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PVA TePla AG — Audit Report / Information 2020
Sep 17, 2021
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Audit Report / Information
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Finanzbericht: 28913568
SimPlan AG
Hanau
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020
AKTIVA
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| 31.12.2020 | 31.12.2019 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 32.592,00 | 74.234,00 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1,00 | 6.920,00 | |
| 32.593,00 | 81.154,00 | ||
| II. Sachanlagen | 338.302,00 | 407.016,00 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 78.704,00 | 78.704,00 | |
| 2. Beteiligungen | 133.732,15 | 96.390,52 | |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 190.284,70 | 190.284,70 | |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 35.000,00 | 35.000,00 | |
| 437.720,85 | 400.379,22 | ||
| 808.615,85 | 888.549,22 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | 25.269,25 | 71.756,25 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.554.983,40 | 2.064.762,68 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 229.156,84 | 206.467,64 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 133.804,04 | 158.870,87 | |
| 1.917.944,28 | 2.430.101,19 | ||
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4.602.952,22 | 3.332.530,53 | |
| 6.546.165,75 | 5.834.387,97 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 482.758,75 | 46.432,55 | |
| 7.837.540,35 | 6.769.369,74 |
PASSIVA
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| 31.12.2020 | 31.12.2019 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Ausgegebenes Kapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 129.000,00 | 129.000,00 | |
| 2. Nennbertrag eigener Anteile | -8.665,00 | -8.665,00 | |
| 120.335,00 | 120.335,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 233.036,35 | 233.036,35 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| Andere Gewinnrücklagen | 137.665,00 | 137.665,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | 5.000.381,69 | 4.321.638,49 | |
| 5.491.418,04 | 4.812.674,84 | ||
| B. RÜCKSTELLUNGEN | 478.196,73 | 313.440,93 | |
| C. VERBINDLICHKEITEN | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 97.674,63 | 244.354,85 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 86.124,27 | 51.825,03 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 61,24 | 0,00 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 195.677,52 | 738.709,26 | |
| - davon aus Steuern: EUR 151.689,10 (Vorjahr: EUR 678.115,34) | |||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 10.466,82 (Vorjahr: EUR 49.762,17) | |||
| 379.537,66 | 1.034.889,14 | ||
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 1.488.387,92 | 608.364,83 | |
| 7.837.540,35 | 6.769.369,74 |
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
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| 2020 | 2019 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Rohergebnis | |||
| - davon sonstige betriebliche Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 5.335,61 (Vorjahr: EUR 5.603,65) | 7.094.894,64 | 7.410.670,89 | |
| 2. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -4.043.285,26 | -3.990.138,78 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -728.144,99 | -659.877,33 | |
| - davon für Altersversorgung: EUR 49.933,73 (Vorjahr: EUR 47.959,98) | |||
| -4.771.430,25 | -4.650.016,11 | ||
| 3. Abschreibungen | |||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -194.623,25 | -275.557,00 | |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.082.381,46 | -1.540.232,48 | |
| - davon aus der Währungsumrechnung: EUR 5.016,44 (Vorjahr: EUR 6.537,67) | |||
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 184.576,35 | 253.370,01 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 183.200,00 (Vorjahr: EUR 126.870,00) | |||
| 6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 5.000,00 | 0,00 | |
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6.512,73 | 7.836,10 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.875,00 (Vorjahr: EUR 2.061,18) | |||
| 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,00 | - 71.640,00 | |
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -327.778,09 | -303.098,57 | |
| 10. Ergebnis nach Steuern | 914.770,67 | 831.332,84 | |
| 11. Sonstige Steuern | -14.611,07 | -17.083,96 | |
| 12. Jahresüberschuss | 900.159,60 | 814.248,88 | |
| 13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.321.638,49 | 4.325.606,64 | |
| 14. Gewinnausschüttung | -221.416,40 | -818.217,03 | |
| 15. Bilanzgewinn | 5.000.381,69 | 4.321.638,49 |
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
A. Allgemeine Angaben
Die Firma SimPlan AG mit Sitz in 63452 Hanau ist unter der Registernummer HRB 6845 beim Amtsgericht Hanau registriert.
Die Gesellschaft hält ein Grundkapital in Höhe von € 129.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 129.000 nennwertlose Stückaktien zu je € 1,00. Davon sind 8.665 Stück (6,72%, Euro 8.665,00) erworbene eigene Anteile. Die Aktien lauten auf den Namen. Sie dürfen nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die Zustimmung erteilt der Vorstand. Besondere Rechte wie Anteile ohne Stimmrecht, Vorzugsaktien, Mehrstimmrechtsaktien, Schuldverschreibung oder Genussrechte wurden nicht gewährt. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Tranchen bis Mai 2012.
Der Jahresabschluss der SimPlan AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und der ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde weitgehend der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung wurde nach § 158 Abs. 1 AktG ergänzt.
B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Im Zusammenhang mit dem Anstieg des Wartungsvolumens wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Systematik der Abgrenzung der Wartungseinnahmen geändert. Durch den hierdurch entstehenden Einmaleffekt erhöhten sich die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten um jeweils EUR 0,4 Mio., bei gleichzeitiger Reduktion der Umsatzerlöse und des Materialaufwandes in entsprechendem Umfang. Bei einer analogen Anwendung der geänderten Systematik im Vorjahr hätten sich unter Berücksichtigung des Anstiegs der Wartungseinnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr geringere Anpassungseffekte im Vorjahr ergeben. Die weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 0 - 5 Jahre.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 1-13 Jahre. Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird in Anspruch genommen.
Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Ist der beizulegende Wert zum Bilanzstichtag niedriger, wird dies durch entsprechende Abschreibungen berücksichtigt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der Zinsverluste wird eine pauschale Wertberichtigung der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.
Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechende Abzinsungen vorgenommen.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Empfangene Zuschüsse werden in der Periode ertragswirksam berücksichtigt, in welcher der entsprechende Aufwand entstanden ist.
Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro
Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs unter Anwendung von § 256a HGB umgerechnet.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im anhängenden Anlagenspiegel dargestellt.
Finanzanlagen
Der Anteilsbesitz ergibt sich wie folgt:
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| Firmenname | Sitz | Anteil | Jahr | Eigenkapital | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| in % | in EUR | in EUR | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| SimPlan Integrations GmbH | Witten | 51,00 | 2019 | 1.428.079,10 | 426.768,73 |
| Salzer & Koch Consultant GmbH | Straubing | 50,00 | 2019 | 615.772,49 | 189.269,53 |
| InduSim GmbH | Langenau | 26,00 | 2019 | 174.841,61 | 25.231,49 |
| Flexineers GmbH | Hanau | 100,00 | 2019 | 61.702,72 | 19.392,43 |
| SimPlan Systems GmbH | Hanau | 51,00 | 2019 | 115.787,95 | -8.243,40 |
| FMV Fonds 1 GmbH & Co.KG | Karlsruhe | 4,21 | 2020 * | 2.092.451,00 | -342.336,00 |
* vorläufig
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEuro 84.
