mit zunehmender Intensität diskutierten Reduzierung der öffentlichen Förderung durch das Energieeinspeisegesetz (EEG) – mit einem erheblichen Rückgang in der neu installierten Leistung gerechnet. Mit deutlichem Wachstum wird hingegen in anderen Märkten wie den USA und China, aber auch in Südeuropa gerechnet. Der PV-Markt hat sich seit 2011 als außerordentlich wettbewerbsintensiv, im Wesentlichen hervorgerufen durch hohe Überkapazitäten, herausgestellt. Auch für 2012 rechnet man insbesondere in den ersten Monaten des Jahres in der Modulfertigung und Polysiliziumherstellung mit anhaltendem Preisdruck. Das Marktforschungsinstitut VLSI rechnet für 2012 mit einem Rückgang des weltweiten Umsatzes von Systemherstellern im Bereich Photovoltaik in einer Größenordnung von 20 %.
5. UMSÄTZE
Die PVA TePla-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Konzernumsatz von 132,6 Mio. € (VJ 120,4 Mio. €) und lag damit oberhalb des Vorjahresumsatzes. Der Umsatz erreichte im vierten Quartal 2011 mit 55,3 Mio. € (QI 23,1 Mio. €, QII 23,1 Mio. €, QIII 31,1 Mio. €) den höchsten Wert. Der sehr hohe Umsatzzuwachs im vierten Quartal 2011 ist im Zusammenhang mit den Lieferungen von Kristallzuchtanlagen in die Halbleiterindustrie und Photovoltaikindustrie zu sehen. In Deutschland wurden 21 % (VJ 41 %) des Konzernumsatzes erzielt. Die Bedeutung des asiatischen Markts hat weiterhin zugenommen. 59 % (VJ 44 %) des Gesamtumsatzes entfällt auf diese Region. Insbesondere die Lieferungen von Kristallzuchtanlagen unterschiedlichen Typs an mehrere Kunden in Asien haben zu dem hohen Umsatzniveau in dieser Region beigetragen. 12 % (VJ 13 %) des Gesamtumsatzes wird im europäischen Ausland erzielt. Auf Nordamerika entfallen 7 % (VJ 2 %) des Gesamtumsatzes. Diese erfreuliche Steigerung ist sowohl auf das gestiegene Geschäftsvolumen des Produktbereichs Plasmasysteme in Nordamerika zurückzuführen als auch auf Umsatzbeiträge im Produktbereich Floatzonesysteme aus Dänemark. Die übrigen Regionen tragen 1 % zum Gesamtumsatz bei. Im folgenden Abschnitt werden die Umsätze der drei Geschäftsbereiche Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems im Einzelnen dargestellt.

GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIAL SYSTEMS
Der GB Industrial Systems erzielte mit 57,0 Mio. € einen doppelt so hohen Umsatz wie im Geschäftsjahr 2010 mit 28,4 Mio. €. Der Anteil am Konzerngesamtumsatz belief sich auf 43,0 %. Der außerordentlich hohe Umsatzwert – der höchste Umsatz in der Unternehmensgeschichte in diesem Geschäftsbereich – ist auf den relativ hohen Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2010 sowie einen außerordentlich guten Geschäftsverlauf 2011 zurückzuführen. Der Umsatz entwickelte sich über alle Quartale hinweg sehr positiv mit einer Steigerung in der zweiten Jahreshälfte. Wie in den vorangegangenen Jahren hatte die Produktgruppe Hartmetallanlagen weiterhin den größten Anteil am Geschäftsvolumen dieses Geschäftsbereichs. Anlagen zur Bearbeitung von Graphitmaterialien machen einen weiteren bedeutsamen Umsatzbeitrag aus. Hochreine Graphite werden in verschiedenen Branchen, wie z. B. in der Halbleiter- und Optoelektronik für die LED-Fertigung oder Luftfahrtindustrie, nachgefragt. Besonders hervorzuheben in dieser Produktgruppe ist die Gewinnung eines weltweit führenden großen Graphitherstellers als neuen Kunden der PVA TePla. Für diesen Kunden wurde bereits eine große Anlage zur Graphitreinigung im letzten Quartal 2011 ausgeliefert. Metallisch beheizbare Systeme bilden eine weitere Produktgruppe mit bedeutsamem Umsatzbeitrag im GB Industrial Systems. Diese werden zum Beispiel in der Elektroindustrie zum Löten von Vakuumschaltern eingesetzt.
GESCHÄFTSBEREICH SEMICONDUCTOR SYSTEMS
Der Umsatz im GB Semiconductor Systems belief sich 2011 auf 49,4 Mio. € (VJ 33,9 Mio. € ). Damit trug dieser Geschäftsbereich 37,2 % zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Der deutliche Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2011 ist zum einen auf den Produktbereich Kristallzuchtanlagen für die Halbleiterindustrie zurückzuführen. Die in den ersten drei Quartalen 2011 erhaltenen Aufträge aus der Halbleiterindustrie führten im vierten Quartal zu wesentlichen Umsatzbeiträgen. Eine sehr erfreuliche Entwicklung mit wichtigen Impulsen für die Geschäftsentwicklung in diesem Geschäftsbereich ist zum anderen durch die Niederlassung der PVA TePla AG in Dänemark – zuständig für den Bau von Kristallzuchtanlagen nach dem Floatzoneverfahren – zu verzeichnen gewesen. Slim Rod Puller und Analysesysteme für die Photovoltaikindustrie und Kristallzuchtanlagen zur Herstellung hochreiner Siliziumkristalle für die Halbleiterindustrie wurden im Verlauf des vergangenen Geschäftsjahrs sehr stark von Kunden nachgefragt und führten zu einem mehr als doppelt so hohen Umsatz wie im Geschäftsjahr 2010. Die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems GmbH, Lieferant von Systemen für die zerstörungsfreie Inspektion und Qualitätskontrolle von Werkstoffen und Materialien durch Ultraschall, lieferte Analysegeräte an führende Technologieunternehmen für die Material- und Bauteilprüfung – über die gesamte Wertschöpfungskette der Chipherstellung hinweg. Diese Tochtergesellschaft verzeichnete im abgelaufenen Jahr einen stabilen Umsatz auf hohem Niveau. Der Umsatz der Produktgruppe Plasmasysteme konnte 2011 leicht gesteigert werden. Umsätze wurden in diesem Bereich insbesondere in der Halbleiterindustrie in den Bereichen Front End für Veraschungs- und Aktivierungsprozesse sowie bei Leistungs- und Verbindungs-Halbleitern, organischen LED Displays (OLED), HBLED, MEMS und im Back End beim Chip Packaging erzielt.
GESCHÄFTSBEREICH SOLAR SYSTEMS
Der Umsatz im GB Solar Systems belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 26,3 Mio. € (VJ 58,1 Mio. €) und trug 19,8 % zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Die Umsatzerlöse 2011 stammen im Wesentlichen aus dem im April 2011 erhaltenen Auftrag zur Lieferung von Anlagen zur Herstellung von monokristallinen Siliziumkristallen in die asiatische Photovoltaikindustrie. Durch im Markt bestehende Überkapazitäten bei der Produktion von Photovoltaikmodulen haben sich im vergangenen Geschäftsjahr die Marktchancen für Kristallzuchtanlagen stark eingetrübt. In einem mittel- und langfristig jedoch weiterhin wachsenden Solarmarkt und einer zunehmenden Tendenz nach hocheffizienten und qualitativ hochwertigen Solarzellen wird die PVA TePla auch in Zukunft einen bedeutsamen Beitrag bei dem Aufbau regenerativer Energien leisten.
Die PVA TePla AG weist in ihrem Einzelabschluss einen Umsatzwert von 105,9 Mio. € (VJ 113,2 Mio. €) aus. Der Rückgang ist im geringeren Umsatzbeitrag des Geschäftsbereichs Solar Systems begründet.

6. AUFTRAGSLAGE
6.1. AUFTRAGSEINGANG
Im Geschäftsjahr 2011 ist der Auftragseingang des Konzerns mit 156,2 Mio. € deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum (93,4 Mio. €) gestiegen. Alle Geschäftsbereiche des Unternehmens lagen im Auftragseingang deutlich über den Vorjahreszahlen und profitierten von der verbesserten globalen Wirtschaftslage und den positiven Entwicklungen in einzelnen Märkten. Auch die Book-to-Bill-Ratio auf Konzernebene mit einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten Wert von 1,2 bringt diese positive Entwicklung zum Ausdruck (VJ 0,8).
Der Geschäftsbereich Industrial Systems erreichte einen Auftragseingang in Höhe von 59,2 Mio. € (VJ 40,8 Mio. €) und trug damit 38 % zum Gesamtauftragseingang bei. Mit dieser Höhe wurde ein Rekordauftragseingang dieses Bereichs in der Geschichte der PVA TePla erzielt. Diese erfreuliche Entwicklung hielt das gesamte Jahr 2011 an und erfuhr auch zum Ende hin keine Abschwächung. Rund 70 % der Bestellungen für Vakuumanlagen kamen wie im Vorjahr aus dem Ausland, wobei ca. die Hälfte aller Aufträge auf Kunden in Asien entfällt. Der über wiegende Teil der Vakuumanlagen wird nach wie vor von Kunden aus dem Hartmetallmarkt bestellt. Die Produktgruppe mit dem zweithöchsten Auftragseingang sind Anlagen zur Herstellung bzw. thermischen Behandlung von Graphit. Dieser Bereich hat einen besonders großen Schub im Auftragseingang erfahren, wobei besonders erfreulich ist, dass ein weiterer weltweit agierenden Graphithersteller als Neukunde gewonnen werden konnte. Der Auftragseingang für Anlagen in dieser Produktgruppe hat sich gegenüber 2010 nahezu verdoppelt. Anlagen, die der Materialherstellung bzw. Lötprozessen in der Elektroindustrie dienen, sind eine weitere wesentliche Produktgruppe, die zu dem erfreulichen Auftragseingang beigetragen hat.
Der Geschäftsbereich Semiconductor Systems verzeichnete 2011 ebenfalls einen bemerkenswerten Zuwachs des Auftragseingangs und erreichte mit 68,1 Mio. € (VJ 42,5 Mio. €) bzw. 44 % den stärksten Anteil am Gesamtauftragseingang. Die PVA TePla Danmark als Hersteller von Floatzoneanlagen erhielt im Verlauf des Jahres 2011 mehrere größere Aufträge sowohl aus dem Photovoltaikmarkt als auch aus dem Halbleitermarkt. Chinesische Kunden und erfreulicherweise auch ein japanischer Kunde aus dem Halbleitermarkt bestellten überwiegend Kristallzuchtanlagen zur Herstellung hochreiner Siliziumkristalle für die Hochleistungselektronik. Aus Korea, Taiwan und Deutschland konnten Aufträge für Anlagen zu Analysezwecken in der Photovoltaikindustrie gewonnen werden. Mehrere Aufträge 2011 aus der asiatischen Halbleiterindustrie trugen zu einem sehr guten Auftragseingang im Produktbereich Kristallzuchtanlagen bei. Die Anlagen werden genutzt, um Siliziumstäbe herzustellen, aus denen im weiteren Produktionsverlauf Halbleiterwafer gesägt werden. Auch für den Produktbereich Analysesysteme, in dem Systeme zur zerstörungsfreien Inspektion von Materialien entwickelt und gebaut werden, spielt Asien mit einem Anteil am Auftragseingang von rund 50 % eine dominierende Rolle. Hervorzuheben in diesem Produktbereich ist die erfolgreiche Neugewinnung eines Kunden aus dem europäischen Halbleitermarkt, der drei Autowafer-Analysesysteme bestellt hat. Der Produktbereich Plasmasysteme am Standort Kirchheim verzeichnete insbesondere im Front End-Bereich einen guten Auftragseingang, eine neue Produktserie sorgte für den entsprechenden Schub. Im Vergleich zu 2010 ist der Auftragseingang jedoch über alle Produktgruppen dieses Produktbereichs hinweg zurückgegangen. Asien ist für die Plasmasysteme der mit großem Abstand wichtigste Markt.
Der Geschäftsbereich Solar Systems verbuchte Kundenaufträge in Höhe von 28,9 Mio. € (VJ 10,1 Mio. €) und erreichte nach einem schwachen Jahr 2010 zumindest wieder das Niveau von 2009. Dieser Geschäftsbereich erzielte einen Anteil von 18 % am gesamten Auftragseingang. Im April 2011 hat die PVA TePla einen Auftrag über ca. 20 Mio. € zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen für die asiatische Photovoltaikindustrie erhalten. Das schwierige Marktumfeld in der globalen Photovoltaikindustrie, das von starken Überkapazitäten geprägt ist, drückt sich in der Höhe des Auftragseingangs aus. Durch eine Anlagenentwicklung, deren Erzeugnisse als Ausgangspunkt für die Zellproduktion höchste Effizienz bei der späteren Stromproduktion bei gleichzeitiger hervorragender Cost of Ownership versprechen, wird der Geschäftsbereich in die Lage versetzt werden, sein Auftragseingangsniveau in Zukunft zu erhöhen.
Bei einer isolierten Betrachtung der PVA TePla AG ist der Auftragseingang von 80,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 139,5 Mio. € deutlich gesteigert worden. Darin ist der Wert von Aufträgen anderer Konzerngesellschaften in Höhe von 4,3 Mio. € (VJ 4,8 Mio. €) enthalten. Insbesondere die deutliche Belebung der Nachfrage in den Produktbereichen Vakuumanlagen, Kristallzuchtanlagen (Halbleiter), Floatzoneanlagen und Kristallzuchtanlagen (Solar) führte zu diesem erfreulichen Auftragseingang.

6.2. AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand der PVA TePla-Gruppe wird nach Abzug der gemäß Fertigstellungsgrad bereits berücksichtigten Umsätze (Teilumsatzrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode, PoC) ausgewiesen. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2011 über einen Auftragsbestand in Höhe von 74,9 Mio. € (VJ 52,9 Mio. €). Alle Geschäftsbereiche verzeichnen einen gegenüber dem Vorjahresstichtag gestiegenen Auftragsbestand, insbesondere der GB Semiconductor Systems, der mit 37,6 Mio. € fast eine Verdoppelung seines Auftragsbestands verzeichnete (VJ 19,1 Mio. €). Der GB Industrial Systems verfügt zum 31. Dezember 2011 über einen Auftragsbestand in Höhe von 26,5 Mio. € (VJ 24,7 Mio. €) und der GB Solar Systems über 10,7 Mio. € (VJ 9,1 Mio. €).
Der Auftragsbestand der PVA TePla AG – in der Einzelbetrachtung zu Nominalwerten entsprechend der deutschen Rechnungslegung – liegt bei 116,5 Mio. € (VJ 83,7 Mio. €). Nahezu alle Bereiche haben zu diesem gestiegenen Auftragsbestand ihren Beitrag geleistet.

7. PRODUKTION
Die Produktion der Systeme und Anlagen sowie das „Contract Processing“ erfolgten im Inland im Geschäftsjahr 2011 an den Standorten Wettenberg, Siegen, Aalen (Westhausen) und Jena. Die Produktion am Standort Aalen, an dem Systeme zur zerstörungsfreien Ultraschallinspektion gebaut wurden, zog zum 1. April 2011 im Rahmen des Umzugs der Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems GmbH aus Kapazitätsgründen in das nahegelegene Westhausen um. Der Standort Aalen wurde somit geschlossen. Im Ausland wurde an den Standorten Corona in den USA und Frederikssund in Dänemark produziert. Die Fertigungstiefe wurde in allen Bereichen weiterhin auf niedrigem Niveau gehalten. Eine eigene Teilefertigung findet nur in geringem Umfang statt. Dies führt zu einem prozentual relativ hohen Wareneinsatz, bietet jedoch die Möglichkeit, die benötigten Produktionskapazitäten auch kurzfristig und flexibel an den eventuell veränderten Bedarf anzupassen.
8. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Kosten für Forschung und Entwicklung stiegen im Berichtszeitraum im Konzern auf 5,5 Mio. € (VJ 4,8 Mio. €) und spiegeln die verstärkten Entwicklungsarbeiten an den Produkten wider. Im Folgenden werden einige Beispiele von Entwicklungen aus den einzelnen Geschäftsbereichen aufgezeigt:
GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIAL SYSTEMS
Im Geschäftsbereich Industrial Systems erfolgen F&E-Arbeiten weitgehend im Rahmen von bezahlten Kundenaufträgen; diese Kosten werden daher als Herstellungskosten des Umsatzes gebucht und nicht gesondert ausgewiesen.
GESCHÄFTSBEREICH SEMICONDUCTOR SYSTEMS
Produktbereich Analysesysteme
Im Mittelpunkt der F&E stand in diesem Produktbereich die Fortentwicklung der erfolgreichen Ultraschall-Analysesysteme SAM 300 / 400 für die Halbleiterindustrie, Materialforschung und biologisch-medizinische Forschung mit einer nunmehr noch leistungsstärkeren Hochfrequenzelektronik. Ein höherer Durchsatz und eine verbesserte Abbildungsqualität führen zu einer deutlichen Steigerung der Produktivität aufseiten der Kunden. Weitere Optimierungen wurden an der Steuersoftware mit dem Ziel vorgenommen, die Detektionssicherheit automatisierter Systeme zu erhöhen. Es wurde an der Fortentwicklung der neuen Auto Wafer-Hardware gearbeitet, mit dem Ziel, mehrere leistungsstarke ADC-Converter (Analog-to-Digital-Converter) in einen Systemrechner zu integrieren. Diese Maßnahmen werden die Zuverlässigkeit der Systeme im Produktionsprozess weiter verbessern. Hinsichtlich der akustischen Signalauswertung wurde ein Softwarepaket entwickelt, welches aus Ultraschallanalysen die Ermittlung wichtiger Materialeigenschaften gestattet. Dieses eröffnet weitere Möglichkeiten der zerstörungsfreien Werkstoffanalyse für die Industrie und Forschung. Zudem wurde an der Fortentwicklung der Software für die nächste Generation der Auto Ingot-Analysesysteme gearbeitet, mit der speziell die Genauigkeit der Pin Hole Tiefenmessung sowie die Auflösung der Pin Hole Detektion verbessert werden soll.
Produktbereich Plasmasysteme
Im Produktbereich Plasmasysteme ist die Konstruktion zu einer neuen Version der Reinigungs- und Aktivierungsanlage vom Typ GIGA 80 Plus fertiggestellt worden. Diese Anlage, die der Reinigung von Leadframes im Halbleiter Back End dient, ist kostengünstiger, da das Be- und Entladen bei diesem System auf nur einer Seite und nicht wie bisher auf unterschiedlichen, sich gegenüberliegenden Seiten erfolgt. Diese neue Version wurde auf der SEMICON Taiwan im September 2011 den Kunden vorgestellt. Weiterhin wird an einer Inline-Anlage zum Reinigen und Aktivieren von Leadframes in der Chip-Verpackung gearbeitet, die einen erweiterten Anwendungsbereich durch ein mittels Radiofrequenz (RF) gezündetes Plasma bieten wird. Diese neue Anlage vom Typ 80 Plus IoN wurde Anfang November 2011 zur Qualifikation an ein namhaftes Packaging Haus in Asien ausgeliefert. Der Produktbereich Plasmasysteme ist somit der einzige Back End Produktionsanlagen-Hersteller, der seinen Kunden im Chip Packaging je nach Anwendung Inline-Anlagen sowohl mittels Mikrowelle als auch mittels Radiofrequenz Plasma-Aktivierung anbieten kann. Damit wird ein breiterer Marktzugang im Halbleitermarkt möglich. Im Bereich Wafer Metrologie wird die Entwicklung der 450 M-SIRD für die nächste Wafergeneration 450 mm vorangetrieben, die von der European Equipment & Materials Initiative (EEMI 450) der Europäischen Union gefördert wird. Die Anlage dient zum Messen von Scherspannungen in Wafern und besitzt einen deutlich verbesserten Durchsatz.
Produktbereich Floatzoneanlagen
Im Produktbereich Floatzoneanlagen wurde die Entwicklung eines automatisierten Floatzoneprozesses für die neue Anlage FZ-35 abgeschlossen. Das neue System zielt auf eine deutliche Produktivitätssteigerung ab. Im Moment wird eine derartige Anlage im Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen (CCIC) installiert. Damit werden die Möglichkeiten zur Optimierung der Prozesse auch für hochreine Siliziumkristalle (u. a. für die Leistungselektronik) erheblich verbessert.
GESCHÄFTSBEREICH SOLAR SYSTEMS
Im GB Solar Systems ist im Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen in Wettenberg (CCIC) 2011 im Rahmen des Spitzenclusters „Solarvalley Mitteldeutschland“ an der Weiterentwicklung des Czochralski (Cz)-Verfahrens zur Züchtung von einkristallinen Silizium-Ingots insbesondere beim Anlagentypus SolarCrystallizer gearbeitet worden. Wesentliches Ziel ist es, eine deutliche Kosten- und Verfahrensoptimierung innerhalb der Cz-Kristallzüchtung sowohl hinsichtlich der Anlagentechnik als auch des kompletten Züchtungsprozesses zu erreichen. Hierbei wird u. a. an einem Kristallisationsprozess mit Hilfe eines Magnetfelds im Czochralski-Prozess gearbeitet. Umfangreiche Umbauten an den Anlagen im Kompetenzzentrum in Hinblick auf den Magnetic Czochralski Prozess (MCz) wurden durchgeführt. Als Ergebnis dieser Forschung soll die Effizienz der Solarzelle weiter erhöht und somit die Kosten der photovoltaischen Stromerzeugung reduziert werden. Weiterhin wurde die Ausrüstung des CCIC um einen weiteren Anlagentyp erweitert. Mit der „CGS-Lab“ wurde eine technologisch neuartige Kristallzuchtanlage im Labormaßstab entwickelt und in Betrieb genommen. Die im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Spitzencluster-Wettbewerbs gebaute CGS-Lab dient der Herstellung einkristalliner Ingots nach dem Czochralski-Verfahren. Dieses System ist aufgrund des kleineren Maßstabs sowohl für die industrielle Anwendung in der Solar-, Halbleiter- und Optikindustrie als auch für die Grundlagenforschung an Instituten und Universitäten besonders interessant. Zusätzliche Schwerpunkte wurden in diesem Geschäftsbereich im Aufbau weiterer Kristallzuchtanlagen im CCIC gesetzt. Damit werden Weiterentwicklungen an den Kristallzuchtanlagen für die Photovoltaikindustrie vorangetrieben, die den Erfordernissen der Märkte und Kunden nach effizienzsteigernden und kostengünstigeren Prozessen aufgrund bestehender Überkapazitäten am Markt und sich damit deutlich erhöhenden Konkurrenzdrucks noch stärker Rechnung tragen.
9. INVESTITIONEN
Mit einem Wert von 2,3 Mio. € (VJ 2,5 Mio. €) war das Investitionsvolumen im Jahr 2011 etwas geringer als im Vorjahr. Die größte Einzelinvestition beinhaltete den Aufbau einer Floatzoneanlage im CCIC. Mit dieser Kristallzuchtanlage kann Kunden ein noch größeres Anlagenportfolio im Forschungszentrum vorgeführt werden, und eigene Entwicklungsarbeiten können an diesem Anlagentyp beschleunigt werden. In den Investitionen sind zudem kleinere Vorhaben in den Bereichen Betriebs- und Geschäftsausstattung, Maschinen sowie Lizenzen für Software enthalten.
Bei der Einzelbetrachtung der PVA TePla AG lag der Wert der Investitionen 2011 mit 2,0 Mio. € über dem Vorjahreswert in Höhe von 1,3 Mio. €. Die gestiegenen Investitionen sind im Wesentlichen in dem Bereich technische Anlagen vorgenommen worden und umfassen als größte Einzelmaßnahme den oben beschriebenen Aufbau einer Floatzoneanlage im CCIC. Investitionen in Finanzanlagen wurden wie im Vorjahr nicht getätigt.
10. PERSONALENTWICKLUNG
Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 509 Mitarbeiter (VJ 488 Mitarbeiter). Gegenüber dem Vorjahresstichtag hat sich die Mitarbeiterzahl somit leicht erhöht. Im GB Industrial Systems liegt die Anzahl der Mitarbeiter bei 267 (VJ 253 Mitarbeiter). Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl geht auf die sehr gute Auftragslage in diesem Geschäftsbereich zurück. Die Mitarbeiterzahl im GB Semiconductor Systems erreicht 223 (VJ 218 Mitarbeiter). Im GB Solar Systems werden 19 Mitarbeiter beschäftigt (VJ 17 Mitarbeiter). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass dieser Bereich wesentliche Lieferungen und Leistungen von den anderen Geschäftsbereichen bezieht. Dies umfasst vor allem die Montage der Anlagen durch die organisatorisch dem GB Semiconductor Systems zugeordnete Tochtergesellschaft PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Zum 1. Januar 2012 wurde der Geschäftsbereich Solar Systems organisatorisch neu aufgestellt, um sowohl die technologische Entwicklungsarbeit der Produkte effektiver als auch den Zugang zu den relevanten PV-Märkten wirkungsvoller gestalten zu können. Mitarbeiter wurden hierzu aus dem GB Semiconductor Systems in den GB Solar Systems umgegliedert, sodass ab dem laufenden Geschäftsjahr die Mitarbeiterzahl im GB Solar Systems größer, im GB Semiconductor Systems kleiner ausfallen wird. In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass in Europa mit 466 (VJ 450 Mitarbeiter) Personen der weitaus größte Teil der Mitarbeiter beschäftigt ist. In den USA waren Ende 2011 24 (VJ 25) Mitarbeiter und in Asien 19 (VJ 13) Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2011 lag die Zahl junger Menschen in der Ausbildung bei der PVA TePla-Gruppe bei 15 Mitarbeitern (VJ 16 Mitarbeiter). Fünf junge Männer und Frauen erhalten eine kaufmännische und zehn eine gewerbliche Ausbildung.
Die PVA TePla AG beschäftigte zum Jahresende 2011 317 Mitarbeiter (VJ 303 Mitarbeiter). Davon werden in Frederikssund (Dänemark) 15 Mitarbeiter (VJ 12 Mitarbeiter) beschäftigt.
11. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
PVA TEPLA-KONZERN
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2011 lag mit 129,1 Mio. € über dem Vorjahreswert von 121,7 Mio. €.
Der Wert der Sachanlagen ist vor dem Hintergrund der oben dargestellten Investitionen in Verbindung mit den planmäßigen Abschreibungen auf 33,9 Mio. € (VJ 34,1 Mio. €) leicht zurückgegangen. Der Wert der immateriellen Vermögenswerte ist auf 8,4 Mio. € (VJ 8,7 Mio. €) zurückgegangen. Die latenten Steueransprüche betrugen 2,6 Mio. € (VJ 2,9 Mio. €). Insgesamt betrug der Wert der langfristigen Vermögenswerte 45,3 Mio. € gegenüber 46,2 Mio. € im Vorjahr.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind insgesamt auf 83,8 Mio. € (VJ 75,5 Mio. €) angestiegen. Die größte Veränderung erfolgte bei den flüssigen Mitteln. Diese sind aufgrund des erwarteten negativen operativen Cash Flows auf 14,6 Mio. € (VJ 30,3 Mio. €) deutlich gesunken. Der Wert der Vorräte ist insgesamt auf 23,7 Mio. € (VJ 21,0 Mio. €) angestiegen. Einem Rückgang bei den fertigen Erzeugnissen steht ein Anstieg bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und unfertigen Erzeugnissen gegenüber. Dieser Anstieg ist auf die Bearbeitung des hohen Auftragsbestands im GB Industrial Systems und auf den Stand der Anarbeitung des großen Auftrags für Kristallzuchtanlagen des GB Solar Systems zurückzuführen. Ebenfalls im Zuge der Bearbeitung dieser Aufträge sind die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen deutlich auf 22,8 Mio. € (VJ 5,8 Mio. €) angestiegen. Die kurzfristigen Forderungen sind auf 20,3 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) angestiegen. Dies beruht vor allem auf einem Anstieg des Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 15,6 Mio. € (VJ 13,7 Mio. €) und der Steuererstattungsansprüche auf 1,4 Mio. € (VJ 0,4 Mio. €). Die geleisteten Anzahlungen haben sich auf 2,4 Mio. € (VJ 1,5 Mio. €) und die sonstigen kurzfristigen Forderungen auf 2,4 Mio. € (VJ 1,9 Mio. €) erhöht.