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn enthält zum Bilanzstichtag einen Gewinnvortrag in Höhe von TEuro 4.100 sowie den Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres (TEUR 900).
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
D. Sonstige Angaben
Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bis längstens 2026 bestehen in Höhe von Euro 0,8 Mio. im Wesentlichen aus mehrjährigen Mietverträgen für Geschäftsräume aus denen jährliche Liquiditätsabflüsse resultieren. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern das Objekt nicht mehr vollständig genutzt werden könnte, wozu es derzeit keine Anhaltspunkte gibt.
Des Weiteren bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von Euro 0,2 Mio. aus geschäftsüblichen (mehrjährigen) Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen über Betriebs- und Geschäftsausstattung, die aus den jährlichen Liquiditätszuflüssen beglichen werden.
Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 72 Arbeitnehmer, davon 10 leitende Angestellte sowie 62 Angestellte.
Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Vorstand:
Herr Dr. Sven Spieckermann, CEO (Vorstandsprecher), Vorstand für Finanzen, Controlling, Personal
Herr Dr. Ulrich Burges, Vorstand für operatives Simulationsgeschäft und IT
Herr Dr. Harry Kestenbaum, Vorstand für Vertrieb und Marketing
Aufsichtsrat:
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| Herr Prof. Dr. Stefan Nickel, Vorsitzender | ausgeübter Beruf: | Hochschullehrer |
| Herr Dr. Andreas Rohde | ausgeübter Beruf: | Rechtsanwalt / Steuerberater bei dhpg |
| Herr Andreas J. Schindler | ausgeübter Beruf: | Dipl. Wirtschaftsinformatiker, Manager |
Die Vergütung für den Aufsichtsrat betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEuro 11.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Ausschüttung in Höhe von Euro 300.837,50 aus dem Jahresüberschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr vorzunehmen und den restlichen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Nachtragsbericht
Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor. Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.
Hanau, 1. April 2021
Gez. Dr. Spieckermann
gez. Dr. Burges
gez. Dr. Kestenbaum
Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat: 21. Mai 2021
Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2021:
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| ― | Ausschüttung einer Dividende von € 2,50 je Aktie bei 120.335 für das Jahr 2020 gewinnberechtigten Stückaktien. Das entspricht in Summe einer Ausschüttung von € 300.837,50. |
| ― | Übertrag des verbleibenden Betrags von voraussichtlich € 599.322,10 auf das nächste Geschäftsjahr |
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2020
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| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1. Jan. 2020 | Zugänge | Abgänge | 31. Dez. 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.531.651,82 | 22.351,36 | 0,00 | 1.554.003,18 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 51.896,41 | 0,00 | 0,00 | 51.896,41 |
| 1.583.548,23 | 22.351,36 | 0,00 | 1.605.899,59 | |
| II. SACHANLAGEN | 965.673,73 | 57.943,89 | -23.607,43 | 1.000.010,19 |
| III. FINANZANLAGEN | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 92.704,00 | 0,00 | 0,00 | 92.704,00 |
| 2. Beteiligungen | 152.943,73 | 37.341,63 | 0,00 | 190.285,36 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 199.424,70 | 0,00 | 0,00 | 199.424,70 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 55.000,00 | 0,00 | 0,00 | 55.000,00 |
| 500.072,43 | 37.341,63 | 0,00 | 537.414,06 | |
| 3.049.294,39 | 117.636,88 | -23.607,43 | 3.143.323,84 |
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| AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1. Jan. 2020 | Zuführungen | Auflösungen | 31. Dez. 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.457.417,82 | 63.993,36 | 0,00 | 1.521.411,18 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 44.976,41 | 6.919,00 | 0,00 | 51.895,41 |
| 1.502.394,23 | 70.912,36 | 0,00 | 1.573.306,59 | |
| II. SACHANLAGEN | 558.657,73 | 123.710,89 | -20.660,43 | 661.708,19 |
| III. FINANZANLAGEN | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 14.000,00 | 0,00 | 0,00 | 14.000,00 |
| 2. Beteiligungen | 56.553,21 | 0,00 | 0,00 | 56.553,21 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 9.140,00 | 0,00 | 0,00 | 9.140,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 20.000,00 | 0,00 | 0,00 | 20.000,00 |
| 99.693,21 | 0,00 | 0,00 | 99.693,21 | |
| 2.160.745,17 | 194.623,25 | -20.660,43 | 2.334.707,99 |
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| NETTOBUCHWERTE | ||
|---|---|---|
| 31. Dez. 2020 | 31. Dez. 2019 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 32.592,00 | 74.234,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1,00 | 6.920,00 |
| 32.593,00 | 81.154,00 | |
| II. SACHANLAGEN | 338.302,00 | 407.016,00 |
| III. FINANZANLAGEN | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 78.704,00 | 78.704,00 |
| 2. Beteiligungen | 133.732,15 | 96.390,52 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 190.284,70 | 190.284,70 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 35.000,00 | 35.000,00 |
| 437.720,85 | 400.379,22 | |
| 808.615,85 | 888.549,22 |
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
1. Grundlagen und Steuerung des Unternehmens
1.1 Organisation und Unternehmensbereiche
Die SimPlan AG ("SimPlan") bietet als operativ tätige Gesellschaft selbst sowie mit ihren Tochterunternehmen umfangreiche Leistungen im Bereich der Logistikplanung und Materialflusssimulation sowie die entsprechende Simulationssoftware an. Darüber hinaus gibt es einen starken Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich Forschung und Entwicklung rund um diese Themengebiete.
Das Geschäftsmodell der SimPlan AG basiert auf drei Säulen: der beratungsnahen Dienstleistung im Kontext von Simulationsprojekten, der Erstellung von Simulationssoftware und von AddOns (Softwareergänzungen) für Simulationssoftware sowie dem Vertrieb von Simulationssoftwarepaketen dritter (gruppenfremder) Softwareunternehmen.
Die SimPlan AG hat ihren Hauptsitz in Hanau, Deutschland. Sie ist in Deutschland an sechs weiteren Standorten mit Betriebsstätten (Braunschweig, Bremen, Dresden, Holzgerlingen, München, Regensburg) sowie an drei weiteren Standorten mit Tochtergesellschaften vertreten. Es gibt Partnerunternehmen in Österreich und in China.