Die Passivseite der Bilanz zeigt insgesamt einen erhöhten Wert der kurzfristigen Schulden von 47,9 Mio. € zum 31. Dezember 2011 (VJ 42,5 Mio. €). Der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 4,2 Mio. € (VJ 1,2 Mio. €) ist darauf zurückzuführen, dass ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Akquisition der PVA TePla Analytical Systems im Laufe des Jahres 2012 zur Rückzahlung fällig wird und entsprechend umgegliedert wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich durch das gestiegene Auftragsvolumen auf 6,1 Mio. € (VJ 4,3 Mio. €) erhöht. Ebenso sind die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wieder von 13,5 Mio. € auf 16,7 Mio. € angestiegen. Darüber hinaus wurden in den Bilanzpositionen Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen weitere 23,4 Mio. € (VJ 30,1 Mio. €) an erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Insgesamt hatte die PVA TePla-Gruppe zum Bilanzstichtag damit 40,1 Mio. € (VJ 43,6 Mio. €) an erhaltenen Anzahlungen vereinnahmt. Die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen haben sich insgesamt mit 1,6 Mio. € (VJ 1,7 Mio. €) nicht nennenswert verändert. Der Wert der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen ist auf 8,8 Mio. € (VJ 11,8 Mio. €) zurückgegangen, der Wert der abgegrenzten Schulden ist auf 7,4 Mio. € (VJ 6,8 Mio. €) angestiegen.
Die langfristigen Schulden (einschließlich der langfristigen Rückstellungen) haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahreswert von 24,8 Mio. € auf jetzt 20,9 Mio. € vermindert. Dies ist zum größten Teil auf die Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 8,7 Mio. € (VJ 12,9 Mio. €) zurückzuführen, verursacht durch die oben dargestellte Umgliederung und die planmäßige Tilgung der weiteren Darlehen. Die Pensionsrückstellungen sind planmäßig auf 8,4 Mio. € (VJ 8,1 Mio. €) gestiegen. Die entsprechenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Der Wert der latenten Steuerverbindlichkeiten hat sich auf 2,8 Mio. € (VJ 3,1 Mio. €) verringert.
Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von 9,1 Mio. € (VJ 7,5 Mio. €) – vermindert um die im Jahr 2011 gezahlte Dividende in Höhe von 3,3 Mio. € (VJ 4,3 Mio. € ) – auf 60,3 Mio. € (VJ 54,5 Mio. €). Trotz der erhöhten Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahreswert von 44,7 % auf nunmehr 46,7 % weiter angestiegen.
Die Liquiditätssituation der PVA TePla-Gruppe war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 positiv. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 stehen flüssigen Mitteln in Höhe von 14,6 Mio. € (VJ 30,3 Mio. €) und kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 1,0 Mio. € (VJ 1,0 Mio. €) Finanzverbindlichkeiten im kurzfristigen Bereich in Höhe von 4,2 Mio. € (VJ 1,2 Mio. €) und im langfristigen Bereich in Höhe von 8,7 Mio. € (VJ 12,9 Mio. €) gegenüber. Die Nettofinanzposition des Konzerns betrug somit +2,7 Mio. € (VJ +17,2 Mio. €). Dieser positive Saldo, die Fristigkeit der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die vorliegenden – auf monatlicher Basis aktualisierten – Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) und Avallinien in Höhe von 80,0 Mio. € (VJ 97,0 Mio. €) bieten der PVA TePla aus heutiger Sicht genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Kredit- und Avallinien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.
Im Jahr 2011 war der operative Cash Flow erwartungsgemäß mit -8,1 Mio. € (VJ +11,2 Mio. €) insgesamt negativ. Dieser Wert ist in den Produktbereichen Vakuumanlagen und Kristallzuchtanlagen aufgrund der Projektstruktur der Aufträge stichtagsbezogen starken Schwankungen unterworfen. Zu Beginn der Aufträge erhalten wir nennenswerte Anzahlungen, die bei großen Aufträgen den gesamten Cash Flow positiv beeinflussen. Während der Bearbeitung der Aufträge ist der Cash Flow negativ, wohingegen zeitnah zur Lieferung die Restzahlung bis auf eine geringe Restrate erfolgt. Nach einem positiven Wert in den ersten Monaten überwogen dann die Effekte aus der Bearbeitung der vorhandenen Aufträge. Für die großen Aufträge über Kristallzuchtanlagen wurden nennenswerte Anzahlungen vereinnahmt. Die nächsten Kundenzahlungen für diese Aufträge wurden plangemäß ab Anfang 2012 vereinnahmt.
Aufgrund des oben dargestellten Umfangs der Investitionsmaßnahmen lag der Cash Flows aus der Investitionstätigkeit mit -2,0 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahrs (-2,1 Mio. €). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -5,6 Mio. € (VJ -7,5 Mio. €) und beinhaltet die Zahlung einer Dividende in Höhe von 3,3 Mio. € (VJ 4,3 Mio. €). Die planmäßige Tilgung der langfristigen Darlehen betrug 1,2 Mio. € (VJ 1,4 Mio. €). Die Zinsauszahlungen betrugen 1,2 Mio. € (VJ 1,1 Mio. €). Der Gesamtwert des Cash Flows (einschließlich wechselkursbedingter Veränderungen) lag im Jahr 2011 bei -15,7 Mio. € (VJ +1,9 Mio. €). Das seit dem Stichtag 1. Januar 2008 zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg bestehende weitere Darlehen in Höhe von ursprünglich 10,0 Mio. € wurde zum 31. Dezember 2011 nicht in Anspruch genommen. Hieraus besteht eine weitere Liquiditätsreserve in Höhe von 7,3 Mio. €.
PVA TEPLA AG
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2011 ist gegenüber dem Vorjahreswert mit 85,8 Mio. € unverändert (VJ 85,8 Mio. €). Einem Anstieg im Bereich der Forderungen und Vorräte stand dabei ein Rückgang im Bereich der flüssigen Mittel gegenüber.
Der Wert des Anlagevermögens beträgt insgesamt 35,0 Mio. € (VJ 34,7 Mio. €). Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich hier vor allem aufgrund der planmäßigen Abschreibungen auf 0,6 Mio. € reduziert (VJ 0,8 Mio. €). Der Wert des Sachanlagevermögens ist auf 25,6 Mio. € (VJ 25,2 Mio. €) leicht angestiegen. Hier stehen der oben dargestellten Investition in eine neue Kristallzuchtanlage im CCIC die planmäßigen Abschreibungen gegenüber. Der Wert der Finanzanlagen ist mit 8,8 Mio. € (VJ 8,7 Mio. €) nahezu unverändert.
Der Gesamtwert der Vorräte lag mit 5,7 Mio. € über dem Vorjahreswert von 0,7 Mio. €. Dabei ist der Wert der fertigen Erzeugnisse und Waren wieder auf 2,8 Mio. € (VJ 5,4 Mio. €) gesunken. Der Wert der unfertigen Erzeugnisse ist auf 35,9 Mio. € (VJ 31,5 Mio. €) angestiegen. Dies ist auf den hohen, in Bearbeitung befindlichen Auftragsbestand des Produktbereichs Vakuumanlagen und auf die weitgehende Anarbeitung des Auftrags aus der asiatischen Solarindustrie im GB Solar Systems zurückzuführen. Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist auf Basis der guten Auftragslage ebenfalls auf 5,0 Mio. € (VJ 4,2 Mio. €) angestiegen. Das Volumen der abgesetzten erhaltenen Anzahlungen betrug 39,2 Mio. € (VJ 41,0 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahreswert von 10,0 Mio. € auf 12,0 Mio. € angestiegen. Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen hat sich wieder deutlich auf 16,5 Mio. € (VJ 10,1 Mio. €) erhöht. Die Montage der Anlagen für den Bereich Kristallzuchtanlagen und Solar Systems innerhalb der PVA TePla AG erfolgt bei der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Im Zuge der weiteren Abwicklung der Aufträge dieses Bereichs hat sich das Volumen der geleisteten Anzahlungen wieder stark erhöht. Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände hat sich auf 3,2 Mio. € (VJ 1,6 Mio. €) erhöht und ist im Wesentlichen auf Steuerforderungen zurückzuführen. Der Wert der liquiden Mittel ist durch die erwartungsgemäße Entwicklung des Cash Flows auf 12,2 Mio. € (VJ 27,2 Mio. €) zurückgegangen. Hinzu kommen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 1,0 Mio. € (VJ 1,0 Mio. €).
Die Passivseite der Bilanz zeigt einen weiteren Rückgang der Verbindlichkeiten auf 16,6 Mio. € (VJ 19,9 Mio. €). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf einen Wert von 9,6 Mio. € (VJ 10,1 Mio. €) wurde durch die planmäßige Tilgung der vorhandenen Darlehen verursacht. Im Zuge des gestiegenen Auftragsvolumens des Produktbereichs Vakuumanlagen sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 3,5 Mio. € (VJ 2,8 Mio. €) angestiegen. Nach der Saldierung mit den Vorräten sind keine erhaltenen Anzahlungen verblieben (VJ 2,1 Mio. €). Die Pensionsrückstellungen haben sich leicht auf 8,4 Mio. € (VJ 8,2 Mio. €) erhöht. Die zugrunde liegenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Die Steuerrückstellungen sind auf 0,9 Mio. € (VJ 1,4 Mio. €) gesunken. Die Sonstigen Rückstellungen sind auf 11,0 Mio. € (VJ 13,5 Mio. €) gesunken.
Das Eigenkapital stieg weiter auf 48,8 Mio. € (VJ 42,7 Mio. €) an. Hier steht dem erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 9,4 Mio. € (VJ 5,8 Mio. €) die Auszahlung einer Dividende im Jahr 2011 in Höhe von 3,3 Mio. € (VJ 4,3 Mio. €) gegenüber. In Verbindung mit der unveränderten Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote auf nunmehr 56,9 % (VJ 49,8 %) weiter verbessert. Auf Basis des guten Ergebnisses konnte auch der Bilanzgewinn auf 24,9 Mio. € (VJ 18,8 Mio. €) weiter gesteigert werden. Auf dieser Basis und vor dem Hintergrund der guten Liquiditätssituation schlägt der Vorstand vor, in diesem Jahr eine Dividende in Höhe von 0,15 € pro Aktie auszuschütten und das verbleibende Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Zum 31. Dezember 2011 standen flüssige Mittel in Höhe von 12,2 Mio. € (VJ 27,2 Mio. €) zur Verfügung. Hinzu kommen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 1,0 Mio. € (VJ 1,0 Mio. €). Die derzeitige Liquiditätslage sowie die vorliegenden, auf monatlicher Basis aktualisierten Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) und Avallinien in Höhe von 80,0 Mio. € (VJ 97,0 Mio. €) bieten der PVA TePla AG genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Linien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.
12. ERTRAGSLAGE
PVA TEPLA-KONZERN
Im Geschäftsjahr 2011 hat die PVA TePla wieder ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Es wurde vor dem Hintergrund des gesteigerten Geschäftsvolumens ein Betriebsergebnis (EBIT) von 13,7 Mio. € (VJ 12,0 Mio. €) und ein Konzernjahresüberschuss von 9,1 Mio. € (VJ 7,5 Mio. €) erzielt. Die EBIT-Marge lag mit 10,3 % (VJ 10,0 %) etwas oberhalb der prognostizierten Bandbreite von 8 – 10 %. Die Umsatzrendite betrug 6,9 % (VJ 6,2 %). Bei der Steigerung des Konzernumsatzes auf 132,6 Mio. € (VJ 120,4 Mio. €) betrug das Bruttoergebnis 31,1 Mio. € (VJ 31,2 Mio. €). Somit wurde eine Bruttomarge von 23,5 % erzielt (VJ 25,9 %). Die Vertriebskosten beliefen sich auf 10,4 Mio. € (VJ 9,0 Mio. €). Hier ist relevant, in welchen Teilmärkten die Geschäfte abgewickelt werden und ob dabei Provisionen für Vertretungen anfallen. Die Verwaltungskosten haben sich mit 8,2 Mio. € (VJ 8,7 Mio. €) gegenüber den Vorjahreswerten verringert. Die F&E-Kosten sind auf 5,5 Mio. € (VJ 4,8 Mio. €) angestiegen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag bei +6,7 Mio. € (VJ +3,6 Mio. €). Dieser Wert beinhaltet i.W. Erträge aus Fördermitteln im Rahmen der F&E-Projekte, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen.
Im GB Industrial Systems konnte das EBIT aufgrund des erheblich gesteigerten Umsatzes auf 4,1 Mio. € (VJ 2,0 Mio. €) deutlich verbessert werden. Besonders erfreulich ist die sichtbare Verbesserung des Ergebnisses im GB Semiconductor Systems. Hier konnte das EBIT auf 9,7 Mio. € (VJ 2,9 Mio. €) erheblich verbessert werden. Dies ist auf das hohe Umsatzvolumen und die guten Ergebnisbeiträge in den Produktbereichen Floatzoneanlagen, Analysesysteme, und Plasmaanlagen zurückzuführen. Im GB Solar Systems wurde vor dem Hintergrund des erheblich gesunkenen Geschäftsvolumens ein EBIT in Höhe von 0,1 Mio. € (VJ 7,1 Mio. €) erzielt.
Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei -1,1 Mio. € (VJ -0,9 Mio. €). Nach dem Verkauf der Geschäftsanteile an der PVA MIMtech LLC. zum Jahresende 2010 entfiel der Ergebnisbeitrag aus assoziierten Unternehmen (VJ -0,4 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern betrug 12,6 Mio. € (VJ 10,7 Mio. €) und der Konzernjahresüberschuss 9,1 Mio. € (VJ 7,5 Mio. €). Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -3,5 Mio. € (VJ -3,2 Mio. €) setzt sich zusammen aus laufendem Steueraufwand in Höhe von 3,5 Mio. € (VJ 3,6 Mio. €) und einem Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 0,0 Mio. € (VJ Ertrag +0,3 Mio. €).
PVA TEPLA AG
Im Geschäftsjahr 2011 hat die PVA TePla AG Umsatzerlöse in Höhe von 105,9 Mio. € (VJ 113,2 Mio. €) erzielt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug 21,8 Mio. € (VJ 17,2 Mio. €). Die Bruttomarge lag bei 20,6 % (VJ 15,2 %). Die Vertriebskosten sind auf 7,7 Mio. € (VJ 7,0 Mio. €) angestiegen. Die Verwaltungskosten lagen mit 5,6 Mio. € leicht unter dem Niveau des Vorjahrs (5,9 Mio. €). Die F&E-Kosten stiegen auf 3,4 Mio. € (VJ 2,0 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 10,0 Mio. € lagen über dem Vorjahreswert (7,9 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 6,0 Mio. € ebenfalls über dem Vorjahr (4,2 Mio. €). Die Erträge aus der Ausschüttung von Ergebnissen der Tochtergesellschaften betrugen 2,0 Mio. € (VJ 0 Mio. €). Die Erträge aus den Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften betrugen 2,2 Mio. € (VJ 5,8 Mio. €). Der Zinsaufwand betrug wie im Vorjahr 1,4 Mio. €. Die Zinserträge erreichten einen Wert von 0,6 Mio. € (VJ 0,7 Mio. €). Außerordentliche Aufwendungen sind nicht entstanden (VJ 2,0 Mio. €). Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich auf 3,1 Mio. € (VJ 3,0 Mio. €). Insgesamt erzielte die PVA TePla AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 12,6 Mio. € (VJ 11,0 Mio. €) und einen Jahresüberschuss in Höhe von 9,4 Mio. € (VJ 5,8 Mio. €). Es wurde eine Umsatzrendite von 8,9 % (VJ 5,1 %) erzielt.
13. NACHTRAGSBERICHT
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahrs 2011 liegen nicht vor.
14. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
14.1. CHANCEN UND RISIKEN AUS DEN ABSATZMÄRKTEN
Die Chancen auf den Märkten für die Produkte aus unserem Unternehmen ergeben sich aus der Investitionstätigkeit von Kunden, die Hightech-Materialien bearbeiten oder herstellen. Wachsende Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen und in Produktionsstätten z. B. für Automobile weltweit sind nur einige Beispiele für Bereiche, in denen Materialien aus unseren Anlagen zum Einsatz kommen können. Durch die steigende Nachfrage nach Materialien wie Graphit ergeben sich neue Absatzchancen. In Märkten wie der Photovoltaik- und der Halbleiterindustrie bietet die PVA TePla Technologien an, die auch in Zukunft fester Bestandteil der jeweiligen Wertschöpfungsketten bleiben werden. In der Halbleiterindustrie können dies z. B. Kristallzuchtanlagen zum Ziehen von Siliziumkristallen mit einem Durchmesser von 300 mm oder von hochreinen Siliziumkristallen für die Hochleistungselektronik sein oder Analysesysteme für die zerstörungsfreie Qualitätsüberprüfung in der LED- oder MEMS-Fertigung. Insbesondere durch Zukunftstechnologien, die sich mit dem Thema Erneuerbare Energien, z. B. der Photovoltaik, auseinandersetzen, ergeben sich für Anlagenzulieferer wie die PVA TePla-Gruppe Wachstumschancen. Führende Forschungsinstitute sehen in diesen Bereichen signifikante Wachstumspotenziale. Es ergeben sich zudem weitere Absatzchancen durch die Erweiterung des Produktportfolios, sei es durch Inhouse-Entwicklungen oder wie auch in der Vergangenheit bereits mehrmals gezeigt durch Akquisitionen von Unternehmen, die über interessante Technologien verfügen.
Die Risiken in den von der PVA TePla bearbeiteten Nischenmärkten liegen besonders in unerwarteten Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden bzw. Branchen. Dieses Risiko wird durch Diversifizierung des Leistungsangebots in verschiedene Branchen wie Halbleiter, Photovoltaik, Werkzeug- und Hartmetalltechnik, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeugindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie reduziert. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen, wobei bei einer unerwartet großen Nachfrage das Risiko von Produktionsengpässen auftreten kann. Die Strategie einer relativ niedrigen Fertigungstiefe erlaubt hier zeitnahe Reaktionen. Auch werden im PVA TePla-Konzern hochwertige Lohnarbeiten – wie Plasmabehandlung oder Hochvakuumlöten und Wärmebehandeln von Bauteilen – angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden. Besonders das Halbleitergeschäft, eine wichtige Branche für den Konzern, ist gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität und bietet daher neben den beschriebenen Chancen auch Risiken. Obwohl die Halbleiter-Branche in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten sogenannten Old-Economy-Branchen hatte, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. Die zukünftige weltweite Gesamtwirtschaftslage kann zwar nicht abschließend beurteilt werden, für 2012 wird jedoch von Analystenseite eine Wachstumsrate des globalen BIP von 3,2 % und für 2013 wiederum eine erhöhte Wachstumsrate auf dem Niveau von 2011 in Höhe von 3,6 % unterstellt. Im Zuge der Schuldenkrise der etablierten Industrieländer ist die Gefahr einer weltweiten Rezession zwar noch nicht akut, die weitere wirtschaftliche Entwicklung und insbesondere die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen bleiben jedoch unklar. Auch die Entwicklung der Rohstoffpreise im Zuge des von der Europäischen Union ausgerufenen Boykotts iranischen Erdöls mit den dazugehörigen Auswirkungen auf die Wirtschaft ist gegenwärtig schwer einzuschätzen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer – ein ausgesprochen wichtiger Markt für die PVA TePla-Gruppe – zeigt ebenso Anzeichen einer Überhitzung und erste Zeichen schwächer werdender Wachstumsraten. Die PVA TePla verfolgt die Entwicklung der Wirtschaftslage aufmerksam. Die Auftragseingänge haben sich auch zum Ende des Jahres 2011 in nahezu allen Produktbereichen positiv entwickelt. In den Märkten für Anlagen aus dem GB Industrial Systems ist weiterhin eine Nachfrage auf hohem Niveau zu erwarten; dies trifft ebenso für die Produktbereiche Floatzoneanlagen und Analysesysteme des GB Semiconductor Systems zu. Im Produktbereich Plasmaanlagen können die Marktchancen trotz des negativen Marktumfelds durch die Erweiterung des Portfolios sowie eine für deutsche Unternehmen deutlich bessere Dollar-Euro-Wechselkursrelation mit einem stärkeren Dollar erhöht werden. Aufgrund deutlich fallender Anlageninvestitionen im Halbleitermarkt müssen die Aussichten für den Produktbereich Kristallzuchtanlagen als eingeschränkt betrachtet werden. In den vergangenen Jahren ergaben sich für die PVA TePla-Gruppe große Umsatzbeiträge aus der Erweiterung der Kapazitäten für 300 mm-Kristalle durch Waferhersteller. Durch die abflauende Weltkonjunktur und die damit einhergehende starke Beeinträchtigung des Halbleitermarkts und somit deutlich fallende Anlageninvestitionen werden die Marktchancen für entsprechende Anlagen im laufenden Jahr getrübt sein. Im GB Solar Systems ist die Auftragslage 2012 – insbesondere in Anbetracht der bestehenden Überkapazitäten – schwer zu prognostizieren. In einem großen und mittelfristig stark wachsenden Markt sehen wir zwar zunehmenden Wettbewerbsdruck vor allem in China, die Chancen für die PVA TePla liegen jedoch in einer ausgezeichneten Technologie und der kontinuierlichen Optimierung unserer Anlagen und deren Kosteneffizienz. Gespräche mit Kunden führen zu der Überzeugung, dass sich Anlagen durchsetzen, deren Erzeugnisse höchste Effizienzgrade mit optimaler Cost of Ownership garantieren. Da die PVA TePla intensiv an solchen Anlagenentwicklungen arbeitet und diese zur industriellen Anwendung zur Verfügung stellen kann, werden die Marktaussichten mittel- und langfristig auch auf dem im Moment schwierigen Photovoltaikmarkt positiv betrachtet.
Angesichts des Auftragsbestands und der Projektlage gehen wir davon aus, dass wir die Jahresziele für 2012 erreichen werden. Insgesamt bieten die flexiblen Strukturen mit einer geringen Fertigungstiefe gute Möglichkeiten, die Kapazitäten ggf. auch an eine geringere Nachfrage anzupassen. Die Erhöhung der Montagetiefe, die Reduzierung von Leih- und Zeitarbeitskräften und die Ausnutzung flexibler Arbeitszeitmodelle sind mögliche Maßnahmen.
14.2. CHANCEN UND RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN VON DEVISENKURSEN
Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte – insbesondere aus dem Dollar-Raum – steigt bei fallendem Eurokurs. Diese positive Wirkung einer günstigen Wechselkursrelation ist insbesondere auf den Märkten in den USA bzw. in Ländern, deren Währungen an den Dollar gekoppelt sind, gegeben. Zurzeit erhöht sich unsere Wettbewerbsfähigkeit durch den signifikant gefallenen Euro gegenüber allen anderen wichtigen Weltwährungen. Trotz der Absicherung von Wechselkursrisiken in einzelnen Geschäften besteht das Risiko einer erneuten Verschlechterung der Wechselkursrelation speziell zwischen Euro und US-Dollar und einer daraus gegebenenfalls resultierenden Verschlechterung unserer Position gegenüber Wettbewerbern aus diesem Währungsraum bzw. des sich daraus ergebenden Preisdrucks. In einer Reihe von Prognosen von Seiten führender Banken wird bis 2013 von einem tendenziell steigenden Euro gegenüber dem US-Dollar ausgegangen. Wir begegnen in dieser Situation diesem Risiko durch lokale Fertigung in den USA und verstärkten Zukauf aus dem Dollar-Währungsraum.
14.3. CHANCEN UND RISIKEN AUS TECHNOLOGISCHEN ENTWICKLUNGEN
Als Anbieter von Technologie zur Herstellung und Bearbeitung von Materialien und Komponenten für Hightech-Branchen, bei deren Herstellung Vakuum und hohe Temperatur eine entscheidende Rolle spielen, bestehen die Chancen, dass sich durch neue Anwendungsfelder für in unseren Anlagen hergestellte Materialien ein zusätzlicher Bedarf entwickelt oder durch die Forschung neue Anforderungen an Materialien definiert werden, die einen neuen Anlagentypus erforderlich machen. Zusammen mit unseren Kunden können wir jederzeit entsprechend diesen neuen Anforderungen neue Anlagen entwickeln und bauen. Nahezu alle von uns gebauten Anlagen sind kundenspezifisch entwickelt worden, sodass wir eine lange Tradition und Erfahrung in technologisch anspruchsvollen Märkten aufweisen können. Reine Atmosphäre – durch Vakuum erzeugt – und hohe Temperatur sind von grundlegender Bedeutung, um die Eigenschaften von Materialien zu beeinflussen, und werden auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, um hochwertige Materialien herzustellen. Das Risiko der Auftragsverluste durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchenspezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden und Forschungsinstituten weltweit verfolgt und eingeschätzt. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte wird neben der laufend vorgenommenen Entwicklungstätigkeit u. a. in einem betriebseigenen Technologiezentrum (CCIC – Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen) sowie durch das Betreiben eigener Dienstleistungszentren, in denen Werkstoffe und Materialien für Kunden prozessiert werden, zusätzlich gesichert. In besonders hohem Maße kommen dort die Entwicklungsabteilungen des Unternehmens mit neuesten Anforderungen an die Werkstoff- und Materialbeschaffenheit von Seiten der Kunden in Kontakt. Die hohe technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt entscheidend davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, sodass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Konzerns sichert. Die technische Komplexität unserer Produkte und die hohen Kundenanforderungen bergen unter Umständen ebenfalls Qualitätsrisiken, die sich in erhöhten Gewährleistungsaufwendungen niederschlagen können.
14.4. CHANCEN UND RISIKEN AUS ZULIEFERUNGEN
Durch die geringe Wertschöpfungstiefe bei der Produktion unserer Anlagen kann die PVA TePla flexibel auf Marktschwankungen reagieren. Eigene Produktionskapazitäten müssen lediglich in sehr geringem Umfang vorgehalten werden, sodass die Produktion je nach Auftragslage schnell ausgeweitet, aber auch schnell zurückgefahren werden kann. Aufgrund des prognostizierten weltweit fallenden Wirtschaftswachstums hat sich die Wahrscheinlichkeit von Kapazitätsengpässen aufseiten der Zulieferer verringert. Auch die Preise für Rohstoffe (z. B. für Edelstahl und Kupfer) sind tendenziell abwärts gerichtet. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die Auswahl und Qualifikation von Lieferanten und eine intensive Begleitung unserer Lieferanten begegnet. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird dadurch begrenzt, dass mehrere Lieferanten für wichtige Komponenten qualifiziert werden und die Zulieferungen auf diese Lieferanten aufgeteilt werden. Das Ausfallrisiko von Lieferanten (z. B. durch Insolvenzen) wird durch eine gezielte Auswahl und Qualifizierung alternativer Lieferanten, auch im Ausland, erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem und eine angemessene Haftungsdeckung durch Versicherungen geachtet.
14.5. CHANCEN UND RISIKEN AUS DEN THEMEN PERSONAL UND KAPAZITÄTEN
Die Komplexität unserer Systeme bedingt nicht nur sehr gut ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiter, sondern auch intensive Fortbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter im Unternehmen. Altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter geben ihr Know-how in der Regel über einen langen Zeitraum an neu eingestellte Mitarbeiter weiter, um sie mit den komplexen Anlagen intensiv vertraut zu machen. Der hohe Grad an Ausbildung und das hohe Maß an Erfahrung der Mitarbeiter tragen dazu bei, den Technologievorsprung gegenüber den Wettbewerbern zu halten und zu verhindern, dass neue Anbieter mit vergleichbaren Systemen auf den Markt kommen. Das Personalkapazitätsrisiko liegt weiterhin besonders bei der Rekrutierung und Integration von kompetentem Führungs- und Fachpersonal zur Substitution insbesondere altersbedingt ausscheidender Führungs- und Fachkräfte und zur Bewältigung von Wachstum und der Einführung neuer Technologien, soweit entsprechendes Personal nicht aus eigenen Reihen entwickelt werden kann. Die Suche nach hochqualifiziertem Personal hat sich in der jüngeren Vergangenheit eher entspannt. Es werden Kontakte zu verschiedenen Ausbildungsstätten und Hochschulen unterhalten und ausgebaut, um geeignetes Personal zu finden. Eine nennenswerte Personal-Fluktuation ist über die letzten Jahre nicht zu erkennen. Insgesamt hat das Thema Personalqualität und -kapazität das Geschäft der PVA TePla bislang weder behindert noch ist dieses zu erwarten. Die freien Positionen konnten angemessen besetzt werden, ein nennenswerter Personalaufbau ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht notwendig. Im Falle des Ausbleibens von Aufträgen kann es zu Personalüberhängen in einzelnen Geschäftsbereichen bzw. Tochtergesellschaften kommen. Die Erhöhung der Montagetiefe, die Reduzierung von Leih- und Zeitarbeitskräften, die Ausnutzung flexibler Arbeitszeitmodelle und der Ausgleich von Kapazitäten zwischen den einzelnen Standorten sind mögliche Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung. Im Geschäftsbereich Solar Systems ist aufgrund der bislang vorhandenen Aufträge eine Auslastungslücke zur Jahresmitte zu erwarten. Hier sind ggf. weitere temporäre Maßnahmen zur Reduzierung der Kapazitäten notwendig. Zur Nutzung der Wachstumschancen in diesem Bereich und zur Aufrechterhaltung der Fähigkeiten zur Abwicklung auch großer Aufträge ist aber die weitgehende Beibehaltung der vorhandenen Kapazitäten und damit auch des Know-hows notwendig.
Alle Unternehmen (mit Ausnahme der PVA TePla Analytical Systems GmbH), an denen die PVA TePla AG zu mehr als 50 % beteiligt ist, sind im Rahmen ihrer Qualitätssicherung nach ISO 9001 / 2000 zertifiziert. Die Aufrechterhaltung eines auf jedes Konzernunternehmen zugeschnittenen Qualitätssicherungssystems wird von einer zentralen Stelle unterstützt und überwacht. Auch der Abschluss geeigneter Versicherungen zur Abdeckung der verschiedenen Betriebsrisiken wird für die Konzernunternehmen von einer zentralen Stelle koordiniert. Das Risiko des Ausfalls eigener Maschinen ist eher von untergeordneter Bedeutung, da wenige Werkzeugmaschinen im Einsatz (die Produktion hat den Schwerpunkt bei Montage- und Inbetriebnahme-Tätigkeiten) und auch ausreichend geeignete Maschinen bei nahen Unterlieferanten vorhanden sind. An den eigenen Plasmaanlagen und Vakuum-Lötanlagen kann präventive Wartung und rascher Ausfallservice selbst durchgeführt werden.
14.6. CHANCEN UND RISIKEN IN VERBINDUNG MIT IT
Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren und andere Schadsoftware (z. B. sogenannte Trojaner) werden durch regelmäßige und angemessene Datensicherung, durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen externe Einflüsse (z. B. aktueller Virenschutz, Firewall) und durch geeignete Zugangskontrollen reduziert. Weitere technische Maßnahmen sind der Einsatz hoch verfügbarer Systeme mit angemessenen Redundanzen und zentraler Speicherlösungen. Ende 2011 wurde die Einführung einer neuen eBanking-Software vorbereitet. Sie wird der Vereinheitlichung der Systeme an den unterschiedlichen Standorten und einer Konsolidierung hin zu einer übergreifenden Lösung mit einer optimalen Rechtevergabe und einer besseren Steuerungs- und Auswertungsmöglichkeit dienen. Mit der Einführung einer neuen E-Mail-Archivierung auf Basis von Symantec Enterprise Vault wird eine revisionssichere Ablage aller geschäftskritischen E-Mails garantiert. Dies wurde vor dem Hintergrund bestehender gesetzlicher Regelungen durchgeführt und um wichtige Informationen im Bedarfsfall langfristig zur Verfügung stellen zu können.
14.7. CHANCEN UND RISIKEN IN VERBINDUNG MIT FINANZINSTRUMENTEN
Im Rahmen der eigentlichen Geschäftstätigkeit der PVA TePla entstehen Finanzinstrumente (z. B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit werden Finanzinstrumente eingesetzt (z. B. Darlehen von Banken) oder es entstehen auch hieraus Finanzinstrumente (z. B. Anlage kurzfristig überschüssiger Liquidität). Zusätzlich werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit (z. B. Wechselkursrisiken) oder aus der Finanzierung (z. B. Zinsrisiken) zu beseitigen oder zu begrenzen. Ein isolierter Einsatz von Finanzinstrumenten ohne Verbindung zur eigentlichen Geschäftstätigkeit erfolgt nicht. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken der einzelnen relevanten Kategorien von Finanzinstrumenten dargestellt (weitere Angaben hierzu siehe Textziffer 31. des Konzernanhangs):
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, für Einzelsysteme beginnend mit durchschnittlich 30 % bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Darüber hinaus werden gegen Forderungsausfälle in der Regel Zahlungssicherheiten (z. B. Akkreditive) vereinbart und ein intensives Forderungscontrolling durchgeführt.
Im Gegensatz dazu muss der Konzern seinerseits nur bei wenigen Lieferanten eine Anzahlung leisten. Darüber hinaus optimiert der Konzern seinen externen Liquiditätsbedarf durch eine rollierende Liquiditätsvorschau der dem Konzern angehörenden Unternehmen und durch kurzfristige Darlehensgewährungen innerhalb des Konzerns. Dem Konzern stehen sowohl ausreichende Kreditlinien zur kurzfristigen Finanzierung des Geschäfts einschließlich der Ausweitung des Geschäftsvolumens als auch ausreichende Avallinien zur Gewährung von Anzahlungsgarantien für Kunden zur Verfügung. In diesem Bereich können mit den uns begleitenden Banken im Falle von Großaufträgen spezielle Projektlinien zusätzlich vereinbart werden, sodass die bestehenden Linien weiterhin für Abwicklung und Ausbau des Standardgeschäfts zur Verfügung stehen.
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Sonstige Forderungen:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte:
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen ein kurzfristiges Schuldscheindarlehen, das durch den Einlagensicherungsfond abgesichert ist.
Geleistete Anzahlungen:
Anzahlungen werden von den einzelnen Konzernunternehmen im Wesentlichen nur bei Lieferanten für größere Zulieferungen/Hauptkomponenten geleistet, grundsätzlich erfolgen auf der Beschaffungsseite Anzahlungen gegen eine entsprechende Anzahlungsbürgschaft. Aufgrund dieser Absicherung besteht für den Konzern kein erkennbares Risiko.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente:
Auf Basis der guten Liquiditätslage im Verlauf des Geschäftsjahres 2011 wurde überschüssige Liquidität zur Erzielung von Zinserträgen angelegt. Diese Anlagen erfolgten in risikolosen Instrumenten (z. B. Termingelder) mit einem jeweiligen Zeithorizont von weniger als zwölf Monaten. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Finanzverbindlichkeiten:
Der wesentliche Inhalt dieses Postens sind die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Bankdarlehen.
| • | Diese Darlehen sind vollständig entweder mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit vereinbart oder im Falle von Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| • | Ein nennenswertes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze ist grundsätzlich nicht vorhanden. |
| • | Allerdings ergibt sich eine besondere Situation daraus, dass die Darlehen auch zum 31. Dezember 2011 aufgrund der guten Liquiditätslage zur Vermeidung von Zinsaufwendungen nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen worden sind. Da die Marktzinssätze zum Bilanzstichtag niedriger waren als die den Sicherungsgeschäften zugrunde liegenden Zinssätze, wurde im Konzernabschluss eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 972 (VJ TEUR 736), im Einzelabschluss der PVA TePla eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 949 (VJ TEUR 712) notwendig. |
| • | Ein Kreditrisiko besteht nicht, da die Vertragspartner ihren Verpflichtungen – mit Ausnahme des nicht in Anspruch genommenen weiteren Darlehens zur Finanzierung der Neubaumaßnahmen – bereits vollständig nachgekommen sind. |
| • | Aufgrund der gegenwärtigen Auftrags- und Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen sehen wir auch kein relevantes Liquiditätsrisiko. |
| • | Es besteht kein Risiko aus der Nichteinhaltung von financial covenants, da solche Vereinbarungen bislang vermieden werden konnten. |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
| • | Hier handelt es sich um kurzfristige Positionen, die fast ausschließlich in Euro abgerechnet werden. Ein relevantes Markt- und Kreditrisiko liegt somit nicht vor. |
| • | Aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen besteht kein Liquiditätsrisiko. |
Sonstige Verbindlichkeiten:
| • | Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko. |
Wechselkurssicherung:
| • | Der Konzern – dies gilt auch für die PVA TePla AG – realisiert einen Großteil seiner Umsätze im Ausland. Die Fakturierung der Aufträge auch außerhalb des Euroraums erfolgt überwiegend in Euro. Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet. Da es sich in Verbindung mit dem Grundgeschäft um geschlossene Positionen handelt, bei denen Zahlungsbeträge und -termine aufeinander abgestimmt sind, besteht kein nennenswertes Marktrisiko. Die Kalkulationen der Grundgeschäfte basieren auf den jeweiligen abgesicherten Terminkursen. |
| • | Bedingt durch die bereits oben genannte weltweite Lieferantenauswahl erfolgt teilweise eine Beschaffung in Fremdwährungen. Über Natural Hedging (natürliche Absicherung) werden US-Dollar-Bestände für Zahlungsverpflichtungen im geringeren Ausmaß genutzt. Sonstige Fremdwährungsverpflichtungen und größere US-Dollar-Zahlungen werden über Devisentermingeschäfte gesichert, die dem Grundgeschäft in ihrer Zahlungsstruktur entsprechen und damit das Wechselkursrisiko vermeiden. Zu den Risiken im Bereich der Zulieferung/Materialbeschaffung verweisen wir auf die obigen Ausführungen. |
| • | Das Kredit- und Liquiditätsrisiko liegt in den Lieferforderungen aus dem Grundgeschäft. Wir verweisen dazu auf unsere obigen Ausführungen zu diesem Thema. |
Zinssicherung:
| • | Ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Neubauten wurde als Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen abgeschlossen und durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| • | Im Hinblick auf die Risiken dieser Finanzinstrumente verweisen wir daher auf unsere obigen Ausführungen zu Finanzverbindlichkeiten. |
14.8. CHANCEN UND RISIKEN AUS STEUERLICHEN THEMEN
Aufgrund des Umfangs von Großaufträgen aus dem Ausland hat die Komplexität der zugehörigen steuerlichen Themen zugenommen. Dazu zählen vor allem die Themenkreise Verrechnungspreise im Geschäft zwischen den Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe, Umsatzsteuern vor allem auf Dienstleistungen und steuerliche Regelungen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden. Wir bearbeiten diese Themen in enger Zusammenarbeit mit unseren steuerlichen Beratern und sehen hier keine nennenswerten Risiken.
14.9. EXISTENZBEDROHENDE RISIKEN
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden können, sind nicht erkennbar.
15. RISIKOMANAGEMENT
Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Risikostrategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein „Risikohandbuch“ mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d. h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken, ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.
Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2011 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft / des Konzerns weiter optimiert und an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt. Auf dieser Basis sollen alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden. Als erste Teilbereiche wurden die Zahlungen an Vorstand und Geschäftsbereichsleiter, die Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. sowie die Materialwirtschaft am damaligen Standort Aßlar untersucht. 2010 wurden diese Prüfungen z. B. für die Betriebsstätte PVA TePla Danmark und 2011 für die Vertriebsabteilung am Standort Wettenberg und die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems am Standort Westhausen fortgesetzt.
16. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der rechtlichen und satzungsgemäßen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut.
Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des Internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Im Zuge der Implementierung des neuen Buchhaltungssystems wurden hier bislang manuell vorgenommene Kontrollen teilweise automatisiert sowie das Fehlerpotenzial durch die optimierte Datenintegration weiter verringert.
Die Konsolidierung der Abschlüsse erfolgt durch einen externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Zusätzlich erfolgen intensive Kontrollen der Daten und Ergebnisse durch das zentrale Konzerncontrolling. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
17. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Zum 31. Dezember 2011 setzt sich das gezeichnete Kapital der PVA TePla AG aus 21.749.988 nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € zusammen.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Beschränkungen von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien liegen nicht vor.
Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen hatte am 31. Dezember 2011 die PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg, mit 25,2 % einen Anteil von mehr als 10 % an den Stimmrechten.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern
Es liegt keine Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern vor.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder
Die Bestellung der Vorstände der PVA TePla AG erfolgt gemäß § 84 AktG und nach § 6, Artikel 2 und 3 der Satzung der PVA TePla AG. Dort ist Folgendes geregelt:
| • | Artikel 2: Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestimmung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands. |
| • | Artikel 3: Die Bestellung eines Vorstandsmitglieds endet in jedem Fall mit der Vollendung des 65. Lebensjahres. |
Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf
Zum 31. Dezember 2011 hat der Vorstand die Ermächtigung der Hauptversammlung, im Rahmen des genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 10.874.994,00 neue Aktien bis zum 14. Juni 2012 auszugeben. Der Vorstand hat keine Befugnis, Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen.
Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Die aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Banken gehen von einer im Wesentlichen unveränderten Struktur der Gesellschafterverhältnisse aus und sehen für den Fall des Kontrollwechsels Neuverhandlungen bzw. in einem Fall ein Kündigungsrecht seitens der Bank vor. Ebenfalls sehen die Bestimmungen für ein öffentlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein Sonderkündigungsrecht des Fördergebers im Fall des Kontrollwechsels vor. Darüber hinaus liegen keine Vereinbarungen der Gesellschaft vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Entschädigungsvereinbarungen – der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern – für den Fall eines Übernahmeangebots
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für Mitglieder des Vorstands oder für Arbeitnehmer im Fall eines Übernahmeangebots.
18. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB sowie der Vergütungsbericht sind als Teil des Corporate Governance Berichts (Compliance Bericht) auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich „Investor Relations – Corporate Governance” oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/ pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance und als Teil des Corporate Governance Berichts in diesem Geschäftsbericht einsehbar. Der Vergütungsbericht enthält die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems gemäß § 289 Nr. 5 HGB und ist Bestandteil des Lageberichts.
19. ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Die PA Beteiligungsgesellschaft mbH verfügte auf der Hauptversammlung 2011 der PVA TePla AG über die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Vorstand der PVA TePla AG hat daher für das Geschäftsjahr 2011 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.
Der Bericht für das Geschäftsjahr 2011 enthält folgende Schlusserklärung des Vorstands: „Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen.“
20. AUSBLICK
Die Aussagen in diesem Kapitel wurden auf der Basis des aktuellen Konzernportfolios und der oben dargestellten Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen im nachhinein als unzutreffend erweisen.
Für den GB Industrial Systems wird 2012 von einem hohen Umsatz auf dem niveau des Vorjahres ausgegangen und ein leichtes Wachstum in den Folgejahren erwartet. Im GB Semiconductor Systems wird das Umsatzniveau unter anderem aufgrund des hohen Auftragsbestands zum 31. Dezember 2011 höher als im vorangegangenen Geschäftsjahr ausfallen, für die Folgejahre wird von einer leichten Steigerung des Umsatzes in diesem Geschäftsbereich ausgegangen. Deutlich geringer als in den Vorjahren wird 2012 der Umsatz im GB Solar Systems ausfallen. Dem zurzeit herrschenden schwierigen Marktumfeld in der Photovoltaikindustrie muss aller Voraussicht nach Rechnung getragen werden. Allerdings wird für die nächsten Jahre wieder mit einem deutlichen Umsatzwachstum gerechnet, unterstützt durch technologische Weiterentwicklungen unserer Kristallzuchtanlagen und den Trend zu höheren Effizienzen der Solarmodule.
Der Vorstand der PVA TePla erwartet für das Geschäftsjahr 2012 einen Konzernumsatz in Höhe von 120 – 130 Mio. € und eine EBIT-Marge in einer Bandbreite von 8 – 10 %. Der vorliegende Auftragsbestand zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 74,9 Mio. € sowie die im ersten Quartal eingegangenen Aufträge unterstreichen diese Prognose. Für das Jahr 2013 wird für die PVA TePla-Gruppe ein Umsatzwachstum bei stabilen Ergebnismargen erwartet. Die Entwicklung über das Jahr 2012 hinaus ist aufgrund der oben dargestellten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht sicher einzuschätzen. Aufgrund der Erwartungen und langfristigen positiven Prognosen zur weiteren Entwicklung der für die PVA TePla-Gruppe relevanten Märkte sowie der Umsetzung der im Rahmen des Strategieprojekts verabschiedeten Maßnahmen gehen wir für die Folgejahre von einem Wachstum des Geschäftsvolumens aus. In diesem Kontext wird von Seiten des Unternehmens an einer Erweiterung des Produktportfolios insbesondere im Produktbereich Vakuumanlagen gearbeitet. zurzeit werden verschiedene strategische Optionen ausgearbeitet, die sowohl die Möglichkeit von Akquisitionen als auch eine forcierte Umsetzung von Entwicklungen aus eigenem Hause umfassen.
Für unsere mittelfristige Zielsetzung erwarten wir eine EBIT-Marge in der Größenordnung von 10 – 12 %.
Bei isolierter Betrachtung der PVA TePla AG ist für das Geschäftsjahr 2012 ein Umsatz in der Größenordnung von 120 Mio. € und ein Ergebnis auf dem niveau des Jahres 2011 zu erwarten.
Wettenberg, 19. März 2012
PVA TePla AG
Vorstand
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
Arnd Bohle, Vorstand Finanzen
Jahresabschluss FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
BILANZ zum 31. Dezember 2011
PVA TePla AG, Wettenberg
AKTIVA
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| in EUR | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | 586.265,96 | 768.150,25 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 586.265,96 | 768.150,25 |
| II. Sachanlagen | 25.556.251,33 | 25.187.796,74 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 23.206.321,76 | 23.763.356,29 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.263.636,03 | 212.839,47 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.078.250,47 | 1.211.600,98 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8.043,07 | 0,00 |
| III. Finanzanlagen | 8.841.713,61 | 8.732.143,61 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.841.713,61 | 8.732.143,61 |
| Summe Anlagevermögen | 34.984.230,90 | 34.688.090,60 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 5.685.312,52 | 691.958,88 |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 5.032.054,81 | 4.165.922,86 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 35.868.628,80 | 31.505.947,28 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.830.605,65 | 5.350.463,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 1.190.272,92 | 691.958,88 |
| abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -39.236.249,66 | -41.022.333,14 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 31.620.078,44 | 21.726.212,73 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.955.573,60 | 9.967.548,68 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 16.490.276,09 | 10.146.527,92 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 3.174.228,75 | 1.612.136,13 |
| III. Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.001.000,00 | 1.001.000,00 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 12.216.248,56 | 27.231.255,76 |
| Summe Umlaufvermögen | 50.522.639,52 | 50.650.427,37 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 295.222,01 | 297.302,12 |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 30.525,10 | 123.268,39 |
| Summe Aktiva | 85.832.617,53 | 85.759.088,48 |
| Passiva | ||
| in EUR | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 21.749.988,00 | 21.749.988,00 |
| II. Kapitalrücklagen | 2.174.998,80 | 2.174.998,80 |
| III. Gewinnrücklage | 22.200,00 | 22.200,00 |
| IV. Bilanzgewinn | 24.902.616,70 | 18.761.464,37 |
| Summe Eigenkapital | 48.849.803,50 | 42.708.651,17 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 8.410.653,00 | 8.202.985,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 924.143,66 | 1.426.349,01 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 11.042.661,94 | 13.477.217,60 |
| Summe Rückstellungen | 20.377.458,60 | 23.106.551,61 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 9.632.688,48 | 10.065.832,70 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 0,00 | 2.140.496,33 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.546.850,20 | 2.837.568,22 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.762.461,54 | 4.234.740,34 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 663.355,21 | 665.248,11 |
| Summe Verbindlichkeiten | 16.605.355,43 | 19.943.885,70 |
| Summe Passiva | 85.832.617,53 | 85.759.088,48 |
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2011
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| in EUR | 01.01. – 31.12.2011 | 01.01. – 31.12.2010 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 105.915.480,29 | 113.171.834,86 |
| 2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -84.118.971,24 | -95.990.662,20 |
| 3. Bruttoergebnis vom Umsatz | 21.796.509,05 | 17.181.172,66 |
| 4. Vertriebskosten | -7.729.862,66 | -6.987.277,75 |
| 5. Allgemeine Verwaltungskosten | -5.619.133,09 | -5.919.433,42 |
| 6. Forschungs- und Entwicklungskosten | -3.419.910,53 | -2.032.661,36 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 10.039.963,05 | 7.901.348,26 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.955.220,10 | -4.214.290,44 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | ||
| – davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.989.648,46 (VJ EUR 0) | 1.989.648,46 | 0,00 |
| 10. Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen | 2.247.334,62 | 5.805.032,26 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| – davon aus verbundenen Unternehmen EUR 371.378,62 (VJ EUR 504.154,85) | 649.475,33 | 682.409,89 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 |
| 13. Aufwendungen aufgrund von Gewinnabführungsverträgen | 0,00 | -7.829,25 |
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| – davon aus verbundenen Unternehmen EUR -37.102,11 (VJ EUR -96.827,04) | -1.412.081,65 | -1.402.081,91 |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 12.586.722,48 | 11.006.388,94 |
| 16. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 10.881,40 |
| 17. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | -2.040.218,00 |
| 18. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | -2.029.336,60 |
| 19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3.088.025,71 | -2.966.221,80 |
| 20. Sonstige Steuern | -95.046,24 | -200.194,86 |
| 21. Jahresüberschuss | 9.403.650,53 | 5.810.635,68 |
| 22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 15.498.966,17 | 12.950.828,69 |
| 23. Bilanzgewinn | 24.902.616,70 | 18.761.464,37 |
Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
PVA TePla AG, Wettenberg
A. ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN
1. ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss der PVA TePla AG wurde nach den Vorschriften des 3. Buchs des Handelsgesetzbuchs (§§ 238 ff. HGB) aufgestellt. Insbesondere waren die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) zu beachten. Darüber hinaus waren die Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) zu beachten.
Bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung kam das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB zur Anwendung.
Die PVA TePla AG ist als kapitalmarktnotierte Aktiengesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB eine große Kapitalgesellschaft.
2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um linear ermittelte planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände, technischen Anlagen und Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 – 15 Jahre. Die Nutzungsdauer der Gebäude ist mit 25 – 33 Jahren angesetzt. Mietereinbauten werden gegebenenfalls über eine kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.
Abschreibungen von geringwertigen Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 410 werden sofort abgeschrieben, alle darüber liegenden Anschaffungswerte werden aktiviert und planmäßig über ihre Laufzeit abgeschrieben.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert über EUR 150 und unter EUR 1.000, die zwischen dem 1. Januar 2008 und dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, werden über einen Sammelposten über die Zeit von fünf Jahren linear weiter abgeschrieben.
Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, werden die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauerhaft im Wert geminderten Beteiligungen wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen waren im Berichtsjahr keine Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorzunehmen.
Die Vorräte sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert nach § 253 Abs. 3 HGB geboten ist.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Anwendung des Niederstwertprinzips zu gewogenen Durchschnittseinstandspreisen bewertet. Der Wertansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhaltet den Materialaufwand, angefallene Fertigungslöhne und die Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Für das gesamte Vorratsvermögen gilt, dass Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit, niedrigerer Reproduktionskosten oder gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. nicht kostendeckender Verkaufspreise angemessen durch Einzelabschläge berücksichtigt sind.
Geleistete Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert bilanziert.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.
Die in den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Disagien werden linear über den Zeitraum der Zinsbindung der entsprechenden Darlehen abgeschrieben.
Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
Die Rückstellungen sind in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 HGB in Höhe derjenigen Erfüllungsbeträge gebildet worden, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr müssen gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst werden, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde. Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG hatte sich zum 1. Januar 2010 eine Minderung von EUR 22.200,00 ergeben, die in die Gewinnrücklage eingestellt wurde.
Die Rückstellungen für Pensionen werden für die Handelsbilanz nach den Bestimmungen des BilMoG vom 25. Mai 2009 unter Anwendung der „Projected Unit Credit Method“ durchgeführt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt aufgrund einer versicherungsmathematischen Berechnung unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 5,14 % sowie der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:
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| in % | 31.12.2011 |
|---|---|
| Einkommenstrend | 3,00 |
| Rententrend | 1,25 |
| Fluktuationsrate | 1,50 |
| Rechnungszins für Anwärter | 5,14 |
| Rechnungszins für Rentner | 5,14 |
Die Rückstellungen für Jubiläen werden versicherungsmathematisch mit dem Teilwert auf Basis eines Zinssatzes von 5,14 % bewertet. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie die Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellung wird für einzelvertragliche Vereinbarungen gebildet. Für potenzielle Anwärter wird wie in den Vorjahren keine Rückstellung gebildet.
Der Ausweis zur Absicherung von Altersteilzeitverpflichtungen ist im Zuge der Umstellung auf die Regelungen des BilMoG im Geschäftsjahr 2010 erstmals in die Makro-Bewertungseinheit einbezogen worden.
Deckungsvermögen ist bei der PVA TePla AG zum 31. Dezember 2011 bei Altersteilzeit vorhanden. Der Aktivwert der Altersteilzeit wird mit der Rückstellung verrechnet und als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in der Bilanz ausgewiesen.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Während des Geschäftsjahres erfolgte die Einbuchung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum jeweiligen amtlichen Mittelkurs des Tages des Geschäftsvorfalls. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.
B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSITIONEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. ANGABEN ZU DEN POSITIONEN DER BILANZ
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (vgl. Anlage zum Anhang) dargestellt.
Umlaufvermögen
Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen jeweils weniger als ein Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 10.860.300,00 (VJ EUR 3.158.686,00) aus geleisteten Anzahlungen für Vorräte, in Höhe von EUR 595.473,48 (VJ EUR 3.586.711,96) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 5.034.502,61 (VJ EUR 3.401.129,96) aus sonstigen Vermögensgegenständen.
In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien in Höhe von EUR 251.300,00 (VJ EUR 270.900,00) enthalten.
Eigenkapital
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| in EUR | 01.01.2011 | Jahresüberschuss | Ausschüttung/ Dividende | Zuführung Rücklagen | Entnahmen aus Rücklagen | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 21.749.988,00 | 21.749.988,00 | ||||
| Kapitalrücklage | 2.174.998,80 | 2.174.998,80 | ||||
| Gewinnrücklage | 22.200,00 | 22.200,00 | ||||
| Bilanzgewinn | 18.761.464,37 | 9.403.650,53 | 3.262.498,20 | 24.902.616,70 | ||
| Summe | 42.708.651,17 | 9.403.650,53 | 3.262.498,20 | 0,00 | 0,00 | 48.849.803,50 |
Die Gewinnrücklage resultiert aus dem Geschäftsjahr 2010, in welchem sich durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG im Zusammenhang mit den langfristigen Archivierungsrückstellungen eine Minderung in Höhe von EUR 22.200,00 ergeben hat, die als Gewinnrücklage eingestellt wurde.
Das Grundkapital ist eingeteilt in 21.749.988 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 1,00. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind voll eingezahlt.