Die Kunden der SimPlan AG sind große und mittlere Unternehmen aus verschiedenen Industrien. Die meisten dieser Kunden sind den Industrien Fahrzeughersteller, (Automobil-) Zulieferer sowie Maschinen und Anlagenbau mit dem Schwerpunkt Intralogistik zuzuordnen. Darüber hinaus gibt es Kunden unter anderem in der Chemieindustrie, im Handel, im Schiffbau sowie in Verkehr und Luftfahrt.
1.2 Beteiligungen und Kooperationen
Die SimPlan AG hat fünf Unternehmensbeteiligungen, alle mit Firmensitz in Deutschland. Die SimPlan Integrations GmbH ist ein verbundenes Unternehmen mit Sitz in Witten. Das Geschäftsmodell entspricht dem der SimPlan AG, wobei der Tätigkeitsschwerpunkt stärker im Bereich intralogistischer Anwendungen liegt. Die Salzer&Koch Consultant GmbH mit Sitz in Straubing bietet Beratungs- und Planungsleistungen rund um Logistik und Automatisierung an. Mit der Flexineers GmbH, Hanau, ist die Unternehmensgruppe in der Lage, ihre hochqualifizierten Mitarbeiter dem Markt auch im Wege der Arbeitnehmerüberlassung zur Verfügung zu stellen. Die SimPlan Systems GmbH, Hanau, ist auf die Implementierung von IT-Systemen in den Bereichen Produktions- und Logistikfeinplanung sowie mathematischer Optimierung spezialisiert. Die induSim GmbH in Langenau bietet Simulationsdienstleistungen, -schulungen und - software rund um die Produktentwicklung und Konstruktion an.
Der chinesische Markt wird über eine enge Kooperation mit der CPS SimPlan Consulting Co. Ltd., Shanghai, bedient. In Österreich gibt es eine Zusammenarbeit mit SimPlan Optimizations, die an den Standorten Wien und Neufelden das gesamte Leistungsspektrum der SimPlan AG anbietet.
1.3 Forschung und Entwicklung
SimPlan ist ein gefragter Partner in Forschungsprojekten, die sich mit Themen wie Simulation, Digitaler Zwilling oder virtuelle Inbetriebnahme befassen. Im Jahr 2020 konnte SimPlan unter anderem die Mitwirkung am europäischen Leuchtturm-Projekt Productive 4.0 mit mehr als 100 Partnern aus zahlreichen europäischen Ländern erfolgreich abschließen und ferner drei neue Projektbeteiligungen auf europäischer Ebene (Vorhaben DIGIPRIME, E2COMATION und EnerMan) erfolgreich einwerben. Darüber hinaus gelingt es SimPlan regelmäßig, eigene Schwerpunkte in kleineren Forschungsvorhaben zu setzen. Dazu gehören beispielsweise das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Januar 2020 geförderte Projekt DaWiS zum Thema Simulation und Data Farming oder das vom hessischen Ministerium für Digitales seit August 2020 geförderte Vorhaben AI-Mod rund um Wertstromsimulation und künstliche Intelligenz (Lernverfahren).
Insgesamt war SimPlan im Jahr 2020 in 14 Forschungsvorhaben aktiv mit Projektförderungen auf regionaler Ebene (Länder Sachsen, Hessen und Bayern), durch Bundesministerien (BMBF, BMWi, BLE) sowie auf europäischer Ebene. Dabei werden je nach Bedarf und Themenschwerpunkten unterschiedliche Mitarbeiter aus dem gesamten Unternehmen mit einem Fokus im Bereich der Softwareentwicklung eingesetzt.
Die F&E-Aktivitäten von SimPlan haben dabei zwei Stoßrichtungen. Erster Schwerpunkt ist die Erprobung und Entwicklung von Digitalisierungsansätzen für Industrien, in denen Simulation und virtuelle Inbetriebnahme bislang noch keine große Rolle spielen. Auf die Art und Weise wurden z. B. Märkte im Bereich Schiffbau entwickelt und erschlossen. Der zweite Schwerpunkt ist die Entwicklung neuartiger Softwarelösungen rund um Digitalisierung und Simulation. So sind die SimPlan-Produkte SimAssist und SimVSM auf Beteiligungen an Forschungsprojekten zurückzuführen.
1.4 Unternehmenssteuerung
Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamen Leistungsindikatoren sind das Angebots- und Auftragsvolumen, die Roherlöse sowie das Jahresergebnis.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Aufgrund der einleitend beschriebenen Kundenstruktur der SimPlan AG ist neben dem deutschen Wirtschaftswachstum auch die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums sowie des Wachstums in der Eurozone für die Gesellschaft von Bedeutung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 stand die Weltwirtschaft vollständig im Zeichen der globalen Corona-Pandemie. Trotz umfangreicher nationaler und internationaler geld- und finanzpolitischer Stützungsmaßnahmen war das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,5% rückläufig nach einem Wachstum von 2,8% im Vorjahr. In der Eurozone lag der Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes bei 6,8% (Vorjahr: +1,2%). Das Minus in Deutschland lag mit 4,9% (Vorjahr: +0,6%) in etwa im Durchschnitt der Europäischen Union. Dabei war der Jahresverlauf sehr wechselhaft. Nach gutem Jahresstart folgte ab März ein tiefer konjunktureller Einbruch mit anschließender deutlicher Erholung im Sommer und weitgehender Stagnation im Herbst.
In der für SimPlan besonders relevanten deutschen Industrie hat es im Jahr 2020 deutliche Einbußen gegeben. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe ohne Bau und Energie, war um 10,8% niedriger als im Jahr 2019. Die schwache Produktion in der Automobilindustrie hat laut statistischem Bundesamt überproportional zu diesem Rückgang beigetragen. Rückläufig, und zwar um 6,0%, waren auch die Bruttoanlageinvestitionen und dies trotz deutlich gestiegener Investitionen in Bauten. 1 , 2
Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft vor dem Hintergrund dieser durch die Pandemie geprägten Situation der Gesamtwirtschaft einzuordnen. Nach jahrelangem Umsatzwachstum ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Umsatzrückgang gekommen.
Für das Jahr 2021 hat die EU-Kommission im Februar ein Wachstum von 3,7% für die EU-Wirtschaft prognostiziert. 3 Das IfW Kiel prognostiziert für die deutsche Wirtschaft ein Wachstum des BIP um ebenfalls 3,7%, wobei laut IfW die Industrie und der Export Stützen des Aufschwungs sein werden. 4
2.2 Lage des Unternehmens
2.2.1 Geschäftsverlauf und Ertragslage
Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft stellte sich im Jahr 2020 besser dar, als zu Beginn der Pandemie erwartet. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 6,9% auf T€ 8.418 (2019: T€ 9.039) zurückgegangen bei gleichzeitig um 16,9% (von T€ 1.828 auf T€ 1.519) reduziertem Materialaufwand. Der Umsatzrückgang resultiert aus einer leichten Abnahme der operativen Geschäftstätigkeit sowie insbesondere einem Einmaleffekt von € 0,4 Mio. aus einer geänderten Systematik bei der Abgrenzung der Wartungseinnahmen gegenüber dem Vorjahr, die aufgrund eines Anstiegs des Wartungsvolumens für das Jahr 2020 erstmals vorgenommen wurde.
Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr von T€ 814 auf T€ 900 und damit um 10,6% gestiegen. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) beträgt T€ 1.221 (2019: T€ 1.181). Damit ergibt sich eine EBIT-Marge von 14,5% (2019: 13,1%), die die Erwartungen des Vorstands vor dem Hintergrund der beschriebenen Rahmenbedingungen weit übertrifft und die selbst in einem Geschäftsjahr mit durchschnittlicher gesamtwirtschaftlicher Entwicklung als befriedigend bis gut einzustufen wäre.
Ausschlaggebend für die Renditesteigerung im Vorjahresvergleich, trotz rückläufiger Umsätze, waren sehr deutliche Kostenrückgänge u.a. bei den Reisekosten und im Marketingbereich.
Weiter beschleunigt hat sich im Jahr 2020 der Rückgang des Umsatzanteils der Fahrzeughersteller, der nach 32% im Jahr 2018 und 25% 2019 im vergangenen Jahr noch bei rund 15% lag. Der größte industrielle Einzelkunde im Jahr 2020 war erstmals seit mehr als einer Dekade kein Automobilunternehmen, sondern ein großer deutscher Chemiekonzern mit einem Umsatzanteil von etwas unter 5%. Deutlich erhöht auf rund 27% hat sich der Anteil von Forschungsprojekten am gesamten Vertragsvolumen (2019: 12%). Bei der Leistungserbringung ist der Anteil der Erlöse aus Forschungsprojekten von 4,6% in 2019 auf 13,8% gestiegen.
Positiv ist, dass sich der rückläufige Auftragseingang im Bereich der Fahrzeughersteller durch Ausweitung von Projekten und Softwareverkäufen in der Intralogistik und in der Chemieindustrie sowie die Intensivierung der Forschungsleistung kompensieren ließ.
Der Rückgang des Materialaufwandes T€ 1.828 in 2019 auf T€ 1.519 in 2020 ist im Wesentlichen auf den korrespondierenden Einmaleffekt in Folge der geänderten Systematik der Abgrenzung von Wartungseinnahmen zurückzuführen. Ohne diesen Einmaleffekt wäre es zu einer Steigerung des Materialaufwands gekommen.
Das hoch qualifizierte Mitarbeiterteam bildet die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von SimPlan und wurde gleich zu Beginn des Berichtsjahres im Hinblick auf die zum Jahreswechsel 2019/2020 noch positive Wachstumseinschätzung leicht ausgebaut. Dadurch sind trotz der seit April 2020 angemeldeten Kurzarbeit die Personalaufwendungen um 2,6% von T€ 4.650 in 2019 auf T€ 4.771 in 2020 gestiegen. Bereinigt um das erhaltene Kurzarbeitergeld hätte dieser Anstieg bei 5,8% gelegen. Relativ zum Umsatz sind die Personalaufwendungen damit von 51,4% im Vorjahr auf unbereinigt 56,7% gestiegen. Dazu beigetragen haben u.a. die vorgenommene Aufstockung des Kurzarbeitergelds für die betroffenen Mitarbeiter sowie die Zahlung eines Corona-Bonus in maximaler Höhe von T€ 1,5 je Vollzeitstelle.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind deutlich gesunken (2020: T€ 1.082; 2019: T€ 1.540). Das ist in erster Linie auf die Corona-bedingten Minderausgaben in Höhe von € 0,3 Mio. für Schulung, Fortbildung und interne Veranstaltungen, entfallene Kosten für Messen und externe Veranstaltungen sowie eingesparte Reisekosten zurückzuführen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen mit T€ 195 in 2020 um 29,4% unterhalb des Vorjahreswertes von T€ 276. Gründe sind u. a. das Auslaufen der Abschreibungen für umfangreiche in den Jahren 2015 und 2016 im Zusammenhang mit einer ERP-Einführung und dem Umzug der Firmenzentrale getätigte Investitionen sowie ein aufgrund der Corona-Krise für das Jahr 2020 verhängter weitgehender Investitionsstopp.
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 243 (2019: T€ 189) handelt es sich im Wesentlichen um verrechnete Sachbezüge für die Nutzung von Dienstwagen und Bahncards von Mitarbeitern (2020: 205 T€; 2019: T€ 127). Im Übrigen sind Erträge aus der Veräußerung von Anlagen (Fahrzeuge, IT-Ausrüstung o.ä.) enthalten.
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis (2020: T€ 196; 2019: T€ 190) beinhaltet die Gewinnausschüttungen von verbundenen Unternehmen sowie von Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
2.2.2 Finanzlage
Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von T€ 4.603 (2019: T€ 3.333). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Kreditrahmen bei den Kreditinstituten werden weder unterjährig noch zum Bilanzstichtag in Anspruch genommen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht verzinslich und haben kurzfristige Restlaufzeiten.
Das Fremdkapital (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) beträgt zum 31.12.2020 insgesamt T€ 858 (2019: T€ 1.348). Der niedrigere Wert ist darauf zurückzuführen, dass die Verbindlichkeiten aus Lohn und Kirchensteuer sowie aus Umsatzsteuer (jeweils sonstige Verbindlichkeiten) noch im Dezember 2020, also gleichjährig, an das zuständige Finanzamt überwiesen wurden, mit dem Ziel die Bilanzsumme um die entsprechenden Beträge zu verkürzen. Diese Vorgehensweise kam im Dezember 2019 nicht zur Anwendung. So ergeben sich im Jahr 2020 beispielsweise Verbindlichkeiten aus Steuern und Sozialversicherung von T€ 162 (Vorjahr T€ 728).