Ein bedingtes Kapital besteht zum 31. Dezember 2011 nicht.
Die Hauptversammlung der PVA TePla AG vom 15. Juni 2007 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 14. Juni 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 10.874.994 durch Ausgabe von bis zu 10.874.994 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre – soweit dies gesetzlich zulässig ist – auszuschließen. Kapitalerhöhungen wurden aus diesem genehmigten Kapital in 2011 nicht beschlossen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für sonstige auftragsbezogenen Rückstellungen (EUR 2.797.300,14), personalbezogenen Rückstellungen (EUR 2.891.893,90) und Gewährleistungen (EUR 2.056.864,75) zusammen.
Aus einer früheren Verpflichtung zur Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen besteht noch ein Guthaben gegenüber einem Versicherungskonzern. Der Aktivwert aus der Absicherung der Altersteilzeit wird mit der Rückstellung verrechnet und in der Bilanz in Höhe von EUR 30.525,10 (VJ EUR 123.268,39) ausgewiesen.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
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| in EUR | bis 1 Jahr | Restlaufzeit 1–5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | Gesichert durch |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.433.869,00 | 1.759.280,00 | 4.439.540,48 | 9.632.689,48 | s.u. |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.546.850,20 | 0 | 0 | 3.546.850,20 | i.d.R. Eigentumsvorbehalt |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.762.461,54 | 0 | 0 | 2.762.461,54 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 663.355,21 | 0 | 0 | 663.355,21 | |
| Summe | 10.406.535,95 | 1.759.280,00 | 4.439.540,48 | 16.605.356,43 |
Die aktivisch von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von EUR 39.236.249,66 (VJ EUR 41.022.333,14) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe von EUR 18.000.000,00 gesichert. Diese Absicherung beinhaltet auch das für den Neubau in Wettenberg zusätzlich vereinbarte, aber zum 31. Dezember 2011 nicht in Anspruch genommene Darlehen mit einem verfügbaren Kreditrahmen in Höhe von EUR 7.333.331,34 (VJ EUR 8.000.000,00).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 1.926.450,95 (VJ EUR 2.113.690,43) aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von EUR 0,00 (VJ EUR 735.148,51) aus erhaltenen Anzahlungen und in Höhe von EUR 836.640,59 (VJ EUR 1.385.901,40) aus sonstigen Verbindlichkeiten.
Sonstige Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 266.857,61 (VJ EUR 259.131,28), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 3.822,19 (VJ EUR 2.979,10) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 392.675,41 (VJ EUR 403.137,73).
2. ANGABEN ZU POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Regionen und Geschäftsbereiche wie folgt:
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| Region | in EUR |
|---|---|
| Deutschland | 34.596.047,44 |
| Übriges Europa | 12.139.790,83 |
| Nordamerika | 5.012.527,05 |
| Asien | 53.242.682,34 |
| Übrige | 924.432,63 |
| Summe | 105.915.480,29 |
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| Geschäftsbereich | in EUR |
|---|---|
| Industrial Systems | 46.580.492,51 |
| Semiconductor Systems | 32.828.169,01 |
| Solar Systems | 26.506.818,77 |
| Summe | 105.915.480,29 |
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| Materialaufwand | ||
|---|---|---|
| in EUR | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 61.351.944,61 | 68.099.848,22 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 5.850.240,59 | 4.276.362,82 |
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| Personalaufwand | ||
|---|---|---|
| in EUR | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- |
| a) Löhne und Gehälter | 19.587.670,97 | 19.165.625,44 |
| b) Soziale Abgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung und für | ||
| Unterstützung | 3.292.138,19 | 3.443.032,62 |
| davon für Altersversorgung | 116.180,22 | 155.301,97 |
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr 2011 Wechselkursgewinne in Höhe von EUR 509.328,89 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Wechselkursverluste in Höhe von EUR 466.312,60.
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
Im Berichtsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4.065 angefallen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 166 enthalten.
Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 139 (VJ TEUR 154) ausgewiesen, die aus Steuerzahlungen aus den Vorjahren resultieren.
Auf- und Abzinsung von Rückstellungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 349.655,00 Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.
Außerordentliche Erträge und Aufwendungen
Im Geschäftsjahr 2011 lagen keine außerordentlichen Erträge und Aufwendungen vor.
C. ERGÄNZENDE ANGABEN
1. BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:
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| Name | Sitz | Kapitalanteil | Eigenkapital 31.12.2011 in TEUR |
Ergebnis 2011 in TEUR |
|---|---|---|---|---|
| PVA TePla America Inc. | Corona / CA, USA | 100% | 786 | -94 |
| PVA Jena Immobilien GmbH | Jena, Deutschland | 100% | 2.593 | 0* |
| Xi'an HuaDe CGS Ltd. | Xi´an, VR China | 51% | -182 | -18 |
| PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH | Jena, Deutschland | 100% | 26 | 0* |
| PVA Control GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100% | 100 | 0* |
| Vakuum Anlagenbau Service GmbH | Hanau, Deutschland | 100% | siehe | unten |
| PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH | Jena, Deutschland | 100%** | 235 | 0 * |
| Plasma Systems GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100% | -432 | -21 |
| PlaTeG GmbH | Siegen, Deutschland | 100% | 41 | -200 |
| PVA TePla Singapore Pte. Ltd. | Singapur | 100% | 766 | 391 |
| PVA TePla Analytical Systems GmbH | Westhausen, Deutschland | 100% | 974 | 1.115 |
| PVA TePla (China) Ltd. | Peking, VR China | 100% | 118 | -4 |
*) wegen Ergebnisabführungsvertrag
**) mittelbare Beteiligung über PVA Jena Immobilien GmbH
Die Beteiligung an der Vakuum Anlagenbau Service GmbH (100 %, nach Abzug eigener Anteile) wurde in 2002 in voller Höhe abgewertet. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wurde über das Vermögen der Gesellschaft am 25. April 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2002 TEUR -448, das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2002 belief sich auf TEUR -630. Gemäß Mitteilung des Insolvenzverwalters vom 12. Dezember 2011 ist das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen.
Gegenüber dem Jahresabschluss 2010 haben sich folgende Änderungen ergeben:
In Peking wurde das bisherige Vertriebsbüro der PVA TePla AG zum 21. April 2011 in eine eigenständige Gesellschaft, die PVA TePla (China) Ltd., umgewandelt. Diese ist dem Geschäftsbereich Industrial Systems zugeordnet.
2. PERSONAL
Zum Jahresende waren 317 (VJ 303), im Jahresdurchschnitt 312 (VJ 313) Mitarbeiter in der Gesellschaft tätig. Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen nach Funktionsgruppen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
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| Mitarbeiterzahl nach Funktionsgruppen (Jahresdurchschnittswerte) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Verwaltung | 40 | 43 |
| Vertrieb | 40 | 41 |
| Konstruktion, Forschung und Entwicklung | 81 | 82 |
| Produktion und Service | 151 | 147 |
| Mitarbeiter gesamt | 312 | 313 |
Der Zuwachs der Mitarbeiterzahlen ist im Wesentlichen auf den Standort Wettenberg aufgrund des Anstiegs des Geschäftsvolumens zurückzuführen.
Des Weiteren wurden bei der PVA TePla AG 14 (VJ 11) Aushilfskräfte beschäftigt.
3. AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE
Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB zum 31. Dezember 2011 bestehen ausschließlich aus Leasingverträgen für Kfz, Maschinen und Büroausstattung (Operate-Leasing) mit künftigen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 540 (Nominalwert). Die damit verbundenen für Leasingverträge typischen Risiken bestehen insbesondere aus den ungewissen Kosten im Fall der Rückgabe. Die Chancen bestehen vor allem aus der Schonung der Liquidität und der sicheren Kalkulationsgrundlage.
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| Restlaufzeiten | Nominalwert in TEUR |
|---|---|
| Bis ein Jahr | 362 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 175 |
| Über fünf Jahre | 3 |
4. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen
Im Rahmen der Finanzierung des Neubaus einer Montagehalle des Tochterunternehmens PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über TEUR 1.600 übernommen. Das Darlehen ist über zehn Jahre in gleichen vierteljährlichen Raten zu tilgen und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 600.
Im Rahmen der Finanzierung eines weiteren Neubaus einer Montagehalle des Tochterunternehmens PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über TEUR 2.000 übernommen. Das Darlehen ist über zehn Jahre in gleichen halbjährlichen Raten zu tilgen und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 1.000.
Das Tochterunternehmen PVA Jena Immobilien GmbH hat ein Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 332 aufgenommen. Das Darlehen ist rückzahlbar bis Dezember 2022 und u. a. durch eine Grundschuld besichert. Die PVA TePla AG hat für dieses Darlehen eine Patronatserklärung zugunsten des Kreditinstituts abgegeben. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 203.
Im Rahmen der Finanzierung des Neubaus einer Montagehalle der PVA Jena Immobilien GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über TEUR 1.000 übernommen. Das Darlehen ist über zehn Jahre in gleichen halbjährlichen Raten zu tilgen und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 500.
Das Tochterunternehmen PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena (LWT), hat zur Finanzierung je eines Lötofens verschiedene Darlehen aufgenommen. Es handelt sich zunächst um ein bis zum März 2013 rückzahlbares Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 429. Das Darlehen ist u. a. durch die Sicherungsübereignung der investierten Anlage sowie durch Grundschulden besichert. Die PVA TePla AG hat für dieses Darlehen Patronatserklärungen zugunsten des Kreditinstituts abgegeben und ist eine Rücknahmeverpflichtung für die mit diesem Darlehen finanzierte Anlage eingegangen. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 80.
Des Weiteren hat die LWT ein bis zum Juli 2013 rückzahlbares Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 509 sowie ein weiteres bis zum Oktober 2015 rückzahlbares Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 640 aufgenommen. Diese beiden Darlehen sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften der PVA TePla AG besichert. Der Buchwert beider Darlehen zum 31. Dezember 2011 beträgt insgesamt TEUR 324.
Im Geschäftsjahr 2010 hat die LWT zur Finanzierung eines weiteren Lötofens einen Mietkaufvertrag abgeschlossen, für welchen die PVA TePla AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen hat. Der Restbuchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 643.
Im Rahmen des Liquiditätsmanagements der PVA TePla-Gruppe werden die Kreditlinien in der Regel einheitlich für die Gruppe auf Basis einer ebenfalls einheitlichen Bonitätsbeurteilung der Gruppe vereinbart. Die Kreditzusage erfolgt dann an die PVA TePla AG mit einer fallweisen Nutzungsmöglichkeit auch für Tochtergesellschaften. In diesen Fällen ist dann in der Regel die Übernahme einer gesamtschuldnerischen Haftung der PVA TePla AG für die Inanspruchnahme durch die Tochtergesellschaften notwendig.
Im Zuge dieser Vorgehensweise hat die PVA TePla AG zum Stichtag 31. Dezember 2011 folgende Haftungen übernommen:
| • | gesamtschuldnerische Haftung für die Inanspruchnahme einer Avalkreditlinie durch die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, Jena, PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, PVA Control GmbH, Wettenberg, PVA Jena Immobilien GmbH, Jena, PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen, und PlaTeG GmbH, Siegen, mit einem Höchstbetrag von TEUR 16.000. Die tatsächliche Inanspruchnahme dieser Linie durch die PVA Vakuum Anlagenbau Jena, die PVA TePla Analytical Systems und die PlaTeG zum 31. Dezember 2011 betrug insgesamt TEUR 394. |
Alle Schuldner, für die eine Haftung übernommen wurde, eine Rücknahmeverpflichtung vorliegt, eine Patronatserklärung abgegeben und gebürgt wurde, haben ihre Tilgungsverpflichtungen bislang uneingeschränkt erfüllt. Uns liegen keine Erkenntnisse und Risiken vor, dass sich daran etwas ändern wird. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den vorangehend beschriebenen Mithaftungen wird als gering eingestuft.
Gegenüber den Beteiligungsgesellschaften PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, PVA Control GmbH, Wettenberg, und PVA Jena Immobilien GmbH, Jena, bestehen zum Bilanzstichtag Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber Dritten i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB beträgt per 31. Dezember 2011 TEUR 1.473. Diese beinhalten finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen sowie aus längerfristigen Vereinbarungen in der Beschaffung mit Ausnahme der unter C.3. genannten Leasingverpflichtungen und gliedern sich wie folgt:
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| Restlaufzeiten | Nominalwert in TEUR |
|---|---|
| Bis ein Jahr | 999 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 474 |
| Über fünf Jahre | 0 |
5. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Wechselkurssicherung
In Einzelfällen werden Anlagenverkäufe in Fremdwährung kontrahiert. Zur Absicherung der Wechselkursrisiken werden in diesen Fällen grundsätzlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Per 31. Dezember 2011 waren keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Zinssicherung
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investition in neue Gebäude am Standort Wettenberg wurden zwei Zinssicherungsgeschäfte mit einem ursprünglichen Volumen von EUR 10.000.000 abgeschlossen. Der noch offene Betrag dieser Sicherungsgeschäfte zum Stichtag 31. Dezember 2011 beträgt EUR 7.666.666,68 (VJ EUR 8.333.337,36).
Der beizulegende Zeitwert beider Sicherungsgeschäfte beträgt zum 31. Dezember 2011 EUR -949.099,10 (VJ EUR -712.223,72). Dieser Wert wurde auf Basis einer Marktbewertung ermittelt. Da das den Zinssicherungsgeschäften zugrunde liegende Darlehen per 31. Dezember 2011 nicht in Anspruch genommen wurde, wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe des Marktwertes (EUR 949.099,10) gebildet.
Zum 31. Dezember 2011 setzen sich die derivativen Finanzinstrumente wie folgt zusammen:
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| in EUR | Nominalbetrag 31.12.2011 | Marktwerte 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 0 | 0 |
| Zinssicherungsgeschäfte | 7.666.666,68 | -949.099,10 |
6. LATENTE STEUERN
Latente Steuern werden grundsätzlich insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Vorräten, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.
Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt wie im Vorjahr mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 28 %.