Der Cash flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (in Anlehnung an DRS 21) beträgt € 1,6 Mio. (2019: € 1,3 Mio.). Ursächlich hierfür sind insbesondere die positiven Jahresergebnisse. Der Cash flow aus der Investitionstätigkeit beträgt € -0,1 Mio. (2019: € -0,4 Mio.). Ursächlich für den geringeren Kapitalbedarf waren rückläufige Investitionen im Sach- und Finanzanlagevermögen. Der Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt € -0,2 Mio. (2019: € -0,8 Mio.) und enthält Ausschüttungen an die Aktionäre.
Insgesamt führt die für das Pandemie-Jahr erfreulich stabile Geschäftsentwicklung in Verbindung mit einer sehr restriktiven Ausschüttungspolitik zu hohen Liquiditätsbeständen. Neben der Projekttätigkeit der Gesellschaft, die regelmäßig eine hohe Vorfinanzierung erfordert und ein Grund für eine hohe Liquiditätsvorhaltung auch bei durchschnittlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist, haben im Jahr 2020 situationsbedingte Ausgabenbeschränkungen und Kürzungen der Dividende zu einer Erhöhung der Liquiditätsbestände geführt.
Die im Geschäftsjahr 2020 liquiditätswirksamen Gewinnausschüttungen beliefen sich auf T€ 221 (2019: T€ 818 bestehend aus einer Sonderdividende von T€ 300 sowie einer regulären Dividendenzahlung von T€ 518). Die überproportionale Kürzung der regulären Dividende von T€ 518 im Vorjahr auf T€ 221 im laufenden Jahr war eine Vorsichtsmaßnahme angesichts der mit vielen Unsicherheiten behafteten Krisensituation.
Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgte - wie in den Vorjahren - grundsätzlich aus dem operativen Cashflow ohne Aufnahme von Darlehen bei Kreditinstituten. Der Nutzung der Dienstfahrzeuge liegen übliche Leasing-Verträge zugrunde, Büro- und Geschäftsausstattung wird regelmäßig erworben, sonstige Leasingverträge bestehen - abgesehen von den Fahrzeugen - nicht.
Allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nachgekommen werden. Derzeit geht der Vorstand nicht von künftigen Liquiditätsengpässen aus. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass im Jahr 2020 Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter weitgehend zurückgestellt wurden. Hieraus kann sich ein erhöhter Anschaffungsbedarf in den Folgejahren ergeben. Ferner bestehen zum Berichtszeitpunkt die überdurchschnittlichen Unsicherheiten aufgrund der Corona-Situation fort. Weitere Einschätzungen hierzu finden sich im Risikobericht.
2.2.3 Vermögenslage
Das Aktivvermögen beinhaltet im Wesentlichen langfristig gebundenes Vermögen in Höhe von 0,9 Mio. € (2019: 1,0 Mio. €), kurzfristig gebundenes Vermögen in Höhe von € 2,3 Mio. (2019: € 2,4 Mio.) sowie liquide Mittel in Höhe von € 4,6 Mio. (2019: € 3,3 Mio.). Die Vermögenslage spiegelt die stabile Geschäftsentwicklung und die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft wider. Wesentliche strukturelle Veränderungen waren im Geschäftsjahr 2020 nicht zu verzeichnen.
Die Zugänge zum langfristigen Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 58 (2019: T€ 175) betreffen vor allem Ersatzinvestitionen in Hardware und Büroausstattung, Softwarelizenzen und Fahrzeuge. Im Finanzanlagevermögen wurde die Beteiligung an einem Fonds, der in Technologie-Startups investiert, um T€ 37 erhöht (2019: T€ 97). Die Beteiligung an diesem Fonds ist in erster Linie aus strategischen Gründen (Technologie-Scouting, Recruiting) erfolgt.
Die liquiden Mittel sind zum 31.12.2020 deutlich auf T€ 4.603 (2019: T€ 3.333) gestiegen. Zusammen mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2020: T€ 1.555; 2019: T€ 2.065) bilden diese erneut die wesentlichen Bilanzposten (2020: 79%; 2019: 80%). Leicht erhöht haben sich mit T€ 229 (2019: T€ 206) die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. In diesen Forderungen bilden sich weiterbelastete interne Dienstleistungen im Bereich Marketing und IT ab, die die SimPlan AG als Shared Services den verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen anbietet sowie Forderungen aus Kundenprojekten, die im Rahmen eines Kapazitätsausgleichs für andere Gesellschaften der Gruppe bearbeitet werden. Der Umfang der Leistungen innerhalb der Unternehmensgruppe verändert sich laufend. Er ist abhängig von der Projekt- und Kapazitätssituation innerhalb der einzelnen Beteiligungen.
Die Eigenkapitalquote der SimPlan AG ist unverändert hoch (2020: 70%; 2019: 71%). Betragsmäßig liegt das Eigenkapital unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttungen um T€ 678 über dem Vorjahresniveau (2020: T€ 5.491; 2019: T€ 4.813).
Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von € 0,9 Mio. (2019: € 1,3 Mio.) enthält im Wesentlichen sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen sind von T€ 313 in 2019 auf T€ 478 im aktuellen Jahr gestiegen. Das ist zum einen auf die aufgrund der Ergebnisverbesserung für das Jahr 2020 im Unterschied zum Vorjahr zu bildenden Steuerrückstellungen zurückzuführen (2020: T€ 50; 2019: T€ 0). Zum anderen waren höhere Rückstellungen für nachzuzahlende erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile (2020: T€ 176; 2019: T€ 65) zu bilden.
Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr absolut und relativ zur Bilanzsumme gesunken (2020: T€ 380; 2019: T€ 1.035; 2020: rund 5 %; 2019: rund 15 %). Ursächlich für den Rückgang war der bereits beschriebene Umgang mit Verbindlichkeiten aus Steuern, Sozialversicherung und Umsatzsteuer, mit vorgezogenen Zahlungen im Geschäftsjahr 2020 (vgl. Ausführungen zur Finanzlage).
Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet (i) die Einnahmen aus Software-Wartungsverträgen (Updates und Support), die über fest vereinbarte Laufzeiten abgegrenzt werden, (ii) Einnahmen aus Forschungsprojekten, die über mehrere Jahre hinweg proportional zum entstehenden Aufwand vermindert werden, sowie (iii) Einnahmen aus Projekten, für die die Leistungserbringung teilweise erst im Folgejahr durchgeführt werden kann. Der Großteil der für (i) und (iii) gebildeten Rechnungsabgrenzungsposten wird jeweils im Folgejahr aufgelöst; ein Teil der Wartungserlöse sowie ein Teil der erhaltenen Forschungsgelder deckt Laufzeiten von zwei bis vier Jahren ab.
2.2.4 Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Geschäftsleitung verfolgt das Ziel, durch nachhaltige Gewinne die Eigenkapitalbasis zu erhöhen und so die finanziellen Grundlagen für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum zu erhalten und auszubauen. Vor dem Hintergrund der Liquidität und des vorhandenen Eigenkapitals hält der Vorstand die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag für insgesamt solide. Hinsichtlich der Auswirkungen aufgrund der sich auch im Jahr 2021 fortsetzenden Corona-Krise wird insbesondere auf die nachfolgenden Ausführungen verwiesen.
2.2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Finanzielle Kennzahlen
Der Auftragsbestand liegt per Jahresultimo 2020 auf einem guten Niveau und beträgt rd. € 5,1 Mio. (Vorjahr etwa € 3,3 Mio.). Die Roherlöse (Umsatzerlöse +/ Bestandsveränderung - Materialaufwand) liegen um € 0,4 Mio. unter dem Vorjahresniveau (€ 7,2 Mio.). Der Rückgang wurde durch die Minderung u. a. von Marketing- und Reisekosten kompensiert. Der Jahresüberschuss von € 0,9 Mio. liegt daher leicht über dem Vorjahresniveau (€ 0,8 Mio.). Unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttungen beträgt die Eigenkapitalquote 70% (Vorjahr: 71%).
Personal- und Sozialbereich
Per 31.12.2020 beschäftigte die SimPlan AG in Summe 62 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Aushilfen). Diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahr um vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2019: 58) gewachsen. Dieser Anstieg resultiert aus Personalentscheidungen, die im Wesentlichen vor Beginn der Corona-Krise erfolgt sind. Das Personalwachstum unterstreicht ferner die langfristigen Wachstumspläne und das von der Pandemie nicht beeinträchtige Vertrauen der Geschäftsleitung in das kontinuierlich weiterentwickelte Geschäftsmodell der SimPlan AG.
Die Personalaufwendungen in Höhe von T€ 4.771 entfallen mit einem Betrag von T€ 4.043 (2019: T€ 3.990) auf die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen für festangestellte Mitarbeiter. Ferner entfallen T€ 728 (2019: T€ 660) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung.
3. Risiko- und Chancenbericht
3.1 Risikomanagementsystem
Die SimPlan AG ist als überwiegend im deutschen Markt agierender Anbieter für Simulationslösungen in Produktion und Logistik unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diese sind unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden und können somit die Umsetzung der Unternehmensstrategie, sowie die Zielerreichung des Unternehmens beeinflussen und zu negativen, aber auch positiven Abweichungen von der dargestellten Prognose führen.
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf die frühzeitige Erkennung von wesentlichen Risiken ausgerichtet, um der Unternehmensleitung eine rechtzeitige Reaktion mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf sämtliche Risiken (einschließlich bestandsgefährdender Risiken) zu ermöglichen. Das Risikomanagement ist fester Bestandteil der wertorientierten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensführung und liegt daher im Verantwortungsbereich des Vorstands. Es wird als Identifizierung, Bewertung und Bewältigung von Risiken verstanden und basiert im Wesentlichen auf einem klar definierten Qualitätsmanagement, Kontroll- und Steuerungsinstrumenten sowie auf einem Controlling, das durch Kennzahlen, Analysen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und mögliche Risikopotentiale zeitnah und regelmäßig informiert. Die interne Risikoberichtverfolgung innerhalb des Vorstands erfolgt laufend im Rahmen der Abstimmungen zum operativen Tagesgeschäft, in welches der Vorstand stark eingebunden ist. Das Risikomanagement ermöglicht neben der Bewertung und Bewältigung von Risiken auch das frühzeitige Erkennen von Möglichkeiten im Markt und deren zeitnahe Nutzung. Die wesentlichen internen und externen Risiken und Chancen werden nachfolgend erläutert.
3.2. Wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung
3.2.1 Auftrags- und Akquisitionsrisiken und - chancen
Die deutsche Wirtschaft hat zu Beginn des Jahres 2021 ein konjunkturell uneinheitliches und nach wie vor von der Corona-Situation geprägtes Bild gezeigt. Während einige Branchen vom Lockdown und anderen Beschränkungen hart getroffen sind, gibt es in der Industrie Anzeichen für einen Aufschwung im Jahresverlauf, der nicht zuletzt durch den Export angetrieben wird. Ob und in welchem Umfang sich dieser Aufschwung auf die für das Geschäft von SimPlan wichtigen Anlageinvestitionen auswirkt, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen.
Entsprechend bleiben die Erwartungen des Vorstands der SimPlan AG für das Geschäftsjahr 2021 von vorsichtiger Zurückhaltung geprägt. Der Auftragseingang im Januar und Februar war schwächer als im Vorjahr, für März zeichnet sich aber ein verbesserter Auftragseingang ab, so dass die Zahlen für das erste Quartal in etwa dem Vorjahr entsprechen. In wichtigen Kundenbereichen (Luftverkehr, Automobil- und Automobilzulieferbereich) hat die Nachfrage das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht. Auch lässt sich noch nicht vollständig übersehen, welche Auswirkungen die Situation der öffentlichen Haushalte auf die für SimPlans Forschungsaktivitäten relevanten Förderprogramme haben wird. Der Vorstand strebt für das Jahr 2021 einen Umsatz und Auftragseingang in der Größenordnung des Vorjahres an. Einige im Frühjahr 2020 eingeleitete Maßnahmen zur Krisenbewältigung, wie beispielsweise die Kurzarbeit, werden angesichts der volatilen Pandemie-Situation gleichwohl fortgesetzt.
Das Jahr 2020 hat gezeigt, wie schnell sich die Nachfragesituation insgesamt, aber auch in einzelnen Branchen verändern kann. Der Umsatzanteil der Automobil- und Automobilzulieferindustrie von 40% im Jahr 2019 hat sich verstärkt durch die Corona-Krise im Jahr 2020 auf ca. 20% halbiert. Das dieser Rückgang aufgefangen werden konnte, bestätigt die verstärkten Vertriebs- und Diversifizierungsanstrengungen des Vorstands und unterstreicht die Chancen, die das etablierte SimPlan-Geschäftsmodell mit der beschriebenen Mischung aus Dienstleistungs- und Beratungsprojekten, Softwareverkäufen und Forschungsprojekten bietet. Es führt insgesamt zu einer Diversifizierung der Erlösquellen und damit zu einer Absenkung der potenziellen Auftrags- und Akquisitionsrisiken.
3.2.2 Vergütungsrisiken und -chancen
In Anbetracht des sich verschärfenden Wettbewerbs im IT- und Beratungsmarkt und immensen Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können Preisrisiken trotz teilweise bestehender langfristiger Rahmenverträge grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Chancen bieten sich jedoch durch die klare und starke Positionierung am Markt und die Strategie der Kundenorientierung.