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| in EUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | 746.760 | 746.760 | 11.194 | 11.348 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rückstellungen | 736.958 | 669.979 | 6.156 | 6.156 |
| Summe latente Steuern | 1.483.718 | 1.416.739 | 17.350 | 17.504 |
| Saldierung | -17.350 | -17.504 | ||
| Aktivüberhang | 1.466.367 | 1.399.235 |
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2011 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 1.466.367 (VJ EUR 1.399.235). Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
7. GESELLSCHAFTSORGANE
Der Vorstand besteht aus:
Peter Abel, Wettenberg (Vorsitzender des Vorstands / CEO) bis 30. Juni 2011
Diplom-Ingenieur
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| • | PVA Jena Immobilien GmbH, Jena (bis 18. Juli 2011) |
| • | Plasma Systems GmbH, Wettenberg (bis 10. Mai 2011) |
| • | PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen (bis 18. Juli 2011) |
sowie bei folgenden nicht verbundenen Gesellschaften:
| • | PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg |
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director) (bis 2. August 2011) |
| • | Xi´an HuaDe CGS Ltd., Xi´an, VR China (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| • | ScheBo Biotech AG, Gießen (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| • | OptoTech Optikmaschinen GmbH, Jena (Beiratsvorsitzender) |
| • | 3D PräzisionsTechnik AG, Aßlar (Aufsichtsratsvorsitzender) |
Arnd Bohle, Bochum (Finanzvorstand / CFO) Diplom-Kaufmann
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | PVA TePla (China) Ltd. (Supervisor (Aufsichtsorgan) seit 21. April 2011) |
Dr. Arno Knebelkamp, Mülheim
(Vorsitzender des Vorstands / CEO) seit 1. Juli 2011 (Stellvertretender Vorsitzender / CTO 1. April bis 30. Juni 2011) Diplom-Chemiker
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| • | PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen (seit 18. Juli 2011) |
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director) (seit 2. August 2011) |
| • | Vestolit GmbH & Co. KG, Marl (Mitglied im Beirat) |
Herr Dr. Arno Knebelkamp ist zum 1. April 2011 in die Gesellschaft PVA TePla AG eingetreten und hatte bis zum 30. Juni 2011, zunächst als stellvertretender Vorstandsvorsitzender, die Funktion des Vorstands Technik / Chief Technology Officers (CTO) inne.
Der bisherige amtierende Vorstandsvorsitzende (CEO) Herr Peter Abel ist am 30. Juni 2011 aus dem Vorstand der PVA TePla AG ausgeschieden.
Mit dem Ausscheiden von Herrn Peter Abel als CEO hat zum 1. Juli 2011 Herr Dr. Arno Knebelkamp diese Funktion übernommen.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2011 EUR 914.832,51. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. € übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Für die Altverträge von Peter Abel und Arnd Bohle besteht noch eine andere Regelung, bei der der Bonus vollständig als Prozentsatz des Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen wird. Im Geschäftsjahr 2011 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:
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| Bezüge 2011 in EUR |
Gehalt | Sonstige Bezüge | Erfolgsabhängige Komponente | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Peter Abel (bis 30. Juni 2011) | 120.000,00 | 5.745,60 | 99.100,00 | 224.845,60 |
| Dr. Arno Knebelkamp (seit 1. April 2011) | 180.000,00 | 53.815,28 | 135.000,00 | 368.815,28 |
| Arnd Bohle | 180.000,00 | 12.296,63 | 128.875,00 | 321.171,63 |
Die aufgeführten Werte für die erfolgsabhängige Komponente beinhalten die im Jahr 2011 für das Geschäftsjahr 2010 gezahlten und um die im Geschäftsjahr 2010 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2011 für das Geschäftsjahr 2011 gebildete Rückstellung. Die erfolgsabhängige Komponente für Herrn Dr. Knebelkamp beinhaltet im Geschäftsjahr 2011 eine langfristige, erfolgsabhängige Komponente in Höhe von EUR 90.000,00.
Zusätzlich besitzt Peter Abel aufgrund seiner früheren Tätigkeit in dem Unternehmen eine Pensionszusage. Hierfür besteht zum 31. Dezember 2011 eine Rückstellung in Höhe von EUR 414.779,00.
Aktienoptionen wurden Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 nicht gewährt. Es bestehen keine Zusagen für den Fall des Wechsels der Mehrheit im Kreise der Gesellschafter.
Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden im Jahr 2011 Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt EUR 62.500,20 geleistet. Zum Bilanzstichtag besteht für derartige Pensionsverpflichtungen eine Rückstellung von EUR 951.087,00.
Dem Aufsichtsrat gehören an:
Alexander von Witzleben, Weimar (Vorsitzender) Feintool International Holding AG, Lyss (Präsident des Verwaltungsrats)
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| • | Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg (Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. April 2011) |
| • | Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats) |
Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen
(stellvertretender Vorsitzender)
| • | Global Leader Business Development and Markets, Grant Thornton International Limited, London / England |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | Comvis AG, Essen (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) |
Prof. Dr. Günter Bräuer, Cremlingen
Leiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, Braunschweig, und geschäftsführender Leiter des Instituts für Oberflächentechnik (IOT) der TU Braunschweig
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | PEP Photonos European Photovoltaics AG, Mainz (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| • | AMG Coating Technologies GmbH, Hanau (Beiratsmitglied) |
| • | Institut für Solarenergieforschung GmbH, Emmerthal (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats) |
Vergütung des Aufsichtsrats
Satzungsgemäß erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung in Höhe von 1 % des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, höchstens jedoch EUR 100.000,00. Die Aufteilung dieser Gesamtvergütung unter den Aufsichtsratsmitgliedern erfolgt in der Weise, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten Betrag eines einfachen Aufsichtsratsmitgliedes erhält. Als Mindestvergütung je Geschäftsjahr erhält der Aufsichtsratsvorsitzende einen Betrag von EUR 10.000,00 und ein einfaches Mitglied einen Betrag von EUR 5.000,00. Bei unterjährigem Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Aufsichtsrat erhält dieses eine zeitanteilige Vergütung.
Auf dieser Basis erhielt der Aufsichtsrat im Jahr 2011 eine Vergütung von EUR 100.000,00 (VJ EUR 100.000,00), die sich wie folgt aufteilt:
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| EUR | Fixe Vergütung 01.01.–31.12.2011 | Variable Vergütung 01.01.–31.12.2011 |
|---|---|---|
| Alexander von Witzleben | ||
| (Vorsitzender) | 10.000,00 | 40.000,00 |
| Prof. Dr. Günter Bräuer | 5.000,00 | 20.000,00 |
| Dr. Gernot Hebestreit | 5.000,00 | 20.000,00 |
| Summe | 20.000,00 | 80.000,00 |
Zur Deckung der zivilrechtlichen Haftung von Organmitgliedern wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2011 wurde für diese Versicherung eine Prämie in Höhe von EUR 16.660,00 (VJ EUR 16.660,00) gezahlt.
8. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind für die PVA TePla-Gruppe wie folgt relevant: Es handelt sich hierbei um Geschäfte mit Unternehmen, an denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblich beteiligt sind oder in denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblichen Einfluss haben. Alle Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Konditionen.
9. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar betrug für
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| in EUR | |
|---|---|
| a) die Abschlussprüfung | 259.206,30 |
| b) sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 0 |
| c) Steuerberatungsleistungen | 0 |
| d) Sonstige Leistungen | 0 |
10. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Die nach § 161 AktG / § 285 Nr. 16 HGB vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären unter www.pvatepla.com in der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich gemacht.
11. ANGABEN GEMÄSS § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG
Herr Peter Abel, Wettenberg, hat uns nach den §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. November 2002 die Schwelle von 25 % überschritten hat und nunmehr 29,99 % beträgt. Davon sind ihm 29,32 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG zuzurechnen.
Die Deutsche Bank AG, Frankfurt, Deutschland, hat uns am 21. August 2007 gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG i.V. m. § 32 Abs. 2 InvG mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland, am 20. August 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der PVA TePla AG, Aßlar, Deutschland, überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 5,01 % hält. Dies entspricht 1.089.749 Stimmrechten.
Am 28. Oktober 2011 hat uns Herr Christian Graf Dürckheim, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 19. Oktober 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 4,22 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 917.958 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Am 11. november 2011 hat uns Herr Christian Graf Dürckheim, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 10. november 2011 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,10 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.109.092 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Am 20. Dezember 2011 hat uns Herr Wilhelm Hofmann, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 19. Dezember 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,84 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 618.431 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Zum 31. Dezember 2011 hat die Herrn Abel gehörende PA Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Wettenberg eine Beteiligung von mehr als 25 % an dem Unternehmen.
12. KONZERNABSCHLUSS
Die PVA TePla AG erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606 / 2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (ABl. EG Nr. L 243 S. 1) i.V. m. § 315a Abs. 1 HGB, in den die in Abschnitt C.1. Beteiligungsverhältnisse genannten verbundenen Unternehmen einbezogen sind. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
13. GEWINNVERWENDUNG / BILANZGEWINN
Der Jahresabschluss der PVA TePla AG weist zum 31. Dezember 2011 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 9.403.650,53 aus. nach Saldierung mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 24.902.616,70.
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| in EUR | |
|---|---|
| Gewinnvortrag nach 2011 | 15.498.966,17 |
| Jahresüberschuss | 9.403.650,53 |
| Bilanzgewinn vor Ausschüttung | 24.902.616,70 |
| Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,15 auf jede dividendenberechtigte Stückaktie für das Geschäftsjahr 2011 | -3.262.498,20 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 21.640.118,50 |
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn von EUR 24.902.616,70 für eine Ausschüttung in Höhe von EUR 3.262.498,20 sowie für einen Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von EUR 21.640.118,50 zu verwenden.
Die Dividende ist am 14. Juni 2012 zahlbar.
Wettenberg, den 19. März 2012
PVA TePla AG
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
Arnd Bohle, Vorstand Finanzen
ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2011
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2011 | Zugänge 2011 | Umbuchungen 2011 | Abgänge 2011 | Stand 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.800.218,37 | 238.664,69 | 0,00 | 5.803,73 | 3.033.079,33 |
| Summe | 2.800.218,37 | 238.664,69 | 0,00 | 5.803,73 | 3.033.079,33 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 26.240.215,79 | 178.706,58 | 0,00 | 619.593,09 | 25.799.329,28 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.305.635,55 | 1.121.527,43 | 0,00 | 0,00 | 2.427.162,98 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.139.864,25 | 358.304,08 | 0,00 | 142.389,23 | 4.355.779,10 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 8.043,07 | 0,00 | 0,00 | 8.043,07 |
| Summe | 31.685.715,59 | 1.666.581,16 | 0,00 | 761.982,32 | 32.590.314,43 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 21.635.721,92 | 109.570,00 | 0,00 | 0,00 | 21.745.291,92 |
| Summe | 21.635.721,92 | 109.570,00 | 0,00 | 0,00 | 21.745.291,92 |
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| kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2011 | Zugänge 2011 | Abgänge 2011 | Stand 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.032.068,11 | 420.548,99 | 5.803,73 | 2.446.813,37 |
| Summe | 2.032.068,11 | 420.548,99 | 5.803,73 | 2.446.813,37 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 2.476.859,50 | 735.600,11 | 619.452,09 | 2.593.007,52 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.092.796,06 | 70.730,87 | 0,00 | 1.163.526,93 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.928.263,27 | 487.927,58 | 138.662,23 | 3.277.528,62 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 6.497.918,83 | 1.294.258,56 | 758.114,32 | 7.034.063,07 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.903.578,31 | 0,00 | 0,00 | 12.903.578,31 |
| Summe | 12.903.578,31 | 0,00 | 0,00 | 12.903.578,31 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in EUR | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 586.265,96 | 768.150,25 |
| Summe | 586.265,96 | 768.150,25 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 23.206.321,76 | 23.763.356,29 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.263.636,05 | 212.839,47 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.078.250,48 | 1.211.600,98 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8.043,07 | 0,00 |
| Summe | 25.556.251,36 | 25.187.796,74 |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.841.713,61 | 8.732.143,61 |
| Summe | 8.841.713,61 | 8.732.143,61 |
ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2010
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2010 | Zugänge 2010 | Umbuchungen 2010 | Abgänge 2010 | Stand 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.375.119,63 | 425.098,74 | 0,00 | 0,00 | 2.800.218,37 |
| Summe | 2.375.119,63 | 425.098,74 | 0,00 | 0,00 | 2.800.218,37 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 25.644.643,70 | 595.572,09 | 0,00 | 0,00 | 26.240.215,79 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.292.531,01 | 13.104,54 | 0,00 | 0,00 | 1.305.635,55 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.865.353,50 | 284.832,13 | 0,00 | 10.321,38 | 4.139.864,25 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 30.802.528,21 | 893.508,76 | 0,00 | 10.321,38 | 31.685.715,59 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 21.635.721,92 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.635.721,92 |
| Summe | 21.635.721,92 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.635.721,92 |
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| kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2010 | Zugänge 2010 | Abgänge 2010 | Stand 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.694.928,85 | 337.139,26 | 0,00 | 2.032.068,11 |
| Summe | 1.694.928,85 | 337.139,26 | 0,00 | 2.032.068,11 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 1.702.545,57 | 774.313,93 | 0,00 | 2.476.859,50 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.046.925,22 | 45.870,84 | 0,00 | 1.092.796,06 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.450.112,95 | 485.148,70 | 6.998,38 | 2.928.263,27 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 5.199.583,74 | 1.305.333,47 | 6.998,38 | 6.497.918,83 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.903.578,31 | 0,00 | 0,00 | 12.903.578,31 |
| Summe | 12.903.578,31 | 0,00 | 0,00 | 12.903.578,31 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in EUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 768.150,25 | 680.190,78 |
| Summe | 768.150,25 | 680.190,78 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 23.763.356,29 | 23.942.098,13 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 212.839,47 | 245.605,79 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.211.600,98 | 1.415.240,55 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 25.187.796,74 | 25.602.944,47 |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.732.143,61 | 8.732.143,61 |
| Summe | 8.732.143,61 | 8.732.143,61 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der PVA TePla AG, Wettenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 19. März 2012
**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**
Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer
Thomas Klemm, Wirtschaftsprüfer