SimPlan AG ist in der Lage, positive Preiseffekte in einigen Branchen und mit einigen Kunden zu realisieren und aufgrund der Ertragslage auch negative Preiseffekte zu bewältigen.
Die Geschäftstätigkeit der SimPlan AG ist zum großen Teil projektorientiert. Einzelne Projekte können dabei durch ihre Volumina und Vertragsstrukturen eine jeweils signifikante Bedeutung für die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft erlangen. Die Steuerung projektimmanenter Risiken wie die termin- und aufwandsgerechte Fertigstellung ist daher ein Bestandteil des im Unternehmen angewandten Risikomanagements.
3.2.3 Wettbewerbsrisiken und -chancen
Der Vorstand der Gesellschaft rechnet im anstehenden Geschäftsjahr mit einem hohen Vertriebsaufwand, um die Auftragslage im Jahresverlauf zu stabilisieren. Eine gezielte personelle Verstärkung zur noch intensiveren vertrieblichen Marktbearbeitung ist eine Chance für eine Erhöhung von Marktanteilen, falls die Entwicklung im Laufe des Jahres dafür einen Spielraum lässt.
SimPlan hat im Markt für Simulationsanwendungen in Produktion und Logistik eine hohe Bekanntheit in Deutschland, die auch im Geschäftsjahr 2021 nach Möglichkeit durch gezielte Marketingaktivitäten verstärkt und erweitert werden soll. Die fortgesetzte, durch die Pandemie erzwungene, Verschiebung von Marketingmaßnahmen weg von Präsenzveranstaltungen wie Messen, Kongressen oder Kundentagen hin zu Webseminaren und anderen virtuellen Formaten birgt Chancen und Risiken gleichermaßen. Die Bestandskundenpflege und Akquisition von Projekten bei Bestandskunden lässt sich mit Online-Maßnahmen vergleichsweise gut unterstützen. Gleichzeitig besteht allerdings das Risiko, dass die Gewinnung von Neukunden leidet. SimPlan arbeitet kontinuierlich an einer Verbesserung der Reichweite im Online-Marketing.
Spezielle von Marktbegleitern im Kernmarkt für Simulationsdienstleistungen und -software ausgehende Wettbewerbsrisiken oder -chancen lassen sich aus Sicht des Vorstands der SimPlan AG kurz- und mittelfristig nicht identifizieren. Die Beobachtung von Methoden und Ansätzen, von denen ein Verdrängungsrisiko für heutige Kernleistungen der SimPlan AG ausgehen könnte, sind Bestandteil des strategischen Risikomanagements.
3.2.4 Personalrisiken und -chancen
Der wirtschaftliche Erfolg der SimPlan AG ist wesentlich von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Know-how abhängig. Zur Realisierung des mittel- bis langfristig wieder angestrebten Wachstums bleibt der weitere Ausbau des Mitarbeiterstamms wesentlich. Der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte hat vor dem Hintergrund der Entwicklung im vergangenen Jahr zwar etwas nachgelassen, wird sich nach einem Abklingen der Corona-Krise allerdings wieder deutlich verstärken und wird nach Einschätzung des Vorstands vor dem Hintergrund des demographischen Wandels auch langfristig eher zunehmen. Die künftige erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft hängt daher auch davon ab, inwiefern es gelingt, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, zu integrieren und dauerhaft an die SimPlan AG bzw. an Unternehmen der Firmengruppe zu binden. Die Unternehmensstrategie, die vorhandenen Personalinstrumente und insbesondere die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten berücksichtigen solche Personalrisiken, tragen zu einer gezielten Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung sowie der Know-how-Sicherung bei.
Die Unternehmenskultur und ein zu Jahresbeginn 2020 gestartetes Talentmanagementprogramm ermöglichen gute Arbeitsbedingungen und gute Entwicklungsmöglichkeiten für die SimPlan-Mitarbeiter und sollen mittel- bis langfristig die Personalkontinuität sicherstellen. Den mit der Pandemie verbundenen Beeinträchtigungen für den Austausch im Unternehmen und für das erwähnte Programm versucht die Unternehmensleitung mit möglichst offener und häufigerer Kommunikation über Online-Kanäle entgegenzuwirken. Ab dem zweiten Quartal 2021 sollen auch Qualifizierungsmaßnahmen verstärkt online durchgeführt werden.
Die hohe Bekanntheit von SimPlan im Simulationsbereich bleibt ein weiterer Faktor für den nachhaltigen Ausbau des Mitarbeiterstamms. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Bewerbungseingang im Berichtsjahr 2020 um rund 11 % (2019: 18%).
Gleichwohl bleibt die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter, die die Anforderungen der SimPlan AG erfüllen, eine herausfordernde Aufgabe, der die Gesellschaft in den kommenden Jahren mit verstärkten Anstrengungen im Bereich des Personalmarketings begegnen wird.
3.2.5 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten
Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hierbei steht die Vermeidung von derartigen Risiken im Vordergrund. Preisänderungsrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist die Gesellschaft in branchenüblichem Umfang ausgesetzt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden Liquiditätsbetrachtungen und -planungen erstellt, die sofern notwendig an aktuelle Änderungen angepasst werden.
Zu den von der SimPlan AG verwendeten Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten, die Anlage in wertstabilen Wertpapieren (Immobilienfonds) sowie bei Bedarf der Abschluss von Devisentermingeschäften. Bei dem Management von Finanzpositionen wird im Wesentlichen eine konservative Risikopolitik verfolgt.
Zinsrisiken entstehen aus Veränderungen des Zinsniveaus und können Finanzschulden und Geld- bzw. Wertpapieranlagen betreffen. Zum 31.12.2020 bestanden keine zinstragenden Schulden. Finanzwirtschaftliche Risiken durch Veränderungen von Verzinsungssätzen für Aktivposten sind insoweit als unwesentlich einzustufen. Das gilt auch für die Verwahrgebühren (Strafzinsen) auf Sichtguthaben, die derzeit bei einigen der SimPlan-Hausbanken bei 0,4-0,5% auf Einlagen liegen sofern sie die mit den Hausbanken verhandelten Freibeträge überschreiten. Offene Risikopositionen bestehen derzeit nicht.
Unter Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, welches dazu führt, dass in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögensgegenstände beschränkt. Kreditrisiken resultieren für die Gesellschaft im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen durch eine regelmäßige Bonitätseinschätzung der Kunden und ein effizientes Forderungsmanagement begegnet wird. Darüber hinaus bildet die Gesellschaft hierfür regelmäßig eine ausreichende Risikovorsorge durch Pauschalwertberichtigungen. Im Jahr 2020 hat die drohende Insolvenz eines Kunden die Bildung einer Einzelwertberichtigung von T€ 15 (2019: T€ 0) erforderlich gemacht. Ein Zahlungsausfall musste nicht verbucht werden (2019: T€ 6). Konkrete weitere Anhaltspunkte für Zahlungsausfälle liegen derzeit nicht vor.
Liquiditätsrisiken resultieren aus einer mangelnden Verfügbarkeit liquider Mittel zur fristgerechten Erfüllung finanzieller Verpflichtungen. Grundsätzlich können sich solche Risiken für die Gesellschaft aus den beauftragten Projekten ergeben, da diese oftmals eine gewisse Vorfinanzierung erfordern, die gegebenenfalls auch zu einer Anspannung der Liquiditätslage führen kann. Unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen ist das Liquiditätsrisiko für die SimPlan AG aufgrund des Bestands an liquiden Mitteln von T€ 4.603 zum Bilanzstichtag (2019: T€ 3.333) und aufgrund des stabilen operativen Cash-Flows als gering einzustufen. Die fortdauernde Krise erfordert diesbezüglich allerdings unverändert erhöhte Wachsamkeit. Der Vorstand setzt die seit März 2020 intensivierte vorausschauende Liquiditätsplanung fort.
Das Kursrisiko des offenen Immobilienfonds (Buchwert 31.12.2020: T€ 189) im Wertpapierbestand ist unter normalen Bedingungen minimal und begrenzt durch den Rücknahmepreis der emittierenden Fondsgesellschaft. Allerdings besteht in einer Ausnahmesituation auch hier ein erhöhtes Risiko bis hin zu einer temporären Nicht-Liquidierbarkeit der Anlage bei einem Rücknahmestopp der Fondsgesellschaft. Die aktuelle Lage wird fortlaufend beobachtet.
Wechselkursrisiken bestehen insofern als ein Einkauf von Softwarelizenzen (Handelsware) im Umfang von T€ 92 (2019: T€ 313) in englischen Pfund und von T€ 123 (2019: T€ 92) in US-Dollar erfolgte. Ferner hat die SimPlan AG Fremdwährungserlöse im Volumen von weniger als T€ 100 pro Jahr, überwiegend in chinesischem Renminbi und zum geringeren Teil in US-Dollar. Aus den entsprechenden Transaktionen haben sich im Jahr 2020 Aufwendungen aus Währungsumrechnungen von T€ 5 (2019: T€ 7) sowie Erlöse aus Währungsumrechnungen von T€ 5 (2019: T€ 6) ergeben. Die Gesellschaft prüft anlassbezogen den Abschluss von Devisentermingeschäften, wobei im Jahr 2020 diesbezüglich keine neuen Kontrakte abgeschlossen wurden und auch keine laufenden Kontrakte aus Vorjahren bestanden.
3.2.6 Bestandsgefährdende Risiken
Auch wenn deutschland-, europa- und weltweit die Auswirkungen der globalen Corona-Virus-Pandemie nach wie vor spürbar sind, erlaubt der Verlauf die Einschätzung, dass sich daraus keine Existenzgefährdung für SimPlan ergibt. Der Vorstand geht insofern davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens während der aktuellen Krisensituation und darüber hinaus gesichert ist.
4. Prognosebericht
Wie im Wirtschaftsbericht bereits skizziert, gehen die im Februar und März vorgelegten Schätzungen von Wirtschaftsforschungsinstituten, der EU-Kommission und der Bundesregierung von einem Wirtschaftswachstum von 3-4% für das Jahr 2021 aus. Die Schätzungen sagen auch für Branchen, die für das Geschäft von SimPlan relevant sind, einen besseren Geschäftsverlauf als im Vorjahr voraus. Vor diesem Hintergrund strebt der Vorstand der SimPlan AG in diesem Jahr einen stabilen Auftragseingang mit gegenüber dem Jahr 2020 weitgehend unverändertem Umsatz- und Roherlös an. Bei einer Normalisierung von Marketing- und Reiseaktivitäten kann es im Verlauf des Jahres zeitweise zu einem schnelleren Anstieg der Kosten als der Umsätze und damit zu temporärem Druck auf das Ergebnis kommen. Derzeit geht der Vorstand davon aus, dass trotz der unverändert schwierigen Umstände ein Jahresergebnis in etwa auf Vorjahreshöhe erreicht werden kann.
5. Sonstiges
Hinsichtlich der Angaben zum Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.
Hanau, 31. März 2021
Gez. Dr. Spieckermann
gez. Dr. Burges
gez. Dr. Kestenbaum
1 Quelle: Statistisches Bundesamt: "Industrieproduktion im Jahr 2020 um mehr als 10 % gesunken", Pressemitteilung Nr. 076 vom 22. Februar 2021.
2 Quelle: Statistisches Bundesamt: "Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2020", Pressemitteilung Nr. 081 vom 24. Februar 2021.
3 Quelle: Europäische Kommission: " Winterprognose 2021: Ein fordernder Winter, aber Licht am Ende des Tunnels", 11. Februar 2021.
4 Quelle: IfW Kiel: "IfW-Konjunkturprognose: Industrie und Export stärken deutsche Wirtschaft", Medieninformation, 18. März 2021.
Vorstehender zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die SimPlan AG, Hanau
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der SimPlan AG, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SimPlan AG, Hanau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
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| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aschaffenburg, 7. April 2021
KM&K Mergler Audit GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mergler, Wirtschaftsprüfer
ppa. Ackmann, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats für das Berichtsjahr 2020
Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.
Er hat sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Entwicklung der Gesellschaft und den Gang ihrer Geschäfte unterrichten lassen und die Geschäftsführung laufend überprüft. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2020 zwei Sitzungen des Aufsichtsrates statt.
Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2020 an:
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| • | Prof. Dr. Stefan Nickel (Vorsitzender) |
| • | Dr. Andreas Rohde |
| • | Andreas Schindler. |
Der vorlegte Jahresabschluss wurde von der KM&K Mergler Audit GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Aschaffenburg, unter Einbeziehung der Buchführung und des Geschäftsberichts des Vorstandes der Gesellschaft geprüft und den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung entsprechend befunden.
Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt.
Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat geprüft. Als Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der Gesellschaft für deren gute Leistungen im abgelaufenen Jahr.
Hanau, 21. Mai 2021
Gez. Prof. Dr. Stefan Nickel, Vorsitzender des Aufsichtsrats